Nr. e 1932. Des- Benz schließt auch Zahl von Erfolgen Scheinheitstonfurren ß diese Erfolge den eutschland und auch wesentlich steigern h truftio interesante In lichen Anflang und le chen Vorzüge( Schwin ) haben ihm schon In auch die anderen M Citer- Stuttgart fowie et repräsentative Gro ebtheit im In- und Aus auf von Ewaren un e Qualität entheiden jein. Man weiß Dod m Preise höher, lehte erer Qualität. Deshal ren, bei denen der i einem heute so wid lühlampe, unjere unen ganz besonderen We lb Osram Lam per erbürgt höchst erreichbar Saftlicher Grundlage fu gewissenhaften Prüfun aftlicher die Beleuchtun bedeutet demnach gute her. Von Felix Holterman aften in vier Jahrzeh - Ihre Tyrannis chsten Tagen bereits eise des politischen daß es wegen die rsetzungen zwischen chriftlichen Gewerks gekommen ist. In der e fesselnde Darstellung V.- Verlag Dr. Ridat eis des Buches 1,20 M fenden Band setzt mat Südseeromantik der der ,, Gartenlaube" et 2 Verblüffende Tat r Spiritisten, AstroWundertäter unserer Klein in Gießen. ertag essen f.- Regt. en Crieb). en Traditions ( Staffel- und Borführen des 89; Feinkost rsweg 38 und r militärischen Verstärkter Rüdfahrtmög alRalicbud eschützt- Gießen Gießener Zeitung Erscheint Samstags. ( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Politische Rundschau. Das Verbot von Versammlungen unter freiem Himmel und Kundgebungen unter freiem Himmel und Kundgebungen für den 1., 2. und 3. Oktober ist für ganz Deutschland aufgehoben, sofern es sich um Versammlungen und Kundgebungen handelt, die aus Anlaß des 85. Geburtstages des Reichspräsidenten beabsichtigt find. Im Vierten Ausschuß der Völkerbundsversammlung für die Finanzlage des Völkerbundes und die Reorganisation des Völkerbundssekretariats übte der Vertreter Deutschlands, Staatssekretär z. D. v. Rheinbaben, scharfe Kritik an der Fi nanzgebarung des Völlerbundes. Reichskanzler von Papen wird am 11. Oktober nach Bayern reisen, um der banerischen Regierung einen Besuch abzustatten. Am 12. Oftober wird Reichskanzler von Papen eine Rede vor dem Verband bayerischer Industrieller halten. Wie eine Pariser Zeitung mitteilt, habe die Reichsregierung den fremden Staaten die Entsendung von deutschen Militärattachés angekündigt, und von Paris, Brüssel und Rom liege bereits die Zustimmung vor. An Berliner Stelle wird betont, daß eine derartige Absicht nicht unmittelbar vor der Türe stehe, mindestens solange nicht über die Gleichberechtigung Deutschlands in Rüstungsfragen entschieden sei. Der Reichsminister der Finanzen hat eine Verordnung zur Senkung der Steuerzinsen erlassen. Durch die Verordnung werden für die Zeit vom 1. Oktober 1932 ab die Aufschubzinsen und die Stundungszinsen gesenkt. Der mecklenburg- schwerinische Ministerpräsident Granzow hat dem Reichsernährungsminister ein von der nationalsozialistischen Landtagsmehrheit fertiggestelltes 20- Millionen- Arbeitsbeschaffungsprogramm zugeleitet, das die Neuschaffung von etwa 25: bis 28 000 Siedlerstellen vorsicht. Die deutsch- französischen Verhandlungen über die Kontingentierungsmaßnahmen, die die deutsche Regierung gegenüber gewissen französischen landwirtschaftlichen Produkten zu ergreifen gedenkt, werden am Donnerstag, den 6. Oktober, in Paris beginnen. Der vom Preußischen Landtag vor kurzem angenommene Gesetzentwurf, wonach die Kommunalwahlen in Preußen mitder Reichstagswahl am 6. November stattfinden sollen, wurde vom Preußischen Staatrat mit 74 Stimmen aller Parteien gegen 6 fommunistische abgelehnt. Wie nun feststeht, wird die Verhandlung der Klage PreuBens gegen das Reich wegen der Vorgänge am 12. Juli am 10. Oktober vor dem Staatsgerichtshof in Leipzig beginnen. Die preußische Staatsregierung hat am 27. September 1932 eine Verordnung zur Berichtigung und Ergänzung der Verordnung über die Neugliederung von Landkreisen vom 1. August 1932 erlassen. Die nationalsozialistische Fraktion im braunschweigischen Landtag hat den Antrag eingebracht, den braunschweigischen Landtag aufzulösen. Die Neuwahlen sollen zusammen mit den Reichstagswahlen am 6. Nov. erfolgen. Der braunschweigische Landtag ist zu Samstag einberufen worden. Der einzige Punkt der Tagesordnung ist: Antrag auf Auflösung des Landtages. Am Samstag ist das russisch- japanische Petroleumablommen unterzeichnet worden. Das Petroleumsyndikat verpflichtet sich, jährlich 60 000 Tonnen Erdöl für die japanische Flotte zu liefern. In Moskauer politischen Kreisen wird erklärt, daß durch die Unterzeichnung dieses Abkommens im Fernen Osten eine neue politische Lage geschaffen worden sei. Zu den Gerüchten über die Weiterführung der russisch- rumänischen Verhandlungen wird von russischer Regierungsseite mitgeteilt, daß irgendwelche Zugeständnisse oder Kompromisse in der bessarabischen Frage nicht in Frage kommen könnten. Die chinesischen Eisenbahnschutztruppen im Gebiete zwischen Mandschurei und Hailar haben sich gegen die neue mandschurische Regierung erhoben. Sie drohen mit der Ermordung sämtlicher Japaner. Der japanische Kriegsminister erklärte Pressevertretern, Japan werde, wenn Tschangshueliang in die Mandschurei eindringen sollte, nötigenfalls Peking und Tientsin besetzen. Die amerikanische Regierung will sofort drei neue Zerstörer bauen. Der Bau der Zerstörer war seinerzeit aus Sparsamkeitsrüdsichten aufgeschoben worden. Man will jetzt dadurch die Arbeitslosigkeit vermindern. Die argentinische Kammer hat mit großer Mehrheit den Beitritt Argentiniens zum Völkerbund beschlossen. Nach Berichten aus Havanna ist der kubanische Senatspräsident ermordet worden. Auch drei weitere politische Führer find politischen Anschlägen zum Opfer gefallen. Im Lohn- und Arbeitszeitstreit im Ruhrbergbau führten die Nachverhandlungen im Reichsarbeitsministerium am Dienstag zu einer Einigung. Die Verbände erkannten die in den Schiedssprüchen vom 24. September vorgeschlagene Lohn- und Arbeitszeitregelung an und erhoben sie zum Tarifvertrag. Der sozialdemokratische ,, Abend" hatte gemeldet, die Regierung beabsichtige, einen weiteren allgemeinen Lohnabbau durch Notverordnung durchzuführen. Diese Meldung entbehrt, wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, jeder Grundlage. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 1. Oftober 1932 ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lofal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz Dorschriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 39 Generalfeldmarschall Baul von Hindenburg, ein Leben der Pflicht. Zum 85. Geburtstag Sein Fleiß war früher zu loben, ließ aber in letzter Zeit etwas nach. Sein Betragen war, Plauderhaftigkeit abgerech= net, gut. Seine Leistungen waren in Religion, im Lateinischen, Französischen und in der Geographie hinreichend, im Deutschen gut. Nur im Rechnen wollte es ihm nicht gelingen, den Ansprüchen zu genügen." So liest man nicht ohne Rührung in dem Zeugnis des zwölfjährigen Paul von Hindenburg, das ihm bei seinem Abgang vom Glogauer Gymnasium ausgestellt wurde. Paul von Hindenburg verlebte die ersten Jugendjahre mit den drei jüngeren Geschwistern, dem Bruder Otto, der Schwester und dem Bruder Bernhardt in Posen, später in Pinne. 