97r. 57 traut und Moos und au mmler und Leute, die be lb der Wege durchtreije efahr, gebiffen zu werden meihen genügend vor den hzeug nicht verlassen tam jei also beim Betreten po Wege etwas vorsichtig behandelte Kreuzotterb Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. ter allen Umständen mi Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdbinden des verletzten Glie endung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. m Arzt geschaffen werde und Krankenhäusern vo venden tann. vorsichtig, wenn man au aufen. Dr. P. Lieb, Wirtschaftsberater. ngung des Aderlandes be 44. Jahrg. Rolitische Rundschau. Die Londoner Finanzminister- Konferenz, die gestern nachmittag im Amtsraum des Ministerpräsidenten Macdonals im Jung der Wiesen und Wei Unterhaus bis in die späten Abendstunden tagte, hat zu keinem Der Kompofthaufen wir die Sparbüchse des Land greifbaren Ergebnis geführt. Jm großen Sigungssaal des Friedenspalastes im Haag beNeben den für das Bilan gannen die öffentlich- mündlichen Verhandlungen des Ständigen fen, wie Stidstoff, Phos Internationalen Gerichtshofes über die juristischen Grundlagen dem Boden den Hums unerläßlich ist. ens werden noch viele Jeb 60 bis 80 Zentimeter nicht bis 2mal umgestochen wer 5 des Komposthausens am rfmull dazwischen, ferner inchendünger und nicht er. Um ein Verfidern de ch zur Unterlage des Kom Hohe Schicht von Torfmul cht auf den Komposthauf Dieder auf das Kulturla eren. siger sehr schwer Stallm hohen Preisen bekomm endige Humus im Gar von Torfmull ersetzen, no nden Nährstoffe duró ent Boden einverleibt werden für die Verwendung des Vielfach wird er do ällen auf ein Stüd Land it Erde mehr oder weni fen, besonders Stidhtoji iesen Verlusten wir Vermischen des Düny 5 3: 1. Da der St onders billig ist, hat eit, sich durch genannte tejahr einen billigen und haffen. Das Verwischen cm kalt hat sich in der nen Fall vergessen werden. her. lingspflege" von Prof. 5 30 Pf. Deutscher Veri g des deutschen Hygien ers zu begrüßen ist ein An Vorschriften zum Schuße von Sch. ber Bellederungs- Konjunt neue ,, Woche ebenso viel Das große Autorennen, das sgefahren wird, und übe 5. jtadions Johannisburg sportliche Wettkämpfe zw eigte damit, daß die engen Olitik berufen sind, dem Ne dung zu geben. Die neueft ten Preise( Nr. 29) bringt rt in Schwarz- Weiß". ian Klein in Gießen. XXXXXXXXX assen n die Giessen Südanlage 21. inderei. chriften. erbände Der geplanten deutsch- österreichischen Zollunion. Mit Rücksicht auf den starken Rüdgang der Steuereingänge in den letzten zwei Wochen wurde am Montag eine Verordnung über Zuschläge für Steuerrückstände erlassen. Die Reichsregierung ließ in Wien mitteilen, daß sie die Ausreisetage von 100 Mart im gegenwärtigen Augenblick nicht aufheben könne. Am Montag abend fand eine Besprechung der in Berlin weilenden Minister statt, bei der u. a. auch die Angelegenheit Nordwolle zur Sprache fam. In den Kommentaren der französischen Presse spiegelt sich deutlich der Stimmungsumschwung der fanzösischen Oeffentlichkeit wieder, der durch den Besuch der deutschen Minister in Paris herbeigeführt wurde. Die französische Regierung hat dem Generalsekretär des Völferbundes in Genf eine Note übermittelt, die das Programm der französischen Regierung für die Abrüstungskonferenz enthält. Die ägyptische Regierung hat dem Hooverplan zugestimmt. Reichspräsident von Hindenburg hat auch für dieses Jahr seinen Besuch in Dietramszell angekündigt. Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. ds. Mts. beträgt die Dedung der Roten durch Gold und dedungsfähigen Devisen 35,8 Prozent gegen 43,6 Prozent in der Vorwoche. Die Sowjet- Union hat erklärt, daß Verweigerung der Annahme der Mark in Ausländerläden unzulässig sei. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 22. Juli 1931 ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Plaz Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Nummer 58 streicht die Unerläßlichkeit guter politischer Beziehungen zwischen Wohin der Sozialisierungstaumel führt. Frankreich und Deutschland. 2. Er gibt die Bereitschaft der Vereinigten Staaten zu erkennen, auch dann als Ergänzung des Hooverjahres eine Stügungsaktion für Deutschland anzubahnen, wenn Frankreich seine Mitarbeit verweigert. 3. Ein großer Rediskontkredit für die Stützung der deutschen Währung und Wirtschaft und für die Wiederherstellung des deutschen Vertrauens soll alsbald in die Wege geleitet werden. Dabei ist für ein ferneres Ziel die eventuelle UmwandLung dieses Rediskontkredites in eine langfristige Anleihe vorgesehen. Amerita, England, Deutschland einig in dem Bestreben, die französischen Forderungen zu umgehen. London, 21. Juli. Die amerikanische Regierung veröffent licht heute einige Verschläge für eine finanzielle Hilfsaktion zugunsten Deutschlands. Diese Vorschläge sehen ein internationales Banken- Abkommen vor, auf Grund dessen die kurzfristigen Kredite in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar, die Deutschland gewährt worden sind, in Deutschland belassen werden sollen. Weiter sollen neue kurzfristige Kredite nach Bedarf gewährt, in der Zwischenzeit aber eine Umwandlung von kurzfristigen Krediten in langfristige vorbereitet werden. Dieser Plan, dem England zustimmt, entspricht auch ungefähr den Forderungen, die Dr. Brüning gestern offiziell gestellt hat. Gelingt es, diesen Plan durchzusetzen, so dürfte es den Franzosen schwer fallen, ihre politischen Forderungen, die für langfristige Anleihen ge= dacht waren, auf der Basis kurzfristiger Kredite für Deutschland aufrechtzuerhalten. Von französischer Seite wird erklärt, daß man an einem Plan zur Erhaltung der Kredite in Deutschland nicht interessiert sei, da Frankreich fast keine Kredite in Deutschhabe habe. In Sevilla und der Provinz ist ein Generalstreit ausges Am 1. August nur halbe Gehaltszahlung. brochen. Montagnachmittag ist in Schneidemühl ein polnisches Mili: tärflugzeug notgelandet. Am Montag begann vor dem französischen Staatsgerichtshof der Hochverratsprozeß gegen den ehemaligen französischen Justizminister Peret. Am 1. Juli 1931 sind in Deutschland 3719 594 Rundfunksverleihungsinhaber gezählt worden. Die Ausfuhr der Vereinigten Staaten im ersten Halbjahr 1931 beträgt 1 315 956 000 Dollar gegenüber 2 075 717 000 in der gleichen Zeit des Vorjahres. Die Einfuhr beträgt 1 109 600 000 Dollar( im Vorjahr 1735 891 000 Dollar). Der deutsche evangelische Kirchenausschuß hat dem schwedi: schen Kultusminister zum Tode Söderbloms telegraphisch das Beileid der vereinigten deutschen evangelischen Landeskirchen ausgesprochen. Der Ober- Präsident von Hessen- Nassau hat die in Hanau crscheinende Zeitung„ Der Stempler", Organ der R. G. O., auf drei Monate verboten. Die erste Bolljikung der Londoner Konferenz. London, 21. Juli. In der heutigen Vollsitzung der Londoner Konferenz, die um 10 Uhr begann und nach 13 Uhr beendet wurde, wurde von amerikanischer Seite noch nicht, wie man allgemein erwartet hatte, ein neuer Plan zur zeitweiligen Lösung der deutschen Finanzkraft in Vorschlag gebracht. Vielmehr beschränkte man sich dorauf, generelle Diskussion abzuhalten. Sofort nach Eintritt in die Debatte ergriff der amerikanische Staatssekretär Stimson das Wort und forderte eine eingehende Darstellung der Finanz- und Wirtschaftslage in Deutschland. Cr interessierte sich insbesondere für die Frage, welche Umstände eigentlich die Zurückziehung der Kredite aus Deutschland verursacht hätten. Im weiteren Verlauf der Sitzung wandte sich die Aussprache dem Problem des sogenannten Stillhaltekonsortiums zu. Es ist also tatsächlich so, daß die Erwägungen der Konferenz auf eine Art von Abkommen zwischen den Notenbanken und Privathäusern zusteuern mit dem Ziel, eine weitere Zurückziehung von Geldern aus Deutschland durch freiwillige Abkommen zu unterbinden. Die Frage des Rediskontkredites für Deutschland ist Um 16 Uhr werden die ebenfalls bereits gestreift worden. Finanzminister der Mächte unter dem gemeinsamen Vorsitz von Macdonald und Brüning zusammentreten. Sie werden sich nach allgemeiner Erwartung über die praktischen Möglichkeiten einer Stützungsaktion unterhalten. Es wird bekannt, daß die Regierung in Washington der hiesigen amerikanischen Delegation Instruktionen hat zukommen lassen. Der amerikanische Kreditvorschlag wird sich voraussichtlich auf der folgenden Basis bewegen: Es handelt sich um einen Gegenvorschlag zu dem betannten langfristigen Anleiheplan der Franzosen. Er unter1. Notverordnung des Reichspräsidenten über die Auszahlung von Dienstbezügen vom 18. Juli 1931. Amtlich wird mitgeteilt: Auf Grund des Artikels 48, Absatz 2 der Reichsverfassung wird verordnet: § 1. 