Nr.85 erreichen will, mu dazu gehört eben aud eistet Gutes, wenn man teht. Dies dem Land echnischen Ausbildungs n die Landwirte zu den wirtschaftlichen Schulen, On Behörden abgehalten ung unserer Landwirte ir das tommende Früh fsausbildung. ntheiten. Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. daktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdbung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. hol wirkt fit besonders Jahrg. er Krankheiten aus. Jm em bestimmten deutschen anstalten eingelieferten brauch zu setzen waren. Eer Rüdgang eingetreten on längst überschritten. er. griker, der gute Geschich en versteht, lägt unter Buch von Liebe, Tod Berlag ein neues Wert sschrift für das Gebiet egeben von Leo Fro: vierteljährl. RM. 3.Verlag, Berlin- Lichter enius' Leitung nicht nur 1, sondern hat auch durch stematische Zielrichtung nthropologischen Grund met. Das Oktoberheit ffahrt und Schiffbau geistreichen Abhandlung Aber auch in anderer Fülle wertvoller Bei ,, Natur und Technik. Gebiet der Naturwissen: des Naturschutzes und Dierteljährlich RM. 2.50 Verlag, Berlin- Lichter ser allbekannten natur gensatz zu dem früheren schaftlichen Fragen, in ummer zeigt die g. Der Naturjoi ebnet die Bildungswege, en akademischen Berufs er Belange der Berufs bislang den Biologen heben, ist ein Verband als dessen Organ die rift zur Wahrung der Lehmanns Verlag, Mün braucht jeder von uns, über alles aktuelle, ge rechtliche Wissen, Wer 7 das Geschäft zu erhal atszeitschrift ,, Notwinle" r in Stuttgart, Pfizer and mit den„, Deutschen gstadt", welche die wirt nen 34. Jahrgang. Die en Gehalt und vor allem it seiner christlichen und elenntnisse und Parteien - Politische Rundschau. Ueber den Besuch des italienischen Außenminister Grandi Berlin und die Besprechungen mit Reichskanzler Dr. Brümg wird eine amtliche Mitteilung herausgegeben, in der es kit, daß sich über die zur Verhandlung gekommenen Fragen Bitestgehende Uebereinstimmung ergeben habe. Der italienische Außenminister Grandi wurde am Montag armittag vom Reichspräsidenten empfangen. Das Reichskabinett ist am Dienstagnachmittag zusammentreten, um sich mit den Vorschlägen zu beschäftigen, die vom sichswirtschaftsministerium für den Wirtschaftsbeirat ausgebeitet worden sind. Am Montag traten der Wirtschaftsausschuß und der Mankisausschuß des Völkerbundes zu Sigungen zusammen. Bor Zehntausenden von Fascisten hielt Italiens Führer Sussolini in Neapel eine Aufsehen erregende Rede, in der er mit der Entschiedenheit eine Revision der ungerechten Friedensurträge und eine Angleichung der militärischen Rüstungen aller finder Europas fordert. Bei undurchdringlichem Anhalten des Londoner Nebels ben gestern morgen die Wahllokale ihre Pforten für die Bahlen zum Unterhaus geöffnet, deren Ausgang allerseits mit gojzer Spannung erwartet wird. An allzu große Ueberraschungen glaubt man nicht. Der Sieg der Nationalregierung gilt als her. Der französische Ministerpräsident Laval ist gestern kurz nach Mitternacht( nach 6 Uhr früh ME3.) mit der„ Isle de France" us Newyork nach Frankreich abgereist. Die chinesische Regierung hat sich zum Abschluß eies Schiedsgerichtsvertrages mit Japan bereit erklärt. Die japanische Regierung erklärt nach wie vor die Annahme dr fünf von ihr aufgestellten Forderungen als Vorbedingung für die Räumung der Mandschurei von japanischen Truppen. Am vergangenen Sonntag fanden in 14 von 26 pommerschen Wahlkreisen die Wahlen zur Pommerschen Landwirtschaftskammer statt. Nach dem bisher vorliegenden vorläufigen Gesamtege bnis sind 13 Nationalsozialisten, 17 Landbündler und ein Bauernschaftler gewählt. Ft, nimmt er unter allen Stellung ein. Er ist der Zeit. Mit Fichtes Wed neue Jahrgang an. ner Jllustrierten Sen interessanten Artitel eitsführers Gandhi mit der Gandhi noch Rechts Klein in Gießen. SACHE ESSEN ormals Keller, gegr. 1788 Die in Berlin im Keller der Wohnung des kommunistischen Junttionärs Ueberbrüd gefundenen Sprengstoffmengen werden af annähernd einen Zentner geschäßt, so daß sich dieses Sprengofflager nach den bisherigen Feststellungen auf rund drei ZentIr Explosivstoffe belief. In der letzten Woche wurden in Gleiwig 19 Kommunisten fgenommen, die dringend verdächtigt werden, an hochverrätetichen Bestrebungen mitgewirkt zu haben. Auf der Insel Cypern sind im Laufe des Montags weitere nglische Truppen aus Aegypten angekommen, während in Niwia Panzerwagen eingetroffen sind, die bei der Verfolgung und & rhaftung der Rädelsführer Verwendung finden sollen. In einem Aufruf des Reichsverbandes der Deutschen Inhitrie wird eindringlichst auf die Gefahren hingewiesen, die ein weiteres Anschwellen der Zahl der Studierenden an den deutjen Universitäten und Hochschulen in den nächsten Jahren hingen müsse. Am 31. Oftober laufen etwa zwei Drittel aller deutschen Lohntarife ab. Dieser Termin wird dadurch zu einem hochpolitischen Tage erster Ordnung, denn die Neuregelung im Tarif= nesen, die bis zu diesem Zeitpunkte durchgeführt sein muß, wird jgt der Prüfstein sein für die sozial- und wirtschaftspolitische Entwicklung der nächsten Zeit. Sor einer neuen Reparationsfonferenz? Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 28. Oktober 1931 erneut zu untersuchen. Wir stehen also augenscheinlich vor einer neuen Reparationskonferenz, ohne daß bisher bindende Zusagen ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: Die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 86 Frik Thyssen der Vereinigten Staaten im Sinne einer Aussetzung der alliier vor den amerikanischen Wirtschaftsführern. ten Schuldenzahlungen vorliegen. Die Gemeindewahlen in Anhalt. Starke Gewinne der Nationalsozialisten. Dessau. Am Sonntag fanden in Anhalt die durch Landtagsbeschluß um ein Jahr verzögerten Wahlen zu den städtischen Körperschaften und zu den Kreistagen statt. Die Wahlbeteiligung betrug durchschnittlich 90 Prozent der Stimmberechtigten. Die Wahlen sind im allgemeinen ruhig verlaufen. Die Ergebnisse bestätigten den üblichen Verlauf aller Wahlen nach dem 14. September vorigen Jahres: starke Gewinne der Nationalsozialisten, die mehrfach die stärkste Partei in den Stadtparlamenten werden, einen beträchtlichen Rückgang der Sozialdemokratie und der Staatspartei sowie Verluste der bürgerlichen Mittelparteien. Auffällig ist der geringe Gewinn, den die Kommunisten in den Städten erzielen konnten. Dessau, 27. Oft. Die genaue Ueberprüfung des anhaltischen Gemeinde- und Kreistagswahlergebnisses ergibt einige interessante Feststellungen. Vor allem die, daß der Verlust der Sozialdemokraten im ganzen Lande weit größer ist, als ursprünglich bei dem Vergleich mit den Gemeindewahlen vor vier Jahren angenommen worden ist. Die Sozialdemokraten haben gegenüber der letzten Reichstagswahl im September vorigen Jahres rund 18 000 Stimmen verloren. Ihre Ziffern sind von 85 000 auf rund 67 000 gesunken. Davon haben die Kommunisten rund 5600 aufgenommen. Es unterliegt nicht dem geringsten Zweifel, daß ein großer Teil der übrigen sozialdemokratischen Stimmen an die Nationalsozialisten übergegangen sind, die ihren Bestand gegenüber den Reichstagswahlen des vorigen Jahres um 32 800 Don 43 600 auf insgesamt 76 400 steigern konnten. Damit sind die Nationalsozialisten in Anhalt die stärkste Partei geworden und haben die Sozialdemokraten um mehr als 9000 Stimmen überflügelt. Der Zuwachs der Nationalsozialisten entspricht einem Prozentsatz von 74 Prozent gegenüber den Reichstags= wahlen im vorigen Jahre. Das Anwachsen der nationalsozialistischen Stimmen übertrifft alle Erwartungen, auch die in den Führerkreisen gehegten. Borah jagt dem polnischen Botschafter die Wahrheit. Washington, 27. Oft. Ueber den polnischen Korridor ist es jetzt zwischen Senator Borah und dem hiesigen polnischen Botschafter Filipowicz zu einem scharfen Zusammenstoß gekommen, der in diplomatischen und politischen Kreisen sowie in der Def= fentlichkeit großes Aufsehen erregt, wie Borahs Vorstoß gegen Versailles am Vorabend des Lavalbesuches bei Hoover. Beim Abschiedsempfang der französischen Botschaft für Laval hielt es der polnische Botschafter für angebracht, dem ebenfalls dort erschienenen Senator Borah sein ,, Bedauern" über seine Erklärung zu der Korridorfrage auszudrücken. Borah hielt seinen Standpunkt aufrecht, daß ohne Aenderung der Verhältnisse im Korridor und an den deutschen Ostgrenzen eine Abrüstung nicht möglich sei, und erklärte, er sei überzeugt, daß der Korridor zum Teil der Grund für das Anwachsen der nationalen Bewegung in Deutschland sei. Der polnische Botschafter erklärte hierauf schroff:„ Ich glaube, Sie sind mit den Tatsachen nicht vertraut, oder Sie wissen nicht, daß die Bevölkerung des Korridors zu 80 Prozent aus Polen besteht."