Nr. 22. m Hause Wizmaterweg reis der Mitglieder und des Corps Hassia e. V. Schankwirtschaftsbetrieb Beschränkt auf den Kreis zur Treue" zu Gießen tschaftsbetrieb im Hause auf den Kreis der MitSorn um Erlaubnis zum onstigen altoholfreien Ge raße 36.- Reperrichtung. u Else geb. Martin zu usschant alkoholfreier Geestanlage 1.- Reuerrich ind k werden befürwortet. n Bedürfnis für ein weiFrankfurterstraße vorliegt. der Oberbürgermeister um Fern. Solms- Laubach in GemarBesitz der Landwirte überreits der größte Teil verer Baum stürzte beim Ausnen Verlegungen führten Heit- und Fahrvereine. oberhessischen Reit- und an der sich Vereine aus teiligten, hat einen vor einer Rundfahrt durch ,, Konditionsprüfung" des der Landwirtschaftskam = Festversammlung in der her. atsschrift für das gesamte herausgegeben von Leo Preis viertelj. 3 AM. Verlag, Berlin- Lichter sich der berühmte For was er uns in diesem st Afrikas in der Früh Tänzenden Kultur steigt einstigen Afrika MenSamt und Geide, machi mit Städten von unge harmonisch in wohlgebil ührt. Eine Kultur und opäische um viele Jahr überragt. im Wachsen, besonders angearbeitete Wollsachen Dendig. Diesem neuerwach e neugegründete Monats gen, die von der größten Wolltämmerei u. Kammrlag Otto Beyer, Leipzig, e Billigkeit( 10 Pfg. pro stellung beim Briefträger ejen. Der Inhalt ist ab ndlicher Beschreibung, Auj nadvoll. 5- Versicherungs- Gesellschaft. errichtete Gesellschaft, als Geschäftstätigkeit auf; fie rhundertlange Wirksamkeit bestimmte Festschrift im schaft gibt interessante Einehmens. Weit über 100 000 Ilschaft. 1923 schloß sie sich ian Klein in Gießen. Klein. Gleden reitung 1931 sten wesentlich zu erniedrige preiswerteste d. Technik kaufen e alles bisher dagewesene ind arteilen m. d. Worten: ,, Endlic sereklamewagen kommt in de end u. werden Interessenten geb 9 an d. Gesch. d. Bl. zu richtes THAT KÖLN efter 1931 jaftliche, Rechtswiffenidat inifche Semester) und Philo hes u.Handelslehreritudium , den 15. April. Die Ein is 28. April cinicht. Das Vor niverfitats. Gelretariat gegen Hpfa. Porto) bezogen werden Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdlendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. - Politische Rundschau. Reichskanzler a. D. Hermann Müller ist gestern abend um 22.45 Uhr nach langem Todestamps seinem schweren Leiden erlegen. Der Reichspräsident hat den bisherigen deutschen Gesandten in Wien, Graf Lerchenfeld, zum Gesandten in Brüssel ernannt. Ferner ist der Konsul Dr. Dienstmann zum Generalkonsul in Tiflis ernannt worden. Der Panzerkreuzer B ist bewilligt, ebenso die vierte Rate für den Panzerkreuzer A und endlich auch der Gesamtbauplan für die Ersatzkriegsschiffe der Reichsmarine für die Zeit bis 1936. Die Sozialdemokraten haben sich im wesentlichen der Stimme enthalten. Für den 25. März ist in Berlin der Besuch des österreichi: jchen Altbundkanzlers Riedel angesagt. Am Freitag berichtete Vizekanzler und Außenminister Dr. Schober im Hauptausschuß des Nationalrates über das Ergeb nis der Besprechungen, die während des Besuches des deutschen Reichsaußenministers Dr. Curtius in Wien über die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland gepflogen wurden. ( Gießener Tageblatt) Die für Sonntag, den 22. März, vom Stahlhelm, Landesverband Groß- Berlin, im Lustgarten angekündigte große Kundgebung für das Voltsbegehren ,, Der Landtag ist aufzulösen", ist vom Polizeipräsidenten trotz des Verbotes aller anderen Demonstrationen genehmigt worden. Der Thüringische Landtag ist zum 14. April einberufen worden. Es sollen sofort die Etatberatungen beginnen. Der demokratische Senator von Illinois, Lewis, schlug eine Zahlungseinstellung der internationalen Kriegsschulden als Mittel gegen die schlechte Geschäftslage vor. In der Nacht zum Donnerstag ist in Berlin wieder ein Bolizeiwachtmeister von zehn Kommunisten überfallen und durch Siebe mit Schlagringen sehr schwer verletzt worden. Die irische Arbeiterpartei hat sich für völlige Unabhängigkeit Frlands und für Aufhebung der Personalunion Jrland mit England ausgesprochen. Irland steht vor einem neuen Krisenzustand, wenn der Antrag im Parlament eine Mehrheit findet. Die kanadische Regierung hat jetzt formell Protest gegen die Beschiehung des Alkoholschmugglerschiffes„ Josephine K." durch amerikanische Küstenwachtschiffe im Januar dieses Jahres eingelegt. Es wird behauptet, daß sich die Vorfälle, bei denen der Kapitän des Schiffes tödlich verwundet wurde, außerhalb der 15- Meilen- Grenze zugetragen haben. Infolge der Zunahme des Verbrechertums haben vier Stan ten der Union die Wiedereinführung der Todesstrafe beschlossen. Der französische, 2902 Tonnen große Dampfer ,, Tschangliang" is an der chinesischen Küste auf Grund geraten und gesunken. 14 Personen von den 70 Mann Besagung und 30 Passagiere find ertrunten. Ein schweres Erdbeben hat Nordmazedonien heimgesucht. Oberschlesisches Schicksal. Zum 10jährigen Gedenktag der Abstimmung. So manchen 10jährigen Gedenktag hat das deutsche Volk in den letzten Jahren begangen. Die Geschichte der unmittelbaren Nachkriegszeit zieht in ihrer ganzen Tragik durch diese Erinne= rungstage noch einmal an unseren Augen vorüber. Mit unver minderter Bitterfeit empfinden wir die Willkür ungerechter Entscheidungen und wir werden nichts unversucht lassen, um die Beit zum Bundesgenossen gegen Unvernunft und Bosheit zu ge= winnen. Aber gerade in die schwersten Jahre von 1918 bis 1923 fallen doch auch Ereignisse, die uns mit berechtigtem Stolz erfüllen müssen. Am 20. März waren 10 Jahre vergangen, seit in Oberschlesien die Volksabstimmung stattgefunden hat. Nachdem im Entwurf des Friedensvertrages, der im Mai 1919 befannt wurde, eine Abtretung Oberschlesiens ohne Abstimmung orgesehen war, wandte sich die Bevölkerung mit überwältigenDer Mehrheit gegen diese Absicht. Hätte damals sofort die Abtimmung stattgefunden, sie hätte sicher 90 Prozent der Stimmen für Deutschland gebracht. So wurde aber nur erreicht, daß die Abstimmung wenigstens im Friedensvertrag eingeräumt wurde. Cine interalliierte Kommission unter dem Vorsitz von General le Rond ließ sich in Oberschlesien nieder und entfaltete eine lebhafte Tätigkeit. Mit der Abstimmung ließ man sich Zeit, bis sich unter dem Druck der unerhört harten Friedensbedingungen, durch Hunger und Schikanen, die Gesinnung der Bevöllezung gewandelt haben würde. Verschiedentlich wurde die Abtimmung hinausgezögert, so zuletzt infolge der polnischen Propaganda und des polnischen Terrors vom 11. 2. 1920 bis zum 20. 3. 