Nr. 45 en Weihnachtsgeschent. Fairlie. 256 S. in g Carl Siminna, Ber Der Roman bildet den en Serie Lur- Krimi neuartiges Motiv von ind gleichzeitig an der Sei dem natürlich auch hat! Die Fäden find emand wird das Bu nicht zu Ende gelejen Donnerwald, Märchen . Bollbilder und viele Serlag Josef Müller, chenbuch! Die Welt it men. Und doch hat das Es verjekt uns in eine erauge, diejes Paradies imnisvolle Zaubermacht Guédy und Moje eb. M. 5,-, fart. 3,90 erlin SW 11, Tempel che Geschichte in Form ihlende Leftüre- diefe York. Ein durchaus nan. Und dieses fühne Jort, dieses moderne Ju ion Juden wohnen, ar Leben führen. Alle Ge es find authentisch und ordnung!" Praft. Weg fizende, Berjammlungs Aufl. Von Chefred. E Em Reichstag u. preu ng 1,95 RM., per Nad en Gelbstverlag des Ber Sösel( Bez. Düsseldorf), 953. Das Werther chnung. Es wird jeden n, Innungen, Genossen t dem Vereins- und D ertvoller, unentbehrliche Volkes" von Her 0 RM. Theosophische e 12- Mitten in das e Schrift des Verfassers von seiner Verbrüderung ollfus, Bonn. 1,- M terfeitlichkeiten erichia Dienste leistet und bersichtlich geordnet, eine biläums, Vereins un estellt. ift für Gesundheitspfleg : Uralter Heilturen in Es die Elegan joeben erschienenen n ( Verlag Dr. Selle- Ensle der Weg dazu gewiel Note geben können. Rezepte, ige delitate recht werden, bringt ands Gelegenheiten! E matische Auf und Ab in der neuen Mod 7 Andenken des deuti en, der im April 1918 n fen Linien den Flieger strierte" in ihrer neu Der Königl. bayeri Don Cramer- Klett, eben htet als Augenzeuge hener Hofgesellschaft erischen Herrscher in b an Klein in Gießen Gielien ** st und bleibt nübertroffen! Gießener Zeitung Erscheint Samstags. ( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Politische Rundschau. Die Parteiführer- Besprechungen beim Reichspräsidenten nahmen am Freitag in der Form von Einzelempfängen ihren Anfang. Um die Mittagsstunden wurde der deutschnationale Führer Geheimrat Hugenberg empfangen. Am späten Nachmittag schlossen sich dann noch Unterredungen Hindenburgs mit dem Zentrumsvorsigenden Prälat Kaas und dem Führer der Deutschen Volkspartei, Abgeordneten Dingelden, an. Die Geltungsdauer der Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung des inneren Friedens vom 2. November ds. J., die bis zum 19. November befristet war, ist durch eine Verordnung des Reichspräsidenten vom Donnerstag bis zum Ablauf des 2. Januar 1933 verlängert worden. Gleichzeitig ist auch die in der ergänzenden Verordnung vom 3. November ds. J., enthaltene Ermächtigung verlängert worden, wonach Ausnahmen für Wahlversammlungen zugelassen werden, sofern diese Wahlen bis zum 15. Januar 1933 einschließlich stattfinden. Auf Grund des Artikels 48 Absatz 2 hat der Reichspräsident am Freitag in einem Erlaß, der gleichzeitig an den Reichskanzler in seiner Eigenschaft als Reichskommissar gegangen ist und der in einem besonderen Begleitschreiben dem preußischen Ministerpräsidenten Braun zugestellt wurde, durch Notverordnung eine Regelung für die Zuständigkeiten in Preußen getroffen. Aus dem Braunen Haus in München wird betont, daß Herr Hitler das Amt des Reichskanzlers unter allen Umständen für sich beanspruche. Die nationalsozialistische Fraktion hat im Bayerischen Landtag einen Antrag eingebracht, wonach bei der Reichsregiealsbald rung darauf hingewirkt werden soll, im Reichstag einen Gesezentwurf vorzulegen, der die Auflösung aller Trusts, Konzerne und Syndikate zugunsten der freien Wirtschaft und Preisbildung vorsicht. In der Londoner Albert- Hall fand unter Vorsitz von Lord Cecil eine große Abrüstungskundgebung statt. Die Versammlung nahm einstimmig eine Entschließung an, in der u. a. eine weitgehende Abrüstungspolitik, die Anerkennung der deutschen Gleichberechtigung gefordert wird. Das französische Handelsministerium teilt mit, daß die seit einigen Wochen erwarteten deutsch- französischen Verhandlungen über die Revision des deutsch- französischen Handelsvertrages vom 17. August 1927 am 21. November in Berlin beginnen werden. Die Sozialdemokratische Partei Badens wird sich in der tommenden Woche auf einem außerordentlichen Parteitag mit den Meinungsverschiedenheiten zwischen der Parteimitgliedschaft und dem Landesvorstand einerseits und der Landtags= fraktion andererseits in der Frage des Konkordats beschäftigen. Reichstagspräsident Göring hat sich nunmehr endgültig dahin ausgesprochen, daß nicht beabsichtigt sei, den Reichstag vor dem 6. Dezember einzuberufen. Der Verwaltungsrat der BJ3. hat in seiner Sigung am Montag der Verlängerung des Anteils der BJ3 an dem 90Millionen- Dollar- Kredit der Deutschen Reichsbank bis zum 5. März 1935 unter den bisherigen Bedingungen zugestimmt. Der Reichswirtschaftsminister hat angeordnet, daß die Importeure für den Monat Dezember 1932 den Höchstbetrag ihrer allgemeinen Genehmigungen ebenso wie bereits für die Monate ab Mai d. J. nur bis zur Höhe von 50 Prozent in Anspruch nehmen dürfen. Die Sigung des Büros der Abrüstungskonferenz am Donnerstag stand vollkommen unter dem Zeichen der deutschen Gleichberechtigungsfrage. Der Gesetzgebungsausschuß des Hessischen Landtags erledigte am Donnerstag zahlreiche Eingaben auf dem Gebiet der Justizverwaltung, die fast alle im Sinne der Regierungsantwort für erledigt erklärt wurden. Der Hauptausschuß des Danziger Vollstages hat am Donnerstag mit den Stimmen der Nationalsozialisten, Sozialdemofraten und Kommunisten auf Antrag der Nationalsozialisten gegen die Stimmen der Regierungsparteien die Aufhebung des am 28. Juni 1932 beschlossenen Ermächtigungsgesetzes für die gegenwärtige Regierung, das bis zum August 1933 Geltung haben sollte, beschlossen. Im Altonaer Sprengstoffprozeß gab der Angeklagte Reichs: tagsabgeordneter und Standartenführer P. Moder die Erklä rung ab, daß er nach der Besprechung in Rendsburg den Mitangeklagten Grezesch und Plähn den Befehl zur Ausführung der Anschläge gegeben habe. Er habe auf eigene Faust gehandelt. Ein Befehl von höherer Stelle existiere nicht. In dem Prozeß wegen Erschießung des Chemnizer Dentisten Krebed in einem Verkehrslokal der NSDAP. in der Nacht zum 5. August fällt das Gericht entsprechend dem Antrag des Staatsanwaltes gegen den Angeklagten Ferdinand Bartl wegen gemeinsamen Mordes das Todesurteil. Im Genfer Großen Rat sprachen die Parteien, mit Ausnahme der Sozialdemokraten, der Regierung, der Polizei und der Armee den Dank für ihr Verhalten bei den blutigen Vorfällen am 9. November aus. Der Weltflieger v. Gronau und seine Begleiter, der Fluglehrer v. Rooth, der Bordwart Had und der Funklehrer Albrecht erstatteten Donnerstag dem Reichspräsidenten einen Bericht über ihren Weltflug. