Nr. 43. elflug. im Grau Schnur unt nicht, wo die eine mi möchte meinen, daß di Deben Nur wenn dan Der fleine unti dor vegung Gin fleines Kunstwer et Tugend Reißnägein uch ist er. Viel Arbei machen, bis er flieger Irgendwo in der E schon die paar rezer ur die Hunderte po eloftet. Jeßt aber, w nel dabingleite!, ist aud 1 bat flug! Kenni thi ber zweitausend Jabre wollte? Das Flieg it dem Tod bai bif 70 Jahren träumen nin ibt, wenn ihr, folane bi, eure Trachen steign das andere, das wahre re Drachen? len fertig er neues er zügelt mpfänger mens 55: opfbedieGerät- Klanger Musik wünschen, gend und emens 55 starke; er autstärkeemens 55 meistert er. Wechselstrom RM 419,- Gleichstrom RM 433,- Bezugsquellenangabe TENS& HALSKE AG t a. M., Gutleutstr. 31. T Marke und keine andere! Gießener Zeitung Erscheint Samstags. ( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Sahrg. Politische Rundschau. Wie wir hören, hat das Kabinett den Reichszuschuß für die Gemeinden von 65 auf 75 Mill. RM. monatlich erhöht. Die Reichsregierung befaßte sich in ihrer Kabinettssigung vom 2. und 3. November mit Agrarfragen. Sie ist der Auffassung, daß ein Abgleiten der Getreidepreise verhindert werden muß. Die Sigung des Verfassungsausschusses des Reichsrates am Donnerstagvormittag hat die erwartete Sensation nicht ge= bracht. Man hatte allgemein angenommen, daß es zwischen dem Kabinett Papen und dem Kabinett Braun zu heftigen Borpostengefechten kommen würde. Das scheint indessen nicht eingetreten zu sein. Die Sigung ist streng vertraulich gewesen und alle Auskünfte werden abgelehnt. Am Donnerstagfrüh ist mit geringen Ausnahmen das ge= jamte Personal der Berliner Verkehrsgesellschaft in den Streit getreten, so daß weder die Straßenbahn, noch die Untergrundbahn, noch die Kraftomnibusse verkehren konnten. Der Berliner Verkehrsstreit findet in der Berliner Presse größte Beachtung. Alle Blätter, mit Ausnahme der tommanistischen, heben hervor, daß Nationalsozialisten und Kommunisten Arm in Arm den Streit durchführen, und knüpfen an diesen Streit politische Betrachtungen. Der neue deutsche Botschafter in London, von Hoesch, ist dort eingetroffen. Auf dem Bahnhof wurde Herr von Hoesch im Auftrage des britischen Staatssekretärs des Aeußeren von Mister Mond begrüßt. Die schwedische Regierung hat im außerordentlichen Kronrat beschlossen, Verhandlungen über Handelsfragen mit Deutschland und England einzuleiten. Der französische Abrüstungsplan bedeutet ein Entgegentommen an den deutschen Standpunkt und vielleicht auch den ersten Schritt in der Verständigung. Das englische Unterhaus hat in der vergangenen Nacht die Ottawaverträge in dritter Lesung mit 416 gegen 68 Stimmen angenommen. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 5. November 1932 Burgfrieden vom 6. bis 19. Rovember. Der Reichspräsident hat durch eine auf Grund des Artikels 48 Abs. 2 der Reichsverfassung erlassene Verordnung ein mit dem Wahltage in Kraft tretendes Verbot aller öffentlichen politischen Versammlungen, also auch solcher in geschlossenen Räumen erlassen, das zu dem in Kraft bleibenden Demonstrationsverbot hinzutritt. Das Verbot aller öffentlichen politischen Versammlungen ist auf die Tage vom 6. bis 19. November 1932 befristet. Zwed dieses Verbotes ist es, daß nach Abschluß des Wahlkampfes eine Entspannung der durch ihn hervorgerufenen starken politischen Erregung eintritt und daß den Polizeibeamten, deren Dienst die letzten Wochen erhöhte Ansprüche gestellt haben, eine Ruhe- und Erholungspause gegönnt wird. Die ersten Namen an der hessischen Kreiswahlvorschläge. Die Kreiswahlvorschläge für den Wahlkreis 33( HessenDarmstadt) für die Reichstagswahl in Hessen weisen an den ersten Stellen folgende Namen auf: 1. NSDAP: Lenz, Karl, Schriftsteller, Darmstadt. 2. Sozialdemokraten: Dr. Carl Mierendorf, Schriftsteller, 3. Kommunisten: Remmele, Hermann, Metallarbeiter, 4. Zentrumspartei: Dr. Brüning, Heinrich, Reichskanzler a. D., Berlin. 5. Deutschnationale Volkspartei: Dr. Hugenberg, Alfred, Landwirt, Rohbraten. 7. Deutsche Volkspartei: Dingelden, Eduard, Rechtsanwalt, 8. Deutsche Staatspartei: Dr. Weiner, Karl, Oberstudiendirektor, Offenbach a. M. 9. Christl.- Soz. Volksdienst( Ev. Bewegung): Veidt, Karl, Pfarrer, Frankfurt a. M. 10. Reichspartei des deutschen Mittelstandes: Bredt, Joh. Viktor, o. Prof., Reichsminister a. D., Marburg. Aufgezeichnet sind nur die Parteien, die Aussicht haben, einen Kandidaten selbst oder mit Reststimmen zu erhalten. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 44 Helft alle mit! Von Dr. G. Vöhringer, Generalsekretär der Deutschen Liga der freien Wohlfahrtspflege. Der Aufruf zur neuen Winterhilfe der freien Wohlfahrtspflege ist ergangen. Reichspräsident und Reichsregierung haben sich zu ihm mit einem mahnenden Geleitwort an alle, die helfen können, bekannt. Städte und Gemeinden haben sich bereiterklärt, mithelfen zu wollen. Tausende von ehrenamtlichen Mitarbeitern wollen wiederum Zeit und Kraft für den Erfolg des allgemeinen, bitter notwendigen Hilfswerkes einsetzen. Die Organisation des Hilfswerkes wird in allen Teilen des Reiches nach den bewährten Erfahrungen der letzten Winterhilfe durchgeführt. Mögen die Spender jetzt kommen! Alles wird so eingerichtet, daß jeder Groschen, jedes Kleidungsstück und jeder Zentner Kartoffeln und Kohlen unmittelbar und zur rechten Zeit an den wirklich Hilfsbedürftigen gelangt. Wir wissen, daß es diesmal eines gesteigerten Optimismus bedarf, um einen Sammlungsertrag zu erhoffen, der auch nur die allerdringendste Not lindern kann. Denn die Not drängt sich heute vielfach in die Kreise ein, die im vorigen Jahre noch geben fonnten. Was im Vorjahr an Kleidung und Wäsche entbehr.ch war, ist weggegeben, und gerade an Kleidung und Wäsche fehlt es. Aber die Opferbereitschaft des deutschen Volkes, die im vorigen Jahre 100 Millionen Reichsmart in Geld und Sachwerten als Winterhilfe für die verzweifelten Volksgenossen darbrachte, gibt uns die Hoffnung, daß der deutsche Hilfswille ungebrochen ist. Gewiß war der Betrag dessen, was Reich, Länder und Gemeinden, also die öffentliche Wohlfahrtspflege, an Unterstützungen ausgezahlt haben, unvergleichlich höher als der Ertrag unseres Sammelwertes aus privaten Spenden. Aber es kommt bei jeder Hilfleistung nicht bloß darauf an, daß gegeben wird, sondern wo, wie und wann die Hilfe einsetzt. Mit den freiwilligen Spenden, die in vielen Fällen unter eigener Entbehrung gegeben wurden, sind so viel innere Werte verbunden, Mit der soeben erfolgten Kündigung des englisch- ruſſi Wahlaufruf des deutschen Handwerks. daß ihre zugleich materielle und ideelle Hilfe für Hundertschen Handelsvertrages ist eine weitere Phase Wirtschaftsbe= ziehungen der beiden Länder zum Abschluß gekommen. Die englische Regierung fündigt weitere Konventierungsmaßnahmen an. 5prozentige Schatscheine im Werte von 114 Millionen Pfund werden am 1. Februar zurüdgezahlt werden. Eine neue langfristige Anleihe mit sehr niedriger Verzinsung joll voraussichtlich noch im November zur Ausgabe gelangen. In London kam es anläßlich eines Massenaufmarsches tommunistischer Hungermärschler mehrfach zu Zusammenstößen mit der Polizei, da die Erwerbslosen die Polizisten angriffen und versucht hatten, Barrikaden zu errichten. Daß der Abrüstungsausschuß des englischen Kabinetts seine Arbeiten im wesentlichen abgeschlossen hat, darf man daraus entnehmen, daß Sir John Simons Abreise nach Genf nun für den nächsten Montag oder Dienstag angesetzt ist. In der Frage des im Juli abgeschlossenen Zollabkommens hat zwischen Holland, Belgien und Luxemburg zwischen den Regierungen dieser Länder und der