mag. Nr. 50 Der Verlag wollte das nicht nur furze n eine Zusammenschau heutigen Geldknappheit 5 Riejenleriton erlegen. des technisch Möglichen Achte, gänzlich neu be D1 Atlas- Band. 70 000 Textilbildern, 293 gro Carten; der Atlas- Band bentarten. Jeder Band M; bei Rüdgabe eines n Legitons in Leinen 33. 7. Jahrgang, Her tordia- Berlag Leipzig RM. Die Reichsbah Dorbildlich ist und Nad diesem Kalender von at es verstanden, dieles herauszuarbeiten. J wird gezeigt, welche An Seit der Woche" erzählt der Tragik der reichen Revier. elc. Serzen! Hauptfache sein, sondern nur wenig schenken fön mehr Sorgfalt wählen g weiß guten Rat, Seine itgemäße Linie ein. Da . 2,-), wo 4X4 Spiel Hause, d. h. nach ver ean Domino erinnernde es der Spiele, bei denen wachsene sich nicht lang neue Gruppe sog. Ge f dem Tisch"( Nr. 1 Volksspiel nachgebilt. hlt. Auch das Geduld it bunten Steinen" Der ( Nr. 472 RM. 1,50) Die andere mit verschrän n einiges Kopfzerbrechen erkreis sei besonders ein Nr. 426 RM. 2,-) mi fürs Vorschulalter ein 1,80) mit bunten Bib des Unterhaltungsspiels Neben einer Reihe von hemen find besonders die Buntblättchen vertreten, nen( Nr. 446 RM. 1,-) M. 1,-). Der Laubsäge Durch die Hefte„ Figures , 75) mit Vorlagen für hmud"( Nr. 1912 KM beiden Krippenbogen 1,-) und„ Die hl. dre bunten Bauhefte bring -, 50) zum Ausschneid und Flugplatz( Nr. 18 en, Halle und Stations ordern die technische to"( Nr. 1705 RM. 1,75 ugslotomotive( Nr. 170 erial wie Achsen, Räder aran scheint mir noch die eiterte Sammlung„ Spiel zu verdienen. Bd. 13 elflugzeug- und Rafeter notiven in Bd. 131( R 140( RM. 2,25). Eine ben gibt der Verlag mi Jerfügung steht, die Aus en einschlägigen Geschäfte n Klein in Gießen. Klein Giefen 000 Anmeldungen nur 30 Pfennig BX25 cm, und zwar politi , Geschichts-, Verkehrs, f be- Abonnement er der„ Gießener Zeitu ard, Berlin- Schöneberg rdj alle Welt" auf% Ja 30 Pig. frei Haus. Alter: Gießener Zeitung Erscheint Samstags. ( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 24. Dezember 1932 Weihnachtswort Hindenburgs zur Winternothilfe. Um für Weihnachten die Opferwilligkeit derer, die noch helfen können, zugunsten unserer notleidenden Volksgenossen zu weden, hat Reichspräsident von Hindenburg der Deutschen Liga der freien Wohlfahrtspflege als Reichszentrale der Winterhilfe das folgende Werbewort für die Winterhilfe zugehen lassen: 279-1 2119 331/21 die Not muß alles Trennende überwinden. Wer dem Ruf der Winterhilfe « Wir wollen helfen» solgt, der schafft neue Hoffnung und neuen Glauben an Volt und Vaterland! Verlin, dezember 1932. τότεα we findenburg Mit Hindenburg wünschen wir, daß sein Wort Brücken von Mensch zu Mensch schlagen und helfen möge, Herzen und Hände zu öffnen. Die Spenden, die der Sammlung an Lebensmitteln, Kleidung, Heizmaterial und Geld zufließen, verbleiben in den Bezirken bezw. Orten, in denen sie gesammelt sind und werden auch dort unter die Hilfsbedürftigen verteilt. Politische Rundschau. Auf Grund des Artikels 48 Abs, 2 hat der Reichspräsident eine Verordnung erlassen, deren erster Paragraph folgende Vorschriften außer Kraft setzt: Die Verordnung des Reichspräsidenten gegen politische Ausschreitungen vom 14. Juli 1932 mit Ausnahme der§§ 22 bis 26, die Zweite Verordnung des Reichspräsidenten gegen politische Ausschreitungen vom 28. Juni 1932, die Verordnung des Reichspräsidenten gegen poli: tischen Terror vom 9. August 1932 und§ 2 der Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung des inneren Friedens vom 2. November 1932. Die Verordnung der Reichsregierung über die Aufhebung der Sondergerichte ist im Reichsgesegblatt veröffentlicht worden. Die Tätigkeit der Sondergerichte endete danach mit dem Ablauf des 21. Dezember. Das Reichskabinett beschloß ein Winterhilfsprogramm in Höhe von 35 Millionen. Die am Dienstag vom Reichsrat endgültig angenommene Amnestievorlage hat, nachdem sie vom Reichspräsidenten sofort unterzeichnet worden ist, durch Veröffentlichung im Reichsgefegblatt Gesetzeskraft erhalten. Die ersten Entlassungen po= litischer Gefangener haben daraufhin bereits, und zwar nicht nur in Berlin, sondern auch im Reich begonnen. Die für die Durchführung des Amnestiegesetzes zuständigen Landesregierungen hatten schon in den letzten Tagen alle Vorkehrungen getroffen. Auf Grund der Reichsamnestie werden in Hessen 87 Strafgefangene und 29 Untersuchungsgefangene freigelassen. Die Betreffenden sind zum Teil bereits heute entlassen worden. Wie verlautet, ist die nächste Sigung des Reichstages be= reits für Montag, den 9. Januar, in Aussicht genommen. Reichstagspräsident Göring hat sich in Erledigung des kommunistischen Antrages auf Einberufung des Aeltestenrates für den 27. Dezember an die Aeltestenratsmitglieder der übrigen Fraktionen gewandt. Wie man von unterrichteter Seite hört, wird die nächste Sigung des Aeltestenrats frühestens am Donnerstag, den 29. Dezember, stattfinden. Der Vernehmungsrichter im Berliner Polizeipräsidium hat am Dienstag gegen den am Montag in Berlin festgenommenen tommunistischen Reichstagsabgeordneten John Schehr Haftbefehl wegen Verrats militärischer Geheimnisse erlassen. Der Aeltestenrat des Hessischen Landtages wird am 5. Januar 1933 zusammentreten und über den Zusammentritt des Landtages beschließen. Mit den Plenarberatungen dürfte wohl erst in der zweiten Januarhälfte begonnen werden. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtages genehmigte Ty deutsch- französischen Handelsabkommens vom 17. August 1927 heute zum Abschluß gelangt. Volkskommissar Litwinow, der auf der Rückreise von Genf nach Moskau zu kurzem Aufenthalt in Berlin eingetroffen war, stattete am Montag dem Reichskanzler v. Schleicher und dem Reichsaußenminister Freiherrn v. Neurath Besuche ab. Der 19er Ausschuß der außerordentlichen Völkerbundsversammlung hat beschlossen, die Beratungen über den chinesischjapanischen Konflikt bis etwa Mitte des nächsten Monats, spätestens 16. Januar, zu vertagen. Präsident Hoover hat Schritte unternommen, um einen Ausschuß zur Ausführung seiner Pläne in der Kriegsschulden-, Abrüstungs- und Weltwirtschaftsfrage ins Leben zu rufen. In diesem Ausschutz sollen Republikaner und Demokraten vertreten sein. Das Washingtoner Repräsentantenhaus hat die Gesezes= vorlage, die die Herstellung und den Ausschant 3,2prozentigen Bieres gestattet, angenommen. Die Annahme erfolgte mit 230 gegen 165 Stimmen. Die Vorlage geht nunmehr an den Senat. Die amerikanische Regierung hat einen Zusatzkredit von 11,5 Mill. Dollar zum Bau von 228 Militärflugzeugen innerhalb der nächsten sechs Monate zur Verfügung gestellt. Roosevelts Antwort auf die Einladung Hoovers, in der Lösung der Kriegsschuldenfrage mit ihm zusammenzuarbeiten, lautet entschieden ablehnend. Nach chinesischen Pressemeldungen haben am Dienstag 12 japanische Bombenflugzeuge die Hauptstadt der chinesischen Provinz Jehol Tschaojang mit Bomben beworfen. Große Teile Der Stadt seien vollkommen zerstört. Das deutsche Volfseinkommen 1931. Hessen knapp unter Reichsdurchschnitt. Das Statistische Reichsamt veröffentlicht soeben mit seiner Schätzung des deutschen Volkseinkommens für das Jahr 1931 eine Uebersicht über die Einkommen der einzelnen Länder, die allerdings auf das Jahr 1928 zurückgeht. Das Einkommen ist demnach im Jahre 1931 auf 57,07( 1930: 70,16, 1929: 76,10) Milliarden Reichsmart gesunken. Das Einkommen je Kopf der Bevölkerung liegt 1928 in Ostpreußen, Oberschlesien und der Grenzmark Posen- Westpreußen mit etwa 70 Prozent am tiefsten unter dem Reichsdurchschnitt. In den Agrargebieten steht Schleswig- Holstein, nahe dem Reichsdurchschnitt, am günstigsten da. In Hessen liegen die Einkommen knapp unter dem Reichsdurchschnitt. in seiner Donnerstagssitzung einen nationalsozialistischen An- Frohe Weihnachten trag, der die Regierung ersucht, sofort Maßnahmen zu treffen, ,, daß den Kindern von anerkannten Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen ein besonderer Schulgelderlaß gewährt werden kann." Nach einer amtlichen Mitteilung sind die am 21. November in Berlin eingeleiteten Verhandlungen zur Ueberprüfung des wünscht allen seinen Lesern Verlag nnd Schriftleitung der„ Gießener Zeitung". ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lofal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Plaz vorschriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung Nummer 51 ..Arbeit schaffen!" Von Ernst Mosich, Direktor des Hansa- Bundes. ,, Arbeit schaffen!" Es wird kaum ein Mensch in Deutsch land zu finden sein, der diese Parole der Rede des Reichstanzlers von Schleicher nicht folgen würde. Diese Parole hat aber auch zwei Jahre der Notverordnungspolitik von Brüning- Dietrich bestimmt; zwei Jahre erfolglosen Bemühens, da sie erfüllt waren von einer Ueberschätzung der wirtschaftlichen Gestaltungsfraft des Staates, von einer Nichtachtung der Schaffenskraft der individualistischen privaten Wirtschaft. Und diese Parole war das Grundmotiv des Wirtschaftsprogramms von Münster, das allein schon durch die grundsätzliche Anerkennung der sozialen und nationalen Bedeutung der freien Wirtschaft ganz unabhängig von den erst langsamer einsetzenden materiellen Entlastungs- und Entspannungsmaßnahmen, also nur durch das Auslösen des psychologischen Faktors ,, Vertrauen" das weitere Abwärtsgleiten auf dem Arbeitsmarkt abbremste und eine Entwidlung zu sozialer und staatspolitischer Gesundung einleitete. Es geht uns heute nicht um den Streit für dieses oder jenes Dogma. Sondern es geht ausschließlich und allein um die Ueberwindung der Not! Und dabei ist festzustellen, daß der Kurs Brüning- Dietrich falsch, der Kurs von Münster richtig war. Und dabei ist weiterhin festzustellen, daß der Kanzler von Schleicher durch die Bremsen, die er aus ,, tealpolitischen" Erwägungen der Fortsetzung des Kurses von Münster glaubt anlegen zu sollen, das Tempo der Notüberwindung hemmt, die sozialen und staatspolitischen Notstände und damit die gefahrvollen Spannungen im deutschen Volkskörper aufrecht erhält. Durch das Zurückstellen aller sonstigen innerpolitischen Gegenwartsfragen, durch die völlige Konzentration des Willens der Regierung auf das eine Ziel ,, Arbeit schaffen" bekennt sich der Kanzler zu der Erkenntnis der Ursachenreihe: Wirtschaftliche Not-soziale Not staatspolitische Not. Das begrüßen wir. Man muß sich in Deutschland darüber ganz klar werden, daß die von innen her gegen den Staat und seine Ordnung ankämpfenden radikalen Kräfte nur und einzig und allein in den wirtschaftlichen und sozialen Nöten ihre Quelle haben, daß nichts von der politischen, alles nur von der wirtschaftlichen Seite her zur Gesundung geführt werden kann. Aber hier beginnt der gefahrvolle Fehler im Denken und Handeln des neuen Kanzlers. Er schaltet bewußt in die wirtschaftliche Aufgabe der Notüberwindung politische Ueberlegungen ein, d. h. Zugeständnisse an Forderungen aus dem Gebiet der parteipolitischen Propaganda. Er glaubt, der sozialen Phrase Zugeständnisse machen zu müssen und übersieht, daß er gerade damit die wirtschaftlichen und damit die sozialen Gesundungsmöglichkeiten gefahrvoll einengt. Der Kanzler sagt, daß„ Menschen, die der Verzweiflung nahe sind, nicht mit Auseinandersetzungen darüber getröstet werden könnten, daß nach den Gesetzen wirtschaftlicher Vernunft auf jedes wirtschaftliche Tief ein Hoch zu folgen pflege". Er folgert daraus, daß die Menschen ,, alsbaldige Hilfe" sehen wollen. Sehr richtig! Die Menschen wollen diese alsbaldige Hilfe nicht nur sehen, sondern praktisch in ihrem unmittelbaren täglichen Sein fühlen und merken. Und gerade hier versagt die Abschwächung der individualistischen Grundlinie des Münster- Programms, die der Kanzler von Schleicher vornimmt. Oeffentliche Arbeitsvorhaben, Siedlung das sind alles Dinge, die umfassender organisatorischer Vorbereitung bedürfen, die zufolge der starken Abhängigkeit dieser Betätigungsmöglichfeiten von Einflüssen der Witterung und dergleichen im März oder April 1933 frühestens anlaufen können. Es scheint uns eine Unterstützung der seelischen Notstimmung, die heute auf Millionen von Menschen lastet, wenn man glaubt, eine psychologische Entspannung durch das Ansagen in drei bis vier Monaten für einige Hunderttausend etwa in Betracht kommender Arbeitsmöglichkeiten erreichen zu können. Wir bekennen offen, daß es uns mit Enttäuschung und Erbitterung erfüllt, daß unter dem Einfluß gewerkschaftlicher, planwirtschaftlicher und sozialistischer Kreise denen der Kanzler sich gewiß nicht soweit anpaßt, daß er nur ihr Programm verwirklicht die auf dem Wege über die Privatwirtschaft sofort realisierbaren Beschleunigungsmöglichkeiten der Notüberwindungsarbeit vom Kanzler nicht ausgenügt werden. Hier handelt es sich nicht um Dinge, deren Durchführung einen Koiten und Zeit aufzehrenden Organisationsapparat erfordert. Hier handelt es sich nur darum, das Programm von Münster hinsichtlich des Einsatzes der Kräfte der Privatwirtschaft zu bestätigen, die von der Politif so verantwortungslos zerstörte Vertrauensbereitschaft der Wirtschaft wieder herzustellen und eine Tempobeschleunigung der einwandfrei bereits erwiesenen Wirkungskraft des Programms von Münster herbeizuführen Die Tempobeschleunigung tann dadurch erfolgen, daß man die Ausgabe der die Steuererleichterungen vorweg nehmenden 1500 Millionen an Steuergutscheinen zeitlich nicht über das ganze Jahr Ottober 1932 bis Oftober 1933 verteilt, sondern die für 40 v. H. der Jahreslast an Umsatz-, Gewerbe- und Grundsteuer Betracht kommenden Steuergutscheine nunmehr möglichst : ganz in den Anfang des Jahres 1933 verlegt. Und eine weitere Tempo beschleunigung fann erfolgen, indem man unter grundfäglicher Aufrechterhaltung der Steuergutscheineinstellungsprä Nr. 51 Samstag, Samstag, den 24. Dezember 1932. mien der hierfür vorgesehenen Summe von 700 Millionen Mt. etwa die Hälfte entnimmt und diese 350 Millionen R- Mt. Steuergutscheine in ebenfalls zusammengedrängter Frist sofort mit den Hauszinssteuerzahlungen kombiniert. Das, Herr Reichskanzler, wären sofort mögliche und sofort wizfjame Maßnahmen, die den notleidenden Menschen als= baldige Hilfe" praktisch bringen würden! Und daneben: Viel, viel mehr Menschen, als jemals durch öffentliche Arbeitsbeschaf fung geholfen werden kann, würden so wieder zu Arbeit und Brot lommen! Der Kanzler hat in seiner Rede sehr itack von der Einord nung aller Maßnahmen unter dem Gesichtspunkt des unmittel bar Zweckmäßigen gesprochen. Das gibt uns die Hoffnung, daß es noch nicht zu spät ist, immer wieder ihn darauf zu verweisen, daß der ihm von den Planwirten verschiedenster Art nahegelegte Weg der Ausdehnung der öffentlichen Arbeitsbeschaffung weder psychologisch noch materiell zu den Folgerungen führt und füh ren kann, die er selbst als so allein maßgebend und vordringlich ansieht:„ Arbeit schaffen" und darüber hinaus „ schnell Arbeit schaffen". ,, Gießener Zeitung" | Betrag von 200 Millionen R.