Nr. 10 er große Mads fungierte währen Roborte hatte an mehrere zum Stab teroffizieren. Die nung geteilt: 3 dann die des Tri er Zenturie. Dar befehlende Tribun njenigen des Rom rennt waren. Jede Verillarius", d. h. Gießener Zeitung Erscheint Samstags. ( Gießener Tageblatt) Fahnen hatte. Debattionsschluß früh 8 Uhr. Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. - Für Aufbewahrung oder Rüder ein kleines Herr dung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. feiner Verfügung, eine Art Priester, tte, ben. Jahrg. ußte. Der letztere wehr waren ferner zwar für jede Ko er Zeit organisiert Feuersbrünste der so mehr, als aud uf der Höhe waren. Bolitische Rundschau. Der Reichspräsident empfing am Mittwoch den Arbeitsausouß der vereinigten Hindenburg- Ausschüsse. Das Reichskabinett setzte am Freitagnachmittag seine Arbeiten an den zur Debatte stehenden Steuerfragen fort. Wäh= Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 19. März 1932 durch die Bestimmung, daß die Hauspropaganda während des Osterfriedens nicht gestattet ist. Ferner ist eine Verordnung erschienen, in der bestimmt wird, daß in Zukunft auch die in Häusern verbreiteten Flugblätter der Polizei vorgelegt werden müssen. Die Zusammenziehung der GA. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lofal 12 Pfg., die 90 mm brette Reflame- Petitzeile 96 Pfg. PlatzBei Wiederholung Rabatt. vorschriften ohne Verbindlichkeit Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 11 Sus Minervam! Sus Minervam! Das ist eine sprichwörtliche lateinische Redensart, die schon zu Ciceros Zeiten in Umlauf war, und zwar eine recht drastische. Vollständig lautet sie: ,, Sus Minervam docet!", d. h. die Sau schulmeistert die Minerva. Minerva war bekanntlich die Göttin der Klugheit und der Vernunft, Eigenund die Besprechungen über die Senkung der Biersteuer end dem Reichsinnenministerium vorher gemeldet. schaften, die gerade dem sonst recht nützlichen Borstentier nicht giltig zum Abschluß gebracht werden konnten, standen am Freitag noch die Fragen der Realsteuern, der Kraftfahrsteuer usw. ar Beratung. Donnerstag sgabe, 465 S. Her Jugendherbergen, Jm„ Bölkischen Beobachter" verlangt am . Preis 90 Pig. Rechtsanwalt Frank Il- München, M. d. R. und Mitglied des Richtungen jedes Reichswahlprüfungsgerichtes, für den kommenden zweiten WahlSt frühzeitig erschie schon bei den Vor Hand nehmen fön ttern des schmuden wahl, die sich hier gen innerhalb der n. Besondere Netz es und weisen zu Im Textteil findet Wissenswertes für n unseren Jugend 4 Millionen. Alle en das Reichs- Her den neuesten Fahr o die Mittel tnap 1 den Wunsch nad Cage ganz besonders gerade heute über Heubaues große Un n3wed haben, v dem Märzhejt s Schöne Seim. ie etwa dem Nor aue Baukosten- Auf ein Haus bekomme Sutert. Gleichzeitig dieser schönen und des Heft loftet zu in A.-G., München. de kristallisieren fich Dielen Modellen die ählen, ist schwierig. ysler A.-G., Berlin gutgeleiteten Haus erden", das zweite: ". Wie das gemacht Sand vieler schmad gang zur Reichspräsidentenwahl paritätische Behandlung des Rundfunks. In einer längeren Unterredung zwischen Ministerialdirektor Soffe und Tardieu ergab sich, daß die deutsch- französischen Gegente bezüglich des Donauplanes fortbestehen. In Genf tagte vorgestern die Sonderkommission der außer ordentlichen Vollversammlung unter Hinzuziehung des chineschen Delegierten Yen und des japanischen Delegierten Sato, in der über die Basis, auf die Waffenstillstandsverhandlungen in Schanghai bisher geführt worden sind und weiter vor sich gehen sollten, diskutiert wurde. Der deutschnationale Parteivorstand ist für Samstag, den 2 April, nach Berlin einberufen worden, um den Wahlkampf in Berlin vorzubereiten. Am 1. April tritt die Reichstags= fraktion der DNVP. zu dem gleichen Zwed zusammen. Die Sozialdemokratische Partei hat den Parteiausschuß zu Dienstag, den 22, 3. nach Berlin einberufen. Amtlich wird berichtet, daß der verlegte deutsche Botschafts: rat in Mostau, von Twardowski, aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Im Stlaret- Prozeß wurde am Freitagvormittag der Leiter der Hauptprüfungsstelle des Magistrats, Obermagistratsrat Dr. Brandes, über die am 10. September 1929 durchgeführte Revifion der Girofasse 1 der Stadtbant als Zeuge gehört, die schliehlich zur völligen Aufdeckung des Stlaret- Standals führte. fie jetzt vier Blut und AB- spielt bei in der gerichtlichen eichen Prozessen der g von entscheidender Prozeß gegen Prof ruppe A". Er be indner Jllustrierten. reibens in der ,, Woche" gemeinsam brachte über 10 000 neue Woche" bringt ger. Clein in Gießen SACHE SSEN als Keller, gegr. 1788 Die Belgische Kammer nahm in der Donnerstagssigung tinen Gejegesantrag an, der eine 15prozentige Erhöhung einer Reihe von Zöllen vorsicht. Das Direktorium der Bank von England hat eine Herabjezung des Diskontsages auf 3 v. H. beschlossen. über den Bei den englisch- französischen Verhandlungen französischen Donaubundplan ist es in wesentlichen Punkten zu cimer Einigung gekommen. Das amtliche Ergebnis des ersten Wahlganges zur Reichspräsidentenwahl. Der Reichsinnenminister Dr. Groener veröffentlicht u. a. folgende Erklärung über die Aktion bei der NSDAP.: Es ist zutreffend, daß Herr Roehm einige Tage vor den Wahlen mir als Reichsinnenminister hat melden lassen, daß er beabsichtige, für den Wahltag die SA. in ihren Unterkunftsräumen geschlossen zusammenzuhalten, um allen Zusammenstößen auf der Straße vorzubeugen. Gegen diese Maßnahme bestanden beim Reichsministerium des Innern feine Bedenken, besonders auch deshalb, weil dadurch die Verantwortlichkeit der obersten SA- Leitung für alle etwaigen Vorkommnisse klar festgestellt war. Der ruhige Verlauf des Wahltages hat der Auffassung des Reichsinnenministeriums recht gegeben. Alarmbereitschaft der„ Eisernen Front" am 13. März. Die„ Nachtausgabe" meldet: Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, sind auch die Anhänger der Eisernen Front bei der Reichspräsidentenwahl während der Nächte vom Sonnabend zum Montag in erhöhter Alarmbereitschaft gehalten worden. An verschiedenen Stellen der Reichshauptstadt und anderswo waren starke Abteilungen des Reichsbanners untergebracht, die sich telephonisch verständigten, um gegebenenfalls eingreifen zu können. Wie wir weiter erfahren, hatte die Regierung auch davon Kenntnis. Zur Feststellung des Ergebnisses des ersten Wahlganges der Reichspräsidentenwahl versammelte sich am Freitagvormittag der Reichswahlausschuß, dem je ein Vertreter der sechs stärksten Parteien des Reichstages angehören, unter Vorsitz von Geheimrat Meisinger. Der Reichswahlleiter gab bekannt, daß aus sämtlichen Wahlkreisen Meldungen über das vorläufige Ergebnis und nur aus dem Wahlkreis 7 Breslau die endgültigen Ziffern vorliegen. Hiernach sind abgegeben worden: 2 558 939 Stimmen 6,8 v. S. 18 654 690 Stimmen 49,6 v. 5. 30,1 v. H. 13,2 v. 5. 0,3 v. 5. 