Quern. Str. 7 icht, verbindet man b tellungen von gro en, Mähdrejchern Die Nachahmung ame Agrartechnit eine gr lt. Aber wie wir b haben, daß nicht a eres auf deutsche Be it es auch in der Lan Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. ( Gießener Tageblatt) Eifellos technisch in Roattionsschluß früh 8 Uhr. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. - Für Aufbewahrung oder Rüdommnet. worden, Dung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. vollkommnungen Ru aschinenverwendung machen konnten, daß in den bäuerlid itens 80 Prozent weiterer Mechani Sandarbeit nicht a 11. Jahrg. Bolitische Rundschau. Itnissen technisch heljesidenten i. R. und ehemaligen stellvertretenden Reichspräsi muß die Reichspräsident von Hindenburg hat dem Reichsgerichtsnen, daß der Bauer in fürzerer Zeit aus burtstag den Adlerschild des Reiches verliehen. Die Besprechung zwischen dem Reichskanzler und dem en Familienangehörige ichsaußenminister über die in Genf beratenen Fragen hat Qualität und der mat 18 vervollkommnen untern stattgefunden. In einer amtlichen Mitteilung wird erklärt, daß die an der erwenden. Nicht zule Buliner Produktenbörse aufgetauchten Gerüchte von einer bemehr förperlich so star Bitehenden Inslation jeglicher Begründung entbehren. e vielfältigen Betrick rlegen. Vergessen dwirtschaftlich genus aften bearbeitet wird. Wie der Reichsverband der Deutschen Industrie mitteilt, in der Präsidialsigung am 25. September an Stelle von Scheimrat Duisberg einstimmig Herr Krupp v. Bohlen und Balbach zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. isse in einem so aus Bon Freitag ab ist der deutsche Sichtvermerkszwang für en, wo 64 Prozent de panische Staatsangehörige wieder eingeführt. 2 Hettar besetzt sind un In Walversammlungen in Hamburg sprachen der preußische 5 Heftar. So verftan Jenminister Severing sowie der Führer der NationalsoziaHerbsttagung der Den Lichen Arbeiterpartei, Adolf Hitler. ausschließlich mit bäues Die Liste der von den Alliierten als ,, Kriegsverbrecher" diesen primitiven Boeichneten Deutschen ist im Zusammenhang mit dem Berliner sging. Die Vielfältig Bejuch Lavals und Briands nunmehr annulliert worden. Maßnahmen der Selb Die Bertreter der südslawischen, rumänischen und tschecho= nur ein paar Theme slowakischen Regierung haben sich im Abrüstungsausschuß des gen der D.L.G, nimmt Billerbundes dem französischen Standpunkt angeschlossen und ellung der ländliche der italienischen Vorschlag abgelehnt. Saatgutwechsel, Ade „ Daily Expreß" teil mit, daß am kommenden Mittwoch die uttermittelverwendung Auflösung des englischen Parlaments im Unterhaus bekannter Aufzuchtkrankheiten gegeben werden soll. Die Konservativen hätten sich grundsätznd dergleichen. Ulebn Lih dahin geeinigt, daß Macdonald der Führer des nationalen Sjatzes, die heute mehr Kabinetts bleibe. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 26. September 1931 ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platz. vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 77 Linie gegen die NSDAP. richten, neuerdings zu stellen. Die Wo bleibt das Geld der Steuerzahler? Reichsleitung verbietet daher allen Angehörigen der NSDAP. die Teilnahme an irgendwelchen Rundgebungen gegen die französischen Minister. Parteigenossen, die gegen diesen Beschluß verstoßen, schließen sich von selbst aus der Partei aus. In der Berliner Gastwirts- Zeitung" und in der ,, Deutschen Feinkost" finden wir Artikel des G. A. Eder, die die weitestgehende Beachtung und Verbreitung verdienen. Der Verfasser gibt klar und übersichtlich in dankenswerter Weise beacht2- jähr. Verlängerung des Schuldenfeierjahres? liche Zahlen aus dem deutschen Wirtschaftselend und zeigt, wo Wie der Korrespondent der ,, Baltimore Sun" erfahren haben will, soll Präsident Hoover auf Grund der Berichte des Schatzamtssekretärs Mellon zu der Ueberzeugung gelangt sein, daß eine Verlängerung des Schuldenfeierjahres unvermeidlich sei. Hoover trete grundsätzlich für eine zweijährige Verlängerung ein, sei aber der Ansicht, daß es Deutschlands Sache sei, unter Hinweis auf die Moratoriumsbestimmungen des Youngplanes einen Vorschlag in dieser Richtung zu machen. Das Reparationsproblem werde, so erklärt das Blatt, zweifellos den Hauptgegenstand der Besprechungen zwischen Laval und Hoover bilden. Reparationen gegen Ditlocarno? Nach einer Meldung des ,, Daily Telegraph" aus Washington rechnet man in eingeweihten Kreisen damit, daß der Besuch Lavals in Amerika den Weg zu einer Konferenz ebnen werde, auf der nicht nur die Geld- und Währungsfragen, sondern auch politische Probleme von größter Wichtigkeit verhandelt werden sollen. Eine Verständigung der beiden Hauptmächte, Frank reich und Amerika, hätte dieser Aktion vorauszugehen. Hiermit sei natürlich die Frage der Reparationen und der Kriegsschulden untrennbar verknüpft, die ohne Zustimmung Frankreichs und Amerikas nicht gelöst werden könne. Der Weg zur politischen Stabilisierung, der in Washington erwogen werde, bestehe darin, Deutschland davon zu überzeugen, daß eine Streichung der Reparationen und finanzielle Unterstützung nur dann erhältlich sei, wenn es sich für ganz bestimmte Zeit verpflichte, feine Schritte zur Revision der Ostgrenze zu unternehmen. das Geld der Steuerzahler bleibt Wir teilen daraus nachstehendes mit: ,, 1,2 Milliarden Mark fehlen am diesjährigen Reichshaushalt. Eine neue Notverordnung bringt neue Steuern, neue Verschlechterungen der Lebenshaltung und der Kaufkraft. Der öffentliche Finanzbedarf ist von zirka 7 Milliarden Mark vor dem Kriege auf gegenwärtig ungefähr 20 Milliarden Mark jährlich gestiegen und die Gesamtverschuldung der deutschen Wirtschaft wird auf annähernd 65 Milliarden Mark geschätzt. Wem kommt angesichts solcher Zahlen nicht ein Grauen an? Rund 51 Prozent der deutschen Wirtschaft liegen brach und 5 Millionen Mark müssen Tag für Tag der Wirtschaft an Betriebskapital unproduktiv entzogen werden, um der Unterhaltung der Arbeitslosenarmee zu dienen. Tag für Tag werden 5 Millionen auf den Altar des Youngplanes geopfert, die aus der Wirtschaft herausgepreßt und herausgezogen werden müssen. 43 Prozent aller selbständigen Handwerker haben trot schwerster Arbeit ein Jahreseinkommen von weniger als 1500 Mark, dafür aber ist die steuerliche Belastung des deutschen Volkes, auf den Kopf der Bevölkerung umgerechnet( Kinder und Greise eingeschlossen) auf 450 Mark jährlich gestiegen gegen 120 bis 150 Mark vor dem Kriege. 26 Landesfinanzämter and rund 1000 Finanzämter sind mit der Eintreibung dieser Steuerlast beschäftigt. Der Verwaltungsaufwand Deutschlands ist von 3,2 Milliarden im Jahre 1913 auf über 10 Milliarden angewachsen. Man rechne die Milliarden dazu, die die Verwaltung der Länder und Gemeinden kostet. Dafür stöhnt die Wirtschaft und inProduktion an berüd In der Londoner Handelskammer wurde mit großer Mehrchsten Jahr die Warden beit eine Entschließung angenommen, die sich für die Einfüh- Keine Erhöhung der Umsatzsteuer beabsichtigt. sonderheit die mittelständische Wirtschaft unter der Last von unem Zeichen der Seemng von Einfuhrzöllen ausspricht. Diese Einstellung der Der französische Luftfahrtminister hat Rekordversuche in Man nimmt an, daß dieses Verweiligen Wirtschaftswer angstreckenflügen verboten. bald fünfzig Jahre lang hot im Zusammenhang mit dem in der vorigen Woche erfolgten ragischen Tod der französischen Relordflieger Doret und Le rung der Gemeinschafts haben die großen land Brig steht. Bedeutung bekommen, in Berlin und diese ig in Aussicht genom uerlichen Betriebe und et Südwestdeutschlands gelehrt, daß die Selb Denn auch die staatli stellung leistet. Jer. Entfernung von ca. egt die Obstbaulolor Nach einer Mitteilung der Telegraphen- Agentur der Sowunion ist eine Abordnung der Ranting- Regierung nach Kan11 abgereift, um einen Waffenstillstand mit Kanton zur BilBang einer gemeinsamen Front gegen Japan abzuschließen. Jm amerikanischen Staatsdepartement wurde erklärt, man wade Laval eine offizielle Einladung übermitteln, falls und wbald das französische Kabinett der Ameritafahrt zustimme. Um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, hat di chilenische Regierung die Einwanderung vollständig verboten. Das Junkers- Wasserflugzeug Freundschaft", das zu einem lug nach Ranting aufgestiegen war, ist an der Küste des Inwhen Ozeans abgestürzt. Der hessische Zentrumsparteitag ist auf den 18. Oktober verworden. Gelegentlich dieser Tagung wird Reichsinnenminiſter verboten. Mitglieder Wirth in einer Kundgebung in der Mainzer Stadthalle gewiesen. Es wird pechen. Fleischverbrauch und di entlicht in Nr. 39 eine Eden. Curtius bei Brüning. Der Besuch des Reichsaußenministers Dr. Curtius beim ein großer Auffah Leechskanzler Dr. Brüning hat am Freitagvormittag stattgeAmerika in der neuefter anden. Wie wir zuverlässig erfahren, ist in dieser Unterredung Presse"( Nr. 39). hen Curtius und Brüning beschlossen worden, die Frage can von Gina Kaus: ,, D Klein in Gießen. Billige Geld??! hypothekarische Sicher Rückzahlungen, wenn S erd. Grundreell u. sicher 1. Drucksachen kostenlos ts- und Spargemein des Rücktritts des Außenministers bis nach Beendigung des Seuches der französischen Minister zu verschieben. Man hat ebenfalls auch darüber geeinigt, die Besprechbng der Gen= Probleme und insbesondere die Diskussion über die deutschterreichis he Zollunion im Kabinett auf den Dienstag nächster Boche zu vertagen. Da nun entschieden ist, daß Dr. Curtius während der Anenheit von Laval und Briand im Amte bleibt, haben sich der Reichskanzler und der Reichsaußenminister in erster Linie Freitag über die Vorbereitung für den französischen Beunterhalten. kanzösischer Besuch bei Hindenburg. Der französische Ministerpräsident Laval und der franhe Außenminister Briand haben den Wunsch ausgesprochen, miglich ihres Berliner Besuches vom Reichspräsidenten von Co., K.