1855 wird der Vater nach Glogau versetzt Der Zwölfjährige tritt ins Kadettenkorps, in die Wahlstätter Voranſtalt ein. Und hier beginnt er sich auszuzeichnen in verhältnismäßig jungen Jahren wird er Stubenältester und Unteroffizier. ,, Höchste Zeit, daß die Hindenburgs mal wieder Pulver riechen," sagte der achtzehnjährige junge Leutnant des 3. Garderegiments zu Danzig, als er 1866 zum erstenmal auf dringendsten Wunsch ins Feld zieht. Bei Königgrät erhält er die erste Verwundung beim entschlossenen Angriff auf feindliche Geschütze. Bis zum Ende des Krieges steht der junge Hindenburg in der ersten Linie der Front. Hannover heißt die neue Garnison, in der der junge Offizier den Friedensdienst kennen lernt. Im vierten Dienstjahr wird er Bataillons- Adjutant. 1870 rüdt er mit den ersten ins Feld, in den neuen Krieg. Er zeichnet sich allenthalben durch Mut und strategische Entschlossenheit aus. Sedan und Pa= ris zwei Schlachten, zwei Siege. Dann erlebt der junge Offizier im Spiegeljaal von Versailles die Gründung des Deutschen Reiches, die Krönung seines Kaisers. Mit dem eisernen Kreuz geschmüdt, zieht er mit seinen siegreichen Truppen durch das Brandenburger Tor in die Reichshauptstadt ein. am 2. Oktober 1932. in Fraustadt in Posen, dann beruft man den fähigen Offizier wieder nach Berlin. ,, Schärfste Anforderungen an sich selbst und eine Untergebenen, gepaart mit hohem Gerechtigkeitssinn, väterlichem Wohlwollen, Güte und Milde"- so schildern ihn diejenigen, die Hindenburg als Lehrer der Kriegstaktik an der Berliner Kriegsakademie, als Mitarbeiter der verschiedensten Abteilungen des Großen Generalstabes und als Mitglied des Kriegsministeriums, sowie als Komman= deur des Infanterie- Regiments. 91 in Oldenburg kennen lernten. Die Karriere führt steil aufwärts. 1896 wird er Chef des Generalstabes des 7. Armeekorps in Koblenz, 1900 Kommandeur der 28. Division in Karlsruhe. Das Jahr 1903 sieht ihn als kommandierenden General des vierten Armeekorps in Magdeburg. Der Gipfel ist erreicht! Nach acht Jahren pflichttreuester Tätigkeit nimmt er im Alter von 64 Jahren freiwillig seinen Abschied, um jüngeren Kräften den Weg frei zu machen Drei Jahre der Ruhe und Zurüdgezogenheit in Hannover da ruft ihn am 22. August 1914 das bedrohte Vaterland und bittet ihn, die Führung der 8. Armee zu übernehmen. Im Eiltempo begibt sich Hindenburg nach dem Osten. Mit Tannenberg ist die ärgste Gefahr vom deutschen Land abgewehrt. Sieg folgt auf Sieg Kenntnis, Verantwortungsgefühl und überragende strate= gische Fähigkeiten ließen Hindenburg zum Befreier der Ostmart Am 29. August 1916 wird Paul von Hindenburg Chef des deutschen Generalstabes. werden. Von den Leistungen Hindenburgs als Führer sprechen noch lebendig die Erinnerungen aus jener Zeit. Ohne Zweifei darf man es ihm jedoch als höchstes Zeichen der Pflichterfüllung und des Verantwortungsbewußtseins anrechnen, daß er es war, der nach dem furchtbaren Zusammenbruch von 1918 mit absoluter Ruhe und Konsequenz die deutschen Truppen in die aus jenen Heimat zurückgeführt hat Einige jeiner Worte schwersten Tagen werden unvergessen bleiben: 39° wie der einzelne über die Ereignisse denkt, ist seine Sache Für sein Handeln darf es nur eine Richtschnur geben: das Wohl des Vaterlandes." Don 31- jährig, nach zwölf Jahren des Dienstes, kommt Hauptmann Paul von Hindenburg nach Berlin zum Großen Generalstab in den unmittelbaren Einfluß des Feldmarschalls Moltke. Jn Stettin, wo er 1879 als Generalstabsoffizier weilt, schließt er mit Gertrud Wilhelmine Drei Kinder werden ihm geSperling den Bund fürs Leben. schenkt Jrmgard, vermählt mit dem Landrat von Brockhujen, Annemarie, vermählt mit dem Rittmeister von Peng, und Oskar, heute Oberstleutnant im Reichswehrministerium und tätiger Mitarbeiter des Vaters. 1881 wird Hindenburg nach Königsberg zur 1 Division kommandiert. Er erkennt die bedrohliche Lage des Ostlandes und eignet sich alle jene militärischen Kenntnisse an, die ihm und dem Lande Jahre darauf von so ungeheurer Bedeutung werden sollten. Noch einige Jahre verantwortungsvoller Arbeit Vom gleichen Wunsch beseelt, folgte er später dem Ruf des Vaterlandes, als es die Neubesetzung des Reichspräsiden tenamtes galt. Man rief ihn als Führer, der ein Leben Er nahm die ihm gelang Führer und Vorbild gewesen war. stellte Aufgabe auf sich ohne Rücksicht auf sein Alter, unter Hintansehung aller persönlichen Interessen. Seit dem 11. Mai 1925 steht er an der Spitze des Voltes, tur mhoch über der Parteien Haß und Gunst, ungebrochen von den Stürmen der Zeit, in unveränderter Pflichterfüllung! R. H. Johnsen. Nr. 39 Samstag, b Samstag, den 1. Oftober 1932. Politische Rundschau. Nach den Meldungen, die dem Reichsarbeitsministerium von seinen Schlichtern bis zum 29. September zugingen, konnten in Anwendung der Verordnung rund 13 000 Arbeitslose in Arbeit treten. Am 30. September hat die sächsische Regierung beschlossen, doch noch am 13. November die Gemeindewahlen stattfinden zu lassen. Aus Beling sind in Tokio Meldungen eingelaufen, daß in die chinesische Provinz Sifang eine etwa 100 000 Mann starte tibetanische Armee eingedrungen sei. Am Freitagmorgen wurde auf das Offizierstafino in Belgrad ein Bombenanschlag verübt. Nach einer Aufstellung des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes in Amerika betrug die Zahl der Arbeitslosen in den Vereinigten Staaten Ende August 11,5 Millionen. Wie aus Westfalen verlautet, ist damit zu rechnen, daß von der eisenschaffenden Industrie zum 1. Oktober etwa 10-12 Hochöfen wieder angeblasen werden. Durch die Reform der Groß- Berliner Verwaltung, die nun endlich in Fluß kommt, werden nicht weniger als 1100 Bezirks: verordnete überflüssig. Zum 85. Geburtstag des Reichspräsidenten Das Gesamtministerium hat an sämtliche unterstellten Behörden dieses Ausschreiben erlassen: Der Herr Reichspräsident v. Hindenburg begeht am 2. Oktober d. J. seinen 85. Geburtstag. Seinem Wunsche entsprechend soll von besonderen Feiern aus diesem Anlaß abge= sehen werden. Die Reichsregierung wird daher weder in Berlin noch in anderen Orten Deutschlands amtliche Feiern veranstalten. Sie hat die Landesregierungen gebeten, gleichfalls auf solche Feiern zu verzichten. Das Gesamtministerium hat diesem Wunsche entsprochen und in weiterer Uebereinstimmung mit der Reichsregierung angeordnet, daß sämtliche Dienstgebäude des Landes und der Gemeinden am 2. Oftober 1932 in den Reichs: farben zu flaggen haben. Wegen Schulfeiern hat der Minister für Kultus und Bildungswesen bereits besondere Verfügung getroffen. Auflösung des Hessenparlaments abgelehnt. „ Gießener Zeitung" wärtigen Notzustande zu begegnen, um seine Ueberwindung zu erleichtern. Das Gelingen des Wirtschaftsprogramms hängt von der Mitwirkung der ganzen deutschen Wirtschaft ab, und die Reichsregierung hofft hierbei darauf, daß ganz besonders die zahlenmäßig starke Schicht der mittleren und kleineren Betriebe, die für das Gelingen des Planes von besonderer Bedeutung sind, ihre Mitwirkung nicht versagt. Darmstadt. Im Gesetzgebungsausschuß des Hessischen Landtages wurde heute der sozialdemokratische Antrag auf Auflösung des Landtages abgelehnt. Für den Antrag stimmten nur die drei sozialdemokratischen und der kommunistische Vertreter. Die beiden Zentrumsabgeordneten stimmten dagegen, während die sechs Nationalsozialisten sich der Stimme enthielten. Für die Annahme des Antrages ist eine Zweidrittelmehrheit notwendig, die nach dieser Abstimmung auch nicht im Plenum vorhanden sein wird. Mahnung des