jec. Einzel- Nummer 10 fg. Einzel- Nummer 10 fg. Gießener Zeitung .Es ist heute, 13 3 ben die Bereitschaft djägt. Es ist bes rüber befigt, mit we wo der Gegner schon drungen ist, damit j 1 Deutlichkeit die S , und sei es auch vi Tit rüdhaltlojer, umfassenden Kennt ben bei der Hanjean Werte ,, Weltfrieg uns Deutschen das die Augen öffnen gantischen Ringens, er zu Boden zu me mt seinen bekannten& ng ,, Grieben- Grenze angegliedert, deren Rheinische Grenzlan • enthält eine Karie eschlagenen Wande Zeichnungen. Der ndchens beträgt 1,80 er Boltstumsarbeit at und bedrohtem& rlag 6. m. b. 5., ebiete der Charakter Erscheint Samstags. ( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Politische Rundschau. Am Donnerstagmittag hat der Reichspräsident die NotverOrdnung unterzeichnet, durch die der Reichshaushaltsplan 1932/33 in Kraft gesetzt wird. Auch die Donnerstag- Nachtsigung des Reparationsbüros in Lausanne ist zu keinem gemeinsamen Vorschlag gekommen. Die Gläubiger find weiter unter sich uneinig. Der englische Ministerpräsident MacDonald hat in seiner Eigenschaft als Präsident der Reparationskonferenz in der offit Herzberg, Vollziellen Sigung der sechs einladenden Mächte eine große Rede gehalten, die entgegen allen Gepflogenheiten im Wortlaut veröffentlicht wird und die ein zusammenfassendes Programm der gejamten gegenwärtigen und fünftigen internationalen Verhandlungen darstellt. ht in diesem Werle vor Augen zu führen) die Hauptrepräsenten änglich macht, dabei a ychologie, der Ping Erblehre, der Sozia n Halbleder gebunder ichten Sie im Wed gweiser durch das Res n Kurzbriefe" heraus ummern bei Bezugn Berlag, Charlottenban t die Augen einer ja Schönheit und Elegan Ider zeigen das fo ten. Jahrestag der dramati oche" aus Tagebücher mengestellt, wie Luife Es war in den tiltager зит 6. 7. mar in themal Jusrufung der Baude nen jene 25 Tage, Bild dieser Zeit gibi n Klein in Gieße assebücher Südanlage 21. Wer ftellt liefer fich um! Seriös. Retlame tern errichtet an a Bläp. üb. 20000 G Bweigstellen für in Herren evt. audi Gut lohnente Dauerpofition Erfordert. M Anir. u. F.C.1 Rud. Moffe, fran WESTFALIA WER HAGENL Liste Wir fuchen zur breitung a effenten ved landw. An Gefchafts und Privat gleich welder u. Größe Dir gebote v.Eigent mit Preis u bung an Grundstücksbörs Hölderlinfir An allen Vertre f.leicht verfi Sparapparat jedem Haush gefauft wird Sleine Stautin Off. unt. 6.3.3 d. Exped. die Die fommunistischen Mitglieder des Auswärtigen Aus: schusses des Reichstages haben in einem Schreiben vom AusschußDwrfigenden Dr. Frid( NSDAP) die Einberufung des Auswärtigen Ausschusses verlangt. Jm Thüringischen Landtage wurden am Freitag die nationalsozialistischen und kommunistischen Auflösungsanträge ab= gelehnt. Am Donnerstag ist im Thüringischen Landtag die ganze nationalsozialistische Fraktion von der Sigung ausgeschlossen worden. Der Vierte Strassenat des Reichsgerichts hat Donnerstag in seiner Beschlußßigung das Verbot des„, Vorwärts" für zulässig er flärt. Im Stadionbad zu Myslowitz wurde am Mittwochnachmit tag ein deutscher Sportler von einem polnischen Offizier erchoffen. Im Wiener Landtag kam es am Donnerstag zu heftigen Zusammenstößen zwischen Sozialdemokraten und Nationalsozialisten, wobei es zwischen sozialdemokratischen und nationalsozia= listischen Abgeordneten zu einem Handgemenge tam. aDs englische Kabinett beschloß im Falle der NichtbezahEng der am 30. Juni fälligen irischen Entschädigungszahlungen sofort ein Gesetz einzubringen, wonach Sonderzölle auf irische Einfuhrwaren erhoben werden können. Der Diskontsag der Bank von England ist von 2,5 auf 2 Prozent ermäßigt worden. Die Rate von 2,5 Prozent war seit dem 12. Mai in Kraft. In der Berliner Universität ist es am Donnerstag wieder zu kwawallen gekommen; daraus entwickelte sich eine allgemeine Sahlägerei, in deren Verlauf vier linksgerichtete und ein natio= nalsozialistischer Student Verlegungen davontrugen. Im Sklaret- Prozeß wurden verurteilt: Leo und Willi Stlate wegen Betruges in Tateinheit mit schwerer Urkundenfälchung und passiver Bestechung zu je vier Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Sechs Monate der Untersuchungshaft Woerden angerechnet. Die beiden Verurteilten wurden sofort im Haft genommen. Um den Bürgermeisterposten der thüringischen Stadt Ranis, die etwa 2100 Einwohner zählt, haben sich nicht weniger als 133 Bersonen beworben. Der vom 1. bis 4. Juli stattfindende 4. Deutsche Reichstriegertag des Kyffhäuserbundes wurde am Freitagnachmittag mit einem Presseempfang eingeleitet. Als Opfer der Sparmaßnahmen ist die ,, Los Angeles", der frühere deutsche Zeppelin 23 126( 3R. 3) außer Dienst gestellt worden. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 2. Juli 1932 Schwerer politischer Zusammenstoß in Köln. Am Donnerstag kam es in Köln zu einem folgenschweren Zusammenstoß, in dessen Verlauf eine Person durch einen Kopfschuß getötet und zwei Personen durch Schulter- bzw. Armschüsse verletzten wurden. SA.- Mann in der Pfalz ermordet. Der ,, Völkische Beobachter" teilt mit, daß ein SA.- Mann von Moorlautern bei Kaiserslautern in der Pfalz von einem Kommunisten und Separatisten durch einen Stich in die Halsschlagader ermordet worden sei. In Stuttgart. Im Anschluß an eine nationalsozialistische Demonstration fam es am Donnerstagabend in der Altstadt zu Zusammenstößen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten. Fünf Personen wurden schwer verletzt. In Bremen. Im Vorort Gröpelingen kam es gestern abend zu Zusammenstößen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten, bei denen es zahlreiche Verletzte gab. Eine Apotheke, aus der Verbandszeug geholt werden sollte, wurde völlig demoliert, ein Straßenbahnwagen umgestürzt und quer auf die Straße geschoben, um als Barrikade zu dienen. Auch ein Mannschaftswagen der Feuerwehr wurde umgestürzt. Feuerüberfälle auf NSDAP.- Lokale in Berlin. Am Donnerstag, furz nach Mitternacht, wurden von unbekannten Tätern auf zwei nationalsozialistische Verkehrslofale in Berlin- Schöneberg Feuerüberfälle verübt. Bei einem dieser Feuerüberfälle sind sieben Personen verlegt worden. Kurze Zeit darauf wurde ein Feuerüberfall auf ein weiteres Lokal in der Hauptstraße verübt. Ein 19jähriger Nationalsozialist erhielt einen schweren Brustschuß. Bericht über die wirtschaftliche Lage des Handwerks im Monat Juni 1932. Vom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben: Die Gesamtlage des deutschen Handwerks hat sich im Monat Juni nicht gebessert. Selbst in den Außenberufen, also den eigentlichen Saisonberufen, hat sich die Beschäftigung nicht in irgendwie nennenswertem Umfange gehoben. Die Bautätigkeit liegt nahezu vollständig danieder. Deffentliche Bauaufträge werden, da die gesamten zur Verfügung stehenden Mittel für Wohlfahrtszwecke gebraucht werden, überhaupt nicht erteilt und auch von Privatseite gehen Aufträge infolge der Schwierigkeit ten auf dem Kapitalmarkt und der Ungewißheit über die weitere Entwicklung der Wirtschaft, die jede Initiative lähmt, nur in sehr geringem Maße ein. Die Haupttätigkeit konzentriert sich daher auf Kleinstwohnungsbauten im Rahmen des Gied lungsprogramms und auf Reparaturarbeiten. Da jedoch diese Arbeiten überwiegend in eigener Regie oder durch Schwarzarbeiter ausgeführt werden, hat das Handwerk nur verhältnismäßig geringen Nugen hiervon. Die Zahl der arbeitslosen Baufach arbeiter wird im Durchschnitt auf etwa 85 Prozent geschätzt. Auch außerhalb des Bauhaupt- und der Baunebengewerbe haben sich jahreszeitliche Einflüsse so gut wie gar nicht belebend ausgewirkt. So hat beispielsweise die Reisezeit weder der VerKaufs-, noch der Werkstattätigkeit einen merklichen Auftrieb zu geben vermocht. Sowohl die Bekleidungshandwerke, denen die Reisezeit sonst vermehrte Aufträge zu bringen pflegt, als auch ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 26 Grundfäßliches zur Wirtschaftspolitik. Eine Betrachtung zum Regierungswechsel und zu den bevorstehenden Reichstagswahlen. Das deutsche Handwerk hat in den Nachkriegsjahren ständig darüber klagen müssen, daß es in Gesetzgebung und Verwaltung nicht die ihm gebührende Beachtung und Berücksichtigung gefunden hat. Zwar verankert die Reichsverfassung von Weimar im Artikel 164 den Schutz des selbständigen Mittelstandes, in dem als große Richtlinie für die Wirtschaftspolitik des Reiches festgelegt