2000 Mart. Nr. 40 ng entgegenzutreten, af oder notleidenden orden, mögen zunächst bi Danach hat die Expedition etoftet, wooon, wenn ma anfieht, etwa zwei Dritte tichaft zugute getommen ht? Die geringfte Summ fentliche Hand, die allei me beffer für Wohlfagris deutschen Mannschaft endet werden sollen. Di haben jelbit rund 950 her. rpflichtige". hr, Fortel& Co., Stut Umfang 1100 Seiten in nzleinenband mit neur Einschalten von Zuja Besitzer älterer Steuer ist zu begrüßen, daß fid be der vorliegenden völli 15 000 Exemplaren eridie pflichtige" entschloß. Durd alle Steuerwerke in fir äge faum noch brauchb Sandbuch erhält der Ste Wegweiser durch den e und trotzdem brauchbur Stoffes auf nur 1100 S Benleistung fachlicher D Onders wertvoll ist die ng und Erlaßpraxis agen sind für den Ste i den Finanzämtern fen ere Form des Wertes Ed das rasche Nachschlag maußerdem Anspruch eratungsdienstes, wenn Buches nicht selbst l teuerroman von Emil 90 RM., Phönix- Berl Dieser Seeroman weiß i Ringen zweier Halbbru nach der Festung Bo me des Obermaats, Bat Sinjatz des eigenen Lebes s Henters befreit, von de Enfchiffes Storpion", or Lande und der schließlid nen reichhaltigen We em Jahre wiederum e bejten Autoren von treten. Namen wie T Ons, Michaelis, Molo he Niveau des VdB. N bandes der Bücherfreu dlich von Berlin- Charl zugeschickt. n. Nordenskiöld, der f Schiff die Nordost- Pa zu seinem 100. Geburts Lebens und veröffentli Schredens". Noch find Achttausender der Himal Trotz aller Not der 3 in Deutschland gemein Dem Himalaja auszufend Berges des Schredens", Von den übermenschli tet der Führer der Erp m neuen Heft der Mi 47). gen en miniature, Klein as neue Heft der„ Gari ian Klein in Gießen beurteilte Tebuch Jahr ist jetzt zu Mitgliedsbeiträgen, Bundes- und Ver ungen, für Veran alr ngezählt, die End ogen. en enthoben. danlage 21 Gießener Zeitung Erscheint Samstags. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. 1 ( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Bolitische Rundschau. Am Donnerstagnachmittag empfing der Herr Reichspräsident von Hindenburg den Vorsitzenden der Zentrumspartei, den Prälat Kaas zur Anssprache über die politische Lage. Der Reichspräsident empfing gestern den zum Untergeneraljefretär im Generalsekretariat des Völkerbundes berufenen Staatssekretär z. D. Trendelenburg. Man erfährt jetzt erst, daß am Mittwochabend eine Unterredung zwischen Hitler und General v. Schleicher im Einvernehmen mit dem Reichspräsidenten stattgefunden hat, und daß Hitler auch hier jede Unterstügung oder auch nur eine Tolerierung eines Kabinetts, das nicht unter seiner Führung steht, abgelehnt hat. Es ist zu einer Aussprache zwischen Hitler und Dr. Hugenberg gelommen. Der Zwed der Aussprache lief darauf hinaus, die bestehenden Gegensäge innerhalb der„ Harzburger Front" zu beseitigen. Das Reichstagsbureau teilt mit, daß Präsident Goering den Reichstag auf Dienstag, den 6. Dezember, 15 Uhr, einberufen hat. Die erste Reichstagssigung wird, wie stets, nur die Konstituierung des neuen Reichstages bringen. Sie wird diesmal von dem nationalsozialistischen Abg. Ligmann als Alterspräsident geleitet. Der Preußische Staatsrat beauftragte seinen Präsidenten, eine Klage vor dem Staatsgerichtshof zur Klarstellung der Verfassungsstreitigkeiten zwischen Preußen und dem Reich einzuleiten. Der Sächsische Landtag wählte am 24. November seinen neuen Landtagsvorstand. An Stelle des bisherigen sozialdemo fratischen Präsidenten Wedel wurde überraschenderweise der deutschnationale Abgeordnete Dr. Edardt gewählt. Am Mittwochabend, kurz vor Uebergabe des Hitler- Briefes durch den Reichspräsidenten, kam es in der Nähe der Reichstanzlei zu kommunistischen Demonstrationsversuchen. Plöglich er: schienen fleine Gruppen, die im Sprechchor in Rotfront- und Niederrufe gegen den Reichspräsidenten und Hitler ausbrachen. Die Polizei griff sofort ein und verhaftete einige der Schreier. Bei einem Kommunistenüberfall auf ein nationalsozialistisches Berkehrslokal in Altona wurde durch einen Querschläger ein in der Nähe des Lokals sich aufhaltender Junge ins Herz getroffen und getötet. Im Monat September ereigneten sich im Staatsgebiet Preu: Ben 304 politische Zusammenstöße. Davon waren nach polizeilichen Feststellungen in 139 Fällen( 45,7 v. 5.) Kommunisten die Angreifer, in 100 Fällen( 32,9 v. H. die Nationalsozialisten, in 21 Fällen( 6 v. 5.) Reichsbanner und ihm nahestehende Gruppen. In den übrigen Fällen konnte die Schuldfrage polizeilich nicht geklärt werden. An Toten gab es in der genannten Zeit bei diesen Zusammenstößen einen Kommunisten, der von einem Polizeibeamten erschossen wurde. Verletzt wurden 272 Personen. Das Präsidium des Büros der Abrüstungskonferenz hat über die Frage der Einberufung des Hauptausschusses der Abrüstungsfonferenz beraten und beschlossen ,. Man tam überein, vorläufig noch keinen endgültigen Vorschlag über die Einberufung zu machen. Der Völkerbundsrat hat den englischen Außenminister als Berichterstatter für die Danziger Fragen beauftragt. In dem Zivilprozeß, den der ,, Vorwärts"-Verlag gegen den preußischen Staat, vertreten durch den Reichskommissar Dr. Bracht auf Bezahlung der Insertionsgebühr für die Auflagennachricht zum Ohlauer Reichsbannerprozeß angestrengt hatte, wurde von der 12. Zivilkammer des Landgerichts 1 die Entscheidung gefällt, die auf Abweisung der Klage auf Kosten des Klägers lautete. Im Potempaer Prozeß wegen der Erschießung des Kommunisten Pietrzuch war von den damaligen Angeklagten und Verurteilten ein gewisser Golombek stark belastet worden. Golombek, der geflohen war, ist nun mit einem in der gleichen Angelegenheit Beschuldigten namens Duzki verhaftet worden, Bei den tschechoslowakischen Gerichten schweben 90 politische Brozesse gegen Sudetendeutsche, durch die 402 Personen und 27 deutsche Verbände betroffen werden. Die Prozesse sollen nach der schriftlichen Ausfertigung des Urteils gegen die Angehörigen des Deutschen Nationalsozialistischen Volkssports durchgeführt werden. Das„ Prager Tagblatt" veröffentlicht mehrere Fälle schwerer Schikanen der Steuerbehörden gegen die deutsche Industrie in Böhmen und Mähren. In Uebereinstimmung mit dem jüngst abgeschlossenen pol: nisch- sowjetrussischen Nichtangriffspakt ist von dem polnischen Gesandten in Moskau, Patet, und dem Volkskommissar für Aus= wärtiges, Litwinow, der Vorvertrag zu einem polnisch- sowjetrussischen Schiedsgerichtsabkommen unterzeichnet worden. Die Anwesenheit des österreichischen Bundeskanzlers Dr. Dollfuß in Budapest hat dazu geführt, daß die Paraphierung eines neuen österreichisch- ungarischen Handelsvertrages bevorsteht. In Heppenheim a. d. B. wurden 11 Angehörige der KPD. und des Kampsbundes gegen Faschismus festgenommen, weil sie im Verdacht standen, sich in Heppenheim öffentlich zusammengerottet und mit vereinigten Kräften Polizeibeamte während der rechtmäßigen Ausübung des Dienstes bedroht und angegriffen zu haben. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 26. November 1932 Die gesamte niederrheinische SPD- Presse ist durch den Ober: präsidenten der Rheinprovinz von Dienstag ab bis einschließlich Samstag verboten worden. Der tschechoslowakische Gesandte in Washington überreichte Staatssekretär Stimson eine Note, in der das Ersuchen der europäischen Mächte nach einem Moratorium und Ueberprüfung der Kriegsschuldenfrage nachdrüdlichst unterstützt wird. Der neue amerikanische Kongreß seht sich aus 314 Demokra= ten, 116 Republikanern und 5 Farmarbeitern, und der neugewählte Senat aus 59 Demokraten, 36 Republikanern und einem Farmarbeiter zusammen. Der Prohibition in Amerika ist nach zuverlässigen Informationen das Todesurteil gesprochen. Nach einer privaten Probeabstimmung des International News Service treten zwei Drittel des gegenwärtigen Senats für Legalisierung von Bier ein. