Nr. 33 , Buch ist außerordentli der die Gee fennt unb iheft der Münchner Mo ie sich in dem Begriffe Finden in der bekannten che, mit vielen vorzüg s bringt u. a. einen in Befensart der Nazarener Josef Thorat bei der " werden groteste Zeich gebildet. Eine fritische Kunstwerken beschide in Hannover. Schließ e Kunst". Aus dem Be Wohnhäuser in der Ge ngsfunft, und man erhält Gärten.„ Die Kunst" ist Wagner. Die Deutsche hrem Aprilheit mit dem efannter Wagner- Briefe, chmidt- bis zum Tode eratur- Archiv- Gesellschaft den wird diese wichtige euten. andes und Volkskunde, geben von Dr. C. Hige Bahn). Das Hejt enthält Buderus, das Leben eines weiter den Schluß, 3ur Rhein- Main- Gebietes", telalter, die Beziehungen den Grafen von Solms". See", Monatsschrift des Vereins), Berlin, Matille von wertvollen Bei= Seegeltung. Besonderes en, die sich mit der Be es Wassersports beschäf Ueberschrift eines Auftschrift der Frau„ Das Jst Fritz von Stein em Leben der Caroline Sten, ein Theaterbericht n ,, Das Heft" zur emp welt. Eine Aufsatzreihe„ Erm neuesten Heft der Tode der Vernunft", ein en, und anderer Artikel, It, der Roman und die egende Unterhaltungsüberall zu haben. panischen Revolution gt die neueste Num r. 17). Aus dem heinen hübschen Si itel ,, Dichter als Ma eleit, Gießen. el! Wiev el Fehler sind auf diesem Bild? Wer errät mindestens 6 Fehler? 4 A Die gefundenen Febier A brauchen nicht beschtie- A ben, sondern nui ange- A krenzt werden. A schreiben, um unser A ns- Lexikon" in jedem A ser erhält ein Viertel-^ ions- Lexikon" atis 4 " A A 4 n mit über 15000 Artikeln, A und 17 halbseitigen Bilder- A Karten u. 52 Seiten Tabellen. A sonst und ohne irgend2 nur die Portokosten 4 rgendwelche weitere Ver- A A en und ausführlichen Konenschen ein Bedürfnis und füllung bisher an den sehr Durch unser Preisaus- A z ermöglichen und rechnen A Lexikons, wofür wir noch g S3, Kochstraße 28 pzig S3, Kochstraße 28 e daher um Gratiszusendung 4 den Portospesen habe ich A off Union Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 14. Jahrg. Politische Rundschau. Der Weltestenrat des Reichstages wird voraussichtlich Anfang ächster Woche den kommunistischen Antrag auf sofortige Einbe: rufung des Reichstages beraten. Die Vorlagen des Reichsernährungsministers zur Ausfühnung des zollpolitischen Ermächtigungsgesetzes haben nunmehr rine Erweiterung durch die Borlage für den Weizenzoll erfahren, das eine Regelung im Kontingentwege vorsicht. Nach einer amtlichen Mitteilung entsprechen die Pressemel dungen nicht der Tatsache, daß angeblich mit einem Rücktritt des Reichsernährungsministers zu rechnen sei. Am Montag trugen die drei Spigen verbände der Gewerkchaften beim Reichsarbeitsminister ihre Sorgen um die Arbeiterversicherung vor. Der Minister gab den Gewerkschaftsver: tretern beruhigende Erklärungen ab. Das Bundesamt des Stahlhelms teilt mit: Die Zahl der Eintragungen für das Volksbegehren hat sich nach den bis heute vorliegenden Meldungen auf über 5,9 Millionen erhöht. In einer Entschließung bezeichnet der Bundesvorstand des Stahlhelms das Voltsbegehren nur als den ersten Vorstoß in Breußen und fordert Zusammenfassung aller Kräfte, lebhafte Berbung und starten Einsatz für den Voltsentscheid. Der Parteitag der Wirtschaftspartei in Hannover hat den bisherigen Vorfigenden Drewig wieder gewählt. Stellvertretende Borsigende wurden Prof. Dr. Bredt und der Reichstagsabgeord nete Francois. In München fand am Montag unter dem Vorfiz Dr. Frids eine Reichstagsfraktionsfigung der NSDAP. statt. Es wurde eine Erklärung angenommen, die sich gegen die Notverordnung cusspricht. Der Berliner Gauführer der NSDAP., Dr. Göbbels, ist am Montag abend in München verhaftet worden, weil er einen in Berlin angesetzten Termin nicht wahrgenommen hatte. Am Sonntag fand in Lippe der Boltsentscheid über die Auflofung des Lippischen Landtages statt, wobei das Soll der JaStimmen um etwa 8000 überschritten, der Boltsentscheid aber trozdem abgelehnt wurde, da die erforderliche Anzahl der Beteiligten nicht erreicht wurde. „ Het Vaderland" in Amsterdam droht mit dem Bontott der deutschen Einfuhr, falls Berlins Zollmaßnahmen die holländische Buttereinfuhr nach Deutschland zum Erliegen bringen. An der Spitze des Abwehrkomitees steht der frühere holländische Minister Bosthume. Wie ,, Echo de Paris" meldet, hat Poincaré die ihm über: tragene Einspruchsschrift für den Völkerbund gegen das deutschifterreichische Zollbündnis fertiggestellt. Das Memorandum um= jazt nicht nur das Anschlußverbot, sondern auch die ganze Repntationsmaterie auf der Grundlage der Friedensverträge. Die politische Lage, die im Anschluß an die englische Note auf die französischen Flottenforderungen hin entstanden ist, wird hier ds kritisch und nahezu hoffnungslos angesehen. Im Grunde bedeutet, wie verlautet, die englische Note eine Ablehnung des französischen Standpunktes. Zwischen dem Generalsekretär des Völkerbundes und dem Außenfommissariat der Sowjetunion fand ein Rotenwechsel über die Frage der Teilnahme Rußlands an den bevorstehenden Betatungen des Europa- Ausschusses statt. Die Moskauer Regierung gab ihre Unzufriedenheit zu erkennen, daß sie nur zu der Beratung wirtschaftlicher Fragen eingeladen sei, sagte aber ihre Befeiligung zu. Die bulgarische Kabinettskrise scheint in ihren letzten Abhnitt eingetreten zu sein. Malinoff erhielt am Montag vom König erneut den Auftrag, ein Koalitionstkabinett zu bilden. Der spanische Ministerrat hat beschlossen, endgültig die Farlen gelb- rot- violett, horizontal gestreift, als die Landesfarben zu erklären. Der frühere spanische Ministerpräsident General Berenguer purde in Haft genommen. Gleichzeitig wurde General Heridia serhaftet, der den Vorsitz im Kriegsgericht von Jaca führte. Die portugiesische Regierung hat durch den Marineminister die gegen die Revolution auf Madeira eingesezten Streitkräfte Lommandiert, in einem Ultimatum die Unterwerfung der Rebellen fordern. Sollten die Rebellen nicht freiwillig nachgeben, so bird mit dem Angriff auf Funchal begonnen. Aus Japan wird gemeldet: Die gesamte Insel Formosa ist in den Belagerungszustand gesetzt worden. Die japanische Regierung befürchtet das Entstehen einer Revolutionswelle auch in Japan. Die Lage in Australien wird immer kritischer. 1100 Fabriken ind Unternehmungen sind seit dem 1. April in Neuseeland stillgelegt. Die Regierung hat militärische Aushebungen angeordnet, gleichzeitig aber auch die Erwerbslosenunterstützung um 25 Pront erhöht, ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 29. April 1931 Der Brauns Ausschuß für ein Freikorps der Arbeit". Die von der Reichsregierung eingesetzte, unter Vorsitz des früheren Reichsaußenministers Brauns gebildete Kommission zur Untersuchung der Arbeitslosenfrage wird den zweiten Teil ihres Gutachtens voraussichtlich heute abschließen. Die Veröffentlichung des gesamten Gutachtens wird jedoch erst in der nächsten Woche zu erwarten sein. Es wird, wie schon wiederholt berichtet, eine sehr wesentliche Rolle bei den Erläuterungen der Reichsregierung über die sozialen Probleme spielen. Der zweite Teil des Gutachtens wird eine umfangreiche Studie über die Arbeitsbeschaffung, die Arbeitslosenfürsorge und als Sondergebiet die Arbeitsdienstpflicht sein. Daß die Braunskommission teine Zwangsdienstpflicht vorschlagen wird, ist bereits bekannt. Es ist vielmehr an einen freiwilligen Arbeitsdienst gedacht, der unter Reichsaufsicht durch eine Art„ Freiforps der Arbeit" aus privaten Organisationen heraus ausge= übt werden soll. Eine der schwierigsten Fragen in diesem Zusammenhang war, welches Arbeitsgebiet diesem Freiwilligen forps der Arbeit erschlossen werden soll. Wie verlautet, erwägt das Gutachten den Gedanken, ein Siedlungswert großen Maßstabs in Gang zu bringen. Die Verwirklichung eines derartigen Projektes werde aber nicht einfach sein, weil die Rentabilitätsberechnungen dafür bis zu einem verhältnismäßig fernen Zeit: punkt absolut in der Luft hängen. Der neue Ueberbrückungskredit. Berlin. Die Reichskasse, die den kommenden Ultimobedari im vollen Umfang befriedigen kann, wird Ultimo Mai doch eine gewisse Hilfe brauchen. Dies ist umso notwendiger, als für 150 Millionen Mark Reichsschatzanweisungen an diesem Zeitpunkte fällig sind. Nun hat man bereits im