! Sr. 48 Franen, womigli To fann durch ter unter Umständen mben vermieden ebet die momentane Ent Hauptfache zu leisten itig vorher jelch eine ens durchdacht umb fende Einstellung auf chter erfolgen. ge Dr. C. Th. en werden? Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RüdSendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. ihrem ältesten Sohn 44. Jahrg. und sich dabei das mgen. Uber bald fam ter und ihrem Coba. ng und rief jogar die Mal hatte er einen als die Mutter da: Stoß, daß sie stürzte Sohn sich weiter um gegen den Sohn eine abgeschlossenen Vacht langen stuzte sich die rtrages, auf argliftige ibt Cohn ihr gegen betonte die Klägerin, möglich gebe, und daß gerechtfertigt jei. abgewiesen, da sie der ma er ,, auf ewige Zeit" den könne. Das 1, daß das Gesetz eine neswegs verbiete. Inen das ihr ungünstige zu geben. Der Vorin den Gründen- Der Mutter nicht einen digung des Vertrages Sen Hause, der Sohn unter besonders günsti erforderte das enge Einvernehmen, und der dahin ausgesprochen, otwendiges Zusammen Des einen Seils unmög fofortigen Kündigung rahtzauns Stücken. der Drahtzaan auf Zaun trennt mein chbargrundstad. Wie dessen linker Hand der Nachbar), verpflichtet, Eigenschaft als Mit iermit bofl. an, ob dies eines Grundstücks oder ter Hand Dom Gin zu bauen und zu untereu anbauender Nachbar aun abfchließen will, fo Zaun feines Nachbars nicht verpflichtet, diejem iten. Der Quer ober er floßenden Nachbarn ten werden. Es stüst Titel,§§ 162, 165 andrechts. eit, Gießen. TEN! nöpplisdorf schreibt uns: eter bezeugt, dass ich durch lästigen Flechten, an welahre gelitten habe, in 8 Taorden bin." tenlos und vertraulich! e uns sofort! eb, Zirndorf C( Bayern). Billiges Gold??? en hypothekarische SicherRückzahlungen, wenn Sie werd. Grundreell u. sicher, en. 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Die in der Notverordnung vorgesehenen Leistungsfürzun gen der Arbeitslosenversicherung sollen erst zum legtmöglichen Termin, d. h. an den Zahltagen in der Woche vor dem 13. Juli, in Kraft treten. In einem Berliner Vortrag über die Ursachen der Welttrise wies der schwedische Nationalökonom Gustav Cassel auf die Goldverknappung hin und bezeichnete die Aufhebung aller Revisions- und Kriegsschuldenzahlungen auf einige Jahre als das am schnellsten Erfolg versprechende Mittel zur Behebung der Krise. ( Gießener Tageblatt) Bei seiner Besichtigungsreise im Gebiet des MittellandKanals erklärte Reichsverkehrsminister von Guérard, er habe fich davon überzeugt, daß unter feinen Umständen davon die Rede sein könne, das große Werk des Mittelland- Kanals aufzugeben oder vorläufig einzustellen. Jm belgischen Senat erklärte der Finanzminister in Beantwortung einer gestellten Frage, die belgische Regierung denke nicht daran, irgendwelche Abänderungen des Reparationszahlungsplanes zuzulassen. Die deutsch- rumänischen Handelsvertragsverhandlungen nehmen einen erfolgreichen Verlauf. In unterrichteten Kreisen wird mit der Unterzeichnung des Vertrages für Anfang oder Mitte nächster Woche gerechnet. Der früher der Wirtschaftspartei angehörige Reichstags= abgeordnete Colosser, der mit dem Führer der Wirtschaftspartei, dem Abgeordneten Drewig, sehr ernste Auseinandersetzungen hatte, ist jetzt der Staatspartei beigetreten. Die Staatspartei erhält durch diesen Zuwachs wieder Fraktionsstärke( 15 Mitglieder). Im Sächsischen Landtag nahm Ministerpräsident Schied im Namen der sächsischen Staatsregierung gegen die Notverordnung Stellung, da sie das Ziel, die Sicherung der Finanzen, nicht erreiche. Im badischen Landtag fand ein nationalsozialistischer Antrag Annahme, der die Einführung einer Warenhaus: und Filialsteuer anregt. Die Ausführungseftimmungen des Gesetzes werden noch ausgearbeitet. Auf Antrag der Nationalsozialisten wurde das Verbot des Schächtens von Tieren im braunschweigischen Landtag angenommen. Nach dem 1. Juli 1931 darf das Vich nur nach vorheriger Betäubung geschlachtet werden. Der seitherige christlich- soziale Reichstagsabgeordnete Pfarrer Teutsch, der in Baden gewählt war, hat sich der nationaljozialistischen Reichstagsfraktion angeschlossen, die damit auf 108 Abgeordnete wächst. Auf der Tagung des Parteivorstandes und der Wahlkreisvorsigenden der DVP. wurde festgestellt, daß mit der Ablehnung der Reichstagseinberufung die politische Entscheidung nur ver: schoben sei, daß der Kampf aber weitergehe. Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, trifft die von dem Organ der revolutionären Nationalsozialisten( Strasser) aufgestellte Behauptung, daß der frühere Reichsbankpräsident Dr. Schacht seinen formellen Eintritt in die Hitlerpartei vollzogen habe, in teiner Form zu. Die seit April bei der Eisen-, Elettro- und Maschinenindustrie eingegangenen Aufträge Rußlands erreichen den Betrag von 200 Millionen Mart, Der österreichische Bundespräsident hat den Abg. Bundesfanzler a. D. Dr. Seipel mit der Bildung der Regierung betraut. Dr. Seipel hat die Betrauung angenommen und wird sofort Verhandlungen mit allen Parteien aufnehmen. Der neue spanische Botschafter in Berlin, Professor Ame= rigo Castro, veranstaltete einen Empfang für die Presse, an dem die führenden Vertreter der deutschen und der ausländischen Presse in Berlin teilnahmen. Gerüchtweise verlautet, daß Henderson sämtliche europäischen Außenminister zur Tagung des Koordinationsausschusses nach Genf einzuladen beabsichtige. Am ersten Tage seines Aufenthalts in London hatte der amerikanische Schatzsekretär Mellon eine Unterredung mit Mac: donald, an der auch Henderson teilnahm. Der französische Finanzminister und der Handelsminister haben gestern nachmittag mit den französischen Bankiers und Industriellen verhandelt, die sich demnächst zu einer Studienreise nach Mitteleuropa begeben werden. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 20. Juni 1931 40- Stundenwoche für die Behörden- Angestellten. Weitere Gehaltskürzung. Berlin. Wie der Gewerkschaftliche Pressedienst mitteilt, hatte die Reichsregierung die Angestelltenorganisationen zu einer Besprechung wegen Einführung der in der Notverordnung vorgesehenen 40Stundenwoche bei den Reichsverwaltungen und Behörden eingeladen. Der Sprecher der Regierung erklärte eingangs, daß auch auf die Länderregierungen ein Drud ausgeübt werden müsse, damit sie sich dem Vorgehen des Reiches anschlie ßen. Die Einführung der 40Stundenwoche solle eine entspre= chende Gehaltstürzung nach sich ziehen. Die hierdurch freiwerdenden Mittel sollen bedürftigen Angestellten zugute kommen. Nach eingehenden Erörterungen gaben die Angestellten- Organisationen die Erklärung ab, daß sie bindende Erklärungen noch nicht abgeben könnten. Frankreichs Finanzkampf. Berlin. Nachdem bis zum Donnerstag die Devisenabzüge bei der Reichsbank bis auf etwa 10 Millionen Mark zurückgegangen waren, ist am Freitag ein neuer Anstieg auf 50 bis 60 Millionen eingetreten. Wiederum handelt es sich um die Auswirkung ausländischer Kreditkündigungen, und zwar nunmehr in stärkstem Maße von französischer Seite. Die französischen Banken haben im Gegensatz zu den Empfehlungen der Bank von Frankreich schon Anfang der Woche begonnen, Gelder zurückzuziehen, zum großen Teil auch durch mittelbare Kündigungen, die Guthaben in Holland und in der Schweiz betrafen und Abzüge durch die Banken dieser Länder in Deutschland zur Folge hatten. Da nicht abzusehen ist, wie lange diese vorwiegend aus politischen Gründen bestimmte Attade andauern wird, muß die Frage einer neuen Diskonterhöhung als akut bezeichnet werden, obwohl die Reichsbank bisher keinerlei solche Absichten erkennen ließ. Aber die Vorsorge für die Finanzierung des Ultimo wird, wenn nicht alsbald eine völlige Beruhigung auf dem Devisenmarkt eintritt, der Reichsbank weitere Entschlüsse nicht sparen. Hoovers Europa- Interesse. Washington. Präsident Hoover erklärte gestern, er habe mit mehreren Führern beider politischen Parteien über Maßnahmen gesprochen, die geeignet seien, zur wirtschaftlichen Wiedergefundung sowohl in den Vereinigten Staaten als im Ausland beizutragen und insbesondere eine Stärkung der Lage in Deutschland herbeizuführen. Man sei sich noch nicht über bestimmte Pläne schlüssig geworden, aber die Art, in der