Nr. 6. if find störungsfreie ralteten zu haben. es zu vermeiden, foll funt, Funkhilfe und r gemeinsam mit der rursachenden Betrieb chen wird die Rund orheriger Anhörung ebe richten. Gießener Zeitung Erscheint Samstags. - ( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. er Handwerksorgani rweise gelungen, von gfeiten einzuschalten rozeffe gegen Rund Estammern erwarten der Möglichkeit der von der Inanspruch teftem Umfange Ge Interesse des Hand indfunkorganisationen Zweifelsfällen ist die de Stelle über alle skunft zu erteilen. Fern. Bandesvereins für bis 6. Februar fand ür Innere Mission in Doche statt. Sie war Oberheijens und Star an den Wochentagen die Hauptschlagworte Röhricht- Darmstadt, ja- Bad Nauheim und achfundige Führungen urg sowie durch Ligh Swürdigkeiten und der ig befannt. chaft ,, Gambrinus" in junger Mann dur ht. Die Untersuchung 211. fanell eingetretene Null brachte, hat ein Breite zur Folge ge En Eisfruste überzogen ildung auf dem Main use Kostheim und di gesperrt werden. en Möbelmesse. In( 8. bis 10. Apri tmen angemeldet messen in Köln. . tommen, Körperschaft Alle wichtigen Fragen Sie nach der neueiten Wirtschaftlichen Kur d Wirtschaftskunde des 9, Kaiserdamm 37. enalbum für die Lefer itschrift„ Der Deuti Dungen. Verlag Roth - ist von der durcha rden, daß der Run e Rundfunkliebling einmal im Bild ften? Die Februar tschen Flotten- Vereins Frage auf: Was ge Een der Marine?" G macht. Gehr reich mit hrt ist auch wieder der Bäsche und Kleidungs ern in ihrer Lebens Winte dürften jeder wertvoller Ratschläge stets unterhaltenden zinnen alles Prattij Brobehejt vom Berles Klein in Gießen SACHE Idamebord SSEN als Keller, gegr. 1783 45. Jahrg. Politische Rundschau. Die deutschen Abrüstungsvorschläge, die Botschafter NaDolny am Donnerstag in der Vollversammlung der AbrüstungsLonferenz überreicht hat, zerfallen in eine einleitende Denkschrift und die Aufzählung der für die Landstreitkräfte, Seestreitkräfte, der Luftrüstungen allgemeinen Bestimmungen, sowie Ueber: gangsbestimmungen betreffenden Vorschläge. Der Führer der französischen Abordnung in Gens, Paul Boncour, erklärte der Presse, daß die deutschen Abrüstungsvor: jchläge für Frankreich völlig unannehmbar seien. Das Reichslabinett hat eine neue Notverordnung zur Ergänzung der Vorschriften über die Zwangsvollstreckung bei landverabschiedet. wirtschaftlichen Betrieben und über das Sicherungsverfahren Der Reichsrat verabschiedete am Donnerstagabend den Gejezentwurf über das Zugabewesen. Er verbietet Zugaben, läßt aber eine Reihe von Ausnahmen zu. Die Uebergangsfrist be= trägt drei Monate. Nach Mitteilung des Reichsfinanzministeriums betrugen im Dezember( in Millionen Reichsmark) im ordentlichen Haushalt die Einnahmen 653,2 und die Ausgaben 840,0; mithin ist für Dezember eine Mehrausgabe von 186,8 zu verzeichnen. Der Völlerbundsrat hat auf Grund des Antrages der chinefischen Regierung beschlossen, eine außerordentliche Verjamm lung des Völkerbundes zum 3. März nach Genf einzuberufen. Sämtliche 54 Mitgliedsstaaten des Völkerbundes werden er: sucht, Vertreter zu der Vollversammlung zu entsenden. Die Verhandlungen der Harzburger Front über eine Einheitskandidatur bei der Reichspräsidentenwahl sind am Freitag unterbrochen worden, nachdem zwischen Geheimrat Hugenberg und Hitler noch einmal Besprechungen stattgefunden haben. Die Parteileitung der SAP. hat beschlossen, bei der Reichspräsidentenwahl für den von der KPD. aufgestellten Kandidaten, Ernst Thälmann, einzutreten. Die Kosten der Reichspräsidentenwahl dürfen sich, wenn zwei Wahlgänge erforderlich wären, auf etwa, bei einem Wahlgang auf 3 Millionen Reichsmart belaufen. Die deutschnationalen und kommunistischen Anträge auf Auflösung des Hessischen Landtages sind in der gestrigen Landtagssigung abgelehnt worden. Für die Ablehnung stimmten auch Die Nationalsozialisten. Der nationalsozialistische Winterhilfeantrag über 22 Millionen RM. wurde gestern im Hessischen Landtag bei Stimmententhaltung der Nationalsozialisten mit den Stimmen der Kommunisten und Sozialdemokraten angenommen. Der badische Innenminister hat aus Anlaß des Zusam Kommunisten in menstoßes zwischen Nationalsozialisten und Weinheim und wegen der sich häufenden Störungen der öffentlichen Ordnung öffentliche Veranstaltungen der Nationalsozialien und Kommunisten auf Grund der Bestimmungen der Notmerordnung vom 19. bis einschließlich 28. Februar verboten. Das lettländische Kabinett Stujeneet beschloß, auf Wege der Notverordnung ein Sprachengesetz für Lettland zu erLassen, das u. a, eine einschneidende Beschränkung der Benugung Der deutschen Sprache in Lettland bezweckt und bereits am 4. März in Kraft treten dürfte. dem Painlevé, der frühere französische Ministerpräsident und Kriegsminister, wurde von dem französischen Staatspräsidenten Doumer mit der Bildung des neuen Kabinetts betraut. Er hat feine Bemühungen bereits aufgenommen. Der englische Oberst Colpin wird die Ministerpräsident: haft in Kaschmir übernehmen. Diese Maßnahme dürfte wohl Ben Uebergang Kaschmirs unter englische Verwaltung bedeuten. In den Vereinigten Staaten lebende Chinesen haben eine Million Dollar gesammelt, womit sie 30 Flugzeuge zur Vertei= Digung ihrer Heimat gekauft haben. Am Donnerstagabend ist der Aufstand in Costarica end= gültig zusammengebrochen, nachdem es zu blutigen Kämpfen in Der Hauptstadt gekommen war, wobei mehrere hundert PerHonen getötet wurden. Der ehemalige König von Sachsen, Friedrich August III., ist am Donnerstag um 22,03 Uhr in Sibyllenort sanft ent= " Ichlafen. Das Schöffengericht Berlin- Mitte verurteilte den sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Seeger wegen Beleidigung Der Reichswehr zu 500 RM. Geldstrafe, ersagweise 50 Tage Gefängnis. In Chikago wurde nach wochenlangen Untersuchungen gegen gegen sechs Beamte des Bain- Bant- Konzerns Antlage wegen Unterschlagung von insgesamt 15 Millionen Dollar erhoben. Völkerbundsvollversammlung auf Wunsch Chinas. Genf, 19. Februar. Der Zwölferausschuß hat sich entschlossen, winer brieflichen Forderung der chinesischen Delegation auf sofortige Einberufung einer Ratstagung Folge zu leisten. Der Rat wird sich heute um 18 Uhr versammeln. Wie wir erfahTen, hat sich der Zwölferausschuß, gedrängt von dem chinesischen Antrag, doch noch dahin festgelegt, der von China gestellten Forderung auf Einberufung der Vollversammlung nachzugeben; Diese Entscheidung wird heute vom Rat gefällt werden. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 20. Februar 1932 Schlacht um Schanghai und die Folgen. Langsam, mit asiatischer Gemächtlichkeit, ist die Polizeioperation gegen Schanghai, die ursprünglich der Bekämpfung des Boykotts japanischer Waren in China galt, zur Machtprobe zweier Völker geworden. China hat das japanische Ultimatum abgelehnt und tritt zum schwersten Kampf in seiner modernen Geschichte an. Es wird ein Kampf der unerschöpflichen Menschenzahl, über die China verfügt, gegen moderne Kriegstechnik der Japaner. In der Mandschurei hat sich die japanische Militärherrschaft offenbar durchgesetzt. Ein von der japanischen Armeeverwaltung gegängeltes Aktionskomitee hat den gewesenen China- Raiser Pu- Yi zum Präsidenten der ,, unabhängigen" Mandschurei gewählt. In Genf versucht man nach wie vor, mit den Methoder der trockenen Pelzwäsche an dem fernöstlichen Konflikt herumzudoktorn. China greift an. Schanghai. 19. Februar. Die Chinesen haben den Japanern die ablehnende Antwort auf ihr Ultimatum überreicht, die aus vier Punkten besteht: 1. Die Verantwortung für alle Folgen des Kampfes um Schanghai wird den Japanern auferlegt. 2. Die Lösung des Konfliktes sollte den Auswärtigen Aemtern überlassen bleiben. 