Wege von Verhandlungen erreicht, daß etwa 70 Millionen Mart Schazanweisungen prolongiert werden konnten, so daß noch ein Kassenbedarf von rund 80 Millionen Mark besteht. Dieser Bedarf kann aber lediglich im Wege eines Kredits gedeckt werden, weshalb es schon in der nächsten Zeit zu Verhandlungen mit der Großbanken über einen solchen Ueberbrückungsredit kommen wird. Es ist anzunehmen, daß dieser Kredit ohne weiteres zustande kommt. Schwieriger wird dagegen die Lage Ultimo Juni, vorausgesetzt, daß bis dahin beine besseren Kasseneingänge eintreten, was nach Lage der Dinge aber kaum zu erwarten ist. Dr. Schacht über die politische Lage. Brüssel. Die belgische Presse veröffentlicht eine Unterredung mit dem früheren Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht. Auf die Frage des belgischen Korrespondenten, wie eine Heilung der deutschen Verhältnisse zu erwarten sei, bemerkte Dr. Schacht, daß nur eine gleichzeitige Aktion nach innen und nach außen eine Aenderung bringen könne. Nach innen durch Abschaffung der übertriebenen Soziallasten und nach außen durch eine neue internationale Uebereinkunft, die den Reparationszahlungen endgültig ein Ende zu machen habe. Zur Frage der deutschfranzösischen Verständigung erklärte Dr. Schacht, die Einigung sei möglich, aber es wäre lächerlich, sie durch eine Verſtändigung unter Sozialdemokraten erreichen zu wollen. Sie sei nur gesichert, wenn eine Verständigung der Rechtskreise beider Länder erfolge. Er fürchte Briand und glaube, daß nur eine Zusammenarbeit mit Poincaré Deutschland Garantien gewähren könne. Briand spreche gut, aber er handle nicht seinen Reden entsprechend. Zum Schluß erklärte Schacht, nach seiner Ansicht würde die Regierung Brüning in Kürze mit der Sozialdemotratie brechen müssen, um die Verbindung nach rechts wieder aufzunehmen. Danzig erhält Recht vor dem Völkerbund. Genf. Das Rechtsgutachten der Völkerbundssachverständigen über die Gdinger Frage wurde vom Generalsekretariat des Völkerbundes veröffentlicht. Das jetzt vorliegende Rechtsgutachten, das lediglich als Grundlage der bevorstehenden Entscheidung des Danziger Völlerbundskommissars in der Gdinger Frage gilt, gelangt zu der Feststellung, daß Danzig nach der Entscheidung von 1921 einen rechtlich voll begründeten Anspruch auf die uneingeschränkte Ausnutzung des Danziger Hafens durch die Bolen besitzt, und daß hier eine bindende Verpflichtung Polens vorliegt, die sofortige Gültigkeit besitzt und von weiteren vertraglichen Vereinbarungen niht abhängig ist. Der Völkerbundstommissar in Danzig, Graf Gravina, hat das Gutachten inzwischen Polen und der Freien Stadt Danzig zugestellt. Er wird jetzt zunächst versuchen, auf der Grundlage dieses Gutachtens eine Verständigung zwischen den Parteien herbeizuführen. Falls dies nicht möglich ist, könnte er an sich eine Entscheidung treffen. Wie lange noch?! Man muß schon sagen, die russische Propaganda gegen die Religion versteht ihr Handwerk. Mit einem geradezu teuflischen Raffinement hat man sich jetzt der Spielkarten bemächtigt, um Gottlosenpropaganda in alle Volksschichten hineinzutragen. Auf den Spielkarten finden sich anstatt der üblichen Bilder Karikaturen auf Kirche und Religion. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 34 Fort mit der Sondergebäudesteuer! - - Das Problem der Hauszinssteuer ist so schreibt Dr. Jörissen im Reichs- Pressedienst des deutschen Hausbesizes vom 9. d. Mts. von großer Tragweite. In der Hauszinssteuer liegt unfehlbar eines der schwersten Hemmnisse für eine dauernde Besserung unserer gesamten Wirtschaftskrise. Ihre Beseitigung würde bedeuten, daß die Kurve der Belebung der Wirtschaft kontinuierlich steigen und die Kurve der Arbeitslosigkeit rapide heruntergehen müßte. Die Hauszinssteuer ist in jeder Beziehung ungerecht. Sie ist sozial unhaltbar und wirtschaftlich verheerend. Von den einzelnen Kennzeichen dieser Steuer sei nur einiges hervorgehoben: Das Ungerechte der Steuer geht daraus her= cor, daß sie eine einzelne Gruppe der Gesamtwirtschaft heranzieht, und ihr einseitig Lasten auferlegt, um damit Aufgaben für die Gesamtbevölkerung zu lösen. Dabei wirken sich diese Lasten zum Teil sogar als eine geradezu illoyale Konkurrenz, als existenzvernichtend gegen die zur Sonderstener pflichtig gemachte Gruppe aus. Die Steuer läßt alle Verluste unberücfsichtigt und erfaßt lediglich theoretische Gewinne mit einer tiefenhaften Steuer, während tatsächliche Gewinne nicht vorliegen. Die Entschuldungssteuer ist geradezu frivol für alle diejenigen und das sind mindestens 95 Prozent aller Betroffe= die sonst ihr ganzes Vermögen im Krieg und in der Inflation verloren haben, freilich genau so, wie auch Beamte, Arbeiter und Angestellte, die über Vermögen verfügten und nur ihr Haus erhalten konnten. Dieses Haus aber bedeutet für die Gruppe, die ohne irgendeine Inanspruchnahme des Staates ihre Ersparnisse in einem Haus angelegt hatte, um daraus in ihrem Alter sich eine Rente zu sichern, die Entziehung dieser Rente. Diese Rente wird heute durch die Sondersteuer restlos weggenommen, während die Beamten, Angestellten und Arbeiter über Krieg und Inflation hinaus ihre Pensionen oder Sozialrenten erhalten haben. пеп - Die Hauszinssteuer ist auch sozial untragbar, weil durch sie die Leistungsschwächsten relativ am stärksten belastet werden. Selbst der bekannte sozialistische Bodenreformer Kugler und viele andere sozialistische Volkswirtschaftler erkennen das in vollem Umfang an, indem auch sie darauf hinweisen, daß die Hauszinssteuer unsozial sei, weil die Steuerpflichtigen im umgekehrten Verhältnis zu ihrer Leistungsfähigkeit belastet werDazu kommt, daß die Häuser mit den geringsten Einnahmeverhältnisse durch die Steuer am empfindlichsten betrof fen wurden, so daß mittelbar die Mieter in den kleinsten Woh nungen am schwersten unter der Hauszinssteuer zu leiden haben. den. Daß die Steuer wirtschaftlich verheerend wirkt, ist unterdessen wohl von der gesamten Wirtschaft in Tausenden von Auffäßen und Aeußerungen erwiesen worden. Die Steuer ist unwirtschaftlich unter anderm deshalb, weil sie ohne jede Rücksicht auf den Ertrag der Häuser erhoben wird, und weil sie gerade den Kleinhausbesiz und die Häuser von höherem Alter ganz besonders stark belastet, obwohl gerade dort die Instandfegungs- und Erneuerungsarbeiten am notwendigsten sind. Sie ist auch unwirtschaftlich aus dem Gesichtspunkt heraus, daß sie bei Häusern von vollständig gleicher Bauart und gleicher Innenausstattung, bei Häusern in gleich gutem Zustand und von völlig gleichem inneren Wert das eine Objekt gegenüber dem anderen entwertet hat, je nach dem, wie die zufällige hypothekarische Belastung von 1918 sich auswirkt. Das wirtschaftlich Ungeheuerliche dieser Steuer ist in vollem Umfange erst zu ermessen, wenn man das Aufkommen aus ihr kapitalisiert. Dann hat man die Summe sie wird heute um die die Wirtauf etwa 32 bis 40 Milliarden geschätzt schaft geschädigt wird; dann hat man die Milliardenwerte, die der Wirtschaft fehlen. Dann hat man aber auch die Grundlage, auf der wieder Milliardenkapitalanlagen erfolgen könnten, die Grundlage, die notwendig ist, damit der so schön gedachte Steuer Pardon in der Verordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 1. Dezember 1930 irgendwie in Wirksamkeit treten kann. Wie sehr sie den Immobilienmarkt enttäuscht hat, geht beispielsweise aus einem Anfang März 1931 im Handelsblatt der Kölnischen Zeitung Nr. 132 erschienenen Aufsatz von dem Direktor der Städtischen Sparkasse in Köln, Fahlbusch, hervor, der sich mit der Werterschütterung des Haus- u. Grunobesitzes durch die Hauszinssteuer und ihrem verderblichen Ginfluß auf die Gesamtwirtschaft eingehend befaßt. Unter vielen anderen hat neuerdings auch der Bankdirektor Professor Dr. Albert Hahn( Frankfurt a. M.) sich in einem Auffah ,,, Die Preisbildung des Grundstücksmarkts", zu dieser Frage geäußert. Er erklärt zu den Folgen der Entwertung u. a. folgendes: ,, Nach Ansicht vieler bedeutet die Entwertung des Immobilienbesiges lediglich eine Vermögenswegnahme bei dem Hausbesizer die man je nach der politischen Einstellung entweder bedauert oder sogar begrüßt Dieser Ansicht liegt der Irrtum zugrunde, daß es möglich sei, privates Kapital zu Zwecken des Staatsbedarfs wegzusteuern, ohne