Nr. 39 Fern. Theumabad hat auch i Die Kurabgabe beträg nber betrug der Gesam inder. Anwesend ware fonnte Freifrau There Gießener Zeifung Erscheint Samstags. ( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. verstorbenen Major Redaktionsschluß früh 8 Uhr. - - Für Aufbewahrung oder RüdGräfin von Bernstorfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. prüfungsanftalt. es 25 Jahre, daß d Geh. Baurat Proj. D wurde. Troh der schwie tliche Materialprüfungs Sahren mit Unterstützun Firmen und wiffenfa ut werden. So verfig en Prüfeinrichtungen ß des 25- jährigen Se indet am 29. Ottole tene Feier in der Te had in Bad Lippspring jähriges Bestehen feier and nur eine akademi her. töer. Verlag C. Bertels eb. RM. 4.40. Zu ha Rudolf Herzog der Nie thüringische Bauernla er einen schlichten, er Toffenen Bauernroman es vorzügliche Heimat n, dieses ist eins se rant stellen die vorn ußerordentlich wohlfeiler Illustrierte“ Roman 1,25, Verlag Dr. Gelli ben erschienen drei ne " Zweiter Hoppegarter Buch Nr. 16: Jlfe Leu nan. Buch Nr. 17: Kej aga Majchin"; eine wal: ernden Schid als der st lutbad von Belgrad einer Sie eingehend das joeben n Welt". Effektvolle Au llustrative Erläuterung Von Präsident Linco e populärste Persönli jeiner langen hageren& e neue ,, Woche" wurde das erste de ist eine Gründung 44. Jahrg. Bolitische Rundschau. Das Reichstabinett hat eine ganze Reihe innerpolitischer, wirtschaftlicher und sozialer Fragen behandelt, ohne Beschlüsse zu jaffen. Das politische Schachspiel um den Gedanken der Londoner Konferenz geht weiter, ohne daß sich bisher absehen läßt, wann Die entscheidenden Züge getan werden. Aus leitenden englischen Kreisen wird bestätigt, daß die englische Regierung uneingeschränkt an ihrem Vorschlag des baldigen Zusammentreffens der Fünfmächtekonferenz über die Regelung der Gleichberechtigungsfrage festhalte. Zum Abschluß der Tagung des deutschnationalen Parteivorstandes wurde eine Entschließung gefaßt, in der es u. a. heißt: Das Steuersenkungsprogramm des Kabinetts Papen begrüßen wir als den Anfang einer Entlastung der deutschen Wirtschaft. In einem Teil der Presse ist von einer angeblichen Intersennahme der Reichsregierung an den Verlagen Ulstein und Mosse sowie an anderen Zeitungen gesprochen worden. Von zuständiger Stelle wird ausdrücklich erklärt, daß die Reichsregierung feine Zeitung kenne, die irgendwie von ihr subventioniert werde. Die schon seit längerer Zeit in Gang befindlichen und wiederholt unterbrochenen Verhandlungen zwischen einer schweize= rischen und einer deutschen Delegation über den gegenseitigen Warenaustausch sind in Bern wieder aufgenommen worden. Im Mittelpunkt der Reichspropagandatagung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei stand die Kampsparole Adolf Hitlers für den beginnenden großen Wahlkampf. Im Röntgenstraße- Prozeß vor der Ersten Kammer des Berliner Sondergerichts wurden neun kommunistische Angeklagte auf Kosten der Staatstasse freigesprochen. Es handelte sich um den Zusammenstoß zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten am 29. August d. J., in dessen Verlauf ein Nationalsozialist er= schossen und zwei andere verletzt wurden. Die fünfte große Straftammer beim Landgericht I in Berin verurteilte am Freitag den bisherigen sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Gerhard Seger, Hauptschriftleiter des sozialdemokratischen Volksblattes für Anhalt" wegen Beleidigung der Reichswehr zu einem Monat Gefängnis. Der verantwortliche Redakteur der nationalsozialistischen oberschlesischen Tageszeitung„ Deutsche Ostfront" ist im Verlagsund Redaktionsgebäude des Blattes nach einer polizeilichen Durchsuchung verhaftet worden. In verschiedenen Städten Westfachsens wurden polizeiliche Haussuchungen bei Anhängern der NSAP. vorgenommen. 25 rbeit diejes nüglichen Personen wurden festgenommen. Eltern das Reifen fel in der neuen Num ben von Dr. Erna Men liefert K. Thienemar Abonnement im Vier Zustellgebühr. Das Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 8. Oftober 1932 die Bestrafung von Versammlungsstörungen ausgedehnt und ' verschärft werden kann. Die Erwägungen verlaufen in der Richtung, den Begriff der Versammlungssprengung nicht nur auf Tätlichkeiten, sondern auch auf Sprechchöre und Störungsversuche zu beziehen. Im Zusammenhang hiermit untersucht man die Anwendungsfähigkeit des Begriffes ,, Hausfriedensbruch". andere Weitere Möglichkeiten liegen auf verwaltungsmäßigem Ge' biete. Sie gehen dahin, daß man einer Partei für bestimmte ' Zeiten grundsätzlich jede Versammlungserlaubnis versagt, wenn festgestellt wird, daß ihre Anhänger planmäßig Kundgebungen anderer Parteien gestört haben. Die Beratungen der beteiligten Ressorts also vor allem Reichsinnen- und Reichsjustizsind noch im Gange. ministerium Die Wahlparole des Stahlhelm. Die Bundesführer des Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, erlassen folgende Kundgebung zu der bevorstehenden Reichstagswahl: ,, Wieder einmal steht das deutsche Volf vor einer Wahl. Wir haben sie nicht gewünscht, weil auch durch diese Wahl grundlegend nichts gebessert werden kann. Trotzdem bleibt die Beteiligung wie immer selbstverständliche Pflicht jedes Kameraden. Keinesfalls darf Verärgerung zu Wahlenthaltung und damit zur Stärkung des Marrismus führen. Der Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, wird nach wie vor keine Bindungen mit einzelnen Parteien eingehen. Die Richtung seines Kampfes wird durch seine großen un veränderlichen Ziele bestimmt: Starke Staatsführung, unabhängig von Parteien; Bedingungslose Wehrhoheit; Neuaufbau des Reiches; Eingliederung aller Deutschen in Erzeugung und Genuß des Volksvermögens, Eigentum für jeden Deutschen. Hiernach muß sich jeder Stahlhelmkame= rad schlüssig werden, welcher Partei er seine Stimme zu geben hat." 45 Anträge im Hessischen Landtag. Darmstadt. Die im Hessischen Landtag am Donnerstag begonnene Aussprache über 45 wirtschafts- und sozialpolitische Anträge wurde gestern stundenlang fortgesetzt und von den Abgeordneten teilweise zu den Etatreden ausgenützt, die sie in diesem Jahr nicht halten konnten. Der Nationalsozialist Gödel polemisiert gegen die Kommunisten und verlangt eine Einfuhrsperre für alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Abg. Glaser( Landvolk) verlangt Anpassung der Aeckerpachten und der Preise an die Friedenssätze. Abg. Thomas( S) setzt sich mit den Nationalsozialisten und deren Inflationsplänen ausRenz behauptet, die Re- ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 40 50 Millionen Kredit für den Althausbesik. Die Hessische Handwerkskammer hat sich rechtzeitig mit dem zuständigen hessischen Ministerium wegen der Regelung des in Hessen zu beobachtenden Verfahrens in Verbindung gesetzt, da das Reichsarbeitsministerium es den Ländern überlassen hat, nähere Ausführungsaniveisungen zu treffen. Hierbei wurde dacauf hingewiesen, daß die Spitzenverbände des Handwerks und des Hausbesitzes ihre Mitwirkung bei der Durchführung der Maßnahmen zugesagt haben und daß auch das Reichsarbeitsministerium die Mitwirkung von Handwerk und Hausbesitz als zweckmäßig bezeichnet hat. Es wurde angeregt, entsprechend den in den Vorverhandlungen gestellten Forderungen alle bürokratischen Hemmungen auszuschalten und insbesondere komplizierte Nachprüfungen durch behördliche Instanzen diesmal zu vermeiden. Die Regelung ist im Sinne der weiter unten veröffentlichten Vorschläge des Zentralverbandes Deutscher Haus und Grundbesitzervereine gewünscht worden, denen das Handwerk beigetreten ist. Als Beratungs- und Durchführungsstelle sollte hiernach die Handwerkskammer bestimmt werden, während