her. Mr. erwandte Gebiete en Fantgesellschafte rdt. Verlag Dr. m. b. 5., Berlin dhe Literatur neur agen des Funtwefens Funt, Tonfilm, Fen Sport und aben der Regierung baut. Plan und nb preiswerten Go iejem Titel veröffen itelfolge über die g hen Nachkriegszeit. Anfang diejer Serie n Klein in Gi Ler Zeit äftsbücher n! en das ssteuer ch geschützt- pektoren und tens beurteilt Tucke itsbetrieb ■" ,,, Bäckereien" Landwirtschafts inder" ,,, Maurer en", Polstereien eien" ,,, Schmiede ,, Schreinereien nglereien" one Modistinnen", Architekten", enturen" ssebuch, hrung workennt Forderlich eit sofort ohne zahlende sowie das Einkommen werden, rpflichtigen und en Einnahmen steuerpflichtigu erfreien Ausgaben er mit grösster cht werden. h, welche Summe schiedenen Unkosten men Haushalt wurden. aktisch anerkannten stets vorrätig. Gießen, e 21. Genossensch einzig günstigen Beding t für den dortigen Bez erste Kraft als Ks- Vertret ührliche Bewerbung un an die Geschäftsstelle di Feinmech- Me steme Schreibmaschine inen in Kauf und Mi Telephon Nr. Einzel- Nummer 10 Pfg. Einzel- Nummer 10 Pfg. Gießener Zeitung Erscheint Samstags. ( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfandung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. - Bolitische Rundschau. Im Vordergrund des politischen Interesses steht nach wie Dor die Frage nach der Bereinigung des Verhältnisses zwischen Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 25. Juni 1932 und seine nächsten Mitarbeiter sind gestern abend ebenfalls nach Paris abgereist. Bei der schwierigen innerpolitischen Lage, die Herriot antrifft, ist es noch nicht sicher, ob er am Montag wieder in Lausanne sein wird. dem Reich und den Ländern im Sinne des einheitlichen inner- Der Bayerische Landtag verwirft die Berufung politischen Kurses. Das Reichsinnenministerium hat alle Vorbereitungen getroffen, um die reichsrechtlichen Bestimmungen über das Uniform und Demonstrationswesen durch eine Ergänzungsverordnung zu verfolgen. Man rechnet mit dem Erlaß der neuen Uniformverordnung für den Anfang der nächsten Woche. In der Reichshauptstadt und im Reich, namentlich im Rheinisch- westfälischen Industriegebiet, ist es im Laufe der Woche fast täglich zu blutigen Zusammenstößen zwischen den radikalen Parteien und z. T. auch mit der Polizei gekommen, mwobei es auf beiden Seiten zahlreiche Blutopfer und Schwervarlegte gab. Die politischen Ausschreitungen, die sich in den vorherge= gangenen Nächten in der Reichshauptstadt ereignet haben, schei= nen einstweilen zum Abschluß gekommen zu sein. Die Schutzpolizei hat im Laufe der vergangenen Nacht 114 Personen wangsgestellt. Die zahllosen Ueberfälle und Zusammenstöße der Komund munisten mit Nationalsozialisten haben die Erregung Empörung der Nationalsozialisten auf einen gefährlichen Punkt getrieben. Im Preußischen Landtag ist bereits ein jehr scharf formulierter Antrag eingebracht worden, wonach die Polizei mit allem Nachdruck die Verfolgung der Kommu nijten betreiben soll. Die nationalsozialistische preußische Landtagsfraktion hat einen umfassenden Steuerantrag eingebracht, um, wie es in der Begründung heißt, schon jetzt die Grundlage für die Aufbauarbeit der kommenden nationalsozialistischen Volksregierung sicherzustellen. Die Gauleiter der Gaue Essen und Düsseldorf der NSDAP haben telegraphisch den Abgeordneten Kube als Führer der nationalsozialistischen Fraktion des Preußischen Landtages gebeten, von der Tribüne des Landtages das Notwehrrecht der Nationalsozialisten zu proklamieren. Das Gericht hat die Freitag- Nummer des„ Angriffs" wegen zweier Artikel mit schweren Angriffen wegen den Polizeipräsidenten Grzesinski und den Polizeipräsidenten Dr. Weiß beschlagnahmt. In der gestrigen Württembergischen Landtagssigung tam ts, weil die Nationalsozialisten abermals in Uniform erschienen waren, zu großen Tumultszenen. Das anhaltische Staatsministerium hat eine Notverordnung beschlossen, die infolge der Senkung der Ministergehälter auf 12000 Mart im Jahre notwendig wurde. Danach werden die Gehälter der Ministerialdirektoren, Präsidenten, Ministerialräte so gesenkt, daß sie unter der 12000- Mark- Grenze der Ministersäge liegen. Der ständige internationale Gerichtshof im Haag hat gestern jerinen Spruch in der Frage der von Litauen angezweifelten Zuständigkeit für die Entscheidung in den beiden letzten Fragen beer Memeltlage verkündet. Mit dreizehn gegen drei Stimmen hant der Hof den litauischen Einwand verworfen und sich für die Entscheidung in dieser Frage für zuständig erklärt. Die belgische Abordnung hat in Lausanne einen Vorschlag mit gewissen Lösungen für den wirtschaftlichen und finanziellen Wiederaufbau Europas überreicht. In der gestrigen Sigung des Luftfahrtausschusses der Abritungskonferenz in Genf setzte sich der deutsche Delegierte umjasend mit den Ausführungen des französischen Delegierten de Jouvenel und der Forderung nach Internationalisierung der 3oilluftfahrt auseinander. Von unterrichteter deutscher Seite wird zu den mehrfach ver: breiteten Gerüchten über eine deutsch- französische Militärkonventin erklärt, daß ein derartiges Angebot weder von der einen noch von der anderen Seite gemacht worden sei. In Sofia wurde gestern der deutsch- bulgarische Handelsumb Schiffahrtsvertrag unterzeichnet, der beiden Ländern das Recht der Meistbegünstigung einräumt. Anläßlich der 10jährigen Wiederkehr des Todestages des er nordeten Reichsaußenministers Walter Rathenau fand gestern auf Veranlassung der Reichsregierung im Hause der RathenauStiftung eine Gedenkfeier statt. Am 28. Juni spricht im Rundfunk der Bundesführer des Stahlhelms, Franz Seldte über„ Das Wollen des Stahlhelms für Staat und Volk". Vapen nach Berlin unterwegs. Berlin. Reichskanzler v. Papen ist gestern nachmittag von Lausanne nach Berlin abgereist, um dem Reichspräsidenten über Die Lage in Lausanne Bericht zu erstatten und sich außerdem mib den in Berlin verbliebenen Ministern des Kabinetts zu beraten. In einer für heute nachmittag festgesetzten Kabinettssitzung oll außerdem die bis dahin vorliegende Antwort der bayerihen Regierung zur Frage des Uniform- und Demonstrations= be botes behandelt werden. Der Kanzler wird am Sonntagabend bereits die Rückreise nach Lausanne antreten. Herriot der ausgeschlossenen Nationalsozialisten. München. In der Vollsitzung des Bayerischen Landtages am gestrigen Freitag wurde die Berufung von 41 nationalsozialistischen Landtagsabgeordneten, zu denen auch der erste Vizepräsident gehört, gegen ihre Ausschließung auf zwanzig Sigungstage einstimmig abgelehnt. Die drei deutschnationalen Abgeordneten waren bei der Abstimmung nicht im Saale anwewesend. Nur der Berufung des nationalsozialistischen Abgeord= neten Graßl, der in der betreffenden Sitzung vom 17. Juni gar nicht anwesend war, dessen Name aber in der nachträglich eingefügten Liste der nach Meinung des Präsidenten ausgeschlossenen Abgeordneten im Protokoll enthalten ist, wurde stattgegeben. Protest der Kriegsbeschädigten. Der Verband der Kb. und Kh. in der Kriegerkameradschaft Hassia, Darmstadt, Ahastraße 5, bittet uns Nachstehendes befannt zu geben: Wegen der in der Notverordnung vom 14. Juni 1932 erneut vorgenommenen Kürzung der Renten der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen, die in den Reihen der Betroffenen außerordentliche Erbitterung hervorgerufen hat, trat der Gesamtvorstand des Kyffhäuserverbandes der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen am 19. Juni d. J. in Berlin zusammen. Nach Annahme einer ins einzelne gehenden programmatischen Erklärung zum Versorgungsrecht wurde als