Nr. 14 imus an der Mojel Weinberge der Stadt an und in die Mosel. gestreift. Die Regie: En gegen weitere Fels fabrikant Kommerzien eines Unglüdsfalles. des neuen Bojtamtes Be hinab; er starb auf ແຕ່. wien haben zur Vergeführt. Die größte Auf der Straße von en aus Seenot. alte" ist am Sonntag pfer Swiftway" im Die„ Swiftway" hatte um nach Limerid zu ber See das Steuerge hilflos auf den Wellen I wurde vom deutschen mmen. Der Sturm war B und zweimal ausge Dampfer in Queenstown Cr ,, Swiftway" zu Ende. er. Sriftenfolge Schlachten 5 8. August 1918, von eister a. D. Herrmann. tigem Buchschmud, fünf g und 3 mehrfarbigen Stalling, Oldenburg bleinenband 4,20 RM.; archiv hat als Abschluß des Weltkrieges" nun„ Die Katastrophe des ben. In neun Jahren, tendarstellungen. Den Geschehnisse des Welttscher Männer vor Vergefallenen Helden des das war die Aufgabe, Man darf dem Reichs: cht hat. Der jetzt vorDes 8. August 1918" ist genen Gründlichkeit und der Folge einen würdi was die schriftstellerische die dunkelste Zeit bes 25 deutschen Westheeres! der deutschen 2. Armee fachen Antwerpen und die ersten Bände der ophe im August 1918! n vier Jahren wachsenrungen vollzog sich die die Masse der Streiter n war? - Man schlägt dern, den Band Somme - hiernach war auch das ormieren Sie sich in der alles Wissenswerte. Sie n erschienene neueste Numen Auskünfte gibt und die and steuergerechter Gelbft Ferdinand von Bulgarien, hungsreisender, hat Afrika hat seine Reise- Erlebnisse gelegt. Die Woche", die 7 der Lage, seinen Artikel viele feltene Photos dazu, then. an Klein in Gießen. Dilige Griffens Einkommen von RM 600.Werben v. Abonn.f Zeitfdir. erfich geboten. Bewerbungen Poftichließt. 6, Braunschweig. ehr wird tüch tem nkhörer wissen: Das ausnk- Programm der en interessanten den Sie in der nkzeitschrift undfunt RM2- Eine N24 genügt in Probeheft Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. - Politische Rundschau. Der Reichsrat hat die Wahlreformvorlage angenommen, die eine Abschaffung der langen Listen, eine Verkleinerung der Wahlkreise, die Beseitigung der Reichslisten, die Abschaffung Des amtlichen Stimmzettels und eine Vereinfachung des Wahlvorschlagverfahrens bringt. Im Haushaltsausschuß des Reichstages sprach Innenminister Dr. Wirth über die Frage der Filmzensur, wobei er fich scharf gegen die kommunistische und nationalsozialistische Propaganda wandte und für die Aufrechterhaltung der Zensur eintrat. In der Wandelhalle des Reichstages kam es gestern abend zu einem aussehenerregenden Zwischenfall. Ein alter Herr gab auf den früheren Reichsminister Dr. Külz mehrere Schüsse ab, Die fehlgingen. Der Täter ist ein 72 Jahre alter Vorzugsrentner namens Schmitt aus Wittinghausen bei Würzburg. Er wies sich als Vertreter von Rentnerorganisationen aus und erklärte, daß er die Schüsse( aus einer Schreckschußpistole) abgegeben habe, um Die Deffentlichkeit auf die von ihm verfochtenen Forderungen zu Lenten. Der Rektor der Kopenhagener Universität erklärte, Deutschland müsse die Zahlungen aus dem Youngplan einstellen, bis auf die 660 Millionen, die durch Einnahmen der Reichsbahn gesichert seien. Wie in Wiener parlamentarischen Kreisen verlautet, werden der Reichskanzler Dr. Brüning und der Reichsaußenminister Dr. Curtius am 3. März in Wien eintreffen. Die Regierung hat Donnerstag für die Zeit vom 21. Fe bruar bis zum 28. Februar d. J. einschließlich für das gesamte Gebiet der Pfalz alle öffentlichen Versammlungen der Kommunisten und Erwerbslosen unter freiem Himmel und in Sälen verboten. Darüber hinaus sind auch alle übrigen Versammlungen unter freiem Himmel verboten, ausgenommen kirchliche Beranstaltungen und dergleichen. Der Hauptausschuß des Preußischen Landtages nahm am Donnerstag den Gesetzentwurf über die Abänderung der Grundvermögenssteuer an. Danach sollen Wohnungsneubauten in Zukunft acht Jahre lang von der staatlichen GrundvermögensSteuer befreit sein, während die bisherige Regelung nur fünf Freijahre vorjah. Im neunten und zehnten Jahre wird die staatliche Grundvermögenssteuer auf die Hälfte ermäßigt. Der deutschnationale Deerberg hat an die deutschnationale Fraktion des Preußischen Landtages mitgeteilt, daß er auf bringenden ärztlichen Rat sein Mandat niederlege. Gestern abend wurde vor der Wiener Staatsoper ein Attentat verübt, von dem noch nicht feststeht, ob es gegen den hier veilenden König von Albanien, Achmed Zogu, oder seine Begleiter gerichtet war. Ein Begeliter brach tot zusammen, ein anderer wurde schwer verletzt. Sämtliche ostoberschlesischen Gewerkschaften haben beim Demobilmachungskommissar gegen die bevorstehenden MassenentLassungen bei der ostoberschlesischen Schwerindustrie Einspruch erhoben und um eine Vermittlungsaktion durch den Arbeitsminister gebeten. Der Demobilmachungskommissar begab sich nach Warschau, um über die von den Arbeitern geäußerten Wünsche mit dem Arbeitsminister in Verhandlungen einzutreten. Santiago Alba, der sich immer noch in Paris aufhält, Fagte, daß die neue spanische Regierung nur ein UebergangsBabinett sei, das nicht von langer Dauer sein werde. Bei einem Presseempfang erklärte der aus Südamerika zuRückgekehrte Generalsekretär des Völkerbundes, daß man dort allgemein mit einem neuen Kriege in Europa rechne, und daß Die stärksten Befürchtungen hinsichtlich der Auswirkungen der Baneuropaarbeiten bestehen. Der Bruderkrieg der Mazedonier, der über 100 Todesopfer gefordert hat, ist durch ein Abkommen zwischen den beiden feindlichen Parteien beendet worden. Trotz verzweifelter Obstruktionsversuche der Anhänger Hoowers hat der Senat die Kriegsteilnehmeranleihe verabschiedet. Die tubanische Regierung hat eine durchgreifende Bankenand Währungsreform in Angriff genommen. Als Folge von ernsten Arbeiterunruhen in verschiedenen Städten von Paraguay hat die Regierung über Asuncion und mehrere andere Städte den Belagerungszustand verhängt. Von den 9000 Belegschaftsmitgliedern der Hütte Meiderich Ruhrort haben sich über 3200 in ihren Antworten an Oberbürgermeister Dr. Jarres für die Arbeitsaufnahme ausgespochen. Die Ausfuhr aus den Vereinigten Staaten während des Monats Januar ds. Js. betrug 250 Millionen Dollar gegenEber 410 Millionen Dollar im Januar des vorigen Jahres. Nach Verabschiedung des Reichshaushaltes. Berlin. Es scheint nunmehr ziemlich feststehende Tatsache zu sein, daß sich der Reichstag nach Beendigung des Haushalt planes, also um Mitte März herum, auf etwa sechs Monate vertagen wird, um dann erst wieder zu erneuter gesetzgeberischer Tätigkeit zusammenzutreten. Man ist zu der Erkenntnis geEommen, daß dieser verstümmelte Reichstag für andere Auf( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 21. Februar 1931 gaben, als den Haushaltplan zu erledigen, unfähig ist und daß sich deshalb eine Ruhepause nicht vermeiden läßt, um auch der Regierung Zeit zu geben, sich ungestört den verschiedenen Arbeitsproblemen zuzuwenden, die besonders auf wirtschaftlichem Gebiete der Erledigung harren. Man rechnet damit, daß die Nationalsozialisten in dieser Sigungsperiode nicht wieder in den Reichstag einziehen, auch nicht zur Beratung des Wehretats, da man im Lager der äußersten Rechten offenbar folgendermaßen kalkuliert: Es liegt für uns kein Grund vor, die Sozialdemokratie aus ihrer schwierigen Stellung zu befreien, den Heeresetat anzu: nehmen. Versagen nämlich die Genossen, dann würde für das Kabinett Brüning die schwierige Lage entstehen, die man auch bei den Sozialdemokraten in diesem Augenblid unbedingt vermeiden will. Außerdem bekunden die Nationalsozialisten, daß ihnen der Heeresetat zu niedrig erscheint, somit für sie auch aus diesem Grunde keine Veranlassung vorliege, sich für ihn ein zusetzen. Es ist also anzunehmen, daß der Heereshaushaltplan mit der jetzt bestehenden Mehrheit bewilligt wird und Herr Breitscheid und seine Leute sich dazu verstehen müssen, den Bau des Panzerkreuzers nicht zu sabotieren. Die Anregung zu der Reichstagsvertagung ist von der Reichsregierung ausgegangen, die die Schwierigkeit der Lage des Reichstages erkannte und in der Parlamentspause die einzige Möglichkeit sieht, ohne erhebliche innerpolitische Schwierigkeiten über den Sommer hinwegzukommen. Die anderen noch im Reichstag vertretenen Parteien haben sich dann allmählich auch zu diesem Standpunkt bekannt. Es wird sogar in Erwägung gezogen, nicht eine Vertagung eintreten zu lassen, sondern einen Schluß der Session. Die neue Session würde dann bestimmungsgemäß im Spätherbst ihren Anfang nehmen. Wie man die Frage lösen wird, steht zur Stunde noch nicht fest. Auf jeden Fall geht das Bestreben der Reichsregierung darauf hin, daß der Reichstag aus sich selbst heraus und völlig freiwillig den Beschluß faßt, eine längere Pause in seinen Beratungen eintreten zu lassen. Bericht über die wirtschaftliche Lage des Handwerks im Monat Januar 1931. Die vorliegenden Berichte über die wirtschaftliche Lage des Handwerks im Monat Januar sind diesesmal durchweg besonders ungünstig. Wohl gehört der Berichtsmonat für die Mehrzahl der Handwerksberufe stets zu den stillen Geschäftsmonaten; in diesem Jahre hat jedoch, in Uebereinstimmung mit der allgemeinen wirtschaftlichen Krise, das Beschäftigungsniveau im Handwerk einen Tiefstand erreicht, wie nie zuvor. Während in normalen Jahren wenigstens einige Bekleidungshandwerke unter dem Einfluß der Festlichkeiten und sonstigen gesellschaftlichen Veranstaltungen in