-G. in Hanne denburg empfangen zu werden. Der Reichspräsident wird lstrasse 11. Bezirksleiter eem Wunsche entsprechen. In Aussicht genommen ist bisher r, Frankfurt a. Main. allerorts gesucht. 0000000000000000 NDELMAATSCHAPPIJ NV ngsexport ngen( Volland) n, gut eingeführten Gießen u. Umgegend Montag fommender Woche. Die NSDAP. zum Franzosenbesuch. Der„ Völkische Beobachter" veröffentlicht eine Mitteilung er Reichsleitung der NSDAP., in der erklärt wird, es sei der Rechsleitung zur Kenntnis gekommen, daß Linkskreise beabfldigen, anläßlich des Besuches der französischen Minister durch Bunofateure Nationalsozialisten zu Kundgebungen in Berlin older auf den Bahnhöfen, die der Zug durchfährt, anzureizen. Es sollte dadurch der französischen Regierung der Vorwand ge glen werden, ihre politischen Forderungen, die sich in erster Berlin. Zu den in der Presse umlaufenden Gerüchten, das Reichskabinett habe in seiner letzten Sitzung die Frage der Erhöhung der Umsatzsteuer erörtert, erfahren wir von zuständiger Stelle, daß im Reichskabinett von einer Erhöhung der Umsatzsteuer nichts bekannt ist. D.V. P. dementiert. Berlin. Zu der verschiedentlich in der Presse aufgestellten Behauptung, Abgeordneter Dingelden habe den Wunsch, in das Reichskabinett einzutreten, wird von maßgebender volksparteilicher Seite mitgeteilt, daß diese Nachrichten nicht den Tatsachen entsprechen. Spaltung der SPD.? Wie ,, Berlin am Morgen" erfährt, hat die Oppositions= gruppe in der Sozialdemokratischen Partei in einer Reichs= fonferenz beschlossen, nicht vor den Parteiausschuß- Beschlüssen zu kapitulieren. Der von einigen Mitgliedern der Oppositionsgruppe gemachte Vorschlag, Anschluß an die Kommunistische Partei zu suchen, wurde von der Mehrheit abgelehnt und beschlossen, eine neue Partei unter dem Namen„ Sozialistische Arbeiterpartei" zu bilden. • Mißbrauch der politischen Polizei. Wetzlar. In der letzten Stadtverordnetenversammlung wurde festgestellt, daß der sozialdemokratische Landrat des Kreises Wetzlar einen Vorschlag der städtischen Polizeiverwaltung auf Bestellung zweier Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr als Hilfspolizisten mit dem Ersuchen zurückgesandt habe, es solle zuvor berichtet werden, ob sich nicht etwa die beiden in Vorschlag ge= brachten Feuerwehrleute am Volksbegehren zweds Auflösung des Preußischen Landtags beteiligt hätten. Seitens der Stadtverwaltung wurde leider geantwortet, daß sich der eine der beiden Männer am Volksbegehren beteiligt habe. Grundsätzlich ist dazu festzustellen. daß es eine gröbere Verlegung und Verhöhnung der in der Reichsverfassung verbürgten Rechte des unbescholtenen Staatsbürgers faum noch gibt. Neuer schwerer Pfundsturz. Am Freitag hat das Pfund Sterling eine neue schwere Kurseinbuse erlitten. Bereits jetzt beträgt die Entwertung mehr als ein Viertel der Parität. Die Londoner Börse beantwortete diesen Sturz mit einer neuen Hausse am Aktienmarit und einer weiteren Verschlechterung der Rentenwerte. Beruhigung im Diten? Tokio. Japan hat keine Truppen nach Charbin geschickt. Die militärischen Operationen in der Mandschurei sind abgeschlossen“, erklärte der japanische Kriegsminister, General Minami, dem Korrespondenten des J. N. S.„ Es ist die Sache des Auswärtigen Amtes, die Verhandlungen zu führen. Inzwischen bleibt der Status quo erhalten, bis die ausstehenden Fragen geregelt sind. Wir haben Marschall Tschang- Hsue Liang ersucht, aus Peking nach Mukden zurückzukehren, um uns bei der Wiederherstellung des Friedens mit Unterstützung der japanischen Truppen behilflich zu sein". gefähr 350 Steuerarten, die ihr das Leben zur Dual machen. Die Steigerung der Verwaltungskosten kann an den Ausgaben einzelner Ressorts der Reichsverwaltung am besten nachgewiesen werden. Es verbrauchen( in Millionen Mark; die eingeklammerten Zahlen geben den Bedarf aus dem Jahre 1913 an): Hoheitsverwaltung 12,1( 5,9); Auswärtiges Amt 63,1 ( 41,1); Innere Verwaltung 201,8( 4,6); Sozial- und Gesundheitswesen 1200( 63,3); Verkehrswesen 236( 58); Schule, Kunst und Wissenschaft 30,6( 3,7); Justizverwaltung 15,5 ( 2,9); Allgemeine Finanzverwaltung 709,5( 97,7); Reichsschuldenverwaltung 1000( 235,7). Die Zahlen sind dem Reichsetat für 1930 entnommen. Die Sozialversicherungen verschlingen heute annähernd 9 Milliarden Mark in Reich, Ländern und Gemeinden gegen 2,1 Milliarden Mark vor dem Kriege. Die Abgeordneten des Reiches, der Länder kosten rund 17 Millionen, wozu noch die Gehälter für die mehr als 200 Minister und die Pensionen für die inzwischen abgebauten Minister kommen. Die Reichsbank zahlt ihrem Präsidenten jährlich 200 000, dem Vizepräsidenten 133000, jedem Direktionsmitglied 100000, jedem Mitglied des Generalrates 10 000 Mark Gehalt( Feststellung vor dem Reichstag). Die Reichsbahn ist nicht weniger nobel. Sie bewilligt ihrem Generaldirektor( nach der bereits erfolgten Gehaltskürzung!) immer noch 98 000, feinem Stellvertreter 62 400, jedem der sieben Vorstandsmitglieder 45 000, fünfzehn ihrer Präsidenten je 29 000 und weiteren dreizehn Präsidenten je 24 000 Mark Jahresgehalt. Die Reichsbahndirektion hat ihrem Präsidenten großzügigerweise sogar eine Villa für 90 000 Mark gekauft, obwohl eine Dienstwohnung vorhanden ist. Und die Reichspost baute ein neues Funkhaus für die bescheidene Summe von ,, nur" 7 Millionen Mark, das vorher 2½ Millionen kosten sollte. Der parlamentarischen Kritik entzog sich die Reichsverwaltung durch beredtes Schweigen. Aber auch andere öffentliche Verwaltungen schmeißen mit den Millionen nur so umher, hier besonders wieder manche sozialen Institutionen. Der Umbau des Verwaltungsgebäudes der Allgemeinen Drtskrankenkasse in Breslau, der erst 600 000 m. kosten sollte, verschlang infolge verfehlter Dispositionen schließlich 4,5 Millionen Mark. Ein Architekt erhielt allein ein Honorar von 130 000 Mark. Die UDK. in Frankfurt a. Main gab für ihren Verwaltungsneubau 3,3 Millionen M. aus, und bei der ADK. in einer westdeutschen Stadt kann man bereits mit 23 Jahren lebenslänglich mit Pensionsberechtigung angestellt werden mit einem Monatsgehalt zwischen 300 und 700 Mark. Allerdings ist dafür der Gehaltsetat dieser Kasse auch von 78 000 Marf im Jahre 1924 auf 124 000 Mark bis zum Jahre 1928 angestiegen. Die Landesversicherungsanstalt Hannover rechnet mit einem monatlichen Einnahmeausfall von rund 600 000 Mark und beziffert den Zuschußbedarf für das laufende Rechnungsjahr auf ungefähr 11 Millionen M. Warum auch nicht? Es ist ja wahnsinnig einfach, mit dem Gelde zu wirtschaften, das andere Menschen mühselig verdienen, und für das sie um ihre Existenz schuften müssen! In Hamburg ist der Sozialetat von 7 Millionen Mark im Jahre 1913 auf jetzt 74 Millionen gestiegen. Dafür erhal Nr. 77. Samstag, den 26 Samstag, den 26. September. ten eine Reihe kommunaler Würdenträger in Hamburg Gehälter zwischen 12 000 und 30 000 Mark, wozu häufig noch Tantiemen und Nebenverdienste kommen. Bei der sächsischen Landesversicherung wurde ein Neubau 000 sollte, schließlich aber ,, Gießener Zeitung" sprachigen Flugblättern unentgeltlich ab. Es ist bekannt, daß die millionenweise verbreiteten Fichtebund- Flugblätter seit Jahren in der Welt Aussehen erregt haben. Selbst Poincaré hat nicht umhin können, sich gegen die Angriffe des Fichte- Bundes in seinen Memoiren in langen Ausführungen zu verteidigen. Wir der heute Arbeit und Verdienst hat, muß helfen, soweit es nur in seiner Kraft steht. Es geht nicht an, sich angesichts des Massenelends lediglich auf das Wirken der öffentlichen Hand zu verlassen. Gewiß wer den die öffentlichen Körperschaften alle verfügbaren Mittel an gebotene Hilfe aller Volksschichten notwendig, notwendiger denn Ein Vöglein den Zweigen, 3,6 Millionen erforderte. Kein Kunſtſtück, wenn man erfährt, empfehlen unſern Lejern, von der unentgeltlichen Abgabe auch ſehen, um die Not zu lindern. Darüber hinaus iſt aber die frei. Maien, on, nut daß allein für die Dienstwohnung des Präsidenten 64 000 Mark aufgewandt wurden, davon z. B. für eine Wascheinrichtung 4400 und für einen Kühlschrank 3000 Mark. des neuen Flugblattes Gebrauch zu machen und dieses unter Angabe der gewünschten Stückzahl und der in Frage kommenden Sprache( deutsch, englisch und spanisch) bei dem Deutschen FichteBund e. V., Hamburg 36, Colonnaden 47 zu