(!) Ja, wenn Polen seine bisherige Politik fortsegt,“ erwiderte hierauf Borah leicht ironisch ,,, wird der Korridor bald hundertprozentig polnisch sein." Kandidaten zur Landtagswahl. Liste der Volksrecht- Partei. Zu den hessischen Landtagswahlen hat die Volksrechtpartei folgende Bewerber aufgestellt: 1. Prof. Friedrich Art zu DarmParis, 27. Oktober. Nach Gerüchten aus amerikanischer Quelle, die der„ Newyork Herald" wiedergibt, soll Ministerpasident Laval sofort nach seiner Rückkehr beabsichtigen, die fanzösische Regierung um die Ermächtigung zur Einberufung ther Konferenz der an der Reparationsfrage interessierten otionen einschließlich Deutschlands zu ersuchen. Aufgabe dieser Sonferenz würde es sein, über die Möglichkeiten einer weiteren Separationsherabsetzung zu entscheiden und einen neuen 3ah- stadt; 2. Jakob Porth, Bürgermeister i. R., zu Offenbach a. M.; lingsplan vorzubereiten, der Präsident Hoover als Ersatz für as am 1. Juli 1932 ablaufende Moratorium zur Begutachtung aterbreitet werden könnte. Diese Weltkonferenz würde nach lgemeiner Ansicht in Paris bis Ende November oder Anfang Jezember zusammentreten. Andererseits berichtet der Washingtoner Korrespondent der times", daß die Gespräche Hoovers und Lavals sich auf der lgenden Basis bewegten: 3. Hermann Lorenz, Bankbeamter zu Gießen; 7. Georg Ritter, Pfarrer i. R. zu Laubach in Oberh.; 9. August Haas, Stabszahlmeister a. D. zu Grünberg. Die Kandidaten der SAP. in Hessen, Die infolge der Spaltung der SPD. vor einigen Wochen gegründete Sozialistische Arbeiterpartei gibt jetzt ihre erste Kandidatenliste zu den hessischen Landtagswahlen am 15. November bekannt. Spitzenkandidat ist der ehemalige Redakteur der Frau Rudolph, Offenbach a. M.; Funk, Leihgestern; Quessel, Darmstadt, und Frau Mönch, Friedberg. 1. Die französische Regierung wird sofort Schritte ergreifen ,,, Mainzer Volkszeitung", Ohlhof, Mainz. Es folgen dann u. a.: um Deutschland zu bewegen, sich zweds Erleichterung seiner Lage des im Youngplan vorgesehenen Apparates zu be= dienen. 2. Die Vereinigten Staaten werden dann gleichzeitig oder später Maßnahmen treffen, um ,, während der Depressionsperiode" Erleichterungen in den alliierten Schuldenzahlungen an Amerika vorzunehmen. Diese Mitteilungen werden durch einen Bericht im„ Daily elegraph" dahin ergänzt, daß Laval im Einklang mit dem oungplan den in dem Plan vorgesehenen beratenden Ausschuß inberufen wird mit dem Ziele, die deutsche Zahlungsfähigkeit Wirtschaftspartei und hessische Landtagswahl. In dem hessischen Landesverband der Wirtschaftspartei scheint über die bevorstehenden Landtagswahlen keine einheitliche Stellungnahme zu bestehen. Jedenfalls hat der Spitzenkandidat der kürzlich veröffentlichten Landeswahlliste, Bauunternehmer Steuernagel- Bad Nauheim, jetzt seine Kandidatur zurückgezogen. Ob dieser Schritt weitere Folgen nach sich ziehen wird, bleibt abzuwarten. Am Mittwoch, den 21. Oktober, sprach Dr. Fritz Thyssen vor einer großen Anzahl amerikanischer Wirtschaftsführer im Rahmen einer von der Columbia- Universität veranstalteten Vortragsserie. Anwesend waren u. a. Henry Ford, Oven Young, Charles M. Schwab. Dr. Frizz Thyssen, der Wert darauf legte, Lage und Entwidlung der Stahlindustrie in Deutschland zu erklären, führte u. a. aus, daß man, wenn man diese richtig verstehen wolle, einen kleinen Umweg durch das Gebiet der Politik nicht scheuen dürfe. Allgemein sei in der Welt ja zu beobachten, daß stärker als je die Politik unmittelbar Einfluß auf die wirtschaftliche Beteiligung der Individuen und Völker nehme. Das gelte ganz besonders für Deutschland. Im Anfang des Entwicklungsabschnittes, den Deutschland gegenwärtig durchmache, stünden zwei gewaltige Ereignisse der Politik, nämlich die deutsche Revolution und das Versailler Friedensdiktat. Deutschland sei der Mittelpunkt eines engen Kreises, auf dem allein vier Großmächte lägen. Ein solcher Staat dränge ganz von selbst nach Autorität. Die bürgerlichen Parteien, die in erster Linie zusammen mit der Sozialdemokratie die Revolution aufgefangen hätten und zu einer Verfassung umgestalteten, seien das Zentrum und die demokratische Partei gewesen. Die Zusammenwirkung dieser weltanschaulich verschieden orientierten Parteien spiegele sich in der deutschen Reichsverfassung wieder. Für die Sozialdemokratie sei die demokratische Republik nur das Mittel, um das Endziel, den sozialistischen Staat zu erreichen, während die bürgerlichen Republikaner in der deutschen Republik ihr Staatsideal im wesentlichen verwirklicht sähen. Das Jdeal der politischen Demokratie ergänze sich durch das Jdeal der Wirtschaftsdemokratie als der Vorstufe zum Sozialismus. 1918 habe der Sozialismus freie Bahn gehabt und die Staatsmacht sei zu einem großen Teil legales Mittel des proletarischen Klasseninteresses geworden. Aber so schwer der wirtschaftliche Einfluß der sozialistischen Entwicklung auch ins Gewicht falle, er werde übertroffen von den Auswirkungen des zweiten politischen Ereignisses, das am Ausgangspunkt der gegenwärtigen Entwicklung stehe, des Versailler Friedensdiktats. Sei man sich über die Grundlagen des deutschen Wirtschaftslebens, Revolution und Friedensdiftat und Reparationen klar geworden, dann werde man einer Untersuchung über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland folgende vier Puntte zugrunde legen müssen: 1. das Friedensdiftat von Versailles, insbesondere die Reparationen, 2. der Einfluß der Gewerkschaften und der ihnen befreun= deten Parteien auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, 3. der Einfluß der Kreditinflation von 1924-1929, 4. der Einfluß der Stabilisierung der Reichsmark nach der Inflation auf ihren vollen Friedenswert im November 1923. Aus dem Versailler Vertrag ergäbe sich die Schändung des deutschen Namens durch den Kriegsschuldartikel 231. Die bisher geleisteten Reparationen hätten zu einer ungeheuren Verschuldung Deutschlands geführt, sie bedeuteten eine zusätzliche Be lastung der deutschen Wirtschaft, die sich im Augenblick ihres Transfers in Auslandswährung in einen absoluten Kapitalsverlust verwandle. Das Restkapital werde infolge seiner Verfnappung verteuert. Die innere Reparationslast Deutschlands bedeute eine Last in der ungeheuerlichen Höhe von 1,4 Milliarden Dollar jährlich. Heute entziehe man dem unterlegenen Volk das Blut der Wirtschaft, das mobile Kapital, Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt. Neben den Reparationen lasteten am meisten die Folgen der sozialen Wirtschaftspolitik der Gewertschaften und der ihnen befreundeten Parteien auf der deutschen Wirtschaft. Die Gewerkschaften hätten seinerzeit den Standpunkt vertreten, man müsse die Industrie durch Arbeitszeitverkürzung und Lohnerhöhung zur Rationalisierung zwingen. Nach einem Ueberblick über die Auswirkung dieser Forderungen ging Frizz Thyssen dann auf die Kreditinflation ein. Infolge dieser habe die deutsche Wirtschaft 45 Prozent des nationalen Einkommens als öffentliche Lasten aufbringen können. Die sich aus der Kreditinflation ergebende Investitionskonjunktur sei auf Sand gebaut gewesen, weil sich die Reparationen und die übersteigerte deutsche Sozialreform gemeinsam in einer Ueberlastung der deutschen Wirtschaft und in einer Untergrabung der deutschen Kapitalkraft ausgewirkt hätten. Die Krise des Jahres 1930 habe daher kommen müssen, und zwar von Deutschland her. Verschärft würden die Schwierigkeiten der deutschen Wirtschaft dadurch, daß die durch die Inflation zerstörte Mark auf vollen Friedenswert stabilisiert worden sei. Wenn Deutschland aus der gegenwärtigen Not herauskommen wolle, müßten drei Bedingun gen erfüllt werden: 1. die Reparationen als Zerstörer der nationalen und internationalen Wirtschaft müßten fallen, 2. die ausländischen Gläubiger müßten Verständnis für die deutsche Lage haben und sich mit Deutschland über eine tragbare Art der Tilgung und Zurüdziehung, vor allen Dingen der furzfristigen Kredite, einigen, 3. Deutschland müsse dem Sozialismus abschwören. Die deutsche Krise sei eine Folge der nationalen und inter Mittwoch, den 28. Oftober 1931. nationalen Mißhandlung des Kapitals und der nationalen und internationalen Mißachtung der Wirtschaftsgesetze. Die Lage des deutschen Volkes und der deutschen Wirtschaft sei schwierig, aber nicht ganz hoffnungslos. Immer habe es sich erwiesen, daß letzten Endes in Stunden, wo es darauf ankomme, der größte Teil des deutschen Volkes wohl fähig sei, die Trennungen durch Partei und religiöse Konfession beiseite zu stellen und zunächst einmal die nationale Selbstbehauptung durchzuführen. Auf diesem Wege sei das deutsche Volf auch gegenwärtig. Was Deutschland an Vorbedingungen für die Ueberwindung der deutschen Krise und der Weltwirtschaftskrise erfüllen könne, sei erfüllt. Scharfe Kritik Borahs an den Washingtoner Erklärungen. Newyork, 27. Oft. Senator Borah, der wegen seiner Haltung gegenüber Laval mit Glückwunschtelegrammen aus aller Herren Länder überschwemmt wird, übte in einer Unterredung mit der Presse schärfste Kritik an der Washingtoner amtlichen