dieser Zeit, sowie ein Teil der papierverarbeitenden Handwerke, wie Buchdrucker und Buchbinder, gut beschäftigt zu sein pflegen, melden in diesem Jahr auch diese Berufe übereinstimmend große Geschäftsstille. So berichtet beispielsweise das Friseurgewerbe, das während der Faschingszeit sonst Hochkonjunktur aufzuweisen hatte, weitere ungenügende Beschäftigung. Auch in der Herren- und Damenschneiderei fallen die sonst üblichen Aufträge für Gesellschaftskleidung nahezu völlig aus. Die Nahrungsmittelhandwerke haben ebenfalls unter der zunehmenden Arbeitslosigkeit sowie unter der allgemeinen Einschränkung der Festlichlichkeiten emp> findlich zu leiden. Troz verhältnismäßig milder Witterung, die eine Weiterführung der Bautätigkeit mit nur kurzen Unterbrechungen gestattet hatte, ruhte infolge der Schwierigkeiten bei der Baufinanzierung auch die Tätigkeit des Bauhaupt- und der Baunebengewerbe fast völlig. Die Betriebsinhaber mußten wegen völligen Auftragsmangels zum Teil sogar ihr Stammpersonal entlassen. Buchdrucker und Buchbinder haben unter den allgemeinen Sparmaßnahmen der Behörden, sowie dem Rückgang der gewerblichen und industriellen Produktion, sowie der Handelsumsäße sehr zu leiden. In ländlichen Gebieten hindert die anhaltende Notlage der Landwirtschaft zurzeit noch jeden Aufschwung. Durch den plöglichen Preissturz für Schweine ist sogar eine Verschärfung in den Gebieten, in denen die Schweinemast besonders betrieben wird, unverkennbar. Stark verschlechtert hat sich der Arbeitsmarkt im Handwerk. Nach den Kammerberichten ist es vereinzelt gelungen, Lohnherabseßungen durchzudrücken, jedoch wird auch gemeldet, beispielsweise von der Handwerkskammer Berlin, daß Versuche der Arbeitgeber, einen Lohnabbau herbeizuführen, zu Teilstreiks geführt haben. Als natürliche Folge des allgemeinen Konjunkturrückganges haben sich die Verhältnisse am Geld- und Kreditmarkt immer mehr verschlechtert. Das Borgunwesen nimmt zu. Namentlich läßt der Zahlungseingang aus den vielen Abzahlungsverpflichtungen anläßlich des Weihnachtsgeschäftes recht zu wünschen übrig. Die Rohstoffpreise haben unter dem Druck der Preisabbaubewegung zum Teil nachgelassen. Doch sind diese Preissenkungen noch nicht erheblich genug, um eine Senkung der Fertigwarenpreise zu ermöglichen, die ausreichend ist, um einen Anreiz zu erhöhten Aufträgen zu schaffen. Der Verdienst ist auf ein Mindestmaß herabgedrückt, um dem starfen Wettbewerb begegnen zu können. Vielfach werden Aufträge ohne jeden Verdienst übernommen, um eine Schließung der Betriebe vermeiden зи können. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Plakvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 15 Vermögensteuer 1930. Anfang Februar Ifd. Jahres wurden die Vermögensteuerbescheide für das Kalenderjahr 1930 zugestellt. Von be sonderen Ausnahmefällen abgesehen, stellen die Bescheide keine neuen finanziellen Belastungen dar. Sind die in dem vorhergehenden Vermögensteuerbescheid( für 1929) für das Kalenderjahr 1930 festgesetzten Vorauszahlungen rechtzeitig und restlos geleistet worden, so ist die in dem neuen Bescheid angegebene Steuerschuld bereits beglichen. Es scheint hiernach so, als ob der neue Bescheid völlig überflüssig sei. Das ist aber nicht der Fall. Einmal enthält der Bescheid die Aufforderung zur Lei stung der Vorauszahlungen für 1931, auf die weiter unten eingegangen wird. Außerdem bietet sich innerhalb eines Monats nach Zustellung des Bescheids die Möglichkeit, eine Ermäßigung oder eine Befreiung von der Vermögensteuer zu erwirken. Hierzu ist folgendes zu bemerken: Grundsätzlich wird für das Kalenderjahr 1930 das Vermögen in dem Umfang zur Steuer herangezogen, wie es bei der Einheitsbewertung auf den 1. 1. 1918 festgestellt worden ist. Eine Neufeststellung der Einheitswerte findet auf den 1. 1. 1939 ebensowenig statt wie auf den 1. 1. 1929 eine solche Feststellung stattgefunden hat. Für die Heranziehung zur Vermögensteuer kommen aber nicht nur die Vermögensverhältnisse, sondern auch persönliche und Einkommensverhältnisse in Betracht. Haben sich diese Verhältnisse gegenüber dem bisherigen Stand geändert, so kann eine Erhöhung der Freigrenzen und damit ein vollständiger Steuererlaß in Frage kommen. Die allgemeine Freigrenze beträgt 5000 RM. Wer weniger besitzt, ist vermögensteuerfrei. Die Freigrenze erhöht sich aber 1. auf 10 000 RM., wenn das Einkommen des letzten Jahres vor dem Feststellungszeitpunkt, d. h. dem 1. 1. 1930, also das Einkommen des Jahres 1929, den Betrag von 3000 RM. nicht überstiegen hat. Die Einkommensgrenze erhöht sich bei Haushaltungen mit zwei minderjährigen Kindern auf 4000 RM., bei drei bis vier Kinder auf 5000 RM. und bei mehr Kinder auf 6000 RM.; 2. auf 20 000 RM. oder sogar 30 000 RM., wenn der Steuerpflichtige im Jahre 1929 über 60 Jahre alt oder erwerbsunfähig geworden ist, oder nicht nur vorübergehend behindert wurde, seinen Lebensunterhalt durch eigenen Erwerb zu bestreiten. In derartigen Fällen bleibt Vermögen bis 20 000 KM. frei, wenn das Einkommen im Jahre 1929 den Betrag von 5000 RM., bei Haushaltungen mit mehr als zwei Kinder 6000 RM. nicht überstiegen hat. Vermögen bis zu 30 000 RM. bleibt frei, wenn das Einkommen im Jahre 1929 noch geringer war, nämlich den Betrag von 4000 RM., bei Haushaltungen mit mehr als zwei Kinder 5000 RM. nicht überstiegen hat. Erwerbsunfähigkeit im Sinne dieser Vergünstigung bedeutet nach der Rechtsprechung einen derartigen Grad von Erwerbsunfähigkeit, daß der Pflichtige nicht imstande ist, unter Mitberücksichtigung seines etwaigen sonstigen Einkommens( z. B. Rente, Pension, Kapitalzinsen), seinen angemessenen Lebensunterhalt nach oben begrenzt durch den Einkommensbetrag von 5000 RM. beziv. 4000 RM. zu bestreiten. Trägt die Ehefrau zum Erwerb oder zur Erhaltung des Vermögens wesentlich bei, arbeitet sie in der Wirtschaft oder in dem Betrieb des Ehemannes wesentlich mit, so tritt die Befreiung auch dann ein, wenn die Voraussetzungen hinsichtlich des Alters, der Erwerbs unfähigkeit oder der Erwerbsbeschränkung in der Person der Ehefrau vorliegen. Auf Grund dieser Vergünstigungen des§ 8 Abs. 2 Verm.-St.-G. wird für 1930 mancher Steuerpflichtiger, der noch für 1929 steuerpflichtig gewesen ist, steuerfrei werden können. Weiterhin kommen Steuerermäßigungen aus Billigkeitsgründen in Frage: 1. bei Landwirten, wenn das Einkommen im Wirtschaftsjahr 1929/30 gegenüber dem der beiden vorhergehenden Jahre um mehr als 10% zurückgegangen ist; 2. bei Hausbesitzern und Grundstückseigentümern( Baupläge), wenn im Jahre 1930 ein Haus oder ein Grundstück zu einem Preis verkauft worden ist, der um mehr als 15% oder um mehr als 20 000 RM. unter dem Einheitswert liegt; 3. bei Grundstückseigentümern bei Verkäufen von Grundstücken unter den zu 2. genannten Voraussetzungen; 4.- bei Nichtvermietung zu 120% der Friedensmiete im Jahre 1930. Die Voraussetzung für eine Ermäßigung gilt nicht als gegeben, wenn das Grundstück infolge zu hoher Mietpreisforderung nicht vermietet ist oder weil andere besondere Umstände, z. B. ein Umbau des Hauses, vorliegen. Bei größeren Mietausfällen kann eine Ermäßigung nur dann erwirkt werden, wenn die Entrichtung der Steuer im Einzelfall eine Härte bedeutet; 5. wenn der Eigentümer des Grundstücks zur Bestreitung des Lebensunterhalts auf die Hausrente angewiesen ist und den sich aus der im Jahre 1928 erfolgten Höherbewertung des Grundstücks ergebenden Mehrbetrag an Vermögensteuer ohne Gefährdung des Lebensunterhalts schlechthin nicht entrichten konnte; 6. wenn es sich um kleinere, zwangsbewirtschaftete, ausschließ Samstag, Samstag, den 21. Februar 1931. lich vom Eigentümer bewohnte Villen handelt, sofern sein übriges Vermögen und Einkommen so gering war, daß er bei voller Entrichtung der Steuer die Villa nicht länger halten könnte. ,, Gießener Zeitung" dem Stand vom 1. 1. 1931 den Betrag von 20 000 RM. nicht übersteigt. Soweit aber Vorauszahlungen gefordert sind, der Steuerpflichtige aber glaubt, daß sein Vermögen nach dem Stande vom 1. 1. 1931 feine 20 000 RM. erreicht, muß Antrag auf Stundung der Vorauszahlungen gestellt werden. Für die ab 1. 1. 1931 festzusetzende Vermögensteuer wird im Frühjahr 1. J. die Abgabe einer Vermögenserklärung verlangt, welcher diesmal eine ganz besondere Bedeutung zukommt, einmal, weil sie Grundlage für die Vermögensteuer bis zum 31. 3. 1935, für die Aufbringungsleistungen, aber auch für die Grund- und Gewerbesteuer bildet. Nach Erscheinen der noch ausstehenden Durchführungsbestimmungen für die neue Veranlagung wird hierüber weiteres ausgeführt. Nr. 15 drückt hat, ähnlich wie auf anderen Wirtschaftsgebieten auch auf dem Wohnungsmarkt am Bedarf vorbeiproduziert. also Aus dieser Sachlage sind in den neuen Grundsätzen des Reichs für den Kleinwohnungsbau, die auf der Notverordnung vom 1. Dezember 1930 fußen und im Einvernehmen mit den Ländern aufgestellt wurden, die Folgerungen gezogen worden. Als Grundsatz wurde festgelegt: Mit öffentlicher Hilfe durch Baudarlehen und Zinszuschüsse aus öffentlichen Mitteln sind nur Wohnbauten zu fördern, bei denen sich wirtschaftlich tragbare Mieten ergeben, Mieten also, die den Einkommensverhältnissen der minderbemittelten Bevölkerung angepaßt sind. In der Regel dürfen die Mieten 150 Prozent der Friedensmiete entsprechender Altwohnungen nicht übersteigen. Für die Kleinwohnungen ist eine Mietspanne von 20-40 RM. monatlich festgelegt worden. Weitere Ermäßigungen aus Rechtsgründen sind möglich, wenn sich der Wert des auf den 1. 