Nr. 50 zu entwideln, die das töbel, brennende Gar tergeriffen hat, damit auf. Benachbarte Ge reifen des Feuers ge ohlenstoff den Vorteil, erden können. aller Welt uten von 20 und mehr aher ist das Chrysler erden regelmäßig 800 wischen 9 Pence und im großen zur Anlage unterirdischen Dampf rante und zur Gemüseiner Platz in Berlin ist Dild, ausgestellt, das feit 1 läubiger Wallfahrer in zweitausend Miniaturm bekannten Geschützen in Greenwich errichtet. ein Zauber- Weder. Mädels! Ihr werdet Erstaunen auf meine und mich schließlich Wecker hat ja gar keine ch aber nicht aus der - mein Weder meldet r, was die Glode ge uch sonst die Stunden 6 damit die Zeit zu Buchstaben außerdem an ölferstamm Reihe nach gelesen- zit an. erecht: 1. Indische 7. Osmanischer Sultan. sche Gestalt. 11. Soviel orbedeutung. 13, Bau 15. Alte Ausdrudsform fes. 16. Rheinarm. 18. 20. Ort auf dem Belo 22. Stammbater eines En Riefengeschlechtes. 24. iger Bergschnee. 25. Sta Stadt. 26. Afiatische abt. beurteilte jebuch Jahr ist jetzt zu Mitgliedsbeiträgen, Bundes- und Ver tungen, für Veran uſw. engezählt, die Endzogen. Jen enthoben. danlage 21 Klein, Glebe Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs, und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Jedattionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rückendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 14. Jahrg. Rolitische Rundschau. Auf Grund von Besprechungen des Reichskanzlers mit der PD. vor den beiden Sigungen des Aeltestenrates zu Anfang er vergangenen Woche wird die Notverordnung dahin abgeänert, daß der größte Teil der jugendlichen Erwerbslosen unter gewissen Vorauslegungen in der Arbeitslosenversicherung bleiben soll. In der Sitzung des Reichstates am Mittwoch ist an Stelle des verstorbenen Vorsitzenden des 4. Strassenats am Reichsgericht, Lorenz, der frühere sächsische Ministerpräsident Dr. Bünger zum Senatspräsidenten ernannt worden. Der deutsch- russische Vertrag ist bis zum 1. Juli 1933 ver: längert worden, und zwar mit einjähriger Kündigungsfrist. Der deutsch- rumänische Handelsvertrag wird noch in dieser Woche in Genf unterzeichnet werden. Im Reichstag fand aus Anlaß des 100. Todestages eine Freiherr- vom- Stein- Feier statt, an der auch Reichskanzler Brüning teilnahm. Das Reichskabinett vertritt die Auffassung, daß, falls scovers Plan verwirklicht wird, alle sich daraus ergebenden Ersparnisse zur Stärkung und Sicherung der öffentlichen Finanzwirtschaft unter Fortsetzung schärfster Sparsamkeitspolitik verwendet werden müssen. In dem Reichsministerium werden zurzeit die Ausführungsbestimmungen zur Notverordnung ausgearbeitet. Dabei ist be= absichtigt, hinsichtlich der Gehaltskürzung bei den Beamten der Schußpolizei und der Wehrmacht eine Milderung eintreten zu laffen. Der belgische Ministerpräsident Rentin hatte in Anwesenheit des Außenministers Hymans eine wichtige Besprechung mit dem deutschen Gesandten. Im Anschluß daran hatte er eine Bespre dung mit dem britischen Botschafter. Die Antwort Belgiens auf Hoovers Vorschlag wird voraussichtlich erst.in einigen Tagen abgesandt werden können. Die englische Presse ist in ihrer Haltung gegenüber der franjöfischen Antwort nicht einheitlich. Im Allgemeinen zeigt man Berständnis für die französischen Gründe, verlangt aber, daß Frankreich seine arithmetischen Berechnungen den großen internationalen Gesichtspunkten unterordnet. Der preußische Minister Severing hat im Preußischen Landtag abgelehnt, allmonatlich eine Zusammenstellung über die politischen Zusammenstöße und Ausschreitungen zu geben. Das Preußische Staatsministerium hat den Landrat des Ennepe- Ruhrkreises in Schwelm, Hansmann, der seinerzeit die abfälligen Aeußerungen über die deutschen Frontsoldaten gebraucht haben soll, in den einstweiligen Ruhestand versetzt. In Stuttgart fand eine Besprechung von Vertretern der fi ddeutschen Regierungen Württembergs, Bayerns, Badens und sessens über die Auswirkung der Notverordnung auf die Länder und über einen Ausgleich zwischen den Einnahmen und Ausgaben der Staatshaushalte statt. Auf Grund des Gesetzes zum Schuge der Republik hat der hessische Innenminister die in Mainz- Weisenau erscheinende Ortszeitung„ Der Klassenkampf" und die in Laubenheim er: heinende kommunistische Ortszeitung„ Der Röhrbrunnen“ bis Zum 15. August 1931 einschließlich verboten. Der hessische Gesetzgebungsausschuß hat einen volksparteilichen Antrag, den 11. August, den Verfassungstag, als gesetzlichen Feiertag in Hessen aufzuheben, mit acht Stimmen der Sozialdemokraten und des Zentrums gegen die vier Stimmen des Volkspartei und des Landbundes abgelehnt. Der Vorstand der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion hat an den Reichskanzler ein Schreiben gerichtet, in dem oie Reichsregierung ersucht wird, alsbald Verhandlungen über die Abänderung der Notverordnung aufzunehmen. Im Völkerbundssekretariat ist ein Komitee von zehn wissen: chaftlichen Sachverständigen zusammengetreten, um im Auftrag bts Europaausschusses nach Mitteln und Wegen zu einer besren Organisation der Produktion und des Güteraustausches zu suchen. Der österreichische Nationalrat beschloß eine Erhöhung des Bolles auf rohen und gebrannten Kaffee von 10 auf 200 bezw. 135 auf 270 Goldkronen, und auf Tee von 250 auf 400 Goldfroren für je 100 Kilogramm. Um Frankreich zu zeigen, daß Amerika geschlossen hinter dem Roratoriumsplan steht, hat Hoover sämtliche Senatoren und Kongreßmitglieder aufgefordert, ihm sofort ihre Ansichten über den Moratoriumsplan mitzuteilen. Wie an zuständiger Stelle verlautet, stimmte die portugieFiche Regierung dem Plan Hoovers zu, der von der gesamten Bresse mit Begeisterung gefeiert wird. Die belgische Kammer hat mit 94 gegen 76 Stimmen der Sozialisten, Kommunisten und flämischen Frondisten den von der Regierung geforderten außerordentlichen Militärkredit in Höhe Don 210 Millionen Franken bewilligt. Das polnische Gericht in Dirschau verurteilte sieben Danger Stahlhelmer, die am Sonntag versehentlich in Uniform Die polnische Grenze bei Dirschau überschritten hatten und fest: genommen worden waren, zu je einem Monat Haft. Aus Anlaß des 75jährigen Bestehens der Marinewerft in Wilhelmshaven weilte der Chef der Marine in Wilhelmshaven, Bas auf allen Marinegebäuden geflaggt hatte. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 27. Juni 1931 Das deutsch- französische Chequers. Die Meldungen, wonach bereits eine französische Einladung an den Reichskanzler und den Reichsaußenminister vorliegen soll, sind falsch. Es ist selbstverständlich, daß am Mittwoch in der Unterhaltung zwischen Briand und dem deutschen Botschafter über die Anregung des Kanglers gesprochen worden ist. Aber bisher ist weder eine Einladung erfolgt, noch ein Zeitpunkt für die Zusammenkunft festgesetzt worden. Die französische Regie: rung hat den Vorschlag sehr freundlich aufgenommen. Ihr wäre offenbar sogar daran gelegen, daß der Besuch recht bald erfolgt. Die Abwesenheit des Kanzlers und des Außenministers von Berlin ist aber unmöglich in dieser Situation, die jeden Augenblick neue Ueberraschungen erfahren kann. Es ist deshalb notwendig, zunächst zu warten, bis eine Klärung über die Durchführung des Hooverschen Vorschlages erzielt worden ist. Erst dann wird Frankreich, offiziell anfragen, ob eine Einladung erwünscht ist, und darauf wird man sich über den Zeitpunkt des Besuches verständigen. Die Zusammenkunft selbst gilt aber schon jetzt als sicher, und zwar wird sie noch im Juli stattfinden. Frankreich und der Hoover- Plan. Washington. Der französische Botschafter Claudel hat Mittwoch den Text der Antwort der französischen Regierung auf den Vorschlag Hoovers erhalten. Staatssekretär Stimson ließ die Antwort von dem Referenten für Westeuropa in Empfang nehmen. Da die Vorbehalte Frankreichs bekannt waren, soll die Antwortnote als nicht formell empfangen betrachtet werden. Man will der französischen Regierung noch in letzter Stunde Gelegenheit zu einer Abänderung der Vorbehalte und zu einer Anpassung an die Forderung Hoovers auf vorbehaltlose Annahme geben. In Regierungskreisen vertritt man den Standpunkt, daß angesichts der so kritischen Lage Deutschlands eine Teillösung, geschweige denn ein Zurüdgreifen auf die Bestim= mungen des Youngplanes Deutschland nicht die dringend benötigte Hilfe bringe. Mellon nach Paris entsandt. Schatzsekretär Mellon ist von Hoover gebeten worden, sich nach Paris zu begeben, um dort mit der Pariser Regierung sowie den Vertretern der übrigen interessierenden Mächte die Schuldenbesprechungen aufzunehmen. Die Verhandlungen sollen beschleunigt werden, um den einjährigen Zahlungsaufschub nach Möglichkeit bereits am 1. Juli in Kraft setzen zu können. Auch Belgien soll zustimmen. Auf eine Anfrage der belgischen Botschaft hat das Staatsdepartement geantwortet, Präsident Hoover betrachte Belgien als einen Hauptgläubiger Deutschlands und erwarte daher von der belgischen Regierung eine Antwort auf seine Vorschläge. Durch diese Erklärung wird der in Brüssel aufgetauchten Spekulation ein Ende gemacht, daß Belgien nicht zu den in der Hoover- Note erwähnten ,, Hauptgläubiger- Mächten" gehöre und daher vom Feierjahr der Schulden- und Reparationszahlungen nicht betroffen werde. 