Nr. 8. Den aufgibt. Alles weiter ins Unglüd. , dann fürchtet er n, daß es ihm an Tur zu wollen und uch gesund werden. n Ziel ist, das fich Dem Wege nicht er esund sein wollen. waches Wesen be t steht die seelische niel stärteres inne ann wieder Erfolg eues Ziel geschaffen ann. Es gilt also, n Zerrissenheit abndvichzucht. Lieb. ( DLG.) bringt in über ,, Eine RefordMilch mit 561,83 dmann schüttelt den n dieser Retordkuh. ahresleistungen der Sörten, horchte selbst Retordleistungen um und wann in der amerikanischer Rühe. 15 000 Kilo Jahres eise lachten anfangs eistungen. Erst als issenschaftlicher VerTatsache mit offenen icht hat bekanntlich chkriegsjahre( Abinen sehr starken lgen erschienen für 1. Namhafte Mänucht, wie Geheimrat rektor Deide, Peest Deutschen Landwirtgangs der deutschen Leistungsprüfungen Hochschule Berlinen und 1925/26 mit wurde eine Höchst Kilo Fett erzielt. enreise nach den Ber te 1925 gefammelten wer Reforderträge von 612,1 Kilo Fett. Bon fiche RinderleistungsStigkeit begann. Und wärts. Wir stehen mit den amerikanibstverständlich muß ung und Pflege, die werden täglich zirka itterrüben verfüttert. hdas Rauhfutter, ng sehr eiweißreich gt bekanntlich Milch , find Spitzenleistun Das wichtigste dabei ur durch gehaltvolles , welches die Basis rd. rgeleit, Gießen. reter Confurrenzlof Alagen, c, Provision fofort. Aust, Tafigfeit, Empfeh 3.3.28 and e Exp. d. Bl. heit! Anwaffe sollten ffrazulatz auf " und auf Das sind die Echtheit und dinjer altbe. When Kaffee. Sie stets Mache, daß Frame rollaw 3 verschafft. Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Politische Rundschau. Der Reichsrat beschloß eine scharfe Beschränkung der Zulassung ausländischer Landarbeiter in Deutschland und stimmte den Richtlinien über die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte im Jaher 1931 zu. Dadurch werden ausländische Landarbeiter überhaupt nur noch im Zuderrübenbau zugelassen. Annahme fand ferner eine preußische Entschließung, die erwartet, daß Arbeitslosen, die sich ohne zwingenden Grund weigern, Landarbeit anzunehmen, die Unterstügung entzogen wird. Das Reichstabinett beschäftigte sich mit den Ergebnissen der Genfer Tagung und sprach dem Reichsaußenminister Dr. Curtius einstimmig die Billigung des Reichslabinetts und den Dank für die in Genf eingenommene Haltung und für das erreichte Ergebnis aus. Wie das oberschlesische Revier und andere Bergbaubezirke haben auch die Vertretungen des Ruhrbergbaues sich an den Reichskanzler gewandt, und beantragt, von einer Ratifizierung des deutsch- polnischen Handelsvertrages abzusehen und gegebe nenfalls über veränderte Grundlagen neue Verhandlungen mit Polen aufzunehmen. Reichskanzler Dr. Brüning hat am Freitagvormittag die Besprechungen mit den Vertretern der ,, Grünen Front" fortge= setzt. Bei diesen Besprechungen ist eine grundsägliche Einigung herbeigeführt worden. Dr. Brüning wird sich für die erforderlichen Hilfsmaßnahmen im Rahmen eines agrarpolitischen Gesamtplanes zusammen mit dem Reichsernährungsminister im Reidskabinett nachdrücklich einsetzen. Die Proteste der deutschen Wahlgemeinschaft gegen die Gültigkeit der Wahlen zum schlesischen Sjem sind, soweit sie die Kreise Kattowitz und Königshütte betreffen, aus formellen Gründen abgelehnt worden. Die Reichstagsfraktion der D.V.P. hielt eine Sigung ab, in der Dr. Curtius einen Vortrag über die Genfer Tagung hielt und die volksparteilichen Sparforderungen besprochen wurden. Adolf Hitler sprach in München über die Revisionsfrage, wobei er die Wiederherstellung unseres politischen Machtzustandes und den Zusammenschluß aller Deutschen über die egoistischen Standesinteressen hinaus zu einer Kampfgemeinschaft forderte. Auch die Wirtschaftspartei in Anhalt hat beschlossen, sich für die Auflösung der Anhaltischen Landtags durch Volksbegehren und Volfsentscheid einzusetzen. Nachdem die Angeklagten in der Stlarekaffäre und die Verteidiger jetzt die Riesen- Anklageschrift gelesen haben, wird in den nächsten Tagen eine Aussprache zwischen der Staatsanwaltschaft und den Hauptverteidigern darüber stattfinden, wann der Prozeß gegen die 14 Angeklagten beginnen und wie er durchgeführt werden kann. Die Filmoberprüfstelle hat am Donnerstag einen Tridfilm mit dem Titel„ Ins dritte Reich" verboten, den die Film- und Werbeabteilung der Sozialdemokratischen Partei hergestellt hat. Frau Maria Jeder, Aachen, die Vorsitzende des Reichsver: bandes Deutscher Hausfrauenvereine, ist an Stelle von Frau Kromer, die ihr Amt niedergelegt hat, in den Vorläufigen Reidswirtschaftsrat eingetreten. Professor Wilhelm Dibelius, der bekannte Anglist der Ber: liner Universität, ist dieser Tage gestorben. Das deutsche Flugschiff Do. X wird wahrscheinlich am 31. Ja: nuar, 7.30 Uhr, zum Weiterflug starten. Nach südamerikanischen Zeitungsberichten ist Günther Plüschow,„ Der Flieger von Tsingtau", bei einem Flug über dem Feuerland abgestürzt und getötet worden. Mit ihm soll auch sein Begleiter, dessen Name noch nicht bekannt ist, ums Leben gekommen sein. Durch die Neubildung der französischen Regierung ist in den Beratungen über die deutsch- französischen Sachlieferungsverträge vom Jahre 1928 eine Unterbrechung eingetreten. Die Bank von Frankreich weist in der vergangenen Berichtswoche eine außerordentlich hohe Goldzufuhr aus. Graf Bethlen erklärte, daß die ungarische Regierung bereit sei, die Verhandlungen mit der Tschechoslowakei wieder aufzu= nehmen, sobald diese von Prag aus angeregt werden. Die polnischen Abgeordneten im Prager Parlament haben bei der Regierung eine Interpellation wegen angeblicher Mißhandlungen polnischer Studenten tschechoslowakischer Staatsangehörigkeit in Deutschland eingebracht. Der Finanzausschuß des japanischen Reichstages bewilligte siebzig Millionen Yen als Unterstügung für Arbeitslose. Die Zahl der Erwerbslosen in Japan hat sich innerhalb von drei Monaten verdoppelt. Nach den bisherigen Mißerfolgen der chinesischen Regierung im Kampf gegen den Kommunismus sind jetzt Maßnahmen ergriffen worden, um die gesamte Kriegsführung auf eine neue Grundlage zu stellen. Die Sowjetregierung hat den Bau von zwei neuen Funistationen genehmigt. Die erste Funkstation soll in Noginst in der Nähe von Moskau und die zweite in Nowosibirsk errichtet werden. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 31. Januar 1931 Das türkische Kriegsgericht hat 67 Aufrührer von Menemen freigesprodjen. Die Todesurteile werden erst in den nächsten Tagen verkündet werden. Wie aus Mexiko berichtet wird, beabsichtigt die mexikanische Regierung aus Sparsamkeitsrücksichten ihre fleine Kriegsflotte, die aus ein paar Kreuzern, einigen Kanonenbooten und Transportschiffen besteht, abzuschaffen. Die Times" melden aus Teheran:„ Jm persischen Parlament ist eine Gesetzesvorlage eingebracht worden, durch die alle ausländischen Besitzer landwirtschaftlichen Grund und Bodens in Persien verpflichtet werden, ihr Eigentum binnen dreier Monote zu verkaufen, oder sich der Enteignung ihrer Ländereien durch die Regierung gegen Zahlung einer auf Grund amtlicher Schätzungen beruhenden Entschädigungssumme zu unterziehen. Nach Blättermeldungen aus Rom hat das schwere Lawinenunglüd, bei dem eine Abteilung der 3. italienischen Alpenjäger verschüttet wurde, wahrscheinlich 21 Todesopfer gefordert. Eine fürchterliche Grubenexplosion hat sich in der Haig- Zeche bei Whitehaven in Cumberland ereignet. Man befürchtet, daß 35 Bergleute ums Leben gekommen sind. Auf der Kohlengrube Betty in Linton( Indiana) ereignete sich eine schwere Kohlenoxydgasexplosion. Die Explosion hat insgesamt einunddreißig Todesopfer gefordert. Die Stadtverwaltung von Chicago kann wiederum die Ge: hälter der Beamten nicht zahlen. DieGenferInformationsabteilung fälscht. Das Völkerbundssekretariat in Genf scheint eine sehr eigenartige selbständige Politik zu treiben. Schon wiederholt ist es aufgefallen, daß von diesem Sekretariat merkwürdige Anfragen an verschiedene Regierungen gerichtet worden sind und daß Berichte über Völkerbundstagungen oft in tendenziöser Form ausgegeben wurden. Ob es sich hier um Schlamperei, um politische Ahnungslosigkeit oder um ganz bewußt verfolgte politische Absicht handelt, ist bislang nicht geklärt. Tatsache ist jedenfalls, daß auch jetzt wieder gelegentlich der Genfer Völkerbundstagung ein offizieller Bericht ausgegeben worden ist, der verschiedene Stellen, auf die gerade Deutschland in erster Linie ganz besonderen Wert legte, nicht enthält. So war in der