Nr. 11 oßen Zusammen yer": eines Legiton) einer Bollendung meiten Band fann Es gibt u. W o umfassende tul el enthält. Man e ausgezeichnete zich anschließend nterrichten; neben Gießener Zeitung Erscheint Samstags. ( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Jedaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder RüdIndung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. ine weitgreifende 5. Jahrg. Verfassung, Wirt ner Wissenschaften öfonomie oder der öpfenden Artikeln neuen Probleme nujw.( allein 45 mit neuestem sta hl auch fein ande chaft so ernsthaft chblättern dieses heutige Wirklich auch mit dem Mitne ungemein reiche varze Tafeln, dop stiken, Wirtschifts r Verlag mit Rüd äßigten Vorbestell Des 2. Bandes noch Herbst d. J. voll leisten kann, dieses ■ n er gewinnt da Wissenschaften, aus öpfen fann. en, 8., gänzlich neu ttern und Artikeln, uf Tafeln. Band 2. albleder 25,50 RM pzig. ein in Gießen aden. mber 1931, inalanleihen eihen, verzinslich bis 32 mit 6%- Für die am 30. 6. 1932 und später fälligen Zinsscheine R.M 3.6.15.30.60.150.anleihe sind in ige nach oben Multiplikation von RM 50.n Landesbank artmann - Politische Rundschau. Der Reichspräsident hat auf Vorschlag der Reichsregierung die Wiederernennung des Generaldirektors der Deutschen Reichsbahngesellschaft Dr.- Ing. e. h. Julius Dorpmüller, dessen Amtspit mit dem 3. Juni d. J. abläuft, mit Wirkung vom 4. Juni 13. ab bestätigt. Reichstanzler Dr. Brüning ist auf seiner Erholungsreise, die er von Weimar aus nach Süddeutschland angetreten hat, in Tübingen eingetroffen und weilt zu Besuch bei dem ihm befreundeten Theologieprofessor Dr. Simon. Die Behauptung, daß durch eine Notverordnung die Zusam menlegung der Invaliden- und Angestelltenversicherung vorbereitet werden würde, ist, wie wir von zuständiger Seite erfahren, aus der Luft gegriffen. Gegenüber beunruhigenden Gerüchten, besonders im Ausland, wonach Deutschland demnächst ein Auslandsmoratorium erklären müsse oder werde, wird von zuständiger Stelle mit Nachdrud darauf hingewiesen, daß von keiner deutschen Regierungsstelle eine derartige Maßnahme beabsichtigt sei. Die ungesegliche Auflösung des Memelländischen Landtages hat zu Protestschritten der deutschen Regierung in Kowno, Rom, Paris und London geführt. In diesen Protesten wird darauf hingewiesen, daß das Direktorium Simmat im Widerspruch zum Remelstatut gebildet worden ist zu dem Zwed, den Memelländischen Landtag aufzulösen. be: Die Vereinigten Baterländischen Verbände haben hlossen, im zweiten Wahlgang die Kandidatur Hitler zu unters fügen. In der Begründung dieses Beschlusses wird darauf hingewiesen, daß die kommenden Preußenwahl wie auch der zweite Wahlgang der Reichspräsidentenwahl ein Zusammengehen aller antimargistischen Kräfte erforderten. Der Reichstagsabgeordnete Dr. Franz Joerissen ist im Alter von 64 Jahren an Herzschwäche gestorben. Dr. Joerissen, der dem Reichstag als Mitglied der Wirtschaftspartei seit 1924 angehörte, war Geschäftsführer des Verbandes Rheinischer Hausund Grundbesitzervereine E. V. und Syndikus des Kölner Hausund Grundbefizervereins. Der Parteiausschuß der SPD hat beschlossen, Braun und Severing an die Spize sämtlicher preußischer Wahllisten zu jegen. Wie die braunschweigische Polizei mitteilt, ist die im Rahmen der Führertagung der Hitlerjugend zum ersten Osterfeiertag geplante Versammlung der Hitlerjugend in der Stadthalle nunnehr von Reichs wegen verboten worden. Adolf Hitler ist die Genehmigung versagt worden, anläglich des 2. Wahlganges den Rundfunk zu einer Ansprache zur Berfügung zu bekommen. Der„ Völkische Beobachter" wurde von der Münchener Bolizeidirektion bis einschließlich Samstag, den 26. März, verboten. Den Grund bilden Ausführungen des Blattes in der Rummer vom vergangenen Freitag. Hitler hat an Reichsinnenminister Groener ein Telegramm gefandt, in dem er sich darüber beschwert, daß in Preußen während der letzten Tage 25 nationalsozialistische Zeitungen auf fünf Tage verboten worden seien. Rechtsanwalt Dr. Frant 2, hat als Vertreter der NSDAP and Hitlers wegen des vom Reichsinnenminister auf Grund der Berordnung über den Osterfrieden an sämtliche deutsche Sendegesellschaften gerichteten Verbotes politischer Ansprachen im Rundfunt Klage beim Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich erjo ben, da damit Adolf Hitler als Kandidat für die ReichsprästDentschaft untersagt sei, im Rundfunk zu sprechen. Nach mehrtägigen Verhandlungen zwischen dem Reichspreis: tommissar einerseits und den Brauereien und Gastwirten andererseits ist es am Dienstag zu einer Einigung über die Frage Der Bierpreissenkung gekommen. Der braunschweigische Minister für Volksbildung hat ver: igt, daß mit Ablauf des Schuljahres 1931 in Braunschweig, Golfenbüttel und Schöningen die Errichtung von Sammelklassen ( weltlichen Schulen) sowie die Neuaufnahme von Kindern in Sammelschulen eingestellt wird. Nach teilweise außerordentlich higiger Debatte in der Hamburger Bürgerschaft wurde der nationalsozialistische Auflösungsintrag mit den Stimmen aller anwesenden 148 Abgeordneten genommen. Die am Donnerstag auf Verfügung des Kreiskommandan ten des Memelgebietes verhafteten acht Angehörigen der Menelländischen Arbeiterpartei find am Karfreitag aus der Haft intlassen worden. Ihnen wurde zur Last gelegt, tommunistische Flugblätter aus Deutschland eingeschmuggelt zu haben. Chile hat die Zahlung aller ausländischen Schulden eingetellt, obwohl das einschlägige Gesetz erst im Verlauf dieser Woche zur Besprechung kommen wird und voraussichtlich auch Ingenommen werden soll. Die Zurückziehung der japanischen Truppen aus Schanghai vird, wie amtlich mitgeteilt wurde, ohne Rücksicht auf den Verlauf der Verhandlungen in Schanghai erfolgen. Zum Schutz lex Japaner in der Internationalen Siedlung wird eine entprechend starke Garnison in Schanghai verbleiben. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 26. März 1932 Der neue Reichsetat ohne Reparationen. Die Reichsregierung hat zwar das Etatsjahr 1931/32 durch Notverordnung bis zum 30. Juni verlängern lassen, an welchem Tage das Hoover- Moratorium abläuft. Inzwischen hat sie aber den neuen Haushaltsplan im Rohbau fertigstellen lassen. E0viel sich bis jetzt übersehen läßt, wird er mit einer Endsumme zwischen 8,3 und 8,5 Milliarden herum ausbalanciert werden. Der Etat 1931 war bereits ein Sparetat. Er wies gegenüber 1930 Abstriche in Höhe von 1,1 Milliarden Mark auf. Jm Rechnungsjahr 1931 waren aber noch die Reparationszahlungen enthalten, von denen das Reich rund 1,1 Milliarden aufzubringen hatte Mit dieser Summe schloß der Etat in Höhe von 10,4 Milliarden ab, also ohne Reparationen mit 9,3 Milliarden. Die Reparationszahlungen sind im Sommer fortgefallen. Da die Reichsregierung wiederholt erklärt hat, daß es für sie ein Ding der Unmöglichkeit ist, die Reparationszahlungen fortzusetzen, tauchen sie im neuen Etat für 1931/32 nicht wieder auf. Der Etat weist also gegenüber dem Vorjahre eine weitere Verminderung an Ausgaben in Höhe von 800-1000 Millionen auf. Der deutsch englische Kohlenkonflikt. Die Antwort der deutschen Regierung auf die englische Anfrage bezüglich der Kontingentierung der britischen KohlenAusfuhr nach Deutschland durch die deutschen Behörden weist auf den bereits bekannten deutschen Standpunkt hin, daß Deutschland aus der Notwendigkeit seiner wirtschaftlichen Lage heraus zur Beschränkung seiner Einfuhr schreiten müsse, insbesondere im Hinblid auf die außerordentlich schwierige Lage des Ruhrbergbaues. Deutschland schlägt Verhandlungen vor nicht nur über die Kohlenfrage, sondern über den Gesamtkomplex der deutschenglischen Handelsbeziehungen und weist dabei darauf hin, daß von Deutschland bereits zweimal Verhandlungen