-Mt. mit der gleichen BestimGegenüber der bisherigen Regelung mung bereitzustellen. schlägt die Eingabe vor, die Mindestgrenze für die zuschußfähigen Instandsegungsarbeiten auf 100 oder 150 R.-Mt. zu begrenzen, damit vor allen Dingen auch für Mittel- und Kleinstädte und für das flache Land, wo kleinere Wohnhäuser überwiegen, die notwendigen Arbeiten durchgeführt werden können. Ebenso hält es die Eingabe für notwendig, den Kreis der zuschußberechtigten Arbeiten weiter zu ziehen, als das bisher der Fall war. So sollen sogenannte Kleine Instandsetzungsarbeiten dann zuschußberechtigt sein, wenn ihr Gesamtkostenaufwand die Mindestgrenze übersteigt. Grundsätzlich weist die Eingabe darauf hin, daß es gegen wärtig voltswirtschaftlich wichtiger ist, für die Erhaltung des Altwohnraums zu sorgen, als öffentliche Mittel zur Durchführung von Plänen zu verwenden, die auf die Dauer feinen volfswirtschaftlichen Nugen erbringen. Auch die grundsätzliche For derung nach Wiederherstellung der Rentabilität des Hausbesitzes wird in der Eingabe unterstrichen. weiter; Produktionen wurden organisiert, bie Technik arbeitete, die Wissenschaft und die revolutionäre Bewegung des Krieges und des Zusammenbruchs staatlicher Machtgebilde wurde abgelöst durch die revolutionäre Entwicklung der Maschinen, der technischen Methoden, der wissenschaftlichen Erkenntnis, so wie schon im 19. Jahrhundert der große Tamtam der napoleonischen Kriege abgelöst wurde durch die wirkliche Revolution der Dampfmaschine, des Hochofens und des dynamo- elektrischen Prinzips. Auch darin haben sich die heutigen Menschen sehr schwer zurechtgefunden und haben versucht, gegen die Wirkung dieser Dinge Dämme aufzurichten, statt sich ihr anzupassen und anzuvertrauen. Die Politiker haben weiter Dummheiten gemacht, haben die Völker auseinandermanövriert, mehr wirt: schaftlich als politisch, unvernünftige internationale Zahlungsverpflichtungen wurden aufgestellt, revidiert, wieder revidiert, Zölle wurden errichtet, erhöht, noch einmal erhöht, politische Unruhen und politisches Mißtrauen verteuerten und erschütterten die Verteilung der Kapitalien, und so hat man von der Oberfläche her der heutigen Menschheit den Eindruck verschafft, als lebten wir in einer Zeit des Umsturzes, während wir in Wirklichkeit in einer Zeit leben, in der die gesunde segensreiche Entwicklung von Wirtschaft und Technik im kapitalistischen System durch tausend Eingriffe und Torheiten zu unnötigen Reibungen mit den Menschen und den Einrichtungen verurteilt wird. Aus der Summe der Einzelschicksale, die das betrifft, schließt man dann an den revolutionären Gehalt. In den vergangenen zwei Jahren war es besonders schlimm, weil sich die auf die Spitze getriebenen Maßnahmen gegen Wirtschaft und Vernunft nun endlich einmal voll auswirken. Sie erscheinen vielen von uns als eine besonders harte Prüfung des Schicksals, während sie uns in Wirklichkeit eine Quittung präsentiert haben, die uns eine Mahnung sein sollte, von den Dummheiten nun endlich abzulassen, dem Leben in Wirtschaft und Technik seinen natürlichen Lauf zu lassen. Und das gibt uns weiterhin die Hoffnung, daß eine positive Kritik, die ihm sofort durchführbare Möglichkeiten der Tempobeschleunigung im Rampf um die Notüberwindung aufzeigt, nicht vergeblich ist. Herr Reichskanzler! Denken Sie an Ihre eigenen Worte: ,, Die Menschen find der Verzweiflung nahe!" Krise oder Zeitenwende? Die Landkreise bei Schleicher. Der Reichstanzler empfing am Mittwoch Vorstandsvertre ter des Landkreistages. Anknüpfend an die Rundfunkrede Schleichers, in der als vordringlichste Regierungsaufgabe die Arbeitsbeschaffung bezeichnet wurde, trugen die Vertreter die Auffassung des Landfreistages über dieses wichtige Gegenwartsproblem vor. Kleinmut und Eitelkeit haben die Menschen von jeher veranlaßt, die Widerwärtigkeiten der Epoche ins Große zu projizieren und sich einzureden, als erlebten sie gerade das heroischste oder fortschrittlichste oder das revolutionärste Zeitalter. Die Geschichtsschreibung, die wesentliche Dinge im Leben der Staaten und der Völker, deren Entwicklung und Abavandlung abstrahierend zusammenfaßt, unterstüßt diesen Glauben. In Wirk lichkeit gibt es fast nirgends revolutionäre ober heroische oder fortschrittliche Epochen, zum mindesten merkt man im Leben des einzelnen davon fast nichts. Es ist möglich, daß das, was die Menschheit in dieser Zeit und was besonders Deutschland durchgemacht hat, von den Geschichtsschreiben späterer Zeiten faum als erwähnenswert betrachtet wird. Wir reden uns aber ein, daß ungeheure Dinge sich vollziehen, daß die bürgerliche Drdnung, die kapitalistische Welt erschüttert sei, daß die Menschheit nach neuen Formen in Gesellschaft, Wirtschaft und Staat suche, und was die Feuilletonisten der Politik und der Wirtschaft sonst noch alles wissen wollen. einen großen Krieg gehabt, Millionen von Menschen haben an der Zerstörung wertvoller Dinge gearbeitet, Millionen Menschenleben wurden vernichtet, und dann haben sich die Menschen nicht mehr zurechtgefunden. Vier Jahre lang hat man die Vernichtung bürgerlich- kapitalistischer Staaten wechselseitig gepredigt, vier Jahre lang hat man die internationale Ver tragstreue mit Hohn von sich gewiesen, und dann sollte man aufbauen und war doch wieder darauf angewiesen, die bürgerlich- kapitalistische Welt als ein Ganzes anzusehen, Verträge zu machen, Verträge zu halten, und das ist den Menschen natürlich sehr schwer gefallen. Ueberall war Krise, weil die Umstellung notwendigemveise Krisenerscheinungen hervorrufen mußte, und überall waren geschäftstüchtige Politiker bereit, den leidenden Völkern die Ueberwindung der Symptome dieser Krisenersche nung zu versprechen. Wir haben Inzwischen ging die Arbeit an den Dingen, die das Leben der Menschen in the long run wirklich entscheidend beeinfluffen, Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. ( Nachdruck verboten.) Rur schleunige Arbeitsbeschaffung 5 600 000 Arbeitslose. Nach dem Bericht der Reichsanstalt für die Zeit vom 1. bis 15. Dezember hat die jahreszeitliche Verschlechterung, der bisher die Hebung des industriellen Beschäftigungsgrades ent gegengewirkt hatte, sich in der ersten Dezemberhälfte stärker durchgesetzt. Bei den Arbeitsämtern waren am 15. Dezember rund 5 604 000 Arbeitslose gemeldet, d. h. rund 249 000 mehr als Ende November. fönne die schwere finanzielle Lage der Landkreise, vor allem im Hinblick auf die Wohlfahrtserwerbslosenlasten erleichtern. Eine solche Maßnahme würde nicht nur eine Sentung der Wohlfahrtserwerbslosenlasten, sondern auch eine weitere we sentliche Erleichterung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bringen. Eine Finanzierung lediglich durch Darlehen müsse wegen der damit verbundenen nicht zu verantwortenden Ver mehrung der kommunalen Schulen vermieden werden. Die Ein beziehung