Nr. 49 svoller Ueberblid über fein vielseitiges archi Die schönsten Etüde Bild ab. Dillgebiet. rein Weglar berichtet: auf den Gruben bes 10 Bergleute neu ein ng erreicht werden. et. Sitter über 25 weibliche hem Material heraus erbänden, K. Thiene36. Preis jedes ein erichten eingehend über g. Dauer und Kosten sichten, die Anstellungs teiten tlichen Fragen zu be Ce Heft der Eleganten regungen in Bild und t gerade in der Weih rraschung, die oft mehr chtslage ist und wie die en verhält, wird von it der Monatszeitschrift ge Arbeitsdienst hat beIm neuen Heft der Ben Bericht mit vielen von der Bühne wie vom ul Wegener erzählt Frontsoldat. Probeheft 50. Sachen für den Weih te der neuen ,, Garten st jede Frau. Eine fun „ Fürs Haus". Unsere beheft vom Buchhändler Haus", Berlin SW 68, Im muß gespart werden! le zeigt die neue Num Klein in Gießen. ethel. hnachtsbotschaft der auf Jejus wurde die Liebe alle Not der Erde soll ■ von Bethlehem große Traurigen will es eine tann Ein Abglanz die auch die Weihnachts nder erfreuen. bt jezt von Tag zu Tag Elende Leute sind die Gemüts und Nerven ie Feier des Festes, das ejen etwa 3000 Krante atlojen und Wanderer it mt ungefähr 7000 Silfs e fleine Weihnachtsgab Wer hilft uns, den Kran el ein wenig Weihnachts Weihnachtshaus"( An efeld, Bahnitation Brad smittel, Kleidungsstüde Je eher das uns 3uge n wir verteilen. Ebenjo , das wir in Gaben der ade nötig ist( Postiched n wurde, damit wir burd allen einen neuen Reid damit auch die Elender malte und neue Freunde Bodelschwingh, Pastor. SACHE ESSEN vormals Keller, gegr. 1783 schon zeitgemäß billigen Preisen eihnachts- Rabal Pianos 1,41 neue und gespielte ele Fabrikate erster Welt ianostühle, Pianolampen d Notenständer. rik Gebr. Schedel, Fulda anhof( Raiffeisenbank), Tel. 3044, 3045. Gießener Zeitung Erscheint Samstags. ( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert 44. Jahrg. Politische Rundschau. Im Reichsanzeiger vom Freitag wird eine Verordnung des Reichspräsidenten über Maßnahmen zur Förderung der Arbeitsbeschaffung und der ländlichen Siedlung veröffentlicht. Die am Donnerstag gehaltene Rundfunkrede des Reichskanz lers ist über alle deutschen Sender verbreitet worden und aus: zugsweise auch in englischer Sprache durch einen deutschen Kurzwellensender nach Amerita gesendet worden. Der Reichsrat hat am Donnerstag unter Leitung von Dr. Bracht eine Sitzung abgehalten, in der er die Gesetzentwürfe über die Stellvertretung des Reichspräsidenten und über die Aufhebung der sozialpolitischen Ermächtigung zur Kenntnis nahm, ohne Einspruch zu erheben. Vor dem Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich wurde am Freitag der verfassungsrechtliche Streit der Sozialdemo fratischen Fraktion im Preußischen Landtag gegen den Prästdenten des Preußischen Landtags wegen der Einberufung des Breußischen Landtags verhandelt. In einem Kommentar zu dem Genfer Fünfmächteabkommen wenden sich die Mitteilungen der DNVP dagegen, daß die Wiederbeteiligung Deutschlands an der Abrüstungskonferenz ohne den Vorbehalt einer tatsächlichen und nicht nur theoretischen Anerkennung der Gleichberechtigung zugestanden worden sei. A. H. Wiggin, der Präsident der National City Bank, gab bekannt, daß zum 30. Januar eine Konferenz für die Abände= rung des Stillhalieabkommens nach Berlin einberufen worden ist, weil die jetzigen Abmachungen Ende Februar ablaufen. Die japanische Regierung hat beschlossen, sich der Konstituierung eines Versöhnungsausschusses des Völkerbundes zu widersetzen und an den Sigungen des Ausschusses nicht teilzunehmen. Die tommunistische Fraktion hat an den Reichstagspräsidenten ein Schreiben gerichtet, in dem die Einberufung des Reichstages für Montag, den 19. Dezember, gefordert wird. Der Preußische Landtag beschloß am Mittwoch, alle unter die Amnestie fallenden Gefangenen schon jetzt zu befreien, Straf vollstreckungen nicht zu vollziehen und die anhängigen Verfahren nicht durchzuführen; sofortige Einsetzung des Staatsministe= riums Braun in seine alten Rechte und sofortige Aufhebung der Berordnungen vom 20. Juli und vom 18. November. Der ursprünglich als badischer Innenminister in Aussicht genommene Bürgermeister Dr. Kraus in Mainz hat durch ein Schreiben an den Parteisekretär der SPD seinen Austritt aus der Partei erklärt. Der Parteiausschuß der SPD. stimmte, wie aus Berlin gemeldet wird, am Freitag dem Vorschlag des Parteivorstandes zu, den nächstjährigen Parteitag am 12. März und den folgenden Tagen in Frankfurt a. M. abzuhalten. In dem Prozeß gegen sieben SA- Angehörige wegen der Tertoratte im Landkreis Görlig, insbesondere in Penzig und Sohta, im August dieses Jahres, verurteilte das Görliger Sondergericht den Hauptangeklagten wegen Vergehens gegen das Sprengstoffgesetz in Tateinheit mit Sachbeschädigung zu einer Gesamtzuchthausstrafe von einem Jahr und sieben Monaten. Die übrigen Angeklagten erhielten zwei Wochen bis vier Monate Gefängnis. Das Gleiwiger Sondergericht verurteilte einen SA- Mann wegen versuchten Totschlags in zwei Fällen zu einer Gesamtstrafe von sieben Jahren Zuchthaus. Ministerpräsident Herriot hat sich in Begleitung der Re: gierungsmitglieder am Mittwoch früh ins Elysée begeben und dem Präsidenten der Republik die Gesamtdemission des Kabinetts überreicht. Präsident Lebrun hat die Demission angenommen und das zurüdgetretene Kabinett mit der Erledigung der laufenden Geschäfte beauftragt. Der Präsident der französischen Republik hat gestern abend Paul- Boucour, Kriegsminister im Kabinett Herriot, ins Elisée gebeten, um ihm die Kabinettsbildung anzutragen. Innenminister Chautemps hatte vorher endgültig abgelehnt, seine Be mühungen um Neubildung des Kabinetts fortzusetzen, weil sich wie er erklärte eine Verständigung über die Rückkehr Herriots in die neue Regierung nicht ermöglichen ließ. Der zurüdgetretene belgische Ministerpräsident de Brocqueville ist vom König mit der Neubildung des Kabinetts betraut worden. Der stellvertretende Kabinettschef Herriots, Marcel Ray, ist durch Dekret zum Vertreter Frantreichs in der Europafommission und in der Internationalen Donaukommission Stelle des verstorbenen Laporte ernannt worden an Die diplomatischen und konsularischen Beziehungen zwischen China und Sowjetrußland sind nach jahrelanger Unterbrechung am Montag wieder in normaler Weise aufgenommen worden. In Tokio wird erklärt, daß die Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen zwischen Rußland und China den Riz in den russisch- japanischen Beziehungen erweitern werde. An einen russisch- japanischen Nichtangriffspakt sei vorläufig nicht zu denken. Die Vereinigten Staaten und China haben einen proviso: rischen Bertrag unterzeichnet, demzufolge China eine Anleihe Don 15 Millionen amerikanischer Dollar erhalten soll. China genehmigt als„ Sicherheit" den Bau bedeutender Flugstationen durch Amerika an der Ostküste der Hainan- Insel, in Heitschau und an der Heibo- Mündung. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 17. Dezember 1932 Die Hauptpunkte des Reichskanzlerprogramms. 1. Keine neuen Steuern und Kürzungen der Personalaus= gaben im Reich. 2. Vereinheitlichung der Arbeitslosenhilfe unter Aufrechterhaltung der Rechte der Beitragszahler und finanzielle Sonderhilfe für besonders notleidende Kommunen. 3. Zur Verfügungstellung von 0,8 Millionen Morgen Land für Siedlungszwede, Finanzierung der Siedlung im Jahre 1933 durch 50 Millionen Mark Reichsmittel und 50 Millionen, die durch die Reichsbant vorfinanziert werden. Eventuell noch sehr erhebliche Erhöhung dieser Zahlen. 4. Nach Ablauf der Handelsverträge Zollautonomie in dem jeweils erforderlichen Ausmaß, Drosselung der übermäßigen Einfuhr einzelner Waren auf handelspolitischem Wege. 5. Binnenwirtschaftliche Regelung des Fettproblems, u. a. durch Beimischungszwang von Butter, Talg und Schmalz zur Margarine. 6. Herabsetzung der hohen Gehälter in allen vom Staat abhängigen Betrieben. 7. Aufhebung der antsiozialen Notverordnungen vom 4. und 5. September.1932. 8. Winterhilfe noch vor Weihnachten: Frischfleischverbilligung, Hilfe für Kohlenerzeuger, Verbilligung der HausbrandBohle für Notleidende, Hilfe für alle alleinstehenden Unterstützungsberechtigten inkl. Kleinrentner, möglicherweise Verbilligung von Milch und Brot. 9. Aufhebung der Ausnahmebestimmungen, z. B. der Sondergerichte. Jedoch notfalls drakonische Verordnung zum Schutze des deutschen Volkes. 