3. Die Verantwortung für den Boykott japanischer Waren lehnt die chinesische Regierung ab. Es ist eine Folge einer jpontanen patriotischen Bewegung, die die lokalen Behörden nicht eindämmen können. Die Japaner haben diese Bewegung selbst verursacht, da der Zorn der Bevölkerung auf die japanischen militärischen Maßnahmen zurückzuführen ist. 4. Mit Bezug auf die Ablehnung der an den Kommandanten des 10. Armeekorps gerichteten Forderungen, muß wiederholt werden, daß die Verantwortung für alle Folgen aus dem Konflikt von den Japanern und nicht von dem Kommandanten des 19. chinesischen Armeekorps getragen werden muß. * Moskau rechnet mit Verwicklungen im Osten. Mostau, 19. Februar. Die Sowjetunion rechnet immer ernster damit, in die kriegerischen Verwidlungen des Fernen Ostens hineingezogen zu werden. Lebensmittelkonserven sind vom Markt verschwunden, da alle verfügbaren Vorräte in den Proviantämtern der Roten- Armee zurückgehalten werden. Unwahre Behauptungen über die Parteizugehörigkeit des Staatssekretärs Meißner und des Obersten von Hindenburg. Zu den Pressegerüchten, der Staatssekretär beim Reichspräsidenten, Dr. Meißner, und der Adjutant des Reichspräsidenten, Oberst von Hindenburg, seien der Sozialdemokratischen Partei beigetreten, wird von zuständiger Stelle erklärt, daß beide Herren feiner Partei angehören. Für den Oberst von Hindenburg als attiven Reichswehroffizier kommt eine Parteizugehörigkeit von vornherein nicht in Frage. Keine Beteiligung des Generals von Horn am neuen Hindenburg- Ausschuß. Die Pressestelle des Reichstriegerbundes Kyffhäuser teilk mit: Die in der Presse verbreitete Nachricht, daß der Präsident des Kyffhäuser- Bundes, General der Artillerie a. D. von Horn, einem zur Vorbereitung der Reichspräsidentenwahl neugebildeten„, Hindenburg- Ausschuß" angehöre oder den Vorsitz dieses Ausschusses übernehmen werde, ist völlig aus der Luft gegriffen und entspricht in keiner Weise den Tatsachen. Geffentliche Verschwendung. Eine Schule auf Zuwachs hat der Hamburger Staat für die Gemeinde Wohlsdorf errich tet. Diese Gemeinde hat, wie die ,, Deutsche Bauhütte", Heft 14/1931 berichtet, etwa 2000 Einwohner, aber nur rund 50 schulpflichtige Kinder. Für diese baute man einen Schulpalast, der 500 Kindern Raum und Unterkunft bieten kann, und zwar in einer Weise, wie man sie sich prächtiger und schöner kaum denken kann. Da gibt es neben den aufs beste eingerichteten Klassen Handwerkssäle, Lehrküchen, einen Tanzsaal, einen Kino: raum, Wasch und Duschräume, eine Höhensonnenanlage, Glasveranden frische Luft können die höhensonnenbestrahlten Kinder anscheinend nicht mehr vertragen. Natürlich ist für jedes Kind ein eigener Schrank vorgesehen. Daß die Räume überall mit Parkettfußboden ausgestattet sind, versteht sich fast von selbst. Wasch und Toiletteräume könnten jedem Luxushotel Ehre machen, und die Klosettsitze sind aus lauterem Mahagoni! Die Schulkinder müssen sich allerdings erst einfinden. Offenbar er wartet man in Hamburg eine gesteigerte Fruchtbarkeit der Dorfbewohner im Hinblick auf die Prachtschule, die die Nachkommenschaft erwartet. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 7 Volfstrauertag! Notzeit in Deutschland! Die Not geht um in unserem Vaterland. In Hütten und Palästen, in Stadt und Land ist sie zu Gaste. Wie ein unheimliches Gift dringt die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit immer tiefer in unsere Seele. Gedenket Eurer Schwestern und Brüder, de hungern und frieren, helft ihre Not zu lindern; gebt, so viel ihr noch geben könnt, sind die Rufe, die uns stündlich an das große Elend und den bitteren Ernst unserer Lage erinnern. Auf allen Lippen schwebt die Frage: Werden wir einen Weg aus der Verzweiflung finden, oder müssen die letzten Funken Hoffnung verglimmen, da wir nicht mehr die Kraft aufbringen, die Glut zu entfachen zur heiligen Flamme glaubensfroher Zuversicht: Es muß doch wieder Frühling werden! In eine solche Zeit hinein läuten die Gloden vom hohen WeltTurm: Reminiszere. Gedenket der Toten des frieges! So mancher wird vielleicht sagen, laßt die Toten ihre Toten begraben ,, wir haben jetzt keine Zeit, unser ganzes Denfen und Tun gehört den Lebenden. Jene haben ausgekämpft und ausgelitten und schlafen in guter Ruhe, diese aber stehen mitten im Kampf um das tägliche Brot. An ihrer Seite zu stehen, ist höhere Pflicht, als Totenfeiern abhalten und die müden Seelen noch mehr zu belasten mit der Erinnerung an die furchtbare Stunde der Gewißheit: der, den du liebst, kehrte nicht heim. Hätte der Volfstrauertag die Aufgabe, alte, vielleicht erst oberflächlich vernarbte Wunden wieder aufzureißen, wollte er, worauf sein Name allerdings hindeutet, Trauer in die Herzen unseres Volkes, der Eltern und Bräute, der Witwen und Waisen, der Kinder und Kindeskinder hineinsenken, dann hätte er seinen Zwed verfehlt. Welche Aufgaben der Volfstrauertag hat, darauf weist schon seine Festlegung auf einen Sonntag im Vorfrühling. Damals, nach dem Kriege 1813, als die Begeisterung über die Siege der deutschen Armee und die wieder errungene Freiheit überschäumte, damals lag es nahe, daß der preußische König einen Tag der Toten am letzten Sonntag des Kirchenjahres, unseren heutigen evangelischen Totensonntag, einführte, der das preußische Volk zur Besinnung mahnen und es an die Gräber der Gefallenen führen und es erinnern sollte, so wie die Natur jetzt im Absterben begriffen ist, wird auch für dich dermaleinst die Stunde kommen, da du bereit sein mußt. Das ist auch noch heute der Sinn des Totensonntags. Es wäre also ein Unding, wollte man den Totensonntag und den Volkstrauertag zusammenlegen. Die Erinnerung cines ganzen Volks an die 2 Millionen Toten des Weltkrieges kann nicht verquickt werden mit der Trauer der Familie um den Verlust eines Angehörigen, den vielleicht Alter oder Krankheit dahingerafft hat. Diese haben größtenteils ihre Aufgabe erfüllt gehabt, als der Tod sie abberief, jene 2 Millionen aber waren fast alle lebensfrische Männer in der Vollkraft ihres Schaffens, die ihr Leben freiwillig hingaben, damit Deutschland lebe. Die Kirche lehnt daher auch eine Zusammenlegung beider Tage ab. Sie hat erkannt, daß es einfach nicht möglich ist, beide Gedanken miteinander zu verbinden, denn entweder würde die Erinnerung an unsere Gefallenen verflachen oder der Totensonntag würde seiner jezigen Bestimmung beraubt und ginge damit der Kirche verloren. Beides wäre nicht wieder gutzumachen. ,, Die Besten unseres Volkes sind nicht gestorben, da= mit die Lebenden tot seien, sondern daß die Toten lebendig würden!" Nicht ist daher der Volkstrauertag ein Tag der Trauer, des Verlierens in Klage und Mutlosigkeit, sondern ein Tag des Aufbruches, des ernsten Willens, das Vermächtnis dieser 2 Millionen zu erfüllen. Ueber dem Totensonntag oder dem Allerseelentag steht das uralte Philosophenwort: Die Hoffnung ist bei den Lebenden, der Volkstrauertag sagt uns aber: sie ist auch bei den Toten! Volfstrauertag feiern bedeutet also: aus der Vergangenheit schöpfen, um für die Zukunft zu bauen. Siehe, Deine Gefallenen kommen am Voltstrauertag zu Dir. Sie sind eine Saat, die von Gott in unsere Herzen gesät ist, um frisches Leben und neue Kräfte zu treiben, die Kräfte, die sie befähigte, in Rot und Tot auszuhalten: der Glaube an das Recht, die Hoffnung auf den Sieg und die Liebe zur Heimat. Reminiszere heißt: zielsicheres Vorwärtsschreiten im Geist und Willen derer, die von uns gegangen sind. Das Gedenken an unsere Toten gibt uns den Glauben wieder, jenen unerschütterlichen Glauben, der sie beseelte, als sie in den Kampf gingen: Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Weit! Volfstrauertag, an der Schwelle des Frühlings, bringt uns die Hoffnung auf die Wiederauferstehung unseres Volkes und Vaterlandes, auf die Sonne, die durch die Wolken bricht, wenn jetzt auch noch der Sturm durch die deutschen Gaue fegt und alles niederzureißen droht. Und letztens soll aus der Erinnerung jene Liebe wieder erwachsen, die auch zum letzten Opfer bereit ist. Auf diese Liebe weist uns auch der Passionssonntag. Jesus Christus opferte sich, um uns Frieden zu geben. So werden wir von der Liebe unserer Gefallenen hingeführt zu der ewigen Liebe Gottes. Volkstrauertag in der Passionszeit! Ueber uns leuchtet versöhnt das Kreuz von Golgatha und vor uns stehen die 2 Millionen Kreuze der Gefallenen, von denen es herüberklingt als Fanal in eine neue deutsche Zukunft:„ Als die Sterbenden und siehe, wir leben!" Samstag, den 20. Februar 1932. Steuergelder für Auslandsbaustoffe. Troy Devisenknappheit für Berliner Straßen auf 5 Jahre Auslandsbaustoffe vorgeschrieben. - „ Gießener Zeitung" deutung ,, weil mit der Güte der Fahrbahn der im Bau und Betrieb billigere Leichtwagen eine größere Verbreitung erfahren kann und dadurch wieder eine Belebung der heimischen Kraftwagenherstellung erzielt wird, die von ungeheurer volkswirtschaftlicher Bedeutung ist, wie aus der Tatsache hervorgeht, Der Berliner Magistrat hat für Mitte Februar die Vergebung der Erneuerungs- und Unterhaltungsarbeiten der Asphalt straßen ausgeschrieben und dabei für einen Zeitraum fon 5 Jahren wiederum die Verwendung von ausländischem Asphalt angeordnet. Für dessen Beschaffung sollen trotz der Devisenknappheit jährlich fast i Mill. RM. ins