den Bestand des volkswirtschaftlichen Kapitals zu beein trächtigen." Er schreibt dann weiter: ,, Heute liegen die Dinge so, daß die Schicht der Kapital- und insbesondere der Hausbesitzer und die Schicht der Mittwoch, den 29. April 1931. gewerblich Tätigen grundsätzlich identisch sind. Bei vielen mittleren und kleineren Betrieben von Industrie und Handel besteht das einzige Eigenkapital, das aus der Inflation gerettet worden ist, in dem Immobiliarbesitz, und das Geschäft selbst wird seitdem im wesentlichen mit Kredit betrieben, welcher gegen Eintragung einer Hypothek oder Sicherungshypothek gewährt wird oder doch jedenfalls den durch den Hausbesitz repräsentierten Aktivüberschuß der Bilanz zur Voraussetzung hat." Die Entwertung des Immobiliarbesizes bedeutet für unzählige Gewerbetreibende nicht mehr und nicht weniger als die Wegnahme des letzten Kapitals, auf dem ihr Kredit beruht. Man dürfte deshalb kaum zu viel behaupten, wenn man sagt, daß die weitere Entwertung des Hausbesizes die Vernichtung zahlreicher selbständiger Eristenzen zur Folge haben und die bedauerliche Konzentration von Handel und Gewerbe in wenigen Größtbetrieben in einem untragbaren Maße beschleunigen wird. So viel über die Notwendigkeit der Beseitigung der Hauszinssteuer. Ihre Beseitigung ist aber auch durchaus möglich, weil durch ihren Wegfall andere reguläre Steuerarten so erheblich stärker fließen würden, daß sehr bald ihr Wegfall ausgeglichen wäre. Hierzu sind einige Berechnungen zu erwähnen, die auch der Regierung nicht unbekannt geblieben sein dürften. Es sind Berechnungen veröffentlicht worden, nach denen bei Wegfall der Hauszinssteuer aus Mehreinnahmen bei der Einkommensteuer vom Hausbesit, bei der Vermögenssteuer zufolge der Wertsteigerung von Grundstücken, Ersparnisse an persönlichen und fachlichen Einhebungskosten, Umsatzsteuerzuwachs aus privatwirtschaftlicher Gebarung, Lohnsteuerzuwachs aus privatwirtschaftlicher Gebarung, Gewerbesteuerzuwachs aus privat: wirtschaftlicher Gebarung, Grundsteuerzuwachs, Verkehrssteuerzuwachs, Konsumsteuerzuwachs, Erbschaftssteuerzuwachs usw. von im ganzen 1 100 000 000 RM. zu erwarten seien. Diese Veröffentlichung hat der nicht unbekannte Steuerfachmann Dtt( Bunzlau) in den Hauptpunkten eingehend nachgeprüft, und er kommt unter genauer Begründung zu dem Ergebnis, daß durch das Mehreinkommen aus den genannten regulären Steuern etwa 1 365 000 000 RM. auf die Dauer zu errei chen seien, so daß gegenüber dem tatsächlichen Einnahmeausfall von 1 550 000 000 RM. bei der Hauszinssteuer nur noch eine Differenz von 185 000 000 RM. bestehen würde. Er meint dazu weiter, daß dieser Betrag mehrfach zu decken sei aus der Erhöhung der Steuerbeträge bei der allgemeinen Einkommenund Körperschaftsteuer, bei der Gewerbesteuer und vor allen Dingen aus den dann zu erwartenden großen Ersparnissen bei der Arbeitslosenfürsorge von Reich, Ländern und Gemeinden. Es dürfte sich also lohnen, daß die Reichsregierung dieser Erörterung ihre ganze Aufmerksamkeit widmet und sie auf ihre Stichhaltigkeit nachprüft. Jedenfalls ist die baldige Beseitigung der Hauszinsstener unumgänglich. Bernhard Shaw zum Arbeitslosenproblem. Der Sozialist Bernhard Shaw schreibt in der FabianEssays": „ Gießener Zeitung" unter dem Kapitalismus und auf dessen Kosten zu gewinnen ( eine Politik, deren wahrer Kampfruf ist: Was ein Dieb gestohlen hat, stiehl du ihm auch!) steckt dahinter mehr die Drohung des Bankrotts, als die Verheißung des Millenniums. Wenn die Zahl der Arbeitslosen in die Millionen geht, und wenn die Arbeitslosen zum beträchtlichen Teil aus Exsoldaten bestehen, die in einem Krieg von unerhörter Furchtbarkeit gelernt haben, Menschenleben gering einzuschäßen, dann werden die Arbeitslosen tatsächlich eine Armee, die auf Kosten des Landes lebt. In diesen Drangsalen, die in der Geschichte früherer Zivilisationen auch schon vorgekommen sind, sucht der Kapitalismus immer die Leute, die er nicht beschäftigen kann, und die er nicht wagt, verhungern zu lassen, zu kaufen. Arbeitslosigkeit wird so für das Proletariat ein anerkanntes Mittel des Lebensunterhalts. Es gibt jetzt junge Männer in der Blüte ihrer Jahre, die niemals gearbeitet haben, und Proletarierkinder, die ihre Eltern nie arbeiten gesehen haben. Wenn zwei oder drei Arbeitslose zusammenwohnen, können sie von der Arbeitslosenunterstützung ganz komfortabel, nach ihrem eigenen Standard von Komfort, leben, indem sie von dem Kapitalismus so lange erpressen, bis er bereit ist, seine Gewinne mit ihnen zu teilen. Wenn diese Vereinigung von zwei oder drei Arbeitslosen eine Vereinigung von 200 oder 300 oder gar 2000 oder 3000 Arbeitslosen werden sollte und sie wird es werden, wenn das System der Arbeitslosenunterstützung den Ruf der Permanenz gewinnt, dann werden die eleganten Massenheime der Arbeitslosen die niedrigen Wohnungen derjenigen beschämen, für die die Arbeitsvermittlungsämter noch Stellen finden können. Angehörige der Saisongewerbe beziehen jetzt die Arbeitslosenunterstützung für die tote Saison, für die früher die Arbeitssaison vorsorgen mußte. Dieser Stand der Dinge ist klar die Wiederholung der„ Brot- und Zirkusspiele" des römischen Proletariats. Die Parallele wird Deffnung der Kinos an Sonntagen befürwortet, weil sie dazu bald noch deutlicher werden. Denn da die englische Polizei die helfen, die Straßen leer und ruhig zu machen, ist es ganz gut möglich, daß wir vom Staat gestellte Kinos bekommen werden, als ein Mittel zur Verhinderung von Arbeitslosenunruhen. Und das muß enden, wie das römische Reich geendet hat, nämlich mit dem Banfrott ,, Ueberall werden verzweifelte Versuche( Neuverteilung des Reichtums im Wege der Steuern, staatliche Regulierung der Löhne, Industriegesetzgebung) gemacht, um innerhalb der Schranken des Kapitalismus Abhilfe oder wenigstens Linderung. zu verschaffen. Aber Neuverteilung des Reichtums innerhalb der Schranken des Kapitalismus bedeutet Liebesgaben für Beschäftigungslosigkeit anstatt Löhne für produktive Arbeit. Und Regulierung von Löhnen in den Fabriken hilft den Arbeitslosen nicht. Dank der Verbreitung der sozialistischen Jdeen wird es in Großbritannien als selbstverständlich hingenommen, daß das Einkommen der Kapitalisten jährlich im Ausmaß bis zu 50 v. H. fonfisziert und periodische Angriffe auf ihr Kapital in Gestalt der Erbschaftssteuer von ähnlicher Höhe verübt werden, mit direkter Verteilung des Ergebnisses an das Proletariat in Form von Bargeld. Wenn all dies Teil einer Entwicklung zum Sozia= lismus bildete, könnte man sich als Sozialist freuen. Aber da es in Wirklichkeit der Versuch ist, die Vorteile des Sozialismus Der Regenschirm. Die Einnahmen und Ausgaben Hessens im März. Nach den Zahlen des Finanzministeriums betrugen im Monat März des Rechnungsjahres 1930 die Einnahmen im ordentlichen Etat insgesamt 5,610 Mill. RM., und zwar aus Steuern 3,696 Mill., aus den Betrieben 0,181 Mill., aus der Justizver= waltung 0,380 Mill, aus Volfsbildung, Kunst, Kultus und Wissenschaft 0,061 Mill, und aus der übrigen Landesverwaltung 1,292 Mill. Die Ausgaben beliefen sich im März auf 6,189 Mill., und zwar für die Justizverwaltung 0,379 Mill., für Volksbildung, Kunst, Kultus und Wissenschaft 1,976 Mill., für werteschaffende Erwerbslosenfürsorge 0,000 Mill., für Wohnungswesen 1,046 Mill., für den Schuldendienst 0,607 Mill., für Ruhegehälter 1,007 Mill. und für sonstige Ausgaben 1,174 Mill. Jm März verbleibt also eine Mehrausgabe von 0,579 Mill. Beim Ende des Rechnungsjahres 1930 beziffert sich das Defizit auf insgesamt 13,823 Millionen im ordentlichen Haushalt und auf insgesamt 4,056 Mill. im außerordentlichen Haushalt. Albert Pünktlich war zum Prokuristen der Firma Schlau & Co., ernannt worden. Auf Grund der mit dieser Ernennung verbundenen Gehaltserhöhung hatte Pünktlich sich nicht nur dazu verstiegen, seinen alten, schon jahrelang in seinem Besitz befindlichen und von seiner Person unzertrennlichen Regenschirm durch einen funkelnagelneuen, mit echter Silberkrüde, zu ersetzen, sondern auch seinen Freund, Referendar Lustig, zum Abendschoppen einzuladen. Mit dem alten Regenschirm aber hatte es seine eigene Bewandtnis. Böse Zungen behaupten, daß er ein Familienerbstück und durch Vermächtnis seitens eines verstorbenen alten Landpastors