Nr. 84. Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. 44' Jahrg. - Politische Rundschau. gerade deswegen jeht sportlichen Betätigung tellung wird noch bes Besitz des Jugendsport n- und Sportabzeichens gen ist, ein Beweis, daß Fußballspielen beirantt igkeit bei den einzelnen sprechend hat auch der Gemeldet waren( nach inde) zusammen 30929 ele trugen 673 778 Spiele nämlig 291 356 Puntte Das find nüchterne 3ab ens der ehrenamtlichen vermag nur der zu er Der durch Lettüre und aufenden hält, und wie s zu Leidenschaft gestei den Aftiven und Bu läßt sich überhaupt night Indes. Bei 166 000 Mt. 000 Mt. Ausgaben nötig, stand, doch ist dieses da 50 000 Mt, auf das Ge ; der Reservefonds von riffen zu werden. Der den Meisterschaftsspielen Fund 88 000 Mt. ein bei Mr.; die Besucherzahl ie Aufstellung über den einzelnen Spiele; leider fgezählt werden, nur fei n( Hertha Berlin gegen el Hertha Berlin gegen unde in Berlin mit je ielt wurden, dagegen bei Prussia Samland, and Tennis- Boruffia Berlin) Sezw. 900 Mt. aus der Eine weitere Ein n Deutschland und die er Zahl brachten bei It. Gewinn, doch gingen im Ausland ab, jo da giten Ueberschuß werfen despokal ab. Spielstärte nicht gleichen esvereinsbestandes. Der eine längere Betrachtung die Ursachen des Uebel ngen foll: Die Spiel leintämpfe!" Es wäre usgangspunkt für durch I durch einen öffent es Preisausschreibens- Dortgemeinde medte und gen zu dem bestehenden Iman sollte doch denten, ag in allen Puntten an so doch wenigstens dur eine gute de tande fönnte. ritandes bei einer großen anglage gingen bis zum tworten ein. Aus diesen eschuldenfreie Spielpläte Vereine auf ihren Plätzen 2894 000 t. haben; 0 Mt. er. erfasser der Spionage", von heute. Dieser neue ", Verlag Died& Co., Leinen geb. RM. 4.50) mas' unsterblichen ,, Dent Eff wertet hier die fabel mas' aus. Das ist ni ie neue Idee, die zünde ten großen Liaisons un astisch vor uns auf, fo w Gestalt des unheimliche großartig gelungen. Me reich an Erlebnissen un Berndorff- Roman ganz s Landes- und Volksfund gegeben von Dr. C. Si -Wissen Sie schon, de getauft worden ist? Do ne Geschichtsforscher Geor hrmannsstraßen in Heffe ren Verkehrs auf diese uns darüber eine fultur nstagen vor. Eine B Seffen 1611 nach Engla s Philipp Losch. hen Aufstieg hoffen? rspricht auf Grund feine hwung. Im neuen S mann, der bekannte Beit ng, in einem ausführli außerdem den neuen ein anderer". an Klein in Gießen Giefe Reichspräsident von Hindenburg hat auf Vorschlag der Reichsregierung die Mitglieder des Wirtschaftsbeirats ernannt, der sich aus Persönlichkeiten der Industrie, Landwirtschaft, des Handels, Handwerks, Gewerbes zusammensett. Am 29. Oftober findet die erste gemeinsame Sigung unter Vorsitz des Reichspräsidenten statt. Der Reichspräsident hat auf Vorschlag des Reichskanzlers den bisherigen Regierungspräsidenten von Trier, Dr. Saassen, zum Reichskommissar für die vorstädtische Kleinsiedlung und Bereitstellung von Kleingärten für Erwerbslose ernannt. In den nächsten Tagen wird die in der Notverordnung vom 6. Oktober vorgesehene Verordnung über den Notgeldverkehr veröffentlicht werden. Am Samstag wird eine Verordnung zur Verlängerung der Krisenfürsorge ergehen. Sie ist durch die Verkürzung der Arbeitslosenunterstützungen von im allgemeinen 26 auf 20 Wochen notwendig geworden. Der Reichsrat verabschiedete einen Gesezentwurf über den gewerblichen Rechtsschutz. Das Reichsarbeitsministerium teilt mit, daß Meldungen über eine neue Besoldungsordnung jeder Grundlage entbehrten. Die oberste Vertretung der deutschen Landeskirche, der deutsche evangelische Kirchenausschuß, beschloß eine Kundgebung in der Kriegsschuldfrage, die nicht nur an die evangelischen Kirchengemeinden in Deutschland, sondern auch an die großen internationalen Kirchenverbände gerichtet werden soll. Am Sonntag morgen bringt der Rom- Expreß einen Gast besonderer Art nach Berlin. Jtaliens Außenminister Grandi erwidert den Besuch, den die deutschen Staatsmänner den römischen Ministern abstatteten. Die nationalsozialistische Fraktion des Bayrischen Landtages hat bereits die angekündigte Klage beim bayrischen Staatsgerichtshof gegen die bayrische Regierung und den bayrischen Landtag eingereicht. Sie bestreitet in dieser Klage die Rechtsgültigkeit des Landtagsbeschlusses vom Donnerstag, wonach das Rumpfparlament weiter bestehen soll. In verschiedenen Pressekommentaren, besonders in Links: blättern, ist im Zusammenhang mit der Ernennung der Mitglieder des Wirtschaftsbeirates bemängelt worden ,, daß von den 25 Mitgliedern des Beirates 19 Arbeitgebervertreter und nur sechs Arbeitnehmervertreter berufen worden seien. Der preußische Landtag lehnte am Donnerstag die deutschnationalen und kommunistischen Mißtrauensanträge gegen die preußische Staatsregierung, über die in einem Wahlgang abgetimmt wurde, mit 225 Stimmen der Regierungsparteien gegen 195 Stimmen der Opposition ab. In Berlin hält sich seit einigen Tagen ein Gast auf, der in der großen Politik schon oft seine Lanze für das Deutsche Reich eingelegt hat: der ehemalige Burengeneral Smuts. Washington stand am Donnerstag unter dem Zeichen der Antunft des französischen Ministerpräsidenten Laval. Nach Meldungen aus Washington erklärte heute Senator Borah gegenüber französischen Zeitungsberichterstattern, daß eine Revision des Versailler Vertrages eine gebieterische Notwendigfeit sei. Die spanische Kammer hat gegen fünf Stimmen den Gesetzentwurf zum Schutze der Republik angenommen. Schwere revolutionäre Unruhen sind in der britischen Kronlolonie Cypern ausgebrochen. Der Regierungs- Palast wurde in Brand gesteckt und ist vollständig zerstört. Wie aus La Paz gemeldet wird, hat die Regierung von Bolivien für alle auswärtigen Verpflichtungen und alle Schulden, die in ausländischen Devisen bezahlt werden müssen, ein Moratorium von 30 Tagen erklärt. In der Donnerstag- Verhandlung des Lübecker TuberkuloseProzesses beschäftigte sich das Gericht erneut mit der Frage, ob nicht doch vielleicht eine Verwechslungsmöglichkeit im Laboratorium des Lübeder Krankenhauses bestanden haben kann. Aufsehen erregten in der Donnerstagsigung des Lübecker Prozesses die Mitteilungen über eine bisher nicht bekannt ge= wesene Calmette- Katastrophe in Bulgarien, und zwar haben sich in Pernik in der Zeit vom Mai 1927 zum Oftober 1929 über neunzig Todesfälle ereignet. Fast kein Abend vergeht in Berlin, ohne daß in Lebensmit telgeschäften in allen Stadtgegenden räuberische Ueberfälle und Plünderungen ausgeführt werden. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 24. Oktober 1931 Steuerleistung in Naturalien in Danzig. Danzig. Die Not der Landwirtschaft hat den Senat veranlaßt, ihr durch Verordnung vom 14. Oktober 1931 die Begleichung der Staatssteuer in Naturalien zu ermöglichen. Um dieses Ziel zu erreichen, war bereits durch Verfügung vom 4. September bezüglich der Gemeindesteuer eine Regelung ge= troffen worden, die es den Gemeinden gestattet, die Erwerbslosenunterstützungen in den Landkreisen zu 40 Prozent in bar und 60 Prozent in Naturalien auszuzahlen. Kommunistischer Ueberfall. Darmstadt. In der Nacht zum Donnerstag wurden 16 Nationalsozialisten, die von einer Versammlung in Heppenheim famen, von etwa 25 Kommunisten zwischen Heppenheim und Lorsch überfallen. Die Angreifer famen mit Fahrrädern und schlugen mit Knüppeln auf die Nationalsozialisten ein. Es wurde auch geschossen. Zwei Nationalsozialisten wurden leicht, einer schwer verletzt. Aus der hessischen Wirtschaftspartei. In einer erneuten Wahlkreiskonferenz der hessischen Wirtschaftspartei wurde einstimmig beschlossen, ebenso wie im Landbund, bei dem bevorstehenden Wahlkampf aus Gründen der 3wedmäßigkeit Provinzlisten aufzustellen. Die Kandidaten der einzelnen Provinzen werden in den nächsten Tagen veröffentlicht. Inflations Interessenten? Wenn etwas geeignet ist, den Interessen des gesamten Volkes zu schaden und die sehnlichst erwartete Gesundung unseres Wirtschaftslebens nachhaltig zu hemmen, so ist es das leichtfertige Gerede um eine neue Inflation. Immer wieder hört man von umlaufenden Inflationsgerüchten: der eine äußert eine Vermutung, der andere trägt sie besorgt weiter, der Dritte beginnt darauf seine geschäftlichen Dispositionen abzustellen, ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholung Rabatt Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung Nummer 85 Not verwalten statt Not überwinden. Darüber schreibt der Pressedienst des Hansa- Bundes für Gewerbe, Handel und Industrie: Dieses Motto gebührt der soeben veröffentlichten dritten umfassenden Notverordnung der Reichsregierung vom 6. Oktober 1931. Nach den Halbheiten und Unzulänglichkeiten der Verordnung vom Dezember 1930 und Juni 1931 hatte man viel befürchtet. Daß alles Hoffen auf irgend eine, zur Wiederherstellung des Vertrauens geeignete, neue Aufbaubereitschaft auslösende Maßnahme erneut ganz begraben werden muß, ist ein schwerer Schlag für diejenigen, die trotz der schweren gegenwärtigen Notstände nicht in Pessimismus versinken wollen. Größer denn je u. dringender denn je ist denen, die für einen wirtschaftl. Wiederaufstieg und für die Ueberwindung der sozialen Not kämpfen, die Aufgabe gestellt, in der Grundlinie der Gemeinschaftserklärung der deutschen Wirtschaftsverbände den wirtschaftspolitischen Kampf mit erhöhter Energie fortzuführen. Die allgemeine