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 19. November 1932 Die Danzig- polnischen Wirtschaftsverhandlungen, die in Warschau stattfanden, sind ergebnislos abgebrochen worden. Der im Zusammenhang mit den Genfer Unruhen verhaf= tete sozialistische Nationalrat Nicole steht seit einigen Tagen im Hungerstreit. In den Spätabendstunden des vergangenen Sonntags ist auf das Rathaus in Lausanne, das offizielle Regierungsge= bäude, in dem gleichzeitig die gesamte Stadt- und Kommunalverwaltung untergebracht ist, aus einem vorüberfahrenden Kraftwagen eine Bombe geschleudert worden. Fünf Personen wurden verlegt. Ueber 20 bekannte Kommunistenführer wurden verhaftet. In der italienischen Kammer fand am Mittwoch eine Festfizung zur Feier des ersten Dezenniums der faschistischen Revolution statt. Vor genau zehn Jahren, am 16. November 1922, hielt Mussolini nach der Machtergreifung seine erste Rede in Monte Citorio in seiner Eigenschaft als Ministerpräsident. Durch einen Erlaß des italienischen Ministerrats werden 18 bekannte Antifaschisten, die im Jahre 1926 mit dem Verlust der Staatsbürgerschaft und der Vermögensbeschlagnahme be= straft worden waren und ins Ausland flüchteten, mit sofor tiger Wirkung begnadigt. Das englische Oberhaus hat die Ottawa- Abkommen ohne Debatte in dritter Lesung verabschiedet. Die Genehmigung durch den englischen König wird demnächst erfolgen. Das australische Unterhaus nahm nach einer erregten AusSprache die Gesetzesvorlage über die Uebereinkommen von Ot tawa mit 39 gegen 18 Stimmen in dritter Lesung an. Das englische Unterhaus billigte mit 202 gegen 42 Stimmen die am 21. Oktober vom Schazamt verfügte und ab 25. Oktober gültige Verlängerung der bisherigen Eisen- und Stahlzölle auf zwei Jahre. Unter dem Vorsitz des englischen Ministerpräsidenten MacDonald wurde in London die dritte Rundtisch- Konferenz für Indien eröffnet. Die vorbereitenden Verhandlungen zum Abschluß von Handelsverträgen zwischen England einerseits und Argentinien, Norwegen und Schweden andererseits haben in London be: gonnen. Präsident Hoover, der gestern nach Washington zurückkehrte, nahm sofort das Schuldenproblem in Angriff, das mit den Regierungsmitgliedern nunmehr nochmals überprüft wird. In Washington wird verlautbart, daß sich das Defizit im Staatshaushalt für die ersten viereinhalb Monate des laufenden Steuerjahres, das am 1. Juli begann, auf 709 Millionen Dollar beläuft. Die Bankzusammenbrüche in den Vereinigten Staaten beliefen sich in den ersten zehn Monaten des Jahres auf 1209. Im Monat Oktober z. B. schlossen nur 76 Banken gegenüber 122 im Oktober 1931. Die japanischen Militärbehörden sind entschlossen, gegen die mandschurischen Rebellen einzuschreiten, obwohl Gefahr besteht, daß der Kommandant der Aufständischen Supingwen dann die 250 japanischen Zivilisten, die er als Geiseln zurüdbehalten hat, kurzerhand erschießen läßt. Das preußische Staatsministerium Braun hat Gerhart Hauptmann die Verleihungsurkunde zur Großen preußischen Staatsmedaille überreicht. Im Rahmen der Sparmaßnahmen sollen von den 45 Oberpostdirektionen allmählich im Laufe der nächsten Jahre 13 Oberpostdirektionen eingezogen werden. Es finden gegenwärtig über diese Frage Verhandlungen mit den Ländern statt. Die Deutsche Reichspost veröffentlicht ihren Bericht über das zweite Viertel( Juli bis September) des Rechnungsjahres 1932. Gegenüber dem Vorjahr ist der Verkehr in fast allen Verkehrszweigen zurüdgegangen. Zwischen Dr. Edener und der Stadtverwaltung von Se villa ist ein Vertrag unterzeichnet worden, wodurch Sevilla Zwischenstation für die Amerikafahrten des„ Graf Zeppelin" werden soll. Bei Radoszkowice wurden 15 Bauern, die von Sowjetrußland über die Grenze nach Polen gelangen wollten, von russischen Grenzwächtern angeschossen und acht Bauern getötet. In dem Pariser Steuerhinterziehungsskandal, in den etwa 1000, zum Teil sehr hochstehende französische Persönlichkeiten verwickelt sind, wurden die ersten Verhaftungen vorgenommen. An der Breslauer Universität ist es erneut zu Ausschreitungen gekommen, als Professor Cohn nach längerer Pause seine Vorlesungen wieder aufnehmen wollte. Die Universität mußte durch die Polizei geräumt werden. Sie wurde vom Rektor bis auf weiteres geschlossen. - Baugeldzuteilung. Die öffentliche Bausparkasse für Hessen( Abteilung der Landeskommunalbank Girozentrale für Hessen) in Darmstadt nahm am 14. November in Anwesenheit einer Anzahl von Bausparern und Vertretern von Sparkassen ihre 6. Baugeldzuteilung vor. Ausgelost und zugeteilt wurden diesmal 31 Verträge mit 144 000 RM., so daß nunmehr nach dreijährigem Bestehen der Bausparkasse im ganzen 114 Verträge über 645 000 RM. Vertragssumme ausgelost sind. Die nächste Baugeldzuteilung der öffentlichen Bausparkasse für Hessen findet voraussichtlich Anfang April 1933 statt mit dem Stichtag 31. März 1933. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: Die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz. vorschriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 46 Rücktritt der Reichsregierung. Der Reichskanzler erstattete am Donnerstag dem Reichspräsidenten Bericht über das Ergebnis der Besprechungen, die er im Auftrag des Herrn Reichspräsidenten mit den Parteiführern zur Erzielung einer möglichst breiten nationalen Konzentration gepflogen hat. Während die DNVP., die DVP. und die Bayerische Volkspartei auf dem Standpunkt stehen, daß sie jede solche Konzentration begrüßen, welche die Arbeit der Reichsregierung zu erleichtern in der Lage sein würde, hat der Führer der Zentrumspartei der Ansicht Ausdruck gegeben, daß ihm Führung und Zusammensetzung des gegenwärtigen Kabinetts nicht gegeignet erscheinen, den Zusammenschluß dieser Kräfte sicherzustellen. Die SPD. hat den Wunsch des Kanzlers zu einer Unterhaltung über die Mitarbeit in einer nationalen Notgemeinschaft schroff abgelehnt. Die NSDAP. hat mitgeteilt, daß sie nur unter gewissen Vorbedingungen zu schriftlichen Verhandlungen bereit sei, wobei sie es von vornherein ablehnt, das von der Reichsregierung in Angriff genommene politische und wirtschaftliche Programm zu unterstützen. In dieser Lage glaubt die Reichsregierung, die unter Einsatz aller ihrer Kräfte versucht hat, den ihr vom Herrn Reichspräsidenten am 1. Juni erteilten Auftrag auszuführen, in bestem vaterländischen Interesse zu handeln, wenn sie ihr Amt in die Hände des Reichspräsidenten zurücklegt. Sie handelt dabei ohne den Grundsatz autoritärer Staatsführung preiszugeben nach dem von ihr schon vielfach ausgesprochenen Prinzip, daß Rücksichten auf Personen in dieser so ernsten Stunde feinen Raum haben tönnen. Sie wünscht, dem Reichspräsidenten den Weg völlig frei zu machen, damit er als Führer der Nation, und gestützt auf die hohe Autorität seines Amtes die Zusammenfassung aller wahrhaft nationalen Kräfte herbeiführen möge, die allein den Weg der deutschen Zukunft sichern kann. Der Reichspräsident nahm die Demission der Reichsregierung entgegen und beauftragte das Kabinett mit der Weiterführung der Geschäfte. Lübecker Bürgerschaftswahlen. Bei den Bürgerschaftswahlen am Sonntag erhielten Sozialdemokraten 30 040 Stimmen, 29 Mandate, Hanseatischer Volksbund 4893 Stimmen, 5 Mandate, Kommunisten 9902 Stimmen, 9 Mandate, Nationalsozialisten 27 282 Stimmen, 27 Mandate, Staatspartei 1277, 1 Mandat, Zentrum 748, 1 Mandat, Hausund Grundbesitzer 4105, 4 Mandate, Deutschnationale 3736, 4 Mandate. Das Millonenheer der Toten. In diesen Tagen werden wie alljährlich Tausende von trauernden Müttern und Vätern, Witwen und Waisen in Sonderzügen an die deutschen Grenzen fahren. Die Wagen tragen Verdun" Namen, die den Bestimmungsort weisen,„ pern" ,, Reims“ ,, Arras" und fremd flingende, östliche Städtenamen. Es sind die Pilgerzüge der deutschen Kriegerhinterblie benen. Weit ist der Weg und endlos währt es oft, bis endlich unter den Tausenden von gleichen Kreuzen das eine gefunden ist. 36 420 deutsche Helden liegen auf dem Friedhof von Neuville St. Vaast, dem größten Soldatenfriedhof im Westen. 