10 Milliarden amerikanisches Kapital in Deutschland. Newyork. Meldungen, wonach sich die amerikanischen Investierungen in Deutschland auf 4 Milliarden Dollar belaufen sollen, werden dementiert. Sämtliche unmittelbaren und mittelbaren amerikanischen Kapitalsanlagen in Deutschland betra= gen den amtlichen Ziffern zufolge rund 2,5 Milliarden Dollar ( 10,5 Millarden Mark). Abbau der Ministergehälter. Berlin. Das Reichskabinett ist bei der Beschlußfassung der Notverordnung dahin übereingekommen, die Ministergehälter noch über die in der Verordnung vorgesehenen Säße hinaus abzubauen, um zum Ausdruck zu bringen, daß die Not der Zeit erhebliche Opfer erheischt und daß auch die Mitglieder der Reichsregierung bereit seien, sich Einkommenkürzungen zu unterwerfen, die einschneidender Natur sind. Nach den Beschlüssen der Regierung erhält der Reichspräsident nicht mehr 60 000, sondern nur noch 43 200 Mart, die Aufwandsentschädigung von 120 000 Mark ist geblieben. Das Gehalt des Reichskanzlers sah vor der Notverordnung einen Grundgehalt von 45 000 Mark vor; hinzu kommt eine örtliche Zulage von 1350 Mart, so daß er insgesamt 46 350 Mt. bezog. Diese Summe ist um 28 Prozent gekürzt worden. Der Es verbleibt ein Rest Kanzler verzichtet auf 12 978 Mark. von 33 372 RM.; die Dienstaufwandsentschädigung in Höhe non 15 000 RM. in bisherigem Umfang ist geblieben. Die Reichsministergehälter betrugen bisher 36 000 Mart. Hinzu kam eine örtliche Zulage von 1080 Mark. Der Gesamtbetrag von 37 080 Mart ist um 28 Prozent zusammengestrichen worden. Die Reichsminister müssen sich also von jetzt ab einen Abzug von 10 382,40 Mark gefallen lassen, so daß ein Einkommen von 26 697 Mark verbleibt. Angesichts der ungeheuren Verantwortung, die auf den Schultern der Mitglieder der Reichsregierung liegt, ist das wohl kaum ein übertriebenes Einkommen. Auch das Wohnungsgeld von 3600 Mart ist um 1008 Mark abgebaut; es verbleibt ein Zuschuß von 2592 Mart, der aber in Wegfall gerät, wenn der Minister im Besitze einer Dienstwohnung ist. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 51 Reparations Feierjahr. Der Vorschlag des Präsidenten Hoover bedeutet für Deutschland einen moralischen und wirtschaftlichen Erfolg. Wer sich darüber klar ist, in welch verhängnisvoller Weise die Vertrauenskrise die Grundlagen des staatlichen und sozialen Lebens zu erschüttern drohte, wird die unmittelbar nach Verkündung der Hooverschen Botschaft eingetretene Beruhigung, die Rückkehr des Vertrauens im In- und Ausland, fast noch höher werten müſsen, als die rein finanzielle Seite. Der Ansturm auf den De= visenmarkt, die neu einsetzende Kapitalflucht, die Abziehung all das, aus der Atmosphäre furzfristiger Auslandskredite panikartiger Angst geboren, hat mit einem Schlage sein Ende gefunden. Die Vernunft ist wiedergefehrt. Neue Hoffnung teimt auf. Finanziell gesehen, erhält Deutschland einen allgemeinen Aufschub der Reparationszahlungen. Es gewinnt eine Atem= pause, um die schwersten Schäden in seinem erschöpften Wirtschaftsorganismus beseitigen und seine erschütterten Existenzgrundlagen festigen zu können. Zwar ist es nicht die gesamte Youngrate, die wir in der Zeit vom 1. Juli 1931 bis zum 30. Juni 1932 sparen. Von der Gesamtrate werden vielmehr die Beträge abzusetzen sein, die für Verzinsung und Tilgung der Dawes und Younganleihe aufgewendet werden müssen. Ins= gesamt bleiben aber immerhin noch rund 1,6 Milliarden, die unter den Ausschub des Hoover- Vorschlages fallen. Da der größere Teil dieser Zahlungen, nahezu eine Milliarde RM., in Devisen hätte gezahlt werden müssen, wird durch den Aufschub eine tatsächliche Entlastung des Devisenmarktes erzielt ganz abgesehen von den heilsamen psychologischen Rückwirkungen der Hoover- Botschaft, die gerade auf dem Devisenmarkt, diesem überaus empfindlichen Nerv des gesamten deutschen Geld und Kreditsystems, besonders spürbar sein werden. Die öffentliche Finanzwirtschaft ferner steht nunmehr, völlig überraschend, vor einer ins Gewicht fallenden Verminderung ihrer Ausgaben. Das ist jedoch nicht so zu verstehen, als be= gänne nun eine goldene Zeit schleuniger Steuersenkungen und Cehaltsausbesserungen. Dazu ist die Gesamtlage leider nicht reif. Dazu sind auch die Rückwirkungen der allgemeinen, tiefgreifenden Wirtschaftskrise auf die Einnahme- und Ausgabewirtschaft der öffentlichen Hand zu schwer und nachhaltig, als daß hinfort auf Vorkehrungen verzichtet werden könnte, die erſt vor kurzem zur Sicherung der öffentlichen Finanzen zwangsläufig eingeleitet werden mußten. Eine merkbare Entspannung wird jedoch durch den Reparationsausschub erzielt: das Reich spart allein im laufenden Rechnungsjahr, also in den neun Monaten bis zum 31. März 1932, rund 1,2 Milliarden. Davon entfallen 495 Millionen auf den Anteil der Reichsbahn, rund 700 Millionen auf den Reparationsbetrag, der vom Reich aus dem Ertrag der Steuern bestritten werden müßte. Es wird also Raum geschaffen für eine durchgreifende Sanierung der öffentlichen Finanzen. Mehr als 1½ Milliarden bleiben also der kapitalarmen deutschen Volkswirtschaft erhalten. Die Saugpumpe der Reparationen, die den Lebenssaft unserer Wirtschaft in großen Mengen ohne Gegenwert ins Ausland abzog, ruht zunächst für ein Jahr. Das darf in seiner Wirkung nicht unterschätzt wer den. Im Zusammenhang mit der Ueberwindung der schweren Vertrauenskrise wird dadurch, aller Voraussicht nach, der Anstoß zu einer besseren Kapitalversorgung Deutschlands gegeben werden. Im Kreislauf des Wirtschaftssystems muß das wiederum, nach und nach, günstige Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zeitigen. Aber zu glauben so hat es der Reichskanz ler kürzlich in seiner Rundfunkrede ausgedrückt ,, daß nach Annahme des Vorschlages des Präsidenten Hoover alle Nöte in Deutschland beseitigt wären, wäre die gefährlichste Illusion, in die sich das deutsche Volk hineinwiegen könnte". Bürgerkrieg angekündigt. - Moskau. Der kommunistische Reichstagsabgeordnete Wilhelm Pied hat in Leningrad eine große Rede über die Lage in Deutschland gehalten, in der er erklärte, daß die bürgerlichen Parteien Deutschlands nicht gemerkt haben, daß das deutsche Volt sich bereits im Zustande des permanenten Bürgerkrieges befinde. Für den kommenden Winter sagt Pied große Schlachten mit dem Bürgertum voraus, bei denen mit allen Mitteln versucht werde, das bürgerliche Regime, darunter das Kabinett Brüning, zu stürzen. London. Ultimo- Hilfe für die Reichsbant. Die Bank von England hat sich im Zusammengehen mit dem Federal Reserve Board, mit der Bank von Frankreich und der Bank für Internationale Zahlungen entschlossen, gemeinsam der Reichsbank die Summe von 100 Millionen Dollar bis zum 16. Juli zur Verfügung zu stellen. Die vier Institute teilen die Tranchen des Kredits gleichmäßig zu je 25 Millionen Dollar unter sich auf. Die Reichsbant soll dadurch in die Lage versetzt werden, über die Ultimozahlungen hinwegzukommen. Samstag, den 27. Juni 1931. Arbeitslos. Wir geben im folgenden eine Zuschrift wieder, die viel Wahres enthält. Im übrigen enthalten wir uns jeglichen Urteils. Welch ein niederdrückendes Gefühl dieses Wort auslöst, habe ich vor einigen Tagen erfahren, als ein Arbeiter, mir entgegenkommend, mir dankbar die Hand drückte und mir mitteilte, daß er am nächsten Montag die Arbeit wieder aufnehmen