Nr. 28 er vorbereitet werden flachen Berg mit den Herz schädigen und bi Vereine allen denen als erstes Gejek bi on Heberanstrengungen Gießener Zeitung ber die Macht starter Et im Körper des Rad gehabt, die gegen die prochenen Fahrer, wi 1 als die Hünen. De g, daß in erster Lini mannes maßgebend i gunfall ums Leben ge ht. Robl wurde dur elange, mit Lähmungs acht und später zu de führt. Körperlich wa in der Figur ohne her ngenden Schultern un 3 und start von Nat ining bis zur Bollton n namhaften Rennjab Jimmy Michael, de n und der ebenjo zwe Man fönnte die Reib genügen zum Bewe gungen durch das Ra jogenannte Training ng unterziehen fich au jende von Kilometer und Verstand made it Sinn und Beritan tungen zumuten, die n en der Herzmustulat en man vom Fahrra Fettmajien erwarte en auch diese Arbeit Bu schädigen und na den wieder schlank g treuer Freund in G en anstrengenden Fah here Vielseitigkeit fam ngen, denn das Fahr das Herz, sondern es nach des Tages La Weggenossen über er. ie Bwedmäßigkeit ein tten. Goeben erschei Dichau"( Verlag Berl sterer, der das Proble te aus anfaßt. Für Gesundheitspfleg - Halbjährl. poftj Berlin- Steglig, Bojtja Die Ferienreise. ung einer schlagträftigen es ist unbestritten. Die s ftets bewiesen. We B. auch der Schweden einer guten Flotte fü Oftfee voll bewußt mat Köhler in dem neue Flotten- Vereins, So abwechslungsreiche hienene neueste Num llerlei Vorschläge, un en Beifall finden wi Eisschrank im Haush Tagen frisch halter ielen Bildern die neu igung Europas ist kei er Geschichte zurüdge Versuch. Eine feel rung der großen iter in der neuen erten". as Land der Manni n Führer, der kofte ( Antwortpostkarte) zollern in Stuttg n Klein in Gießen Giessen und 2526 Buch- und Zeitungs- Druckerei Erscheint Samstags. ( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RüdJendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. - Politische Rundschau. Zwischen den Vertretern Frankreichs, Englands und Ameri: fas fam es auf der Abrüstungskonferenz zu Einigungsverhandlungen hinter den Kulissen, bei denen Deutschland ausgeschaltet war. Es war schließlich eine Einigung über einige nebensächliche Fragen erzielt. Der deutsche Geschäftsträger in London Graf Bernstorff erbat im Londoner Auswärtigen Amt eingehende Informationen über die Rüdwirtung des Konsultativpattes auf die rechtliche Lage Deutschlands. Der polnische Gesandte in Berlin hat bei der Reichsregierung Protest gegen die Verlegung der polnischen Hoheitsrechte auf der Ostsee durch die deutsche Kriegsflotte eingereicht. Angeblich haben sieben mit Maschinengewehren bestückte Motorboote unter deutscher Flagge in polnischen Gewässern Uebungen veranstaltet. Die alte preußische Regierung hat die Anrufung des Staats: gerichtshofs einstimmig beschlossen, der am heutigen Samstagmorgen zusammentreten wird. Der frühere Reichsfinanzminister v. Schlieben ist in der vergangenen Nacht nach einer Operation gestorben. Im Januar 1925 war er Reichsfinanzminister im Kabinett Luther. Wegen des seinerzeitigen Attentates auf den Reichsbankpräfidenten Dr. Luther, bei dem dieser bekanntlich nur leicht ver: legt war, wurde gestern das Urteil gefällt. Der Angeklagte, Dr. Roosen, erhielt 10 Monate Gefängnis, der zweite, Volkswirt Kertscher, 9 Monate 2 Wochen Gefängnis. Beiden Angeklag= ten wurden je brei Monate Untersuchungshaft angerechnet. Der Ausschuß des Völkerbunds rates, der die organisatorischen Borbereitungen für die Weltwirtschaftskonferenz zu treffen hat, hat in seiner ersten Sigung beschlossen, die Ver. Staaten von Amerita und Belgien zur Teilnahme an den Arbeiten des Ausschusses einzuladen. Die Genfer Verhandlungen zwischen Litwinow und Zalesti haben zu der Abmachung geführt, daß der russisch- polnische Nichtangriffspatt innerhalb von 14 Tagen in Moskau unterzeichnet werden soll. Nach den bisherigen Ergebnissen der rumänischen Wahlen haben die Nationalsozialisten einen großen Erfolg errungen. Der italienisch- rumänische Freundschafts- und Nichtangriffs= vertrag wurde, nachdem er bereits zweimal provisorisch verlängert worden ist, auf weitere sechs Monate verlängert. Nach einer Statistit über die Steuereingänge in Frankreich belaufen sich diese in den drei ersten Monaten des laufenden Etatsjahres auf 8569 Millionen Francs. Sie bleiben damit um 679 Millionen hinter dem Voranschlag und um 590 Millionen hinter den Eingängen der ersten drei Monate des vergangenen Jahres zurüd. Der französische Budgetminister Godart fordert die obligatorische Einführung der Anzeigepflicht für Tuberkulosekranke, da die Tuberkulojestatistik in Frankreich keinen Rückgang aufweist.. Allein bei den jährlichen Refrutenaushebungen müssen 4000 junge Leute wegen Tuberkulose zurückgestellt werden. Der irische Senat nahm ein Gesetz an, das der irischen Regierung Vollmacht zur Erhebung von beliebigen Sonderzöllen auf englische Einfuhren erteilt. Der japanische Außenminister teilte mit, daß Japan grundfäglich die Anerkennung der Mandschurei beschlossen habe. Der Zeitpunkt der Anerkennung sei aber noch nicht festgelegt. Unser letztes Wort in Genf. In der am Freitag stattgefundenen Sizung des Hauptausschusses der Abrüstungstonferenz gab der deutsche Vertreter, Botschafter Nadolny, im Auftrage der Reichsregierung, eine Schlußerklärung ab, in der es u. a. heißt: Namens der deutschen Regierung muß ich aussprechen, deß ihre Mitarbeit nur möglich ist, wenn die weiteren Arbeiten Der Konferenz die Grundlage der zweifelsfreien Anerkennung Der Gleichberechtigung der Nationen befolgen hinsichtlich der nationalen Sicherheit und hinsichtlich der Anwendung aller Bestim= mungen der Konvention." Die Konferenz nahm die Rede mit tiefem Stillschweigen entgegen und brach nach der Beendigung der Erklärungen Nadolnys in lebhaftem Beifall aus, der besonders auf den italienischen und russischen Bänken sehr stark war, während sich in den französischen Reihen keine Hand rührte. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 23. Juli 1932 Gewalt weichen wede, hat der Reichspräsident durch eine weitere Notverordnung auf Grund des Artikels 48 über Berlin und die Provinz Brandenburg den militärischen Ausnahmezustand verhängt. Die vollziehende Gewalt ist damit auf den Komman deur des Wehrkreises 3, General von Rundstedt, übergegangen. Dem General Rundstedt untersteht auch die gesamte Polizei von Berlin und der Provinz Brandenburg. Der Berliner Polizeipräsident Grzesinsti, Vizepräsident Dr. Weiß und Polizeioberst Heimannsberg sind ihrer Aemter enthoben worden. Die Amtsenthebung sämtlicher preußischen Minister. Reichskanzler v. Papen lud in seiner Eigenschaft als Reichskommissar für Preußen das preußische Rumpftabinett am Mittwoch zu einer Sigung um 16 Uhr nachmittag eins. Die Minister ließen mitteilen, daß sie nicht erscheinen würden. Darauf wurde im späten Nachmittag folgendes Kommuniqué veröffentlicht:„ Nachdem die preußischen Staatsminister Dr. h. c., Dr. e. h. Hirtfiefer, Dr. h. c., Dr. e. h. Steiger, Klepper, Dr. Dr. h. c. Schreiber, Dr. Schmidt und Grimme dem Reichsfanzler mit Schreiben vom 20. Juli d. J. erklärt haben, daß sie es ablehnen, der von ihm erlassenen Einladung zu einer Sitzung der Staatsregierung Folge zu leisten, hat der Herr Reichskanzler die genannten Staatsminister fraft der ihm durch die Verordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 20. Juli 1932( RGBI. I, G. 375) erteilten Vollmacht von der Führung der laufenden Geschäfte ihres Geschäftsbereiches als Staatsminister enthoben." Die neuen kommissarischen Minister. Die Kommissarische Verwaltung des preußischen Landwirtschaftsministeriums wird der Staatssekretär im Reichsernährungsministerium, Mussehl, übernehmen, das Handelsministerium wird Bankenkommissar Ernst und das Finanzministerium Staatsjefretär Schleusener führen. 24 höhere preußische Beamte in den Ruhestand versetzt. Auf Grund des§ 3 der Verordnung betreffend die einstweilige Versetzung der unmittelbaren Staatsbeamten in den Ruhestand vom 26. Februar 1919( Gesetzsammlung Seite 33) werden unter Gewährung des gesetzlichen Wartegeldes sofort einstweilen in den Ruhestand versetzt: Der Staatssekretär des Innern, Dr. Abegg; der Ministerialdirektor im Ministerium des Innern, Dr. Badt; der Staatssekretär im Ministerium für Handel und Gewerbe Dr. Stauding; der Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten Krüger. Die Oberpräsidenten: der Provinz Niederschlesien, Staatsminister a. D. Lüdemann; der Provinz Sachsen Dr. Fald; der Provinz Schleswig- Holstein Kürbis; der Provinz HessenNassau, Haas. Die Regierungspräsidenten: Dr. Figner in Frankfurt a. d. O.; Simons in Liegnig; Weber in Magdeburg; v. Harnad in Merseburg; Dr. Herbst in Lüneburg; Dr. Amelungen in Münster i. W. Die Polizeipräsidenten: Tize in Königsberg i. Pr.; Dietrich in Kiel; Bauknecht in Köln; Früngel in Elbing; Schöbel in Hagen i. W.; Hohenstein in Kassel; Ossowski in Oppeln; Eggerstedt in Altona. Die Polizeidirektoren: Polizeipräsident Mai in Wilhelms= haven; Dr. Thiemann in Schneidemühl. Soweit eine Neubesetzung der freigewordenen Stellen erfolgt, wird dabei vorzugsweise auf Wartestandsbeamte zurückgegriffen werden. Soweit die Stellen durch aktive Beamte neu besetzt werden, werden entsprechende Stelleneinsparungen vor= genommen werden. