Nr. 68 en- wer will aud plagen, bei seiner überrannt zu wet zu Hilfe gelommen en Schaden erlitten Hilfe bei Unfällen gehen und nicht Be Vill man etwas Be Injallmeldestelle oder In dichten Strömen , wer würde jo viel Familie eingefeilt: ungen an der Hand, dem Arm! Plötzlich Schon ist der Kleine Boden gestoßen und erden. Die Mutter ter schimpft, die Um milie in einer stilleren Der erwartete, chöne e geworden. Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. - Politische Rundschau. Der, Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung über das Inkrafttreten der Reichsaufsicht über die privaten Bauparlassen ab 1. Oktober 1931. rn und Gebrechlichen Auf Einladung des Reichsarbeitsministeriums und des eren gefundheitlichen Reiche ministeriums des Innern hat gestern eine Besprechung über älle den Erwachsenen die diesjährige Winterhilfe der in der Deutschen Liga für freie Wohlfahrtspflege zusammengefaßten Spizenverbände statige= funden. totgeränderte Schild Der Unterricht it große Schar Kinder inde stieben, bleiben Bichtiges zu erzählen o daß sie den Verkehr Se stehen oft gerade uche spazieren; denes chiebt, ohne ein Won keit ein Mädchen ein ein Radfahrer( des Tur die Automobili überfahren. Entra ufpassen, die Kinder weiter. Auch der Radunigft das Weite. id, umdrängt von der dastehen. Leute eilen fzulejen! Unzuverlässigkeit der ermeidbaren Verlie Rüdsichtslosigkeit b eine Verkehrs ebracht werden! 2. Schröer. geb. 4,80 R.- Mt eine Lejeprobe tote betenden Apoftelhande S neuen Roman liek Stoman". Dem dur ich streden sich über Die fordernden Händ von Schmieds Mu harmlosen Landfrei elore und die erschüt e auf dem Operations große Frage nach Go Seite. Wohl durch Heimat den Rom über diesem dichter Bt sich nicht alles it gut jo,- Sayid die Mehrzahl al ahr zu Jahr stärke e wächst die Ausein nd der Maschinentre 3weifrontentampf fchewifierung der Ed ampf der Bauern n der neuesten Num Presse". für Gefundheitspfle 2,20 RM. Hauser 21. Einen recht int Die Maßnahmen der preußischen Regierung werden vorausfichtlich in ihrer Tragweite noch über die Maßnahmen der banerischen Regierung hinausgehen, die bereits am Donnerstag in einer Notverordnung Gehaltstürzungen, eine Schlachtsteuererhöhung, eine Beförderungssperre und eine Wohlfahrtsabgabe verfügt hat. Am Donnerstag hat der angekündigte Empfang des Führers der Deutschnationalen Volkspartei, Dr. Hugenberg, durch den Reichskanzler Dr. Brüning stattgefunden. Der Kreditausschuß des Paneuropaausschusses in Genf hat jeinen Bericht über die internationale Finanzlage abgeschlossen. Rach den bisherigen Inhaltsangaben soll er sich vollkommen mit der französischen Auffassung decken und z. B. keinerlei Hinweis auf die Reparationsfrage enthalten. In Genf erwartet man in den nächsten Tagen ein Schreiben hendersons, worin dieser aus Anlaß der jüngsten politischen Entwicklung in England sein Amt als Präsident der Abrüstungstonferenz wieder dem Völlerbundsrat zur Verfügung stellen wird. Die englische Nationalregierung hat als erste Sparmaßnahme einen Gehaltsabbau bei 300 000 Beamten ab 1. September beschlossen. Die Kürzung schwankt je nach der Gehaltsklasse zwischen 1 und 5 Schilling je Woche. Zum neuen Führer der Unterhausfraktion der englischen Arbeiterpartei ist, an Stelle Macdonalds der frühere Außenminister Henderson gewählt worden. Gandhi fährt trotz aller Widerstände zur Londoner Indien Konferenz. Die Ablehnung der polnischen Vorschläge für den Abschluß cines russisch- polnischen Nichtangriffspattes hat in Moskau gro= ges Aufsehen erregt. Die Militärrevolte in Lissabon ist nach schweren Kämpfen ven den regierungstreuen Truppen niedergeschlagen worden. Der frühere japanische Ministerpräsident Hamagutschi ist an den Folgen der Verlegungen, die er bei einem Attentat vor neun Monaten erlitten hatte, gestorben. Der Präsident von Ecuador hat seinen Rüätritt erklärt. Belutschistan ist von einem schweren Erdbeben heimgesucht worden. Das Erdbebenzentrum liegt in Quetta, wo schwerer Ghaden angerichtet wurde. Für die Heerführer der bayerischen Armee wurden in der Feldherrnhalle in München zwei Gedenktafeln enthüllt. Der Zechenverband in Essen hat das Lohnabkommen für die Ruhrbergarbeiterschaft für Ende September gekündigt. Sparaftion. Der Reichsfinanzminister hat jetzt den Ländern die angefündigten Richtlinien zu der Notverordnung des Reichspräsidenben zur Sicherung der Haushalte von Ländern und Gemeinden ibersandt. Die Richtlinien beschränken sich auf die Empfehlungen derenigen Maßnahmen, die von den Ländern und Gemeinden selbst u treffen sind. Sie gehen davon aus, daß die Haushalte der Länder und Gemeinden unbedingt ausgeglichen werden müssen. De die Rechtslage in den einzelnen Ländern verschieden sei, misse sich das Reich auf allgemeine Richtlinien beschränken. Aus= lands: und Inlandsanleihen für Zwecke der öffentlichen Verwalung ständen in absehbarer Zeit nicht zur Verfügung. Da die Fürsorgelasten im Winter steigen würden, müsse dringend Voroige für einen unbedingten Etatsausgleich getroffen werden. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 29. August 1931 Aus dem Fälligwerden von kurzfristigen Schulden von Ländern und Gemeinden drohe eine besondere Gefahr für die öffentlichen Haushalte. Die Reichsregierung sei bereit, für die Gemeinden durch eine Umschuldungsaktion, deren Ausmaß und Verfahren noch vorbehalten bleiben müsse, helfend einzugreifen. Länder und Gemeinden würden sich bis dahin rechtzeitig mit ihren Gläubigern über die Verlängerung der Kredite zu einigen haben. Frankreich- Amerika gewähren England 1600 Millionen Mark Kredit. Paris, 28. 8. In den französisch- englischen Kreditverhandlungen ist eine grundsätzliche Einigung erzielt worden. Der französische Markt wird dem englischen Schazamt 5 Milliarden Franken gleich 40 Millionen Pfund Sterling teils als Kredit, teils als Anleihe zur Verfügung stellen. Einen Kredit, ebenfalls in Höhe von 40 Millionen Pfund Sterling, haben die amerikanischen Banken dem englischen Schazamt bereits zugesagt. Der Zinsfuß beträgt 4% Prozent. Man glaubt, mit dieser Summe ( insgesamt 1600 Millionen Reichsmart) jeder neuen Erschütterung des Pfundkurses vorbeugen zu können. Russische Vorausseßungen. Kowno, 28. Aug. Wie aus Moskau verlautet, hält die Sowjetregierung nach wie vor für etwaige Verhandlungen über einen Nichtangriffspakt mit Polen, an folgenden Voraussetzungen fest: 1. Der Patt wird nur mit Polen, ohne Einschluß irgendwelcher anderer Länder abgeschlossen. 2. Die Sowjetregierung garantiert feinerlei Grenzen. 3. Die Sowjetregierung behält sich alle Schritte gegenüber Besarabien vor. 4. Die Sowjetregierung erkennt keinerlei Ansprüche Polens in bezug auf Danzig an. 5. Die Sowjetregierung verlangt, daß im Falle eines Krieges zwischen der Sowjetunion und einem der polnischen Verbündeten Polen strenge Neutralität bewahrt. Hochverratsverfahren gegen Scheringer. Berlin. Der frühere Reichswehrleutnant Scheringer, der nur noch einige Wochen Festungshaft in Gollnow zu verbüßen hätte, ist am Freitag vormittag nach Berlin übergeführt und in das Untersuchungsgefängnis in Moabit eingeliefert worden. Es ist gegen ihn eine Untersuchung wegen Hochperrats eingeleitet worden. Wieder ein Polizeibeamter angeschossen. Hamburg. Am Mittwoch abend wurde ein 45 Jahre alter Polizeimeister angeschossen und schwer verletzt. Derselbe befand sich auf dem Wege zum Dienst und beobachtete fünf Personen mit Fahrrädern. Einer dieser Radfahrer kam auf ihn zu, rief ihm die Worte: ,, Hände hoch!" zu und feuerte sofort einen Schuß ab. Er brach zusammen und wurde mit einem Beckenschuß ins Krankenhaus übergeführt. Etwa fünf bis zehn Minuten später wurden einem Polizeibeamten, der versuchte, die Täter zu ermitteln, von einem Radfahrer die Worte zugerufen:„ Warte man, Jhr friegt alle noch was!" Auch dieser Radfahrer entfam in der Dunkelheit. Ein Finanzminister a. D. zu Gefängnis verurteilt. Bremerhaven. Das Schöffengericht Wesermünde- Lehe verurteilte den früheren Finanzminister Mecklenburgs und späteren Bürgermeister Karl Petersson aus Wesermünde, der Angehöriger der SPD. ist, wegen fortgesetzten Betruges zu neun Monaten Gefängnis. Die Anlegung der Berufs- und Wirtschafts- Statistik im Handwerk zum 1. Oktober 1931. Nach den Beschlüssen der Vorstände des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages und des Reichsverbandes des deutschen Handwerks vom 15. Juli 1930 und 5. August 1931 wird zum 1. Oktober 1931 mit der Einrichtung einer laufenden Berufsstands Statistik des Hindwerks begonnen. Der Zweck geht dahin, zuverlässige Zahlenunterlagen über die HandwerksKlein in Gießen Dieser Ausgleich könne in der Hauptsache nur durch Abstriche auf wirtschaft in fortlaufender Weise zu gewinnen, da die wirtes Vereinsmitgli Ausgabenseite erfolgen. Mit dem Einsetzen einer Sparattion größten Ausmaßes nisse daher sofort begonnen werden. Die Verordnungen der Bänderregierungen, die auf Grund der Notverordnung des die Ausgaben in Reichspräsidenten erlassen würden, unterlägen nicht den Vorch fort und ohne Bu driften der Landesverfassungen. Im Verordnungswege könne on dem bestehenden Landesrecht einschließlich des Landesverafungsrechtes abgewichen oder bestehendes Landesrecht aufgeoben werden. Was die Sparvorschläge im einzelnen betreffe, so gebe das ine Reihe beachtlichere