1. Die Reichsregierung zu ermächtigen, Vorschriften zu erlassen über die Zahlungsweise: a) für Bezüge, die mit Rücksicht auf eine gegenwärtige oder frühere Tätigkeit im öffentlichen oder privaten Dienst gewährt werden. b) für Anteile der Länder an Ueberweisungssteuern. c) für Leistungen der Länder an öffentlich- rechtliche Religionsgesellschaften. 2. Die Reichsregierung ist zu ermächtigen, Vorschriften zum Schutze von Schuldnern gegen die Folgen zu treffen, die sich aus der veränderten Zahlungsweise ergeben. Diese Verordnung tritt mit ihrer Verkündigung in Kraft. Protest in Desterreich. Aus den Fremdenverkehrszentren Oesterreichs sind zahlreiche Hilferufe an die österreichische Regierung gelangt, in denen um eine Intervention gegen die deutsche Ausreisetage ersucht wird. Ein Wiener Blatt berechnet den durch den Wegfall der deutschen Sommergäste der österreichischen Wirtschaft entstehenden Schaden auf 50 Millionen Schilling. Auch der Schweizerische Bundesrat hat sich am Montag eingehend mit der deutschen Notverordnung beschäftigt. Die Landesbank der Rheinprovinz. Die Landesbank der Rheinprovinz, die größte der deutschen Landesbanken und Girozentralen, ist in eine gewisse Jlliquidität geraten, weil Kündigungen, die sie für kurzfristige Kredite an die großen Gemeinden des Rheinlandes durchführen mußte, insofern wirtungslos waren, als die Städte die Kredite auch nicht zu einem Teil zurückzahlen konnten. Dazu kam, daß auch die Landesbank der Rheinprovinz unter den Abziehungen von Auslandskrediten zu leiden hatte. Zu betonen ist, daß es sich feineswegs um eine Zahlungseinstellung handelt, sondern lediglich um eine vorübergehende Jlliquidität, die sich aus der ganzen Lage der kommunalen Finanzen erklärt. Die großen rheinischen Kommunen haben eine Stügungsaktion eingeleitet. Nordwolle geht in Konkurs. Nachdem sich am Dienstagvormittag ergeben hat, daß die wegen Gewährung eines Moratoriums und Beschaffung neuer Mittel für die Norddeutsche Wolltämmerei und Kammgarnspinnerei in Bremen geführten Verhandlungen als endgültig gescheitert anzusehen sind, begaben sich Dienstag mittag die vier stellvertretenden Mitglieder der Nordwolle zusammen mit Rechtsanwald Dr. Lifschütz, dem Vertreter des holländischen Gläubigers, der Konkursantrag gestellt hat, zum Konkursrichter, teilten mit, daß die Norddeutsche Wollfämmerei und Kammgarnspinnerei zahlungsunfähig sei und meldeten den Konfurs der Nordwolle an, der sofort eröffnet wird. Die leitenden Organe der deutschen Sozialdemokratie haben die furchtbare Kreditkrise, die Deutschland und mit ihm ganz Mitteleuropa erschüttert, zu einem heftigen Vorstoß im Sinne einer Sozialisierung der„ kapitalistischen Riesenunternehmun gen" benutzt. In ihrer Kundgebung vom 14. Juli haben sie die groteske Behauptung aufgestellt: Die Selbstherrschaft der Banken und der Schwerindustrie führt die Wirtschaft in den Abgrund". Es ist deshalb heute mehr denn je angebracht, aus der Geschichte der Gegenwart heraus dem Volke zu zeigen, wohin der Sozialisierungstaumel führt. Bekannt ist, daß einzelne Staaten des australischen Staaten bundes, so Neu- Südwales, Neuseeland und Queensland völlig und daß der Bund nahezu bankrott sind. Sie haben das dem Segen der nach dem Krieg durchgeführten Sozialisierung zu verdanken. In Queensland sicherte sich der Staat schon furz nach dem Krieg die Leitung in fast allen Industriebetrieben und beseitigte nahezu jede Privatinitiative. Da die sozialisierten Betriebe infolge einer höchst großzügigen sozialistischen Lohnpolitik Ueberschüsse nicht mehr erbrachten, verfiel die Steuerkraft. Man mußte den sozialistischen Fürsorgestaat durch Anleihen aus England erhalten. Genau so erging es anderen Staaten Australiens, so daß sich der Staatenbund vor zwei Jahren gezwungen sah, die Haftung für Als am alle Anleihen der Bundesstaaten zu übernehmen. 1. April d. J. der Staat Neu- Südwales die Zinszahlungen an die Bank von England und andere Londoner Banken einfach einstellte, wurde festgestellt, daß auf die australische Bevölkerung von 6,4 Millionen Einwohnern durch die sozialistische Staatsführung eine Schuldenlast von rund 20 Milliarden Mt., d. h. 3500 Mt. auf den Kopf, gehäuft war. Man hatte bisher Zinsen und Abzahlungen nur leisten können, indem man immer neue Anleihen auf die alten pfropfte. Als es aber im Jahre 1930 infolge der Weltwirtschaftskrise unmöglich wurde, das schöne Leben auf Pumb fortzuführen und als gleichzeitig die Hauptausfuhrerzeugnisse des Landes, Wolle und Weizen, start im Preise fielen, bedeckte sich der Himmel dieses sozialistiDie Arbeitsschen Paradieses mit dunklen Gewitterwolfen. losigkeit wurde größer als in irgendeinem Agrarland der Erde. Die australische Währung ging um 25 Prozent im Werte zurüd, obwohl im Jahre 1930 nicht weniger als 522 Millionen Mark in Gold nach England abgegeben und versucht wurde, mit anderen, verzweifelten Mitteln das australische Pfund zu halten. Durch die sozialistische Lohnpolitik wurde jede Wirtschaftlichkeit der Betriebe untergraben, wurden alle Neuinvestitionen, z. B. in Eisenbahnanlagen, zu Fehlschlägen gemacht. Wenn je irgendwo, so wurde die sozialistische Theorie ,, KonjunkturbeTebung durch Kauftraftsteigerung der Massen" in dem sozialistischen Australien durch die harten Tatsachen widerlegt. Nur um den durch die politischen Löhne geschaffenen hohen Lebensstandard der australischen Arbeiterschaft aufrecht zu erhalten, sperrte sich das erschließungsbedürftige Land durch Einwanderungsverbote gegen den Wettbewerb fremder Arbeitskräfte, durch hohe Zollmauern gegen den Wettbewerb fremder Waren ab, spottete so als sozialistischer Staat der vornehmsten sozialistischen Grundsätze. Aber es half alles nichts, und heute müssen die sozialistischen Führer das Fiasko eingestehen. Der britische Finanzberater Sir Otto Niemeyer sieht nur noch einen Ausweg: Rücksichtsloser Abbau der Löhne und Gehälter, schärfste Einschränkung aller öffentlichen Ausgaben und eine brutale Steuerpolitik. Die Ministerpräsidenten der Einzelstaaten haben sich mit Erhöhungen der Einkommen-, Verkehrsund Zinssteuern einverstanden erklären müssen, ebenso mit einem 20prozentigen Abbau aller Löhne und Gehälter, sowie einer Verringerung der Pensionen um 16 Prozent, nachdem ihnen der Prmierminister Bruce dargelegt hatte:„ Australien hat größere Ausgaben als Einnahmen; es tann und muß seine Ausgaben herabsetzen. Die Ursache der gegenwärtigen Depression liegt in den zu hohen Produktionskosten, deren Herabsetzung den Weltmarkt für australische Waren wieder öffnet und den australischen Arbeitslosen wieder Verdienstmöglichkeiten bietet. Eine Rettung ist nur möglich durch erhöhte Arbeitstätigkeit und Zusammenarbeit zwischen Regierung, Arbeitgebern und Arbeitnehmern zweds Sentung der Produktionskosten." So wurde Karl Mary in Australien durch die harten Lehren der Wirklichkeit widerlegt. Der sozialistische Kampf hat dort gegen dieselben privatwirtschaftlichen Kreise und mit den gleichen Mitteln begonnen, wie sie jetzt bei dem sozialistischen Kampf in Deutschland in Erscheinung treten. Schon im April 1923 forderte der Generalrat des Angestelltenbundes des austra= lischen Bergbaus die Verstaatlichung der Gruben wegen der ,, Tendenz der Grubenbesizer auf Lohntürzung", wegen ihrer ,, Eigenmächtigkeit und Untüchtigkeit". Wäre es allein nach den Forderungen der deutschen Sozialdemokratie gegangen, so hätte die deutsche Arbeiterschaft, insbesondere die des Bergbaus, sicherlich den tragischen Weg bis zum völligen Zusammenbruch schon vollendet. Weit genug ist sie durch die fortgesetzten, ohne Rücksicht auf wirtschaftliche Tragbarkeit, aus rein politischen Gründen diftierten Lohnerhöhungen auf diesem Wege schon geführt worden. Dagegen wurden in dem ohnehin geologisch und frachtlich begünstigten englischen Mittwoch, den 22. Juli 1931. Bergbau schon seit 1926 mehrfach die Löhne abgebaut. Arbeitslosigkeit und Feierschichten sind im wesentlichen eine Folge der durch häufige Lohnerhöhungen gestiegenen Selbstbosten im Bergbau, die dazu geführt haben, daß sogar deutsche Absatzgebiete dem ausländischen Wettbewerb überlassen werden mußten. Der doch gewiß nicht als Sozialreaktionär verschrieene Professor Dr. Adolf Weber bezeichnet vermehrte Arbeitslosigkeit als die unvermeidliche Folge fünstlich hochgehaltener