Nr. 83 Schwarzarbeit! it der großen Arbeits ag angenommen und borzugehn und auch die Leider stößt man dort chnik die Beschäftigung r für die Auftraggeber ekommen und öffentli Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. - at das Reidysgericht fic edaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdrfeits besonders auf die ndung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Urteil ist am 6. 11. 30 hrt aus, daß derjenige, fährlicher Arbeiten, ins her Arbeiten oder von ibt, fich forgfältig dar en zur Ausführung führung in der Lage und venden. Ist die Aus bon 44 Jahrg. Politische Rundschau. die Aufträge z. B. an die Mitglieder des Wirtschaftsbeirates ernennen. Reichspräsident von Hindenburg wird Mitte dieser Woche nd kommen durch Un beiten ausführenden Per Die deutsch- schweizerischen Verhandlungen über die Abände Auftraggeber nach er tung des Handelsvertrages find am Montag nachmittag in Bern erichts unter Umständen berlegung strafbar fein. eröffnet worden. Im Voltsstaat Hessen sind nach den neuesten Ermittelungen des Hessischen Landesstatistischen Amtes die von den Arbeits: imtern anerkannten, bei den Bezirksfürsorgestellen gezählten Wohlfahrtserwerbslofen gegenüber dem Vormonat von 28 095 et. Ausgabe! Endlich ist ekürzte und vorzüglich ms ,, Bolt ohne Raum" Bon der zweibändigen emplare ihren Weg ins Erfolg! Aber Tausende, chen Volkes, von seiner Nach einem amtlichen Bericht der Regierung in Wiesbaden en um Raum und Erde müssen im Rahmen der Sparmaßnahmen 339 planmäßige Volksbekannten, hat es geschullehrerstellen im Regierungsbezirk Wiesbaden bis spätestens Die Mittel dazu fehlten. 31. März 1932 abgebaut sein. auf 28 989 am 30. September gestiegen. Von dieser Zahl entfallen 17 561 allein auf die fünf größeren Städte( gegenüber 17 048 im Sormonat). Zwar weisen fünf Landbezirke einen geringfügigen Rückgang auf, die Mehrheit der Kreise erfuhr jedoch eine mehr oder weniger starte Zunahme in der Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen. Dieses Buch Grimms unser Herz sentt, wenn gt. Ja, wir brauden olt ohne Raum" ist ein Des Deutschen Menschen, tschen Landes. In ihm der ein heiliges gewor e in den fremden Län en von ihm gesprochen de und werden stehen, Friebott auf unseren en gelejen wird. Und mehr Leser findet, dafür 50 RM. jorgen. Reflamejenige von lag Organisator 6, bereits in seiner erften ermaßen aus der Werk an 17 erfolgreichen Reen zeigt, wie die Sache wird wirklich alles ge serat als wichtigstes Studium für jeden terprüfung wissen wa rinkmann. Bering Das Büchlein ist für er, denn es ist in seiner Hen Art ein Hilfsmittel 3. Das Handwerkerrecht, rbeordnung, die Sozial ung, Steuer und Kal lh. Stollfus, Bonn s Schriftchen bringt hier In den vertraulichen Verhandlungen in Genf zwischen Briand und den Vertretern der japanischen und der chinesischen Regierung wird jetzt eine Formel gesucht, die Japan die Zurüdziehung der Truppen ermöglichen soll. Die in Karlsbad zwischen der deutschen, tschechoslowaktischen und französischen Porzellanindustrie geführten Verhandlungen über die Schaffung gemeinsamer Export- Vereinbarungen sollen Anfang der nächsten Woche in Genf fortgesetzt werden. Polen gibt soeben seine Rüstungsziffern bekannt, die rund das Dreifache derjenigen Deutschlands betragen. In einer Montag abend in Magdeburg abgehaltenen öffentlichen Versammlung der Sozialdemokratischen Partei tam es furz Dor Mitternacht zu einer schweren Saalschlacht mit Kommunisten. Die zweite Baltan- Konferenz wurde gestern im Schloß von Yildis vom türkischen Ministerpräsidenten Jsmed Pascha feierlich eröffnet. Das Jrat- Ministerium ist gestern zurüdgetreten, weil sich im Kabinett Meinungsverschiedenheiten ergeben hatten. In der Montag- Verhandlung des Sflaret- Prozesses tam es ju Zusammenstößen zwischen den Brüdern Sklaret auf der einen, bem angeklagten Stadtbankdirektor Hoffmann und seinem Verteidiger auf der anderen Seite. Die tanadische Regierung hat mit sofortiger Wirkung die Ausfuhr von Gold aus Kanada untersagt. Die Aufhebung des Goldstandards in England hat das englische Akzeptkreditgeschäft, das für die Finanzierung des Welthandels von großer Bedeutung ist, start erschüttert. Gemeinsame Kundgebung aller fommunalen Spizenverbände. Berlin. Die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spizenverbände Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag, Reichs= städtebund und Deutscher Landgemeindetag hatten zu einer gemeinsamen Besprechung über die kommunale Finanzlage geilf dir selbst" heraus. beten. Der Präsident des Deutschen Städtetages, Dr. Mulert, Draußen erfordert, ist in Dert. 11fuß, Bonn. Mt. 1.e und Reden zu Jubi ftlichkeiten zufammenge tlichen Musterreden eine Feftrede vorangestellt. Klein in Gießen. hen ehörden wie EIGEN EIGEN ARTEN SEN führte in dieser Besprechung u. a. folgendes aus: Die Gemeinden haben im Wege der Selbsthilfe in Fortfehung früherer Sparmaßnahmen eine rüdsichtslose Drosselung aller Aufgaben eingeleitet, die in der gegenwärtigen Krise nicht unbedingt lebensnotwendig sind. Die Oeffentlichkeit weiß, daß die Gemeinden und Gemeindeverbände bei diesen Maßnahmen die Grenze des Tragbaren erreicht haben. Eine weitere Einschränkung der wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Aufgaben der Gemeinden ist ausgeschlossen, wenn nicht neue schwere Not in den breiten Massen, die in erster Linie von den Gemeinden betreut werden, erwachsen soll. Der Rüdgang der Gemeindeeinnahmen aus Ueberweisungseuern und eigenen Steuern ist im Juli 1931 auf etwa 100 Millionen RM. geschätzt worden. Nach dem heutigen Stand der Dinge ist mit Sicherheit damit zu rechnen, daß allein bei den Ueberweisungssteuern mit einem Rüdgang von 140 Millionen RM. für das laufende Rechnungsjahr gerechnet werden muß. Der Gemeindefehlbetrag vergrößert sich daher wenigstens um weitere 40 Millionen Reichsmart. Schließlich ist die Reichsregierung unserem Vorschlage, in der jogenannten gehobenen Fürsorge den unvermeidlichen Leistungsabbau vorzunehmen, nicht gefolgt. Die Gemeinden und Gemeindeverbände können also leider mit der erwarteten Ersparnis Don etwa 25 Millionen RM. in diesem Winterhalbjahr nicht rechnen. Aus dieser Aufstellung ergibt sich einwandfrei, daß die Gemeinden und Gemeindeverbände durch die jetzigen Maßnahmen der Reichsregierung und die Wirtschaftsentwidlung mit insgesamt 205 Millionen RM. mehr belastet find. Diese Summe deckt sich fast ganz mit den Reichshilfen des 5. Juni und des 6. Oktober. Am 1. April 1932 tritt eine neue Kehrbelastung durch die schon jetzt vorgeschriebene Senkung der Sauszinssteuer ein. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 21. Oktober 1931 Moskau in Schwierigkeiten. Berlin, 20. Oftober. Wie die Germania" mitteilt, sind die Sowjethandelsvertretungen im Auslande beauftragt worden, mit einzelnen Großgläubigern über eine Prolongierung ihrer Akzeptverbindlichkeiten zu verhandeln. Die Geheiminstruktionen, die vom Politbüro an die Handelsvertretungen ergangen sind, weisen darauf hin, daß die Sowjetunion sich zurzeit in einer akuten Finanzkrise befindet. An deutsche Fir men sind in der nächsten Zeit etwa 500 Millionen RM. abzudecken. Die Versuche, ausreichende Mittel aus Anleihen bereit= zustellen, sind gescheitert. Pfriemer in München. München, 20. Oftober. Der österreichische Heimwehrführer Dr. Pfriemer, der auf Umwegen aus Jugoslawien jetzt in München eingetroffen ist, erklärt, daß er keinerlei Verbindung mit der Führung der Nationalsozialistischen Partei Deutschlands besize. Sein Aufenthalt in München sei rein privater Natur. Vorstand der Breslauer Ortskrankenkasse zwangsbeurlaubt. Breslau, 20. Oft. Der preußische Wohlfahrtsminister hat das Breslauer Versicherungsamt angewiesen, dem Vorstand der Breslauer Ortskrankenkasse die Führung der Geschäfte mit sofortiger Wirkung zu entziehen. Die Geschäftsführung ist bis auf weiteres dem Leiter der Kommunal- Betriebstasse übertragen worden. Drei weitere Todesopfer des Herner Grubenunglücks. Herne, 20. Oft. Das Grubenunglüd auf der Zeche Mont Cenis hat drei weitere Todesopfer gefordert. In der Nacht zum Dienstag starben von den, wie eine spätere Feststellung ergab, insgesamt 22 Verletzten, drei Bergknappen. Der Betrieb auf der Zeche wird bis auf das Unglücksrevier vollkommen durchgeführt. Genaues über die Unglücsursache ist noch nicht zu sagen. Attentäter Matusta. Wien, 20. Oktober. Matusta befindet sich seit Sonntag in einer Einzelzelle des Inquisitionsspitals. Da bei ihm eine afute Bluterkrankung festgestellt wurde, befindet er sich in dauernder ärztlicher Behandlung. Im allgemeinen benimmt sich der Attentäter jett ruhiger und denkt schon wieder ans Geldverdienen. So beabsichtigt er, einen Film zu schreiben und Autogramme gegen Bezahlung zu geben. Der Jütland- Schnellzug entgleist. Kopenhagen, 20. Oft. Heute morgen ist der Jütland- Schnellzug südlich von Randers in der Station Stevnstrou in voller Fahrt in einen Güterzug hineingerannt, wobei der Schnellzug in drei Teile gerissen wurde und alle Wagen ebenso wie die Lokomotive entgleisten. Zum Glück sind keine Menschen ums Leben gekommen. Newyork ehrt Edison. Newyork, 20. Oktober. Die Stadt Newyork schickt sich an, das Andenken des großen Erfinders Edison auf eigenartige Weise zu ehren. Am nächsten Mittwoch, dem Tag der Beerdigung, wird die Riesenstadt am Abend für einige Minuten lang in Dunkel gehüllt sein. Besteigung des Matterhorns über die Südwand gelungen. Turin, 20. 