in aller Welt! Gießener Zeitung höchste Qualität dur utjie Weltmarke Merce Der Beginn der diesjährig enz schon eine große An weise in den verschiedenari tsfahrten, Schnelligkeits trungen wurden. Im Re Caracciola nad jeinem -Meilen- Rennen von Ste Europa- Bergmeisterschaft, b anien, den Gesamtjieg et Erscheint Mittwochs and Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. - vor kurzem der durch seine Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdentinien" befannte Sportia fendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. rbitpreis von Buenos Aire jjor- Wagen in neuer Refor Et der Mercedes- Benz- Mage her Mercedes- Benz- 44. Jahrg. nac, Wiesbaden durch eine ,, Stuttgart" eine eindrud denau- Berlin wurde mit je orragenden Leistung von 12 anerkannte Schönheit un enz- Modelle erwedte bei de en wieder die lebhafteste S ationalen Kurgäste des Me n der Konkurrenz waren b Sagen weitaus am stärfita der Preise stand Mercede der Spize. Dr. Politische Rundschau. Die 15. Internationale Arbeitskonferenz des Völkerbundes ist am Donnerstag durch den amtierenden Präsidenten des Ver: waltungsrates des Juternationalen Arbeitsamtes, des Gewert schaftsführers Pouton, eröffnet worden. Auf der Konferenz find 46 Staaten mit insgesamt 141 Bertretern und 200 Sach verständigen anwesend. Reichstanzler Dr. Brüning empfing den Besuch des irischen Außenministers Mac Gilligan. Im Anschluß hieran fand im Reichskanzlerhaus zu Ehren der irischen Gäste ein Frühstüd statt. Reichsminister Dr. Curtius hat an den Grafen Mbert Apponni„ den mutigen und hervorragenden Mitstreiter für die n. Ein prachtvoller, raffig: Gleichberechtigung der Völker und eine wahre Befriedung Euro= ,,, der Wagen hat ja au r den... niedrigsten, und s !" tig. gen Jahr her noch mit eine wie Sie sehen, schon ziemli iger Gatte. c: das Häßliche gesellt sic auf deine alten Tage!" net. Ihnen der Landstreicher auf icht wie ein Taler?" vie 2,50 Mt." ragen. mühle habe ich; die fre Sie das nicht geniert! lagebuch für alle! in einem Bande: das vollkon 50000 Artikel. 4000 Bilder an andlich. Jedermann verständlic umsonst in allen Buchhandlunge in Freiburg im Breisgan ID 5. Burgeleit, Gießen. RM liefere Ihnen dafür: dmannstabat Ifenformer RM C hund Noch R it und Bahn RM( torentabat RM RM nt H( 5 3igarren) trierter Haupttatalog Weltruf- Kalender padungsfrei nur RM. 3- pas" zum 85. Geburtstag ein Glüdwunschtelegramm geschidt. Gestern wurden die Ratifikationsurlunden des am 10. De: jember 1927 in Berlin unterzeichneten deutsch- poluschen Fischeteiabkommens ausgetauscht. Parteivorstand und Reichstagsfraktion des Deutschen Land: volks haben in Münster eine Tagung abgehalten, wobei an den Genfer Ergebnissen scharfe Kritik geübt, Schuß der Veredelungswirtschaft gefordert und die Lösung der Reparationsfrage ver= langt wurde. Die Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei ist von ihrem Borsigenden für kommenden Montag zu einer Aussprache über die politische Lage einberufen worden. Im Berliner Sportpalast fand eine große Rundgebung des Deutschen Beamtenbundes statt, die sich in einer Entschließung scharf gegen eine meue Gehaltstürzung wandte. Die vom Berliner Magistrat beantragte Verdoppelung der Biersteuer, gegen die noch in den letzten Tagen Einsprüche aus Kreisen des Gastwirtsgewerbes und der Branindustrie erhoben worden waren, ist jetzt vom Oberpräsidenten genehmigt worden. Anläßlich eines Umzuges der Nationalsozialisten wurden am Donnerstagabend in Hagen in der Mittelstraße die Natio= nalsozialisten von Kommunisten überfallen. Es fielen rasch hintereinander ungefähr zwölf Schüsse. Der Nationalsozialist Emil Wagner wurde tödlich getroffen, zehn weitere, zum Teil unbeteiligte Personen wurden durch Kopf und Bauchschüsse verlegt. In Königsberg tam es am Donnerstagnachmittag anläßlich der Beilegung das von Kommunisten ermordeten National: Jozialisten zu Zusammenstößen mit Publitum und Polizei, wobei mehrere Personen verlegt wurden. Die Oldenburgische Landeszeitung wird am 1. Juli ihr Erscheinen einstellen. Sie war das einzige demokratische Or gan im ganzen Freistant Oldenburg. Von zuverlässiger Seite wird mitgeteilt, daß die Gnadengesuche, die im„ Großen Bombenlegerprozeß“ für die rechts: fräftig verurteilten Angeklagten eingereicht worden waren, ohne Erfolg geblieben sind. Es handelt sich um die Angeklagten Heim, Johnsen, Nickels, Hennings, Beder, Schmidt und Rieper. Die Polizei hat den Mörder bes in Karlsruhe erschlagenen nationalsozialistischen Motorradfahrers Dr. Billet aus Lahr ermittelt und verhaftet. Das Amtsgericht Danzig hat die„ ,, Gazeta Gdanlja" wegen inerhörter Beschimpfung der Danziger Polizei beschlagnahmt. Im österreichischen Nationalrat wurde in der Donnerstagssigung im Dringlichkeitswege eine Gesetzesvorlage über die haftung der Bundesregierung für die Kreditanstalt angenom пеп. Justizminister Schürff, der Vertreter der Großdeutschen in der österreichischen Regierung, hat gestern dem Bundestanzler telephonisch seinen Rücktritt angeboten. Nach einer sehr lebhajt verlaufenen Kammerdebatte in Bais wurde Außenminister Briand und dem Kabinett Laval das Sschneiden und heute absend Bertrauen mit 332 gegen 256 Stimmen ausgesprochen. atet und können sich selbst ü Jarnis und der Vorteil ist, pat direkt aus der abrik ,, Weltruf" chsal Nr. 1126, ſtellen. Einnahmequellen für d jen Herren in allen Städte den und Bezirken. Näh durch Der Generalstreit im nordfranzösischen Webereigebiet dauert tn. Die Zahl der Ausständischen ist auf 118 0000 gestiegen. Die rumänische Gesandtschaft in Paris dementiert auf das intschiedenste die Nachricht von einer angeblichen Ausweisung der Prinzessin Helene, der geschiedenen Gattin König Karols. Die Notverordnung fommt! ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 30. Mai 1931 Auzerdem scheint eine stärkere Belastung der Zigarre geplant zu sein. Der Gesamtertrag der Ausgabenkürzungen und der Schaffung von Mehreinnahmen soll mehr als 900 Millionen Mark betragen. Demgegenüber stünde der Nettoausfall an Steuern, der beim Reich nach bescheidener Schätzung 450 Millionen Mark beträgt und die Mehrausgaben von mindestens 300 Millionen Mark für die Krisenfürsorge. Der Restt von 150 bis 200 Millionen Mart stünde als Reserve zur Verfügung für etwaige weitere Steuerausfälle oder für neue Mehrausgaben. Berständnis in England. London. Financial Times" erklärt: Es sei bekannt, daß Amerika seine Haltung in der Schuldenfrage bisher nicht geändert habe. Deutschland werde seine Verpflichtungen bis zum Letzten zu erfüllen suchen, aber es werde die Grenze seiner Leistungsfähigkeit im nächsten Jahre, wenn nicht schon in diesem Jahre, erreichen. Die Erklärung eines Moratoriums müßte in der ganzen Welt, allerdings nicht notwendigerweise auch in England, einen Rückschlag verursachen. Dennoch deuteten Anzeichen darauf hin, daß die Reichsregierung die Reparationsfrage auswerfen werde, woraus sich zum Teil die Liquidationen erflären ließen. Die Lage der Zentralbanten in Deutschland und Desterreich sei gefund, aber man maisse Geduld und Ausdauer haben, um sie durch die politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten hindurchzusehen, bis sie wieder vollstes Vertrauen genössen. Der Schleichkampf gegen die Revisionspropaganda. Als vor einigen Wochen in französischen Blättern davon die Rede war, daß die Bank von Frankreich Deutschland einen Kredit von 40 Millionen Mark verschaffen solle, verlangte der ,, Matin", die französische Regierung solle von der deutschen die Einstellung der Revisionspropagenda fordern und nur unter dieser Bedingung den in Frage kommenden Kredit genehmigen. Ob zu dieser Zeit ein Drud auf die deutsche Regierung ausge= übt worden ist, hat man nicht erfahren. Daß aber tatsächlich bereits vorher nicht nur von Paris, sondern auch von Genf und sogar von einer Berliner Stelle aus Schritte unternommen worden sind, die deutsche Revisionspropaganda abzustoppen, erfährt man aus einer soeben im Fallen- Verlag, Hamburg, herausgekommenen Broschüre: Cavento ,,, Der Schleichkampf gegen die Revisionspropaganda". Der Verfasser dedt auf, wie sich dieser Schleichkampf ganz besonders gegen zwei deutsche Verbände und zwar den Kampfbund in München und den Deartschen Fichtebund in Hamburg richtete. Gegen den Deutschen Fichtebund wurde sogar auf Grund wiederholter Anzeigen einer Berliner Stelle wegen angeblichen Verstoßes gegen eine alte Kriegsnotverordnung der Staatsanwalt mobil gemacht, um die Erdrosselung des Bundes zu erreichen. Das ist nicht gelungen. Interessant ist auch die Tatsache, daß neutrale englische Presse meldungen über die sich gegen die Kriegsschuldlüge richtenden Flugblätter des Fichtebundes auf dem Wege über Berlin in das frasseste Gegenteil umgewandelt und dann unter dem Stichwort: ,, Aus London wird uns gemeldet!" in deutsche Zeitungen lanciert wurden. Cavento hat mit seiner Schrift der deutschen Revisionspropaganda einen großen Dienst erwiesen, indem er die gegen sie gerichtete weitverzweigte Wühlarbeit aufdedte. Er betont aber auch die Notwendigkeit, den Kampf fortzusetzen und zeigt den Weg, wie er trotz der Versailler Fesseln erfolg= reich fortgeführt werden kann. Jährlich scheidet ein Armeetorps deutscher Volksgenossen freiwillig aus dem Leben, weil sie den Versailler ,, Frieden" nicht mehr ertragen können. Möge Caventos Alarmruf ein starkes Echo im deutschen Volke finden. Der Vorstoß in die Stratosphäre. Ziemlich