Nr. 1. uf der Bahn oder Abenteurern und ie neue ,, Woche". Die neue Gar en aus interessan Bilhelm von einer en Bibliothet, die nd Handschriften: en Bildern in der Presse"( Nr. 2) in in Gießen. beteiligen! hten und Diteln des fgeführten en hat des im Bilde benstehend ver? st das Roches Hilde es Maria ftor Kornminenz? die ersten ns gelesen Auge für wird schnell as zusam Beantwor frage wird eude ma hre Men bekunden erteilung 31. März 1932 ng", Südanlage Die Zahlen utlich schreiben. Cierung achten. ild Nr. wild Nr. Bild Nr. Bild Nr. Bild Nr. 1932 ab. ACHE SSEN Keller, gegr. 1783 Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 45. Jahrg. Bolitische Rundschau. Das Präsidium des Reichsverbandes der Deutschen Industrie beschäftigte sich unter dem Vorsitz des Herrn Dr. Krupp von Bohlen und Halbach mit der neuesten Entwicklung der Reparationsfrage, insbesondere mit dem zweiten Basler Bericht und den Erklärungen des deutschen Reichskanzlers in seinem Jaterview vom 9. Januar. Anfang der kommenden Woche beginnen innerhalb des Reichsrates Vorbesprechungen über den von der Reichsregierung unterbreiteten Nachtragsetat für das Rechnungsjahr 1931. Das Reichskabinett wird sich in den nächsten Tagen unter anderem mit der Frage beschäftigen, ob eine Erhöhung des Butterzolles vorgenommen werden soll. Zu den in einem Teile der ausländischen Presse umlaufenden Gerüchten über eine Verschiebung der Konferenz von Laujanne wird in Berliner unterrichteten Kreisen mit allem Nachbrud darauf hingewiesen, daß der Standpunkt der deutschen Regierung sich in dieser Sache in keiner Weise geändert hat. Die Fraktion des Christlich- sozialen Volksdienstes tritt am 18. Januar, am Reichsgründungstage zu einer Sigung zujammen, um über die außenpolitische Lage und die Vorberei= tung der Wahl Hindenburgs zu beraten. Wie der Deutsche Städtetag mitteilt, wurden Ende De: zember in der öffentlichen Gemeindefürsorge insgesamt rund 1 650 000 Erwerbslose betreut. Der deutsche Gesandte in Warschau hat bei der polnischen Regierung in Warschau wegen der Ausweisung der 70 Optantenfamilien aus dem Korridorgebiet interveniert. Der Gesetzgebungsausschuß des Hessischen Landtags besaßte fich in seiner Donnerstagssigung mit mehreren kommunistischen Anträgen, die durchweg abgelehnt wurden. Das Anhaltische Staatsministerium teilt mit, daß es die Landtagswahlen noch vor dem Ende der am 20. Mai ablaufen: ten Wahlperiode vornehmen werde. Der Finanzausschuß des Völkerbundes behandelte gestern in einer geschlossenen Sigung ohne Zuziehung des österrei= hischen Bundeskanzlers die Finanzlage Oesterreichs. Die Bank von England hat einer weiteren Verlängerung des der Desterreichischen Nationalbank in Höhe von 100 Millionen Schilling gewährten Kredites zugestimmt. Der italienische Finanzsachverständige, Prof. Bencduce, ist in London eingetroffen, um mit der britischen Regierung Verhandlungen über die Tributfrage zu führen. Die uruguanische Kammer hat die Regierung ermächtigt, die Amortifierung der auswärtigen Schulden Uruguays auszuje gen. Die Kommunistische Internationale hat beschlossen, am 1. Februar einen internationalen Erwerbslosentag durchzufüh= ren, an dem sämtliche kommunistischen Parteien und Organifationen aller Länder demonstrieren müssen trotz bestehender Kundgebungsverbote. Am Freitagvormittag tam es an mehreren Stellen der Meichshauptstadt zu kommunistischen Tumulten. Die 16. Internationale Arbeitskonferenz wird am 12. April in Genf stattfinden. Von den beim Brand des Zirkus Sarrasani in Antwerpen Derlegten Elefanten ist bis jetzt einer gestorben. Die vom Verwaltungsrat der Deutschen Reichspost be= loffenen Ermäßigungen der Jnlandsgebühren für Fernbriefe, Fernpostkarten und Pakete sind mit dem 15. Januar in Kraft getreten. Wir können und werden nicht zahlen. Berlin. Das Reichskabinett ist am Freitag um 16 Uhr zujammengetreten, um sich mit den bevorstehenden Konferenzen in Lausanne und Genf zu beschäftigen. Die einzelnen Ressorts dar Reichsregierung hatten in den letzten Wochen die vorberei= tenden Arbeiten geleistet. Das Reichskabinett prüfte in dieser Sigung das gesamte Material und beriet dann im einzelnen über die taktischen Wege, die für die Durchführung der Konferenzen einzuschlagen sind. Der grundsätzliche Standpunkt der Reichsregierung steht unerschütterlich fest: Dr. Brüning wird in Lausanne die Erflärung wiederholen, die er in seinem Interview qbgab, daß Deutschland fünftighin Reparatiouszahlung nicht mehr leisten fonne und werde. Der Kyffhäuserbund Träger der Hindenburg- Kandidatur? Berlin. Bei den Bemühungen, die Initiative zur ProLamierung von Hindenburgs Kandidatur einer parteipolitisch möglichst neutralen Stelle zu überlassen, denkt man jetzt an den Gesamtverband der deutschen Kriegervereine, den Kyffhäuserbund. Daneben sei aber noch die Hinzuziehung angesehener Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben notwendig, um den Parteien, auf deren Mitwirkung es ankomme, die Entscheidung nicht unnötig zu erschweren. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 16. Januar 1931 Kommunistische Vorbereitungen zum Bürgerkrieg. Sprengstoffunde in Hagen. Essen. Wie wir zu der Angelegenheit des Waffen- und Sprengstoff- Fundes in Hagen erfahren, wurden durch den umfangreichen Sprengstoff and Waffenfund einwandfrei systematische Vorbereitungen der der KPD nahestehenden Terrororganisationen zum Bürgerkrieg nachgewiesen. Die Bedeutung der Golddeckung. Der Rüdgang der Gold- und Devisenbestände der Reichsbank konnte hier und da nur deswegen Beunruhigung hervor rufen, weil über die Bedeutung der Deckungsvorschriften oft falsche Vorstellungen bestehen. Die Gold- und Devisenbestände dienen der Reichsbank zu folgenden zwei Zweden: 1. der Deckung des Geldumlaufs, 2. dem Ausgleich des Zahlungsvertehrs zwischen Deutschland und dem Ausland. Der Bestand an Gold und Devisen ist immer verhältnismäßig begrenzt. Dadurch, daß die Reichsbank Noten nur bis zu einem bestimm= ten Mehrfachen ihres Gold- und Devisenbestandes ausgeben darf, wird eine obere Grenze geschaffen, über die hinaus von der Reichsbant neues Geld nicht oder nur in erschwertem Maße geschaffen werden darf. Nicht auf die Höhe der Deckungsbestände an sich kommt es also an, sondern auf die Begrenzung des Goldumlaufs gegen eine Geldentwertung. Diese Begren zung könnte selbstverständlich auch dann eingehalten werden, wenn überhaupt kein Gold- oder Devisenbestand bei der Reichbank vorhanden wären. Die Deckungsvorschriften sind ein Hilfsmittel von vielen für die Wahrung der Grenze der Notenausgabe. Der Bewegung der Gold= und Devisenbestände kommt also sicherlich nicht die Bedeutung zu, die vielfach ihr zuerkannt wird. Die Veränderung der Bestände ergibt sich hauptsächlich aus der anderen wichtigeren Aufgabe des Goldes und der Devisen, als Ausgleichsmittel im internationa len Zahlungsverkehr zu dienen. Schwankungen der Bestände sind hierbei nichts Außergewöhnliches, so wenig wie Schwanfungen im Geldbeutel des einzelnen. Die Höhe der Deckungsgrenze, die an sich ziemlich willkürlich und in den einzelnen Ländern verschieden festgesetzt wird, läßt daher keinen Schluß über den Stand der Währung zu. Eine hochherzige Stiftung. Dr. Friz Opel stiftet ½ Million. nur Herr Dr. ing. e. h. Friz Opel, Ehrenbürger und Förderer der Stadt Rüsselsheim, hat zur Schaffung von gesunden und zweckmäßigen Wohnungen für Minderbemittelte in Rüsselsheim in hochherziger Weise einen Betrag von 1/2 Million Reichsmart gestiftet. Die Stiftung wurde jetzt von dem Hessischen Gesamt- Ministerium genehmigt. Der Betrag wurde bereits vor einiger Zeit der gemeinnüßigen Baugenossenschaft als Dr. Fritz Opel- Bauftiftung" zur Verfügung gestellt. Das in Häusern, Hypothefen und Resttaufschillingen angelegte Vermögen dieser selbstständigen Stiftung ist zu einem billigen Zinssatz zu verzinsen und mit mindestens 2% jährlich zu tilgen. Der Zinsfuß beträgt zur Zeit 4%. Zinsen und Tilgung sind für Errichtung neuer Wohnhäuser zu ver wenden, die ebenfalls von den minderbemittelten Familien durch allmähliche Tilgung zu Eigentum erworben werden. Durch die Stiftung ist die Baugenossenschaft in der Lage, jedes Jahr eine Anzahl neuer Wohnungen in Rüsselsheim zu errichten. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: Die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 2 Wirtschaftskrise und deutsches Handwerk. - - Von Rechtsanwalt Dr. von Köbke, Ober- Reg.