Nr. 6 famtbetrage d in Berlin ur zwei die Von den tar, der von übergeben imag umge ühere ,, MünTorddeutschen ers in Lar meldet wird, einen Wert größte Gold Dorden ist. vieles foll er auch Frau ftlichen Lage tlich und be nz unausge aß es wachse, n, apartejten attischen Er sehr dezente Für Kostüme, Abend sieht haupten, daß entwidelte Querversamm Ope wird zum te, fleidsame ittagskleidern Runstseide für Kleid. Eine weit man es r Mode darf entfalten und ten, stumpfen e in verspiel id Schleifen, upten sich im richt, auch zulungen modi allzu Neuen. bend getragen nd, so daß fie Fielen Verzie men, die der Samitleid be= utigen Mode Inmutige des die richtige rzem, weißem dchen für den praktisch und Teganz vereint, iche Note vor d strenger wer as„ Sachliche", d das„ Grandheute, wenn sie rden ,,, grau in alten. Carstens. hen- jest an mer von„ Das weiterer interdie Bedeutung biet. Berlag Dr. Gelle ganz besonderen nummer" hat in oßer Anmut und funden. in in Gießen. en die Chlorodont Den sehr zufrieden. ahne ftets blendend ich behaupte aur unenberg, München. bürften, Mundwasser aufstellen zu haben. felien Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Bolitische Rundschau. Der Europa- Ausschuß hielt in Genf seine Schlußsizung ab. Es wurde ein sogenanntes„ Friedensmanifest des Europa- Ausschusses" veröffentlicht, in dem auf die Notwendigkeit einer Regelung vor allem der wirtschaftlichen Fragen Europas hingewiesen wird. In geheimer Sigung des Völkerbundsrates ist beschlossen worden, auf der gegenwärtigen Tagung den endgültigen Zeit: punkt für die Einberufung der Abrüstungskonferenz festzusehen. Die Fragen der Ernennung des Präsidenten der Konferenz und Bestimmung des Ortes der Konferenz find noch offen geblieben. Bizepräsident der Abrüstungskonferenz, die im Frühjahr 1932 stattfinden wird, dürfte der dänische Minister des Aeußern, Dr. P. Munch, werden. In Genf haben die direkten Verhandlungen zwischen den einzelnen Abordnungen über Oberschlesien begonnen. Zwischen der deutschen und der polnischen Abordnung hat noch keine direkte Fühlungnahme stattgefunden. Einer Genfer Information zufolge wird dort die Auffas= sung vertreten, daß die französische Regierungskrise auf den Fortgang der oberschlesischen Debatte nicht einwirken kann. Der Washingtoner Senat hat den deutsch- amerikanischen Auslieferungsvertrag ratifiziert. Dem Reichstag ist vom Reichspostministerium ein Tätig teitsbericht für 1930 vorgelegt worden. Bei einer Einnahme von 1654,9 Millionen RM. in den Monaten April bis Dezem ber 1930 beläuft sich der Einnahmeausfall gegenüber dem Voranschlag auf rund 85 Millionen Reichsmart. Das Reichskabinett beschäftigte sich mit den Vorbereitungen eines Gesetzentwurfes über die Osthilfe. Jm ,, Völlischen Beobachter" ist die folgende Verfügung Adolf Hitlers vom 20. Januar enthalten: Im Hinblick auf die allgemeine Notlage verbiete ich mit sofortiger Wirkung allen Parteiorganisationen, tarnevalistische Treiben, Bälle usw. zu veranstalten oder sich an derartigen Veranstaltungen zu be= teiligen. Die Gipfelstrede der Zugspitzbahn vom Schneefernerhaus bis zur Endstation wurde am Dienstag dem Betrieb übergeben. Der französische Staatspräsident Doumergue nahm bas Rücktrittsgesuch der französischen Regierung an und bat Steeg und seine Mitarbeiter, die laufenden Geschäfte bis zur Bildung eines neuen Kabinetts zu erledigen. Die Besprechungen im Elysee werden am Freitagvormittag aufgenommen. Die Studenten der Madrider Universität sind am Donnerstag in den Streit getreten. Als die Studenten versuchten, ihre Kundgebung auf die Straße zu tragen, ging die Polizei gegen sie vor, wobei mehrere Studenten verlegt wurden. Die Krönung des Königs Karol von Rumänien wird wahr: scheinlich am 10. Mai ds. Js. anläßlich der Feier der Vereini= gung der rumänischen Fürstentümer in Karlsburg stattfinden. An der Krönungsfeier werden Vertreter sämtlicher politischen Pateien teilnehmen. Das neue englische Schulgesetz, das den Besuch der Schule bis zum 15. Lebensjahr vorsicht, ist im Unterhaus in dritter Lesung mit 256 gegen 238 Stimmen angenommen worden. Es tritt jedoch erst in etwa zwei Jahren in Kraft. Aus Genf. Genf, 23. Januar. Der Sturz der französischen Regierung wirkt sich natürlich doch fühlbar auf die Genfer Vorgänge aus. Briand erklärte, nach Möglichkeit morgen abreisen zu wollen. Freilich würde er sich gezwungen sehen, gegen seinen Wunsch hier zu bleiben, wenn die großen politischen Entscheidungen bis dahin noch nicht gefallen sein sollen. In Völkerbundskreisen ist man vielfach geneigt, aus solcher Erklärung einen Drud auf Polen herauszuhören, denen der Rückzug unter Hinweis auf die Kürze des noch zur Verfügung stehenden Zeitraums erleichtert werden soll. Uebrigens hat eine ähnliche Erklärung, nach Möglichkeit schon Sonnabend abreisen zu wollen, auch Henderson abgegeben, mit dem Curtius eine längere Aussprache hatte. Der Hauptträger der politischen Arbeit ist im Augenblick das japanische Ratsmitglied Josisawa. Er ist es, der als Berichterstatter die Vermittlungsarbeit zwischen der polnischen und der deutschen Delegation leistet. Die Polen machen, wie verlautet, Schwierigkeiten hinsichtlich der beabsichtigten Systemänderung und der Garantien. Insbesondere lehnen sie zur Stunde noch ab, die Woiwoden Lamot und Graczynski zu opfern. Dagegen heißt es, daß sie feine ernsten Einwände mehr gegen die deutschen Forderungen, wie sie gestern hier geschildert wurden, vorbringen. Sie sollen selbst mit einer unter Umständen notwendig werdenden Nachprüfung der Vorgänge durch Calonder einverstanden sein. In greifbare Nähe scheint die Einigung über das Problem der Abrüstungskonferenz gerüdt. Als Termin ist Ende Januar nächsten Jahres in Aussicht genommen, so daß die Abrüstungskonferenz vielleicht mit dreitägiger Pause an die Rats= tagung angeschlossen werden könnte. Wahrscheinlich wird die Präsidentenwahl zurückgestellt werden. - - ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 24. Januar 1931 Die öffentliche Nachmittagssigung des Rates beschäftigte sich vorwiegend mit Fragen ohne erhebliche politische Bedeutung. Der Memelkonflikt wurde zunächst von der Tagesordnung abgesetzt, um Deutschland und Litauen noch eine letzte Möglichkeit des Einvernehmens zu geben. Amerika- Anleihe. Berlin. Die Verhandlungen des Reiches mit einem aus= ländischen Bankenkonsortium über die Gewährung eines Zwischenkredites sind noch nicht zum Abschluß gelangt. Jedoch ist mit dem Abschluß in kürzester Frist zu rechnen. Es handelt sich um einen Zwischenkredit in Höhe von rund 35 bis 40 Millionen Dollar, den ein Bankkonsortium unter Führung der amerikanischen Firma Lee Higginson u. Co. auf dem Wege über die Reichsversicherungsanstalt dem Reich als Beleihung der 200 Millionen Mark Vorzugsaktien der Reichsbahn zur Verfügung stellen wird. Der Sturz der französischen Regierung. Paris. Die französische Regierung wurde am Donnerstagabend bei der Abstimmung über eine Interpellation des Abgeordneten Buyat mit 293 gegen 283 Stimmen in die Minderheit versetzt und gestürzt. Die Mitglieder der Regierung haben noch am Donnerstagabend dem Staatspräsidenten ihre Rücktrittsschreiben unterbreitet. Präsident Doumergue hat den Rücktritt des Kabinetts Steeg bewilligt. Kampf um den Weltmarkt. Der Weltmarkt wird gegenwärtig in seiner ganzen Ausdehnung von der allgemeinen Wirtschaftskrise überschattet. Die Kaufkraft hat seit Jahresfrist in allen Kontinenten nachgelassen; das Warenangebot hingegen ist, sowohl in Industrie- wie Agrarländern, groß und drängend. Härter denn je wird daher um den Absatz auf den internationalen Märkten gestritten. Kein Wunder also, daß Deutschland, dessen hochentwickelte Industrie zu einem wesentlichen Teil darauf angewiesen ist, Absatz in allen Erdteilen und Ländern zu suchen, mit seiner Ausfuhr seit vielen Monaten im Kreuzfeuer verschärfter internationaler Konkurrenz steht. Und das Ergebnis? Vergleicht man die Ausfuhrziffer von 1930 mit der des Jahres 1929, so gewinnt man allerdings den Eindruck einer beträchtlichen Abnahme des deutschen Exports: von 13,5 Milliarden im Jahre 1929 auf 12,0 Milliarden im Jahre 1930. Das würde einen Gesamtrückgang von rund 11 Prozent bedeuten. Diese Ziffer allein vermittelt jedoch kein genaues Bild. Es ist nämlich noch in Rechnung zu stellen, daß sich die Preise der Exportgüter im Laufe des Jahres 1930 gegenüber dem Vorjahrsstande gesenkt haben. Dann ergibt sich, mengenmäßig gesehen, ein geringerer Rückgang des Gesamtexports. Italien, Holland, Belgien, die