amtlichen Uebersicht der Informationsabteilung über die Ergebnisse der Ratstagung kein Wort erwähnt über die Feststellung des Berichterstatters über die Schuld. Polens. Auf Reklamation hin ist dieser Bericht aber, ehe er ins Ausland verschickt wurde, abgeändert worden. Die in Genf versammelten Berichterstatter haben ihn indessen in der ersten unvollständigen Fassung erhalten. Später hat sich herausgestellt, daß der schon einmal korrigierte Bericht auch die Schlußerklärung des Ratspräsidenten Henderson nicht enthält. Auch hier handelt es sich um eine Feststellung, auf die gerade in Minderheitenfreisen entscheidender Wert gelegt wird. - In politischen Kreisen war man zunächst vielfach geneigt, harmlose Erklärungen für diese die Tatsachen fälschende Berichterstattung der Informationsabteilung des Völkerbundes zu suchen. Diese Hinweise auf zweimaliges technisches Versehen oder Nachlässigkeit können aber auch an amtlicher Stelle um so weniger überzeugen, als der Chef der Informationsabteilung, der die Redigierung der Berichte gewohnheitsmäßig überwacht, der Franzose Commêrt ist. Dieser ist aus der Presseabteilung der französischen Regierung hervorgegangen, er ist ein gewandter, kenntnisreicher, politisch urteilsfähiger Mann, der weiß, was er tut. Das Auswärtige Amt hat sich, wie wir aus Berlin erfahren, von den Beteuerungen der Harmlosigkeit des Herrn Commêrt nicht einfangen lassen, sondern alle Schritte eingeleitet, um die politische Felonie der Informationsabteilung als solche zu brandmarken. Es ist mit einem scharfen Protest der Reichsregierung und mit der Forderung, diesen Posten mit einer poli: tisch einwandfreien Persönlichkeit zu besetzen, zu rechnen. Kirche und Schule. Darmstadt. In der Weiterberatung des Kultusetats entspann sich am Donnerstag eine längere Debatte um das Kapitel 56, Kirchensteuer. Hier haben, wie in früheren Jahren, Deutsche Volkspartei, Volksrechtspartei, Landbund, Deutschnationale und Zentrum den Antrag gestellt, den Kirchen ein weiteres Darlehen von 600 000 RM. unter den gleichen Bedingungen wie früher zu gewähren. Von sozialdemokratischer Seite wird gegen den Antrag Stellung genommen und betont, daß ja die Kirchen das Besteuerungsrecht hätten, von dem sie einen ausreichenden Gebrauch machen sollten. Bislang hat der Staat an die hessischen Kirchen 3,7 Millionen RM. geliehen. Die Regierung macht besonders darauf aufmerksam, daß die Kirchenbehörden bereits früher ihre persönlichen Unkosten erheblich über das Maß der übrigen Beamtenbesoldung hinaus herabgesetzt haben. Der Antrag und das Kapitel werden gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen. Bezeichnend für die Finanzkamalität ist übrigens die Mitteilung, daß die ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lotal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 9 zweite Rate des im vorigen Jahre bewilligten Kredits noch nicht zur Auszahlung tam. Alsdann beginnt die Beratung über das Kapitel Volks: schulen. Es schließt ab mit 9 Millionen RM. in Einnahme und 23 580 000 RM. in Ausgabe; Zahlen, die schon beweisen, welche große Bedeutung dieses Kapitel für den Gesamtetat hat. Zu diesem Kapitel lag ein Antrag des Zentrums vor, der verlangt, daß die persönlichen Kosten für Förder- und Begabtenklassen von den Gemeinden, die sie einrichten, getragen werden sollen, und auch die Regierung tritt in einer Vorbemerkung zum Etat im wesentlichen diesem Antrag bei. Nun werden also die Gemeinden zu den Kosten derjenigen Sonderklassen, die über ein bestimmtes Maß hinausgehen, je nach Größe der Gemeinden statt des üblichen Stellenbeitrages von 200 RM. einen solchen von 1000 bis 3500 RM. zu bezahlen haben oder gezwungen sein, dies einzuschränken. Auch der Gesetzgebungsausschuß hielt am Donnerstag eine Sigung ab. Man beschäftigte sich hauptsächlich mit Eingaben. Von großer Bedeutung war besonders ein Antrag, der sich gegen die handwerkliche Konkurrenz durch Strafgefangene wendet. Verschwendung öffentlicher Mittel für prunkhafte Büropaläste. Der Preußische Wohlfahrtsminister drückt sich um eine klare Stellungnahme herum. Nochmalige Anfrage des Abgeord= neten Ladendorff( Wirtschaftspartei): Unter Hinweis auf die durch staatliche Mißzwirtschaft entstandene Notlage der Wirtschaft und der Staatsfinanzen, auf den von allen vernünftigen Bürgern verlangten und erwarteten Abbau der aufgeblähten Verwaltungsapparate und auf die zahlreichen leerstehenden Büroräume hatte die Wirtschaftspartei im Preußischen Landtag in einem Urantrag( Drucks. Nr. 5271) vom 8. Oktober 1930 von der Regierung endlich rüdsichtsloses Durchgreifen gegenüber der unverantwortlichen Ausgabenwirtschaft verlangt, insbesondere Einstellung des Baues neuer öffentlicher Gebäude, vor allen Dingen kostspieliger Verwaltungsgebäude sowohl des Staates, wie der öffentlichen Hand gefordert. Dieser Antrag ruht seit vier Monaten im Hauptausschuß; die Regierungsparteien geben damit zu erkennen, daß ihnen noch immer nichts an einer grundlegenden Sanierung der Finanzen und der Wirtschaft liege. Nachdem bekannt geworden war, daß ausgerechnet das Arbeitsamt Süd- Ost ein neues, prunthaftes Gebäude in Neukölln errichten wollte, obwohl auch dort Tausende von Büroräumen leer stehen, hat der Abgeordnete Ladendorff am 27. November 1930 unter Hinweis auf diesen Vorgang und mit Bezug auf obigen Urantrag das Staatsministerium in einer Kleinen Anfrage gefragt, ob es bereit ist, ,, auf die Reichsregierung einzuwirken, daß sie mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln eine Verwendung der Gelder aus der Arbeitslosenversicherung für Errichtung neuer Verwaltungsgebäude verhindert." Hierauf hat der Preußische Minister für Volkswohlfahrt ausweichend geantwortet: ,, Das preußische Mitglied im Vorstand der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, die eine selbständige, öffentliche Körperschaft des Reichsrechts ist, ist ständig bemüht, im Sinne der Anfrage zu wirken. Im übrigen handelt es sich um eine Reichsangelegenheit." Der Abgeordnete Ladendorff stellte darauf eine erneute Anfrage an das Staatsministerium in dieser Sache, und die Def= fentlichkeit wird neugierig sein, zu erfahren, ob die Staatsregierung auch jetzt wieder eine klare Antwort schuldig bleiben wird. Die Kleine Anfrage des Abg. Ladendorff vom 14. 1. 31 lautet: ,, Die Antwort des Herrn Preußischen Ministers für Volkswohlfahrt auf meine Kleine Anfrage Nr. 1871 vom 27. November 1930 enthält zwar die Zusicherung, daß das preußische Mitglied im Vorstand der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung im Sinne meiner Kleinen Anfrage wirkt, gibt aber auf meine Frage keine flare Antwort in Bezug auf den vorliegenden Fall. Ich ergänze daher meine Kleine Anfrage dahin, daß ich das Staatsministerium frage: Berlin, den 15. Januar 1931. 1. Ist es bereit, festzustellen, ob das Arbeitsamt Süd- Ost tatsächlich die Absicht hat, in Neukölln ein neues Verwaltungsgebäude mit einem bedeutenden Kostenaufwand - es wird von 1 250 000 RM. gesprochen zu errichten? 2. Wenn ja, ist es bereit, schon in Rücksicht auf die kataStrophale Finanzlage dem preußischen Mitglied im Vorstand der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung Anweisung zu geben. dagegen zu stimmen? 3. Ist es bereit, auf die Reichsregierung einzuwirken, daß sie mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln eine Verwendung der Gelder aus der Arbeitslosenversicherung für Errichtung neuer Verwaltungsgebäude verhindert? Nr. 9 Camstag, Samstag, den 31. Januar 1931. Anträge für die kommende Reichstagsjikung. 1. Preisabbau und Preisabbaupsychose. Antrag Nr. 331: Jaeger( Celle), Dr. Jng. Wider, Dr. Wienbeck, Timm und Genossen. Der Reichstag wolle beschließen: Der Reichstag ersucht die Reichsregierung, bei den Bestrebungen auf Senkung der Lebenshaltungskosten darauf zu achten, daß die Lebensnotwendigkeiten der deutschen Wirtschaftsstände ebenso wie die der reinen Verbraucherschaft in gerechter Weise gewahrt werden, und ferner insbesondere: a) die Deffentlichkeit sofort amtlich davon zu unterrichten, um wieviel Prozent die Lebenshaltungskosten seit dem 1. Juli 1927 bis zum 1. Dezember 1930 zurückgegangen bezw. erhöht sind: 1. für Ernährung, 2. für Bekleidung, 3. für Wohnung, Beleuchtung, Heizung, 4. für Verkehr; b) die Deffentlichkeit sofort amtlich davon zu unterrichten, um wieviel Prozent im gleichen Zeitraum die Belastung der Wirtschaft gestiegen ist: 1. durch Lohntarifänderungen, 2. durch Steuererhöhung der Einkommensteuer, Gewerbesteuer. Grundvermögenssteuer, Haussteuer( Zins), Aufbringungssteuer, Umsatzsteuer, 3. durch Erhöhung der Eisenbahnfrachttarife, 4. durch Erhöhung der Postgebühren, 5. durch Steigerung der sozialen Lasten; ,, Gießener Zeitung" ger persönlicher ſelbſtändiger Wirtschaftsführung vor dem Teer oder Asphalt für deutsche Straßen? Schicksal zu bewahren, wirtschaftlich zu verkümmern oder in Abhängigkeit Diener unpersönlicher kollektivistischer Wirtschaftsunternehmungen zu werden. 