könne: er sei überglücklich darüber und sähe seine Frau und Kinder mit ganz anderen Augen an. Das veranlaßt mich heute zu den folgenden Auslassungen über die Ursache und die Beseitigung dieser fast chronisch gewordenen Krankheit. ,, Gießener Zeitung" Lokales. Sonntagsgedanken. Ein neuer Morgen steigt herauf. Mond und Sterne ver blassen langsam. Fein gemalt leuchtet das Morgenrot am dämmernden Himmel, bis plötzlich ein wolkenloses, strahlendes Firmament im Goldglanze einer verschwenderischen Sonne alle Schönheiten dieser Gotteswelt öffnet. Mag der Krieg und andere Erscheinungen diese Kalamität hervorgerufen haben: in der Hauptsache ist die Arbeitslosigkeit durch die brutale Wegsteuerung des Betriebskapitals entstanden. Die Wirtschaft ist ein feines Gewebe, das nur gedeihen tann, wenn es von Störungen nach Möglichkeiten ferngehalten wird. Sie besteht aus zwei mächtigen Faktoren, dem Unternehmertum und der Angestellten- und Arbeiterschaft. Wenn diese nicht gegenseitig das nötige Verständnis für einander aufbringen, dann ist das Gewebe zerrissen und es währt lange, um es wieder in Ordnung zu bringen. Blüht die Wirtschaft, dann fann der Staat Steuern erheben; werden ihr aber die Mittel durch unmenschliche Steuern entzogen, wie es heute der Fall ist, dann kommt die Arbeitslosigkeit als logische Folge ganz von selbst, denn ein geschwächter Wirtschaftsbetrieb kann keine Arbeiter in großer Zahl beschäftigen. Daß der Arbeiter sich auf alle mögliche Weise seine Lebensbedingungen durch höhere Löhne verbessern will, ist sein gutes Recht; daß er aber sich dazu hergegeben hat, seine Auftraggeber zu ermächtigen, der Wirtschaft unerschwingliche Steuern aufzulegen, war eine große Dummheit. Die Nutznießer dieser hohen Steuern sind ganz andere Leute, während er sich den Ast, auf dem er gesessen, selbst abgesägt hat. Er lebt doch von der Wirtschaft und es ist bekannt, daß er dem Unternehmer, bei dem er beschäftigt ist, den Untergang nicht wünscht, weil er damit seine eigene Existenz bedroht sieht. Es fehlt bei uns leider noch das wirtschaftliche Denken, wie es bei den englischen und amerikanischen Arbeitern der Fall ist. Bei der englischen derzeitigen Arbeiterregierung kann man beobachten, daß die Belange des Unternehmertums bei allen Vorgehen ebenfalls in Erwägung ge= zogen werden. Die Erlenntnis, daß es so nicht weiter gehen kann, hat sich bei der Arbeiterschaft, wenn auch leider allzu spät, durch gerungen. Nur wenn Unternehmertum und Arbeiterschaft zusammenstehen, um alle Teile der Wirtschaft hochzubringen, können wir allmählich auf eine bessere Zukunft hoffen. Dazu gehört aber: ein Abbau der Steuern und Lasten, die zurzeit in Reich, Staat Junger Tag reiner Morgen. Von ferne läuten Gloden, Sonntagsgloden, als möchten sie uns wegrufen vom öden Alltag zum Tag des Herrn, zur Kapelle und Kirche und zum hohen Dome. Der Herrgoit wartet dort, der ewig Stumme, wartet immerfort auf die Mühseligen und Beladenen, auf alle, reich und arm. Folgen wir dem Glockenklang. Ein heiliger Friede zieht durch den Gottesraum. Define dein Herz, damit er auch dort eindringe, damit dieses müde Herz Ruhe bekommt und alle Sorgen und Kümmernisse schlummern können. und Gemeinden 30 Milliarden gegen 8 Milliarden im Vorkriegsjahre betragen, in einem durch den Krieg und die Inflation verarmten Land, ferner Zurückschraubung der sinnlosen Ausgaben für Luxusbauten aller nur erdenklichen Art, ferner Reduzierung der hohen Gehälter und Pensionen, wozu wir ja durch das Versagen der Wirtschaft als der einzigen Steuerquelle ohnedies von selbst gezwungen werden. In einer stillen Gnadenstunde hat dort schon mancher seinen Frieden gefunden. In einer Ede, ganz allein, hat schon mancher dem stummen, aber ewig guten Gott sein Herzeleid ge flagt. Klagte und ging dann mit einem heiligen FrieAber auch für uns ist es notwendig, die Ansprüche ans Le ben bei Zeiten zurückzuschrauben, wenn wir nicht unliebsame Ueberraschungen erleben wollen. den, mit einem Leuchten in den Augen wieder heim. Und sein Herrgott ging mit und war sein Begleiter auf seinem stillen Sonntagsweg Songjam, wie ein Lichtlein, trug er den Frieden in seiner Brust durch den blühenden, sonnigen Sommermorgen. Ueber bunte Wiesenblumen streicht leise feiner Morgenwind. Ein Zitronenfalter fliegt schlaftrunken von Blumenkelch zu Blumenkelch. Im Goldglanze leuchtet der Wald und strahlen, die Wiesen und Hecken. Du wunderschöner, junger Morgen! Die täglich vorkommenden Zusammenbrüche und Selbstmorde auf beiden Seiten der Wirtschaft reden eine deutliche Sprache. J. G. Zur Gesichts- Bräunung aber auch zur Bräunung des ganzen Körpers bei Sonnenbädern verwende man die reizmildernde und lühlende Leodor- Fett Creme. Tube 60 Pf. und 1 Mt. Wirlfart unterstützt durch Leodor- Edelseife Stüd 50 Pf. 3u haben in allen Chiorodont- Verlaufsstellen. Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 11. Fortsetzung. Der Sonntagsschreiber. Nr. 51 * Freiherr- vom- Stein- Verfassungstaler. Um darauf hinzuweisen, daß die diesjährigen Verfassungsfeiern im Zeichen des Freiherrn vom Stein stehen sollen, dessen 100. Todestag jetzt begangen wird, läßt die Reichsregierung einen neuen Verfassungstaler mit dem Bildnis Steins prägen. Der Siebenschläfertag. Der Siebenschläfertag am 27. d. M., einer der Lostage des Juni, geht nach der Legende auf 7 Jünglinge( Maximianus, Malchus, Serapion, Sponisus, Johannes, Martinianus und Konstantinus) zurück, die im Verlauf einer Christenverfolgung unter Kaiser Decius im Jahre 251 in einer Höhle im Berge Kalion bei Ephisus Zuflucht suchten, dort eine schliefen und inzwischen zugemauert wurden. Etwa 200 Jahre später sollen die Jünglinge zufällig in ihrer Höhle aufgefunden und aufgeweckt worden sein, worauf sie nach Erzählung ihres wunderbaren Schicksals, umgeben vom Glorienschein der Heiligfeit, gestorben sind. Als der Lostag gilt der 27. Juni, dem Siebenschläfertag, eine Bauernregel, nach der, wenn es an diesem Tog regnet, während der nächsten sieben Wochen jeden Tag auch etwas Regen fällt. Als er aus dem Ankleidezimmer trat, tam ein Mädchen rasch auf ihn zu. Sie hielt ihre Hand ausgestreckt, und in ihren Augen war ein Blid, der dem jungen Fußballer das Herz merkwürdig schnell flopfen machte. „ Sie sind Mr. Marr," sagte das Mädchen. Ich habe ein gutes Physiognomiengedächtnis, und zwei Jahre sind ja schließlich keine gar so lange Zeit, nicht wahr? Sie haben sich nicht im geringsten verändert." Marr blidte auf das auffallend schöne Mädchen, das ihn mit so offenere Freundschaft begrüßte, und langsam stieg die Erinnerung in ihm auf. * Von der Universität. Dr. phil. Werner Meyer- Barkhausen, der sich für das Fach der mittleren und neueren Kunstgeschichte zu habilitieren wünscht, wird Montag, den 29. Juni, 16 Uhr, im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts, Ludwigstr. 34, eine Probevorlesung über das Thema:„ Stilwende in der deutschen Malerei des 14. Jahrhunderts" halten. * Von der Gießener Studentenschaft. Die überfüllte Vols. versammlung der Gießener Studentenschaft billigte am 23. Juzi einstimmig folgende Entschließung der Nationalsozialistischen und Großdeutschen Kammerfraktion: Meinungsverschiedenheiten und Mißverständnisse haben zu einem Bruch zwischen der Natio nalistischen und Großdeutschen Kammerfraktion geführt, der die Existenz der Gießener Studentenschaft bedrohte. Nach Bereini gung der Mißverständnisse haben sich die beiden Fraktionen über alle Meinungsverschiedenheiten hinweg zu gemeinsamer Front und Arbeit geeinigt. Sie gehorchten damit dem Gebot der Stunde, die eine in sich geschlossene, starke und einige Stu dentenschaft fordert im Interesse unseres Volkes, das vor schwer sten Entscheidungen steht und dem wir uns vor allem anderen verpflichtet fühlen. Mit dieser Erklärung vor der Vollver sammlung der Gießener Studentenschaft nehmen die Fraktion nen die Arbeit in Kammer und Vorstand wieder auf. Gegen über Pressemeldungen stellen sie fest, daß von einer Selbst auflösung des Gießener Asta feine Rede sein kann, daß im Ge genteil die Nationalsozialistische und Großdeutsche Fraktion mehr denn je entschlossen sind, die Selbstverwaltung der Gie Bener Studentenschaft in ihrer bisherigen Form allen Gefähr dungen gegenüber zu schirmen und zu schützen. * Die Ferienordnung in Hessen. Nach