in den glücklichen Besitz dessen Neffen Pünktlich gekommen sei. Weiter war Tatsache, daß Pünktlich nie ohne seinen Regenschirm ausging, mochte Regen oder Sonnenschein, Schneegestöber oder Frost herrschen. Diese Eigentümlichkeit in Verbindung mit der vorsintflutlichen Form seines treuen Gefährten hatte dem neugebackenen Prokuristen bei sei nen Freunden den Spitznamen„ Professor" eingebracht. Nur einen charakteristischen Zug hatte Pünktlich mit jenem bekannten Professor" nicht gemein; er ließ nämlich seinen alten Schirm nie stehen, sondern brachte ihn sets wieder mit in seine Wohnung zurüd. In einem bekannten großen Restaurant erwartete Referendar Lustig zur verabredeten Stunde seinen gütigen Gastgeber, um- wie er sich juristisch auszudrüden pflegte dessen Kosten ,, im Armenrecht" zu soupieren. heute auf Gerade warf er einen Blick auf die Uhr, als auch der„ Professor" mit gewohnter Pünktlichkeit eintrat. Nach fräftiger Be grüßung und nochmaliger Beglückwünschung betrachtete Lustig seinen Freund von oben bis unten " ,, Du kommst mir so verändert vor, Professor! Macht das die neue Position? Hast du einen neuen Anzug? Oder- ,, Rein, aber einen neuen Regenschirm!" unterbrach ihn Pünktlich, den Neuerstandenen stolz emporhaltend. ,, Ein hochfeiner Apparat", meinte der Referendar, aber Aus dem hessischen Landtag. Der Landtagsabgeordnete Reiber, der seit Februar 1919 als Mitglied der Demokratischen Partei angehörte und nach dem Tode Henrichs deren Führer war, ist mit Rücksicht auf die Vorgänge bei der Beratung und Abstimmung über das Pädagogische Institut aus der demokratischen staatsparteilichen Fraktion ausgeschieden. Zunächst wird er jedenfalls einer anderen Mitgliedervereinigung des Landtags nicht beitreten. Mit diesem Aus= tritt verliert die Fraktion ihre Sitze im Aeltestenrat des Landtags, wie auch in den Ausschüssen, da jetzt nur noch vier Mitglieder( Donat, Eberle, Minister Korell urd Schreiber) angehören. Nr. 34. Aus Nah und Fern. Trohe. Am 1. Mai tritt Bürgermeister Schmidt nach fajt 40jähriger Dienstzeit in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger wurde Beigeordneter Rau gewählt. nimm es mir nicht übel, Professorer steht dir nicht, er paßt nicht zu dir und über kurz oder lang sehe ich dich doch wieder mit deinem alten." Wieso?" Büdingen. Mit dem 1. April 1932 wird unsere Gemeinde von einem noch zu wählenden Berufsbürgermeister geführt werden. Friedberg. Gelegentlich einer Versammlung der Deutschen Volkspartei machte Herr Abg. Dr. Niepoth auch Ausführungen über die Hefragangelegenheit. Die Versammlung billigte ein mütig die bisherige Haltung des Provinzialausschusses, der einen Verkauf des Ueberlandwerkes Oberhessen abgelehnt hatte, er mächtigt aber ihre Vertreter im Provinzialausschuß, dafür einzutreten, daß die Verhandlungen mit der Preag weitergeführt werden. ,, Ja", fuhr Lustig fort ,,, ich habe so eine geheime Ahnung, als ob dir dein neuer Begleiter untreu werden könnte." ,, Aber erlaube! Ich habe noch nie meinen Schirm stehen lassen," entrüstete sich Pünktlich ,,, das klingt ja fast wie der Vorwurf der Vergeßlichkeit!" Friedberg. Zum Besuch des hiesigen Polytechnikums haben sich 50 Studierende neu angemeldet. Der Gesamtbesuch während des Sommersemesters beträgt etwa 400. Mittwoch, den Holland Der FußballFußball- Bund ein der deutschen Ma tarte, forgfältig tionalmannschaft volles Unentschied res Ergebnis für die Niederländer Spielverlauf hatt Schneller als ihr G fchloffener an. M anderen Tormann hätte, denn der F Form alles, was Minute der erster fam der Schuß au Uebrigens war die denn fie hatten i Beginn der zweit der Kampf ausgeg mehr im Angriff deutschen Schlacht ten sich sehr, fie ein zweites Tor fa richter erfannte a Die deutsche nicht enttäuscht. G Sturm, wo die red mur Richard Hofm reihe, deren beste war, und auch die auch in Kreg eine Die Entscheid wurde von einem teft aufgenommen Ueberhaupt fonnt Bergquist oft wen Deutschland mit jes Verhältnis de hatte als Schiedsr Mainz. Die Arbeiten des Stresemann- Ehrenmals am Rhein gehen rüstig voran. Nachdem das Fundament fertiggestellt wurde, ist jetzt mit dem Aufbau begonnen worden, so daß die Einweihung am 5. Juli dieses Jahres vorgenommen werden fann. Mainz. Die Bäder und Brotfabriken geben bekannt, daß sie infolge der steigenden Mehlpreise gezwungen sind, den Preis für das zweipfündige Mischbrot erste Sorte um 2 Pf. auf 48 Pf., und für das zweipfündige Mischbrot zweite Sorte und Roggenbrot um 3 Pf. auf 43 Pf. zu erhöhen. Frankfurt. Vor dem Großen Schöffengericht begann Diens tag die Verhandlung gegen Hecken und Genossen wegen der um fangreichen Diebstähle. Die Verhandlung dürfte drei Tage in Anspruch nehmen. Frankfurt. Am letzten Sonntag haben sich in Frankfurt nicht weniger als fünf Personen das Leben genommen. Alle Personen begingen die Tat aus wirtschaftlichen Sorgen. Frankfurt. Beim Rangieren von Güterwagen wurde ein 35jähriger Arbeiter zwischen zwei Puffer gequetscht. Mit schweren Verletzungen brachte man ihn ins Krankenhaus. Frankfurt. Der Magistrat hat beschlossen, den scheidenden Mitgliedern Stadtkämmerer Asch und Stadtrat Dr. Schmude die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt zu verleihen. Bad Homburg. Etwa 25 Expedienten der bedeutendsten englischen Reisebüros statteten Bad Homburg einen Besuch ab. Sie wurden von der Kurverwaltung zu einem Tee im Kurhaus eingeladen, worauf sich eine Besichtigung der Kunstausstellung ,, Mittelrheinische Landschafs- Malerei" und sämtlicher Kureinrichtungen anschloß. | Korntal. Ein bei einem Landwirt beschäftigter junger Mann zog sich bei der Arbeit eine Wunde an der Hand zu, in die etwas Kunstdünger geriet. Es entwickelte sich eine Blutvergiftung, woran er unter gräßlichen Schmerzen verstarb. Leipzig. Aus dem Museum am Augustusplatz ist der Oris ginal- Dürer- Kupferstich Ritter, Tod und Teufel" gestohlen worden. 4 Wochen unentgeltlicher Aufenthalt im Sauerlande! Ein neuartiges Preisausschreiben, bei dem nicht nur dieser eine Preis, sondern noch 22 weitere, alle zum freien Aufenthalt in guten Hotels und Gasthöfen des Sauerlandes, Siegerlandes und Wittgensteins, winken, sindet sich im Unterkunftsverzeichnis 1931 des Sommerfrischenführers vom Sauerlande, Siegerlande und Wittgenstein, gemeinsam herausgegeben vom Sauerländischen Gebirgsverein zu Iserlohn und vom Westfälischen Verkehrsverband zu Dortmund. Gegen Zahlung von 25 Pfg. ist das Heft bei diesen Stellen erhältlich. „ Nach langem Suchen endlich das Richtige für meine Zähne. Nach breimaligem Gebrauch blendend weiße Zähne, trotzdem dieselben durch vieles Rauchen braun und unschön wirkten. Ich werde nichts anderes mehr gebrauchen, als Chlorodont" B., Horst Berg. Man verlange nur die echte Chlorodont- Zahnpaste, Tube 54 Pi. und 90 Pf., und weise jeden Ersatz dafür zurüd. Gelbe Raucherzähne - jeder Wirt haftet ohne weiteres für solche Verluste, sondern nach § 701 des Bürgerlichen Gesetzbuches haftet nur ein„, Gastwirt". gleichgültig, ob er sein Geschäft Hotel, Gasthof, Wirtschaft, Herberge oder Pension( hôtel garni), nennt, welcher gewerbsmäßig Fremde zur Beherbergung" aufnimmt, dem aufgenommenen Gaste für den Schaden, den dieser durch Verlust oder Beschädigung eingebrachter Sachen erleidet. Eingebracht in diesem Sinne ist z. B. schon ein Handkoffer, welchen der Gast am Bahnاو ,, So ist das nicht gemeint," begütigte der andere. ,, Also lege hofe dem Gasthof oder Hoteldiener übergeben und Wäsche, die ab und gehen wir zum gemütlichen Teil über!" er auf sein Zimmer gelegt hat. Hierbei ist es auch gleichgültig, ob der Gast die Sachen vorausschidt, mitbringt, sich bringen oder schiden läßt. Die Haftung kann freilich durch Vereinbarung aufgehoben werden; ein Anschlag aber des Inhalts, daß der Gastwirt die Haftung ablehnt, ist ohne Wirkung. Ausschluß der ,, Mein Schirm, mein neuer Schirm! Kellner! Herr Wirt!" Haftung tritt ferner ein, wenn der Schaden durch die Schuld Alles hat sein Ende, so auch der sogenannte gemütliche Teil. Nach Erledigung der Rechnung rüsteten sich die beiden Freunde zum Aufbruch. Lustig nahm H1 und Stod vom nahen Garde= robestände, Pünktlich Hut und so tönte sein Verzweiflungsruf. Alles war in fieberhafter Aufregung, aber der schöne, neue Regenschirm war und blieb verschwunden. ,, Lustig, Unglücksrabe, Mensch, was nun!" flagte der Professor ratlos. ,, Was nun?" meinte dieser ruhig.