Mr. 30 Relcher tann am dem Gewerbeauf verstand in diejen torreft zu verfehen. en als Badewärter t angestellt. Seine sdienst. Im Bereich Fig 27 Prozent aller lligen Arbeitsdienst. it an der Spitze im ung von Fernsprech Straße bis Frankfur mit Fahrzeugen aller Sperre und Umlei bindungsgäßchen„ An Be wird wegen Bau Nr. 23 bis auf wei n Sperrschilder find Die Münchner J ( Nr. 31) ein schönes Cen Fotos find 1200 Tötzlich eingetretenen Dampfziegelei Kruje Schmidt verschüttet. erden konnte, war et Tunmündige Kinder ngen erlegen ist der von einer Rangier er dem Verlust eines bruch davongetragen. er. 2 betrug der Gesamt er. Anwesend waren onengruppe. mei junge Leute vo 25 und unternahmer n Straße gerieten di wei junge Leute vor Fahrer famen mi en. at die Siegerländer Eige zum 31. Augut Os. Auch die Grube in, wodurch etwa 200 e erneuten Stillegun menbruch der betref Jein. en Sägewerte im Inabend gegen% 8 Uhr Sägewert wurde bis dann auf die Richter einer Stunde in ihrer Ont in Flammen stand gung stehenden Löj it gearbeitet, um di age mit den Del- u 11 Uhr auch gelang i Dirschau. Ihr ereignete sich bei und Subkau ein agieren wurden etwa starb auf dem Trans enden erlitten Hat assplitter. Der Ma ftsstelle über Chiff ren Terte gewisse Se Vermittelungen en nommen werden. D chneller sein muß, fein antwortung ab. Esi Orsicht die betreffende Der Verlag Klein in Gießen hen ehörden wie EIGEN EIGEN ARTEN SEN Gießener Zeitung Erscheint Samstags. ( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd: sendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Bolitische Rundschau. Beim Reichsminister des Innern fand gestern eine Besprechung mit den Ministerpräsidenten von Oldenburg und Medlenburg- Schwerin und dem Innenminister von Braunschweig über die in der Presse erörterte Aufstellung von Hilfs= polizei statt. Die Besprechung ergab, daß es sich in den Läntdern im wesentlichen um Ueberlegungen handelt, wie die Ruhe und Sicherheit im Bedarfsfalle aufrechterhalten werden könne. Soweit schon Schritte zur Verstärkung der Polizei getan sind, handelt es sich um vorübergehende Maßnahmen, die in Kürze wieder aufgehoben werden. Im Berliner Auswärtigen Amt ist am Donnerstag die angekündigte polnische Protestnote wegen des Warschauer Flaggenzwischenfalles des Herrn v. Rintelen eingegangen. Die ungarische Regierung hat mit der deutschen Regierung cin Abkommen geschlossen, dem zufolge der Verkauf eines ansehnlichen Teils des diesjährigen Weizenüberschusses Ungarns unter günstigen Bedingungen an Deutschland bis zum Eintritt des Winters gesichert ist. Von ungarischer Seite wurden als Gegenwert der günstigeren Bedingungen des Weizenverkaufs Zollvergünstigungen für einzelne Industrieartikel gewährt. Die zuständigen öffentlichen und freien Wohlfahrtsorganisationen prüfen gegenwärtig die Frage, ob und in welcher Form etwa die im verflossenen Jahre eingeführte Winterhilfe für den tommenden Winter wiederholt werden soll. In seiner Eigenschaft als Reichskommissar für Preußen hat der Reichskanzler dem Preußischen Landtag in einem Schreiben von der Amtsenthebung der früheren preußischen Regierung Kenntnis gegeben. Der Aeltestenrat des Preußischen Landtags beschloß am Mittwochnachmittag, die nächste Vollsigung für den 16. August anzuberaumen. Die politischen Entscheidungen aber, vor allem die Wahl des preußischen Ministerpräsidenten, werden laum vor Ende August spruchreif werden. Durch die vom preußischen Staatsministerium am 1. August 1932 erlassene Verordnung über die Neugliederung von LandIreisen werden mit Wirkung vom 1. Oftober 1932 insgesamt 58 Landkreise eingespart. Die Hinrichtung zweier Kommunisten in Ungarn hatte den Frankfurter Kommunisten Veranlassung zu einer Kundgebung gegen das ungarische Konsulat gegeben. Sie warfen große Steine, die in Drohbriefe eingewidelt waren, gegen das Gebäude. Größerer Schaden wurde nicht angerichtet, da die nächtlichen Ruhestörer durch die Nachtwache verscheucht wurden. Reichskanzler v. Papen hat am Dienstag seinen angekün digten Urlaub angetreten. Anfang nächster Woche wird dann der Reichskanzler wieder nach Berlin zurückkehren. Staatsrat a. D. Dr. Quard, Wirklicher Legationsrat bei der bayerischen Gesandtschaft in Berlin, der weiteren Kreisen als erster Vorsitzender des Kyffhäuserverbandes der Kriegsbe= Schädigten und Kiegerhinterbliebenen bekannt wurde, ist in Berlim gestorben. In Köln fand unter dem Vorsitz des Reichskanzlers a. D. Dr. Brüning eine Sigung son führenden Persönlichkeiten des Zentrums statt, in der zu der politischen Lage Stellung genom men wurde. Die 26 nationalsozialistischen Abgeordneten des neuen Thüinger Landtages haben in ihrer ersten Fraktionssitzung eine programmatische Erklärung in Form einer Entschließung herausgegeben. Der 7. Deutsche Hochschultag findet vom 5. bis 7. Oftober 1932 in Danzig statt. Für die Eröffnungssigung ist ein Vortrag: Weber Sinn und Grenzen einer Hochschulreform" vorgesehen. Das französische Außenministerium gibt bekannt, daß zwischen Frankreich, Deutschland und dem Saargebiet ein Sozialversiche: tungsabkommen unterzeichnet worden ist. Die Regierung der Vereinigten Staaten gibt amtlich be: lannt, daß sie die Einladung des Völkerbundes zur Teilnahme an diner Weltwirtschaftskonferenz angenommen hat. Das Zustandekommen der Wirtschaftskonferenz ist nun geichert. Im ganzen werden an der Vorbereitungsarbeit, die Ende September einsehen soll, folgende acht Staaten teilnehmen: Deutschlands, England, Frankreich, die Vereinigten Staaten, Japan, Italien, Belgien und Norwegen. Der frühere österreichische Bundeskanzler Dr. Ignaz Seipel it am Dienstag früh kurz nach Beendigung des 56. Lebensjahres cinem Sanatorium bei Wien gestorben. Der Hauptausschuß des Oesterreichischen Nationalrats hat an Donnerstag mit 11 gegen 10 Stimmen das Lausanner Protetoll angenommen. Alle 19 panamerikanischen Staaten( mit Ausnahme natürlich Don Bolivien und Paraguay), sowie die Vereinigten Staaten Don Nordamerika, haben eine gemeinsame Erklärung abgegeben, Bonach fie feine Grenzveränderungen im Gran- Chaco- Gebiete herkennen würden. Diese Erklärung ist in gemeinsamen Noten Paraguay und Bolivien übermittelt worden. Das Kriegsgericht von Peru hat zehn Ravolutionäre zum Lode und fünfzehn zu Gefängnisstrafen verurteilt. Fünf der kerurteilten sind bereits hingerichtet worden. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 6. August 1932 ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lofal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Der neue Reichstag. Nummer 31 Bei der Reichstagswahl am 31. Juli wurden 36 862 454 gültige Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf: Sozialdemokraten. Nationalsozialisten Kommunisten Zentrum Deutschnationale Deutsche Volkspartei Wirtschaftspartei Staatspartei Bayerische Volkspartei Landvolk Chr.- Soz. Volksdienst Deutsche Bauernpartei Landbund Volksrechtpartei Deutsch- Hannoveraner Sonstige. 7 955 986( 8 577 738)= 13 772 748( 6 409 610) ( 2 458 246) 133( 136) Mandate = 230( 110) 3 5 365 666 ( 4 592 090) 4 587 477 ( 4 127 910) 89( 78) 75( 69) " " 2 184 971 37( 42) " 435 547( 1578 236) 146 107( 1 362 353) 373 560( 1 322 385) 7( 27) " 1 1( 21) " 4( 16) 22( 19) " " = ( 18) " ==4( 14) 2( 5) 33 " 2(-) = 0(-) " 1 202 617( 1059 141)= 91 287( 1108 674) 364 986( 870 140) 137 090( 339 567) 96 868( 193 981) 40 927( 171 377) 46 875( 144 345)= 131 894 Der neue Reichstag hat also in seiner Stärke nun glücklich die Zahl der 600 überschritten. Je größer er ist, desto manövrierunfähiger ist er auch. Alle Parteien sind mit dem Ausgang der Wahl sehr zufrieden, oder sie tun wenigstens so, indem sie das übliche Spiel mit den Zahlen in den verschiedensten Gruppierungen vornehmen. Aus den Zahlen läßt sich aber alles herausrechnen. Aber damit kommt man nicht weiter. Die große Frage, was nun werden soll, ist auf diese Weise nicht zu beantworten. Die Regierung selbst zieht sich darauf zurück, daß sie ja keine Parteifombination hinter sich hatte, also auch keine Niederlage erleiden konnte, daß sie vielmehr vollkommen überparteilich, ganz objektiv durch die Wahlen die Volksstimmung habe feststellen wollen und deswegen durch den Ausgang der Wahl in keiner Weise berührt sei. * Der prozentuale Anteil der Parteien. Von den insgesamt abgegebenen gültigen Stimmen entfielen auf die einzelnen Parteien: SPD 21,6 v. H., NSDAP. 