Präambel, die die Reichsregierung der amtlichen Erklärung der neuen Verordnung voranstellt, geht von der Behauptung aus, daß das Ziel aller bisherigen und nun auch der neuen Maßnahmen ,, die Festigung und Wiederherstellung der Solidität der gesamten Staatswirtschaft und darüber hinaus auch der Privatwirtschaft" sei. Es soll über diese Formulierung heute nicht gestritten werden. Festzustellen ist nur, daß die bisherigen Notverordnungen weder für den Staat noch für die Wirtschaft von Nuzen gewesen sind. Und da die neue Verordnung den bisherigen erfolglosen Weg fortseßt, wird und kann auch sie keine Hilfe bringen. sagt weiterhin, daß ,, noch gewisse Grundfragen deutscher Wirt Die Präambel be= schaftsführung ihrer Lösung harren", daß diese Fragen baldigst zwecks Aufstellung eines Wirtschaftsprogramms ,, einer beschleunigten Beratung durch Persönlichkeiten zugeführt werden - der Vierte endlich glaubt ganz besonders klug und vorsorglich sollen, die durch Kenntnisse und Erfahrungen zur Mitarbeit zu handeln, wenn er gehamstertes Bargeld in ,, Sachwerten" anlegt. Mit großer Beharrlichkeit und Zähigkeit pflanzen solche Gerüchte sich fort, allen sachlichen Erwägungen, allen wirtschaftlichen Tatsachen zum Trotz. Wie ist es überhaupt denkbar, daß ein Volk, das bereits einmal der furchtbaren Seuche Inflation" beinahe erlegen wäre, heute überhaupt die Möglichkeit einer neuen Inflation erörtert? besonders berufen erscheinen", und dann wird festgestellt, daß ,, die neue Notverordnung in weitem Umfange Voraussetzung der Aufstellung eines solchen Wirtschaftsprogramms" fei. Bekanntlich hat die Gemeinschaftskundgebung der Wirt schaftsverbände, der die demagogische Gegenkundgebung der Gewerkschaftsdogmatiker folgte, bei der Reichsregierung den Plan Vielleicht weiß kaum einer, der heute von der Gefahr einer nach einer Zusammenführung von Vertretern aus beiden neuen Inflation spricht, woher das Gerücht kommt, das er nur Lagern ausgelöst. Wir standen und stehen einem solchen Plan allzu bereitwillig weiterträgt. Nicht eine Tatsache gibt es, mit Skepsis gegenüber, da alle bisherigen Erfahrungen die Undie dieses Gerücht stützt. Wird etwa heute der Umlauf an 3Zahfruchtbarkeit solcher Beratungen erwiesen haben. Es spricht fungsmitteln fünstlich vermehrt- über den volkswirtschaft- gegenwärtig nichts dafür, daß aus solcher Beratung ein Ergeb lichen Bedarf hinaus? Arbeitet etwa die Notenpresse, um neues nis zustande kommt, das der grundsäßlichen Feststellung des Papiergeld zu drucken? Mit seiner Hilfe etwa ein bestehendes ebenfalls durch die Erfahrungen erwiesenen Tatbestandes im Staatsdefizit auszugleichen? Steigt etwa das Preisniveau Manifest der Wirtschaftsverbände entspricht, die deutsche sprunghaft, wie wir es alle aus den Inflationsjahren in Politik müsse erkennen, daß es zwischen sozialistischen und kapi schredhafter Erinnerung haben? Nichts von alledem ist fest- talistischen Wirtschaftsmethoden kein Kompromiß gibt und sich zustellen. Kein Symptom einer aufkommenden Inflation zeigt offen und rückhaltlos zu einem Weg ganz bekennen". Was soll überhaupt aus solchen Beratungen herauskommen, wenn sich auch nur fern am Horizont. Niemals würde eine verant die Reichsregierung ihrerseits erklärt: Grundfragen der Wirtwortungsbewußte Regierung in Deutschland den abschüssigen schaftsführung sind noch zu entscheiden, hierbei sollen SachWeg der Inflation von neuem beschreiten können. verständige mitwirken, die Voraussetzung des zu gestaltenden Programms schafft aber die neue Notverordnung. Hier erfolgt eine Ginengung für Inhalt und Zielsetzung des aufzustellenden Wirtschaftsprogramms, hier wird für seine Gestaltung ein Rahmen aufgezeichnet, der unerträglich ist. Oder gibt es etwa in Deutschland Kreise, die an der Wiederkehr einer Inflation ein Interesse hätten? Wer diese Frage beantworten will, tut gut, einmal in jene Zeit zurückzubliden, in der jeder einzelne von uns mit Millionen, mit Milliarden und Billionen rechnete. Wirklichen Nutzen von der damaligen Inflation hatte kaum ein Erwerbsstand, kaum eine produktive Wirtschaftsgruppe. Alle haben sie mehr oder weniger schwer gelitten, alle atmeten auf, als es gelang, den Sturz in den Abgrund zu verhüten, zu neuen, sicheren Usern: zu einer stabilen Währung zu gelangen. Vorübergehenden Vorteil hatten allenfalls jene anrüchigen Elemente, die Hyänen des Schlachtfeldes, die, als Nutznießer der Geldentwertung und Inflationsschieber stigmatisiert, längst in das wohltätig bergende Dunkel zurückgesunken sind, dem sie jenen unheilvollen Jahren entſtiegen waren. Wenn heute mit Recht darauf hingewiesen wird, daß Ueber: schuldung und Zinslast in Teilen von Landwirtschaft und Industrie ein unerträgliches Ausmaß angenommen haben, wenn ferner die Notwendigkeit erkannt wird, mit Mitteln einer schöpferischen Wirtschaftspolitik hier Abhilfe zu schaffen, so kann eine solche Feststellung unmöglich zu dem Schluß führen, daß man die notwendige Entlastung der schaffenden Erwerbsstände etwa auf dem Weg einer neuen Inflation erreichen könnte. Gewiß, es ist richtig, daß eine Inflation zunächst die Schuldner auf Kosten inländischer Gläubiger entlasten kann. Aber eines Die Zahl der Arbeitslosen, die jetzt 4 484 000 beträgt, hat darf man nicht vergessen: es ist nicht allein die Schuldsumme, die entwertet, sondern wir haben es ja alle erlebt auch um 129 000 zugenommen. das Eigenkapital der Betriebe. Und weiter: auch die Kaufkraft des Volkes in seinen breiten Massen würde zerrieben. Vor acht Jahren ließ sich unter Aufbietung aller Kräfte und in zwölfter Stunde das Verhängnis abwenden; ein zweitesmal Inflation zulassen das hieße den furchtbaren Totentanz der gesamten deutschen Wirtschaft entfesseln. Andere, bessere Mittel und Wege werden gesucht werden müssen, um das deutsche Volk aus dem Dunkel und der Wirrnis unserer Tage in eine lichtere Zukunft hinüberzuretten. An der Inflation aber ist es nur insoweit interessiert, als es mit allen Mitteln dafür Sorge zu tragen hat, daß sie niemals wiederkehrt. Für 15jähr. kräft. Japan nimmt die Vorschläge des Völkerbundsrats an. Tokio, 23. Okt. Der japanische Vertreter beim Völkerbund hat den Auftrag erhalten, die Annahme der Vorschläge des Völkerbundsrats durch Japan bekanntzugeben. Japan wird die Zurückziehung seiner Truppen aus der mandschurischen Eisenbahnzone beginnen und sein Bestes tun, um die Operationen innerhalb von drei Wochen durchzuführen. Voraussetzung dabei ist, daß China die vertraglichen Verpflichtungen anerkennt und geeignete Maßnahmn ergreift, um die antijapanische Agitation zu unterdrücken. - werden. Was bringt die neue Notverordnung? Finanzausgleichs: änderungen, die im wesentlichen darauf hinauslaufen, daß die Gemeinden Teilhaber an den Entlastungen zufolge des Repa rationsfeierjahres werden, bisher unverbrauchte Wohnungsbauanteile der Hauszinssteuer dem allgemeinen Finanzbedarf zuge führt und die Befristungen der Notsteuern( Getränkesteuer, Bürgersteuer) aufgehoben werden. Rückwärtsrevidierung der Reformen auf dem Gebiet der Arbeitslosenversicherung, die mit der Verordnung vom 5. Juni 1931 festgelegt waren, nach den von der Sozialdemokratie und den Gewerkschaften geäußerten Wünschen. Auch hier zusäßliche Belastungen, die das Reich aus den Reparationsersparnissen zur Verfügung stellt. Da neben stehen gewisse Vollmachten für das sogenannte Springerund Krümper- System, jedoch mit solchen Einengungen, daß die schweren wirtschaftlichen Bedenken in nichts, wenigstens durch vorübergehende soziale Eutspannungen werden ausgeglichen Die in der Juniverordnung vorgesehenen Kürzungen der Gemeindearbeiterlöhne werden von 5 bis 7 v. H. auf 4,5 v. H. ermäßigt. Hinsichtlich des Haushalts- und Schuldenwesens erfolgen einige reichsrechtliche Bestimmungen für die Kassengebarung von Ländern und Gemeinden, die man begrüßen kann, daneben steht im Zusammenhang mit der Umschuldung ein Verfügen über Teile des Hauszinssteueraufkommens( mit der unsagbar ,, sachlichen" Begründung, daß ein Teil der Schuld verpflichtungen der Gemeinden mit dem Wohnungsbau zusam menhänge, also auf Vorgriffen auf die Hauszinssteuer beruhe) auf Jahre hinaus, die erneut zu einer langfristigen Aufrechterhaltung der Hauszinssteuer führt. Die Hauszinssteuer soll ab 1. April 1932 um 20 v. H. gesenkt werden( Abgeltung der nach den Aufwertungsgrundsägen zu bemessenden Verzinsung von Fremd und Eigenkapital), die Entscheidung über das Gesamtproblem der Hauszinssteuer wird zurückgestellt, da man sie je erstmals bis 1935 in die Umschuldungsaktion eingliedert. Erwähnt man aus dem Gesamtinhalt der Notverordnung noch - Samstag, den 24. Oktober 1931. die die Rechtsfrage betreffenden Vorschriften, die zu einem guten Teil die Rechtssicherheit zum mindesten nicht erhöhen, neue Subventionen und Garantieübernahmen durch das Reich und das Kapitel über die Möglichkeit der Herabseßung hoher Dienstvergütungen, so hat man das ungefähre Gesamtbild der neuen Verordnung. Und diese Verordnung soll nun die Voraussetzung für das zu schaffende Gesamtwirtschaftsprogramm darstellen. In die mit ihr geschaffenen Tatbestände sollen sich Beratungen einfügen, die ,, Grundfragen der deutschen Wirtschaftsführung einer Lösung" entgegenzuführen versuchen sollen. Wir hegen ernsteste Zweifel, ob es verantwortliche Sachverständige geben wird, die ein Mandat in der für diesen Zweck von der Reichs