der von dem hessischen Minister für Kultus und Bildungswesen erlassenen Ferienordnung für öffentliche Schulen in Hessen dürfen Sommer- und Herbstferien die Zeit von 42 Tagen nicht überschreiten. In Städten und größeren Landgemeinden sind die Sommerferien für sämtliche Schulen auf vier Wochen und die Herbstferien auf zwei Wochen festgesetzt. In Landgemeinden mit vorwiegend landwirtschaftlicher Bevölkerung werden die 42 Ferientage durch Beschluß des Schulvorstands meist auf drei Wochen im Sommer und drei Wochen im Herbst verteilt. Der Beginn der Sommerund Herbstferien richtet sich nach dem Stand der Ernte, da den Schulkindern auf dem Lande Gelegenheit gegeben werden soll, sich an den Erntearbeiten zu beteiligen. „ Sie sind Kirkby, Stanleys Schwester," sagte er zögernd. Er dachte verlegen daran, was wohl die an der Tür des Ankleidezimmers sich drängenden Gefährten von der Begegnung denken mochten. „ Ja, ich schrieb Ihnen einen Brief, aber Sie haben ihn unbeantwortet gelassen, das macht aber nichts. Sie haben heute so ausgezeichnet gespielt, daß ich Ihnen nicht böse sein tann. Sie kommen natürlich zu mir zum Tee? Ich habe meinen Wagen hier. Ich wohne in Stapleford, gerade außerhalb der Stadt. und wir werden in einigen Minuten zu Hause sein." Ehe er noch irgend etwas antworten konnte, fand Mart, daß er an der Seite des Mädchens dahinschritt. Wenn er nicht so verwirri gewesen wäre, hätte er wahrscheinlich die leisen Pfiffe des Erstaunens seitens der anderen Spieler gehört, die diese Szene mit Verblaffung beobachtet hatten. ..Gestatten Sie mir * Die Wohlfahrtsbriefmarken verlieren ihre Gültigkeit. Am 1. Juli verlieren die Wohlfahrtsbriefmarken der Deutschen Nothilfe 1930-31( Städtebilder) ihre postalische Gültigkeit. Eine Zurückwahme nicht verwandter Marken durch die Postanstalten und Nothilfestellen kommt nicht in Frage. Der Mittelstürmer hatte endlich seine Stimme wiedergefunden. Aber mit einem Lächeln bedeutete ihm Margery Kirkby, in das Auto zu steigen, während sie selbst den Motor anfurbelte. Im nächsten Augenblick nahm der elegante kleine Wagen seinen Weg durch die noch aus dem Haupteingang zum Spielplatz kommenden letzten Besucher. * Von der Gießener Hochschulgesellschaft. Heute um 16.15 Uhr findet in der kleinen Aula der Universität die diesjährige Hauptversammlung der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Gießen statt. Nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten, wird Professor Dr. Th. Mayer um 17.15 Uhr im Großen Hörsaal einen Vortrag über ,, Die mittelalterliche Kaiserpolitik und der deutsche Osten" halien. ,, Sie müssen verzeihen, wenn ich so viel schwayze," sagte das Mädden, während sie durch eine belebte Straße fuhren, aber ich habe mich so darauf gefreut, einen alten Freund Stanleys wieder zu treffen. Sie müssen mich für schrecklich egoistisch halten, fürchte ich, denn Sie fühlen sich sicher noch nicht ganz wohl. Sie haben heute einen schlimmen Unfall gehabt, nicht wahr? Dieser rohe Bartley hätte ausgeschlossen werden müssen; wenn ich Schiedsrichter gewesen wäre, hätte er nicht eine Se funde länger im Felde bleiben dürfen." ,, O, ich bin wieder ganz wohl, nur noch ein bißchen benommen," sagte Marr. Unbewußt hatte er die richtigen Worte für seinen Zustand gefunden. * Gründung des Reichsbundes deutscher Polizeibeamten Man meldet aus Berlin: Die drei Gewerkschaften deutscher Polizeibeamten haben in einer gemeinsamen Sigung einmütig die Gründung des Reichsbundes deutscher Polizeibeamten be schlossen. Zum Vorsitzenden wurde einstimmig Polizeirat J W. Klemm Jena gewählt. Das Organ des neuen Bundes ist die„ Allgemeine Deutsche Polizeibeamtenzeitung". Sitz des Bundes ist Berlin. ,, Dann dürfen Sie feine meiner Fragen mehr beantworten wenigstens nicht, che Sie nicht eine Tasse Tee getrunken haben," erwiderte das Mädchen mit einer entzückenden, besehlenden Art, die ihren Passagier begeisterte. Samstag, den * Auszeichnung. Die Qualitätsmilch des Hofgutes Winne rod wurde auf der 37. Wanderausstellung der deutschen Land wirtschaftsgesellschaft in der Gruppe Rohmilch abermals mit einem ersten Preis ausgezeichnet. Marr benutzte die noch übrige Viertelstunde der Fahrt dazu, das Mädchen unbeachtet zu studieren. Vom braunen Samthut, der durch eine seitwärts fed eingesteckte Feder ganz allerliebst aussah, bis zu den kleinen, feinbeschuhten Füßen machte Margery Kirkby den Eindruck einer wahren Dame. Ihre Kleider und das zarte Braun ihrer glatten Haut fennzeichneten das Sportmädchen. Aber Margery Kirkby hatte ihre tiefgewurzelte Liebe zum Sport nie zu weit getrieben, um auch nur ein Atom ihrer angeborenen Weiblichkeit dabei einzubüßen. Von allen Ländern der Erde ist England das einzige, das einen solchen Mädchentypus hervorbringt; der junge Mittelstürmer wurde sich eines unbestimmten Sehnens bewußt, als er Margery anblidte. 해 Das Butünftige a fich das men." Dies als Motto i Steins auf aller Lip Raffau im * Bom Gleibergverein. Morgen findet auf der Burg das diesjährige Sommerfest des Gleibergvereins statt. Die Verbun denheit aller Gleibergfreunde mit Verein und Burg soll mit diesem Fest aufs Neue befundet werden. Das Fest, das auf dem geschmückten Burghof stattfinden wird, verspricht jedem Besucher frohe und gemütliche Stunden. Bis jetzt hatten die Mädchen in Richard Marrs Leben eine sehr kleine und nebensächliche Rolle gespielt. Er hatte sie wie alle anderen guten Dinge, die ihm Fortuna geschenkt hatte, genommen. Für einen schönen Fuß und ein hübsches Gesicht hatte er immer ein Auge welder Jüngling hat das nicht? Kriecherei un hin, daß dief und Deutschl die Fortdauer Der zwe Reformen im Schrift vom 27 bie Kabinetts Saugwis Ste Die oberste Oberhaupt Vorsicht mit Benzin als Reinigungsmittel! In letzter Zeit gibt eine Teppichfirma ,, 10 Gebote für sachgemäße Teppichbehandlung" in Broschürenform heraus un empfiehlt, zur Reinigung erhebliche Mengen von Benzin zu v wenden. Es muß daher immer wieder davor gewarnt werden derart leichtsinnig Leben und Gesundheit der Hausbewohner z gefährden. Die Gefahr liegt darin, daß die sich entwickelnden Benzingase mit der atmosphärischen Luft gemischt außerorden lich explosibel sind. Diese Benzindämpfe sind schwerer als die atmosphärische Luft, bewegen sich am Boden entlang entsprechen den hier herrschenden Strömungen und kommen auch an weil von der Benußungsstelle des Benzins entfernten Feuerstellen, brennenden Lichtern, entzündeten Streichhölzern oder gar schon an Funken von elektrischen Kontakten zur Entzündung un Explosion. Schon 2,5 Teile Benzin auf 100 Teile Luft, alf ganz geringe Mengen, lassen das gefährliche Explosionsgemije entstehen. Selbst das Deffnen der Fenster bei solchen Arbeite genügt nicht als Vorbeugungsmaßnahme, weil die schweren Ba zindämpfe auf dem Boden ruhen und nicht abziehen können. Und manchmal, wenn er nach einem Ball ins Bett kroch, dachte er: was würde Molly oder Roja oder Rowena für eine gute, liebe Lebensgefährtin sein! Aber darüber hinaus dachte er nicht. Der wunderbaren Schwester eines alten Freundes war es vorbehalten, seltsame, nie gekannte sehnsüchtige Wünsche in ihm wachzurufen. Margery Kirkby war vom Schicksal dazu ausersehen worden, ihm zu zeigen, daß für jeden Mann nur ein Mädchen auf der Welt existiert. Wie alle großen Entdeckungen fam diese Erkenntnis wie der Bliz. Sie raubte ihm die Fassung. Wenn er in einem Buch gelesen hätte, daß ein Mann ein junges, ihm ganz fremdes Mädchen treffen und sich innerhalb weniger Minuten in dasselbe sterblich verlieben könne, so hätte er mit Inbrunst und Ueberzeugung ,, Blödsinn" ausgerufen. Und doch hatte sich das, was ihm in der Phantasie des Schriftstellers als unmöglich erjchienen wäre, im wirklichen Leben zugetragen. Der Gedanke war bellemmend. Der erste Eindruck, den Marr nach dieser Offenbarung vor sich selbst bekam, war, daß er ein hoffnungsloser Esel, der nächste, daß er ein ausgemachter Lump sei. Hier faß er, mit nichts anderem in der Welt als ein Paar Fußballschuhen im Vermögen, und dabei verliebte er sich in dieses wirtlich entzüdende Mädchen. Wenn es, ohne die Aufmerksam= feit Margery Kirlbys zu erregen, möglich gewesen wäre, hätte er sich selbst gern ein Paar heruntergehauen. In eine zu beiden Seiten mit Bäumen eingefaßte Straß mit fühnem Bogen