Schweiz und Frankreich z. B. haben verhältnismäßig größere Einbußen an ihrer Ausfuhr erlitten als Deutschland. Besonders start ist jedoch der prozentuale Rückgang in dem Export Englands und der Vereinigten Staaten; und zwar beträgt er schätzungsweise 20 bezw. 24 Prozent( ohne Berücksichtigung der Preissenkung). Umgestaltung der Arbeitslosenversicherung. In Nr. 2 der Zeitschrift für Selbstverwaltung" vom 15. Jamuar 1931 fordert Syndikus Dr. von Hausen unter dem Stich Ein Gebot wort ,, Umgestaltung der Arbeitslosenversicherung - der Stunde", eine radikale Umstellung des heutigen Systems der Versorgung der Arbeitslosen, das durch die Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse seinen Sinn verloren habe und zum sicheren Zusammenbruch der öffentlichen Finanzen führen müsse. Er führt aus: Die jetzige Art der Versorgung der kurzfristig und der langfristig Arbeitslosen sei vom Fürsorgestandpunkt nicht länger zu verantworten. Angesichts des viel größeren und ernſte= ren Notstandes der langfristigen Arbeitslosigkeit habe die Versicherung gegen das kleinere Uebel der kurzfristigen Arbeitslosigfeit teine Berechtigung mehr. Die Arbeitslosenversicherung müsse daher unter Beteiligung des Reiches zu einer zeitlich nicht beschränkten Hilfe für die langfristige Arbeitslosigkeit umgestaltet werden. Von Hausen schlägt demgemäß vor, in den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit die allgemeine kommunale Fürsorge eintreten zu lassen und die langfristig Arbeitslosen auf die Reichsanstalt und das Reich zu übernehmen. Da die allge= meine fommunale Fürsorge nur eintritt, wenn Hilfsbedürftigkeit im fürsorgerechtlichen Sinne vorliegt, und ihre Leistungen zurückfordern kann, würden große Summen, die jetzt ohne Rücksicht auf Bedürftigkeit für die ersten Monate der Arbeitslosigkeit verausgabt werden, frei für die Versorgung der langfristig Arbeitslosen, für die jetzt keine Dedung vorhanden ist. Für die Arbeitslosenversicherung selbst schlägt Dr. von Hausen an Stelle der vielfach geforderten Einführung der Bedürftigkeitsprüfung eine Trennung der Leistungen vor: in Regelleistungen, die jeder erhält, und Zusatzleistungen, die in Form eines Zuschlages zu den Beträgen zur Arbeitslosenversicherung von denjenigen zurückgezahlt werden müssen, die sie in Anspruch nehmen. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 7 Das unbegrenzte Wohnungsprivileg! Die Wohnungszwangswirtschaft muß schnellstens fallen! Die Regierungen aller Schattierungen haben die Aufhebung der Wohnungszwangswirtschaft an den Ausgleich von Wohnungsangebot und nachfrage auf dem Wohnungsmarkte geknüpft. Um diesen Ausgleich herbeizuführen, wurde in den letzten Jahren drauflos gebaut, ohne sich Gedanken über die Auswirkungen des Wohnungsbaues zu machen. Den Grund zum Bauen schufen die Gemeinden sich ja selbst. Sie ließen die Listen der Wohnungslosen ins Uferlose wachsen, und immer größer wurden die Zahlen und immer größer die Wohnungsnot". Läẞt man aber die Listen der Wohnungsämter einmal beiseite und geht an die Zahlen der Wohnungsstatistik heran, ohne zu deuteln und zu drehen, so ergibt sich sofort ein anderes Bild. So ist z. B. für Aachen festzustellen, daß der Wohnungsbedarf vollkommen gedeckt ist, Angebot und Nachfrage sich ausgleichen und damit die Vorauslegungen für die Aufhebung der Wohnungszwangswirtschaft erfüllt sind sind. Bei der Wohnungszählung am 16. 5. 27 wurden in Aachen 41 277 Wohnungen gezählt und 42 546 Haushaltungen. Es würden demnach 1269 Haushaltungen ohne Wohnung gewesen sein, die gleiche Zahl an Wohnungen und dazu der laufende Neubedarf wären zu decken gewesen. Der Reinzugang an Wohnungen betrug im Jahre 1927: 584, 1928: 598, 1929: 772 Wohnungen ( laut statistischem Jahresbericht für das Deutsche Reich 1930) und 1930 bis zum 30. Juni nach den statistischen Berichten der Stadt Aachen 202 Wohnungen, insgesamt also 2156 Wohnungen. Dazu kommen noch 543 Wohnungen, die die Besatzung innehatte, so daß der gesamte Reinzugang an Wohnungen 2699 beträgt. Notwendig waren 1269 Wohnungen, die bei der Wohnungszäh= lung 1927 als fehlend festgestellt wurden, und der laufende Neubedarf mit 450 Wohnungen pro Jahr.( Festgestellt in der Denkschrift der Stadtverwaltung zum Wohnungsbauprogramm für 1929.) Der Neubedarf 1928, 1929 und 1930 stellt sich also auf 1350 Wohnungen, so daß bis zum Jahresschlusse 1930 2619 Wohnungen hätten erstellt werden müssen. Bei einem Reinzugang an Wohnungen von 2699 sind bis zum 30. 6. 1930 nicht nur die fehlenden Wohnungen erstellt worden, darüber hinaus ist der laufende Wohnbedarf bis Ende 1930 gedeckt, und es ist noch ein Ueberschuß von 80 Wohnungen vorhanden. In dem Fehlbetrag von 1269 Wohnungen sind außerdem noch 410 enthalten, wo Familien in dem Haushalte von Einzelpersonen leben mit mehr als vier Räumen, also vollkommen ausreichend. In diesen 410 Fällen werden die Verhältnisse wohl so liegen, daß die Einzelperson im Haushalte der Familie lebte und nicht umgekehrt. Um diese Zahl könnte sich der Ueberschuß wohl noch erhöhen. Daß der Ueberschuß tatsächlich vorhanden ist, ergeben auch noch die folgenden Zahlen. In den sämtlichen Aachener Tageszeitungen wurden in der Zeit vom 15. Oktober bis 14. November 1930, also während eines Monats, angeboten: 172 1 und 2-3immerwohnungen 151 3-3immerwohnungen 233 4-3immerwohnungen 248 5- und mehr Zimmerwohnungen 56 Einfamilienhäuser. Gesucht wurden in der gleichen Zeit: 152 1 und 2-3immerwohnungen 122 3-3immerwohnungen 73 4-3immerwohnungen 80 5 und mehr Zimmerwohnungen 15 Einfamilienhäuser. Das Angebot übersteigt also bei sämtlichen Wohnungsfategorien die Nachfrage ganz bedeutend. Nun wird wohl der Einwand gemacht werden, noch viele Familien wohnen in alten unmodernen Wohnungen. Damit kann die Aufhebung der Wohnungszwangswirtschaft niemals begründet werden. Die Eigentümer alter Häuser würden sehr gern die Räume umbauen bezw. abreißen und neu bauen. Gie werden aber daran gehindert, weil die Räumung alter Wohnungen mit großen Kosten und Unannehmlichkeiten verbunden und in den meisten Fällen sogar in der Praxis unmöglich ist. Klagt der Eigentümer eines solchen Hauses auf Räumung gegen seine Mieter, dann bekommt er ein Urteil, welches nur gegen Sicherung ausreichenden Ersatraumes vollstreckt werden kann. Und das heißt praktisch, dem Mieter ein Wohnungsprivileg geben, welches unbegrenzt ist, wenn er die nötige Böswilligkeit besitzt. Auch hier zeigt die Praxis die schönsten Kuriositäten. Dem Hauseigentümer ist es unmöglich, eine für den Mieter ausreichende Ersatzwohnung zu finden, trotzdem das Angebot so groß ist. Aber nur, weil die Rechtsprechung der Mieteinigungsämter vollkommen abwegig ist. Der Mieter stellt Ansprüche an die Wohnung, die er nie= mals stellen würde, wenn er sich selbst auf die Wohnungssuche begibt. Unterstützt wird er darin durch die Rechtsprechung, und der Erfolg ist der, daß er in der alten Wohnung sitzen bleibt, der Hauseigentümer aber daran gehindert wird, die Wohnung umzubauen und zu modernisieren. Nr. 7. Samstag Samstag, den 24. Januar 1931. Die Zwangswirtschaft macht es unmöglich, daß die Wohnungen auch den neuzeitlichen Verhältnissen entsprechend ausgebaut werden. Das Gegenteil wird erzielt von dem, was eigentlich gewollt ist. Trotzdem wird die Zwangswirtschaft noch nicht aufgehoben, und es gibt immer noch ,, Schlaue", die die Beibehaltung fordern und mit allem Möglichen begründen. S. M. der Mieter! Das kommunistische ,, Wohn- und Mietrecht". ., Difficile est satiram non scribere." Wenn man den Ende des vergangenen Jahres im Reichstag von der kommunistischen Fraktion eingebrachten Antrag Nr. 321, jenes vorgeschlagene fommunistische Wohn- und Mietrecht" überdenkt, dann ist es wahrhaftig sehr schwer, feine Satire zu schreiben. Denn es ist die Patentlösung des sozialen" Mietrechts, jedenfalls die Lösung, die einigen in Mietervereinen zusammengeschlossenen Mietern am angenehmsten wäre. Der Ausgleich der berechtigten Interessen von Mieter und Vermieter ist vermieden. Der Mieter hat nur Rechte, der Vermieter nur Pflichten. Jm Abschnitt 2 jenes fommunistischen ,, Wohn- und Mietrechts" heißt es u. a.:,,Als Mietverträge gelten für jedes Mietverhältnis allgemeine Richtlinien, die von dem zuständigen Mieterausschuß aufgestellt werden. Sonderabmachungen zwischen Hausbesitzer und Mieter sind unzulässig und nichtig." Fabelhaft: dieses kommunistische ,, Mietrecht". Endlich wird der Mieter von der Tyrannei der„ Hauspaschas" befreit. ,, Gießener