örtliche Kommissionen, paritätisch zusammengesetzt aus je 1-2 Vertretern des Hausbesitzes und des Handwerks die örtlichen Nachprüfungen usw. vornehmen sollten. Leider hatten Handwerkskammer und Hausbesitz mit ihren Vorschlägen keinen Erfolg. Es gelang lediglich zu erreichen, daß seitens der Grundstückseigentümer eine Bestätigung der Handwerkskammer oder ihrer Nebenstellen darüber erbracht werden muß, daß der ausführende Handwerksbetrieb in die Handwerksrolle eingetragen ist. Damit ist die Berücksichtigung von Schwarzarbeitern nach Kräften unterbunden. Die hessische Ausführungsverordnung hat folgenden Wortlaut: Bekanntmachung, betr. die hessischen Anordnungen zur Durchführung der Bestimmungen zur Wiederinstandsetzung des Althausbesitzes. Vom 26. September 1932. I. Oberste Landesbehörde im Sinne der Ziffer 6 ist der hessische Minister des Innern. II. Anträge auf Gewährung von Reichszuschüssen sind unter Angabe der Lage des Grundstücks Straße und Hausnummer der grundbuchmäßigen Bezeichnung( Flur, Nr., qm), der Brandversicherungssumme, des Verwendungszweckes des Zuschusses sowie des Zeitpunktes für die Inangriffnahme der Arbeiten bei Bürgermeistereien einzureichen. Diese ſonen wurden festgenommen. Deutſchen Frontsoldaten- Ver- gierungen der Nachtriegszeit Handwent uni, Gewerbe, bewust haben die 21nträge en beachten, their life em ateiden efe bänden, dem Stahlhelm und dem Kyffhäuser- Bund, soll eine engere politische Zusammenarbeit herbeigeführt werden Das Gericht in Tomst verurteilte fünf Beamte der Genossenschaften wegen Sabotage und gegenrevolutionärer Umtriebe zum Tode durch Erschießen. Die Todesurteile wurden Zahlen, die die Haus am Donnerstag durch die Wachen der OGPU. vollstreckt. änzung zur Geländ Interricht am San miniature geschlagen. eue Heft der„ Gartenla hes. nschärfe. n tagtäglich in Europo Die bulgarische Polizei ist einer bolschewistischen Spionageorganisation auf die Spur gekommen, in die mehrere Abgeordwete der bulgarischen Arbeiterpartei und ein in Sofia lebender Russe verwidelt sind. In Indien laufen Gerüchte um über den Ausbruch eines Bürgerkrieges in Tibet. Es soll bereits zu heftigen Kämpfen gekommen sein. Der Dalailama hat angeblich die Flucht er: griffen. Das Parlament des mexikanischen Staates, Perakruz, nahm eine Vorlage an, die alle katholischen Bürger ihres Bürgerrechts er Wellenbereich für für verlustig erklärt und der Regierung Vollmachten gibt, unso haben die Gender Wellenabstand von 9 , der für gute Sprac werden aber immer verzüglich aller Güter der Kirche zu säkularisieren. Zur Beilegung des Tarifstreits im Groß- Berliner Einzelhandel fanden am Freitag vor dem Schlichtungsausschuß Verhandlungen statt, in denen jedoch kein Einverständnis erzielt ruiniert worden" seien. In wohltuendem Gegensatz zu diesen Ausführungen steht das, was Abg. Böhm( Dntl.) sagt. Er widerlegt einige Ausführungen des Finanzministers, gibt aber zu, daß ihm kein Fall bekannt geworden ist, in dem wegen rüdständiger Steuern eine Zwangsversteigerung durchgeführt worden ist. Er wendet sich ' gegen die dauernde Einbringung rein agitatorischer Anträge ' durch die radikalen und sozialistischen Parteien und kündigt an, daß, wenn es so weiter getrieben wird, er einen Antrag einbringen wird, der besagt, daß jeder Wähler zwecks Ankurbelung ber Wirtschaft 3000 Mart in bar erhalten soll, daß die Steuern abgeschafft, aber alle Ausgaben vom Staat getragen werden sollen! Die Abg. Stohr( 3tr.) und Wedler( 3tr.) sprechen zu Fragen des Hausbesizes und der Forstbesoldungsbeiträge. Finanzminister Kirnberger erklärt, daß die Regierung allen Anträgen und Vorschlägen gern nachkommen werde, so' fern ein durchführbarer Deckungsvorschlag beigebracht werde. Den Antrag Dr. Niepoth, die Hauszinssteuer unter die Steuern aufzunehmen, die mit Steuergutscheinen bedacht werden können, wird die Regierung im Reichsrat befürworten. Damit ist die ' Debatte über die wirtschafts- und sozialpolitischen Anträge geAn jedem Empfangson werden konnte. Von dem Tarisstreit sind etwa 40 000 Angestellte schlossen, und es folgen als ihr ,, Ergebnis" eine Unzahl perlautstark zu hören; un en zu empfangen, mu des Groß- Berliner Einzelhandels betroffen. Auf Grund des Arbeitsbeschaffungsprogramms der Reichsjein. Die neuen Sien regierung und durch Einlegung von Feierschichten werden im 3- Trennschärfe; Nah Salb immer Freude und Bezirk der Reichsbahndirektion Wuppertal in diesen Tagen mindestens 1000 Arbeiter wieder eingestellt werden. Die schwebende Schuld des Deutschen Reiches betrug am 51. August 1932 1908,8 Millionen Reichsmart gegenüber 1942,3 tian Klein in Gieß Millionen RM. am 31. Juli 1932. gute Marke Con Entgegen anderslautenden Pressemeldungen wird von zuständiger Stelle erklärt, daß die Städte nicht in der Lage seien, die Bürgersteuer in unbeschränkter Höhe zu erheben. Sowie die Bürgerstener 200 v. H. übersteige, unterliege fie der Genehmigung der Landesregierungen. sönliche Bemerkungen, in denen die Linke und die NSDAP. sich Die hahnebüchensten persönlichen Vorwürfe machen. Es folgt die Beratung des nationalsozialistischen Antrags huf Einführung eines Schächtverbots. Aus der Abstimmung über die 45 Punkte seien die ' wichtigsten mitgeteilt. Der nationalsozialistische Antrag auf Einführung eines Schächtverbots wird mit 34:32 Stimmen abgelehnt. Angenommen wird ein kommunistischer Antrag, der gegen das Wirtschaftsprogramm der Regierung von Papen pro' testiert, seine Nichtdurchführung in Hessen fordert und der Regierung v. Papen das schärfte Mißtrauen ausspricht. Ein nationalsozialistischer Antrag auf Erlaß der Sondergebäudesteuer auf die Hälfte wird mit 33:32 Stimmen angenommen. Der Antrag Dr. Niepoth, die Sondergebäudesteuer zu den Steuern zu sehen und danach unmittelbar dem hessischen Minister des Innern( Arbeit und Wirtschaft) vorzulegen. III. Den Anträgen sind beizufügen: a) ein eingehender Kostenvoranschlag, b) ein Geschoßgrundriß für jedes Wohngeschoß, soweit räumliche Veränderungen geplant sind. Aus dem Plan muß der Stand vor und nach der Abänderung erkennbar sein, c) je eine Bescheinigung des Grundstückseigentümers darüber, 1. daß die für die Ausführung der veranschlagten Arbeiten erforderlichen Geldmittel zur Auszahlung sichergestellt sind, 2. daß nur solche Bauunternehmer und Lieferanten berücksichtigt werden, deren Gewerbebetrieb polizeilich angemeldet ist und die in die Handwerkerrolle einge tragen sind. Die Nachweisung hierüber ist durch eine Bescheinigung der Hessischen Handwerkskammer oder ihrer Nebenstellen beizubringen, 3. ob eine Unterstützung aus öffentlichen Mitteln für die Durchführung der Arbeiten oder ein Nachlaß der Hauszinssteuer gewährt oder in Aussicht gestellt wurde und von welcher Behörde dies geschehen ist, d) eine Rentabilitätsberechnung, wenn es sich um die Teilung von Wohnungen oder den Ausbau sonstiger Räume handelt. IV. Als Wohngebäude gelten auch Ledigenheime, Lehrlings: heime, Gesellenhäuser und Gebäude, die ähnlichen Zwecken die Reichsnen, wenn sie überwiegend Wohnräume enthalten. zuschüsse für Gebäude, die im Eigentum oder in Verwaltung von Gemeinden stehen, können nur in besonders begründeten Fällen und nur dann, wenn es sich ausschließlich um Mietwohnungen handelt, gewährt werden. V. Der Reichszuschuß wird zunächst durch einen Vorbescheid anter Ausschluß des Rechtsanspruchs in Aussicht gestellt. Die Verstärkter Versammlungsschuß geplant rechnen, denen die Vergünstigung der Steuergutscheine zuges endgültige Bewilligung erfolgt erst nach Abschluß aller BauAußer den außenpolitischen Fragen werden im Schoße der Reichsregierung zur Zeit als Fortsetzung der bisherigen Arbeiten