Ausland geschickt werden, während bewährte deutsche Baustoffe nur ungenügenden Absatz finden und 6 Mill. Deutsche arbeitslos sind. Auf Berliner Straßen liegen im ganzen 5,9 Mill. Quadratineter Asphalt; davon sind aus Deutschland sage und schreibe nur 700 000 Quadratmeter bezogen worden, aber 5,2 Mill. Quadratmeter aus dem Ausland. Dieser als ,, Rutschasphalt" überall bekannte Belag hat sich für den Verkehr nicht bewährt. Trotzdem wird zu seiner Erneuerung wiederum Asphalt in einer noch unbewährten Form vorgeschrieben, obwohl genügend deutsche Baustoffe zur Verfügung stehen, die rauhe Straßendecken ergeben. Bei der Aufranhung der Berliner Asphalt: straßen haben sich z. B. Teerüberzüge vorzüglich bewährt. Anch in London, wo das Glattwerden der Asphaltstraßen durch die feuchte Luft besonders gefördert wird, sind mehrere Millionen Quadratmeter Straßen geteert worden. Troßdem ist in der Berliner Ausschreibung deutscher Straßenteer nicht einmal erwähnt worden, sondern man bestimmt die Verwendung von Aus landsbaustoffen, statt durch Stärkung des Binnenmarktes für die Beschäftigung unserer Arbeitslosen zu sorgen. Außerdem erscheint es gewagt, bei den dauernden Fortschritten der Straßenbautechnik sich für fünf Jahre an ein Verfahren zu binden. Das deutsche Straßennek. Ueber die Bedeutung eines guten Straßennekes kann heute weniger denn je ein Zweifel bestehen, denn der riesige auf sie angewiesene Verkehr bedarf ihrer zur Entfaltung und Erhaltung der Wirtschaft. daß im Vorjahr der Gesamtkraftverkehr Deutschlands zum GesamtUmsatz die Summe von fast 5 Milliarden RM. beigetragen hat, wenn alle Aufwendungen eingerechnet werden, die der Kraftwagenverkehr im Gefolge hat. Da 90 Prozent unseres Straßenneges eine tägliche Verkehrsbelastung von weniger als 1500 Tonnen auszuhalten haben, so genügt für sie eine Befestigung der Straßendede mit Oberflächenteerung, zu der wir den Stoff bekanntlich in ausreichender Menge im Lande haben, ohne der fremden, noch immer verwendeten Teere zu bedürfen. Trotz dieser verhältnismäßig billigen Bauweise sind für den Ausbau eines automobilfähigen deutschen Straßennezes 4 bis 5 Milliarden Mark erforderlich, und die Geldknappheit wirkt sich vorläufig daher als schweres Hindernis aus. Razzel betont, daß Deutschlands Entwicklung im Mittelalter z. T. deswegen so langsam vor sich gegangen sei, weil es ein wegearmes Land war. Bei den Erschließungen von Neuländern und Kolonien ist immer eine der ersten Maßnahmen einer verständigen Verwaltung, Wege zu bauen, um den ungehinderten Fluß der Güter zu ermöglichen. Die Eisenbahnen haben, wie fast überall, so auch in Deutschland, zu einer gewissen Vernachlässigung des Straßenbaues geführt, die der Krieg noch verstärkt hat, bis der Kraftwagen mit seinen hohen Anforderun= gen die Straße wieder in ein ganz neues Licht rückte. Je besser heute die Verkehrswege sind, desto billiger vollzieht sich der ihnen zufallende Güterumsatz, und desto größer ist infolge Verminde= rung unwirtschaftlicher Kosten der wirtschaftliche Nutzen. Nr. 7. Vertreter der christlichen Gewerkschaften als Mitkämpfer im Kampf um die Sozialisierung der Betriebe begrüßte. Es kennzeichnet den Inhalt der Rede des Abg. Imbusch, daß sogar das kommunistische ,, Ruhrecho" von einer von radikalen Tönen strotzenden demagogischen Rede schreibt und weiter bemerkt, daß weder in den ökonomischen und politischen Forderungen noch in den Redewendungen auch nur der geringste Unterschied zwischen Husemann und Imbusch zu entdecken war. Die„ Kölnische Zeis tung" spricht von einer gegenüber den Unternehmern maßlos ungerechten Rede. Zur Sache selbst müsse man bemerken, daß die Darlegungen Imbuschs über Verstaatlichung und Vergesellschaf= tung der Betriebe wie über eine Entschädigung der Unternehmer reichlich verworren seien. Dagegen seien seine Angriffe gegen das Unternehmertum desto einseitiger; sie hielten sich von jeder Einsicht in die Folgen der schädlichen Lohnpolitik der Jahre 1926 bis 1929 frei. Eine Auseinandersetzung mit Jmbusch über diese Fragen sei auf dem Niveau, auf das er die Dinge herabziehe, unfruchtbar. In einem Artikel des Organs der Ruhrhandelskammern ,, Ruhr und Rhein" wird auf die Ausführengen von Stegerwald, dem Vorgänger von Imbusch als Vorsitzender des deutschen Gewerkschaftsbundes, am 30. 9. 1030 hingewiesen, in der Stegerwald ausführte ,,, daß man drei Jahre lang in einem Irrgarten herumgewandelt sei. Die deutschen Arbeitnehmer ständen auch ohne Lohnerhöhungen in den Jahren 1928 und 1929 in ihrer realen Kaufkraft bestimmt nicht schlechter da, als es gegenwärtig der Fall sei und wir hätten bestimmt weniger Arbeitslose als jetzt." Das bedeute nichts mehr und nichts weniger, als daß im Endeffekt die Arbeitgeber sozial, die Gewerkschaften unsozial gehandelt hätten. Der jezige Vorsitzende des christlichen DGB. drohe den Unternehmern mit schärfsten Gewaltmaßnahmen, wenn sie seine Reformarbeit ablehnen würden, während sein Vorgänger Stegerwald den Unternehmern bescheinige, daß ihr Widerstand gegen diese ,, Reformarbeit" berechtigt gewesen sei. Nach der diesjährigen Zusammenstellung des Handelsdepartements zu Washington hat Deutschland ein Straßennez von 350 000 Kilometer Länge. Man muß annehmen, daß es sich bei dieser Angabe um für Kraftwagen benutzbare Straßen handelt, da die letzte deutsche Reichsstatistik von 1927 darüber für das Jahr 1925/26 an Kreis- und Provinzialstraßen etwa 390 000 Kilometer ausweist und außerdem 10 000 Kilometer Kunststraßen und rund 80 000 Kilometer Gemeindewege. Daß diese amerikanische Ausstellung, so begrüßenswert sie an sich ist, noch die Anordnung nach einheitlichen Gesichtspunkten erstreben muß, geht schon daraus hervor, daß Japan mit einem viel größeren Straßennetz als Deutschland erscheint, nämlich mit einer Million Kilometer, von denen aber nur 57 000 automobilfähig sind. Das größte Netz zeigt das auch an Kraftwagen reichste Land der Erde, die Vereinigten Staaten, mit fast 5 Millionen Kilometer Länge, während Kanada nur 630 000 Kilometer, Argentinien 212 000 Kilometer und Brasilien 121 000 Kilometer an Straßen besitzen. In Europa mit seinen 4 Millionen Kilometer Straßenlänge steht Rußland mit 1% Millionen Kilometer an erster, Frankreich mit 650 000 Kilometer an zweiter und Deutschland mit 250 000 Kilometer an dritter Stelle, obwohl es als das Herz Europas im Verhältnis zu seiner Größe an erster Stelle stehen müßte. Hier zeigt sich also deutlich seine Rückständigkeit. Der Kraftwagenverkehr ist hinsichtlich der Kosten für Wagenunterhaltung, Bereifung und Treibstoffe, sowie in bezug auf Ausnutzung der Zeit und des Leistungsvermögens der Wagen infolge seiner auf der Schelligkeit beruhenden Eigenart besonders stark von der Beschaffenheit der Straßen abhängig, da erst deren durchgehend allen Anforderungen entsprechender Ausbau ohne alle Behinderungen die Vorteile einer ununterbrochenen Durchschnittsgeschwindigkeit auszunutzen gestattet. Es ist errechnet worden, daß einwandfreie Straßen für den Kraftwagen eine Ersparnis von etwa 20 Prozent der Unkosten bedeuten. Diese Ersparnis setzt sich in Verbindung der Güter um, bedeutet demnach erhöhten Güterumiaz. Daher sieht man fast alle Länder der Erde den größten Wert auf den Ausbau der Straßennetze legen, und auch für ausgebeutete Länder wie Deutschland ist, hat der Wegeausbau auch schon deswegen die allergrößte BeRolli, der Stürmer. Roman von Falk Heldburg. 