her. 971.39 -Was würde ihre agen, die heute bei ter werden. Die Woche eder, der an den groe muß die mit wertoollen Dernummer der obe haben. Das joeben zu den J lands- Instituts in Stu Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. ze zur Geschichte und an bung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. lbmonatsschrift Der Aedaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdcung. Das Heft fann au Deutschen Auslands- Jit bezogen werden as prachtvolle Werf Die Wert für den Kaufman ann, ihrer Vollendung En find die Lieferungen t genügend fennen gelernt ber bilden zu können, was ent 14. Jahrg. Bolitische Rundschau. Bon zuverlässiger Berliner Seite verlautet, daß die Reichs: egierung durch die Notverordnung eine Kürzung der Sozialhe Wirtschaft im allgemeieicherung und einen Abbau der Beamtengehälter plant. d im besonderen bedeutet kaufmännische Angestellt wirtschaftliche Fragen In einer amtlichen Mitteilung gibt die Danziger Regie: ung befannt, daß eine Teilnahme Danzigs an den Verhandnst in Kreisen von Berus umgen des Europa- Ausschusses nicht möglich ist, da ihr die onische Regierung die Einladung zur Teilnahme an der Tas jung erst am 18. Mai, also drei Tage nach dem Beginn der Berhandlungen des Europa- Ausschusses, übermittelt habe. ngen Stellung zu nehmen Den eigentlichen Hochschule in der Zukunft zu erfüller d tommen müssen, wo mat In Danzig fanden am Sonntag Kreistagswahlen statt, Dobei es zu zahlreichen blutigen Zusammenstößen fam. Sechs spricht! Uns erfüllt es mit Rationalsozialisten find zum Teil schwer verlegt worden. Bei fang an das Erscheinen mi on Zeit zu Zeit auf dieses on dem der Industrie- Ber 0, Genthinerstr. 42, gege 0 Pig. jedem Interessenter fert. ben Wahl ist eine Zunahme der Sozialdemokraten und Natio: alsozialisten und eine Abnahme der tommunistischen und bürgerlichen Stimmen zu verzeichnen. In einer Pressebesprechung erklärte Dr. Schober, das Ergebnis der bisherigen Verhandlungen sei, daß der Standpunkt muß. Von Hauptschriftleiter Deutschlands und Oesterreichs nicht erschüttert werden konnte. n Bonn. Preis RM, 1- Es sei lediglich ein Aufschub der Verhandlungen erzielt worden. Das Prager Innenministerium hat entschieden, daß uns vorliegende Bändche ein Hilfsbüchlein nicht nu Brieffendungen, die mit Verschlußmarken des„ Sudetendeutſſe in Verbindung stehenchen Heimatbundes“ versehen sind, nicht durch die Post beför: wollen, sondern für jedes ert. Der sachkundige Ver spunkten leiten lassen, un tig. Von Kinderarzt Gan on Wilh. Stollfus, Bon eise werden hier Ratschle bent werden dürfen. Nach einer Genfer Information wird Briand am Donners: lag nach Paris zurückkehren. In einem am Donnerstag in Baris stattfindenden Ministerrat wird Briand erklären, daß tt sein Rüdtrittsgesuch aufrecht erhalte. Der Genser Kontrollausschuß für die österreichische Völker: bundsanleihe hat der Ausgabe von 150 Millionen Schilling Schaganweisungen durch die österreichische Regierung zuge wichtige Frage von Piletimmt. Desterreich wird zunächst 50 Millionen Schilling auf1 gegeben. Das Büchlein d die Ratschläge, befolg Jen bringen. Ernährung der Krante r Verlag With Stollfus at Sammlung, Silf e überaus volkstümlide Ernährung der Kranten, er Krankenpflege, wichtige rgeleit, Gießen. tsell Zeilgip ne. deutschen Großrelstaat Sachsen, e enthalten. Wer Großstädte mit en, um unser -Lexikon in Löser erhält exikon" Der 15000 Artikeln, lbseitigen Bilder52 Selten Tabellen. nd ohne irgendie Portokosten che weltere Ver liches Konverfür jedermann Erfüllung bisher eike scheiterte. wit jedem die auf fatkräftige wir noch hohe Kochstraße 28 B, Kochstraße 28 n lexikonprämie. hien. nehmen. Die Gerüchte, nach denen Schazkanzler Snowden die Abficht haben soll, wegen schlechten Gesundheitszustandes zurüdjudreten, entbehren jeder Begründung. Die Sowjetregierung hat in einer Note an Finnland gegen die sowjetfeindliche Haltung finnischer Rechtstreise Protest eingelegt. Der sowjetrussische Außenminister Litwinow hat in einer Rede vor dem Europa- Ausschuß in Genf den baldigen Abschluß times allgemeinen europäischen wirtschaftlichen NichtangriffsDextrages angeregt. Der spanische Ministerrat hat den Kriegszustand über Madrid aufgehoben. Der spanische Minister des Innern hat den Bischof von Bitoria den Rat gegeben, Spanien zu verlassen, da er durch ene politische Tätigkeit den öffentlichen Frieden gefährdet. Duraufhin hat der Prälat Spanien verlassen. Die Unruhen bei den Wahlen in Aegypten haben zahlreiche Menschenopfer und noch mehr Verlegte gefordert. Im ganzen sollen vierzig Personen getötet und über 1000 verletzt worden sein. Die Polizei in Ludwigshafen hat am 13. Mai einen frühe: ren Reichswehiangehörigen festgenommen, der für den franzö fishen Nachrichtendienst in Weißenburg und Straßburg militäriche, geheim zu haltende Nachrichten geliefert hat. In Hannover wurden zwei Obergefreite der Reichswehr wegen fommunistischer Propaganda verhaftet. Landtagswahlen in Oldenburg. Bei den Landtagswahlen in Oldenburg am Sonntag wurden für die einzelnen Parteien folgende Stimmen abgegeben: Stimm. 1931 Mand. Stimm. 1930. 5796 13 431 Deutsche Volkspartei Sozialdemokraten Staatspartei Nationalsozialisten Kommunisten Wirtschaftspartei Landvolk Christl.- Soz. Volksdienst Zentrum Deutschnationale Liste Weyand 1 57536 11 66 148 8.983 1 13579 101 490 19 76216 19 389 3 13 933 4525 0 10 029 5427 1 12 756 3.006 0 3 054 46295 9 47 733 13529 5 194 2 14 203 1 0 Die Nationalsozialisten haben trotz ihres Gewinnes an Etimmen ihr eigentliches Ziel, nämlich die Erringung der absoInten Mehrheit im Landtag, nicht erreicht. Auch mit den Deutschnationalen zusammen ist diese Mehrheit nicht vorhanden. Die Eituation im neuen Landtag ist immerhin einigermaßen prefär, de ungefähr 24 Abgeordneten der im Reiche in Opposition stehenden Partei etwa 24 Abgeordnete der übrigen Parteien gegenüberstehen. Die Opposition setzt sich aus den Nationalsozialisten, Din Deutschnationalen und den Kommunisten zusammen. Die Deutschnationalen befinden sich in einer schwierigen Lage, de sie seinerzeit selbst das jetzige Kabinett mitgewählt und noch in letzten Wahlkampf erklärt hatten, daß sie das Kabinett, das mit Erfolg regiert habe, unterstützen würden. Auf der anderen Seite aber liegt auch die Erklärung vor, daß die Deutschynatiomilen auf keinen Fall eine Spaltung in den nationalen Gesamt( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 20. Mai 1931 block herbeiführen würden. Die Entscheidung wird zweifellos bei der Deutschen Volkspartei und bei den Abgeordneten des Landvolks liegen, da die Sozialdemokraten das jetzige Kabinett tole= rieren dürften. Prüfung der Zollunion im Haag. Genf. Jm Völkerbundsrat brachte der englische Außenminister Henderson den Antrag ein, das deutsch- österreichische Protofoll dem internationalen Gerichtshof im Haag zur Prüfung