ft. Nr. 15 erhielt ein draht= n von der norwegi Flugzeuge aus ein Reuland erstreďt östlich bis zu 68:40 hat die norwegijche Besibergreifung im em Reulande abge das neuentdeckte Ge " erhalten. von der Zollbehörde aggelns von 471 KiloIt worden. pas. n Europa in Betrieb, nen steht. Es folgen ibland mit 24, Eng nd Finnland mit je 9 Filmdiva. nnett ist zur Zeit en Vereinigten Staa verpflichtete eine dor em Honorar von 800 zehn Wochen Arbeit erhalten. Da sie jür eren Filmfirma tätig en auf mehr als eine der Kirchen teit. s Christentum"( Fort henkonferenz) hat beSeschlossen, die Kirchen odoren Welt zur Einiber die Arbeitslosig lische Kirchenausschuß n = bereits die Ein erenz beschlossen. Leben der Seele hem= herzigkeit kann nicht hne auf soziale Mißißlich ist!" Mit diesschreiben Erzbischofs 5 fanden, ist das Moin der Weltnot der ich selbst hören und 31, beginnt Oberst seines Urgroßvater en Finanzratgebers Langner entwirft ein des aus Kassel stamIs Fr. Don Mok. Dr. Freiheiten, fort und dar. Eingefügt sind ment. Von M. Thilo. wertesmann, Gütersloh. A. T. ist heute wieder itigen Raffeftandpuntt um die kleine Schrift nentlichen Wissenschaft slojen. Von H. Ehrengabe. 40 Pfg. Verlag Tann der Kirche redet os! Redet nicht, nein, des anderen; gräbt ab Strauens und der Vern der Kirche und dem ist, als eine Botschaft Gemeinschaft wieder zu haben wir es schon faft el". So nennen die Povor Warschau im Jahre m zehnten Male der Tag bedeutungsvollen Kampf . Die neueste Nummer 8) bringt einen interTagen n Klein in Gießen. reib- und Badrbeit vergibt Rudolfzell Bodensee, Schließfach 5. off Union Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Rolitische Rundschau. ( Gießener Tageblatt) Der Reichsrat tritt am Donnerstag nachmittag zu einer Bolligung zusammen, um u. a. auch den vom Reichstag bereits angenommenen Gesetzentwurf zur Aenderung des Reichspresse= gesetzes zu behandeln. Der dem Reichsrat inzwischen zugeleitete Gesezentwurf über Hilfsmaßnahmen für die notleidenden Ge= biete des Ostens, das sogenannte Osthilfegesetz, wird vom Reichsrat der Ausschußberatung überwiesen werden. Der Haushaltsausschuß des Reichstages setzte am Dienstag die Abstimmungen zum Haushalt des Innenministeriums fort. Unter anderem wurde der Reichsbeitrag an die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft in Höhe von 6 050 000 RM. bewilligt. Ebenso wurde der Haushaltsposten von 300 000 RM. für die Förderung der Bestrebungen auf dem Gebiet des Schul-, Erziehungs: und Voltsbildungswesens angenommen. Der Strafrechtsausschuß des Reichstags nahm am Dienstag die Bestimmungen der neuen Strafrechtsvorlage an, die Angriffe gegen die republikanische Staatsform und gegen verfassungsmäßige Körperschaften sowie Vergehen bei Wahlen und Abstimmungen mit Strafe bedrohen. Der Reichsfinanzminister hat dem Reichstag einen Gesetzentwurf zur Aenderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes vorgelegt, der die Zustimmung des Reichsrates bereits gefunden hat. Der Entwurf bringt u. a. Aenderungen in der Besteuerung von LastTraftwagenanhängern und ermächtigt den Minister, das Ende März ablaufende Kraftfahrzeugsteuergesetz mit diesen Aenderungen neu bekannt zu geben. Parallel mit den englisch- französischen Flottenbesprechungen Taufen die englisch- französischen Finanzbesprechungen, die jedoch in den letzten Tagen an Bedeutung einigermaßen verloren haben. Der Polizeipräsident von Stockholm hat dem Führer der Deutschen nationalsozialistischen Bewegung, Adolf Hitler, sowie Dem Reichstagsabgeordneten Dr. Goebbels verboten, vor einer Versammlung der schwedischen Nationalsozialisten zu reden. Die Wiener Polizei hat mitgeteilt, daß die gesamte Kolonie Der albanischen Emigranten aus Desterreich ausgewiesen wird, Da sie das der Polizei gegebene Versprechen, nichts gegen König Zogu zu unternehmen, nicht gehalten hat. In Preßburg in der Slowakei wurde eine neue ungarische Kleinbauernpartei gegründet, die im Gegensatz zu den bisher bestehenden zwei ungarischen Parteien in der Tschechoslowakei eine altivistische Politik mit der Prager Regierung betreiben will. Der Vollzugsausschuß des Nationalistischen indischen Kongresses nahm eine Entschließung an, in der Gandhi uneingehränkte Vollmacht erhält, eine Abmachung mit dem Vizekönig zu treffen. Dieser beabsichtigt, Gandhi nächstens zu sich zu Rufen, um die kürzlich aufgenommenen Besprechungen fortzuFegen. Nach einer Meldung aus Asuncion in Paraguay ordneten Die dortigen Gewerkschaften den Generalstreit an. Er soll so Lange durchgeführt werden, bis die Regierung den Ausnahmezustand aufhebt und die während der Arbeiterwirren Verhaf= feten freiläßt. Der frühere Großherzog von Oldenburg. Friedrich August, it am Montag früh gestorben. Nach der Revolution lebte er meist auf dem Schloß Rastede. In der Nachkriegszeit versuchte er, sich auch an dem Wirtschaftsleben Oldenburgs zu beteiligen. Der Verband Berliner Metallindustrieller hat den GehaltsZarif der Angestellten zum 31. März gekündigt. Etwa 60- bis 70 000 Angestellte werden davon betroffen. Die sofortige Aussperrung aller Transportarbeiter von Madrid ist auf einer Versammlung der Arbeitgeber beschlossen worden. Die Maßnahme wird von den Arbeitgebern damit begründet, daß sie nicht imstande seien, die Lohnforderungen der Arbeiter zu erfüllen. Wie die Nuntiatur mitteilt, hat der Papst auf Grund des Konkordats das Mitglied des Kathedralkapitels von Berlin, Dr. Franz Hart, zum Prälaten von Schneidemühl ernannt. Vom Kriminalkommissar Dr. Braschwiz( Berlin) wurde ein Mitglied des tommunistischen Kampfbundes unter dem dringenden Verdacht, an der Röntgentaler Bluttat beteiligt gewesen zu fein, festgenommen. Wohnungsbau in Hessen. Darmstadt, 24. Februar. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtages setzte in der Dienstags- Sitzung seine Beratung fort. Bon Regierungsseite wird mitgeteilt, daß für den Wohungsbau in Hessen im Jahre 1931 nur noch 5 Millionen RM. verfügbar Find, also nur die Hälfte von 1930. Die verfügbaren 5 MitLionen RM. werden vollständig für Verzinsung und Tilgung der aufgenommenen Anleihen aufgebraucht, weshalb für 1931 nur der Betrag der Rückflüsse und der aufkommenden Zinsen aus den Feither gewährten Baudarlehen mit rund 1,5 Millionen RM. zur Verfügung steht. Nach Abzug der Beträge für InstandFehungs- Darlehen, Zusatz- Darlehen für Kriegsbeschädigte, Kinberreiche, Tuberkulose, landwirtschaftliche Siedlungen usw. verBleiben zur Verwendung noch 1 Million Mark, die für BauDrud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 25. Februar 1931 darlehen an den Bauherr oder für Zinszuschüsse zu verwenden sind. Auf Ausführungen des Landbundes, daß vor allem ein> mal versucht werden müsse, bei den Banken und Sparkassen den Zinsfuß zu senken und daß ferner die Bauarbeiterlöhne gesenkt werden müßten, berichtet Minister Korell über seine Verhandlungen mit den Banken und Sparkassen. Ein Vorgehen der Banken und Sparkassen in Hessen allein verspreche wenig Erfolg, wenn nicht auch die hessen- nassauischen Geldinstitute ihren Zinsfuß senkten. Eine Aenderung des Bauarbeitertarifes könne nur von zentraler Stelle in Berlin aus erfolgen. Die Lohnsenkung habe aber zur Voraussetzung die Senkung der wichtigsten Lebensmittelpreise, bei denen die Spanne zwischen Produzenten- und Konsumentenpreis immer noch viel zu hoch wäre. Auf eine Anfrage des Landbundes, warum in Hessen die Realsteuern nur um 5 Millionen RM. gesenkt worden sind, erklärt Finanzminister Kirnberger, daß nach der Notverordnung die Hälfte des im Jahre 1930 für den Wohnungsbau bestimmten Betrages zur Steuersentung verwendet werden müsse. Das sei geschehen. Die Grundsteuer sei dementsprechend um 6 und die Gewerbesteuer um 12 Prozent gesenkt worden. Eine entsprechende Verordnung über die Senkung dieser Steuer bei den Gemeinden werde in den nächsten Tagen ergehen. Die Regierung teilt noch mit, daß die Zahl der rückständigen Steuerposten sowohl wie die Höhe der Rückstände in den letzten Jahren start abgenommen habe. Die Staatspartei in Hessen zum hess. Staatsvoranschlag. Der Landesvorstand Hessen der Staatspartei beschäftigte sich in einer Sitzung dieser Tage mit dem hessischen Staatsvoranschlag für 1931 und es wurde folgende Entschließung angenommen: ,, Die durch den vorgelegten Etat geschaffenen schweren Belastungen, wie sie sich namentlich in der Auferlegung erhöhter Steuern und in der Kürzung der Beamtengehälter darstellen, sind nur dann erträglich, wenn gleichzeitig eine durchgreifende Verwaltungsreform, insbesondere auch durch Verminderung und Abbau der Ministerien, beschlossen und durchgeführt wird. Wird dies nicht erreicht, so sind nach Ansicht des Landesvorstands die Voraussetzungen nicht