regierung beabsichtigten Kommission zu übernehmen bereit fein werden. Die Bindung der Hauszinssteuer, die Aufteilung der Reparationsersparnisse im Rahmen der neuen Regelung des Finanzausgleichs und zugunsten der Gewerkschaftswünsche auf dem Gebiet der Arbeitslosenversicherung, der Abbau der schon im Juni unzulänglichen Reformen auf dem letzteren Gebiet, die überall wieder zutage tretende Vorherrschaft des fiskalischen Gedankens gegenüber jeder volkswirtschaftlichen Erwägung das sind alles Entschlüsse der Reichsregierung, die niemals die Voraussetzung und Grundlage für ein zu schaffendes Wirtschaftsprogramm bieten können, wenn dieses Wirtschaftsprogramm mehr sein soll als ein schwächliches, erneutes Kompromiß zwischen individualistischer und kollektivistischer Wirtschaftspolitik. Die Regierung verwaltet die Not, verwaltet sie mit Maßnahmen, die zwangsläufig zu einer Steigerung der wirtschaftlichen Notstände führen müssen. Wir aber sehen die Aufgabe darin, durch Maßnahmen von Gesetzgebung und Wirtschaft die Not zu überwinden. Die Gemeinschaftserklärung der Wirtschaftsverbände hat hierzu das Notwendigste und Dringendste in ihren Forderungen an die Gesetzgebung niedergelegt. In dieser Richtung muß eine klare Entscheidung erkämpft werde. Das ist das Erfordernis angesichts der Not der Arbeitslosen, angesichts der täglich sich steigernden Zermür bung der Reste unserer wirtschaftlichen Kraft. Wir verlangen als Motto der nächsten wirtschaftspolitischen Entschei: dungen: ,, Not überwinden" und nicht ,, Not verwalten"! Oeffentliche Sammelgelder für Pelzmäntel verwendet!? München. Der Bayerische Landtag, der nach den Sommerferien am Donnerstag zum ersten Male wieder zusammengetreten war, hat sich am Freitag schon wieder auf unbestimmte Zeit vertagt. Auf die Angriffe des nationalsozialistischen Abgeordneten Dr. Buttmann gegen den Innenminister Stüzel und gegen Beamte seines Ministeriums erwiderte der Ministerpräsident Dr. Held, daß die Summen, die seinerzeit auf Grund einer öffentlichen Sammlung für das Hilfswerk für Oppau zusammengekommen war, bei weitem die eigentliche Schadenssumme überschritten hätten. Deshalb wurde von dem überschießenden Rest der Gelder ein Stock gebildet, der für ähnliche Zwecke zur Verfügung stehen sollte. Der Abgeordnete Buttmann erwiderte hierauf: Es könne gar kein Zweifel bestehen, daß diese Gelder, die eigentlich zur Abwendung eines öffentlichen Unglüds bestimmt waren, teilweise für die Beschaffung von Pelzmänteln, für Kurgebrauch und andere persönliche Angelegen heiten von Staatsbeamten verwandt wurden, die Mitglieder der Kommission für die Durchführung des Hilfswerkes waren. Buttmann verwahrte sich sodann gegen die Behauptung, daß er seine Vorwürfe ohne Unterlage vorbringe. Er habe eine genaue Attentenntnis über die Dinge, aus der flar hervorgehe, daß man nur von einer Korruption sprechen könne. Haus und Hof im Herbst. Von H. Tiedtke. ,, Gießener Zeitung" Freiwilliger Arbeitsdienst! Zu der Durchführung des freiwilligen Arbeitsdienstes wird uns folgendes geschrieben: Der Gedanke der Einführung eines freiwilligen Arbeitsdienstes in Deutschland wird seit langen Jahren von den Be= fürwortern und Gegnern umfämpft. Es ist daher umso erfreu= licher, daß eine der zahlreich ergangenen Notverordnungen auch die Schaffung eines sogenannten freiwilligen Arbeitsdienstes vorsieht, der, wie schon der Name sagt, nicht auf Arbeitszwang beruht, sondern denjenigen Erwerbslosen, welche eine praktische Tätigkeit ausüben wollen, die Möglichkeit hierzu verschafft. Infolgedessen ist in einer ganzen Reihe von Bestimmungen festgelegt, unter welchen Voraussetzungen das Reich für bestimmte volkswirtschaftlich wertvolle Arbeiten Zuschüsse zahlt, die gleichzeitig eine Entlohnung für den Arbeitsdienstwilligen darstellen, und es kann feinem Zweifel unterliegen, daß der freiwillige Arbeitsdienst insbesondere für Jugendliche, aber auch für Erwerbslose, die kurz vor Beendigung ihrer Unterstützung stehen, die Möglichkeit bietet, auf eine längere Zeit hinaus gegen die Leistung bestimmter Arbeiten einen bestimmten Betrag zu erhalten. Der freiwillige Arbeitsdienst sieht weiter die Möglichkeit vor, daß den Arbeitsdienstwilligen eine spätere Siedlung erleichtert wird, wie denn überhaupt die Bestimmung von dem Gedanken ausgeht, gerade die seelische Not der Erwerbslosen infolge der Untätigkeit zu mildern und ihnen wieder die Freude an ihrer eigenen Arbeit zu geben. Nr. 85 werbsloser, aber auch im Interesse der Fürsorge für die zahlreichen erwerbslosen Jugendlichen die Pläne auf Schaffung von Radfahrwegen mit Hilfe des freiwilligen Arbeitsdienstes nach Kräften fördern und unterstützen, da hiermit zweifellos der Gesamtheit ein großer Dienst geleistet wird. Feier des 31. Oktober in Hessen. Der 31. Oktober ist im vergangenen Jahre erstmalig in fast allen Gemeinden Hessens kirchlich begangen worden. In einigen Gemeinden wurde sogar beschlossen, ihn als bürgerlichen Feiertag mit durchgehender Sonntagsruhe und kirchlicher Feier wie am Sonntag zu begehen. Das Landeskirchenamt empfiehlt nunmehr den anderen Gemeinden, in denen die Voraussetzungen dafür gegeben sind, sich diesem Vorgehen anzuschließen, und bestimmt, daß für diese Gemeinden fünftig der 31. Oktober als Reformationsfest gelten soll, während der darauffolgende Sonntag seinen Charakter als gewöhnlicher Sonntag behält. Für die andern Gemeinden bleibt es bei der seitherigen Bestimmung, daß die Feier am 31. Oktober zur Vorbereitung und Vertiefung des am darauffolgenden Sonntag zu feiernden Reformationsfestes dienen soll. In Betracht kommen für die Durchführung der Arbeiten insbesondere solche, die volkswirtschaftlich wertvoll sind und dem Interesse der Gesamtheit idenen. Als volkswirtschaftlich wertvoll und im Interesse der Gesamtheit liegend, muß auch die Sch a f= fung von Radfahrwegen angesehen werden, denn schätzungsweise fährt jeder 4. oder 5. Deutsche Fahrrad, und man fann wohl sagen, daß bei einer Zahl von ca. 13 bis 14 Millionen Radfahrern die Schaffung von Radfahrwegen voltswirtschaftlich von großer Bedeutung ist. Die außerordentliche Zunahme des Kraftfahrzeugverkehrs auf Land- und Stadtstraßen hat dem Radfahrer in den letzten Jahren vielfach die Benutzung der allgemeinen Verkehrswege erschwert, und die hohe Zahl der Unfallziffern, an denen Radfahrer beteiligt sind, beweist, daß zum Schutz von Menschenleben die Forderung auf Trennung der Verkehrsarten durchgeführt werden muß, damit es unmöglich ist, daß der Radfahrer durch die schneller fahrenden Fahrzeuge zu Schaden kommt. Der Bau von Radfahrwegen ist daher zweifellos von großer Bedeutung, da die Radfahrwege einem sehr großen Teil der Bevölkerung zugute kommen. Tatsächlich sind ja schon in den letzten Jahren im Deutschen Reich zahlreiche Radfahrwege entstanden, doch ist es bisher nicht möglich gewesen, in dem Ausmaße Radfahrwege zu bauen, wie dies notwendig wäre, weil den hierfür in Betracht kommenden Wegebaupflichtigen die Mittel für den Bau von Radfahrwegen fehlen. Deswegen sind lebhafte Bestrebungen im Gange, die Wegebaupflichtigen zu veranlassen, mit Hilfe des freiwilligen Arbeitsdienstes den Bau von Radfahrwegen zu fördern, da ja die Entlohnung Der Beschäftigten aus den Mitteln des freiwilligen Arbeitsdienstes bestritten wird, während den Wegebaupflichtigen lediglich die sogenannte Restfinanzierung, also, die Beschaffung von Werkzeugen, Material usw. obliegt. Da die Radfahrwege im Gegensatz zum sonstigen Straßenbau keine Dauerdecke verlangen, sondern mit Hilfe einfachen Materials leicht herzustellen sind, ist der Kostenanteil der Löhne ganz wesentlich höher, als derjenige des Materials, so daß der freiwillige Arbeitsdienst in geradezu idealer Weise für die Schaffung von Radfahrwegen in Betracht tommt. Es wird daher von allen maßgebenden Behörden erwartet, daß sie im Interesse der Beschäftigung zahlreicher ErDer schöne Sommer ist endgültig zu Ende, wenn uns auch noch einige schöne warme Tage gleichsam als Abschiedsgeschenk erfreuen. Regen, Kälte und Stürme überwiegen und mahnen uns an den langen Winter. Wollen wir unser Eigentum ohne Schaden durch den Winter bringen, dann müssen wir jetzt auf alles in Haus und Hof ein aufmerksames Auge haben. Alle Holzteile leiden in einem nassen Winter im Freien sehr, wenn sie nicht mit einem tadellosen Farbüberzug geschützt werden. Was nicht tadellos ist, bekommt schnell einen neuen Farbanstrich. Jetzt kann man noch alle Schäden gut sehen und die Arbeit in hellen Stunden machen. Jetzt trodnet auch die Farbe noch gut. Einige Wochen später ist das Wetter viel ungünstiger für Streicharbeiten im Freien und in diesen teuren Zeiten tönnen wir es uns einfach nicht leisten, daß etwas umkommt, weil es nicht pfleglich behandelt wird. Ist das Dach Ihres Hauses heil? Wenn nicht, dann ist jetzt noch Zeit, an eine Ausbesserung zu denken, denn bei anhaltendem Herbstregen oder gar bei Schneefall im Winter regnet es sicher durch. Dadurch entsteht oft großer Schaden. Fenster und Türen müssen dicht schließen, weil wir nur dann gemütliche, warme, zugfreie Räume haben werden. Jetzt müssen darum alle Fugen abgedichtet werden. Kleine Fenster- und Türritzen fann man mit Dichtungsschnüren schließen. Diese werden nur angefeuchtet und zwischen geklemmt. Das kostet nicht viel und hilft immer. Im Winter hält sich das Vieh wieder mehr in den Ställen