die Vertreter beider Parteien auf die Angelegenheit eingegangen seien, sei durchaus befriedigend gewesen. Dazu wird ergänzend aus London berichtet: Der Präsident hatte zuerst eine längere Unterredung mit dem Staatssekretär Stimson, hierauf eine mit den Führern der beiden Senatsfraktionen und schließlich eine mit dem Unterschatzsekretär Mills. Der Präsident der Senatstommission für Finanzen, Smoot, ist eiligst telegraphisch nach Washington berufen worden. Die Konferenzen selbst wurden dann am Nachmittag fortgesetzt; Hoover empfing den Unterstaatssekretär Klein, der Sachverständiger für Fragen des Außenhandels ist, und eines der ältesten Mitglieder der Finanztommission des Repräsentantenhauses, Bacharach. Die neue Steuerverordnung für Zigaretten. Die neue Zigarettensteuer fommt, wie wir erfahren, am Sonnabend heraus. Mit ihr wird eine Steuerverlagerung eintreten, die uns wieder das alte System und vor allen Dingen die alten Preise bringt. Es wird also ab 1. Juli eine Staffelungssteuer eingeführt, die für Konsum- wie Qualitätszigaretten ( Konsumware= Ware bis zu 6 Pfennig pro Stüd) bei 30 Prozent beginnt und bis über 40 Prozent hinausgeht. Der Verkauf wird wieder nach dem Dezimalsystem durchgeführt werden. Zehnerpadungen enthalten also wie vor der Preiserhöhung wirklich zehn Zigaretten. Der Preis für Einzelzigaretten ist reduziert worden. Eine Vierpfennigzigarette zum Beispiel kostet nicht mehr 4,4, sondern 4 Pfennige. Der Vorschlag, auch den Einzelverkauf wieder nach dem alten Maßstab einzuführen, ist allerdings auf Ablehnung gestoßen. Lediglich die Konsumzigaretten dürfen ab 1. Juli einzeln verkauft werden und dies nur aus den Fünfzigerpadungen. Die Durchführung der neuen Verordnung stellt Handel und Industrie vor nicht leichte, in einzelnen Fällen sogar unausführbare Aufgaben. Die Fristsetzung bis zum Inkrafttreten der neuen Verordnung ist so knapp, daß die Mehrzahl der Händler kaum die Mög lichkeit haben wird, ihre alten Bestände, die Padungen zu 9 und 27 Stüd, abzusetzen. Die Industrie hat schon fürzlich die Erflärung abgegeben, daß es technisch nicht möglich sei, die noch im Handel befindlichen Bestände umzutauschen. Die Deutsche Staatspartei und die hessische Regierung. Auf der letzten Sigung des Landesvorstandes der Deutschen Staatspartei in Hessen wurde eine Entschließung gefaßt, in der Abg. Schreiber aufgefordert wird, die Fraktionsgemeinſchaft mit der Demokratischen Vereinigung aufzuheben. Außerdem stellte der Vorstand in dieser Entschließung fest, daß die Staatspartei seit ihrer Gründung im Hessischen Ministerium nicht vertreten ist. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 49 Schrumpfung des Einkommens. Ueberaus einschneidend sind die Wirkungen der Krise auf die Entwicklung des deutschen Volkseinkommens. Noch liegt zwar darüber feine genaue Aufrechnung vor, die den gesamten Umfang der Wirtschaftstragödie von dieser Seite, von der Seite der Einkommensschrumpfung her, im exakten Ziffernbilde widerspiegelt. Es ist jedoch heute bereits möglich, sich an Hand untrüglicher Merkmale einen ungefähren Ueberblick über die Schäden zu verschaffen, die der Wirbelsturm der Krise auf diesem Gebiet angerichtet hat. Am deutlichsten offenbaren sich die Verhältnisse beim Ar= beitseinkommen. Die gewaltige Höhe der Arbeitslosig= feit hat zu ganz erheblichen Einkommensausfällen geführt. Jm Monatsdurchschnitt 1929 waren etwa 2 Millionen Arbeitnehmer ohne Verdienst, wurden also als Arbeitssuchende in den Listen der Arbeitsämter geführt. Im Jahre 1930 war das Heer dieser Notleidenden monatsdurchschnittlich auf 3% Millionen Menschen angewachsen. Im Jahre 1931 hat diese Armee des Elends weiteren Zuzug erhalten. Im Durchschnitt der ersten drei Monate dieses Jahres war die Zahl der Arbeitslosen um rund 1,6 Millionen größer als in der entsprechenden Zeit des Vorjahres. Mit anderen Worten: die Gesamtzahl der Einkommensbezieher ist im ersten Vierteljahr dieses Jahres um 1,6 Millionen gcringer gewesen, als im gleichen Zeitraum von 1930. Das bedeutet einen Ausfall von nahezu einer Milliarde Arbeitsstunden bezw. dem entsprechenden Verdienst. Ein trübe Bilanz! 3war gelangen durch die Arbeitslosenunterstützung Beträge zur Auszahlung, die den Arbeitslosen den nadten Lebensunterhalt ermöglichen. Diese Beträge aber sind auf dem Wege der A:- beitslosen- Versicherung oder auf dem allgemeinen Steuerwege von dem Einkommen der anderen Erwerbstätigen abgezweigt, sie bedeuten also kein ursprüngliches Einkommen der Arbeitslosen, feine neue Kaufkraft. Wenn man noch dazu berücksichtigt, daß sich auch die Kurzarbeit wesentlich ausgebreitet hat sie bedeutet für die Betroffenen ebenfalls eine beträchtliche Einkommensminderung-, so wird man im Anschluß an die Schätzungen des Instituts für Konjunkturforschung für die ersten drei Monate dieses Jahres mit einem Ausfall an Arbeitseinkommen gegenüber dem Vorjahrsstand von etwa 1,2 Milliarden RM. rechnen können. Je= der weitere Monat wird diese Summe vorerst um mindestens % bis% Milliarde erhöhen. Damit aber nicht genug. Auch die Lohn- und Gehaltssentungen, die Kürzungen der Bezüge der Arbeiter, Angestellten und Beamten, haben das Masseneinkommen erheblich vermindert. Diesen Einkommensausfall berechnet das Institut für Konjunkturforschung für das erste Vierteljahr 1931 im Vergleich zum Stande von 1930 auf ungefähr 1,5 Milliarden RM., eine Summe, die zurzeit ebenfalls noch beträchtlich anwächst. Berücksichtigt man schließlich noch, daß sich infolge schlechten Geschäftsganges auch das Einkommen der Gewerbetreibenden, der Kaufleute, Unternehmer und der Angehörigen freier Berufe zum Teil beträchtlich vermindert hat, so erhält man einen ungefähren Eindrud von dem gewaltigen Einkommensschwund in Deutschland. Klarer als viele Worte beweisen diese wenigen Angaben, wie schwer das deutsche Volk um seine Existenz zu ringen hat, in wie hohem Grode seine durchschnittliche Lebenshaltung bereits herabgedrückt ist, wie hart es unter der ohnehin untragbaren Bürde der Reparationen zu leiden hat. Amerika der Weltgläubiger. Wie wird sich Amerika verhalten? Diese Frage spielt in der Debatte um eine Revision des Youngplans, um die Befreiung des deutschen Volkes von untragbaren Reparationslasten eine wichtige Rolle. Tatsächlich sind es vor allem die Vereinigten Staaten, die den Schlüssel zur endgültigen Lösung des gesamten Reparations- und Schuldenprogramms in Händen halten, der Frage also, die heute die Welt am meisten beunruhigt. Neben dem Youngplan umspannt bekanntlich ein ganzes Netz politischer Schuldverträge den europäischen Kontinent; alle Fäden laufen ja doch letzten Endes in den Vereinigten Staaten zusammen. Die Reparationsempfänger verwenden nämlich den größten Teil der von Deutschland einströmenden Tributzahlungen dazu, ihrerseits ihre Schulden abzutragen. Diese interalliierten Schulden sind eine Erbschaft des Krieges. Sie gehen in der Hauptsache darauf zurüd, daß unsere Gegner den Krieg z. T. durch Aufnahme von Krediten ausländischer Herkunft finanzierten. Als Gläubiger treten im wesentlichen die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich und in ge= wissem Umfange auch Italien in Erscheinung. Das Gesamtbild stellt sich in seinen wesentlichen Grundzügen etwa folgendermaßen dar: Rumänien, Jugoslawien und Griechenland borgten bei Frankreich; Frankreich seinerseits, ebenso Italien, Jugoslawien, Griechenland, Portugal und Rumänien bei England; England, Frankreich, Italien, schließlich sind sie fast alle Belgien, Jugoslawien, Rumänien, Griechenland- an die Vereinigten Staaten, dem Hauptgeldgeber und Kriegslieferanten- verschuldet, und zwar mit gewaltigen Summen. Nach dem Krieg entstand ein internationales System von Abkommen, das diese interalliierten Schulden durch Festsetzung Samstag, den 20. Juni 1931 der Verzinsungs- und Tilgungsbedingungen fundierte. Im Zusammenhang mit dem Youngplan ist dann die interalliierte Kriegsverschuldung für Deutschland von besonderem Interesse geworden, und zwar deshalb, weil Deutschland nunmehr einen Rechtsanspruch darauf hat, seine Reparationsverpflichtungen automatisch herabgesezt zu sehen, wenn in der interalliierten Kriegsverschuldung eine Herabsetzung durchgeführt