10. Wie die ,, Gazette de Popolo" meldet, haben zwei italienische Bergführer mit einem Alpinisten aus Mailand am 15. Oktober die erste Besteigung des Matterhorns über die Südwand ausgeführt. 73,68% Abjatrüdgang und über 26 000 Arbeitslose in der Mineralwasser- Industrie! Durch die Sonderbesteuerung von Mineralwasser ist der bisherige Umsatz in diesen Getränken im Steuerrechnungsjahre 1931-32 gegenüber dem Jahre 1929 um 73,68 Prozent zurüdgegangen. Ueber 26 000 Angestellte und Arbeiter sind dadurch brotlos geworden, zahlreiche Betriebe wurden geschlossen. Die Kosten der Durchführung des Mineralwassersteuergesetzes und die durch den Konsumrüdgang hervorgerufenen Ausfälle auf anderen Steuergebieten, sowie die Versorgung von 26 000 Arbeitslosen beanspruchen weit höhere Summen aus öffentlichen Mitteln als die Mineralwassersteuer selbst einbringt. Wie gespart wird. Es wird uns geschrieben:„ In der 1000 Einwohner zählen den Gemeinde Kierdorf( Kreis Euskirchen) wird der Geldbedarf der Gemeinde zu 90 Prozent von der Roddergrube A.-G. und der Hubertus- Braunkohlen- A.- G. aufgebracht. Obwohl nun die Kirchengemeinde vor Jahresfrist ein Jugendheim mit Badeanstalt eingerichtet hatte, beschloß der rote Gemeinderat die Erbauung einer Gemeindebadeanstalt, die jetzt fertig ist und 75 000 RM. fosten wird. Die Bautosten für die Gemeinde: badeanstalt wurden einfach durch die erhöhten Gewerbesteuern der beiden Bergbaubetriebe gededt. Trotz aller Vorstellungen haben der Landrat in Euskirchen und der Regierungspräsident in Köln sich mit dieser unnötigen Verwirtschaftung der Steuergelder einverstanden erklärt. So sieht die vielgepriesene Sparsamkeit in der Praxis aus. Man stelle sich vor: Eine Gemeinde mit ganzen 1000 Einwohnern mit zwei Badeanstalten, wobei noch zu beachten ist, daß fast sämtliche erwachsenen männlichen Einwohner im Bergbau beschäftigt sind und hier bereits Badegelegenheit haben." ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Mißstände Nummer 84 in der Erwerbslosenfürsorge. Ein Schwindler bezieht gleichzeitig in sechs Städten Erwerbslosenfürsorge. Die erste Aufgabe der Sozialpolitik ist die Sicherung der Existenz der wirtschaftlich Schwachen. Eine übersteigerte Sozialpolitik und die leider in reichlichem Maße vorhandenen Mißstände, müssen die Erfüllung dieser Aufgabe immer mehr gefährden. Besonders zahlreich finden sich diese Mißstände bei der Erwerbslosenfürsorge. Es ist sicherlich keine Uebertreibung, wenn behauptet wird, daß die Erwerbslosenfürsorge alljährlich um viele Millionen betrogen wird. Betrügerische Ausbeutung der Erwerbslosenfürsorge in solchem Ausmaße ist keineswegs undermeidlich, sondern lediglich die Folge einer völlig mangelhaften Drganisation und Kontrolle. Die Deffentlichkeit erfährt von diesen Betrügereien nur wenig. Die lebeltäter werden abgeurteilt und damit ist die Sache erledigt. Nur besonders schwere Fälle finden vereinzelt den Weg in die Presse. Im allgemeinen Interesse und insbesondere dem der wirklich Unterstützungsbedürftigen liegt es aber, auf die großen Mißstände in der Erwerbslosenfürsorge immer wieder hinzuweisen. Mit welcher Leichtfertigkeit die Unterstützungsfrage von den zuständigen Stellen behandelt wird, zeigt wieder einmal eine Gerichtsverhandlung vor dem Essener Strafgericht. Es ist für die Verhältnisse kennzeichnend, daß der Angeklagte selbst erklärte, man habe bei der Erwerbslosenfürsorge nicht einmal die Vorlegung eines polizeilichen Meldescheins gefordert. Heute könne jedes Kind Erwerbslosenunterstützung erhalten, wenn es die Sache nur verstehe. Der Schwindler hat es ohne sonderliche Mühe fertiggebracht, gleichzeitig in sechs Städten Erwerbslosenfürsorge zu beziehen. Nicht nur im ganzen Ruhrgebiet, sondern weiter bis nach Süddeutschland hinein, hat der Angeschuldigte die Wohlfahrtsämter betrogen, indem er sich fälschlicherweise erwerbslos meldete und gefälschte Papiere vorlegte. Es erscheint geradezu unglaublich, wie leicht ihm der Schwindel gemacht wurde. In Düsseldorf wurden 900,- RM., in Duisburg 1550, RM., in Herne, Gelsenkirchen und Essen je 500,- bis 1000, RM., und in Frankfurt, Hanau und Offenbach gleichfalls größere Summen erbeutet. Der Staatsanwalt wies darauf hin, daß der Angeklagte sich monatlich etwa 800,- RM. Einkommen aus dem Schwindelbetrieb verschafft habe. Das Gericht erkannte auf 1 Jahr 6 Monate Gefängnis und 3 Jahre Ehrverlust. Wenn solche Prozesse, wie es in einem in Lokalzeitungen erschienenen Bericht heißt, nachgerade zu einer stehenden Rubrik in den Strafgerichten des Ruhrgebiets gewor den sind, so kann man sich vorstellen, um welche ungeheuerlichen Beträge die Erwerbslosenfürsorge geschädigt wird. Ein glänzendes Geschäft machte auch unlängst ein Maurer aus Gelsenkirchen, der zu drei Wochen Gefängnis verurteilt wurde. Einmal hatte er die Erwerbslosenunterstützung bezogen, dann arbeitete er nebenbei, ohne daß es jemand wußte, und schließlich spielte er auch gleichzeitig den Kranken und erhielt Krankenunterstützung. Nur durch viele Geldausgaben war der Angeklagte schließlich aufgefallen, sonst hätte er das Geschäft noch lange fortseßen können. Wie oft mag es vorkommen, daß Leute, die aus mehreren Quellen Unterstüßung beziehen, nicht auffällig werden und ihr Geschäft ungestört weiter betreiben können? Es würde zu weit führen, wenn man die einzelnen, in der Presse gemeldeten Betrugsversuche schwererer Art hier anführen wollte. Es sei nur festgestellt, daß leider auch Arbeitgeber häufig wegen Beihilfe zum Betrug zur Anzeige gebracht werden müssen, die die mißbräuchliche Ausnutzung der Unterstützung durch Ausstellung unrichtiger Bescheinigungen oder sonstwie begünstigen. So erhielt ein Arbeitgeber eine Geldstrafe von 80,- RM., weil er in der Arbeitsbescheinigung das Arbeitsende unrichtig angegeben hatte. Ein anderer Arbeitgeber wurde zu einer Geldstrafe von 40,- RM. verurteilt, weil er in der Arbeitsbescheinigung falschen Verdienst angegeben hatte, um den Arbeitslosen eine höhere Unterstüßung zu verschaffen. Daß gerade auf dem Gebiete der Erwerbslosenfürsorge etwas geschehen muß, um die ungeheuerlichen Mißstände zu beseitigen, oder wenigstens wesentlich einzuschränken, dürfte jedermann einleuchten. Daß bei ernsterem Willen auch eine Besserung erreicht werden kann, zeigen die vor einiger Zeit in Wiesbaden gemachten Erfahrungen, wo auf Grund der Verordnung über die Fürsorgepflicht vom 13. Februar 1924 für die Empfänger der Arbeitslosenunterstüßung die sogenannte Pflichtarbeit eingeführt wurde. Es sollte dadurch festgestellt werden, ob die Unterstützungsempfänger arbeitsfähig und arbeitswillig, und ob sie überhaupt wirklich arbeitslos seien. In allen Fällen, die zweifelhaft erschienen, wurde daher dem Arbeitslosen, der eine Unterstügung verlangte, irgendeine Pflichtarbeit zugewiesen oder er wurde gefragt, ob er zu einer Pflichtarbeit gemeinnütziger Arbeit bereit sei. Das Ergebnis war nach dem ,, Tag" verblüffend: 28 v. H. der zur Pflichtarbeit Einberufenen verzichteten sofort auf die Weitergewährung der Unterstüßung, mit der Angabe, sie hätten inzwischen anderweit Arbeit gefunden. Weitere 22 v. H. behaupteten, krank zu sein. Eine Untersuchung durch den Vertrauensarzt stellte fest, daß nur 5 v. H. Mittwoch, den 21. Oktober 1931. zeitweilig arbeitsunfähig waren. 