- Rat z. D. Nähere Ausführungen darüber, daß von verschwindend geringen Ausnahmen abgesehen unser ganzes Volk unter der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise auf das Schwerste zu leiden hat, brauchen nicht gemacht zu werden. Es ist auch nicht erforderlich, noch ausdrücklich festzustellen, daß von diesem Notstand gerade der gewerbliche Mittelstand, und zwar in höherem Grade als die meisten anderen Berufsstände getroffen wird. Wichtiger als alles dies ist es vielmehr, die Gründe näher zu untersuchen, die zu dieser Sonderbelastung des gewerblichen Mittelstandes, insbesondere des Handwerks, geführt haben. Hier ist es zunächst eine Binsenwahrheit, daß ein guter Teil all unserer Nöte in der Finanzkrise der öffentlichen Hand zu finden, und daß durch diese wiederum die untragbare Höhe der Steuern wie der sonstigen öffentlichen Lasten, insbesondere auch der Tarife usw. zu einem großen Teile bedingt ist. Hierbei sei mir jedoch der ernste Zweifel erlaubt, ob die Erhebung all dieser öffentlichen Auflagen in diesem Umfang wirklich nötig ist. Denn, wenn man auch der Regierung in ihren Ausführungen über die Notwendigkeit einer gesunden Finanzgebarung vollkommen beistimmt, so geht es andererseits nicht an, die Henne mit den Eiern zu schlachten, also zugunsten des Etats und dessen Balancierung Betriebe zum Stillstand zu bringen. Eine Reihe von Steuern treffen gerade den gewerblichen Mittelstand als das letzte Glied in der Produktionskette besonders hart; das Hauptbeispiel bildet die Umsatzsteuer, die durch die neueste Notverordnung weit über das Doppelte hinaus erhöht wird und bei der die Abwälzung auf das kaufende Publikum in Anbetracht der Wirtschaftskrise oft nicht möglich ist. Mit der neuen Notverordnung vom 8. Dezember 1931 strebt die Reichsregierung eine allgemeine Preissenkung an, die jedoch trotz des ernsten Willens der Regierung auf lebhafte Bedenken gestoßen ist. Denn wenn die öffentlichen Tarife der städtischen Monopolbetriebe wirklich gesenkt werden sollen, so werden zweifellos die schwersten Widerstände von den Gemeinden oder Kommunalverbänden erhoben werden. Ein kleines Bei spiel, was wir zu erwarten haben, geben die Tariffenkungen, wie sie in Berlin in Aussicht genommen, aber völlig unzulänglich sind. Fast noch gefährlicher als diese Schwierigkeiten sind für den gewerblichen Mittelstand all die Hoffnungen, die in dem Publikum auf einen neuen Preisabbau wachgerufen worden sind; durch diese Hoffnungen wird in den Käuferschichten wie in dem Vorjahr weitestgehende Zurückhaltung erzeugt, die manchen Handwerker um die wohlverdienten Früchte seiner Arbeit bringt. Dies wird um so stärker eintreten, als bereits zum 1. Januar eine mehr als empfindliche Kürzung der Gehaltsbezüge der Beamten eingetreten ist, die sich auch auf die gesamte Arbeitnehmerschaft erstreckt, und weitere ungünstige Rückwirkungen der erlahmten Kaufkraft auf das Handwerk, dessen wirtschaftliche Lage durch den unbefriedigenden Ausfall des Weihnachtsgeschäfts sich noch wesentlich verschlechtert hat, nicht ausbleiben werden; nicht ausbleiben werden auch die Folgen hiervon auf die Finanzkassen. Das oben bereits erwähnte Beispiel von der Henne mit den goldenen Eiern wird, soweit nicht schon geschehen, 100prozentige Wahrheit werden. Wie weit die Not im Volke, auch im gewerblichen Mittelstande, fortgeschritten ist, dies ergibt die Ueberlastung der Pfandkammern bei den Gerichten. Und warum der ganze Aufwand? Denn was aus den Versteigerungen herauskommt, ist derartig gering, daß die Kosten der Zwangsvollstreckung oft kaum gedeckt werden; zum mindesten aber stehen Erlöse und wahrer Wert der in der Zwangsvollstreckung versteigerten Gegenstände in schreiendem Gegensatz zueinander. Dies gilt auch für die Zwangsvollstreckungen aus den Steuern! Die Reichsregierung hat in der neuen Notverordnung weitgehenden Schuß gegenüber Zwangsvollstreckungen in landwirtschaftlich benutte Grundstücke wie in städtische Hausgrundstücke neu geschaffen; was aber der Landwirtschaft wie dem städtischen Grundbesig recht und billig ist, das ist es auch dem Handwerksmeister. Das außerordentliche Kündigungsrecht, das ihm in dankenswerter Weise bei Mietverträgen gewährt wird, schüßt nicht in einer Reihe von Fällen, in denen ein solcher Schutz gleichfalls dringend angezeigt ist. Ich denke hier an die Fälle, in denen der Laden- oder Werkstattbesizer infolge allzu hoher Miete bereits in Mietsrückstände geraten ist und nun, zumal bei den rigorosen Bestimmungen der Mietverträge ermittiert werden soll. In solchen Fällen muß in Ausdehnung des dem Grundbesitzer gewährten Vollstreckungs: schußes auch ein gleiches Recht den Mietern, insbesondere denen von gewerblichen Räumen, also von Läden und Werkstätten gewährt werden. Es geht nicht an, daß in Zeiten, in denen unser Volk nur dann durchhalten kann, wenn einer auf den anderen Rücksicht nimmt, Angehörige des deutschen Mittelstandes auf die Straße gesezt und ihre Betriebe hiermit ruiniert werden. Betrachtet man die Notverordnung im großen und ganzen, so wird man finden, daß wohl kaum eine einzige Conder vorschrift zugunsten des gewerblichen Mittelstandes als solchen erlassen worden ist mit einer Ausnahme, nämlich der Schaf Mr. 2. Samstag, Samstag, den 16. Januar 1932. fung eines 20- Millionen- Fonds für die Rationalisierung des gewerblichen Genossenschaftswesens. Im übrigen ist auch anzu erkennen, daß eine Reihe von Bestimmungen, insbesondere z. B. die über die Zinssenkung dem gewerblichen Mittelstande zugute kommen: man wird aber auch feststellen müssen, daß eine Reihe von Forderungen und Wünschen des Handwerks nicht berücksichtigt sind. Zu den weiteren Gründen, die zu der Katastrophe im Handwerk geführt haben, ist endlich die Tatsache zu rechnen, daß unser Handwerk behördlicherseits allzuoft nicht das Inter esse und Verständnis gefunden hat, das für seine Eristenz unbedingt erforderlich ist. Dringend wünschenswert wäre es daher, wenn von der Reichsregierung allen Behörden die strikteste Durchführung des Artikels 164 der Reichsverfassung zur allerernstesten Pflicht gemacht würde. Ueberhaupt wäre jetzt, wo die Konjunktur ihren Tiefstand erreicht hat, der vielleicht letzte Augenblick gegeben, wo allseits der Gedanke an den Aufbau und hiermit an die Erhaltung der bestehenden Betriebe, insbesondere der des gewerblichen Mittelstandes wieder in den Vordergrund der staatlichen Tätigkeit treten müßte, ein Gedanke, der auch psychologisch auf das Volk nur günstig einwirken würde. Für uns Alle gilt aber das Losungswort: ,, Arbeiten und nicht verzweifeln". Der Führer der Rettungstruppe von Courrières. über den Bergmannsfilm„ Kameradschaft". Der bekannte Bergwerksfilm ,, Kameradschaft", dem als Motiv das schwere Grubenunglüd von Courrières und die Rettungsaktion der deutschen Bergleute von Zeche Shamrod bei Gelsenkirchen zugrunde liegt, hat auch dem Führer der Rettungstruppe Bergwerksdirektor Dr.- Ing. c. h. G. A. Meyer, Anlaß gegeben, seine Meinung über diesen Film zu äußern. Da dieser angesehene Fachmann, der auch durch seine Einstellung zu den Fragen der Grubensicherheit und der Unfallverhütung bekanntgeworden ist, besonders berufen erscheint, den vielumstrittenen Film zu kritisieren, geben wir seine Ausführungen nachstehend wieder: ,, Gießener Zeitung" geübten Träger dieser Apparate ermöglichen, bei Sauerstoffnahrung in Giftgasen nicht nur zu leben, sondern auch zu ar= beiten. Die aus Beamten und Arbeitern entnommenen, freiwilligen Mitglieder der schon vor Beginn des jetzigen Jahrhunderts auf der alten, damals von Grubenbränden oft heimgesuchten Zeche Shamrod in Herne von mir gegründeten Rettungstruppe hatten sich Jahre hindurch für die oft höchst mühseligen und unangenehmen Versuche mit den Atmungsgeräten mit einer Opferwilligkeit sondergleichen zur Verfügung gestellt. Wir wußten auf Grund dieser langjährigen Vorbereitungen, was wir fonnten; ich wußte auch, daß dem französischen Bergbau eine solche Organisation nicht zur Verfügung stand. Was lag also näher, als auf die vom Bergbau- Verein in Essen an mich gestellte Frage, ob wir den Franzosen helfen wollten, ohne meiteres mit„ Ja“ zu antworten. ,, Der Film soll zum„, steuerfreien Lehr- und Kulturfilm" erklärt worden sein. Da ich auf dem Gebiet der Film- Undernehmungen nicht zu Hause bin, habe ich keine Ahnung davon, nach welchen Gesichtspunkten die Steuerfreiheit eines solchen Unterhaltungsunternehmens ausgesprochen und der Geschäftsunternehmer von dem Druck, unter dem jeder unternehmende Mensch in Deutschland heute ungefähr zusammenbricht, von einem deur machina erlöst wird. Wir leben wahrhaftig in einer Zeit der Wunder; es ist eine Lust, zu leben! An und für sich war die Anfrage des Bergbau- Vereins nichts Ungewöhnliches, da die Shamrod- Rettungstruppe schon bei verschiedenen, mit