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: Die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 29 Der Staat als Wohlfahrtsanstalt. In Nr. 285 des Vorwärts" und anderen sozialdemokratischen Zeitungen ist unter der Ueberschrift ,, Die Wahrheit über den Wohlfahrtsstaat" ,,, Der Staat darf nur Wohlfahrtsanstalt für bankerotte Junker und Wirtschaftsführer sein" ein Tendenz artikel erschienen, in dem es u. a. heißt, daß ,, unter der viel zu großen Abhängigkeit der Staatsführung vom Großkapital und Großgrundbesitz" der Staat zu ,, einer Wohlfahrtsanstalt für unfähige Großunternehmer und bankerotte Agrarier" geworden sei. Wahrscheinlich will die Sozialdemokratie mit den Angriffen auf die industriellen und landwirtschaftlichen Unternehmer die Aufmerksamkeit von den ungeheuren Schäden, die ihre Mißwirtschaft in Staat und Gemeinden angerichtet hat und die jetzt wieder durch den Stlaret- Prozeß in Erinnerung gebracht wurden, ablenken. Es wird uns als Entgegnung auf diesen Artikel folgendes geschrieben: In zahlreichen sozialdemokratischen Blättern ist kürzlich ein Aufsatz erschienen mit der Ueberschrift: ,, Der Staat Wohlfahrtsanstalt für Junker und Wirtschaftsführer". Besonders angetan haben es der sozialdemokratischen Presse die ,, Wohlfahrtsanstalt für die agrarischen Barone", die Osthilfe und ähnliches. Das kann nicht wundernehmen. Denn seit ihrer Gründung hat die deutsche Sozialdemokratie sich immer als die kurzfichtigste aller„ Konsumentenparteien" bewährt, hat niemals Verständnis für die Notwendigkeit einer die Volksernährung sicherstellenden nationalen Landwirtschaft gezeigt und ist als Partei flunktuierender Großstadtmassen stets dem bodenständigen Bauerntum, vor allem dem Getreide produzierenden Großgrundbesig, abhold gewesen. Erstaunlich aber wird der, der das unwahrhaftige Treiben der sozialistischen Presse nicht genau kennt, die Tatsache finden, daß in dem sozialdemokratischen Aufsatz des weiteren von der ,, Wohlfahrtsanstalt der Wirtschaftsführer" gesprochen wird und daß in diesem Zusammenhang( nach Mendelsohns Schrift ,, Kapitalismus und Wirtschaftschaos oder sozialistische Planwirtschaft") eine„ Subventionsliste allein für die Industrie" veröffentlicht wird. Weiß man doch, daß fast alles, was an Subventionen für industrielle Zwede gegeben worden ist, vor allem um der Belegschaften willen gegeben wurde. In der„ Subventionsliste" wird alles Mögliche unter dem Begriff„ Subvention" zusammengewürfelt, ganz gleichgültig, ob es sich um eine Kreditgarantie, um ein Darlehen, um einen verlorenen Zuschuß, um Befreiung von irgendeiner öffentlichen Last oder gar um einen Schutzzoll handelt, gleichgültig auch, aus welchen Gründen der Staat durch irgendeine Hilfsmaßnahme irgendeine Industrie zu erhalten suchte oder warum eine Hilfsmaßnahme erforderlich wurde. Nach der gewaltigen Aufmachung der Wohlfahrtsanstalt der Wirtschaftsführer" in der sozialdemokratischen Presse müßte man ja nun wohl annehmen, daß die so ,, weitherzig" aufgestellte Subventionsliste im Endergebnis eine gewaltige Summe ergebe. Im Wohlfahrtsstaat, von dem die Regierung von Papen sprach, rechnet man immerhin allein mit drei Milliarden jährlich für die Arbeitslosenfürsorge und mit rund 10 Milliarden an sozialen Lasten aller Art. Die von der sozialdemokratischen Presse präsentierte Subventionsliste umfaßt 33 Einzelfälle, die sich auf Jahre verteilen, mit einer Gesamtsumme von 416 Millionen RM. Eingeschlossen sind dabei alle Bürgschaften, die man vorläufig noch nicht gut Subventionen nennen kann. Von den 416 Millionen entfallen allein 131,8 Millionen auf die Schiffahrt. Von den 284 Millionen, die demnach auf die Industrie komDie Offensive gegen die Kommunisten. men, find in verschiedenster Form 144 Millionen der AufrechtVerbot der Aufforderung zum Generalstreit. Schießerlaß des Militärbefehlshabers. Die Kommunisten arbeiten jetzt bewußt auf den politischen Massenstreit hin. In einer Bekanntmachung des Militärbefehlshabers für Groß- Berlin und die Provinz Brandenburg an den Polizeipräsidenten in Berlin und den Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg wird die Aufforderung zum Generalstreik als politisches Kampfmittel verboten und schärfstes Vorgehen gegen Redner, Verfasser und Verteiler von Flugblättern, die zum Generalstreit auffordern, gemäß§ 3 der Verordnung des Reichspräsidenten angeordnet. Biel wichtiger noch ist der Schießerlaß des Militärbefehlshabers, der die Polizeibeamten, allerdings immer nur für GroßBerlin und Brandenburg, verpflichtet, schnellstens und erfolg= reich von ihrer Waffe Gebrauch zu machen.„ Nur dadurch", Das Reich schafft in Preußen Ordnung. heißt es in dem Befehl,„ wird die Wahrung der Staatsautorität Braun und Severing abgesetzt. Der Reichspräsident hat durch Notverordnung vom 20. Juli den Reichskanzler von Papen zum Reichskommissar für das geamte preußische Staatsgebiet bestellt. Zum ständigen Stellverreter des Reichskommissars für Preußen wurde der bisherige Oberbürgermeister Dr. Bracht, Essen, ernannt, der zugleich kommissarisch die Geschäfte des preußischen Innenministers überneh men wird. Gleichzeitig hat der Reichspräsident den preußischen Ministerpräsidenten Braun und den preußischen Innenminister Severing ihrer Aemter enthoben. Da Severing die Uebergabe einer Amtsgeschäfte verweigerte und erklärte, daß er nur der sichergestellt und eine nicht zu verantwortende Gefährdung für Beamte und Unbeteiligte vermieden." Welche weitergehenden Maßnahmen gegen die Kommunisten noch geplant sind, läßt sich im Augenblid nicht übersehen. In einigen Tagen soll der Belagerungszustand wieder aufgehoben werden. Vermutlich wird man aber bis dahin die Umstellung in Preußen restlos vollzogen und auch die Polizei mit genügenden Anweisunge nund Vollmachten versehen haben, so daß dann den Anweisungen und Vollmachten versehen haben, so daß dann die Militärgewalt wieder in den Hintergrund treten wird. Für wird der Belagerungszustand verlängert werden. Wahrscheinlich wird er dann auch auf andere Gebiete ausgedehnt werden. erhaltung gefährdeter Betriebe in deutschen Grenzgebieten zugute gekommen. Möglicherweise ahnt selbst die Sozialdemo= fratie, daß die Wirtschaft in den Grenzgebieten von einiger Wichtigkeit ist. Des weiteren findet man in der Liste 25 Millionen RM. für ,, Befreiung" des Ruhrbergbaues von den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung". Der Sozialdemokratie ist natürlich bekannt, wie und warum diese Sache gegen den Widerstand des Bergbaues gemacht wurde, daß sie geschah, um eine überspannte gewerkschaftliche Lohnpolitik im Ruhrbergbau als„, tabu" behandeln zu können. Nicht anders steht es mit den 16 Millionen für die Mansfeld A.-G., die in Form von nicht mehr zeitgemäßen gewerkschaftlichen Löhnen in praxi an die Belegschaft ausgezahlt werden mußten. Aufgeführt sind da ferner 13,5 Millionen als Bürgschaftsverluste des Reichs bei den Junkers- Werken. Ist es denkbar, daß die Sozialdemokratie nichts gehört hat von den Schwierigkeiten, die die deutsche Flugzeugindustrie unter dem Versailler Vertrag zu überwinden hatte? Sicher, sicher, ein sozialdemokratischer Bonze hätte die Junkers- Werte weit besser geleitet als der ,, unfähige" Professor Junkers. Nimmt man dann noch aus der Subventionsliste heraus die 10 Millionen für Erhaltung des Siegerländer Erzbergbaues und 4 Millionen für den Bleibergbau sowie sogenannte Zolljubventionen in Höhe von 55 Millionen, so verbleiben in der Wohlfahrtsanstalt für unfähige Großunternehmer" verhältnismäßig geringfügige Summen. Nach dem Gesagten ist schon klar, daß es sich bei dem sozialdemokratischen Artikel um einen üblen Verhegungsversuch handelt, berechnet auf die Unerfahrenheit ihrer Anhängerschaft in wirtschaftlichen Dingen. Man könnte da ja einfach antworten: Samstag, den 23. Juli 1932 Das alles ist doch von Regierungen und Stadtverwaltungen ge= macht worden, die unter eurem Einfluß standen. Damit fäme die Sozialdemokratie aber wahrlich zu billig weg. Es ist gegenüber solcher Hetze immer wieder notwendig, die Ursachen unserer großen Wirtschaftsnot aufzuzeigen, die erst, vor allem im Inter esse der Belegschaften, die wenig erfreulichen Subventionen notwendig gemacht haben. Forscht man aber nach den Ursachen, so stößt man immer zuerst auf die deutsche Erfüllungspolitik, die von der Sozialdemokratie geradezu erzwungen worden ist. Man stößt ferner auf deutsche Steuer- und Sozialpolitik, die mit sozialistischen Methoden Landwirtschaft und Industrie von Eigentapital entblößt haben, und man stößt endlich auf die gewerkschaftliche Lohnpolitik, die in Verbindung mit der Steuer- und Sozialpolitik die Rentabilität der deutschen Gesamtwirtschaft zerstört hat. Diesen Ursachen war allerdings die ,, unfähige" deutsche Unternehmerschaft nicht gewachsen. Die Steuerpolitik war die Folge der sozialistischen Ausgabenwirtschaft, die Sozialund Lohnpolitik eine ,, stolze Errungenschaft" der sozialistischen Lohnrevolution. Wer, der sehen will, könnte das alles heute noch bestreiten? Wenn man an die ungeheuren Schäden denkt, die die Sozialdemokratie in Staat und Gemeinden angerichtet hat, und die jetzt wieder durch den Sklaret- Prozeß in Erinne= rung gebracht wurden, so liegt es klar zu Tage, daß mit den Hetzereien gegen die Unternehmer die Aufmerksamkeit von der sozialdemokratischen Mißwirtschaft abgelenkt werden soll. ,, Gießener Zeitung" voraussichtlich von München her, in der der Führer der Natio= nalsozialisten Adolf Hitler oder der Reichsorganisationsleiter der NSDAP. Gregor Straßer sprechen wird. Die Reihenfolge der Vortragenden wurde paritätisch nach der Größe der Partei vorgenommen. 