angeboten worden sind. Die Note spricht die Hoffnung aus, daß England den vorgeschlagenen Weg beschreiten werde. Im Laufe dieser Verhandlungen könne auch die Kohlenfrage mit der Hoffnung auf einen Ausgleich der Differenzen behandelt werden. Der memelländische Landtag aufgelöst! Memel. In der Sitzung des memelländischen Landtags am Dienstag verlas der Landespräsident Simaitis die Regierungserklärung Diese wurde von den Abgeordneten fühl angehört, nur stellenweise, wo sie Unstimmigkeiten enthielt, durch Zwischenrufe unterbrochen. Bei der Besprechung der Regierungserklärung stellten zunächst die Mehrheitsparteien des memelländischen Landtages nach längerer Begründung den Antrag, dem jetzigen Direktorium das Mißtrauen auszusprechen. Die litauische Fraktion sprach sich für die jetzige Regierung aus. Danach erflärten sich noch die Vertreter der Sozialdemokraten und der Arbeiterpartei ebenfalls gegen das Direktorium Simaitis. Jn der Abstimmung wurde der Antrag der Mehrheitsparteien mit 22 gegen 5 litauischen Stimmen angenommen. Darauf verlas Präsident Simaitis einen Aft des Gouverneurs, wonach der memelländische Landtag aufgelöst wird. Polnische Anmaßung gegenüber Danzig. Der neue polnische Regierungskommissar Dr. Papée gab vor Danziger Pressevertretern Erklärungen ab, die nicht verfehlen werden, wegen ihrer Sprache, die gegen die Freie Stadt Danzig geführt wird, Aufsehen zu erregen. Papée bezeichnet das Verhältnis zwischen den beiden Staaten als durchaus unbefriedigend. Dr. Papée behauptete, die Verbindung Danzigs mit Posen sei eine dauernde; Danzig sei ein Hafen Polens und könne nur als solcher existieren und sich fortentwickeln, und zwar auf Grund der im Versailler Vertrag ihm auferlegten Verpflichtun= gen. Die Polen im Gebiet Danzigs seien keine Ausländer, sondern gleichberechtigt mit den Danziger Bürgern. Eine Verneinung dieses grundsäglichen Standpunktes durch Danzig werde von der polnischen Regierung nicht zugelassen Opel völlig amerikanisch! Die General Motors Co. teilt im Geschäftsbericht mit, daß sie die restlichen 20 Prozent der Interessen an der Adam Opel A.-G., Rüsselsheim a. M. erworben habe, womit Opel nunmehr völlig in den Besitz der General Motors übergegangen ist. Die politische Hegemonie Frankreichs ORLAND SPANIEN MAROKKO ENORDSEES DEUTSCHLAND STALIN MITTELLANDISCHES MEER FINLAND SULDAREN Frankreichs politische Verträge Mit Frankreich durch militärische Abmachungen verbunden Von Frankreich gegebene politische Anleihen SOWOET- UNION SCHWARZES MEER TURKE DLD ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: Die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lofal 12 Pfg., die 90 mm brette Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit Bet Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. = Nummer 12 Soziales Mietrecht. Von Dr. med. Rudolf Bachfeld in Offenbach a. M. Die Mietervereine sind gegenwärtig sehr tätig: es gilt das soziale oder ein soziales Mietrecht in die Gesetze der deutschen Republik einzubauen. Wenn Sozialpolitik im Grunde genommen die Kunst ist, aus anderer Leute Taschen Wohltaten auszustreuen, so soll ein soziales Mietrecht den Mietern Wohltaten auf Kosten der Hausbesitzer verschaffen. Seit 14 Jahren wirtschaften Reich, Staat und Gemeinden aus den Taschen der Hausbesitzer; aber das Ergebnis ist so kläglich, daß es weder den Neid der roten Mieter noch ihr be rechtigtes Wohnbedürfnis befriedigt. Die Zwangswirtschaft hat auf dem Gebiet des Wohnungswesens ebenso versagt wie auf allen anderen Gebieten. Am 13. November 1918 verkündete der ,, Rat der Volksbeauftragten"( d. h. die sozialdemokratischen Führer Ebert, Scheidemann, Landsberg, Haase, Barth, Dittmann usw.) ,, den Sieg des deutschen Volkes auf der ganzen Linie". Neben anderen ebenso richtigen Behauptungen fand sich da der Satz: ,, die Bürokratie ist beseitigt", ferner ,, das Volk regiert hinfort sich selbst" und die Folge sei ,, ein allgemeiner politischer und wirtschaftlicher Aufstieg." Wo ist derselbe geblieben. Als erste Stufe dieses Aufstiegs kam eine allgemeine Erhöhung der Löhne und Gehälter. Da das Geld hierzu nicht vorhanden war, so ,, machte" man es. Die Massenherstellung wertlosen Papiergeldes erwies sich bald als ein ausgezeichnetes Mittel, alle Ersparnisse und jedes solide Barvermögen zu ruinieren, namentlich auch dadurch, daß ,, sozialgesinnte" Juristen verkündigten: Mark ist gleich Mark! Wie falsch, ja wie betrügerisch war diese Lehre! Nachdem auf diese Art das Vermögen der soliden Leute in die Hände der großzügigen Spekulanten, Händler, Exporteure und Revolutionsgewinnler aller Art verschwunden und verschwendet war, machten sich die herrschenden Parteien in Reich, in den Ländern und vor allem in den Städten an die ,, Erfassung der Sachwerte". Fünfzig Jahre lang hatte die. Cozialdemokratie das Bürgertum insbesondere das deutsche Bürgertum, die Beamten und die Agrarier eingeschlossen- profitgierige Ausbeuter beschimpft: ,, nunmehr," so heißt es im Aufruf vom 13. November 1918 ,,, herrscht das Recht." Wo blieb das Recht? Das herrschende Recht war nach Stilllegung der Notenpresse offenbar das Recht auf ,, Erfassung der Sachwerte". als Karl Marg und seine Mitarbeiter Engels, Ruge usw. hielten nichts vom ,, Staat" und meinten ihn durch eine klassenlose Gesellschaft ersetzen zu können. Als Niederschlag dieser marristischen Staatslehre findet sich ja im Aufruf vom 13. November 1918 die großartige Dffenbarung: Die Bürokratie ist abgeschafft". Nachdem aber die Revolutionären sich des Staates bemächtigt hatten, machten sie so ausgezeichnete ,, Rechtsgeschäfte", daß die Sozialisten aller Richtungen auch ihre Lehre vom Staat diesem Erfolg anpassen mußten. Ein roter Professor der Volkswirtschaft faßte das Ergebnis dieser ,, Neuorientierung" in die Worte: ,, Der Staat ist die Drganisation der Ausbeutung durch die herrschende Klasse." Vielleicht ist er es gegenwärtig wirklich! Jedenfalls sind die herrschenden Parteien im Reich und Staat, in Stadt und Land bestrebt, das besitzende und erwerbende Bürgertum durch Steuern und andere kapitalfeindliche Maßnahmen auszupressen, lahmzu legen und zum Absterben zu bringen. Noske hat 1920 den Genossen versprochen, die Bürgerlichen tot zu steuern. Der Eifer der keineswegs abgeschafften, sondern riesenhaft aufgeblähten Bürokratie, insbesondere der Finanz- und Steuerbehörden, richtet sich vornehmlich gegen den Grundbesitz und den Hausbesitz, ,, die Hausagrarier", wie sie im sozialistischen Rotwelsch ge= nannt wurden. Daß auf diese Weise die Hälfte des Bürgertums bereits ruiniert wurde, daß die Arbeiter dadurch gleichfalls verarmen, daß schließlich der ganze Staat dadurch zur Dhnmacht verdammt und vielleicht zum Untergang reif wird, wollen oder können die ,, sozialgesinnten" Leute aller Richtungen und Farben nicht einsehen. Wenn die Regierungen durch das rapide Sinken aller Steuererträgnisse trotz schärfster Anspannung der Steuerschraube erschrecken und sich bemühen, etwas von dem bürgerlichen Wohlstand zu schonen oder zu retten, dann ist dies ein ,, Geschenk an die profitgierigen Kapitalisten". Go faseln die Mietervereine von einem Millionen oder Milliardengeschenk an die Hausbesitzer, wenn die Sondersteuer( Hanszinssteuer, Gebäudesteuer) ermäßigt oder abgeschafft werden soll. Es gibt natürlich profitgierige Hausbesitzer, wie es profitgierige Mieter gibt. Aber ich stelle fest, daß die Hausbesitzer vereine niemals darauf ausgingen, durch die Gesetzgebung oder durch gemeinsame Verabredungen oder andere Mittel ihren Mitgliedern unberechtigte Vorteile zu verschaffen, wie es die Mietervereine ohne Schen betreiben. Die Hausbesizer erstre ben durchaus keine Geschenke aus dem Staatssäckel, sie möchten nur gern das behalten und erhalten, was