überraschend für die Oeffentlichkeit kam der Aufstieg Professor Piccards und seines Begieiters, des Ingenieurs Kipfer, in der Frühe des 27. Mai in Augsburg. Nach dem ersten mißglüdten Startversuch am 14. September 1930 hat Piccard immer wieder den Versuch gemacht, seinen Freiballon für eine Fahrt in die Stratosphäre starien zu lassen. Aber die atmosphärischen Verhältnisse waren stets so ungünstig, daß er davon Abstand nehmen mußte. Trotzdem hat sich der Gelehrte nicht entmutigen lassen. Ständig wurden Verbesserungen an dem Freiballon vorgenommen. Piccard selbst traf mehrmals in Augsburg ein und wartete nun schon seit Tagen auf günstiges Wetter. Die rasche Zunahme der Hize, sowie die überaus flare Sicht schufen die atmosphärischen und meteorologischen Vorausin Klein, Gießen, tigsten Punkte des neuen Programms haben wir schon vor eini setzung für das Gelingen des Planes. Güdanlage 21. VIC Berlin. Das Reichskabinett hat gestern offiziell mit der Beratung der neuen Notverordnung begonnen. Ein Abschluß Dird erst in der nächsten Woche möglich sein. Ueber die wichjen Tagen nähere Mitteilung gemacht. Ergänzend wäre noch zu emerken, daß die sogenannte Krisenstcuer, die von allen EinElommen über 8400 Mark als Aequivalent für die Kürzung der Beamten besoldung erhoben werden soll, etwa 3-4 Prozent ausmachen soll. Bei der Erhöhung der Zuckersteuer wird anscheimend an die Wiedereinführung des höheren Sahes von 14 Mark #ro Doppelzentner gedacht, der 1926 halbiert worden ist. Auch Don einer Erhöhung des Benzinzolles und der inneren Ausgleichssteuer für Mineralöle sowie von einer neuen Aenderung Her Tabatsteuer werden beträchtliche Mehreinnahmen erwartet. Bei der Tabaksteuer soll der Einzelverkauf von Zigaretten wieDer ermöglicht und dadurch der Konjum gehoben werden. der Der Ballonflug wurde mit größtem Interesse von Deffentlichkeit verfolgt. Die Erregung wuchs, als der Ballon nicht nach der vorgesehenen Zeit landete, sondern hin und her in Richtung Italien über die Alpen flog. Man glaubte beide Forscher in ihrer hermetisch verschlossenen Aluminumglode erstickt. Am Mittwoch abend 22 Uhr landete der Ballon in Tirol. Der Ballon hat ein Höhe von 16 000 Meter erreicht. Die Nachricht, daß Prof. Piccard und sein Begleiter, entgegen allen Erwartungen, nun doch am Leben geblieben und ohne jede Verlegung sicher auf die Erde zurüdgekommen sind, hat die ungeheure Spannung in den beiden Tagen in ebenso erfreulicher wie staunenerregender Weise gelöst. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 43 Die hessischen Steuererhöhungen. Als im Dezember v. Is. die Erhöhung der Grundsteuer und der Sondergebäudesteuer im hessischen Landtag beschlossen worden ist, wandten sich die Hausbesitzer und die Wirtschaftsorganisationen sofort hiergegen. Die Proteste wiederholten sich, als im Verlauf der letzten Wochen die unerhörten Auswirkun gen dieser Steuererhöhung durch die Zustellung der Steuerbescheide ersichtlich wurden. In den Städten betrugen die Steuererhöhungen bei kleineren Geschäftshäusern mehrere Hunderte, bei größeren Geschäftshäusern Tausende von Mark. Der Hessische Finanzminister wunderte sich in seiner Rede vor dem Landtag am 7. ds. Mts. darüber, daß sich auch Industrie und Gewerbe ,, unverständlicherweise" an der im ganzen Lande betriebenen ,, maßlosen Agitation" beteiligten. Er dachte hierbei wohl nicht daran, daß ein Geschäftshausbesitzer auf die Dauer keine Grund- und Sondersteuern mehr zahlen kann, wenn in seinen Geschäftsräumen nichts zu tun und nichts zu verdienen ist, und er hat wohl nicht bedacht, in welch verzweifelter Stimmung so mancher Geschäftsmann heute ist, der einer sich für seine Verhältnisse bis ins Unermessene anhäufenden Steuerschuld hilf- und ratlos gegenübersteht. Wenn ein Mieter seine Miete nicht bezahlt, so hat der Hausbesitzer Anspruch auf entsprechende Steuerermäßigung. Wenn aber der Geschäftshausbesitzer aus seinem Geschäftsbetrieb eine Miete für die von ihm selbst benuzten Geschäftsräume nicht mehr erlösen kann, so steht ihm eine gleiche Vergünstigung bislang nicht zu. Die Ermäßigungsmög lichkeiten wegen Geschäftsrückgangs sind vorläufig noch vollkom men ungenügend, um die aus den heutigen Wirtschaftsverhältnissen sich ergebenden Folgen auszugleichen. Aus diesen Gründen hatte gerade der Geschäftshausbesig vollen Anlaß, in ernsten Worten und vor aller Deffentlichkeit auf die Unerträglichkeit der steuerlichen Mehrbelastung hinzuweisen und Abhilfe zu verlangen. Wie vorauszusehen war, sind kaum irgendwelche Fälle vorhanden, in denen die Gewerbesteuerermäßigung die Mehrbelastung mit Grund- und Sondersteuern wenigstens ausgleicht, ganz abgesehen davon, daß Gewerbe und Grundbesitz den feierlichen Versprechungen nach ein Anrecht auf eine tatsächliche Genkung der zu zahlenden Steuern hatten. Inzwischen hat der hessische Finanzminister Erleichterungen für fogen. Reparaturhypotheken und für übermäßig große Reparaturkosten zugebilligt, die allerdings vorläufig in ihrer Aus wirkung noch ungenügend sind. Er beschritt erfreulicherweise damit einen Weg, dessen weitere Verfolgung sich unzweifelhaft lohnen wird. Das Ziel müßte sein, daß alle Reparaturkosten grundsäglich abzugsfähig an der auferlegten Sondersteuer sind. Auch die Gemeinden müssen dazu veranlaßt werden, diesen Weg zu beschreiten und die Stadt- und Gemeinderäte mögen entspre chende Anträge stellen. Auf die Möglichkeit eines derartigen Anreizes auf die Beschäftigung des Bau- und Reparaturgewerbes mit seinen günstigen Folgen für die Verminderung der Arbeitslosigkeit und die Einsparung von Erwerbslosen, Krisen sind Wohlfahrtsunterstützungen hat der Handwerkskammervorstand in seiner veröffentlichten Stenerentschließung( siehe vorige Nummer dieser Zeitung) bereits hingewiesen und viellescht gab dieser Hinweis auch den Anstoß zu der diesbezüglichen Entschließung des Finanzministers. In der erwähnten Landtagsrede am 7. Mai hat der Finanzminister bemerkenswerte Ausführungen über die Milderung von Härten durch die Steuererhöhungen gemacht, die sich auch hoffentlich in der Praxis entsprechend auswirken werden. Er führte nach Pressemitteilungen aus, daß die Regierung inzwischen im Einvernehmen mit dem Finanzausschuß mehrfach Vorschriften erlassen habe, die dazu dienen sollen, besonders hart betroffene Hausbesitzer von dieser Erhöhung ganz oder teilweise zu befreien. Im Falle der Existenzgefährdung soll der Betrag der Steuererhöhung unerhoben bleiben; Reparaturhypotheken und übergroße Reparaturkosten sollen berücksichtigt werden. In manchen Bezirken, sei die Veranlagung bei Erlaß der Milderungsvorschriften schon soweit fortgeschritten gewesen, daß diese Vorschriften vor Ausgabe der Steuerzettel noch nicht beachtet wer den konnten: in diesen Fällen soll dies nachträglich geschehen. Weiter betonte der Minister, daß er gerne bereit sei, ein etwaiges Mehraufkommen an Tondersteuer über den Etatsansas hinaus im folgenden Rechnungsjahr zur Cenkung dieser Stener zu verwenden, falls sich der Landtag damit einverstanden erkläre. Wenn sich schon im Laufe des Steuerjahres ergebe, daß ein solches Mehraufkommen zu erwarten ist, dann werde dem Landtag alsbald dahingehend Vorlage gemacht werden, daß schon in der zweiten Hälfte dieses Steuerjahres eine Cenkung erfolgt. Der Minister schloß mit den Worten: ,, Gegenüber einer unverantwortlichen Agitation erkläre ich nochmals ausdrücklich: Die Steuererhöhung wird nur teilweise erhoben, wenn sie die Eristenz wesentlich erschwert! Die Steuererhöhung bleibt unerhoben, wenn sie tatsächlich zu einer Eristenzgefährdung führt! Kein Steuerpflichtiger soll durch die Steuererhöhung zum Wohlfahrtsamt getrieben werden! Kein Haus soll, wenn nicht geradezu Böswilligkeit vorliegt, durch die Steuererhöhung zur Zwangsvollstreckung kommen! Ich hoffe, daß diese Erklärung zur Beruhigung vieler Steuerpflichtiger beitragen wird." Zu einem positiven Erfolg konnten weder die öffentlichen Proteste, noch die Bemühungen verschiedener Parteien um eine Rückgängigmachung der Steuererhöhungen bis jetzt führen. Samstag, den 30. Mai 1931 Der Zollunionsplan im Haag. Der Präsident des Ständigen Internationalen Gerichtshofes, Adatschi- Japan, gibt bekannt, daß er gestern eine Verfügung erlassen habe, durch die der Termin für die Beendigung des schriftlichen Vorverfahrens in der Angelegenheit der deutschösterreichischen Zollvereinbarung, die kürzlich dem Haager Gerichtshof vom Völkerbundsrat zur gutachtlichen Entscheidung überwiesen wurde, auf den 1. Juli festgesetzt wird. Die öffent= lichen Plädoyers sollen in der ersten Hälfte des Monats Juli stattfinden. Im Hinblick auf die zutage getretene Notwendigkeit einer schnellen Erledigung der Angelegenheit hofft der Präjident, daß der Gerichtshof imstande sein werde, noch vor Ende August sein Gutachten zu erstatten. - Biersteuererhöhungen Brauindustrie Landwirtschaft. Mehrere westdeutsche Berufsvertretungen der Landwirtschaft, Brau- und Malzindustrie und des Gaststätten- und Hotelgewerbes richten an die Oeffentlichkeit eine gemeinschaftliche Kundgebung gegen die Uebersteigerung der Biersteuer im letzten Jahre, in der es u. a. heißt: Die verhängnisvollen Auswirkungen dieser verfehlten Steuermaßnahme, welche die schlimmsten Befürchtungen übertroffen haben, zwingen zur Umkehr von einem für Staat und Wirtschaft gefährlichen Wege. Das Bier ist an sich sehr wenig konjunkturempfindlich, wie die außerordentliche