3. Preispolitik und Vergebungswesen der öffentlichen Hand. Antrag Nr. 433 Freybe, Drewitz und Genossen. Der Reichstag wolle beschließen: c) die Preisbildung für Markenartikel, deren Angemessenheit und volkswirtschaftliche Berechtigung vom Reichswirtschaftsrat anerkannt ist, unbedingt zum Schuße der Existenz des reellen Kaufmannsstandes aufrecht zu erhalten. d) Maßnahmen zu ergreifen zur Verhütung, daß die bedrohten Mittelstandskreise der Wirtschaft nicht unter Ausnugung der gegenwärtigen ,, Preisabbaupsychose" von fapitalstarken Warenhauskonzernen, Konsumgenossenschaften und Werkskonsumanstalten durch offensichtliche Unterbietung wirtschaftlich reeller Preiskalkulationen auf diesem Wege unlauteren Wettbewerbs vernichtet werden; allen amtlichen Stellen zur Pflicht zu machen, sich aller Aeußerungen und Verlaufbarungen zu enthalten, die ge= eignet sind, Vertrauensstörungen der Verbraucher zu deutschen Wirtschaftskreisen zu erzeugen, um nicht das erforderliche unbedingte Vertrauen des Volkes in die Ehrbarkeit seiner Kaufleute anzutasten; f) bei allen Maßnahmen, die seitens der Reichsregierung bei ihren Bemühungen um eine Verbesserung der Lebenshal tungskosten der Bevölkerung vorgesehen werden, auf die unbedingte Mitwirkung der öffentlich- rechtlichen Berufsvertretungen der Wirtschaft sowie der Reichsspißenver bände der freien Wirtschaftschaftsorganisationen zurückzugreifen. 2. Zur Durchführung des Artikels 164 der Reichsverfassung. Antrag Nr. 384. Jaeger( Celle), Dr. Everling, Dr. Wienbeck, Timm, Dr. Jng. Wider und Genossen. Der Reichstag wolle beschließen: 1. die Reichsregierung zu ersuchen, daß diese die mit reichsseitigen Subventionen unterstützten reichseigenen sowie halböffentlichen Betriebe verpflichtet, daß sie bei Ausschreibungen nicht mit Verlustpreisen, die nur auf Grund der Subventionen berechnet werden können, die Privatwirt schaft unterbieten; 2. die Reichsregierung zu ersuchen und diese zu veranlas sen, gleichfalls auf die Länder einzuwirken, daß durch entsprechende Maßnahme Vorsorge getroffen wird, daß lokale Aufträge der öffentlichen Hand sowie von Betrieben, die unter öffentlichem Einfluß stehen, an lokale Unterneh mungen desjenigen Wirtschaftsgebietes übertragen werden, aus dem die Aufträge stammen. Handwerk und Arbeitslosigkeit. Auf einer Versammlung der württembergischen Demokraten wies Reichsfinanzminister Dr. Dietrich darauf hin, daß wir zurzeit monatlich eine Viertelmilliarde für die Arbeitslosen gebrauchen. Er führte aus, daß der Versuch unternommen werden müsse, mit diesem Betrage entweder die entscheidende Rohstoffproduktion anzukurbeln oder aber eine verarbeitende Industrie, die besonders viel lebenswichtige Rohprodukte verbraucht, in Bewegung zu bringen. Es sei noch keine Subvention, wenn die Summe für die Arbeitslosigkeit zur Verbilligung und Vermehrung der Produktion verwendet würde. In einer Zeit, wo vier Millionen Menschen in Gefahr seien, in Verzweiflung getrieben zu werden, seien Bedenken nichts und positive Maßnahmen alles. Wir brauchten die Dinge nicht für die Ewigkeit zu machen, wir könnten sie einmal für ein viertel oder ein halbes Jahr probieren. Die Reichsregierung zu ersuchen, dem Reichstag beschleunigt ein Gesetz vorzulegen, welches in Durchführung des Artikels 164 der Reichsverfassung die erforderlichen Maßnahmen bringt, die deutsche mittelständische Wirtschaft vor Untergang und Aufsaugung zu schüßen. Insbesondere ist vorzusehen, die individuell geführten Privatwirtschaftsbetriebe gegenüber den immer stärker vordringenden kollektivistischen Wirtschaftsunternehmungen der Konsumgenossenschaften, der Großwarenhauskonzerne und der Wirtschaftsbetriebe der öffentlichen Hand in besonderen Schutz zu nehmen, um die volkswirtschaftlich und nationalpolitisch unentbehrlichen TräWas Frau Mode uns im neuen Jahr verkündet Die deutsche Wirtschaftsnot ist eine allgemeine Absatznot, unter der alle Gewerbezweige leiden. Die Absahnot für deutsche Waren kann nicht durch Preissenfung allein überwunden werden, sondern gleichzeitig muß jede überflüssige Einfuhr unterbleiben. Es erscheint deshalb verständlich, daß auch deutsche Rohstoffindustrien sich gegen die Einfuhr von gleichartigen Rohstoffen oder Erzeugnissen des Auslandes wehren, wenn auch diese aus= ländischen Stoffe in Werksanlagen innerhalb Deutschlands noch eine geringe Formänderung durchmachen. In diesem Sinne wehrt sich die deutsche Teerindustrie gegen die Einfuhr von Erdölbitumen. Die Teerindustrien Deutschlands, Frankreichs und Englands behaupten, die Bedürfnisse des Straßenbaus an bituminösen Bindemitteln mit Erfolg durch einheimische Teere befriedigen zu können, und machen für den Teer unbestrittene Vorzüge geltend, besonders, daß die Teerstraßen rauher, d. h. vertehrssicherer seien als Bitumenstraßen. Die Bitumenindustrie dagegen behauptet, eine ,, volkswirtschaftlich wertvolle Veredlungsindustrie" zu sein, die deutsche" Straßenbaustoffe herstelle. Da der Straßenbau aus Steuermitteln finanziert wird, dürfte einiges über diese Fragen allgemein interessieren. es werden aus privat: Es handelt sich vor allem darum: wirtschaftlichen Gründen ausländische Rohstoffe( Erdölbitumen) in den deutschen Markt hineingepreßt, der durch rein deutsche Teererzeugnisse voll befriedigt werden kann, deren Rohstoff zwangsläufig anfällt. Deshalb ist die Bitumeneinfuhr auch für die deutsche Volkswirtschaft überflüssig. Deren Interessen stimmen also mit den privaten Interessen der Teerindustrie überein. Daß aber die Harburger Bitumenindustrie weder eine„, volfs= wirtschaftlich wertvolle Verediungsindustrie" ist, noch eine zusätzliche Beschäftigung deutscher Arbeitskräfte mit sich bringt, sei im folgenden gesagt. Diese Pläne des Ministers haben in den Tageszeitungen zu einer lebhaften Erörterung geführt, die den Minister veranlaßte, ergänzend noch zu erklären, daß seine Vorschläge mit Subventionspolitik nichts zu tun hätten. Bei der lebenswichtigen Produktion sei einzusetzen und nicht bei einem einzelnen Unternehmen. Trotz dieser Erklärung wollen die Bedenken nicht verstummen, daß die vorgesehenen Zuschüsse doch Subventionen sind. Wir verweisen schließlich noch auf die Erklärung des Reichsverbandes des deutschen Handwerks vom April 1926, worin er staatliche Unterstützungen um deswillen ablehnte, weil sie aus einer fehlerhaften Konstruktion des Verhältnisses zwischen Staat und Wirtschaft stammen und zum andern die Betriebe zu einer wirtschaftlich ungünstigen Kreditaufnahme verleiten. Die bisherigen Erfahrungen mit staatlicher Subventionspolitik sollten vor weiteren Versuchen abschrecken. am Ein weiteres Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit glaubte man mit der Einführung der Arbeitsdienstpflicht gefun den zu haben. Hierüber hat im Reichsarbeitsministerium 12. Januar eine Besprechung mit den Spitzenverbänden, darunter auch dem Reichsverband des deutschen Handwerks, stattge= funden Bis vor wenigen Jahren waren asphaltige Rückstände der Rohöldestillation in Deutschland schwer abzusetzen. Deshalb war bis dahin die Schmierölgewinnung Zweck der Rohöldestillation in Deutschland, zu der man an Edelölen reiche Rohöle einführte. Als nach 1924 ein zunehmender Bedarf an Bindemitteln für Stra Ben entstand, bot die Asphaltgewinnung der Erdöldestillation Aussicht auf große Gewinne und führte zum Bau der Harburger Raffinerien, die keine hochwertigen, sondern asphaltige Erdöle einführen. Es handelt sich also bei den Harburger Großraffinerien nicht um eine ,, volkswirtschaftlich wertvolle deutsche Veredlungsindustrie", sondern um Umschlagdestillationen ausländischer Erdölkonzerne. Denn sie wurden nach den Zugeständnissen der Bitumenindustrie nur zwecks Ersparnis an Fracht und Verpadungskosten errichtet. Die Vertreter der Wirtschaftsverbände der Arbeitgeber und Arbeitnehmer lehnten nach eingehender Aussprache die Einfüh rung der Arbeitsdienstpflicht ab, weil man sich erfahrungsgemäß von einer erzwungenen Arbeit keine befriedigenden Ergebnisse versprechen kann. Auch