vorzulegen. Der Haag soll feststellen, ob die Zollunion mit den Verträgen von St. Germain und dem Abkommen des Jahres 1922 vereinbar sei. Curtius und Schober erklärten sich bereit, nachdem sie ihren Standpunkt energisch vertreten und vor allem die Briandschen Angriffe entschieden zurückgewiesen haben, den Plan einer rechtlichen Prüfung vorzulegen. Damit ist Briands Absicht, die Zollunion auch politisch zu untersuchen, gescheitert. Die Entscheidung im Haag wird wahrscheinlich im Spätsommer ge= fällt werden. Nach Fällung des Rechtsspruches, der nach dem bisherigen Standpunkt der Gutachter positiv für den Paft ausfallen wird, haben Deutschland und Desterreich freie Hand. Henderson Borsigender der Weltabrüstungskonferenz Genf, 19. Mai. Der englische Außenminister Henderson wird Vorsitzender der Weltabrüstungskonferenz für 1932. Der Völkerbundsrat bot ihm heute abend in einer Geheimsizung einstimmig den Vorsitz der Abrüstungskonferenz an. Henderson ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 40 nahm den Vorsig grundsätzlich an, wird sich jedoch über die endgültige Annahme noch mit seiner Regierung verständigen. Als Tagungsort der Konferenz wird Genf gewählt. Regierungsfrise in Wien. Wien, 19. Mai. Die innerpolitische Lage Oesterreichs hat sich scharf zugespitzt. Die Großdeutsche Partei hat die Vorschläge des Finanzministers, angesichts des 150 Millionen Schil ling betragenden Fehlbetrages im Staatshaushalt eine Kürzung der Beamtengehälter vorzunehmen, abgelehnt. Daraufhin be= schloß Justizminister Dr. Schürff seinen Rüdtritt. Erneute Verhandlungen der Regierung mit den Parteien und mit dem in Genf weilenden Vizekanzler Dr. Schober führten zu dem Uebereinkommen, die entscheidenden Entschlüsse bis zur Rüdkehr Schobers aufzuschieben. Der Vizekanzler wird Genf möglichst noch am Mittwoch verlassen. Parteilicher Zusammenschluß in Hessen. Darmstadt. Die beiden Ortsgruppen der Radikaldemokratischen Vereinigung Darmstadt und der Demokratischen Vereinigung Darmstadt haben sich nunmehr zu einem Verein der Rodikaldemokratischen Partei zusammengeschlossen. Es wurde ein neuer Vorstand gebildet. Zum Vorsitzenden wurde Landtagsabgeordneter Reiber und zu seinem Stellvertreter Dr. med. Hammer- Darmstadt gewählt. Die Leitung hat die Absicht, die Agitation für den Ausbau der Partei im Lande unverzüglich in Angriff zu nehmen. Steuer- Protestversammlung in Gießen. Als der Gießener Hausbesizer- Verein seine Mitglieder und darüber hinaus alle Mittelstandskreise Gießens am 18. Mai 1931 in das Café Leib zu einer Steuer- Protestversamm: lung zusammenrief, folgte er nicht irgend einem Nachahmungstrieb. Es galt nicht die Versammlungen in Darmstadt, Mainz und Worms zu kopieren, sondern hier sowohl wie dort wollte sich die ,, gequälte Seele" einmal Luft schaffen und ihr Elend in die breite Deffentlichkeit hinausschreien. Ganz besondere Bedeutung gewann die Protestaktion der Gießener Bürgerschaft gegen die neuen Steuerdiktate dadurch, daß ein Redner wie Professor Horneffer den Zuhörern, die das Café Leib bis auf den letzten Platz füllten, die Zusammenhänge des besigfeindlichen Staatskurses in so beredten Worten schilderte. * Um 8.45 Uhr eröffnete der Vorsitzende des Hausbesitzer Vereins, Stadtratsmitglied Launspach, die Versammlung, und führte einleitend aus: Als erstmals die Steuerpläne der hess. Regierung in der Deffentlichkeit bekannt wurden, habe der Gießener Hausbesitzer- Verein am 9. Dezember vor. Jahres eine Protest versammlung einberufen. Leider sei damals nur ein ganz schwa cher Besuch zu verzeichnen gewesen. Ein Zeichen dafür, daß der Mittelstand schlafe, zumindest solange, bis der Steuerzettel komme. Weiter stehe fest, wenn die berufenen Instanzen des selbständigen Mittelstandes sich damals so geregt hätten, wie zur Zeit, wäre es nicht zu diesem Steuerdiktat gekommen. Der Redner betonte außerdem, daß die Regierung sich über die Auswir kung der neuen Steuern nicht klar gewesen sei. Sie erwarte durch die Sondersteuererhöhung z. B. 500 000 RM. Mehr einnahme, während in Wirklichkeit mit 2,5-3 Millionen zu rechnen sei, die dem Hausbesitz mehr weggesteuert werden, so daß für die Instandsetzung eines Althauses nichts übrigbleibe. Der Hausbesitz könne und dürfe sich dieses nicht gefallen lassen und diese Steuern etwa ruhig hinnehmen, dann ginge es auch in der Zukunft so weiter. Daß die Regierung jetzt schon merke, was los ist, ersehe man daraus, daß sie nunmehr den jahrelangen Wünschen des Hausbesizes in etwas entgegenkomme. Der Redner erinnerte in diesem Zusammenhange an die Reparaturhypotheken und verwies Ratsuchende auf die Geschäftsstelle des GieBener Hausbesitzer Vereins. Nach diesen Einleitungsworten hielt Herr Universitäts- Professor Horneffer- Gießen mit klaren und überzeugenden Worten seinen hochinteressanten Vortrag über ,, Wirtschaft und Sozialismus“. Er führte u. a. folgendes aus: Als die Aufforderung des Hausbesitzervereins an ihn gelangte, hier zu sprechen, hielt er es für seine Pflicht, diesem Ruf nachzukommen, trotzdem er kein Hausbesitzer sei und man annehmen könnte, daß ihm andere Dinge näher lägen. Aber seine Gedanken seien wie gebannt von der großen wirtschaftlichen Not und Gefahr unseres Volkes, die immer mehr und mehr noch steige. Im Vordergrund unseres ganzen nationalen Lebens stehe die Wirtschaft. Wenn es ihr gut gehe, gehe es auch uns allen gut. Darum müßten wir für unsere Wirtschaft als Mittel zum Zweck sorgen, denn Staat und Kultur seien dem Untergang geweiht, wenn die Wirtschaft zerfalle. Und es müsse zur Zeit unsere dringendste Aufgabe sein, bis bessere Zeiten wiederkom men, unsere Wirtschaft zu erhalten. Seit Jahren aber sieht es um die deutsche Wirtschaft immer düsterer aus. Und als er- der Redner vor Jahren schon gewarnt habe, habe man ihn als ,, Philosophen der Angst" verlacht und verhöhnt. Die Zeiten hätten ihm Recht gegeben, und wer heute keine Angst um Deutschland habe, den verstehe er nicht, der müsse blind sein. Wenn auf der einen Seite die Gehälter immer kleiner werden, und auf der anderen Seite die Steuern und damit die Arbeitslosigkeit dauernd wachsen, dann komme der Hunger. Er sei schon da. Darum haben wir die Pflicht, all unsere Sorgen auf die Wirtschaft zu konzentrieren und der Hausbesitz sei ein großer Teil dieser unserer Wirtschaft. Häuser müssen gebaut, unterhalten und gepflegt werden. Das könne allerdings nur dann der Fall sein, wenn der Hausbesitz gewinnbringend sei, wenn er Profit garantiere. Wie überhaupt allgemein ein Volk, daß keine Ueberschüsse erziele, verarme und verkomme. Und durch den Hausbesitz sei über die Bauwirtschaft die ganze Wirtschaft in Schwung zu bringen. Darum sei das Bauen so unermeßlich wichtig für unsere Volkswirtschaft. Sowie nicht mehr gebaut wird, sterben viele Wirtschaftszweige ab. Jm Ganzen be trachtet aber, sei Hausbesitz und