Löhne. Die traurigen Erfahrungen, die deutsche Bergarbeiter jetzt durchmachen, entsprechen genau denen der sozialistischen Lohnpolitik in Australien. Daß sie noch nicht ganz zum bitteren Ende geführt haben, ist der starken privatwirtschaftlichen Initiative zu danken, die den deutschen Bergbau unter Aufbietung denkbar entwickelter Technik bisher noch vor dem Zusammenbruch gerettet hat. Davon freilich erzählen Sozialdemokratie und ,, Vorwärts" ihren Genossen so wenig, wie von dem Fiasko des sozialistischen Experiments in Australien. uns: Lokales. Handwerk und Geldfrise. Eine Bitte an das Publikum. Die Hessische Handwerkskammer, Siz Darmstadt, schreibt ,, Durch die. Geldkrise sind weite Kreise des selbständigen Handwerks in eine katastrophale Lage geraten. Bereits seit Wochen war eine Zurückhaltung bei Zahlung der Handwerkerrechnungen bei Behörden, besonders aber bei Privaten festzustellen, so daß die notwendigen Gelder für Lohnzahlungen, für Materialien und für die Lebensführung meist nur durch Bankkredite oder Abhebung von Sparguthaben, soweit solche vorhanden, möglich waren, und diese Kredite und Rücklagen da= durch bis zur äußersten Grenze ausgeschöpft sind. Wir richten deshalb die Bitte an alle, die es irgend er= möglichen können, daran zu denken, daß auch die Handwerker ihre Gehilfen rechtzeitig entlohnen, daß sie ihren Verpflichtun gen nachkommen, ihre Familien unterhalten müssen und dazu nur durch schnellste Zahlung ihrer Rechnungen in der Lage sind." J. v. Liebigs Laboratorium wieder hergestellt. Die Gesellschaft Liebig- Museum eröffnete am Sonntag ver mittag das rekonstruierte Laboratorium des pharmazeutischen Lehrinstitutes, das Justus vor: Liebig in Gießen gegründet hatte. Aus diesem Anlaß waren zahlreiche Pharmazeuten. Chemiker, Apotheker, aber auch etwa 20 Nachkommen und Vernandte des großen Chemikers aus Amerika, der Schweiz und dem Reich hierher gekommen. Geh. Rat Prof. Dr. Som mer zeichnete als Vorsitzender der Gesellschaft die mühevolle Arbeit zur Wiederherstellung des pharmazeutischen Laboratoriums, die bereits 1911 ansetzte, durch den Krieg und Geldmangei unterbrochen wurde, so daß erst jetzt durch die Stiftung einer chemischen Industrie das Werk vollendet werden konnte. Prof. Dr. K. Brandt Marburg fennzeichnete in seiner Festrede über„ Der Einfluß von Justus v. Liebig auf die Entwicklung der pharmazeutischen Chemie", die großen Verdienste des Meisters um die Pharmazie, der er hier eine Lehrschule errichtete, und besonders um den Apothekerstand, dessen Ausbildung cr stark förderte. Prof. Dr. K. Brandt- Marburg, dem lang jährigen Mitarbeiter der Gesellschaft, wurde die goldene LiebigMedaille verliehen. Med.- Rat Dr. Thiersch, der wertvolle Erinnerungen dem Museum schenkte, wurde die gleiche Medaille verliehen. An Hand seiner besonderen Methodik der Familieforschung machte Geh. Rat Sommer aufschlußreiche Ausführun= gen über ,, Die Nachkommenschaft von J. v. Liebig". Gemeinsam mit dem technischen Sachbearbeiter Dr.- Ing. F. HildebrandiHannover soll die Herausgabe von 40 wichtigen Briefen v. Liebigs erfolgen. Georg Merd- Darmstadt überreichte namens der Familie Merd und seines Bruders, des 1. Vorsitzenden der Gesellschaft Liebig- Museum, Dr. Frizz Merd, eine wertvolle goldene Wöhler- Medaille als Geschenk für das Museum. Stadtratssigung. „ Gießener Zeitung" * Stadtkasse. Die Zahlungen, das Schulgeld für die Hessische Studienanstalt für Mai und Juni 1931 und die Wohnungsmieten aus städtischen Häusern für Mai und Juni 1931 fönnen noch bis zum 27. Juli 1931 ohne Kosten bezahlt werden. * Aufwertungshypotheken nach dem 1. Januar 1932. Der Zinssatz für die über den 1. Januar 1932 hinaus prolongierten Aufwertungshypotheken soll bei den Hypothekenbanken auf 8½ Prozent erhöht werden, dazu wird angeblich eine Verwaltungsgebühr von 2 Prozent verlangt. Die Sparkassen bleiben bei dem Zinssatz von 7% Prozent für Aufwertungshypotheken, die über den 1. 1. 1932 hinausgehen. * Schöffengericht. Vor dem Schöffengericht fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit die Verhandlung gegen einen Invaliden statt, welcher der Blutschande angeklagt war. Er wurde zu einer Gefängnisstrafe von 10 Monaten verurteilt. Berjonalnachrichten. Erledigt ist die Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Ober- Seibertenrod( Kreis Schotten). * * Verfassungsfeier in den höheren Schulen. Der hessische Minister für Kultus und Bildungswesen hat angeordnet, daß, wie in früheren Jahren anläßlich des in Hessen als gesetzlichen Feiertags eingesetzten Verfassungstags, dem 11. August, in sämtlichen öffentlichen, der Staatsaufsicht unterliegenden Schulen des Landes einer der Bedeutung des Tages entsprechende Schulfeier zu veranstalten ist, deren Besuch für Lehrpersonal und Echüler obligatorisch ist. Fällt der 11. August in die Ferien, dann ist die Verfassungsfeier in den Schulen an einem der ersten Tage nach den Ferien unter Aussetzung des Unterrichts nachzuholen. * Brieftauben auf Reisen. In diesem Jahre wurden bereits mehrere, für den Bund hessischer Brieftaubenzüchter recht erfolg= reiche Wettflüge durchgeführt. Der letzte dieser Flüge, der von Bruck an der Leitha eine Strede von 620 bis 700 Kilometer umfaßt, brachte dem Bund Hess. Reisevereinigungen wiederum sehr beachtliche Erfolge. Am 11. Juli, vormittags 4.30 Uhr, wurden die Tauben in Brud aufgelassen. Die erste Breistaube erreichte ihren Heimatschlag bereits um 15.56 Uhr 50 Sekunden in Ober- Ramstadt. Die letzte Reise, die von der Vereinigung für 1931 vorgesehen ist, wird am 1. August von Budapest nach Debreczin in Ungarn aus durchgeführt. * Hindenburgbund der DVP. Wie mitgeteilt wird, muß der Reichsjugendtag der Hindenburgbünde der Deutschen Volks partei, der vom 31. Juli bis 2. Auguff in Koblenz stattfinden sollte, infolge des Ernstes der gegenwärtigen Lage auf unbeslimmte Zeit verschoben werden. * Lindenblüten als Tee. Ein vorzügliches Mittel zum Schwitzen bei Erkältungen haben wir im Lindenblütentee. Zwei bis drei Teelöffel voll getrockneter Lindenblüten geben einen starken Aufguß, den man etwas mit Honig oder Zuder süßt und möglichst heiß trinkt. Der Schweißausbruch wird noch verstärkt durch eine nasse Packung und erstickt dann oft schon eine Erkäl tung im Keim. Nr. 58 Städter Bühnenkünstlern nachts an den Bahnübergang vor Vil bel herankam, waren die Schranken geöffnet. Der Chauffeur des Autobusses war mit seinem Wagen bereits auf dem Bahn törper, als er furz vor den Schienen, durch die schrillen War nungssignale des herankommenden Personenzuges im letzten Augenblid aufmerksam gemacht, den Wagen furz vor den Schie nen zum Stehen bringen konnte. Im Augenblid, in dem darauf der Chauffeur den Motor wieder zur Weiterfahrt in Gang setzen wollte, brauste von der entgegengesetzten Richtung ein D- 3ug von Frankfurt vorüber, und es ist lediglich der Geistes: gegenwart des Chauffeurs zuzuschreiben, daß nach der glücklich abgewendeten ersten Gefahr nun eine zweite Katastrophe ver mieden wurde. Dieburg. Der Deutschamerikaner Lorenz Dörr in Gt. Louis, ein gebotener Dieburger, hat für die in der Wiederher stellung begriffene Gnadenkapelle 3000 Dollar für eine neue Orgel gestiftet. Bensheim. Ueber Reichenbach im Odenwald und dem dort befindlichen Gut Hohenstein entlud sich am Sonntag ein Wol fenbruch, der weite Teile des Landes in riesige Seen verwan delte: Mainz. Am Montag nachmittag brach in der Herberge zur Heimat Feuer aus, das sofort auf das ganze Treppenhaus übergriff Die beiden Häuser der Herberge ein zwei und dreistöckiges Haus mit Tachstock sind innen durch das Feuer stark beschädigt worden. Die Insassen der Herberge fonnten nur durch das Sprungtuch und über die Sturmleiter gerettet wer den. Unterschlagung amtlicher Gelder. Wetzlar. Der Kassierer des Finanzamtes zu Wetzlar, Müller, ist der Unterschlagung amtlicher Gelder überführt worden. Nach den bisherigen Feststellungen ist die Höhe der unterschlagenen Summe nicht sehr groß. Winnen( Westerwald). Das seltene Fest der diamantenen Hochzeit begingen die Eheleute Karl Hof hierselbst. Auch vom Reichspräsidenten lag ein Glückwunsch vor. Dillenburg. Bei einem zweijährigen Kinde wurde dieser Tage Genicstarre festgestellt. Gesundheitspolizeiliche Maßnahmen gegen eine Weiterverbreitung der Krankheit sind getroffer worden. Nassau. Am Sonntag stürzte auf der kurz hinter der Stadt steil abfallenden Straße nach Bad Ems durch Versagen der Steuerung ein Personenwagen in die Lahn. Die fünf Insassen fonnten gerettet werden und wurden ins Krankenhaus gebracht. Schwerer Unfall beim Gauturnfest. Marburg. Ein bedauerlicher Unfall ereignete sich am Sonn tag beim Gauturnfest. Ein Turner aus Heuchelheim probierte einen Stabhochsprung, als plötzlich die Bambusstange brach. Der Turner verletzte sich beim Fallen in der Nierengegend und am Rüdgrad schwer, so daß er in die Klinik überführt werden mußte. Lastauto mit Ausflüglern verunglückt. Kassel. Bei Eschenstruth ereignete sich in der Nacht zum Montag ein schwerer Verkehrsunfall. Ein aus Richtung Für Zur Beachtung bei Bränden an elektrischen Anlagen. 