Nr. 4 , auf Glüd oder Bedi winn und Berlust der a Bejens und dient zu Fi Den der Eltern, Die Ri völliger Wahrhaftigle gern von solchen Dife Entfaltung und Entwi auf ihr Wesen zu förde findischen Spiel"; eine at familiäre Gesellschaftsip cher. inberg. Eine Erzählu Gießener Zeitung Erscheint Samstags - ( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert hen überſetzt von Baul 44. Jahrg. ildern. 103 S., Halblein ttgart. Für 10-16jährig gmädchenbuch, ohne Sent ! Der Stoff ist unmitte e Jungmädchenfreundi Swischentreten einer neu räff. Wie man fotogr ungen. 64 G., Halblein Crierte Zwei- Mart- Bu Für die Jugend und E f wirklich verwertbare einer ganz famojen erläutert, was zum F , Monatszeitschrift( Betle lerstraße 8). Der Bezug e eines Jahrgangs bet zugspreis fann in piene ezahlt werden. Der Vetic inf weiteren Mitglie militärischen Inhalts der in die Zukunft blit ldung genossen hat. Je fitätsprofessoren haben hschule" geschaffen, mit ichen Kaufmann ausbil allen Angestellten aus die Kosten monatlich ressanten Prospett und chalten Sie fostenlos ge fennig vom Industrieve thinerstraße 42. re Forderungen am 31. Se Sie das nicht! Es dro auftauchenden Fragen, i ng vermeiden kann, un in den Wirtschaftlit los vom Rudolf Lore Württemberg. Eine fle ei den Reisebüros und Hohenzollern in Stuttg ft, gibt hierüber Aust 538 eine Dame den n sein soll, aus totem tellen; daß Wien die b Es steht im neuen Heft us der Prärie. Unter Des amerikanischen W Gartenlaube"-Erzählung Heft. 1 teine Stadt hat jemals ten, Spigel und Abent dieses unheimlichen un den Namen und Daten i 8 im neuen Heft der tian Klein in Gießen berraschung en will, Dens 55 eichen ad der finden werden. Presse eichnet. zeugen, pfangsze hält rom RM 419m RM 433,- Lautsprecher en. Bezugsquellenangabe MENS& HALSKE AG furt a. M., Gutleutstr. 31 Politische Rundschau. Reichspräsident v. Hindenburg empfing eine Abordnung des Gesamtverbandes der christlichen Gewerkschaften DeutschTands, welche dem Reichspräsidenten über die Notlage in der deutschen Arbeiterschaft berichtete und Maßnahmen zur Linderung der aufgetretenen Notstände vorschlug. Reichskanzler v. Schleicher hatte am Donnerstag eine Be sprechung mit dem preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun, die sich, im wesentlichen um die Haltung der preußischen Regierung bei den kommenden Reichsratsverhandlungen drehte. Der neugewählte Reichstag hat am Mittwoch zum ersten Male Gelegenheit gehabt, so etwas wie praktische Arbeit zu leisten. Ein Vergleich mit ruhigen Zeiten einer weit hinter uns liegenden Vergangenheit läßt sich natürlich nicht anstellen. Immerhin darf doch ein Versuch, etwas Positives zustande zu brin gen, verbucht werden. Ganz glatt ließ sich allerdings die Tagesordnung nicht abwickeln. Die Reichstagstagung hat mit dem Beschluß, dem Präsidenten den Zeitpunkt für den Wiederzusammentritt zu überlassen, den Verlauf genommen, den die Reichsregierung gewünscht hat Man nimmt an, daß der Reichstag jetzt furz nach dem 15. Januar wieder zusammenkommt. Der Rechtsausschuß des Reichstages nahm Freitag vormittag den Amnestie- Entwurf mit 21 gegen 4 Stimmen in der Schlußabstimmung an. Die Deutsch- völkische Freiheitsbewegung veranstaltete im Rahmen ihrer Zehnjahresfeier im Großen Saal des Berliner Tiergartenhauses eine Kundgebung, in deren Vordergrund die Verkündung des Uebertritts einer Anzahl früherer nationalsozialistischer Amtswalter zur Deutschvöltischen Freiheitsbewe gung stand. Im Rahmen der Uebergetretenen hielt Joachim Ostrau- Gronau eine scharfe Kampfrede gegen die NSDAP, de= ren Politif ihre Anhänger enttäuscht habe. Die Politische Polizei in Breslau hat eine kommunistische Geheimdruckerei ausgehoben. Diese Druckerei hatte sich seif längerer Zeit mit der Herstellung illegaler Schriften hochverräterischen Inhalts befaßt. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 10. Dezember 1932 Die mexikanische Regierung hat an die Vereinigten Staaten eine Note gerichtet, in der dagegen protestiert wird, daß ameritanische Militärflugzeuge die mexikanische Stadt Tia Juana überflogen und dort mehrere Häuser mit Bomben belegt haben. Die portugiesische Regierung hat einem britischen Konsor tium Aufträge für den Bau von zwei Zerstörern und zwei Unterseebooten erteilt. Die gleiche Firma hat bereits für Portugal zwei Kreuzer gebaut, die dieser Tage übernommen wer den sollen. Kreuzer„ Karlsruhe" ist jetzt, von New York tommend, nach einjähriger Weltreise in seinen Heimathafen Kiel zurückgekehrt. In der ganzen Welt ist die Besagung aufs freundlichste empfangen worden. Der Kreuzer ,, Köln" trat am Donnerstagvormittag die Ausreise zu seiner einjährigen Fahrt um die Welt an. Wie die Reichsanstalt mitteilt, belief sich die Zahl der Arbeitslosen, die am 30. November bei den Arbeitsämtern gemeldet waren, auf rund 5 358 000. Die Zunahme gegenüber Mitte des Monats betrug rund 92 000. Eine Erklärung der Regierung über die Winterhilfe. Berlin. Der Reichstag hat gestern sowohl das Gesetz über die Stellvertretung des Reichspräsidenten als auch die Amnestievorlage in einer von den sozialistischen Parteien stark veränderten Form angenommen. Außerdem hat er beschlossen, den sozialpolitischen Teil der großen Notverordnung vom 4. September außer Kraft zu setzen. Vor der Vertagung, die auf ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: Die 80 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lotal 12 fg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit Bet Wiederholung Rabatt Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung Nummer 49 unbestimmte Zeit erfolgt ist, erklärte Staatssekretär Pland für die Reichsregierung folgendes:„ Die Reichsregierung ist entschlossen, Maßnahmen für eine besondere Winterhilfe zu treffen, soweit es die finanzielle Lage zuläßt. Sie wird sich bemühen, im Ausschuß zu einer Verständigung mit den Parteien über das Ausmaß der Aktion zu gelangen." Die Arbeiten der Ausschüsse beginnen bereits heute. Straßer und Feder beurlaubt. Innerhalb der Führung der Nationalsozialistischen Partei sind seit einiger Zeit lebhafte Auseinandersetzungen über den Kurs der Partei und die Zweckmäßigkeit der seither betriebenen Politik im Gange, die am Donnerstagabend dazu führten, daß Gregor Straßer nach einer parteioffiziösen Verlautbarung für drei Wochen beurlaubt wurde. Am Freitagvormittag hat auch der nationalsozialistische Abgeordnete Feder einen längeren Urlaub angetreten. Zahlen, die reden. Deutschland gibt für die evangelische Missionsarbeit täglich 20 000 RM., für französische Riechwasser 325 000 RM., für ' die evangelische Mission jährlich 7 Millionen, für LippenStifte aus dem Ausland 11 Millionen. Rußland wendet für die ' Propaganda der Gottlosigkeit viermal soviel auf wie alle evangelischen Missionen für ihre Arbeit zusammen. Angesichts solcher Zahlen kann man der Missionsarbeit ihre große Berechti= gung nicht absprechen, zumal von den aufgewendeten Mitteln etwa zwei Drittel im eigenen Lande bleiben und der eigenen Wirtschaft zugutekommen. Arbeitsbeschaffung. Hausbesitz und Handwerk fordern Bereitstellung neuer Mittel. Obwohl erst zwei Monate seit dem Erlaß der Vorschrift ten über die Gewährung von Reichszuschüssen aus dem 50- Milli onen- Fonds für die Wiederinstandsegung des Hausbesiges verflossen sind, kann heute schon die Tatsache festgestellt werden, daß sich die gehegten Erwartungen sowohl hinsichtlich der FörDas gegen den Leiter der landwirtschaftlichen Abteilung derung der Arbeitsbeschaffung als auch im Interesse der der NSDAP in Baden, Dipl.