englischen Regierung ein Briefwechsel stattgefunden. Die englische Regierung habe die Ansicht zum Ausdruck gebracht, daß sie dem Abkommen nicht beitreten könne. In der Kriegsgerichtsverhandlung wegen des Unterganges der„ Niobe" verkündete der Vorsitzende am Donnerstag solgendes Urteil: Der Angeklagte Kapitänleutnant Ruhfuß wird freigesprochen. Die Verhandlungen des deutschen Vertreters bei dem Gemischten Schiedsgericht mit dem amerikanischen Vertreter und dem Unparteiischen über die Abwicklung der sogenannten Sabotageprozesse gehen ihrem Ende entgegen und nehmen einen be= friedigenden Verlauf. Die Plädoyers der beiden Staatsvertreter sind auf den 21. November festgesetzt worden. Der Matrosengefreite Kurt Spital wurde vom Reichs: gericht wegen Vorbereitung zum Hochverrat in Tateinheit mit versuchtem militärischem Landesverrat zu drei Jahren Zuchthaus, Entfernung aus der Marine und sechs Jahren Ehrenrechtsverlust verurteilt. Am Mittwochnachmittag ereignete sich im Spessart ein schweres Flugzeugunglüd, dem fünf Menschenleben zum Opfer fielen. In Lembach im Elsaß wurde ein junger Deutscher, der aus Bruchhausen in Baden zu seinen in Lembach wohnhaften Verwandten zu Besuch gekommen war, verhaftet. Der Festgenommene wurde vor dem Kriege im Elsaß geboren. des Wegen des Sprengstoffattentats auf die Druckerei ,, Uffenheimer Tageblatt" sind zwei Nationalsozialisten verhaftet worden. der Der 5. Senat des Reichsgerichts hatte sich mit den Beschwerden gegen das Verbot der„ Hessischen Landeszeitung" in Darmstadt, der„ Mainzer Tageszeitung", der„ Wormser Tageszeitung", der„ Oberhessischen Tageszeitung" und ,, Offenbacher Nachrichten" zu beschäftigen. Die Beschwerden wurden bezüglich der„ Oberhessischen Tageszeitung" als unbegründet, im übrigen als unzulässig auf Kosten der Beschwerdeführenden verworfen. Im Einvernehmen mit dem Reichsverband des deutschen Handwerks übergibt die Gruppe der Handwerkerbünde der Oeffentlichkeit nachfolgenden Wahlaufruf des deutschen Handwerfs: Durch die Reichstagsauflösung vom 12. September fordert die Reichsregierung erneut die politische Entscheidung der Wählermassen. Das Handwerk tritt ein für Schutz und Freiheit der auf Selbstverantwortung gestellten schöpferischen Handwerksarbeit. tausende das wurde, was sie brauchten, um im Kampfe mit der Not nicht zu erliegen. Die ersten Zeichen für die neue Winterhilfe sind günstig. Die Deutsche Reichsbahn- Gesellschaft, die mit der Gewährung der Frachtfreiheit für Liebesgaben zur Winterhilfe im letzten Jahre die Grundlage für das Gelingen des ganzen Hilfs= werkes geschaffen hat, hat auch für die neue Winterhilfe die Frachtfreiheit für solche Liebesgaben zugesagt. Auch Reichswehr und Schupo werden sich mit ihren technischen Einrichtungen wieder zur Verfügung stellen. Von den ehrenamtlichen Kräften, die als selbstverständliche Pflicht die mühevolle Arbeit der Sammlung, Ordnung und Verteilung der Spenden weiter auf sich nehmen wollen, habe ich schon gesprochen. Ihre Mitarbeit wird es ermöglichen, auch die Unkosten der neuen Winterhilfe auf ein Minimum herabzusenken. Im Freiwilligen ArbeitsSchich- dienst wird namentlich auf dem Lande die Heranholung der Le= bensmittel, u..a die Ausgrabung, Einsadung, Verfrachtung und Verteilung der Kartoffeln, auf die billigste Weise erfolgen fönnen. Alle wohlwollenden Erklärungen und Vorbesprechungen, das Handwerk zu schützen und zu fördern, sind bisher, auch zum Schaden von Allgemeinheit und Wirtschaft, nicht erfüllt worden. Enttäuschung und Verbitterung haben darum in weiten Kreisen des Handwerks einen Umfang angenommen, der angesichts des verzweifelten Existenzkampfes der mittelständischen ten nicht ernst genug dargestellt werden kann. Trotz grundsätzlicher Würdigung des in dem Wirtschaftsprogramm der Reichsregierung enthaltenen Bekenntnisses zur Privatwirtschaft vermissen wir auch in diesem Plan zur Wiederbelebung der deutschen Wirtschaft eine ausreichende Berüdsichtigung der Wirtschaft der Klein- und Mittelbetriebe. Das Handwerk fordert daher die sofortige Herbeiführung unmittelbarer Maßnahmen, um endlich die bisher in Gesetzgebung und Verwaltung ver: nachlässigte Handwerkswirtschaft wieder in Gang zu bringen. Von der Erfüllung dieser Forderung hängt zu einem guten Teil die deutsche Zukunft ab. Zu ihrer Verwirklichung beizutragen, bezeichnet das Handwerk als ein dringendes Gebot der Stunde. Aber auch ihr, deutsche Handwerker, habt das Recht und die Pflicht und die Macht, durch eure Stimme die Verhältnisse nach eurem Willen zu meistern. Darum heißt es für uns alle: Tut am 6. November eure Pflicht und geht zur Wahlurne! Gebt eure Stimme den Parteien, die für die Freiheit der Nation, für Recht und Wohlfahrt des Volkes, für den Gedanken der selbstverantwortlichen Persönlichkeit und die Sicherung und Erhaltung des Privateigentums und darum für eine positive Politik des Schutzes und der Förderung des gewerblichen Mittelstandes eintreten. Deutsches Handwerk, in der Stunde der Entscheidung heraus zum Kampf, nur feine Wahlmüdigkeit. Wählt alle am 6. November! Amtsenthebung des Bürgermeisters von Eutin. Eutin. Der nationalsozialistische Regierungspräsident Boehmker Eutin hat den Bürgermeister der Stadt Eutin, den Deutschnationalen Dr. Stoffregen, seines Amtes entNicht bürokratische Methoden, sondern unverzüglich wirksame praktische Erfahrungen werden Sammlung und Ver= teilung regeln, mit dem Ziele rechtzeitiger Hilfe, wo sie nottut. Alle Spenden bleiben grundsätzlich in dem sammelnden Bezirk und werden in ihm verteilt. ,, Wir wollen helfen!" ist das Losungswort auch der kommenden Winterhilfe. Die Sammlung hat auf dem Lande wegen der günstigen Bedingungen durch die Ernte bereits fräftig eingesetzt. Aber auch in der Stadt muß zeitig gesammelt werden, um möglichst bald eine Uebersicht über die Erträgnisse zu gewinnen. Nur rechtzeitiges Sammeln gibt der Winterhilfe die Möglichkeit, auch rechtzeitig und am rechten Ort zu helfen. Planloses Helfen führt zu Unwirtschaftlichkeit und zu Verstimmungen Wer uns helfen will, möge deshalb mit seiner Spende nicht zurüdhalten. Auch hier gilt: Wer zeitig gibt, gibt doppelt. Ueber der Not kann die Einheit eines Volkes zerbrechen. Die Not kann aber ebenso ein unlösliches Band um ein Volk schmieden. Welche Wirkung die kommende Winternot auf unVolt haben wird, ist in die Hand unseres Volkes gelegt. Je= der, der jetzt noch selbsttüchtig an sich selbst denkt, ist ein Zerstörer der Einheit. Jeder, der im rechten Geiste hilft, baut mit an der Einheit und Zukunft unseres Volkes. Darum: Wir wollen helfen! hoben. Dr. Stoffregen wurde durch ein Kommando der Schwar: Wer nicht wählt, tauer Ordnungspolizei unter Führung eines Polizeihauptmanns aus seinen Amtsräumen entfernt. Der Bürgermeister hat den Polizeihauptmann auf die Ungesetzlichkeit seines Vorgehens hingewiesen und und beim oldenburgischen Staatsministerium telegraphisch Beschwerde erhoben. Der Kreisvorstand der DNVP hat in einem an den Reichsinnenminister gerichteten Telegramm um das Einschreiten des Reiches im Interesse von Recht, Ruhe und Ordnung gebeten. macht sich selbst zum Bürger zweiter Klasse Samstag, den 5. November 1932 Veröffentlichung der Wahlergebnisse. Die Bekanntgabe der Wahlergebnisse am Abend des 6. November 1932 und in der Nacht zum 7. November 1932 durch Lautsprecher, in der Art der Lichtreklame, durch Aushängen in Schaufenstern oder in den Verlags- und Druedrei- Gebäuden der Zeitungen, ihrer Filialen und den Zeitungsfiosten ist verboten, weil diese Art der Verkündung der Wahlresultate zu Ansammlungen und bei der herrschenden großen politischen Spannung zu Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit führen fann. Die Mitteilung durch Rundfunk gibt jedermann eine ausreichende Gelegenheit, die Wahlergebnisse ungestört und ungefährdet zur Kenntnis zu nehmen. Deutsches Wirtschaftsprogramm für ausländische Arbeiter? Es wird uns geschrieben: Die Reichsregierung hat im Rahmen des Wirtschaftsprogramms 700 Millionen Mark für öffentliche Arbeiten bewilligt. Davon sind u. a. bereits 100 Millionen Mark für Straßenerneuerung zur Verfügung gestellt. In den Vorschriften über ihre Durchführung wird bestimmt, daß nach Möglichkeit nur inländische Baustoffe zu verwenden sind. Denn leider gibt es noch immer Straßenunterhaltungspflichtige, die ohne Rücksicht auf die Not der deutschen Erwerbslosen Auslandsbaustoffe verwenden, obwohl wir eine leistungsfähige Stein- und Teerindustrie haben, die deutsche Rohstoffe verarbeiten. Seit dem Erlaß der Durchführungsbestimmungen mehren sich in der Presse Darstellungen, die mit umständlichen Berechnungen und weitläufigen Begründungen nachzuweisen versuchen, daß die aus ausländischem Rohöl in Deutschland gewonnenen Bindemittel für Straßen zu den inländischen Baustoffen zu rechnen seien; ihre Gewinnung im Inland brächte ,, volkswirtschaftliche Gewinne". Solche Berechnungen mit allerlei Unbekannten schaffen nicht die Tatsache aus der Welt, daß Asphalbitumen aus dem Ausland, zum Teil fertig und der Rest als Rohöl, eingeführt wird. Dadurch fließen Steuergelder ins Ausland und schaffen ausländischen Arbeitern Verdienst, während unsere Arbetislosen weiter darben müssen. Das gleiche gilt bei der Einfuhr schwedischer Pflastersteine. Die Absatznot der Pflastersteinindustrie in dem Vogelsberg, in Ostbayern, Schlesien und dem Westerwald ist bekannt. Die trostlose Lage der Steinarbeiter darf unter feinen Umständen durch Einfuhr von Pflastersteinen verschlimmert werden. Auch die deutsche Teerindustrie leidet unter Absatzmangel. Obwohl sie in der Lage ist, den deutschen Bedarf an Straßenbindemitteln reichlich zu decken, werden große Mengen von Auslandsbitumen eingeführt. Die deutsche Teerindustrie gewinnt ihren Teer aus deutscher Steinkohle, bei deren Förderung heute noch rund 300 000 Bergleute beschäftigt sind. Die Erlöse aus dem Teer kann der notleidende Bergbau nicht entbehren. Der deutsche Straßenteer darf nicht durch eingeführte Rohstoffe aus seinem natürlichen Absatzgebiet, dem deutschen Straßenbaustoffmarkt verdrängt werden, selbst wenn im Augenblick noch gewisse Ausfuhrmöglichkeiten für deutschen Teer vorhanden sind. Damit kann aber schon im nächsten Jahre bei der zunehmenden Abschließung der Auslandsmärkte nicht mehr gerechnet werden. Wo sollen wir dann unseren deutschen Straßenteer absetzen, wenn es inzwischen einer anderen Industrie gelingen sollte, sich mit ihren ausländischen Baustoffen des deutschen Marktes zu bemächtigen? Nicht nur die Landwirtschaft bedarf kaufträftiger Abnehmer im Inlande, sondern auch die übrigen Erzeugnisse des deutschen Bodens, wie Steine, Kohle und Teer sind mehr und mehr auf den Binnenmarkt angewiesen. Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. 26. Fortsetzung ( Nachdruck verboten.) ,, Sonntag in vierzehn Tagen ist das Fußballspiel Deutschland Dänemark," erklärte Theo lachend, und Dr. Bargmann hat mir eben geschrieben, daß ich als Mittelstürmer fstr dieses Treffen vorgesehen bin. Es ist mein erstes internatioales Spiel." ,, Da gratuliere ich auch, Herr Hansen." ,, Dante schön. Wenn es nur erst so weit wäre! Ich kann faum die Zeit abwarten." Theo ging wieder in die Stube. Mit verlangenden Augen sah er auf Marieliesens Brief, der noch ungeöffnet auf dem Schreibtische lag. Aber er wollte ihn jetzt nicht lesen. Nachher, wenn die Weihnachtskerzen brannten. Frau Bauer brachte das Abendessen. Ein paar Minuten später hörte Theo Adolf Müllers Stimme auf dem Flur. ,, Jst wohl der internationale Fußballspieler zu Hause?" Da stand der Mittelläufer auch schon in der Tür und reichte seinem Vereinskameraden lachend die Hand. ,, Also herzlichen Glückwunsch, Theo. Das ist eine feine Sache, was? Wie ich vorhin nach Hause tomme, liegt da ein Brief von unserm 1. Vorsitzenden. Ich denke, na nu, dent' ich, da muß doch irgend etwas nicht in Ordnung sein. Und wie ich dann den Brief lese, glaube ich zuerst, mich laust der Affe. Ne, so was. Endlich kapiere ich ja, was los ist. Ich habe dann einen Freudentanz aufgeführt, daß die Leute, die unter uns wohnen, schon das Ueberfallkommando alarmieren wollten, weil ihnen bei diesem Erdbeben so einiger Christbaumschmud auf den Fußboden geplattert ist.“ ,, Du bist auch dabei, Adolf? Das ist ja großartig Davon hat mir Dr. Bargmann nichts geschrieben." ,, Natürlich bin ich mit dabei, Theo. Was ist überhaupt ein Länderspiel ohne Adolf Müller? Ein glatter Reinfall." ,, Na, da gratuliere ich dir ebenfalls," lachte der Mittelstürmer. ,, Vielen Dank, Theo. Wir beiden würdigen Vertreter der Landknachtself wollen dem erstaunten Publikum mal zeigen, was Bringhoff uns beigebracht hat. Ich verspüre schon jetzt so ein gewisses Kribbeln in den Hinterfeulen. Aber nun ,, Gießener Zeitung" Kinderland und Spargedanke. 200 Schülerzeichnungen ausgestellt zu Gießen vom 29. Oftober bis 2. November 1932 in der Pestalozzischule Unsere gegenwärtigen schlechten Wirtschaftsverhältnisse lassen den Sparsinn, wie er in der guten alten Zeit und noch bis zur unheilvollen Inflation bestand, recht schwer wieder auftommen. Unser deutsches Volk ist arm geworden. Und dennoch hat es in sich seinen guten Kern behalten. Können wir mit dem Sparen auch nicht mehr beim Silbergeld anfangen, so soll es mit dem Pfennig wieder sein, wie es unsere Urgroßeltern getan haben. Es ist ein gutes Zeichen, daß unsere kleine jüngste Generation mit Hilfe der Schule den Wert des Pfennigs und die Vielseitigkeit des Sparens gelehrt bekommt. Große Verdienste um das Sparen der Kinder hat sich der Frankfurter Lehrer Schweighöfer erworben, der seinen Schülern die Aufgabe machte, bildlich das Sparen im Zeichenunterricht zum Ausdruck zu bringen. Was Kindergedanken und Kinderphantasie und Kinderideen da alles so vielseitig auf dem Zei= chenbogen einfarbig und mehrfarbig festgehalten haben, das zu sehen wäre wert gewesen für alle Einwohner unserer Stadt. 200 Zeichnungen und 200 verschiedene Spargedanken aus dem Tierreich, aus der Natur, aus der Technik, aus der Weltgeschichte, aus dem Familienleben, aus der Jugendzeit, vom Wandern, vom Beruf, von den Jahreszeiten, vom Krieg, von vielen den Naturereignissen und anderen Gesichtspunkten.. Welche große Freude und auch welcher Ernst über das Sparen spricht aus diesen Kinderzeichnungen. Die Ausstellung wurde am vorigen Freitag im Beisein vier ler geladenen Gäste von dem Direktor der Bezirkssparkasse, Herrn Zacheis, mit einer Ansprache eröffnet, in der er u. a sagte: ,, Sparen" ,, Spargedanke", sind diese Worte in der heutigen Notzeit noch am Plaze? Von Sparen heute zu reden, zu= mal in diesen schlechten Zeiten, ist eine gewagte Sache. Und doch sollte nicht eine„ Notzeit" gerade eine„ Sparzeit" sein? Noch vielmehr als in Zeiten des Ueberflusses gilt heute das Wort„ Spare". Als ich auf die Ausstellung der Schülerzeich= nungen der Frankfurter Westend- Mittelschule durch Herrn Lehter Schweighöfer in Frankfurt a. M. aufmerksam wurde, da Kohlendiebstähle unter Feuergefechten. Räuberromantik im Nordsternhafen der Vereinigten Stahlwerke. Vor dem Einzelrichter in Gelsenkirchen- Buer wurden anläßlich der Verhandlung eines Strafbefehls, gegen den ein Kohlendieb Einspruch erhoben hatte, geradezu phantastische Dinge über Kohlendiebstähle riesenhaften Umfanges im NordSternhafen der Vereinigten Stahlwerke bekannt. Hätte der Wächter, der darüber vernommen wurde, nicht unter Eid ausgesagt, so würde man seine Darlegungen für ein romantisches Märchen halten. Im Nordsternhafen werden dauernd Kohlenschleppkähne beladen, die dann oft über Nacht auf die Abfahrt warten müssen. Namentlich in den warmen Sommernächten haben sich die Kohlendiebe diese Wartezeit zunuze gemacht. In grö ßeren Gruppen und mit Messern zwischen den Zähnen schwammen die Diebe an die sog.