mehr gegeben, unter welchen die Staatspartei die Mitverantwortung für die Regierung tragen kann. Der Landesvorstand ist weiter der Ansicht, daß es eine Verfennung der grundlegenden politischen Notwendigkeiten ist, wenn die Jnangriffnahme und Durchführung der Reichsreform weiter verzögert wird. Der Landesvorstand fordert daher, für die Reichsreform tatkräftigst einzutreten und dafür zu sorgen, daß diese Frage nicht mehr aus der politischen Debatte verschwindet." Wohnungsbau und Heizungsfrage. Ueberspannte Ansprüche an die Wohnung und ihre Einrichtung haben mit der geringen Kaufkraft breitester Volksschichten und bei dem Mangel an Kapital zu dem unhaltbaren Zustand geführt, daß Tausende von Neubauwohnungen heute leer stehen, weil die Mieten unerschwinglich sind. Beschränkungen im Raum und Ausschaltung verteuernder Nebeneinrichtungen sind fünftig erforderlich. Die zwangsläufige Folge davon ist die Rückkehr zum Einzelofen und Herd, die in den letzten Jahren, selbst in Kleinwohnungen, immer mehr zurückgetreten sind. Gerade die hohen Betriebskosten für Sammelheizung und ausschließliche Verwendung von Gas in der Küche überstiegen aber oft die Mittel der Mieter. Die Rückkehr zum Ofen und Herd für feste Brennstoffe bedeutet keineswegs einen kulturellen Rückschritt. In ihren neuzeitlichen Ausführungen entsprechen die Defen und Herde allen Anforderungen, die in bezug auf äußere Form und Hygiene gestellt werden können. Ihre Bedienung erfordert nur ganz geringe Mühe, zumal wenn als Brennstoff das Braunfohlenbrikett verwandt wird, das sauber und bequem in der Handhabung ist, schnell anbrennt und, ohne Schlacken zu hinterlassen, eine intensive und anhaltende Wärme spendet. Die Aufbewahrung des Brennstoffs in Form der leicht stapelbaren Brifetts macht nicht die geringsten Schwierigkeiten und ihre Benugung ist ohne Schmutz möglich. Die kleine Mehrarbeit wird voll aufgewogen durch absolute Billigkeit gegenüber jedem anderen Brennstoff und sonstige Vorteile, die sein Gebrauch bietet. Während z. B. der Gasherd in der Küche eine besondere Wärmequelle für die Beheizung des Raumes in der kalten Jahreszeit erfordert, focht, brät, backt der Brikettherd, bereitet ferner warmes Wasser zum Spülen und Waschen und erwärmt die Küche - alles zu gleicher Zeit und ohne weiteren Brennstoffaufwand. Auch im Badezimmer ist der mit Braunkohlenbriketts beheizte Ofen im Vorteil; denn er ist zugleich Badbereiter und Wärmespender für den Raum, was gerade hier zur Verhütung von Erfältungen von großer Wichtigkeit ist. Und reicht der verfügbare Raum für einen Zylinderbadeofen und Wanne nicht aus, ist etwa nur ein Duschraum vorgesehen, dann fann man einen nur wenig Platz beanspruchenden, mit Briketts geheizten Wandbadeofen, der dem mit Gas beheizten Durchlauferhitzer ähnlich ist, anbringen, der Warmwasserbereiter ist und zugleich den Raum erwärmt. In wirtschaftlicher Hinsicht kann die Ueberlegenheit der Einzelfeuerungen nicht weggeleugnet werden. Unlöslich verbunden aber sind sie mit dem Problem, Kleinwohnungen zu erschwinglichen Preisen zu bauen und die laufenden Unkosten der häus= lichen Wärmeversorgung so niedrig wie möglich zu halten. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 16 Abrundung und Schäßung des steuerpflichtigen Einkommens. Nach den Bestimmungen der Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen vom 1. Dezember 1930 wird das um die zulässigen Abzüge verminderte Einkommen auf die nachfolgenden Steuerstufen ab- oder aufgerundet: Einkommen Stufe Auf- oder abgerundet auf RM. RM. Von 50 bis ausschl. 150 IOO " 150 " 275 200 " 275 " " 425 35° " 425 " " 575 500 Von 575 bis ausschl. 725 650 " 725 " " 900 800 " 900 11 " 1050 1000 " 1050 " " 135º 1200 11 135º " ff 1650 1500 " 1650 " " 1950 1800 " 1950 " " 2250 2100 " 2250 2600 2400 " " 2600 " f " " 3000 2800 " 3000 " 3400 3200 " 3400" " 3800 3600 " 3800 " " 4250 4000 4250 " " 475° 4500 " 475º " " 5250 5000 " 5250 " 575° 5500 Von 5750 bis ausschl. 6250 6000 " 6250 " 6750 6500 " 6750 " 7250 7000 " 7250 " 11 775° 7500 " 7750 ff " 8250 8000 8250 " " 8750 8500 8750 11 " 1 9250 9000 9250 " " 9750 9500 975° " " 10250 10000 " 10250 10750 " " 10750 10500 " 11250 II 000 " II 250 " " 11 750 11 500 11750 12500 12000 " " " " Einkommen von mehr als 12 000 Reichsmark wird auf den nächsten durch 1000 teilbaren vollen Reichsmarkbetrag aboder aufgerundet, und zwar Beträge von weniger als 500 Reichs= mark nach unten, Beträge von 500 Reichsmark und mehr nach oben. In Ergänzung dieser Vorschriften bestimmt nun ein Erlaß des Reichsministers der Finanzen vom 20. Januar noch fol gendes: Bei Pflichtigen, deren Einkommen geschätzt werden muß, ist das für die Anwendung des Tarifs maßgebende Einkommen im allgemeinen um (§§ 54, 55 a EStG.), d. h. also das 720 RM. steuerfreien Einkommenteils und 240 RM. Sonderleistungspauschale, zusammen 960 RM., verringerte Reineinkommen, auf die Stufen der Tabelle zu schäßen. Es ist also im Steuerausschuß so vorzugehen, daß der Pflichtige auf das Einkommen einer bestimmten Stufe und die danach sich ergebende Steuer veranlagt wird, in ähnlicher Weise, wie das früher bei der Einkommensteuerveranlagung in den meisten Bundesstaaten üblich war. Die Veranlagung ist nach§ 54 Abs. 2 EStG. stets auf den ab- oder aufgerundeten Einkommensbetrag vorzunehmen, der für die Stufe maßgebend ist. Es ist also z. B. eine Veranlagung nicht auf 4890 RM. auszusprechen, sondern die Veranlagung ist in diesem Falle auf die Stufe von 4750 bis ausschließlich 5250 RM.( auf- oder abgerundeter Betrag: 5000 RM.) vorzunehmen. Das Muster zum Steuerbescheid ist entsprechend geändert. Auch bei den Pflichtigen, bei denen das Reineinkommen nicht als Ganzes geschätzt wird, sondern bei denen das gesamte Einkommen ganz oder in wichtigen Teilen auf genauen Unterlagen( Buchführung, Gehaltsnachweisungen oder dergl.) beruht, ist die Veranlagung des Gesamteinkommens in gleicher Weise auf die Stufe vorzunehmen. Durch diese Vorschrift soll die Zahl der Rechtsmittel eingeschränkt werden. Im Rechtsmittelverfahren kann also nur um Beträge gestritten werden, durch die sich eine andere Stufe ergeben würde. Im hier weitere Rechtsmittel zu vermeiden, wird tunlichst davon abzusehen sein, die Pflichtigen etwa durch Streichung kleiner Beträge( Werbungskosten und Sonderleistungen) oder durch höhere Schäßung der Einnahmen um wenige Mark in eine höhere Stufe hineinzubringen, wenn es sich um zweifelhafte oder geringfügige Beträge handelt. Sind, wie das bei Veranlagungen häufig vorkommt, kleine Beträge zweifelhaft, so ist die Veranlagung auf die Stufe vorzunehmen, in die der Pflichtige unter billiger Abwägung der Aussichten in einem Rechtsmittelverfahren hineingehört. In Odershausen bei Marburg( Lahn) kam es bei einer nationalsozialistischen Werbeversammlung zu„ politischen Auseinandersetzungen" mit Reichsbannerleuten, deren Ergebnis 14 Verletzte, darunter Schwerverletzte, waren. Nr. 16 Mittwoch, Mittwoch, den 25. Februar 1931. Lokales. Lieber Radler, laß dir raten! „ Gießener Zeitung" * Die Gewerbeförderungsstelle Gießen veranstaltet eine Gesellschaftsfahrt zum Besuch der Leipziger Messe. Die Hinreise erfolgt am Samstag, dem 7. März, die Rückreise am 11. März. * Eine landwirtschaftliche Lehrlingsprüfung wird im April veranstaltet. Anmeldungen haben bis zum 15. März bei der Landwirtschaftskammer Darmstadt zu erfolgen. * Die hiesige Handels- und Gewerbebank hielt am Montag ihre 72. ordentliche Generalversammlung ab. Der Geschäftsbericht für 1930 wies sich sehr günstig aus. Es könnten 8 Prozent Dividende zur Ausschüttung kommen. * Hausbesitzer- Verein. Der Verein hält heute abend, Donnerstag, im Hotel- Restaurant„ Hindenburg" seine 24. ordentl. Hauptversammlung ab. * Liebig- Museum. Die hier untergebrachte Thüringen- Ausstellung( Rennstieg- Hörselberg) ist wegen des allgemeinen Zuspruches bis zum 1. März einschließlich verlängert. * Die Kunstgewerbeschule Offenbach wird nun, entgegen allen Abbaugerüchten, doch bestehen bleiben. Der Fortbestand des weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannten Kunstinstituts ist erfreulicherweise gesichert. Erst vor kurzer Zeit wurde in Offenbach der Lehrkörper um prominente Pädagogen ergänzt. Gib den dir folgenden Wegebenutzern ein Zeichen, wenn du nach rechts oder links abweichen willst. Hast du keinen Richtungsweiser am Rade, strecke den Arm aus. Hänge dich nicht an Fahrzeuge. Benutze die Autos nicht als Schrittmachermaschine. Betrachte dich als den Tüchtigen, der aus eigener Kraft freie Bahn sich schafft. Fahre nicht mit zu lose eingestellten Lagern. Lose Lager, ecken", zerstören Kugeln und Konen und lassen sich nicht mehr fest einstellen. Streue vor Einlegen des