- Landwirt Walter Blesch, anhängige Hochverratsverfahren wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft aus tatsächlichen Gründen eingestellt. Der Schweizerische Nationalrat hat mit 85 von 126 abgegebenen Stimmen Nationalrat Dollfus( katholisch- konservativ) zum Präsidenten und Nationalrat Huber( Soz.) zum Bizepräfidenten mit 99 von 155 abgegebenen Stimmen gewählt. Eine zweite belgische Kriegsschuldnote ist an die Vereinig ten Staaten abgegangen. Der Aeltestenrat der französischen Kammer hat beschlossen, daß in einer außerordentlichen Kammerfizung am Montag die Schuldenfrage erörtert werden soll. Zwei Punkte der soeben veröffentlichten amerikanischen Antwortnote an England find wesentlich: 1. Die am 15. De zember fällige Zahlung muß geleistet werden. 2. Die Regie: rung der Vereinigten Staaten ist bereit, gemeinsam mit der britischen Regierung über den gesamten Fragenkomplex der Weltwirtschaftskrise zu verhandeln und läßt die Möglichkeit offen, daß eine Kompensation gefunden werden kann. Mit lebhafter Entrüstung wird von der italienischen Presse die Richtigkeit der Belgrader Meldung bestritten, die von einer geplanten Zusammenkunft der Generalstäbe Jtaliens, Ungarns, Albaniens und Bulgariens in Budapest spricht. Es wird mit aller Deutlichkeit betont, daß die Politik Italiens gegen die Bildung von Militärbündnissen sei, die eine ständige Bedrohung des europäischen Friedens bilden und eine zweideutige Rolle bei allen Abrüstungsverhandlungen spielen. Der italienische Rechtssachverständige Pilotti ist zum Untergeneralsekretär des Völkerbundes ernannt worden. Wie aus Erklärungen demokratischer Parteiführer Ame= ritas hervorgeht, beabsichtigt Roosevelt, als eine der ersten feiner Amtshandlungen, Verhandlungen mit Rußland in die Wege zu leiten, deren Ziel die offizielle Anerkennung Sowjetrußlands durch Amerika und der Abschluß eines russischamerikanischen Handelsvertrages sein soll. Die Sowjetregierung hat eine Verordnung über die Neuregelung der Lebensmittelversorgung veröffentlicht, die die persönliche Verantwortung in dieser wichtigen Frage wieder herstellt und die das Eingeständnis eines Mißerfolges der bis: herigen russischen Ernährungspolitik darstellt. Nach einer Reutermeldung aus Tsitsikar haben die Sowjetbehörden den vor einigen Tagen auf sowjetrussisches Gebiet geflüchteten und internierten chinesischen General Supingwen zufammen mit 40 chinesischen Soldaten den japanischen Militärbehörden in Mandschuria ausgeliefert. Chinesische Freischärler haben die russische Grenze übershritten. Etwa 3000 Freischärler mit ihren Offizieren wurden vom russischen Grenzschutz entwaffnet und interniert Die japanische Armee, die den Kampf gegen General Supingwen führt, hat die Stadt Mandschuria in der Nähe der Sowjetrussischen Grenze besetzt. Am Montag trat der amerikanische Kongreß zu seiner drei Monate dauernden letzten Tagung zusammen. Wohnungswirtschaft restlos erfüllt haben. Es kann heute schon mit Genugtuung registriert werden, daß der deutsche Hausbesitz dem Aufruf des Zentralverbandes beitsvergebung zur Linderung der Wirtschaftsnot und Arbeits und der angeschlossenen Hausbesizerorganisationen, durch Arlosigkeit beizutragen, weitestgehend Folge geleistet hat. Obwohl es immerhin einige Wochen dauerte, ehe die Aufklärungen des Zentralverbandes bis in alle örtlichen Hausbesigervereine durchgedrungen waren und bis seitens der Länder und Gemeinden die erforderlichen Durchführungsvorschriften erlassen und die Durch führungsstellen organisiert waren, sind die 50 Millionen RM. Reichszuschüsse heute schon restlos aufgebraucht. Das bedeutet, daß innerhalb weniger Wochen für rund eine Viertelmilliarde RM. Aufträge an das Handwerk und Gewerbe vergeben werden konnten, was zweifellos wesentlich dazu beigetragen hat, die Bestrebungen der Reichsregierung zur Behebung der Wirtschaftsnot erfolgreich zu unterstützen. Durch die zahlreichen Wohnungsaufteilungen wird der Wohnungsmarkt eine fühlbare Entlastung erfahren, was sich insbesondere bei dem Bedarf an mittleren Wohnungen sehr vorteilhaft auswirkt. Während die leerstehenden Räume Mietverluste und Steuerausfälle brachten, schaffen die durch diese Aktion neuerstellten und vermieteten Wohnungen hier Abhilfe und den notwendigen Ausgleich. Besonders wichtig ist hierbei, daß sich diese durch Teilung von Großwohnungen und durch Umwandlung von gewerblichen Räumen in Wohnräume geschaffenen neuen Wohnungen auf alle Städte im Reiche und hier wieder auf die besten Wohnbezirke verteilen. Bei der Bereitstellung neuer Mittel muß daher ein viel größerer Betrag für diesen Zweck bereitgestellt werden. Die günstige Auswirkung dieser Arbeitsvergebung durch den städtischen Hausbesig auf das Handwerk und Gewerbe wird von allen deutschen Handwerkskammern übereinstimmend bestätigt. Die Bedeutung der Einschaltung des städtischen Hausbesitzes in den Wirtschaftsprozeß ist durch die bisherigen Ergebnisse klar erwiesen. Die Erfahrung von nur zwei Monaten hat gezeigt, daß beim deutschen Hausbesitz ein nahezu unerschöpfliches Arbeitsgebiet brachliegt, das bisher nicht aus bösem Willen, sondern ausschließlich wegen der steuerlichen Ueberbelastung des Hausbesizes nicht erschlossen werden konnte. Trotz der mißlichen Verhältnisse im Hausbesit bedurfte es nur einer verhältnismäßig kleinen Beihilfe in Form der Reichszuschüsse, um eine über das ganze Reichsgebiet sich erstreckende Belebung der Handwerkswirtschaft zu erreichen. Der ohne weiteres ins Auge springende Vorteil dieser Art von Arbeitsbeschaffung ist, daß nicht einzelne wenige Betriebe oder bestimmte Branchen, sondern daß in allen Städten eine Vielzahl von Handwerksmeistern und Gewerbetreibenden der verschieden sten Art und wegen des mannigfachen Materialbedarfs auch die verschiedensten Industrie- und Handelszweige eine Belebung erfahren. Die Bedeutung der Erschließung des deutschen Haus| besizes als Arbeitsgebiet liegt darin, daß Hunderttausende von Einzelaufträgen im Betrage von 250 RM. bis zu 10 000 RM. und darüber vergeben werden können und daß gerade der in den letzten Jahren schwer mitgenommene handwerkliche Mittelstand Beschäftigung findet, der bei Durchführung der großen Wohnungsbauprogramme, die zumeist im Generalakkord vergeben wurden, kaum Berücksichtigung fand. Die dauernde Einschaltung des deutschen Hausbesißes als Arbeitgeber für das Handwerk gewinnt noch aus einem anderen Gesichtspunkt erhöhte Bedeutung. Durch das völlige Daniederliegen des Realkreditmarktes und die Unmöglichkeit der Beschaffung von Hypotheken im Zusammenhang mit dem Verſiegen der öffentlichen Mittel zum Zwecke der Neubaufinan zierung kann im gegenwärtigen Zeitpunkt und in der nächsten Zeit an eine nennenswerte Neubautätigkeit nicht gedacht werden, um so weniger, als durch die forcierte Neubautätigkeit der letzten Jahre an und für sich eine Uebersättigung des Wohnungsmarktes zu verzeichnen ist. Unter der Einwirkung der schlechten Wirtschaftslage vollzieht sich in der gegenwärtigen Zeit außerdem in steigendem Maße eine Zusammenlegung von Haushalten, wodurch zahlreiche Wohnungen frei werden. Aus diesen Gründen wird sich die Neubautätigkeit in den nächsten Jahren in sehr bescheidenen Grenzen halten. Unter diesen Umständen gewinnt die Arbeitsvergebung durch den bestehenden Hausbesitz für das Bau- Haupt- und Nebengewerbe