bestellen. Leben, das zu schwer wird. Nach der Zeitschrift ,, Wirtschaft und Statistik" haben sich im Jahr 1929 in Deutschland 16 665 Menschen das Leben genommen, und im Jahr 1930 ist diese Zahl noch gestiegen, um wahrscheinlich im laufenden Jahr noch höher zu klettern. Augenscheinlich ist, daß die seelischen Auswirkungen der Armut und ArbeitsDer Neubau des Kreisahuses in Merseburg, mit dem sich auch der Preußische Landtag beschäftigen mußte, hat rund 1,5 Millionen Mark gekostet. Auch hier wurde für die Dienstwohnung des Landrats ein Betrag von über 250 000 Mark verpulvert, davon u. a. 22 000 Mark für Gartenanlagen, 8000 Mark für Möbeleinbau, 7000 für Tür und Fensterdekoratio nen und für ein Blumenfenster 5000 Mark. Dafür hat allerdings der Kreis das Vergnügen, eine Anleihe von 719 000 Mt. aufnehmen zu müssen, um diesen noblen Bau bezahlen zu können. Und nun werden sich die kreiseingesessenen Bürger wahrscheinlosigkeit hier eine große Rolle spielen. Sollte das auch verlich sehr wundern, warum die Kommunallasten immer höher steigen. Ein bekannter preußischer Landtagsabgeordneter hat für ein Gutachten in einer Berliner Grundstücksangelegenheit von der Stadt Berlin ein Honorar von etwa 50 000 Mark erhalten. Aber die Stadt Berlin ist auch sonst sehr nobel, zahlte sie doch für zwei Verkehrsgutachten weit über 1 000 000 Mark Honorar an zwei Sachverständige, die nun einen feinen Tag leben können. I Elektrizitätswerke im Westen des Reiches zahlen auf Kosten der Stromabnehmer( nach einer Feststellung im Westfälischen Provinziallandtag) ihren Direktoren Gehälter zwischen 40 000 und 260 000 Mark jährlich. Ist es da ein Wunder, wenn allerorten die Wirtschaft vor die Hunde geht? Diese Zahlen reden eine eiserne Sprache. Wehe, wenn wir nicht bald zu einem System der eisernen Sparsamkeit kommen! Volk und Wirtschaft müssen sich an solchen in die Milliarden gehenden Ausgaben verbluten, wenn nicht bald eine grundlegende Aenderung erfolgt." John Bulls Warnung. Die Tatsache, daß die Bank von England die Einlösung der englischen Pfundnoten in Gold einstellen mußte, bedeutet ein Ereignis, dessen Tragweite nicht abzusehen ist. Ein England, das glaubte, durch Niederringung seines deutschen Konkurrenten enorm zu gewinnen, sieht sich heute der ernüchternden Tatsache gegenüber, daß ein gewonnener Krieg und erpreßte Reparationen schwerste wirtschaftliche Schädigungen für das eigene Land bedeuten können. Am 11. September 1897 brachte die ,, Saturday Review" einen Artikel, in dem es hieß: ,, Wenn Deutschland morgen vernichtet wird, so wird es übermorgen feinen Engländer geben, der um deswillen nicht reicher wäre." Die in diesen Worten zum Ausdruck gekommene Gesinnung hat damals jeder Engländer verstanden. Heute hat es sich aber gezeigt, daß die Rechnung falsch war. Die in Millionenauflage erscheinende Wochenschrift John Bull" gehört zu denjenigen englischen Blättern, für die der Versailler Vertrag noch bis in die jüngste Zeit unantastbar war. Jetzt hat die genannte Wochenschrift ihren Tag von Damaskus erlebt. Zwölf Jahre nach Versailles ist diesem Blatt die Erkenntnis gekommen, daß England in Versailles die größte Torheit beging, als es Frankreich Blanko- Vollmacht gab. Der bekannte englische Publizist Gar= diner brachte in seinem Artikel:„ Terrific Warning", den die Wochenschrift ,, John Bull" veröffentlichte, ganz erstaunliche Erkenntnisse zum Ausdruck. Er schreibt unter anderem:„ Vor 12 Jahren säten wir in Versailles den Wind und heute ernten wir den Sturm. Der verbrecherische Friedensvertrag lastet wie ein Alp auf der ganzen Welt. Jedes Volk erwartet mit Bangen, was der kommende Tag bringt." In seinen weiteren Ausführungen deckt Gardiner auf, daß die Deutschland aufgezwungenen Verträge und die Reparationen das englische Wirtschaftsleben zerstören. Er betont, daß man die Weltwirtschaft zum Erliegen bringe, wenn man die Politik, das ,, Todesröcheln Deutschlands" zu erreichen, fortführe. Diesen Artikel hat der Deutsche FichteBund unter dem Titel:„ John Bull warnt" als Flugblatt außer in deutscher, auch in englischer und spanischer Sprache herausgegeben. Der Fichte- Bund gibt dieses Flugblatt, dessen Inhalt ein Zeichen für den Erfolg seiner unermüdlichen Arbeit in England ist, neben seinen vierzig deutschen und über hundert fremdDie große Täuschung des deutschen Arbeiters. Wenn wir hier nicht von der Gesamtheit unseres Volkes, sondern nur von dem deutschen Arbeiter sprechen, so deshalb, weil dieser systematisch dazu erzogen wird sich nicht als Glied des deutschen Volkes, sondern als Angehöriger eines sogenannten Weltproletariats zu fühlen. Als Wilson am 11. Februar 1918 seine Friedensbedingungen verkündete, schickte er ihnen folgende amtliche Willenserklärung voraus: Völker und Menschen dürfen nicht von Oberherrschaft zu Oberherrschaft verschachert werden, als ob sie bloße Steine in einem Spiel wären... Es soll feine Annexionen, keine Kriegssteuer, feine Strafe geben." Nach dieser feierlichen Beteuerung gab Wilson seine vierzehn Friedensbedingungen als Antwort an den deutschen Reichsfanzler bekannt. Sie lauteten: 1. Alle Friedensverträge sollen öffentlich sein und öffentlich zustande kommen. 2. Vollkommene Freiheit der Schiffahrt auf dem Meere außerhalb der territorialen Gewässer im Frieden sowohl wie im Kriege. 3. Die Beseitigung, soweit sie möglich ist, aller wirtschaftlichen Schranken. 4. Garantien dafür, daß die Rüstungen der Völker auf das niedrigste mit der inneren Sicherheit zu vereinbarende Maß herabgesetzt werden. 5. Es soll eine freie, weitherzige und unbedingt unparteiische Schlichtung aller folonialen Ansprüche herbeigeführt werden. 6. Räumung des ganzen russischen Gebiets. 7. Belgien muß geräumt und wiederaufgerichtet werden, ohne jeden Versuch, seine Souveränität zu beschränken. 8. Das ganze französische Gebiet soll befreit und die besetzten Teile wiederhergestellt werden. wunderlich sein wenn in der ,, Evangelisch- Sozialen Warte" ein Erwerbsloser schreibt: ,, Lange, bange arbeitslose Monate liegen hinter mir. Bisher haben meine Frau und ich uns wacker durch gehungert, aber jetzt soll die Unterstützung noch gekürzt werden. Da kommt einem immer wieder die Frage: Wo können wir noch sparen? Und die Antwort lautet: Es geht nicht mehr besser. Jeden Freitag bekomme ich 10,92 RM. Unterstützung. Unsere Ausgaben sind genau festgelegt. Wir brauchen in der Woche für Lebensmittel 9,25 RM. Mit dem Rest von 1,67 RM. soll Miete, Heizung und Kleidung bestritten werden. Die Miete allein beträgt im Monat 22,57 RM. In einigen Wochen erwarten wir unser erstes Kind! Deshalb wollte meine Frau fürzlich zum Arzt, aber wir hatten keine 25 Pfennig mehr für den Krankenschein." Fälle wie der geschilderte sind gewiß nicht vereinzelt. Darum die Flucht aus dem Leben, darum die Furcht vor neuem Leben. Im Jahr 1929 kamen in Deutschland auf eine Ehe durch= schnittlich 1,9 Kinder, während England 2,0, Frankreich 22, Italien 3,6 Kinder in jeder Ehe durchschnittlich zählen. Wenn man bedenkt, daß vor 30 Jahren jede Ehe noch 4,4 Kinder im Durchschnitt zählte, und daß durchschnittlich drei Kinder notwen dig sind, um die Nation zu erhalten, so eröffnen sich für das Schicksal unseres Volkes trübe Aussichten. Aber von den Nachbarvölkern wird das nicht gesehen oder will nicht gesehen werden. Sonst müßten alle die Kongresse, internationalen Abmachungen usw. andere Ergebnisse zeigen. Hier kann nur eins helfen: die Gewissen bei uns und bei den anderen für eine höhere Verantwortung wachzumachen. Winterhilfe - daß die Verbände der freien Wohlfahrtspflege eine großzügige Tingszauber und G von Geld, von Lebensmitteln, Kleidern, Wäsche Heizmaterial Mensch an diesem sollen im ganzen Reichsgebiet durchgeführt werden. Dabei wish dem Leben und fei je. Es ist daher eine Tat von wahrhaft nationaler Bedeutung Singen hör ich meh Hilfsaktion, die ,, Winterhilfe", eingeleitet haben. Sammlungen ben zittert über d feineswegs schematisch und zentral vorgegangen. Die einzelnen gänglichkeit, nach e Landes- u. Provinzialstellen der freien Wohlfahrtspflege fönnen Gottes Garten: Gol nach ihren bewährten Methoden arbeiten; was im Land oder in glanz alles Leben hinaus wird jedoch darauf Bedacht genommen, einen Ausgleich Menschen, Sie scha der Provinz gesammelt wird, soll auch dort bleiben. Darüber wird alle Güter, die zur Linderung der unmittelbaren Not ge spendet werden, frachtfrei befördern. Auch die Reichswehr hat ihre Mithilfe zugesagt. Reichspräsident und Reichs- und Länder Herbitnebel wa Wald und Fluren Erden na schauen auch wir e und nach der Ernie regierungen haben schließlich die ganze Aktion kürzlich durch reifen sahen. So to Von diesem Hilfswerk darf sich keiner ausschließen.