36 420 Einzelgräber, das neu angelegte Massengrab und die ständig erfolgenden Zubettungen nicht mitgerechnet. In Maissemy, nordwestlich St. Quentini, ruhen über 15 000 Tote Einzelgräbern, ebensoviel in Sammelgräbern. Der Friedhof von Sankt Laurent- Blangy zeigt 4446 Einzelgräber und ein Sammelgrab mit 21 450 Toten! in In Lens- Sallaumines, 10 Kilometer nördlich Arras, liegen über 8000 Einzelgräber und annähernd soviel Tote in zwei Sammelgräbern. Eine endlose Liste ließe sich aufstellen denn insgesamt zählt man nicht weniger als 287 Friedhöfe mit deutschen Gefallenen allein auf französischem Boden. Nicht mitgerechnet sind die Massengräber und Friedhöfe des Ostens und Südens, nicht jene vielen schlichten Tafeln, die nur die Namen von Tapferen verzeichnen, deren sterbliche Reste nie gefunden wurden. Ueber sechs Millionen Todesopfer forderte der Weltkrieg. Eine Million achthunderttausend Deutsche waren darunter. Gie alle ließen ihr Leben für den Frieden! Und wenn noch heute, wie es häufig in den ehemaligen Rampfgebieten geschieht, der friedliche Pflug mit der aufgeworfenen Erde die Gebeine eines unbekannten Toten ans Licht zieht, so sollte das der unruhigen Menschheit, die die Opfer des Krieges nur allzu leicht vergaß, eine tiefernste Mahnung sein! Rapelle auf der deutschen Kriegsgräberstätte Lissen, Dep. Meuse, Frankreich. Errichtet vom Dolksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.D. Samstag, den 19. November 1932 ,, Gießener Zeitung" Stadtratsiißung in Gießen. Die nach längerer Pause am Donnerstag, den 17. November 1932, erstmals wieder einberufene Stadtratssigung hatte als Auftakt einen Antrag des Kommunisten Kästner, der eine Winterbeihilfe von 50 Mark für jeden Erwerbslosen, Rentenempfänger und 15 Mark für jeden Familienangehörigen derselben und Naturalien wie Kleidung, Lebensmittel und Brennstoffe forderte. Die hierfür notwendigen Mittel sollen durch die noch besitzenden Bürger der Stadt, insbesondere Haus- und Grundbesitzer, aufgebracht werden. Oberbürgermeister Dr. Keller bemerkte, daß er diese Anträge nach den Vorschriften der Geschäftsordnung zur heutigen Sigung nicht mehr zulassen könne, da dieselben nicht rechtzeitig eingebracht worden wären. Der Sigungsverlauf: Als 1. Punkt wurde als Antrag des Finanz- Ausschusses die Festsetzung der Ausschlagsäge für die Umlagen und die Sondergebäudesteuer der Stadt für das Rechnungsjahr 1932 behandelt und wie folgt zur Annahme gebracht: - 1. für Gebäude und Bauplätze auf= 2. für land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundbesitz auf= = beides für je 100 RM. Steuerwert; = 32,9 Rpfg. 32,9 Rpfg. 3. a) für je 100 RM. des Gewerbekapitals auf b) für je 100 RM. des Gewerbeertrags auf= 264 4. für je 1 RM. des staatlichen Sondergebäudesteuer- Solls von den Werten: 57,2 Rpfg. Rpfg. b) bis 7000 RM. auf 54,93 Rpsg.) einschließlich b) über 7000 RM. auf 47,93 Rpfg.) des Kreisanteils abzüglich 20 Prozent Sondersteuersenkung. Die Erhebung erfolgt in 6 3ielen jeweils zum 25. der Monate Mai, Juli, September, November 1932 und Januar und März 1933. Die für das Rj. 1932 bisher geleisteten Vorauszahlungen sind aufzurechnen. Ein weiterer Antrag des Finanz- Ausschusses, der die Rechnung des städtischen Wohlfahrtsamts für das Rechnungsjahr 1929 betrifft, wird wie folgt angenommen: 1. Genehmigung der Kreditüberschreitungen in Höhe von 106 189,35 RM. zu Lasten der nachgewiesenen Deckungsmittel. 2. Genehmigung zur Liquidation der Ausstände laut Verzeichnis mit Die in Einnahme mit 1 450 371,77 RM. und in Ausgabe mit 1 443 777,18 RM. abschließende Rechnung wird nicht beanstandet. 6594,59 RM. Zwei Rechnungsanträge der Betriebs- Deputation, die die städtische Straßenbahn und das Elektrizitätswert für deren Rechnungsjahr 1930 betreffen, werden gleichfalls angenommen: 1. Festsetzung der Ablieferung an den Erneuerungsstod rungsstod auf 17 584,- RM. 1081,25 RM. 2. Festsetzung der Abführung an den Rücklagestoď auf 3. Festsetzung des Betriebszuschusses auf 50 384,78 RM. 4. Genehmigung der Kreditüberscheitungen von 17 686,15 RM. Die in Einnahme und in Ausgabe mit 391 742,01 RM, abschließende Rechnung wird nicht beanstandet. 1. Festsetzung der Ablieferund an den Erneuerungsstod auf 2. Festsetzung des Betriebsüberschusses auf 3. Liquidation der Ausstände laut Verzeichnis in Höhe von 150 000,- RM. 378 000,- RM. 413,78 RM. 566 890,95 RM. 4. Genehmigung der Kreditüberschreitungen gegenüber dem Voranschlag von zu Lasten der nachgewiesenen Deckungsmittel. Die in Einnahme mit 2 728 578,05 RM. und in Ausgabe mit 2728 164,27 RM. abschließende Rechnung wird nicht bean= standet. - Es werden dann eine Reihe von Gesuchen um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb des Sozialpolitischen Ausschusses behandelt, wobei es öfters zu recht lebhaften Auseinandersetzungen kommt. Der Bedürfnisfrage wurde bei folgenden Gesuchen zugestimmt: des Heinrich Altensen und Ehefrau Sophie, geb. Müller, zu Gießen, Bruchstraße 12, hier handelt es sich um Uebergang vom Vater auf den Sohn; des Hermann Christmann zu Gießen, Steinſtr. 23 Uebergang auf einen neuen Eigentümer-; des Leopold Herr zu Gießen, Kaiserallee 27 ,,, 3um Krokodil" Uebergang auf einen neuen Pächter-; der Anni Pfitzner zu Gießen, um Erlaubnis zum Kaffeewirtschaftsbetrieb mit Ausschank alkoholfreier Getränke auf dem Viehmarktplatz am Güterbahnhof, gelegentlich der stattfindenden Zucht und Nutzviehmärkte- Uebergang; der Marie Strittmacher zu Gießen, um Erlaubnis eines vegetarischen Diätrestaurants mit alkoholfreiem Ausschank, Bahnhofstr. 56 errichtung. 1 NeuAbgelehnt wurden die Gesuche: der Firma Kaufhaus B. Elsosfer, für die Firma GEP. zu Gießen, um Erlaubnis zum Kaffeewirtschaftsbetrieb und Verkauf von Spirituosen in verschlossenen Flaschen im Hause Schulstraße 6, und der Firma ,, Erwege", Einheitspreis- GmbH., zu Gießen, um Erlaubnis zum Handel mit Spirituosen in verschlossenen Flaschen und zum Kaf= feewirtschaftsbetrieb mit Ausschant alkoholfreier Getränke, im Hause Schulstraße 11. Einer Anzahl von Baugesuchen wurde antragsgemäß des Bau- Ausschusses zugestimmt; es sind dies: Eisenbahn- Heimstättenverein GmbH. Gießen, zur Errichtung von 2 Baugruppen mit 10 Wohnungen, am Wartweg; Sanitätsrat Dr. Frizz in Grünberg, zu einem Wohnhaus; Ludwig Klingler zu Gießen ( Hotel Schütz), um Erteilung der Genehmigung zur Ausführung einer Verbindungstüre durch die gemeinsame Brandmauer der Häuser Bahnhofstraße 52 und 54; Gießener Eisverein e. V., zur Errichtung einer Unterkunftshalle auf der Eisbahn; Baugenossenschaft 1894 zu Gießen, zum Bau eines Einfamilienhauses auf dem Grundstück an der projektierten Straße zwischen Licherstraße Nr. 46 und Alten Steinbacher Weg; Dr. med. Dauernheim am Aulweg; Willy Peetz in Klein- Linden, zur Errichtung einer Autogarage auf seinem Grundstück Grünbergerstr. 