7. Fortsetzung. Asien weist 1 Millionen Kilometer, Australien 0,61 Millionen Kilometer und Afrika 0,4 Millionen Kilometer auf. Ganz allgemein geben die Zahlen wichtige Ausschlüsse über die cinzelnen Erdteile und Länder, chne daß hier alle angeführt werden können, da die Zahlen nur in der Vergleichung der Ländergrößen einen brauchbaren Wert erhalten, die hier zu weit führt. ,, Ein bißchen war ichs vielleicht aber ich habe Ihnen schon verziehen Da kommt mir eben der Gedanke, ob es Ihnen recht wäre, wenn wir nachher Hänschens Geburtstagstisch zusammen aufbauen? Ich habe meinem Jungen vom großen Rolli schon soviel erzählt! Mein Hänschen wird Ihnen gefallen." ,, Natürlich komme ich gern." ,, Und was haben Sie morgen vor?" „ Ja morgen! Da ist letztes Training für Paris angesetzt. Das gestrige habe ich schon verpaẞt!" ,, Und Donnerstag?" ,, Zum Donnerstag harre ich Ihrer Befehle!" " Und Freitag?" Das Gesamtnetz der Erde des Jahres 1930 wird auf 12,8 Millionen Kilometer Länge angegeben. Das bedeutet, daß man den Erdball damit 320 mal umwideln fönnte. Würde man die Straßenlängen nebeneinander herumlegen, so würde bei einer durchschnittlichen Breite der Straße von 4 Meter sich ein Band von 1200 Meter Breite um den Aequator ergeben. Gm. ,, Abfahrt nach Paris, so gegen fünf mit dem Fern- D- Zug." Das habe ich mir gedacht! Sie Glüdlicher! Was wür den Sie sagen, wenn ich als Marketenderin mit der Fußballtruppe ins Feld rücken würde?! Ich möchte Paris auch gerne einmal wiedersehen." " Entwicklung zum Radikalismus im Bergbau. Am Sonntag, den 7. Februar, hat in Essen der Abg. Jm= busch, Führer des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter, vor den Vertrauensleuten eine Rede gehalten, in der er die in einer früheren Versammlung gegen die Unternehmer erhobenen Angriffe wiederholte. Am gleichen Tage sprach auch der Führer des alten sozialdemokratischen Bergbauindustriearbeiterverbandes, der Abg. Husemann, der nach Zeitungsberichten den Ein märchenhaft schöner Gedanke, Frau Maria. Wir sprechen noch darüber! Empfehlen Sie mich den hohen. Herren der Bank, und richten Sie meinen herzlichen Dank aus Auf Wiedersehen! Noch eins! Freuen Sie sich wirklich, daß ich Sie in Paris spielen sehen will?" ,, Ich freue mich, wie noch nie in meinem Leben.." Und damit hatte Roland Lichti nur gesagt, was ihn innerlich bewegte. An sein Pult zurückgekehrt, konnte er sich nicht einmal soweit sammeln, um wenigstens den Anschein zu erweden, als ob er arbeitete. Samstag, Der Me Die Mogen mus fahren, branden. G worden find tennen, fonde ein Schiff du Auch das lein nicht de laffen, jonder tedit jtehen am jernen S das Leben n her, nichts Schiff, das Steuermann Stürmen Und wa Ein Feft Durchlämpfer Niederen zum teit. Dieje 9 Und wie not Beit. Auf S wird geprüft funft aber, d das muß jede es felbft gele Echijf Gefa fönnen sich für diese F Amtsenthebung von Betriebsvertretungsmitgliedern. Der Deutsche Industrieschutzverband, Dresden- 2. 1, Bür gerwiese 24, teilt uns mit: Nach§ 39 des Betriebsrätegesetzes kann das Arbeitsgericht auf Antrag des Arbeitgebers bekanntlich das Erlöschen der Mitgliedschaft eines Betriebsvertretungsmitgliedes in der Betriebsvertretung wegen gröblicher Pflichtverlegung beschließen. die Avenuen fast taghell. Vom Boulevard des Italiens schob und drängte sich die Menge hinüber nach der Place de l'Opera. Das Theater öffnete, nach beendeter Vorstellung, seine Pforten und entließ die festlich gekleideten Besucher. Zu der für die Praxis bedeutsamen Frage, ob eine Pflichtverlegung der Betriebsvertretungsmitglieder in diesem Sinne auch dann als vorliegend angesehen werden kann, wenn diese auf Anweisung ihrer Drganisation grundsätzlich und ohne jede Berücksichtigung der Betriebsinteressen allen Kündigungseinsprüchen nach§ 84 BRG. stattgegeben, hat das Reichsarbeits gericht in einer Entscheidung vom 17. Oktober 1931( RAG. B 73/31) Stellung genommen. Roland Lichti jaß vor dem Café de la Paix, aus dem abgerissen und gedämpft Musik herüberklang, die sich mit dem Tuten der in endloser Kette vorübergleitenden Kraftwagen und dem babylonischen Sprachengewirr der Gäste dieses Caféhauses zu einer einzigartigen Weise verband. Wozu auch? In der Bank waren seine Tage sowieso gezählt. Er hatte immer geglaubt, daß Lieben so viel bedeutete, wie unglücklich sein, leiden. Nun erlebte er, daß ihn das Vertrauen, das ihm Maria Hedemann schenkte, in einen Taumel des Glücks versetzte. Er bekam Furcht vor all dem Köstlichen, das ihm vielleicht noch bevorstand. Er freute sich auf Paris. Ihn überkam ein großer Rausch, und Andacht erfüllte ihn. Diese Stunde war für ihn voller Wunder Und die Tage hielten, was Roland von ihnen erhoffte. Mit Erstaunen und Entzücken erlebte er eine Frau, die feinen anderen Beruf zu haben schien, als den: ihn, Roland Lichti, in Träume, goldene Träume einzuspinnen. Der junge Deutsche gab sich ganz dem Zauber der Pariser Frühlingsnacht hin. Die weiche Luft umschmeichelte ihn, und alles, was er schaute, schien ihm seltsam unwirklich und fern. Aber beglückt sah er in das zudende blutvolle Herz von Paris, mit tiefinnerer Erregung fühlte er den Pulsschlag dieser wundervollen Stadt. Sport und Training wurden ihm zu nüchternen Angelegenheiten des Alltags. Rd Vorm Café de la Paix Ueber Paris sprühten und sunkelten die Lichter. Glühende Kreise rundeten sich am nachtschwarzen Himmel, feurige Buchstabenbänder liefen um schweigende Häuserfronten, und auf dem Eiffelturm leuchtete die Reklame einer Automobilfabrik. Tausendfältig erglänzten die Lichter vor den großen Kaufhäusern, den Cafés, Theatern und Brasserieren und erhellten Er tranf einen Türkenkassee, und seine Gedanken gingen ,, Verzeihen Sie, mein Herr, habe ich die Ehre, mit Herrn Lichti zu sprechen?" In dieser Entscheidung wird vom Reichsarbeitsgericht die Auffassung vertreten, daß das in Rede stehende Verhalten der Betriebsvertretungsmitglieder als Amtsmißbrauch für außer betriebliche Zwecke angesehen werden müsse. Es stelle deshalb eine so gröbliche Verlegung der gesetzlichen Pflichten der Be triebsvertretungsmitglieder dar, daß die Aberkennung der Aemter als gerechtfertigt anerkannt werden müsse. Die Aufgabe des Arbeiterrates aus§ 86 BRG. gehe wie die der übrigen Betriebsvertretungen, nämlich zweifellos nicht dahin, einseitig die Belange der gekündigten Arbeitnehmer dem Arbeitgeber gegenüber zu vertreten, sie erstrecke sich vielmehr darauf, die Gründe des Einspruches gewissenhaft und unparteiisch zu prüfen und dem Einspruch nur dann stattzugeben, wenn einer der in§ 84 BRG. aufgezählten Tatbestände nachgewiesen sei. wunderliche Wege. Der beschwingte Rhythmus der Weltstadt, dem sich niemand entziehen kann, ließ sein Blut schneller durch die Adern fließen. Leicht und froh war ihm zumute. Diese Stunde zielloser Träumerei war ein kostbares Ge schenk. Sehnsüchte und Hoffnungen blühten in ihm auf, aber er wußte nicht, was er ersehnte und erhoffte. Er schrat empor, als ein fremdländisch Aussehender mit höflichem Gruß an seinem Tisch Plaz nahm. Der Fremde, der etwa vierzig Jahre alt sein mochte, war modisch, beinahe stuzzerhaft gekleidet. Er strich sich das kleine schwarze Bärtchen, das seine Oberlippe zierte, und musterte Roland Lichti ungeniert. Deffem Lebe müdes Herz Im Jan Die Zinsen halbe Milli erhöhung de fleiner und teilt. Atz Spartajien, fie mit Müh legen. Um Aber di noch eine a lohnung fü legten Jahr Waren und große Meh 15 dem Sie h Roland Run, Roland Oh, E Maria Gena wie gefällt „ Einzi Schau Fußballer „ Aber man im C Frau Don Nun bodh, Gie der Sie be Pardon, Senor", begann er plötzlich auf spanisch, besann sich jedoch schnell und fuhr in fließendem Deutsch fort: Ber zeihen Sie, mein Herr, habe ich die Ehre, mit Herrn Lichti zu sprechen?" Dieser sah erstaunt auf. „ Ich heiße Lichti. Darf ich. " Oh, ich wußte es", rief der Fremde lebhaft aus Intransigeant" bringt heute abend Ihr Bild. Ich erkannte Sie sofort und preise das Geschick, das mich mit Ihnen zu sammenführte. Uebrigens gestatten Sie: Ximenez, Felipe Ximenez, Montevideo". Er machte eine tiefe Verbeugung. Dann ergriff er Roland Lichtis Hand und schüttelte diese mit südlichem Ueberschwang. Ehe der erstaunte Lichti etwas sagen konnte, sprudelte sein Tischnachbar heraus: Herr Lichti, ich bin der Manager der Uruguay- Mannschaft, des zweifachen Weltmeisters. Ich bin zweds einiger Spielabschlüsse seit Tagen in Paris. Meine Mannschaft trifft übermorgen an Bord des Maréchal Foch" in Cherbourg ein". Der Mittelstürmer erinnerte sich, gelesen zu haben, daß die Mannschaft des FC. Penarol, des Meisters von Uruguay, mehrere Spiele auf dem Kontinent austragen wollte. ,, Ich freue mich sehr", sagte er höflich. Jch auch, junger Freund, ich auch. Dieses zufällige Zusammentreffen fann unser beider Glüd sein. Ich habe mit Aufmerksamkeit die Vorschauen auf Ihr morgiges Spiel gegen Stade Francais gelesen. Haben Sie nicht Lust, für uns zu spielen? Nach Beendigung des Europatrips mit uns nach Montevideo zu gehen?" Roland lachte. Sie scherzen, Herr Ximenez". ,, No, Senor, nein, nein, es ist mein Ernst. Selbstver ständlich müßte ich mich morgen erst überzeugen, daß die Zei tungen nicht zuviel gesagt haben. Ich werde Sie morgen abend nach dem Spiel anrufen. Darf ich das?" ,, Selbstverständlich, trotzdem es ist zwedlos. Ich bin Amateur und habe nicht die Absicht, Berufsspieler zu werden“. Wir werden sehen. Wo wohnen Sie?" Im Hotel Marboeuf, Rue Marboeuf". ,, Ah ich weiß. Dort pflegt Stade Francais seine Gäste unterzubringen. Ich wohne im Hotel Littré auf dem Montparnasse. Auf Wiedersehen morgen. Sie werden von mir hören". die feine. „ Ich perleben". Er hie Und Um gegen Stat Sie m Sie u Er würde Spiel DOT. Aber jehr leid Sie la „ Gut, Hotel. Dr. Im S der Nähe Des Gonnt hen. Der Fußballipie Deutiche. und andere allerlei flei Der Br hundert weigem Bo Glas Bort Dr. Ku burite et Dann Berjailles, Foviele Eri Nr. 7. Gamstag, den 20. Februar 1932. als Mittämpfer in begrüßte. Es tenn busch, daß jogar das raditalen Löner Oweiter bemerkt, da Forderungen noch in Unterschied zwischen Die Kölnische Zei nehmern maglos un an bemerken, daß die ng und Vergesellscha ung der Unternehmer jeine Angriffe gegen hielten sich von jeder ohnpolitik der Jahre ng mit Imbujch über er die Dinge gerab = Organs der Ruhr uf die Ausführungen Imbusch als Vor am 30. 