Mitteilung. Er betonte, die Erklärungen Hoovers und Lavals seien vollkommen nichtssagend. Vielleicht hätten das die beiden Staatsmänner auch beabsichtigt. Die Spaltung bei der SPD. Eibenstock, 26. Oft. Der Führer der sozialdemokratischen Stadtverordnetenfraktion, Unger, gab in der letzten Stadtverordnetensizung bekannt, daß die gesamte sozialdemokratische Fraktion aus der SPD. ausgetreten und zur Seydewißpartei übergetreten sei. Matuschtas Auftraggeber. Budapest. Die Budapester Polizei arbeitete unter Führung des Leiters der Kriminalabteilung, Sonntag, die ganze Nacht an neuen Fäden, die im Zusammenhang mit der Angelegenheit Matuschtas gefunden worden sind. Es sollen Beweise dafür bestehen, daß Matuschka zwar die Anschläge allein begangen hat, jedoch kommunistische Auftraggeber hatte, die ihn mittels eines geheimen Telegramms verständigten, wann der richtige Zeitpunkt für diesen oder jenen Eisenbahnanschlag gekommen sei. - ,, Gießener Zeitung" Lokales. Wirtschaftskrise - Kapitalbildung. Gedanken zum Weltspartag 1931. Der Weltspartag, mit dem sich alljährlich die Sparkassen an die Sparer wenden, fällt diesmal in eine besonders schwere Zeit. Ein aufregender Sommer liegt hinter uns, ein schwerer Winter steht bevor. Wirtschaftliche Not, Einkommensminderung und Arbeitslosigkeit bedrücken nach wie vor das deutsche Volk. Das Verkehrteste, was ein Volk in solcher Lage tun könnte, wäre, das Selbstvertrauen zu verlieren und sich statt von. ruhiger Ueberlegung und vernünftiger Einsicht von Angst und Panik leiten zu lassen. Volkszählung, Wahlen und Schulen. Man schreibt uns aus der Tschechoslowakei: Tschechische Blätter verlangen von der Regierung eine ausgiebige Verschärfung der gegen das Deutschtum in Hultschin gerichteten behördlichen Maßnahmen, fordern sogar die voll= ständige Beseitigung deutschen Unterrichts. Das deutet darauf hin, daß die noch nicht offiziell bekanntgegebenen Ergebnisse der Volkszählung vom Dezember 1930 in Hultschin die tschechischen Hoffnungen arg enttäuscht haben. Bekanntlich hatte die unter stärkstem tschechischen Druck durchgeführte Volkszählung 1931 in Hultschin nur 18 Prozent Deutsche ergeben, während die späteren geheimen Gemeinde-, Bezirks- und Parlamentswahlen eine deutsche Mehrheit von 54 bis 57 v. H. nachgewiesen haben. Aehnliche Widersprüche zwischen Volkszählung und Wahlen treten jetzt auch in anderen Bezirken zutage, insbesondere in Nordmähren. So hatten die tschechischen Volkszählungsfommissäre in Mähr.- Schönberg am 1. Dezember 1930 22,5 Prozent Tschechen gezählt, wogegen bei den eben durchgeführten geheimen Gemeindewahlen die Tschechen nur 8,9 Prozent Stimmen aufgebracht haben. Ihr Anteil an der städtischen Steuerleistung ist noch weit geringer, kaum 1 Prozent, da sich die tschechische Minderheit zum großen Teile aus den dorthin versetzten Staatsbeamten zusammensetzt, die nur die Personaleinkommensteuer zu zahlen haben, von welcher keine Gemeindeumlage erhoben wird. Der deutschen Volkswirtschaft fehlt genügend eigenes Kapital. Zwar haben allein die breiten Schichten der Sparer bei den Sparkassen in den Jahren seit der Stabilisierung über 11 Milliarden Reichsmart Kapital zusammengetragen. Aber die einheimische Kapitalbildung reicht nicht zur Deckung des übergroßen Kapitalbedarfs, der sich durch Krieg, Friedensvertragsverluste, Reparationen, Inflation, technische Fortschritte und wirtschaftliche Veränderungen angehäuft hat. In erheblichem Umfange hat die deutsche Wirtschaft daher in den vergangenen Jahren ausländisches Kapital heranziehen müssen. Die vor allem mit Kurzfristigem Auslandsgeld verbundenen Gefahren, die in der Zahlungskrise im Sommer schließlich einen schlimmen Ausbruch hatten, haben deutlich erkennen lassen, wie wichtig gerade die Bildung von einheimischem Kapital ist. In der Slowakei gibt es eine deutsche Gemeinde namens Bresterhäu, in der die Volkszählung 1921 so frisiert wurde, daß die Gemeinde offiziell als slowakisch erklärt und mit einer slowakischen Schule bedacht werden konnte. Im Vorjahre entschlossen sich die national vergewaltigten Gemeindeinsassen, das ihnen aufgezwungene Joch abzuschütteln. Sie verlangten, daß die Schule, welche von 77 ausschließlich deutschen Kindern besucht wird, in eine deutsche umgewandelt werde, und bekannten sich bei der Volkszählung am 1. Dezember 1930 vollzählig zur deutschen Nationalität. Trotzdem ist das die Schule betreffende Gesuch bisher nicht bewilligt worden. Wer hat recht behalten? 18 Millionen Deutsche haben heute ein Sparbuch, sind Sparer bei den deutschen Sparkassen. Diese Zahl ist nicht nur ein großartiger Vertrauensbeweis für die deutschen Sparkassen, sie zeigt auch einen der wichtigsten und besten Aktivposten an, den die deutsche Volkswirtschaft heute hat. Diese Sparer sind, so drückte es fürzlich Reichsbankpräsident Dr. Luther treffend aus, die moralisch und wirtschaftlich wertvollsten Schichten des deutschen Volkes, sie sind ideale Träger der Kapitalbildung auf breitester Grundlage. Ich glaube, es ist kein großes Kunststück, sich auszu= rechnen, wann diese Verschuldung ihr natürliches Ende erreicht hat. Dann tritt der zweite Prozeß ein: der Ausverkauf der wirtschaftlichen Substanz. Auch dieser Prozeß wird eines Tages aufhören; dann kommt die Revision, an die auch ich glaube, aber nicht, weil sie in den Paragraphen des Youngplans veranfert ist, sondern weil Deutschland zu einem Krisenzentrum geworden ist, was auch der Ausbeutepolitik des brutalſten Gläubigers Einhalt gebieten wird. Wieweit wir dann noch eine Privatwirtschaft haben, wieweit wir dann noch eine nationale Wirtschaft haben, das ist eine andere Frage." Die Ersparnisse werden von den Sparkassen sicher und zinsbringend angelegt, so daß die gesamtwirtschaftliche Entwicklung davon gefördert wird. Das Kapital, das der deutschen Wirtschaft in so starkem Maße fehlt, kann nur auf zweierlei Weise beschafft werden, durch Borgen vom Ausland oder durch Sparen im Inland. Auslandskapital ist teuer, oft unsicher und gegenwärtig nicht oder nur wenig zu bekommen. Es bleibt also nur der eine Weg: das Sparen. Jede Mark, die im Inlande gespart wird, ersetzt ausländisches Geld und gibt ein neues Hilfsmittel im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsschrumpfung. Natürlich hilft sie dann nicht, wenn sie gehamstert wird, wenn sie zu Hause im Schrank oder ,, im Strumpf" aufgehoben wird, denn da kann das Geld nicht wirtschaftlich fruchtbar gemacht werden. Im Gegenteil, jede gehamsterte Mark stört den Zahlungsverkehr, schwächt den Kreislauf des Geldes und schädigt so die Wirtschaft. Nr. 8 Mittwoch, den 28 mußten sie im Laufe des Sommers das Geschäft verkaufen. D Käufer fand beim Aufräumen der Werkstätte eine Form 3 Herstellung von Fünfmarkstüden, und da im Laufe des Septen ber in Hungen ein falsches Fünfmarkstüd in Zahlung gegeb wurde, erstattete der Finder Anzeige. Auf diese Anzeige hi wurde die L.K.P.- Stelle Gießen von der Staatsanwaltschaft mi den Ermittlungen beauftragt. Nach den bisherigen Feststellunge hat sich der Verdacht der Falschmünzerei bestätigt, und der ein von den beiden obenerwähnten Geschäftsinhabern, der 3. 3t. Hungen eine Filiale leitet, ist geständig, mit seinem Teilhaber der sich z. 3t. auf Wanderschaft befindet, die Form für die Her stellung von Fünfmarkstücken angefertigt zu haben. Fest ste 3. Zt. noch nicht, ob die beiden auch Geld hergestellt haben. Di weiteren Ermittlungen sind im Gange. Die Bekannt Alle diese Zusammenhänge zwischen Arbeitslosigkeit, Eintommensrückgang, Kapitalmangel, Zahlungsverkehr und Spartätigkeit sind uns allen deutlicher denn jemals durch die rasch aufeinander folgenden Ereignisse der letzten Monate erläutert worden. Es ist die große Aufgabe des diesjährigen Weltspartages am 30. Oftober, die einzig richtige und mögliche Folgerung aus all den Erkenntnissen und Erlebnissen der letzten Zeit dem deutschen Volk vor Augen zu halten: Den Kreislauf des Geldes aufrechtzuerhalten. 