Hinweise. chichtlich verwalt Finanz- und Wirtschaftsprogramm des Deutschen Städtetages xx Union Als Verwaltungsmaßnahmen fämen in Betracht: Einstel angssperre, Beförderungssperre, Stellenwechsel, Entlassungen In Kündigungen von Angestellten und Arbeitern, Verwendung On entbehrlichen Beamten an anderen Stellen. Des weiteYen werde entsprechend den Vorschlägen des Städtetages geprüft Derden müssen, inwieweit der Behördenapparat mit Rücksicht auf Brie zukünftige Finanzlage aufrecht erhalten werden könne. Die öffentlichen Mittel für Wohnungsbau und andere Bauaufgaben mmsten eingeschränkt werden. Auf dem Gebiet der WohlfahrtsPilge müssen vertretbare Einschränkungen vorgenommen werden. schaftspolitische Tagesarbeit nicht länger auf genaue Anhaltspunkte über den Umfang und die volkswirtschaftliche Bedeutung der Handwerkswirtschaft verzichten kann. Unberührt von der Einrichtung einer eigenen Statistik des Handwerks bleiben die Bemühungen der Spitzenvertretung, in die amtlichen Gewerbezählungen künftig Condererhebungen über das Handwerk einzuschalten; auch diesen Bemühungen dürfte in nächster Zeit der gewünschte Erfolg beschieden sein. Zwangsarbeit für Kinder. In Sowjetrußland wird auch den Kindern Zwangsarbeit diktiert. Infolge der massenhaften Ansiedlungen von Ingermanländern aus ihrer Heimat, herrscht dort ein großer Mangel an Arbeitskräften, sowohl für die Torfarbeit, als auch vor allem für die Ernte. Um diese Lücken auszufüllen, wurden aus Petersburg Tausende von Arbeitslosen geholt; da diese aber noch nicht ge= nügten, so wurde von den Behörden verfügt, daß alle Schüler, die augenblicklich Schulferien haben, unabhängig von ihrem Alter, und auch ohne Rücksicht auf Schwächlichkeit oder sonstige physische Mängel, zu den Land- und Torfarbeiten zu mobilisieren sind. Die Eltern wagen nicht zu protestieren, da dies underzüglichen Arrest zur Folge haben würde. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Plaz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 69 Steuerhinterziehung und ihre Folgen. Betrachtungen anläßlich der Steueramnestie. Mancher Steuerpflichtige wird sich in diesen Tagen die Frage vorzulegen haben, ob er von den Vorteilen der bis zum 31. August verlängerten Steueramnestie Gebrauch machen kann und soll. Zu diesem Zwecke ist es vor allem erforderlich, sich über den Begriff der Steuerhinterziehung Klarheit zu verschaffen. Der Begriff der Steuerhinterziehung mit ihren Folgen wird durch die Reichsabgabenordnung in den§§ 359 ff. geregelt. Derjenige, der zum eigenen Vorteil oder zum Vorteil eines anderen nicht gerechtfertigte Steuervorteile erschleicht oder vorsätzlich bewirkt, daß Steuereinnahmen verkürzt werden, macht sich der Steuerhinterziehung schuldig. Der Wortlaut dieses Paragraphen der RAD. ist geeignet, in viel weiterem Umfange Handlungen beziehungsweise Unterlas sungen als Steuerhinterziehung zu ahnden, als dies früher möglich war. Genügt doch heute beispielsweise eine absichtliche Verzögerung von Steuerzahlungen oder eine vorsätzliche Verhinde rung von Steuerpfändungen, um sich eine Anklage wegen Steuerhinterziehung zuzuziehen. Auch die Rechtsprechung des Reichsgerichts ist der weitgehenderen Auslegung des Begriffs der Steuerhinterziehung gefolgt, daß es im Interesse eines jeden Steuerpflichtigen, insbesondere der vielen zu Voranmeldungen und Vorauszahlungen verpflichteten, liegt, sich über die Gefahren zu unterrichten, denen er sich unter Umständen unbewußt aus: setzen kann. Steuerhinterziehung liegt selbstverständlich dann vor, wenn auf Grund einer falschen Steuererklärung die Steuer zu niedrig festgesetzt wird. Aber auch alle jene Fälle fallen hierunter, in denen andere Vorteile unrechtmäßig erlangt werden, zum Beispiel, wenn die Beitreibung einer Steuerforderung vereitelt wird oder wenn mit unerlaubten Mitteln eine Steuererstattung er: wirkt wird. Das Begriffsmerkmal des Erschleichens ist nach ei nem Urteil des Reichsgerichts das Bestreben, durch trügerische Machenschaften einen nicht gerechtfertigten Steuervorteil zu erreichen. Eine strafbare Steuerhinterziehung liegt jedoch nicht vor, wenn ein zahlungswilliger Schuldner unverschuldet nicht rechtzeitig Anmeldungen vornimmt oder zahlt. Die Absicht einer Steuerhinterziehung ist durchaus nicht erforderlich. Es genügt der Vorsatz des Steuerpflichtigen, das heißt das Bewußtsein, daß als Folge seiner Unterlassung eine Verkürzung der Steuereinnahmen eintreten werde. Den Steuerschuldnern ist die Jornahme der Anmeldungen und Vorauszahlungen als Rechtspflicht auferlegt. Die bewußte Nichterfüllung dieser Rechtspflicht begründet gegen den Steuerschuldner die Annahme einer Verschweigung seiner Steuerpflicht. Es ist nicht notwendig, daß der Steuerschuldner darauf ausgeht, endgültig Steuern zu verkürzen. Ebensowenig kommt es darauf an, ob er den Vorsatz gehabt hat, einen vermögensrechtlichen Schaden der Finanzverwaltung herbeizuführen oder deren wirtschaftliche Lage ungünstiger zu gestalten. Es genügt sein Bewußtsein, daß die Steuerbehörde zur gegebenen Zeit nicht in den Besitz der Voranmeldungen und Zahlungen gelangen werde. Demnach genügt allein Unpünktlichkeit in der Steuerzahlung, um wegen Steuerhinterziehung bestraft zu werden, es sei denn, daß eine unredliche Absicht seitens des Steuerzahlers nicht vorgelegen hat. Die unredliche Absicht zu beweisen ist aber nicht, wie sonst im Strafrecht üblich, Sache des Anklägers, sondern der Angeklagte muß nachweisen, daß ihm eine solche Absicht ferngelegen habe, wodurch seine Verteidigung naturgemäß wesentlich erschwert wird. erklärungen, auch unrichtige Angaben im Ermittlungs- und Nicht nur falsche oder unpünktlich abgegebene SteuerStundungsverfahren können als Steuerhinterziehung angesehen werden. Schreitet beispielsweise bei Nichtabgabe der Voranmeldung das Finanzamt zur Schäßung, und stellt diese sich später als zu niedrig heraus, so erfolgt nach dem Urteil des Reichsgerichts eine Bestrafung ,,, weil es nicht zu den Tatbestandsmerkmalen der Hinterziehung gehört, daß der Steuerfiskus in seinen Ansprüchen endgültig geschädigt werde, sondern genügt, daß der Steuerpflichtige am Zahlungstage das Bewußtsein gehabt habe, daß durch seine Zahlung Steuereinnahmen verkürzt worden feien." Ebenso darf niemand mehr von seinen Forderungen als uneinbringlich bezeichnen, als nach seiner Kenntnis der Verhältnisse zur Zeit der Abgabe der Steuererklärung tatsächlich uneirbringlich ist. Auch Stundungsgesuche sind streng wahrheitsgemäß zu begründen. Denn selbst wenn ein Stundungsantrag nicht genehmigt wird, so werden etwaige in demselben enthaltene wahrheitswidrige Begründungen als versuchte Steuerhinterziehung be straft. Die Nichtabführung fälliger Lohnsteuerabzüge wird vom Reichsgericht unter folgender Begründung als Steuerhinterziehung angesehen: Wenn der Unternehmer den Arbeitnehmern den ihnen nach Abzug der Lohnsteuer zustehenden vollen Betrag ihres Lohnes auszahlt, aus Mangel an Mitteln aber die darauf entfallende Steuer nicht abführt, dann hat er in Wirklichkeit nichts einbehalten, sondern den Arbeitern den vollen Betrag ausgezahlt, den er zahlen konnte. Von diesem Betrage aber und nicht von dem, den er den Arbeitern schuldete, hätte er einen Teil als Steuern abführen müssen." Samstag, den 29. August 1931. Die früher gültigen Strafandrohungen der verschiedenen Steuergesetze sind beseitigt. Die Steuerhinterziehung wird heate mit Geldstrafe bestraft, deren Höhe unbeschränkt ist. Bei Zöllen und Verbrauchsabgaben muß die Strafe wenigstens das Vierfache des hinterzogenen Betrages ausmachen, falls dieser festgestellt werden kann. Neben der Geldstrafe kann auf Gefängnisstrafe bis zu zwei Jahren erkannt werden. Hierzu können verschiedene Nebenstrafen hinzutreten. Wenn neben der Geldstrafe auf Gefängnis, oder wenn auf eine Geldstrafe von mehr als 500 RM. erkannt wird, kann angeordnet werden, daß die Bestrafung auf Kosten des Verurteilten öffentlich bekanntzumachen sei. Auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte für die Dauer von 1 bis 5 Jahren oder auf Unfähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter kann erkannt werden, wenn eine Gefängnisstrafe von wenigstens 3 Monaten festgesetzt wird. Außerdem ist auf Einziehung der steuerpflichtigen Erzeugnisse und zollpflichtigen Waren zu erkennen, hinsichtlich derer die Hinterziehung begangen worden ist. Falls eine wiederholte Verurteilung wegen Steuerhinterziehung stattgefunden hat, kann die Untersagung eines Betriebes oder der Berufsausübung erfolgen, wenn nämlich jemand in der Absicht der Steuerhinterziehung in seinem Betriebe oder Berufe Bücher oder Aufzeichnungen unrichtig führt, unrichtige Geschäftsabschlüsse vorlegt oder ähnliche arglistige Mittel anwendet, oder wenn jemand bei Betrieben, die der Steueraufsicht unterliegen, wesentliche Aufsichtsvorschriften verletzt. Der Versuch der Steuerhinterziehung pird wie die vollendete Tat bestraft. Ebenso wird wie der Täter bestraft, wer sich der Beihilfe oder Begünstigung seines Vorteiles wegen schuldig macht. Begünstigung wird begangen von dem, der nach Begehung der Tat dem Täter oder Teilnehmer wissentlich Beistand leistet, um ihn der Bestrafung zu entziehen oder um ihm die Vorteile der Tat zu sichern. Wird jemand zum dritten Male wegen Steuerhinterziehung, Versuchs oder Beihilfe bestraft, so