Zeitung" Der preußische Handelsminister gegen die Arbeitsdienstpflicht. Im Hauptausschuß des preußischen Landtages ging bei der Beratung des Haushaltes des Handelsministeriums Handelsminister Schreiber auf die Arbeitsdienstpflichtfrage ein. Der artige Pläne seien undurchführbar. Zwangsarbeit sei an sich unwirtschaftlich. Als Beispiel führte er an, daß Preußen für einen Strafgefangenen jährlich 1055 Mark(!) aufwenden müsse. Die Unterhaltung der jugendlichen Arbeitskräfte würde noch bei weitem fostspieliger sein. Dazu kämen die Aufwendungen für Arbeitsgeräte usw. Außerdem würden riesige BeDer Mieter macht mit sich für sich den ,, Mietvertrag". Der Hausherr wird abgeschafft. Der Mieter ist Herr im Hause. Aber, a her Miete muß er doch zahlen, denn der 3. Abschnitt der kommunistischen Grundsätze besagt:„ Die Mieten müssen wirtschaftlich tragbar für den Mieter sein. Wirtschaftlich tragbar sind sie nur dann, wenn sie höchstens 15 vom Hundert des durchschnittlichen reinen Lohneinkommens der gelernten und ungelernten Arbeiter in der Gemeinde oder dem Wirtschaftsgebiet betragen. Für wirtschaftlich schwache Personen, kinderreiche Familien, Kriegsbeschädigte, Erwerbslose, Sozialrentner usw. muß die Miete entsprechend niedriger gesetzt werden. Bei Diffe= renzen über die Miethöhe entscheidet der Mieterausschuß." Ganz unverständlich, weshalb der Mieter auch noch Miete zahlen soll. Der Hausbesitzer einen solchen wird es scheinbar auch noch im kommunistischen Zukunftsstaat geben- müßte es sich doch als eine ganz besondere Ehre anrechnen, daß ein Mieter in seinem Hause wohnt. Ach ja, Ehrenämter werden ja auch im bolschewistischen Rußland gut bezahlt. - % Gründung einer„ Deutschen Studentenschaft" in Heidelberg. Der Aktionsausschuß der nationalen Studentenschaft in Heidelberg beschloß am Freitag die Gründung der„ Deutschen Studentenschaft", die einen Ersatz für den Asta bilden soll. In der Presse wird außerdem von einem anderen Aktionsausschuß ein Aufruf erlassen, der die Abberufung des Professors Gumbel von der Universität fordert. Der Rektor der Universität erließ eine Kundgebung, in der er die Studierenden auf heute mittag zu einer gemeinsamen Aussprache einläd. triebe eingerichtet werden müssen. Ein Kündigungsrecht hat aber selbstredend der Vermieter nicht. Wozu haben wir denn auch den Mieterausschuß! ,, Bei Unverträglichkeit eines Mieters mit anderen Mietern" also auch im kommunistischen Zukunftsstaat werden die Menschen Menschen bleiben ,, sorgt der Mieterausschuß für einen Wohnungstausch". Welch große Nächstenliebe! Aber es wird noch besser!„, Exmittierungen sind unzulässig. Die anderweit zugewiesene Wohnung muß ausreichend und hygienisch einwandfrei sein." Und nun kommt der Clou des Ganzen:„ Ist der Mieter mit seiner Umquartierung nicht einverstanden, so ist sie nur dann durchzuführen, wenn es der Mieterausschuß erneut einstimmig beschließt.: Wer lacht da? Die Kommunisten sind doch ein wenig sehr weltfremd oder ist es nur ihre demagogische Verschlagenheit? Wir glauben: beides!! Die Reichsbahn- Einnahmen weiter zurückgegangen. Falsche Berechnungen über den hess. Fehlbetrag 1930. ,, Wagners Südwestdeutscher Nachrichtendienst"( WSN), Frankfurt a. M., verbreitet die Zahlen des amtlichen Monats= ausweises über die Einnahmen und Ausgaben des Landes Hes= sen vom Monat Dezember. Er hat dabei jedoch nicht die den amtlichen Ziffern beigefügte Vorbemerkung berücksichtigt. Lokales. Sonntagsgedanken. Und wieder ist Sonntag. Müd sind die Hände geworden und auch der Geist, denn die Arbeit der Woche erfordert in der heutigen Zeit den ganzen Menschen. In diesem bitteren Kampfe um das Dasein heißt es sich rühren und regen und wohl noch nie hat das Schöpferwort nach dem verlorenen Paradies so schwere Bedeutung gehabt wie in unseren Tagen, daß im Schweiße seines Angesichtes der Mensch sein Brot auf Erden zu verdienen habe. Danach darf aus dem derzeitig sich ergebenden Fehlbetrag nicht auf den endgültigen Fehlbetrag am Jahresschluß geschlossen werden, weil sehr wesentliche Einnahmen und Ausgaben, die durch rechnungspflichtige Kassenverwaltungen laufen, erst am Jahresschluß in dem Ausweis erscheinen. Ein Blick in dem amt= lichen Nachweis hätte genügt, um zu zeigen, daß der Fehlbetrag zurzeit deshalb noch sehr hoch ist, weil größere mit Bestimmtheit noch zu erwartende Einnahmen noch unberücksichtigt sind. Es betragen z. B. die Ueberschüsse der Unternehmungen und Betriebe nach dem Jahressoll 3,8 Millionen, während in dem Monatsausweis überhaupt noch keine Einnahmen nachgewiesen sind; als weiteres Beispiel darf auf den Posten Volksbildung, einem Wissenschaft, Kunst und Kultus verwiesen werden, wo Jahressoll von 9,1 Millionen erst 0,4 Millionen tatsächliche Einnahmen gegenüberstehen. Wie die ,, Reichsbahn", das amtliche Nachrichtenblatt der Reichsbahngesellschaft, mitteilt, gingen im November 1930 die Gesamteinnahmen der Reichsbahn über das im Vorjahr beob= achtete Ausmaß hinaus erheblich zurück. Jm Güterverkehr ergab sich gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres ein Einnahmeverlust von 79,6 Mill. RM. und im Personen= verkehr eine Mindereinnahme von 92,3 Mill. RM. Dadurch erhöhen sich die Gesamteinnahme- Ausfälle seit Beginn des Ge= schäftsjahres 1930 gegen 1929 auf 722,7 Mill. RM. Der intime Lehár. Notruf des Bürgertums. Wer heute arbeitet, der ist müde geworden, wenn der Abend der Woche gekommen ist und er sehnt sich nach einem Tag, der uns Ruhe gibt und den Frieden bringen soll. Aber fast zu kurz ist dieser Sonntag geworden, für die müden Menschen unserer Zeit. Denn die Maschinen laufen viel rascher und die Räder sausen wie nie zuvor, Eile und Hast überall, nirgends mehr Ruhe für müde Menschen. Hundert Dinge der Pflicht warten schon wieder zum Wochenbeginn, Sorgen um das Brot für den nächsten Tag gesellen sich dazu und man hat kaum die Zeit, sie in Ruhe innerlich zu ordnen und zu verarbeiten. Und leider fehlt auch für diese müden, abgehetzten Menschen jener Sonntag der Ruhe und der feierlichen Stille, wie ihn Großvater und Großmutter noch kannten. Aber die schwere Zeit hat noch andere müde Menschen gemacht, die nicht bloß von der Arbeit müd' geworden sind. Zerschlagenes Glück, zerschlagene Hoffnungen, keine Arbeit und fein Brot das macht Herzen und Seelen müd. Solche Menschen, denen auch kein Sonntag Ruhe bringen kann, brauchen Worte des Trostes. Aus den Bürgervereinen der Stadt Remscheid ist ein Notruf hervorgegangen, der in eindringlichen und überzeugenden Ausführungen für weitgehendste öffentliche Sparsamkeit in Anlehnung an die Haushaltpläne der Vorkriegszeit und für die Befreiung der Wirtschaft und des einzelnen Bürgers von den Fesseln der Nachkriegszeit eintritt. Die eingehend begründeten Forderungen des Bürgertums sind dem Reichskabinett, den Spizenvertretungen der bürgerlichen Parteien, den bürgerlichen Abgeordneten des Reichs und den Vorständen vieler Bürgervereine zur tatkräftigen Unterstützung übermittelt worden. Es handelt sich hier um einen Vorstoß, der sich frei hält von parteipolitischer Einstellung und nur auf das Ganze gerichtet ist. Er will den rechten Weg weisen zur Rettung von Volk und Vater land. Der Notruf wird auf Wunsch durch den Vorsitzenden des Bürgervereins Remscheid- Mitte, Herrn Eugen Paß, Remscheid, Schützenstr. 