wird, daß der selbständige Mittelstand in Landwirtschaft, Gewerbe und Handel in Gesetzgebung und Verwaltung zu fördern und gegen Ueberlastung und Aufsaugung zu schüßen ist. Allein trotz dieser feierlich gegebenen Zusicherung blieben selbst berechtigte Wünsche des Handwerks- von unwefentlichen Ausnahmen abgesehen unbeachtet. - Wir leben in einer rasch dahinstürmenden Zeit, aber das Handwerk hat es noch nicht vergessen, daß es vor knapp 6 Jahren sogar durch seine Spizenverbände zu Abwehrkundgebungen gegen die ungerechte und einseitige Behandlung des Berufsstandes durch die Preissenkungsaktion der damaligen Reichsregierung aufgerufen werden mußte, Kundgebungen, die zugleich Protest gegen die Einschätzung und Behandlung des Handwerks in der gesamten Wirtschaftspolitik und in der öffentlichen Meinung waren. Das Handwerk weiß auch nur zu gut, daß sich auch die letzten Bestrebungen auf Abbau der Preise in erster Linie wieder einmal gegen den Berufsstand richten, auch wenn man die umschreibende amtliche Bezeichnung wählt zum Schuße der Bevölkerung gegen Ueberteuerung von Preisen für lebenswichtige Gegenstände des täglichen Bedarfs und lebenswichtige Leistungen zur Befriedigung des täglichen Bedarfs". Nicht mit Unrecht mußte so auf einer der letzten Tagungen des Reichsverbandes des deutschen Handwerks festgestellt werden, daß die Jahre seit Ende des Krieges eine einzige große Enttäuschung für das Handwerk waren. Die mißverstandene Parlaments demo= fratie kannte nur die Interessen des Großkapitals und die Wünsche der in starken Gewerkschaften zusammengeballten Arbeitnehmermassen. Daß sich zwischen beiden noch das Handwerk als ein an den beiderseitigen Auseinandersetzungen seinem Wesen nach unbeteiligtes Glied befand, übersah man; daran dachte anscheinend niemand. Wer will sich nun darüber wundern, wenn bei einer solchen Einstellung der maßgebenden Kreise sich im Handwerk das Gefühl der Vereinsamung, das Gefühl der Vernachlässigung, ja das Gefühl schmerzhafter Enttäuschung breit machte, breit machen mußte und nur dazu beitrug, im Berufsstand eine Stimmung hervorzurufen, die wir mehr als gereizt und verbittert bezeichnen müssen. Alle diese Auswirkungen halfen mit, die Massen des Handwerks heute dieser, morgen jener Partei zuzuführen, je nachdem die einzelnen Parteien glaubten, mehr oder weniger viel dem Handwerk versprechen zu können. Die politischen Ereignisse der letzten Tage, zu denen im einzelnen Stellung zu nehmen, uns die Haltung unseres Blattes verbietet, haben eine neue Reichsregierung gebracht, die die Auflösung des Reichstags verfügte, um dem deutschen Volke Gelegenheit zu geben, in klarer und eindeutiger Weise zu bestimmen, mit welchen Kräften der Weg der Zukunft beschrit ten werden soll. Wir benutzen diesen Anlaß, um wie schon so oft, noch einmal die Einstellung des Handwerks zu der einzuschla genden Wirtschaftspolitik zu präzisieren. Der fommunistische Terror wütet weiter. das Sattlerhandwerk, dessen Verkaufsgeschäft um diese Jahres- grundfäßlichen Wandlung der bisherigen Methoden der deutSchwere Zusammenstöße im Ruhrgebiet. Jm ganzen Ruhrrevier erfolgten neue blutige Zusammentoze zwischen Kommunisten, Reichsbannerleuten und Nationaljozialisten. Die Unruhen nahmen verschiedentlich den Charakter re gelrechter Straßenschlachten an. In Essen warden ein Kommunist und ein Mitglied des Kampfbundes gegen den Faschismus festgenommen, die dringend verdächtig sind, auf Nationalsozialisten aus Armeerevolvern geschossen zu haben, wobei ein Nationalsozialist schwer verletzt wurde. In Hattingen wurden schwere Ausschreitungen von kommunistischer Seite geen Nationalsozialisten verübt. Ein Nationalsozialist wurde burch einen Schuß in die Brust zu Boden gestredt, ein weiterer Nationalsozialist erlitt zwei Steckschüsse ins Becken. Auf dem Flachsmarkt kam es vor dem kommunistischen Parteibüro zu tiner regelrechten Straßenschlacht, bei der Schuß-, Hieb- und Stichwaffen Anwendung fanden. Zwei Kommunisten erlitten Schußverlegungen, an deren Folgen sie starben. Als von einer Beerdigung zurückkehrende Nationalsozialisten auf Lastkraftpagen die Winterbrüde in Hattingen passierten, wurden sie behossen. Einer von ihnen erlitt einen Bauchschuß, mehrere anexe wurden verlegt. Die Gesamtzahl der bei den Unruhen in battingen schwer und leicht Verletzten wird auf dreißig geschätzt. In Walsum bei Duisburg rfolgte ein Zusammenstoß zwischen Nationalsozialisten und Reichsbannerleuten. Vier Personen wurden hierbei durch Messet tige teils lebensgefährlich verletzt. zeit sonst lebhaft war, berichten, daß die Geschäftsbelebung kaum spürbar war. Im Holzgewerbe droht das Geschäft völlig ins Stocken zu geraten. Nicht einmal in ländlichen Gegenden, wo durch die Heuernte sowie durch die bevorstehende Getreideernte eine Vermehrung der Aufträge zu erwarten war, sind Reparaturarbeiten in nennenswertem Umfange in Auftrag gegeben worden. Auch die metallverarbeitenden Handwerke berichten, daß eine beinahe völlige Geschäftsstille bei ihnen herrscht. Die ungeheure Ausdehnung der Schwarzarbeit bedeutet nach wie vor ein starkes Hemmnis für die Entwicklung der Handwerkswirtschaft. Erbitternd und erschwerend kommt hinzu, daß, während im Rahmen der Preissenkungsaktion mit aller Macht auf einen Abbau der Preise im Handwerk hingewirkt ist, die Steuer- und Sozialasten nicht nur keine Verringerung erfuhren, sondern sogar noch weiter gestiegen sind. Die Beseiti gung der Umsatzsteuerfreigrenze von 5000 RM. bedeutet eine weitere Erschwerung. Dazu kommen die Klagen über die unerträglich hohen Beiträge des Handwerks zu den Berufsgenossenschaften. In welch katastrophaler Weise sich die gegenwärtige Wirtschaftskrise bereits im selbständigen Handwerk ausgewirkt hat, berveist u. a. auch der Umstand, daß die Zahl der Handwerksmeister, die die Wohlfahrtsunterstützung in Anspruch nehmen müssen, immer größer wird. Auf dem Arbeitsmarkt des Handwerks war der Rückgang der Arbeitslosigkeit wesentlich geringer als im Vorjahr. Neueinstellungen von Arbeitnehmern in einzelnen Berufen wurden wieder ausgeglichen durch notwendige Arbeiterentlassungen in anderen Berufen. Die Handwerkerlöhne haben in den letzten Monaten, namentlich in einzelnen Berufen des Baunebengewerbes, Rückgänge erfahren. Das Handwerk hat schon immer die Notwendigkeit einer schen Finanz- und Sozialpolitik betont. Das Handwerk hat nicht aufgehört, darauf hinzuweisen, daß durch entschlossene und zielbewußte Zusammenfassung aller Kräfte die Steigerung der Produktivität der Gesamtwirtschaft erstrebt werden muß, daß ohne diese Voraussetzung die uns allen am Herzen liegende Befreiung des deutschen Volkes Bruchstück sein und bleiben wird. Die handwerklichen Spizenverbände erlahmten nie, immer wieder zu betonen, daß auch die maßgebende Wirtschaftspolitik wieder mehr auf die Bedeutung der auf verantwortungsbewußten Persönlichkeiten beruhenden Wirtschaftsführung des gewerblichen Mittelstandes für Gesamtwirtschaft und Volksgemeinschaft Rücksicht zu nehmen hat. Um dieses Ziel zu erreichen, muß zuvorderst das Verhältnis zwischen Staat und Wirtschaft auf neuer Grundlage aufgebaut werden. Auch der Staat hat die Grenzen privater Wirtschaftsführung zu respektieren. Er hat sich grundsätzlich aller Eingriffe in die freie Wirtschaft zu enthalten, soweit diese nicht durch zwingende, durch das Allgemeinwohl bedingte Gründe veranlaßt werden. Es kann feine Aufgabe des Staates sein, zu wirtschaften. Tein Bereich liegt im wesentlichen in der Verwaltung und nur in der Verwaltung. Jede überflüssige Bevormundung der Wirtschaft, aber auch jede unnötige Belastung der Wirtschaft haben zu unterbleiben. Nur feine Uebersteigerung mehr von Aufgaben, die dem Staat gar nicht zufallen. Die Gewährleistung individuel ler Wirtschaftsführung genügt. Um Mißverständnisse zu vermeiden, sei dabei ausdrücklich bemerkt, daß das Handwerk kein Anhänger eines schrankenlosen Wirtschaftsindividualismus ist. Für das Handwerk ist, wie die Berufsstandsbro Samstag, den 2. Juli 1932. schüre des Kammertages festgestellt hat, wirtschaftlicher Individualismus nicht gleichbedeutend mit Individualwirtschaft. Letztere soll erhalten bleiben, erstere wird als Richtschnur der Wirtschaft abgelehnt. Für das Handwerk bleibt der Sinn der Jndividualwirtschaft die Erhaltung der Einzelpersönlichkeit, aber Einordnung in einen Gemeinschaftszusammenhang, der ihr die Grenzen