sie mit Sparsamkeit und Mühe und Sorge und kluger Benutzung der Marktlage erworben haben. Die Hausbesitzer halten es für unrecht, daß ihr Besiz künstlich auf den 4. oder 5. Teil der Herstellungskosten entwertet wird, sie halten es für unrecht, daß sie ihren Besitz zweimal an die Stadt( Grund- und Sondersteuer), zweimal an Samstag, den 26. März 1932 den Staat und noch einmal an das Reich( Vermögenstener) versteuern müssen also fünfmal! und zwar ganz ohne Rück ficht auf die Rentabilität. Sie halten es für einen volkswirtschaftlichen Unsinn, den Häuser- und Grundstückmarkt zu ruinieren, den Hausbesitz zu entwerten, die Hypotheken zu gefähr den, das ganze Baugewerbe lahmzulegen, jeden Rest Kredit zu untergraben und so fortgesetzt der ganzen Volkswirtschaft tiefe Wunden zu schlagen und eine riesige Arbeitslosigkeit zu erzeugen. Der Steuerwahnsinn der ,, sozialgesinnten" Parteien und der ins Kraut geschossenen Finanzbürokratie hat zuerst die Erschütterung des Kredits herbeigeführt, hat das Vertrauen in die deutsche Wirtschaft untergraben und damit die Krise in Amerika zum Ausbruch gebracht, nachdem die Rentabilität der deutschen Aber Volkswirtschaft durch die Steuerpresse vernichtet war. nicht nur die Steuern, auch andere Belastungen und Behinoerungen der Kapitalisten haben das Unglück mitverschuldet, auch die ,, Verhinderung der Kapitalflucht" wirkte in diesem Sinne. Gäbe es recht viele deutsche Kapitalien im Ausland, dann kämen wird voraussichtlich eher und leichter über die gegenwärtige Krise hinweg. Aber der Eifer für das Steuererträgnis kann ja so etwas nicht dulden; vor allem muß gesteuert werden, daß ist jetzt schon Selbstzweck, eine reine Manie, ein Wahnsinn. Das Raffinement, mit dem immer neue Steuerarten er funden, immer neue unvorhergesehene Schwierigkeiten der fa pitalistischen Wirtschaft gemacht werden, bat eine allgemeine Unsicherheit erzeugt, die den Unternehmergeist lähmt. Jeder Profit, jeder Geschäftsgewinn scheint den Toren ein Unrecht zu sein. Ihr Gehalt, ihre Rente, ihre Unterstützung ist allen diesen Leuten zu gering, aber jeder Profit ist zu groß. Aber es gibt keine Wirtschaft ohne Profit, aus dem einfachen Grund, weil jedes Geschäft ein Risiko ist, bei dem es nicht nur Gewinn, sondern auch Verluste gibt. Wird nun je der Gewinn unterbunden, dann sind keine Rücklagen da, auf die man bei den unvermeidlichen Verlusten zurückgreifen kann und der Ruin ist da. Wenn man dies freilich mit dem Gefühl des Triumphes hinnimmt und sich freut ,, daß wieder ein Teil der profitgierigen kapitalistischen Wirtschaft zusammengebrochen ist," wie sich einer der Führer auf dem Magdeburger Parteitag der Sozialdemokratie äußerte, dann kann man freilich den Weg zur Gesundung der Wirtschaft nicht finden, weil das Gehirn durch die Parteidogmen vernebelt und verdummt ist. Deutschland kommt mir vor wie ein durch Sorgen und Angst und Verluste nervös gewordener Mensch, der von einem Arzt zum andern läuft und alle möglichen Kuren unternimint ohne jeden Erfolg, bis er eines Tages an einen suggestiv wir fenden Mann gerät, der ihn zum Schein behandelt, in Wirklichkeit aber in Ruhe läßt. Und siehe da: es geht ihm besser. Die bürgerliche Wirtschaft ist an sich außerordentlich zäh und elastisch, sie kommt schließlich über die größten Schwierigkeiten und Verluste hinweg, wenn man sie Ruhe läßt. Wenn sich die Weltverbesserer endlich einmal entschließen könnten, nicht mehr zu ,, verbessern", sondern ihre verderblichen Eingriffe und Zwangsmaßregeln abzubauen, wahrhaftig auch ohne Steuererleichterung würde sich die Gesundung anbahnen und alsbald bemerkbar machen. Aber ob eine Regierung dazu den Mut hätte? Hoffen wir es! Lokales. Luftpostnachrichten. Mit der um 14.45 Uhr hier abfahrenden Flugpost nach Frankfurt( Main) werden befördert: 1. die mit der Kastenleerung von 8,30 bis 9,45 Uhr eingesammelten, 2. die beim Postamt 2 in der Schulstraße bis 12 Uhr aufgelieferten und 3. die beim Postamt 1, Bahnhofstraße 91, bis 13,45 Uhr eingelieferten Luftpostsendungen. Die Schlußzeit bei der Posthilfstelle Flughafen ist auf 14,35 Uhr festgesetzt worden. Die mit der Luftpost beförderten Sendungen erreichen den Bestimmungsort wesentlich früher als gleichzeitig aufgelieferte Sendungen ohne die Bezeichnung ,, Luftpost". Besonders bei nach Rolli, der Stürmer. Roman von Falk Heldburg. ( Schluß.) ,, Schau an, da ist ja der Ausreißer und Weltenbummler! Grüß Gott, Roland Lichti!" Silde Hilde Gorenflo!" entrang es sich ihm. Nun, das fühlte er, war alles flar. Er sah seinen Weg. Lachend reichte ihm das Mädchen die Hand. ,, Nicht wahr, mein Auftauchen bedeutet wieder eine Ueberraschung, wie damals vor dem Vereinsheim?" Maria Hedemann war einen Schritt zur Seite getreten. Scheinbar gleichgültig betrachtete sie das Menschengewoge. Sie wußte, daß sie verspielt, perloren hatte. Auch sie sah ihren Weg. Wie aus der Ferne drangen zu ihr Rolands Worte herüber. Sie hörte taum, wie er vorstellte. Für einen Augenblick herrschte Schweigen. Maria Hedemann sah über die beiden hinweg. Dann sagte sie:„ Warum haben Sie mir nicht gleich gesagt, daß Sie erwartet werden? Es ist schade um jede Minute, die ich Sie, Fräulein Gorenfeld nicht wahr, ich habe doch recht verstanden? entziehe!" So denke ich auch, Frau Hedemann." Hilde hatte es etwas spöttisch gejagt. So denke ich auch: es ist schade um jede Minute, denn wir beide haben uns vieles zu sagen." Wir beide! Maria Hedemann erblaßte. ,, Leben Sie wohl, Herr Lichti." Sie gab ihm die Hand, nickte Hilde Gorenflo zu und ging. Sie fröstelte. Es war falt geworden. Es war Herbst. Sie ließ die Jugend hinter sich zurüd. Roland fuhr sich mit der Hand über die Stirn. Aber du sagst ja gar nichts, Roland? Freust du dich nicht ein bißchen?" Er sprach einige herzhafte Flüche, die ihrer Herkunft aus dem Hafenviertel von Montevideo alle Ehre machten. ,, Sier finde sich einer zurecht! Weiß Gott, Europa hat's in sich." Hilde war viel zu flug, um nicht zu wissen, daß jedes weitere Wort die Lage nur verschlimmern, für beide unerquidlicher gestalten müßte. Als sie nachher im Schnellzug durch die Nacht reisten, allein im Abteil, da fragte er zögernd: Und nun?" „ Gießener Zeitung" Goetheschaumünzen. offizielle Ausgabe Unter der Schirmherrschaft des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg hat die Deutsche Volksspende für Goethes Geburtsstätte" es sich zum Ziele gesetzt, im Zeichen des großen Gedenktages die Geburtsstätte Goethes aus der großen Not, in welche sie seit Krieg und Inflation geraten ist, zu befreien, damit sie uns und den kommenden Geschlechtern als ein Nationaldenkmal des deutschen Geistes erhalten bleibe Zur Förderung dieses Zieles hat das Bayer. Hauptmünzamt eine Goethe- Schaumünze in Fünf- und in Zwanzigmartstüdgröße geprägt, welche mit Genehmigung der deutschen Länderregierungen öffentlich verkauft wird. Das von Prof. Theodor Georgii entworfene Gedenkstüd zeigt vorderseitig ein flas fisches Profilbildnis des Dichters, rüdseitig eine teimende Eichel, das alte Sinnbild des Freien Deutschen Hochstifts. Von allen Verehrern des Dichters dürfte diese Ausgabe freudig begrüßt werden. Interessenten können die Schaumünze zum Preise von 6.Reichsmart je Silberstüd, 100,- RM je großes und 25.