„ Die Hilfe soll die große Not lindern, aber sie soll auch neues meni liches Vertrauen schaffen unter den deutschen Volksgenossen selbst und für das deutsche Volk in der Welt“. einen warmherzigen Appell an das ganze Volk unterstützt. Hessische Kindergottesdiensttagung. Mainz. In der rheinhessischen Provinzhauptstadt beging der hessische Kindergottesdienstverband am vergangenen Sonntag seine erhebend verlaufende Jahresversammlung. Aus ganz He sen, sowie den benachbarten Städten Frankfurt und Wiesbaden hatten sich Kindergottesdiensthelfer zusammengefunden. Posa nen, Kinder- und Kirchenchöre waren zur Mitwirkung herange zogen. Beteiligung und Verlauf der Tagung bestätigen von neuem den Willen und die Freudigkeit der evangelischen Kirche zur Mitarbeit bei dem in dem Wirrwarr der Gegenwart so wis tigen Dienst am Gemüt und der Seele unserer Kinder. Die Kandidaten der NSDAP. für die hessische Landtagswahl. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei hat ein vorläufige Liste der Kandidaten für die kommende Landtags wahl aufgestellt. Wie verlautet, sollen an der Spitze stehen die Herren: Lenz, der neue Gauleiter aus Baden; Professor Di Werner( Butzbach); Wassung, stello. Gauleiter; Treffz, Gau propagandachef; Lehrer Klostermann( Alsfeld); Schriftleiter Dr. Schwalbe( Hessenhammer); Dr. Daum( Oppenheim); Dr Wagner, Gutsbesitzer; Schilling, Arzt; Bürgermeister Ritter ( Gau- Algesheim); Dr. Schäfer( Offenbach); Landwirt Seipel ein nationales Gebot!( Fauerbach); Jödel( Langen); Diehl. Standartenführer vor Der Winter naht; mit Sorgen sieht man ihn kommen: er wird der schwerste sein seit Kriegsende. Noch immer lähmt die Krise das gesamte deutsche Wirtschaftsleben, dunkler denn je lagern die Schatten bitterster Not über Stadt und Land. Zwar ist es. dank des tatkräftigen Eingreifens des Reiches, gelungen, unter Aufbietung aller Kräfte eine drohende wirtschaftliche und finanzielle Katastrophe zu verhüten. Der Wendepunkt zum neuen Aufstieg konnte jedoch noch nicht erreicht werden. Frühzeitig hat darum auch, nach einer leichten Entspannung in den Sommermonaten, die Verschlechterung der Lage auf dem Arbeitsmarkt wieder eingesetzt. Bereits im Juli wuchs das Heer der Arbeitslosen wieder an. Heute erreicht es einen Stand von 4,3 Millionen, das sind etwa 1,3 Millionen mehr als im Vorjahre und rund 3 Millionen mehr als 1929. Wie weit diese Armee der Opfer der Krise im Winter steigen wird, ist heute noch nicht abzusehen. Sicher ist nur: sie wird größer sein als im vorigen Winter, sie wird die damalige Höchstgrenze von 5 Millionen gewiß überschreiten. Und was besonders schwer wiegt, das ist die große Zahl der langfristigen Erwerbslosen. Wie viele, die bereits im vorigen Winter ohne Arbeit waren, sehen auch dem kommenden Winter entgegen ohne geregelte Beschäftigung und Verdienst. Arbeitslosigkeit ist daher heute nicht nur eine Angelegenheit der betroffenen Schichten, sie ist zur Schicksalsfrage von Staat und Volk geworden. Der Massennot zu steuern, zu verhindern, daß aus ihr eine Massenverzweiflung erwächst das ist für den kommenden Winter die vornehmste Pflicht des ganzen Volkes. Keiner darf zurücstehen keiner an der Abwehrfront fehlen. Jeder, 9. Berichtigung der italienischen Grenzen nach dem klar erfennbaren nationalen Besitzſtande. 10. Autonome Entwicklung für die Völker von Oesterreich- Ungarn. 11. Räumung von Rumänien, Serbien und Montenegro. 12. Selbständigkeit für die Nationalitäten des gegenwärtigen osmanischen Kaiserreichs. 13. Errichtung eines unabhängigen polnischen Staates, der alle Länder umfaßt, die von einer unzweifelhaft polnischen Bevölkerung bewohnt sind. 14. Allgemeine Vereinigung der Nationen mit bestimmten Bertragsbedingungen zum 3wede gegenseitiger Garantieleistung für die politische Unabhängigkeit und unverletzlichkeit der großen sowie der kleinen Nationen. Der Sozialdemokrat Zörrgiebel, ehemals Polizeipräsident von Berlin, hielt, woran der Fridericus" in der Nr. 8 vom Jahre 1929 erinnerte, ein oder zwei Tage nach dem 9. November 1918 im Festsaal des Kaffeehauses„ Astoria" in Trier vor versammelten Arbeitern eine Rede, in der er folgendes beteuerte: ,, Was ich euch Versammelten hier sage ist reine verbürgte Wahrheit, und so sage ich euch: auf den englischen Schiffen ist die rote Fahne gehißt. Deutsche und englische Matrosen feiern bereits Verbrüderung. Die Franzosen und Belgier meutern, und die rote Fahne steigt auch bei denen. Die erlittene Niederlage tönnen wir sofort in einen großen Sieg umwandeln. Es handelt sich für uns Deutsche darum, zuerst die Revolution zu machen, so daß wir mit dieser schon fertig sind, wenn die Feindstaaten damit beginnen. Dann sind wir in der Lage, unseren Feinden den Frieden und dessen Bedingungen diftieren zu können." Ungefähr zu derselben Zeit hielt der Sozialdemokrat Scheide: mann von einem Fenster des Berliner Schlosses eine Ansprache an die Menschenmassen, die mit den Worten schloß:„ Wir brin gen euch Frieden, Freiheit und Brot!" Als die deutschen Friedensunterhändler nach Spaa zogen, um den Vorfrieden abzuschließen hatte auch Frankreich seine Unterhändler abgesandt. Nach Bekanntwerden der deutschen Re-| Rheinhessen in Gau- Odernheim. Keine unbilligen Zinszuschläge für Steuerrückstände. Ein never Runderlaß des Reichsfinanzministers. Wie der Reichsminister der Finanzen bereits in seinen Runderlaß vom 21. Juni 1931 2150 20 III ausgeführt hat, waren die Maßnahmen der Notverordnung des Reichspräsidenten über Zuschläge für Steuerrückstände vom 20. Juli 1931 erforderlich, um wieder pünktliche Steuerzahlungen zu erreichen. Er hat inzwischen feststellen können, daß die an geordneten Maßnahmen sich günstig ausgewirkt haben. Im merhin aber ist die Kassenlage noch so schwierig, daß sich eine Aufhebung oder Herabsetzung der in der Verordnung enthaltenen Säße seiner Meinung nach nicht verantworten läßt. Andere seits aber ist es dringend erforderlich, daß die Verordnung mi wirtschaftlichem Verständnis angewendet wird. Dies gilt w allem für die Festsetzung der Stundungszinsen. Wenn häuf die Finanzämter ohne zwingenden Grund 12% Stundungszins berechnet haben, so findet das, wie er in seinem Runderlaß v 22. August 1931 O 2150 45 III - Blätter gelben, so bern fällt, bis ein Sommerpracht, alles Sterben. Doch Tod und fterbenden Flur be Körnlein in der Fu fundet der Herbst J Sterben es fein Von D Ja, gibt's den Da staunt der Lai leicht. Sind wir d jeden Menschen, vo Zähneputzen, d. h. - und da tommt m schlechte Zahnbürster Nun, man hör bräuchlichen, übera langen, ganz flache langen Borsten did gebettet, liegen, tre aus der täglichen und Zahnbeläge erf statt sie daraus zu Bau es unmöglich, reichendem Maße tehrende Beobacht Zahnarzt, daß selb Bahnen die hinter nachlässigt sind. M mit der gewöhnlic bürste in die hin ohne sich fast die lommt, daß dieje reinigen ist, und Borsten können si Zwischenräume eint vorrufen. An die forderungen stellen: langer sein, als die veau der Putzfläche Zahnbürste muß jo Kundung der Kiefer müssen so weite 3 ausführt, nie reinigt werden könn seine Zustimmung. Es ist bei der Zinsfestsetzung einmal zu beseitigten Borsten so rücksichtigen, daß inzwischen der Reichsbankdiskont herabgeſ Waſſer möglich ist, ist. Ferner ist bei jedem Einzelfall zu prüfen, ob nicht infolge der gibt neuerdings eine schwierigen wirtschaftlichen Lage des Steuerpflichtigen der Zins gelassenen, dünnen saz im Rahmen der gegebenen Bestimmungen niedrig festzusehen ist. In allen Fällen sind, soweit es die wirtschaftliche Lage de Steuerpflichtigen erfordert, die Bestimmungen in entgegenkom mender Weise anzuwenden. volution ließ es sie aber durch Flieger zurüdholen. Sie befame jezt neue Bedingungen mit. Den deutschen Delegierten, die auf die Wilsonschen vierzehn Punkte beriefen, wurde entgegen Wenn sich das den Vorteilen der ezt haben wird, so tauglichen verschwin Nun trat das d deutsche Volk wurde gehalten: Bei euch ist Revolution ausgebrochen, das änder achung aufs scham die Sache." Ungeheure Massen an Vieh und wirtschaftlich Gütern mußte das ausgehungerte Deutschland abliefern, währe die Blockade aufrecht erhalten wurde. Auch die Kriegsschi Rund 6 mußten abgeliefert werden. Bei ihrer Ankunft in Scapa Fl dieje ungeheuren Lei wurde diesen gefunkt: S betrug der Wert, der folgten Zahlungen un Davon gutgeschrieben wurden immer wiede des Berjailler Difta babe den Krieg allei chemalige englische Der Times" vom 23 Rede folgendes befan Je mehr man den einzelnen Länd erschienen find, um Männer, die an le in diesem Augenbli oder vielmehr hinei beit geschlagen." Diefer selbe Llon „ Jedes deutsche Kriegsschiff, das die rote Flagge zeig wird ohne weiteres in den Grund geschossen." So sah es mit der von dem Sozialdemokraten Zörrgieb beteuerten Wahrheit aus. Die Alliierten hatten eine Kriegs angewandt, und die führenden deutschen Sozialdemokraten war darauf hereingefallen. Oeffentlich sollten die Friedensverträge sein und öffentli sollten sie zustande kommen, so hatte Wilson feierlich verkünd Als die deutschen Delegierten nach Paris tamen und sich in de ihnen angewiesenen Hotel niedergelassen hatten, wurde um die ein hoher Bretterzaun gezogen und der Ausgang mit einer stenfette besetzt die jeden Verkehr mit der Außenwelt verhinder Doch in Deutschland durfte davon nichts bekannt werden. E durch die für den 12. Mai 1919 nach Berlin einberufene We marer Nationalversammlung erfuhr unser Volt, was ihm beva stand. Das Versailler Diffat war eingetroffen und sollte Androhung