einbiegend, hielt der Wagen vor einem ent zückenden, im Bungalow- Stil gebauten Hause. Marr hatte de Eindruck, daß dieser Besitz mit seinem anheimelnden Wohlstan sehr gut zu dem Mädchen paßte, welches jetzt mit einem Will tommensgruß vom Wagen sprang. „ Ich werde den Wagen im Augenblid untergebracht habet, sagte Margery rasch. Ich wohne hier ganz allein mit meine Tante, müssen Sie wissen," fuhr sie fort. Sie ist die einzig Verwandte, die ich in diesem Lande habe." Für einen jungen, verliebten Mann haben die allerg wöhnlichsten Dinge stets besondere Bedeutung. Die Tatja daß das Mädchen gleich ihm sozusagen allein in der Welt ſtan schien in der Einbildung Marrs ein Band zwischen ihnen 3 knüpfen. Nation gete mit aller De die to Die damalig in feiner Bi Folgen find wie für den besteht feine denn die Ref lichen überle meinschaftlich der Zustimm erlangen, de „ Diese Abhä das Gefühl übermütigen gefühl der ob schämt sich e nur besitzt, untergeordn der Wille d drückt, so h Nachdem Margery den Wagen versorgt hatte, schritt dans Paar auf einem ländlichen Pfad dahin, der sich zum Eingangs tor hinzog. Das Mädchen sperrte auf, und sie betraten eine geräumige und bequeme Halle. ,, Ah Tante, da bist du ja! Das ist Mr. Marr, Stanle bester Freund in Oxford." Marr blidte in ein paar graue Augen, die ihn falt firierten ,, Wie geht es Ihnen?" jagte eine unangenehme Stimm und dann, den Besucher vollständig ignorierend, wandte f Mrs. Horrell an ihre Nichte. Ich hatte dich früher zu Har erwartet, Margery Mr. Stopford war eben mit seinem Wage hier und hat nach dir gefragt. Er schien sehr ärgerlich, daß nicht zu Hause warst, er wird später wieder zurückkommen. Die letzten Worte waren mit besonderem Nachdruck sprochen, so daß Richard Marr sich instinktiv der Tür zuwandt als ob er den neuen Anfömmling schon sehen könnte. Stopford Stopford wo hatte er diesen Namen Tu schon gehört? Plötzlich erinnerte er sich, und bei dieser Erinnerun runzelte er die Stirn. 6 Die Bombe plagt. Als die volle Bedeutung dessen, was er soeben gehört ha Marr zum Bewußtsein fam, machte er einen zweiten Schritt der Richtung der Tür. Mit jeder Minute, die er länger diesem Hause blieb, wurde die Situation komplizierter. Margery Kirtby sah ihn an. Er glaubte in ihren flar Augen eine eindringliche Bitte zu lesen. Was wohin wollen Sie denn?" fragte sie hastig. " Ich dachte mir, es ist doch besser, wenn ich gehe," sagte e Fußballer, in dessen Brust die widerstreitendsten Empfindur g einen Höllentanz aufführten. Fortsetzung folgt. abgeftumpft Triebfedern werden gel niffern; er Und gänzlichen fpondiert Einseitig feiner Be feinen U neren Ve und densel mit den t fortlaufend schäfte nu einzigen M sehr oft n Dies Stein für dem vernich Staaterei de Es war gl preußischen Rebellion ge niffen von e Feuerkopf, d einer neuen helm III. in Unterschied Der unbezähmba in der Er fchwersten 2 bis ihm der traft, feine treten und werfend, der unfähig, be fchaffen, abe trauisch im Babrung f militärischen immer wide Liegend. De und der abe Jdeen der Lösliche Bar beranlagt, täglichte Schaufellur ererbten Re falten der Durdichnit Belam grober Wei für Breußer auch in die Berjtimmun immer in fo in der Heli fort zu den Langit hatte lichen Freu Außerungen ungstaler. Um darauf bi Faljungsfeiern im Beiden dessen 100. Todestag je cung einen neuen Verja ägen. il. Werner Meyer- Bartho n und neueren Kunstgeld ontag, den 29. Juni, 16 ichen Instituts, Ludwigitt Thema: Stilwende in nderts" halten. nschaft. Die überfüllte tenschaft billigte am 23.3 g der Nationalsozialistis n: Meinungsverschiedenhe tem Bruch zwischen der Re mmerfrattion geführt, der chaft bedrohte. Nach Ber r sich die beiden Fraftion eiten hinweg zu gemeinjan gehorchten damit dem Ge lossene, starke und einige E inferes Voltes, das vor j wir uns vor allem ande Erklärung vor der Volls tenschaft nehmen die Frat Vorstand wieder auf. Geg e feit, daß von einer Gel e Rede sein kann, daß im = und Großdeutsche Fratt Die Selbstverwaltung der 6 isherigen Form allen Gej nd zu schützen. des deutscher Polizeibeam drei Gewerkschaften deut gemeinsamen Sitzung einmi deutscher Polizeibeamten rde einstimmig Polizeirat Das Organ des neuen Bun lizeibeamtenzeitung". Sig tätsmild des Hofgutes Win ausstellung der deutschen Le Cuppe Rohmilch abermals . Orgen findet auf der Burg! bergvereins statt. Die Vert nit Verein und Burg foll werden. Das Fest, das auf wird, verspricht jedem Bej Is Reinigungsmittel! Seppichfirma ,, 10 Gebote Broschürenform berous Mengen von Benzin zu wieder davor gewarnt werd sundheit der Hausbewohner arin, daß die sich entwideln chen Luft gemischt außerorde zindämpfe find schwerer als am Boden entlang entspred gen und kommen auch an Benzins entfernten Fenerel Streichhölzern oder gar ontakten zur Entzündung Benzin auf 100 Teile Luft, Das gefährliche Explosionsgem der Fenster bei solchen Arbe aßnahme, weil die schweren und nicht abziehen können. mit Bäumen eingefaßte St hielt der Wagen vor einem bauten Hause. Marr hatte jeinem anheimelnden Wohl e, welches jetzt mit einem ng. Augenblid untergebracht hab ne hier ganz allein mit me hr fie fort. Sie ist die ein Lande habe." bten Mann haben die alle dere Bedeutung. Die Tat zusagen allein in der Welt f rs ein Band zwischen ihnen agen versorgt hatte, scritt d dahin, der sich zum Einga rrie auf, und sie betraten ! Das ist Mr. Marr, Stan aue Augen, die ihn falt firi gte eine unangenehme Sti tändig ignorierend, wandte " Ich hatte dich früher zu ord war eben mit jeinem Er schien sehr ärgerlich, da später wieder zurüdfommen mit besonderem Nachdrud sich instinktiv der Tür zuwa ling schon sehen tönnte. wo hatte er diesen Namen 6 und bei dieser Erinne mbe plagt. effen, was er soeben gehört rachte er einen zweiten Gri jeder Minute, die er länge an. Er glaubte in ihren e denn?" fragte fie haftig Gituation tomplizierter e zu lesen beffer, wenn ich gehe," fagt widerstreitenditen Empjin gung folgt. Gamstag, den 27. Juni 1931. ,, Gießener Zeitung" Nr. 51 Zum 100. Todestage des Freiherrn vom Stein Freiherr vom Stein. Ein deutscher Mann. Von Will Winter. ,, Das Vergangene wissen, das Cegenwärtige wollen, das Bukünftige ahnen: in diesem Dreigestirn der Gaben vollendet sich das sen derer, welche die Geschicke der Völker bestimmen." Dies Wort seines Bic graphen Max Lehmann könnte als Motto über dem Leben des Freiherrn vom Stein stehen. Steins erste politische Kundgebung, die seinen Namen auf aller Lippen brachte, war sein Brief an den Herzog von Nassau im Jahre 1804. Mit scharfen Worten geißelt er die Kriecherei und Feigheit der kl: En Staaten und weist darauf hin, daß diese mit den Sen großen Monarchien Österreich und Deutschland vereinigt werden men, von deren Existenz die Fortdauer des deutschen Namens abhängt. Der zweite enteidende Schritt, der die grundlegenden Reformen im preußischen Staate anbahnt, ist Steins Dentschrift vom 27. April 1806. Sie nimmt gegen bie Kabinetts- Regierung eines Köckriz und Haugwitz Stellung und fordert mit dem Satz ,, Die oberste Gewalt muß zwischen dem Oberhaupt und den Stellvertretern der Nation geteilt werden" zum ersten Male mit aller Deutlichkeit die tonstitutionelle Regierung. Die damalige Situation schildert Lehmann in seiner Biographie folgendermaßen: ,, Die Folgen sind gleich schlimm für die Minister wie für den König. Unter den Ministern besteht keine Einheit mehr. Sie ist unnüß; denn die Resultate aller ihrer gemeinschaftlichen Überlegungen, die Gültigkeit ihrer gemeinschaftlichen Beschlüsse, sie hängen von der Zustimmung des Kabinetts ab; sie zu erlangen, darau, allein kommt es an." ,, Diese Abhängigkeit von Subalternen, die das Gefühl ihrer Selbständigkeit zu einem übermütigen Betragen reizt, fränkt das Ehrgefühl der obersten Staatsbeamten, und man schämt sich einer Stelle, deren Schatten man nur besißt, da die Gewalt der Raub einer untergeordneten Stelle geworden ist. Wird der Wille des beleidigten Ehrgefühls unterdrückt, so wird mit ihm das Pflichtgefühl abgeſtumpft, und diese beiden kräftigen Triebfedern der Tätigkeit des Staatsbeamten werden gelähmt" ,, Und nun der König. Er lebt in einer gänzlichen Abgeschiedenheit von seinen Ministern; er geht nicht mit ihnen um, er forrespondiert nicht mit ihnen. Die Folge ist Einseitigkeit seiner Eindrücke, Einseitigkeit