auf. Deshalb müssen diese gesund und hell sein. Auch das Tier liebt einen warmen, zugfreien Wohnraum, in dem es nicht durch= regnet. Ein nasser Stall ist jedem Tier schädlich. Darum soll man alle Rizzen gut abdichten, Fenster und Türen durch einen guten Anstrich vor dem Verwittern schützen und vor allen Dingen für ein gutes Dach sorgen. Der Stall muß auch sauber und hell sein. Dunkelheit und Schmutz sind arge Feinde unserer Pfleglinge. Vor Winteranfang sollten darum alle Ställe gründlich gereinigt und des= infiziert werden. Am besten bekommen sie danach einen weißen Anstrich mit Kaltmilch. Natürlich müssen auch die Fenster ganz sein. Schadhafte Kittstellen werden ausgebessert, weil sonst das Glas bei starkem Wind herausfällt. Alle Eisenteile, die dem Wetter ausgesetzt sind, müssen mit einer Drahtbürste von Rost befreit werden und bekommen dann einen Anstrich mit Rostschutzfarbe. Sollen sie mit dazu gehörigen Holzteilen zusammen gestrichen werden, dann erhalten sie erst vorher einen zweimaligen Anstrich mit Mennige. Ein Brunnen im Freien bedarf jett besonderer Beachtung. Wenn er nicht einfrieren soll, dann muß er einen Wintermantel bekommen. Die Eisenpumpe wird, wo es not tut, erst mit Mennige gestrichen, dann kann ein beliebiger farbiger Delanstrich folgen. Die Pumpe hat noch genügend Zeit zum Trocknen. In einigen Wochen folgt dann die Winterpackung. Am besten und saubersten ist es, wenn man die Pumpe ganz dicht mit dicen, losen Strohseilen umwidelt und dann einen gut passenden Holzkasten über das Ganze baut. Das Holz bekommt einen gründlichen Anstrich mit fetter Delfarbe, der Haltbarkeit und des guten Aussehens wegen. So geschützt, friert die Pumpe nicht so leicht ein und braucht nur bei langandauernder strenger Kälte abgestellt zu werden. Reichsparteitag der Volksrecht- Partei. Am Sonntag, den 25. Oftober, findet in Darmstadt ein Reichsparteitag der Volksrecht- Partei statt. Die Verhandlungen werden sich vor allem mit der Hauszinssteuerfrage und der Notverordnungspolitik befassen. Der Reichsparteivorsigende, Landtagsabgeordnete A. Bauser, Stuttgart, wird das Hauptreferat über„ Die Stellung der Volksrecht- Partei zur politischen Lage und zu den politischen Tagesfragen" erstatten. Dem Reichsparteitag geht eine Gigung des inneren Reichsvorstandes voraus. Zuletzt bitte ich Sie, an Ihren treuen Wächter zu denken, den Hofhund. Wie oft sieht man in einem Winkel des Hofes eine verfallene Kiste stehen, an der der arme Kerl bei Wind und Wetter schutzlos angefettet ist. Im Sommer geht es schließlich auch so, aber im Winter sollte man schon aus Menschlichkeit für eine gute Hundehütte sorgen. Fugen und Ritzen sind leicht mit einigen Brettchen zuzunageln oder mit Kitt zu verschmieren. Ein Stüd Teerpappe forgt für Trockenheit von oben, ein Bretterboden und eine dide Lage Stroh oder Heu von unten. Vor dem Eingang kommt eine Dede, um den schlimmsten Wind ab< zufangen. So fühlt sich auch der Kettenhund im Winter wohl und dankt uns durch seine Wachsamkeit. Wenn noch ein bißchen Farbe seinem Haus ein freundliches Aussehen gibt, dann braucht sich auch die Hundehütte nicht in einem Winkel zu verstecken, sondern fann im Schutz des Hauses ihren Platz be= tommen. H. K. Da staunt der Laie. Samstag, den 24. Die heimische Ka bie Quellen, die auch giebig zeigten, haben gehört. Geht man de auf den Zentralpun Shwierigkeiten der G er Grund mag gera night weiter, im Geg 1 8. mit dem Geld, Es wird in sehr vie rinem mehr oder wer Ra der es wird zum Auf der anderen Seit institute die bei ihne Dag ein solches Miz hegt auf der Hand. lagen angewiefen; a Huszahlungen; nur hinausgehende Betrag thefen und sonstigen ahlungen aus, jo fin Kredite z gezwungen, Auszahlungen zu ger Nas Handwert, die L Kreife, aus denen au diejen furzen Ueberleg Folgerung: Wenn, wie bis z und Auszahlungsverte is felber ausgleicht, Winter genau so gut men, wie es im letzter is hängt also von u Einstellung der Ber Juli läßt die Hoffnun gen wieder stärker in Zweiter deutscher Sparer- und Wirtschaftskongreß. Am Samstag, den 24. Oktober, findet in Darmstadt der 2. deutsche Sparer- und Wirtschaftskongreß statt. Es werden von den Führern der deutschen Sparerbewegung folgende Referate erstattet: Die Hauszinssteuerfrage, Sparer und Währungsfrage, Forderungen der deutschen Sparer an die Innen- und Außenpolitit; Schuß der deutschen Sparer, Sparerbund, Schutz- Spartassen, Sparertongreß und Weltspartag. Die ganze Tagung steht unter dem Motto: Deutsche Sparer, werdet eine Macht! Die Verhandlungen sind öffentlich. Abends wird eine öffentliche Kundgebung stattfinden. Berücksichtigung des Handwerks bei der Durchführung des Siedlungsplanes der Reichsregierung. Pressenachrichten zufolge beabsichtigt die Reichsregierung für Siedlungszwecke die Herstellung von 100 000 Siedlungs häusern, bei denen auch einheimisches Holz in möglichst weit gehendem Maße zur Verwendung kommen soll. Der Reichsverband des deutschen Handwerks hat dem Reichsminister der Finanzen, den. Reichswirtschaftsminister und dem Reichsarbeits minister dieserhalb eine besondere Eingabe zugestellt, in der gebeten wird, bei der Durchführung des Siedlungsplanes auch das selbständige Handwerk, insbesondere auch das Zimmererhandwerk, einzuschalten. Der Reichsverband weist darauf hin, daß die Ausschaltung des selbständigen Gewerbes zur Folge haben müßte, daß die Beschäftigung noch stärker zurückgeht, weitere Betriebe zum Erliegen kommen und die Arbeitslosigkeit noch mehr wächst. Das gilt namentlich für das Baugewerbe, das von der starken Beschränkung der öffentlichen und privaten Bautätigkeit ohnehin besonders hart betroffen ist, und dessen wirtschaftliche Lage durch die Beschäftigung bei der Umsiedlung eine gewisse Besserung erfahren könnte. Die Heranziehung des selbständigen Gewerbes würde auch dazu beitragen, daß die Siedlungsarbeiten auf die wirtschaftlich zweckmäßigste Weise und mit den geringsten Kosten durchgeführt werden. Steinbach bei der Neuregelung der politischen Grenzen 1866 einfach vergessen habe. Die Schuld habe Preußen getragen. Gegenwärtig gehört Steinbach zu der hessischen Provinz Starkenburg und zum Kreise Offenbach. Wenn ein Steinbacher mit dem Gericht etwas zu tun hat, muß er nach Offenbach bezw. Darmstadt, auch die Offenbacher Krankenkasse ist für das Dorf zuständig. Kranke Steinbacher fahren über das preußische Frankfurt nach Offenbach ins Krankenhaus. Passiert in Steinbach ein Verbrechen, dann hat die preußische Polizei vom freundnachbarlichen Oberursel, Frankfurt oder Cronberg nichts zu suchen. Dafür ist die Polizei der rheinhessischen Hauptstadt Mainz allein zuständig. Vor zwei Jahren wurde auf Steinbacher Gebiet ein Autofahrer aus Oberursel von Steinbacher Burschen überfallen und schwer mißhandelt. Die Oberurseler Polizei stand an der Grenze, durfte aber die Missetäter nicht holen, sondern mußte tagelang warten, bis Mainzer Beamte erschienen und den Fall untersuchten. Wer jagdlich Auskünfte haben will, hat nach der Provinz Oberhessen zu reisen. Denn in Friedberg ist der Amtssitz des Oberförsters. Dort wohnt auch der Kassenrevisor. Wenn der Steinbacher seine Kamine kehren lassen will, dann schreibt er eine Postkarte nach Langen in der Provinz Starkenburg, denn hier wohnt der zuständige Schornsteinfeger. Aber auch Preußen hat seinen redlichen Anteil am hessischen Steinbach. Das Dorf ist Privatbesitzer vom Altfönig, der aber wiederum auf preußischem Gebiet liegt. So muß das Dorf für den Altkönig die Grundsteuern nach Cronberg entrichten, die Landwirtschaftskammerbeiträge indessen einmal nach Wiesbaden und Darmstadt. Aber der preußische Oberförster von Cronberg betreute bis zur Auflösung der Cronberger Oberförsterei den hessischen Altfönig der Einfachheit halber. Daß aber auch das Reich Steinbach nicht vergessen hat, möge die Tatsache erhärten, daß das Reichspostamt zu Oberursel die Fernsprechverbindung mit den Steinbacher Fernsprechteilnehmern herstellt, und daß die Steinbacher, wenn sie ,, außer Landes" reisen, entweder nach Oberursel oder nach Eschborn an die Bahn gehen müssen. Go hängt eine kleine Landgemeinde inmitten preußischer Gebietsteile von drei hessischen Provinzhauptstädten, der Haupt Steinbach( Taunus). Seit Jahr und Tag bemüht sich die Gemeinde Steinbach vergeblich, aus dem hessischen Staatsverbande zu kommen und nach Preußen einverleibt zu werden. Denn es dürfte in Deutschland kaum eine zweite Gemeinde geben, die verwaltungstechnisch so vielseitig ,, orientiert" ist wie das hessische Dorf Steinbach mitten in dem preußischen Bezirk Wiesbaden.