mit der Wiedereröffnung des Krieges in fürzest Frijt angenommen werden. Der Paragraph 231 dieses Ditta das Bekenntnis seiner alleinigen Schuld am Weltkriege a Der damalige Präsident des Reichsministeriums, Scheideman verwahrte sich gegen die Annahme des Diktats mit den Worte Die Alleinschuld Deu nightig", Aehnlich hat sich noch verschärft durch eine Mantelnote, legte dem deutschen Volt Deshalb glauben, daß mit Freuden die Hilf ausländischen Partei Der Fall gewesen. Au ,, Welche Hand müßte nicht verdorren, die sich und uns die 1920 in Genf, 192 diese Fesseln legte." Gleichwohl wurde das Diktat unterschrieben. Graf Brockdo Rangau verweigerte die Unterschrift. An seine Stelle trate der Sozialdemokrat Hermann Müller und der Zentrumsman Dr. Bell. fanden, wurden Rej bracht. Jedesmal ha Die Seite unserer Un feille lag ein amerifo Dittats und ein eng planes pot. 3um g muß helfen, soweit s Samstag, den 26. September. Lokales. Sonntagsgedanken. Ein Vöglein sang einst im Lindenbaum das Lied vom Maien, von Lieb und Leben. Jetzt ist es still geworden dort in den Zweigen, nur Blatt um Blatt fällt zur Erde nieder. Kein Singen hör ich mehr und feinen Wachtelschlag, vorbei ist Früh lingszauber und Sommerpracht. Ein Hauch vom großen Sterben zittert über die Erde. Nicht achtlos geht der fühlende Mensch an diesem Welken und Sterben vorbei. Er hängt an dem Leben und sein Herz kennt nur ein Sehnen nach Unvergänglichkeit, nach ewigem Leben. Und fragend schaut er über Gottes Garten: Soll all die Pracht und Schönheit, aller Sonnenglanz alles Leben dahin sein, verblüht, verwelft, gestorben? Des Majenelends lebi zu verlassen. Gewis e verfügbaren Mittel er hinaus ist aber die h wendig, notwendiger b aft nationaler Bebest hrtspflege eine gros eitet haben. Sammlu Dern, Wäsche Heizmat führt werden. Dabei orgegangen. Die ein n Wohlfahrtspflege fin Eten; was im Land obe ach dort bleiben. Da enommen, einen Aus schaffen. Die Reichs Der unmittelbaren Not Auch die Reichswehr t und Reichs- und Lim ange Attion fürzlich anze Bolt unterstützt. feiner ausschließen. fie soll auch neues me eutschen Volksgenossen Belt". diensttagung. rovinzhauptstadt beging am vergangenen Som jammlung. Aus gan Frankfurt und Wiesbu Bujammengefunden. B zur Mitwirkung bern er Tagung bestätigen eit der evangelischen Ki arr der Gegenwart jo e unserer Kinder. NSDAP. dtagswahl. e Arbeiterpartei hat die kommende Landi en an der Spitze stehen aus Baden; Professor Gauleiter; Treff, ( Alsfeld); Schriftle Daum( Oppenheim);! zt; Bürgermeister enbach); Landwirt G hl. Standartenführer 1 für Steuerrüdländ ichsfinanzminis. Finanzen bereits in -O 2150- 20 men der Notverordnun Steuerrückstände vem pünktliche Steuerzahl stellen können, daß di 3 ansgewirkt haben. so schwierig, daß sich der Verordnung enthal erantworten läßt. Am h, daß die Verordnung Dendet wird. Dies gilt dungszinsen. Wenn rund 12% Stundungs er in seinem Runderlag 45 III- ausführt, Binsfeftferung einmal eichsbankdiskont herabg prüfen, ob nicht infole Steuerpflichtigen der mmungen niedrig fefta die wirtschaftliche Lage ftimmungen in entgegen Jer zurüdholen. Sie befo Deutschen Delegierten, die te beriefen, wurde entge n ausgebrochen, das Vieh und wirtschaftli eutschland abliefern, wäh rde. Auch die Kriegsi rer Ankunft in Scapa das die rote Flagge d geschossen." Sozialdemokraten 3örg Fierten hatten eine Krieg hen Sozialdemokraten e Wilson feierlich verti affen hatten, wurde um Herbstnebel wallen auf und nieder. Auch um die Seele des Menschen. Sie schaut im Sterben der Natur, was ihrem Leibe hier auf Erden naht. Wie die Herbstsonne noch einmal über Wald und Fluren leuchtet und glühende Farbenpracht zeugt, so jchauen auch wir einst zurüd nach Jugendzeit und Lebensmai und nach der Ernte des Sommers, an dem wir unsere Früchte reifen sahen. So kommt der Herbst auch einst zu dir. Wie die Blätter gelben, so bleicht dein Haar. Ein Blatt nach dem andern fällt, bis ein rauher Windstoß das letzte pflückt. Und alle Sommerpracht, alles Leben ist dahin. Das ist das große Sterben. Doch Tod und Untergang ist nicht das letzte Ende. Auf der sterbenden Flur begegnen sich Tod und Leben. Ein fleines Körnlein in der Furche wartet schon auf den Frühlingstag. So tündet der Herbst Jahr um Jahr das alte Gottesgesetz, daß ohne Sterben es fein Leben gibt. Der Sonntagsschreiber. Die richtige Zahnbürste. Von Dr. C. Thomalla, Berlin. viel= Ja, gibt's denn auch falsche, fehlerhafte Zahnbürsten? „ Da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich" leicht. Sind wir doch noch mitten drin in den Bestrebungen, jeden Menschen, vor allem jedes Schulkind, zum regelmäßigen Zähneputzen, d. h. morgens und besonders abends, zu erziehen und da tommt man schon mit Spitfindigkeiten über gute und schlechte Zahnbürsten! Nun, man höre einmal die Fachleute über die meist gebräuchlichen, überall käuflichen Zahnbürsten wettern. Diese langen, ganz flachen Zahnbürsten, bei denen die gleichmäßig langen Borsten dicht aneinander gedrängt, meist in Zelluloid gebettet, liegen, treiben nach sachverständigem Urteil derer, die aus der täglichen Erfahrung wissen müssen, die Speisereste und Zahnbeläge erst recht tief in die Zahn- Zwischenräume hinein, statt sie daraus zu entfernen. Ferner macht ihr unzweckmäßiger Bau es unmöglich, an die hinteren Badzähne überhaupt in ausreichendem Maße heranzukommen. Es ist eine ständig wiedertehrende Beobachtung in allen Zahnpolikliniken und bei jedem Zahnarzt, daß selbst bei Patienten mit an sich wohlgepflegten Zähnen die hinteren Badenzähne oben und unten schwer vernachlässigt sind. Man probiere es, einmal selbst, wie schwer es ist, mit der gewöhnlichen, glatten, heute meist noch benutzten Zahnbürste in die hinteren Regionen der Mundhöhle zu gelangen, ohne sich fast die Wangenschleimhaut zu durchstoßen. Dazu kommt, daß diese Art Zahnbürsten schwer oder garnicht zu reinigen ist, und daß ihre Borsten leicht ausfallen. Solche Borsten können sich dann leicht ins Zahnfleisch oder in die Zwischenräume einbohren und unangenehme Entzündungen hervorrufen. An die ,, richtige" Zahnbürste muß man folgende Anforderungen stellen: Die Borsten an der Spitze müssen erheblich länger sein, als die übrigen, sie müssen wie ein Pinsel das Niveau der Putzfläche überragen. Der Stiel und Körper der Zahnbürste muß so gebogen sein, daß eine Anpassung an die Rundung der Kiefer und Zahnreihen möglich ist. Die Borsten müssen so weite Zwischenräume aufweisen, daß sie leicht ge= reinigt werden können, schließlich sollen die in Zelluloid befestigten Borsten so sest sitzen, daß eine Reinigung mit heißem Wasser möglich ist, ohne daß die Borsten loder werden. gibt neuerdings eine Befestigung an einer, ins Zelluloid eingelassenen, dünnen Metallscheibe, die absolut sicher ist. Es Wenn sich das Wissen von den Nachteilen der schlechten und den Vorteilen der guten Zahnbürsten allmählich erst durchgesetzt haben wird, so werden in absehbarer Zeit die alten, un tauglichen verschwinden. Freilich nützt die beste Zahnbürste Nun trat das drakonische Versailler Diktat in Kraft. Das deutsche Volk wurde ausgeplündert und bei jeder weiteren Abmachung aufs schamloseste betrogen. Rund 60 000 Millionen Goldmark betrug der Wert, der bis zum Inkrafttreten des Dawesplanes erfolgten Zahlungen und Sachleistungen. Mit feiner Silbe wurden Diese ungeheuren Leistungen erwähnt oder auch nur Bruchteile davon gutgeschrieben. Alle die ungeheuren Forderungen aber wurden immer wieder begründet mit der im Paragraphen 231 des Versailler Diftats niedergelegten Behauptung, Deutschland habe den Krieg allein verschuldet. Demgegenüber gab schon der ehemalige englische Premierminister Lloyd George in seiner in der Times" vom 23. Dezember 1920, S. 9/11 veröffentlichten Rede folgendes bekannt: Je mehr man die Erinnerungen und Bücher liest, die in den einzelnen Ländern über die Ereignisse vor dem 1. Auguſt erschienen sind, um so mehr wird man gewahr, daß keiner der Männer, die an leitender Stelle gestanden haben, den Krieg in diesem Augenblic wollte. Es war so, daß sie hineinglitten oder vielmehr hineintaumelten oder-stolperten, wie mit Blindheit geschlagen." Dieser selbe Lloyd George erklärte am 3. März 1921:„ Fällt die Alleinschuld Deutschlands, so ist auch der ganze Vertrag nichtig". sverträge sein und öffen Paris tamen und sich in der Ausgang mit einer it der Außenwelt verhind nichts bekannt werden ach Berlin einberufene unser Voll, was ihm b eingetroffen und foll ung des Krieges in fi Baragraph 231 diefes Di Ote, legte dem deutiden Guld am Weltfriege sminifteriums, Scheide erdorren, die fich und des Dittats mit den We nterschrieben. Graf Brad rift. An feine Stelle t ller und der Zentrum Aehnlich hat sich auch Poincaré ausgesprochen. Man sollte deshalb glauben, daß die führenden deutschen Sozialdemokraten mit Freuden die Hilfe angenommen hätten, die ihnen von ihren ausländischen Parteifreunden geboten wurde. Das Gegenteil ist der Fall gewesen. Auf den internationalen Sozialistenkongressen, die 1920 in Genf, 1923 in Hamburg und 1925 in Marseille stattfanden, wurden Resolutionen zu Deutschlands