Nr. 12 ährt durch die neue unerwünschte Be d die in vielen der einen Seite d folgende völlige der Versicherungs nem Personentreis, Abbau der Versor icherweise eine aus chende Erbitterung er 4. Rotverordnung hädigten und des 5. Da diese Aus nitandes noch nid hat der Kyffhäuser hinterbliebenen fi den Reichstag ge Rubensbestimmun terbliebenen auszu 1932. Der Reichs früheren amtlichen Den noch neue er Kenntnis für jeden euerpflichtigen wer mtlichen Richtlinien die Post zugesandt 5., Berlin SO 36, eine der interessante London, gibt die Nummer( Nr. 13). nterhalten und ver = auf besondere Ein te in der Wilhelm = Kanzler gefährli neuen Romans von renwort", den ,, Die , Güte: und Streit Amtsgerichtsrat Dr. in Bonn. M. 1,25. en, sondern sich schon alten hat. Aus dem n Büchlein ist das Hernen. bearbeitet von Grig Breis RM. 1,25. Das Silf dir sebst" will atten, sich eingeben Möglichkeit geben, Tein in Gießen affee n den Verbraucher. much nebenberufl. gei ährung feste Bezüge rsandhaus Bruno 22, Langenrehm 54 värtsstrebende Belohnung enlos durch: ., Berlin SW 11. erdienft Konsumartikels, der d, zu vergeb. Tägl. upt- oder nebenbenbesuch. Verlangen kt 3 durch furt a. Main ch 174. mech.- Meiste Schreibmaschinen Kauf und Miete Telephon Nr.5 371 men hörden wie EIGEN CIGEN ARTEN SEN Gießener Zeitung Erscheint Samstags. ( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 45. Jahrg. Politische Rundschau. Es steht nunmehr endgültig fest, daß die Londoner Biermächte- Konferenz am 6. April beginnt und vom Mittwoch bis voraussichtlich zum Samstag der tommenden Woche dauern wird. Die deutschen Vertreter für die Londoner Zusammenkunft werden voraussichtlich am Donnerstag, 7. April, abreisen. Die Delegation wird nur wenige Personen umfassen, und zwar wird neben dem Staatssekretär von Bülow voraussichtlich noch Ministerialdirektor Posse vom Reichswirtschaftsministerium nach London fahren. Der Aeltestenrat des Reichstages ist für Montag, den 11. April, 17 Uhr, also unmittelbar nach der Wahl des Reichspräsibenten einberufen worden, um über den Wiederzusammentritt des Reichstages Beschluß zu fassen. Wie der„ Daily Herald" mitteilt, plant Schazkanzler Neville Chamberlain auf der im Juni in Lausanne zusammentretenden Konferenz teinerlei Regelung des Reparations- Problems erfolgen zu lassen, sondern lediglich eine Verlängerung des Moratoriums für Deutschland um weitere sechs Monate zu beantragen. Der Finanzausschuß des Hess. Landtages will am Donnerstag, den 7. April, mit der Etatberatung beginnen. Der Etat liegt zurzeit auch den Ausschußmitgliedern noch nicht vor. Die„ Hessische Landeszeitung" sowie der„, Rhein- und HesseBauer" wurden vom hessischen Innenminister wegen schwerer Beschimpfung der preußischen Polizei und des preußischen Innenministers ,, aufs nachdrücklichste und zum letztenmal" verwarnt. Durch Verordnung des hessischen Gesamtministeriums vom 14. 3. 1932 find die Vorschriften der Reichsnotverordnung von 8. 12. 1931( Reichsges.Bl. I S. 699) über die Loderung der Wohnungszwangswirtschaft auch für Hessen in Kraft gesetzt. Die Borschriften sind zum Teil bereits seit 1. Januar 1932 gültig. Durch Notverordnung vom 30. März 1932 hat das hessische Gesamtministerium bestimmt, daß die Grundgehalte der weiblichen Lehrpersonen ab 1. April 1932 um 10. v. H. gesenkt werden. Am Freitag gaben Kommunisten mehrere Schüsse auf ein nationalsoz. Verkehrslokal in Berlin- Moabit ab, durch die glüdlicherweise niemand getroffen wurde. Der herbeigerufenen Po lizei gelang es, sehr rasch zwei der geflüchteten Schüßen zu verhaften. Bei der Beerdigung eines Kommunisten tam es in Hohenlimburg zu Zusammenstößen zwischen etwa 2000 fommunistischen Demonstranten und der Polizei, die das Mitführen entrollter Fahnen untersagte. Der Prozeß gegen den Studenten Stern, der das Revolverattentat gegen den deutschen Botschaftsrat Twardowski verübt hat, findet am 4. April vor dem Moskauer Obergericht statt. Zu den Massenkündigungen der Lohn- und Manteltarife erflärt der Gesamtverband der christlichen Gewerkschaften, daß nach seiner Auffassung am 30. April nur gekündigte bzw. durch Rotverordnung verlängerte Tarife ablaufen. Die handelspolitische Kommission des Reichsverbandes der deutschen Industrie tagte Donnerstagnachmittag unter dem Borig von Staatssekretär Dr. von Simson, der über die allgemeine handelspolitische Lage berichtete. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im Monat März 1932 durch den„ Reichsanzeiger" 975( Februar 1091) neue Konkurse ohne die wegen Massenmangels abgelehn= tem Anträge auf Konkurseröffnung und 759( Februar 789) eriffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Nach Meldungen aus Brasilien hat der brasilianische Fianzminister einen Vertrag unterzeichnet, nach dem 300 000 Sad kaffee gegen deutsche Kohle eingetauscht werden. In Potsdam hält, wie uns unsere Berliner Schriftleitung Drahtet, in der Zeit vom 1. bis 3. April der Reichselternbund inter außerordentlich starker Beteiligung aus der Provinz Brandenburg und dem Reich seine zehnte Gesamttagung ab. Durch Beschluß der Sowjetregierung und der kommunistihen Parteileitung wurden mehr als 30 Direktoren staatlicher biter wegen Mißwirtschaft zur gerichtlichen Verantwortung jezogen. Weitere 100 Direktoren wurden ihrer Aemter entoben, da im legten Jahre die Lieferpläne der Viehgüter nur 69 Prozent erfüllt wurden. Der französische Senat und die französische Kammer haben in der Donnerstag- Nachtsigung das Gesez einer von dem franöfifchen Senat garantierten Anleihe an die Tschechoslowakei in Sähe von 600 Millionen Franken angenommen. Im Gegensatz zum Steinkohlengebiet von Mährisch- Ostrau, to der Streif Donnerstagabend beendet werden konnte, dauert ler Bergarbeiterstreik in Nordwestböhmen in unverminderter Seftigkeit an. Durch Dekret des polnischen Staatspräsidenten wurde der tolnische Maximalzolltarif um das Doppelte erhöht. Seine Säge lagen bisher um 100 Prozent über denen des normalen Tarifes. Sie sind nunmehr um 200 Prozent höher als die Nornaljäze. Der englische Staatshaushalt schließt bei einem Ueberschuß von 364 337 Pfund in den Einnahmen und Ausgaben insgesamt nit 851 482 281 Pfund ab, einschließlich 32 508 000 Pfund für die Silgung der inneren Schuld. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 2. April 1932 Bis ein Kind beten darf. Jn Rußland? Nein, in Deutschland, in einem Berliner Krankenhaus! Die ,, Deutsche Zeitung" schreibt darüber:„ Das vierjährige Kind einer christlichen Mutter mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Bei der Einlieferung bat die Mutter die Stationsschwester darum, sie möchte jeden Abend mit dem Kind ein bekanntes Kindergebet sprechen, weil das Kind daran gewöhnt sei. Die Schwester erklärte, daß sie es gern tun würde, dabei aber fürchte, ihre Stelle zu verlieren. Die Mutter solle doch bei der Oberschwester die Genehmigung einholen. Die Mutter geht zur Oberschwester. Diese erwidert:„ Es tut mir furchtbar leid, aber das ist doch bei der Einstellung des Stadtrates eine zu schwerwiegende Angelegenheit. Ich muß Sie bit= ten, die Angelegenheit dem Oberarzt vorzutragen." Der Oberarzt wußte auch nicht zu entscheiden und verweist an den Direktor des Krankenhauses. Der Direktor fühlt sich auch nicht zuständig und bittet die Mutter, bei der Gesundheitsbehörde vorstellig zu werden. Die Mutter geht zur Gesundheitsbehörde. ,, Das Kind soll beten? Mit einer Schwester? So etwas kann nur der Herr Stadtrat selbst entscheiden." Der