das Handwerk hat schon früher betont, daß die Frage, ob die Durchführung der Arbeitsdienstpflicht eine Herabsetzung der Arbeitslosigkeit mit sich bringen werde, einer ernsten Nachprüfung bedürfe. Es wurde dabei darauf hingewiesen, daß einmal die Bereitstellung geeigneter Arbeit starke Kapitalien beanspruche und daß zum andern Ernährung, Unterbringung, Bekleidung und Verwaltung der in Betracht kommenden Arbeiterkolonnen mit beträchtlichen Unkosten verbun den seien. Was erhoffen wir alles vom neuen Jahr! Wie vieles soll es gut machen, wie vieles soll es bessern! Aber auch Frau Mode ist auf Gedeih und Verderb mit der wirtschaftlichen Lage verknüpft und so sehen auch die Modeschöpfer ängstlich und be= sorgt dem Kindlein in der Wiege in das noch ganz unausge= sprochene Babygesichtchen und wünschen sehnlichst, daß es wachse, blühe und gedeihe. Denn was nützen die schönsten, apartesten Modelle, wenn sie niemand kauft! Aus diesen praktischen Erwägungen heraus wird das neue Jahr eine schlichte, sehr dezente Mode bringen. Die dunklen Farben werden sich für Kostüme, Mäntel und Nachmittagskleider noch halten, für den Abend sieht man schon wieder lichtere Töne, da böse Zungen behaupten, daß sich das schwarze Abendkleid bereits zur Uniform entwickelte und die Konzertsäle und Gesellschaftsabende Trauerversammlungen gleich zu werden drohen. Der lange Rod bleibt bestehen und die Schleppe wird zum großen Abendkleid wieder gezeigt. Eine aparte, kleidjame Neuerung ist das kleine Schößchen, das den Nachmittagskleidern eine etwas frauliche Note gibt. Alle Kleider aber, ohne Ausnahme, die am Abend getragen werden, sind ganz lang, meist am Boden aufliegend, so daß sie gerade noch die Schuhspitze heraus sehen lassen. Eine neue, malerische Nuance bilden die vielen Verzierungen, Kragen, Spiken, Stickereien und Blumen, die der Mode etwas ausgesprochen weibliches geben. In Stoffen bevorzugt man Marocain und Kunstseide für das einfache, Samte und Seiden für das elegantere Kleid. Eine streng vorgeschriebene Form gibt es eigentlich, soweit man es bis jetzt beurteilen kann, nicht. Die Phantasie der Mode darf sich, besonders in bezug auf das Abendkleid, frei entfalten und man sieht ganz strenge, schlichte Formen in glatten, stumpfen Tönen, neben fließenden, glänzenden Stoffen, die in verspielten Volants und Verzierungen, Schlüpfen und Schleifen, schmüdendes Beiwerk erhalten. Stilkleider behaupten sich im= mer und sind, wenn der Stil der Trägerin entspricht, auch zumeist eine angenehme Abwechselung bei Ansammlungen modischer Erzeugnisse; eine edle Unterbrechung des allzu Neuen. fowie Anjan Bleichstreiße Vom V Auf Gr 19. April 1 vom 11. A des Gesetze werden öffe Tragen und Entscheidend ist auch die Tatsache, daß das Bitumen, das in Deutschland abgeschieden wird, von anderen Bestandteilen des ausländischen rohen Erdöles, physikalisch und chemisch unverändert bleibt. Inländische Erzeugnisse werden aber aus ausländischen Rohstoffen nur dadurch geschaffen, daß die Rohstoffe bei ihrer inländischen Verarbeitung durch mechanische oder chemische Umwandlungen wesentlich verändert werden. Bei der Raffinerierung von Erdöl im Inland entsteht überhaupt kein Erzeugnis, sondern es bleibt der ausländische Rohstoff, das Bitumen, unverändert und wird nur von seinen Beimengungen befreit. Das so plötzlich zum Liebling erhobene Samtkleid be= hauptet seinen Platz, da es dem Geschmack der heutigen Mode so sehr entgegenkommt. Das Fließende, Weiche, Anmutige des Gewebes gibt dem Nachmittag- und Abendkleid die richtige Linie und die Vereinigung Abendkleid in schwarzem, weißem oder farbigem Panne mit dem dazugehörigen Jädchen für den Nachmittag hat sich sehr bewährt und wird als praktisch und schön von jeder Frau, die Sparsamkeitssinn mit Eleganz vereint, dankbarst als Ausweg empfunden. neues Deshalb sind auch die Bitumenemulsionen feine deutschen Erzeugnisse. Der Zusatz von etwa 50 Prozent deutschen Wassers und von etwa 2 Prozent Emulgatoren zum ausländischen Bitumen macht die Bitumenemulsionen noch nicht zu deutschen Erzeugnissen, denn Wasser und Emulgator sind nur Träger des unveränderten ausländischen Rohstoffes Bitumen. In Mänteln und Kostümen wird die sportliche Note vorherrschen; auch die wieder sehr beliebte Bluse wird strenger werden und somit wird die Frau am Vormittag das„ Sachliche", am Nachmittag das„ Frauliche" und am Abend das„ Granddame" hafte propagieren. Hoffen wir nun, daß die Miesmacher, die heute, wenn sie nach der Mode des neuen Jahres befragt werden ,,, grau in grau" als führende Farbe angeben, unrecht behalten. Die geographische Beule. Auch zur Entlastung des deutschen Arbeitsmarktes tragen die Harburger Raffinerien nicht bei. Denn bei der Rohöldestillation wird je Gewichtseinheit höchstens die gleiche Anzahl Leute be= schäftigt wie bei der gleichartigen Destillation des Straßenteers aus Rohteer. Von einer zusätzlichen Beschäftigung deutscher Arbeitskräfte durch die Harburger Raffinerien kann nicht ge= sprochen werden. Ihre Errichtung hat lediglich eine Verschiebung von Arbeitskräften, aber, abgesehen von der Errichtung der Werksanlagen, keine Mehrbeschäftigung zur Folge gehabt. P. H. ,, Weißt du schon, daß mein Freund Wadenstolz seit vorgestern eine geographische Beule hat?" fragte ich einen Kollegen, der ihn auch kennt. geo= ,, Nein... Uebrigens, was soll denn das bedeuten graphische Beule? Und wie sieht denn eine solche aus?" ,, Blau und rot. Mit dieser Stirnbeule läuft mein Freund Wadenstolz umher, als ob er sich zum Einhorn ausbilden wollte. Doch damit du die ganze Sache verstehst, muß ich dir den Hergang genau erzählten. Wadenstolz lag mit seiner Gattin vorgestern im Bett..." ..Jn einem Bett?" Der Ludwig mard und perboten. bei den Uni fuliert oder Zuwide schadet ande Abjak 2 31 vom 8. Ju ,, Ach was, unterbrich mich doch nicht immer; jeder Eheteil lag in seinem eigenen Bett. Mein Freund las die Zeitung. In der Zeitung stand etwas von Helgoland. Wadenstolz wollte seiner Frau auf den geographischen Zahn fühlen, der bei ihr nicht gerade der Weisheitszahn ist und fragte so leichthin: ,, Weißt du denn, Amalie, was Helgoland ist?" ,, Natürlich weiß ich das," meinte seine Frau, über die nichtsnutzige Frage gekränkt;„ Selgoland ist eine Hafenstadt." ,, Wo liegt sie denn?" In Bayern." Seine Frau überlegte ein wenig ..Jst Helgoland größer als Rügen?" ,, Selbstverständlich! Helgoland ist so groß, daß nur eine Hälfte der Stadt unten Platz fand und die andere Hälfte hoch auf das Felsenland gebaut werden mußte." ..Hm," meinte mein Freund zu seiner Gattin; ,, nur möchte ich dir bemerken, Amalie, daß Helgoland keine große Stadt, sondern zunächst eine Insel ist. ,, Ach so. Ja richtig!" rief seine Frau- und daß diese Insel nicht in Bayern liegen kann, sondern daß sie in der Nordsee liegt, und zwar nordwestlich von den Mündungen der Elbe und der Weser" ,, Allerdings, du ekelhafter Mann," rief seine Frau und blickte ihn tief beleidigt an desgleichen ist Rügen eine Insel ,, Mag sein, aber sie ist ganz klein," brüllte seine Frau mit rotem Kopf verzweifelt - auch das stimmt nicht, Amalie! Im Gegenteil! Rügen ist die größte Insel Deutschlands und Helgoland nimmt sich zu dieser aus wie ein Floh zu einem Bernhardinerhund Vermögens zweiten Be 12. Dezembe * Bon vorläufigen fchließlich v Ranal, St Schulgelds und der W 1930 tönner * Rege Wassergeld ujw.