Nr. 6 Jen bejoldungsti reichstedtlig ber den Betrag n am 1. April 1 ungs- A.- 6. Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redationsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. en Generalverjam ewinn- und Berl itimmig genehmig hen Krantenverfibe heblich gestiegen, n 44. Jahrg. RM. Die Altion hr eine erhebli RM. Hiervon e Prozent Dividende twurde dem gele Bolitische Rundschau. De: bayrische Ministerpräsident Dr. Held hat in Dietramszell en Reichspräsidenten von Hindenburg begrüßt. Der offizielle Sefu h, der jedes Jahr während Hindenburgs Aufenthalt in Diet: amspell stattfindet, trägt feinen politischen Charakter. iden. Von Dr. me ag in Hannover,- Der frühere Gouverneur von Kiautschou, Admiral a. D. Os: Buch, wie eingeben ar won Truppel, ist am Donnerstag im Alter von 77 Jahren in BerlinFrohnan gestorben. elanger Erfahrunge tsgebiet befaßt hat In der Fraktionssihung der Wirtschaftspartei wurde die pogsmaßregeln gegen itiffe Lage eingehend besprochen. Der stellvertretende Parteieugung und Heily or hende, Prof. Bredt, teilte mit, daß ihm der Parteivorsitzende Dremis die Führung der Parteigeschäfte bis auf weiteres überjeben habe. gspreise im schöne der, Sommerfriste Der Präsident der Bremischen Bürgerschaft ist im Zusammensbedürftigen viel hang mit den Vorgängen bei der Beamtenbank in Bremen beuren wohl tonfurtin Deutschlands laubt worden. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtags ist auf Dienstag en ihre Erholung fommender Woche zur Erledigung einer Reihe wichtiger Vorchen und daß de lage einberufen worden. rhalten bleibt. 6 Nach einer Meldung des Berliner Polizeipräsidium. ist eine eilanstalten usw umjetngreiche Durchsuchung der Räume des Karl- Liebknecht- Hauensions- u. Wocho jes porgenommen worden, wobei es gelang, umfangreiches Ve vom Verkehrson weismaterial dafür zu erbringen, daß sich in dem Hause die Zent- Hauptbahnhof trale für die Zerfegungsarbeit in Schuhpolizei und Reichswehr befindet. Unzählige War igen schönen Berg Swaldes und des in, zu hören, daj Die Berliner nationalsozialistische Tageszeitung„ Der Angrijs ist auf Grund der Notverordnung vom Polizeipräsidenten für 5 Tage verboten worden. ift ist gegen Ein Das Luftschiff„ Graf Zeppelin" ist von seiner Englandfahrt vom Verkehrs, heimkommend, Donnerstag bei strömendem Regen gelandet. Es rt Hauptbahnhof, stehr noch nicht fest, ob die vorgesehene Schweiz- Fahrt zur Aus: führung gelangt. Es regnet zur Zeit noch heftiger als zuvor. Den richtigen Weg Lode zeigt. Sie Welt", deren allige Orientie „ Daily Herald" glaubt zu wissen, daß der Plan für eine neue Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 22. August 1931 Das Stillhalteabkommen unterzeichnet. Basel. Die Stillhaltebantiers hielten am Mittwoch vormittag eine kurze und am Mittwoch nachmittag noch einmal eine längere Besprechung ab, um noch gewisse banktechnische Spezialfragen in dem Stillhalteabkommen zu regeln. Die endgültige Unterzeichnung des Abkommens wurde dann in der Mittwochnachmittags- Sigung vollzogen. Vor einer Aenderung der Kapitalfluchtverordnung. Berlin. Wie in politischen Kreisen verlautet, trägt man sich im Reichsfinanzministerium mit der Absicht, die bestehende Kapitalfluchtverordnung aufzuheben und durch eine neue zu ersetzen. Die Erwägungen im Reichswirtschaftsministerium sind auch noch nicht abgeschlossen. Mittelstandsvertreter beim Reichskanzler. Berlin. Reichskanzler Dr. Brüning hielt gestern die vor einigen Tagen angekündigten Besprechungen mit den Vertretern des Mittelstandes ab. Er empfing den Vorsitzenden des Verbandes deutscher Hausbesitzervereine, Humar, und Dr. Meuch, als Vertreter des Handwerks, später Dr. Tiburtius als Vertreter des Einzelhandels. Allgemeine Erhöhung der Bürgersteuer geplant? Berlin. Im Reichsfinanzministerium werden gegenwärtig die Ausführungsbestimmungen für die Erhebung der Bürgersteuer im laufenden Haushaltsjahr ausgearbeitet. Nach einer noch unbestätigten Korrespondenzmeldung soll, von vereinzelten Ausnahmen abgesehen, im allgemeinen eine Erhöhung der Bürgersteuer um rund dreihundert Prozent in Aussicht genommen sein. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung Nummer 67 Vorratswirtschaft der Gemeinden. Fehlleitungen des Kapitals für Wohnzwecke. Die nun abgegebene Vermögenserklärung regt zu mancherlei Gedanken an. Ueber jedes kümmerliche Aeckerchen mußte der Pflichtige berichten, auf daß es seinem Vermögen beigezählt werde, und dem Staat das werde, was Rechtens ist. Und da hat mancher Grundbesitzer sich überlegt, wer wohl sein größter Kollege sei, in der Gemeinde, wer den meisten Grundbesitz habe. Und da werden die Städter vor allen Dingen sich die Antwort geben müssen: meine Stadtgemeinde. Es ist nur zu bekannt, was sich die Städte auf diesem Gebiete geleistet haben, wie sie bodenreformerisch- sozialistischen Gedankengängen folgend, wahllos alles zusammengekauft haben, was an Grund und Boden zu haben war, um Raum zu haben für die Experimente, deren Unzweckmäßigkeit von denen, die sich mit den Beinen von dem soliden Boden wirtschaftlichen Denkene nicht entfernten, je und je erkannt worden ist. Die so dachten, hatten eine schlechte Zeit bisher. Jedem Deutschen die eigene Scholle, war eine so mit Ethik beladene Parole, daß es denen sehr übel erging, die nicht mit in den Chor einstimmten, der munter durch die Parlamente gesungen wurde, der. lange Jahre so modern und so berühmt war, wie etwa das Buch Jm Westen nichts Neues" Aber es geht eben mit allen menschlichen Dingen so, Jrrungen können nicht auf die Dauer bestehen, einmal werden sie als Jrrungen erkannt und, mag die Erkenntnis noch so schmerzlich sein, die Wahrheit setzt sich durch. Nun aber hat man die Wahrheit erkannt, Minister sprechen von Fehlleitungen des Kapitals für Wohnzwecke", damit einen Ausdruck erfindend, für den ihnen die dankbar sein wer den, die bisher ihr Tun mit anderen Worten charakterisiert erhielten. Wenn man einmal die Fehlleitung, um bei dieſem famosen Ausdruck zu bleiben, erkannt hat, so entsteht hoffentlich auch der Mut zur Richtigleitung. Zeit zum Besiunen über diesen richReparations: und Kriegsschuldenkonferenz entworfen würde, foder Preußische Landtag soll einberufen werden. Hier gift gegeben, denn vorerst iſt auf diesem Gebiet wenig bob Stimson nach Washington zurüdgekehrt sei, und glaubt, daß biecit der November oder Dezember in Frage fame. Evening Times" bringen eine Unterredung mit dem engli= RM. 1,-) liegt jahein Außenminister Henderson. Der Hauptinhalt ist Hendersons Menschen bietet d Beflenntnis zur Revision aller Verträge, die dem friedlichen Zuertes. Die Verfaffet jammenschluß der Länder Europas entgegenstehen. Sportwelt. U. a. be Bien, den besten Tor ball- Boltssport spricht en Genuß und erleid ch fehlen die Berichte Klein in Gießen ELMAATSCHAPPIJN. gsexport en( Holland) Der Direktor des Internationalen Arbeitsamts, Albert Tho= mas, ist in Berlin eingetroffen. Sein Aufenthalt dient hauptsäch= lich, injormatorischen Zweden. U. a. find Besprechungen mit dem Reidstanzler und dem Reichsarbeitsminister vorgesehen. Der Jahresbericht der Freien Sozialistischen Gewerkschaften Dejjerreichs ergibt seit 1921 einen Mitgliederverlust von nahezu 40 Prozent, im vergangenen Jahr allein um 82 000 Namen, auf jeg 655 000 Mitglieder. Der spanische Justizminister hat eine Verordnung erlassen, durch die der Verkauf und die hypothefarische Belastung der im Der Kirchen und der Orden befindlichen Grundstücke und Gelände untersagt wird. In Madrid läuft das Gerücht um, daß der berühmte Führer des Rif- Aufstandes, Abd el Krim, von der Insel Reunion, wo er gut eingeführten intoniert war, entkommen sei und einen neuen Aufstand gegen Sießen u. Umgegend die Spanier in Marokko vorbereite. Haus natürliches eral lensäure verstärkt, Die Reichssteuereinnahmen im Juli 1931. 268,8 Millionen weniger als im Juli 1930. Berlin. Jm Monat Juli 1931 betragen die Einnahmen des Reis aus den Besitz- und Verkehrssteuern 550,2 Millionen e nur 16 Pfg., Flad Reihemart, aus den Zöllen und Verbrauchsabgaben 278 Millio Che gratis. Großabneh ner Reichsmart, zusammen 828,2 Millionen Reichsmart. Das or, Mineralw.