0,0 v. 5. Für Duesterberg Für von Hindenburg Für Hitler Für Thälmann Für Winter Zersplittert find 11 341 360 Stimmen 4 982 939 Stimmen 111 486 Stimmen 8 622 Stimmen - Na also! Nun wird der Lärm des Herrn Severing gegen die Nationalsozialisten noch unverständlicher. Sabotageatte an Sicherheitseinrichtungen in den Auf den Anwärter mit der höchsten Stimmenzahl von Hindenburg sind mithin 49,6 v. H. der gesamten abgegebenen gültigen Stimmen entfallen. Da nach den Erfahrungen bei früheren Wahlen fehlerhafte Zusammenrechnungen und Eintra= gungsfehler der Kreiswahlleiter das Gesamtergebnis nur unwesentlich beeinträchtigen können, stellt der Reichswahlausschuß entsprechend§ 147 der Reichsstimmverordnung fest, daß bei der Wahl des Reichspräsidenten vom 13. März 1932 unzweifelhaft teiner der Anwärter mehr als die Hälfte aller gültigen Stimmen erhalten hat, und daß Bedenken gegen die Gültigkeit der Wahl nicht bestehen. Gruben. Es wird uns aus dem Ruhrgebiet geschrieben: in mehreren Im Ruhrgebiet sind in letzter Zeit wieder Fällen Sabotagealte an den Betriebseinrichtungen des Bergbaus festgestellt worden. Man sollte es kaum für möglich halten, daß es verbrecherische Elemente gibt, die in ihrem Fanatismus so weit gehen, sogar böswillig Zerstörungen an Einrichtungen vorzunehmen, die der Sicherheit des Betriebes und dem Schutze der Belegschaften dienen. Verbandsstoffe und andere Materialien, die für den Fall eines Unglüds bereit liegen müssen, sind schon häufig gestohlen worden. im Uebermaẞ verliehen sind. Drum nennt ja auch der Schwabe etwas besonders Dummes ,, saudumm". Man gebrauchte jene Redewendung in Rom, wenn ein Einfaltspinsel einem flugen Manne, oder wenn ein Mensch, der von der Sache keine Ahnung hatte, einem erfahrenen Sachkundigen in der Pose des überlegenen Besserwissers gegenübertrat. Dann bekam er seine verdiente Dusche: ,, Sus Minervam!" Höflich flingt das nun gerade nicht, aber es gibt wohl auch nichts, was selbst ruhige Leute so aus der Haut bringen kann, als wenn Unwissenheit und Halbwissertum sich mausig machen und sich über erprobtes Wissen und Können erheben. Und wie häufig geschieht das! Sus Minervam! Wie mancher Kritik an der Privatwirtschaft, wie mancher Angriff auf die Unternehmer verdient diese derbe Kennzeichnung. Was einem da an groben Mißverständnissen, inneren Widersprüchen und dreisten Verdrehungen begegnet und wie sich da oft krasse Unwissenheit und Schimmerlosigkeit aufs hohe Roß setzt, das ist schier unglaublich. Es scheint ja namentlich in Gewerkschaftskreisen direkt zu einer Art von ,, Gewohnheitsrecht" geworden zu sein, auf die Privatwirtschaft zu schimpfen und die Unternehmer nach allen Regeln zu schulmeistern und zu schurigeln. In einem Lande, wo niemand ohne Berechtigungsschein auch nur einen Schlot fegen darf, bedarf es feines Befähigungsnachweises, um über die Wirtschaft zu Gericht zu sitzen, ihr großspurig Unfähigkeit und Versagen vorzuwerfen und sie für alles und jedes verantwort lich zu machen. Nach einer Mitteilung der Verwaltung von 3 e che ,, Westfalen" in Ahlen sind dort in den letzten drei Monaten drei Grubentelephone, von denen zwei zur besonderen Sicherung vor Steinfall in eisernen Kästen untergebracht waren und ein Kabelverteilungskasten der Telephonanlage böswillig beschädigt und unbrauchbar gemacht worden. Auf die Ermittlung der Täter ist eine Belohnung ausgesetzt worden. Auf der Zeche ,, Vitto= ria Mathias" ist es politischen Hezern gelungen, die Belegschaften zweier Rutschenbetriebe zu passiver Resistenz und zur Verübung von Sabotageatten zu veranlassen. So wurden an den Rutschenmotoren die Schrauben heimlich gelöst oder entfernt und in die Preßluftzuleitungen der Rutschenmotore Kohlenklein geworfen. Auch an den Abbauhämmern wurden Beschädigungen vorgenommen, so daß sie bei Beginn der Arbeit unbrauchbar waren. Auf der Zeche, Friedrich Ernestine" in Essen wurde kürzlich ein eiserner Tedel( kleiner Förder= wagen) von der Rasenhängebant in den Schacht geworfen. Der Anschlag zeugt von um so gemeinerer Gesinnung als es die Täter wissen mußten, daß Schachthauer im Schacht an der Arbeit waren, von denen einer nur wie durch ein Wunder mit dem Leben davongekommen ist, da die den Korbdeckel durchschlagenden Eisenteile ihn nicht getroffen haben. Die Verhandlungen des Reichswahlausschusses zogen sich eine Stunde lang hin, da insbesondere von den Vertretern der Sozialdemokratie und des Zentrums immer wieder Bedenken vorgebracht wurden, ob nicht doch etwa bei Vorliegen der endgültigen Stimmzettel eine absolute Mehrheit für von HindenBurg noch festgestellt und ein zweiter Wahlgang dadurch unnötig gemacht werden würde. Der Reichswahlleiter hielt nach allen bisherigen Erfahrungen eine solche Möglichkeit für ausge= Fhlossen. Die Verordnung über den Osterfrieden erschienen. Die Verordnung über den Osterfrieden vom Palmsonntag bis zum Weißen Sonntag ist am gestrigen Freitag im Reichsgesetzblatt erschienen. Die Verordnung enthält dieselben BeStimmungen( auch was die Strafen anbetrifft), wie die Verordnung über den Weihnachtsfrieden. Verschärft ist sie lediglich FRANKREICH 2800 Flugzeuge Kriegsstärke 45Millionen Fast die ganze französische Grenze ist Friedensstärke 612000 Mann mit Forts dieser Art befestigt. 6300 Geschutze the the M 3500 Tanks Starke Grenzbefestigung ( Schnitt) Sicherheit bedrohte französisch Die Keine Grenzbe e Tanks u Fluo Keine 100000e 288 C DED DEUTSCHLAND Jawohl, für alles und jedes! Selbst für den Porzellan, den die unberufenen Kritiker selbst zerschlagen haben. Gestern noch warf man der Industrie Rückständigkeit vor und nötigte sie eingestandenermaßen durch Lohndrud zu immer weiteren Rationalisierungsmaßnahmen, rühmte sich sogar laut, dadurch die Leistungsfähigkeit der Industrie auf die höchste Höhe gebracht zu haben heute schimpft man mordsmäßig darüber, daß diese verdammte Rationalisierung die Arbeitslosigkeit vermehrt habe, und zetert über Ueberkapazität und Fehlinvestitionen der Industrie. Hott und hüh und hüh und hott! Auf die Gründe tommt's schließlich überhaupt nicht mehr an, das Kritisieren und Ankläffen ist zum Selbstzwed geworden. Kübelweise wird die Wirtschaft nun seit dreizehn Jahren mit boshaftem Unsinn und albernen Schlagworten übergossen von Leuten, die von der Leitung eines Geschäftsbetriebes so wenig Ahnung haben, wie die Kuh vom Flötenspiel. Sus Minervam! man Es ist ein widerwärtiges Schauspiel dieses gehässige Herunterreißen von Wirtschaft und Unternehmertum, dem tagein, tagaus in Versammlungsberichten und in den Spalten der Gewerkschaftspresse begegnet. Das Anstößige ist nicht nur die Albernheit und die Ueberheblichkeit dieser fritiflosen Kritiken, sondern auch ihre empörende Ungerechtigkeit und ihre nationale Schädlichkeit. Dauernd sitt ein für die Nation lebenswichtiger Stand auf der Anklagebant, auf den Schwierigfeiten über Schwierigkeiten von nie gekanntem Ausmaß einstürmen und der sein Letztes an geistiger Spanntraft und an Arbeitsfreude hergeben muß, um sie zu meistern. Und das wohlgemerkt, im Interesse des Volksganzen! Denn mit jedem Zusammenbruch eines Betriebes vermindert sich das Volksvermögen, wächst die Verarmung, steigt die Arbeitslosigkeit. Auf den Straßenbahnen ist es dem Publikum mit Recht verboten, den Wagenführer anzusprechen und im Dienst zu stören, bamit Die nicht die Fahrgäste durch Versehen gefährdet werden. Unternehmer aber, an deren wirtschaftlicher Existenz diejenige von so