der Steuergutscheine in den Finanzierungsplan entSpreche auch der Auffassung der Landkreise. ( 33. Fortsetzung.) ,, Wenn mich der Sorgen Last beschwert und Kummer mich beengt, wenn Streit und Haß und Herzeleid die Spielerlust verdrängt: Schnell schwindet jede Sorge hin, die Trauer ist verbannt, Kein Wohnungsmangel in Berlin. Was die neue Wohnungszählung ergeben hat! Nach dem vorläufigen Anszählungsergebnis des Statisti fchen Amts der Stadt Berlin sind durch die am ro. Dktober d. J. für Berlin veranstaltete Leerraumzählung 26 655 leerftehende Wohnungen und 23 028 leerstehende Gewerberräume ermittelt worden. Da die fortgeschriebene Zahl der zur selben Zeit überhaupt vorhandenen Wohnungen( bewohnte und.inbewohnte) sich auf rund 353 800 belief, betrug das Wohnungsangebot 2 v. H Danach ist die wenigstens in der Vorkriegszeit meift als normales Durchschnittsangebot betrachtete Ziffer von 3 v. H noch nicht ganz wieder erreicht. Im besonderen standen leer 15 125 over 1,4 v. H Kleinwohnungen( bis zu vier Wohnräumen), 6506 oder 3,7 v. H. mittlere Wohnungen ( von 5 und 6 Wohnräumen) und 5024 oder 7,8 v. H. größere Wohnungen, wobei durchweg auch Küchen sowie zum Wohnen bestimmten Halbe Zimmer oder Kammern als Wohnräume gezählt sind. Sandwerk und Einzelhandel fordern neuen Reichszuschuß für den Althausbesig. Die Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels und der Reichsverband des deutschen Handwerks haben eine gemein same Eingabe an den Reichskanzler gerichtet, die erneut den Antrag einbrachte, mit Rüdsicht auf die günstigen Auswir fungen, welche die Bereitstellung von 50 Millionen R.-Mr. zur Gewährung von Reichszuschüssen für die Instandsetzung von Wohngebäuden, die Teilung von Wohnungen und den Umbau gewerblicher Räume zu Wohnungen auslöfte, einen weiteren heft' ich nur einmal meinen Blid aufs alte Landknechtsband." Adolf Müller, Ernst Gehle, Frizz Körner und Günter Freund saßen an einem Montagnachmittag in ihrem Stammtaffee. Der Torwart blätterte in einer illustrierten Zeitschrift, Die drei anderen Fußballspieler spielten ihren gewohnten Stat. Ob Theo noch nicht bald tommt?" fragte Adolf Müller, während er die Karten mischte. Ernst Gehle sah auf die Uhr. ,, Es ist ja erst halb vier. Ich glaube, Theo hat heute von drei bis vier Uhr Unterricht im Boren. Oder er macht wieder mal Ueberstunden. Augenblicklich ist bei Johannisson ja Hochbetrieb. Uebrigens, die neue Rennmaschine ist sauber. Ich hab' sie neulich mal laufen sehen, also einfach tnorke, sag' ich euch." Sten Piccolo bis zum prominentesten Gaste fühlten sich alle mit dem Geschick der tapferen Elf, die ihre Heimatstadt auf dem grünen Rasen so glänzend vertrat, aufs engste verbunden. im Heute standen die fungen Fußballspieler besonders Mittelpunkt des Interesses. Hatten sie doch gestern in einem fabelhaften Endtampf die Verbandsmeisterschaft errungen! ,, Wieviel kostet das Rad denn?" fragte Günter interessiert und sah von seiner Zeitschrift auf. 1250 Mart ab Wert, das heißt, natürlich mit allen SchiTanen: Boschlicht, Soziussit usw...." ,, Das ist ja flotzig viel Geld " Die Verordnung wegen der Brandversicherungsbeiträge, teröffentlicht in Nr. 19 des Hessischen Regierungsblatt" vom 14. Dezember 1932, lautet wie folgt: Bekanntmachung: Die Erhebung eines BrandversicheDie Musiker, die inzwischen erschienen waren, stimmten ihre Instrumente. Der Kapellmeister winkte lächelnd den vier Fußballspielern zu und eröffnete dann das Programm mit dem Landsknechtsmarsch, den er selbst zu Ehren der siegreichen Mannschaft tomponiert hatte. ,, Geld ist bei mir das Wenigste," lachte Adolf Müller, der gerade einen diden Grand in der Hand hatte. Das war eben mit dreien, Spiel vier, aus der Hand fünf, Schneider sechs.. 120." ,, Wenn meine Kreuz zehn nicht blank gesessen hätte, wären wir dide rausgefommen," brummte Frizz Körner. rungsbeitrages für das Jahr 1932 betreffend. Zur Decking der Ausgaben der Brandversicherungskaffe für das Jahr 1932 ist mit Genehmigung des Herrn Ministers des Innern vom 18. November 1932 auf je zoo Mark Umlagekapital eim Beitrag vom 7 Rpfg. auszuschlagen und in einem Ziele bis 15. Februar 1933 zu erheben. Die für die hessischen Staatssteuerm geltenden Vorschriften über Verzugszinsen finden auf die Brandversicherungsbeiträge entsprechende Anwendung. Als Mindestbeitrag für eine Hofreithe sind 75 Rpfg. zu zahlen. Bestehender Verordnung gemäß wird dies hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht. ,, Wir wollen aufhören mit dem Stat spielen," meinte der Mittelläufer. ,, Musit ist ja leider immer mit Geräusch ver,, Ja... und wenn der Hund nicht gesch... lafen hätte, hätte er den Hasen bestimmt gefriegt," lachte der Mittelläufer. Günter Freund rief den Ober. bunden." ,, Na, Adolf, du bist auch ja selten unmusikalisch," lachte der Rechtsaußen.„ Kannst du eigentlich einen Notenschlüssel vom Hausschlüssel unterscheiden?" ,, Bringen Sie mir noch eine Tasse Kaffee, Herr Richter... Ist die neue Sportzeitung schon da?" ,, Nur sower, weil ich beide nur vom Hörensagen kenne." ,, Dafür bist du eben ein eifriger Botaniker," meinte der Torwart. ,, Noch nicht, Herr Freund. Wenn sie kommt, werde ich sie Ihnen sofort bringen." ,, Botaniker? Wieso?" ,, Na," lachte Günther ,,, ich hab' dich doch neulich abends gesehen. Da hast du ja eine ganz seltene Pflanze nach Hause gebracht." Allmählich füllte sich das Lokal. Fast jeder neue Besucher warf beim Eintritt zuerst einen Blick nach dem Stammtisch der Landsknechte, um dann, je nach dem Grade seiner Bekanntschaft mit ihnen, höflich oder freundschaftlich zu grüßen. Vom jüngsen Meistertitel erkämpft. War auch die Errängung der Meister schaftswürde nie in Frage gestellt, nahmen trotzdem die gestern zahlreich erschienene Zuschauer am Schlusse des Spiels die Ge Tegenheit wahr, ihre Lieblingsmannschaft durch nicht endenmollende Betfallsrufe zu ehren. ,, Ist das wahr, Adolf?" schmunzelte Ernst Gehle. Was für eine Pflanze war denn das? Vielleicht die Königin der Nacht. viktoria regia?" „ Ihr wollt wohl einen alten Mann durch den Kakao holen," entgegnete der Mittelläufer und zündete sich bedächtig eine 3igarette an. Als damals die Landsknechte in einem beispiellosen Sieges lauf die Bezirksmeisterschaft errangen, wiesen wir schon an dieser Stelle darauf hin, daß die tapfere Elf nicht nur die beste Mannschaft des Bezirks, sondern auch des Verbandes sei. Wir sind nicht enttäuscht worden. Da trat Theo in die Tür. Er sah etwas abgespannt aus. den Der gestrige Großkampf schien ihm noch ein wenig in Knochen zu sitzen. Von allen Seiten gegrüßt, ging er durch die Tischreihen hindurch. Diensteifrig stand sofort der Ober neben ihm und half ihm beim Ablegen des Mantels. Besaß der Verein auch schon dreimal den Titel eines Ber bandsmeister, so hat er ihn doch noch in keinem Jahre so über zeugend und einwandfrei erkämpft wie in dieser Spielzeit mit dieser jungen aufstrebenden Mannschaft. Nur einmal spielte die Elf unentschieden, als sie Ersatz für Theo Hansen und Adolf Müller einstellen mußte, die damals in der Nationalelf gegen die Dänen fämpften. In der nun folgenden Knod- out- Runde um die deutsche Fußballmeisterschaft werden die Landsknechte einen zähen, starten Gegner abgeben. ,, Danke schön... Bringen Sie mir bitte eine Tasse Kaffee, Herr Richter." Der Mittelstürmer begrüßte seine Kameraden. ,, Wir haben schon auf dich gewartet, Theo. Hast du heute länger gearbeitet?" fragte Adolf Müller. ,, Ja. Uebrigens habe ich auch schon die neue Sportzeitung mitgebracht. Es steht ein längerer Artikel über uns darin." Er reicht das Blatt seinen Fußballkameraden, die sich sogleich eifrig in den Bericht vertieften: In dieser Form und ohne Ersatz einstellen zu müssen, haben fie ohne Zweifel gute Aussichten, über die Vor- und Zwischen runde in das Endspiel um die Deutsche Bundesmeisterschaft zu tommen. ,, Der gestrige Tag bracht uns den neuen Verbandsmeister. Jn einem wunderbaren Endspiel haben sich die Landsknechte dieEinen ausführlichen Bericht über das gestrige Spiel bringen wir an anderer Stelle...