wirtschaftspolitische, innerpolitische und sozialpolitische Erwägungen gepflogen. Innerpolitisch wird zur Zeit bei der Reichsregierung erwogen, einen stärkeren Schutz politischer Verjammlungen einzuführen. Dabei wird geprüft, in welcher Weise billigt wird, findet die Zustimmung des ganzen Hauses mit Ausnahme der Kommunisten. Ein kommunistischer Antrag, die Provinzial-, Kreis- und Gemeindewahlen zusammen mit der Reichstagswahl vorzunehmen, wird abgelehnt. Zum Schluß fommt es noch einmal zu persönlichen Bemerkungen, die der Sitzung ihren geräuschvollen Abschluß geben. Der Landtag tritt erst wieder am 15. November zusammen. arbeiten. Zu diesem Zweck sind die Kosten durch Vorlage der einzelnen Rechnungen und in einer besonderen Uebersicht nachzuweisen. Diese Nachweisung ist in den Städten mit Städteordnung dem städtischen Banamt, in den übrigen Fällen dem zuständigen Hessischen Hochbauamt zur Prüfung einzureichen. Die Bauämter haben die einzelnen Rechnungsbelege rechnerisch, sachlich und auch darauf hin zu prüfen, daß nur selbständige Hand Samstag, den 8. Oftober 1932 werksmeister und Lieferanten mit der Ausführung der Arbeiten betraut wurden. Die besondere Nachweisung ist mit Prifungsvermerk zu versehen und unmittelbar dem hessischen Minister des Innern( Arbeit und Wirtschaft) vorzulegen, während die einzelnen Rechnungsbelege dem Grundstückseigentümer zurückzugeben sind. Danach wird der Reichszuschuß endgültig festgestellt und die Auszahlung durch die Hauptstaatskasse veranlaßt werden. VI. Diese Bekanntmachung tritt an die Stelle der Bekanntmachung, betreffend Anordnung zur Durchführung der Bestim mungen über die Gewährung von Zinszuschüssen des Reiches für die Instandsetzung von Wohngebäuden und die Teilung von Wohnungen vom 16. August 1932( Darmstädter Zeitung Nr. 207 vom 3. September 1932). Darmstadt, den 26. September 1932. Der hessische Minister des Innern. * Auf folgendes ist noch hinzuweisen: Der Begriff., große Instandsetzungsarbeiten" bedarf einer großzügigen Auslegung. Die in der Verordnung enthaltene Aufzählung ist nicht erschöpfend, sondern nur beispielsweise. Die Bestimmung muß wirtschaftlich und nicht rein wörtlich ausgelegt werden. Alle Arbeiten, deren Kosten über 250 RM. hinaus gehen, sollten als ,, außerordentlich" gelten. Die neue Nummernfolge der Wahlvorschläge. Der Deutsche Reichsanzeiger" hat eine Verordnung des Reichsministers des Innern zur Reichstagswahl veröffentlicht. In dieser Verordnung wird u. a. die neue Nummernfolge der Reichswahlvorschläge der Parteien angeführt. Die Nummernfolge lautet: 1. NSDAP., 2. SPD., 3. KPD., 4. Zentrum, 5. DNVP., 6. BVP., 7. DVP., 8. Stp., 9. Chr.- Soz., 10. WP., 11. Deutsche Bauernpartei, 12. Landbund, 13. Deutsches Landvolt, 14. Volfsrechtpartei. Das Urteil im Berliner Devisenprozeß. Sedlmayer wurde wegen Zuwiderhandlung gegen die Debisenverordnung und wegen schwerer Urkundenfälschung zu drei Jahren vier Monaten Gefängnis und 100 000 Mark Geldstrafe, der Mitangeklagte Straßenhändler Adam Neuhäuser wegen Beihilfe zu zehn Monaten Gefängnis und 500 RM. Geldstrafe verurteilt. Sedlmayer hatte für insgesamt 5 323 700 Mark Effekten verschoben. Der Krieg als Selbstverständlichkeit. Unter den zahlreichen Geheimdokumenten aus der Vorgeschichte des Weltkrieges verdient der Bericht des russischen Militärattachés in Berlin vom 11. Februar 1914 über eine Unterredung mit seinem französischen Kollegen ganz besondere Beachtung. Im Oktoberheft der Berliner Monatshefte" ,, Gießener Zeitung" ( Quaderverlag, Berlin W 15) ist der vollständige Wortlaut des von der Moskauer ,, Jswestija" veröffentlichten Berichts in deutfcher Uebersetzung wiedergegeben. Der an den Generalquartiermeister des russischen Generalstabes gerichtete Bericht lautet: In diesen Tagen hatte ich ein Gespräch mit dem hiesigen französischen Militärattaché Oberst Serret, zu dem ich in durchaus freundschaftlichen Beziehungen stehe. Nach Ansicht des Obersten Serret wäre es außerordentlich wichtig, rechtzeitig die öffentliche Meinung breiter Schichten des französischen Volkes auf die voraussichtliche Zeitfolge der militärischen Ereignisse an der Ost- und Westgrenze Deutschlands bei gemeinsamen Operationen Rußlands und Frankreichs gegen Deutschland und dessen Verbündete vorzubereiten. Oberst Serret entwidelt seine Gedanken folgendermaßen: Es unterliegt keinem Zweifel mehr, daß Deutschland den ersten Schlag unter Konzentration von nicht weniger als 20 bis 22 Armeekorps, um ihn möglichst kraftvoll zu ge= stalten, gegen Frankreich, als den hinsichtlich der Bereitschaft gefährlicheren Gegner zu führen bemüht sein wird. Hierbei können schon zwei Wochen nach der Mobilmachungserklärung durchaus entscheidende Zusammenstöße erfolgen. Aus verschiedenen Gründen, die zwar dem französischen Generalstab und vielleicht auch den mehr Gebildeten, immerhin aber nur einer sehr geringen Zahl von Personen der französischen Gesellschaft verständlich sind, wird indessen der Aufmarsch der russischen Armee an den Grenzen Deutschlands wesentlich später erfolgen, als der Aufmarsch der französischen Armee. Man wird entscheidende Kämpfe und den Einmarsch der Hauptkräfte der russischen Armeen nach Deutschland kaum vor vier Wochen nach der Kriegserklärung erwarten dürfen. Es ist daher ganz natürlich, wenn in Frankreich, d. h. in der überwiegenden Mehrheit der französischen Gesellschaft sich eine außerordentliche Ungeduld bemerkbar machen wird, die durch das Ausbleiben jeglicher Nachrichten vom polnischen Kriegsschauplatz hervorgerufen werden würde. Unter Berücksichtigung der allgemein bekannten großen Sensibilität der Franzosen fann man sich leicht vorstellen, daß bei fehlender erforder= licher Vorbereitung der öffentlichen Meinung, d. h. Erziehung derselben zur richtigen Beurteilung der Zusammenhänge der ganzen Situation, jeder Zeit mögliche, wenn auch nur teilweise Mißerfolge der französischen Truppen in Frankreich und besonders in Paris Unmutsäußerungen über die Bundesgenossen sowie ganz unerwünschte Anschauungen hervorrufen können, wobei diese Anschauungen infolge der äußersten Nervenanspannung des ganzen Volkes leicht zu Uebertreibungen führen können. Aus diesem Grunde sei es wünschenswert, durch die Nr. 40 Samstag, rischen Ereignisse auf dem östlichen und westlichen Kriegsschauplatz zu unterrichten. In jedem Fall müssen sich die Generalstäbe Rußlands und Frankreichs darüber klar werden, auf welche Weise und bis zu welchem Grade das Volk aufgeklärt werden tann und soll, ist das Volk doch in den heutigen nationalen Kriegen ganz unmittelbar beteiligt und nimmt daher naturgemäß das regste Interesse an den Ereignissen, die möglicherweise sein zukünftiges Schicksal entscheiden können. Es unterliegt keinem Zweifel, daß diese Frage die größte Aufmerksamkeit verdient und unverzüglich gelöst werden muß." Eine Unterredung, wie die in dem Bericht geschilderte, hat zur Voraussetzung, daß die Absicht, gegen Deutschland in absehbarer Zeit Krieg zu führen, in den maßgebenden militärischen und politischen Kreisen Rußlands und Frankreichs als selbstverständliche Tatsache angesehen worden ist. Geld, das Arbeit schaffen könnte. Von allen Seiten wird die Forderung nach energischer Bekämpfung der Arbeitslosigkeit erhoben. Arbeitsbeschaffung ist ( wirklich die wichtigste und dringendste Aufgabe, für die alle verfügbaren Kräfte eingesetzt werden müssen. Die Aktion der Steueranrechnungsscheine ist eine der Maßnahmen, die zur wirtschaftlichen Belebung führen sollen. Auf die verschiedenste Weise wird versucht, die Geldmittel zu beschaffen, die unentbehrlich sind, um die Belebung der Wirtschaft zu finanzieren. Zu gleicher Zeit aber liegen gewaltige