10. Einrichtung eines Notwerkes der deutschen Jugend. Freiwilliges Werkhalbjahr der Abiturienten, freiwillige Bauernhilfe, Unterstützung von freiwilligen Kameradschaften jugendlicher Erwerbsloser durch Reichsmittel. 11. Herabsetzung des Lehrerdienstalters auf 60 Jahre als Maßnahme gegen Ueberalterung und Vergreisung und Vereinheitlichung der Organisation des mittleren und höheren Schulwesens. 12. Miliz. aus 13. Bei Scheitern der Abrüstungskonferenz Austritt dem Völkerbund, jedoch ernstes Eintreten Deutschlands für jeden Versuch einer wirklichen internationalen Verständigung. 14. Im übrigen: Arbeit schaffen, wo es nur geht. Der hessische Gauleiter der NSDAP legt sein Amt nieder. Darmstadt. Die in der NSDAP. ausgebrochene Krise scheint sich auch auf Hessen auszudehnen. Der bisherige hessische Gauleiter, Reichstags- und Landtagsabgeordneter Lenz, hat, wie aus München verlautet, krankheitshalber sein Amt als Gauleiter und gleichzeitig auch sein Mandat im Hessischen Landtag niedergelegt. Lenz war auch Fraktionsführer der 32 Abgeord neten starken nationalsozialistischen Fraktion. Für ihn rüdt in den Landtag Rechtsanwalt Klein- Darmstadt nach. Zum tommissarischen Gauleiter wurde der Frankfurter Gauleiter Sprenger von Adolf Hitler ernannt. Die Finanzlage in Hessen. Darmstadt. In der gestrigen Sigung des Finanzausschusses gab Finanzminister Kirnberger Aufklärungen über die Finanz- und Kassenlage des Landes. Die Ausgabenseite des Voranschlages habe bisher gehalten, was man erwarten konnte. In allen Verwaltungszweigen, erklärte der Minister, ist größte Sparsamkeit geübt worden. Auf der Einnahmenseite werde durch die Konjunkturabgleitung nach den neuesten Feststellungen der Reichsregierung bei den Reichssteuerüberweisungen sich ein Ausfall von 4,7 bis 4,8 Millionen für Hessen ergeben. Die Landessteuern hätten bis jetzt nur eine verhältnismäßig geringe Einbuße gezeigt. Die Sorge um die Landwirtschaft habe die Regierung veranlaßt, weitgehend Pachtnachlässe zu gewähren. Die Regierung sei bereit, in gewissem Umfange den Pächtern auch Pachtland käuflich zu überlassen, soweit dies Land für ' den Staat entbehrlich sei. Der Minister kam zu einem Fehlbetrag von 5,36 Millionen Mark für das laufende Etatjahr. Schließlich betonte er, daß sowohl der Haushalt als auch die Kassenlage des Landes ungünstig beeinflußt würden dadurch, daß viele Gemeinden infolge ihrer schweren finanziellen Bedrängnis nicht in der Lage seien, ihre dem Lande schuldigen Verpflichtungen rechtzeitig abzutragen. Der Reichskommissar für die Arbeitsbeschaffung beginnt mit der praktischen Arbeit. Zwischen dem Reichskommissar für Arbeitsbeschaffung und dem Präsidenten des Landkreistages fand eine eingehende Besprechung der mit der Arbeitsbeschaffung zusammenhängenden Fragen statt. Das Ziel, die unerträgliche finanzielle Belastung der Bezirksfürsorgeverbände durch Senkung der Wohl= fahrtserwerbslosenziffer fühlbar zu vermindern, kann nur durch direkte öffentliche Arbeitsbeschaffung erreicht werden. Man war sich darüber einig, daß schnellstes Handeln unbedingt geboten sei. wenn dieser Zwed erreicht werden soll. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit Bet Wiederholung Rabatt Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 50 Russische Zustände. Zur Orientierung über die Verhältnisse in Rußland sind die Berichte der Gewerkschaftspresse, in denen die Klagen und Beschwerden der Arbeiter zum Ausdrud kommen, besonders wertvoll. Nachstehend folgen einige wörtliche Uebersetzungen: ,, Udarnik Uglia" Nr. 125 v. 5. 11. 1932: Die Abwanderung der Bergleute aus dem russischen Bergbau trägt mit bei, daß der Kohlenproduktionsplan nicht durchgeführt wird. Die Leute ver lassen die Schachtanlage zum Teil, da sie keine Kleidung bekom men und weil sie vom Hauer zum Lehrhauer oder Schlepper de= gradiert werden etc. Eine sehr große Rolle spielt natürlich auch die schlechte Lebensweise der russischen Bergarbeiter. B. Brogski. ,, Udarnik Uglia" Nr. 130 v. 14. 11. 1932: Am 15. September hat das Räte- Volkskommissariat in der Ukraine eine EntschlieBung über die Frage der Werbung von 30 000 Arbeitern für das Dongebiet angenommen. Zwei Monate sind nun schon vergangen, und was ist festzustellen? Weiter nichts als eine große Passivität, denn bis zum heutigen Tag wurden kaum 2000 Mann geworben. In der Ukraine wurde der Werbeplan mit 50 Prozent durchgeführt. Auch das All- Ukrainische Komitee ist an dem Werbezusammenbruch schuld. Im Minster Gebiet hat der Werber Kusniekow von der Woroschilower Schachtverwaltung in der ganzen Werbezeit nur gesoffen und hat nicht einen einzigen Mann geworben. Das Dongebiet führt systematisch den Kohlenproduktionsplan nicht durch. Die Abwanderung der Bergleute ist die Krankheit der Schachtanlagen. ,, Udarnik Uglia" Nr. 131 v. 15. 11. 1932: Die Redaktion der„ Udarnik Uglia" erhielt im September und im Oktober Hunderte von Briefen, Telegrammen und Korrespondenzen, ' welche über die schlechte Organisationsarbeit in der Holzversor: gung der Schachtanlagen berichteten. Auf vielen Schachtanlagen ist der Holzvorrat bereits vollständig ausgegangen. Auf der Schchachtanlage Richinowitsch" in Lisitschanst wurde der Plan in den Vorbereitungsarbeiten wegen Mangel an Holz im gan= zen nur mit 40 Prozent zur Erledigung gebracht. ,, Udarnik Uglia" Nr. 131 v. 15. 11. 1932: Am Anfang eines jeden Monats werden auf der Schachtanlage ,, Tschuwirina" ( Donbaß) die Lebensmittelfarten zur Neuregistrierung eingezogen. Ohne diese Karten kann man hier keine Seife, keinen Zuder und tein Brot bekommen. Es kommt sehr oft vor, daß die Arbeiter tagelang schlangenstehen und warten müssen. Die tommunistischen Betriebsräte schenkten den Arbeitern noch nicht einmal ihre Aufmertsamkeit sie anzuhören. Woronin. Udarnik Uglia" Nr. 101 v. 15. 9. 1932: Bei dem Bergwerk Nr. 7 in Karaganda gehen monatlich von 750 Bergleuten 400 Mann ab, d. h. sie verlassen die Schachtanlagen und suchen sich ' andere Arbeit. Außerdem wird sehr viel gefeiert. Die Lebenshaltung der Arbeiter ist hier die denkbar schlechteste. Die Wohnhäuser reichen nicht aus. Viele Arbeiter wohnen unter dem freien Himmel. Die Baraden sind dredig, sie werden niemals gesäubert. Ein Teil der Belegschaft wohnt 7 Kilometer von der Schachtanlage entfernt. Diese Strede müssen die Arbeiter täglich zu Fuß zurücklegen. In den Jurten( Hütten aus Stäben und Lehm), wo ein Teil der Belegschaft wohnen muß, herrscht der reinste Morast. Die Arbeiter ertranten alle, die ' Arznei reicht nicht aus. Es kommt sehr oft vor, daß franke Arbeiter wie Bummelanten behandelt werden. Ankowski. ,, Udarnik Uglia" Nr. 101 v. 15. 9. 1932: Die zwei auf der Schachtanlage Artem befindlichen Speiseküchen sind für 1000 Mann eingerichtet. Die Küchen bedienen aber 1600 Mann. In diesen Küchen herrscht ein undenkbares Gedränge. Auf den Fußböden steht das Wasser. Die Wände schimmeln. Die Fenster haben keine Scheiben. Der Verpuz fällt in großen Stüden herunter. Das Essen ist gleichfalls sehr schlecht. Schelachow. Warum ausgerechnet Baumwollstraßen? Wirtschaftsbelebung und Straßenbau. Es wird uns geschrieben: Durch die Tages- und Fachpresse wurden kürzlich Meldungen verbreitet über„ aussichtsreiche Versuche", Straßenbeläge aus Baumwolle, Gummi oder Gsas herzustellen. Diese Versuche sind sicherlich ein Zeichen dafür, daß es in aller Welt noch findige Köpfe gibt, die für wenig gefragte Waren Absatz schaffen wollten. Es ist ihnen sogar gelungen, auch in Deutschland Verfuchsstraßen zu bauen. Aber man steht diesen in Fach- und Wirtschaftskreisen sehr skeptisch gegenüber. Es ist nämlich nicht einzusehen, weshalb wir unsere bewährten und billigen Straßenbaustoffe aus deutschem Boden durch teures ausländisches Material, dessen Brauchbarkeit nicht einmal erwiesen ist, ersehen sollen, namentlich zu einer Zeit, wo deutsche Waren im Ausland immer weniger Absatz finden. Unsere Ausfuhr an Gestein und Hochofenschlade ist erheblich zurüdgegangen. Dasselbe gilt für die Ausfuhr von Stra= Benteer, dessen Absatz für den deutschen Steinkohlenbergbau wichtig ist. Aber auch der Inlandsverbrauch an Straßenteer ist erheblich zurückgegangen, weil 1932 für Straßen nur ein Drittel Deshalb des normalen Aufwandes an Geld verfügbar war. braucht teine Baumwolle oder Gummi für Straßen eingeführt zu werden ebenso wenig wie ausländische