79, kostenlos zugesandt. Lehár ist es nicht immer jo glänzend gegangen wie heute. Für den ,, Gold- und Silber- Walzer" mit seinem breiten melodischen Ansatz und der originellen Staccato- Fortführung ge= schrieben für die Redoute der Fürstin Metternich erhielt er vom Verleger bar 50 Gulden. Als der Walzer ein paar Jahre später aus Amerika zurückkam, wurde er eins der populärsten Tanzstücke: Gold und Silber für andere. Heute hat der Löwe eine prächtige Höhle. Vorher hauste Meister Lehár im dritten Stock eines Hauses in der Mariahilfer= straße, zog aber aus, weil er durch die Mauern Konzerte mechanischer Klaviere hörte, und erstand von den Einkünften der ,, Lustigen Witwe" das Haus in der Theobaldgasse 16. Außerdem erwarb er in Ischl eine Villa, die sein ständiger Sommeraufenthalt ist. Beide Häuser sind angefüllt mit Bildern, Teppichen, Bibelots, Kunstgegenständen, und man huldigt dem Mann, der so vieles nur durch sein Talent dem Leben abgewann. Aber im Grunde sind beide Häuser nur erweiterte Werkstätten. Lehár gehört zu den Künstlern, die am glücklichsten in der Arbeit sind. * Und da sind es die Sonntagsglocken, die jene Müden hinrufen zum ewigen Quell, der aus himmlischen Höhen die Kräfte für die Seelen bringt. In Kirchen und Domen nur finden sich jene Heilstätten für ihre kranken Herzen. Denn dort ist der, der den Müden Kraft verleiht und dem, der schwach geworden ist, die Stärke mehrt. Der Sonntagsschreiber. Die Geschäftsräume des Heidelberger Asta geschlossen. Aus Anlaß von Zusammenstößen zwischen Studenten und Polizei auf dem Universitätsplatze in Heidelberg am Mittwoch sind mehrere Verhaftungen vorgenommen worden. Die Ge schäftsräume der Asta wurden durch die Universitätsbehörden ge= schlossen. Die studentische Zeitschrift ,, Der Heidelberger Student" soll als Kampforgan des Aktionsausschusses der nationalen Studentenschaft weiter erscheinen. Die Gießener Wirtschaft protestiert gegen das diftat des Staatskommissars. Jm brechend vollen Saale des Café Leib hielten die Wirtschafisverbände der Stadt Gießen und ihre Mitglieder letzten Mittwoch abend eine einmütige Protestversammlung gegen die überspannten und ungerechtfertigten Realsteuererhöhungen des Staatskommissars, Oberregierungsrat Haberkorn- Darmstadt, ab. Obertegies 1930 einm herige iter Stadt Gi Griftens b Die V jeits die 2 mijjars ni Staatsfom dere Verp außeriten Der b und Ausg Nach einleitenden Worten des Herrn Drogisten Winterhoff, der die Versammlung begrüßte, nahm der Hauptredner des Abends, Herr Rechtsanwalt und Notar Albrecht, das Wort zum Hauptreferat des Abends. Nach ausführlichen Darlegungen über die Vorgeschichte dieses Steuerdiftates zergliederte der Vortragende seine Ausführungen in die Behandlung der Fragen, ob ein Eingreifen eines Staatskommissars überhaupt gerechtfertigt war, und weiter, ob der bestimmte Staatskommissar alle Mittel und Wege gesucht habe, das relativ geringe Defizit zu beseitigen. Beide Fragen verneinte der Redner. Er ging dann in vortrefflichen Ausführungen auf die Nöte steuerlicher und wirtschaftlicher Art der einzelnen Wirtschaftsstände ein. Sein fast Nach 1½ Stunden langer Vortrag fand stürmischen Beifall. ihm stimmten im Namen ihrer Verbände den Ausführungen des Referenten zu: Herr Obermeister Löber für den Ortsgewerbeverein, Herr Launspach für den Hausbesitzerverein, Herr Syndikus v. Eisenhardt- Rothe für die Industrie, Herr Falkenstein für den Einzelhandel, Herr Schmitt für den Edeka- Verband, Herr Nowack für den Reichsverband des Lebensmittelgroßhan= dels und Herr Schmitz für das Hotel- und Gastwirtsgewerbe. Alle Redner fanden reichen Beifall. Zum Schluß der äußerst eindrucksvoll verlaufenen Versammlung wurde folgende Entschließung einstimmig genehmigt: und eine so reiche musikalische Innenausstattung besitzt, wie sie die Natur Lehár verlieh. Er feilt am Einfall, sucht nach der nobelsten Form, vollendet das vollendet Scheinende, aber entscheidend ist doch der Einfall. Er hat mit dessen Hilfe bereits 30 Operetten geschrieben, und sie werden nicht die letzten sein. Er hat ein lebhaftes persönliches Tempo, sein Gehen ist fast ein Laufen, ein bewegtes Allegro, wie es Ehrgeizige haben. Er ruht selten aus: er hat nicht die Ruhe zur Ruhe. Er steht immer zwischen zwei Premieren, und wenn er sich in Ischl vom Partiturenschreiben erholt, so geschieht es wie beim alten Auber meistens durch eine neue Partitur. Nur hie und da erinnert er sich der notwendigen Defonomie des Schaffens, dann schaltet er eine Entspannungspause ein und nagelt seine Gartenplanken. Der Einfall steht immer zur Verfügung, meistens nachts. Wie es die Operette mit sich bringt, mußte er wiederholt SoloEinlagen, auf die prominente Darsteller in der letzten Minute bestanden, über Nacht schreiben, noch während er mit der Instrumentation beschäftigt war, so den Foxtrott„ Ich habe La Garconne gelesen" für Frau Werbezirk, oder das sentimentale Duett für Paganini und Elisa. Es wurden zumeist die Schlager des Wertes. Das kann nur, wer mit 60 die Frische des Dreißigers Er spielt gerne vor, er dirigiert gerne seine Werke, er zeigt eine naive Freude am Beifall, Lustgefühle an der Bestätigung durch andere. Anekdoten haben diesen Zug wiederholt ironisiert, ebenso einen zweiten, den er mit Johann Strauß teilt, die Besorgnis, nicht originell genug zu sein. Die Wahrheit ist, daß in ihm ein großes Kind sitzt, daß er leichtgläubig und harmlos ist wie ein Kind und daher auch so leicht ,, aussikt" wie ein Kind. Von dieser Seite seines Wesens werden in der Branche viele Episoden erzählt. Die Entschließung: - unvorberge ins Gewich jekes vom fer Fehlbe fönnen, als Taftung. Die V des Staats rüdgenomm gehoben w Gie w iter des In einen am 2 Die am 21. Januar 1931 im großen Saale des Café Leib versammelten Angehörigen sämtlicher Wirtschaftskreise der Stadt Gießen erheben mit aller Entschiedenheit gegen die Steueranordnungen des Staatskommissars für Gießen, Herrn hinein. Die anderen können das Lachen nicht länger verbeißen. Es war wieder einmal ein Aufsitzer. Jacobsen hatte nicht das Büro Goldtschmidt, sondern einen genau informierten Bekannten in einem benachbarten Kaffeehaus angerufen und Lehár, der Nach der Premiere der ,, Wiener Frauen" beschloß er, in Gesellschaft seiner Freunde die Morgenblätter in einem Kaffeehaus abzuwarten. Um vier Uhr früh meinte Jacobsen, es werde spät, man könne an das Zeitungsbüro Goldtschmidt telephonieren, er sei mit dessen Direktor befreundet, der werde sicher gern aus den Kritiken einiges vorlesen. Natürlich! Einverstanden! Man geht in die Telephonzelle, ruft eine Nummer an, Lehár horcht mit, der Direktor bei Goldtschmidt meldet sich und erklärt sich bereit. Also... die Neue freie Presse" schreibt: ,, Schon lange haben wir keine so langweilige und öde Musik ge= hört wie gestern abend. Am besten, der Komponist gibt das Komponieren auf. Lehár erbleicht. Das ,, Neue Wiener Tagblatt" schreibt:„ Schade, daß das ausgezeichnete Buch eine so miserable Vertonung gefunden hat..." Lehárs Gesicht spielt ins Grüne. Das ,, Neue Wiener Journal" schreibt:„ Es steht nicht dafür, die aus allen möglichen fremden Melodien zusam= mengestoppelte Musik ausführlich zu würdigen." Lehárs Grün ist inzwischen aschfahl geworden. Das ,, Deutsche Volksblatt" soll ich's vorlesen? ist sehr antisemitisch:„ Ein neuer Zugereister, dessen Name übrigens gar nicht Lehár, sondern Levy zeit, zuckersüß in rosa oder hellblau, auch geblümelt sah man ist..." ,, Das ist nicht wahr!" protestiert Lehár in den Hörer " von den Morgenblättern zu einer neuen Größe ernannt wurde, mußte die verlorene Wette mit Sekt bezahlen. Heute kann ihm ähnliches nur noch schwer passieren, er sammelt zwar alle Zeitungsnotizen sehr sorgfältig, aber es ist ungewiß, ob er sie auch alle liest. ( Aus dem soeben im Drei- Masken- Verlag erschienenen Buch ,, Franz Lehár" von Ernst Decsen.) Faschingskostüme einst und jetzt. Von Greta Kolmar. gebenen Er ger Fehlber ins Gewich mijjars ger eingefekten im Einver Die V Ablehnung im Wege joll, daß di Gießen im Soll man in einer Zeit schwerster Depression Feste feiern; darf man in unseren Tagen, da wir alle unter dem Druck der wirtschaftlichen Not seufzen, an Fasching denken und Prinz Karneval auferstehen lassen? Schwer zu beantwortende Frage! Sie ist nur individuell zu lösen. Die, denen Kopf und Sinn nicht nach Mummenschanz und Ausgelassensein steht, sollen ruhig zu Hause bleiben, es aber nicht als Verbrechen" werten, wenn die anderen junge, lebensfrohe Menschen, die sich vieleicht die ganzen Tage über in Fabrikräumen, Büros, Warenhäusern und Läden arbeitend betätigen, an einem Abend in einer Woche genießen wollen, vergnügt sein wollen und das Elend und die Treimühle der Alltagswoche vergessen möchten. um ihre Jugend zum Recht tommen zu lassen. Und wie viele junge Menschen freuen sich da ganze Jahr über auf die paar unbeschwerten Stunden im Karneval, da sie in eine fremde Hülle schlüpfen dürfen, um sich einmal austollen zu können, einmal nicht sich selber sein zu brauchen, ein paar Stunden Unbeschwertheit, ein paar Schlude Lebensfreude, Vergessen! Gönnt es ihnen, ihr, die ihr ja auch einmal jung waret; ihr waret unbeschwerter als sie alle! Wie w am 27. Apr * Von Schaffner G Dienste der * Bon unmittelba dem Gesch Studenten hiefigen Ar finden. De richt am 2. * Univ vormittags täts- Gottes tamm. t Aus dierende d feit würdig trage von Empfänger 5 bezw. 10 den D. Dr. * Stad Bechmarie Amerika". * Beri Minister f zu den höh Bestimmun Bejuch in d geeigneten Und a noch nie G mut, Freu Und jging von Mastento facht ist, die Koftb Schnitt, de Vergleicht zu beginne Schwefter, Bändern u len des A nach was Pierrette chen, der ganz lang pons in t Auspuz Geidenpon fieht ganz die Taille hat fich für iam behau Belieb der Pierre ichlanten an die Sa Grujelns n tupit, fari Tülltrauje, Ponpons, man als nach dener beim Ede Nr. 7. ch der Geist, denn en Zeit den ganzen das Dasein heißt es at das Schöpferwort deutung gehabt wie Enes Angesichtes der abe. en, wenn der Abend ach einem Tag, der Aber fast zu kurz Menschen unserer cher und die Räder call, nirgends mehr der Pflicht warten m das Brot für den t taum die Zeit, fie arbeiten. Und leider fchen jener Sonntag ihn Großvater und müde Menschen ge geworden find. Zer eine Arbeit und fein Solche Menschen, n, brauchen Worte e jene Müden hin en Höhen die Kräfte men nur finden sich Denn dort ist der, der chwach geworden ist, tagsschreiber. protestiert sfommiffars. ib hielten die Wirt: e Mitglieder letzten ammlung gegen die teuererhöhungen des tforn- Darmstadt, ab. Drogisten Winterhoff, per Hauptredner des Ibrecht, das Wort hrlichen Darlegungen zergliederte der Vordlung der Fragen, ob erhaupt gerechtfertigt tommissar alle Mittel Defizit zu beseitigen. ging dann in vortreff licher und wirtschaft - de ein. Sein fajt hen Beifall.