“ Dr. Bargmann, der mit einem Geschäftsfreund ebenfalls im Lotal anwesend war, trat an den Stammtisch der Fußballspieler und begrüßte sie. ,, Einen Augenblid fann ich wohl bei Ihnen Plaz nehmen. Ach so," meinte er dann lächelnd mit einem Blid auf die ' Zeitung ,,, Sie lesen gerade den neuen Sportbericht. Wie ist denn die Kritik ausgefallen?" Fiebertro bie Kranten Rach Ve Mittagszeit e bof ift diesfe laubigen We ,, Man räumt uns gute Chancen für die Endkämpfe ein, entgegnete Adolf Müller.„ Wenn wir nur erst das Vorrunden Spiel glücklich hinter uns hätten! Wissen Sie schon, Herr Dob tor, ob wir auf eigenem Platz spielen werden oder nach aus wärts fahren müssen?" um Chinesen Dem Ho Mauer und oder sechs Ja hen. Ihrem ,, Darüber habe ich noch keine bestimmte Nachricht. Ich nehme der aus Arb felbständiger hidt aus pie haben, ein Ha iber gespann Die Strup Kleinien, bie Sie habe Goldaten erh nur ein vierte Plötzlich Bremdenvierte Kleinen. Haft die ihnen die ift. Geit geft Es ist bei Ar Borfichtig Bu Derteilen. Die Ghan mit Hungerge nichts au effen Gatte Sti Jagt die Flüche un baben. Das zwingt fie zu Die Klein werfen, um da an, daß das Spiel auf neutralem Platz stattfinden wird. Jeden oder mit dem G falls wäre das die glücklichste Lösung." ,, Das ist auch meine Ansicht," stimmte Theo Hansen dem Immer w Bujammen. Au Vorsitzenden zu. Bei dem schon an und für sich etwas harten the Hungerton Knodout- System, dem die drei Ausscheidungsspiele unterliegen, ist das Spielen auf eigenem Platz für den auswärtigen Gegnet doch immer eine schwere Benachteiligung." ( Fortsetzung folgt.) Soldat, g polien! -6 tein, tann noc G16 Brot Nr. 51 der gleichen Bestim bisherigen Regelung nze für die Bufu oder 150 R.-M. ir Mittel- und Klein te Wohnhäuser über führt werden tönnen. g, den Kreis der zu , als das bisher der standsetzungsarbeiten mtloftenaufwand bie uf hin, daß es gegen r die Erhaltung des Mittel zur Durchfüh e Dauer feinen volts Die grundsätzliche For ilität des Hausbefizes je. für die Zeit vom 1. Berschlechterung, der häftigungsgrades ent Dezemberhälfte stärker Cen am 15. Dezember rund 249 000 mehr in Berlin, g ergeben hat! sergebnis des Statisti die am 10. Dktober zahlung 26 655 leer hende Gewerberräume e Zahl der zur felben ( bewohnte und inbe Setrug das Wohnungs s in der Vorkriegszeit betrachtete Ziffer von Im besonderen stan wohnungen( bis zu vier mittlere Wohnungen oder 7,8 v. 5. größere chen sowie zum Woh mern als Wohnräume ficherungsbeiträge, ter Regierungsblatt vom eines Brandverfiche hr 1932 betreffend. Brantwerficherungsfaffe g des Herrn Minifters uf je zoo Mark Um zuschlagen und in einem Die für die hessischen Ser Verzugszinsen finden sprechende Anwendung ind 75 pfg. zu zahlen. wird dies biermit zur Erringung der Meister men trotzdem die gestern Juffe des Spiels die Ge ft durch nicht endemol Samstag, den 24. Dezember 1932. „ Gießener Zeitung" A Es sprüht ein Stern in dunkle Nacht hinein. Da flammen auf viel tausend Tannenbäume! Und in den Herzen blüh'n liebholde Träume Bom ,, Wieder Kind" und„ Wieder glücklich sein“. Odies Gescheh'n, da aller Schatten weicht! Lichtfülle ftrahlt bis in die tiefften Herzen. Und Glocken jubeln zwischen Wunderkerzen: „ Die schönste Stund' des Jahres ist erreicht!" Otto Promber. Shanghai. Aus Briefen eines englischen Soldaten. Deutsch von C. P. Hiesgen. Fieberkrank schidte mich der Stabsarzt auf vier Wochen in bie Krankenstube nach Shanghai. Nach Verlauf des Fiebers hatte ich die Erlaubnis, zur Mittagszeit eine Stunde auf dem Hofe spazieren zu gehen. Der Hof ist diesseits von einer modernen Straße, jenseits von einem staubigen Wege begrenzt, der sich an einer alten, hohen Mauer zum Chinesenviertel hinzieht. Dem Hofe gegenüber fauern zwei gelbe Bürschlein an der Mauer und spielen mit zwei jungen Hunden. Für ihre fünf oder sechs Jahre sind die kleinen Chinesen sehr aufgeweckte Kerlchen. Ihrem Aussehen nach fönnte man sie ebenso gut für Kin= der aus Arbeitervierteln in Europa halten. Viel flüger und selbständiger als gleichaltrige Kinder bei uns, haben sie sich geschickt aus vier Stöden, die sie in die Mauer hinein geklemmt haben, ein Häuschen gebaut und ein Stück geteertes Leinen darüber gespannt. mers beispiellofen Sieges Diesen wir schon an dieser icht nur die beste Mann Verbandes sei. Wir find al den Titel eines Ber in feinem Jahre so über Ee in diefer Spielzeit mit Nur einmal spielte bie Theo Hansen und Adolf n der Nationalelf gegen Igenden Knod- out- Runde werden die Landsknecte einstellen zu müssen, haben r die Vor- und Zwischen the Bundesmeisterschaft zu Das geftrige Spiel bringe eschäftsfreund ebenfalls in mmtisch der Fußballspiele bei Ihnen Platz nehmen d mit einem Blid auf di Sportbericht. Wie ist den für die Endlämpfe ein ir nur erft das Vorrunden Biffen Sie schon, Herr Do en werden oder nach au immte Nachricht. Ich nehm ah stattfinden wird. Jed timmte Theo Hansen ben und für fich etwas faste cheidungsspiele unterliegen r den auswärtigen Gega ( Fortjehung folgt.) igung." Die struppigen Hunde spielen mit den nadten Füßen der Kleinien, die singend ihren Hunger forttäuschen. Sie haben seit gestern mittag nichts mehr gegessen. Die Soldaten erhalten bei der kritischen Lage der Stadt morgens nur ein viertel Liter Suppe. Davon können sie nichts verteilen. Plötzlich rufen Hörner aus verschiedenen Richtungen des Fremdenviertels. Das ist das langerwartete Signal für die Kleinen. Hastig greifen sie nach ihren großen Konservenbüchsen, die ihnen die vierbeinigen Gesellen immer blank halten. Vorsichtig umkreisen sie die Feldküche, die eben angekommen ist. Seit gestern sind besonders strenge Befehle angeschlagen. Es ist bei Arreststrafe verboten, Lebensmittel an die Chinesen zu verteilen. Die Schar der hungernden Kinder umlagert die Feldküche mit Hungergeheul. Die Kleinen wissen schon, warum man ihnen nichts zu essen gibt. Satte Stimmen verscheuchen den hungrigen Haufen: ,, Jagt dieses Ungeziefer zum Teufel!" Flüche und Schandworte, die eher umgekehrt Berechtigung haben. Das wissen sie alles, die Kleinen, aber der Hunger zwingt sie zu schweigen. Die Kleinen fennen die Gesichter, die ein Stüd Brot hinwerfen, um dann Eimer schmutziges Wasser über sie auszugießen oder mit dem Stod auf die hungergequälten Leiber loszuschlagen. Immer wieder ballt der Hunger seine verzweifelte Meute zusammen. Auf allen Plätzen und Straßen stimmen die Kinder ihr Hungerkonzert an: ,, Soldat, gib Essen! sgossen! Vater