„ Hoffentlich liegt nur eine Verwechselung vor, ein Irrtum, es wird dir also nichts anderes übrig bleiben, als tatsächlich einmal ohne Schirm nach Hause zu gehen und morgen nochmals Nachfrage zu halten." Nachdenklich schritten beide eine zeitlang neben einander her. Plötzlich brach Albert Pünktlich das tiefe Schweigen zaghaft: ,, Wenn er nun gestohlen wäre?" wandte er sich an seinen Begleiter. ,, Wer?" ,, Nun, der neue Regenschirm natürlich, wer sonst!" ,, Ach ja," wachte dieser aus seinen Gedanken auf.„ Richtig. der Regenschirm. Ja, dann mußt du deinen alten wieder nehmen." ,, Aber Mensch!" rief der Professor entsetzt ,,, du bist doch Jurist. Der Wirt haftet mir doch nach dem Gesetz für den Berlust der bei ihm eingebrachten Sachen!" ,, Werter Freund, da bist du doch schwer im Irrtum! Nicht des Gastes selbst oder eines Begleiters desselben, oder infolge der gefährlichen Beschaffenheit der beschädigten Sache selbst oder durch höhere Gewalt( Blitzschlag) entstanden ist. Ein Schent wirt indessen, Inhaber eines Cafés oder Restaurants, ist tein ..Gastwirt" im Sinne des Gesetzes. Er ist nur dann zum Schadenersatz verpflichtet, wenn ihm Vorsatz oder grobe Fahrlässig keit nachgewiesen wird. Doch, hier trennen sich unsere Wege! Nun schlafe wohl, tröste dich über den herben Verlust und auf Wiedersehen morgen mit dem alten Regenschirm!" Wissen Sie schon! In einer fleinen Stadt Hollands wurde eine Lehrerin ge jucht. Drei Damen wurden in die engere Wahl gezogen, eine wurde nach langem Hin und Her zur Besetzung der va fanten Stelle auserforen. Da aber für die neue Lehrerin das zur Verfügung stehende Bett zu kurz war, beschlossen die hoch: weisen Stadtväter-man sollte es nicht für möglich halten! die lange Lehrerin wieder laufen zu lassen und eine Lehrerin, die zu dem Bett paßte, zu nehmen. Weitder Am Sonntag um die Meistersch Alemannia Aachen mangelnder Schuß BiB. Bielefeld v Die Vereine in fo 3: 1 Punkten, Vi mit 2: 2 Punkten, Die Entschei lich am 3. Mai Fortuna Düsseldo Bielefeld- Meid Da die zwei Glüd haben, am 5 wohl die größeren Am 10. Mai j schaft beginnen; mehreren Verbänd So ift 3.83 heinlich weil d runde auf den 1 man ausgerechn fchon für ein Spi noch garnicht gem die drei Vertreter Dritte doch erst no bellenzweiten, d. i erfordert noch einer Erget VB. Kurhe Germania 1900 Gießen Wiesenbach Breidenbach Ehringshause Kurheijen Ka Selien 09 Ka Göttingen 05 Tura Rajjel Corbach Spogg. Göttin Großalmerode Germania Fu Saupo Kajje Wiljenbach 1. Offenbach 1. Altenburg Gladenbach Frankenberg Wommelshau Butzbach 1. Lohnberg 6 Gr. Bujed 1. BIB. Gießen Lollar 1.Leihgestern 1. Grünberg Butzbach 2. Steinbach Löbnberg 2. Ehringshausen Stodhaujen 1. Braunfels 1. Bublingshausen Oberndorf 1.Leun 1.- N Dutenhofen Holzhausen 2. Stodhausen 2. Ulricitein Steinbach 2. Lollar 2. Löhnberg A5. 1900 Gießen 1. Butzbach 1. Jg Grünberg Jgd. Lohnberg Jgd. Braunfels 3g 1900 Gießen 2 1900 Gießen 3 1900 Gießen E Nauborn Sch. Buybach Sch. Nr. 34 nd Fern. ermeister Schmidt nad ja nd. Zu feinem Nachfolger 932 wird unfere Gemein erufsbürgermeister gefü Bersammlung der Deute Riepoth auch Ausführunge Versammlung billigte ein vinzialausfdjujjes, der einer hessen abgelehnt hatte, w ovinzialausschuß, dafür ein it der Preag weitergefüh igen Polytechnitums haben Der Gesamtbesuch währen 400. mann- Ehrenmals am Rhein Fundament fertiggestell Jonnen worden, so daß die hres vorgenommen werden riten geben bekannt, daß fie wungen sind, den Preis für te um 2 Pf. auf 48 Pf., und eite Sorte und Roggenbrot Höffengericht begann Diens nd Genossen wegen der um dlung dürfte drei Tage in g haben sich in Frankfun s Leben genommen. Alle tschaftlichen Sorgen. On Güterwagen wurde ein ffer gequetscht. Mit schwe is Krankenhaus. beschlossen, den scheidender Stadtrat Dr. Schmude die verleihen. nten der bedeutendsten eng burg einen Besuch ab, Eir inem Tee im Kurhaus ein ing der Kunstausstellung " und sämtlicher Kurein wirt beschäftigter junger lunde an der Hand zu, in widelte sich eine Blutver merzen verstarb. gustusplatz ist der Dri nd Teufel" gestoge alt im Sauerlande! Ein m nicht nur dieser eine sum freien Aufenthalt in landes, Siegerlandes und Interkunftsverzeichnis 1931 erlande, Siegerlande und ben vom Sauerländischen Westfälischen Verkehrsver von 25 Pfg. ist das Heft hne Nach langem Sudhen endlich das Richtige für meine Zähne. Nab breimaligem Gebrau Durch vieles Rauchen braun und nehr gebrauchen, als Chlorodont echte Chlorodont- Zahnpaste, Tube dafür zurüd olche Verluste, sondern na haftet nur ein„ Gastwirt" 1, Gasthof, Wirtschaft, Her ennt, welcher gewerbsmäßig mmt, dem aufgenommenen urch Verlust oder Beschädi Eingebracht in diejem welchen der Gast am Bahn übergeben und Wäsche, die bei ist es auch gleichgültig mitbringt, sich bringen oder reilich durch Vereinbarung ber des Inhalts, daß der e Wirkung. Ausschluß der Schaden durch die Schuld ers desselben, oder infolge schädigten Sache selbst oder tstanden ist. Ein Ghent oder Restaurants, ist fein Er ist nur dann zum Scho jak oder grobe Fahrlässig trennen sich unsere Wege! en herben Verluft und auf Regenjchirm!" ichon! s wurde eine Lehrerin g engere Wahl gezogen, eine zur Befehung der für die neue Lehrerin de 3 war, beschlossen die hod nicht für möglich halten u laffen und eine Lehreri Mittwoch, den 29. April 1931. Holland - „ Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Deutschland 1: 1( 1: 0) Der Fußball- Länderkampf gegen Holland hat dem Deutschen Fußball- Bund ein besseres Ergebnis gebracht, als man auf Grund der deutschen Mannschaftsaufstellung erwartete. Gegen die sehr starte, sorgfältig ausgewählte und vorbereitete holländische Nationalmannschaft erzielte die deutsche Elf ein durchaus ehrenvolles Unentschieden von 1: 1. Man muß zugeben, daß ein besse= res Ergebnis für die Deutschen nicht verdient gewesen wäre, denn die Niederländer waren ihnen durchaus ebenbürtig, und im Spielverlauf hatten sie sogar ein leichtes Plus. Sie waren schneller als ihr Gegner und griffen meist auch zügiger und entschlossener an. Man darf auch sagen, daß Deutschland mit einem anderen Tormann als Kreß die Partie sicher glatt verloren hätte, denn der Frankfurter hielt wieder in einer überragenden Form alles, was nur auf sein Tor tam. Als er in der 30. Minute der ersten Halbzeit doch einmal geschlagen wurde, da fam der Schuß aus einem für Kreß unübersichtlichen Gedränge. Uebrigens war dieses Führungstor der Holländer auch verdient, denn sie hatten in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. Zu Beginn der zweiten Halbzeit drängte Deutschland, dann wurde der Kampf ausgeglichener, und gegen Schluß lag Holland wieder mehr im Angriff. Schlösser erzielte den Ausgleich. Die 6000 deutschen Schlachtenbummler unter den 32 000 Zuschauern freuten sich sehr, sie jubelten auch schon, als Lachner wenig später ein zweites Tor schoß, aber die Freude war verfrüht, der Schiedsrichter erkannte auf ,, Abseits". Die deutsche Mannschaft in dieser Ausstellung hat uns also nicht enttäuscht. Es gab natürlich Schwächen, so vor allem im Sturm, wo die rechte Seite recht schwach war und wo eigentlich nur Richard Hofmann genügte. Sehr nett spielte die Läuferreihe, deren bester Mann der unermüdliche Schaffer Knöpfle war, und auch die Verteidigung war gut. Sie hatte allerdings auch in Kreß einen zuverlässigen Mann hinter sich. Die Entscheidung des 2. deutschen Tores als Abseitstor" Aus Gießen und Umgegend. 1900 Gießen- Alsfeld 1: 2( 1: 1). Pünktlich um 3 Uhr öffneten sich die Schleusen des Himmels und ein Platzregen mit Sagelschauern verwandelte das Spielfeld in eine masurische Seenplatte. Mit halbstündiger Verspä tung versuchte man es doch, wenn auch von schönem" Fußball feine Rede mehr sein konnte. Technische Feinheiten blieben aus, waren auch zwedlos. Durch Tempo wollte man dieses Manquo ausgleichen, und dabei erwiesen die Gäste sich als die besseren, und konnten dadurch die Partie für sich entscheiden. Die 1900er warteten wieder mit einer neu zusammengestellten Mannschaft auf, die stark verjüngt war. Die Gäste waren durchweg stabiler. Spielleiter war Philipp- Gr.