- Nach n Ausführungen des den Ortsgewerbeerverein, Herr Syne, Herr Falkenstein den Edeka- Verband, Rebensmittelgroßhan Gastwirtsgewerbe. Zum Schluß der lung wurde folgende Saale des Café Leib Wirtschaftskreise der hiedenheit gegen die s für Gießen, Herrn nicht länger verbeißen. cobsen hatte nicht das nformierten Bekannten fen - und Lehár, der Größe ernannt wurde, ahlen. hmer passieren, er ſamältig, aber es ist ungeTlag erschienenen Buch a r. und jeßt. Depression Fejte feiern; e unter dem Drud der g denken und Prinz ■ beantwortende Frage! denen Kopf und Ginn elaffenſein steht, sollen Is ,, Verbrechen" werten, e Menschen, die sich vie äumen, Büros, Waren n, an einem Abend in t sein wollen und das voche vergessen möchten, laffen. Und wie viele Sahr über auf die paar da sie in eine fremde I austollen zu fönnen, hen, ein paar Stunden ebensfreude, Vergessen! einmal jung waret; ibt Samstag, den 24. Januar 1931. Oberregierungsrat Haberkorn in Darmstadt, vom 31. Dezember 1930 einmütigen und feierlichen Protest. Die durch die seitherige steuerliche Belastung bereits überbürdete Wirtschaft der Stadt Gießen sieht sich durch das einseitige Dittat in seiner Existenz bedroht! Die Versammlung ist dabei auch der Auffassung, daß einerseits die Voraussetzungen für die Ernennung eines Staatsfommissars nicht vorgelegen haben und daß anderseits der ernannte Staatskommissar seine ihm durch das Gesetz auferlegte besondere Verpflichtung, alle Ausgaben unter dem Gesichtspunkte der äußersten Sparsamkeit nachzuprüfen, nicht erfüllt hat. Der bei einem städtischen Haushalt, der sich in Einnahmen und Ausgaben auf 7,75 Millionen Mark beläuft, Ende 1930 unvorhergesehen aufgetretene Fehlbetrag fällt nicht so erheblich ins Gewicht, daß die Voraussetzungen des§ 1 Absatz 1 des Gejetzes vom 11. Dezember 1930 anerkannt werden können. Dieser Fehlbetrag hätte auf andere Weise ausgeglichen werden tönnen, als durch die vorgenommene einseitige Realsteuerbelastung. Die Versammlung verlangt deshalb, daß die Ernennung des Staatskommissars für Gießen vom 30. Dezember 1930 zu= rüdgenommen und die von diesem erlassenen Maßnahmen aufgehoben werden. Sie weist dabei darauf hin, daß auch der Preußische Minister des Innern und der Preußische Minister der Finanzen durch einen am 23. Dezember 1930 bezüglich der Stadt Hannover gegebenen Erlaß den Standpunkt vertreten haben, daß ein etwaiger Fehlbetrag gegenüber dem Gesamtetat der Stadt erheblich ins Gewicht fallen muß, ehe die Ernennung eines Staatskommissars gerechtfertigt ist, und daß die für die Stadt Hannover eingesetzten Staatskommissare am 12. Januar 1931, offenbar doch im Einverständnis mit der Regierung, zurückgetreten sind. Die Versammlung beschließt weiter, daß für den Fall der Ablehnung der beantragten Abberufung des Staatskommissars im Wege des Verwaltungsstreitverfahrens festgestellt werden soll, daß die Ernennung eines Staatskommissars für die Stadt Gießen im Gesetz vom 11. Dezember 1930 teine Stütze findet. Evangelischer Landeskirchentag. Wie wir erfahren, wird der Landeskirchentag voraussichtlich am 27. April 1931 zu einer mehrtägigen Sitzung zusammentreten. * Von der Reichsbahn. Reichsbahnassistent Speyer, Zugschaffner Gestes und Güterarbeiter Becker sind 25 Jahre im Dienste der Reichsbahn tätig. * Von der Universität. Um den Studierenden der Rechte unmittelbare Anschauung von den Einrichtungen der Justiz und dem Geschäftsgang bei den Gerichten zu geben, sollen für diese Studenten auf Anregung des hessischen Justizministers bei dem hiesigen Amts- und Landgericht unentgeltliche Lehrgänge stattfinden. Der erste Lehrgang dieser Art beginnt beim Amtsgericht am 2. März. * Universitäts- Gottesdienst. Am Sonntag, dem 25. Januar, vormittags 11.15 Uhr, findet in der Neuen Aula ein Universitäts- Gottesdienst statt. Die Predigt hält Professor D. Borntamm. * Aus der hessischen Luther- Stiftung sind an bedürftige Studierende der Theologie, die sich durch bereits erwiesene Tüchtigfeit würdig gezeigt haben, Stipendien auf zwei Jahre im Betrage von entweder 400 RM. oder 700 RM. zu vergeben. Die Empfänger haben sich zu verpflichten, der Hessischen Landeskirche 5 bezw. 10 Jahre zu dienen. Meldungen sind an den Vorsitzenden D. Dr. Krüger zu richten. * Stadttheater. Morgen zum letzten Male ,, Goldmarie und Pechmarie"; abends als Fremdenvorstellung„ Der Kaiser von Amerika". * Verschärfte Auslese an den höheren Schulen. Der hessische Minister für Kultus und Bildungswesen hat für den Zugang zu den höheren Schulen und für die Schülerauslese verschärfte Bestimmungen erlassen, die den Zwed haben, den allzu starken Besuch in den höheren Schulen einzuschränken und diese von ungeeigneten Schülern zu befreien. Es wird bestimmt, daß außer Und aus Depression, aus Mißmut, aus Pessimismus ist noch nie Gutes, Neues geboren worden. Dazu braucht's Lebensmut, Freude, Beschwingtheit. Und nun wollen wir ihn uns einmal ansehen, den Fasching von heute und wollen ein wenig vergleichen, wie so ein Maskenkostüm früher beschaffen war und wie es heute vereinfacht ist, wie heute, im Zeitalter der neuen Sachlichkeit, auch die ,, Kostbarkeit" des Kostüms in der Hauptsache im guten Schnitt, der feschen Linie und anständigem Material liegt. Vergleicht man, um gleich mit dem allzeit beliebtesten Kostüm zu beginnen, eine Pierrette von früher mit ihrer heutigen Schwester, so lächelt man über den Aufwand an Schleifen, Bändern und Klingelglöckchen, der an den unmöglichsten Stellen des Kostüms angebracht werden mußte, damit die Sache nach was aussah. Heute liegt der Schick und die Grazie der Pierrette im Stil. Das enganliegende, ausgeschnittene Leibchen, der weitfallende, gebauschte Rock, entweder ganz kurz oder ganz lang gehalten, ist funterbunt mit ein paar Seidenponpons in verschiedenen Größen benäht, meist nur einseitig; der Ausputz der anderen Seite erfolgt nur durch einen großen Seidenponpon an der Schulter des Leibchens. Oder aber man sieht ganz von einer Ponponsgarnitur ab, benäht den Rock und die Taille mit lustigen Applikationen aus Samt; schwarz- weiß hat sich für dieses Kostüm als wirkungsvoll, vornehm und kleidsam behauptet. Beliebter als der Rock ist seit Jahren die Hose, so daß aus der Pierreite der Pierrot geboren wurde, der sich bei unserer schlanken Damenwelt größter Beliebtheit erfreut. Denkt man an die ,, Harlekins" von früher, so kann man sich eines leichten Gruselns nicht erwehren! In sackartigen Gewändern, groß ge= tupft, kariert oder gemustert, möglichst buntfarbig, mit steifer Tüllkrause, dem typischen, spizzen Hut, mit den ebenso typischen Ponpons, kam man sich äußerst sein vor. Besonders gerne ging man als„ Paar". Um die süßen Schäferinnen der Vorkriegsnach denen man sich unbedenklich richten kann. Das Material beim Edelkostüm muß gut sein; Seiden, Samte und Spitzen ,, Gießener Zeitung" den Grundschülern, die nach dreijährigem Schulbesuch in die höhere Schule eintreten wollen, auch alle Schüler mit vierjähri ger Grundschulzeit sofern sie nicht die Note 1 oder 2 im Grundschulzeugnis aufweisen eine Prüfung in Deutsch und Rechnen zu bestehen haben. Die Prüfung ist vor Beginn der Osterferien von der aufnehmenden Schule abzuhalten. Sodann haben alle in die höhere Schule eingetretenen Sertaner noch einmal eine bis zu den Sommerferien reichende Probezeit durch= zumachen. Wer sich in dieser Probezeit noch als ungeeignet