tritt Gefängnisstrafe bis zu 5 Jahren ein. Nur bei Vorliegen mildernder Umstände kann auf Geldstrafe allein erkannt werden. Diese Ausführungen zeigen auf der einen Seite, daß der Begriff der Steuerhinterziehung durch die Reichsabgabenordnung außerordentlich weit gefaßt ist und daß andererseits die Bestrafung derselben sehr empfindlich sein kann. Jedem Steuerpflichtigen ist daher dringend zu empfehlen, nicht nur seine Steuererklärungen gewissenhaft abzugeben und Anfragen des Finanzamts wahrheitsgemäß zu beantworten, sondern auch der Begründung von Anträgen und Gesuchen alle Sorgfalt zu widmen. Soweit die Steuerpflichten schuldhaft verletzt worden sind, bietet die Steueramnestie weitgehende Möglichkeiten, von Strafe und Nachzahlungen freizukommen. Zahlen ohne Kommentar. Deutschland hat in den Jahren von 1924 bis 1930 20 Milliarden Auslandsschulden aufgenommen. Das ist ein Betrag, um den sich die Vereinigten Staaten in der Vorkriegszeit im Laufe von vierzig Jahren verschuldet hatten. Die Verschuldung des Reiches stieg von 1924 bis 1930 troß dauernder Steuererhöhungen! um rund 12,5 Mil liarden RM. Die Verschuldung der Gemeinden beträgt über 10 Mil liarden RM. Obwohl das deutsche Nationalvermögen um mehr als ein Drittel geringer ist als vor dem Kriege beträgt die gesamte öffentliche Belastung jetzt 30 Milliarden oder fast das Vierfache des Vorkriegsbetrages von 8,3 Milliarden. Die Rückwirkungen auf die Kapitalbildung ergeben sich von selbst. Johann Philipp Balms Erschießung. vor 125 Jahren am 26. August 1806. Eine der häßlichsten Gewalttaten aus der Zeit der Napoleonischen Zwingherrschaft in Deutschland ist die Erschießung des Nürnberger Buchhändlers Johann Philipp Palm, die auf unmittelbaren Befehl Napoleons am 26 August 1806 zu Braunau am Inn erfolgte Das vorher abgehaltene Kriegsgericht war die reine Tragikomödie, denn Napoleon hatte, wie wir sehen werden, dem Kriegsgericht seine Richtlinien" vorher bereits gegeben und diese lauteten auf den Tod durch Erschießen Vergegenwärtigen wir uns die damaligen Verhältnisse in Süddeutschland! Das Reich" war auseinandergebrochen Am 16. Juli 1806 war der Rheinbund gegründet worden, am 6. Auguſt 1806 hatte Kaiser Franz die Krone des alten heiligen Römischen Reiches teutscher Nation" niedergelegt Schon seit dem Beginn des neunzehnten Jahrhunderts und in dem letzten Jahrzehnt des vorhergehenden litt Süddeutschland unter den Kriegern mit der französischen Republik. Verheerende Truppendurchzüge Schlachten, Gefechte, Mord und Brand erfüllten die Jahre von 1796 bis 1809 und fanden erst im Oftober 1813 ihr Ende Trotz der verschiedenen Friedensschlüsse blieb Süddeutschland vor französischen Willkür- Akten nicht verschont Ein Ruf der Entrüstung ging im März 1804 durch Europa, als die Erschie Bung des Herzogs von Enghien bekannt wurde. Es war ein ungeheuerlicher Bruch des Völkerrechts! Der Herzog von Enghien, ein Enkel des großen französischen Feldherrn, des Prinzen von Condé, lebte als Emigrant in dem badischen Städtchen Ettenheim in stiller Zurückgezogenheit Unter dem Vorwande, daß er an einer Verschwörung der Bourbonen gegen den ersten Consul Napoleon Bonaparte beteiligt erscheine, wurde er in der Nacht zum 15. März 1804 auf deutschem Boden in Ettenheim durch französische Truppen verhaftet, nach Vincennes geschafft und unter triegsgerichtlichen Formen ermordet bezw im Schloßgraben am 20. März 1804 erschossen Die Einzelheiten der Verhaftung des Herzogs hatte der Korse selbst schriftlich angeordnet; er hat später behauptet, das Kriegsgericht sei durch die Vollstreckung des Todesurteils der von ihm beabsichtigten Begnadigung zuvorgekommen England, Rußland, Schweden und andere europäische Staa= ten erhoben Protest wegen dieser schreienden Verlegung des Völkerrechts! Auf dem Reichstage zu Regensburg aber ersuchte Baden auf Napoleons Befehl die Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen, und die übrigen deutschen Gesandten traten schleunigst ihre Ferien an um die Sache tot zu schweigen. Zwei Jahre später folgte ein neuer Justizmord, der wiederum auf unmittelbares Eingreifen Napoleons vollführt wurde, der den besiegten Neapolitanern gegenüber einst das Wort gesprochen hatte: Man gewinnt unterworfene Volker nicht mit Liebfofungen." Auf seine eigenhändige Anordnung ist diese Freveltat, die Erschießung des Nürnberger Buchhändlers Johann Philipp Palm, am 26. August 1806 zu Braunau zurückzuführen. Sein Brief vom 5. August 1806 den er aus Saint Cloud an den in München weilenden Marschall Berthier, seinen Generalstabs,, Gießener Zeitung" Neuordnung der Weltwirtschaft? Noch ist der Wendepunkt nicht erreicht; noch lastet die allgemeine Krise, spürbarer denn je, über dem Wirtschaftsleben der Völker. Die Kräfte der Abwehr scheinen jedoch allenthalben gewachsen zu sein. Die Erkenntnis gewinnt an Boden: die Krise, weltwirtschaftlich und weltpolitisch verursacht, bedarf auch ge= meinschaftlicher, internationaler Bekämpfung. Es geht auf die Dauer nicht an, sich mit kleinen Behelfsmitteln zu begnügen. Großzügiger und umfassender Vorkehrungen wird es vielmehr bedürfen, um das Ziel einer Gesundung der Weltwirtschaft zu erreichen. Eine solche Gesundung ist auch nicht möglich ohne Behebung der deutschen Wirtschaftsnot. Der Bericht des Baseler Sachverständigenausschusses, der sogenannte Layton- Bericht, gibt dem unzweideutig Ausdruck: zwar sei, so heißt es darin, eine bleibende Besserung der Lage in Deutschland nicht eher zu erwarten, als bis die Ursachen der allgemeinen Depression beseitigt seien. Auf der anderen Seite spiele Deutschland jedoch im Wirtschaftsleben der Welt und insbesondere Europas eine so bedeutsame Rolle, daß solange sich die Lage in Deutschland nicht bessere, es auch keine allgemeine Erholung von der gegenwärtigen Depression geben könne. Die Aufgabe, die allen Kulturvölkern zur Lösung gestellt ist, bedeutet nichts geringeres als: in das gegenwärtige Chaos der Weltwirtschaft neue Ordnung hineinzutragen. Im Brennpunkt der Lösungsversuche wird dabei vor allem die Frage der Reparationen und der politischen Schulden stehen. Denn diese Lasten waren es, von denen das Unheil mit in erster Reihe seinen Ausgang nahm. Ihre Abdeckung seitens der Schuldnerländer auf dem normalen Wege der Warenlieferung war unmöglich- Don - Nr. 69. mstag, den 29. Aug seine völlig untragbaren, in ihrer Höhe jeder wirtschaftlichen Vernunft widersprechenden Reparationslasten bis zum Beginn des Hoover- Schonjahres lediglich durch Aufnahme von Auslandskrediten abdecken können. Sonn Der Sonntag hat in heilige Bedeutung ve Als dieser Kreditstrom versiegte, ausländische Geldgeber so are entweihen. Ich nen gar, überſtürzt, große Beträge zurüdzogen, mußte Deutschland Bert, der gerade den G eine Schmälerung seines Goldbestandes und schwere volkswirts, was übertrieben wi schaftliche Schädigungen in Kauf nehmen. fei hier gemeint, fond huldigt und wie dadurd Jm ganzen gesehen, hat das System der politischen Schulden Gesundheit. Wo rohe und Zwangsleistungen nachhaltige Störungen des weltwirtschaft. der gesunde und ver lichen Geld- und Warenverkehrs hervorgerufen. Was insbeson. In den Klang der S dere die nachteiligen Rückwirkungen im Geldverkehr betrifft, soe je der Ruf nach dem haben sie ihren sichtbaren Niederschlag u. a. in der ungesundeng in der Harmonie vo Gläubigerländer der Welt, die Vereinigten Staaten und Frant. den und Finden bringen Verteilung der Goldvorräte gefunden. Die beiden wichtigsten mit seinen Feierstunder reich, sind es vor allem, die gleich mächtigen Magneten die das Bindemittel von Goldströme an sich gezogen haben. Frankreich z. B. hat allein beft juchen?- Entwinde seit Beginn dieses Jahres nicht weniger als für 819 Millionen Einfluß der Eltern u Milliarden RM. Frankreich verfügt heute bereits über rund rien nur nicht ausarten 9,6 Milliarden Währungsgold, die Vereinigten Staaten über gs nichts mehr übrig 20,8 Milliarden RM. Beide Länder zusammen besigen also etwa in Ziel und wer darü drei Fünftel des Währungsgoldes der Welt. Dieser Ueberfluß Sport und macht da RM. Gold an sich gezogen, die Vereinigten Staaten gar für 1,5 liegt zu einem wesentlichen Teil völlig brach und wird seinem eigentlichen Zweck, Handel und Wandel zu befruchten, entzogen. Von Herzen jei der J Das soll die Jugend Auf der anderen Seite hingegen, bei den Schuldnerländern, eſtunden dieses Tages herrschen Dürre und Mangel. intige Bestimmung nicht Ohne eine Lösung aller dieser Probleme wird eine Ueber eib, den der vernünftige anderen gewichtigen Gründen abgesehen, allein wegen der Hem- windung der allgemeinen Weltwirtschaftskrise nicht möglich sein. Raum bleiben für eine s Ihre Lösung aber ist nur zu erreichen bei grundsätzlicher Abfehr vom bisherigen System der Beitreibung politischer Schul den und Zwangsleistungen. mungen, die einer Ausweitung des Warenverkehrs durch die handelspolitischen Abwehrmaßnahmen namentlich der Gläubigermächte im Wege standen. Deutschland insbesondere hat daher Sanierung der Darmstädter Volksbank. Darmstadt. Am Donnerstag fand eine Stadtratssitzung statt, in der über die Sanierung der Darmstädter Volksbank verhan delt wurde. Der Stadtrat hat die vom 1. Ausschuß des Hessischen Landtags verlangte Rüdbürgschaft unter den dort gestellten Bedingungen übernommen. Durch diesen Beschluß wird ein mit der Darmstädter Bevölkerung verwachsenes Institut der hiesigen Wirtschaft erhalten. Infolge der nunmehr ausgesprochenen Garantie des Staates und der Stadt darf die Bürgerschaft das Vertrauen haben, daß die Darmstädter Volksbank, deren Schalter allerdings bis zur Bereitstellung der nötigen Zahlungsmittel noch einige Zeit geschlossen bleiben müssen, dem Wirtschaftsleben erhalten bleibt." Banten schließen ihre Schalter. Das Bankgeschäft Hermann Pelz, Bitterfeld, das wegen Zahlungsschwierigkeiten kürzlich die Schalter schließen mußte, schlägt den Gläubigern zur Abwendung eines Konkursverfahrens einen Vergleich mit 60 Prozent vor. Die Halberstädter Bank Treuhandgenossenschaft m. b. S., Halberstadt, hat ihre Zahlungen eingestellt und das Konkursverfahren angemeldet.