- Bused, der das Spiel auf dem schwierigen Platz anstandslos unter Dach und Fach brachte. Nach zunächst leicht überlegenem Spiel der Plazmannschaft fonnte Schmidt( HL.) eine Vorlage Lipferts zum 1. Tor für die Blau- Weißen einsenden. Mit Elan gingen die Gäste vom Mittelanstoß wieder in den Kampf und glichen 2 Minuten später durch ihren HL. wieder aus. Sad im 1900er Tor ließ den Ball unter sich hindurch ins Netz rollen. Bis zum Seitenwechsel gab es nichts mehr außer verpaßten Torgelegenheiten. In der 2. Halbzeigte sich mehr und mehr, daß die A.er das bessere Stehvermögen besaßen. Ein Mißverständnis zwischen dem schwach abwehrenden Sad und dem RL. Schlarb verhalf dann den Alsfeldern zu ihrem übrigens verdienten Siegestor. Die restlichen 10 Minuten änderten an diesem Spielausgang nichts mehr. Kritik: Die Gäste hatten einen vorzüglichen Tormann, eine gleichgute Verteidigung und Läuferreihe. Der Sturm fummelte zu viel. Am besten waren noch die Außenstürmer. Bei der Platzmannschaft fonnte als Ganzes nur die Verteidigung gefallen. Alle anderen Mannschaftsteile wiesen Schwächen auf. Sad im Tor war unsicher, Schlarb in der Läuferreihe zeigte feinen Spielaufbau. Im Sturm fielen die Außen aus, Enders fonnte überzu schwach. Die anderen Spieler zeigten gute Einzelleistungen. wurde von einem großen Teil des Publikums mit starkem Pro- haupt keinen Ball halten, Günther war auf RA. förperlich viel test aufgenommen, und tatsächlich war sie auch sehr zweifelhaft. Ueberhaupt konnten die Abseitsentscheidungen des Schweden Bergquist oft wenig gefallen. In der Zahl der Eckbälle hatte Deutschland mit 11: 5 ein deutliches Plus, jedoch spiegelt dieses Verhältnis den Spielverlauf nicht. Bergquist- Schweden hatte als Schiedsrichter feinen guten Tag. Westdeutsche Fußballmeisterschaft. Am Sonntag fand in Aachen das einzige Spiel des Tages um die Meisterschaft in der Gruppe 3( Endrunde) statt, wobei Alemannia Aachen trotz besserer Gesamtleistung, aber infolge mangelnder Schußfreude und Treffsicherheit mit 2: 5( 0: 1) gegen BfB. Bielefeld verlor; die Tabelle zeigt nun diesen Stand: Die Vereine in folgender Reihenfolge: Fortuna Düsseldorf mit 3: 1 Punkten, VfB. Bielefeld mit 3: 1 Puntten, Meidericher SV. mit 2: 2 Punkten, und Alemannia Aachen mit 0: 4 Punkten. Die Entscheidung um die Plätze wird daher wahrschein= lich am 3. Mai fallen; an diesem Tage spielen in Düsseldorf: Fortuna Düsseldorf Alemannia Aachen, in Bielefeld: VfB. Bielefeld Meidericher SV. Da die zwei Vereine, die jetzt schon in Front liegen, das Glück haben, am Heimatsort antreten zu können, darf man ihnen wohl die größeren Siegesaussichten einräumen. Am 10. Mai soll schon die Vorrunde um die Deutsche Meisterschaft beginnen; es sind zunächst vier Spiele angesetzt, da in mehreren Verbänden die Vertreter bis dahin noch nicht ermittelt find. So ist z. B. Süddeutschland ganz spielfrei gelassen, wahr= scheinlich weil dieser Verband eine Hinausschiebung der Vorrunde auf den 17. Mai beantragt hatte. Sonderbarerweise hat man ausgerechnet den dritten Vertreter von Westdeutschland schon für ein Spiel am 10. Mai bestimmt; er kann aber bis dahin noch garnicht gemeldet sein. Selbst wenn bestenfalls am 3. Mai die drei Vertreter der Meisterrunde festgestellt werden, muß der Dritte doch erst noch gegen den Meister aus der Runde der Tabellenzweiten, d. i. Schwarz- Weiß Barmen, antreten, und das erfordert noch einen Spieltag, also mindestens den 10. Mai. Ergebnisse aus dem Bezirk. Bezirk: VfB. Kurhessen Marb. Darmstadt 98 3: 5( 2: 2) Germania Marburg Horas 7: 1( 4: 1) 1900 Gießen Spv. 06 Alsfeld 1: 2( 1: 1) Wiesenbach Wallau 2: 1( 0: 0) Breidenbach Ehringshausen Kurhessen Kasset Hessen 09 Kassel Bottenhorn ausgef. Wetzl. SpV. 3: 5( 3: 2) Hermannia Kassel 7: 3( 3: 1) Sport Kassel 4: 2( 2: 2) Göttingen 05 Borussia Fulda 1: 2( 1: 1) Tura Kassel Niederzwehren 2: 0( 0: 0) Corbach BV. Kassel 06 8: 1( 4: 0) Spogg. Göttingen Sp.u.Sp. Northeim 2: 0( 1: 0) Großalmerode Hessen- Hersfeld 5: 0( 2: 0) Germania Fulda Schupo Kassel Wissenbach 1. Offenbach 1. Viktoria Urberach 2: 2( 2: 0) Sportfr. Kassel 4: 1( 1: 1) Offdilln 1. 0: 2( 0: 1) Niederscheld 1. 3: 0 Altenburg Niederaula 5: 3 Frohnhausen 3: 5( 2: 2) Gladenbach Frankenberg Wetter 3: 3 Wommelshausen Marbach 6: 0 Gau Gießen Weglar. Butzbach 1. Gr. Karben 2: 5( 0: 3) Löhnberg Weilburg 2: 1( 1: 0) Gr. Bused 1. Steinberg 4: 1 VFB. Gießen 2. FC. Daubringen 4: 0 Lollar 1. Niederweisel 1. 2: 0 abgebr. Leihgestern 1. Grünberg Butzbach 2. Steinbach 1900 Gießen 2. 2: 1( 1: 1) abgebr. Leusel 5: 0 Groß- Karben 2. 1: 1 Ettingshausen 2: 6( 1: 4) Löhnberg 2. Weilburg 2. 3: 0( 2: 0) Ehringshausen 2. Weyl. SpV. 3. 2: 3( 2: 1) Stodhausen 1.- Holzhausen 1. 0: 1( 0: 0) Braunfels 1. Bissenberg 1. 3: 1( 3: 1) abgebr. Büblingshausen 1. Burgsolms 1. 1: 7 Oberndorf 1.- Steindorf 1. 3: 5 Leun 1. Niederbiel 1. 2: 1 Dutenhofen Hermannstein ausgef. Holzhausen 2. Tiefenbach 1. 7: 0 Stockhausen 2. Allendorf 2. 2: 1( 1: 1) Ulrichstein Nidda 2: 5 Steinbach 2. Ettingshausen 2. 1: 3( 1: 2) Lollar 2. Wiesed 2. W. n. ang. Löhnberg AH. Weilburg AH. 1: 3( 1: 1) 1900 Gießen 1. Jgd. Alsfeld 1. Jgd. 2: 2 Butzbach 1. Jgd. Friedberg 1. Jgd. 1: 1 Grünberg Jgd. Leusel Jgd. 3: 0 Löhnberg Jgd. Weilburg Jgd. 2: 2( 1: 0) Bissenberg Jgd. 0: 0 Braunfels Jgd. 1900 Gießen 2. Jgd. 1900 Gießen 3. Jgd. Lollar 1. Jgd. 0: 0 Garbenteich Jgd. 2: 0( 0: 0) 1900 Gießen Schüler Lollar Schüler 5: 1. Nauborn Sch. Weyl. SpV. Sch. 1: 2 Butzbach Sch. Wiesed Sch. 1: 1 Aus Lollar. In Lollar standen sich Lollars 1. und Niederweisels 1. M. gegenüber. Das Spiel wurde nur bis Halbzeit durchgeführt, wobei L. Mannschaft mit 2: 0 in Führung gegen die mit 9 Mann angetretenen Niederweiseler lag.( Gewitter.) Lollars 2. wartete vergeblich auf Wiesecks 2. Die 1. Jugend löste in Gießen ein Gesellschaftsrückspiel gegen 1900 2. ein. Lollar trat nur mit 10 Mann an und holte ein ehrenvolles 0: 0 heraus. Die neu zusammengestellte 1. Schülermannschaft spielte gleichfalls gegen 1900 1. Schüler, und verlor gegen die förperlich stärkeren 1900er mit 5: 1. Ein L.er Verteidiger verursachte dabei ein Selbsttor. Leihgestern 1.1900 Gießen 2. 2: 1( 1: 1). 1900 mußte dieses Spiel mit einigen Ersazleuten und zehn Mann bestreiten. L. hatte auch einige neue Spiele in der Mannschaft. 1900 begann mit schönen Kombinationszügen, denen aber der Torschuß fehlte. Die Plagherren tamen nach und nach auf und das Spiel wurde verteilt. L. konnte durch einen Strafstoß in Führung gehen; doch die Gäste glichen auf eine Flanke von links durch ihren HR. aus. Nach der Pause spielte 1900 mit dem Wind; aber nach neun Minuten wurde das Spiel wegen Regen abgebrochen, nachdem L. durch einen krassen Fehler der Gießener Hintermannschaft das 2: 1 erzielt hatte. Der Aus= gang des Spieles bei Weiterführung wäre offen gewesen. Das Hintertrio von 1900 war gut und schuldlos an der Niederlage. Die beiden Außenläufer versagten. Der Sturm fombinierte gut, schoß aber nicht früh genug. Der HR. drippelt zu lange. Die Mannschaft hat sich aber in Anbetracht der obigen Umstände gut geschlagen. Leihgestern war nicht in der früheren Form. Gut waren der linke Verteidiger, rechter und Mittelläufer und LA. Schiedsrichter Schulz- Butzbach gut. Steinbach 1. Ettingshausen 1. 2: 6( 1: 4). Steinbach 2. Ettingshausen 2. 1: 3( 1: 2). Die beiden ersten Mannschaften traten mit zahlreichem Ersatz an und lieferten sich einen fairen, spannenden Kampf. Die Gäste wählten den Wind zum Bundesgenossen und lagen schon nach 25 Minuten Spieldauer mit 4 Toren in Führung, denen die Plazbesizer bis zur Pause nur eins entgegenzusetzen vermochten. Auch nach dem Wechsel hatte Ettingshausen mehr vom Spiel. Die Gäste waren noch zweimal und der Gastgeber noch einmal erfolgreich. Steinbach stellte eine ziemlich ausgeglichene Elf. Bei den Gästen überragte besonders der neue Mittelstürmer Görnert. Vor dem 1. Mannschaftsspiel spielten die 2. Mannschaften beider Vereine. Die junge Gästeelf setzte ihren Siegeszua fort und schlug nach durchweg überlegenem Spiele, die körperlich stärkeren Steinbacher mit 3: 1( 2: 1) Toren. Vorspiel 3: 0 für Ettingshausen. Ehringshausen 1. Ehringshausen 2. Weglar 1. 3: 5( 3: 2). Weglar 3. 