- RM. je kleines Goldstück mit Etui bei den meisten Banten und Sparfassen sowie unmittelbar bei der offiz. Versandstelle, dem Bankhause Joh. Wißig& Co., München 2 M, beziehen. weiter entfernt liegenden Orten gerichteten Luftpostsendungen sind die Zeitgewinne ganz erheblich. Diese betragen bei Luftpostsendungen nach: Amsterdam 5 Std., Berlin 3 Std., Brüssel 6½ Std., Genf 8 Std., Hamburg 4 Std., Istanbul 33½ Std., Kopenhagen 8 Std., London 11% Std., Moskau 27 Std., München 4 Std., Paris 9 Std., Zürich 6% Std. Die Reichspostflüge Berlin- Hannover- Köln- London- Paris, Berlin- Hannover -Kopenhagen- Malmö- Gotenburg- Oslo- Stocholm- AboHelsingfors und Breslau- Wien- Budapest- Sofia- Istanbul sowie die großen Luftpostverbindungen sind für die Beförderung von Luftpostsendungen besonders geeignet. * Das Gesamtministerium hat beschlossen, daß zur Kohlenersparnis am Ostersamstag, den 26 März 1932, die staatlichen Diensträume geschlossen bleiben. Sofern erforderlich, haben die Amtsvorstände für genannten Tag Sonntagsdienst angeordnet. * Evangelisch- kirchliche Nachrichten. Durch die Kirchenregierung wurde dem Pfarrer Hugo Herrfurth zu Rodenbach die evangelische Pfarrstelle Rodenbach, Defanat Rodheim, übertragen. * Prälat Dichl zum Professor ernannt. Der Prälat der Hessischen evangelischen Landeskirche D. Dr. Dr. Diehl wurde durch das Sess. Ministerium für Kultus und Bildungswesen auf Antrag der Theologischen Fakultät sowie des großen Senates der Landesuniversität zum ordentlichen Honorarprofessor an der Landesuniversität ernannt. Prälaten bleibt dadurch aber unberührt Das firchliche Amt des * Von der Kraftpost. Von den Osterfeiertagen ab wird der Betrieb auf den beiden Kraftpostlinien Gießen- Schiffenberg und Gießen Flugplatz wieder aufgenommen. Die Wagen verfehren vorerst nur an Sonn- und Feiertagen. * Amtliche Berkaufsstellen für Postwertzeichen sind eingerichtet worden bei: Karl Dierlam, Krofdorferstraße 5 und Hermann Röhrig, Lederhandlung, Neustadt 53. Ja," antwortete sie, und in ihrer Stimme war wieder jener mütterliche Ton, der ihn früher so oft gereizt hatte. Ein wenig Ironie und Ueberlegenheit schwangen darin mit. Ja und nun? Weiß du, der Bruder von Dr. Kurth ist Direktor der Bausparkasse geworden. Für dich ist ein gutbezahlter Posten frei: Du sollt den Bankenverkehr erledigen." ,, Und und was machst du? Bleibst du bei Brosang?" ,, Leben Sie wohl, Herr Lichti." Sie gab ihm die Hand, nidte Hilde Gorenflo zu und ging. Nr. 12 * Die Jnnung der Sattler und Tapezierer für Stadt und Kreis Gießen hielt am Montag ihre letzte Jnnungsversammlung ab. Als einziger Punkt stand die Auflösung der seit 10 Jahren bestehenden Zwangs- Innung auf der Tagesordnung. Die Abstimmung brachte 21 Stimmen für und nur 2 gegen die Auflösung. Die Jnnung gilt somit als aufgelöst. * Ein seltenes Verlagsjubiläum. Der weithin bekannte Ver lag von Alfred Töpelmann konnte auf sein 100jähriges Fe stehen zurückblieben. Die Verlagsbuchhandlung hat ihr Haupttätigkeitsfeld auf dem Gebiete der wissenschaftlichen Theologie und deren Grenzgebieten, sowie der orientalischen Sprachwissen schaft. * Verkehrsunfall. Am Mittwoch, kurz nach 19 Uhr, ereig nete sich in der Grünbergerstraße ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem der Taglöhner eHinrich Ulrich lebensgefährlich verlegt wurde. Ulrich fuhr mit seinem Sohne auf Fahrrädern nach der Stadt zu auf der rechten Straßenseite, als ihnen in der Nähe des Schützenhauses der Personenkraftwagen des Mezgers Karl Stein 2. aus Burg- Gemünden, gesteuert von dem Kraftwagenführer Otto Philipp, entgegenkam. Der nach Zeugenaussagen im Zidzad fahrende Kraftwagen fuhr in die beiden Radfahrer hinein, die beide von ihren Rädern geschleudert wurden. Der junge Ulrich kam mit leichten Verletzungen davon, während der Vater schwere innere Verlegungen und Kopfverletzungen davon. trug. Die beiden Fahrräder wurden vollständig zertrümmert. Der Kaftwagenführer und der mitfahrende Besitzer des Wagens waren start angetrunken und wurden in Polizeigewahrsam ge nommen. Die polizeilichen Ermittlungen wurden sofort in die Wege geleitet. Vergangenen * Unglücksfall beim Spielen an der Lahn. Mittwoch wurde aus der Lahn unmittelbar An der Kläranlage die Leiche eines dreijährigen Jungen geländet, der beim Spie len am Tage vorher in die Lahn gefallen und ertrunken sein muß. Es handelt sich um das Söhnchen des An der Kläranlage wohnhaften Ernst Künz, der am Tage vorher bei der Polizei Anzeige über das Fehlen seines Kindes erstattet hat. * Schweinepest. Das Polizeiamt teilt mit: Die Schweine pest im Gehöfte Marburgerstraße 66, vormals Heistermann, ist erloschen. Die Gehöftsperre ist aufgehoben. * Die Bedeutung des hessischen Handwerks. Hessen gehört zu den Gebieten mit einem verhältnismäßig starken Handwerker stand. Auf 1000 Einwohner entfallen etwa 30 Handwerksbe triebe( im Reichsdurchschnitt nur 21) und rund 80 Handwerks meister, Gesellen, Lehrlinge und Angestellte. Ueber 100 000 Berufstätige gehören dem Handwerk an. Etwas mehr als die Hälfte der Handwerksmeister ist organisiert, und zwar zu rund vier Fünfteln in Jnnungen. Aufführung des Tonfilmes„ PS". Bergangenen Sonntagvormittag fand im vollbesetzten Hause des Lichtspielhauses die Aufführung eines neuen Tonfilmes vom Kraftwagen, der unter dem Titel„ BS" startet, statt. Einlei tend sprach der Leiter der ,, 30- Tage- Fahrt auf dem Nürburg ring", Herr Kapitän Rohde von der Deutsch- Amerikanischen Petroleum- Gesellschaft, von der Leinwand über das Kraftfahrzeug als ideales wirtschaftliches Hilfsmittel für Personen und Lasten. Der neue Ufa- Kultur- und Lehrfilm ist gedreht worden, um vor allem die finanzielle Seite bei den verschiedenen Kraft wagentypen, was gerade für die heutige Zeit, wo jeder sparsam und wirtschaftlich fahren will, von größter Wichtigkeit und größ tem Interesse ist, darzustellen. Man darf der Standard- Dapo lin Dank dafür wissen, daß sie diesen Tonfilm zur Förderung des deutschen Kraftfahrwesens und zur Aufklärung weiter Kreise Don Interessenten drehen ließ. Der richtige Weg zur Erlangung Schöner weißer Zähne unter gleichzeitiger Be fettigung des haklid gefärbten Zahnbelages Ist folgender: Drüden Sie einen Strang Chlorodont 3ahnpaste auf die trodene Chlorodont Zahnbürste( Spezialbürste mit gezahntem Borstenschnitt), bürsten Sie Ihr Gebiß nun nach allen Seiten, auch von unten nach oben, tauchen Sie erst jetzt die Bürste in Wasser und spülen Sie mit Chlorodont- Mundwasser unter Gurgeln gründlich nach. Der Erfolg wird Sie überraschen! Der mißfarbene Bahnbelag ist verschwunden und ein herrliches Gefühl der Frische bleibt zurüd Süten Sie sich vor minderwertigen, billigen Nachahmungen und verlangen Ele ausdrüdlich Chlorodont- Zahnpaste. Unter- Boririegspreise ,, Soll ich auch noch arbeiten? Doppelverdiener werden nicht geduldet." Er sah sie an. Hatte er in all den Jahren nicht gesehen, wie schön die Hilde war? Lange hielt er ihre Hand.„ Ich danke dir, daß du gekommen biü, und für alle." ,, Danten?" sagte sie nach einer Weile mit feinem Lächeln, ,, danken? O nein, ich bin gar nicht so edelmütig. Was ich tat, tat ich auch für mich." Er verstand sie. Eintönig ratterte der Zug durch die Nacht. Rhythmisch tanzten die Telegraphenstangen. Städte und Dörfer blieben im Dunkel zurüd. Aus der entgegengesetzten Richtung brauste ein hellerleuch teter Schnellzug vorüber. Menschen saßen an den Fenstern, Menschen, die ihre Schicksale hatten. Er, Roland Lichti, tehrte heim. Roland Lichti, der Spieler. Aber, waren sie nicht alle Spieler, die es zu etwas gebracht hatten? Der Direktor Kornberg und sein früherer Chef? Fie berte Herr Brosang nicht, wenn er das Blatt mit den Börsen berichten befam? Wie der Sportler, wenn er die noch drud feuchte Zeitung mit den neuesten Sportnachrichten und Ergeb nissen aus den Händen des Verkäufers riß? Das ganze Leben ist ein Spiel- Spiel um hohen Einsat Es bringt Siege und Niederlagen. Siege, die keine sind, und Niederlagen, die Erfolgen gleichen. Der Name Roland Lichti war um den Erdball geflogen ein billiger Ruhm. Nun fehrte er heim. Dem Lederball und einer Fata Morgana war er nachgejagt Jetzt hatte er heimgefunden zu sich selbst. ,, Das mußt du mir aber versprechen, Roland, daß du deinem Sport nicht untreu wirst. Heimlich habe ich alle Bilder von dir und Zeitungsausschnitte gesammelt Ich möchte doch ga zu gern als Fußballtönigin über die Hindenburgstraße gehen." Der Zug ratterte über Weichen, buntfarbige Lichter glühten auf. Vor dunklem Häufermeer leuchtete von riesengroßen Schil dern der Name ihrer Heimatstadt. ,, Du ich bin wieder zu Hause und bei dir..." „ Ja, aber einen Kuß haben Eure Fußball- Majestät mit immer noch nicht gegeben!" Ende.