- Ueber das Vermögen der Nordwestdeutschen Bank AG., Hannover, ist das Vergleichsverfahren eröffnet worden. Der Vergleichsvorschlag sieht eine 40prozentige Befriedigung vor. Zur Aufbringungsumlage 1931. Mit dem 15. August 1931 ist eine Vorauszahlung auf die erste Rate der Ausbringungsumlage 1931 nach Maßgabe der 1. Durchführungsverordnung zur Aufbringungsumlage Chef, schrieb läßt ihn uns in feinem ganzen fleinlichen Haß erscheinen: Mein Vetter, ich denke, daß Sie die Buchhändler von Augsburg und Nürnberg haben verhaften lassen. Es ist mein Wille, daß sie vor ein Kriegsgericht gestellt und binnen 24 Stunden erschossen werden. Es ist fein gewöhnliches Verbrechen, wenn man in den Orten, wo die französischen Truppen sich befinden, Schmähschriften verbreitet, um die Einwohner gegen sie aufzuhezzen, es ist Hochverrat Das Urteil soll aussprechen, daß es die Pflicht des Chefs einer Armee ist, überall, wo sich eine solche befindet, über ihre Sicherheit zu wachen, und daß alle Personen, die des Versuches überwiesen sind, die Einwohner von Schwaben zur Empörung gegen die französische Armee zu reizen, zum Tode zu verurteilen sind. In diesem Sinne soll das Urteil abgefaßt werden. Sie werden die Verbrecher mitten in eine Division bringen lassen und sieben Obersten ernennen, um sie zu richten Sie werden in dem Urteil beurkunden, daß die Schmähschriften von den Buchhändlern Kupfer in Wien und Eurich in Linz geschickt wurden, und daß deshalb diese in contumaciam zum Tode verurteilt worden sind. Dieses Urteil ist überall, wo sich französische Truppen befinden, zu vollstrecken, sobald Kupfer und Eurich ergriffen sind. Das Urteil ist in ganz Deutschland zu verbreiten." Dieser Brief charakterisiert den großen Napoleon", den Korsen aufs trefflichste. Nicht umsonst hat ihn der kerndeutsche Ernst Moritz Arndt ein erhabenes Ungeheuer genannt! Und dieser Justizmord erfolgte mitten im Frieden, in dem mit Frankreich verbündeten Königreich Bayern! Nach dem Kriege gegen Desterreich und Rußland, der in der Drei- Kaiser- Schlacht bei Austerlitz am 2. Dezember 1805 seinen siegreichen Ausgang für Napoleon gefunden hatte und nach dem Abschluß des Friedens zu Preßburg ( 26. Dezember 1805) waren die Franzosen ins süddeutsche Quartier gezogen. Man hatte angenommen, daß dies auf dem Durch marsch nach Frankreich eine nur vorübergehende Maßnahme sei. Aber diese Besetzung Süddeutschlands wollte kein Ende nehmen. Der Marschall Bernadotte hielt das eben von Preußen und Bayern abgetretene Fürstentum Ansbach beseßt, in Nürnberg befand sich eine französische Garnison unter dem Befehl des Generals Frère, in Dettingen hatte der Marschall Davoust sein Hauptquartier aufgeschlagen, der Marschall Berthiers lag mit ansehnlicher Truppenmacht und dem Generalstabe der Armee in München, der General René in Augsburg. In dieser Zeit erschien die Flugschrift eines unbekannten Verfassers Deutschland in seiner tiefsten Erniedrigung". Wer der Verfasser gewesen ist, hat sich mit Sicherheit nicht ermitteln lassen. Palms Sohn hat später den Ansbacher Professor Johann Konrad Velin, der als Oberfinanzrat bei der DomänenKammer in München im Jahre 1826 verstorben ist, als solchen bezeichnet. Nach anderen Angaben ist der Konsistorialrat Philipp Gottlieb Velin aus Wintershausen bei Würzburg, ein intimer Freund Balms, der ihm die Korrekturen seiner Schriften besorgte, der Verfasser gewesen Der Inhalt ist nicht im flammenden Stil unferes Ernst Moritz Arndt gehalten sondern es ist ein treugemeintes gefühlseliges Schriftchen das da vor mir liegt. Der Unredlichkeiten Die Untersuchung d ㄓ 1931 vom 28. Juli 1931 fällig geworden. In die Bescheide zeben, daß der Ange wurde nur der Betrag eingesetzt, der von dem betreffenden, mit Hilfe von m Aufbringungspflichtigen zum 15. Februar 1931 zu entrichten Stadt um mehrere tausen mögen nach dem Stande vom 1 war und sich nach dem aufbringungspflichtigen Betriebsverfingierten Lieferung Januar 1928 richtete. Nur lehnung gestellt wurder in einzelnen Fällen war vor dem 1. Januar 1931 eine Bewohl entweder gar nich rücksichtigung des in der Zwischenzeit etwa eingetretenen Vecar. An dem unrechten In den letzten Tager mögensrückganges möglich, eine Bestimmung, die aber vielen Klein- und Mittelbetrieben gänzlich unbekannt geblieben ist. Beruntreuungen bei Der Stand des Vermögens am 1. Januar 1931 konnte auch geklärt. Hierbei hatte deshalb nicht zugrunde gelegt werden, weil die Steuererkläder im Betrage von na rungen noch nicht abgegeben waren. Für die Betriebe, deren Be- che geſtedt. In beide triebsvermögen sich infolge der schlechten wirtschaftlichen Lage: Staatsanwaltschaft vermindert hat, bedeutet cie geltende Regelung eine große Verkehrsstörungstl Härte. Da nach einem Erlaß des Reichsministers der Finan zen vom 28. Juli 1931 der Einwand, daß der Einheitswert Klagen über Verkehrsstö des gewerblichen Betriebes nach dem Stande vom 1. Januar auf den Bürgersteigen v 1931 niedriger sein werde als der zuletzt festgestellte Weri, er Neuen- Bäue und im grundsäßlich nicht gehört werden kann, wird auch ein etwaiger der Fahrräder steht nicht meinen Straßenverkehrso Antrag auf Stundung kaum eine wohlwollende Behandlung finden. Aus dieser Sachlage heraus hat der Reichsverband des Gegenstände, durch weld deutschen Handwerks eine ausführliche Eingabe an den Reichs Sicherheit und Leichtigt minister der Finanzen gerichtet und eine unverzügliche Mil- fentlichen Wegen nich derung der gegenwärtigen Bestimmungen für solche Aufbring liegengelassen werden. ungspflichtige als dringend notwendig gefordert, deren Vermo- en Bürgersteigen vor ger. sich nachweislich gemindert hat sowie für solche die durch Sie wird der freie Ve Betriebseinschränkungen oder durch die allgemeinen ungünstiürgersteig sehr schmal i ger Verhältnisse mit erheblich geringerem Reingewinn zu recht. Das Publikum m nen haben, auf den Bürgersteigen vo eibeamten find angewie heit des Verkehrs auf de legen, Hinwerfen, oder behindert wird. Kraftpost- Fahrplan him fährt von Sonntag Sohn Palms hat die Flugschrift im Jahre 1842 als Anhang zu einer Biographie seines Vaters nochmals herausgegeben. Es geschah das bei Gelegenheit der auf Befehl seiner Majesta des Königs Ludwigs I. von Bayern am ehemaligen Palmschen Hause zu Nürnberg vollzogenen Errichtung einer Denktafel Kriegerisch ist dieses Schriftchen wahrlich nicht, denn es findet in eiserner Zeit nur den friedlichen Rat: Weine laut auf, edler, Gefen um 18.30 Uhr ab biederer Deutscher." Aber selbit dieser Stoßseufzer genüate, um eßen Liebigstraße 18.33 Napoleons ganze Rachsucht zu entfesseln Ein bei dem Pfarrer durf 18.49, Lühellinden 18 Sonnenmener in Moettingen bei Nördlingen einquartierter free im 19.10 und Hotelbe zösischer Offizier, der der deutschen Sprache kundig war, entdede Erogen- Linden sowie di zufällig das Schriftchen. Er machte dem in Dettingen stehenden Marschall Davoust Anzeige Die französischen Polizeikünste, die werden bei dieser Krafty damals schon im südwestlichen Deutschland mit souveräner Jn= famie geübt wurden. führten zur Aufspürung und Verhaftung de Dienstverrichtungen e Palms als Verleger und Verbreiter der Schrift. welche man ohne weiteres zu einem Hochverrat gegen die geheiligte Majestät des Kaisers und Königs Napoleon des Großen" und demnach zu einem todeswürdigen Verbrechen stempelte Da man des unge nannten Verfassers nicht habhaft werden konnte, so sollte der arme Palm für ihn büßen. Durch den Verrat eines undankbaren Bettlers. dem der guts mütige Palm manches Almosen geschenkt, erhielten die Franzosen sichere Kenntnis von der trotz aller Warnungen seiner Freunde erfolgten Rückkehr Palms nach Nürnberg Am 14 August 1806 wurde Palm verhaftet, nach Ansbach Marschall Bernadotte gebracht: von hier schaffte man ihn nah der von den Franzosen besetzten Grenzfestung Braunau am In Am 24 August trat in einem Saale des Gasthauses..3um weißen Finken" das Kriegsgericht zusammen Es bestand aus sieben * Dolmetscher und 1 jers für die gesamte Der Mittelit Ein Fußball In diesen Augenblic wiederum Warriner, oranging Für einen ane erstaunliche Leistung zit jeiner Energie. Wen Lit langjamer geworden französischen Obersten, und verurteilte Paim, wie Napoleon es in Ing gewonnen. Sein bl seinem Briefe an Marschall Berthier vom 5. August 1806 befohlen hatte. zum Tode d immer wieder warf Auch Marr, von un Am 26 August vor 125 Jahren- wurde das Urte in Beites. Er führte 2 durch Erschießen vollstrecki Tapfer ging Palm in den Tod, zwer, aber das Tor, das wadere fatholische Geistliche. Thomas Poechl