2: 3( 2: 1). Nauborn Sch. Weglar Sch. 1: 2 w. Regen abgebr. Ehringshausens 2. Elf, Meister ihrer Klasse hatte das Vorspiel in Wetzlar 4: 1 gewonnen. Trozdem W. mit kompletter 3. M. antrat, sah es nach den ersten 5 Min. aus, als ob Ehr. den Sieg wiederholen würde, denn zu dieser Zeit lagen sie bereits 2: 0 in Führung. Nach der Drangperiode von Ehr. tam Weklar langsam auf. Lange war das Spiel ausgeglichen ohne weitere Erfolge. Bis endlich Fischer 1 Tor für W. aufholte. Nach der Pause änderte sich wie im Vorspiel das Bild zu Gunsten der W., Spiel. Nr. 34. doch konnten sie diesesmal ihre Ueberlegenheit in 2 weiteren Toren zum Ausdrud bringen. Anschließend betraten die beiden ersten Mannschaften das Feld. Wetzlar hatte für Verteidigung und Torhüter Ersatz eingestellt, welcher aber voll genügte, Chr. mußte Langenbach ersetzen. Das Spiel war mustergültig, schöne flache Kombinatio nen wurden von beiden Seiten gezeigt. Nach kurzer Spielzeit ging W. durch Schaan, welcher sich mit Wohlgemuth sehr gut verstand, in Führung. Ehr. ist etwas im Vorteil, fann ausgleichen und bis kurz vor der Pause auf 3: 1 erhöhen, denen aber Friedrich noch ein Tor f. W. entgegensetzt. Nach der Halbzeit ist das Spiel zunächst noch ausgeglichen, bis sich allmählich W. durch besseres Zusammenspiel überlegen zeigt, Friedrich gelingt endlich der Ausgleich durch sein plazierten flachen Schuß. Noch 10 Minuten sind zu spielen, W. geht zum Endspurt über. Diehl Ehr. geht in die Verteidigung zur Verstärkung, aber Wohlgemuth gelingt trotzdem das Siegestor und Friedrich, heute außerordent lich gut in Form, kann noch wenige Minuten vor Schluß auf 5: 3 f. W. erhöhen. Für den kommenden Sonntag hat Weklar wieder etwas großes vor, denn die Offenbacher Riders sind mit tompletter erster Mannschaft verpflichtet. W.3.W. Club- Kampf in Löhnberg gegen Weilburg. Löhnberg 1. Jugend Löhnberg 2. Mannsch. Löhnberg Alte Herren Löhnberg Liga- M. Weilburg 1. Jugend 2: 2( 1: 0). Weilburg 2. Mannsch. 3: 0( 2: 0). Weilburg Alte Herren 1: 3( 1: 1). Weilburg Liga- M. 2: 1( 1: 0). Den Spielbeginn eröffnete die Jugend. Beide Mannschaf= ten waren ziemlich gleichwertig. Alsdann betraten die 2. Mannschaften den Play. Der Sieg der 2. M. war vollauf verdient und hätte dem Spielverlauf nach weit höher ausfallen können. Nur einmal hatte W. Gelegenheit, ein Tor zu schießen, aber 2. Torhüter leitete zur Ede und dann hatte W. nicht mehr viel zu bestellen. Alle noch so gut gemeinte Vorstöße scheiterten an der guten L. Hintermannschaft. Der heimische Sturm war im Zusammenspiel gut, tombinierte allerdings vor dem Tor zu viel und fand einen guten Hüter im gegnerischen Tor. Schiri Kleemann leitete beide Spiele gut. Im Anschluß hieran betraten die Alten das Feld. In der ersten Halbzeit war das Spiel verteilt. W. erzielte das erste Tor und 2. konnte turze Zeit darauf durch Prachtschuß ausgleichen. Nach Seitenwechsel wie vorher, viele Gelegenheiten auf beiden Seiten werden ausgelassen. Gegen Schluß ist W. überlegen und kommt noch zu 2 verdienten Tref= fern. Reichlich spät war es geworden, als die Ligisten den Platz betraten. 2. spielte zunächst mit dem Wind und war dauernd überlegen, kam aber vorerst zu feinem Torerfolg. Der W. Hüter hielt übrigens vorzüglich. Bis furz vor Halbzeit ein scharfer Schuß vom Tormann abprallte und der Nachschuß als Führungstreffer saß. Bis auf einige Edbälle für L., deren einen der Gästehüter im Fallen noch in letzter Sefunde rettete, änderte sich nichts mehr bis Halbzeit. Nach Seitenwechsel spielte W. mit dem Wind, konnte aber nie gefährlich werden. In der 20. Minute fiel unverhofft das Ausgleichstor für W. Ungefähr aus 30 Meter Entfernung fam ein scharfer Schuß auf L. Tox. Der Tormann fing, der Ball entgleitet aber seinen Händen, und der Nachschuß faß. Das Spiel war eine Zeitlang ausgeglichen, bis furz vor Schluß L. wieder ständig im Angriff lag. Im An schluß an eine der vielen Ecken fiel der Siegestreffer durch Kopfball für L. Schiri Grünewald leitete vorzüglich. Bis auf Kleinigkeiten wurden alle Spiele anständig zu Ende geführt. Stodhausen i. - Holzhausen 1. 0: 1( 0: 0), Stodhausen 2. Willendorf 2. 2: 1( 1: 1). Im Plakettenspiel standen sich Stockh. 1. und Holzh. 1. gegenüber St. in der 1. Viertelstunde nur mit 9 Mann spielend, toante bei ausgeglichenem Spiel die Partie bis zur Halbzeit 0: 0 halten. Holzhausen konnte in der 2. Halbzeit als der Glücklichere den einzigen Treffer dieses Spieles erzielen und somit das Spiel für sich gewinnen. Man lieferte sich ein faires Spiel, das unter der bewährten Leitung von Schiri Willer, Wetzlar, stand. Im Gesellschaftsspiel trafen sich Stockh. 2. und Allendorfs 2. Mannschaft. Allendorf konnte furz nach Beginn mit einem Treffer in Führung gehen, dem Stockh. noch vor Halbzeit den Ausgleich entgegensetzen konnte. In der 2. Spielhälfte fonnte dann Stockh. durch seinen Mittelst. Heinz zum Siegestor einsenden. Der Fußballer und Sportler werden wanderfreudig. In einem Bericht über die letzte Sikung des gemeinsamen Jugendausschusses des Deutschen Fußballbundes und der Deutfdjen Sportbehörde für Leichtathletik heißt es u. a.: ,, Ebenso wird auch wegen der in ihm liegenden Werte das Wandern erneut empfohlen. Die Vereine sollen mehr als bisher veranlaßt werden, die Mitgliedschaft im Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen zu erwerben und in den Gauen lebhaft an den diesen Verband bewegenden Fragen mitzuarbeiten." Das ist ein hochwichtiger Beschluß, den alle Wanderfreunde soweit wie eben möglich auswerten sollten. Es gilt, in den örtlichen Vereinen, bei denen meist noch recht erhebliche Schwierigfeiten zu überwinden sind, vor allem den Sinn für das Wandern zu weden. Jugendtag im deutschen Fußballbund! Wie alljährlich, so hält auch dieses Jahr der Deutsche Fußball- Bund gemeinschaftlich mit der Deutschen Sportbehörde seinen ,, Jugendtag" ab. In vielen Teilen des Reichs findet der Tag am 3. Mai statt. Der Sport der Aktiven ruht zum größten Teil: die Jugend hat die Pläge für sich allein. An diesem Tage sollen die Jugendlichen beider Verbände einmal vor der Deffentlichkeit Kunde geben von ihrem meist im Verborgenen vor sich gehenden Leben und Treiben. Sie sollen in großer Zahl den Tag erfüllen mit Spiel und Sport, mit Kampf und frohem Leben. Sie sollen Kunde geben von dem Schwung und der neuen Jugendbegeisterung, von der unverbrauchten und blühenden Kraft ihrer jungen, fampfbegeisterten Herzen! Sie sollen und wollen einmal vor allem Volt zeigen, was sie an Kraft der Leiber und Mut, Zucht und Fröhlichkeit der Seelen erwarben in Sport und frohem Spiel. Sie wollen vor allem Volke zeigen, wie die Leibesübungen stark und groß und lebendig machen und erhalten! Sie wollen unter Alt und Jung werben für ein neues, vernünftiges Leibesleben, das Voraussetzung und erstes Erfordernis der deutschen Volkskraft ist. Der Sport ist der beste Apotheker; er spart Deutschland viele Millionen, bewahrt Gesundheit und Kraft und macht die Kranfenhäuser leer und überflüssig. Auch das wollen sie zeigen, denn es sind diese Vorteile vernünftiger Leibesübung viel zu wenig be und geachtet. Sie wollen zeigen, wie Sport mehr ist als bloße Fererei und gewöhnlicher Zeitvertreib. Sie wollen Kunde geben von der Kraft und Gesundheit, von der Freude und den blanken Augen, die die Leibesübung gibt. Jugend und Sport gehören zusammen wie die Form zu ihrem Inhalt! Der Sport ist die Form modernen Jugendlebens. In ihm findet die Jugend was sie sucht: Kampf, Sieg und Spiel! Sie findet Freude, Lust und Leben. Sie sucht den Kampf! Jeder Junge will, wenn er voll Lebenskraft ist, ringen und fämpfen. Er will die wachsenden Kräfte messen, mit denen der Kameraden. Er will streiten und ringen und über den Gegner triumphieren in hartem Kampf! Ein Junge, der nicht fämpfen will, der als Zwölfjähriger nicht von großen Taten träumt und als Vierzehnjähriger die Sporthelden nicht verehrt, ist nicht gesund. Es fehlt ihm eine Seite jugendlichen Wesens! Jungen müssen wagen und schlagen, wollen streiten und reiten um den Sieg! Sieg will jeder Junge. Der Erste sein im Kampf ums blaue Band der Schnelligkeit. Der Beste sein im Ringen um den Siegerkranz. Ist dieser Wille zum Sieg nicht das Abbild und die erste Sehnsucht, in siegreichem Kampf das Leben zu bezwingen? So sollen unjere Jungen fämpfen und ringen! Wer Kräfte fühlt, der soll die Kräfte regen! Es ist grundfalsch zu sagen, Sport sei Lurus. Er ist für die Alten wie für die Jungen so