Straßenbindemittel oder Rohstoffe zu ihrer Herstellung. Denn für Straßenbau wird außer dem altbewährten Straßenteer neuerdings aus deutschem Erdöl Asphaltbitumen hengestellt. Nr. 50 Samstag, b Samstag, den 17. Dezember 1932. Es handelt sich um Rohöl aus dem Delfeld Wiege in Hannover, dessen Förderung 1932 rund 75 000 Tonnen betragen dürfte. Dieses asphalthaltige deutsche Erdöl wird in HarburgWilhelmsburg in den Raffinerien der ausländischen Deltonzerne verarbeitet und ergibt schätzungsweise 20 000 Tonnen Asphaltbitumen, wovon etwa die Hälfte für Straßenbau verfügbar sein dürfte. Da aber in den gleichen Werken auch ausländisches Rohöl verarbeitet wird, besteht natürlich die Gefahr, daß auch dessen Rüdstände unter der Flagge ,, Deutsches Bitumen" vertrieben werden zum Nachteil anderer deutscher Bindemittel. Diese Gefahr ist um so größer, als dem sicheren Vernehmen nach eine Provinzialverwaltung und eine befannte mitteldeutsche Straßenbaugesellschaft sich für das kommende Jahr den Asphaltanfall aus dem Wietzer Delfeld gesichert haben sollen. Danach zu urteilen, ist der Absatz des deutschen Asphaltbitumens schon restlos gewährleistet, obwohl mehrjährige Erfahvungen damit noch nicht vorliegen. Ein erfreuliches Zeichen Leider nationalwirtschaftlichen Handelns. aber ist die für Straßenbau verfügbare Menge von rund 10 000 Tonnen sehr gering im Vergleich zum bisherigen Verbrauch Deutschlands an ausländischem Asphaltbitumen, der 1930 rund 150 000 Tonnen und 1932 schätzungsweise noch 50 000 Tonnen betrug. Aber auch diese Einfuhrmenge ist entbehrlich bei dem reichlichen Vorhandensein gleichwertiger deutscher Bindemittel, insbesondere Straßenteer. Denn nur durch Verwendung deutscher Baustoffe tann eine Belebung der deutschen Wirtschaft und Verminderung der Arbeitslosigkeit erreicht werden. Die russische Handelsvertretung läßt Kronjuwelen versteigern. Berlin. Ein englisches Blatt meldete kürzlich, daß in VerTin am Samstag russische Kronjuwelen im Werte von mehreren Millionen RM. versteigert werden sollten. Gestern wurde diese Meldung dementiert und heute stellt sich heraus, daß sie doch zutrifft. Die Versteigerung wird zwar unter dem harmlosen Titel ,, Aus einer fürstlichen Schatzkammer" vor sich gehen. Sie ist aber in Wirklichkeit von der russischen Handelsvertretung in Berlin veranlaßt worden und enthält in der Tat wertvolle Stüde aus dem Kronschatz und dem Privatbesitz des russischen Zaren. „ Gießener Zeitung" Lokales. Sonntagsgedanken. Wir stehen furz vor der heiligen Christanacht. Dos und die Tage, in denen unser Heiligstes im Innern lauter tönt als sonst. Es sind heilige Nachtlänge und dann wieder geheimnisvolle Vorahnungen, Hoffnungen und wehmütige Erinnerungen. Ja, tönnen und dürfen wir auch in diesen traurigen Zeiten noch hoffen? Adventszeit sind Tage der Erwartung und Hojf nung. Durch das dunkelste Heidentum strahlte einst ein Stern Goties und gab allen jenen Hoffnung, die einen Glauben noch hatten Auch wir müssen glauben und hoffen. Glauben an den göttlichen Weltenlenter, der das Leben schafft und die Schicksale der Lebenden bestimmt; hoffen, daß auch aus diesen Wirnissen und Irrungen unserer Zeit ein Weg in das Land der Hoffnung führt. Gerade in diesen Adventstagen sollte die Menschheit an ihren Erlöser glauben, an sein Wort und seine Gesetze. Wie schön tönnie doch diese Welt sein, wenn die Menschheit nach seinen Weisungen handeln würde. Die Menschen selbst haben aus dieser Erde ein Jammertal gemacht; wenn sie aber die Weltordnung wieder mehr beachten würden, dann stände es besser um sie und der Morgen einer neuen besseren Zeit würde wieder 50 Jahre Sanatorium für Lungenkranke in St. Blasien. Das Sanatorium für Lungenkranke in St. Blasien im südlichen Schwarzwald, eine der bedeutendsten Lungenheilstätten, fann in diesen Tagen auf sein 50jähriges Bestehen zurückblicken. Es ist entstanden als eine der ersten Privat- Lungenheilanstalten in Deutschland und seine Entwidlung ist eng verbunden mit der Geschichte der Tuberkulosebekämpfung. Die Anstalt, die jetzt unter der Leitung des bekannten Prof. Dr. Bacmeister steht, hat sich aus kleinsten Anfängen zu einer der modernsten Lungenheilstätten entwidelt. Wie aus der soeben erschienenen Festschrift hervorgeht, sind im Laufe der 50 Jahre über 25 000 Kranke durch die Anstalt hindurchgegangen, deren Leistungen nicht nur das Vertrauen der deutschen Aerzte, sondern auch im Auslande allgemeine Beachtung gefunden haben. Bemerkenswert ist, daß das Sanatorium St. Blasien trotz der weitschichtigen Neubauten und der modernen ärztlichen und wirtschaftlichen Einrichtungen und Leistungen der Zeitnot Rechnung trägt und auch den wirtschaftlich Schwachen Gelegenheit zur Wiedererlangung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit gibt. Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. ( Nachdruck verboten.) grauen. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit! Bringe auch unserem armen Volte wieder die Gnade, zu glauben und zu hoffen! Der Sonntagsschreiber. * Das Betreten zugefrorener Flüsse, Teiche usw. ist untersagt. Das Polizeiamt teilt mit: Nach Artikel 297 des Hess. Polizeistrafgesetzbuches dürfen zugefrorene Flüsse, Teiche und tiefe Bäche bei Meidung gerichtlicher Bestrafung nicht betreten oder mit Schlittschuhen, Wagen oder Schlitten befahren werden, solange dies durch polizeiliche Anordnung ausdrücklich untersagt ist. Eltern, Erzieher und Lehrer werden ersucht, ihre Kin der und Schüler auf das Verbot und die Gefahren des verbotenen Betretens von zugefrorenen Flüssen, Teichen und tiefen Bächen aufmerksam zu machen. ( 32. Fortsetzung.) ,, Sandelt es sich um einen Krankheits- oder Todesfall, gnädiges Fräulein?" ,, Nein." " „ Hallo... das ist nicht der Fall.... so natürlich. Marieliese stand auf und nahm dem verdutzten Direktor den Hörer aus der Hand. alten Mantel, einem alten Anzug und einem Hemd trennen, als noch im vorigen Jahre. Bei der immer tiefer in die Voltsschichten eindringenden Not find Kleidung und Schuhe noch nicht abgetragen und verbraucht genug, um vielleicht doch noch einmal geflidt oder besohlt zu werden. Um so mehr ist die Aufforderung am Blake, daß nicht das Allerschlechteste ge= geben wird. * Warnung. Es durchziehen augenblicklich Hausierer die oft handelt es hiesige Gegend, um uns mit ihren Artikeln sich um ausländische Fabrikate zu beglüden. Die ortsans fässigen Geschäfte leiden schwer darunter. Aber sie haben nicht allein den Schaden, sondern der Käufer ebenfalls; denn man bezahlt erfahrungsgemäß diese durch den Haufierhandel gekauften Gegenstände und Maschinen oft viel teurer, als wenn man sie bei den ortsansässigen Geschäften bestellt. Mit Rücksicht auf die schwierige deutsche Wirtschaftslage sollte jeder heute darauf achten. * Festgenommen und aufgeklärt. Durch Festnahme des früheren Kernmachers E. N. wurden verschiedene, in letzter Zeit in hiesiger Stadt begangene Wäschediebstähle aufgeklärt. Eine Anzahl, bei dem Täter vorgefundenen Wäschestüde, konnten den Geschädigten zurückgegeben werden. In seinem Besitz wurden noch vorgefunden: 1. Küchenüberhandtuch( Windmühlenmuster), 1 leinenes mit Spigen besetztes Deckchen, 1 Anzahl Hand- und Küchentücher, 1 Anzahl Strümpfe, darunter 1 Paar gezeichnet A. Sch., 2 Paar fast neue braune Herren- LederhandSchuhe, sowie einige Herrenhemden verschiebener Farben. Eigentumsberechtigte wollen sich bei der hiesigen Kriminalpolizei, Zimmer 24, melden. ,, Sind Sie noch da?..." Hier ist Marieliese Henderson. Ich möchte Sie herzlich bitten, doch den Flug auszuführen. Ihre finanziellen Bedingungen akzeptiere ich ohne weiteres. Wenn Sie ein Gentleman sind, schlagen Sie mir meine Bitte nicht ab... Sie wollen es sich überlegen...? Schön, ich warte hier eine halbe Stunde auf Sie." ,, Da können sie lange lauern," meinte der Direktor ein we nig verstimmt und schadenfroh. ,, Oder auch nicht," entgegnete Marieliese mit zuckenden Lippen und ging trogig aus der Tür. Draußen stand der Chauffeur neben dem Wagen. * Die Feierabendstunde an den Weihnachtsfeiertagen und an Silvester. Der Herr Minister des Innern hat die Feierabendstunde am zweiten Weihnachtsfeiertag und am Neujahrstag allgemein auf 2 Uhr und an Silvester auf 6 Uhr festgesetzt. ,, O, Henry, vielleicht wird nichts aus unserer Reise. Der einzige Pilot, der als Flugzeugführer in Frage kommt, hat dienstfrei. Er will es