Reichswirtschaftsministers. Köln. In einer Rede, die der Reichswirtschaftsminister Dr. Warmbold bei der Einweihung des Neubaues der Jn= dustrie und Handelskammer hielt, führte er u. a. aus: Auslage der Stimmlisten und Karten für die Reichstagswahl. Der Reichsminister des Innern hat durch Verordnung bestimmt, daß die Stimmlisten und Stimmlisten und Stimmkarten vom 16. bis 23. Oktober auszulegen sind. Auf den großen Bahnhöfen und Uebergangsstationen sowie den großen Seeschiffen wird, wie bei der letzten Reichstagswahl, Gelegenheit zur Frevelhafter französ. Macht- u. Landhunger. Stimmgabe geboten werden. Vor wenigen Tagen hat der Vorsitzende des französischen Obersten Kriegsrates bei der Turenne- Kundgebung in dem eljässischen Städtchen Türkheim die Worte gebraucht: tein Kriegsmann in Frankreich hat Ruhe, solange ein Deutscher auf der linken Seite des Rheins stehe. Das ist die Propagierung der Annexion des linken Rheinujers aus dem Munde des einflußreichsten und hervorragendsten Vertreters der französischen Generalität. Deutschland und seine gesamte Einwohnerschaft weist solche Kriegsfanfaren mit Entrüstung zurück. So unmöglich eine Politik mit dem Ziele eines Rückzuges aus den weltwirtschaftlichen Verflechtungen wäre, so wenig könne in Frage kommen, unsere eigenen Hilfsquellen unausgenutzt zu lassen. Unser Ziel müsse sein, die höchste Ausnutzung des Bodens und die Sicherung der in ihm investierten Kapitalien mit der Erhaltung der industriellen Arbeitsstätten und mit der Pflege von Handel und Verkehr zu verbinden. Dieses Ziel kann aber nach der Struktur unserer Wirtschaft nur erreicht werden, wenn wir auch den Güteraustausch mit dem Auslande pfleglich behandeln. Die deutsche Regierung mußte daher den Versuch machen, durch eine Reihe von Maßnahmen dem gegen= Die Landsknechte Sportroman von Emil Wöhner. ( 21. Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.) Aufruf zur Winterhilfe. Die Deutsche Liga der freien Wohlfahrtspflege hat auch in diesem Jahr zur Winterhilfe aufgerufen. Reichspräsident und Reichsregierung haben sich der Bitte um werftätige Hilfe an= geschlossen, die kommunalen Spitzenverbände Deutschlands haben den Aufruf mit einem Geleitwort versehen. Auch in Hessen haben sich in diesem Jahr wieder die unterzeichneten 7 Verbände zusammengeschlossen, um im ganzen Lande zu sammeln und in gemeinsamer Arbeit die Not lindern zu helfen. Hilfe ist noch mehr not als im Vorjahre und niemand darf sich der Pflicht zu helfen entziehen. Wir wenden uns an alle, die irgend helfen können, ohne Unterschied der Konfession, der politischen Anschauung, des Standes oder Berufes, und bitten sie herzlich: Helft, seid bereit ein Opfer zu bringen für die, deren Not noch größer ist, als die Eure. Die Durchführung der Sammlung erfolgt durch Ausschüsse, die für die einzelnen Kreise oder Ortschaften gebildet sind. Landesverband der Inneren Mission in Hessen, Karitasverband für die Diözese Mainz, Hessisches Rotes Kreuz( Landesverein u. Alice- Frauenverein), Landesverband für die Israelitische Wohlfahrtspflege in Hessen und Hessen- Nassau, Deutscher Fünfter Wohlfahrtsverband, Bezirk Hessen, Landesausschuß für Arbeiterwohlfahrt und Jugendpflege in Hessen, Christliche Arbeiterhilfe, Landesausschuß Hessen. Begleitworte der hessischen Regierung. Wieder ruft die freie Wohlfahrtspflege durch ihre Reichsand Landesverbände dazu auf, durch opferbereite Nächstenliebe die Not eines schweren Winters lindern zu helfen. Mit ihnen bitten Herr Reichspräsident von Hindenburg und Reichsregierung alle Deutschen, einander helfend dem Vaterland zu dienen. Unser Volt hat im Laufe einer Reihe von schicksalsschweren Jahren Not und Bedrängnis tragen lernen müssen.. Niemand wird diese Note von heute auf morgen beseitigen können. Eines aber können wir alle tun: Durch von Herzen kommende Hilfs= bereitschaft dem Darbenden die Bitterkeit und das Gefühl des Verlassenseins nehmen. Die Sportzeitungen sangen das Lob der Landsknechte in allen Tonarten. Dabei vergaßen sie in ihrem Eifer, der beiden Männer zu gedenken, die bescheiden im Hintergrund standen und doch an der Kampfesstärke der Spieler einen so großen Verdienst hatten: Bringhoff und Dr. Bargmann. Während der Trainer ganz in der Arbeit an seiner Mannschaft aufging, vertrat der Vorsitzende die Interessen der Spieler innerhalb des Vereins. Da nicht nur die Meisterschaftskämpfe, sondern auch die Freundschaftsspiele der Landsknechte viele Zuschauer an= zogen, lag die Gefahr nahe, die Spieler auszunuzen ohne Rüdsicht auf ihr Ruhebedürfnis. Aber Dr. Bargmann wachte über das Wohl seiner Mannschaft. Als in einer Vorstandsversammlung wieder einmal in furzer Reihenfolge für einen spielfreien Sonntag ein Freundschaftsspiel angesetzt werden sollte, entgeg nete er turz: Daraus wird nichts. Nur um die Vereinskasse zu füllen, dafür ist mir meine 1. Mannschaft zu schade. Wenn sie Sonntag für Sonntag Punkte schinden muß, hat sie einen Ruhetag ehrlich verdient und auch nötig..." Da war der Rechnungsführer aufgesprungen. ,, Soweit ich im Bilde bin, wünschen unsere Spieler gar teinen spielfreien Sonntag. Sie würden sich freuen, wenn sie dieses Freundschaftsspiel austragen dürften." Zinslast der Landwirtschaft. Die Zinserleichterung bildet ein Kernstück der neuen agrarpolitischen Maßnahmen. Die sachlichen Gründe für diese Aktion werden deutlich, wenn man die Zinslast betrachtet, die seit Jahr und Tag mit wachsendem Druck auf der deutschen Landwirtschaft ruht. Was fch Gin Zau Da Die Her Und alle 11nd alle Zwischen Hurra So foll es Und wied Und wif Mit Gr Gebaffige Rüften Dann fa Wir b Der Zinsendienst erwächst aus einer Kreditverschuldung, die in den Jahren seit der Stabilisierung der Währung beträcht= lich angeschwollen ist. Sie belief sich am Ende des Jahres 1928 bereits insgesamt auf etwa 10,8 Milliarden RM., Ende 1931 schägungsweise auf 11,8 Milliarden RM. Die Zinslast selbst betrug nach Ermittlungen des Instituts für Konjunktur: forschung im Wirtschaftsjahr 1928/29( 1. 7. bis 30. 6.) etwa 0,92 Milliarden RM., im Wirtschaftsjahr 1931/32 rund 1,01 Milliargen RM. Berechnet man ferner die Zinslast nach dem Stande der Verschuldung von Ende des Jahres 1931, jedoch unter 3ugrundelegung der Zinsjähe von Mitte 1932, so ergibt sich eine Zinslast von etwa 0,85 Milliarden RM. Möchten die Verbände der freien Wohlfahrtspflege, die über alles Trennende hinweg denen zur Seite stehen wollen, die am schwersten entbehren, überall offene Herzen und willige Geber finden. Das ist der Wunsch, mit dem die hessische Regierung das Ziebeswerk des hessischen Landesausschusses der freien Wohlfahrtspflege begleitet. Dr. Abelung. Hessisches Gesamtministerium.. Kirnberger. Leuschner So sorgten Trainer und Vorsitzender für ihre Mannschaft. Und während die Namen der Spieler in aller Munde waren, gingen sie still und ungenannt ihren Weg, erfüllt von echtem Sportsgeist und mit einem Herzen, das warm für die Jugend schlug. ,, Das will ich nicht bestreiten," entgegnete Dr. Bargmann lächelnd. ,, Sie müßten eben keine rechten Fußballspieler sein, wenn sie Sonntags lieber zu Hause säßen, als auf dem grünen Rasen ihre Kräfte zu messen. Aber, meine Herren, wir sollten doch etwas weitersehen. Sie wissen doch auch, daß die Erledigung der Meisterschaftskämpfe an die Nerven der Spieler nicht geringe Anforderungen stellt und die