Nr. 18 ft. viehmarkt lber Machthof birelt hafe 436 171 1396 lachthof dirett, 356 hweine, A2, 38B1, B2.. 29-3 ABCDAARBCDARCDRR 85-31 8221-3 A 36-31 85-3 E 33**** 28-8 F 18. 5. verlegt Boche. haftsrat Berlin.) Schafe Schwen 17 27-42 30-41 29-38 34-41 30-40 16-37 28-34 30-40 32-40 84-38 28-42 80-39 29-42 30-40 88-40 29-40 31-39 8-34 25-36 35-38 28-86 26-4 27-39 25-35 20-36 24-38 25-42 30-70 30-41 ) 45-55 36-45 15-35 35-41 32-4 ) 35-58 28-86 27-40 n gewogene Tiere un tall und Fracht, Mer natürlichen Gewit Die Stallpreise ette euer buch 1. edes Gewerbe, freie Berufe, Verbände etc. usgeber: GIESSEN idanlage 21 Vorwärtsstrebend eld- Belohnu s kostenlos durch: & Co., Berlin SW Gießener Zeitung Erscheint Samstags. ( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 45. Jahrg. - Politische Rundschau. Das Reichsfinanzministerium hat einen provisorischen Rechnungsabschluß für das Etatsjahr 1931 herausgegeben. Danach ist im Jahre 1931 ein neuer Fehlbetrag von etwa 423 Millionen entstanden, der sich jedoch bei den genauen Abrechnungen noch etwas erhöhen kann. Der Reichsfinanzminister hat die Länderminister für den 20. Mai zu einer Besprechung nach Berlin geladen. Die nationalsozialistische Reichstagsfraktion hat den Antrag eingebracht, die Notverordnung über das Verbot der fommunistischen Gottlosenorganisationen auf die entsprechenden sozialdemokratischen Vereinigungen auszudehnen. Die Lohn- und Rahmentarifverhandlungen im Ruhrbergbau Find ergebnislos verlaufen. Der Vorschlag des Zechenverbandes, Durch eine 12proz. Herabsetzung aller gegenwärtigen Tarifsätze eine neue Mindestgrundlage zu schaffen, wurde von den Gewerkschaften abgelehnt. Die Schlichtungsverhandlungen finden in der Woche nach Pfingsten statt. Der neugewählte württembergische Landtag hielt am Diens= tagnachmittag feine erste Sigung ab. Zum Präsidenten des Landtages wurde der nationalsozialistische Abgeordnete Mergenthaler gewählt. Der Reichstagsabgeordnete Singmann, der aus der Frattion der DVP zwei Tage vor der Preußenwahl ausgetreten ist, hat sich jetzt als Hospitant der DNVP angeschlossen. In der Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei wur: den die durch die Veränderungen innerhalb der Fraktion notwendig gewordenen Neuwahlen durchgeführt. Den Fraktionsvorsitz behielt Dr. Dingelden. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden die Abgeordneten Dr. Hugo und Dr. Kalle gewählt, zu Geschäftsführern die Abgeordneten Morath und Dr. Regh. Reichstagsabgeordneter Professor Kahl, der Senior der Deutschen Volkspartei, ist an Bauchsellentzündung erkrankt und hat vom Reichstag einen Urlaub von sechs Wochen erbeten. Der Berliner türkische Botschafter ist bei einem Autounfall zwischen Weimar und Bad Berta lebensgefährlich verlegt worden. Zum Präsidenten von Frankreich wurde am Dienstag vom Kongreß in Versailles der bisherige Präsident des Senats Albert Lebrun gewählt. Der Verfassungsausschuß des österreichischen Nationalrats hat den Beschluß gefaßt, den Nationalrat vor Ablauf der Gejeggebungsperiode aufzulösen. Das litauische Kriegsgericht beschloß, die Verhandlung gegen Gustav Beder und Schulrat Meyer wegen des schlechten Gesundheitszustandes Beders am 24. Mai in Kowno abzuhalten. Wie die„ Polonia" meldet, wird die polnische Regierung voraussichtlich noch vor Beginn der Lausanner Konferenz ein einjähriges Moratorium für die Auslandsschulden beantragen. Das japanische Kabinett beschloß die bedingungslose, baldige Zurückziehung aller zurzeit in Schanghai befindlichen Landtruppen. Der Schutz der Internationalen Niederlassung soll den Vertragsmächten überlassen werden. Erkönig Alfons von Spanien wurde, als er von Malta lommend, in Marseille französischen Boden betrat, von einem spanischen Arbeiter tätlich angegriffen, der ihm einige Faustschläge verabreichte. Der Täter tonnte überwältigt und der Polizei ausgeliefert werden. Der Reichstag tagte. Am Montag trat der Reichstag zusammen, um eine Reihe Dorliegender Anträge zu erledigen. Nach zunächst ruhiger sachlicher Debatte, in welcher die wirtschaftspolitischen Ausführungen des Reichsfinanzministers Dietrich und die Strassers ( NSDAP.) viel Beachtung fanden, kam es zu den ersten Zusammenstößen am Dienstag nach der Rede des Abgeordneten Goehring( NSDAP) und der Erwiderung des Reichswehr- und Reichsinnenministers Groener. Am Mittwoch verteidigte der Reichskanzler Dr. Brüning die Politik seines Kabinetts. Seine Ausführungen beschäftigten sich hauptsächlich mit der Außenpolitik und fanden im Ausland starte Beachtung. Der Donnerstag brachte die Abstimmungen. Die nachträgliche Kreditgenehmigung erhielt die Regierung mit fnapper Mehrheit. Die Mißtrauensanträge gegen das Kabinett wurden mit 287 gegen 257 Stimmen abgelehnt. Einige nationalsozialistische Abgeordnete hatten um diese Zeit den sozialdemokratischen Schriftsteller Klotz wegen seiner Schmähschriften gegen die NSDAP im Reichstagsrestaurant verprügelt. Später wurde die Schlägerei im Reichstagsgebäude fortgesetzt. Löbe rief daraufhin die Polizei in den Reichstag und löste nach erregten Tumultszenen die Sitzung einfach auf. Dieser unerwartete Abbruch der Donnerstagsigung des Reichstages hatte zur Folge gehabt, daß eine Reihe von Mißtrauensanträgen gegen einzelne Minister nicht mehr zur Abstimmung gebracht werden konnten. Die nichterledigten Mißtrauensanträge bleiben also bis auf weiteres liegen. Außerdem sind noch unerledigt die Anträge auf Auflösung des Reichstages und Aufhebung der letzten Rotverordnungen, insbesondere des SA- Verbots. Ferner liegen Anträge auf Auflösung des Reichsbanners, auf Verbot der sozialdemokratischen Freidenkerverbände und auf Einsetzung von Untersuchungsausschüssen vor. Darüber hinaus stand auf der Tagesordnung der Donnerstagssihung des ReichsDrud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 14. Mai 1932 ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 19 tages ein ganzer Stoß von Anträgen und Gesetzentwürfen, die Ihr Männer, lieben Brüder, nun gleichfalls liegen bleiben. Urteil im Reichstags- Prozeß. Berlin. Die nach dem Zusammenstoß im Reichstag verhafteten nationalsozialistischen Abgeordneten wurden gestern dem Schnellschöffengericht vorgeführt. Mit ihnen erschien Gregor Strasser, der heute morgen auf dem Anhalter Bahnhof aus dem Zuge heraus verhaftet worden ist. Das Schöffengericht fällte nach fast siebenstündiger Verhandlung folgendes Urteil: Die Abgeordneten Heines, Stegmann und Weitzel werden wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung in Tateinheit mit tätlicher Beleidigung zu je drei Monaten Gefängnis verurteilt. Der Abgeordnete Gregor Strasser wird freigesprochen. Die Verurteilten werden voraussichtlich gegen das Urteil Berufung einlegen. Der Hessische Landtag ungültig. Bei der letzten Landtagswahl in Hessen am 15. November 1931 war der Wahlvorschlag der Wirtschaftspartei wegen mangelhafter Ausfertigung vom Landeswahlausschuß nicht zugelassen worden. Hierauf hatte die Wirtschaftspartei Anfechtungsklage gegen die Gültigkeit der Landtagswahl vor dem Staatsgerichtshof Hessens erhoben, über die Montag verhandelt wurde. Der Staatsgerichtshof erklärte die Landtagswahl vom 15. November 1931 für ungültig, da der Landeswahlausschuß bei der Nichtzulassung des Wahlvorschlags der Wirtschaftspartei wesentliche Bestimmungen der Wahlvorschriften außer acht gelassen habe. Die Regierung beschloß, als Termin für die Neuwahlen den 3. Juli in Aussicht zu nehmen. Das Landtagspräsidium hat sofort alle Ausschußberatungen abgesetzt. Die bereits im Gang befindlichen Etatsberatungen sind damit unterbrochen, und es ist als sicher anzunehmen, daß der Etat zunächst durch Notverordnung in Kraft gesetzt werden muß, weil vor dem Zusammentritt des neuzuwählenden Landtags das verlängerte Finanzgesetz abläuft. Verbot der Beflaggung mit Parteifahnen. Darmstadt. Amtlich wird mitgeteilt: In letzter Zeit hat die Tatsache, daß ganze Dörfer oder Stadtteile einheitliche Parteifahnen zeigten, häufig zu Ansammlungen, Zusammenrottungen oder anderen Störungen der öffentlichen Ordnung geführt, so beispielsweise in Bauerndörfern schwarze Fahnen, auch in Stadtteilen kommunistische Beflaggung. Auch war in anderen Gemeinden die ständige und auffallende Beflaggung einzelner Häuser mit Hakenkreuzfahnen und Symbolen geeignet, auf die anders denkende Bevölkerung aufreizend zu wirken. Der hessi= sche Minister des Innern hat daher angeordnet, daß die Polizeibehörden auf die Entfernung der Beflaggung mit Parteifahnen hinwirken sollen, um dem