- Verujemmen im Juli 1931 ist gegenüber der Vorschätzung, wie ben in Hess. Giessen und 2526 Buchund Zeitungs- Druckerei bereits in der Presse veröffentlicht, um 186 Millionen Reichsmaet gegenüber Juli 1930 mit 1097 Millionen Reichsmark um Berlin. Die deutschnationale und nationalsozialistische Fraktion des Preußischen Landtages haben folgenden Antrag eingebracht: Nach Pressemeldungen hat der preußische Finanzminister Höpfer- Aschoff dem Reichsminister des Innern einen Gesetzentwurf eingereicht, der in seinen Grundgedanken die Zerschlagung Preußens bedeutet. Gleichzeitig ist bekannt geworden, daß der Vorschlag die Durchführung dieses Gesetzentwurfes mit Hilfe des Artikels 48 der Reichsverfassung vorsieht. Angesichts der daraus erwachsenden Gefahr für die Existenz Preußens beantragen wir die sofortige Einberufung des Preußischen Landtages. mehr zu leiten, da der Wunderbronnen fremden Geldes auf einmal versiegt ist. Hoffen wir, daß die Quelle bald wieder fröhlich fließt, aber auch, daß dann der Strom in richtige Bahnen gelenkt wird. Was hat das aber mit dem städtischen Grundbesitz zu tun? Mehr als der Harmlose glaubt, denn dieser Grundbesitz ist er= worben, um als Bauland für kühne Pläne zu dienen, die heute auf Jahre hinaus im Strudel der Ereignisse schwimmen, die auf gebaut waren auf ein Denken, das wirtschaftliche Fundamentaltatsachen einfach ignorieren zu können glaubte. Der angekaufte Grund nun belastet die Stadtgemeinde, und damit jeden einzelnen Bewohner mit der Zinsenlast, die für das Geld zu zahlen ist, was für seinen Ankauf hingegeben worden ist. Starke Zunahme der Wohlfahrtserwerbslosen. Das sind gewaltige Laſten. Schwer find sie zu errechnen, denn Berlin. Die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen in den Städten hat im Monat Juli eine weitere starke Zunahme erfahren. In den Städten mit über 25 000 Einwohnern( mit einer Gesamtbevölkerung von 25 Millionen Einwohnern) wurden am 31. Juli dieses Jahres rund 780 000 vom Arbeitsamt anerkannte Wohlfahrtserwerbslose gemeldet( gegen 747 000 Ende Juni). Dazu tommen 17 000 Unterstützte, deren Anerkennungsverfahren schwebt. Nordwolle 235 Millionen ungesicherte Schulden. Der Bremen. Die vom Konkursverwalter einberufene nichtös= fentliche Gläubigerversammlung der Norddeutschen Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei trat gestern zusammen. Konkursverwalter hat zunächst einen ausführlichen Bericht über die Entwicklung der Lage gegeben. Nach der Eröffnungsbilanz im Kontursverfahren über das Vermögen der Nordwolle per 21. Juli betragen die Aktiven 38,851,192 RM., denen von den ungesicherten Passiven 235,196,235 RM. gegenüberstehen. etum 268,8 Millionen Reichsmart zurückgeblieben. Dies ist zum Zusammenbruch eines national- sozialistischen großen Teil auf die Bankenkrise und die dadurch hervorgerufene Stocking des Zahlungs- und Ueberweisungsverkehrs zurückzufübten Im übrigen wirken die Verzugszuschläge und die erhörten Verzugszinsen jetzt fördernd auf das Aufkommen; im At lauten deshalb die Steuereingänge günstiger. Bad Nauheim. Das Verkehrsamt der Kurverwaltung teilt milaß bis zum 20. August 1931 der Gesamtbesuch 24 884 Gäste be; darunter waren 4566 Ausländer. Anwesend waren am 20 August 1931 3951 Gäste. Eine Rotverordnung gegen die K. P. D.?! Serlin. Nachdem sich die Reichsregierung und die preußische Regierung entschlossen haben, von einem Verbot der Kommunistigen Partei abzusehen, wird versucht werden, dem Ueberharidnehmen kommunistischer Ausschreitungen durch besondere Bestimmungen entgegenzutreten. Zu diesem Zwecke wird, wie win tören, voraussichtlich in der nächsten Woche eine besondere No prordnung ergehen, die sich im besonderen gegen die Kommuritische Partei richtet. Das Reichskabinett, dem der Entwurf bis: jzt noch nicht unterbreitet worden ist, wird sich in dieser obesa Anfang nächster Woche damit beschäftigen. Zeitungsunternehmens. Frankfurt a. M. Die nationalsozialistischen Parteiorgane in Wiesbaden und Frankfurt a. M., die bis zum 13. August verboten waren, sind auch in den seither verflossen acht Tagen nicht erschienen, da das Wiesbadener nationalsozialistische Zeitungsun ternehmen, in dem die beiden Blätter, die ,, Rheinwacht“ und das ,, Frankfurter Volksblatt" erschienen, zusammengebrochen ist. Amundsens Flugboot entdeckt? Leipzig. Professor Weickmann von der Leipziger Universität ließ der Presse die aufsehenerregende Mitteilung zugehen, daß er bei der Bearbeitung des wissenschaftlichen Bildmaterials der Arktis- Expedition des„ Graf Zeppelin" auf einer Photographie, die Professor Moltschanow- Leningrad über dem Südostgebiet von Nowaja- Semlja gemacht hat, ein anscheinend unbeschädigtes Flugzeug von dem Flugboottyp entdeckt habe. Professor Weidmann will zusammen mit Professor Moltschanow, der bei ihm zu Gast weilt, die Angelegenheit noch genauer nachprüfen. Es wird von den Forschern nicht für unmöglich gehalten, daß es sich um das Flugzeug Amundsens handelt. Abrechnungs- und Voranschlagskünste werden mit vielem Fleiß verwandt, um die Dinge möglichst wenig sichtbar werden zu lassen. Was an Pacht eingeht, wird wohl in den wenigsten Fallen zureichen, um die Zinsen für den Aufwand zu decken, der sich nicht nur auf die Verzinsung des aufgewandten Kapitals erstrecken darf, der logischer Weise auch die Steuern pp. und die entgangene Grundsteuer umfassen muß, denn wäre das Grundstück noch in Privatbesitz, so flösse der Stadtgemeinde dafür doch Grundsteuer zu. Der Grundbesitz aber hängt nun der Gemeinde an. Nicht allein die Erkenntnis des wirtschaftlich Unmöglichen, nicht allein die auf Jahre zu bemessende Geldnot wird die nußbringende Verwertung des Besizes unmöglich machen, noch ein Faktor spricht mit, das ist der Geburtenrückgang im Deutschen Reich, und de Stadtflucht. Alle haben sie mit einem weiteren Wachsen der Städte gerechnet, so wenig werden die Städte zu dem errechneten Umfang wachsen, wie die Bäume in den Himmel. Und die Landsucht oder besser gesagt die Stadtflucht denn die aufs Land zurückgehen, gehen meistens nicht gern, sondern beugen sich nur der harten Tatsache, daß die Stadt mit ihren vielen Annehmlichkeiten und ihrem leichteren Verdienst ihnen durch eine geänderte Weltwirtschaft nicht mehr die Verdienstmöglichkeit bietet, sie ist nun einmal da, beainnt sich erst schüchtern zu zeigen, wird aber wachsen, wenn die grausame Notwendigkeit erf einmal nicht mehr verhüllt wird. So entsteht denn folgendes Bild: Großer Bodenvorrat der Gemeinden, dadurch a) große Belastung des Gemeindehaushaltes, b) keine Verwertungsmöglichkeit des Bodens im beim Erwerb gedachten Sinne, da T 1. Tiedelungstätigkeit auf lange hinaus fast unmöglich, 2. Geburtenrückgang und Stadtflucht genügend Wohnraum in den Gemeinden schaffen. Noch ist es nicht erkennbar das Bild, aber schon in 10 Jahren wird es uns klar vor Augen liegen. Zu ändern ist vorerst nichts, die Zinsen müssen aufgebracht werden, die Grundsteuern werden weiter fehlen. Buchen wir es also auf das große Konto ,, Fehllei tung", das den Wiederaufstieg sehr stark hemmt. Samstag, den 22. August 1931. Attentate und Sabotageakte. Wo sind die Urheber zu suchen. Aus dem Ruhrgebiet wird uns geschrieben: Durch den Mord an den beiden Polizeihauptleuten in Berlin und den verbrecherischen Anschlag auf den D- Zug bei Jüterbog ist die Aufmerksamkeit der Deffentlichkeit wieder auf die kommunistischen Terrororganisationen gelenkt worden. Nach Meldungen Berliner Blätter wird das Sprengstoffattentat im 3ufammenhang mit dem vor einiger Zeit erfolgten Aussehen erregenden Sprengstoffdiebstahl in Westdeutschland, vor allem in den Sprengstofftammern der Zeche des Eschweiler BergwerksVereins im Aachener Steinkohlenrevier sowie in einem Sprengstofflager bei Iserlohn gebracht. Vier Täter der Iserlohner Sprengstoffdiebstähle wurden am 2. Juni ds. Js. vom Reichsgericht in Leipzig zu Zuchthaus- und Gefängnisstrafen verurteilt. Sie gehören der Kommunistischen Partei an. Es muß hier auch an eine Bekanntmachung des Oberstaatsanwalts in Aachen im Juni ds. Js. erinnert werden, die sich mit Sprengstoffunden auf Zeche Eschweiler- Reserve befaßte, wo bekanntlich am 21. Februar 1931 32 Bergleute infolge eine Explosion ihr Leben verloren haben. In der Bekanntmachung, die großes Aufsehen erregt hat, hieß es, es müsse nach den bisherigen Ermittlungen angenommen werden, daß die Sprengstoffe in der Grube entwendet und daselbst in der Absicht versteckt worden seien, sie zu verbrecherischen Zweden zu verwenden. In Ver= bindung mit dieser amtlichen Bekanntmachung wurde darauf hingewiesen, daß schon im vorigen Jahre vom Reichsgericht zwei Arbeiter zu einer Zuchthausstrafe verurteilt wurden, die auf der Grube ,, Reserve" Dynamitpatronen entwendet und versteckt hatten mit der Absicht, Handgranaten für Revolutionszwede herzustellen. Auch im Ruhrrevier sind in letzter Zeit verschie dentlich Sprengstoffdiebstähle festgestellt worden. Es ist nach diesen Vorkommnissen verständlich, daß heute auch in Bergarbeiterkreisen vielfach als wahrscheinlich angenommen wird, daß die großen Grubenunglücke im Aachener Revier auf verbrecherische Anschläge zurückzuführen sind. Von Bedeutung für die Ermittlung der Täter bei den letzten Attentaten ist es ferner. daß schon im Mai 1924 in einer Verhandlung vor dem Essener Landgericht festgestellt wurde, daß, von der kommunistischen Parteizentrale ausgehend, sog. Terrorgruppen zur Ausführung von Sabotageaften gebildet wurden. Unbekümmert um die im Schacht arbeitenden Kame= raden, sind damals verschiedene Anschläge mit Dynamit( ,, Minister Stein"), Handgranaten( ,, Adolf von Hansemann" und ,, Hansa"), Brandstiftung( Stapelbrand auf Zeche„ Radbod"), Förderseilbeschädigung, Schachtdemolierung durch Absturz von beladenen Förderwagen( ,, Graf Bismard“ und„ Wilhelmine Viktoria") ausgeführt oder versucht worden. Wo die Urheber der Sabotageakte zu suchen sind, dürfte auch nach einem im ,, Homme libre" am 21. 3. 1919 veröffentlichten Dokument keinem Zweifel unterliegen. Hiernach hat im Anfang November 1918 im Kreml unter dem Vorsitz von Lenin eine Versammlung getagt, an der Trotzki, Jukowski, Radek, Tschitscherin teilgenommen haben und in der ein Propagandaplan festgelegt wurde, der die Welt dem Bolschewismus gewinnen sollte. Das an die Vertreter und Agenten der SowjetRegierung gerichtete Dokument enthält ,, Allgemeine Ratschläge für die revolutionäre Arbeit der kommunistischen Partei". Unter 3: Wirtschaftliche Maßnahmen, wird angeführt: ,, Erregung und Förderung von Eisenbahnstreils, Sprengung von Brücken und Gleisen, um das Verkehrswesen zu desorganisieren.