- Gamst Dentic Hand überic lichen Janu beträg füper Ausf Rorg Fälle niffe Ste lichen oder Wir als müf Steuc bei ri Erzeu berla teuer fchaft Auge der Welt begin ausg 4186 Drud zurüc 9 Wicht die schäft alle der und befeit lichen schaft berei fchaft entgo des mad Ber Be fon ma balt nabr Rolle ligte ger nebr Fren Jan nur Beffe durd Die fich, eine Bin land wird au fi licher D bru Ged Bert Ber Rafe mitg ein d fiche fund und mit, irrte goa Glie feind Bolla zufüb Seite mit nung malbl wohn bumm bem mala geichn Str. zierer für Stadt Innungsverjammi ng der feit 10 Ja esordnung. Die mur 2 gegen die elöſt. weithin befannte jein 100jähriges dlung hat ihr Hau schaftlichen Theolog alijchen Sprachwife 3 nach 19 Uhr, et werer Vertehrsunja bensgefährlich verle f Fahrrädern nach 1s ihnen in der N en des Meggers Re von dem Kraftwage nach Zeugenausjag die beiden Radfah hleudert wurden. D n davon, während opiperletzungen davo llständig zertrümme e Besizer des Wage Polizeigewahrjam wurden sofort in d Lahn. Bergangen ar An der Kläranla andet, der beim Sp en und ertrunten je Des An der Kläranla vorher bei der Poli erstattet hat. It mit: Die Schwein mals Heistermann, i en. dwerks. Hessen geb Sig ftarten Handwerke etwa 30 Handwerks drund 80 Handwer tellte. Ueber 1000 - Etwas mehr als ert, und zwar zu r es„ PS". im Dollbesetzten ha neuen Tonfilmes no startet, statt. Einl Ort auf dem Nürbur Deutsch- Amerikani über das Kraff el für Personen Im ist gedreht work en verschiedenen K Zeit, wo jeder spar Wichtigkeit und of der Standard- Dap film zur Förderung fflärung weiter K Erlangun e unter gleid zelfiger feitigung des gefärbten Zahnbe nt 3ahnpaste auf die tro m Borstenschnitt), bürsten nach oben, tauchen Git Chlorodom Mundwaffer überraschen! Der miffar efühl der Frische bleibt qu hmungen und verlangen gspreije Doppelverdiener werd en Jahren nicht geje fe dir, daß du gekomm eile mit feinem Läc fo edelmütig. Was die Nacht. Rhythm e und Dörfer blieben g braufte ein hellerlei aßen an den Fenste die es zu etwas gebra sein früherer Chef? Blatt mit den Bör wenn er die noch dr ortnachrichten und Erge rif?" - Spiel um hohen Einfa Siege, die feine find, un Der Name Roland Lid billiger Ruhm. Corgana war er nachgeja lbst. en, Roland, daß du dein h habe ich alle Bilder Ich möchte doch Hindenburgstraße gehe untfarbige Lichter glü te von riefengroßen E und- bei dir... are Fußball- Majestät Samstag, den 26. März 1932 ,, Gießener Zeitung" Für Haus und Gewerbe. Stärkt den Binnenmarkt! Neunzehn Millionen Reichsmart weniger brachte der deutsche Außenhandel im Februar 1932. Die deutsche Handelsbilanz im Februar schließt mit einem Ausfuhrüberschuß von 86 Millionen Marf gegenüber dem tatsächlichen Ausfuhrüberschuß von 105 Millionen Mart Januar ab. Einschließlich der Reparationsjachlieferungen beträgt der Überschuß 97( Januar 117) Millionen Mart. im Der zweifelhafte Wert einer auf den Außenhandel sich stüßenden Wirtschaft wird immer deutlicher. Unsere jezige Ausfuhr ist ja überhaupt fein natürlicher wirtschaftlicher Vorgang, sondern eine Art Ausverkauf. In den meisten Fällen sind die Gestehungskosten für die deutschen Erzeugniffe höher als im Ausland. Das fommt von den Steuern, den Tributen und den schematischen tariflichen Bindungen, die ganz zwangsläufig- ob wir wollen oder nicht und teurer arbeiten lassen als das Ausland. Wir verfaufen also in vielen Fällen im Ausland billiger als unsere eigenen Gestehungskosten betragen. Wir müssen verfaufen, weil wir Geld brauchen, um Löhne, Steuern, Miete usw. zu bezahlen, und weil das Inland bei rückläufiger Kauffraft einen immer fleineren Teil der Erzeugung abnehmen und bezahlen fann. Wir müssen verkaufen, weil Leihgeld durch die Distonterhöhungen so teuer ist, daß die Zinsen auf feinen Fall herausgewirtschaftet werden können. Wenn aber die Zeichen nicht trügen, sc naht der Augenblick einer besseren ökonomischen Einsicht. Die Periode der internationalen Otonomie hat allenthalben, wie die Weltfrise zeigt, Fiasto gemacht. Die Nationalötonomie beginnt ihrem Namen wieder Ehre zu machen und einer ausgesprochenen Nationalwirtschaft das Wort zu reden. Wir erleben es, daß ein Staat nach dem andern unter dem Druck der Wirtschaftslage zur nationalen Wirtschaft zurückkehrt. Auch in Deutschland mehren sich die Stimmen, die die Soeben haben Wichtigkeit des Binnenmarktes betonen. die Vereinigten Stahlwerte A- G. ihren Geschäftsbericht herausgegeben. Darin wird ausgeführt, daß alle Preisermäßigungen und inneren Ersparnisversuche der Werksleitung das Mißverhältnis zwischen Selbstfosten und Erlösen in der deutschen Wirtschaft nicht haben beseitigen fönnen, das durch überspannung der steuerlichen und sozialpolitischen Belastung und durch die Wirtschaftspolitik im Zeichen des Druds der Tribute von außen hereingetragen wurde. Immer stärfer wurde der Wirtschaft seitens der öffentlichen Hand das Betriebskapital entzogen, so daß schon allein dadurch die Schrumpfung des Absages auch im Inlande immer weitere Fortschritte machen mußte. Entsprechend war auch bei dem Unternehmen weitere Berringerung der Belegschaften um insgesamt 40 000 Wertsangehörige nicht zu vermeiden, und die Entlassung sonstiger 15 000 Leute fonnte nur durch fostspielige Sondermaßnahmen, Kurzarbeit und Feierschichten noch hintangehalten werden. Technische Neuanlagen und Jnangriffnahme von Neubauten verboten sich damit von selbst. Die Rolle der öffentlichen Hand, die aus einem Gewinnbeteiligten zum auf seinem Schein bestehenden Rentenempfänger ohne Rücksicht auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens geworden ist, hat es mit sich gebracht, daß der Fremdumsaß vom besten Monat des Jahres 1929 bis zum Januar 1932 um 73 Prozent, die Steuerbelastung aber nur um 21 Prozent zurückgegangen ist. Die Verwaltung fiebt die einzige Möglichkeit einer Besserung der Verhältnisse in bewußter Umstellung auf durchgreifende Stärtung des inneren Marktes. Die Hungerausfuhr der leßten Monate sei unwirtschafts lich, ein gesunder Außenhandel nur möglich auf der Basis eines gesunden, die hauptsächliche Absazbasis bildenden Binnenmarktes. Je schneller diese Erkenntnis sich überall in Deutschland, insbesondere bei der Regierung, durchsetzt, desto eher wird es möglich sein, gangbare Wege zu dieser Umstellung zu finden. Wege, die uns aus unserm jeßigen wirtschaftlichen Elend hinausführen. F. H. Der mißverftandene Sokrates. Der Frevel an den hübschen Figuren des Märchenbrunnens im Berliner Friedrichshain ist noch in aller Gedächtnis. Übermütige Kinderhände hatten in gänzlicher Verkennung des sittlichen Inhaltes und des erzieherischen Wertes echter fünstlerischer Arbeit recht pietätlos den Nasen und Fingern der dort aufgestellten Märchenfiguren mitgespielt. Die Kunst muß viel leiden. Das zeigt auch ein anderes Vorkommnis, das vor Jahren in Bayreuth sich ereignet und nun doch noch ein glückhaftes Ende gefunden hat. In einem Vorort der Richard- Wagner-, Jean- Paulund Stirner- Stadt belustigte sich die dortige Jugend da mit, ein aus dem Park det benachbarten Eremitage ver irrtes Sofrates- Standbild mit Steinen zu bombardieren, wobei die Kolossalfigur schwere Beschädigungen an den Gliedmaßen, am Kopf und auch am Rumpf erlitt. Diese feindselige Behandlung des Monumentes war auf einen Volkswiz und die Deutung der Sofratesgeste