30.X WAS HEUTE NICHT GESCHIEHT WELTSPARTAG IST MORGEN NICHT GETAN Ergeb Germania Fu FB. Odersha Sellen Kaffel Heffen Hersfe FV. Einbed Göttingen 05 Hermannia K Großalmerode * Gewerbelegitimationskarten für 1932. machungen über die Neuausstellungen von Wandergewerbe etalspiel: scheinen und Legitimationskarten für das Ri. 1932 sind in nächsten Amtsverkündigungsblatt zu finden. Das Kreisamt bitte um Beachtung. * Straßensperrung, mitgeteilt vom Oberhessischen Automa bil- Club( A. v, D.), Gießen. Die Sperrung auf der Provinzial straßenstrecke Hirzenhain- Lißberg wird ab 1. November d. 3 aufgehoben. Aus Nah und Fern. Buzbach. Bürgermeister Dr. Jansen wird am 15. No vember aus der hiesigen Stadtverwaltung ausscheiden. Bürge meister Dr. Jansen wurde vor einiger Zeit zum ersten Bürger meister der Stadt Gronau in Westfalen gewählt. Darmstadt. Die Erbgroßherzogin Cäcilie von Hessen wurd am Sonntag von einem gefunden Knaben entbunden. Verzögerung der Kanalisierung des Untermains, Frankfurt a. M. Das Programm der Umkanalisierung des Untermains muß jetzt insofern eine Einschränkung erfahren, als das Kraftwerk Eddersheim vorläufig nicht gebaut wird und die Arbeiten an der Staustufe Eddersheim vom staatlichen Neubau amt gestreckt werden müssen, weil die Stadt Frankfurt den fälli gen Anteil an den Baukosten nicht bezahlen konnte. Auf Grund der Abmachungen hatte die Stadt Frankfurt am 15. September eine Baurate von 500 000 Mark zu bezahlen, daß sie nicht mehr in der Lage sei, diesen Betrag aufzubringen. Dumdes gefälschte Favagbilanz von 1926. Frankfurt a. M. In der Montagsverhandlung des Favag prozesses wurde über die großzügigen Betrügereien des verstor benen Generaldirektors Dumde an seiner Gesellschaft Bericht erstattet. Die Favagbilanz vom Jahre 1926 wieś einen Verlut von 3 Mill. RM. aus. Trotzdem wußte Dumde auf Grund einer gefälschten Bilanz dem Aufsichtsrat und seinen engeren Mit arbeitern eien Gewinn von 1,8 Mill. RM. vorzuspiegeln. Zusammenstoß im Tunnel. Boruffia Fuld 1900 Gießen VR. Buzbach SC. W.- Niede Wiefenbach 6a Burgiolms Holzhausen Braunfels Niedershaufen Ağlar 2. 2 1900 Gießen 2 SC. Wetzlar 2 VFB. Gießen 2 - Lollar -Day SteinbergObershausen HaffelbachMerenberg 1. Hirschhausen 2. AllendorfHolzhausen 2. Štodhausen 2. Burgfolms 3. Büblingshause Berghausen Werdorf- S Bieber V Niederweijel 1900 Gießen 4. Daubringen Grünberg Lich- Garbe Jugend. Lich 1.- Vf Wekl. Sp. 2 Ettingshausen 1900 Gießen Steinbach 1. VfB. Gießen Wekl. Spr. handball: Friedberg1900 Gießen Tufp. Butzbac Allendorf 1. Münchholzhau Tulp Bubbad Lufp. Bubba Aus 1900 Gießen Li Es stand von v ie Puntte getämpi Sunttekampfes in jo bres Heimatfußball Siegen. Im Giersberg- Tunnel der Bahnlinie SiegenGießen ereignete sich ein schwerer Unfall. Zwei Beamte der Bahnmeisterei Siegen wollten kurz nach der Abfahrt eines Gü terzuges in Dichtung Dillenburg auf einer Draisine die Strede abfahren. Durch den Rauch der Lokomotive des vorausgefahre nen Güterzuges war der Giersberg- Tunnel stark vernebelt, daß der Fahrer der Draisine nicht sehen konnte, daß der Güter zug nach Passieren des Tunnels keine Einfahrt in die Station hatte. Der Schlußteil des Zuges reichte noch in den Tunnel hinein. In voller Fahrt schob sich die Draisine unter den letzten nicht geringen Teil Wagen. Beide Beamten prallten mit den Köpfen gegen die en Bruder des ang Puffer des Güterzuges. Der Bahnmeister aus Siegen erlitt utgehen ließ, d. b einen schweren Schädelbruch, der zweite Beamte trug leichtere at Berfügung stehen Verletzungen davon. geboten war, in i Lefer Stelle nochmal Spiel während der ga inden zu wollen. 1900 spielte zund Schmuggler zu 7 Millionen Mart Geldstrafe verurteilt Köln. Das Große Schöffengericht sprach am Sonnabend das Urteil gegen zehn Personen, die wegen Bandenschmuggels Sorteil nicht ausnute mei Elimeterdhancen und Steuerhinterziehung angeklagt waren. Das Urteil lautet trafraumgrenze enti auf insgesamt sieben Millionen Mark und auf zusätzliche Ge, der einen schöne fängnisstrafen. Die Hauptbeteiligten haben 20 Monate Ge juhte auszugleiden Der Vorsitzende bezeichnete den behandel ten Fall als einen der größten Schmugglerprozesse, die je vo einem deutschen Gericht zur Verhandlung gekommen sind. fängnis erhalten. 1 Eine Riesenschwarzbrennerei entdeckt. Köln, 27. Oft. Eine Riesenschwarzbrennerei, wie sie in die sem Ausmaß bisher im Rheinland noch nicht bestanden hat wurde von der Zollverwaltung des Mittelrheins in Leutesdor Der Mittel Ein Fußba Der Der junge Mann, In Antleideraum geh bei Neuwied entdeckt und aufgehoben. In dieser Schwat te düsteren Blides d brennerei wurden in den letzten Jahren viele tausend Juden enn es ein Leichenbe schwarz gebrannt. Da ein Eisenbahnwaggon etwa sechs Fud n Begräbnis- jein Filerem Himmel, unet 1 faßt, so ist anzunehmen, daß aus dieser Schwarzbrennerei gangfüd über ihn geto Eisenbahnzüge unversteuerten Branntweins herausgegangen ingeholt worden wa Man glaubt, daß die hinterzogenen Steuerbeträge sich auf welche daß Hollywo Bei der 1. Immatrikulation im Winter- Semesta hinzu, Sie werde über eine Million Mark belaufen. Köln. Aus einer Rede Generaldirektors Dr. Böglers Bezirkssparkasse Gießen 1931-32 an der Universität Köln am Dienstag, den 27. Ottobe am 8. Juli 1929. ,, Wir werden während der ersten Jahre weit über fünf Milliarden sparen, die Reichsregierung rechnet mit sechs Milliarden. Diese Erleichterung tann wenigstens teilweise verwendet werden zur Senkung von Einkommensteuern, Realsteuern und zur Beseitigung der Rentenbankzinsen." Aus einer Rundfunkrede des badischen Ministerpräsidenten Schmitt über den Youngplan am 16. Oftober 1929. * ,, Es versteht sich von selbst, daß gerade die notleidenden Schichten einen Anspruch darauf haben, aus diesen durch den Youngplan eingesparten Millionen gewisse Erleichterungen in ihren schweren Wirtschaftslage zu erhalten." Aus einer Rundfunkrede des damaligen Reichsinnenministers Severing am 9. Oktober 1929. * Das Ende der gelben Fünfzigpfennigstüde. Da Jrrtümer vorgekommen sind, sei nochmals darauf hingewiesen, daß die Fünfzigpfennigstüde aus Aluminiumbronze, die allerdings kaum noch im Verkehr sind, mit Ablauf des 30. November ungültig werden. Von diesem Tage an bis zum 31. Januar 1932 fönnen sie nur noch bei der Reichsbank eingetauscht werden. * Einbruchsdiebstähle! In der Nacht vom Freitag zum Samstag wurden hier aus einem Anwesen in der Marburger Straße 9 Stallhasen entwendet. In der Nacht zum Sonntag wurde in Büdingen bei einem Bädermeister ein Einbruch verübt, wobei Zigarren, Zigaretten, Tabat, Schokolade, Cognak und aus der unverschlossenen Ladenkasse etwa 18 Mark Wechselgeld entwendet wurden. In derselben Nacht wurde auch in einem Stoffgeschäft eingebrochen und drei Ballen Stoff im Werte von 500 Mart gestohlen. * Falschmünzerei in Hungen? Im vergangenen Jahre Die Beantwortung der Frage: ,, Wer hat recht behalten?" gründeten zwei junge Leute in Hungen einen Spenglereibetrieb, soll dem Leser überlassen bleiben. der anfänglich gut ging. Wegen finanziellen Schwierigkeiten begrüßte der Rektor der Universität, Prof. Dr. Kuske, die zah reich erschienenen neuen Studierenden. Er verbreitete sich übe emifinale gegen Ham Wenn ich die offe age fein, Fußball zu limm, wie sie hätte um hnen zu emp Mart hatte die G 6 als er den Eindruc die durch die allgemeine Notlage für das akademische Leben jhajtsmanager b entstandenen Schwierigkeiten, die Studierende und Professoren zugleich betreffen. Gefangenenmeuterei in einer Hamburger Strafanstalt. macht hatte. hwürde einen geben, wenn ich das ter und lief rubelos Hamburg. In der Hamburger Nebenstrafanstalt Glass Warriner sprechen moor ist es am Sonntag zu einer Meuterei wegen Entzug des sonntäglichen Mittagessens gemaßregelter Gefangenen gekommen. in deren Verlauf die Zelle der auffässigen Gefangenen, die si verbarrikadiert hatten, von Beamten mit der Waffe in de Hand gestürmt werden mußte. Gedenkfeier Der Hollywood- Sp elegenheit wie der batte auf ihn eine Dahinter stedt et Roto nicht gewejen je u unternommen Stopford vielleich te?" fragte er plö te folche Anschuldigu weiß nicht" a terlagen dafür habe. Das getan hat, erm für Deutschlands und Oesterreichs gefallene Flieger. Kufstein. Am Sonntag fand bei der Heldenorgel in Kuf stein eine äußerst eindrucksvolle Gedenkfeier für die 2000 kriegs gefallenen Flieger, Luftschiffer und Automobilisten Deutsch lands und Deutschösterreichs statt. e gern ich gerade in diejer chweren Arante dich nicht s das Geschäft verlaufen Werkstätte eine For und da im Laufe des E martitüd in Zahlung g Beige. Auf diese Anzeig on der Staatsanwalti hden bisherigen Feststell inzerei bestätigt, und der eschäftsinhabern, der 3 tändig, mit feinem Teil findet, die Form für die efertigt zu haben. Fe ch Geld hergestellt haben Sange. für 1932. Die Bel ngen von Wanderge für das Rj. 1932 in finden. Das Kreisami Dom Oberhessischen Sperrung auf der Provi wird ab 1. November and Fern. Jansen wird am 15 waltung ausscheiden. B iger Zeit zum ersten B tfalen gewählt. gin Cäcilie von Heffent Knaben entbunden. erung des Untermain mm der Umkanalisierung Einschränkung erfahre Fig nicht gebaut wird un eim vom staatlichen Re Die Stadt Frankfurt den f bezahlen konnte. Auf 6 Frankfurt am 15. Septe bezahlen, daß sie nicht n ufzubringen. agbilanz von 1926. ntagsverhandlung des Egen Betrügereien des an seiner Gesellschaft S Jahre 1926 wies einen B wußte Dumde auf Grund rat und seinen engeren Mill, RM. vorzuspiegeln im Tunnel. el der Bahnlinie Elg Unfall. Zwei Samle 3 nach der Abfahrt eines 6 auf einer Draisine die E Rotomotive des vorausgef erg- Tunnel start vernebel Mittwoch, den 28. Oftober 1931. Fußball. ,, Gießener Zeitung" Surnen, Sport und Spiel. Ergebnisse aus dem Bezirk. Aus dem Bezirk. Germania Fulda FV. Odershausen Hessen Kassel Hessen Hersfeld FV. Einbed Göttingen 05 BfB. Gießen 10: 0( 6: 0) Horas 1: 2( 1: 1) Kurh. Marburg 2: 2( 1: 1) Sport Northeim 2: 1( 1: 1) Spielverein Kassel 1: 5( 1: 3) Sport Kassel 3: 1( 1: 1) Hermannia Kassel Großalmerode Bokalspiel: Borussia Fulda Tura Kassel 1: 1( 1: 1) Spielogg. Göttingen 3: 0( 2: 0) Bebra 2: 3(!!) 