1921. Trotz all dieser Maßnahmen ergab sie eine Zweibrittelmehrheit für Deutschland; darunter waren viele Angehörige polnischer Muttersprache, die schon von jeher in ihrem Staatsgefühl sich Deutschland zugehörig fühlten. Wenn man Die überaus schwierigen Bedingungen bedenkt, so muß diese Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 21. März 1931 Mehrheit als ein großer Sieg der deutschen Sache angesehen werden. Die Enttäuschung im Lager der französischen Politik war groß und unter diesem Eindrud ließ sich der Völkerbundsrat am 20. Oktober 1921 zu einer Entscheidung hinreißen, die in der Geschichte des Völkerbundes immer ein Schandfled bleiben wird. Der wertvollste Teil des Industriegebietes in Größe von 321 342 Heftor Fläche mit 893 000 Einwohnern wurde gegen jedes Recht Polen zugesprochen. Ein solcher Schlag ins Gesicht der Gerechtigkeit ist überhaupt nur aus der Kriegsverhetzung und dem Siegerübermut jener Jahre erklärlich. Daß die beabsichtigte Zerschlagung des Reiches nicht gelang, sondern daß sich die Feinde mit einer Abbrödelung am Rande begnügen mußten, dazu hat auch die Standhaftigkeit des oberschlesischen Grenzlandes ein wesentliches Teil beigetragen. Politisiertes Mietrecht. Dr. Uecker( Hamburg), Schriftleiter der Deutschen Arbeitgeber Zeitung", schreibt u. a.: ,, Wie sehr das Kapital Wohn- und Mietrecht zu einem der wesentlichsten Objekte parteipolitischen Kuhhandels gewor den ist, um nicht zu sagen, zu einem Gradmesser für die partei politische ,, soziale" Bewilligungsfreudigkeit, das beweist ein To ent Blick auf die legten Reichstagsanträge der Linken. hält der Antrag der SPD. an den Reichstag zum Wohnund Mietrecht u. a. die Forderungen, ein Beschlagnahmerecht zugunsten sämtlicher kinderreicher Familien weiterhin zu sank: tionieren und Neubauten gemeinnüßiger Genossenschaften und Gesellschaften dann erhöht aus öffentlichen Mitteln zu finanzieren, wenn den Bewohnern ein ,, ausreichendes Mitbestim mungs- und Mitverwaltungsrecht" gesichert werde. Auf Verlangen eines Vertragsteiles soll das Mietgericht über einen Privatvertrag hinweg eine angemessene Miete festsetzen können unter Zugrundelegung des Steuerwertes des Grundstücks und damit besonders der wirtschaftlichen Lage der minderbemittelten Mieterschichten Rechnung tragen. Die Zahl der Laienbeisiger im Mietgericht zweiter Instanz soll aus naheliegenden Gründen verdoppelt und der Instanzenweg überhaupt erschwert werden. Bei Werkswohnungen wird bei Vertragsaufhebung dem Arbeitgeber die Wohnraum- Ersatzbeschaffung zur Pflicht ge= macht und künftig jede Verbindung von Arbeits- und Mietvertrag untersagt. Zur Verewigung der segensreichen Insti tution der Wohnungsämter sollen ihnen neue Aufgaben zugewiesen werden, z. B. die Aufsicht über die gesundheitsmäßige Beschaffenheit und Benugung aller Wohn- und Schlafräume, verbunden mit diktatorischem Eingriffsrecht, die Fürsorge für die Bewohner bezüglich der aus der Beschaffenheit der Räume entstehenden sozialen und hygienischen Mißstände usw. Eine nach Art der Selbstverwaltung aufzubauende Deputation soll außerdem dem Leiter des Wohnungsamtes zur Seite gestellt und mit erheblichen Befugnissen ausgestattet werden. Diese rein agitatorisch zu wertenden Novemberanträge der SPD. haben naturgemäß die ganz linken Brüder nicht schlafen lassen. Anfang Dezember reichte die kommunistische Fraktion einen Gesetzentwurf über das Wohn- und Mietrecht ein, der die SPD. weit übertrumpft und nicht nur den Gemeindebehörden sofortigen ,, großzügigen Neubau hygienisch einwandfreier ausreichender Arbeiterwohnungen zur Pflicht macht, ein Beschlagnahmerecht für nicht genügend bewohnte Großwohnungen" statuiert, jede Sonderabmachung zwischen Hausbesiger und Mieter schlechthin für null und nichtig erklärt, sondern auch die Miete im Höchstfalle auf 15 Prozent des durchschnittlichen Lohneinkommens(!) der gelernten und ungelernten Arbeiter(!!) des betreffenden Bezirks begrenzt. Ein ,, in direkter Wahl von allen Mietern jährlich zu wählender" Mieterausschuß soll überdies jederzeit das Recht haben, in ungünstigen sozialen Fäl len auch diese Miete noch ,, entsprechend niedriger festsetzen" zu dürfen. Das Kündigungsrecht des Vermieters wird mit einem Federstrich beseitigt. Ermittierungen sind künftig unzulässig. Weigert sich ein Mieter auszuziehen, so hat es damit zunächst sein Bewenden. Erst bei einem einstimmigen Beschluß des vorerwähnten Mieterausschusses ist er wirklich zur Räumung verpflichtet. Sämtliche Entscheidungen dieses Ausschusses sind für alle Behörden bindend! Neubaumiete wird der Altmiete gleichgesezt und letztere zunächst einmal sofort auf Friedensstand zurückgeschraubt! Das italienische Beispiel beweist, daß der Uebergang von der Wohnraum Zwangsbewirtschaftung in die freie Wirtschaft sich völlig reibungslos vollziehen kann. Das unentwegte Jonglieren mit den angeblichen Wohnungsmangelziffern hat nachgerade schon den Charakter bewußter Irreführung der öffentlichen Meinung angenommen. Stellenweise vorgenommene energische Nachprüfungen der Wohnungssuchenden- Listen haben geradezu phantastische Ergebnisse gezeitigt. In einzelnen Fällen sind kaum 10 Prozent der nach wie vor in den Listen weiterge führten Namen stehengeblieben. 5000 allein in Berlin leerstehende Wohnungen beweisen, daß wir eine Wohnungsnot im eigentlichen Sinne schon längst nicht mehr haben. Lediglich in Prinzip unentwegt aufrecht erhaltene Zwangswirtschaft bereitet noch den Boden für eine unwirtschaftliche und unsoziale, gänz liche folsche Wohnraumverteilungspolitik, der aber eine Aufhebung der offiziellen Zwangswirtschaft bestimmt gar bald den Garaus machen würde. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 23 Realsteuersenfung in Hessen. Nach einer Verordnung des hessischen Gesamtministeriums vom 17. 2. 1931, die mit Zustimmung des Reichsfinanzministers bereits veröffentlicht wurde, betragen die Genkungssäge der staatlichen und kommunalen Realsteuern für das Steuerjahr 1931 bei der Grundsteuer je 6 Prozent für Staat und Kommunen, bei der Gewerbesteuer je 12 Prozent. Der kreisende Berg hat, soweit der Hausbesitz in Frage kommt, ein Mäuslein geboren. Bekanntlich bestimmte die Notverordnung vom I. 12. 1930, daß die Grund- und Gewerbesteuersätze um 10 bezro. 20 Prozent gesenkt werden müßten, und daß zur Deckung des Steuerausfalls die Hälfte des Teiles der Sondergebäudesteuer verwendet werden sollte, der für Bauzwecke bestimmt war. Reicht dieser Sondergebäudesteueranteil für diesen Zweck nicht aus, so dürfen die Säße von 10 bezi, 20 Prozent mit Geneh migung des Reichsfinanzministers erniedrigt werden. Den Fall haben wir jetzt. Zuvor hatte man die Grundsteuer um ein beträchtliches erhöht, so daß also die Senkung pro 100 RM. Steuerwert fast nichts mehr ausmachte. Sie beträgt bei der staatlichen Grundsteuer: bei Grundstücken im Werte bis 4000 RM. 0,72 Pfg., bei Grundstücken im Werte von 4000-7000 RM. 1,32 Pfg., bei Grundstücken im Werte von 7000-10 000 RM. 1,62 Pfg. und steigt schließlich bei Grundstücken im Werte von über 10 000 RM. bis zu der schwindelnden Höhe von 2,16 Pfg. Dafür betragen aber die kurz vorher unter Dach gebrachten Erhöhungen bei einem Wert von 4-7000 RM. 10 Pfg., bei einem Werte von 7-10 000 RM. 15 Pfg. und endlich über 10 000 RM. 24 Pfg. pro 100 RM. Steuerwert. Nur