Bauwirtschaft abhängig von der Wirtschaftslage Deutschlands und der Welt. Wir leben zurzeit in einer Weltwirtschaftskrise, von der die Sozialisten sagen, fie zeuge von dem Unvermögen der Privatwirtschaft; es sei darum die sozialistische Planwirtschaft einzuführen, bei der es solche Krisen nicht mehr geben würde. Dies sei ein grundlegender Jrrtum. Im Gegenteil so führte der Redner aus sunde, starke Privatwirtschaft ist jeder Krise gewachsen, da sie sich Rücklagen schafft. Und es ginge uns heute besser, wenn diese Rücklagen bei uns vom Sozialismus nicht bis zum Nullpunkt weggesteuert wären. eine ge Was die Lage aber weiter so ungemein erschwert habe, sei die Tatsache, daß in zwei Ländern sozialistische Experimente ge macht worden seien, und zwar in Rußland heftig, und in Deutschland stiller und verborgener. Der sozialistischen Idee seien immer mehr Zugeständnisse gemacht worden. Die Enteignung des Grund- und Hausbesizes wäre sonst garnicht denkbar ge= wesen. Und die Folgen dieser sozialistischen Vorherrschaft sind fortschreitender Verfall unserer Wirtschaft und Verarmung unseres Volkes. Die Not ist nicht nur wirtschaftlich, sondern -seelisch. Alles resigniere. und das ist das größere Unglück Und wenn der Mut zur Zukunft in einem Volke erstorben sei, so sei das der Anfang vom Ende. Die Ursache all dieses Elends sei nicht ausschließlich in der Weltwirtschaftskrise zu suchen, sondern liege auch daran, daß wir außerdem auch eine falsche Steuerpolitik haben über uns ergehen lassen müssen. Das erste Anzeichen der Krise war der Kapitalmangel, dem der Staat durch Steuererhöhungen abhelfen wollte. Der Wirtschaft, die unter größten Opfern ihre Betriebe rationalisierte, um zu sparen, wurden ihre Ersparnisse durch den Staat wieder weggesteuert, obwohl jede Regierung verspricht, die Steuer zu senken. Fest stehe, daß Staat und Kommune im letzten Jahrzehnt eine beispiellose Verschwendung getrieben haben, für die die Geschichte noch einmal Rechenschaft fordern werde.( Beifall.) Man hat ausgerechnet, daß in Berlin bei richtiger Einstufung der Beamten nach Recht und Gesetz, monatlich zwei Millionen gespart werden können. Die Ursache sei die Parteimißwirtschaft in den Stadtparlamenten. Ueberall sei eine erstaunliche Zunahme der Partei- Beamtenstellen festzustellen. Gerade im Interesse der Berufsbeamten sei zu wünschen, daß wieder solide Verhältnisse geschaffen werden. Nr. 40 Mittwoch, de Mittwoch, den 20. Mai 1931. Eine weitere Belastung entstehe der Wirtschaft durch die städtischen Regiebetriebe. In Berlin gebe es über 200 städtische Betriebe, von denen mehr als die Hälfte Verlustbetriebe seien. An anderen Drten wird es nicht besser sein. Das sei glatter Sozialismus. Diese Betriebe leben nur von den Steuerzahlern. So sei denn das Erstaunliche: die freien Handwerker erhalten mit ihren Steuern ihren eigenen Konkurrenten. Bis zu dieser großen Unsittlichkeit sei der deutsche Staat herabgefunken. Dazu komme die größte Arbeitslosigkeit, die man versuche zu verringern. Möglich sei das natürlich nur durch Senkung der Gestehungskosten und nicht durch Arbeitszeitverkürzung. Und die Staatsbetriebe müßten dabei vorbildlich vorangehen. Leider täten sie es noch nicht. Die Reichsbahn z. B. zahle heute an Löhnen und Gehältern 213 Prozent mehr als vor dem Kriege. Das ist selbst unter Berücksichtigung des Teuerungsindex von 140 zuviel. „ Gießener Zeitung" 17 nere Ausgabess für die Hausverwaltung( pro Tag mit 50 Pfg. ist gewiß sehr niedrig gerechnet) 182,50 M. Mithin ist ein jährlicher Gesamtfehlbetrag vorf 1405,09 M. oorhanden. Dazu kommt noch die unbezahlte Stelle als Hausverwalter. Sodann nahm als dritter Redner Stadtratsmitglied Herr erklärte Schmidt das Wort, und an einigen Zahlen beispielen, wie der Arbeitslosigkeit abzuhelfen sei, wenn mit dem Hausbesitz eine vernünftige Steuerpolitik getrieben würde. Auch er verwies auf die kommende Landtagswahl, wo jeder die Möglichkeit habe, das Seine zu tun, um diese Mißstände zu beseitigen. Die Versammlung nahm seine Worte beifällig auf. Weiter wurde das Wort nicht mehr gewünscht. Bevor Herr Launspach die harmonisch verlaufene Kund gebung schloß, brachte Herr Nicolaus folgende Entschließung zire Verlesung, die einstimmig gebilligt wurde: Stadtratsmitglied Nicolans, das Wort zu erteilen. Dieser wandte sich speziell den Fragen zu, die die Versammlung zusammengebracht hatte. Er erinnerte an die 2. Notverordnung der Reichsregierung im November- Dezember vorigen Jahres, die den Haus- und Grundbesizer aufatmen ließ, versprach sie doch Sperre von Steuererhöhungen und langsame Senkung der Steuern. Die Hoffnung war verfrüht, auch diese Not: verordnung hatte eine Lücke, die von Land und Kommunen entdeckt, sofort ausgenutzt wurde. Die Notverordnung schrieb vor, daß nach dem 31. Dezember 1930 feine Stener erhöht werden darf. Leider hatte sie vergessen, zu verbieten, die Steuer vorher noch zu erhöhen. Denn dieses tat die hessische Regierung. Man erhöhte noch im Dezember in Hessen die Grundsteuer LIIII 200 Prozent, um dann von dieser erhöhten Grundstener anstatt 10 Prozent nur 6 Prozent in Verfolg der Notverordnung in Abzug zu bringen. Diese Mehreinnahmen reichten noch nicht aus. So erhöhte man auch die Sondergebäudesteuer dergestalt, daß Objekte, die mit mehr als 5 Prozent rentieren, den Mehrmieteingang nochmals mit der Sondergebäudesteuer belegen. Der Finanzminister wollte dadurch 500 Tausend R.- Mark Mehreinnahme bekommen. In Wirklichkeit betrage die Belastung durch diese letzte Stener aber 2,5 bis 3 Millionen R.- Mark, um die der Hausbesitz betrogen werden solle, in einer Zeit, in der der Hauseigentümer schon nicht mehr in der Lage ist, sein Haus in Stand zu halten. Jeßt, nachdem den Steuerzahlern die Bescheide zugestellt sind, geht ein Sturm der Entrüstung durch den hessischen Staat, der nicht nur vom Hausbesig ausgehe, sondern von allen Wirtschaftsgruppen unterstützt würde. Dabei handele es sich nicht nur um die Staatssteuern, auch die Gemeinde müsse die Sondergebäudezuschläge zwangsläufig wie der Staat erheben, sodaß die Belastung noch größer werde. Veranschlagt sei dieses Mehr an städtischer Sondergebäudesfeuer für Gießen auf 6 000 R.- Mark, zu erwarten seien 50 bis 60 000 R.