17 v. H. verzichteten sodann ebenfalls auf die Unterstützung. Der Rest von etwa 40 v. H. nahm zunächst die Arbeit an. Im Laufe von einem bis zu sieben Tagen aber gaben weitere 20 v. H. die Pflichtarbeit auf, weil sie eine andere Beschäftigung gefunden hätten. Mit anderen Worten: Jm Verlauf von wenigen Tagen stellte sich heraus, daß mehr als die Hälfte der zur Pflichtarbeit Einberufenen nicht unterstützungsbedürftig war, daß sie vielmehr zu den sogenannten ,, berufsmäßigen" Arbeitslosen gehörten. Lofales. Ein Radfahrer bei einem Autozusammenstoß getötet. In den gestrigen Spätnachmittagsstunden ereignete sich in der Marburger Straße ein schwerer Verkehrsunfall. Der aus Wiesed nach der Marburger Straße einbiegende Wiesecker Einwohner Otto Sommerlad kam einem die Marburger Straße entlang fahrenden Automobil zu nahe. Der Lenker des Wagens, ein Frankfurter Arzt, versuchte dem Radfahrer auszuweichen, streifte ihn aber noch und fuhr gegen einen Baum, wobei sein Wagen zertrümmert wurde. Der Arzt erlitt schwere Bein- und Kopfverletzungen. Der 52jährige Sommerlad ist nach seiner Einlieferung in die Klinik verschieden. * Achtung! Personen, welche dem am 20. August ds. Js., abends 8 Uhr, im Café Leib veranstalteten öffentlichen Vortrag ,, Ueber Nacht gesund" beigewohnt haben und im Anschluß daran Bestellungen auf Tabletten usw. aufgaben, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Zimmer 27, zu melden. * Entwendung eines Wertpakets. In der Nacht zum 9. Oftober ist bei einem Einbruch in das Postamt Alfeld( Leine) das Paket 712 aus Magdeburg 3, Wertangabe 200 RM., Gewicht 8 kg 450 g, Absender Commerz- und Privatbank, Empfänger Kaliwerk Burbach, Gewerkschaft Desdemona in Godenau. Alfeld( Leine) Land, erbeutet worden. Das Paket hat nach Angabe des Absenders Lohngelder im Betrage von 10 500 RM. enthalten und zwar: 7 000 RM. im Scheinen zu 20 RM., 2000 RM. in Scheinen zu 10 RM., 500 RM. in Zweimarkstücken, 1000 RM. in Einmarkstüden. Ueber die Person des Täters ist noch nichts bekannt. Auf die Wiedererlangung des Inhalts des Wertpakets hat die Allianzversicherung Berlin eine Belohnung von 10 v. H. der wieder herbeigeschafften Summe ausgesetzt. * Zu Gunsten der Winter- Nothilfe. Ein Lichtbildervortrag ,, Aus der Heimat Abrahams und der Sintflut", zu Gunsten der Winternothilfe, findet am Sonntag, den 25. Oktober, abends 8 Uhr, in der Aula der Universität statt. Vortragender ist Herr Prof. Dr. Kornemann- Breslau. * Vortrag. Der Präsident des Deutschen Ostbundes, Dr. Franz Lüdtke, spricht am Donnerstag, den 22. Oktober, abends im„ Hindenburg" über„ Deutscher Osten Deutsche Zukunft". * Aus dem Stadttheater. Als 3. Mittwoch- AbonnementsVorstellung wird heute abend anläßlich des 250. Todesjahres Calderons ,, Das große Welttheater" nach Calderon von Hugo von Hofmannsthal, bei gewöhnlichen Preisen gegeben. * Oeffentliche Versammlung. Der Reichsparteiführer der Volksrecht- Partei, Landtagsabgeordneter Bauser- Stuttgart, spricht am Donnerstag, den 22. Oktober, abends 8.30 Uhr, im Katholischen Vereinshaus über„ Die Entrechtung der Sparer, Rentner und Beamtenschaft". * Vogelsberger Höhen- Club. Heute, Mittwoch, abend bei Mitglied Boller, Bahnhofstraße, Monatsversammlung. * Straßensperrung, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil Club E. V.( A. v. D.) Die Provinzialstraße HungenInheiden ist vom 26. bis 28. Oftober 1931 für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Hungen- Rodheim- Trais Horloff oder Langsdorf- Bellersheim- Trais- Horloff. Aus Nah und Fern. Homberg. Im benachbarten Nieder- Ofleiden wurden in dem Basaltwerk der Mitteldeutschen Hartsteinindustrie 80 Arbeiter entlassen. Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 23. Fortsetzung. 7. Das Attentat. Tage, gedrängt mit Ereignissen, folgten. Hollywood machte Fußballgeschichte, und die Stadt, deren Namen der Klub trug, war in einem Taumel der Begeisterung. Vom Bürgermeister bis zu den Zeitungsjungen, welche die Evening Times" in den Straßen verkauften, blähte sich ganz Hellywood vor Stolz. Es war ein merkwürdiger Umschwung eingetreten, der merkwürdigste, den die Sportgeschichte fannte. „ Gießener Zeitung" Lauterbach. Auf der Landstraße Hörgenau- Rigfeld wurde das drei Jahre alte Töchterchen des Landwirts Karl Greb aus Hopfmannsfeld von einem Personenauto umgefahren und tödlich verletzt. Wen die Schuld trifft, steht noch nicht fest. Die Männer, welche Hollywoods roten Dreß trugen, eilten von Erfolg zu Erfolg. Zum Erstaunen des ganzen Landes brachten sie den gefürchteten Birlton- Jdlers eine unerhörte Niederlage bei. Dreimal durchbrach Marr mit seinen Leuten die Verteidigung der Idlers, während Wallis sein Tor reinhalten fonnte. Gedern. In Mittel- Seemen wurde der Landwirt Heinrich Peppel beim Holzschneiden an der Kreissäge von einem abgesplitterten Stüd Holz so unglücklich an der Brust getroffen, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Darmstadt. Der kürzlich seines Amtes enthobene Direktor Weiler von der in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Darmstädter Volksbank, hat seinem Leben ein Ende gemacht. Mainz. Bei einer Revision, die bei dem 60jährigen Gemeinderechner Rauch V. aus Mainz- Ginsheim vorgenommen wurde, ergab sich eine folossale Unordnung in den Büchern und ein Defizit von über 20 000 Mart. Rauch wurde sofort entlassen. * Güterzug überfährt ein Auto. Mainz, 20. Oft. Der Durchgangsgüterzug 2406 überfuhr bei dichtem Nebel auf dem bewachten Bahnübergang der WiesbaNr. 84 Mittwoch, den 2 dener Straße zwischen den Bahnhöfen Wiesbaden- Biebrich- Ost und Mainz- Kastel um 8.20 Uhr einen Personenkraftwagen. Der Besitzer des Wagens, ein Zigarrenfabrikant aus Bensheim, und ein Lenker aus Weinheim, sind verlegt. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Grävenwiesbach. Durch die Unfitte, zu zweit auf einem Fahrrad zu fahren, ereignete sich hier ein schwerer Unglücksfal Zwei Jungen rasten auf diese Weise die abschüssige Dorfstra hinunter. Ein entgegenkommendes Auto zwang sie, dicht an ein Fuhrwerk heranzufahren. Das Pferd scheute, und ein Husschlag traf den einen der beiden Jungen so unglücklich an den Kopf, daß das Gehirn hervortrat. Weilburg. Zur Vorbereitung einer in der Zeit vom 9.- 15. November stattfindenden Deutschen Woche, die für stärkeren Ver brauch deutscher Erzeugnisse werben soll, tagte eine Versamm lung von Vertretern der Wirtschaft, der Angestelltenschaft, des Hausfrauenvereins und der Schulleiter. An Veranstaltungen sind geplant: eine Ausstellung deutscher Erzeugnisse, ein Deuts scher Abend, eine Nachmittagsveranstaltung des Hausfrauen Dereins. Einweihung der William G. Kerckhoff Stiftung in Bad Nauheim. Die William G. Kerchoff- Stiftung, Institut für wissen schaftliche Forschung und Fortbildung in Bad Nauheim, ist am Samstag, den 17. Oktober, feierlich eingeweiht worden. Das Wunschbild der Errichtung eines großen wissenschaftlichen Institutes zur Erforschung und Bekämpfung der Herzkrankheiten hätte in Deutschland an der Ungunst der Zeiten zerrinnen müssen, wenn nicht eine Amerikanerin, Frau Louise E. Kerdhoff aus Los Angeles, im September 1929 für die Errichtung einer solchen Stätte der Wissenschaft 1 Million Dollar zur Verfügung gestellt und damit der medizinischen Wissenschaft ein einzigartiges großes Instrument zur Erforschung und Bekämpfung einer der verbreitetsten Volkskrankheiten geschaffen hätte. Das Institut wurde in Bad Nauheim errichtet, dem Bade, in dem die Herzkranken der ganzen Welt Heilung suchen und das nun durch diese Stätte internationaler Forschung seinen alten Weltruf aufs neue bestärken fann. Frau Kerchoff errichtete diese Stiftung, wie die Stiftungsurkunde besagt, beseelt von dem Wunsche, das Gedächtnis ihres verstorbenen Gatten William G. Kerckhoff durch eine gemeinnüßige Stiftung zu ehren, zugleich seine zu Lebzeiten geäußerte Absicht in die Tat umzusetzen und im gleichen Geiste auch ihrerseits das öffentliche Wohl zu fördern. Eine Fußballmannschaft fonnte nicht in so unerhörter Weise sämtliche Fußballpropheten blamieren, ohne die Aufmerksamkeit aller Welt auf sich zu lenken. Und