weist. Hierfür kann und soll der Staat die Richtung angeben und hierbei kann er auch eine wichtige Aufgabe wieder erfüllen, die man volle 13 Jahre vergessen hat: Förderung des selbständigen Mittelstandes in Gesetzgebung und Verwaltung, Schutz gegen Aufsaugung und Ueberlastung. Daran erinnere man sich doch endlich. Es kann nicht unsere Aufgabe sein, in umfangreicher Ausführlichkeit alle die Fragen auf dem Gebiete der Wirtschaftspolitik zu behandeln, die das Handwerk berühren. Wir müssen uns gebotener Kürze befleißigen; nur das Wichtigste, nur das Wesentlichste. ,, Gießener Zeitung" Nr. 26. daß sich die Wirtschaft gen, die sich wieder gegen den Mittelstand richten? Niemand| Zündholzkonzern, Danatbank usw. zahlt gern Steuern, aber unvermeidliche Lasten werden leichter empfunden, wenn sie gerecht verteilt sind. Diese elementare Voraussetzung, die steuerliche Gerechtigkeit, hat das Handwerk bislang vermißt. Mit zunehmender Erhöhung der Lasten verschwand sie in nebelgraue Ferne und zeitigte folgenschwere Auswirkungen. Auch die unteren und mittleren Einkommensschichten wurden über Gebühr, weit über ihre wirkliche Leistungsfähigkeit belastet. Ausnahmebestimmungen für die Landwirtschaft, für das Handwerk noch nicht einmal steuerliche Gerechtigkeit. Wird sie endlich kommen, oder soll auch in Zukunft der gewerbliche Mittelstand weiterhin der Packesel sein? in Zukunft weit mehr als bisher auf kleinere und mittlere Betriebe stützen muß? Wir werden, wie es einmal ein amtierenWährend man glaubte, dem Handwerk besondere Preisspannen vorschreiben zu müssen, ließ man Kartelle und Syndikate in ihrer Preisfestsetzung ungeschoren, wähnte man sogar, den Arbeitnehmern einen klagbaren Anspruch auf eine bestimmte Lohnhöhe sichern zu können. So ein Widerspruch! Es geht beim besten Willen nicht, in Zeiten niedergehender Kon junktur, wie wir sie heute in einem bisher noch nie gekannten Ausmaß erleben, der Arbeitnehmerschaft bestimmte Löhne sichern zu wollen. während staatlicher Zwang, behördliche Reglementierung sich befleißigen, die Preise des Handwerks immer nur noch weiter nach unten zu drücken, obwohl die trostlose wirtschaftliche Lage bereits einen Preisstand mit sich gebracht hat, der kaum noch ausreicht, die Selbstkosten zu decken. Was nüßt denn ein tariflich gesicherter Lohn von annehm barer Höhe, wenn diesen, wie z. B. in einzelnen Gruppen des Baugewerbes, etwa 10 Prozent der Arbeitnehmerschaft erhalten, während die restlichen 90 Proz. sich darein fügen müssen, ihren ,, klagbaren Anspruch" mit einer recht bescheidenen Arbeitslosenunterstützung einzuhandeln? Was nützt ein in gegenseitigem Abkommen festgelegter Lohn, wenn Schwarzarbeiter mit einem Drittel dieses Lohnes zufrieden sind und so die Starrheit der Tariflöhne Wir stehen vor den Wahlen. Wieder einmal wird das Um was Handwerk mit Versprechungen überschüttet werden. geht es denn? Soll der Klassenkampf weiter toben und wüten, oder soll es endlich einmal so etwas geben, was man als Sammlung des Bürgertums bezeichnen kann? I. G. kann es gar keinem Zweifel unterliegen, daß das Bürgertum als Kulturfaktor erhalten und gesichert werden muß. Wird die Stunde das Handwerk an seinem Plaz finden? Klassenkampf zerstört, berufsständische Volksgemeinschaft, wie sie auch das Handwerk erstrebt, führt zusammen und baut auf. Samstag, wirtschaftete laum noch Herr Hornv tommenen 3 gleich für den Man sollte Hinweis, die ( Dez. 1930) Kreisamt vo Erhöhung de Durchschnitts Deiter gered Ländern und nicht entlaste der Minister ausdrückte, ganz von selbst den Rückweg von den großen Gebilden zu dem selbständig wirtschaftenden und verantwortungsbewußten Menschen im Klein- und Mittelbetrieb wieder antreten müssen, wollen wir überhaupt durch die Not der Zeit hindurchkommen. Wir können uns die deutsche Volks wirtschaft der Zukunft recht gut vorstellen ohne die riesigen, aufgeblähten, gewaltigen Mammutkonzerne, die doch kein Mensch mehr überschauen kann, ohne die vielen Verschachtelungen der Syndikate und Dachgesellschaften der Großbetriebe, wie wir das bislang gewohnt waren. Damit wird aber der selbständige Mittelstand in Handel und Gewerbe, auch in der Landwirtschaft, ganz von selbst an Bedeutung gewinnen, die eine angemessene Berücksichtigung seiner Belange nachzuziehen hat.... Es sind gerade 6 Jahre her, da meinte einer der bekanntesten Führer eines unserer angesehensten Werke: Die wirtschaftliche Zukunft könne nur auf der Bildung großer interrelativen nationaler Unternehmungen beruhen sowie auf der Verminderung der Zahl der Sonderarten zwecks Herabsetzung der Gestehungskosten, sowie endlich auf der intensivsten Ausnugung aller Produktionsfaktoren bei gleichzeitigem Verschwinden der kleinen Betriebe, ausgenommen etwa für Reparaturen." Hat der Mann sich geirrt! Wer Lehren nicht gewill heute noch diese Auffassung vertreten? rade die großen Zusammenbrüche der jüngsten Vergangenheit wir begnügen uns, nur einige Namen zu nennen: Nordwolle, selbst ad absurdum führen? Dder glaubt man wirklich, mit der gerichtlichen Feststellung ,,, daß es nicht darauf ankomme, ob übertragene Arbeiten vollkommen oder unvollkommen erledigt werden, denn nicht der Erfolg der geleisteten Arbeiten sei für die Eingruppierung in eine Reichstarifklasse ausschlaggebend, sondern allein die Tätigkeit, die ausgeübt werde", den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft vollziehen zu können? Eine Auflockerung der Tarifverträge läßt sich ebenso wenig weiter hinausschieben wie eine Bereinigung der Preispolitik gewisser Kartelle und Syndikate. Das eine schließt die Notwendigkeit eines angemessenen Lohnes ebenso wenig aus wie die Notwendigkeit eines den Erfordernissen Rechnung tragenden Preises. Die fehlende Rücksichtnahme unserer gesamten Sozialpolitik auf die tatsächlichen Verhältnisse hat es mit sich gebracht, daß sie sich mehr und mehr von erdgebundener Nähe zum luftleeren Raum entfernte. Will man ihre Vorteile der Arbeiterschaft und das begrüßt und unterstützt auch das Handwerk erhalten, so muß auf die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft und auf die Tragbarkeit der Lasten Rücksicht genommen werden. Seine Wünsche hat das Handwerk schon zu oft zum Vortrag gebracht, so daß wir uns heute weitere Einzelheiten hier ersparen können. Wir unterstreichen diese Bedeutung immer wieder, um es einmal ganz einwandfrei festzulegen, weil der Mittelstand das Zukunftsland aufbauender, aufsteigender Voltskräfte sein und bleiben wird. Jede Einengung dieser Kreise muß sich rächen, jede Förderung aber wird sich reichlich lohnen. Weit mehr als bislang muß in Zukunft der Mittelstand der Jungborn sein, aus dem die Führung unseres Volkes heranwächst. Selbständige Betriebe vermindern die Abhängigkeit, sie vermehren auch die Befruchtung der Wirtschaft. Wir haben so viel schon von der Lösung der sozialen Frage gesprochen, aber ganz vergessen, daß diese Lösung von einer wirksamen Betreuung des Mittelstandes auszugehen hat. Zur Erreichung seiner äußeren Freiheit braucht das deutsche Volk im Innern die seelische Freiheit, die gerade der Mittelstand gewährleistet. jugrunde. Für die Ricolaus. der Not. D Werte mußte haben uns a gewußt und gejagt. Es für die Notz Dieje Notzeit jährige Etat 1. gleid 2. weite Steue 3. Rüdg Der Redner Welche Partei, welches Kabinett tann es heute noch verantworten, weiter wie bisher ohne Mittelstand zu regieren? Der Staat ist geborgen, der sich auf Dr. Br. einen gesunden Mittelstand stützen kann. Der Haushaltsplan der Stadt für 1932 angenommen. In der heutigen Zeit ist es ein schweres Ding, einen ausgeglichenen Haushaltsplan vorzulegen. Die sinkende Steuerkraft der Bürgerschaft und die steigenden Wohlfahrtslasten der Gemeinde stoßen aneinander. Soviel steht fest, daß sich die Zahlen des diesjährigen Haushaltsplanes der Stadt Gießen, der be= fanntlich heute schon mit einem Defizit von einer halben Million abschließt, im Laufe des Jahres in manchen Positionen noch sehr, sehr ändern werden. Und da kein Mensch die Ungewißheit der Zukunft betr. der Steuereingänge absolut richtig einkalkulieren tann, beschränkte sich auch bei diesen Etatsberatungen die Hauptarbeit vorwiegend auf die Prüfung der Ausgaben, die bis an die Grenze des Erträglichen zusammengestrichen wurden. Damit allein ist es nicht getan, sondern durch eiserne Sparsamkeit muß die Verwaltung der Stadt und der Stadtrat bemüht bleiben, mit weniger Mitteln wie angefordert, auszukommen. Und gar das Kapital der Steuerpolitik, Auch hier das gleiche Bild: eine Vernachlässigung des Handwerks, des gewerblichen Mittelstandes, wie überall. Bis in die jüngste Vergangenheit hinein. Dder sollen wir noch auf die erst kürzlich in Preußen verordnete Schlachtstener mit langen Ausführungen Bezug nehmen? Was ist mit der Umsatzsteuer ge= schehen? Warum durch Aufhebung der Freigrenze AenderunDie Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. ( 7. Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.). * In der Sitzung des Stadtrats vom 29. Juni fand der Haushaltsplan der Stadt für 1932 seine Genehmigung. Man verzichtete auf eine Spezialdebatte und nahm einen Antrag AppelFischer, der General debatte forderte, einstimmig an. ,, Das ist nun schon gut 25 Jahre her," lachte Bringhoff. ,, Und eigentlich war es ein Reinfall... Ich war damals Gymnasiast in einem kleinen Landstädtchen. Das Fußballspiel trat gerade in dieser Zeit langsam, aber unaushaltsam seinen Siegeslauf durch ganz Deutschland an. Vorläufig gab es allerdings nur in den großen Städten Fußballvereine. tätigkeit um Arbeit zu schaffen; Räumung der Schulbaraden, die baufällig seien; Verbesserung des städtischen Freibades an der Lahn und finanzielle Schonung der Sportvereine bei Pachteintreibung etc. Ausführlich begründete er einen Antrag, mit dem Erhöhung der Mittel für die Kinderspeisung von 12 000 auf 20 000 Reichsmart gefordert wurde. Er schloß mit dem Appell an die Stadtverwaltung, alles zu tun, um den Menschen Beschäftigung zu geben. Zunächst sprach Gewerkschaftssekretär Mann für die Sozialdemokraten. Er erging sich in langen Ausführungen über die Schuld an dem heutigen Finanz- und Wirtschaftselend. Mit dem Ruf:„ Haltet den Dieb!" machte er die letzten Regierun gen für alles verantwortlich und vergaß ,, den Balken im eigenen Auge." Nach 20 Minuten Wahlrede kam er dann auf den Haushaltsplan zu sprechen, den er ein Spiegelbild der Not nannte. Er brachte weiter zum Ausdruck, daß der Einnahmeausfall wesentlich größer sein wird als angenommen. Im übrigen führte er einige Wünsche seiner Fraktion vor: Förderung der BauNun hatte ich auf einer Ferienreise Gelegenheit gehabt, ein gutes Fußballspiel zu sehen. Ich war begeistert. Nach der Rückkehr wußte ich meinen Klassenkameraden die Vorzüge dieses Spiels in so beredten Worten zu schildern, daß ich schließlich genügend Anhänger fand. haltsplan ein urch Realite Sabe immer erhöhungen. der Handwer noch alles a Herr Kaufmann Horn von der Arbeitsgemeinschaft der Mitte betonte, daß er nicht beabsichtige, eine politische Rede zu halten. Er wies vor allem auf die Notlage des Mittelstandes hin, der mit allen möglichen Steuern bepackt sei. Er verlangte von den städtischen Körperschaften, die Ausgaben zu drosseln, auch wenn dann so mancher Wunsch nicht erfüllt werden könne. Zu einzelnen Etatsposten nahm er Stellung. So seien die Wohlfahrtslasten auf das fast 20fache des vor dem Kriege dafür eingesetzten Betrages gestiegen. Der Zuschuß zum Stadttheater sei auf 60 000 RM. herabgesetzt, er hoffe, daß das Theater uns erhalten bleibe. Die städtischen Werke rentieren auch nicht mehr so wie früher, und zwar sei der Ausfall höher als der 5proz. Preisabbau. Trotzdem habe die Verwaltung zugesagt, zu untersuchen, ob es irgendeinen Weg gäbe, um die städtischen Tarife zu ermäßigen. Wenn es trotz aller Bemühungen im Finanzausschuß nicht möglich war, den Etat auszugleichen, so liege das nicht an den Ausschußmitgliedern. Aber wundern müsse man sich über Reich und Länder, die die Gemeinden nicht mehr unterstützen. Im Gegenteil, von der städtischen Sondergebäudesteuer verlange der hessische Staat neuerdings 8 Prozent für sich für einen Ausgleichsfonds zur Umschuldung in Not geratener Gemeinden. Der Redner rügte dieses Verfahren des Staates, Staatshilfe für schlechtbenach Brüllers Pfeife zu tanzen. Ihn zu ärgern hatte entschieden mehr Spaß gemacht. Außerdem war es auch noch fraglich, wie Brüller sich zu dem Fußballspiel stellen würde. Wie leicht fonnte unsere ganze Mühe umsonst gewesen sein! Meine Klassenbrüder drangen deshalb immer mehr in mich, das entscheidende Wort mit ihm zu sprechen. Einen eigentlichen Turnlehrer hatten wir damals nicht. Den Turnunterricht erteilte unser Zeichenlehrer Brüller. Er war lang aufgeschossen und trug eine Brille. Vom Turnen hatte er wenig Ahnung. Als Nebenfach wurde diesem Unterricht an unserer Schule auch gar keine Bedeutung zugemessen. Die Turnstunden waren für uns natürlich äußerst langweilig. Sie verliefen immer nach demselben bestimmten Plan: Marschieren, Freiübungen und Geräteturnen. Und weil wir diesem mit wenig Lust und Liebe erteilten Unterricht feinen Geschmad abgewinnen fonnten, wurden die Turnstunden mit Vorliebe von uns dazu benutzt, Brüller zu ärgern oder sonst Unsinn zu treiben. Schließlich faßte ich mir ein Herz. Es war nach der Turnstunde. Ich ging entschlossen auf Brüller los und sagte:„ Herr Brüller, wir möchten gerne Fußball spielen." Nun war das aber anders geworden. Wollten wir Fußballspielen, mußten wir einen Leiter haben. Dafür fam nur Brüller in Betracht. Wenn wir seine Einwilligung hatten, fonnten wir vielleicht auch damit rechnen, in den Turnstunden Fußball spielen zu dürfen. Einen Augenblic wartete ich auf eine Antwort. Aber er schwieg und gudte mich bloß verwundert an. Mich durchfuhr auf einmal der Gedanke: Er weiß sicher gar nicht, was das für ein Spiel ist!' Zuzutrauen war ihm diese Unkentnis schon. Trotzdem fuhr ich fort:„ Ich habe neulich mal in den Ferien ein richtiges Spiel gesehen. Einfach großartig. Unsere Klasse hat nun auch große Lust zum Fußballspielen. Ich möchte Sie deshalb einmal fragen, ob Sie als Leiter nicht dabei sein wolIen? Wir müssen ja auch einen Schiedsrichter haben. Und vielleicht dürfen wir dann auch in den Turnstunden spielen?" In der nächsten Zeit fonnte Brüller sich nicht genug über seine wohlerzogenen Untersekundaner wundern. Sowohl in den Zeichen als auch in den Turnstunden benahmen wir uns mustergültig. Brüller glaubte nichts anderes, als daß wir reuevoll den Weg der Besserung beschreiten wollten, während es uns doch in Wirklichkeit nur darum zu tun war, ihn für unseren Zwed gefügig zu machen. Mit der Zeit verging uns aber die Lust, immer gehorsam Inzwischen hatte Brüller sich von seinem Staunen erholt. ,, Fußball spielen? Dieses rohe, ungeschliffene Spiel..., Und da haben Sie tatsächlich geglaubt, daß ich meine Einwilligung dazu geben würde? Ausgeschlossen. Lernen Sie erst mal richtig marschieren, aber kommen Sie mir nicht wieder mit solch blöden Zumutungen!" Borjabre zeig elend. Wier ibre Steuern Der Hausbe Gigentümer verzichtet hab Ein Beispiel Steuererhöhu Am anderen Tage hatten wir die zweite Stunde beim Direktor. Zuerst sprach er von der Verrohung der Jugend. Dann erteilte er mir einen verschärften mündlichen Verweis. Zum Schluß fündigte er uns noch an, daß die Lehrer angewiesen seien, unsere täglichen Schulaufgaben so zu erhöhen, daß uns ein für alle Mal die dummen Gedanken vergehen sollten. Ich drehte mich kurz um. Eine Wut hatte ich auf Brüller! Am meisten ärgerte es mich ja, daß unser mustergültiges Benehmen zwecklos gewesen war. An der Pforte erwarteten mich meine Kameraden. ,, Es ist Essig!" rief ich ihnen schon von weitem zu. ,, Dieser Affe will ja nicht!" Und das alles hatten wir Brüller zu verdanken! Nach mittags fand eine Klassenzusammenkunft statt. Auf der Tagesordnung standen nur zwei Punkte: Rache an Brüller und Gründung eines Fußballvereins. Da stand auf einmal Brüller neben mir. Ich hatte in meiner Aufregung nicht gemerkt, daß er mir gefolgt war. ,, Affe? Sagten Sie Affe?" „ Jawohl.