Summen Geld brach, die, wenn sie in der Wirtschaft tätig wären, mehr als einer Million Arbeitslosen wieder Arbeit geben könnten. Nach zuverlässigen Berechnungen ist die Summe der Gelder, die gegen wärtig noch zurückgehalten oder gehamstert werden, auf über eine Milliarde Reichsmark zu schätzen. Dieses Geld liegt ver streut in Kästen, Truhen und an anderen mehr oder weniger ' unsicheren Orten. Man sollte nicht glauben, daß die Besitzer in solchen Verstecken ihr Geld für sicher und gut aufgehoben halten. Statt es bei den berufenen Sparinstituten einzuzahlen, halten manche Leute das Geld zurück, nicht beachtend oder nicht wissend, wie sehr sie dadurch sich selbst und die Gesamtheit schädigen. Das Geld, das bei den Sparkassen eingezahlt ist, schafft als Kredit in der Wirtschaft Arbeit und Erwerb. Je mehr Geld eingezahlt wird, desto mehr Darlehen können zur Durchfühung wirtschaftlicher Aufgaben und Unternehmungen und damit zur Arbeitsbeschaffung gegeben werden. Geld, das nur irgendwo in einem Winkel aufgehoben liegt, ist für die Wirtschaft tot, es fehlt bei der Arbeitsbeschaffung. Das mögen jene ' bedenken, die Geld, obwohl sie es im Augenblic gar nicht brauchen, zuhause behalten, statt es bewährten Geldinstituten anzuvertrauen. Presse schon im Frieden die Oeffentlichkeit bis zu einem ge- Verlangt beim Einkauf nur deutsche Waren! wissen Grade über die voraussichtliche Zeitfolge der kriegeOSRAM Die Qualitäts- Lampe A E fi fchattet, g frieden f Untergan wir an nervös ur geiftigen allem die befferwiffe aus der Bestimmt nung D three g undin Furcht ha Gift sei. folchen J bon ihnen bunderteal beftem Wi Induftrie mann in Menschheit fruchtbarer Hände Ar Müller ließen bie fervierung Ernährun Über thren Mi wiffen bi berufenen beiten au den Ster artigen at Kurpfusch reben m Mann die Gefi lein Aut zum Ba frant ift, Wen daß unse an fich, das tägl Entbehru begründet fchlimmste jillus d was hierz meintIn de berzweifeln berung des Seit der E feben. Und Elektrisches Licht ist billig! Lassen Sie sich vom Lichtfachmann Ratschläge für Ihre Beleuchtung geben. 40 und 60 Watt sind die begehrten OSRAM- Typen. Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. ( Nachdruck verboten.) 22. Fortsetzung. Trotzdem die Gegner mit größter Hingabe kämpften, machte sich doch allmählich immer mehr eine Ueberlegenheit der Lands= fnechte geltend. Die Stürmerreihe Theo Hansens, vorbildlich unterstützt durch die Läufer, führte jetzt einen Angriff nach dem andern auf den feindlichen Kasten aus. Aber ein Erfolg wollte sich nicht einstellen, denn der gegnerische Torwart hielt alle Schüsse ausgezeichnet.. Bei einem Kampf um den Ball, den Theo Hansen mit dem linken Verteidiger führt, fällt der Mittelstürmer. Er erhebt sich mühsam, stöhnt auf, flucht leise vor sich hin und beißt die Zähne aufeinander. Sein braunes Gesicht ist fahl. Er umgreift das Knie, das ein wenig blutet, mit den Händen und ver sucht, den Fuß zu bewegen. Aber jeder Versuch bereitet unerträgliche Schmerzen. ,, Theo Hansen ist verletzt!" ruft Bringhoff, springt von seinem Platz hoch und eilt mit langen Schritten auf das Spielfeld. Der Schiedsrichter pfeift das Spiel ab und sieht Theo fragend an. Aber der Mittelstürmer schüttelt energisch den Kopf. ,, Der Gegner hat keine Schuld." Da steht der Trainer neben ihm. ,, Theo, Junge, bist du verletzt?" ,, Sie haben Glück im Unglüd. Ein Knöchelbruch scheint es nicht zu sein," meint der Arzt nach einer Pause.„ Aber eine sehr schmerzhafte und unangenehme Sehnenzerrung. Sie müssen unbedingt eine Woche Ruhe haben. Der Fuß muß gekühlt und massiert werden." Der Spielführer versucht mit schmerzverzogenem Gesicht zu lächeln und legt seinen Arm um Bringhoffs Schulter. ,, Schlimm ist es nicht geworden. Ich kann nur den rechten Fuß nicht ordentlich zusetzen." ,, Eben ist ein Tor gefallen! Wollen Sie bitte mal nachsehen, Herr Bringhoff, was los iſt?" Der Trainer entfernt sich. Nach ein paar Minuten kommt er wieder. ,, Die Gegner haben ein Tor geschossen", sagt er leise. ,, Das ,, Das Beste ist, wenn ich Sie gleich in meinem Wagen nach Spiel steht 1: 0 gegen uns. Gleich muß Halbzeit sein." Hause fahre," sagte Dr. Bargmann. Und langsam verläßt er, gestützt auf seinem Trainer, den Platz. Das Spiel geht weiter... ,, Kann ich nicht so lange hierbleiben bis das Spiel zu Ende ist?" fragte Theo.„ Herr Bringhoff kann mir ja einen talten Umschlag machen. Mehr kann ich zu Hause auch nicht tun." In der Kabine zieht Bringhoff vorsichtig Theos Schuh aus. Da kommt auch schon Dr. Bargmann mit dem Vereinsarzt. Er nimmt mit einem besorgten Blid Theos verletztes Knie in die Hand, fürchtet einen Bluterguß, stellt dann aber zu dem MittelStürmers Freude nur eine Fleischwunde fest. Dann untersucht er eingehend Theos Fuß. ,, Haben Sie hier Schmerzen?" Theo beißt die Zähne zusammen. ,, Ja... etwas." Der Arzt nicht zustimmend. ,, Gewiß. Das läßt sich wohl verantworten. Die Hauptsache ist, daß Sie nicht zu früh wieder mit dem Spielen anfangen. Wie gesagt, mindestens eine Woche vollkommene Ruhe Dr. Bargmann verläßt mit dem Arzt den Raum. Bringhoff legt seinem Mittelstürmer einen fühlen Verband um den Fuß. ,, Liegst du auch bequem, Theo?" fragt der Trainer weich und besorgt, wie man mit einem kranken Kinde spricht. Der Spielführer nicht und kämpft gegen das Gefühl, als sei er selbst schuld an dem Unfall. ,, So ein Pech", stöhnt er dann ärgerlich und sieht gegen die Decke.„ Ich weiß wirklich nicht, wie ich mir diese Verletzung zugezogen habe. Ich kämpfte mit dem Verteidiger um den Ball, dann bin ich hingefallen und fühlte die Schmerzen Nun liege ich hier auf der Bank und muß meine Kameraden im Stich lassen." ,, Theo, Junge", tröstet Bringhoff, ,, mach doch nicht so ein trauriges Gesicht. In acht Tagen bist du wieder furiert. Wenn ich dir den Fuß jeden Tag gründlich massiere, kannst du viel= leicht nächsten Sonntag schon wieder spielen. Es ist nur schade, daß du heute abend nicht an unserer Feier teilnehmen fannst." Ganz stille ist es im Raum. Der Trainer lehnt an der Tür. Seine Blide ruhen auf dem jungen Fußballspieler, der so brennend gerne mit seinen Kameraden um den Sieg ge tämpft hätte und durch einen unglüdlichen Zufall zur Untätig keit verurteilt ist. Er will ihn so gerne über diese qualvolle Stunde hinweghelfen und kann nicht die rechten Worte finden. ,, Wenn die Spieler gleich fommen, machen wir beide ein ganz vergnügtes Gesicht," wendet Theo sich an Bringhoff. ,, Was ist denn auch schließlich los? Meine Verletzung ist nicht der Rede wert und ein Tor Vorsprung hat uns noch nie Kopf schmerzen bereitet. Wenn ich nun vorhin nicht den Elfmeter über die Latte gejagt hätte, stände das Spiel jetzt unentschieden. Aber ich durfte diese Torgelegenheit nicht ausnutzen, Nein, ich fonnte es einfach nicht." ,, Das ist nicht so schlimm", meint der Mittelstürmer und zwingt sich zu einem Lächeln. Die Hauptsache ist, daß wir dieses Spiel gewinnen. Adolf Müller muß in der zweiten Halbzeit Mittelstürmer spielen. Vielleicht sind die Gegner so ermüdet, daß Zille aus der Verteidigung in die Läuferreihe aufrüden kann. So muß es gehen. Das Tempo, das die Gegner bis jetzt vorgelegt haben, halten sie bestimmt nicht durch.." Von draußen erschallt Beifallklatschen gedämpft bis in die Kabine. Theo richtet sich halb auf. ,, Du hast ganz recht gehandelt, Theo. Die erste Halbzeit war zu Ende. Die Spieler tamen in den Umkleideraum. Sogleich drängten sie sich um ihren Mittel stürmer. ,, Theo, alter Junge, wie geht's? Hast du bös' was ab gefriegt? Oder ist's nicht so schlimm?" Aus allen Fragen klang ehrliche Teilnahme und Besorgnis um ihren verletzten Kameraden. Theo wehrte lächelnd ab. ,, Das hat nichts zu sagen. Ich habe ja eine gute Haut zum Heilen. Und die Fußgeschichte ist auch nicht schlimm. Mir geht es gut. Ich liege hier als Spielführer bequem auf der Bant und lasse euch für mich kämpfen." Die Spieler protestierten lebhaft. ,, Ach, Theo, was redest du", meinte Adolf Müller und schüttelte bekümmert den Kopf.