Zeichen des Protestes gegen die jüngsten Abstriche an den Renten eine Entschließung angenommen, in der es heißt: Die neuen Eingriffe in die Versorgung der Kriegsbe schädigten und Kriegerhinterbliebenen wiegen um so schwerer, als bereits seit 1930 in der Reihe der Notverordnungen und in zahlreichen Verwaltungserlassen ein außerordentlich umfangreicher Abbau erfolgt ist. Wir protestieren deshalb ge= gen die neuen Sparmaßnahmen und verlangen, daß endlich der stets von uns vertretene Standpunkt zur Grundlage des Versorgungsrechts gemacht wird, daß derjenige, der Volk und Vaterland Jahre hindurch erfolgreich mit der Waffe in der Hand vor dem Vernichtungswillen zahlenmäßig weit überle= gener Feinde geschützt hat und hierbei förperlich zu Schaden gefommen ist, von der Gesamtheit des Volkes nicht einfach als hilfsbedürftiger Volksgenosse betrachtet werden darf, sondern einen unantastbaren Anspruch auf eine Sonderstellung hat. Wir müssen von der Reichsregierung die alsbaldige Inangriffnahme von Maßnahmen fordern, die geeignet sind, unter grundsätzlicher Anerkennung dieses Standpunktes eine gerechte und ausreichende Versorgung wiederherzustellen." Das Handwerk fordert Arbeit. Der Niedersächsische Handwerks- und Gewerbekammertag, dem die vierzehn Handwerkskammern in Hannover, Harburg ( Elbe), Hildesheim, Dsnabrück, Aurich, Hamburg, Lübeck, Bremen, Schwerin, Braunschweig, Oldenburg, Stadthagen, Altona und Flensburg angeschlossen sind, nahm auf einer kürzlich in Soltau stattgefundenen Tagung folgende Entschließung an: ,, Die im Niedersächsischen Handwerks- und Gewerbekammertag zusammengeschlossenen Handwerks- und Gewerbekammern Nordwestdeutschlands haben sich auf ihrer Tagung am 27. Mai in Coltau mit den Arbeitsbeschaffungsprogrammen beschäftigt. Der Niedersächsische Kammertag erkennt an, daß manche Vorschläge, insbesondere die des Zentralausschusses des vorläufigen Reichswirtschaftsrates, geeignet sind, zu einer nicht unerheblichen Minderung der Arbeitslosenziffer zu führen, wenn die baldige Jnangriffnahme und eine ausreichende Finanzierung der geplanten Arbeiten möglich sind. Das niedersächsische Handwerk weist jedoch in ernster Sorge um die Erhaltung der Privatwirtschaft darauf hin, daß nach den bisherigen Erfahrungen die öffentliche Arbeitsbeschaffung nur in den wenigsten Fäl len eine fühlbare Belebung der Privatwirtschaft gebracht hat; vielmehr ist oft die gegenteilige Wirkung festzustellen gewesen. Reich und Länder sollten deshalb alle Arbeitsbeschaffungsprobleme stärker auf die Einschaltung der Privatwirtschaft abstellen, als es nach den bis jetzt bekannt gewordenen Vorschlägen erwartet werden kann. Besonders vordringlich erscheint es im Interesse der völlig daniederliegenden Handwerkswirtschaft, die Instandsetzung des Altwohnraums in Angriff zu nehmen, 80 bis 90 Prozent der organisierten Bauhandwerker und Bauarbeiter sind noch heute beschäftigungslos. Kein Unternehmer ist voll beschäftigt. Dabei erfordert aber der Zustand vieler Häuser eine sofortige Inangriffnahme der Instandsetzung. Das bisherige Verfahren, für die Erhaltung des Altwohnraums Reparatur- Hypotheken aus Hauszinssteueraufkommen zur Verfügung zu stellen, hat zu keinem befriedigenden Ergebnis geführt. dem Der Niedersächsische Kammertag ist überzeugt, daß die Frage der Mittelbeschaffung am schnellsten und sichersten zu lösen ist, wenn den Hausbesitzern für nachgewiesene ausgeführte größere Instandsetzungen die Hauszinssteuer zum Teil oder ganz erlassen wird. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lofal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 25 Die deutschen Reparationsleistungen und die Kriegsschuldfrage. Von Harry Elmer Barnes. Wir bringen nachstehend einen Abschnitt aus einem Aufsatz von Prof. H. E. Barnes ,, Der größte Betrug aller Zeiten", in dem der amerikanische Professor sich gegen weitere Reparationszahlungen Deutschlands ausspricht. Der Aufsatz erschien im Juniheft der„, Berliner Monatshefte" Berlin NW 7. Wir wollen uns nunmehr der Frage der deutschen Reparationsleistungen zuwenden. Die Reparationsleistungen stellen die Deutschland von den Verbündeten mit der Begründung auferlegte Strafe dar, daß Deutschland vorsätzlich und allein für den Weltkrieg die Verantwortung trage. Mit dieser Begründung wurde Deutschland genötigt, an die Verbündeten einen zur Deckung aller ihrer Zivilbevölkerung während des Krieges zuge= fügten Schäden, einschließlich der Kriegspensionen ausreichenden Betrag zu zahlen. Die Scheinrechtfertigung für die Belastung Deutschlands mit dieser Bürde wurde in der berüchtigten Kriegsschuldklausel des Versailler Vertrages( Art. 231) niedergelegt. Der genaue Betrag der Reparationsleistungen wurde im Vertrage nicht festgelegt, wenn ihn auch ein hervorragendes Mitglied der britischen Delegation mit 125 000 000 000 Dollar bezif ferte. Im Jahre 1921 setzten die Verbündeten Mächte den genauen Betrag der Reparationen auf 33 000 000 000 Dollar endgültig fest. Nachdem es über 25 000 000 000 Goldmark( über 6 000 000 000 Dollar) ausgezahlt hatte, geriet Deutschland im Jahre 1922 in Zahlungsverzug. Frankreich besetzte das Ruhrgebiet, d. h. den Kernpunkt der deutschen Industrie. Der DawesPlan, der in dem aus der Besetzung entstandenen Chaos vorübergehend Ordnung schuf, enthielt teine Bestimmungen über den Gesamtbetrag, den Deutschland bezahlen sollte. Jm Young- Plan wurde eine neue Gesamtzahlungsforderung festgestellt, die die frühere auf 27 641 000 000 Dollar herabsetzte. Großbritanniens Kriegsschuldjahresratenzahlung an die Vereinigten Staaten beträgt etwa das Doppelte der Summe. die es von Deutschland erhält( 86 800 000 Dollar). Frankreich behält indessen die Hälfte seines Reparationsanteils nach Leistung seiner Zahlungen sowohl an Großbritannien wie die Vereinigten Staaten( 90 500 000 Dollar von 209 500 000 Dollar) ein. Unter dem Regime des Dawes- Planes behielt es weit mehr als 50 Prozent zurüd. Für die europäischen Länder besteht demnach ein direkter finanzieller Zusammenhang zwischen den Reparationen und den Kriegsschulden. Es ist jedoch vollkommen klar, daß sich keinerlei historischer, moralischer oder juristischer Zusammenhang zwischen den genannten beiden Schuldengattungen nachweisen läßt. Die Reparationsforderungen gründen sich auf ein in einem strafvollstreckenden Friedensvertrag enthaltenes moralisches Fehlurteil. Die Kriegsschulden aber ergeben sich aus gutgläubig gewährten Anleihen, deren Mehrzahl bereits vor Kriegsende hingegeben wurde. Es Blafft demnach ein breiter Abgrund zwischen den moralischen Grundlagen der Kriegsschulden und der Reparationen. Wir haben heute eine höhere moralische Berechtigung zur 100prozentigen Einforderung unserer Kriegsdarlehen als im Jahre 1919. In den letzten zehn Jahren sind uns die Augen darüber aufgegangen, wie schweren Täuschungen wir uns bezüglich der Weltfriegsziele der Entente hingegeben haben. Diese Erkenntnis hat die Grundlagen für jede von idealistischen Motiven diftierte Großzügigkeit unsrerseits hinsichtlich jeder wie auch immer ge= arteten Schuldenregelung zerstört. Und trotzdem machen wir den Versuch, es uns an der Einbeziehung von weniger als der Hälfte des uns geschuldeten Gesamtbetrages genügen zu lassen. Das altersschwache Argument der Anhänger der Streichung der Ententeschulden, daß nämlich die Entente den Krieg für uns geführt und uns vor der Annektierung durch Preußen ge= rettet habe, haben die Forschungsergebnisse der Historiker aller Länder längst gründlich ad absurdum geführt. Auch wenn wir immer noch nicht ganz darauf verzichtet haben sollten, die Deutschen