die Gebäude unter 4000 RM. Steuerwert gehen bei der Erhöhung frei aus. Bei der staatlichen Gewerbesteuer betragen die Genkungssäge 7,56 Pfg. für die Gewerbekapitalsteuer und 32,40 Pfg. für die Gewerbeertragssteuer. Hier sind zwar Erhöhungen vor Jahresschluß 1930 nicht vorgenommen worden, so daß sich die Senkungssäge beim Staat voll auswirken. Bei den Kommu nen war vorerst bestimmt worden, daß die im Jahre 1930 erhobene vorläufige Gewerbesteuer als endgültig erklärt werden sollte, doch scheint sich auch in dieser Richtung eine Milderung anzubahnen, weil man wohl eingesehen hat, daß diese summarische Regelung bei der heutigen Wirtschaftslage für die meigeplant, den Gemeinden insofern entgegenzukommen, als ihnen sten Steuerpflichtigen untragbar ist. Es ist, wie wir hören, die Abgeltung der endgültigen Steuer durch die vorläufige Steuer ermöglicht werden, daß aber in allen Fällen, in denen eine Härte für den Steuerpflichtigen dadurch entsteht, doch eine endgültige Veranlagung vorgesehen werden soll. Wir werden über diesen in Vorbereitung befindlichen Gesetzentwurf zur gegebenen Zeit berichten. Politische Neutralität der Reichs- Handwerks- Woche. Zu dem in der Nr. 125 vom 15. März des ,, Vorwärts" veröffentlichten Artikel„ Hitlerei in den Reichshandwerksverbänden" geben die berufsständischen Spitzenverbände des Handwerks folgende Erklärung ab: Das Schreiben des Organisationsbüros der Reichs- Handwerks- Woche an die Presse der Nationalsozialistischen Partei ist ohne vorherige Fühlungnahme mit den berufsständischen Spitzenvertretungen des Handwerks auf eigene Verantwortung erlajsen worden. Es erfolgte in Abwehr von heftigen Angriffen, Die in der Nationalsozialistischen Presse vether verbreitet waren. Die berufsständischen Spitzenvertretungen des Handwerks sehen in der Reichs- Hanowerks- Woche ein Mittel, um den kulturellen und wirtschaftlichen Zusammenhang des Handwerks mit der gesamten Volksgemeinschaft zur Geltung zu bringen. Das ist in den offiziellen Verlautbarungen hinreichend zum Ausdruck gebracht worden. Es ist selbstverständlich, daß eine Veranstaltung wie die Reichs- Handwerks- Woche von jeder einseitigen politischen Beeinflussung freigehalten werden muß. Riesenschmuggel im Aachener Gebiet. Köln. Welchen Umfang der Schmuggel in der Aachener Gegend angenommen hat, beleuchtet schlaglichtartig folgende Tatsache: In den letzten vier Wochen wurden allein von zwei Beamten der Zollfahndungsstelle Köln im Aachener Bezirk 40 Schmuggler auf frischer Tat ertappt. Ihnen wurden über 300 000 unversteuerte Zigaretten und mehr als 1500 Pädchen unversteuertes Zigarettenpapier, sowie Kaffee und Tabak abgenommen. Sentung der Altoholausgaben des deutschen Volkes. Soweit die Ausgaben des deutschen Volkes für alkoholische Getränke statistisch erfaßbar sind, läßt sich seit 1929 ein Rüdgang des Alloholkonsums feststellen. Im Jahre 1929 ist eine Aus= gabensentung von rund 180 Millionen gegenüber dem Jahre 1928 zu verzeichnen. Der Schnapsverbrauch betrug im Rechnungsjahr 1929-30 auf den Kopf der Bevölkerung nur 0,75 Liter gegenüber einem Verbrauch von 1,38 Liter im Vorjahr. Beim Samstag, den 21. März 1931. Bier verbrauch ist im Sommerhalbjahr 1930 ein Rüdgang von 13 Prozent eingetreten. Diese Senkung des Alkoholkonsums wird von amtlicher Seite der wirtschaftlichen Not, aber auch der zunehmenden Alkoholgegner- und Sport- Bewegung zugeschrieben. Provinzialparteitag der Staatspartei. Stellvertreter wurde Die politische AusDiese für Oberhessen in Friedberg stattgefundene Tagung war gut besucht. Im Anschluß an ein Referat des Generalse: tretärs Dr. Neubauer- Darmstadt über Organisationsfragen, erfolgte Neuwahl des Provinzialvorstandes und ergab die Wiederwahl von Schulrat Fischer- Gießen; Oberamtsrichter Dr. Andrae- Ortenberg. sprache wurde eingeleitet durch ein Referat des Vorsitzenden der staatsparteilichen Reichstagsfraktion Dr. Weber- Berlin, der besonders darauf hinwies, daß es in der heutigen ungeheuren Rotzeit außerordentlich schwierig sei, die Interessen und Bedürfnisse der einzelnen Gruppen und Berufsstände mit einander in Einklang zu bringen. Der Kampf der Parteien im Reichstag mache es der Staatspartei zur Aufgabe, zwischen links und rechts in ausgleichendem Sinne zu vermitteln. Seine Ausführungen gipfelten in einem Appell zur Rückkehr zu einem stärIn gut be teren Solidaritätsgefühl des deutschen Volkes. suchter öffentlicher Versammlung der Deutschen Staatspartei sprach am Mittwoch Abend Dr. Weber über die Not des deutschen Volkes im Zusammenhang mit der Weltwirtschaftskrise. Geht die Zahl der weltlichen Schulen zurück? Durch die Presse gehen einige statistische Angaben, mit denen man beweisen will, daß die Zahl der weltlichen Schulen zurüdgeht. In Groß- Berlin werde zu Ostern zum ersten Male seit dem Jahre 1926 feine neue weltliche Schule eingerichtet; in Görlitz wurden Ostern 1930 168 Schulanfänger zur weltlichen Schule angemeldet, 959 zur evangelischen, 120 zur katholischen. Ostern 1931 wurden in demselben Orte nur 137 zur weltlichen Schule, dagegen 1068 zu evangelischen, 115 zur katholischen Schule angemeldet. Als Gründe für den Rüdgang werden an= gegeben die Rechtsunsicherheit der dissidentischen Lehrer, sowie die Zurückhaltung der Kommunisten von diesen Schulen. Die Zahlenangaben sind an sich belanglos, weil sie auf Zufälligkeiten beruhen und sich daher schon im nächsten Jahre wieder ändern können. Eine Vermehrung der Sammelschulen wird aber ganz sicher eintreten, wenn man von gewissen Seiten dahin strebt, die Bekenntnisschulen zu vermehren und ihren firchlichen Charakter immer mehr herausarbeitet. Ein Reichsschulgesetzentwurf im Sinne des Christlich- Sozialen Volksdienstes fördert genau so die Sammelschulen wie seinerzeit die Umwand lung der gemeinsamen Schulen in Bekenntnisschulen durch den braunschweigischen Minister Marquardt. Das beste Mittel gegen die Absonderung im Sinne von Weltanschauungsschulen sind gemeinsame Schulen, wie sie in Hamburg, im Freistaat Sachsen, in Hessen und Baden und teilweise auch in Preußen bestehen. Stillstand der Kirchenaustrittsbewegung in Hessen. In der kürzlich veröffentlichten Statistik der evangelischen Landeskirche in Hessen sind besonders interessant die Zahlen über Kirchenaustritte. Werden diese Zahlen mit denen der letzten fünf Jahre verglichen, so ergibt sich die Tatsache, daß die Kirchenaustrittsbewegung zum Stillstand gekommen oder im Abflauen begriffen ist. 1925 traten aus der hessischen evangelischen Landeskirche zur Religionslosigkeit bezw. zum Freidenkertum aus: 2045 Personen, 1926: 2 222, 1927: 1548, 1928: 1826, 1929: 1783. Gleichzeitig sind in diesen 5 Jahren mehr wie 600 Personen wieder aus der Religionslosigkeit in die evangelische Kirche zurückgetreten. In der Oeffentlichkeit besteht vielfach die Meinung, als ob die Kirchenaustritte in starkem Anwachsen begriffen seien. Es ergibt sich, daß diese Auffassung