„ Flieben", die Beiboote der Schleppfähne, heran, zerschnitten die Halteseile und machten die Bei boote flott. Wieder andere Personen fletterten auf die bela= denen Schlepper und warfen in großen Mengen schwere Stüd kohlen in die seitlich liegenden Beiboote. Zeigten sich in der Nähe Zechenwächter oder Schiffer, so wurde nicht selten aufi diese ,, lästigen Leute" ein regelrechtes Feuergefecht eröffnet, wenn nicht die im ganzen Gelände rings umher verteilten Schmierensteher schon vorher Wächter und Schiffer verscheucht oder abgelenkt hatten. Eines Nachts veranstalteten Zeche und Staatspolizei gemeinsam eine große Razzia, in deren Verlauf muß ich wieder nach Hause Was ist das denn für ein Segelschiff? Das hat du wohl von Frau Bauer zu Weih nachten bekommen? Du, das ist ja eine drollige Deern. So in Geschenk! Das ist sicher das Schiff, mit dem Klumbumbus nach Amerika gesegelt ist." ,, Darüber laß deine Wize, Adolf, sonst fliegst du breikantig die Treppe runter!" ,, Kerl, Theo, du machst ja ein ganz böses Gesicht!" Er legte ihm die Hand auf die Schulter. ,, Nichts für ungut, Theo. Du weißt ja, ich sage nicht viel, aber das wenige, was ich sage, ist... Unsinn." Der Mittelstürmer lachte. ,, Wer könnte dir wohl ernstlich böse sein, Adolf? Du findest im richtigen Augenblid immer das richtige Wort. Ein Witz, eine lustige Bemerkung und alles ist wieder in bester Ordnung." ,, Die Hauptsache ist, daß wir Spieler uns gegenseitig so leicht nichts übelnehmen," meinte der Mittelläufer, sich verabschiedend. ,, Unser Ton ist rauh, aber herzlich, so wie es sich für Fußballkameraden geziemt " Frau Bauer zündete in ihrer Stube die Lichte des Tannenbaumes an. Durch die geöffnete Tür sah Theo, wie eine Kerze nach der anderen aufflammte. Ein Duft von Tannen grün und braunen Kuchen lag in der Luft. Er setzte sich ans Klavier und spielte ein Weihnachtslied. Kindheitserinnerungen stiegen in ihm auf. Früher, als seine Eltern noch lebten, hatte die Mutter immer am heiligen Abend vor dem Klavier gesessen und die alten schönen Weihnachtslieder gespielt. Als er dann zehn Jahre alt war, hatte sie ihm Klavierstunden gegeben. Wenn draußen seine Spielfameraden lärmten und ihn riefen, mußte er in der Stube am Klavier sitzen und üben. Das war ihm sehr schwer gefallen, und eines Nachmittags hatte er kurz entschlossen den Klavierdeckel zugeklappt und war ins Freie gestürmt, freudig begrüßt von seinen Spielgenossen, die ihren Häuptling beim Indianerspielen schon stark vermißt hatten. Aber am Abend hatte der Vater ihn vorgenommen. ,, Deine Fortschritte im Klavierspiel sind mangelhaft, Theo. Du hast keine Lust zum Ueben?" ,, Nein." „ Warum nicht?" „ Ich will doch kein Musiker werden. Klavierspielen ist überhaupt nur was für Mädchen." Nr. 44 Samstag, war ich beim Anblick der kleinen Zeichnungen und Bildchen der Kinder schnell eines anderen belehrt.„ Kinderland und Spargedanke" nennt Herr Lehrer Schweighöfer die Sammlang von etwa 200 kleinen, von Kindern im Alter von 10-14 Jahren selbst entworfenen und selbstgezeichneten Bildern! Herrn Lehrer Schweighöfer gebührt großer Dank für die Erstehung und für die Ueberlassung dieser Sammlung. Anspruchslose Kinderkunst, die aber doch viel Freude bereitet. Interessant ist es, wie das Kind Geschautes und Erlebtes tombiniert, wie es Gegebenes übernimmt und zu seinen Zweden umgestaltet. Dieses Mal zum Zwecke des„ Spargedankens"!! Eine Ham burger Zeitung schreibt gelegentlich der Ausstellung in Hamburg im Januar 1931: Ueber da ubige Befor Der Winter Rommen für Beniter ftröm wird es ftille Säume, oder och stiller. Die pul and prunte Saft wird ja des Jahres Gebet. Es ist 5 lehr, neuer Der vember, find Der Wahldi Bahlen, wie life deutiche th tongertier Den Baujen 22 Uhr ab Das Konzert fetgeftellt ist genen Jahre Wohlf bis 28. Febr ten- Bertauf briefmarken Juri 1933. lerij ausge Schloffer. G Wartburg) Marte( Schl rine 12- Pig. „ In Frankfurt gab der„ Sparlehrer" den Kindern der unteren und mittleren Klassen einer Mittelschule den Auftrag, über das Motiv„ Der Segen des Sparens" Bilder und Verse zu machen. Der Erfolg übertraf alle Erwartungen! Beinahe die Hälfte der Kinder hat eine Ansicht über das Sparen in irgendeiner graphischen Form dargeboten. Die ausgestellten Bildchen überraschen durch ihre Vielseitigkeit, Originalität und die für die Kinder so typische Farbenfreudigfeit, sowohl in der Jdee, als auch in der Ausführung. Alle möglichen Motive werden verwandt, um den Segen des Sparens und die Propaganda für den Spargedanken deutlich auszudrücken." Die Ausstellung verfolgt den Zwed, den Spargedanken in der Jugend zu wecken und Eltern und Lehrerschaft für seine Vertiefung zu gewinnen! Bei der Eröffnungsfeier waren anwesend von der Aufsichtsbehörde Herr Reg.- Rat Dr. Krüger, von der Stadtverwaltung Herr Bürgermeister Dr. Seib, von dem Stadt- und Kreisschul amt die Herren Reftor Reul und Dr. Enz sowie Rektor Kling und Reftor Kaufmann und Vertreter der Presse. Den Aufbau der 200 Zeichnungen hatte Architekt Rust recht übersichtlich be sorgt. man in der Nähe des Nordsternhafens vor dem unscheinbaren: Häuschen eines Invaliden eine regelrechte Umschlagstelle für gestohlene Stücfohlen entdeckte. Beim Erscheinen der Beamten fanden sich rund 200 Zentner prächtige Stüdtohlen ,, am Lager", die im Verlaufe weniger Nachtstunden von den nahegelegenen: Schlepptähnen entwendet worden waren. Jn zwei Nachbars häusern fand man noch 20 bezw: 60 Zentner aufgestapelter Stückfohlen, die gleicher Herkunft waren. Die Polizei war noch im rechten Augenblick an der Umschlagstelle erschienen;: denn schon furz darauf wäre das ganze Diebesgut restlos ver schwunden gewesen, da regelmäßig im Morgengrauen von allen Seiten her aus Essen, Horst, Karnap, Altenessen usw. mit Handkarren und Fuhrwerken die ,, Käufer" tamen, um sich ihre Ware" abzuholen. Wieviel hundert oder tausend Tonnen Kohlen auf diese Weise und in dieser organisierten Räuber manier bereits aus dem Nordsternhafen ganz zu schweigen von allen anderen Kohlenhäfen allein im Laufe des letzten Sommers verschwunden sind, läßt sich wohl faum annähernd feststellen. Der hier verzeichnete Fall beleuchtet aber mit schla gender Deutlichkeit zur Genüge, melch ungeheuren Umfang die organisierten Kohlendiebstähle in diesem Bezitt ange nommen haben. Der Invalide M, vor dessen Haus übrigens sich das vorgefundene nächtliche Kohlenlager befand und in dessen Stallung man den erwähnten Stapel von 20 Zentnern Stückohle vorfand, hatte gegen einen Strasbefehl in Höhe von 15 Mark Einspruch erhoben. Das Gericht beantwortete den Einspruch mit einer Erhöhung der Strafe auf 25 Mart - ,, Das ist Unsinn. Aber zwingen will ich dich dazu nicht, mein Junge. Deinen Wunsch, in einen Sportverein einzu treten, kann ich dir natürlich unter diesen Umständen auch nicht erfüllen. Dort tönnen sie solche Jungs nicht gebrauchen, die gleich den Mut verlieren, wenn es gilt, etwas durch Fleiß und Ausdauer zu erreichen. Nun weißt du Bescheid." Noch in Gedanken mußte Theo lächeln ,, wenn er daran dachte, mit welcher Verbissenheit er sich von nun an zu den verhaßten Fingerübungen am Klavier gezwungen hatte. Als er dann ein halbes Jahr später am heiligen Abend seinem