-F. Hier wolle der Stadtrat eingreifen. Die bürgerlichen Fraktionen würden beantragen, daß die erhöhte städtische Sonder steuer nur für's erste Ziel zu zahlen ist, bei den fünf weiterem Zielen soll die Erhöhung gestrichen werden. Der Redner gab seiner Verwunderung darüber Ausdruck, daß der hessische Fi nanzminister erstaunt über diese Steuerheze" wie er es nannte gewesen sei. Besonders erstaunt sei der Miniſter darüber, daß Industrie, Handwerk und Gewerbe den Hausbesitz in diesem Kampf unterstützen. Der Redner fragte ganz recht, ob dem Herrn Minister nicht bekannt sei, wie wichtig der Hausbesitz für Industrie und Hardwerk sei. Vor dem Kriege verkörperte der deutsche Hausbesitz 120 Milliarden; d. Hy mehr als die Hälfte des Volksvermögens. Dieser Wirtschaftsfaktor sei jetzt durch Zwangswirtschaft und falsche Steuerpoli: tik fast völlig lahm gelegt. Herr Nicolaus bewies dann an Lahm ge Hand von Zahlen, die wie auch schon in unserer Zeitung zum An dem wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands ist auch die verhängnisvolle Tarifpolitik der marristischen Gewerkschaften mit schuld. Der Tarif regiere, mag darüber auch die Wirtschaft und die Nation zugrundegehen. Die Arbeiter wollen arbeiten, und sei es zu niedrigeren Lohnfäßen, aber ihre Führer und die von ihnen beherrschte Arbeitsgesetzgebung verbieten es. Ein weiteres llebel ist die übertriebene soziale Fürsorge. Wohl ist es Pflicht, dem Bedürftigen zu helfen, aber ein armes Volk muß sich auch den vorliegenden Verhältnissen anpassen. 1914 gab Deutschland für seine soziale Fürsorge 1,370 Milliarden und 1929 7,369 Milliarden aus. Die Zahl mag heute noch höher liegen. Die Schuld daran hat der Staat, der seine Wirtschaft ruiniert und sich selbst damit den Todesstoß versetzt. Es sei eben der Wahn, daß man die Wirtschaft durch den Staat zu regeln können glaube. Das sei menschliche Ueberheblichkeit. Wir fordern die Freiheit der Wirtschaft! und zwar bald, sonst könne man feststellen, daß es keine freie Wirtschaft mehr gibt, daß der Staatssozialismus bei uns schon so gut wie durchgeführt sei. Wir sind trotz Revolution das unfreieste Volk aller Zeiten geworden. Es liegt so nahe, daß man, wenn Not herrscht, nach dem Kapital greife und dem Reichen nehme, was man braucht. Aber damit habe man noch niemals den Armen geholfen, sondern nur allen geschadet. Reichtum aber schade niemanden, er nimmt den anderen nichts, sondern er schenkt dem anderen noch. Jedes Volk sollte daher stolz sein auf seinen Reichtum und Besitz. Wenn man diesen Reichtum zerschlägt, zerschlägt man sich selbst. Die Folgen des sozialistischen Vorgehens seien zunächst ein Anschwellen des Geldbedürfnisses und dafür fand man schnell ein Rezept: Die Enteignung des kleinen Besitzes. Gleich nach dem Kriege, 1919, wurde eine sog. Sozialisierungskommission gebildet, die feststellen sollte, was zunächst zu enteignen sei. Das Frgebnis war de war der Haus- und Grundbesit. Nun ging dies nicht so einfach, wie iese Kommission das wollte, aber was man nicht mit einem Schlage ergreifen konnte, hat man dann nach und roch enteignet. Und damit traf man den Mittelstand, denn 90 Prozent aller Hausbesitzer sind Mittelständler, die sich ihren kleinen Besiz erarbeitet und erspart haben. Man kennzeichnet diese Kreise häufig mit dem Worte: Philister. Aber dieser ,, Philister" ist die einzige Rettung für Deutschland, dieser Philister, der in seinen engen Verhältnissen feine Pflicht tut, arbeitet, spart und Werte hält. Im Gegen: satz dazu habe sich unsere Zeit soweit verloren, daß die gute Leistung verboten sei und daß das Sparen als Sünde bestraft wird. und Diesen Enteignungsprozeß versucht der Sozialismus durch die Wohnungszwangswirtschaft zu beschleunigen, wahre Drgien des Unsinns hat er cuf diesem Gebiet schon gefeiert. Restlose Beseitigung der Sondergebäudesteuer zwar vor allem auch im Interesse der Mieter, fordern seit Jahren alle Kreise der Wirtschaft, aber alles pralle an dem Sozialismus des Staates ab. Wenn das so weiter geht, so sei der Untergang der ganzen Wirtschaft bald da. Das gesamte Bürgertum, der ganze Mittelstand muß sich zusammenschließen und den derzeitigen Machthabern zurufen: Bis hierher und nicht weiter! Unsere Geduld ist erschöpft! ( Lebhafter Beifall.) Dieses Ende ist schon seit Jahren vorausgesagt worden, aber die Regierenden wollten nicht hören. Stresemann sei wohl der einzige gewesen, der zugegeben habe, daß wir so nicht weiter arbeiten dürfen. Schon 1929 Entschließung: Die am 18. Mai 1931 im Saal des Café Leib stark besuchte Versammlung des Hausbesitzer Vereins und sorrstiger wirtschaftlichen Verbände Gießens protestieren gegen die erneuten Erhöhungen der Grund- und Sondersteuern, die den ohnehin schon ruinierten Hausbesitz weiterhin in einer Art und Höhe belasten, die zum vollständigen Zusammenbruch desselben führen muß. Durch die rücksichtslose Wegsteuerung des letzten Er trages aus den Mieten ist es dem Hausbesig nicht mög lich, noch weiterhin Kapital für die großen und notwen dig gewordenen Instandsetzungen der Häuser aufzubringen. Die Folgen davon sind: Kurhessen Horas Webl. S GC. Wet Dillenbur Butzbach Wiefenba Frohnhau Bottenhor Feudinger 06 Asfel Tura Raj Sport Ro Spc. Wi Biffenberg B. M SC. Wek Burgjolm Oberbiel Daubring Wiejed 1 Niedersh Stodhau Allendor Wetterfel 1900 Gie Daubring Oberndor Oberbiel Niedersh Dutenhof Wiefed 2 SC. Wet Burgiolm Braunfel Oberbiel Biffenber Heuchelhe Burgiolm Garbente Alsfeld 2 Weklar Dutenhof Wiejed Fronhau Dillenbu Straßeber Biden 1. Weidelba Herbornje Обестовы Dillenbu Oberroß Dillenb Edelsho Niedern Webro Roda Damn Goßfe Die Häuser werden verfallen, die Notlage der wirtschaft lichen Kreise und ganz besonders die der Bauhandwerker wird sich vergrößern und somit wird die Arbeitslosigkeit weiter vermehrt werden. Das ganze Wirtschaftsleben wird vollständig vernichtet und aus den ehemaligen Steuerzahlern werden Wohlfahrtsempfänger gemacht. Obgleich bei dem Althausvesiz Arbeitsmöglichkeit in Hülle und Fülle vorhanden wäre, können durch diesen Steuerdruck kaum die allernotwendigsten und unaufschieb barsten kleinen Instandsehungsarbeiten vorgenommen wer den, weil die erforderlichen Mittel für große Reparatu ren hinweggesteuert werden. Dieser Tatbestand müßte auch der hessischen Regierung zu Bedenken Anlaß geben. Wenn diese Steuern nicht fallen, dann zerfällt der Wohnhausbesitz und mit ihm der ganze steuerzahlende Mittelstand." Schwarzarbeit, Abdruck brachten, daß die Sondergebäudeſtener verschwinden eine Unanständigkeit des Auftraggebers. habe derselbe auf einer Parteiveranstaltung der D. V. Partei den Ausspruch getan: müsse und daß dadurch eine derartige Belebung der gan= zen Wirtschaft zu erreichen sei, daß das Reich an Ersparung sozialer Lasten, Mehreinnahmen in anderen Steuern( Einkom men) die 1,5 Milliarden Sondergebäudesteuern glatt herausbekommen könne. Aber leider betrachte man den Hausbesis nicht als mäch tigen Wirtschaftsfaktor, sondern sehe ihn nur durch die partes politisch gefärbte Brille. Das gelte auch von der Wohnungszwangswirtschaft, die den Hausbesitz entrechte. Tatsache sei, daß schon bisher die Lasten und Gebühren die gesetzliche Miete völlig aufzehrten, so daß eine Rente für den Eigentümer reicht bleibe, dieser also völlig umsonst schaffe und in vielen Fällen noch Geld zusehen muß. Das sei eben stille Sozialisierung. Und mit Empörung müsse festgestellt werden, daß diese Sozialisierung nur mit Hilfe sog. bürgerlicher Parteien