17 Wahlvorschläge in Hessen. Beim Kreiswahlleiter des Wahlkreises Hessen- Darmstadt sind 17 Wahlvorschläge zur Reichstagswahl eingereicht worden. Unter den Vorschlägen fungieren: Die deutsche Landwirtschaft ist nach den neuesten Ermittlung des Statistischen Reichsamts je Hektar genutzter Fläche mit 25 bis 30 RM., die französische mit 10 RM. steuerlich be= lastet. Die steuerliche Belastung der Industrie- und Handelsunternehmungen ist nach der gleichen Quelle in Deutschland 20-50 Prozent höher als in Frankreich und 45-90 Prozent höher als in England. Die ,, fähigen" Unternehmer, die mit einer solchen Belastung fertig werden, müssen, wenn sie nicht in sozialdemokratischen Bonzenkreisen sitzen, erst geboren werden. Nach den Erfahrungen mit den unter sozialdemokratischer Leitung bestehenden Betrieben, z. B. in der Reichshauptstadt, hat das deutsche Volt wenig Hoffnung, daß sie der Sozialdemokratie zur Verfügung stehen. Allgemeine Milderung des Demonstrationsverbots ab Sonntag. 1. Sozialdemokraten, 2. Nationalsozialisten, 3. Kommunisten, 4. Zentrum, 5. Deutschnationale, 6. Deutsche Volkspartei, 7. Wirtschaftspartei, 8. Staatspartei, 11. Christlich- Sozialer Volksdienst, 17. Sozialistische Arbeiterpartei. Nr. 29 Gamstag, brunten auf übertragung Sandellatio legten Redn Herrn Gehei Den jumal torbenen Seutung jprach fälligen Raten des Rechnungsjahres 1932 angerechnet. In den= jenigen Gemarkungen, in denen der gesamte Grundsteuerwert in der Gemarkung( ausschließlich Gebäude 300 v. H. und mehr des Einheitswertes des gesamten landwirthschaftlichen Vermö gens in der Gemarkung ausmacht, erfolgt die Ermäßigung von Amts wegen, in allen übrigen Gemarkungen im Einzelfalle auf Antrag. Landvoll und Radikaldemokraten haben keine Listen eingereich. Weiter erscheinen unter den Wahlvorschlägen: Nationalsozialistische kleine Rentner, Inflationsgeschädigte und Vorkriegsgeldbesitzer; Arbeiter- und Bauernpartei Deutschlands; ChristlichRadikale Volksfront; Radikaler Mittelstand; Deutsche Sozialistische Kampsbewegung; Deutsche Freiwirtschaftspartei( FFF. Freiwirtschaftsbewegung); Kampfgemeinschaft der Arbeiter und Bauern( Volksrechtpartei). Reichsinnenminister vsosn Gay 1, der gestern als Gast des Deutschen Sängerfestes in Frankfurt a. M. weilte, erklärte in einer Ansprache, daß ab Sonntag, den 24. Juli, das Demonstrationsverbot insoweit aufgehoben werde, als es sich um Umzüge künstlerischen und ähnlichen Charakters handele. Der große Sängerbundes- Feftzug am Sonntag durch die Straßen Frankfurts wird also programmäßig stattfinden. Verfassungsänderung in Hessen? .HUeberraschende Einberufung des Hessischen Landtages. Die Finanzämter sind bereits entsprechend angewiesen und zu jeder näheren Auskunft bereit. 11. Deutsches Sängerbundesfest 1932 zu Frankfurt a. M. Die Goethestadt im Zeichen des 11. deutschen Sängerbundesfestes. Farbenfreudiger als je stellt sich die Goethestadt Frankfurt am Main den hunderttausend deutschen Sangesbrüdern dar, die von West, Ost, Süd und Nord in ihre jederzeit gastfreundlichen Mauern zum 11. Deutschen Sängerbundesfest gekommen sind. In allen Straßen und Gassen der Mainmetropole flattern Fahnen und Wimpel. Die Geschäftshäuser prangen im grünen Gir landenschmuck, die Privathäuser, die vielen Gasthöfe Groß- Frank furts sind überladen von bunten Bannern. Die ganze Stadt ist überladen zum Empfang der Festgäste. 40 000 Sangesbrüder sind aus den deutschen Gauen in das festliche Frankfurt gekomDas Plenum des Hessischen Landtages ist auf Donnerstag kommender Woche einberufen worden. Wenn die Einberufung auch insbesondere mit Anträgen auf Hilfe für die Hochwassergeschädigten begründet ist, so ist doch ein Hauptpunkt der Tages ordnung ein nationalsozialistischer Antrag, dem Artikel 37 der Verfassung einen Absatz 4 einzufügen, der besagt:„ Das Gesamtministerium kann aus dem Staatspräsidenten allein bestehen." Die Vorschriften dieses Absatzes 4 sollen dann entsprechend auf die übrigen Verfassungsbestimmungen hinsichtlich der Regierung und ihrer Pflichten Anwendung finden. Auf der Tagesordnung stehen außerdem noch einige nationalsozialistische Anträge auf Verhängung des Ausnahmezustandes und auf Entlassung von Polizeioffizieren. Mussolini entläßt seinen Außenminister. Eine völlige Umbildung des italienischen Kabinetts hat stattgefunden. Außenminister Grandi, Finanzminister Mosconi, Kultusminister Giuliano, Justizminister Rocco und Korpomen. af dem Rö Deatiche Lieb behren Tone nerübergabe es ernite Ar Rolfsdeutio Wer an Fethalle fei ertorbares Riesenoval einleitete. waren nicht aus Amerit man wohl in Jeder in den Frankfurter Bahnhöfen anrollende Zug bringt immer neue Scharen zum Sängerbundesfest. 60 000 ,, Schlachtenbummler" sind schon am Festort und werden in diesen Stunden noch eintreffen. Weit über Deutschlands Grenzen hinaus bewegt sich der Strom in die alte Mainstadt, die ihr Sängerfest unter dem Zeichen ihres größten Sohnes, Johann Wolfgang von Goethe, würdig und feierlich, aber auch der Not zeit und jedem Verhältnis angepaßt begehen wird. Die seelische Gemeinschaft des deutschen Sängervolkes, das keinerlei Grenz ziehungen kennt, wird ersichtlich aus der Zahl der ausländischen Sangesbrüder, die in der stattlichen Zahl von 5000 in Frankfurt zusammengeströmt sind aus den verlorenen Gebieten ringsum das deutsche Vaterland. Deutsche sind in den Mauern der alten Kaiserstadt, die heute weiter reicht, als die Stadtgrenzen um fassen; denn auch alle Nachbarorte bis an den Rand des Tav nus sind geschmückt. Es ist ein Fest aller deutschen Sänger bis hinüber über die Grenzen des heutigen Deutschland. Der Reichskanzler heute Samstag in Stuttgart. rationsminister Bottai haben ihren Abschied erbeten und erDer Reichskanzler von Papen hat die Ministerpräsidenten aller deutschen Länder zu einer Konferenz nach Stuttgart eingeladen. Man wird sich schon heute am Samstagvormittag in der württembergischen Reichshauptstadt treffen. Zweck der Konferenz soll sein, eine allgemeine Aussprache herbeizuführen, und zu versuchen, gewisse Meinungsverschiedenheiten zu klären und interne Differenzen aus der Welt zu schaffen. Der Reichskanzler wird bei dieser Gelegenheit zum Ausdrud bringen, daß er keineswegs die Absicht hat, gegen andere Länder ebenso wie gegen Preußen vorzugehen. Die Konferenz wird vermutlich auch die Bekämpfung der kommunistischen Bewegung auf ihrer Tagesordnung finden. Wir erinnern daran, daß die Reichsregierung vor einigen Tagen von einer Verschär= fung der Strafbestimmungen für bewaffnete Terroristen ge= sprochen hat. Man hat die Todesstrafe in Aussicht gestellt. Polizei- Oberst Heimannsberg, Polizei- Major Enke und ein Reichsbannerführer verhaftet. halten. Das Außen- und das Korporationsministerium, das hier sowohl das Wirtschafts- wie das Arbeitsministerium in einer Hand vereinigt, übernimmt Mussolini. Auch die Generaldirektion für die Angelegenheiten des Kultus, also der religiösen Fragen, geht vom Justizminister auf das Innenministerium über, das gleichfalls Mussolini untersteht. Mussolini vereinigt als fünftig außer der Ministerpräsidentschaft die drei wichtigsten Ministerien in seiner Hand: das Innen-, das Außen- und das Wirtschaftsministerium. Zum Justizminister wurde der Rektor der römischen Universität, Professor Pietro de Frincisci und zum Minister für die nationale Erziehung der Rektor der Universität Palermo, Professor Fr. Ercole, ernannt. Finanzminister wird der Abgeordnete Guido Yung, der bisherige Präsident des nationalen Außenhandelsinstituts. Der bisherige Kommandeur der Berliner Schutzpolizei, Polizei- Oberst Heimannsberg, Polizei- Major Enke und das Mitglied des Reichsbanners Carlbergh wurden gestern früh in Haft genommen wegen dringenden Tatverdachts einer Zuwiderhandlung gegen die Verordnung des Reichspräsidenten vom 20. Juli 1932. Carlbergh ist Vorsitzender des Ortsvereins Charlottenburg des Reichsbanner, der Major Enke steht zu Carlbergh in freundschaftlichen Beziehungen und ist ebenso wie Oberst Heimannsberg Mitglied des Reichsbanners. Polizeioberst Heimannsberg und Reichsbannerführer Carlbergh find aus der Haft wieder entlassen. Gegen Polizeimajor Ente ist Strafanzeige erfolgt. 