Straßenbild überall wieder ein normales Aussehen zu geben und dadurch jeden Anlaß zur Störung der öffentlichen Ordnung von vornherein zu beseitigen. Bis zum bitteren Ende? In der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer zu Bochum führte Dr. Hugo, M. d. R., folgendes aus: ,, Es ist für die deutsche Gegenwartslage ein fast unmoralischer Zustand, daß freiwillige Mehrarbeit nach wie vor verboten bleibt. Man steht vor der Hürde der Arbeitsmarktgesetzgebung und findet nicht den Mut, darüber hinwegzuschreiten. In allen Teilen der Arbeiterschaft wächst die Erkenntnis, daß es mit der Wohlfahrt einmal zu Ende geht, und daß nur die Arbeit auch die bescheidenste, Rettung für die Arbeiterschaft bedeutet. Auch das Steuerkostenelement sinkt nicht, sondern steigt. Die Wirtschaftsumsätze stehen im Mißverhältnis zur Besteuerungshöhe. Der Verfall der Staatsfinanzen, insonderheit der Gemeindefinanzen, schreitet rapide vorwärts, ohne daß der Versuch unternommen wird, durch eine straffere Finanzordnung die Voraus= setzung für die Gesundung der Verhältnisse zu schaffen. Es ist bezeichnend, daß man den Ausweg aus der Misere, die der Sozialismus geschaffen hat, immer wieder nach der sozialistischen Seite hin sucht. Sozialisierung des Bergbaues heißt die Gewerkschaftsforderung, unter billiger Enteignung der Werte. Auch der sozialisierte Bergbau fann keinen Absatz herbeizaubern, so= lange die Kohlen zu teuer sind. Längst erledigte alte Ladenhüter, wie künstliche Arbeitsbeschaffung für eine Großstadtsiedlung, für die fein Bedürfnis vorliegt, Monopolpläne aller Art, Staatssozialismus in jeder Form, danach wird gerufen, und trotzdem gibt es doch nur ein Entweder- Oder. Entweder wird die Starre gelöst und die Menschen in Deutschland können wieder zu arbeiten beginnen, oder wir landen bei den völlig leeren Kassen der Wohlfahrt und der Wirtschaft; dann kann auch kein Staatssozialismus die Menschen mehr ernähren. Die deutsche Gründlichkeit zeigt sich gewöhnlich in der Politik imer am falschen Plaze. Wir müssen den Becher des Wermuts immer bis zur Neige ausleeren, ehe wir flug werden. Dunkle Schatten der Erinnerung steigen auf. Der Krieg fand sein Ende durch den Hunger. Die Inflation wurde erst abgeriegelt, als der Hunger in die Städte zog, als mit der Papiermark feine Lebensmittel mehr vom Lande in die Stadt zu bringen waren. Ich fürchte, erst der Hunger und leere Wohlfahrtskassen werden das deutsche Volt von dem Glauben an den Sozialismus befreien und zur höchsten Energieentfaltung emporreißen." laßt mich frei reden! Eine Pfingstbetrachtung. Die Scheinblüte der deutschen Wirtschaft von 1925 bis 1929 hat bekanntlich zu einer außergewöhnlichen Lohn- und Gehaltssteigerung geführt. Der unvermeidliche Rückschlag mußte mit aller Schärfe in dem Augenblid einsetzen, wo der Güterumsatz start zurüdging. Er ist seit 1928 bis Februar 1932 um 45 Prozent gesunken und ist augenblicklich kleiner als in 1900, während die Bevölkerung um rund 10 Millionen Köpfe zugenommen hat. Das Realeinkommen der deutschen Bevölkerung müßte demnach um ein beträchtliches niedriger sein als in 1900. Das ist aber feineswegs der Fall. Vielmehr stieg das gesamte Lohn- und Gehaltseinkommen noch bis 1931 oder blieb wenigstens bis Ende 1931 annähernd gleich hoch. Dadurch entstand ein tödlich wirfendes Mißverhältnis zwischen Güterumsatz und Lohneinkommen, das fast zum völligen Verlust des privaten und öffentlichen Kapitals führte. Auch heute sind Löhne und Gehälter bei weitem noch nicht dem Rüdgang des Güterumsatzes und der Senkung der Lebenshaltungskosten angepaßt. Infolgedessen gehen noch mehr Betriebe ein, als durch den Umsatzrüdgang an sich bedingt ist. Ueberall fehlt es jetzt an Geld und Unternehmungslust. Sechs Millionen Menschen sind ohne Arbeit. Aus dieser Lage sind nur zwei Auswege möglich. Man tann von unten aufbauen, indem man die Einkommen wieder so auf den Güterumsatz zuschneidet, daß sich neues Kapital bildet, das Vorbedingung für einen dauernden Konjunkturanstieg ist. Oder man flickt das zerfallene Gebäude der deutschen Volkswirtschaft notdürftig mit furzlebigen Pflästerchen in der Hoffnung auf die bevorstehende wirtschaftliche Besserung". Daß eine wirtschaftliche Besserung aber gar nicht bevorsteht, sondern noch Jahre auf sich warten lassen wird, wird dabei übersehen. Es wird weitergewurstelt, um ein Lohnniveau zu erhalten, das teine wirtschaftliche Berechtigung mehr hat. Diesen zweiten Weg verfolgen die Arbeitsbeschaffungsprogramme, deren Paten unschwer zu erkennen sind. Man will durch die öffentliche Hand gemeinnützige, produttive" Arbeiten ausführen lassen, um einen Teil der Arbeitslosen zu Tariflöhnen in Arbeit zu bringen. Man kann zur Frage, ob zusätzliche oder notwendige Arbeiten im Rahmen der Arbeitsbeschaffung ausgeführt werden sollen, stehen wie man will, auf jeden Fall muß jedoch nachdrücklich verlangt werden, daß durch die öffentlichen Körperschaften aus Steuermitteln der Wirtschaft leine Löhne gezahlt werden, die wirtschaftlich nicht mehr tragbar find. Durch die Zahlung von Tariflöhnen für Notstandsarbeiten, bei denen außerdem bei weitem feine volle Arbeitsleistung erzielt wird, wird für den seit Jahren viel zu hohen Tariflohn in der Privatwirtschaft eine starke Stütze geschaffen, während es doch gerade Pflicht der öffentlichen Körperschaften wäre, als erste die Entlohnung den wirtschaftlichen Gegebenheiten anzupassen durch entsprechende Vorschriften bei öffentlichen Arbeiten. Das ist auch ohne Förderung der Regiearbeit durchaus möglich. Bei der bisherigen Arbeitsbeschaffung und bei den neuen Plänen ist aber die Tohnpolitische Seite zum Nachteil der Wirtschaft völlig außer acht gelassen worden. Denn bei allen Notstandsarbeiten, die durch die Reichsanstalt für Arbeitsvermitt lung und Arbeitslosenversicherung, die Gesellschaft für öffentliche Arbeiten A.-G. und die Länder( also aus Steuermitteln und Sozialbeiträgen) finanziert wurden, wurden und werden die Arbeitslosen nach Tariflohn bezahlt. Dadurch wird die Arbeitslosigkeit zwangsläufig vergrößert. Die Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung hat seit 1925 über eine Milliarde R.Mart für gemeinnütige Arbeiten zur Verfügung gestellt, wobei einschließlich der Materialbeschaffung rund zwei MilliardenR.Mart ausgegeben worden sind. Hätte man von vornherein statt Notstandsarbeit zu Tariflohn ganz allgemein Pflichtarbeit für den Unterstützungssatz zuzüglich kleiner Arbeitsprämie durchgeführt, so hätten für die Unterbringung der gleichen Zahl Arbeitsloser rund 600 Millionen R.- Mart genügt, und rund 400 Millionen R.- Mark mehr wären für die Materialbeschaffung verwendet worden. Noch wesentlich günstiger hätte man sich bei der Bevorzugung des freiwilligen Arbeitsdienstes ige= standen. Da es sich bei der Materialbeschaffung hauptsächlich um Baumaterial handelt, dessen Preis mindestens zu einem Drittel aus Löhnen besteht, so wären rund 130 Millionen R.Mark mehr für Löhne in den Schlüsselindustrieen ausgegeben und rund 80 000 Menschen mehr beschäftigt worden ohne einen Pfennig Mehraufwendung von seiten des Staates. Die alten Fehler dürfen nicht wiederholt werden. Die Notstandsarbeit zu Tariflohn muß deshalb verschwinden und an ihre Stelle Pflichtarbeit zum Unterstützungssatz plus ArbeitsAm 15. März prämie und freiwilliger Arbeitsdienst treten. hatten wir rund 1,7 Millionen Krisenunterstützte und rund 2,0 Millionen Wohlfahrtserwerbslose. Beide, also zusammen dund 3,7 Millionen, haben Anspruch, als Notstandsarbeiter beschäftigt zu werden, sofern sich zahlungsfähige Träger für Notstandsarbeiten finden. Das ist bekanntlich im Augenblick Baum der Fall, aber es ist das Ziel der Arbeitsbeschaffungsprogramme. Die Differenz zwischen der Wohlfahrts- oder Krisenunterstützung und dem Tariflohn beträgt heute noch etwa ein Drittel des Tariflohns. Das ergibt bei der Annahme, daß bei der Unterhaltung der Straßen, bei Dedlandkultur, Drainagearbei Samstag, den 14. Mai 1932. ten usw. im tommenden Sommer etwa 1,5 Millionen Erwerbsloje nicht zum Tariflohn, sondern zum Unterstützungssatz beschäftigt werden, eine Ersparnis von mindestens 3 Millionen R. Mark täglich oder 240 Millionen R.- Mart in 20 Wochen. Würden außerdem eine Million Jugendliche und Unverheiratete für dieselben Zwede beim freiwilligen Arbeitsdienst für zwei R.Mart täglich untergebracht, so würden sogar zwei Drittel des Tariflohns eingespart, gleich 4 Millionen R.- Mart täglich oder 480 Millionen R.