1. Die elektrische Beleuchtung in keinem Falle ausschalten, da sie die einzige Beleuchtung ist, die auch in raucherfüllstenhagen kommender Lastwagen fuhr mit einem aus Richtung ten Räumen Licht spendet. 2. Elektrische, unter Spannung stehende Anlagen nicht mit Wasser bespritzen, da die Elektrizität sich durch Metall und Wasser hindurch einen neuen Weg sucht und so auch den im Wasser stehenden Menschen erfaßt. 3. Elektrische Maschinen, Apparate und Schalttafeln vor Löschwasser schüßen, also dort vorhandenes Feuer nur mit chemischen Trockenlöschern niederkämpfen. Aus Rab und Fern. Klein- Linden b. Gießen. Am 2. August findet hier Beigeordnetenwohl statt, zu der drei Wahlvorschläge eingegangen sind. Die Kandidaten sind Kaufmann Friedrich Schimmel, Philipp Klein V.( Invalide) und Schriftsetzer Jakob Hoffmann. Friedberg. Ein junges Mädchen, das mit einem jungen Mann in Streit geraten war, versetzte diesem einen Stoß vor die Brust, so daß dieser umfiel und mit dem Kopf auf dem Die Tagesordnung für die am kommenden Freitag statt- Pflaster aufschlug. Dabei erlitt er einen Schädelbruch, der den findende Sitzung umfaßt folgende Punkte: A. Deffentlich: 1. Besteuerung der Wanderlager; hier: die Erhebung eines gemeindlichen Zuschlags zu den tarifmäßigen Sägen. 2. Die kommunale Sondergebäudesteuer. 3. Die kommunale Sondergebäudejtener 1931; hier: die Durchführung ihrer Erhöhung nach§ 13a des Sondergebäudesteuergesetzes. 4. Kreditbewilligungen: a) für die Wartehalle auf dem Trieb. b) für die neue Quelle in Quedborn. c) für die nachträgliche Kraftfahrzeugsteuer der beiden Müllwagen. d) Krediterweiterung für die Unterhaltung des Stadthauses Bergstraße 20. 5. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen: a) Vergebung der Schreiner- und Schlosserarbeiten für die Wohnungsbauten in der Schottstraße. b) Vergebung der Kanalbauarbeiten zur Herstellung der Kanäle in der verlängerten Wolfstraße und im Eichgärtengebiet. c) Ausbau des Hohleichwegs; hier: Vergebung der Pflaster und Chaussierungsarbeiten. d) Lieferung von Zementröhren für das Rj. 1931. 6. Baugesuch des Wilhelm Dippel zur Vornahme von Anund Umbauten auf dem Grundstüd Kaiserallee 38. 7. Verkehrsregelung in der Stadt Gießen. Tod herbeiführte. Friedberg. Zwischen Assenheim und Dornassenheim brach beim Bremsen die Vorderachse eines Motorrades mit Beiwagen. die Maschine geriet ins Schleudern. Die Insassen wurden weit herausgeschleudert und erlitten schwere Verletzungen. Das Sanitätsauto brachte sie in das Krankenhaus. Todessturz beim Schottener Motorradrennen. Beim Austrag der 3. Motorradmeisterschaft am Sonntag erlitt in der 3. Runde durch Felgenbruch der Fahrer Claes aus Bonn auf UT.- Jap einen Unglücksfall, bei dem er sich einen schweren Schädelbruch und andere Verlegungen zuzog. Er verstarb im Schottener Krankenhaus. Lauterbach. In seiner Wohnung hantierte ein Einwohner mit Filmstreifen, wobei plöglich eine Explosion stattfand. Die Wohnung brannte aus, der Mann wurde schwer verletzt. Vor dem Schnellrichter. Darmstadt. Das Schnellgericht verurteilte am Montag den 39jährigen, in Mainz wohnhaften Schiffsheizer Josef Karl 3immermann wegen Widerstands mit gefährlicher Körperverletzung zu 6 Monaten Gefängnis. Er hatte am Sonntag, als nach der Beerdigung der beiden getöteten Kommunisten in Groß- Gerau eine verbotene Demonstration aufgelöst werden sollte, mit einer Fahnenstange auf die Polizeibeamten eingeschlagen und einige verletzt. Bei seiner Festnahme hatte er Widerstand geleistet. Wegen Widerstands, Körperverletzung, Beamtenbeleidigung. 8. Erhöhung des Geschäftsanteils bei der Kriegersiedlung Hausfriedensbruchs war ein 38jähriger Arbeiter von Darmstadt Gießen. 9. Gesuche um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb. * Handwerkskammerbeiträge. Als Umlage für die Handwerkskammer werden außer einem Stammbeitrag von 6 RM. für jeden Handwerksbetrieb 24 Rpfg. für je 100 RM. Steuerwert des gewerblichen Anlage- und Betriebskapitals erhoben. Die Zahlung der Umlage erfolgt in Zielen. angeklagt. Im Wohlfahrtsamt ging er gegen einen Beamten tätlich vor und holte sich noch einige Arbeitslose zu Hilfe. Er wurde zu einem Jahr zwei Wochen Gefängnis verurteilt und wegen Fluchtverdachts sofort verhaftet. Geöffnete Eisenbahnschranke. Darmstadt. Als am vergangenen Sonntag ein von Bad Nauheim von einem Gastspiel zurückkehrendes Auto mit DarmHelsa tommenden Personenwagen zusammen. Der mit Ausflüglern besetzte Lastkraftwagen wurde durch den Anprall um geworfen. Die Insassen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Injassen des Personenkraftwagens kamen mit dem Schrecken davon. Gelnhausen. Am Sonniagnachmittag wurde Gelnhausen und Umgebung von einer Windhose heimgesucht, die von starfen Regengüssen begleitet war. Es wurde großer Schaden an= gerichtet. Frankfurt. Die Deutsche Bank beabsichtigt, am Kaisers platz ein Restaurant eröffnen, da sie ihre hier leerstehenden Räume nicht vermieten fann. Eine Versammlung der Gast wirte Jnnung hat sich scharf gegen diese Absichten gewandt. Bad Kreuznach. In der Woche vom 13. bis 18. Juli tagten hier mehrere Unterausschüsse des Internationalen Eisenbahnverbandes, der sämtliche maßgebenden Bahnen Europas, einen großen Teil der asiatischen und afrikanischen Bahnen umfaßt. Bad Dürkheim. Aus Anlaß des 75jährigen Bestehens des Pfälzischen Bienenzuchtvereins findet am Sonntag, 2. August, in Bad Dürkheim der Deutsche Imlertag statt. In vier Vorträgen wird dabei der Kampf um den deutschen Honigmarkt be handelt. Adorf i. V. In Bad Elster wurde ein aus Mühlhausen stammender 44jähriger Obersekretär des Gemeindeamtes wegen Unterschlagungen verhaftet. Die Höhe der veruntreuten Beträge steht noch nicht genau fest, doch dürften gegen 30 000 Mark in Frage kommen. Tödlicher Absturz beim Italienrundflug. Bei dem Italienreundflug stürzte der kanadische Pilot Cu rera in der Nähe des Kaps Santalessio ins Meer. Ein Fischerboot barg die Leichen Careras und seines Mechanikers. Ein Komplott gegen Jad Diamond aufgedeckt. Kairo( Staat Newyork). Polizeibeamte und Detektive nab men acht Mann fest, die angeblich Jad Diamond töten woll ten. Außerdem beschlagnahmten sie 30 Maschinengewehre, Ge wehre und Revolver. Einsturzunglüd während eines Gottesdienstes. Loando( Port.- Westafrika), 20. Juli. Fast 200 Personen wurden verletzt, als während der Messe in der Senhora- CarmoKirche der Chor einstürzte. 80 der Verletzten mußten in ein Krankenhaus übergeführt werden, 20 von ihnen schweben in Lebensgefahr. Raffinierter Juwelenbetrug. Ein Juwelier in Joar wurde von einem Gauner, der sich ihm unter dem Vorwand genähert hatte, daß er sein Haus kaufen wolle, um Juwelen im Werte von 72 000 Mart betrogen. Schöne weiße Zähne ud ich möchte nicht ver fehlen, Ihnen meine größte Anerkennung und vollste 3u friedenheit über die Chlorodont- 3ahnpafte" zu übermitteln. Ich gebrauche " Chlorodont" schon sei Jahren und werde ob meiner schönen weißen Zähne of beneidet, die ich letzten Endes nur durch den täglichen Gebrauch Ihrer Chlorodon Zahnpaste erreicht habe." C. Reichelt, Sch... Man verlange nur die echte Chloro dont- Bahnpaste, Tube 54 Pf. u. 90 Pf., und weise jeden Eriak dafür zurüd Mittwoch, den Cat Am Sonntag insgesamt 32 M lange Reife auf der 22,8 Kilome 500 Kilometer 31 der Jtaliener F die er aber ich abireten mußte. Benz bald eine den mußte Fagi volari auf Alfa eine Minute Bo icheinung traten nijche Teilnehme Mit bejond Runde um Rund wenn er mit jei den zweiten Pla ben recht schwer. Meiterfahrer Ch Nuvolari wurde drängt. Weiter Chiron überholte Jago auf Caracci als die Wagen a ciola wedjelte al zeitig in der Refo allein nur zum nötigten Stud u Eriagteillager ha ber Spikengrupp des Rennens mi 2% Minuten zu Morgen in der Im letzten der junge Merc rentialbruches Williams und entschieden zu je einem mächtigen Höchsttouren und jedoch dem Deu Caracciola fuhr das lange Renne metern in 4: 