Vater ein Weihnachtslied vorspielen fonnte, fand er unter seinen Geschenken auch die so sehnlich gewünschten Fußball schuhe.. ,, Darf ich num gleich in eine Schülermannschaft eintreten, Vater?" „ Gewiß. Aber das merte dir: Erst tommt die Schule und dann das Fußballspiel... Seine Matter, die etwas ängstlich und besorgt um ihren Jungen war, sah es im Anfang nur ungern, wenn er zum Fuß ballspielen ging. Aber fam er dann abends müde und hungrig zurück, war sie die Liebe und Güte selbst und freute sich, wen es ihm schmedte. Und kam er einmal mit einem verschrammtem Knie nach Hause, ließ er es sich nach anfänglichem Strauben auch gefallen, daß sie einen Verband um die abgeschürfte Stelle legte. Junge, Junge," meinte sie dann jedesmal ,,, kannst du nid etwas vorsichtiger sein?" ,, Ach Mutter," antwortete er dann, ,, da ist bloß das Fel abgescheuert. Das geht bei der Wäsche wieder raus." Und sein Vater stand ihm bei:„ Das stimmt. Bis zu Hochzeit ist das längst wieder verheilt." Da mußte sogar die ängstliche und besorgte Mutter lacher. Ja, seine Mutter! Er hatte mit findlicher Liebe an i gehangen, wenn er es sich auch nie so hatte, merken lassen. G lag ihm nicht, seine tiefsten Gefühle nach außen hin zu zeigen Sein Vater war sein bester Kamerad gewesen. Dre Grundsätze hatte er ihm von Jugend auf immer wieder eit gehämmert: Ein richtiger Junge darf nicht bange sein, nid weinen und nicht lügen. So hatte er ihn zur Mannhaftigkeit, Wahrheitsliebe und Furchtlosigkeit erzogen und dadurch di Grundlage geschaffen zu seinen jetzigen Erfolgen. im Ber und Sport. ( Fortsetzung folgt.) 15 Pig.; ei laajspreijer zum Verkau poftfarte, die präsidenten ( Tannenberg Für die Gie Gartenitrage Wohlfahrtsb Reinertrag briefmarken * Kra Beriphiebun bisher 13.10 Steinbach επ Verwe 40 Die Sens nationale Gine Mit dem lation ber Be Ran Heb hrung berar Niemals wäre tebenbe Org benn gerade in all an jebem zu haben. ALGE Aflo Sejtalozzischule Rr. 44 Samstag, den 5. November 1932 hnungen und Bildchen hrt.„ Kinderland und eighöfer die Sammlung Alter von 10-14 Jab meten Bildern! Herrn Dant für die Erstehung mlung. Anspruchsloje bereitet. Interessant it btes tombiniert, wie es 3weden umgestaltet Dantens"!! Eine Ham Ausstellung in Hamburg hrer" den Kindern der Mittelschule den Auf s Sparens" Bilder und traf alle Erwartungen! eine Ansicht über das Form dargeboten. Die vrch ihre Vielseitigkeit, -typische Farbenfreudig der Ausführung. Alle Im den Segen des Spa urgedanken deutlich aus d, den Spargebanten in Lehrerschaft für seine defend von der Aufsichts on der Stadtverwaltung Stadt- und Kreisschul Enz sowie Rettor Kling Der Presse. Den Aufbar ust recht übersichtlich be Svor dem unscheinbarer rechte Umschlagstelle für Eriheinen der Beamter Shüdtohlen ,, am Lager von den nahegelegener Cent. In zwei Nachbar Zentner aufgeftapelier Ten. Die Polizei war mschlagstelle erschienen e Diebesgut restlos web Morgengrauen von allen nap, Altenessen ufto. Käufer" tamen, um fid at oder taufend Tonner organisierten Räuber ganz zu schweigen enein im Laufe des legten wohl faum annähern beleuchtet aber mit ih Ich ungeheuren Umfan In diesem Bezitt ange or dessen Haus übrigens lenlager befand und i Stapel von 20 Jenten en Strafbefehl in S Das Gericht beantworte mer Strafe auf 25 Mar will ich dich dazu ni einen Sportperein ein esen Umständen auch ni ngs nicht gebrauchen, b gilt, etwas durch Fle Deißt du Bescheid." lächeln, wenn er barn fich von nua an zu b er gezwungen hatte. m heiligen Abend feine in tonte, fand er unt lich gewünschten Fuß Hermannschaft eintrete St tommt die Sale lich und besorgt um ih ungern, wenn er zum abends müde und hungr felbft und freute sich, we el mit einem verschramm a anfänglichem Stra Sand um die abgejar jedesmal ,,, kannst du ni ann ,,, da ist bloß das che wieder raus." ei: ,, Das stimmt. Bis Seilt." und besorgte Mutter lad mit findlicher Liebe an so hatte, merken laffen. e nach außen hin zu zeig Kamerad gewesen. D end auf immer wieder Darf nicht bange fein, er ihn zur Mannhaftigl Ferzogen und dadur egigen Erfolgen, im S folgt.) Lokales. Sonntagsgedanken. Ueber das drängende Jubeln des Frühlings tam die stille, ruhige Besonnenheit der Reife. Es ist Herbst geworden und der Winter schidt seine ersten Boten, die von seinem baldigen Kommen tünden sollen. Durch das noch sommerlich geöffnete Fenster strömt der kalte Hauch des Vergehens. Auch in uns wird es stiller. Fröstelnd lauschen wird dem fallenden Laub der Bäume, oder dem traurigen Gingen eines Regens und werden noch stiller. Und in uns wird Besinnung. Die pulsende Frühzeit, der blühende Lenz, die übervolle und prunke Hochzeit des Jahres stehen im Blid unserer Seele. Fast wird schon fremd, was hinter uns liegt. Nur die Früchte des Jahres sehen wir noch und unsere Seele wird zu einem Gebet. Es ist Herbst geworden. Aber nicht Sterben, sondern Eintehr, neuer Weg zu uns. Der Sonntagsschreiber. * * Der Wahltag im Rundfunt. Am Sonntag, den 6. NoDember, finden in Deutschland wieder Reichstagswahlen statt. Der Wahldienst des Rundfunkts beginnt, wie bei den letzten Wahlen, wiederum um 19 Uhr, und zwar einheitlich für sämtliche deutschen Sender von Berlin aus. Von diesem Zeitpunkt ab konzertiert das Orchester des Berliner Konzert- Vereins. In den Pausen werden die ersten Wahlresultate durchgegeben. Von 22 Uhr ab fonzertiert sodann die Kapelle Gebrüder Steiner. Das Konzert wird fortgesetzt, bis das vorläufige Endresultat festgestellt ist, also bis etwa 3 Uhr nachts. * Wohlfahrtsbriefmarken und-postfarten. Wie im vergangenen Jahre findet wieder in der Zeit vom 1. November 1932 bis 28. Februar 1933 ein Wohlfahrtsbriefmarken und postkarten- Verkauf statt. Die postalische Gültigkeit der Wohlfahrtsbriefmarken nach dem In- und Auslande erlischt erst am 30. Juni 1933. Die Wohlfahrtsbriefmarken sind wiederum künst lerisch ausgeführt und zeigen eine Reihe deutscher Burgen und Schlösser. Es gelangen zur Ausgabe: eine 4- Pfg.- Marke ( Wartburg) zum Verkaufspreise von 6 Pfg.; eine 6- Pfg.Marte( Schloß Stolzenfels) zum Verkaufspreise von 10 Pfg.; eine 12- Pig.- Marke( Burg Nürnberg) zum Verkaufspreise von 15 Pfg.; eine 25- Pfg.- Marke( Schloß Lichtenstein) zum Verlaufspreise von 35 Pfg.; eine 40- Pfg.- Marke( Schloß Marburg) zum Verkaufspreise von 80 Pfg.; ferner eine Wohlfahrtspoftfarte, die aus Anlaß des 85. Geburtstages des Herrn Reichs=" präsidenten hergestellt wurde mit eingedrudter 6- Pfg.- Marke ( Tannenberg- Denkmal). Der Verkaufspreis beträgt 10 Pfg. Für die Gießener Nothilfe hat das Städtische Wohlfahrtsamt, Gartenstraße 2( 3immer 9, Erdgeschoß) den Verkauf der Wohlfahrtsbriefmarken und-farten übernommen. Von dem Reinertrag aus dem außerpostalischen Verkauf der Wohlfahrts briefmarken verbleiben 80% der Gießener Winternothilfe. * Kraftpost Gießen- Annerod Steinbach- Albach. Infolge Verschiebung der Arbeitszeiten verkehren an Samstagen die bisher 13.10 und 17.25 Uhr von Gießen über Annerod und Steinbach nach Albach abgegangenen Kraftposten erst um 13.55 Elektrisches Licht ist billig! OSRAM Verwenden Sie für den Haushalt 40 und 60 Watt OSRAM- Lampen. Die Sensation der III. Internationalen Polizei- Sternfahrt Eine deutsche Rekordleistung: Mit dem Motorrad durch die glühende Sahara. ( 1. Fortsetzung.) Man sieht barin immer wieder von neuem, daß bie Organt sation der Betriebsstoffversorgung nicht nur wichtig für die Durch führung derartiger Fahrten, sondern sogar durchaus notwendig ist. Niemals wäre es möglich gewesen, diese Fahrt ohne die bereits be stehende Organisation der Standard- Gesellschaft durchzuführen, benn gerade im Orient tommt es vor allen Dingen darauf an, über