„ Die Hauptsache ist, daß du bald wieder auf dem Damm bist, denn ohne dich ist das man ' ne halbe Sache. 0: 1 steht das Spiel. Wir müssen uns gleich tüchtig ranhalten. Aber wir werden's schon schaffen. Deshalb laß dir man keine grauen Haare wachsen." ,, Das meine ich auch, Adolf. und mußt auch den Sturm anführen." Du bist jetzt Spielführer ( Fortsetzung folgt.) wir befann Bollegefund Was d ind unfere bergnügten ten berb geeignet ift für die Es ging deutsche Vol namentlich u hörten. Das der Bild ten Rörp ben Sport pijchen nabrung fef Benn ratern unjer bann wird treter be d Leiftungen er Ste jagt Belens über gefährlich fe rung feftzule Khweren Be Hügelte ftren Nr. 40 nd westlichen Kriegs Generalitäbe Rußlands en, auf welche Weije olt aufgeflärt werden en heutigen nationalen und nimmt daher na Ereignissen, die mög entscheiden tönnen. Daß diese Frage die d unverzüglich gelö Bericht gefchilderte, ha en Deutschland in ab maggebenden militäri und Frankreichs als orden ist. en fonnte g nach energischer Be Arbeitsbeschaffung ist fgabe, für die alle ver en. Die Attion det ßnahmen, die zur with die verschiedenste Wei fen, die unentbehrli finanzieren. ge Summen Geld brad Dären, mehr als eine n fönnten. Nach zuver Der Gelder, die gegen itert werden, auf übe Dieses Geld liegt ver en mehr oder wenige auben, daß die Befihe er und gut aufgehoben arinstituten einzuzahlen cht beachtend oder ni und die Gesamthe eingezahlt ist, sch nd Erwerb. Je m ehen können zur Dur Unternehmungen und Derden. Geld, das nat liegt, ist für die Wirt fung. Das mögen jene Augenblid gar nicht vährten Geldinstituten Seutiche Waren! pe n Sie bitte mal nad paar Minuten tomm en", sagt er leise.„, Halbzeit sein." Trainer lehnt an ngen Fußballspieler, aden um den Sieg hen Zufall zur Untati ne über diese qualpel ie rechten Worte finden machen wir beide ein Cheo sich an Bringho Teine Verlegung ist nid hat uns noch nie kop thin nicht den Elfmete Spiel jeht unentschieden nicht ausnuten, Nein, i Deo.. Die Spieler famen i fie sich um ihren Mitte Hast du bös' was ab Teilnahme und Bejorgnis ?" habe ja eine gute Sa t auch nicht schlimm. elführer bequem auf 13 einte Adolf Müller e Hauptfache ist, daß In ohne dich ist das met Wir müssen uns gleid schon schaffen. Deshalb hjen." Du bist jetzt Spielführer ( Fortsetzung folgt.) Gamstag, den 8. Oftober 1932 ,, Gießener Zeitung" Nr. 40 Mehr Freude! Nur ein frohes Volk wird ein gesundes und tapferes sein. Wenn unser deutsches Volk sich aus der Not erheben soll, so muß es von dem Gelst des MIBvergnügens wie vor einer Krankhelt bewahrt werden. An die Mißvergnügten! Es sind heute, da die Not Deutschland beschattet, gar biele, die eigentlich mit allem unzufrieden sind. Sie reden ja geradezu von dem Untergang des Abendlandes". Sie meinen, daß wir an den technischen Errungenschaften trant, nervös und gereizt würden und den Sinn für die geistigen Güter verlören. Die Wissenschaft, vor allem die der Arzte und der Ernährung, so meinen diese Allesbesserwisser und ewigen Nörgler, seien Frrlehren. Wir müßten aus der Zivilisation zu rein- natürlichen Verhältnissen zurüd. Bestimmt sind diese Leute mit sich selber nicht ganz in Ord nung. Das sehen sie aber- nicht und suchen die Ursachen thres Mißbergnügens in den Verhältnissen und in der Zeit. Es sind die Allzuängstlichen, die beinahe Furcht haben, zu atmen und zu essen, weil überall Bazillen und Gift sei. Das ist tein Scherz. Es gibt genug Apostel, die mit solchen Frrlehren im Lande herumreisen. In der Tat werden von ihnen fast alle Heil und Lebensmittel, die durch jahr hundertealte Erkenntnisse und Erfahrungen schließlich nach bestem Wissen und Gewissen heute von der Wirtschaft und der Industrie hergestellt werden, verleumdet. Mit dem Land. mann in feiner schweren Arbeit soll die Vergiftung der Menschheit beginnen. Wenn er mit Düngemitteln jeinen Ader fruchtbarer macht, dessen Erzeugnisse und den Segen seiner Hände Arbeit vermehrt, so vergifte er die Lebensmittel. Der Müller, der Bäder, der Fleischer, der Händler ließen die Nahrungsmittel durch schlechte Verarbeitung, Konservierung und Lagerung entwerten und seien so an schweren Ernährungskrankheiten unseres Volles schuld. Überhaupt haben diese Leute geradezu eine Lust daran, thren Mitmenschen vor Krankheiten Angst zu machen. Sie wissen viel mehr, als die zur Vorbeugung und Bekämpfung berufenen und ausgebildeten ärzte, so lesen sie angeblich Strant heiten aus der Hand, sehen sie den Augen an, deuten sie aus den Sternen usw. Auch ihre Heilmethoden beruhen auf der artigen abergläubischen Dingen. Es ist gerade so, als ob diese Kurpfuscher den Menschen durch allerlei Kniffe Krankheiten ein reben möchten, um ihre Heilmittel und Präparate an den Mann zu bringen. Sie bedeuten eine sehr große Gefahr für die Gesundheit des Voltes. Schließlich geht man ja auch nicht zum Bäcker, um sich Schuhe machen zu lassen. Auch kauft man fein Auto in der Konservenfabrit. Man soll eben, wenn man frant ist, zum Arzt gehen. Wenn ihr solche Mißvergnügten antrefft, so sagt ihnen, daß unser armes, geplagtes deutsches Volt Ausschwung, Glaube an sich, seine Wissenschaft, Technit und Zukunft braucht, so wie das tägliche Brot, wenn es sich anders aus seiner Not und Entbehrung erheben soll. Sagt ihnen, daß solche Nörgelet feine begründete Stritit sei, sondern einen Bazillus züchte, der die schlimmste Gefahr für die Gesundheit eines Voltes, den Ba zillus der Freudelosigkeit verbreite, sagt ihnen auch, was hierzu unser oberster Generalstab für die Vollsgesundheit - das meint Reichsgesundheitsamt: " In den Fragen der Volksgesundheit ist es nicht nötig, zu berzweifeln. Gewiß bleiben uns Gefahren, etwa der Verminderung des Nahrungswertes bei manchen Voltskreisen in dieser Beit der Entbehrung. Wir dürfen aber auch nicht zu schwarz sehen. Und es ist gut für die Entwicklung der Zuversicht, wenn wir bekanntgeben, daß trotz allem in den großen Fragen der Boltsgesundheit von einer Besserung gesprochen werden kann. Was die wichtigen Fragen der Ernährung anbelangt, so find unsere Feststellungen die, daß die Propaganda der Mißbergnügten uns ja geradezu die Freude an den Produkten der deutschen Scholle nehmen tann und in der Tat geeignet ist, uns den Appetit zu verderben. Damit würde aber ein für die Bekömmlichkeit der Nahrung sehr wertvoller Faktor berlorengehen, nämlich die Freude und der Genuß an der Mahlzeit. Es ist gut, wenn alles geschieht, um eine übertriebene Angstlichteit gerabe vor Enährungstranthetten zu vermeiden, und wenn Arzte und die Lehrer des Voltes durch entsprechende Aufflärung dafür sorgen, daß uns bie einfachen Freuden des Alltags nicht verlorengehen. Echte Freude am Leben ist ein guter Schuß gegen Krantbeit." Ansteckende Gesundheit. Es ging eine Welle warmer und großer Freude durch das deutsche Volt, als wir von den sensationellen Leistungen, namentlich unserer olympischen Ruderer und Boxer, hörten. Das war wie eine ansteckende Gesundheit. Sportist der Bildner zum gesunden Geist im gefräftig ten Körper. Unsere Mißvergnügten machen sich auch über ben Sport her und stellen ein Versagen der olym pischen Mannschaft auf Grund einer verfehlten Ernährung fest. Wenn man sich mit den maßgeblichen wissenschaftlichen Beratern unserer Olympialeute und mit ihnen selbst unterhält, bann wird man hören, daß im Großen