parlamen,, Ich sehe mit stärkstem Bedenken die Gefahr der Entwicklung der steigenden Ausgaben, soweit sie nicht durch die Reparationen veranlaßt sind. Es handelt sich darum festzustellen, daß es mit dieser Politik nicht weitergeht, wenn wir nicht sehenden Auges in den Abgrund stürzen wollen tarisch möglich war. Diese„ bürgerlichen" Parteien müsse sich jeder Hausbesitzer merken, um sie dann nicht zu wählen, dann habe der Hausbesitz Aussicht, auf eine Besserung zu hoffen. Der Redner schloß seine beachtlichen Ausführungen mit dem Appell an alle, in der Not nicht zu verzagen und fest zusam men zu stehen, dann müsse der Sieg unser sein. In diesen Abgrund sind wir schon gestürzt. Was kann uns nun noch helfen? Nur radikale Aenderung des Systems. Beseitigung des Sozialismus; Aenderung in der Verwaltung. Der Sparkommissar war in Hessen, hat die hessischen Ausgaben geprüft und hat dabei festgestellt, daß die Belastung auf den einzelnen Kopf in Hessen weit größer sei als in allen Man hätte aber nicht geanderen Staaten Deutschlands. merkt, daß die hessische Regierung sich dadurch irgendwie getroffen gefühlt hätte. Nur ein Beispiel: Das Landestheater in Darmstadt erfordere soviel Zuschuß im Jahre wie die ganze hessische Forstwirtschaft aufbringt. * Ueber die seit Jahren bestehende Unrentabilität der Häufer, die noch besonders durch die letten Stenererhöhungen katastrophal geworden ist, brachte Herr Launspach folgendes Beispiel, das wie er sagt genan belegt werden kann, zur Vorlesung: Das betreffende Haus in Gießen hat 50 000,- M. Friedenswert, ebensoviel Steuerwert und hat in 1931 Mieteinnahmen Die Ausgaben betragen: Staatliche Grundsteuer staatliche Sondersteuer Was man da tun solle? Wie man sich dagegen wehren soll? In absehbarer Zeit seien Landtagswahlen und da sei es Pflicht jedes einzelnen Bürgers, der sein Volk lieb hat, Der dahin mitzuwirken, daß diese Verwaltung gestürzt wird. Redner kündigte hierbei der Versammlung an, daß er in näch Vorfter Zeit mit Besserungsvorschlägen kommen werde. läufig aber bleibe nichts übrig als laut zu protestieren. Wir lebten nun einmal in einer Zeit, wo nicht die Vernunft wirkt, sondern wo nur der Lärm regiert. Das Maß sei voll. Und so mögen auch seine Betrachtungen mit dem Mahnruf aller Wirtschaftstagungen ausklingen: Es ist Zeit, es ist höchste Zeit! 3487,05 m. 169,20 803,25 Erhöhung derselben, weil über 5% Verzins. 117,20 196,55 städtische Grundsteuer städtische Sondersteuer 385,00 Langer anhaltender Beifall lohnte dem vorzüglichen Redner für seine grundlegenden und so einleuchtenden Ausführungen. Herr Launspach brachte dieses in Worten des Dankes zum Ausdruck, um dann dem 2. Redner des Abends, Herrn Die Aachener ,, Freie Presse" brachte unter der Ueberschrift ,, Schwarzarbeit, eine heimliche Tlmanständigkeit des Auftrag gebers" nachstehende Ausführungen: ,, Es gibt nur wenige Kreise in Dentschland, die nicht davon durchdrungen sind, daß endlich einmal die Unredlichkeit und unanständige Auffassung gleichsam mit eisernem Besen ausgekehrt werden müssen. Es spricht sich in Bekanntenkreisen und vor Versammlungen sehr nett über diese Dinge und man hat hier: bei meistens große Gesichtspunkte im Ange. Es denken aber die wenigsten Menschen daran, daß sie in ihrem täglichen Einerlei sehr häufig sich selbst ähnlicher Fehler, wenn auch in kleinerem Maße, schuldig machen. Eine ganze Reihe guter Bekannter und weit und breit hoch angesehener Leute wäre empört, wenn man ihnen unan ständige Gesinnung vorwerfen würde, obwohl man es mit vol lem Fug und Recht um muz; denn nicht nur derjenige, der Schwarzarbeit ausführt; sondern auch derjenige, der sie durch seinen Auftrag möglich macht und sie unter Umständen auf Empfehlung noch begünstigt, hat eine unanständige Gesinnung. Wer Schwarzarbeit leisten läßt, will sparen. Er spart aber in derselben Weise, in der ein Hehler bei seinem Einkauf spart. Als anstätiger Mensch kann man nicht einfach er klären, die Voraussetzungen, unter denen die Arbeit erfolgt, in teressieren mich nicht; der auch der Hehler wird bestraft, wenn er erklärt, woher die Dinge, die an ihn verkauft werden, stam men, wisse er nicht und wolle er nicht wissen. Erhöhung derselben, weil über 5% Verzins. 58,60 Brandversicherung 40,00 Kanalgebühren Kaminfeger 51,94 13,20 Wassergeld 96,85 Zinsen v. 7500 M. Aufwertungshypothek 375,00 Vermögensteuer von 22 500 Abschreibung, 34% von 40 000 M. Brandversicherungswert 67,50 Reparaturen, 25% der Miete 300,00 875,35 Haftpflichtversicherung, Schneereinigung, Interessenvertretung usw. 35,00 3584,64 M. 97.59 M. Wenn wir schon allgemein für Gauberkeit in unserem privaten und öffentlichen Leben eintreten, dann wollen wir aud in den kleinen Dingen bei uns selbst Sauberkeit obwalten laj sen und darauf verzichten, aus unanständigen Maßnahmer persönliche Vorteile zu ziehen. Diese Beleuchtung des Problems der Schwarzarbeit mag manchem hart erscheinen, aber sie trifft zu, und es ist nötig, daß in der gegenwärtigen Notzeit, in de die Betriebe um jeden Auftrag erbittert ringen, Tatsachen i die geziemende Beleuchtung gerückt werden." Mithin ist noch ein Fehlbetrag von enthalten. Dabei ist noch nicht einmal in dieser Berechnung die Verzinsung des in dem Hause investierten eigenen Kapitals enthalten, das in Höhe von 22 500 M. zur Vermögensteuer mit einem Steuerbetrag von 67,50 M. herangezogen wird. Man müßte doch von seinem eigenen Kapital auch mindestens die Zinsen haben, die man für fremdes Kapital zahlen muß, also heute 5%. Der Fehlbetrag erhöht sich somit noch um den Betrag der Zinsen von einem eigenen Kapital in Höhe von 22 500 M., das sind bei 5% gerechnet 1125 M. Dazu kommen noch Arbeits- und Zeitaufwande und klei" Da die Aachener Freie Presse" ein der Sozialdem kratie nahestehendes Blatt ist, scheint sich also jetzt schon soga in den dem Hausbesitz und Handwerk nicht sehr wohlwollen gegenüberstehenden Kreisen die Ansicht Bahn zu brechen, da es ungerecht ist, Schwarzarbeit zu vergeben und somit die ung heure Not zu vergrößern. Gerade das Handwerk hat gleid Ziele wie der Hausbesitz und somit die erste Anwartschaft, g rade von diesem besonders unterstützt zu werden. Je mehr selbständiges Handwerk vernichtet wird, schwächer wird auch die Kampfesfront des Hausbesitzes werder ,, Handwerk tut not!" UniversalReichssteuer- Kajicbud mehrfach gefeßlich geschützt- Von vielen Steuerinspektoren und Bücherrevisoren bestens beurteilt. Albin Klein Gießen Breide Buchen VB.- K Biedent 9. Himmelfa und Schüler d tief, um den nur wenige Ve bei den leichto auch insbesonde tunit Pflicht ei für einzusetzen, jedes Jahr ein auch auf dem die Ergebnisse. bat fich besonde magt. Allgem Die Kämpfe, die Uebungen bega widelten. Nad Blake angeton Anschließend ip getommenen B Abschluß auf d Ein jones viel verjäumt Dreifampijieger Paul- Holzh 54 P., 4. 