als bösartige Gorillas zu betrach ten, ist die Tatsache nicht aus der Welt zu leugnen, daß Frankreich um die Rüderoberung Elsaß- Lothringens, Rußland um die Meerengen und Großbritannien um die Vernichtung des deutschen Wettbewerbs im Handel und zur See kämpften. Keines dieser Kriegsziele hat für die Vereinigten Staaten auch nur soviel Interesse, als die Rückkehr des Staates Texas in den Besitz Merifos für irgendeines der Ententeländer haben würde. Die Verbündeten haben auch nicht einen Augenblick daran gedacht, den Krieg für uns" zu führen. Sie führten den Krieg für ihre eigenen Interessen und zogen uns hinein, um die Kastanien für sie aus dem Feuer zu holen. Die gleichen historischen Forschungsergebnisse haben die These von der alleinigen Kriegsschuld im Jahre 1914 in alle Winde zerstreut, womit die gesamte moralische Begründung der Reparationsforderungen in nichts zerfällt. Mit anderen Worten, die ganze Reparationspolitik der Entente gründet sich auf einen zweiten großen moralischen Betrug, nämlich auf die Vorspiege lung der angeblichen Alleinverantwortlichkeit Deutschlands für den Weltkrieg. Wenn wir uns bei unseren Erörterungen den Gesehen der Logik, der Vernunft und der Gerechtigkeit unterwerfen würden, dann würden wir die Beratungen darüber einstellen, wieviel Deutschland bezahlen kann. Wir würden dann vielmehr der Frage zuwenden, warum es überhaupt etwas zahlen sollte. uns Das Verhalten der Entente Staaten in den die Kriegsschulden und die Reparationen betreffenden Fragen schließt somit einen dreifachen Betrug in sich. In erster Linie wurden wir bezüglich der Zwede, denen unsere großen Anleihen zugeführt werden sollten, betrogen. Zweitens hat die Entente den Versuch gemacht, sich der Zahlung dieser Schulden zu entziehen, die ursprünglich auf Grund eines moralischen Betruges aufgenom men wurden. Schließlich haben sie große Summen von Deutschland eingezogen, die auf dem Boden einer durch und durch betrügerischen und unhaltbaren Kriegsschuldklausel im Versailler Vertrage erhoben wurden." Samstag, den 25. Juni 1932 ,, Gießener Zeitung" Die hessischen Landtagswahlen am 19. Juni 1932 Weiteres Anwachsen der Nationalsozialisten. ten, erreichten sie jetzt mit Mühe und Not zwei Plätze. Ihre bisherigen Stimmen sind wohl restlos den Nationalsozialisten zugute gekommen. Sehr schwierig wird sich die Frage der Regierungsbildung gestalten. Klare Entscheidungen hat die Wahl jedenfalls nicht gebracht. Zudem soll sich die Nationale Einheitsliste verpflichtet haben, mit einer Rechtsregierung nicht ge= meinsam zu arbeiten, so daß die Hessenwahl auch jetzt noch nicht zu einem Rechtskurs führen wird. Einschließlich der Nationalen Einheitsliste würde sich für die Rechte eine Verhältnis von 35:35 ergeben. Da aber das Eintreten der Einheitsliste für den Rechtskurs unwahrscheinlich ist, wird mit einer Aenderung der Regierung faum zu rechnen sein. Der Wahlkampf zu der hessischen Landtagswahl widelte sich| sammelt hatten. Während sie früher über fünf Mandate verfügunter Aufbietung aller Führer der größeren Parteien ab. So haben Hitler, Göbbels, Strasser, Severing, Brüning in Hessen gesprochen. Während die Tage vor der Wahl häufig zu blutigen Zusammenstößen führten, verlief der Wahltag sehr ruhig. Die Wahlbeteiligung hat erheblich gelitten und erreichte nur 79,9 Prozent gegenüber 82,4 Prozent bei der Landtagswahl am 15. November 1931. Das Land beteiligte sich verhältnismäßig sehr start. Dort haben auch die Nationalsozialisten ganz erhebliche Erfolge zu verzeichnen. Wie vorauszusehen war, konnten die Nationalsozialisten ihre Stimmenzahl beträchtlich erhöhen. Die Zahl ihrer Mandate steigt von 27 auf 32. Die Deutschnationalen konnten ihren Besitzstand halten, während sie an Stimmen gewonnen haben. Eine Niederlage erlitt die Natio= nale Einheitsliste, in der sich die mittleren bürgerlichen Parteien von der Volkspartei bis zu den radikalen Demokraten geVon Interesse dürfte sein, daß rund 5000 Stimmen der Nationalen Einheitsliste mangels einer Listenverbindung unter den Tisch gefallen sind. Dr. Soz.-Arb.-P. 3entrum u.Kommunist. Kommun. Leucht- Dnvp Opposition Lokales. Sonntagsgedanken. Nr. 25 Der nächste Sonntag gehört dem Lied. Jm Reiche der Töne sollen sich die Menschen treffen und ihre Lieder sollen mehr wie alle Worte alles Hohe und Schöne preisen, sollen erzählen vom Frühling und Wandern, von Blumen und Blüten, vom deutschen Wald, und ihr Loblied der Erde soll empordringen über alle Wolken zum Throne des Schöpfers. Zauberkraft liegt in den To nen. Bald weich wiegend, bald bittend und Flehend, aber auch donnernd und drohend können die Klänge sein, die wie aus einer anderen Welt in unsere Seele dringen. Jubelnden Her zen verleiht der Gesang Flügel, um in Himmelsnähe zu kom men und um verwandte Seelen können Lieder, Bande der Liebe schlingen. Leidgebeugten hat manchmal schon ein Lied die Schwermut gelöst und ihm vergessen gemacht, was ihn hinabzog in menschliche Tiefen. Das Lied macht auch frei. Jn überströmender Freude öffnet es das Herz und teilt vom empfundenen Glücke aus und lindert so auch manchen Kummer und macht ihn erträglich. Darum singe, wem Gesang gegeben. Machet froh die Müden und hal tet aufrecht, die sich freuen. Kredenzt den Becher reiner Freude ehe die Mißtöne des Lebens gellend dazwischen klingen. 3 allen Zeiten haben die Menschen gesungen und jedes Volt hat sein Lied und seine Melodie. Das Temperament gibt den Takt und lehrt die Weise. Aber für alle ist das Lied ein Gottesge schent. Mit ihm wollte uns der Schöpfer dieses Erdenleben leichter und schöner machen, uns über den Alltag erheben, nähern zu ihm. So lasset uns singen schöne und edle Lieder, bis wit uns einstens sammeln zum Weltchoral. Der Sonntagsschreiber. Stadtratsjikung am Mittwoch, den 29. Juni 1932, 16,30 Uhr( 4,30 Uhr). Zur Behandlung stehen: Gamstag, der tige und ausgi Spisenverbände dern. Dertli den Kräften tis nicht bew He Reidsregier Bei Abschlu vorläufig a Bei der leg Cherbeffen ftellt Sovinzialtag m Ergebnis der l Mehrheit der B Cherborgern ve reftor Gräf führbar. Eine Die Streichung Den Einspruch die Provinzen puffes in So unterhaltung bl 31 Million in industrie Schwer propert. Die M Dem gestrichene tungsvorschlag hobe von 4 160 Des Rommuni Riepoth- G gung der Provi Bedfelge 1. Der Voranschlag der Stadtkasse und der städtischen Neben fassen für 1932, wozu der in der Betriebsrechnung verblei bende Fehlbetrag von 489 035,87 RM. zunächst aus Vermö gensmitteln gedeckt werden soll. 2. Gesuch der„ Oberhessischen Tageszeitung" Gießen wegen Ver öffentlichung der städtischen Bekanntmachungen. 3. Die Errichtung von 100 Kleinstwohnungen beiderseits der Krofdorferstraße. Ueber die Finanzierung wird der Finanz Ausschuß beschließen. 