37,2 v. H., Kommunisten 14,3 v. H. Zentrum 12,4 v. H., DNVP. 5 v. H., DVP. 1,2 v. H., Wirtschaftsp. 0,4 v, H., Staatspartei 1 v. H., BVP. 3 v. H., Landvolk 0,2 v. H., Chr.- Soz. Volksdienst 1 v. H., Deutsch- Hannoveraner 0,1 v. H., SAP 0,2 v. H., Radikaler Mittelstand 0,2 v. H., Württembergische Weingärtner 0,2 v. H., Deutsche Bauern 0,4 v. H. * Der Zusammentritt des neuen Reichstages. Der neue Reichstag muß nach der Verfassung spätestens am 30. Tage nach der Wahl, also am 30. August zu seiner ersten Sigung zusammentreten. Eine Entscheidung darüber, wann der Reichstag einberufen wird, ist noch nicht getroffen, und wird auch erst nach der Feststellung des amtlichen Wahlergebnisses durch den Reichswahlausschuß getroffen werden. Man nimmt an, daß das erst nach dem Burgfrieden, also nach dem 10. August, der Fall sein wird. Den Termin der ersten Sitzung des neuen Reichstages bestimmt die Regierung, während die Einberufung durch den Präsidenten des alten Reichstages, Löbe, der bis zum Zusammentritt noch die Reichstagsgeschäfte führt, erfolgt. In politischen Kreisen glaubt man, daß die Regierung den Reichstag zum letztmöglichen Termin einberufen wird, also voraussichtlich zum 29. oder 30. August. Die Zunahme der Abgeordneten um 25 bis 30 stellt die Reichstagsverwaltung vor neuen Platschwierigkeiten. Schon vor dem Zusammentritt des letzten Reichstages mußte der Sitzungssaal vollkommen umgebaut werden. Wie man für die meuen Abgeordneten in dem schon jetzt zum äußersten ausgenugten Raum Platz schaffen wird, ist noch nicht entschieden. Der neue Reichstag wird nur noch sechs Fraktionen umfassen: Nationalsozialisten, Sozialdemokraten, Zentrum Deutschnationale, Bayerische Volkspartei und Kommunisten. Alle übrigen Parteien haben es nur zu mehr oder weniger kleimen Gruppen im Reichstag gebracht. Die Landtagswahlen in Thüringen. Abgegebene Stimmen: 930 750; davon erhielten Goz. 225 637, Thüringer Landbund 77 645, Nat.- S03. 395 895, Komm. 149 939, Wi. 10 542, DVP. 16 732, DNVP. 29 764, StP. und 3. 17 313, SAP. 2062, Chr.- Soz. 5321. Nach der Zahl der abgegebenen Stimmen erhält der sechste Landtag von Thüringen 61 Abgeordnete. Die Mandatsverteilung ist folgende: Soz. 15 Mandate( bisher 18), Landbund 5 bis 6( 3). Nat.- S03. 26( 6), Komm. 10( 6), Wi. 0( 6), DVP. 1 bis 2( 5), DNVP. 2( 2), StP. 1( 1) Mandat. 0( 3) " ( 4 Kons. Vp.) ( 6 Volksnatl.) ( 3 Fraktionslose) 607( 577) Mandate. Kein Ausnahmezustand. Nur schärfere Maßnahmen gegen den Straßenterror geplant. Die in Berlin gebliebenen Mitglieder der Reichsregierung traten am Donnerstag unter dem Vorsitz des Reichsinnenministers Freiherrn von Gayl zu einer mehrstündigen Besprechung zusammen, in der man sich mit der innerpolitischen Lage, vor allem aber mit den trotz des Burgfriedens und der bisher ergriffenen polizeilichen Maßnahmen andauernden blutigen Ausschreitungen befaßte. Ueber ihr Ergebnis wird offiziell michts mitgeteilt. Wir glauben aber, zu wissen, daß die Beratungen volle Einmütigkeit darüber erbrachten, daß im Interesse der Staatsautorität schärfere Maßnahmen ergriffen werden müſsen, falls der Straßenterror und die blutigen politischen Ausschreitungen nicht fortdauern sollen. Die Verhängung des Ausnahmezustandes, von dem in den Vortagen noch die Rede war, ist, wie wir erfahren, nicht ins Auge gefaßt. Dagegen besteht die Absicht, die Bestimmungen über den Waffen besitz wesentlich zu verschärfen. Außerdem will man für die zahlreichen politischen Ausschreitungen nötigenfalls Sonderkammern bei den Landgerichten schaffen, die dann im Schnellverfahren, also ohne umständliche Erhebungen, aburteilen würden und gegen deren Entscheidung nur noch das Reichsgericht angerufen werden könnte. Es handelt sich hierbei nicht um eine Sondergerichtsbarkeit; man will vielmehr mit der Schaffung dieser Spezialkammern auch die letzten Möglichkeiten des normalen richterlichen Verfahrens ausnutzen. Die Auffassung der Reichsregierung ist dem preußischen Staatsministerium mitgeteilt worden, das am Donnerstag= abend gleichfalls zu einer Sitzung zusammentritt, um sich auch seinerseits mit den notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrors zu beschäftigen. Im Interesse der politischen Befriedung hätten wir es lieber gesehen, wenn Reich und Preußen sich zu einem sofortigen scharfen Durchgreifen verstanden hätten. Die Staatsgewalt muß mit aller Deutlichkeit dokumentieren, daß sie im vollen Besitz der Macht ist, wenn sie nicht Gefahr laufen will, daß immer wieder neue Unruhenherde entstehen. Hessische Politik. Ein Protest des hessischen Landtagspräsidenten. Darmstadt, 4. August. Landtagspräsident Prof. Dr. Werner hat gegen die vom hessischen Gesamtministerium erlassene Verfügung über die Verfassungsfeier in den Schulen beim Staatspräsidenten Dr. Adelung schriftlich Einspruch erhoben. Er weist darauf hin, daß durch Landtagsbeschluß vom 8. Juli mit Zweidrittelmehrheit ein Antrag angenommen worden sei, wonach der 11. August weder durch öffentliche noch interne Veranstaltungen von Behörden, Schulen und Anstalten gefeiert werden solle. Auch das Zentrum habe für diesen Antrag ge= stimmt. Die Anordnung der hessischen Regierung, alle öffentlichen Gebäude zu beflaggen, in allen Schulen für Lehrer und Schüler feiern zu veranstalten, durch die Bürgermeistereien am Verfassungstag Feiern abzuhalten und Sonntagsdienst anzuordnen, stehe in striktem Widerspruch zu dem eindeutigen Mehrheitswillen des Hessischen Landtags. Dank an Polizei und Gendarmerie. Der hessische Minister des Innern spricht in einem Ausschreiben den Beamten der staatlichen Polizei, der Ortspolizei und der Landesgendarmerie für ihre aufopfernde Tätigkeit, die sie im Interesse der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung ,, Gießener Zeitung" Nr. 31. Samstag, Samstag, den 6. August 1932. und Sicherheit dem Staate in den letzten Monaten geleistet haben, seinen besonderen Dant und Anerkennung aus. Gleichzeitig ermächtigt Minister Leuschner die zuständigen Stellen zur Erteilung eines Sonderurlaubs von drei Tagen an die Polizei und Gendarmeriebeamten als Ausgleich für die durch die außerordentlich vermehrte Dienstleistung eingetretene Ueberanstrengung. Die wirtschaftliche Lage des Handwerks im Juli 1932. ge= Bilder aus der Sowjet- Union. In Rußland wieder Privatwirtschaft? Mostau. Das bisherige Staatsmonopol der Rohstoffbe= Rates der schaffung ist durch ein gemeinsames Dekret des Voltskommissare und des Zentralegekutivkomitees der Kommunistischen Partei mit dem gestrigen Tage aufgehoben worden. Der Einkauf von Rohstoffen und damit die Fabrikation von Waren sind den einzelnen Privatunternehmern freigestellt. Das Dekret bedeutet das Wiederaufleben der Privatwirtschaft in Sowjetrußland. Es erlaubt ausdrücklich den Verkauf von Waren auf dem offenen Markt, wobei der Verdienstspanne der Fabrikanten nicht einmal Grenzen gezogen werden. Die Regierung verzichtet auch auf jeden Einfluß auf die Preisbildung. Die Regierung hofft, daß die Fabrikation