durchaus nicht den Tatsachen entspricht. Damit soll nen. ,, Gießener Zeitung" nicht der Ernst der an sich bedauerlichen Zahlen abgeschwächt werden. Anderwärts ist genau dieselbe Erscheinung zu verzeich= Aus ganz Mitteldeutschland wird gemeldet, daß die Kirchenaustrittsbewegung im Rüdgang begriffen oder überhaupt gänzlich zum Stillstand gekommen ist. In einigen Städten überwiegen die Rücktritte bereits die Austritte. Diese Mißerfolge haben freilich die verschärften Methoden der„ Gottlosen": Agitation zur Folge, die überall spürbar sind, denen jedoch hoffentlich endlich einmal die Regierung ein deutliches ,, Halt" entgegensetzen wird. Die Reformation in Hessen eine soziale Sat. war das Thema, über welches Prälat D. Dr. Diehl in der Verbandsversammlung der hessischen evangelischen firchlichen Frauenvereine am 19. März in Darmstadt sprach. In freiem Vortrag schöpfte der Redner aus dem überreichen Schatz seiner Urkundenforschungen, formte daraus ein mit vielen fesselnden Einzelzügen geschmücktes, künstlerisch abgerundetes Bild im begrenzten Rahmen der Zeit und des Raumes und fügte dieses mit geschichtlichem Weit- und Tiefblick in das Gesamtbild der gleichzeitigen und weiteren geschichtlichen Umgebung. Das soziale Gebiet ist weder der Ausgangspunkt noch der Angelpunkt der Reformation auch in Hessen, sondern das religiöse Gebiet. Aber die kennzeichnende Frucht der religiösen Bewegung, und eine in keinem Land so reiche Frucht, wie in dem Land Philipps des Großmütigen, erwuchs auf dem sozialen Ge= biet. Der Ertrag von der Fülle der Klöster und Pfarrstellen, die es vor der Reformation in Hessen gab, und die im Lauf der Zeit von ihren Insassen und Inhabern verlassen wurden, wurde von dem Landgrafen nicht für staatliche und politische Zwecke, sondern zum Dienst am Volk, zur Hebung des Volkes, für so= ziale Zwecke verwendet, z. B. zur Gründung des Philippsho= spitals bei Goddelau, ursprünglich nicht bloß für Geisteskranke bestimmt, sondern für Anormale und Asoziale aller Art. Obwohl in staatlicher Verwaltung, ist der Besitz dieser Anstalt auch heute noch nicht Staatsgut, sondern Stiftungsgut aus kirchlichem Besitz. Eine soziale Tat war diese reiche Versorgung Pflege= bedürftiger, eine Vorläuferin der heutigen Inneren Mission, und soziale Gesinnung war die des Landgrafen und die Opferwilligkeit der beisteuernden Gemeinden, die ja hätten sagen können: Haben wir heute keine sechs Geistlichen mehr, sondern nur einen zu versorgen, so könnten wir die fünf leerstehenden Pfründen ganz oder teilweise für andere örtliche Zwede verwenden. Aber der Einfluß der neuen Lehre, das Vorbild des Landgrafen und seine eifrige und kluge Tätigkeit schufen eine soziale Gesinnung im Volt, das bis dahin durch die Unterschiede von Adel, Bürger- und Bauersfrau, von Geistlichkeit und Laienschaft oft schmerzlich zerklüftet war. Auch die Stiftung der Universität Marburg als einer„ Führerschule" und die Errichtung der damit verbundeten Stipendiaturanſtalt wie auch die lange und sorgfältige Ausbildung der Geistlichen, von denen nachweislich 87 Prozent vor ihrer Anstellung einen fünf- bis zehnjährigen Dienst in städtischen und ländlichen Volksschulen durchmachen mußten, war nicht bloß eine pädagogische, sondern auch eine soziale Großtat. Hierdurch wurde die Errichtung von Landschulen überhaupt erst möglich. Und während durch eine spätere Verordnung, daß niemand konfirmiert werden dürfe, der nicht lesen und schreiben könne, eine allgemeine Volksbildung angebahnt wurde, wurde jedem begabten Jungen ohne Unterschied des Vermögens und des Standes der Aufstieg ermöglicht und durch jene Stiftungen gesichert, wobei die Gemeinden das Recht hatten, ihre Söhne zu präsentieren. Durch den Geist des 18. Jahrhunderts und die Inflation des 20. wurde jene Gesinnung verdorben und jene Einrichtungen 3. T. zerstört. Aber hier dürfte die Geschichte doch den Zwed haben, daß man aus ihr lernt, und sich durch sie zu neuer sozialer Gesinnung und Tat ermuntern läßt. Die fesselnden Fördert das deutsche Handwerk! Ausführungen des fachkundigen Redners fanden den wohlverDas Frankfurter Goethemuseum ein Nationaldenkmal. Am 22. März dieses Jahres, zum 99sten Todestag Goethes wird in Gesamtdeutschland zu einer großen deutschen Volksspende aufgerufen, zu der das Hessische Ministerium bekanntlich als erstes der deutschen Länder seine Genehmigung auf Abhaltung einer allgemeinen Haussammlung bereits erteilt hat. Die Erhebung der Spenden erfolgt durch die Schulen. In einer Pressebesprechung vor Vertretern des engeren Rhein- Main- Gebietes über den damit bezweckten Ausbau des Frankfurter Goethemuseums als„ Nationaldenkmal des deutschen Geistes" hielt Direktor Prof. Dr. Beutler am 19. März einen einleitenden Lichtbilder- Vortrag, in dem an Goethes Geburtsund Elternhaus angrenzendem Gebäude des Freien Deutschen Hochstifts, das als Erweiterungsbau für das neue zu erweiternde Goethemuseum mit einbezogen wird. Ueber den in zweckmäßigster Weise ausgestellten Neubauplänen zeigte eine reichhaltige Lichtbilderreihe eine Auswahl der in den neuen Museumsräumen der Oeffentlichkeit nunmehr zugänglich zu machenden zahlreichen Schätze aus der Goetheschen Zeitepoche, die neben einer Bibliothek von über 46 000 Bänden in unzulänglichen Räumen, zum größten Teil jedoch noch unerschlossen und verstreut bleiben mußten. Ein klares geschlos senes Bild aus dem Goetheschen Leben und seiner Zeitgenossen, wie auch aus den einzelnen Perioden des Goetheschen Schaffens ( Weimarer Zeit, Italien, Romantik) wird dieses ein voll pulsierendes Leben jener Epochen widerspiegelndes Archiv unserer heutigen Zeit vermitteln können. Alle Stätten des Wirkens dieses großen Sohnes nicht nur unserer rhein- mainischen Heimat und nicht nur Deutschlands, werden hier zur Geltung und in jenem Zeitgeist zur Darstellung kommen. Es wäre dankenswert sich rechtzeitig noch bis zum 100. Todestag, der eine Nationalfeier werden soll, zu bemühen alle Berührungspunkte unseres engeren Heimatgebietes mit dem großen Genius aufzuhelfen und noch Unbekanntes oder zu wenig Bekanntes jener Zeit der Allgemeinheit zugänglich zu machen; so z. B. interessanter Rei dienten Beifall. sen, Schilderungen, Begebenheiten, Zeichnungen, Gemälden, Plastiken zu vermitteln, das geeignet sein dürfte unsere Heimatlichen Kenntnisse aus jener Epoche im Zusammenhang mit Goethe und dessen Zeitgenossen zu bereichern und damit auch durch praktische Heimatkunde an dem Ausbau des Frankfurter Goethemuseums zu einem Nationaldenkmal deutschen Geistes mitzuhelfen. Die„, Gießener Zeitung" ist gerne bereit Anregungen und Mitteilungen der Leserschaft der Museumsleitung zu übermitteln. Möge der Wunsch in Erfüllung gehen mit dem Prof. Dr. Beutler seine Ausführungen einleitete und beschloß, daß trot unserer heutigen wirtschaftlichen Nöten die Sammlung of= fene Herzen und Hände finden möge und damit auch manches Unbekannte aus dem Leben eines unserer Größten uns wieder: geschenkt werden möge. Flurnamen der Gemarkung Beuern. Von Wilhelm Arnold, Beuern. Lokales. Sonntagsgedanken. Nr. 23. Von Osten her gellt der Ruf: Es gibt feinen Gott! In Moskau hat man zuerst alle Fäden abgeschnitten, welche den denkenden Menschengeist zu Gott führen und mit brutaler Gewalt hat man die Kirchen geschlossen und den Gläubigen ver riegelt. Die Gottlosen haben aber nicht an den russischen Grenzen Halt gemacht, sondern sind schon vorgestoßen bis in das Herz unseres Vaterlandes. Gott ist die Welt selbst mit dem Menschen an der Spizze! Das ist die neue Lehre, in der die Welt glücklich werden soll! Und als Beweis dieses wuchtigen Sazes soll dienen, daß die Welt aus lauter Zufälligkeiten aus ewigem Stoff geworden ist. Indem sie Gott leugnen, machen sie sich selbst zum Gott.