giftigen Gasen verbundenen Ereignissen im Bergbau auch auf größere Entfernungen zur Hilfe gerufen worden war. Ich hatte außerdem im nordfranzösischen Bergbau zahlreiche Verbindungen mit den dortigen leitenden Fachleuten. Ich fragte nach Einholung der Genehmigung meiner Gesellschaft die gerade erreichbaren Mitglieder unserer Rettungstruppe, ob sie mit mir nach Frankreich gehen wollten, und fragte wie immer nicht vergeblich. Als ich am 11. März 1906 abends nach den CourrièresGruben in Nordfrankreich mit etwa 18 überaus leistungsfähigen und unerschrockenen Begleitern von den Shamrock- und Rheinelbe- Gruben und mit etwa 52 Gepäckstücken aufbrach, hätte ich als vorsorglicher Hausvater vorher bei unserer Regierung anfragen sollen, ob man unseren etwas ungewöhnlichen Ausflug für ein außerordentliches Lehr- und Kulturunternehmen erklären und meinen Begleitern und mir Steuerfreiheit zusichern wollte. In dem Bergmannsfilm von der„ Kameradschaft" begeistern sich die Bergleute aus sich heraus dafür, den französischen Kame= raden Hilfe zu leisten und suchen den geschniegelten Bergwerksdirektor mit der Bitte auf, mit den Apparaten der Bergwerksgesellschaft nach Frankreich zu Hilfe eilen zu dürfen. Der Direftor erteilt nach einigen Verhandlungen huldvoll die Genehmigung und bleibt behaglich zu Hause. Damit der Film recht ,, volkstümlich" werde, wird der wirkliche Hergang auf den Kopf gestellt. Warum zogen wir denn hinaus in das fremde Land und in eine fremde Grube? Eines trieb uns alle. Wir hatten etwa nun Jahre hindurch gelernt, unvermeidliche bergmännische Arbeiten in unatembaren Gasen zu verrichten. Wir hatten auf der Zeche Shamrod in Herne unter Mithilfe des später zum Weltunternehmen gewordenen Drägerwerks in Lübeck die Gerätschaften( Gastauchgeräte) entwickelt und aus= gebaut und in unzähligen Versuchen probiert, welche es dem der Stürmer. Rolli, der Roman von Falk Heldburg. 2. Fortsetzung. Die Siegesfeier. Hessische Martenbutter Hessische Markenmilch. Die Forderung, den Verbrauch ausländischer Waren einzuschränken, wird heute dringlicher denn je von wirtschaftspolitischer Seite gestellt zur Ersparnis von Devisen. Leider wird dieser selbstverständlichen Forderung immer noch nicht genügend Rechnung getragen. Das beweisen die in die Hunderte von Millionen gehenden Summen, die auch jetzt noch für aus: ländische Butter und Milcherzeugnisse in das Ausland wandern. Diese bedauerliche Schwächung unserer Außenhandelsbilanz ist um so unverständlicher, als die deutsche Landwirtschaft schon seit Jahren eine durchgreifende Qualitätsverbesse= rung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, insbesondere der Butter und Milch, in die Wege geleitet hat. Markenbutter ist jetzt überall erhältlich. Sie wird in Molkereien hergestellt, die in hygienischer und maschineller Beziehung auf das Modernste eingerichtet sind und die dauernd einer scharfen Kontrolle unterzogen werden. Nach fachmännischer Feststellung ist diese Markenbutter an Güte, Haltbarkeit, Wohlgeschmack und auch Fettgehalt den besten ausländischen Buttersorten nicht nur gleichwertig, sondern überlegen. Ueberlegen schon deshalb, weil sie in wesentlich frischerem Zustand in den Besitz des Verbrauchers gelangen muß. Der Filmunternehmer will verdienen und muß Geld machen. Warum nicht? Das müssen wir alle mehr oder weniger. Der Filmunternehmer muß Massen heranziehen, um die Unkosten seines Unternehmens aufzubringen, um die Löhne von einem Dutzend französischer Bergleute, welche seine Bilder stellen und führen sollen, für eine Reihe von Wochen zu bezahlen. Dem Filmunternehmer ist es dabei offenbar ganz gleichgültig, ob er deutsche leitende Bergsachverständige des Rufes beraubt, welchen diese durch die Courrières- Unternehmung in der ganzen Welt erworben haben. Danke, Herr Filmunternehmer. Sie sind ein Ehrenmann. Die Schere können Sie in Zukunft für die Gelegenheit aufbewahren, wenn Sie Ihre Filmstreifen abschneiden wollen. Ihr bergmännischer Berater muß ein Mann sein, der bisher in seinem bergmännischen Beruf über Leichen gegangen ist. Dieser Herr Fachgenossen hätte sich lieber darum kümmern sollen, wie es in Wirklichkeit im Bergbau untertage zugeht, und was dort möglich und was unmöglich ist. Im Vereinsheim der Rot- Weißen herrschte Hochbetrieb. Der geschäftige Wirt lächelte. Wenn die Rot- Weißen so weiter siegten, war er bald ein gemachter Mann. Immer wieder mußte sich der Hauskapellmeister ans Klavier setzen und das Vereinslied spielen, das alle Anwesenden laut mitsangen. Immer wieder erklang der Kehrreim des Liedes, das keinen Verfasser hatte und doch jedesmal die Herzen höher schlagen ließ: Wir wollen sie entfalten, Sie Fahne rot und weiß. Weil wir zusammenhalten, winkt uns des Sieges Preis Leider ist dem sicher tüchtigen und erfinderischen Regisseur so vieles entgangen, was dramatisch und sicherlich ganz filmisch hätte gestaltet werden können und was den Film zu einem Zugstück ersten Ranges hätte machen können. Die erforderliche Kenntnis von solchen interessanten Vorgängen hätte aus der Tagespresse von damals schon durch einen Laien entnommen werden können. Vom nadten Geschäftsstandpunkt aus wäre ich als Geldgeber mit einer solchen Behandlung eines Filmunternehmens nicht zufrieden. Die Filmunternehmungen wissen doch sonst sich der Wirklichkeit, der Natur zu nähern und durch die Kühnheit der Erfassung ihrer Jagdbeute die Massen an sich zu ziehen. Mir sagte ein Geschäftsmann vom Film:„ Der Bergmannsfilm ist zu ernest." Wir Bergleute sagen:„ Wir danken dafür, daß uns Filmgesichter aufgesetzt werden." Die jugendlichen Helden der Ligamannschaft standen im Mittelpunkt des Interesses. Sportleute und solche, die vorgaben, es zu sein, umdrängten die Spieler. Besonders wurde Roland Lichti, der unvergleichliche Stürmer und Torschütze gefeiert. Leute, die er noch nie gesehen hatte, reichten ihm beglückwünschend die Hand, klopften ihn auf die Schultern und nannten ihn Rolli". Männer, denen man den Beamten auf den ersten Blick ansah, drängten sich herbei, nur damit sie im Büro erzählen konnten, daß sie mit der gesamten Rot- Weiß- Mannschaft auf du und du ständen. Handwerksmeister zückten ihr Taschengeld, das für eine ganze Woche bestimmt war, auf den Tisch: ,, Noch eine Runde für die Mannschaft!" Dr. Kurth klopfte ans Glas, zum Zeichen, daß er reden wollte. Ein Unentwegter, der immer noch einmal das Vereinslied gespielt haben wollte, wurde mit sanfter Gewalt zur Ruhe gebracht. Klar und einfach, ohne Pathos und Pose sprach der Führer. Von harter Arbeit, von Widerständen und Mißerfolgen, aber auch von der Freude, die ihn und alle seine Freunde im Vorstande beseelt hätte, als sie sahen, daß ihr Streben belohnt wurde. Er dankte der Ligamannschaft für ihren tapferen Kampf. Er erwarte aber auch, daß sich alle Spieler und Mitspieler die Treue zum Verein und zum Sport, die Opferwilligfeit und Anspruchslosigkeit bewahren würden. Er schloß: ,, Und nun wollen wir hoffen, daß uns auch der Spielabschluß mit Stade Francais am nächsten Sonntag Anerkennung und Ehre einbringen wird... Inzwischen war ein Kellner zu Roland Lichti getreten. Er hatte ihm etwas zugeflüstert. Rolli ging hinaus. Was ist nun erreicht und was wird geboten?" Soch fli Es ist 9 fend Härlde von denen weiß, was di ie unter U Vor und 3 ibnen nicht w ie ihr Sheri in der Menge ind es, die h gen. Wenn Darunter, der aber einft die aberall nahe wägt aud n um jo fchwen Aber ibre Na Buditaben an Dafür mit gol daß unser He Jm Rhein- Maingebiet hat die staatlich anerkannte Milchwirtschaftliche Prüfungsstelle diese Butter„ Hessische Markenbutter" bezeichnet. , Guten Abend, Herr Mittelstürmer," rief sie übermütig, ., oder darf man jetzt Rolli sagen?" Warm und feucht schlug ihm die Nachtluft entgegen. Aus dem Schatten eines Baumes, der seine fahlen, nur eben vom ersten jungen Grün überhauchten Aeste und Zweige gespenstisch emporrecte, trat eine junge Dame. Guten Abend! Sind Sie es, Fräulein Hilde?" ,, Wer wohl sonst? Hatten Sie jemand anders erwartet?" „ Ich war nur überrascht!" - Der größte Teil der in Hessen und Hessen- Nassau liegenden Molkereien und Güter hat sich schon seit langen Jahren der scharfen Kontrolle der Prüfungsstelle unterworfen, und zwar mit Milch wie auch mit Butter. Nur die Güter und Molkereien, die ständig den hohen Anforderungen der Kontrollstelle genügen, dürfen ihre Erzeugnisse als„ Hessische Markenmilch" und Hessische Markenbutter" in Verkehr bringen. Hoffentlich angenehm. Es ist spät, doch ich mußte Sie begiückwünschen. Sie haben fabelhaft gespielt. Wirklich- fabel= haft! Wieviel zartduftende rosarote und