1900 Gießen Sportv. Wetzlar 1: 1( 0: 1) VIR. Buzzbach Wallau 1: 4( 1: 2) SC. W.- Niedergirmes Frohnhausen, F. n. angetr. Wiesenbach Dillenburg 2: 3( 1: 2) Gau Gießen- Weylar. Burgsolms Aglar 0: 2( 0: 1) Holzhausen Braunfels Hirschhausen 4: 1( 3: 1) Bistirchen 4: 5( 2: 2) Niedershausen Stockhausen 1: 1( 0: 0) Aẞlar 2. Burgsolms 2. 7: 2 1900 Gießen 2. Ehringshausen 2. 4: 1( 3: 1) SC. Wetzlar 2. Hermannstein 3: 0( 1: 0) VFB. Gießen 2. Weylarer SV. 2. 1: 2( 1: 0) Lollar Daubringen 4: 3( 4: 1) Steinberg Butzbach 2. 5: 2( 0: 2) Obershausen Merenberg 2. 5: 0( 0: 0) Hasselbach Waldhausen 0: 4( 0: 2) Merenberg 1. Odersbach 5: 1( 3: 1) Hirschhausen 2. Wirbelau 2: 4( 1: 3) Allendorf Niederbiel 6: 0( 3: 0) Holzhausen 2. Bistirchen 2. 1: 4( 1: 1) Stockhausen 2. Ulm 1: 5( 0: 2) Burgsolms 3. Wetzlar 4. 1: 3( 0: 1) Waldgirmes 6: 2( 3: 2) Büblingshausen Berghausen Garbenheim 1: 3( 1: 3) Werdorf Schwalbach 2. 13: 0 Bieber VFB. Gießen 3. 1: 3 Niederweisel 1900 Gießen 3. 1: 2( 0: 1) 1900 Gießen 4. Steinbach 2. 2: 1( 1: 0) Daubringen 2. Leihgestern 2., L. n. angetr. Grünberg Flensungen 4: 1( 2: 0) Lich Garbenteich 1: 1( 1: 0) G. Jugend. Lich 1. VfB. Gießen 1. 2: 3 Wetzl. SpV. 2. Sch. Steinberg Sch. 0: 5( 0: 2) Ettingshausen 1. Klein- Linden 1. 3: 0( 1: 0) 1900 Gießen 1.- Eintracht Ffm. 1. 2: 1( 2: 1) Steinbach 1. Sch. VfB. Gießen 1. Sch. 1: 2 BfB. Gießen 2. Sch. Wetzl. Spr. 1. Sch. Handball: Wiesed 2. Sch. 4: 1 Garbenteich Sch. 0: 0 Friedberg VFL. Wetzlar 7: 6( 5: 0) 1900 Gießen 1846 Gießen 3: 8 Tusp. Butzbach 2. TV. Lüzellinden 1. 1: 4( 1: 1) Allendorf 1. VfL. Wezlar 2. 2: 2( 0: 1) Münchholzhausen 1900 Gießen 2. 9: 4( 5: 2) MTV. Gießen Jgd. 1:15( 0: 5) TV. Niedermörlen Sch. 4: 6 Tusp. Butzbach Jgd. Tusp. Butzbach Sch. Aus Gießen und Umgegend. 1900 Gießen Liga SpV. Wetzlar Liga 1: 1( 0: 1). t sehen konnte, daß der 6 Es stand von vornherein fest, daß in diesem Spiel hart um teine Einfahrt in die Gie Punkte gekämpft wurde. Daß es aber alles Unschöne des reichte noch in den im unjeres Heimatfußballsportes bedauerlich. Schuld daran hat zum nicht geringen Teil der Schiedsrichter Geisel aus Alsfeld, in Bruder des angesetzten Schiri Geisel IV., der viel zu viel durchgehen ließ, d. h. er sah wohl alles, aber er nutzte die ihm jur Verfügung stehenden Strafmöglichkeiten nicht rechtzeitig, wie tsgeboten war, in ihrer ganzen Schwere aus. Es sei auch an Dieser Stelle nochmals gesagt, daß es ein Unding ist, unfaires Spiel während der ganzen Spielzeit mit ,, Verwarnungen" unterbinden zu wollen. die Draisine unter den le n mit den Köpfen gegen ahnmeister aus Siegen c zweite Beamte trug lei Mark Geldstrafe veruri gericht sprach am Gonna 1900 spielte zunächst mit dem Winde, konnte aber diesen Borteil nicht ausnutzen. Der Kampf um den Ball war verteilt. die wegen Bandenſchmawei Elfmeterchancen wurden vom Schiri als Strafstöße von der t waren. Das Mart und auf zufägliche L., der einen schönen Kopfball eindrückte, in Führung. 1900 gten haben 20 Monate nde bezeichnete den bebe Schmugglerprozesse, die j andlung gekommen find rennerei entdedt. warzbrennerei, wie fie in nd noch nicht bestanden s Mittelrheins in Leutes ehoben. In dieser G Jahren viele tausend ahnwaggon etwa sechs Diefer Schwarzbrennerei g ersuchte auszugleichen. Die Wetzlarer Hintermannschaft wur Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 25. Fortsetzung. 8. Der große Bill hält Wort. Der junge Mann, der, auf einen Stod gestützt, mühsam in len Ankleideraum gehumpelt war, setzte sich nieder und betrach kte düsteren Blickes das geschäftige Treiben um sich herum, als benn es ein Leichenbegängnis wäre. So schien es ihm auch in Begräbnis sein Fußballbegräbnis. Wie ein Schlag aus Jei terem Himmel, unerwartet und niederschmetternd, war dieses Inglüd über ihn gekommen. Der Arzt, welcher gestern abend ре nntweins herausgegangen och geholt worden war, hatte die ohnehin schmerzlich klare Tatn Steuerbeträge fich auf 1. tulation im Winter- Sem am Dienstag, den 27. Oft ät, Prof. Dr. Kujte, die den. Er verbreitete fi daß Hollywood ohne seinen ersten Mittelstürmer im Gemifinale gegen Hampton Villa antreten müsse, bestätigt. Wenn ich die offene Wahrheit sagen soll," fügte der Dokbr hinzu ,,, Sie werden mindestens vierzehn Tage nicht in der lage sein, Fußball zu spielen. Die Verlegung ist ja nicht so hlimm, wie sie hätte ausfallen können, aber doch schlimm gehug, um Ihnen zu empfehlen, sich schleunigst niederzulegen." Marr hatte die Geschichte von dem Ueberfall genau dem e für das akademische Lannschaftsmanager berichtet, und seine Qualen verdoppelten Studierende und Profe Samburger Strafant ger Rebenftrafanstalt G Meuterei wegen Entzug regelter Gefangenen gelom uffäffigen Gefangenen, die mten mit der Waffe in feier reichs gefallene Fliege bei der Heldenorgel in Sebentfeier für die 2000 frie und Automobiliften D , als er den Eindruck bemerkte, den sein Bericht auf Hollister ( emacht hatte. Ich würde einen Teil meines kleinen Vermögens dafür ergeben, wenn ich das ungeschehen machen könnte!" stöhnte Holliter und lief ruhelos im Zimmer auf und ab.„ Ich muß gleich hit Warriner sprechen; das ist ja entsetzlich!" Der Hollywood- Spielführer war genau so erregt über die Ingelegenheit wie der Mannschaftsmanager, aber die Unglücksloft hatte auf ihn eine ganz andere Wirkung. Dahinter stedt etwas, Did," sagte er.„ Raub kann das Rotiv nicht gewesen sein, weil der Bursche ja nicht den leisesten Serjuch unternommen hat, etwa zu rauben, Glaubst du nicht, Stopford vielleicht etwas mit der Sache zu tun haben bnnte?" fragte er plötzlich. Ich weiß nicht," antwortete Marr.„ Ich möchte nicht gern the solche Anschuldigung erheben, wenn ich nicht ganz sichere Interlagen dafür habe. Ich weiß nur, daß ich den feigen Hund, er das getan hat, erwürgen fönnte; du kannst dir denken, Ben, die gern ich gerade heute mitgemachte hätte. Jetzt muß ich uch in dieser schweren Stunde im Stich lassen!" ,, Kränke dich nicht darüber, mein Junge, antwortete der aber auf der Hut und im übrigen half die Schußunsicherheit der einheimischen Stürmer, die sich bis furz vor das Tor durchspielten und dann vorbeischossen. Auch Wetzlar verpaßte einzelne Chancen, so blieb es bis zur Pause bei dem 1: 0 für Wetzlar. In der 2. Halbzeit befürchtete man zunächst, daß die 1900er gegen den Wind spielend, zurüdgedrängt würden. Doch es tam umgekehrt. Die Plazmannschaft, in der Zeiler aus der Verteidigung mit Schneider auf L.A. gewechselt hatte, drängte die gesamte restliche Spielzeit beängstigend. Die Weglarer Stürmer famen nur gelegentlich einiger Durchbrüche noch an des Gegners Strafraum heran. Aber Wetzlar verstand sein eines Tor Vorsprung zu halten, es verteidigte sehr vielbeinig und schoß jeden Ball ins ,, Aus"( ca. 30-40 mal). Verwunderlicherweise ließ der Schiri sich das gefallen auch ließ er deshalb nicht eine Minute nachspielen. Die Nervosität des Publifums- das Spiel war sehr gut besucht- übertrug sich nach und nach auf die Spieler und der Kampf artete aus." Es wurde mehr wie hart gespielt. Um diese Zeit wurde 1900 ein Elfmeter zugesprochen, den Henrich allerdings dann gegen die Latte jette. Kurz darauf aber war 1900 der längs fällige Ausgleich beschieden. Lippert erwischte einen Ball zwanzig Meter vor Tor und schoß flach durch viele Beine überraschend ein. Jetzt wurde das Spiel noch härter. Es hagelte an Strafstößen und Verwar nungen, eine ganze Reihe von Spielern wurde blessiert. Zwei Spieler, von jeder Partei einer, wurde herausgestellt. Alles in allem war jeder froh, als der Schiri ,, sehr pünktlich" abpfiff. Die 1900er boten die bessere Gesamtleistung, wenn sie auch einige schwache Punkte in der Mannschaft hatten: Schlarb und Wilhelmi im Sturm und Langsdorf in der Läuferreihe. Schmidt im Tor war reichlich leichtsinnig. Im übrigen ließ die Mannschaft sich in der ersten Halbzeit zu ihrem Nachteil das hohe Spiel des Gegners aufdrängen. Bei den Gästen konnte der Sturm als schwächster Mannschaftsteil angesehen werden. Er tonnte sich nicht durchsetzen. Die Hintermannschaft war gut. VfR. Butzbach- FV. Wallau 1: 4( 1: 2). Trotzdem die Rasenspieler mit allen möglichen Mitteln ver suchten, den Gegner zur Strede zu bringen, blieb Wallau doch flarer Sieger. Butzbach stellte eine ausgesprochene Kampfmann schaft. Dabei wurden die Unfairnisse der Spieler auch noch recht tatkräftig von dem einheimischen fanatischen Publikum unterstützt. Schiri Weintraut- Marburg war gut, hätte aber von Anfang an strenger durchgreifen müssen. Gleich nach Beginn setzte ein Radau der sich direkt an der Außenlinie postierten Zuschauer ein, der erst langsam verstummte, als die Gäste einen flaren Vorsprung hatten. Unter diesen Verhältnissen war natürlich Wallau zunächst verblüfft. So ging auch der Gastgeber bald in Führung. Als aber Ruhe und Sicherheit in die Wallauer Elf kam, wurden die Einheimischen stark zurückgedrängt. Beim Stande von 1: 2 wurde gewechselt. Nachher demonstrierte Wallau, trotzdem der Rechtsaußen nur noch mithumpelte, überlegenen Fußball. Ein tadellos getretener Strafstoß aus ca. 20 Meter sauste zum dritten Tor ins Butzbacher Nez und zum Schluß lenkte noch Butzbachs 1. Verteidiger eine Bombe von dem gleichen W. Stürmer ins eigene Gehäuse. Nach Schluß wurde der Schiri von einigen erregten Gemütern angegriffen, doch durch das tatkräftige Eingreifen anderer Buzzbacher fonnte größeres Unheil verhütet werden. Jedenfalls haben die Wallauer einen wenig guten Eindruck von Butzbach mitgebracht. ,, oh" Wagenborn- Steinberg 1. Butzbach 2. 