notwendige Folgeerschei nung der vielen außerterminlichen Freundschaftsspiele eine überspielte Mannschaft sein wird. Ich weiß mich in diesem Punkte eins mit unserem verehrten Trainer, Herrn Bringhoff. Außerdem ist unser Verein doch finanziell so gestellt, daß wir auf solche Einnahmen nicht unbedingt angewiesen sind..." Diese absoluten Zahlen allein geben aber noch kein eindeu tiges Bild von dem tatsächlichen Grad der Belastung. Erst wenn man diese Ziffern in Beziehung setzt zu den Verkaufserlösen der Landwirtschaft, d. h. zu den Einnahmen der Landwirtschaft aus dem Verkehr ihrer wichtigsten Produkte, zeigt sich, wie sehr die Schwere der Zinslast in den letzten Jahren zugenommen hat. Seit 1928/29 find nämlich die Verkaufserlöse der Landwirtschaft im Absinken begriffen. Das Konjunkturinstitut be= ziffert sie im Wirtschaftsjahr 1928/29 auf etwa 10,3 Milliarden RM., im Wirtschaftsjahr 1931/32 nur noch auf 7,3 Milliarden Reichsmart; eine weitere Abnahme auf knapp 7 Milliarden ist im Wirtschaftsjahr 1932/33 als wahrscheinlich anzunehmen. Bei diesen Verkaufserlösen handelt es sich, daß sei besonders betont, selbstverständlich um Bruttoeinnahmen der Landwirtschaft; von diesem Bruttoerlös müssen also zunächst sämtliche Produk tionsfosten 3. B. Arbeitslöhne, Saatgut, Aufwendungen für Maschinen und Geräte, Düngemittel, Instandhaltung der Ge bäude etc. bestritten werden. In dem Rüdgang der Brutto einnahmen spiegelt sich die, allerdings durch agrarpolitische Maßnahmen zum Teil start gebremste Preissentung für wichtige Agrarerzeugnisse wider. Den Ausschlag gab dabei in den letz ten Jahren allein die ungünstige Preisentwidlung bei den landwirtschaftlichen Veredelungsprodutten, insbesondere den vieh wirtschaftlichen Erzeugnissen. Heute fand das letzte Punktspiel am die Bezirksmeisterschaft statt. Ein harter, zäher Kampf stand in Aussicht, denn der Gegner hatte die zwei Punkte bitter nötig. In den Ankleideräumen der Landsknechte ging es leb= haft zu. „ Ich habe heute so das Gefühl, als wenn wir mit 3: 1 gewinnen würden," meinte Ernst Zille und zog sich seinen Jersen über den Kopf. ,, Das ist noch nicht amtlich!" rief Otto Drees.„ Die Gegner werden sich sicher mächtig ins Zeug legen. Sie wollen unter allen Umständen gewinnen." ,, Gediegen, daß die Gegner auch immer siegen wollen," Tachte Günther Freund. ,, Wenn sie sich das erst abgewöhnt ha= ben, brauchen wir uns längst nicht mehr so anzustrengen." ,, Sag' mal Otto, tennst du den Unterschied zwischen Scharfschütze und Schlafmütze?" wandte sich Adolf Müller an den Linksaußen. ,, Nein," meinte Drees ahnungslos. - - Vergleicht man nun beide Zahlengruppen, die Höhe des Zinsendienstes auf der einen, die Berkaufserlöfe auf der an= deren Seite, so zeigt sich, die Verkaufserlöse gingen seit 1928/29 um nahezu ein Drittel zurück, die Zinslast hingegen lag sagar ine Wirtschaftsjahr 1931/32 noch höher als 1928/29. Erst nach dem Stande von Mitte 1932 berechnet ergibt sich ein Rückgang des Zinsendienstes seit 1928/29 um etwa 7-8 Prozent. Das bes deutet also: zwischen den Bruttoeinnahmen der Landwirtschaft und den Zinsverpflichtungen hat sich eine tiefe Kluft aufgetan. Kein Wunder also, daß es den Landwirten in zahlreichen Fällen nicht mehr möglich war, fällige Zinsen aus dem Ertrag zu be zahlen; mur zu oft wurde auf die Substanz zurückgegriffen. Das wiederum mußte zwangsläufig zu besorgniserregender Schwä chung der Betriebe und schließlich zu Zusammenbrüchen führen. Dieser Entwicklung im Interesse der Voltsernährung und des bedrohten landwirtschaftlichen Berufsstandes Einhalt zu tun, ist der Zweck der neuen Zinserleichterung. ,, Das habe ich mir gleich gedacht," entgegnete der Mittelläufer troden unter allgemeinem Gelächter. Theo Hansen trat zwischen die Spieler. ,, So, jetzt wollen wir noch einmal zeigen, was wir können. Dieses Spiel müssen wir gewinnen. Aber wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen. Jeder muß gleich sein Bestes hergeben, wenn der Laden klappen soll. Noch ein gewonnenes Spiel, dann " ,, Dann gibst du einen aus, Theo?" lachte Adolf Müller. ,, Dazu bist du als Spielführer auch verpflichtet nach Paragraph elf der Vereinsstatuten. Ich trinke hell..." Die Mannschaften begaben sich auf den Platz. Dr. Barg mann und Bringhoff sahen von der Tribüne aus interessiert dem Spiel zu. ,, Es scheint, als ob unsere Elf sich heute nicht so recht zufammenfinden kann," wandte sich der Vorsitzende an den Trainer. ,, Der Kampf spielt sich ja zur Hauptsache in unserer Platzhätste ab: Es wäre wirklich schade, wenn der Siegeslauf der 1. Mannschaft jetzt noch unterbrochen würde. Der moralische Eins druck wäre für die nun folgenden Kämpfe um die Verbands meisterschaft entschieden von Nachteil." „ Ich glaube bestimmt, daß unsere Jungs auch dieses Spiel gewinnen werden," entgegnete Bringhoff zuversichtlich. ,, Die Gegner spielen allerdings ausgezeichnet. Sie fämpfen mit dem Mut der Verzweiflung, um dem drohenden Abstieg zu entgehen, während unsere Spieler die Bezirksmeisterschaft in der Tasche haben. Aber ich kenne ihren Ehrgeiz und ihr Ehrgefühl und weiß, daß sie trotzdem alles daran setzen werden, auch heute unbesiegt den Platz verlassen zu können. Es ist ganz gut so, daß unsere Spieler noch nicht so aus sich herausgehen, denn wenn die Gegner in diesem mörderischen Tempo fortfahren, sind sie in der zweiten Halbzeit erledigt. Die Abwehrarbeit Freunds ist übri gens wieder einmal erstklassig. Man hat bei ihm immer ein Gefühl der Sicherheit, auch wenn der Ball ganz in Tornähe iſt. Schmidt und Zille sind ebenfalls gut." ,, Das stimmt," entgegnete Dr Bargmann.„ Unsere VerGrenad mreichen A en, wenn i Schritten Vertrau Ja, ihr alte anderen Waffer Siegen getomm angen Gre ant und foll Frieder wird da nach in jeligen Fri Der Abschluß Das Ende der ten jollte es in feiner rau Heute ist ein jeindlicher Fl wird die Ueb Reichsheer we Derden wie f Soldatenle 5 Versailler Selfische Gr Datenleben ngit vergangen Wie jiebt ien rüden auf eberall madhjen rangejahren, u magen. Dan magnie fieht ten. Ge Gung erwar und den fun beginnt laftiges Sol Friedhors mech Borträgen Die im Rah bene Rachrich tenübermittlu ern gezeigt mittel eine tenbermittlun Derbiedene ben. hat ma fügung, fo ist bindigteit bes mmungsstelle teidigung hat dem Gegner schon manchen Erfolg vereitelt. Jet baltung weit hat Müller den Ball... täuscht... gibt an Hoffmann ab Schuß...! Schade, das war eine gute Torgelegenheit. Der Ball ist von dem Verteidiger abgeprallt..." Der Schiedsrichter pfiff: Elfmeter! ,, Die Entscheidung des Unparteiischen ist entschieden zu hart," meinte Bringhoff.„ Er muß den Vorfall nicht einwand frei beobachtet haben. Man fonnte doch deutlich sehen, daß der gegnerische Verteidiger das Leder im Strafraum nicht ab sichtlich mit der Hand berührt hat." Theo Hansen führte den Elfmeterstoß aus. Ein paar Sea funden überlegte er. Dann schoß er den Ball hoch über das gegnerische Tor. ,, Bravo!" rief der Trainer.„ Das ist so richtig Theo Hansen. Sein Ehrgefühl läßt es nicht zu, das Führungstor nur er Fehlentscheidung des Schiedsrichters verdanken zu müssen. J hätte an seiner Stelle genau so gehandelt." ( Fortsetzung folgt.) perluft. Sei der hier Nr. 39 arten für die rch Verordnung be en und Stimmfarten uf den großen Bahngroßen Seeschiffen Gelegenheit zur tichaft. Cüd der neuen agtat Linde für diese Attion = betrachtet, die seit der deutschen Land Kreditverschuldung, er Währung beträcht Ende des Jahres illiarden RM., Ende RM. Die Zinslaft tuts für Konjunktur bis 30. 