sich überlegen. Glauben Sie, daß er sich für die Fahrt entschließen wird?" ,, Wenn Sie ihn darum gebeten haben, sicherlich, gnädiges Fräulein," tröstete der Wagenführer. dem * Handwerk und Rundfunt. In Verbindung mit Deutschen Handwerksinstitut hat der Reichsverband des deutschen Handwerks der Programmabteilung der ,, Deutschen Welle" in Berlin Vorschläge für eine zu haltende Vortragsre: he über und für das Handwerk unterbreitet. Im Rahmen dieser Vortragsreihe wird als erster Universitätsprofessor Dr. Rökle, Bonn, über das Thema„ Das moderne Handwerk und seine wirtschaftlichen Grundlagen" sprechen. Der Vortrag wird am 20. Dezember in der Zeit von 18,30 bis 18,55 Uhr gehalten * Keinen Plunder geben. Jm vorigen Jahre sind für die ' Winterhilfe viele tausend Zentner Kleidungsstüde gespendet worden. Davon haben Tausende, denen es fehlte, einen warmen Mantel, einen Anzug oder ein Hemd auf dem Zeib be= tommen. Aber wir wollen es offen sagen: Es war eine Menge Plunder dabei, seidene Fähnchen, Strohhüte, Tanzschuhe u. a. mehr. Damit kann man armen Geschöpfen nicht helfen, sondern Sie im Gegenteil nur fränken. Auch in diesem Jahre sind für die Winterhilfe bereits zentnerweise Kleidungsstüde gefa.nmelt worden. Manch einer wird sich diesmal schwerer von einem Die Zeit verging. Marieliese sah auf die Uhr. Es war halb sechs. ,, Wir wollen abfahren, Henry," unterbrach sie mit müdem Lächeln das Schweigen und schien recht enttäuscht. ,, Die halbe Stunde ist längst um. Es hat nicht sollen sein." Der Motor sprang an. In demselben Augenblick bog ein Wagen in schneller Fahrt von der Straße auf den Flugplay ein... * Nebel. In den gestrigen Nachmittagsstunden legte sich über unsere Stadt eine Nebelwand, die innerhalb kurzer Zeit auftrat, was sich im Straßenverkehr höchst unangenehm bemerk bar machte. Alle Fahrzeuge mußten mit größter Vorsicht fahren, um Zusammenstöße zu vermeiden. Außerhalb der Stadt war der Nebel teilweise noch dichter. ,, Es wird eine Hezjagd werden," dachte sie. ,, Aber einerlei." Sie gab ein Telegramm an ihren Vater auf und bestieg dann mit Henry, der inzwischen den Wagen untergestellt hatte, das Flugzeug. Ein paar Deden wurden hineingereicht, dann schlug die Tür zu. Der Motor sprang an. Langsam erhob sich der große Vogel in die Luft. Marieliese stand dem Flugzeugführer gegenüber. ,, Sie wollen nach Köln starten, Herr Laquoche?" ,, Wenn es sein muß, gewiß, gnädiges Fräulein," entgegnete er und musterte Marieliese mit einem bewundernden Blick. Sie reichte ihm die Hand. ,, Ja, es ist mir sehr viel daran gelegen. Ich danke Ihnen für Ihre Bereitwilligkeit. Wann sind wir voraussichtlich in Köln?" Die Dämmerung brach ein. Nichts war unten auf der Erde mehr zu erkennen. Eintönig surrte der Motor. * Oberhessen und Startenburg als Paten eines Kriegerfriedhofs. Wie der Vorsitzende der Gießener Ortsgruppe des Volksbundes Deutsche Kriegergräberfürsorge, Landgerichtsrat Trümpet- Gießen Mittwoch abend zu Beginn eine Vortragsveranstal tung der Ortsgruppe mitteilte, schweben zurzeit Verhandlungen, die die Uebernahme der Patenschaft über den deutschen Krie gerfriedhof in Dun sur Meuse auf dem westlichen Kriegsschauplatz durch die Provinzen Oberhessen und Startenburg zum Ziele haben. Es handelt sich dabei um einen Friedhof, auf dem viele deutsche Krieger aus den Kämpfen um Verdun, insbesondere auch aus hessischen Truppenteilen, zur letzten Ruhe bestattet wurden. Marieliese schloß die Augen und erlebte noch einmal in Gedanken den Fußballkampf der beiden Länder:... Der Mittelstürmer hat sich ganz frei gestellt... jetzt hat er den Ball... er schießt... Tor...! ,, Jn 10 Minuten ist die Maschine startbereit. Rechnen wir bei dem leichten Gegenwind dreieinhalb Stunden für die Fahrt, würden Sie also zwischen neun und halb zehn Uhr am Ziel sein." Marieliese nickte. ,, Jede Umdrehung des Propellers bringt mich ihm näher," dachte sie beruhigt und glüdlich und gab sich ganz der Vorfreude des Wiedersehens hin... Um halb zehn landeten sie auf dem Kölner Flugplatz. Ein Auto stand bereit. ,, Zum Hauptbahnhof," sagte Marieliese und nahm mit Henry im Wagen Platz. Sie fuhren durch hellerleuchtete Straßen... Halt Eine Straßenkreuzung... Rotes Licht... Marieliese sah ungeduldig aus dem Fenster. Grünes Licht... Gott sei Dank! Sie waren am Ziel. Marieliese sah auf die Bahnhofsuhr: Zwölf Minuten vor zehn... In zweiundzwanzig Minuten fährt der Zug, Henry. Wir haben Glück gehabt." * Polizeilich gesperrt ist die Frankfurterstraße von der Liebigstraße bis Wilhelmstraße bis voraussichtlich 23. Dezember 1932 für den Verkehr mit Fahrzeugen aller Art. Die Sperrung ist im Interesse der Sicherheit des Eisenbahnverkehrs notwen dig. Die Umleitung in Richtung Fantfurt a. M. erfolgt durch die Alicenstraße, Ludwigstraße, Wilhelmstraße, die Umleitung nach der Stadt durch Wilhelmstraße, Ludwigstraße, Alicenstraße. Die aufgestellten Sperr- und Umleitungsschilder sind zu beachten. Auf dem Bahnsteig war wenig Verkehr. Der Zug war noch nicht eingelaufen. ,, O Henry, mir fällt gerade ein: Wir haben ja das ganze Handgepäd in unserem Wagen. Nun hat Vater nicht einmal ein Nachthemd und eine Zahnbürste! Na, hoffentlich ist der Rubens echt. Das fann uns alleine noch retten." Der Bahnsteig füllte sich. Donnernd lief der Zug in die Halle. Die Uhr war zehn. * Straßensperrung, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobilklub E. V.( A. v. D.), Gießen. Wegen Herstellung einer elektrischen Straßenbahn ist die Ortsdurchfahrt Wiesed im Zuge der Straße Gießen- Altenbused von der Gemarkungsgrenze Gießen bis Grabenstraße vom 12. Dezember 1932 ab für jeg= lichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über die Marbur gerstraße( Gießen Marburg). ,, Würden Sie Herrn Hansen wohl wiedererkenne, Henry?" fragte Marieliese und ihre Stimme flang ein wenig mutlos. ,, Im Dreß sicherlich, gnädiges Fräulein, aber in Zivil wohl schwerlich." ,, Das ist schade, sonst können Sie..." Sie gaben sich die Hände und gingen langsam den Zug ent lang. Seine blauen Augen sahen sie glücklich an. ,, Marlies, ich begreife immer noch nicht... Das ist ja eine wunderbare Ueberraschung," sagte er laut und herzlich und tastete nach ihrer Hand.„ Bist du schon länger hier?" Da sah Marieliese den Mittelstürmer in blauem Trenchcoat und hellem weichen Hut die Treppe heraufkommen. Neben ihm ging Adolf Müller und hinter ihnen folgten noch ein paar Fußballspieler. Der Mittelläufer hatte gerade eine scherzhafte Bemerfung gemacht, denn Theo sah lachend seinen Kameraden en. Jetzt war er dicht bei ihr. Theo." sagte Marieliese leise. Der Mittelstürmer blieb stehen und sah zur Seite. Auf einmal strahlten seine Augen. ,, Nein, ungefähr zwanzig Minuten... Heute nachmittag hörte ich in Paris die Uebertragung des Länderspiels durch Rundfunt. Als das Spiel zu Ende war, hatte ich solche Sehn sucht nach dir... na, und da bin ich einfach ausgerissen. Mit einem Flugzeug. Vater weiß nichts davon, deshalb muß ich auch gleich wieder zurüd." ,, Marlies, du...? Bist du es wirklich?!" rief er überrascht vor Freude. ,, Du willst gleich wieder fort, Marlies?" fragte der Mittelstürmer ein wenig erschrocken und versuchte, sie umzustimmen. ,, Nur ein paar Stunden, Marlies. Ich nehme den nächsten Zug." Es fiel ihr schwer, seine Bitten zu widerstehen. ,, Nein, Theo," entgegnete sie endlich tapfer und bestimmt, ,, es ist unmöglich. Das Flugzeug wartet. Ich muß gleich wieder nach Paris zurüd." Als sie sah, wie zwischen seinen Brauen eine trotzige Falte stand, fuhr sie begütigend fort:„ Ich freue mich ja so, Theo, daß wir uns einmal wiedergesehen haben... Du hast übrigens heute nachmittag famos gespielt." C ,, Na, so berühmt war das nun gerade nicht, Marlies," ents gegnete der Mittelstürmer, rasch versöhnt.