und Michael Grophuje trafen die Pfcite begleiteten den Protestanten Palm auf seinem letzten Wege. Fallten von anderen Gi in Braunau ein evangelischer Pfarrer nicht erreichbar war. Sen springen, brachten sie Wort an seine heißgeliebte Frau im Augenblick seiner Verhaerden formten. Ein Te Mannes! Seine erst im Jahre 1884 verstorbene Tochter Sophet ihre Kühnheit zu b tung fennzeichnet die ganze pflichttreue Gesinnung des brave erzählt darüber Mehrmals fiel die Mutter dem Vater um den Hals un bat ihn händeringend ihr den Verfasser zu nennen, allein d Vater entgegnete immer: Die Angreifer hatte umes wurden die Gast it hintte die halbe Ga In diefem düsteren Sollister jeine Burschen, hr müßt in der ungens!" jagte er. Si Sürgermeister von Holl Jungens! hört ihr?" wi Das brinnen steht: Groß udy viel Glüd!" Ich kann ihn Dir nicht nennen, er ist Familienvater wie ich und es kostet ihn sein Leben, wenn ich ihn verrate, Wenm er sich aber selber itellen würde so wäre es gut. Allein stellt er sich nicht, so soll er es jenseits verantworten." Nicht einen Augenblid hat der wadere Mann geschwant seine berufliche Schweigepflicht bis zum bitteren Ende treulich zu erfüllen. So gedenken wir heute an seinem 125. T destage seiner als des Märtyrers der deutschen Verleger un Buchhändler aus der Zeit von Dr. Ludwig Roth. Deutschlands tiefster Erniedrigung"" Wißt ihr, was das Endlich wacht Ho Eine Menge Leute wird Jungens! Thr müß Brine Stimme brach pl Nr. 69 Sumstag, den 29. August 1931. jeder wirtschaftlicher Cen bis zum Begin ahme von Auslands Lokales. Sonntagsgedanken. Der Sonntag hat in unserer Zeit leider vielfach seine hohe heilige Bedeutung verloren. Viele Dinge sind es, die ihn ndische Geldgeber ate entweihen. Ich nenne nur den zum Teil übertriebenen -mußte Deutschlan Sport, der gerade den Sonntag zu seinen Triumphen wählt. nd schwere volfswirles, was übertrieben wird, ist ungesund. Nicht der Sport an itsei hier gemeint, sondern die Art, wie ihm vielfach heute pehuldigt und wie dadurch Raubbau getrieben wird an Körper r politischen Schulder and Gesundheit. Wo rohe Gewalt und Brutalität beginnen, da en des weltwirtschaft t der gesunde und vernünftige Sport auf. ufen. Was insbeson In den Klang der Sonntagsgloden drängt sich heute mehr -eldverkehr betrifft, soe je der Ruf nach dem Sportplay. Das wird oft zum Mißa. in der ungefundenong in der Harmonie von Menschen, für die gerade der Sonnie beiden wichtigten eg mit seinen Feierstunden ein Ausrasten und Ruhen, ein SichStaaten und Frant ben und Finden bringen könnte. War nicht immer der Sonnigen Magneten die lag das Bindemittel von Familie und Menschen, die Gemeineich 3. B. hat allein aft suchen?- Is für 819 Millioner en Einfluß der Eltern und Erzieher gerade an diesem Tage? Von Herzen sei der Jugend Spiel und Sport vergönnt. Sie Staaten gar für 15 Entwindet sich unsere Jugend nicht immer mehr te bereits über rund Dürfen nur nicht ausarten so, daß für die Heiligung des Sonnnigten Staaten über tags nichts mehr übrig bleibt. Denn alles hat sein Maß und men befigen also etme sein Ziel und wer darüber hinausgeht, entwertet auch Spiel elt. Dieser Ueberfluß und Sport und macht das Gesunde frank und das Schöne un„ Gießener Zeitung" 1. für die italienische Sprache dem Lektor Dr. Viktor Heyfelder in Darmstadt, Schloßgartenstraße 73; 2. für die französische Sprache dem Studienrat Friedrich Glaser in Darmstadt, Heinrichsstraße 141; 3. für die schwedische Sprache dem Fräulein Jrm= gard Günther in Gießen, Wartweg 5. * Festnahmen stedbrieflich Verfolgter. Der Knecht Wilhelm Freiensehner, geboren am 22. Januar 1913 zu Hainbach, Kreis Alsfeld, der unter dem falschen Namen Stumpf reiste und vom Amtsanwalt in Alsfeld steckbrieflich verfolgt wurde, wurde in Darmstadt festgenommen. * Herbstregatta. Heute( Samstag) und morgen( Sonntag) wird von dem Verein für Rudersport 1913 die 11. Herbstregatta, die eine sehr gute Besetzung gefunden hat, durchgeführt. 85 Boote mit etwa 450 Rudern sind gemeldet und sind spannende Rennen zu erwarten. Gleichzeitig wird der Gießener Städteachter ausgefahren. * Verbandstag der ehem. 116er. Am 5., 6. und 7. September 1931 findet in Mainz der Verbandstag des Verbandes ehemaliger 116er, nebst den Feldformationen Res.- Inf.- Regt. 116, Landwehr- Inj.- Regt. 116, Res.- Jnf.- Regt. 186, Res.- Inf.- Regt. 222, Res.- Inf. Regt 254 und Res.- Jnf.- Regt. 418, verbunden mit einer Wiedersehensfeier und der Fahnenweihe des Vereins ehem. 116er Mainz, statt. Anfragen sind zu richten an A. Wolf, Mainz, Mombacherstr. 15. * Die hessischen Dragoner bei Brandeville. Der 29. August 1914 ist für die hessischen Dragoner einer der denkwürdigsten Tage des Weltkrieges. An diesem Tage haben sie die Feuertaufe Garde- Dragoner 23 und Leib- Dragoner 24- waren im Verband der 3. Kavallerie- Diviston auf den Maasübergang bei Dun angesetzt. rach und wird seinem jön. befruchten, entzogen erhalten. Die beiden Regimenter Das soll die Jugend gerade am Sonntag beherzigen und die en Schuldnerländer Feierstunden dieses Tages einteilen und verteilen, daß ihm seine einstige Bestimmung nicht genommen wird. In einem gesunden me wird eine Ueber Leib, den der vernünftige Sport stählt und festigt, muß aber auch ise nicht möglich seir Raum bleiben für eine gesunde Seele. ei grundfählicher A Dung politischer Schul Der Sonntagsschreiber. * Unredlichkeiten bei der Stadtverwaltung. Die Untersuchung der vorgesetzten städtischen Behörden hat en. In die Beschein ergeben, daß der Angestellte, der Verwaltungsassistent Wcy= von dem betreffenden zich, mit Hilfe von mehreren Gießener Geschäftsleuten die ar 1931 zu entrim Stadt um mehrere tausend Mark geschädigt hat. Es wurde dabei flichtigen Betriebser mit fingierten Lieferungen gearbeitet, die der Stadt voll in 1928 richtete. Nur Rechnung gestellt wurden und von ihr auch bezahlt wurden, anuar 1931 eine Bewohl entweder gar nichts oder nur ein Teil geliefert worden wa eingetretenen Becar. An dem unrechten Gut hat sich Weyrich dann bereichert. nung, die aber viele bekannt geblieben tar 1931 konnte end veil die Steuerafli die Betriebe, deren Be wirtschaftlichen Cegelung eine gro minifters der Fina aß der Einheitswer nde vom 1. Janus St festgestellte Wert ird auch ein waiger wollende Bebal der Reichsverband te ne unverzügliche M In den letzten Tagen wurde ferner ein zweiter Fall von Veruntreuungen bei der Stadtverwaltung festgestellt und aufgeklärt. Hierbei hatte der Vollstreckungsbeamte Beyer Gelder im Betrage von nahezu 4000 RM. kassiert und in seine Tasche gesteckt. In beiden Fällen hat die Stadtverwaltung bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet. * * Verkehrsstörungsklagen. Beim Polizeiamt mehren sich die Klagen über Verkehrsstörungen durch Aufstellen von Fahrrädern auf den Bürgersteigen vor den Eingängen zum Stadtpostamt in der Neuen- Bäue und im Neuen Weg. Ein Platz zum Aufstellen der Fahrräder steht nicht zur Verfügung. Nach§ 31 der Allgemeinen Straßenverkehrsordnung vom 21. Oktober 1927 dürfen Gegenstände, durch welche der freie Verkehr behindert, oder die Singabe an den Rids Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs beeinträchtigt wird, auf für solche Aufbringegengelassen werden. Durch das Auſſtellen der Fahrräder auf fordert, deren Verms den Bürgersteigen vor der Stadtpost insbesondere vor der Neuenöffentlichen Wegen nicht aufgestellt, hingelegt, hingeworfen oder e für solche die durd allgemeinen ungünfti Reingewinn zu reb Säue wird der freie Verkehr ganz erheblich behindert, zumal der Bürgersteig sehr schmal ist und dicht neben ihm die Straßenbahn fährt. Das Publikum wird ersucht, Fahrräder in Zukunft nicht cuf den Bürgersteigen vor der Stadtpost aufzustellene. Die Polizeibeamten sind angewiesen, darauf zu achten, daß die Sicherheit des Verkehrs auf den Bürgersteigen durch Aufstellen, Hinlegen, Hinwerfen, oder Liegenlassen von Gegenständen nicht Sre 1842 als Anhang als herausgegeben, Befehl seiner Majeft behindert wird. mehemaligen Palmid * Kraftpost- Fahrplanänderung. Die Kraftpost nach Hochellung einer Denttafe heim fährt von Sonntag, den 30. August ab, vom Bahnhof in ch nicht, denn es fin Weine laut auf, edle Gießen um 18.30 Uhr ab und berührt die folgenden Haltestellen: Stoßfeufzer genügte, bießen Liebigstraße 18.32, Klein- Linden 18.39, Abzweig AllenEin bei dem Pjane dorf 18.49, Lützellinden 18.52, Abzweig Rechtenbach 19.02, Hörns gen einquartierter fra beim 19.10 und Hochelheim 19.15. Der Bahnhof und der Ort Großen- Linden sowie die Orte Klein- und Groß- Rechtenbach Derden bei dieser Kraftpost nicht mehr berührt. he fundig war, entde in Dettingen itehende Tischen Polizeitünite, and mit souveräner pürung und Verhaft die Dienstverrichtungen eines Dolmetschers und beeidigten UeberSchrift, welche man o ..geheiligte Majestät roßen" und demnach elte Da man des ung Den fonnte, so sollte en Bettlers, dem der g erhielten die Franjo rnungen feiner Freun rg erhaftet, nach Ansbad er schaffte man ihn stung Braunau am Gasthauses Zum wei Es bestand aus fie Baim, wie Napoleon es m5. August 1806 befo en wurde das Un * Dolmetscher und Uebersetzer. Das Gesamtministerium hat phers für die gesamte Hessische Staatsverwaltung übertragen: Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 16. Fortsetzung. In diesen Augenbliden moralischer und physischer