blaẞblaue Liebesbriefe haben Sie schon erhalten?" Will der Verbraucher tatsächlich in Besitz dieser Qualitätserzeugnisse kommen, so muß er natürlich in allen Fällen Butter in Originalpadungen und Milch als Originalfüllung in Flaschen fordern. Die Aufschrift der Originalpadung lautet bei Butter:„ Hessische Markenbutter unter staatlich anerfannter ständiger Ueberwachung der Milchwirtschaftlichen Prü fungsstelle der Landwirtschaftskammern Darmstadt- Kassel". Für Milch lautet der Aufdruck:„ Hessische Markenmilch roh tiefgefühlt bzw. dauererhitzt tiefgefühlt unter staatlich an= erkannter ständiger Ueberwachung der Milchwirtschaftlichen Prüfungsstelle der Landwirtschaftskammern Darmstadt- Kassel". Roland mußte lachen, und die beiden gingen langsam die Straße hinunter. im Niemad hat mir geschrieben, und niemand wird mir schreiben! Ich hätte auch kaum die Zeit, mich auf solche Briefe einzulassen. Nach Geschäftsschluß muß ich trainieren, und Büro Oh," fiel sie ein. ,, im Büro könnten Sie sogar Gedichte machen, wenn Sie wollten!" " Die glänzenden Erfolge, die mit diesen Maßnahmen erzielt wurden, gehen schon aus der Tatsache hervor, daß auf allen großen landwirtschaftlichen Ausstellungen, die mit Preiswettbewerben verbunden waren, die Hessische Markenbutter und die Hessische Markenmilch mit zahlreichen hohen und höch sten Auszeichnungen bedacht wurden. Neben der anerkann ten Güte und Feinheit besitzt die Hessische Markenbutter gegenüber der ausländischen Butter den Vorteil, daß sie sich innerhalb 24 Stunden nach ihrer Herstellung auf dem Tisch des Verbrauchers befinden kann. Auch die Originalabfüllungen der Hessischen Markenmilch erfreuen sich allseitiger Beliebtheit, da sie mit den modernsten Einrichtungen im Betrieb des Erzeugers oder der Molkerei, sofort nach der Gewinnung und Behandlung, auf Flaschen gefüllt wird, und damit dem Verbraucher die Gewähr gegeben ist, daß er im Besitz eines unbedingt unverfälschten und einwandfreien Erzeugnisses gelangt. Ob er es wirklich nicht wußte, daß sie, die allmächtige Sefretärin des mächtigen Prokuristen Windeder, ihm nach Möglichkeit alle zeitraubenden Arbeiten fernhielt? Bei der Verteilung der Arbeit bedachte sie beispielsweise den gutmütigen Brodmann etwas mehr. Diesem machte es nichts aus, und dem Roland Lichti war damit geholfen. Der konnte dann, wie er es so oft tat, seinen Träumereien nachhängen. Nur das war ihr jetzt zur Gewißheit geworden: Von ihr, von Hilde Gorenflo, träumte er nicht ,, Lichti," fuhr sie fort ,,, wollen Sie mich nicht ein Stündchen ins Kaffee begleiten?" ,, Wie gern, aber heute geht es nicht. Meine Freunde erwarten mich." Ihre Freunde," sagte sie gepreßt ,,, immer Ihre Freunde und der Sport! Ich glaube, Sie vergessen über Ihren Fußball ganz, daß es einen Frühling und im Frühling auch junge Menschen gibt!" Sie blieb stehen und sah ihn groß an. ,, Rolli, Rolli!" tönte es da vom Vereinsheim herüber,., wo stedst du nur?" ,, Hören Sie es nicht," sagte er hastig. ,, daß man mich sucht? Ich muß gehen. Entschuldigen Sie mich, bitte. Fräulein Hilde. Aber heute habe ich nur Dienst, strengen Dienst... Gute Nacht und nicht böse sein!" Er ging schnell nach dem Lokal zurück. jei aber diejen Wer hobe Den lohnt Ge fingen und Das le Deutige Or müje find abe weiß, die S stoffe, deren Erwachsenen, Jwar find au aud hier über pender, aber notwendigen Eine wichtige Fäfte dar, fonit Finen und Zit Find ausländisc fgen Volkswi Auf Grund dieser weitgehenden Garantien erscheint es nicht unbillig, wenn die einheimische Verbraucherschaft gebeten wird, schon aus diesen Gründen bei ihren Einkäufen Hessische Markenmilch und Hessische Markenbutter in Originalpadungen zu bevorzugen. Daß der Kauf einheimischer Qualitätserzeugnisse unbedingt im Interesse der Gesamtwirtschaft des RheinMaingebietes gelegen ist, braucht wohl nicht besonders betont zu werden, da der Binnenmarkt unbedingt gestärkt werden muß. ,, Dieser Tölpel," dachte Hilde, und um so was regt man sich auf. Der soll mit seinem Fußball selig werden." Dann ging auch sie. Die Bäume rauschten im Nachtwind. Es begann zu regnen. Aber schon war Hilde mit ihren Gedanken wieder bei dem Stürmer... Natürlich liebte er eine andere. Aber wen? Sie würde es herausbekommen. Ein Montagmorgen. u. Co. betrat. ,, Das war ein Kampf! Meine Hochachtung, Herr Lichti!" ,, Dunnerfiel," sagte Emil Schläfte, der Pförtner, anerkennend, als Roland Lichti um 8 Uhr das Bankhaus Carl Brofang Oben wurde dieser mit Glückwünschen förmlich überschüttet. Selbst der Prokurist, der Montags grundsätzlich schlechter Laune war, zwang sich zu einem freundlichen Wort. Der Kassierer behauptete, daß er selten in seinem Leben drei Mark so günstig angelegt hätte. Sogar seine Frau wäre begeistert. Ob Herr Lichti nicht mal zu einem einfachen Abendbrot kommen möchte? Seine Frau würde sich sehr freuen. Schließlich aber war es dem Prokuristen doch zu dumm geworden. Hier ist keine Fußball- Börse," hatte er gerufen ,,, ich bitte mir aus, daß gearbeitet wird." Der Chef saß, auch nicht in bester Stimmung, hinter seinem Diplomatenschreibtisch und entlockte der Brasil dicke Rauchwolfen. Das Geschäft war schlecht. Verluste über Verluste... Ein Lehrling brachte ihm eine Karte. Ueberrascht fuhr der Chef hoch. Ich lasse bitten." Direktor Kornberg stand, ganz wie ein Machthaber, im Türrahmen. Der Bankier erhob sich, und die beiden schüttelten sich die Hände. Nach einigen allgemeinen Bemerkungen über die Ronjunktur erteilte Kornberg im Vertrauen auf seine glüdliche Hand mehrere Aufträge für seine Spekulationen an der Börse. Brosang notierte und nidte. Dann fragte Kornberg, sich erhebend, wie beiläufig: ,, Sie haben einen Angestelltem, namens Lichti?" Brosang blidte überrascht auf:„ Ja, ganz recht!" ,, Spielt Fußball? Ich glaube, ihn gestern gesehen zu haben." ,, Das wird stimmen. Seit Tagen ist dieser Lichti wohl der große Sohn unserer Stadt?" Direttor Kornberg räusperte sich. = Der Mann ist gut, aber sportlich nicht am richtigen Plak. Er spielt bei Rot- Weiß. Ich selbst bin durch meinen Sohn Alex am Sport- Club Fortuna interessiert. Sie fennen doch meinen Jungen? Sonst ein ganz vernünftiger Kerl! Kurz und gut: Ich möchte den Mann, den Lichti, gern in meine Fortuna haben. Schließlich wird's ihm selbst nicht viel ausmachen, wo er den Ball tritt. Er wird bei der Fortuna weiterfommen. Würden Sie ihn einmal abflopfen?" ,, Lieber Kornberg ich beneide Sie um Ihre Sorgen. Es liegt etwas Tröstliches darin, wenn der Kalitönig mit dem Fußball geht. Aber ein gewisses Umbehagen kann ich nicht unterdrücken, wenn ich mir vorstelle, daß ein Beamter von Brofang 11. Co. demnächst gar noch Reiseurlaub wünscht, nur um zu spielen Artisten gehören nicht ins Banthaus." Wollen Sie sich gegen den Zeitgeist auflehnen, bester Brojang? Die Internationalen des Sports von heute sind die Gefandschaftsattachés von ehemals ,, Bielleicht sehen Sie als liebender Vater in die Dinge mehr Wie verm der, vitaminlo Tautet: Eft G bajte, abwech Vitaminquelle gleichmäßig g neten, billige Flunder, aber u nennen. G Braten, Bad durch alle Ar tamingehalt fervenindustri freulichen Au bung mit aus unfere Hausfr her in ihren beit und deu Diefem G peranstalteter lieben. hinein, als au als gleid, we Fortuna oder Frage für me Dann b Alt der Fre jchen. Die warten wir r „ Gut, ich Kornberg intereffen, dar der Bantier t an die Tür 3 Als Hilde fen, den Tri hatte, da wu bie gleiche Ch renreiter. einige Erjah Eindrud gem meries der C doch anderer Sillett. Da j Die das Vorre Ge Würde Mutter me Geburtstag nötige Bel Einlaufs glüdender Führung a 3u Th Roch verite Aber mein Repräsenta ganz famo ehrter Herr Beilen beze Roland au vielleid Elte er ihn einen feiner ben augerbal Die ande Rodewald Geschmad? Anichluß an den Fußball Er holte Nr. 2. e Marlenmilch. indischer Waren ein je von wirtschafts Devijen. Leider wird er noch nicht geni die in die Hunderte h jetzt noch für aus das Ausland van: serer Außenhandels deutsche Landwirt Qualitätsverbee Sesondere der Butter arfenbutter ist jet en hergestellt, die in auf das Moderne scharfen Kontrolle Feststellung ist diese hlgejamad und auch tterjorten night hur gen schon deshalb, in den Befih des anerkannte Milch „ Hessische Marten jen- Najjau liegenden langen Jahren der terworfen, und zwar ie Güter und Rolle en der Kontrollitelle essische Markenmil bringen. Besitz dieser Quali rlich in allen Fällen als Originalfüllung Originalpadung la unter staatlich aner Swirtschaftlichen Prü Darmstadt- Kaffel Martenmilch rohtunter staatlich an Milchwirtschaftlichen Darmstadt- Kassel". Ten Maßnahmen er che hervor, daß auf igen, die mit Preis ische Markenbutter hen hohen und höch eben der anerkann Martenbutter gegen daß sie sich innerauf dem Tisch des Originalabfüllungen jeitiger Beliebtheit, m Betrieb des ErSewinnung und Be damit dem Ber im Besitz eines un Erzeugnisses gelangt. antien erscheint es raucherschaft gebeten Einfäufen Hessische n Original padungen er Qualitätserzeug irtschaft des Rheinht besonders betont eftärkt werden muß. Hochachtung, Herr rmlich überschüttet. ich schlechter Laune in seinem Leben seine Frau wäre em einfachen Abend fich sehr freuen. 