von Fertigwaren, die bisher ausschließlich dem Staate zustand, sich durch das Defret steigern wird, und daß der besonders auf dem Lande start empfindliche Warenmangel allmählich behoben wird. Im Laufe der letzten zwei Monate hatte die Sowjetregierung, wie gemeldet, die Zwangswirtschaft in der Landwirtschaft durch Erlasse bereits start eingeschränkt und den Bauern unter anderem einen freihändigen Verkauf ihrer Erzeugnisse zu beliebigen Preisen gestattet. * Aus Ba Mehr al wilden den Ginigung in Ergebnis en and hat die illiarden S ihrend des beten Beträg ,, Udarnik Uglia" Nr. 24 meldet, auf der Schachtanlage ,, Golubowfa" im Donbaß haben 511 Mann ebenfalls ihre Zechen we gen der schlechten Lebensweise verlassen. Auf der Schachtanlage ,, Proletarstaja Diktatura" haben die neueingestellten Bergleute überhaupt kein Fleisch bekommen. Die Bergarbeiter, die auf der Schachtanlage„ Pietrowsk" eingestellt wurden, waren ge= zwungen, in den ersten Wochen ihrer Arbeit auf nackten Bret tern zu schlafen. In der ersten Woche ihrer Einstellung haben sie nicht einmal Brot bekommen. Auf 50 Mann wurden nur 8 Handtücher und drei Krüge herausgegeben. Die Zahl der willkürlich Feiernden steigt. Jm November 1931 haben sich von den Feiernden 554 Mann wieder zur Arbeit gemeldet und 363 Mann meldeten sich wieder ab. Im Dezember von 480 Mann, die sich zur Arbeit wieder gemeldet haben, haben 419 Mann ihre Arbeitsplätze wieder verlassen. Die Sowjetregierung hat in letzter Zeit auf den entscheidenden Gebieten der Produktion und der Verteilung Loderungen der Zwangswirtschaft vorgenommen, die wie eine Rückkehr zu individualistischen Wirtschaftsmethoden anmuten können. Dieser Schluß wäre voreilig. Die Russen denken bestimmt nicht daran ,, Gewerbefreiheit" zu schaffen. Die Russen erleben jetzt die erste große Ernüchterung über die wirtschaftlichen Folgen des Fünfjahresplanes. Sind bereits in normalen Zeiten die Monate Juli und August die sogenannten Hauptreisemonate, überwiegend schäftsstille Zeiten für das Handwerk, da mit einer längeren Abwesenheit des zahlungskräftigen Publikums gerechnet werden muß, so gestaltete sich in diesem Jahre unter dem Druck der allgemeinen anhaltenden wirtschaftlichen Depression die Geschäftslage im Handwerk geradezu katastrophal. Die bestehende Krise hat sich im Berichtsmonat noch weiter verschärft und keine Aussichten auf baldige Besserung aufkommen lassen. Db dies zum Teil auf die ungeklärten politischen Verhältnisse zurückzuführen ist, die die Entschlußkraft des freien Unternehmertums lähmend beeinflussen, ob sich für bestimmte Berufe die zurzeit stattfindenden Saisonausverkäufe ungünstig auswirken, ob und inwieweit auch die Witterung einer Besserung der Geschäftslage im Wege steht, läßt sich sehr schwer sagen. We nigstens berichten selbst die Handwerksberufe, auf die die Reisezeit sonst belebend einzuwirken pflegt, dieses Mal, daß das Geschäft nahezu völlig still liegt. Im Schneiderhandwerk sind die sonst üblichen Aufträge für Reisekleidung beinahe gänzlich ausgeblieben. Auch im Sattlerhandwerk, dessen Umsäge durch den Verkauf von Reiseartikeln im Juli für gewöhnlich eine Stei gerung erfuhren, blieb dieses Mal die erwartete Geschäftsbelebung aus. Die übrigen leder- und papierverarbeitenden Handwerksberufe wiesen durchweg eine Verschlechterung ihres Geschäftsganges auf. Die Nahrungsmittelhandwerke hatten ebenfalls unter der Reisezeit sowie der zeitweisen warmen Witterung zu leiden. Der Absatz zeigte hier, auch beeinflußt durch das vermehrte Angebot von jungem Gemüse, Kartoffeln und Obst, stark rückläufige Tendenz auf. Eine geringe Belebung wird lediglich von den metallverarbeitenden Handwerksberufen in ländlichen Gebieten gemeldet, die infolge der Erntearbeiten vermehrte Aufträge für Reparaturen aufzuweisen hatten. Jedoch hielt sich infolge der schlechten Lage der Landwirtschaft die Auftragserteilung in ungewöhnlich engen Grenzen. Sehr gering blieb auch die Bautätigkeit, die sich fast ausschließlich auf Kleinwohnungen, Siedlungsbauten und Reparaturarbeiten beschränkte. Infolge der starken Konkurrenz der Schwarzarbeiter blieben jedoch diese Aufträge, die ohnehin nur einen geringen Umfang erreichten, für die gesamte Lage des Bauhandwerks völlig bedeutungslos. Von der Handwerkskammer Nürnberg wird noch besonders darauf hingewiesen, daß das Betätigungsgebiet einer Reihe von Handwerksberufen neuerdings auch eine starke Beeinträchtigung durch die produktive Beschäftigung von Wohlfahrtserwerbslosen durch die Wohlfahrtsämter erfährt. Verschiedentlich mußten auch schon Angriffe des freiwilligen Arbeitsdienstes auf Arbeiten des selbständigen Handwerks abgewiesen werden. Die anhaltende Wirtschaftskrise machte sich naturgemäß in einem immer stärkeren Druck auf die Preisgestaltung bemerkbar. Zu einer weiteren Gefährdung der Handwerksbetriebe werden auch neben der drückenden steuerlichen und sozialen Belastung in immer größerem Umfange die Verluste durch Konkurse und Zwangsversteigerungen der Schuldner des Handwerks. Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. ( Nachdruck verboten.) Berichte der Russischen Arbeiterpresse. Wer sich ein unparteiisches Urteil über die russischen Arbeiterverhältnisse bilden will, wird gut tun, auch die in der russischen Gewerkschaftspresse veröffentlichten Berichte, in denen die Beschwerden der Arbeiterschaft selbst zum Ausdruck kommen, zu lesen. Auch die kommunistische Presse wird diese Berichte nicht als unwahr abtun können, denn die Sowjetbehörden würden ihre Veröffentlichungen sicherlich nicht dulden, wenn es sich um unwahre Berichte handelte. Nachstehend einige Meldungen aus den letzten Monaten: Unhaltbare Zustände im Wohnungswesen. ,, Uudarnik Uglia" Nr. 5 meldet, auf den Schachtanlagen von Tschelabinst ist das willkürliche Feiern der Bergleute auf Grund der schlechten Lebens- und Wohnverhältnisse weiter gestiegen. Im Oktober feierten 5690 Hauer und 18 107 weitere Leute( Hilfsarbeiter, Lehrhauer, Schlepper etc.). Im Vergleich mit September ist das Feiern der Bergleute im Oktober um 65,2 Prozent gestiegen. zahlen na unter der Bo billage völlig So uner Milliarden i über die end Don Jahrzehnte Laujanne if den, das fich bat: Der Sa Die gan fanne gefehe fionen und nommen wür fchaftlicher B große Opfer Tändern feine Reparations Deutschlo tionen am Auslandskap einigermaße perjorgung nen Jahr gezeigt, wel Reparations diejes Hinder Teitigt, ein G An aufbau der d heimische Ka ,, Udarnik Uglia" Nr. 62 vom 5. Juni meldet: Unhaltbare Zustände im Wohnungswesen der russischen Bergarbeiterschaft auf der Grube ,, Kaganowitsch". Die Abwanderung der Bergleute von der Grube ,, Kaganowitsch" dauert an. Das willfürliche Feiern der Bergleute nimmt zu( die Leute feiern, weil sie zum Teil keine Kleidung haben und ungenügend mit Lebensmittel versorgt werden. Der Uebersetzer). Welches sind nun die Ursachen der Abwanderung? Die Wohnbaraden find niedrig und einstödig. Die Fußböden sind zerstört. Um die Baraden herum liegt Bauschutt und Schmutz. Es ist keine Gelegenheit vorhanden, sich vor der brennenden Sonne schützen zu könBäume, nicht einmal ein Grashalm sind vorhanden. In der Ledigenheimbarade Nr. 99 der Zeche Nr. 51 sieht es genau so schlecht aus. In den Stuben herrscht eine erstidende Luft. Auf den zerbrochenen Eisenbettstellen liegen Matratzen, welche bereits seit 4 Jahren nicht ausgewechselt wurden. reine Bettwäsche ist überhaupt nicht zu denken, diese ist mit schmutzigen Lappen ausgebessert und auch nur zum Teil. Besen und Puzzlappen fehlen. In den Kollektiobaraden stehen Schränke, die aber nicht benutzt werden können. Verschiedene Schränke haben keine Türen und andere sind nicht verschließbar, da keine Schlösser vorhanden sind. Die Bergarbeiter verlassen in Scharen die Schachtanlagen wegen der schlechten Ernährungsfrage. ,, Udarnik Uglia" Nr. 7 meldet, die Lebens- und Wohnver= hältnisse des russischen Bergarbeiters sind tatastrophal, so z. B. im Tschelabinster Kohlenrevier; hier wurden allein im Monat Juli 1931 an Lebensmitteln für die Bergarbeiterschaft zu wenig geliefert: 155 Tonnen Mehl, 40 Tonnen Graupen, 36 Tonnen Fleisch und Fisch, 5 Tonnen Butter, und Konserven wurden überhaupt nicht geliefert. Im September hat sich die Lebensmittelversorgung noch weiter verschlechtert. Die Tschelabinsker Schachtanlagen haben bis zum 15. 