4. Mitteilungen der Stadtverwaltung. Zum Boranschlag der Stadt für 1932. Der Voranschlag der Stadt Gießen für das Rechnungsjah 1932 schließt in der Betriebsrechnung mit 5 981 762 M. gegenüber 6 456 914 RM. im Vorjahre ab. Der neue Voranschlag ist vor allem gekennzeichnet durch den beträchtlichen Rüdgang der Einnahmen. Die Ueberschußablieferungen der städtischen Werke gehen u 168 000 RM. zurüd, wobei allerdings 75 000 RM. auf die vor genommenen Preissenkungen entfallen. Besonders erheblich ist der Einnahmeausfall auf dem Gebiete der Steuern. Dabei ist der Ausfall bei den Ueberweisungen aus der Einkommen und Körperschaftsteuer mit 186 614 RM. am größten. Aber au Der Ein bei anderen Steuern gehen die Erträgnisse zurück. nahmeausfall von 87 100 RM. bei den Realsteuern beruht auf einer Maßnahme des hessischen Staates, der die den Gemeinden durch die Senkung der Realsteuern entstehenden Ausfälle in 3 funft nicht mehr erstattet. Ein beträchtlicher Einnahmneri gang ergibt sich bei der Sondergebäudesteuer zufolge der durb Reichsvorschrift angeordneten 20prozentigen Senfung. Die G samtsumme der Einnahmerüdgänge bei den Steuern wäre nb größer, wenn nicht die im vorigen Herbst eingetretene Erhöhung der Bürgersteuer, die im gegenwärtigen Voranschlag in der erwartenden Höhe eingesetzt ist, die Einnahmeseite um 8000 RM. verbessern würde. Die durch, Reichsvorschrift verfügte Senkung der Mieten verursacht einen Einnahmeausfall o 30 574 RM. spD gens Heff. Nationale NSDAP DemoFraten Einheitsl.") Gießen- Stadt 3879 1138 165 1324 19 645 4240 988 221 1879 924 9496 9012 159 81 1277 2234 Kreis Gießen 11360 208 311 1849 166 1585 18633 125 834 ( ohne Stadt) 12150 163 537 2304 400 16398 123 4947 Kreis Alsfeld 3112 943 131 594 102 477 14917 97 356 3630 • 935 143 873 160 12809 72 2110 Kreis Büdingen 4869 321 264 1576 168 406 14328 112 489 5038 261 284 2518 303 12266 128 2276 Kreis Friedberg 15186 5555 647 480 780 1097 20839 425 1442 14861 5453 1305 5760 752 17060 403 6141 Kreis Lauterbach 1676 734 134 355 44 566 12205 90 1963 660 97 714 452 10062 47 1017 2548 Kreis Schotten 1869 66 80 424 40 294 2121 77 97 668 - 126 Oberhessen 41951 8965 1732 10602 1319 44003 8537 2684 14716 - 5070 3117 11887 125 208 9704 153 1801 102305 1132 5623 87311 1007 22055 Darmstadt- Stadt 13805 4002 276 4202 75 911 25230 12465 3944 572 6579 1377 25832 632 849 Kreis Darmstadt 12990 496 318 4777 65 169 13803 198 ( ohne Stadt) 12691 479 513 6365 - 169 12310 218 4322 5667 1129 2802 Kreis Bensheim 5585 8038 324 5170 49 363 15414 6044 8988 553 6740 - 453 12941 149 1088 170 3595 Kreis Dieburg 7583 6260 349 4118 54 252 16703 7938 6609. 529 4603 - 181 14434 Kreis Erbach 5196 924 317 2451 48 294 15371 5424 951 245 3279 - 311 13114 95 110 129 202 Kreis Groß- Gerau 9039 2470 575 7608 135 313 12733 246 8620 2498 962 9961 - 183 11349 260 542 1954 740 1857 896 3106 Kreis Heppenheim 2734 7545 266 4205 29 155 7823 115 423 3354 8660 412 4940 T 154 6192 117 1497 Offenbach- Stadt 13483 5448 4270 6064 37 603 13422 275 1863 10163 5647 9951 7058 1082 11997 176 4001 Kreis Offenbach 16580 11817 985 10611 63 ( ohne Stadt) 16132 12631 2566 12404 - 836 244 Starkenburg 87185 47000 7713 49266 1779 82834 50647 16384 61929 - 4331 4155 14644 172 12488 164 135133 2011 120657 2266 1242 2804 12333 27282 Mainz- Stadt 19167 18419 1056 10826 57 17940 18516 2254 14311 - Kreis Mainz 2999 6310 111 1911 23 156 ( ohne Stadt) 3107 6366 199 2511 228 880 24393 396 1565 24001 271 35 31 2870 6447 6077 5394 270 961 Kreis Alzey 3685 4248 174 1002 14 289 12325 399 3462 4209 242 1535 - 134 11350 260 889 1569 Kreis Bingen 2863 8629 270 1027 47 278 7962 2866 9044 450 1497 - 362 6917 Kreis Oppenheim 4208 6171 191 928 11 260 4262 6208 184 1326 - 335 Worms- Stadt 5270 3119 223 4795 27 469 4895 3217 409 6312 - 552 278 140 14545 278 13436 268 11808 219 10580 201 649 2349 556 1286 nach wie vor Kreis Worms 5382 5754 216 1751 38 ( ohne Stadt) 4732 5698 301 2652 - Rheinhessen 43715 52638 2452 22243 213 41264 53260 4040 30145 525 409 2704 3585 172545 108603 11897 168101 112444 23108 82111 106790 - 2079 11267 328313 4925 25175 10857 291189 4617 68208 Gesamt- Hessen 1242 3735 13762 176 734 11539 168 2517 90870 1780 7219 83216 1340 18871 *) Die Nationale Einheitsliste umfaßt die DVP., WP., Chr.- Soz., Staatsp., Volksrecht- P. und Hess. Landvolk. Die nicht fettgedrudten Ziffern sind die Wahlresultate vom 15. November 1931. Unbekannter Ge Sundert der e Funden für sein Hingezählt hatte fleines Geld ba Kleingeld auch uf diesen nicht Die Deckung der beträchtlichen Einnahmeausfälle ist n Teil gelungen durch schwerwiegende Eingriffe, die auf der A gabenseite vorgenommen worden sind. Durch sparsame Wirtschaft des Stadtrats und der Verwaltung, die rechtzeitig erkanntes, daß die durch den verlorenen Krieg geschaffene Lage nut p duktive und notwendige Ausgaben gestattet, sind die Ausgabe bereits früher so gestaltet worden, daß sie geradezu das Eristen minimum darstellen. Ja es sind angesichts der finanziellen bei einzelnen Ausgabeposten die Ansätze so knapp bemessen, je 50 M. g Kürzung 1. Juli ab wer Die Witwenren 4 KM. für jet first. Die Re träge auszustell Die neue gen der Stene 1. Juli 1932 Arbeitslohn in Steuer- Abzüge genommen we die neuen Be regelung ber Das an alle verfandt wird, Berlin NW 87 Die La G Der Vor mit dem neue haus. Heute gestellten ersten „ Auf Ihre haben wir Ihne der Auswahl de erbrach Dr. Be fagen, daß ich a bie fertige Auf art überrascht hier in den nächsten Jahren eine Erhöhung unvermeidlich se liegend eine S wird, wenn nicht Substanzgefährdung eintreten soll. Die du en Ihnen nun die Notverordnungen angeordnete Kürzung der Löhne und beinflußten Aus hälter, sowie die Senkung der Zinsen brachten die stärkste Aspuntten hat entsteh gabenverringerung. Zwangsläufige Mehrausgaben dadurch, daß zufolge staatlicher Anordnung 8 Prozent des tommens an Sondergebäudesteuer zur Ablieferung an einen Umschuldungsfonds für Zwecke der Umschuldung der Gemein gentlich leiten Jh verstehe fach und freim it ausgesucht neu in Ausgabe zu stellen sind; ferner dadurch, daß der Stoneug. Das i die von den Gemeinden zu leistenden Beiträge für die Bol schulen erhöht hat. Die weitaus größte Ausgabe merurf die Wohlfahrtspflege, die 1301 439 RM. erfordert. Die Ausgaben für die Wohlfah pflege steigen dauernd, insbesondere deshalb, weil die Babl Wohlfahrtserwerbslosen fortgesetzt zunimmt( seit Beginn 1 Zunahme von 100). Wenn in dem gegenwärtigen Voranid der städtische Zuschuß zur Wohlfahrtspflege etwas geringer scheint, wie im vorjährigen Voranschlag, so ist dies nui bar und beruht darauf, daß ein Reichszuschuß von 100 000 S zu der städtischen Wohlfahrtslast vorgesehen ist. Die grews It gen Wohlfahrtslasten sind es, welche die Finanzen der deute Städte vollkommen zerrüttet haben und die Ursache der be lichen, von Jahr zu Jahr wachsenden Fehlbeträge in den schen Haushaltsplänen bilden. Ein Zusammenbruch der zen der Städte fann nur abgewendet werden durch eine o bedingungen, ben bauarbeit leisten. Ja, dann 6 Sungert ver jach glänzend. Das gebe i er größere Rön Die Spieler, die then neben be eit ich das in Conte. Nur Ka Mebungsbetrieb, Kamera tbehren tonnen Deshalb find me Ihre Ausfü Bargmann im meradhaft ift in 3. fen. ed. Jm Reiche der T Samstag, den 25. Juni 1932 tommunalen ige und ausgiebige Reichshilfe, wie dies die Spitzenverbände seit Jahr und Tag von der Reichsregierung ondern. Dertlich, mit den beschränkten, immer schwächer wereben Kräften der Gemeinden kann die deutsche Wirtschafts= tiis nicht bewältigt werden. Das ist eine Reichsaufgabe, der ia Reichsregierung sich nicht länger entziehen kann. Bei Abschluß des Voranschlags ergibt sich ein Fehlbetrag von 489 035 RM., ez vorläufig aus Vermögensmitteln zu deden ist. Lieder jollen me fen, jollen erzählen d Blüten, vom deu empordringen über bertraft liegt in den und flehend, aber e änge fein, die mie ringen. Jubelnden Himmelsnähe zu Lieder Bande der al schon ein Lied Provinzialtag. Bei der letzten Tagung des Provinzialtages der Provinz Derhessen stellte die Fraktion des Landbundes den Antrag, der Buovinzialtag möge fich als aufgelöst betrachten, da er nach dem Ergebnis der letzten hessischen Landtagswahl nicht mehr der macht, was ihn hint thrheit der Bevölkerung entſpreche. Abgeordneter& en che I= strömender Freude n Glüde aus und fin ihn erträglich. D roh die Müden und Derhörgern vertrat den Antrag des Landbundes. Provinzialiwektor Gräf erklärte