67 Haftbefehle in Altona. Ueber den Fortgang der Untersuchungen der Altonaer Vorfälle vom letzten Sonntag verlautet, daß von den bisher vom Ermittlungsrichter vernommenen 89 vorläufig festgenommenen Personen 22 wieder auf freiem Fuß gesetzt wurden. Gegen 67 ist gerichtlicher Haftbefehl erlassen worden. ren Länder Sprache zu Bejonde innenminifte einer fehnli Gegler und Als dann wartete, de fünstlerisch lich stattfi innenmini Mt erhob Tagen 6 audh lomm Für di Brooklyn- N Don Amerit jchiedenen F als Resultat gebräuche d grundverschi gleich beme und zum de Reihe gestar zu schüßen, Menschlichte Die Bannerübergabe im Kaisersaal. Politische Schatten fallen auch auf das 11. Deutsche Sän gerbundesfest. Aber gerade deshalb war es von symbolischer Bedeutung, daß der feierliche Akt der Uebergabe des Bundes banners an einer Stätte stattfand, die, getränkt von Geschichte und erfüllt von Leid und Freude deutscher Menschen, geheiligter Boden für jeden Deutschen ist, der ein offenes Herz hat für den Glanz des Reiches und die Einmütigkeit der deutschen Stämme. So umschwebte der genius loci auch die Teilnehmer an der feierlichen Handlung, die das 11. Deutsche Sängerbundesfest in Frankfurt a. M. offiziell eröffnete. Die prominenten Persönlichkeiten des Bundesvorstandes, des Festausschusses, der musikalischen Verbände, Dirigenten, Komponisten usw. vereinig ten sich mit Vertretern der Stadt Frankfurt im Kaisersaal, um die Ankunft des Banners zu erwarten. Draußen auf dem Römer berg aber, der ein Festsaal im Freien ist, wie ihn wohl nur ganz wenige deutsche Städte besitzen, füllten die Mitglieder des Sän gergaues Frankfurt a. M. unter Leitung von Chormeister Gu stav Maerz das weite Feld der Tribünen, und um sie scharte sich ein Wald von Bannern und eine dichtgedrängte Menge. Deutsche Fahnen wehten aus allen Häusern ringsum, deren Fenster ebenfalls besetzt waren. Würdevolle Stille lag über der Menge, als furz vor 12 Uhr das Banner auf einem mit Blumen prächtig geschmüdten Wagen, der von vier schweren Pferden gezogen und von Herolden in Frankfurter Wappentracht be= gleitet wurde, am Römer vorfuhr. Der deutsche Sängergruß, aus hundert Kehlen, begrüßte das ehrwürdige Kleinod des Bundes, das nun mit einem Ehrengeleit in den alten Kaisersaal, wo einst die neugewählten Herrscher des Reiches tagten, ge bracht wurde. Das machtvolle ,, Wachet auf" aus den„ Meister fingern" eröffnete dann den Festakt. Gerüchtweise verlautet, daß der äußere Anlaß gewisse Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Kabinetts über die Tätigkeit der italienischen Delegation in Lausanne gewesen sein sollen. Diese hätten sich weniger auf das eigentliche Lausanner Reparationsabkommen, als auf den englisch- französischen Pakt bezogen, bei dessen Zustandekommen Italien an die Wand gedrückt wurde. Mussolini soll hier mit der Tätigkeit Grandis nicht zu= frieden gewesen sein. Wilder Streik in Gladbach- Rheydt. Gladbach- Rheydt. Der revolutionären Gewerkschaftsopposition ist es gelungen, in fünf größeren Textilfabriken die Belegschaft zu einem wilden Streif zu veranlassen. Nach Schätzungen der Textilarbeitergewerkschaften sind etwa 3000 Textilarbeiter den Betrieben ferngeblieben. Die politische Rundfunkwoche. Riesentrawalle im Völkerbundshaus. Genf. Auf der Konferenz der Interparlamentarischen Union fam es zu einem im internationalen Leben ungewöhnlichen Zusammenstoß zwischen den französischen und italienischen Vertre= tern, der fast zu Tätlichkeiten führte. Als ein italienischer Professor des Privatrechts die italienische Gesetzesreform darlegte, wurde er von Renaudel- Frankreich unterbrochen mit dem Rufe: ,, Es gibt keine Gerechtigkeit in Italien." Da die Jtaliener das als Beleidigung auffaßten, entstand ein wüster Lärm, in dem nur französische Rufe ,, Nieder mit den Mördern!" gehört wurden. Die Auseinandersetzungen nahmen schließlich derartig erregte und scharfe Formen an, daß eine allgemeine Schlägerei kaum mehr vermeidbar schien. Die parteipolitische Rednerreihe für den Wahlkampf im deutschen Rundfunk eröffnen am Montag, den 25. Juli, der christlichsoziale Abgeordnete Simpfendörffer und von Hauschild von der Deutschen Landvolkpartei; am Dienstag, folgt Minister Dietrich von der Staatspartei und Dr. Pfeiffer oder Schwendt von der Bayerischen Volkspartei; am Mittwoch Drewig von der Wirtschaftspartei und Dingelden von der Deutschen Volkspartei; am Donnerstag Hugenberg für die Deutschnationale Volkspartei und Brüning für das Zentrum. Der erste Vortrag findet regelmäßig von 19-19,25 Uhr statt, der zweite dauert bis 19,50 Uhr. Am Freitag, den 29. Juli, folgt eine Rundfunkübertragung Steuererleichterung für die Landwirtschaft. Angleichung der staatlichen Grundsteuer an die Einheitswerte. aus: Dereine hab weil ihre Dergnügt fo und zum de Anfeindung alen treu g derruflicher fein leerer Die der Eugen Nau hen, die wi nie jeder To ftreiten, Die L Die Reihe der Ansprache leitete Hofrat A. Jaksch, der Vorsitzende des Festausschusses für das 10. Deutsche Sängerbundesfest 1928 in Wien, mit formvollendeter Rede ein. Er führte etwa Kaum eine andere Stadt sei der Berufung, Sängerfejt stadt zu sein, würdiger als Frankfurt, die Wahlstadt der deut schen Könige, mit Römer und Paulskirche als Weihestätten hi storisch- deutscher Vorgänge, aber auch die Geburtsstadt des zum Heros der Weltliteratur gewordenen Goethe. Daß von Wien nach Frankfurt über den 1928 besonders gefeierten Franz Schu bert zu Johann Wolfgang Goethe ein enges Verbundensein be stehe, sei die innere Leitlinie zu den Festtagen in der Mainstadt und wie über dem Wiener Fest der großdeutsche Gedanke in de deutschen Sängerschaft lebendig geworden sei, möge das Sym bol des Sängerbundes einer glückverheißenden Zukunft entgegen geführt werden. Hofrat Jakich übergab das Bundesbanner der Vorsitzenden des Festausschusses für das 11. Deutsche Sängerbu desfest in Frankfurt, Rechtsanwalt Dr. Hermann, der es mi Dantesworten übernahm und es dem Herrn Oberbürgermeiste der Stadt Frankfurt, Dr. Ludwig Landmann, in Verwahrung gab, nachdem er eine Frankfurter Erinnerungsschleife an das Banner geheftet hatte. Dr. Landmann danfte mit einer An sprache, die, ein Bekentnis, an vielen Stellen von stürmischen Beifall unterbrochen wurde. Er hatte am rechten Ort den re ten Ton getroffen. Als er von der deutschen Jdee, von er Jdee der Einheit des deutschen Volkes und der Einheit der deu schen Kultur sprach, die in dem Sängerbundesfeste ihren starke Die Hessische Amtliche Pressestelle schreibt uns darüber: In Hessen findet für das Rechnungsjahr 1932 die Veranlagung der Grundsteuer noch nicht auf der Grundlage der Einheitswerte statt. In einer größeren Anzahl hessischer Ge= martungen ist jedoch bei dem landwirtschaftlichen Besitz ein érheblicher Unterschied zwischen dem Grundsteuerwert und dem zuletzt festgestellten Einheitswert vorhanden, so daß sich der Finanzminister, um auch auf diesem Gebiet der notleidenden Landwirt: schaft zu helfen, entschlossen hat, für das Rechnungsjahr 1932 auf dem Gebiete der staatlichen Grundsteuer im Billigkeitswege Maßnahmen zu einer Angleichung der Grundsteuerwerte an die entsprechenden Einheitswerte zu treffen. Zu berücksichtigen find nur diejenigen Staats- Steuerpflich tigen, deren Grundsteuerwerte( ohne Gebäude und Forstgrundstüde) mindestens das Dreifache des Einheitswertes erreichen. Die Ermäßigung beträgt, je nach Lage des Wertunterschiedes, bis zu drei Raten der staatlichen Grundsteuer des landwirt schaftlichen Vermögens( ohne Gebäude); sie wird auf die zuletzt Troko erwiderte Sportzeitu daß die P Spieler stel halten erzo mit einem hungrige P in der nächt glaube, ich mal... Si über den W auch manchm brohenden fo größter Anitr Lernen fie ebe gen" it flie Fragball pieli Rampfbegeister willen fich in e piel ungleich piel Das be den Meistersch zuf die Buntti Ein ganz Rüller und Gi Sicherlich eute zu umjeren Sange ist mir eight aus der bielen, ist mi Bir jelbit mu Ausdrud fände, da wedte er ein Echo in allen Herzen. Da rie des Gefec er die Zuversicht und die Hoffnung aller Sänger wach, die i Gott jei Da diesen schweren Tagen in Frankfurt weilen, um auch ihrerjet inficht tönnen ein Bekenntnis zur Einmütigkeit in aller Not und Gefahr ab zulegen. Man darf sagen, daß diese Rede des Frankfurter Ober bürgermeisters den Höhepunkt des Festaktes bildete und überal eine Begeisterung entzündete, die dem Verlauf des Festes fiches lich zugute fommen wird. Denn nicht nur Kaisersaal stimmten jubelnd zu, sondern auch die Tausend die Zuhörer is Es wird i angen, Bring e Musichten Nr. 29 angerechnet. In den mte Grundsteuerwert 300 v. 5. und meg irtschaftlichen Bermo die Ermäßigung von ngen im Einzelfalle chend angewiesen und desfeit 1932 907. Samstag, den 23. Juli 1932 brunten auf dem Römerberg, die die Reden durch Lautsprecherübertragung sich anhörten, Brachen spontan in Beifallsrufe und Händeklatschen aus. In dieser Stimmung fielen die Worte des legten Redners, des Vorsitzenden des Deutschen Sängerbundes, Herrn Geheimrat Dr. Karl Hammerschmidt, auf fruchtbaren Boden, zumal da er neben Goethe den vor zweihundert Jahren gestorbenen Josef Haydn erwähnte, und besonders als er von der Bedeutung der volksdeutschen Kundgebung im Frankfurter Stadion sprach. Noch einmal erhoben sich die Stimmen der Sänger auf dem Römerberg. Anton Brudners machtvoller Chor ,, Das deutsche Lied" brauste über den Platz, und es war, als ob die hehren Töne sich über die ganze Stadt ausbreiteten. Die Bannerübergabe war die würdevolle Eröffnung des Festes. nun gilt es ernste Arbeit: Dienst an der Kunst. Boltsdeutsche Weihestunde des Deutschen Sängerfestes. Wer am gestrigen Freitagnachmittag in der Frankfurter Festhalle sein durfte, der hat gefühlt und erlebt, daß es ein unzerstörbares deutsches Volf gibt. Bis zum letzten Platz war das Riesenoval der Festhalle gefüllt, als die ,, Hymne" die Weihestunde einleitete. Zehntausende hatten sich eingefunden. Die Sänger waren nicht nur durch einzelne Vertreter, sondern, wie z. B. aus Amerifa, in großen Abordnungen erschienen; und selten hat man wohl in einer Zuschauermenge gesessen, die so aus aller Herren Länder zusammengeführt und nun glüdlich war, die MutterSprache zu sprechen und deutsche Lieder zu hören. Sängerbundesfeites. Goethestadt Frankfur angesbrüdern dar, die erzeit gastfreundlichen eft gefommen find. J opole flattern Fahnen gen im grünen Gir Gasthöfe Groß- Frant n. Die ganze Stax 40 000 Sangesbrüder liche Frankfurt gelom öfen anrollende 3 ngerbundesfeit. 