9. 1030 hin daß man drei Jahre Ct fei. Die deutschen ungen in den Jahren stimmt nicht schlechter t hätten bestimmt we nichts mehr und nichts tgeber sozial, die Ge Der jezige Vorsitzende ern mit schärften Ge beit ablehnen würden Unternehmern beschei formarbeit" berechtigt I, tungsmitgliedern Dresden- U. 1, Bur es Betriebsrätegejetes rbeitgebers bekanntlic Betriebsvertretungs gen gröblicher Pflicht Frage, ob eine Pflicht Der in diesem Sinne den kann, wenn dieje fäßlich und ohne je allen Kündigungsein hat das Reichsarbeits ktober 1931( RAG Reichsarbeitsgericht ehende Verbalten& ßbrauch für außec e. Es stelle desball en Pflichten der Be erkennung der Aemter e. Die Aufgabe des e die der übrigen B bt dahin, einseitig d em Arbeitgeber gegen hr darauf, die Gründ teiisch zu prüfen un enn einer der in§& viesen sei. ytymus der Weltste in Blut schneller dur ihm zumute. war ein fostbares G ten in ihm auf, abe hoffte. disch Aussehender mi hm. Der Fremde, de modisch, beinahe stuje schwarze Bärtchen, des and Lichti ungeniert ch auf spanisch, bejam m Deutsch fort: Ehre, mit Herrn Lig " nde lebhaft aus der r Bild. Ich erlan mich mit Ihnen Sie: Ximenez, Felip Dann ergriff er o mit südlichem Ueber n fonnte, sprudelte r der Uruguay- Man Sch bin zweds einige leine Mannschaft mi ch" in Cherbourg ein lejen zu haben, daß di ers von Uruguay, me agen wollte Diefes zufällige Zu Flich 2 d fein 3d habe mit morgiges Spiel gegen icht Luft, für uns atrips mit uns mad mein Ernit. Gelbito berzeugen, daß die Z verde Sie morgen aben 2" ift zwedlos, Ich bin erufsipieler zu werden Gie?" Doeuf" De Francais feine Gate Littré auf dem Mont Sie werden von mit Lokales. Sonntagsgedanken. Der Mensch gleicht einem Steuermann, der sein Schiff durch die Wogen der See dorthin leiten muß, wo sein Ziel ist. Er muß fahren, wenn es auch stürmt und die Wellen haushoch branden. Schaut nur diese Steuermänner an, wie sie hart ge= worden sind, trotzig jeder Gefahr und aufrecht, die fein Nachgeben lennen, sondern nur ein Durch. Fragt sie einmal, ob es leicht ist, ein Schiff durch hochgehende See zu führen. Auch das Leben fordert solche Steuermänner, die ihr Schifflein nicht den Wogen preisgeben. und es hin und her werfen Lassen, sondern mit starker Hand das Steuer meistern und aufrecht stehen bleiben, bis das Land der menschlichen Hoffnung am fernen Horizont des Lebens sichtbar wird. Für Viele iſt Das Leben nur ein Traum, ein Kette von Tagen, ein Hin und Ser, nichts Festes und nichts Ganzes, nur immer Halbes, ein Schiff, das hin- und hergeworfen wird mit einem schwachen Steuermann, der nicht Herr werden kann mit Wellenschlag und Stürmen. Und was soll das Leben sein? Ein Festes, ein Ganzes, ein Starkes trotz aller Stürme, cin Durchlämpfen durch Sturmnächte ein Emporringen aus dem Niederen zum Hohen und endlich ein Landen im Land der Ewigteit. Diese Schiffskunde wird von keinem Ratheder aus gelehrt. Und wie notwendig wäre sie gerade für die Menschen unserer Zeit. Auf Handwerk und Kunst, auf Technik und Wissenschaft wird geprüft, wenn die Jugend die Schule verläßt. Die Lebensfunst aber, das Steuer zu leiten an seinem eigenen Lebensschiff, das muß jeder selbst lernen. Manche sind erzogen dazu oder haben es selbst gelernt und umsegeln vorsichtig die Klippen, die ihrem Schiff Gefahr bringen könnten. Andere erleiden Schiffbruch, Fönnen sich noch retten, aber viele gehen unter. Wer sein Kind für diese Fahrt richtig vorbereitet hat, dem wird das Licht aus dessem Leben einmal in sein stilles Altersheim fallen und sein müdes Herz noch froh machen. Der Sonntagsschreiber. Der Lohn der Besonnenheit. Im Januar haben die deutschen Sparkassen ihren Sparern die Zinsen für das vergangene Jahr gutgeschrieben, über eine halbe Milliarde Reichsmark insgesamt. Diese Einkommens erhöhung der Sparer ist umso erfreulicher, als sie Millionen fleiner und kleinster Sparer zugute tommt, auf die sie sich verteilt. Achtzehn Millionen Menschen sparen bei den deutschen Spartassen, tragen die oft sehr kleinen Beträge zusammen, die sie mit Mühe, aber williger Enthaltsamkeit für später zurückTegen. Um so mehr haben sie denn auch die Zinsen verdient. Aber die Zinsgutschriften an der letzten Jahreswende haben noch eine ander Bedeutung. Sie sind gewissermaßen eine Belohnung für alle, die sich durch die stürmischen Ereignisse des Tetzten Jahres nicht haben beirren lassen, die vielmehr besonnen waren und Vertrauen zu ihren Sparkassen gehabt haben. Die große Mehrzahl der Sparer hat sich diese Belohnung in Form Union ,, Gießener Zeitung" der jetzt erfolgten Zinsgutschriften verdient. Die anderen aber, die glaubten, flüger zu handeln, wenn sie ihr Geld abholen, um es zu hamstern oder in unnötigen Sachen anzulegen, diese an= dern mögen die Zinserlöse, die ihnen entgangen sind, als Mahnung auffassen, daß man sich nicht von Gerüchten und Unruhstiftern verleiten, sondern von Vernunft und ruhiger, sachlicher Ueberlegung lenken lassen soll. Wer heute rückschauend überlegt, was das vergangene Jahr an Gerüchten und Alarmmeldungen gebracht hat, die sich nachher nicht bewahrheitet haben, der ist wohl von Unvernunft und Unbesonnenheit einstweilen kuriert. Der Zahlungsverkehr funktioniert seit langem wieder völlig reibungslos, und die deutsche Reichsmart ist nach wie vor stabil. Wer sein Geld gehamstert hat, hat es allen möglichen Gefahren( Feuer, Diebstahl asw) ausgesetzt und Zinsen verloren, wer in die Sachwerte geflohen ist, hat überhohe Preise bezahlt und von den inzwischen eingetretenen Preissenkungen nichts gehabt. Nach diesen Erfahrun= gen fann man mit Recht annehmen, daß fünftighin in Deutschland für Hetzer und Gerüchtefabrikanten kein günstiger Roden mehr vorhanden ist. * Gefallenen- Gedenkseier. Aus Anlaß des Volfstrauertages sendet der Südwestfunt am Sonntag, den 21. Februar, 18.00 Uhr, ein Frontstüd von Sigmund Graff und Carl Ernst Hinge ,, Die endlose Straße". Das Hörspiel führt in einen Unterstand in der vordersten Linie und ein Baradenlager hinter der Kampfzone. Es spielt im Jahre 1917. * Eine firchenmusikalische Feierstunde findet am morgigen Sonntagabend, 8 Uhr, in der Stadtkirche zum Gedächtnis für die im Weltkrieg Gefallenen bei freiem Eintritt statt. * Der Preiskommissar warnt. Der Beauftragte des Reichskommissars für Preisüberwachung für Hessen und Hessen- Nassau teilt mit: Die Verordnung des Reichskommissars für Preisüberwachung über den Aushang von Preisverzeichnissen wird von vielen Geschäften der Nahrungsmittelbranche aber auch von Friseuren und Schuhreparaturanstalten noch nicht beachtet. Den Geschäftsinhabern kann zur Vermeidung von Ungeleger heiten nur dringend geraten werden, die Preisverzeichnisse umgehend anzubringen. * Aenderungen im Kraftpostverkehr. Auf der Kraftpostlinie Gießen Steinbach- Albach sind ab 18. d. M. folgende Aenderungen eingetreten: Die bisher Montags, Mittwochs, Freitags und Samstag am Bahnhof Gießen 6.56 Uhr und in Albach 9.10 Uhr abfahrenden Kraftposten verkehren nur noch Mittwochs. Es fallen an Samstagen aus die bisher nur Samstags ab Gießen Bahnhof 14.36 Uhr verkehrende und die bisher jeden Werktag von Albach 13.55 Uhr abgehende Kraftpost. * Ein großer Bunter Abend. Am Samstag, den 27. Februar, sendet der Südwestfunk gleichzeitig auch auf. den Deutsche landsender und auf Leipzig 20.15 Uhr aus dem großen Saal der Stadthalle in Kassel einen Bunten Abend, dessen Erträgnis der Kasseler Winterhilfe zufließen soll. * Tagung des Hessischen Landgemeindetages. Der Hessische Nr. 7. a. Main eine außerordentliche Vertreterversammlung ab, in der Landrat a. D. Dr. Gerefe, Berlin, der Präsident des Deutschen Landgemeindetages über ,, Die Finanznot der Gemeinden" referieren wird. * Bezirksversammlung der Hessischen Landwirtschaftlichen Genossenschaften. In einer von etwa 500 Personen besuchten Bezirksversammlung der Hessischen Landwirtschaftlichen Genojsenschaften unter dem Vorsitz von Beder Kesselbach gav der Führer des Hessischen Genossenschaftswesens, Verbandsdirektor Berg Darmstadt, ein Bild der gegenwärtigen Lage. Bemer kenswert war die Feststellung, daß 38 Prozent der selbständigen Existenzen vernichtet sind. Die Abhebungen bei den Kassen der Genossenschaft sind nicht so starke, wie befürchtet. Von 82 Millionen Spareinlagen 1930 waren im 31. 