und Ganzen die Vertreter des deutschen Sports auch in Amerika ihre Höchst leistungen erzielt haben. Sie sagten uns übereinstimmend, daß überhaupt vielzuviel Wesens über die Ernährungsfrage gemacht würde, daß es höchst gefährlich sei, gerade den Sportler auf eine einseitige Ernährung festzulegen, und daß der Sportler die Freude an seinem schweren Beruf verliert, wenn er sich durch eine theoretisch erHügelte strenge Diät womöglich tasteten sollte. Ein maßgeblicher Kenner der Sportleute aus Kreisen der Hochschule für Leibesübungen verwies auf die psychische Einwirtung einer mit Lust und Appetit aufgenommenen Mahlzeit. Nur nicht zuviel theoretifieren", sagten uns übereinstimmend die, die es wissen müßten, z. B. die siegreichen Olympia Ruderer, die auch furz vorher in England die Weltmeisterschaft errangen und der Weltmeister im Weltergewicht sowie eine Reihe andorer prominenter Sportgrößen. Natürlich haben wir in unseren Kreisen bestimmte Erfahrungen gemacht, die wir in unserem eigenen Interesse ständig mit denjenigen anderer Ruderer und Sportler ver gleichen. Wir glauben, daß eine gemischte Rost mit regelmäßigen Beilagen von Frischgemüse, Salaten und ähn lichem am bekömmlichsten ist. Wir vermeiden natürlich eine Kost mit herrlichen Soßen oder übertrieben viel Kartoffeln, wie man sie etwa zu besonders festlichen Diners bekommt. Es gibt aber eine Erfahrung, die fast in allen Sportskreisen und überhaupt bei allen Schwerarbeitern gemacht wird und die man wirklich im Interesse einer guten Vollsernährung breiteren Kreisen bekanntgeben soll. Das ist die Verwendung des Zuckers. Der Sportler hat nach Zucker und zuckerhaltigen Speisen ein ausgesprochenes Verlangen. Eine bekannte Tatsache, die man immer wieder beobachten fann, ist die, daß an Tischen, an denen Sportler sißen, die Zuckerdose immer schnell leer ist, so daß der Prof. Gillert, der diese Dinge untersuchte, geradezu von einer Zudergier vom Sportler gesprochen hat. Vielleicht ist es nicht einmal ein Zufall, daß bei den Olympischen Spielen gerade Amerika den größten Prozentsatz der Sieger stellte. Be lanntlich spielt ja in diesem Lande der Zucker auch in der allgemeinen Ernährung eine weitaus größere Rolle als bei uns. Der fluge Amerikaner verbraucht im Durchschnitt zweimal mehr als der Deutsche. rungslehre, die wir Sportler wiederum neu belebt haben. Eigentlich ist dieses ja eine sehr freudige ErnähEs ist die Lehre von der Bedeutung des Süßen und des Wertes eines freudigen und fröhlichen Appetites in der Ernährung. Wir möchten unserem deutschen Volt mehr Freude in der Ernährung wünschen. wir Sportler auf Grund unseres gesunVielleicht haben gerade den Körpers auch die richtige geistige und freudige Einstellung zu der Er. nährung, die doch die der Voltsgesundheit ist, wiederum neu entdeckt." beste Grundlage Es ist geradezu so, daß die Stellung zum Zuder Ernährung überhaupt ist. charakteristisch für eine richtige gute und deutsche So meint der Polizeiobermedizinalrat Dr. Diel vom Staatstrantenhaus, der auf Grund unserem Mitarbeiter die oben angegebene Ansicht der Sportler einer langjährigen praktischen Erfahrung bestätigte. Er verweist auf die große Bedeutung des fürzlich verstorbenen Geheimrats Prof. Rubner, des Altmeisters der deutschen Ernährungswissenschaft und dieser sagte einmal in seiner schlagenden und überzeugenden Art:„ Vergeßt unter den Nahrungsmitteln nicht die Süßspeise!" im Sinne unser aller Gesundheit! Möge solche Gesinnung in Deutschland anstecken! Es wäre Familie spendet Freude. Freudelose Familien vergiften ein Volt. Wie aber kann Frohsinn und Lebensfreude da sein, wenn die Mutter teine Zeit hat. Da ist es die Technit, die Erleichterung und Entlastung von schwerer Hausarbeit bringt und- Zeit schafft. Füh rende Frauen und deutsche Verbände von Haus frauen- Organisationen haben gefordert, daß die Einführung des elettrischen Betriebes in den Haushalt aus hygienischen, fulturellen und boltswirtschaftlichen Gründen mit allen Mitteln zu fördern sei und vor allem das wirtGewinne Zeit- Mutter! samste Mittel ist, um den deutschen Frauen ihren schweren Beruf zu erleichtern, ihnen gung neben der eigentlichen Hausarbeit, die 3eit und Kräfte freizumachen für die Betäti für das wohl des ganzen Voltes wichtig ist." Sollen wir uns die Freude an der Anschaffung des elettrischen Gerätes, das ja auch heute schon für die fleinste Süche in vollendetster Weise hergestellt wird, durch die Bemerkung unserer Mißvergnügten nehmen lassen, das sei ja noch zu teuer- und der Strom braucht nicht mehr wie drei Pfennig zu tosten." In der Tat. Der Strom fostet manch mal drei und manchmal fünfzig Pfennig für die Kilowattstunde. trischen Stromes, die Neße zu seiner Verteilung müssen ständig Die Maschinen und Anlagen zur Erzeugung des elet gesund und intakt gehalten werden. Das verursacht natürlich Kosten und Arbeit, ganz gleich, ob biel oder wenig Strom berbraucht wird. Diese Kosten stellen den größten Teil der Selbstkosten der Werke dar. Wenn nun die Werke möglichst ausgenutt werden, d. h. je allgemeiner die Anwendung des elektrischen Stromes in der Küche durchgeführt ist, zum Warmwasserbereiten, zum Bügeln, zum Kochen und Braten usw., um so billiger wird im Laufe der Zeit der Strom sein. Außerdem muß man doch bedenten, daß nicht immer der Groschen der Maßstab für die Beurteilung des wirklichen Wertes ist. Man tönnte ja auch einmal berechnen, was es für Vermögensverluste gibt, wenn die Frau und Mutter durch überlastung und Schwerarbeit gereizt und frank wird und für ihre fulturelle Aufgabe in der Familie keine Zeit hat. Und welche Anregungen zu Bildung und Frohsinn vermittelt uns das elektrische Netz, wenn wir z. B. an das Radio denken. Freudebringer Funk. Wenn man sich einmal über die Untersuchungen und Bemühungen der großen Radio- Industrie unterrichtet, so erkennt man sehr deutlich, wie die Industrie sich ganz auf ihre fulturelle Aufgabe, der Familie zu dienen, eingestellt hat. Anläßlich einer Pressebesichtigung hatten wir Gelegenheit, uns eine Anschauung von den Laboratorien, den Prüfungseinrichtungen und den Untersuchungen des Marktes, der Erforschung des Willens der Käufer zu machen, wie sie bei einem großen europäischen Werte vorhanden sind. Einen großen Stab von Wissenschaftlern und Ingenieuren hat z. B. die Siemens und Halste AG. gesammelt, um Radiogerät zu erzeugen, welches auf die breitesten Massen eingestellt, und welches den Erfordernissen einer entwickelten Technik und fünstlerischer Vollendung entspricht. So, wie es Herr von Harbich von der die Gesichtspunkte der Schaffung eines möglichst vollkommenen Reichspost anläßlich der Funtausstellung ausführte, sind es Voltsgerätes, welche die Herstellung bestimmen. bau durch Einführung besonders selektiver Mittel durchgeführt Er führte etwa aus, daß eine Umwandlung im Empfangsund auch auf die preiswerten Apparate erfolgreich angewandt wurde. So werde störungsfreier Empfang verwirklicht, so daß der gewaltige Ausbau des europäischen Rundfunkneßes, die rasche Vermehrung der Großsender den Empfang nicht mehr benachteiligen fönnen. Völlige Störungsfreiheit gegen fremde Sender durch das Bandfilter regiert im Empfängerbau. Die Wirkung des Bandfilters set nun noch durch die sogenannten Superhet- Empfänger außerordentlich gestärkt. fationsgrundlage von führenden europäischen Firmen, wie Gerade bei dem Gerät, welches auf der breitesten Fabrifährigen Funfausstellung darstellten, sind diese Gesichtspunkte z. B. Siemens, die in ihren Schöpfungen den Glou der diesberücksichtigt. Daß Radioempfang heute so einfach ist wie telefonieren, daß die Bedienung jedem Kinde verständlich ist, und durch eine übersichtliche