1 doch zu dumm ge tte er gerufen ,,, ich nung, hinter seinem Stafil dide Rauch er Verluste... Machthaber, im Tür n schüttelten sich die Ingen über die Ronauf seine glüdliche open an der Börje. Die beiläufig: ,, Gie nzrecht!" gesehen zu haba eser Lichti wohl tam richtigen ch meinen Sohn fennen doch meinen l!- Kurz und gut viel ausmachen, D in meine Fortuna rtuna weiterfommen um Ihre Sorgen, G litönig mit dem Fu fann ich nicht unter Beamter von Brofang ünscht, nur um u anthaus." uflehnen, befter Bro on heute sind die Ge Ter in die Dinge mehr Samstag, den 16. Januar 1932. gen. Lokales. Sonntagsgedanken. Hoch klingt das Lied vom braven Mann. ,, Gießener Zeitung" Mit staunendem Interesse hörte man bei dieser Gelegen= heit, daß im Jahre 1930 die Einfuhr zubereiteter Fische aus dem Ausland nach Deutschland nicht weniger als rund eine halbe Million Zentner betrug! Es liegt daher nicht nur im gesundheitlichen, sondern auch im volkswirtschaftlich- vaterländischen Interesse, wenn wir uns angelegen sein lassen, stets die der ausländischen Ware mindestens gleichwertigen deutschen Fischkonserven zu kaufen. ,, Wozu in die Ferne schweifen, seht das Gute liegt so nah." Für die kommenden ,, vitaminarmen" Wochen kann man den deutschen Hausfrauen daher nur den Rat geben:„ Kauft und est Seefisch, kauft und eßt deutsche Fischkonserven! Damit werden Ihr nicht nur der Gesundheit Eurer Familie dienen, sondern gleichzeitig auch wertvolle, praktische Winterhilfe leisten. Es ist Notzeit. Uberall in Stadt und Land. Und taufend Hände rühren sich um zu helfen. Ich will aber heute nur von denen reden, für die das Wort gilt, daß die Linke nicht weiß, was die Rechte tut. In den Wohltätigkeitslisten stehen fie unter ,, Ungenannt". Oder nur der erstste Buchstabe ihres Vor- und Zunamens ist zu finden. Mehr soll die Welt von inen nicht wissen, Und bei den Straßensammlungen werfen sit ihr Scherflein in die Büchse und gehen dann wieder unter in der Menge. Sie wollen fein Lob und feinen Dank. Viele find es, die heimlich und still heute ihr gutes Werk vollbrin Wenn man sie fennen würde, fände man oft manchen barunter, der selbst arm ist, aber doch noch gibt. Das werden aber einst die Reichen sein. Sie sind die Boten Gottes, der aberall nahe ist, wo Menschennot zum Himmelt schreit. Er wigt aud, mit goldenen Gewichten die kleinsten Gaben, die um so schwerer wiegen, je weniger Reichtum sie geben kann. Aber ihre Namen, die in den Tageszeitungen nur mit zweinig Wilhelm nahm sie an und erließ am 17. Januar 1871 eine Buchstaben angedeutet sind oder„ Ungenannt" heißen, werden dafür mit goldenen Lettern in das große Buch eingetragen, daß unser Herrgott über jeden sührt. Mein Sonntagslied lei aber diesen Braven gesungen: ,, Wer hohen Mut's sich rühmen kann, den lohnt nicht Gold, ben lohnt Gesang. Gottlob, daß ich singen und preisen kann, jufingen und preisen den braven Mann." Vitaminarme Wochen. Das letzte heimische Gemüse, das letzte Deutsche Obst ist vom Markt verschwunden. Obst und Gemüße sind aber, wie heute in Deutschland wahl jede Hausfrau weiß, die Haupträger der Vitamine, jener Ergänzungsnähr= toffe, deren Fehlen besonders beim Kinde, aber auch beim Erwachsenen, allerlei Mangelkrankheiten auszulösen vermag. Bevar sind auch Butter und Milch neben der Kartoffeln, die aud) hier über manches hinweghelfen muß, wertvolle Vitaminpender, aber ihr Gehalt ist in den Wintermonaten bei der notwendigen Stallfütterung wahrlich nicht allzu erheblich Eine wichtige und billige Hilfe stellen die verschiedenen Obstäfte dar, sonst aber kommen im allgemeinen nur noch Apfelfin en und Zitronen als Nothelfer in Betracht. Allein, beides find ausländische Früchte, deren man sich im Interesse der deutschen Volkswirtschaft nicht bedienen sollte. Wie vermag sich da die denkende Hausfrau zu helfen in der ,, vitaminlosen, der schrecklichen Zeit"? Die Antwort darauf lautet: Eßt Seefisch! Der Seefisch stellt eine billige, schmack afte, abwechslungsreiche und noch viel zu wenig gewürdigte Vitaminquelle dar, deren Qualität das ganze Jahr hindurch gleichmäßig gut ist. Vor allem die zur Volksernährung geeig= reten, billigen, fetten Fische, der Hering, die Sprotte, die Flander, aber auch Schellfisch, Kabeljau und Scholle sind hier Au nennen. Sehr wichtig ist es zu wissen, daß durch Kochen, Braten, Backen, durch Räuchern, Marinieren, wie überhaupt uch alle Arten der Konservierung, die Seefische von ihrem Vifarmingehalt nichts einbüßen. Gerade die deutsche Fisch- Konerden industrie hat in den letzten Jahren einen weiteren er= reulichen Aufschwung genommen und vermag in jeder Beziejung mit ausländischen Firmen konkurrieren. Deshalb sollten mere Hausfrauen deutsche Fisch- Konserven weit mehr als bisfer in ihren Küchenzettel aufnehmen und damit deutsche Arbeit und deutsche Arbeiter werktätig unterstützen. Diesem Gedanken hat auch ein vom Reichsseefisch- Ausschuß eranstalteter Werbeabend in Berlin beredten Ausdruck verlieben. fimein, als aus ihnen wieder rausschaut Mir ist es mehr ds gleich, wo meine Angestellten spielen, nur möchte ich aus jotuna oder Rot- Weiß oder Blau- Grün oder Rot- Gelb keine frage für mein Bankhaus machen ,, Dann bitte ich ergebenst darum, Ihre Bemühung als einen At der Freundschaft gegenüber dem Kunden Kornberg anzuehen. Die Sache verlangt feine Uebereilung. Meinetwegen Da tten wir noch zwei, drei Wochen." ,, Gut, ich werden zu gegebener Zeit mit Lichti sprechen." Kornberg lentte die Unterhaltung wieder auf seine Börseninteressen, dann griff er unvermittelt nach Hut und Stod, und ler: Bandier fam beinahe zu spät, um seinen Geschäftsfreund bis die Tür zu begleiten. Als Hilde Gorenflo ihren Kollegen nach zartduftenden Briein den Tributen, die einem Fußballkönig zukomme, gefragt lattte, da wußte sie, daß bekannte Spieler bei gewissen Frauen lie: gleiche Chance haben wie Operntenöre, Stehgeiger und Herreiter. Auch Roland Lichti hatte in dieser Beziehung schon in ige Erfahrungen gesammelt, nur hatten sie auf ihn feinen tindrud gemacht. Aber der Brief, den ihm während des KomRejes der Chauffeur eines Privatwagens überreicht hatte, war to anderer Art. Jetzt im Büro entfaltete er nochmals das Sillett. Da stand Wort an Wort mit der Selbstverständlichkeit, fie das Vorrecht unabhängiger Menschen ist. Roland Lichti las: Sehr geehrter Herr Lichti! Würden Sie die große Freundlichkeit haben, und der Mutter meines einzigen Sohnes, der sich zu seinem fünften Geburtstag als Geschenk eine Fußballausrüstung wünscht, die rötige Belehrung über das Was, Wie und wo eines solchen Cinkaufs geben? Sie könnten das telephonisch tun, aber be= glüdender wäre es, wenn wir uns Ihrer liebenswürdigen Führung anvertrauen dürften. Zu Ihrem heutigen schönen Erfolge meinen Glückwunsch! Moch verstehe ich nur wenig von Ihrem prächtigen Sport. Aber mein Gefühl wird von dem Eindruck bestimmt. den seine Mepräsentanten auf mich machten. Daß dieser Eindruck ein ganz famoser und nachhaltiger war, das mögen Ihnen, ge erter Herr Lichti, Ihnen besonders und ganz persönlich, diese Beilen bezeugen. Mit bestem Gruße Maria Hedemann, geb. Freiin Grotesend. Roland Lichtig las den Brief noch einmal. Ob ihm diese tonu vielleicht mehr zu sagen hatte, als in dem Briefe stand? Cote er ihn beantworten? Oder ihn Dr. Kurth zeigen? Oder enem seiner Klubkmeraden? Nein-es gab ja noch ein Leen außerhalb der rotweißen Grenzpfähle! Die anderen aus der Mannschaft der Wollersen, Pirchan, Lonewald suchten die sich ihren Verkehr nicht auch nach ihrem Gehmack? Vielleicht war es höchste Zeit, daß er auch wieder Inschluß an solche Kreise bekam, bei denen sich nicht alles um en Fußball drehte, der schließlich doch nur von Leder war. Er holte sich das Adreßbuch. Er las: Maria Hedemann, * Zum Reichsgründungstag. Seit der Gründung des Deutschen Reiches sind am 18. Januar dieses Jahres 61 Jahre verflossen. Bereits am 9. Dezember 1870 nahm der Reichstag die Verträge an und änderte den Namen des Bundes in ,, Deutsches Reich" um. Am 18. Dezember wurde dem König Wilhelm in Versailles die deutsche Kaiserkrone angetragen. RöProflamation an das deutsche Volf, worauf am 18. Januar im Spiegelsaale des französischen Königsschlosses zu Versailles der König zum Kaiser Wilhelm I gekrönt wurde.