9. 1931 noch. 75 Millionen vorhanden. Die Abhebungen waren in Arbeitergegenden stärker und betrugen in Starfenburg 12 Prozent, in Rheinhessen 10 und in Oberhessen nur ein Prozent. Verbandssekretär Dr. Hillemann- Darmstadt behandelt Grundsätzliche genossenschaftliche Fragen". * Kursus über landwirtschaftliches Genossenschaftswesen. Der sechste Kursus über landwirtschaftliches Genossenschaftswejen, veranstaltet vom landwirtschaftlichen Institut der Hessischen Landesuniversität in Verbindung mit den hessischen Genossenschaften, fand wie im Vorjahr eine starke Beteiligung. Den ersten Vortrag hielt Prof. Dr. Mombert über„ Wirtschaftsfrise und Landwirtschaft". Sodann sprach Oberregierungsat Morneweg- Darmstadt über„ Organisatorische Maßnahmen im Hinblick und auf Grund des Reichsmilchgesetzes. An Hand von Filmvorführungen behandelte Oberveterinärarzt Dr. RußkopfGießen das Thema ,, Reichsmilchgesetz und Tuberkulosetilgungsverfahren", während Dr. Kling- Kassel über„ Neuzeitliche Milchwirtschaft" sprach. * Geflügelzüchtertagung. Eine oberhessische GeflügelzüchterTagung findet nächsten Sonntag im Hotel Hopfeld" seitens des Verbandes Oberhessischer Geflügelzuchtvereine statt. * Frühjahrsreisen. Die Schiller- Akademie in München veranstaltet auch dieses Jahr wieder, mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse besonders preiswert, ihre seit Jahren bekannte Osterreise nach Sizilien unter kunsthistorischer Führung sowie mit günstig gelegenen Ausgangspunkten eine Reihe von allgemein zugänglichen Studienfahrten und Ferienreisen durch Deutschland und die Nachbarländer. Näheres durch die Verwaltung der Schiller- Akademie, München 51. Wissenswertes für Besucher der Leipziger Frühjahrsmesse 1932. Wie zu aller früheren Messen sind auch für die Leipziger Frühjahrsmesse 1932, die für die Mustermesse vom 6. bis 12. März( Textilmesse bis 9. März, Möbelmesse und Sportartikelmesse bis 10. März) und für die Große Technische Messe und Baumesse bis 13. März dauert, verschiedene Maßnahmen vorgesehen, die ihren Besuch erleichtern und verbilligen wollten. Landgemeindetag hält am Samstag, den 27. Februar, vormit- Kauft nur deutsche Waren! tags 10 Uhr, im Saal des Hotels ,, Kyffhäuser" in Frankfurt Heizi Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken Roland sah dem Amerikaner nach. Nun, so in Gedanken?" Roland Lichti sprang auf. ,, Oh, Sie, gnädige Frau? Willkommen in Paris!" Maria Hedemann sah auf ihre Armbanduhr. Genau halb zwölf Sie sehen, ich bin pünktlich. Nun wie gefällt Ihnen Paris?" ,, Einzigartig, Frau Maria herrlich. Aber erst jetzt, nachbem Sie hier sind". Schau an, was die Pariser Luft für Wunder zeitigt! Der Fußballer fängt an zu schwärmen ,, Aber ist es nicht so", fragte Roland sinnend ,, da träumt man im Café de la Paix, und neben einem sitzt die schönste Frau von Paris, und sie ist eine Deutsche". ,, Nun ist's genug!" drohte sie ihm lächelnd, aber ich sehe boch, Sie haben sich sehr zu Ihrem Vorteil verändert". Sie beugte sich zu ihm herüber und legte ihre Hand auf Die feine. Ich glaube, wir werden einige reizende Tage in Paris merleben". Er hielt ihre Hand fest und streichelte sie leise. ,, Und nun", fragte sie, gehen wir bummeln, nicht wahr?" ,, Um Gottes willen, Frau Maria! Wir spielen morgen gegen Stade Francais. Ich muß ins Hotel!" Sie machte ihre Hand frei. ,, Sie wollen gehen?" Ihre Stimme war ohne Klang. " Ich will? Ich muß. Ich habe es Dr. Kurth versprochen. Er würde es mir nie verzeihen, wenn ich=- heute vor dem Spiel Ja, Dr. Kurth und das Spiel das alles geht ja auch wor. Ich möchte nur wissen, weshalb ich hierher gereist bin.." ,, Aber, Frau Maria", sagte er gequält, es tut mir sehr Fehr leid. Nicht wahr, wir sehen uns morgen abend?" Sie lächelte etwas wehmütig. ,, Gut, Sie lieber Junge, tommen Sie, ich fahre Sie in Ihr Sotel. Dr. Kurth soll sich in Ihnen nicht getäuscht haben". Das Telegramm. Im Hotel Marboeuf, jenem gemütlichen kleinen Hotel in Der Nähe der glänzenden Champs Elysées, war in der Frühe bes Sonntagmorgens ein immerwährendes Kommen und GeHen. Der Botschaftsrat Dr. Karsten kam, um die deutschen Jußballspieler zu begrüßen, ebenso einige in Paris ansässige Deutsche. Die Vorstandsmitglieder des gastgebenden Vereins Lind andere französische Sportleute bemühten sich, den Deutschen allerlei kleine Gefälligkeiten zu erweisen. Presseleute hatten Hundert Fragen zu stellen. Der Präsident von Stade Francais, ein würdiger Herr mit Deißem Vollbart lud seine Gäste, auch die Spieler, zu einem Glas Portwein ein. Dr. Kurth schüttelte bedenklich den Kopf. Aber ablehnen durfte er nicht. Andre Länder, andre Sitten. Dann fuhren die Sportler in einem riesigen Autobus nach Versailles, dem historischen Orte, mit dem sich für die Deutschen viele Erinnerungen verbinden. Union Billigster und bequemster Brennstoff Briketts Als sie zum Mittagessen in das Hotel zurückkamen, wandte sich der Concièrge an Roland Lichti. ,, Bitte, Monsieur, eine Dame hat verschiedentlich telephoniert. Sie möchten doch, bitte, Hotel de la Régence, Louvre 28-06 anrufen". Aber nach Aufhebung der Tafel, die sich durch Begrüßungsansprachen und Trintsprüche über Gebühr hingezogen hatte, war auch beine Gelegenheit dazu. Roland bat also den Pförtner, für ihn zu telephonieren und Madame Hedemann zu bestellen, daß nach dem Spiel, am Abend, ein Anruf erfolgen würde. Während sich der Autobus mit den deutschen Spielern seinen Weg durch Boulevards und Avenueen suchte, lauschte Roland Lichti auf das Gespräch, das Dr. Kurth mit dem Botschaftsrat führte. ,, Sehen Sie", hatte der erstere gesagt, irgend etwas muß man in seiner freien Zeit doch beginnen. Der eine spielt Stat, der andere Schach, der dritte schiebt Kegel, der vierte sammelt Briefmarken. Ich habe mich nun dem Sport, dem Fußballsport verschrieben. Ihm opfere ich, wie ich gestehen will, viel Zeit und Geld. Ich habe manchen Aerger und erlebe manchen Undank. Und doch könnte ich dem Fußballsport nicht entsagen: er fasziniert mich immer wieder, und ich habe ihm viele schöne und erhebende Stunden zu danken. Mein außerberufliches Leben gehört dem Sport und damit der Jugend". Eine schöne Aufgabe", sagte der Botschaftsrat ,,, und wir Deutschen haben hier in Paris mehr als einmal die Auswirfungen des Sports empfunden. Er schlägt Brüden von Nation zu Nation über trennende Gegenjäße hinweg. Der Botschafter weiß jeine Bedeutung sehr zu schätzen. Er ist bei allen großen Dem Spiel deutsch- französischen Sportereignissen vertreten. heute fann er leider nicht beiwohnen, doch er wird am Abend Gelegenheit nehmen, Sie zu begrüßen. Aber, um auf den Sport zurückzukommen: die deutschen Fußballer sind mir zu ernst. Es fehlt ihnen die tiesinnere Seiterkeit. Sie nehmen ihre Bewegung". so sagt man doch? so ernst, als ob vom Fußball Leben und Seligkeit abhinge. Sie haben, fürchte ich, das glückhafte Spielen zu sehr verlernt". Ich kann Ihnen nicht ganz unrecht geben, aber der deutsche ist eben geneigt, alles zu schwer zu nehmen " Sie hatten den Sportplatz in Montrouge erreicht. Sie ver ließen den Autobus, und die Spieler suchten ihre Kabinen auf. Hier wurden ihnen einige Telegramme überreicht. Es waren Wünsche für gutes Gelingen aus der Heimat. Ein Telegramm war auch für Roland Lichti. Es tam von seiner Firma und forderte ihn auf, spätestens Dienstag früh wieder im Büro zu sein. ,, Unglaublich", sagte Dr. Kurth, als ihm Roland das Telegramm von Brcsang u. Co. zeigte, und das jetzt vor dem Spiel! Aber Kopf hoch jetzt gibt es nur Spiel und Sieg!" Roland schloß sich seinen Kameraden an, die eben den Play betreten wollten. ,, Welche Herzlosigkeit", meinte Dr. Kurth, jetzt kann der Junge den Montag nicht mehr mit uns in Paris bleiben. Er wird heute abend abreisen müssen“. Union Da Sie Der Beruf geht vor", antwortete Dr. Karsten. nur einen Sammelpaß besigen, werde ich veranlassen, daß Ihrem Spieler ein Paß ausgestellt wird. Er tann um 22,55 Uhr vom Nordbahnhof abfahren und erreicht dann morgen früh