Widerstandskraft des Bierverbrauchs gegen die wirtschaftlichen Krisen der Vergangenheit gezeigt hat. Selbst im Winter und Frühjahr 1930 stieg der Bierabsatz an, obschon die Wirtschaftskrise bereits fast alle Gewerbezweige erschüttert hatte. Um so größer ist aber die Preisempfindlichkeit des Bieres. Die durch die 46prozentige Reichsbiersteuererhöhung vom 1. Mai 1930 erzwungene Preiserhöhung hat dem ununterbrochenen Anstieg der Absatzkurve seit der Inflation ein plötzliches Ende be= reitet und eine rückläufige Bewegung eingeleitet, deren Ausmaß und Ende vorerst noch nicht abzusehen sind. Der Abjatrückgang betrug bis zum Ende des ersten Quartals ds. Js. 24,3 Prozent. In Gemeinden mit erhöhter Gemeinde: biersteuer 30, 40 und mehr Prozent. Im gleichen Prozentsaz erleidet die Landwirtschaft durch den Ausfall entsprechender Lieferungen an Gerste und Hopfen erhebliche Verluste. ,, Gießener Zeitung" lich: sie ist ja die Partei der Dissidenten, die Partei wenigstens, die nächst den Kommunisten die meisten hat. Mit solchen Leuten kann man doch keinem Konfessionskrieg wehren, feinen Konfejsionskampf führen. Sie haben ja gar kein Empfinden, daß es und wo es um Konfessionelles geht. Darum war der konfessionslose hessische Staatspräsident sehr überrascht, wie er sagte, als fonfessionelle Bedenken in dem hessischen Pädagogiumsstreit sich meldeten; und ich glaubte ihm gern, daß er von deren Ernst erst etwas anfing zu ahnen, als Kirchenregierung und Evangelischer Bund ihn darauf hinwiesen. Dissidenten fehlt eben das Sensorium dafür. Darum gehören sie nicht an die Spitze eines Staatswesens, die von den kulturellen Kampfwogen so umbrandet ist, wie das deutsche.... Darum gehören aber auch nicht zur Leitung der Geschicke eines Landes, in dessen Volksvertretung wie in Hessen( in anderen Ländern ist es ähnlich) bei 34 evangelischen und 18 katholischen, 18 dissidentische Abgeordnete( es müßte nach dem Bekenntnisstand in Hessen 45 evangelische, 22 fatholische, 3 dissidentische sein). Protestantische Politik ist ein Gebot der Stunde, und der protestantische Staatsgedanke muß zu seinem Recht kommen, der mit konfessioneller Alleinherrschaft oder Vorherrschaft nicht das mindeste zu tun hat, vielmehr volle Gerechtigfeit und wahre Parität übt und der Volksgemeinschaft dient. In weiterer Auswirkung dieser Rückgänge hat das vergangene Rechnungsjahr bei der Biersteuer einen Ausfall von 76,8 Millionen gegenüber dem Voranschlag und nur 61,45 Millionen RM.= 14,8 Prozent mehr als das vorangegangene Rechnungsjahr erbracht, trotz der Erhöhung der Steuersätze um 46 Prozent. Im Monat März sank der Mehrertrag sogar auf 6,3 Prozent und im Monat April auf 5,75 Prozent herab. Wenn mit dem Fehlschlag der Biersteuererhöhung eine der letzten Hoffnungen, aus der überlasteten deutschen Wirtschaft neue Steuern herauspressen zu können, gescheitert ist, so weist diese Erfahrung um so zwingender auf den einzig möglichen Weg einer Sanierung der Finanzen, d. i. der Weg gründlicher Sparsamkeit und Reform. Die Wahrung der evangelischen Belange in der hessischen Regierung. Zu dieser Frage schreibt„ Die Wartburg", Deutsch- Evangelische Monatsschrift, Berlin, in ihrem Heft 5 in einem Artikel über die Verlegung des Pädagogischen Institutes von Darmstadt nach Mainz das folgende: Das lonfessionelle Zentrum braucht ja nur das Konfessionelle zu leugnen und die Koalitionsfrage zu stellen, und sein Wille geschieht. Immer wieder aber hält die Sozialdemokratie dem Zentrum den Steigbügel. Ganz natürDer Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 4. Fortsetzung. Die Bautätigkeit im Jahre 1930. Im Jahre 1930 wurden dem Wohnungsmarkt der deutschen Groß- und Mittelstädte 162 000 Neuvohnungen zugeführt und damit in diesen Städten die bis jetzt höchste Baulei stung erzielt. Das Ergebnis war um 13 v. H. höher als 1929 ( 143 00 000 neu errichtete Wohnungen) und um 27 v. H. höher als 1928( 128 000 Wohnungen). Seit 1919 wurden im ganzen 965 000 Wohnungen in den Städten mit über 50 000 Einwohnern fertiggestellt, denen ein Abgang von 31 000 Woh nungen gegenübersteht. Der Anteil der Neuwohnungen am Gesamtwohnungsbestand beträgt damit in den Groß- und Mittelstädten am 1. 1. 1931 15,4 v. H. gegenüber 13,2 v. H. Anfang Januar 1930. ,, Das sind also die Jungens, die es schaffen können, was?" wiederholte er ironisch die Worte des Trainers. Dann fügte er mit einer überraschenden Weichheit in der Stimme hinzu:„ Es ist doch gut, daß es noch Leute gibt in dieser Stadt, die an diese Mannschaft glauben! Aber du glaubst ja alles, Kanonier, du gehörst zu denen, die nicht aussterben!" Zu seinem Erstaunen merkte Richard, daß der Trainer, statt durch diese Zurechtweisung beleidigt zu sein, die Worte des Managers als Kompliment auffaßte. Die Bauvollendungen des 1. Halbjahres 1930 zeigten bereits, daß die Tendenz der letzten Jahre, größere Wohnhäuser zu bauen, angehalten hat. Von 100 Wohnhäusern entfielen auf Mehrfamilienhäuser( mit 2 und mehr Wohnungen) 1930 73, 1929 69, 1928 64 und 1927 61. Jm Durchschnitt enthielt in den Groß- und Mittelstädten ein neuerstelltes Wohngebände Wohnungen: „ Jawohl, Chef," sagte er mit Nachdruck und schlug zur Befräftigung die geballte Faust in die andere Handfläche ,,, mit einem Mittelstürmer, der unseren alten Teddy Lyon ersetzen fönnte, das wäre eine Mannschaft! Es sind zwar meistens Einheimische, und was sonst da ist, hat unseren Direktoren faum einen Pappenstiel gekostet aber ich sage noch einmal: mit einem Mittelstürmer, der was taugt, wäre das eine Mannschaft, mit der man Ehre einlegen kann! Wartet nur, ob ich nicht recht habe!" Und mit einem Grinsen in seinem ehrlichen Gesicht wiederholte er:„ Gebt mir einen Mittelstürmer, und Ihr sollt die Mannschaft haben, von der Jhr träumt!" _ 1920 1921 3,5 2,9 1924 1925 1922 2,8 1926 1923 3,0 1927 3,1 3,2 3,6 3,9 1928 4,0 . 4,4 1929 1930 4,9 Das Handwerk zur Arbeitslosenfrage. Ueberstundenzuschläge für Mehrarbeit. Nr. 43 Die gemeinsamen Ausschüsse für Gewerberecht und Gewerbepolitik und für Sozialpolitik beim Deutschen Handwerks und Gewerbekammertag und beim Reichsverband des deutschen Handwerks hatten in ihrer Sitzung vom 27. April ds. Js. auch zu dem Gutachten der von der Reichsregierung eingesetzten Gutachter- Kommission zur Arbeitslosenfrage Stellung genommen. In der Aussprache war darauf hingewiesen worden, daß die Ueberstundenzuschläge für Mehrarbeit in Höhe von 25 Prozent je nach der Größe des Betriebes einmal in der 41. und dann wieder in der 49. Wochenstunde beginnen würden. Die dadurch bedingte Unmöglichkeit einer einheitlichen Preisgestaltung im Handwerk verbiete auch aus diesen Zusammenhängen heraus die Einführung der beabsichtigten Verkürzung der Wochenarbeits zeit auf 40 Stunden. Hand in Hand mit dieser Entwicklung ging die VerringeDer rung der Wohnungsgröße nach der Zahl der Räume. Wohnungsbedarf der zahlungsfähigeren Wohnungssuchenden ist in der Hauptsache befriedigt, aber die Nachfrage nach kleineren( und billigen) Wohnungen ist immer noch groß. Die Einengung des verfügbaren Einkommens infolge der Wirtschaftslage sowie die Verringerung der Familiengröße erschwerte ebenfalls die Vermietung der größeren Wohnungen. Der Anteil der Kleinwohnungen nahm in den letzten Jahren ständig zu. Von 100 errichteten Wohnungen entfielen im Jahre 1927 1928 1929 1930 ,, Nun, hier hast du deinen Mittelstürmer oder zumindest etwas, was danad) ausschaut," antwortete der Manager und ließ Kichern hören. Dieser junge dabei wieder sein trodenes Bursche", dabei zeigte er auf Marr ,,, ist zu mir gekommen und behauptet, daß er G. O. Smith, Bobby Mac Coll, Andrew Wilson und Harry Hampton in einer Person ist. Beinahe hätte er mich mit seinem Geschwätz eingewidelt. Immerhin, ich habe ihm versprochen, daß er uns zeigen darf, was er kann. Gib einen Kasten, - wir müssen die vielen Kanonier, und was er sonst noch braucht- Internationalen, die in der Person dieses Herrn vereinigt sind, gut behandeln, sonst gehen sie uns weg oder beschweren sich bei den Direktoren." auf Kleinwohnungen ( 1 bis 3 Wohnräume) 34,2 35,6 43,0 auf Mittelwohnungen ( 4 bis 6 Wohnräume) 62,6 60,4 auf Großwohnungen 3,2 49,4 53,8 48,2 ( über 6 Wohnräume) 4,0 3,2 2,4 Mit Unterstützung aus öffentlichen Mitteln wurden 1930 88,2 v. H. sämtlicher erstellten Wohnungen in Wohngebäuden errichtet( 1929 86,8 v. H., 1928 86,1 v. H.), von den durch Neubau in Wohngebänden geschaffenen Wohnungen 91,5 v. H.