- Welche Fülle der Ereignisse liegt in den 61 Jahren ,, Deutsches Reich'! Sein Aufstieg, die Höhe seiner Macht und... sein Abgleiten bis heutigen Tags. Möchte uns eine fräftige Welle bald wieder aufwärts tragen! Das ist heute der heiße Wunsch aller wahrhaft Deutschen. * Helfen! Die Verelendung unseres Volkes hat einen solchen Grad erreicht, daß den kommenden Wochen und Monaten vielfach mit größter Besorgnis entgegengesehen werden muß. Wie viele alte, arme Leute gibt's, die nicht wissen, womit sie ihren herabgekommenen Körper kräftigen sollen, Von den Scharen der Arbeitslosen, denen schon das Heranschaffen und Bezahlen von Heizmaterial den Kopf schwer macht, gar nicht zu reden! Hier ist der barmherzigen Nächstenliebe ein schönes Feld der Betätigung gegeben! Helft, die ihr noch gute Arbeit und ausreichenden Verdienst habt, helft euren Brüdern und Schwestern! Denkt nicht ,,, andere könnten auch etwas tun". Geht tapfer mit gutem Beispiel voran. Das Bewußt sein, sein Möglichstes zur Linderung der Not getan zu haben, löst herrliche Gefühle für den aus, in dem nicht alles Gefühl erstorben ist. * Brotpreis- Ermäßigung. Die Bäcker- Innungen GießenStadt und Gießen- Land haben das 4- Pfund- Mischbrot von 85 auf 83 Pfg., das 4- Pfund- Roggenbrot von 75 auf 73 Pfg. ge= senkt. * Gehaltskürzungen. Die Durchführung der ministeriellen Vorschrift zur Neuordnung der Gehälter hat im Kreise Gießen dazu geführt, daß die Gehälter der ehrenamtlichen Bürgermeister in sehr weitem Ausmaß herabgesetzt werden mußten. Zum Teil beläuft sich die Senkung der seitherigen Bezüge auf 50 Prozent und mehr. Trotz dieser Kürzung gehen an den Gehältern die sonst üblichen Abzüge noch ab, die sich auf eine Höhe von 14 bis 20 Prozent belaufen. * Der Viehmarktboykott beendet. Der seit Mitte Dezember von den Viehhändlern gegen den hiesigen Vichmarkt geführte Boykott kann nunmehr als abgeschlossen angesehen werden, nachdem in erneuten Verhandlungen zwischen der Stadtverwaltung und den Vertretern des Viehhandels zu Beginn dieser Woche eine Verständigung über Ermäßigung der Viehmarktgebühren erzielt worden ist. * Fundsachen im Dezember 1931. Das Verzeichnis über die im Monat Dezember 1931 gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts 134. geb. Freiin Grotefend, Legationsratswitwe, Hindenburgstraße Richtig. Den Namen Hedemann hatte er oft in der Firma gehört. Der verstorbene Legationsrat mußte in der Schwerindustrie, im Saargebiet oder sonstwo, zu Hause gewesen sein. NunHilde Gorenflo wußte da bestimmt Bescheid. Vermögensverwaltungen für diese Sporte von glüdlicheren Zeitgenossen waren das Vorrechte des Prokuristen Windecker, und was der wußte, das wußte auch seine Sekretärin. Er würde sich bei der Hilde erkundigen. Maria. Roland Lichtig sah aus dem Fenster. Wie große geheimnisvolle Segler 30gen die Wolken dahin, und da lachte beseligend ein Stückchen Himmelsblau. Wenn er doch fliehen könnte aus der Enge des Büros, in die lachende lockende Ferne. Er hatte die Feder aus der Hand gelegt. Seine Augen blidten verlegen, als der Prokurist wie zufällig an ihm vorbeiging. Entschuldigen Sie, Herr Lichti, wenn ich Sie aus Ihren gewiß sehr angenehmen Träumen in die rauhe Wirklichkeit zu= rückrufe." Hilde Gorenflo stand neben ihm. Sie legte einen Stapel Briese auf seinen Tisch. ,, Dies, Herr Lichti, ist Ihre Post." ,, Sie scherzen wohl, Fräulein Gorenflo, soviel Eingänge habe ich sonst taum in der ganzen Woche erledigt.... Uebrigens schade, daß Sie gestern so schnell auf und davon waren Sie sind doch nicht etwa eingeschnappt? Sollte ich Sie vielleicht ins Klubhaus einladen wir irgendein kleines Mädel? Erstens mag das Dr. Kurth gar nicht... Sie sah ihn fühl an. Was Sie sollen, was Sie sollten, Herr Lichti? Sie sollten jetzt die Effektenpost durchsehen, Herr Windecker hat vorhin sowiejo gemeint: Hoffentlich spielt unser Lichti auch noch ein bißchen Bankbeamter!? Und der Chef denkt ganz gewiß nicht anders. Alles zu seiner Zeit. Die Heinzelmännchen, die Ihnen so manchen Tag die Arbeit abgenommen haben, sind- husch husch verschwunden." Fortsetzung folgt. Wer hat das Pulver erfunden? Humoristische Instruktionsstunde beim 4. Kg. bayr. Inf. Rgt. Meg. Wer will unter die Soldaten, der muß haben ein Gewehr, das muß er mit Pulver laden und mit einer Kugel schwer. So sangen die Kinder, wenn deutsche Retruten in die Kasernen einzogen, um ihre Vaterlandspflicht zu erfüllen; es war Nr. 2. Gießen, Landgraf- Philipp- Platz, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, thre etwaigen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen. * Einbruch In der Nacht zum 12. Januar wurde im Bahnhof Abendstern ein Einbruch verübt. Die Täter drangen mittelst Nachschlüssel in das Stationsgebäude ein und entwendeten, nachdem sie verschiedene Echubladen erbrochen hatten, zwei Blods Blankofahrkarten zweiter und dritter Klasse, einen runden Dienststempel ,, Bahnhof Abendstern" und eine auf dem Fußboden aufgeschraubte eiserne Kassette in der Größe von 55 X 42 X 35 Zentimeter. An dem Güterschuppen zertrümmerten die Täter eine Fensterscheibe, wirbelten darauf das Fenster auf und stiegen ein. In dem Schuppen wurde von den Tätern nur eine Kiste gewaltsam geöffnet. Da der Inhalt nicht gefiel, verließen die Täter, ohne etwas mitzunehmen, wieder den Schuppen. Der noch in der Dunkelheit angesetzte Polizeihund von der Landeskriminalpolizeistelle Gießen fand in einer Entfernung von 250 Metern vom Tatort eine rote Vorstehermütze und die erbrochene Kassette. Aus dieser wurden von den Tätern etwa 10,- RM. Wechselgeld entwendet. Die sofort aufgenommenen Ermittlungen sind noch im Gange. * Diebstähle. Aus einem Gebäude der medizinischen Universitätsklinik wurden 10 Stallhasen entwendet, die zu Versuchszweden Verwendung fanden. Die Tiere sind geimpft und zum Genuß unbrauchbar. Weiter wurden gestohlen aus ciner Wohnung ein blauseidenes Damenkleid mit gelben Wermeln und ein schwarzer Marengorod mit Weste und mittelst Einsteigens aus einer Speisekammer ein Schinken. Ein um die Weih der nachtszeit entwendeter Rodelschlitten ist bei Kriminal= polizei sichergestellt. Personen, die zur Ermittlung der vorgenannten Diebstähle Angaben und bzgl. des Schlittens Eigentumsansprüche geltend machen können, werden ersucht, der Kriminalabteilung Nachricht zu geben. * ,, Wutz“. fonnte die Ende des vergangenen Jahres Kriminalpolizei eine größere Anzahl von Personen ermitteln, die gewohnheitsmäßig dem Glücksspiel huldigten. Es wurde das Lotteriespiel sog.„, Wuh" gespielt, wobei Karten von 50 Reichspfennig bis 3, Reichsmart manchmal sogar bis 10,-- Reichsmark verkauft wurden. Die Umsätze waren teils recht erheblich. Die Spieler trafen sich gewöhnlich in einem hiesigen Kaffee oder in der Privatwohnung eines Mitspielers. Auch stellte in einem Fall ein Student sein Zimmer zur Verfügung, der bei jedem Hauptgewinn den Betrag in Höhe des Einsatzes als Vergütung für die Bereitstellung des Zimmers erhielt. Soweit festgestellt werden konnte, haben sich 17 Personen aus den verschiedensten sozialen Schichten an den Spielen beteiligt, die jetzt ihre Bestrafung zu erwarten haben. * Aus dem Stadtheater. Bei ermäßigten Preisen wird am morgigen Sonntag- Nachmittag als Fremdenvorstellung die erfolgreichen Weihnachtsinszenierungen„ Die Wunderlampe", Weihnachtsmärchen von Werner Schmidt und„ Die Puppenfee", Ballett von Haßreiter und Gaul, Musik von Bayer, gegeben. Edeta- Kaffee- Woche. Die in 430 Edeka- Genossenschaften ( Edeka Einkaufsgenossenschaft deutscher Kolonialwarenhändler) organisierten 30 000 Edeka- Kaufleute mit über 32 000 Edeka- Geschäften veranstalten in der Zeit vom 23. bis zum 30. Januar 1932 eine Edeka- Kaffee- Woche. Die über das ganze Reichsgebiet sich erstreckende Werbewoche soll die Verbraucher nachdrücklichst über die besondere Leistungsfähigkeit der EdekaGeschäfte in bezug auf Qualität und Preis einer der wichtigsten Kolonialwaren, des Kaffees, aufklären. * Evang. Frauenverein. Einen Vortrag über ,, Notzeiten im Lichte der biblichen Wahrheit" hält am Dienstag, den 19. Januar, nachmittags 2.30 Uhr, Pfarrer Herrich- Wiesbaden in einer Versammlung der Gießener und oberhessischen Frauenvereine. ein ergögliches Bild, die aus allen Gauen Deutschlands zusammengetrommelten Zivilisten zu sehen. Schon nach einer Stunde waren sie zu Soldaten umgewandelt, nachdem sie auf der Kammer ihre Zivilkleidung mit der des Soldatenstandes vertauscht hatten, und ungewohnt fam