erschossen! Mutter erGib Brot! Mir, mir, mir, mir auch! Bin zu flein, fann noch nicht arbeiten! Soldat, gib Essen!" ,, Gib Brot, Soldat!" drängt sich ein verkrüppeltes Kind vor. Sein Gebrechen gibt ihm mehr Mut als den gefunden Kindern. Manches Herz unter der Uniform und manches Gehirn unter dem Stahlhelm spürt sein Blut heißer pulsen, und nicht Strafen noch Befehle hindern die Matrosen und Soldaten des Otzidents, den Kindern der Entrechteten und Ermordeten des fernen Ostens soviel Brot zu geben, wie sie im Augenblid besitzen. Trotz der drohenden Strafen und strengen Befehle haben die beiden Bürschlein ihre Konservenbüchsen voll Essen ergattert. Jauchzend rennen sie mit ihrer Hungerbeute unter das Dach an der alten hohen Mauer, um mit ihren zottigen Freunden einen Festschmaus zu halten. Gierig verschlingen die jungen Hunde die Reste, und sorgsam stellen die kleinen Chinesen die blankgeleckten Büchsen wieder in die Mauernische. Ein Weilchen spielen sie noch mit ihren Hunden, dann streden sie sich lang und schlafen glücklich" unter der„ Wohltat des englischen Protektorats"! Anfällige Kinder. Von Dr. J. Peiser. Wenn der Sommer vorüber und der Herbst ins Land ge= gangen ist, dann mehren sich die Erkältungskrankheiten. Diese Beobachtung wiederholt sich in jedem Jahre und erscheint derart gesetzmäßig, daß eine Erkältung oft geradezu schicksalsmäßig hingenommen wird. Namentlich Kinder werden zahlreich von ,, Erkältung" ergriffen und nicht wenige zeigen eine Neigung und Bereitschaft ,, sich zu erfälten". Solche Menschen, welche sich sehr leicht erkälten" nennt der Sprachgebrauch ,, anfällig" und oft wird der Arzt befragt, warum z. B. das Kind ,, so anfällig" sei und wie dem abgeholfen werden tönne. Der Begriff der Erfältung ist trotz ihrer Häufigkeit noch start umstritten. Viele Aerzte erkennen eine Erkältungsfrantheit überhaupt nicht an. Sie vertreten den Standpunkt, daß die sogenannte Erkältung stets auf einer Infektion beruhe, auf einer Ansteckung durch einen anderen, an der gleichen Krankheit leidenden Menschen. In der Tat läßt sich in der Mehrzahl der Beobachtungen eine Ansteckungsquelle in der Umgebung des Erkrankten feststellen, und es ist zweifellos näherliegend, die einem frische Erkrankung durch Uebertragung von anderen her zu erklären, als sie auf einen Begriff zurückzuführen, dessen Erklärung schwierig ist. Es ist oft nicht leicht, die Ansteckungsquelle ausfindig zu machen, allein bei Kindern gelingt dies häufig. In der Regel sind es die Geschwister, die Spielgefährten, die Schulkameraden, die Pflegepersonen, wenn diese mit einem Schnupfen oder einem Katarrh der oberen Luftwege be haftet sind. Keine Krankheit ist so leicht übertragbar als ein ,, harmloser" Schnupfen, und die Uebertragung eines Rachenoder Luftröhrenkatarrhs durch die beim Husten und Niesen verstreuten Tröpfchen ist der Allgemeinheit noch immer viel zu Lokales. Weihnachtsfriede. Nr. 51 Das ist die stille, die heilige Nacht, wenn die Straßen und Gassen vereinsamen und hinter den Fenstern die Lichterbäume erstrahlen. Da erwacht dann auf der ganzen Erdenrunde der Zauber jener göttlichen Verheißung, die einst vor 2000 Jahren eine Welt aufhorchen ließ: Friede den Menschen auf Erden, die eines guten Willens find. Und alle Jahre wieder sucht der Lichtglanz dieser heiligen Nacht von Bethlehem mit ihrem Friedensgesang den Weg in die Herzen der Menschen. Wieder ist die stille, heilige Nacht gekom men. Weihnachten, das heimliche Königreich des ewigen Fries dens. Die Hoffnung der Völker vor Jahrtausenden einst, jetzt wieder die Hoffnung der Nationen. Ewig nah ist dieser Friede und dennoch ist diese gepeinigte Menschheit friedlos. Und trotzdem bricht sie nicht auf, den Weg zu gehen, den der Stern bezeichnet, wie einst die Hirten auf dem Felde und die drei Könige aus dem Morgenland. Die Völker lauschen noch immer nach einer großen befreienden Friedensbotschaft und hören nicht die Stimme, die über Bethlehem erklang und die nicht unterging im Vorüberrauschen der Jahrhunderte. - Aber die Menschheit hat sich zum großen Teil wieder von Gott abgefehrt man lese nur die neuesten Meldungen über die Anordnungen der Sowjet- Regierung in Rußland gegen das Weihnachtsfest und weil man dem Lenker aller Lenker nicht mehr die Ehre geben will, darum ist kein Friede auf der Welt, sondern überall Not und Elend, Rat- und Hilflosigkeit, Herrsch sucht und Gewalt. Ist alle Hoffnung verschwunden? Nein, und tausendmal nein! Was jeder kann und muß, ist: sein Friedensreich in Teiner eigenen Brust aufrichten. Nur über den Weg der Erneuerung des inneren Menschen erneut sich die Welt. Erst, wenn sich die Menschen in Andacht vor dem Kreuz auf Golgatha beugen, wird jene Weihenacht zur Wirklichkeit werden, die wir nur im kleinen Kreise in der stillen, heiligen Nacht unter dem Weihnachtsbaum vorahnend erleben: die große heilige Weihe nacht der Versöhnung aller Völker der Erde. leibt es i * Ein stiller Heiligabend. Für den Ladenschluß am Heiligen Abend bleibt es in diesem Jahr bei den Bestimmungen des Borjahres, wonach die Geschäfte um 5 Uhr zu schließen haben; nur für Lebensmittel- und Blumengeschäfte ist die Berkaufszeit bis 6 Uhr verlängert. Für Gast- und Schantwirtschaften gilt die Polizeistunde. Leider fonnten Bestrebungen der zuständigen Ressorts, die dahin gingen, den Ladenschluß ohne Ausnahme auf 5 Uhr festzusetzen und auch die Offenhaltung der Gast- und Schantwirtschaften zeitlich zu begrenzen, infolge der allgemeinpolitischen Lage, die jede gesetzgeberische Tätigkeit des Reichstages ausschließt, nicht zum Ziele kommen. Wann hat unser Bolt einen stillen Heiligabend nötiger gehabt als in diesem Jahr? * Weihnachtspostverkehr. Die Amtsräume des Hauptzollamts Gießen, Liebigstraße 8, find am ersten Weihnachtsfeiertag von 10 bis 12 Uhr vormittags zur Abfertigung von aus dem Ausland eingegangenen Weihnachtspostsendungen geöffnet. * Bom Bolizeiamt. Wegen Vornahme von Kesselreini gung bleibt das Polizeiamt am Dienstag, den 27. Ifb. Mts. für den Publikumsverkehr geschlossen. Um dringende, feinen wenig bekannt. Es ist unbestreitbar, daß in den öffentlichen Verkehrsmitteln zahlreiche Katarrhe übertragen werden, die hinterher als Erkältungstrantheiten gelten, weil die ursächlichen Zusammenhänge nicht erkannt worden sind. So muß auch das häufige Uebergreifen einer Erkältung" von einem zum anderen Familienmitglied darauf hinweisen, daß eine übertragbare Krankheit vorliegt. Und die Erkältung auf dem Schulweg ist unschwer durch Anstedung von einem Schultameraden zu erklären. Gegen diese scheinbare Erkältung, in Wirklichkeit Ansteckung, gibt es ein probates Mittel, das ist die Hustendisziplin. Wenn die Erwachsenen und die Kinder Sustendisziplin üben wollten, wenn sie nicht hemmungslos in den Raum hinein husteten und freiweg niesten, sondern sich dabei abwenden oder ein Taschentuch vor Mund und Nase nehmen wollten, dann würde die Verstreuung von Tröpfchen und damit die Uebertragung von Katarrhen auf ein Mindestmaß zurüdgedrängt werden. Andererseits ist nicht zu leugnen, daß unter gleichen Verhältnissen nicht jeder Mensch sich erkältet". Zum Zustande tommen der Erkältungskrankheit ist eine persönliche Bereit<< schaft notwendig. Eine solche wird durch übermäßige, insbe= sondere einseitige