1. 1928 festgestellten Gesamtvermögens nach dem 1. 1. 1928 und vor dem 1. 1. 1931 um mehr als den fünften Teil oder um mehr als 100 000 RM. vermindert hat. Derartige Fälle werden leider nicht selten sein. Infolge der ungünstigen Wirtschaftslage werden manche Pflichtigen seit dem 1. 1. 1928 mehr als den fünften Teil ihres Vermögens eingebüßt haben, sei es durch Rückgang des gewerblichen Betriebsvermögens, sei es durch Aufnahme von Schulden. Ist die Vermögensverminderung auf Verringerung des Betriebsvermögens zurückzuführen, so ist zunächst Neufeststellung des Einheitswertes des Betriebsvermögens zu beantragen, und zwar von dem Zeitpunkt an, in dem die Verminderung mehr als ein Fünftel beträgt. Wird der Einheitswert neu festgestellt, so wird ohne weiteres auch die Vermögensteuer ermäßigt. Findet eine Neufeststellung auf einen Zeitpunkt statt, der 1. 7. 1929 liegt, so hat sie auch eine Ermäßigung der Aufbringungsleistungen für 1930 zur Folge. Im übrigen hat die Neufeststellung des gewerblichen Einheitswerts auch Rückwirkung auf die Gewerbesteuer. Selbstverständlich muß der Rückgang des Betriebsvermögens der Finanzbehörde gegenüber nachgewiesen werden. Besondere Beachtung verdient die Behandlung der Schulden. Für die Vermögensteuer ist es einerlei, ob die Schulden mit dem Gewerbebetrieb zusammenhängen oder nicht. Dagegen ist für die Aufbringungsleistungen und für die Gewerbesteuer wichtig, daß sämtliche Schulden, die Gewerbebetrieb zusammenhängen, auch bei der Feststellung des gewerblichen Einheitswerts berücksichtigt werden. Dies wird zum Nachteil des Steuerzahlers noch viel zu viel übersehen. Weitere Steuerermäßigungen sind möglich, wenn sich das der Vermögensteuer zugrunde liegende Vermögen nach dem 1. 1. 1928 um mehr als den fünften Teil oder um mehr als 100 000 RM vermindert hat. Derartige Verminderungen werden bei der schlechten wirtschaftlichen Lage vielfach vorkom men. Soweit sich der Grundbesitz unverändert gehalten hat, kann sich eine Vermögenseinbuße bei den übrigen Vermögensteilen ergeben haben, z. B. durch Verringerung von gewerblichem Betriebsvermögen, durch Verlust von Kapital oder durch Schuldaufnahme. Besonders wichtig ist es bei Gewerbetreibenden, das Betriebsvermögen richtig zu ermitteln, weil hiervon die Aufbringungslast und die Gewerbesteuer beeinflußt werden. 3. B. ist es für die Vermögensteuer ohne Bedeutung, ob Schulden beim Betriebsvermögen oder erst nach Feststellung des Bruttovermögens abgezogen werden. Dagegen ist eine richtige Behandlung von Bedeutung für Gewerbesteuer und Aufbringungslast. Auch Hypothekenschulden können als Schulden des Betriebs behandelt werden. Tie mindern u. U. sehr we fentlich den Einheitswert des Betriebsvermögens. Beim Haus: besitz kommt es oft vor, daß bauliche Umänderungen vorgenom men und die erforderlichen Mittel geliehen werden. In der artigen Fällen wird meistens die Auffassung vertreten, den Schulden stehe ein Mehrwert des Hauses gegenüber, weshalb steuerlich keine Vergünstigung möglich sei. Diese Auffassungen sind oft unzutreffend. Oft handelt es sich nicht einmal um Verbesserungen, sondern um Instandsetzungen. Alsdann bleibt der Einheitswert unverändert. Verbesserungen und Umbauten führen nur dann zu einer Berücksichtigung bei der Einheitsbewertung, wenn dadurch der Wehrbeitragswert, also der Friedenswert, um mehr als 15 Prozent erhöht wird. lichen Bauaufwendungen sind aber stets höher als eine etwaige Erhöhung des Friedenswerts. Es kommen hiernach trot erheblicher Aufwendungen vielfach keine Aenderungen in der Einheitsbewertung des Grundstücks in Frage. Auf der anderen Seite können aber die mit den Aufwendungen zusammenhängenden Schulden sehr oft im Wege der Neufeststellung des Ge samtvermögens berücksichtigt werden. Neufeststellungen sind auch aus anderen Gründen möglich, z. B. infolge gänzlichen oder teilweisen Abbruchs von Gebäuden, infolge Vermögensabtretungen an Kinder, infolge Ablebens eines Ehegatten bei Hinterlassung von Kindern. Die Erbteile der Kinder sind bei diesen selbst steuerpflichtig. Hierdurch kann teilweise Steuerfreiheit erreicht werden. Soweit Grundvermögen oder Betriebsvermögen in Betracht kommt, ist Antrag auf Neufeststellung der entsprechenden Einheitswerte zu stellen. Im übrigen genügt es, wenn Neufeststellung des Gesamtvermögens beantragt wird. Es können jetzt auch noch Aenderungen des Jahres 1928 und 1929 nachgeholt werden. Vermögensteuer für 1931. Die tatsäch vor dem mit dem Das muß naturgemäß selbst wenn man eine Verbilligung des Baues infolge Rückgangs der Baukosten in Rechnung stellt ein Zurückschrauben der Ansprüche in bezug auf Wohnungsgröße und Wohnungsausstattung bedeuten. Die Wohnfläche soll fünftig 32-45 qm betragen und bei Wohnungen, die für Familien mit Kindern bestimmt sind, 60 qm nicht überschreiten. Ausnahmen sind nur unter gewissen Bedingungen zugelassen. Was ferner die Wohnungsausstattung betrifft, so soll jeder überflüssige Aufwand vermieden werden. Heizung, Warmwasserversorgung und die Anlage ähnlicher zentraler Einrichtungen im Hause soll nur dann zulässig sein, wenn die Lasten der Mieter dadurch nicht erhöht werden. Sogar auf die Einrichtung von Bädern für die einzelnen Wohnungen wird im Interesse billiger Mieten vielfach verzichtet werden müssen. Vermögensverminderungen können aber auch aus anderen Gründen vorliegen. 3. B. infolge von Todesfällen. Stirbt einer der Ehegatten mit Hinterlassung von Abkömmlingen, so erben in der Regel die Kinder drei Viertel und der überlebende Ehegatte ein Viertel des Nachlasses des Verstorbenen. Da jedes Kind für sich selbst vermögensteuerpflichtig ist, kann hierdurch eine wesentliche Minderung der Vermögensteuer herbeigeführt werden, einmal wegen der Freigrenzen und außerdem wegen des Steuertarifs. Ebenso verhält es sich bei Vermögensübergaben an Kinder, bei Aufwendungen für Aussteuer oder Ausstattung. Die Vermögensveränderungen brauchen nicht erst im Jahre 1930 eingetreten zu sein. Alle Aenderungen nach dem 1. 1. 1928 kommen in Frage. K- I. Der kürzlich zugestellte Bescheid enthält auch die Aufforde rung zur Leistung von Vorauszahlungen für 1931. Grundsäßlich sind die Vorauszahlungen in derselben Höhe zu leisten wie für 1930. Eine Aenderung in der Höhe der Vorauszahlungen wird künftig eintreten, wenn der Einheitswert für das Gesamtvermögen infolge von Verminderungen neu festgestellt wird. In seltenen Fällen werden die Vorauszahlungen auch höher werden können, und zwar dann, wenn eine Neufeststellung nach oben vorgenommen worden ist, z. B. infolge Erbschaftserwerb, Bei vielen Steuerpflichtigen wird die von Vorauszahlungen handelnde Stelle des Bescheids durchstrichen sein. Wo dies der Fall ist, sind keine Vorauszahlungen mehr zu leisten, weil vermutet wird, daß die Steuerpflichtigen am 1. 1. 1931 kein Vermögen von mehr als 20 000 RM. haben. Ab 1. 1. 1931 ist nämlich die allgemeine Freigrenze auf 20 000 RM. erhöht worden, so daß es nicht angängig ist, von den Pflichtigen Vorauszahlungen zu fordern, die bisher weniger als 20 000 RM. Vermögen besaßen und bei denen nach Lage des einzelnen Falles bestimmt erwartet werden kann, daß das Vermögen auch nachy Der Bräliminarfrieden vom 26. Februar 1871. Der Einfach bauen - billig wohnen. - Das Kr den 22. Feb Umzüge, ins Veranstaltu Organisatio erftredt fich Veranstaltu Man ita boten, ach fo Jahrzehnte o man fich fau auch wirklich entspricht eb lijche" belad war doch au fam vor, da mit in die perfönliche 2 lichen Ausdr Rechen und und dazu fa mit feinem richtet von Es hat nicht an Stimmen gefehlt, die diese neuen Grundsätze für den Kleinwohnungsbau als einen Rückschritt bezeichnen, der in bevölkerungspolitischer und hygienischer Beziehung gleichermaßen zu bedauern sei. Gewiß wäre der Bau geräumiger und besser ausgestatteter Wohnungen wünschenswert. So wie die Dinge heute jedoch liegen, erscheint es jedenfalls besser, den minderbemittelten Volksschichten und sie sind es, die unter der Wohnungsnot am meisten zu leiden haben fleine und einfache Räume billig zur Verfügung zu stellen, als Wohnungen zu errichten, deren Mieten für die Mehrzahl der Wohnungssuchenden mehr oder weniger unerschwingbar sind. Daß bevölkerungspolitische und gesundheitliche Rücksichten auch im Rahmen der neuen Baugrundsätze nicht vernachlässigt wurden, dafür nur ein Hinweis. So ist beim Neubau 3. B. auf gute Belichtung und Besonnung der Wohn- und Schlafräume zu achten. Einfach und billig das ist die Devise, die künftig im Wohnungsbau herrschen soll. Die Zustände auf dem Wohnungsmarkt und die allgemeine Wirtschaftsnot zwingen dazu. Einer Erfahrungstatsache gilt es dabei vor allem Rechnung zu tragen: die Mieten für Neubauwohnungen übersteigen in ihrer Höhe heute noch vielfach die Leistungsfähigkeit der breiten Volksschich= ten. Es hat sich z. B. gezeigt, daß selbst besserbezahlte Arbeitnehmer davor zurückschrecken, eine Neubauwohnung zu bisher üblichen Mietsätzen zu übernehmen. Bekannt ist ferner, daß viele Bewohner von Neubauten schwer an der Last der für ihre Einkommensverhältnisse zu hohen Mieten tragen zum Nachteil ihrer sonstigen Lebenshaltung. Es ist eben vielfach zu ieuer gebaut worden, feils unter dem Druck zu hoher Baukosten, teils infolge zu hohen Aufwands für Wohnraum und Wohnungsausstattung. Nicht selten wurde also, wie man es zuweilen