( 1929 90,3 v. H., 1928 89,8 v. H.). Gamstag, den 30.2 Bon Mostau aus morfen und Kircher Kunstschäze find toolle Seiligtüme Europa, du ftehi Reine Konferenz i belfen. Die Bra Sagen über ein Deu gefchleudert wurde Sentichland oder ande Mostau ausgesch Welt. Für sie lend der Völker arbe gteit geben ihnen immer taujendjähr fetilojen ist im Anm Genf noch herum üb nollen nicht sehen, d ren eigenen Toren Wie uns nunmehr von Ministerialdirektor Schindler aus dem Preußischen Handelsministerium mitgeteilt wird, hat die Gutachter- Kommission zur Arbeitslosenfrage nicht daran ge dacht, die Ueberstundenzuschläge je nach der Größe des Betriebes einmal in der 41. bezw. dann wieder in der 49. Wochenstunde beginnen zu lassen. In der Gutachter- Kommission sei lediglich die Auffassung vertreten worden, daß die Ueberstundenzuschläge nur in der 49. Wochenstunde zu beginnen hätten. fommen wir auf keinen grünen Zweig. Hier ist dein Schrank; da findest du alles, was du brauchst." Der freundliche Trainer ließ ihn allein, um zu seiner Massage zurückzukehren, und Marr hatte Gelegenheit, während er sich umzog, die Burschen ringsum zu studieren, die seine zukünftigen Gefährten sein würden, wenn er die Probe bestehen sollte. , Kümmere dich nicht darum, was er sagt!" flüsterte der Trainer vertraulich Richard zu und führte den neuen Refruten durch die neugierig blidenden Spieler zu einem Schrank. ,, Sam gehört zu den besten in diesem Geschäft, wirklich, nur ist er immer schlecht aufgelegt. Er hat schwer mit seiner Verdauung zu tun und behauptet, daß er in seinem Leben noch nie etwas gegessen hat, ohne daß es ihm schlecht bekommen wäre. Ist es da ein Wunder, daß er jedem am liebsten den Kopf abbeißen möchte? Aber wie ich schon gesagt habe, du darfst keine Notiz nehmen von dem, was er sagt. Komisch ist bei Sam Hollister, daß er immer sehr viel redet, wenn ihm etwas besonders gut gefällt. Auch wenn er dabei flucht. Du mußt ihm gut gefallen, sonst würde er nicht so viele Worte verlieren! Run viel Glüd, mein Junge! Wie du gehört hast, brauchen wir einen Mittelstürmer, sonst 3wei Drittel der Wohnungsuchenden fallen aus! So laut fie es fon bag fie gehört werden: Der überall frecher al Gamilien vergiften u an fein Familienglüc Tag der Gegenwart jo one Baterlandsliebe Kampjet alle, di eftet, um die heilige ndes, haltet Wacht beherrichten Trieb Brandfäulen an der Intenden Flammer often doch endlich briftliche Welt die Jugland im Often ju fraftvoller A menfcharen. Eur In Uebereinstimmung mit Untersuchungsergebnissen über Wohnungsuchende, die vor einiger Zeit vom Syndikus Dr. Mahler( Berlin) für eine Reihe von Großstädten bekanntge geben wurden, ist nach einem Bericht des Oberbürgermeisters der Stadt Essen gelegentlich der Ausgabe von Mietberechtigungs farten festgestellt worden, daß rund zwei Drittel der in den Listen vorgemerkten 25 000 Familien als Wohnungsuchende aus fallen. Es wurden somit in Essen rund 16 000 Wohnung suchendenfälle unnüt bearbeitet. Die Eintragung der Woh nungsuchenden in die Liſten, deren Bearbeitung, laufende Fort schreibung usw. stellt somit eine erhebliche unproduktioe Be lastung der Wohnungsämter dar und bringt für die Woh nungsuchenden viel unnüze Mühen, Verdruß und Kosten mit sich. Es war eine seltsame Zusammenstellung von jungen und älteren Leuten. Die Jugend herrschte vor, aber es waren wenig stens zwei Leute in der Gruppe, die nach Marrs Schätzung beinahe vierzig Jahre alt sein mußten, also vom Standpunkt des Berufsspielers bereits die Grenze des zulässigen Fußballalters überschritten haben während drei andere ungefähr Mitte der dreißig waren. Unter dem Rest waren sämtliche Altersstufen vertreten. Auf der anderen Seite des Raumes stand der Manager im Gespräch mit dem Trainer und einem kleinen vierschrötigen Mann in einer roten Wolljacke. Marr bemerkte, wie der Manager auf ihn hinwies, und der Mann in der roten Wolljade zustimmend mit dem Kopfe nickte. Der Verbandspräsident des Ruhrkohlenbezirks hat in Richtlinien zur Wohnungsmangelordnung die Schließung der Wohnungsuchendenlisten, karteien oder dergl. angeordnet, ferner bestimmt, daß in Zukunft im ganzen Verbandsbezirk die Zahl der Wohnungsuchenden wie folgt zu ermitteln ist: Der lettere, einer der beiden vierzigjährigen Veteranen, trat unter die Gruppe der Spieler und rief fröhlich wie ein Schuljunge: Fertig. Jungens? Dann können wir ja anfangen." Später hörte Marr, daß Ben Warriner, der den Spitznamen der ,, Kurze" führte, obwohl er seit zwanzig Jahren als Berufsspieler tätig war, nebst seiner Familie noch immer fein anderes Interesse im Leben hatte als das Fußballspiel. Er hatte sich in zahlreichen internationalen Gefechten ausgezeichnet, und doch rieb er sich jetzt freudestrahlend die Hände bei der Aussicht eines Trainingswettspiels mit leeren Sitzen. Aber Warriners Enthusiasmus ebenso wie seine geradezu übernatürliche Energie waren schon lange sprichwörtlich geworden. Als die beiden Trainingsmannschaften aufgestellt waren, bemerkte Did Marr, der im Zentrum der ,, blauen" Stürmer stand, daß der kleine vierschrötige Spieler, den er bei Nennung seines Namens sofort als einen berühmten alten Internationalen er fannt hatte, gegen ihn als Mittelläufer aufgestellt war. Jetzt verstand er, was das Gespräch zwischen dem Manager und Warriner bedeutet hatte: er sollte einer harten Probe unterworfen werden! 1. Von der Zahl der vorhandenen Haushaltungen ist die Zabl der vorhandenen Wohnungen abzuziehen; 2. Zu der zu 1 ermittelten Zahl( z. B. nach dem Stand vom 31. 12. 1929) ist die Summe der in einem bestimm ten Zeitraum( z. B. in der Zeit vom 1. 1. bis 31. 12. 1930) erfolgten Eheschließungen abzüglich 35 Prozent hin zuzuzählen. 3. Von der zu 2. ermittelten Zahl ist die Summe der in dem bestimten Zeitraum( z. B. in der Zeit vom 1. 1. bis 31. 12. 1930) bezugsfertig gewordenen Neubauwohnungen abzuziehen. Hierbei stellen nach dem Bericht der Stadt Essen die nac 2 von der Zahl der Eheschließungen abzuziehenden 35 Prozent den Erfahrungssatz für den Ausfall derjenigen Haushaltungs vorstände als Wohnungsuchende dar, die keine selbständige Woh nung beanspruchen, weil sie ausreichend bei den Eltern wohner oder bereits eine Wohnung besitzen( Witwer und Witwen, and die nur die Ehe in Essen schließen, aber auswärts arbeite und auch dort den Hausstand gründen. Der Zugang an fro werdenden Wohnungen durch Todesfall, Wegzug usw. wurd nach dem Bericht von Essen ausgeglichen durch Abbruch vo Gebänden, Ausfall von Wohngebäuden durch Brand, Zuzug von auswärts usw. Diese Aussicht schreckte ihn nicht, im Gegeneil, sie diente ihm als Ansporn. Marr erinnerte sich später nur ganz ungenau an dieses Versuchsspiel. Das einzige, was ihm nachher noch gewärtig blieb, war bloß, daß er sich vom Anfang bis zum Ende nicht geschont hatte. Er wußte, daß er eine Reihe harter, aber fairer 3weifämpfe mit dem kleinen, aber ungemein tüchtigen Trainer hatte, der eine wunderbare Schnelligkeit und Gelenfigkeit mit einer Entschlossenheit verband, die selbst seine eigene, in den Schatten stellte. Manchmal machte Did Fehler, dann erhaschte Warriner den Ball und hatte ihn auch schon seinem Angriff vorgelegt, bevor Did sich besinnen fonnte; doch es gelang ihm auch, seinen zähen Gegner hinter sich zu lassen und sich gegen das Tor zu durchzuarbeiten. Das Glüd war mit ihm bei solchen Gelegenheiten, versuchte er sich einzureden, sonst wäre er nicht imstande gewesen, über einen Mann zu triumphieren, der, obgleich er nicht zu den Jüngsten zählte, noch immer einer der besten Mittelläufer in Lande war. Der Gedanke an das, was von diesem Versuch wettspiel abhing, hatte Marr bescheiden gemacht. War es auch ein glücklicher Zufall, daß ihm gegen Ende des Spiels die große Chance winkte, auf die er in seinem Innem gehofft und sehnsüchtig gewartet hatte? Ein weiter Paß seiner eigenen Verteidiger setzte ihn in Bewegung. Jm Nu war er am Ball und stürmte auch schon vor. Warriner, der ihm wie ein Schatten auf den Fersen war, glitt beim Versuch, zu rempel aus, und der blaue Stürmer hatte freie Bahn vor sich. Geschi umspielte Marr einen gegnerischen Verteidiger, und während im rasenden Lauf wuchtig und zielsicher schoß, entging er um Haaresbreite einem Rempelversuch des zweiten Verteidigers. Das Tor unhaltbar und mit der Präzision einer Gewebt fugel in der Nekede plaziert erschien den Hollywood- Leute wie eine Offenbarung. Es ist eine seltsame und beklagenswerte Tatsache, daß selbst die besten Stürmer heutzutage an einem Mangel an Schußvermögen franken. Dieses Tor, aus einem schwierigen Winkel und im rasenden Lauf geschossen, ließ den Hollywood- Leuten die Augen übergehen. Außer den Spielem gab es noch zwei Männer, denen die Ueberraschung, als sie s Tor sahen, die Fassung genommen hatte. Der eine hieß Sama Hollister, und der andere war ,, Kanonier" Sage, der Trainer ,, Nun, was hältst du davon?" grunzte der Manager. ..Sieht beinahe so aus, als wenn der heilige Nikolaus uns den Mittelstürmer bescheret hätte, auf den wir solange gewarte haben!" antwortete der„ Kanonier". Aber hier kommt x , Kurze, frag' ihn!" Warriners Meinung war kurz und bündig.„ Halt ihn i bevor die anderen ihn schnappen. Biete ihm die halbe Erde die Kronjuwelen als Zugabe, aber lasse ihn nicht mehr fort! Fortsetzung folgt. Humor. Das Elektrizitätswerk bringt es an den Tag. Du bist so niedergeschlagen lieber Freund. Hast du erge gehabt? Ich habe meiner Frau, die im vorigen Monat verreist m erzählt, daß ich jeden Abend zu Hause gewesen sei. Heute ta die Lichtrechnung: fünfundachtzig Pfennig!" Tit- Bits Er hat auch recht. ,, Was für eine Strafe steht auf Bigamie?" 