Stadtrat macht der Mutter Vorhaltungen, versucht sie von ihrem Vorhaben abzubringen und erklärt schließlich:„ Nun, wenn Sie durchaus nichts anders wollen, und wenn Sie eine Schwester finden, die mit dem Kinde betet, so habe ich nichts dagegen." Ein solcher Instanzenweg ist heute nötig, damit ein vierjähriges Kind sein Abendgebet sprechen kann. Das nennt man ,, freie Religionsübung in Deutschland!" Nicht erschütternd? - Hausbesitzsteuer früher und heute. Wie die Hausbesitzer durch übermäßig hohe Steuern erdrosselt werden, ergibt nachstehende Aufstellung, die ein Gelsenkirchener Bürger und Hansbefizer zur Verfügung stellt. Kurz vor dem Kriege lautete der Steuerzettel Staatssteuer Gemeindegrundsteuer Gewerbesteuer Entwässerungsgebühr Müllabfuhrgebühr Kirchensteuer 46,- M. 524,32 M. 29,40 M. 152,76 M. 32,45 M. 32,40 M. Zusammen: 817,33 M. Im Jahre 1931 lautet der Steuerzettel: Staatssteuer Zuschlag Gemeindezuschläge Für Entwässerung, Straßenreinigung und Müllabfuhr Hauszinssteuer Hauszinssteuer- Nachtrag Vermögenssteuer Einkommensteuer Kirchensteuer Krisensteuer Bürgersteuer 434,40 M. 352,56 M. 1629,- M. 463,99 M. 3660,72 M. 37,56 M. 396,- m. 298,- M. 51,60 m. 27,40 M. 9, M. Zusammen: 7360,23 M. Die Grundlagen zur Steuerveranlagung sind dieselben geblieben. Es hat sich also die steuerliche Belastung des Hausbesizes gegenüber der Vorkriegszeit verachtfacht. Wann kommt endlich eine fühlbare, die Gesamtwirtschaft belebende steuerliche Entlastung des Hausbesitzes? Stand Das Rüstungsfieber in der Welt Rüstungsausgaben sämtlicher Mächte: Stand vor dem Kriege 1931 ca. 11 Milliarden RM ca 20 Milliarden AM Zunahme gegenüber dem Vorkriegsstande: ca. 70% 1931 Millionen Mann ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lofal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Plaz vorschriften ohne Verbindlichkeit Bet Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 13 120000 neue Wohnungen. Die Bautätigkeit im Jahre 1931. Die Wohnungsbautätigkeit des Jahres 1931 wurde durch die Verminderung der für den Wohnungsbau zur Verfügung gestellten Hauszinsstenermittel und sonstigen öffentlichen Mittel, durch die zunehmenden Finanzierungsschwierigkeiten und die wachsende Zahl der leerstehenden Alt- und Neuwohnungen aufs stärkste beeinflußt. Nur während der ersten Jahreshälfte ge= währte der aus dem Vorjahr übernommene Baubestand dem Baumarkt noch einen gewissen Rückhalt. Insgesamt wurden in den Groß- und Mittelstädten 120 000 Wohnungen neu erstellt, d. h. rd. 26% weniger als im Vorjahr und etwa 16% weniger als 1929. Mit der Bauleistung des Jahres 1931 sind dem Wohnungsmarkt der Städte mit über 50 000 Einwohnern seit 1919 rund 1,1 Mill. Wohnungen zugeführt, denen ein Abgang von 35 000 Wohnungen gegenübersteht. Der gesamte Wohnungsbestand in den Groß- und Mittelstädten belief sich Anfang Januar 1932 auf 6,4 Mill. Wohnungen, von denen 17 Prozent Neuwohnungen waren, gegenüber 15,4 Prozent Anfang 1931 und 13,2 Prozent Anfang 1930. Während die Zahl der in Neubauten erstellten Wohnun gen stark zurückgegangen ist, hat sich die Umbautätigkeit beträchtlich erhöht, da die Großwohnungen vielfach nur unter Schwierigkeiten zu vermieten sind. Durch Umbau entstanden 1931 6200 Wohnungen oder 5% sämtlicher Neubauten. Der Zugang war besonders stark im 4. Vierteljahr 1931, in dem der Anteil der Umbauwohnungen an den gesamten Bauvollendungen auf 3 Prozent anstieg. 1930 wurden 4900 μmbauwohnungen, 1929 4400 Umbauwohnungen erstellt, d. h. jeweils etwa 3 Prozent sämtlicher Neubauwohnungen. Mit Unterstügung aus öffentlichen Mitteln wurden 89% sämtlicher in Wohngebäuden erstellten Wohnungen erbaut; gegenüber dem Vorjahr ergab sich damit keine nennenswerte Uenderung. Unter den im Jahre 1931 errichteten Wohnungen überwogen weitaus die Kleinwohnungen mit 1 bis 3 Wohnräumen( einschl. Küche). Ihr Anteil ist in den letzten Jahren stark gewachsen und hat 1931 mit 57 Prozent sämtlicher erstellten Wohnungen seinen bisherigen Höchststand erreicht. Bei der Beurteilung dieser Zahlen ist außerdem zu berücksichtigen, daß vielfach auch die Größe der Wohnräume herabgesetzt und die Ausstattung der Wohnungen eingeschränkt wurde. Von 100 Neuwohnungen entfielen im Jahre auf Kleinwohnungen ( 1-3 Wohnräume). auf Mittel- Wohnungen ( 4-6 Wohnräume). auf Großwohnungen. 1927 1928 1929 1930 1931 34,2 35,6 43,0 49,4 57,0 62,6 60,4 53,8 48,2 41,1 3,2 4,0 3,2 2,4 1,9 Mit dem Rückgang der Wohnungsgröße war jedoch kein entsprechender Rückgang der Gebäudegröße verbunden. Wäh-. rend im Jahre 1921 auf ein Wohngebäude im Durchschnitt 2,9 Wohnungen entfielen, enthielten die neu errichteten Wohngebäude im Jahre 1930 4,9 im Jahre 1931 5,1 Wohnungen. Von den 23 400 Wohngebäuden waren 26 Prozent Einfamilienhäuser, 74 Prozent Häuser mit zwei und mehr Wohnungen gegen 73 Prozent im Vorjahr und 61 Prozent im Jahre 1927. Dem Zugang stand ein Abgang von 4400 Wohnungen gegenüber, so daß sich der Reinzugang auf 115 000 Wohnungen belief( 1930: 157 000, 1929: 137 000). Durch Abbruch, Umbau und Brände ergab sich im einzelnen ein Abgang von: unter Waffen! 1931 1930 1929 1928 Rüstungsausgaben der Hauptmächte 1925 bis 1. IV.1931: 18,8 Milliarden RM 365 RM USA 15,0 Milliarden RM FRANKREICH 155 RM pro Kopf 141 75 Milliarden RM Milliard RM ITALIEN 180 RM pro Kopf 305 RM LOL ENGLAND Nicht- Wohn- WohnGebäuden Gebäuden Wohnungen 984 863 4 398 1 138 1179 5177 1083 1408 5862 952 1058 4403 Unter dem Druck der schwierigen Verhältnisse, in denen sich die öffentlichen Körperschaften und die private Wirtschaft befanden, ist auch die Nichtwohnbautätigkeit im Jahre 1931 stark zurückgegangen. Insgesamt wurden in den Groß- und Mittelstädten 5400 Nichtwohngebäude mit 11 Mill. Kubikmeter umbautem Raum fertiggestellt, fast um die Hälfte weniger als im Vorjahr( 21 Mill. Kubikmeter). Bei den öffentlichen Bauten( 3 Mill. Kubikmeter) belief sich der Rückgang gegenüber 1930 auf 54 Prozent, bei den gewerblichen Bauten ( 8 Mill. Kubikmeter) auf 43 Prozent. Vierzehn Gebäude bei einem Feuer zerstört. Kolberg, 1. April. In der Nacht zum Freitag brach im Dorf Schleffin, Kreis Greifenberg in Pommern, Feuer aus, durch das insgesamt vierzehn Gebäude eingeäschert wurden. Mitverbrannt sind 21 Schweine, zwei Pferde und acht Kühe. Da dies bereits das sechste Feuer innerhalb weniger Wochen im Kreise ist, vermutet man Brandstiftung. Nr. 13 Samstag, den Samstag, den 2. April 1932. Lokales. Die Apotheke der Hausfrau. Von Dr. Curt Kayser. Zu den Pflichten der Hausfrau gehört es, auch für die kleinen Unfälle und Erkrankungen des Alltags gerüstet zu sein. Nicht immer fann ja der Arzt sofort zur Stelle sein, nicht immer ist auch seine sofortige Hilfe vonnöten. Deshalb ist es zwedmäßig, wenn die Hausfrau in einer fleinen Hausapotheke sich all das bereit hält, was sie für die erste Hilfe notwendig braucht. Da hat sich z. B. beim Spielen ein Kind in den Finger geschnitten. Was tun? Es ist falsch, den blutenden Finger unter die Wasserleitung zu halten oder, wie es so oft geschieht, gar abzulecken. Auch das Auflegen eines Heftpflasterstreifens auf die frische Wunde ist gefährlich. Man lasse vielmehr die Wunde ein wenig ausbluten, bestreiche dann die Wundränder mit etwas Jodtinktur und verschließe das ganze am besten mit einem vorrätig gehaltenen, keimfreien Verbandpädchen, einem Schnellverband resp. mit einem Stüdchen sauberer Verbandgaze, die mit einer Mullbinde darüber festgehalten wird. Brandwunden, die häufig in der Küche