- im legen. Ma ermägigt fid * Erlaß Weiter kam er nicht. Denn plötzlich flog der Leuchter vom Nachttisch an meines Freundes unschuldige Stirn, wobei diesem das Licht aufging, daß man eine Frau nicht ungestraft mit Geographie belästigen dürfe. Und siehst du, daher eben rührt die geographische Beule meines Freundes Wadenstolz!" der Ausschu ämter ermä werbslojen, bei nachgen unterſtügung cusjehunger * Die poftminister Deutichen S dung von Desterreich, Drudiachen auch mit an loften Drud 5 Rpfg., bi 500 Gr. 30 Briejmart veranlagt sachen bis fachen und fandt, foster Jahres in ㄓ Aust in den W dicht gefro der Zug angewiejen Zuges den Reifende, di vorher auf mertjam ge * Stad ftellung im Don M. Pa aus Von Walt M 3 Es wa Rüdzug vo ten wir it nitions- Rol wir spät a fich dann Truppentei außerhalb in einem i Wir Kano nody mit i den Zelter unjeres gold!" wußte, da wieder au dem Rad fehle in G gabe, wußt teilungsita id hatte m magen zu tam mir a Licht am lungsitab i nod nicht empianger Bu legen, bag in die und da in heimer La ihnen. gerade ih Buredyt ger mat unter ihnen lege Nr. 9 he Straßen? gemeine Abjagnot, bjahnot für deutsche berwunden werden, infuhr unterbleiben. ch deutsche Rohstoff chartigen Rohstoffen Denn auch diese aus: b Deutschlands noch In diesem Sinne die Einfuhr von ds, Frankreichs und raßenbaus an bitu theimische Teere be unbestrittene Vorn rauher, d. h. ver e Bitumenindustrie lich wertvolle Ver Straßenbaustoffe here eln finanziert wird, interessieren. werden aus privat: toffe( Erdölbitumen) durch rein deutsche nn, deren Rohstoff meneinfuhr auch für eren Interessen stim eerindustrie überein. weder eine ,, polls: " ist, noch eine zu te mit sich bringt, jei altige Rüdstände der usetzen. Deshalb war der Rohöldestillation che Rohöle einführte. -indemitteln für Stra der Erdöldestillation Bau der Harburger In asphaltige Erdöle rburger Großraffinertvolle deutsche Ver Eillationen ausländiden Zugeständnissen an Fracht und Ver das Bitumen, das in en Bestandteilen des chemisch unverändert ber aus ausländiaß die Rohstoffe bei Danische oder chemische wen. Bei der Raffineberhaupt tein neues ndische Rohstoff, das jeinen Beimengungen onen feine deutschen ent deutschen Wassers ausländischen Bituicht zu deutschen Ersind nur Träger des Situmen. eitsmarktes tragen die ider Rohöldestillation che Anzahl Leute betion des Straßenteers Beschäftigung deutscher merien kann nicht geglich eine Verschiebung on der Errichtung der zur Folge gehabt. P. 5. immer; jeder Eheteil nd las die Zeitung. In and. Wadenstolz wollte On fühlen, der bei ihr fragte jo leichthin: ijt?" seine Frau, über die ist eine Hafenstadt." In Bayern." groß, daß nur eine die andere Hälfte hoch e." er Gattin; ,, nur möchte teine große Stadt, jonauBayern liegen fann, jond zwar nordwestlich von jer " rief seine Frau und el-" " brüllte seine Frau mit Im Gegenteil! Rügen Helgoland nimmt sich zu hardinerhund ch flog der Leuchter vom dige Stirn, wobei diejem nicht ungestraft mit Geo Sit du, daher eben rührt des Wadenstolz!" Samstag, den 31. Januar 1931. Lokales. Verbot öffentlicher Anf- und Umzüge sowie Ansammlungen in der Ludwigstraße zwischen Garten: und Bleichstreiße, der Bismardstraße und Goethestraße zwischen Loeber- und Stephanstraße. Vom Polizeiamt wird uns mitgeteilt: Auf Grund des§ 1 Absatz 2 des Reichsvereinsgesetzes vom 19. April 1908, des Artikels 123 Absatz 2 der Reichsverfassung vom 11. August 1919 und des Artikels 129 b Absatz 2 Ziffer 2 des Gesetzes, die Städteordnung betreffend, vom 8. Juli 1911, werden öffentliche Auf- und Umzüge, Ansammlungen, sowie das Tragen und Aufstellen von Plakaten und Transparenten in der Ludwigstraße zwaschen Garten- und Bleichstraße, der Bismard- und Goethestraße zwischen Loeber- und Stephanstraße verboten. Das gleiche Verbot gilt für das Universitätsgelände bei den Universitätsgebäuden für Personen, die nicht immatrifuliert oder eingeschrieben sind. Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot werden, unbeschadet anderer strafrechtlicher Bestimmungen, nach Artikel 129 b Absatz 2 Ziffer 2 des Gesetzes, die Städteordnung betreffend, vom 8. Juli 1911, in Verbindung mit der Verordnung über Vermögensstrafen und Bußen vom 6. Februar 1924 und der zweiten Verordnung zur Durchführung des Münzgesetzes vom 12. Dezember 1924 mit Geldstrafe bis zu 1000 RM. bestraft. * Von der Stadtkasse. Die Zahlung des fünften Ziels der vorläufigen Gemeinde-, Kreis- und Provinzialumlagen einschließlich vorläufiger Sondersteuer 1930, des vierten Ziels Kanal, Straßenreinigungs- und Müllabfuhrgebühr 1930, des Schulgelds für die Hessische Studienanstalt für Dezember 1930 und der Wohnungsmiete aus städtischen Häusern für Dezember 1930 können bis zum 5. Februar 1931 noch ohne Kosten erfolgen. *' Regelung des Wassergeldes. Ein Vermieter kann das Wassergeld auf die Nutzungsberechtigten Mieter, Pächter usw. im Verhältnis der Friedensmieten gegen Nachweis umlegen. Macht ein Vermieter von dieser Befugnis Gebrauch, so ermäßigt sich die gesetzliche Miete um 3 v. 5. der Friedensmiete. * Erlaß der Rundfunkgebühr für Erwerbslose. Auf Grund der Ausschußberatung wird das Reichspostministerium die Postämter ermächtigen, mit Wirkung vom 1. März 1931 solchen Erwerbslosen, die Krisenempfänger sind, oder die als Ausgesteuerte bei nachgewiesener Notlage von den Gemeinden Wohlfahrtsunterstützung erhalten, die Rundfunkgeführ unter gewissen Voraussetzungen zu erlassen. * Die neue 4- Pfg.- Marte. Das„ Amtsblatt des Reichs= postministeriums" veröffentlicht den vom Verwaltungsrat der Deutschen Reichspost genehmigten neuen Tarif für die Versendung von Drucksachen innerhalb Deutschlands, sowie nad) Oesterreich, Luxemburg, Danzig, Litauen und dem Memelgebiet. Drucksachen in Form einfacher, ohne Umschlag versandter Karten, auch mit anhängender Antwortkarte, tosten 3 Rpfg. Im übrigen fosten Drucksachen im Gebiet bis zu 20 Gr. 4 Rpf., bis 50 Gr. 5 Rpfg., bis 100 Gr. 8 Rpfg., bis 250 Gr. 15 Rpfg. und bis 500 Gr. 30 Rfpg. Die Anfertigung der jetzt notwendigen Briefmarke zu 4 Rpfg., die es bisher noch nicht gab, ist bereits veranlaßt worden. Postwurfsendungen in Form von Drucksachen bis zu 50 Gr. fosten 2 Rpfg., Mischsendungen, d. h. Drudsachen und Warenproben zusammen, als Wurfsendungen versandt, kosten 5 Rpfg. Der neue Tarif tritt am 1. März dieses Jahres in Kraft. * Ausrufen der Stationsnamen bei strenger Kälte. Wenn in den Wintermonaten bei strenger Kälte die Wagenfenster dicht gefroren sind, können die Reisenden schwer erkennen, wo der Zug sich befindet. Die Reichsbahnbediensteten sind daher angewiesen worden, in solchen Fällen vor jedem Wagen des Zuges den Stationsnamen jeweils laut und deutlich auszurufen. Reisende, die die betr. Strecke nicht genau kennen, sollen möglichst vorher auf die bevorstehende Ankunft auf der Zielstation aufmerksam gemacht werden. * Stadttheater. Spielplan: Heute abend wird als 17. Vorstellung im Freitag- Abonnement die Komödie ,, Marius ahoi!" ven M. Pagnol zum ersten Male aufgeführt. Morgen abend Selbsterlebnis aus den Septembertagen 1914. Von Walter Mangold, Gef. d. R. im Feld- Art.- Rgt. Nr. 25, L. Mun. Kol. 2, später 8/25. Mit gütiger Genehmigung des Verlages: ,, Die Hessische Artillerie", Darmstadt, Karlstraße 90. Es war in Frankreich, Ende September 1914, als wir den Rückzug von der Marne angetreten hatten, den ganzen Tag hatten wir strammen Marsch, d. h. wir waren mit unserer Munitions- Kolonne unterwegs und müde und abgespannt machten wir spät abends in einem französischen Dorfe halt. Es stellte sich dann aber heraus, daß schon das ganze Dorf von anderen Truppenteilen belegt war und mußten wir deswegen außerhalb des Dorfes Biwad beziehen. Unsere Offiziere sollten in einem in der Nähe liegenden Bauernhofe Quartier nehmen. Wir Kanoniere bauten die Zelte auf, die Fahrer beschäftigten sich noch mit ihren Pferden und gerade als wir uns todmüde in den Zelten auf das Stroh legen wollten, ertönte die Stimme unseres Wachtmeisters: Befehlsempjänger, Radfahrer Mangold!" Jch fluchte und schimpfte ehe ich Antwort gab, denn ich wußte, daß jetzt für mich die Nachtruhe vorüber war. Ich troch wieder aus dem Zelt und meldete mich. Sofort mußte ich mit dem Rad aufbrechen, den Abteilungsstab aussuchen und die Be fehle in Empfang nehmen. Dies war feine ganz leichte Aufgabe, wußten doch sogar meine Vorgesezten nicht, wo der Abteilungsstab sich befand, dazu noch die stockfinstere Nacht. Aber ich hatte mir angewöhnt, mich auf dem Marsche immer einigermaßen zu orientieren, wo der Stab evtl. liegen könne. Dies fam mir auch jetzt wieder zu statten. Trotz der Dunkelheit, ohne Licht am Rade, fand ich auch nach einigem Suchen den Abteilungsstab in einem entfernten Dorfe. Die Befehle waren jedoch noch nicht vom Regiments- Stab eingetroffen. Alle Befehls= empfänger wurden angewiesen, sich in einer Scheune auf's Stroh zu legen, bis zum Befehlsempfang gewedt würde Ich hörte, daß in diesem Dorse Teile des Inf. Regimtens Nr. 117 lägen und da in der 9. Kompagnie eine ganze Anzahl Ober- Ingelheimer Landsleute standen, machte ich mich auf die Suche nach ihnen. Ich traf auch alle noch wohlbehalten an. Sie hatten gerade ihr Lager in einem leeren französischen Spezereiladen zurecht gemacht und nachdem wir uns noch lange über die Heimat unterhalten hatten, luden sie mich ein, daß ich mich zu ihnen lege, bis ich geweckt würde. Ich hatte nämlich bei einem ,, Gießener Zeitung" ab 27 Uhr wird nochmals die Jazzoperette:„ Meine Schwester und ich" gespielt.