Gunsten eingebracht. Jedesmal haben die deutschen Sozialdemokraten sich auf Die Seite unserer Unterdrüder, der Franzosen, gestellt. In Mar seille lag ein amerikanischer Antrag auf Revision des Versailler Dittats und ein englischer Antrag auf Revision des Dawes planes vor. 3um grenzenlosen Erstaunen der englischen und „ Gießener Zeitung" nichts, wenn man sie nicht richig anwendet. Auch Zähneputzen muß gelernt sein: Nicht nur wagerecht, auch senkrecht putzen und in leicht kreisenden Bewegungen! Nicht nur die Außenfläche der Zähne, auch innen und die Kauflächen! Nicht nur die Zähne bearbeiten, auch das Zahnfleisch leicht massieren, besonders die dem Zahnstein- Ansatz start ausgesetzten Teile hinter den unteren Schneidezähnen! Wer so mit richtiger Zahnbürste richtig seine Zähne und und seinen Mund täglich nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen, besser noch nach jeder Mahlzeit, putzt und pflegt, der wird sich viel unnötige Kosten und Schmerzen ersparen. * Todesfall. Oberst von Schenk zu Schweinsberg, der Kommandeur des Reserve- Jäger- Bataillons Nr. 24, ist im Alter von 71 Jahren gestorben. In der Schlacht bei Langemard wurde er schwer verwundet und dadurch sein linker Arm gelähmt. Er führte den Titel Erbschenk in Hessen. * Von der Landesuniversität. Der außerplanmäßige außer ordentliche. Professor Dr. Friedrich Maurer hat den an ihn ergangenen Ruf zum ordentlichen Professor für deutsche Sprache und Literatur an die Universität Erlangen zum 1. Oktober an= genommen. * Erledigt ist eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule zu Allendorf a. d. Lahn. Dienstwohnung ist noch nicht frei. * Die Einheitskurzschrift in der hessischen Beamtenschaft. Der Minister für Kultus- und Bildungswesen macht darauf aufmerksam, wie wichtig das Erlernen der Reichskurzschrift und die fördernde Arbeit des Reichsverbandes der kurzschriftkundigen Beamten und Angestellten ist, * Viehzählung. Wie amtlich mitgeteilt wird, ist die nächste Viehzählung im Reich auf Anordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft im Einvernehmen mit den Ländern am 1. Dezember 1931. * Straßensperre. Während der Dauer der Herbstmesse, von Sonntag, den 27. September bis einschließlich Sonntag den 4. Oktober 1931, wird die Kirchstraße zwischen Neustadt und Wetzsteingasse täglich von 11 Uhr ab für den gesamten Durchgangsverkehr polizeilich gesperrt. * Verkehrstag. Auf Grund des§ 105 b der Reichsgewerbeordnung in der Fassung vom 5. Februar 1919 ist für alle Geschäftszweige des Handelsgewerbes in der Stadt Gießen der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen, die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern am Sonntag, den 4. Oktober 1931 in der Zeit von 13 bis 18 Uhr, gestattet. * Von einem Motorrad getötet. Auf der Landstraße Reisfirchen Gießen wurde der 22jährige Obsthändler Burchard, der neben seinem Fuhrwerk herging, in einer Kurve von einem mit zwei Personen besetzten Motorrad angefahren und zu Boden gerissen. Hierbei erlitt er so schwere Verletzungen, daß er kurz nach der Einlieferung in die Chirurgische Klinik starb. Auch die beiden Motorradfahrer wurden leicht verletzt. Sie meldeten den Unglücksfall der nächsten Gendarmeriestation, die sofort eine Untersuchung einleitete. * Keine Notverordnungen im Einzelhandel. In einem Berliner Blatt ist ausgeführt worden. daß die Reichsregierung den Erlaß von Notverordnungen für den Einzelhandel plane. Von unterrichteter Seite erfahren wir dazu, daß zur Zeit lediglich Vorschläge des Einzelhandels bei den zuständigen Stellen vorliegen. Vertreter des Einzelhandels haben seinerzeit beim Reichskanzler und beim Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium, Trendelenburg, ihre Wünsche zum Ausdruck gebracht. Von amtlicher Seite sind bisher verbindliche Zusagen noch nicht gegeben worden. * Verjährungsfristen in der Reichsversorgung. Wie der Reichsbund der Kriegsbeschädigten mitteilt, verpflichtet ein soeben herausgegebener Erlaß des Reichsarbeitsministeriums die Versorgungsämter, mehr als bisher überhobene oder zu Unrecht empfangene Gebührnisse zurückzufordern. In den Berufungsund Refursbegründungen wurde von den Versorgungsberechtig= ten wiederholt eingewendet, daß die Ansprüche des Fistus, soweit sie mehr als vier Jahre zurückliegen, verjährt sind. Dieser Einwand ist falsch. Gemäß§ 197 BGB. verjähren in vier Jahren die Ansprüche auf Rückstände von Renten. Die vierjährige Frist findet also nur dann Anwendung, wenn es sich um Ansprüche Versorgungsberechtigter gegenüber dem Fiskus handelt. In allen anderen Fällen betragen gemäß§ 195 BGB. die Verjährungsfristen 30 Jahre. Der Fistus kann also vor Ablauf von 30 Jahren seine Rückforderungsrechte geltend machen. I amerikanischen Sozialisten stimmten auch jetzt wieder die deutschen Sozialdemokraten mit den Franzosen gegen beide Anträge. Nach dem Dawesplan famen auf eine fünftöpfige Familie an Tributlasten jährlich rund 200 RM. Es mußten täglich zahlen: Städte mit 20 000 Einwohnern 2200 Reichsmart, solche mit 100 000 rund 11 000 RM, solche mit 500 000 Einwohnern 55 000 RM. Wohlverstanden nicht jährlich, sondern täglich. Der Youngplan ermäßigt diese Lasten um ein geringes, verlängert sie aber um siebenundzwanzig Jahre. In welchem Ausmaße insbesondere die Franzosen es verstanden haben ihren Ausplünderungswillen durchzusetzen, zeigt folgende Gegenüberstellung: Versailler Diktat, Zahlungspflicht bis. 1950, Dawesplan, Zahlungspflicht bis Youngplan, Zahlungspflicht bis. 1961, 1988. Die durch den Dawesplan zum Schutz der deutschen Währung getroffenen Vereinbarungen sind durch den Youngplan aufgehoben. Außerdem soll Deutschland statt wie bisher in deutscher, in fremder Währung zahlen. Der deutsche Industrielle Vögler wollte diesen neuen Betrug nicht mitmachen und legte sein Amt als Sachverständiger nieder. Im Auslande horchte man auf, und die Pariser Verschwörung geriet in Verlegenheit. Die deutsche sozialdemokratische Presse tam ihr zum Erstaunen des Auslandes zu Hilfe, indem sie Vögler als Deserteur bezeichnete. Dieselben Sozialdemokraten, die dem deutschen Volke die ihm durch das Versailler Diktat zugestandene fümmerliche Ausgestaltung seiner Wehrmacht verweigerten, verraten dem deutschen Arbeiter mit feinem Wort, daß Frankreich allein im Jahre 1928 von den deutschen Tributleistungen 1000 Millionen Goldfranken für die Verstärkung seiner Heeresmacht verwandte. Deutschland muß selbst die Mittel liefern, durch die es geknechtet wird. Aber davon darf der deutsche Arbeiter nichts erfahren. Er darf auch nicht erfahren, daß er einen großen Teil der Tributleistungen selbst mit aufbringen muß. Der hervorragende schwedische Wirtschaftssachverständige Professor Cassel geißelte das Verhalten der 0 Nr. 77. * Die Mannheimer Polizei entzieht den Radfahrern die Luft. Mit dem frühen Eintritt der Dunkelheit mehren sich auch wieder die Fälle, daß Radfahrer ohne Licht und Rücklicht fahren. Die Mannheimer Polizei hat sich entschlossen, um diesem Uebelstand wirksam zu begegnen, diesen Radfahrern einfach die Luft zu entziehen. Jedem Radfahrer, der ohne Licht oder Rücklicht betroffen wird, wird die Polizei in Zukunft das Ventil öffnen, die Luft ablassen und das Ventil beschlagnahmen. Am nächsten Tage kann der Radfahrer, der sein Fahrzeug wohl oder übel nach Hause schieben mußte, sein Ventil auf der Polizeiwache oder Gendarmeriestation abholen. Aus Nah und Fern. Großen- Linden. Der Kreisverband Gießen der Evangelischfirchlichen Frauenvereine in Hessen hält hier morgen seine Herbstversammlung ab. Lich. Unter starker Anteilnahme der Bevölkerung fand hier die Vermählung der jüngsten Tochter des Fürstenpaares Reinhard zu Solms- Hohensolms- Lich, der Prinzessin Marie Anna zu Solms- Hohensolms- Lich, mit dem Burggrafen und Grafen Christoph zu Dohna- Schlobitten statt. Bad Nauheim. Das Verkehrsamt der Hessischen Bad- und Kurverwaltung teilt mit, daß bis zum 24. Sept. 1931 der Gesamtbesuch 28 603 Gäste betrug. Anwesend waren an diesem Tage 2320 Gäste. Schotten.( Früher Winter.) Auf dem Hoherodskopf ist der erste Schnee gefallen. Das Thermometer sank auf minus 3½º. Auch auf den übrigen Höhen des Vogelsbergs sant es unter den Gefrierpunkte. Der Winter kommt reichlich früh, die Landwirtschaft kann ihn noch nicht gebrauchen. Hoffentlich treten bald wieder wärmere Herbsttage ein. Gedern. Durch Verfügung des Kreisamts Schotten ist hier, in Oberseemen, Wingershausen und auch in der Kreisstadt Schotten die Biersteuer zwangsweise eingeführt worden. Ober- Seemen. Ein Bruder der Landstraße, der seit Jahren Deutschland als Handwerksbursche durchwandert, hat sich hier bei einem Landwirt als Knecht niedergelassen und will bessere Zeiten abwarten. Er erklärte, noch vor zwei Jahren hätte er täglich ein ,, Einkommen" von sieben bis zehn Mark gehabt, bis voriges Jahr sant der Betrag auf drei bis vier Mark und 1931 habe er es trotz aller ,, Mühe" auf kaum über 50 Pfg. im Tag gebracht. Gernsheim. Wie amtlich mitgeteilt wird, hat die Volksbank Gernsheim Donnerstag ihre Schalter geschlossen. Der Aufsichtsrat der Gernsheimer Volksbank erklärt hierzu, daß es bei der allgemeinen Kapitalnot nicht möglich ist, die täglich größer werdenden Anforderungen an Rüdzahlungen zu befriedigen. Mühlheim a. M.