9 Ginzelergebnijje Set., 2. Sa Holzhausen Aglar 10,30 Debus- Uplo haujen 5,27 Walter- Ag Gejamtpunktzah Dreifampi: 1. ringshauser 4. Arabin, Einzelergebnijj Thorn, 5 jen 10,4 G 2. Drop- M 1,25 m.- Schlicht, G Gejamtpunitza Dreifampi: 1. Will- Hols Einzelfampi: Get., 2. C haujen. 44 m. 2. Weitsprun mann, Gu tang( pro Tag mit go 182,50 M. Mit If 1405,09 M. Berha Stelle als Hausverwal dner Stadtratsmitglie lärte an einigen t abzuhelfen sei, wenn Steuerpolitik getrieben e Landtagswahl, wo jede tun, um diese Mißständ nahm seine Worte bei nicht mehr gewünscht. harmonisch verlaufene S colaus folgende Entschlie Silligt wurde: Bung: I im Saal des Café des Hausbesitzer Vereins erbände Gießens ernenten Erhöhungen ern, die den ohnehin j bin in einer Art und gen Zusammenbruch desf Wegsteuerung des letzten es dem Hansbejiz nicht für die großen und not gen der Häufer aufzubring davon sind: n, die Notlage der wirtide nders die der Bauhandwe omit wird die Arbeitslofic Das ganze Wirtschaftsl I und aus den ehemal hlfahrtsempfänger gemacht usdefiz Arbeitsmöglichkeit n wäre, können durch notwendigsten und unauff ngsarbeiten vorgenommen Mittel für große Repat anch der hessischen Regi icht fallen, dann zerfällt Sm der ganze steuerzahle rbeit, des Auftraggeber brachte unter der Ueberfd manständigkeit des Auj Deutschland, die nicht mal die Unredlichkeit un nit eifernem Besen ausgel Bekanntenkreisen und fe Dinge und man hat im Ange. Es denken d daß sie in ihrem tägli nlicher Fehler, wenn and ett. Bekannter und weit und mport, wenn man ihnen un mürde, obwohl man es mit denn nicht nur derjenige, auch derjenige, der sie d und fie unter Umständen eine unanständige Gefinn läßt, will sparen. Gr ein Hehler bei seinem Ein ch fann man nicht einfac ter denen die Arbeit erfolgt der Hehler wird bestraft, an ihn verkauft werden, nicht wissen. ein für Gauberkeit in un eintreten, dann wollen wir felbſt Gauberkeir obwalten 16 unanständigen Maßnah Diefe Beleuchtung des Pre m hart erscheinen, aber fie gegenwärtigen Notzeit, in gerbittert ringen, Tatsach üdt werden." Preffe" ein der Sozial scheint sich also jest fchon andwerk nicht febr wohlwe Ansicht Bahn zu brechen, zu vergeben und somit die Serade das Handwerk hat omit die erste Anwartfchaft rstützt zu werden. Handwerk vernichtet wi fesfront des Hausbefiges et tut not!" crialr- Rajjeb jeßlich geschüttuerinipefforen und beitens beurteilt. in Gießen Mittwoch, den 20. Mai 1931 Ergebnisse: Kurhessen Marburg Horas Germania Weyl. Sportv. Liga Bezirk: ,, Gießener Zeitung" Surnen, Sport und Kurhessen Kassel 1: 4( 1: 1) Marburg 3: 2( 3: 1) SC. Wehlar- N. 1: 2( Sa.) SC. Weylar Liga Löhnberg Liga 3: 1 Dillenburg 1. 1900 Gießen 1. 2: 1( 2: 1) Ehringshausen E. n. angetreten Wiesenbach Breidenbach 1: 1( 1: 1) Butzbach Frohnhausen Bottenhorn Feudingen 06 Alsfeld Tura Kassel Sport Kassel Gladenbach 10: 2 Wommelshausen 7: 3 Marbach( M. n. angetreten) Hessen Hersfeld 0: 2( 0: 1) Polizei Holzminden 4: 2( 3: 2) Spielverein Kassel 3: 3( 0: 2) Spc. Wilhelmshöhe- Hessen Preußen Kassel 0: 0 Gau Gießen Wetzlar. Steindorf 2: 1( 1: 0) Bissenberg B. Meister der A- Klasse in der Gruppe Weylar SC. Wezlar- N. 2.- Löhnberg 2. 1: 1 Burgsolms Oberndorf 5: 1 Oberbiel Büblingshausen 3: 1 Daubringen Steinbach 5: 0( 1: 0) Wieseck 1.- Steinberg 1. 0: 8( 0: 3) Niedershausen Allendorf 1: 2 Stodhausen Braunfels 2: 0( 0: 0) Allendorf Merenberg 0: 2( 0: 0) Wetterfeld Leihgestern 2: 6( 0: 2) 1900 Gießen 3. Sassenhausen 4: 0. Steinbach 2. 8: 2( 1: 2) Daubringen 2. Oberndorf 2. Bonbaden 1. 5: 3 Oberbiel 2. Büblingshausen 2. 2: 5 Niedershausen 2. Allendorf 2. 4: 1 Dutenhofen 2. Wetzlar Sp. 4. 2: 3 Wiesed 2. Steinberg 2. 4: 2( 3: 2) SC. Wetzlar- N. 1. Jgd. Löhnberg 1. Jgd. 5: 1 Burgfolms Jgd. Wetzlar SpV. 1. Jgd. 1: 2 Braunfels 1. Jgd. Oberbiel Jgd. Bissenberg Jgd. Heuchelheim Jg. Burgholms 2. Jgd. Garbenteich Jg. Alsfeld 2. Jgd. Stodhausen Jgd. 2: 5 Büblingshausen Jgd. 0: 3 Steindorf Jgd. 0: 1 1900 Gießen 2. Jg. 1: 0( 0: 0) Wetzlar SpV. 2. Jgd. 3: 1 1900 Gießen 3. Jg. 2: 7( 0: 4) Salzschlirf 1. Jgd. 0: 5 Wetzlar Sp. 1. Sch. 1990 Gießen Sch. 10: 0 Dutenhofen Sch. Wetzlar Sp. 2. Sch. 0: 3 Wiesed Sch. Steinberg Sch. 1: 1( 0: 0) Fronhausen 2. Dillenburg 2. Gau Dill. Gladenbach 2. 0: 5 Frechenhausen 1. 4: 2( 3: 1) Straßebersbach 1. Langenaubach 1. 0: 3 Biden 1.- Bischoffen 0: 4 Weidelbach Offdilln 2: 2( 2: 0) Herbornseelbach Ballersbach 1. 4: 3( 1: 0) Oberroßbach 1. Dillenburg 3. Oberroßbach 2. Haiger 1. 3: 0( 0: 0) Frechenhausen 2. 2: 1( 2: 1) Haiger 2. 2: 0( 0: 0) Dillenburg 2. Jgd. Donsbach 1. Jgd. 3: 2( 0: 2) Gau Marburg. Edelshausen Biedenkopf 5: 1( 4: 0) Niederwalgern 1. 1900 Gießen 2. 4: 2 Wehrda 1. Sarnau 1. 0: 5( 0: 2) Roda Gemünden 1: 1 Damm Dernbach 3: 1 Goßfelden- Germania Marburg 3. 0: 2 Breidenstein 2. Wallau 3. 10: 1 Buchenau A. 5. Wallau A. H. 0: 1 VB.-K. Marburg 1. Jgd. Buchenau 1. Jgd. 2: 2 Biedenkopf Jgd. Wallau Jgd. 3: 2 D. F. B. Jugendtag in Holzhausen. Himmelfahrt! Ein herrlicher Maientag, der die Jugend und Schüler der oberen Lahngruppe nach Holzhausen zusammenrief, um den D. F. B- Jugendtag zu begehen. Leider leisteten nur wenige Vereine dem Ruf Folge. Vor allem vermißte man bei den leichtathletischen Kämpfen die nächste Umgebung und auch insbesondere die Stadtvereine. Es soll daher für die Zufunft Pflicht eines jeden Jugendleiters sein, sich unbedingt dafür einzusetzen, daß die angesetzten Jugendtage, die doch nur jedes Jahr einmal stattfinden, vollzählig beschickt werden. Daß auch auf dem Lande guter Sport geboten wird, davon zeugen die Ergebnisse. Um die glatte Abwicklung der Veranstaltung hat sich besonders Herr Lehrer Jung- Holzh. sehr verdient ge macht. Allgemein ist zu dem Jugendtag zu bemerken, daß sich die Kämpfe, die vormittags um 10 Uhr mit den leichtathletischen Uebungen begannen, völlig einwandfrei und reibungslos abwickelten. Nach einem Umzug durch den Ort begann, auf dem Blake angekommen, die Durchführung einer Rollballstaffel. Anschließend spielten die inzwischen zu den Fußballspielen angekommenen Vereine und gegen 5 Uhr folgte zum würdigen Abschluß auf dem Plaze die Siegerverkündigung. Ein schönes Fest hatte seinen Abschluß gefunden, und sehr viel versäumt haben die, die nicht dabei waren! Die Ergebnisse: Jahrgang 13-14. Teilnehmer: 32. Dreikampfsieger: 1. Döpper, Walter- Aßlar 67 P., 2. Haas, Paul- Holzhausen 62 P., 3. Weimer, Erich- Ehringshausen 54 P., 4. Rupp, Jakob- Holzhausen 54 Punkte. Einzelergebnisse: 100- m- Lauf: 1. Biemer, Ernst- Holzhausen 12,4 Set., 2. Haas, Paul- Holzhausen 12,8 Set., 3. Rupp, JakobHolzhausen 12,9 Sef. Kugelstoßen: 1. Döpper, WalterAplar 10,30 m, 2. Weimer, Erich- Ehringshausen 9,88 m, 3. Debus- Aßlar 9,62 m. Weitsprung: 1. Haas, Paul- Holzhausen 5,27 m, 2. Pfaff, K.