5: 2( 0: 2). Wagenborn- Steinberg sette am vergangenen Sonntag gegen Troy die Ligareserve des VFR. Butzbach ihren Siegeszug fort. ungünstigem Wetter hatte sich eine ansehnliche Zuschauermenge eingefunden. Pünktlich um 3 Uhr gab Schiri Daniel den Ball frei. Auf beiden Seiten sah man schönes Kombinationsspiel. Die Plazbefizer spielten leicht überlegen, fonnten aber zunächst zu feinem Erfolg tommen. Das Spiel ging hin und her. Die Gäste verlegten sich hauptsächlich auf Durchbrüche und fonnten in der 10. Minute der ersten Halbzeit durch einen Stellungsfehler der Stbg. Verteidiger das Leder unhaltbar einschießen. Die Teutonen ließen sich aber nicht verblüffen und kämpften weiter. Troydem die Hintermannschaft und Läuferreihe ihren Sturm mit prächtigen Vorlagen fütterten, blieben Erfolge aus. Es wollte einfach in der Stürmerreihe nicht recht flappen. Kurz vor Halbzeit gelingt es den Gästen, ein weiteres Tor für ihre Farben zu buchen. Die zweite Halbzeit gehörte ganz den Plazbesitzern. In der 10. Minute fonnte der 1. Läufer Stbg. den ersten Treffer erzielen. Durch diesen Erfolg gestärkt, und unter fortwährendem Anfeuern auch der Zuschauer, gingen die Teutonen mächtig aus sich heraus. Butzbach war es nicht mehr möglich, über die Mittellinie zu kommen. Der Steinberger Tormann brauchte während der zweiten Spielhälfte nicht mehr in Tätigkeit zu treten. Die Gastgeber konnten bis zum Abpfiff noch 4 weitere Tore erzielen. ( Edenverhältnis 21: 0 für Steinberg.) Unsere Schülermannschaft weilte in Weylar und konnte mit einem laren Sieg( 5: 0) über die 2. Schülermannschaft des Sportvereins Weylar nach Hause kehren. F. Spielführer. Dein Unglück geht uns alle sehr nahe, und wir wollen diesmal noch ein Besonderes leisten, damit du es leichter trägst! Aber dieser Affäre gehe ich noch auf den Grund. Pat Finnegan will einen Eid schören, daß er Stopford gestern abend in Middleham gesehen hat. Das ist doch sehr komisch, nicht wahr? Ich werde mich gleich mit einem Manne hier, den ich gut kenne, in Verbindung sehen und die Angelegenheit untersuchen. Wenn Stopford wirklich diesen Plattenbruder auf dich gehetzt hat, dann gnade ihm Gott!" Did erinnerte sich an die Worte Warriners, als er jetzt seinen Gefährten zusah, wie sie die letzten Vorbereitungen vor dem Kampf trafen. Wenn Bens Verdacht richtig war, würde Stopford nichts zu lachen haben. In diesem Augenblick fing der Hollywood- Spielführer seinen Blid auf und kam zu ihm hinüber. ,, Mein Vertrauter ist auf der Spur, Did," sagte er grimWenn das Spiel vorüber ist, dürfte ich etwas erfahren." Seid ihr fertig, ihr Burschen?" fragte eine Stimme bei mig. der Tür. ,, Fertig, Sir!" antwortete Warriner. ,, Vorwärts, Jungens! Wir dürfen den Schiedsrichter nicht warten lassen." Beim Hinausgehen blieb einer nach dem anderen stehen, um dem verunglüdten Kameraden teilnehmend und ermunternd auf die Schulter zu flopfen. Der große Bill Lennie, welcher in Marrs Abwesenheit dessen Platz einzunehmen hatte, war der letzte. Er war absichtlich zurüdgeblieben. ,, Verlaß dich auf mich, Did!" sagte er mit verdächtiger Alles, was ich tun tann, mit noch Rauheit in die Stimme. einem Extraſtüdchen für dich!" Mit diesen Worten verließ der stoische Bill Lennie den Raum. Einige Augenblide saß Marr ganz still. Er durchlebte jetzt die bitterste Stunde seines Lebens. Sein verlegter Knöchel und sein Arm schmerzten; aber was waren diese Schmerzen gegen das furchtbare Gefühl, daß er in dieser großen Stunde seinen Kameraden nicht helfen konnte! ,, Lustig. Did! Sei lustig!" rief Kanonier Sage und kam zu dem Mittelstürmer herüber. Eigentlich sollte ich schon auf meinem Posten sein," sagte der Trainer, aber ich möchte dir noch gern bis zur Tribüne helfen. Ich vermute, Miz Kirkby wird auf dich warten, Did." Marr erhob sich mühsam und stützte sich mit einer Hand auf die breite Schulter des freundlichen Trainers. Du bist ein guter Kerl, Kanonier. Eigentlich dürfte ich es nicht zugeben, daß du dir so viel Mühe mit mir nimmst." Lollar Daubringen 4: 3( 4: 1). Nr. 86. Stand das Spiel erst 4: 0( Halbzeit 4: 1) durch die blenden= den Sturmleistungen Lollars, so holten die guten Daubringer auf bis 4: 3. Jn der 2. Halbzeit gab Daubringen den Ton an und nur durch viel Glüd brachte Lollar die zwei Punkte an sich. Schiedsrichterleistungen erregten fein Gefallen. Schlechter Tag? L. 1900 Gießen 1. Jgd.- Eintracht Ffm. 1. Jgd. 2: 1( 2: 1). Die beiden Mannschaften lieferten sich ein Werbespiel im wahren Sinne des Wortes. 1900, das zuerst mit dem Winde spielte, entwickelte außerordentlichen Eifer und konnte dadurch die reifere Technik der Gäste glatt parieren. Eintracht ging zu= nächst in Führung. 1900 glich durch Handelfmeter, getreten vom L.A., aus. Fünf Minuten später konnte der H.R. eine Flanke Dom L.A. durch Kopfball zum Siegestor für die Gießener eindrücken. Das Ergebnis entsprach dem Spielverlauf. Nach der Pause kamen die Frankfurter auf. Aber die 1900er wehrten sich tapfer, so daß die Gäste zu feinem Erfolg mehr famen. Bei der Plazmannschaft gefielen besonders der Tormann, das soll aber die Leistungen der übrigen Spieler keineswegs herabsetzen. E. B. Aus Weklar und Umgegend. Der Sportverein lag am Sonntag mit nur 3 Mannschaften im Rennen, welche sämtlich auswärts spielten. Die Ligamannschaft hatte einen schweren Gang, galt es doch ihre führende Stellung in der Tabelle gegen den alten Rivalen, die Spv. 1900, zu behaupten. Der sachkundige Zuschauer wußte noch vom Spiel gegen Dillenburg, daß die Weglarer Mannschaft einige schwache Stellen in ihren Reihen hatte, welche sich zu erheblich besseren Leistungen aufschwingen mußten, um gegen 1900 siegreich zu bestehen. Das war aber nicht der Fall.( S. Bericht a. a. St.) Die 2. Elf des Sp.B., welche ungeschlagen die Tabelle führt, lieferte ebenfalls wider Erwarten eine schwache Partie gegen die Beginn nur 9 Spieler zur Stelle und vervollständigte sich erst gleiche v. VfB. Gießen auf dem Waldsportplatz. VfB. hatte bei viel später auf 10 Mann. Trotzdem konnte W. nach überlegenem Spiel bis furz vor Schluß nur 1: 0 in Führung liegen. Die VB.er drückten in den letzten Minuten start und konnten auch den Ausgleich durch ein Selbsttor von Baum, W., erzielen. Ein letter W.- Angriff, von Emmerich eingeleitet, schloß Wieland direkt vor dem Abpfiff mit dem Siegestor ab! Die 4. Mannschaft brachte ebenfalls nach überlegenem Spiel aus Burgsolms gegen deren 3. Elf einen sicheren 3: 1- Sieg mit nach Hause. Weglarer SC.- Frohnhausen. Frohnhausen nicht angetreten und Protest gegen die Ansetzung in W. eingelegt. Da der Niedergirmeser Plaz gesperrt ist, sollte das Spiel an der Nauborner Straße steigen, aber Fr. fam nicht, da sie W.