| stadt des Regierungsbezirks Wiesbaden und nicht zum wenigsten Man erzählt sich allen Ernstes, daß ein großer Teil der Bewohner sich damit abmüht, festzustellen, welche Stadt oder welche hessische Provinz für den Ort zuständig in den mannigfachen gemeindlichen Angelegenheiten ist. Es heißt auch, daß man der Reichshauptstadt in verkehrstechnischer Beziehung ab. Das ist wohl ein Kuriosum absonderlichster Art, aber auch finsterstes Mittelalter im 20. Jahrhundert. Wann kommt hier der frische Morgenwind? * Wahllisten. B Bürgermeisterei eing berzeugen, ob er am * Gewerbesteuer Den Anwaltsorganis Deutsche Reich erhol daß die Heranziehun Gewerbesteuer zuläs Reichsverfassung ver * Bostnachnahm Boftverwaltung hat mach Defterreich mit Safetnachnahmen a weiteres noch zuge * Krantenbejö rung von Kranken genpart eine ganze der Deffentlichkeit bergebühr zur Verfü Reichsbahn zur Zeit und zwar 11 Kranke 1. Klasse mit besond gewöhnlichen Abteil der im Güterwagen i bahren, Fahr oder ten Bahnhöfen hält di Jahr und Rollstühle franten und gebrechli gebührenfrei zur Ver * Aus dem Geric Der Mittelf Ein Fußba Schön," antwort und lachte mit den an Dann geben wi sintte freundlich und Das tommt dav Margery und fah ihre onsdeis beugen sich Siak tauschen, bis m Auch ich!" misch slebender Herr, dem mieben fonnte, in d er ich würde viei d Shagen steden würde, Pundervollsten Senja Renidhen bejubelt un Marr nidte zuitin Dor fich hin. Was Sie da jag emertte er dann ,,, a Das man für Geld n Vie Freude. Biel, Sie glauben, wen ann ber Botal ficher Jugballiport hat e Mannschaft den Cu Marr ließ den rei jein Interejje den arte, lebensbejahen aubern, während er Dorbin behauptet ha er Mrs. Horrell, Ben Spiel abhänge, h He Tatjache, daß durc in den Endtamp Send vorher hatte agt:„ Did, Liebling Segapten ist, habe ich Ben Welt! Run Bibli egen - mein fe en, von dem ich Dir Nr. 85 Fürsorge für die zahl ne auf Schaffung von Arbeitsdienstes nach iermit zweifellos der TO. Seifen. Jahre erstmalig in faft n worden. In einigen bürgerlichen Feiertag chlicher Feier wie am mt empfiehlt nunmehr Voraussetzungen dafür hließen, und bestimmt, Oftober als Reforma Igende Sonntag feinen Sält. Für die andern Bestimmung, daß die no Bertiefung des am Reformationsfejtes echt- Partei. in Darmstadt ein Et. Die Verhandlungen nerfrage und der Not Parteivorsitzende, Land wird das Hauptreferat ei zur politischen Lage ten, Dem Reichspartei vorstandes voraus. Birtschaftstongreß. et in Darmstadt der 2. statt. Es werden von ung folgende Referate er und Währungsfrage, e Innen- und Außen rerbund, Schuh- Spar Die ganze Tagung steht eine Macht! Die Vereine öffentliche Kundder Durchführung ichsregierung. t die Reichsregierung 1 100 000 Siedlungs Solz in möglichst weit zen soll. Der Reichs em Reichsminister der und dem Reichsarbeits e zugestellt, in der ge Siedlungsplanes auch auch das Zimmerer Sand weift darauf hin Gewerbes zur Folge och stärker zurückgeht, und die Arbeitslosigkeit für das Baugewerbe, fentlichen und privaten ffen ist, und dessen wirt Sei der Umsiedlung eine Die Heranziehung des u beitragen, daß die zweckmäßigste Weile hrt werden. schen Grenzen 1866 einreußen getragen. der hessischen Provinz Wenn ein Steinbacher er nach Offenbach er Krankenkasse ist für fahren über das preu tenhaus.- Passiert in preußische Polizei vom oder Cronberg nichts einhessischen Hauptstadt hren wurde auf Steinerurjel von Steinbacher delt. 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Geht man den Gründen dafür nach, so stößt man bald auf den Zentralpunkt aller wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten der Gegenwart, auf Mangel an Vertrauen. Die fer Grund mag gerade heute erklärlich erscheinen, aber er hilft nicht weiter, im Gegenteil, er ist sehr schädlich. Was geschieht 3. B. mit dem Geld, das bisher zur Sparkasse gebracht wurde? Es wird in sehr vielen Fällen gehamstert, d. h. zu Hause an einem mehr oder weniger sicheren Ort in Verwahrung gehalten, oder es wird zum Kauf großenteils unnötiger Waren verwendet. Auf der anderen Seite verlangen aber die Sparer, daß die Geldinstitute die bei ihnen abgerufenen Gelder prompt auszahlen. Daß ein solches Mißverhältnis auf die Dauer nicht möglich ist, liegt auf der Hand. Denn alle Geldinstitute sind auf neue Einlagen angewiesen; aus ihnen bestreiten sie in erster Linie die Auszahlungen; nur der über den täglichen Auszahlungsbedarf hinausgehende Betrag wird normalerweise bekanntlich in Hypotheken und sonstigen Wirtschaftskrediten angelegt. Bleiben Einzahlungen aus, so sind Banken, Genossenschaften und Sparkassen gezwungen, Kredite zu kündigen, um dadurch die Mittel für die Auszahlungen zu gewinnen. Diese Kreditkündigungen treffen das Handwerk, die Landwirtschaft, den Hausbesitz, also alle die Kreise, aus denen auch die Sparer stammen, sehr schwer. Aus diesen kurzen Ueberlegungen ergibt sich von selbst die notwendige Folgerung: Wenn, wie bis zur Mitte des Jahres, ein geregelter Einund Auszahlungsverkehr von statten geht, der sich weitgehend in sich selber ausgleicht, so werden wir auch über den kommenden Winter genau so gut ohne irgendwelche Stodungen hinüberkom men, wie es im letzten gleichfalls schweren Winter der Fall war. Es hängt also von uns selber ab, und die vernünftige ruhige Einstellung der Bevölkerung während der Zahlungskrise des Juli läßt die Hoffnung berechtigt erscheinen, daß die Einzahlun= gen wieder stärker in Gang kommen. * Wahllisten. Bis morgen fönnen die Wahllisten auf der Bürgermeisterei eingesehen werden. Keiner versäume, sich zu überzeugen, ob er am 15. November stimmberechtigt eingetragen ift. * Gewerbesteuer der freien Berufe. Auf Grund einer von den Anwaltsorganisationen beim Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich erhobenen Klage hat dieser dahin entschieden, daß die Heranziehung der Angehörigen der freien Berufe zur Gewerbesteuer zulässig ist und insbesondere nicht gegen die Reichsverfassung verstößt. * Postnachnahmeverkehr mit Oesterreich. Die österreichische Postverwaltung hat den Paketnachnahmeverkehr aus Deutschland nach Desterreich mit sofortiger Wirkung vorübergehend gesperrt. Patetnachnahmen aus Desterreich nach Deutschland sind bis auf weiteres noch zugelassen. * Krankenbeförderung auf der Eisenbahn. Zur Beförde rung von Kranken besitzt die Deutsche Reichsbahn in ihrem Wawie in genpart eine ganze Anzahl von Spezialwagen, die der Deffentlichkeit noch wenig bekannt ist gegen eine Son= bergebühr zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt verfügt die Reichsbahn zur Zeit über einen Bestand von 69 Krankenwagen, und zwar 11 Krankensalonwagen und 58 Abteil- Personenwagen 3. Klasse mit besonders eingerichtetem Krankenabteil. Auch im gewöhnlichen Abteil eines Personenwagens, im Gepäckwagen oder im Güterwagen können Kranke in Krankenkörben, auf Trag bahren, Fahr oder Rollstühlen befördert werden. Auf bestimm= ten Bahnhöfen hält die Reichsbahn außerdem eigene Tragbahren, Fahr- und Rollstühle sowie Treppen( Trittstufen) bereit, die franken und gebrechlichen Personen innerhalb der Bahnanlagen gebührenfrei zur Verfügung gestellt werden. * Aus dem Gerichtssaal. Am Abend des 27. März überDer Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 24. Fortsetzung. Schön," antwortete der Führer des Hollywood- Sturms und lachte mit den anderen.„ Wenn ich aber zwei Tore schieße?" Dann geben wir Ihnen einen Extrazug!" Der Beamte wintte freundlich und trat zurüc ,, Das kommt davon, wenn man berühmt ist, Did," sagte Margery und sah ihren Verlobten mit Stolz an.„ Sogar Stationschefs beugen sich vor dir! Ich möchte so gern mit dir den Platz tauschen, bis morgen abend wenigstens." ,, Auch ich!" mischte sich Mr. Armitage, ein sehr gepflegt aussehender Herr, dem man sofort den erfolgreichen Kaufmann ansehen fonnte, in das Gespräch. ,, Es mag tomisch flingen, aber ich würde viel darum geben, wenn ich morgen in Ihren Schuhen steden würde, Mr. Marr. Es muß herrlich, eine der wundervollsten Sensationen des Lebens sein, von tausenden Menschen bejubelt und gefeiert zu werden. Das ist so etwas, was man für Geld nicht kaufen kann." Marr nickte zustimmend und sah einen Moment nachdenk lich vor sich hin. Was Sie da sagen, Mr. Armitage, ist zweifellos wahr," bemertte er dann, aber eine große Verantwortung begleitet diese Freude. Viel, sehr viel wird von morgen abhängen." ,, Sie glauben, wenn morgen Hollywood gewinnt, daß Ihnen dann der Pokal sicher ist? Ich sage Ihnen, meine Anteilnahme am Fußballsport hat mich um Jahre jünger gemacht. Wenn Die Mannschaft den Cup gewinnt, wird niemand begeisterter sein als ich!" Marr ließ den reichen Industriellen, der in so späten Jahren sein Interesse dem Sport zugewandt hatte und darin die tärtite, lebensbejahendste Anregung seines Lebens fand, weiterplaudern, während er selbst in tiefites Nachdenken verfiel. Wenn ez vorhin behauptet hatte, daß so ungemein viel von dem morgigen Spiel abhänge, hatte er doch etwas anderes gemeint als die Tatsache, daß durch einen Sieg Hollywood das stolze Vorrecht, in den Endtampf zu kommen, beschieden sein würde. Am Abend vorher hatte Margery ihre Wange an seine gepreßt und gefagt:„ Did, Liebling, ich mag nicht mehr allein wohnen, und außer Mrs. Horrell, die nicht mehr zählt, und Stanley, der in egypten ist, habe ich nicht einen einzigen Verwandten auf der ganzen Welt! Nun möchte ich mit Dir einen kleinen Handel abschließen- mein sehnlichster Wunsch, außer einem ganz gro Ben, von dem ich Dir aber jetzt noch nichts verraten will, ist, ,, Gießener Zeitung" fuhr der Kaufmann Lotz aus Leun( Kreis Wetzlar) auf der Landstraße Gießen- Heuchelheim mit seinem Auto den auf dem Fahrrad radelnden Gesangvereinsdirigenten und Ehrenchor meister des Hessischen Sängerbundes, Lehrer i. R. Otto Gör= I ach und verletzte ihn so schwer, daß er auf der Stelle tot war. Am Mittwoch verhandelte das Schöffengericht über den Vorfall und verurteilte den Angeklagten Lotz wegen fahrlässiger Tötung unter Würdigung mehrerer mildernder Umstände zu zwei Monaten Gefängnis. - am * Diebstähle. Ende September wurden aus einem Bahnübergang Wakenborn- Steinberg gelegenen Bienenhaus mittels Einbruchs etwa 