erworben werden, bedece man statt aller anderen Mittel mit einer der Hausapothefe entnommenen sogenannten„ Brandbinde". einen Holzsplitter, der in den Finger oder einen anderen Körperteil eingedrungen ist, suche man, wenn er aus der Haut herausragt, mit einer Pinzette zu entfernen. Doch ist es nötig dabei, einen Zug entgegengesetzt der Richtung, in der der Splitter eingedrungen ist, auszuüben. Gelingt die Entfernung nicht oder bricht der Splitter ab, so suche man sofort den Arzt auf. Manche Kinder, auch ältere Leute, neigen zu Nasenbluten. Statt aller sonst beliebten Maßnahmen hole man aus der Hausapotheke ein Stüdchen saubere Watte und ein Fläschchen mit Wasserstoffsuperoxyd. Man übergieße ein nicht zu kleines Stück Watte mit dieser Flüssigkeit und stopfe damit die blutende Nasenseite fest aus. Kommt so die Blutung nicht alsbald zum Stillstand, dann muß natürlich sofort der Arzt gerufen werden. Die vielbeliebte ,, blutstillende Watte" ruft manchmal schädliche Nebenwirkungen hervor und ist deswegen nicht zu empfehlen.. Auch einem Ohnmachtsfall gegenüber braucht die Hausfrau nicht hilflos dazustehen. Flache Lagerung des Kranken, eventuell mit tieflingendem Kopf, Oeffnen aller beengenden Kleider und etwas scharf riechende Flüssigkeit( Essigäther, Eau de Cologne) unter die Nase gehalten werden gewöhnlich zur Behebung genügen. Nicht selten kommt es durch Ausgleiten auf dem Fußboden u. dergl. zu schmerzhaften Verstauchungen oder gar zu Knochenbrüchen. Bis der Arzt kommt, ist im ersteren Falle Ruhigstellung des betreffenden Gliedes und Umschläge mit verdünnter essigsaurer Tonerde( ein Eklöffel auf eine Tasse Wasser) am Plazze. Bei Verdacht auf Knochenbruch muß gleichfalls für Ruhigstellung des Körpergliedes durch Anlegen einer mit Watte gepolsterten Pappschiene, die mit einigen Binden angewidelt wird, gesorgt werden. Schließlich ist auch ein Fieberthermometer vonnöten, das im Zweifelsfalle die Ernsthaftigkeit einer plöglichen Erkranfung und die Notwendigkeit rascher ärztlicher Hilfe feststellen läßt. Die Apotheke der Hausfrau wird also zweckmäßig folgende Gegenstände enthalten müssen: An Verbandmaterial: 2 Mullbinden, 2 Cambricbinden, 1 Brandbinde, 2 Verbandpädchen oder 1 Schnellverband, 1 Rolle Heftpflaster, 1 Patet Watte und 1 Pappschiene. An Flüssigkeiten: je 1 Fläschchen Alkohol, Jodtinktur, essigsaure Tonerde, Wasserstoffsuperoxyd, Essig- Aether oder Eau de Cologne, sowie an Instrumenten: 1 Schere, 1 Pinzette und 1 Fieberthermometer. Alle diese Gegenstände, die man für wenig Geld in der Apotheke oder Drogerie zu kaufen bekommt, bewahre man in einem verschließbaren Schränkchen auf, an dessen Türe man zweckmäßig ein Inhaltsverzeichnis mit Gebrauchsanweisung für jeden einzelnen Gegenstand anbringt. Dann wird man auch vor Verunreinigung, Verderbnis oder gar Verwechslung geschützt sein. Bei der Landwehr. Von Prof. Friedrich Wenzel. Schluß. So gaben sich die Landwehrleute ruhig und ernst. Dazu fam aber noch ein eigenartiger seelischer Umstand. Den meisten blieb er zweifellos unbewußt; nur einige besinnliche Naturen wurden sich darüber flar. Das war die Landschaft des Ostens. Wohin man den Blick schweist, überall dieselbe Weite, die unermeßliche Ferne bis dahin, wo Himmel und Erde in eins zerfließen. Darunter eintönige Fläche, taum gegliedert durch die Wellen der goldnen Halmfrucht oder die langen Lößrücken, die sich reihen, erstarrten Meereswogen gleich. Nicht anders der Wald. Stamm reiht sich an Stamm, unübersehbar in geheimnisvollem Düster. Kein Laut dringt durch die beängsti gende Stille, nirgends haftet das Auge auf dem leuchtenden Grün einer besonnten Waldwiese, vernimmt das Ohr das Raunen und Rieseln des Baches im steinigen Tal; nur hoch oben in den Wipfeln leises, fast drohendes Rauschen. In dieser Weite ist der einzelne Mensch nichts sie verschlingt ihn wie auch die kleinen bäuerlichen Siedlungen, die, zusammengeduct unter dem grünen Schleier der Birkengruppe, da und dort zerstreut liegen wie spärliche Saat aus Riesenhand Selbst die Stadt ragt nicht wie bei uns hervor wuchtig und stark, ein Bild gesammelter Kraft, von der Ströme des Lebens sich ins Land ergießen Ein dunkles Haufwerk ist sie nur dessen Ränder gegen die Ebene verfließen Zu dieser Landschaft gewinnt der Mensch kein seelisches Verhältnis Feindlich lauernd blickt sie ihn an, er fühlt sich in sie hineingeschleudert durch ein erbarmungsloses Schidsal, und so flieht er aus dieser seelenmörderischen Dede hinaus zum Urquell alles Seins, zu seinem Gott, von dem er nur eins erfleht nur eins erhofft die Erlösung. So ist der Slawe zum Mystiker geworden und zum Menschen des Leidens Der deutsche Soldat tam aus einer anderen Welt. Er war groß geworden in einer Landschaft, die viel von ihm forderte, aber auch viel gewährte. Zur Arbeit und Tatbereit schaft hatte sie ihn erzogen, zur Gewissenhaftigkeit und zur Genügsamkeit Aber dafür gab sie ihm, wenn er noch im Heimat boden wurzelte und von der Großstadt noch nicht seelisch zersetzt war, die Freude am gelungenen Werk, schenkte ihm die Schönheit landschaftlichen Formenreichtums im Spiele milden Lichtes und zarter Farben, wob um ihn den Märchenzauber des deutschen Waldes „ Gießener Zeitung" * Offenlegung der Wählerliste. Die Wählerlisten der Stadt für den 2. Wahlgang zur Wahl des Reichspräsidenten am 10. April 1932 liegt am Samstag, den 2. April und Sonntag, den 3. April 1932, im Stadthaus zur Einsicht offen. * Vom Polizeiamt. Am vergangenen Dienstag wurde aus dem Hofe des Lichtspielhauses in der Bahnhofstraße ein Kleinfrastrad mit der polizeilichen Erkennungsnummer VR 7546 cntwendet. Personen, die sachdienliche Angaben machen können. wollen dies der Kriminalabteilung, Zimmer 66, mitteilen. Sichergestellt ist eine schwarzladierte Fahrradluftpumpe, welche vor einigen Wochen in der Bleichstraße oder Südanlage von einem Fahrrad entwendet worden ist. Personen, die Eigentums: rechte geltend machen, wollen sich bei der Kriminalpolizei, Zimmer 24, melden. In der Nacht vom 29. zum 30. März wurde in das Kolonialwarengeschäft des Heinrich Steuernagel in Nieeine der- Bessingen eingebrochen. Die Täter zertrümmerten Fensterscheibe und stiegen durch die entstandene Deffnung in den Verkaufsraum ein, von welchem sie dann auch Zugang zum Keller hatten. Es wurden außer 35,- RM. Bargeld, Kolonialwaren insbesondere 30 Pfund Bohnenkaffe, sowie Kognat, Marte ,, Goldstüd", und Weißwein in Literflaschen entwendet. Darum gewann, was auf der fremden Welt des Ostens auf die Seele des deutschen Soldaten eindrong, doch keine Macht über ihn Es beengte ihn, lastete auch bisweilen wie Albdrud, aber es zwang ihn nicht nieder. Dazu war ihm auch * Bekämpfung der Schnakenplage. Die Grundstückseigentümer sind verpflichtet, im April jeden Jahres auf ihrem Grundstück befindliche, den Schnaken zur Brut dienende Gewässer ( Wassertümpel), Regenfässer, Bassins, Wasserlachen, Jauchegruben, Abortgruben usw. mit einem zur Vertilgung der Brut geeigneten Mittel( Saprol, Petroleum usw.) zu übergießen. Nichtbefolgung hat Bestrafung zur Folge. * Sperrung der Kirchstraße. Während der Dauer der Frühjahrsmesse, vom 3. April bis einschließlich 10. April 1932, wird die Kirchstraße zwischen Neustadt und Wetzsteingasse täglich von 11 Uhr ab für den gesamten Durchgangsverkehr polizeilich gesperrt. * Straßensperrung. Mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.,( A. v. D.) Die Provinzialstraße HirzenhainLißberg ist ab 4. April d. J. wegen Ausführung einer Zementschotterdecke für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Glashütten, Oberlais, Schwidartshausen, Lißberg oder Usenborn, Ortenberg und umgekehrt. * Aus dem Stadttheater. Als Fremdenvorstellung wird am Sonntag, den 3. April, bei ermäßigten Preisen der große LustAm Vater sein dagegen sehr" gespielt. spielerfolg Montag, den 4. April 1932, nachmittags, findet ein Gastspiel Erifa Graf's mit ihrem Märchenensemble mit„ Hänsel und Gre tel" für die Kinderwelt statt. * Großes Militärkonzert am morgigen Sonntagabend im ,, Café Leib" bei ermäßigten Eintrittspreisen des Musikkorps des Grenad.