in den nächsten Jahren eine ausschlaggebende Bedeutung. Die durch den Stillstand der Neubautätigkeit geschaffene Lücke auf dem Arbeitsmarkt des Baugewerbes kann durch die Aufträge der öffentlichen Hand nicht entfernt ausgefüllt werden. Die einzige Ersagmöglichkeit für die brachliegende Neubautätigkeit liegt bei dem bestehenden Hausbesig, der durch Instandsegungsarbeiten, Modernisierung von Wohnungen, Umbau von Geschäftsräumen zu Wohnzwecken und oie Aufteilung von Großwohnungen nicht allein den Mangel an Arbeit im Handwerk zu decken, sondern auch den künftigen Bedarf an Wohnungen zu befriedigen in der Lage ist. Von diesen Gesichtspunkten aus betrachtet war der auf die Verwirklichung dieser Bestrebungen abzielende Teil des Wirtschaftsprogramms der Reichsregierung von Papen der bedeutsamste und nachdem die gehegten Erwartungen als restlos erfüllt anzusehen sind auch der erfolgreichste. Die größte Unzulänglichkeit, die diesem Teil des Wirtschaftsprogramms der Reichsregierung anhaftete, war, daß nur ein Betrag von 50 Millionen RM. für diese Zwecke vorgesehen wurde. Es wäre deshalb geradezu verhängnisvoll, wenn diese mit so großem Erfolg begonnene Aktion der Reichsregierung aufgegeben oder auch nur zeitweise unterbrochen werden würde. Diese Gefahr wird aber mit Rücksicht auf die Erschöpfung des 50- Millionen- Fonds ernst heraufbeschworen, weil ohne eine finanzielle Beihilfe zu den Aufwendungen für Instandsetzung und Wohnungsteilung mit Sicherheit zu gewärtigen ist, daß die Auftragsvergebung durch den Hausbesitz wieder auf das frühere Maß zurückgeht. Der Zentralverband Deutscher Haus- und Grundbesitzer vereine e. V. hat deshalb in Ilebereinstimmung und mit Unterstüßung des Reichsverbandes des deutschen Handwerks bei der Reichsregierung beantragt: zum Zwede der Durchführung eines einheitlichen und in sich abgeschlossenen Arbeitsbeschaffungsprogramms Samstag, Samstag, den 10. Dezember 1932. beim Hausbesih sofort einen weiteren Betrag von 200 Millionen Reichsmart für die Gewährung von Reichszuschüssen bei Instandsegungen, für Wohnungsaufteilung und Umwandlung von gewerblichen Räumen in Wohnräume unter grundsäglicher Beibehaltung der bisherigen Bedingungen bereitzustellen. Um die in Fluß befindliche Aktion nicht zu unterbrechen und im Interesse eines ungehinderten Fortgangs der Arbeiten - so führen Hausbesitz und Handwerk in ihrer an die Reichs regierung gerichteten Eingabe weiterhin aus- erweise es sich als erforderlich, den nachgesuchten Betrag schon jetzt bereitznstellen mit der Maßgabe, daß die Hälfte im Frühjahr und Sommer 1933, die andere Hälfte für Herbst 1933 und Frühjahr 1934 verfügbar ist. Hausbesitz und Handwerk würden entscheidendes Gewicht darauf legen, auch die neuen Reichszuschüsse in bar zu erhalten, weil schon die Aufbringung der übrigen vier Fünftel der Aufwendungen in bar im Regelfall durch Darlehen, wie auch die Rückzahlung mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist. Falls es jedoch angesichts der schwierigen Finanzlage des Reiches nicht möglich sein sollte, den ganzen Betrag von 200 Millionen RM. in bar zur Verfügung zu stellen, könnte die Zuschußgewährung zum Teil auch unter Einbeziehung der Hauszinssteuer in das Steuergutscheinverfahren erfolgen. Könnte die Reichsregierung beispielsweise nur einen Betrag von 100 Millionen RM. in bar für Zuschußgewäh rung zur Verfügung stellen, so ließe sich die Zuschußgewährung in der Weise durchführen, daß die Hälfte des Reichszuschusses in bar, die andere Hälfte in Steuergutscheinen auf die Hauszinssteuer gegeben wird. Sofern in einem Falle die Hauszinssteuer abgelöst ist, hätte die Zuschußgewährung ausschließlich in bar zu erfolgen, und zwar sowohl bei Zuschüssen für Instandsegungsarbeiten wie auch bei Wohnungsaufteilungen. Nachdem die Steuergutscheine in diesen Fällen ausschließ lich und nachweisbar zum Zwecke der teilweisen Finanzierung in zuschußberechtigten Aufträgen Verwendung finden und infolgedessen vorzeitig verwertet werden müssen, was nur zum jeweiligen Kurswert der Steuergutscheine möglich ist, müßte bei Bemessung des in Steuergutscheinen auf die Hauszinssteuer gewährten Reichszuschusses das Disagio berücksichtigt werden. Die grundsägliche Stellungnahme des Zentralverbandes Deutscher Haus- und Grundbesitzervereine zur Hauszinssteuer wird durch diesen Vorschlag nicht berührt. Die vom Hausbesitz geforderten Mittel zur Finanzierung der Instandsegungsarbeiten und zur Wohnungsaufteilung sind nicht unter dem Gesichtspunkt einer Subvention zu beurteilen. Es muß mit allem Nachdruck darauf hingewiesen werden, daß der deutsche Hausbesitz seine mißliche Wirtschaftslage nicht selbst verschuldet hat, sondern nur durch eine vermögenskonfiskatorische Steuergesetzgebung zum Erliegen gebracht wurde. 10 OSRAM Erhältlich in den OSRAM- Verkaufsstellen ,, Gießener Zeitung" Lokales. Sonntagsgedanken. es um Das Weihnachtsfest steht vor der Türe. Wie war diese Zeit doch einst so schön, als es noch Zeiten waren froher, seliger Erwartung. Da zählten unsere Kinder ungeduldig Tage und Ftunden und in der weitesten Ferne wurde das vergessendste Heimatkind an Vater und Mutter und an die Zeit seiner Jugend und Kindheit erinnert. Und selbst wenn die Heimat schon fast vergessen war, Weihnachten, das schöne deutsche Weihnachtsfest brachte alle schönen Erinnerungen an das Elternhaus wieder. Und heute? Sorgen und Not wollen nicht weichen und türmen sich seit Jahren auf. Nicht nur die Hütten der Armen und die kleinen, dumpfen Stuben der Hinterhäuser in den Großstädten wissen davon zu erzählen. Gebeugt von der Schwere der Sorgenlast gehen auch viele andere den dornigen Weg, die ehedem keine Not kannten und feine Sorge. Fast vor einer Türe hat die schicksalsschwere Zeit haltgemacht. Aber zu denen, die noch Brot und Kleid haben und vielleicht sogar noch Ueberfluß, will ich heute reden. Damit sie sich derer jetzt erbarmen, die so arm sind, wie einst jenes Kindlein im Stalle zu Betlehem. Die nichts wissen von jener schönen stillen, heimlichen Zeit des Advents und dene bald fein warmer Winkel mehr geblieben ist, um in ihrer kindlichen Vorstellung über das Wunder der Weihnacht versonnen zu träumen. Reich ist heute jeder, der noch Arbeit, Brot und Kleid und eine warme Stube hat. Und euch geht es an, wenn die Adventsglocken durch das arme Deutschland läuten. Dann suchet sie auf, dieſe armen Menschenkinder und machet ihnen eine kleine Freude zum Weihnachtsfest! Dann erst empfindet ihr ganz, was Advent und Weihnachten, was der leuchtende Stern über Betlehem für euch bedeutet. Und glückliche Kinderherzen werden euch danken in der heiligen Nacht. Der Sonntagsschreiber. * Sein 40jähriges Dienstjubiläum feierte Landgerichtsrat A. Strad, einer der bedeutendsten hessischen Juristen. Er ist zu Ober- Rosbach bei Friedberg geboren und studierte in GieBen, 1882 trat er seine juristische Laufbahn an. Er wirfte in Friedberg, Lauterbach, Büdingen, Offenbach, Lorsch, Friedberg und seit 1909 in Gießen. Zum Landgerichtsrat der Provinz Oberhessen wurde er 1911 ernannt. * Aufklärung von Diebstählen. Am 22. November entwendete ein Gast in einer Wirtschaft in der Hammstraße während der kurzen Abwesenheit des Wirtes aus der Büffetkasse 13 RM. und verschwand. Auf die gleiche Weise wurden am 3. Dezember aus der Büffetkasse einer Wirtschaft in der Ludwigstraße 20 RM. gestohlen. Des weiteren wurden am 25. November einem Gast einer Wirtschaft in der Löwengasse 90 RM. aus der Gesäßtasche entwendet. Der Täter, ein Student F. S., konnte nun ermittelt Die hohe Lichtleistung, verbunden mit großer Wirtschaftlichkeit, macht die OSRAMLampe zum meistgebrauchten Lichtspender. Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. ( 31. Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.) Das Länderspiel Deutschland Dänemark steht 2: 1 für Deutschland! Es sind noch etwa 12 Minuten zu spielen. Die Gäste versuchen mit allen Kräften, durch spontane Vorstöße wenigstens den Ausgleich zu erzielen, aber ihre Stürmerreihe besitzt scheinbar nicht mehr die Durchschlagskraft der ersten Halbzeit. Damit ist natürlich nicht gesagt, daß das Spiel schon entschieden ist. Bis zum Schlußpfiff kann sich noch vieles ändern. Der rechte deutsche Flügel hat sich fein durchgespielt. Der Mittelstürmer nimmt die hereingegebene Flanke gut auf er ist in vollem Lauf... aber er verliert den Ball an den rechten Verteidiger. Zur Abwechslung greifen die Dänen an. Der linke Läufer paẞt zum Rechtsinnen... der schießt... gegen die Latte! Der Ball springt wieder zurück... aber unser Verteidiger ist eine Sekunde eher am Ball als der gegnerische Stürmer Das war eben ein sehr aufregender Moment. Der Ball ist schon wieder in der dänischen Spielhälfte. Unsere Stürmerreihe arbeitet ganz vorzüglich, besonders der Mittelstürmer Hansen ist die treibende Kraft... jetzt nimmt er, von zwei Gegnern bedrängt, in hohem Sprung eine Flanke aus der Luft und köpft sie zum Linksinnen, der aus ungünstiger Position weit neben das Tor schießt. Abstoß vom dänischen Tor. Der deutsche Mittelläufer hat wieder einmal den Ball gut abgefangen er gibt ihn an seinen linken Nachbarn der schickt einen weiten Querpaß zum Rechtsaußen Mittelstürmer hat sich ganz frei gestellt jetzt hat er den Ball... er schießt... Tor...! der Ein wunderbares Tor! Unhaltbar.. Sie hören den brausenden Beifall der Zuschauer. Alles ist begeistert. Nicht weit von mir sitzen ungefähr fünfzig Jungens, die immer wieder rufen: Hansen, Hansen, Hansen! Der junge Mittelstürmer scheint ihr Held zu sein... Ohne die anderen Spieler zurückzusetzen, kann man wohl sagen, daß die beiden jüngsten internationalen Hansen und Müller sich gut bewährt haben. Sie sind zwei würdige Vertreter der in den letzten Monaten durch ihren beispiellosen Siegeslauf so populär gewordenen Landknechtself. Nr. 49 werden. Am 8. Dezember wurde aus dem Garten der Landes- Heil- und Pflegeanstalt ein zum Trodnen aufgehängter Damenpullover entwendet. Eine Patientin, die den Täter über die Umzäunung steigen sah, beschrieb denselben sehr genau, so daß er nach kurzer Zeit im Walde bei seinem Fuhrwerk ermittelt werden konnte. Der Täter, Fuhrmann W. B., hatte bereits den gestohlenen Pullover in seinem Heusad versteckt. * Anmeldung und Verkauf von Feuerwehrkörpern. Das Polizeiamt teilt mit: Wer Feuerwerkskörper feilhalten will, hat dies vor Beginn des Verkaufs dem Polizeiamt unter Angabe der vorhandenen Menge und näherer Bezeichnung der Feuerwerkskörper anzuzeigen. In Kaufläden darf der Vorrat 7% Kilogramm brutto nicht übersteigen und im Hause außerdem nicht mehr als 30 Kilogramm brutto vorrätig gehalten werden. Die Aufbewahrung von Mengen über 7% Kilogramm brutto muß auf dem Dachboden in einem abgesonderten Raum, welcher nicht mit einem Schornsteinrohr in Verbindung steht, erfolgen. Knallforten und sonstige Feuerwerkskörper dürfen in Kaufläden nur in verschlossene Kisten aufbewahrt oder unter Glas ausgelegt werden und in jedem Falle möglichst weit entfernt von Desen und Anstedflammen. Kanonenschläge und solche Feuerwerkskörper, die mit Abschußvorrichtungen abgefeuert werden müssen, dürfen in Verkaufsläden nicht aufbewahrt werden. * Plazkonzert der Militärtapelle. Zur Förderung der Verkehrswerbung und zur Unterstützung der Winternothilfe veranstaltet unsere Militärkapelle unter Leitung von Obermusikmeister Krauze am fommenden Dienstag zwei öffentliche Platzkonzerte. Bei dieser Gelegenheit soll auch eine öffentliche Geldsammlung für die Gießener Winternothilfe durchgeführt werden. Um 17 Uhr beginnt das Platzkonzert auf dem Lindenplatz. Anschließend von 17,45 Uhr erfolgt das Platzkonzert an der Ecke Plockstraße- Johannesstraße. * Deutsche Burgen auf den Wohlfahrtsbriefmarken 1932 für die Deutsche Nothilfe. Burgen und feste Schlösser ragen in allen ' deutschen Gauen als beredte und eindrucksvolle Zeugen einer ' großen und bewegten Vergangenheit auf und geben vielen Landschaften ihr Gepräge. Ihr Schichal war mit dem der Landschaften und des Reiches eng verknüpft. Ihre Geschichte spie= gelt bedeutsame Epochen der geistigen und kulturellen Entwid lung unseres Vaterlandes wider. Der Vertrieb der Wohlfahrtsbriefmarken erfolgt durch die Postanstalten und durch die in der ' Deutschen Nothilfe zusammengeschlossenen Stellen der öffentlichen Wohlfahrtspflege und Organisationen der freien Wohlfahrtspflege. Die Erträge dienen zur ergänzenden Fürsorge für Notleidende in allen Bevölkerungskreisen. 80 Prozent der außerpostalisch aufgebrachten Erträge verbleiben den Vertriebsstellen für örtliche Fürsorgezwecke, der Rest der außerpostalisch erzielten Erträgnisse und der Ertrag des Postverkaufs dienen zum Ausgleich für das ganze Reichsgebiet. ( Fortsetzung auf der letzten Seite.) BOSRAM Meine Damen und Herren, der Länderkampf Deutschland Dänemark steht 3: 1 für Deutschland. die Dänen Der Ball ist in der deutschen Spielhälfte greifen noch einmal an... der Ball geht über die Seitenlinie. Einwurf für Dänemark. Der Schiedsrichter pfeift. Das Spiel ist zu Ende! Die Zuschauer strömen begeistert auf den Platz, um die Sieger zu beglückwünschen. Alles jubelt. Sie heben die Spieler auf die Schultern und tragen sie vom Spielfeld. Wir beenden damit unsere Uebertragung aus dem Stadion in Köln..." Marieliese nahm die Kopfhörer ab, sprang vom Stuhl auf und verließ das Zimmer. Der junge Chauffeur wartete in der Empfangshalle des Hotels auf seine Herrin und blätterte in einer illustrierten Zeitschrift. Er stand diensteifrig auf, als Marieliese auf ihn zukam. ,, Bleiben Sie sitzen, Henry," rief sie schon von weitem und nahm in einem Korbsessel ihm gegenüber Platz ,,, ich muß mich erst mal von dieser Aufregung erholen! O, Henry, es war fabelhaft, einfach überwältigend! Die Deutschen haben gewon .! 3: 1!" Пеn.. ,, Das freut mich, gnädiges Fräulein. Da hat Herr Hansen sicher gut gespielt." „ Ja, er hat allein zwei Tore geschossen! Dreißigtausend Zuschauer haben ihn spielen sehen, nur ich nicht!" Sie wandte rasch den Kopf zu ihm empor.„ Henry, ich muß Ihnen etwas sagen, aber fallen Sie nicht auf den Rücken: Wir fahren jetzt nicht nach Orleans sondern nach Köln." ,, Mit dem Wagen?" ,, Nein, das ist natürlich ausgeschlossen. Bis morgen früh müssen wir spätestens wieder zurüd sein. Wir nehmen ein Flugzeug. Sie lassen mich doch nicht im Stich Henry? Bitte..." „ Ich tue alles, was Sie wünschen, gnädiges Fräulein," erwiderte der junge Chauffeur und wurde rot. ,, Bravo... Wie weit mag es wohl sein von hier nach Köln?" ,, Luftlinie?" Na, so schätzungsweise vierhundert Kilometer." ,, Da gebrauchen wir also drei Stunden. Jetzt ist die Uhr vier. Wenn das Flugzeug um fünf startet, sind wir gegen 8 Uhr in Köln. Ich will sofort beim Flugplatz anweden, ob eine Maschine zur Verfügung steht... oder noch besser, Henry wir fahren gleich mit dem Auto zum Flughafen. Mündlich läßt sich die Sache besser besprechen." ,, Jawohl, gnädiges Fräulein."" ,, Wenn der Laden klappt, muß Vater vorher noch ein Telegramm haben.