Schlauches bei Neumontage oder Reparatur etwas Talkum in die Laufdece. Talkum glättet Schlauch und Innenseite der Dede und verhütet Reibung. Hüte dich vor dem Zuviel, noch mehr Beachtung schenke aber dem Trockenbleiben des eingestreuten Talfums. Feucht gewordenes Talbum bildet nach dem Trocknen feste Teilchen, die den Schlauch zerstören können. Trodne nach einer Fahrt im Regenwetter die Speichen ab. Das an den Speichen herunterlaufende Wasser dringt in die Felgenlöcher ein, läßt Stahlfelgen rosten und Holzfelgen springen. Auch den Gummi bann es zerstören, wenn der Rost der Felge die Unterseite der Laufdecke erreicht. Beachte beim Auflegen eines Gummireifens, daß der Innenschlauch nicht zwischen Felge und Wulstrand oder Drahtring eingeklemmt wird. An den eingeklemmten Stellen bilden sich Erweiterungen des Luftschlauches, die dem Luftdruck auf die Dauer nicht widerstehen können. Achte darauf, daß das Ventil des Luftschlauches gerade im Ventilloch steht. Steht es schräg, reißt es aus und wird undicht. Schraube stets die Ventilkapsel aus, sie verhindert das Eindringen von Staub. Setzt sich Staub in das Ventil, wird es verstopft. Stößt du mit Gewalt Luft aus der Luftpumpe in ein verstopftes Ventil, plagt entweder der Pumpenschlauch oder der Schlauch im Ventil. Halten beide Schläuche dem Druck Stand, dann geraten die Staubteilchen in den Schlauch und beginnen dort ein Zerstörungswerk. Reibe den Rahmen deines Fahrrades nie mit Petroleum oder gar mit Benzin ab. Er verliert durch diese Flüssigkeiten den Glanz und die durch Abziehbilder auf den Rahmen gezauberten Schriften oder Fabrikmarken. Kaltes Wasser und wollene Lappen sind gute Reiniger eines schmutzig gewordenen Rahmens. Wer für sein Fahrrad besondere Liebe im Busen fühlt, schenke sich und ihm einen Lederlappen oder wenn er besonders stolz auf seinen Freund von Stahl ist, spendiere er ihm eines jener Lackpoliermittel, mit denen die Kraftfahrer ihre Karosserien auf neu bügeln. Bebefestige deine Glocke so, daß du sie in Tätigkeit setzen kannst, ohne die Hand vom Lenker zu nehmen. Fahre nie freihändig. Es sieht albern aus, zwingt dich zu einer unnatürlichen Körperhaltung, nimmt dir die Gewalt über das Rad und gefährdet alles, was da rollt und wandelt. ㄓ * Renten- Auszahlung für März. Die Auszahlung der Militär- Renten für März findet am 27. Februar, der Unfall- und Invaliden- Renten am 28. Februar statt. * Die Zahl der Leihhengststationen in Hessen wird in diesem Jahre, sicherem Vernehmen nach, von 12 auf 27 vermehrt. * Die Städtische Winternothilfe fordert zum regen Besuch eines Gymnastik- und Tanzabends zum Besten der Nothilfe am Sonntag im Studentenheim auf. Ausführende: Das Fröbelseminar, der Orchesterverein und Maria Rubel und Hans E. Steinbach. * Für die bildende Kunst in Hessen. Im Zusammenhang mit den Bemühungen, das künstlerische Schaffen in Hessen trotz der Ungunst der Zeit zu beleben ― ein Zweck, dem auch die Veranstaltung ,, Kunst in Not" jüngst im hessischen Staatsministerium diente, steht ein weiterer Schritt * Stadttheater. Heute abend Molières ,, Misanthrop" in der modernen Bearbeitung von Walter Bäuerle. Freitag: ,, Volpone", Komödie von Jonsen. Sonntag: Fremdenvorstellung; zur Aufführung kommt ,, Marius ahoi", Schauspiel von Pagnol. Aus Rah und Fern. Rodheim v. d. H. Hier ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Vorsicht! Bad Nauheim. Bis zum 19. Februar 1931 betrug der Gesamtbesuch 1117 Gäste, darunter 39 Ausländer. Anwesend am 19. Februar 1931 552 Gäste. des hessischen Kultusministers. Dr. Adelung macht in einem Schreiben an die hessischen Zentralbehörden darauf aufmerksam, daß durch die Not der bildenden Künstler infolge des Mangels an Aufträgen unserem fulturellen Leben Schädigungen drohen, die nicht unterschätzt werden dürfen. Letzten Endes werde dadurch die kulturelle Entwicklung unserer Zeit stärkstens berührt. Dies gelte besonders für Hessen, wo die bildende Kunst seit vielen Jahren eine besondere Pflegestätte gefunden hat. Der Kultusminister gibt darum die Anregung, ernstlich zu prüfen, welche Maßnahmen noch getroffen werden können, um eine Belebung des künstlerischen Schaffens in Hessen herbeizuführen. * Operngastspiel. Am 5. März gastiert im hiesigen Stadttheater das Darmstädter Landestheater mit der Mozart- Oper: ,, Die Hochzeit des Figaro". Ein feines Geschäft. - Frau Justizrat Balder? Ja? * Verstärkter Flugverkehr ab 1. März! Gelnhaar( Kr. Büdingen). Hier ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Vorsicht! rettet werden. Lorch. Beim Hofgut Odershof zerstörte ein Großfeuer die gesamten Dekonomiegebäude. Nur das Wohnhaus konnte geWeilburg. Am 9. und 10. Mai wird hier der Bezirksschmiedetag von Hessen- Nassau und Hessen in Verbindung mit dem 25jährigen Gründungsfest der Schmiedeinnung des Oberlahnkreises stattfinden. Bezirksliga Boru Bere Sport Raffel BiB- K. Mart Boruffia Fuld Heffen- Here fel Spielverein S Bermannia S Germania Fu B. f. B. Gieße Odershausen 03 Rajje FC. Gr Verein EG. 03 Staffel Frankfurt a. M. Angehörige des Korps Frisia"( Rudolstädter S. C.) hielten am Sonnabend in der Nähe von Darmstadt mit einem Kartellverband der Technischen Hochschule Darmstadt eine Mensur ab. Hierbei wurde ein Frankfurter Medizinstudent durch einen Schläger so schwer in der Brust verletzt, daß der Tod nach einigen Minuten eintrat. Am 1. März wird im Bereiche des europäischen Flugstreckennetzes der Uebergang vom Winter- zum Frühjahrs- Flugdienst vollzogen. Das Liniennetz der Deutschen Luft- Hansa erfährt insofern eine wesentliche Erweiterung, als durch Neuaufnahme von sechs wichtigen Strecken die tägliche Flugleistung von zirka 13 000 auf zirka 19 000 Kilometer steigt. Weitere Verkehrsverbesserungen sind für den 1. April in Aussicht genommen, so daß zu diesem Zeitpunkt wieder 24 Inlands- und 20 Auslandshäfen von der Luft- Hansa angeflogen werden. Skizze von Marie- Elisabeth Gebhardt, Berlin. ,, Hallo! Wer da? Hier Dr. Klauer& Co., Immobilienfirma! Eine Wohnung wollen Sie tauschen? Sind Sie denn schon bei uns eingeschrieben? Nein, herkommen ist nicht nötig, wir schicken sofort einen Vertreter zu Ihnen, der das Nötige mit Ihnen verabreden wird. Gut. Wiedersehen!" Sagen wir, in einer Stunde. * Frankfurt a. M. Es ist noch nicht gelungen, die Bluttat an der Frau Traut in Oberursel aufzuklären. Frankfurt a. M. Mehrere Viehhändler wurden mit je 300 RM. bestraft, weil sie im Januar versucht hatten, die Preisfeſtſetzungskommission irre zu führen, um die Preise günstig in die Höhe zu treiben. Gleichzeitig mit dem Flugplanwechsel läßt die Deutsche LuftHansa eine gegenüber den Vorjahren beträchtliche Tarifsenkung eintreten. Sie paßt sich hiermit der veränderten Wirtschaftslage an in der Erwartung, daß durch diese Verkehrsverbilligung neue Benutzerfreise dem Flugzeug gewonnen werden. Die Tarife nähern sich durchweg stark dem 2. Klasse- Fahrpreis der Eisenbahn, wobei die Reisedauer in vielen Fällen erheblich weniger als die Hälfte der Bahn- Fahrzeit beträgt. Ein Flug kostet z. B. von Frankfurt a. M. nach: Berlin 65 RM., Düsseldorf 28 RM., Halle/ Leipzig 43 RM., Hannover 35 RM., Köln 23 RM., München 46 RM., Nürnberg Fürth 23 RM., Stuttgart 23 RM. ,, Du, Langer, es gibt wieder ein Geschäft! Fahr nach der Hauptstraße in Schöneberg und sieh dir die Sache an. Du weißt schon. Die Liste mit den Wohnungen hast du doch aus der Wohnungszeitung abgeschrieben? Wenn was zu machen ist, muß Frida als Reflektantin hingehen und ihr Ding drehen... Also los!" * Es war ein kleines, fontorartig ausgestattetes Zimmer, in dem das Gespräch stattfand. Von einem der Tische erhob sich ein elegant gekleideter Jüngling und bereitete sich zum Ausgang vor, während das etwas verlebt aussehende Fräulein einen Moment in ihrer Beschäftigung innehielt, den eben benützten Lippenstift in die Schachtel tat und nur kurz als Antwort nickte. * Frankfurt a. M. Die Möbelindustrie beschloß, in West- und Südwestdeutschland in diesem Jahr keinerlei Möbelmessen abzuhalten. Jdstein. Ein Frankfurter Auto kam infolge hohen Schnees ins Rutschen und sauste die Böschung hinab, wo es gegen einen Bau prallte. Der Wagenführer wurde dabei sofort getötet, sein Beifahrer schwer verletzt. Ein Felsen wird bewacht. Cochem. In der Stadtverordneten- Versammlung berichtete der Bürgermeister über die Bergrutschgefahr, die es nötig mache, für einen Verbindungsweg zwischen Cochem und Sehl zu sorgen. Man rechne in nächster Zeit mit dem Absturz von mindestens 60 000 cbm Felsen von dem Berge unmittelbar neben Cochem. Für den Abtransport der Felsmassen und für die Aufschüttung der Moselstraße komme ein Kostenaufwand in Frage, der von der Stadt Cochem allein nicht getragen werden könne. Eine