- Batls. des Inf.- Regts. 15 unter Leitung von Obermusilmeister E. Krauße. * Erweiterte steuerrechtliche Buchführungspflichten ab 1. April 1932. Nach§ 161 der Reichsabgabenordnung müssen ab 1. 4. 1932 Land- und Forstwirte Bücher führen und auf Grund der jährlichen Bestandsaufnahmen regelmäßig Abschlüsse machen, wenn entweder die Steuereinkünfte aus Land- und Forstwirtschaft mehr als 6000 RM. betragen haben oder das landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche und gärtnerische Vermögen 100 000 RM. übersteigt. Beginnt das Wirtschaftsjahr erst nach dem 31. März, insbesondere am 1. Juli, so kommt erst vom 1. Juli ab Buch führung in Frage. Buchführungs- und abschlußpflichtig auf Grund jährlicher Bestandaufnahme sind ferner ab 1. April G2werbetreibende, Angehörige der freien Berufe und ähnlicher Erwerbszweige, soweit sie der Gewerbesteuer unterliegen, wenn nach der bei der letzten Veranlagung getroffenen Feststellung entweder der Gesamtumsatz( einschließlich der steuerfreien Umsätze) mehr als RM. 200 000 beträgt oder das Betriebsvermögen mehr als 50 000 RM. oder der Gewerbeertrag mehr als 6000 Reichsmart. Ueber diese neuen Buchführungsvorschriften, sowie über anflar bewußt, worum es ging, was er dem Reich, der Heimat schuldig war. Es ist mir unvergeßlich, wie Kameraden meines dritten Zuges während der ersten Zeit, als das Bataillon nur auf dem Marsch war, sich wiederholt beklagten, ob sie denn nur zum Marschieren da seien; sie wollten doch auch einmal zeigen, wozu sie da wären. So fand sich der Landwehrmann überraschend schnell in seine neue Lage. Gewiß war noch manches von der früheren Dienstzeit lebendig in ihm. Aber es überstieg doch alle Begriffe, was an Marschleistung aufzubringen war auf den ausgefahre nen, ungebauten, verschlammten Wegen Und gar erst die Unterkunft. Ich denke an die Scheune in Vodislaw, die Windmühle in Bodgrabowa, an den Hühnerstall in Chenzini. Der eine oder andere Kamerad erinnert sich vielleicht noch der als Rosatenstreife angesetzten Felddienstübung, die ungefähr 8 Kilometer südlich Jendrzejow über Sturzäder und durch Hochwald mit teilweise moorigem Boden und dichtestem Unterholz führte. Vor uns her in großer Menge junge Feldhühner und Fasanen, die sich hinter Schollen ducten oder sich im dichten Gebüsch zu verbergen suchten. Das Ganze schloß mit einem unsagbar ermüdenden Heimmarsch in völliger Dunkelheit auf dem Eisenbahndamm Beute war nicht gemacht worden, aber am nächsten Tage hatte jeder Landwehrmann seinen Fasanen im Topje. Oder die Marschleistung des dritten Zuges am 6. November 1914. Der erste und zweite Zug lagen an der Bahnlinie Miechow- Sosnowitz zu Schutz und Verteidigung, der dritte Zug unter meiner Führung in Frzybyslawice zur Sperrung der Straße. Am 6. nachmittags 1 Uhr Befehl.„ Die Straße wird gehalten bis auf den letzten Mann" Um 3 Uhr:„ Sofortiger Aufbruch Die Kompagnie steht um 8 Uhr in der Fabrik in Olfusch." Zug 1 und 2 fonnten einen Leerzug benutzen. Aber der dritte Zug! Schnell 14 Wagen gepact, über die Lößrüden hinausgeschafft auf die Straße, dann vorwärts im hereinbrechenden Dunkel auf der granatendurchpflügten Straße durch einen österreichischen Divisionstrain hindurch, der den Weg sperrt. Es schlägt 8 Uhr auf der Fabrikuhr in Olfusch, da setzt der dritte Zug die Gewehre zusammen! Der Abend freilich fand einen schönen Abschluß. Die Kompagnie erhielt zwei Faß Bier. Spender war der österreichische Divisionspfarrer Thaler aus Innsbrud, der mit 5 österreichischen Offizieren am Nach mittag angekommen war Uebersicht man das alles: Schlammige Wege, verlorene Stiefel, verlauste Unterkunft, verschimmeltes Kommißbrot; es war alles zu ertragen. Denn zäher Wille, Kameradschaft und echter Soldatenhumor, wo hätten die je auch im schlimmsten Augenblid versagt Und im Gefecht, da hat die Landwehr gezeigt, wozu fie da war! An den Erfolgen im Osten hat sie einen ganz hervorragenden Anteil. Don dere augenblicklich sehr aktuelle Fragen, wie z. B. die Regelung des Zugabewesens, die Verschärfung des Wettbewerbsgesetzes durch Neuregelung des Ausverkaufswesens, Errichtung Einigungsämtern und Bekämpfung der Werksspionage berichten eingehend die nächsten Hefte der ,, Wirtschaftlichen Kurzbriefe", Deutschlands verbreiteste Fachschrift über Steuer, Verkehrswesen, Wirtschaftskunde. Interessenten wenden sich am besten unter Bezugnahme auf diese Notiz direkt an den Rudolf- LorenzVerlag, Charlottenburg 9. Steuerfalender für April 1932. ( Mitgeteilt von der Südwestdeutschen Revisions- u. TreuhandVereinigung Weise& Co. Komm.- Ges. Frankfurt a. Main.) Reich: 1. a) 1. Halbjahresrate der erhöhten Obligationensteuer. b) Umfassteuervergütungsanspruch des Ausfuhrhandels noch 8,5 bzw. 13,5 v. T., wenn Vereinnahmung des Entgelts bzw. Lieferung in das Ausland vor dem 1. April erfolgt ist. 5. Lohnabzug für die Zeit vom 16. bis 31. 3. 1932. Für die Zeit vom 1. bis 31. 3., falls im Ueberweisungsverfahren die bis zum 15. 3. einbehaltenen Beträge 200 RM. nicht überstiegen haben. Gleichzeitig ist Ledigenund Krisenlohnsteuer abzuführen, soweit sie im Stenerabzugsverfahren einzubehalten sind. 6. Einreichung der Aufstellung über die im März getätigten Devisengeschäfte für alle Unternehmen, die generell die Erlaubnis zum Devisenerwerb haben. 10.( 11.) a) Börsenumsatzsteuer für März. b) Umsatzsteuervorauszahlung und Voranmeldung für Monats- und Vierteljahreszahler( Schonfrist 18. 4. 1932). c) Anmeldung der Beträge eingegangener Exportvaluten an die Reichsbank. d) Bürgersteuer. 14. Anmeldung der am 29. Februar bestehenden Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Ausland und dem Saargebiet bei der Anmeldestelle für Auslandsschulden in Berlin.( Siehe Anhang.) 15. Letter Tag zur Anmeldung der inländischen, ausschließlich oder wahlweise auf ausländische Währung lautenden Wertpapiere, die nachweislich am 11. November 1931 im deutschen Besig waren und für den Handel freigegeben werden sollen. Anmeldestellen: EffektenGiro- Banken. 20. a) Lohnabzug für die Zeit vom 1. bis 15. 4. beim Markenverfahren. Im Ueberweisungsverfahren nur, falls die Lohnsteuerbeträge dieser Zeit RM. 200,- überstiegen haben. b) Gleichzeitig Ledigen und Krisenlohnstener, soweit sie im Steuerabzugsverfahren einbehalten werden. c) Anmeldung der Beträge der eingegangenen Exportva Iuten. 24.( 25.) Bürgersteuer für Lohnsteuerpflichtige bei wöchent licher Entlohnung nach der Steuerkarte. 