„ Eintreffe erst morgen früh!" Das genügt. Er wird dann bei seiner Sachunkenntnis ohne weiteres anneh men, daß die Autopanne noch nicht behoben ist." ,, Wissen gnädiges Fräulein, wo Herr Hansen sich in Köln aufhält?" ,, Keine blasse Ahnung. Er hat mir nur geschrieben, daß er mit dem Nachtschnellzug um 10.12 Uhr wieder abdampft. Wir fahren also am besten vom Kölner Flugplatz gleich zum Bahnhof. Dort werden wir ihn dann schon treffen, wenn es auch nur für kurze Minuten ist. Ach Henry, Sie glauben nicht, wie ich mich darauf freue. Es ist auch schon über ein vierte! Jahr her, seit wir uns zuletzt gesehen haben...“ Sie bestiegen den Wagen, Henry ergriff das Lenkrad und fuhr sogleich im schärfsten Tempo nach dem Fiugplatz hinaus. Durch die sausende Fahrt tam Marieliese innerlich einigermaßen wieder ins Gleichgewicht. Eine halbe Stunde später saß sie dem Direktor des Flughafens gegenüber. ,, Muß es denn unbedingt heute noch sein, gnädiges Fräujein?" „ Ja sofort. Morgen hat es keinen 3wed mehr." ,, Sie werden aber doch einsehen, daß als Flugzeugführer für die Fahrt nur Piloten in Frage kommen, die diese Strecke nach Köln schon nachts geflogen sind. Wir haben augenblidlich drei: Mercier, Flaubert und Laquoche. Der erstere ist vor zwei Stunden nach London gestartet, Flaubert ist augenblidlich in Köln und kommt morgen mittag zurüd und Laquoche hat heute feinen Dienst." ,, Können Sie Herrn Laquoche telephonisch erreichen?" , Wenn er sich in seiner Privatwohnung aufhält, gewiß. Aber ich glaube nicht, daß..." ,, Versuchen Sie es bitte." Der Direktor griff zum Hörer. ,, Bitte 6051 Hier ist Manger Sind Sie am Apparat, gnädige Frau..? Guten Tag. Ist Ihr Herr Gemahl zu hause...? Er rasiert sich gerade. ach so, Sie wollen heute abend ins Theater... Nein, es ist nicht besonderes vorgefallen..., ja, wenn ich ihn mal sprechen könnte bitte sehr guten Tag, Laquoche, hier sind zwei Fahrgäste, die sofort nach Köln wollen. ... was sagen Sie...? Ausgeschlossen...? Ja, das kann ich nicht sagen einen Augenblid mal... ( Fortsetzung folgt.) AUF 1000 E 10 10 10 40 D G 4870 Die geboren! Reichs Unfer de lichen We fein. Die meinen B Bur bloße lichen Ge das deut bon den längere burtentu Ständen genomm einer Üb Mit mehr in erhalten 1, 1930 erhaltu Geficht fest, m tiefen, Schwerer erbalter forderli unferes feine frage Und aufflä baben heu Jahren in rungszahl beiten, die gegangen. fabiger, Den Arzt nur fchaft und ein berte die Mens zum Arzt In de ber gefäh wiffenfcha führenden Arzte ein lieft man Bir ben Arzter ber Patien Bahrschein ertennen i warnen d myftische Arebs ber bie man turieren to AberBorurteile 64% LAN Da Nr. 49 dem Garten der Lan Trodnen aufgehängter tin, die den Täter über enselben sehr genau, jo em Fuhrwert ermittelt 3. B., hatte bereits ben eritedt. euerwehrförpern. Das förper feilhalten will, Polizeiamt unter An herer Bezeichnung der fladen darf der Borund im Hause außer utto vorrätig gehalten n über 7% Kilogramm abgesonderten Raum, n Verbindung steht, er werfstörper dürfen in ufbewahrt oder unter alle möglichst weit ent Kanonenschläge und Supporrichtungen abge läden nicht aufbewahrt Zur Förderung der Der Winternothilfe der eitung von Obermu Stag zwei öffentliche joll auch eine öffent Winternothilfe durch das Plakkonzert auf 7,45 Uhr erfolgt das Johannesstraße. ttsbriefmarten 1932 für Schlösser ragen in allen udsvolle Zeugen einer uf und geben vielen war mit dem der Land Ihre Geschichte spie nd fulturellen Entwid ertrieb der Wohlfahrts en und durch die in de en Stellen der öffent onen der freien Wohl gänzenden Fürsorge für isen. 80 Prozent der rbleiben den Vertriebs Rest der außerpostalisc s Postverkaufs dienen et. gauf der letzten Seite.) M M ter vorher noch ein Te en früh!" Das genügt. is ohne weiteres anneh hoben ist." err Hansen sich in Köln nir nur geschrieben, daß r wieder abdampft. Wir plak gleich zum Bahnhof fen, wenn es auch nur Sie glauben nicht, wie on über ein vierte! Jahr " ergriff das Lenkrad und dem Fiugplatz hinaus. je innerlich einigermaßen dem Direktor des Flug och sein, gnädiges Fräu en 3wed mehr." daß als Flugzeugführer ommen, die diese Strede Wir haben augenblid 1oche. Der erstere ift oor Flaubert ist augenblid tag zurüd und Laquodhe ephonisch erreichen?" wohnung aufhält, gewiß parat, gnädige Frau..! Jit Ihr Herr Gema adh fo, Gie wollen es ist nicht besonderes mal predjen fönnte... hier find zwei Fahrgaste jagen Sie...? Ausgo fagen... einen Augen ( Fortsetzung folgt.) Samstag, den 10. Dezember 1932. AUF 1000 EINW 0 30 20 40 ,, Gießener Zeitung" Nr. 49 Lahlen des Lebens-DER ABFALL DER GEBURTENZAHL: 1870 1880 1890 1900 1910 1920 1930 Still ftand? „ Die Völker sterben nicht aus, sie werden, ausgeboren!"- so sagt uns der Dir. des Statistischen Reichsamtes Herr Prof. Dr. Burgdörfer- Unser deutsches Volk befindet sich am Beginn dieses gefährlichen Weges. Es hat aufgehört, ein wachsendes Volk zu sein. Die Gebärleistungen der deutschen Mütter bleiben nach meinen Berechnungen schon um rund ein Viertel hinter dem zur bloßen Erhaltung des Bevölkerungsbestandes erforderlichen Geburtensoll zurück. Die Entscheidung darüber, ob das deutsche Volk ein sterbendes Volk sein wird, hängt bon den Müttern ab. Wir haben in Deutschland schon längere Zeit vor 1900 eine immer stärker fallende Geburtenkurve. Die Beschränkung der Geburten hat in allen Ständen in Stadt und Land ein derartiges Ausmaß angenommen, daß man von einem Schwund des Volkes und einer Überalterung sprechen muß. Mit der heutigen Geburtenziffer ist Deutschland nicht mehr in der Lage, aus eigener Kraft seinen Bestand zu erhalten. In den Jahren 1927/28 fehlten rund 1/10, 1929: 1/8, 1930: 7, 1931:% an den Kindern, die zur Selbsterhaltung des Voltes notwendig sind. Von diesem Gesichtspunkt aus erscheint jede Arbeit, die sich zum Ziel seßt, mütterliche Gesinnung zu weden, zu pflegen, zu vertiefen, den Müttern und Hausfrauen in ihrem hohen und schweren Beruf praktisch beizustehen und ihre Kräfte zu erhalten, als hochbedeutsamer, aber auch dringend erforderlicher Dienst an Wiederaufbau und der Zukunft unseres Voltes. Denn ein Volk wird sein, wie seine Mütter sind. Die Bevölkerungsfrage ist eine Mütterfrage." Krieg dem TOD! Und so sprachen zu uns eine Reihe um die Voltzaufklärung verdienstvoller Ärzte: Wir haben heute viel weniger Sterbefälle als etwa vor neunzig Jahren im halben Reichsgebiet, bei halb so großer Bevölkerungszahl. Die großen Boltsseuchen, die Geschlechtsfrantheiten, die Tuberkulose, die Pocken sind wesentlich zurüdgegangen. Im ganzen betrachtet, sind wir widerstandsfähiger, gesünder und älter geworden. Den Krieg gegen Tod und Krankheit gewinnt der Arzt nur im Bunde mit einem Volt, das seiner Wissenschaft und Kunst Vertrauen entgegenbringt. Oft blendet ein verkehrter Wunderglaube an irgendein Alheilmittel die Menschen und erschwert ihnen so den rechtzeitigen Weg zum Arzt. In der letzten Zeit hört man viel von der Bekämpfung der gefährlichsten Krankheit, des Krebses, durch allerlei wissenschaftlich noch nicht fontrollierte Mittel. In der führenden Zeitschrift„ Der Gesundheitslehrer", in der die Arzte eine praktisch- medizinische Belehrung durchführen, liest man z. B.: Wir können heute mit Bestimmtheit sagen, daß es ben Ärzten möglich ist, Krebstranke zu heilen. Je früher ber Patient zum Arzt kommt, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit der Heilung. Den Krebs frühzeitig zu erfennen ist natürlich die Kunst des Arztes." Eindringlich warnen die Ärzte vor neuen Entdeckungen, wie etwa mystische Einwirkungen von Erdstrahlungen, die den Krebs verursachen sollen, und vor Alheilmitteln, durch bie man diese gefährlichste aller Erkrankungen selbst furieren fönne. - Aber auch bei viel harmloseren Krankheiten gilt es, Vorurteile zu zerstören. Eine Seuche an der man zwar 11882 64% DER DEUTSCHEN LANDBEWOHNER % DFR DEUTSCHEN 33" LANDBEWOHNER Das Volk bat den Boden unter den Füßen verloren DIE SCHICKSAL BEDEUTEN! Schon im Volksglauben spielen Zahlen, die Schicksal bedeuten, eine große Rolle. Erst der moderne statistische Wissenschaftler hat uns den tieferen Sinn für ale sachliche Beschäftigung mit den Zahlen, die Schicksalsprobleme unseres Volkes betreffen, gelehrt. nicht gleich stirbt, die aber noch stärker verbreitet ist als die Tuberkulose, ist die Zahnfäule. 