60 00 art und werden in die Deutschlands Grenze Ite Mainstadt, die i ößten Sohnes, Joham ich, aber auch der Not hen wird. Die feelif -, das feinerlei Gren Zahl der ausländisch von 5000 in Frankfur en Gebieten ringsu den Mauern der after die Stadtgrenzen un n den Rand des Ta ler deutschen Säng en Deutschland. Kaijeriaal. das 11. Deutsche Ein at es von symbolische ebergabe des Bundes getränkt von Geschich Menschen, geheiligter offenes Herz hat für tigkeit der deutschen i auch die Teilnehmer eutsche Sängerbundes te. Die prominenten des Festausschusses, der ponisten usw. vereinig urt im Kaijeriaal, un außen auf dem Römer wie ihn wohl nur gar ie Mitglieder des S g von Chormeister G en, und um fie schan dichtgedrängte Men Sufern ringsum, dern lle Stille lag über de auf einem mit Blu vier schweren Pfer rter Wappentracht be deutsche Sängergru Dürdige Kleinod d in den alten R des Reiches tagter auf" aus den„ Me frat A. Jakich, der eutsche Sängerbunde De ein. Er führte r Berufung, Sängeri die Wahlstadt der de che als Weiheftätten wie Geburtsstadt des Goethe. Daß von Es gefeierten Franz S enges Verbundenjein! esttagen in der Main ofdeutsche Gedanke in Eden sei, möge das S Benden Zukunft entgeg 6 das Bundesbanner 11. Deutsche Sängerh Dr. Hermann, der es Herrn Oberbürgerme andmann, in Verwah innerungsschleife an nn dankte mit einer 1 Stellen von stürmi eam rechten Ort den deutschen Jdee, von und der Einheit der erbundesfeste ihren ft in allen Herzen. D aller Sänger wach, di weilen, um auch ihrer aller Not und Gefahr Rede des Frankfurter D stattes bildete und über Verlauf des Festes fiy ht nur die Zuhörer dern auch die Taufe Besonderer Beifall scholl den Ehrengästen entgegen: Reichsinnenminister v. Gayl, in dem man vorweg den Ueberbringer einer sehnlichst erwarteten Botschaft begrüßte, Reichsminister a. D. Geßler und die als Sprecher bestimmten Auslandsdeutschen. Als dann Freiherr v. Gayl das Wort aussprache, daß man erwartete, daß das Demonstrationsverbot ab Sonntag für Umzüge fünstlerischen Charakters aufgehoben werde und der Festzug wirflich stattfinden könne, war des Beifalls kein Ende. Der Reichs= innenminister fand mehr als ein glüdliches und starkes Wort. Mt erhobener Stimme rief er den Deutschen zu, die in diesen Tagen ,, Gäste in Deutschland" sind:„ Sie gehören zu uns, was auch fommen mag." Für die Ueberseedeutschen sprach Dr. Gotthard E. Seyfarth, Brooklyn- New York, Präsident des Nordöstlichen Sängerbundes von Amerika. Er sagte u. a.:,,Wohl leben wir unter verschiedenen Regierungen und wenngleich unser tägliches Leben als Resultat der fremdländischen Umgebungen und der Lebensgebräuche dieser Nationalitäten auch in vielen Beziehungen grundverschieden ist, so macht sich dennoch ein Gefühl überall gleich bemerkbar: Die Liebe zu der Heimat unserer Väter und zum deutschen Volke! Wir Sänger haben immer in erster Reihe gestanden, wenn es galt, die Ehre des deutschen Namens zu schützen, für Recht und Freiheit einzutreten und Werke edler Menschlichkeit zu fördern. Die deutsch- amerikanischen Gesang vereine haben unter der Kriegshetze mit am schwersten gelitten, weil ihre Wesensart offenes und lautes Bekennen- denn stillvergnügt fann kein Chor singen! zur deutschen Muttersprache und zum deutschen Lied bedingen muß. Allen Verfolgungen und Anfeindungen zum Trotz sind sie aber ihren selbstgesetzten Jde= alen treu geblieben und habend urch dieses Festhalten den unwiderruflichen Beweis geliefert, daß auch noch heute deutsche Treue Fein leerer Wahn ist. Die deutschen Volksgruppen in Europa fanden in Landrat Eugen Naumann- Posen ihren Sprecher: Wir Auslandsdeutschen, die wir hineingestellt sind, in fremdes Volkstum, wissen ja, wie jeder Tag an uns die Forderung stellt, für unser Volkstum zu streiten, wissen, daß dieser Streit erbarmungslos seine Opfer Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. ( 10. Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.) ,, Trotzdem gibt es aber auch Gegner dieser Punktspiele," erwiderte Theo.„ Ich habe neulich mal so einen Artikel in einer Sportzeitung gelesen. Da behauptete jemand unter anderem, daß die Punktspiele zu große Anforderungen an die Nerven der Spieler stellten und sie und das Publikum zu unsportlichem Verhalten erzögen. Ein Fortfall der Meisterschaftskämpfe würde mit einem Schlag den„ Spesen- Amateur" und das sensationshungrige Publikum vom Erdboden verschwinden lassen. Aber in der nächsten Nummer stand schon eine Entgegnung darin. Ich glaube, ich habe die Zeitschrift noch hier. Einen Augenblid inal Hier ist schon der Artikel. Also der Einsender schreibt über den Wert der Punktspiele am Schluß: Wenn die Spieler auch manchmal die Zähne zusammenbeißen müssen, um einer drohenden folgenschweren Niederlage zu entgehen und sie trotz größter Anstrengung vielleicht doch nicht verhindern können, so lernen sie eben, sich zu beherrschen. Und dieses sich selbst besiegen" ist schließlich der Endzwed aller sportlichen Erziehung. Fußballspiel ist Kampf. Ein Meisterschaftsspiel steigert die Rampfbegeisterung naturgemäß noch mehr. Wenn der Siegeswillen sich in erlaubten Bahnen auswirkt, ist ein solches Punktpiel ungleich schöner und interessanter als ein FreundschaftsSpiel. Das beweisen auch die größeren Zuschauermengen bei den Meisterschaftskämpfen. Deshalb wollen und dürfen wir auf die Punktspiele nicht verzichten." ,, Ein ganz vernünftiger Standpunkt," meinten Adolf Müller und Günter Freund. „ Sicherlich. Ich glaube, wir werden die Zuschauer, die heute zu unserem Spiel herauskommen werden, nicht enttäuschen. Bange ist mir nur etwas um Karl Schäfer. Er läßt sich zu leicht aus der Ruhe bringen. Aber wenn die Gegner nur fair pielen, ist mit unserem Rechtsinnen ganz gut auszukommen. Wir selbst müssen auch alles daran sehen, Adolf, daß uns in der Size des Gefechts keine Entgleisungen passieren. Wellner ist ja, Gott sei Dant, ein ausgezeichneter Schiedsrichter. In dieser binsicht können wir also auch beruhigt sein." ,, Es wird schon klappen, Theo. Mein linker Nachbar, Erich Janßen, Bringhofs Sorgenfind, ist ja auch gut in Form. Also die Aussichten auf einen Sieg sind gar nicht so schlecht. Die ,, Gießener Zeitung" fordert. Auch wohl so mancher Sänger aus den Reihen der Auslandsdeutschen weiß davon zu erzählen. Und wenn wir auch auf lange Zeit unseres Volfstums nicht sollen froh werden dürfen wir draußen nicht und ihr nicht im Reich und in Desterreich-: Den Stolz auf unser Deutschtum fann uns niemand rauben. Wir empfinden nur die atemraubende Enge. Wir rufen nach Loderung aller jener unnatürlich und widersinnig anmutenden Eisenbänder und Riegel, die die freie Erhaltung unseres Volkstums hemmen und suchen über die Grenzen hinweg bewußte Zueinanderordnung und Handreichung aller Deutschen zu gemeinsamem Dienst am Volk." ,, Für das Volk der deutschen Staaten" nahm als letzter Redner Reichsminister a. D. Geßler das Wort: Wenn jemand vor dem Kriege in die Fremde ging, dann wurde er von der Heimat häufig als eine Art verlorener Sohn angesehen. Jeder Auslandsdeutsche aber, der heute in die Heimat tommt, wird bald erkennen, daß hierin eine große Wandlung eingetreten ist. Der Deutsche aus dem Auslande wird heute durchweg als Volksgenosse angesehen. Immer selbstverständlicher wird die Pflicht empfunden, sich um das Auslandsdeutschum zu kümmern und dort helfend einzuspringen, wo die Not und die Gefahr der Entnationalisierung besonders groß sind. Schon der Weltkrieg hat diesen Gesinnungswandel eingeleitet. Wir Deutsche aus dem Reiche und aus Desterreich, aus den Grenzgebieten des deutschen Volksbodens, aus den rings in Europa umbrandeten Inseln deutscher Sprache und deutscher Lebensgesittung bekennen uns in dieser Stunde mit voller Entschlossenheit zu unserem Schicksal und unserer Aufgabe. Wir erheben unsere Hände und geloben: In deutscher Not und Werfgemeinschaft drinnen und