6.) etwa 0,92 2 rund 1,01 Milliar Last nach dem Stande 31, jedoch unter 3u 32, so ergibt sich eine ber noch fein eindeu Belastung. Erst wenn ben Berkaufserlöjen en der Landwirtschaft te, zeigt sich, wie sehr Jahren zugenommen aufserlöse der Land Ronjunkturinstitut be etwa 10,3 Milliarden hauf 7,3 Milliarden app 7 Milliarden it lich anzunehmen. B sei besonders betont der Landwirtschaft chst sämtliche Produt , Aufwendungen für tandhaltung der Ge Rüdgang der Brutto urch agrarpolitische jentung für wichtige b dabei in den letz dlung bei den land Besondere den vie pen, die Höhe des erlöfe auf der an gingen seit 1928/29 hingegen lag sagar 1928/29. Erst nach bt sich ein Rüdgang -8 Prozent. Das be En der Landwirtschaf tiefe Kluft aufget in zahlreichen Fäla 5 dem Ertrag zu rüdgegriffen. Dus iserregender Schwä mmenbrüchen führen. sernährung und des iſt Einhalt zu tun, Sende an den Traine in unserer Platzhal Siegeslauf der! Gamstag, den 1. Oftober 1932. ,, Gießener Zeitung" 1. Hessischer Grenadiertag. Was schallt da in unsere dunkle Zeit? Ein Zauberwort: Grenadiere! Da öffnen sich rings die Herzen weit, Die Herzen der Grenadiere. Und alle erleben's noch einmal mit, Und alle marschieren im gleichen Schritt, Zwischen Alten und Jungen ein Bindeglied, Hurra, wir Grenadiere! So soll es der Jugend erhalten sein, Und wieder soll sie es schauen, Und wissen soll sie: Ein Deutschland allein, Mit Grenadieren nur läßt sich's erbauen. Gehässige Feinde um uns her, Rüsten und rüsten sie immer mehr, Dann fällt uns die alte Losung nicht schwer: Wir brauchen Euch: Grenadiere! Jungens - schaut euch die Alten an, Grenadiere sind's einst gewesen, Und Treue war ihnen nicht leerer Wahn, Die da kehrten mit eisernem Besen. Sie hielten die Heimat vom Feinde frei, Sie waren sich selbst und dem Vaterland treu, Jungen, ihr wollt, daß es wieder so sei: Topp! Schaffen wir Grenadiere! Und wenn ihr unsere Reichs to ehr seht, Ihr Jungen und auch ihr Alten, Dann wißt: Es ist noch niemals zu spät Für Deutschland: ein mächtig Heer zu halten. Ein Heer, wo das 115er Regiment, Der Jüngste wieder 116er kennt, Und 118 mit Ehrfurcht nennt, Die Alten, die Grenadiere. So bleib' es das ewige Zauberwort Und formiere aufs nene die Glieder, Bald werfen wir alle trappen fort Ind holen das Wirkliche wieder. Wissen wollt ihr, wie dieses heißt, Daraus die künft'ge Gestaltung fleußt? Jungens, es ist der deutsche Geist! Drei Hurra's den Grenadieren! Wilhelm Reuter. schützten Heimat und Hof. Grenadiere! Ein oft angewendetes Wort in der alten Zeiten. Sie wichen und wankten nicht, die Grenadiere. Sie ruhmreichen Armee. Wie hat es die Herzen höher schlagen lassen, wenn sie in langen fast unübersehbaren Reihen mit jeften Schritten anmarschiert tamen. Grenadiere! Welch' großes Vertrauen wurde diesem Wort beigelegt zu kriegerischen Und heute ertönt wieder freudig für Gießen und weit, weit über seine Grenzen hinaus das Wort Grenadiere aus aller Munde. In diesem Ruf liegt zugleich ein herzlich Willkommen ihr Grenadiere! Ja, ihr alten und jungen Grenadiere und auch ihr von den anderen Waffengattungen, die ihr zu vielen Tausenden nach Gießen gekommen seid, um das Leben und Treiben unserer jungen Grenadiere, unsere Reichswehr, zu schauen, ihr fonnt und sollt nach verlebten Stunden der Begeisterung und nach eurer Rückkehr in eure Heimat den für Deutschland notwendigen Wehrgedanken bis in die entfernteste Hütte hineintragen und ihm Kraft verleihen. Das sei unser aller Wunsch und unser Gruß! Handelt als Deutsche und kämpft für ein neues freies Deutschland! Biwak. Friedens biwak! Welcher Soldat der alten Armee wird da nach an seine Dienstzeit, an seine Manövererlebnisse in seligen Friedenszeiten erinnert? Damals war das Biwak der Abschluß der großen Herbstmanöver und gleichzeitig für viele das Ende der aktiven Dienstzeit. Jedem ausscheidenden Soldaten sollte es eine bleibende Erinnerung sein. Der Weltkrieg in seiner rauhen Wirklichkeit machte aller Romantik ein Ende. heute ist ein solches Biwak mit seinen Lagerfeuern schon wegen jeindlicher Fliegergefahr zur Unmöglichkeit geworden. Dennoch bird die Ueberlieferung des alten Heeres auch hierin beim Reichsheer weiter gepflegt. Biwat und Großer Zapfenstreich Derden wie früher, so auch heute noch als besonderer Festtag im Soldatenleben betrachtet. Der Jugend, der es heute durch as Versailler Diktat nicht vergönnt ist, Soldat zu sein, soll er Hessische Grenadiertag eine Vorstellung geben vom heutigen Soldatenleben und den alten Soldaten ein Gedenken sein an längst vergangene Zeiten. Kehlen nicht zu trocken werden, wird gesorgt. Ein Fäßchen Bier oder ein guter Schuß Rum in den Tee gehören einfach dazu. Die Herbstnächte sind ja auch schon fühl, so daß ein Einheizen gerne willkommen ist. Auch die Feldküchen tragen ihr Teil für das förperliche Wohl bei. Eine nahrhafte Suppe wird ausgegeben. Durch den Krieg ist die Feldküche jedem Soldaten ein beliebter guter Kamerad geworden und wenn sie oft tagelang ausblieb, empfand man erst, wie wichtig auch die Gulaschkanone für die Kriegsführung ist. Erst seit kurzer Zeit gibt es diese praktische Einrichtung. Im Russisch- Japanischen Kriege fanden die Feldküchen zum erstenmal Verwendung. Vorher mußte sich der Soldat noch Kochlöcher graben und in seinem Kochgeschirr selbst mühsam sein Essen bereiten. Plötzlich flammen vor der Waldkulisse im Hintergrunde Fafeln auf. In ihrem Schein blizen Stahlhelme, Trommeln und aufgepflanzte Seitengewehre. Unter den Klängen des Zapfenstreichmarsches rückt der Große Zapfenstreich an. SchneiDann flingen die schönen alten Wie sieht nun so ein Biwat aus? Die Kompag ien rüden auf den Biwakplay. Ein reges Leben beginnt.| dige Kommandos ertönen. Leberall wachsen die Zelte aus dem Boden. Lagerstroh wird Militärmärsche auf. berangefahren, um es den Grenadieren einigermaßen bequem machen. Dann beginnt die Arbeit für das Lagerfeuer. Jede Rompagnie sieht ihren Stolz darin, den größten Biwaksbaum ju errichten. Seine Krone wird mit Stroh umwidelt und mit Spannung erwartet jeder den Augenblick, da die Krone Feuer ängt und den Biwafsplay weithin erleuchtet. Nun beginnt, auch wenn der Tag noch so anstrengend war, in lustiges Soldatenleben. Mehrstimmiger Gesang des KomDer moralische Einpagniechors wechselt mit alten Soldatenliedern und humoristije um die Verbands hen Vorträgen der Stimmungsmacher. Auch dafür, daß die angs auch dieses Spi suversichtlich Di Sie fämpfen mit dem en Abstieg zu entgehen, terschaft in der Taiche Mit dem dumpfen Wirbel des Lodens wird der eigentliche Zapfenstreich eingeleitet. ,, Helm ab zum Gebet!" Die feldgraue Mauer steht bewegungslos, ringsum sind die Köpfe entblößt:„ Ich bete an die Macht der Liebe." Dann erflingt unter präsentiertem Gewehr das Deutschlandlied. Es soll jedem Soldaten sagen, daß er mit Leib und Seele dem Vaterland dient, soll in einer Zeit, da unser Vaterland durch Parteikämpfe zerrissen ist, ein Bekenntnis sein zur inneren Einheit. Nachrichtenstafette am Sonntag, den 2. Oktober 1932. Die im Rahmen der Veranstaltungen des 2. Oktober vorwohl auf die Schnelligkeit der Uebermittlung durch die einzelnen Meldeorgane und Nachrichtenmittel