große Anzahl von Wachmannschaften ist ständig in der Nähe des Felsens anwesend. Essen, 24. Februar. Ihre Exzellenz, Frau Geheimrat F. A. Krupp, Ehrenbürgerin der Stadt Essen, ist heute nachmittag im Alter von fast 77 Jahren plötzlich gestorben. In Duisburg kam es während der Verhandlungen der Stadtverordneten über einen kommunistischen Mißtrauensantrag gegen Oberbürgermeister Jarres zu Demonstrationen vor dem Rathause. Aus der Menge fielen Schüsse gegen die Polizei. Ein Polizeibeamter erhielt einen lebensgefährlichen Bauchschuß. Dichtertag auf der Wartburg. Eisenach. Unter Leitung des Burgenerneuerers, Bodo von Ebhardt, tagte die Vereinigung zur Erhaltung deutscher Burgen auf der Wartburg. Rostock. Bei den an der Universität Rostoc abgehaltenen Jeder kluge Geschäftsmann tawahlen erzielten Stimmen und Size: Korporationen 329 benutze die überall beliebten Reichssteuer- Kaffebücher von Albin Klein, Gießen redung kam. Frau Justizrat wollte mit ihrem Mädchen zur Besichtigung hinauskommen; denn allein wagte sie sich nicht so weit fort. Etwa eine Stunde später erhielt Frau Justizrat Balder den Besuch des Firmenvertreters. Nach Art alter Frauen setzte sie ihm vertrauensvoll und breit auseinander, daß sie nach dem Tode ihres Gatten leider die große Wohnung mit einer kleinen vertauschen müsse. Der Vertreter durchwanderte die Wohnung und hatte bald hier, bald da etwas zu bemerken, zu welchem Zweck er stehen blieb und die Augen überall umherschweifen ließ. Er steckte die zwanzig Mark Einschreibegebühr ein, gab eine Quittung und mehrere Angaben von Tauschwohnungen, versprach auch baldige Zusendung einer Dame, die gerade auf derartige Wohnungen reflektierte. Zuletzt machte er noch die Stunde dieses Besuches aus. Zeitungsnotiz: Wieder haben sich Langfinger die Gelegenheit zunuze gemacht, in einer Wohnung, deren Inhaberin zufällig abwesend war, Kehraus zu machen. Die Diebe müssen genau Hausgelegenheit gekannt haben. Der Diebstahl ist am hellen Nachmittag ausgeführt worden, ohne daß das Sicherheitsschloß beschädigt wurde. Gestohlen wurde ziemlich alles, was sich in zwei vorhandenen großen Koffern mit einem Auto fortschaffen ließ. Die Kriminalpolizei ist eifrig bemüht, die Täter zu ermitteln, da sich die Diebstähle ähnlicher Art letzthin häufen. Pünktlich erschien die Reflektantin, durchwanderte ebenfalls Raum für Raum, besah selbst die Schlösser, ob sie instand wären, ließ sich das Sicherheitsschloß erklären und dergleichen Dinge mehr. Sie hatte zufällig über eine Wohnung in einem Vororte zu verfügen, der zwar ziemlich weit von der Großstadt lag. Aber dafür war die Wohnung billig, hatte Balkon und Gartenplatz und noch allerlei Vorzüge, so daß es zu einer bestimmten Verab, Also Sie waren in Frohnau auf Wohnungssuche, Frau Justizrat?" „ Ja, Herr Kriminalassessor. Und die Wohnung sagt mir sehr zu. Die Dame selbst war freilich nicht anwesend, aber ihre Mutter. Ich mußte Kaffee mittrinken, und wir haben auch ein wenig geplaudert. Darüber wurde es später, als ich wollte. Als ich dann heimkam, fand ich das leere Nest. Alle guten Teppiche und Decken, das ganze Silberzeug, Geld und Schmud sind mir gestohlen worden. Ich weiß gar nicht, wovon ich bis zum nächsten Ersten, wo ich meine Witwenpension friege, leben soll." ,, Können Sie mir den Vertreter der Wohnungsvermittlung beschreiben und die Dame, die Ihre Wohnung besichtigte?" ,, Gott ja! Der junge Mann sah aus wie viele aussehen. Ich bin alt, mein Herr, und das Gedächtnis läßt nach. Die Dame ist gewiß nicht am Diebstahl beteiligt; ihre Mutter war so nett." St., 3 Size( 469, 6); Nationalsozialisten 529 St., 7 Gizze( 328, 3); Nationale Studenten 158 St. 2 Git( 209, 2). Die Wahlbeteiligung betrug 60 Prozent. ..Würden Sie den jungen Herrn wiedererkennen, wenn Sie ein Bild von ihm sähen?" ..Ich glaube wohl." dem Polizeibüro Rr. X, 3immer 3. Ich habe dringend mit ihm zu sprechen. Wenn Ihr Chef wiederkommt, bitte ich um telephonische Nachricht. Jetzt erbitte ich mir Ihre Papiere zur Durchsicht!" ,, Gut, ich komme morgen wieder! Geben Sie mir doch die Anschrift des Vermittlungsbüros! So. Danke. Auf Wiedersehen!" Jm Büro jaß der eine junge Mann und schrieb eifrig, als der Kriminalassessor eintrat. Herr Dr. Klauer zu sprechen?" ,, Bedaure, der Chef ist augenblicklich verreist. Womit kann ich dienen?" ,, Sind Sie der Vertreter?" ,, Sehr gern, soweit ich sie unter mir habe. Die wichtigsten hat der Chef in seinem Tresor." ..Nur der Buchhalter. Der Vertreter ist auf Kommission abwesend." Der Assessor öffnete die Tür und rief einen Polizisten herein, der ihm bei der Haussuchung helfen sollte. Es fand sich nichts, was auf irgendeine verdächtige Nebentätigkeit des Büros schließen ließ. ,, So?- Schiden Sie mir den jungen Mann doch mal nach Surheffen- Saff Großalmerode EG. 05 Göttin Geffen 09 Kaff SV. 05 Einbe Spogg. Göttin Gerade wollte der Assessor seine Entschuldigung über die Störung aussprechen, als er einen höhnischen Blick zwischen dem Buchhalter und Fräulein Frida, die inzwischen eingetreten war und sich wieder intensiv mit Puderquaste und Lippenstift be= schäftigte, auffing. Aha! Etwas stimmte doch nicht. Leise gab der Beamte seinen Untergebenen eine Weisung. Wenige Augenblicke darauf erschienen zwei Polizisten und meldeten, daß die gewünschte Droschke bereit sei. FC. Grone German Verein Germania M Wallau 1900 Gießen Breidenbach Sp. B. Wetl Wiefenbach Frohnhausen „ Ich muß die Herrschaften schon bitten, mich zu begleiten," sagte der Assessor. ,, Reuter, Sie sehen mit Gragert noch einmal alles genau durch. Wer kommt, wird eingelassen, aber nicht wieder raus, bis ich selbst wiederkomme! Sie Fischer, begleiten - Ist's gefällig?" uns Der Buchhalter protestierte, indes Fräulein Frida sich ohne Widerrede zum Mitgehen bequemte. Als aber das Auto vor der Wohnung der Justizrätin hielt, wurde auch das Dämchen unruhig und versuchte sich zu verdünnen. Doch Fischer ergriff sie beim Arm, während der herbeigepfiffene Revierpolizist den Buchhalter begleitete. Frau Justizrat Balder war nicht wenig überrascht, die liebenswürdige Wohnungsreflektantin in so aufge= zwungener Begleitung zu erblicken. Leider war der Buchhalter nicht identisch mit dem Vertreter der feinen Firma. Doch fing sich der Betreffende in der gestellten Falle im Büro noch am selben Tage. Zeitungsbericht: Der Umsicht unserer Kriminalpolizei ist es sehr bald gelungen, eine eigenartige Diebesbande auszuheben, die unter dem Dedmantel der Wohnungsvermittlung Diebesgelegenheit ausspürte. Die Opfer wurden zur Wohnungsbesichtigung in entfernte Gegenden geschickt, wo sie durch Helfershelfer lange aufgehalten wurden, während die Diebe alles Wertvolle in der betreffenden Wohnung stahlen. So wurde auch das letzte Verbrechen bei der Frau Justizrat Balder aufgeklärt und den findigen Leuten ihr doppeltes feines Geschäft gelegt. Löhnber Wetter Gladen Herborn Offdill Niederj BiB. G Großer Tiefent Garben Ettings abg Oberbie Oberbi Steind Löhnbe SC. W un Daub Bistin Holzh Villing fin 1900 G Großen 1900 Gi Herman BiB. G Wallau 2 Niederdie Spedswin Ertsdorf Erisdorf Niederwa Niederwa Frechenha Wetter A Wetter 1. Wetter 2. Mehrda 2 Frankenbe Sarnau 1 Die Juge Leichtjinns. Das Sinnesleb jen fie fich lei men. Die Tr beim Kinde u gejammelte, a tet werden fa Bei der Jugen jade des Le Rinde geht Blid in die L delt häufig le Unwijfenheit mehr oder w Unterscheidung der geistige S Es lagt f liche Leichtfinn Untugende im allein fann m dag auch im i die Wurzeln d Tottet werden Ten recht bebe Weil das wird die Bele besonders auf lichen Ansichte lann. Hierhe legte Spiel m Nr. 16 Fern. ul: und Klauenfend ar 1931 betrug der Ge Sländer. Anwesend am die Maul- und Klauen törte ein Großfeuer die Wohnhaus konnte ge wird hier der Bezitts en in Verbindung mit miedeinnung des Ober Korps Frisia"( Rudol in der Nähe von Darm nischen Hochschule Darm ein Frankfurter Medizin, in der Brust verletzt, daß gelungen, die Bluttat an Mittwoch, den 25. Februar 1931. Fußball. „ Gießener Zeitung" Turnen, Sport und und Spiel. Ergebnisse aus dem Bezirk. Bezirksliga und Bezirksklassen: Borussia Fulda Verein Sport Kassel V. f. B. Gießen Ockershausen 03 Kassel 5656 SpVgg. Göttingen 3: 0 Kirchhain Erdhausen Kirchhain 2. Langenstein ausgefallen Hartenrod 6: 2 Niederofleiden 1. 6: 2 Roda 4: 4( Ges.-Sp.) Mornshausen ausgefallen Neustadt 1. abgesagt Buchenau 2. 4: 5( 2: 3) Sintershausen Hartenrod 2. 4: 5 Niederlaasphe 1.Biedenkopf 2., B. nicht angetreten. Gau Dill. Herbornseelbach 1.— Manderbach 1. ausgefallen Haiger 1. Nanzenbach 1., N. nicht angetr. Donsbach 1. Ginn 1. ausgefallen Dillenburg 2. Sechshelden 2., G. nicht angetreten Haiger 2. Allendorf 2. 2: 5 Allendorf 1.- Haiger 1. 