-Am Montag abend gastiert Paul Wegener mit seinem Ensemble in Hebbels ,, Maria Magdalena". Personalie: Ilse Jahn ist von einem Unglücksfall wieder hergestellt und wirkt morgen wieder mit. Edu Wesener ist für die nächste Spielzeit nach Hamburg an das Deutsche Schauspielhaus und Thalia- Theater verpflichtet worden. * Reichsbahn. Am 1. Februar wird der in weiten Kreisen bekannte Oberbahnhofsvorsteher W. Walther vom Bahnhof Groß- Linden nach 45jähriger Dienstzeit in den Ruhestand versetzt. * Jubiläum. Der Oberkellner, Herr Gustav Rühl, ist morgen 25 Jahre im Hause ,, Hotel Hindenburg" tätig. * Oeffentliche Vorträge über Physiologie. Im sechsten Vortrag spricht Herr Prof. Dr. Bürfer am Sonntag, dem 1. Februar ds. Js., 11.30 Uhr vormittags, im Physiologischen Institut, Friedrichstr. 24, über ,, Die Funktionen des Nervensystems". * Wohltätigkeits- Konzert. Zugunsten der Schwesternstation für die Lukas- und Petrusgemeinde veranstaltet die Gesangs= schule der Frau Dr. Meyer morgen abend im Lukassaale ein Wohltätigkeits- Konzert. * Der Verein der Eisenbahn- Fahrbeamten Gießen hält morgen nachmittag im Vereinslokal seine Jahres- Generalversammlung ab. * Der Gesangverein„ Seiterkeit" hält heute abend im ,, Schipkapaß" seine diesjährige ordentl. Generalversammlung ab. * Oberhessischer Schäferverein. Am Sonntag, dem 1. Februar, findet im Restaurant Hopfeld eine Versammlung statt. * Lichtspielhaus. Am Sonntag, dem 1. Februar, vormittags 11.15 Uhr, wird ein recht interessanter Kultur- Film ,, Silberfondor über Feuerland" gegeben. * Vorsicht beim Einkauf von Tapeten. Jn Wien erkrankte vor etwa drei Jahren die Frau eines Professors an einem Hautleiden, dessen Ursache nicht festgestellt werden konnte. Die Krankheit nahm immer schlimmere Formen an und führte schließlich unter den Anzeichen einer Arsenikvergiftung zum Tod. Die Untersuchung ergab, daß in der Wohnung des Professors Tapeten angebracht waren, die auf 100 Gramm 7/10 Milligramm Arsen enthielten, dessen Dämpfe sehr schädlich und giftig wirken können. Besonders zu grünen Tapetenfarben wird dieser Giftstoff verwendet. Schafflers Wettervorhersage für Februar 1931. Die auffallend rasch wechselnden Temperaturgegensätze des heurigen Winters werden sich auch im Februar einstellen. Auf strengen Frost plötzlich Tauwetter und umgekehrt. Wie im Januar, zu Beginn des Monats Februar nach Frostwetter bald wieder milde Westluftströmung, regnerisch, in höheren Lagen Neuschnee. Ende der ersten und Beginn der zweiten Woche wieder kälter, Schneefall. Mitte des Monats Witterungsumschlag zu Tauwetter und Regen. In der dritten Dekade wahrscheinlich wieder winterlich, Wettercharakter anhaltend bis Monatsende. Demonstrationsverbot für nationalsozialistische Beranstaltungen in Hessen. Darmstadt, 30. Jan. Der hessische Innenminister erließ heute ein Verbot für alle nationalsozialistischen Veranstaltungen, die von solchen nationalsozialistischen Organisationen ausgehen, deren Angehörige nicht in Hessen wohnen. Zur Begründung dieses Verbotes wird gesagt:„ Seitdem in den an Hessen grenzenden Gebieten eine Reihe von Uniform- und Umzugsverboten erlassen worden sind, benutzen außerhessische Ortsgruppen der N.S.D.A.P. das Land Hessen immer wieder häufiger als ihr Aufmarschgebiet, in dem sie ihre Bundeskleidung zeigen und nach Belieben Auszüge und Versammlungen unter freiem Himmel veranstalten. Dabei treten sie als Ortsfremde, die bei ungesetzlichem Verhalten auch schwer zu ermitteln und zu überführen sind, besonders herausfordernd und rücksichtslos auf. So häufen sich in letzter Zeit die Fälle, in denen es zu schweren Zusammenstößen mit der Bevölkerung und zu Gesetzesverletzungen durch solche außerhessischen nationalsozialistischen Gruppen kommt. Und es bleibt auch weiterhin zu befürchten, daß es bei Aufzügen, Durchmärschen und Versammlungen unter freiem Himmel, die befreundeten Befehlsempfänger hinterlassen, wo ich zu finden wäre, und der brave Kamerad tat wie ich gebeten Mitternacht war schon vorbei, als wir die Befehle in Empfang nehmen konnten und wir den Rückweg antraten Glücklich fand ich mich wieder zurück zu unserer Kolonne ins Biwad, woselbst ich sofort unserem Wachtmeister die Meldung überbrachte. Er las noch im Halbschlaf den Abmarschbefehl und schichte mich damit zu den Ofizieren. Diese zu finden war aber eine Kunst. Alles schlief und niemand konnte mir über die Quartiere der Offiziere Auskunft geben. Selbst der Wachtposten nicht. Ich wußte wohl, daß dieselben in einem Bauernhof liegen sollten, aber wo und in welcher Richtung, war die Frage. Ich suchte nun solange, bis ich in nicht zu großer Entfernung in der Dunkelheit einen Gebäudekomplex entdeďte, welcher wohl der gesuchte Bauernhof sein konnte. Ich fand auch einen Eingang und tastete mich nun in stodfinsterer Nacht in dem Gehöft herum. Ich rief nach den Offiziersburschen, aber niemand gab Antwort. Eine Taschenlampe hatte ich wohl in der Tasche, aber sie nutzte mich nichts, denn die Batterie war ausgebrannt und ich war ganz allein auf mein Tastgefühl ange= wiesen. Lange irrte ich so umher, auf einmal rannte ich mit meinem Kopf an einen hervorstehenden harten Gegenstand so stark an, daß ich fast die Besinnung vor Schmerzen verlor, prallte zurüd und taumelte nach einer anderen Seite. Ich rief und suchte noch eine Zeitlang, bis es zu dämmern anfing und ich die Umrisse der verschiedenen Gebäude erkennen konnte, fand auch eine ins Innere führende Tür eines Gebäudes und tam in ein Zimmer, worin aus einem Bette eine Zipfelmütze hervorsah und eine ängstliche Stimme nur immer rief: Pardon monsieur, Pardon, monsieur!" Es war wohl der Besitzer des Hofes, mit dem ich mich, so gut es meine französischen Sprachkenntnisse gestatteten, verständigte und wenigstens nun erfuhr, wo ich die Offiziersburschen finden konnte. Ich fand nun auch gleich die Lagerstätte der Burschen, welche sich auf einem Heuspeicher befand und die mich bei meinem Erscheinen noch gehörig lachten. Diese hatten mich die ganze Zeit rufen hören, wollten aber in ihrer Ruhe nicht gestört sein. aus= war Es war nun mittlerweile hell geworden, ich begab mich in das Offiziersquartier und überbrachte die Meldung. Es früher Abmarsch befohlen und wurden sofort die diesbezüglichen Befehle erteilt. Bald war das ganze Lager lebendig und alles rüstete sich für die nahe Abmarschstunde. Bevor wir aber abrückten, fuhr ich noch einmal zu dem Gehöft zurück, um zu erkunden, wo ich die halbe Nacht herumgeirrt war und woran ich mir den Kopf wohl angestoßen haben Nr. 9 von den genannten Organisationen veranstaltet werden oder an denen sich Gruppen dieser Organisationen beteiligen, zu solchen Zusammenstößen und Ausschreitungen kommt. Ihr Auftreten bedeutet somit eine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit, so daß das vorstehende Verbot nicht nur gesetzlich zulässig, sondern zum Schutze der friedliebenden Bevölkerung und zur Aufrechterhaltung der unmittelbar bedrohten öffentlichen Sicherheit und Ordnung auch dringend geboten erscheint." Aus Nah und Fern. Aus dem Vogelsberg. Die Schneeverhältnisse im Vogelsberg sind für den Wintersport äußerst günstig. Für den Autoverkehr ist zu raten, unbedingt Schneeketten mitzunehmen, da verschiedene Straßen stark verweht sind. Großfeuer auf der Grube Messel. Darmstadt. Am Freitag vormittag gegen 5 Uhr kam von der Grube Messel der Alarmruf„ Großfeuer". Die Darmstädter Feuerwehr rückte sofort an die Brandstätte ab. Dort war ein großer Delbehälter in Brand geraten, was eine mächtige Rauchentwicklung verursachte. Die Feuerwehr griff sofort ein und lokalisierte den Brand, der auf die umliegenden Delbehälter und auf die Grube sich auszudehnen drohte. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Marburg. Anläßlich der 700. Wiederkehr des Todestages der heiligen Elisabeth in diesem Jahr ist eine würdige Erneuerung der hiesigen, aus dem 13. Jahrhundert stammenden Elisa beth- Kirche geplant. Kassel. Der Fahrkartenfälscher und Warenhausdieb Landau wurde zu 2½ Jahren Zuchthaus verurteilt. Jahrelang reiste er gratis freuz und quer durch Deutschland. Unterschlagungen bei der Steuerkasse. am Frankfurt a. M. Bei der Steuerverwaltung, Abteilung Wertzuwachssteuer und Grundvermögenssteuer, wurden Donnerstag vormittag durch eine Revision erhebliche Unregelmäßigkeiten eines Steuersekretärs festgestellt. Der Beamte hat durch Fälschungen von Belegen erhebliche Beträge unterschlagen. Die Höhe der Beträge steht im Augenblick noch nicht fest. Dillenburg. Auf der staatlichen Erzgrube Nikolausstollen im Dillkreis stürzte der 17jährige Bergmann Wilhelm Schneider aus Lirfeld mitsamt dem Förderwagen in einen 200 Meter tiefen Schacht. Er konnte nur mit furchtbaren Verletzungen als Leiche geborgen werden. Koblenz. In der Stadtverordneten- Versammlung teilte Oberbürgermeister Dr. Russell mit, daß die Wohlfahrtslasten der Stadt in solch erheblichem Umfang gestiegen sind, daß zur Erfüllung der pflichtgemäßen Leistungen an einer Nachbewilligung von 1 Million Mt. nicht vorbeizukommen ist. Das Gesamtdefizit der Stadt beläuft sich auf 3,9 Millionen Mark. Flugzeugpilotentod. Warnemünde. Bei einem Fluge mit einem Seeflugzeug verschätzte sich der Pilot der Ernst Heindel- Flugzeugwerke G. m. b. H., Warnemünde, Dr. King, infolge brisigen Wetters in der Söhe und stieß in voller Fahrt auf die Wasserfläche auf. Das Flugzeug überschlug sich; Dr. King erlitt einen Schädelbruch, dem er kurz danach erlag. Vom Reparationsagenten zum Teilhaber Morgans. Laut Zeitungs- Nachrichten aus Neuyork teilte die Firma J. Pierpont Morgan u. Comp. mit, daß der ehemalige Reparations- Agent Parker Gilbert, der lange Zeit in Berlin wohnte, Teilhaber der Firma Morgan ab 2. Januar d. J. ist. Das ist sehr interessant. Die Bank- Dynastie P. Morgan wird nicht mit Unrecht als die ,, ungekrönte Herrscherin Europas" bezeichnet. Die Banfiers Morgan haben die Möglichkeiten zur Ausbeutung und Knechtung der Völker mit Hilfe des heutigen Geldes und der Goldwährung am besten erkannt. Ein Angehöriger des Hauses Morgan soll im Jahre 1907 auch die große Krise in Amerika gemacht haben, an die sich die Amerikaner nur noch mit Schrecken erinnern. Gerade dies Vorgehen von Morgan aber zeigt uns, daß scharfe Kritik an unserem heutigen Geldwesen geübt werden muß, denn vom Reparationsagenten zum Teilhaber Morgans gibt doch zu bedenken. mochte. Da fiel mir sofort ein Schuppen ins Auge mit einem großen Ziehbrunnen, dessen Türe weit offen stand und an dessen Schwungrad ich mir in der Nacht den Kopf angerannt hatte. Mir lief ein falter Schauer über den Rücken, als ich das jah, denn nur ein Schritt hätte genügt, und ich wäre in der Dunkelheit in den offenen, sehr tiefen Brunnen gestürzt. Niemand hätte über meinen Verbleib etwas erfahren und als ,, vermißt" wäre ich in die Verlustliste eingetragen worden. Ob der Franzose den Brunnen wohl absichtlich hat offenstehen lassen? Wer weiß es, aber man fönnte es fast annehmen. Wieviel tapfere Kameraden mögen auf ähnliche Weise ums Leben gekommen sein. Voll tiefer Ergriffenheit und Dankbarleit gegen Gott trat ich meinen Rückweg zum Truppenteil an. Humor. Stimmt. ..Ich habe Sie lange nicht gesehen! Wie geht es Ihnen?" ,, Na, wie's heut' so geht! Mal rauf mal runter!" ,, Was sind Sie augenblicklich?" ..Fahrstuhlführer!" Zeitgemäß. Kasper. , Aber mein Fräulein, ich begreise nicht, warum Sie nicht heiraten!" ,, Die Sache ist einfach: ich tann keinen Mann ernähren." Ungalant. Dame:„ Sie glauben gar nicht, Herr Oberst, wie wenig ich esse." gefüttert!" Oberst: ,, Ganz wie bei der Kavallerie: Gut geputzt ist halb Ausgleich. Frau:„ Soll denn meine Meinung nie gelten?" Mann: ,, gewiß, mein Schatz. Sind wir einer Meinung, so gilt die deine, sind wir verschiedener Meinung, so gilt meine." Revanche. ,, Herr Schulze, Jhr Hund hat meine Frau jebissen; id verlange Revanche von Ihnen." ,, Schön! Ihr Hund soll meine Frau beißen!" Nr. 9 Samstag, den 31. Januar 1931. Schule und Auge. Von Prof. Walther Löhlein, Direktor der Univ.- Augenklinik, Jena. „ Gießener Zeitung" verfügen, deren Zahl freilich noch sehr gering ist( Berlin, Hamburg, Leipzig, Dortmund, Düren), die aber zweifellos in nächster Zeit weiter ausgebaut werden dürften. Sie vermitteln Sehschwachen, die aber nicht praktisch blind und anderseits geistig normal sind, durch beschränkte Schülerzahl, angepuste Unterrichtsmethoden und optische und mechanische Hilfsmittel dusselbe Wissen, das dem vollsinnigen Schüler die Volksschule gibt, und werden sicher in absehbarer Zeit darüber hinaus weitere Ausbildungsmöglichkeiten bieten. Für die Schulen lommen in Betracht Kinder, deren Sehvermögen auf dem besseren Auge 1/25 oder mehr bis 1½s des normalen beträgt; nur Kinder mit noch geringerem Sehvermögen werden im allgemeinen einer der Blindenanstalten zur Ausbildung überwiesen werden müssen, wenngleich zu berücksichtigen ist, daß der zahlenmäßige Ausdruck der Sehschärfe allein nur ein ungefähres Maß für die wirkliche Leistungsfähigkeit darstellt. Vor allem soll durch die Sehschwachenschulen vermieden werden, daß Kinder in die Blindenanstalt gelangen, die einer Ausbildung als Gehende noch fähig gewesen wären, sowohl um ihrer selbst willen, wie auch um der zahlreichen wirklich Blinden willen, deren Lage in wirtschaftlicher und beruflicher Hinsicht durch Zuleitung von Sehschwachen in die Blindenberufe unnötig erschwert würde. Vor 30 Jahren hat es schon einmal eine Zeit gegeben, die auf eine sorgfältige ärztliche Ueberwachung der kindlichen Augen während der Schulzeit großen Wert legte. Die Bewegung hatte ihren wesentlichen Ansporn erhalten durch die statistische Feststellung, daß die Kurzsichtigkeit während der Schulzeit in auffallender Weise zuzunehmen pflegt, sowohl insofern mehr und mehr Augen von ihr befallen wurden, je ältere Schülerjahrgänge wir durchuntersuchten, als auch insofern der Grad der Kurzsichtigkeit im Einzelfall in diesen Wachstums: jahren meist eine fortschreitende Steigerung erfährt. Die systematischen Durchuntersuchungen, die damals an allen Arten von Schulen ausgeführt wurden, führten zu der Ueberzeugung, daß es die Menge der vom Schülerauge während seiner Wachstumsperiode geforderten Naharbeit sei, die den zunehmenden Langbau der Augen bedinge. Wenn wir auch heute wissen, daß solche Einflüsse der Umwelt und der Arbeitsbedingungen nicht allein maßgebend sind, sondern erheblichen Einflüssen bei der Entstehung der Refraktion eines Auges eine entscheidende Bedeutung zukommt, so wäre es doch ganz verfehlt, die Mitwirfung der Umwelteinflüsse auf das wachsende Auge zu unterschätzen und etwa an einen Abbau der schulhygienischen Errungenschaften auf diesem Gebiet zu denken. Wir können die Sachlage wohl so kennzeichnen, daß durch die Erbanlage wohl eine gewisse Disposition gegeben ist, die unter verschiedenen Einflüssen während der Wachstumsjahre zu fortschreitender Myopisierung des Auges und ihren Folgen führen kann, aber nicht immer muß. Während die großen Fortschritte auf diesem Gebiet der Hygiene des Kinderalters damals im wesentlichen durch ehrenamtliche Arbeit herbeigeführt worden sind, erstrect sich die staatliche Fürsorge heute auf eine regelmäßige Ueberwachung der Schüleraugen durch Schulärzte, vielfach sogar durch Schulaugenärzte, und diese werden gut tun, an den alten Forderungen zum Schutz der kindlichen Augen festzuhalten, auch wenn die theoretische Beurteilung der Myopiegenese eine ge= wisse Wandlung erfahren hat. Man muß also in den Schulräumen auf gute, aber nicht blendende Beleuchtung achten, für guten, nicht zu kleinen Druck der Schulbücher sorgen und dadurch sowie durch richtige Gläserkorrektur etwa vorhandener Refraktionsfehler einen guten Abstand des Auges vom Sehobjekt er= möglichen; die dadurch erreichte gute Körperhaltung wird nicht nur dem Auge, sondern der gesamten förperlichen Entwidlung zugutekommen. Die Aufmerksamkeit des Schularzies wird aber darüber hinaus darauf gerichtet sein müssen, Kinder mit herabgesetztem Sehvermögen der fachärztlichen Untersuchung zuzuführen, damit Astigmatismen der Hornhaut, Kurzsichtigkeit, Uebersichtigkeit rechtzeitig auskorrigiert werden; jeder Schielfall soll grundsätzlich genau untersucht werden und zwar möglichst früh zeitig, da dann oft nicht nur die Schielstellung, sondern nor allem die Sehschärfe des schielenden Auges noch einer Besserung meist ohne Operation zugänglich ist. Kinder mit Augenzittern, mit angeborenem Star, mit ungleicher Jrisfarbe bedürfen der Untersuchung, und auch die rechtzeitige Behandlung äußerer Augenentzündungen wird durch den Einfluß des Schularztes oft erst veranlagt werden müssen. Der Schularzt wird grundsätzlich gut tun, bei Augenfehlern mit der Aeußerung einer bestimmten Diagnose oder gar der Voraussage einer bestimmten Behandlungsart den Eltern gegenüber vorsichtig zu sein, damit etwa anderslautende Auskünfte des nachuntersuchenden Augenarztes nicht das Vertrauen der Eltern in beide beeinträchtigen. Wie kann Asphalt rauh gemacht werden? Wir berichteten vor einigen Tagen, daß in Mühlheim an der Ruhr zwei Kraftfahrer freigesprochen worden