“ Die kommunistische, von den russischen Machthabern syste= matisch geschürte Hetze hat zu Zuständen geführt, die eine ständige Gefahr für die gesamte Bevölkerung, insbesondere auch für die Arbeiterschaft, bilden. Die zahlreichen Attentate auf Eisenbahnzüge und Sabotageakte in den Bergwerken lassen keinen Zweifel darüber, daß es Menschen gibt, die unter dem verderblichen Einfluß anarchistischer Jrrlehren, von Haß und Fanatismus verblendet, nicht davor zurückschrecken, das Leben ihrer Mitmenschen, u. U. auch das ihrer eigenen Arbeitskameraden, leichtfertig oder auch in vollem Bewußtsein der möglichen schweren Folgen aufs Spiel zu setzen. Gneisenau und Stein. Neben die Erinnerung an den Tod des Reichsfreiherrn vom Stein, die wir in ganz Deutschland am 29. Juni d. J. feierlich begangen haben, tritt das Gedächtnis an den großen Mittämp fer Steins, den Generalfeldmarschall Neithardt von Gneisenau, der am 23. August 1831 durch die Cholera dahingerafft wurde Der Name der beiden Männer fann nicht genannt werden, ohne des dritten im Bunde zu gedenken, des edlen Scharnhorst, oer am 28. Juni 1813 seinen bei Großgörschen erlittenen Wunden erlag. Man hat die drei Männer mit Recht die„ preußischen Triumvirn" genannt Sie waren es die das zerschmetterte Preußen aus der Knechtschaft Nacht zur Sonne der Freiheit heraufgeführt haben; sie haben in zielbewußter, zäher Arbeit die Grundlage für den Wiederaufbau geschaffen. Scharnhorst und Gneisenau schufen das Schwert, das der feurige Blücher mächtig und wuchtig zu führen wußte. Es ist kein Zufall, daß wir in den Reihen der preußischen Staatsmänner und Generäle jener schweren, aber großen Zeit, so viele führende Persönlichkeiten finden, die von auswärts in den preußischen Staatsdienst gekommen sind Bismard hat hierüber sich in den Worten geäußert: ,, Unsere erfolgreichsten Feldherrn Blücher, Gneisenau, Moltke, Goeben, waren feine preußischen Urprodukte, ebensowenig im Civildienste Stein, Hardenberg, Motz und Grolman Es ist, als ob unsere Staatsmänner wie die Bäume in den Baumschulen zu voller Wurzelbildung der Versetzung be= dürften." Alle diese preußischen" Ausländer waren in den Dienst des Staates Friedrichs des Großen getreten, weil diesem Staate schon damals, vor 1806 die deutsche Zukunft gehörte. Sie blieben dort nun erst recht, weil nur Preußen noch eine Zukunft für Deutsch land schaffen konnte Sie sind nicht enttäuscht worden, Preußen hat schließlich seinen deutschen Beruf erkannt und die deutsche Sache zu der seinigen gemacht Freilich, nach der Katastrophe von Jena und Auerstädt war die Lage geradezu verzweifelt. Aber Friedrich Wilhelm III. darf man das Verdienst nicht absprechen, daß er die richtigen Männer auf den richtigen Platz gestellt hat; wo er zögerte, da hat die Königin Luise ihren ganzen Einfluß aufgeboten. Sie hat nicht geruht, bis sie den großen Meister". wie sie Stein nannte, an der leitenden Stelle im Staate jah Der nassauische Edelmann, der stolze Reichsfreiherr, war schon vor dem Kriege in hohen Staatsstellungen tätig gewesen Nicht so der Mann, der der eigentliche militärische Ueberwinder des „ Gießener Zeitung" Die Landkreise zur Krise. In einer gemeinschaftlichen Vorstandssitzung des Deutschen und des Preußischen Landkreistages berichtete der Präsident Dr. von Stempel über die Lage der Landkreise infolge der gegenwärtigen Krise. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes Dr. Kleiner ergänzte diese Ausführungen nach der Seite des Kommunaltredits. Es bestätigte sich, daß die bisherige Hilfe des Reichs und der Länder gegenüber den Erwerbs= losenlasten der ländlichen Bezirksfürsorgeverbände völlig ungenügend gewesen ist. Sie reicht trotz Senfung der kommunalen Unterstützungen nicht einmal zum Ausgleich der inzwischen eingetretenen Steuerrückgänge aus. Dies gilt insbesondere von den jenigen Landkreisen, die besonders stark mit Wohlfahrtserwerbslosen belastet sind und in denen die Verhältnisse genau so liegen wie in den Großstädten. Obwohl der Bevölkerung bisher schon kaum vertretbare Einschränkungen der freiwilligen freisfommunalen Aufgaben sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Art zugemutet werden mußten, ist nicht nur ein noch weiterer Abbau dieser Aufgaben, 3. B. auf dem Gebiet der Straßenunterhaltung unvermeidlich, sondern es werden auch bei den den Landkreisen durch die Geseggebung des Reichs und der Länder auferlegten Pflichtaufgaben durch gesetzliche Aenderungen starte Einschränkungen eintreten müssen. Trog solcher Einschränkungen und trotz der in den Landkreisen bereits vor neuen sogenannten ,, Sanierungs" und„ Sparprogrammen" durchgeführten Einstellung wichtiger freiwilliger fommunaler Aufgaben steigt die Finanznot der Landkreise weiter. Die Lasten für notwendige Unterstützung der Wohlfahrtserwerbslosen gehen über die Kräfte zahlreicher ländlicher Bezirksfürsorgeverbände in einem Maße hinaus, daß schleunige Hilfe von Reich und Staat zur Vermeidung schlimmster Folgen einsetzen muß. Die Beseitigung der durch die Arbeitslosigkeit herbeigeführten, außerhalb der Arbeitslosenversicherung hervortretenden Massennotstände ist Sache des Reichs und nicht alleinige Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung. Die Frage, ob und in welchem Umfange Barunterstützungen durch Naturalleistungen in der öffentlichen Fürsorge ersetzt werden können, wird ernstlich erwogen, bedarf aber noch eingehender Prüfung. Verbraucht nur noch deutsche Baustoffe. Die deutsche Wirtschaftsnot ist ins Ungemessene gestiegen. Das Ausland hat alle Gelder aus Deutschland zurückgezogen, die es in der Hauptsache gegeben hatte, um seine Waren bei uns abzusetzen. Das gesamte deutsche Wirtschaftsleben stockt, weil ihm plötzlich das Blut geborgtes Geld entzogen ist. Jetzt ist der Augenblick zur Selbstbesinnung gekommen. Die Reichsregierung hat die ersten Schritte getan. Sie zwingt in Deutschland erworbenes Kapital nach Deutschland zurüd, soweit es in deutschen Händen ist. Aber das reicht nicht aus. Jeder einzelne Deutsche muß zur Stärkung der deutschen Wirtschaft beitragen. Systematisch muß der Verbrauch deutscher Waren erzwungen werden. Schon jetzt decken wir unseren Bedarf an landwirtschaftlichen Erzeugnissen fast ganz im Inland. Aber in der Bauwirtschaft hat namentlich die öffentliche Hand, die von so vielseitigen Interessenten geleitet wird, bis jetzt versagt. Für öffentliche Gebäude wurden ausländische statt deutsche Hölzer vorgeschrieben. Das gleiche gilt für Fassadensteine aller Art, sogar für einzelne Denkmäler. Die Straßenunterhaltungspflichtigen verbrauchen ausländische Steine und Asphalt, der aus ausländischen Rohstoffen hergestellt wird, während nicht nur genügend gleichwertige, sondern sogar billigere deutsche Baustoffe wie deutsches Hartgestein und deutscher Straßenteer nur unpenügenden Absatz finden. Dadurch sinkt die deutsche Kaufkraft, und die Arbeitslosigkeit steigt. Vor allen Dingen aber müssen Auslandswaren mit Devisen bezahlt werden, die mehr als je unentbehrlich sind. Ein Verbrauch ausländischer Rohstoffe in Deutschland ist nur dann erlaubt, wenn diese Stoffe unbedingt erforderlich sir und nicht durch gleichwertige inländische Stoffe ersetzt werden können. Beschlüsse der Reichsregierung und des Preußischen Landtags in dieser Richtung waren erfolglos. Es ist bisher unbesiegten Korsen werden sollte der feurige Neithardt von Gneisenau Bis zum 14. Oftober 1806- Preußens Unglüdstag war der Kapitän Neithardt von Gneisenau, in dessen Adern süddeutsches und österreichisches Blut rollte, ein völlig Unbekannter! Es ist eine eigenartige Fügung, daß gerade am Unglückstage von Jena und Auerstädt an dem das alte Preußen zusammenbrach, der bisher unbekannte Kapitän in einem höheren Stabe Verwendung findet, man auf ihn aufmerksam wird! So ist der 14. Oktober 1806 nicht nur Preußens Schyidjalstag gewor den, sondern auch die Schicksalswende im Leben Gneisenaus. Wann hat der Reichsfreiherr vom Stein die Bekanntschaft Gneisenaus gemacht? Wir tönnen mit Sicherheit annehmen, daß beide Männer sich durch Heinrich von Beguelin kennen gelernt haben. Letzterer war im Jahre 1765 geboren und mit 38 Jahren bereits Oberfinanzrat. Er stand Stein als Generalsekretär bei der Reform- Gesetzgebung zur Seite später dem Staatskanzler Fürsten Hardenberg, bei dem er vortragender Rat wurde Bequelin war einer der besten Patrioten und gescheitesten Männer seiner Zeit, im Jahre 1803 hatte Gneisenau in Bad Landed den Oberfinanzrat von Beguelin fennen gelernt. Im Dezember 1806 weilten Stein und Gneisenau in Königsberg, wohin Hof und Regierung hatten flüchten müssen Sie tannten sich aber noch nicht, wenigstens nicht näher. Beguelin war schon Ende Oktober 1806 mit seiner Familie aus Berlin nach Ostpreußen aufgebrochen. als der Regierungssitz dorthin verlegt wurde Am 22. Dezember 1806 schreibt Beguelin an Gneisenau: ,, Der Herr Minister vom Stein wünscht Ihre Bekanntschaft zu machen und hat mir aufgetragen. Sie zu bitten, ihm die Ehre Jhres Besuches zu schenken Zu jeßigen Zeiten ist es ganz natürlich, daß man sich jehnt, Männern sich zu nähern, die in so hohem Grade Herz und Geist besiken, wie Euer Hochwohlgeboren; daher ich denn auch nicht Anstand nehme. Ew. Hochwohlgeboren den Wunsch des Herrn vom Stein zu überVon halb Fünf Uhr nachmittags an ist die beste Zeit, um den Herrn Minister allein zu finden" mitteln Um Weihnachten 1806 haben also die beiden Männer sich fennen gelernt; aus der Bekanntschaft wurde eine aufrichtige Freundschaft, die beide bis zu ihrem Lebensende verbunden hat Gleich nach Neujahr 1807 fam es zu den Meinungsverschieden