- Die Menschen haben schon immer das Bedürfnis gehabt, das als Gottheit zu verehren, was sie als das Höchste erkennen. Nun soll es der Mensch selbst sein!- Der Mensch mit allen seinen Schwächen und Fehlern; die Unvollkommenheit soll Gott sein! Nur Narren fönnen glauben, daß ein Gott in eine Menschenlarve geschlüpft ist. Dort muß er sich Allmacht vorlügen und Allwissenheit. Nur der leugnet Gott, der einen Nutzen davon hat. Dies Spiel mit der Wahrheit führte dann zur Selbstvergötterung und zum erbärmlichen Hochmut. So groß der gottgläubige Mensch sein kann, eine Jammergestalt wird der Ungläubige. Denn er muß sich einen Schein von Wahrheit, Moral und Tugend erlügen, um wenigstens bei denen noch etwas zu gelten, denen er vorlügen muß. Samstag, den 21 noll berüdfichtigt wor indigen Finanzamt trägen beantragen, je 31. März jedes Jahre Die Frist läuft de nicht geftellte Anträg Formulare dazu find + Handwerker- W stalten während der R werfer Jnnungen un Ortsgewerbeverein un große Werbe- Rundgeb im Rahmen der Veran wert und die Zukunft erworten, daß für die serts und Gewerbes * Luftbarkeiten in des Herrn Ministers M. d. J. 7792 und 19 am Palmsonntag, den unterbleiben. Theatre dann zugelassen, wenn den Inhalts sind un diefer Tage angepaßt find nach wie vor öffe mit ernitem Hinterg Tagen der Karwoche e Vorführungen und K mufit bei Lichtspielen lehrenden Inhalts si Tage angepakt werde dieje Tage grundi woche vorgesehenen K Bimmer 4, weds in doppelter Ausferti Bug- und Bettag Der große, weite Sternenhimmel mit all seiner abgemessenen Ordnung und Pracht soll von sich selbst sein? Der Zufall soll all den Pflanzen, den Tieren und zuletzt den Menschen Form und Sinn gegeben haben? Dann hat auch ein Zufall einen Felsenblock zur Statue geformt und Metallstücke zur Taschenuhr. Sind das nicht Narren, die das predigen? 1 Fasse die Welt an wo du willst, von allen Punkten führt dieselbe bei normalem Denten schließlich zu einem Schöpfer. Wer kann das kleinste Produkt der Natur, nur einen Wurm im Graje ohne Schöpfung erklären? Wer kann die Urelemente, Raum und Zeit, wer fann Bewegung nach ewigen Gesetzen ohne Gott erklären? Aus jedem Blümlein am Weg, von jedem Baum und Strauch, auch jedem Menschen und Tier und von den Sternen herunter hören wir die Offenbarung Gottes. Der Grund aller Dinge ist Gott. Lobet und preiset ihn. Der Sonntagsschreiber. Der Handwerker. Zur Reichs- Handwerks- Woche vom 15. bis 22. März. Nichts Schöneres weiß ich, und es rührt mich immer, Das Handwerkszeug, gerichtet an der Wand In eines Schreiners saubrem Arbeitszimmer, Die helle Säge mit gezahntem Rand, Der Maßstab hier, die schnurgerade Elle, Der Hobel mit dem schöngebognen Griff, Die Bohrer, Meißel und mit blankem Schliff Die Zahl der Aerte. Alles an der Stelle, Wo es zur Hand. Man sieht, wozu es fromme, An jedem Stüd. So oft ich dorthin komme ich gehe gern zu jedem Handwerksmann. Seh' ich mir alles immer wieder an. Und sage: Ja, da weiß man, was man treibt! Das edle Holz, Werkzeug, geschickte Hand! O Meister, segnet euch... Doch wir? Was bleibt Von unsrem Tun? Ein Vers, ein Traum, ein Tand. Will Vesper. Nach dem 31. März 1931 werden keine Lohnsteuererstattungsanträge mehr berücksichtigt. Die Art der Steuererhebung von den Lohn- und Gehaltsempfängern bringt es mit sich, daß auch Steuerbeträge durch den Arbeitgeber an die Finanzbehörden abgeführt werden, die, auf das ganze Kalenderjahr berechnet, ungerechtfertigt sind. Denn jeder Arbeitnehmer hat gesetzlich den Anspruch, für jährlich 1200 RM. seines Einkommens und entsprechende Zuschläge für Familienangehörige steuerfrei zu bleiben. Sind im Laufe des Jahres 1930 durch Krankheit, Arbeitslosigkeit( auch teilweiser), Streif, Aussperrung, Kurzarbeit die Freibeträge nicht noch das Wort ,, Bauer", im letzteren ,, Nachbar"( althochdeutsch: gaburi, der Mitwohnende, mittelhochdeutsch: nahgebur, später nachbaur, ferner neuhochdeutsch: Vogelbauer. Wie Gießen die Vereinfachung von ursprünglich ze den Gizzen oder Geizzen ( Wassertiefen) ist, so führt Beuern auf ,, ze den buoron", zu den Häusern, zurück. In einer fuldischen Urkunde aus dem 8. Jahrhundert kommt neben Bused der Ortsname„ Bramaren" vor, wahrscheinlich entstellte oder verschriebene Form für Beuern. Erstes sicheres Vorkommen Beuerns findet sich in den späteren Urkunden des Klosters Arnsburg aus dem 13. Jahrhundert. Einfach tommt sonst m. W. der Ortsname ,, Beuern" nur noch zweimal vor: Beuern bei Genfungen und Beuern auf dem Eichsfelde, in Zusammensetzungen dagegen mehrfach: oberdeutsch: Blaubeuren, Otto- Benediktbeuren usw.; niederdeutsch: Jbbenbüren, Wesselbüren auf Ditmarschen. Mit dieser Aufstellung steht allerdings in scheinbarem Widerspruch die Tatsache, daß es auch unbebaute und unbewohnte Stellen und Dertlichkeiten gibt, an denen der Name ,, Beuern" haftet oder gehaftet hat, so( nach Landau) 1000 Schritte nordwestlich von Kirchhain auf einem 12 Fuß hohen Hügel am rech ten Ufer der Wohra. Jm Saalbuch des ehemaligen Amtes Burggemünden vom Jahre 1582 fand Pfarrer Schid- Burggemünden den alten Flurnamen in der Gemarkung Bleidenrod Verschwundene Gewann- und Flurbenennungen zu Beuern sind folgende: Sommersweid",„ Seilbuchersgarten", wahrscheinlich nach Eingewanderten von Ober- und Unterseilbach benannt, ,, Pizzehannessegarten" am Katzenloch,„ Berggarten" am roten Holzberg, der Pfarrei gehörig ,,, Mühlenweg", durch den Bechelsgarten nach der Neumühle ,,, Sittichader" unter der Drauschel ,,, auf den Beuern"***) und in Bezug darauf, daß die fragliche ( der Sittichacker ist eine Zuwendung Wilh. Christoph's v. Bused an die Pfarrei.) ,,, Bechelsgarten"( Bechtolsgarten) ,,, Bornelse= garten“,„ Jörgader", der Pfarrei gehörig, bewahren die Namen der Stifter. Die ,, Kastenäder" sind noch Reste von dem ehe= maligen Kastengut, welche s. 3. unverkäuflich waren. Der Ortsname Beuern weist auf ein hohes Alter unserer Heimstätte hin. Beuern, Buren, Büren leitet sich ab von althochdeutsch bur oder pur*): Bau, Haus, Wohnung. Das Zeitwort buwan, buan bedeutet ebensowohl bauen( das Haus, den Acker), als auch wohnen**). Im ersteren