( Vollständige Betriebseinstellung.) Die hiesige ,, Offenbacher Schraubenindustrie" hat nun dem Rest der Arbeiterschaft auch gekündigt, so daß der Betrieb vollständig stillgelegt ist. Mainz. Nach einer soeben beim Hessischen Sängerbund eingetroffenen Mitteilung ist der Deutsche Sängerbundestag, der am 3. und 4. Oktober in Mainz stattfinden sollte, abgesagt und auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Der diesjährige Sängerbundestag des Hessischen Sängerbundes findet dagegen bestimmt am 24. und 25. Oftober in Aschaffenburg statt. Sanierung der Darmstädter Boltsbank. Darmstadt. Bei außerordentlich starkem Andrang fand gestern abend die zweite Generalversammlung der Darmstädter Volksbank statt. Der Vorsitzende des vorläufigen Aufsichtsrats, Rechtsanwalt Neuschäffer, erstattete den Geschäftsbericht. Zur Deckung des Verlustes von 2,7 Millionen RM. sollen die Geschäftsguthaben mit rund 988 000 RM. und die Reserven mit rund 966 000 RM. in voller Höhe abgeschrieben werden. Der Geschäftsanteil soll von 500 RM. auf 1000 RM. erhöht werGelbe Raucherzähne ad langem Guden endlich bas Richtige für meine Zähne. Nach dreimaligem Gebrauch blendend weiße Zähne, froßdem dieselben durch vieles Rauchen braun und unschön wirkten. Ich werde nichts anderes mehr gebrauchen, als Chlorodont." B., Horst Berg. Man verlange nur die echte Chlorodont- Zahnpaste, Tube 54 Pf. und 90 Pf., und weise jeden Ersay dafür zurüd. deutschen Arbeiterführer, indem er am 3. Januar 1929 schrieb: ,, Es hilft nicht, die Wahrheit in dieser Sache zu unterdrücken und wie gewisse Sozialisten sich durch die Verkündung daß das Kapital bezahlen solle, eine internationale Populari tät zu verschaffen. Der öffentlichen Meinung der Ententeseite ist viel an der Verschweigung der Tatsache gelegen, daß die Reparationsforderungen den deutschen Arbeitern abgepreßt werden." Der Japan Chronicle" schrieb jüngst, wie Finanzrat Dr. Bang in einem im ,, Tag" erschienenen Artikel hervorhob: ,, Es war die Absicht der Verfertiger des Versailler Diktats, Deutschland vollständig zu ruinieren, und das ist heute noch ihr Ziel. Alles aber, was die Amerikaner getan haben. war, Methoden zu ersinnen, um diesen Prozeß so langsam und nutbringend als möglich zu machen und eine Betätigung für das amerikanische Kapital zu finden." Unsern Ausplünderern ist die Uneinigkeit unseres Volkes und besonders die große Täuschung des deutschen Arbeiters, daß ihm durch ein sogenanntes Weltproletariat geholfen werden fönnte, ein willkommener Anlaß zu immer neuen Forderungen. An diese wunde Stelle in unserem Volksleben hat auch der ehemalige Reichsbankpräsident Dr. Schacht in einer in München gehaltenen Rede erinnert, indem er die Eigenart der deutschen Erfüllungspolitik mit der Unmöglichkeit einer geschlossenen Willensbildung im deutschen Volke begründete. Deutscher Arbeiter! Wenn du nicht willst, daß deine Kinder und Enkel insbesondere durch die Franzosen dauernd getnechtet werden sollen, dann befreie dich von der Täuschung, daß ein sogenanntes Weltproletariat dir helfen könne. Wir müssen uns selbst helfen, falls uns geholfen werden soll. In der Einigkeit unseres Voltes, in dem entschlossenen Abwehrwillen liegt unsere, liegt deine Stärke. Das ist die reine verbürgte Wahrheit. Alles andere ist Täuschung! Versailles muß fallen! ( Obiger Aufsatz ist auch als Flugblatt des Deutschen FichteBundes, Hamburg 36, Colonnaden 42, fostenlos erhältlich.) Samstag, den 26. September. den, wobei Monatsraten von 30 RM. gestattet werden sollen. Schließlich sollen die Gläubiger auf 15 Prozent ihrer Forderungen verzichten, was allerdings nicht der Beschlußfassung der Generalversammlung unterliegt. Der Vorschlag der Verwaltung wurde dann im wesentlichen angenommen. men. Spionage für Frankreich. Fulda. Unter dem Verdacht der Spionage zugunsten einer ausländischen Macht wurden in Fulda drei Personen festgenomDen Verhafteten Es handelt sich um die Kaufleute Krause und Roßkopf aus Fulda und den Baumaterialienhändler Wißler aus Hünfeld ist bereits nachgewiesen worden, daß sie mit Agenten eines fremden Landes in Verbindung ge= standen haben. Es soll sich um Militärspionage handeln. Zwei der Verhaftungen erfolgten bereits oor längerer Zeit, wurden aber bisher geheimgehalten, um die Verhaftung des letzten Verdächtigen nicht zu gefährden. Brotpreiserhöhung in Kassel. Kassel. Mit Wirkung vom 24. d. M. ab ist hier der Roggen brotpreis um 3 Pig. auf 73 Pfg. für das Vierpfundbrot erhöht worden. Die Bäder- Zwangsinnung begründet die Erhöhung mit den fortwährenden Steigerungen an dem Rohstoffprodukten- sowie Mehlmarkt. Die Steigerung der Roggenpreise sei darauf zurückzuführen, daß seit längerer Zeit das Angebot in Roggen seitens der Landwirtschaft sehr klein bleibe. Festnahme von Kasseler Einbrechern in Frankfurt. Kürzlich wurde in Kassel ein Wohnungseinbruch verübt, bei dem Gegenstände von erheblichem Werte den Tätern in die ,, Gießener Zeitung" Hausbesik und Straßenverkehr. Seit Jahren bemühen sich der Zentralverband deutscher Haus- und Grundbesitzervereine und mit ihm die Landesverbände um die Beseitigung der Schäden an Häusern, hervorgerufen durch die Lastautomobile. Gewisse Erleichterungen sind für den Hausbesitz durch strengere Vorschriften für Lastautomobile wohl eingetreten. Sie reichen aber nicht hin, um die Häuser vor Schaden zu bewahren. Der Zentralverband wird sich weiter um die Sache bemühen. Daneben hat am 7 Mai der Karlsruher Haus- und Grundbesitzerverein in der gleichen Sache eine Eingabe an das Bezirksamt Karlsruhe gehen lassen, die auch in Hessen lebhafteste Zustimmung finden wird. Die Eingabe lassen wir nachstehend im Wortlaut folgen. ,, Auf der Verbandstagung der Badischen Haus- und Grundbesigervereine im vergangenen Jahre ist von verschiedenen Seiten darüber geklagt worden, daß die Hauseigentümer neben den vielen Lasten und Bedrückungen durch die Maßregeln der Zwangswirtschaft im Wohnungs- und Bauwesen von Tag zu Tag mehr unter den Folgen des schnell zunehmenden Straßenverkehrs zu leiden hätten und daß vonseiten der maßgebenden Stellen unbedingt durchgreifende Besserung verlangt werden müßte. Der Karlsruher Haus- und Grundbesitzerverein hat diese Beschwerden wohl verstanden und in sein Arbeitsgebiet aufge nommen. Nachdem er 1 Jahr lang den Gründen und deren Ursachen nachgegangen war, hat er durch seinen Vorstand seine Untersuchungen und Beobachtungen in einer kurzen Denkschrift Hände fielen, die das Diebesgut in an dem Tatort vorgefunde- zusammenstellen lassen, die folgenden Wortlaut hat: nen Roffern abtransportierten. Der Kriminalpolizei gelang es nunmehr, die Täter in Frankfurt festzunehmen. Die Sachen sind zum größten Teil versetzt worden. Frankfurt a. M. Im Frankfurter Osthafengebiet brach Donnerstag abend in dem Lagerhaus einer Fouragehandlung Großfeuer aus. Zwei Lagerhäuser mit leicht brennbarem Inhalt fielen dem Brande zum Opfer. Als Ursache wird Brandstiftung vermutet. Voruntersuchung wegen Betrugs. Frankfurt. Gegen die leitenden Personen der ,, Bau- und Finanzierungsgemeinschaft G. m. b. H." und der„, Bau- und Hypothekenbeschaffungsgesellschaft“ ist Voruntersuchung wegen Betrugs eröffnet worden. Beide Gesellschaften wurden von denselben Persönlichkeiten geleitet, die sich des Betruges gegenüber den Einlegern resp. den Baudarlehnssuchern schuldig gemacht haben sollen. Heidelberg. In Heidelberg hat sich eine schwere Bluttat ereignet. Der 34jährige Ingenieur Friedrich Haus erschoß seine 32jährige Frau und verübte dann Selbstmord. Infolge mehr als halbjähriger Arbeitslosigkeit des Mannes entwickelten sich eheliche Zerwürfnisse, die dazu führten, daß die Frau sich scheiden lassen wollte. Erbitterter Kampf bei einer Pfändung. Mannheim. Als Mittwoch nachmittag ein Steuerbeamter bei einem Schlosser eine Pfändung vornehmen wollte, wurde er plötzlich vom Schuldner von hinten mehrere Male mit einem schweren Kupferkabelstüd dermaßen über den Kopf geschlagen, daß er zusammenbrach. Der Ueberfallene konnte sich schließlich wieder aufraffen. In dem sich nunmehr entwickelnden Kampf versuchte der Täter, den Beamten über das Treppengeländer des vierten Stodes in den Hausflus hinunter zu werfen. Inzwischen herbeigeeilte Polizeibeamte machten dem Kampf ein Ende und nahmen den Mann nach heftigem Widerstand fest. Der Wert" in der Praxis. Eine Ritterburg heute nur 2000 Mart Wert. Auf Veranlassung einer Genossenschaftsbank wurde dieser Tage die tausendjährige Burg Lenzen a. d. Elbe versteigert. Es wurde nur ein einziges Angebot abgegeben und zwar das der Genossenschaft selbst. Es lautete auf 2000 Mark! Da weder die Genossenschaft, die durch eine Hypothekenforderung Anspruch auf 20 000 Mart erhob, mit diesem Ausgang gerechnet hatte, noch der Besitzer, der den Wert der Burg auf rund 400 000 Mart schätzt, dürften weitere Verhandlungen über das Streitobjekt stattfinden, womit aber nichts daran geändert wird, daß für eine Ritterburg heute nur 