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde die neue Rheinbrüde zwischen Mannheim und Ludwigshafen ihrer Bestimmung übergeben. Die evangelische Landessynode Badens hat den Vertrag zwischen dem Freistaat Baden und der Evangelischen Landesfirche Badens endgültig angenommen. Die braunschweigische Regierung hat beschlossen, für das Gebiet des Freistaats Braunschweig die Schlachtsteuer einzuführen. Auf Grund der Verordnung vom 5. September zur Vermehrung und Erhaltung der Arbeitsgelegenheit sind im Schlichterbezirk Rheinland bis heute 7250 Neueinstellungen vorgenom men worden, die sich auf 213 Betriebe verteilen. Die Mehrzahl der Einstellungen erfolgte in der Textil-, Metall- und der che: mischen Industrie. Ende Oktober verzeichnete der italienische Schazausweis für die ersten vier Monate des laufenden Rechnungsjahres einen Gesamtfehlbetrag von 1477 Millionen Lire. Nach Mitteilung des Reichsfinanzministeriums betrug die schwebende Schuld des Deutschen Reiches am 31. Oktober d. J. 1792,9 Mill. RM. gegen 1757,1 Mill. am 30. September 1932. Ein Mehrheitsfabinett unmöglich. Der Freitag war in Berlin in der Hauptsache mit den Verhandlungen ausgefüllt, die der Zentrumsvorsitzende Dr. Ka as dem Auftrage des Reichspräsidenten vom Donnerstag spätnachmittag zufolge führte. Da die Nerven der politischen Kreise immer noch sehr angespannt sind und im Hintergrund auch offenbar die verschiedensten internen Beratungen gepflogen werden, hinausläuft, die Frage der Mehrheitsbildung sei nochmals hervorgehoben, daß der Auftrag an Kaas darauf Ausmündung in ein parlamentarisches Kabinett - gründlich zu überprüfen. Am Freitag hatte Kaas diese Aufgabe bewältigt, indem er seine Besprechungen mit den anderen Parteien, die er am Donnerstagabend noch begann, zu Ende führte. Mit Dingelden konferierte Kaas am Freitagvormittag. Der Parteiführer der Deutschen Volkspartei hat nach unseren Informationen erklärt, daß seine Partei sich einer nationalen Konzentration zur Verfügung stellen würde. Um die Mittagszeit traf Kaas mit Hugenberg zusammen. Ueber die Stellungnahme des deutschnationalen Parteiführers wird von der deutschnationalen Presse= ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 80 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Rellame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung Nummer 47 denten der Erwartung Ausdrud, daß die Zusammenarbeit zwischen Hitler und Hindenburg eines Tages doch noch zustande lommen werde, und betont, daß der Reichspräsident jederzeit Herrn Hitler zu einer Aussprache irgendwelcher Art zur Verfügung stehe. Heeresminister Baugoin fordert allgemeine Wehrpflicht für Desterreich. Auf einer in der Bahnhofshalle des stillgelegten Nordwestbahnhofes abgehaltenen Generalversammlung des Niederösterreichischen Bauernbundes, zu der etwa 25 000 Bauern nach Wien gekommen waren, kam Heeresminister Vaugoin auf die allgemeine Wehrpflicht zu sprechen. Er sagte u. a.: ,, Wir müssen die allgemeine Wehrpflicht fordern, die 14 Jahre unserem Volke versagt war. Wir fordern sie als bestes Volkserziehungsmittel für unsere Jugend." Geschäfte zu machen, ist nicht Aufgabe der Selbstverwaltung. Auf der gerade im jetzigen Zeitpunkt bedeutungsvollen Tagung des Langnamvereins in Düsseldorf führte der Präsident des Deutschen und Preußischen Landkreistages, Dr. von Stempel, u. a. folgendes aus: An der Forderung„ Gesunde Wirtschaft im starten Staat" sind die Kommunen in doppelter Beziehung interessiert, und zwar einmal als neben und unter dem Staat stehende Teile der öffentlichen Verwaltung und sodann in ihrer kommunalwirtschaftlichen Betätigung als Teil der Gesamtwirtschaft. Die Schwierigkeiten in der Selbstverwaltung stellen sich nicht dar als typische Selbstverwaltungsfrise, sondern sind Folgen der allgemeinen Krise des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft. Mit einer Beseitigung dieser Krise wird auch die Selbstverwaltung gesunden, die einen Teil wichtigster Aufgaben der öffentlichen Verwaltung auch in Zukunft zu erledigen haben wird und deren Jdee in den breiten Massen des Volkes verwurzelt und daher als deutsches Volksgut nicht wegzudenken ist. In der wirtschaftlichen Betätigung der Kommunen werden sich die Landkreise auch fünftig auf die Versorgungs- und Verkehrsbetriebe be= schränken, müssen diese aber aus sozialen Gründen für sich fordern. Im übrigen kommt eine Konkurrenz mit der privaten Wirtschaft nicht in Frage. Geschäfte zu machen, ist nicht Aufgabe der Selbstverwaltung. Die augenblicklich chaotischen Zustände in den Gemeindefinanzen können nur durch eine jetzt nicht mehr ausschiebbare grundlegende Finanzreform beseitigt werden. Nebenher muß eine ausreichende Finanzierung der für zahlreiche Gemeindeverbände völlig unerträglichen Wohlfahrtslasten fortgesetzt und eine Bereinigung der Schuldenwirtschaft zweds Wiederherstellung des Vertrauens in die Kreditfähigkeit getroffen werden. Auch die Landkreise als Teile der öffentlichen Verwaltung sind aufs engste verbunden mit und abhängig von den Forde= rungen, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer an eine gesunde öffentliche Wirtschaft zu stellen berechtigt sind. Diese Gesundung fann nur von gegenseitiger Rücksichtnahme und verständnisvoller Zusammenarbeit erwartet werden. ſtelle eine Mitteilung verbreitet, wonach Hugenberg dem Prä- Forderungen des Hessischen Einzelhandels laten Kaas gegenüber eine Absage an alle Versuche, eine parlamentarische Lösung zu finden gegeben habe, und in der deutschnationalen Erklärung heißt es dann, daß die Partei von Anfang an den Gedanken eines Präsidialkabinetts unterstützt habe. Mit großer Spannung sah man in politischen Kreisen der Aussprache zwischen Kaas und Hitler entgegen, die am frühen Nachmittag begann und zwei Stunden dauerte. Kaas scheint die Möglichkeit, daß die Nationalsozialisten schließlich doch ein Präsidialkabinett tolerieren würden, noch durchaus nicht als erledigt angesehen zu haben. Kaas hat also vermutlich Hitler gefragt, ob er parlamentarisch ein Präsidialkabinett dulden würde, das im Volke breiter untermauert ist, etwa durch einen gewissen Zusammenschluß von Deutschnationalen, Volkspartei, Zentrum und Bayerischer Volls= partei. Niemand vermag zu sagen, was Hitler dem Zentrumsführer geantwortet hat. * Der Reichspräsident hat inzwischen auch Bericht durch einen neuen Empfang des Prälaten Kaas vom Freitagnachmittag erhalten. Nach dieser weiteren Unterredung zwischen dem Reichspräsidenten und Dr. Kaas sind die Dinge noch nicht abgeschlossen. Hindenburg selbst hat sich ja die eigene Entscheidung in jeder Hinsicht vorbehalten, und man nimmt an, daß die. Stunde auch ihm noch nicht reif erscheint für entscheidende Beschlüsse; dieser Augenblid wird voraussichtlich erst Anfang der nächsten Woche gekommen sein. Hindenburg lehnt den Gegenvorschlag Hitlers ab. Berlin. Amtlich wird mitgeteilt: Staatssekretär Dr. Meißrer hat Donnerstagnachmittag im Austrage des Reichspräsidenten in einem Briefe an Adolf Hitler dessen Gegenvorschlag auf Betrauung mit dem Kanzleramt einer Präsidialregierung ablehnend beantwortet. Der Staatssekretär gibt aber im Auftrage des ReichspräsiDie Mitgliederversammlung des Landesverbandes des Hessischen Einzelhandels am vergangenen Donnerstag beschloß folgende grundsätzlichen Forderungen, die der Regierung unverzüglich mitgeteilt wurden: 1. Ausdehnung der Sperre für Errichtung von Einheitspreisgeschäften auch auf die Städte über 100 000 Einwohner. Allmähliche Liquidation der volkswirtschaftlich durchaus entbehrlichen Einheitspreisgeschäfte. 2. Einführung der Phasenpauschalierung der Umsatzsteuer. Erhebung der Umsatzsteuer beim ersten Umsatz. 