ausge= Eigentlich haben die Friedensverhandlungen gleich nach Sedan begonnen. Nach Ausrufung der dritten französischen Republik am 4. September 1870 stand Bismard auf dem Standpunkte, daß für ihn, als zu Verhandlungen legitimierte Vertreter nur drei Faktoren in Betracht kämen: Napoleon III., der als Kriegsgefangener in Wilhelmshöhe weilte, dann die Kaiserin Eugenie, die Impératrice Régente", die schon am 23. Juli 1870 die Regierungsvollmachten von ihrem Gemahl erhalten hatte, und schließlich der Marschall Bazaine. Kanzler hielt das Empire nach wie vor für allein imstande, dem Norddeutschen Bunde und seinen Alliierten einen Frieden in gesetzlichen Formen zu gewähren, und, was noch wichtiger war, dauernd zu garantieren. In diesem Sinne ließ er durch seinen Presse- Bearbeiter Dr. Busch die offiziöse Presse informieren. Deutschland hat sich einfach die Frage vorzulegen: Was nützt uns mehr, ein schlecht behandelter oder ein gut behandelter Napoleon? Und wir denken, daß die Frage sich nicht schwer beantworten läßt?" - Niederschlagung von Winzerkrediten. Berlin, 20. Febr. Der Reichstagsausschuß für Volkswirtschaft beschäftigte sich am Freitag mit der Frage der Winzerkredite. Die Regierung hatte beschlossen, daß die rückständigen Zinsen für die den Winzern in den Jahren 1928, 1929 und 1930 gewährten Kredite niedergeschlagen werden bezw., soweit sie bereits bezahlt sind, auf das Darlehen angerechnet werden sollen. Der Ausschuß stimmte diesem Beschluß zu. Ferner sollen die Darlehen für 1931 mit 1% Prozent verzinst und innerhalb zehn Jahre zurückgezahlt werden. nistische Monarchie sei oder unter König Heinrich V. stehe er wünsche nur, einer festen Regierung gegenüber zu treten, die ihm die Abtretung von Metz und Straßburg gewährleisten fönne. Wenn ein Mitglied der Regierung der ,, nationalen Verteidigung" ihn aufsuchen wolle, so werde er den Abgesandten freundlich empfangen. Für die von ihm beabsichtigten unverbindlichen Verhandlungen benötigte Bismark einen Agenten, den er jederzeit fallen lassen konnte. Er fand ihn in der Person eines gewissen Hellwitz, der behauptete, den Kaiser Napoleon III. seit langem persönlich zu kennen, da er als Geheimagent des Kaisers fungiert habe und stets Zutritt zu ihm gehabt hätte. Schon am 8 September traf Hellwitz in Kassel ein. Napoleon gab ihm eine ausweichende Antwort: er ließ durch Hellwig erklären, er sei als Gefangener zu Unterhandlungen überhaupt nicht berech tigt, allein die Kaiserin- Regentin sei zuständig. Er wiederholte also nur den Bescheid, den er Bismard schon in Donchéry erteilt hatte. Am Nachmittag des 18. September traf Hellwit wieder in Meaux ein; er hatte nichts erreicht. Durch englische Vermittlung tamen die Unterredungen zustande, die am 19. und 20. September in Haute Maison und Ferrières zwischen Bismard und Jules Favre stattfanden. Volfstrauertag und evangelische Kirche. Am Sonntag Reminiszere den 31. März wird wieder an vielen Orten ein Volfstrauertag zum Gedächtnis der Kriegsgefallenen begangen. Die evangelische Kirche nimmt an der Ehrung unserer Gefallenen ganz besonderen Anteil. Sie hat dies u a. dadurch begründet, daß sie für den Totensonntag alljährlich besondere Gedenkfeiern anordnete. Auch für den Sonntag Reminisze re veranstaltet sie besondere kirchliche Feiern dann, wenn durch ortspolizeiliche Anordnungen jede Tanz- oder sonstige Lustbarkeiten, die dem Charakter des Tages widersprechen würden, verboten werden. Die allgemeine Anordnung tirchlicher Feiern für den Volkstrauertag ist ihr jedoch leider solange unmöglich, als nicht durch reichs- oder landesgesetzlichen Schutz dieser Tag allgemein eingeführt und allgemein vor Mißbrauch geschützt ist. Jules Favre hatte namens der Regierung der nationalen Verteidigung" dem Auslande verkündigt, Frankreich werde feinen Zollbreit Landes, feinen Stein von seinen Festungen abtreten. Adolphe Thiers bereiste Europa, um Hilfe zu suchen. Bismard wirkte den Anstrengungen, das deutsche Volt um den Siegespreis zu bringen, in einem ausgedehnten Presse- Feldzug und mit amtlichen Noten entgegen. Er stellte französische Untaten an den Pranger und teilte Europa mit, die einmütige Stimme des deutschen Volkes verlange, daß Deutschland gegen die Bedrohungen und Vergewaltigungen, welche von allen französi= schen Regierungen seit Jahrhunderten gegen uns geübt worden seien, durch bessere Grenzen als bisher geschützt werde. 19. September begannen die Verhandlungen zwischen Jules Favre und Bismard. Bismard forderte den Schlüssel unseres Hauses", das Elsaß. Jules Favre übermittelte diese Bedingungen der Regierung in Paris. Inzwischen hatte sich Bismard entschlossen, ein zweites Eisen ins Feuer zu legen und auch mit den Vertretern der dritten französischen Republik zu verhandeln. Am 15. September hatte er zum Sekretär der englischen Botschaft in Paris, Sir Edward Malet, geäußert, die Tatsache, daß die deutschen Regierungen innerhalb der besetzten französischen Provinzen den Kaiser noch immer als Souverän von Frankreich anerkennten, solle in feiner Weise eine bestimmte Politik anzeigen; ihm sei es gleichgültig, ob Frankreich eine Republik oder eine orleaAm Die ans angejtam Techt ergogli Anhäng Freilich, fei Welt Lohn! zutage eine dern hatte, i sammentritt einer National- Versammlung für den 16. Oktober ankündigte. Sie sollte die Entscheidung über die fünftige Regierungsform nach Annahme des Friedens durch die Volksvertretung von einem Plebiszit abhängig machen. Régnier be= gab sich mit einem Geleitsbriefe Bismards nach Metz und von da zusammen mit dem General Bourbaki, dem Kommandeur der Kaiser- Garde, zur Kaiserin- Regentin nach Chislehurst. Die Kaiserin weigerte sich, auf die deutschen Friedensbedingungen einzugehen; sie hatte sich an den Zaren und an Kaiser Franz Jo= seph gewandt, damit diese ihren Einfluß zugunsten eines Frie densschlusses unter Vermeidung territorialer Opfer geltend machen möchten. In der Nacht vom 22. zum 23. September erhielt Bismard die Nachricht, seine Forderungen seien in Paris abgelehnt worden; sofort wies er Busch an, der Presse mitzuteilen, daß der gegenwärtige Bewohner von Schloß Wilhelmshöhe am Ende doch nicht so übel sei und daß er uns von Vorteil sein tönnte". ..Ein gut behandelter Napoleon ist uns nützlich, und darauf allein kommt es an" wiederholt er am selben Tage in einem Briefe an seinen Sohn Herbert:„ Die Rache ist Gottes. Franzosen müssen ungewiß bleiben, ob sie ihn wiederbekommen." Nachdem die Verhandlungen mit Napoleon III. ebenso wenig Erfolg gehabt hatten, wie diejenigen mit Jules Favre, begann er durch den Agenten Régnier Verhandlungen mit dem Marschall Bazaine und der Kaiserin Eugenie. Régnier war ein ehrgeiziger, etwas überspannter Bonapartist, der gerne das dem Empire drohende Schicksal abgewendet hätte. Am 20. September wurde er in Ferrières von Bismard empfangen. Die Unterredung schloß damit, daß sich Régnier anheischig machte, Meg und Straßburg im Namen des Kaisers zur Uebergabe zu veranlassen, Kammer und Staatsrat des Empire einzuberufen und die Kaiserin zum Erlaß einer Proklamation zu bewegen, die den Zutreues und rüber gemad ren egoistisch handen ist! Sinn und Br und Familie Tiges Veräd foll uns aud was Hohes Aus d fchlagung un amte vom E Gericht. Die gen zufchuld Womenjahrt gen hatten. beftritt der a fein Glüd. im Amte e Zuchthaus; bei es den Milderungsg Ein V in anderen in einem Lo es zurzeit 7 Der Vorfize Johann Hör R Schaff wirtschaftlich Bestellt und Handwerksar fenerzeugnifie eine wejent! neutralen auftande gel Die gew aus der E Deutschen Baris war mürbe gewo über den 23. bis 28. gen, aber er nur ein dreir nach Bordea über Krieg Derzweifelten nod immer das franzoji pertretung u bereitjinden Der napoleo hätten, von Bismard de An der zulaffen, di brudung fta von der jr Gambetta Wahlen erg Mehrheit. DeSpige der Im Auf Am 10. Oftober wurde aus Metz der General Beyer ins deutsche Hauptquartier entsandt. Er sollte sich Klarheit darüber verschaffen, welche Bedingungen bezüglich der Rhein- Armee und hinsichtlich des Friedens gestellt würden. Bismard empfing den General Boyer am 14. Oktober; die Friedensverhandlungen waren: Abtretung von Elsaß und Lothringen mit Metz und Straßburg. Boyer fehrte nach Metz zurück und erhielt dort den Auftrag, sofort zur Kaiserin- Regentin nach Chislehurst zu rei= sen. Die Nachricht von seiner Mission siderte durch. Berliner und Frankfurter Börse glaubte man am 20. Oftober an den Friedensschluß, auch in Kassel war am 20. Oftober das Gerücht verbreitet, der Friede stehe vor der Tür. Am 22. Oftober erschien Boyer bei der Kaiserin- Regentin in Chislehurst. Die Kaiserin wollte von einer Gebietsabtretung nichts wissen höchstens sollte die Kolonie Cochinchina geopfert werden! peschen zwischen Versailles und Chislehurst durch Vermittlung des preußischen Gesandten in London, des Grafen Albrecht von Bernsdorff, gingen hin und her. Schließlich wandte sich Euge nie persönlich in einem Briefe an König Wilhelm und appellierte an sein Königsherz und an seinen soldatischen Edelmut. Auch an Bismard telegraphierte jie nochmals: Ich bin bereit, dem Marschall Bazaine Vollmacht für die Friedensverhandlungen zu erteilen und ihn zum kaiserlichen Statthalter( Lieutenant General de l'Empire) zu ernennen." Auch diese Verhand lungen scheiterten. Am 18 Oktober fehrte Thiers mit leeren Händen von sei ner Rundreise an die europäischen Höje zurück; er hatte ,, Europa