an, jedoch nicht auf die zur Endstelle. Mit Ausnahme des Fliegers, der nd ihr Ehrgefühl und ehene Nachrichtenstafette soll nicht eine friegsmäßige Nachwerden, auch heute un thtenübermittlung darstellen, sondern es soll hierbei den Zu- Schnelligkeit der Uebermittlung einer Nachricht von der Anusgehen, denn wenn dimittel eine Armee verfügt. Bei einer triegsmäßigen RachOrtfahren, find fie in de zihtenübermittlung wird man stets bestrebt sein, möglichst weArbeit Freunds ist übrig verschiedene Nachrichtenmittel bzw. Meldeorgane zu verSat bei ihm immer eis enden. Hat man z. B. zur Uebermitlung einen Flieger zur Ball ganz in Torna erfügung, so ist anzustreben, daß unter Ausnutzung der Gegmann. Unsere Bestimmungsstelle gebracht und dort abgeworfen wird. Die gut." windigkeit des Fliegers die Nachricht von diesem bis zur uns durch das Versailler Diktat verboten ist, verfügt das Reichsheer über alle beteiligten Meldeorgane und Nachrichtenmittel. Jedoch hat sich freundlicherweise ein Frankfurter Sportflieger bereit erklärt, bei dem sportlichen Teil des Programms mitzuwirken. So sind an der Nachrichtenstaffette beteiligt: 1. bewegliche Funkstelle( Sendestelle), 2. bewegliche Funk Erfolg vereitelt. Jest schaltung weiterer Nachrichtenmittel bedeutet naturgemäß empfangsstellen, 1 Flugzeug, 2 Motorradfahrer, 2 Meldereiter, gibt an Hoffmann abitverlust. ne gute Torgelegenheit. prallt..." hen ift entschieden Vorfall nicht einwan deutlich sehen, daß de Strafraum nicht ab of aus. Ein paar Den Ball hoch über das ift so richtig Theo Han as Führungstor nur rdanten zu müssen. S Delt." ( Fortjehung folgt.) Bei der hier vorgesehenen Nachrichtenstaffette fommt 2 OSRAM OSRAMI OSRAM OSRAM OSRAM es 2 Radfahrer, 2 Meldeläufer, 4 Blinftrupps, 2 Fernsprechanschlußtrupps, 2 Meldehunderotten. Wenn Sie OSRAM- LAMPEN kaufen, erhalten Sie den vollen Gegenwert für Ihr Geld. An Licht sparen ist falsch, denn elektrisches Licht ist billig. Nr. 39 Der Verlauf der Nachrichtenstafette ist folgender: Die auf dem Trieb aufgebaute Funkstelle erhält einen verSchlüsselten Spruch, dessen Inhalt den Grenadiertag betrifft. Die Funkstelle sendet diesen Spruch, der von den beiden Funkempfangsstellen auf dem Flughafen aufgenommen wird. Die Funkempfangsstellen übergeben die aufgenommenen Sprüche einem Flieger, der an einer auf dem Trieb gekennzeichneten Meldeabwurfstelle die beiden Meldungen abwirft. Bei Abschuß einer Signalbombe beginnt nun die eigentliche Zeitberech nung der beiden Stafetten. 2 Motorradfahrer suchen die abgeworfenen Meldungen und bringen sie auf festgelegten Umwegen zu den Blinkstellen. Die Stafette 1 hat weiße, die Stafette 2 rote Armbinden. Die Sprüche werden zur Gegenstelle geblinkt, dort den Radfahrern übergeben. Nach Ankunft der Radfahrer bei den Meldehundtrupps werden die Sprüche durch Meldehunde zu den Gegenstellen befördert. Hier erfolgt die Uebergabe an Meldeläufer und von diesen an die Fernsprechanschlußtrupps, die eine Fernsprechleitung bauen und die Sprüche nach Fertigstellung der Leitung durchgeben. Als Abschluß werden die Sprüche von den Fernsprechendstellen durch Meldereiter ans Ziel gebracht. Den Eingang der ersten Meldung zeigt wiederum eine Signalbombe an. Bis zur Entschlüsselung der Sprüche werden Schulübungen der Meldehunde sowie Bau von Fernsprechleitungen, Beförderung von Munition und Brieftauben durch Meldehunde gezeigt. Spruchinhalt und Beförderungsdauer werden durch Lautsprecher bekanntgegeben. * Bom Grenadiertag. Nach den bis jetzt vorliegenden Anmeldungen zum Hessischen Grenadiertag ist mit einer außerordentlich starken Beteiligung der Bevölkerung aus allen Gegenden der Provinz Oberhessen, den angrenzenden preußischen Kreisen und aus dem ganzen Hessenland zu rechnen. Um den Bahnverkehr zum Nutzen der Besucher zu gestalten, wird die Reichsbahn verstärkten Zugverfehr fahren, ferner hat sie im Umkreis von 150 Kilometer um Gießen verbilligte Sonntagsrückfahrtkarten zugelassen. Die Darbietungen des veranstaltenden 1. Bataillons 15. Jnf.- Regts. werden außerordentlich vielseitig sein. Am Samstagabend wird das große Biwak des Bataillons mit 3apfenstreich auf dem Trieb Mittelpunkt des Interesses werden. Bei dieser Gelegenheit soll ein Wettbewerb der einzelnen Kompagnien in der Errichtung der Biwafzelte ausgetragen werden. Die Reichsbahn hat dafür gesorgt, daß die Besucher von auswärts nach Schluß des Biwats gegen Mitternacht bestimmt mit der Bahn heimfehren können. Am Sonntag wird um 10 Uhr auf dem Trieb der Feldgottesdienst stattfinden. Unmittelbar anschließend folgt die große Parade des gesamten Bataillons vor dem Kommandeur und Landeskommandanten in Hessen, Oberstleutnant Klepke. Am Nachmittag werden die wehrsportlichen Darbietungen die Besucher in hohem Maße fesseln, u. a. wird hierbei ein moderner Infanteriekampf vorgeführt werden. Ein Festball in der Voltshalle wird diesen Tag beschließen. Während beider Tage ist in der Neuen Kaserne eine militärische Ausstellung hergerichtet, in der man viel Interessantes über die Ausrüstung der deutschen Truppen sehen kann. Sämtliche Darbietungen sind für jedermann aus Stadt und Land gegen Zahlung eines Gesamteintrittspreises von 50 Pfg.( Dauerkarte für beide Tage) zugänglich. Regem Interesse dürfte auch die Essenabgabe an der Feldküche begegnen. Er wird mit allen fertig! mit den schwachen Wellen, denen er neues Leben gibt, mit den starken, die er zügelt. So stellt man sich den idealen Empfänger vor und wirklich, so ist der Siemens 55: Empfänger, mit absoluter Einknopfbedienung und Lautsprecher in einem Gerät. Er bietet aber noch mehr: Mit der Klangblende können Sie Sprache oder Musik so einstellen, wie Sie es gerade wünschen, bald weich und zart, bald klingend und schmetternd Und dann: beim Siemens 55 gibt es kein Absinken der Lautstärke; er hat selbsttätigen Fading- und Lautstärkeausgleich In der Tat, vom Siemens 55 können Sie alles verlangen. Alles meistert er. SIEMENS 55 Siemens 55WL für Wechselstrom RM 419,- Siemens 55 GL für Gleichstrom RM 433,- Vorführung in Fachgeschäften. Bezugsquellenangabe und Drucksachen durch SIEMENS& HALSKE AG Technisches Büro Frankfurt a. M., Gutleutstr. 31. OSRAM 40 und 60 Watt sind die begehrten OSRAM- Typen. Samstag, den 1. Oktober 1932. Lokales. Sonntagsgedanken. Des Herbstes Zauberhand hat farbenfroh die Welt wieder bemalt und was gestern noch im grünen Sommerkleide dastand, erstrahlt heute in tausend bunten Farben. Braun und gelb und rot glüht es aus den Zweigen und Früchte fallen uns in Den Schoß von dem, was vor kurzem noch Blüte war. Schon fällt ein Blatt nach dem andern ab; auf herbstlich stillen Gartenwegen legen sie sich sacht zur Ruhe und bald stehen die Bäume fahl und bloß und bald ist wieder das Ende da von diesem Jahre. So ist der Lauf der Zeit, und so wechseln auch im Menschenleben schöne und sonnige Tage mit grauen und finsteren. Aber nicht klagen soll der Mensch, sondern hoffen; denn selbst das kleinste Blümlein, das im Herbst erblaßt, hat den Glauben, daß bald am Frühlingsmorgen über'm Hang die Sonne es wieder füssen wird. Und wenn dein Herz gramverstimmt ist, so dente an den Baum und an den Strauch, die auch nicht klagen, wenn jetzt der Herbst ihnen die Blätter raubt. Denn wie diesen unser Herrgott zur rechten Stunde sie nimmt und wieder gibt, so heilt auch dir dein Gott zur rechten Zeit des