vielen Arbeitnehmern hängt und die schon sowieso von einem Uebermaß von Sorgen erdrückt werden, darf jeder zungenfertige Demagoge mit den lächerlichsten Anschuldigungen und Belehrungen überschütten, ihnen dadurch das Dasein noch schwe= rer machen und den letzten Rest von Arbeitslust und Entschlußfraft verderben. Ist das nicht wirklich„ saudumm"? Minervam! nehmer Sus Das Tollste aber ist, daß hier die Rollen geradezu vertauscht sind. Nicht die Angeklagten gehören auf die Anklagebant, sondern die anmaßenden Ankläger, die zugleich auch Richter sein wollen. Im Zeitalter der Massendemokratie stehen die Unternehmer nahezu einflußlos da. Staat und Gesetzgebung werden in stärkstem Maße von den unternehmerfeindlichen Leitern der Massenorganisationen beeinflußt. Diese und nicht die Unterhaben auch den Kurs auf dem Gewissen, den die Wirtschaftspolitik nach dem Kriege allen Warnungen und Einsprüchen der Wirtschaft zum Trog eingeschlagen hat und der jetzt mit dem von den Unternehmern immer wieder vorausgesagten vollen Zusammenbruch geendet hat. Es hat in Deutschland gegangen wie in Australien und in England: überallwo die Gewerkschaften in der Wirtschaftspolitik das Heft an sich reißen, kommt der Niedergang so sicher wie das Amen in der Kirche. Das rührt aber eben daher, daß die große Ueberzahl der Funktionäre natürlich gibt es auch wenig zahlreiche und deshalb um so rühmlichere Ausnahmen von der Tätigkeit der Samstag, den 19. März 1932. Unternehmer, ihren Sorgen und Schwierigkeiten und von ihren so unersetzlichen Funktionen in der Volkswirtschaft nur ganz nebelhafte und dazu verzerrte Vorstellungen haben. Es ist wahrhaftig fein Wunder, wenn eine Wirtschaftspolitik im Sumpf endet, die, statt von Minerva, der Göttin der Klugheit und des Wissens, von Leuten maßgebend beeinflußt wird, die der nötigen Erfahrung und Sachkunde ermangeln und alles nur unter der Froschperspektive der Agitationswirkung ansehen. Gegegenüber dem ungeheuren Schaden, der auf diesem Wege über das ganze deutsche Volf gebracht worden ist, verblassen alle in der Wirtschaft selbst vorgekommenen Fehlgriffe, mögen sie im einzelnen auch noch so sehr zu verurteilen sein. 3um großen Teil sind sie nur Folgen der falschen Wirtschaftspolitik, von ihr erst möglichst oder auch gerade zu provoziert. Jedenfalls ist es eine Niederträchtigkeit, sie dem Unternehmertum in Bausch und Bogen oder dem privatkapitalistischen Wirtschaftssystem zur Last zu legen. So ist nun die Wirtschaft seit Jahr und Tag der Abladeplag für die ebenso massenhaft wie minderwertigen Gehirnausscheidungen ehrgeiziger Dilettanten geworden. Aber wehe ihr, wenn sie sich gegen dieses Schuttabladen zur Wehr jetzt! Die rücksichtslosen Kritikaster der Wirtschaft haben nämlich verdammt empfindliche Hühneraugen und schreien schon Zeter und Mordio, wenn man nur mit dem Finger darauf hindeutet. Sie fühlen sich so sehr als die berufenen Richter, daß sie es schon als Majestätsbeleidigung empfinden, wenn die Opfer ihrer Kritik noch muden, anstatt sich demütig zu unterwerfen. Dabei verschanzen sie sich regelmäßig hinter das werktätige Volt" oder hinter ,, die deutschen Arbeiter" und versuchen noch so maẞvolle Abwehrschritte der angegriffenen Arbeitgeber mit den hohlen Schlagworten der Arbeiterfeindlichkeit" und der ,, sozialreaktionären Gesinnung" niederzufnüppeln. Es ist dasselbe Spiel, das Frankreich mit Deutschland treibt; der politisch ohnmächtige Gegner soll durch eine strupellose Propaganda nun auch noch moralisch entmannt, dadurch mundtot gemacht und so ganz und gar der Willkür der anderen Seite ausgeliefert werden. Darauf läuft es ja auch hinaus, wenn Herr Jmbusch in seiner Essener Heyrede, die in Nr. 12 der DB3. bereits ihre gebührende Abfertigung gefunden hat, den bergbaulichen Unternehmern in giftigstem Ton vorwirft, daß sie noch Geld für die Presse und für die Geltendmachung ihrer Interessen vor der öffentlichen Meinung hätten. Als echter Demagoge ruft Imbusch natürlich das ganze ,, deutsche Volk" zu Hilfe: wenn es sich das gefallen lasse, dann verdiene es, ein Stlaven volf zu sein. Er will das deutsche Volt als Meute mißbrauchen, um die Presse abzuwürgen, in der die Unternehmer noch zu Wort tommen. Dann sind sie natürlich glatt erledigt. Das weiß Herr Imbusch, der als alter Gewerkschaftspraktiker die Bedeutung der Presse und öffentlichen Meinung im Zeitalter der Massendemokratie sehr wohl tennt, ganz genau, aber eben des= halb strebt er danach. Wenn man den riesigen Presseapparat der Gewerkschaften tennt, auf den sie das Vielfache von dem verwenden, was die Unternehmer für den gleichen 3wed aufbringen können, und wenn man sieht, daß sie selbst auch heute noch nicht sich hier beschränken, um die Ersparnisse arbeitslosen Mitgliedern zugute kommen zu lassen, dann wird einem die nicht zu überbietende Unverfrorenheit dieſes Imbuschschen Vor stoßes klar. Herr Imbusch ist nicht der erste Beste. Er steht an der Epige - der christlichen Gewerkschaften da, wo früher der jetzige Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald gestanden hat. Aber welch ein Abstand zwischen diesen beiden Männern! Herr Ste= gerwald hat sich durch seine staatsmännischen Qualitäten, durch sein ehrliches Streben, dem Wohle des Ganzen zu dienen, und durch den Mut, mit dem er sachliche Gründe der Rücksicht auf die Popularität überordnet, allgemeine Hochachtung erworben. Rolli, der Stürmer. Roman von Falt Heldburg. ( 11. Fortsetzung.) ,, Geduld morgen! So sagen Sie immer, und dabei bleibt es. Aber ich will arbeiten!" ,, Heilige Mutter Gottes! Arbeiten wollen Sie? Aber nein, ich bin ganz erschroden. Sie arbeiten doch als Fußballspieler! Sie trainieren jeden Tag! Sie spielen jede Woche was wollen Sie? Sie verdienen doch mehr Geld als jeder Bankbeamte, und haben das herrlichste Leben!" Roland sah mutlos aus dem Fenster. ,, Sie wollen mich nicht verstehen. Vielleicht können Sie mich auch nicht verstehen. Sport fann für mich nur Freude und Erholung sein." ,, Liebster Freund, für Ihren Sport werden Sie doch glänzend bezahlt! Aber ich sehe schon, daß ich Sie nächstens als Arbeiter in einer Gefrierfleischfabrik unterbringen muß. Dann haben Sie Ihren Willen und ich meine Ruhe." er einen Roland ging. Es war alles zwecklos bei diesem Manne. Er schlenderte am Kai entlang. Da erblickte Dampfer, an dessen Gaffel die deutsche Fagge wehte. Er sah mit brennenden Augen hinüber. Ein Stüd Deutschland, ein Stück der Heimat... Schnell wandte er sich. Darüber, daß er einsam in dieser fremden Stadt geworden war, fonnte ihn nichts mehr forttäuschen. Er hatte seine Wohnung erreicht. Er wollte sein Zimmer aufsuchen. Barbara, der schwarze Hausgeist, stürzte ihm aufgeregt entgegen. Don Rolando", rief sie, ein Brief, ein Brief!" Wer konnte ihm schreiben? Der Brief war von Hilde Gorenflo. Acht eng beschriebene Schreibmaschinenseiten. Roland Lichti mußte sich jetzen. Dann las er, langsam, Zeile für Zeile. wissen Sie, Roland, daß Rot- Weiß und Fortuna sich vereinigt haben? Direttor Kornberg hat sich mit Dr. Kurth ausgesprochen, und dieser hat die Leitung des neuen Vereins übernommen. Der Mannschaft fehlt nichts als ein MittelStürmer. Wollen Sie diesen Posten nicht