es geschah etwas: England entdeckte Hollywood! Würdige und alte Direktoren der ersten Ligamannschaften rissen sich plöklich aus schwerem Morgenschlaf in die Höhe, griffen nach den Morgenblättern und lasen mit Zittern und Bangen von Hollywoods neuesten Taten. Es war auch unglaublich! Eine Mannschaft aus der zweiten Liga, welche nie imstande gewesen war, mehr als eine Handvoll Zuschauer anzuziehen! Es war nicht einmal ganz forreft! Eine Sensation jagte die andere. Die Niederlage der Birl ton- Jolers war eine bittere Pille für die Propheten, denn alle, ohne Ausnahme, hatten auf Birlton- Jdlers getippt, um so mehr, als diese den Vorteil des Spiels auf dem eigenen Platz hatten. Es ist unter allen Umständen schwer, Fußballprophet zu sein. Zu den vielen Nachteilen dieses Berufes gehört auch die Notwendigkeit, fonsequent bleiben zu müssen. Nachdem sie nun in hundert Zeitungsartikeln Hollywood jede Chance abgesprochen hatten, im Cup vorwärts zu fommen warum eigentlich, fonnten sie nicht erklären mußten sie jetzt auch bei dieser Ansicht bleiben. Soweit ein Fußballfritifer überhaupt beten fann, flehten die Fußballkritiker der ganzen Sportpresse zu Die Erträgnisse der Stiftung sollen dienen: durch den Kerchoff- Erinnerungsfonds der wissenschaftlichen Forschung und Fortbildung durch die Gewährung von Stipendien; durch das Louise E. Kerckhoff- Institut( Kerckhoff- Herzforschungsinstitut) der Erforschung und Bekämpfung der Herzkrankheiten. Für den Kerckhoff- Erinnerungsfonds sind zwei Millionen Goldmark zur Verfügung gestellt worden. Der Zinslauf beginnt mit dem 1. November d. J. Die erstmalige Verteilung der Stipendien wird im Oktober 1932 erfolgen können. Für das Kerdhoff- Herzforschungsinstitut ist ein Betriebsfonds von einer Million Goldmark bereit gestellt worden. Für die Errichtung und Einrichtung des Instituts waren 1 400 000 Mark zur Verfügung gestellt worden. Die Summe wurde in der Zwischenzeit um 300 000 Mart erhöht.. Das Kerckhoff- Herzforschungsinstitut umfaßt fünf Abtei lungen: 1. eine Abteilung für experimentelle Pathologie und Therapie der Herzkrankheiten, die unter Leitung des Physiologen Professor Dr. Eberhard Koch steht; 2. eine Abteilung für experimentelle Physikodiagnostik und Physikotherapie speziell Balneotherapie; 3. eine Abteilung für statistische Erhebungen über die Ursachen der Herzkrankheiten; 4. eine Abteilung für soziale Aufklärung über Ursachen und Bekämpfung der Herzkrankheiten; 5. eine Untersuchungsabteilung für Patienten, die vor Trä= gern der Sozialversicherung nach Bad Nauheim geschickt werden. Das Inſtitat wird allen Bad Nauheimer Aerzten, aber auch: Ta ( Zu den Die wachie in Deutschland der Boden für e Dorbereitet hat. abnehmer deutf Maschinen- Imp die ruffifchen Be Jahre den Betra fchreiten. In de fifchen Aufträge fich gehende Ind fteigert werden. fagt alfo, daß fi bestritten heute kämpfen hat, d Waren nicht mi geben und der Aerzteschaft eine medizinische Bücherei, einen Lesesaal und Sigungszimmer zur Verfügung stellen. Ein Mu seum wird die Möglichkeit zu selbständigem Studium geben und zwar wird das Museum vier Abteilungen umfassen: 1. Darstellung der Pharmakotherapie der Zirkulations störungen, 2. Balneologisches und Balneographisches Museum, 3. Abteilung für physikalische Therapie und physikalis Diagnostik, 4. Schausammlung der Anatomie und Physiologie des nor malen und franken Kreislaufapparates. Stiftung und Forschungsinstitut, die unter der Leitung von Prof. Dr. Groedel, Bad Nauheim stehen, sind vollendet. Der eindrucksvolle Bau umfaßt für seine verschiedenen Abteilungen ausgedehnte Räume, die mit den modernsten Apparaten aus gestattet sind. Der Festakt. Bei den b Industrie ist aller Handelsbeziehun Union eine Lebe find jedoch nur Geschäften, d. h. Rußland auch e ren nach Deutsc für die Einfuhr gerade darüber i krieg im Kleine Deutschland, duktion an Min dischen Delen an 400 Millionen Auslande. Nu kommt aus der In Anwesenheit der Stifterin Mrs. Louise E. Kerdhoff, Los Angeles, und zahlreicher Ehrengäste wurde die Vollendung des Kerckhoff- Instituts den Zeitverhältnissen entsprechend, mit einer schlichten, aber eindrucksvollen Feier begangen. Reg.- Bau: rat Metzger Bad Nauheim, der Architekt und Erbauer des Institutes, der Frau Kerckhoff den goldenen Schlüssel zu dem Bau überreichte, gab einen Rückblick über die Entstehung des Baues. Prof. Dr. Groedel, der Vorsitzende des Kurato riums der William G. Kerdhoff- Stiftung, gab dem Dank und der Anerkennung der Stifterin für den Architekten und Erbauer des Instituts Ausdruck und begrüßte die Gäste. Staatspräsident Dr. Adelung sprach der Stifterin den Dank der hessischen Regierung und der staatlichen Bad- und Kurverwaltung aus Der Redner wies ferner auf die Forschungsaufgaben der Stif tung hin, die diese gemeinsam mit dem staatlichen Medizinischen Institut in Bad Nauheim zu verfolgen berufen sei. Bürger meister Dr. Ahl- Bad Nauheim gab dem Danfgefühl der Stadt Ausdruck, die nach Errichtung der Stiftung seinerzeit Frau Kerdhoff das Ehrenbürgerrecht verliehen hatte. Der Reftor der Hessischen Landesuniversität Prof. Dr. Van fe low sprach für die Universität Gießen und Frankfurt und die Technische Hochschule Darmstadt, die im Kuratorium des Kerchhoff- Insti tutes, die Universitäten außerdem im Verwaltungsrat als Mit glfed vertreten sind. Der Dekan der medizinischen Fakultät det heſſiſchen Landesuniversität Prof. Dr. Feulgen überbrachte die Glückwünsche seiner Fakultät. Prof. Dr. Groedel hiel die Gedächtnisrede auf William G. Kerckhoff und sein großes Lebenswerk, seine technischen und induſtriellen Pionierleistunge in denen sich die Entwicklung von Los Angeles widerspiegel Prof. Dr. Koch, Abteilungsvorstand am Kerchoff- Institut, hie dann den Feſtportrag über„ Die Bedeutung des Blutkreislaufgebieten, befinden für das Gesamtleber des Körpers". Eine Besichtigung des Derop. Heute gib Kercyoff- Institutes bildele der Abschluß der in allen Teilen daß es praktiſch jet jedem anderen Arzte, die Möglichkeit zu Forschungsarbeiten würdigen Feigung. ihrem Gott, es möge eine Mannschaft erstehen und Hollywood tüchtig verhauen, damit die Reputation der Fachleute im einzelnen und des Standes im allgemeinen wiederhergestellt werde. Eine Chance in dieser Richtung sahen sie, als in der vierten Runde Hollywood gegen Worlbury Rangers ausgelost wurde, eine ungemein starke und zähe Mannschaft der ersten Liga, welche selbst in den ersten drei Runden einige markante Siege erfodyten hatte. „ Hollywood, die merkwürdigerweise durch die ersten Runden des Wettbewerbs tommen konnten, sollten jetzt endlich für ihre Kedheit bestraft und in ihre Schrauben zurüdverwiesen werden," schrieb ein Londoner Prophet in einer Vorbesprechung dieses Spiels. „ Ich kann wirklich nicht sehen, wie diese erstaunliche Elf noch weiter kommen soll. Eine Fortsetzung dieser Glücksfälle ist nicht zu erwarten. Daran wird auch die Tatsache nichts ändern, daß Hollywood diesmal auf eigenem Plaz spielt." Hollywoods Antwort darauf war ein weiterer großer Sieg. Zwei zu null war der Schlußstand, wäre aber Pat Finnegan in Form gewesen, so hätte sich der Erfolg zahlenmäßig höher ausgedrückt. So aber schon Pat einmal, vergab dafür aber mindestens drei todsichere Chancen. Marr erzielte das zweite Tor mit einem wundervollen Schuß, welcher in jeder Zeitung des ganzen Landes besprochen wurde. Vier einwandfreie Siege, und der Hollywood- Klub war im Semifinale, war einer der letzten großen Vier! ,, Unglaublich!" sagte jeder, mit Ausnahme Hollisters. Sam rauchte nur noch Zigarren statt der Pfeife. Er rauchte sie mit dem Band, doch das war scheinbar nur Vergeßlichkeit. Die große Vier setzte sich aus zwei Klubs der ersten Liga ( Hampton Villa und Kensington), einem Klub der zweiten Liga ( Hollywood) und einem Klub der dritten Liga( Bright- haven) zusammen. Als das Los heraus tam, standen Hampton Villa gegen Hollywood, Kensington gegen Bright- haven und die Meinung richtete sich natürlich gegen die Klubs der zweiten und dritten Liga. Bevor noch eins der Spiele ausgetragen wurde, war jedermann überzeugt, daß die Schlußrunde zwischen Hampton Villa und Kensington lag. Diese Ansicht wurde jedoch weder von der Hollywood- Mannschaft noch von deren Anhängerschaft, die bereits sämtliche Sportenthusiasten