nicht zu Hause angetroffen". Erneut verhandelte er vom 30. Ottober bis zum 7. November mit Bismard, Léon Gambeita entfachte den nationalen Krieg". Bis mard wurde von der Besorgnis der Einmischung der Neutralen gequält. Für mich spizte sich daher meine Aufgabe dahin zu, mit Frankreich abzuschließen, bevor eine Verständigung der und die Min fung: nicht e gegeben. Zu on entschlo mit Straßbu mit Mek w abigung in eingeholt wa Die Gejamte Der Berhand jeitgejekt Die Bed feitgelegt un Dige Sagrifti Entr le comte le Che Monfieu Nr. 15 aftsgebieten auch auf oduziert. uen Grundfähen des if der Notverordnung Einvernehmen mit den ngen gezogen worden. ntlicher Hilfe- also öffentlichen Mitteln- enen fich wirtschaftlich eden Einkommensver ung angepast find, In Der Friedensmiete ent1. Für die Kleinwoh RM. monatlich festge man eine Verbilligung ten in Rechnung stellt bezug auf Wohnungs Die Wohnfläche soll Wohnungen, die für m nicht überschreiten. edingungen zugelassen. trifft, so soll jeder Heizung, Warmwasser Taler Einrichtungen im die Lasten der Mieter die Einrichtung von d im Interesse billiger diese neuen Grundsäke chschritt bezeichnen, der er Beziehung gleicher Bau geräumiger und nswert. So wie die jedenfalls besser, den sie sind es, die unter aben- fleine und ein en, als Wohnungen zu I der Wohnungssuchen d. Daß bevölkerungs: auch im Rahmen der wurden, dafür nur ein gute Belichtung und u achten. zerfrebiten. sschuß für Volkswirtder Frage der Winzer daß die rückständigen En 1928, 1929 und 1930 en bezw., soweit sie gerechnet werden sol zu. Ferner sollen die und innerhalb zebn elijche Kirche. März- wird wieder Sedächtnis der KriegsRirche nimmt an der Ten Anteil. Sie hat den Totensonntag allete. Auch für den ndere firchliche Feiern ungen jede Tanz oder er des Tages widerallgemeine Anordnung g ist ihr jedoch leider oder landesgesetzlichen t und allgemein vor g für den 16. Oktober über die fünftige Rens durch die Volfsver machen. Régnier be cds nach Meh und von afi, dem Kommandeur na Chislehurst. Die Friedensbedingungen dan Kaiser Franz Jo= zugunsten eines Frie ialer Opfer geltend r General Beyer ins sich Klarheit darüber der Rhein- Armee und Bismard empfing den Friedensverhandlungen ringen mit Meg und fund erhielt dort den ch Chislehurst zu rei iderte durch. An der man am 20. Oftober ar am 20. Oftober das der Tür. Am 22. Of egentin in Chislehurst. retung nichts wijlen geopfert werden! De urst durch Vermittlung es Grafen Albrecht von Blic wandte fich Euge g Wilhelm und appel joldatischen Edelmut mals: 3 bin bereit, die Friedensverhand en Statthalter( Lieute " Auch diese Verhand eeren Händen von jei urüd; er hatte„ Europa jandelte et vom 30. D d. ionalen Krieg". Bis mischung der Neutralen eine Aufgabe dahin zu ne Verständigung der Samstag, den 21. Februar 1931. Lofales. Demonstrationsverbot. Das Kreisamt hat für den Samstag, den 21., und Sonntag, den 22. Februar, für den ganzen Kreis Gießen alle Auf- und Umzüge, insbesondere alle unter freiem Himmel stattfindenden Veranstaltungen der kommunistischen und nationalsozialistischen Organisationen sowie des Stahlhelms verboten. Das Verbot erstreckt sich nicht auf die am 21. und 22. Februar stattfindenden Veranstaltungen des Reichsbanners Schwarz- Rot- Gold. Anhänglichkeit. Man staunt heute, wenn man irgendwo einmal von Dienstboten, ach so, Hausangestellten hört, die durch Jahre oder gar Jahrzehnte an ein und derselben Stätte tätig sind. Das kann man sich faum mehr vorstellen. Diese ,, alten" Leutchen sterben auch wirklich immer mehr aus. Denn diese Art Anhänglichkeit entspricht eben nicht dem Geist der Zeit, wo alles„ Patriarchalische" belächelt wird und sogar sehr verdächtig ist. Aber es war doch auch etwas Schönes um solche Dienstboten- Treue. Es tam vor, daß zu guter Letzt der getreue, dienende Hausgenosse mit in die Erbgruft der Herrschaft bestattet wurde, damit das persönliche Verbundensein noch über den Tod hinaus zum deut lichen Ausdrud fäme. Da war etwa das bäuerliche Sinnbild, Rechen und Heugabe gekreuzt, auf dem Dentsteine angebracht, und dazu kam die freundliche Inschrift:„ Hier liegt der Bauer mit seinem Knecht, und so ist's recht!" Die Geschichte be= richtet von hübschen und rührenden Zügen der Anhänglichkeit ans angestammte Herrscherhaus. Das fonnte ja bisweilen auch recht ergötzliche Formen annehmen. Anhänglichkeit ist oft und gern verwandt mit Dankbarkeit. Freilich, fein Sprichwort trifft so oft zu wie ,, Undank ist der Welt Lohn!" Davon- und Auseinanderlaufen ist gerade heutzutage eine beliebte Sache. Das Gute, das man von dem andern hatte, ist so bald vergessen. Allein, es findet sich auch noch treues und dankbares Gedenken. Kein Aufhebens braucht da= rüber gemacht zu werden. Genug, daß so etwas auch in unse= ren egoistischen und materialistischen Zeiten tatsächlich noch vorhanden ist! Ein Nächstes und Gegebenstes nach gut deutschem Sinn und Brauch ist die Anhänglichkeit im Rahmen von Sippe und Familie. Nichts Dümmeres fann es geben, als ein schnoddriges Verächtlichmachen solcher Treugesinnung. Entsprechend Joll uns auch die Anhänglichkeit an Heimat und Vaterland etwas Hohes und Herrliches bleiben. * Aus dem Gerichtssaal. Unter der Anklage der Amtsunterschlagung und der schweren Urkundenfälschung standen zwei Beamte vom Bahnhof Oberrosbach bei Friedberg vor dem hiesigen Gericht. Die Angeklagten hatten sich ansehnliche Unterschlagungen zuschulden kommen lassen, die sie bei dem Verkauf von Wochenfahrkarten und bei der Berechnung von Frachten began= gen hatten. Während der eine seine Verfehlungen eingestand, bestritt der andere hartnädig die Anklage. Er hatte jedoch damit lein Glück. Der Staatsanwalt beantragte wegen Verbrechens im Amte eine Strafe von 1½ Jahren bezw. 1 Jahr 2 Monate Zuchthaus; das Gericht erkannte auf je 1 Jahr Gefängnis, wobei es den Angeklagten ihre bisherige gute Lebensführung als Milderungsgrund anrechnete. * Ein Verband der hessischen Blinden. Nach dem Vorgehen in anderen Ländern haben sich die Blinden Hessens nunmehr auch in einem Landesverband zusammengeschlossen. In Hessen gibt es zurzeit 761 Blinde, von denen bisher 160 organisiert sind. Der Vorsitzende des Landesverbandes der hessischen Blinden ist Johann Hörn, Darmstadt. * Schafft dem Handwerk Arbeit. Erkennt die große volks= wirtschaftliche Bedeutung des Handwerks durch die Tat an! Bestellt und kauft beim Handwerker, er ist der Fachmann! Handwerksarbeit ist im Grunde preiswerter als„, billige" MasFenerzeugnisse. Denn als gediegene Wertarbeit perbürgt sie eine wesentlich längere Lebensdauer. Der Verlust von Aufneutralen Mächte über ihre Einflußnahme auf den Frieden zustande gekommen wäre." Die gewaltigen Entsaz- Armeen, die Gambettas Feuer- Atem aus der Erde stampfte", zerschellten an dem Heldenmute der Deutschen Truppen. Der Krieg ging seinem Ende entgegen. Baris war durch die Beschießung, durch Hunger und Aufruhr mürbe geworden. Am 23. Januar begannen die Verhandlungen über den Waffenstillstand mit Jules Favre. Die Woche vom 23. bis 28. Januar brachte Bismard die schwersten Anstrengun gen, aber er bewies glänzend seine Meisterschaft. Vorerst wurde nur ein dreiwöchentlicher Waffenstillstand geschlossen, damit eine nach Bordeaux zu berufende National- Versammlung die Frage über Krieg und Friede entscheide. Gambetta wollte trotz der werzweifelten Lage die Hoffnung auf eine günstige Wendung mod) immer nicht aufgeben; er erließ nochmals einen Aufruf, das französische Volk möge eine national gesinnte, tapfere Volks vertretung wählen, die nur zu einem ehrenvollen Frieden sich bereitfinden ließe. Deshalb sollten alle Personen, welche von Der napoleonischen Regierung ein höheres Amt angenommen Hätten, von der Wählbarkeit ausgeschlossen sein. Als jedoch Bismard dem Minister Favre erklärte, er könne nicht Wahlen zulassen, die unter der Herrschaft von Willkür und UnterBrückung stattfinden sollten", wurde das Wahldekret Gambettas von der französischen Regierung für null und nichtig erklärt. Gambetta sah sich gezwungen, seine Entlassung zu nehmen. Die Wahlen ergaben, wie zu erwarten war, eine starke tonservative Mehrheit. Der 74jährige Thiers trat als Präsident an die Spitze der Republik. Im Auftrage der National- Versammlung begaben sich Thiers und die Minister Favre und Picard nach Versailles. Die Lofung: nicht einen Fuß breit Landes zu opfern, war längst aufgegeben. Zur Abtretung des Elsaßes mit Straßburg war Thiers hon entschlossen. Bismard forderte aber nicht bloß das Elsaß mit Straßburg und Belfort, sondern auch Deutsch- Lothringen mit Meh wurde geheischt und überdies eine Kriegstosten- Enthädigung in Höhe von sechs Milliarden Francs. Im Laufe der Verhandlungen willigte Bismard, nachdem Molttes Rat eingeholt war, ein, daß Belfort den Franzosen belassen bleibe. Die Gesamtentschädigung wurde auf fünf Milliarden Francs fitgesetzt. Die Bedingungen des Vorfriedens wurden in zehn Artikeln festgelegt und am 26. Februar 1871 in Versailles das denkwürdige Schriftstüd unterzeichnet, das also beginnt: ,, Entre le Chancelier de l'empire germanique Monsieur le comte Otto de Bismard- Schoenhausen und le Chef du Pouvoir exécutif de la République française, Monsieur Thiers." ,, Gießener Zeitung" trägen und Absatzmöglichkeiten durch Regiebetriebe und durch die Zunahme der Schwarzarbeit, die Anziehungskraft der Warenhäuser, der Einheitspreisgeschäfte und Konsumvereine, sie mehren im