„ Jr. der zweiten Halbzeit klappte es allerdings etwas besser. Heute abend haben wir den Sieg ein wenig gefeiert. Aber ich hatte solche Unruhe und drängte immer wieder zum Aufbruch. Das ist doch beinahe, als wenn ich es geahnt hätte, daß du hier auf mich wartetest." ,, Gedankenübertragung," versuchte Marieliese zu scherzen. ,, Ja... Wann sehen wir uns nun wieder, Marlies?" пеце Adresse ,, Voraussichtlich im Mai, Theo. Meine schreibe ich dir gleich." Wir wa in?" an lande. So i ja eine igen Bol tung. Ein betanstaltete Beitungelese Und in tungsluft un bie wir izt lennen, und Er nickte und streichelte zärtlich ihre Hand; Marieliese fühlte sich unter dieser leisen Berührung beschützt und beheimatet. Die Wagentüren wurden zugeworfen. ,, Einsteigen! Platz nehmen!" Der Mittelstürmer lehnte aus dem Fenster. Langsam setzte sich der Zug in Bewegung. ,, Auf Wiedersehen, Marlies. Gute Reise!" ,, Auf Wiedersehen, Theo!" wiederholte sie leise und lauschte Ein letzter Gruß... ihrer Stimme, die fremd klang. Auch Theos Kameraden waren ans Fenster getreten und winkten und sangen: Vater, Mutter, sahn mir traurig, und die Liebste sah mir nach, und die Liebste sah mir nach..." Fast wären ihr die Tränen gekommen, aber sie bezwang sich und verließ mit Henry langsam den Bahnsteig. ( Fortsetzung folgt.) nicht, wenn werden, wo lichen Gefel wiffen, len und felben u jo in Span an, nichte fchebens in une_jo d Heimat, n Schlagwo Zeitungst über Wefe wie torid Schlagwor Beinungsi biel wenig denken dür Zeitung ip fchen Lage die Kul drüden, in Deutschl heimat. Menschen ei ibrem Beje unferes Ge Selbstvertra eine Bei auf eige Erbgeruc Blatt be Der Alt Peat oft ü berftebenLebens, bor beruht. Die genau so im Sinn und ed bie einen all griff wande Menschen zw merte, daß fie oft gar tein Edhaffenstra andere Meni gemacht werd wort der bob Es gab e bezeichnung technet, wenn fation mit t Fragen mitre e dann das man noch red an ben Man Goethe- Haus Allgemeine pädie für di wie der Bro ber fuge Ar Händiger B Edhreibtisch genug Sprach nubi bat, fationaleriton Sandbuch b Eitel unfer tert- tenn begriff- hou Nr. 50 einem Semb trennen, mmer tiefer in die leidung und Shuhe ug, um vielleicht bod Den. Um so mehr it as Allerschlechteste ge blidlich Hauferer die eln- oft handelt es glüden. Die ortsan Aber sie haben nicht ebenfalls; denn man Haufierhandel gelauf teurer, als wenn man Ult. Mit Rüchicht auf Ite jeder heute darauf Berbindung mit dem ichsverband des deuts der ,, Deutschen Welle" De Vortragsre: he über Rahmen dieser Bors Sprofessor Dr. Rökle, Handwert und seine Der Vortrag wird am 18,55 Uhr gehalten ttagsstunden legte fi innerhalb furzer Zeit it unangenehm bemer t größter Vorsicht fahAußerhalb der Stadt aten eines Kriegerfried Ortsgruppe des Bolts Landgerichtsrat Trüm zine Vortragsveranstal zurzeit Verhandlungen, Ser den deutschen Krie westlichen Kriegsschau End Startenburg zum Einen Friedhof, auf dem um Verdun, insbeson zur letzten Ruhe be urterstraße von der Lie ssichtlich 23. Dezember er Art. Die Sperrung nbahnverkehrs notwen rt a. M. erfolgt durch nstraße, die Umleitung Owigstraße, Alicenstraße. schilder sind zu beachten. Oberhessischen Automo egen Herstellung einer Durchfahrt Wieser im der Gemarkungsgrenze ember 1932 ab für jeg folgt über die Marbur en langsam den Zug ent lüdlich an. nicht... Das ist ja eine laut und herzlich und länger hier?" ... Heute nachmittag des Länderspiels durd t, hatte ich solche Sehn einfach ausgerissen. Mit on, deshalb muß ich aud Lies?" fragte der Mittel fuchte, fie umzustimmen. Ich nehme den nächsten u widerstehen. ich tapfer und bestimmt, t. Ich muß gleich wieder cauen eine trogize Falte freue mich ja jo, Theo, en... Du haft übrigens Cade nicht, Marlies," ent öhnt. In der zweiten effer. Heute abend haben er ich hatte solche Unruhe ach. Das ist doch beinahe ier auf mich warteteft." Marieliese zu scherzen. n wieder, Marlies?" Meine neue Adreffe ihre Sand; Marieliefe g beschützt und beheimatet fen. Fenster. Langfam fegte e Reife!" jolte fie leise und lauf lekter Gruß. ans Fenster getreten und ir traurig, " men, aber fie bezwang fi Bahniteig. ( Fortjehung folgt.) Samstag, den 17. Dezember 1932. ,, Gießener Zeitung" Nr. 50 Gesundes Selbst- vertrauen! Gesundes Selbstvertrauen stellt sich ein, wenn wir über die Schlagworte des Tages hinweg uns eine Bildung verschaffen, die mit Heimat und Volk verbindet und jedem selbständiges Urteilen ermöglicht. Von welchem Wert hierfür nach der Auskunft des ,, Deutschen Instituts für Zeitungskunde" die Zeitung und die stille Stunde mit dem Buch ist, sagen folgende Zellen. Vaterland, du bist das, was du bist, nicht durch dle Gewalt deiner Gewaltigen, nicht durch die Welsheit deiner Weisen, du bist es durch delne Wohnstube, du bist es durch die in der Welshelt deines Volkes erhabene Kraft deines Hauslebens. Von der Neugierde. Pestalozzi. Wir wandten uns mit der Frage Sollen wir neugierig sein?" an das Deutsche Institut für 3eitungsfunde. So sagten die Herren- aus der lebendigen Neugierde ift ja eine der wichtigsten Quellen unserer deut schen Volksbildung entstanden nämlich die Zeitung. Eine der besten Antworten auf eine von dem Institut beranſtaltete Umfrage an 60 000 Schüler über den Grund des Beitungslesens war die: Aus Neugierde und Wissensgier". Und in einem Büchlein aus dem 17. Jahrhundert Beitungsluft und- Nut" steht folgendes: Wir ehrlichen Leute, die wir ist in der Welt leben, müssen auch die jetzige Welt erfennen, und hülft uns weder Alexander Cäsar noch Mahomet nicht, wenn wir flug sein wollen. Will aber wer flug seyn und werden, wo er anders in der Staats-, Handel- und Bürgerlichen Gesellschaft leben will, so muß er die Zeitung wissen, er muß fie stezt lesen, erwägen, mer fen und einen Verstand haben wie er mitdem- selben umgehen soll". Nichts hält unsere Neugierde. so in Spannung, führt uns so an den Strom der Zeit" heran, nichts beeindruckt uns so stark von dem Wandel des Geschehen in der inneren und äußeren Natur, nichts vermittelt uns so die Mannigfaltigkeit der Geschehnisse in Welt und Heimat, nichts erinnert so lebhaft an die Mangelhaftigkeit einer Schlagwortbildung- als unsere Zeitung. Die Geschichte des Zeitungswesens erteilt uns einen guten Anschauungsunterricht über Wesen und Werden der deutschen Volksbildung und zeigt, wie töricht es ist, womöglich in einem abfälligen Sinne, ein Schlagwort wie das vom„ Zeitungswissen" zu prägen. Das Zeitungsinstitut sagt uns aber auch vor allen Dingen, daß man viel weniger an die wenigen großen Zeitungen der Großstädte denken dürfe, wenn man von dem Bildungswert der deutschen Zeitung spricht. Der weitaus größte Teil der etwa 4000 beutschen Tageszeitungen sind ja jene Blätter im Reich, bie Kultur und Wesen ihrer Heimat aug. drücken, innig mit der Leserschaft verbunden sind, und die in Deutschland von etwa 30 Millionen gelesen werden. Heimat und Familienzeitung gibt uns deutschen Menschen einer bestimmten Landschaft in ihrer Sprache und in ihrem Wesen Anregung zur Weiterbildung, zur Entwicklung unseres Gegenwarts- und Wirklichkeitssinns und unseres Selbstvertrauens. Mit Recht fann man von ihr sagen: Nur eine Zeitung hat gesicherte Lebenskraft, die auf eigenem Boden gewachsen ist und den Erdgeruch der Heimat ausströmt und als Blatt der Familie geachtet wird. Alles Wissen? Die Der Altmeister deutscher Bildung, Goethe, hat sich mit Pecht oft über die lustig gemacht, die sich schon für bildet b a 12 T dünten, wenn sie möglichst viel wissen. Menschen, deren Bildungsziel die Anhäufung von totem Einzelwissen ist, werden den ewigen Durst nach Wissen auch nicht stillen fönnen, unzufrieden mit sich selbst sein und in der Gemeinschaft des Boltes als recht haberische„ Allesbesserwisser" eher zerstörend als aufbauend und bildend wirken. Sie lähmen in sich den Sinn für lebendige Menschenbildung- so wie wir Deutsche sie berstehen, die auf der Ehrfurcht vor lebten Geheimnissen des Lebens, vor den Werten des Gemütes: Glaube, Liebe, Heimatberuht. Die volkstümliche Sprache, die in ihren Erfindungen genau so im Volkslied und in den Sprichwörtern einen tieferen Sinn und echte Lebensflugheit verrät, fennt für die Menschen, die einen allzu großen Wissensdünkel zur Schau tragen, den Be griff„ wandelndes Lexikon". Man will damit sagen, daß diese Menschen zwar gut zu benutzen sind wie eines dieser Nachschlagewerke, daß sie aber eben wie ein Buch mit ihrem Lerifonwissen" oft gar fein gesundes Selbstvertrauen, teine eigene geistige Schaffenstraft besißen, sondern daß ihr Einzelwissen erst durch andere Menschen lebendig und für den Dienst am Bolt fruchtbar gemacht werden kann. Dabei tut man mit einem solchen Schlagwort der hohen Kultur des deutschen Lerilons durchaus unrecht. Es gab eine Zeit, in der das Wort gebildet" eine Standesbezeichnung war. Man wurde zu den gebildeten Ständen" gerechnet, wenn man in der Gesellschaft, im Salon" zur Konversation mit recht viel Wissen prunten und möglichst bei allen Fragen