70; Heinrich Walther aus Beuern, zur Errichtung eines Einfamilienhauses; Wilhelm Büttner, Errichtung eines Wohnhauses am Nahrungsberg: Ladenanbaues Heinrich Wagener, Errichtung eines an das Haus Frankfurterstraße 45. Auch die Neufestsetzung des Bebauungsplanes über das Gebiet zwischen Gaffkystraße, Freiligrathstraße, Aulweg, Schubertstraße und Wartweg, Bergwert, Freiligrathstraße, Aulweg fand antragsgemäße Zustimmung. Einer Anzahl von Arbeitsvergebungs- und Lieferungsanträgen, die insbesondere Reparaturarbeiten im Gaswert, Neubau einer Rinderkuttelei bzw. Einbau einer Düngerpresse, Erneuerung des äußeren Anstrichs der Häuser in der Gnauthstraße, Vergebung der Arbeiten für die Errichtung von Kleinwohnungen an der Krofdorferstraße be= treffen, wurde weiter zugestimmt. Kreditbewilligung: Für die Erweiterung der Straßenbeleuchtung werden für die Schottstraße, Buchnerstraße und An der MargaretenHütte Kredite zu Lasten des Reservefonds bewilligt. Für den Einbau einer Entfeimungsanlage, Einrichtung einer Drudluftspülung und für die Beschaffung eines Reinigungsapparates int städtischen Volksbad zu lasten des Erneuerungsstodes des Volfsbades. Für die Ausführung von Reparatur- und Jnstandsetzungsarbeiten beim städtischen Wasserwerk; Pflasterung im Pumpwert Quedborn und Reparatur der beiden Schutzhäuschen in der Stollenanlage Alten- Bused. Für das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung, für die Durchführung des ersten Bauabschnitts des Lahndurchstiches werden zur Beschaffung von Geräten, Gerüsten und Werkzeugen sowie für das Leihen von Feldbahnmaterial und Bereitstellen von Baubuden, Knüppeldamm usw. Mittel bewilligt. Für die Kosten der Unterhaltung der Uniformen für die Mitglieder der Gießener Freiwilligen Feuerwehr. Für die Gasund Wasserrohrverlegung im neuen Teil Schiffenberger Weg. Es werden dann noch für das Rechnungsjahr 1930 die Rech nungen des städtischen Volksbades, des städtischen Wasserwerks und des städtischen Gaswerks gutgeheißen und genehmigt. Der vom Hessischen Polizeiamt Gießen vorgeschlagenen Aenderung der Polizeiverordnung für die Erhaltung der Sicher heit und Ordnung in und vor dem Stadttheater zu Gießen vom 17. Januar 1922 wird gleichfalls zugestimmt und der vorge schlagenen Aenderung des§ 3 der Polizeiverordnung über die Verkehrsregelung in der Stadt Gießen vom 30. 11. 1928, die eine Entlastung der Straßenenge beim„ Einhorn" und in der Kirchstraße bezwedt. Zum Schluß der öffentlichen Sigung erklärt Bürgermeister Dr. Hamm die in der Stadt Gießen kursierenden Gerüchte über bestehende Unstimmigkeiten mit dem Kruppschen Braunsteinbergwerk und der Gießener Stadtverwaltung, die sogar schon zu einem Prozeß geführt hätten, den die Stadt Gießen bereits verloren hätte, als völlig unsinnig und aus der Luft gegriffen. Kein wahres Wort sei an derartigen Erzählungen. Samstag, de Schöne weiße Zähne: Chlorodont Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. ( Nachdruck verboten.) ( 28. Fortsetzung.) ,, Komm, Mädel, schenke wieder ein vom gold'nen Saft dem Sieger, und weihe herzhaft einen Kuß dem friedlich frohen Krieger. So stärkst du ihm den kühnen Mut mit treuer Lippen Feuerglut zu schönen neuen Siegen." Marieliese saß mit ihrem Vater im Frühstücszimmer eines eleganten Boulevard- Hotels beim Morgenkaffee. ,, Morgen früh reisen wir nun endgültig ab, Marlies. Das große Gepäd ist schon gestern abgegangen. Hast du Mary den Auftrag gegeben, daß sie die Autokoffer pact?" Marieliese nickte zerstreut und sah durch die hohen Spiegelscheiben auf den sonntäglichen Verkehr der breiten Ringstraße. Ihre Gedanken waren bei dem jungen Fußballspieler Theo Hansen, der heute nachmittag in Köln zum erstenmal international fämpfte. Sein erstes Länderspiel! Wie gern wäre sie dabei gewesen! „ Ich habe den Eindrud, Marlies, als ob es dir in Paris nicht sonderlich gefallen hat. Wie oft bist du in meiner Abwesenheit im Louvre gewesen...?" „ Einmal. Mich interessiert das alles nicht sonderlich." ,, Aber Marlies, wie ist das nur möglich? Diese Kunstschätze! Ich könnte mich wochen, nein, monatelang dort aufhalten." „ Ja, du... Jch kann mich nicht dafür begeistern. Aber es gehört zum guten Ton, Interesse zu heucheln. Na, ich pfeif darauf." ,, Nein, Marlies, dein Kunstverständnis ist nur sehr minimal. Leider. Oder auch Gott sei Dant. Je nachdem. Ich bin eben mehr für die Wirklichkeit." Ein Kellner kam an den Tisch und verbeugte sich:„ Ein Ferngespräch aus Orleans." ,, Einen Augenblick, Marlies." 1" Nach ein paar Minuten tam Henderson wieder zurück. ,, Also, Marlies, eben ruft mich ein Kunsthändler aus Orleans an, er hätte einen echten Rubens aufgetrieben Marieliese sah von ihrer Sportzeitung auf. ,, Nicht möglich, Vater." Henderson überhörte den ironischen Ton. ,, Da müssen wir natürlich schon heute mittag fahren. Ich werde Henry Bescheid sagen, daß er das Auto gegen zwölf Uhr bereit hält... Einen echten Rubens! Aber ich glaube es nicht eher, als bis ich das Bild gesehen habe. Ich werde auch noch einen Sachverständigen hinzuziehen müssen. Wahrscheinlich ist es eine Kopie. Was meinst du, Marlies?" ,, Wenn es so gute Kopien gibt, die du nicht einmal einwandfrei vom Original unterscheiden kannst, würde ich an deiner Stelle überhaupt nur Kopien kaufen, weil sie bedeutend preiswerter sind." ,, Davon verstehst du absolut nichts," meinte Henderson verstimmt. ,, Das habe ich dir vorhin schon einmal im Vertrauen gesagt," meinte Marelese lächelnd.„ Aber du fragst mich ja immer wieder." ,, Du bist eben nur im Sport bewandert. Nun liest du schon wieder in einer Sportzeitung. Natürlich eine deutsche. Dabei schickt Fred dir jede Woche amerikanische Blätter. Aber du siehst kaum hinein. Das ist doch merkwürdig." Marieliese hörte nicht mehr zu. Mit klopfendem Herzen las sie: Von dem heute nachmittag im Kölner Stadion statt findenden Länderspiel Deutschland- Dänemark wird die zweite Halbzeit 14 Uhr 15 auf Rundfunk übertragen Marieliese sah auf. Ihr Vater war fortgegangen. Ich muß diese Uebertragung unbedingt hören", dachte sie.„ Wenn bloß dieser blöde Kunsthändler aus Orleans nicht dazwischen gekommen wäre...! Aber einerlei, es muß sich auch so ermöglichen lassen." Einen Augenblid überlegte sie. ,, Bringen Sie mir doch mal das Kursbuch, Herr Ober.. oder wissen Sie zufällig, wann der nächste Schnellzug nach Orleans fährt?" ,, Einen Moment... um 12 Uhr 46." Marieliese nidte befriedigt, verließ das Zimmer und ging in die Garage. Dort war der junge amerikanische Chauffeur mit dem Putzen des Wagens beschäftigt. ,, Guten Morgen, Henry." ,, Guten Morgen, gnädiges Fräulein." Die Zahnpaste von höchster Qualität Sparsam im Verbrauch. ,, Also hören Sie mal zu. Sie müssen mir einen Gefallen tun." ,, Gerne, soweit ich es bann." ,, Ja, bei Ihnen liegt es ganz alleine... Erinnern Sie sich noch des Fußballspielers, den ich damals bei dem Regenwet ter einlud, in meinem Wagen mit nach Hause zu fahren? Sie haben doch noch die Bestellung ausgerichtet." ,, Ja, gewiß." Ein Tag dere den mabat, ist dem ein Tag der naus ein To ht not uns er, das Ver ,, Herr Hansen spielt heute nachmittag in Köln. Das Spiel!" Reine wird auf Radio übertragen und ich muß es unbedingt hören, Das kann ich aber nicht, wenn wir um zwölf Uhr nach Orleans fahren. Wann sind wir eigentlich da?" ,, Ich denke, so gegen vier Uhr," In diesen t der Toten lains unent finnung nich und ohne Perten Kampi Gerade für ondere Bede eate, et bean ellen Einfah äßigen, im schließlich