3wei Schwiegermütter!" antwortete der Kandidat. Wiedersehensfeier und 10 Jahre Verein e den beiden die Wiedersehensfei Feldformationen, ve ins ehem. hejf. Le Traditions- Sch nahm unter ang und auch da teil, wodurch die mentiert wurde. ballwettspiele u Leibdragoner d von Zuschauern bringen sollten, Arbeit der Juge zum erstenmal die vereinigte eine g milienangehörige in der Turnhalle b in seiner Be injährige Wirt freifes Gießen u Erinnerun Unfere Belle münd Grünanlage bepfla ein Mann betam Jugabe Brot. In irgend einem Bed Wir stellten uns m Wahrnehmung ma Bache im Mainz ung war dadurd ührte durch ein och, und endete Räumlichteit brad den die Personali geworden sein, au man uns noch nich bis andern Tags gegend ein Rumo Militars, die unj Allgemein wurde flagt, die durch da Der Einlieferung i wurde. Nachdem beförderte man di ingnisleitung wa artoffeln und Sal g die Kartoffeln Stüd tamen. D nde, wie Uhren er bei der Be Se Kartoffeln m pei Blechtannen bat, fann einmal Pappte fich aber Lente Ejen brach 3meit gepaart m Bannen. Stunder jem Einerlei, id aus der man uns Sergeanten brad wir eingein von legenheit vernom Bernehmende au Mitgliedstarted farte der Boltsb englijden Offen beamten jollen haben, daß uni Druderei der O Malho, Rio de Janei Derfolgt habe. beitslojenfrage. ir Mehrarbeit. Nr. Eamstag, den 30. Mai 1931 für Gewerberecht und G beim Deutschen Handwer Reichsverband des deutide vom 27. April ds. Js. a hsregierung eingefesten G frage Stellung genomm Singewiesen worden, daß einmal in der 41. und dam Lokales. Sonntagsgedanken. Von Moskau aus haben sie die Brandsadel nach Spanien geworfen und Kirchen und Klöster vernichtet. Tausend Jahre alte Kunstschätze sind ein Raub der Flammen geworden und wertvolle Heiligtümer wurden geschändet. Europa, du stehst an deines Schicksals Wende! beit in Höhe von 25 Pro ir helfen. Die Brandfadel, die diesmal noch in einem großen Keine Konferenz, kein Völkerbund und kein Genf kann innen würden. Die dadure 10 eitlichen Preisgestaltung Zusammenhängen heraus d fürzung der Wochenarbeit isterialdirektor Schindler an um mitgeteilt wird, hat slofenfrage nicht daran g D Bogen über ein Deutschland und ein Frankenreich von Moskau ausgeschleudert wurde, kann das nächste mal auch bei uns in Deutschland oder anderwärts herunterfallen. Böse Geister sind Don Mostau ausgeschickt worden und gehen durch die Länder der Welt. Für sie gibt es teine Landesgrenzen. Not und Glend der Völker arbeiten ihnen vor, neue Not und Hoffnungsfigkeit gehen ihnen nach. In Spanien bereits rauchen die Die Armee der Trümmer tausendjähriger christlicher Kultur. nach der Größe des Betrieb Cottlosen ist im Anmarsch. Und da streiten sich die Völker in Der in der 49. Wochenstun Cenf noch herum über Zollunion und Tributzahlungen und chter- Kommission sei lediglic daß die Ueberstundenzuschlag Beginnen hätten. mollen nicht sehen, daß der viel gefährlichere Feind schon vor ihren eigenen Toren steht. So laut sie es können, sollen es alle Christen hinausrufen, Daß sie gehört werden: Auf, kämpft gegen diesen gottlosen Feind, Der überall frecher als je sich breit macht; denn er will eure gjuchenden fallen aus mifier vergiften und eure Existenzen verwüsten, damit ihr Intersuchungsergebnissen üben fein Familienglück mehr glauben könnt. Nur der eintönige Tag der Gegenwart soll das Leben ohne Treue zur Heimat und ohne Vaterlandsliebe ausfüllen. er Zeit vom Syndikus von Großstädten bekannto ht des Oberbürgermeisters de sgabe von Mietberechtigung zwei Drittel der in den Liste als Wohnungsuchende an en rund 16 000 Wobnun Die Eintragung der We Bearbeitung, laufende For erhebliche unproduktive 3 = and bringt für die en, Verdruß und Kosten m s Rubrkoblenbezirks hat i lordnung die Schließung oder dergl. angeordnet, fe zen Verbandsbezirk die Zah ermitteln ist: En Haushaltungen ist die Jab abzuziehen; hl( z. B. nach dem Stand Summe der in einem bestimm Zeit vom 1. 1. bis 31.12 en abzüglich 35 Prozent fin I ist die Summe der in der der Zeit vom 1. 1. ordenen Neubauwohnun ht der Stadt Essen die noch en abzuziehenden 35 Prozent all derjenigen Haushaltes r, die keine selbständige eichend bei den Eltern wo zen( Witwer und Witw ließen, aber auswärts arbeitt ünden. Der Zugang an Codesfall, Wegzug usw. wa usgeglichen durch Abbruch gebäuden durdy Brand, 3 solchen Gelegenheiten, verju er nicht imitande gewefen, le der, obgleich er nicht zu kr iner der besten Mittelläufer n Sefcheiden gemacht. Kämpfet alle, die ihr noch zur Fahne des Christentums Galtet, um die heiligen Güter eurer Religion und eures VaterLandes, haltet Wacht über eure Kinder und überlaßt sie nicht unbeherrschten Trieben, wie es die neue Lehre haben will. Die Brandsäulen an der Grenze des Abendlandes sind die weithin Leuchtenden Flammenzeichen des höllischen Geistes von Moskau. Möchten doch endlich Staatslenker und Völker und die ganze christliche Welt die Bedeutung der drohenden Brandsadeln von Rußland im Osten und Spanien im Südwesten erkennen und ich zu fraftvoller Abwehr des verheerenden Feuerbrandes zuammenscharen. Europa, du stehst an deines Schicksals Wende! Der Sonntagsschreiber. Wiedersehensfeier der chem. hess. Leib- Dragoner Nr. 24 und deren Feldformationen. 10 Jahre Verein ehem. hess. Leib- Dragoner im Kreise Gießen. An den beiden herrlichen Pfingstfeiertagen fand in Gießen die Wiedersehensfeier der ehem. hess. Leib- Dragoner und deren Feldformationen, verbunden mit dem 10. Stiftungsfest des Vereins ehem. Hess. Leib- Dragoner des Kreises Gießen statt. Von der Traditions- Schwadron des Reiter- Regiments 16 in Langenjalza nahm unter Führung des Rittmeisters Buch eine Abordnung und auch das Trompeterkorps der Traditions- Schwadron teil, wodurch die enge kameradschaftliche Verbundenheit dokumentiert wurde. Der Pfingstsonntag brachte Jubiläums- Fußballwettspiele um den Wanderpokal des Vereins ehem. hess. Leibdragoner des Kreises Gießen, die vor einer großen Zahl Don Zuschauern zum Austrag tamen und die zum Ausdruck bringen sollten, daß die alten Leibdragoner an der sportlichen Arbeit der Jugend reges Interesse haben. Den Pokal gewann zum erstenmal die Spielervereinigung 1900 Gießen. Der Abend vereinigte eine große Anzahl von Kameraden und deren Familienangehörige sowie Vereinsfreunde zu einem Festkommers in der Turnhalle. Der Vorsitzende, Kamerad Emil Eidmann, gab in seiner Begrüßungsansprache einen Ueberblick über das zehnjährige Wirken des Vereins ehem. hess. Leibdragoner des Kreises Gießen und sei erwähnt, daß der Verein heute rund Erinnerungen an die Besatzungszeit. 1. Fortsetzung. Unsere Zelle mündete nämlich mit der Oberlichtseite in den mit Grünanlage bepflanzten Vorhof. Um 7 Uhr früh läutete es, je Zugabe Brot. In gleicher Zeit bot sich auch die Gelegenheit, das, was von diesem Verju ein Mann bekam einen Trinkbecher Kaffee, ohne jedoch eine Ce, auf die er in seinem Inn Wir stellten uns mit je zwei Mann auf und mußten erstmals die Zufall, daß ihm gegen Ende irgend einem Bedürfnis Rechnung zu tragen. Heraustreten!!! t hatte? Ein weiter Paß feire Wahrnehmung machen, daß man in der gleichen Nacht auch die Bewegung. Im Nu war er Wache im Mainzer Anzeiger ausgehoben hatte Unsere Abteior, Warriner, der ihm wie lung war dadurch auf 100 Mann angewachsen. Unser Marsch atte freie Bahn vor sich. Gejde hoch, und endete vor einem früheren Handwerkssaal. In diese glitt beim Versuch, zu remp führte durch ein Labyrinth von Gängen, verschiedene Treppen hen Verteidiger, und während Räumlichkeit brachte man uns zunächst unter, und einzeln wurdzielicher schoß, entging er such des zweiten Verteidigers mit der Präzision einer Gewo den die Personalien festgestellt. Es mochte unterdessen 4 Uhr geworden sein, außer dem Trinkbecher Kaffee am Morgen hatte man uns noch nichts verabsolgt. Da wir von abends um 9 Uhr -erschien den Hollywood- Leve bis andern Tags 4 Uhr gehungert, machte sich in der Mageneine seltsame und beklagens gegend ein Rumoren bemerkbar, und wir ließen dies bei den Stürmer heutzutage an ein Militärs, die unsere Personalien feststellten, auch durchblicken. Canfen. Dieses Tor, aus ein Allgemein wurde auch über Schwellungen unter den Armen ge afenden Lauf geschoffen, ließ lagt, die durch das langanhaltende„ Hände hoch", das erst mit übergehen. Außer den Spiel der Einlieferung in das Militärgefängnis endete, hervorgerufen nen hatte. Der eine hieß Gam beförderte man dieselben in ein unteres Stockwerk en die Ueberraschung, als fie Kanonier" Gage, der Traine 5 wenn der heilige Nitolaus tte, auf den wir folange gema onier". Aber hier fommt grunzte der Manager. kurz und bündig.„ Salt ihn en. Biete ihm die halbe Erde aber lasse ihn nicht mehr for Jung folgt. mor el bringt es an den Tag. en lieber Freund. Saft du e ie im vorigen Monat verreift a wurde. Nachdem circa die Hälfte der Gefangenen vernommen, Die Ge= fängnisleitung war so liebenswürdig, uns mit einem Napf Pelltartoffeln und Salz zu bewirten. Es sei hier besonders erwähnt, daß die Kartoffeln talt waren und auf den Mann ungefähr 4 bis 5 Stüd tamen. Dadurch, daß man uns sämtliche kleinere Gegenstände, wie Uhren, Geldbörsen, Feuerzeug und auch das Taschenmesser bei der Personalienfeststellung abgenommen, mußten wir die Kartoffeln mit den Fingernägeln schälen. Man stellte noch zwei Blechtannen in die Nähe mit dem Hinweis Wer Durst hat, fann einmal Rotwein trinken". Der französische Rotwein entpuppte sich aber als Leitungswasser. Im Anschluß an das opu= lente Essen brachte man uns in den Gefängnishof, wo wir zu 3weit gepaart mit vier Schritt Abstand unseren Kreislauf begannen. Stunden mochten wir wohl so verbracht haben in diesem Einerlei, ich passierte mit meinem Partner gerade eine Tür, aus der man uns zurief, einzutreten. Unter der Aufsicht eines Sergeanten brachte man uns in ein Vernehmungszimmer, wo wir einzeln von einem Kriminalbeamten über unsere Angelegenheit vernommen wurden. In meiner Brieftasche, die der Mitgliedskarte der Deutschen Turnerschaft noch eine Mitgliedsfarte der Volkshochschule und ein Militärbild aus der Zeit der englischen Offensive in Flandern. Nach Gutachten des Kriminalbeamten sollen diese Argumente den Wahrheitsbeweis erbracht haben, daß unsere Versammlung oder Zusammenkunft