62,3 Millionen Mark haben zum Beispiel die Krankenkassen in einem Jahr an Aufwendungen für Zahnfrante gehabt. Schon bei einem„ bißchen Zahnschmerz" soll man die Angst vor dem Arzt" unterdrücken, ihn rechtzeitig aufsuchen und bor allem nicht falsche Sündenböcke wie zum Beispiel den Zucker und Süßigkeiten für die Zahnerkrankung und die törichte Versäuerung des Blutes verantwortlich machen. Darüber steht im„ Gesundheitslehrer" folgendes: " Den Gebrauch der Zahnbürste müssen die Kinder ebenso früh erlernen, wie den der Seife! Leider sind wir davon noch weit entfernt! Auf den Geburtstag- oder Weihnachtstisch gehört neben Zudersachen und Schokolade auch die Zahnbürste und Zahnpaste!" Es stünde besser um unsere Gesundheit, wenn wir alle vorzeitig auch auf beginnende Erscheinungen herannahender Krankheiten achten möchten, und rechtzeitig den entscheidenden Weg zum Arzt fänden. AUS KLEIN WIRD GROSS Das Reichsfuratorium für Wirtschaft= lichkeit hat eine große Anzahl von Berechnungen und Untersuchungen angestellt, um zu erforschen, welches die einfachste und zweckmäßigste Art manajer Hausarbeit ist. Wir unterhielten uns mit dieser wissenschaftlichen Forschungsstelle für die deutsche Hausfrau und wurden im Sinne unseres Themas auf mancherlei interessante Berechnungen aufmerksam gemacht. Rechnen Sie einmal selbst nach: Wenn eine Hausfrau im dritten Stock wohnt und zweimal den Weg treppab und treppauf nach dem Keller läuft, etwa um Kohlen zu holen, so vollbringt sie im Monat eine Arbeitsleistung, die der Besteigung der Zugspite gleichkommt. Oder: Wenn man- wie dies gewöhnlich geschieht- bei der Speisebereitung täglich bloß 20 Gramm Fett im Spülwasser umfommen läßt, so macht dies bei allen Haushalten in Deutschland in einem Jahr neun Millionen Zentner aus, von denen man fünf Millionen Menschen hinreichend mit Fett ernähren könnte. VOLK OHNE JUGEND! 40% 13% 32% 15% KINDERLOSE EHEN 40%, MIT EINEM KIND 13% MIT 2 KINDERN 32%, MIT MEHR ALS 3 15% Wenn nun auf der anderen Seite gespart wird, z. B. pro Haushalt und pro Tag einen Groschen, so macht dies bei elf Millionen Haushalten 400 Millionen Mart im Jahr. Und noch eine andere Rechnung. Nehmen wir an, wir würden nur ein Stückchen Zuder am Tage mehr verbrauchen und hierfür nur Bruchteile eines Pfennigs aufwenden. Jeder Deutsche würde sodann, was für seine Gesundheit und Ernährung von außerordentlich großem Vorteil wäre, 2½ Kilogramm im Jahre mehr essen. Dabei ist natürlich nicht gemeint, daß er die Stückchen einfach so aufißt was übrigens auch nichts schadet. Die Hausfrau versteht es ja sehr gut, in Suppen, im Gemüse, bei Mehl- oder Süßspeisen den Zucker zu verarbeiten. Bei einem Stückchen Zucker Mehrverbrauch macht dies in einem Jahr in Deutschland 3,3 Millionen Zentner, ungefähr 10 Prozent Mehrverbrauch aus. Die täglichen Ausgaben für die einzelne Familie sind sehr flein, die volkswirtschaftliche Bedeutung und der Wert für die Gesundheit sehr groß. Übrigens ist die Zuckerzahl für das Ernährungsschidsal eines Bolles fennzeichnend. Wir verbrauchen heute in Deutschland nur 25,7 kilogramm pro Kopf. Im Anfang des Jahrhunderts beinahe die Hälfte weniger. Die fortschreitende Ernährungserkenntnis brachte aber in allen Kulturvölfern einen Mehrverbrauch dieses Nabungsmittels mit sich. Es ist übrigens sehr gut, daß durch die Gesetzgebung ein Ersatz von Zucker durch fünstliche Süßstoffe sehr erschwert ist. Das Süßstoffgesetz schützt durch das Verbot gewerblicher Verwendung die einkaufende Hausfrau davor, daß sie nur Süße" fauft, wo sie doch ein Nahrungsmittel erwartet. Eigentlich sind die künstlichen Süßstoffe ein Lurus, weil sie doch gar feinen Nährwert bestßen. Wir brauchen ja auch heute, da unsere Landwirtschaft ja übergenug Buder hervorbringt, feine derartigen Ersatzmittel, die wir aus der Notzeit des Krieges in unangenehmster Erinnerung haben. Unser Nährstand ist in Not. An Rübenanbau darf er nicht sparen. Denn wie jeder Landmann weiß, ist der Aderboden um so ertragreicher für Körnerfrüchte, je besser er durch die Hadfrucht bobereitet wurde. Volks- Aufbau: „ Ein Bolt, das nicht baut, lebt nicht! Man mag mich steinigen, aber man soll nicht von mir verlangen, daß ich jener grauen Welt- Wirtschafts- Krisen- Elends- Theorie folge, die und Ben Glauben an die fommenden sieben schlechten Jahre" bes wirtschaftlichen Abschwungs einreden will. Und darum werde ich auch nicht meinen Glauben aufgeben an ein pionierhaftes Vorstürmen unserer besten Kräfte in das Vorland einer neuen Wirtschaft, die an neuem Leben formt." Diese schönen Worte des Berliner Stadtbaurate M. Wagner standen als Vorspruch in den D. B. S.- Blättern der Darmstädter Eigenheimbewegung, die sich mit großem Recht eine Vereinigung der schaffenden Stände zur Behebung der Wirtschaftsnot und der Arbeitslosigkeit nennt. Durch Bauen zum Leben! Das gilt für den einzelnen, der in seinem Eigenheim fret von Miete und Schuld leben will, und für die soziale Leistung dem Volf gegenüber. Denn jeder achte Deutsche hat durch die Bauwirtschaft Arbeit und Brot. Heute ist es aber in Deutschland so, daß die öffentlichen Mittel zum Bau von Eigenheimen sehr spärlich fließen, daß das Leihkapital viel zu schwer zu haben und dann vor allem viel zu teuer ist. Aus diesen Gründen schlossen sich vor einigen Jahren zunächst wenige zur Deutschen Bau- und Siedlungsgemeinschaft in Darmstadt zum gemeinsamen Bausparen zufammen. Der 3wed: Sapital zu bilden zur Arbeitsbeschaffung, zum Bau von Eigenheimen und zur Ablösung drückender Hypothefenlasten, Rapital, welches zinslos den Mitgliedern zur Verfügung gestellt wird. Diese Bewegung, welche Zehntausende von Anhän n in ganz Deutschland hat, stellt die größte Kapitalsmach Schaffung zinsloser Eigenheime bar." Man spart gemeinsa... und steigert so seine Sparfräfte. So entsteht ein gewaltiges Rapital Millionen und aber Millionen von einzelnen Sparbeträgen, die oft nur wenige Mart betragen. Viermal im Jahre werden die Baugelber an die Mitglieder verteilt. Klug erdacht ist der Verteilungsschlüssel. In gerechter Weise werden auch die Sparfräfte des fleinen Mannes nach Maßgabe seiner Spartreue bewertet. Die Erfahrung hat gezeigt, daß bisher die Sparer in ganz furzer Beit- durchschnittlich in eineinhalb bis zwei Jahren- nach der Antwartschaft auf Zuteilung ihr Ziel erreichten. Wenige Beispiele so meint Dr. Wagelaar, der Führer des Reichsverbandes der deutschen Bausparkassenbewegung in Deutschland gibt es, die beweisen, wie trop aller Wirtschaftstrife