nötig wie das tägliche Brot. Er gießt, recht betrieben. Stahl in die Leiber, härtet die schmalen Knaben empor, reift und stählt sie rank und tüchtig. Und wie wächst aus dem Sport Freude und Lust! Aber welche Freude, und welche Luft! Sport der Jungen ist Ueberwindung der zweifelhaften„ Vergnügungen“ unserer Zeit. So faßt die Jungen Sport treiben. Laßt sie ringen und tämpfen und streiten, und nach dem Lorbeer greifen! Am ,, Ju gendtag" seht sie euch, an, draußen auf den Plägen; haltet euch den Tag frei. Nr. 34. Mittwoch, den 29. April 1931. Lokales. * Ernennungen. Durch Entschließung des Ministers für Kultus und Bildungswesen wurden die Studienreferendare Dr. Heinrich Fuchs, Hans Guth, Frizz Hornef, August Mayer, Dr. Georg Mayer, Dr. Karl Moritz Ohr, Johann Karl Rees, Dr. Erwin Schwender, Dr. Hermann Otto Baubel zu Gießen zu Studienassessoren ernannt. * Ministerium für Kultus und Bildungswesen. Erledigt sind: Eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Ehringshausen, Kreis Alsfeld; Dienstwohnung wird in absehbarer Zeit frei; eine Lehrerſtelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Assenheim, Kreis Friedberg; die Dienstwohnung ist frei. * Gigung des Kreisausschuß. Der Kreisausschuß tagt fommenden Samstag zur Erledigung einiger Einsprüche im Regierungsgebäude. * Stadttheater. Heute bleibt das Theater ausnahmsweise geschlossen. Das Gastspiel von Alfred Abel fann umständehalber nicht stattfinden und unser Ensemble befindet sich heute in Marburg. Freitag wird Schillers Tragödie ,, Die Jungfrau von Orleans" wiederholt. * Bolkshochschule. Heute abend findet in der Oberrealschule eine Mitgliederversammlung statt, zur Beratung stehen u. a. Entlastung und Neuwahlen des Vorstandes. * Reichs- Seefisch- Woche. Am Donnerstag abend wird im Café Leib ein Hausfrauen- Abend mit dem Thema: ,, Ledere Seefischgerichte, warm und falt" veranstaltet. * Tagung der hessischen Friseure. Der Verband Hessen der Hessischen Friseurinnungen hält am Sonntag, dem 31. Mai, in Verbindung mit dem 20jährigen Stiftungsfest der Friseurinnungen des Kreises Groß- Gerau in Gr.- Gerau seinen Verbandstag ab. Mit den Veranstaltungen ist eine Ausstellung von Erzeugnissen des Friseurberufes verbunden. * 48. Verbandstag des Rhein- Main- Gastwirteverbandes. Vom 28. bis 30 April findet der 48. Verbandstag des RheinMain- Gastwirte verbandes in Heppenheim a. d. B. statt. Das Referat in der Hauptversammlung hat Präsident Köster, M. d. R., übernommen. Ebenso werden führende Persönlichkeiten des Gastwirtsgewerbes über verschiedene wichtige Punkte referieren. * Gegenstände aus dem Aufbewahrungsgepäd. Die Reichsbahn hat folgende Regelung getroffen: Das Entnehmen einzel ner Gegenstände aus den Aufbewahrungsstüden kann, soweit es die Verwaltung nicht für einzelne Bahnhöfe untersagt, gestattet werden, wenn es ohne Nachteil für die Abwicklung des Verfehrs möglich ist, wenn die Entnahme überwacht werden kann, und wenn die abgelaufene Aufbewahrungsgebühr durch den Wert der noch verbleibenden Stücke sicher gedeckt wird. Diese Neuregelung ist zu begrüßen, weil durch sie eine Quelle ſtändigen Aergers beim reisenden Publikum verstopft wird. * Fernsprechverkehr nach 19 Uhr. Es scheint noch immer nicht genügend bekannt zu sein, daß die Gebühren für Ferngespräche nach 19 Uhr um ein Drittel ermäßigt sind, denn von der verbilligten Sprechgelegenheit wird zur Zeit trotz der erheblichen Vorteile nur wenig Gebrauch gemacht. Weil zudem die Fernsprechleitungen in den Abendstunden nur mäßig be lastet sind, so daß die Gespräche verhältnismäßig schnell ausge Fromms Act „ Gießener Zeitung" führt werden, sollte man sich beide Vorteile nicht entgehen laffen. * Warenhandel in Diensträumen. Das hessische Gesamtministerium hat an sämtliche ihm unterstellten Behörden folgendes Schreiben gerichtet:„ Jeglicher Warenhandel( Warenbestellung, Warenverteilung, Warenverrechnung) durch Beamte oder Bezugsgemeinschaften von Beamten ist während der Dienststunden und in den Diensträumen untersagt. Etwa bestehende Einrichtungen dieser Art sind aufzuheben. Fremden Personen ist jede Art von Handels- und Werbetätigkeit, insbesondere der Verkauf von Waren( auch Büchern und Bildern), das Sammeln von Warenbestellungen und die Vermittelung von Versicherungen bei den örtlichen Dienststellen verboten. Den Beamten ist während des Dienstes jede Betätigung bei einer Bezugsgemeinschaft, auch außerhalb der Diensträume, verboten. Die Dienststellenleiter haben die Einhaltung dieser Vorschriften strengstens zu überwachen." * Der Reichsbund der höheren Beamten gegen weitere Kürzung der Beamtenbezüge. Det Gesamtvorstand des Reichsbundes der höheren Beamten richtete folgendes Telegramm an die Reichsregierung:„ Erneut auftauchende Gerüchte über beabsich= tigte weitere Kürzung der Beamtenbezüge haben in der Beamtenschaft schwerste Besorgnisse ausgelöst. Der in Berlin versammelte Gesamtvorstand des Reichsbundes bittet die Reichsregierung, derartigen Absichten mit aller Ertschiedenheit entgegenzutreten. Die bisher durchgeführten Gehaltskürzungen haben bei steckengebliebener Preissenkung zahlreiche Beamtenhaushaltungen in schwere Bedrängnis und Sorgen versetzt. Der Reichsbund betont erneut, daß der Vorrang politischer Zahlungen an das Ausland vor Jnnenverpflichtungen aufhören muß. Steigende Notlage und Radikalisierung auch der mit der Durchführung der Staatsaufgaben betrauten Beamten zum Nachteile des Ganzen sind sonst unvermeidlich." * Aufgehobene Straßensperrung. Die Ortsdurchfahrt Hungen der Straße Grünberg- Hungen ist wieder frei gegeben. Bedeutung der Schriftformklausel in Mietverträgen. Diese Frage ist durch mehrere neue Urteile als so ziemlich geklärt anzusehen. Die in den meisten Formularmietverträgen enthaltene Klausel, daß mündliche Abreden ungültig sind, kann nach herrschender Rechtsmeinung von den Parteien nachträglich durch mündliche( in der Regel aber nur durch ausdrückliche) Vereinbarung aufgehoben oder für einen bestimmten Fall außer Kraft gesetzt werden. Wie das Landgericht 1 Berlin in einer neuen Entscheidung( ,, Grundstückwarte" 1930, Das Nachschlagebuch tiber alles- für alle! Der Kleine Herder ist ein Lexikon in einem Bande: das vollkom menste und brauchbarste. Über 50 000 Artikel. 4000 Bilder und Karten Gründlich. Praktisch Handlich. 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Krankenschwester Therese, Bad Reichenhall 456( Bayern) Liefere frei Haus natürliches Seite 311) betont, muß aber diese mündliche Abrede so klar gehalten sein, daß sie zu keinerlei Zweifeln über ihre Tragweite Anlaß geben kann. Sonst spricht eine Vermutung dafür, daß die Parteien zunächst nur unverbindliche Vorbesprechungen geführt haben. Noch weitergehend hat übrigens dasselbe Gericht ( 81. 248/29) entschieden, daß bei wichtigen Vertragspunkten die Aenderung stets der schriftlichen Firierung bedürfe, wenn der Mietvertrag eine Schriftformklausel" enthält. Die mündliche Aenderung eines mehrjährigen( schriftlichen) Vertrages bewirkt, daß sich der Vertrag verwandelt und daher jederzeit mit gesetzlicher Frist(§ 565 BGB.) kündbar ist( vgl. Landgericht 1 Berlin ,, Allgemeine Deutsche Haus- und Grundbesiger- Zeitung 1930, Seite 1421, im Ergebnis gleich mit der Entscheidung des Reichsgerichts VIII 285/28). Die gesetzliche Kündigungsfrist erfaßt dann den ganzen Vertrag, nicht etwa nur den durch die Aenderung bewirkten Nachtrag, wie das Reichsgericht( VIII 224/ 29,, Deutsches Wohnungsarchiv" 1930 Seite 32) entschieden hat. Der Wert der Ziegenmilch. Während die Kuhmilch Säure erzeugt, ist Ziegenmilch alfalisch. Sie wird in 30 Minuten im menschlichen Magen verdaut, Kuhmilch dagegen braucht dazu zwei Stunden. Außerdem enthält Ziegenmilch noch Eisen, während dies bei Kuhmilch nicht der Fall ist. Ziegenmilch kann darum oft einem zariem findlichen Körper das Leben retten. Bei Weidetieren ist sie außer dem noch vitaminreich. Man rümpfe darum niemals die Nase über Ziegenmilch, bei schlechtem Geschmad forge man für bessere Stallung. - Neue Bücher. Rotverbände und ihre Technit. Von Medizinalrat Dr. K. Marloth. Mit 106 Orig. Abbildungen im Text, 4. Aufl. Preis 50 Pfg.( Porto 8 Pfg.). Verlag von Alwin Fröhlich in Leipzig N. 22. Dieses handliche, reich illustr. 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