all an jedem Ort gut bekannt zu sein, bzw. gute Empfehlungen zu haben. ALGER Blid PHILIPPEVILLE BOUGIE CONSTANTINE 321 432 Bou- Saada DJELFA Tolga o Chegga Oasis Aflou LAGHOUAT TSF Tilrempt GHARDAÏA 5 STANDARD N5 BATNA BISKRA EL QUED Bzioua TOUGGOURT 703 QUARGLA ,, Gießener Zeitung" und 17.55 Uhr. Die Kraftposten ab Albach 18.05, an Gießen 18.40 und ab Gießen 18.45, an Steinbach 19.14 fallen an Samstagen wegen der sehr schwachen Benutzung aus. * Gehöftsperre. In dem Schweinebestand des Landwirtes Heinrich Noll VII, Gießen, Neustadt 47, ist Schweinerotlauf festgestellt. Gehöftsperre ist angeordnet. * Verwendung der Instandssehungs- Reichszuschüsse in Gießen. In Hausbesitzerfreisen taucht die Behauptung auf, die Stadt Gießen würde den größten Teil der für den Gießener Hausbesitz bereitgestellten Beträge für die Instandsetzung von Wohnhäusern für sich verwenden. Die Stadt lasse jetzt mit Hilfe dieser Gelder einen großen Teil ihrer Häuser wieder in Wohlfahrtsbriefmarken der Reichspost Gültig bis 30. Juni 1933 DEUTSCHES REICH DEUTSCHES REICH 12 14 DEL 6 DEUTSCHES REICH 6 To Muar DEUTSCHES REICH 40 DEUTSCHES REICH 40 Stand setzen. Diese Auffassung ist durchaus irrig. Bezuschußt werden nur Instandsetzungsarbeiten an Wohngebäuden, die vor dem 1. Juli 1918 bezugsfertig hergestellt waren. Damit scheidet der ganze städtische Wohnhausbesitz so gut wie aus. Denn die Stadt besaß vor dem Kriege lediglich einige alte Häuser im Stadtinnern, von denen z. 3t. vier in Stand gesetzt werden. Hierzu sind Reichszuschüsse in einer Gesamthöhe von rund 800 RM. beantragt worden. Ob dieser Betrag, der auch von vielen Privathausbesitzern erreicht wird, überhaupt genehmigt werden wird, steht dahin, denn während die Anträge der von Privathausbesitzern von der Stadt entschieden werden, müssen die Anträge der Stadt um Zuteilung von Reichszu| schüssen dem Ministerium des Innern( Arbeit und Wirtschaft) in Darmstadt zur Prüfung und Entscheidung vorgelegt werden. Nr. 44 bund Jar e. V. München in der Zeit vom 5. bis 13. November 1932 eine Kunstausstellung großen Stils im Einhorn"( Palastlichtspiele), Kirchenplatz, abhalten. Die Ausstellungen des Künstlerbundes sind seit nahezu zwanzig Jahren in über ein hundert deutschen Städten bekannt. An eigens aufzubauenden hohen Stoffwänden werden ungefähr 120 Originale( Gemälde, darunter große Formate) zu sehen sein, von Künstlern, deren Namen aus dem Kunstverlag, auch aus Galerien( Münchener Glaspalast) bekannt sind. Mit ausgewählten Kollektionen sind vertreten u. a. die Professoren Ludw, Bod, Bauriedl., Jul. Diez, Sied, Schlag, Urban; die Maler: Bachmann, Korthaus, Mühlen, Schlageter, Miller- Diflo u. a. m. Zur offiziellen Eröffnung der Ausstellung wird der Münchener Ausstellungsleiter Dir. Bischoff- Korthaus am Samstag, den 5. November, einen Vortrag halten. Die Kunstschau wird jeden Tag, auch Sonn tags, von 10 bis 1 Uhr, und 4 bis 7 Uhr, geöffnet sein. Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintritt von 50 Pfg. erhoben, der gleichzeitig zu einer Verlosung berechtigt. Schüler 20 Pfg., auch so Erwerbslose. Wie aus Presseberichten ersichtlich, erfreute sich der Bund allseitiger Beachtung und Förderung. Die Mitglieder des Oberhessischen Kunstvereins haben Ermäßigung auf die Hälfte.( Siehe Anzeige.) * VHC- Tagung 1933. Der Gesamt- VHC.( Vogelsberger Höhen- Club) hat seine nächstjährige Hauptversammlung dem Zweigverein Windecken( Hanau- Land) zugesprochen. Die Ta gung findet am Sonntag nach Pfingsten( 11. Juni) statt. Angeregt worden ist eine Sternwanderung sämtlicher Zweig vereine nach Windecken. Der Zweiröhren- Fernempfänger. Der Wunsch ist Wirklichkeit geworden, es gibt jetzt einen preiswerten Zweiröhren- Empfänger, der tatsächlich den heutigen Anforderungen an guten Fernempfang genügt. Mit zwei modernen Röhren, einer Schirmgitterröhre als Audion und einer Schutzgitter- Endröhre wird in dem preiswerten Fernempfänger Siemens 23 eine kräftige Verstärkung der empfangenen Sendung erzielt. Diese hohe Verstärkung ermöglicht eine lose, induktive Ankopplung dee Antenne an den an und für sich sehr verlustarm aufgebauten Abstimmkreis. Damit erhält der Empfänger eine hohe Trennschärfe, die für guten Einzelempfang vieler Sender ausreicht. Die Einstellung des Empfanges erfolgt leicht und bequem auf der bewährten Riesenskala. Ein besonderer Kombinationsschalter mit Platinkontakten dient zur Umschaltung der beiden Wellenbereiche und zugleich für eine gute Antennenanpassung mit 4 bezw. 3 Schaltstufen in jedem Wellenbereich und hiermit gleichzeitig zum Einstellen größerer Empfangslautstärke oder höherer Selettivität. Als Einzelgerät oder für Freunde des fombinierten Empfängers( mit einem eingebauten modernen FreischwingerLautsprecher) ist der Siemens 23 der ideale kleine Fernempfänger. Eine Bevorzugung der Stadt auf Kosten der Privathausbesitzer Wer Kosten der Privathausbeſizer Wer nicht wählt, schadet dem findet also unter feinen Umständen statt. * Große Münchener Kunstausstellung. Im Einvernehmen mit dem Oberhessischen Kunstverein e. V. wird der Künstler Staate und damit sich selbst!! OSRAM Der Name OSRAM bürgt für hohe Lichtleistung 2000 fm Wüftenfahrt! Algier- Bou- Saâda- Biskra. Am Montag, dem 15. August waren wir in Algier ange tommen. Am Donnerstag, dem 18. schon war die Organisation ber Fahrt ausgebaut. Wir starteten am Nachmittag, da wir die erste Etappe von ca. 250 Kilometer noch am späten Abend erreichen wollten. Zuerst ging die Fahrt auf gut ausgebauten Wegen steil bergan ins Atlas- Gebirge. Wenn es schon in Algier recht heiß war, wuchs die Hize am ersten Nachmittag der Fahrt beinahe bis ins Unerträgliche; erst als die Sonne langjam unterging war es einigermaßen erträglich zu fahren. Nachdem wir Algier 3-4 Stun den verlassen hatten, tamen wir bei der ersten Tankstation in Aumale, einst Auzia, ein altes Kastell der Römer, an. Bei unserem Eintreffen in Aumale wurden wir gleich von einer ungeheuren Anzahl von Eingeborenen begrüßt. Unsere erste Frage war natür lich nach dem Standard"-Bertreter. Man teilte uns mit, daß dieser würdige Herr, A. Djaoui, bereits Schlafen gegangen wäre. Da wir Betriebsstoff brauchten, hatten wir die Absicht, ihn aus dem Bett zu trommeln. Es war jedoch nicht nötig, denn der brave Tankwart lag mitten auf der Straße, 20 Meter von seiner Pumpe entfernt und schlief den Schlaf des gerechten Muselmann. Es ist im Orient während der großen Hiße nicht möglich, in Häusern zu schlafen und jeber macht es sich daher irgendwo in der freien Natur gemütlich. Unser Herr Djaoui hatte sich einen alten Sad über den Kopt gezogen und schlief so fest, daß es gar nicht leicht war, ihn aufzuweden. Als er jedoch wach war, sprang er auf und lub uns in recht mohamedanischer Gastfreundschaft, bevor wir bei ihm tantten, also das Geschäft abschlossen, zu einem fleinen Apéretiv in seinem Hause ein. Das ganze Dorf interessierte sich selbstverständlich für diese Fahrt. Wir erzählten noch Verschiedenes über unsere Reise, Herr Djaoui verdolmetschte es seinen Landsleuten, aber es ist wohl taum anzunehmen, daß sie besonders viel von dem Unternehmen verstanden haben. Nach einer guten halben Stunde wurde wieder gestartet, weiter gings noch ca. 130 kilometer bis nach Bou- Saâda. Auch wir mußten selbstverständlich wegen der Hiße im Freien übernachten und legten uns in einen geschlossenen Hof bei dem ,, Standard"-Vertreter. Am anderen Morgen fuhren wir gegen 10 Uhr weiter hinein in die Wüste nach Bistra. Wir durchquerten zuerst tier ausgefurchtete Bachbette, es ging an Bergflanten vorbei, und gelangten so in die waldigen Regionen von Ain Smara, tamen dann später in nächster