mitreden, sich eben gebildet zeigen fonnte. Und dafür gab es dann das Ronversationsleriton", aus dessen reichem Schatz man noch rechtzeitig Wissen schöpfen fonnte, um es im Salon an den Mann zu bringen. Noch heute deutet der Führer im Goethe- Haus in Weimar auf diese Allgemeine Deutsche Real- Encyclopädie für die gebildeten Stände" wie der Brockhaus damals hieß, den der fluge Arbeitstechniker Goethe in ständiger Bereitschaft auf seinem Schreibtisch batte, und von dem er oft genug sprach, den er oft und gern benubt hat, zwar nicht als Konverfationsleriton, sondern als ein Handbuch des Wissens", welchen Litel unser bistorisches Nachschlagewerf- tennzeichnend genug für den Wandel im Bildungsbegriff heute noch führt. Das war für Goethe wie für einen Wissenschaftler oder einen Dichter unserer Tage teine Schande und nichts Besonderes. Um so weniger ist dieses Sichverlassen auf die geistige Arbeit anderer ein Mangel an Bildung, als ja gerade Goethes Lebenswert uns das Wesen der deutschen Bildung nicht in einer Vielwisserei, sondern in der Fähigkeit zu selbständiger Wissensaneig= nung erlennen lehrte. Wir können ruhig so viel Wissen haben meint Goethe, wie der Brockhaus, wenn dieses menschenmöglich wäre und wenn wir nicht dadurch jene unangenehme Eigenschaften der Alles besserwisser" erhielten, die man zwar weniger einem Buch, aber sehr einem Menschen übelnimmt. In der Begrenzung zeigt sich der Meister. Du mußt nicht alles wissen, aber alles zu finden wissen. Und dieses gilt in unserer beutigen Zeit noch viel mehr als in der Goethes, denn auf allen Gebieten der Wissenschaft und Kultur sind unerhörte neue Fortschritte vollzogen. Neue Welten der Ertenntnis haben sich aufgetan, ganz neue Wissensgebiete wurden entdeckt. Mit den neuen Entdeckungen und den gelösten Problemen sind neue Rätsel aufgetaucht. Auch das praktische Leben im Alltag ist für den Mann im Berufsleben und für die Frau im Hause verwickelter geworden. Überall neue Fragen, die sich mit der fortschreitenden Erkenntnis und den sich entwickelnden Lebensgewohnheiten ergeben. Man vergleiche nur einen Jahrgang einer Zeitung von damals mit einem von heute oder man blättere in dem Brockhaus, der auf dem Schreibtisch Goethes steht und in dem gewaltigen Wert, dem Großen Brockhaus" von heute, dem 20 dicken Bänden starken Handbuch des Wissens. Denn wie in einem Brennspiegel der Welt sammeln sich hier die vielen Hunderttausende von Fragen, die man heute über alle möglichen Gegenstände des Wissens und des praktischen Lebens stellen lönnte. Und es wäre ein Verlangen, dem niemand energischer als der Arzt widersprechen müßte, Antwort auf all diese Fragen mit sich in seinem Kopfe herumzutragen. Dabei würde man wirklich ein gesundes Selbstvertrauen verlieren und geistig zusammenbrechen. Heute gilt es als Zeichen fluger Lebenserfahrung, sich auf die geistige Vorarbeit anderer zu verlassen. Wenn das Lexikonwissen von damals nur für die gebildeten Stände berechnet war, so ist es beute für jedermann bestimmt. Es ist ein solches CD Stets bringt die Zeitung Int'ressantes, und jedermann liest so gespannt es, daß er, vergessend rings die Welt, beinahe in den Gully fällt. Doch man ristiert schon so ein Bad, wenn man nur seine Zeitung hat. Nachschlagewerf wie ein modernes„ Wunder der Technif" bis ins fleinste durchgearbeitet, und je sinnreicher seine Konstruttion, je schwieriger die Herstellung, um so leichter die Mühe des Benußers. Denn es ist Ziel: die wissenschaftliche Erfahrung von heute in den Dienst der prattischen Lebensaufgaben von jedermann zu stellen. Einen derartigen Organismus mitschaffen und stets weiter ausbauen helfen zu dürfen, ist der Stolz der vielen Hunderte von Mitarbeitern, die jeder auf seinem Sondergebiet, in ge= drängter Kürze ihr Bestes geben. Dazu gehört eine eigene Bes gabung, und die liebevolle Einstellung, Bildung und praktisches Einzelwissen für jedermann zu schaffen, denn manchem Gelehrten fällt es erfahrungsgemäß leichter, ein wissenschaftliches oder praktisch beratendes Buch zu schreiben, als dessen Inhalt in 20 oder 30 Zeilen Inapp und treffend zusammenzufassen. Und das ist das Entscheidende für die Bildungsauffassung unserer Zeit, die fedem zu gesundem Selbstvertrauen verhelfen will. Es sind schöne Worte, die uns in diesem Zusammenhang der bekannte Wissenschaftler Dr. Hans Roft zu unserem Thema zur Verfügung stellt: Wie die Bienen aus tausend Kräutern den Honig in ihren Bellen zusammentragen, so bilden die Tausende und aber Tausende seiner Stichwörter einen schier unergründlichen Born des gesamten Wissens der heutigen Menschheit. Hier ist aufgestapelt, was die Denter aller Zeiten erarbeitet, was die Forscher im faustischen Drange nach Klarheit und Wahrheit der Natur an Geheimnissen abgelauscht und abgerungen haben. Hier wird berichtet, wie findige Köpfe die Errungenschaften der Denker zum Nußen der Menschheit ins Praktische umwandelten und die Abhängigkeit des Menschen von den Naturgewalten immer weiter berringerten. Hier wird erzählt, was die Menschen und Völker_an Gutem und Bösem im Laufe ihrer Geschichte leisteten, wie sie die Schönheit auf die Erde gebracht haben und ihr Antlig durch Bauten und technische Anlagen zu verändern. Aber im rastlosen Drange schafft die Menschheit weiter, um sich die Erde untertan zu machen, mit allem, was auf ihr fleucht und freucht, wie es schon im kulturbefehl der Bibel heißt. In dieses Treiben und Jagen, dieses Forschen und Mühen läßt uns die moderne Zeitung einen Blid tun. Sie steht am Ufer des Stromes der Zeiten und hält fest, was ihr wichtig und ereignisschwer zu sein dünft. Während die Zeitung die Ereignisse des Tages und die Fragen der Zeit mitteilt und erörtert und so ein Stüd Weltgeschichte im fleinen in die Annalen des Werdeganges der Menschheit trägt, ist das Lerilon der hilfreiche größere Bruder, der diesen gewaltigen Gang menschlicher Geschichte und mensch licher Erdenarbeit für alle Gebiete des menschlichen Wissens genau und unparteiisch zum Nachschlagen festhält. Die Zeitung bringt Anregungen, Mitteilungen jeder Art, sie rollt das Rab der Weltgeschichte weiter. Der Große Brockhaus" dagegen steht mit schwerer und gediegener Fracht an Wissen reich beladen da, stets zu Auskunft und Belehrung bereit, um die Lücken des Wissens zu schließen und die Wißbegierde zu stillen." Bildungsdienst der Mütter. Wir erfuhren auf einem Presseempfang von einem Lehrheim des Deutschen Mutterdienstes der Frauenhilfen", welches geradezu als Hochschule für deutsche Mütterbildung" bezeichnet werden kann. An dem Abend unseres Besuches sprach zu den andächtigen Frauen ein bekannter Ingenieur und Bollswirt über die moderne Technit alb eine, die Frau und Mutter entlastende, die Freudigkeit und die Kultur der Familie fördernde Bildungs- und Lebens macht. Er meinte und da stimmten ihm seine Zuhörerinnen lebhaft bei daß die segensreiche Elektrizität mehr Freude, mehr Gesundheit, mehr Ersparnisse an Arbeitsaufwand, Zeit und Geld schaffe. Es sei llar, daß das elektrische Kochen nach den Richtlinien der neuen Ernährungslehre durch den stetigen Erwärmungsvorgang den Nährwert der Speisen viel besser erhalte als jede andere Rochart, daß auch die elektrischen Herde gar nicht teurer feien, als die anderen und daß vor allem die Frau in der Küche ein viel angenehmeres und bequemeres Arbeiten habe. Man wäre mit der Elektrifizierung der Haushalte viel weiter, wenn die Frauen die Beratung der Elektrizi tätswerfe mehr in Anspruch nähmen. Sehr viel Verwirrung herrsche allerdings über die Preisbildung für den Strom. Obwohl wir in Deutschland zumindest noch für tausend Jahre genug Kohle hätten, seien da Leute, die die gesamte für Deutschland notwendige elektrische Energie durch die Kraft des Wassers und des Windes erzeugen wollen. Ja, man verspricht den geplagten Hausfrauen Strompreise von etwa 5 Pfennig. Ganz abgesehen davon, daß solche Pläne technisch taum durchzuführen seien und viele Milliarden tosten würden, wäre die Berechnung für den Strompreis auch noch falsch. Man seße sich hier über die wirklichen Verhältnisse hinweg, über die Tatsache, daß die vorhandenen Werte, Leitungsneße usw. nicht von heute auf morgen entwertet werden können, sondern daß man das dafür geliehene Geld doch wieder hereinwirtschaften, ordentlich verzinsen und zurückgeben müsse. Aber gerade diese Anlagen, ihre ständige Betriebsbereitschaft