zurückzuführen, der mit der linken Hand das Gewand in der Seite nach dem Rücken raffte, während die rechte Hand mit dem Zeigefinger an der Stirn die delphische Mahnung ausdrückte: Erkenne dich selbst!" Diese Gefte des nach der Innenstadt gerichteten Dentmalblickes führte zu der Auslegung, die man den Einwohnern des benachbarten Dorfes in den Mund legte:„ Ihr bummen Brandenburger!", während die Bayreuther der dem Dorfe Bindlach zugewendeten Rückansicht des Dentmals die etwas weit ausholenden, nicht näher zu bezeichnenden Worte unterlegten: Ihr Bindlacher könnt.." asw., das übrige ist bei Goethe nachzulesen. Vom Cage. Geldpreise für Erfindungen Im Rahmen ihrer( nappen Mittel hat die Deutsche Reichsbahn- Gesellschaft für nüßliche Erfindungen auf dem Gebiete des Eisenbahn wesens wieder eine große Zahl von Geldpreisen an ihre Bediensteten verteilt. Die Gesamtsumme der Geldpreise, die im vergangenen Jahre zur Auszahlung gelangten, beträgt, wie jetzt bekannt wird, etwa 125 000 Mart Hieran sind 462 Erjinder beteiligt. Nicht nur für solche Erfindungen, die patentiert wurden oder als Patent oder Gebrauchsmuster schutzfähig sind, find Geldpreise gegeben worden, sondern darüber hinaus ganz allgemein für Verbesserungsvorschläge auf dem Gebiete der Technit, des Betriebes, des Verkehrs, der Wirtschaftsführung und der Organisation Was noch übrig blieb. Der Direttor eines norddeutschen Finanzamtes erhielt zu seinem Geburtstag folgenden Glückwunsch eines Steuerzahlers: Nachdem ich meine Umsatz-. ROBE Man wird ja schließlich, im Vertrauen Auf beff're Zeiten, wieder bauen, Doch dann beginnt die große Qual: ,, Wo frieg' ich bill'ges Material?" Ganz unter uns und ganz privat: Versuch's mal mit' nem Inserat! Einkommen, Vermögen, Hauszins, Grundvermögen, Gewerbekapital, Gewerbeertrag, Lohn, Hunde, Getränke, Bürger-, Kirchen-, Stempel-, Auto-, Betriebsstoff-, Ledigen., Krisen, Krisenlohn, Aufbringungs-, Eintommenzuschlag-, Kapitalertrag, Börsenumsaß, Wertzuwachs, Geschenksteuer nebst Berufsschul-, Krantentassenbeiträgen, Invaliden-, Angestellten-, Arbeitslosen, Lebens, Feuer, Einbruch und Haftpflichtversicherungen bezahlt habe, bleibt mir gerade noch das Porto, um Ihnen herzlichst alles Gute zum heutigen Tage zu wünschen." Die Deilwirkung der Ameifenfäure. Seit je wissen die Naturvöller, Jäger, Landwirte und alle Leute, die in Wald und Feld leben, daß Ameisenbisse und Bienenstiche, so unangenehm sie auch sind, ganz ausgezeichnete Heilerfolge bei bestimmten Krankheiten haben Die Ameisensäure ist ja nicht nur infolge ihrer Schärfe eine Waffe dieser Tiere, sondern ein Desinfektionsmittel, dessen batterientötende Eigenschaft die Wohnungen und die Vorräte der Ameisen und Bienen vor Fäulnisbazillen schützt. Am bekanntesten ist seit uralten Zeiten die Heilwirkung der Ameisensäure bei gichtischen und rheumatischen Erkrankungen Aber sich in einen Ameisenbaufen hineinzulegen oder sich von einem Bienenvolf zerstechen zu lassen, ist nicht jedermanns Sache, ist auch nicht ganz ungefährlich. Wie ist nun aber auf andere Weise Ameisensäure in den menschlichen Körper hineinzubringen? Diese scharfe Säure innerlich einzunehmen, war Dieser Streit zwischen Bayreuth und dem in der Nähe befindlichen Dorfe hatte zur Folge, daß die Jugend der Festspielhalle in Bayreuth. Bayreuther Vorstadt das Dentmal mit Steinwürfen bombardierte, bis endlich die Stadt diesem Unfug durch Wegnahme des Dentmals von dem Standort und überNr. 12 nicht ratsam, sie äußerlich einzureiben, blieb ein unvollkommenes Mittel. So stand die Frage offen, die den Apotheker Han Weiß. Berlin- Marienfelde, immer wieder beschäftigte, nach dem er in seiner mebr als dreißigjährigen Apothekerpraxis die recht unvollkommenen oder gänzlich verjagenden Wirkungen der üblichen Heilmethoden, Badeturen Moorpackungen, Diathermie, Massage, Mineralwasser usw. gründlich kennengelernt hatte. Nach jahrelangen Versuchen gelang es Weiß, die bisher nicht gelannte Borameisensäure zu finden Da Bor die Eigenschaft hat, mit organischen Säuren neue Verbindungen einzugeben, fonnten- wenn man Borametsensäure in den menschlichen Körper brachte- bet Bindung der schädlichen organischen Säuren durch das Bor von der im menschlichen Organismus dadurch frei werdenden Ameisensäure besonders günstige Seilwirkungen erwartet werden Und nachdem weitere Studien ergeben batten, daß die Abtötung schädlicher Bafterten im Organismus vollkommen wird, sobald der Borameisensäure fleine Mengen organischer Orufäuren zugefeßi werden, da war die Lösung der Frage gefunden. Salatiba nannte Apotheker Weiß das Produft seiner Forschungen Die bakteriologischen und pbyfiologischen Untersuchungen des Privatdozenten Dr. Kötbner der eine Reihe wissenschaftlicher Arbeiten darüber veröffentlicht bat, sowie die flinischen Erprobungen an verschiedenen Universitätskliniken bestätigten vollauf die Richtigkeit der Weißschen Überlegungen und Beobachtungen und die außerordentliche Wirtsamfeit des von ihm gefundenen Salatiba. Die batterienabtötende, den Stoffwechsel regulierende und anreizende Wirkung des Salatiba bat ich bei den verschiedensten Krankheiten in allen Fällen glänzend bewährt Es ist ja auch ganz flar, durch die im Salafiba enthaltenen Säuren werden bie frankheitserregenden Aulagerungen und Ausscheidungsprodufte in den Drüsen, Blasen und andern Organen aufgelöst und abgeführt, während die langsam und ständig im Körper sich bildende Ameisensäure ungemeiner belebend und erneuernd auf den gesamten Organismus wirfi Überraschend schnell und vollständig sind die Heilerfolge von Salatiba bei Gelbsucht, Zuckerbarnrubr. Gicht, Rheumatismus, Herenschuß, aber auch bei allen anderen Stoffwechselfrantbeiten, insbesondere den in der Frauenwelt weitverbreiteten schmerzhaften Schwellungen der Beine und Fußgelente, Erschlaffung der Haut, Fettaniay an unrechter Stelle. Die von der Chemischen Fabrit Apotheter H. Weitz, BerlinMarienfelde weitergeführten Forschungen und Arbeiten über die mannigfachen, vielseitigen Wirkungen der Borameisensäure find voraussichtlich dazu berufen, der medizinischen Wissenschaft noch manche willkommene Überraschung zu bringen Um die Dauszinssteuer. Die wirtschaftliche Not in Ostpommern hat, wie überall im Deutschen Reich. ihren Höhepunkt erreicht Ende vorigen Jahres hai in Stolp( Pommern) eine überwältigende Versammlung von Handwerkern, Kaufleuten, Landwirten stattgefunden, in welcher die Tatsachen aufgezeigt wurden, die be weisen, daß die ostpommersche Volkswirtschaft am Erliegen ist. Einstimmig batte die Versammlung eine Entschließung gefaßt, in welcher als wichtigstes Hilfsmittel in höchster wirtschaftlicher Not die Beseitigung der auszinssteuer bon gewerblichen Räumen und erhebliche her. abseßung der 3insen für hvpotheten unb Personalfredti gefordert wurde Landtagsabgeordneter Voigt( Friedenau), der Bundes präsident des deutschen Handwerkerbundes& V., hatte deshalb im Preußischen Landtag eine Anfrage an das Staats. ministerium gerichtet, ob es gewilli fet, dieser Anregung zu entsprechen und die erforderlichen Schritte einzuletten Darauf ist jetzt folgende Antwort des preußischen Finanzministers eingegangen:" Hinsichtlich des Abbaues der Hauszinssteuer um 20 Prozent ab 1 April 1932 wird auf Artikel III,§ 2, der 8 weiten Sparverordnung vom 23 De zember 1931 Pr. Gefeßsammlung. 