draußen wollen wir den Sinn der Geschichte, die große Aufgabe der Gegenwart, erfüllen als treue Diener am Werke der deutschen Zukunft. Lokales. Sonntagsgedanken. Die Zeit des Wanderns ist da, Ferienzeit. Aus dem Staub und Lärm der Großstadt flüchten die Menschen in die Stille der Dörflein. Aber dort finden sie feine feiernden und ruhenden Leute an, denn das Landvolk ist jetzt in tausend Sorgen um das tägliche Brot. Dort ist kein Achtstundentag und fein Wochenend und oft auch kein Sonntag. Schau' sie nur an die hageren, sonnenverbrannten Gestalten, welchen zähen Kampf sie führen müssen mit dem rauhen, armen Boden unseres Vaterlandes. Und geben doch noch von ihrer Armut jedes Tahr Tausende von Mark an die Notleidenden der Großstadt. Vergessen wir das nicht, wenn wir jetzt im Sommer als Gäste auf das Land kommen. Vergessen wir nicht, daß unser Landvolk das stärkste Fundament des Staates ist und der unerschöpfliche Jungbrunnen, aus dem gerade die Großstadt Le= ben und Dauer schöpft. Lassen wir die Großstadt und ihre Scheinkultur daheim. Stören wir nicht die heilige Sonntagsstille, die dort draußen so ergreifend über dem Lande liegt. Und schä= men wir uns auch nicht, am Sonntag in der kleinen Dorfkirche neben dem Bauern oder einem alten, gebeugten Mütterchen zu stehen. Ein hoher Staatsbeamter, der den Sommer in einem Gebirgsdorfe verbrachte, nahm Sonntag für Sonntag am Pfarrgottesdienste teil. Als er dann Abschied nahm, trat ein Bauer zu ihm und drückte ihm die Hand: ,, Vergelt's Gott für das gute Beispiel, das Ihr uns gegeben habt. Oft möchte man meinen, Hauptsache ist, daß unser lieber Torwart seinen Kasten rein hält." ,, Darauf kannst du Gift nehmen," lachte Günter Freund und stand auf.„ Ich glaube, wir müssen uns verabschieden. Frau Bauer hat das Mittagessen sicher schon fertig. Was gibt es denn heute mittag, Theo?" ,, Erbsensuppe mit Frühzündung," sagte Adolf Müller und sah auf die Uhr.„ Was, schon gleich elf? Da ist es höchste Zeit, daß wir aufstoßen und ins Horn brechen. Na, im Klubhaus treffen wir uns ja nachher wieder. Vergiß vor allen Dingen nicht, Theo die Schußstiefel mitzubringen." ,, Wird gemacht," lacht der Mittelstürmer. Obwohl das Wettspiel erst um drei Uhr nachmittags angesetzt war, strömten schon eine Stunde vorher unzählige Fußgänger zum Sportplatz. Die Elektrischen waren überfüllt; Autos und Motorräder belebten die Zufahrtsstraßen. Das wunderbare Fußballwetter und die Aussicht auf ein interessantes Spiel hatten alle Sportsfreunde auf die Beine gebracht. An den Kassen drängte sich die Menge. Eine Viertelstunde vor Beginn des Spieles waren bereits alle Tribünen- und Sigpläge ausverkauft. Und immer noch mehr Menschen strömten herzu, die gerne mit einem Stehplatz vorlieb nehmen wollten, wenn sie nur dabei sein konnten. Es war ein großer Kassenerfolg und zugleich ein Beweis dafür, daß ein Treffen zwischen den beiden stärksten Vereinen der Großstadt eine gewaltige Anziehungskraft besaß. In den Umkleideräumen der Spieler ging es lebhaft zu. Von einer Nervosität war nicht viel zu spüren. Augenblicklich hatte gerade Ernst Gehle, der Rechtsaußen, das Wort: ,, Also Kinder, stellt euch vor: Gestern abend habe ich Skat gespielt. Da hatte ich einmal einen wunderbaren Grand ohne zweien. Herz As, Herz Zehn...“ ,, Ach du mit deinem Stat," rief Ernst 3ille, der linke Verteidiger, dazwischen ,,, das kannst du deiner Großmutter er= zählen." ,, Du Theo," wandte sich Willi Hoffmann an den Mittelstürmer ,,, wenn du nachher Seitenwahl haben solltest, dann laß uns man mit der Sonne im Rüden spielen. Wind ist ja kaum da und der kommt auch noch von der Seite." ,, Natürlich.. aber erst mal abwarten." ,, Mir hat diese Nacht geträumt, daß wir mit 4: 1 gewinnen würden!" rief Hugo Schmidt. Da bin ich leider aufgewacht, sonst wären es wohl noch mehr Tore geworden." Nr. 29 die Religion sei bloß für uns Bauern da. Aber Ihr habt uns gezeigt, daß man ein berühmter Mann sein kann und doch glauben und beten fann." So ein Beispiel ist mehr wert als alles soziale Geschwätz, dem teine Taten folgen. Denn nichts überbrückt so alle Gegenjätze und bringt einander nahe, als wenn Arm und Reich, Hoch Der Sonntagsschreiber. und Nieder in Demut vor einem Gotte knien. * * Amtswechsel. Der seitherige Direktor der Heil- und Pflegeanstalt bei Goddelau, Herr Obermedizinalrat Dr. Schnei der, wurde zum Direktor der hiesigen Heil- und Pflegeanstalt für den in den Ruhestand getretenen Obermedizinalrat Dr. Oẞwald ernannt. * Von der Universität. Für den nach Leipzig berufenen ordentl. Professor Dr. Rosenberg kommt der Ordinarius an der Universität Greifswald Dr. E. Blen nach hier. * Von der Reichsbahn. Neuerdings werden auch nach Bad Salzhausen von Gießen aus Mittwoch- Rückfahrkarten ausgege= ben, die bekanntlich im Preise den Sonntagsrückfahrkarten gleichstehen. Weiterhin gibt die Reichsbahndirektion Frankfurt bekannt, daß sie zum 21. Deutschen Feuerwehrtag in Karlsruhe vom 5. bis 8. August von allen Stationen ihres Bereichs aus Sonntagsfahrkarten nach Karlsruhe ausgibt. * Vom Schöffengericht. Am letzten Montag wurden einige Mitglieder eine Diebesbande, die in der Umgegend von Homberg a. d. Ohm zahlreiche Einbruchsdiebstähle begangen hatten, zu 4, 3 und 2 Jahren Gefängnis verurteilt. Drei weitere Angeflagte wurden aus Mangel an Beweisen freigesprochen. * Jubiläum. Herr Kanzlei- Oberassistent Otto Purrmann kannte Mitte dieser Woche auf eine 25- jährige Dienstzeit bei der Universitätsbibliothek zurückblicken. * Liebig- Museum. Am morgen Sonntag hält Herr Geheimrat Sommer im Liebig- Museum um 11.15 Uhr einen Vortrag über„ Die Entwicklung des Liebig- Museums von 1924-1932". Veranstalter ist die Gesellschaft Liebig- Museum Gießen. Schießsport. Am Sonntag, den 17. Juli, hielt die Schützengesellschaft 1926 Gießen e. V. ihr diesjähriges Königsschießen ab, welches sich einer guten Beteiligung seitens der Schützen zu erfreuen hatte. Es wurde auf 100 Meter eine Adlerscheibe( den Reichsadler mit Zepter und Reichsapfel darstellend) beschossen, und zwar wurde mit dem 238. Schuß der Rest des Adlers von der Stange heruntergeholt. Der glüdliche Schütze war Herr Karl Schneider, Gießen, Marburgerstraße, welcher somit Schüßenfönig für das Jahr 1932 wurde. 1. Ritter wurde Herr Fritz Dewald und 2. Ritter Herr Heinrich Blum, Gießen. Die Schießdauer betrug nur 1½ Stunden und ist die Schießleistung der einzelnen Schützen als eine sehr gute anzusehen, was auch später bei der Königsproklamation durch den Oberschützenmeister Herrn Ed. Gondner lobend in Erwähnung gebracht wurde. Eine von Herrn Friseur- Obermeister Hans Göz gestiftete und von Herrn Malermeister Carl Rau fünstlerisch gemalte Ehrenscheibe wurde von dem Oberschützenmeister Ed. Gondner mit einem sauberen Fleckschuß erschossen. * Sperrung der Bootshausstraße. Anläßlich der am 30. und 31. Juli 1932 stattfindenden 27. Ruder- Regatta der Gießener Rudergesellschaft 1877 ist die Bootshausstraße von dem Bootshaus der Gießener Rudergesellschaft bis an den Durchgang nach der Ederstraße( Bahnüberführung) am 30. und 31. Juli 1932 von 14 bis 19 Uhr für den Durchgangsverkehr polizeilich geSperrt. * Straßensperrung. Die Alicenstraße ist Dom 22. bis 23. Juli 1932 zwischen Frankfurterstraße und Ludwigstraße we,, Na, mit dem Resultat könnten wir auch zufrieden sein," meinte Otto Drees. ,, So ein Pech," schimpfte Frizz Körner ,,, mir ist eben mein Schnürband abgerissen!" ,, Ja," lachte Adolf Müller,„ das sind so Schicksalsschläge, von denen man sich nur schwer wieder erholt." ,, Sag mal, Hans," wandte Ernst Gehle sich an den linken Verteidiger ,,, wieviel Bräute hast du heute eigentlich auf der Tribüne sizen?" ,, Auf der Tribüne sitzen bloß seine Schwiegermütter", meinte Adolf Müller. Und wenn er nicht ordentlich spielt, friegt er nachher' ne Abreibung von ihnen mit dem Sonnenschirm... Aber hab' keine Angst, Hans, wir stehen dir alle bei." ,, Ihr könnt mir alle den Budel runterrutschen!" rief Zille. Wer?" fragte Dr. Bargmann, der eben mit Bringhoff den Umkleideraum betrat. " ,, Sie nicht, Herr Doktor," meinte Hans Zille etwas verlegen.„ Aber unser Mittelläufer hat mal wieder so'n großes Wort." ,, Dazu kann ich nicht," rief Adolf Müller.„ Das hab' ich von meiner Großmutter geerbt. Die haben sie nämlich aus Versehen mal mit' ner Grammophonnadel geimpft." ,, Die Stimmung der Spieler scheint ja vorzüglich zu sein," wandte Dr. Bargmann sich lachend an den Trainer.„ Na, Herr Hansen, nun sehen Sie zu, daß Sie Ihre Mannschaft zum Siege führen. Es ist ja ein recht starter Gegner, den Sie heute gleich beim ersten Punktspiel vor sich haben, aber bei einigem Glück dürfte es Ihnen nicht schwer fallen, ihm die zwei Punkte abzunehmen. Der starke Besuch ist übrigens sehr erfreulich. Lassen Sie sich nur nicht durch Zurufe aus dem Publikum in Ihrer Handlungsweise beeinflussen. Spielen Sie so, wie Sie es für richtig halten." - Ein paar Minuten später betraten beide Mannschaften, von den Zuschauern lebhaft begrüßt, den Platz. Nachdem die beiden Spielführer gelost hatten die Gegner hatten Seitenwahl und spielten mit der Sonne im Rüden begann der Kampf. Das Spiel gestaltete sich gleich im Anfang sehr lebhaft. Hin und her wogte der Kampf. Aber bald machte sich eine starfe Ueberlegenheit der Stürmerreihe, die Theo Hansen anführte, bemerkbar. Ihre Angriffe waren geschlossener und schneller. In der zwölften Minute fonnte Theo auf eine schöne Vorlage Adolf Müllers an den Rechtsaußen, die dieser präzise an die Mitte abgab, unhaltbar einsenden. 