ennen bleibt man aus diefer ,, Sehen Sie, dann ist es natürlich zu spät. Ich könnte ja nun einfach zu meinem Vater sagen: Ich bleibe hier und tomme nach. Aber das geht auch nicht. Vater hat etwas ge merkt. Er machte vorhin so eine eigenartige Bemerkung von deutschen Sportzeitungen lesen und so... Sie haben ihm doch nichts verraten von den Motorradausflügen damals?" ,, Nein, gewiß nicht, gnädiges Fräulein." ,, Das traue ich Ihnen auch gar nicht zu. meine Zofe„ Tante" Mary geplaudert. Einerlei. Also Henry du sterblich ich habe mir das so gedacht: um halb zwölf, wenn wir beim Mittagessen sind, kommen Sie plöglich ins Zimmer, machen ein bestürztes Gesicht und sagen: ,, Gnädiger Herr, an dem Motor ist etwas nicht in Ordnung, er will nicht anspringen." ,, Ihr Vater wird sprachlos sein" Dann hat sicher allen Mahn „ Ja, das nehme ich auch an. Diesen Augenblid benuger Sie dann, um zu verschwinden. Vielleicht sagen Sie noch: ,, J werde mein möglichstes versuchen...!" Das ist dann meine Als Bestät das Leben arum auch erb eit fühlt Tod Verzweifl aber ist es ein Deentwillen m Das wahre Sache. Um 12 Uhr 46 fährt ein Schnellzug nach Orleans. Mit entlich! Ni dem muß Vater dann fahren und Mary wird er auch mitnehagenblids, d men. Wenn ich dann die Uebertragung gehört habe, fahren wir beide nach." Ja, gewiß... aber was soll an dem Motor fehlen?" ,, Das ist ganz egal. Mein Vater versteht von einem Motor ,, Henry, hat mein Vater schon gesagt, daß wird um zwölf so wenig, wie ich von seinen Kunstschätzen, nämlich genau nichts. Uhr fahren wollen?" ,, Jawohl, er war eben hier." ,, Wir werden aber nicht fahren." ,, Nein." ,, Das heißt, eigentlich doch, aber... Seien Sie mal chr lich, Henry, wir beide haben uns doch immer gut vertragen tönnen. Stimmt das nicht?" ,, Gewiß... natürlich, gnädiges Fräulein," erwiderte der Chauffeur etwas verdugt. ,, Schön, abgemacht." ,, Sie sind ein netter Junge, Henry. Also dann bis nachhet Aber die Sache muß möglichst natürlich wirken, weil mein Ba ter schon etwas mißtrauisch ist. Am besten, Sie üben jetzt schon ein bestürztes Gesicht zu machen. Stellen Sie sich mal vol Tante Mary würde Ihnen einen Heiratsantrag machen... i so war es schon richtig." ,, Keine Bange, es wird schon schief gehen." ( Fortsetzung folgt.) Die Erhal OSRAM Samstag, den 19. November 1932 Nr. 46 Lernheim am Aulweg; mg einer Autogarage Heinrich Walther aus ienhauses; Wilhelm am Nahrungsberg: denanbaues an das ungsplanes über das straße, Aulweg, Schu Filigrathstraße, Aulweg Anzahl von Arbeits die insbesondere Re er Rinderkuttelei bzw. des äußeren Anstrichs ng der Arbeiten für die Krofdorferstraße be : ,, Gießener Zeitung" Stilles Gedenken. Zum Totensonntag! Lofales. Der Tag der Toten. Nr. 46 Zuchtung werden An der Margareten Os bewilligt. Für den htung einer Drudluft Reinigungsapparates Erneuerungsstodes des Reparatur und In Bafferwert; Pflasterung ur der beiden Schut Bused. Für das Arsregierung, für die des Lahndurchstiches rüsten und Werkzeugen terial und Bereitstellen b. Mittel bewilligt Iniformen für die Mit erwehr. Für die Gas il Schiffenberger Weg ungsjahr 1930 die Rech städtischen Wasserwerks Ben und genehmigt. en vorgeschlagenen Aen Erhaltung der Sicher Ottheater zu Gießen von stimmt und der vorge izeiverordnung über die Dom 30. 11. 1928, die ,, Einhorn" und in der g erklärt Bürgermeister kursierenden Gerüchte Dem Kruppschen Braun tverwaltung, die jogar den die Stadt Gießen nig und aus der Luft Derartigen Erzählungen. Zahnpaste von ster Qualität m im Verbrauch. ffen mir einen Gefalle Erinnern S Teine mals bei dem Regenme ch Hause zu fahren? S ichtet." Uebers Grab hinaus... Ein Tag im Jahr, jener düsteren Jahreszeit, die wie keine andere den Menschen an die Vergänglichkeit alles Jrdischen mahnt, ist dem Gedenken unserer teuren Toten gewidmet. Es ist ein Tag der Trauer, der Erinnerungen. Und für alle darüber hinaus ein Tag ernster Besinnung und Einkehr. Gewaltig steht vor uns die Pflicht dem Leben und den Lebenden gegenüber, das Vermächtnis unserer teuren Dahingegangenen! In diesen grauen, nassen Novembertagen tommen mit dem Fest der Toten für uns alle Stunden, in denen wir hinüberdenlen ,, ins unentdeckte Land, aus des Bezirks kein Wandrer wiederttag in Köln. Das Spiel lehrt!" Keiner ist unter uns, der in diesen ernsten Stunden der muß es unbedingt höre zwölf Uhr nach Orleans ?" ich zu spät. Jch fön Besinnung nicht um Menschen trauern, die ihm einst nahe stan= den und ohne deren Hilfe, Liebe, Freundschaft er heute den harten Kampf des Lebens allein auszufechten hat. en: Jah bleibe hier neute, er beansprucht mehr denn je den ganzen Menschen, den g ht. Bater hat etwas genartige Bemerkung vo Gerade für uns moderne Menschen hat der Totensonntag besondere Bedeutung. Denn der schwere Existenzkampf von vollen Einsatz seiner Kräfte. Und allzu leicht folgt daraus, daß man aus diesem Grunde den Sinn des Lebens im allein Zwed... Sie haben ihm dod mäßigen, im Materiellen sieht. Die Not zwingt die Menschen, sflügen damals?" Sulein." ausschließlich vorwärts zu schauen. Zum Erinnern, zum Erlennen bleibt keine Zeit. Es ist das Totenfest, das mit seiner nicht zu. Dann hat fie dunklen Mahnung an die verschlossenen Herzen pocht: gedenke, t. Einerlei. Aljo Senn daß du sterblich bist! alb zwölf, wenn wir bein hins Zimmer, machen ei ger Herr, an dem Moto cht anspringen." Diefen Augenblid benuger leicht sagen Sie noch: ..!" Das ist dann mein nellzug nach Orleans. Mary wird er auch mitn ang gehört habe, fahren an dem Motor fehlen?" versteht von einem M ägen, nämlich genau ni ry. Also dann bis nad lich wirken, weil mein bejten, Sie üben jest Stellen Sie fich mal iratsantrag machen... j ief gehen," ( Fortjehung folgt) Als Bestätigung alter Weisheit erscheint es, wenn heute, da das Leben weniger erstrebenswert ist denn je, der Kampf darum auch erbitterter denn je zuvor geführt wird. Die Menschheit fühlt Tod und Vernichtung im Naden und wehrt sich bis zur Verzweiflung. Wir leben also angesichts des Todes aber ist es ein richtiges Leben? Der Tod ist ein Ding, um deffentwillen man das Leben liebt, sagt Hebbel. Das wahre Leben jedoch angesichts des Todes heißt: werde wesentlich! Nicht jenes Hasten und Jagen nach dem Erfolg des Augenblics, das unsere Zeit auszeichnet, nicht der blinde Die große Lichtfülle der Kampf um Alltägliches, der wütende Einsatz für nichtige, vergängliche Dinge sollte das Ergebnis unseres Lebens angesichts des Todes sein. Die Erkenntnis, daß für jene große, göttliche und lebenspendende Kraft des Universums ,, tausend Jahre wie ein Tag sind", und daß dennoch ein jedes kleine Menschenleben als unetbehrliches Glied der gewaltigen Kette des Lebens eingefügt ist, sollte uns die rechte Besinnung geben: wesentlich werden! Das Wichtige, Unsterbliche erkennen, den Schein verachten, das Zufällige gering schätzen und über dem Persönlichen die großen Gedanken der Ewigkeit fühlen! In dieser wesentlichen Erkenntnis beschlossen, liegt auch ein redftes Gedenken für unsere teuren Toten: Erinnerung, Hoffnung und Verantwortung! Der Erinnerung sind viele stille Stunden gewidmet, Stunden, in denen wir uns in Trauer und Wehmut zurückrufen, was uns die teuren Dahingegangenen bedeuteten. Wieviel an Güte und Liebe wir verloren