Nähe der Wasserverbauungen des Ueb Chair zu den malerischen Schluchten des Bou Mellel und nach der Ueberfahrt des Col Ras Chaiba, von dessen Höhe aus die ferne Wüste wie ein bläulich stilles Meer erscheint, fuhren wir in die sandigen Regionen von Fugala, um endlich die wunderschöne Dase Bistra zu erreichen. Wir blieben hier in Biskra die 2. Nacht. Wieder einmal haben wir bei dem Standard"-Vertreter übernachtet, und zwar bei ihm auf dem Hof zwischen seinen Benzin- und Del- Fässern. Am anderen Morgen ging es weiter über Djamaa nach El Queb. El Qued7 Fahrt durch Sandbünen. El Qued ist für Europäer noch immer ein recht unsicherer Ort. Dieser Ort gehört zu einem Dasen- Kranz, in dem so religiöse Mohamedaner wohnen, daß sie nicht bulben, daß ein Ungläubiger sich nachts in ihren Mauern aufhält. Der Kranz umfaßt 7 Dafen, dessen Bewohner sich M'Babisten nennen und zu den besonders strengen fanatischen Gläubigern des Mohameds gehören. Außerbem versperren die Sanddünen des Abends auch die Eingänge biefer Dasen. Man muß also die Stadt vor Abend erreichen und auch wieder verlassen. Es wurde daher zum ersten Mal etwa 30 Stilometer westlich von El Qued mitten in der Wüste übernachtet. Nur 2 Stunden Nachtruhe, und gegen 3 Uhr im ersten Morgengrauen ging es nach Touggourt. In diesen Sandbünen fonnten wir begreiflicherweise nur sehr langsam fahren, und zwar mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit bon 10-12 Stilometer die Stunde. Am anderen Morgen war bie Dase Touggourt erreicht. Touggourt ist ein sehr befestigter Blaz, Stüßpunkt der französischen Kolonialherrschaft. Wir wurden hier bon der Militärbehörde sowie vom Standard"-Bertreter Laglebze empfangen. Herr Lagleyze hat eine Autobus- Linie von Touggourt aus zu den entfernteren Dasen, vor allen Dingen nach der sehr weit süblich gelegenen Dase Quargla, eingerichtet. Man lann in der Wüste nicht ohne weiteres bas alte Büstenschiff, bas Ramel, burch Autobusse, wie wir sie tennen, ersehen, sondern auch bie Autobusse müssen unter den besonderen Umständen der Wüste an bers gebaut werden als bei uns. Vor allen Dingen ist das Chassis recht hoch und jedes Rab hat wegen der Hize einen eingebauten Luftbrudprüfer, da der Luftbrud je nach der Wärme des Sandes jeben Augenblid verändert werden muß, da durch die erhizte Luft sonst die Möglichkeit besteht, daß die Reifen platen. Bei sehr feinem Flugsande wird der Luftbrud auf ein äußerstes Minimum reduziert, damit bie Räber nicht mahlen, sondern eine größere Adhäsion durch die breitere Fläche der Reifen hervorgerufen wird und somit das Fahrzeug besser vorantommt. Außerdem haben diefe Wüsten- Omnibusse besondere Stühler, in benen die Wassermenge sehr biel größer ist als bei normalen Kraftwagen. Selbst wenn ber Wagen die ganze Nacht ohne zu fahren gestanden hat, ist der Motor und der Kühler am anderen Morgen noch heiß. Zum ersten Mal feit Algier betamen wir bei Herrn Lagleyze einmal wieder europäische Rost zu essen. Frau Lagleyze fonnte uns allerdings nicht selbst Rochen, denn sie ist mit ihren Kindern wegen der enormen Hize in der Sahara während der Sommer- Monate nach Frankreich gereift, wie es überhaupt bei allen besseren Kreisen unten üblich ist, baß nur der Mann, der die Geschäfte versehen muß, während der heißen Sommermonate sich notgedrungen in der Sahara aufhält. ( Schluß folgt.) Weiße Zähne: Chlorodont Nr. 4 Samstag, den 5. November 1932 Die Radfahrer gegen Nummern-, Karten- und Haftpflichtzwang. Auf seiner Hauptversammlung in Dortmund am 23. Oftober hat der Bund Deutscher Radfahrer zu einer Dentschrift Stellung genommen, die von einem„ Konsortium zur Förde= tung der Radfahrerinteressen" an den Herrn Reichskanzler gerichtet worden ist. In dieser Denhschrift wird auf dem Wege der Notverordnung die Einführung eines Ursprungszeugnisses, eines Nummernschildes, einer Zwangsversicherung gegen Haftpflicht und eine Verwaltungsgebühr gefordert. Gegen die Bestrebungen des in Radfahrerkreisen unbetannten Konsortiums für Förderung der Radfahrerinteressen hat der Bund Deutscher Radfahrer in einer Resolution sich gewendet, der sich alle deutschen Radfahrerverbände anschließen dürften. Die Resolution lautet: Die in Dortmund tagende Hauptversammlung des Bundes Deutscher Radfahrer erhebt schärfsten Protest gegen die Denkschrift des Konsortiums zur Förderung der Radfahrerinteressen. Als berufener Hüter der Interessen der im B. D. R. Dereinigten Radfahrer spricht der Bund dem Konsortium das Recht ab, im Namen der deutschen Radfahrer zu sprechen. Der B. D. R. wahrt seit fünfzig Jahren die Rechte der Radfahrer innerhalb und außerhalb seiner Organisation. Das Fahrrad ist das Fahrzeug der von der Not der Zeit am schwersten betroffenen Volksfreise. Die Wiedereinführung des Nummernzwanges und der Radfahrerkarte betrachtet der B. D. R. als eine praktisch wertlose Belastung und Belästigung der Radfahrer. Weder die Radfahrerkarte noch das Nummernschild bieten eine Gewähr für die Verhütung oder Verminderung von FahrraddiebStählen oder Verkehrsunfällen. Die obligatorische Haftpflichtversicherung hat der B. D. R. für seine Mitglieder bereits vor 30 Jahren eingeführt. Die Schaffung von Radfahrwegen betreibt der B. D. R. aus eigenen Mitteln und durch Propagierung des Gedankens seit seiner Gründung im Jahre 1884, ohne die Pflicht dazu anzuerkennen. Radfahrerwege sind nur da= durch nötig geworden, daß die Radfahrer vom Kraftvertehr von den vorhandenen Straßen verdrängt wurden. Die von einer materielle Vorteile erstrebende Gruppe verlangte Besteuerung des Fahrrades bekämpft der B. D. R. als ungerecht und unsozial. Die Jagd im November in Hessen. Mitgeteilt vom Hess. Jagdklub, Darmstadt. Der November bringt bekanntlich die größten jagdlichen Freuden, denn die Jagd auf fast alle heimischen Wildarten ist offen. Am 3. November war der Namenstag des Schutzheiligen der Deutschen Jäger, und überall werden um diese Zeit zu Ehren St. Huberti Jagden und Feierlichkeiten veranstaltet. ,, Gießener Zeitung" rungen für Schalenwild sind instand zu setzen und je nach den Witterungsverhältnissen zu beschicken. Ebenso empfiehlt es sich, Schutzvorrichtungen für Rebhühner zur Angewöhnung bereits jetzt anzulegen und sie, wie die Futterpläge für Fasanen, reDem Wilderer= gelmäßig mit Futtermitteln zu versehen. unwesen ist dauernd Aufmerksamkeit zu schenken. Hecken, Didungen und diese durchschneidende Wildwechsel sind öfters nach Schlingen abzusuchen. Aus Nah und Fern. Wiesed. Im Zusammenhang mit der großen Diebstahlsund Hehlereiaffäre, bei der es sich um eine lange Reihe von Einbrüchen in Gießen und in zahlreichen Orten der Umgebung während der letzten Wochen handelt, wurden am Samstag der Schneidermeister Umbach, seine Frau und sein Sohn von hier von der Gießener Kriminalpolizei verhaftet. Rot- und Damwild beiderlei Geschlechts, Sauen und Rehwild- auch Rehtize haben Schußzeit den ganzen Monat über. Auswahl beim Abschuß von Rehwild ist dringend zu empfehlen, zumal zahlreiche und namentlich die besseren Böcke ihr Gehörn schon abgeworfen haben. Die Zeit der Hühnerjagd ist vorbei, obwohl die Schußzeit erst mit Ablauf dieses Monats endet. Die Waldschnepfe, welche auf dem Zug in wärmere Reviere einige Zeit bei uns Halt macht, wird jetzt mit dem ruhigen Hunde, der unter der Flinte sucht, mit Erfolg bejagt. Fasanen haben Schußzeit, aber die Hennen wird man im Interesse der Fortpflanzung schonen. Der Zug der Enten und Wildgänse dauert an und führt manche seltenen Gäste auf unsere Gewässer. Auer, Birk, Trut- und Haselwild wird geschont. Die Waldjagden auf Hasen nehmen ihren Fortgang, und nachdem die landwirtschaftlichen Arbeiten beendigt sind, beginnen auch die großen Feldtreiben. Jeder Jagdherr sollte auf strengste Disziplin bei den Treiben achten, weil Fälle eintreten können, in denen er zur Verantwortung gezogen wird, wenn ein Unglücksfall vorkommt. Der Winterbalg des Haar- Raubwildes bekommt allmählich Wert, so daß der Fang lohnend zu werden beginnt. Das gefiederte Raubwild befindet sich zum Teil noch auf dem Zug, der hauptsächlich Nebel- und Saatkrähen aus nördlichen und östlichen Gegenden zu uns führt. Die FütteEr wird mit allen fertig! mit den schwachen Wellen, denen er neues Leben gibt, mit den starken, die er zügelt. So stellt man sich den idealen Empfänger vor und wirklich, so ist der Siemens 55: Empfänger, mit absoluter Einknopfbedienung und Lautsprecher in einem Gerät.