2: 4( Ges.) Streife durch den Bezirk. Gemünden Günterod Hermannia Kassel 4: 2 Bezziesdorf 1. Bürgeln 2. Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte 16 10 3 3 46:24 23: 9 VfB- K. Marburg 16 10 2 4 46:36 22:10 Borussia Fulda 15 10 1 4 39:16 21: 9 Hessen- Hersfeld 16 5 6 24:33 15:17 Spielverein Staffel 15 1 8 44:36 13:17 Hermannia Kassel 15 3 7 37:40 13:17 Germania Fulda 16 6 1 9 19:33 13:19. 15 5 2 8 25:42 12:18 14 2 2 10 19:38 6:22 Kurhessen Kassel 5: 2 FC. Grone Verein Spiele gew. unent. verl. Cen. SC. 03 Kassel 14 11 2 1 ersucht hatten, die Preis ndler wurden mit je Kurhessen- Kassel 14 8 2 4 Tore Punkie 69:24 24: 4 54:28 18:10 Großalmerode 14 7 4 3 24:26 18:10 SC. 03 Göttingen 14 7 2 5 52:23 16:12 m die Preise günstig in Hessen 09 Kassel 13 6 1 6 32:34 13:13 SV. 05 Einbed 14 4 1 9 ie beschloß, in West: und inerlei Möbelmessen ab Spvgg. Göttingen 13 3 2 8 FC. Grone 14 1 2 11 23:48 9:19 22:49 8:18 19:65 4:24 Germania Marburg Verein Germania Marburg 12 8 Wallau 1 12 5 6 1 1900 Gießen 11 6 0 5 Breidenbach 12 6 1 5 35:33 Sp. V. Wetzlar Wiesenbach Frohnhausen 11 4 1 6 15:23 12 3 2 7 31:27 12 2 1 9 12:31 n infolge hohen Schnees inab, wo es gegen einen dabei sofort getötet, sein vacht. -Versammlung berichtete jahr, die es nötig mache, em und Sehl zu sorgen. Ibsturz von mindestens mittelbar neben Cochem. id für die Ausschüttung and in Frage, der von en werden könne. Eine tändig in der Nähe des Frau Geheimrat F. A. , ist heute nachmittag torben. Stadtverordneten über gegen Oberbürger m Rathause. Aus der Ein Polizeibeamter rtburg. Burgenerneuerers, Bodo zur Erhaltung deutscher ät Rostod abgehaltenen ge: Rorporationen 329 529 St., 7 Gite( 328, 3); 9, 2). Die Wahlbeteili Shabe dringend mit ihm Ommt, bitte ich um tele mir Ihre Papiere zur ir habe. Die wichtigsten rief einen Polizisten elfen sollte. deine verdächtige NebenEntschuldigung über die nischen Blick zwischen dem nzwischen eingetreten wat quajte und Lippenstift bemte doch nicht. Leise gab Weisung. Wenige Augen1 und meldeten, daß die bitten, mich zu begleiten," mit Gragert noch einmal eingelassen, aber nicht e! Sie Fischer, begleiten Fräulein Frida sich ohne Als aber das Auto vor wurde auch das Dämájen Löhnberg Wetter 1900 Gießen 8: 6( 1: 3) Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte 3 37:18 19: 5 33:22 16: 8 33:32 12:10 13:11 9:13 8:16 5:19 Ehringshausen 7: 3 Biedenkopf 11: 5( 4: 5) Gladenbach Feudingen 4: 2 Herborn Sechshelden, S. nicht angetreten Offdilln Burg ausgefallen Niederscheld Merkenbach ausgefallen VFB. Gießen Horas 3: 5( 3: 0) Großen- Bused Aẞlar 4: 6. Gau Gießen- Wetzlar. Tiefenbach 1.- Oberndorf 1: 3( 0: 2) Garbenteich 1. Wiesed 1. 6: 3( 3: 0) Der Verbandsfußballausschuß hat den Beginn der Spiele um die Westdeutsche Fußballmeisterschaft auf den 8. März angesetzt. Zunächst spielen die acht Bezirksmeister in zwei Gruppen nach dem Einrundensystem( also jede Gruppe 6 Spiele) eine Vorrunde; die Hauptrunde wird dann von einer dritten Gruppe bestritten, zu welcher aus jeder der beiden ersten Gruppen die zwei( nach Punkten) besten Vereine herangezogen werden. Die beiden ersten Gruppen sind wieder wie in den vergangenen Jahren zusammengestellt, einerseits: die Bezirke Niederrhein, Ruhr, Südwestfalen und Westfalen, andererseits die Bezirke Berg- Mart, Hessen- Hannover, Mittelrhein und Rhein. Unser Bezirksmeister gehört also zu der letzten Gruppe und wird am 15. März in Kassel den Meister des Bergisch- Märkischen Bezirkes zum Gegner haben. Bis dahin muß unser Meister noch ermit= telt sein. In der Nordrunde hat allerdings schon der SportIlub 03 Kassel mit 24: 4 Punkten und 69:24 Toren unerreichbar den Meistertitel erworben; in der Südgruppe dagegen ist die Lage noch nicht geklärt. Hier steht zurzeit Sport Kassel mit 23: 9 Punkten und 46:24 Toren an der Spitze, gefolgt von Borussia Fulda mit 21: 9 Punkten und 39:16 Toren; gewinnt Fulda das letzte Spiel in Odershausen, dies ist vom Bezirks- FußballSachbearbeiter angenoommen worden, und so werden Sport und Borussia am fommenden Sonntag um die Gruppenmeisterschaft spielen, dann muß der Sieger noch mit SC. 03 Kassel um die Bezirksmeisterschaft tämpfen. Uebrigens ist auch der Meister vom Bezirk Berg.- Mark noch nicht festgestellt; am 22. Februar tamen erst die Gruppenmeisterschaften zur Vergebung und zwar an Fortuna Düsseldorf und Schwarz- Weiß Barmen; diese zwei Vereine spielen am 1. und 8. März um die Bezirksmeisterschaft, so daß der dortige Meister auch vor dem 15. März nicht startbereit ist. Im Zusammenhang hiermit soll erwähnt sein, daß bis jetzt überhaupt erst vier Bezirksmeister ausgespielt sind: im Rheinbezirk: Alemannia Aachen, im Mittelrheinbezirk: FV. Neuendorf, im Niederrheinbezirk: Meidericher SV. und im Südwestfalenbezirk: Spusp. 09 Hüsten; an zweiter Stelle stehen in diesen Bezirken: Rheydter Spielverein, TV. 86 Mayen, Ettingshausen 1. Wazenborn- Steinberg 1. 3: 4( 2: 2) Spielogg. Sterkrade und Spielogg. 11 Hagen. abgebrochen Oberbiel 2. Oberbiel 1. Steindorf 1. Löhnberg 2. SC. Wetzlar 2. und Punkte Nauborn 2. 0: 2 Nauborn 1. 3: 0 Bissenberg 1. 3: 2( 2: 0) Ehringshausen 2. 4: 1 Butzbach 2., Butzbach verz. auf Spiel Daubringen 1. Lollar ausgefallen Biskirchen Bungsolms 1. 2: 2( 2: 0) Holzhausen Wetzlar SV. 2. ausgefallen. Villingen Flensungen, in Laubach, 2: 1( 2: 0) für Villingen und damit Villingen Gruppenmeister. 1900 Gießen 1. Jgd. Großen- Bused Jgd. 1900 Gießen 2. Jgd. Hermannstein Schüler VfB. Gießen 2. Jgd. Lollar Jgd., L. nicht angetreten Lich Jgd. 2: 1 Weilburg 1. Jgd. 0: 5 1900 Gießen Schüler 2: 2( 1: 2) Butzbach 1. Jgd. 1:10 Gau Marburg. Wallau 2. Hesselbach 1. 2: 2( 1: 0) Niederdieten 1. Breidenstein 2. 5: 1 Spedswinkel 1. Buchenau 1. 7: 4( 1: 4) Ertsdorf 1.- Odershausen 2. 8: 0( 4: 0) Erksdorf 2. Allendorf 2. 0: 3 Niederwalgern 2.- 1900 Gießen 4. 3: 2 Niederwalgern 1.- Dreihausen 1. 2: 5 Frechenhausen 1. Gönnern 1. 6: 1( 1: 1) Wetter A.-H. Biedenkopf A.-H. 3: 9( 3: 4) Wetter 1. Jgd. Biedenkopf 1. Jgd. 0:14( 0: 7) Wetter 2. Mellnau 1. 2: 3( 2: 1) Wehrda 2. Germania Marburg 3. abgebrochen Frankenberg 1.— Wehrda 1.( Ges.-Sp.), abgebrochen Sarnau 1. VB.-K. Marburg 2. 2: 1 Leichtsinnige Kinder. Von P. Ho ch e. Die Jugend ist mehr als andere Lebensalter die Zeit des Leichtsinns. Kinder sind mehr als Erwachsene Genußwesen; Dans Sinnesleben beherrscht ihre geistigen Regungen; daher las= jem sie sich leicht von der Rücksicht auf sinnliche Genüsse bestim Die Trägheit, auch eine Wurzel des Leichtsinns, spielt beim Kinde weniger eine Rolle, wenngleich von ihm nicht die gesammelte, andauernde Willensstärke des Erwachsenen erwar= e werden bann. Das gesunde Kind ist eigentlich selten träge. Bei der Jugend tritt vielmehr eine dritte ausschlaggebende Urahe des Leichtsinns hinzu, die mangelnde Einsicht. Dem Ainde geht noch der Ernst des Daseins ab, ihm fehlt der Einblick in die Lebensverhältnisse, die Folgen seines Tuns; es hanbest häufig leichtsinnig aus Beschränktheit und Hilflosigkeit, aus n. Doch Fischer ergriffe mwissenheit und Unverstand. Wir haben ein ganzes Heer von ne Revierpolizist den Buchder war nicht wenig übersrefleftantin in so aufge Leider war der Buchhalter feinen Firma. Dody fing Falle im Büro noch am rer Kriminalpolizei ist es Diebesbande auszuheben, ngsvermittlung Diebesge en zur Wohnungsbesichti wo sie durch Helfershelfer Die Diebe alles Wertvolle Go wurde auch das legte der aufgeklärt und den jinhäft gelegt. nahr oder weniger schwachsinnigen Kindern; ihnen fehlt das Iriterscheidungsvermögen der Normalen; es leuchtet ein, daß en geistige Schwachsinn auch zum moralischen führen muß. Es läßt sich zwar erwarten, daß mit den Jahren der kindide Leichtsinn verschwindet, ebenso wie ja auch andere kindliche Intuigende immer mehr mit der Zeit abgetan werden. Darauf lein fann man sich aber natürlich nicht verlassen. Wir wissen, a auch im späteren Manne das Kind nie ganz schwindet, daß lie Wurzeln des Leichtsinns daher schon in der Jugend ausgeottet werden müssen, weil auch gerade der Leichtsinn zu ande= er recht bedenklichen Charakterfehlern zu führen pflegt. Weil das Kind aus mangelnder Einsicht leichtsinnig handelt, bind die Belehrung durchaus am Platze sein. Diese bezieht sich lejunders auf einzelne Fälle, wo das Kind von seinen irrtümden Ansichten geheilt und von der Wahrheit überzeugt werden Hierher gehören etwa Unterredungen über das unübergte Spiel mit Feuer, Belehrungen, die je nach dem Charakter b. Rund um den Marburger Schloßberg. Germania Marburg 1900 Gießen 8: 6( 1: 3). Ein recht merkwürdiges Resultat einer Meistermannschaft. Germania hat es nun geschafft. Von Anfang der Serie an übernahm die Mannschaft die Führung in der Tabelle und gab dieselbe, trotzdem