293 hinsichtlich des weiteren Abbaues der Hauszinssteuer und der Sentung der Zinsen wird auf Stap 1, Zweiter Teil, und auf Rap III, Erster Teil, der Vierten Verordnung des Reichspräsidenten vom 8. Dezember 1931 RGBI 1, 699- verwiesen Darüber hinaus tann im Einzelfall nur eine Stundung und Niederschlagung der Hauszinssteuer gemäß§ 9 der Hauszinssteuerverordnung erfolgen" Der Hinweis auf dte Zwette Notverordnung bezieht sich auf die angeordnete Senfung der Hauszinssteuer um 20 Prozent vom 1 April 1932 ab; die angezogenen Kapitel der Vierten Berordnung besagen, daß der Zinssaß, wenn er mehr als 6 bis 8 Prozent beträgt, im Verhältnis von acht zu sechs herabzusetzen ist. Das ist alles, was das Finanzminifterium tun fann Diese Anordnungen sind ja schon befannt, und ebenso befannt ist es, daß sie bei weitem nicht genügen, dem erlahmenden Handel und Gewerbe neue Lebenstraft zu geben. führung in den Hof eines städtischen Gebäudes ein Ende bereitete. In dem Berliner Fall ist der angerichtete Schaden bereits wieder beseitigt, und das Tentmal steht zur Freude aller Friedrichshain- Besucher wieder in alter fünstlerischer Schönheit da. Anders erging es dem armen Sofrates, der viele Jahre unbeachtet in einer dunklen Ecke weiter verwahrlosen mußte, bis er schließlich Gefahr lief, eines Tages in Schutt und Asche völlig zu verfinfen. Da meldete sich plößlich die frühere Besizerin des Standbildes, die Schloßund Parkverwaltung Eremitage, deren längeren und vielseitigen Bemühungen es schließlich gelang, von der Stadt Bayreuth das alte schwerbeschädigte Standbild zurüdzuerhalten. Die entstandenen Risse und Brüche wurden von einem tüchtigen Bayreuther Bildhauer wieder ausge bessert, so daß eines Tages die Figur völlig hergestellt war. Vor furzem hat nun die Wiederaufrichtung der Monumentalfigur in einer Parfnische, rechts, gleich bei Eintritt in den Part, stattgefunden, wo der früher mit anderen Denkmälern und Steinbildnissen auf dem soge nannten Barnaß vereinigte Sofrates an herrlichster Stelle wieder sich sehen lassen lann, zum Vorteil der von zahlreichen Gästen alljährlich aufgesuchten Eremitage und zum Ruhme aller funstsinnigen und begeisterten Personen, denen die Wiederentdeckung, die Restaurierung und die endgültige Neuenthüllung dieser Sofrates- Statue zu verdanken sind. Jezt lehrt der brave Sofrates seine Rückseite dem Waldrande zu, ohne unziemlichen Deutungen ausgesezt zu sein, während er schon von weitem jeden Besucher des Parkes durch die geschilderte Geste die mahnenden Worte ins Gedächtnis ruft: „ Ertenne dich selbst!" Samstag, den 26. März 1932 Aus Nah und Fern. Reiskirchen. Hier konnten der frühere Feldschitz Konrad Hahn und seine Ehefrau inmitten ihrer Kinder, Entel und UrGießener Zeitung" die Stadt Köben gestellt. Die Verschuldung soll sich auf 400 000 RM. belaufen. Gläubiger sind neben dem Staat zum größten Teil Breslauer Banten. Nr. 12 Der Gedanke der sozialen Versicherung erfährt durch die neue Ruhensvorschrift eine in jedem Falle höchst unerwünschte Bevielen einträchtigung. Der Versicherungszwang und die in Fällen jahrelang abgeführten Beiträge auf der einen Seite und die aus den Ruhensvorschriften praktisch folgende völlige oder teilweise Entziehung oder Verweigerung der Versicherungss entel das seltene Fest der Diamantenen Hochzeit begehen. Der Einmalige Unterstüßungen für Kriegerwitwen, leistung auf der anderen Seite, müſſen bei einem Personenkreis, Jubilar ist Veteran von 1870/71. Seit Jahrzehnten ist in der Gemeinde noch keine Diamantene Hochzeit zu verzeichnen gewesen. Tagungen und Besuche in Bad Nauheim. Kriegerwaisen und Leichtbeschädigte. Unhaltbare Härten der 4. Notverordnung. Der Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterblie benen der Kriegerfameradschaft Hassia, Provinzialgeschäftsstelle Oberhessen, Gießen, Bergstraße 9, bittet uns, nachstehendes bekannt zu geben: Auf Grund der Zweiten Notverordnung vom 5. Juni 1931 und der damit im Zusammenhang stehenden Aenderung der BeBad Nauheim hat auch in diesem Jahre wieder eine Reihe bedeutsamer Tagungen. Außerdem werden auch verschiedene Studiengesellschaften Bad Nauheim besuchen, um die vorbild Aus liche Zwedmäßigkeit seiner Einrichtungen zu besichtigen der Liste dieser Tagungen und Besuche sind besonders zu nenлen: am 30. April bis 1. Mai Verband Deutscher Frauen- stimmungen über die Zusatzrente tönnen finderlose Witwen Dereine; am 19. Juni Hauptversammlung des EisenbahnarztVerein der Reichsbahndirettion Frankfurt a. M.; am 25. bis 26. Juni Verband der Krankenhausärzte Deutschlands E. V. ( Sig Berlin); am 20. bis 24. September Kongreß der Deutschen Physikalischen Gesellschaft( Sitz Berlin); am 29. bis 30. Oftober 9. Bundestag des Hessischen Sängerbundes. Friedberg. Der Taunusklub Wetterau begeht am 2. und 3 April durch eine schlichte Festlichkeit die Feier seines 50jähri= gen Bestehens. Er gehört zu den ältesten deutschen Taunus= vereinen. Kaichen. Hier fand eine Bürgermeister- Stichwahl statt, bei der der Kandidat der Bürgerlichen, Weigel, sechs Stimmen mehr erhielt als der sozialdemokratische Gegenkandidat Adelmann. Großer Gustav- Adolf- Tag in Mainz. Aus Anlaß der Erinnerung an die historischen Ereignisse des Jahres 1532 in Mainz haben die hessischen Hauptvereine des Evangelischen Bundes und der Gustav- Adolf- Stiftung in Verbindung mit anderen hessischen evangelischen Verbänden beschlossen, am 2.- 4. Juli in Mainz einen großen evangelischen Gustav- Adolf- Tag abzuhalten. Mainz. Der Finanzausschuß der Stadt hat in seiner letzten Sigung beschlossen, das Stadttheater auch in der Spielzeit 1932 bis 1933 weiter zu führen unter der Voraussetzung, daß es gelingen werde, den Spielbetrieb mit dem städtischen Zuschuß von höchstens 350 000 Mart durchzuführen. Biedenkopf. Nach den jetzt endgültig getroffenen Entscheidungen bleibt das hiesige Gymnasium als Vollanstalt erhalten. Damit sind alle Gerüchte, die von einer Auflösung der Schule wissen wollten, erledigt. Dessau. Die Junkers- Werke teilen mit: ,, Die JungersWerke" in ihrer Gesamtheit haben ihren Gläubigern mitgeteilt, daß sich Prof. Junkers im Interesse der Fortführung seiner Werke und zum Schutze der Gesamtinteressen der Gläubiger entschlossen hat, das gerichtliche Vergleichsverfahren zu beantragen und daß die Zahlungen eingestellt worden sind. Eine schlesische Stadt vor dem Konkurs. Breslau. Die Schlesische Boden- Credit- Aftienbank hat beim Amtsgericht in Köben a. D. Antrag auf Konkurseröffnung über DEUTSCHE BANK UND DISCONTO- GESELLSCHAFT Bilanz am 31. Dezember 1931 Aktiva Eingänge aus begebenen Aktien Kasse, fremde Geldsorten und fällige Zins- und Dividendenscheine. RM 82 800 00069 689 953 38 Guthaben bei Noten- und Abrechnungs-( Clearing-) Banken.. 113 751 110 57 Wechsel, Schecks und unverzinsliche Schatz574 782 518 72 93 612 133 92 anweisungen...... Nostroguthaben bei Banken und Bankfirmen Reports und Lombards gegen börsengängige Wertpapiere... Vorschüsse auf verfrachtete oder eingelagerte Waren Eigene Wertpapiere... Beteiligungen an Gemeinschaftsgeschäften. Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfirmen Schuldner.... Bankgebäude( für unseren Geschäftsbetrieb benutzt) Sonstiger Besitz an Gebäuden und Liegenschaften Mobilien. Aktienkapital Reservefonds Gläubiger.. Akzepte Passiva 144 000 000, 25 200 000, 6% Dollar- Darlehn, fällig 1. 9. 1932. Unerhobene Dividende... 18 423 380 66 344 240 447 46 39 008 333 39 68 900 697 74 57 360 204 64 1980 524 313 76 56 245 50049 489 817 27 RM 3 548 828 412 51 RM Dr. Georg von Siemens- Wohlfahrtsfonds 1775 452,30 David Hansemann- Wohlfahrtsfonds.... 2101 800,- Sonstige Wohlfahrtsstiftungen. 79 144,25 Übergangsposten der eigenen Stellen untereinander Vortrag auf neue Rechnung. 