“ ,, Meinten Sie mich damit?" ,, Jawohl." Steuererhöhu Bapier stehe wenn das K Der erste Punkt wurde schnell erledigt. Eine Kommission von vier Mann, die durch das Los bestimmt wurde, nahm die Vergeltung in die Hand. Und als am anderen Tage der Glaser nach Brüller gerufen wurde, wußten wir, daß sie die Sache zu unserer Zufriedenheit erledigt hatte. Brüller wurde firschrot im Gesicht. Er schnappte ein paarmal nach Luft. Dann verschwand er mit fliegenden Rochschößen im Zimmer des Direktors.. Darmstadt fü Die Zurüdhal gabe an die brauchen. J Sem Staatsa mehr in der auszuzahlen, Weitere Abit wejen. Er Mehr Schwierigkeiten bereitete uns der zweite Punkt. Fußball spielen wollten wir natürlich. Das Verbot reizte uns nur noch mehr. Wir beschlossen zunächst, uns von unserem Taschengeld einen Fußball zu kaufen. Mehr brauchten wir auch ja vor läufig nicht. Nachdem wir dann noch unserem Verein den stolzen Namen„ Viktoria" gegeben hatten, gingen wir befriedigt auseinander. Nach ungefähr 14 Tagen konnte das Spielen losgehen. Als Spielfeld durften wir den Platz des Turnvereins benutzen. zwei Tore waren rasch markiert. Und dann ging's los! Ohne eigentliche Regelfenntnis und ohne Schiedsrichter, aber mit Be geisterung und Hingebung. Wir hatten sogar Zuschauer: Die jüngeren Schüler. Sie enthielten sich jeglicher Kritit, weil wir stärker waren. Einer von ihnen mußte Posten stehen, um uns zu warnen, wenn ein Paufer in Sicht war. Hitze un Mundw ferer eigenen Das war unie Nun zum Spiel selbst. Es gab unter den Zuschauern einige, die später, als der Verein längst aufgeflogen war, behaupteten, wir hätten den Ball nie getroffen. Das war natürlich eine aber wenn wir ihn trafen, blieb teine Auge trocken. Wir störten uns nie durch gegenseitiges Zusammenspiel. Wer den Ball hatte, schlug ihn dahin, wo annähernd das feindliche Tor sein mußte. Trafen wir nicht den Ball, so trafen wir doch unseren Gegner. An den Schienbeinen. Der Umjazz der kleinen Apotheke an Wundsalben und essigsaurer Tonerde stieg in diesen Tagen um ein Bedeutendes. In edlem Wettstreit nahm wir, wenn es irgend möglich war, auch den Spielern un Gefürchte Mannichaft wirklich ein der Gegenpa Jeder verfuc jer Durchbri Es war teten Führer in die richtig Deijungen zu tur Holzerei. Und dan bendnachmit ind jhwitter thieß Erich fums bejap. t den Ball bouern laute leid Als Erid loslaten woll mit dem Fug itürzte. Das gar nicht die glaubten anja ich nur verite Buruje wieder en!" Menich, Aber er Dit angerichte or allen Din Saufe bringer tach Möglicht Da fiel m Sabre fand. G die an Raud Satte ichon ein Sabre gelegen Nr. 2 fich die Wirtscha ere und mittlere& einmal ein amin en Radweg von te aftenden und veran Mittelbetrieb mi t durch die Not be die deutsche Wells ohne die riesigen, an die doch kein Men Verschachtelangen te Bbetriebe, wie wir b ber der felbftanti in der Landwirtschaf die eine angeme en bat. immer wieder, um s nitsland Voltsträfte diefer Kreise muß f chlich lohnen. We telstand der Jungben heranwachst. Ce gigfeit, fie vermeh Sir haben so viel fde Cochen, aber ganz te irksamen Bette r Erreichung jen If im Innern bie d gewährleistet. ett tann es heut r ohne Mittelstan gen, der fich a tann. Dr. Br. Samstag, den 2. Juli 1932. wirtschaftete Städte auf Kosten der übrigen Gemeinden, die Eaum noch sich selbst über Wasser halten fönnen, zu erteilen. Herr Horn verlangte dann Erhöhung der Filialsteuer, als willCommenen Zuschuß für die Stadtfinanzen und als gerechten Ausgleich für den steuerlich so hoch belasteten Gießener Einzelhandel. Man sollte sich nicht höheren Ortes abfertigen lassen mit dem Hinweis, die Erhöhung der Steuersätze sei durch Notverordnung ( Dez. 1930) verboten, habe doch im Gegenteil, das Gießener Kreisamt vorgeschlagen, das Defizit im Haushaltsplan durch Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer bis auf die LandesDurchschnittssätze zu erhöhen trotz Notverordnung. Er forderte Deiter gerechte Verteilung der Lasten, im Reich und in den Ländern und Gemeinden. Für den Fall, daß die Gemeinden nicht entlastet werden, gehen dieselben in absehbarer Zeit alle zugrunde. Für die Wirtschaftliche Vereinigung sprach Herr Architekt Ricolaus. Auch er beschäftigte sich zunächst mit den Ursachen Der Not. Den Weltkrieg haben wir verloren, die zerstörten Werte mußten wir ersetzen. Die eingegangenen Verpflichtungen haben uns arm gemacht! Aber das hat das deutsche Volt nicht gewußt und die damals Verantwortlichen haben es ihm nicht gesagt. Es sei daher ungerecht, nur eine, die jetzige Regierung, für die Notzeit, in der wir leben, verantwortlich zu machen. Diese Notzeit spiegele sich im Haushaltsplan wieder. Der diesjährige Etat weise drei Merkmale auf: 1. gleich hohe Wohlfahrtslasten wie im Vorjahre, 2. weitere Senkung der Ausgaben ohne entsprechende Steuersentung, 3. Rückgang der Steuereingänge und Betriebseinnahmen. Der Redner führte weiter aus, schon seit Jahren weise der Haushaltsplan einen Fehlbetrag auf, der bis vor zwei Jahren immer durch Realsteuererhöhungen ausgeglichen wurde. Seine Fraktion habe immer Stellung genommen gegen die weiteren Steuererhöhungen. Sie konnte sich dabei auf die berufenen Urteile der Handwerks- und Handelskammern stützen. Aber damals sei noch alles anderer Meinung gewesen. Die Finanzkrise im nommen Vorjahre zeigte dann aber mit einem Schlag das deutsche Finanzng der Schulbaradn dtischen Freibades portvereine bei Ba er einen Antrag, mi Deifung von 12 000 chloß mit dem Appl m den Menschen gemeinschaft der Mitt tische Rede zu halter Rittelstandes hin, da Er verlangte von de u drosseln, auch wen Den fönne. Zu einzel n die Wohlfahrtslaften Dafür eingelegten Be heater fei auf 60 000 uns erhalten bleibe. mehr so wie früher oz. Preisabbau. Tro erfuchen, ob es irgens zu ermäßigen. Wen uß nicht möglich w an den Ausschußmi über Reich und Lin tügen. Im Gegente verlange der hei einen Ausgleichsfont einden. Der Redne tshilfe für schlechthe eite Stunde beim Dis ng der Jugend. Dan lichen Verweis Zur ie Lehrer angewieje zu erhöhen, daß m vergehen sollten. zu verdanken! Nch statt. Auf der Tage ache an Brüller digt. Eine Kommi immt wurde, nabm) anderen Tage der wir, daß fie die E der zweite Bunft s Verbot reiste uns ms von unserem Ta rauchten wir auch ja unferem Verein den , gingen wir befrie as Spielen losgeben! 5 Turnvereins ben dann ging's los! hiedsrichter, aber mit en jogar Zuschauer: jeglicher Kritit, meil te Poften stehen, un t war. ter den Zuschauern c eflogen war, behaupt Das war natürli eine Auge troden 5 Zusammenspiel 2, wo annähern r nicht den Ball, jo i Schienbeinen. Der Un und effigfaurer To ndes. In edlem Wet ar, auch den Spielern elend. Wieviele Mittelstandsleute müssen heute hungern, um ibre Steuern zu zahlen, um ihr Betriebsgrundstück etc. zu retten. Der Hausbesitz wird immer mehr entwertet, soweit, daß viele Eigentümer vor den Staats- und Stadtkassen auf das Eigentum Derzichtet haben. Leider habe noch nicht alles diese Not erkannt. Ein Beispiel sei das Kreisamt Gießen mit seiner vorgeschlagenen Steuererhöhung. Dabei übersehe die Verwaltung, daß jede Steuererhöhung, die den Mittelstand trifft, ja doch nur auf dem Papier stehe und deshalb nicht mehr eingehen werde. Aber wenn das Kreisamt habe helfen wollen, dann möge es sich in Darmstadt für die Stadt einsetzen. Der Redner kritisierte dann bie Zurüdhaltung von Reichsgeldern, die das Land zur Weitergabe an die Gemeinden empfangen habe, um sie für sich zu verbrauchen. In der Privatwirtschaft würde das Bekanntschaft mit dem Staatsanwalt heißen. Wenn die Städte in Hessen jetzt nicht mehr in der Lage wären, ihre Gehälter und Wohlfahrtsgelder auszuzahlen, hätte allein die hessische Regierung die Schuld. Weitere Abstriche im Voranschlag seien zurzeit nicht möglich ge= wesen. Er brachte dann eine ganze Reihe von Wünschen seiner ,, Gießener Zeitung" Fraktion vor, die er sich vorbehielt, zu gegebener Zeit in Anträge umzuändern: a) Die Stadtverwaltung möge über den Städtetag bei Reich und Ländern verlangen, daß das Wohlfahrtswesen anderweitig gesetzlich im Sinne einer gerechten Lastenverteilung geregelt werde. b) Weitere Abstriche und Einsparungen an einzelnen Etatsposten. c) Streichung oder Herabsetzung freiwilliger Beiträge und Unterstützungen für einzelne Institute und Vereine, d) Abbau einzelner städtischer Betriebe, wie den städtischen Steinbruch und den städtischen Kraftfahrbetrieb, und Vergebung des Fuhrwesens an Gießener Fuhrhalter. e) Vergebung von Aufträgen unter Ausschaltung kommunaler Konkurrenzbetriebe nur an Gießener Firmen. - f) Bei Arbeits- und Lieferungsvergebung zunächst die GieBener Firmen berücksichtigen. g) Die städtischen Verkaufs- und Erfrischungshallen sollen wie die privaten Geschäfte um spätestens 8 Uhr abends schließen. h) Erhöhung der Filialsteuer. i) Die Verwaltung möge über den Städtetag bei der Regierung weitere Senfung der Hauszinssteuer beantragen, um die freiwerdenden Mittel für Hausinstandsetzungszwede verwenden zu können. k) Senkung der Vergnügungssteuer. Der Abbau dieser Steuer wird durch die gegebenen Erleichterungen durch Mehreingänge wettgemacht. 