30. Anmeldung der Exportvaluten. Der richtige Weg zur Erlangung Schöner weißer Zähne unter gleichzeitiger Be seitigung des häblich gefärbten Zahnbelages Ist folgender: Drüden Sie einen Strang Chlorodont- Zahnpaste auf die trodene Chlorodont- Bahnbürste( Spezialbürste mit gezahntem Borstenschnitt), bürsten Sie Ihr Gebiß nun nach allen Seiten, auch von unten nach oben, tauchen Sie erst jetzt die Bürste in Wasser und spülen Sie mit Chlorodont- Mundwasser unter Gurgeln gründlich nach. Der Erfolg wird Sie überraschen! Der mißfarbene Bahnbelag ist verschwunden und ein herrliches Gefühl der Frische bleibt zurüd. Süten Sie sich vor minderwertigen, billigen Nachahniungen und verlangen Sie ausdrüdlich Chlorodont- Bahnpaste. Unter- Vortriegspreise. Humor. Die Rarität. ,, Was geben Sie Ihrer Frau gegen den Hustenreiz?" ,, Nichts! Es ist ja der einzige Reiz. den sie hat!" Falsch verstanden. ,, Wat vadient denn so een Jelejenheitsarbeta uff'm Lande bei'r Rüb'n ausmach'n?" ,, Na, unjefähr 20 Mark für' n Morjen!" ,, Und wieville for' n Nachmittach?" Junges Eheglüd. Das Kind weint. Der Vater schreit: Dein Kind heult auch immer! Dauernd schreit es ohne Grund! Was hat es denn nur?" Die Frau antwortet ruhig ,, Nichts als deinen Charakter!" Ein neues Tier. ,, Was ist eigentlich Schmor, Mutter? Das muß doch ein Tier sein?" ,, Wieso, Hänschen? Ich weiß wirklich nicht, was du meinst." ,, Na, es gibt doch: Kalbsbraten, Schweinebraten und Schmorbraten!" Krise. Die Fenster einer Anzahl Mündjener Straßenbahnwagen sind mit Plakaten beklebt, auf denen die Aufforderung zu lesen ist: ,, Kauft inländische Waren!" Unter diesen Worten fand man kürzlich in großen mit Blei ,, Womit?" stift geschriebenen Lettern ein Wort: Gut gefragt. ,, Wieviel beträgt der Mietpreis der Villa?" ,, 18 000 Mart." ,, Mit Stall?" ,, Stall? Wozu?" ,, Na, für den Esel, der das bezahlt!" Der Unpraktische. Frau:„ Das ist die Höhe! Nun hast du schon wieder den schlechtesten und billigsten Stoff für mein Kostüm gekauft. Du nimmst auch immer nur das Schlechteste!" Mann: Jawohl, und mit dir habe ich angefangen." In der für das, was agen hat Rimmer! Es bman den pie er traft bertreibt und nur Hanne Oder man fi Gis fligt un Der Gegner Inallender Rechnung. in die blau Springers über die B mit der eir über die g fieht man ift mitten jeder, der werten Ber Das all warmen Gt da draußen Don der St und plaftif Borten zu fidh im näd Die Roften alles, weil afuftischen zeichnet. usgetragen Das ist Baungaft a großen G Spaziert da große Gad mit welcher wand an O einer fold etwas mel der ihm Autojago, grünen Ra Ein ich auch u ie Gefchlo affieren. ich abgefch Mitrophon Zeit zur B figiert! 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November und für den Handel destellen: Effekten 15. 4. beim Mar sverfahren nur, falls RM. 200,- über ftener, soweit fie in werden. angenen Export chtige bei wöchent farte. Erlangung unter gleichzeitiger Be Seitigung des h gefärbten Bahnbelages Bahnpaste auf die trode Borftenschnitt), bürften a mach oben, tauchen Sie prodont- Mundwasser un rraschen! Der mikfarben l der Frische bleibt zurid ungen und verlangen E reife. Den Huftenreiz?" den sie hat!" tsarbeta uff'm Land 7!" ,, Dein Kind heult and Was hat es denn nur ? Das muß doch ei nicht, was du meint Schweinebraten un Straßenbahnwagen find forderung zu lesen ist: glich in großen mit Ble ,, Womit?" Villa?" Samstag, den 2. April 1932. ,, Gießener Zeitung" Auto jago in Veiner Stübe Sportreportagen nach for Stoppuhr Von Hermann Schreiber, Chefredakteur der Funkzeitschrift ,, Europa- Stunde". In der Stube ist es lautlos, man ist gefesselt, ganz Ohr für das, was der Lautsprecher in der Ede im Augenblick zu ngen hat. Es geistert so etwas wie eine Sensation im Rimmer! Es ist beinahe so, als ob man dabei wäre und als b man den guten braven alten Hanne Sobed sehen müßte, pie er fraftvoll, verfolgt von der Meute, den Ball vor sich bertreibt und ihn dann plöglich mit einem Schuß, wie ihn hur Hanne fertigbringt, mitten durchs feindliche Tor fegt. Oder man sieht den jungen Jänide, wie er elegant übers Eis fligt und mit seiner verblüffenden Sicherheit das Gros der Gegner umspielt und dann einschießt, ein geradezu inallender Punkt hinter einer fabelhaft ausgeflügelten Rechnung. Oder man sieht die von einem mächtigen Bogen in die blaue Luft hineingeschossene Silhouette des fühnen Springers auf der Schanze, man sieht fauchende Ungeheuer über die Bahn brausen, oder auch die wirbelnde Drehung, mit der ein schlanker Sportler die rotierende Scheibe weit über die geſtedten Fähnchen hinwegschleudert. Und dann fieht man das tobende Publikum, erlebt seine Spannung, ist mitten unter ihm, ist genau so fieberhaft gepadt wie jeder, der wirklich mit seinen Augen und seiner ganzen werten Persönlichkeit dabei ist. Das alles sieht man, wenn man gut verpadt in seiner warmen Stube sigt und ein geschickter Reporter irgendwo da braußen vor dem Mitrophon steht und, selbst mitgerissen, von der Stimmung eines spannenden Wettkampfes erzählt und plastisch ausmalt und jede Sekunde des Ablaufs mit Worten zu paden versucht, aufs äußerste interessiert, was fich im nächsten Augenblid ereignen wird. Man sieht das alles, weil man es miterlebt und die Phantasie den rein afustischen Bericht des Lautsprechers sofort auch optisch nach zeichnet. Man ist also dabei und spart dazu noch Zeit und Sie Rosten der Bahnfahrt nach dem Ort, wo der Sportkampf usgetragen wird. - Das ist alles sehr einfach und praktisch denkt jetzt der Zaungaft am Lautsprecher. Irgend so einer mit einer großen Schnauze" nimmt ein Mikrophon auf den Buckel, spaziert da hinaus und erzählt uns was. Das ist doch keine große Sache. Nimmt er an. Weit gefehlt! Wenn er wüßte, mit welchen technischen Vorbereitungen und welchem Aufwand an Organisation, Geduld und auch Glück das Gelingen einer solchen Sportreportage verbunden ist, er würde mit etwas mehr Hochachtung der Stimme des Mannes lauschen, der ihm wie das Selbstverständlichste von der Welt eine Autojagd, ein Steherrennen oder einen Großkampf auf dem grünen Rasen in sein behagliches Zimmer zaubert. - Ein kleiner Hörbericht über ein Sportereignis( es fann ich auch um eine andere Begebenheit handeln) soll stets die Geschlossenheit einer Handlung haben. Es soll etwas assieren. An und für sich wäre der Kampfablauf eine in ich abgeschlossene Handlung. Nun steht aber dem Mann am mikrophon für seine Reportage nur eine recht furz bemessene Zeit zur Verfügung. Und dann diese Zeit ist auch noch figiert! Also in der Zeit von 14.30 bis 14.55 Uhr darf der Reporter sich einschalten. Unerbittlich steht die Uhr vor ihm, Die ihm das Ende seines Berichtes ankündigt. In diesen 25 Minuten muß er also so etwas wie eine Handlung hineinlegen. Wenn er Glück hat, häufen sich wirklich zwischen 14.30 bis 14.55 Uhr die Ereignisse. Es gibt wilde Jagden, ein Tor löst das andere ab, es gibt spannende Momentbilder, der Stoff fliegt ihm überreichlich zu, er hat kaum Atem, mit seinen Worten den hastenden Sensationen nachzujagen; die Ereignisse selbst tragen den Bericht und machen ihn zu einer spannenden Handlung. Wie aber, wenn der arme Reporter das Pech hat, gerade in eine Zeit hineinzugeraten, wo es auf dem Kampfparkett ziemlich flau zugeht, wo es große Pausen gibt, weil die Langläufer noch nicht in Sicht sind oder der Bob Deutschland 2 noch nicht startfertig ist. Das gibt peinliche Lüden, die irgendwie ausgefüllt werden müssen. Deshalb eben muk der tüchtige Reporter seine Vorbereitungen treffen. Er sichert sich vorsichts. halber einige Interviews mit Fachleuten, Sporttanonen oder mit irgend jemand, der über das zu sendende Ereignis irgend etwas Interessantes zu sagen hätte. baut sich also selbst eine Sandlung af, die die Aufmerksamkeit der Hörer in der warmen Stube aufrechterhält und sie in der Span nung für das beläßt, was jeden hast du schon wieder de ein Kostüm getauft Ce!" eich