1: 0! Lauter Beifall durchbrauste den Platz. ( Fortsetzung folgt.) Samstag, den 23. Juli 1932 gen Reparaturarbeiten an der Wasserleitung für den Verkehr mit Fahrzeugen aller Art polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperrschilder sind zu beachten. * Turnverein von 1846. Die Wander- Abteilung führt morgen( Abmarsch 7 Uhr) eine Wanderung nach Grünberg durch. * Spielvereinigung 1900. Die Leichtathletik- Abteilung der Spielvereinigung 1900 hält bei bester Besetzung der einzelnen Konkurrenzen morgen auf dem Sportplag auf dem Trieb ihre 11. nationalen Wettkämpfe ab. Aus Nah und Fern. Bad Nauheim. Bis zum 21. Juli 1932 betrug der Gesamtbesuch 14 926 Gäste, darunter 2436 Ausländer. Anwesend waren am 21. Juli 3515 Gäste. ,, Gießener Zeitung" wenn fen dieser großen Klasse auf der Mainzer Regatta besonders gespannt. Die Mainz- Kasteler Trainingsleitung sollte die schon oftmals erhobene warnende Stimme anhören, die besagt, daß durch die Starts im Vierer die Achtermannschaft in ihrer ausgezeichneten Gesamtarbeit gestört wird. Auch eine Mannheimer Amicitia augenblidlich nicht zu fürchten ist, so sollte Kastel doch daran denken, daß in den letzten Wochen zwei ganz gefährliche Gegner Gießen 1877 und Kölner Wassersport aufgekommen sind, die sich allen Ernstes auf die Meisterschaft vorbereiten. Die Rennen, an denen die Gießener beteiligt waren: Jubiläumspreis. Erster Achter( Herausforderungspreis): 1. Kasteler RG 1880 5: 15,6; Gießener RG 1877 5: 15,8. Taunus- Preis. Zweiter Achter.( Ehrenpreis): 1. Gießener RG 1877 5: 10,4; 2. RG Worms 5: 13,2; Offenbacher RV 1874 nicht gestartet. Kampf zwischen Kommunisten und SA.- Leuten. Auf der Landstraße zwischen Homberg nach Niederofleiden spielte sich in der Nacht zum 18. Juli ein stundenlanger, schwerer Kampf zwischen Kommunisten und SA.- Leuten ab. Die SA.Leute wurden auf dem Wege zu einer Rundgebung von Kommunisten, die ihre Anhänger aus der ganzen Umgebung zusammengezogen hatten, mit Revolverschüssen, Stich- und Schlagwaffen empfangen. 12 SA.- Leute wurden verletzt, darunter mehrere schwer. Auch bei den Kommunisten gab es eine Anzahl Verletzte. Die erregten Bewohner der Umgegend zogen nach Niederofleiden zu der Wohnung des kommunistischen Anführers Universitätsmeisterschaft im Kleinkaliberschießen Brüning, den sie in seiner Wohnung, im Kleiderschrank versteckt nur mit dem Hemd bekleidet, aber im Besize eines Revolvers und eines Dolches, antrafen. Er wurde von der Menge so schwer mißhandelt, daß er in die Marburger Klinik überführt werden mußte. Bei der polizeilichen Haussuchung in den Wohnungen der Kommunisten wurden eine Anzahl Waffen beschlagnahmt und bis jetzt 27 Verhaftungen vorgenommen. Theodor- Boehm- Gedächtnispreis. Doppel Zweier ohne Steuermann.( Wanderpreis): 1. Wassersportverein Godesberg ( Georg und Leo Arenz) 6: 09,5; 2. Gießener RG 1877( JoedtTimpe) 6: 20,8; 3. Offenbacher RG Undine 6: 24,2; 4. Frankfurter RV 1865 6: 26,2. Preis von Isenburg. Zweiter Einer.( Ehrenpreis): 1. Gießener RG 1877( Joedt) 6: 05,2; 2. Mannheimer RV Baden ( Frisch) 6: 13,6; 3. Alemannia Karlsruhe 6: 14,8; 4. Offenbacher Undine 6:16; 5. Offenbacher Undine 6: 18,6; 6. Hanauer Hassia. * Birkenau. Nachdem man jetzt einen Ueberblid gewinnen konnte, sind die durch das Unwetter der vergangenen Wochen verursachten Schäden weit bedeutender als ursprünglich angenommen. In einem Hohlweg nach dem Wachenberg wurden Gräbe n bis zu 4 Meter Tiefe ausgerissen. Darmstadt. Obermusitmeister Mickley konnte den Tag be= gehen, an dem er vor 50 Jahren in die deutsche Armee eintrat. Mit diesem Gedenktag verbindet der Jubilar eine 42jährige Tätigkeit als Musitmeister. Er trat am 17. Juni 1882, damals noch nicht ganz 17jährig, als freiwilliger Musiker beim 2. baŋe= rischen Feldartillerieregiment in Würzburg als Mitglied der Regimentskapelle mit der Ausübung als Solotrompeter ein. 1901 erhielt er die Obermusikmeisterstelle als Nachfolger des verstorbenen Musikdirektors Paul Stüzel beim ehemaligen Großherzoglichen Art.- Korps. Im Jahre 1920 schied er, zum Leut* in Gießen Die Beteiligung der Studierenden war gut. Für den Mannschaftskampf waren 10 Mannschaften gemeldet, außerdem eine Anzahl von Einzelschützen. Den Mannschaftssieg errang die Turnerschaft Hasso- Nassovia, gefolgt vom Corps Silvania, Burschenschaft„ Germania" mit 441 Ringen ,,, Frantonia" und„ Merovingia". Den Mehrkampf für Einzelschützen und den dafür gestifteten Wanderpreis errang cand. med. G. Janke( Corps Silvania). Zweiter wurde stud. Schilling( Adelphia). Nach dem 5: 0- Sieg der Deutschen Nr. 29 Bezugsp Redaktionsjah dung nicht Po Das pre Berjonalverä reiche Landra Die DN jerichtshof g vird, die be Serbrechertum öhen, da fie Die zuft Defterreich rauensabfor Die ung jandten der Tisch- französi Der ip Behandlung in diesen Fällen natürlich eine ganz verschiedene ist. Sind durch Unfall offene Wunden entstanden, so sind diese meist besonders gefährlich, weil es sich hierbei nicht um die gut heilenden Schnittwunden handelt, sondern um Zerreiß- oder Schürfwunden, die durch Erd- oder buntgefärbte Stoffteilchen leicht verunreinigt werden. Durch kräftiges Drüden suche man die offenen Stellen zu starkem Bluten zu bringen, damit die Unreinigkeiten durch den Blutstrom ausgespült werden. Dann streut man gehörig Xeroformpulver, das man jetzt in ganz kleinen Streudöschen bekommt, auf die Wunde und legt mit Hilfe eines reinen Taschentuchs einen Notverband an. Für kleinere Verlegungen bildet die mit dem Wundpulver trodnende Blut fruste den besten Schutz. Eine verletzte Schlagader muß durch Abbinden oberhalb mit Riemen, Schnur oder Gurt geſchloſſen 44. werden. Nasenbluten, das die verschiedensten Ursachen haben fann, wird am ehesten gestillt durch Ruhe, Zurüdlegen des Kopfes und Einziehen eines fräftigen Luftstromes( aber lang sam) durch die Nase. Insektenstiche desinfiziert man leicht durch Betupfen mit Salmiatgeist, Seife, Zuder oder Kölnischem Was ser. Stiche, bei denen der Stachel in der Wunde verbleibt, wie bei dem Bienenstich, rufen, wenn der Stachel nicht durch fräftiges Ausdrüden entfernt wird, eiterige Entzündung her vor. Es empfiehlt sich übrigens, jeden Insektenstich zu desinfi zieren. Blutandrang, bzw.-leere tönnen Störungen des All Beklemmungen, gemeinbefindens hervorrufen: Schwindel, Angstgefühl und Ohnmacht. Bei auffallender Rötung des Ge sichts soll man die Person in sitzender Stellung unterbringen, die Strümpfe ausziehen, die Füße mit faltem Wasser benetzen und träftig frottieren. Bei bleicher Gesichtsfarbe dagegen lege man den Körper flach auf den Rücken, entblöße den Hals und reibe ihn sowie die Schläfen wenn möglich mit Kölnischem Wasser ab. Bei Ohnmachtsanfällen besprengt man das Ge sicht und die Brust mit kaltem Wasser. Viel häufiger, aber nicht weniger unangenehm als Ohnmacht sind Erschöpfungszu stände, die zu schweren Organstörungen ausarten können. Hier gilt es in erster Linie vorzubeugen und den Körper leistungs fähig zu erhalten. Das geschieht mit bestem Erfolg durch eine bis zwei Dallmannsche Kola- Tabletten, die den müde werden den Körper ausgezeichnet erfrischen. Hihschlag und Sonnen stich sind die gefürchtetsten Erkrankungen der Hochsommermo nate. So lange der Mensch kräftig schwigt, leichte, nicht been gende Kleidung trägt und bei sehr hohen Temperaturen stun denlanges Wandern in greller Sonne ohne Kopfschutz vermeis det, ist die Gefahr einer solchen akuten Erkrankung, namentlich bei unserer an die Sonne gewöhnten Jugend, nicht allzu groß. Bestes Vorbeugungsmittel: Kühlende Getränke! Sonnenstich äußert sich, in Erregungs- und Reizbarkeitszuständen, während bei Hitzschlag ein plötzliches Zusammenbrechen charakteristisch ist. In beiden Fällen ist bis zum Eintreffen des Arztes Ruhe, star ter Kaffee, Deffnen der Kleider, Ueberziehen nasser Strümpfe zu empfehlen. Bei längerer Bewußtlosigkeit muß fünstliche warnende Vorzeichen angesehen werden. Bei sonst gesunden Personen treten sie infolge Ueberanstrengung, Blutleere oder überfüllung des Gehirns, oder auch durch einen in Unordnung geratenen Magen auf. In den ersten Fällen empfiehlt sich her stets als Ruhe im Kühlen und geeignete Lagerung des Körpers je nach Gesichtsfarbe, im letzteren Fall eine Tasse Kaffee oder ein guter Kognat. Durch den Genuß von Süßigkeit, Durcheinanderessen aller möglichen Speisen, durch leichtsäuernde Getränke werden oft sehr unangenehme Magenschmerzen oder Sodbrennen ver ursacht. Das beste und einfachste Mittel dagegen ist: 10 Mi nuten sich auf die linke Seite legen! Italiens Presse über Brenn und v. Cramm. Die einzige italienische Zeitung, die vor den Spielen um den Daviscup in Mailand das Können der Deutschen in geradezu lächerlichster Weise unterschätzte, war die offizielle„ Littoriale". Dort hat man mit einem 4: 1 für Italien gerechnet. Wie man am Grünen Tisch zu dieser Rechnung gekommen ist, ist ein bißchen schleierhaft. Der„, Littoriale" ist aber ehrlich genug, um den deutschen Erfolg ohne Einschränkung zuzugestehen. Blätter geben zu, daß Italien gegen diese Deutschen, die in so großartiger Form antraten, nicht gewinnen konnte. Alle nant befördert, mit der Erlaubnis zum Tragen der Uniform Erste Hilfe auf Reise und Wanderung. Atmung angewandt werden. Kopfschmerzen sollten immer als des Feld- Artl.