1) Weitgehendstes Entgegenkommen bei der Prüfung Stundungsgesuchen im Steuerausschuß. von m) Langsame, stückweise Fertigstellung der Schule in den Eichgärten. n) Alle Bauvorhaben sind weitgehend zu unterstützen, um Arbeit zu schaffen. Zum Schluß richtete Herr Nicolaus einen Appell an die Beamtenschaft der Stadt Gießen, ihren Warenbedarf in Gießener Geschäften einzudecken und sich an feinen Boykottbewegungen zu beteiligen. Damit waren die großen Etatsreden gehalten. Es sprachen anschließend die beiden Kommunisten Kestner und Stork, sie forderten Abschaffung der Polizei, bzw. des Polizeifostenbeitrages der Stadt, Höchstgehalt für städtische Beamte von 4000 RM., Erhöhung der Wohlfahrtssätze um 20 Prozent, Streichung des Zuschusses zum Stadttheater, Flugplatz, Volfshalle etc. Stadtschulrat Fischer erklärte die Last der Reparationen und die Unnachgiebigkeit der Franzosen als eine weitere Erschwerung unserer wirtschaftlichen Gesundung und führte das ungeheure Steigen der Wohlfahrtsbelastung der Kommunen an Hand von Zahlenbeispielen an. Zunächst Gegner der Absicht einer etappenweisen Fertigstellung der neuen Pestalozzi- Schule sei er unter den gegebenen Umständen bereit, dieser doch zuzustimmen. Herr Kaufmann Horn dankte der Stadtverwaltung dafür, daß sie sich bereit erklärt habe, die Härten bei Festsetzung der vorläufigen Gewerbesteuern als endgültige, die noch auf den Wirtschaftsverhältnissen des Jahres 1929 basiert entgegenkommender Weise auszugleichen. Nr. 26. Dann schritt das Haus zur Abstimmung. Zunächst wurden zwei sozialdemokratische Anträge Erhöhung der Mittel für die Kinderspeisung von 12 000 auf 20 000 RM. und Vorlage einer Strom und Gaspreissenkung durch die Stadtverwaltung bis zum 1. Oktober ds Js. abgelehnt. Dem Antrag des Finanzausschusses: den Voranschlag der Stadtkasse und der städtischen Nebenfassen für 1932, wozu der in der Betriebsrechnung verbleibende Fehlbetrag von 489 035,87 RM. zunächst aus Vermö gensmitteln gedeckt werden soll, zu genehmigen, wurden gegen die beiden kommunistischen Stimmen zugestimmt. Die restliche Tagesordnung: 2. Gesuch der„ Oberhessischen Tageszeitung" Gießen wegen Veröffentlichung der städtischen Bekanntmachungen, 3. die Errichtung von 100 Kleinstwohnungen beiderseits der Krofdorferstraße. Ueber die Finanzierung wird der FinanzAusschuß beschließen, fand schnelle Erledigung. Man nahm die beiden Anträge ohne Debatte an. Damit war die öffentliche Sizung um furz vor 8 Uhr geschlossen. Steuerfalender für Juli 1932. Reich: 5. Lohnabzug für die Zeit vom 16.- 30. Juni 1932. Für die Zeit vom 1.- 30. Juni, falls im Ueberweisungsverfahren die bis zum 15. 6. einbehaltenen Beträge 200 RM. nicht überstiegen haben. Gleichzeitig ist Ledigen- und Krisenlohnsteuer abzuführen, soweit sie im Steuerabzugsverfahren einzubehalten sind. 6. Einreichung der Aufstellung über die im Juni getätigten Devisengeschäfte für alle Unternehmen, die generell die Erlaubnis zum Devisenerwerb haben. 10.( 11.) a) Börsenumsatzsteuer für Juni. b) Umsatzsteuervoranmeldung und-Vorauszahlung für Monats- und Vierteljahreszahler( Schonfrist 18. 7.). c) Anmeldung der Beträge eingegangener Exportvaluten an die Reichsbank. 20. a) Lohnabzug für die Zeit vom 1.- 5. 7. 1932 beim Markenverfahren. Beim Ueberweisungsverfahren nur, falls die Lohnsteuerbeträge dieser Zeit 200 NM. überstiegen haben. b) Hiermit ist gleichzeitig die Ledigensteuer abzuführen. c) Auch die Arbeitslosenhilfe ist mit der Lohnsteuer zu entrichten, soweit sie an Finanzkassen abzuführen ist( siehe Anhang). d) Anmeldung der Beträge eingegangener Exportvaluten. Hessen: 5. Letzter Tag für die 2. Vorauszahlungsrate an staatl. Grund-, Gewerbe- und Condergebäudesteuer. 25. 2. Ziel der Kommunalsteuern laut Bescheid( Vorauszahlung oder vorläufige Stener. Termine nicht einheitlich. Meist 10 Tage Schonfrist). ( mitgeteilt von der Südwestdeutschen Revisions- u. TreuhandVereinigung Weise& Co., Komm.- Ges., Frankfurt a. M.) Für Reise und Wanderungen: Chlorodont Hitze und Staub erschlaffen den Körper besonders beim Reisen und Wandern. Eine kräftige Mundspülung mit dem herrlich erfrischenden ChlorodontMundwasser und eine gründliche Zahnreinigung mit Chlorodont- Zahnpaste wirken wohltuend, verschaffen das Gefühl der Sauberkeit und immer schöne weiße und gesunde Zähne jerer eigenen Partei den Ball fort. Kampf um jeden Preis, das war unsere Devise. Gefürchtet war ich bei den Spielern, auch bei der eigenen Mannschaft durch meine ,, Alleingänge". Sie waren damals wirklich ein Kunststück, denn ich hatte nicht nur die elf Spieler der Gegenpartei, sondern auch die eigene Mannschaft gegen mich. Keder versuchte, mir den Ball fortzunehmen. Das Resultat diejer Durchbrüche war deshalb meistens ergebnislos. Es war wirklich schade, daß es uns damals an einem geeigneten Führer und Lehrer fehlte, der unsere Kampfesfreudigkeit in die richtigen Bahnen lenken und uns mit den nötigen Anweisungen zur Seite stehen konnte. So blieb das ganze Spiel nur Holzerei. Und dann kam das Verhängnis! Es war an einem Sonnabendnachmittag. Wir hatten schon über eine Stunde gespielt und schwitzten wie Schwerarbeiter. Einen Spieler hatten wir, er hieß Erich Brandt, der in hohem Maße die Gunst des Publitums besaß. Er konnte das Leder am höchsten schlagen. Wenn er den Ball haushoch in die Luft beförderte, entfuhren den Zuchauern laute Rufe der Bewunderung und wir erblaßten vor Neid Als Erich nun wieder einmal einen solchen Kerzenschlag loslassen wollte, wurde er von einem Gegenspieler so unsanft mit dem Fuß daran gehindert, daß er mit gebrochenem Bein türzte. Das alles war so schnell gegangen, daß wir zuerst gar nicht die Tragweite dieses Unglücks richtig erfaßten. Wir glaubten anfangs, daß Erich, der bewußtlos auf dem Rasen lag, sich nur verstelle und versuchten deshalb, ihn durch ermunternde Burufe wieder auf die Beine zu bringen. ten!" ,, Mensch, Erich, steh' doch auf! Mach doch keine Dummhei Aber er rührte sich nicht. Da sahen wir auch endlich, was wir angerichtet hatten. Nun war guter Rat teuer. Wir mußten Dor allen Dingen ihn erst mal von hier wegschaffen und nach Hause bringen. Aber wie? Unnötiges Aufsehen wollten wir nach Möglichkeit vermeiden. vorher beim Zigarettenrauchen erwischt und war deshalb der Ansicht gewesen, ich könnte mich am besten in die Lage eines an Rauchwergiftung Erkrankten hineinversetzen. Wir holten also diese Bahre und, trugen Erich mit vier Mann auf Umwegen seiner Behausung zu. Daß wir uns schuldbewußt fühlten, bann ich gerade nicht behaupten. Wir tamen uns eher wie Krieger vor, die einen verwundeten Kameraden vom Kampfplatz tragen Erichs Mutter war eine Witwe. Als wir in ihrem Hause antamen, mußten wir eine Zeit lang auf dem kühlen, dämmerigen Flur warten, ehe jemand kam. Unterwegs hatte ich mir schon die Szene ausgemalt, wie sich wohl das Wiedersehen zwischen Mutter und Sohn unter so tragischen Umständen abspielen würde. Ich hielt es für wahrscheinlich, daß Erichs Mutter, ähnlich wie in den alten Tragödien, vom Schmerz überwältigt an der Bahre ihres Sohnes niedersinken würde. Jedenfalls hatte ich mir schon für alle Fälle ein paar Worte des Trostes zurechtgelegt. Aber es kam ganz anders. Als Frau Brandt endlich auf dem Flur erschien, sagte ich schnell:„ Erich hat Malheur ge= habt. Er hat sich ein Bein gebrochen." Frau Brandt warf einen Blick auf ihren, Sohn, trat dann auf mich zu und versetzte mir eine schallende Ohrfeige. Von dieser Detonation wachte auch Erich aus seiner Bewußtlosigkeit auf. Ein Blick auf seine Mutter genügte ihm aber, um schnell wieder die Augen zu schließen. Mir war es jedenfalls klar geworden, daß bei dieser resoluten Frau meine schön zurechtgelegten Trostesworte wenig er= wünscht und angebracht seien. Ich zog es deshalb vor, mit meiner brennenden Bade schleunigst dieses ungaftliche Haus zu verlassen. Meine drei Kameraden stolperten hinterher.. Am Montag brach über uns Spielern das Strafgericht aus. Der Fußballklub ,, Viktoria" wurde sofort aufgelöst und uns unter Androhung sofortiger Entlassung jedes Spiel mit dem verfemten Fußball strengstens untersagt. Es gab wohl kaum einen Menschen in der kleinen Stadt, der in uns nicht ganz rohe, gemeingefährliche Burschen sah. Lächelnd schloß der Trainer seine Erzählung. Da fiel mir ein, daß sich bei unserem Schuldiener eine Tragbahre fand. Sie wurde dazu benutzt, um bei einem Schulbrande die an Rauchvergiftung Erkrankten darauf fortzutragen. Ich hatte schon einmal bei einem Feueralarm zur Uebung auf dieser Bahre gelegen. Ein Pauker hatte mich nämlich ein paar Tage| Pause. ,, Sie sind aber ja doch noch ein berühmter Fußballspieler geworden, Herr Bringhoff", sagte Theo Hansen nach einer ,, Trotz dieses ersten Mißerfolges bin ich nach meiner Schulentlassung dem Fußball treu geblieben. Da haben Sie recht. Aber von der Ohrfeige der Frau Brandt bis zur ersten Aufstellung in der deutschen Ländermannschaft ist ein weiter Weg. Davon erzähle ich Ihnen vielleicht ein anderes Mal...