Stala auch die Einstellung auf die Sender sehr einfach und sicher ist, bedeutet ja eine Selbstverständlichkeit. Daß man die Klangfarbe vermittels einer Klangblende den persönlichen Wünschen und den Einflüssen des Raumes usw. anpassen tann, ist ein weiterer großer Fortschritt. Ja, wenn man so einfach wie beim Radio unliebsame Ansichten ausschalten" tönnte. Es ist die Aufgabe von uns allen, den Nörglern jedesmal zu sagen, daß sie in sich selbst den Grund ihres Mißbehagens suchen sollen. Vielleicht ist es richtig, auch einmal von einer anstedenden Gesundheit zu sprechen. Wir alle sollen uns bemühen, den Bazillus der Freude zu übertragen. Vielleicht daß so die seelische Grundlage zu einer immer besseren Gesundheit unseres Volkes geschaffen wird. Volksaufbau: Mutter, sag' es mir" wissen Sie schon, daß Sie antworten müssen, wenn Sie das Vertrauen hres Kindes nicht verlieren wollen? Sie fühlen sich nicht fähig? Das Deutsche Hygiene Museum, welches ja im Auftrage unserer Behörden viel Segensreiches für die Voltsgesundheit getan hat, gab ein sehr schönes Bilderbuch vom Wunder des Lebens"( Deutscher Verlag für Volkswohlfahrt, Dresden) heraus. Es ist mit Kinderaugen gesehen und sagt der Mutter, wie sie die Fragen thres Kindes über die Geheimnisse tommenden Lebens beantworten fann. Vor allem gesund sein- so meinte es der Herr Reichspräsident, wenn er sagt, daß die Gesunderhaltung des deutschen Voltes eine der wichtigsten staatlichen Aufgaben sei, da nur ein gesundes deutsches Volt aus der schweren Gegenwart in eine bessere Zukunft finden wird". In diesem Sinne verweist der dazu beauftragte Reich 3- ausschuß für hygienische Voltsbelehrung" darauf, daß der Rüdgang der Kindersterblichkeit, die Erfolge bei der Tuberkulosebekämpfung, der erfolgreiche Rampf gegen den Alkoholismus und gegen die Geschlechtstrantheiten in unmittelbarer Beziehung zur Wirksamkeit der hygienischen Voltsbelehrung stehen. Er richtet an die Offentlichkeit die Bitte, alle Veranstaltungen hygienischer Voltsbelehrung durch regen Besuch zu unterstüßen. Wissen Sie schon, daß in allen Altersklassen eine mehr oder weniger fräftige Lebensverlängerung festzustellen ist und daß im Jahre 1931 die Zahl der Kindersterblichkeit 11,2 a.. war, 1845 aber 26 a. T., daß aber trotzdem der Rückgang der Sterbefallhäufigkeit nicht mehr den Rückgang der Geburten ausgleicht? Wissen Sie schon, daß die deutsche Nahrungsmittelindustrie an dritter Stelle in der deutschen Wirtschaft steht, daß in Deutschland für etwa 22 Milliarden Mart Lebens- und Genußmittel verbraucht werden und daß es von schwerem boltswirtschaftlichem Nachteil ist, wenn die deutsche Nahrungsmittelindustrie durch allerlei unsinnige Vorurteile und Bevorzugung aus ländischer Produtte geschädigt wird. Die Bestrebung der deutschen Nahrungsmittelindustrie, die Verun glimpfungen ihrer Erzeugnisse abzuwehren, wird vom Reichsgesundheitsamt unterstützt. Dieses hat eine Schrift Prattische Winte für die Ernährung Verlag Thieme, Leipzig, herausgegeben, welches Richt linien für eine gesunde und deutsche Ernährung gibt. Wissen Sie schon, daß nur das aufmerksame und eifrige Lesen Ihrer Zeitung Sie mit dem Leben der Gegenwart verbindet, Unterhaltung und Heimatgefühl bermittelt, Ihnen und Ihrer Familie eine ständige Freude bringt? BEITUN Samstag, den 8. Oftober 1932 Lokales. Sonntagsgedanken. Das Aehrenfeld ist abgeräumt, die Garben sind in die Scheunen gebracht, leer sind die Fruchtäcker, die uns in diesem Jahre wieder so viele Gottesgaben schenkten. Nun ist wieder die Erde umgebrochen, der Sämann fommt und streut neues Leben aus. Er legt das Saatkorn in das Ackerfeld, auf daß es aufgehe und neue Früchte bringe. Das ist die erste Arbeit für das neue Erntejahr. Jeder gewissenhafte Landmann wird gerade ihr seinen besonderen Fleiß zuwenden. Denn wie die Saat, so ist die Ernte. Auch im Menschenleben. Jeder von uns ist Sämann. Das Wort, das wir sprechen und das wir morgen schon für verweht halten, tann als Saatforn in ein Herz gefallen sein und dort aufgehen und zu einer Tat reisen, zur guten oder bösen. Jm Saatbeet einer Seele ist jungfräulicher Boden. Was der Mensch dorthin sät, wird er auch ernten. Wer reiche und kostbare Ernte will, darf zuvor Die Mühen der Aussaat nicht scheuen. Wer Unkraut und Dornen jät, kann nicht goldene Aehren ernten. Darum denke an ' deine Saat, du Vater, du Mutter, du Lehrer! Reines Saat' gut soll es sein, denn es wird ja in taufrische Furchen von Kinderherzen gelegt, wo es langsam der Ernte entgegenreift. Gesund muß der Samen sein. Tief sollen sich dann im Saatbeet der Seele die jungen Wurzeln verankern können, den es kommen viele Stürme im Leben, die den jungen Baum hin und her peitschen. Wenn seine Wurzeln tief liegen und festen Halt haben, dann wird er sich auch wieder aufrichten können. Wurzeltief, wurzelstark und wurzelecht. So muß die Saat aufgehen in Kinderherzen. Dann wird die Knospe gesund und die Blüte schön und ein jeder solche Baum wird gute und reiche Früchte tragen. Der Sonntagsschreiber. * Adoption. „ Gießener Zeitung" * Bom Postamt. Eine amtliche Verkaufsstelle für Postwert: zeichen ist im Zigarrenhaus W. Stephan, in Gießen, Bahnhofstraße 24, eingerichtet worden. Gleichzeitig ist die Markenverkaufstelle bei Frl. Frieda Jost, Bahnhofstraße 33, aufgehoben worden. * 50- Jahrfeier der Deutschen Kolonialgesellschaft. Aus Berlin übernimmt der Südwestfunk am Freitag, dem 14. Oktober, ( 20 000 Uhr, die 50- Jahrfeier der Deutschen Kolonialgesellschaft. Im Mittelpunkt der von musikalischen Darbietungen umrahmten Feier stehen Ansprachen der ehemaligen deutschen Kolonialgouverneure Dr. Schnee und Dr. Seiz. Das evangelisch- kirchliche Landesjugendpfarramt in Darmstadt sucht für gesunde, heimatlose Mädchen und Buben jeden Alters kinderlose Eheleute, die sich ihrer in barmherziger Liebe annehmen und ihnen rechte Eltern sein wollen. Viel tüchtige ( Menschenkinder gehen uns dadurch verloren, daß ihnen in der ( Kindheit die Liebe und Obhut treuer Eltern gefehlt haben. Die Schützlinge sind alle mittellos, Pflegegeld oder Abfindung kann daher nicht gezahlt werden. Auslagen für Reise und Adoption, die nach längerer Probezeit erfolgen kann, werden ersetzt. Eine einmalige Wäsche und Kleiderausstattung wird mitgegeben. Adoptieren kann, wer 10 Jahre kinderlos verheiratet ist, wer ärztliches Zeugnis über dauernde Kinderlosigkeit bringt oder 50 Jahre alt ist. Wer sich durch eines der lieben Kleinen Glück hund Freude ins Haus holen oder ein kleines Scherflein zur Unterbringung für die heimatlosen Kinder spenden will, der wende sich an das evangelisch- kirchliche Landesjugendamt für Hessen, Darmstadt, Neckarstraße 16 I. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 624 65. * Oberbürgermeister Dr. Keller 25 Jahe im Dienste der Stadt. * Straßensperrung, mitgeteilt vom Oberh. Automobil- Club E. V.( A v. D.) Gießen. Wegen Ausführung von Kleinpflasterarbeiten ist die Provinzialstraße Ortenberg Lizberg bis zum Abzweig nach Ecartsborn vom 7. Oftober 1932 ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über BleichenbachBergheim Usenborn- Hirzenhain und umgekehrt. Wegen Ausführung von Kleinpflasterarbeiten wird die Strecke Alsfeld Romrod im Zuge der Straße Gießen- Alsfeld- Fulda( Fernverkehrsstraße Nr. 49) ab 11. Oktober d. J. für jeglichen Vertehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Zell- Angenrod. Jagd im Oktober in Hessen. ( Mitgeteilt vom Hessischen Jagdklub, Darmstadt.) Der Hochwildjäger erlebt jetzt die schönste Zeit des Jagdjahres, ist doch die Brunst des Rotwildes im vollen Gange; sie dauert bis Mitte des Monats. Auch das Damwild tritt Ende des Monats in die Brunft. Am 1. Oftober hat die Jagd auf weibliches Rehwild und Rehkite( männliche und weibliche) begonnen. Die Schußzeit für Hasen, Fasanen, Hahnen und Hennen beginnt am 16. ds. Mts. Außerdem können Enten, Schnepfen und Rebhühner geschossen werden. Auer= hennen, Birtwild, Trutwild, Haselwild und Muffelwild haben das ganze Jahr über Schonzeit. Am 10. Oktober kann der Oberbürgermeister unserer Stadt fein 25jähriges Dienstjubiläum begehen. Dr. Keller, der aus Mainz stammt, wurde 1907 gewählt. Der Titel eines ,, Bürgermeisters" wurde ihm am 25. November 1913 verliehen. Nach dem Rücktritt des Oberbürgermeisters Mecum wählte ihn die Stadtverordnetenversammlung vom 14. Januar 1914 auf 12 Jahre zum Oberbürgermeister. 