wird. In dem Sommermemorandum zum Youngplan, das diese Verfnüpfung zwischen Reparationen und interalliierten Schulden vorsieht, wurden diejenigen Anteile der deutschen Reparationsraten aufgeführt, die Jahr für Jahr zur Deckung der sogenannten Außenzahlungen" erforderlich sind. Unter„ Außenzahlungen" werden die Beträge verstanden, die seitens der reparationsberechtigten Mächte aus den gesamten jährlichen Tributraten Deutschlands dazu verwendet werden sollen, ihre Verpflichtungen auf Grund der interalliierten Kriegsschuldenabkommen abzudecken. Addiert man die im Youngplan vorgese henen 59 deutschen Jahresraten unter Wegfall der Nebenabtommen und des Zinsen- und Tilgungsdienstes der Dawesanleihe, so ergibt sich eine Summe von 110,74 Milliarden RM. Von dieser Summe werden 84,55 Milliarden RM. rund 76 Prozent für diese Außenzahlungen verwandt. Da die Vereinigten Staaten als Lektempfänger aller Außenzahlungen gelten können, fließt auf diese Weise auf Umwegen natürlichrund dreiviertel der gesamten Youngraten in 59 Jahren den Vereinigten Staaten zu. Mit anderen Worten: das Geld, das auf Grund der interalliierten Schuldenabkommen an Zinsund Tilgungszahlungen nach Amerika strömt, stammt letzten Endes aus einer Quelle: aus den deutschen Reparationen. Unter diesem Gesichtswinkel lassen sich Deutschland und Amerifa im gewissen Sinne als die beiden Gegenpole eines Systems von Reparationen und Kriegsschulden ansehen, eines Systems, dessen Unhaltbarkeit, soweit die deutschen Reparationen in Frage stehen, sich deutlich genug offenbart. - Die französische Umflammerung in Wien durch England verhindert. Wien. In Wien hatte die französische Diplomatie mit der Ausstreuung von Gerüchten über Unvereinbarkeit von Zollunion und Kredithilfe gearbeitet. In Paris zog man gleichzeitig die Verhandlungen wegen Uebernahme der Hälfte von 150 Millionen österreichischer Schatzscheine künstlich in die Länge. Schließlich stellte Frankreich ein kurzfristiges Ultimatum, das für die Placierung der Schatzscheine die völlige Aufgabe der politischen und wirtschaftlichen Selbständigkeit Desterreichs verlangte. Frankreich hielt den Mement für günstig, um nicht nur die Zollunion zu vereiteln, sondern auch Desterreich ganz unter seinen Einfluß zu bringen. Die deutsche Diplomatie hat dieses Vorgehen rechtzeitig in Wien erkannt und die Hilfe Englands angerufen. England hat die Gefahr für die mitteleuropäische Situation und besonders auch für den Bestand der Regierung Brüning begriffen und noch im letzten Moment die Finanzhilfe aufgestellt, die Desterreich von der französischen Umflammerung befreite. Der Kredit von 150 Millionen, den die Desterreichische Nationalbank Mittwoch in fremder Währung erhielt, ist kurzfristig bis zur Unterbringung der Schatzscheine gegeben. Wegen dieser Schatzscheine wird jetzt aber nicht mehr mit der bisherigen Gruppe verhandelt, die unter Führung der Banque de Paris stand, sondern mit einem internationalen Konsortium unter englischer Führung. Hunger! Der russische evangelische Pressedienst veröffentlicht nachstehenden Brief eines Deutschrussen, der manchen falschen Schwärmer ernüchtern könnte: Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 9. Fortsetzung. Obwohl die Hollywood ,, Galerie" verhältnismäßig flein war, fonnte sie doch durch die Wärme ihres Beifalls manche große Zuschauermenge überflügeln. Und heute war die HollywoodGalerie in guter Stimmung: der neue Mittelstürmer machte sich nicht schlecht, obgleich er bloß ein Amateur war. Beinahe hätte er mit diesem famosen Köpfer ein Tor geschossen. Man konnte also zufrieden sein. Der tosende Beifall stieg Marr wie junger Wein zu Kopf. Er stimulierte Mittelstürmer war und berauschte nicht. Der junge mit Enthusiasmus geladen Im Verlauf des Spiels war es offensichtlich geworden, daß der Hollywood- Mittelstürmer wohl niemals einem Konflikt mit dem riesenhaften Bartley aus dem Wege ging, daß letzterer es aber immer schwieriger fand, seinen leichtfüßigen Gegner in Schach zu halten. Marrs Fußtechnik war so vollkommen, daß er auf dem kleinsten Raum manöverieren und dann plötzlich mit unwahrscheinlicher Geschwindigkeit davonschießen konnte, wobei er Bartley, den feindlichen Mittelläufer, der ihm keuchend folgte, hinter sich ließ. Doch nicht nur als Durchbrenner war der Hollywood- Rekrut gefährlich. Seine musterhafte Placierkunst und das hervorragende taktische Verständnis, mit welchem er seine Stürmerreihe ins Treffen führte, standen seiner Geschwindigkeit in nichts nach. Nicht einen Augenblick ließ der scharfe Kampf nach, und obgleich jede Sekunde des erbitterten Ringens mit Sensation erfüllt war, schien doch nichts so nervenaufpeitschend wie das unaufhörliche Duell zwischen dem unbarmherzigen Zerstörer Bartlen und dem von ihm zuerst so verachteten Amateur. Bartleys Härte war in der ganzen Liga bekannt und ge= fürchtet. Er war der Schreden sämtlicher gegnerischer Mittelstürmer, denn mit seiner Rücksichtslosigkeit und Riesentraft war er eine ständige Gefahr für ihre gesunden Glieder. Es gab nur wenige Mittelstürmer im Lande, die ihm standhielten. Doch dieser Hollywood- Grünling, der niemals zuvor im Feuer eines Ligalampjes gestanden, tam mit unerhörter Ge= schicklichkeit unter dem beifälligen Tumult der Zuschauer an ihm vorbei. Und je begeisterter der Beifall tobte, um so besser schien der Rekrut zu spielen. Bei einem Manne von Bartleys Temperament mußte es zu einer Katastrophe fommen. Und sie kam bei einem wunderschönen Durchlauf des Mittelstürmers. Marr erhielt einen ge nauen Paßball von Ben Warriner, der ihm die Bälle wie mit einem Löffel servierte, stürmte vorwärts, aber im Nu war er von Feinden umstellt, daß er den Ball kaum rechts oder links abgeben konnte. ,, Gießener Zeitung" Zu Ihnen dringen ja wenig wahre Gerüchte. Aber die Wahrheit ist furchtbar. Wenn man zusehen muß, daß vor Krankheit, Hunger und Ueberarbeitung angeschwollene Men> schen mit der Flinte auf Arbeit gejagt werden, bis sie naa zwölfstündiger Arbeit ohne Kraft niederfallen. Wenn man sehen muß, wie Leute sterben weil feine ärztliche Hilfe zur Hand ist und keine Medizin im ganzen Land! Wenn Frauen ihre kleinen Kinder( zwei- und dreimonatige) liegen lassen müssen, um auf Arbeit zu gehen in den feuchten, sumpfigen Wald, nur um ein Stüdlein Brot zu bekommen, weil sie sonst nichts zu essen bekommen. Und woraus besteht der Fraß? Erbärmliches Roggenmehl und zwei Fingerhut Zucker für den Monat. Vorigen Monat gab man uns Sauerkohl, der war so ge= mein, daß man ihn nicht essen konnte. Das nennt man: Wir werden gefüttert! Nein, wir werden gemartert. Unser Orga nismus wird geschwächt, wir sollen umkommen. Damit es nicht heißt:„ Wir werden erschossen". Ein Kommissar gibt einen Befehl, der nächste hebt ihn auf. Einer schreit„ ja", der andere ,, nein". Wir würden nicht mal unser Osterfest feiern aber unser„ Kommissar", der Kommunevorsteher", feierte“ Ostern bei verschlossenen Türen mit Pascha( Käsekuchen) und gefärbten Eiern und Saufgelage. So ist's überall Lokales. Sonntagsgedanken. Uns Deutschen ist nach dem schrecklichen Kriege fast alles genommen worden. Und an dem Wenigen, was uns noch ge= blieben ist, zerren die Feinde wie an dem letzten Stück einer Beute. Nur eines tann uns teine Macht nehmen, das ist der Glaube und die Hoffnung auf ein Wiedererwachen des deutschen Frühlings. Der Glaube soll Berge versetzen und die Hoffnung soll die Menschen klar und freudig machen. Wenn wir das noch verlieren, dann gibts feine Sonne mehr, die über Deutschland scheinen wird. Aus geheimnisvollen Quellen fließt der Glaube. Wer aus diesem Wasser schöpft, der holt sich Kraft und Stärke. Der Glaube hat aus Menschen schon Riesen gemacht. Und diese Kraft brauchen wir, notwendiger als Waffen. Denn ohne Glauben gibts feinen Sieg. Siegen fann aber auch der ohne Waffen, denn der Glaube fann noch mehr, denn er versett Berge. Du deutscher Mann, glaube an deines Volkes Zukunft; du deutsche Frau verliere nur jetzt nicht deine Germanentreue; und du deutsche Jugend blättere in der Geschichte deiner Väter und die kann der Glaube an dieses Volk nicht verloren gehen! Dieser Glaube aber wird uns nicht als Geschenk vom Himmel in den Schoß fallen. Er muß errungen