9. 31 11 025 neue Bergarbeiter eingestellt, aber auf Grund der schlechten Ernährungsfrage haben wieder 9167 Mann die Schachtanlagen verlassen. ( 12. Fortsetzung.) Es war ihm schon seit ein paar Tagen aufgefallen, daß der sonst so fröhliche Mittelläufer ein anderes Wesen zur Schau trug. Wie fein anderer Spieler hatte Adolf es sonst verstanden, die Mannschaft durch seinen nie versiegenden Humor zu erfreuen. Aber jetzt trat oft ein gequälter Ausdruck in sein Gesicht, wenn seine Kameraden scherzten. Ihn mußte irgend etwas bedrüden. ,, Sag mal, Adolf", begann Theo zögernd und setzte sich zu seinem Freund ,,, du hast irgend etwas auf dem Herzen. Kannst du es mir nicht sagen? Vielleicht ist es eine Angelegenheit, die du mit dir alleine abmachen mußt. Dann will ich nicht weiter fragen. Aber wenn die Möglichkeit besteht, daß ich dir nur ein wenig helfen oder beistehen kann, dann bitte ich dich, mir doch dein Vertrauen zu schenken." Adolf Müller wehrte ab. ,, Laß doch, Theo. Du meinst es gewiß gut..." ,, Udarnik Uglia" Nr. 12 meldet, auf der Schachtanlage ,, Golubowfa" werden die Löhne der Bergarbeiter meist mit größter Verspätung ausbezahlt, so daß die Dezemberlöhne noch lange nicht Ende Januar 1932 ausbezahlt waren. Die Bergleute stehen täglich in langen Reihen vor den Schaltern und verlan gen empört ihr schwer verdientes Geld. Adolf ergriff Theos Hand. пеп. Barade Nr. 408. Kollektivwohnungen. Die Zimmer sind 5 bis 6 Quadratmeter groß. In jedem Zimmer wohnen 8 bis 14 Personen. Jedes Zimmer hat Steinplatten. In dem Zim mer ist es dunstig und schmutzig. Keller sind teine vorhanden. Die Lebensmittel etc. werden unter die Bettstellen gelegt und aufbewahrt. Die Barade erinnert an einen Eisenbahnschlafwagen. Auf den Betten und Wänden wimmelt es von Wanzen. Kleine Kinder, ungefähr 50 an der Zahl, liegen auf den Fuß= böden herum und wühlen im Schutt. ,, Du brauchst mir nicht zu danken," wehrte der Mittelstürmer ab.„ Es ist doch unter Sportskameraden selbstverständlich, daß einer dem anderen hilft, soweit es in seinen Kräften steht... Ich fahre jetzt gleich nach Hause. Sei morgen nachmittag gegen 4 Uhr bei mir, dann erledigen wir die Sache. Ich freue mich ja, daß ich dir helfen kann. Oder glaubst du, daß ein Spielführer seinen Mittelläufer im Stich läßt? Und wie gesagt, die Hauptsache ist, daß du wieder der Alte wirst..." ,, Ja, Adolf. Es ist bestimmt keine Neugier. Wir sind doch Freunde. So wie wir auf dem Sportplatz zusammenhalten, sollten wir doch auch außerhalb des Mannschaftsspiels treue Kameraden sein. Nicht nur in guten Tagen. Ein Freund be= währt sich erst in der Not. Es ist ja möglich, daß dir ein anderer Spieler unserer Mannschaft näher steht als ich, dem du dich besser anvertrauen könntest. Die Hauptsache ist, daß du wieder der Alte wirst." ,, Wenn ich irgend jemandem vertraue, Theo, dann bist du es. Ich will dir auch sagen, was mich bedrückt. Mit noch drei anderen Bankbeamten ist mir gestern gekündigt worden. Jetzt bin ich arbeitslos und kann stempeln gehen. Ich wußte es schon seit einigen Tagen." ,, Besteht gar keine Aussicht, daß du wieder eine Stelle betommst, Adolf?" fragte Theo leise und mitfühlend. er. Ein paar Stunden später saß Theo Hansen in seiner Stube am Schreibtisch. Nachdenklich stützte er den Kopf in die Hand. ,, Bis morgen muß Adolf das Geld haben", dachte ,, Fünfhundert Mark habe ich auf der Bank. Wenn es irgend möglich ist, muß ich ihm die ganze Summe beschaffen. Aber woher die vierhundert Mark nehmen?" Es erübrigt sich, diesen Berichten, deren Zuverlässigkeit außer Zweifel stehen dürfte, noch etwas zuzufügen. Ueber 11 Millionen Arbeitslose in USA. Washington. Die Zahl der Arbeitslosen in den Vereinig ten Staten beträgt nach Angaben des Präsidenten des Ameri kanischen Gewerkschaftsbundes, Grenn, gegenwärtig 11 238 000. Gegenüber dem Januar d. J. ist eine Erhöhung der ArbeitsTosenziffer um 1336 000 eingetreten. In Gedanken ging er die Reihe seiner Bekannten durch. Aber er fand keinen darunter, dem er seine Bitte vortragen möchte. ,, Wenn ich mein Motorrad verkaufte?" dachte er einen Augenblick.„ Aber erstens werde ich es nicht so schnell los und zweitens ist es ein Geschenk von Johannisson." ,, Nein... oder doch. Wenn mir sofort neunhundert Mark zur Verfügung ständen, hätte ich wohl Aussicht, einen anderen Platz zu bekommen. Aber ich habe das Geld nicht..." Er brach plötzlich ab, mutlos und verzagt. ,, Neunhundert Mark, Adolf? Jch verspreche dir, daß du das Geld bis morgen haben sollst, wenigstens den größten Teil," erklärte der Mittelstürmer schnell und bereitwillig und sein Gesicht erhellte sich. fiel ihm doch schwer. Aber da sah er auf einmal wieder Adolfs trauriges Gesicht und hörte seine Worte: ,, Wenn mir sofort neunhundert Mark zur Verfügung ständen Johannisson! Daß er daran nicht eher gedacht hatte. Das war der Mann, der ihm helfen konnte. Was hatte er damals doch zu ihm gesagt:„ Wenn Sie ein Anliegen haben sollten, fommen Sie ruhig zu mir. Ich bin immer für Sie zu spre= chen..." Ja, der konnte ihm das Geld geben und würde es auch tun. Leicht würde es ihm allerdings nicht fallen, eine solche Bitte vorzubringen; aber es mußte sein... ,, Was macht denn das Fußballspiel?" erkundigte sich Johannisson. Ihr Verein hat sich ja gut entwidelt. In der Zeitung las ich davon. Mein Sohn, der bei keinem größeren Spiel fehlt, ist ganz begeistert über die Leistungen Ihrer Mannschaft." Am anderen Morgen in der Frühstückspause ging Theo Hansen aus der Fabrik hinüber nach den Büroräumen. Jm Vorzimmer des Direktors saß der Prokurist über seine Arbeit gebeugt. ,, Guten Morgen! Ich möchte den Herrn Direktor sprechen. Wollen Sie mich bitte anmelden?" Theo saß seinem Chef gegenüber. „ Ja," entgegnete Theo zerstreut, ,, wir haben schon ganz schöne Erfolge errungen..." Wieder trat eine Pause ein. Da sagte Theo entschlossen: Ich habe eine Bitte, Herr Di rektor. Ich benötige sofort vierhundert Mark." ,, Es freut mich, Herr Hansen, Sie wieder einmal bei mir zu sehen. Uebrigens Jhre Gangschaltung an dem neuen Motorrade hat sich glänzend bewährt. Der Absatz dieser Maschinen ist in letzter Zeit gewaltig gestiegen. Ich hatte damals ja Wie sind Sie denn mit Ihrem Rade zumeine Bedenken frieden?" ,, Sehr gut, Herr Direktor, es läuft tadellos." Eine kleine Pause trat ein. Johannisson sah Theo Hansen einen Augenblick erstaunt an. ,, Ja... natürlich... selbstverständlich, die können Sie gerne bekommen." ,, Jetzt muß ich meine Bitte vorbringen," dachte Theo. Es Auf Gru Dom 14. 6. 1 lojenhilfe un ,, Sie haben vielleicht ein Recht, Auskunft darüber zu ver langen, wozu ich das Geld gebrauche. Ich bitte Sie aber, mich nicht zu fragen. Ich möchte es nicht gerne sagen." ,, Nein, Herr Hansen, das ist auch nicht nötig. Darf ich Ihnen einen Sched ausschreiben?" Theo nidte. ,, Sie können mir die Summe dann an meinem Lohn wie der abziehen lassen." der Wohlfah Der Renten benen neu gebübrnisse Fie beträgt ,, Ausgeschlossen," lachte Johannisson. ,, Sie geben mir das Geld zurück, wenn Sie dazu in der Lage sind. Diese Angelegen heit bleibt ganz unter uns...