sind, die auf glattem Ashalt trok mäßigen Tempos mit ihren Fahrzeugen ins Rutschen gekommen waren und Personen verletzt hatten. Da in solchen Fällen die Fahrer nur höchst selten freigesprochen werden, dürfte es allgemein interessieren, wie Asphalt rauh gemacht werden kann, zumal in fast allen Städten zahlreiche glatte Asphaltstraßen liegen. Nicht ganz selten wird der Schularzt die Feststellung machen müssen, daß das Sehvermögen eines Schülers, auch nach weitestmöglicher Korrektur durch optische Hilfsmittel auf Grund eingehender fachärztlicher Untersuchung, nicht ausreicht, um ihn am normalen Unterricht mit Erfolg teilnehmen zu lassen. Es entsteht in solchen Fällen, wenn nicht durch privaten Unterricht Abhilfe geschaffen werden kann, was selten genug der Fall sein wird, die Frage, ob eine Ueberweisung in die Blindenanstalt erfolgen soll. In diesen Zweifelsfällen ist wichtig zu wissen, daß wir in Deutschland über sogenannte Sehschwachenschulen Aufwertung von Sparguthaben! Von den Straßendecken bieten diejenigen dem Verkehr die größte Sicherheit, bei denen die natürliche Rauheit des Gesteins auf die Reifen wirken kann, d. h. deren Gestein frei an der Oberfläche liegt. Billige Straßendecken, die rauh sind und gleichzeitig die Vorteile des fugenlosen Asphalts bieten, sind Teerstraßen. In sämtlichen geteerten Decken sind etwa 95 Prozent Gestein durch etwa 5 Prozent Teer gebunden. Weil nur cine so geringe Menge des Bindemitiels verwendet und zwischen das Gestein in die Straße hineingearbeitet wird, entsteht eine rauhe Straßenoberfläche aus mosaikartig aneinander gelagerten Gesteinsstückchen, die den Reifen Halt geben. Um unseren alten Sparern entgegenzukommen, haben wir den nuten in Achsenlagern und erhalten die Asphaltstraßen nach Regenfällen länger glitschig. Bessere Erfahrungen hat man mit Teerungen gemacht, die heiß auf die Asphaltdecke aufgebracht und mit Gesteinssplitt gedeckt wurden, der dann vom Verkehr angedrückt wurde. Die notwendige Rauheit wurde durch dieses einfache und billige Verfahren erreicht, bei dem die Straße, in den verkehrsstillen Nachtstunden geteert und abgesplittet, am nächsten Morgen schon benutzt werden kann. Jede Aufraubung von Asphaltstraßen be= deutet zusätzliche Arbeit und muß gelegentlich wiederholt werden, wodurch hohe laufende Unterhaltungskosten entstehen, die bei rauhen Straßendeden vermieden werden können. Es steht deshalb zu hoffen, daß in Zukunft nur noch rauhe Straßen= decken gebaut werden. Der Asphalt( Erdölbitumen) dagegen erstarrt, auf die Straße gebracht, zu schnell, bevor er vom Gestein aufgesogen ist. Dadurch entsteht unvermeidlich ein Ueberschuß vom Bindemittel, welches das Gestein ladartig überquillt. Diese oben liegende glatte Asphaltschicht wird bei Regen und großer Luftfeuchtigfeit glitschig. Auf Stampfasphaltstraßen, die aus einem natürlichen asphaltartigen Gestein hergestellt werden, bildet sich bei Regen die berüchtigte Schmiere als Kaltstaub, abgetropftem Del, abgeschliffenem Gummi und sonstigem Schmutz, die schon ungezählte Unglücksfälle verursacht hat. Es ist deshalb Aufgabe unserer Kommunalvertreter, die Verwendung ausländischen Asphalts beim deutschen Straßenbau zu beschränken, zumal es genügend bewährte inländische Bindemittel gibt wie Teer, Traß oder Zement. Neue Bücher. Während in früheren Jahren der Besitz eines Weltatlasses nur den begüterten Kreisen möglich war, findet man heute einen guten, wissenschaftlichen Atlas in sehr vielen Familien. Das hat mit seine Ursache darin, daß die Firma Westermann einen sowohl in drucktechnischer als auch in kartographischer Beziehung außerordentlich wertvollen Atlas als Bestandteil ihrer Zeitschrift„ Westermanns Monatshefte" herausgibt. Viele unserer Leser werden die Tagesneuigkeiten, politische Ereignisse, 3ep= pelinfahrten, Erdbeben und überhaupt alle wichtigen Gescheh nisse an Hand dieses Westermanns Monatsheft- Atlasses verfol= gen und sie haben nebenbei noch den Vorteil, daß sie auf diese Weise ihre geographischen Kenntnisse ergänzen. Die Beilage dieses Atlasses ist eine Tat der Firma Westermann, die ihr sicherlich von dem grozen Leserkreis sehr gedankt wird. Die bisher erschienenen 18 Atlasfarten fönnen alle neu hinzutretenden Bezieher gegen einen ganz geringen Betrag noch erhalten, ebenso die geschmacvolle Ganzleinenjammelmappe, die den Wert des Atlasses noch wesentlich erhöht. Leser, die die Zeitschrift noch nicht lennen, haben die Möglichkeit, sich ein früheres Probehest gegen Einsendung von 30 Pfg. Porto von dem Verlag Georg Westermann in Braunschweig schicken zu lassen. Wo aber schon Asphalt liegt, muß man seine gefährliche Glätte nach Möglichkeit beseitigen. Man hat besonders in Berlin, wo so viele Asphaltstraßen liegen, versucht, diese aufzurauhen. Der Erfolg ist wenig zufriedenstellend und stets nur vorübergehend gewesen. Man hat teils eine neue, rauhere Decke aufgebracht, teils die glatte Fläche mechanisch uneben gemacht, indem man waffelartige Rillen nach Art geriffelter Bodenfließen einprägte, die den Reifen Halt geben sollen. Hierzu sind kostspielige Maschinen notwendig. Aber die Wirksamkeit dieser Riffelung wird dadurch erheblich abgeschwächt, daß die Rillen bei sommerlicher Wärme durch den Verkehr zugedrückt werden und die Ränder der Rillen abbrödeln. Außerdem setzt sich in den Vertiefungen der Abschliff aus Asphalt, Gummi und Schmutz fest, der bei Regen eine gefährliche Schmiere ergibt. Diese Schmiere dürfte, von den Reifen hochgesogen, die geriffelte Fahrbahn doch wohl genau so schlüpfrig machen, wie sie vorher schon als ebene Fläche war. Die Rillen wirken wie SchmierAusnahme- Angebot für 1930/31 Bettwäsche Die Welt der Kunst. Wer sich nach den Sorgen und dem Grau des Alltags einige Stunden der Erholung und Ablenkung gönnen will, den wird die Münchener Monatsschrift ,, Die Kunst" aus dem Verlag F. Brudmann A.-G. in München nicht täuschen. Der handwerkliche Teil zeigt Kostümentwürfe, Räume, Möbel, Beleuchtungskörper, neue Schöpfungen der Porzellankunst, der Handweberei usw. Ich liefere an meine Kundschaft Stoff f. Bettwäsche( glatt weiß) beste, haltbare Ware in einer Zusammenstellung wie folgt: 2 Bezüge 130 200 cm= RM 7.50 4 Kissen 80/80 cm = RM 4.2 Bettücher 130 225 cm= RM 4.50 Solange der Vorrat reicht. Aufgabe erbeten an Zusammen nur RM „ Carmen und ihr Soldat" ist der Titel in der soeben erschienenen neuen Nummer von„ Das Heft", die Zeitschrift der Frau. In dem Aufsch Der Kampf der Generationen" wird dieses Problem einmal nicht vom Standpunkt der älteren Generation aus beleuchtet. Die Leserin findet u. a. zahlreiche Butterickmodelle, eine praktische Anleitung zum Mixen im Hause und eine neue Art lustiger Preisaufgaben. Das neue ,, Woche- Heft". Aus der Fülle der altuellen Bildberichte und Artikel seien hier nur ,, Rationalisierung der Landwirtschaft", Bilder aus dem Auswanderer- Heim" ,,, 250 000 PS. für die Schweiz" und, Regelbrüder" genannt. In diesem Hefte beginnt außerdem ein interessanter Spionage- Roman ,, Der Teufel an der Wand", von A. Rust. In den großen Spielfälen der Riviere sind schon gelegentlich Aufnahmen gemacht worden, aber noch niemals gelang es bis= her einem Photographen, in einen der paar berühmten Bacca= rat- Säle einzudringen. Zwei Mitarbeitern der Münchner Juustrierten Presse" ist es jetzt gelungen in dem exklusivsten der Spiel äle Nizzas Ausnahmen zu mcden. Diese sieht man in der neuchten Nummer( Nr. 5). Bezug Redaktionsja lendung nid 44. Ja Po tag Die nati einen A den Reichsta Im ame Caraway, be Berjenen itü Das Eri der National Beschluß der 7. Februar 1 Die Ver und tichechosl near 1931 in ven den Lu menden Jah Himmung er Bergange des Landesjr jen statt, in d feiten einer wurden Unfallverhütungselender 1931. Unfallverhütungsbild 6. m. b. H., beim Verband der deutschen Berufsgenossenschaften, Ber-. lin W. 9. Preis 15 Rp g. Zum finsten Male gibt die Unfallverhütungsbild G. m. b. 5 den Kalender heraus, der stets in großer Zahl an die Arbeitnehmer verteilt wurde. Das Heft chen, reich illustriert, enthält furze prägnante Beispiele aus der Praxis des alltäglichen Arbeitslebens. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Steuer16.- Ersparnis direkt ab Fabrikation Zinsjak für Aufwertungs- Sparguthaben Wäsche- u. Stickerei- Fabrik, Falkenstein i. Vogtl., Postfach 158 mit Wirkung vom 1. Januar 1931 an auf festgesetzt. 5% 20 RM täglich und mehr verdienen fleiß. Vertr ter durch den Vertrieb mi. 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