3. Ein vollständiges und ausschließliches Zugabenverbot, da die Notverordnung vom 9. März dieses Jahres unzulängliche Maßnahmen gezeitigt hat. 4. Gesetzliche Regelung des Rabattwejens, nämlich a) Verbot jeglicher Sonderrabattgewährung an einzelne Käufergruppen; b) Verbot jeder übertriebenen Rabattgabe, d. h. solcher Rabattsätze, die die handelsübliche Höhe überschreiten. 5. Gesetzliche Maßnahmen gegen Preisschleuderei und die überhandnehmenden Sonderveranstaltungen im Einzelhandel. Ganz Rußland ein Zuchthaus. Moskau. Zu dem kürzlich gemeldeten Defret, wonach Arbeiter, die auch nur einen Arbeitstag unentschuldigt versäumen, sristios zu entlassen sind, erläuterte Kalinin als Vorsitzender des Bundes- Hauptvollzugsausschusses weitere Ausführungsbe stimmungen. Die entlassenen Arbeiter werden unverzüglich aus den Werkswohnungen ermittiert ohne Rücksicht auf die Jahreszeit Sie erhalten keinen Anspruch auf eine andere Wohnung und keine Hilfe zum Umzug für sich, ihre Familie und ihre Möbe!. Ferner werden ihnen die Lebensmittelfarten entzogen. Obwohl die neuen Strafbestimmungen bereits einen heil: samen Einfluß auf das pünktliche Erscheinen der Arbeiter an ihren Arbeitsstätten gezeitigt haben, sind doch nach Meldungen der Sowjetpresse bereits mehrere tausend Arbeiter entlassen und aus ihren Wohnungen gewiesen worden. Nr. 47 Gamstag, d Samstag, den 26. November 1932. Lokales. Hätt' ich doch doth... Von Hans- Wolfgang Romberg. Wie oft müssen wir uns, wenn wir von einer Krankheit befallen sind, sagen: Hätte ich doch sorgfältiger auf die ersten Anzeichen geachtet, hätte ich doch gleich den Arzt befragt; dann wäre die Krankheit sicher nicht so schlimm geworden! Dies gilt ganz besonders für einige Krankheiten, deren erste Anzeichen, oft harmlos erscheinen, bei denen aber trotzdem Zeitverlust höchste Gefahr, oft sogar den Tod bringen kann. ,, Gießener Zeitung" und ein scharfer füßlicher Geruch aus Nase und Mund des Kranben ist neben den allgemeinen Beschwerden das Hauptzeichen. Bemerkt man diese Anzeichen, so ist es höchste Zeit, den Arzt zu rufen, der die Krankheit durch mikroskopische Untersuchung des Belages sicher feststellen, durch Einspritzung des Berigschen Diphtherie- Heilserums meist einen schweren Verlauf verhindern und eine baldige Heilung bewirken kann. Die Wirbung des Serums ist um so sicherer, je früher es angewendet wird. großen Teil der Bürgerschaft erst ermöglicht, Kunst in einem würdigen Rahmen aufzunehmen. Der Zwed dieser Querschnittsveranstaltung tann aber natürlich nicht der sein, jedem Abonnenten noch einmal im Ausschnitt etwas vorzuführen, das er in den letzten Jahren schon im Theater als Vollaufführung sah. Da nun der Theaterraum nicht einmal Plätze genug hat, alle Abonnenten zu fassen, geschweige denn hunderte von Spendern und die große Anzahl der behördlichen Vertreter, so mußte sich die Stadtverwaltung im Einverständnis mit der Theater- Depu tation zu einer Beschränkung entschließen und konnte die Einladungen nur an die Spitzenvertreter aller aufzufordernden Kategorien ergehen lassen. Wenn in Deutschland noch jährlich 23 000 Frauen an Unterleibskrebs sterben, von denen viele jünger als 45 Jahre sind, so ist dies die Folge der Unkenntnis, die leider immer noch über diese, bei rechtzeitiger Behandlung heilbare, bei Nichtbehandlung zu einem sicheren, qualvollen Tode führende Krankheit herrscht. Unregelmäßige Blutungen und Ausflüsse sind die ersten Anzeichen. Wer sie beachtet und sich sofort ohne Scheu dem Arzt anvertraut, fann am sichersten auf Heilung rechnen. Wer erst Wochen oder gar Monate wartet, ehe er zum Arzt geht, verringert die Heilungsaussichten oder verliert sie ganz. Aehnlich ist es mit dem Brustkrebs. Sobald sich an sonst weichen Stel= len der Brust Verhärtungen, kleine Knoten bilden, die Brustwarze eingesunken erscheint oder gar Blut oder blutige Flüssig feit ausscheidet, ist es höchste Zeit, den Arzt aufzusuchen. Nur er kann feststellen, ob ein bösartiges Leiden vorliegt! Auch hier ist Heilung um so sicherer möglich, je früher die Behandlung einsetzt. Schmerzen, die sonst Kranke am ehesten zum Arzt treiben das ist besonders zu beachten sind in den Anfangsstadien des Krebses fast nie vorhanden. Eine der häufigsten und bekanntesten Krankheiten dieser Art ist wohl die Blinddarmentzündung, die immer noch viele Opfer fordert, weil ihre ersten Anzeichen nicht rechtzeitig be= achtet werden. Denn das ist das besonders Gefährliche an ihr, daß die Erkrankten oft gerade in den schweren Fällen verhältnismäßig geringe Beschwerden haben, und daß die Krankheit einen so überaus raschen Verlauf nehmen kann. Die Kranken, die sich vorher meist völlig gesund gefühlt haben, verspüren plötzlich bei längerem Gehen, Treppensteigen, beim Büden oder Heben, oft auch ohne jede Veranlassung einen Schmerz auf der rechten Bauchseite, etwa in der Mitte zwischen Nabel und Schenfelbeuge. Sie fühlen sich matt und zerschlagen, Fieber fann, braucht jedoch nicht vorhanden zu sein, es kann auch zu Erbrechen fommen. Auch die Schmerzen fehlen manchmal ganz, so daß die Mattigkeit und ein gewisses Unbehagen im Bauch die einzigen Krankheitszeichen sind. Trotzdem kann die Krankhet schon in ein gefährliches Stadium getreten sein. Ob dies der Fall ist oder nicht, vermag nur der Arzt zu entscheiden, der je nach dem Befund zu einer abwartenden Behandlung oder zur sofortigen Operation raten wird. Diese stellt, im Frühstadium vorgenommen heutzutage einen verhältnismäßig einfachen Eingriff dar, der fast stets zur Heilung führt. Rechtzeitige Erkennung und rasches Eingreifen durch den Arzt vermag auch der Diphtherie viel von ihrem Schrecken zu nehmen. Sie wird stets durch Ansteckung übertragen, und zwar beträgt die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch, die soge= nannte Inkubationszeit, 2 bis 5 Tage. Die Ansteckung erfolgt durch Diphtheriekrante unmittelbar, ferner durch Personen, die mit Kranken zusammen waren, oder auch durch bazillenbeladene, leblose Gegenstände. Vorzugsweise erkranken an Diphtherie Kinder unter 10, seltener Jugendliche unter 20 Jahren. Die Diphtherie beginnt mit allgemeinem Unwohlsein, Kopfschmerz, Fieber, das nicht hoch zu sein braucht, und mit Schlingbeschwer= den. Kleinere Kinder flagen häufig weniger über Halsschmerzen, als über Schmerzen in der Magengegend. Sieht man den Kindern in den Hals, so zeigt sich die Rachenschleimhaut gerötet, die Mandeln sind geschwollen und mit grauweißem Belag bedeckt, der sich auch auf den hinteren Teil des Gaumens und das Zäpfchen ausdehnen kann. Bisweilen fehlt auch der Belag, Viele Menschen können gerettet werden, die noch alljährlich ihr Leben einbüßen, wenn sie bei den erwähnten, wie bei zah!