“ ,, Gott sei Dank, auch das wäre erledigt," dachte Theo, als er wieder draußen war... Nachmittags kam Adolf Müller. Es bereitete Theo Han sen große Freude, dem Mittelläufer das Geld überreichen z tönnen. Hitze un Mundw ter fold an Gi Dag S Lächeln zurüd. Die ten Verehr die Grenzen und wann um Autogra geleistet. Es hm zuwider. Aber ein gangen. D in hübscher Tamm. Wie enig. Gew to nie eine tol war das Wenn id abte er. De Lens, bag fie The aber ebenjo bekers aus B Bis zum Teiften follte. Seine Hilfsbereitschaft trug die besten Früchte: Es gelang Adolf Müller bald darauf, eine neue Existenz zu finden... Als Theo Hansen ein paar Tage später von der Fabrit nach Hause kam, fand er auf seinem Schreibtisch einen Brief, dessen Schriftzüge ihm unbekannt waren. Ein feiner betäuben der Duft entstiegt dem Büttenumschlag. Zögernd öffnete er den Brief. Dann las er: ,, Verehrter Herr Hansen! Ich bitte Sie um eine Zusammenkunft heute abend acht Uhr im Hotel Bristol. Wenn ich auch annehmen muß, daß eine Einladung un Ein paar ornehmen, ele ner bunten, i Auf jedem hirme dämpft Ataugen verjan Theo Hanje Bu veripäte Badbentlich zu Guten Abe ben ihm. Er i Brillen, und fa dte ben freien langjam dar Gie reichte Ich danke gann fie gem Enntag jah ich Nr. 31. Schachtanlage, Go alls ihre Zechen we uf der Schachtanlage mgestellten Bergleute Sergarbeiter, die auf wurden, waren ge auf nadten Bret er Einstellung haben Mann wurden nur ben. Die Zahl der er 1931 haben fich Arbeit gemeldet und Dezember von 480 et haben, haben 419 tungswejen. den Schachtanlagen der Bergleute auj rhältnisse weiter ge und 18 107 weitere etc.). Im Vergleich ute im Ottober um meldet: Unhaltbare en Bergarbeiterschaft Danderung der Berg ert an. Das willfür e Leute feiern, weil genügend mit Lebens Welches sind nun ohnbaraden find nie erstört. Um die Ba Es ist keine Gelegen Sonne schützen zu fön sind vorhanden. Zeche Nr. 51 sieht es rricht eine erstidend en liegen Matratzen wechselt wurden. Ar denken, diese ist mit mur zum Teil. Be aden stehen Schrank Verschiedene Schränke erschließbar, da keine . Die Zimmer find Emmer wohnen 8 bis atten. In dem Zim sind keine vorhanden. Bettstellen gelegt und nen Eisenbahnschlaf melt es von Wanzen. liegen auf den Fuß deren Zuverlässigkeit zuzufügen. ose in USA. ojen in den Vereinig räsidenten des Amer genwärtig 11 238 00 rhöhung der Arbeits inmal wieder Adolfs ,, Wenn mir sofort erfundigte sich J entwidelt. In r bei keinem größen ie Leistungen J wir haben schon ga eine Bitte, Herr Mart." Augenblid erstaunt a dlich, die tönnen uskunft darüber zu D Sch bitte Sie aber, mil erne fagen." nicht nötig. Darf an meinem Lohn wi 1. ,, Sie geben mir da find. Diefe Angelegen Tedigt," dachte Theo, al Es bereitete Theo Ha das Geld überreichen jten Früchte: Es gela Existenz zu finden... später von der Fab Schreibtisch einen Bri en. Ein feiner betäube Zögernd öffnete er d mmenfunft heute aben , daß eine Einladung Samstag, den 6. August 1932. Ein Schritt vorwärts. Aus Bankfreisen wird uns geschrieben: Mehr als drei Wochen Verhandlungen waren in Lausanne zwischen den führenden Staatsmännern Europas nötig, ehe eine Einigung in der Reparationsfrage erzielt werden konnte. Das Ergebnis entspricht nicht voll den deutschen Wünschen. Deutschland hat die Verpflichtung übernehmen müssen, noch einmal drei Milliarden RM. zu zahlen; allerdings sind in dieser Summe die während des nunmehr abgelaufenen Hoover- Feierjahres gestundeten Beträge enthalten und die drei Milliarden RM. sind nur zu zahlen nach Ablauf einer Schonfrist von drei Jahren und unter der Voraussetzung, daß die deutsche Wirtschafts- und Kreditlage völlig wiederhergestellt ist. So unerwünscht die bedingte Restverpflichtung von drei Milliarden ist, ihr steht doch als Gewinn für Deutschland gegenüber die endgültige Befreiung von den Reparationslasten in Höhe von über 35 Milliarden RM., die der Youngplan auf Jahrzehnte hinaus dem deutschen Volt aufgebürdet hatte. In Lausanne ist endlich eines der wichtigsten Ziele erreicht worden, das sich das ganze Volt seit dem Versailler Vertrag gesteckt hat: der Schlußstrich unter die Reparationen ist gezogen. Die ganze Welt hatte mit ängstlicher Spannung nach Laufanne gesehen, hoffend, daß endlich der Alpdrud der Reparationen und Kriegsschulden von der Wirtschaft der Völker genommen würde. Nunmehr sind diese Zahlungen, die aller wirtschaftlicher Vernunft widersprachen, die den Schuldnerländern große Opfer und Lasten auferlegten und die doch den Gläubigerländern keinen dauernden Nutzen brachten, die verderblichen Reparations- und Schuldenzahlungen im Prinzip erledigt. Deutschland, als Hauptschuldner, hat die Last der Reparationen am schwersten gespürt. Teures und obendrein unsicheres Auslandskapital mußte hereingeholt werden, um die Lüden einigermaßen zu füllen, die die Reparationen in die Kapitalversorgung unserer Wirtschaft geschlagen haben. Im vergange= nen Jahr hat der plötzliche starke Rückzug der Auslandsgelder gezeigt, welche Gefahrenherde sich unter den Auswirkungen der Reparationslast in Deutschland gebildet hatten. Nunmehr ist dieses Hindernis auf dem Wege zu wirtschaftlicher Besserung beseitigt, ein Grund mit, mit neuem Vertrauen an den Wiederaufbau der deutschen Volkswirtschaft zu gehen, d. h. auch die heimische Kapitalbildung wieder in Gang zu bringen. Lokales. Kürzung der Militärrenten. Auf Grund der Verordnung des Herrn Reichspräsidenten Dom 14. 6. 1932 über Maßnahmen zur Erhaltung der Arbeitslosenhilfe und der Sozialversicherung sowie zur Erleichterung der Wohlfahrtslasten( Reichsgesetzbl. I S. 273) muß auch ein Teil der Renten für die Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterblie= benen neu festgestellt werden. Eine Kürzung der Versorgungsgebührnisse tritt aber nur bei finderlosen Leichtbeschädigten ein, fie beträgt 20 v. H.. Der Anspruch auf Kinderzulage und Wai,, Gießener Zeitung" senrente erlischt nunmehr allgemein mit dem Ablauf des Monats, in dem das Kind das 15. Lebensjahr( bisher 18. Lebensjahr) vollendet. Kinderzulagen und Renten für Kinder, die am 1. 8. 1917 oder früher geboren sind, kommen mit Ende Juli 1932 in Wegfall; sie können jedoch weitergewährt werden, wenn das Kind infolge förperlicher oder geistiger Gebrechen außer stande ist, sich selbst zu unterhalten, oder sich noch in der Schuloder Berufsausbildung befindet, und wenn ein Bedürfnis vorliegt. Eine Weiterbewilligung von Kinderzulagen für Kinderzulagen für Kinder von Leichtbeschädigten, die nach dem 31. 7. 