ausfüllen? Sie wären hochwillkommen. Man spricht immerfort von Ihnen. Ein Geständnis muß ich Ihnen machen: Das Telegramm, das Sie vom Bankhaus nach Paris erhielten, war von mir. Ich wollte Sie vor einer fleinen Dummheit bewahren, aber die allergrößte ist dabei herausgekommen. Auch die Welt, die den Fußball bedeutet, ist voller Rätsel." Und so ging es weiter. Ernst und Scherz in bunter Mischung, die ganze Hilde. Roland faltete die Blätter zusammen und wollte sie in seine Brieftasche legen, da fiel ein Bild aus dem Kuvert, die Photos graphie Hildes. ,, Gießener Zeitung" Herr Imbusch dagegen gehört zu den engjtirnigen gewerkschaftlichen Agitationsvirtuosen, deren Horizont nicht über die gewerkschaftlichen Agitationsbelange hinausreicht, und die nicht einmal zu begreifen vermögen, daß es den Arbeitern nicht gut gehen kann, wenn es den Unternehmern schlecht geht. Es ist kennzeichnend für die sture Einseitigkeit Imbuschs, daß er auf der Jubiläumstagung der christlichen Gewerkschaften im Oktober 1925 heftig gegen Stegerwald polemisiert hat, der zu sehr ins Politische hineingewachsen sei und die gewerkschaftliche Seite nicht stark genug vertrete. Ehrgeiz und herrschsüchtig in hohem Grad, selbst überempfindlich und dabei zügellos in der Polemik gegen andere, repräsentiert er denjenigen Typ des Gewerkschaftsfunktionärs, der sich heute allgemeiner ,, Beliebtheit" erfreut und auch bei den intelligenten Arbeitern abgewirtschaftet hat. Manche Arbeiter sind es satt geworden, sich durch Leute in Jersal und Wirral führen zu lassen, die mehr Zunge und Lunge als Stirn und Gehirn sind und die nichts anderes können, als mit dem Schlagwort- Dreschflegel dreinhauen und schwersten Flurschaden anrichten, den dann mit den Unternehmern auch der wirkliche Arbeiter bezahlen muß. Keinem urteilsfähigen Arbeiter fann auch die geistige Impotenz entgehen, die aus jeder Zeile der Jm busch'schen Rede spricht, und es wird nicht wenige Arbeiter geben, die uns zustimmen, wenn uns die anmaßende Schulmei= sterei dieser Rede den Ausruf entlodt: ,, Sus Minervam!". ( Spitama in Nr. 19 der Deutsch Bergwerks- 3tg.. ds. Js.) Lokales. Das Oster- Reinemachen steht vor der Tür! Sage niemand, daß diese Tätigkeit von feiner Bedeutung sei! Für die Hausfrau hat dieser Haufen Arbeit" sogar sehr viel zu sagen-: die Befreiung der Woh nung von allem Winterstaub, der sich in Betten, Polster, Tep piche und Gardinen eingefressen hat, die Fensterscheiben blind und die Möbel unansehnlich machte. Die Herren der Schöpfung wollen das nicht immer einsehen; denn vielen ist das Rumoren mit Eimern und Bürsten, das Klopfen, Möbeltüden, Gardinen stangen- Abnehmen usw. ein Greuel. Zum Teil, weil sie dabet Hand anlegen müssen, zum Teil, weil die Reinemache- Zeit zu den ungemütlichsten Zeiten im Hause gehört und die Gattin leicht in einen erregbaren Zustand versetzt, so daß es hier oder da ohne ein kräftiges Wortlein nicht abgeht.„ Nein, Mann, mit dir ist auch nichts los," heißt es dann vielleicht, wenn seine Herrlichkeit den Stuhl zu knapp an die Tischkante stellte und mit der flatternden Gardinenstange in den Händer rüdwärts hinunterflattert. Bedauern? Gott bewahre! Geschimpft wird noch, während ,, Er" verbissen den Staub von den Filzen und Kleidern schüttelt und sich mit den nicht gerade salonfähigen Ausruf: ,, Mach' deinen Dr... alleene!" von dem Felde seiner segensreichen Tätigkeit zurückzieht, während die Frau ihm nach schmettert:„ Mit Eich Männern is ach nischt los!" Richt ge= rade erbaulich, aber vertraulich. Daß aber auch mancher Mann manchmal so furchtbane Umstände macht, wenn et mal Der richtige Weg zur Erlangung schöner weißer Zähne unterli feitigung bes häßlich gefärbten Bahnbelages Ist folgender: Drüden Sie einen Strang Chlorobont 3ahnpaste auf die trodene Chlorodont- Zahnbürste( Spezialbürte mit gezahntem Borstenschnitt), bürsten Sie Ihr Gebiß nun nach allen Seiten, auch von unten nach oben, tauchen Sie erst feßt die Bürfte in Waffer und spülen Sie mit. Chloradont- Mundwasser unter Gurgeln gründlich nach. Der Erfolg wird Sie überraschen! Der mißfarbene Bahnbelag ist verschwunden und ein herrliches Gefühl der Frische bleibt zurüd. Süten Sie sich vor minderwertigen, billigen Nachahmungen und verlangen. Sie ausdrüdlich Chlorodont- Zahnpasta. Unter. Boririegspreise. Lange sah er das Bild an Welch föstliche Mischung von fröhlichem Kinde und wissendem Menschen war diese Hilde. Auf der Rückseite der Photographie stand zu lesen: Was du tun willst, das tue bald!" Nach kaum einer Stunde hatte Roland an Hilde Gorenflo gefabelt. - ,, Heilige Mutter Gottes! Arbeiten wollen Sie? Aber nein, ich bin ganz erschroden." Heimkehr. Die fast dreiwöchige Fahrt auf dem Hamburg- Süd- Dampfer Cap Arcona" war zu Ende. Roland Lichti wandte sich noch einmal zurüd, umfaßte mit einem Blid das Schiff, das mit rauchenden Schloten und glühenden Lichtern am Kai lag. Nun noch ein schnelles Abschiednehmen von einer fernen bunten Welt. Ein neues Leben begann. Die Heimat rief ihren Sohn. Nr. 11 mit Hand anlegen soll! Und beim Militär wurde gar nicht groß gefragt; da hieß es, seinem Feldwebel stumm gehorchen! Warum kann das im Hause nicht der Fall sein?- Doch Scher beiseite; wenn nach wütendem Klopfen der Matratzen, nach Rau schen der Wasserleitungen, Klirren der Eimer, Rumpeln der Schrubber, Hader, Mops, Staubsauger und Besen die Wohnung wieder in einen blitsauberen Zustand versekt und von allem Schmutz, allen Spinngeweben, und sonstigem Unrat gründlis befreit ist, so daß die schöne Ostersonne durch blankgeputzte Fensterscheiben und scheinbar funkelnagelneue Gardinen. lächeln fann, freut sich auch das Oberhaupt der Familie des gelungenen Werkes hausfraulicher Reinemachkunst, wenn er sich auch nach 3ornesausbrüchen seiner Ehehälfte sentimental denten mag: Mir geht's wie dem Staubsauger, allen Dr... muß ich rein fressen! * Reichspräsidentenwahl. Der Wahltag ist in unserer Stad teiner Stelle ohne Störung der Ordnung verlaufen. An brauchte die Polizei einzuschreiten. Die Wahlpropaganda trat kaum in Erscheinung. Die Wahlbeteiligung war außerordent lich stark, sie betrug 85,89 Prozent und hatte folgendes Er gebnis: Duesterberg 1057, von Hindenburg 11 76 Hitler 6825, Thälmann 1564 Stimmen. * Luftbarkeiten in der Karwoche Auf Grund der Verfü gung des Herrn Ministers des Inner vom 10. März 1924 3 Nr. M. d. J. 7792 und 19. März 1929 zu Nr. Md. J. 1237 haben am Palmsonntag, den 20. d. M. öffentliche Luftbarkeiten zu unterbleiben. Theatralische und Kintovorführungen werden nur dann zugelassen, wenn die Darbietungen ernsten oder be lehrenden Inhalts sind und der besonderen Bedeutung und Weihe dieser Tage angepakt sind. Am Karfreitag, den 25. M., sind nach wie vor öffentliche Luftbarkeiten jeder Art, aud solche mit ernstem Hintergrund, nicht erlaubt. An den übrigen Tagen der Karwoche einschließlich Ostersonntag find theatra lische Vorführungen und Konzerte aller Art, einschließlich der Begleitimusit bet Lichtspielen zulässig, wenn sie ebenfalls ern sten, belehrenden Inhalts sind und der Bedeutung und Weih dieser Tage angepast werber Oeffentliche Lanzlustbarkeiten werden für diese Tage grundfählich nicht genehmigt. Die