Herzens Wunde. Auch trübe Wochen fliehen und gehen vorüber wie der Winter. Dann wacht ein neuer Frühling wieder auf und die Welt wird wieder grünen und blühen. Der Sonntagsschreiber. Die Fahnen werden geholt. Die Einleitung zum 1. Hessischen Grenadiertag das Abholen der alten Fahnen der hessischen Regimenter 115, 116 und 118am gestrigen Nachmittag hatte eine große Menschenmenge auf die Beine gebracht. Schon auf dem Hinwege der Ehrenpompagnie zum Bahnhof begleitete eine große Schar unsere 15er; die Fußsteige waren in allen Straßen dichtbevölkert und am Bahnhof war ein Durchkommen fast unmöglich. Der Empfang der 9 alten ruhmreiden Fahnen war ein feierlicher und selten eindrucksvoller Aft. Was ist das für eine Begeisterung?! ,, Soldaten kommen!" schallt es in allen Gassen und es erinnert uns an Deutschlands große Zeit, wo eine Welt in Waffen uns konnte nicht niedersiegen. Es fühlt sich alles eins beim Anblid unserer grauen Grenadiere. So soll es immer sein! K. „ Gießener Zeitung" * Diebstähle. Gestohlen wurden aus einem Garten auf der Insel eine 5 Meter lange Leiter, aus einem Hofe zwei Fahrradjättel, ein Boschdynamo, ein Photoapparat und auf dem Viehmarkt ein braunes Kalb. Sachdienliche Angaben erbittet die Kriminalpolizei. * Straßensperre. Während der Dauer der Herbstmesse vom 3. bis einschl. 9. Oftober 1932 wird die Kirchstraße zwischen Neustadt und Wetzsteingasse täglich von 11 Uhr ab für den gesamten Durchgangsverkehr polizeilich gesperrt. * Offenhalten der Ladengeschäfte. Das Polizeiamt teilt mit: ,, Auf Grund des§ 105 b der Reichsgewerbeordnung in der Fassung der Verordnung vom 5. Februar 1919 ist für alle Geschäftszweige des Handelsgewerbes in der Stadt Gießen der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen, die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern am SonnEine militärische Ausstellung in der Kaserne. Im Rahmen des Grenadiertages in Gießen findet Dom 30. September bis 2. Oftober 1932 eine militärische Ausstellung in der Exerzierhalle in der Neuen Kaserne statt, deren Besichtigung für Inhaber der allgemeinen Eintrittskarte fostenlos gestattet und zu empfehlen ist. Die Ausstellung gibt einen Ueberblick über die gesamte Ausrüstung mit Waffen und Geräten, über die ein Infanterie- Bataillon verfügt. Die Wirkungsweise der Waffen wird an Lehrgewehren und durch dort befindliche Unteroffiziere erläutert. Eine Zusammenstellung über die zuständige Nachrichten, Pionier- und Sanitätsausstattung vervollständigt das Bild. Die Ausstellung ist vom 30. September von 14 Uhr ab der Bevölkerung zugänglich. Kraftpost- Sonderfahrten aus Anlaß des 1. Hessischen Grenadiertages. tag, den 2. Oktober 1932, in der Zeit von 12 bis 14.30 und von 16.30 bis 18 Uhr gestattet." Nr. 39 Aus Nah und Fern. Bad Nauheim. Das Herz- und Rheumabad hat auch in diesem Jahre ganzjährigen Kurbetrieb. Die Kurabgabe beträgt vom 1. Oftober 1932 ab 15.- RM. Bad Nauheim. Bis zum 29. September betrug der Gesamtbesuch 23 151 Gäste, darunter 3766 Ausländer. Anwesend waren an diesem Tage 1821 Gäste. Bezugsp Lauterbach. Jhren 80. Geburtstag fonnte Freifrau Therese Riedesel zu Eisenbach, die Witwe des verstorbenen Majors Redaktionsid Friedrich Niedesel zu Eisenbach, geb. Gräfin von Bernstorfendung nich auf Schloß Eisenbach begehen. 25 Jahre Staatl. Materialprüfungsanstalt. Darmstadt. Am 1. Oktober sind es 25 Jahre, daß die Staatl. Materialprüfungsanstalt von Geh. Bäurat Prof. Dr. Ing. e. h. Dr. h. c. Berndt gegründet wurde. Trotz der schwie rigen Wirtschaftslage konnte die Staatliche Materialprüfungs anstalt Darmstadt auch in den letzten Jahren mit Unterstützung des hessischen Staates und zahlreicher Firmen und wissenschaft 14. Ja Po Das Rei * Evangel.- Kirchl. Landes- Jugendamt. Die Diensträume des Evangel.- Kirchl. Jugendamtes( Landes- Jugendpfarramt) befinden sich ab 1. Oftober 1932 in Darmstadt, Neckarstraße 161, Fernruf: 4710, Postscheckkonto: Frankfurt- Main 624 65, Sprechlicher Verbände immer weiter ausgebaut werden. So verfügt wirtschaftliche stunden von 8 bis 12 Uhr vormittags, außer Samstags. * ,, Das Jugendbuch der Völker". Bei der Eröffnung der Abteilung„ Das Jugendbuch der Völker" des Instituts für Völkerpädagogit" in Mainz findet ein Kongreß für Jugendliteratur statt. Vertreter aller Interessengruppen berichten über die Not ihres Teilgebietes. Die Verhandlungen beginnen am Sonntag, den 2. Oktober, 11 Uhr. Ein Dichterabend beschließt am 4. Oktober den Kongreß. Am Samstagabend werden für alle von Gießen aus verfehrenden Kraftpostlinien um 23.15 Uhr an der Volkshalle Omnibusse bereitgestellt werden, um den Besuchern des Grenadierfestes Gelegenheit zu geben, nach Beendigung des Biwaks und des Zapfenstreiches nach ihren Wohnorten zurückzukehren. Zum Besuche der Veranstaltungen am Sonntagvormittag( 10 Uhr Feldgottesdienst und 11 Uhr Parade) werden mehrere Sonderfahrten eingerichtet. * * Dienstjubiläum. Sein 25- jähriges Dienstjubiläum begeht heute der Zuchtverwalter Gustav Konrad Richtberg beim Landwirtschaftskammer- Ausschuß der Provinz Oberhessen. Herr Richtberg, der fast seit Anfang des Bestehens der Kammer dieser angehört, erfreut sich in weitesten Kreisen der Tierzüchter und Landbevölkerung großer Beliebtheit. Eẞkultur und Lichtkultur. Selbst in sehr gepflegten, modern ausgestatteten Wohnungen fann man oft bei einem gelegentlichen Blick in die Küche feststellen, daß bis hierher die Bestrebungen moderner Wohnkultur nicht vorgedrungen sind. Vor allem in bezug auf die Beleuchtung, die ja einen der Hauptfaktoren moderner Behaglichkeit darstellt, sieht es hier meist rückständig und, was noch schlimmer ist, düster und ungemütlich aus: unter einem als Reflektor gänzlich unzulänglichen flachen Teller pendelt eine blendende Klarglaslampe von der Deckenmitte herab, als einzige Beleuchtung, genau so wie in den ersten Anfängen des elektrischen Lichts, als man von Lichtwirtschaft und verfeinerter Lichtkultur, von sinngemäßen Reflektoren und insbesondere von den Erfordernissen einer zweckmäßigen Arbeitsraumbeleuchtung noch nichts wußte. * Vom Polizeiamt. Polizeinspektor Schaub ist zufolge Verfügung des Herrn Ministers des Innern mit Wirkung vom 1. Oktober ds. Js. zum Polizeiamt Darmstadt versetzt. Der allseits beliebte Beamte tam am 1. Dezember 1922 von Darmstadt kommend zum Polizeiamt Gießen. In den Jahren 1922 bis 1930 war er Leiter des aus organisatorischen Gründen aufgehobenen 3. Polizei- Bezirks in der Kirchstraße. Alsdann wurde er mit Dienstverrichtung zum Polizeiamt fommandiert. Das Polizeiamt sieht den geschätzten Beamten nur ungern scheiden und wünscht ihm an seinem neuen Dienstort das Allerbeste. Die Küche ist ja aber zweifellos ein Arbeitsraum, für den die ausreichende, richtige Beleuchtung nicht weniger wichtig ist, als etwa für ein Büro oder eine Werkstatt. Eine reichliche, gleichmäßige, blendungsfreie Allgemeinbeleuchtung durch eine einfache aber zwedmäßige konstruierte Leuchte ist hier erforderlich und außerdem entsprechendes Zusatzlicht an den einzelnen Arbeitsplätzen, als die hier der Herd, der Spültisch und der Küchentisch, an dem die Speisen zugerichtet werden, in Frage tommen. Ohne die richtige Beleuchtung kann in der Küche, so wenig wie in einem anderen Arbeitsraum, wirklich vollwertiges geleistet werden, ja, die Möglichkeit der verschiedensten Versehen infolge einer mangelnden