Sinne haben wir *) Im Hildebrandslied; 20 u. 21: her jurlaet in Tante, Inttila fitten, prut in bure. **) Ter in himile puet. Notter Pfalmus II, 9. Stelle am Zusammenfluß der Ohm und der Felda sich befindet, glaubt er schließen zu dürfen, daß auf den Beuern" ,, auf den Wassern" zu deuten sei, wozu er noch keltisch bior( Wasser) heranzog. Indessen ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß man es in den vorliegenden Fällen nicht doch mit einstigen Wohnstätten zu tun hat, und wie könnte man sich die Zusammensetzungen mit Eigennamen, wie Otto- oder Benedikt- Beuren anders denken als bewohnte Stätten? ***) Nach einer Mitteilung des Bürgermeisters von Blei= denbach wird die Benennung auf den Beuern" daselbst nur im Gemarkungsgrundbuch geführt, während sie beim Volk unge bräuchlich ist, das statt dessen auf den Staare" sagt. Die frag liche Stelle sei fumpfiges Wiesengelände und es sei sehr unwahr scheinlich, daß daselbst sich ehemals Wohnstätten befunden hätien wird nach alter fromm den 29. März begange lande im Bewußtsein habt. In der Zeit de ift es wichtig, daß u daß die gemeinsame hat, daß nur durch g beruht. Der tiefste zu suchen. Die eva Das ganze evangelijd Fahrplanänder in den letzten Woc jelnen Kraftpoftfahr 21. März ab folgende Die beiden Werktag 11.05 werden aufgeh und ab Holzheim 15 tagsjahrten ab Gie ebenfalls aufgehober Tinitig taglid, nad heim 12.27, Grün 13.03. Die täglid Sonntags auf folg heim 7.10, Grüning Die Samstagsjahrt fünftig bis nach Ga * Gestohlen. Kaufhaus Elfoffer fastens eingeschlage entwendet. Es han armbanduhr aus mit Verzierungen a eine jolde aus Mi band. Bor Antau Rohlinge. 3 Ichter Zeit wiederho linge Sachbeschädigu find, zweddienliche fich mit der Kriming * Sichergestellt. Damen- Gliederarmb Dieselbe ist angebli funden worden. Ei melden. * Festgenomme K: " ירון 3. nfen. Nr. 23. Es gibt feinen Gott! J abgeschnitten, welche den Ten und mit brutaler Ge Samstag, den 21. März 1931. voll berücksichtigt worden, so kann der Arbeitnehmer beim zutändigen Finanzamt Erstattung von zuviel gezahlten Steuerbeträgen beantragen, jedoch nur in der Zeit vom 1. Januar bis 31. März jedes Jahres. Die Frist läuft demnach in wenigen Tagen ab, so daß noch nicht gestellte Anträge schleunigst eingereicht werden müßten. Formulare dazu sind bei den Finanzämtern fostenlos erhältlich. * Handwerker- Werbe- Kundgebung. Im Café Leib veran= stalten während der Reichs- Handwerks- Woche die hiesigen Handwerker- Innungen und-Vereinigungen gemeinsam mit dem Ortsgewerbeverein und der Handwerkskammer- Nebenstelle eine große Werbe- Kundgebung. Herr Dr. Wagner- Marburg hält im Rahmen der Veranstaltung einen Vortrag über ,, Das Handwerk und die Zukunft der deutschen Wirtschaft." Man darf wohl erwarten, daß für diese Kundgebung des einheimischen Handwerks und Gewerbes das größte Interesse besteht. und den Gläubigen Det cht an den russischen Gren orgestoßen bis in das Her Menschen an der Spike! Welt glüdlich werden soll! Sages soll dienen, daß die ewigem Stoff geworden ist. sich selbst zum Gott. das Bedürfnis gehabt, das als das höchste erkennen. - Der Mensch mit allen sei nvollkommenheit foll Gott Sen, daß ein Gott in eine uß er sich Allmacht vorfügen Gott, der einen Nugen da Seit führte dann zur Selbft Sochmut. So groß der gott mmergestalt wird der Un chein von Wahrheit, Moral s bei denen noch etwas zu Der Zu I mit all seiner abgemejje ich selbst sein? en und zuletzt den Menschen Dann hat auch ein Zufall Ormt und Metallstüde zur predigen? st, von allen Punkten führt ießlich zu einem Schöpfer, Natur, nur einen Wurm im Wer kann die Urelemente, g nach ewigen Gesetzen ohne lein am Weg, von jedem schen und Tier und von den fenbarung Gottes. t. Lobet und preiset ihn. Sonntagsschreiber. erfer. vom 15. bis 22, März. Ed es rührt mich immer, m der Wand rbeitszimmer, Rand, erade Elle, en Griff, lantem Schliff der Stelle, wozu es fromme, orthin fomme perfsmann. an. as man treibt! idte Hand! wir? Was bleibt ein Traum, ein Tand. Will Vesper. Sirz 1931 nträge mehr berüdfichtig n den Lohn- und Gehalts 3 auch Steuerbeträge dur rden abgeführt werden, die chnet, ungerechtfertigt find lich den Anspruch, für jähr und entsprechende Zujchläg zu bleiben. Sind im Lauf Arbeitslosigkeit( auch teil zarbeit die Freibeträge nid en ,, Nachbar"( althochdeutsc hochdeutsch: nahgebur, späte 3ogelbauer. Wie Gießen di Se den Gizzen oder Geizzen auf ,, se den buoron", zu det en Urkunde aus dem 8. Jah Ortsname Bramaren" po chriebene Form für Beuer ns findet sich in den spätere aus dem 13. Jahrhundert Ortsname ,, Beuern" nur no ngen und Beuern auf den dagegen mehrfach: oberdeuti usw.; niederdeutsch: Jbben men. allerdings in scheinbarem ch unbebaute und unbewohnt an denen der Name Beuern Landau) 1000 Schritte not 12 Fuß hohen Hügel am red albuch des ehemaligen Amis 2 fand Pfarrer Schid- Burg in der Gemarkung Bleident ezug darauf, daß die fragli m und der Felda fich befinde B ,, auf den Beuern" ,, auf d er noch feltisch bior( Waffe ht ausgeschlossen, daß man e doch mit einstigen Wohnftätte ich die Zusammensetzungen enebift- Beuren anders dent des Bürgermeisters von Bl f den Beuern" bajelbst nur ährend sie beim Bolt a f den Staare" fagt. Die fr elände und es sei sehr unma Wohnftätten befunden hat * Lustbarkeiten in der Karwoche. Auf Grund der Verfügung des Herrn Ministers des Innern vom 10. März 1924 zu Nr. M. d. J. 7792 und 19. März 1929 zu Nr. M. d. J. 12376 haben am Palmsonntag, den 29. ds. Mts., öffentliche Lustbarkeiten zu unterbleiben. Theatralische und Kinovorführungen werden nur dann zugelassen, wenn die Darbietungen ernsteren oder belehrenden Inhalts sind und der besonderen Bedeutung und Weihe dieser Tage angepaẞt sind. Am Karfreitag, den 3. April 1931, sind nach wie vor öffentliche Lustbarkeiten jeder Art, auch solche An den übrigen mit ernstem Hintergrund, nicht erlaubt. Tagen der Karwoche einschließlich Ostersonntag find theatralische Vorführungen und Konzerte aller Art, einschließlich Begleitmusik bei Lichtspielen zulässig, wenn sie ebenfalls ernsten, be= lehrenden Inhalts sind und der Bedeutung und Weihe dieser Tage angepakt werden. Deffentliche Tanzlustbarkeiten werden für diese Tage grundsätzlich nicht genehmigt. Die für die Karwoche vorgesehenen Konzertprogramme sind im 1. Polizei- Bezirk, Zimmer 4, zweds Prüfung sofort, spätestens bis 25. ds. Mts., in doppelter Ausfertigung einzureichen. * Buz- und Bettag. Der Hessische Landes- Buß- und Bettag wird nach alier frommer Sitte wieder am Sonntag Palmarum, Den 29. März begangen werden. Er hat von jeher im Hessenlande im Bewußtsein des Volles eine besondere Bedeutung ge= habt. In der Zeit der Not, wie wir sie gegenwärtig erdulden, ist es wichtig, daß unser Volt als ganzes sich darauf besinnt, daß die gemeinsame Not in gemeinsamem Unrecht ihre Ursache hat, daß nur durch gemeinsame Buße Hoffnung auf Besserung beruht. Der tiefste Grund aller