seiner Beschlüsse, gänzliche Abhängigkeit von seinen Umgebungen. Alle Geschäfte der inneren Verwaltung werden ihm durch einen und denselben Kabinettsrat vorgetragen, der mit den verwaltenden Behörden in keiner fortlaufenden Verbindung steht, dem die Geschäfte nur bei einzelnen Veranlassungen, sehr oft nur durch einzelne Berichte eines einzigen Ministers zukommen." Dies ist der zweite Grundstein, den Stein für das neue Deutschland legt. Nach dem vernichtenden Angriff gegen die Kleinstaaterei der Aufriß eines neuen Preußens. Es war gleichzeitig die Geburtsstunde der preußischen Konstitution und eine Art von Rebellion gegenüber den erstarrten Verhält nissen von ehedem. Es war klar, daß dieser Feuerkopf, der in genialen Linien das Bild einer neuen Zeit entwarf, zu dem Preußenfönig Friedrich Wilhelm III. in Gegensatz geraten mußte. Lehmann arbeitet den Unterschied der beiden Persönlichkeiten folgendermaßen heraus: ,, Der eine heroisch veranlagt, ausgerüstet mit einem unbezähmbaren, vor nichts zurückschreckenden Mute, rasch in der Erfassung der Situationen, stets geneigt, die schwersten Aufgaben in Angriff zu nehmen, zäh aushaltend, bis ihm der Sieg zugefallen, unverwüstlich in seiner Arbeitsfraft, seine Umgebung durch überredung, gebieterisches Auftreten und moralischen Schwung fortreißend oder sich unterwerfend, der geborene Herrscher; der andere verständig, aber unfähig, verwickelte Lagen zu übersehen, persönlich rechtschaffen, aber langsam, schwerfällig, unsicher, deshalb mißtrauisch im Umgange mit überlegenen Geistern und starr auf Wahrung seiner Rechte bedacht, in der diplomatischen und militärischen Aktion leicht entmutigt und verzagt, schließlich immer wider Willen der Anziehungskraft des Stärkeren unterliegend. Der eine bedacht auf die Rettung der deutschen Nation und der abendländischen Völkergemeinschaft, von den höchsten Ideen der Menschheit geleitet, durch tiefe Neigung und unaufLösliche Bande an das Ewige gekettet; der andere auch religiös beranlagt, aber vorliebnehmend mit dem engen Kreise der Alltäglichkeit, von der ihn besonders anzog die militärische Schaustellung, und niemals sein Auge über die Grenzen des ererbten Reiches erhebend. Der eine zu den gewaltigsten Geftalten der modernen Geschichte gehörend, der andere ein Durchschnittsfürf Die Entlassung. Bekannt ist, daß Stein umals rücksichtslos und in fast grober Weise entlassen wurde. Der unheilvolle Bruch wäre für Preußen von großem Schaden gewesen, wenn nicht Stein auch in dieser Lage Selbstzucht übte und über persönliche Berstimmungen hinaus die großen Ziele nie vergaß. Wie immer in schweren Augenbliden seines Lebens fand er Trost in der Religion Er erhob seinen Blid von den Menschen fort zu den Mächten, die das Los der Menschen bestimmen. Längst hatte die Frömmigkeit feiner Mutter und fetues väter lichen Freundes Heiniz die fatalistischen und materialistischen Außerungen des Jünglingsalters verftummen machen, ble am 29. Juni 1931. ohnehin mehr Paradorien als Bekenntnisse ge... sen waren. In der Einsamkeit von Wetter an der Ruhr hatte er der Vorsehung vertraut; in Münster war ihm die Religion als ein Kleinod erschienen, wertvoller denn alle Philosophismen; in der Krisis der dritten Koalition hatte er den Unzufriedenen Glauben und Ergebung gepredigt. Seine religiöse Anlage war durch das Unglüd verstärkt und vertieft worden; aber weites als je war er von Quietismus entfernt, und wie immer nahm sein Jdeengang eine moralische Wendung. Ob und wie", erwiderte er einem Freunde, der sich besorgt nach seinem Schicksal erkundigt hatte ,,, ob und wie Gott helfen wird, wer fann das jetzt schon wissen? Aber festes Hoffen und Vertrauen nach oben, das hei auf Gott, muß die Besseren aufrichten und jetzt mehr als je treu und fest unter sich zu sammenhalten. Nur wer sich selbst aufgibt und in mutloser Untätigkeit dem Geschicke überläßt oder unterwirft, der ist ganz und für immer verloren." In dem furchtbaren Zusammen.uch des preußischen Staates, der jegt erfolgte, glaubt er nun eine Rettungsmög lichkeit: die populären Kräfte mit in den Dienst des Vaterlandes zu stellen u aus dem Untertan einen mitverantwortlichen Staatsbürger zu machen. Stein, der Reformer. Der dritte Markstein in dem gewaltigen Lebenswert Steins war die Nassauer Denkschrift vom Juni 1807. Sie gilt mit Recht als die wichtigste Kundgebung ihres Autors. Er forderte die Trennung der Rechtsprechung und Verwaltung, eine Vervollkommnung des Schulwesens und als Wichtigstes die Aufhebung der Leibeigenschaft, Aufhebung der Zünfte, Beseitigung der Standesprivilegien, eine neue Kreis- und Provinzialordnung und die Reichssteuer. Wir haben hier den Aufriß der neuen preußischen Verwaltung. Man muß die Nation daran gewöhnen, ihre eigenen Geschäfte zu verwalten und aus jenem Zustande der Kindheit hinauszutreten, in dem eine immer unruhige, immer dienstfertige Regierung die Menschen halten will. Der Übergang aus dem alten Zustand der Dinge in eine neue Ordnung darf nicht zu hastig sein, und man muß die Menschen nach und nach an selbständiges Handeln gewöhnen, ehe man sie zu großen Versammlungen beruft und ihnen große Interessen zur Diskussion anvertraut." Sämtliche Kräfte der Nation werden für den neuen Staat in Anspruch genommen. ,, Sinken die höheren Klassen derselben durch Weichlichkeit und Gewinnsucht, so treten die folgenden mit verjüngter Kraft auf und erhalten das ehrwürdige Gebäude einer freien felbständigen Verfassung." Auf Hardenbergs Vorschlag wird Stein wieder in das preußische Ministerium zurückberufen. Daß er alle persönliche Verbitterung zurüddrängte und rein um der Sache willen Preußen treu blieb, bedeutet zweifellos das größte Moment im Leben Steins. Sein Biograph Max Lehmann urteilt:„ Der Entschluß Steins, das ihm widerfahrene Unrecht in seiner Erinnerung auszulöschen und das Amt des Regenerators eines gedemütigten, zerschlagenen, aus tausend Wunden blutenden Gemeinwesens anzunehmen, reicht für sich aus, seinem Namen die Unsterblichkeit zu sichern." Während die äußere Geschichte Preußens eine ständige Demütigung war, schritt die innere Reform weiter fort. Das Gefeß vom 9. Ottober 1807 bedeutet die Magna Charta für ben preußischen Staat: die Befreiung des Individuums, die Beseitigung der sozialen Privilegien, die Annäherung ber Stände. Nach dem Datum dieser Verordnung entsteht ferner Nach dem hin kein Untertänigkeitsver ältnis mehr Martinitage 1810 gibt es nur freie Leute." Die Feudalität, die früher das gesamte öffentliche Wesen der romanisch germanischen Völker beherrscht hatte, war ihrer ursprünglichen Bedeutung entfleidet." Mit der politischen Reform ging die geistige Reform Hand in Hand. Die Nation durfte keinen falschen Gebrauch von ihrer Freiheit machen. In seiner Selbstbiographie er flärt Stein, die Hauptidee seiner Reform sei gewesen, den sittlichen, religiösen und vaterländischen Sinn in der Nation zu heben. Den Egoismus seines Zeitalters zu bändigen, entsprach seiner ethisch veranlagten Natur. So wurde er der große Volkserzieher. Alles, was er für den Staat tat, erscheint hier als ein gewaltiges Werk der Pädagogik. In ihm hatte aber auch die Religion ihren Platz. ,, Der Wert, den er auf sie legte, wird schon durch jene von ihm herrühr. de Stelle der Städte ordnung bewiesen, die bestimmte, daß der Wahlversammlung eine gottesdienstliche Handlung vorausgehen solle. Er konnte und wollte der historischen Religion seines Volkes, deren Lehren ihn selbst zu sittlichem Leben erweckt hatten, nicht entraten. Denn dem Wesen des Christentums ist die von Standeshochmut unzertrennliche Versteinerung der Stände zu Kasten, gegen die Steins Reform sich richtete, von Grund aus fremd." In den kommenden Jahren wird Stein die Seele der antinapoleonischen Politik. Diese beiden Persönlichkeiten stellten nicht nur politisch, sondern auch ethisch die stärksten Gegensätze dar. Glänzend ist die Schilderung, die Lehmann von dem Charakter Napoleons gibt. Er kannte keine Unterscheidung zwischen gut und böse. ,, Für ihn gab es nur den Unterschied von stark und schwach, Sieger und Besiegten." Die Lüge handhabte er als bequemstes Kampfmittel. Bei Stein höchstes sittliches Verantwortungsgefühl, bei Napoleon skruvellose Amoralität. In dem gewaltigen Ringen der nächsten Jahre mußte Stein bekanntlich