heiten zwischen dem König Friedrich Wilhelm III und Stein, die zu der Entlassung des letteren in ungnädigster Form am 4. Januar 1807 führte; Stein zog sich sofort nach Nassau zurüd, so daß also Gelegenheit zu persönlichem Verkehr mit Gneisenau nicht bestand Gneisenau hatte in Königsberg gleich nach seiner Ankunft Nr. 67 Samstag, den 22.9 deshalb notwendig, daß jeder einzelne Deutsche darauf achtet daß nur rein deutsche Baustoffe verwendet werden. Man lasse sich nicht über die Herkunft der Baustoffe täuschen. Der Steuer zahler prüfe die öffentlichen Ausschreibungen für Bauten aller Art, ob darin nicht ausländische Hölzer oder ausländische Ge a Komm, jeh dich zu steinsarten vorgeschrieben sind. Der Autofahrer kümmere i söte. Vielleicht fann i darum, ob bei Straßenbauten deutscher Straßenteer oder aus arte Gedanken bringe ländischer Asphalt und ob deutsche Hartgesteine oder ausländi Du flagit über viel scher Granit zum Pflastern verwendet werden. Jeder fleine inen Sonntag ganz Einzelfall muß vor das Forum der Oeffentlichkeit gebracht unb crbeitet hat? Day gebrandmarkt werden. Nur so wird die deutsche Wirtschaft Fobem Sinn auch gea Kräften und der deutsche Arbeiter zu Brot fommen. Leipziger Messe. darchionnen, dann ist e wie ein goldener Gh Dichter von der Arbei In wirtschaftlich schwerer Zeit findet diesmal die Leipziger Bert für das Leben g Herbstmesse statt. Mehr denn je wird sie für Deutschlands Win benten, an welchem P schaft zur Gradmesserin werden. In- und Ausland sehen sehr des Lohnes willen joll gespannt dem Verlauf dieser Messe entgegen, und die gesamte zelnen Tagwert Boltsa Geschäftswelt hofft auf neuen Auftrieb des Geschäftsganges. Dise Taufende und Mill Messe soll und muß neuen Aufschwung bringen und die Krije sände zum Feiern gez überwinden helfen. nach dem Sonntag die Ueber die Bedeutung der Leipziger Messen braucht man in ride in diefen schwerer Deutschland nichts mehr zu sagen. Jeder Geschäftsmann, jede nertige Arbeit zu lej Geschäftsfrau, jedes große und kleine Unternehmen, sie alle wife Freude und mit Zu sen heute, daß die Messe die Chance des guten Einkaufs ist, wie sie zum zweiten Male weder in Deutschland noch in der goldenen Schlüssel gej hohen Pforten pajt Mit dem Werte Wenn wir einmal ganzen Welt geboten wird. Hunderttausend deutsche Geschäftsachsen. Die Arbeit i Teute werden auch diesmal vom 30. August bis 3. September in die große Segenspende Leipzig sein, um ihre Einkäufe für die nächsten Monate golfes. Für uns in machen. Dabei ist zu berücksichtigen, daß in diese Monate die große Erlöjerin werden Weihnachtszeit fällt mit ihrem erhöhten Bedarf an allen Dinge des menschlichen Lebens. Und die kommenden Herbst- und Wież jeder sein Brot v termonate steigern ebenfalls den Bedarf trotz Krise müten neuem starkem Leben die wichtigsten Dinge angeschafft werden. Da muß die Geschäfts lende. Dieser Weg für welt gerüstet sein, wenn sie den Konkurrenzkampf erfolgreich seierstunden sich wie führen und die Kundschaft gewinnen will. Der Einkauf auf der Leipziger Messe gewährt die Sicherheit, daß sich die in- und ausländische Geschäftswelt für diesen friedWohlfahrtslafter lichen Wettbewerb aufs beste rüsten kann. Die Leipziger Aussteller aller Branchen der Fertigfabrikate werden vertreten sein, dabei nicht einen schi um ihre Erzeugnisse und Waren den Käuferinnen und Käufern dem die Fürsorgelafte aus allen Himmelsichtungen anzubieten. Auf diese Weise fann nicht genug befan sich, die Geschäftswelt gut vorbereiten, das kausende Publikum mindelaften belasten. empfangen und ihm die neueste und beste Ware anzubieten. Dat Trinterfürsorge bet man in Leipzig gut einkauft, das weiß die deutsche Geschäftswelt fälischen Mittelstadt B Alle Aussteller bieten in freiem Wettbewerb an, und Messe: Arzt und Arzneitoiter besucher und besucherinnen haben auf allen Gebieten die Frei und 45 660 RM. Auf heit des Vergleichs und der Wahl, wie sie zum zweiten Male in tabt H.( rund 435 000 der ganzen Welt nicht vorhanden ist. Es wäre sehr verfehlt, buren Ausgaben für wenn einzelne Geschäftsleute und Unternehmungen infolge der des Wohlfahrtsamtes wirtschaftlich schweren Zeit die Absicht haben sollten, die Leipziger Aufwand von Kranken Messe diesmal nicht zu besuchen und die erforderlichen Einkäufe den Trunk mitverursa hier nicht vorzunehmen. Der Besuch der Leipziger Messe ist heute Schäden der Alkohol- S wichtiger Dienst am Kunden, und Dienst am Kunden ist heute Benn irgendwo, so gil Geschäft und erhöhter Umsatz. meinlaften und Ver Das alles wissen erfahrene Geschäftsleute, erfahrene Leitzeugend Hand anzuleg eines Unternehmens. Wir haben an dieser Stelle nur noch ein posten noch nicht viel mal davon gesprochen, um an diese Dinge zu erinnern. Leider dient der Guttempler wissen weite Teile des kaufenden Publikums davon noch z firforgearbeit angend wenig. + Man vergesse nicht, daß in Leipzig alles zu kaufen ist. Hier Berregnete Ern gibt es Angebote vom einfachsten Haus- und Küchengerät bis michlag zum Besseren zum feinsten optischen Instrument, die modernsten Maschinen ergung der vielen no und die neuesten Erfindungen. Man darf nicht übersehen, das m Bezirk recht trübe auf der letzten Leipziger Frühjahrsmesse 9000 Aussteller vers in Haufen stehend treten waren. In 39 großen Messehäusern zeigte die Muster- Segen niedergeht, scho messe" und 17 großen Hallen die„ Große Technische Messe und der Staden recht erh Baumesse", was auf allen Gebieten der Wirtschaft geleistet wird lower unter der Nässe, Die Herbstmesse wird zeigen, daß sie sich ihren Vorgängerinnen würdig anreiht. Wirtschaftliche Notwendigkeiten aber sind heute: Besuch der Leipziger Herbstmesse und nachher Angebote in bet Bresse, und zwar in allen Zeitungen des Wirkungsbereiches eines Armäßiger außerorder jeden Geschäftsmannes, einer jeden Geschäftsfrau. worden. Wie schon gej freundliches Gesicht Bon der Landesu So tam es, daß der im November 1806 eine Dentschrift über die Katastrophe von cam drei Wochen nach sache erschienen ihm die unzulänglide, veraltete Heeresverfassung ejer Kommission wa Jena und Auerstädt ausgearbeitet. Als ihre entscheidende Ur Militär- Reorganisation und das Wesen des Zeitgeistes Breijenau gehörten ih ., Kleinmut herrschte überall und das Zeitalter ist so fraft ihrten Offiziere: Ma los, daß die Idee mit Anstand zu fallen, für eine poetische Exaltation gilt." gegen die Weichsel vordrangen, einen umfassenden Kleinkrieg ins Am 4. Oftober 18 Eaatsminifter ernann te weiteres zu den In einer anderen Denkschrift an den König versicht er mil gelegenheiten betra Leidenschaft den Gedanken, im Rüden der Franzosen, die bereits das der König best Leben zu rufen. Aber Friedrich Wilhelm mochte davon nichts ns- Kommission hinz schen Städtchen an der russischen Grenze um an der Ausbildung o annehmen, daß die nach Alegoten. einem polni Bermejen ebenjo sozial von Reserve- Bataillonen mitzuarbeiten Eine dritte Dentschrift triften im Einvernehm über die erweiterte Einführung des Schützengefechts hatte ebenjem König vorgelegt me wissen Um den lästigen Dränger los zu werden. schickte man ihn nach Steins Entlassung wie seine Bitte um Anstellung bei der Feldarmee, teinen Erfolg f in das bürgerliche Konig Friedrid M Man kann wohl als sicher annehmen, daß die Denkschriften, riebenes, aus 19 Bur die Gneisenau vor Weihnachten 1806 dem König eingereicht hatte, bitet, von dem einige auch dem damaligen Minister vom Stein bekannt geworden sind, n. Als eine unabmeis daß er mit seinem Generalsekretär von Beguelin darüber gejpro itung erscheint ihm b chen hat und daß auf diese Weise in Stein der Wunsch wachgee. Ferner wünsche e rufen wurde. den Verfasser dieser Arbeiten. Gneisenau, fennen igen Ausländer- Refr zu lernen det es der König une und einem weiteren Kreise bekannt geworden; wenn man ihr breden. Die Strafen Jedenfalls war Gneisenau in Königsberg schon dem König Erimierung" d.h dann auch nach Steins Abgang nach dem polnischen Städtcher entehrend sein. Alegoten„, verschickte" und kaltstellte", so wurde er doch in organisations- Kommi Verteidigung der schwer bedrängten Festung Kolberg an det perungen und grundle Er hielt unterstützt von Nettelbed und Schill, bicig vorgezeichneten April 1807 mit einem hochwichtigen Auftrage betraut: mit der Ostsee Feitung drei Monate lang bis zum Abschluß des Friedens von Tiljit( 9 Juli 1807) 1 der Weitblid ihrer Man meint den Re Fen die nachstehenden Bei seiner Ernennung zum Kommandanten der Feitung ten Sage lieft: schrieb ihm sein Freund Heinrich von Beguelin am 22. April 1807 einen Glüdwunsch brief, der geradezu prophetisch klingt: Seil Dir, edler Gneisenau. Heil Dir, Kommandant vor Kolberg. Sieger der Franzosen, Generalissimus dereinst!" Was Beguelin vorausgejagt, ist alles eingetroffen! Die Verteidigung Kolbergs, dessen Wälle verfallen, desser Kriegsmaterial in ichlechtestem Zustand war, gegen einen an Zahl weit überlegenen Feind, der über eine überwältigende An zahl von Geschützen und einen auserlesenen Stab von Pionier Offizieren verfügte, durch drei Monate hindurch, begründete den Kriegsruhm Gneisenaus. Alle Bewohner Berteidiger desselben. Für die Erhaltun Rechte der Bewohner einer wafienfähigen ein. Kein unabhängige anberen, one leine Id regiert und geleitet m Samstag, den 22. August 1931. Ine Deutiche darauf pendet werden. Man offe täujchen. Det eibungen für Sauten Izer oder ausländide Autofahrer fümma her Straßenteer oder Sartgefteine oder aus det