um 8.23 Uhr in Köln den Anschluß". Jm Stadion. Vor dem Stade Vélodrom Buffalo in Montrouge drängte sich die sportbegeisterte Menge an den Kassen. Automobile kamen in rasender Fahrt, stoppten, im letzten Augenblid, unmittelbar vor dem Eingang, über dem die Trikolore flatterte flanfiert von Wimpeln in den deutschen Farben. Als Maria Hedemann ihren Logenplatz einnahm, betrat gerade die Mannschaft des Stade Francais den Play. Es wa ren große, geschmeidige Gestalten. Jubelnd wurden sie von den zwanzigtausend Zuschauern begrüßt. Der Beifall verstärkte sich noch, als die Deutschen in die Arena sprangen. Maria Hedemann fühlte, wie ihr eine heiße Blutwelle zum Herzen strömte. Diese elf Jungen da waren ihre Lands= leute. Ringsum hörte sie Laute jener Sprache, die ihr vertraut war, wie die deutsche. Jetzt aber fühlte sie sich nur als Deutsche. die um Sieg und Niederlage bangte. Die neue und doch wundersam- vertraute Empfindung er= griff sie, mit diesen elf Jungen da unten verbunden, eins zu sein. Etwas von der rauschenden Sportbegeisterung der deutschen Jugend tam über sie, und in diesem Augenblid verstand sie die Männer, die sich in unentwegtem Jdealismus an die Spitze dieser Bewegung gestellt hatten ihr alles opferten. Ihre Augen suchten Roland Lichti. Er stand mit Dr. Kurth inmitten der Rot- Weißen. Rolli, Rolli", flüsterte sie in zärtlicher Rührung. Jetzt erschien der Schiedsrichter, die Parteien stellten sich auf. Kurze Begrüßungsworte wurden gewechselt, Blumensträuße mit Vereinswimpeln getauscht, und das Spiel begann. Wie im Traum sah Maria die sich blizschnell abspielenden Vorgänge auf dem grünen Rasen. Unwillkürlich klang dazu die dumpf- brausende Musik der vieltausendköpfigen Menge, die ihre Landsleute anfeuerte. Die Franzosen lagen in Front. Wie eine alles zerstörende Springflut brandete Attade auf Attade gegen das Tor der Deutschen, die sich mit dem Mut der Verzweiflung wehrten. Ohne große Kunst kämpften die Gastgeber, aber mit unglaublichem Elan, mit Feuer und Temperament. Tollkühn warf sich der deutsche Torhüter in das Gewühl, riß den Ball an die Brust, beförderte das Leder mit wuchtigem Tritt an den Mittelläufer. Dieser lief zwei, drei Schritte mit dem Ball, spielte ihn an den Rechtsaußen, der raste die Linie entlang, den Ball am Fuß. Hart war ihm der französische Läufer auf den Fersen, da gab der Deutsche das Leder zum Halbrechten, der an den Mittelstürmer, an Roland Lichti, kurzer Paß an den Halblinken die blizschnelles Stoppen, haarscharf sauste der Ball über Querlatte. Fortsetzung folgt. Samstag, den 20. Februar 1932. Die Deutsche Reichsbahn hat auch diesmal wieder besondere Vorkehrungen getroffen. So wird der regelmäßige Zugverkehr nicht nur durch Hunderte von Verwaltungssonderzügen ver= stärkt werden, sondern es fahren noch 15 Meßjonderzüge aus dem Ausland nad Leipzig. Außerdem sind für das Inland noch 20 LM( Leipziger Messe)-Züge mit 9 Flügelzügen in Aussicht ge= nommen. Die Benutzer dieser Jnlands- Sonderzüge sparen gegenüber den einzeln nach Leipzig reisenden Meßbesuchern etwa 25 Prozent des Fahrpreises und haben außerdem die Möglichkeit, die gleiche Ermäßigung bei der Heimreise in allen fahrplanmäßigen Zügen zu erhalten. Die verbilligte Rüdfahrkarte, die mit der Sonderzugkarte zusammen gelöst werden muß, hat Gültigkeit bis zum 19. März. Die genauen Fahrtzeiten der Sonderzüge und die Fahrkarten des Meßamts sind bei den ehrenamtlichen Vertretern des Meßamts sowie auf allen Bahnhöfen zu erfahren. Für jeden Meßbesucher ist die Unterkunftsfrage in der Messestadt besonders wichtig. Wer sich nicht bereits vorher beim Wohnungsnachweis des Meßamts brieflich bis 25. Februar eine Wohnung bestellt hat, was nur dringend empfohlen werden kann, wendet sich, in Leipzig angekommen, an den Tag und Nacht geöffneten Wohnungsnachweis des Leipziger Mesamts auf dem Hauptbahnhof, Ostseite. Da Hotelzimmer schon auf mehrere Messen im voraus bestellt zu sein pflegen, werden den Meßfrem= den hier Privatquartiere zugewiesen, und zwar sind die Preise den Zeitverhältnissen entsprechend diesmal wieder start herabgesetzt worden. Die Preise in den Gaststätten sind in letzter Zeit starf ermäßigt worden. Ein Verzeichnis besonders preiswerter Gaststätten außerhalb des Zentrums fann vom Meßamt bezogen werden. Das Reisebüro des Meßamts gibt außerdem Verpflegungsgutscheine aus, die für zahlreiche gute Gaststätten Gültigfeit haben. Zum Betreten der Meßgebäude und-hallen ist der Besitz eines Meßabzeichens notwendig, das im Vorverkauf bis zum 5. März zu verbilligtem Preise abgegeben wird und noch eine besondere Verbilligung dann erfährt, wenn das Abzeichen und die Ausweiskarte der letzten Herbstmesse mit übereinstimmender Kontrollnummer mit in Zahlung gegeben wird. Das muß aber bis zum 5. März geschehen sein. Nach Beginn der Messe in Leipzig kommt ein Umtausch nicht mehr in Frage. Für Meßbesucher, die sich nur einen Tag in Leipzig aufhalten, werden Tageskarten, die nur in Leipzig während der Messe verkauft werden, zu verbilligtem Preise ausgegeben. Das Zurechtfinden in der Messehalle wird durch Orientierungsschilder und-tafeln, die zu den einzelnen Meßhäusern hinleiten, erleichtert. Außerdem stehen im Wohnungsnachweis des Meßamts jederzeit Führer bereit. Das für jeden Fremden beim Besuch der Meßausstellungen unentbehrliche Leipziger Amtliche Meßadreßbuch wird allen Einkäufern fostenfrei überlassen, nur wird für jeden Band eine Auslieferungsgebühr von RM. 1- erhoben. alles Es sind dann noch vielerlei Einrichtungen auf der Messe vorhanden, die der Verkehr und vor allem das Geschäft erleich= tern sollen. Kostenfreie Beratung erteilt eine Auskunftsteile über faufmännische Fragen im Erdgeschoß des Meßamts, ferner sei auf die Technische Auskunfts- und Beratungsstelle des Leipziger Meßamts in Halle 9 des Ausstellungsgeländes und auch auf die Auskunfts- und Beratungsstelle für das Deutsche Handwerk in Halle 11 des Ausstellungsgeländes verwiesen. Ueber Wichtige unterrichtet auch die Meßamtliche W. E. 3./ Wirtschafts- und Export- Zeitung, die während der Messe täglich erscheint und an Meßbesucher kostenlos abgegeben wird. Sie informiert über die Wirtschaftslage und das Meßgeschäft und enthält ferner das Tagesprogramm der Versammlungen, Veranstal= tungen u. a. m.. Ueber alle weiteren mit der Messe zusammenhängenden Fragen erteilt das Leipziger Meßamt, Leipzig, Markt 4, jederzeit bereitwilligst Auskunft. Die Organisation der Krebsbekämpfung. Die Organisation der Krebsbekämpfung war Gegenstand der Besprechung im Präsidium des Reichsausschusses für Krebsbefämpfung, das in Berlin zusammengetreten ist. Auf Grund der Erfahrungen, die in Deutschlind selbst gesammelt worden sind, wurden Richtlinien zur Organisation der Krebsbekämpfung verabschiedet. Sie betonen die ausschlaggebende Bedeutung der Mitarbeit der gesamten Aerzteschaft für die Bekämpfung der Krebskrankheiten. Die Fortbildung der Aerzteschaft, die Belehrung der Hebammen, Gemeindeschwestern und Fürsorgerin= nen und die Aufklärung der gesamten Bevölkerung darüber, daß 1932 Leipziger Frühjahrsmesse mit Grosser Technischer Messe und Baumesse ,, Gießener Zeitung" der Krebs, wenn er rechtzeitig erkannt und rechtzeitig behandelt wird, nicht mehr zu den unheilbaren Krankheiten gehört, sind wichtige Voraussetzungen. Die Richtlinien betonen, wie wichtig es ist, daß mit den Aerzten und wissenschaftlichen Instituten auch die Behörden, die Krankenkassen und die freie Wohlfahrts= pflege zusammenarbeiten, um die planmäßige Durchführung der Krebsbekämpfung mit allen heute erreichbaren Mitteln sicherzustellen. Tausenden von Menschen kann so die Gesundheit wiedergegeben werden. Aus Rah und Fern. Die schwarze Fahne in Oberhessen. Infolge eines Konflikts zwischen den Pächtern von Fürstlich Braunfelsschen Ländereien und der Fürstlich Braunfelsschen Gutsverwaltung über die Höhe des Pachtpreises für das Acerland ist in dem Kreisort Bellersheim die schwarze Fahne her Bauernnot gehiẞt worden. Da die Verpächterin die im Frühjahr 1930 erhöhten Pachtpreise trotz Verhandlungen bis jetzt nicht ermäßigte, haben die Pächter angesichts der schweren Notlage der Landwirtschaft beschlossen, das Pachteinigungsamt in Hungen anzurufen und bis zu dessen Entscheidung die Pachtpreiszahlung einzustellen. Als nun dieser Tage die fällige Pacht von Beamten der Fürstlichen Gutsverwaltung tassiert werden sollte, war vor dem Rathaus die schwarze Fahne aufgezogen, und von 86 Pächtern erschien nur ein einziger, der eine kleine Zahlung leistete, während alle übrigen Pächter geschlossen dem Zahlungstermin fern blieben und zunächst die Entscheidung des Pachteinigungsamts abwarten wollen. Lich. Die Anmeldungen zu der Frühjahrs- Gesellenprüfung haben im Bezirk Lich bis zum 1. März 1932 an den Vorsitzenden des Gesellen- Prüfungsausschusses, Herrn Fr. Schmidt 1., Schlossermeister in Lich, zu erfolgen. Lich. Am Freitag feierte die Prinzessin Marie zu SolmsHohensolms- Lich, die Tante der früheren Großherzogin von Hessen, in voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit ihren 95. Geburtstag. Nidda. Einem Landwirt wurde nachts der ganze Vorrat von zwei frisch geschlachteten Schweinen aus der Vorratsfammer gestohlen. Bad Nauheim. Der Verbandstag der Bäder- Innungen Hessens wird am 21. und 22. Mai hier abgehalten; etwa 400 Vertreter aus den drei hessischen Provinzen werden erwartet. Bad Nauheim Bis zum 18. Februar 1932 betrug der Gesamtbesuch 693 Gäste; darunter waren 41 Ausländer. Anwesend an diesem Tage waren 400 Gäste. Friedberg. Bei der Bürgermeisterwahl in Ober- Morlen erhielt der seitherige Bürgermeister Schmidt 1161 Stimmen, während der von den Kommunisten aufgestellte Gegenkandidat Ged es nur auf 139 Stimmen brachte. Ungültig waren 105 Stimmen. 