meist zuschauer bleiben, bis Alexander I. seinem Tatendrange eine neue große Bühne eröffnete. Steins Plan war nun, von Rußland aus und mit Rußland zusammen Deutschland dem Usurpator zu entreißen. Dabei dachte er nicht an einzelne Staaten: Ich habe nur ein Vaterland, das heißt Deutschland." Immer flarer wird ihm, daß die deutschen Fürsten nur Werkzeuge sein dürfen, daß es sich hier um die deutsche Nation handelt. Er wird die Seele des deutschen Komitees. Mochte Napoleon schmähen: ,, Der berüchtigte Stein ist der Gegenstand Der Verachtung aller anständigen Leute." Stein, der Befreier. Für ihn galt das große deutsche Vaterland. Ihm ist zu verdanken, daß der Zar nicht Westeuropa allein der Befreiung vom Napoleonjoch überließ, sondern selbst Napoleons Vernichter und der Befreier Europas wurde. Das preußisch- russische Bündnis stellt den äußeren Höhepunkt im Leben Steins dar. Die gewaltigen Befreiungsfriege gehen ihren unerbittlichen Gang, und der Wiener Kongreß formt ein neues Suropa. Strenge Urteile fällte Stein über die Bundesakte. Aber er blieb Optimist und hoffte alles von der Kraft des Fortschritts, die dem menschlichen Geiste innewohnt. Die letzten Jahre von 1815-31 brachten ihm einen reichen Lebensabend. Mit seinem starken Herzen umfaßte er Familie und Staat, Nation und Menschheit. Ein Mann der Tat und der Wissenschaft, ein Verwalter diesseitiger Dinge und doch ein ewig Sehnsüchtiger nach dem Jenseits. Die Religion wurde ihm immer mehr Stüße und Antrieb. Luthers Schlachtruf:„ Ein' feste Burg ist unser Gott", prangte auf dem Erinnerungsturm in Nassau. Im 74. Jahre starb Stein in Kappenberg, frei von Todesfurcht, fest überzeugt, daß zwischen den Toten und Lebenden eine ewige Gemeinschaft besteht". Das Werk Steins hört nicht mit seinem Tode auf, sondern wird weiter wirken, so lange es ein deutsches Bolt gibt. Zwei Stätten politischer Arbeit", ,, waren Stein zugefallen: Preußen und sagt Lehmann Deutschland. Hier wie dort hatte er eine Reform begonnen, aber unvollendet lassen müssen. In preußen war es die Umbildung des bürokratisch ständischen Sta... 3 in den nationalen und die Beschränkung der absoluten Monarchie; in Deutschland die überwindung der Kleinstaaterei und die Begründung des Bundetes." Neue Aufgaben sind heute dem Staate gestellt. Die Jdee der sozialen Verantwortung wird immer beherrsa,... ver in den Border rum gestellt. Aber die Grundlagen unserer neuen Zeit haben überall Stein und seine Mitarbeiter gelegt. So wird er stets zu den Unvergeß lichen der deutschen Nation gehören. Sein literarisches Denkmal ist die Biographie Mar Lehmanns 1. Wem die vorstehenden Zeilen Luft gemacht haben, der greife zu Lehmanns Darstellung. Kanm ein anderes Buch führt so gut und so fesselnd in die Grundlagen unferes Staatslebens ein. Und wenn nach Bismard Politit die Kunst ist, die Lehren der Ver gangenheit auf die Gegart anzuwenden, so fann uns die Beschäftigung mit dem Freiherrn vom Stein zur wertvollen Vorschule politischen Lebens werden. - 1 Max Lehmann, Freiherr vom Stein. a. Aufl. 5.- 6. 2. Göttingen, Bandenhoed& Ruprecht. 681 Seiten. Leinen 14 RM. Borrätig in den hiesigen Buchhandlungen. Samstag, den 27. Juni 1931. Mus Nah und Fern. Lich. In den Ruhestand trat die Leiterin unseres Spitals, Schwester Magdalene Hermann nach 49 Dienstjahren. Nachdem sie 30 Jahre dem Krankenhaus in Laubach vorgestanden hatte, wirkte sie in den letzten fünf Jahren in Lich. Wegen Krankheit mußte auch Schwester Luise Lohoff abberufen werden. Die neue Leiterin wurde Schwester Katharine Fisch= born vom Elisabethenstift, die bisher in Groß- Umstadt war, die neue Gemeindeschwester ist Elisab. Maß, die bisher in Worms wirkte. Hungen. An dem heute und morgen stattfindenden Reitund Fahrturnier nehmen alle oberhessischen ländlichen Reitervereine, Reichswehr aus Hofgeismar, Gießen und Marburg, sowie die Stadtvereine Gießen, Hanau und Marburg teil; zur Austragung der einzelnen Konkurrenzen sind nahe an 200 Pferde gemeldet. Es sei erwähnt, daß das Turnier nicht das Gepräge eines Volksfestes trägt, sondern es sind reitsportliche Wettkämpfe, sowie das Vorführen von Gespannen und Fahrzeugen, die uns das Beste und Höchste zeigen werden, was das Land Hessen zu bieten vermag. Bad Nauheim. Das Verkehrsamt der Kurverwaltung teilt mit, daß bis zum 25. Juni der Gesamtbesuch 15 581 Gäste betrug, darunter waren 2481 Ausländer. Anwesend waren am 25. Juni 4701 Gäste. Mainz. Der Bauausschuß hat die Verlegung des Knabenund Mädchenwaisenhauses und des Säuglingsheimes und Wöchnerinnenheims in das ehemalige Garnisonlazarett befürwortet. Die bisherigen Räume des Waisenhauses und des Säuglingsheimes sollen zu Verwaltungszweden benutzt werden. Rüsselsheim. Geheimrat Dr. ing. h. c. Wilhelm von Opel wurde heute vom Hauptausschuß des Reichsverbandes der Deutschen Industrie in Anerkennung seiner Verdienste um die deutsche Industrie einstimmig in den Senat des Reichsverban des der Deutschen Industrie gewählt. Darmstadt. Die Darmstädter Studentenschaft hielt eine große Massenfundgebung in der Otto- Berndt- Allee ab, um gegen die Lüge von der Alleinschuld Deutschlands am Weltkriege und den Raub der Kolonien zu protestieren. Es wurde gleichzeitig eine dementsprechende Entschließung gefaßt. Darmstadt. Wegen Beleidigung des hessischen Innenministers hatte sich am Donnerstag der Nationalsozialist Ferdinand Abt vor der Großen Straffammer zu verantworten. Der Erstinstanz hatte ihn zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Abt soll nach der Anklage in einer hiesigen Versammlung gesagt haben, Minister Leuschner habe Anweisungen ergehen lassen, Zusammenstöße mit den Nationalsozialisten zu provozieren, um ein Verbot herbeiführen zu können. Die Große Strafkammer verurteilte den Angeklagten wegen übler Nachrede zu 500 Mark Geldstrafe. Darmstadt. Die Darmstädter Stadtratsversammlung be= faßte sich erneut mit der Frage der Deckung des Etatfehlbe= trags. Das Kreisamt schlägt eine Verdreifachung der Bürgersteuer, eine Verdoppelung der Biersteuer und die Einführung einer zehnprozentigen Getränkesteuer vor. Sämtliche Parteien sprachen sich gegen die Vorschläge der Steuerbehörden aus, wobei zum Ausdruck kommt, daß diese Erhöhungen doch nichts nutzen, da auch bei ihrer Einführung immer noch ein ungededter Fehlbetrag von 1 Million Mark bleibt. Nunmehr wird also die Zwangsetatisierung unausbleiblich sein. Osthofen. Von hier wird gemeldet, daß sich bei zwei Kindern, die nach dem Genuß von Kirschen Wasser getrunken hatten, so heftige Schmerzen einstellten, die den Tod der KinEin anderes Kind erlitt beim Stridder zur Folge hatten. hüpfen Darmverschlingung und starb gleichfalls. - Dutenhofen. Der 74 Jahre alte Landwirt Müller von hier stürzte infolge eines Fehltritts beim Strohholen von einer Leiter und erlitt schwere Verletzungen des Rückgrates. ,, Gießener Zeitung" Lenker des Autos fuhr, ohne sich um den hilflos daliegenden Mann zu kümmern, davon. Der Verunglückte starb später im Krankenhaus. Marburg. Auf der Frankenberger Chaussee wurde ein Arbeiter von einem Auto umgerannt und schwer verletzt. Der Verdingung. Marburg. In Todenhausen sind mehrere Personen an Trphus erfrankt. Schlechtes Trinkwasser soll die Ursache sein. Die Untersuchung ist eingeleitet. Kassel. Bei einer Sonnwendjeier in Quenteln sprangen zahlreiche Teilnehmer, wie üblich, durch die Flammen des en:- zündeten Holzstoßes. Bei einem solchen Feuersprung stießen zwei junge Leute gegeneinander und fielen in die Glut. Mit schweren Brandwunden konnten die beiden jungen Leute geborgen und dem Landeskrankenhaus zugeführt werden. Frankfurt a. M. Ein 30jähriger Arzt mußte sich nach dem Genuß von Wurst unter Vergiftungserscheinungen ins Krantenhaus begeben. Dort ist er jetzt gestorben. Die polizeiliche Untersuchung über den Vorfall ist noch im Gange. Frankfurt. a. M. Am Freitag veranstaltete die Frankfurter Studentenschaft und die Vereinigung Frankfurter Korporationen am Bismarddenkmal eine Kundgebung gegen die Kriegsschuldlüge. Diese Kundgebung findet alljährlich am Jahrestag der Unterzeichnung des Versailler Diktates, am 28. Juni, statt, der dieses Mal auf einen Sonntag fällt. Nassau. Aus Anlaß der 100. Wiederkehr des Todestages des Reichsfreiherrn vom und zum Stein, am 29. Juni, findet im Schloß Nassau an der