75 bis 80 Pfund Bienenhonig entwendet. Der Honig war in Büchsen( Bonbonbüchsen) aufbewahrt. Geschäftsleute oder sonstige Personen, die Honig aufgekauft haben, werden im eigensten Interesse ersucht, bei der Kriminalabteilung, Zimmer 24, vorstellig zu werden. In einer im Leihgesternerweg gelegenen Autogarage wurden von einem Personenwagen Ersatzteile, wie Magnet, Scheinwerfer, Lichtmaschine usw. abmontiert und entwendet. Am 14. Oktober wurden vor dem Volksbad von einem abgestellten Fahrrad eine elektrische Boschlaterne und am 22. Oftober ein Boschdynamo entwendet. Personen, die über den Verbleib der gestohlenen Sachen Auskunft geben können, oder sonstige Beobachtungen gemacht haben, die zur Ermittlung der Täter führen werden, wollen ihre Wahrnehmungen der Kriminalpolizei mitteilen. * Festnahme. Auf Ersuchen einer auswärtigen Behörde wurde der Kaufmann Hans Wolf aus Nürnberg wegen Diebstahls usw. Hier festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt. * Vom Kreisamt. Für den in ein Disziplinar- und Strafverfahren verwidelten Bürovorsteher des Kreisamtes Alsfeld wurde Kreisverwaltungsinspektor Heberle vom hiesigen Kreisamt nach Alsfeld versetzt. An dessen Stelle rückt Verwaltungspraktikant Degen von hier. * Evangelisch- kirchliche Nachrichten. Durch die Kirchenregierung wurde der Pfarrer Heinrich Wolf zu Ranstadt auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. November 1931 in den Ruhestand versetzt. * Probealarm. Es liegt keine Veranlassung zu irgendwelcher Beunruhigung vor, wenn heute nachmittag um 3 Uhr die Feuersirenen ertönen. Es handelt sich nur um einen Probealarm. * Stenographielehrerprüfung. Die achte staatliche Prüfung für Stenographielehrer findet Montag, den 11. Januar 1932, und folgende Tage in Darmstadt statt. Meldungen sind mit den vorgeschriebenen Nachweisen und den Stempelmarken im Betrage von 1.50 RM. bis 5. Dezember ds. Js. bei dem Vorsitzenden des Prüfungsamts, Regierungsrat Schaible, Darmstadt, Landtag, einzureichen. * Grundstücksverpachtungen. Die Stadt Gießen verpachtet ihre freigewordenen Grundstüde in der nächsten Woche von Montag bis Donnerstag auf weitere 6 Jahre. Schäferhund- Körung. Für den Bezirk Rhein- Main hält morgen der Verein für deutsche Schäferhunde, Ortsgruppe Gießen, die Körung deutscher Schäferhunde für das Jahr 19321933 ab. * Weltbund der Natur- und Vogelfreunde. Diese internationale Organisation, unter dem Protektorat von Kommerzienrat Carl Wenglein, Schwabach, stehend, die vollständig ehrenamtlich geleitet wird, hat in einer verhältnismäßig furzen Zeit fast die ganze Welt erobert. Der Weltbund der Natur- und Vogelfreunde ist vertreten in Europa, Asien, Afrika und Amerika. * Wahlversammlung. Heute abend spricht der Fraktionsvorsitzende der Deutschnationalen Reichstagsfraktion, Abg. Dr. Oberfohren, in der geheizten Turnhalle am Oswaldsgarten. * Vortrag. Am Montag abend hält für den kaufmännischen Verein Professor Walter Josephson unter Mitwirkung der Sängerin Erna Bubenzer in der Aula einen Vortrag: ,, Wie tommt eine Opernaufführung zustande?" * Militär- Streichkonzert. Morgen abend veranstaltet das Musikkorps des Bataillons auf der„ Liebigshöhe" ein Streich fonzert unter Leitung von Obermusikmeister Krauße. daß Hollywood den Pokal gewinnt. Wenn Hollywood gewinnt, dann heirate ich dich am nächsten Tage!" ,, Und wenn wir nicht gewinnen?" frage der lichterloh bren nende Mittelstürmer. Zuviel darfst Du nicht fragen," scherzte das junge Mädchen. ,, Wirtlich, Dick, Du bist schredlich neugierig." Damit einschließlich einem Kußmußte sich Dick beschei= den. Er wußte, daß Margery ihn am Tage nach dem Cupfinale heiraten würde, gleichgültig, ob Hollywood die große Sporttrophäe erobert haben würde oder nicht. Aber weil sein Herz mit Hollywood war, betrachtete er Margerys„ Handeln" sehr ernst. Er blidte auf und begegnete den lächelnden Augen Mrs. Armitages. ,, Einen Penny für Ihre Gedanken," sagte sie. Aber ich kann mir ja denten, wo Ihre Gedanken jetzt waren. Vir. Armi tage hat übrigens mit Mr. Hollister vereinbart, daß sie heute abend mit uns essen und dann den Abend mit uns verbringen sollen. Wir werden uns sehr freuen, wenn Sie mit uns tommen ich meine Mr. Armitage und ich, ganz abgesehen von diesem, entzüdenden, jungen Geschöpf hier," fügte sie hinzu und drückte freundlich Margery Kirtbys Hand. Ich werde mich freuen, wenn ich tommen darf- ganz abgesehen von diesem entzüdenden, jungen Geschöpf hier," antwortete der Fußballer scherzend. Der Abend war in jeder Beziehung ein Erfolg. Die Armitages wohnten in einem viel besseren Hotel als das Quartier, welches Hollister für seine Mannschaft ausgesucht hatte, und das Diner ebenso wie die Gesellschaft erinnerte Did an die Tage, als er mit einem stattlichen Banttonto hinter sich das Leben leicht nehmen durfte. Ich kann Ihnen nicht genug dankten," sagte er beim Aufbruch, mit etwas Bewegung in der Stimme, zu seiner Gastgeberin. Ich muß heute abend an viele ähnliche Abende denken, die ich früher verbracht habe." ,, Und Sie werden noch viele solcher Abende verbringen, Mr. Marr", war die freundliche Antwort. ,, Sie müssen mir ver sprechen, uns zu besuchen, wenn wir wieder in Hollywood sind. Mein Gatte wird darauf bestehen, nur müssen Sie darauf ge= faßt sein, die halbe Nacht aufzubleiben und unausgesetzt von Fußballspielen reden zu müssen." Nachdem Margery ihrem Verlobten im Bestibül des Hotels Gute Nacht" gewünscht hatte, lehnte sie sich plötzlich zärtlich an. ihn und flüsterte: " Ich habe eine große, wunderbare Neuigkeit für Dich, Did, aber" fügte fie schalthaft hinzu ich fann es Dir jezt nicht sagen, weil es Dich vom morgigen Spiel ablenken und in der Nr. 85 * Kulturfilm. Morgen früh läuft ein Kulturfilm, betitelt ,, Jm Lande der Mitternachtssonne" im Lichtspielhaus in der Bahnhofstraße. Zwei Beifilme„ Die Schweiz, das Berner Oberland und feine Bahnen", und„ Zehn Minuten Mozart", vervollständigen das Programm. Kirchengemeindetag zu Vilbel. Zu dem am morgigen Sonntag, 25. Oktober, in Vilbel stattfindenden Kirchengemeindetag sei besonders darauf hingewiesen, daß der erste der beiden vorgesehenen Vorträge, der Vortrag von Oberreallehrer Frank- Darmstadt, über die männliche Diafonie unmittelbar nach dem Festgottesdienst in der Kirche stattfindet, während der Vortrag von Professor D. Matthes über ,, die Verwirklichung des Gemeinschaftsgedankens im Gemeindeleben" nachmittags 2 Uhr im„ Gasthause zum Pfau" gehalten wird. Warnung vor übereilten Siedlungsplänen. Der ev. Siedlungsdienst Bielefeld schreibt uns: Der Deutsche Siedlerbund Berlin, der auch in Hagen i. Wests. eine Hauptgeschäftsstelle, und im ganzen Reich Nebenstellen unterhält, bemüht sich durch reklamemäßig aufgezogene Versammlungen um die Gründung neuer Ortsgruppen. Die in den Werbeschreiben und Merkblättern gemachten Mitteilungen über die Finanzie rung der ländlichen Siedlung enthalten Angaben, die mit den tatsächlichen Verhältnissen nicht in Uebereinstimmung zu bringen sind, aber geeignet erscheinen, Mitglieder für den Verband zu werben. Die in Frage kommenden amtlichen Stellen, auf die der deutsche Siedlerbund sich beruft, sind von demselben völlig abgerüdt. Es wird daher vor dem Zahlen von Eintrittsgeldern und Mitgliederbeträgen dringend gewarnt. Aus Nah und Fern. Hungen. Ein jugendlicher Motorradfahrer aus einem benachbarten Ort ging eine Wette ein, mit seinem Kraftrad die 25 Kilometer von Hungen nach Gießen in 10 Minuten zurückzulegen. Der Fahrer raste durch einige Dörfer und gefährdete die Passanten. Kurz vor Langsdorf bohrte sich das Rad, als der Fahrer eine Kurve nicht mehr nehmen konnte, tief in die Stra Benböschung ein. Der Soziusfahrer Schmidtbender aus Hungen wurde von seinem Sitz geschleudert und erlitt einen schweren Schädelbruch. Der leichtsinnige Fahrer kam mit leichteren Verlegungen davon. Bad Nauheim. Die bekannte Wohltäterin Bad Nauheims, Frau Kerchoff aus Los Angeles, die dieser Tage der Einweihung des Kerdhoff- Instituts beiwohnte, hat den Betrag von 5000 Mt. zum Besten der Bad Nauheimer Winterhilfe gestiftet. Bad Nauheim. Das Verkehrsamt der Hessischen Bad- und Kurverwaltung teilt mit, daß bis zum 22. Oftober 1931 der Gesamtbesuch 29 922 Gäste betrug; darunter 5260 Ausländer. Anwesend waren am 22. Oftober 1931 1226 Gäste. Friedberg. Am Mittwoch abend wurde am Ortsausgang von Oberrosbach nach Friedberg die in den 60er Jahren stehende Witwe Franz von dem Personenauto eines Friedberger Bauunternehmers überfahren und sofort getötet. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Zwangsweise Biersteuern. Büdingen. Das hessische Kreisamt Büdingen hat mit Wirfung vom 1. November d. J. am 17. Oktober die Erhebung von Gemeindebiersteuern für nachfolgende Kreisgemeinden verfügt: Bingenheim, Effolderbach, Lorbach, Langenbergheim, Orleshausen, Vonhausen und Bösgefäß, desgl. am 19. Oktober für Immer weiße Zähne möchte Ihnen mittellen, baß wir schon über 15 Jahre die Zahnpaste Chlorodont be nußen. Noch nie hat sie uns enttäuscht! Wir hatten immer weiße 3äbne und einen angenehmen Geschmad im Munde, umjomehr, da wir schon längere Zeit das Chlorodont- Mundwasser benutzen. Auch benutzt die ganze Familie nur Chlorodont- Zahnbürsten". gez. C. Chudoba, Fr.... Man verlange nur die echte Chlorodont- Zahnpaste, Tube 64 Pf. u. 90 Pf., u. weise jeden Ersatz dafür zurüd. Nacht nicht schlafen lassen würde. Aber morgen sollst Du es erfahren. O Did, mein Liebling, ich bin ja so glüdlich!" Sie füßte ihren Verlobten stürmisch vor dem diskret zur Seite schauenden Hotelportier und schlüpfte dann fort. Eine wunderbare Neuigkeit!" lachte Did mit zärtlichem Spott, als er in die Finsternis hinaustrat. Ich könnte wetten, es hat ihr jemand irgend etwas für den fünftigen Haushalt gespendet!" Verloren in seligen Träumen, schritt der junge Mann die Straße entlang, ohne die Gestalt zu bemerken, die sich, als er das Hotel verlassen hatte, aus einem dunklen Hauseingang los löste und ihm leise folgte. Nur mit dem Instinkt, der die Gefahr wittert, riß er sich plötzlich herum und stand vor seinem Verfolger. Was wollen Sie?" fragte er scharf. Die Straße war schlecht beleuchtet und fast menschenleer, und der Bursche, der die Kappe tief über die Stirn gezogen hatte, sah recht verdächtig aus. ,, Mr. Marr, nicht wahr?" flüsterte der Mann heiser. ,, Did Marr, der Mittelstürmer von Hollywood? Ich möchte Ihnen etwas betreffs des morgigen Spiels verraten, wenn Sie es hören wollen." Er drängte sich näher heran. ,, Zurüd!" warnte Marr, aber es war schon zu spät. Der andere schwang bereits die Hand, welche er hinter dem Rüden verborgen gehalten hatte. Instinktiv hob Marr den Arm, um sich Gesicht und Kopf zu schützen, und der turze, mit Blei gefüllte Stod, welchen der Angreifer in der Hand hielt, traf ihn mit betäubender Wucht. Ungeachtet des Schmerzes und zornentbrannt über diese feige, heimtüdische Attade, warf sich der Mittelstürmer über seinen Angreifer. Brrrgh! Der mysteriöse Angreifer taumelte vor der Wucht des Schlages zurüd, erholte sich aber überraschend schnell und gab Fersengeld. Noch immer erbittert, machte sich Marr jofort an die Verfolgung, sein Fuß glitt aber aus, und er stürzte zu Boden. Als er aufzustehen versuchte, fühlte er einen stechenden Schmerz im rechten Fußknöchel. Einige Minuten lang tonnte er sich nicht erheben. Sein 3orn war sofort verraucht, nur um einem Gefühl banger Furcht Platz zu machen. Wenn er den Knöchel gebrochen oder sich eine Sehnenzerrung zugezogen hatte! Wenn er am nächsten Tage- nicht spielen könnte! Als er halbtot vor Schmerz und Angst an der Mauer eines Sauses gelehnt stand, rollte ein Auto vorbei. Erleichtert rief er es an und ließ sich in sein Hotel fahren. Fortsetzung folgt. Nr. 85 Samstag, den 24. Oftober 1931. Jlnhausen, Bobenhausen, Dudenrod, Hitzkirchen und Mittelgründau. Offenbach a. M. Der Stadtrat wählte am Mittwoch mit 29 von 48 abgegebenen Stimmen Oberbürgermeister Granzin, der im 51. Lebensjahr steht, auf 12 Jahre wieder. Auf den früheren Bürgermeister von Rula, Erich Kohlrausch( Komm. Richtung Galm), entfallen 10, auf den nichtbestätigten Bürgermeister von Bergen- Enkheim, den preußischen Landtagsabgeordneten Müller( Komm. Richtung Thälmann)), drei Stimmen. Sieben weitere Stimmen waren ungültig oder zersplittert. Darmstadt. Im Alter von 67 Jahren starb am Donnerstag Sanitätsrat Dr. Noellner, einer der bekanntesten Darmstädter, der hier seit 1892 als praktischer Arzt wirkte. 100 Zentner Lebensmittel. Weidenhahn( Westerwald). Den Bemühungen des Pfarrers von Weidenhahn ist es gelungen, in der Pfarrei über 100 Zentner Lebensmittel, in der Hauptsache Kartoffeln, Obst und Gemüse, zu sammeln, die für Minderbemittelte der Stadt Frankfurt bestimmt sind. Neustadt( Kreis Kirchhain). In dem etwa 2300 Einwohner zählenden Städtchen Neustadt an der Main- Weser- Bahn sind Bestrebungen im Gange, aus steuerlichen Gründen die Stadt wieder in eine Dorfgemeinde umzuwandeln. Beförderungssperre für Hessen- Nassau. Kassel. Der Provinzialausschuß der Provinz Hessen- Nassau trat am Freitag zu einer Tagung in Kassel zusammen. Es wurde beschlossen, eine Anstellungs- und Beförderungssperre für längere Zeit durchzuführen. Ein Forstlehrling von seinem Freund erschossen. Kassel. Am Donnerstag begaben sich die beiden Forstlehrlinge der Försterei Wellerode bei Kassel, der 17jährige Kapol und der 18jährige Rudolph, auf einen Forstschuhgang, und um die Mittagsstunde machten sie auf dem Wartenberg in der Söhre eine Lagerrast. Kapol hatte die Kleinkaliberbüchse des Rudolph in die Hand genommen und dabei wahrscheinlich den leicht beweglichen Sicherungshebel zur Seite geschoben, ohne dies zu bemerken. Als beim Aufbruch Kapol sich zuerst erhoben hatte und Rudolph ihm folgen wollte, wobei er sich auf das nunmehr entsicherte Gewehr stützte, muß er an den Abzughebel gekommen sein, denn plötzlich krachte ein Schuß, der Kapol in den Kopf traf. Kapol brach sofort tot zusammen. Bebra. Ein Lokomotivführer von hier wurde, als er aus dem Führerstand blickte, von einem entgegenkommenden Zuge erfaßt und vom Führerstand gerissen. Der Tod trat auf der Stelle ein. Siegen. Die Lohnverhandlungen in der Siegerländer Industrie wurden abgebrochen. Der Arbeitgeberverband hat dazu noch keine Stellung genommen. Jedenfalls wird aber der Schlichter in Dortmund sich mit der ganzen Sache zu befassen haben. Unregelmäßigkeiten bei der Neustettiner städt. Sparkasse. Stettin, 23. Oktober. Wie aus Neustettin gemeldet wird, hat man bei einer Revision der Bankabteilung der städtischen Sparkasse Unregelmäßigkeiten festgestellt. Die Höhe der veruntreuten Gelder soll sich auf 40 000 Mark belaufen. Der Sparkassenvorsteher wurde sofort seines Amtes enthoben. „ Gießener Zeitung" höchst überflüssigen Institutionen immer noch ihre Existenz verdanken und welchen Aufgaben sie frönen, weiß nämlich auch niemand. Vielleicht versucht es Herr Stadtrat Ferefter mal mit einem Wig und verrät uns in ebenso netter und gefälliger Form, um die sich sein Frankfurter Kollege so aufschlußreich bemühte, womit sich eigentlich das ihm unterstellte Wohnungsamt Steglit die Zeit vertreibt. Aus diesem Bezirk kann man nämlich einen der typischen Fälle herausgreifen, die uns fast täglich gemeldet werden. In Südende, Lichterfelde Straße 27, ist am 1. Oktober eine 2½Zimmerwohnung, wohl bemerkt eine Kleinwohnung, mit einer Miete von etwa monatlich 60,- RM, frei geworden. Der bisherige Mieter gab seine Wohnung im Einverständnis mit der Hauseigentümerin auf, um eine größere Wohnung zu beziehen. Da sein Vertrag in der ersten Wohnung noch nicht abgelaufen war, stellte er die Wohnung dem Bezirkswohnungsamt zur Verfügung und wies diesem gleichzeitig eine Reihe von Interessenten für die 2½- Zimmerwohnung nach. Das Wohnungsamt weigerte sich aber, einem dieser Interessenten die Wohnung zuzusprechen, angeblich, weil es einen anderen Mieter für die Wohnung vorgesehen habe. Obwohl dem Wohnungsamt schon seit Wochen die bevorstehende Räumung der Wohnung bekannt war, ist es ihm nicht gelungen, der Hauseigentümerin von Lichterfelder Straße 27 einen Mieter nachzuweisen. To ergibt sich der Fall, daß der alte Mieter, der im Vertrauen auf die ,, Rührigkeit" des Wohnungsamtes und auf den angebliche:., ungeheuren Bedarf an Kleinwohnungen" eine neue Wohnung bezogen hat, nunmehr das Vergnügen hat, für zwei Wohnungen eie Miete zu zahlen, wenn er es nicht vorzieht, gemeinsam mit seiner ehemaligen Ver mieterin das Wohnungsamt Stegliß schadenersatzpflichtig zu machen. Unseres Erachtens wäre eine derartige Klage durchaus berechtigt und auch erfolgreich, oa das Bezirkswohnungsamt die Nachweisung eines Mieters zugesagt hatte, was ja schließlich auch seine Aufgabe ist. Doer sollten wir uns da irren? Vielleicht belustigt sich das Wohnungsamt Steglitz auch damit, anderen Leuten Schwierigkeiten zu machen? Das erste Urteil gegen die streikenden Seeleute. Das im Lotsenhaus in Holtenau tagende Kieler Schnellschöffengericht verurteilte in dem ersten Prozeß gegen die deutschen Seeleute, die während ihres Aufenthalts in russischen Häfen einen wilden Streik durchgeführt hatten, die fünf angeklagten Heizer des Hamburger Dampfers ,, Asta" wegen Vergehens gegen§ 101 der Seemannsordnung( gemeinschaftliche Verweigerung des Gehorsams) zu je zwei Monaten Gefängnis. Unbeschäftigte Wohnungsämter. Ein Vorkommnis in der Stadtverordnetensizung einer süddeutschen Großstadt läßt den hoffnungsvollen Wunsch aufkom men, daß doch alle Dezernenten, für welche städtischen Aufgaben sie auch immer als die Verantwortlichen zeichnen mögen, hin und wieder mal den Drang verspüren möchten ,,, wißig" zu wer den. Ein solches Bestreben scheint nämlich zu erfrischenden Eingebungen zu verhelfen; jedenfalls hat dieser Tage ein Dezernent in Frankfurt a. M. soll es gewesen sein den Beweis dafür glücklich erbracht. Als die Stadtverordnetenversammlung über den Abbau der aufgeblähten Verwaltung debattierte und dabei insbesondere die Baupolizei und die Hochbauverwaltung kritisch vernahmen, sah einer der Stadtväter die Frage reif, was angesichts der verminderten Bautätigkeit die in der Hochbauverwaltung beschäftigten mehr als 200 Beamten eigentlich machen sollten. Schwierigkeiten!" Liebenswürdig lächelnd und stolz auf seinen ,, Witz" verkündet es der Dezernent. Und damit hat, ob gewollt oder ungewollt, der Herr Dezernent den Nagel auf den Kopf getroffen. ,, Anderen Leuten Gäbe es doch mehr solcher neckischer Witzbolde. Beispiels weise im Zentralwohnungsamt der Stadt Berlin und in den Bezirkswohnungsämtern. Welchen geheimnisvollen Aufgaben diese Weitere Lockerung der Wohnungszwangswirtschaft. Der Magistrat Magdeburg trat einem Beschluß der Wohnungsdeputation bei, auf Grund dessen Wohnungen mit einer