Uebersicht ist in der Küche vielleicht besonders groß: Vergreifen in den Speisezutaten, unzulängliche Reinlichkeit, Geschirrbruch usw. Die großen oder kleinen Küchenkatastrophen sind ja jedermann hinlänglich befannt. * Die Diebstähle im Schlachthaus aufgeklärt. Seit etwa einem halben Jahre wurden im hiesigen Schlachthaus in kleineren Zeitabständen größere Fleischmengen, wie halbe Schweine, Rinderbugstüde usw. gestohlen. Trotz genauer Kontrolle durch die Schlachthausverwaltung wurden am Mittwoch wieder ein Rinds= und ein Kalbsbug entwendet. Am Donnerstag gelang es endlich der Kriminalpolizei im Verein mit der Schlachthausverwaltung den Täter zu fassen, der noch ein Teil des am Tage vorher entwendeten Fleisches in seinem Betrieb hatte. Es han delt sich um den 21jährigen Metzger W. P. aus Großen- Linden. Verlangt beim Einkauf nur deutsche Waren die Anstalt heute über alle neuzeitlichen Prüfeinrichtungen für faffen. die wichtigsten Werkstoffe. Aus Anlaß des 25- jährigen Be Das poli stehens der Materialprüfungsanstalt findet am 29. Oktober Konferenz ge 1932 eine in einfachem Rahmen gehaltene Feier in der Tech: die entscheide nischen Hochschule statt. Aus leit Bad Lippspringe. Das Arminiusbad in Bad Lippspringe englische Weg konnte in diesem Jahre sein hundertjähriges Bestehen feiern. baldigen Zuid Mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse fand nur eine akademische Regelung der Festveranstaltung statt. Darüber hinaus sollte man aber auch die Behaglichkeitswerte nicht außer acht lassen, die eine gute Beleuchtung in den Küchenraum bringt. Die Küche soll doch für die Hausfrau oder Köchin ein möglichst angenehmer Aufenthalt sein; und außerdem ist es nicht einzusehen, warum gerade dieser Raum, in dem aus den rohen Speisezutaten die schönsten Erzeugnisse verfeinerter Eßkultur bereitet werden, barbarisch mit einer primitiven Lichtquelle erhellt werden soll, statt mit zeitgemäß verfeinerten, guten Leuchten. AniversalReichssteuer- Kajjebuch - mehrfach gesetzlich geschützt Albin Klein Gießen Deutsche Wochen im Südwestfunt. Neue Bücher. Zum Ab wiftandes w rigt: Das begrüßen wir Sirtschaft. In einem anahme de Um Manneschre, von Gustav Schröer. Verlag C. Bertels mann in Gütersloh. 360 S. Preis geb. RM. 4.40. 3u haben in jeder Buchhandlung. Was für Rudolf Herzog der Nieder rhein, ist für Gustav Schröer das thüringische Bauernland Roje sowie Wieder hat der hochbegabte Erzähler einen schlichten, ernständiger S heiteren, wuchtigen und in sich abgeschlossenen Bauern roman ge regierung fein schrieben. Gustav Schröer hat manches vorzügliche Heimatbud tioniert werde von gesamtdeutscher Geltung geschaffen, dieses ist eins seiner besten. Wie im vergangenen Herbst veranstalten auch in diesem Jahre wieder die verschiedensten wirtschaftlichen Verbände im gesamten Gebiet des Reiches ,, Deutsche Wochen". Ihre Aufgabe soll sein: Die Bevölkerung auf den Wert und die Güte der verschiedenartigsten deutschen Waren hinzuweisen, die entgegen immer noch bestehenden Vorurteilen besser wie größtenteils ebenso billig sind, wie gleiche Erzeugnisse des Auslandes. Der Südwestdeutsche Rundfunk veranstaltet im Rahmen dieser Deutschen Wochen eine Reihe besonderer Vorträge, auf die im Nachstehenden besonders hingewiesen sei: 4. Oktober 11. Oktober 18. Oftober 19. Oftober 22. Oftober 28. Oftober 18.50 Uhr: ,, Deutsche Wochen 1932", von Dr. Fr. Langsdorf, Frankfurt a. M. 18.50 Uhr:„ Der deutsche Obst- und Gemüsebau, Die jhon Derholt unter Eine Zierde für jeden Bücherschrank stellen die vornehn rischen und in Halbleder gebundenen, dabei außerordentlich wohlfeilen Barenaustau Bücher der Sammlung:„ Deutsche Jllustrierte“ Roman Im Mit Bibliothek dar.( Jeder Band RM. 1,25, Verlag Dr. Selle jezialistischen Eysler A.-G., Berlin SO 16.) Soeben erschienen drei neue Adolf Hitler Bände: Buch Nr. 15 Ernst Klein:„ Zweiter Hoppegarten" Möglichkeiten zu einer Qualitäts- und Absagsteige= rung", von Gartenbaudir. Lange, Frankfurt a. M. 18.50 Uhr: ,, Rationalisierungsbewegung Handwerk", von Dr. Wagner, Wiesbaden. im Kosten der Im Rön ein Sport- und Gesellschaftsroman. Buch Nr. 16: Jlse Leug: liner Sonder ,, Glüd und Ruh"; ein zarter Liebesroman. Buch Nr. 17: Keiler u. Mannhof:„ Das Todesspiel der Draga Maschin"; eine wahr heitsgemäße Schilderung des erschütternden Schicksals der scho nen Draga, die bei dem entsetzlichen Blutbad von Belgrad eine tragischen Tod fand. 18.45 Uhr: Rundfunkgespräch:„ Stadt u. Land", von Karl Hepp, Vors. der Landwirtschaftskammer Wiesbaden und Prof. Dr. Neumark. 1 18.50 Uhr:„ Industrie und Landwirtschaft zur Frage der Stärkung des Binnenmarktes", von Dr. H. Fabian, Frankburt a. M.- Nied. Zusammenit am 29. Aug choijen und Die fün Der ver and Redaktio Ueber die neue Mode orientiert Sie eingehend das soeben fin verurteil erschienene neueste Heft der„ Eleganten Welt". Effektvolle Auf Reichstagsa nahmen und Zeichnungen geben dazu illustrative Erläuterungen Sozialdemokr Das Urbild des„ Uncle Sam". Von Präsident Lincold gung der R der durch seinen Befreiungskampf die populärste Persönlichkei Amerikas wurde und den man wegen seiner langen hageren Geberschlesischen stalt ,, Uncle Sam" nannte, erzählt die neue ,, Woche" Ein Hotel für Kinder. Soeben wurde das erste deutsch durchsuchung Kinderhotel in Berlin eröffnet. Es ist eine Gründung der Ju In versch gendfürsorge, die den Kindern und Eltern das Reisen erleich aussuchungen tern will. Einen Einblick in die Arbeit dieses nützlichen und Bersonen wur fröhlichen Hotels gibt ein Bilderartikel in der neuen Numme der Münchner Illustrierten( Nr. 40). 18.50 Uhr:„ Qualitätsarbeit im Handwerk", von Dr. Knöpp, Frankfurt a. M. Geschäftl. Gorgen? Erjabr. Vertrauensm. gibt Rat, wenn Pfändg. 0.Offenb. Eid drohi gg. Rüdp. Alb. O. Brandt, Magdeburg, Fach 202. Einj.- Abitur Institut Boltz- Ilmenau, Thür Werkzeuge aller Art Werkzeugliste gratis. Westfalia Werkzeugcompany, Hagen i. W. 67. Reisender für Private gesucht von leistungsfäh. 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De verwidel vielen Bildern erzählt davon das neue Heft der ,, Gartenlaube Geschäftliches. 9 Kiloherz- Trennschärfe. In Indien Birgerfrieges tommen fein riffen. Das Barla Hunderte von Sendern schleudern tagtäglich in Europa ine Borlage a Wellenenergien in den Aether. Der Wellenbereich für Rundt verluftig e funksendungen ist aber begrenzt, und so haben die Sender erzüglich aller internationaler Vereinbarung einen Wellenabstand von 9 ki Zur Beile her erhalten; das ist ein Bereich, der für gute Sprach- uendel fanden Musitübertragungen genügt. Es werden aber immer mandlungen ita Großsender in Betrieb genommen. An jedem Empfangsort werden fonnte. demzufolge jetzt zahlreiche Sender lautstark zu hören; um einzeln ohne gegenseitiges Mittönen zu empfangen, muß be Des Groß- Berli Auf Grund moderne Empfänger sehr trennscharf sein. Die neuen Siemegierung und Empfänger haben eine 9 Kiloherz- Trennschärfe; Nah- Szirt der Reid Fernempfang mit ihnen bietet deshalb immer Freude und stens 1000 2 Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen Millionen RM gestörten Genuß. Achten Sie genau auf die anerkannt gute Marke Union Die schweb 1. Auguit 193 Entgegen andiger Stelle fe Bürgeriteu ie Bürgersteu ehmigung der Serithefte Außer den Leidsregierung wirtschaftsp agungen gepf Leidsregierung ammlungen ein