den Antrag für ungesetzlich und unausürbar. Eine Abstimmung fand infolgedessen nicht statt. Gegen ie Streichung des staatlichen Straßenzuschusses wurde entschie: em Einspruch erhoben. Der Provinzialausschuß erklärt, daß en Becher reiner Fie Provinzen Rechtsanspruch auf Weiterzahlung des Staatsdazwischen Klingen ngen und jedes Boll uhusses in Höhe von 1 Million Mark hätten. Für Straßenin lerhaltung bleiben für 1932 nur 2 285 000 Mark übrig gegen mperament gibt den 1 Million in 1931. Dadurch würde die oberhessische Basaltt das Lieb ein Gottes nouſtrie schwer geschädigt und die Zahl der Erwerbslosen verhöpfer dieses Erdenszert. Die Mindereinnahmen an Steuern usw. betragen außer En Alltag erheben, nie gestrichenen Staatszuschuß 674 000 Mark. Der Haushalund edle Lieder, bis zurigsvorschlag für 1932 wurde nach sehr lebhafter Aussprache in höhe von 4 160 000 Mart mit allen Stimmen gegen die Stimme les Kommunisten angenommen. Ein Antrag des Abg. Dr. fiepoth- Schlitz betreffend Beschleunigung der GasversorJumg der Provinz durch die Hekoga, fand einstimmige Annahme. Onntagsfreibu ng 16,30 Uhr( 4,30 Uhr) d der städtischen R Betriebsrechnung ber M. zunächst aus Ben tung" Gießen wegen& antmachungen. Dohnungen beiderseits zierung wird der Fi Stadt für 1932 en für das Rechnungsi mit 5 981 762 M. geg neue Voranschlag im tlichen ahmen. Otischen Werle 75 000 R auf die Besonders erhebli der Steuern. Dabe 1s der Einkommen größten. Aber a gnisse zurück. Der Realsteuern beruht 5, der die den Gemein tehenden Ausfälle in ächtlicher Einnahme dejteuer zufolge der h tigen Gentung. Di ei den Steuern win bst eingetretene Eth gen Voranschlag in Einnahmefeite um Reichsvorschrift en Einnahmeausfal Einnahmeausfälle Eingriffe, die auf der Durch fparfame Wir die rechtzeitig erta geschaffene Lage nu estattet, find die B fie geradezu das G gesichts der finanzielle äße jo fnapp bemee Erhöhung unvermeidlib g eintreten soll. Di * Wechselgeldschwindler. In hiesigen Geschäften kaufte ein Umbekannter Gegenstände für etwa 1 M. und zahlte mit einem hundert oder einem Fünfzigmarkschein. Er suchte die Abend= funden für seinen Einkauf und als man ihm das Wechselgeld imgezählt hatte, stellte er auf einmal fest, daß er doch noch leines Geld hatte und verstand es auf diese Weise neben dem an sich zu nehmen. Meingeld auch den großen Schein wieder fuf diesen nicht neuen Schwindlertrid sind hier 3 Kassiererinnen me je 50 M. geprellt worden. Es sei zur Vorsicht gemahnt. * Kürzung der Renten aus der Invalidenversicherung. Vom Juli ab werden die Invalidenrenten( J, K, A) um 6 RM., he Witwenrenten( W, WK) um 5 RM., die Waisenrenten um RM. für jede Waise gekürzt. Teilrenten werden nicht ge= first. Die Rentenempfangsscheine sind auf die gekürzten Beträge auszustellen. * Die neuen Abzüge vom Arbeitslohn. Nach den Bestimmungen der Steuer- Notverordnung vom 14. Juni 1932 treten am 1 Juli 1932 wesentliche Aenderungen bei den Abzügen Dom Arbeitslohn in Kraft. Der Arbeitgeber ist haftbar, wenn die Steuer- Abzüge gar nicht, unrichtig oder nicht rechtzeitig vorjernommen werden. Jeder Arbeitgeber muß sich deshalb über hie neuen Bestimmungen sofort unterrichyten. Ueber die Neung elung der Abzüge vom Arbeitslohn erschien ein Merkblatt, as an alle Arbeitgeber auf Verlangen fostenlos und portofrei randt wird, vom Verlag für Reichssteuertabellen m. b. 5., Sexlin NW 87, Elberfelder Straße 30. Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. ( Nachdruck verboten.) ( 6. Fortsetzung.) ,, Einigkeit nur führt zum Ziel, feinem glüdt's alleine, so erzielt das Fußballspiel Treue im Vereine." Der Vorsitzende des Spielausschusses, Dr. Bargmann, war nit: dem neuen Trainer Bringhoff auf dem Wege zum Klubbus. Heute abend sollte die erste Zusammenkunft der neuaufgstellten ersten Mannschaft stattfinden. ,, Auf Ihren ausdrücklichen Wunsch hin, Herr Bringhoff, ben wir Ihnen bei der Ausstellung der ersten Mannschaft in dr Auswahl der Spieler vollkommen freie Hand gelassen", unrrach Dr. Bargmann das Schweigen.„ Ich muß allerdings higan, daß ich auf der letzten Vorstandssitzung, in der Sie uns de fertige Aufstellung überreichten, na... sagen wir mal, fart überrascht war. Das hinderte mich natürlich nicht, als anhließend eine Kritik einsetzte, Ihre Partei zu ergreifen, nachm Ihnen nun einmal von uns aus das Zugeständnis der unRürzung der Löhne e influßten Auswahl zugesichert worden war. Von welchen GeEn brachten die ftätspunkten haben Sie sich bei der Aufstellung der Spieler Mehrausgaben rdnung 8 Prozent des zur Ablieferung Imfchuldung der Gem ner dadurch, daß en Beiträge für di größte Ausgabe spflege, usgaben für die W deshalb, weil die zunimmt( feit Beg gegenwärtigen Bo tgentlich leiten lassen?" „ Ich verstehe Ihre Ueberraschung", antwortete der Trainer enfach und freimütig. Die Spieler, die ich für die 1. Mannhaft ausgesucht habe, besitzen einmal ein gutes technisches zeug. Das ist auch ja für die Vertreter einer 1. Elf Vorbedingungen, denn ohne eine gute Grundlage läßt sich keine Aufhwarbeit leisten." „ Ja, dann begreife ich nicht, daß Sie auf die Aufstellung bn. Bungert verzichtet haben. Seine Ballbehandlung ist doch enfach glänzend." ,, Das gebe ich ohne weiteres zu, aber für mich fam nicht dr größere Könner, sondern der bessere Kamerad in Betracht. Tie Spieler, die ich mir für meine Mannschaft ausgewählt habe, bigen neben beachtlichem Können auch Kameradschaftsgefühl, tspflege etwas ger weit ich das in den paar Wochen meines Hierseins feststellen dhlag, so ist dies nu ichszuschuß von 100 0 orgefehen ist. Die e die Finanzen der d mrite. Nur Kameradschaftsgeist gewährleistet regelmäßigen bungsbetrieb, der wiederum die Stufenleiter zum Erfolg bilt... Kameradschaft zeigen, beweisen und für sie leiden und etbehren können, gehört mit Recht zu den Jdealen der Jugend. und die Ursache der be deshalb sind meine Spieler verhältnismäßig jung." en Fehlbeträge in den 7 Zusammenbruch der det werden durch ein Ihre Ausführungen überzeugen mich," entgegnete Dr. largmann im Weiterschreiten.„ Eine bewußte Pflege der Kaher adschaft ist in diesen Zeiten des Eigennutzes der notwendig ,, Gießener Zeitung" ΠΟΥ Aus dem Gerichtssaal. Am Abend des 23. März wurden auf der Landstraße Gießen Grünberg unmittelbar der Stadt zwei Radfahrer von einem Auto überrannt und heftig zu Boden geschleudert; der eine Radler wurde leicht verlegt, der andere dagegen schwer. Der Autolenker war angetrunken und in seinem ,, Nebel" nach dem Ueberholen eines anderen Autos auf der falschen Straßenseite weitergefahren. Jetzt hatte cr sich vor dem Gießener Bezirksschöffengericht zu verantworten, das ihn wegen fahrlässiger Körperverletzung zu vier Monaten Gefängnis verurteilte. * Rindernutzvichmarkt. Der Rindernugviehmarkt war mit 868 Stüd Großvieh, 235 Ferkeln und 252 Kälbern beschickt. Nach schleppendem Handelsverlauf verblieb Ueberstand. Man bezahlte für Milchtühe und hochtragende Kühe 1. Qual. 350-430 M. Schlachtfühe 75-260 M., Rinder bis 160 M., tragende Rinder 170-350 M., Kälber 20-30 Pig. pro Pfund Lebendgewicht. * Deutscher Abend. Der Stahlhelm veranstaltet heute, Samstagabend 8,30 Uhr, im Café Leib einen Deutschen Abend, der ein sehr reichhaltiges Programm umfaßt. * Gutenbergfeier. Am Sonntag, den 26. Juni, wird in Mainz eine Gedenkseier für den großen Sohn dieser Stadt, den Gutenberg genannten Erfinder der Buchdruck- Kunst, Johannes Genssleisch, veranstaltet. Der Südwestfunt übernimmt von 12,05 ab einen furzen Ausschnitt aus dieser Gutenberg- Feier. * Alte Marschmusit. Am Sonntag, den 26. Juni, 21-22 Uhr, sendet der Südwestfunt ein Konzert mit althannoveranischen und altpreußischen Militärmärschen. * Sonderzüge anläßlich der Marburger Festspiele. Wie wir erfahren, verkehren am Sonntag, den 26. 