der ganzen Grafschaft umfaßte, geteilt. Die MannDas russisch Plaz in der W my, in Emba un jetrußland entwi Tempo, ſodaß d bereits in 2½ Ja Erdöl wird in Betriebs- Gesell vertrieben, die 19 Reiche, besonders Benzine zu tank Die hervorra schaft fürchtete keinen Feind in gold- und kastanienbraune heute auf der de Dreß, und die Gefolgschaft meinte, daß eine Elf, die schon viel vollbracht hatte, auch mehr zu tun imstande war. Das Spiel follte auf dem hervorragenden Platz Clanton auf seinen hohen lenwasserstoffen, Athletics, des Meddleham Klubs, welcher bereits in der zweiten führen. Diese Eige Runde ausgeschieden war, gespielt werden. Die Entfernung der Beschaffenheit Hollywood war 150 Meilen; aber sie bildete für die Anhänge Folge, daß Derop schaft des Klubs, die aus dem Becher des Ruhins geschlür und jezt vor Begeisterung berauscht war, lein Hindernis, m dabei zu sein. Nicht weniger als zehntausend treue Anhäng Hollywoods meldeten sich zur Reise nach Middleham. Unter diesen Zehntausend war Margery Kirkby. Zu Mar fluenza erholt und hatte nun ihre eigene Wohnung, so daß ihren Verlobten jeden Tag sehen konnte. feitigkeit aufwe nur durch Bujak v mitteln erreicht we der wenigen Mark größter Erleichterung hatte sie sich vollkommen von ihrer des gleichen Fe Am Morgen nach der Auslosung für das Semifinale fa Margery auf den Spielplatz, wo sie Sam Hollister in die grö Begeisterung versetzte, als sie ihm ihren unerschütterlichen Em schluß fundgab, die Mannschaft nach Middleham zu begleiten. ,, Es werden wahrscheinlich noch andere Damen mitkommen sagte sie ,,, wenn nicht, müssen Sie sich um mich fümmern, M. Hollister." Ein Leuchten trat in die Augen des Managers, welche verriet, daß der gesetzte Mr. Hollister in seinen jungen Jahre ein ganz verfluchter Kerl gewesen sein mußte. ,, Ach! Wenn ich nur jünger wäre, Miß Kirkby," seufzte ,, So aber, es fommt Mrs. Armitage mit, die Gattin Mr. thony Armitages, der jetzt so viel Interesse an dem Klub nimm und eine Haftung für uns bis 40000 Pfund übernimmt. 3 werde mir erlauben, Sie vorzustellen." Die Mannschaft mit den Klubfunktionären und deren Fra en und Freunden verließ Hollywood Freitag früh. Die Szenen. die sich in der Station abspielten, als der Zug hinausdampit. waren unvergeßlich und denkwürdig. Jeder, der nur die 3e aufbringen fonte, schien da zu sein, wintte mit Händen un Tüchern und rief' Glückwünsche nach. Selbst der erhabene Sto tionschef schloß sich nicht aus. Mit eigenen Händen schloß die Tür des Abteils, wo Margery, Mr. und Mrs. Armitage un Did Marr saßen. Wenn Sie morgen ein Tor schießen," sagte er zu dem Mi telstürmer ,,, verschaffe ich Ihnen zwei Fre billette für die Hods zeitsreise. Also denken Sie daran!" Fortsetzung folgt. in der Qualität ei fchaffenheit. Der Weg zu Geo hat log Nr. en Wiesbaden- Biebri Personentraftwagen, Stifant aus Bensheim, t. Die Schuldfrage ift Mittwoch, den 21. Oftober 1931. ,, Gießener Zeitung" fitte, zu zweit auf ein tein schwerer Unglüdsi e die abschüssige Doritro uto zwang fie, dicht an e scheute, und ein Sufi nglüdlich an den Kopf, ner in der Zeit vom 9.Boche, die für stärkeren soll, tagte eine Verjam der Angestelltenschaft, iter. An Veranstaltung her Erzeugnisse, ein De staltung des Hausfrau uheim. medizinische Bücherei, ein erfügung stellen. Ein M ndigem Studium geben un eilungen umfassen: Crapie der Zirkulation phisches Museum, Cherapie und physikali und Physiologie des m pparates. 2. die unter der Leitung tehen, find vollendet. S e verschiedenen Abteilung odernsten Apparaten a Mrs. Louise E. Keti gäste wurde die Vollent hältnissen entsprechend, Feier begangen. Reg Architekt und Erbauet goldenen Schlüssel za de über die Entstehung de Vorsitzende des Kurat ftung, gab dem Dant en Architekten und Erba die Gäste. Staatspräside in den Dank der heide = und Kurverwaltung aus chungsaufgaken der S em staatlichen Medizini olgen berufen sei. Birge dem Dankgefühl der St = Stiftung feinerzeit F rliehen hatte. Der Ref of. Dr. Van fe low spre rankfurt und die Techni torium des Kerdhoff In Verwaltungsrat als M medizinischen Fakultät Dr. Feulgen überhede Prof. Dr. Groedel Kerdhoff und sein g ustriellen Pionierleistung Los Angeles widerspieg dam Kerdhoff- Inftitat, deutung des Blutkreisla S". Eine Besichtigung Schluß der in allen Te gold und lastanienbrem daß eine Elf, die sho tun imitande war rvorragenden Platz Cla welcher bereits in der zwe werden. Die Entfernung fie bildete für die Anhän Becher des Rubins geld ht war, tein Hindernis zehntausend treue Anhä e nach Middleham. Margery Kirkby. Zu vollkommen von ihrer eigene Wohnung, so da fonnte. ng für das Semifinale! e Sam Hollister in die g ihren unerschütterlichen Middleham zu begleite 5 andere Damen mitfomm fich um mich fümmern, igen des Managers, fter in seinen jungen J fein mußte. Säre, Miß Kirkby," feuf age mit, die Gattin M Interesse an dem Klub n 0000 Pfund übernimmt ellen." funktionären und deren od Freitag früh Die G als der Zug hinausb big Jeder, der nur bi ein, winfte mit Händen Selbst der erhabene lit eigenen Händen Mr. und Mis, Armitage hießen," fagte er zu bem wei Fre billette für die 5 n!" folgt. Nr. 84. Tagesfragen aus Stadt und Land Kampf um Erdöl? ( Zu den deutsch- russischen Wirtschaftsbeziehungen.) Die wachsende politische und wirtschaftliche Spannung in Deutschland läßt ganz übersehen, wie sich in letzter Zeit der Boden für ein Wirtschaftsgeplänkel mit Sowjetrußland Dorbereitet hat. Rußland ist bekanntlich heute einer der Hauptabnehmer deutscher Waren, vor allem ist es zum größten Maschinen- Import- Land der Welt geworden, und so werden die russischen Bestellungen in Deutschland noch in diesem Jahre den Betrag von einer Milliarde Reichsmark überschreiten. In den nächsten Jahren aber werden die russischen Aufträge durch die in ungeheuer raschem Tempo vor sich gehende Industrialisierung der Sowjet- Union noch gesteigert werden. Eine ernste volkswirtschaftliche Überlegung sagt also, daß sich die deutsche Wirtschaft, die ja wohl unbestritten heute mit den größten Absatzschwierigkeiten zu kämpfen hat, diesen bedeutendsten Abnehmer deutscher Waren nicht mit leichter Hand verscherzen sollte. Bei den beiden Regierungen und in der deutschen Industrie ist allerdings die Erkenntnis allgemein, daß gute Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und der SowjetUnion eine Lebensnotwendigkeit beider Staaten sind. Sie sind jedoch nur möglich auf Grund von GegenseitigkeitsGeschäften, d. h. wenn der Ausfuhr deutscher Waren nach Rußland auch eine genügend große Einfuhr russischer Waren nach Deutschland gegenübersteht. Das gilt besonders für die Einfuhr von russischen Mineralölerzeugnissen. Aber gerade darüber ist es zu einem deutsch- russischen Wirtschaftskrieg im Kleinen gekommen. Deutschland, das wegen seiner geringen Eigenproduktion an Mineralölen auf den Jmport von ausländischen Delen angewiesen ist, bezieht jährlich für 300 bis 400 Millionen Reichsmark Mineralölprodukte aus dem Auslande. Nur ein Zehntel dieses eingeführten Erdöles kommt aus der Sowjet- Union. Die Ölquellen in Baku Das russische Erdöl hat sich im Jahre 1931 den zweiten Play in der Weltproduktion erobert. Jn Baku, in Großny, in Emba und im Maikop- Gebiet überall in Somjetrußland entwickelt sich die Erdölförderung im raschen Tempo, sodaß der 5- Jahresplan in der Naphtaindustrie bereits in 2% Jahren erfüllt werden konnte. Das russische Erdöl wird in Deutschland durch die„ Derop"( Deutsche Vertriebs- Gesellschaft für russische Del- Produkte A.-G.) vertrieben, die 1928 gegründet worden ist. Überall im Reiche, besonders in den dichter bevölkerten Industriegebieten, befinden sich die orange- blauen Tankstellen der Derop. Heute gibt es bereits 2400 solcher Zapfstellen, sodaß es praktisch jedem Automobilfahrer möglich ist,„ DeropBenzine" zu tanken. Die hervorragende Stellung, die das Derop- Benzin heute auf dem deutschen Betriebsstoffmarkte einnimmt, ist auf seinen hohen Gehalt an natürlichen aromatischen Kohlenwasserstoffen, Naphtenen und Homogenen, zurückzuführen. Diese Eigenschaft des Derop- Benzins, die sich aus der Beschaffenheit des russischen Rohöls erklärt, hat zur Folge, daß, Derop" eine ganz außerordentlich hohe Klopffestigkeit aufweist, wie sie beim normalen Crack- Benzin nur durch Zusatz von Benzol oder von anderen Antiklopfmitteln erreicht werden kann.