erweist, ist in die Volksschule zurückzuversetzen. * Steuererklärungen. Die Steuererklärungen für die Eintommen, Körperschafts- und Umsatzsteuer für die Frühjahrsveranlagung 1931 sind in der Zeit vom 1. bis 16. Februar 1931 unter Benutzung der vorgeschriebenen Vordrucke an das Finanzamt abzugeben. * Ortstrantentasse- Beiträge. Die rückständigen Beiträge zur Kranken-, Arbeitslosen- und Invalidenversicherung für den Monat Dezember 1930 können noch bis zum 28. Januar 1931 ohne Kosten bezahlt werden. * Die Bezirkssparkasse Gießen veröffentlicht in der heutigen Nummer eine Bekanntmachung, nach welcher sie mit Wirkung vom 1. Januar d. J. ab die bei ihr bestehenden Auswertungssparguthaben mit 5 Prozent verzinst, während der gesetzliche Zinssatz nur 3 Prozent beträgt. Weiter gibt die Bezirkssparkasse bekannt, daß ihre Aufwertungssparguthaben nunmehr mit 21,6 Prozent des Goldmarkwertes aufgewertet werden. Die NeuUmrechnung erfolgt in den nächsten Monaten. Der erhöhte Aufwertungssatz findet auch auf bereits ausgezahlte Sparguthaben Anwendung. * Erfolge eines Gießener Tanzpaares. Auf den deutschen Tanzmeisterschaften errang gegen stärkste Konkurrenz das Gieße= ner Paar Ewald Bäulke und Frau in der Gesamtbewertung den 4. Platz. * Deutschnationaler Handlungsgehilfen- Verband. Der für Samstag, den 31. Januar 1931, vorgesehene Maskenball fällt aus. Veranlassung dazu gab die gegenwärtige schlechte wirtschaftliche Lage. * Theater- Vereinigung 1926. Das Winterfest findet am Samstag, dem 24. Januar, im Katholischen Vereinshaus statt. Zur Aufführung fommt ein Schauspiel ,, Der Jugend Schuld gesühnt" von Karl Silber, in drei Atten. * Deffentliche Versammlungen. Heute abend spricht der befannte nationalsozialistische Abgeordnete, Dipl.- Ing. Feder, in der Turnhalle am Oswaldsgarten. Am Montag sprechen auf Einladung der Ortsgruppe Gießen des Hypothekengläubiger- und Sparer- Schutzverbandes und der Volksrechtspartei der Engländer Prof. V. Stranders über die Kriegsschuldlüge und Justizrat Brint- Berlin über die Entschuldungslüge. Ort: Kathol. Vereinshaus. * Heimatvereinigung Schiffenberg. Morgen nachmittag findet eine Familienzusammenkunft auf dem Schiffenberge statt. * Fahrräder müssen beleuchtet sein! Es liegt Veranlassung vor, darauf hinzuweisen, daß die Fahrräder bei dem ständig zu= nehmenden Verkehr und zur Verminderung von Straßenunfällen während der Dunkelheit und bei starkem Nebel mit einer hellbrennenden Laterne sowie mit einem Rückstrahler( Katzenauge) versehen sein müssen. * Briefe, die nicht verweigert werden können, sind Briefe mit Zustellungsurkunden. Einschreibebriefe dagegen kann der Empfänger verweigern und in Prozeßangelegenheiten genügt es durchaus nicht immer mit der Beweiserbringung, daß der eingeschriebene Brief am Tage der Annahmeverweigerung beim Empfänger vorgelegen hat. Wiederbelebung unserer Tabakindustrie. Die Firma Rinn& Cloß in Heuchelheim, das größte mit vielen Filialen in zahlreichen Kreisorten vertretene Unternehmen der Tabakindustrie Hessens und Westdeutschlands, hat den mit Jahresende stillgelegten Betrieb seiner Werke wieder voll aufgenommen, wodurch mehrere tausend Personen wieder Beschäftigung gefunden haben. viel, das gebauschte Kostüm in einem ,, Mastensatin", mit ,, Maskenatlasbändern" benäht, dazu die den Kopf meist unheimlich vergrößernde weiße Perücke, in die Bänder und Blumen einfrisiert wurden, grotesk sahen die Damen oft aus und unbequem war es zudem auch, das damalige Rolofo- oder Schäferinnenkostüm. Wie zierlich dagegen die heutige Phylis oder Ninon! Ein tokettes Samtmiederchen, ein zweigeteiltes Seidenröckchen, leicht gebauscht in unifarbiger oder gemusterter Seide; das fürzere Mittelteil entweder in abgetönten Plisfees aus Seide oder übereinanderfallende Spitzenvolants. Auf dem Kopf die kurzgeloďte, engumschließende weiße Perücke und feck darüber ein Gedicht von einem Hütchen, winzig flein aus Samt mit langen, flatternden Seidenbändern. Das frühere„ kattunene" Waschermädel ist der heutigen ,, Midinette" gewichen, deren reizendes kleidjames Kostümchen aus den einfachsten Stoffarten ebenso schick wirken kann, wie aus kostbarerem Material; ein gestreiftes Röckchen aus Voile oder Batist, ein fesches Samtmiederchen, in der Farbe des Streifens, sehr hübsch wirkt firschrot, ein fofett geschlungenes Fichu, auf der Schulter in feschen Zipfeln aufliegend, ein zierliches, schiefgesetztes Hütchen, die bunte Hutschachtel an den Arm und ein Kleidsames Kostümchen, das natürlich auch in gemusterter Seide sehr reizvoll wirkt, ist fertig. Auch die bieder- braven ,, Stubenmädchen" in ihren gestreiften Waschkleidchen mit Puffärmeln und weißen, ovalen Häubchen auf dem Kopf haben sich in lauter Fledermaus- Adelen" verwandelt; kurzes, schwarzes Seidenkleidchen, ein winziges Tändelschürzchen und ein noch winzigeres Spißentüpferl auf dem lustig gelodten Bubikopf und fertig ist das Mädchen von heute". Man versucht heute häufig aktuelle Kostüme zu bringen. Sehr oft muß ja auch der Charakter des Festes gewahrt werden; man fann nicht als„ Gänseliesel" zur„ Venezianischen Nacht" gehen und als„ Pompadour“ beim„ Nilfest" erscheinen. Histo= rische Kostüme sollen möglichst nach Bildern aus der Zeit hergestellt werden; es gibt eine Anzahl sehr guter Kostümkunden, Aus Nah und Fern. Nr. 7. Nonnenroth( Kr. Gießen). Der Voranschlag der Gemeinde Nonnenroth für 1931 liegt bis Freitag, den 30. Januar, auf der Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Grünberg. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag bejuchten Langfinger im Auto unsere Stadt. Sie besuchten ein Schuhgeschäft und nahmen 24 Paar Schuhe aller Art mit. Die Täter konnten bis jetzt noch nicht gefaßt werden. Hungen. Der hiesige Ortsgewerbeverein ist zu neuer Tätig feit erwacht. In seiner ersten Generalversammlung fand er in allen sachlichen und organisatorischen Fragen reiche Unterstützung durch den Syndikus Röhr der Handwerkskammernebenstelle Gießen, durch den stellv. Vorsitzenden der hessischen Handwerkskammer, Herrn Becker- Gießen, und durch Herrn Schreinermeister Haubach, den Vorsitzenden des Bezirksverbandes der Gewerbevereine. Butzbach. Mitte dieser Woche ist in Butzbach eine„ Wohlfahrtsgemeinschaft" gegründet worden, in der unter Leitung des Bürgermeisters der Alice- Frauenverein, die Arbeiter- Wohlfahrt, der Gewerbeverein, der Zweigverein des Roten Kreuzes, der Verein des Einzelhandels, die Pfarrämter usw. zusammengetreten sind, um die Not der arbeitslosen Ortsbewohner zu lindern. Ortenberg. Im Anschluß an eine beim hiesigen Bostamt erfolgte Kassenrevision hat sich der amtierende Postmeister G. eine Kugel in den Kopf gejagt. Die Kugel wirfte jedoch nicht tödlich. G. wurde nach Büdingen ins Krankenhaus verbracht. Ob und in welchem Umfange eine Veruntreuung von amtlichen Geldern vorliegt, kann bis jetzt noch nicht gesagt werden. Der Büdinger Petrimarkt verlegt. Büdingen, 22. Jan. Aus zwingenden Gründen ist der ursprünglich für die Tage vom 22. zum 24. Februar d. J. vorgesehene St. Petri- Markt auf den 15. zum 17. Februar verlegt worden; der von der Landwirtschaftskammer geplante Saatgutmarkt findet am 17. Februar statt. Darmstadt. Die Darmstädter Industrie- und Handelskammer hat gegen den Widerstand des Hessischen Justizministeriums die Veröffentlichung von Schuldnerverzeichnissen durchgedrückt. Die Schuldnerverzeichnisse erscheinen auf Grund des von den Amtsgerichten gelieferten Materials und sollen zur Erleichterung der Unterrichtung über Kreditwürdigkeit im Geschäftsverkehr dienen. Ueberfall im Darmstädter Wohlfahrtsamt. Darmstadt. Jm städtischen Wohlfahrtsamt erschien der Wohlfahrtserwerbslose Landzettel mit seiner Frau und forderte die Erweiterung seiner Wohlfahrtsunterstützung. Als dies abgelehnt wurde, ging er gegen den Beamten vor und versetzte diesem mit einem Stod einen Schlag über den Kopf, so daß der Beamte schwer verletzt wurde. Mehrere Wohlfahrtsempfänger ergriffen für Landzettel Partei, wobei es zu weiteren Ausschreitungen fam. Inzwischen war das alarmierte Ueberfallkommando eingetroffen, das die Ruhe wiederherstellte und Landzettel verhaftete. Rüsselsheim. Auf dem Heimwege warf vor einigen Tagen ein 14jähriger Realschüler von der Mainbrücke aus eine Eisscholle auf ein durchfahrendes Lastschiff. Ein Schiffer wurde auf dem Kopfe getroffen und bewußtlos ins Krankenhaus nach Flörsheim gebracht. Dort ist der Verletzte infolge des erlitte= nen Schädelbruches gestorben. Rüsselsheim. Nachdem die Stadt Rüsselsheim den mit