fü die Karwoche vorgesehenen Konzertprogramme find im 1. Bo lizei- Bezli, Zimmer Rt. 5, zweds Prüfung sofort, späteens bis 18. d. M., in dappelter Ausfertigung einzureichen. * Prälat Diehl Honorarprofessor Ernannt wurde am 1 März der Prälat D. theol., Dr. jur. h. c. Dr. phil. Wilhelm Diehl zu Darmstadt zum ordentlichen Honorarprosessor an der Landesuniversität. * Bom Boltamt. Eine amtlie Verlaufssteller Boffiert zeichen ist bei Fräuletin Frieda: Jaast, Bahnhofstrafe 33, einge richtet worden. * Aus dem Stadttheater. Hente, Samstagabend, 8,15 Uhr, ift eine Sondervorstelling zuguntam der Gießener Wintermot hilfe. Ane morgigem Sonntag wird als Fremden vorstelling das Shakespeare's Trauerspiel, Romeo und Juifa" gegelen Anfang 6,30 Uhr nachmittags. * Goethe Bund. Am Vorabend des großen deutschen Ge denktages des 100. Todestages Goethes, am Montag, dem 21 März, abends 8 Uhr, spricht in der Neuen Aula in einer Goathe Gedenkstunder Ludwig Müller über Goethe- Dichtungen. Zur Verschönerung des Abends gibt der Bauersche Gesangverein einige Gesangsvorträge * Ein Ufa- Tonfilme vom Kraftwagen ,, PS" wird am Sonn tag, den 2. März, vormittags 1,15 Uhr, im Lichtspielhaus it der Bahnhofstraße gegeben, und ist für alle, die am wirtschaft Lichen Betrieb des Kraftfahrzeugs interessiert sind, sehenswer Er schritt aus, blieb aber überrascht stehen. Herr Lichti, da sind Sie ja wieder." Maria Hedemann reichte ihm lächelnd die Hand. Meche wisch führte er diese an die Lippen. Wie unwirklich war das. Was lag alles zwischen de Gestern und dem Heute! Die weiche dunkeltönende Stim streichelte ihn förmlich. Wie damals, im März. Aber je war November. „ Ich glaube, Herr Lichti, ich bin schuld an Ihrer Flucht stimmt's?" Es tam ihm vor als ob Maria mit diesem Gedanken b tettierte. So einfach war für ihn das alles nicht gewesen. ,, Es stimmt, Frau Maria Hedemann", sagte er zurü haltend. Samstag, Der tragen, ftätten ben er wagen Vi Zeit un fchied d ben jun Je mit bla aufünft lauscher De wird f wird d erfte oder de Merit doppelt Gr deutsche ihr der und be leibend Gener Elend Be iolagu neuen Lehrber Nicht a Sonner aud Gr Meniche und so bürger. Diese gr Lebrber jabigen deutich Ramer meinid Teich 3 Un Jugend Jugent Ab neuen Nur ei geroach geword burch in Räu gleichze bleje b Steben den aud be langen Lebens wird i entrati bermit Die burch wieber Also doch!" Wie schuldbewußt sentte sie den Kopf. fürchtete es, und es ließ mir feine Ruhe. Deshalb bin ich hi Wie froh war ich als ich in der Zeitung las, daß Sie an Bo der Cap Arcona" heimkehren würden." Schneller fuhr sie dann fort:„ Paris, ja, das war ei Kette von Jrrnissen und Wirrnissen: als ich von dem B schaftsrat Dr. Karsten hörte, daß Sie noch am Sonntagabe abreisen wollten Wollten?" unterbrach er sie ich mußte. Aber ich fu nicht. Ich bam zu Ihnen. Doch Sie Schweigen wir davon, lieber Herr Lichti. Ich tat Ihn Unrecht, weil ich Ihnen zu wenig vertraute. Kann ich wieder gutmachen? Glauben Sie, daß wir unser Schicksal n forrigieren fönnen?" Rolands Blide umfaßten die wundervolle Frau Ein ter Hauch ihres Parfüms umwehte ihn. War er überhaupt gewesen ein halbes Jahr? Wenn man mir vor wenigen Minuten noch", fagte Langsam ,,, auf der„ Cap Arcona" diese Frage vorgelegt ha würde ich die Antwort schnell gegeben haben. Aber jetzt Und jetzt?" drängte sie ,,, welche Antwort geben Sie jekt " Nun müssen Sie mir Zeit lassen. Man kann nicht wenigen Augenbliden das umdenken, was ein Leben, ein leben in zwei Erdteilen zur Erstarrung gebracht hat. Ich Er schwieg. Was sollte er auch sagen? " Ich bin hier mit meinem Wagen, Roland." Aus ih Worten flang etwas wie stille Resignation. Dann warf den Kopf empor; es war eine trotzige Gebärde. Sie wo sich nicht ergeben: Ist es Ihnen recht, wenn ich Sie einlo mit mir zu fahren? Ich denke, wir gebrauchen nicht viel m Zeit als mit der Bahn." Er zögerte. Und, um seine Bedenken zu zerstreuen, setzte sie hin ,, Uebrigens weiß Kornberg von meiner Fahrt." Kornberg! Er wollte sie nicht fränten, aber er würde nicht mit fahren. ,, Nun wie ist's? Selbstverständlich nehmen wir Ihr päd mit." Worte und Blide drängten und flehten. ( Schluß folgt) fchider " De Nr. Citar wurde gar ni ebel stumm gehote jein?-Doch S Matragen, nach Eimer, Rumpeln d Bejen die Wohn meriegt und von al tigem Unrat gründ e durdy blantgep neue Gardinen la Familie des gelunge wenn er fich auch timental denten m Dr... muß ich t ag ist in unserer S An feiner St Wahlpropaganda b ung war außerorde hatte folgendes( Auf Grund der Ver Dom 10. März 1924 ju Nr. M d. J. 12 fentliche Luftbarkei Hovorführungen wer ungen ernsten oder nderen Bedeutung Karfreitag, den 2 mrteilen jeder Art, a Maubt. An den übri ersonntag find the Art, einschließlich Denn sie ebenfalls e Bedeutung und e tliche Lanzlistbarkei ht genehmigt. Die gramme ind im 1. üfung sofort, späte ng einzurichen. Ernannt wurde am h. c. Dr. phil. Wil Honorarprosessor an laufsstelle ir Bots Bahnhofftrae 33, ein Samstagabend, 8,15 Gießener Win als Fremdenvorji - und Jutta" gege es großen deutschen 5, am Montag, den en Aula in einer Ge Soethe Dichtungen. Bauersche Gesange en ,, PS" wird am S Thr, im Lichtspielhe alle, die am wit eressiert sind, sehens icht stehen. et." helnd die Hand. lag alles zwischen we dunkeltönende G s, im März Aber schuld an Ihrer Flu mit diesem Gedanke s alles nicht gewefe nann", sagte er entte sie den Kopf he. Deshalb bin ic ung las, daß Sie an en." Paris, ja, das wat : als ich von dem ie noch am Sonntage ich mußte. Aber ich ie err Lidyti. Jch tat 3 aß wir unser Schidjal vertraute. Rann undervolle Frau Gin Sn. War er überhaupt Minuten nod", fag Diefe Frage vorgelegt ben haben. Aber je e Antwort geben Sie je affen, Man fann nid en, was ein Leben, ein rung gebracht hat. 34 jagen? agen, Roland." Aus efignation. Dann wa ohige Gebärde. Gie recht, wenn ich Sie ein gebrauchen nicht viel zerstreuen, setzte fie iner Fahrt." er er würde nicht m ndlich nehmen wir Jh flehten. At) Samstag, den 19. März 1932. ,, Gießener Zeitung" Nr. 11 Arbeit und Leben rufen Euch! Der Tag ist da, an dem, nach acht Jahren Schulranzentragen, eine neue Generation vor den Kontoren, WertStätten und Gutshöfen mit pochendem Herzen steht, um ben ersten Schritt aus dem Elternhaus ins Leben zu wagen. Viele wissen es schon, manche abnen es, daß die selige Beit ungebundener Kindertage vorbei ist, wenn beim Abschied die Mutter unter Tränen noch die Segenswünsche den jungen Wanderern mit auf den Weg gibt. Jeßt gilt es zum ersten Male, auf sich allein gestellt, mit blanten Augen und hellen Ohren dem Leben und dem zufünftigen Berufe alle Geheimnisse abzugucen und abzulauschen. Der alte Spruch, daß Lehrjahre teine Herrenjahre sind, wird seine Bedeutung nie verlieren. Auch euch Jungen wird der tiefere Sinn dieser Worte flar werden, wenn der erste Tadel des Meisters oder Geschäftsführers euch trifft oder der etwas überhebliche Spott der Alteren euch fränft. Merkt euch die Worte, beherzigt sie und greift dann mit doppeltem Eifer zu, denn Wollen ist Können! Greift mutig in das weitverzweigte Räderwerf des deutschen Wirtschafts- und Kulturlebens ein, dessen Träger ihr dermaleins werden sollt. Nur eine