- Mark in 20 Wochen. Diese Summen könnten zur Materialbeschaffung verwendet werden und dadurch zur zusätzlichen Entlastung des Arbeitsmarktes von seiten der Schlüsselindustrieen führen. Das wäre eine wirkliche Entlastung der Wirtschaft. Ob bei der jetzigen Kapitalknappheit tatsächlich im angenommenen Umfange Arbeit beschafft werden kann und solche Summen eingespart und der Wirtschaft zugeführt werden tönnen oder nicht, ändert nichts an der grundsätzlichen Richtigfeit dieser Forderung, Pflichtarbeit zum Unterstützungssatz oder freiwilligen Arbeitsdienst an Stelle der bisherigen Notstandsarbeiten zu Tariflohn treten zu lassen. ,, Gießener Zeitung" Lokales. Bfingitgedanken. Helle, liebe Maiensonne überglänzt frühlingsgrüne Fluren und hat Bäume und Sträucher in ein schimmerndes Blütengewand gekleidet. Es ist des Frühlings allbelebender Odem, der all die vielen Wunder und Herrlichkeiten aus des Winters finsterem Grabe ins neue Dasein rust. Mit Blumen und Maien hat der ewige Schöpfer den Festtag seines Heiligen Geistes geschmüdt. Damit wir uns freuen sollen an der Schönheit seiner Welt und lobpreisen seine Allmacht. Doch durch alle Frühlingslieder höre ich immer noch ein Klagen und Jammern über deutsche Not. Gesetze und Verordnungen haben noch keine Hilfe gebracht. Und sie werden sie auch nicht bringen, wenn nicht zugleich eine innere Wandlung sich vollzieht. Dazu bedürfen wir aber des Gottesgeistes erneuernden Kraft. Keine menschliche Beredsamkeit kann diesen Geist entzünden. Von oben fommend, führt er auch wieder nach oben. Gegen die Wohnungszwangswirtschaft. Und der Geist, den neuen Geist, den wir wieder brauchen, ist im der der Die A.-G. Buderussche Eisenwerke Weglar, Röchling- Konzern nahesteht, beschäftigt sich in ihrem Geschäftsbericht mit der Lage des Baumarktes. Es sei bekannt, daß 1932 nur noch der Klein- und Kleinstwohnungsbau aus Mitteln der Hauszinssteuer mit etwa 100 Mill RM. gespeist werden soll, so daß schätzungsweise 900 Mill. RM. Hauszinssteuern dem allgemeinen Finanzbedarf zufließen. Dieser PrimitivWohnungsbau bringe namentlich der Eisenindustrie keine ir gendwie ins Gewicht fallende Beschäftigung. Heute werde wohl von keiner verantwortlichen Stelle mehr bestritten, daß der öffentliche Wohnungsbau des letzten Jahrzehnts infolge einer falschen Bedarfsberechnung und einer irr tümlichen Einschätzung der Bevölkerungsbewegung in erheblichem Maße über den Bedarf hinaus Neubanwohnungen geschaffen hat. Ebenso verfehlt wäre es heute, der stellenweise auftreten den starken Nachfrage nach Klein- und Klemstwohnungen durch eine groß aufgezogene Neubautätigkeit zu entsprechen. Es han delt sich nämlich nicht um die Unterbringung einer neuen Masse von Wohnungssuchenden, sondern lediglich um eine Abwande: rung aus größeren Wohnungen. Dieser Bewegung ist wirt schaftlich nur dadurch Rechnung zu tragen, daß an die Stelle der Neubautätigkeit der Umbau von größeren Altwohnungen tritt. Immer lauter und dringender erhebe sich aus der gesamten Bauwirtschaft der Ruf nach Beseitigung der Wohnungszwangswirtschaft und Aufhebung der Hauszinssteuer. Leider verhallte er bisher ungehört, weil die Regierungen angesichts des Finanzelendes nicht glauben, auf dae Aufkommen aus der Hauszinssteuer für Zwecke des allgemeinen Finanzbedarfes verzichten zu können. Und doch würde mit der Wiederher stellung der Rentabilität des Altwohnbesitzes schlagartig eine große Umbau und Instandsetzungstätigkeit beginnen, um die Altwohnungen den neuzeitlichen Ansprüchen der Mierer anzu passen. Hiermit wäre einem großen Teil der Arbeitslosigkeit auf diesem Gebiete abgeholfen und damit auch eine Entlastung des öffentlichen Haushaltes von Wohlfahrtsfürsorge herbeigeführt, die den Ausfall aus der Hauszinssteuer sicherlich übertrifft. Genfung der Vermögensteuer. Mai- Rate erst am 20. Mai fällig. tiefsten Grunde der alte doch nie veraltende Gottesgeist. Er muß nur immer wieder neu ins innerste Lebensbewußtsein aufgenommen und dann auch mit dem deutschen Wesen in seiner besten Art verbunden werden. Von dieser edlen Verbindung hängt das Schicksal unseres Volkes als Nation ab. Für die Vermögensstener 1932 wäre an sich noch die Veranlagung nach dem Stand vom 1. 1. 31 maßgebend. Mit Rücksicht auf die seit diesem Stichtag eingetretenen Wertveränderungen ist RMdF. ermächtigt worden, auf dem Gebiet der Einheitsbewertung und der Vermögensteuer Maßnahmen zu treffen, durch die dem Rückgang der Vermögenswerte mit steuerlicher Wirkung vom 1. 4. 32 an Rechnung getragen wird. Verordnung darüber wird in den nächsten Tagen er gehen. Damit diese Maßnahmen bereits für die Mai- Rate der Vermögensteuer wirksam werden können, wurde der Fälligkeitstermin vom 15 auf den 20. Mai verschoben. Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. ( 1. Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.) Wie unter dem Strahl der Maiensonne die Erde zu neuer Frühlingsherrlichkeit erstanden ist, so sollen unter dem geisti= gen Frühlingswehen vom Gottesodem auch wieder jene sittlichen und geistigen Gemütswerte erstehen, die allein nur uns eine bessere Zukunft verbürgen. Deshalb, sei gegrüßt du Tag der Pfingsten. Erfülle uns alle mit der Kraft, die uns wieder gesund und froh werden läßt und der Menschheit wieder den Frieden bringt. Der Sonntagsschreiber. Eine Stunde war vergangen, als es klopfte. In der Tür Stand Theos Vereinskamerad Adolf Müller. Nr. 19. finden für die Besucher aus den Landgemeinden des Kreises Gießen jeden Montagnachmittag von 4-5 Uhr statt. Der Chef der Heeresleitung in Gießen. Montagvormittag besichtigte der Chef der deutschen Heeres= leitung, General der Infanterie von Hammerstein- Equord, das hiesige 1. Bataillon des Infanterie- Regiments Nr. 15. Nach dem Empfang durch den Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Klepke, schritt General von Hammerstein die Front der in einem offenen Viered aufgestellten Truppen ab, die er dann mit einer Ansprache begrüßte. Im Anschluß daran fand eine Parade des Bataillons vor dem Chef der Heeresleitung statt. Der General gab vor seinem Scheiden vom Bataillon seiner vollen Zufriedenheit über seine guten Eindrücke bei der Gießener Reichswehrgarnison Ausdruck. ,, Guten Tag, Theo. Ich war eben schon in deiner Wohnung. Frau Bauer sagte mir, daß du wahrscheinlich hier seist. Machst du noch nicht bald Schluß?" ,, Ja, Adolf, einen Augenblick noch. Platz Gibt es etwas Neues? Du ganze Gesicht!" Bitte, nimm solange strahlst ja über das Ja, Theo. Eine große Neuigkeit! Fall nur nicht vom Stuhl. Vorhin traf ich Bewig vom Spielausschuß. Also: Karl Schäfer, Günter Freund, Du und ich aus der Reserve sind für die kommende Spielzeit für die 1. Mannschaft cufgestellt worDen. Das haben wir zur Hauptsache dem neuen Trainer zu verdanken. Die Liga- Mannschaft hat ein ganz anderes Gesicht bekommen " Das ist ja famos!" rief Theo und errötete vor Freude. Rasch padte er seine Sachen zusa nmen und machte sich mit seinem Freunde auf den Heimweg. Vor Theos Wohnung verabschiedeten sich die beiden Spieler, Gamstag, der LungenFeftgenon Freitag durchge der Orgelbauer Sattowig und d Zietedon( Ars te im Befize Then Ermittlu rider vor dem tranke und Krankheitsgefährdete, die in ärztlicher Behandlung sind, bedürfen einer Ueberweisung ihres Arztes in die Lungenfürsorgestelle. Unbemittelte werden unentgeltlich beraten. Regierungsrat Dr. Braun Kreisdirektor in Erbach. Regierungsrat Dr. Braun vom Kreisamt Gießen wurde mit Wirkung vom 16. Mai ab zum Kreisdirektor des Kreises Erbach i. O., als Nachfolger des am 1. Mai in den Ruhestand getretenen Kreisdirektors Leopold v. Werner ernannt. Auf Wiedersehen, Theo. Vielleicht komme ich heute abend zu dir und bringe Schäfer und Freund mit. Wir müssen diesen Tag doch etwas feiern Ja, gewiß. Auf Wiedersehen, Adolf..." Theo eilte die Treppen zu seiner Wohnung hinauf. ,, Ist Post für mich da, Frau Bauer?" ,, Eine Karte." - * Paketbeförderung. Gewöhnliche Postpakete können durch die Paketzusteller gegen eine Gebühr von 20 Rpfg. angenommen werden. Die Abholung aus der Wohnung kann durch gebührenfreies Schreiben an das Postamt oder am Fernsprecher ( Anschluß 2708 Padkammer) verlangt werden. Kreisdirektor Dr. Braun war seit 1. Oktober 1921 als Regierungsrat am Kreisamt Gießen tätig, wo er in wechselnder Folge Referent für die verschiedensten Angelegenheiten war. Er stand zuletzt als Referent dem Wohlfahrtswesen und der Jugendpflege des Kreises, sowie den Angelegenheiten von Handel und Gewerbe vor. Da lag die Nachricht! Er überflog sie mit leuchtenden Augen: Im Einvernehmen mit