= reichen anderen Krankheiten nicht durch Unkenntnis, Gleichgültigkeit oder Besserwisserei kostbare Zeit verstreichen ließen, ehe sie sich in sachkundige ärztliche Behandlung begeben, und manchem würde damit der bittere Selbstvorwurf erspart bleiben: ,, Hätt' ich doch!" 25 Jahre Stadttheater. Zur Festvorstellung. - Geflügel- und Wäschediebstähle In der N um biefe Zeit Wettergaffe zu ingern diefer 116 hatte a Leate gingen beil Hitler" Disput, der fi urden auch v gerempelt, un Borte die üb Dem Martipla Shlagerei, wo urch Schläge theblich verle und die Sanit ilfe. Dann m egeben. Der Setfchwunden Anochen gehen on den Hafen Grmittlungen em zuständige bungshaft. Keine B ang lagt mitt egen umlaufe ibt beabsichtig perlegen. + Ruhestan her die Alters Dezember 19 25( Reg. Bl. imrat an der Rabcitand. in den Kreisen Gießen, Friedberg und Schotten. Die in der Nacht zum 24. November in Dauernheim und Dorn- Assenheim verübten Geflügel- und Wäschediebstähle sanden überraschend schnell ihre Aufklärung. Bei der Tatortsbesichtigung in Dauernheim wurde unter einem Strumpf, den die Täter in der Eile zurückließen, ein Zettel mit der Aufschrift ,, Hahn", Rotschildallee, Frankfurt a. M., gefunden, der der Beschaffenheit nach von einem Sad oder Leinenpacktuch losgeweicht war. Die Kriminalpolizei in Frankfurt a. M. wurde sofort telefonisch von dem Diebstahl und dem Feststellungsergebnis in Kenntnis gesetzt. Daraufhin wurde von der dortigen Kriminal= polizei bei Hahn eine Durchsuchung vorgenommen, die aber ergebnislos verlief. Als aber trotzdem wegen dringenden Verdachts seine Festnahme erfolgte, legte er ein Teilgeständnis ab, daß er mit dem Artist Friedrich Mettler, der in der Sedbächerstraße in einem Wohnwagen wohnt, und dem Autoschlosser Wilhelm Wahn aus der Feststraße die in Dauernheim begangenen Einbrüche verübt habe. Die weiteren Ermittlungen, zu denen ein Beamter der Gießener LKP. entsandt wurde, ergaben, daß noch ein vierter Täter, und zwar der Händler Ferdinand Vichmeter, in der Hahnstraße wohnhaft, bei den Diebesfahrten mit= wirkte, der auch bei der Tätigkeit als umherziehender Händler die Diebstahlsobjekte ausfindig machte. Bei Mettler wurde noch eine große Anzahl Hühnerköpfe, zwei Gänse, drei Hühner und eine Menge nasse Wäsche und bei Wahn ein vollbepadter Rudsad mit Wäsche gefunden. Im Laufe der Ermittlungen ergab sich weiter, daß die gleichen Täter auf der Fahrt nach Dauernheim den Wäschediebstahl in Dorn- Assenheim begangen haben. Auch gestand einer der Täter, den Ende Oktober in Röthges ausgeführten Geflügelfarmeinbruch und den Einbruch in Lars denbach, woselbst ein Rind am Ortsausgang abgeschlachtet wurde, begangen zu haben. Das Fell konnte sichergestellt werden. Die Beute wurde zum Teil verkauft, teils zu eigenem Gebrauch von den Tätern verwendet. Die Einbrecher wurden im Laufe des gestrigen Tages festgenommen. Sämtliche Diebesfahrten wurden mit einem Personenkraftwagen getätigt, den sich die Täter ohne Einwilligung des Besitzers jeweils zur Nachtzeit aneigneten. Die Stadtverwaltung teilt mit: Auf verschiedene Anfragen aus allen Kreisen der Bevölkerung, die für das rege Interesse an unserem Stadttheater und seiner Jubelfeier zeugen, teilt die Stadtverwaltung auf diesem Wege da unmöglich alle Anfragen im einzelnen beantwortet werden können folgendes mit: Der innere Sinn der Jubiläumsfeier am Vormittag des 27. November muß darin gesehen werden, daß das Theater Gelegenheit hat, den maßgeblichen auswärtigen Behörden, den Theaterfachleuten und der Presse einen Einblick in die Arbeit zu verschaffen, die am Gießener Stadttheater geleistet wird. Es ist ferner die Aufgabe dieser Morgenfeier, sich dessen bewußt zu sein, daß es opferfreudige Bürger waren, die vor einem Vierteljahrhundert das Theater schufen, das Theater, das es einem Gutes Licht OSRAM ist der beste Arbeitshelfer Erhältlich in den OSRAM- Verkaufsstellen. Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. ( Nachdruck verboten.) ( 29. Fortsetzung.) Marieliese saß mit ihrem Vater an der Mittagstafel. Alle Augenblicke sah sie nach der Tür, aber Henry kam immer noch nicht. ,, Du glaubst nicht, Marlies, wieviel Zoll auf der Einfahr alter, wertvoller Gemälde steht. Da sind die Kunsthändler manchmal auf ganz eigenartige Trids gekommen, um die Behörden zu hintergehen." ,, Das ist mir so egal", dachte Marieliese. ,, Wenn du bloß erst im Schnellzug sizen würdest. Hoffentlich merkst du nicht den Trick, den ich jetzt anwende." ,, Ich habe einmal gelesen, daß ein Kunsthändler sogar das ganze Bild.. Da stand Henry in der Tür. ,, Gnädiger Herr, an dem Motor ist etwas nicht in Ordnung, er will nicht anspringen. Ich will mein möglichstes versuchen, vielleicht..." Schon war er wieder draußen. Marieliese mußte die Zähne zusammenbeißen, um nicht zu lachen, denn Henry hatte ein zu fomisches Gesicht gemacht. OSRAM Hohe Lichtleistung, verbunden mit großer Wirtschaftlichkeit. sind manchmal so unzuverlässig. Da bleibst du vielleicht mitten auf der Straße liegen." ,, Da hast du recht." ,, Aber wahrscheinlich fährt ein Schnellzug um diese Zeit dahin." ,, Das wäre ja eine Möglichkeit." Er blätterte im Kursbuch. ,, Ja, um 12 Uhr 46." ,, Siehst du, Vater, den kannst du noch bequem erreichen. Nimm Mary nur gleich mit. Ich habe noch verschiedene Sachen einzupaden und komme dann später mit dem Wagen und dem Handgepäck nach. Du brauchst gar nichts mitzunehmen." ,, Ja, wenn du meinst...." Marielese atmete auf, als ihr Vater und ihre Zofe das Hotel verlassen hatten. Sie ging in die Garage. Henry lag unter dem Auto und arbeitete fieberhaft mit einem Schraubenschlüssel herum. ,, Kommen Sie ruhig wieder ans Tageslicht, Henry. Die Luft ist rein, die Herrschaften sind abgereist." Der junge Chauffeur kroch unter dem Wagen hervor und wischte sich den Schweiß vom Gesicht. Dann ließ er den Motor anspringen. Was war das, Marlies? Hast du es gehört?" fragte lässig, Henry Henderson verblüfft. Sie nickte gelassen. ,, Ja, das Auto ist fapores!" ,, Um alles in der Welt, das geht nicht. Ich muß doch um vier Uhr in Orleans sein. Wie ist das bloß möglich? An dem Auto hat doch noch nie etwas gefehlt." " Ja, gerade deshalb. Einmal muß es doch das erste Mal sein. Warum soll der Motor nicht mal streiken? An Henry liegt es bestimmt nicht, der ist äußerst tüchtig und zuverlässig." Ja, das stimmt. Ob der Schaden wohl bald wieder behoben ist?" ,, Das glaube ich nicht. Diese ersten Pannen sind meistens nicht so leicht zu beseitigen." „ Ich muß aber doch nach Orleans, sonst geht vielleicht diese gute Raufgelegenheit in die Brüche." knurrte Henderson eigen sinnig und verstimmt. Ob wir ein Mietauto nehmen?" ,, Um Gotteswillen, bloß das nicht," dachte Marieliese erSchroden. ,, Davon würde ich entschieden abraten, Vater. Diese Wagen ,, Lyon hat gerade Mittagskonzert", meinte er nach einer Weile. ,, Wenn Sie vielleicht Musik wünschen?" Evangeli ung wurde der Rheinproving) ca. M., Del Feitnahm ,, Im Gegenteil... Na, ich merke schon, Sie wissen ebenso wenig Bescheid damit wie ich auch. Rufen Sie den Geschäftsführer." ,, Jawohl, gnädiges Fräulein." Ein paar Minuten später war der Gewünschte zur Stelle. ,, Hören Sie mal, Herr Guerad, Sie haben in diesem Zimmer eine Radioanlage anbringen lassen. Das ist eine löbliche Einrichtung, die allerdings nur dann ihren Zweck erfüllt, wenn die gewünschten Stationen auch wirklich zu bekommen sind. Ich möchte jetzt Köln hören." ,, Die Panne ist behoben," lachte Marieliese und lehnte sich an den Kühler. ,, Sie sind wirklich äußerst tüchtig und zuveraber Gesichter können Sie schneiden! Ich hatte Mühe, mein Lachen zu verbeißen. Na, die Hauptsache ist, daß der Trick geklappt hat. Vater kann seinen Rubens begucken und ich die Uebertragung hören. Sie sind übrigens am schlechtesten bei der ganzen Sache weggekommen, Henry. Dafür dürfen Sie sich etwas wünschen. Ueberlegen Sie mal, was Sie gern haben möchten. Vielleicht etwas für Ihre Freundin?" ..Ich habe keine Freundin, gnädiges Fräulein," ,, Hören Sie mal, Henry, das fönnen Sie meinem Vater erzählen, aber nicht mit. Sehen Sie, nun werden Sie rot. Na, ich ziehe mich jetzt zurüd. Um vier Uhr können wir dann unsere Reise antreten. Solange haben Sie Urlaub." Im Gesellschaftszimmer des vornehmen Hotels befand sich eine Radioanlage. Marieliese betrachtete den Apparat etwas mißtrauisch. ,, Ganz modern scheint er auch nicht mehr zu sein." Sie flingelte. Ein Ober erschien. ,, Natürlich, gnädiges Fräulein, einen Moment..." Er blätterte in dem Programmheft, setzte die Kopfhörer auf und fing an zu drehen... ,, Ich möchte um 2 Uhr 45 eine Uebertragung von Köln hören. Stellen Sie bitte ein." Der Kellner arbeitete fieberhaft. . ,, Die Nachtmusik von Köln empfangen wir immer sehr gut", meinte er nach einer Pause ,,, aber bei Tage ist Köln nur schlecht zu bekommen. Ich