Handwerk den Hunger nach Arbeit und unterbinden ganz von selbst Ueberforderungen. * Versammlung. In einer Protest- Rundgebung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei spricht am Sonntag, dem 22. Februar, abends 8.15 Uhr, in der Turnhalle Reichstagsabgeordneter der NSAPD. Ringshausen von Offenbach. * Oeffentliche Vorträge über Physiologie. Ueber„ Die Funktionen des Nervensystems" spricht am Sonntag, dem 22. Februar, um 11.30 Uhr, im Physiologischen Institut Professor Dr. Bürker. * Konzertverein. Als neuntes Konzert fommt am Donnerstag, dem 26. Februar 1931, abends 7.30 Uhr, das Oratorium von G. F. Händel ,, Der Messias" zum Vortrag. * Allgemeiner Deutscher Frauenverein. Frau Dr. Gertrud Bäumer hält am Samstag, dem 21. Februar, abends 8.15 Uhr, im großen Hörsaal der Universität einen Vortrag über ,, Familie und Beruf im Frauenleben". * Bund ,, Königin Luise". Heute, Samstag, den 21. Februar, abends 8.15 Uhr, hält Frau von Ulrich- Kassel in der ,, Stadt Lich" einen Vortrag über„ Die Stellung der Frau zu Deutschlands Not". * Goethe- Bund. Der 4. Dichterabend ist am Montag den 23. Februar, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula. Aus eigenen Werken wird Edwin Erich Dwinger lesen. * Obst- und Gartenbauverein. Am Sonntag, dem 22. Februar, nachmittags 3 Uhr, findet im Kaufmännischen Vereinshaus die Hauptversammlung statt. Herr Garteninspektor Rehnelt wird einen Vortrag über ,, Rosen und ihre Pflege" halten. * Deutschnationaler Handlungsgehilfenverband. Heute, Samstag abend, 8 Uhr, ist im Heim, in der Lonystraße, ein Lichtbildervortrag ,, Mit dem DHV. in die Schweiz". * Geflügel- und Vogelzuchtverein 1897 e. V. Beim Gastwirt Henkel( Walltorstraße) Samstag, den 21. Februar, abends 8.30 Uhr, Monatsversammlung. * 50. Deutscher Aerztetag. Die Deutsche Aerzteschaft rüstet in diesem Jahr zum 50. Deutschen Aerztetag, der am 18. und 19. Juni in Köln stattfinden wird. * Jagdkalender für Februar in Hessen( mitgeteilt vom Hess. Jagdklub, Darmstadt). Mit dem 1. des Monats hat bekanntlich die Schonzeit für fast alles Wild begonnen. Zum Abschuß frei ist nur noch Schwarzwild, männliches Edel- und Damwild, Fasanenhähne, Waldschnepfen, Sumpfschnepfen, Trappen, Brachvögel, Kiebitze, alles Raubzeug, wilde Kaninchen und wilde Tauben. Die gesetzliche allgemeine Hegezeit in Wald und Feld ist erössnet. Der sorgsame Jäger, der seinem Wild ein Schutz, ein Hort sein will, findet trotzdem jetzt immer Arbeit im Revier durch Beschickung der Fütterungen, durch reichliches Auslegen von Salzpfannensteinen, die zur Gesunderhaltung und zur Förderung des Aufbaues der Trophäen von größter Wichtigkeit sind. Nicht zu vergessen ist, daß gerade jetzt strengste Aufsicht im Revier dringendstes Erfordernis ist. Schon beginnt die Reihzeit der Wildenten. Die Füchse ranzen. Gegen Ende des Monats nimmt der Raubvogelzug seinen Anfang, der Strich der Waldschnepfen beginnt. Wenn auch die Feldhühner bei uns noch in Ketten zusammen sind, so ist doch am Benehmen der Hasen das kommende Frühjahr schon zu bemerfen. Hoffentlich bleibt uns ein strenger Nachwinter erspart. Gesunde Küche im März. Wichtiges Erfordernis für eine gesundheitsgemäße Ernährung ist die Verabreichung einer gemischten, d. h. alle Nährstoffe in genügender Menge darbietenden Kost. Da steht run im März die Hausfrau vor einer besonders schwierigen Aufgabe. Der Gemüsemarkt ist öde und leer, denn auch der letzte Kohl= topf ist verschwunden. Frisches, heimisches Obst fehlt gleichfalls. Die Mandarinen haben Saft und Kraft verloren, einzig die Apfelsine tann uns noch Vitamine bieten. Die auch im März noch geltenden Gebote der Fastenzeit mahnen, als EiweißAuf deutscher Seite unterzeichnete den Vertrag außer Bismark noch für Bayern der Graf Otto von Bray- Steinburg, für Württemberg der Freiherr August v. Wachter und für Baden der Minister Julius Jolly; für Frankreich unterschrieb als Minister des Aeußeren Jules Favre. Am 10. Mai-- also zehn Wochen später tam nach erneuten, langwierigen Verhandlungen, die erst in Brüssel, dann in Frankfurt a. M. geführt wurden, der Frankfurter FriedensVertrag zustande; an seinem Eingang steht diesmal: le Prince Othon de Bismard- Schoenhausen", da Bismard am 21. März gelegentlich der Eröffnung des ersten deutschen Reichstages in den Fürstenstand erhoben worden war. Erst ein Machtwort Bismards hatte die schleppenden Verhandlungen beschleunigt; Bismard sah sich zu start ,, ultimativen Noten" veranlaßt. In einer Instruktion vom 24. April betont er: Die schroffe Unnachgiebigkeit der französischen Regierung steht in einem eigentümlichen Kontrast mit der hilfsbedürf= tigen Begehrlichkeit, mit welcher sie seit sechs Wochen eine Konzession nach der andern von uns wie ein Recht fordert, während sie ihrerseits auch nicht eine der Verpflichtungen erfüllt, welche sie vertragsmäßig übernommen hat." Bis zuletzt behielt Bismard auch das„, napoleonische Eisen" im Feuer. Nach Angabe des Herzogs von Gramont hätte Bismard noch in den Schlußverhandlungen das ,, bonapartistische Ge= spenst vor den Gesandten der Republik heraufbeschworen, um einen letzten Druck auf ihre Entschließungen herbeizuführen. Dr. Ludwig Roth. Stubenluft. Von H. Klepp- Berlin. Es gibt ein durchaus untrügliches Mittel, um festzustellen, ob die Luft in einem geschlossenen Aufenthaltsraum für MenNr. 15 spender in erster Linie Fisch, insbesondere den billigen und abwechslungsreichen Seefisch, heranzuziehen. Als Kohlehydratträger muß jetzt die Hausfrau ihre Zuflucht zu den Hülsen- u. Mehlfrüchten nehmen. Erbsen, Linsen und Bohnen als Brei, als Suppen oder als Gemüse fommen dabei in Betracht. Sie enthalten vorwiegend Kohlehydrate, geringe Mengen eines nicht vollwertigen Eiweißes und führen im Körper zu vermehrter Säurebildung. Es muß deshalb für Zugabe anderer, den Säureüberschuß ausgleichender Nahrungsmittel, wie Milch und Kartoffel, stets Sorge getragen werden. Da die Hülsenfrüchte infolge ihres hohen Gehalts an Faserstoff im allgemeinen schwer verdaulich sind und zur Bildung von Blähungen Anlaß geben, sollten sie nur von magengesunden Menschen genossen werden, auf der anderen Seite aber regen sie die Darmtätigkeit an und fördern nicht selten die Stuhlentleerung. Von den für die menschliche Ernährung verwendeten Getreideprodukten seien als inländische Graupen, Grütze, Grieß und Hirse genannt. Da bei ihrer Herstellung zweds Entfernung der unverdaulichen Zellulose außer den Kohlehydraten die wich tigsten Nährstoffe des Getreidekorns verloren gehen, so ist ihr Nährwert nur ein beschränkter. Aehnliches gilt für den Reis, der als ausländisches Getreideprodukt vielfach in der deutschen Küche Verwendung findet. Was die Hausfrau als Reis im Laden zu kaufen bekommt, ist aber fein Naturreis, sondern ein durch Schleifen, Polieren und Färben verändertes Reiskorn, dem vor allem die unter der Schale sitzenden Vitamine fehlen. Daher führt einseitige, ausschließliche Ernährung mit Reis zu der unter dem Namen ,, Beri- Beri" bekannten Mangelfrankheit. In Deutschland wird der Reis ja stets in Verbindung mit anDeren, vitaminhaltigen Nahrungsmitteln, wie Milch, Früchten, Käse und dergleichen mehr, genossen oder als Beilage zu anderen Gerichten gegeben, so daß Mangelkrankheiten danach nicht auftreten können. Die Vielgestaltigkeit der Reiszubereitung, ebenso wie seine leichte Verdaulichkeit sind der Grund da= für, weshalb sich der Reis auch die deutsche Küche erobert hat. Wenn so der März ein Schmerzenskind der kochenden Hausfrau ist, so sei sie mit dem Hinweis auf den nahenden Frühling getröstet. In diesem Sinne: Auf Wiederlesen im April! Dr. C. K. Aus Nah und Fern. Ettingshausen( Kr. Gießen). Die auf den 8. März angesetzte Bürgermeisterwahl in unserer Gemeinde findet nicht statt. Es ist nur ein Wahlvorschlag eingereicht worden, der auf den seitherigen Bürgermeister Ludwig Opper lautet. Dieser ist somit einziger Bewerber und gilt als gewählt. Lich. Zu den gesetzlichen Gesellenprüfungen sind die Anmeldungen für den Bezirk Lich bis zum 1. März beim Schlosser= meister Friedrich Schmidt I. zu machen. Homberg( Kreis Alsfeld). Auf eine 50jährige Zugehörigbeit zur Freiwilligen Feuerwehr in Homberg bann der 78 Jahre alte Feuerwehrmann Georg Wilhelm zurückbliden. Dem verdienten Feuerwehrmann wurde aus diesem Anlaß im Rathause eine Ehrung bereitet. Kreisfeuerwehrinspektor KnierimAlsfeld überreichte ihm das hess. Feuerwehr- Ehrenkreuz. Demonstrationsverbot. Friedberg. Das Kreisamt Friedberg macht bekannt, daß am Samstag, dem 21., und Sonntag, dem 22. Februar, im Kreise Friedberg alle Auf- und Umzüge, Durchmärsche, Kundgebungen und Versammlungen unter freiem Himmel verboten sind, soweit sie nicht vom Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold veranstaltet werden. Insbesondere werden alle unter freiem Himmel stattfindenden Veranstaltungen kommunistischer oder nationalsozialistischer Organisationen und des Stahlhelms verboten. Friedberg. Hier fand eine stark besuchte Generalversammlung des Milcherzeugerverbandes im Frankfurter Wirtschaftsgebiet unter Leitung von Landtagsabgeordneten& enche I statt. In dieser Versammlung wurde vor allem zu der Lage auf dem meistens ersparen, wenn man sich darüber klar ist, was eigentlich am Wohlbehagen fehlt. Drei Umstände sind es im wesentlichen, die die gesundheit: liche Zuträglichkeit oder Unzuträglichkeit der Luft bedingen, nämlich der Wärmegrad, der Feuchtigkeits- und