Abkühlung, sowie vollständige oder teilweise Durchnässung geschaffen. Darüber hinaus gibt es Zeiten gesteigerter und verminderter Anfälligkeit. Am finnfälligsten treten diese im Kindesalter in Erscheinung. Kleinkinder sind am anfälligsten; die Anfälligkeit läßt erst gegen das 10. Lebensjahr wesentlich nach. Vorausgegangene Erkrankung oder Erschöpfung hinterlassen für längere Zeit erhöhte Anfälligkeit. Viele Menschen zeigen eine angeborene, anlagemäßig bedingte Anfälligfeit; aber auch unzwedmäßige Ernährung, insbesondere Ueberernährung mit sog. fräftiger Kost und übermäßige Flüssigkeitszufuhr steigern die Anfälligkeit. Zu wenig Beachtung findet immer noch die Tatsache, daß zu dichte Bekleidung, namentlich wenn sie vermehrte Schweißabsonderung hervorruft, die Widerstandsfähigkeit gegen Erkältungskrankheiten herabsetzt. Damit ergeben sich die Gesichtspunkte, welche die Erkältungsbereitschaft herabzusehen geeignet sind. Vermeidung jeder Verweichlichung, zwedmäßige nicht zu dichte Bekleidung, insbesondere poröse Unterkleidung, regelmäßige Hautpflege( wir wissen heute, daß die Haut für die Abwehr von Erkrankung eine besondere Rolle spielt), mäßige Ernährung ohne Festlegung auf bestimmte Systeme, jedoch unter Beachtung frischer Gemüse und frischen Obstes, Freiluftgymnastik. Sog. Abhärtung durch Wasserprozeduren wird oft übertrieben, wertvoller ist Abhärtung durch Lufteinwirkung. In diesem Sinne wirkt auch eine Erholungsreise, wenn sie mit einem Klimawechsel verbunden wird. Es muß nicht eine Sommerreise sein, auch eine Winterreise fann Anfälligkeit herabsetzen. Wer im einzelnen Beratung wünscht, erhält sie am besten bei dem Arzt seines Vertrauens, der seinen Stolz darein seht, Krankheiten nicht erst zu heilen, sondern schon zu verhüten. Samstag, den 24. Dezember 1932. Aufschub duldende Fälle zur Erledigung bringen zu können, haben wir jedoch an diesem Tage in der Zeit von 11-12 Uhr vormittags für den Verkehr mit dem Publikum einen Eildienst eingerichtet. * Leseholzsammler. Das Leseholzsammeln in den städtischen Waldungen ist in den Monaten Oftober bis März einschließlich nur von 8 Uhr bis 17 Uhr und nur denjenigen Personen gestattet, die im Besitz einer Leseholzkarte( grüne Farbe) find. * Evangelisch- kirchliche Nachricht. Durch die Kirchenregiezu Mainzrung wurde dem Pfarrer Gustav Hoffmann Mombach die evangelische Pfarrstelle des Matthäusbezirks der Christuskirchengemeinde zu Mainz, Dekanat Mainz, übertragen. * Die Straßenbahnlinie durch Wiesed wurde am Mittwoch eröffnet. Um 1 Uhr fand die landespolizeiliche Abnahme statt, und um 4 Uhr befuhren der Stadtvorstand, die Vertreter des Elektrizitätswertes und des Verkehrsvereins auf drei festlich geschmückten Straßenbahnwagen die neue Gesamtstrede vom Marktplatz durch die Marburger Straße und Wiesecker Straße bis in die Mitte Wieseds, wo der Gemeindevorstand von Wiesed unter Leitung des Bürgermeisters Schomber die Gäste und die neue Verkehrsverbindung mit der Stadt herzlich begrüßten. * Tränengas- und Stinkbomben. Am letzten Sonntag wurden in drei Gießener Kaufhäusern Stink- und Tränengasbomben geworfen, wodurch die Angestellten und auch das laufende Publitum belästigt wurden. Ein 18 Jahre alter SA- Mann aus Gießen und Mitglied der NSBO. wurde als Täter festgestellt. Er hat in einem Warenhaus wegen seiner Einstellung gegen die Warenhäuser Stinkbomben geworfen, um eine Kaufstockung hervorzurufen und das kaufende Publikum zum Verlassen des Geschäftes zu veranlassen.- Verdächtig, Tränengasbomben in zwei anderen Kaufhäusern geworfen zu haben, ist ein zweiter SA- Mann aus Gießen, der sich in Begleitung eines bis jetzt namentlich noch nicht festgestellten Mannes befand. Wie uns das Polizeiamt mitteilt, ist ein Strafverfahren eingeleitet. - 50 Jahre Allgemeiner Verein für Armen- und Krankenpflege. 1882 begann der Verein seine Tätigkeit mit der Errichtung einer Krippe für Kinder. 1887 wurde das Schwesternhaus in der Lonystraße erbaut, 1889 das sogenannte ,, Mietspatronat" zur Beschaffung gesunder, sauberer Arbeiterwohnungen, eingerichtet. Dem folgte die Flick- und Nähschule, 1892 die Haushaltungsschule, 1895 das neue Schwesternhaus mit Klinik in der Johannesstraße, 1901 Hospiz und Marthaherberge, 1904 die Säuglingsfürsorge. Ueber dem Krieg bis zur Gegenwart ein reicher Strom christlicher Liebesarbeit zum Segen vieler Tausender! * Grenze im Osten. Am 28. Dezember, in der Zeit von 20 bis 20,30 Uhr, bringt der Ostmarken- Rundfunk eine bedeutsame Grenzlandsendung von der Weichsel um Marienwerder und Kurzebrad. Die Sendung leitet Ernst W. Freißler. Er sprechen: der Landrat des Kreises Marienwerder, Dr. Ulmer, und Hans G. von der Burchard. * Straßensperrungsnachricht. Mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.( A. v. D.), Gießen. Die Straßensperre auf der Provinzialstraße Hartmannshain- Gedern ist wieder aufgehoben. Ebenso ist aufgehoben die Sperre der Ortsdurchfahrt Wiesed im Zuge der Straße Gießen- Altenbused. * Allg. Ortskrankenkasse. Die Zahlung der für den Monat November 1932 rüdständigen Beiträge zur Krankenkasse, Arbeitslosenversicherung, und die Abgabe zur Arbeitslosenhilfe wird mit Frist bis zum 30. Dezember 1932 gemahnt. Nach diesem Termin erfolgt Kostenberechnung und Zwangsbeitreibung. * Sicherung des Vogelsberger Wintersportes. Ueber die Sicherung und den Ausbau des Rettungswesens für den Wintersport im hohen Vogelsberg fanden in Schotten Verhandlun= gen zwischen dem zuständigen Stiverband und den Vertretern der Arbeitsgemeinschaft Vogelsberger Freiwilliger Sanitätstolonnen sowie der„ Bergwacht" statt. Man tam überein, daß an Sonntagen mit Schneeschuhbetrieb sich ständig drei Sanitäter und zwei Bergwachleute im Sportgelände aufhalten und Mitglieder des Stiverbandes, die sich durch Ausweis legitimieren können, freie Behandlung haben sollen. Arzt und Kranfenauto stehen bei schwereren Unfllen nach vorheriger telephonischer Anmeldung beim Rechner des Sti- Gaues, Bopp in Schotten, zur Verfügung. Im Bereiche der ,, Herchenhainer MEYERS KLEINES LEXIKON 8., neubearb. Auflage 1931/32 3 BANDE Bände und 1 Atlas Ergänzungsband. 70000 Stichwörter and Artikel mit rund 3500 Bildern. 293 großen, z. T mehrfarbigen Tafeln and Karten, der Atlasband enthält Berdem Nebenkarten. Haupt and 238 Vas modernste vollständige Lexikon leder Band in Lw. 23 RM., in Halbled. 