Jugend, die feft und beherzt an ihrer Hände Wert glaubt, fann unfer leidendes Volk gebrauchen, nur solch eine tatkräftige Generation fann in dieser Zeit deutschen Tiefstandes und Elends noch das Leben meistern. Darum freudig ans Wert! Glück auf! Meifter und Lebrling. Wenn die jungen Lehrlinge durch den bindenden Handschlag und mit der Mahnung zur Pflichterfüllung in ihren neuen Lebenstreis getreten sind, dann hat auch der Meister und Lehrherr eine Verantwortung und Pflicht auf sich genommen. Nicht allein jene Pflicht, seinen Schüler zu einem tüchtigen Könner in seinem Berufe zu machen, sondern darüber hinaus auch Erziehungsarbeit zu leisten, um diesen jungen, biegsamen Menschen in die Gemeinschaft seines Betriebes einzureihen und so das erste Samentorn für einen arbeitsfreudigen Staatsbürger, das heißt Gemeinschaftsmenschen, zu legen Gerade Diese große tulturelle Bedeutung, die hierdurch der Meister und Lehrherr zu erfüllen hat, wird oft über der Sorge für einen fähigen Berufskollegen vernachlässigt, und doch braucht das deutsche Volf in allen Teilen seiner Berufsstände diesen auf Kameradschaft und sozialer Verantwortung aufgebauten Gemeinschaftsgeist, um alles Individuelle und Trennende erfolg, reich zum Wohle des Staatsganzen überwinden zu tönnen Und so ergeht auch an euch, ihr Lehrer der deutschen Jugend, eine ernste Mahnung: Gliedert die schulentlassene Jugend in den Staatsförper ein! Aber noch eine zweite Sorge babi thr mit dem Eintritt der neuen Lehrlinge übernommen: die Sorge für seine Gesundheit! Nur eine gesunde Jugend ist den Anforderungen des Berufes gewachsen. Die Lebensbedingungen unserer Tage sind härter geworden. Ein großer Teil der Großstadtfinder ist in einer burch das Wohnungselend bedingten schmußigen Wohnung, in Räumen, die oft die Funktionen von Küche und Schlafraum gleichzeitig erfüllen müssen aufgewachsen Sorgi dafür, daß diese blassen Jungens und Mädels nicht nur an der Drehbant stehen und auf den Kontorschemein fißen, sondern sich auch den Wind um die Nase weben laffen und in ihrer Freizeit aus der schmußigen Enge der Städte hinaus ins Freie gelangen und nicht im Qualm schlechter Wirtshäuser thren Lebenshunger stillen. Das Schauen und Erleben der Natur wird ihnen den Sinn für deutsches Wesen und echte Kultur enträtseln und ihnen den Begriff eines festen Heimatgefühles bermitteln, dessen Früchte der Meister selbst noch ernten wird. Die Sonne wird die Jugend bräunen, Wind und Luft die durch die Arbeit der vergangenen Woche getrübten Augen wieder blant pußen und eine Jugend in die Werkstatt zurüdschicken, die gesund und froh ihre Arbeit verrichtet und die Der Werdegang des Stifts. Mob. Simmer L unser durch die Not auch seelisch verarmtes Volk einer besseren Butunft entgegenbringen fann Darum forgi, thr Metster, dafür, daß eure Schußbefohlenen, dte deutsche Jugend, auch wetterfest wird und ein neues Geschlecht gesund an Seele und Körper unter euren Händen heranwächst! Staatliche Berufshilfe für Jugendliche. Der Reichsminister des Innern hat mit den Philologen, ben Spizenverbänden der Arbeitgeber, den Alademiferverbänden und dem Hochschulverband über die Möglichkeit be raten, 20 000 Abiturienten der böheren Schulen, die Ostern 1932 zur Entlassung gefommen sind von der Universität zurückzubalten und als Lebrlinge in die Wirtschaft einzuführen Die Vernunft scheint zu siegen Schon jetzt sind nach einer Statistik der Deutschen Studentenschaft rund 120 000 Alademiker TH VIR NIG Meister, laßt eure Lehrlinge in der Freizeit wandern, so, wie es die Jungens da draußen tun! stellungslos. Bet einem jährlichen Bedarf von etwa 12 000 neuen Anwärtern würde der Zustrom Ostern 1932 von der Schulbant nach der Hochschule auf 40 000 geschäßt. Alle Warnungen der vergangenen Jahre vor akademischen Berufen waren, ohne Widerball zu finden, achtlos verflungen. Durch die Parole Freie Bahn dem Tuchtigen" und die staatliche Subventionierung der begabten Schüler war breitesten Schichten eine erfolgreiche Laufbahn und schter unbegrenzte Ausstiegsmöglichkeiten verheißen worden. Eine Abwanderung von der Voltsschule jeßte ein, die erst in diesem Jabre zum Stillstand tommen wird. So sehr die Maßnahmen der Regierung auch zu begrüßen Auch sind, so sind es doch nur verzweifelte Notmaßnahmen. bas Fernhalten der Jugend von den Universitäten gibt ihr noch teine neuen Arbeitsmöglichkeiten, weil die Lehrstellen für solch Neunzehnjährige einen ungewöhnlichen Andrang fehlen stehen noch an derselben Stelle, wo sie als Volksschüler mit vierzehn Jahren ebenfalls hätten sein fönnen! Fünf fostbare Jahre ihrer Entwicklung sind bei schwerem Geldaufwand der Eltern nußlos veistrichen. Der Besuch einer höheren Schule hat die Berufswahl nur um einige Jahre verschoben, nicht Und trotzdem aber neue Betätigungsfelder eröffnet. Wie der Werthofft diese Jugend auf Arbeit! student vor teiner Arbeit zurückscheut, mag sie auch noch so fern seinem Berufsziel liegen, so wollen diese Jungen Be schäftigung, gleichgültig welcher Art, haben. Es ist Pflicht aller, gerade diese intelligente Jugend, die die Anlagen zu wertvoller Leistung in sich trägi, in den großen Arbeitsprozeß des Volles einzuschalten und dafür zu sorgen, daß nicht neue Massen dem Müßiggang und der Straße überlassen bleiben. her- waren J г Hufftieg der Begabten. Können Eltern objektiv urteilen? Steht nicht jeder Vater, jede Mutter im Sohn alle Klugheit und Geschicklichkeit, in der Tochter alle Schönheit und Liebenswürdigkeit vereint, die ihnen, wenn sie erwachsen sein werden, das Leben zu einer glatten, mühelosen Straße ebnen sollen? Fehler und Untugenden beBiel zu eng merti man nur an den Sprößlingen der anderen ist man dem eigenen Fleisch und Blut verbunden, um zur rechten Zeit abzuschäßen, wo der Gefahrenpunti im Charafter des Kindes liegt oder der Mangel in seiner geistigen Anlage. Dieses optimistische Vertrauen, das junge Menschenfind werde fich durchsetzen, isi sympathisch und in Krisenzeiten zweifellos erfrischend Doch woher, wenn jeder Vater berechtigt ist, an die himmelblaue Zufunft seiner Kinder zu glauben, so viel Und Mittelmäßigkeit, so viele Enigletste und Enttäuschte? es sind doch die Vorurteile überwunden, die einstmals der Entwicklung aufstrebender junger Leute entgegenstanden, vor allem die Standesurteile! Aufstieg der Begabten" ein Schlagwort gleich vielen Schlagworten, die heute umgehen. Gewiß, grundfäßlich ist jeder, der sich als befähigt, tüchtig und sittlich einwandfrei erweist, berufen Reichspräsident zu werden. Doch in der Praxis ist das etwas schwieriger als in der Theorie. Um sich selbst ein Ziel setzen zu fönnen, um ein Bild von der Welt zu gewinnen, in der man seine Kräfte erproben will, muß man Wissen erwerben Es braucht fein Schulwissen zu sein; aber trgendeine Vorbildung oder Fachbildung ist unerläßlich, auch wo der Aufstieg nicht von Gramina und abgestempelten Papieren abhängt Jede Ausbildung foſtet Geld. Und wenn, wie so häufig, der Glaube an die besondere geistige Begabung ein holder Wahn war, dann ist es doppelt nötig, daß ein praktischer Beruf gründlich erlerni wird, oder daß ein Fond da ist, um dem Sohn, der Tochter, welche die Eltern gern in etwas