dem Spielausschuß sind Sie als Mittelstürmer für die 1. Mannschaft aufgestellt worden. Erste Zusammenbunft morgen, zwanzig Uhr, im Klubhaus. Mit Sportgruß 5. Bringhoff, Trainer." Ein heißer Wunsch war ihm in Erfüllung gegangen. Mittelstürmer in der 1. Mannschaft. Senkung der Pflegegeldsätze in den Universitätsfliniken. * Vom Zechkumpan niedergestochen. Letzten Montagabend wurde zu Gießen an der Ede Neustadt- Bahnhofstraße der auf Wanderschaft befindliche Schreiner Josef Neuerburg, geb. am 28. Dez. 1897 in Euskirchen, von dem ebenfalls auf Wanderschaft befindlichen Bergmann Friedrich Röll, geb. am 31. Juli 1904 in Elberfeld, nach kurzem Wortwechsel mittels eines feststehenden Messers, eines sogenannten Knickers, durch einen Herzstich so schwer verletzt, daß er auf dem Wege in die Klinik verstarb. Die Beiden hatten vorher mit zwei Schaustellern in einer hiesigen Wirtschaft gezecht, wobei der Verstorbene unfitt liche Anträge an die Ehefrau des einen Schaustellers gestellt haben soll. Hierüber kam es in der Neustadt zu Tätiglichkeiten, wobei Röll zu Boden geworfen und geschlagen wurde. Plötzlich sprang er jedoch auf und stach mit dem gezogenen Messer auf Neuerburg so heftig ein, daß dieser zusammenbrach. Röll, der auch den Schausteller noch mit Totstechen bedrohte, wurde je doch in Schach gehalten, bis er von der herbeigeeilten Polizei festgenommen wurde. Die Ermittlungen sind zurzeit noch im Gange, der Täter wird nach Abschluß derselben dem hiesigen Amtsgericht vorgeführt. Die Tatsache, daß der Verstorbene Im Einverständnis mit dem Herrn Finanzminister hat der Minister für Kultus und Bildungswesen die Pflegegeldsätze für die Kranken in den Universitätskliniken in Gießen, durch den inzwischen eingetretenen Preisabbau veranlaßt, mit Wirkung vom 10. Mai 1932 an herabgesetzt. Für die Kranken 3. Klasse betragen sie 3,80 RM. täglich, während für 2. Klasse 6,50 bis 8 RM., für 1. Klasse 10 bis 22 RM. erhoben werden. Die Nebenleistungen werden besonders berechnet. Für die Krankenkassen usw. sind diese auf 1,20 RM. täglich gesenkt worden. Um 8 Uhr famen Adolf Müller, Karl Schäfer und Günter Freund mit großem Hallo bei Theo an ,, So, Kinder," rief Adolf Müller ,,, nun wollen wir das großze - it der Buchne wurden dem A * Bom Sta morgen nachmit berholt. * Straßenj mobil- Club, E. Raichen wird Serfehr gesperr Crbitadt- Kaid Die Großzü feiner Reichsjab ging ftellt, hatt nete Beteiligun tenditen deutsch merden verjprid und viele Fahr beteiligt. In mehr und Schu fahrt des ADA gen- Wettbe Fenz, NEU, St Dettbewerb Stod, Vittoria, landlichen Auto tretene Autom durch ihr neues and fo war es fahrt durch unje durch die Süd Marburg- gi Strafpu die ganze Zeche bezahlte, ist eine Beweis dafür, wie es mit der ,, Mittellosigkeit“ eines großen Teiles der auf Wanderschaft Befindlichen bestellt ist. * Schaufenstereinbruch. In der Nacht zum Donnerstag wurden zwei Schaufensterscheiben eines Herren- Konfettionsgeschäftes im Seltersweg mit etwa 30 mal 20 Zentimeter großen Steinen eingeworfen und die ausgelegten Anzüge und Mäntel gestohlen. Es handelt sich um drei Anzüge rund acht Mäntel im Gesamtwerte von etwas über 600 Mart. Es tommen als Täter drei, möglicherweise auch vier Mannsperso nen in Frage, von denen der eine mit einem dunklen Mantel, vermutlich Gummimantel und Patschkappe bekleidet war. Zum Wegtransport des Diebesgutes benutzten die Täter einen Per sonenkraftwagen, den sie vorher mittels Einbruchs aus der Garage des Fabrikanten Wilhelm Poppe in der Rodthohl ent wendet hatten. Beim Einwerfen der Scheiben ließen die Täter den Motor des Wagens mit höchster Tourenzahl laufen, um das Scheibengeflirr zu übertönen. Einer der Täter saß im Notsiz und nahm die Kleidungsstücke in Empfang. Bei dem Wagen handelt es sich um einen zweisigigen Wandererwagen, 10/50 PS. von graubeiger Farbe, der nach eingegangener Mitteilung in Bürgel( Krs. Marburg) herrenlos aufgefunden wurde. Von den Tätern selbst und den entwendeten Kleidungsstüden fehlt bis jetzt jegliche Spur. * Diebstähle. Entwendet wurden aus einer Hofreite in der Mühlenstraße ein vierrädriger Handkastenwagen ohne Deichsel, aus einer Hofreite in der Bismardstraße ein Boschdynamo und Laterne und in der Bahnhofstraße eine elektrische Boschlaterne. * Einbruchsversuch. In der Nacht zum Donnerstag hatten es Einbrecher auch auf die Uhren, Gold- und Silbergegenstände eines Uhrmachermeisters im Seltersweg abgesehen. Die beiden Vorhängeschlösser, die zur Sicherung des vor dem Schaufenster angebrachten eisernen Schutzgitters dienten, wurden von den Tätern gewaltsam erbrochen. Bei der Arbeit müssen die Täter gestört worden sein und es ist mit großer Wahrscheinlichkeit an zunehmen, daß sie nachdem den Schaufenstereinbruch in das Herrenkonfektionsgeschäft ausgeführt haben. Die bis jetzt ge tätigten Ermittlungen haben noch nicht zur Festnahme der Täter geführt. Nähere Auskunft erteilt die Verwaltung der Universitäts: Jeder kluge Geschäftsmann fliniken. * Wichtig für Lungenkranke. Die Sprechstunden der Fürsorgestelle für Lungenkranke in der Medizinischen Poliklinik Ereignis mal vernünftig begießen! Ich schlage vor, wir bleiben heute abend hier. Theo liefert uns auf seinem Klavier die nötige Musik, Getränke fönnen wir uns holen. Dann bleiben wir wenigstens ganz unter uns." fer. ,, Wenn wir bloß nicht zu früh feiern," warnte Karl Schä..Ebenso schnell wie wir in die 1. Mannschaft reingekommen sind, fönnen wir auch wieder rausfliegen..." Theo Hansen lachte. Das glaube ich nicht. Soweit ich unsern neuen Trainer in diesen paar Wochen kennen gelernt habe, weiß er, was er will. Und er weiß auch, was wir leisten fönnen..." Er stellte ein paar Flaschen auf den Tisch. ,, Heute seid ihr meine Gäste. Ich habe nämlich noch einen besonderen Grund zum Spendieren.' Er füllte die Gläser und erhob sich. ,, Liebe Freunde! Bevor wir anstoßen und dieses erste Glas leeren, möchte ich ein paar Worte an euch richten. Nicht aus einer augenblidlichen Stimmung heraus, die morgen wieder verflogen ist... Wir kennen uns schon lange. Und wenn wir von nun an zusammen in der 1. Mannschaft tämpfen, hoffe ich zuversichtlich, daß wir uns noch mehr zusammenschließen werden. Laßt es uns in diesem Augenblid geloben, treu zusammenzuhalten, wie es sich für Sportstameraden geziemt. Das gilt nicht für uns vier. Wir von der 1. Mannschaft wollen durch gegenseitiges Vertrauen treu zu dem Wahlspruch halten: Alle für einen, einer für alle! Dann wird der Erfolg nicht ausbleiben. Und noch eins: Wir wollen uns in unserer Mannschaft einer fairen Kampfesweise befleißigen. Gegen einen unritterlichen Gegner fair zu spielen, ist gewiß nicht leicht; aber letzten Endes ist doch jeder echte Fußballspieler für sein Tun und Lassen allein verantwortlich.. So laßt uns denn bei diesem Glas geloben, fest zusammenzuhalten als treue Fußballkameraden.. Die Gläser flangen zusammen. ,, So Theo," rief Günter Freund, der lange Torwart ,,, nun mal ran ans Klavier! Hau mal rein in die Drahtkommode! Aber nicht so leichte Mufit! Ich bin mehr für klassische Sachen. Kannst du nicht das Lied von der Schwiegermutter spielen?" ,, Ach was," entgegnete Theo ,,, wir wollen erst mal ein Lied singen. Wohlauf, es ist befreit vom Eis... Es steigt der erste Vers!" Und aus vier frischen Kehlen klang es durchs Zimmer: benutze die überall beliebten Reichssteuer- Kaffebücher von Albin Klein, Gießen ,, Wohlauf, es ist befreit vom Eis die frühlingsjunge Erde, es grünt die Wies' in neuer Weis', daß uns ein Kampfplatz werde. Heraus nun aus dem dumpfen Haus, wer lange liegt, muß rosten, strömt auf den grünen Platz hinaus, sollt wieder Freiheit kosten. Valleri, vallera, valleri, vallera, sollt wieder Freiheit kosten!" Theo wandte sich auf seinem Klavierbod um. ,, Kinder, tut mir den einzigen Gefallen und brüllt nicht jo Hier wohnen noch mehr Leute im Haus... Vers zwei! Aber pianissimo!" ,, Wie einst zu Armins Lebenszeit auszogen deutsche Helden; zu Kampf und Trunk allstets bereit, so soll's für uns auch gelten. Wir ziehen in die weite Welt mit jedermann zu fechten, der's Fußballspiel in Ehren hält und Trinken hält im rechten. Valleri, vallera, valleri, vallera, und Trinken hält im rechten." ,, Es steigt der letzte Vers!" ,, Wir spielen flott und spielen hart und stoßen fest im Zorne, doch wem da eine Wunde ward, dem sitzt sie stets nur vorne. Wir trinken viel und trinken hart nach alter deutscher Weise, und wem's dabei zuviel je ward, ist nicht aus unserem Kreise. Valleri, vallera, valleri, vallera, ist nicht aus unserem Kreise." Wieder klangen die Gläser zusammen. ,, Auf das, was wir lieben!" " Unsinn!" rief Günter Freund. Ich lieb' nur meinen Fußball." ,, Das stimmt," entgegnete Theo. und zwar: Jul ronomus- Nürnb Georg Fren- Fi mener- München und eine große Was wir lieben...? Neulich abends hab' ig Die letzte Bad Kissingen. Vol Be Jm Mai Ottomar Hein raumen der Fuchen die er Der L Das Tif Die Gejd Dem Geschäft anbedingt bra Saffung, wo di Rachher hat je melden, fofern Deijung einer Mit einer Die in 284 Hei Aber nicht für ich der Erwer bei gibt es jede lig das Datum erfolgte. Dem Beam fügung. Danet Edublade. De Doll iit. Als es bei Leite Seite, bie Dreimal h Desmal wird fü gebracht. Bei der A in Jahr dauer Bon da aus Der Aufnahme Zuvor wird ab amt den Felde Die nächste Bet Einbrud in gel Bei der dr teben. Feld Lights mehr, ba Als auch d um Arbeiten pel, zum Eind Fortsetzung folgt dich noch gesehen, wie du mit deinem" Fußball spazieren gingit Ich glaube, er war hellblond." Alle lachten. Nr. 14 meinden des Kre hr statt.