6. und am Sonntag, den 3. 7. zwei Sonderzüge auf der Strede Frankfurt a. M.Gießen Marburg anläßlich der Marburger Festspiele. Der Zug verläßt Gießen 10,02 Uhr und kommt in Marburg 10,32 Uhr an. Abfahrt in Marburg 20,30 Uhr, Ankunft in Gießen 21,00 Uhr. Der Preis für die Fahrt entspricht der Sonntagsfahrkarte. In Marburg ist Gelegenheit gegeben zum Besuch des„ ,, Till EulenSpiegel". * Der Zirkus Straßburger tommt nach Gießen. Diese Kunde wird unsere Stadt und gesamte Umgebung in Freude versetzen. Jahre ist es schon her, als Straßburger das letzte Mal unsere Gegend bereiste, und zwar mit größtem Erfolg. In den letzten Jahren warb Zirkus Straßburger in fast allen europäischen Staaten für das Deutschtum durch seine überall Aussehen erregenden Gastspiele. Straßburger, der das ausschließliche Tagesgespräch in jeder Gastspielstadt bildet, ist Europas ältestes Zirfusunternehmen. Jn über 100 eigenen Wagen führt das Unternehmen 500 Tiere mit sich, darunter 100 edelste Rassenpferde, eine ungeheure Zahl von Raubtieren und eine Unmasse seltenster exotischer Tiere. Straßburger nennt man mit Recht den Bau der 1000 Wunder. Kaleidoskopgleich wird an unseren Augen eine buntwirbelnde, seltsame höchste Kunst, tollfühnen Wagemut verratende Schau erster zircensischer Meisterstücke vorüberrauschen, eine Nummer größer und schöner als die andere. Der Zirkus Straßburger vereinigt alle Vorzüge, die denkbar sind und lautet mit Recht eines der vielen uns vorliegenden Presseurteile:„ Der Birkus Straßburger ist ein Kulturunternehmen, das deutschem Wollen und Wagen alle Ehre macht. Der Zirkus Straßburger Nr. 25 Mengen an Bedarfsartikel aller Sorten werden benötigt, und zwar täglich z. B. 300 Kilogramm Pferdefleisch, 1500 Kilogramm Heu, 2000 Kilogramm Stroh, 1000 Kilogramm Hafer, 300 Kilogramm Kleie, 3 Waggons Sägemehl, dazu Reis, Möhren, Brot, Milch, Zucker, Früchte, Technische Bedarfsartikel u. v. a. m. Wir werden auf das bevorstehende Ereignis zur gegebenen Zeit noch mals zurückkommen. * Schafflers Wettervorhersage für Juli 1932. Jn den ersten Monatstagen Temperatursteigerung, Sommerwetter, es wird sehr warm. 1., 4. und 6. Juli Regen, 9., 10. Juli Hagelwetter wahrscheinlich. Das warme Sommerwetter hält bis Monats= mitte an, 16., 17. Juli starke Abkühlung, Sturmwetter, örtlich Hagelschlag. Schlechtwetter nur von kurzer Dauer, dann wieder schön. Nach Beginn der letzten Dekade Temperaturfall, stürmisch, dann bis gegen Monatsende schön. Die letzten Tage Wetterumschlag. Der Jungdeutsche Orden zur Reichsreform. Vergangenen Dienstagabend hielt die Bruderschaft Gießen des Jungdeutschen Ordens im Hotel Hindenburg unter dem Vorsitz des Studienrates Klotz eine Versammlung ab, in welcher Direktor August Weitzel vom Bauamt Frankfurt a. M. einen recht interessanten Vortrag über die Reichsreform hielt. Es sind heute bei den auf weite Gebiete eingestellten Verkehrseinrichtungen die engen Landesgrenzen der 18 deutschen Länder in vielen Fällen oft sehr hinderlich. Das deutsche Volk wird leichter den Aufstieg erreichen, wenn die Grenzpfähle fallen. Ein gewählter Arbeitsausschuß wird sich der Sache mehr an= nehmen. Der Vortrag löste eine recht rege Aussprache aus. Einstellung in das Reichsheer und die Reichsreform. Ueber die Einstellung zum zwölfjährigen Dienst in der Wehrmacht herrschen vielfach unzutreffende Ansichten, die zu unnötigem Schriftverkehr und zu Enttäuschungen führen. Sowohl das Reichsheer wie die Reichsmarine stellen alljährlich Anfang April und Anfang Oktober den Ersatz für die im Laufe des Halbjahres ausgeschiedenen Soldaten ein. Meldungen von Bewerbern haben zweckmäßig mehrere Monate vor diesen Einstellungszeiten zu erfolgen: für das Reichsheer: bei den Bataillonen und Abteilungen oder bei den Kompagnien, Eskadronen und Batterien der einzelnen Waffengattungen; für die Reichsmarine: nur bei der Schiffsstammdivision der Ostsee oder der Schiffsstammdivision der Nordsee. Meldungen bei höheren Dienststellen sind zwecklos, da die Truppenteile in der Annahme von Freiwilligen selbständig sind und allein übersehen können, ob Stellen frei sind. Den Meldungen ist zwedmäßig ein ausführlicher Lebenslauf mit Lichtbild beizufügen. Die sonst noch erforderlichen Ausweispapiere werden von den Truppenteilen bei den Bewerbern angefordert. Zur Einstellung gelangen in erster Linie Achtzehn- bis Zwanzigjährige. Die Einstellung geschieht nach ärztlicher Untersuchung und eingehender Prüfung der Bewerber. Bei dem außerordentlichen Angebot, das den Bedarf um das 50 bis 100- fache übersteigt, ist es leider unvermeidbar, daß zahlreiche Bewerber ohne vorherige Prüfung abgewiesen und auch folche Bewerber abgelehnt werden müssen, die an sich voll diensttauglich sind. ist mehr als eine Sensation, er ist ein Mitrofosmos der Stone Schöne weiße Zähne zentration von ungewöhnlichster und vielseitigster Menschenleistung. Aber auch das praktische Leben kommt zur vollsten Geltung, wenn Straßburger seine Zeltstadt ausschlägt. Enorme ste Anspruch an einen Sportlehrer. Den Sportvereinen ist so oft eine Menge von ethischen und kulturellen Aufgaben zugewiesen worden, in Wirklichkeit gibt es für sie nur die Lehre von der Kameradschaft. Ihre Erfüllung sichert allein die Aufwärtsentwidlung der Sportbewegung. Nicht die Wortbegeisterung, die so oft erlogen ist. Für echte Kameradschaft gibt es nur einen Beweis: Die Tat...!" Sie waren bei dem Klubhaus angelangt. Es war ein schö nes, zweckdienlich eingerichtetes Heim, das der Vereine sich hier geschaffen hatte. Außer den unbedingt erforderlichen Badeund Umkleideräumen, gab es hier noch ein Lesezimmer mit einer guten Bücherei, ein Spiel- und Schreibzimmer, ein Klubzimmer, in welchem ein Klavier stand und ein sogenanntes Lehrzimmer für den fußballtechnischen Unterricht. Unmittelbar hinter dem Klubhaus lagen die Sportplätze. Als der Spielausschuß- Vorsitzende mit dem Trainer das Klubzimmer betrat, waren bereits alle elf Spieler versammelt. Nach der Begrüßung wandte sich Dr. Bangmann an die Spieler: ,, Liebe Sportskameraden! Ich darf wohl zunächst meiner Freude Ausdrud geben, daß Sie der Einladung, die durch unseren Trainer an Sie ergangen ist, pünktlich und vollzählig gefolgt sind. Ein neues Spieljahr beginnt. In vier Wochen findet schon das erste Punktspiel statt. Blicken wir noch einmal auf das verflossene Spieljahr zurück, so müssen wir leider feststellen, daß unsere 1. Mannschaft unter feinem guten Stern gekämpft hat. Ich will hier nicht näher auf die mutmaßlichen Ursachen eingehen. Das soll vergessen und begraben sein. Dagegen liegt es wohl nahe, bei Beginn einer neuen Spielzeit Hoffnungen und Wünsche zum Ausdrud zu bringen. Unser Verein kann auf eine lange und ehrenvolle Vergangenheit zurückblicken. Sein Name hat in der deutschen Fußballgeschichte einen guten Klang. Daran denken Sie, wenn Sie unsere Farben auf dem grünen Rasen vertreten. Ein Ziel muß Ihnen immer vor Augen stehen: Durch faire, ritterliche Kämpfe zur deutschen Meisterschaft zu gelangen! Gewiß ein dornenvoller Weg, der zu diesem begehrenswerten Ziel führt. Aber wenn jeder Spieler sein Bestes hergibt, liegt die Erringung der Meisterschaftswürde durchaus in dem Bereich des Möglichen. Besaß unser Verein doch schon dreimal die Landesverbandsmeisterschaft, um dann jedesmal dem besseren Gegner zu unterliegen. Nun, wer zu kämpfen weiß, muß auch verlieren können; da zeigt sich erst der rechte Sportgeist. Ich gebe Ihnen jetzt die Aufstellung