sein. Wer ihn dann besitzt, tritt auf festem Boden. Glaube ist Weihe der Kraft. Wer nicht mehr glauben kann, der hat den Stab verloren, der feine Stütze war. Wer aber glaubt, der wird jeden Nerv bis zum Zerreißen anspannen, er wird mit allen Kräften seines Seins das Aeußerste, das Letzte aus sich selbst herausholen. Wir sind arm geworden. Das deutsche Kapital ist nur noch unser Glaube. Wir müssen es täglich vermehren. Dann wird es einst gute Zinsen tragen und die Sonne wird über der Väter Land wieder scheinen, als wie in alter Zeit. Der Sonntagsschreiber. * Aufhebung der gewerbsmäßigen Stellenvermittlung. Nach dem Gesetz über die Entschädigung der gewerbsmäßigen Stellenvermittler vom 25. März 1931 müssen alle gewerbsmäßigen Stellenvermittler mit Ausnahme der Konzertagenten spätestens am 30. Juni dieses Jahres ihren Betrieb schließen. Verlangt beim Einkauf nur deutsche Waren Plötzlich wich er blitzschnell nach links ab, denn Bartley und ein zweiter Wanderer- Spieler hingen an seinen Fersen Als Flügelstürmer raste er nun der Linie entlang. Einen Augenblick hielt die tausendtöpfige Menge den Atem an und redte sich die Hälse aus vor Furcht, daß der Ball ausgehen könnte, als Marr plötzlich in seinem Lauf innehielt. Er zeigte seinen Gegnern einen Trid, den ihm sein Trainer Johnny gelehrt hatte. Mit einer blitzschnellen Drehung seines Fußes schlug er den Ball nach rüdwärts, und während die Wanderer vorbeisausten, sah man, wie er seinen rechten Fuß nachzog. Ein wunderschöner Schlag nach der Mitte war das Ergebnis. Einen Augenblid später wurde ihm der Atem aus dem Körper gepreßt wie Wasser, das man aus einem Schwamm drückt. In seinen Ohren dröhnte es dumpf, als er nach rüdwärts fiel, dann verging ihm überhaupt Hören und Sehen. 5. Ein alter Freund bringt einen neuen. Mar fam unter Frösteln wieder zu sich. Sage, der Trainer, mit einem riesigen Schwamm dem Kennzeichen seines Amtes in der rechten Hand, goß ihm Wasser über Gesicht und Kopf. Heiliger Michael," sagte der Trainer, der für den Augenblid sein Lächeln vergessen hatte, ich bin froh, daß du wieder flar bist, mein Junge. Wenn du in der nächsten Minute nicht aus diesem Zustand erwacht wärest, hätte ich um den Klubarzt schiden müssen; er ist an Wettspieltagen gewöhnlich hier, wurde aber heute früh aus der Stadt geholt und ist noch nicht zurüd. Wie fühlst du dich jetzt?" ,, Oh, es geht mir ganz gut," lächelte Marr, der in Wirk lichkeit weit davon entfernt war, sich wohlzufühlen. Ich kann mich an gar nichts mehr erinnern, nachdem ich links vorge gangen war; irgend jemand muß mich zu Fall gebracht haben." , Ganz richtig," erwiderte der Trainer.„ Der Rohling Bartley hat an dir ein gemeines Foul begangen, jedermann fonnte es sehen. Man hätte ihn sofort ausschließen müssen, nicht bloß verwarnen. Ich vermute, daß Sam wegen dieser Sache noch mit dem Unparteiischen sprechen wird. Aber ich wollte dir ja erzählen, was los war, als du hingestreckt wurdest. Hast du noch das Gejohle der Leute gehört? Das war, als Pat Finnegan deinen Ball nach der Mitte mit seinem schweren Schädel erwischte und einköpfte." Wie steht das Spiel jett?" fragte der Mittelstürmer schnell. ,, Noch immer 1: 0. Eine Leistung, es ohne Mittelstürmer zu erhalten! Ben Warriner dürfte zufrieden sein, vermute ich. Hallo! Es ist Halbzeit." Jm Antleidezimmer der Hollywood- Spieler ging es wäh rend der kurzen Pause lebhaft zu, und Marr fonnte merken, wie gute Freunde ihm alle Hollywood- Spieler schon waren. Jedermann drängte sich zu dem Verlegten, um ihn nach seinem Befinden zu fragen, während Sam Hollister, der Leiter des Nr. 49 Stadttheater. Am Dienstag, dem 23. Juni, findet ein Gastspiel des Intimen Theaters zu Nürnberg statt. Aufgeführt wird der dreiaftige Schwank von Reimann und Schwarz ,, Fa milie Hannemann". Beginn 20 Uhr, Ende 22 Uhr. * Hessische Personalnachrichten. Die Wärter Richard Krause und Albert Schmidt zu Gießen wurden zu Pflegern an der Universitätsklinik für psychische und nervöse Krankheiten ernannt. Der Heizer und Reparaturschlosser Otto Espach wurde zum Wertmeister bei der Verwaltung der Universitätskliniken ab, 1. April 1931 ernannt. Camstag, den 20 Die gekürzten Reichspräfidenten v hionstürzungen aud gungsgefeh und an ablung. erfahren. Die ab 1 gerechnet Ende Ju ben, neu berechnet Um die stude verfität. Nachdem Arbeitsgemeinschaft huß aufgegeben h ibre Vertreter zurü Entfendung der Ve Juli in Graz stattf im ita beantragt, * Konferenz der evangelischen Religionslehrer an den höhe ren Schulen Hessens. Es sind 25 Jahre her, daß die Konferenz der evangelischen Religionslehrer an den höheren Schulen Hej sens gegründet wurde. Sie wird das Ereignis. durch eine Ar beitstagung feiern, die am Mittwoch, dem 1. Juli d. J., in Frankfurt a. M. stattfindet. Im Mittelpunkt der Tagung steht ein Vortrag, den Herr Professor D. Cordier- Gießen über ,, Das Problem einer evangelischen Pädagogik und der evange lische Religionsunterricht" halten wird. * Küfer- Verbandstag. Heute, morgen und übermorgen hält hier der Mitteldeutsche Küferinnungsverband seinen 11. Ber bandstag ab. Heute nachmittag findet im Restaurant Boller eine Vorstandssitzung und Delegiertenversammlung statt, heute abend ein geselliges Beisammensein im Café Astoria. Morgen findet die Verbandstagung im Aquarium statt. Es sprechen u. a. Syndikus Dr. Germann- Mainz und Syndikus Dr. LindemannDarmstadt. Morgen abend ist im Hotel Hindenburg ein Kommers und Vergnügungsabend, Montag um 9 Uhr ein Früh schoppen im Restaurant Boller; anschließend ist ein Auto- Ausflug nach Lich zur Besichtigung der Brauerei Jhring- Melchior geplant. in diesem Jahr nur werden follte, nämli der Studentenschaft Stavorsitzenden, der weiten, einen Natio geidhidt. Der Forder non ihnen gestellten nach Graz zu beorde Mehrheit des schon Großdeutschen austra perfität aufgefordert, tijchen Selbstverwall unterbreiten. Bom Schöffeng macher, der im Mai litijchen Frauenheim Jahren Gefängnis ter, der unter falsche ron mehreren hiesig Shwindelt hatte, zu megen Diebstahls v * Bezirkskriegerfest. An dem morgigen Bezirkskriegerfest in Klein- Linden nehmen teil: der Verein der Leibdragoner, der sich um 12 Uhr am Kath. Vereinshaus trifft, der Kriegerverein Gie ßen( Treffpunkt: Hof des Kameraden Albin Klein, Südanlage 21, 12.30 Uhr), der Artillerieverein( Treffpunkt: Café Weimar, Frankfurterstraße, 13 Uhr). * Straßen- Münzjernsprecher. Am Oswaldsgarten und an der Licher Straße wurden neue Münzfernsprecher errichtet und dem Verkehr übergeben. Ein Stadtgespräch kostet 10 Pfg., Ferngespräche, die durch das Fernamt vermittelt werden und über deren Preis das Telephonamt Auskunft gibt, werden ebenfalls am Münzfernsprecher bezahlt, da der neue Apparat für Mart-, 50- Pfg., 10 und 5- Pfg.- Stüde versehen ist. An den Telephonhäuschen befinden sich auch Briefmarkenautomaten. * Fernsprechverhinderungsgründe. Gründe, die die Be nachrichtigung der verlangten Sprechstelle oder das Zustande kommen des Gesprächs verhindern, werden nach einer Ergän zung der Dienstanweisung nur dann von der Deutschen Reichs post anerkannt, wenn eine Störung in den Anschluß- und Fern leitungen eingetreten ist oder wenn ein Versehen eines Be amten vorliegt. Die Gebühr ist aber zu zahlen, wenn die An meldung des Geschrächs nicht übermittelt werden konnte, weil der verlangte Anschluß entweder nicht besteht, oder aufgegeben oder gesperrt ist. Dies gilt sowohl für die Sperre von amtlicher Seite aus, als auch für die vom Teilnehmer selbst verlangte. * Der Reit- und Fahrklub Gießen hält heute nachmittag eine reitsportliche Veranstaltung auf dem Universitätsreitplatz ab, besonders zwecks Erlangung des Deutschen Reit- und Fahrerabzeichens. Auch andere Vorführungen, wie eine Quadrille in Kostümen, finden als Rahmenveranstaltung statt. * Italienische Melde- und Aufenthaltsvorschriften. Es wird darauf hingewiesen, daß Jtalienreisende sich innerhalb 3 Tagen nach ihrer Einreise in Italien polizeilich anzumelden und die Aufenthaltserlaubnis zu beschaffen haben. Nichtbeachtung hat empfindliche Strafen zur Folge. Klubs, sowie einige von den Direktoren ihn während der gan: zen Pause umstanden. Marr fühlte sich noch ganz zerschlagen, aber er versuchte den