in der Druderei der Tageszeitung eine bestimmte politische Richtung verfolgt habe. Gegen diese Auffassung verwahrte ich mich ganz zu Hause gewesen sei. Seut Vernehmende aus einem Regal zog, befanden sich außer einer tzig Pfennig!" auch recht, Titht auf Bigamie?" antwortete der Kandidat O Malho, Rio de Janei ,, Gießener Zeitung" 300 Mitglieder zählt. Er gedachte weiter der gefallenen und verstorbenen Kameraden in der üblichen ehrenden Weise. Die guten Ausführungen schlossen mit einer Strophe des Deutschlandliedes. Zur Verschönerung trugen neben dem Trompetertorps noch Fräulein Milli Beil und der ,, Quartettverein" GieBen bei. Der Pfingstmontag wurde eingeleitet durch drei Ständchen des Trompeterkorps, der sich eine Gefallenenehrung und ein Festgottesdienst, letzterem wohnten mehrere tausend Menschen bei, anschloß. Es folgte eine in der früheren Regiments- Uniform gerittene historische Festquadrille, die Erinnerungen an das alte stolze Heer wachriefen. Ein Festzug bewegte sich dann durch die Stadt und ein schönes Bild boten hier die verschiedensten militärischen Formationen. Den Mittelpunkt der Nachmittags veranstaltung in der Turnhalle bildete die Festansprache des Bundespräsidenten Kam. Rittmeister a. D. Dr. Châlons, die ausklang mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland und dem Absingen des Deutschlandliedes. Eine Anzahl von Vereinen und Organisationen überbrachten Glückwünsche, so für die Kriegerkameradschaft ,, Sassia" Kamerad Bezirksvorsteher Prof. Dr. Kraemer- Gießen. * Vom hessischen Landtag. Aus Darmstadt wird gemeldet: Als Nachfolger des in der letzten Woche verunglückten Landtagsabgeordneten, Bürgermeister Jost- Bermuthshain, wird nach amtlicher Meldung nunmehr der Landwirt Friedrich Wilhelm Stein in Stumpertenrod in den Landtag eintreten. * Die Gartenhauseinbrecher. Der Einbrecher Ludwig Bock aus Bergheim a. d. Eder, der hier mit einem Komplizen eine außerordentlich große Zahl von Gartenhauseinbrüchen verübte und schließlich erwischt wurde, während sein Mittäter entfam, gestand der Polizei, daß von der reichen Diebesbeute nichts nach Frankfurt verbracht worden sei, sondern die Sachen im Wald Beim Nachsuchen wurden bei Lich vergraben worden waren. denn auch die Gegenstände, unter ihnen das angeblich nach Frankfurt verschleppte Koffer- Grammophon, aufgefunden. Nach dem zweiten Einbrecher wird noch gefahndet. * Fundsachen- Versteigerung. Am Mittwoch, dem 3. Juni 1931, 14 Uhr, werden auf dem Polizeiamt, Landgraf- Philipps: Platz 1, beim Polizeiamt abgelieferte und noch nicht abgeholte Fundgegenstände öffentlich gegen Barzahlung versteigert. * Monatsbahnsteigkarten. Vom 1. Juni ab werden von den Bahnhöfen Erlaubniskarten zum Betreten der Bahnsteige ausgestellt, die für einen Kalendermonat gelten und 5 Mk. fosten. Die Karten laufen auf den Namen einer Person und müssen mit Lichtbild und Unterschrift versehen sein. * Gefahren des Badens. Die herannahende Sommerzeit mit ihrem umfangreichen Freibadebetrieb läßt es angezeigt erscheinen, auf die Gefahren hinzuweisen, die mit dem Baden an unbeaufsichtigten und verbotenen Stellen verknüpft sind. Es muß dringend vor der Benutzung solcher Stellen zum Baden ( gewarnt werden. Der Mangel an Hilfseinri htungen, plötzliche Tiefen im Flußbett, Versumpfung und Verkrautung des Bodens, Steilheit des Ufers usw. geben häufig Anlaß zu Unglücksfällen, die in den letzten Jahren einen erheblichen Umfang angenommen haben. Aufgestellte Warnungs- und Verbotstafeln, die auf die Gefährlichkeit des Badens an der betreffenden Stelle hinweisen, müssen durchaus beachtet werden. * Ein Landesverband der hessischen Blinden gegründet. Zur Wahrung der Interessen der Blinden im Freistaat Hessen ist ein Landesverband der hessischen Blinden gegründet und in das Vereinsregister eingetragen worden. Es empfiehlt sich jedem Blinden, diesem Verband beizutreten und sich an der Landesversammlung am Sonntag, dem 7. Juni, im Saale des Feierabend" in Darmstadt zu beteiligen. Direktor Schmidt von der Blindenanstalt Friedberg wird über Blindenbildung, Blindenausbildung und Blindenfürsorge sprechen. * Die Deutsche Vereinigung für Krüppelfürsorge hält ihren diesjährigen Kongreß vom 9. bis 11. Oftober in Gießen ab. entschieden und erklärte, daß unsere Schutzwache nur den Zweck verfolgt habe, die Auszahlungen der Angestellten und Arbeiter für die laufende Woche sicher zu stellen. Ferner protestierte ich gegen die Haft und bat ihn, mich vor den Untersuchungsrichter zu führen. Mit dem Bemerken ,,, Sie haben gegen den Befehl der Besatzungsbehörde verstoßen, indem Sie nach 9 Uhr noch eine Versammlung abhielten", wurde ich entlassen und von dem Sergeanten auf 3elle 522 gebracht.. Es dauerte nicht lange, da erhielt ich Gesellschaft, so daß ich mit einem Leidensgefährten für die Zukunft die Zelle teilte. Das Tagesprogramm füllte sich wie folgt aus, 7 Uhr Wecken, Zelle reinigen, 8 Uhr Kaffee ohne Brötchen, 11 Uhr Mittagessen. Das Mittagessen setzte sich aus einem Napf Suppe, einem Stüd Brot und einer kleinen Fleisch portion zusammen. Für den Nachmittag gab es weiter feine Abwechselung, bis es um 7 Uhr abends wieder die obligatorische Suppe gab. Das Essen war nicht unübel, aber zu wenig. Audie Suppe aus dem Napf zu schlürfen, resp. mit den Fingern berdem gab man uns fein Bested, so daß wir gezwungen waren, nachzuhelfen. Waschwasser war da, aber keine Gelegenheit zum Abtrocknen, so daß das Taschentuch hier helfend einspringen mußte. Seife, Kamm und sonstige Toilettengegenstände bestanden für uns nur in der Fantasie. Bei der morgendlichen Entleerung des Bedürfniseimers hatte man Gelegenheit, auch einmal ein Wort unter uns zu sprechen. Allgemein flagte man über Hunger und über Langeweile, sowie das Bedürfnis nach frischer Luft. Wir einigten uns dahin, daß wir bei der Verteilung des Mittagessens uns bei dem aufsichtführenden Sergeanten beschwerten. Wie weit von der Beschwerde Gebrauch gemacht wurde, entzieht sich meiner Kenntnis, da das Essen zellenweise verteilt und immer die Tür wieder abgeschlossen wurde. Nach dem mein Napf gefüllt, erklärte ich dem Sergeanten kurz, daß ich gegen meine Haft protestiere und verlange, vor den Untersuchungsrichter geführt zu werden, ich protestiere ferner gegen die ungenügsame Verpflegung und verlange, daß ich mich täglich mindestens 20 Minuten in freier Luft bewegen dürfe. Als ich geendet, sagte er: ,, und was willst du noch? Du hier wie in Pension, nichts travaille und bodu menage". Dabei erhielt ich einen Kinnhafen, daß ich in die Zelle taumelte und mein Egnapf sich über den Fußboden ergoß. Ehe ich überhaupt wußte, woran ich war, war die Tür wieder verschlossen und ich hatte Zeit und Muße, über das Vorgefallene nachzudenken. Ueber das Vergeb liche meines Protestes war ich flar, umso erstaunter war ich jedoch am darauffolgenden Morgen, als wir in den Hof beordertwurden und zu zweien mit Abstand unseren Morgenspaziergang machen konnten. Von diesem Zwischenfall an hatte man auf mich ein besonders scharfes Auge. So vergingen ungefähr 8 Tage einer wie der andere, von meinen Angehörigen hörte ich so wenig, wie diese von mir. Wohl wußten sie, daß ich verhaftet war, wohin wir allerdings verbracht wurden, entzog sich ihrer Kenntnis. Ausgangs der zweiten Woche besuchte uns ein Delegierter des Roten Kreuzes, fragte nach unserem Ergehen, und ob besondere Wünsche vorliegen würden. Herr Dr. von Hymmen war von einem Dolmetscher begleitet, der unsere Unterhaltung Nr. 43 Eine große Anzahl Fachwissenschaftler Deutschlands und des Auslands wird zu dieser Tagung hier anwesend sein. In Verbindung mit dem Kongreß soll die von dem Hessischen Verein für Krüppelfürsorge in Gießen unter der Bauleitung des Stadtbaurats Graoert errichtete orthopädische Klinik, die in Verbin dung mit der Universität Gießen arbeiten wird, eingeweiht werden. * Reichsarbeitsgemeinschaft deutscher Föderalisten. Heute und morgen findet im Hotel„ Hindenburg" die Frühjahrstagung der Reichsarbeitsgemeinschaft deutscher Föderalisten statt. Der geschlossenen Beratung am Samstag folgt am Sonntag eine öffentliche Versammlung, wobei namhafte Persönlichkeiten sprechen werden. Vorträge werden gehalten u. a. von Geh.