der 1. Mannschaft, wie Herr Bringhoff sie im Einvernehmen mit dem Spielausschuß zusammengestellt hat: Jahon nach einmalig. Bußen mit der herrl. erfrisch. schmedenden ChlorodontZahnpaste", schreibt uns ein Raucher. Tube 50 f. und 80 Pf. Freund Schmidt Zille Gehle Körner Schäfer Müller Hansen Janßen Hoffmann Drees Ich hoffe zuversichtlich, daß Sie sich schnell in der 1. Mannschaft zurecht finden werden. Lassen Sie sich durch kleine Mißerfolge, wie sie vielleicht in der ersten Zeit durch ungewohnte äußere Umstände zu Tage treten können, nicht entmutigen. Tun Sie Ihre Pflicht, arbeiten Sie an sich selbst, und keiner wird Ihnen Ihren Platz in der 1. Mannschaft streitig machen können. Ich möchte bei dieser Gelegenheit noch einmal Herrn Bringhoff, den Trainer unserer 1. Mannschaft, willkommen heißen. In der kurzen Zeit Ihres Hierseins, Herr Bringhoff, haben Sie sich bereits das Vertrauen der Vereinsleitung errungen. Ich bin davon überzeugt, daß Ihnen unsere Spieler mit demselben Vertrauen entgegenkommen werden. Als ehemaliger internationaler Fußballspieler liegt die Zukunft unseres Vereins bei Ihnen in guten Händen. Mein Wunsch geht dahin, daß es Ihnen ge= lingen möge, die elf Spieler unserer ersten Mannschaft zu einem Ganzen zusammenzuschließen. Das ist die schönste, aber zugleich auch die schwerste Aufgabe, die sich ein Sportlehrer sehen kann." Dr. Bargmann wandte sich wieder an die Spieler. ,, Sie haben jetzt noch für den ausgeschiedenen Breitenbach aus Ihrer Mitte einen Spielführer zu wählen. Aus taktischen Gründen fäme wohl in erster Linie der Mitteläufer oder Mittelstürmer für dieses verantwortungsvolle Amt in Betracht. Wichtiger aber dürfte es sein, daß der von Ihnen gewählte Spielführer auch wirklich Ihr Vertrauen besitzt und in jeder Hinsicht Ihr Führer sein kann. Uebereilen Sie sich nicht. Es genügt, wenn mir das Ergebnis der Wahl in etwa acht Tagen mitgeteilt wird." Dr. Bargmann sah auf die Uhr. ,, Es tut mir leid, daß ich wegen einer geschäftlichen Verabredung jetzt fort muß. Ich wäre sonst gerne bei Ihnen geblieben. Aber ich hoffe, jetzt, bei Wiederbeginn der Spielzeit, noch oft unter Ihnen weilen zu können; sowohl auf dem grünen Rasen als auch hier im Klubhaus. Für die kommende Spielzeit wünsche ich Ihnen von Herzen alles Gute..." Als Dr. Bargmann das Klubzimmer verlassen hatte, saßen die Fußballspieler, nachdem Ihnen der Trainer die Uebungszeiten für die nächsten Tage befannt gegeben hatte, noch eine Zeit lang gemütlich zusammen. ,, Erzählen Sie uns doch mal etwas von Ihren Fußballerlebnissen," bat Theo Hansen den Trainer. Wie alt waren Sie, als Sie zum ersten Mal Fußball spielten?" ( Fortsetzung folgt.) Samstag, den 25. Juni 1932 Aus Nah und Fern. Buzbach. Der oft vorbestrafte 31jährige Schiffer Joh. Emil Heß aus Worms, der in der hiesigen Zellenstrafanstalt eine größere Strafe verbüßt, ist dort am vergangenen Sonntag entwichen. Dem Heß wurden vom Anstaltsarzt Sonnen- und Luftbäder verordnet, wobei er eine günstige Gelegenheit benutzte, um zu verschwinden. Er konnte bis jetzt noch nicht wieder fest= genommen werden. Bad Nauheim. Bis zum 23. Juni 1932 betrug der Gesamtbesuch 10 942 Gäste, darunter 1624 Ausländer. Anwesend waren an diesem Tage 3566 Gäste. Schotten. Ein Attentat gegen einen Kraftomnibus wurde an der Straßenbiegung am Lehrerheim verübt. Ein starkes Drahtseil war quer über die Straße gespannt. Zum Glück fuhr das von über 30 Personen besetzte Auto mit verminderter Geschwindigkeit, wodurch ein schweres Unglüd verhütet wurde. Darmstadt. Zum Rektor der Technischen Hochschule ist für die Zeit vom 1. September 1932 bis 31. August 1933 der ord. Prof. Dipl.- Ing. Dr. Thum gewählt und vom Gesamtministe= rium bestätigt worden. Lampertheim. Am Sonntag fand hier Beigeordnetenstichwahl statt. Von 4133 abgegebenen Stimmen entfielen 2138 auf den nationalsozialistischen Kandidaten Goebel, der damit gewählt ist. Der Kandidat des Zentrums, Oberfeld, erhielt 1971 Stimmen, 24 Stimmen waren ungültig. Gustav- Adolf- Tag in Mainz. Die gesamte Mainzer evangelische Bevölkerung rüstet sich, den hess. Gustav- Adolf- Tag vom 2. bis 4. Juli in Mainz würdig aufzunehmen. 900 000 RM. Fehlbetrag im Kreise Weglar. Weglar. Der Kreistag des Kreises Wetzlar tritt am 30. Juni zur Beratung des Haushaltsplanes für 1932 zusammen. Nachdem das Rechnungsjahr 1931 mit einem Fehlbetrag von 300 000 Mart abschließt, ist anzunehmen, daß der Fehlbetrag im Laufe des Rechnungsjahres 1932 auf zirka 900 000 RM. an= wachsen wird. „ Gießener Zeitung" brüchen und Hagelschlag ist jetzt in den Algäuer Alpen bei zunehmender Kälte starker Schneefall eingetreten. Der Neuschnee liegt bis zu 1500 Metern Höhe herab. Die neue Rheinbrücke Mannheim- Ludwigshafen eröffnet. Mannheim. Am Dienstag früh gegen 4,30 Uhr fuhr der erste Zug über die neue Rheinbrüde Mannheim- Ludwigshafen. Auf dem Ludwigshafener Bahnsteig wurde die Lokomotive befränzt und mit Girlanden versehen. In Anwesenheit zahlreicher Behördenvertreter wurde die Brücke passiert. Den 60jährigen Schwiegersohn niedergeschossen. Dillenburg. Jn Niederroßbach ereignete sich am Donnerstagabend eine furchtbare Familientragödie. Ein 86 Jahre alter Landwirt liegt schon seit Jahrzehnten mit seinem Schwiegersohn, im gleichen Orte wohnhaft, in Streit. Jm Verlauf einer Auseinandersetzung griff der Schwiegersohn zu einer Hacke und verfolgte den Schwiegervater in das Haus. Der alte Mann griff in seiner Erregung nach einem Jagdgewehr und saloßz auf seinen Schwiegersohn. Vor dem Hause traf den Verfolger der Schuß, der tot zu Boden sant. Ein Grundstück zu verschenken! es zu Gerichtsvollzieher und Polizeibeamte bei einer Pfändung bewußtlos geschlagen. Cochem. In dem benachbarten Gillenbeuren fam schweren Ausschreitungen, als ein Vollziehungsbeamter unter dem Schutz zweier Landjäger und einem Polizeibeamten Pfändungen vornehmen und gepfändetes Vieh aus dem Stall holen wollte. Die Beamten wurden angegriffen und ihnen Sand in die Augen gestreut, so daß sie wehrlos wurden. Dann fielen die Einwohner mit schweren Gegenständen über die Beamten her und schlugen so lange auf sie ein, bis sie bewußtlos liegen blieben. Marburg. Die schwierige Lage, in der sich heute Grundbesitzer durch die auf den Grundstücken ruhenden Steuerlasten befinden, wird am besten durch eine Anzeige gekennzeichnet, welche dieser Tage in einer Marburger Zeitung erschien. Es wurde darin kostenlose Abgabe eines dreiviertel Morgen großen, sehr schön gelegenen Grundstüdes angeboten unter der Bedingung, daß es innerhalb von zwei Jahren bebaut wird. Der Fruchtertrag eines Baugrundstücks ist heute bei weitem nicht so hoch, daß damit die Grundsteuerlasten gedeckt werden können. Aschaffenburg. Zur Nachtzeit ist die im Schlosse zu Aschaf= fenburg untergebrachte, nach jahrelangem Exil in München erst fürzlich wieder nach Aschaffenburg zurückgebrachte staatliche Kupferstichsammlung durch einen außerordentlich raffiniert verübten Einbruch beraubt worden. Eine große Anzahl der wertvollsten Blätter ist den Einbrechern in die Hände gefallen. Augsburg. Nach tagelangem Landregen mit WolkenWas kostet mein Urlaub? ... eine aktuelle Frage! Immer knapper wird das Geld. Mit dem zur Verfügung stehenden Betrag den größten Nutzen aus der Urlaubsreise herauszuholen, das ist gar nicht so einfach, wie es scheint. Zum Beispiel: Sie haben 200 Reichsmark und 14 Tage Urlaub. Wohin am besten? Aber, ob Sie 100, 200, 300 oder 1000 Reichsmark ausgeben können, 10 Tage, 2, 3 oder 4 Wochen unterwegs bleiben möchten, Land- oder Seereisen bevorzugen, Ihr Reiseziel nach gesundheitlichen oder sportlichen