werden. Jeder Deffentlichteit gebrab die deutsche Wirti Brot fommen. lejie. ndet diesmal die Le fie für Deutschlands und Ausland jeh entgegen, und die des Geschäftsganges ng bringen und die er Messen braucht t Jeder Geschäftsman Unternehmen, fie al guten Einlaufs in Deutschland no taufend deutsche G lugujt bis 3. Septem - die nächsten Mon Lokales. Sonntagsgedanken. Komm, setz dich zu mir und sag mir deine Sorgen und deine Söte. Vielleicht kann ich dir helfen und dir raten und helle und arte Gedanken bringen und wieder mehr Licht auf deine Wege. Du flagst über viele Arbeit? Weißt du nicht, daß nur der enen Sonntag ganz hat, der seine sechs Tage auch richtig geabeitet hat? Daß nur der fröhlich feiern kann, der mit phem Sinn auch gearbeitet hat? ,, Du sollst dein Tagwerk archsonnen, dann ist es ein föstlich Ding, das beinahe aussieht, ae ein goldener Schlüssel zu hohen Pforten", so spricht der Achter von der Arbeit. Wenn wir unserer Arbeit den hohen Sert für das Leben geben, dann können wir auch von ihr hoch mten, an welchem Plaze wir auch stehen mögen. Nicht allein Lohnes willen sollen wir arbeiten. Heute soll jedes Einnen Tagwerk Voltsarbeit sein um des großen Ganzen willen. Tausende und Millionen sehnen sich heute nach Arbeit, deren sinde zum Feiern gezwungen sind. Darum flage nicht, wenn nach dem Sonntag die Pflicht und die Arbeit wieder ruft. Gede in diesen schweren Tagen heißt es für uns Deutsche hochwertige Arbeit zu leisten. Und wer sie noch mit Liebe und Freude und mit Zuversicht durchsonnen kann, der hat diesen goldenen Schlüssel gefunden, von dem der Dichter sagt, daß er hohen Pforten past. Mit dem Werte unserer Arbeit wird dann die Freude wachsen. Die Arbeit ist die große Bildnerin zum Menschentum, die große Segenspenderin des Einzelnen und eines ganzen Soltes. Für uns in Deutschland kann sie allein nur auch die daß in dieje Mon große Erlöserin werden. en Bedarf an allen menden Herbst und darf - trotz Krije ni Wenn wir einmal wieder Arbeit schaffen können für alle, daß jeder sein Brot verdienen kann, dann ist der Weg frei zu neuem starkem Leben in unserem Volke und in unserem VaterDen. Da muß die Gélande. Dieser Weg führt dann auch zu jenem Sonntag, an dessen onkurrenzkampf eierstunden sich wieder alle freuen können. will. effe gewährt die S häftswelt für di ann. Die Leip ate werden vert Räuferinnen und e n. Auf diese Weise la as faufende Publikum e Ware anzubieten. Der Sonntagsschreiber. Wohlfahrtslasten, die an sich vermeidbar wären, dabei nicht einen schidsalhaften Charakter haben, sind vor dem die Fürsorgelasten für Trinker und ihre Familien. Es ist och nicht genug bekannt, wie sehr sie namentlich auch die Gemeindelasten belasten. Beispielsweise hatte allein für 15 der von der Trinterfürsorge betreuten Fälle das Wohlfahrtsamt der westie deutsche Geschäftsfälischen Mittelstadt B. bis Dezember 1930 an Sachleistungen, Atzt und Arzneikosten, Bauunterstützungen und Anstaltspflege rund 45 660 RM. Aufwendungen. In der norddeutschen Großstadt H.( rund 435 000 Einwohner) erwuchsen 1927 an unmittelberen Ausgaben für Alkoholiker und ihre Familien zu Lasten des Wohlfahrtsamtes rund 242 000 RM.(!) bewerb an, und ellen Gebieten die e zum zweiten Mal Es wäre sehr veri Tehmungen infolger en sollten, die Leipz erforderlichen Einf Reipziger Mese it am Kunden tsleute, erfahren Fieser Stelle nur no Dinge zu erinnern, ublikums davon nob g alles zu kaufen ist. us: und Küchengerä -ie modernsten Ma darf nicht übersehen, messe 9000 Ausstell äusern zeigte die Sroße Technische Me er Wirtschaft geleitet fich ihren Vorgänget endigkeiten aber find b nachher Angebote in 1 mes Wirkungsbereites eine Geschäftsfrau über die Katastrophe p Als ihre entscheidende veraltete Heeresverfa d das Zeitalter it fo u fallen für eine p den König verjibt 7 der Franzojen, die umfaßenden Kleinli Thelm mochte daron os zu werden ji ach Alegoten. einem ze um an der Aushi en Eine dritte Denti chützengefechts hatte Feldarmee, feinen G men, daß die Denti em König eingereight ein bekannt geworden Beguelin darüber Stein der Wunsch rbeiten. Gneisenau nigsberg schon dem dabei also Aufwand von Krankenkassen, Kosten für Behandlung von durch den Trunk mitverursachten oder verschlimmerten Krankheiten, Schäden der Alkohol- Straffälligkeit u. a. noch nicht mitgerechnet. Tenn irgendwo, so gilt es hier, Quellen schwerer wirtschaftlicher meinlasten und Verluste zu verstopfen, abwehrend und vorugend Hand anzulegen. Trotz unserer Not ist dieser Ausgabeposten noch nicht viel fleiner geworden. In dieser Hinsicht verdient der Guttemplerorden, der sich auch in Gießen der Trinkerfürsorgearbeit angenommen hat, mehr Beachtung. * Verregnete Ernte. Wenn nicht sehr bald ein Witterungsinschlag zum Besseren eintritt, darn sind die Aussichten für die Sergung der vielen noch draußen stehenden Kornfrüchte in unsetem Bezirk recht trübe. Der Schnitt ist nur teilweise vollzogen, bs in Haufen stehende Getreide ist naß und droht, da täglich Regen niedergeht, schon auszuwachsen. Schon jetzt ist vielfach der Schaden recht erheblich. Auch die Frühkartoffeln leiden sewer unter der Nässe, sie sind an vielen Stellen schon frank ge= worden. Wie schon gesagt, ist es höchste Zeit, daß der Himmel in freundliches Gesicht zeigt und gutes Erntewetter bescheert. * Von der Landesuniversität. Dr. Friedrich Maurer, außerpanmäßiger außerordentlicher Professor, hat einen Ruf an die So tam es, daß der König ihn in die am 25. Juli 1807 Wam drei Wochen nach dem Tilsiter Friedensschluß eingesetzte Militär- Reorganisations- Kommission" berief Der Vorsitzende Dijer Kommission war der Generalmajor Scharnhorst, außer Greisenau gehörten ihr noch die später als tüchtige Führer beihrten Offiziere: Major von Grolman und von Boyen an Am 4. Oktober 1807 wurde Stein vom König wieder zum Statsminister ernannt und mit der Leitung der Auswärtigen Egelegenheiten betraut Von hervorragender Wichtigkeit war daß der König bestimmte, daß der Reichsfreiherr vom Stein De weiteres zu den Verhandlungen der Militär- Reorganisains- Kommission hinzugezogen werden sollte; waren doch die Lif in das bürgerliche Leben einschneidenden Verhältnisse im Berwesen ebenso sozialer wie militärischer Natur. Wir dürfen allo annehmen, daß die von Gneisenau ausgearbeiteten Dentiften im Einvernehmen mit dem Reichsfreiherrn vom Stein wen König vorgelegt worden sind König Friedrich Wilhelm III. hatte ein eigenhändig gedriebenes, aus 19 Punkten bestehendes Programm ausgearlet, von dem einige Punkte hervorgehoben zu werden verdie c. Als eine unabweisbare Aenderung von grundsätzlicher Beaatung erscheint ihm die größere Zulassung nichtadeliger Offie. Ferner wünsche er eine vollständige Beseitigung des bisVor allem tigen Ausländer- Refruten- und Werbe- Systems. indet es der König unerläßlich, mit dem unmoralischen System Erimierung" d. h der Befreiung vom Dienste durch Geld, ubrechen. Die Strafen sollten zwar ebenso streng, aber ,, weniReorganisations- Kommission an die Arbeit Der Schaffensorang In der Weitblid ihrer genialen Mitglieder führte aber zu vielen Reierungen und grundlegenden Aenderungen außerhalb des vom ! nig vorgezeichneten Programms dem polnischen Ela entehrend" sein. Im Verfolg dieser Richtlinien ging die geworden; wenn ma e", so wurde er do Auftrage betraut: mil Feftung Kolberg an Teitelbed und Ehill Abschluß des Friedens mmandanten der n Beguelin am 22 dezu prophetisch tling eil Dir, Kommanda meraliffimus dereini eingetroffen! En Wälle verfallen nd war, gegen einer Tefenen Stab von Bic r eine überwältigen ate hindurch begri Man meint den Reichsfreiherrn vom Stein zu hören, wenn nan die nachstehenden. von Scharnhorst und Gneisenau aufge= elten Sätze lieſt: Alle Bewohner des preußischen Staates sind geborene Verteidiger desselben. Für die Erhaltung des Staates, des Eigentums und der Rechte der Bewohner fann nur die freiwillige Aufopferung einer waffenfähigen Londeskinder das zu erstrebende Ziel jein. Kein unabhängiges Volf unterwirft sich dem Joche eines enderen, ohne seine letzten Kräfte auszubieten, wenn es jut regiert und geleitet wird." ( Schluß folgt.) ,, Gießener Zeitung" ordentliche Professur für deutsche Sprache und Literatur in der Philosophischen Fakultät der Universität Erlangen erhalten. * Straßensperrungsnachricht, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.,( A. v. D.) Gießen. Die Sperre der Provinzialstraße Alsfeld- Lauterbach( Abtlg. Brauerschwend-- Neumaar) wird ab 25. August 1931 aufgehoben. * Zeppelinpost. Zu allen Zeppelinfahrten innerhalb Europas, auch den kleineren Fahrten innerhalb Deutschlands kann Post zur Beförderung mit dem Luftschiff beim Postamt Friedrichshafen aufgeliefert werden. Die Portosätze sind 1 RM. jür eine Karte und 2 RM. für einen Brief. * Umarbeitung von Militärgewehren ist verboten. Дази teilt uns das Polizeiamt mit: Verschiedene Vorkommnisse der letzteren Zeit geben Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß die Umarbeitung eines Militärgewehrs in eine Repetierpürschbüchse oder eine Scheibenbüchse nicht gestattet ist. Bei Verwendung von Teilen ehemaliger Militärwaffen zu Jagd- und Scheibenbüchsen muß von der zuständigen Behörde geprüft werden, ob diese Teile es fann sich nur um verschrottetes Material handeln,- rechtmäßig vom Reich bezw. vom Beauftragten des Reiches erworben sind. Nur wenn der rechtmäßige Besitz nachgewiesen werden kann, ist die Verwendung von Teilen ehemaliger Militärwaffen zu= lässig. * Ueberspannung öffentlicher Straßen mit Drähten. Die Gemeinde als Straßeneigentümerin fann Einwirkungen nicht verbieten, die in solcher Höhe vorgenommen werden, daß sie an der Ausschließung fein Interesse hat(§ 905 BGB.). Dabei tommt es aber nicht nur auf die augenblicklichen Verhältnisse an, auch die Möglichkeit fünftiger Aenderungen der Verhältnisse ist nicht außer Betracht zu lassen.