- Regts. 25 aus. Sein eigenes Fahrrad wieder gefunden. Frankfurt a. M. Einem Mann wurde vor einigen Wochen am Postschecamt sein Fahrrad gestohlen. Zufällig sah er jetzt in der Ederstraße sein Fahrrad und den derzeitigen Besitzer desselben. Er stellte den Mann, und dieser war bereit, mit zur Wache zu kommen. Dort gab er bereitwilligst den Namen des Verkäufers an, von dem er das Rad erworben hatte. Wenige Minuten später wurde dieser in seiner Wohnung verhaftet. Man kam dadurch auf die Spur eines altbekannten Diebes. Sport- Nachrichten. Die Gießener Ruder- Gesellschaft 1877 auf der Offenbacher Regatta Der erste Tag der 14. Offenbacher Regatta, die wieder von der Offenbacher RG ,, Undine" auf der 2000- Meter- Strede vor Rumpenheim veranstaltet wird, brachte wiederholt spannende und scharfe Kämpfe, wenn auch einzelne Felder durch mehrfache Abmeldungen kleiner wurden. Vorzügliche Leistungen zeigten wieder Gießens 77er. Die zwölf Rennen des ersten Tages, die bei fast windstillem Wetter, vollkommen glattem Wasser und verhältnismäßig gutem Besuch ausgefahren wurden, verliefen einwandfrei, selbst der gleichzeitige Start von sechs Booten im Zweiten Einer gelang ohne Zwischenfälle, was sehr für die Eignung der Strede spricht. Was die sportlichen Leistungen des zweiten Tages anbe trifft, so standen diese nicht nur auf der gleichen Höhe wie am Vortage, sondern übertrafen diese noch. In erster Linie ist die Mainz- Kasteler Rudergesellschaft und im Zusammenhang hiermit auch die Gießener Rudergesellschaft zu nennen. Die Kasteller Mannschaft lieferte zusammen mit den Gießenern in dem SchlußRennen der Regatta, dem Jubiläums- Achter, einen äußerst harten Kampf. Die ausgezeichneten Gießener, die wieder, wie am Vortage im Zweiten Achter die vollwertigen Ersazleute Timpe und Georgi, zwei bekannte Skuller, im Boot hatten, bewiesen diesmal recht deutlich, daß sie mit zu den allerbesten süd- und westdeutschen Senior- Achter- Mannschaften zu zählen sind. Nach dem Offenbacher Rennergebnis ist man auf das ZusammentrefDer beste Brennstoff ist und bleibt das Union** Druckarbeiten Brikett! Von Richard Mager. In der Regel wird man eine Reise oder Wanderung nur dann unternehmen, wenn man sich gesund fühlt. Trotzdem tönnen jederzeit Beschwerden und Unfälle eintreten, die den Reisenden um den Genuß seines Ausflugs bringen oder ihm die Wanderung zur Qual machen. In den folgenden Zeilen kann es sich natürlich nur um Ratschläge handeln, wie man auf einfache, aber nicht allen be. fannte Weise vorläufige Abhilfe schafft. In schweren Fällen muß unbedingt der nächste Arzt zugezogen werden. Fangen wir einmal ,, unten" an: Nach längerem Marsch werden vielleicht die Füße wund. An irgendeiner Stelle wird dabei die Haut durch andauernde Reibung gerötet, gereizt und schließlich abgerieben, bis eine Blase entsteht und endlich eine offene Stelle. Nicht immer wird ein solcher Fall richtig behandelt. Vor allem die Ursache der Schmerzempfin dung aussuchen und beseitigen, und zwar sobald die ersten Anzeichen auftreten. Falten im Strumpf, Steinchen und Unebenheiten der Schuhsohle entfernen! Sohlen einlegen, wenn der Schuh zu weit, sie herausnehmen, wenn er zu eng ist! Oft werden die Füße heiß und dick, so daß der sonst bequeme Schuh drückt. Dann soll man die Schuhe und Strümpfe ab und ausziehen, damit die Füße auskühlen. Das oft angewandte falte Fußbad ist eher schädlich, denn als Reaktion auf die heftige Abfühlung erfolgt eine besonders fräftige Erhigung, die das Uebel natürlich noch schlimmer macht, abgesehen von Erkältungsgefahr. Dagegen ist es vorteilhaft, die Strumpfsohle gehörig einzupudern, oder die Füße in weiches Servietten- oder Seidenpapier einzuhüllen, wenn die Füße so weich sind, daß alsbald Blasen entstehen. Die Haut solcher Füße muß man vorher durch häufiges Einreiben mit Franzbranntwein oder einer härtenden Creme widerstandsfähig machen. Im Gebirge oder auf unebenem Boden kommt auch einmal eine Verstauchung oder Verrenkung vor. Schwillt das betroffene Glied an und ist jede Bewegung von starten Schmerzen begleitet, so muß für Abtransport gesorgt und der Arzt zu Rate gezogen werden, da der Laie nicht entscheiden kann, ob eine wirkliche Verstauchung, eine Quetschung, Verrenkung, Entzündung der Sehnen, Musfeln oder Gelenke oder gar ein Bluterguß vorliegen, und die Laufend zahlen wir unter notarieller Kontrolle KAPITAL Wer ſtellt jich um! zu günstigem Bins und auf langfristige Til gungszeit nach furzer Wartezeit aus. Monatl. Seriös. Reklame- UnRüdzahlung RM 11.- bis 21.- für RM 1000.- tern. errichtet an allen Darlehen. In kurzer Zeit ca. RM 160000.- Blät üb. 20000 Einw. ausgezahlt. Auskunft erteilt kostenlos: Zweigstellen für intell. Wemog" Westd. Mob.- Spar- Verb. Herren evt. auch Dam. Geschäftsstelle Gießen, Friedrichstraße 9. Gut lohnende WESTFALIA WERKZEUG Co - HAGEN LW 64 Liste grath Olla billig Einj.- Abitur Dauerpojition! Erfordert. M.1-3Mille Institut Boltz- Jimenau, Thür. Anir. u. F. C. 152 durch Rud. Moffe, Frankfurtm. aller Art für Behörden, Geschäftsleute u. Private fertige ich in jed. gewünschten Ausführung in Schwarz- und Buntdruck bei äußerster Berechnung an. Verlangen Sie Angebote von der Verlagsdruckerei Bei allen Zufällen bewahre man Ruhe und Besonnenheit, besonders dem Betroffenen gegenüber. Ein gut zusprechender und überlegend zugreifender Mensch bedeutet an sich schon die erste, beste Hilfe! Albin Klein, Gießen Neue Bücher. Japans Landwirtschaft ein Borbild für Deutschland! Jm Juliheft der„ Deutschen Rundschau"( Verlag Berlin SW 68) schildert Theodor Oberländer eine Reise durch Japans Bauern land. tijchen Regi lifchen Kon Der V hat den Schr Dringenden Gegenübe ind deutscher Beedienjtes tische Sonder Deutiche Marl Der Waldoper Vor dem ,, Die Erbin". Aeußerlich ist das Leben auf Gut Brüdenau heiter und unbeschwert. Schöne junge Menschen füllen die Tage mit Sport und Flirt. Aber es braut sich ein Gewitter über dieser Welt des Frohsinns zusammen. Es bedroht vor allem Veronika, die Tochter und Erbin. Davon erzählt der neu ,, Woche"-Roman ,, Die Erbin" von Walter von Hollander. E beginnt im neuen Heft, das Sie schon deswegen kaufen sollten Mit vielen interessanten Aufsätzen und Bildern überall für 40 Pfennige. je gegen 10 Dieses Jahres geflagten befi In Begl ... das ist die Liebe der Matrosen. Unter diesem Titel serviert Carl Sagunt in der neuen Nummer der Münchner J lustrierten( Nr. 30) einen entzückenden Sommer- und Seeroman! Er erzählt in ihm die glüdlichen, aber gezählten Stunden eines Landurlaubs, der ausgefüllt ist mit allen Abenteuern der Eifer sucht und Liebe. Ein Roman, dem man gern die Quittung übe viel vergnügt mit ihm verbrachte Stunden ausstellt! Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Leser, Vorsicht! ift der ägypt getroffen. Ein Tei einmal mit d nunmehr- n zöfifche Poli worden war. Bei der Die Arbeiterp jmativen ver Der Arbeiter 9842 bei der Jon 25 000 au Breffe als ei Stimmung in Die Hoffn Seilegung de hat fich nicht In Bar guapanische zum Dienit machung an quan foll, w Die bra ingriff gegen Für den Verkauf eines chines. Marlen- Tees Es kann von der Inseraten- Geschäfts an Drogen, Kolonial stelle über Chiffre- Inserate oder über son Geschäften wird ein sprechungen oder Vergünstigungen od waren- und Feinkost tige Inserate, deren Terte gewisse Ver Vertreter Bermittelungen enthalten, deine intem Prüfung vorgenommen werden. Die von leistungsfähigem fungen haben, weil ihr Betrieb ein schnelle Importgesch. gesucht. sein muß, feine Zeit dazu. Wir lehne Ang. mit Referenzen jede Verantwortung ab. Es ist darun unter G.8.3127 an die Sache der Leser selbst, mit Vorsicht die be Geschäftsstelle erbeten treffenden Inserate zur Kenntnis nehmen. Der Verlag. Modern. echtes Eichen Berkäuferinnen u. Vo-| Geschäftl. Gorgen Schlafz.( Nußzb. abgi.) lontärinnen aus der mit 180 cm brt. Schrf., Schuhbranche per sof. Erfabr. Vertrauensn v. bet. Möbelh. meg. fl. gesucht. Vorstellung, gibt Rat, wenn PfändSchönheitsf. für nur Donnerstag vorm. o.Offenb.- Eid droht g 380 RM abzug. Anfr. 9-10 Uhr in Gießen, Rüdp. Alb. O. Brand erb. u. 6( Z.3123 a, d. Zig. Mäusburg 3. Magdeburg, Fach 20% et. Mit de enet. Die japa vile Verwa urei einem r gleichzeiti berauffichtsb ird. Dies Der Reich Leinebed zum Reihstanzl bends 730 bis Die englijd Wollerbundes of den Bölferb den Bölterb des Gebiet er Die zum 31 Bijchen Militä Ergejtellt. In Charbin bamter namens he Kleidung Beiggardijten Die Regier suten militäri be, fich ftreng