der Staubgehalt. Nun sind aber diese drei Hauptumstände durchaus nicht völlig unabhängig von einander. Zeigt z. B. das Thermometer eine durchschnittliche Zimmerlustwärme von 16° bis 18° Celsius an, so sagt trotzdem jeder, der den Raum betritt, sofort: ,, Hier ist's aber fühl!" Der Grund für diese unbehagliche Empfindung liegt in der zu geringen Luftfeuchtigkeit. Zerstäuben von Wasser durch einen der bekannten Parfümzerstäuber oder noch besser Sieden von Wasser in einem offenen Teekessel schafft hier bald Abhilfe. Umgekehrt, klagt man bei durchaus nicht übermäßig hoher 3immerluftwärme über Badosenhizze, Treibhausluft" oder dergleichen, dann ist sicher die Luftfeuchtigkeit zu hoch. Zuführung bälterer Luft durch Fenster- oder Türenöffnen setzt bald den Feuchtigkeitsgehalt der Luft herab. Man sieht, Luftfeuchtigkeit und Luftwärmegrad sind in einem gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis, bei dem ein Bestwert nicht verlassen werden darf, ohne daß körperliches Unbehagen auftritt. Aber auch der Staubgehalt der Luft wird bis zu einem gewissen Grade von der Luftfeuchtigkeit beeinflußt. Der in der Luft herumwirbelnde, feine Staub hat naturgemäß den gleichen Feuchtigkeitsgehalt, wie die ihn umgebene Luft. Von diesem Feuchtigkeitsgehalt hängt nun auch sehr stark die Schwere der einzelnen Staubteilchen ab. Feuchter Staub setzt sich daher schneller ab, als trodener. Größere Luftfeuchtigkeit bedingt also auch geringeren Staubgehalt. Man sieht daraus, daß der Feuchschen hygienisch einwandfrei ist oder nicht. Wenn sich nämlichtigkeitsgehalt der Luft in geschlossenen Räumen durchaus ein ein gesunder Mensch in einem geschlossenen Raume wohl und behaglich fühlt, dann ist auch in bezug auf Lufthygiene alles in Ordnung. Jede Abweichung vom bekömmlichen Regelzustand zeigt der menschliche Körper sofort durch Unbehagen an. Natürlich macht man dann allerlei Versuche, jenen Zustand im Raum herzustellen, bei dem das Unbehagen verschwindet. Nur sind diese Versuche vielfach planlos und darum auch meistens erfolglos. Solch plan- und erfolgloses Herumversuchen fann man sich aber Umstand ist, dem in hygienischer Beziehung recht erhebliche Wichtigkeit beizumessen ist. Auf diesen Umstand mehr als bisher zu achten und Rücksicht zu nehmen, bedeutet keineswegs Verweichlichung oder Ueberängstlichkeit, sondern macht sich sehr bald bezahlt, durch erhöhtes Wohlbehagen und was durchaus nicht zu verachten sein dürfte auch durch Verringerung der Heizungs= toften, da bei angemessener Luftfeuchtigkeit nur geringere Lustwärme vom Körper gefordert und ertragen wird. Nr. 15 Samstag, den 21. Februar 1931. Frankfurter Milchmarkt Stellung genommen. Ein längeres Referat von Dr. Sauer( Friedberg) vom Reformbund der Gutshöfe befaßte sich eingehend mit dem Thema„ Rationalisierung der Milcherfassung und des Milchabsatzes im Frankfurter Wirtschaftsgebiet im Rahmen des Reichsmilchgesetzes." Der Redner forderte im Namen der Milcherzeuger die Durchführung eines Generalplanes zur Schaffung einer Absatzgenossenschaft, um dadurch die evtl. nachteiligen Auswirkungen des Reichsmilchgesetzes vom 31. Juli 1930 abwehren zu können. Dieser Auffassung wurde in einer Entschließung an die Reichsregierung und an maßgebliche Reichstagsabgeordnete energisch Ausdrud verliehen. Schotten. Aus dem hohen Vogelsberg wird berichtet, daß dort infolge des empfindlichen Mangels an Beschäftigung die alte Vogelsberger Heimindustrie sich langsam wieder einführt und in Gestalt der Fabrikation von Korbflechterei, Packtuchweberei an verschiedenen Plätzen wieder betrieben wird. Wenn auch noch keine Ware aus dem Heimatgebiet ausgeführt wird, so arbeitet man doch emsig für den Hausgebrauch. So flink wie früher geht allerdings die Arbeit nicht vonstatten, denn es fehlt an den Gerätschaften, die alten Webstühle sind längst wurmstichig geworden und die einst vorhandene Fertigkeit muß vielfach durch guten Willen ersetzt werden. Büdingen. Der hiesige Ortsgewerbeverein hat in seiner Generalversammlung beschlossen, im Verlaufe der vom 15. zum 22. März unter dem Protektorat des Herrn Reichspräsidenten stattfindenden Reichs- Handwerkerwoche" eine Schau handwerklicher Erzeugnisse zu veranstalten. Büdingen. In den Waldungen bei Blofeld traf ein Förster auf der Streife durchs Revier einen Wilderer an, der gerade mit dem Ausweiden eines Rehes beschäftigt war. Als der Wilderer den Jäger gewahr wurde, legte er sein Gewehr an und schoß nach diesem. Der Schuß ging jedoch fehl. Nun gab der Forstbeamte einen Schuß ab. Der Wilddieb flüchtete darauf mit einem Ausschrei ins Unterholz. Obwohl der Jäger sofort die Verfolgung aufnahm, entkam der Wilderer unerkannt. Der Forstbesitz des hessischen Staates. Darmstadt. Der Finanzausschuß des hessischen Landtages beriet am vergangenen Mittwoch über das Kapitel: Forst- und Kameralverwaltung. Der Landesforstmeister gab einen Ueberblick über die außerordentliche schwierige Lage des Waldbesitzes. Die Senkung der Beforstungsbeiträge sei lediglich auf den Abbau von Forstämtern und Förstereien zurückzuführen. Die Senfung der Beträge für Hauerlöhne ist auf den verminderten Einschlag zurückzuführen. Der Finanzminister betonte, daß die Regicjagd im jetzigen Umfange erhalten bleiben müßte. So richtig es sei, daß vom wirtschaftlichen Standpunkt aus der Abbau der Forstämter sich weniger lohne, so müsse doch aus staatspolitischen Gründen daran festgehalten werden. Nach einer Aussprache wurden folgende Anträge angenommen: 1. bei der Reichsregierung für eine Erhöhung der Zölle für Schnitt- und Rundholz und für die Einführung eines Zolles für Papierholz einzuwir ken, die Einfuhr aus dem Auslande zu kontigentieren und bei staatlichen Arbeiten nur deutsches Holz zu verwenden; 2. für die fünf Forstämter des ehemals besetzten Gebietes Wegebaukosten aus dem Ruhrfonds zu entnehmen, und 3. den Betrag von 200 000 Mark Wegebautosten zu verwenden. Bensheim. Hier starb der frühere langjährige Schriftleiter des ,, Schulboten für Hessen", Oberreallehrer i. R. Kaspar Mink. Mainz. Oberbürgermeister Dr. Külb hat dem Finanzaus schuß in seiner gestrigen Sitzung den Verwaltungsrechenschaftsbericht für 1929 vorgelegt. Der Fehlbetrag von 1718 243 RM. wurde aus Mitteln des außerordentlichen Haushaltes gedeckt. Volpertshausen( Kr. Wetzlar). Bei dem gemeinsamen Nutzholzverkauf am vergangenen Mittwoch des Amtes Rechtenbach wurden auf größere Posten Eichenstammholz unserer Gemeinde überhaupt keine Gebote abgegeben, trotzdem es sich zum Teil um recht gute Qualitäten handelte. Die Gemeinde beabsichtigt nunmehr, das Holz zur Submission auszuschreiben. „ Gießener Zeitung" Kassel, 20. Febr. In Harleshausen warf ein Bädergeselle ein rohes Ei in den Kessel mit kochendem Pfannkuchenfett. Das Ei zerplatte, und das umherspritzende Fett verletzte den Werfer und einen neben ihm stehenden Bäckergesellen schwer. Die Verletzungen bei dem einen der jungen Leute waren so schwer, daß er das Augenlicht eingebüßt hat. Frankfurt a. M., 20. Febr. Am Grabe von Goethes Mutter auf dem früheren St. Petersfriedhof veranstaltete anläßlich ihres 200. Geburtstages die Stadt Frankfurt a. M. eine Gedenkfeier. Aus einem verschlossenen Schalterraum Frankfurt a. M. der Hauptpost wurden nachts aus einem Behälter 11 000 Briefmarten entwendet. Bad Orb. Nach dem Bericht über die letzter Tage stattgehabte Jahreshauptversammlung des Verkehrsvereins Bad Orb ist die Errichtung eines Schwimmbades im Orbtal geplant, das 94 Meter breit und 184 Meter lang werden und auf etwa 80 000 RM. zu stehen kommen soll. Dortmund. Aus dem Sauerland wird von einer wahren Unterschlagungsepidemie berichtet. Vielfach sind es Beamte, die aus den verschiedensten Motiven anvertraute Amtsgelder für sich verwenden. Frankfurt a. M. Das städtische Museum der Stadt Cleveland hat für eine halbe Million Dollar den Gertrudis- Altar und zwei wertvolle Kreuze der gleichen Epoche erworben, nachdem es einige Monate vorher schon sechs Stücke aus dem Welfenschatz gekauft hatte. Jetzt ist der Ankauf eines Stückes der Sammlung durch das Fogg- Museum der Harvad- Universität perfekt geworden. Den Liebhaber der Frau niedergeschossen. Aachen. Der 41 Jahre alte frühere kommunistische Stadtverordnete Heinrich Begasse wurde im Flur seines Hauses in der Harskampstraße, wo er ein Möbelabzahlungsgeschäft betreibt, von einem Chauffeur durch fünf Schüsse verletzt. Der Chauffeur, der sich selbst der Polizei stellte, gab an, er habe es rächen wollen, daß Begasse mit seiner Frau schon seit längerer Zeit ein Verhältnis gehabt habe. Die Verletzungen des Vegasse sind lebensgefährlich. Ludwigswinkel. Ein kleiner Schuhfabrikant aus Pirmasens, der in Fischbach eine Schuhfabrik errichten wollte, wandte sich deswegen zuerst an den Gemeinderat, um aus gemeindlichen Mitteln 10 000 RM. zu erhalten. Dieser Antrag wurde abgelehnt, worauf der Fabrikant ausschellen ließ, daß alle diejenigen Arbeiter, die bei ihm arbeiten wollten, zur Schaffung des notwendigen Betriebskapitals 300 RM. zeichnen sollten. Tatsächlich tamen auf diese Weise über 8000 RM. zusammen. Der gezeichnete Betrag soll den Arbeitern nun mit jeweils 5 Prozent vom Wochenlohn abgezogen werden. Saarbrüden, 20. Febr. In der Grenzstation Bruch- Mühlenbach stießen Landjäger auf zwei Italiener, bei denen man bei einer Untersuchung nach zollpflichtigen Waren große Mengen gefälschter Drei- und Fünf- Markstücke vorfand. Bei der Durchsuchung des Schlupfwinkels der Italiener, die in der Nähe von Saarbrücken wohnten, fand man auch die Formen zur Herstellung des Falschgeldes. Ein Verbrecher erschießt einen Landjäger. Dessau, 19. 