und wieviel wir unsererseits ihnen gegenüber versäumten. Diese Erkenntnis ist nicht unfruchtbar. Sie gibt uns eine neue, wertvolle Einstellung jenen Lieben gegenüber, die uns blieben. Neue Kraft zu dulden und zu verstehen und immer erneut die Fähigkeit, zu lieben! Und aus der innigen, fortdauernden Verbundenheit mit ihnen erwächst uns eine Hoffnung: die Hoffnung, ihnen einſt gleich werden zu können. Wir haben ein Vorbild, dessen Reinheit uns teine noch so schwere Zeit trüben kann. Jm Sinne der teuren Toten zu leben, ist Pflicht und Aufgabe. Nicht Worte, nicht Tränen fönnen angesichts des Todes trösten-nur Taten, nur Werke! Nicht nur die wehmütige Trauer um das, was wir an Güte und Liebe mit ihnen verloren haben, sollte ihnen gelten. Den schönsten Dank, das ehrenvollste Gedenken weihen wir ihnen, wenn wir ihr Vermächtnis erkennen und ihre Taten und Ge= danken in ihrem Geiste fortführen. Nur der Mensch ist wahrhaft tot, dessen Lebenswert niemand fortsetzt. Im Garten blühen die letzten Blumen. Es ist gerade, als wenn der Herrgott sie bestimmt hätte, daß sie noch den Gottesader schmüden sollen am Tag der Toten. Um so sammeln wir all' die bunte Pracht des Herbstes zu Sträußen und Kränzen, die wir unseren Lieben im Friedhof bringen wollen. Fest der Toten. Alte Wunden brechen wieder auf und altes Leid weint neue Tränen. Wo immer auf Erden ein Band der Liebe sich um Menschen schlingt, da steht neben dem Glück auch das Leid. Und wo der Tod dann dieses Band löst, da quält das Heimweh die erdgebundene Seele. Voll bitterer Sehnsucht blicken wir dann in unbekannte, nur geahnte Höhe, wo wir den Geist unserer Lieben wähnen. Und auf dem Kirchhof legen wir an ihren Gräbern die letzten Blumen des Jahres nieder. Einsame Friedhöfe wandeln sich in Blumengärten, über denen die Liebe wacht. Geweihte Liebe- neben der nur stille, schweigende Trauer Platz hat. Gerade die heutige Zeit bitterer Not weist Totentrauer in ruhige Bahnen. Das Hasten des Alltags schweigt dort in jenen dunklen Grüften und Gräbern, und da gibt es feine Sorge mehr: ,, was werden wir essen, trinken und womit werden wir uns fleiden". Der schwache Körper, der so oft den Flug der Seele gehemmt hat, ist ihr nicht mehr hinderlich. Sie ist frei und verklärt. Das Göttliche, wonach sie verzehrend gesucht und gestrebt hatte, ist erreicht, und selig ruht die arme Erdenseele. Warum flaget ihr, Väter, Mütter, Kinder und Freunde? Weinet nicht über sie, die den Frieden gefunden haben, sondern weinet über euch, die ihr die Last dieses Lebens noch zu tragen habt. Sie gingen nur voran. Ueber eine kleine Weile werden auch wir leidlos, friedvoll und selig schlummern. Der Sonntagsschreiber. * Die mittlere Justizlaufbahn. Vom hessischen Justizministerium wird darauf hingewiesen, daß Gesuche um Zulassung von Anwärtern für die Laufbahn des gehobenen mittleren Justizdienstes zur Zeit zwecklos sind. Die Laufbahn ist noch gesperrt. Vormerkungen werden nicht vorgenommen. Das * Gewerbelegitimationstarten für das Kj. 1933. Kreisamt macht auf die Neuausstellungen von Wandergewerbescheinen und Legitimationstarten für das Rj. 1933 aufmertsam, wobei besonders zu beachten ist: Wandergewerbescheine und Legitimationsfarten gelten jeweils nur bis zum 31. Dezember. Zu Beginn des neuen Jahres häufen sich meistens die Anträge derart, daß sich die Ausfertigung der neuen Ausweise verzögert. Es erscheint daher unerläßlich, schon jetzt die Anträge auf Neuerteilung der Scheine zu stellen. Nur bei rechtzeitiger Antragsstellung kann Gewähr dafür übernommen werden, daß die Scheine bei Gebrauch zur Verfügung stehen. * Ungültiger Dienstausweis. Der Dienstausweis Nr. 123 des Kriminalinspektors Sambaß, ausgestellt am 1. September 1930 vom Polizeiamt Worms, ist verloren gegangen. Er berechtigte gleichzeitig zum Führen von Schußwaffen. Der Dienstausweis ist vom Polizeiamt für ungültig erklärt. * Straßensperre, mitgeteilt vom Oberhessischen AutomobilClub E. V.( A. v. D.), Gießen. Die Sperrungen auf den Provinzialstraßenstreden Altenstadt- Lindheim, sowie Selters- Ortenberg sind aufgehoben. * Bei uns zu Lande auf dem Lande. Es gibt nur wenige Gebiete in Deutschland, in denen sich ursprüngliches Volkstum in voller Reinheit erhalten hat. Zu diesen Gebieten zählt auch das kleine Schwälmer Land. In dem Zyklus„ Bei uns zu Lande auf dem Lande" wird nun der Südwestfunt am Samstag, dem 26. November, 19.30 Uhr, versuchen, durch einen Schallplattenhörbericht etwas von dem Leben und dem Wesen der Schwälmer seinen Hörern lebendig zu machen. * Haushaltungsfurs. Der am 15. Januar 1933 beginnende Haushaltungs- Kursus im Erholungsheim„ Orbishöhe" in Zwingenburg a. d. B. wird in diesem Jahre auf mehrfachen Wunsch auf ein viertel Jahr verlängert, schließt also am 8. April. -LAMPEN OSRAM LA Erhältlich in den OSRAM- Verkaufsstellen. ermöglicht gute Beleuchtung! OSRAM 8 Samstag, den 19. November 1932 ,, Gießener Zeitung" schaft für das Gebiet des Freistaates Hessen geführt, die die Interessen der start belasteten Neuhaus- Besitzer verireten und dem weiteren Absinken des Wertes des Besizes vorbeugen will. Zuchthaus auf Grund der Terror- Notverordnung. Mainz. Vor der Ersten Großen Straffammer hatte sich der 28 Jahre alte Arbeiter Geiger, Anhänger der KPD., wegen Verbrechens gegen§ 3 der Terror- Notverordnung zu verantworten. Geiger wurde zu einem Jahr vier Monate Zuchthaus verurteilt. * Zähne sind Werkzeuge. Es ist eine Selbstverständlichkeit| fizzer neuerbauter Häuser hat zur Gründung einer Notgemeinfür uns, daß wir unsere Werkzeuge pfleglich behandeln. Gutes Handwerkszeug ist halbe Arbeit. Nur bei unseren Zähnen machen wir eine Ausnahme, ihre Pflege scheint uns weniger wichtig. Die Folgen dieser Vernachlässigung sind meistens sehr unangenehme: Zahnschmerzen, Verdauungsstörungen, Unlust bei ber Arbeit, verminderte Leistungen, weniger Einnahmen. Das alles ist leicht zu verhindern, wenn man seine Zähne regelmäßig untersuchen läßt, auch dann wenn sie nicht schmerzen, und wenn man sie täglich mit der eigenen Zahnbürste und einer guten Zahnpaste putzt. Chlorodont z. B. ist eine Zahnpaste von höchster Qualität und sparsam im Gebrauch. * Künstliche Augen werden demnächst in der UniversitätsAugenklinik durch die Firma F. Ad. Müller Söhne, Wiesbaden, in Anwesenheit der Patienten nach der Natur angefertigt und eingepaßt.