38,1 Die Teilnehr den 425 Kilomet ger spannendes Scaron, der die aber einen Defe des Schadens so lam und sich mi hatte bis dahin Sieger wurde jo Eine recht 1900er aufzuwei teilweise übert aus Nord, Gi das Fehlen d sportlichen V Zuschauer be Spannendes R Eintracht Fra jein Klubfame liche Leistung mit einem Mu lage Eldrachers Set. gewann. achtlich. Am in anteil an den G und die Abwid Klasse 1: 100 Meter: 1. Eintracht 11,3 Sef. 200 Meter: 1. Offenbach, 2 400 Meter: 1. TV, Brauni 1500 Meter: 1. Jugend Bet burg, 4:35 9 7500 Meter: 1. hardt, Gieß 25: 19,4 Mi 4X100- Meter- S Fim. 44,3€ Weitsprung: 1. M G Ges D Mr. Mittwoch, den 22. Juli 1931. en Bahnübergang vor S 1 geöffnet. Der Chauff gen bereits auf dem Bal en, durch die schrillen Wo Personenzuges im let Wagen turz vor den Edi Augenblick, in dem dara zur Weiterfahrt in G gegengesetzten Richtung ei es ist lediglich der Geistes iben, daß nach der glüdl ne zweite Katastrophe De er Lorenz Dörr in E für die in der Wiederbe 3000 Dollar für eine ne Em Odenwald und dem don fidh am Sonntag ein We es in riesige Seen verwan g brach in der Herberge as ganze Treppenhaus über erge- ein zwei und drei nd innen durch das Fene en der Herberge konnten nu e Sturmleiter gerettet wer icher Gelder. Finanzamtes zu Wetzlar amtlicher Gelder überführ stellungen ist die Höhe der groß. ltene Fest der diamantena 1 Hof hierselbst. Auch vo sch vor. ihrigen Kinde wurde die ndheitspolizeiliche Maßn der Krankheit sind getro uf der kurz hinter der G -Ems durch Versagen e Lahn. Die fünf Infe ins Krantenhaus gebra Gauturnfest. Fall ereignete fich am Sonn aus Heuchelheim probierte die Bambusstange brab in der Nierengegend und Klinik überführt werden verunglüdt. -te sich in der Nachiv Ein aus Richtung mit einem aus Ridh Zusammen. Der mit S arde durch den Anprall un m.Teil schwer verletzt. Die tamen mit dem Gdyreden mittag wurde Gelnhauser heimgesucht, die von star wurde großer Schaden a f beabsichtigt, am Kaje sie ihre hier leerstehende ne Bersammlung der Ga diese Absichten gewandt. vom 13. bis 18. Juli tagie Internationalen Eisenbah den Bahnen Europas, eina ilanischen Bahnen umfaßt. es 75jährigen Bestehens de det am Sonntag, 2. Augu ntertag statt. In vier Vo den deutschen Honigmartt be wurde ein aus Mühlhauser är des Gemeindeamtes Die Höhe der veruntreuter st, doch dürften gegen 30 00 Italienrundflug. zte der kanadische Pilot C effio ins Meer. Ein Fische seines Mechanikers. Diamond aufgededt. zeibeamte und Detektive na Jad Diamond töten woll ie 30 Maschinengewehre, G eines Gottesdienstes. 0. Juli. Fajt 200 Perjone Mejje in der Senhora- Carme er Verletzten mußten in eit 20 von ihnen schweben i welenbetrug. on einem Gauner, der sich ih tte, daß er sein Haus taufe 72 000 Mart betrogen. neud to mogte mit po fehlen, 3hnen meine grö Anerlennung und volle S fie" zu übermitteln. 36 gebra e ob meiner schönen weißen ne täglichen Gebrauch Ihrer Chlorod Man verlange nur bie edile Cplor und welle feden Griah bafir gurid „ Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Caracciola Sieger im„ Großen Preis von Deutschland". Am Sonntag, pünktlich um 10 Uhr morgens, begaben sich insgesamt 32 Wagen der beiden Wertungsgruppen auf die lange Reise auf dem Nürburgring. Die ,, Großen" hatten auf der 22,8 Kilometer langen Strede 22 Runden, also mehr als 500 Kilometer zurüdzulegen. Nach dem Start setzte sich zunächst der Italiener Fagioli mit seinem Maseratiwagen an die Spitze, die er aber schon ausgangs der ersten Runde an Caracciola abtreten mußte. Der Berliner fuhr dann mit seinem MercedesBenz bald einen größeren Vorsprung heraus. Nach sechs Runden mußte Fagioli den zweiten Platz seinem Landsmann Nuvolari auf Alfa Romeo überlassen. Caracciola hatte schon jetzt eine Minute Vorsprung vor den Italienern. Fast nicht in Erscheinung traten die Engländer und auch der einzige amerikanische Teilnehmer Red Shafer. Mit besonderer Regelmäßigkeit absolvierte Caracciola Runde um Runde, und starker Beifall begrüßte den Deutschen, wenn er mit seinem Mercedes vorüberraste. Im Kampf um den zweiten Platz machten sich Nuvolari und Fagioli das Leben recht schwer. Dann kam nach der 9. Runde der französische Meisterfahrer Chiron mit seinem Bugatti überraschend auf. Nuvolari wurde von dem Franzosen vom dritten Platz verdrängt. Weiter zurüd folgten Varza, von Morgen und Merz Chiron überholte auch Fagioli und machte dann eine spannende Jagd auf Caracciola. Das Rennen erreichte seinen Höhepunkt, als die Wagen an den Ersatzteillagern halten mußten. Carac ciola wechselte als erster die Hinterradreifen und tankte gleichzeitig in der Refordzeit von nur 1 Min. u.1 Set. Chiron brauchte allein nur zum Tanten 50 Sefunden. Weit längere Zeit ve= nötigien Stud und die übrigen Fahrer. Der Aufenthalt an Erjahteillager hatte vorübergehend eine kleine Verschiebung in der Spitzengruppe gemacht. Caracciola führte bei der Hälfte des Rennens mit 2 Minuten Vorsprung vor Chiron, weitere 2 Minuten zurück folgten Nuvolari und Fagioli, denen v Morgen in der 15. Runde den dritten Platz abnahm. Im letzten Drittel des Rennens häuften sich die Ausfälle, der junge Mercedesfahrer von Brauchitsch mußte wegen Diffe= rentialbruches aufgeben. Weiter blieben Fagioli, Dreyfus, Das Rennen hien Williams und später von Morgen aus. entschieden zu sein. Zwei Runden vor Schluß legte Chiron zu einem mächtigen Endspurt los. Er brachte seinen Wagen auf Höchsttouren und kam auch näher an Caracciola heran, ohne jedoch dem Deutschen ernstlich gefährlich werden zu können. Caracciola fuhr mit eiserner Ruhe und unbeirrbarer Sicherheit das lange Rennen mit einem Stundenmittel von 108,3 kilo: metern in 4: 38,10 als Sieger nach Hause. Das Rennen der Kleinen. Die Teilnehmer der Wertungsgruppe II, die in 18% Runden 425 Kilometer zurüdzulegen hatten, lieferten sich ein weniger spannendes Rennen. Zu Beginn führte der Engländer Scaron, der die Spitze bis zum Schluß behauptete, dann aber einen Defekt kurz vor dem Ziel erlitt und zur Behebung des Schadens so viel Zeit einbüßte, daß er um den sicheren Sieg tam und sich mit dem dritten Platz begnügen mußte. Scaron hatte bis dahin einen Stunden- Durchschnitt von 98,7 Stdkm. Sieger wurde so sein Landsmann Dudley Froy auf Riley, der das Rennen mit einem Stundenmittel von 93,4 in 4: 23,56,6 ge= Ergebnisse: wann. Wertungsgruppe 1: über 1100 ccm: 1. Caracciola- Berlin ( Mercedes- Benz) 4: 34,10( 108,3 Stdkm); 2. Chiron- Paris( Bugatti) 4: 39,28( 107,7 Stdkm); 3. Varzi- Frankreich( Bugatti) 4: 42,10; 4. Nuvolari- Jtalien( Alfa Romeo) 4: 43,16,5; 5. Wer Untertürkheim( Mercedes- Benz) 4: 43,34,8; 6. Hans Stud- Vielliz( Mercedes- Benz) 4: 43.34,8; 7. Bourist- Frankreich( Bugatti) 4: 50,0; 8. Limelle- Frankreich( Bugatti) 4: 52,00; 9. Spandel- Nürnberg( Mercedes- Benz) 4: 57,45; 10. Sir Henry Bintin England( Maserati) 5: 01,13; 11. Carl Howe- England( Bugatti) 5: 08,19,6. 19 gestartet, 11 am Ziel. Wertungsgruppe II; bis 1100 ccm: 1. Dudley Fron- England ( Rilen) 4: 23,56,6( 93,4 Stdkm); 2. Graf Arco- Zinneberg( Amilcar) 4: 32,18( 90,5 Stdkm); 3. Scoron- England( Amilcar) 4: 34,53,2; 4. Rouleau- Frankreich( Amilcar) 5: 07,22; 5. Captain Samuelson- England( M. G. Midget) 5: 09,52,2; 6. Macher ( DKW.) 5: 13,50; 7. Theißen( DKW.) 5: 24,18,6. 13 gestartet, 7 am Ziel. Dritter Lauf zur Deutschen Motorrad- Meisterschaft ,, Rund um Schotten". Mit dem Motorradrennen ,, Rund um Schotten", das auf einer 17,6 km langen Rundstrede im Vogelsberg ausgefahren wurde, gelangte der dritte Lauf zur deutschen Motorradmeister schaft zur Erledigung. Leider ereigneten sich im Laufe des Rennens einige Stürze, die nicht alle glimpflich verliefen. Am schlimmsten erging es dem Bonner Hans Claes, der mit einem lebensgefährlichen Schädelbruch ins Krankenhaus rebracht werden mußte, wo er noch am Sonntagabend seinen Verlegungen erlegen ist. Auch der Breslauer Huth sand mit erheblichen Verletzungen Aufnahme im Schottener Krankenhaus. Das Rennen nahm insofern feinen einwandfreien Verlauf, als der Wettbewerb der schwersten Klasse eine Runde zu früh Schminke auf Imperia erzielte mit abgebrochen wurde. einem Stundenmittel von 99,36 Kilometer die beste Leistung des Tages. Ergebnisse: Bis 250 ccm: 1. Kahrmann- Fulda auf Herkules- Jap 2: 22,01 ( 89,1 Stdkm); 2. Geiß- Pforzheim auf DKW. 2: 24,22; 3. Raufenbarth- Oberursel auf Büder 2: 25.37. Bis 350 ccm, 211 km: 1. Schminke- Godesberg auf Imperia 2: 06,26( 99,36 Stdkm, beste 3eit des Tages); 2. SchneiderDüsseldorf auf Velozette 2: 15,02; 3. Ley- Nürnberg auf Triumph 2: 15,12. Bis 500 ccm, 211 km: 1. Frenzen- Bonn auf DKW. 2: 18,32 ( 93,2 Stdkm); 2. Klein- Frankfurt auf Horex 2: 33,57; 3. Vueglein- Nürnberg auf Victoria 2: 40,37. Bis 1000 cmc, 193,6 km: 1. Weyers- Aachen auf Harley- Davidson 2: 01,41; 2. Jecker- Aachen auf Harley- Davidson 2: 05,21; 3. Röse- Düsseldorf auf BMW. 2: 07,25. Rennen der Seitenwagenmaschinen, 52,8 km: Bis 600 ccm: 1. Kahrmann- Fulda auf Horer 37:49. Ueber 600 ccm: 1. Kürten- Düsseldorf auf Horer 34:17; 2. Weyers- Aachen auf Harley- Davidson 38:00. 