- Er bietet aber noch mehr: Mit der Klangblende können Sie Sprache oder Musik so einstellen, wie Sie es gerade wünschen, bald weich und zart, bald klingend und schmetternd. Und dann: beim Siemens 55 gibt es kein Absinken der Lautstärke; er hat selbsttätigen Fading- und Lautstärkeausgleich In der Tat, vom Siemens 55 können Sie alles verlangen. Alles meistert er. SIEMENS 55 Siemens 55WL für Wechselstrom RM 419,- Siemens 55 GL für Gleichstrom RM 433,- Vorführung in Fachgeschäften. Bezugsquellenangabe und Drucksachen durch SIEMENS& HALSKE AG Technisches Büro Frankfurt a. M., Gutleutstr. 31. Grünberg. Wie wir erfahren, ist die Abhaltung des GalIusmarktes am Mittwoch, den 9. und Donnerstag, den 10. November behördlich genehmigt worden. Bad Nauheim. Bis zum 3. November 1932 betrug der Gesamtbesuch 34 508 Gäste; darunter 3973 Ausländer. Anwesend waren an diesem Tage 844 Gäste. Um= Worms. Im Zusammenhang mit den in der letzten Zeit begangenen Einbruchsdiebstählen hier in Worms und gebung gelang es der Wormser Kriminalpolizei. 43 Personen festzunehmen, denen 36 schwere Einbrüche, die sie in den vergangenen drei bis vier Monaten verübten, nachgewiesen werden fonnten. Wetlar. In der Nacht auf den 2. November ist in das Uhren- und Goldwarengeschäft von Pingel, Bahnhofstraße, ein schwerer Einbruchsdiebstahl verübt worden. Schulen müssen wegen Mangels an Heizmaterial schließen. Laasphe. In den Industriegemeinden Eiserfeld und Gonsenbach mußte man alle Volksschulen schließen, weil die Gemeinden kein Geld mehr haben, den Brand für die Räumlichkeiten zu beschaffen. Unterstützungen für die Bedürftigsten fonnten nur zu einem ganz geringen Betrage gezahlt werden. Bad Kreuznach. Anläßlich seines 100jährigen Bestehens veranstaltet der Männer- Gesang- Verein„ Liederkranz" Bad Kreuznach am Pfingsten 1933 einen großen nationalen GesangsWettstreit. Großzügiger Ausbau der Wittenberger Lutherhalle. Die Lutherhalle in Wittenberg, die einen Teil des ehemaligen Augustinerklosters darstellt, dem einst auch der Mönch Martin Luther angehörte, ist in den letzten Monaten durchgreifend erneuert worden. Wichtig ist vor allem, daß das schöne Refektorium zu einem Vorlesungsraum umgestaltet werden konnte, der in Zukunft für öffentliche Vorträge und wissenschaftliche Kurse zur Verfügung stehen wird. Im übrigen sind die umfangreichen reformationsgeschichtlichen Sammlungen neu geordnet und zum Teil erheblich erweitert worden. Mit der Beendigung der Bau- und Umstellungsarbeiten fiel ein theologischer Lehrgang der Luthergesellschaft zusammen, zu dem die theologischen Mitarbeiter der Luthergesellschaft aus ganz Deutschland eingeladen waren. Eine Reihe aktueller. Fragen wurde in Vorträgen und Aussprachen behandelt. Einleitend sprach Prof. D. Bornkamm- Gießen über ,, Luther und die Lehre vom Wort Gottes". Neue Bücher. Don George André El Gelmuna, der Sandmann, Cuel. 316 S. Jn Ganzl. geb. RM. 5,-, eleg. fart. R 3,90. Phönix- Verlag Carl Siwinna, Berlin SW 11, Tempe hofer Ufer 31.- Der junge Leutnant Claude Vanière wi von Algier nach Gardaia im Inneren Afrikas versetzt. Da Kommandant gibt ihm geheimen Auftrag, nach der Urjade der Melancholie seiner Offiziere zu fahnden. Im Kasino 6 tuschel über den reichen Russen Warnestine, der in Charday einen Palast bewohnt. Ein Sonderling: El Gelmuna. De schöne Frau des Russen... Grischa? Keiner fennt sie, al lieben sie heimlich. Um sie geht der Kampf mit El Gelmun Ein interessanter, außerordentlich spannender Roman. Güterzug fährt in einer Arbeiterkolonne. Hamburg. Am Donnerstagnachmittag ereignete sich in Rothenburgort ein schweres Unglüd. Ein Güterzug, der sich auf der Fahrt von Harburg- Wilhelmsburg nach Hamburg be= fand, fuhr in eine Arbeiterkolonne hinein. Drei Arbeiter wur= den getötet, zwei schwer und mehrere leicht verletzt. Mehr Autos gestohlen als verkauft. alle Haben Sie schon Steuergutscheine beantragt? Es taucha dabei eine ganze Reihe von Zweifelsfragen auf. Ueber al zu beachtenden Punkte berichtet eingehend ein ausführlich Aufsatz in den ,, Wirtschaftlichen Kurzbriefen". Probenummen der WK. stellt der Rudolf Lorentz Verlag, Charlottenburg tostenlos zur Verfügung. Die Autodiebe in Chikago machen ihrem Namen Ehre. Sie haben, einer Statistik der dortigen Handelskammer zufolge, im Monat September mehr Autos gestohlen als Wagen verkauft wurden. Die Zahl der gestohlenen Automobile belief sich nämlich auf 3375 und die Zahl der verkauften Automobile auf 2225. Große Vom 5.- 13. November Der Arbeitgeb Bezugspreis 1 tions/ chluß fr ung nicht ver Jabre Volit Sie wir höre Gemeinden vo Sie Reichsregi 2 und 3. No Die Steuer- Abzüge vom Arbeitslohn. ist für den richtigen Steuerabzug haftbar. Entsprechende Steue 15 Pi Tabellen werden kostenlos gegen Einsendung von Versandspesen für jede Steuer- Tabelle portofrei durch die Pan, daß ein an jeden Arbeitgeber versandt. Steuer- Tabellen zum Ablein des Steuerabzugs vom Arbeitslohn 1. bei zweistündiger E lohnung, 2. bei täglicher Entlohnung, bei wöchentlicher Entlo nung, 4. bei vierzehntägiger Entlohnung, 5. bei monatlide Entlohnung, zum Ablesen der Bürgersteuer: 1. für die Mona Oktober bis Dezember 1932 und 2. für das Jahr 1933. Vengefechten trieb der Reichssteuer- Tabellen, Auslieferungslager für Sü deutschland, München 2 NO 7, von der Tann- Straße 10. Ne Sigung be stagvormitt Man hatt kabinett Ba treten zu fein alle Austünft An Donnersta Berjonal der Der Berliner Beachtung. Wie benehme ich mich? Verlag Wilh. Stollfuß, Bon 1,- RM. Ein kleines aber sehr nützliches Schriftchen bring hier der Verlag in seiner Sammlung„ Silf dir selbst" heraus, jo daß we Als Wetterfrösche in der Wüste. Auf unheimliche Weit noch die K ist das Leben Sven Hedins mit der Wüste verbunden. Von da Erlebnissen seiner ,, Wetterfrösche", der deutschen Meteorologa Dr. Haude und Major Zimmermann, berichtet Sven Hedin, heben hervo im neuen Heft( Nr. 45) der ,, Münchner Illustrierten". in Arm den Gefährliche Burschen. Eine englische Forscherin hat mehren politische B Wochen in der erbarmungslosen Nässe und Kälte afrikanisc Bergurwälder zugebracht, um die seltensten aller Menschen eingetroffen. Affen, die riesigen Berg- Gorillas in Freiheit zu fotografierauftrage des Das neue Heft der Woche" veröffentlicht die kostbare Kamen Rond begr beute der Expedition. Die jhwedische Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Wir suchen zum Ausbau unseres Geschäftes tüchtige, jüngere in allen Versicherungszweigen erfahrene Werbe- u. Reisebeamte. Wir bieten zeitgemäße Bezüge, wie Gehalt, Reisespesen, Beteiligung am Bezirksgeschäft, weitestgehende Unterstützung. Nur Fachleute, die Ihre Eignung durch entsprechende Erfolge nachweisen können, werden berücksichtigt. Schriftl. Bewerbungen mit Lebenslauf, Referenzen und Angabe der Ansprüche erbeten unter G. Z. 3180 an die Geschäftsst. d. Zeitg. 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