Not war is wiederum Warriner, der seinen Leuten mit gutem Beispiel poranging. Für einen Mann in seinen Jahren bot er physisch ine erstaunliche Leistung, und sein können stand im Einklang mit seiner Energie. Wenn er auch mit den Jahren eine Kleinig leit langsamer geworden war, so hatte er dafür an Spielerfah= ung gewonnen. Sein blonder Kopf war überall zu sehen; immer und immer wieder warf er seine Angriffsreihe nach vorn. Auch Marr, von unerschütterlichem Kampfgeist beseelt, gab jein Bestes. Er führte Attacke auf Attade gegen das feindliche Palm in den Tod, or, aber das Tor, das heißersehnte Tor wollte nicht kommen. oechl und Michael Gra Schüsse trafen die Pfosten, die Querstange, das Seitennet. Sie feinem letzten Wege icht erreichbar war,& e Gesinnung des bra Tugenblid feiner Ver erstorbene Tochter Go Vater um den Hals Ter zu nennen, allein et it Familienvale nn ich ihn verrate wäre es gut. Alleit Derantworten." adere Mann gejd t bis zum bitteren G Jeute an feinem 125 deutschen Verleger rniedrigung Dr. Ludwig Roth prallten von anderen Girnsley- Spielern ab, aber statt ins Nek ju springen, brachten sie höchstens Ecken ein, die nie ausgenützt verden formten. Ein Teufel schien im Ball zu stecken. Die Angreifer hatten jedoch den üblichen Girnsley- Tribut für ihre Kühnheit zu bezahlen. Ueberall außerhalb des Straftaumes wurden die Gäste strupellos zu Boden gelegt. Bei Halbjeit hinkte die halbe Gästemannschaft in das Ankleidezimmer. In diesem düsteren und ungaftlichen Raum erwartete Sam Hollister seine Burschen. Er weinte beinahe vor Aufregung. Ihr müßt in der zweiten Halbzeit zwei Tore schießen, Jungens!" sagte er. Hier! Ich habe soeben ein Telegramm vom Bürgermeister von Hollywood bekommen vom Bürgermeister, Jungens! Hört ihr?" wiederholte er beinahe schreiend.„ Da, lest, was drinnen steht: Großes Interesse hier für Pokalspiel. Wünsche euch viel Glück!" ,, Wißt ihr, was das bedeutet?" schluchzte er beinahe hyste isch. Endlich wacht Hollywood auf und nimmt von uns Notiz! Eine Menge Leute wird uns in der Station erwarten, wenn wir Jungens! Ihr müßt ihr müßt dieses Spiel gewinnen!" Seine Stimme brach plöglich, und er verließ rasch den Raum. * Schlechte Aussichten für die Hühnerjagd. Die Hühnerjagd hat begonnen oder steht vor ihrem Aufgang. Die ersten Feldhühner erscheinen auf den Speisekarten. Die Aussichten für die Hühnerjagd sind nach maßgeblicher Ansicht sehr gering, was sich schon daraus ergibt, daß die ersten Ergebnisse mehr als 50 Prozent alte Hühner gebracht haben. * Trinkerfürsorge. Der Alkoholismus ist eine Quelle unsäglichen Elends. Darum arbeitet die Innere Mission in Hessen an seiner Bekämpfung, nicht im Kampf gegen den Alkoholismus als Massennot, sondern in der Hilfeleistung an den einzelnen Opfern der Trunksucht. Durch nachgehende Fürsorge und Betreuung sucht sie dem Alkohol Verfallene wieder frei zu machen. Sie verrichtet diesen Dienst in besonderen Beratungsstellen für Alkoholkranke. Sie berät Trinker und deren Angehörige unentgeltlich, führt die Kranken einer Heilbehandlung in Heilstätten entgegen. Den Schutz der Familien läßt sie sich durch rechtliche und fürsorgerliche Maßnahmen angelegen sein. Bis jetzt befinden sich u. a. in den Kreisen Friedberg und Schotten solche Beratungsstellen. .. weißt Du, wer zur Leipziger Messe fährt? Der mit 824 Geldprämien ausgestattete Adressenwettbewerb der Leipziger Messe, der das Geschäft des Einzelhandels beleben und diesen so in die Lage versetzen will, wieder in stärkerem Maße als Abnehmer bei der mit der Leipziger Messe eng verbun denen deutschen Fertigwarenindustrie aufzutreten, erfreut sich einer äußerst regen Beteiligung aus allen Kreisen der Konsumentenschaft. Die Bedingungen für die Teilnahme sind ja auch äußerst einfach. Man braucht nur in die Läden der Einzelhändler, der Handwerks- oder Gewerbetreibenden, die nicht schon von vornherein ein Schild mit der Aufschrift„ Wir besuchen die Leipziger Messe" in ihr Schaufenster gehängt haben, zu gehen und zu fragen, ob der Chef oder Einkäufer zur Leipziger Herbstmesse fährt. Wird die Frage bejaht, so schreibt der Anfragende den Namen des Geschäfts auf ein vorgedrucktes Formular, das fostenlos bei besonders bezeichneten Geschäften und Ausgabestellen oder auch dem Leipziger Meßamt selbst erhältlich ist, und sendet dieses bis zum 6. September an das letztere ein. Wer die größte Zahl Meßbesucher seiner Stadt aufgeführt hat, hat Anspruch auf die für seine Stadt ausgesetzte Prämie, wozu gegebenenfalls noch eine der Länder- und Deutschlandprämien tritt. Kraftfahrzeugbestand im Reich. Jm Deutschen Reich wurden am 1. Juli 1931 insgesamt 1507 129 Kraftfahrzeuge, davon 792 075 Krafträder, 522 943 Personenkraftwagen und 161 072 Lastkraftwagen gezählt. Der Kraftfahrzeugbestand ist damit gegen das Vorjahr um rund 6 v. H. angewachsen. Jm einzelnen ist die Zunahme bei den Krafträdern um rund 8 v. H. gestiegen, bei den Personenkraftwagen um rund 3. Bis zum letzten Atemzug. Die Hollywood- Spieler nahmen erstaunt die kleinen Zitronenscheiben, die Kanonier Sage herumgereicht hatte, aus dem Mund und sahen sich verdugt an. Sie fonnten verstehen, daß Sam Hollister aufgeregt war, aber das Telegramm war ihnen ein Rätsel. Wer hatte dieses Wunder vollbracht? Den Einwohnern von Hollywood war es bis jetzt vollständig gleichgültig gewesen, ob die Mannschaft ihre Spiele gewann oder verlor oder ob sie überhaupt nach Hollywood zurückkehrte. ,, Träum' ich oder wach' ich?" fragte Walter Bell, der winzig fleine linke Flügelmann.„ Der Bürgermeister will wissen, ob es uns allen gut geht und ob wir Wärmeflaschen aus Gummi oder aus Ton in die Betten haben wollen, wenn wir zurüd tommen! Halt mich, Jimmy!" rief er aus und stützte sich auf Bill Lenies, des linken Flügelstürmers, starke Schulter. ,, Halt mich oder ich fall' um!" Ein tobendes Gelächter begleitete seine Bemerkung. Die Nachricht, die der Manager ihnen gebracht hatte, war auch zum Laden, wenngleich die Heiterkeit ironisch war. ,, Daran ist der Cup schuld, sag' ich euch," sprach Nixon, der linke Läufer, weise. Auch Leute, die nichts vom Fußball verstehen, interessieren sich während der Pokalrunde für den Sport. Ich glaube, ein paar Leute haben den Bürgermeister auf das heutige Spiel aufmerksam gemacht, und er schickt das Telegramm genau so, wie er ein Telegramm an die lokalen Aussteller einer Rindviehausstellung schiden würde." Das mag sich verhalten wie immer, Nid," antwortete Ben Warriner und zog seinen Jersen über den Kopf ,,, aber das Telegramm hat unseren Hollister verrüdt gemacht, und wir müssen das Wettspiel gewinnen, und wenn es nur seinetwegen ist." ,, Wie sollen wir das fertigbringen, Ben?" grinste Tranfield. ,, So ein Schiedsrichter, wie wir ihn heute haben, ist imstande und schließt den Mann, der ein Tor schießt, aus! Der Kerl soll sich in acht nehmen! Wenn ich jemals im Leben mordlustig war, war es in dem Augenblid, als dieser arme Jrrsinnige das erste Tor gab! Es war genau so ein Tor, wie er ein Schiedsrichter ist!" Nr. 69. 4 v. H., bei den Lastkraftwagen um rund 2 v. H. Die größte Zunahme weisen auch in diesem Jahre die Kleinkrafträder auf: 21 v. H. gegen eine Vermehrung von 39 v. H. im Vorjahre. Der Anteil der ausländischen Marken ist durchweg etwas zurüdAus Nah und Fern. Leihgestern b. Gießen. Der 10 Jahre alte Schüler Hans Brückel in Leihgestern ist gestern auf tragische Weise ums Leben gekommen. Während sich die Eltern auf dem Felde befanden, hat sich der Junge von 15 Uhr ab allein in der elterlichen Wohnung aufgehalten. Als der Vater gegen 17 Uhr nach Hause kam, fand er den schwerverletzten Jungen in einer Blutlache liegend vor. Der sogleich herbeigerufene Arzt verbrachte denselben mittels Autos in die Gießener chir. Klinik, woselbst der Junge noch am gestrigen Tage verstorben ist. Ueber die näheren Umstände läßt sich bis jetzt Bestimmtes nicht sagen, die polizeilichen Ermittlungen, die vom Polizeiamt Gießen aufgenommen wurden, sind noch im Gang. Beuern. Für die am kommenden Sonntag stattfindende Bürgermeisterwahl wurden folgende drei Wahlvorschläge einge= reicht: 1. Bürgermeister Gg. Wilh. Lindenstruth; 2. Landwirt Joh. Karl Belloff; 3. Arbeiter Ludwig Pfeiffer. Alsfeld. Der bekannte Männerchorkomponist Albert Gundrum, dessen im Volkston gehaltene Liedweisen gern gesungen werden, wird heute 72 Jahre alt. Von seinen Chören sind das ,, Das Vaterhaus",„ O Jugendzeit, o Jugendglüd",„ Zwischen Weichsel und Vogesen", die bekanntesten. Schotten. In Steinberg ist nach einer fast 40jährigen amtlichen Tätigkeit der dienstälteste Bürgermeister des Kreises Schotten, Bürgermeister Heinrich Kaiser, verstorben. Darmstadt. Der Zweigverein Darmstadt des VHC. feiert am 5. und 6. September das Jubiläum seines 50jährigen Bestehens. Dillenburg. Von beachtlichen Erfolgen kann die Segelflugschule Hirzenhain( Dillkreis) berichten. Bei günstigem Wetter startete der Flieger Freusberg aus Düsseldorf am Mittwoch, und es gelang ihm, in furzer Zeit eine Höhe von 800 Meter über Tal zu erreichen. Der Flieger vermochte sich nicht weniger als zwei Stunden 49 Minuten in der Luft zu halten. Er überflog Dillenburg, das etwa 10 Kilometer Luftlinie vom Startplatz entfernt ist, zweimal. Camberg. Am 28. August waren 650 Jahre verflossen, daß König Rudolf 1. dem Dorfe Camberg auf Veranlassung von Graf Gerhard IV. von Diez Stadtrechte verlieh. Für 65 000 R.