2000 Mart geboren werden. ,, Der Hausbesig und der Straßenverkehr". Zu den Schäden, die seit Ausbruch des Weltkrieges dem Besizer von Grundstücken mit Gebäuden das Leben schwer machen und geeignet sind, ihm seinen Besitz zu verleiden, haben sich in den letzten Jahren, immer mehr zunehmend, solche hinzugesellt, die durch den gewaltig gewachsenen Straßenverkehr, besonders den Lastkraftwagenverkehr, entstanden sind. Diese Schäden äußern sich, kurz zusammengefaßt, in fol: genden drei Erscheinungen: a) Beschädigungen der Gebäude durch Erschütterungen, die durch den Kraftwagenverkehr entstehen. b) Belästigungen der Bewohner der Gebäude durch diese Erschütterungen und durch die Geräusche. c) Unsicherheit der Anwohner der Straßen, besonders der Kinder und alten Leute durch den stets wachsenden Kraftwagenverkehr. Die Untersuchungen der Ursachen, welche diese Schäden hervorgerufen haben, führte zum Ergebnis, daß für die Erschütterungen a) die Vollgummibereifung, hauptsächlich der Anhänger, b) die falsche Belastung der Wagen und dadurch hervorgeru: fen die Stöße auf der Fahrbahn, c) die mangelhafte Kuppelung zwischen den Fahrzeugen, d) das viel zu schnelle Fahren, und für die Belästigungen a) das rücksichtslose und zu schnelle Fahren, b) das viel zu laute und unnötige ofte Hupen, c) die nächtlichen( wohl das Licht scheuenden) Transporte, als besonders festzustellende Ursache zu betrachten sind. Es ist selbstverständlich und wird von uns nicht bezweifelt, daß die maßgebenden Stellen sich mit allen diesen Fragen bereits beschäftigt und auch versucht haben, Abhilfe zu schaffen Die Ergebnisse dieser Tätigkeit haben auch ihren Niederschlag gefunden, und zwar in den folgenden Verordnungen: 9 1. Verordnung v. 5. 12. 25: Radkränze der Kraftfahrzeuge und der Anhänger mit Gumnii oder einem anderen elastischen Stoff. Luftbereifung für dreiachsige Kraftfahr zeuge mit betriebsfertigem Gewicht von über Tonnen. 2. Verordnung vom 16. 3. 28: Luftbereifung für Fahr zeuge mit betriebsfertigem Eigengewicht von nicht mehr als Tonnen. 3 Alle anderen Kraftfahrzeuge und An hänger, Luftbereifung oder hochelastische Vollgummiberei fung. 3. Verordnung vom 15. 7. 30: Grundsägliche Luftbereifung für Kraftfahrzeuge. Anhänger und Zugmaschinen hochelastische Vollgummibereifung. Die Uebergangszeit läuft bis zum 1. April 1935. Das von vielen Vereins- und Verbands- Rechnern als ganz vorzüglich beurteilte Universal- Verbands- und Vereinskassebuchvon mir ausgearbeitet wird in jeder gewünschten Stärke geliefert. Die Anschaffung für das kommende Jahr ist jetzt zu empfehlen. Der Rechner weiß zu jeder Minute, was er eingenommen hat an Mitgliedsbeiträgen, Eintrittsgeldern, von Veranstaltungen usw. usw. und was er ausgegeben hat für Bundes- und Verbandsbeiträge, für allgemeine Verwaltung, für Reisespesen, für sonstige Vergütungen, für Veranstaltungen, für Anschaffungen, Reparaturen, für Unterstützungen, Steuern usw. usw. Am Jahresschluß genügt der Abschlußstrich, die einzelnen Spalten zusammengezählt, die Endzahlen der Ausgabespalten von denen der Einnahmespalten oder umgekehrt abgezogen. Das ist eine Arbeit von nur wenigen minuten und der Rechner ist allen mühseligen und zeitraubenden Sonderausstellungen enthoben. Geschäftsbücherverlag Albin Klein, Gießen, Südanlage 21 Universität Köln Winter Semester 1931| 32 Wirtschafts- u. Sozialwissenschaftliche, Rechtswissenschaftliche, Medizinische( auch vorklinische Semester) und Philosophische Fakultät. Kaufmännisches- u.Handelslehrerstudium. Vorlesungsbeginn: Montag, den 2. November. Die Einschreibefrist läuft vom 15. Oft. bis 11. Nov. einscht. Das Vorlesungsverzeichnis fann vom Universitäts- Sefrétariat gegen Einsendg. v. 85 Rpfn.( dazu 15 Rpfg. Porto) bezogen werden. Liefere frei Haus natürliches Mineralwasser mit Kohlensäure verstärkt, die große Einheitsflasche nur 16 Pfg., Flasche 12 Pig., Probeflasche gratis. Großabnehmer billiger. Melchior, Mineralw.- Vertrieb Groß- Karben in Hess. Nr. 77. Die Verordnung vom 15. 7. 30 gibt der Polizeibehörde das Kontrollrecht über die Höchstbelastung, Bereifung, Höchstgeschwindigkeit usw. Es wird aber Klage darüber geführt, daß die Polizei dieses Kontrollrecht nicht streng genug durch führt, was umso mehr zu beanstanden ist, als das Deutsche Reich die schwersten Lastkraftwagen und die höchste Belastungsmöglichkeit zuläßt. Alle diese Bemühungen der maßgebenden Stellen haben jedoch nicht vermocht, die Schäden, die durch den Straßenver kehr den Hausbesitzern dauernd wachsend zugefügt werden, zu beseitigen, ja sie haben nicht zu verhindern vermocht, daß die Klagen immer stärker wurden und mit Recht ein energisches Vorgehen forderten: nach unserer Ansicht müssen tatsächlich unverzüglich strenge Maßregeln ergriffen werden, die sich etwa in folgenden 5 Punkten auswirken: 1. Luftbereifung auch für die Anhänger und Zugmaschinen, 2. Schärfste Kontrolle der Belastung, Bereifung, Kuppe lung usw., 3. Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften und Städten, 4. Verbot von Transporten während der Stunden von 22 bis 6 Uhr, 5. Verbesserung der Fahrdämme. Zum Schluß seien nochmals die Folgen aufgeführt, die aus dem ungeheuer gesteigerten und sich zweifellos noch mehr steigernden Straßenverkehr für die Hauseigentümer entstehen: 1. Die Hauseigentümer erleiden durch die Erschütterungen Nachteile, die sich teilweise heute schon zeigen, zum größten Teil aber in späteren Jahren erst auftreten werden. Es wird in vielen Fällen nur durch umfangreiche Reparaturarbeiten möglich sein, die Beschädigungen zu entfernen, in anderen Fällen werden die Zerstörungen überhaupt nicht wieder gutzumachen sein, so daß die Eigentümer großen Vermögensverlusten gegenüberstehen werden. 2. Die Belästigungen der Bewohner werden zum Wegzug, oder wenigstens zum Herabdrücken der Mieten führen. 3. Die Mieter mit Kindern und alten Leuten werden die Häuser in Straßen mit Lastkraftwagenverkehr ganz meiden, so daß deren Vermietung unmöglich sein wird Zahlreiche Blißschläge im Kreise Gießen. Im lettvergangenen Mai sind in Oberhessen zahlreiche Gewitter gewesen, die besonders im Kreise Gießen mehrfach Schaden angerichtet haben. Kalte Blitschläge erfolgten in der Domäne Schiffenberg, in Klein- Linden, in Lollar und 111 Heuchelheim. Die entstandenen Schäden betrugen im ersten Fall 50 RM., im zweiten Fall 25 RM., im dritten Fall 194 RM. und im vierten Fall 280 RM. Größeren Schaden verursachte am 6. August ein Blitzschlag bei der Fabrik Schunk& Ebbe bei Gießen. Dort schlug der Blitz in den Fabrikschornstein ein, sprang auf die Starkstromleitung über, gelangte in das Transformatorenhaus, zerstörte einen Transformator und ging dann zur Erde. Dieser Blizeinschlag verursachte 2000 Mark Schaden. Neue Bücher. Da find natürlich alle bei der Sache: ,,... Rod- Hose Hosenrod"? Die neulich von der Woche" angeregte Diskussion ist in vollem Gange. Im neuen Heft ergreifen Leser und Leserinnen das Wort. Das neue Heft ist überall für 50 Pfg. zu haben. Geschäftliches. Erscheint M Bezugspreis 2,40 A attionsschluß früh 81 Dung nicht verlangter H. Jahrg. Politifch Per Ende des laufe chentlichen Etat Heijens enen Ausgaben von 36,6 rentlichen Saushalt fin Ausgaben ausgewi Der bisherige Minifte it handel und Gewerbe jar für das Baugewer In den längeren Kom fallend hervorgehoben, a die Berliner Bespred Außer der Reichsbah Lohntarif zum 31. S Die Betriebsräte de Unter den Bodenschätzen Deutschlands ist einer der wichtigsten die Braunkohle. Ihre Gewinnung hat eine von Jahr zu Jahr wachsende Bedeutung erlangt. Von den Braunkohlenvorkommen sei hier vor allem das rheinische Braunkohlengebiet in der Nähe von Köln genannt. Während der letzten Jahrzehnte hat sich der rheinische Braunkohlenbergbau zu einer bedeutungsvollen Industrie entwickelt. In gewaltigen Tagebauen wird die Rohbraunkohle gewonnen, die zum weitaus größten Teil in die Brikettwerke wandert, um hier verarbeitet zu werden. 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Otto Jn zwei großen nati Wuppertal sprach der n Hinblid auf das der mh das Hoover- Feierj Sinbungen teine Lösu faticheidung bedeute Der Borstand der C at am Dienstag die eld aus der Sozialdem Am 1. Oftober w ebungen in der ganze islande haben genau oen in allen Ländern eleiten. Die zwölfte Bölkerb dreiwöchiger Dauer Der Abrüftungsaus digung angenommen, Bottige Erklärung des arde, Lord Robert Cecil Bouard Herriot den B Abrüftungskonferenz vermutet, dieses An In amerikanischen K e Amerifareise des b franzöfifchen Minifte Japan hat in einer n ater jede Einmischung en Konflitt abgelehnt Die Regierungsparte Einspruch befchloffer Bneinde durch Notveron 3m englischen Unter über die Aufgabe des ufig als verfrüht, in b tionalen Währungston Das durch das Still altene Rapital beläuft e Anfrage im english Millionen Pfund. Die früheren Mitgl let, Herzog Alba, Julio ten von Jrun nach rigen Untersuchungst Der amerikanische S es von 2 Millionen at eingezahlt für den Behebung der Arbe Die Hamburge hamburg. Nach de Zahlungen haben di Poft folgende Stimment Sozialdemokraten Kommunisten Deutichnationale V Staatspartei