Lahn, an seiner Geburtsstätte, eine Gedächtnisfeier statt, an der die Reichs- und Staatsbehörden teilnehmen werden. Bad Kreuznach. Die Wirtschaftspartei im Wahlkreis Koblenz- Trier Birkenfeld nahm in einer großen Kundgebung in Bad Kreuznach Stellung zu dem Ausschluß des Abgeordneten von Detten aus der Wirtschaftspartei und erklärie einstimmig die völlige Verbundenheit des Wahlkreises mit diesem Kassel. Der Brotpreis in Kassel ist von 70 auf 76 Pfennig erhöht worden. Das Bäderhandwerk hoffte, mit Hilfe des durch die Reichs- Getreidezentrale gelieferten verbilligten Brotgetreides ein billigeres Roggenbrot gum Preise von 68 Pfen= nig herstellen zu können. Wie sich jetzt aber herausgestellt hat, ist die von der Reichs- Getreidezentrale( Lager Hameln) gelieferte Ladung Roggen nicht für Menschennahrung brauchbar. Die Mühlenbesitzer weigerten sich, das Getreide abzunehmen, und das Städtische Gesundheitsamt hat die Unbrauchbarkeit bestätigt. Inzwischen ist eine neue Ladung Roggen abgeschickt worden, von dessen Qualität es abhängt, ob der Brotpreis in Kassel wieder herabgesetzt werden kann. Die Ausführungen der folgenden Arbeiten zum Um- und Erweiterungsbau der Bezirkssparkasse Gießen in Gießen sollen vergeben werden: Titel 1 Erdarbeiten 2 Fundamente und Isolierung " " 3 Maurerarbeiten " 4 Massivdecken und Eisenbetontreppen " 5 Träger- und Stühlieferung " 6 Kunststeinarbeiten " 7 Wertsteinarbeiten " 8 Tresortür und Armierung " 9 Zimmerarbeiten " 10 Dachdecker- und Dichtungsarbeiten " 11 Klempnerarbeiten 12 Oberlicht, Staubdecken und Sonnentuchanlage 13 Kortisolierung " 14 Be- und Entwässerungsanlage " 15 Elektrische Licht- und Kraftanlage " 16 Bautischlerarbeiten, Fenster " 17 Bautischlerarbeiten, Türen 18 Glaswände " " 19 Glaserarbeiten " 20 Beschlagarbeiten " 21 Schlosserarbeiten " 22 Feuersichere Türen " 23 Stud- und Rabitzarbeiten " 24 Steinholzarbeiten 25 Linoleumarbeiten 26 Solnhofener Platten " 27 Bronzearbeiten 9 28 Fliesenarbeiten 29 Malerarbeiten 9 و" Sonnenwunder. Der Mensch ist von Natur immer ein Sklave des Lichts gewesen, aber heute beginnt er die Kräfte des Lichts nicht nur unbewußt zu genießen, sondern auch bewußt auszunuzen. Unser Körper besteht aus unzähligen Zellen; die Haut ist dicht besetzt mit empfindungsfähigen Stellen, von denen eine jede Gruppe Strahlen vom bestimmter Wellenlänge aufnehmen fann. Die so von der Haut empfangenen Kräfte werden innerlich Millionen von Zellen zugeführt, die sich in den verschie= denen Geweben befinden. Dabei gibt es Strahlungen von Wellenlängen, die zwar dem menschlichen Auge unsichtbar sind, nicht aber den Empfängern in der Haut. Das sind die soge= nannten ,, ultravioletten Strahlen", durch die so schreckliche Krankheiten, wie Tuberkulose und Rachitis geheilt werden können. Das graue Licht eines bewölkten Tages draußen hat eine wohltätigere, sogar heilkräftigere Wirkung, als ein durch Glas= wände eingeschlossener Raum, der vielleicht nach Süden gelegen und durchflutet von Sonnenschein ist. Denn die Glasfenster berauben uns eines Teils der ultravioletten Strahlen und ihrer treibenden Kräfte. Leistungsverzeichnisse können im Büro des Herrn Architetten Hamann in Gießen, Bergstraße 11 p., in Empfang genommen werden. Zeichnungen und statische Berechnun gen liegen daselbst zur Einsichtnahme aus. Die Deffnung der verschlossenen und mit Anschrift und Titelbeschriftung versehe= nen Angebote sindet am Montag, dem 13. Juli 1931, vormit tags 10 Uhr, im Sigungszimmer der Bezirkssparkasse Gießen Nr. 51 teiligen Wirkungen des Zimmerlebens hinweg. Vor allem können die kleinen, armen, eingekerferten Kinder gar nicht genug mit Sonnenschein und Luft gefüttert werden im Winter noch mehr, als im Sommer. Jede draußen am Sonnenlicht verbrachte Stunde hilft dem Städter, dessen Körper in den langen Wintermonaten der nördlichen Länder buchstäblich nach Licht hungert, über die nachMAN SCHREIBT HEUTE AUF OLYMPIA Industrie, Handel und Behörden kennen und schätzen die Vorzüge unserer Olympia SCHREIBMASCHINEN und BUCHUNGSMASCHINEN mit ,, SALDOMAT" Erleichterte Zahlungsbedingen Schreibmaschinen mietweise Europa Schreibmaschinen A. G. FRANKFURT a. M. Friedensstr. 2 Tel. Hansa 27326 12 Ffm. ErfinderVertreterbesuch unverbindlich Vorwärtsstrebende Sonnenschein wirkt wie ein Zauberer an Tieren und Pflanzen, wenn auch die Wunder, die er vollbringt, verschie dener Art sind. Die Pflanzen sind die großen Erhalter der Kräfte, während die Tiere die großen Verschwender und Verbraucher der Energien sind, aber wenn der Mensch im Sonnenschein lebt, kann aud; er zum Teil ein Erhalter von Energien werden. Es ist schätzungsweise festgestellt worden, daß der Freiluftarbeiter tausendmal mehr Sonnenschein empfängt, als der Zimmerbewohner, und was noch wichtiger ist: wer draußen lebt, empfängt millionenmal mehr ultraviolette Sirahlen, als der, welcher hinter durchsichtigen Glasscherben sizzt. Man weiß, daß der Phosphor im Blute eines Kindes sich in wenigen Wochen verdoppelt, wenn man das Kind täglich einige Minuten lang draußen dem Sonnenlicht aussetzt. Die Strahlen der Sonne erhöhen den Eisengehalt des Blutes und verhüten Bleichsucht. Im Sonnenlicht ist auch die Jodabsonderung der Schilddrüse eine reichlichere. So tommen also viele gute Dinge von oben, und vom Standpunkt des Wachstums und der Gesundheit ist das Sonnenlicht nicht das geringste un= ter ihnen. Humor. Eine Ueberraschung. Der Bettler: ,, Gott segne Sie, mein Herr, für die Mark." Der Herr:„ Was? Sie haben die Mark erkannt? Ich dachte, Sie seien blind?" Der Blinde:„ Nein, der Blinde ist bloß für eine Stunde weggegangen, um sich das Sechstagerennen anzusehen. Ich, mein Herr; ich bin der Taubstumme." Neue Bücher. Deutsches Gesundheits- Rechenbuch. Von Kreisschulrat W. Gerbig. Vorwort von Dr. med Neumann. Verzugshaus Wolfgangi Schröter, Darmstadt.- Dieses neuartige Rechenbach, von der„ Hessischen Wanderausstellung für Gesundheitspflege und soziale Fürsorge" herausgegeben, ist der wohlgelungene Versuch, den Rechenunterricht in den Dienst der Gesundheit zu stellen. Es ist für Kinder, Lehrer und Eltern von gleicher Bedeutung. Die Aufgaben, die nur als Mittel zum Zwed auftreten, sind allen Gebieien der Gesundheitslehre entnommen. Der Inhalt des Büchleins wird durch sieben Forderungen zur Erhaltung der Gesundheit zusammengefaßt: Einatmen guter Luft und viel Sonnenlicht! Ausreichende und rein gehaltene Wohnung und Arbeitsräume! Wandern, Sport und richtige Erholung! Der Jahreszeit entsprechende zweckmäßige Kleidung! Richtige Ernährung und Regelung der Verdauung! Enthaltung von geistigen Getränken und Tabak. Vorbeugungsmaßregeln gegen ansteckende Kranth. Verhalten in Krankheitsfällen. 10000 Mk. Belohnung Berdienst Näheres kostenlos durch: F. Erdmann& Co.' Berlin SW 11. * Jungens- Phantasie, stets berauscht von Abenteurer- Träumen, erfindet auch in der Großstadt tühne Feldzüge und Entdecker- Fahrten. Sehr anschaulich und lustig weiß die„ Woche" von den Spielen der Berliner Jungens zu erzählen. durch Verk.v.Geburts tags- oder Pfingstpoſt farten. 100 Std. 2 RM Erschein Bezugspreis 2 Sedattionsjchluß früh ndang nicht verla H. Jahrg. Politif Der frühere deut tin der Nacht zum In der historischen falag der hunderliten Om und zum Stein e Ainister Severing uni Am 12. Jahrestag cranialtete der Arb maligen Herrenhaus ei ind für die Revision Gegenüber franzö jh- amerikanische 2 clitischen Kreijen n er Abficht der deutsch Vor einiger Zeit hatte die Münchener Jllustrierte Presse ein Preisausschreiben veranstaltet, das darin bestand, aus Bildern, Fahrkarten und Reisedokumenten herauszufinden, welche Länder und Städte ein Mister Glück besucht hatte. Als Preise waren 23 Reisen auf Dampfern des Norddeutschen Lloyd aus= gesetzt. Das Urteil des Preisgerichts ist jetzt gefallen, und die Münchener Illustrierte Presse veröffentlicht in ihrer neuesten Nummer( Nr. 26) die richtigen Lösungen und die Namen der Glückspilze, die die Reise in die weite Welt antreten werden. Nachnahmeoder Vorstatt. Der die Oberleitung führende Architekt wird am Frei- Hamburger Kaffee- Importhaus Bertauswert 5-7 RM tag, dem 3. Juli 1931, zur Beantwortung etwaiger Fragen und zur Auskunftserteilung in Gießen anwesend ein. Gießen, den 25. Juni 1931. 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