glaube, jetzt habe ich die Station. Hören Sie mal. Köln überträgt gerade Schachfunk." Marieliese setzte die Kopfhörer auf, nahm sie aber sofort wieder ab. ,, Das ist ein fürchterlicher Empfang," stellte sie melancholisch fest. ,, Da reden ja mindestens drei Stationen durcheinander! Unter uns gesagt, Herr Guerad, dieser Zauberkasten ist durchaus veraltet und für europäischen Empfang nicht zu gebrauchen." ,, Ganz modern ist er allerdings nicht mehr." ,, Das stimmt auffallend. Mit diesem Apparat hat sicher Kolumbus schon die Wetterberichte aufgenommen, als er damals auf Amerika losgondelte Ich will Ihnen etwas sagen, Herr Guerad. Ich nehme an, daß es Ihr Wunsch ist, mich in jeder Weise zufrieden zu stellen, solange ich mich in diesem Hotel aufhalte. In zwei Stunden reise ich ab. Lassen Sie für diese Zeit einen neuen Apparat aus einem Radiogeschäft aufstellen." ,, Natürlich, gnädiges Fräulein, es wird sofort erledigt." ,, Um 2 Uhr 45 muß ich Köln unbedingt hören. Sie haben also noch dreiviertel Stunden Zeif..." Marieliese ging ungeduldig im 3immer auf und ab. ,, Heute geht alles verkehrt", dachte sie. Als die Uhr halb drei schlug, kam endlich der Geschäftsführer persönlich mit einem großen Apparat. Es dauerte Ma rieliese viel zu lange, bis der Anschluß hergestellt war. Immer wieder sah sie auf die Uhr. Nur noch fünf Minuten bis zum Beginn der Uebertragung. ( Fortsetzung folgt.) Die Kaimau Sift ein end Meicht an eine in den Aber ten Sajenanla wandert i Blid immer en gerichtet, ben von Schi Ueber Hamb Deutschland en aber auch Boltswirtid Shiffe ab, tr 00, ein und men, Ladebäur Was faden f ansfleißes, E te eines unerm bes. Manche fien hinaus, vi e bag der M bag fich bir groge Mallen egruppen, bere Ce Laufende u Chien zu ernähr u bet gr namhaften an Bord un herttausende Nr. 47 licht, Kunst in einem ed diejer Querschnitts Der jein, jedem Abon vorzuführen, das er in Vollaufführung jah Bläge genug hat, alle underte von Spendern Bertreter, so mußte fi und tonnte die Ein Samstag, den 26. November 1932. Politische Schlägerei. In der Nacht vom 19. auf 20. November gegen 2 Uhr oder um diese Zeit tam es in der Mäusburg, Ede Wagengasse und Wettergasse zu einer Schlägerei zwischen Kommunisten und Anhängern dieser Partei und SA.- Leuten aus Gießen. Der Sturm 12/116 hatte auf dem Schiffenberg eine Zusammenkunft. 3 SA.Beute gingen durch den Neuenweg. Hier kam es durch Rufe Seil Hitler“,„ Heil Moskau" und durch Schimpfworte zu einem mit der Theater Depus Disput, der sich nach dem Kreuzplatz hinzog. Die SA.- Leute aller aufzufordernden ebstähle und Schotten. r in Dauernheim und Wäschediebstähle fanden Sei der Tatortsbesichti Strumpf, den die Ta wurden auch von einem Kommunisten während des Disputs angerempelt, und ein SA.- Mann alarmierte durch Pfiffe und Worte die übrigen SA.- Leute, die durch die Neuenbäue nach dem Marktplatz zu gingen. In der Mäusburg kam es dann zur Schlägerei, wodurch die KPD.- Leute und Anhänger dieser Partei burch Schläge mit den Schulterriemen der SA.- Leute zum Teil etheblich verletzt wurden. 2 Männer wurden niedergeschlagen und die Sanitätswache leistete auf der Polizeiwache die erste Silfe. Dann mußten sich die Verletzten in ärztliche Behandlung el mit der Aufschrift begeben. Der Arzt hat bei beiden Verletzten mehrere frische gefunden, der der Be nenpadtuch losgemeidt M. wurde sofort tele Feststellungsergebnis in er dortigen Kriminals enommen, die aber er egen dringenden Ber ein Teilgeständnis ab, der in der Gedbächer dem Autoschlosser Wils mauernheim begangenen Ermittlungen, zu denen ot wurde, ergaben, daß ndler Ferdinand Bieh den Diebesfahrten mit mherziehender Händler Bei Mettler wurde noh änje, drei Hühner und ein vollbepadter Rud er Ermittlungen ergab er Fahrt nach Dauern Theim begangen haben. me Ottober in Röthges den Einbruch in Lar sausgang abgeschlachtet nte sichergestellt werden. 5 zu eigenem Gebrau cher wurden im Laufe imtliche Diebesfahrten getätigt, den sich die weils zur Nachtzeit an M chkeit. 9 meinte er nach einer nichen?" schon, Sie wissen eben ufen Sie den Geschäfts Gewünschte zur Stelle haben in diesem Zim 1. Das ist eine löbliche ren Zwed erfüllt, wenn zu bekommen find. J men Moment ft, setzte die Kopfhörer Quetschwunden am Kopf festgestellt, die teilweise bis auf die Knochen gehen. Nach Ansicht des Arztes können die Wunden Don den Hafen der Schulterriemen herrühren. Im Verlaufe der Ermittlungen wurden 3 SA.- Leute der Staatsanwaltschaft und dem zuständigen Richter vorgeführt. Sie famen in Unterfuchungshaft. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. * Keine Verlegung des Hauptzollamts. Die hessische Regierung läßt mitteilen, daß nach Mitteilungen aus Berlin, entgegen umlaufenden Gerüchten, das Reichsfinanzministerium nicht beabsichtigt, das Gießener Hauptzollamt nach Marburg zu verlegen. * Ruhestandsversetzung. Auf Grund des§ 1 des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten vom 2. Juli 1923 bzw. 19 Dezember 1923, in der Fassung des Gesetzes vom 8. Oktober 1925( Reg.-BI. S. 249) tritt am 1. Januar 1932 der Oberstudienrat an der Oberrealschule Gießen Karl Michel in den Ruhestand. ⭑ Evangelisch- kirchliche Nachrichten. Durch die Kirchenregierung wurde dem Pfarrer Dr. Wilhelm Boudriot zu Asbach ( Rheinprovinz) die französisch- reformierte Pfarrstelle zu Offenbach a. M., Dekanat Offenbach a. M., übertragen. * Festnahmen. Auf Grund eines Ausschreibens der Staats,, Gießener Zeitung" anwaltschaft Münster i. W. wurden festgenommen: am 22. 11. 1932 der 24jährige Kaufmann Heinrich Leiffes aus Münster wegen schwerer Urkundenfälschung und Betrugs, am 23. 11. 1932 der wohnungslose 48jährige Maurer Ludwig Schmidt aus Krofdorf wegen Unterschlagung und der 26jährige Kaufmann Ostar Stauf aus Siegen wegen Betrugs zum Nachteil der Reichseisenbahn. Stauf fuhr von Mainz nach Gießen ohne Fahrkarte. Die drei Festgenommenen wurden dem Amtsgericht zugeführt. * Einbruchsdiebstähle. In der Nacht zum 26. November wurde in Alten- Bused, Mainzlar und Wiesed eingebrochen. In Mainzlar wurde einem Zimmermeister das gesamte Werkzeug entwendet. Die Ermittlungen sind eingeleitet. * Sperrung der Marktstraße. Nachdem ab 29. November 1932 die Straßenbahn wieder durch die Marktstraße- Bahnhofstraße geleitet wird, muß die Marktstraße ab 29. November 1932 für den Verkehr mit Fahrzeugen aller Art gesperrt werden. Die Polizeibeamten sind angewiesen, auf die Einhaltung der Verfehrsbestimmungen ihr Augenmerk zu richten. * Aufgehobene Straßensperre. Die Sperre des Wiesecker Weges ist nunmehr, nachdem die Straßenbauarbeiten beendet sind, aufgehoben. Gehöftsperre. Die Rotlauffeuche in dem Schweinebestand des Landwirts Heinrich Noll VII, Gießen, Neustadt 47, ist erloschen. Die Gehöftsperre ist aufgehoben. * 5000 Mart Belohnung. Auf die Wiederherbe: schaffung des von dem flüchtiggegangenen Bankdirektor Wilheim Schäfer aus Düsseldorf unterschlagenen Geldes hat die geschädigte Bank eine Belohnung von 5000 Mart ausgeschrieben. * Weihnachtsbitte. Im vergangenen Jahr haben uns so viele freundliche, opferwillige Hände geholfen, unseren Kranken eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Inzwischen sind die wirtschaftlichen Nöte gewachsen, dazu ist unsere Aufgabe größer ge= worden, weil 60 Pflegebefohlene mehr an unserem Weihnachtstisch sitzen werden. Unsere Erfahrung aber gibt uns die Freudigkeit von neuem zu bitten: Helfen Sie uns wieder den Weihnachtstisch decen für die hessischen Fallsüchtigen und Krüppel und alle anderen Pfleglinge der Nieder- Ramstädter Anstalten! Für jede, auch die kleinste Gabe, sind wir dankbar und bitten, sie auf unser Postscheckkonto( Frankfurt a. M. Nr. 49 92, NiederRamstädter Anstalten) einzuzahlen oder zu überweisen. Mit herzlichen Weihnachtsgrüßen