Not ist auf sittlichem Gebiet zu suchen. Die evangelische Kirche fordert daher am Buẞtag das ganze evangelische Volk auf zu ernster Begehung des Tages. * Fahrplanänderungen der Kraftpost Gießen- Gambach. Die in den letzten Wochen eingetretene andere Benutzung der einzelnen Kraftpostfahrten der Linie Gießen Gambach hat vom 21. März ab folgende Fahrplanänderungen erforderlich gemacht: Die beiden Werktagsfahrten ab Gambach 9.40 und ab Gießen 11.05 werden aufgehoben. Die beiden Fahrten ab Gießen 16.30 und ab Holzheim 15.20 fallen Samstag aus. Die beiden Sonntagsfahrten ab Gießen 16.05 und ab Holzheim 17.20 werden ebenfalls aufgehoben. Die Mittagsfahrt nach Gießen verkehrt fünftig täglid, nach folgenden Zeiten: ab Gambach 12.15, Holzheim 12.27, Grüningen 12.35, Steinberg 12.45, an Gießen Bhf. 13.03. Die tägliche Fahrt ab Gambach 6.40 nach Gießen ist für Sonntags auf folgende Zeiten festgesetzt: ab Gambach 7.00, Holzheim 7.10, Grüningen 7.18, Steinberg 7.30, an Gießen Bhf. 7.50. Die Samstagsfahrt ab Gießen 14.15, an Holzheim 15.05, wird hünstig bis nach) Gambach durchgeführt. * Gestohlen. In der Nacht zum Freitag wurde an dem Kaufhaus Eloffer in der Marktstraße die Scheibe eines Schaufastens eingeschlagen und zwei Herren- und eine Damenuhr entwendet. Es handelt sich bei der erstgenannten um eine Lederarmbanduhr aus Mikron- Walzgold, eine versilberte Taschenuhr mit Verzierungen auf der Rüdseite und bei der Damenuhr um eine solche aus Mikron- Walzgolddouble mit schwarzem Ripsband. Vor Anbauf wird gewarnt. * Rohlinge. Zum Nachteil der Veterinärkliniken wurde in letzter Zeit wiederholt durch bis jetzt noch nicht ermittelte Roh= linge Sachbeschädigungen verübt. Personen, die in der Lage find, zweddienliche Mitteilungen zu machen, werden gebeten, fich mit der Kriminalpolizei ins Benehmen zu setzen. * Sichergestellt. Bei der Kriminalpolizei ist eine DoubleDamen- Gliederarmbanduhr mit gelbem Zifferblatt sichergestellt. Dieselbe ist angeblich am Fastnachtdienstag im Seltersweg gefunden worden. Eigentumsberechtigte wollen sich auf 3immer 24 melden. * K Festgenommen. Festgenommen und in Untersuchungshaft ,, Gießener Zeitung" gebracht wurden: Der Melter Bernhard Löwer aus Vilbel und der Mechaniker Julius Rauch aus Ravensburg. Ersterer war wegen Betrugs, Rauch wegen Diebstahls zur Festnahme ausgeschrieben. * Einbruch und Aufklärung. Bei dem in Ofarben wohnhaften Gutspächter Wendel wurde in der vergangenen Nacht ein Wohnungseinbruch verübt, wobei dem Täter ein größerer Geldbetrag in die Hände fiel. Die Ermittlungen seitens der Landeskriminalpolizeistelle Gießen sind im Gange. Aufgeklärt wurde durch die gleiche Dienststelle ein fürzlich in OberBessingen verübter Einsteigediebstahl. Als Täter wurde ein 21jähriger ortsansässiger Wagner ermittelt. * Geschäftsverlegung. Das in Gießen und Umgegend bestens bekannte Institut für Heil- und Lichtbäder, Massage und elektrische Heilbehandlung des Herrn L. Kraz siedelt dieser Tage von der Schulstraße in die Diezstraße 11 part. in vollständig neu hergerichtete Arbeitsräume über. Seit Oktober letzten Jahres sind ausschließlich Gießener Handwerker damit beschäf= tigt unter Leitung des hiesigen Architekten Schuhmacher etwas Vollendetes auf diesem Gebiete zu schaffen. Am gestrigen Freitag war die Presse zur Besichtigung der neuen Geschäftsräume gebeten und konnte sich davon überzeugen, daß Herr Krayz keine Schwierigkeiten gescheut hat, um seinen Betrieb in modernen Räumen vorbildlich einzurichten. Das Institut enthält in mehreren Abteilungen alle Einrichtungen für medizinische Bäder, Massage und Lichtbehandlung. Eine Badestube dient zur Verabreichung medizinischer Bäder, besonders für Gicht-, Ischias- und Rheumakranke. In einem anderen Raum ist eine Moorbadanlage, eine Anlage für hydroelektrische Bäder, Sitzbäder und elektrische Vierzellenbäder eingerichtet. Eine Abteilung dient der Behandlung durch Dampf, Heißluft- und Glühlichtbäder, vereinigt mit Wannen- und Brauseanlagen. Mit den modernsten Apparaten ist ein Raum für die elektrische Massage, mit Bendelanlagen zur Gelenkigmachung verletzter Glieder usw. vorgesehen. Mehrere Höhensonnen, Sollux- und Vitaluglampen warten neben einer Diathermieanlage in zwei weiteren Räumen auf die Patienten. An alle Abteilungen Ein Warte schließen sich zur Nachbehandlung Ruhezellen an. zimmer und das Sprechzimmer vervollständigen das Ganze. Der Betrieb ist nach dem neuesten Stand der Technik mit modernen Heiz-, Licht- und Signalanlagen versehen und entspricht in seiner schlichten und überaus hygienischen Aufmachung den heutigen Ansprüchen der Heilbehandlung. Hinter dem Haus ist eine Ruheanlage für Badegäste vorgesehen, die hier ungestört, mit dem Ausblick in den botanischen Garten, die Wirkung der verordneten Bäder und Kurbehandlung vertiefen können. Herr 2. Kratz, der sein Institut seit 1905 dauernd vergrößerte und dem Stande der ärztlichen Wissenschaft anpaßte, hat mit seinen neuen Arbeitsräumen etwas Vorbildliches geschaffen, um das uns manche Großstadt beneiden kann. Wir wünschen dem angesehenen Institut in seinen neuen Räumen eine segensreiche Zukunft zum Besten nicht zuletzt der Kranken unserer Heimat= stadt. Die neuen Arbeitsräume sind auch für den Laien äußerst sehenswert und können morgen, Sonntag, nachmittag von jedermann besichtigt werden. * Kulturfilm- Veranstaltung. Am Sonntag, 22. März, vormittags 11.15 Uhr, wird im Lichtspielhaus in Verbindung mit der Hessischen Bildstelle Darmstadt und des Kreisschulamts Gießen der Ufa- Kultur- Tonfilm ,, Am Rande der Sahara" ge= zeigt. Jm Beiprogramm fommen Teile aus dem in Arbeit befindlichen ,, Vogelsberg- Film" zur Vorführung. * Wiedersehensfeier ehem, 117er, sowie Ersatz- und Kriegsformationen, Res. 222, Landwehr- Regt. 93, 94, Jnf.- Regt. 186, 358, 390, 625, Musketen 1 und 2, Armierung 108, 116, 134. Erstes Treffen in der alten Garnison Mainz am 30. und 31. Mai, sowie 1. Juni 1931. Kameraden! Meldet Euch jetzt schon beim Kameraden A. Reith, Mainz. * Straßensperrung. Der in der Feldgemarkung Schiffenberg liegende Wagenborner Weg ist wegen Chaussierungsarbei= ten bis auf weiteres für Fuhrwerke gesperrt. Ein seltenes Jubiläum eines geborenen Gießeners. Fünfzig Jahre vermählt. Im engsten Familienkreise und in aller Rüstigkeit feierte vor einigen Tagen das weitbekannte und allgeachtete Ehepaar, Herr und Frau Otto Wißner, in Brooklyn( Newyork) das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar, Herr Otto Wigner sen., ist Gründer und Präsident der weltbekannten Pianofabrik WißEr wurde am 2. März 1858 in Gießen ge= ner& Sons. boren. Die Firma Otto Wigner& Sons, Inc., steht heute als ein Millionenunternehmen da. Der Seniorchef ist vom Nr. 23. frühen Morgen bis zum Abend in der Fabril und in den Ausstellungsräumen noch tätig. Da Herr Wißner sein ganzes Leben hindurch mit der Entwicklung des Boroughs Brooklyn eng verfnüpft war, ist er einer der wärmsten