angefangen." Woop 716 Er мичнини Augenblickhoffentlich - eintreten wird. Ein guter Reporter muß also nicht nur interessant und flüssig erzählen fönnen, er muß auch ein guter Regisseur sein, der Tage, ja sogar Wochen vorher alles bis aufs J- Tüpfelchen genau vorbereitet. Man hat vielfach darüber gestritten, ob der Reporter, der den Hörer an irgendeinem Sportereignis unmittelbar teilnehmen lassen soll, selbst Sportfachmann" sein muß oder nur Erzähler, d. h. ein Mensch mit starkem journalistischen Instinkt, der die Dinge auf sich wirken läßt und sie in Worten rein subjektiv schildert. Beide Forderungen haben ihre Berechtigung. Ein guter Reporter muß selbstverständlich die Materie, die er gestalten will, beherrschen, aber er spricht nicht zu Fachleuten, sondern zum großen Publikum, er ist gewissermaßen dieses große Publikum, er empfindet mit ihm und er denkt mit ihm. Schließlich soll ja der Reporter ein Bild des Ganzen geben, ein Schauspiel, in dem das Milieu eine gewichtige Rolle spielt, zumal dem Hörer am Laut. precher das optische Bild fehlt. Ein Nur- Fachmann mag ja eine Sache recht gut beherrschen, aber damit ist es nicht Jetan. Der Mann am Mikrophon soll ja malen, Erlebnisse übermitteln, einen Eindrud vermitteln, der weit über das Fachliche hinausgeht. Er muß also ein Künstler sein, ein Gestalter, der aus sich selbst den Stoff formt, ihm Leben gibt und letzten Endes Wirkung. Der Mann am Mifrophon ist Journalist, der das Wesentliche vom Unwesentlichen zu scheiden vermag und die Seele seines Publikums tennt. Er spielt auf einer Klaviatur, und er kann sie nur spielen, wenn der gewisse Funten in ihm glüht, der eben den Rünstler ausmacht. In der Stube am Lautsprecher hat man dafür ein sehr empfindliches Ohr. Man will nicht nur wissen, wer Erster wird und wie die Phasen des Sportkampfes stehen, man will auch an diesem Rampf selbst teil. nehmen, diesen Rampf selbst erleben, die Spannung, das Fluidum, die Unge4 derb den Der Nr. 13 tommt also alle Hände und Ohren voll Arbeit, die Laut. stärken der verschiedenen Milieugeräusche aufeinander abzustimmen. Zuweilen wandert auch das Mikrophon dem Ereignis nach, dann wäre es sehr peinlich, wenn bei diesem Spaziergang die Länge des Verbindungstabels nicht aus. Einem jungen Reporter wäre ein solches reichen würde. Versehen vor einiger Zeit beinahe zum Verhängnis gewor den. Er wollte mit seinem Mikrophon in der Hize des Ge. fechts einen noch günstigeren Standort erreichen. Als er nahezu Ende einer war, Treppe angelangt mertte er zu seinem Entsehen, daß die Schnur seines Mikrophonkabels zu Ende war. Es blieb ihm also nichts anderes übrig, als so schnell wie ihn seine Beine tragen konnten, die Treppe am herunterzuhasten, um seinen alten Poster wieder einzunehmen. Zur EUROPA STUNDE wißheit, gesagt verventigel. Glück war er jung und ein ausgezeichneter Läufer, aber es gab immerhin eine Pause von nahezu zwei Minuten, was den ganzen Hörbericht geschmissen" hätte, wenn zufällig zur gleichen Zeit im Rampffeld eine Entschei dung oder irgendeine spannende Phase des Kampfes eingetreten wäre. Solche Vorfälle zeigen, wie außerordentlich wichtig die technische Seite der Reportage ist. Am Lautsprecher selbst tlingt alles flar und sauber; eine Stimme spricht und erzählt euch etwas. Und dann ist's vorbei, und der Ansager im Funthaus fündigt den Bericht irgendeiner Märchentante an. Die ganze Herrlichkeit, die Arbeit von Tagen ist vorübergerauscht, ohne irgend etwas zu hinterlassen als höchstens ein bißchen verflungene Spannung und das Gefühl, wirklich bei einem interessanten Schauspiel dabeigewesen zu sein. Anscheinend genügt das. Man ersieht dies wenigstens aus dem immer stärker werdenden InDer teresse der Hörermassen für solche Sportreportagen. Sport ist nun einmal zu einer wirklichen Volkssache gewor. den. Da ist es begreiflich, daß gerade für Sendungen, die die Laut werden, durch Sportereignisse getragen Blättert der werden. sprecher gern eingeschaltet Hörer einmal aufmerksam in seiner Funkzeitschrift, seiner treuesten Ratgeberin, nach, dann wird er mit Zufriedenheit feststellen können, daß die deutschen Sendegesellschaften diese Einstellung des großen Publikums sehr bereitwillig nachtommen. Gooft ein Lokalereignis von besonderer sportlicher Bedeutung startet, findet man bestimmt an irgendeiner Stelle der Kampf- Arena den Mann am Mikrophon, der mit Temperament und leidenschaftlicher Anteilnahme die Dinge schildert, die dem Hörer in seiner Stube so wichtig sind. In den deutschen Sendegesellschaften regiert ein recht großzügiger Geist( die hohen Rundfunkgebühren erlauben ja einen statt. lichen Dispositionsfonds). Ist ein deutsch- französischer Fußball- Länderkampf in Paris angesetzt, dann wird auch der deutsche Funtreporter nach der Seinestadt reisen, um dafür zu sorgen, daß die zu Hause auch wirklich alle dabei sind. Da gibt es die Berichte von der Olympiade und den EuropaMeisterschaften. In aller Erinnerung dürfte noch der vorzügliche Hörbericht über den legten Schmeling- Rampf aus Amerita sein. So gibt es fast jeden Tag irgendwo im Wir tungsbereich der deutschen Sendegesellschaften( also in der ganzen Welt) interessante und spannende Sportkämpfe, die man zu Hause in seiner Stube miterleben kann. An Hand eines genau eingeteilten Fach- und Stundenprogramms wird es dem Hörer sofort möglich sein, schon zu Beginn jeder Woche sich einen Plan der Sportereignisse aufzustellen, die von den Gendern aus ganz Deutschland übertragen werden. Denn der Hörer wird erst dann die Möglichkeiten des Rundfunks erkennen, wenn er nicht nur seinen Apparat tennt, sondern auch darüber Bescheid weiß, was ihm die mannigfaltigen Programme der Gender bieten. Dann wird er sich sicherlich zur angezeigten Stunde mit pünktlich vor seinem Lautsprecher einfinden, um Hochachtung vor der technischen und journalistischen Leistung der Reportage sich eine halbe Stunde Spannung, Autojagb oder Borkampf, Rugby oder Radrennen in seine Stube hineinreden zu lassen. Hörer ist ein Spieter, er hat Sympathien und Antipathien, er geht mit seinem Liebling mit, er will ihn siegen hören, er will sich für ihn ängstigen, er ist voller Teilnahme, voller Besorgnis, vol. ler Wut gegen den Gegner. Das Tor seiner Fußball- Liga ist ihm Triumph, der konzentrierte Sturm der anderen jagt ihm das Zittern in die Knie, er ballt die Fäuste, er erlebt Enttäuschungen, verliert sich in Hoffnungen und empfindet alles das mit, was für die die übrigen am ,, Tatort" Spannung des Augenblics bedeutet. Das alles hat der Mann am Mikrophon zu berücksichtigen. Was dem Hörer im Augenblick seines Erleb. nisses fehlt, hat er zu ersehen: das Optische, die Farbe, die Augen. Gelingt es dem guten Reporter, durch seine Wortgestaltung das Bisuelle zu übermitteln, dann wird es ein guter Hörbericht, und der Kritiker am Lautsprecher ist zufrieden. Dem Reporter zur Seite steht der Techniker. Bei der großen räumlichen Ausdehnung mancher Sportkämpfe ist es oft notwendig, verschie dene Mitrophone aufzustellen. Es muß demnach eine ganze Inzahl Rabel gelegt werden. Der Mann am Verstärker be Samstag, den 2. April 1932. Aus Nah und Fern. Bad Nauheim. In dem berühmten Sprudelhof Bad Nauheims lassen jetzt wieder alle drei Sprudel ihre heilträftigen Wasser emporschäumen. Durch furzes Ansaugen werden alljährlich mit dem Beginn des Frühjahrs die Sprudel 7 und 14 aus der Erde zurüdgerufen zur Unterstützung des an Schüt tungsmenge, Kohlensäure und Salzen überreichen Hauptsprudels 