Pfarrer Schneider, Direktor. Stückgut via Hamburg. Die Kaimauern von Hamburg sind 51 Kilometer lang. das ist ein endloser Weg. Wer gut zu Fuß ist, schafft ihn en wir immer sehr gut elleicht an einem Tag. Aber dann wandert er vom Morgen Cage ist Köln nur fchles in den Abend immerfort auf der Mauerkrone der impoich die Station. Hören knten Hafenanlagen, wandert unter hohen Portalfränen hinfunt." f, nahm fie aber fofort " stellte fie melancholi terden von Schiffen, die die Welt bereisen. Stationen durcheinander! Zauberkasten ist durch ang nicht zu gebrauchen." ht mehr." hrch, wandert in den Lärm der Ketten und Trossen hinein, n Blid immer auf die Elbe und auf die unzähligen Hafenkden gerichtet, die auch in unseren Krisentagen nicht leer Ueber Hamburg kommen Waren in Millionen von Tons Rechy Deutschland herein. Ueber die Kaimauern von Hamburg shen aber auch gleich große Mengen kostbarster Werte deutker Volkswirtschaft hinaus in alle Länder. Täglich reisen 1000, ein unvorstellbarer Wald von Masten und Schornjem Apparat hat fiet Schiffe ab, treffen 50 Schiffe ein. Das sind im Jahr rund ill Ihnen etwas jagen, kinen, Ladebäumen und Antennen. enommen, als er damals Ihr Wunsch ist, mich in ich mich in diesem Hotel b. Laffen Sie für diese s wird jofort erledigt." dingt hören. Sie haben Radiogefchäft aufstellen." " mmer auf und ab. fie. In endlich der Geschäfts parat. Es dauerte Ma hergestellt war. Immer fünf Minuten bis zum ( Fortjehung folgt.) Was laden sie? Kostbare Fertigfabrikate deutschen Werkunnsfleißes, Erzeugnisse einer hochstehenden Technik, Prohtte eines unermüdlichen Arbeitsfleißes des deutschen Binnenendes. Manche Ladung geht als Spezialfracht in Spezialbiffen hinaus, vieles aber trägt den simplen Namen: Stüdgut, ne daß der Mann aus dem Binnenlande, der„ Quittie", iß, daß sich hinter dieser Bezeichnung einer Frachtgutsorte große Massensendungen verbergen, Exporte vieler Jndutiegruppen, deren jede für sich aus dem Ertrag dieser Exhtte Tausende und aber Tausende von Arbeitern und Angellten zu ernähren vermag. Auch der große deutsche Nähmaschinen- Export geht zu nem namhaften Anteil als Stückgut über den Hamburger fai an Bord und nach Uebersee. Jahr für Jahr sind das Sunderttausende von Maschinen, betrug doch die Exportleistung Marbeiters, der in der Welt führenden deutschen Nähmaschinenindustrie noch 1929 rund 700 000 Stück, die allerdings nicht alle auf dem Seeweg ausgeführt wurden. Bahn und Seefracht liegen hier im fruchtbaren Wettbewerb, lösen einander ab, arbeiten Hand in Hand. Auch die Binnenschiffahrt leistet hierbei wesentliche Zubringerdienste. Wer durch die sich in endloser Flucht erstreckenden HamAus Rah und Fern. Auflösung einer Versammlung in Wiesed. Nr. 47' Der Erwerbslosenausschuß von Wieseck hatte durch Vertei lung von Einladungen an die Erwerbslosen von Wiesed und alle Rotleidenden zu einer Versammlung eingeladen und zu einem Massenbesuch aufgefordert. Trotzdem grüne Ausweis farten zum Besuch der Versammlung ausgegeben und im Besitz der Versammlungsbesucher waren, vertrat die Polizei die An sicht, daß es sich um eine öffentliche politische Versammlung handelt, die wegen des Burgfriedens zwangsläufig verboten war. Die Versammlung wurde deshalb am 25. November gegen 18.30 Uhr durch Beamte der LKP. Stelle Gießen und Gendar meriebeamte aufgelöst. Gegen den Einberufer usw. ist ein Strafverfahren wegen Vergehens gegen die Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung des inneren Friedens einge leitet worden. Bei dieser Gelegenheit machen wir, so schreibt uns das Polizeiamt, noch auf folgendes aufmerksam: Wer eine Versammlung, die nach den Bestimmungen dieser Verordnung verboten ist, veranstaltet, leitet, in ihr als Redner auftritt und den Raum für sie zur Verfügung stellt, wird mit Gefängnis bestraft, neben dem auf Geldstrafe erkannt werden kann. Wer an einer solchen Versammlung teilnimmt, wird mit Geldstrafe bis zu 150 RM. bestraft. Staufenberg. Bei der hiesigen Bürgermeisterwahl am vorigen Sonntag erhielten der nationalsozial. Kandidat Landwirt Wilh. Reuter 288, der sozialdemokratische Kandidat Heinrich Vogel 250 und der Kommunist Heinrich Linter 35 Stimmen. Landwirt Wilh. Reuter ist demnach zum Bürgermeister gewählt. Schnee auf dem Hoherodskopf. Auf dem Hoherodskopf hat am Donnerstagabend der Schnee eine Höhe von 6 ZentiWeiße Zähne: Chlorodont die Zahnpaste die von mehr als 6 Millionen Menschen- allein in Deutschland- täglich gebraucht wird. Vorzüglich in der Wirkung, sparsam im Verbrauch, von höchster Qualität. Tube 50 Pf. und 80 Pf. Weisen Sie jeden Ersatz dafür zurück. burger Kaischuppen wandert, der stößt bisweilen auf einen großen Stapel sorgsam geschichteter Kisten von interessantem Hochformat. Auf der Landseite werden diese Stapel von der Laderampe her aus den Eisenbahnwaggons aufgefüllt. Aber auch von der Wasserseite her werden diese Kisten auf Hieven zu zweit oder viert mit kleinen Kränen aus den sogenannten Oberländerfähnen oder Schuten hochgewunden. Doch der wichtigste volkswirtschaftliche Vorgang" vollzieht sich, wenn die Trampdampfer der Ostasien- oder Afrikaoder Südamerika- Routen am Schuppen liegen, um das Stüdgut an Bord zu nehmen: für Britisch- Indien, für Japan, für Argentinien, Brasilien oder Chile. Dann rollen die Stech farren Kiste um Kiste an die Luke, dann wird Hieve um Hieve gefüllt, um im hohen, beängstigend leichten Schwung über den Abgrund zwischen Kaimauer und Schiffswand in das aufge= rissene Lukenmaul der Frachtschiffe gesenkt zu werden: hundert, tausend Maschinen, manchmal aber auch eine kleinere Sendung, denn die deutschen Nähmaschinen sind ein Edelerzeugnis von vielen verschiedenen Arten. Da wird neben der in manchen füstenfernen Landstrichen Afrikas und Südamerikas immer noch populären einfachen Handmaschine die gängige" Haushaltmaschine oder die edle und kostbare deutsche Möbelmaschine ausgeführt, deren Verpadung allein ein kleines Wunderwerk ist, muß doch dafür Sorge getragen werden, daß nicht nur die eisernen Gestelle in strahlendem Lad in Batavia, Rio oder Antafogasta eintreffen, auch die empfindlichsten Furniere wollen ungeschunden bleiben und neben der natürlichen Musterung des Holzes keine willkürliche Musterung des Transportes eingerigt erhalten. So reisen denn die Erzeugnisse einer über ganz Deutschland verbreiteten Industrie in die weite Welt. Legen Zeugnis ab für unsere heimische Qualitätsarbeit, werben für deutsche Technik und bringen Geld, Devisen über die Grenzen. Sie reisen als Stüdgut, von den Schauerleuten und Kaiarbeitern, von den Tallyleuten und Kontrolleuren mehr nach Zahl als nach Art gewertet, anonym über die See. Aber sie alle sind an Empfänger gerichtet, für die dies ,, Stüdgut via Hamburg" drüben an fernen Küsten zum Mittelpunkt immer neuer Haushalte wird. In Altenburg, Bielefeld, Dresden, Durlach, Karlsruhe, Kaiserslautern, Frankfurt, Magdeburg, Saalfeld sind die Produktionsstätten dieses Stüdgutes, das jährlich im Werte von 50-80 Millionen Mark über die Grenzstationen und Häfen hinausgeht. Die Empfänger aber verteilen sich über alle Kontinente. Samstag, den 26. November 1932. metern erreicht. Im Verlaufe der Nacht wurde die Temperatur aber gelinder, so daß die weiße Herrlichkeit zum größten Teil wieder dahinschmolz. 