der elektrischen Ueberlandzentrale in Mainz geschlossenen Vertrag mit seinem demnächstigen Ablauf gefündigt hatte, um die Elektrizitätsversorgung der Stadt in eigene Regie zu nehmen, führten die Verhandlungen dazu, daß der Stadt bei Verlängerung des Entfettungsfuren im Winter. sind von besonderem Wert, da der Körper im Winter eine be= sondere Neigung zum Ansatz zeigt. Nehmen Sie früh, mittags und abends 2-3 Tobula Kerne, die Sie in Apotheken erhalten. dürfen niemals ,, billig" aussehen, da sie sonst das ganze Kostüm verderben. Viel weniger wichtig ist echtes Material bei Phantasielostümen, obwohl auch ein ,, Knallbonbon", eine„ Schneeflode", ein ,, Bridgekarte" ihre Wirkung durch gutes Material wesentlich erhöhen kann. Immer wieder muß es betont werden, daß die schroffe Ablehnung, die der Karneval da und dort von übereifrigen Behörden erfährt, auch eine wirtschaftlich nicht zu übersehende Seite hat. Tausende von Arbeitern des Schneidergewerbes finden in dieser Zeit der Arbeitslähmung für ein paar Wochen Betätigung und Existenzmöglichkeit; der Kleinhandel, der sich ja mit entsprechenden Stoff- und Puhmaterial eindecken muß, kann seine Ware abstoßen und es ist völlig turzsichtig und verfehrt, wenn Zeitungen dauernd die Abkehr vom Fasching predigen. Denkt daran, daß„ jed' Ding zwei Seiten hat" und daß die Leute, die Feste feiern können, wieder die in Nahrung setzen, die ohne diese Feste beruflich zugrunde gehen müssen. Modetelegramm. Kennzeichen der Mode 1931: Schlicht, dezent, geschmacksoll. Der lange Rock bleibt oder wird sogar noch länger. Selbst die Schleppe erscheint wieder; besonders das Abendkleid aus Seidensor zeigt d: cse charakteristische Note. Große Freiheit in der Formgebung. Weitester Spielraun für die Phantasie daneben aber auch strenge, schlichte Formen. Reichere Verzierungen vorwiegend nur am Nachmittags= kleid. Gewebe: Marocainartige Stoffe für den Nachmittag und und Seidensamt für den Abend, insbesondere Panne und Tranparentsamt in den verschiedensten Tönungen; noch immer viel schwarz und weiß, teilweise aber auch nun mehr farbig. Für die Straße erhalten Mäntel und Kostüme eine sportlichere Note. Blusen werden wieder beliebt. Die Samtkappe gilt noch immer als die geeignete Kopfbededung, auch zum einfachen Straßenkostüm. Nr. 7. Samstag, den 24. Januar 1931. Vertrags günstigere Bedingungen zugebilligt wurden. Der Gemeinderat hat deshalb die Kündigung zurüdgezogen. Oberbürgermeisterwahl in Mainz. Mainz. In der Mittwoch- Sigung des Mainzer Stadtrats wurde dem Pensionierungsgesuch von Oberbürgermeister Dr. Külb zugestimmt. Als Nachfolger wurde der seitherige Bürgermeister Dr. Ehrhard mit 36 Stimmen gewählt. Der Gegenfandidat Dr. Kraus erhielt 27 Stimmen. Die Wahl erfolgte auf die Dauer von zwölf Jahren. Fabritbrand in Mainz. Mainz. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag brachy in einer Kartonnagenfabrik ein Brand aus, der das ganze Gebäude bis auf die Grundmauern einäscherte. Als die Feuerwehr am Brandplatz eintraf, brannte das Haus bereits in allen Stod werken. Es gelang lediglich, einige wertvolle Maschinen zu retten. Alles sonstige Inventar und die Vorräte der Fabrik wurden ein Raub der Flammen. Die Brandursache konnte noch nicht ermittelt werden. Budenheim. Jm Rhein wurde die Leiche eines unbekannten Mädchens geländet und auf den Friedhof gebracht. Zwei Brüder an der Starkstromleitung verunglückt. Kassel. Zwei Brüder Schmidt, welche an der Starkstromleitung der Edertalsperre beschäftigt waren, famen durch den starten Wind dem Startstrom zu nahe. Der 18jährige Schmidt be= fam einen solchen Schlag, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Sein älterer Bruder, welcher ebenfalls getroffen wurde, kam mit einer schweren Lähmung davon. Weilburg. Aus bisher unbekannter Ursache brach in der Lagerhalle des hiesigen Güterbahnhofs am Donnerstag Feuer aus, das dort reiche Nahrung fand. Dank dem tatkräftigen Eingreifen der Feuerwehr blieb das Feuer auf die Halle beschränkt. Wiesbaden. Wegen Sittlichkeitsverbrechens wurde ein Privatdetektiv festgenommen. Würzburg. Ein 31jähriger Kaufmann aus Ochsenfurth wurde in einem an der Zeller- Brücke stehenden unbeleuchteten Auto ermordet aufgefunden. Der Tod war durch einen Schuß, der die Lunge durchbohrte, herbeigeführt. Dillenburg. Die Industrie- und Handelskammern Dillenburg und Siegen haben auf Grund übereinstimmender Beschlüsse beim preußischen Minister für Handel und Gewerbe die Zusammenlegung der Handelskammerbezirle Dillenburg und Siegen zu einer gemeinsamen Kammer beantragt, für die der Name Industrie- und Handelskammer Siegen- Olpe- Dillenburg vorgesehen ist. Die Zusammenlegung soll auf Grund eines abgeschlos= senen Vertrages mit Wirkung ab 1. April erfolgen. Wuppertal. Der aus dem Amt geschiedene Oberbürgermeis ster erhält 28 000 Mart Pension. Nordhausen. Als sich in Worbis die Plätterin Eichner an der im Betrieb befindlichen Plättmaschine zu schaffen machte, um eine Störung zu beseitigen, wurde ihr Kopftuch von der Welle der Maschine erfaßt. Dabei wurde der Unglücklichen das Genick gebrochen. In gebückter Haltung wurde die Leiche von Hausbewohnern aufgefunden. Anna Pawlowa † ,, Gießener Zeitung" Der Kaffee in der Welt des Geistes. Ey! wie schmeckt der Kaffee süße, Lieblicher als tausend Küsse, Milder als Mustatenwein. Kaffee, Kaffee muß ich haben; Und wenn jemand mich will laben, Ach, so schenkt mir Kaffee ein! Christian Friedrich Henrici, 18. Jahrhundert. Will man seinen Kaffee haben, wie er einem am besten schmeckt, dann kocht man ihn flugerweise selbst. Das tat sogar der König von Frankreich, Ludwig XV. Auch Beethoven be= reitete den Frühstücskaffee eigenhändig. Der große Tonkünstler nahm auf jede Tasse 60 gezählte Bohnen. Kaffee war Beethovens unentbehrliches Lieblingsgetränk, von dem er ganz erstaunliche Mengen zu sich nehmen konnte. In dieser Hinsicht übertraf ihn aber Voltaire, der es auf 72 Tassen am Tage brachte. Man sagte ihm einmal, daß Kaffee ein langsames Gift sei, worauf Voitaire entgegnet: er wisse das bereits seit 80 Jahren, denn so lange tränke er schon Kaffee. Wie aus dem Haag gedrahtet wird, ist dort die berühmte russische Tänzerin Anna Pawlowa am Freitag um 1 Uhr gestorben. Sie hatte seit einigen Tagen an einer schweren Lungenentzündung darniedergelegen. Ihr Leichnam wird nach der rus= sischen Kirche im Haag überführt werden. Ein neuer Rekord der ,, Bremen". Der Schnelldampfer ,, Bremen" des Norddeutschen Lloyd, der am Dienstag in Newyork eintraf, hat die Fahrt BremenNewyork in sechs Tagen und drei Stunden zurückgelegt und damit den bisher von seinem Schwesterschiff ,, Europa" gehaltenen Reford für diese Strecke um drei Stunden geschlagen. Gelbe Raucherzähne.„ Ich benutze seit Jahren die Chlorodor! 3ahnpaste und bin mit der Verwendung derselben sehr zufrieden. Trotzdem ich ein Kettenraucher bin, sind meine Zähne stets blendend weiß Auch fehlt mir fein einziger 3ahn, sodaß ich behaupte aur " Chlorodont" erhält meine Zähne gesund." H. Grunenberg, München. Chlorodont: 3ahnpaste 60 Pf. und 1 Mt., 3ahnbürsten, Mundwasser Mt. bei höchster Qualität. In allen Chlorodent- Verlaufsstellen zu haben. er Leidenschaftliche Kaffeefreunde von Rang und Namen gab und gibt es natürlich in Menge. Als Bismard im Jahre 1870 ein französisches Gasthaus betrat, fragte er den Wirt, ob Kaffee- Ersatz im Hause habe.„ Jawohl," entgegnete dieser ,,, ich habe etwas davon." ,, Bringen Sie mir bitte allen, den Sie haben!" Der Wirt ging und brachte den Kaffee- Ersatz herbei. Bismard faßte die Büchse fest in seine Hand und sagte schnell: ,, So, nun gehen Sie und kochen Sie mir einen guten Kaffee!" Auch Friedrich der Große war ein großer Kaffeefreund, entzog aber das edle Getränk dem Profanum vulgus, indem er es mit hohen Abgaben belegte. Als Gegenstücke nennen wir den französischen Revolutionär Marat und den Kaiser Napoleon, der ihn als Kampfmittel gegen die Müdigkeit gebrauchte. Der namhafte Mediziner William Harvey, der Entdecker des Blutfreislaufes( 1578-1658), war ein enthusiasmierter Verehrer des Kaffees, obwohl er ihn, der ja erst 1626 nach Europa tam, nur im höheren Alter kennen gelernt haben konnte. Ebenso liebte Immanuel Kant den Kaffee, den er auch erst in älteren Jahren fennen lernte. war. bei Nikolaus Lenau, der ein ganz fanatischer Kaffeevertilger Er lag bis mittags im Bett und trant nach authentischer Versicherung seines Freundes Alexander von Sternberg ein Unmaß stärksten Kaffees.