1917 geboren sind, wegen Schul- und Berufsausbildung kommt nicht mehr in Frage. Nähere Auskunft erteilen das Versorgungsamt und die amtlichen Fürsorgestellen. * Jagd in Hessen im August. ( Mitgeteilt vom Hessischen Jagdklub, Darmstadt.) Der Rothirsch trägt sein fertiges Geweih, hat es meist gefegt und tritt in die Feiste. Tagsüber nimmt der jagdbare Hirsch jetzt seinen Einstand in dichten Schlägen, und nur der späte Abendwind verleitet ihn, der sich für die Zeit der Brunst stärkt, zur Aesung zu ziehen. Weibliches Rotwild hat in diesem Monat noch Schonzeit. Der Damhirsch, dessen Kopfschmud noch nicht fertig ist, ist noch zu schonen. Im ersten Drittel des Monats hält die Brunft beim Rehwild noch an; sie erlischt um die Mitte des Monats. Es empfiehlt sich, jetzt dem Bock zur Erholung einige Zeit Ruhe zu gönnen. Die Jagd auf Wildenten hat bis jetzt wegen des hohen Wasserstandes der Flüsse noch nicht gelohnt, um so mehr wird der Wasserjäger seine Freude haben, wenn jetzt eine längere trodene Wetterperiode einsetzt, zumal dann auch die Schoofe vollkommen entwidelt sind. Die Schußzeit auf Feldhühner beginnt in Hessen nach dem Gesetz am 1. September, sie wird aber nach alter Gepflogenheit, je nach dem Stand der Ernte, einige Tage vorverlegt, und zwar gewöhnlich auf den ersten Montag, den 22. August. Ob in diesem Jahre auf Feldhühner am Montag, den 22. August beginnt, tann jetzt mit Bestimmtheit noch nicht vorausgesagt werden. Befasinen und Wildtauben, die vollwertig geworden sind, dürfen ebenfalls geschossen werden, für alles andere Wild weist der Monat im Jagdpaß noch ein schwarzes Feld auf. Mit Rücksicht auf das Jungwild, namentlich die Junghasen, ist den streunenden Hunden und Katzen dauernd schärfste Aufmerksamkeit zu schenken, die auch gegenüber dem Wildererunwesen nicht erlahmen darf. * * Der 11. August fein geseglicher Feiertag mehr. Zur Verfassungsfeier in Hessen wird im hessischen Regierungsblatt betanntgegeben, daß der Artikel 1 des Gesetzes von 1929 aufgehoben ist. Danach ist die Vorschrift, daß der Verfassungstag als obligatorischer Feiertag wie ein Sonntag mit Geschäftsschluß usw. zu begehen ist, weggefallen, und der frühere Zustand wie vor 1929 wieder eingetreten. Die Aenderung ist bekanntlich auf Grund entsprechender Beschlüsse des Hessischen Landtags erfolgt. Artikel 2 des Gesetzes, nach dem die Schulfeiern, das Nr. 31. Beflaggen der öffentlichen Gebäude usw. amtlich vorgeschrieben sind, besteht noch. * Goldenes Doktorjubiläum. Geheimrat Prof. Dr. König fonnte am Mittwoch sein goldenes Doktorjubiläum feiern. Die Universität Berlin( an der er 1882 promovierte), erneuerte aus diesem Anlaß sein Diplom. * Von der Universität. Zu außerplanmäßigen außerordentlichen Professuren an unserer Universität wurden ernannt; in der Theologischen Fakultät der Priavatdozent für praktische Theologie Dr. Adolf Allwohn; in der Philosophischen Fakultät, 2. Abteilung, die Privatdozenten Professor Dr. Louis Dede ( anorganische Chemie), Dr. Otto Behaghel( Chemie). * Fundsachen- Verzeichnis. Das Verzeichnis über die im Monat Juli 1932 gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände tann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, LandgrafPhilipp- Plaz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Mo naten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen. * Bom Militär verhaftet. Nachdem am Samstagabend ein Posten der hiesigen Reichswehr von einer Anzahl Kommunisten belästigt und bedroht worden war, nahm eine Militärpatrouille in der Nacht zum Sonntag in der Nähe des Handgranatenwurfstandes der Garnison vier Männer fest, die dice Knüppel bei sich trugen und von denen einer auch einen Revolver besaß. Von der Garnison wurden die Verhafteten der Polizei übergeben. * Hessischer Handwerker- und Gewerbetag in Ingelheim a. Rh. Die Tagung findet am Samstag, den 3. und Sonntag, den 4. September d. Js. in Ingelheim( Ober- und Nieder- Ingelheim) statt. Mit der Tagung ist am Samstag ein Rheinischer Abend und am Sonntag ein Winzerfest verbunden. Geplant ist auch eine lokale Ausstellung des Handwerks. * Allgemeine Fahrpreisermäßigung auf deutschen Bahnen für Besucher der Leipziger Herbstmesse 1932. Zur tommenden Leipziger Herbstmesse, die vom 28. August bis zum 1. September stattfindet, gibt die Reichsbahn für Streden über 150 Kilometer Rüdfahrkarten mit 33% Prozent Ermäßigung für Hin- und Rückfahrt in der 2. und 3. Klasse aus unter der Voraussetzung, daß der Reisende sich durch eine Ausweiskarte und Meßabzeichen mit übereinstimmender Kontrollnummer oder durch eine Ausstellerkarte oder durch einen Meßamtlichen Ausweis für ausländische Meßbesucher ausweisen kann. Die Ausgabe der Karten erfolgt vom 23. August an. * Kaninchen- Werbeausstellung. Der Kaninchen- Zuchtverein Gießen veranstaltet am morgigen Sonntag im Café Ebel eine Werbeschau, verbunden mit einer Prämiierung. * Rindermarkt. Der Rindernuzviehmarkt am Dienstag war mit 722 Stüd Großvieh, 216 Kälbern und 129 Fressern zum Verkauf beschickt. Das Handelsgeschäft verlief lebhaft. Man bezahlte für Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 350 bis 400 Mart, 2. Qualität 200-300 Mart, 3. Qualität 100-150 Mark; Schlachtkühe besserer Qualität 150-260 Mart, geringerer Qualität 50-100 Mart, ½ bis jährige Rinder 60-110 Mart, bis 2jährige Rinder 80-160 Mark; tragende Rinder 170-320 Mark; Kälber 20-30 Pfennige je Pfund Lebendgewicht. Für Reise und Wanderungen: Chlorodont Hitze und Staub erschlaffen den Körper besonders beim Reisen und Wandern. Eine kräftige Mundspülung mit dem herrlich erfrischenden ChlorodontMundwasser und eine gründliche Zahnreinigung mit Chlorodont- Zahnpaste wirken wohltuend, verschaffen das Gefühl der Sauberkeit und immer schöne weiße und gesunde Zähne ter solchen Umständen und in dieser Form wohl noch kaum an Sie ergangen ist, bin ich trotzdem davon überzeugt, daß Sie kommen werden. Marliese Henderson." Lächelnd legte Theo den Briefe wieder auf den Schreibtisch rüd. Die Absenderin war sicher eine seiner vielen unbekann= ten Verehrerinnen; denn seit sein Ruf als Mittelstürmer über die Grenzen seiner Heimatstadt gedrungen war, erhielt er dann und wann schwärmerische Briefe. Meistens waren es Bitten um Autogramme. Noch nie hatte er solchen Wünschen Folge geleistet. Es war nicht eitel. Und alles Ueberschwengliche war ihm zuwider. Aber eine Einladung in dieser Form war noch nie an ihn ergangen. Darin hatte Marieliese Henderson recht. Uebrigens ein hübscher Name. Aber sicher wollte auch sie nur ein Autogramm. Wie selbstbewußt sie schrieb! Das imponierte ihm ein wenig. Gewiß war es ein reiches verwöhntes Mädel, dem noch nie eine Bitte abgeschlagen worden war. Das Hotel Britol war das vornehmste Hotel der Stadt. ,, Wenn ich nur wüßte, ob die Dame jung und hübsch ist?" dachte er. Der Name und die Schrift besagen ja nichts, höch tens, daß sie vermutlich eine Ausländerin ist. Deshalb kann fie aber ebenso gut die häßliche Witwe eines reichen Plantagenbesitzers aus Brasilien sein." Bis zum Abend überlegte Theo, ob er der Einladung Folge leisten sollte. Dann entschloß er sich, hinzugehen. Ein paar Stunden später saß der Mittelstürmer in der Dornehmen, eleganten Tanzdiele des Hotels Bristol, die von iner bunten, internationalen Gesellschaft belebt war. Auf jedem Tisch stand eine leine Lampe; gelbseidene Schirme dämpften das Licht und machten den Raum behaglich. Draußen versant die Nacht, hier begann das Leben. Theo Hansen sah auf die Uhr. Marieliese Henderson schien ich zu verspäten. Fast verspürte er Lust, wieder fortzugehen. Rachdenklich zündete er sich eine Zigarette an. ,, Guten Abend, Herr Hansen," sagte plötzlich eine Stimme teben ihm. Er fuhr erschroden auf, aus seinen Gedankengängen gerissen, und sah in ein hübsches, helles Gesicht Der Kellner idte den freien Sessel für die junge, elegante Dame zurecht, die h langsam darin niederließ. Sie reichte ihm ihre schmale Hand. Ich danke Ihnen, daß Sie gekommen sind, Herr Hansen." legann sie gewandt und überglitt alles Peinliche. ,, Vorigen Sonntag sah ich Sie spielen..." Ihre Art, sich zu geben, war einfach und von natürlicher Schlichtheit. Eine kleine Pause entstand. Der Ober stellte einen Seftkübel neben den Tisch, füllte aus einer goldbehalsten Flasche die beiden Spitzgläser und entfernte sich geräuschlos. " Ich wohne seit ein paar Tagen in diesem Hotel," unterbrach Marieliese das Schweigen, das bedrohlich zu werden be= gann. ,, Wollen Sie sich, bitte, als mein Gast betrachten und ein Glas Wein mit mir zusammen trinken?" Sie lächelte ihn an, aber ihr Lachen fand keine Erwiderung. ,, Verzeihung, das kann ich nicht annehmen," entgegnete der Mittelstürmer ein wenig schwerfällig und sah sie aus seinen flaren blauen Augen verwundert an. Sie mußte über seine forschenden Augen lachen und überwand schnell die Unsicherheit, die sie einen Augenblid zu überfallen drohte. ,, Eine Sportkameradin aus Amerika möchte mit Ihnen auf das Wohl Jhrer Mannschaft trinken," erklärte sie übermütig, legte ihr Glas an das seine und sah ihn bittend an. Theo Hansen blickte in die aufsteigenden Perlen des schäumenden Weines und hob dann, angesteckt von der unbekümmerten Fröhlichkeit seiner Partnerin, gehorsam sein Glas. ,, Es ist entschieden leichter, die Situation auf dem Spielfeld zu beherrschen, als mit einer unbekannten Dame Konversation zu treiben," dachte er ein wenig unbehaglich und versuchte, seine Befangenheit abzustreifen. ,, Sie betreiben auch Sport, gnädiges Fräulein?" fragte er höflich und setzte sein Glas auf den Tisch zurück. „ Ich spiele Tennis. Nicht sehr gut. Meine Technik läßt zu wünschen übria," stellte sie sachlich fest und lehnte sich im Sessel zurück. ,, Sie werden schon gut spielen fönnen," mutmaßte Theo mit einer gewissen achtungsvollen Freundlichkeit. ,, nein. Tausend andere spielen besser," entgegnete sie und schüttelte bekümmert den Kopf.