80 000 RM. Defizit in Buzzbach. Buzbach. Infolge großer Steuerausfälle, erheblichen Ansteigens der Wohlfahrtsausgaben usw. ergibt sich für die Stadt Butzbach ein Fehlbetrag von fast 80 000 RM. Die Stadt Butzbach muß nun, um Reichszuschüsse zu erhalten, die unter dem Landessatz liegende Grund- und Gebäudesteuer um 70 Prozent und die Steuer für landwirtschaftliche Grundstücke um etwa 18 Prozent erhöhen. Bad Nauheim. Die Handwerkskammer Darmstadt verlieh Schmiedemeister Ohl anläßlich seines 80. Geburtstages den ,, Gießener Zeitung" anderen den Vorzug geben zu wollen. Es hieße jedoch, auf das in erster Linie Gewicht zu legen, dem als Baustein für die Zufunft unseres Volkes Bedeutung zukomme. Eine Vortragsreihe ,, Wo stehen wir?" solle Persönlichkeiten verschiedener Richtungen, die ohne Bindungen sind, zu Unterhaltungen darüber zusammenbringen, wie weit ihre Wege zusammengehen und wo sie sich trennen. Hörfolgen„ Aufbau und Wirtschaft" dienen dem gleichen Gedanken. Die Beschäftigung mit der Vergangenheit unseres Volkes müsse in erster Linie unter dem Gesichtspunkt erfolgen: ,, Die Vergangenheit nur um der Gegenwart willen". Diesem Ziele diene die Auftragvergebung von Hörfolgen ,, Aus Umbruchzeiten der deutschen Geschichte". Ehrenmeisterbrief. Dieselbe Auszeichnung wurde durch den Das Florentinische Fußballspiel Vorsitzenden der Handwerkskammernebenst. Friedberg Schlossermeister Heß überreicht. Bad Nauheim. Bis zum 24. November 1932 betrug der Gesamtbesuch 25018 Gäste, darunter 3985 Ausländer. Angersbach. Ausgrabungen vorgeschichtlicher Grabstätten haben in letzter Zeit wiederum an dem Ringberg zwischen hier und Willofs stattgefunden. Es wurden mehrere Gräber angeschnitten. Die Gräber stammen aus der Zeit von 2000-3000 vor Christi. Darmstadt. Das Schwurgericht verurteilte am Dienstag die Ehefrau Joest aus Niederliebersbach im Odenwald wegen Totschlages an ihrem Manne zu acht Jahren Zuchthaus. Darmstadt. Infolge eines Kurzschlusses entstand am Donnerstagvormittag im Hessischen Landestheater ein kleiner Brand an dem zum Schnürboden führenden Vorhang. Durch das Ingangsetzen der Berieselungsanlage wurde jede Gefahr für das Theater sofort ausgeschlossen. Die alarmierte Feuerwehr brauchte gar nicht mehr in Aktion zu treten. Marburg. Bei den Erdarbeitungsarbeiten zum Bau der Kraftverkehrsumgehungsstraße am Kaffweg unterhalb der Hansen- Häuser explodierte am Mittwoch gegen 8.30 Uhr eine Sprengkapsel, bei der ein junger Arbeiter tödlich und drei schwer Ein weiterer Arbeiter erhielt einen Nervenverletzt wurden. schock. 12 Millionen RM. Defizit im Frankfurter Haushalt. Frankfurt a. M. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat der Stadtverordnetenversammlung eine Vorlage über den Ablauf des ordentlichen Haushalts 1932 auf Grund der Wirtschaftsberichte nach dem Stand von Ende September zugehen lassen. Danach ist mit einem tatsächlichen Defizitbetrag von rund 12 Mill. RM. für das laufende Etatsjahr zu rechnen. Todesopfer eines alten Leichtsinns. „ Calcio" Vor einiger Zeit ist in Florenz die Rekonstruktion eines mittelalterlichen Fußballspieles versucht worden. Im Anschluß daran dürften wohl nähere Angaben über die frühere OriginalVeranstaltung von Interesse sein. Neben anderen kleineren Schriften gibt besonders eine sehr umfangreiche Abhandlung aus dem Jahre 1688 genaue Auskunft. Der Verfasser hat zunächst alles, was er über das Ballspiel schriftlich und mündlich erwischen konnte, zusammengestellt und so einen( allerdings lückenhaften geschichtlichen Ueberblick von den Spielen des Altertums bis zu dem Nationalspiel der Florentiner geschaffen. Sodann geht er auf dieses näher ein. In 34 Paragraphen werden die„ Regeln" bekannt gemacht; daran schließt sich eine Erklärung der mit dem Spiel verbundenen Fachausdrücke; dann folgt die Erwähnung einer Reihe von besonders interessanten Erinnerungen aus früheren Spielen und zum Schluß die Aufzählung von Namen bekannter Teilnehmer aus der lokalen Geschichte und Politif. Sehr umfangreich sind dann die Einzelheiten über die Durchführung des Spieles; was da hübsch weitschweifig und in gezierten Worten gesagt ist, kann man furz so rekapitulieren: Frankfurt a. M. Donnerstag mittag ereignete sich in der Hanauer Landstraße ein chwerer Unfall, dem ein junges Menschenleben zum Opfer fiel. Ein 26 Jahre alter Kaufmann aus Bruchköbel fuhr auf seinem Fahrrad die Hanauer Landstraße hinab und hing sich mit der einen Hand an einen Lastkraft= wagen. Er hielt sich dabei in der Höhe der Vorderräder. Der Radfahrer geriet mit seinem Rad in die Trambahnschienen, stürzte und kam unter den Lastkraftwagen zu liegen, dessen Hinterrad ihm über den Kopf ging. Er war sofort tot. Wiesbaden. Dr. Paul Müller, Mitinhaber der Sekttellerei Matthäus Müller aus Eltville, ist in der vergangenen Nacht auf der Straße von Wiesbaden- Nierstein nach Niederwalluf mit seinem Kraftwagen tödlich verunglückt. Der Silberschatz unter der Küche. Simmern( Hunsrück). Eine überraschende Entdeckung machte bei Umbauarbeiten ein Landwirt in Tiefenbach. Er entdeckte unter der Küche einen Hohlraum, in dem sich ein Topf mit alten Silbermünzen aus der Zeit um 1760 befand. Etwa 40 Pfund der Geldstücke, die heute einen ganz netten Liebhaberwert haben dürften, barg der geheimnisvolle Topf. Betrachtungen zum Programm des Südwestfunks. Nr. 47 maßnahmen, die man heute als roh untersagen würde; so durfte der Spieler, der im Besitz des Balles war, durch Umflammern, Beinstellen usw. am Laufen und Werfen gehindert werden; und einen Spieler, der den Ball an die Brust ge preßt hielt, fonnte man sogar schlagen, damit er den Ball freigab. Eine andere Schrift berichtet über ein Spiel, welches am 17. Februar 1529 während der Belagerung von Florens ausgetragen und durch Kanonenschüsse des Feindes, der von den Höhen aus dem Schauspiel zusehen konnte, oftmals gestört wurde! der Verfasser zeigt damit die sportliche Leidenschaft der Florentiner selbst in schweren Kriegszeiten, betont gleichzeitig aber auch die üblen Folgen der politischen Gegnerschaft, die sich bei diesem Spiel austobte: die beiden Mannschaften wurden einerseits von den Medici, andererseits von deren Widersachern gestellt und vollbrachten Akte unerhörter Roheit, wie sie nur von Fanatikern denkbar sind. Wenn man die guten Ratschläge und Anweisungen liest, die in der erstgenannten Abhandlung von dem Verfasser den Spie lern gegeben werden, so wird man ohne weiteres an die heutigen Spielregeln( nebst Ausführungsbestimmungen) sowie an die Grundsätze erinnert, die heute von den Sportlehrern und Trainern verkündet und zur Unterlage für die Ausbildung gemacht werden. Der Grundgedanke des Fußballspiels war also vor 300 Jahren schon derselbe wie heute, oder anders ausge drückt: Das moderne Fußballspiel ist nur eine( vielleicht verbesserte) Nachahmung oder Neuauflage des mittelalterlichen Spiels; geschichtlich kann das Rugbyspiel vor dem Associationsspiel die Priorität für sich in Anspruch nehmen. aus Neue Bücher. Die ersten Tips für die Weihnachtseinkäufe und für die Winterreise wenn die finanziellen Verhältnisse die Möglichkeit dazu bieten gibt Ihnen soeben die erschienene neueste Nummer der Eleganten Welt( Verlag Dr. Selle- Ensler A.-G., Berlin SO. 16). Neuer Wunderglaube. Das außergewöhnliche Interesse, mit dem die große Sondernummer ,, Wunderglaube der Gegenwart" aufgenommen worden ist, veranlaßt ,, Die Woche", dazu ein Er gänzungsheft herauszubringen: Nr. 48 mit dem Titel ,, Neuer Wunderglaube". Modische Abwechslung. Kragen, Gürtel, Stulpen und Kra watten sind Kleinigkeiten. Wie man so etwas herstellt, zeigt mit geschmackvollen Mustern, das neue Heft der„ Gartenlaube". Bezug Redaktions lendung ni 44. Reichs Den Führe Sugenberg, Der n Staatsjefre Geni einge Einer folge wird abzubrechen werden, in Weitere A Kanäle od fortgeführt Die un Zentralver farijden R mit dem 1. Der ite rat, Minift Dieses Jahr Ein chinesischer Fluß in Oberbayern. Um den ungeheuren, alljährlich wiederkehrenden Aeberschwemmungen des Hoang- Ho ein Ende zu bereiten, hat die chinesische Regierung deutsche Inge nieure mit der Regulierung des Hoang- Ho beauftragt. Jm ,, For schungsinstitut für Wasserbau und Wasserkraft" in der Nähe des bayrischen Walchensees wurde zu diesem Zweck ein Teil des Fluß laufes und des bedrohten Ueberschwemmungsgebietes naturge treu nachgebildet. Einen interessanten Bildbericht dieser Vor arbeiten bringt die neue Nummer ,, Münchner Illustrierten". Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Der„ Calcio" war ein Ballspiel das von zwei Parteien ausgetragen wurde; jede bemühte sich, den mit Luft gefüllten Lederball durch Treten oder Tragen, Werfen oder Fausten über das ,, Mal" des Gegners zu bringen, um dadurch einen ,, Punkt" zu gewinnen. Gespielt wurde ein bis zwei Stunden, je nach= dem es die Tageshelle erlaubte; denn die Spiele fanden in den Monaten Januar, Februar und März statt und begannen, so= bald die Sonne den Höhepunkt ihrer Bahn überschritten hatte. Als Austragungsort wählte man einen der öffentlichen Plätze der Stadt. Jede Partei rüdt mit Musik und großem Gefolge an und machte einen Umzug über den Platz. Das Spielfeld selbst war etwa 105 Meter lang und 52 Meter breit und sollte tunlichst durch eine etwa einundeinviertel Meter hohe Umzäumung abgegrenzt sein; mindestens auf den Schmalseiten mußte ein solcher Zaun vorhanden sein, weil er ja das zu überwerfende ,, Mal" bildete. Die Spieler waren möglichst ,, leicht", aber doch ,, mit Eleganz und Schid" gekleidet, damit sie in den Augen der Zuschauer, die sich hauptsächlich aus den Kreisen der Nobili und ihrer Damen rekrutierten, einen guten Eindruc machten; zum Unterschied trug jede Partei eine besondere Farbe( z. B. die Partei der Medici Weiß und die Partei der politischen Gegner Grün); meist bestand die Kleidung Seide oder Samt mit Goldverbrämung. Auf jeder Seite' spielten 27 Mann, durchweg junge Edelleute, die sich den Aufwand leisten konnten, der mit der Veranstaltung verknüpft war, denn diese wurde zu einer Art Volksfest ausgedehnt. Man stellte vier Staffeln auf: 15 Borderleute( Stürmer), 9 3wischenleute( Läufer) und 3 Hinterleute( Verteidiger); die Zwischenleute teilte sich wieder in zwei Reihen von 5 und 4 Mann, von denen die ersteren besonders zur Unterstützung der Vorderleute und die letzteren sowohl demselben Zweck als auch zur Aushilfe in der Verteidigung dienten. Das Spiel begann derart, daß ein Neutraler( der als Abzeichen eine Mütze in den Farben beider Parteien trug) den Ball gegen ein ,, Mal" wars, welches auf einer der Breitſeiten an der Hausmauer angebracht war.( Ein solches„ Mal" in Gestalt eines Kreises aus Mosaik auf Marmortafeln ist heute noch an zwei gegenüberliegenden Häusern des Plates Santa Croce in Florenz zu sehen.) Sobald der Ball dann auf das Spielfeld zwischen die dort aufge= stellten Mannschaften zurücksprang, stürmten beiderseits die Vorderleute auf ihn los, um sich in seinen Besitz zu setzen; dann entwickelte sich das Spiel ungefähr so weiter wie heute das„ Rugby"; es gab oft ein„ Gedränge", dann aber auch manchen Einzeldurchbruch, den Ball am Fuß oder in zärtlicher Umarmung an die Brust gedrückt; ebenso bekam man viel ge= schicktes Zuspiel( 3usammenspiel) durch Treten, Werfen oder Fausten des Leders zu sehen. Je besser eine Mannschaft unter sich eingespielt war, desto höher stand ihre technische und taktische Leistung( gerade wie heutzutage beim Fußballspiel), die Regeln gestatteten aber auch stellenweise Angriffe und AbwehrAm vergangenen Samstag sprach im Rundfunk Dr. Schüller, Vorstand des Südwestfunks, über„ ,, Betrachtungen zum Programm" und führte dabei unter anderem aus, daß es oberste Aufgabe der Rundfunkleitung sei, den Rundfunk in den Organismus des gesamten Volkes einzufügen. Der Rundfunk müsse die Widerstandskraft des Volkes dadurch erhöhen, daß er ihm in erster Linie für die Zukunft richtunggebende Kräfte der Gegenwart zuführe, ebenso noch lebendige Kräfte der Vergangenheit. In seinen ersten Jahren habe der Rundfunk die Theorie gehabt, Spiegelbild der Zeit sein zu wollen. Der Rundfunk könne und müsse seiner alten„ Spiegelbild der Zeit“ sein zu wollen, die Theorie ,, Wegweiser in der Zeit" sein zu wollen entgegensetzen. Nicht der absolute Wert der Darbietung dürfe allein maßgeblich sein, sondern vornehmlich der Wert, den die Darbietung für das deutsche Volk in seinem Ringen um neue Formen und Inhalte habe. ,, Wegweiser in der Zeit sein zu wollen" bedeute in keiner Weise, einer Weltanschauung vor der Das von vielen Vereins- und Verbands- Rechnern als ganz vorzüglich beurteilte Universal- Verbands- und Vereinskassebuch von mir ausgearbeitet wird in jeder gewünschten Stärke geliefert. Die Anschaffung für das kommende Jahr ist jetzt zu empfehlen. Der Rechner weiß zu jeder Minute, was er eingenommen hat an Mitgliedsbeiträgen, Eintrittsgeldern, von Veranstaltungen usw. usw. und was er ausgegeben hat für Bundes- und Verbandsbeiträge, für allgemeine Verwaltung, für Reisespesen, für sonstige Vergütungen, für Veranstaltungen, für Anschaffungen, Reparaturen, für Unterstützungen, Steuern usw. usw. Am Jahresschluß genügt der Abschlußstrich, die einzelnen Spalten zusammengezählt, die Endzahlen der Ausgabespalten von denen der Einnahmespalten oder umgekehrt abgezogen. Das ist eine Arbeit von nur wenigen Minuten und der Rechner ist allen mühseligen und zeitraubenden Sonderaufstellungen enthoben. Geschäftsbücherverlag Albin Klein, Gießen, Südanlage 21 Weihnachtsfreude machen mit etwas Schönem, das Bestand hat. Das können Sie mit unserem Siemens 46, einem Fernempfänger, der wie geschaffen ist für einen Ehrenplatz auf dem Gabentisch. Der Siemens 46 ist unerschöpflich, weil die Fülle der mit ihm erreichbaren Sender jeden Tag ein neues charakteristisches Abendprogramm bietet. Er ist und wird immer Mittelpunkt der häuslichen Geselligkeit bleiben. SIEMENS 46 der Bayeri den Führu worden. Der id fung aller Bundesrat Bartei ode jation und tellten ode Die po Find abgeich heiten des ergielt, wieder auf zu formul Staat langen K erörtert u die neuen In C rieug" vom verdrängun unter Wa 8,16 Meter In der tabes wird 14 000 Offi empfohlen. Wegen hat bie ung energische laffen. Japani lungen ent Bergen von zu heftigen Der na Hochschulen Dem Kultus verband ve Rumerus cl Für Gleichstrom: Siemens 46 G RM 257,- Die Sa größte Sper Siemens 46GL RM 322,- Für Wechselstrom: Siemens 46 W RM 247,- Siemens 46WL RM 312,- Lautsprecher: Siemens 073 RM 75,- Siemens 074 RM 71,50 Vorführung in Fachgeschäften. Bezugsquellenangabe und Drucksachen durch SIEMENS& HALSKE AG Technisches Büro Frankfurt a. M., Gutleutstr. 31. SchweineSlein Fleisch 30 Pid. Kübel M 7.90 Pobe Stoli 2.60 " Schweinsköple 4.30 9 " 9 9 9 " Eut. Rauchfl.2.70 " rol. Kugel- Käse 3.40 200 Har erfäie M 3.2 100.Sarz.u. 1.Sug. 3.30 H. Krogmann, Nortori 34. Geld von M. 100.- bis M. 3000.- 3% ( bei M. 500.- M. 6.25 monatl. rückzahlbar) Hanseat. Spar- u. Darlehns Gesellsch. m. b. H. Hauptvertr. Robert Schreiber, Heuchelheim, Rodheimerstr. 2 Tüchtige Hauptvertreter gesucht! bon Bertret Thüringen, lichen Elett feierlich erö Die Sta Heigenden L Dezember fo leihe von 1 Goji Wie di bringt der arbeiters, in Bertreter Erkältungskrankheiten, hartnäckiger busten, Luftröhrenkatarrh, Lun In dem Bl zum Verkauf von Saatgut ( Kartoffeln, Hafer, Gerste etc.) 3.Frühjahrslieferung, die bei der Landwirtfchaft gut eingeführt sind, gegen hohe Provision ges. Zuschr. unter 2.70 an Thüringer Landbund, Erfurt Seydligstr. 17 genve schleimung, Bronchialtatarrh, Asthma etc. behebt u. lindert selbst in veralteten Fäl der schleimlösende Dellheims Brust und Lungente Preis M 1.50 In allen Apotheken erhältl bestimmt: Pelikan- Apotheke. Möbl.Zimmer, 2 Betten Werkzeuge aller Ar mögl. separat, von be rufst. Her en sof. gei. Werkzeugliste gratis Breieangeb. unt. G. 3. Westfalia Werkzeugcomp 3191 an d. Ge chäftsst.| Hagen i. W. 64 alles nach Milliarden Dörtlich jor Es ich traut, je ner, Er ben hun Dauerlid aufbau Eine Schlimm