Eindruck zu erweden, daß er ganz wohl sei und mit den anderen Leuten der Mannschaft bei Wiederaufnahme des Spiels wieder antreten könne. Er konnte diesen Entschluß jedoch nicht zur Ausführung bringen, denn ein lebhafter, bebrillter Herr, der sich als Klub arzt vorstellte, trat unerwartet in den Ankleideraum, wo er vom Trainer mit sichtlicher Erleichterung begrüßt wurde. ,, Sie find mit fnapper Not einer Gehirnerschütterung entgangen," jagte der Doktor nach der Untersuchung. ,, Sie lönnen jetzt noch nicht hinausgehen, sondern müssen zuwarten und sehen, wie Sie sich später fühlen. Setzen Sie sich und verhalten Sie sich ganz ruhig. Wenn dieser Sturz ein Unglüdsfall war, haben Sie Pech gehabt; hat es der Mann aber absichtlich ge tan, dann hätte er sofort vom Spielfeld gejagt werden müssen." „ Ich glaube, bald wieder hergestellt zu sein, Doktor," sagte Marr, den der Gedanke peinigte, untätig sein zu müssen, wäh rend seine Mannschaft gegen eine Uebermacht im Kampfe stand. Der Arzt rückte seine Brille zurecht und sah den Spieler beinahe grob durch die funkelnden Gläser an. Junger Mann," sagte er strenge, Sie gestatten schon, daß ich mein Geschäft selber so gut verrichte, als ich fann. Sie werden wieder aufs Feld gehen, wenn ich zu Ihnen sage, daß Sie dazu fähig sind, aber nicht früher." Als die Mannschaft sich wieder hinausbegab, näherte sich Warriner und beugte sich über den Patienten. ,, Reine Angst, mein Junge, wir werden sie schon im Schach halten," sagte der Spielführer in seiner gewöhnlich heiteren Art. ,, Sorge dich nicht darum. Der Doktor hat gerade zu Hollister gesagt, daß dir nichts wirklich Schlimmes zugestoßen ist und du dich nur für eine Weile ruhig verhalten mußt. Wenn du dich nicht ganz wohl fühlst, tomme nicht hinaus, ich glaube, wir kön nen standhalten." Jetzt, da bis auf den Arzt, der sich eine Pfeife stopfte und zu rauchen begann, niemand im Antleidezimmer war, begann die Ungeduld den Mittelstürmer immer mehr zu quälen. Zehn Minuten verstrichen, und noch immer gab der Dottor fein Zei chen. In Gedanten verloren, die die Rauchwolten scheinbar her aufbeschworen hatten, war er sich offenbar der Anwesenheit des anderen gar nicht bewußt. Weitere fünf Minuten, die mit bleiernen Füßen dahinzuschleichen schienen, waren vergangen, als von draußen ein Ge fumme der Aufregung und dann ein tausendfältiger Schrei in die Stille des Raumes hereindrang. In der nächsten Minute erschien der Trainer, ein Bild des Jammers, in der Tür. Halb stützend, halb schleppend brachte er einen Mann in scharlachrotem Dreß herein. Fortsetzung solgt. feiner Kameraden zu Sejfische Lan ㄓ alung. Die Not Jowohl durch eine iffern, wie fich aud mehr oder weniger Seit Jahrzehnten( 19 men werden konnte fentliche Pilz- Ber leit im Rahmen der bale, Ballonplatz Beratungsdienst du Gesellschaft für Pila ug und Donnersta enlos. An den 15 erreichbar. Ingsmaterial als . Bogelichuzd Madhwinter hat perschoben. Die das Ende des M die Vögel in Deu Bilege. Mehr no die Freude an de Die überhaupt die gebracht hat. Aber Bögeln nicht ganz die Tiere erhöhter üchige ausgesetzt. en bunten Eiern Buniche des Bejize fige Bejuch gefunden irte Bögel jehr oft dem Jahr sollten C gend daran ermahne Dorfichtigen und bös ühen. Alle aber Raubtiere den Neste * Borjicht mit de Kine Shrift, befonde bar ist, bildet de and des täglichen L tenitift nicht ungefäl Saut bezw. auf die Falls Dann la schlosse versiche den Le Lebens wieder Bhall Nr. dem 23. Juni, findej Türnberg statt. Aufgef imann und Schwark Ende 22 Uhr. Die Wärter Richard K rden zu Bilegern an ervoje Krankheiten ernan er Otto Espach wurde er Universitätstliniten eligionslehrer an den h hre her, daß die Konjere = den höheren Schulen f 5 Ereignis. durch eine t ch, dem 1. Juli d. 3. itelpunkt der Tagung f Cordier- Gießen Pädagogit und der evang TD. orgen und übermorgen gsverband seinen 11. B det im Restaurant Boll enversammlung statt, he im Café Astoria. Morga Cium statt. Es sprechen u Syndifus Dr. Lindeman otel Hindenburg ein Kon tag um 9 Uhr ein Fri hließend ist ein Auto- Aus Brauerei Jhring- Meldi rgigen Bezirtstriegerfejt n der Leibdragoner, der fi Cifft, der Kriegerverein Gi Albin Klein, Südanlage Treffpunkt: Café Weime m Oswaldsgarten und a nzfernsprecher errichtet un dtgespräch tostet 10 nt vermittelt werden un luskunft gibt, werden eben da der neue Apparat für de versehen ist. An der Briefmarkenautomaten. e. Gründe, die die Be chstelle oder das Zustande werden nach einer Ergan von der Deutschen Reids n den Anschluß- und Fen ein Verjehen eines S zu zahlen, wenn die Helt werden konnte, wei besteht, oder aufgegeben die Sperre von am ehmer jelbit verlangte hält heute nachmittag eine Universitätsreitplatz ab utschen Reit- und Fahrer gen, wie eine Quadrille in Caltung statt. thaltsvorschriften. Es win nde fich innerhalb 3 Tagen zeilich anzumelden und di haben. Nichtbeachtung ha oren ihn während der ga ichlagen, aber er verjug anz wohl sei und mit de Biederaufnahme des Spiel och nicht zur Ausführung er Herr, der sich als Klub den Ankleideraum, wo erung begrüßt wurde. er Gehirnerschütterung ent Samstag, den 20. Juni 1931 * Die gekürzten Renten. Durch die Notverordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 6. Juni haben neben Gehalts- und Penfionstürzungen auch die Renten usw. nach dem Reichsversorgungsgesetz und anderen Versorgungs- Gesetzen eine Aenderung erfahren. Die ab 1. Juli zustehenden Bezüge sind bereits umgerechnet. Ende Juni 1931 tommen also die für Juli zustehenden, neu berechneten Pensions- und Rentenbezüge zur Auszahlung. * Um die studentische Selbstverwaltung an der Landesuniversität. Nachdem bereits vor einiger Zeit die republikanische Arbeitsgemeinschaft ihre Mitarbeit im Gießener StudentenausSchuß aufgegeben hatte, zog nun auch die Großdeutsche Gruppe ihre Vertreter zurüd. Anlaß waren Vorgänge, die sich bei der Entsendung der Vertreter zum Studententag abspielten, der im Juli in Graz stattfinden wird. Die Nationalsozialisten hatten im Asta beantragt, daß entgegen den sonstigen Gepflogenheiten in diesem Jahr nur ein Vertreter zum Studententag entsandt werden sollte, nämlich der nationalsozialistische erste Vorsitzende der Studentenschaft. Im Vorjahre hatte Gießen seinen ersten Astavorsitzenden, der damals ein Großdeutscher war, und den zweiten, einen Nationalsozialisten, zum Deutschen Studententag geschickt. Der Forderung der Großdeutschen, in diesem Jahr den von ihnen gestellten diesmal zweiten Astavorsitzenden gleichfalls nach Graz zu beordern, widersetzte sich die nationalsozialistische Mehrheit des schon nicht mehr vollständigen Asta, worauf die Großdeutschen austraten. Kultusminister Adelung hat die Universität aufgefordert, ihm Vorschläge zur Neuordnung der studentischen Selbstverwaltung und ihrer arbeitsfähigen Gestaltung zu unterbreiten. * Vom Schöffengericht. Ein in Nauheim ansässiger Schuhmacher, der im Mai den Raubüberfall auf die Oberin des Jfraelitischen Frauenheims in Bad Nauheim verübt hatte, wurde zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt, ein auswärts wohnender Arbeiter, der unter falschen Angaben und unrichtiger Namensnennung von mehreren hiesigen Geschäftsleuten kleinere Geldbeträge erschwindelt hatte, zu 2 Monaten Gefängnis, ein Reichswehrsoldat wegen Diebstahls von Waffen und Munition sowie Bestehlung seiner Kameraden zu 5 Monaten Gefängnis und Dienstentlassung. Hessische Landesstelle für Pilz- und Hausschwamm- Beratung. Die Not der Zeit äußert sich unter vielem anderen sowohl durch eine wesentliche Erhöhung der Pilzvergiftungsziffern, wie sich auch holzzerstörende Pilze in unseren Häusern mehr oder weniger unangenehm bemerkbar machen, weil meist seit Jahrzehnten( 1914) feine größeren Reparaturen vorgenom men werden konnten. Die seit 1919 in Darmstadt bestehende öffentliche Pilz- Beratungsstelle übt ihre gemeinnützige Tätigfeit im Rahmen der obengenannten Stelle in der Stadtknabenschule, Ballonplatz 1, zu Darmstadt aus. Geleitet wird dieser Beratungsdienst durch das Mykologische Institut der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde. Die Beratungsstunden finden Montag und Donnerstag von 3-6 Uhr statt. Die Auskünfte sind tostenlos. An den übrigen