- Rat Dr. Sommer- Gießen, Prof. Dr. Hans Pfeifer- Emmendingen und Universitätsprofessor Dr. Rudolf Henle- Rostock. * Gartenbesitzer, laßt eure Sträucher nicht durch den Zaun wachsen! Die oft mit Stacheln und Dornen besetzten vorstehenden Zweige lönnen Augen verletzen, Kleider zerreißen und sind ein Hindernis für Vorübergehende. * Von der Jagd. In Hessen beginnt nach einer ministerielsen Anordnung die Schußzeit der Rehböde am 1. Juni; an dem gleichen Tage beginnt die Schonzeit der Fasanenhähne. * Die Einfuhr an Getränken, in der Hauptsache Wein ( weitaus überwiegend), Bier und Branntwein, wies nach ,, Wirtschaft und Statistik", 2. April- Heft, einen Wert von 45,6 Millionen Mark auf. Das abgelaufene Jahr zeigt gegen die drei vorhergegangenen Jahre einen erfreulichen Rückgang auf. Dennoch ist dieser Betrag noch immer wesentlich über 1926. Im verflossenen Quartal dieses Jahres belief sich die Einfuhr an Wein 8,084 Millionen Mt., an Bier auf 749 000, an Branntwein auf 552 000 Mart. Mit Rücksicht auf die einheimische Industrie und unsere Armut sollte diese Einfuhr ganz unterbunden werden. Rettigsaft, ein Mittel gegen Gallensteinkolik. Die Naturheilmethode wendet zur Heilung von Krank heiten, wie schon ihr Name sagt, natürliche Mittel, d. h. wie siie die Natur bietet, an und hat mit Kurpfuscherei nichts za tun. So empfiehlt sie u. a. zur Beseitigung der Gallensteinfolik den Saft von Rettigen. Geschälte Rettige, schwarze oder weiße, werden mittels Reibeisen oder Reibmaschine fein zerrieben und der erhaltene Brei durch ein sauberes Tuch gedrückt. In den ersten Tagen trinkt der Krante täglich eine halbe bis ganze Tasse davon; nach und nach seigt man mit der Menge bis zu zwei Tassen täglich. Diese Menge wird 2 bis 3 Wochen beibehalten, um dann nach und nach wieder herunterzugehen. Die Kur dauert gewöhnlich sechs bis acht Wochen, dabei sind die Urinausscheidungen des Kranken zu betrachten. Wahrscheinlich übt der Rettigsaft auf die Secretion der Galle einen fördernden Einfluß aus und hebt die entzündungswidrige Eigenschaft der Galle auf, so daß die Steine nicht weiter wachsen oder sich umbilden und die Schleimhaut sich nicht entzündet und anschwillt. In Süddeutschland, wo der Rettiggenuß viel größer Sch. ist wie im Norden, gibt es weniger Gallensteinfranke. Aus Rab und Fern. Nah Bad Nauheim. Die Weihe der Danteskirche vor 25 Jahren wird am 21. Juni d. Jahres gefeiert werden. Das Programm sieht u. a. einen Festgottesdienst und nachmittags eine Gedenkfeier in der Dankestirche vor, bei der Prälat D. Dr. Diehl über die kirchliche Vergangenheit von Bad Nauheim sprechen wird. Bad Nauheim. Das Verkehrsamt der Bad- und Kurverwaltung teilt mit, daß bis zum 28. Mai der Gesamtbesuch 10 002 Gäste betrug, darunter 1410 Ausländer. Anwesend am 28, Mai waren 4004 Gäste. | sehr aufmerksam verfolgte. Meine Beschwerden über unzulängliches Essen, Fehlen von Eßbested, Handtuch, sowie die Unmöglichkeit, mit seinen Angehörigen in Verbindung zu treten, versprach er auf dem schnellsten Wege zu regeln. Tags darauf tonnten wir uns schon in den Besitz von einem Suppenlöffel und Handtuch setzen, außerdem erhielten wir ein Kuvert und Briefbogen, mit dem Hinweis, daß wir einmal in der Woche unseren Angehörigen schreiben tönnten, die Briefe aber offen bleiben müssen, da dieselben durch die Zensur gingen. So war wiederum eine Woche vergangen. So allmählich fügte man sich in sein Schicksal. War ursprünglich die Hoffnung, daß wir mit Ablauf eines jeden Tages wieder aus der Haft entlassen würden, so mußte man bald die Feststellung machen, daß wir ganz der Willfür der Franzosen ausgeliefert waren. Unsere Gefangenschaft fonnte noch Wochen oder auch Monate dauern. Im Laufe der dritten Woche erhielten wir durch die Vermittlung des Roten Kreuzes und auf Kosten der Stadt ein Laib Brot, ein kleines Camemberttäschen, ein paar Frankfurter Würstchen und eine Handvoll Rauchmaterial. War das ein Schmausen. Verschiedene hatten am Abend aber auch teinen Krümel mehr von diesen Leckerbissen. Was die besonders starten Esser waren, tranten zu ihrem Laib Brot noch eine Kanne Wasser, so daß sie am folgenden Morgen mit Magenbeschwerden zu kämpfen hatten. Durch die Vermittlung des Roten Kreuzes war es auch unseren Angehörigen möglich, fleine Pakete mit Butter, Lebensmittel für uns abzugeben. Fettigkeiten wie Wurst und Schmalz wurden allerdings schon bei der Abgabe von den Franzosen wieder an die Angehörigen zurüdgegeben, so daß es meistens mit Brot oder Kuchen, eventuell auch Obſt sein Verwenden hatte. Bei unseren täglichen Spaziergängen im Gefängnishof hatten die Franzosen ihr größtes Vergnügen, Leute mit besonders üppigem Haarwuchs ausfindig zu machen. Dieselben wurden in die Hände eines Scheinfriseurs gespielt. der dem Opfer dann den Stalp raubte. 3weimillimeterschnitt, dazu noch Treppenverschönerung, die Kerls sahen mitunter aus wie die Galeerensträflinge. Lange war ich den Peinigern aus den Augen gegangen, doch eines Tages erschöpfte sich das Refervoir, und auch ich tam an die Reihe. Selbstverständlich widersetzte ich mich ihrem Anliegen und gab ihnen zu verstehen, daß ich mir meine Haare in der Stadt schneiden ließ. Diesem Verlangen stand man nicht im Wege, und in sehr liebenswürdiger Weise forderte man mich auf, mit einem Soldaten in die Stadt zu gehen. Durch ein etwas laut gefallenes Wort wurde ich jedoch stuhig und konnte mich des Eindruds nicht erwehren, daß sie mit mir etwas Besonderes vorhatten. Als ich mit dem Begleiter im Parterre war, wies mir derselbe eine Tür, ich öffnete einen dunklen Raum, ein Stoß in den Rücken, und im gleichen Moment war auch die Tür wieder verschlossen. Das vorher aufgeschnappte Wort( Cachot) hatte seine Bestätigung gefunden. 24 Stunden dauerte der Spezialhaarschnitt und zeichnete fich besonders dadurch aus, daß die Verpflegung völlig ausblieb. Samstag, den 30. Mai 1931 Schotten. Auf der Herchenhainer Höhe ist der Segelflugbetrieb seit einiger Zeit wieder groß im Gange. Aus Frankfurt a. M. weilt zur Zeit die Fliegergruppe der Berufsschule 1 Frankfurt- West mit sechs Flugzeugen auf dem Uebungsgelände. Schlitz. Die für die Vorbereitung und Durchführung des mit einem Wertungssingen verbundenen 75jährigen Jubiläumsfestes des hiesigen Gesangvereins bestimmten Ausschüsse haben ihre Arbeit aufgenommen und sind eifrig dabei, der geplanten Veranstaltung eine würdige Ausgestaltung zu geben. Darmstadt. Wegen Beleidigung des ehemaligen thüringischen Ministers Frid wurde der Verleger der Wochenschrift ,, Datterich," zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Verurteilte hatte behauptet, daß der Minister als seine erste Amtshandlung sich seine Pension gesichert habe. Auerbach. Am 3. und 4. Juni, findet hier die Hauptversammlung der hessischen Missionskonferenz statt. Für die Tagung haben bedeutende Redner des hessischen Missionswesens ihr Erscheinen zugesagt. Bingen. Der hessische Städtetag hielt hier eine nichtöffentliche Sigung ab. Besonders die finanzielle Notlage der hessischen Städte wurde eingehend debattiert und ihre Ursachen ausführlich besprochen. Auch über Maßnahmen zur Behebung der Arbeitslosigkeit wurde verhandelt mit dem Ergebnis, daß nur entsprechende Regierungsmaßnahmen und die Hilfe des Reiches hier Abhilfe schaffen können. Rüdblick auf die 4000 Km. Deutschlandrundfahrt. Nach Beendigung der ersten internationalen DeutschlandRundfahrt verlohnt es sich, auf dieses bisher größte radsportliche Ereignis in Deutschland zurückzublicken. Schwere Strapazen hatten die 36 Teilnehmer, die sich am 3. Mai in Rüsselsheim am Main dem Starter für die internationale DeutschlandRundfahrt stellten, zu überwinden. Elf Fahrer erreichten am 24. Mai in Rüsselsheim das Ziel nicht. Sie schieden vorher durch Erkrankung oder Sturz aus. Die übrigen 25 Fahrer haben diese 4000 Km.- Fahrt, die durch alle Gaue Deutschlands führte, glänzend überstanden und erneut den Beweis erbracht, welche Leistungen Radfahrer zu vollbringen überhaupt imstande sind. An u. für sich war diese Veranstaltung ein Triumphzug für den Radsport. Bei dieser Fahrt, zu der von allen Fahrern einheitlich und ausschließlich Opel- Straßenrenner verwendet wurden, sind außerordentlich hohe Anforderungen auch an das Material gestellt worden, denn derartige Zuverlässigkeitsfahrten bilden bekanntlich die besten Zerreißproben. Gesunde Küche im Juni. Wenn im Frühling und im Sommer die Natur das ganze Füllhorn ihrer Gaben über die Erde ausstreut, dann sollte sich besonders die Hausfrau dies für die Ernährung ihrer Familie zunuze machen. Im Juni sind es vorwiegend die faischen Gemüse, die die Grundlagen einer gesunden Kost bilden sollten. Spinat und Salat, Mohrrüben, Blumenkohl, Radieschen und Gurken sind jetzt billig und gut für die menschliche Ernährung wegen ihres hohen Gehaltes an Mineralstoffen und Vitaminen wertvoll. Diese kostbaren und für den Körper lebenswichtigen Stoffe dürfen aber nicht, wie es leider immer noch vielfach geschieht, durch unzweckmäßige Zubereitung vernichtet und weggeschüttet werden. Es ist falsch, Gemüse mit recht viel Wasser anzusetzen und tüchtig auszutochen, denn unter dem Einfluß der Hitze gerinnt dabei das Eiweiß, die Zellwände platzen und die Nährstoffe, insbesondere die wasserlöslichen Vitamine und Mineralsalze gehen ins Kochwasser über. Was übrig bleibt, ist ein saft- und kraft loses Gemüse, und wenn dann gar noch dieses Kochwasser in den Ausguß wandert, dann ist das Verbrechen am Gemüse vollendet. Richtig ist es vielmehr, Gemüse nun mit so wenig Wasser ,, Gießener Zeitung" anzusehen, daß gerade noch das Anbrernen verhütet wird, und es im eigenen Saft unter Zugabe von etwas Fett zu schmoren oder wenn möglich, überhaupt nur zu dünsten. Vor allem darf das Kochwasser nie weggeschüttet, sondern es muß zu schmackhaf ten Suppen oder Soßen verwendet werden. Besonders Kindern sollte man in der jetzigen Jahreszeit reichlich Gemüse zu essen geben, denn der kindliche Organismus bedarf der in den Ge= müsen enthaltenen Nährstoffe anz besonders. Selbstverständlich ist es notwendig, Gemüse und vor allem Salat vor der Zubereitung oder dem rohen Genuß sorgfältig zu säubern, um Verunreinigungen mit eventuell fran'machenden Bakterien nach Möglichkeit zu vermeiden. Dieselbe Vorsichtsmaßregel ist auch beim Obst unbedingt erforderlich, von dem uns der Juni vor allem Erdbeeren und Rhabarber beschert. Letzterer eignet sich zur Herstellung von schmackhaftem Kompott, von Suppen und besonders zur Bereitung von Rhabarber- Grüße, deren Nährwert durch Zugabe von Milch noch beträchtlich erhöht wird. Auch Erdbeeren in Milch sind im Monat Juni eine besonders nahrhafte