es manchmal auch recht windig aussah, nicht ab Dieses letzte Spiel durfte unter keinen Umständen verloren werden, da man munbelte, daß Wallau noch einen Punkt von Wiesenbach bekommen würde. Ob dies nur ein Gerücht war, oder ob es Tatsache ist, vermochte ich noch nicht festzustellen. Das Spielfeld war trok des Schneefalls in recht guter Verfassung, die Markierung eine ausgezeichnete; nur die Zuschauerzahl hätte eine größere sein dürfen, damit auch finanziell den Germanen ein Erfolg beschieden gewesen wäre. Pünktlich 2.30 Uhr gibt der Bezirks- Schiedsrichter- Referent Wingenfeld- Fulda, der auch eine recht gute Leistung bot, den Ball frei. Gießen erweist sich in den ersten Minuten als die bessere Mannschaft; bei Germania fehlt der nötige Schwung. Schneller als man dachte, wars geschehen und die Gäste führen mit 2: 0. Jetzt wird es jedoch bei den Zebraleuten beweglicher; das Spiel ist ausgeglichen. Ein Freistoß bringt Germania den 1. Erfolg, doch fönnen es die Plazleute nicht verhindern, daß vor Wechsel Gießen noch zu einem 3. Erfolg kommt. Die Seiten werden gewechselt und sofort gehts weiter. Germania hat in richtiger Erkenntnis der Sachlage umgestellt und den heute in glänzender Form be= findlichen Happ auf seinen Posten als Mittelläufer genommen. Es gibt sofort ein anderes Bild. Die fünf Stürmer lassen es an Schüssen nicht fehlen. 3schoffe brillant. Angriff auf Angriff. Der Ausgleich ist erzielt, ja Germania übernimmt sogar die Führung. Kurz darauf Ausgleich von Gießen. Jetzt wird's des Kindes sich mehr und mehr zur Ermahnung gestalten mögen. Das eindringliche Jnsgewissenreden unter vier Augen in einer ernsten Stunde, wobei die Liebe das Wort führt, wird des Eindrucks selten ganz ermangeln, das um so weniger, als der Leichtsinnige meist gut geartet und leicht gerührt ist. Nr. 16 zum Schützenfest. Bange Minuten entstehen für die Anhänger beider Mannschaften. Germania läßt nicht nach, 5: 4, 6: 4, 6: 5, 7: 5... jetzt wieder 7: 6!! Gießen schafft unermüdlich und übernahm das Kommando. Germania macht sich frei, der herauslaufende Tormann wird umspielt und der Ball landet zum 8. Male im Gießener Heiligtum. Das Spiel ist rum. Die einen jubeln, die anderen machen ein trauriges Gesicht und warum? Es fonnte auch anders stehen. Die Gießener Elf spielte gut; das viele Reklamieren der Schiedsrichterentscheidun gen wirkte jedoch störend. Bei Germania tat ebenfalls jeder seine Pflicht. Der Torwächter bot allerdings eine recht schwache Leistung, man hat ihn schon besser gesehen. Wir beglückwünschen den neugebadenen Meister und wünschen der sympathischen Germanenmannschaft auch bei den Aufstiegsspielen einen guten Erfolg. Germanias 2. Mannschaft war spielfrei. Die 3. Mannschaft spielte in Wehrda gegen die 2. Das Spiel wurde jedoch vom Schiedsrichter abgebrochen, da die Zuschauer sich in recht unsportlicher Weise gegen denselben benahmen. Aus dem amt= lichen Bericht geht sogar hervor, daß man den Schiedsrichter tätlich angegriffen hat und derselbe sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. Gauvorstand Marburg werde hart! Soeben meldet der Draht, daß die 1. Mannschaft von Wehrda in Franfenberg abgebrochen habe, da sie mit den Entscheidungen des Schiedsrichters nicht einverstanden waren. In Frankenberg sol= len in letzter Zeit auch verschiedene Entgleisungen vorgekommen sein, die nicht dazu beitragen, den Sport zu fördern. Der angesetzte Schiedsrichter sagte aus zwingenden Gründen in letzter Minute ab, so daß eine Ersatzgestellung nicht mehr möglich war. VFB.- Kurhessen weilte mit der zweiten Garnitur in Sarnau und unterlag dortselbst 1: 2. Odershausen 2. bekam in Erksdorf eine ganz gewaltig auf den Deckel, indem E. mit 8: 0 triumphierte. Dreihausen befestigte seinen ersten Tabellenplatz durch einen 5: 2- Sieg gegen Niederwalgern. Kirchhain Langenstein konnte wegen Spielunfähigkeit des Plates nicht ausgetragen werden. Die zahlreich erschienenen Zuschauer machten trübe Gesichter, begrüßten es jedoch, daß der Schiedsrichter die Mannschaften nicht in einen solchen Morast schickte. In Wetter knallte es fester. Mit 11: 5 Toren wurde die erste Elf des VfL. Biedenkopf abgefertigt. Am kommenden Mittwoch, nachmittags 2% Uhr, spielen in Marburg( Stadion) Universität Marburg gegen Universität Frankfurt um die Südwestdeutsche Hochschulmeisterschaft. Das Treffen wird von Spedhard- Gießen geleitet. Aus Niederwalgern. Niederwalgern 2. 1900 Gießen 4. 3: 2 Dreihausen 1. 2: 5. Niederwalgern 1. Die zweite Mannschaft des REV. 26 hatte sich die vierte Mannschaft der Spielvereinigung 1900 zu einem Gesellschaftsspiel verpflichtet und damit einen guten Griff getan. Beide Mannschaften lieferten sich ein faires und schönes Treffen, bei welchem man in der ersten Halbzeit Gießen, in der zweiten Hälfte Niederwalgern im Vorteil sah. Der Schnee stellte große Anforderungen an die Spieler. Nach diesem Spiel betraten die erster Mannschaften des RSV. und vom Sportklub Dreihausen den Platz, um das fällige Verbandsspiel auszutragen. Hier gab es ein hartes Ringen. Durch einige grobe Schnitzer der Niederwalgener Hintermannschaft gelang es Dreihausen, klar in Führung zu gehen und fonnte dieser Vorsprung trot Ueberlegenheit in der 2. Halbzeit von den Platzbesitzern nicht mehr aufgeholt werden. Das Ergebnis von 5: 2 entspricht nicht ganz dem Spielverlauf. Schiedsrichter Ködiz- Marburg hatte einen schweren Stand. Aus Gießen und Umgegend. Frid Leutheuser VfB. Gießen ,, Horas" 3: 5( 3: 0). Der VB. hatte den Meister der 1. Bezirksklasse des Gaues Fulda. Horas", zu einem Freundschaftsspiel verpflichtet. Die Grün- Weißen traten mit einer start verjüngten Mannschaft an, galt es doch einige Leute auszuprobieren. Die VfB.- Mannschaft: Vökler Bingel Lehrmund Kreß III Mattern Wagner Feldmann Haupt Ritter In der ersten Halbzeit zeigten die Platzbesitzer ein recht ansprechendes Spiel. Die Ausbeute waren drei Tore bis zur Pause. Die zweite Spielhälfte brachte ein umgekehrtes Bild. Die Playzelf zeigte sich als eine abgefämpfte Mannschaft ohne System. Horas" fonnte innerhalb einer Viertelstunde das Endresultat von 5: 3 zu seinen Gunsten gestalten. Das Spiel war fair und anständig. Bei den Gästen waren die Außenstürmer die besten Leute. Auch der Mittel- Läufer sei erwähnt, der ein gutes Aufbauspiel zeigte. Bei den VfBern sind zu erwähnen Haupt, Ritter und der linke Flügel. Die Aufstellung der Mannschaft ließ manches zu wünschen übrig. XCURS DE Auch die Strafe wird als Mittel gegen den Leichtsinn am Plaze sein, freilich immer mit weiser Sparsamkeit und nur da, wo andere Mittel versagen. Am besten wirken hier wieder die sogenannten natürlichen Strafen. Wie es Rousseau in seinem ,, Emile" empfahl, lasse man den Zögling die natürlichen Folgen seines Leichtsinns tragen; denn auch im späteren Leben schädigt ja der Leichtsinnige meist sich selber am meisten. Hat das Kind eine Arbeit liederlich gemacht, so werde sie nochmals recht sorgfältig von ihm verlangt. Nicht immer ist es möglich, solche na= türlichen Strafen zu verhängen, und manchmal wird man zu schwereren Strafen schreiten dürfen, aber immer in dem Sinne, daß sie wie jede Strafe weniger als Sühne als Besserungsmittel sei. Häufig werden leichtsinnige Streiche nichts anderes sein, als die Auslösung der überschäumenden jugendlichen Lebenskräfte, das Bestreben, sich durch Ausnahmen hervorzutun, sich mit der Glorie der Kühnheit, des Heldentums zu umgeben, ein Bestreben, das noch an Reiz gewinnt, wenn so und so viele andere Kinderaugen darauf gerichtet werden. Denn der Dämon des Ehrgeizes sitzt auch dem Kinde bereits in der Brust. Das Ungewöhnliche lockt die Jugend immer, und sich in irgend wel= cher Beziehung hervorzutun, den anderen etwas vorzumachen, sich anstaunen zu lassen, das liegt auch in der Kindesnatur. Aber wenn wir uns den Leichtsinn auch so erklären können, darf er doch nicht unbeeinflußt bleiben. Es mag auf das Kind hier wie bei andern Untugenden das Wort angewendet werden können: ,, Und wenn ich auch aus Schwachheit fehle, herrscht doch Da der Leichtsinn auch in der Genußsucht seine Wurzeln hat, gilt es auch diese zu bekämpfen, indem man die Entsagung lehrt. Wir brauchen dem Kinde durchaus nicht gänzlich die sinnlichen Freuden zu entziehen, aber eine gewisse Beschränkung ist doch immer am Plazze. Das Kind soll nicht jedes Gelüst und Verlangen befriedigen, sondern muß gewöhnt werden, sich auch einen Genuß zu versagen; es muß auch für den feinen geistigen und seelischen Reiz empfänglich werden, sich selbst zu besiegen, sich mit der Zeit standhaft unters eigene Gebot zu stellen. Das führt zum wichtigsten Mittel gegen den Leichtsinn, zur ernsten Pflichterfüllung. Auch das Kind kann schon für den