- Mart Wollwaren gestohlen. Frankfurt a. M., 28. Aug. Ein 19jähriger Heizer einer hiesigen Wollwarenfirma in der Goethestraße hat im Laufe von vier Jahren, ohne daß es die Geschäftsleitung bisher bemerkt hatte, aus den Verkaufsräumen für 65 000 Mark Wollwaren aller Art, Hemben, Krawatten usw. gestohlen. Ein kleiner Teil der gestohlenen Sachen wurde bei dem Heizer und bei etwa zehn Familien, die von ihm gekauft hatten, wiedergefunden. Wo die anderen Sachen geblieben sind, konnte noch nicht festgestellt werden. Ernte und Regenwetter. Das in den letzten Wochen anhaltende Regenwetter hat der Getreideernte einen großen Schaden zugefügt. Wohl seit Jahrzehnten sind nicht so große Regenmengen in den Haupterntemonaten Juli und August niedergegangen wie gerade in diesem Jahr. So sind im Juli in verschiedenen Teilen des Landes Hessen Niederschlagsmengen gemessen worden, die das doppelte wie dem mehrjährigen Durchschnitt entspricht, betragen. In einzelnen hessischen Städten wurden z. B. im Monat Juli 125,9 mm Regen festgestellt im 20jährigen Durchschnitt nur 71 mm, bis zum 21. August 153,2 mm gegen 72 mm im 20jährigen Jahresdurchschnitt. Jm Monat Juli und August ist teilweise zusammen soviel Regen niedergegangen, wie ungefähr der Hälfte des mehrjährigen Durchschnitts entspricht. Wenn auch an einigen Tagen Sonnenstrahlen zu beobachten waren, so war doch fast kein Tag in den letzten Wochen ohne Regen, und die Einbringung der Ernte durch diese immer wieder niedergehenden Schauer unmöglich gemacht. Dazu kommt, daß die Ernte in diesem Jahre durch die Niederschläge eine wesentliche Verzögerung erfahren hat. Die warme schwüle Witterung an verschiedenen Tagen brachte das Getreide zum Auswachsen. Dazu kamen die erheblichen Schäden, die durch Ueberschwemmungen entstanden sind. Mit dem beruhigenden Lächeln, das nie verfehlte, die aufgeregten Gemüter im Hollywood- Lager zu besänftigen, antwortete Warriner dem zornigen Verteidiger. ,, Es war die ärgste Fehlentscheidung, die ich je in meinem Leben erfahren habe," gab er zu, aber jetzt ist sie vorbei und erledigt, Ben, mein Junge! In der zweiten Hälfte müssen wir spielen und nicht schimpfen! Hollister und die Direktoren werden schon über dieses Prachtexemplar von Schiedsrichter an den Verband berichten, aber das ändert nichts an der Tatsache, daß wir ein Tor gegen uns haben. Vorwärts, Jungens, gehen wir!" Als sie wieder den Platz betraten, beschattete der HollywoodSpielführer feine Augen mit der Hand und sagte: ,, Seht ihr? Die Sonne fommt heraus, das ist ein gutes Omen für uns!" Es bedurfte nicht dieser Worte ihres Spielführers, um die Männer in dem roten Dreß aufzupulvern. Walter Bell mochte scherzen, und Tranfield mochte schimpfen, aber das war nur oberflächlich, jeder Mann der Mannschaft war im Innersten davon durchdrungen, daß ihre Stadt, die ihnen Glückwünsche geschickt hatte, auf keinen Fall enttäuscht werden durfte. Die zweite Halbzeit begann auch sofort mit einer Sturmattacke auf das Girnsley- Tor. Die Hollywood- Vorhut war im Handumdrehen Herr der Situation; der Ball ging von Mann zu Mann mit einer Präzision, die im Hinblick auf die Bodenverhältnisse erstaunlich war. Auf der Außenlinie aufgehalten, gab Dean den Ball mit der Ferse an Pat Finnegan zurüd. Der Rechtsinnen legte Marr zieljicher vor, welcher den Ball noch erreichte, obgleich er sofort unfair angegangen wurde. Kunstvoll gefälscht, schwirrte der Ball gegen das Tor. Mit Entsehen im Herzen und halb ersticktem Angstschrei sah die Menge, wie sich der Girnsley- Tormann mit einem verzweifelten Sprung dem Ball entgegenwarf. Sein langer Arm erreichte ihn noch, aber alles, was er tun fonnte, war, ihn niederzuschlagen, so daß er gerade vor des herankommenden Finnegans Füße gelangte. Mit einer raschen Wendung entzog sich der Rechtsinnen einem wuchtigen Rempelversuch eines Girnsley- Berteidigers und Fortsetzung folgt. schoß. Samstag, den 29. August 1931. „ Gießener Zeitung" zur Lage der Darmstädter Volksbank. Unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Nohl fand im Sizungszimmer der Handwerkskammer am 27. August 1931 eine Vertrauensmänner Versammlung der Darmstäd= ter Volksbant, ca. 65 Personen aus der Darmstädter Geschäftse welt und Führer gewerblicher Organisationen, statt. Der Vorfizzende legte u. a. dar, daß bis zum 13. Juli die Volksbank wie gewöhnlich liquid war und ihren Verpflichtungen nachkommen fonnte. Der Schalterschluß der Danatbant, die Bankfeiertage und die sonstigen Notverordnungsmaßnahmen brachten auch der Volksbank eine Erschütterung des Vertrauens, das sich in Abhebungen ungewöhnlicher Art äußerte, ohne daß nennenswerte Einzahlungen geleistet wurden. Konnte auch durch die Anstrengungen von Vorstand und Aussichtsrat, sowie dank des Rückhalts an den genossenschaftlichen Zentralkreditinstituten die Liquidität zunächst aufrecht erhalten bleiben, so verschärfte sich die Lage doch von Tag zu Tag. Dies führte zu den mehrfach schon in der Presse erörterten Verhandlungen mit Stadt und Staat, die nunmehr als Ergebnis die Bürgschaftsübernahme für die Einlagen brachten. Leider ließ sich aber durch den Mangel an Zahlungsmitteln am Dienstag, den 25. August, der vorübergehende Schalterschluß nicht vermeiden. Naturgemäß entstand hierdurch eine gewaltige Aufregung in der Darmstädter Bevölkerung und gab den unsinnigsten Gerüchten über Vorkommnisse innerhalb der Verwaltung etc. nur allzu breiten Boden. In besonnener Weise nahm der größte Teil der hessischen Presse von dem Ereignis Notiz, während besonders Blätter von auswärts in sensatio= nellen Berichten in Wort und Bild sich nicht genug tun tonnten. Leider gehört dies eben anscheinend dazu, alles möglichst aufzubauschen und bei jeder Gelegenheit das Sensationsbedürfnis der Massen zu befriedigen, in Wirklichkeit dieses aber aufzu= peitschen. Eine seitens des Revisionsverbands vorgenommene gründliche Revision hat ergeben, daß keineswegs von Unredlichkeiten irgend welcher Art gesprochen werden kann. Wohl hat die Volks= bank, wie alle Kreditinstitute auch größere Kredite an Einzelbetriebe gegeben, deren Risiken jedoch keineswegs das in Kapital und Reserven vorhandene Vermögen der Bank erreicht oder gar überschreitet. Es ist hierbei weiter zu bedenken, daß es sich bei diesen Konten durchweg um ehrliche, arbeitsame, jahrelange Kunden der Volksbank handelte, die normale Abwidlung der umfangreicheren Kredite bei der schon länger anhaltenden wirtschaftlichen Depres= sion empfindlich ins Stoden geriet und einen starken Zinsenanwachs bedingten. Alle diese Umstände verhinderten eine scharfe Eintreibung dieser Kredite, da Vorstand und Aussichtsrat es nicht verantworten fonnten, wegen zeitlicher wirtschaftlicher Schwierigkeiten einzelne geachtete Firmen zusammenzureißen. Den unsinnigen in der Oeffentlichkeit verbreiteten Gerüchten möge dies entgegengehalten werden. In gleicher Weise verhält es sich auch mit den Verpflichtungen der Firma Nohl. Gerade hierüber wurden unverantwortliche Dinge folportiert und scheut man auch nicht vor den ungeheuer= lichsten Verunglimpfungen zurüd. In Wahrheit hat die Firma Nohl einen regulär gededten Kredit von 125 000 RM., der 3. 3t. nur mit 55 000 RM. in Anspruch genommen, dem aber 28 000 RM. der Volksbank zedierte Außenstände gegenüberstehen, die eigentliche Schuld der Fa. Nohl an die Volksbank nur 27 000 RM. beträgt. Außerdem ist ein Effektenkonto mit hin= reichenden Grundschuldsicherungen vorhanden. Die sakungsmäßige Höchstkreditgrenze beträgt bei der Volksbank bekanntlich 200 000 RM. Die neuerdings aufgetretene Gepflogenheit behördlicher Stellen, ihre notwendigen Arbeiten durch die Geschäftswelt selbst finanzieren zu lassen, zwangen die Fa. Nohl im Interesse der Weiterbeschäftigung ihrer großen Belegschaft, die Mittel für eine umfangreiche von der Stadt Darmstadt vorgesehene Arbeit selbst zu beschaffen. Es wurden Wechsel in beträchtlicher Höhe ausgestellt, von der Stadt Darm= stadt akzeptiert und durch die Darmstädter Volksbank Erfinder - Vorwärtsstrebende 10000 Mk. Belohnung Näheres kostenlos durch: F. Erdmann& Co.' Berlin SW 11. Liefere frei Haus natürliches Mineralwasser mit Kohlensäure verstärkt, die große Einheitsflasche nur 16 Pfg., Flasche 12 Pfg., Pro beflasche gratis. Großabnehmer billiger. Melchior, Mineralw.- Vertrieb Groß- Karben in Hess. G. KORNAAT'S HANDELMAATSCHAPPIJ N. Y. Heeringsexport Vlaardingen( Holland) sucht lüchtigen, gut eingeführten Vertreter für Gießen u. Umgegend. Generalvertreter für neuartigen und leichtverkäuflichen Elektrobesen und Staubsauger, deutsches Fabrikat, höchster Ratenpreis unt. 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Auch die in der Oeffentlichkeit stark kritisierten Effektengeschäfte sollen nicht beschönigt werden. Gegen Wiederholung derartiger Vorkommnisse ist selbstredend Sorge getragen. Die Bürgschaftsübernahmen von Stadt und Staat werden für die Volksbank einen Staatskommissar bringen. Aenderungen im Vorstand werden sich erforderlich erweisen, eine Bereinigung unter Heranziehung der offenen und stillen Reserven ist vorgesehen, wie auch voraussichtlich eine Erhöhung der Haftsumme der Mitglieder. Die Generalversammlung hat hierüber nach Fertigstellung des neuen Status zu befinden. Wie die Revision feststellte, sind ca. 1 500 00 R.