„ Aber ich bin ehrgeizig und spiele gerne. Ich lasse den Mut nicht sinken." ,, Nein, das dürfen Sie auch nicht," pflichtete Theo ihr fameradschaftlich bei. Was man will, erreicht man auch." ,, Sie spielen sehr gut Fußball, Herr Hansen," erwiderte sie warm und herzlich.„ Ich sehe gerne solche Kämpfe. Sie lieben das Fußballspiel wohl sehr?" Theo freute sich über das unerwartete Lob. ,, Ja, ich bin mit großer Lust dabei. Aber so sehr gut, wie Sie glauben, spiele ich nicht," wehrte er bescheiden ab. Sie streifte mit einem raschen Blid sein junges von der Sonne gebräuntes Gesicht und spürte den Wunsch, von sich zu erzählen. „ Ich bin vor vierzehn Tagen aus Amerika hier angekommen," erklärte sie wie entschuldigend. Mein Vater hat eine Reise durch Deutschland angetreten. Er kauft alte Gemälde für seine Privatgalerie. Mir sind diese Fahrten zu eintönig, des= halb bin ich hiergeblieben. Und weil ich mich gerne einmal mit Ihnen über Sport unterhalten möchte, bat ich Sie, hierher zu kommen." Sie erhob ihr Glas. ,, Wohlsein, Herr Hansen! Auf zukünftige Siege..." ,, Wohlsein, Fräulein Hendersohn!" Gedämpft setzte die Tanzmusik ein. Theo stand auf. ,, Darf ich um diesen Tang bitten?" Marieliese erhob sich und legte ihren Arm leicht auf die Schulter des Mittelstürmers. Sie tanzte anmutig und hingebend nach den Klängen des Wiener Walzers. Wer sie wohl sein mag?" dachte Theo.„ Sicher eine verwöhnte Millionärstochter, die in einer Laune auf den Einfall gekommen ist, mich hierher zu zitieren, um sich über ein paar langweilige Stunden hinwegzuhelfen. Dabei ist sie eigentlich ganz hübsch mit ihrem blonden Bubenkopf und den blauen Augen." Sie saßen sich wieder gegenüber. „ Ich habe eine Bitte, Herr Hanjen. Hoffentlich schlagen Sie sie mir nicht ab." Sie entnahm ihrer Handtasche ein kleines Buch. ,, Aha," dachte Theo ,,, jetzt kommt der Zwed des heutigen Abends..." ,, Würden Sie mir wohl hierin ein paar Zeilen schreiben? Einen kleinen Vers? Schon viele Sportleute von drüben haben sich in diesem Buch verewigt. Auch ganz bekannte Namen." „ Ich bin aber fein bekannter Sportsmann," wehrte Theo lächelnd ab. ,, Sie sind ein vorzüglicher Fußballspieler," bestätigte Marieliese eifrig. ,, Bitte." ,, Jetzt übertreiben Sie," meinte er bescheiden.„ Aber geben Sie nur her." Er. schrieb einige Zeilen und reichte ihr das Buch zurück. Fortsetzung folgt. Samstag, den 6. August 1932. Aus Nah und Fern. Kartoffelkrebs in Oberhessen. Ehringshausen. Der Kartoffelfrebs wurde in unserer Gemartung festgestellt. Nachdem auf einem Grundstück verdächtige Frühfartoffeln geerntet worden waren, konnte bei einer mikrostopischen Untersuchung festgestellt werden, daß die Knollen mit dem gefürchteten Kartoffelfrebs behaftet waren. Die Polizeibehörde und das Landwirtschaftsamt Alsfeld haben die Befämpfung des Kartoffelkrebses eingeleitet. * Die Ueberweisungen gesperrt. Friedberg. Der hiesige Stadtrat hat in seiner letzten Eizung erneut die Angleichung der Realsteuersätze an den Landesdurchschnittsjazz abgelehnt. Da diese Angleichung aber die Voraussetzung für die Reichshilfe in der Wohlfahrtsfürsorge bildet, wurde der Stadtverwaltung nunmehr vom Kreisamt mitgeteilt, daß die Reichshilfe schon für den Monat Juli nicht mehr an die Stadt Friedberg ausgezahlt würde. Großen- Linden. Der Voranschlag der Gemeinde für das Rechnungsjahr 1932 liegt vom 6. August ab auf eine Woche auf der Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Großen- Bused. Durch die Kirchenregierung wurde dem Pfarrer Karl Müller zu Düdelsheim die hiesige evangelische Pfarrstelle übertragen. Bad Nauheim. Bis zum 4. August 1932 betrug der Gesamtbesuch 16 679 Gäste, darunter 2844 Ausländer. Anwesend waren an diesem Tage 3026 Gäste. Schotten. Am Montag, den 8. August, findet in der Kreisstadt Schotten der alte und weithin bekannte Schottener Sommermarkt in althergebrachter Form statt. Schotten. Gegenwärtig wird im Niddertal in der Gemarfung der Gemeinde Burkhards eine aus dem frühesten Mittelalter stammende Kirche, die sogenannte„ Marcellinuskirche", ausgegraben. Schotten. Am Hoherodskopf wurde am Donnerstagnachmittag ein zehnjähriger Hütejunge, der vor einem herauf= ziehenden Gewitter unter eine Fichte gekrochen war, vom Blitz erschlagen. Herchenhain. Eine Totengedenkfeier des VHC wird am 28. August am Gefallenen- Ehrenmal auf der Herchenhainer Höhe abgehalten. Michelstadt. Die Leiche des bei einem Flugzeugunglüd in England abgestürzten Grafen Otto zu Erbach- Fürstenau traf am Sontagabend hier ein und erfolgte am Dienstag die Beisetzung auf dem hiesigen Friedhof. Bensheim. Um allen irreführenden Nachrichten entgegenzutreten, sei bemerkt, daß auch dieses Jahr das Bergsträßer Winzerfest, und zwar vom 17. bis 20. September, stattfindet. Beim Scheibenschießen erschossen. Marburg. Im benachbarten Gemünden ist der Arzt Dr. Schütz auf tragische Weise ums Leben gekommen. Er vergnügte sich mit dem bei ihm zu Besuch weilenden 14jährigen Sohn eines Pfarrers aus Hersfeld mit Scheibenschießen, wobei ein Luftgewehr benutzt wurde. Später nahm Dr. Schütz seine Pistole, mit der er ebenfalls einen Schuß auf die Scheibe abgab. Als er die Scheibe nachsehen wollte, ob der Schuß getroffen hat, legte der Junge, dem er die Pistole zum Halten gegeben hatte, an und traf den Arzt, der sofort tot war. Allem Anschein nach hat er mit der Pistole gespielt. Frankfurt a. M. Ein Postaushelfer, der im Zustellungsund Verteilungsdienst beschäftigt war, unterschlug 14 Briefe, weil er Geld darin vermutete und vernichtete sie. Er wurde nunmehr zu der Mindeststrafe für Amtsunterschlagung von einem Jahr Zuchthaus verurteilt. Frankfurt a. M. In der Favagsache ist die schriftliche Begründung zu dem am 25. Februar d. J. verkündeten Urteil der Großen Straffammer unterzeichnet worden. Die schriftliche Begründung umfaßt rund 1400 Schreibmaschinenseiten. Urteilsverfasser ist Amtsgerichtsrat Dr. Wildberger. * Wellenänderung des Kasseler Senders. Kassel. Der Rundfunksender Kassel arbeitet mit 11 anderen europäischen Sendern auf der internationalen Gemeinschaftswelle 1220 KHz( 245,9 Meter). Die Empfangsverhältnisse sind infolge der Beeinflussungen der übrigen Sender sehr ungünstig. Um die Verhältnisse zu bessern, ist nunmehr in Aussicht genommen, den Rundfunksender Kassel im Gleichwellenbetrieb mit Frankfurt a. M. auf Welle 259,3 Meter zu betreiben. Gleichzeitig wird die Leistung des Senders verdoppelt. Achten Sie genau auf die anerkannt gute Marke Union ,, Gießener Zeitung" Ein weißer Rabe. Walded. Die Stadt