heiligen, hohen Pflichtgedanken gewonnen werden. Das geschieht zum ersten durch das musterhafte Beispiel des Erziehers, zweitens durch die Gewöhnung an die ordentliche Erfüllung der Aufgaben im findlichen Pflichtenkreise. Hierbei gilt es, das Kind zur Ueberzeugung zu bringen, daß ihm die Pflicht über alles gehen muß und sodann, einen festen Willen zu schaffen. Es kann nicht schaden, das Kind zuweilen in Lebenslagen zu stellen, wobei es sich selbst entscheiden und eine Kraftanstrengung vollbringen muß. Freilich darf die Ueberwachung nicht fehlen. Denn ohne sie bewahrheitet sich das Beispiel aus Herders Legende leicht auch am Kinde:„ Und die Freiheit ward ein Netz des Jüng- in mir die Sünde nicht"; aber dennoch muß man bei leichtsinlings." Nur willensstarke Menschen meistern später einmal das Leben. Das mag in unseren Tagen ganz besonders betont werden. Denn es herrscht heute das Bestreben, dem Kinde nur ja zu allen seinen Rechten zu verhelfen, ihm den Lebensweg angenehm zu gestalten. Ganz schön; aber dabei darf es nicht verweichlicht werden und muß lernen, sich unter das eigene Gesetz zu beugen. nigen Handlungen und erst recht bei deutlicher Veranlagung dazu auf der Hut sein, da hierbei zu leicht der sittliche Charakter und der ganze spätere Lebenserfolg gefährdet ist. Und kann die Erziehung auch den zukünftigen Menschen nicht mit Sicherheit verbürgen, so kann sie ihn doch zum Teil mit vorbestimmen und wenigstens alle möglichen Mittel anwenden, um einen festgeschlossenen ernsten Menschen heranzubilden. Mittwoch, den 25. Februar 1931. Garbenteich 1. Wiesed 1, 6: 3( 3: 0). Garbenteich hatte sich Wiesec zu einem Gesellschaftsspiel verpflichtet. Um 3 Uhr stellten sich die Mannschaften dem Schiri Spurt- Butzbach. Garbenteich war von Anfang leicht überlegen und konnte auch bis Halbzeit drei Tore vorlegen. Nach Seitenwechsel ging Wiesed etwas mehr aus sich heraus und fonnte auch drei Tore innerhalb 20 Minuten aufholen. Doch furz vor Schluß fonnte Garbenteich drei weitere Tore für sich buchen und so das Endresultat herstellen. Schiri Spurt war dem Spiel ein gerechter Leiter. Ettingshausen 1. Steinberg 1. 3: 4( 2: 2) abgebrochen. In diesem Gesellschaftsspiele wurde mit einer Härte ge[ pielt, als wenn es um die wertvollsten Punkte für eine Meisterschaft ginge. Von Anstoß weg war Ettingshausen überlegen und ging bald 1: 0, 2: 0 in Führung. Der mit Schnee bedeckte Boden ermüdete sehr, auch hatte Ettingshausen das Pech, nur mit 10 Mann auf dem Platze zu sein. Bis Halbzeit verbuchten auch die Gäste 2 Treffer für ihre Farben. Die guten Ermahnungen in der Pause, seinen Gegner als Kamerad zu betrachten, schienen nach Wiederbeginn auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. In der 26. Minute der zweiten Halbzeit war jedoch alles wieder vergessen. Die Gäste gaben den Anstoß zu einem Vorfall und verließen den Platz. weka. Ettingshausen Wagenborn- Steinberg 3: 4( 2: 2) abgebr. 3um fälligen Gesellschaftsrückspiel weilte WagenbornSteinbergs Erste am Sonntag in Ettingshausen. Ueber den Spielverlauf ist nichts Erfreuliches zu berichten, da das Spiel beim Stande 4: 3 für Wagenborn- Steinberg ein tragisches Ende nahm und abgebrochen wurde. Spielerbegnadigung: Durch Bundesvorstands- Beschluß des D.F.B. ist der dauernde Ausschluß folgender vom Westdeutschen Spielverband bestrafter Spieler in eine befristete Disqualifitation umgewandelt worden: 1. Adolf Heimel, Werdohl, Disqualifikation aufgehoben; 2. Tibulski, Schalke 04, Disqualifikation aufgehoben; 3. Simon, Schalte 04, Disqualifikation aufgehoben; 4. Neumann, Schalte 04, Disqualifikation aufgehoben; 5. Rodner, Schalke 04, Disqualifi= fation aufgehoben; 6. 3ajons, Schalte 04, Disqualifikation bis 31. 3. 31; 7. Valentin, Schalke 04, Disqualifikation bis 31. 3. 31; 8. Rothardt, Schalke 04, Disqualifikation bis 31. 5. 31; 9. Ba= dorreck, Schalke 04, Disqualifikation bis 31. 5. 31; 10. Sobodka, Schalke 04, Disqualifikation bis 31. 5. 31; 11. Böke, Schalke 04, Disqualifikation bis 31. 5. 31; 12. Jazzef, Schalte 04, Disqualifitation bis 31. 5. 31; 13. Ruzorra, Schalte 04, Disqualifikation bis 31. 5. 31; 14. Czepan, Schalke 04, Disqualifikation bis 31. 5. 31; 15. Kampmann, Schalte 04, Disqualifikation bis 31. 5. 31. Bestrafung: Die Spielvereinigung Barmen hat am 1. Februar das erste Spiel in Deutschland gegen Gymnasia Esgrima de la Plata" ausgetragen. Da dies Spiel im Rahmen der Wettspielreise der argentinischen Mannschaft weder angemeldet, noch vom Deutschen Fußball- Bund genehmigt war, wurde die Spielvereinigung Barmen vom Bundesvorstand mit einer Geldstrafe von 300.- RM. belegt; außerdem wird ihr auf zwei Jahre ein Spielabschluß mit ausländischen Vereinen nicht genehmigt werden. Länderspiele: Als Zeitpunkt für das Fußballrückspiel gegen die dänische der Nationalmannschaft ist mit der Dansk Boldspil Union 27. September 1931 vereinbart worden. Ueber den Ort des Länderspiels ist eine Entscheidung noch nicht getroffen worden. Außerdem hat der Deutsche Fußball- Bund eine Einladung des Desterreichischen Fußball- Bundes erhalten, aus Anlaß der Einweihung des Wiener Stadions das bereits früher vereinbarte Rückspiel der beiderseitigen Nationalmannschaften auszutragen. Der genaue Zeitpunkt der Stadioneinweihung ist jedoch noch nicht bestimmt. Pokalendspiel: „ Gießener Zeitung" Der verärgerte Staatskommissar. Ruhla. Der kommissarische Bürgermeister Dr. Gräter hat an den Landrat des Landkreises Eisenach ein Schreiben gerichtet, in dem er den Landrat bittet, ihn zum 1. März von seinem Amte als fommissarischer Bürgermeister und Beauftragter des Thüringschen Kreisamtes zu entbinden. Dr. Gräter begründet seinen Entschluß damit, daß es ihm infolge der Vorkommnisse Das Schlußspiel um den Bundespokal findet am 19. April in Dresden auf dem Plate des Dresdner Sport- Clubs statt. Als Gegner stehen sich die repräsentativen Mannschaften des Süddeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes und des Verbandes Mitteldeutscher Ballspielvereine gegenüber. Englands teuerste Spieler. Jad- Arsenal hält mit 206 400 Mark den Reford seit 1928. Nr. 16 meinden hier draußen nie aufhören. Die große Freude, unseren deutschen Kindern einen Teil der lieben Heimat ersetzen zu können und sie zu tüchtigen deutschen Menschen erziehen zu helfen, hilft über vieles hinweg. Die natürlichen Düngemittel in der Stadtratssitzung vom 13. Februar und der zunehmenden für die Ernährung unserer Kulturpflanzen. politischen Verhetzung nicht mehr möglich sei, für die Wiederherstellung geordneter Verhältnisse in der Stadtverwaltung die Verantwortung zu übernehmen. Der Kreisausschuß hat dem Gesuch stattgegeben und den früheren Bürgermeister Lederer zum fommissarischen Bürgermeister von Ruhla ernannt. Die sportliche Leistungsfähigkeit der englischen und schottischen Ligavereine ist hinreichend bekannt. Was diese Vereine sich aber auch die Anstellung erstklassiger Leute kosten lassen, und wie leistungsfähig sie auch auf finanziellem Gebiet sind, dürfte in hinreichendem Maße eine kleine Betrachtung über die bisher in Großbritannien gezahlten Höchstbaufsummen für Spieler zeigen. Lieber Mörder als arbeitslos. Der Hamburger Polizei stellte sich der 36jährige Melker König aus Charlottenburg. Er gab an, am 20. Januar in Neukölln im Mercedes- Palast den Geschäftsführer Schmoll erschossen und beraubt zu haben. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, ist die ganze Geschichte völlig erfunden. Der angebliche Mörder ist ein Mann, der schon lange arbeitslos ist, auch kein Obdach besitzt und in seiner Verzweiflung die Selbstbezichtigung ersonnen hat, um für einige Zeit im Gefängnis Obdach und Nahrung zu erhalten.( ,, Köln. Zeitg." vom 27. 1.) Kommentar überflüssig! Der englische Fußballsport weist zur Zeit nicht weniger als zehn Spieler auf, deren Transfersummen höher als 140 000 Mark waren, das sind insgesamt 7000 Pfig. Sterling. Ueber 5000 Pfd. tamen bisher dreiundzwanzig Leute! Das sind Summen, die man begreiflicherweise auf dem Kontinent bei weitem nicht erreicht, die auch schon aus dem Grund hier unmöglich sind, weil die regelmäßigen Spieleinnahmen englischer Professionalvereine hier bei weitem nicht erzielt werden. 46. Balneologentongreß. Der 46. Balneologenfongreß wird vom 7.