- Stockhausen 5 m, 3. Döpper, Walter- Aßlar 4,95 m. Gesamtpunktzahl: Azlar 259, Holzhausen 231, Ehringshausen 221, Stodhausen 121. Jahrgang 15-16. Teilnehmer: 12. Dreitamps: 1. Keul, Otto- Aßlar 108 P., 2. Schlicht- Ernst- Ehringshausen 63 P., 3. Thorn, Heinrich- Stockhausen 51 P., 4. Arabin, Karl- Stockhausen 51 P. Einzelergebnisse: 75- m- Lauf: 1. Keul, Otto- Aßlar 9,6 Sef., 2. Thorn, H.- Stodhausen 10,2 Set., 3. Arabin, Karl- Stochausen 10,4 Set.- Hochsprung: 1. Keul, Otto- Aẞlar 1,50 m, 2. Droß- Willi- Holzhausen 1,25 m, 3. Schlicht, Ernst- Aßlar Ballweitwurf: 1. Keul, Otto- Ağlar 70 m, Schlicht, Ernst- Aßlar 64 m, Thorn, Hch- Stockhausen 58 m. Gesamtpunktzahl: Azlar 150, Stockhausen 102, Ehringshausen 99, Holzhausen 81. 1,25 m. 2. Schüler, Gruppe 1, Jahrgang 1919. Dreikampf: 1. Germann, Ew.- Holzhausen 65 P., 2. Schöndorf, Willi- Holzhausen, 3. Droß, Karl- Holzhausen. Einzelkampf: 75- m- Lauf: 1. Schöndorf, Willi- Holzhausen 10,5 Set., 2. Germann, Ew.- Holzhausen, 3. Droß, Karl- Holzhausen. Ballweitwurf: 1. Germann, Ewald- Holzhausen 44 m, 2. Droß, Karl- Holzh., 3. Droß, Richard- Holzh. Weitsprung: Schöndorf, Willi- Holzhausen 4,43 m, 2. Germann, Ew.- Holzh., 3. Droß, Karl- Holzh. Schüler, Jahrgang 1921. Drecitamps: 1. Schweitzer, Rudolf- Holzhausen 54 P., 2. Droß, Waltere- Holzhausen, 3. Droß, Helmut- Holzhausen. Einzelfampf: 75- m- Lauf: 1. Schweizer, Rudolf- Holzhausen 11,4 Sef., 2. Droß, Helmut- Holzh., 3. Schäfer, Ernst- Holzh. Weitsprung: 1. Droß, Helmut- Holzh. 3,75 m, 2. Schweitzer, Rudolf- Holzh., 3. Mayer, Joh.- Holzh. Ballweitwurf: 1. Schweizer, Rudolf- Holzh. 40 m, 2. Droß, Walter- Holzh., 3. Mayer, Joh.- Holzh. Aus Gießen und Umgegend. Daubringen 2.- Steinbach 2. 8: 2( 1: 2). Daubringen 1. Steinbach 1. 5: 0( 1: 0). Am Sonntage weilten in Daubringen als Gäste die beiden Mannschaften von Steinbach. Um 1.30 Uhr stellten sich die zweiten Mannschaften unter Leitung von Schiri Schnauth. Das Spiel war in der ersten Halbzeit sehr ausgeglichen, beide Tormänner befamen Arbeit und erledigten dieselbe zufriedenstellend. Daubringen machte im Strafraum Hand, den Elfmeter schoß Steinberg zum Führungstreffer ein. Kurz danach glich Dau bringen, ebenfalls durch Elfer_aus. Steinbach fonnte furz vor Halbzeit wiederum durch den Halblinken zum 2. Tor einsenden. Nach Halbzeit änderte sich das Bild. D. Mannschaft lief zur guten Form auf und konnte das Spiel überlegen für sich ge= stalten, so daß der Verein 7 Tore als Ausbeute buchen konnte. Sofort nach Beendigung des Spieles betraten die beiden ersten Mannschaften den Plak. Daubringen hat Anstoß und geht so fort zum Angriff über, jedoch klärt Steinbachs Verteidigung. Das Spiel wogt hin und her, in scharfem Tempo wandert der Ball von Tor zu Tor. Bei einem Durchbruch kann D. Halblinker mit scharfem Schuß zum 1. Tor einsenden. Alle weitere Vorstöße klären die wuchtigen Verteidiger Steinbachs. Nach Halbzeit wird Daubringen zusehends besser, Mittelläufer Geisler beherrscht vollends das Feld und füttert den Sturm mit Vorlagen, so daß derselbe weitere 4 Tore erzielen fann. Das Spiel wurde sehr fair ausgetragen und hoffen wir, Steinbach noch öfters als Gäste hier begrüßen zu können. TV. Wieseck 1. TV. Wieseck 2. TV. Wieseck Schüler W.- Steinberg 1. 0: 8( 0: 3). W.- Steinberg 2. 4: 2( 3: 2). W.- Steinberg Schüler 1: 1( 0: 0). Am Sonntag weilten obengenannte Mannschaften in Wiesec zur Plazzeinweihung. Pünktlich um 1 Uhr standen sich beide 2. Mannschaften gegenüber, Wiesed gewann. Danach trat die neuaufgestellte Schülermannschaft der gleichen von Wiesed gegenüber. Hier waren die W.- Steinberger zeitweise leicht überlegen. Zum Schluß trafen sich die beiden 1. Mannschaften. Die Teutonen traten in einer neuen Ausstellung an und konnten nach technisch schönem, überlegenen Kampf bis zur Halbzeit 3: 0 führen. Nach der Pause hatte der Sturm noch mehr Durchschlags= fraft und es fonnten noch 5 weitere Tore erzielt werden. Durch die Umstellung der Mannschaft, sah man, daß ein ganz anderer Kampfgeist in der Mannschaft war, als sonst. Man sah in der Mannschaft nicht einen schwachen Punkt. Die Schiris der beiden ersten Spiele waren von Wieseck, der des dritten Spiels, Herr Grote Lollar, war dem Spiele ein gerechter Leiter. Aus Weklar und Umgegend. Weglarer Sportvgg. Liga Sport- Club Weglar Liga 1: 2. Beide Mannschaften trafen sich am Samstag nachmittag 6 Uhr auf dem Sportplay Naubornerstraße zu einem Plátettenspiel. Nach dem Anpfiff leitet Wetzlar sehr schöne Angriffe ein, welche aber von der guten Vorstädter Verteidigung abgeschlagen wurden. Die ersten 30 Minuten beherrscht Wetzlar das Feld. Dann kommt Niedergirmes auf und es gibt manche heitle Situa tion vor dem Wetzlarer Tor. Bei einem solchen Gedränge macht Benner Hand. Der Elfmeter wird verschossen. Kurz vor Halbzeit kämpft sich Mathes( Rechtsaußen) durch, flankt, und Pfaff töpft ein. Das war eine prächtige Leistung. Bald darauf Halbzeit. Bei Wiederanpfiff wogte der Kampf wieder auf und ab. Der Lintsaußen Schneidmüller gibt verschiedene gute Schüsse auf das Tor, welche aber nur den Pfosten streifen. Er wurde auch von Hartstein sehr gut bewacht. Eine Steilvorlage an Blättel nimmt dieser auf, flantt, und Stoll verwandelt direkt. Niedergirmes führt 2: 0. Riesenverblüffung. Die Vorstädter schießen kurz darauf ein 3. Tor, welches von dem Schiedsrichter nicht gegeben wurde. Wezlar kommt dann durch einen Elfmeter zum Ehrentor. Eine Entscheidung, worüber das Publikum sehr geteilter Meinung war. Mit diesem Sieg kommen die Vorstädter zum 2. Mal in den Besitz der Hindenburgplafette. Trotz des schweren Spieles am Samstag herrschte am Sonntag nachmittag auf dem Sportplatz an der Lahn reger Spielbetrieb. Löhnberg weilte mit drei Mannschaften in Niedergirmes. Die 1. Jugend gewann 5: 1 gegen die gleiche von Löhnberg. Das Treffen in der 2. Mannschaft( Ligareserve) endete mit einem Unentschieden 1: 1. Die Ligamannschaft fonnte ihren Siegeszug fortsetzen und gewann gegen die Liga von Löhnberg 3: 1. Der Sport- Club verfügt heute über ein sehr gutes Spielermaterial. Aus Bissenberg. Bissenberg A- Klassenmeister. Bissenberg Steindorf 2: 1( 1: 0) Edenverhältnis 11: 4. Mit Begeisterung warteten 800-1000 Zuschauer auf dem Sportplay in Bissenberg auf die Entscheidung um die A- Klassenmeisterschaft. Steindorf hatte es am vorlegten Sonntag nicht vermocht, gegen den heutigen Gegner auf eigenem Plate einen Sieg zu erfechten. Bissenberg hatte durch schnelles Spiel und gute Kombination etwas mehr vom Spiel und schon in der 8. Minute wurde durch Mittelläufer Bingel( B.) ein Strafstoß zum Führungstor verwandelt. Härter und schneller wurde das Spiel Steindorf jucht auszugleichen, Bissenberg das Resultat zu erhöhen, doch Steindorfs Torhüter tonnte sehr geschickt manchen Torschuß zur Ede lenken. Das Ergebnis blieb so unverändert bis zur Halbzeit. Nach der Pause hat Steindorf mehr Dom Spiel, verpaßt aber auf der rechten Seite manche sichere Torchance. Eine weitere Ede für Bissenberg wurde von Schnizler( B.) geschicht eingeföpft. 