sich jeder Einzelne darin vor, und kannte sich selbst bald nicht mehr. Am nächsten Tage ging der geregelte Dienst vor sich, nachdem der Kaffee gefaßt und die Stubenreinigung erledigt war, fing die Instruktionsstunde an dieselbe wurde von dem Refrutenleutnant erflärt, meistens ein ganz junger Offizier, welcher die zukünftigen Vaterlandsverteidiger mit den Pflichten und Red ten belehrte, und in die Geheimnisse des militärischen Leben ein ührte Der Refrutenoffizier, dessen Wiege nicht in den schönen baren blaumeinen re- rfätlen lag, sondern weit jerne im Often, wo die schwarzweißen Fahnen westen, verstand seine Refruten ebenso wenig, wie diese ihren Leutnant. Der baye rische Dialett ist halt grundverschieden Gegenüber dem scharfen citnreichen Srrodonida Der Herr Leutnant schrie die Refruten an, daß diefelben ganz ungenügende Antworten gaben und ganz vertattert wurden. Der Herr Oberst des Regiments, ein durch und durch gerech ter Herr und Vorgesetzter, welcher rmt das Wohl jeiner Soldaten sehr besorot wor, erschien eines Morgens zur Instruktionsstunde; er hörte eine Zeit lang mit zu, doch geiielen ihm die Antworten der Refruten feineswegs, so daß er selbst die Fragen stellte. ,, Welche Waffe besitzt der Jrianterit?" Der zweite Mann im 1. Glied Das Gewehr. Herr Oberst"., Ganz recht, mein Sohn." Aus was besteht das Gewehr?" Der dritte Mann: Aus Schaft, Lauf. Schloßteile." Schön." Was tommt in das Gewehr?" Die Patronen, Herr Oberst."„ Der nächste Mann, aus was besteht die Patrone?" Patronenhülse, Zündkapsel, Pulverraum, Geschoß" ,, Ganz recht, nun der 3 Mann im zweiten Glied, jekt sind wir am Pulver, fönnen Sie mir sagen, Wer hat das Pulver erfunden?" Der arme Rekrut juchte mit feinen Augen Hilfe und sah. wie der Herr Leutnant mit dem Kopf nichte. Er platte heraus. Der Herr Leutnant hat das Pulver erfunden, Herr Oberst." Nein, mein Sohn, der nächste, aeben Sie ihm Bescheid." Unjer Herr Leutnant hats Pulver nicht erfunden." Nun hatte der Herr Oberst genug, zum Schluß richtete er an die Rekruten eine Ansprache, worin er dieselben ermahnte, vielmehr 3utrauen und Vertrauen zu ihren Vergejesten zu haben, he mären bereátigt, ihren Vorne etten in jeder Lebenslage um guten Rat anzugehen. Zu dem Flügelmann im 1. Glied sagte er ,, Stellen Sie einmal an mich eine Frage." Der Cefragte, ein derber Niederbayer, gab zur ontmort Entschuldigen. Sorr Oberst, jah'n Sie schon lang beim Militär?" Ernit Wegel, So Post Söchst a. M. Kauft nur deutsche Waren! Samstag, den 16. Januar 1932. * Lichtspielhaus. Ein äußerst interessanter und spannender Hochgebirgs- Tonfilm Berge in Flammen", der den heldenhaften Kampf der österreichischen Kaiserjäger gegen die Italiener in den Dolomiten zeigt, läuft zurzeit in dem Lichtspieltheater in der Bahnhofstraße. Wie schmeckt die Milch am besten? Es ist eine bekannte Tatsache, daß die Milch vortrefflich mundet und am zuträglichsten ist, wenn sie in ganz kleinen Schlucken genossen wird. Schon der berühmte Pfarrer Sebastian Kneipp in Wörishofen empfahl seinen Patienten, die Milch löffelweise zu genießen, denn damals gab es noch keine Strohhalme. Das langsame Trinken der Milch bezweckt, daß die durch die Einwirkung des Magensaftes herbeigeführte Gerinnung möglichst feinkörnig eintritt. Die hierbei gebildeten mehr oder minder großen Flocken können vom Magensaft gut durchsetzt und leicht verdaut werden. Viele kleine Kinder, die die Milch bisher sehr gern aus der Flasche getrunken haben, lehnen die Milch von dem Augenblid ab, da sie ihnen aus der Tasse gereicht wird. Die Kinder fühlen instinktiv, daß hastig genossene Milch nicht mehr so gut schmeckt wie vorher. Darum empfiehlt es sich, Kindern, wenn man sie des Alters wegen der Flasche entwöhnen will, die Milch durch den Strohhalm trinken zu lassen. Aus Nah und Fern. Freiwillige Leistungen des Bezirksfürsorgeverbandes. Zum Haushaltsausgleich des Kreises Giesen hat der Kreisdirektor auf Grund des§ 2 der Verordnung des Hess. Ge= samtministeriums zur Sicherung der Haushalte von Gemeinden, Gemeindeverbänden und sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts vom 25. September 1931 die Bestimmungen des§ 4 der Kreissagung, die Durchführung der Reichsverordnung über die Fürsorgepflicht vom 13. Februar 1924 betreffend, wonach der Bezirksfürsorgeverband die Hälfte der von den Gemeinden für hilfsbedürftige Geistesfranke, Schwachsinnige, Blinde, Taubstumme, Krüppel, Epileptische und für Wochenfürsorge endgültig aufzuwendenden Pflegekosten übernimmt, mit Wirkung vom 1. Januar 1932 aufgehoben. An Stelle der generellen Regelung wird künftig der Kreisausschuß des Kreises Gießen von Fall zu Fall entscheiden, in welchem Verhältnis sich der Kreis Gießen an den in den einzelnen Gemeinden erwachsenden Kosten für Geistestranke usw. beteiligt. Nidda. Hier sollen in diesem Winter drei Kirchen vorstehertagungen stattfinden. Bilbel. Der Pächter der„ Sportquelle" wurde wegen Hinterziehung der Mineralwassersteuer zu 91 000 Mark Strafe und 79 200 Mark Wertersatz verurteilt. Raubmord in Offenbach. Offenbach. In dem Hause Ludwigstraße 123 wurde die 53jährige pensionierte Postbeamtin Anna Kreuzer ermordet aufgefunden. Die Tat muß schon vor einigen Tagen begangen worden sei, denn die Leiche war bereits stark in Verwesung übergegangen. Die Tote war an Händen und Füßen gefesselt. Außerdem hatte sie einen Knebel im Munde. Zweifellos liegt Raubmord vor. Von dem Mörder fehlt noch jede Spur. Die Landbürgermeister protestieren gegen den hessischen Innenminister. Darmstadt. Hier fand gestern nachmittag eine Versammlung hessischer Landbürgermeister statt, die sich mit der vom Innenminister verfügten Besoldungsfestsetzung der Landbürgermeister befaßte. Die Versammlung beschloß in einer sehr deutlichen Entschließung Stellung gegen den Innenminister zu nehmen und am 25. Januar eine große Protestversammlung sämtlicher Landbürgermeister abzuhalten. Erbach. Unterschlagungen beim Finanzamt. Festgenommen wurde ein etwa 38 Jahre alter untereinnehmer der hiesigen Hilfsstelle des Finanzamtes Michelstadt wegen umfangreicher Unterschlagungen, die er seit einiger Zeit in Gemeinschaft mit anderen begangen haben soll. Der Fehlbetrag wird auf etwa 10 000 Marf geschätzt, doch sind die Ermittelungen noch im Gange. Wißmar( Kreis Wetzlar). Hier sollte eine Versammlung der Nationalsozialisten stattfinden, doch kam es noch vor Beginn der Versammlung zu einer schweren Schlägerei zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten. Die von auswärts zu der Versammlung kommenden Nationalsozialisten wurden am Ortseingang von Wißmar von den Kommunisten überfallen und angegriffen. Bei der sich nun entwickelnden Schlägerei wurden mit Lattenzäunen, Knüppeln und Pflastersteinen auf einander eingeschlagen. Hoher Verdienſt Alleinvertrieb eines Konsumartikels, der überall benötigt wird, zu vergeb. Tägl. Kassaeingänge. Haupt- oder nebenberuflich. Kein Kundenbesuch. Verlangen Sie Prospekt 3 durch ,, City", Frankfurt a. Main Schließfach 174. Flugzeugbau/ Fliegerngenieur- Schule/ Paplertechnik Schule Eig. 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Um 2 Uhr hatten sich ca. 300 Zuschauer auf dem Platz der Spielvereinigung 1900 eingefunden. Als nach ½stündlichem Warten der Gegner immer noch nicht erschien, verließen die Zuschauer protestierend den Plah, um sich zum größten Teil das andere, das Verbandsspiel auf dem VfB.- Platz anzusehen. Vorstand und Spielausschuß der Spielvereinigung 1900 aber setzten sich sofort mit dem VfB. Friedberg in Verbindung. Von dort tam die Antwort, daß um 11,30 Uhr vormittags, furz vor Abgang des Zuges nach Gießen, von dort tephonisch mitgeteilt wäre, die Friedberger brauchten nicht zu kommen, das Gesellschaftsspiel sei vom Verband abgesetzt, da zu gleicher Zeit am Plaze ein Verbandsspiel stattfinde. Die Friedberger hatten sich nichts Böses dabei gedacht und waren zu Hause geblieben. Die Spielvereinigung 1900 Gießen forschte sofort nach dem Apparat, von dem aus um 11,30 Uhr nach Friedberg gesprochen worden war. Es war vom Wartesaal 1. und 2. Klasse des Gießener Bahnhof. Sofortige Recherchen ergaben alle erforderlichen Anhaltspunkte, um den mutmaßlichen Täter festzustellen. Die Kriminalpolizei wird, wäh= rend diese Zeilen geschrieben werden, dabei sein, die Zusammenhänge dieser mehr wie dunklen Affäre aufzudecken. Zur Sache noch: Es ist natürlich ein Unding, weil ein Ortsverein ein Verbandsspiel austrägt, dem zweiten Ortsverein jegliche sportliche Tätigkeit am Playe also auch ein Gesellschaftsspiel verbandsseitig zu untersagen. Keine Verbandsinstanz wird auf solch eine Idee kommen und ist es auch nicht, wie wir hören. Auf alle Fälle dürfte dem Täter und seinen eventuellen Hintermännern nicht nur verbandsseitig, sondern auch straf- und zivilrechtlich aller Hand am Zeuge zu fliden sein. Länderspiele des D. F. B. Für das kommende Jahr hat der DFB. folgende Länderspiele abgeschlossen und die Termine festgelegt: 6. März gegen die Schweiz in Leipzig; 1. Juli gegen Finnland in Helsingfors; 25. September gegen Schweden in Nürnberg; 30. Oftober gegen Ungarn in Budapest. Für 1933 sind bisher Länderspiele gegen Italien am 1. Januar in Italien und gegen Frankreich am 5. März in Deutschland vorgesehen. Frankfurt a. M. In Großfrankfurt entfallen auf 1000 Einwohner nach dem Stand vom 15. 