10. Nationale der Spielvereinigung 1900 Gießen. Eine recht gute Besetzung hatte das nationale Sportfest des 1900er aufzuweisen und brachte auch in den meisten Konkurrenzen teilweise überraschend hartnädige Kämpfe. Gute Kräfte waren aus Nord-, Süd- und Westdeutschland am Start. Auffallend war das Fehlen der Kasseler Leichtathleten. Trotz Regen und anderen sportlichen Veranstaltungen war der Besuch nicht schlecht und die Zuschauer bekamen sehr schöne Kämpfe zu sehen. Ein äußerst Spannendes Rennen war der 200- Meter- Lauf, bei dem Mehner, Eintracht Frankfurt, bis 160 Meter führte, dann aber, nachdem sein Klubkamerad Mährlein ihn überholte, aufgab. Eine vorzügliche Leistung zeigte Kilo vom VfL. Wezlar im Diskuswerfen mit einem Wurf von 43 Meter. Ueberraschend kam die Niederlage Eldrachers im 100- Meter- Lauf, den Koch- Offenbach in 11 Set. gewann. Diese Zeit ist bei der durchnäßten Bahn recht beachtlich. Am interessantesten verliefen die Staffeln. Den Hauptanteil an den Erfolgen hatten die Süddeutschen. Die Organisation und die Abwicklung waren gut. Klasse 1: Ergebnisse: 100 Meter: 1. Kurz, BSC. 99 Offenbach, 11 Sef.; 2. Eldracher, Eintracht Frankfurt, 11,2 Sef.; 3. Müller, Univ. Gießen, 11,3 Gef. 200 Meter: 1. Mährlein, Eintracht Ffm., 22,8 Gef.; 2. Kurz, Offenbach, 22,8 Sef.; 3. Maerten, J. G. Spv. Ffm., 22,9 Set. 400 Meter: 1. Husch, J.G.Spv. Ffm., 52,2 Gef.; 2. Schleifer, TV. Braunfels, 58,2 Set. 1500 Meter: 1. Hobus, Hannover 78, 4: 14,7 Min.; 2. Hoffmann, Jugend Betzdorf, 4: 28,4 Min.; 3. Brügmann, ATV. Marburg, 4:35 Min. 7500 Meter: 1. Diedmann, Hannover 78, 24: 17,3 Min.; 2. Gerhardt, Gießen 1900, 24: 25,7 Min.; 3. Schaaf, Gießen 1900, 25: 19,4 Min. 4X100- Meter- Staffel: 1. Eintracht Ffm., 43,8 Gef.; 2. GC. 80 Ffm. 44,3 Sef.; 3. BSC. 99 Offenbach 44,8 Set. Weitsprung: 1. Hassinger, Eintracht Ffm., 6,50 Meter; 2. Krück, VfB.-K. Marburg, 6,35 Meter; 3. Schneider, BSC. 99 Offenbach, 6,23 Meter. Stabhochsprung: 1. Jung, Gießen 1900, 3,30 Meter; 2. Stahl, TV. Langen, 3,20 Meter; 3. Dietrich ,,, Hessen" Frankenberg, 3 Meter. Distuswerfen: 1. Kilo, VfL. Wetzlar, 43 Meter; 2. Holler, SC. 80 Ffm., 37,78 Meter; 3. Gary, VfB.-K. Marburg, 36,83 Mtr Speerwerfen: 1. Frey, ATV. Rheinfranken Gießen, 50,87 Mtr.; 2. Streib, P. Spv. Wiesbaden, 47,85 Meter; 3. Holler, SC, 80 Ffm., 45,50 Meter. Klasse 2: 100 Meter: 1. Fernau, MTV. Gießen, 11,2 Sef.; 2. Müller, Univ. Gießen, 11,3 Set.; 3. Schneider, BSC. 99 Offenbach, 11,4 Gef. 800 Meter: 1. Knödel, SC. 80 fm. 2: 4,9 Min.; 2. Bepperling, 1900 Gießen, 2: 7,7 M.; 3. Flügel, TV. Wallmerod, 2: 18,5 M. 3X1000- Meter- Staffel: 1. Jugend 06 Betzdorf 8: 48,2 Min.; 2. Spielogg. 1900 Gießen 8: 54,7 Min. Hochsprung: 1. Kassel Sportogg. Eitorf- Kelters 1,73 Meter; 2. Streib, P. SpV. Wiesbaden, 1,70 Meter; 3. Wintermeyer, JG. Spv. Ffm., 1,65 Meter. Kugelstoßen: 1. Kilo, VfL. Wetzlar, 12,84 Meter; 2. Gary, VfB. Marburg, 12,57 Meter; 3. Holler, SC. 80 Ffm., 11,82 meter. Speerwerfen: 1. Streib, P. Spv. Wiesbaden, 49,50 Meter; 2. Holler, SC. 80 Fim., 46,80 Meter; 3. Bachmann, Gießen 1900, 44,65 Meter. Klasse 3: 100 Meter: 1 Haur, SC. 80 Ffm., 11,4 Gef.; 2. Beder, MTV. Gießen, 11,6 Sef.; 3. Legier, BSC. 99 Offenbach, 11,8 Sef. 1000 Meter: 1. Lehmann, SC. 80 Ffm., 2: 43,4 Min.; 2. Ploch, MTV. Gießen, 2: 45,7 M.; 3. Jäger, Univ. Gießen, 2: 46,3 M. Schwedenstaffel: 1. BSC. 99 Offenbach 2: 08,2 Min.; 2. SC. 80 Ffm., 2: 08,3 Min.; 3. MTV. Gießen 2: 08,5 Min. Weitsprung: 1. Wizzel, Eintracht Ffm., 6,28 Meter; 2. Wagner, I, TV. Wallmerod, 6,27 Meter.; 3. Jung, Gießen 1900, 6,26 Meter. Mercedes- Benz gewinnt mit serienmässigen Sportwagen SSK den Spiel. Die Gaumeisterschaften des Gaues Dill. Nr. 58 Am vergangenen Sonntag trafen sich die Vereine des DillGaues auf dem Sportplatz in Dillenburg. Der Dillenburger Sportverein hatte die Vorarbeit übernommen und in dankens werter Weise gelöst, soweit es sich auf dem leider etwas kleinen Platz bewerkstelligen ließ. Das Wetter war im allgemeinen der Veranstaltung günstig, abgesehen von einigen Spritzern, die man gerne in Kauf nahm, da nach der gegenwärtigen Wetterlage Schlimmeres befürchtet wurde. Die Kämpfe selbst zeigten unter Berüdsichtigung des Plages manche schöne Leistung, brachten aber auch die Erfahrung, daß die Leichtathletik in unseren Vereinen noch eines guten planmäßigen Trainings bedarf, daß kleinliche Beanstandungen immer mehr verschwinden mögen. Die Siegerliste:( Wir bringen nur die Spitzenleistungen) 100- Meter- Lauf, Senioren: Ferd. Ortmann- Offdilln 12,2. Rudi Kepper- Dillenburg und Willi Lotz- Sechshelden je 12,4.- Jugend 1913/14: Herbert Haas- Dillenburg 13,0. Ernst Darr Dillenburg 13,2. Emil Kasper- Niederscheld 13,2( Handbreite zurüd). Jugend 1915 16: Rudi Bietz- Dillenburg 13,0. Helmut Ermert- Dillenburg und Adolf Haas- Sechshelden je 13,3. Schüler: Helmut Binde- Sechshelden 15,5. Karl Heinz Dehmel- Wissenbach 16,0. Emil Lauber- Sechshelden 16,1. 200- Meter- Lauf, Senioren: Willi Lozz- Sechshelden 32,3. Walter Schwehn- Straßebersbach 32,8. Rudi Kepper und Leander Schmidt- Dillenburg je 33,0 Jugend 1915 1916: Rudi BietDillenburg 32,6. Adolf Haas- Sechshelden 33,2 Helmut Era mert- Dillenburg 33,6. Schüler: Emil Lauber- Sechshelden 38,0. Karl Heinz Dehmel- Wissenbach 38,5. Helmut BindeSechshelden 39,0. 400- Meter- Lauf, Senioren: Willi Lotz- Sechshelden 1: 9,0. Willi Peter- Niederscheld 1: 10,4. Emil Nix- Niederscheld 1: 10,6. 800- Meter- Lauf, Senioren: Ferd. Ortmann- Offdilln 2: 38,0. Otto Krenzer- Weidelbach 2: 39,0. Paul Lohkemper- Sinn 2: 39,8. Jugend 1913/14: Ernst Darr- Dillenburg 2: 37,7. Paul Rausch Dillenburg 2: 40,0. Karl Christmann- Dillenburg 2: 42,0. Jugend 1915/1916: Rudi Biet- Dillenburg 2: 52,0. Mar Severing- Dillenburg 2: 54,0. Erich Kaffl- Frohnhausen 2: 59,0. 1500- teter- Lauf, Senioren: Rudi Paul- Sinn 5: 16,0. Rudi Kepper Dillenburg 5: 30,4. Erwin Lengenberg- Holzhausen 5: 48,0.- Jugend 1913/14: Ernst Darr Dillenburg 5: 36,8. Emil Dörr- Erda 5: 46,2. Emil Sahm- Sechshelden 5: 56,2. 5000- Meter- Lauf: Rudi Paul- Sinn 20: 57,8. Ernst Brüd- Holzhausen 21: 15,4. Otto Treupel- Oberroßbach 22: 39,5. Hochsprung, Senioren: Rudi Manz- Dillenburg 1,50 Meter. Emil Welsch- Eibelshausen 1,45 Meter. Ferd. Ortmann- Offdilln und Willi Lotz- Sechshelden und Arthur Kröd- Langenaubachy je 1,40 Meter.- Jugend 1913/14: Karl Christmann- Dillenburg 1,55 Meter. Otto Hain- Frohnhausen 1,40 Meter. Frig Braun- Frohnhausen und Ernst Henrich- Straßebersbach und Emil Kasper- Niederscheld je 1,35 Meter.-Jugend 1915/16: Erich Kaffl- Frohnhausen 1,35 Meter. Weitsprung, Senioren: Willi Lotz- Sechshelden 5,75 Meter. Walter Müller- Straßebersbach 5,33 Meter. Emil Nir- Niederscheld 5,32. Emil Mappes- Frohnhausen 5,31 Meter. Jugend 1913/14: Herbert Haas- Dillenburg 5,65 Meter. Karl Christmann- Dillenburg 5,42 Meter. Emil Kasper- Niederscheld 5,09 Meter. Jugend 1915-16: Willi Beecht- Dillenburg 5,05 Meter. Helmut Ermert- Dillenburg 5,02 Meter. Adolf Haas- Sechshelden und Rudi Biez- Dillenburg je 4,85 Meter. Schüler: Helmut Binda- Sechshelden 4,18 Meter. Emil Lauber- Sechshelden 3,81 Meter. Karl Heinz DehmelWissenbach 3,52 Meter. Kugelstoßen: Senioren: Otto Krenzer- Weidelbach 9,05 Meter. Gustav Peter- Langenaubach 8,96 Meter. Willi RöberSechshelden 8,82 Meter. Jugend 1913-14: Wilhelm Franz- Udersdorf 10,91 Meter. Herbert Haas- Dillenburg 10,49 Meter. Ltto Hain- Frohnhausen 10,42 Meter. Jugend 1915-16: Helmut Ermert- Dillenburg 9,80 Meter. Willi Beecht- Dillenburg 9,16 Meter. Rudi Biezz- Dillenburg 8,79 Meter. Schüler: Emil Lauber- Sechshelden 5,35 Meter. Biede- Sechshelden 5,30 Meter. Karl Heinz Dehmel 3,57 Meter. Speerwurf: Senioren: Willi Lotz- Sechshelden 36,57 Meter. Willi Peter- Niederscheld 34,38 Meter. Arthur Kröck- Langenaubach 31,60 Meter. Jugend 1913-14: Herbert HaasDillenburg 36,68 Meter. Karl Donsbach- Udersdorf 32,38 Meter. Otto Hoin- Frohnhausen 25,00 Meter. Jugend 1915-16: Rudi Biez- Dillenburg 31,72 Meter. Adolf HaasSechshelden 18,00 Meter. ter. Diskuswerfen: Senioren: Emil Mappes- Frohnhausen 32,50 MeArthur Wilhelm Weber- Frohnhausen 29,80 Meter. Kröd- Langenaubach 24,40 Meter. Jugend 1913-14: Her bert Haas- Dillenburg 27,50 Meter. Otto Hain- Frohnhausen 25,90 Meter. Frizz Braun 23,60 Meter. 