“ Auf dem Nachhausewege meinte Theo Hansen zu Adolf Müller:„ Es ist doch gut, daß wir uns heute unter viel günstigeren Umständen dem Fußballsport widmen können als zu Bringhoffs Zeiten. Dafür müssen wir diesen Pionieren der Fußballbewegung stets dankbar sein. Und an unserem Trainer können wir einen Teil des Dantes abtragen, wenn wir in guten und bösen Tagen treu zu ihm stehen." ,, Da hast du recht, Theo, das wollen wir auch." Und mit einem festen Händedrud gingen die beiden Spieler auseinander... ..Gibt's wohl Schön'res auf der Welt, als das Fußballspielen mit dem Ball im freien Feld auf das Tor zu zielen?" Der Hochsommer, die tote Saison für den Fußballsport, neigt sich seinem Ende zu! Hat der Fußballspieler in den heißen Sommerwochen auch keinen Lederball berührt, ist er trotzdem nicht untätig gewesen. Er weiß, daß eine lange Ruhepause auch für den sportgestählten Körper nur von Nachteil ist. Stillstand ist Rüdgang. So hat er denn durch Wanderungen, Schwimmen, Rudern, Segeln oder leichtathletische Uebungen Körper und Geist erfrischt und sich einen richtigen Fußballhunger angeschafft. Aber jetzt erwacht auf den Sportplätzen neues Leben! Ueberall sieht man die Fußballspieler bei froher Uebung auf dem grünen Rasen. Jedes Fußballherz schlägt höher, denn: hipp, hipp, hurra, die tote Saison ist vorbei...! Auch Bringhoff hatte mit dem Training der 1. Mannschaft begonnen. Er war jahrelang Trainer einer englischen Berufsmannschaft gewesen. Aber trotz der großen Erfolge, die er hier errungen hatte, sehnte er sich doch wieder nach Deutschland. Als er dann eines Tages in einer Sportzeitung las, daß der Verein, in welchem er jetzt tätig war, einen Sportlehrer suchte, meldete er fich kurz entschlossen. Trotzdem sein Bewerbungsschreiben in einem sehr bescheidenen Ton gehalten war, wurde er doch auf der Vorstandsversammlung mit Stimmenmehrheit gewählt. Fortsetzung folgt. Samstag, den 2. Juli 1932. Lofales. Förderung des oberhessischen Eisenerzbaues durch Reichsmittel. In dem am Dienstag vom Reichsrat verabschiedeten Reichsetat werden im Haushalt des Wirtschaftsministeriums als vierter Teilbetrag für die Förderung des Eisenerzbaues an der Sieg, Lahn und Dill einschl. Oberhessens 400 000 RM. bewilligt. Zur Begründung wird erklärt, daß die Verschärfung der wirtschaftlichen Lage die Fortsetzung der staatlichen Hilfsmaßnahmen notwendig mache. Zur Vermeidung einer größeren Erwerbslosigkeit werden die Zuschüsse an die Erzgruben im wesentlichen unter Berücksichtigung der Beschäftigung von Arbeitnehmern gewährt. Die Länder Preußen und Hessen werden sich auch weiterhin an den Hilfsmaßnahmen beteiligen. * Ehrungen eines verdienten Gelehrten. Die juristische Fakultät der Universität hat den ordtl. Professor der Theologie und der Philosophie an unserer Universität, Geh. Kirchenrat D. Dr. Krüger, anläßlich seine 70. Geburtstages ehrenhalber zum Dr. der Rechte ernannt.. Auch der hessische Staatspräsident hat dem weltbekannten Theologieprofessor ,, in dankbarer Wertschätzung seiner großen Verdienste um die Landesuniversität und ihre theologische Fakultät" herzliche Glückwünsche übersandt. * Ertrunken. Am Mittwoch wurde aus der Lahn in der Nähe ,, An der Kläranlage" ein etwa 79 Jahre alter unbekannter Mann geländet. Nach den polizeilichen Ermittlungen ist mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß der Verstorbene durch einen Unglüdsfall aus dem Leben geschieden ist. Die Jden= tität des Toten ist festgestellt worden und handelt es sich um den 79jährigen Invaliden Georg Ludwig Schmidt, Wartweg 96 wohnhaft. * Den Liebhaber und sich selbst verlegt. Donnerstag abend brachte die 23- jährige Pflegerin Elli M. aus Lollar ihrem Liebhaber Frizz F. in dem Treppenhaus des Hauses Mühlstraße 2 drei Messerstiche, einen in die linke Brustseite ( Herzgegend), einen in den rechten Oberarm und den anderen in die linke Schulter bei. Der Stich in die Brust ist lebensgefährlich. Die Täterin hat sich zu diesem Zwede eine neues 25 Zentimeter langes feststellbares Dolchmesser gekauft. Der Tot soll eine Auseinandersetzung vorausgegangen sein, da F. angeblich das Verhältnis wegen einer bestehenden Schwangerschaft habe lösen wollen. Auf die Hilferufe eilte ein Hausbewohner hinzu, der der Täterin das gezückte Messer mit Gewalt abnehmen mußte, wobei sie an beiden Händen erheblich verletzt wurde. Beide mußten in die chirurgische Klinik eingeliefert werden. * Schlägerei. Eine Schlägerei fand in der Nacht zum Donnerstag in der Licherstraße zwischen einem Reichswehrsoldaten und einem Studenten statt. Dabei erhielt der Student einen Stich in den rechten und einen in den linken Oberarm und eine größere Verletzung an der linken Wange. Die Stiche sollen mit dem Seitengewehr verursacht worden sein. Der Student wurde in die chirurgische Klinik eingeliefert. ,, Gießener Zeitung" Wiesen und Kartoffeläcker. Nr. 26. dem Wohnhaus. Herr Rinn hat bereits in einem Neubauflügel| massen vermischt mit den großen Schloßen verwüsteten Felder, ein großes Tabaklager eingerichtet. In der Maschinenfabrik wird zurzeit noch gekürzt gearbeitet. Ueber kurz oder lang dürfte vollständige Stillegung erfolgen. * Evangelischer Bund und Wissenschaft. Der 4. Studientag des Ev. Bundes in Hessen, der wieder in unserer Stadt abge= halten wurde, war aus den Vertrauensmännerkreisen und von Theologiestudierenden zahlreich besucht. Am Vormittag referierte der Vorsitzende des hessischen Hauptvereins, Pfarrer Berd, Roßdorf, über:„ Der evangelische Kirchenbegriff im theologischen Streit der Gegenwart". Die Aussprache stand unter Leitung von Universitätsprofessor Dr. Bornkamm und drehte sich um die durch das Referat berührten Fragen.. Am Nachmittag hielt Universitätsprofessor D. Schumann seinen Abschiedsvortrag über: ,, Gegenwartsdämonien und Christusglaube". * Fünf Verletzte bei einem Autobusunfall. Am Sonntagabend fuhr in der Licherstraße ein mit 21 Personen besetzter Autobus aus Garbenheim( Krs. Wezlar) gegen den unteren Aufbau einer Eisenbahnschranke an der Straßenüberführung der Reichsbahn- Strede Gießen Fulda. Bei dem heftigen Anprall erlitten 6 Insassen des Autobus erhebliche Prellwunden und zum Teil auch Schnittverletzungen durch die Splitter der zertrümmerten Windschutzscheibe. Der Unfall ist darauf zurückzuführen, daß ein 10 Jahre alter Junge auf einem Fahrrad plötzlich aus einer Seitenstraße herausgefahren tam und unmittelbar vor dem Autobus auftauchte. * Die Polizei- Funkstation zerstört. Bei dem schweren Gewitter wurde am Dienstag durch Blitzschlag die Fundstation des Polizeiamtes zerstört. Das starte Drahtseil und die oberen Antennendrähte nebst den beiden Stangen stürzten herunter. Ein anderer Teil der Anlage flog auf das Dach des angrenzenden Kreisamts. * Gleibergtag. Am morgigen Sonntag, den 3. Juli, findet auf der Burg Gleiberg der Gleibergtag des Gleiberg- Vereins statt, der ein recht umfangreiches Programm hat. Für die Gießener ist von nachmittags 2 Uhr ab ständige Fahrgelegenheit mit Autobus nach Krosdorf und bis an die Gleiberger Linde. * Straßenbahnerweiterungsprojekt. Der Stadtverwaltung wurde jetzt von der hessischen Regierung die Konzession zur Erweiterung des städtischen Straßenbahnnetzes von Gießen nach Wiesed erteilt. Damit geht ein seit vielen Jahren von Gießen aus erstrebtes Projekt nun endgültig seiner Erledigung entgegen. * Die Mainzer Gustav- Adolf- Gedächtnisfeier im Rundfunk. Als Einleitung zu der großen Gustav- Adolf- Gedächtnisfeier, die die Hessischen Hauptvereine der Gustav- Adolf- Stiftung und des Evangelischen Bundes gemeinsam am 2.