26 RM. Bei Rückgabe eines nach 1892 erschienen 2-4bändigen xikons in Leinen 20.50 RM.. in Halbleder 23.50 RM In drei Bänden soviel wirklich erschöpfende Artikel aus allen Wissensgebieten, soviel große Bilder, Tabellen u. Übersichten unterzubringen, wie es im Kleinen Meyer geschehen ist, das wird Ihnen so leicht kein anderer Verlag nachmachen." Prof. Dr. Karolus, Leipzig. Prospekt kostentrei durch Jede Buchhandlung BIBLIOGRAPHISCHES INSTITUT AG., LEIPZIG Berlangt beim Einkauf nur deutsche Waren! ,, Gießener Zeitung" Höhe" wird der Ueberwachungs- und Rettungsdienst durch die Freiwillige Sanitätstolonne Hartmannshain ausgeübt. * 48. Balneologentongreß. Der 48. Balneologenkongreẞ wird vom 4. bis 8. April 1933 in Baden- Baden tagen. Die Grundthemata des Kongresses sind: ,, Die Bedeutung der Diagnostik für die Kurortwissenschaft“ und„ Stand der Klimakunde". Zugleich mit dem Balneologentongreß tagen in Baden- Baden die Zentralstelle für Balneologie, die Arbeitsgemeinschaft für wissenschaftliche Heilquellenforschung und der der reichsdeutschen Badeärzte. Standesverein * ,, Hier sind alle deutschen Sender". In der Silvesternacht vereinigen sich alle deutschen Sender zu einer gemeinsamen groBen Ringsendung, die von 19,30 bis 23,45 Uhr dauern wird und an der die verschiedensten deutschen Sender mit repräsentativen musikalischen und literarischen Darbietungen in bunter Reihenfolge aufwarten werden. Aus Nah und Fern. Groß- Eichen. In der Dorfkirche fiel am Samstagabend, während die Gemeinde in der Kirche zur Andacht versammelt war, die Glocke beim Schlußgeläute aus dem Kirchturm herab. Als ein Glück ist es anzusehen, daß die Decke des Kirchenschiffs von der Glocke nicht durchschlagen und dadurch ein schweres Unglück für die Kirchenbesucher verhütet wurde. Der Absturz der Glocke ist auf einen Bruch in der Aufhängevorrichtung zurückzuführen. Nidda. Bei lebendigem Leibe verbrannt ist die 60jährige Frau eines Bahnbeamten, die während des Kochens am offenen Herdfeuer hantierte. Plöglich stand die Frau in hellen Flammen, lief auf die Straße und schrie um Hilfe. Nachbarn löschten die Flammen, die Kleider fielen wie 3under ab. Die Frau hatte so schwere Brandwunden davongetragen, daß sie kurz nach der Einlieferung in die Gießener Klinit starb. Nidda. In dem Nachbarorte Echzell wurde einem Landwirt das erste durch strengste Sparsamkeit angesammelte Bachtgeld in Höhe von 1500 Mark gestohlen. Wie der Diebstahl man noch nicht. Der möglich war und wer der Täter ist, wetbeträge nicht zu Vorfall ermahnt erneut dazu, größere Hause aufzubewahren, sondern sie zur Kasse zu bringen. Worms. In verschiedenen rheinhessischen Gemeinden um Gau- Odernheim waren zahlreiche falsche Fünfmarkstücke abgesetzt worden. Einem Geschäftsmann in Osthofen war der Falschgeldvertreiber aufgefallen u. er gab der Gendarmerie eine Personalbeschreibung. So war es möglich, den Gauner festzunehmen. Es handelt sich um einen Einwohner aus Herrnsheim bei Worms, der bei seiner Verhaftung noch eine Anzahl Falsifitate bei sich trug. Marburg. In Albshausen wurde ein siebenjähriger Schüler beim Ueberqueren der Dorfstraße von einem Kasseler Leichentransportwagen erfaßt und ein Stüd über die eisbedeckte Straße geschleift. Er erlitt dabei schwere Verletzungen, die Nr. 51 destheaters. Nach einer längeren Aussprache wurde ein Antrag mit großer Mehrheit angenommen, das Theater mit dem 31. Dezember zu schließen. Finanzschwierigkeiten. New Yort, 23. Dez. Die Finanzschwierigkeiten der Stadt New York sind gestern wieder einmal recht augenscheinlich geworden, als die Stadt sich außerstande sah, die Entschädigungen in Höhe von 9 Millionen Dollar an Haus- und Grundstückseigentümer zu zahlen dneen die Stadt zwangsweise ihren Besitz abgekauft hatte, um Gelände für die Anlage neuer Stadtbahnlinien frei zu bekommen. Neue Bücher. Meyers Kleines Legiton, 8. Aufl. Atlas- Ergänzungsband. 238 Haupt- und Nebenkarten, und zwar 4 Karten der Erde und der Polarländer, 14 Karten von Deutschland, 36 Karten der übrigen europäischen Länder, 15 Karten von Asien, 14 Karten von Amerika, 7 Karten von Afrika, 3 Karten von Austra= lien und Ozeanien; dazu 132 Nebenkarten und 13 Sonderkarten über Vegetation, Bevölkerung, Rassen und Religionen und ein Register mit 72 000 Namen. In Leinen 23 RM., in Halbleder 26 RM. Verlag Bibliographisches Institut AG., Leipzig. Wer einmal Meyers Kleines Legiton angeschaut hat oder gar der glückliche Besizer dieses eben vollständigen dreibändigen Werfes ist, wird es sehr begrüßen, daß sich der Verlag zur Herausgabe eines ergänzenden Atlasbandes entschlossen hat. Jugend von heute. Nie war die Zukunft einer Jugend ungewisser. Die Woche" gibt ihr Weihnachtsheft als Sondernummer Jugend von heute" heraus. Sie läßt Tatsachen sprechen und zeichnet in Wort und Bild auf, wie die Jugend sich selbst sieht und wie wir sie sehen. Eine neue große ,, Woche"-Sondernummer, die in vielen tausend Familien an diesem Weihnachtsfest Gespräche beherrschen wird. Wer die Hand an den Pflug legt... Unter diesem Titel sind 35 Andachten von Pfarrer Dr. Bergér, Darmstadt, in einem Heft gesammelt herausgegeben worden. Der Preis des 48 Seiten starken Büchleins ist nur 40, Pfg. Bestellungen nimmt der Ev. Presverband für Hessen, Darmstadt, Liebfrauenstr. 6, an. Aus dem Kind wird noch was! Die Münchner Jllustrierte bringt in ihrer Weihnachtsnummer 60 Bildnisse von Kindern, bei denen die Onkel und Tanten wirklich recht gehabt haben und die wirklich ewas Großes geworden sind. Das letzte Heft der„, Eleganten Welt"( Verlag Dr. SelleEnsler A.-G., Berlin SD. 16) im Jahrgang 1932 ist soeben er schienen. Wie alle vorangegangenen 25 Ausgaben, so ist auch die Nummer 26 charakteristisch- für das Programm der Elegan ten es aus Alles aus Weihnachtsstoff. Praktisch Vorschläge für die Verarbeitung von Weihnachtsstoff bringt das neue Heft der „ Gartenlaube“ Es zeigt aparte Modelle für jede Gelegenheit. ,, Tierrecht und Tierschuh". Verlag: Berlin- Steglitz, Hum boldstr. 1. Die Nr. 12 des 6. Jahrganges enthält einen be merkenswerten Aufruf von Frau Math. Rempis-- Rast, Stutt den sofortigen Tod herbeiführten. 1. Den Kraftwagenführer gart, an die deutsche Frau. soll teine Schuld treffen. Dillenburg. Unter Führung des Landrats sind erneut Schritte unternommen worden, um zu erreichen, daß der Bahnbau Haiger- Gusternhain zur Durchführung gelangt. Den zuständigen Stellen in Berlin ist eine weitere Eingabe unterbreitet worden. Zwangsschulferien. Wuppertal. Die Finanzlage Wuppertals hat sich so verschlechtert, daß eine Gewähr für eine ordnungsmäßige Durchführung des Betriebes aller Schulen nicht mehr möglich ist, weil die Mittel zur Beschaffung des Heizmaterials fehlen. Die Verwaltung hat deshalb bei den zuständigen Stellen beantragt, die Weihnachtsferien um 14 Tage zu verlängern. Schließung des Rudolstädter Landestheaters. Der Stadtrat von Rudolstadt beschäftigte sich mit der Erhaltung des bereits 140 Jahre bestehenden Rudolstädter LanDruckarbeiten ngenieur- Flugzeugbau/ Fllegerschule Paplertechnik Schule Elg. Lehrwerkstätten technik/ Automobilbau Weimar Maschinenbau/ ElektroProspekt anfordern Deutsche Zahnärztliche Wochenschrift. Organ und Eigen tum des Zentralvereins Deutscher Zahnärzte( e. V.). Das erste Heft des neuen 36. Jahrganges 1933, der nun in den Verlag J. F. Lehmann in München 2 SW. übergegangenen Zeitschrift, zeigt das Blatt in völlig verändertem Gewande. Eine Reihe der bekanntesten Dozenten und Praktiker haben sich zu einem Herausgeberkollegium zusammengeschlossen. Unfallverhütungskalender 1933. Dieser Kalender will dazu beitragen, Leben und Gesundheit zu erhalten. Zeitgemäße Auf sätze über Gas- und Luftschutz, Zahlen aus der Unfallversicherung und vieles andere werden jeden Leser die Bedeutung der Un fallverhütung erkennen lassen. Der Kalender ist von der Unfall verhütungsbild GmbH., Berlin W. 9, zum Preise von 14 R.- Pfg pro Stück zu beziehen. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. aller Art für Behörden, Geschäftsleute u. Private fertige ich in jed. gewünschten Ausführung in Schwarz- und Buntdruck bei äußerster Berechnung an. 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