- Lunge tlicher Behandlun stes in die Lunges entgeltlich beraten. oft patete tonne von 20 Rpfg. ang Wohnung tann bu oder am Fernfpred rden. Letzten Montagabe ahnhofstraße der a Neuerburg, geb. a enfalls auf Wande 11, geb. am 31. 3 el mittels eines je Ciders, durch eine Wege in die Klin Swei Schaustellern r Verstorbene unf Schaustellers gestel dt zu Lätiglichkeite lagen wurde. Pl gezogenen Messer a menbrach. Röll,& bedrohte, wurde j herbeigeeilten Bolig find zurzeit noch i erselben dem hiesig daß der Verstorben dafür, wie es mit de er auf Wandersche m Donnerstag wurde nfettionsgeschäftes in er großen Steinen en Mäntel gestohlen. -t Mäntel im& Mart. Es tomme vier Mannspers nem dunklen Mante - bekleidet war. Zu die Täter einen Einbruchs aus der 6 in der Rodthohl en eiben ließen die Täte enzahl laufen, um de Täter saß im Noti g. Bei dem Wage dererwagen, 10/50 PS ngener Mitteilung i efunden wurde. Kleidungsstüden felt seiner Hofreite in der wagen ohne Deid ein Boschdynamo eftrische Boschlatem n Donnerstag hatte nd Silbergegenstän bgesehen. Die beide vor dem Schaufen Cen, wurden von beit müssen die Ti Wahrscheinlichkeit mstereinbruch in en. Die bis jet zur Festnahme smann ein, Gießen Fis Geis', Haus, naus, Ca, Dierbod um. allen und brüllt night 5... eit Sereit, It Ca, hart ard, hart TD, ra, men. Vers zwei! ,, Was wir lieben... Neulich abends bab Fußball Spazieren gin Fortiebung fol Samstag, den 14. Mai 1932. * Festgenommene Fahrraddiebe. Bei einer in der Nacht zum Freitag durchgeführten Streife wurden in einem Heuschober der Orgelbauer Reinhard Prorod, geb. am 12. April 1887 zu Rattowitz und der Schleifer Ernst Lenz, geb. am 1. April 1897 zu Tietedon( Krs. Zürich), beide auf Wanderschaft aufgestöbert, Die im Besitze von zwei Fahrrädern waren. Durch die polizeiichen Ermittlungen stellte sich heraus, daß die beiden die Fahräder vor dem Aufsuchen ihres Lagers aus einem Gartenhaus n der Buchnerstraße entwendet hatten. Die beiden Täter Durden dem Amtsgericht zugeführt. * Bom Stadttheater. Als große Fremdenvorstellung wird norgen nachmittag zu zu kleinen Preisen Goethes ,, Faust" wieberholt. * Straßensperrung.( Mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club, E. V., A. v. D.) Die Provinzialstraße Jlben- stadt Raichen wird am 17. Mai 1932 bis auf weiteres für jeglichen Berkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Jlbenstadt- Bahnhof Erbstadt- Kaichen und umgekehrt. * ADAC.- Reichsfahrt 1932. Die Großzügigkeit des ADAC., der allen Teilnehmern an Jeiner Reichsfahrt kostenlos Del und Betriebsstoff zur Verfügung stellt, hatte zur Folge, daß die Reichsfahrt 1932 ausgezeichnete Beteiligung gefunden hat und somit zum weitaus bedeutendsten deutschen Zuverlässigkeitswettbewerb dieses Jahres zu werden verspricht. Alle deutschen Motorrad- und Automarken und viele Fahrer von Rang und Ruf sind an der Reichsfahrt beteiligt. In hervorragendem Maße nimmt auch die ReichsDehr und Schupo durch mehrere Mannschaften an der Reichsfahrt des ADAC teil. Von deutschen Fabrikaten sind im Wa= gen Wettbewerb vertreten: Adler, BMW, MercedesBenz, NEU, Steyr, Stoewer, Wanderer und im Motorradwettbewerb Ardie, D- Rad, DKW, NSU, Triumph, Opel, Stod, Viktoria, Zündapp. Hinzu kommen die bekanntesten ausländlichen Auto- und Motorradfabrikate. Die am stärksten vertretene Automarte ist Mercedes- Benz, die besonders zahlreich durch ihr neuestes Modell, dem 7/32 PS.- Wagen Aussehen erregte, und so war es auch gestern, Freitagnachmittag, bei der Durch fahrt durch unsere Stadt, wo es bei teilweise sehr hohem Tempo durch die Süd- und Ostanlage zur letzten Etappenstation Marburg ging. Strafpunktfrei sind jetzt noch sechs Motorrad- Fahrer, und zwar: Julius von Krohn- Berlin( Zündapp), Hans Hieronymus- Nürnberg( 3ündapp), G. Eurich- Stuttgart( D- Rad), Georg Fren- Fürth( Viktoria), Robert Nonn- Köln, Josef Mauermeyer- München( BMW), also vier Solomaschinen, eine kleine und eine große Seitenwagenmaschine. Die letzte Etappe am Samstag führt von Marburg nach Bad Kissingen. Voltsgesundheit und Volkswirtschaft. Betrachtungen zu einem Geschäftsjubiläum. Im Mai 1907 stellte der Apotheker und Chemiker Dr. phil. Ottomar Heinsius v. Mayenburg in den engen Laboratoriumsräumen der Dresdner Löwen- Apotheke nach mannigfachen Versuchen die ersten Tuben Chlorodont- Zahnpasta her. In den ver25 Jahre ,, Gießener Zeitung" flossenen 25 Jahren bis heute sind ihnen viele hundert Millionen Tuben gefolgt. Was früher bequem in engen Räumen fertiggestellt werden konnte, muß heute in einem großen Wert mit zahlreichen Tochterfabriken und Vertriebsstellen im In- und Ausland bewältigt werden. Rund 1000 Arbeiter, Angestellte und Vertreter sind tätig, alle Räder dieses größten Betriebes seiner Art auf dem Kontinent in Gang zu halten. Ueber sechs Millionen Menschen verbrauchen allein in Deutschland täglich Chlorodont- Zahnpaste. - - Die Bedeutung der Chlorodont- Fabrik liegt aber nicht allein auf volkswirtschaftlichem Gebiet. Weit wichtiger sind die segensreichen Wirkungen, die die 25jährige Aufklärungsarbeit der Chlorodont- Fabrit in volksgesundheitlicher Beziehung hatte. Durch eine vernünftige Zahnpflege mit einwandfreien Mitteln, als welches sich die Chlorodont- Zahnpaste nach dem Urteil zahlloser Praktiker bewährt hat, wird nicht nur die Forderung nach persönlicher Sauberkeit und Gepflegtheit erfüllt, sondern die regelmäßige Zahnpflege schützt die Zähne vor frühzeitigem Verfall. Gesunde, kräftige Zähne sind für ein geregeltes, förperliches Allgemeinbefinden von hoher Wichtigkeit. Aus Rab und Fern. * Bad Salzhausen. Seit einigen Tagen ist hier der Badebetrieb wieder eröffnet. Eine Anzahl Kurgäste sind bereits eingetroffen. Bad Nauheim. Das Verkehrsamt der Hessischen Bad- und Kurverwaltung teilt mit, bis zum 12. Mai 1932 betrug der Gesamtbesuch 4604 Gäste. Darunter waren 557 Ausländer. Anwesend sind am 12. Mai 1932 1896 Gäste. Friedberg. Die erste Uhrmacherin in Hessen. Fräulein Maria Schäfer aus Obermörlen, die hier das Uhrmacherhandwerk erlernte, bestand die Gehilfenprüfung. Das„ Fräulein Uhrmacher", deren verstorbener Vater den gleichen Beruf ausübte, dürfte als erste Uhrmacherin in Hessen anzusprechen sein. Darmstadt. In einem einsamen Gehöft bei Unterliebersbach im Odenwald bei Weinheim hatte eine Mitte der 30er Jahre stehende Frau Jöst ihren um ein Jahrzehnt älteren Mann aufgehängt. Nach einem ehelichen Streit loďte sie ihn auf den Speicher, wo sie ihm eine Schlinge um den Hals warf und ihn über einen Dachbalken hochzog. Der Tag der Angestellten- Jugend im GDA. Pfingsten 1932 in Weglar a. d. Lahn. In der freien Reichsstadt Wetzlar, die so vieles mit dem großen Dichter Goethe verbindet, trifft sich die Angestellten Jugend im GDA. aus allen Teilen Hessens und Hessen- Nassaus. Die Tagung steht unter der Losung:„ Für Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland." Eine große Scheinfirmen- Messe, von allen Gruppen des Hessen- Gaues beschickt, wird Zeugnis ablegen von der Willenskraft zur Weiterbildung. Herborn. Die Stadtverwaltung legt den Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1932 vor, der abschließt mit einem Fehlbetrag von 57 820 M., während im Vorjahr der Etat noch ausgeglichen werden konnte. Wesentlich geringere Steuereingänge. Verminderung der Einnahmen, andererseits erhöhte Ausgaben Chlorodont Der Leidensweg eines Arbeitslosen. Das Tischtuch ist schnell zerschnitten, und was dann??? Die Geschichte fängt in den meisten Fällen damit