169 200 000 2 992 793 507 17 273 184 119 78 105 000 000 152 152 50 3 956 396 55 2 701 606 79 1 840 629 72 RM 3 548 828 412 51 Gewinn- und Verlustrechnung am 31. Dez. 1931 unter 45 Jahren und Leichtbeschädigte eine Zusatzrente nicht mehr erhalten. Durch einen Erlaß vom 2. Oftober 1931 hatte der Reichsarbeitsminister verfügt, daß im Hinblick auf die große Notlage, in der sich ein Teil der erwähnten Personen befindet, in besonders dringenden Fällen im Wege einer einmaligen Unterstützung geholfen werden solle. Die Unterstützungsbeträge sind nach dem Einkommen gestaffelt gezahlt worden. In einem dem Kyffhäuserverband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen soeben zugegangenen Erlaß hat der Reichsarbeitsminister die Hauptfürsorgestellen angewiesen, denjenigen Versorgungsberechtigten des vorerwähnten Personenfreises, die eine einmalige Unterstügung auf Grund des Oftobererlasses erhalten haben, eine solche nochmals in Höhe der Hälfte der damaligen Säge zu zahlen. Die Auszahlung erfolgt durch die Fürsorgestellen. Mit dieser zweiten Auszahlung wurden fol= gende Beträge im ganzen ausgeschüttet: An finderlose Witwen unter 45 Jahren je nach ihrem sonstigen Einkommen 75, 60 oder 45 RM.; an Beschädigte mit einer Erwerbsminderung von 40 Prozent, die infolge ihres Alters oder sonstiger nicht auf Dienstbeschädigung beruhender förperlicher oder geistiger Gebrechen dauernd erwerbsunfähig sind, 45 RM., für jedes Kind dieser Beschädigten 15 RM.. In den nach der ersten Ausschüttung von den Hauptfürsorgestellen noch gemeldeten aber bisher nicht berüdsichtigten Fällen können gleichfalls die obenerwähnten Unterstützungsbeträge gezahlt werden. Besonders erfreulich ist es, daß nach dem gleichen Erlaß für begabte und fleißige Kriegerwaisen, die nach Vollendung des 21. Lebensjahres und Wegfall der Waisenrente eine Hoch- oder Fachschule besuchen, und die nach einem früheren Erlaß als Ersatz für die start herabgesetzte Erziehungsbeihilfe einmalige Unterstützungen bis zur Höhe von 100 RM. erhalten fonnten, diese Unterstützungen hinfort in besonders dringenden Fällen auf 150 RM. erhöht werden können. Allen Waisen, die die erwähnte Unterstützung bereits erhalten haben, soll der Betrag von 50 RM. nachträglich gezahlt werden. * Die Anrechnung von Renten der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen auf die Bezüge aus der Sozialversiche= rung auf Grund der 4. Notverordnung vom 8. Dezember 1931 erweist sich, nachdem nunmehr die praktischen Auswirkungen 311 überbliden sind, als eine unsoziale und völlig unhaltbare Maßnahme. Jhr Sparertrag zugunsten der sanierungsbedürftigen Träger der Sozialversicherung wird überwiegend dem Personenfreis der Versorgungsberechtigten, den Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen, genommen und unter ihnen vorzugs= weise wiederum solchen, denen wegen der Schwere der Dienstbeschädigung eine höhere Versorgungsrente zu gewähren ist, nämlich den Schwer- und Schwerbeschädigten. Fälle, in denen die schywerkriegsbeschädigte Sozialrentner annähernd Hälfte ihrer bisherigen ohnehin färglichen Gesamtbezüge einbüßen, sind die Regel. Gut eingeführter EBäckerei- Vertreter gesucht. Offerten unter S. J. 6652 an d. Exped. dieses Blattes Das Eigenheim kennt keine Finanzkrise! BEIED Ein Bausparvertrag ist Leichte Beschäftigung der seit mehreren Jahren einen umfangreichen Abbau der Versor gung bereits hat hinnehmen müssen, erklärlicherweise eine aus der Verlegung des Rechtsempfindens erwachsende Erbitterung auslösen. Die Nachprüfung dieser Bestimmungen der 4. Notverordnung liegt zurzeit in den Händen des Kriegsbeschädigten und des sozialpolitischen Ausschusses des Reichstages. Da diese Aus schüsse trok mehrfacher Beratung des Gegenstandes noch nicht zu einem endgültigen Ergebnis gelangt sind, hat der Kyffhäuser verband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen sich nochmals mit einer dringlichen Eingabe an den Reichstag gewandt mit dem Ziel, von diesen drakonischen Ruhersbestimmun gen die Kriegbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen auszunehmen. Neue Bücher. Amtliche Richtlinien zur Veranlagung 1932. Der Reichsminister der Finanzen hat in Ergänzung der früheren amtlichen Richtlinien zur Frühjahrsveranlagung soeben noch neue er gänzende Richtlinien herausgegeben, deren Kenntnis für jeden Steuerpflichtigen notwendig ist. Jedem Steuerpflichtigen werden auf Verlangen die erwähnten neuen amtlichen Richtlinien zur Frühjahrsveranlagung portofrei durch die Post zugesandt vom Verlag für Reichssteuertabellen m. b. H., Berlin SO 36, Dresdener Straße 2. Kinder predigen. Einen Ueberblid in eine der interessante sten Kirchen: in die Children- Church in London, gibt die ,, Münchner Jllustrierte" in ihrer neuesten Nummer( Nr. 13). Die Children- Church wird von Kindern unterhalten und ver waltet und Erwachsene tönne nur als Gäste auf besondere Einladung am Gottesdienst teilnehmen. Roman um Bismard. Raunen und Ränke in der Wilhelmstraße um ein Dokument, das dem großen Kanzler gefährlich werden sollte. Das ist der Jnhalt des neuen Romans von Rudolph Straz:„ Oberkamp und sein Ehrenwort", den ,, Die Woche" jetzt veröffentlicht. Der Zahlungsbefehl sowie das Mahn, Güte: und Streit verfahren vor dem Amtsgerichte. Von Amtsgerichtsrat Dr. M. 1,25. Paul Schäfer. Verlag W. Stollfuß in Bonn. Man sollte nicht erst durch den Prozeß lernen, sondern sich schon vorher unterrichten, wie man sich zu verhalten hat. Aus dem vorliegenden leichtverständlich geschriebenen Büchlein ist das Wichtigste von einem Sachverständigen zu lernen. Wie schreibe ich meine Briefe? Neubearbeitet von Erich Stollfuß. Verlag Wilh. Stollfuß, Bonn. Prets RM. 1,25. Das vorliegende Bändchen aus der Sammlung ,, Silf dir sebst" will allen denen die bisher keine Gelegenheit hatten, sich eingehender mit dem Briefwechsel zu befassen, die Möglichkeit geben, dieses zu erlernen. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen ShrNußen Röstkaffee Sie sparen durch Bezug Vom Importhafen an den Verbraucher. mit einem Wochen- uns. reinichmedenden Rührige Mitarbeiter auch nebenberufl. ges. Hohe Prov., bei Bewährung feste Bezüge. verdienst v. 90 Mk. Perl- Kaffee Samburger Kaffeeverſandhaus Bruno mehr u. s. w. Nähmaschine erforgebrannt, verlesen derlich. Näh. durch LEO DANN fund 1.97 M. MannheimNeckarstadt. Einj.- Abitur Probepäckchen: 3/2 Pfd.... 7.49 M. 17.73 M. 9 Pfd. portoirei, Nachnahme. Fordern Sie unsere Preisliste. Frenzel, Hamburg 22, Langenrehm 54. Erfinder - Vorwärtsstrebende 10000 Mk. Belohnung Näheres kostenlos durch: F. Erdmann& Co., Berlin SW 11. die sicherste Kapitalan- Institut Boltz- Ilmenau, Thür Kaffee- Bolfmann Hoher Verdienſt lage zum Erwerb von Haus- u. Grundbesitz, Beseitigung von Zinslasten, Abfindung von Erben. Wir suchen Wer ein gemütliches Verkäufl. 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Wohlfahrtseinrichtungen, Pensionen und Versicherungsbeiträge für die Beamten Abschreibung auf Mobilien Betriebsgewinn.. Vortrag aus 1990 RM RM 112 885 988 76 15 014 577 29 15 461 997 78 100 696 53 23 240 629 72 166 703 90 08 RM 2 860 839132 Haben Zinsen und Wechsel Gebühren 76 017 742,17 99 705 346,72 175 723 088,89 abzüglich vorweg zurückgestellte Zinsen und Provisionen 16 000 000,- 159 723 088 89 Sorten und Zinsscheine... 1 607 820 71 Dauernde Beteiligungen Soll RM 2512 641 16 166 703 890 08 RM 240 000 000RM 35 000 000 1840 629 72 276 840 629 72 RM Abschreibungen und Rückstellungen auf Debitoren Abschreibungen auf Effekten, Gemeinschaftsgeschäfte und Dauernde Beteiligungen Vortrag auf neue Rechnung.... Haben Betriebsgewinn..... Entnahme aus den Reserven Buchgewinn aus Zusammenlegung des Aktienkapitals RM 23 240 629172 145 600 000 108 000 000 276840 629 72 Sämtliche Drucksachen HAUSHALTUNGS- BÜCHER VERLOBUNGSANZEIGEN GRATULATIONS KARTEN für Familien, Vereine und Behörden wie STERBFALLANZEIGEN GEBURTS- ANZEIGEN EINLADUNGSKARTEN ALBIN KLEIN GIESSEN liefert immer schnell, gut und preiswert Durch lichen Barte Güter weg Bezogen. hoben, da i 69 Proze Der fra an der Donn ichen Sen öhe von 6 Im Geg ober Stre Der Bergarb Seitigleit an Durch D polnische Ma Bake lagen Tarifes. Sie wallage. Der engli on 364 337 it 851 482 28 Lilgung der