2. Ein in Anhalt bekannter Verbrecher, der Arbeiter Paul Chwalinski aus Würslau( Kreis Cöthen) erschoß heute früh den Oberlandjäger Pfeil, der ihn in seiner Wohnung verhaften wollte. Drei weitere Landjäger warfen darauf Handgranaten nach Chwalinski, dem es aber infolge des dichten Nebels gelang, zu entkommen. Chwalinski, der bereits im vori> gen Jahr einen Oberlandjäger zum Krüppel geschlagen hat, wurde damals zu langjähriger Zuchthausstrafe verurteilt, doch gelang es ihm, aus der Strafanstalt zu entfliehen. Die Internationale Automobil- Ausstellung in Berlin. Berlin, 20. Febr. Die große Internationale AutomobilAusstellung Berlin 1931 wurde heute vormittag in den Ausstel= lungshallen am Kaiserdamm ohne besondere Feierlichkeit in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste eröffnet. Glückliches Stendal. Das Altmärkische Landestheater in Stendal hat den Direktor Kohl zum Pächter. Dieser Mann bringt es fertig, Oper, Operette, Schauspiel und Ballett zu pflegen, Ballettsteuer, Gar derobe und Pacht zu bezahlen und doch ohne Fehlbetrag zu wirtschaften. Das Personal zählt 80 Köpfe. Kassel. Die Verwaltung der Großen Kasseler StraßenbahnA.-G. hat mit Zustimmung des Regierungspräsidenten als Aufsichtsbehörde die Fahrpreise durch Einführung von Sonderfahrscheinhesten für Erwachsene und Kinder um durchweg 20 Prozeni gesenkt. Diese Senkung tritt mit dem 1. April in Gültigkeit. Eine allgemeine Tarifherabsetzung, die auch erwogen worden ist, konnte jedoch mit Rücksicht auf die ungünstige Gesamtwirtschaftslage der Straßenbahngesellschaft nicht durchgeführt werden. Von vornehm., besteingeführt. Versicherungskonzern wird nachweisl. tüchtiger Inspektor Lawinen- Katastrophe. Neuland am Südpol entdeckt. Oslo, 20. Febr. Das Außenministerium erhielt ein draht= loses Telegramm des Kapitäns Riiser Larsen von der norwegischen Südpolexpedition, wonach Larsen vom Flugzeuge aus ein neues Land am Südpol entdeckt habe. Das Neuland erstrect sich von 70:30 Grad südlich und 24:15 Grad östlich bis zu 68:40 Grad südlich und 33:30 Grad östlich. Larsen hat die norwegische Flagge und zugleich ein Dokument über die Besitzergreifung im Namen des norwegischen Staates über dem Neulande abge= worfen. Mit Zustimmung des Königs hat das neuentdeckte Gebiet den Namen„ Prinzessin- Ragnhild- Land" erhalten. Wien, 20. Febr. Heute vormittag ereignete sich in dem im östlichen Tirol gelegenen Filgrattener Tal eine furchtbare Lawinen- Katastrophe. Bisher wurden sieben Tote aus den Schneemassen geborgen; der Sohn eines Bauern wird noch vermißt. Die Lawine tam aus einer Höhe von 2400 Metern und riß auf ihrem Wege drei Mühlen nieder. Auch das Haus des Bauern Joseph Mayer wurde vollständig zertrümmert und der Bauer nebst seinen sieben Kindern- das jüngste ist 14jährig dem Schnee begraben. Die Mutter ist schwer verletzt. Verhafteter Defraudant. in entwicklungsfähige Stelle m. größerem Arbeitsgebiet sofort gesucht. Lebensspezialisten erhal en den Vorzug. Schriftliche Bewerbungen m. Zeugnisabschriften, lückenlosem Lebenslauf, Erfolgsnachweisen und Gehaltsansprüchen erbeten an Bezirksdirektor Manz, Wiesbaden, Adolfstrasse 3 II. Druckarbeiten Union liefert billigst unter Prag. In einem Prager Hotel wurde der Defraudant Franz Kopetzky verhaftet, der in seiner Eigenschaft als Beamter der Preßburger Hafenagentur im Verlaufe von mehreren Monaten eine halbe Million Tschechenkronen entwendet hat. Ein neuer Transport nach Guayana. Kairo. Acht Haschisch- Schmuggler sind von der Zollbehörde zu 4710 Pfund Sterling wegen des Einschmuggelns von 471 Kilogramm Haschisch nach Alexandrien verurteilt worden. Die Sendestationen Europas. Gegenwärtig sind 230 Sendestationen in Europa in Betrieb, an deren Spitze Schweden mit 31 Stationen steht. Es folgen Deutschland mit 29, Frankreich mit 26, Rußland mit 24, Eng= land mit 23, Norwegen mit 12, Spanien und Finnland mit je 9 und Italien und Polen mit je 8 Sendern. Die Gagen einer amerikanischen Filmdiva. Die Filmschauspielerin Constance Bennett ist zur Zeit wahrscheinlich die höchstbezahlte Frau in den Vereinigten Staa= ten. Wie aus Hollywood gemeldet wird, verpflichtete eine dortige Filmfirma sie für zwei Filme zu einem Honorar von 800 Dollars je Arbeitsstunde. Für ungefähr zehn Wochen Arbeit wird sie also annähernd 300 000 Dollars erhalten. Da sie für den Rest des Jahres noch bei einer anderen Filmfirma tätig sein wird, dürfte sich ihr Jahreseinkommen auf mehr als eine halbe Million Dollars belaufen. Paris, 20. Febr. Ausgerechnet am Fastnachts- Dienstag hat das berüchtigste Schiff der französischen Handelsmarine, die ,, La Martinière", die Insel St. Martin- de- Ré verlassen, um seine Fracht in Gestalt von 676 Sträflingen einem unheilvollen Schicksal in der Kolonie Guayana, dem französischen Bagno, entgegenzuführen. Rennfahrer Campbell geadelt. London, 20. Febr. Dem erfolgreichen Rennfahrer Malcolm Campbell, der in Florida einen neuen Weltgeschwindigkeitsreford für Kraftwagen aufgestellt hat, ist in Anerkennung seiner hervorragenden sportlichen Leistung der Adelstitel verliehen worden. Oeffentlicher Dank! Kostenl. teile ich gern briefl. jedem, der an Rheumatismus, Gicht, Ischias, Nervenschmerzen leid. mit, wie ich v.mein. qualv. Schmerzen d. e. garant. unschädl. Mittel( keine Arznei) befreit wurde. Nur wer wie ich die schreckl. Schmerz, selbst gefühlt hat, wird begreifen, wenn ich dies öffentl.bekanntgebe. Krankenschwester 6( Bayern) Giessen. Therese, Bad Reichenhall 456 Albin Klein, Giessen. Heizi Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken Internationale Maßnahmen der Kirchen gegen die Arbeitslosigkeit. Der ,,, Dekumenische Rat für praktisches Christentum"( Fortsetzungsausschuß der Stockholmer Weltkirchenkonferenz) hat be= kanntlich auf seiner letztjährigen Tagung beschlossen, die Kirchen der evangelischen, anglikanischen und orthodoxen Welt zur Einberujung nationaler Studienkonferenzen über die Arbeitslosig feit aufzufordern. Der Deutsche Evangelische Kirchenausschuß hat wie auch andere festländische Kirchen bereits die Einberufung einer derartigen Studienkonferenz beschlossen. ,, Schwere äußere Verhältnisse können das Leben der Seele hem= men und ersticken; die christliche Barmherzigkeit kann nicht mit wahrem Ernst ihr Werk ausrichten, ohne auf soziale Mißstände zu stoßen, deren Beseitigung unerläßlich ist!" Mit die sen Worten, die sich in dem Einladungsschreiben Erzbischofs Söderbloms zur Stockholmer Weltkonferenz fanden, ist das Motiv bezeichnet, aus dem heute die Kirchen in der Weltnot der Arbeitslosigkeit einen heiligen Ruf an sich selbst hören und vernehmen. Neue Bücher. „ Hessenland". In Heft 2, Februar 1931, beginnt Oberstleutnant a. D. von Carlshausen ein Bild seines Urgroßvater, C. Fr. Buderus, zu umreißen, des getreuen Finanzratgebers des Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. R. Langner entwirft ein Lebensbild eines anderen Finanzgenies, des aus Kassel stam= menden, später preußischen Finanzministers Fr. von Motz. Dr. Apel setzt seine Artikelreihe: Die hessische Freiheiten, fort und legt uns die Bedeutung dieses Wortes dar. Eingefügt sind fleinere Artikel. Der Kampf gegen das Alte Testament. Von M. Thilo. 43 S. 1931. Preis 1 Mk. Verlag C. Bertesmann, Gütersloh. Der Kampf um Wert und Recht des A. T. ist heute wieder entbrannt. Wer sich nicht durch einseitigen Rassestandpunkt den Blick trüben lassen will, wird darum die kleine Schrift eines berufenen Vertreters der alttestamentlichen Wissenschaft begrüßen. Ein Wort der Kirche an die Arbeitslosen. Von H. Ehrenberg. Preis 80 Pig. Billige Volksausgabe. 40 Pfg. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. Ein Mann der Kirche redet Redet nicht, nein, zu seinem arbeitslosen Bruder Arbeitslos! ringt mit saurem Schweiß um die Seele des anderen; gräbt ab Schicht um Schicht das Geröll des Mißtrauens und der Verbitterung. Was so in diesem Heft von der Kirche und dem neuen Wollen zum Kirchenvolfe gesagt ist, als eine Botschaft an oben und unten, eine evangelische Gemeinschaft wieder zu schaffen zwischen allen. Zehn Jahre ist es erst her, und doch haben wir es schon fast vergessen, das ,, Wunder an der Weichsel". So nennen die Polen ihren Sieg über die Bolschewilen vor Warschau im Jahre 1920. Am 18. März d. J. jährt sich zum zehnten Male der Tag des Friedens von Riga, der diesen bedeutungsvollen Kampf Europas gegen die Sowjets beendete. Die neueste Nummer der Münchener Illustrierten Presse( Nr. 8) bringt einen interessanten Aufsatz mit Bildern aus jenen Tagen. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Ohne Diät te leistungsfähige bin ich in kurzer Zeit 20 Pld leichter ein Kornbrennerei sucht tüchtigen, zuverlässig. Mittel, welches ich jedem ertreter gern kostenlos mitfelle. Frau Karla Mast, Bremen IIG für Gießen mit größzerem Außenbezirk. Kommissionslager Adressenschreiben wird evt. eingerichtet. vergibt noch Wilh. Uhley, Nordhausen a. Harz, M. A. John, Erfurt 841/1. Stornbranntweinbr. Schreib- und PackArbeit vergibt J. Bosch, Rudolfzell- Bodensee, Schließfach 5. * Union Union Billigster und bequemster Brennstoff Briketts Er Bezugspr Redaktionsschluß lendung nicht 44. 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