gebobener Stellung fehen möchten, ein fleines Geschäft, eine fleine Landwirtschaft, eine fleine Wertstatt einzurichten Wer will erfennen, wenn das Kind rund und rosig in seinem Bettchen liegt, ob es von selber seinen Weg machen oder ob die Eltern schüßen und nachhelfen müssen? Sol man alles der Vorsehung oder dem Zufall überlassen? Es tönnte geschehen, daß man dadurch plöblich vor unerwartet große Ausgaben gestellt wird, wie sie beute sich nur wenige leisten fönnen Sicherer handelt, wer für alle Fälle vorsorgt und dies mit Nicht alle Er. möglichst geringem Aufwand von Geld tut zieher wissen, daß ein Kind von seinem ersten Lebenstage an in eine Berufs oder Aussteuerversicherung eingekauft werden fann. Die Opfer sind tragbar: monatliche Prämien, wie sie ein junger Vater im Vollerwerb von seinem Einkommen ab Es wird zweigen tann, so häuft sich langsam ein Kapital dem Kinde bei seinem 18 oder 21 Lebensjahr ausgezahlt, je nachdem der Vertragsschluß es bestimmte- also zu einer Zeit, in der die Herangewachsenen sich selbständig für einen Beruf entscheiden. Alademisches Studium, Handels- oder Technische Hochschule, Aufenthalt im Auslande zur Erlernung von Sprachen, Eintritt in eine Firma, wozu eine Geschäftseinlage erforderlich ist, Erwerb eines Stückchen Gartenlands oder einer Aussteuer: der Möglichkeiten sind so viele, für welche auffeimende Neigung sich entscheiden fann Auf teden Fall ist ein Sprungbrett bda. Auch das Hetratsgut für die Tochter ist nicht zu unterschäßen Liebesbeiraten ohne gefestigte Basis tommen nur noch in Romanen vor Und es gibi immer noch Mädchen, welche die Aufgaben der Gattin und Mutter den meist unpersönlicheren Pflichten eines Berufes vorzteben, selbst dem funstgewerblichen Atelier, dem Modesalon, dem Doftorhut Auch für die häuslichen und mütterlichen Aufgaben finden wir Mittelmäßig und Hochbegabte Wie würde der Lebensnerv dieser Hochbegabten berfümmern, wenn ihre seelischen Anlagen nicht zur Entfaltung gelangen lönnten, weil ohne Aussteuer das ersehnte Heim fich nicht begründen läßt Manch junge Elternpaare denten zwar solche Gedanken durch; doch sie scheuen sich, eine Versicherung für ihre Kinder abzuschließen, in der Furcht, daß sie mit ihren Prämienzahlungen nicht durchhalten tönnen. Zu dieser Energie müssen fie sich allerdings verpflichten. Dafür wird ihnen auch die Berubigung, daß, falls der Tod ihre Absichten durchfreuzt, die Versicherungsanstalt dennoch zur verabredeten Frist das vereinbarte Rapital dem Kinde bereithält. So blüht noch aus dem Tode Leben und Aufstieg. Merke, mein Sohn: ཡོངས་ Die Händ' and Wert, die Herzen Himmelan, So wird allein ein gutes Wert getan. J11 Jupo 913 Der Jüngling aus der Fremde. Das tägliche Einholen zum Frühstad. Bericht über sein Erlebnis im Geschäft. Ein Jahr bei der Firma und der neue Stift. Nr. 11 Samstag, den 19. März 1932. Der Hauptmann von Köpenic am 16. Oftober 1906 führte vor einem Vierteljahrhundert seinen zweifellos originellen, aber auch unlauteren, feineswegs zur Nachahmung empfohlenen Streich aus. Dieses Schelmen stüd wurde von aller Welt belacht. Ein so gar nicht imponierender, vom Leben arg mitgenommener Schuster ,, verkohlt" mit staunenswertem Erfolge die hohe Obrigkeit! Stedt sich hinters zweifarbige Tuch, holt sich ein paar Soldaten und rückt mit ihnen aufs Rathaus! Ein Stüdchen Narretei, das einem Don Quixote Ehre gemacht haben würde, obwohl der sagenhafte ,, Ritter von der traurigen Gestalt" viel edlere Ziele verfolgte. Seit dem so ungewöhnlichen Unternehmen des falschen Hauptmanns haben zahlreiche Leute versucht, ihn zu kopieren. Feinste Damen hielten es seinerzeit nicht unter ihrer Würde, dem Schuster Voigt, wo er sich blicken ließ, ihr sonst so wählerisches Händchen entgegenzustreden. Er starb 1912. Jetzt schreitet seine Figur über die Bretter, welche die Welt bedeuten... und auch in unserem Stadttheater wurde das Theaterstück von Karl 3udmayer bei stets ausverkauftem Haus gespielt und erzielte einen selten guten Erfolg. Aus Rab und Fern. Bad Nauheim. Eine Radfahrerin aus Ober- Mörlen wurde auf der Frankfurter Landstraße bei Schwalheim von einem Motorradfahrer von hinten angefahren und verlegt. Der rüdsichtslose Kraftradler fuhr davon, ohne sich um die Verletzte zu fümmern. Wieder ein tatholisches Kloster in Oberhessen. Die Rentkammer des Fürsten von Isenburg- Büdingen soll, wie man hört, die Absicht haben, das Hofgut Marienborn an einen aus Spanien vertriebenen Mönchsorden zu verkaufen. Jm Mittelalter war Marienborn ein Kloster der Zisterzienserinnen, bis es nach Einführung der Reformation durch den Grafen Reinhard von Jsenburg aufgehoben wurde. Während des Aufenthalts des Grafen Zinzendorf in den Büdinger Landen war es Knabenanstalt und theologisches Seminar der Herrnhuter Brädergemeinde. Obwohl davon die Rede ist, daß die Verkaufsverhandlungen dem Abschluß nahe seien, muß start bezweifelt werden, daß einem katholischen und dazu ausländischen Orden die Niederlassung in einer rein evangelischen Gegend ermöglicht wird. Auch vom volkswirtschaftlichen Standpunkt aus wäre es zu bedauern, wenn das mehrere hundert Morgen große Gut in den Besitz der„ Toten Hand" käme, statt den umliegenden Ortschaften übereignet zu werden. MEYERS KLEINES LEXIKON 8. Auflage 1931/32 3- BANDE In Aufbau, Text und Bildausstattung nach gänzlich neuen Gesichtspunkten bearbeitet, durchaus auf die Bedürfnisse des modernen Menschen eingestellt. Band I und II liegen vor, Band III folgt im Herbst 1932 Jetzt noch ermäßigter Vorbestellpreis der nur noch beschränkte Zelt gültig ist. Ausführl. Prospekt mit Lieferungsbedingun gen unverbindlich durch jede Buchhandlung Röstkaffee ,, Gießener Zeitung" Amtsenthebung des Bürgermeisters von Mörfelden. Bürgermeister Zwilling wurde wegen fortgesetzten Ungehorsams gegen die Weisung seiner vorgesetzten Behörde, wes= wegen bereits eine Disziplinarbestrafung erfolgen mußte, sowie wegen seines sonstigen agitatorischen Auftretens, welches sich mit den Amtspflichten eines Bürgermeisters in feiner Weise vereinbaren ließ, mit sofortiger Wirkung seines Amtes enthoben. Heppenheim. An geschützter Stelle fann man die ersten blühenden Aprikosenbäumchen bewundern. Oppenheim. Bei einer Revision des Gerätehauses der Feuerwehr wurde festgestellt, daß die alten Helme der Freiwilligen Feuerwehr gestohlen worden sind. Biedenkopf. Jm Kreisort Wallau sind etwa 40-50 Prozent der Erwerbsfähigen arbeitslos. Die Nassauische Landesbank Wiesbaden hat auf Grund der 4. Notverordnung vom 8. Dezember 1931 mit Wirkung vom 1. Januar 1932 ab den 3inssatz für ihre Gold- Pfandbriefe und Goldkommunalanleihen auf 6 Prozent herabgesetzt und den Zinssatz für ihre Liquidations- Goldanleihe auf 5% Prozent erhöht. Im heutigen Anzeigenteil gibt die Landesbank die neuen Zinsscheinbeträge bekannt. Neue Bücher. Goethe im 20. Jahrhundert. Von Hugo Bieber. Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser- Verlag G. m. b. H., Berlin- Charlottenburg 2.- In einer Fülle markantester Beispiele, an denen der Verfasser die ewig unveränderliche Lebendigkeit Goethischen Geistes und seines Einflusses nachweist, repräsentiert sich der wissenschaftliche und fünstlerische Wert dieses ungemein interessanten Buches; literarhistorisch und geistesgeschichtlich ein Werk überragenden Formats!