12, der neben anderen Mineralquellen( für die Kurbrunnenbäder) während der Winterkurzeit für die Herstellung der Bäder genügt. Kuren im Frühjahr sind durch das milde Klima Bad Nauheims sehr begünstigt, so daß dieses Bad zu den Heilbädern gehört, die verhältnismäßig früh im Jahre aufgesucht werden. Friedberg. Ein großzügiges Projekt zur Milderung der Arbeitslosigkeit will die Stadtverwaltung mit der Umlegung der Usa ausführen. Nach dem aufgestellten Programm sollen etwa 100 Erwerbslose fünf Monate lang beschäftigt werden. Das Flußbett der Usa im Stadtteil Fauerbach soll geradegelegt und der überflüssige Mühlbach zugeschüttet werden. Hierdurch erhofft man auch einen Gewinn von größeren Geländeflächen. Alsfeld. In der Feldmark des Nachbardorfes Brauerschwend verunglückte am Freitagvormittag ein Dienstknecht auf eigenartige Weise. Er sollte für seinen Dienstherrn Didwurz aus der Miete herausschaffen, die später abgeholt werden soll: ten. Anstatt die Miete von oben her freizulegen, machte der junge Mensch eine Höhle in die Miete, in die er hineinkroch, um die Dickwurz herauszuholen. Dabei ist das Erdreich zusammengestürzt und hat den Unglücklichen unter sich begraben, der den Tod durch Erstiden fand. Holzhausen( Kr. Biedenkopf) b. Gladenbach. Die kürzlich verhafteten zwei Landwirte von hier, die unter dem Verdacht der Brandstiftung standen, wurden wieder auf freien Fuß gesetzt, nachdem ihnen nichts nachzuweisen war. Veruntreuungen eines Stadtoberinspektors. Berlin. Beim Bezirksamt Weißensee sind Unregelmäßigfeiten aufgedeckt worden, die der im Wohlfahrts, und Jugendamt als Kontrollbeamter für Unterstützungsauszahlungen beschäftigte Stadtoberinspektor Genfert begangen hat. Raubüberfall auf eine Altonaer Bankfiliale. Altona. Am Freitagmittag drangen drei junge Burschen im Alter von 20 bis 30 Jahren in die Devojitentasse Ottensen des Bankvereins Schleswig- Holstein ein und raubten 8000 Mark. Professor Eduard Sievers †. In Leipzig ist der bekannte Germanist Dr. phil., D. theol. und Dr. med. h. c. Eduard Sievers im Alter von 81 Jahren gestorben. ,, Gießener Zeitung" Nr. 13 torradklub e. V. in Schotten beauftragt. Das Rennen um die Meisterschaft geht über 12 Runden( 211,2 Kilometer). Wer hat das stärkere Herz... Versicherungsbeiträge nur öffentlich- rechtliche Bestimmungen| Rennens wurde wieder der Vogelsberger Automobil- und Mo zum Schutz der Sozialversicherung, aber keine Schußbestimmun gen für die Angestellten sind, so daß ihnen fast ausnahmslos der Anspruch auf Schadenersatz gegenüber dem Arbeitgeber nicht zugesprochen wird, es sei denn, daß der Arbeitgeber die Abführung der Beiträge vertragsmäßig ausdrücklich übernom men hat. Revolte an Bord eines spanischen Dampfers. Baris, 1. April. Wie aus Madrid berichtet wird, haben sich an Bord der ,, Buenos Aires", die verschiedene Häftlinge depottieren sollte, Revolten ereignet. Die Deportierten hätten die Schiffsbesatzung überwältigt, und nur dank dem schnellen Eingreifen zweier den Dampfer begleitender Kanonenboote sei es gelungen, die Revolte zu unterdrücken. Eine Eingabe des Deutschen Aerztevereinsbundes. Auch haben es die Gerichte fast ausnahmslos als erheb= liches Mitverschulden des Angestellten angesehen, wenn er sich nicht um die Abführung der Beiträge gekümmert hat.- Es ist daher allen Angestellten dringend zu raten, sich von Zeit zu Zeit über den Stand ihrer Versicherungskarte zu unterrichten, da ihnen sonst durch Kürzung der Rente oder gar deren völligen Verlust unabsehbarer Schaden entstehen kann. Insbe sondere müssen aber auch die Angestellten, die in den Betrieben damit beauftragt sind, die Versicherungsbeiträge an die Versicherung abzuführen, dafür sorgen, daß die Abführung auch stattfindet. Wie der GDA mitteilt, stellt sich die Rechtsprechung der Strafgerichte auf den Standpunkt, daß diese Angestellten für die Abführung der Beiträge mithaften und bei Nichtabführung straffällig sind. Den Hinweis auf die finanzielle Lage des Betriebes und das Fehlen von flüssigen Geldern für die Zahlung haben die Gerichte als Entschuldigung bisher nicht anerkannt. Der Deutsche Aerztevereinsbund hat an die Unterrichtsministerien der Universitätsländer eine Eingabe über die Zulassung der Medizinstudenten zu den prraktischen Uebungen gerichtet. Um auch die praktische Ausbildung des späteren Arztes durchaus sicher zu stellen, sollen in Zukunft zu diesen Kursen jeweils nur so viel Teilnehmer zugelassen werden, wie wirklich mit aller Gründlichkeit ausgebildet werden können. Nur solche gründliche Vorbereitung, auch wenn dadurch die Zahl der alljährlichen Approbationen eingeschränkt wird, gewährleistet für die Zukunft die notwendige Hochwertigkeit ärztlicher Versorgung. Der Angestellte muß auf die Sozialversicherungsbeiträge achten! Gpd. Die Zahlung der Beiträge für die Angestelltenver sicherung geht im allgemeinen so vor sich, daß der Arbeitgeber seinen Beitragsanteil zusammen mit dem des Angestellten an die Versicherung abführt. Daraus hat sich leider fast allgemein die Folge ergeben, daß die Angestellten sich um die richtige und rechtzeitige Abführung der Beiträge nicht kümmern. Das hat fich namentlich in der Krisenzeit vielfach als verhängnisvoll erwiesen. Außerordentlich häufig stellt sich nämlich heraus, daß die Beiträge zur Angestelltenversicherung zwar abgezogen, aber nicht oder nicht richtig an die Versicherung abgeführt worden sind, so daß den Angestellten dadurch schwerer Schaden in ihren Ansprüchen an die Sozialversicherung entsteht. Die herrschende Rechtsprechung stellt sich auf den Standpunkt, daß die Bestimmungen der Sozialversicherungsgesetze über die Abführung der Rücksichtsl. Preissenkung in Waldpilanzen Nurmi oder Binda? Nurmi besigt, wie die Wissenschaft bekanntlich entdeckt hat, ein Riesenherz, und der enormen Leistungsfähigkeit seines edel sten Organs soll der finnische Weltrekordläufer auch in erster Linie seine großen Erfolge verdanken. Diese einwandfreie Feststellung hat den Neid der Italiener erweckt und der Arzt Dr. Renzo Pozzi hat jetzt seinen berühm ten Landsmann Alfredo Binda eingehend untersucht. Das Er gebnis der verschiedenen Messungen war ein Erfolg. Dr. Pozzi weist nach, daß das Herz des zweifachen Straßenweltmeisters in Ruhe nur 52 Pulsschläge gegenüber 72 bis 76 Schlägen bei einem normalen Menschen verrichtet. Erst bei ganz großen Anstren gungen erhöht sich die Pulszahl bei Binda auf weitere 20 Schläge. Damit soll bewiesen sein, daß Bindas leineres und trägeres Herz stärker als das von Nurmi ist. Auch ein Rekord. Anläßlich des letthin ausgetragenen Endspieles um die Weltmeisterschaft im Baseball ereignete sich ein Vorfall, der bezeichnend für die amerikanischen Sportverhältnisse ist. Der Kampf fand in St. Louis statt, wo sich die St. Louis Cardinals und Philadelphia Athletics im Endspiel gegenüberstanden. St. Louis wurde Titelhalter mit einem 4: 2- Sieg über die Athletics. Es war St. Louis' vierter Sieg, während der Gegner es nur auf drei gebracht hatte. Die Anziehungskraft dieser Bewegung war verständlicher weise riesengroß und der Andrang zu den Kartenverkaufsstellen Zur Rentabilität der Landgutwirtschaft nicht minder. Obgleich nun der Verkauf erst am Donnerstag Dr. P. Lieb, Landwirtschaftslehrer und Wirtschaftsberater. Die breite Masse unseres Voltes, vor allen Dingen aber die deutsche Landwirtschaft als Berufsstand, der für die Ernährung unseres Volles zu sorgen hat, erwartet gespannt die Sentung der Preise, besonders aber die