- 11. April 1931 in Bad Ems tagen. Die Haupt- Themata des Kongresses behandeln die Bekämpfung der asthmatischen Erkrankungen durch die Heilmittel der Kurorte und die Bedeutung der alkalischen Heilquellen. Mit der Tagung sind Besichtigungen der Kur- und Brunneneinrichtungen von Bad Ems, Fachingen, Schwalbach und Schlangenbad und ein Besuch von Koblenz und Kloster, Eberbach verbunden. Nähere Auskunft über die Tagung erteilt der Generalsekretär der Balneologischen Gesellschaft, Dr. Max Hirsch, Berlin W. 35, Steglitzerstraße 66. Wie Amerika die Schiffahrt subventioniert. Von Dr. P. Lieb, Landwirtschaftslehrer u. Wirtschaftsberater. Während die künstlichen Düngemittel in der Regel nur einen der Pflanzennährstoffe enthalten, finden wir diese jämt= lich in den natürlichen Düngern, zu denen der Stalldung, die Jauche, der Kompost und der Fäkaldünger zu rechnen sind. Avgesehen von der Jauche enthalten die natürlichen Düngemittel humusbildende Stoffe und gewisse Bakterienarten, die für das Pflanzenwachstum unerläßlich sind. Die Grundlage jeglicher Düngung sind die natürlichen Dünger, zu denen auch die Gründüngung zu rechnen ist; für das Acer- und Gartenfeld ist es der | Stalldung, für Wiese und Weide ist es der Kompost. London. Nach einer Meldung aus Newyork werden im dortigen ,, Journal of Commerce" Enthüllungen über die erstaunliche Höhe der Subventionen, die die amerikanische Regierung den privaten Schiffahrtsgesellschaften zukommen läßt, gemacht. Es handelt sich dabei um die bekannten Postsubsidien. Eine Gesellschaft beispielsweise, die 10 400 RM. auf Grund der normalen Sätze hätte beanspruchen dürfen, erhielt tatsächlich 1 040 000 RM. Eine andere Reederei, die auf Grund von 15 Reisen einen Anspruch auf 54 000 RM. hatte, strich in Wirklichkeit 2 920 000 RM. ein. Besonders krasse Beispiele decken die Tatsache auf, daß einer Gesellschaft anstatt der ihr rechtlich zustehenden 140 RM. volle 940 000 RM. und einer anderen anstatt von 12 RM., die de facto mit Beförderung von Post verdient wurden, 400 000 RM. zugeteilt wurden. Englands teuerster Spieler ist bisher der Internationale Jad, der 1928 für 10 340 Pfd.= 206 400 Mark von Bolton Wanderers zu Arsenal übersiedelte. Dichtauf folgte mit 200 000 Mark Chelseas berühmter Stürmer Gallagher, der 1930 von New Castle übernommen wurde. Arsenal besitzt in James, der 1929 von Preston North Ende für die Kleinigkeit von 180 000 Mart übernommen wurde, einen weiteren TransferSpitzenmann. 160 000 Mark kosteten drei Leute: Hill- Newcastle United, der 1928 von Burnley kam, Bradshaw- Liverpool, den man 1930 von Bury holte, und schließlich noch Burnleys früheren Spieler Devine, den sich Newcastle 1930 sicherte. Aston Villa, Englands reichster Verein, verstärkte sich 1927 durch den Schotten Gibson von Partit Thistle gegen eine Kaufsumme von 150 000 Mart und sicherte sich 1930 der Dienste Lewis- Swansea Town für 7000 Pfund. Auf den gleichen Ablösebetrag kam Mandley- Huddersfield, der von Port Vale übernommen wurde. Union Amerifas Abwehr gegen das Russendumping. Moskau, 24: Febr. In Amerika wurde in den Maßnahmen gegen den Sowjetimport ein weiterer Schritt getan. Das Repräsentantenhaus nahm den Gesetzantrag Kendal an, der die bisherigen Vorschriften gegen die Einfuhr von Produkten der Zwangsarbeit verschärft und das Einfuhrverbot auch auf Waren ausdehnt, die durch Zwangsarbeit verfrachtet oder transportiert werden. Gleichzeitig wurde das Inkrafttreten der gegen die Zwangsarbeit gerichteten Einfuhrverbote auf April 1931 vor= verlegt. Aus einer kleinen deutschen Schule in der Mandschurei. Es ist eine in der landwirtschaftlichen Praxis vielerorts eingebürgerte grundverkehrte Ansicht, zu glauben, daß wir uns auf die Dauer von den natürlichen Düngern lossagen können und glauben, Höchsternten nur durch künstliche Düngemittel zu erzielen. Leider stößt man vielerorts immer noch auf die Tatsache, daß der Pflege und der Behandlung der natürlichen Düngemittel, insbesondere des Stalldüngers, nicht immer die nötige sachgemäße Behandlung zukommt. Die Jauche muß man möglichst von der Außenluft fernhalten, um eine große Verdunstung des Stickstoffs in Form von Ammoniak zu vermeiden. Durch porösen Untergrund der Jauchegrube versidern außerdem die Nährstoffe und gehen in der Wirtschaft verloren. Bezüglich der Behandlung des Stalldüngers sei an ein ebenso altes wie bewährtes Bauernsprichwort erinnert:„, Halt ihn feucht und tritt ihn feste, das ist für den Mist das beste". Die vom Tiere in der Nahrung aufgenommene Phosphorsäure wird neben dem Kalf vorwiegend zum Aufbau des Knochengerüstes verwendet. Stalldung und besonders Jauche sind deshalb sehr arm an Phosphorsäure. Dieser Tatsache ist bei der Ernährung unserer Kulturpflanzen unbedingt Rechnung zu tragen, wissen wir doch, daß die Phosphorsäure vorwiegend zur Bildung von Körnern und Samen verwendet wird. Erst durch Beidüngung von Phosphorsäure, am besten durch Superphos phat mit 18 Prozent wasserlöslicher Phosphorsäure, werden obengenannte natürlichen Düngemittel zu Volldinger im wahr= ſten Sinne des Wortes. Superphosphat eignet sich, wie die Erfahrungen von Theorie und Praxis bestätigen, sehr gut zur Konservierung des Stallmistes und der Jauche. Das Verfahren ist sehr einfach; man gibt je Tag und Stüd Großvich ein bis zwei Pfund Superphosphat in die Jauchegrube und auf die Düngerstätte. Durch den im Superphosphat enthaltenen Gips wird der sehr leicht flüchtige Ammoniakstidstoff gebunden und somit der Wirtschaft erhalten. Mukden( China). Ueber die Deutsche Schule wird uns geschrieben: Unsere Schule hat nur 18 Schüler, dafür aber fünf verschiedene Klassen, die wir nach Möglichkeit in Uebereinstimmung mit den heimischen Klassen führen. Um die Arbeit zu bewältigen wir sind zwei Lehrkräfte muß man seine ganze Kraft und Zeit einsetzen. Dazu kommt die Hauptschwierigkeit unserer Arbeit: von unseren 18 Schülern sind nur sechs Kinder rein deutscher Abstammung, sechs entstammen ge= mischten Ehen und sechs sind Ausländer, die die deutsche Sprache teilweise nur sehr mangelhaft beherrschen. Die Ausländer haben 3. T. in den Nachmittagsstunden Nachhilfeunterricht, der auch von uns erteilt wird, da er so der Schule und auch den Schülern am meisten nützt. Dabei ist unser Gehalt, das an sich schon ein Gehalt zum„ Ebenauskommen" war, trotz des Silbersturzes von mehr als 50 Prozent nur um 20 Prozent erhöht worden. Man mag in diesen schweren Zeiten zu Hause manchmal den Wunsch hören: wie gern ginge ich ins Ausland! Ich kann niemand dazu raten, denn man muß hier nicht nur ein sehr vielseitiger Lehrer sein, sondern sich auch durch tausend kleinliche Schwierigkeiten durchwinden, die in diesen kleinen GeHeizi Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken Von vornehm., besteingeführt. Versicherungskonzern wird nachweisl. tüchtiger Inspektor in entwicklungsfähige Stelle m. größerem Arbeitsgebiet sofort gesucht. Lebensspezialisten erhalen den Vorzug. Schriftliche Bewerbungen m. Zeugnisabschriften, lüdenlosem Lebenslauf, Erfolgsnachweisen und Gehaltsansprüchen erbeten an Bezirksdirektor Manz, Wiesbaden, Adolfstrasse 3 II. Höchsternten im Garten und in der Ackerlandwirtschaft können nur erreicht werden, wenn für ein für die Pflanze günstiges Nährstoffverhältnis im Aderboden gesorgt wird, wobei aber die natürlichen Dünger die Basis jeglicher Düngung bilden müssen. Modentelegramme. Die Mode fennt keine Pausen! Die modeschaffenden Indu= strien arbeiten monatelang ununterbrochen an immer neuen, einander ablösenden, einander steigernden Ideen. Das Resultat: Die neue Mode! Nicht aus Laune geboren, aus wirtschaftlicher Notwendigkeit! Nicht um verwöhnter Frauen Eitelkeit zu be= friedigen um Millionen Brot und Arbeit zu erhalten! Noch gilt die Forderung, der Anzug der Frau sei einheitlich in seiner Farbe, sei auf nur einen Ton gestimmt aber die Anzeichen sind unverkennbar, daß man zu einer belebenden Mehrfarbigkeit greifen wird. Kleine, reizende, sehr jugendliche Jacken, die selbständig für sich bestehen, in Material und Farbe vom übrigen abweichen, sie machen den Anfang! Das Material dieser neuen Jaden ist meist Samt! Damit ist genug gesagt, um sie begehrenswert zu machen! Sie werden den Blusenanzug ebenso reizvoll ergänzen, wie das schlichte Straßen- und garnierte Besuchskleid! Neue Bücher. Geld spielt keine Rolle aber haben muß man es, wenn einen das dringende Bedürfnis nach dem höchsten Luxus unseres Erdballs plagen sollte. Wenn wir auch vorläufig feineswegs so mammonbegnadet sind, können wir uns doch schon genau an= Millionäre in Amerikas Lurusbädern ihr sehen, wie z. B. Weekend verbringen. Das neue Heft der Woche" bringt darüber aufschlußreiche Bildberichte. Aber auch über das beschei= dene Leben unseres Alltags finden wir hier interessante Aufklärungen. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Union Union Billigster und bequemster Brennstoff Driketts Oeffentlicher Dank! Kostenl. teile ich gern briefl. jedem, der an Rheumatismus, Gicht, Ischias, Nervenschmerzen leid. mit, wie ich v. mein. qualv. Schmerzen d. e. garant. unschädl. 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