an, daß dem Geschäft keine Aufträge mehr zufließen, das Blut, das es unbedingt braucht zum Leben. Die Antwort darauf, ist die Entlassung, wo die Arbeit fehlt, wird auch kein Arbeiter vermißt. Nachher hat jeder die Verpflichtung, sich beim Arbeitsamt anzu= melden, sofern er Anspruch auf Unterstützung erhebt und Zuweisung einer neuen Stelle. Mit einer grasgrünen, vierseitigen Karte in der Tasche, die in 284 kleine Felder eingeteilt ist, verläßt man es wieder. Aber nicht für immer. Das wäre zu schön. Von jetzt ab hat sich der Erwerbslose täglich hier zu melden, zur Kontrolle. Dabei gibt es jedesmal in die Karte einen Stempel, aus dem deutlich das Datum und die Stunde ersichtlich ist, wann die Meldung erfolgte. Dem Beamten steht dafür eine besondere Maschine zur Verfügung. Daneben liegt noch ein zweiter Stempel in seiner Schublade. Denselben pflegt er hervorzuholen, wenn die Karte boll ist. Als es bei mir soweit war, drückte er damit, quer über die lezte Seite, die inhaltschweren Worte ,, Endgültig ausgesteuert!" Dreimal hat das jeder Erwerbslose mitzumachen, und jedesmal wird für den Eindruck eine andere Farbe in Anwendung gebracht. Bei der Aussteuerung aus der Hauptunterstützung, die fast ein Jahr dauert, ist sie blaßrot. Von da aus kam ich in die Kru( Krisenunterstützung). Mit der Aufnahme in diese gibt's eine neue Karte, die schneeweiß iſt. Zuvor wird aber noch die Unterstützung merklich gekürzt, mitjamt den Feldern auf der Karte. Jst auch diese voll, macht man die nächste Bekanntschaft mit dem Stempel. Hier erfolgt der Eindruck in gelber Farbe. Bei der dritten Karte, die wasserblau aussieht, bleibt alles bestehen. Felderzahl und Unterstützung, aber nachher kommt nichts mehr, dann ist es Schluß, für immer. Als auch diese Zeit zu Ende ging, und ich noch keine Stelle zum Arbeiten hatte, ergriff der Beamte wieder seinen Stempel, zum Eindrücken der Hiobsbotschaft, daß ich nun endgültig Nr. 19. für die Betreuung der Wohlfahrtserwerbslosen haben das Defizit verursacht. Im laufenden Steuerjahr sollen die Steuersätze die gleichen bleiben wie im Vorjahre. Weilburg. Zurzeit werden hier 461 Personen aus öffent lichen Mitteln unterstützt, und zwar erhalten 56 Arbeitslosenunterstützung, 140 Krisenunterstützung, 141 Wohlfahrtserwerbs= losenunterstützung, 68 Armenunterstützung, ferner werden 32 Kleinrentner und 24 Sozialrentner unterstützt. Auf die gesamte Einwohnerzahl bezogen, müssen 12,2 Prozent der Bevölkerung aus öffentlichen Mitteln erhalten oder unterstützt werden. Frankfurt a. M. Die Stadtverordnetenversamlung wählte Dienstagabend in nichtöffentlicher Sitzung den seitherigen Dezernenten des städtischen Gesundheitswesens, Stadtrat Dr. Schlosser zum Bürgermeister der Stadt Frankfurt. Aschaffenburg. Vermutlich in der Nacht zum Donnerstag wurde ein schwerer Einbruch in Schloß Mespelbrunn verübt. Von bisher unbekannt gebliebenen Tätern wurden unersetzliche Kunstgegenstände, Edelsteine, Goldmünzen und Schmud gestoh len. Der Einbruch konnte bis jetzt noch nicht aufgeklärt werden. Kassel. Die vor einigen Wochen bereits angekündigte Wiederaufnahme der Arbeit in den Werkstätten der Henschel u. Sohn A.-G. ist gestern erfolgt. Wie wir hören, haben zunächst etwa 700 Arbeiter ihre Tätigkeit wieder aufgenommen. In den nächsten Tagen erfolgen weitere Einstellungen. Kassel. Das Mitglied des Aufsichtsrates der verkrachten Kasseler Genossenschaftsbank, Kaufmann Fritz Adermann, der über hundert Wechsel im Gesamtbetrage von 168 000 RM. gefälscht und in Umlauf gesetzt hatte, wurde wegen fortgesetzter schwerer Blankettfälschung in Tateinheit mit Betrug und Untreue zu vier Jahre Gefängnis verurteilt und sofort verhaftet. Gesundheitspflege im Mai. Im wunderschönen Monat Mai", wenn die ,, sonnenlose, die schreckliche Zeit" vorüber ist, dann finden die Menschen wieder den Weg zurüd zur Natur. Zwingt doch der Winter viele Menschen, und besonders die Städter, für lange Monate dazu, sich und ihren Körper mehr oder minder gegen Licht und Luft abzuschließen, sehr zum Schaden für ihre Gesundheit. Darum kann der Arzt für den Mai zunächst keinen besseren Rat geben, als den: Last Sonne herein, in eure Wohnung wie in euren Körper!„ Die Fenster auf, die Herzen auf geschwinde." In den Tagen des jungen Frühlings sollte daher das Lüften und Besonnen unserer Wohnungen und ihres unbelebten Inhalts an Möbeln, Betten usw. mit größter Regelmäßigkeit durchgeführt werden. Auch unsere Haut, die die winterliche Kleidung oft ängstlich von der Außenluft abgeschlossen hat, bedarf des belebenden und abhärtenden Einflutes von Luft und Licht. Natürlich muß bei beiden Geschlechtern und besonders beim Kinde der Uebergang ein recht allmählicher sein, damit nicht Erkältungsfrantheiten aller Art uns die Freude am Frühling verderben. Sehr zweckmäßig wird man schon im Mai mit ein wenig förperlicher Abhärtung beginnen. Dies geschehe zunächst in Gestalt eines morgendlichen Luftbades im Zimmer, später, bei warmem Wet☐☐☐ ausgesteuert sei. Er benützte dazu eine schwarze Farbe, die sich trefflich dem Zweck anpaßte. Wie sinnreich das alles organisiert ist. Daraus kann das Amt, ohne eine Bewegung machen zu müssen, jederzeit erkennen, wie es um den Inhaber der Karte bestellt ist. Hier angekommen, ist die Wahl für den Erwerbslosen an den Wegen, aus der Not, nicht mehr groß und reichhaltig. Nur zwei bleiben ihm noch offen. Am Ende des einen wartet der Hungertod, der andere führt schnurstrads aufs Wohlfahrtsamt zu, wenn keine Verwandte da sind, oder ein Vermögen, mit dem das kämpfende Schiff über Wasser gehalten werden kann. Gott sei es geflagt, beides ist mir versagt, ich besitze nur meine Arbeitskraft, die heute nicht mehr gilt. Anders hätte ich mich kaum für den letzten schweren Weg entschlossen, daß ich dort eine Quelle finde, um meine Familie ernähren zu können. Ich brachte gleich die nötigen Unterlagen hierfür mit, und Ausweise, so nur besteht Aussicht auf Annahme und Erfolg für das Gesuch. Etwas mehr wie ,, 12 Mart" sprachen sie mir dabe zu, das würde reichen, hieß es, für vier Menschen außerhalb der Stadt, wo das Leben entsprechend billiger sei. Dazu legte mir der Beamte noch ein Bündel Kochrezepte. Wer die genau befolge, sagte er, bleibe gesund und bei Kräften- auch mit meinem tommen??? EinEben war ich wieder dort, den ersten Zahltag abzuheben. In lauter blanken Silberstücken bekam ich das Geld auf die heiße Hand gezählt. Wie ich wieder das Amt verlassen will, wird es mir plöglich nebelig vor den Augen wie bei einer Ohnmacht. Soweit fann ich noch nachdenken bei aller Schwäche, woher das kommen könnte. Ich ging doch nüchtern vor start drei Stunden zu Fuß von Daheim weg, weil nichts Eßbares mehr im Haus war, das sind nun die Folgen der Unterlassung. Nur weil ich fühlte, so den Rückweg nicht zu zwingen, wenn ich mich nicht vorher ein klein wenig dafür stärke, drehe ich schon halbwegs nochmal um, suche einen Laden auf und lasse mir dort für 18 Pfennig eine Tasse Milch und ein Stüdlein troden Brot verabreichen. Während dem Verzehren der guten Dinge schiebt sich plötzlich das Bild meiner Familie deutlich hinter dem Tisch herauf, wie sie am Fenster steht, und den vergeßlichen Vater erwartet, mit dem gleichen Hunger in den Augen. Um nicht OOOOOO Zur Zahnpflege und zur Erlangung schöner weißer und gesunder Zähne von mehr als 6 Millionen allein in Deutschland täglich im Gebrauch. einer zweiten Versuchung zu unterliegen, erhebe ich mich darauf sofort wieder vom Stuhl und verlasse halbfertig das Lokal. Daheim angekommen, entlehre ich unverzüglich die Taschen und lege den Rest des Geldes vor meine Frau hin. Die beiden Kleinen stehen daneben auf den Zehenspitzen und zählen mit in hellem Chor, während ein hektisches Weinen und Lachen in einem Atem ihren zarten Körper schüttelt, vor lauter Freude, daß ich da bin. Am Schluß beichte ich die Missetat. Was ich darauf erwartete, traf nicht ein, niemand machte mir einen Vorwurf darum. Meine Frau sah mich nur ein wenig versorgt an dabei, alles Leid der Welt im Blick. Das war alles, und ich verstand, was sie damit sagen wollte. Nachher nahm sie eine Schiefertafel von der Wand herab, die ihr früher zum Aufschreiben der Haushaltsachen diente. Mit dem Griffel, der noch daran hing, teilte sie diese in verschiedene fleine Fächer ein, von der Größe einer zweimal zusammen geleg ten Banknote. Wie das fertig war, machte sie es genau so mit dem Geld, auch das trennte und zerlegte sie alsdann in mehrere Posten. Einer davon bildete einen Beitrag für die Miete am