-N. auf ihrem Platz erwarteten, zumal sie bei ihrer Playsperre die Spiele auf des Gegners Gelände austragen mußten. Hier wird der Verband noch zu entscheiden haben! W.Z.W. Westdeutschland Ostholland 5: 0( 0: 0) Trotz der glatten Niederlage, die Westdeutschlands Fußballelf am Sonntag zuvor in Breslau gegen Südostdeutschland be= zogen hatte, fanden sich am Sonntag auf dem Platze des Düsseldorfer SC. 99 zum traditionellen Freundschaftsspiel Westdeutschlang gegen Ostholland 18000 3uschauer ein. Die Massen hatten die Freude, die wesentlich umgestellte westdeutsche Elf in guter Form zu sehen und einen hohen 5: 0( 0: 0) Sieg zu erleben. Leinberger bei Schalke 04? Wie aus Nürnberg gemeldet wird, hat sich die vorgesehene Uebersiedlung des Fürther Internationalen Leinberger nach Berlin zerschlagen. Neuerdings ist eine Uebersiedlung nach Westdeutschland nicht unwahrscheinlich, da Leinberger zwei günstige Angebote vorliegen hat und die Absicht hegt, bei einem Zustandekommen der Engagements für Schalte 04 zu spielen. Nach den Bestimmungen des DFB. ist ja zulässig, daß ein Sportlehrer weiter aktiv tätig sein darf, nur besteht bekanntlich die Einschrän fung, daß er nicht für einen Verein spielen darf, bei dem er auch beruflich tätig ist. Kreß eröffnet eine„ Tanzfläche im Freien"! In Frankfurter Zeitungen fand man vor kurzem folgendes Inserat: W. Kreß, unser bester Torwart, eröffnet am Sonnabend im Cafe Miquel die allermodernste, neuerbaute Tanzfläche im Freien, Miquelstraße 52, Ede Feldbergstraße. Ganz Frankfurt muß diesem feierlichen Att beiwohnen! Große flotte Tanzkapelle, W. Kreß, Bruder, als Kapellmeister." Sage räusperte sich. Er versuchte zu sprechen und räusperte sich wieder. ,, Wenn ein Kerl ein ganz gewöhnlicher Mensch ist und so eine Visage hat wie ich, so ist das doch tein Grund, warum er nicht auch Leute gut oder schlecht leiden soll," sagte er unwirrsch. ,, Und wenn ich sage, daß ich dich gern hab', Did, so mein' ich's auch. Paß hier auf, das ist ein verdammt schlechtes Stück Weg da!" Von ihrem Tribünensiz bemerkte Margery Kirkby das Paar. Sie sah die liebevolle Sorgfalt, mit der der Trainer seinen Schützling behandelte, und ihr Herz schlug dem einfachen Manne entgegen. Inzwischen waren die beiden näher gekommen. Ein Murmeln der Aufregung ging durch die dichtgedrängte Tribüne, als sie errötend aufstand, um Did zu dem Platz neben dem ihren zu geleiten- einem Play, den in echt sportsmännischer Art ein Zuschauer ihr sofort eingeräumt hatte, als er merkte, daß die junge Dame an seiner Seite eine Bekannte des verlegten Hollywood- Spielers war. ,, Das ist Marr, der Hollywood- Mittelstürmer ist berühmt, trotzdem er erst turze Zeit spielt. Mensch, nicht wahr?... Wie ein Gentleman! Ja, er Ein hübscher Schade, daß er heute nicht spielt; er ist ein so glänzender Spieler Schade! Er ist sehr gefährlich vor dem Tor, sagt man Pech, das er hat! Ich glaube, er gäbe etwas dafür, wenn er jetzt dort unten stehen könnte!... Hallo! Es geht los! " Die fragmentarischen Bemerkungen famen von allen Seiten, jedoch so leise, wie es der gute Geschmad unter den Umständen erheischte. Trotzdem hörte Margery alles, was um jie herum gesagt wurde, und ihr Herz klopfte vor Stolz. Als Marr sich niedersehte, fühlte er, wie das Mädchen seine Hand heimlich drücke. ,, Laß es dir ein Trost sein, Did, Liebling," flüsterte sie, ,, daß du so berühmt und populär bist. Als die Tafel mit der Aufschrift herumgetragen wurde, daß du verlegt bist und nicht spielen fannst, waren die Zuschauer sehr enttäuscht. Ich habe alles gehört. Viele sind sicher nur gekommen, um dich spielen zu sehen." ,, Liebe, tleine Schmeichlerin!" sagte Marr, aber die aufmunternden Worte hatten seine Unruhe etwas zurüdgedrängt. Im nächsten Augenblick griff sie ihn aber wieder ans Herz. Wenn Hollywood heute verliert, wird es meine Schuld sein!" flüsterte er düster. Fortsetzung folgt. Mittwoch, den 28. Oftober 1931. Zur Notverordnung. Ein oberhessischer Verein teilt uns folgendes mit: Von der Bürgermeisterei wurde uns im Laufe des Sommers bekanntgegeben: Auf Grund der Verordnung des Herrn Reichspräsidenten zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen vom 28. 3. 31 müssen Lastwagenfahrten dem Kreisamt angemeldet werden; hierunter fallen u. a. auch die Sportvereine." Am 20. September fuhr eine Mannschaft mit einem Lastwagen nach auswärts. Da die Fahrt durch Orte ging, die in drei verschiedenen Kreisen liegen, vermerkt das Kreisamt Gießen auf der üblichen Bescheinigung: „ Gießener Zeitung" zeigen die durchschnittlichen tariflichen Industrielöhne für Arbeiter der höchsten tarifmäßigen Altersstufe in der Zeit vom 1. April 1928 bis 1. Juli 1931 nachstehende Entwicklung: Durchschnittliche tarifliche Stundenlohnsäße in Rpfg. 1928 1929 1930 1. April 1. April 1. April 1. Oktob. 1931 1. Jan. 1. Febr. 1. März 1. April 1. Mai 1. Juni Juli männliche Facharbeiter: 102,6 101,7 100,7 99,0 97,9 97,7 97,5 männliche angelernte Arbeiter: 76,4| 81,183,6 83,783,1 81,5 80,8 79,8 79,3 79,2 79,2 ,, Da auf der Fahrt Orte berührt werden, die außerhalb 94,8| 100,1| 103,4 103,5 des Kreises Gießen liegen, ist den zuständigen Kreisämtern von Ihnen ebenfalls Nachricht zu geben." Hierauf schrieb der Verein auch noch an die anderen zwei Kreisämter, wovon eins überhaupt nicht antwortete und das zweite den Bescheid gab: ,, Lastwagenfahrten sind nur dan anmeldepflichtig, wenn sie von politischen Vereinen oder zu politischen Zweden veranstaltet werden." Ist diese letzte Entscheidung richtig und warum gibt das Kreisamt Gießen nicht dieselbe Nachricht, damit die Vereine dann unnötige Schreiben und Porto sparen können? Antwort: Nach§ 4 der Notverordnnug vom 28. 3. 1931 sind Lastwagenfahrten nur anmeldepflichtig, wenn sie von Mitgliedern politischer Vereinigungen oder zu politischen Zweden unternommen werden. Eine Anmeldepflicht besteht also nicht, wenn die Fahrt Nur um Zusam= von einem Sportverein unternommen wird. menstöße mit politischen Umzügen usw. zu vermeiden, verlangt man hier und auf einen Beschluß der Kreisdirektorenkonferenz jetzt in ganz Oberhessen auch von nichtpolitischen Vereinen eine Anmeldung; es soll so vermieden werden, daß eine nicht anmeldepflichtige Fahrt eines Posaunenchors eines evang. Vereins etc. durch ein Zusammentreffen mit einem fommunistischen Aufzug belästigt wird; in diesem Fall kann vorher dem letzteren Verein die Benutzung eines anderen Weges vorgeschrieben werden. Die Anmeldepflicht von Autofahrten für Sportvereine findet also im Gesetz teine Grundlage und ist nur aus 3wedmäßigkeitsgründen angeordnet. Ein Verstoß gegen diese ,, Pflicht" hat weder straf- noch verwaltungsrechtliche Folgen; es entstehen feine Nachteile einer Behörde gegenüber. Die Befolgung ist nur empfehlenswert, um der Behörde ihre Arbeit zu erleichtern und ihr einen Ueberblick über mögliche Gefahren eines Zusammenstoßes zu geben und sich selbst vor solchen zu schützen. Ausgleichskaffen. Unter der Bezeichnung ,, Ausgleichskassen" sind in letzter Zeit Neugründungen in genossenschaftlicher Form entstanden, so in Rendsburg, Nortorf und Schleswig. Die Bewegung, die noch weiter ausgedehnt werden soll, entstammt dem Gedankenkreis des volksdeutschen Schriftstellers Dr. Dtto Dickel in Augsburg. Er gilt als der Schöpfer einer neuen deutschen Volkswirtschaftslehre Einer seiner Mitarbeiter und Jünger ist ein Dr. Herpel in Hamburg. Nach dem Willen der Gründer sollen die Ausgleichskassen Rettung aus wirtschaftlicher Not durch Einführung eines ,, bargeld- und zinslosen Kreditverkehrs" im Zusammenhang mit einem bargeldlosen Zahlungsverkehr bringen. Das entscheidend Neue ist, daß die Ausgleichsfassen grundsäglich keine Gelddarlehen, sondern zins- und bargeldlose Buchkredite geben wollen. Die Verfügung über diese aus nicht näher motivierten ,, Sachwerten" entstandenen Buchkredite soll nicht durch Barabhebung, sondern ausschließlich durch leberweisung innerhalb eines zu schaffenden Ausgleichsverkehrs bei der Ausgleichskasse oder den mit ihr zusammenarbeitenden anderen Ausgleichskassen oder aber durch Ausgabe bestätigter, nur auf dem Verrechnungswege innerhalb des Systems einlösbarer Ausgleichsschecks erfolgen. Nur ausnahmsweise kann über einzelne aus dem„, Barverkehr" ent standene Ausgleichsrechnungen bar verfügt werden. In der Regel soll der Verkehr auf den Teilnehmerkreis innerhalb der Kasse beschränkt bleiben. Die ganze Sache wäre eine interne Angelegenheit der Erfinder, wenn nicht durch fortgesetzte Bemühungen um Erweiterung des Kreises Unbeteiligte, nicht zuletzt aus Mittelstandskreisen, dabei Gefahr laufen würden. Es muß deshalb vor einem Beitritt zu den Kassen gewarnt werden, denn dieser Kreditverkehr ist zwangsläufig zum Mißerfolg verurteilt, im kleinen durchgeführt, eine Spielerei, im großen eine Gefahr für die ,, Beteiligten", nicht zuletzt für die Annehmer sogenannter ,, bestätigter Ausgleichsschecks, die dann akut wird, wenn die Kette an irgend einer Stelle reißt. Bei einer nicht anzunehmenden Weiterverbreitung würden die bestätigten Schecks, wirtschaftlich betrachtet, Geldersatz bedeuten und damit inflationistisch wirken. Auf keinen Fall kann diese Erfindung als wirklich nügliche Einrichtung fruchtbarer Selbsthilfe angesehen werden und man muß jetzt bereits davor warnen, ehe dieses System sich erweitert und Unkundige in seine Kreise zieht. Entwicklung der Tarifftundenlöhne. Nach einer Veröffentlichung des Statistischen Reichsamts DURCH SPAREN ZUM WOHLSTAND. Bezirkssparkasse Gießen männliche Hilfsarbeiter: 74,078,381,0 81,080,4 79,6 79,1 77,9 76,4 76,2 75,8 weibliche Facharbeiter und angelernte Arbeiter: 59,062,164,6 64,764,6 64,4 61,7 61,2 61,1 61,1 61,1 weibliche Hilfsarbeiter: Nr. 86. tasse; im Gegenteil, wie Verluste von zu Hause aufbewahrten Ersparnissen durch Feuer, Diebstahl, Betrug beweisen, ist gerade in der jetzigen Zeit die Verlustgefahr sehr groß. Ferner ist zu bedenken, daß das Geld, das zu Hause liegt, keine Zinsen bringt, und sie sind gerade jetzt hoch. Das Geldhamstern führt aber auch zu einer allgemeinen Erhöhung der Arbeitslosigkeit und Verminderung des Volkseinkommens, wovon natürlich auch die Geldhamsterer betroffen werden. Je mehr Geld eingezahlt und je weniger