der Produktionsmittel. Das Stidstofffyndilat brachte dieser Tage einen sogenannten Ratgeber heraus, der dadurch etwas Besonderes darstellt, daß er in seiner Abfassung von der bisher üblichen Art der Broschüren abweicht. Auf Grund tausendfacher Versuche sind die Zahlen angegeben, in denen sich die zweckmäßige Düngung in Nord, Ost, Mittel-, Süd- und Westdeutschland zu bewegen hat, wenn der Landwirt Erfolg bei der Düngung haben soll. Die Düngung, insbesondere bie Stidstoffdüngung, ist vollswirtschaftlich und privatwirtschaftlich von gleichgroßer Bedeutung. Eine weitere Einschränkung der Düngung würde schwerste Schädigungen für den Einzelbetrieb und die Allgemeinheit nach sich ziehen. bis zu 60% in den Hauptholzarten. Fordern Sie v. uns Sonderpreise. Wir bieten Ihnen folg. Vorteile: Frische Pflanzen! Schnellste Lieferung! Gute Berpadung! Billige Fracht! und Musterpflanzen frei auf Anfrage. Alles Vorteile für Sie, die Ihnen bei diesem günstigen Angebot die Aufforderung selbst mit den fleinsten Mitteln gestatten. Forstbaumschulen Rud. Schrader, Rellingen( Holstein) Für den Einzelbetrieb insofern, als fein Produktionsmittel in gleichem Maße wie der Et fitoff geeignet ist, die Produk tionstosten zu fenten. Bet ver igertem Aufwand an Stidstoff würde ein wesentlich größerer Einnahmeausfall infolge des Ernte1üdganges zu erwarten sein. Steuerlaften und Abgaben müßten sich auf die fast zur Hälfte reduzierte Erntemenge verteilen und würden dadurch zu einer wesentlichen Erhöhung der Produktions Toften beitragen. Für die Allgemeinheit wäre eine verringerte Stidstoffanwendung bei der weit vorgeschrittenen Verarmung des deutschen Volles ein unübersehbares Unglüd. Unsere Handelsbilanz muß altiv gehalten werden, sonst droht der Zusammenbruch unserer Finanzwirtschaft. Jede un nötige Einfuhr agrarischer Produkte bedeutet einen Angriff auf die Festigkeit unserer Währung, ganz abgesehen davon, daß in der Zukunft unserem Volte die Mittel für die Ausgaben unnüzer Einfuhr nicht mehr zur Verfügung stehen werden. In leţier Stunde ruft der Ratgeber der Landwirtschaft zu, nicht die Nerven zu verlieren und der hohen Aufgabe würdig zu sein, die der Betrieb des deutschen Bauern für sich selbst und für die Heimat bedeutet. So ist der Ratgeber eine gute Gabe für das Weihnachtsfest der Landwirtschaft und ein Gruß von hoffentlich guter Vorbedeutung für das„ Neue Jahr". Turnen und Sport. Fünf Gießener erhalten Einladung zum Olympia- Borbereitungskursus des WSB. Unter Leitung von Reichstrainer Waiter und Verbandseinem Verbandsheim in Duisburg in der Zeit vom 4. bis 9. sportlehrer Rüßmann hält der Westdeutsche Spielverband in April einen Olympia- Vorbereitungskursus ab. Von der Spielvereinigung 1900 Gießen sind folgende Attiven eingeladen wor den: Gerhardt und Schaaf( Langstredler), Gugel( Diskus), Duisburg 99 ist Gießen 1900 der am stärksten vertretene Verein, Jung und Steines( Stabhochsprung). Nach Düsseldorf 99 und ein Beweis, daß die Spielvereinigung im Laufe der Zeit in die vorderste Reihe der westdeutschen Leichtathletik- Vereine gerückt ist. Deutsche Motorradmeisterschaft. morgen um acht Uhr begann, erschien bereits am vorausgegan genen Montag früh sieben Uhr ein Mann aus Kansas bereits am Schalter, wo er sich häuslich niederließ. Er hatte sich einen Schemel mitgebracht und verfügte wei terhin über einen Regenmantel, Rafierzeug, Schreibzeug und eine Wolldecke. Er hielt treu und tapfer durch und verließ seinen Plaz selbst zum Essen nicht, da er mit einem Freunde eine hohe Wette abgeschlossen hatte, die erste Karte für das Baseballendspiel zu kaufen. Der zweite Lauf um die Deutsche Motorradstraßenmeisterschaft wird am 5. Juni auf der hessischen Hilfsrennstrede ,,, Rund um Schotten" ausgetragen. Mit der Ausrichtung des Ich halte für Patienten aus Stadt und Provinz Hannover nebst Nachbargebieten nur am Freitag, Sonnabend, Sonntag und Montag Sprech stunde ab, und zwar vormittags von 12-1, nachmittags( außer Sonntag und Montag) von 5-7 in Hannover, Rühmkorffstraße 131, Tel. 65177. Zur Behandlung eignen sich Fälle von Herzmuskelschwäche, Neuralgien, Basedow, Neurasthenie, Verfalfung, Rheuma( vergl. mein Buch Dauerheilung", 11. Aufl., Hannover, Schraders Verlag). Dr. med. Friedrich Bösser, Spezialarzt für Herz- und innere Krankheiten. Jeder Geschäftsmann etc., verlange die von der Hessischen Handwerkskammer zu Darmstadt entworfenen und mir in Kommissionsverlag gegebenen praktischen Haupt- und Kassenbücher Diese Bücher werden zur Zeit in ganz Hessen in zahlreichen Buchführungskursen der Handwerkskammer und in den Gewerbeschulen Hessens als Lehrbücher angewendet Sie fönnen in allen Stätten von mir bezogen werden. An Hand der Erläuterungsformulare fann jeder ältere Handwerker usw., der gründliche Buchführungskenntnisse nicht besitzt, seine Eintragung derart geordnet ausführen, daß dieselben dem Gesetz entsprechen und ein gültiger Buchabschluß dann möglich ist. Geschäftsbücherverlag Albin Klein, Giessen. ( Dorm. Keller, gegr. 17831 Fernsprecher 2525 und 2526 Südanlage Nr. 21 So saß und wartete der Gemütsmensch volle 73 Stunden auf die Kassenöffnung und hatte dann die Genugtuung, seine Wette zu gewinnen. Es gibt schon verrückte Fanatiker! Neue Bücher. Bezugsp Rebaltionsid Jendung nich 45.0 Sprich richtig deutsch! Von Lehrer K Lammenett. Verlag Wilh. Stollfuß, Bonn. Preis RM. 1,25. Dieses Büch lein will namentlich jüngere Leute, aber auch Handwerker, Gewerbetreibende u. a. unterstützen, damit diese sich ihrer Mut tersprache in rechter Weise bedienen. Es enthält nicht das ganze Gebiet der Sprachlehre, vielmehr wird nur dasjenige, wogegen leicht und vielfach gefehlt wird, behandelt. Das Aprilheft der„ Deutschen Rundschau"( Verlag Berlin SW 68) bedeutet eine achtenswerte verlegerische Letstung. Hier werden Einblicke in den Sinn unserer Epoche gegeben, wie sie bei großer Höhe des geistigen Niveaus anderwärts selten zu finden sind. Wir empfehlen diese Zeitschrift jedem, der ohne parteiliche Voreingenommenheit oder berufliche Einseitigkeit an die großen Fragen unserer Epoche herankommen will; sie ist die einzige Monatsschrift, die einen Ueberblick über die Gesamtheit der Kulturerscheinungen gibt. Wedrus. Eine kleine Schrift, die das Gewissen des Menschen weden will, damit der Gottesglaube so stark und rein werde, daß jeder Mensch und jedes Volf von ihm getragen werde, ist bei der Verlagsabteilung der Dombaugemeinschaft Berlin- Steglitz, Schloßstraße 77, erschienen. Gespräch mit Professor Dr. Walter Nernst. Die ,, Woche" behandelt in Gesprächen mit führenden Persönlichkeiten die Probleme der Zeit. Im neuen Heft äußert sich der große Phy siker und Nobelpreisträger Prof. Nernst. Die neue ,, Woche" bringt außerdem den Roman um Bismard von Rudolph Strat. Wie sieht Palästina vom Flugzeug aus? Eigenartig und völlig neu ist das Bild des heiligen Landes, wie es der Flugschriftsteller Peter Supf an Hand interessanter Luftaufnahmen in der neuen ,, Gartenlaube" schildert. Die Oft bundsarbeite reits Bejpred zen statt. Am fonferenz, am bie internati Weltfrife. Das Fin hajtlichen dem Bölterb im Betrage Minister BiermächteDie am Rachperhand ban find e beim Reid Woche zu e Der be präsidenten gegen den Der„ R chaftspartei laffungsantr Aus 17 Neuwahl zu Nationaljozi band Oftpre Im Ha Ministerprä perwendung flugt worde In Mit tag mehrere denen ein verlegt wur Die ge Duftrie hat lungen jollo beiter fich Ilären. 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