Monatsende, das andere war für Licht, Gas und Brand. Einzeln und behutsam legte sie die weggezählten Beträge also in die dazu gezogenen Fächer hinein, daß wir wissen, was davon uns gehört, und was nicht. Am Schluß der traurigen Bilanz, lagen vor uns nicht mehr ganz 80 Pfennig, die reichen müssen zum Essen, und kleiden auf eine Woche, bis es wieder etwas mehr wie 12 Mark gibt Als es dunkel wurde, nahm meine Frau das Geld, und schlich damit weg nach dem Laden, einige Einkäufe zu machen. Wir andern setzten uns indessen hinter den Tisch und warteten, bis sie wieder zurückkehrte, im Arm ein halbes Brot, nebst einem Achtel Margarine, und etlichen Kartoffeln, zu einem einfachen Mittagessen am nächsten Sonntag. Und dabei kommen einem immer und immer wieder die Fragen: Wann endlich wird die Regierung ein williges Ohr haben für Wirtschaftsführer, die an Hand ihrer praktischen Erfahrung die positive Arbeitsbeschaffung in sichere Aussicht stellen u. a. durch die Verwendung der ganzen Hauszinssteuer für Hausreparaturen, die in Offenbach a. M. z. B. jährlich für 2 Millionen Mark Arbeit Ein vier Jahre Arbeitsloser. ermöglicht. Gamstag, den 14. tai 1932. ter, bei geöffnetem Fenster oder wenn möglich im Freien. Zum Baden und Schwimmen in freier Luft ist dagegen im Mai das Wetter meist noch ungeeignet. Von hohem gesundheitlichem Werte ist auch ein längerer oder kürzerer Frühlingsspaziergang, und ein jeder sollte seine Freizeit dazu benutzen, sich auf diese Weise von den gesundheitsschädlichen Einflüssen der winterlichen Stubenluft und des Stubenhodens zu befreien. Man vermeide dabei aber, etwa schon im Mai im frischen Grase oder auf Feldsteinen am Wege zu rasten. Das Gras ist meist noch feucht, der Feldstein balt, und mancher Rheumatismus, mancher Blasentatarrh schreibt sich her von solcher frühlinghaften Unvernunft. Vom Wochenmarkt sollten unsere Hausfrauen jetzt vor allem die frischen, billigen Gemüse, wie Spinat und Möhren, ferner Schnittlauch, Petersilie, Kresse, Radieschen, Rettich u. a. mit heimbringen für die Mahlzeit. Mit dieser Art von Frühlingskost führen wir unserem Körper nicht nur Vitamine und Salze zu, die er vielleicht entbehrt hat, sondern auch die Sonne, der alle diese Gemüse und Kräuter gleich uns ihr Leben und Wachsen verdanken. Kinder des Mai sind ferner noch Spargel, Erdbeeren und Krebse, deren Genuß sich allerdings meist wohl nur der leisten bann, dessen Geldbeutel dafür noch start genug ist. Erdbeeren und Krebse eignen sich aber auch sonst nicht für jedermann, denn manche Menschen müssen ihren Genuß mit einem fieberhaften, start judenden Ausschlag, dem sog. Nesselfieber, büßen. Wer dazu gehört, dem sei geraten, sich dieses Leckerbissens des Monats Mai lieber zu enthalten. Dr. C. K. Bange machen gilt nicht! Gießener Zeitung" Mit Achgelis auch Kronfeld in Weimar. Der soeben von seiner Berufung zum Segelfluglehrer des Schweizerischen Aeroklubs nach Deutschland zurückgekehrte Reford- Segelflieger Robert Kronjeld wird seine weiteren technischen Versuchsarbeiten an der Ingenieurschule Weimar durchführen. Da diese Anstalt über sehr leistungsfähige Versuchsanlagen und Flugzeugwertstätten verfügt, dürfte eine erfolgreiche Weiterarbeit gewährleistet sein. Neue Bücher. ,, Ehrenbuch der deutschen Schweren Artillerie".( 620 S. 590 Bilder.) Trotz der wirtschaftlichen Notlage hat man sich entschlossen, die Herausgabe eines 2. Bandes( nicht Ergänzungsband) sondern Vollband) in absehbarer Zeit, wohl gegen Ende 1932, zu wagen. Wer das Ehrenbuch der deutschen Schweren Artillerie-40 RM. in 10 Raten, auf Wunsch Ansichtsendung auf 5 Tage frei gegen frei noch nicht besitzt oder wer schrift= liche Beiträge zum kommenden 2. Band liefern will, wende sich an den Herausgeber des Werkes, Major a. D. Kaiser, Schriftleiter der Zeitschrift ,, Die Schwere Artillerie, Pasing vor München, Elisabethenstraße 27. Amerika ist bekanntlich der Alten Welt stets in allem voraus. Das gilt auch für die vielfachen Warnungen vor der Unhygiene im täglichen Leben. So will das betriebsame Amerika wieder entdeckt haben, daß das Anleden der Briefmarken mit der Zunge eine ganz schlimme gesundheitliche Gefahrenquelle sei. Das flingt recht einleuchtend, und wenn es nur dazu führte, daß stets und ständig das für den Gelegenheitsbriefschreiber so bequeme Anleden vermieden würde, könnte das Graulichmachen ohne weiteres hingehen. Man darf aber bei solchen ,, Warnungen" nie vergessen, daß sie gerade ängstliche Menschen sehr ungünstig beeinflussen können, eine Nebenwirfung, die die Warner ganz sicher nicht beabsichtigen können. Nr. 19. Das Geheimnis des Orchester- Dirigenten. Die großen Ka pellmeister sind in den letzten Jahrzehnten immer mehr in den Vordergrund des Interesses getreten. Woher fommt das? Ge= neralmusikdirektor Kleiber äußert sich über die Kunst des Dirigie rens in einem interessanten Gespräch in der neuen Woche". Ueberall für 40 Pfg. Unser Hausarzt. Monatsschrift für Gesundheitspflege, Diätund Wasserheilkunde. 38. Jahrg. Halbjährl. postfrei 2,20 M. Hausarzt- Verlag H. Stoß. Berlin- Steglitz, Postf. 21. Aus dem Inhalt des Maiheftes: Fußbeschwerden. Aus der Kinder pflege. Spargelzeit. Eine Reihe schmackhafter Repezte zur Herstellung herrlicher Spargelgerichte bringt das neue Heft der Gartenlaube". Ueberall für 30 Pfg. Bezugspreis Fedaktionsfchluß fendung nicht te kommt in Deutschland night oft vor, daß die Zuschauer 45. Jah eines Fußballspiels so in Eifer geraten, daß sie auf den Platz stürmen. Die dramatischen Szenen, die sich dabei abspielten, hat der Photograph der„ Münchner Illustrierten Presse" festgehal ten. In der neuesten Nummer( Nr. 20) finden wir diese ungewöhnlichen Bilder. Turnen und Sport. Um die Deutsche Fußballmeisterschaft. Die zweite Runde In Frankfurt: Eintracht In Hamburg: Tennis- Borussia Berlin. Holstein Kiel- 1. FC Nürnberg. In Leipzig: Polizei Chemnitz- In Bochum: - Bayern München. Schalke 04 Hamburger SpV. Ergebnisse vom 8. Mai: Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft: in Königsberg: Hindenb. Allenstein Eintr. Franff. 0: 6( 0: 4) in München: Bayern München Minerva Berlin 4: 2( 1: 1) in Fürth: 1. FC. Nürnberg- Borussia Fulda 5: 2( 2: 0) in Chemniz: Polizei Chemnit Beuthen 09 5: 1( 3: 0) - in Berlin: Tennis- Bor. Berlin Vittoria Stolp 3: 0( 2: 0) in Breslau: Breslau 08- Holstein Kiel 1: 4( 0: 2) in Dortmund: FC. Schalke 04- SuBC. Plauen 5: 4( 2: 1) in Altona: Hamburger SV.- VfL. Benrath 3: 1( 3: 0) Darum ist es wertvoll, daß ein deutscher Gelehrter, Professor Sport an Pfingsten J. W. Bach, vom Preußischen Medizinaluntersuchungsamt der Frage der Gefährlichkeit des Briefmarkentlebstoffes tatkräftig nachgegangen ist. Seine äußerst verschmitt angestellten Untersuchungen haben erheben, daß die Briefmarke in keiner Weise gefährlicher ist als tausend und aber tausend andere Gegenstände des täglichen Lebens. Also: Bange machen gilt nicht. Daß es trotzdem stets zweckmäßig und vorzuziehen ist, eine Briefmarke anders als durch Anleden zu befeuchten, versteht sich natürlich von selbst. Aber gewöhnlich stirbt man nicht dran. Rattenschäden sind gewaltig. - ein wenn dem Der Laie hat oft nicht die rechte Vorstellung von Schaden, den die Ratten der Volkswirtschaft zufügen. Nach wird den Feststellungen eines französischen Professors Fünftel der gesamten Welternte von Ratten und Mäusen ver= tilgt. Der Schaden, den diese gefährlichen Nager in den einzelnen Ländern durchschnittlich anrichten, beläuft sich in Amerika auf eine man dem Statistiker glauben darf Milliarde Dollar, in Frankreich auf fünf Milliarden Francs, in England auf 15 Millionen Pfund Sterling und in Deutschland auf 200 Millionen Mark. Unter den deutschen Städten hat wohl Düsseldorf am meisten unter der Rattenplage ju leiden; denn der Schaden, den die Ratten hier anrichten, wird auf ungefähr 2 Millionen Mark in jedem Jahre geschätzt. In Frankreich wird besonders Paris von den widerlichen Tieren heimgesucht. Uns sind bis jetzt folgende Spielabschlüsse für die PfingstFeiertage bekannt geworden: 1. Feiertag: Der Schaden ist also gewaltig, und da es bisher noch nicht gelungen ist, der Vermehrung des Ungeziefers Einhalt zu tun, haben verschiedene Gelehrte den Vorschlag gemacht, mehrere Ratten mit einer todbringenden, anstedenden Krankheit zu impfen, damit diese dann ihre Artgenossen verseuchen und somit vernichten. Vielleicht würden wir im Laufe der Zeit von diesen Werte zerstörenden Nagern mehr und mehr befreit. Für jeden Haus- und Grundstückbesitzer ist es deshalb Pflicht, etwas zu unternehmen zur Vernichtung dieser schädlichen Tiere, wenn sie sich auf seinem Anwesen bemerkbar Sch. machen sollten. Universal- Reichssteuer- Kassebücher liefert Albin Klein, Giessen, Südanlage 21. VB.