„ Derop" ist außerdem eines der wenigen Markenbenzine, das stets aus den Rohölen des gleichen Feldes gewonnen wird und zeigt daher in der Qualität eine stets gleichbleibende wertvolle Beschaffenheit. " Der Graf Zeppelin" tankte für seine Arktisfahrt Derop- Benzin und Marga von Egdorff benutte bei ihrem Rekordflug Berlin- Tokio russische Produkte. Derartige Erfolge haben natürlich Gegner auf den Plan gerufen, aber wenn auch ein Konkurrenzkampf an sich zu den verschiedensten Waffen greifen läßt, so darf er doch nicht mit unfairen Mitteln geführt werden, nur um einen unbequemen und den eigenen Profit schmälernden Gegner zu beseitigen. Man darf allerdings erwarten, daß die Entscheidung dieses Kampfes beim Verbraucher liegt, dessen Zahl sich ständig erhöht und daß damit dieser kleinliche und die deutschen Belange nur schädigende Wirtschaftskrieg recht bald liquidiert wird. G DEROP ,, Graf Zeppelin" tankt für die Arktisfahrt Diese überragende Qualität der russischen Naphtaprodukte ist von Fachleuten und Käufern oft bestätigt worden. So schreibt z. B. die ,, Allgemeine Automobilzeitung": ,, Die ungewöhnlich günstigen Eigenschaften des Bakubenzins sind dem Kraftstoffachmann seit langen Jahren bekannt.". Ein anderer Beweis für die Überlegenheit der russischen Mineralölprodukte sind die vielen Sportsiege, die gerade in den letzten Monaten wieder mit Hilfe von Derop- Benzin errungen worden sind. Wir erinnern hier nur an die Siege Caracciolas und von Morgens auf der Avus und im Nürburgring. Wie ist Deutschland zu retten? Die Antwort auf diese jetzt so dringende Frage hat die letzte Reichskanzlerrede leider nicht gebracht. Damit will sich das deutsche Volk nicht zufrieden geben. Bis die internationale Zusammenarbeit einmal zustande kommt, sind wir wirtschaftlich vollkommen zusammengebrochen. Und die Goldwährung mag wirtschaftlich außerordentlich wertvoll, ja vorläufig noch unentbehrlich sein aber wir haben doch kein Gold! Der deutsche Goldbestand beträgt augenblicklich 1,7 Milliarden Mark und auch der ist noch zusammengepumpt. An Umlaufsmitteln haben wir etwa 4 Milliarden, die für unser 60- Millionen Volk viel zu wenig sind! Was nun? Die deutschen Volkswirtschaftler sind schon lange an der Arbeit, Methoden ausfindig zu machen, die Hülfe versprechen. Immer wieder taucht der Gedanke auf, einen neuen Wertmesser zu schaffen. Aber die Inflationsgefahr ist die drohende Zukunft! Mit Recht! Nun ist der bekannte Generalkonsul Dr. Ludwig Roselius- Bremen ein Mann, der tätig mitten in der deutschen Volkswirtschaft steht, mit einem Vorschlag hervorgetreten, der ernstester Beachtung wert erscheint. Roselius, auf dessen wirtschaftliches Programm noch näher eingegangen werden muß, führt aus: Die Hauszinssteuer wird durch Notverordnung in Kapital umgewandelt, das hypothekarisch eingetragen und mit einem Jnlandsgeld, der Rentenmark, ausgezahlt wird. Am jezigen Zustand wird dadurch nichts geändert. Kein Mensch bezahlt mehr als bisher. Der Staat erhält den Hauszinssteuerbetrag in Form von Hypothekenzinsen, und es werden für die deutsche Innenwirschaft 30 bis 35 Milliarden vollwertiger, durch Staatshypothek ge= dekter Rentenmark in Umlauf gesetzt. Die Rentenmark kann zu Spekulationen nicht benugt werden, sie steht durch die Hypothekeneintragung im festen Goldmarkverhältnis. Die Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsägen gepflastert! George Washington hat also niemals gelogen? Das ist ja fabelhaft! HISTORY AMER Ich schwöre, dass ich niemals wiederD | Hauptsache ist, wir haben sofort neues Geld zur Belebung der Wirtschaft und die weitere große Gefahr, die durch die am 1. Januar 1932 kommende Fälligkeit der Aufwertungshypotheken droht, ist behoben. Mit dem Achselzucken der zünftigen Finanzleute ist ein derartiger Vorschlag nicht abgetan. Es sind meistens Außenseiter gewesen, die die verblüffende Lösung gefunden haben. Friz Hupfer. Lohnpfändung Mit Rücksicht darauf, daß in zunehmendem Maße, bei den Arbeitgebern Pfändungen der Gehälter und Löhne stattfinden, wird auf ein Urteil des Reichsarbeitsgerichts hingewiesen, in welchem zum Ausdruck gebracht wird, daß der Arbeitgeber bei Lohnpfändungen auf jeden Fall dem ihm zugestellten Pfändungs- und Überweisungsbeschluß nachkommen muß und zwar nach der ausdrücklichen Feststellung des Reichsarbeitsgerichts auch dann, wenn die Pfändung etwa zu Unrecht erfolgt ist. Der Arbeitgeber muß also den Lohnpfändungsbeschluß auch dann erfüllen, wenn beispielsweise Beträge gepfändet worden sind, die nach den Lohnpfändungsbestimmungen gesetzlich nicht pfändbar sind. Es ist ausschließlich Sache des von dem Pfändungsbeschluß betroffenen Arbeitnehmers, mit den gefeßlich gegebenen Mitteln gegen eine zu weitgehende Lohnpfändung anzugehen. Die Bausparkassen- Frage ist mit dem neuen Gesez vom 1. Oktober in ein neues Stadium getreten. Eine der empfehlenswertesten Bausparkassen ist zweifelsohne die Central- Bausparkasse AktienGesellschaft in Berlin, die nach streng bankmäßigen und kaufmännischen Grundsägen geführt wird. Erst kürzlich konnte wiederum eine halbe Million Mark an Spardarlehen zugeteilt werden, womit sich die diesjährigen Gesamtzuteilungen auf 2 Millionen Mark stellen. Es ist dies eine beachtenswerte Leistung, welche von der Bedeutung der Kasse Zeugnis ablegt. Auf den Kopf gefallen ist jeder, der nicht begreift, daß unsere Zeitung am besten und schnellsten unterrichtet ist! Technik im Hause Alarmfignal für Luftreifen ärgert, daß seine Reifen während der Fahrt langsam und unbemerkt Wohl jeder Automobilist hat sich schon einmal darüber ge in sich zusammenfinken, bis die Mäntel ernste Beschädigungen davontragen. Jegt ist ein Ventil erfunden worden, das auf das Reifenventil aufgefegt wird und ein lautes Alarmsignal ertönen läßt, sobald der Druck im Reifen sich in unzulässiger Weise vermindert. Dies wird dadurch bewirkt, daß der normale Druck des gefüllten Reifens im Innern des Alarmventils eine Hülse gegen den Ventil fchlig drückt, die beim Nachlassen des Druckes herabsinkt und die Reifenluft durch den als Pfeife eingerichteten Ventilschlig mit durch dringendem Gellen entweichen läßt. Unbeabsichtigtes Funktionieren des Alarmsignals durch die während des Fahrens unvermeidlichen Stöße und Schwingungen des Wagens wird durch eine besondere Federvorrichtung verhindert. eine Lüge sagen werde! Wer hat das gemacht? Natürlich wieder die verrückte Katze! BANG! Mittwoch, den 21. Oktober 1931. dun auf Fußball. ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Spiel. Ergebnisse aus dem Bezirk. Odershausen Germania Marburg 2: 3( 1: 0) Germania Fulda Kurhessen Marburg 3: 1( 3: 0) EC 03 Kajjel Borussia Fulda 2: 5( 2: 1) Spielverein Kassel Hessen Hersfeld 3: 1( 2: 0) Spvgg. Göttingen Göttingen 05 2: 5( 1: 4) FC. Grone Spusp. Northeim 2: 1( 1: 0) Einbed 05 Großalmerode 0: 0 Wetzlar Wallau Breidenbach 1900 Gießen Burg Dillenburg 3: 1( 2: 1) Bottenhorn 5: 1( 2: 1) Wiesenbach 1: 1( 0: 0) Wetzlar- Niedergirmes 4: 1( 3: 0) Herbornseelbach 7: 1( 3: 1) Gau Gießen- Weglar. Steindorf Aplar 1: 4( 1: 1) Burgsolms Ehringshausen 2: 4( 1: 1) Niedershausen Hirschhausen 5: 0( 1: 0) Braunfels Löhnberg 2. 1: 2( 1: 1) Hermannstein BfB. Gießen 2. 2: 0( 0: 0) Oberbiel Aßlar 2. 3: 0( 2: 0) Burgsolms 2. Ehringshausen 2. 5: 1( 4: 0) Steinbach Leihgestern 0: 3( 0: 2) Großen- Bused Garbenteich Quedborn Lollar 1: 4( 1: 2) Steinberg 0: 5( 0: 2) Ettingshausen 2: 4( 1: 2) Merenberg 2. Odersbach 4: 2( 1: 1) Waldhausen Allendorf 1: 2( 0: 2) Niedershausen 2. Merenberg 1. 3: 1( 2: 0) Grävened Essershausen 4: 2( 0: 2) Laubuseschbach Hirschhausen 2. 2: 0( 1: 0) Wirbelau Weinbach 2: 0( 1: 0) Braunfels 2. Tiefenbach 4: 2( 1: 1) Niederbiel Ulm 3: 5( 1: 3) Stockhausen 2. Albshausen Wetzlar 4. Oberndorf Allendorf 1: 6( 0: 4) Oberbiel 2. 7: 3 Bonbaden 2: 4( 1: 2) Burgsolms 3. 6: 2 Berghausen Wetzlar 3. 0: 1( 0: 1) Hermannstein 2. Schwalbach 1: 1( 1: 1) Garbenheim Werdorf 2: 2( 2: 1) Lich 1900 Gießen 3. 1: 3( 1: 1) Wiesed 4: 1( 3: 0) Niederweisel Steinberg 2. Flensungen 1900 Gießen 5. 1900 Gießen 4. 2: 6( 0: 3) Wetterfeld 5: 4( 3: 2) Laubach 2. 4: 1( 2: 0) Ulrichstein Wetzl. Spr. 5. Jugend. Lollar 2. 5: 6 Garbenheim 2. 3: 2 Buzzbach SpV. Wetzlar 2: 2 1900 Gießen 2.VFB. Gießen 2. 