Geld abgehoben wird, umso mehr Kredite kön nen die Sparkassen und andere Geldinstitute an die Wirtschaft ( Fabriken, Handwerker, Landwirte usw.) geben. Dadurch kann die Wirtschaft umso mehr Aufträge erteilen und Arbeitskräfte bezahlen, damit steigen wieder Löhne, Gehälter und die anderen Einkommen. Wird dagegen Geld gehamstert, also unnötig abgehoben und nicht eingezahlt, so tritt die entgegengesetzte Entwidlung ein; es müssen Kredite gekündigt und zurückgezahlt werden, damit geht die Beschäftigung der Wirtschaft weiter zurück, und die Arbeits- und Erwerbslosigkeit wächst. Diese Zusammenhänge zeigen, worauf es ankommt: Nicht hamstern, sondern entbehrliches Geld, auch wenn es nur kurze Zeit nicht benötigt wird, einzahlen. Der GDA. gegen Erhöhung der ArbeitslosenVersicherungs- Beiträge für Angestellte. In diesen Tagen ist die Mitteilung verbreitet worden, daß eine neue Notverordnung bevorstehe, die die arbeitslosenver sicherungspflichtigen Angestellten mit ihrem vollen Gehalt, also bis zu 700 RM. monatlich, zur Arbeitslosenversicherung heranziehen will. Wie wir hören, hat der Gewerkschaftsbund der Angestellten gegen eine solche Sonderbelastung der Angestellten den schärfsten Einspruch erhoben. Er hat dabei darauf hin49,2 51,953,6 53,7 53.2 52,0 51,6 50,9 50,7 50,7 50,7 Die Reihen zeigen einen weitgehend übereinstimmenden Verlauf. Die Säße für Facharbeiter und die für Hilfsarbeiter stiegen im Jahre 1925 kräftig an. Im Jahre 1926, dessen erste Hälfte durch konjunkturelle Depression gekennzeichnet ist, verharren sie ohne nennenswerte Veränderung auf dem erreichten Stand; im zweiten Drittel des folgenden Aufschwungjahres steigen sie wieder. Alle fünf Reihen zeigen im Jahre 1928 einen Anstieg, der sich in der zweiten Hälfte des Jahres 1929 zunehmend verlangsamt und im April 1930 bei allen Gruppen zum Stillstand kommt. Hierauf bleiben die Lohnsäge etwa ein halbes Jahr lang unverändert; erst Eude 1930 kommt der durch den Deynhausener Schiedsspruch( Mai 1930) eingeleitete gewiesen, daß die Angestellten durch den Gehaltsabbau sowie Lohnabbau in den Tariflohnsägen erstmalig zur Auswirkung. Die erste Jahreshälfte 1931 ist gekennzeichnet durch den Rückgang der Lohnfäße für alle Berufsarten. Am 1. April 1931 betrug dieser Rückgang gegenüber dem jeweilig höch sten Stand der Vorjahreszeit im Durchschnitt aller Berufsarten 4,3 v. H., im Mai erreichte er 5,5, im Juni 5,6 und im Juli 5,8 v. H. Die Einzelreihen zeigen in ihrem Verlauf gewisse Abweichungen, die sich jedoch in verhältnismäßig engen Grenzen halten. Die Facharbeiterfäße sind im Laufe der letzten Jahre verhältnismäßig weniger gestiegen als die der anderen Arbeitergruppen. Zur Unfallgefahr im Bergbau. Aus Bergbaukreisen wird uns geschrieben: Essen. Durch das Grubenunglück auf der Zeche Mont Cenis wird die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit in erhöhtem Maße auf die bergbauliche Unfallgefahr gelenkt. Ueberblickt man die Unglückschronik, so wird das Jahr 1925 immer besonders traurige Erinnerungen wachrufen; es haben sich 6 schwere Unfälle mit nicht weniger als 223 Todesopfern ereignet. Seit 1925 ist der Ruhrbergbau erfreulicherweise von solchen schweren Explosionskatastrophen verschont geblieben. Explosionen von Schlagwettern haben zwar in einzelnen Fällen stattgefunden, durch die Gesteinsstaubschranken, die auch bei dem Unglüd auf Mont Cenis eine weitere Ausbreitung verhindert haben, konnten sie indessen auf die nächste Umgebung des Entstehungsherdes beschränkt werden. Einige Angaben über die Entwicklung der Unfallziffern dürften zurzeit besonders interessieren. Der plan mäßigen Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen auf dem Gebiete der Unfallbekämpfung ist es, mögen auch verschiedene besondere Umstände mitgewirkt haben, zu danken, daß die Entwicklung der Unfallziffern im Ruhrbergbau ein günstiges Ergebnis aufweist. Oberbergamtsdirektor Schlattmann- Dortmund erwähnie kürzlich in einem Vortrage, daß nicht nur die Zechen gerade in den letzten Jahren zum Teil bahnbrechend außerordentlich viel für die Grubensicherheit getan haben, sondern auch, daß die Belegschaft, ihre Betriebsräte und ihre Verbände tatkräftig in derselben Richtung wirken. Die Statistik der tödlichen Unfälle im Oberbergamtsbezirk Dortmund zeigt nach Mitteilung des Oberbergamts folgendes Bild: Vierteljahresdurchschnitt 1901-1910 tödlicher Unfälle insgesamt 165( auf 1000 Beschäftigte 0,573); Vierteljahresdurchschnitt 1926= 207 ( 0,580); 1927= 200( 0,543); 1928= 164( 0,481); 1929 = 174 ( 0,508); 1930= 135( 0,470); erstes Vierteljahr 1931 = 108 ( 0,459); zweites Vierteljahr 1931= 100( 0,467). Gefahren des Geldhamsterns. Die Entwicklung der Ein- und Auszahlungen bei den Geldinstituten zeigt in den letzten Monaten ein gegenüber der bisherigen Entwicklung abweichendes Bild. Spareinlagen werden ganz oder teilweise abgehoben, recht häufig, ohne daß sie wirklich gebraucht werden, Einzahlungen dagegen unterbleiben. Das Geld ist zu Hause keineswegs sicherer als etwa auf der Spardie verschiedenen Steuer- und Versicherungsabzüge bereits der art belastet seien, daß ihnen eine derartige Sonderbelastung bis zu 13 Mark monatlich unmöglich zugemutet werden könne. Jm übrigen setze eine solche Erweiterung der Beitragserhebung ganz selbstverständlich auch einen entsprechenden Ausbau der Lei stungsklassen voraus. Neue Bücher. Meyers Kleines Legifon in 3 Bänden. 8. gänzlich neu be arbeitete Auflage mit rund 70 000 Stichwörtern und Artikeln, 4500 Abbildungen und Karten im Text und auf Tafeln. Band 1 ist soeben erschienen, Band 2 folgt im Frühjahr 1932, Band 3 im Herbst 1932. Es ist ein hohes Verdienst des Bibliographi schen Instituts in Leipzig, daß es jetzt neben seiner umfassenden 12bändigen Enzyklopädie ,, Meyers Lexikon" ein neues, zeitge mäßes und für alle Kreise erschwingliches Nachschlagewerk her ausbringt. Der nur beschränkte Zeit gültige Vorbestellungs preis beträgt 22,50 RM. für jeden Band in Ganzleinen, 25,50 RM. in Halbleder. Bei Rückgabe eines nach 1892 erschienenen 2-4bändigen Lerikons ermäßigt sich der Bandpreis um je weitere 2,50 RM. Es ist ein Werk, das sowohl inhaltlich als auch technisch eine Meisterleistung deutscher Qualitätsarbeit darstellt. Möge es aus seiner unerschöpflichen Fülle recht vielen Menschen Belehrung, Anregung und Genuß ſpenden. Ericheint Bezugspreis 2,4 edallionsschluß früh ndung nicht verlan 4 Jahrg. Politic Der Wirtschaftsbe rieder unter dem Vor cwartet, daß die allge adet ift. Unmittelbar pie gebildet werden, In Kartell- und Zoll Zinslaften bejaffen Sohn und Preisaussch ang den größten Wer Die Schlichtungsv Shne ab 1. November haben am Freitag im nerden den ganzen Fre Jn Berliner unter dutich- franzöfifche Wir Sovember feine erfte C Am 9. November t frenz der Ländervertr nb der Notverordnun prechen. In unterrichteten Sündigung des deutsch Der Zechenverban de ab 1. Oktober ds. J ber über Gehälter und männischen Bergbauan bgt, d. h. zu dem g Kergarbeiter gekündig Zum Ausgang der en erklärt, eine Aen jei nicht zu erwarten. Nach den letzten in englischen Parlam Die englische Na Das wirtidhaftliche R periprochen hat. Wie das Jour uchungsausichuk jein erhoben worden gege 1 wegen politischer age gegen den früh artat. Sera Secolo" m Sport und Körperkultur 1932 der schöne Abreißkalender! Wirklich: Schön.( R.-Mr. 2.40, Verlag Died& Co., Stuttgart). Für alle Freunde der Leibesübungen, für alle, die als Leichtath let, Turner, Schwimmer, Ruderer, Fußballer, Wintersportler, Tennis- und Golfspieler usw. sich auf der Wettkampfbahn tum meln, wie für die, denen das„ Zusehen" mehr Freude macht, Solabelnversammlung für jeden Naturfreund, für alle überhaupt, die unsere gesunde englische Parlament 3 Jugend bei Kampf und Spiel in schönen Bildern lieben. Zumaltung der Insel. den 64 Kunstblättern in plastischem Doppeltondruck kommt als Rach Meldungen interessante Neuheit: Ein Sport- Preisausschreiben:„ Wer sind tappen gelungen, die Then Aufständischen v rhten des Gouverneu Die letzte Wochenb die acht?" Vom neuen Wohnen in alten Häusern. Unter dieser Ueber schrift werden in dem Novemberheft der durch ihren anregungs vollen Inhalt beliebten Monatsschrift ,, Das schöne Heim", Betrachtungen darüber angestellt, wie sich Wohnungen in älteren Häusern mit einem nicht allzu großen Aufwand den Bedürfnissen zeitgemäßer Wohnkultur anpassen lassen. Das Novemberheft 1931 ist für RM. 1.60 in jeder Buchhandlung zu haben. Verlag F. Bruckmann, München. Wissen Sie, was Blichfang ist? Er bildet das Charakteristi fum jeder neuen Mode. Worin er besteht, erzählt Ihnen ein fesselnder Artikel im soeben herauskommenden neuesten Heft der ,, Eleganten Welt“. Ein anderer Artikel behandelt den Typ des abendlichen Nachmittagskleides, das im Vordergrund mo dischen Interesses steht. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. 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