( Näheres sh. Inserat in heutiger Ausgabe.) Weihnachtsgabentisch des Schallplatten Voltsverbandes. Neben alten schönen deutschen Weihnachtsliedern bringt er hervorragende Opernaufnahmen und vollendet schöne Kammermusikplatten der Berliner Philharmoniker. Der Bariton Hermann Schen singt Schubertlieder; Choraufnahmen der Berliner Liedertafel wirken ebenso eindrucksvoll. Wir möchten mit diesem Hinweis jedem Musikfreunde empfehlen, sich von der Hauptgeschäftsstelle: Berlin- Charlottenburg 2, Berliner Straße 41-43, den neuesten Prospekt kostenlos und unverbindlich zusenden zu lassen. Clangor- Schallplatten sind auch billig 2,40 RM., 1,60 RM., 1,40 RM.). Moderne Dielen. Die Diele hat im Rahmen der Wohnung allgemein mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Sie muß nicht selten einen Empfangsraum ersetzen, in der Sprechstunde von Anwälten und Aerzten wird sie unter Umständen als Wartezimmer für die Klienten und Patienten verwendet; sie stellt also gleichsom ein Zimmer mehr in der Wohnung dar, dessen zweckmäßig behagliche Ausstattung man sich entsprechend angelegen sein läßt. Aber auch in Häuslichkeiten, wo die Raumfrage keine Rolle spielt, wo man ausreichend über Zimmer für alle Zwecke verfügt, legt man auf hübsche, behagliche Aufmachung des Vorraums heute viel Wert. Denn schließlich wird hier ja dem Besucher der erste Eindruck der Wohnung des Geschmacks und Lebensstils ihrer Bewohner vermittelt; und in der Diele die ihr eigentümliche Note eines einladend behaglichen und doch mehr oder weniger provisorischen Empfangsraums herauszuarbeiten, ist eine reizvolle und äußerst dankbare Aufgabe. Nicht luxuriöse Eleganz entspricht diesem Charakter der Diele, vielmehr eine ge= wisse gefällige Anspruchslosigkeit, deren Wirkung ganz auf das einladend Freundliche gestellt ist, auf Licht und Helligkeit vor allem, unter Umständen auch auf eine gewisse Farbenfreudigkeit, d. h. auf die Faktoren, die die modern- sachliche Einfachheit der Einrichtung mit warmem Behagen zu umgeben geeignet sind. Mainz. Ein Einwohner von Zahlbach hielt sich seit einiger Zeit einen Bären, den er in einem Zwinger in seinem Garten untergebracht hatte. In Abwesenheit des Tierhalters gelang es dem Bären, aus dem Zwinger auszubrechen. Die Polizei wurde alarmiert, um den Flüchtling einzufangen, doch mußten die Beamten, als sie das Tier in der Dunkelheit mit einem Scheinwerfer in einem fremden Anwesen gefunden hatten und es Miene machte, zum Angriff vorzugehen, durch einen Karabinerschuß töten. Oberursel. Schuhmachermeister Peter Steinbach in Oberursel feierte am 17. November seinen 100. Geburtstag. Er ist der älteste Feuerwehrmann Nassaus und hat vor 70 Jahren die Oberurseler Feuerwehr mitbegründet. Reichliche, angenehme Lichtfülle ihr dürfte, als der grundlegenden Voraussetzung eines erfreulichen Eindrucks der Diele, in jedem Fall das Hauptaugenmerk zuzuwenden sein; und ist immer sehr leicht zu erreichen, selbst wenn es an ent= sprechendem Tageslicht fehlt. Der ja gewönlich nicht allzu große Raum kann durch eine geschlossene Opalüberfangglas- Leuchte in einfacher Kugel- oder Kastenform, mit entsprechend starker Lampe, angenehm, gleichmäßig hell und recht dekorativ beleuch= tet werden. Auch eine kleine halbindirekte Krone oder Alabasterschale wird in der hell gehaltenen Diele unter Umständen eine ebenso zweckmäßige wie hübsche Beleuchtung abgeben. Außer der Allgemeinbeleuchtung ist aber, selbst wenn auch die Diele klein ist, für den dort befindlichen Garderobenspiegel noch eine Zusatzbeleuchtung erforderlich, d. h. blendungsfreie, links und rechts vom Spiegel befindliche Leuchten, die sich der äuße= ren Ausstattung dem Charakter der Hauptleuchte anzuschließen haben. Wo die Diele gelegentlich als Warteraum benutzt wird, sollte außerdem eine kleine Leseleuchte nicht vergessen werden; die hübsche, buntschirmige Stehleuchte wird ja unter allen Umständen den warmen, behaglichen Charakter des Vorraumes zu steigern geeignet sein. Aus Nah und Fern. Friedrichshafen. Das Luftschiff„ Graf Zeppelin" hat seine letzte Probefahrt gemacht. Der Fahrbetrieb ist damit stillgelegt worden. Die Fahrten werden im Frühjahr nächsten Jahres wieder aufgenommen. Ein Staatskommissar, der die Sätze senkt. Pößned. An Stelle der zunächst geforderten 900 Prozent Bürgersteuer hat nun der erste Bürgermeister Dr. Plette als Staatskommissar die Bürgersteuer für 1933 auf 650 Prozent des Landessazzes festgesetzt. Ferner werden die Gas- und Strompreise für wirklich bedürftige erwerbslose Einwohner um 25 Prozent verbilligt. Bad Nauheim. Bis zum 17. November 1932 betrug der Gesamtbesuch 24 875 Gäste, darunter 3982 Ausländer. Anwesend waren an diesem Tage 549 Gäste. Friedberg. Auf Anregung der Freiwilligen Feuerwehren Hessens wird mit Unterstützung der Hessischen Brandversiche= rungskammer und der Landesfeuerlöschtasse für die Ausbildung von Feuerwehrführern hier eine Feuerwehr- Fachschule errichtet. Die Vorarbeiten sind so weit gediehen, daß die Schule am 4. Dezember ihrer Bestimmung übergeben werden kann. Am 5. Dezember wird der erste Lehrgang beginnen. Zusammenschluß des freien Protestantismus. Die Führer des freien Protestantismus aus sieben Landeskirchen Südwestdeutschlands, darunter auch Hessen, trafen sich zu einer Tagung in Heidelberg. Man tam zur Gründung eines ,, Bundes für entschiedenen Protestantismus und freie Volks firche" Innerhalb des Bundes behalten alle Landesgruppen ihre volle Selbständigkeit. Die Tätigkeit des Bundes soll dem Gesamtprotestantismus in Deutschland dienen. Büdingen. Die durch Zeit- und Wirtschaftsverhältnisse eingetretene außerordentliche Verschlechterung der Lage der BeGeräum. 5-7 Z.- Wohnung in Gießen Suchen Sie in guter Lage mit allem Zubehör( Bad, elektrisches Licht, Gas, Zentralheizung und Gartenanteil) zum alsbaldigen Be zug zu mieten gesucht." Angebote unter G3. 3157 an die Expedition d. Blattes. Erkältungskrankheiten, Verschärftes russisches Arbeitsdekret. Die sowjetrussische Regierung hat ein Dekret erlassen, durch das die bisherige Bestimmung, wonach bei einer nicht gerechtfertigten Arbeitsversäumnis von drei Tagen die Entlassung zu= lässig war, dahin abgeändert wird, daß der Arbeiter schon dann mit der Entlassung aus dem Betriebe rechnen muß, wenn die ungerechtfertigte Arbeitsversäumnis auch nur einen Tag dauert. Los Angeles fostete 272 000 Mart. Nr. 46 Um gleich einmal der Behauptung entgegenzutreten, als seien erhebliche Mittel verschwendet" oder„, notleidenden Ar beitslosen in der Heimat entzogen" worden, mögen zunächst die Abrechnungs- Ziffern mitgeteilt sein. Danach hat die Expedition nach Los- Angeles rund 272 000 Mark gelostet, wovon, wenn man die einzelnen Ausgabeposten genauer ansieht, etwa zwei Drittel der Gesamtsumme der deutschen Wirtschaft zugute gekommen, also nicht ins Ausland geflossen sind. Und wer hat die Mittel aufgebracht? Die geringste Summe hat das Reich beigesteuert, also die öffentliche Hand, die allein hätte entscheiden können, ob diese Summe besser für Wohlfahrts zwede oder für die Entsendung einer deutschen Mannschaft zu den Olympischen Spielen hätte verwendet werden sollen. Die deutschen Turn- und Sportverbände haben selbst rund 95 000 Der russische Kampf um die Ernte. Moskau. Aus allen Teilen Sowjetrußlands kommen Klagen über große Schwierigkeiten bei der Getreideablieferung aus den Kollektivwirtschaften. Die Bauern versuchen dort mit allen möglichen Mitteln die Ernte für sich zurückzubehalten ,,, nur um dem Staate nichts zu geben", wie die„ Prawda" klagt. Jm Nordkaukasus soll jetzt eine Generalreinigung unter den Parbeimitgliedern erfolgen, die nicht begriffen haben, daß die Bewachung der Kollektivernten der springende Punkt in der sozialistischen Erziehung der Kollektivisten sei". Gemeint ist natürlich die Sicherung der Ernte für den Staat. Sypotheken, Darlehen, Baugelder Riesenunterschlagungen bei der russischen Post. Neue Bücher. Bezugs Redaktionsja endung nid 44.0 8 Am Don von Hindenb lat Kaas ju Der Rei jefretär im Staatsjetret Man er redung zwijd ,, Handbuch für Steuerpflichtige". Verlag für Wirtschaft und Verkehr, Forkel& Co., Stutt gart, Pfizerstraße 20, und Wien 1. Umfang 