-Mt. der gegebenen Darlehen als dubios zu betrachten, von denen etwa 700 000 R- Mt. als verloren anzusehen sind, während der Rest je zur Hälfte etwa als mehr oder weniger gefährdet betrachtet werden kann. Dem stehen aber die offenen und stillen Rejerven mit ca. 1 000 000 R.-Mt. gegenüber. Es sind dies aber auch nur Wahrscheinlichkeitsannahmen, die sich je nach der Entwicklung ändern können. Allerdings muß mit evtl. weiteren Verlusten gerechnet werden, wenn die Banftätigkeit wieder aufgenommen werden tann, aber das Vertrauen seitens der Bantgläubiger noch nicht zurüdgekehrt sein sollte. Die Versammlung nahm die Darlegungen mit gespannter Aufmerksamkeit entgegen. Es war bewunderungswürdig wie dieje, zum großen Teil an hervorragender Stelle im Geschäftsund Organisationsleben stehenden Männer ernst und gewissenhaft den Bericht in sich aufnahmen. In feiner Weise aggref= siv oder mit Vorwürfen arbeitend wurde die Diskussion ge= führt. Bei jedem Redner konnte man die Verantwortung in diesen schweren Stunden herausfühlen und erkennen, wie sich jeder bemühte, die Verhältnisse so zu nehmen, wie sie sind, aber auch in objektivster Weise dazu beizutragen, über die schwere Krise hinweg zu kommen. Auch die Frage nach Betreuung größerer Kunden wurde zufriedenstellend dahin beantwortet, daß die Volksbant bei ihrem gegenwärtigen Umfang auf Großfunden nicht verzichten kann, da lediglich das Kleinkreditge schäft nicht genügt, um die gestellten wirtschaftlichen Aufgaben zu erfüllen, oder auch die Untosten zu decken. Von verschiedenen Seiten wurde dem Vorsitzenden Nohl aufrichtigster Dant gesagt für mannhafte Vertretung der Interessen der Volksbank, ihm sowohl, wie dem Aufsichtsrat und den Direktoren das Vertrauen der Versammlung ausgesprochen. Es war tatsächlich erhebend für den Vorsitzenden, aber auch für die Personen, die mit ihm in diesen schweren Wochen zujammen arbeiteten, zu sehen, wie dankbar Handwerk und Gewerbe doch die geleistete Riesenarbeit anerkannte und völlig ge= schlossen hinter der Führung der Volksbank steht. Hier hat es sich wieder einmal als wahr bewiesen, daß Noi und Gefahr die Menschen zusammenführt und aber auch, daß trotz aller sonst vorhandenen Gegensätze die verantwort lichen Führer von Handwerk und Gewerbe einmütig zusammenstehen, wenn es gilt, Schweres abzuwehren. Möchte dies Ergebnis dieser für Darmstadt denkwürdigen Sigung aber auch allgemeine Beruhigung in die Kreise der Nr. 69. Das starke Interesse was die Bevölkerung, was das dan fenswerte Eingreifen der Staatsregierung und der Stadtver waltung entgegenbringt, beweist, daß die Darmstädter Volls bant a.s Kreditinstitut für alle Kreise nicht entbehrt werden fann. Nach Ueberwindung der Krise und Durchführung he vorgesehenen Reformen wird sie ihre Funktion als geldver mittelndes Institut erfüllen tönnen, wenn ihr das Vertrauer von Handwerk und Gewerbe wieder zugewendet wird. Vorsitzenden der handwerklichen und gewerblichen Organi sationen sind jederzeit bereit, ihre Mitglieder auf Ansuc entsprechend zu beraten. Der Vertrauensmänner- Ausschu wird demnächst wieder zu einer Aussprache zusammengerufen Neue Bücher. Die Ericheint Mi Bezugspreis 2,40 M baltionsfchluß früh 8 U Ding nicht verlangter ,, Der Untergang des Mittelstandes" nennt sich eine Streit schrift von Hans Klett, herausgegeben im Selbstverlag, Ber lin SW 48, Wilhelmstr. 27 I. Aus dem Hestchen spricht eine durchaus aktivistische Natur, die fest den Blick auf eines gerichtet hat: Die Rettung und Erhaltung des Mittelstandes. Der Un tertitel der Broschüre ,,, Der Zerfall der Wirtschaftspartei". befaßt sich mit den zur Zeit so akuten Differenzen in der Leitung der Wirtschaftspartei, die nach Meinung des Verfassers in allen Teilen versagt hat. Für die manchmal außerordentlich schweren Vorwürfe gegen die Abgeordneten Drewitz und Ladendorff über nimmt der Verfasser vollste Verantwortung Am Schluß seiner Ausführungen bringt Hans Klett, der frühere Propagandal iter der Zentralverwaltung der Wirtschaftspartei, turz, wie die neue den Partei in Zukunft arbeiten wird, um ihre Ziele besser zu verwirklichen. Die Schrift ist nicht nur für Mittelständler, son dern für jedermann lesenswert. 4. Jahrg. Politische Die Reichsbant hat mi ler, den Distontjag von 12 auf 10 Prozent Rachdem die Vorarbe mm der Reichsregierun 3011 h. die 3. beendet fuld fontent. Dienstag begonnen. Die Eröffnungsfihung aupa- Ausschusses in Ge atie über den Vorschlag Kurs oder Rente. Die Gefahren des Kurssturzes deutscherlichen Richtangriffspa Renten werden in vielen Zeitungsabhandlungen behandelt, und Die preujije Regier legten Notverordnung Im Preußischen Lan eden ein Mintrauensv inisterium beantragt. die mit großer Span Dresdner Bank entsch es kann daher sehr leicht eine Beunruhigung bei deutschen Pri- mengegetreten, um vat- Kapitalisten um sich greifen, die zu einer unnötigen Ver schleuderung ihres Besitzes führt. Es ist deshalb zu begrüßen, länder und Gemeind daß das Berliner Bankgeschäft Carl Loeser, Berlin W. 8, eine Broschüre herausgibt, die dem Kapitalisten klar macht, daß nicht der Kurs, sondern die Rente bei festverzinslichen Werten das Primäre ist und vor überstürzten Verkäufen warnt. Die Schrift ist für jeden Kapitalisten sehr lesenswert. Viele glauben heute, Atlantis gefunden zu haben! Die die Beteiligung des ,, Woche" Nr. 35 behandelt eins der großen Menschheitsprobleme, Rechtsanwalt Dr. Fri die neben dem aktuellen Geschehen des Alltags jeden Dentendents und Anfechtungskl bewegen:„ Atlantis"! Maßgebende Wissenschaftler glauben hesdner Bank stellen. heute, es gefunden zu haben und schreiben in der Woche" über tsrechtliche Einwände ihre Forschungsergebnisse. Sie bekommen dieses wertvolle Hest Die Besprechungen überall für 50 Pig. Sarteien zeigen, daß di terhauje über eine M Die brasilianische R rung der auswärtigen snahme der Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Mitglieder, der Spareinleger und Geschäftsfreunde der Bolts Universal- Vereinskaffebuch beiden bant tragen. Die weiteren Verhandlungen mit den Zentralkreditinstituten dürften, wie zu erwarten steht, günstig verlaufen und die Schalter der Bank in den allerersten Tagen des Septembers voraussichtlich wieder geöffnet werden können. Dann hängt es aber wieder von der Besonnenheit der Sparund sonstigen Einleger ab, ob das Werk der Wiederingangsetzung und dauernden Weiterführung der Bank gesichert ist. Wer sucht sichere Existenz? bekannte Barmer Spigenfabrik sucht zweds Errichtung einer Niederlage einen tüchtigen Reisenden zum Verkauf von Klöppelspitzen, Hemdenpassen usw. an Private sowie an Detaillisten in Stadt und Land. Für das Lager müssen Garantien geboten werden, die notariell sichergestellt werden. Angebote unt. G. 3. 2930 an die Gieß. Stg.", wießen, Südanlage 21. Täglich frische, beste Landbutter bei mit H. Haas, Kirchenplatz 9. 4, Molkereiprodukte und Lebensmittel. Bitte ausschneiden! Möblierte Zimmmer guter, voller Verpflegung, pro Tag Mark, einschließl. aller Nebenabgaben. P. Müller, Bad Nauheim, Schnurstraße 27. Albin Klein Giessen Vom einfachen Handzettel bis zu den umfangreichsten Katalogen werden alle Drucksachen in Qualitätsausführung schnellstens und preiswert geliefert. 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September. messe besuchen. Schreibe die Namen der Firmen, die instag die 64. Ratstag zur Messe fahren, auf ein Formular, das kostenlos bei den durch Plakataushang bezeichneten Geschäften und bel den unten genannten Vorverkaufsstellen erhältlich ist. Wer die meisten Adressen bringt, erhält die Prämien. Leipziger Herbstmesse 1931: vom 30. August bis 3. September Auskünfte über Vergünstigungen und vorteilhafte Verpflegungs- Gutscheinhefte durch das crische Außenminister Tagesordnung anger utius Bericht über die hitsausschusses des V retischen Bemühunge e Vereinheitlichung de gsbestimmungen. Un Fitwoch pormittag verta Stillhaltung Newport, 1. Septemb Leipziger Messamt, Leipzig C1, Markt 4 Stillholteabtommen oder den Ehrenamtlichen Vertreter, Herrn Hermann Fuhr, i. Fa. J. H. Fuhr, Gießen, Sonnenstr. 25, Tel. 2454: d. Ind. u. Handelstammer Gießen f. d. Kreise Gießen, Alsfeld und Lauter bach, Gießen, Lonnstr. 7, Tel. 3647; d. Llondreisebüro August Bechmann Vertretg. d. Nordd. Lloyd, Kassel, Kölnischestr. 16, u. Herrn Joseph Zahner Vertretg. d. Nordd. Lloyd, Fulda, Karlstr. 11. Billige Fahrt im Sonderzug! ehen„ voraussichtlich" Berzögerung entstand Innern des Landes Fate. Das Abkommen Meinungsverschieden jake vor. ( D- 3ug mit Speisewagen) mit Fahrpreisermäßigung. 2. M. 3 Abfahr Antrag des Seiji Sonnabend, d. 29. 8. Fulda ab 17.09, 2. M 67 Abfahrt Sonnabend, der 29. 8. Rajjel ab 14.56. Rüdfahrt tägl. bis einschl. 12. 9. mit jed. belieb 3uge( auch D- 3ug). Vorverk. d. Fahrkarten, soweit d. beschränkte Vorrat reicht: b. Herrn Joseph Zahner, Fulda, u. Herrn August Pechmann, Kaffel Meßabzeichen beim ehrenamtl. Vertreter in Gießen, Herrn Joseph Zahner in Fulda und Herrn August Pechmann in Kassel. Union. Union Billigster und bequemster Brennstoff Briketts ländlichen und Im Anschluß an die Dom 26. Auguft ejchäden 1931 bei d tagt der Hessische Lan Finanzministers den rben, auf Antrag auch In der Begründung tterichäden der letzten ge ist, den Gewerbet iten oder ihnen jonit ewerbe, insbesondere etbe, ist mithin in der