Tagen ist der Leiter durch Fernruf 4755 erreichbar. Auswärtige Ratsuchende wollen ihr Prüfungsmaterial als Warenprobe einsenden. * Vogelschutz der Brutzeit. Durch den ungewöhnlich langen Fachwinter hat sich die Brutzeit unserer Vögel um Wochen Derschoben. Die Hauptbrutzeit unserer Waldvögel fällt erst in das Ende des Mai und des Juni. Im allgemeinen genießen die Vögel in Deutschland vorzüglichen Schutz und ausgezeichnete Pflege. Mehr noch als das Bewußtsein ihrer Nützlichkeit ist es die Freude an den lieblichen Sängern und bunten Tierchen, wie überhaupt die wachsende Liebe zur Natur, die dies fertiggebracht hat. Aber trotz alledem hat die Nachstellung nach den Bögeln nicht ganz aufgehört, und gerade in der Brutzeit sind die Tiere erhöhter Verfolgung meist durch Kinder und Halbwüchsige ausgesetzt. Die Freude an den kunstvollen Nestern, den bunten Eiern und den niedlichen Jungen steiert sich zum Wunsche des Besitzes und führt zum Nestraub. Schon der häufige Besuch gefundener Nester gefährdet das Brutgeschäft, da ge= störte Vögel sehr oft die Nester mit dem Gelege aufgeben. In jedem Jahr sollten Eltern, Lehrer und andere Erzieher die Jugend daran ermahnen, die Vogelnester zu schonen und vor unvorsichtigen und böswilligen Handlungen ihrer Kameraden zu schützen. Alle aber sollen sich bemühen, Katzen und andere Raubtiere den Nestern fernzuhalten. * Vorsicht mit dem Tintenstift. Hauptsächlich deshalb, weil Jeine Schrift, besonders auf angefeuchtetem Papier, schwer verUntersuchung. Sie fönnen löjchbar ist, bildet der Tintenstift heute einen GebrauchsgegenIn müffen zuwarten und ehen Sie sich und verhalten Sturz ein Unglüdsfall war Mann aber absichtlich ge feld gejagt werden müffen tellt zu sein, Doftor," fagte tätig fein zu müssen, wäh bermacht im Kampfe ftand recht und jah den Spiele läfer an. Junger Mann on, daß ich mein Geschäft Sie werden wieder aufs stand des täglichen Lebens. Der Farbstoff aber macht den Tin tenstift nicht ungefährlich, da er. wenn er auf die menschliche Saut bezw. auf die Schleimhaut tommt, start äzende Wirkung , daß Sie dazu fähig find hinausbegab, näherte fi Patienten. werden fie schon im Gab Ter gewöhnlich heiteren n tor hat gerade zu Sollifter mmes zugeftoßen ist und da alten mußt. Wenn du bid hinaus, ich glaube, wir fön sich eine Pfeife stopfte und eidezimmer war, begann die er mehr zu quälen. 3eb r gab der Doktor fein 3ei Rauchwollen scheinbar bet fenbar der Anwesenheit des bleiernen Füßen dahinj als von draußen ein Ge laufendfältiger Schrei in die der nädyiten Minute erfien in der Tür. Halb ftübend ann in scharlachrotem Dre olgt. ,, Gießener Zeitung" besitzt. Gelangt z. B. bei ungeschicktem Anspitzen eines Tintenstiftes ein kleines Teilchen der Bleistiftmasse in die Haut, so erzeugt es dort eine heftige Entzündung, bei längerem Verweilen oft schwere Zerstörungen. Weit gefährlicher wirkt das Eindringen von Tintenstiftteilchen ins Auge. Wird, wie es schon in leichtfertiger Weise geschah, ein Stückchen Tintenstift verschluckt, so ist der Farbstoff des Tintenstiftes imstande, auf der Schleimhaut des Magens schwere geschwürige Verände rungen zu erzeugen. Deshalb sorge man bei Tintenstiftverletzungen zunächst für schleunige ärztliche Hilfe.- Kindern gebe man einen Tintenstift überhaupt nicht in die Hand. Unter allen Umständen ist aber gerade beim Tintenstift zu vermeiden, ihn vor Gebrauch mit der Lippe und Speichel in Berührung zu bringen.( Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Schadenverhütung e. V., München.) Aus Nah und Fern. Klein- Linden. Morgen findet hier das Bezirkskriegerfest statt, zu dem mit starkem Besuch aus der Umgegend zu rechnen ist. Großen- Linden. Am Mittwoch wurde in einem hiesigen Bauernhaus eingebrochen und 200 Mark entwendet. Langsdorf. Bürgermeister Kneipp hat seiner Gemeinde als Dankesbezeugung für die einstimmige Wiederwahl zum Ortsoberhaupt eine Kirchenglode gestiftet. Eine weitere Glode konnte durch den Opfersinn der dortigen Einwohner zur Herstellung in Auftrag gegeben werden. Lich. Bei der schönen Platanenallee im Schloßgarten, am Eingang zur Stadt in der Bahnhofstraße zeigen viele Blätter schon jetzt ein herbstliches Aussehen und fallen, wie sonst im Spätherbst zur Erde nieder. Wahrscheinlich ist diese Erscheinung auf einen Pilz zurückzuführen. Grünberg. Auf der Landstraße Ulrichstein- Mücke stürzte am Donnerstag abend ein Elektromonteur aus Ober- Ohmen, der mit seinem Motorrad unterwegs war, in einer Kurve von der ins Schleudern gekommenen Maschine in hohem Bogen auf die Landstraße. Der bedauernswerte Mann schlug so heftig auf die Straße auf, daß er eine Gehirnerschütterung und erhebliche Kopfverlegungen davontrug. Hungen. Ein Wiederaufleben der Basaltindustrie ist seit einigen Tagen auf dem großen Werk der Firma Nickel in OberWiddersheim zu beobachten. Täglich gelangen etwa 20 bis 30 Waggons auf dem dortigen Bahnhof zur Verladung, die insbesondere für die Reichsbahn verschickt werden. Familiendrama im Vogelsberg. nerven Am Freitag morgen ging in Ober- Seibentenrod bei Ulrichstein im Vogelsberg der dreißigjährige, schwer leidende Lehrer Diehl plötzlich mit einem Messer auf seine 27jährige Frau los und durchschnitt ihr nach heftigem Kampf die Kehle. Sie starb bald an den furchtbaren Verletzungen. Nach der grausigen Tat trank der Mann in selbstmörderischer Absicht eine größere Menge Formalin. Einige Zeit später wurde das Ehepaar von dem Dienstmädchen aufgefunden; der rasch herbeigeholte Arzt ließ den Mann in die Gießener Klinik, überführen, wo er gegen Mittag starb. Die Eheleute hinterlassen ein zweijähriges Töchterchen. Butzbach. Der Motorradfahrer Karl Zinser aus Allendorf an der Lumda wurde während der Fahrt bei Nieder- Weisel vom Blitz getroffen. Er war sofort tot. Die Leiche zeigt Spuren des elektrischen Schlages vom linken Ohr quer über den Körper. Die Uhr des Erschlagenen war völlig zusammengeschmolzen. Bad Nauheim. Die Provinzialausstellung des Provinzialverbandes oberhessischer Geflügelzuchtvereine, die bedeutendste Schau für die oberhessischen Geflügelzüchter, wurde dem hiesi= gen Geflügel, Vogel- und Kaninchenzuchtverein zur Abhaltung übertragen. Als Termin ist der 20., 21. und 22. November 1931 festgesetzt. Die Ausstellung findet in der sich für diese Zwede recht geeigneten Turnhalle statt. Bad Nauheim. Das Verkehrsamt der Kurverwaltung teilt mit, daß bis zum 18. Juni 1931 der Gesamtbesuch 14 272 Gäste betrug. Darunter waren 2193 Ausländer. Anwesend waren am 18. Juni 1931 4855 Gäste. Passanten: 3273. Kommt der Staatskommissar? Friedberg. Der Stadtrat lehnte wiederum erhöhte Biersteuer und doppelte Bürgersteuer ab. Nachdem nunmehr faum noch eine Möglichkeit besteht, den erforderlichen Steuern auf soge= nanntem parlamentarischem Wege zur Annahme zu verhelfen, wird das Eingreifen des Staatskommissars bald erwartet. Büdingen. Hier feierte unter lebhafter Anteilnahme der Be völkerung Professor Dr. Otto Dingeldein seinen 70. Geburtstag. Fällt es Ihnen schwer, die Beiträge Nr. 49 Professor Dingeldein ist gebürtiger Oberhesse und mit Büdingen in fast vierzigjähriger Lehrtätigkeit am Wolfgang- Ernst- Gymnasium aufs engste verwachsen. In reicher schriftstellerischer Tätigkeit setzt sich der Jubilar heute noch in besonderem Maße für die Heimatbelange und ihre Förderung ein. Büdingen. Von den finanziellen Schwierigkeiten, die die fleinen Städte zu bewältigen haben, legt der diesjährige Voranschlag der Stadt Büdingen, der, bei einer Ausgabe von 465 357,94 Mart und einem zu deckenden Umlagenbetrag von 115 000 Mart soeben vom Gemeinderat genehmigt und dem Kreisamt zur Revision zugeleitet wurde, ein Zeugnis ab. Das Wasserbezugsgeld mußte auf 200 Prozent des Friedenspreises, die Kanalbenutzungsgebühr auf 150 Prozent des Friedensabsatzes erhöht werden. Die Bürgersteuer mußte um 50 Prozent über die Landessätze erhöht werden. Bad Salzhausen. In einem Verkaufspavillon wurde in der Nacht zum Mittwoch ein schwerer Einbruch verübt. Der Dieb hatte an der Rückseite des Pavillons einen Rolladen in die Höhe geschoben und war durch das Oberlicht eines Fensters eingestiegen. Waren im Werte von etwa 250 Mart sind entwendet worden. Offenbach a. M. Die Amtszeit von Oberbürgermeister