1100 Seiten im Format Din A 5( 21/ 14,8 3tm.). Ganzleinenband mit neuar tiger Loseblattmechanit, die leichtes Einschalten von Zusatz blättern ermöglicht. Umtauschpreis für Besitzer älterer Steuer werke statt 26 RM. nur 18 RM. Es ist zu begrüßen, daß sich der rührige Forkelverlag zur Herausgabe der vorliegenden völli gen Neubearbeitung seines bereits in 15 000 Exemplaren erschie nenen ,, Rechtstaschenbuches für Steuerpflichtige" entschloß. Durch die Flut der Notverordnungen sind ja alle Steuerwerke in für zester Zeit veraltet und durch Nachträge kaum noch brauchbar zu ergänzen. Mit dem vorliegenden Handbuch erhält der Steu erpflichtige wieder einen zuverlässigen Wegweiser durch den un endlichen Steuerwirrwarr. Die knappe und trotzdem brauchbare Bearbeitung des ganzen ungeheuren Stoffes auf nur 1100 Sei ten kann ohne Uebertreibung als Spitzenleistung fachlicher Dar stellungskunst bezeichnet werden. Besonders wertvoll ist die ge naue Auswertung der Rechtssprechung und Erlaßpraxis mit Quellenangaben. Gerade diese Unterlagen sind für den Steuer pflichtigen unentbehrlich, wenn er bei den Finanzämtern seine Rechte durchsetzen will. Auch die äußere Form des Werkes ist ganz auf den täglichen Gebrauch und das rasche Nachschlagen zugeschnitten. Die Bezieher erwerben außerdem Anspruch auf die Benutzung eines schriftlichen Beratungsdienstes, wenn sie eine Zweifelsfrage mit Hilfe des Buches nicht selbst lösen Bönnen. Moskau. Ein Sonderuntersuchungsausschuß des Hauptvollzugsausschusses hat eine Riesenunterschlagung bei der russischen Post aufgedeckt. Es wurde festgestellt, daß nicht weniger als 7 Millionen Rubel, die in der ersten Hälfte dieses Jahres auf verschiedenen Postanstalten zur Ueberweisung eingezahlt worden waren, an ihren Bestimmungsorten nicht zur Auszahlung ge= langt sind. wenden Sie sich zweds fostenlos. Auskunft an Hermann Schmidt Offenbach a. M. Bernarduraße 12 Sportneuigkeiten hartnäckiger Husten, Luftröhrenkatarrh, Lungenverschleimung, Bronchialfatarrh, Asthma, Werkzeuge aller Art etc. behebt u.lindert selbst in veralteten Fällen Werkzeugliste gratis. Dellheims Brust und Lungentee Westfalia Werkzeugcompany, Preis M 1.50 In allen Apotheken erhältlich, bestimmt: Pelikan- Apotheke. der schleimlösende Hagen i. W. 64. Die Fußball- Weltmeisterschaft 1934 wird bekanntlich von Italien durchgeführt. Ob Deutschland teilnimmt, ist noch nicht endgültig entschieden. Die Ausscheidungsspiele sollen bereits 1933 stattfinden, und zwar in Florenz, Genua, Mailand, Padua, Rom, Turin und Triest. Der Studenten- Fußballänderkampf Deutschland Italien soll am 8. Dezember auf Sizilien, in Cassania, vor sich gehen, nachdem die Italiener erklärt haben, einen norditalienischen Ort aus technischen Gründen nicht wählen zu können. Wegen Geldverlegenheit KÜNSTLICHE AUGEN Neues herrsch. Schlafertigen wir naturgetreu f. u. Patient, imm., Eiche m. Nußb. F. Ad. Müller- Söhne, Wiesbaden pol.fompl.nur 245 Mt. nGießen, Universitäts- Augenklinik, auch m.Rahm. u. Matr. Friedrichstr. 18, v. 24.- 26. Nov. 1932. Zimmer, Frankfurt- M. Hanauerlandstr. 44. Der DRA hat die Reichsregierung gebeten, die tägliche Turnstunde in den Schulen einzuführen und ein Turn- und Sportpflicht- Gesetz für die schulentlassene Jugend bis zur Volljährigkeit zu erlassen. Verlangt beim Einkauf nur deutsche Waren! - Emilio Die Braut des Korjaren. Abenteuerroman von Salgari, 302 S., Ganzleinen geb. 3,90 RM., Phönir- Verlag Carl Siwinna, Berlin SW 11. Dieser Seeroman weiß in ungemein fesselnder Weise von dem Ringen zweier Halbbrüder um die von beiden geliebte Frau, die nach der Festung Boston entführt worden war, von der Treue des Obermaats ,, Vater Goliath", der soinen Kapitän unter Einsatz des eigenen Lebens in letzter Minute aus den Händen des Henkers befreit, von den verwegenen Kreuzfahrten des Korsarenschiffes., Storpion", pon friegerischen Taten zu Wasser und zu Lande und der schließlichen Einnahme von Boston zu erzählen Zum Weihnachtsbüchertisch. Einen reichhaltigen Weih nachtsbüchertisch bereit auch in diesem Jahre wiederum der Volksverband der Bücherfreunde. Die besten Autoren von Ruf und Rang sind hier mit Werfen vertreten. Namen wie Tho mas Mann, Federer, Ganghofer, Löns, Michaelis, Molo Voj u. a. m. repräsentieren das literarische Niveau des VdB. Das neueste Buchverzeichnis des Volksverbandes der Bücherfreunde wird jedem kostenlos und unverbindlich von Berlin- Charlot tenburg 2, Berliner Straße 42-43 zugeschickt. men mit dem aud hier jed Rabinetts, d Schweden Japan, via Sibirien. Nordenskiöld, der kühne Arktis- Forscher, war der Erste, der zu Schiff die Nordost- Passage bezwang. Die neue ,, Woche" erzählt zu seinem 100. Geburtstag von den großen Abenteuern seines Lebens und veröffentlicht Bilder von seinen Ruhmestagen. Es ist z berg gelomm die bestehend bejeitigen. Das Re Reichstag a bat. Die er ituierung Don dem na Dent geleitet Der Kampf um den Berg des Schreckens". Noch sind die höchsten Gipfel unserer Erde, die 13 Achttausender der Himalaja und des Karatorum, unbezwungen. Trotz aller Not der Zeit war es doch möglich, im April 1932 in Deutschland gemeinsam mit Amerika eine Expedition nach dem Himalaja auszusenden. Ihr Ziel war die Bezwingung des ,, Berges des Schreckens", des 8120 Meter hohen Nanga Parbat. Von den übermenschlichen Anstrengungen und Gefahren berichtet der Führer der Expedi tion, der Münchner Willy Merkl, im neuen Heft der Mün ner Jllustrierten Presse"( Nummer 47). Modische Einfälle. Modeschöpfungen en miniature, Kleinig keiten für Tag und Abend zeigt das neue Heft der ,, Garten laube". Berantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Das von vielen Vereins- und Verbands- Rechnern als ganz vorzüglich beurteilte Universal- Verbands- und Vereinskassebuch- von mir ausgearbeitet wird in jeder gewünschten Stärke geliefert. Die Anschaffung für das kommende Jahr ist jetzt zu empfehlen. Der Rechner weiß zu jeder Minute, was er eingenommen hat an Mitgliedsbeiträgen, Eintrittsgeldern, von Veranstaltungen usw. usw. und was er ausgegeben hat für Bundes- und Verbandsbeiträge, für allgemeine Verwaltung, für Reisespesen, für sonstige Vergütungen, für Veranstaltungen, für Anschaffungen, Reparaturen, für Unterstützungen, Steuern usw. usw. Am Jahresschluß genügt der Abschlußstrich, die einzelnen Spalten zusammengezählt, die Endzahlen der Ausgabespalten von denen der Einnahmespalten oder umgekehrt abgezogen. Das ist eine Arbeit von nur wenigen Minuten und der Rechner ist allen mühseligen und zeitraubenden Sonderaufstellungen enthoben. Geschäftsbücherverlag Albin Klein, Gießen, Südanlage 21 Der Pr eine Klage jeffungsitrei leiten. Der S neuen Land fratischen deutichnation Am Mi durch den 9 tanzlei ju fo jchienen flei Niederruje Die Polizei Bei ein ches Berte ein in der getroffen u Jm M jen 304 pol lichen Feftit die Angreife in 21 Fälle Gruppen. jeilich nicht Zeit bei did einem Poliz Berjonen. Das Pro die Frage de konferenz ber noch teinen machen. Der Bö Serichterstat In dem preußischen Bracht auf nachricht zur wurde von eidung gef Klägers laut Im Bot munijten Bi Berurteilten lombet, der Angelegenhei Bei den Brozele gege deutiche Ber der schriftlich des Deutsche werden. 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