Jahres- Friedensmiete von 500 Mark und mehr aus der Wohnungszwangswirtschaft herausgenommen werden, weil infolge der wirtschaftlichen Verhältnisse die Nachfrage nach derartigen Wohnungen gering ist und auf dem freien Markte befriedigt werden kann. Etwas vom Wintersport" des Landwirts. Bom ,, Winterschlaf auf der Ofenbank" hört man oft erzählen, wenn über Landwirtschaft im Winter gesprochen wird. Und es soll sogar Leute geben, die dies nicht nur glauben, sondern auch tun. Immerhin ist dieses Bild doch etwas schief gesehen, was gar nicht einmal schwer zu beweisen ist. die Landwirtschaft die Wirtschaftsparole erreichen will, muß alle Hilfsmittel anzuwenden wissen, und dazu gehört eben auch die Technik. Die Maschine im Dorf leistet Gutes, wenn man ihre Anwendung und Behandlung versteht. Dies dem Landwirt beizubringen, ist allein Zweck der technischen Ausbildungskurse für den Landwirt. Darum kommen die Landwirte zu den ,, Deulakraft- Lehrgängen", die von landwirtschaftlichen Schulen, Vereinen und Organisationen, sowie von Behörden abgehalten werden. So sieht also die Winterbeschäftigung unserer Landwirte aus: Vorbereitung in Haus und Hof für das kommende Frühjahr und Ergänzung der eigenen Berufsausbildung. Ganz abgesehen davon, daß selbst im rückständigsten Betriebe das liebe Vieh wenigstens gefüttert werden muß und so zum Frühausstehen anregt, gibt es viele Dinge, die der Landwirt eigentlich niemals besser als im Winter erledigt. Haus und Hof wollen doch einmal im Jahr gründlich instandgesetzt werden, und da gibt es bei sorgfältiger Prüfung eine ganze Menge Arbeit. Dann Maschinen und Geräte. Wo sind eigentlich die Betriebsanleitungen, damit Werkzeug und Ersatzteilbestand voll in Ordnung gebracht wird? Ist standesgemäße" Unterkunft vorhanden und wurde die Säuberung nicht völlig ver> gessen? Dann unverzüglich die maschinenkundigen Leute( es soll leider noch Betriebe ohne solche geben) ans Werk, damit zum Frühjahr alles ohne Störung klappt. Der Mann vom Elektrizitätswerk hatte ja auch gesagt, daß man einmal im Jahr die elektrische Anlage durchsehen lassen soll. So entwidelt sich durch diese scheinbaren Nebensächlichkeiten und den übrigen Wirtschaftsablauf doch eine recht emsige Wintertätigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe. Jeder Kriegsteilnehmer Für 15jährigen kräft. fordere Beitrittserklärung und Jungen Antragbogen f. Verleihung des Kriegsehrenkreuz., Sazungen( ev.) such. w. Stelle usw.gg.45 Pfg. in Marken beim bei einem Landw. Ehrenbund Deutscher Welt: Vergütung n. Verfriegsteilnehmer, München, einbarung. Ungererstr.30 Ic.- Sterbegeld 400.- RM.- Kreisjugendamt Wohlfahrtseinrichtungen( Erholungsheime, Heppenheim a. d. B. Unterstützungskassen) usw. Für den Vertrieb eines leichtverkäufl. bill. patentierten Haushaltartifels allerorts Plakvertreter mit Erfahrg. i. Verkauf an Private ges. Kein Risiko, guter Verdienst, Verkaufsunterstützung. Friedrich Reuß, Metallwaren, Offenbach a. M., Straße der Republik 11. Alkohol und Geisteskrankheiten. Der mißbräuchliche Genuß von Alkohol wirkt sich besonders verheerend auf die Entwickelung geistiger Krankheiten aus. Jm Jahre 1929 wurde festgestellt, daß in einem bestimmten deutschen Landesteil 33,8 Prozent aller in Jrrenanstalten eingelieferten Kranken auf das Konto von Alkoholmißbrauch zu setzen waren. Nachdem während des Krieges ein starker Rüdgang eingetreten war, sind jetzt die Vorkriegsziffern schon längst überschritten. Ein ernstes Mahnzeichen. Neue Bücher. Gottfried Kölwel, der süddeutsche Lyriker, der gute Geschich ten knapp und wirkungsvoll zu erzählen versteht, läßt unter dem Titel„ Der tödliche Sommer. Ein Buch von Liebe, Tod und Leben", demnächst im Frundsberg- Verlag ein neues Werk erscheinen. Wie der Kavallerist zuerst an sein Pferd und dann an sich denkt, so wird der vorausschauende Landwirt dann auch im Winter die nie im Jahre wiederkehrende Gelegenheit finden, etwas für sich zu tun. Da sind nicht nur Zeitungen, Fachschriften und Bücher gründlich zu lesen, sondern es sind ja auch die verschiedenen Lehrgänge eingerichtet, an denen man teilnimmt. Bodenbearbeitung, Viehzucht, Milchwirtschaft, Genossenschaftsund Absatzfragen sind nur Ausschnitte aus den vielen Sondergebieten. Und daß unser Landvolk darin vorwärts kommen will, beweisen zwei Tatsachen aus jüngster Zeit: Starker ländlicher Einschlag unter den vielen Besuchern der ,, Grünen Woche" in Berlin und mehr als 1000 Teilnehmer an den Januar- und Februarlehrgängen der„, Deulakraft". Wir suchen Verkäufl. Häuser jed. Art zwecks Unterbreitung anKaufinteressenten. Nur Angebote von Selbsteigentümern erw. an die „ Vermietungs- und Verkaufs- Zentrale" Köln a. Rh. Hansahaus. Ist nicht überhaupt der ständig wachsende starke Andrang zur technischen Ausbildung ein Zeichen gesunden Fortschritts? Es geht ja dabei gar nicht um die Frage, ob ,, Mensch oder Maschine" und„ Schlepper oder Pferd" allein herrschen sollen. Wer billigste Herstellung bei bester Ware so lautet auch für DAS ZEICHEN ,, Der Erdball", Illustrierte Monatsschrift für das Gebiet der Länder- und Völkerkunde, herausgegeben von Leo Fro= benius, 5. Jahrg. Heft 8, 9, 10. Preis vierteljährl. RM. 3.-. Einzelheft RM. 1.25. Hugo Bermühler Verlag, Berlin- Lichterfelde. ,, Der Erdball" ist unter Frobenius' Leitung nicht nur eine sehr interessante Zeitschrift geworden, sondern hat auch durch den neuen Herausgeber eine gewisse systematische Zielrichtung erhalten. Die Hefte 8 und 9 sind den anthropologischen Grundproblemen und der Rassenfrage gewidmet. Das Oktoberheft schneidet ein neues Gebiet an: ,, Schiffahrt und Schiffbau". Leo Frobenius leitet das Heft mit einer geistreichen Abhandlung über die Anfänge der Schiffahrt ein. Aber auch in anderer Hinsicht bringen diese Hefte eine bunte Fülle wertvoller Beiträge. Erscheint M Bezugspreis 2,40 M tionsfchluß früh 8 1 ung nicht verlangter Jahrg. Solitifch Weber den Besuch de Berlin und die Bespr wird eine amtliche dag fich über die gehende Uebereinit Der italienische Auße illag vom Reichspro Das Reichskabinett eden, um fich mit den swirtschaftsministeri eitet worden sind. In Montag traten sichuß des Völkerb Bor Zehntausenden folini in Neapel eine Entschiedenheit ein ige und eine Anglei Der„ Naturforscher" vereinigt mit ,, Natur und Technik". Illustrierte Zeitschrift für das gesamte Gebiet der Naturwissenschaften, des naturgeschichtl. Unterrichts, des Naturschutzes und der Technik. Jahrg. 8, Heft 7. Preis vierteljährlich RM. 2.50. Erscheint monatlich.( Hugo Bermühler Verlag, Berlin- Lichterfelde). Die neue Schriftleitung dieser allbekannten naturwissenschaftlichen Zeitschrift will im Gegensatz zu dem früheren Herausgeber die wichtigen naturwissenschaftlichen Fragen, in den Vordergrund stellen. Die neue Nummer zeigt die Veränderung in einer sehr glücklichen Lösung. Der ,, Naturforscher" dient dem bildungshungrigen Volfe, er ebnet die Bildungswege, die in Gefahr sind, zerstört zu werden. Der Biologe. Während in fast allen akademischen Berufsgruppen eine geschlossene Vertretung der Belange der Berufs= angehörigen besteht, fehlte eine solche bislang den Biologen vollkommen. Um diesen Mangel zu beheben, ist ein Verband Deutscher Biologen gegründet worden, als dessen Organ die Zeitschrift: ,, Der Biologe", Monatsschrift zur Wahrung der Belange der deutschen Biologen,( J. F. Lehmanns Verlag, München 2 GW) ins Leben gerufen wurde. Winte für diese Notzeiten! Das braucht jeder von uns, unabhängige, rückhaltlose Kurzberichte über alles aktuelle, ge= schäftliche, wirtschaftliche, steuerliche und rechtliche Wissen, Werden und Vorsorgen. Winke, die helfen das Geschäft zu erhalten. Das gibt uns die neue Halbmonatszeitschrift ,, Notwinke" des Verlags für Wirtschaft und Verkehr in Stuttgart, PfizerStraße 20. ,, Der Türmer" eröffnet im Dreibund mit den„ Deutschen Monatsheften" und Paul Kellers ,, Bergstadt", welche die wirtschaftliche Not ihm angegliedert hat, seinen 34. Jahrgang. Die äußere Wandlung hat an seinem inneren Gehalt und vor allem an seinem Geiste nichts geändert. Mit seiner christlichen und deutschen Gesinnung, für die er über Bekenntnisse und Parteien hinweg unbeirrt und unbeugsam kämpft, nimmt er unter allen deutschen Zeitschriften eine bevorzugte Stellung ein. Er ist der wachsame Mahner auf der Warte der Zeit. Mit Fichtes Wedruf: ,, Wenn ihr versinkt..." hebt der neue Jahrgang an. Die neue Nummer der ,, Münchner Jllustrierten" ( Nr. 43) enthält einen außerordentlichen interessanten Artikel über die Herkunft des indischen Freiheitsführers Gandhi mit seltenem Bildmaterial aus der Zeit, in der Gandhi noch Rechtsanwalt in Südafrika war. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. DER GUTEN DRUCKSACHE Der Ausführung der kleinsten Besuchskarte wird. die gleiche Sorgfalt gewidmet wie der Herstellung der größten Massenauflage Kürzeste und prompte Lieferung Beste Ausführung und äußerst preiswert ALBIN KLEIN, GIESSEN Giessener Verlagsdruckerei vormals Keller, gegr. 1783 er Europas fordert, Sei undurchdringlich en gestern morgen d len zum Unterhaus rer Spannung erwart paglaubt man nicht. 3 Der franzöfifche Min Bitternacht( nach 6 Uhr Newport nach Fran Die chinesische Regio griftsvertrages mit 3 Die japanische Regi fünf von ihr aufge fir die Räumung der Am vergangenen S Wahlkreisen die Wahle Batt. 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