Sachsenberg in Waldeck ist als weißer Rabe unter den deutschen Städten insofern anzusehen, als die soeben der Gemeindevertretung vorgelegte Haushaltsrechnung für das Jahr 1931/32 mit einem Ueberschuß von 6840 RM. abschließt. Kein Wunder, daß die Gemeindevertretung ,, mit Genugtuung" von dieser Tatsache Kenntnis nahm. Marienberg( Westerwald). Der Kreistag des Oberwesterwaldkreises genehmigte den neuen Etat, der in Einnahme mit 1 039 686 RM. und in Ausgaben mit 1 104 686 RM. abschließt, so daß sich ein Fehlbetrag von 65 000 RM. ergibt. * Hunderte Schmuggler wollen über die Grenze. Aachen. In der Nacht auf Donnerstag versperrten an der deutsch- belgischen Grenze Zollbeamte mehreren Hundert Schmugglern den Weg zum deutschen Reichsgebiet. Um gewaltsame Uebertritte dieser riesigen Gruppen zu verhindern, wurden verschiedene Schreckschüsse abgefeuert. Da aber die Schmuggler durch ein Signal zum Vormarsch aufforderten, mußte scharf geschossen werden, wodurch zwei Schmuggler verwundet wurden. Die Lage für die Zollbeamten wurde immer bedrohlicher, so daß ein Ueberfallkommando herbeigerufen werden mußte, mit dessen Hilfe die Banden zum Teil unter Zurüdlassung des Schmuggelgutes zurückgedrängt wurden. Geschickten Werbern WESTFALIA WERKZEUG C HAGENLW 64 Liste grath Ollab billig Freie Rückfahrt aus Amerika. Frohnhausen( Dillkreis). Dieser Tage ist eine Familie von hier, die seinerzeit nach Amerika auswanderte, wieder zurückkehrt. Die Familie wurde von der amerikanischen Regierung frei bis Hamburg befördert, da nach der Bestimmungen alle in Amerifa arbeitslos werdenden Eingewanderten frei zurüd befördert werden können. Die täglichen fünf Minuten Das Radfahren als Leibesübung. Die Begeisterung für den Sport als Ertüchtigungsmittel für die Jugend hat den Glauben erweckt, als sei der Sport nur etwas für junge Leute. Man identifizierte den sportlichen Wettkampf mit der Leibesübung und glaubt, dem Sport als Arzt am Krankenlager des Volkes dadurch gerecht zu werden, daß man zur Bezahlung seiner Liquidation sein Scherflein beiträgt. Vor dem Kriege herrschte die Ansicht, der Militärdienst reiche zur körperlichen Ertüchtigung aus, und der später erschei nende Schmerbauch sei ein unabwendbares Naturereignis. Aber seitdem wir gesehen haben, daß sportlich tüchtige Völker in überraschend kurzer Zeit zu kriegstüchtigen Völkern herangebildet werden können, ist dieser Glaube an die alleinseligmachende militärische Körperausbildung erschüttert worden. Die meisten Menschen schmachten in den Fesseln eines sie zum Verweilen auf einem Fleck verurteilenden Berufes. Soweit die Ausübung des Berufes eine körperliche Bewegung mit sich bringt, könnte man in ihr einen Ersatz für die„ täglichen fünf Minuten" erblicken, aber die wenigsten berufstätigen Menschen erfreuen sich einer förperlichen Bewegung bei Ausübung ihres Berufes. Alle Kopfarbeiter und die Mehrzahl der Handarbeiter sind zum Sigen verurteilt, und diese Gefesselten müssen durch eine Leibesübung befreit werden, sollen sie nicht verkümmern, altern und als brauchbares Mitglied der Nation nicht verloren gehen. bietet sich Gelegenheit, über neue Werbemethode mit Sparuhr zu besonderem Verdienst zu kommen. Auch nebenberufliche Tätigkeit möglich. Persönliche Vorstellung erbeten in Gießen am Donnerstag, den 11. August 1932 im Hotel ,, Bayrischer Hof", vorm, von 9-11 v. Kapital gesuche für Uhr. Zu melden bei Herrn Oberinspektor Heinemann. Magdeburger- Lebens- Versicherungs- Gesellschaft, ( Alte Magdeburger von 1855) Bez.- Direktion Kassel, Obere Königstr.6, III Verwertung Gegen die Forderung, vor Aufnahme der Berufsarbeit einige Minuten der Leibesübung zu widmen, wird in den meisten Fällen ein Mangel an Zeit ins Treffen geführt. Es soll zugegeben werden, daß es für einen Großstadtmenschen nicht leicht ist, vor Antritt seines Weges zur Arbeitsstätte eine Reihe von Uebungen zu machen, alsdann in eine überfüllte Straßenbahn zu steigen und hangend und bangend in schwebender Pein der Arbeitsstätte zuzustreben. Sich regen bringt Segen, heißt es in einem Sprichwort und wenn dieses Sichregen nicht als Leibesübung, sondern als Fleiß aufgefaßt werden soll, so kann man das Sprichwort ebenso gut auf das anwenden, was als Arznei dem deutschen Volke gereicht werden soll, auf die Leibesübung. Wohl haben wir nach dem Kriege unserer Jugend mehr freie Zeit zu Spiel und Sport ge= lassen als vor dem Kriege, aber die Berufstätigen können von dem Segen der Bewegung im Freien nach der Arbeitszeit nur dann vollen Gebrauch machen, wenn sie während des Tages nicht völlig aus der Bewegung kommen. Das nächstliegende wäre der Marsch zur Arbeitsstätte am Morgen, und es soll nicht bestritten werden, daß ein Marsch durch die frische Morgenluft dem Körper ebenso dienlich ist, wie ein Bad. Aber die Entfernungen sind in vielen Fällen so groß, daß die meisten Berufsmenschen die Zeit Leser, Vorsicht! Nr. 31. für diesen Uebungsmarsch vom Heim zur Arbeit nicht aufbrin gen können. Sie würden ermüdet zur Arbeit erscheinen und abends froh sein, wenn sie nach Hause fahren und ausruhen tönnen, anstatt Leibesübungen zu betreiben. Das Zusammenziehen der Entfernungen ist die erste Bedingung zur Schonung der Kräfte, und man hat in dieser Bezie hung vieles erprobt. Man wäre vielleicht wieder auf die Be nuhung der Massenverkehrsmittel gekommen, wenn nicht in einer Leibesübung die Ueberwindung von Zeit und Raum sich zusam menfassen ließe, im Radfahren. An allen Sportstätten hat man dem Radfahren die Rolle des förperbildenden Zeitsparers zu geteilt, und auch im Erwerbsleben hat man die Doppelrolle des Fahrrades erkannt. Der Bürobeamte, der weit im Vorort zu wohnen verurteilt ist, weil sein Einkommen für eine Wohnung im Stadtinnern nicht ausreicht, würde der Entfernung zwischen Bezugsp Redaktionsi endung nid Wohnung und Arbeitsstätte Zeit, Geld und Gesundheit opfern 44. Ja müssen, käme ihm nicht das Fahrrad zu Hilfe. Das Fahrrad zwingt ihm auf dem Wege zur Arbeitsstätte die ,, täglichen fünf Minuten" ab und setzt ihn in den Stand, die Arbeitsstätte im Vollbesitz seiner Kräfte zu erreichen. Es ermöglicht ihm ein Aussuchen seines Heims in kurz bemessener Mittagszeit, und es trägt ihn in wenigen Minuten zum Sportplatz, den der Nichtradfahrer verärgert durch die überfüllten Verkehrsmittel und abgehetzt in der dreifachen Zeit nicht zu erreichen vermag. Die Erkenntnis vom Wert des Fahrrades als Zeitsparer und Helfer bei den täglichen fünf Minuten" ist in Sportskreisen allgemein bekannt, aber in Laienkreisen sucht man die Lösung dieses ,, Verkehrsproblems" noch immer in einer Erweiterung des Verkehrsnetzes und einer Vermehrung der Massen beförderungs mittel. Die Wichtigkeit der öffentlichen Verkehrsmittel soll nicht bestritten werden, aber der moderne Mensch muß zur Selb ständigkeit erzogen werden, um auch dann nicht in Verlegenheit zu kommen, wenn alles versagt, was ihm an zeit- und kraft sparenden Verlehrsmitteln zur Verfügung steht. Neue Bücher. Neues Hausarztbuch der Diät- Wasser- und Kräuterheil funde. Ratgeber für Gesunde und Kranke. Von Dr. med. C. Fehlauer und Dr. med. S. Blümel. Neubearbeitete Volksaus gabe. 210 S., fart. 2,50 RM., geb. 3,- RM., Hausarzt- Verlag Berlin- Steglitz, Postfach 21. Dieses leichtverständlich und mit Sachkenntnis geschriebene Buch gibt eine klare Beschreibung der einzelnen Krankheiten, ihrer Ursachen, Verhütung und Heilung, und ist ein guter Berater. Wir suchen verkäufl. Geschäfts und Privathäuser, Es kann von der Inseraten- Geschäfts- landw.Anwejen etc. stelle über Chiffre- Inserate oder über sontige Inserate, deren Terte gewisse Ver- gleich weich. 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