4 mal 100 Meter- Staffel: Senioren: 1. Dillenburg; 2. Straß ebersbach. Jugend: 1. Dillenburg. Abschließend kann gesagt werden, daß die Jugend in einer Anzahl Konkurrenzen bessere Resultate zeigte als die Senioren. Soll es Hoffnung für die Zukunft sein? Ist es Mahnruf für die Senioren? W. Hoffmann. Grossen Preis von Deutschland 1931 gegen Gesamtaufgebot modernster ausländischer Rennmaschinen und europäischer Meisterfahrer. MERCEDES- BENZ beweist erneut seine überlegene Stellung in der Automobil- Industrie. Gesamtsieger, beste Zeit des Tages, Rudolf Caracciola auf SSK 5. Otto, Merz auf SSK, 6. Hans Stuck auf SSK mit Continental- Bereifung. Unter den sechs an erster Stelle placierten Wagen drei Mercedes- Benz. DAIMLER BENZ A.-G. VERKAUFSSTELLE: Frankfurt a. M. Abt. Personenwagen; Ausstellungsräume Rathenauplatz 14; Büros u. Reparaturwerkstatt Frankenallee 139-149. VERTRETUNG: Dr. E. SCHIRMER, GIESSEN, BAHNHOFSTR. 90-92; FERNRUF 4121 ,, Gießener Zeitung" Nr. 58 Mittwoch, den 22. Juli 1931. Neue westdeutsche Staffelmeister. Gelegentlich eines leichtathletischen Meetings, das am Sonntag von Dinslolen 09 bei mäßigem Wetter vor 2000 Zuschauern durchgeführt wurde, kamen auch die westdeutschen Staffelmeisterschaften über 4 mal 400 und 4 mal 1500 Meter zum Austrag. Trotz der sehr schlechten Bahnverhältnisse gab es gute Leistungen und spannende Kämpfe. Zur 4 mal 400 Meter- Staffel traten von 12 gemeldeten Staffeln nur drei an. Eine besondere Enttäuschung bereitete das Fehlen der Nöller- Staffel des Kölner BC., in deren Abwesenheit dann Duisburg 99 das Rennen leicht gewann. Die 4 mal 1500 Meter- Staffel brachte einen ebenso sicheren Sieg von Düsseldorf 99 vor Schwarz- Weiß- Essen. In den Rahmenwettbewerben gab es, abgesehen von einem 100- MeterLauf von Butepieper- Essen in 10,9 Set. feine besonderen Leistungen. Die Staffel- Ergebnisse: 4X400 Meter: 1. Duisburg 99 3:28 Min., 2. Sp.V. Hamm 3: 31,2 Min., 3 Preußen Krefeld 3:33 Min. 4X1500 Meter: 1. Düsseldorf 99 17:24 Min., 2. Schw.- Weiß Essen 17:33 Min., 3. Preußen Krefeld 17:36 Min. Auch ein Weg zur - Verständigung! Von der Vereinigung Deutscher Reisebüros wird uns geschrieben: Die neue Verordnung über Kapital- und Steuerflucht ent= hält auch die Bestimmung, daß Reisen nach dem Ausland unter eine Strafe von 100 RM. gestellt werden. In der Tagespresse ist bereits darauf hingewiesen worden, daß der praktische Nutzen dieser Verordnung nicht nur gleich Null sein, sondern sich in seiner Wechselwirkung als schädlich für den deutschen Verkehr und damit für die deutsche Wirtschaft erweisen muß. Die Vereinigung Deutscher Reisebüros E. V. hat in einer Eingabe an das Reichsfinanzministerium den dringenden Antrag gestellt, diese Bestimmung sobald wie möglich wieder aufzuheben. In der Begründung gelangte zum Ausdruck, daß die deutschen Verkehrsorganisationen und Verkehrsunternehmungen jährlich viele Millionen Mark für Propaganda im Auslande ausgegeben haben, um den Verkehr nach Deutschland zu heben. Die neue Verordnung ist jedoch in hohem Maße geeignet, den mit vieler Mühe und großen Unkosten aufgebauten Fremdenverkehr schwer zu schädigen. Beziehung eine Mittelstellung ein zwischen den Teerbauweisen| beitsausschusses des Verwaltungsrats der Deutschen Reichspost und Kleinpflaster. Je dünner die geteerte oder asphaltierte Gesteinsschicht gewählt wird, umso höher ist der Einbaulohn im Vergleich zum Materialpreis. Bei Oberflächenteerungen bcträgt der Einbauloha etwa ein Biertel bis ein Drittel der Gesamtkosten. Daß beim Bau von Teerstraßen etwa neun Zehntel ungelernte Arbeitslose beschäftigt werden, ist besonders für die Gemeinden und Kreise wichtig, in denen keine Facharbeiter an= sässig sind. Wenn nämlich, wie das vielfach notwendig ist, auswärtige Steinsetzer beschäftigt werden, so erhalten die Gemeinden und Kreise vom Reiche nicht den Zuschuß von 3 Mt. je Arbeitslosentagwerk, der bei Beschäftigung ausgesteuerter örtlicher Erwerbsloser gewährt wird. Wir könnten uns denken, daß viele ausländische Stellen sich vergnügt die Hände reiben werden über das vorzügliche Propagandamittel, das ihnen von Deutschland geliefert wird. Es wird in Zukunft nicht schwer fallen, von Reisen dorthin abzuraten. Daneben ist aber anzunehmen, daß scharfe Maßnahmen seitens des Auslandes nicht ausbleiben werden, so daß der Ueberschuß aus dem ausländischen Fremdenverkehr in Deutschland, auf den die deutsche Wirtschaft heute weniger denn je verzichten kann, verloren geht. Diese Gegenmaßnahmen werden sich jedoch nicht nur auf den Personenverkehr erstrecken, sondern vor allen Dingen auch auf den Wagenverkehr, so daß der deutsche Export in erster Linie darunter zu leiden haben wird. Eine Bestimmung, die in hohem Maße geeignet ist, die angestrebte Verständigung zu erschweren oder die günstigen Folgen einer solchen in das Gegenteil zu verkehren, muß daher so schnell wie möglich aufgehoben werden, ehe sie propagandistisch gegen Deutschland ausgewertet werden kann. Straßenbau Zu Gunsten des Kleinpflasters pflegt geltend gemacht su werden, daß in seinem Kaufpreis rund 50 Prozent Arbeitslohn enthalten sind. Das ist aber kein besonderer Vorzug des Kleinpflasters. Denn auch im Preise des geteerten Gesteins sind rund 50 Prozent Arbeitslohn enthalten. Die Gleichheit der Lohnanteile erklärt sich dadurch, daß Kleinpflastersteine eben o wie Steinschlag größtenteils maschinell hergestellt werden. Im Preise des Steinteers sind außer sonstigen Löhnen auch Anteile an Bergarbeiterlöhnen enthalten, die zur Gewinnung der Kohle gezahlt wurden, aus welcher Rohteer als Ausgangsstoff des Straßenteers gewonnen wird. Deshalb trägt die Verwendung von Straßenteer mehr zur Entlastung des Arbeitsmarktes bei, als die Verwendung von Asphalt, dessen Rohstoff im Ausland gewonnen wird. Es ergibt sich also, daß durch Herstellung dünner Teerbeläge bei gleichem Geldaufwand nicht nur die größte Fläche neuzeitlich hergerichtet werden kann, sondern daß dabei auch die größte Zahl von ortsansässigen Erwerbslosen beschäftigt werden kann. Unsere Verwaltungen Reich brauchen in der heutigen Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs • Jahr Deftl. Verw. insges. in Mill. RM. 7 178,3 14 465,9 18 465,9 1913/14 1925/26 1927/28 1930/31 in Mill. RM 2375,8 5321,0 7153,9 8484,4 vom 15. Juni 1931 zu werfen In der erwähnten Sigung ist die Frage gestellt worden, ob über die die Reichspost berührenden Bestimmungen der Notverordnung zwischen der Deutschen Reichspost und der Reichsregierung verhandelt worden sei und welche Stellung das Reichspostministerium dabei eingenommen habe. Der Staatssekretär Dr. Sautter erklärte dazu namens der Reichspost folgendes. Neben diesen ungeheuren Cummen, die sie hauptsächlich aus dem verarmten Mittelstand herausziehen, hat sich die Summe ihrer Schulden, d. h. aufgenommenen Anleihen, in den letzten drei Jahren in Reich, Land und Großstadt wie folgt entwickelt: 4 805 Mill. RM. 8 358 Mill. RM. 31. 3. 1928 30. 6. 1929 31. 12. 1929 30. 6. 1930 31. 12. 1930 10 085 Mill. RM. 12 559 Mill. RM. 16 190 Mill. RM. Der„ reiche" Hausbesitz. ,, Alle Vorarbeiten der Notverordnung sind streng geheim im engsten Kreise, zu dem wir nicht gehörten, behandelt worden. Eriche Bezugspreis Wenn das Ressort Gelegenheit gehabt hätte, dabei mitzuwirken, Redaktionsschluß fr so hätten wir natürlich unsere Bedenken geltend gemacht. Aber ndung nicht verl angesichts der großen Finanznot des Reichs hätte das wohl nichts genügt." Auch die Spitzenvertretung des Handwerks hat nicht zu dem engsten Kreise gehört, an dem die Reichspost nicht teilhaftig war, andere Kreise der Wirtschaft wohl ebensowenig. RH. Die deutschen Handwerker in Südbrasilien. D. A. J. Schon vor einem Jahr wurde in Porto Alegro, der Hauptstadt Rio Grande do Suls, ein ,, Deutscher Handwerkerverband" gegründet, der auch eine eigene Verbandszeitschrift Der Hausbesitz steht in dem Rufe, daß er derjenige Stand sei, dem es bei weitem am besten gehe. Mit diesem Aberglauben räumt aber eine Arbeit des Statistischen Reichsamtes über die Einkommensteuerveranlagung für 1928 auf. Es ist dort ausRM im Dienste der Erwerbslosenfürsorge. geführt, daß das Einkommen Hierzu wird uns geschrieben: In Ihrem Blatte wurde kürzlich in dem Artikel:„ Die Stadt haftet für den Zustand ihrer Straßen" darauf hingewiesen, daß fast bei allen Gemeinden die Mittel für den Ausbau der Straßen gekürzt seien. Man teere deshalb vielfach die Straßen, weil diese Bauweise erlaube, mit geringstem Geldaufwand die größte Fläche sachgemäß herzurichten. Bekanntlich ist der Bau der Straßen eine der wenigen Gelegenheiten zur produktiven Erwerbslosenfürsorge. Deshalb liegt die Frage nahe, ob auch bei den Teerbauweisen ebensoviel Leute beschäftigt wer den, wie bei anderen Bauweisen, z. B. Kleinpflaster. Es dürfte die Allgemeinheit interessieren, was hierüber die„, Deutsche Bergwerks- Zeitung" vom 1. 