Granzin läuft im November dieses Jahres ab. Die am Donnerstag tommender Woche stattfindende Stadtratssitzung wird sich mit der Wiederwahl resp. mit der Wahl des Nachfolgers zu befassen haben. Bensheim a. d. B. Der Verband der hessischen Geschichtsund Altertumsvereine hält hier am 20. und 21. Juni seine Jahrestagung ab, bei der Dr. Behn- Mainz über ,, Die erste germanische Siedlung Hessens" und Studienrat Dr. Glödner über die Abtei Lorsch und das Reich sprechen werden. Krofdorf. Am Mittwoch abend fuhr ein Motorradfahrer, der aus der Schulstraße in die Hauptstraße einbiegen wollte, gegen einen Kraftwagen. Der Motorradfahrer stürzte, wurde jedoch nicht ernstlich verletzt, das Rad wurde schwer beschädigt. Marburg. Ein Wirbelsturm hat in dem Walddistrikt der Lahnberge zwischen Hassenhausen, Treis a. d. Lumda und Staufenberg furchtbare Verheerungen angerichtet. Etwa 40 Morgen alte über 40 Meter hohe Fichten mit meist je ein bis zwei Festmeter Inhalt wurden vernichtet. Der Sturm hob die starken Stämme entweder aus dem Boden oder knickte sie in Manneshöhe ab und zersplitterte sie, so daß der alte herrliche, zur Ge= meinde Staufenberg gehörige Fichtenbestand jetzt ein Chaos von freuz und quer durcheinandergeworfenen Stämmen bildet. Es handelt sich um etwa 5000 Festmeter Fichten. Kassel. In der Kasseler Staatsgalerie haben seit längerer Zeit der Galerieinspektor und der ihm unterstellte Kassierer sich auf Kosten der Gemäldegalerie dadurch erhebliche Nebeneinnahmen verschafft, daß sie alte benutzte Eintrittskarten zurückbehielten und immer wieder aufs neue verfauft haben. Durch einen Zufall kam diese Zusammenarbeit der beiden Beamten zur Kenntnis der Behörde, und zwar dadurch, daß ein Sohn des Inspektors nachts Räume der Bildergalerie gegen Entgelt an liebebedürftige Pärchen abgab, so daß bald weitere Kreise in Kassel von diesem verschwiegenen Absteigequartier Gebrauch machten. Schließlich hat ein Mädchen den Sohn des Galerieinspektors denunziert, und dadurch kam die vorgesetzte Dienstbehörde hinter diese ganz eigenartigen Vorgänge bei der Kasseler Gemäldegalerie. Wirbelsturm im Kreise Altena. Am Mittwoch raste kurz vor 18 Uhr ein ungeheurer Wirbelsturm durch das Elsetal. Der Sturm, der nur 3 Minuten wütete, richtete ungeheuren Schaden an, der auf eine Million beziffert wird. Zwei Tote und über 40 Verletzte sind zu beklagen, viele Menschen sind obdachlos. Der Landrat des Kreises Altena hat bei der preußischen Staatsregierung um Hilfe nachgesucht. Köln. Nach Abzug der bislang erfolgten Exmatrikulatio nen und der in großer Anzahl wegen nicht rechtzeitigen Belagens erfolgten Streichungen zählt die Universität Köln im Sommer- Semester 6379 eingeschriebene Studierende. Bernkastel. In dem bekannten Weinort Uerzig an der Mosel brach Donnerstag Großfeuer aus. Bisher sind etwa ein Dutzend Wohnhäuser eingeäschert, alte Fachwerkhäuser, die zum Teil unter Denkmalschutz stehen. Der Schaden ist beträchtlich, die Bewohner waren zum Teil nur ganz gering versichert. Acht Personen vom Blig getötet. und in den Abe Königsberg. Königsberg. Am Donnerstag nachmittag und in den Abendstunden gingen über Königsberg und die Provinz Ostpreußen mehrere schwere Gewitter nieder. In Heiligenbeil erschlug der für Ihre Lebensversicherung aufzubringen? Dann lassen Sie sich von der Stelle beraten, bei der Sie Ihre Lebensversicherung abgeschlossen haben. Auch in schwierigen Fällen gibt es Mittel und Wege, wie Sie Ihre Lebensversicherung in Kraft erhalten können. Gerade in schweren Zeiten braucht Ihre Familie den Lebensversicherungsschutz noch nötiger als sonst. Bei vorzeitiger Aufgabe Ihrer Lebensversicherung würden Sie einen Teil der eingezahlten Beiträge verlieren. Ob Sie wieder aufgenommen werden, ist ungewiß- und wenn, nur zu höheren Beiträgen als jetzt. Erhalten Sie Ihre Lebensversicherung- die sichere Brücke zu besseren Zeiten! Samstag, den 20. Juni 1931 Blitz in dem Wohnhaus eines Besitzers dessen 19jährigen Sohn und 32jährige Tochter. In Ortelsberg wurde die Familie eines Besizers bei einer Begräbnisfeier von einem Gewitter überrascht. Der Blitz schlug in das Haus und tötete die Frau des Besitzers und den Sohn eines anderen Landwirtes. Auch die übrigen Trauergäste erlitten Brandwunden. Auch im Kreise Insterburg traf der Blitz das Haus eines Landwirtes. Der Besitzer wurde vom Blitz erschlagen, während die übrigen Bewohner mit dem Schreden davontamen. Jm Kreise PreußischHolland wurde eine 57jährige Waldarbeiterin auf dem Heimweg von ihrer Arbeitsstätte vom Blitz getötet. Mit den bereits aus dem Osteroder Kreis gemeldeten zwei getöteten Personen hat das Unwetter also acht Personen gefordert. Ein kommunistischer Oberlehrer. Dresden. In der Stadtverordnetensitzung am Donnerstag tam es zu einem schweren Tumult. Als der kommunistische Stadtverordnete Oberlehrer Schrapel die Worte ,, Euer verfluchtes Christentum" gebrauchte, erhob sich im Hause von den Demofraten bis zu den Nationalsozialisten ein Sturm der Entrüstung. Schrapel wurde zur Ordnung gerufen und die Rechte verhinderte ihn am Weitersprechen. Als die Tribünenbesucher sich einmischten, wurde die Räumung der Tribünen angeordnet. Als der Vorsitzende dem Kommunisten Schrapel wiederum das Wort erteilen wollte, erhob sich erneut auf der bürgerlichen Seite großer Lärm. Die Sozialdemokraten verließen geschlossen den Saal. Nachdem die Sitzung zum zweiten Male eröffnet war, forderte den Vorsitzende den Kommunisten auf, seine Aeußerungen zurückzunehmen. Als Schrapel sich weigerte und ein neuer Entrüstungssturm im Hause entbrannte, ohne daß der Vorsteher sich Ruhe verschaffen konnte, wurde die Sitzung geschlossen. „ Gießener Zeitung" fenversicherung von der Nachkriegszeit an einen ungeheuren Aufschwung genommen hat. so daß sie im Verlaufe weniger Jahre schon an dritter oder vierter Stelle der deutschen Versicherungsunternehmen rangiert. Allein die zwölf Krankenversicherungsgesellschaften, die dem Verband Privater Krantenversicherungsunternehmungen Deutschlands, Sitz Leipzig e. V., angeschlossen sind, wiesen im Jahre 1930 eine Zahl der ver= sicherten Personen von fast 2 Millionen auf. Hierzu muß man die Versicherten des sogenannten Dresdner Verbands rechnen. Endlich kommt noch dazu eine Reihe kleinerer und Beamtenfrankenkassen, deren Mitgliederzahlen mit denen des Dresd= ner Verbandes mit weiteren 1,6 Millionen Versicherten geschätzt werden können, so daß heute über 3,6 Millionen Personen in der privaten Krankenversicherung versichert sind. Als Beweis für die wirtschaftliche Bedeutung der privaten Krankenversiche= rung als einem gleichberechtigten Faktor gegenüber den übrigen Versicherungsträgern sei die Tatsache erwähnt, daß allein jähr lich über 150 Millionen Mark an Schäden zur Auszahlung ge= bracht werden. Ein deutscher Kommunist in einer Kirche aufgehängt. Mexiko. In der Kirche von Santana Mava in Morelos ist ein deutscher Kommunist gelyncht worden. Er hatte während des Gottesdienstes begonnen, an die versammelten Gläubigen eine antireligiöse Rede zu halten. Die anwesenden Dorsbewohner zogen ihn von der Kanzel herunter und hängten ihn an einen Querbalken der Kirchendecke auf. Wie der Mittelstand sich hilft. Daher soll der für sich verantwortliche, aus freier Entschlußkraft handelnde Bünger rechtzeitig die Art der Deckung suchen, die für ihn und seine Angehörigen angenehm und hinreichend iſt. Er möge erwägen, daß gerade die private Krankenversicherung einzig und allein dem Bedürfnis des Mittelstandes, Deckung in jeder Höhe zu erhalten, auch durch Einführung sog. Katastrophentarife, die auch bei schwersten Krankheitsfällen einen vollen Versicherungsschutz bieten, Rechnung getragen hat. Wissen Sie schon? Durch kunstvolles Geigen eigener Art können große Glasscheiben infolge von hunderttausend Schwingungen in der Sefunde zum Zerspringen gebracht werden. Wer dabei mit der Fingerspite an das Glas tastet, kann eine Brandblase bekommen. Nr. 49 allein der Aufbau des Buches, sondern auch die Menge und die Zusammenstellung des wissenschaftlichen Materials machen es zu einem Standardwerk. Wie sehr der Verfasser sich auch innerlich mit dem Stoff beschäftigte, verrät die beschwingte, glühende Sprache, die selbst