- Kurhessen Marburg Sp.- Vgg. Fürth Garbenteich FSV. Frankfurt a. M. Reserve Garbenteich Jgd. Nidda Jgd. Garbenteich Schüler 1900 Gießen 1. Schüler 2. Feiertag: VFR. Butzbach Breidenstein Weidenhausen Höntrop Lichtenplatz- Gevelsberg 2. Rot- Weiß Frankfurt a. M. Reserve Garbenteich Jgd. Nieder- Ursel Jgd. Am 2. Feiertag steigt in Gießen zur Eröffnung der Leichtathletitsaison auf dem 1900er- Plaz eine Veranstaltung von besonderem Anreiz. Die 1900er empfangen zum Klubkampf den Akademischen Sportverein Köln. Die Kölner stellen eine der Sie fonn stärksten westdeutschen Leichtathletik- Mannschaften. des„ Rovers", als der Sucht, das Neue zu bekämpfen und am Althergebrachten festzuhalten. Die kleine Maschine setzte sich durch und als sie die Zuneigung weiterer Kreise gewonnen hatte, begann der Kampf der Techniker um die Gunst der Masse. ten 1931 sieben Bezirksmeisterschaften an sich bringen. Die be= tanntesten Leute sind: Busch( 1,80 Meter im Hochsprung); De bus( 42,50 Meter im Distuswurf und 13,90 Meter im Kugelstoßen); Nottbrod( 1:57 Min. im 800 Meter- Lauf); Socke( lief die 400 Meter in 49,3 Sef.!). Sport, Technik und Mode. Boli Nachdem di beantragte Cin denten Lobe w tionaljozialisten gerichtshof für Der Auswa den Abgeordnet einberufen word Das Luxusbedürfnis der ersten Radfahrer ließ den Fahr radverschönern einen weiten Spielraum. Man suchte zuerst die Linie des Fahrrades zu verbessern. Alsdann suchte man fein Gewicht zu erleichtern und seinen Schwung zu erhöhen. Später verlegte man die Modernisierung auf das Aeußere und unbewußt wurde die Radlerwelt in den Strudel der Mode gerissen. Die Technik ließ sich diese Förderung gern gefallen und so schwankte gesetzt hatte und man zu der Ueberzeugung gekommen war, daß das Fahrradmodell vor weiland 40 Jahren von der Parteien Saß und Gunst verwirrt in der Geschichte des Sports. erkannt Einen Stillstand gab es, als man den heute noch üblichen Rautenrahmen als das alleinseligmachende Modell hatte, als die heute noch verwendete Tangentspeiche sich durch man das Fahrrad aus bestem Stahl herstellen, mit luftgekühlten Reifen versehen und seine schwingenden und drehenden Teile mit Kugellagern ausrüsten mußte. Ehe es aber soweit fam, hatte das Fahrrad viele Modekrankheiten über sich ergehen lassen, und wir wollen hier einige dieser Kinderkrankheiten" unseres Stahlrosses der Vergessenheit entreißen. des Reichstanzl Berhandlungen, melland und D Der Antrag tonferenz auf e Luftfahrt wurde deutschen Antra Ungarn, Bulga In der erft tegs wurde mit de Abgeordnet identen gewähl Der„ Völtif Belanntmachung wegung neuerdi In der Hand der ,, oberen Zehntausende" war das Fahrrad ein Luxusgerät. Alles was praktisch wirten fonnte, war ver pönt. Man hatte beine Schmutzfänger, sah auch eine möglichst kleine Glode, auf ein Lämpchen mit vernideltem Gehäuse und auf eine möglichst unscheinbare und ebenso unwirksame Bremje Das Fahrrad mußte schid aussehen, aber in der Praxis zeigte sich die Schattenseite dieser ,, Eleganz" des Rades bald. Die Rad ler und Radlerinnen wurden von oben und von unten naß, die Gefahr der unwirksamen Brems- und Signalvorrichtungen wuchs und man versuchte nun Eleganz und Komfort zu vereinen Dieser Versuch brachte einen harten Kampf, in dem die Fahr Sie belieferte beide radindustrie fein leidtragender Teil war. Kämpferparteien und in unermüdlichem Verbesserungstreiben gab sie dem Fahrrade die von der Mode diktierte Gestalt. Eine Modenarrheit war die Benutzung hoher Uebersetzun gen. Die ,, Lanzierer" dieser Mode verlangten wahre Schwung scheiben als Kettenräder, um mit der Uebersetzung über 100 Zoll zu kommen. Hand in Hand mit diesem Uebersetzungsfimmel ging die Mode der tiefgebogenen Lenter. Bis unter den Gabel topf reichten manche Lentstangen und in unmöglicher Haltung rasten die Modenärrchen die Landstraße entlang. Dann kam die Zeit der ganz kleinen Kettenräder, der holzartig lackierten Lenker und Felgen, der riesenhaften Gloden und Laternen, der vernidelten oder verfupferten Felgen, der sogenannten ,, Polizei bremse" die mehr dekorativ, als zwedentsprechend war, dann sehnte man sich nach ungeheuer breiten Lentstangen, nach far bigen Gummireifen und nach farbigen Rahmen. Der Technifer wurde allen gerecht und der Ladierer stand nicht hinter ihm zurüd. Eine Zeit lang mußten die Fahrräder rot, grün, gelb oder blau sein, alsdann verlangte man bambusartig gestrichene Fahrräder und die ganz Feinen wollten vernidelte oder ver Lupferte Fahrradrahmen haben. Der Titel dieser kleinen Abhandlung kann leicht den Anschein erweden, als wolle ein Taschenspieler drei grundverschie= dene Dinge durch Fingerfertigkeit unter einen Hut bringen, aber der Titel ist durchaus ernst gemeint und wir werden sehen, daß die tyrannische Königin Mode sowohl zur Technik, als auch zum Sport Beziehungen besitzt. Es soll hier nicht die Rede von dem Einfluß der Mode auf die Bekleidung der Sportsleute sein, sondern auch die von ihnen benutzten, von Technikern hergestellten Geräte. Wohl könnte man sagen, daß bei den großen Fortschritten in der Technik von einer Mode nicht gesprochen werden fann, sofern es sich um Verbesserungen der Sportgeräte auf Grund von Erfahrungen handelt, aber dieser Einwurf ist nur dann berechtigt, wenn man die vom Techniker gewissermaßen ,, troden" hingelegte Verbesserung anerkennt, aber die Macht der Mode, d. h. das Verlangen nach dem Neuen leugnet. Schon vor fast einem halben Jahrhundert hat man in der Technit die werbende Kraft der Mode erkannt und wenn wir aus der Fülle der Sportgeräte nur das Fahrrad herausgreifen, werden wir bald sehen, welchen Einfluß der Wunsch nach Neuem, Epochalen auf die Vervollkommnung des Fahrrades gehabt hat. Wir wollen nicht zu weit zurückgehen und den Einfluß der Mode auf das Dreirad und das Hochrad erörtern, sondern nur so weit zurückbliden, wie es die in den besten Mannesjahren stehenden Sportleute vermögen, und zwar bis auf das Erscheinen des Niederrades, wie wir es heute zu Millionen in Deutschland sehen. Wohl stieß die Einführung des mit gleichen Rädern ausgestattetem ,, Rovers" auf Widerstand, aber dieser Widerstand entsprang weniger der Ueberzeugung von der Unbrauchbarkeit Sämtliche Drucksachen HAUSHALTUNGS- BÜCHER VERLOBUNGSANZEIGEN GRATULATIONS KARTEN liefert immer schnell, gut und preiswert für Familien, Vereine und Behörden wie STERBFALLANZEIGEN GEBURTS- ANZEIGEN EINLADUNGSKARTEN ALBIN KLEIN GIESSEN Reichsleitung v Mitgliederanme genommen werd 15 Juli Der Präfid tiert die Gerüch hendlungen inf Attentate in T Der litaui Gylys, zum Go Gouverneue ted Derlautet, joll zurüdtreten. Der Ruffe schen Repu Faris" anfünd Den Barijer G Es gilt al Armee der Er Jan Ministerpr zustimmung w hipit. Die Srok Wenn nid Anfang nat Die Haltung des Fahrers auf dem Rade wurde ebenfalls von der Mode diftiert. Als der Hannoveraner Willy Arend die Weltmeisterschaft gewonnen hatte, wollte jeder Jüngling fo auf dem Rade sitzen, wie Arend. Sattel und Lenker wurden ,, arendmäßig" montiert, aber Arend fam aus der Mode, als der Münchener Dauerfahrer Robl populär wurde. Unter un fäglichen Qualen versuchten die Moderadler die für Rennen hinter Motoren gebauten Spezialmaschinen mit dem fleinen Vorderrade und nach vorn gerüdten Sattel und Lenker auf de Landstraße zu benutzen und schließlich wurden sogar die 3weurchgearbeitet sizer auf Huberseidl montiert, als diese Mannschaft ihre große Erfolge hatten. Die Mode erstreckte sich auch auf Einzelteile, wie Pedale Ketten, Tretfurbellager und Kurbeln, aber eine epochale Ver änderung erfuhr das Fahrrad erst durch die Feilaufnabe, ohn die ein ,, modernes Fahrrad" damals undentbar war. Und wen man heute von einem Fahrrade spricht, sagt man, ohne dabe etwas zu denken: Jedes moderne Fahrrad hat Freilaufnab Man gibt also den Einfluß der Mode unbewußt zu, was beweisen war. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen Haben Sie Billiges Geld!!! die Absicht Ihr Anwesen gleich welch. Art u. Größe zu verkaufen? Dann schreiben Sie sofort unter Angabe von Preis etc. an die Grundstücksbörse, Stuttgart, Hölderlinstraße 38. ALLES BILLIGER! WERKZEUG WESTFALIA LISTE WERKZEUG CO. GRATIS. HAGENLUL Existenz General Vertreter als dort. Bezirfeleit. gef.hoh. Berd. Ort u. Beruf gl.kostl.Anlig. 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