und schließlich die mehr oder weniger starte Inanspruchnahme der Werte bilden die Grund lagen der Berechnung des Strompreises, der schon heute( bet Lichtpreisen in der Größenordnung von etwa 0,45 Pfennig und bei Kochstrompreisen von etwa 8 bis 12 Pfennig) an vielen Orten durchaus nicht teurer sei als andere Energien. Man darf ja auch- und damit schloß der Vortragende feine Rechenfebler machen. Man muß berücksichtigen, daß die Ersparnisse an Zeit und Kraft, an Arbeitsaufwand und Untosten für den Arzt in die Gesamtrechnung einbezogen werden müsse. Das gelte ganz besonders für den minderbemittelten Haushalt. Weit mehr als die Hälfte aller elektrischen Küchen stehen heute schon in den Küchen von Arbeitern und unteren Angestellten. Und so lernten wir, von welchem Nußen derartige Betrachtungen für den Beruf der Mutter sind, der zu den schwersten, aber auch zu den inhaltreichsten gehört. Was sagt der Arzt? Diät in den Festtagen. Man sollte mehr über den tieferen Sinn althergebrachter Voltsbräuche nachdenken. Das wäre oft von praktischem Wert für unsere Ge sundheit; denn schließlich tommen in solchen Voltsjitten und Erkenntnissen Wahrheiten, die das Leben gleichsam selbst entdeckt hat, zum Ausdrud. Andere Länder andere Sitten. Aber zu Weihnachten liegt eine gewisse Gleichheit in manchen Gebräuchen. Das traditionsbewußte England führt als Symbol den Mispelzweig und als Krönung des weihnacht lichen Festessens den gehaltvollen und reichlich gezuderten Plum pudding. In Amerita ist in demselben Sinne der Truthahn populär. Und schließlich bei uns in Deutschland tommt zur Weihnachtszeit eine Fülle der süßen Tafelfreuden, eine Fülle von Backwert und Zuderzeug, so daß man mit Recht von der süßen Jahreszeit spricht. Da sind aber auch schon diejenigen überängstlichen Ge müter, die alles Leid auf das Essen zurückführen und die in einer ganz törichten Enthaltsamfeit uns für Weihnachten eine besondere Diät empfehlen möchten. Mit dem Wort Diät wird neuerdings überhaupt ein solcher Unfug getrieben, daß es höchste Beit ist, sich von der medizintschen Wissenschaft hierüber belehren zu lassen. Ein bestimmter Kreis von Gelehrten und Arzten hat gerade vor furzem eine wisserschaftliche Organisation ins Leben gerufen, die die Zusammenhänge zwischen Krankheit und Ernährung und vor allem den Heilwert bestimmter Ernährungsweisen für be stimmte Krankheiten gewissenhaft erforschen soll. Der Leiter ber dieser Organisation, Berliner Universitätsprofessor Schlayer, sagt uns, daß es höchste Zeit ist, den Begriff Diät ganz eng als eine medizinische Behandlungsweise aufzufaffen, und daß es nicht erlaubt ist, von einer allgemeinen, gewiffer maßen frankheitsvorbeugenden Durchschnittsbiät für jedermann zu sprechen. Man tönne doch nicht etwa die vom Arzt dem Budertranten vorgeschriebene Ernährungsweise zu einer allgemeinen machen und somit den Menschen die Luft an den Süßigkeiten, den mancherlei deutschen Süßspeisen und schließ lich an dem weihnachtlichen Zuderzeug nehmen. Die Arzte meinen im Gegenteil, daß der in Süßigkeiten enthaltene Buder ein außerordentlich hochwertiges Nahrungsmittel ist, und daß wir was die Süßspeise und das Buderzeug anbelangt eigentlich immer Weihnachten feiern follten. Natürlich teine Einseitigkeit tein Übermaß. Aber doch dafür sorgen, daß in unserer gewöhnlichen gemischten Roft in Suppen, im Gemüse, in Obst- und Mehlspeisen nicht am Kraftspender Zuder gespart werde. Nur teine falschen Sündenböde" etwa für Bahnschmerzen oder Magenbeschwerden verantwortlich machen, so antwortet ein bekannter Berliner Stadtarzt. Buder schadet weder den Zähnen noch überhaupt dem menschlichen oder findlichen Organismus. Gerade zu Weihnachten mag uns der Trieb des Stindes nach Süßem als ein von der Natur eingepflanzter Ernährungsinstinkt ein guter Lehrmeister sein. Weihnachten ist das Fest des Kindes, und wir sollten dankbar sein, wenn wir die Freude der Kinder auch zu unserer Freude machen und uns nicht durch törichte Redereien den gesunden und fröhlichen App..it verderben lassen. ,, Gießener Zeitung" Nr. 50 Samstag, den 17. Dezember 1932. Hamstergeld und Fluchtkapitalien kehren zurüð. Seit mehr als Jahresfrist mußte in Deutschland der Kampf gegen das Geldhamstern geführt werden. Diesem Kampf war ein erfreulicher Erfolg beschieden, denn in den letzten Wochen und Monaten sind, wie eine Reihe von Anzeichen ertennen lassen, die gehorteten Geldbeträge zu einem erheblichen Teil wieder in den Verkehr geflossen. Darauf läßt die günstige Entwicklung der Spareinlagen bei den Sparkassen, aber auch die Bewegung am Rentenmarkt schließen. Auch das in das Ausland geflüchtete inländische Kapital hat Heimweh betommen. Die Betroffenen haben gemerkt, daß Kapitalflucht nicht nur ein schlechtes Geschäft ist, sondern daß die Vorstellun gen von der Sicherheit des Geldes im Ausland sehr übertricben und durchaus nicht immer zutreffend waren. Der Rückfluß von Hamstergeld und die Rückkehr der Fluchttapitalien ist eine wichtige Voraussetzung für die Ueberwindung der Krise. Die Wirtschaftsbelebung kann nur langsam einsetzen, und das ist gut so! denn jede zu stark und fünstlich geförderte Belebung würde leicht die Gefahr einer Uebertreibung und Ueberspannung und damit die Reime einer neuen frisenhaften Entwicklung in sich bergen. Die Bereitstellung bereits vorhandener, aber bisher in Strümpfen und Kisten zurückgehaltener Kapitalien für die Kreditgewährung an die Wirtschaft ermöglicht die Finanzierung einer gesunden Arbeitsbeschaffung. Gegen alle Projekte, die auf eine Bünstliche Kreditschöpfung hin= auslaufen, werden mit Recht schwerwiegende Bedenken erhoben Der normale und auch ergiebige Weg geht über die Sparinstitute. Einen Beweis dafür, wie stark jetzt die früher häufig verkannte Bedeutung des Sparens und der Sparer für die Wirtschaft in der Deffentlichkeit gewürdigt wird, liefert die vor furzem erfolgte Gründung des„ Bolksbundes zum Schuß erSparten Vermögens". Diese Front der Sparer hat alsbald ein startes und gutes Echo gefunden. Reichsbankpräsident Dr. Luther hat die Arbeit des Volfsbundes als eine große soziale und wirtschaftliche Aufgabe bezeichnet, die sowohl im Interesse der vielen Millionen Sparer als auch zum Schutze des virtschaftlich und sittlich so wichtigen Sparsinns und zur Förderung der unetbehrlichen nationalen Kapitalbildung gepflegt werden muß. Durch diesen Zusammenschluß, den die berufenen Sparinstitute nach Kräften fördern, wird die Macht der Sparer ge= stärkt und damit ein weiterer wichtiger Fattor für die Gesundung der wirtschaftlichen Verhältnisse geschaffen. · Aus Nah und Fern. * Keine Wintersportmöglichkeit im Bogelsberg. Wie wir vom Hoherodskopf hören, besteht zur Zeit keine Möglichkeit zum Wintersport im Vogelsberg. Auf der Höhe ist der Schnee nahezu vollständig verschwunden. Grünberg( Oberh.) In Lardenbach stürzte das zwei Jahre alte Kind eines Schuhmachers unbemerkt in eine Wanne mit tochendem Wasser. Das bedauernswerte Kind wurde so schwer verbrüht, daß es einige Stunden später in der Gießener Klinik verstarb. Oberseemen. Der seit dem 2. Dezember vermißte Arbeiter Jakob Lapp aus Oberseemen, der trotz eifrigster Nachforschungen der hiesigen Polizeibehörde nicht entdeckt werden konnte, wurde am Mittwoch erfroren aufgefunden. Ein weihnachtliches Straßenbild. Eine Hauptgeschäftsstraße in Odense mit Tannengirlanden und bunten Glühlampen, die die Kauf- und Gebefreudigkeit hebt und zur Nachahmung nur zu empfehlen ist. Friedberg. Der tommende Goldene Sonntag ist dem deutschen Lied gewidmet. Schon am Vormittag wird in der geräumigen Aula der Augustiner- Schule die 100jährige Wiederkehr des Geburtstages Johann Brahms festlich begangen. Geheimrat Merd- Darmstadt t. - Neue Bücher. - - mit Zweifel gegenüber gestanden haben mag. Der Verlag wollte auf knappem Raum ein Werk bieten, das„ nicht nur kurze Wort und Begriffserläuterung, sondern eine Zusammenschau unseres Weltbildes" geben und der heutigen Geldknappheit Rechnung tragend ein vielbändiges Riesenlegifon ersetzen. Dieser Versuch ist tatsächlich im Rahmen des technisch Möglichen geglüdt. Meyers Kleines Legifon. Achte, gänzlich neu bearbeitete Auflage 1931/32. 3 Bände und 1 Atlas- Band. 70 000 Stichwörter und Artikel mit rund 3500 Textilbildern, 293 groBen, 3. T. mehrfarbigen Tafeln und Karten; der Atlas- Band enthält außerdem 238 Haupt- und Nebenkarten. Jeder Band in Leinen 23 RM., in Halbleder 26 RM; bei Rüdgabe eines nach 1892 erschienenen 2- bis 4bändigen Lexikons in Leinen 20,50 RM., in Halbleder 23,50 RM. Die Leturner Hütte. Von Hans Wahlit. 