„ Alles, um diesen orientalisch brütenden, in ungewissen Bildern spielenden Dichtertiefsinn in sich zu erzeugen." Das ging schließlich so weit, daß Lenau in eine Art Kaffeesäuferwahnsinn verfiel. Um so weniger verständlich ist es, daß der Kaffee unseren Altmeister Goethe in eine ganz eigene triste Stimmung" versetzen konnte, ebensowenig auch, daß der von Goethe nach Tisch genossene Kaffee mit Milch die Funktion seiner Eingeweide völlig aufgehoben" haben soll, um ihn dadurch in eine große Beängstigung“ zu versetzen. Merkwürdigerweise hatte schon Lessing in seiner ,, Minna von Barnhelm" dem Kaffee eine ähn= liche Eigenschaft untergeschoben, denn er läßt in der ersten Ezene des vierten Aktes die Zofe Franziska sagen: Hier kommt eine Nahrung, bei der man eher Grillen machen kann. Der liebe melancholische Kaffee!" Und selbst Friedrich Nietzsche ruft in seinem ,, Ecce homo" aus: ,, Nur kein Kaffee! Kaffee verdüstert!" Was mögen diese Geistesheroen bloß für einen Kaffee getrunken haben. ( Aus dem im Drei- Masken- Verlag München erschienenen Büchlein ,, Rund um die Kaffeekanne" von Carl Georg von MaaBen.) Neue Bücher. - Umsatzsteuer. Preis Mt. 1.25. Von Dr. Sinzig. Verlag Wilh. Stollfuß in Bonn. In dieser Schrift hat der sachverständige Verfasser die vielfach recht unklar gehaltene Gesetzes= materie in leicht verständlicher Form erläutert unter Berücksichtigung der Notverordnungs- Aenderungen. Praktische Beispiele verdeutlichen die wesentlichsten Grundsätze und jedermann wird sich an Hand dieser Schrift leicht in das Umsatzsteuerrecht vertiefen können. Vielen, sehr vielen Dichtern war der Kaffee ein unerläßlicher Förderer ihrer Meditationen. Dem weltbekannten Verfasser ,, der Volksmärchen der Deutschen", Johann Carl August Musäus, war der Kaffee, ebenso wie der Tabak, ein unentbehrliches Stimulans bei der nächtlichen Arbeit. Der englische Dichter Alexander Pope, der behauptet hatte, daß erst der Kaffee die Politiker weise mache, pflegte den Dunst des Kaffees als Mittel gegen sein ständiges Kopfweh einzuschnupfen, wie er auch sonst dieses Getränks so wenig entraten konnte, daß er tief in der Nacht seine Bedienung zum Kaffee machen aus dem Bett holte. Die Einkommensteuer. Von Dr. W. Sinzig. Preis Mt. 1.25. Verlag Wilh. Stollfuß in Bonn. Ein Sachverständiger hat, um unerwünschte Auseinandersetzungen mit den Finanzbe= hörden zu vermeiden, mit der vorliegenden Schrift einen zuverlässigen und allgemein verständlichen Ratgeber geschaffen, der durch zahlreiche Beispiele an Uebersichtlichkeit noch gewinnt. ver= Die Vermögenssteuer. Von Dr. W. Sinzig. Mf. 1.25. Verlag Wilh. Stollfuß in Bonn. In kurzer und sehr übersichtlicher Form bringt der Verfasser eine praktische Anleitung heraus. Die in dem Gesetz sowie in der Notverordnung anferten Grundsätze werden durch diese Schrift weitesten Kreisen zugänglich gemacht. Bei der Abfassung ist Wert darauf gelegt worden, die wichtigsten Grundgedanken an Hand einfacher Bei= spiele klar zu legen. Unserem Jean Paul ging nichts über seinen Morgenkaffee, den er gegen 7 Uhr früh, eine Viertelstunde nach dem Aufstehen, allein in seinem Zimmer, auf der Ottomane liegend und dabei lesend, einzunehmen liebte. Nach Eduard Dullers Bericht waren zu einem Zusammensein mit seinem Freunde Christian Dietrich Grabbe, dem genialen Dramatiker, stets folgende Requisiten nötig: Kaffee oder eine Flasche Rüdesheimer, Zigarren, Licht und Manuskript. Aber der Alkohol hat bei Grabbe be= kanntlich doch den Sieg über den Kaffee davongetragen. Anders Als hochverzinsliche mündelsichere Kapitalanlage empfehlen wir unsere 7% igen Gold- Pfandbriefe Ausgabeturs: 96% freibleibend Rückzahlungskurs: 100%. Da die Kündigung nicht vor dem 30. September 1936 erfolgen fann, und die Kapitalertragssteuer am 2. Januar 1931 fortgefallen ist, sichert sich der Erwerber auf viele Jahre eine hohe Verzinsung und außerdem einen Rüdzahlungsgewinn. Die Sicherstellung der Pfandbriefe ist eine dreisache: 1. durch erststellige innerhalb der mündelsicheren Beleihungsgrenze eingetragene Goldhypotheken; 2. durch das gesamte Vermögen und die Rücklage der Nassauischen Landesbank; 3. durch die unbeschränkte Garantie des Bezirksverbandes des Regierungsbezirks Wiesbaden, der mit seinem Vermögen und seiner Steuertraft, einschließlich der Steuerkraft aller Städte, Kreise und Landgemeinden des Regierungsbezirks Wiesbaden, für die Einlösung der Pfandbriefe haftet. Die Goldpfandbriefe der Nassauischen Landesbank sind an den Berliner und Frankfurter Börsen jederzeit veräußerlich und bei der Reichsbank lombardfähig. Außerdem sind sie für die Anlegung von Mündelgeld in ganz Deutschland zugelassen. Ausgabe in Stüden zu 100, 500, 1000, 2000 und 5000 Goldmark. Die Stücke sind sofort lieferbar und können durch sämtliche Banken, Sparkassen und Kreditgenossenschaften sowie alle Niederlassungen der Landesbank selbst bezogen werden. Wiesbaden, im Januar 1931. Direktion der Nassauischen Landesbank. NWK WoLe NWK 1741 Sternwolle in unübertroffen Haltbarkeit Jn allen Preislagen Sie wundern sich über gar nichts mehr? ,, Die Mieter, die nicht ausziehen wollen" und die für ganz Paris eine Quelle der Heiterkeit sind, die Methoden der modernen Rauschgift- Schmuggler, die ,, Kathedrale der Toten", eine neue städtebauliche Lösung lejen Sie in der neuen ,, Woche". Zeitungs- Katalog Rudolf Mosse 1931. Der neue Katalog liegt uns in seiner 57. Ausgabe vor. Dieses bedeutende Nachschlagewerk des in- und ausländischen Pressewesens, das wie immer in ein geschmackvolles Gewand gekleidet ist, gibt in seinem Vorwort einen Ueberblick über die internationale Verzweigung und die beispiellose Vielgestaltigkeit des Unternehmens Rudolf Mosse. In den weiteren Ausführungen des Vorworts wird über die Qualität der Reklame gesprochen, die heute gleichberech tigt neben der Qualität der Ware stehen sollte. Die technische Rationalisierung der Betriebe sei heute vielfach bis zu einem Punkt gediehen, der ohne ernstliche Gefahr nicht überschritten werden dürfe. Jetzt sei es an der Zeit, die Rationalisierung des Verkaufs in Angriff zu nehmen und gute, psychologisch durchdachte Reklame zu treiben. Der redaktionelle Teil des Kataloges beginnt wieder mit einem umfassenden Landkartenmaterial über Deutschland und die übrigen europäischen Staaten und bringt dann in mustergültig übersichtlicher Weise alles für den Inseren ten Wissenswerte über den Anzeigenteil der Zeitungen und Zeitschriften in der gesamten europäischen und außereuropäischen Welt. Hühneraugen Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Dissertationen druckt schnell, gut und billig Albin Klein Gießen, Südanlage 21 Aufwertung von Sparguthaben! Bezug Redaktionsid lendung nid 44. Ja Vol Reichslan Berlin einget in den frühe Hadt an. Der Rein tanus und G gemeinjamer In der K der Durchführ jtatt. Um unseren alten Sparern entgegenzukommen, haben wir den Zinssatz für Aufwertungs- Sparguthaben Wer verkauft sein Haus waren, Hornb llen werden auch in den evtl. mit Geschäft oder harınädigsten Fällen ionstig. Anwesen her totficher unter Garanoder Umgebung? Nur tie in 5-6 Tag n estAngebore direkt vom los beseitigt du ch Hühneraugen- Rapid Erhältlich nur: Besitzer unt. V.74 a. d. Verlag d.„ Vermiet u. Verk. Zentrale",| Löwen Drogerie Frankfurt a. M. Goetheplatz 22. mit Wirkung vom 1. Januar 1931 an auf W.Kilbinger Nachf. Seltersweg. 79a festgesetzt. 5% Gleichzeitig geben wir bekannt, daß für unsere alten Sparguthaben ein endgültiger Aufwertungssak von 21,6% des Goldmarkwertes angeordnet worden ist. Die Neu- Umrechnung erfolgt im Laufe der nächsten Monate. Der erhöhte Aufwertungssatz findet auch auf bereits ausgezahlte Aufwertungsguthaben Anwendung. Bezirkssparkasse Gießen Berücksichtigt unsere Inserenten!! Der neue der Umlage i 600 Millione Citprovinzen Am 2.8 Bujh zu Ber tefctat hält Kaldicuth. Die Verei an Dr. Curti tretung der D Die Prou Stat: Berlin räumt. Jm Wie reich und Un Schiedsgerich Graf Bethle Der Vertrag 1923 zwischen riftsverirage Am Dien Zürich ein A julats wurder idweren Bru ins Kranten jonalien no Wie die Zeitungen v Entfendung der bulgarijd entspricht in Wie aus fungen für d menitogen. ten, plündert ruffischen am gegen den R Der Prä des Ortes G Amtes entho meindegelder Die ame zahl der Arb fußt auf eine fellschaft dur worden ist. Die Do Fie die durch abfolviert h dem 25 Ber Sajenbehörd Der Fli les, ift Diens eug abgefti innere Verle Der Nachdem außenminij find, wird mentritt de ften gefegge anderen die zubereiten. 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