Befürworter des Schlagwortes ,, Brookly first!" Den Hauptanteil an seinen ungewöhn lichen Geschäftserfolgen schreibt Herr Wißner sen. aber auch mit seiner lieben Gattin, einer geb. Bederling, zu, von der er anläßlich seines 50. Geschäftsjubiläums vor drei Jahren sagte: Hätte sie nicht stets gespart und wäre mir die treusorgende Gattin und die liebevolle Mutter unserer Kinder gewesen, dann hätte ich mein Unternehmen nicht zu dem machen können, was es jetzt ist. In welchem Maße der ehrwürdige Leiter des Wißnerschen Unternehmens stets sein Deutschtum betont hat, ist weithin bekannt. Besonders dem Sängerwesen widmete er sein tätiges Interesse. Aus Nah und Fern. Langsdorf( Krs. Gießen). Der Gemeinde- Voranschlag für das Rechnungsjahr 1931 liegt bis zum 27. März auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Butzbach. Auf der Straße nach Bad Nauheim bei der sogenannten Mörler Höhe verunglüdte ein mit etwa 20 Personen besetzter Kraftwagen. Der Wagen überschlug sich zweimal. Die Insassen wurden aus dem Wagen geschleudert und teilweise schwer verletzt. Ein Mann liegt hoffnungslos im Krankenhaus. Weitere 14 Personen konnten nach Anlegung von Notverbänden wieder entlassen werden. Bad Nauheim. Der Angestellte einer hiesigen Amtsstelle, der nach erfolgter Urkundenfalschung und Unterschlagung von Geldern flüchtig gegangen war, konnte jetzt in Stuttgart feſtgenommen werden. Ulrichstein. Da der seitherige Beigeordnete Karl Geiß zum Bürgermeister gewählt worden ist, wird am 22. März ein neuer Beigeordneter gewählt werden. Als Kandidaten fungieren Sparkassenrechner Meiski, Schmiedemeister Wilhelm Schmidt und Landwirt Friedrich Wilhelm Stein. Dillenburg. Um das städtische Defizit zu decken, wird es notwendig sein, nicht nur die Erhöhung der Biersteuer auf die in der Notverordnung festgelegten Säße vorzunehmen, sondern auch das Drei- bis Vierfache der Bürgersteuermindestsätze einzuziehen. Die Marburger Festspiele 1931 sind wieder beschlossene Sache. Ein großer Garantiefonds ist von Marburgern und von Auswärtigen gezeichnet. Auch die Provinz hat sich in Anerkennung der überragenden künstlerischen Leistungen der Festspiele und ihrer Bedeutung für den ganzen deutschen Westen zur finanziellen Beteiligung entschlossen. Ueberdies schließt das St. Elisabeth- Jubiläumsjahr für Marburg, die Stadt des Elisabethdomes und Elisabethgrabes, ganz besondere Verantwortung in sich, muß doch nach den bisherigen Anmeldungen mit einem zahlreichen Besuch aus dem Ausland gerechnet werden. Das Programm der Veranstaltungen wird in Kürze bekannt gegeben werden. Neue Bücher. Darf man noch an einem Vergnügen teilnehmen? Ja; denn auch Vergnügen fann einen höheren, ethischen und sozialen Sinn erhalten, wenn anderen damit Brot und Arbeit gegeben wird. Etwa 250 000 Familien sind in Deutschland von den Einnahmen des Gastwirtsgewerbes direkt abhängig; dazu kommen noch Hunderttausende von Menschen, die indirekt beteiligt sind. Die Leserschaft der ,, Hadebeils J. 3." Nr. 12 wird über dieses Gewerbe durch einen reich illustrierten Artikel informiert. Inge, Cilly, Grete, Nora, Liesel, Magda und viele andere frische deutsche Mädels, die in der deutschen Sport- und Turnbewegung an der Spitze stehen, sind in der neuen Woche" zu sehen und schreiben dort über sich selbst und über den deutschen Frauensport. „ Hessenland". Monatsschrift für Landes- und Volkskunde, Kunst und Literatur Hessens, herausgegeben von Dr. C. Hitzeroth( Verlag N. G. Elwert, Marburg- Lahn) liegt jetzt das 3. Heft des 42. Jahrganges vor. Dr. E. Beder nimmt Stellung zur Neugliederung Hessen- Kassels und des Rhein- MainGebietes". Dr. Ph. Losch plaudert über das Gestüt ,, Beberbed" und Hegemeister i. R. Löffert über„ ,, Raubwild" in den kurhess. Jagdrevieren. Der Artikel„ Die hessischen Freiheiten" wird fortgesetzt. Weitere Arbeiten beschäftigen sich mit„ Papins Dampfzylinder" und der„ Gemeinschaftswerbung für das Lahntal." Das Heft enthält wieder eine Anzahl schöner Bilder. Damit Ihr Sohn im Leben vorwärts kommt ist eine gründliche Berufsausbildung nötig. Die Kosten dafür sind allerdings beträchtlich und vom laufenden Einkommen nur schwer aufzubringen. Aber wenn Sie schon jetzt gegen mäßige Beiträge eine Ausbildungs- Versicherung abschließen, dann steht das erforderliche Kapital zum gewünschten Zeitpunkt zur Verfügung, selbst wenn Sie den Tag nicht mehr erleben. So ermöglichen Sie Ihrem Sohn eine ungestörte BerufsEntwicklung und erfolgversprechendes Schaffen im späteren Berufe. Die Beiträge sind um so niedriger, je früher Sie abschließen! Nr. 22. Mittwoch, den 18. März 1931. ,, Gießener Zeitung" Hörf es alle! Liebe Hausfrauen! bleibt bei der guten ,, Der Türmer Deutsche Monatshefte". Monatlich ein Heft im Umfange von über 100 Geiten mit ca. 60 prächtigen, 3. T. farbigen Bildern. Preis nur 1,50 Mt., Verlag Heinrich Beenten in Berlin SW. 19.- Mit dem März- Heft wird gezeigt, daß der alte Türmer- Geist sich der neuen Zeit anzupassen vermocht hat. Bildaufsäge zum 10jährigen Gedenktage der Oberschlesischen Abstimmung, zum 100. Geburtstage von Bodelschwingh, ein Aufsatz über die neuen deutschen Ausgrabungen in Athen und Aufsätze zum 700. Todesjahr der deutschen Volks: LOBA- BEIZE, aber probiert doch heiligen Elisabeth von Thüringen, bekunden das Streben der Zeitschrift. Besondere Anerkennung verdient die in diesem Heft zu Ende gehende Frigische Geschichte von Katharina Blod: Ulrike, die Siegerin von Zorndorf. Das ist jener echte vaterländische Geist, der uns so nottut in unserer Zeit. Die Rubriken ,, Türmers Tagebuch" und ,, Auf der Warte" nehmen freimütig und vielseitig Stellung zu all den Problemen unserer Zeit und unseres Volfes. Berantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. 21 Billiger... Bohnenkaffee wird billiger, Malzkaffee wird billiger, Kornkaffee wird billiger, Getreidekaffee wird billiger, wenn er mit Mühlen Franck gewürzt ist... deshalb die gute Kaffeewürze Mühlen Franck zu jedem Kaffee. 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Die Reichs teilt, daß sie den S nehmer den Schieds die Berbindlichleitsc Reichstanzler D Vorversammlung des über die allgemeine Durch eine Veror Baden die Realsteuer gejentt. Zum ersten Apri rium die Neubejegun and Schneidemühl du Der Rätetongrej plan für den Ausbau rforderlichen Aufträg geben werden, die chließen gewillt find Unter dem Bori Rat von Flandern Flanderns vorzubere Auf den Brüssel ift ein Revolveranschl Eine von der sp verfügt die Wiederh gelegten Grundrechte. hoben. Die Zahl der betrug in der zweiter Aus dem Die Einladung cm Mittwoch, dem 2 Bunfie, die in zwei Ten. Der wichtigite Tage über die Eritred jahr 1930 bis zum 1931. Weitere Regi Des Gejeges über die berziehen, die Abän Die Henderung des tende Berjahren we ordneten, das Bejteu Abänderung der Ge Friedensstr. 2 Tel. Hansa 28326 12 Ffm. Vertreterbesuch unverbindlich Abänderung des G Mitglieder des Lan perfchiedenen Fratt