Gesichtspunkten festlegen, es ist ganz gleich: Unser Urlaubsführer gibt auf Jede Frage Antwort. Lesen auch Sie dieses Buchlein vorher. Es wird Ihnen von Nutzen sein und die kleine Ausgabe mehrfach bezahlt machen. Ich- Wir bestellen beim Rudolf LORENTZ Verlag, Charlottenburg 9 das Lorentz- Kurzbuch 6: ,, Was kostet mein Urlaub?" für 2,50 Reichsmark gegen Nachnahme. Das Kyffhäuserdenkmal als Erinnerungszeichen an verlorenes Land. Der Reichskriegerbund Kyffhäuser plant eine weitere Aus= gestaltung des Kyffhäuserdenkmals dadurch, daß in der Eingangshalle über 50 Fahnen von Kriegervereinen aus den abgetretenen Gebieten Aufstellung finden. Die Fahnen waren seither im Bundeshaus des Reichsfriegerbundes in Berlin untergebracht. Sie sollen nun zur würdigeren Ausschmückung der Eingangshalle des Denkmals Verwendung finden. Außerdem plant man, in der Krypta acht Urnen mit Erde aus den geraubten deutschen Gebietsteilen zur ewigen Erinnerung Schmachvertrag von Versailles zur Aufstellung zu bringen. Der Besitz der Stadt Köben wird freihändig verkauft. Neue Bücher. Nr. 25 Weltkrieg gegen deutsche Wirtschaft. Es ist heute, 13 Jahre nach Versailles, fein Zweifel: wir haben die Bereitschaft un serer Gegner zur Versöhnlichkeit überschäßt. Es ist deshalb wichtig, daß jeder von uns Klarheit darüber besitzt, mit welchen Mitteln gegen uns gekämpft wird und wo der Gegner schon tief in unser Land und unser Leben eingedrungen ist, damit jeder, der zur Mitarbeit berufen ist, mit aller Deutlichkeit die Stellen erkennt, wo endlich unsere Gegenarbeit, und sei es auch vielfach in letzter Minute, einsetzen kann. Mit rückhaltloser, schmerz licher Offenheit, übersichtlich und mit umfassenden Kenntnissen hat nun Carl Rothe in einem soeben bei der Hanseatischen Verlagsanstalt, Hamburg, erschienenen Werke ,, Weltkrieg gegen deutsche Wirtschaft"( kart. 3,- RM.) uns Deutschen das Buch gegeben, das auch dem Gleichgültigsten die Augen öffnen wird über den erschreckenden Stand des gigantischen Ringens, das uns mit unserer Wirtschaft für immer zu Boden zu werden droht. - Der Grieben- Verlag in Berlin hat seinen bekannten Grie ben- Reiseführern eine neue Sammlung„ Grieben- Grenzland führer für die wandernde Jugend" angegliedert, deren erite beiden Bände ,, Ostpreußen“ und„ ,, Rheinische Grenzlande"- fürzlich erschienen sind. Jeder Band enthält eine Karte des Gebietes( mit Einzeichnung der vorgeschlagenen Wanderwege) sowie 20 teils ernste, teils heitere Zeichnungen. Der Preis jedes über 130 Seiten umfassenden Bändchens beträgt 1,80 RM Die Grieben- Grenzlandführer sollen der Volkstumsarbeit dienen und helfen, das Band zwischen Heimat und bedrohtem Grenz gebiet enger zu knüpfen. 1 Einzel- Bu Bezugsprei Sevaltions/ chlu endung nicht H. Jah Vol Am Donne ordnung unter in Kraft gefeh Auch die Laufanne ift zu Glaubiger find Der engli Eigenschaft als iellen Sigung balten, die en offentlicht wird gejamten gege handlungen da Die fomm uffes des Rei Dorfigenden Dr. gen Ausichuifes Jm Thürin nalfozialistischer Charakterforschung. Von Dr. Kurt Herzberg, Volksver band der Bücherfreund, Wegweiser- Verlag G. m. b. 5., Berlin Charlottenburg 2. an den Der mit dem Gebiete der Charakterologie bestens vertraute Fachgelehrte versucht in diesem Werke das Wesen der Charakterforschung dadurch vor Augen zu führen, daß er vor allem in Einzeldarstellungen die Hauptrepräsentanten charakterkundlich wichtiger Werke zugänglich macht, dabei aber auch die Forscher der medizinischer Psychologie, der Psychoana Inse, der Individualpsychologie, der Erblehre, der Soziologie usw. berüdsichtigt. Preis 2,90 RM. in Halbleder gebunden. Köben. Der Besitz der in Konkurs geratenen Stadt Köben an der Oder soll freihändig verkauft werden. Zum Verkauf stehen u. a. Aecker, Wiesen und Baugelände, einige kommunale Betriebe und der städtische Park. Termine der Leipziger Herbstmesse 1932. Die Leipziger Herbstmesse 1932 wird Sonntag, den 28. August, beginnen. Die Textilmesse dauert bis einschließlich Mittwoch, den 31. August, die übrigen Zweige der Mustermesse und die gleichzeitig stattfindende ,, Messe für Bau-, Haus- und Betriebsbedarf" bis einschließlich Donnerstag, den 1. September. Von der versenkten deutschen Flotte. Das frühere deutsche Linienschiff„ Prinzregent Luitpold", das vor zwölf Jahren bei Scapa Flow von seiner Besagung versenkt wurde, ist Anfang Juli nach vielen vergeblichen Versuchen endlich gehoben worden. Das Schiff soll zum Abwraden in einen englischen Hafen geschleppt werden. Bei dieser Ge= legenheit schreibt die Sansa": Die britische Bergungsgesellschaft Coc u. Dants hat damit in siebenjähriger Arbeit unter etwa 500 000 Pfund Sterling Kosten folgende Schiffe gehoben: Schlachtfreuzer„ Hindenburg" Schlachttreuzer ,, Serdlig" Schlachtfreuzer ,, Moltke" Schlachtfreuzer Von der Tann" Schlachtschiff ,, Kaiser" Schlachtschiff Prinzregent Luitpold" Kleiner Kreuzer ,, Bremse" 18 Torpedoboote zu je 750 T. 28 000 T. 25.000 T. 23 000 T. 20 000 T. 24 500 T. 24 500 4 000 T. 13 500 T. 9 100 T. 7 Torpedoboote zu je 1300 T. Zusammen 32 Schiffe mit 171 600 T. Auf dem Meeresgrunde von Scapa Flow ruhen aber noch Wissen Sie, welche Rechte und Pflichten Sie im Wechselve tehr haben? Einen zuverlässigen Wegweiser durch das Rechsel recht bringen jetzt die ,, Wirtschaftlichen Kurzbriefe" heraus. In teressenten erhalten kostenlos Probenummern bei Bezugnahme auf diese Notiz vom Rudolf- Lorenz- Verlag, Charlottenburg 9. Die neue„ Elegante Welt" läßt die Augen einer jeden Dame aufleuchten, deren Sinne auf Schönheit und Eleganz ge richtet sind. Wundervolle Sommerbilder zeigen das sonnige Leben am Strande und in den Kurorten. Luise und Napoleon. Zum 125. Jahrestag der dramatischen Zusammenkunft in Tilsit hat ,, Die Woche" aus Tagebüchern und anderen Dokumenten der Zeit zusammengestellt, wie Luise und Napoleon übereinander dachten. Der Sput der Räte- Republit. Es war in den Apriltagen des Jahres 1919. In der Nacht vom 6. zum 7. war im ehemali gen Schlafzimmer der Königin die Ausrufung der Bayerischen Räterepublik erfolgt. Mit ihr begannen jene 25 Tage, die so leicht kein Münchner vergißt. Ein Bild dieser Zeit gibt die Nr. 26 der ,, Münchner Jllustrierten". Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen zwölf weitere große Kriegsschiffe. Ob die Firma auch hier ihre Universal- Reichssteuer- Kassebücher Bergungsarbeit beginnen wird, ist noch unbestimmt, da das finanzielle Resultat recht mager erscheint. DIE KNEIPP- KUR Die Kur der Erfolge Lesen Sie dies ausgezeichnete Werk des Wörishofener Badearztes San.- Rat Dr. Schalle. Es ist die modernste grundlegende Darstellung eines erfahrenen Mediziners liber die Hellerfolge der Kneippkur bei den verschiedensten Krankheiten. Die Anwendung der Kneippschen Güsse, Bäder und Waschungen wird dabei an Hand zahlrelcher Photos gezeigt. 2.Aufl.11.bis 25.Taus. 620 Seiten mit 32 Tafelbildern. Geh. RM. 5.70, Leinen RM. 7.20. Ausführlicher Prospekt mit Angabe aller behandelten Krankheiten kostenlos durch jede Buchhandlung oder durch den Verlag Knorr& Hirth G.m.b.H., München. Karl Overbeck, Gießen, Feinmech.- Meister Reinigt und repariert alle Systeme Schreibmaschinen Neue und gebrauchte Maschinen in Kauf und Miete Rodheimerstr. 58 Für kurze Zeit Notverkauf in Silberbestecken nur allersw Juwelierware m.rostfr.Klingen gr. Auswahl in vornehmen Must. 72 teil. 800Si b.290 M.; 72teil. 100Aufl.125M. Angeb. u. G. 3.103 an die Geschärtsst. d. Gieß. 31g. Telephon Nr. 3715 Einj.- Abitur nstitut Boltz- Ilmenau, Thür Albin Klein, Giessen, Südanlage 21. 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