1: 1 SpV. Wetzlar 2. Dutenhofen 1: 1 Wetzlar- Niedergirmes 1. 1900 Gießen 1. 2: 3 Weilburg 1. Hermannstein 1. Burgsolms 1. 4: 1 Azlar 1. 1: 1 Oberbiel Weilburg 2. 3: 0 Tiefenbach Allendorf 1: 1 Butzbach Sch. 1900 Gießen 1. Sch. 0: 3 VfB. Gießen 1. Sch. Steinbach 1. Sch. 4: 1 Klein- Linden Sch. Leihgestern Sch. 1: 3 Wieseck 1. Sch. Wetzlar Sch. 2: 0 1900 Gießen 2. Sch. Handball: TV. Wetzlar TV. 1846 Gießen TV. Niedergirmes TV. Wetzlar 2. TV. Weylar Jgd. - Großen- Bused Sch. 0: 2 TV. Nieder- Roden 3: 4( 1: 2) TV. Offenbach- B. 1: 4( 0: 3) VfL. Wetzlar 6: 3( 2: 1) 1900 Gießen 2. 3: 5 1900 Gießen Jgd. 15: 2 TV. Weylar Sch. TV. Garbenheim Sch. 6: 1 Wetter Gau Marburg. Marbach 4: 2( 0: 1) Erdhausen Feudingen 2: 2 Wehrda Endbach Dernbach 1 Wetter 2. 5: 4 Hartenrod 3: 0( 0: 0) Sintershausen 8: 3( 5: 2) Breidenbach 2.Lirfeld 3: 2 Gönnern Ober- Eisenhausen 2: 3 Nieder- Eisenhausen Steinperf 2: 4( 1: 0) Banfe Hesselbach 0: 0 Edelshausen 2. Wolfgruben 0: 4( 0: 2) Buchenau 2. Friedensdorf 2. 4: 2 Sarnau 2. Schönstadt Elnhausen Cappel 2. Wehrda 2. Michelbach 1. 2: 2( 1: 2) Sterzhausen 2: 1( 2: 1) Schönstadt 2. 4: 4 Odershausen 3. 1: 6 Germania Marburg 3. 1: 1 VfB.-K. Marburg 3.- Bürgeln 2. 6: 1 Leidenhofen Holzhausen 6: 1 Leidenhofen 2. Dreihausen 2, 0: 5 Breidenstein 2. Ober- Dieten 2: 7 Runzhausen- Mornshausen 2: 4 Ober- Rosphe Mellnau 0: 4( 0: 2) Roda Willersdorf 7: 1( 3: 1) Odershausen 2. - Edelshausen 1. Cappel 1. 0: 0 Biedenkopf 2. 10: 1( 2: 1) G.-Sp. Biedenkopf 1.— Breidenstein 1. 2: 0 G.-Sp. Biedenkopf A.-H. Wallau A.-H. 1: 5 Aus Gießen und Umgegend. 1900 Gießen Liga- - W.- Niedergirmes Liga 4: 1( 3: 0). Bei schwachem Besuch absolvierten die Blau- Weißen am Spiel auf Schmidt im 1900er- Tor bekam alle Hände voll zu Sonntag ihr 2. Verbandsspiel auf eigenem Plate. Der Kampf zeit manches Tor mehr fallen müssen. Nachdem 1900 zunächst mehrere Chancen ausließ, sandte Zeiler- 1900 zum ersten Male ein, in furzen Abständen folgte Lipfert mit einem schönen Kopftor und Wilhelmi. Nach der Pause drüdte Wetzlar- Niedergirmes scharf aufs Tempo und drängte den 1900ern sein hohes tun. Bis ihn auch das Geschick erreichte und er einen Ball der Gäste, aus dem Gedränge geschossen, passieren lassen mußte. Nun nahmen die 1900er wieder die Führung an sich und beherrschten das Spiel bis zum Schluß. Wilhelmi fonnte in dieser Zeit noch einen Flankenball Zeilers zum 4. und letzten Tor für seine Farben einsenden. Kritif: 1900ers- Hintermannschaft war gut. In der Läuferreihe fiel Langsdorf aus, Henrich schaffte dagegen sehr eifrig, Druckarbeiten der Sturm muß viel uneigennütziger spielen, in ihm muß Best ersetzt werden, die übrigen konnten gefallen. Bei den Gästen gefiel besonders die gute Verteidigung, der rechte Verteidiger war der beste Mann seiner Mannschaft. Der Tormann fonnte höchstens das letzte Tor vermeiden, die anderen waren unhaltbar. Die Läuferreihe war gut, während der Sturm sich, trotz seiner flinten Außen, wegen mangelnder Kombination und Spieltultur nicht durchzusetzen vermochte. - war Der Schiriein Herr aus Offenbach( Dillkreis) reichlich großzügig und hätte sich manche Räsoniererei der Spieler energischer verbitten müssen. Quedborn 1. Ettingshausen 1. 2: 4( 1: 2). Sehr temperamentvoll begann dieses Treffen. Kurz vor Halbzeit tamen die beiden Mittelläufer im Kampf um den Ball zu Fall und derjenige des Plagvereins mußte verletzt ausschei den. Nach der Pause erschien auch der Mittelläufer der Gäste nicht mehr, und so ging es mit 10 Mann auf beiden Seiten weiter. Das Spiel glich von nun an feinem echten Fußballspiel mehr. Hart und nicht immer jair wurde gespielt. Kurz vor Schluß mußte ein weiterer Spieler des Plagvereins wegen ver botener Spielweise das Feld verlassen. Ettingshausen verschoß 2 Handelfmeter. Edenverhältnis 5:13 für Ettingshausen. Der Kampf litt sehr unter einer schwachen Schiedsrichterleistung. Flensungen 1.— Wetterfeld 1. 5: 4. Zum Verbandsspiel empfing Flenjungen 1. die gleiche von Wetterfeld. Schon nach 4 Minuten führte Wetterfeld 2: 0( ein Elfmeter). Flensungen stellte jedoch bald den Ausgleich her und führte bei Halbzeit 3: 2. Nach Halbzeit führte Flensungen 4: 2. Wetterfeld holt auf und gleicht aus. Flensungen drängt nun stark und konnte durch eine Ede den Siegestreffer erringen. Schiri Grote Mainzlar leitete nicht zur Zufriedenheit aller. Das Publikum war über die Spielleitung teilweise sehr erregt. th. Oberbiel 1. Albshausen 1. Oberbiel Jgd. Aẞlar 2. 3: 0. Oberbiel 2. 7: 3. Weilburg Jgd. 3: 0. Am Sonntag, den 18. 10. 1931 trafen sich die erste Mannschaft von Oberbiel und die zweite Mannschaft von Aßlar zum fälligen Verbandsspiel auf dem Sportplah in Oberbiel. Ağlar als eifrige und schnelle Mannschaft bekannt, hatte Anstoß und ging auch sofort mit einem schnellen Angriff auf das Oberbieler Tor vor, aber die Verteidigung war auf jeden Angriff gefaßt und zerstörte den Aßlarern ihre Angriffe. Auch die Läuferreihe von Oberbiel und der Sturm waren auf der Hut und fämpften tapfer, und so konnte auch Oberbiel bereits in der 15. Minute durch den Mittelläufer, welcher einen Flankenball aus der Luft abfing, in Führung gehen. Kurz vor Halbzeit gelangte Oberbiel durch eine schöne Flanke vom Linksaußen, welche der Halbrechte abfing, zum 2. Tor. Nach der Halbzeit hatten die Torhüter auf beiden Seiten scharfe Angriffe abzuwehren, aber es fam zu feinem weiteren Tore bis 10 Minuten vor Schluß der Sturmführer von Oberbiel, welcher immer schnell am Ball war, das dritte Tor für seine Mannschaft schoß. Das Spiel war von Anfang bis zu Ende eifrig und schnell. Die Mannschaft von Ağlar hinterließ in Oberbiel einen sehr guten Eindruck. Oberbiel 2. weilte in Albshausen zum fälligen Verbandsspiel und verlor 7: 3. Oberbiel Jugend gewann gegen die Jugend von Weilburg in einem schönen, fairen Spiel 3: 0. Möge diese neue Zusammenstellung der Jugend ein Ansporn für die Jungens sein. Wozu ein dritter Sportverein in Gießen! Von Herrn R. Fischer- Gießen war für Sonntag morgen eine Interessentenversammlung einberufen, auf der die bereits vollzogene Gründung eines„ Olympischen Sport- Club 1931" zu Gießen bekanntgegeben wurde. Der neue Verein, der vorwiegend Leichtathletiksport betreiben wird, will versuchen, die Mitglied: schaft der D. S. B. und des W. S. V. zu erlangen. Weiter bleibt es der Zukunft überlassen, in eigenen Abteilungen Handball, Boren usw. zu pflegen. 20 Mitglieder, darunter einige befannte Leichtathleten Gießens, zählt der neue Verein bereits. So sehr jede Keimzelle athletischer Körperschulung zu begrüßen ist. vermißte man in den Ausführungen des Herrn Fischer 1. die Feststellung der Bedürfnisfrage für Gießen, die im Hinblick auf die vorhandenen tadellosen Leichtathletikabteilungen der Gießener Sport- und Turnvereine glatt verneint werden fann und 2. eine genügende Klärung nach der finanziellen Seite, denn jugendlicher Optimismus allein macht's auch nicht. Es wäre zu bedauern, wenn die Einmütigkeit der Sportwelt Gießens und dieser mit der Universität, die, wie man hört, dem neuen Verein ihren Platz zur Verfügung stellen wird. durch diese Neugründung irgend wie getrübt wird. Abschießen der Schüzengesellschaft e. V. Gießen. Bei dem am vergangenen Sonntag stattgefundenen Abschießen auf dem Waldschießstand gab es folgendes Ergebnis: 100- m- Meisterscheibe: 1. R. Barthelmes, H. Kummerow, 3. E. Gondner. 