11. 1931 110 Arbeitslose. Groß- Auheim b. Hanau. Der Männerchor„ Harmonie" veranstaltet am 2., 3. und 4. Juli 1932 anläßlich seines 60jährigen Vereinsjubiläums einen nationalen Gesangswettstreit. Der Delegiertentag findet am 21. Februar statt. Kassel. Bei dichtem Nebel fuhr ein Tierarzt aus Niedermarsberg mit seinem Auto nachts gegen 24 Uhr in eine Gruppe junger Leute, die aus einer Versammlung famen. Durch das plötzliche scharfe Bremsen überschlug sich das Auto, wobei ein 20jähriger Praktikant aus Obermarsberg lebensgefährlich verletzt und dem Krankenhaus zugeführt werden mußte. Der Arzt erlitt gleichfalls Verletzungen. Die Falschmünzerwerkstatt des Rechtswissenschaftlers. Der Falschgeldzentrale in der Berliner Kriminalpolizei ist ein sensationeller Fang geglückt, und zwar konnte der bekannte Rechtswissenschaftler, der 42 Jahre alte Dr. Cornell Salaban, der sich als Autor mehrerer juristischer Bücher, vor allem aber als Herausgeber des Handbuches für internationales Recht in wissenschaftlichen Keisen einen Namen gemacht hatte, und dessen 33jährige Ehefrau als Falschmünzer entlarot und festgenommen werden. Salaban hat bereits seit dem Jahre 1929 falsche Zweimarkstücke hergestellt und zusammen mit seiner Frau auf den Berliner Wochenmärkten umgesetzt. Insgesamt sind von den beiden bisher mehr als 30 000 dieser raffiniert hergestellten Falschgeldstücke in den Verkehr gebracht bzw. als Fälschungen angehalten worden. Bergwertunglüd. Hindenburg. Auf dem Hermannschacht der Königin- LuiseGrube Ostfeld ereignete sich ein schweres Unglüd. Zwei Bergleute wurden durch giftige Gase getötet; sieben erkrankten so schwer, daß sie in das Knappschaftslazarett eingeliefert werden mußten. Einer der ältesten Kriegsfreiwilligen des Weltkrieges gestorben. Wevelinghoven( Bez. Düsseldorf). In Wevelinghoven starb der 88 Jahre alte Gustav Kottmann. Der Verstorbene war einer der ältesten Kriegsfreiwilligen des Weltkrieges. Er trat bei Beginn des Weltkrieges als 71jähriger Kriegsfreiwilliger wieder in den Garnisondienst, nachdem er bereits Mit den Feldzug von 1866 und 1870/71 mitgemacht hatte. einer Kompagnie des Landwehrinfanterieregiments Nr. 39, die sein Sohn als Leutnant führte, zog er in den Weltkrieg. Er stand lange Zeit, seinem Wunsche gemäß, in vorderster Front. | Sommerspielsperre. Nr. 2. Die auf dem letzten Bundestag für das ganze Bundesgebiet beschlossene Sommerspielsperre beginnt am 3. Juli und endet mit dem 30. Juli nächsten Jahres. Mittel zur Betreuung erwerbsloser Jugendlicher Nachdem der Deutsche Fußball- Bund seinen Landesverbänden bereits im Oftober 20 000.- Reichsmark für ihre Arbeit in der Fürsorge für erwerbslose Mitglieder zur Verfügung stellte, hat der Bundesvorstand auf Vorschlag des Bundesjugendausschusses neuerdings beschlossen, weitere 11 500.- Rmt. an die Landesverbände zu geben. Mit diesem Betrag soll die Durchführung solcher Kurse ermöglicht werden, in denen erwerbslose Jugendliche aus älteren Jahrgängen zu Füh rern von Jugendabteilungen bezw.-gruppen herangebildet werden sollen. Fußballkampf Oesterreich- England in der Schweiz? Der unerwartet hohe Sieg Englands im Fußball- Länderfampf über die Vertreter Spaniens hat in Schweizer Sporttreisen einen sensationellen, nichtsdestoweniger aber durchaus ernsthaften Plan entstehen lassen. Man will einen FußballLänderkampf zwischen Desterreich, der fraglos zurzeit stärksten Fußball- Nation des Kontinents, und England auf neutralem Schweizer Boden zustande bringen. Dieser Plan hat schon etwas für sich, wenn man bedenkt, welchen Erfolg das erste Mitropacup-- Endspiel zwischen ViennaWien und dem Wiener A. C. in Zürich zu verzeichnen hatte. Die Kosten des geplanten Länderspiels sind natürlich enorm hoch, man rechnet auf rund 3000 englische Pfund, das wären etwa 50 000 Schweizer Franken. Es hat sich bereits ein Schweizer Sportmäzen gefunden, der bereit ist, einen etwaigen Ausfall zu decken. In Wien sieht man der weiteren Gestaltung des Projetts mit größter Spannung entgegen. Fußball- Torstangen sollen geändert werden Sonst hat der DFB teine Sorgen. Wie bekannt wird, hat der DFB einen Vorschlag des Schiedsrichter. Bohn- Mannheim genehmigt, nach dem der rechtedige Torbalken jo geändert werden soll, daß er( im Durch= schnitt) Trapezform erhält. Damit wird erreicht, daß Schüsse an die Innen- oder Außenkante des Tores im gleichen Ausfallwinkel zurüdgehen, wie sie einfallen, so daß ein Schuß an die Innenkante stets ins Tor, ein Schuß an die Außenkante ins Aus prallen würde. Nach Auffassung von Dr. Bauwens würde für diese Aenderung keine Regeländerung erforderlich sein. Beneidenswerter Deutscher Fullball- Bund, der im Augenblid innerer und äußerer Krise teine anderen Sorgen hat. Neue Bücher. 75 Jahre Deutsche Landwirtschafts- Zeitung. Die bekannte Deutsche Landwirtschafts- Zeitung sieht im Jahre 1932 auf ihr 75jähriges Bestehen zurüd. Im Laufe dieser siebeneinhalbó Jahrzehnte war die DL3 Hunderttausenden deutscher Landwirte ein ständiger und unentbehrlicher Berater. Alle führenden Fachleute gehörten zu ihren Mitarbeitern. Und selbst bis in die schwersten Jahre der deutschen Landwirtschaft hinein ist die DL3 dem deutschen Landwirt der wertvolle fachliche Ratgeber geblieben. Ala Zeitungs- Katalog 1932. Die 57 Ausgabe des Zeitungskataloges der Ala Anzeigen- Aktiengesellschaft für das Jahr 1932 ist erschienen. In der neuen Ausgabe haben in gewohnter sorgfältiger und sachkundiger Bearbeitung die während des vergangenen Jahres zahlreich erfolgten Neuerscheinungen. Abgänge und Veränderungen auf dem Gebiete des Zeitungswesens des In- und Auslandes Berüdsichtigung gefunden. Das in neuem, geschmadvollem Gewande erschienene und trotz des reichhaltigen Inhalts handliche Werk ist ein zuverlässiges und unentbehrliches Hilfsmittel für jeden Interessenten. Elektrizität erleichtert das Leben. Das merken wir jeden Tag, das merken wir stündlich: beim Licht, in der Küche, im Frisiersalon usw. Wir leben ja im Zeitalter der Elektrizität. Die wenigsten Menschen aber kennen alle die auf dem Gebiete der Elektrizitätsverwertung schon vorhandenen Dinge, die das Leben jedes Einzelnen erleichtern. Jetzt gibt es dafür ein Nachschlagewerk. Es heißt„ Der Zeitgeist" und erscheint in 14 monatlichen Teillieferungen. Unsere Leser können ihn beim hiesigen Elektrizitätswerk der Stadt Gießen erhalten oder durch die Vereinigung der Elektrizitätswerke e. V., Berlin W 62, Maaßenstraße 9. Preis des Einzelheftes 40 Pfg. Afrika von heute. Wie die Eingeborenen heute leben, berichtet Leo Frobenius an Hand schöner Aufnahmen in der neuen ,, Woche". Was Paris für die Mode der Frauen ist, ist London für den Anzug des Herrn. Man wird sich nun denken, daß die Schöpfer dieser berühmten Herrenmode in prächtigen Palästen wohnen. Aber das Gegenteil ist der Fall, in einer bescheidenen Straße, in kleinen Lädchen hausen die berühmtesten Schneider und Hutmacher der Welt. Ueber dieses Thema bringt die neueste Nummer der Münchner Illustrierten Presse"( N. 3) einen Bilderaufsatz. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Müssen Sie etwas drucken lassen sei es für Familie, Beruf, Stand, Amt, Geschäft oder Organisation dann wenden Sie sich bitte an die Verlagsdruckerei Albin Klein in Giessen Fernsprecher 2525. vorm. Wilhelm Keller, gegr. 1783 Südanlage 21. Setzmaschinen-, Stereotypie- und Rotationsbetrieb, eigene Buchbinderei. Spezialität: Druck, Verlag und Einführung von Verbandszeitschriften. Über 1000 verschiedene Formulare für Behörden. Geschäfte, Verbände und Vereine ständig am Lager. Bezugspre Redaktionsschlu Jendung nicht 45. Jal Hol Der Führe partei, Lansbu Streidung alle Frankreich Denn feine Ed ege Rüftunger Dafür die Ber 1919 unterzeich Botschafter Tijden Außenm mochmals den Frage der La In den di ten Tage zwi it der Geda Abrüftungsto männer aller Es ist zu zum Abschluß zeichnet wird. 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