1925 erfolgte dann die Wieder\ wahl auf Lebenszeit. Für seine besonderen Verdienste um die Landesuniversität wurde er zum Ehrendoktor der juristischen Fakultät ernannt. Nr. 40 samtbesuch 23 550 Gäste, darunter 3853 Ausländer. Anwesend waren an diesem Tage 1530 Gäste. Friedberg. Der Friedberger Herbstmarkt" wird in diesem Jahre durch eine große Marktveranstaltung begangen werden. Im Rahmen einer„, Deutschen Woche" finden verschiedene Ausstellungen statt. Schotten. Als eines der angesehensten Geldinstitute des gesamten Vogelsberggebietes fann die Schottener Bezirksspar ' kasse in Bälde ihr 100- jähriges Bestehen seiern. es Bezugspr Redaktionsf Darmstadt. Im vergangenen Jahre ist die Darmstädter Volksbank in finanzielle Schwierigkeiten geraten, und tam später zu einem Vergleich. Nunmehr ist von der Staats anwaltschaft Anklage gegen die Vorstands- und Aussichtsrats mitglieder der alten Volksbank erhoben worden. Hauptver handlungstermin vor der Großen Strafkammer ist auf den 14. Die Zeit der Treibjagden ist herangekommen. Es sei darum jedem, der Büchse und Flinte führt, höchste Vorsicht eingeschärft, denn wenn auch jeder in Hessen Jagende gegen Jagdhaftpflicht versichert sein muß, so bleiben die strafrechtlichen Folgen des leichtfertigen Schusses doch niemandem erspart. Ganz allgemein sollte von den einladenden Revierinhabern gegen jede leichtfertige Handhabung des Gewehrs aufs schärfste eingeschritten und Geldstrafen über die verhängt werden, die sich nicht an die Vorsichtsmaßregeln halten. Dabei sei an den sogenannten Hinterbliebenenfonds des Hessischen Jagdklubs erinnert, dem derartige Bußen zugeführt werden können. Immer ( wieder empfehlen wir Mäßigkeit im Abschuß. Nur die Stücke sollten fallen, deren Abschuß unbedingt notwendig ist. Das Haar- Raubwild beendet den Haarwechsel. Lohnend ist der Be= Such der Krähenhütte zum Abschuß der gefiederten Räuber. Der Heger wird die Futterstellen für den Winter bereits mäßig beschicken und für größte Ruhe in ihrer Nähe sorgen. Die Fangplätze für Raubwild sind vorzubereiten, die Salzlecken zu revidieren. Gerade jetzt ist reichliches Auslegen von SalzpfannenSteinen dringend zu empfehlen. Die Revierinhaber tun gut daran, sich mit ihren Nachbarn über die Treibjagdtermine zu verständigen, damit nicht mehrere Jagden auf einen Tag fallen. Auch an diejenigen sollte gedacht werden, die keine eigene Jagd besitzen. Ihnen die Freude einer Jagdeinladung zu bereiten, Mit freundschaftliche Pflicht der Mitglieder des Hessischen Jagdklubs. Dabei sei stets bedacht, daß nicht die Größe der Strede eine Jagd besonders anziehend macht, sondern musterhafte Ord= nung und fröhliche Stimmung der Teilnehmer. * Kraftpost Gießen- Annerod. Der bisherige von dem Unternehmer Carl Hoos betriebene Kraftwagenverkehr zwischen Gießen und Anne rod ist vom 6. Oktober ab auf die Deutsche Reichspost übergegangen. In dem nunmehrigen Kraftwagenverkehr von und nach Annerod ist insofern eine Aenderung ein' getreten, als die Linie nicht mehr für sich allein besteht, sondern der Ort Annerod in die bisherige Kraftpostlinie nach Steinbach Albach einbezogen worden ist. * 20 Jahre Lahnhöhenweg. Im nächsten Jahre wird der vom Gesamt- Taunus- Klub auf Anregung und unter tatkräftiger Mitwirkung seines Mitgliedes Anton Funk geschaffene Lahnhöhenweg Wetzlar Oberlahnstein 20 Jahre bestehen. Der Gesamt- Taunus- Klub wird für das Jubiläumsjahr die Losung ,, 1933 auf dem Lahnhöhenweg" herausgeben. Union ist und bleibt das beste Brikett! UniversalAus Rah und Fern. Spinale Kinderlähmung. endung nicht November festgesetzt worden. Die sehr umfangreiche Anflage 4.0 tichtet sich gegen die früheren Direktoren Becker- und Habicht sowie gegen die Aufsichtsratsmitglieder Nohl ,, Pech, Werner, Emmerich, Kalbfuß, Kramer, Meyer, Schneider, Zinnkann, Klump und Neumann. Hadamar. Ein furchtbarer Unfall, dem der Signalwerk führer Bremser aus Staffel zum Opfer fiel, ereignete sich auf dem Bahnhof Hadamar. Der Verunglückte wurde zwischen die ' Puffer zweier Wagen gepreßt und ihm hierbei der Brustkorb eingedrückt. Kassel. Der Leiter der Depofitentasse einer Bankfiliale in der Hohenzollernstraße in Kassel, Bankprofurist Ranst hat durch umfangreiche und sehr geschickt durchgeführte Falsch' buchungen nach bisherigen Feststellungen etwa 25-30 000 RM. unterschlagen. Hungen. In unserer Gegend sind in letzter Zeit einige Fälle von spinaler Kinderlähmung vorgekommen. Während glückficherweise in den meisten Fällen die leichtere Form dieser tüdischen Kinderkrankheit vorliegt, sind zwei Fälle, in dem benachbarten Obbornhofen und weiterhin in Nidda tödlich verlaufen. Po Der Kan Bejuch abgeft allem aber au verhandlunge Kabinettsrat Bei der fand, war in gewiffe Entid helmitraße ge Santpräfident ребен. an der Halle. Eine Tagung der deutschen Blindenlehrer, zu der auch Desterreich Vertreter entsandt hatte, fand hier unter dem Vorsiz des Blindenanstaltsdirektors Müller aus Barby ' Elbe statt. Butzbach. Der Polizeipräsident von San Franzisko und ' Chef aller kalifornischen Strafanstalten, O'Brien, sowie der Jn= Spektor der kalifornischen Autostraßen, Emmett, besuchten unter Führung von Herrn Cappele von Bad Nauheim mit ihren Damen Butzbach. Insbesondere wurden die Einrichtungen des Zellenstrafgefängnisses. eingehend besichtigt. Bad Nauheim. Größere Unterschlagungen sind bei der Kasse des Salinen- Rentamts festgestellt worden. Einem Beamten wird zur Last gelegt, etwa 10 000 RM. unterschlagen zu haben. Der erste Schnee. München. Die kühle Witterung hat in den bayerischen Bergen die ersten Schneefälle gebracht. Zahlreiche Orte des Oberlandes und des Gebirges meldeten am Mittwoch zum Teil Starke Schneefälle. So ist 3. B. in den Allgäuer Bergen bis hinab auf etwa 1300 Meter starker Schneefall zu verzeichnen. Bad Nauheim. Bis zum 6. Oktober 1932 betrug der Ge= ,, Geräumige 5-7 Zimmer- Wohnung Reichssteuer- Kassebuch mehrfach geseglich geschützt Albin Klein Gießen zug zu mieten gesucht." Angeboie unter Gesucht: Neue Bücher. Deutsche Seerüstung. In einem Aufsatz der Zeitschrift des Deutschen Flotten- Vereins ,, Die See"," Forderungen zur deut schen Seerüstung" stellt Admiral Bauer an der Hand von Tate sachenmaterial fest, daß der Zustand der deutschen Seeabrüstung nach den Bestimmungen des Versailler Diktats dazu beiträgt, das deutsche Volfe in einer Unsicherheit zu erhalten, die es zu feiner ruhigen stetigen Entwicklung kommen läßt. Das große Herbstmodenheft der„, Eleganten Welt",( Verlag Dr. Selle- Eysler A.-G., Berlin GO 16), ist so eben erschienen hund gibt Ihnen Antwort auf alle modischen Fragen. in guter La e mit allem Zubehör( Bad, Verkäufliche elektrisches Licht, Gas, Zen ralheizung Wohnhäuser, landund Gartenameil) zum alsbaldigen Bewirtschaftliche An 6. 3. 3157 an die Expedition d. Blattes. wesen, Hotels usw. 3nr Unterbreitung an Kaufinteressenten. Ausführl. Offerten an A. 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