( Vgl. RG3. 123, 182.) Als öffentliches Gemeinwesen hat die Gemeinde genügend Veranlas sung, Vorsorge für eine weitere Zukunft zu treffen. Es läßt sich überhaupt nicht voraussagen, ab nicht irgendeine andere neue Erfindung oder Weiterentwicklung bestehender Erfindungen durch eine Ueberzahl von Drähten, die über öffentliche Straßen ge= spannt sind, gestört werden kann. Auch ein ästhetisches Interesse der Gemeinde genügt zur Verweigerung der Erlaubnis( LG. Altona, 21. 2. 1930, I. S. 1060/29). * Warnung vor gesundheitsgefährlichem Feuerwerk. Es ist wiederholt beobachtet worden, daß spanisches Feuerwerk( Radauplätzchen, Knallplatten, Teufelskracher u. dergl.) in der Zündmasse gelben Phosphor enthielt. Bei einem zehnjährigen Knaben, der zwei Radauplätzchen zum Lutschen in den Mund genommen und dann verzehrt hatte, traten Uebelfeit, Erbrechen und schließlich der Tod ein. Gelber Phosphor ist ein starkes Gift. Es wird daher dringend davor gewarnt, derartiges Feuerwerk Kindern zugänglich zu machen. * Ein ungetreuer Angestellter. Die Stadtverwaltung ist vor kurzem Unredlichkeiten eines städtischen Materialverwalters auf die Spur gekommen. Die Untersuchung des Vorfalles wurde so= fort in die Wege geleitet und ist zur Zeit noch im Gange. Der in Betracht kommende Angestellte wurde entlassen, jedoch nimmt das Verfahren gegen ihn seinen Fortgang. * Schafflers Wettervorhersage für September. Die zu Beginn des Monates noch sommerlich warme Witterung dürfte um den 5., 6. September in tühles, stürmisches und regnerisches Wetter übergehen. Bis nach Monatsmitte trübes, veränderliches, wechselndes Wetter mit ziemlich viel Niederschlag. In der zweiten Monatshälfte günstigeres Wetter, schon herbstlich fühl, trotz schöner Tage. Ab 24. September ungünstiger, trüb, Temperaturfall. Die Arbeitsvermittlung der Inneren Mission in Hessen. Seit ihrem Bestehen arbeitet die Innere Mission auf dem Gebiet der Arbeitsvermittlung. In der Fürsorgearbeit an Trinfern, Gefangenen, sittlich Gefährdeten usw. ergab sich die Notwen Gelbe Raucherzähneadh langem Suchen endlich das Richtige für meine Zähne. Nach dreimaligem Gebrauch blendend weiße Zähne, troßdem dieselben durch vieles Rauchen braun und unschön wirkten. Ich werde nichts anderes mehr gebrauchen, als Chlorodont." B., Sorst Berg. Man verlange nur die echte Chlorodont- Zahnpaste, Tube 54 Pf. und 90 Pf., und weise jeden Ersaß dafür zurüd. Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 19. Fortsetzung. Marr hatte Abstoß. Mit einem leichten Stoß ließ er den Ball zu Finnegan rollen. Schon im nächsten Augenblid demonstrierte Girnsley seine charakteristische Spielweise. Bevor noch Dean, der schlanke, faire Rechtsaußen Hollywoods, den langen Paßball, den ihm sein Partner vorgelegt hatte, erreichen konnte, brachte ihn ein rches Rempeln unsanft zu Boden. Scheinbar hatte Girnsley die Absicht, auf den Mann zu gehen und nicht auf den Ball. Der Schiedsrichter piiff sofort ab und ordnete einen Freistoß an. Ein tierisches Wutgeheul folgt dieser Entscheidung, so daß er sichtlich blaß vor Angst wurde. Einige Minuten lang fchien die Welt ringsherum irrjinnig geworden zu sein. Marr blickte grimmigen Gesichts auf die tobenden Massen. Angeeifert durch die fanatischen Zurufe der Anhänger, rollte Girnsleys Angriff wie eine Horde fanatischer Fußballderwische immer und immer wieder gegen das gegnerische Tor. Sie kannten jedes Zollbreit des verväherischen Plazzes, und da sie überdies an die weiche Tonerde gewöhnt waren, so hielten sie sich besser auf den Beinen als ihre Gegner. Tranfield, von allen Seiten hart bedrängt, hatte das Unglück, den Ball schlecht zu treten, und der sonst so sichere Fuß des tapferen Hollywood- Verteidigers lenkte das Leder zu einer Ede. Einige Sekunden später hatte Wallis, der Tormann, durch eine Bühne Robinsonade den gut eingehenden Edball in sichere Weite befördert. Bennett und Tranfield, die eisernen Schildwächter Hollywoods, leisteten, obgleich sie verschiedene Spielmethoden hatten, erstaunliche Zerstörungsarbeit. Der gutmütige, golblodige Bennebt warf sich buchstäblich mit Todesverachtung, aber ohne ein einziges Mal den Gegner unfair anzugehen, in das Kampfgetümmel, um dem heranbrausenden Girnsley- Sturm das Leder ficher von den Füßen zu nehmen. Ihm auf den Fersen, wie ein Schutzengel, folgte stets Transfield, sein Freund und Partner. Ein sportlicheres Publikum als die heulenden Wahnsinnigen von Girnsley hätte dieser wunderbaren Verteidigungsarbeit seinen Beifall gespendet. Hier hingegen verlangte die wütende Menge, erbittert durch die energische und geschichte Art, auf die ihre Stürmer jedesmal zurüdgeworfen wurden, daß ihre Lieblinge dem Gegner eins auswischten! Das erste Tor fiel zehn Minuten nach Spielbeginn. Es war die unerhörteste Fehlentscheidung, die je bei einem wichtigen Nr. 67. digkeit, die Schutzbefohlenen in eine geregelte Arbeitstätigkeit hineinzubringen, um nicht das angefangene Werk vernichtet zu sehen. Bei dieser sich im Laufe der Jahrzehnte segensreich auswirkenden Vermittlung mußte darauf geachtet werden, daß sich Arbeitgeber fanden, die den besonderen Bedürfnissen Rechnung trugen. Daraus entwidelte sich eine Sonderarbeitsnad/ weistätig keit der Inneren Mission. Sie arbeitet im Rahmen des seit 1922 bestehenden Reichsarbeitsnachweisverbandes der Inneren Mission, einer Zusammenfassung sämtlicher Provinzial- und Landesvereine der Inneren Mission. Innerhalb des Hessischen Landesvereins besteht ein Landesarbeitsdienst, der neben direkter Stellenvermittlung für persönliche Weiterbildung der in der Vermittlungstätigkeit Stehenden sorgt und die Verbindung mit dem Landesarbeitsamt aufrecht erhält. Vorsicht vor Diebesgut! Von einem Lastkraftwagen aus Berlin nach Krefeld sind vor einigen Tagen während der Fahrt 21 Pakete geraubt wor den, von denen jedes 4% Kilogramm Aceta- Kunstseide( roh im Strang) enthielt. Das Packpapier trägt in Art eines Wasserzeichens fortlaufend den Aufdrud ,, Aceta". Bei verdächtigen Angeboten ist Vorsicht geboten. Mitteilungen über etwaige Angebote nimmt der Niederrheinische Verein für Eigentumschutz in Handel und Industrie", Krefeld, Von- Beckerath- Str. 11, ( Telephon 26852) entgegen, der sofort die erforderlichen Unterlagen der zuständigen Polizei- Verwaltung zuleiten wird. Zwei Tage vorher war auf der Strede von Süddeutschland nach Krefeld gleichfalls ein Autotransport mit Kunstseide beraubt worden. Hierbei fielen den Tätern 20 Pakete à 5 Kilo Rhodiaseta- Kunstseide, gleichfalls roh im Strang, in die Hände. Auch hierzu erbittet der oben erwähnte Verein gegebenenfalls Mitteilung. Die Gäste der deutschen Jugendherbergen 1930 KR 20% Volks RAKA schüler 34% Höhere Mittel-, 30% Hochschüler 16% Sonstige Besucher unter 20 Jahren über 20 Jahren Davon männlich, 69% weiblich 31% D JH Mater 54 Aus Rah und Fern. Schotten. Der Versicherungsagent Herbst aus Eichelsdorf bei Schotten hatte die Vertretung verschiedener Gesellschaften, für die er auch die Prämien einzog. Vor einigen Tagen nun ist Herbst unter Mitnahme seiner ganzen Wohnungseinrichtung mit unbekanntem Ziel verschwunden, nachdem er etwa 8000 Mark kassierter Gelder veruntreut hatte. Der Defraudant konnte jedoch in Frankfurt gestellt und verhaftet werden. Schotten. Im Festsaal der hiesigen Turnhalle wird der Tierschutzverein für Hessen am 9. September seine 50.( Jubiläums)-Hauptversammlung abhalten. Friedberg. Der für den 5. und 6. September vorgesehene 13. Delegiertentag des Hessischen Roten Kreuzes ist in Anbetracht der Wirtschaftsnotlage abgejagt worden. Mainz. Am morgigen Sonntag wird in Mainz ein Denkmal eingeweiht, das der Bund der ehemaligen 88er dem Andenten der Gefallenen dieses Regiments gewidmet hat. Gleichzeitig begehen die 88er am Samstag und Sonntag in Mainz eine Wiedersehensfeier. Wettspiel vorgekommen war. Obwohl start abseits, durfte der einheimische Rechtsaußen den begonnenen Lauf fortsetzen und den Ball nach der Mitte abspielen. Was nun folgte, war so recht geeignet, den HollywoodSpielern die mühsam genug bewahrte Ruhe endgültig zu neh men. Der Mittelstürmer Girnsleys, ein Kerl mit didem rotem Haar, der infolge seiner brutalen und rüdsichtslosen Spielweise der besondere Liebling des Publikums zu sein schien, ging den Hollywood- Tormann an und schleuderte ihn wuchtig über die Torlinie, ehe Wallis überhaupt Zeit gehabt hätte, in die Nähe des Balles zu gelangen. Selbstverständlich erwarteten die Hollywood- Spieler eine sofortige Ahndung dieses brutalen Rempelns; aber während die Gäste noch untätig standen und auf die Entscheidung des Schiedsrichters warteten, wurde der Ball ins Nez gerollt. ,, Tor!" brauste es frenetisch von allen Seiten. Beschwörend umringten die Hollywood- Leute den Schiedsrichter, der vollkom men verwirrt und zitternd dastand und kaum sprechen fonnte. Er war entschieden nicht der richtige Mann für dieses schwere Spiel Der wahnsinnige Wutausbruch der Menge, als er zu Beginn des Spiels einen Freistoß gegen Girnsley diftierte, hatte ihn scheinbar vollständig aus der Fassung gebracht. Er war nun