175- m- Meisterscheibe: 1. E. Gondner, 2. H. Kummerow, 3. H. Blum. Die Ehrenscheibe 100 m erschoß H. Kum= merow. Die Ehrenscheibe 175 m erschoẞ R. Barthelmes. Die Vereinsmeisterschaft erschoß E. Gondner. Aus den Jahresbericht 1931 des Deutschen Fußballbundes. Das Geschäftsjahr 1931( vom 1. September 1930 bis 31. Juli 1931) meist Erfreuliches und Unerfreuliches auf. Zu den an= genehmen Dingen gehört zunächst die Mitteilung über das zahlenmäßige Anwachsen des Bundes und über den vermehrten Spielbetrieb, sodann die Tatsache, daß auch das Bestreben, sich nach außen hin als Sportler fenntlich zu machen, gestiegen ist, und schließlich die günstige Rechnungsablage. Unerfreulich ist die Feststellung, daß die Spielstärke im großen und ganzen zu= rüdgegangen und daß dieses Faktum auch bei den Länderspielen zutage getreten ist; besonders aber gibt die wirtschaftliche Notlage vieler namhafter Vereine Anlaß zum Nachdenken. Die statistischen Mitteilungen des Bundes gründen sich auf die Angaben der 7 Landesverbände; da diese aber infolge der Zugänge und Abgänge beständig variieren, so ist es nicht mög lich, ein ganz genaues Zahlenmaterial aufzustellen; die Mitteilungen des Bundes können daher nur die letzten Nachrichten der Verbände als Unterlage benutzen. Danach hatten die Versah die Gießener bis auf den ersten Teil der 2. Halbzeit stets leicht überlegen. Und bei etwas weniger Egoismus in der Fünferreihe der Einheimischen hätte besonders in der 1. Halbbände zusammen 7959 Vereine mit 986 046 Mitgliedern zu ver zeichnen, d. h. einen Zuwachs von rund 50 000 Mitgliedern gegenüber dem Vorjahr, eine Feststellung, welche angesichts der allgemeinen schweren Not der Zeit sehr erfreulich ist, da sie be= aller Art für Behörden, Geschäftsleute u. Private fertige ich in jeder gewünschten Ausführung in Schwarz- und Buntdruck bei äußerster Berechnung an. Verlangen Sie Angebote von der Verlagsdruckerei Nr. 84. weist, daß iroz alledem oder vielleicht gerade deswegen sehr piele junge Leute ein Aequivalent in der sportlichen Betätigung suchen und gefunden haben. Diese Feststellung wird noch befräftigt durch die Mitteilung, daß der Besitz des Jugendsportabzeichens von 4817 auf 7691 und des Turn- und Sportabzeichens von 21 677 auf 30 465 in die Höhe gegangen ist, ein Beweis, daß die sportliche Betätigung nicht auf das Fußballspielen beschränkt bleibt, sondern immer mehr an Vielseitigkeit bei den einzelnen Sportjüngern gewinnt. Dem zahlenmäßigen Zuwachs entsprechend hat auch der Spielbetrieb bedeutend zugenommen. Gemeldet waren( nach den letzten Angaben der Landesverbände) zufammen 30 929 Mannschafien für das Fußballspiel. Diese trugen 673 778 Spiele Eriche Bezugspreis Redaktionsschluß fri fendung nicht verl aus( im Vorjahre waren es 523 314), namli 291 956 Puntte- 44 Jahrg. spiele und 382 422 Gesellschaftsspiele Das sind nüchterne Zahlen; welcher Aufwand an Arbeit seitens der ehrenamtlichen Funktionäre aber dahinter verstedt ist, vermag nur der zu er kennen, der sich selbst damit befaßt oder durch Lektüre und und eigene Anschauung stets auf dem Laufenden hält, und wieviel Energieleistung und oftmals bis zu Leidenschaft gesteigerte- Lebens- und Sportfreude von den Aktiven und Zuschauern dabei aufgebracht worden ist, läßt sich überhaupt nicht ermessen und graphisch darstellen. Günstig ist die Finanzlage des Bundes. Bei 166 000 Mt. Einnahmen machten sich allerdings 212 000 Mt. Ausgaben nötig, so daß ein Minus von 46 000 Mt. entstand, doch ist dieses da= durch gedeckt, daß aus dem Vorjahre 50 000 Mt. auf das Geschäftsjahr 1930-31 vorgetragen waren; der Reservefonds von 230 000 Mt. brauchte also nicht angegriffen zu werden. Der größte Teil der Einnahmen wurde aus den Meisterschaftsspielen erzielt: sie brachten der Bundestasse rund 88 000 mt. ein bei einem Bruttoertrag von rund 255 000 Mt.; die Besucherzahl betrug rund 240 000. Interessant ist die Aufstellung über den Besuch und die finanzielle Ausbeute der einzelnen Spiele; leider fönnen hier diese Einzelheiten nicht aufgezählt werden, nur sei bemerkt, daß bei dem Endspiel in Köln( Hertha Berlin gegen SV. 1860 München) und bei dem Spiel Hertha Berfin gegen Spielogg. Fürth der ersten Zwischenrunde in Berlin mit je 33 500 mt die höchsten Einnahmen erzielt wurden, dagegen bei zwei Spielen( in Kiel: Holstein Kiel Prussia Samland, and in Frankfurt: SV. 1860 München Tennis- Borussia Berlin) zur Deckung der Unkosten rund 450 bezw. 900 Mt. aus der Bundeskasse zugelegt werden mußten. Eine weitere Einnahmequelle bilden die Länderspiele in Deutschland und die Pokalspiele. Die ersteren drei an der Zahl brachten bei etwa 100 000 3uschauern rund 64 000 Mt. Gewinn, doch gingen davon etwa 20 000 für die fünf Spiele im Ausland ab, so daß nur 44 000 Mt. verblieben. Den geringsten Ueberschuß werfen die Spiel der 7 Verbände um den Bundespokal ab. Leider hielt die Entwicklung der Spielstärke nicht gleichen Schritt mit der Zunahme des Bundesvereinsbestandes. Der Jahresbericht widmet dieser Tatsache eine längere Betrachtung und Ergründung, wobei ein Sah wohl die Ursachen des UebelStandes fummarisch zum Ausdruck bringen soll: Die Spielfultur verfümmert in der Wüste der Kleinkämpfe!" Es wäre gut, wenn man diese Erkenntnis zum Ausgangspunkt für durchgreifende Reformen machte und einmal durch einen öffentlichen Aufruf, vielleicht in Gestalt eines Preisausschreibens die schlummernden Talente in der Sportgemeinde weckte und zur Ausarbeitung von Reformvorschlägen zu dem bestehenden Spielsystem veranlaßte und heranzöge; man sollte doch denken, daß, wenn auch kein einzelner Vorschlag in allen Punkten an nehmbar und durchführbar sein sollte, so doch wenigstens durch Verschmelzung verschiedener Vorschläge eine gute Idee zustandetäme, die man in die Praxis umsehen könnte. Auf eine Rundfrage des Bundesvorstandes bei einer großen Anzahl von Vereinen über ihre Finanzlage gingen bis zum Abschluß des Jahresberichtes 1297 Antworten ein. Aus diesen ergibt sich, daß 3. B. nur 817 Vereine schuldenfreie Spielpläge usw. haben, während die anderen 480 Vereine auf ihren Plätzen eine Schuldenlast von zusammen rund 2 894 000 mt. haben; das ist ein Durchschnitt von rund 6000 Mt. Neue Bücher. H. R. Berndorff, der bekannte Verfasser der Spionage", erzählt Dumas neu für uns Menschen von heute. Dieser neue Roman:„ Der Reiter am Kreuzweg", Verlag Died& Co., Stuttgart( Preis geh. RM. 3., in Leinen geb. RM. 4.50) ist geschrieben nach Motiven von Dumas' unsterblichen ,, Dentwürdigkeiten eines Arztes". Berndorff wertet hier die fabel hafte Erfindungskunst Alexander Dumas' aus. Das ist nicht einfach ein neuer Roman, das ist eine neue Idee, die zünden wird. Die Zeit Ludwigs XV. mit ihren großen Liaisons und ihren ebenso großen Intrigen steigt plastisch vor uns auf, so wie wir sie heute sehen würden. Die Gestalt des unheimlichen schwarzen Reiters ist dem Verfasser großartig gelungen. Wer einen guten Roman sucht, besonders reich an Erlebnissen und Spannung, wird bei diesem neuen Berndorff- Roman ganz gewiß auf seine Kosten kommen. „ Hessenland". Monatsschrift für Landes- und Volkskunde, Kunst und Literatur Hessens, herausgegeben von Dr. C. Hitzeroth, Verlag N. G. Elwert, Marburg. Wissen Sie schon, daß in Hessen schon einmal eine Negerin getauft worden ist? Da von erzählt uns der kürzlich verstorbene Geschichtsforscher Georg Maldfeld. Kennen Sie die alten Fuhrmannsstraßen in Hessen und haben Sie ein Bild des früheren Verkehrs auf diesen Straßen? B. Liebers, Kassel, legt uns darüber eine kultur historische Stizze aus alten Fuhrmannstagen vor. Eine Bil dungsreise des Landgrafen Otto von Hessen 1611 nach England und den Niederlanden beschreibt uns Philipp Losch. Kann man noch auf wirtschaftlichen Aufstieg hoffen? Der Konjunktur- Forscher sagt ja. Er verspricht auf Grund seiner Kurven und Analysen baldigen Aufschwung. Im neuen Heft der ,, Wo che" äußert sich Prof. Wagemann, der bekannte Leiter des Instituts für Konjunktur- Forschung, in einem ausführlichen Aufsatz. Die Woche" Nr. 43 bringt außerdem den neuen Ro man von Carl Bulde ,, Cassio und fein anderer". Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Voliti Reichspräsident Reichsregierung die der sich aus Persön handels, Handwerk findet die erste geme denten statt. Der Reichspräf den bisherigen Reg zum Reichskommiffa reititellung von Klei In den nächsten & Oftober vorgefeher offentlicht werden. Am Samstag w Arijenjürjorge ergehe lojenunterstügungen wendig geworden. Der Reichsrat v gewerblichen Rechtsi Das Reichsarbe iber eine neue Bejo Die oberite Be deatiche evangelische in der Kriegsschuld Kirchengemeinden i internationalen Kir Am Sonntag bejonderer Art nach widert den Besuch, Ministern abstattete Die nationaljo hat bereits die a gerichtshof gegen Landtag eingereicht gültigkeit des Lan Rumpfparlament In verschieden blättern, ist im 3 glieder des Wirts Den 25 Mitglieder nur jedhs Arbeitne Der preußische nationalen und for preußische Staatsreg timmt wurde, mit 195 Stimmen der In Berlin hält der großen Politik tingelegt hat: der el Washington stan Infunft des franzöfi Nach Meldungen Sorah gegenüber fra Revision des Berjail leit jei. 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