Delikatesse, Erdbeeren mit Schlagsahne ein seltener Genuß für Ledermäuler. Gezuckerte Erdbeeren geben ein föstliches Kompott, und Erdbeersaft, dem Trinkwasser zugesetzt, bildet ein allgemein ge= schätztes Erfrischungsgetränk in der warmen Jahreszeit. Sehr beliebt ist auch die Verarbeitung der Erdbeere zu Marmelade, die als Brotaufstrich, als Füllung für Eierkuchen und dergleichen Verwendung findet. Leider müssen manche Mens gen den Erdbeergenuß mit einem start judenden, gelegentlich so, ar mit Fieber verbundenen Aus= schlag büßen. Es handelt sich dabei um eine bestimmte Form der Ueberempfindlichkeit gegenüber Stoffen, die in der Erdbeere enthalten sind, und Menschen, die unter solchem Nesselschlag leiden, bleibt nichts anderes übrig, als eben auf den Erdbeergenuß zu verzichten. Dr. T, K. - Schweißhände und Schweißfüße. Frage: Welches Mittel verwendet man gegen Schweißhände und Schweißfüße? Wirken diese Mittel nicht nachteilig auf die Haut? Antwort: Wenn man von Gewalt kuren absieht, so bringt Bekämpfung übermäßigen Schweißes der Haut keinen Schaden; völlig unterdrücken darf man die Schweißbildung nicht wollen. Es gibt zahlreiche gute Schweißmittel, die man nach der besonderen Gebrauchsanweisung verwenden soll. Zu den mildesten gehören die Schweißpuder; energischer wirken sogenannte Formalincremes. Schweißhände werden am besten häufig gewaschen und zwischendurch immer wieder mit einem guten Schweißpuder gepudert. Bei Schweißfüßen ist tägliches Baden, unter Vermeidung aller scharfen Zusätze, wie Soda und Pottasche, nötig. Nur ganz wenig milde Seife oder etwas Borar darf verwendet werden. Nach dem Waschen ist einzufetten mit einer sogenannten Präservativcreme, der auch das schmerzhafte Wundwerden verhütet und beseitigt. Ein billigerer Ersatz für Präservativcreme ist die bekannte Zinksalbe, die ebenfalls gut wirkt. In die Strümpfe, die am besten täglich zu wechseln sind, wird stets Schweißpuder gestreut. Bei sehr starker Schweißbildung ist einmalige Anwendung von Formalincreme am Tage zweckmäßig. Wanzen in der Mietwohnung. Rechte des Mieters. Der Beklagte hatte in dem im neueren Teile einer Großstadt belegenen Hause des Klägers eine Wohnung gemietet, aber davon Abstand genommen, sie zu beziehen, nachdem er festgestellt hatte, daß die Wohnung verwanzt sei. Der Verwalter des Hauses hatte sich zwar bereit erklärt, die Wohnung vor dem Einzug des Mieters durchgasen zu lassen, und so die Wanzengefahr nach Möglichkeit zu beseitigen, doch war der Beklagte nicht zum Beziehen der Wohnung zu bewegen; er focht viel mehr den Mietvertrag gemäß§ 119, Abs. 2 BGB. an, weil Nr. 43 er sich bei Abschluß des Vertrages über eine wesentliche Eigen schaft der Wohnung im Irrtum befunden habe. Der Eigentümer des Hauses strengte nun gegen den Mie ter die Klage auf Mietzinszahlung an, indem er zunächst be stritt, daß überhaupt Wanzen vorhanden gewesen seien und im übrigen darauf hinwies, daß etwa vorhandenes Ungeziefer durch die von dem Verwalter angebotenen Maßnahmen vernichter worden wäre und daß bei Abschluß des Mietvertrages dem beklagten Mieter keineswegs Wanzenfreiheit der Räume zugesichert worden sei. Der Anspruch des Klägers wurde jedoch vom Landgericht Frankfurt a. M. als unberechtigt abgewiesen Der Verwalter des dem Kläger gehörigen Hauses hat ausdrücklich zugegeben, daß die Vormieter die von dem Beklag ten gemietete Wohnung hätten verwahrlosen lassen, er hat auch dem Beklagten, der die Anfechtung des Mietvertrages erklärt hatte, das Recht zugestanden, später einzuziehen und den Mierzins von einem späteren Termin ab zu entrichten, und er hat sich ferner zu vorherigen Durchgasung der Räume erboten. Da nach ist ohne weitere anzunehmen, daß tatsächlich Wanzen in der Wohnung vorhanden waren. Es kann nicht darauf an kommen, daß dem Beklagten nicht ausdrücklich erklärt worden ist, die Wohnung sei ungezieferfrei. Das Vorhandensein von Wanzen beeinträchtigt die Eigenschaft einer Wohnung in ganz wesentlichem Maße, und es ist unbedingt davon auszugehen, daß der Beklagte die Wohnung nicht gemietet hätte, wenn er von dem Vorhandensein der Wanzen Kenntnis gehabt hätte. Dem nach ist die Anfechtung des Mietvertrages durch den Beklagten berechtigt und der Vertrag als nicht geschlossen anzusehen. Aber auch zur fristlosen Kündigung aus§ 542 BGB. wäre der Be klagte berechtigt gewesen, da ihm durch die Ueberlassung der mit Wanzen behafteten Räume deren vertragsmäßiger Gebrauch durch den Kläger nicht gewährt wurde. Es bedurfte auch keiner Fristsetzung zur Beseitigung des Mangels, denn es ist anzu nehmen, daß der Beklagte an dem Beziehen der Wohnung kein Interesse mehr hatte. Es war ihm nicht zuzumuten, seine Möbel in eine Wohnung zu bringen, die wenn auch in zwischen durchgast noch wenige Tage zuvor voller Wanzen war. - Eine Verpflichtung des Beklagten zur Mietzinszahlung kann nach alledem nicht in Frage kommen. Neue Bücher. Wie Arterien- Vertalkte gesund werden und bleiben. Von Dr. med. V. Behr. Preis 2.- RM. Bruno Wilkens Verlag in Hannover. Aus diesem soeben erschienenen Werkchen ist klar und verständlich zu ersehen, wie diese im Alter gefürchteten Schredgespenster gebannt werden können. Wir können unseren Lesern nur empfehlen, sich eingehend mit der Lektüre dieses Bu ches zu befassen, denn es wird vielen wertvolle Ratschläge und Verhaltungsmaßregeln mit auf den Weg geben. Die Reisenummer der Eleganten Welt( Verlag Dr. Selle Eysler A.-G., Berlin SW. 68) präsentiert sich als ein reiz volles Bademekum für alle Fragen, welche die Mode für die tommende Sonnenzeit aufwirft. Die letzten Schöpfungen neus zeitlicher Kleidungskunst stellen sich in vorzüglich ausgewählten Modellen vor. In der neuesten Nummer( N. 22) der ,, Münchener Illustrier ten Presse" finden wir sicher die interessantesten Aufnahmen, die je von einer französischen Präsidentenwahl gemacht wurden. Nach dem Süden führt uns der Aussatz„ Die Stadt der tau send Pyjamas“ In der Serie ,, Deutsche Köpfe" erscheint dies: mal der beste Kenner des klassischen Altertums: Ulrich von - Wilamowitz- Möllendorf. Die lustigen Zeichnungen von Karl Arnold behandeln das Thema ,, Achtung, Tonfilmaufnahme!" Verantwortlich: J. V.: G. Burgeleit, Gießen. Für Raucher: Chlorodont- Zahnpaste Verlangen Sie nur echt Chlorodont und weisen Sie jeden Ersatz dafür zurück. Sämtliche Drucksachen HAUSHALTUNGS- BÜCHER VERLOBUNGSANZEIGEN GRATULATIONS KARTEN für Familien, Vereine und Behörden wie STERBFALLANZEIGEN GEBURTS- ANZEIGEN EINLADUNGSKARTEN Tube 54 Pf. große Tube 90 Pf. MAN SCHREIBT HEUTE AUF OLYMPIA Industrie, Handel und Behörden kennen und schätzen die Vorzüge unserer Olympia SCHREIBMASCHINEN und BUCHUNGSMASCHINEN mit ,, SALDOMAT" Erleichterte Zahlungsbedingen Schreibmaschinen mietweise Europa Schreibmaschinen A. G. FRANKFURT a. M. Friedensstr. 2 Tel. Hansa 27326 12 Ffm. Erschein Bezugspreis 2 Redattionsschluß früh bung nicht verlan 4. Jahrg. Politif In den Monaten gereien und fonitigen icdenjten Teilen Deu und weit über 1000 le Sunday Times" dentende Köpfe mit de barer Zeit regneten, w eine Menderung des Der Reichspräsider m Dr, Curtius zum Der preußische G Sinifter Dr. Dent ha feld fein Abberufung Einer Einladung Kreuzer Königs tille in der Zeit jden Bejuch anläglic lindischen Marine Auf der Reichstag e in Dresden wie Maftung Deutschland ges hin und forder In Sonntag nad Des 12 Reichsfrontiol mer teilnahmen. Der Weihe der neuen Sto Die Reichstagsin Montag eine Sigung ten eine Reihe von nd noch einmal nad fuf dem Sozial Rontag die E die Mehrheitsanträ Die Straitam jung des Reichste leidigung des Bo zu 1500 Mart Ge Angeklagten verw Zum Berater Zeit der durch die. iffe der Holländer Nach langem 3 e Fälschung des Berichtigung di Der spanische J klstitel und Adel hen werden dürfe Strechte irgendwel 6000 Spanische S Selen, Darunter befi ionsgenerale und In Rumänien fa Batt, die in Butaref nahmlosigkeit der Be Die Rotvere Die Beratunger Onung gehen dem mmelte sich das S ten Nachtstunden die noch strittige Mit einem endg Mittwoch, Am Mitt burg den Reichstan ausgearbeiteten gefe gut unterrichteten p Seröffentlichung vor Roche, zumal anzun ung mit der gewoh ung eingehend Reidstanzler D g in Gegenw sinnenminister Reichsverfehrs henperbände der es, bes Allgemeine bes der höheren Die Rotperordnung Seamtengehälter en en Rangler über di entstanden ist. Dem uf den großen Er liefert immer schnell, gut und preiswert ALBIN KLEIN GIESSEN Vertreter und Liefere frei Haus natürliches Wiederverkäufer Mineralfür tonfurrenzlosen Haushalts Artikel, Flasche D. R. P., an allen wasser mit Kohlensäure verstärkt, die Plätzen gesucht. Mo- große Einheitsflasche nur 16 Pfg., natsverdienst bequem 12 Pig., Probeflasche gratis. Großabnehmer 3-500 M. Bewerbg.: billiger. Melchior, Mineralw.- Vertrieb Werdohl i, W. Postfach 30. Groß- Karben in Hess. Ueberall richten wir Günstige Einnahmequellen für alle Bez.- Fil. ein u. such. arbeitslosen Herren in allen Städten, ie eine zuverl. Person, Gemeinden und Bezirken. Näheres Beruf gleich, als Bedurch G Albin Klein, Gießen, Südanlage 21. zirksstellenleiter. Kapital u. Laden nicht erford. Dauernd hoh. Eint. Bultos- Indu strie Trier HD. 2. Vertreterbesuch unverbindlich Jeder kluge Geschäftsmann benutze die überall beliebten Reichssteuer- Kaffebücher von Albin Klein, Gießen Bevoritehenden Bem jamtlage bin. Er andere Boltstlajien otonung getroffen diejes neue Opier Die Tage bis außenminifters na über die Notveror