- 4. Juli in Rainz be= gehen, wird Prälat Prof. D. Dr. Dr. Diehl heute, Samstag, den 2. Juli, im Frankfurter Sender sprechen:„ Gustav- Adolf und die Kirche." Der Vortrag beginnt um 18.25 Uhr. * Das Ende der Maschinenfabrik Heyligenstaedt& Co. Die einst weltbekannte Maschinenfabrik der Firma Heyligenstaedt& Co. wurde zwangsversteigert. Der Hauptgläubiger, ZigarrenFabrikant Rinn aus Heuchelheim, kaufte das gesamte Werk nebst Gefchickten Werbern Herren und Damen, bietet sich Gelegenheit, über neue Werbemethode m. Sparuhr z.besonderem Verdienst zu kommen. Auch nebenberufliche Tätigkeit möglich. Persönliche Vorstellung erbeten am Freitag, den 8. Juli 1932, in Gießen, Hotel ,, Bayerischer Hof", von 9-12 Uhr vormittags, Magdeburg. Lebens- Verficherungs- Gesellich. ,, Alle Magdeburger von 1855", Bez.- Direktion Kassel, Ob. Königstr. 6, III., Packpapier- Großhandlung sucht für den Bezirk Giessen u. Umgegend bestens eingeführten Vertreter. Ausführl. Angebote m. Angabe v. Referenzen unter G. Z. 3107 an die Gieß. Zeitung erbeten. Geschäftl. Gorgen?| oooooo Erfahr. Vertrauensm. WESTFALIA WERKZEUG Co. gibt Rat, wenn Pfändg. 0.Offenb. Eid droht gg. Rüdp. Alb. O. Brandt, Magdeburg, Fach 202. 00 HAGENLW. Liste grails allab billig XX Aus Nah und Fern. Bad Nauheim. Wie seit mehreren Jahren findet auch in diesem Sommer am 16. Juli im Kurhaus die schon traditionell ge= wordene Schau heimischer Rosen statt, von Liebhabern und Fachleuten start besucht. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildet ein Rosenfest mit der Wahl der Rosenkönigin. Bad Nauheim. Bis zum 30. Juni 1932 betrug der Gesamtbesuch 11 731 Gäste, darunter 1787 Ausländer. Anwesend waren an diesem Tage 3266 Gäste. Friedberg. Die Stadtverwaltung gibt in der Presse bekannt, daß sie genötigt sei, in etwa einer Woche die gesamten Zahlungen für die Wohlfahrtspflege so lange einzustellen, bis der Staat seinen Zahlungsverpflichtungen der Stadt und dem Kreis gegenüber nachgekommen sei. Friedberg. Am 10. Juli findet die feierliche Einweihung des hiesigen Kriegerehrenmals statt. Diese Gedächtnisstätte für die im Krieg gefallenen Söhne der Stadt dürfte mit zu den eindrucksvollsten in Hessen zählen. Schotten. In althergebrachter Weise findet Sonntag, den 3. Juli das Hoherodstopffest statt, mit dem auch nach der üblichen Tradition der Hauptausflug des Vogelsberger Höhenklubs ( VHC) nach seinen Clubhäusern verbunden ist, wobei meistens alle Zweigvereine vertreten sind. Ein kommunistischer Beigeordneter. Büdingen. In dem Kreisort Gelnhaar fand die Stichwahl um die Beigeordnetenstelle statt. Zum Beigeordneten gewählt wurde mit 200 Stimmen ein kommunistischer Arbeiter, während auf den nationalsozialistischen Landwirt 191 Stimmen entfielen. An den Folgen einer Mensur gestorben? Greifswald. Jn Greifswald wurde von der Staatsanwaltschaft die Leiche eines Studenten der Medizin, Hans Weg aus Wetzlar, beschlagnahmt, da der Verdacht aufgekommen war, daß Wetz an den Folgen einer Mensur gestorben ist. Die Be schlagnahme wurde kurz vor der Ueberführung der Leiche in die Heimat des Studenten angeordnet. Die Obduktion soll Näheres ergeben. Acht Jahre Zuchthaus für einen Totschlag. Darmstadt. Der 30jährige Hilfsarbeiter Karl Lammer aus Viernheim wurde am Freitag vom Schwurgericht Darmstadt wegen Totschlags zu acht Jahren sechs Monaten Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt. Frankfurt. Die Kammer der Deutschen Studentenschaft an der Universität Frankfurt hat am Donnerstag auf Antrag des Großdeutschen Studentenringes( Korporationen und Stahlhelm) den zuständen Behörden die Bitte unterbreitet, an der Universität einen Lehrstuhl für Wehrwissenschaft und Kriegsgeschichte einzurichten. Schwere Gewitterschäden auf dem Hunsrüd. Unwetterkatastrophe im Kreise Nimptsch. Nimptsch( Schlesien). Am Donnerstagnachmittag ging über Teilen des Mittel- und Niederkreises Nimptsch ein Unwetter mit Hagelschlag nieder, das die Ernte restlos vernichtete. Große Gebiete glichen in furzer Zeit einem einzigen See. Simmern( Hunsrück). Ueber dem Hunsrüd ging am Don= nerstag ein schweres Gewitter nieder, das über zwei Stunden dauerte und von wolkenbruchartigem Regen und Hagelschlag betroffen, wo die Dorfstraßen bis zu 50 Zentimetern von den Wassermassen überflutet wurden, die alles, was sich ihnen in den Weg stellte, mitrissen. * 147 000 RM. an 35 Bausparer. Die Oeffentliche Bauspartasse für Hessen( Abteilung der Landeskommunalbank- Girozentrale für Hessen) in Darmstadt nahm am 7. Juni 1932 im Sizungssaal der Landeskommunalbant- Girozentrale in Darmstadt in Anwesenheit einer Anzahl von Bausparern ihre 5. Baugeldzuteilung vor. Ausgelost und zugeteilt wurden diesmal 147 000 RM. an 35 Bausparer, so daß nunmehr nach ungefähr 2½jährigem Bestehen der Bausparkasse im ganzen 534 000 RM. an 89 Bausparer ausgelost sind. Die nächste Baugeldzuteilung findet voraussichtlich Anfang November 1932 statt mit Stichtag 31. Oftober 1932. Buteilungsberechtigt sind alle Bausparer, deren Vertrag spätestens am 1. August 1932 ( bei Tarif 18 am 1. Juli 1932) beginnt und mit Einzahlungen nicht im Rückstand sind. Schweres Unwetter im schwäbischen Donautal. Augsburg. Ein außerordentlich schweres Gewitter mit Wolfenbruch und Hagelschlag suchte das mittlere Donautal mit seinen Seitenfesseln stundenlang heim. Die ungeheuren RegenSonne Billiges Geld!!! zu Anschaffungen und Entschuldungen jeder Art, unkündbar, langfristig, fleine monatliche Auszahlung durch Schön, Gießen, Frankfurter Straße 23. Verlangt beim Einkauf nur deutsche Waren! BRIKETTS Laufend zahlen wir unter notarieller Kontrolle KAPITAL Richtigstellung bezüglich angeblichem Beflaggen der Kirche in Geins: heim mit der Hakenkreuzfahne. Das Landeskirchenamt übergibt der Presse folgende Richtig stellung: In einem vor der letzten Landtagswahl verbreiteten Flugblatt, das sich mit Vorfällen in Geinsheim beschäftigt, ist fol gende Stelle enthalten: zu günstigem Zins und auf langfristige Til gungszeit nach furzer Wartezeit aus. Monatl. Rüdzahlung RM 11.- bis 21.- für RM 1000.Darlehen. In kurzer Zeit ca. RM 160000.Bezugsp Redaktionsid fendung nich 44. วัด Der Rei nerstag bie neuen Borid Lung Rechnu Sprechung an und dem B Der Rei minister erju gen auf fün gab ein Arti ächtlichmach badische In und die Er ,, An der Kirche vorbei, aus deren Glockenturm die Nazifahne wehte( anscheinend wurde sie zum Zeichen der Seelenverwand schaft zwischen Pfarrer und Nazis dort aufgesteckt. Ich lasse mich aber gerne belehren, daß der Herr Pfarrer ohnmächtig dagegen war)———". Das Landeskirchenamt stellt hierzu fest, daß diese Angabe unrichtig ist. Auf dem Glockenturm der Kirche in Geinsheim wehte nicht die Hakenkreuzfahne, sondern aus dem Giebel eines der Kirche gegenüberstehenden Hauses. Neue Bücher. Englisch, wie es der Engländer spricht. Die Sprache im täglichen Leben und im Briefwechsel richtig anzuwenden, ihre inneren Zusammenhänge ŋu kennen, ihre Ausdrucks- und Wandlungsmöglichkeiten gefühlsmäßig zu beherrschen, kurz: Sicher heit im Sprechen und Lesen, Geläufigkeit im Stil. Für dieses Ziel sind die neuartigen Sprachlehrbücher von P. Bendheim, ,, Englisch, wie es der Engländer spricht"( erschienen im Verlag J. Bensheimer, Mannheim, Berlin, Leipzig) hervorragend ge eignet. 1. Band Preis RM. 2,70, mit Schlüssel zu den Uebungs sätzen( Uebersetzung) RM. 3,80. 2. Band Preis RM. 3,25, mit Schlüssel RM. 4,35. Eigenheim und eigener Garten. Das Juliheft der reichillu strierten Monatschrift ,, Das schöne Heim" ist in seinen Hauptbei trägen dem Einfamilienhaus als Eigenheim und dem eigenen Garten gewidmet. Ein reichhaltiger hauswirtschaftlicher Teil über Pflanzen im Zimmer, Kammereinbauten, Durchreichen, Warmwasserapparate usw. beschließt das Heft, das wiederum eine Fülle vorbildlicher Beispiele und bester praktischer Anregun gen bietet. Es ist für 1,45 RM. durch jede Buchhandlung zu beziehen. Verlag F. Brudmann, A.-G., München. Weiß Amerita sich noch zu helfen? Mit katastrophaler Wucht hat die Weltkrise Amerika aus dem Taumel des Prospe rity- Glaubens gerissen. Die neue Woche"-Sondernummer et zählt davon. Der Kapp- Putsch. In einem neuen Bilderbericht ihrer Serie Wie es eigentlich war" bringt heute die Münchner Illustrierte“( Nr. 27) eine Schilderung jener denkwürdigen und folgenschweren 5 März- Tage des Jahres 1920. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen Weit über 150 000 Rechnungs- Vordrucke + Bruchleidende Verlobungsanzeigen tragen das seit mehr als 20 Jahren erprobte an. 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