5. 31 schrieb: Wenn für 100 000 RM. auf vorhandenen Unterbau eine Kleinpflasterstrede gelegt wird, entfallen auf die Beschaffung des Materials etwa 90 000 RM., auf Segerlohn jedoch nur 10 000 RM., davon vier Fünftel auf Facharbeiter, aber nur ein Fünftel auf ungelernte örtliche Erwerbslose. Für 100 000 RM. kann eine Fläche von 10 000 Quadratmeter hergestellt werden. Wird aber für die gleiche Summe auf vorhandenen Unterbau eine Dede aus geteertem Gestein von 5-7 Zentimeter Stärke aufgebracht, so ergibt das eine Fläche von etwa 25 000 bis 30 000 Quadratmeter. Also das 2,5- bis 3fache wie bei Kleinpflaster. Hierbei entfallen auf die Materialkosten knapp 90 000 RM. und auf Einbaulöhne 10 000 bis 12 000 RM., davon aber 90 Prozent auf ungelernte Erwerbslose und nur 10 Prozent auf Facharbeiter. Die Asphaltbauweisen nehmen in dieser des Hausbesitzers des Landwirtes des Rentners des Kapitalisten des Gewerbetreibenden der freien Berufe des veranlagten Angestellten 801,- I 380,- I 482, " 1 " 2 041, " 1 3 427, 5.564,- 11 638,- 17 " 44. Jahrg Der Feldzug de gonnen. Er wurde r herausgibt und über eigene Wohlfahrts- und Unterstützungs: inländischen Kapital einrichtungen verfügt. Nachdem so in der Hauptstadt ein starkes Fundament geschaffen war, ist nun der Hauptvorstand des Verbandes auch in das Innere des Landes gegangen, um dort durch Bildung von Ortsgruppen in den handwerklichen Mittelpunkten die Zusammenfassung aller Kräfte im ganzen Lande durchzuführen. Die Schwierigkeiten, mit denen unter der heutigen Wirtschaftslage auch das Handwerk überall zu kämpfen hat, erleichterten diese Absicht. So sind in kurzer Zeit auf der Serra verschiedene Ortsgruppen erstanden, in Jjuhy, S. Angelo und Neu- Württemberg, denen weitere folgen sollen. Die Erweckung des Standes- und Zusammengehörigkeitsgefühls wird nicht zuletzt auch dem Zusammenschluß des Deutschtums und seiner Volkstumserhaltung zugute kommen. Neue Bücher. in einem Lande, das leidet und alles dard heimischen Wirtschaf dings nicht sein, der iberwog jogar vielfo polle Uebel jei mit i bas anpaljungsfähig die Mafchen eines G Bulpigung der Not Mittel finnen, wie d puntt ebenso beschän gungen beklagensw Den fönne. Deutschlands lverforgung. Vor were Vertrauensi Geldgeber zogen di Kredite zurüd. Glei ttter Kapitalfluch ohl noch vor Jah ben, der Vermögen Inlagen herauszieht tingere Berzinjung dem Einfall gesagt, lungsmittel umzuta englischen Pfunden unfruchtbar, zinslos ,, Brot", von Dr. V. Klopfer, Verlag für angewandte Lebenspflege, Emil Pahl, Dresden A 16.( Preis 50 Pfg.). In dieser Schrift erläutert der Verfasser auf Grund langjähri ger praktischer Erfahrungen die Bedeutung des Roggenpoblems und weist nach, daß der Roggen an sich namentlich im Gehalt an lebenswichtigen Stoffen dem Weizen überlegen ist und daß kein Grund besteht, das Weizengebäd dem Roggenbrot vorzuziehen. im Durchschnitt betrug. Das Einkommen des Hausbesitzers betrug also nur etwa halb so viel, wie das des Landwirtes und den vierten Teil des Handwerkers. Es ist unbestritten, daß es diesen beiden Berufen schlecht geht, doch beweist diese Gegenüberstellung schlagend, daß es mit dem Hausbesig im Jahre 1928 bereits trostlos aussah, zumal der größte Teil der Hausbesitzer überhaupt nicht zur Einkommensteuerveranlagung herangezogen wurde. Trotzdem liegt der Durchschnitt nur ganz wenig über der steuerfreien Grenze von 720,- RM. Da seit dem Jahre 1928 die Ausgaben des Hausbesizes nicht unerheblich gestiegen sind, hat sich die Lage des Hausbesizes erheblich verschlimmert. Die Zahl der Steuerpflichtigen für das Jahr 1930 wird er heblich zurückgegangen sein; der durchschnittliche Betrag dürfte sich noch etwas dem steuerfreien Betrag von 720,- RM. an genähert haben. Eine interessante Feststellung. Geschichte des 9. Westpreußischen Inf.- Regts. Nr. 176. In einigen Wochen erscheint im Verlag, Tradition", Wilhelm Kolk, Berlin SW. 68, die Geschichte des Inf. Regts. 176, bearbeitet durch; Major a. D. Preußer auf Grund der Regimentsaften und Feldzugsberichte ehemaliger Angehöriger des Regiments. Nach dem Erscheinen der Notverordnung sind Stimmen laut geworden, die Spitzenvertretung des Handwerks habe es unterlassen, sich rechtzeitig und mit Erfolg in die Vorarbeiten zu der Verordnung einzuschalten. Im Hinblick darauf ist es lehrreich, einen Blick in die Niederschrift über die Sigung des ArDas von vielen Vereins- und Verbands- Rechnern als ganz vorzüglich beurteilte Universal- Verbands- und Vereinskassebuch von mir ausgearbeitet wird in jeder gewünschten Stärke geliefert. Die Anschaffung für das kommende Jahr ist jetzt zu empfehlen. Der Rechner weiß zu jeder Minute, was er eingenommen hat an Mitgliedsbeiträgen, Eintrittsgeldern, von Veranstaltungen usw. usw. und was er ausgegeben hat für Bundes- und Verbandsbeiträge, für allgemeine Verwaltung, für Reisespesen, für sonstige Vergütungen, für Veranstaltungen, für Anschaffungen, Reparaturen, für Unterstützungen, Steuern usw. usw. Am Jahresschluß genügt der Abschlußstrich, die einzelnen Spalten zusammengezählt, die Endzahlen der Ausgabespalten von denen der Einnahmespalten oder umgekehrt abgezogen. Das ist eine Arbeit von nur wenigen minuten und der Rechner ist allen mühseligen und zeitraubenden Sonderaufstellungen enthoben. Geschäftsbücherverlag Albin Klein, Gießen, Südanlage 21 ,, Der Türmer- Deutsche Monatshefte". Monatlich ein Heft im Umfange von über 100 S. mit ca. 60 prächtigen 3. T. farbigen Bildern. Preis nur 1,50 M. Verlag Heinrich Beenken in Ber lin SW 19. Eine vergessene Kleinkunst frischt der„, Türmer" in seinem Juli- Heft wieder auf. Er erinnert an die Notzeit ver hundert Jahren, als kein Edelmetall mehr vorhanden war und der aus Desterreich stammende Wachsbossierer Leonhard Posch in Berlin die deutsche Eisengußplakette schuf. Alle großen Gestal ten jener Zeit von der Königin Luise bis zu Napoleon, von Blücher bis zu Schill, von Goethe bis zu Humboldt, sind von diesem Großmeister einer wundervollen Kleinkunst verewigt wor den. Heute lebt diese Zeit im Sinnbild wieder auf, da man für Albert Leo Schlageter auf der Golzheimerheide bei Düsseldorf ein siebenundzwanzig Meter hohes Stahlfreuz errichtet hat. Auch dieses deutschen Helden gedenkt der Türmer" und greift den erschütternden, leider schon wieder vergessenen Augenzeugen bericht über die Niedermezelung Schlageters auf. Im übrigen bringt das Heft neben zahlreichen allgemein interessierenden Aufsätzen, wertvolle Beiträge, in denen die brennenden Fragen der Gegenwart angeschnitten werden. Für die Propagierung eines neuen Modestils war der ,, grüne Rasen" seit jeher der ideale Boden. Vom Moderennen im Berliner Grunewald bringt die neueste Nummer der„ Eleganten Welt" interessante Aufnahmen, aus denen sich schon der Umriz der neuen Modesilhouette erkennen läßt. Muß eine Filmschauspielerin schön sein? Im neu einge richteten Filmteil der Woche" setzt sich Arnold Bronnen mit die ser Frage auseinander. Prinzipielle und aktuelle Probleme des Films werden jetzt in jedem Heft der Woche" unter dem Leit wort ,, Tonfilm von heute und morgen" eingehend erörtert. Eine Erweiterung der Woche", die viele Leser begrüßen werden. Das neue Heft bringt außerdem Beiträge von Hermann Heise, Graf Keyserling und Norbert Jaques, den Beginn einer Artikelreihe: ,, Deutsche Abenteurer und Originale" und einen entzüde: 1- den farbig illustrierten Aufsatz über alte Uhren. Die neue ,, Woche" für 50 Pfg. überall. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Wir suchen verkäufl. Häuser jed. Art zwecks Unterbreitung ankaujinieressenten. Nur AngeFerienaufenthalt im Kinderfanatorium Dr. Rohr Wilhelmshöhe b.Kassel. Ermäß. Pauschalpreis f. 28 Tage einschl Arzt Mt. 150,- bis 8 Lebensj. ( Mt. 180.- darüber) plus 10° 0. 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