ein Rohr im Winde, und der Wind war in diesem Fall ein Orfan. Zum Entsetzen der Gäste wollte der Schiedsrichter den Vorstellungen, die ihm gemacht wurden, kein Gehör schenken. Er hatte Tor gegeben und wollte bei dieser Entscheidung bleiben. Angesichts des turbulenten Publikums fürchtete er sich, eine andere Entscheidung zu treffen. Die Situation sah verzweifelt aus. Die wütend gemachten Hollywood- Spieler gerieten ernstlich außer Rand und Band, und Warriner, der immer Bedächtige, hatte Mühe, seine Gefährten zu beruhigen. ,, Weiterspielen, Jungens, und nicht den Kopf verlieren!" Bedenkt, daß die Entscheidung des Schiedsrichters endgültig ist. Wir sind bereit, Sir!" Es fostete dem Hollywood- Spielführer viele Ueberwindung, diese Worte zu sprechen niemand auf dem Felde wußte, wieviel; aber er rechtfertigte damit wieder einmal seinen Ruf, der vorbildlichste Berufsspieler zu sein, der je einen Fußballschuh geschnürt, Sofort nach dem Abstoß fonnte man bemerken, daß Girnsley eine neue Tattit verfolgte. Tetzt, wo sie in der Führung waren, schienen sie entschlossen, den Vorteil zu wahren, und sie strengten sich nicht mehr jo an, Tore zu schießen, sondern sie umlagerten ihr Tor, um es reinzuhalten. Fortsetzung folgt. Camsidy, ben 22. Sught 1801. Lorsch. Die Gemeinde Lorsch hat beinahe 100 freiwillige Feldschützen angestellt, um sich gegen die Felddiebstähle, die sich in einer ganz ungeheuerlichen Weise vermehrt haben, zu schützen. Worms. Eine Anzahl Wormser Polizeibeamte erhielt dieser Tage Drohbriefe zugesandt, in denen den Beamten erklärt wird, daß jetzt die Geduld der Arbeiterschaft zu Ende sei. Sie würde unweigerlich an allen Beamten, die auf die Arbeitslosen cinschlagen würden, Rache nehmen. Braunfels. Die ersten Tage der Währungs- und Kreditfrise im Juli hatte sich ein Schwindlerpaar zunuze gemacht, das sich im Hotel Funke einlogierte. Unter der Vorspiegelung, infolge der Banffeiertage vorübergehend ohne Barmittel zu sein, versuchte das Paar bei mehreren Geschäftsleuten Waren auf Kredit und auch Geld zu erhalten. Ehe irgend etwas perfekt wurde, hielt es das Paar für geraten, zu verschwinden. Dienstag erschien es mit seinem Chevrolet wieder hier, um angeblich im Hotel zurückgelassene Wäsche abzuholen. Das Hotel benachrichtigte die Polizei. Ehe diese jedoch einschreiten konnte, war das Paar verschwunden. Im Lauf des Nachmittags erfolgte ein Telephonanruf aus Butzbach, in dem das Paars um Nachsendung der Wäschestücke bat. Der Postbeamte in Braunfels benach richtigte wiederum die Polizei, und das Paar wurde noch in derselben Stunde auf dem Postamt in Butzbach verhaftet. Es handelt sich um einen gewissen Peter Michel, angeblich Kaufmann aus Leipzig, und um seine Begleiterin Margarete Gieser, geb. Völker. Der Mann wurde inzwischen wieder freigelassen. Die Frau wird steckbrieflich gesucht. Gegen sie schwebt u. a. ein Verfahren wegen Kindestötung. Sie wurde der Landeskriminalpolizei in Gießen übergeben. 60 000 Mart Fehlbetrag bei der Diezer Ortstrantentasse. Diez. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Ortskrankenkasse des Unterlahnfreises schilderte der Ausschatzvorsitzende die finanzielle Lage der Kasse, die im ersten Halbjahr 1931 einen Fehlbetrag von 60 000 Mark ausweise. Nach erregter Debatte wurde ein teilweiser Abbau der Mehrleistungen und eine Erhöhung der Beiträge beschlossen. Hierzu bedarf es jedoch noch der Genehmigung des Oberversicherungsamtes in Wiesbaden. Der Mord an dem Stahlhelmer Leck. Kassel. In der Berufungsverhandlung vor der Großen Straffammer wurde das freisprechende Urteil der ersten Instanz gegen die Antifaführer Paul Ziegner erneut bestätigt und die Berufung der Staatsanwaltschaft, die wiederum drei Jahre Zuchthaus gegen Ziegner beantragt hatte, verworfen. Das Gericht kam zu der Erkenntnis, daß der Angeklagte als Führer der Antifa volle Kenntnis von dem Plan zum Ueberfall gehabt habe, es sei aber möglich, daß er der Tat fern geblieben sei. bleibt der Ueberfall in der Nacht zum Himmelfahrtstag auf die von Obervellmar nach Kassel zurückkehrenden Stahlhelmer, bei dem das Stahlhelmmitglied Rudolf Leck mit einer Latte erschla= gen wurde, vorläufig ungefühnt. Selbstmord einer Familie. Damit Bonn. Die Polizei fand in der Wohnung des Kaufmanns Kahn diesen, seine Frau und deren Mutter mit Gas vergiftet tot auf. Entlassung von Berliner Junglehrern. Berlin. Der Magistrat hat beschlossen, zum 1. Oktober ds. Js. 220 Junglehrer und Junglehrerinnen zu entlassen, die an den Volks- und Mittelschulen infolge der Erhöhung der Pflichtstundenzahlen überzählig werden. Für die Entlassung kommen zunächst nicht festangestellte verheiratete Lehrerinnen in Frage. Zigeunerschlacht. Lübed. Am Hafen fam es zu einer schweren Zigeunerschlacht, in deren Verlauf der Zigeuner Weiniger in die Brust geschossen wurde. Der Tod trat sofort ein. Der Täter, der durch mehrere Messerstiche schwer verletzt worden war, lief einem Kriminalbeamten in die Arme, der ihn festnahm. Anschlag auf der Curhavener Bahnstrecke? Cuxhaven. Zwischen Hausbruch und Neugraben an der Bahnstrecke Hamburg- Cuxhaven wurden nachts Telephondrähte und Drähte für die Schrankenschließung durchschnitten. Da man die Strecke erst wegen weiteren Schäden abgehen mußte, erlitt der Zugverkehr Verspätungen. Englische Touristen abgestürzt. Lauterbrunn. Drei englische Touristen, die die Jungfrau vom Jungfraujoch aus bestiegen, sind beim Abstieg vom Gipfel oberhalb des Rotthal- Sattels am Südhang der Jungfrau tödlich abgestürzt. Gronau gibt seinen Grönland- Erkundungsflug auf. Paris. Aus Godthaab, Grönland, wird gemeldet, daß der deutsche Flieger Gronau, der sich zurzeit dort befindet, den Ver such, einen Erkundungsflug in das Innere des Landes zu unternehmen, aufgeben mußte, da ein solcher Versuch beinahe tragisch geendet hätte. Gronau wartet nun günstige Witterungsverhältnisse ab, um seinen Flug nach den Vereinigten Staaten fortzusetzen. „ Ciefener Settung" Aenderung der Kurzarbeiterfürsorge. Die Verordnung des Reichsarbeitsministers über Kurzarbeiterfürsorge vom 20. Februar 1926 sieht bekanntlich Kurzarbeiterunterstützung für die Arbeitnehmer der gewerblichen Betriebe vor, die in der Regel mindestens 10 Personen beschäfti gen. Der vorliegende Arbeits- und Auftragsmangel hat in fast allen Handwerkszweigen zu erheblichen Einschränkungen an Arbeitszeit und Arbeitskräften geführt, so daß nunmehr die ein gangs erwähnte Bestimmung für zahlreiche kleinere gewerbliche Betriebe eine große Härte bedeutet Das Handwerk muß es als eine Ungerechtigkeit empfinden, daß die kleineren Betriebe, die ebenfalls zu den Kosten der Reichsanstalt beitragen müssen, hinsichtlich der Inanspruchnahme der Kurzarbeiterunterstützung schlechter gestellt werden als die Betriebe mit mehr als 10 Urbeitnehmern. Die Notverordnung vom 5. Juni ds. Is. sieht vor, daß der Verwaltungsrat der Reichsanstalt für Arbeitsver mittlung und Arbeitslosenversicherung die geltende Verordnung über Kurzarbeiterunterstützung spätestens bis zum 1. September durch eine Regelung ersetzen soll, die der neuen, durch die Notverordnung gegebenen Rechtslage Rechnung trägt. Der Verwaltungsrat der Reichsanstalt hat sich dem Vernehmen nach auch bereits mit dieser Neuregelung befaßt und sich für eine Berücksichtigung der vom Handwerk erhobenen Forderung ausgesprochen. Inter Hinweis auf die Verhältnisse hat der Deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag dem Reichsarbeitsminister eine besondere Eingabe zugestellt und gebeten, bei Erlaß neuer Bestimmungen über die Kurzarbeiterfürsorge bezw. von Ausführungsvorschriften hierzu die bisherigen Bestimmungen über die Mindestzahl der beschäftigten Arbeitnehmer aus der Anordnung über die Kurzarbeiterfürsorge zu streichen. Str. C7. dadurch keimfreiem Wasser. Die Temperatur des Trinkwassers soll zwischen 8 bis 12 Grad Celsius liegen. Tee und Kaffee werden gut warm getrunken, Milch soll etwa 15 bis 18 Grad Celsius, Suppe 35 bis 45 Grad haben, festere Speisen dürfen verhältnismäßig weniger warm sein. Unter einem Mineralwasser versteht man ein Heilwasser, welches sich von gewöhnlichem Brunnen- oder Quellwasser dadurch unterscheidet, daß es entweder einen hohen Gehalt an im Wasser gelösten, festen oder gasförmigen Stoffen oder einen entsprechenden Gehalt an selten vorkommenden Stof= fen mit gewissem Heilwert besitzt, oder aber eine Wassertemperatur hat, welche höher ist als die mittlere Temperatur der Umgebung der Quelle. Die Wirkung der Heilquellen ist häufig in einer Herabsetzung der Empfindlichkeit des Organismus gegenüber Krankheitsursachen zu suchen. Durch die verschiedenen Mineralquellen wird der Mineralbestand des Körpers verändert, so daß eine Aenderung der persönlichen Empfindlichkeit entsteht. Je vollständiger und gleichmäßiger die verschiedenen Gruppen von Bestandteilen in einem Wasser vertreten sind, desto mannigfaltiger sind dessen Wirkungen und desto zahlreicher die Fälle, in denen es nützlich zu werden verspricht. Der Karlsbader Sprudel z. B., welcher zwar nichts Außergewöhnliches, aber die in ihm vorhandenen Substanzen in sehr gleichmäßiger Mischung enthält, beeinflußt deswegen gleichzeitig neben der Nierenabsonderung den Magen, den Darm und den Stoffwechsel. 