381 S. Roman. In Halbleder geb. 2,90 RM. Vollsverband der Bücherfreunde, Wegweiser- Verlag GmbH., Berlin- Charlottenburg 2. Das neueste Wert eines geistigen Führers des Deutschtums in den Sudeten. Oswald Leturner, der Erbe einer böhmischen Glashütte, ein fanatischer Abenteurer, sexual- pathologisch be= haftet, gefürchtet von seinen Nachbarn, führt ein tragisches, zwiespältiges Leben. Verderblich und reizvoll wie die Macht des Feuers, dessen Dämonie sein Verhängnis wird, hält Oswald Leturner zwei Schwestern in seinem Bann. Die Liebe zu ihm erhöht und vernichtet ihr Lebensglüd. Dieses eigenartige Schichsal, verwurzelt in der Schwere und Mystik böhmischer Landschaft, genährt vom Hauche jahrhundertealter Sagen, ist grandios gestaltet. Darmstadt. Im 71. Lebensjahre starb in der Nacht auf Freitag Geheimer Kommerzienrat Dr. med. und phil. e. h. Wilhelm E. Merd, Seniorchef der gleichnamigen weltbekannten chemischen Fabrit. Geheimrat Merd war fast 50 Jahre in seinem Betrieb tätig und hat einen erheblichen Anteil an der Erlangung des wissenschaftlichen Rufes, den sein Werk in der gan= zen Welt genießt. Das Wormser Festhaus niedergebrannt. Worms. Am Mittwochabend brach im hiesigen Festhaus Großfeuer aus. Das Bühnenhaus, die Garderoben und das Maschinenhaus brannten bis auf die Grundmauern aus. Die Feuerwehr mußte sich darauf beschränken, das Feuer zu lokaliFieren, da das Hauptgebäude in große Gefahr geriet. ,, Die Wirtin zum goldenen Hirschen". Eine Erzählung aus dem Volksleben von Richard Plattensteiner. Verlag Heinrich Minden, Dresden und Leipzig. Geh. 1, RM., in Gangl. 1,50 RM. 101 Seiten. Die Crzählung berichtet von einer wackeren Frau im Niederösterreichischen, die das Herz auf dem rechten Fled hat. Wismar bei Gießen. In diesen Tagen sind 30 Jahre verflossen, daß die hiesige Zigarrenfabrik der Firma Rinn& Cloos ihrer Bestimmung übergeben wurde. Es war dies der erste größere Fabritbau der im Jahre 1895 begründeten Firma. Weihnachtswunsch! Elektro- Ing. 26 J., ev. wünscht Briefwechi.m. gebild. Dame, a. liebst. v. Londe, wo eventuell Gründg. ein. Geschäfts möglich, zw. späterer Heirat. Zuſchrift. u. G. 3. 3196 a. d. Geschäftsst. d. Ztg. Werkzeuge aller Art Werkzeugliste gratis. Westfalia Werkzeugcompany, Hagen i. W. 64. Einj.- Abitur Bei unseren schon zeitgemäß billigen Preisen 10% Weihnachts- Rabatt auf 2 Flügel, 41 neue und gespielte Pianos ( darunter viele Fabrikate erster Weltfirmen), Pianostühle, Pianolampen und Notenständer. Pianofortefabrik Gebr. 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Eine Weihnachtserzählung von Paula Grogger. Textillustrationen von Balduin Reinthaler, Halbleinen 4,50 RM. Verlag Josef Müller, München 13, Friedrichstraße 18. Eine originelle Weihnachtsgeschichte von einem budligen Schneider im Himmel, von sieben bösen Buben und der weihnachtlichen Erdenfahrt des Christkinds. In dem wundersam poetischen Bilde des Weihnachtsabends, an dem die sieben bösen Buben durch tiefen Schnee zum Christkind stapfen und, durch seine Liebe berührt, zu braveft Kindern werden. Mal teine Sensation! Das neue Heft der Woche" erzählt von glücklichen Menschen auf Bali, von der Tragik der reichen Leute und Jagd- Abenteuern im Alpen- Revier. Neue Spiele. Wenig, aber von Herzen! Bezug Redaktions Jendung n 44. schön, aber nicht das Wenig soll die Hauptsache sein, sondern mit anderen Worten: wenn wir nur wenig schenken kön ' nen, müssen wir das Wenige mit um so mehr Sorgfalt wählen. Der Verlag Otto Maier in Ravensburg weiß guten Rat. Seine ,, Ravensburger Spiele" halten eine zeitgemäße Linie ein. Da ist Taxi( Nr. 468a RM. 3,-, 4686 RM. 2,-), wo 4X4 Spielfiguren es schrecklich eilig haben, nach Hause, d. h. nach verschieden Zielen zu kommen. Eine neue an Domino erinnernde Spielform bringt ,, Sternrupfen". Eines der Spiele, bei denen schon Vierjährige mitmachen und Erwachsene sich nicht langs weilen.( Nr. 473 RM. 1,50). Eine neue Gruppe sog. Ge schicklichkeitsspiele vertritt ,, Boccia auf dem Tisch"( Nr. 471 RM. 2,0), dem bekannten italienischen Volksspiel nachgebildet. Stadt der Kugeln sind Scheiben gewählt. Auch das„ Geduldspiel" ist mit zwei Schiebespielen mit bunten Steinen" vertreten. Die Ausgabe mit Quadraten( Nr. 472 RM. 1,50) ist leicht und einfach zu spielen, während die andere mit verschränk ten Rechtecken( Nr. 473 RM. 1,50) schon einiges Kopfzerbrechen machen kann. Für einen größeren Kinderkreis sei besonders ein entzückendes Frag- und Antwortspiel( Nr. 426 RM. 2,-) mit neuen Texten und Bildern erwähnt, fürs Vorschulalter ein textloses Bilderquartett( Nr. 427 R. 1,80) mit bunten Bildchen. Uns hat vom Christkind geträumt. Eine Weihnachtsgeschichte. Erzählt von Anneliese S. Bergenthal, gemalt von Josef Madler mit farbigen Bildern. In Geschenkband 2,50 RM. Verlag Josef Müller, München 13, Friedrichstraße 18. Die Kleine Annemarie und ihre Mutter erzählen sich von dem himm lischen Kinde und werden froh in der Erwartung der heiligen Nacht. Wenn man sich in dieses Büchlein versenkt und die Bilder betrachtet, dann taucht man unter in der unvergleichlich schönen und reinen Poesie der christlichen Weihnacht. - Den lieben Kindern. In Geschentausstattung 2,80 RM. Ein Verlag Josef Müller, München 13, Friedrichstraße 18. Kinderbüchlein mit Bildern von Josef Bachlechner und Versen von Bruder Willram. In den bunten, mannigfaltigen Kinderzenen des Meisters ist Kindesgemüt zutiefst erfaßt und wunderbar zart, treuherzig, naiv zum Ausdruck gebracht; dabei guckt aus allen Winkeln ein verstedter, liebenswürdiger Humor. Der„ Kleine Meyer" vollständig. Diese Nachricht wird weite Leserkreise ebenso erfreuen und interessieren wie den fri= tischen Zeitbeobachter. Denn in diesem dreibändigen Lexikonwerk des Bibliographischen Instituts sind einige Kunststücke vollbracht, deren Gelingen mancher Erfahrene bei der Ankündigung Erkältungskrankheiten, hartnäckiger Husten, Luftröhrenkatarrh, Lungenverschleimung, Bronchialfatarrh, Asthma, etc. behebt u. lindert selbst in veralteten Fällen Institut Boltz- Ilmenau, Thür. Der schleimlösende Dellheims Brust und Lungentee Einige Preis M 1.50 In allen#potheken erhältlich, bestimmt: Pelikan- Apotheke. Für die Bezirke Pianos noch wie neu wegen Zurücknahme zu " Um Ju weden, hilfe das f Eine notwendige Ergänzung des Unterhaltungsspiels ist das sogenante Beschäftigungsspiel. Neben einer Reihe von preiswerten Neuausgaben klassischer Themen sind besonders die beliebten Ausgaben Klebearbeiten mit Buntblättchen vertreten, 3. B. Postkartentleben mit Blütenformen( Nr. 446 RM. 1,-) und Weihnachtspostkarten( Nr. 447 RM. 1,-). Der Laubsäge arbeit werden neue Wege gewiesen durch die Hefte„ Figuren fürs Kinderspiel"( Nr. 1913 RM.-, 75) mit Vorlagen für buntes Spielzeug und Weihnachtsschmuck"( Nr. 1912 RM. -, 75). Hierher gehören auch die beiden Krippenbogen ,, Weihnachtskrippe"( Nr. 1809 RM. 1,-) und ,, Die hl. drei Könige"( Nr. 1810 RM. 1,-). Die bunten Bauhefte bringen neuen Stoff: Autos( Nr. 1807 RM.-, 50) zum Ausschneiden und Modellieren mit einer Garage und Flugplatz( Nr. 1806 RM., 50) mit 9 kleinen Flugzeugen, Halle und Stations gebäude. Größere Geschicklichkeit erfordern die ,, technischen Baubogen". ,, Rennwagen und Lastauto"( Nr. 1705 RM. 1,75) und eine wuchtige( 6achsige Schnellzugslokomotive( Nr. 1706 RM. 2,50). Alles erforderliche Material wie Achsen, Räder usw. ist beigegeben. Im Anschluß daran scheint mir noch die bekannte um ca. 8 neue Bände erweiterte Sammlung ,, Spiel und Arbeit" besondere Erwähnung zu verdienen. Bb. 134 bringt die neuesten schwanzlosen Segelflugzeug- und Raketen modelle( RM. 2,-), elektrische Lokomotiven in Bd. 131( RM 2,25), Schiffsmodelle behandelt Bd. 140( RM. 2,25). Einen Ueberblick über die wichtigsten Ausgaben gibt der Verlag mit einem Prospekt, der kostenlos zur Verfügung steht, die Aus gaben selbst liefern die ortsansässigen einschlägigen Geschäfte. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. 6666666a00000000000000000000 Druckarbeiten Gießen, Alsfeld und Marburg slaunend billigen Preisen bei hohem Vedienst. suchen wir tüchtige Aquisiteure und Werber Angebote an: abzugeben. 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