in den Bauspartassen aus ganz tleinen Beträgen Hunderte von Millionen zusammenströmen und auf dem schnellsten Wege der Wirtschaft zufließen, wenn richtig gerechnet, Gesez und Bedeutung der Zahlen ertannt wird, die für das hartgeprüfte deutsche Wolf Schicksal bedeuten. Was der Arzt sagt: Vorbeugen ist besser als Heilen Dieser Grundsatz gilt namentlich in unserer Zeit, in der sich eigentlich niemand er lauben fann, frant zu sein. Rechtzeitig und energisch angepackt verschwinden leicht Erkältungstrantheiten, Neuralgien, rheumatische Erscheinungen, die typischen Beschwerden von Kind und Frau. Es ist eine alte Voltsweisheit, und schließlich sagt es auch immer wieder der Arzt, daß hier der wichtigste Heilfattor die Wärme ist. Bisher war man beim Heizlissen abhängig von elektrischem Strom. Dieses war nicht immer ungefährlich. Oder man brauchte zumindest heißes Wasser. Die Nachteile dieser Heizlissen liegen ja flar auf der Hand. Man fann sie nicht bei sich führen. Man muß das Haus, womöglich noch das Bett hüten. Ärzte haben sich infolgedessen überlegt, wie fann man ein Heizkissen tonstruieren, welches die not wendige gleichbleibende und heilende Wärme entwidelt, und welches man unter den Kleidern versteckt immer mit sich tragen tann, ohne daß es an Wärme verliert. Da berichtet uns nun das Institut für chemische Wärmeerzeugung zu Berlin von ihrem Heizkissen, einer geradezu sensationellen Erfindung des befannten prattischen Arztes Dr. med. Steintel. Es gelang ihm, ein chemisches Präparat zu erfinden, welches durch Zusatz von faltem Wasser dauernde und heilende Hiße erzeugt. Schon heute ist dieses sog. Dr. med. Steintel- Kissen in den Kliniken, in der Praris der Arzte bekannt, und in allen Apotheken und Drogerien fann man es belommen. Es ist geradezu wie ein Wunder: durch faltes Wasser wird Wärme erzeugt. In das handliche Gummififfen, in dem in Form eines chemischen Pulvers die Wärmequelle enthalten ist, führt man zwei Teelöffel taltes Waffer ein. Im Augenblick entwickelt sich jene gleichbleibende Wärme, die das allerbeste Vorbeugungsmittel gegen Ertältungen, Grippe, Rheuma, Katharrhe ist, und von den Arzten bei Magen Gallen, Blafen- und Nierenleiben verordnet wird. Es ist wirklich ein geniale Sache mit diesen Wärmestrahlen, die man überall mit sich herumtragen tann. Das Gute an der Sache ist außerdem, daß dieses Heizkissen für ein paar Pfennig eine Wärme für drei bis vier Lage liefert und daß jedes Kind damit hantieren tann. 00 ப 100 STADIMÜTTER 100 LANDMÜTTER UNTER 50 JAHREN UNTER 50 JAHREN HABEN 13 KINDER HABEN 25 KINDER Stadtvolk ohne Kinder, Landoplk mit Kindern Samstag, den 10. Dezember 1932. Lokales. * Das amtliche Fernsprechbuch für den Oberpostdirektionsbezirk Darmstadt ausschließlich Offenbach( Main) soll zu Anfang 1933 neu aufgelegt werden. Die Vorarbeiten hierzu werden am 5. Januar 1933 abgeschlossen. Bis dahin sind Aenderungen der Eintragungen bei der zuständigen Fernsprech- Vermittlungsstelle anzumelden. * Straßensperrung, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.( A. v. D.), Gießen. Die Sperrung der Provinzialstraße Ortenberg- Lisberg bis zum Abzweig nach Edartsborn wird ab 12. Dezember 1932 aufgehoben. Jagd im Dezember in Hessen. ( Mitgeteilt vom Hess. Jagdklub.) ,, Gießener Zeitung" Herzen redende Weihnachtswahrzeichen freudig begrüßen, und es ist auch erfreulicherweise teine vereinzelte Erscheinung mehr in der Oeffentlichkeit. Keineswegs nur auf die Kirche beschränkt, grüßt es uns allenthalben weithin sichtbar im Stadtbild, auf öffentlichen Plätzen und Straßen, in Bahnhofshallen als ein Gefühl weihnachtlichen Behagens aufkommen zu lassen und schließlich in den Geschäften, um die Gebefreudigkeit anzuregen. Es dürfte sicherlich niemanden geben, der sich nicht freut, daß das alte, schöne Weihnachtssymbol ihm, mitten im fremden Menschengewühl, so liebvertraut, freundlich entgegenleuchtet. Diejenigen, die zu Hause keine eigenen Weihnachtsbaum haben und es sind heutzutage derer gar nicht so wenige werden den Lichterbaum in der Oeffentlichkeit mit besonderer Freude be= grüßen. Bom 1. ds. Mts. an hat die Schonzeit für männliches und weibliches Rehwild begonnen. Auch für Feldhühner schloß mit dem 30. November die Schußzeit. Sonst hat, mit Ausnahme der Jagd auf Muffelwild und der Waldhühner, alles Wild Schußzeit, die Fasanenhennen nur bis zum 31. Dezember, die Hasen dagegen bis zum 15. Januar 1933. Die großen Hasentreibjagden haben begonnen. Leider hat sich gezeigt, daß wir durch die andauernd nasse Witterung im Nachsommer, an der die Junghasen zum großen Teil zu Grunde gingen, ein schlechtes Hasenjahr haben. Wir empfehlen deshalb, den Abschuß so zu beschränken, daß genügend Sathasen übrig bleiben, was stets die Hauptsache für Erhaltung eines guten Wildbestandes ist. Das Haar- Raubwild trägt nun sein fertiges Winterkleid. Sein Abschuß und Fang ist in diesem Jahre nicht mehr so lohnend wie früher, da die Preise am Pelzmarkt außerordentlich gedrückt sind. Die Futterstellen sollen jetzt reichlich beschickt werden. Salz ist für die Verdauung und Gesunderhaltung unseres Wildes dringend notwendig. Weihnachten in der Deffentlichkeit. Nr. 49 Maschinenbauschule Zeugnis. Ein eindrucksvoller Ueberblick über die Bauwerke Professor Eberhardts zeigt sein vielseitiges architektonisches Schaffen und eine Sonderschau: ,, Die schönsten Stücke des Deutschen Ledermuseums" rundet das Bild ab. Dies Hinausrücken des strahlenden Weihnachtsbaumes in die Deffentlichkeit fonnte in größerem Umfange aber erst erfolgen, nachdem es gelungen war, die Feuersgefahr des brennenden Baumes zu bannen. Zwar ergab sich mit dem Vorhandensein des elektrischen Lichtes allein noch keineswegs die Möglichkeit einer Beleuchtung, die der feierlich stimmungsvollen Tradition des alten Wachskerzenlichtes völlig gerecht werden konnte. Erst unserer heutigen, fortgeschrittenen Glühlampentechnik ist es ge= lungen, einen vollwertigen, geradezu täuschenden Ersatz dafür zu bieten mit Kerzen, die nicht nur in Farbe und Form den Wachslichten zum Verwechseln ähneln, sondern auch ihren zart schimmernden, gelblichen Lichtschein überraschend wiedergeben. Der mit diesen elektrischen Kerzen beleuchtete Weihnachtsbaum wirft somit ganz und gar wie der altvertraute Wachskerzen Lichterbaum. Um so schöner ist es daher, dieses stille, sanfte Leuchten jetzt auch im bewegten Straßengewühl erleben zu könne. Auch die oben erwähnte alte Sitte, den Kirchturm am ' Weihnachtsabend zu beleuchten, sollte man heute vielleicht wieder in Erwägung ziehen. Stehen uns doch auch dafür die schönsten lichttechnischen Mittel, wie z. B. die Anstrahlung durch FlutTit, zur Verfügung. In manchen Dorfgemeinden war es zu Anfang des vorigen Jahrhunderts gebräuchlich, bevor noch die Sitte des häuslichen Weihnachtsbaumes sich eingebürgert hatte. eine einzige große Weihnachtstanne für alle in der Kirche aufzustellen; außerdem wurde, wie uns eine Chronik berichtet, der Kirchturm so erleuchtet, daß er selbst wie ein großer Weihnachtsbaum ins Dorf herabschaute". Und schließlich noch eine weitere Anregung für den weihnachtlichen Schmuck des Straßenbildes: Bergbau im Lahn- und Dillgebiet. Der Berg- und Hüttenmännische Verein Wetzlar berichtet: Es fonnten im Monat November 1932 auf den Gruben des Lahn- und Dillgebietes weitere rund 40 Bergleute neu eingestellt und dadurch eine Fördervermehrung erreicht werden. In den letzten Jahren haben verschiedene dänische Städte mit großem Erfolg in ihren Geschäftsstraßen weihnachtliche Illuminationen durchgeführt in Gestalt von Tannengirlanden, die mit zahlreichen farbigen oder weißen Glühlampen besteckt sind und sich in vielen Bögen über die ganze Straßenbreite hinziehen. Es würde sich gewiß auch bei uns lohnen, ausgesprochene Geschäftsstraßen zur Weihnachtszeit derartig zu illuminieren. D-. In solcher Gemeinsamkeit des Weihnachtserlebens liegt zweifellos ein schöner und tiefer Sinn. Ueber alles Trennende und Gegensätzliche im öffentlichen Leben hinweg, ist der Weihnachtsbaum, den alle mit dem gleichen Gefühl einer warmherzigen Freude betrachten, ein Symbol der Zusammengehörigkeit, der einenden Liebe. Heute mehr als je sollten wir dementsprechend das zu allen Aus Nah und Fern. Neue Bücher. Weibliche Berufsberatung. Merkblätter über 25 weibliche nichtakademische Berufe, nach authentischem Material herausgegeben von den betreffenden Berufsverbänden. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart- S, Blumenstr. 36. Preis jedes einzelnen Blattes 20 Pfg. Die Blätter berichten eingehend über die Zulassungsbedingungen, über Gang, Dauer und Kosten der Ausbildung, über die beruflichen Aussichten, die Anstellungsverhältnisse und die Aufrückungsmöglichkeiten Bönstadt( Krs. Friedberg) beabsichtigt, das sog. Bönstädter Gut, das einen Umfang von etwa 134 Heftar hat und dem Prinzen Otto von Ysenburg- Büdingen in Wächtersbach gehört, zu erwerben. Bezugs Redaktions fendung mi 44. g V Im Rei Reichspräfid bejchaffung Die am Jezt ist es Zeit, sich mit weihnachtlichen Fragen zu be= schäftigen. Das soeben erschienene neueste Heft der„, Eleganten Welt" bietet Ihnen eine Fülle von Anregungen in Bild und Wort. Schotten. In den letzten Tagen ist mit den Vorarbeiten für das Ehrenmal der Stadt Schotten begonnen worden. Das Denkmal wird in Gestalt eines Heldenhains auf der„, Warte" angelegt. Die Zusendung unbestellter Waren ist gerade in der Weihnachtszeit für viele Hausfrauen eine Ueberraschung, die oft mehr Sorgen als Freude bereitet. Wie die Rechtslage ist und wie die Hausfrau sich in solchen Fällen am besten verhält, wird von einem Juristen dargelegt im Dezemberheft der Monatszeitschrift ,, Neue Hauswirtschaft". Lauterbach. Bei Spenglerarbeiten auf dem am städtischen Spritzenhaus neu errichteten Schlauchturm stürzte am Mittwoch der Spenglermeister Krömmelbein von hier aus sieben Meter Höhe infolge Bruches einer Dachplatte ab. Der Mann wurde mit schweren Kopf- und auch inneren Verletzungen bewußtlos nach seiner Wohnung gebracht. Greif zu Kamerad! Der Freiwillige Arbeitsdienst hat bereits 260 000 junge Menschen erfaßt: Im neuen Heft der ,, Woche" finden Sie darüber einen großen Bericht mit vielen Bildern. Kriegserlebnisse in Flandern. Der von der Bühne wie vom Film gleich berühmte Schauspieler Paul Wegener erzählt in der ,, Neuen J3" seine Erlebnisse als Frontsoldat. Probehest vom Verlag Berlin SW 68, Ritterstraße 50. Bensheim a. d. B. Die milde Witterung dieses Herbstes begünstigte an der Bergstraße nicht nur die zweite Blüte, sie brachte auch Früchte einer zweiten Ernte zur Reife. Jm Garten des Rotensteiner Hofes hat ein Himbeerstrauch seinen BeSitzer zum zweiten Male in diesem Jahre mit schönen reifen Beeren erfreut. Hundert Jahre Technische Lehranstalten Offenbach a. Main. Weihnachtsbäckerei. Viele ledere Sachen für den Weihnachtstisch zeigen die praktischen Rezepte der neuen ,, Gartenlaube". Schöne praktische Handarbeiten schätzt jede Frau. Eine fundige Helferin ist die Frauenzeitschrift Fürs Haus". Unsere Leserinnen erhalten kostenlos ein Probeheft vom Buchhändler oder vom Verlag der Zeitschrift ,, Fürs Haus", Berlin SW 68, Ritterstraße 10. Die Hundertjahrfeier der Offenbacher Technischen Lehranstalten, einer eigenartigen im Jahre 1832 gegründeten Vereinigung dreier Schulen unter einheitlicher staatlicher Leitung: Kunstgewerbeschule, Höhere Bauschule, Maschinenbauschule gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung für Prof. Eberhardt, der die Anstalten nunmehr 25 Jahre leitet. Der Rektor der Schöne weiße Zähne Technischen Hochschule Darmstadt verkündete deſſen auf einſtim erhalten Sie bei täglichem Gebrauch von Chlorodont, der Zahnpaste von höchster Qualität. Sparsam im Verbrauch. Tube 50 Pf. und 80 Pf. Verlangen Sie nur Chlorodont und weisen Sie jeden Ersaß dafür zurüd. Einige Unsichtbare Kulissen. Auch beim Film muß gespart werden! Die Täuschung ist vollkommen. Beispiele zeigt die neue Nummer der ,, Münchner Illustrierten". migen Antrag der Abteilung für Kultur- und Staatswissenschaften erfolgte Ernennung zum Dr.- Ing. ehrenhalber. Eine große Ausstellung gibt von dem hohen Stand der Leistungen der Offenbacher Kunstgewerbeschule, der Höheren Bauschule und der MEYERS Pianos DAS ZEICHEN 8., neubearb. Auflage 1931/32 KLEINES noch wie neu.wegen Zurücknahme zu slaunend billigen Preisen abzugeben. LEXIKON Schedel, Fulda 3 BANDE Schweine Fleisch 3 Bände und 1 Atlas- Ergänzungsband. 9 Klein 30 Pid. Kübel M 7.90 " Pobe Koli 2.60 " Schweinsköple 4.30 " Eut.Rauchfl.2.70 9 9 70000 Stichwörter und Artikel mit rund 5000 Bildern, 280 großen, z. T. mehrfarbigen Tafeln und Karten; der Atlasband enthält 9 außerdem 238 Haupt- und Nebenkarten. Das modernste vollständige Lexikon Jeder Band in Lw. 23 RM., in Halbled. 26 RM. Bel Rückgabe eines nach 1892 erschienenen 2-4bändigen Lexikons in Leinen 20.50 RM., in Halbleder 23.50 RM. rol. 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Auch in den Häusern von Bethel hebt jetzt von Tag zu Tag immer stärker das Weihnachtsklingen an Elende Leute sind die Sänger: franke Kinder, Fallsüchtige, Gemüts- und Nerven franke Aber sie alle rüsten sich auf die Feier des Festes, das von der großen Freude redet. Zu diesen etwa 3000 Kranken tommt noch das große Heer der Heimatlosen und Wanderer in unseren Zweiganstalten, so daß insgesamt ungefähr 7000 Hilfs bedürftige aller Art bei uns auf eine fleine Weihnachtsgabe warten Darum fragen wir bittend: Wer hilft uns, den Krans fen, Kleinen und Heimatlosen von Bethel ein wenig Weihnachtsfreude zu bringen? Alles nimmt unser Weihnachtshaus"( Anschrift: Weihnachtshaus Bethel b. Bielefeld, Bahnstation Brad wede) dankbar an. besonders Lebensmittel, Kleidungsstüde, Stridwolle, Schuhe, Spiele, Bücher usw Je eher das uns zuge dachte gesandt wird, desto besser fönnen wir verteilen. Ebenso willkommen ist uns jedes Geldgeschenk, das wir in Gaben der Liebe verwandeln fönnen, wie es gerade nötig ist( Poſtſched fonto 1904 Hannover) Das Kind von Bethlehem, das arm wurde, damit wir durch seine Armut reich würden, schenke uns allen einen neuen Reich tum an Glauben und Liebe ins Herz. damit auch die Elenden es merken und sich freuen! Mit herzlichem Weihnachtsgruß an alte und neue Freunde von Bethel F. v. Bodelschwingh, Pastor. Bethel b Bielefeld, im Advent 1932 DER GUTEN DRUCKSACHE Der Ausführung der kleinsten Besuchskarte wird die gleiche Sorgfalt gewidmet wie der Herstellung der größten Massenauflage Kürzeste und prompte Lieferung Beste Ausführung und äußerst preiswerr ALBIN KLEIN, GIESSEN Giessener Verlagsdruckerei vormals Keller, gegr. 1783 Werkzeugliste gratis. Erkältungskrankheiten, Wir suchen Westfalia Werkzeugcompany, hartnädiger Husten, Luftröhrenkatarrh, Lun verkäufl. Geschäfts etc. behebt u. Lindert selbst in veralteten Fällen landw.Anwesen etc. gleich weich. 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