3uSammen mit der Ernährungs- und übrigen Lebensweise bilden die Quellenbestandteile der Mineralwässer eine Summe von wirksamen Faktoren, deren Bedeutung sich zwar im allgemeinen begreifen, im bestimmten Falle aber nicht immer zergliedern läßt. Die Eigenart der Genußgifte, zu denen der in den geistigen Getränken( Bier, Wein und Branntwein usw.) entHemmungen in der Konkurrenz mit dem Ausland. haltene Alkohol gehört, besteht darin, daß sie mehr oder weniger In einer maßgebenden Krefelder Seidenweberei ging in diesen Tagen die telegraphische Bitte um Stellung eines Angebotes für einen großen Posten eines bestimmten Seidengewebes ein. Der betreffende auswärtige Vertreter teilte gleichzeitig mit, daß äußerste Kalkulation nötig sei, um ein an sich günstiges Konkurrenzangebot aus einem anderen Lande bekämpfen zu können. Es handelte sich um einen Auftrag, durch den nicht nur sofort eine große Anzahl von Webern hätte beschäftigt werden können, sondern der wahrscheinlich auch weitere Beschäftigungsmöglichkeiten für die Zukunft in Aussicht hätte stellen tönnen. Die Leitung der Weberei machte sich sofort an die Kalkulation heran und es ergab sich, daß der Auftrag innerhalb der in Frage kommenden Lieferfrist nur zu erfüllen war, wenn zu seiner Bewältigung Ueberstunden in größerem Umfange ge= macht würden. Die Vertretung der Arbeitnehmerschaft hat sich dem widersetzt und verlangte statt der Ueberstunden Einführung mehrerer Schichten, und eine neue, darauf aufgebaute Kalfulation ergab infolge der Mehrkosten durch Schichtarbeit einen Preis, der mit dem ausländischen Angebot nicht mehr fon= furrieren konnte. Ergebnis: Ablehnung des Krefelder Angebotes! Weiteres Ergebnis: Eine sich bietende Beschäftigungsmöglichkeit für deutsche Arbeiter scheitert an der Starrheit der sozialpolitischen Einstellung der Arbeitervertreter! Wir fragen: Wäre den Arbeitern nicht mehr damit gedient ge= wesen, durch ein Nachgeben in der Frage der Arbeitszeit den Auftrag nach Deutschland zu holen, beschäftigt zu werden und für sich und ihre Familien Brot zu schaffen? Wir fragen weiter: Ist es nicht bedenklich, daß die Arbeiterschaft in derartigem Verhalten durch die Tendenzen der Regierung selbst, wie sie sich in gewissen Bestimmungen der Notverordnung andeuten, noch bestärkt wird? Für durstige Kehlen. Von Dr. med. Grünewald- Dortmund. Unsere Nahrung enthält im allgemeinen so viel Wasser, daß eine gesonderte Wasseraufnahme kaum nötig scheint. Hungernde Tiere pflegen in der Regel fein Wasser zu nehmen unter der Voraussetzung, daß Ausscheidung von Schweiß vermieden wird. Bei hoher Außentemperatur oder starker förperlicher Arbeit dagegen ist reichliche Wasserzufuhr unbedingt erforderlich. Dem Wasser kommt für den Quellungszustand der Gewebe und für die Konzentration der Körpersäfte eine sehr wichtige Rolle zu, und es ist verständlich, daß bei Flüssigkeitsmangel auffallende Störungen eintreten. Außer dem Wasserverlust der Körpergewebe spielt auch das Gefühl der Trodenheit im Schlund und an der Schleimhaut des Mundes eine wesentliche Rolle für den Durst. Starter Durst tann sogar das Hungergefühl ausschließen; erst nach Stillung des quälenden Durstes pflegt dann ein Hungergefühl sich wieder einzustellen. Der Durst ist eine besonders charakteristische Form des Hungers und zwar der Hunger nach Flüssigkeit. Das beste Durststillungsmittel ist Wasser. Zur Vermei dung ernster Gesundheitsstörungen muß es von einwandfreier Herkunft sein. Dies trifft fast stets zu bei reinem Quellwasser, das meist etwas Kohlensäure und Luft gelöst enthält und infolgedessen erfrischend schmeckt, im Gegensatz zu abgekochtem und Zu jeder Minute sofort informiert ist jeder Vereinsrechner, jeder Vereinsvorsitzender, jedes Kassenrevisionsmitglied, jedes Vereinsmitglied über den Eingang und Ausgang der Vereinsgelder, d. h. woher die Einnahmen und wofür die Ausgaben sind, wenn das von mir ausgearbeitete Universal- Vereinskassebuch geführt wird. Selbst das in Kasseangelegenheiten unerfahrene Vereinsmitglied kann sofort und ohne Buchführungsvorkenntnisse mit Hilfe dieses U.- V.- Kassebuches die Vereins- Kassegeschäfte übersichtlich verwalten. Albin Klein, Giessen, Südanlage 21. Union Heizi Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken lange und in verschiedener Stärke die Tätigkeitsgebiete des Nervensystems angenehm verändern. Der Alkohol reizt, wie fein anderes Genußmittel, zum Mißbrauch und führt, besonders bei regelmäßigem Genuß oder Konsum größerer Mengen, zu ernsten Gesundheitsschädigungen. Der Kaffetrinker will die körperliche und geistige Müdigkeit aufheben und das daraus entspringende, qualvolle Gefühl der Unzulänglichkeit. trok schmerzhafter Anspannung der letzten Kräfte. Nur dem Ermüdeten nützt dieses Mittel, der Frische und Ausgeruhte bedarf seiner nicht. Die Ausscheidung der Schladen, der Ermüdungsstoffe, welche infolge geleisteter Arbeit im Muskel sich entwideln, wird durch Kaffee oder Tee gedeckt. Das im Kaffee und Tee vorhandene Koffein steigert zum Teil die Erregbarkeit des Muskels selbst, zum Teil die des Nervensystems. Im Gegensatz zur Alkoholwirkung folgen aber dieser Erregung keine lähmenden Erscheinungen, keine Erschlaffung, so daß Kaffee und Tee als Mittel, die Müdigkeit zu verscheuchen, vor dem Alkohol den Vorzug verdienen. Die Entscheidung darüber, ob ein Kranker, insbesondere ein Herzkranker, Kaffee trinken darf, muß selbstverständlich in jedem Einzelfalle dem Arzt überlassen bleiben. Neue Bücher. Seit über 30 Jahren haben die Alpinisten versucht, das letzte Geheimnis des Matterhorns zu lösen, die furchtbare Nordwand zu bezwingen. Keinem ist es gelungen. In den ersten AugustTagen dieses Jahres unternahmen die beiden jungen Münchner Franz und Toni Schmid wieder den Versuch. Unter ungeheuren Schwierigkeiten gelang das überaus gefährliche Wagnis. In der neuesten Nummer der ,, Münchner Illustrierten Presse"( Nr. 34) schildern sie ihre Erlebnisse. Werden wir das fünstliche Leben schaffen? Mit dieser Frage wandte sich die ,, Woche" an Prof. Correns, den berühmten Biologen und Direktor des Kaiser- Wilhelms- Instituts in Dahlem. Das neue Heft veröffentlicht das aufschlußreiche Interview. Da mit beginnt eine Reihe von Artikeln, in denen berühmte Kapazi täten aller Gebiete zu Problemen des modernen Lebens und zu den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft Stellung nehmen. Erscheint M Bezugspreis 2,40 Resaltionsflug früh 81 dung nicht verlangte 4. Jahrg. Politich Reichsernährungsmin Briefe für eine Erhöhun wie für die Wiederein Der banerische Min artr Rede auf der Tut e preußischen Reichsrej Reichstanzler Brüni einer Sigung der Zent men. Ueber das Program pid belannt, daß die Etenern erhöht werden Die franzöfifchen, it nd ungarischen Geldgeb grund der Vereinbarun islandsanleihe in Ba 621 Millionen franzöfifd Ernfte Unruhen fin der Regierung und de rechen. Die Regierung vitere erhebliche Trup zen, wo alle Garnijo Die amerikanische& Bitt, England weitere Die Nanting- Regier Der deutschen Dampfer labung im Werte von 1 Die Kanton- Regierung ,, Die Zentralheizung und ihre Bedienung". ein Taschenbuch zur Anleitung für Hausbesitzer, Hausverwalter und Heizer sowie für Heizungstechniker von Dr. Ing. H. Dieterich. 176 Seiten mit 66 Abbildungen. Ganzleinen geb. M. 3,25. Industrie Verlag Carl Haenchen, Halle a. G. Von diesem einzig da stehenden Taschenbuche liegt nunmehr, rechtzeitig vor Beginn der Das Buch entneuen Heizperiode, bereits die 2 Auflage vor bält u. a. in allgemein verständlicher Form ausführliche Be triebsanweisungen für die Behandlung und Bedienung der Kessel. arten und die verschiedenen Brennstoffe, über Störungserschei nungen und ihre Beseitigung. Allen Besizern und Heizern einer Zentralheizung, die sich über Störungen im Heizbetrieb und über sparsamsten Verbrauch der Brennstoffe bei bester Wärmewirkung unterrichten wollen, sei die Anschaffung des preiswerten Buches empfohlen Verantwortlich: G. Burgeleit, Gießen. Wer I.od. II. Hypothek| auch Ablösung, Baugeld, Für den Vertrieb eines leichtverkäufl. bill. evtl. Betriebskapital patentierten Haushaltartikels allerorts fucht. Vertrauliche ZuSchriften mit Angabe d.gewünschten Betrags, Lage und Sicherheiten unt. 3. 2. 7384 an die Exped. dieses Blattes. Plaßvertreter mit Erfahrg. i. Verkauf an Private gef. No zur Sicher Auf Grund des Ar it verordnet: 1. Die Landesregier men, die zum Ausgleid meinden( Gemeindever nungswege vorzuschrei henden Landesrecht a 2. Die Landesregi dig und in welcher sgaben der Länder mbgesetzt werden. S berührt, soweit es fi Dietramszell, den 2 Der Reichsprä Der Reichstanzler: es Reichstanzlers und 6. Dietrich. Der Reich Englands Regi London, 25. August. enden in Downing- St führern über die 3 tett. Die Verteilung leiten, da auch die pa tariate, von denen es aerden müssen. Die an not befanntgegeben neue Kabinett nur ze pier auf die Konjer te Liberalen entfallen Die neuerlichen Ve aftsrat ausgegeben w r die gewertschaftliche eil der übrigen Abged laus gegen die Sanieru en. Die jüngsten Erei en dahin gedeutet, daß ominierende Gestalt in Trotzdem besigt die mmen gesicherte und it im Unterbaus, Gi loft für die allerschär Kein Rijito, guter Berdienſt, Vertaus das Sparprogram unterstützung. Friedrich Reuß, Metallwaren, Einj.- Abitur Offenbach a. M., Straße der Republik 11. Institut Boltz- Ilmenau, Thür. I Union Union Billigster und bequemster Brennstoff Briketts der Reichs Der Deutsche Städt en Grundlinien pero 8 fertiggestellt und in erung zugeleitet. G iffern ergeben sich in Lorrelturen, wodurch fi Son dem Gesamtdefizit Teids- Mart gejdjägt m agnahmen gededt we General Sergog i zahlun Kapitadt, General Fete, die er am Son