( 284 S., in Halbleder geb. 2,90 RM.) Das Geheimnis Kaspar Hauser. Kein Todesfall hat je ein solches Aussehen erlebt durch hunderte Jahre, wie der Fall des Kaspar Hauser, der am zweiten Pfingstfeiertag des Jahres 1828, sechszehnjährig, mit wunden Füßen und der Sprache nicht mäch tig aus dem Unbekannten nach Nürnberg kam und fünf Jahre später in Ansbach auf rätselhafte Weise den Tod sand. Eine interessante Darstellung des ganzen Falles bringt mit zahlreichen bisher unveröffentlichten Bildern und Dokumenten die neue Nummer( Nr. 12) der„ Münchner Jllustrierten". Sieh Dir die Welt von oben an. Das Flugzeug hat den Menschen eine neue Erlebniswelt gegeben.„ Die Woche" veröffentlicht jetzt eine selten schöne illustrierte Artikelserie, die Eigenart und Gewalt des Flugerlebnisses im großen Zusammenhang gestaltet. Der 2. Band des„ Kleinen Meyer": Von Gneisenau bis Pappe. Wir begrüßen es lebhaft, daß Meyers Kleines Legiton*) in drei Bänden so programmgemäß und rasch seiner Vollendung entgegengeht. In dem soeben erschienenen zweiten Band kann man gleich die Probe aufs Exempel machen: Es gibt u. W. feine anderes Lexikon dieses Umfanges, das so umfassende tultur- und wirtschaftsgeschichtliche Sammelartitel enthält. Man findet da z. B. auf drei ganzen Spalten eine ausgezeichnete Charakterisierung des„ Imperialismus", gleich anschließend fann mun sich über den„ Impressionismus" unterrichten; neben dem Artikel ,,, Griechische Kultur" findet man eine weitgreifende Darstellung von Großbritanniens Geschichte, Verfassung, Wirtschaft; oder man kann die Entwidlung einzelner Wissenschaften und Künste, wie der Geographie und Nationalökonomie oder der Musik und Literatur in knappen, aber erschöpfenden Artikeln neuen Probleme und übersichtlichen Tafeln studieren. Die der Sozialpolitik, der Wirtschaftsorganisation usw.( allein 45 Stichwörter mit dem Begriff Sandel-") sind mit neuestem statistischen Material dargestellt, und es gibt wohl auch fein anderes Lexikon, das den Fragen der Hauswirtschaft so ernsthaft nachgeht. Ueberall merkt man beim Durchblättern dieses Bandes einen neuen, modernen Geist, der die heutige Wirklich feit zu erfassen sucht. Vor allem tut er dies auch mit dem Mittel der lebendigen Veranschaulichung durch eine ungemein reiche Textillustration, prachtvolle farbige und schwarze Tafeln, doppelseitige Karten, viele instruktive Bildstatistiken, Wirtschaftsfärtchen usw. In dankenswerter Weise hat der Verlag mit Rück sich auf die jetzige Wirtschaftslage den ermäßigten Vorbestellpreis des Werkes auch nach dem Erscheinen des 2. Bandes noch bestehen lassen. Da der„ Kleine Meŋer" im Herbst d. J. vollständig wird, sollte jeder, der es sich irgend leisten kann, dieses wertvolle Werk jetzt noch subskribieren, denn er gewinnt damit gleichsam eine ganze Bibliothek aller Wissenschaften, aus der man immer wieder neue Anregungen schöpfen kann. *) Meyers Kleines Lexikon in 3 Bänden, 8., gänzlich neu bearbeitete Auflage mit rund 70 000 Stichwörtern und Artikeln, 4500 Abbildungen und Karten im Text und auf Tafeln. Band 2. Vorbestellpreis in Leinen 22,50 RM., in Halbleder 25,50 RM. Verlag Bibliographisches Institut AG., Leipzig. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen Bis 800 Mark| Nassauische Landesbank Wiesbaden. Monals- Verdienst Vom Importhafen an den Verbraucher. Rührige Mitarbeiter auch nebenberufl. ges. Es werd. eine Anzahl ütcht. Personen ges., gleich welchen Berufes od. Geschlechtes. Sehr ginst.Gelegenh.f. solch. d. sich selbständ machen woll. Auch als Hauptoder Nebenverdienst. Dauernde u. angenehme Tätigk. Stein Reis. Angebote unt. Beilage eines mit der genauen Adresse versehenen Briefumschl.( frankieren ist freigestellt) an Chemische Fabrif Stierli, Haltingen ( Amt Lörrach). Gofort gesucht Personen j. Standes 3. Uebernahme einer Maschinenstrickerei auch nebenberuflich. Garantiert dauerndes Einkommen, denn wir verkaufen die fertige Arbeit. Keine Vorfenntnisse nötig. Entfernung fein Hindernis. Verlangen Sie noch heute unverbindlich u. tostenlos AusZinsscheineinlösung. Auf Grund der Vierten Notverordnung des Herrn Reichspräsidenten, vom 8. Dezember 1931, wird mit Wirkung vom 1. Januar 1932 ab der Zinssatz unserer 7%, und 8% Gold- Pfandbriefe und Gold- Kommunalanleihen auf 6%, herabgesetzt und unserer 42% Liquidations- Goldanleihe auf 5% erhöht. Es ergeben sich mithin für die vorgenannten Gold- Pfandbriefe und Gold- Kommunalanleihen folgende Zinsscheinbeträge: Gold- Pfandbriefe und Gold- Kommunalanleihen, verzinslich bis 31. 12. 1931 mit 7%, ab 1. 1. 1932 mit 6º. Für die bis 31. 12. 1931 einschl. fálligen Zinsscheine der aufgedruckte Betrag R.M Für den am 31. 3. 1932 fälligen Zinsschein Für die am 30. 6. 1932 und später fälligen Zinsscheine Gold- Pfandbriefe und Gold- Kommunalanleihen, verzinslich bis 31. 12. 1931 mit 8%, ab 1. 1. 1932 mit 6%. Für die bis 31. 12. 1931 einschl, fälligen Zinsscheine der aufgedruckte Betrag Für den am 31. 3. 1932 fälligen Zinsschein R.M Für die am 30. 6. 1932 und später fälligen Zinsscheine R.M 3.6.R.M R.M R.M 3.50 3.25 3.4.7.6.50 6.8.17.50 1625 15.20.17.50 15.funft Don Gustav Nissen& Co. 35.32.50 30.40.35.30. Samburg 6 Zollvereinsniederlage. 70.65.60.80.70. 60.175.162.50 150.200.175. Hohe Prov., bei Bewährung feste Bezüge. Einj.- Abitur Hamburger Kaffeeversandhaus Bruno Frenzel, Hamburg 22, Lanaenrehm 54. Institut Boltz- Ilmenau ,. Thur Rücksichtsl. Preissenkung in Waldpflanzen bis zu 60% in den Hauptholzarten. Fordern Sie v. uns Sonderpreise. Wir bieten Ihnen folg. Vorteile: Frische Pflanzen! Schnellste Lieferung! Gute Berpadung! und Musterpflanzen frei auf Anfrage. Billige Fracht! Alles Vorteile für Sie, die Ihnen bei diesem günstigen Angebot die Aufforderung selbst mit den kleinsten Mitteln gestatten. Forstbaumschulen Rud. Schrader, Rellingen( Holstein) Steuerberatung Rechtsbelehrung Wirtschaftliche Kurzbriefe Ober Steuer-, Verkehrswesen, Wirtschaftskunde Fordern Sie kostenloses Probeabonnement Rudolf Lorentz Verlag 4 Wochen gratis die„ WK" gegen diesen Gutschein einschl. fälligen Zinsscheine der 150.Bezugsprei Bedaktionsjalu Arbung nicht 45. Jal Vol Der Reich De Wiedererne behngefellschaft jeit mit dem 3 ab beftät Reichstanz De er von We Sibingen eing freundeten Th Die Beha menlegung de reitet werden aus der Luft Gegenübe land, wonach erflären mü Fagbrud ba gierungsstelle Die unge het zu Broteft Faris und L hingewiesen, Memelitatut g bijchen Landt Die Ber hloffen, im tigen. In d gewiesen, daß Wahlgang de antimargiftijd Der Rei Pllter von 64 der dem Reid Angehörte, m und Grundb und Grundb Der Pa Eevering an legen. Wie die men der Füh seplante Ber mehr von R Adolf S äglich des 2. Berfügung zu Der Bo Bolizeidiretti boten. 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Der mit RM 1.29% zahlbare Zinsschein der Stücke von RM 50.ist ebenfalls auf volle Pfennige nach oben abgerundet. Wiesbaden, den 8. März 1932. Direktion der Nassauischen Landesbank Dr. Lammers Hartmann kellt, obwohl Woche zur angenommen Die Zuri wird, wie am Mauf der Ber Der Japaner prehend tar Charlottenburg 9