92 Prozent der Bevölkerung machten von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Darmstadt. Das Schwurgericht verhandelte am Donnerstag gegen den Dienstknecht Taut, der in Elsbach bei Erbach( Oden= wald) seinen Berufskollegen Krämer ermordet hat und ver= urteilte den Angeklagten wegen Totschlags zu fünf Jahren Zuchthaus. Darmstadt. In dem Munitionsdepot eines Vorführwerkes im Birkenauer Tal bei Weinheim wurde ein schwerer Sprengstoffdiebstahl ausgeführt und die ansehnliche Masse von 36 Kilo Sprengstoff und 3600 Sprengkapseln gestohlen. Michelstadt i. O. Der Odenwälder Gastwirte- Verband beschäftigte sich eingehend mit der Frage der Bierpreissenkung und beschloß, falls feine Aenderung in der Preisfrage eintritt, in den Bierstreik zu treten. Mainz. Der Oberbürgermeister Dr. Ehrhard legte dem Stadtrat den Rechenschaftsbericht für das Jahr 1930 vor. Der Fehlbetrag beträgt rund 2,6 Mill. M. Dillenburg. Die vielerörterte Frage des etwaigen Auflösens des Landgestüts Dillenburg wurde vorläufig bis zum das Landgestüt Jahre 1936 verschoben. Nach Lage der Dinge - scheint aber dieses Gestüt Dillenburg hat zurzeit 54 Hengste erst in letzter Linie bei einer etwaigen Verminderung in Frage zu kommen, da vielfach bedeutend fleinere Gestüte vorhanden sind. Frankfurt a. M. Am 28. Februar 1932 feiert die Sendenbergische Bibliothek das Jubiläum ihres 25jährigen Bestehens M Mustermesse 6. bis 12. März Grosse Technische Messe und Baumesse 6. bis 13. März Textil messe 6. bis 9. März Sportartikelmesse und Möbelmesse 6. bis 10. März Auskunft erteilen: der Ehrenamtliche Vertreter des Leipziger Messamts: Hermann Fuhr, i. Fa. J. H. Fuhr, Gießen, Sonnenstraße 25, Telefon 2454 und die Industrie- und Handelskammer für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach, Gießen, Lonystraße 7, Telefon 3647. Messabzeichen zu Vorzugspreisen: beim Ehrenamtlichen Vertreter. Messadreẞbuch( 2 Bde.) frei nach Einsendung von RM 1.- je Band auf Postscheckkonto: Leipzig 66 750, Verlagsanstalt des Leipziger Messamts, Leipzig C. 1. Gewandhauskarten für 9. März:( Dirigent Dr. W. Furtwängler) im Verkehrsbüro des Leipziger Messamts. Geldselbstgeber Stahlwaren und einwandfreie Ber Von alter in Solingen mittler, d. Selbstgeber ansässig. Stahlwarenod. Selbstgeberinstitut fabrik wird z. Verkauf hinter sich haben, wer- v.Scheren, Rasiermesden gesucht. Wir send. sern, Manicüre- ArtiGeldgesuche kostent, zu keln etc, ein bei der einu. geb. Speſenzuschuß schläg. Kundsch. best. bei Erfolg. eingef, Vertreter Berlin SW. 68. Schließfach 18. gesucht. Hohe Provis. kein Spesenzuschuß. Angeb. u. G.Z. 3039 an Nebenverdienst die Gießener Zeitung. durch schriftl. Heimarbeit( gebe ichristliche Garantie) J. Franz, Organif., Berlin- Pankow, Damerowstraße 49. Zweigstelle Nr. 7. als öffentliche Bibliothek. Die Sendenbergische Bibliothek unterhält insbesondere einen umfangreichen Tauschverkehr über die ganze Erde mit den Publikationen der Sendenbergischen Naturforschenden Gesellschaft. Schwere Verfehlungen eines Jugendleiters. Kassel. Vor dem Großen Schöffengericht hatte sich der che= malige Ortsgruppenleiter der Hitlerjugend, H. H., der wegen Unterschlagungen aus der NSDAP. ausgeschlossen wurde und der KPD beitrat, wegen schwerer sittlicher Verfehlungen an ihm unterstellten Schülern zu verantworten. Der Staatsan valt hatte zehn Jahre Zuchthaus beantragt; das Gericht verurteile ihn unter Zubilligung mildernder Umstände zu vier Jahren Gefängnis nebst fünf Jahren Ehrverlust. für Immobilien- und Kapitalverk, z. vergeb. Bürozufchuß. InkafloVollmacht, ohne Kaut. Jalig, Berlin SW 68. Ältere geschulte Rüdporto erbeten. Pflegerin Leichte Beschäftigung Gersfeld. Beim Spatzenschießen schoß sich ein junger Mann Bezugspre Rebattionsjahlu Vendung nicht in den Leib. Der Mann ist den schweren Verlegungen erlegen. 5. Sal oder erfahrene Frau zu 75jähr. leidenden Damen f. sof. gesucht. Vorstella. erwünscht. Prof. Dr. Wetzell, mit einem Wochen- Laubach, Oberhessen. verdienst v. 90 Mk. und mehr u. s. w. Nähmaschine erforderlich. Näh. durch LEO DANN! MannheimNeckarstadt. Jng Kommt die Landwirtschafts- Wanderausstellung? Eine Frage, die keine Frage mehr ist. Die Wanderausstellung Mannheim, so hat es Gesamtausschuß und Vorstand der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft in der Großen Landwirt= schaftlichen Woche beschlossen, wird auf jeden Fall an den vorgesehenen Tagen vom 31. Mai bis 5. Juni 1932 abgehalten. Die Anmeldungen zur Abteilung Tiere gehen in gewohnter Weise ein, landwirtschaftliche Erzeugnisse und Hilfsmittel sind bereits reichlich angemeldet, auch die Anmeldung in der Abtei= lung Maschinen und Geräte ist befriedigend. Eine endgültige Uebersicht wird man erst Ende dieses Monats erhalten, nachdem die Anmeldefrist abgelaufen ist. * Ein deutsch- amerikanischer Erfolg. Dem deutsch- amerikanischen Verband von Los Angeles( Kalifornien) gelang es fürzlich, durch einen Protestschritt die Säuberung der öffentlichen Bibliothek zu Pasadena( Kalifornien) von antideutscher Hetz¡ ite: atur zu erreichen. Das Beispiel zeigt, was in den Vereinig ten Staaten noch alles durch planmäßiges Vorgehen erreicht werden kann Neue Bücher. In diesen Tagen regnet es wieder Einkommensteuererklärun gen... da muß man gerüstet sein! Es ist unglaublich, was so ein Finanzamt alles wissen will. Da heißt es aufpassen, um keine Fehler zu begehen. Nun ist soeben gerade zur richtigen Zeit für die ,, Einkommensteuererklärung" eine ganze populäre Erläuterungsschrift erschienen, welche für jeden Steuerzahler ein wertvoller Führer durch das Labyrinth aller Fragen und Be stimmungen ist. Das Ganze kostet bei dem auf dem Gebiete des Steuerwesens so bekannten Industrieverlag Spaeth& Linde, Berlin W 10, Genthiner Straße 42, nur RM. 1,40. Was wollen die„ Wirtschaftlichen Kurzbriefe"? Ihnen Helfer und Berater sein, um Steuerersparnisse, Steuervorteile für sich herauszuholen. Der Bezugspreis beträgt RM. 2,65 pro Monat. Wöchentlich ein WK.- Heft, laufend die Gesetze im Urtext und jeden Monat einen übersichtlichen Steuertermin- Kalen der. Kostenlose Probenummer Rudolf Lorenz- Verlag, Charlottenburg 9. vom Rudolf Mosse Zeitungs- Katalog 1932. Dieser ZeitungsKatalog liegt uns in seiner 58. Ausgabe vor. Ein bedeutendes Nachschlagewerk der größten Annoncen- Expedition der Welt behandelt das gesamte in- und ausländische Pressewesen und stellt nach Inhalt und Umfang ein überzeugerdes Dokument dar für die überragende Bedeutung der Zeitungsanzeige inter allen Werbemitteln. Brandherd China im Spiegel der Woche". Gebannt ver folgt die Welt das Völkerringen im Oster. Werden die Groß riächte eingreifen? Wer ist für wer gegen China? Und China selbst? Hier liegt die Kernfrage. Die neue große Woche": Sondernummer enthüllt die Probleme des Vierhundert- Millio nenvoltes, um die der Kampf geht. Wie sieht die neue Mode aus? Das ist die Frage, die jezt wieder aktuell geworden ist. Man hört die widersprechenditen Meinungen und kann sich kein rechtes Bild machen. Die er: wünschte Orientierung bieten Ihnen die reichbebilderten Mode artikel im soeben erschienenen neuesten Heft der Eleganten Welt". Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. 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