den gleichgültigen Leser mitreißt. Jaffé versteht es, durch seine logischen Ausführungen, durch seinen klaren, lebendigen Stil die schwere Materie verständlich. zu machen. Das Buch schildert nicht nur die elsäßische Entwicklung, sondern notwendigerweise mit ihr auch die Entwidlung Deutschlands und Frankreichs. In der Einleitung bringt der Verfasser neue Ansichten zur elsäßischen Psychologie, im ersten Teil wird ,, Umwelt und Zwischenland" geschildert, d. h. Deutschland, Lothringen, Frankreich und das Elsaß. Dann folgt die geschichtliche Entwicklung des Elsaß bis zur Neuzeit. Da Jaffé nicht nur die rein historische, sondern auch die kul= turelle, religiöse, soziale und wirtschaftliche Entwicklung dar= stellt, wird die ganze Tragik des elsäßischen Geschickes offenbar. Welche Konflikte müssen allein eine Herrenschicht, die nach ein Bürger- und Bauerntum, Frankreich neigt, und In Deutschland gibt es Dörfer, die mehr als 30 000 Einwohner haben, aber die ,, billig" weiter als„, Dörfer" gelten wollen. Die kleinste Stadt Deutschlands ist dagegen Hauenstein im südlichen Baden am Rhein mit 215 Einwohnern in 32 Häusern. Ein Rätsel: Wo bleiben die vielen Nadeln? Jmmer neue Millionen Nadeln werden gekauft, ohne daß die alten abgenutzt sein könnten. Es besteht nur die Möglichkeit, daß sich fast alle Nadeln verkrümeln. Die private Krankenversicherung in ihrer heutigen Ausgestaltung und Ausdehnung ist eine Errungenschaft der Neuzeit, ihre Anfänge reichen jedoch bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zurüd. Der Gedanke der Krankenversicherung ist an und für sich kein neuer; denn das Bestreben, sich in Nöten und Fährnissen des Lebens gegenseitig Hilfe und Unterstützung zu leisten, ist eine alte Wurzel der Zivilisation. In der Folge der Entwicklung mußten jedoch die Krankenkassen, die im Anfang noch Privatunternehmungen waren, ihren reinen Versicherungscharakter infolge staatlicher Gesetzgebung, deren Grundlagen heute in der RVO. festgelegt sind, verlieren. An dessen Stelle ist eine Fürsorge für die Kassen hauptsächlich zwangsmäßig anvertrauer Mitglieder getreten in der Form der Naturalleistungen statt geldlicher Entschädigung. Als nun in der Kriegs- und Nachkriegszeit Vermögen und Spargroschen des Standes, der als Kulturträger des deutschen Voltes anzusehen ist, des Mittelstandes, verschwunden waren, lebte von neuem der Gedanke der privaten Krankenversicherung auf. So wurde sie zu einer Notwendigkeit des Mittelstandes, der, von eigenen Mitteln entblößt, nunmehr einen Versicherungsträger gefunden hatte, der gegen eine geringfügige Prämie ihm die Sorge und wirtschaftliche Schädigung langer Krankheiten abnahm. Durch individuell angepaßte Tarife trägt die private Krantenversicherung jedem Versicherungsbedürfnis Rechnung, vengütet seinen Versicherten im Krankheitsfalle die Kosten für Arztrechnungen, Arzneien, Krankenhausbehandlung und Ope= ration, zahlt Wachenhilfe, sowie Sterbegeld aus. Im Gegensatz zu den reichsgesetzlichen Krankenkassen kann der MittelständTer, der den zwangsversicherungsfreien Kreisen angehört, sich als Mitglied einer privaten Krankenversicherung im Krantheitsfalle jederzeit den Arzt seines Vertrauens wählen; ein Eingreifen in seine persönliche Freiheit und Selbständigkeit hat er nicht zu befürchten. Es nimmt daher nicht Wunder, wenn die private KranDie längste Straße unserer Erde ist die Western Avenue in Chibago- 30 Kilometer lang.( Entspricht zu vier Fünftel der Entfernung von Leipzig und Halle.) Ein 12facher Lebensretter ist der erst 27 Jahre alte Bergmann Edmund Kern aus Herten, Wests ,, der 12 Menschen von Tode des Ertrintens gerettet hat. Linoleum darf niemals mit Sodawasser gewaschen werden. ( Verwende Seifenwasser und spüle ab!) Dem Holländer Veraart ist es gelungen, fünstlich Regen zu erzeugen und zwar durch Abwerfen von 1500 Kg. pulverisierten Eises aus einer beträchtlichen Höhe. In Aegypten darf sich keine Frau mit furzen Aermeln und nadtem Hals auf der Straße bliden lassen. Verplappert. das in seinem ganzen Wesen deutsch ist, hervorrufen! Durch die Jaffésche Schilderung der Zeit von 1870-1914 wird erklärlich, warum die elsäßische Bevölkerung zum Teil nicht zuletzt wegen der nicht sehr glücklichen Hand der deutschen Verwaltung, nach Autonomie strebt. Vielleicht hätten sich noch manche Gegenjätze ausgeglichen, wenn nicht der Krieg eine solche Entwicklung gestört hätte. Aber auch unter französischer Herrschaft ruft ruft das elsäßische Volk nach Autonomie. ,, Dem deutschen Volke ist dem Elsaß gegenüber die Richtung gewiesen: Taftvolle Zurüdhaltung, aber nicht falte Gleichgültigkeit; herzliche Freundschaft, aber nicht unerwünschte Einmischung. Jmmer aber, was auch geschehen mag, wird der Ausspruch gelten, den ein Elsäßer vor hundert Jahren in schlichter Größe prägte: Auf beiden Rheinufern wohnt für uns nur ein Volk, Schlachten und Weltenhändel können es zersplittern, die Herzen scheiden sie nicht." Tante( zu Besuch tommend):„ Na Kinder, so spät habt ihr mich wohl nicht erwartet?" Der fleine Michel:„ O doch, Papa hatte gerade gesagt: Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!" Schlagfertig. Sergeant: ,, Was würden Sie tun, wenn das Kommando fäme: Freiwillige vor!-?" Rekrut:„ Ich würde rasch zur Seite treten, damit die FreiBuen Humor. willigen vorbei fönnten!" Neue Bücher. Erschein Bezugspreis 2 Redaktionsschluß frü endung nicht verla H. Jahrg. Politif Der bsherige deu Rinisterialdirektor er onalabteilung des A Während Botschaf im fich auf seinen Boj Belprechungen mit d Dr. Brittwig, stattgef des Präsidenten Hoor hen wurde, Botschafter v. Ho gelehrt ist, hatte gefter ine Unterredung mit Staatsjefretär S arichten, daß er im erion in Berlin wei eutschen wie mit de „ Der Erdball", Illustrierte Monatsschrift für das Gebiet der Länder- und Völkerkunde, herausgegeben von Leo Frobenius, 5. Jahrgang, Heft 5, Preis vierteljährlich 3 RM., Einzelheft 1,25 RM. Hugo Bergmüller Verlag, Berlin- Lichterfelde. Die Nummer beginnt mit einem Artikel über die Internationale Persische Kunstausstellung in London. Dann wird über das Kastenjoch in Indien berichtet. Von Kairuan, der heiligen Stadt Afrikas, spricht Dr. F. Wallisch. Die„, weiße Stadt", die selten von einem Europäer betreten wird, ist seit mehr als einem Jahrtausend die heilige Stadt des Jslams auf afrikanischer Erde. Eine für jeden deutschen Volkskundler hochinteressante und ausschlußreiche Abhandlung bringt Dr. Wilh. Peßler, mit seiner Arbeit ,, Kulturkreis und Kernland Niedersachsen" Zum Schluß erscheint die Fortsetzung des Aufsehen erregenden Aufsatzes von Leo Frobenius ,, Des Menschen Schicksal auf dieser Erde". Friz Jaffé: Zwischen Deutschland und Frankreich.( Zur elsäßischen Entwicklung.) J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachf. Stuttgart und Berlin. Jaffé gibt uns mit diesem Buch eine Geschichte des Landes zwischen Rhein und Vogesen, wie man sie sich umfassender und lebendiger nicht vorstellen könnte. Nicht Was gibt es neues in der Kunst?( 3um Juliheft der Münchener Monatsschrift ,, Die Kunst".) Ein größeres Verständnis für die Beziehung und Auswirkung der Kunst zu unserem Le= ben und zu den Dingen, deren Schönheit und gute Form wir als Selbstverständlichkeit hinzunehmen gewohnt sind, gewinnt der, der diese bekannte Münchener Monatsschrift liest. Im neuen Heft sehen wir Schöpfungen, die uns zeigen, daß es für das tünstlerische Erlebnis keine Grenzen gibt. ,, Die Kunst". Ver= lag F. Bruckmann A.-G. München. Im Abonnement monatlich 2,35 RM. Bezug durch jede Buchhandlung. Es wird jeden interessieren, einem Bildberichterstatter einmal in die Karten zu sehen. So ein Bildermann muß schnell sein und darf nicht allzu große Bescheidenheit besitzen. In der neuesten Nummer der Münchener Illustrierten Presse( Nr. 25) schildert ein Journalist ein kleines Husarenstüd. Es handelt sich um die Fahrt der deutschen Minister nach Chequers. Dem Mitarbeiter der Münchener Illustrierten gelang es als einzigem Journalisten, bis nach Chequers vorzudringen. Wie er das machte und was dabei herauskam, schildern seine Bilder und sein Bericht in dieser Nummer. Verantwortlich: G. Burgeleit, Gießen. 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