2: 0. Noch schneller und wuchtiger wird das Spiel, und als Steindorfs Halblinker Henrich von links sicher einsenden konnte, wuchs der Mut der Steindorfer, den Ausgleich zu erzielen, doch ohne Erfolg. Die Hintermannschaf= ten beiderseits zeigten ihr bestes Können im Zerstörungs- 10wie Aufbauspiel. Den Leistungen beider Mannschaften nach hätte das Spiel ein Unentschieden als Resultat haben tönnen. Schiri Grünewald leitete sehr korrekt. Dem Spiel voraus ging ein Jugendspiel beider Orte, das nach ungünstigem Verlauf 1: 0 für Steindorf endete. Büblingshausen 1. Büblingshausen 2. Oberbiel 1. 1: 3. Oberbiel 2. 2: 5. Büblingshausen Jgd.-- Oberbiel Jgd. 3: 0. A. Am Sonntag war der Sportverein Büblingshausen mit drei Mannschaften in Oberbiel zu Gast. Die beiden erstgenannten Mannschaften von Büblingshausen ließen sich mit 3: 1 bezw. 5: 2 schlagen, dagegen verlor die Jugend von Oberbiel gegen die Jugend von Büblingshausen mit 3: 1 Toren. Die zweite Mannschaft von Oberbiel steht 3. 3t. in guter Form. Die erste Mannschaft hatte einen glücklichen Tag. Spiel.binie Stodhausen 1. Braunfels 1. 2: 0( 0: 0). Stodhausen Jgd. Braunfels Jgd. 5: 2. Nr. 40 Bei herrlichem Maienwetter weilte Stodhausen mit seiner 1. Mannschaft, sowie mit der Jugendmannschaft im schönen Schloßstädtchen Braunfels. Gegen 2 Uhr wurde der Ball für die Jugendmannschaften freigegeben und konnte Stockhausens Jgd., die in neuer Ausstellung erstmalig antrat, mit einem schönen 5: 2- Sieg aufwarten. Anschließend betraten die ersten Mannschaften das Feld zur Austragung des fälligen Plakettenspiels. In der ersten Halbzeit lieferte man sich ein schönes, an spannenden Momenten reiches Spiel, das torlos verlief. Kurz nach Halbzeit ging Stockhausen durch einen verwandelten Strafstoß seines Mittelläufers in Führung und tonnte bis zum Schlußpfiff noch das Spiel 2: 0 für sich gestalten. Aus Merenberg. Am Sonntag war der VfB. 1930 Merenberg Gast bei dem Nachbar- Verein Allendorf bei Weilburg. Zuerst spielten die zweiten Mannschaften. Nach viertelstündiger Spielzeit fommt es zu einem unliebsamen Zwischenfall, nachdem Merenberg seine zweite Mannschaft nicht mehr weiter spielen läßt. Dann betraien die ersten Mannschaften den Plaz Es war ein harter Kampf. Merenbergs Sturm ist in der ersten Spielhälfte reichlich nervös. Bei Halbzeit steht das Spiel 0: 0. Nach der Pause findet Merenberg sich im Sturm besser, und 2 Tore sind die Ausbeute. Ein sicheres Tor wurde noch frei vorm Tor nicht verwandelt, so daß beim Schlußpfiff das Resultat 2: 0 für Merenberg stand. Schiri- Anwärter Goßmann= Weilburg gebührt ein besonderer Dank, daß er das Spiel ruhig und fest in seinen Händen hielt. Bermbach 1. Bonbaden 1. 4: 6( 1: 2). Die erste Mannschaft des VfB. Bonbaden weilte am Himmelfahrtstage in Bermbach zu einem Gesellschaftsspiel. Da der angeforderte Schiri nicht erschienen war, einigte man sich auf einen Einheimischen. Ein Leiter, wie man sich ihn nicht wünschen kann. Vom Anstoß weg ließ er sich das Spiel aus der Hand nehmen, ein Spiel, das sich gerade noch an der Grenze des Erlaubten hinzog. Die Gäste fonnten einen 6: 4- Sieg mit nach Hause nehmen. Eine Viertelstunde nach Anstoß ging Bermbach in Führung. Jedoch die Freude währte nicht lange, denn Bonbaden holte innerhalb 10 Minuten auf und lag bis Halbzeit mit 2: 1 in Führung. In der zweiten Halbzeit wogte der harte Kampf hin und her. Oberndorf 2. Bonbaden 1. 5: 3. Dank einigen glüdlichen Zufällen konnte die Plazmannschaft das Si el für sich entscheiden. Rund um das Oranier Stammschloß. 1. Dillenburg( Liga) 2. Dillenburg 3. Dillenburg 2. Jugend Dillenburg 1. 1900 Gießen Liga 2: 1( 2: 1). Frechenhausen 1, 4: 2( 3: 1). Frechenhausen 2, 2: 1( 2: 1). Donsbach 1. Jugend 3: 2( 0: 2). Genannte Ergebnisse zeugen davon, daß am letzten Sonntag in Dillenburg im Fußballsport Großkampftag herrschte. Durch herrliches Wetter begünstigt hatte sich auf dem schönen luftigen Sportplate eine beträchtliche Zuschauermenge gesammelt. Um 1.30 Uhr eröffnete die 3. Mannschaft den Reigen gegen die 2. Elf Frechenhausens. Dillenburg 3. in neuer Aufstellung hielt sich recht tapfer, um obiges Resultat zu erzielen. Anschließend spielte die 2. gegen die 1. Mannschaft desselben Vereins( Gautlassenmeister im Gau Marburg). Reifere Ballbehandlung und schönes Zusammenspiel waren für beide Teile ein Zeichen, daß hier der Fußballsport schon auf höherer Stufe stand. Durch den Wechsel des seitherigen linken Verteidigers Baum auf den Mittelläuferposten hat der Spielausschuß einen guten Griff getan. Durch sein flaches Zuspiel und hervorragende Aufbauarbeit trägt er großes Verdienst am Siege der Mannschaft. Um 4.30 Uhr liefen die Ligisten unter großem Beifall der Zuschauermenge auf, um das mit Spannung erwartete Treffen zu beginnen. Gleich nach Anpfiff begann ein lebhafter Kampf. Mit wechselnden gefährlichen Situationen und spannenden Momenten. Beide Torhüter mußten oft eingreifen und stellten ihr Können unter Beweis. In der 23. Minute brach der linke Sturmflügel Gießen durch, Dillenburgs rechter Verteidiger fiel, und eine Flanke nach der Mitte fonnte in einen herrlich plazier ten Torschuß verwandelt werden. Der Kampf wurde jetzt noch spannender. Nunmehr spielte Dillenburgs Elf mit großer Energie und zwang bald die Gäste in ihre Hälfte zurüd. In dieser Drängeperiode konnte nach schöner Stürmerleistung der verdiente Ausgleich fallen. Das Spiel wurde wieder ausgeglichener durch gute Vorlagen und Durchbrüchen auf beiden Seiten mertté man, daß jede Mannschaft die Führung übernehmen wollte. Kurz vor Halbzeit fonnte die etwas glücklichere Elf der Gastgeber, unter lautem Jubel das Führungstor an sich bringen. Kurz darauf Pause. In der Halbzeit traf dann noch die 2. Jugend mit dem bewährten Jugendleiter ebenfalls mit einem Siege von Donsbach zurüd. Mit großem Tempo setzte das Spiel fort. Die Mannschaften spielten ausgeglichen. Gefähr liche Vorstöße auf beiden Seiten brachten feine Erfolge mehr. Nach Abpfiff des Schiedsrichters Müller- Frohnhausen, der dem Spiel ein guter Leiter war, endete ein fairer und vorbildlicher Fußballkampf. Die Spiele gegen 1900 Gießen sind mit Recht zur Tradition geworden. Schon seit 1906 wurden in jedem Jahre wenigstens einmal die Klingen gekreuzt; und fast immer mit wechselndem Erfolg. Das vorletzte Spiel in D. endete 1: 1, demgegenüber ein 2: 1 in Gießen folgte. Alle Spiele waren fair, so auch der letzte Kampf, der als recht schön und vorbildlich bezeichnet werden kann. Solcher Sport macht wirklich Freude und hilft unseren Vereinen. -33. Weidelbach 1. Offdilln 1, 2: 2( 2: 0). Am Sonntag hatte Weidelbach Offdilln als Gast. O. hatte Plazwahl und spielte zuerst mit Wind und Sonne. Es entwidelte sich sofort ein flottes Spiel. Schon in der 15. Minute fonnte W. in Führung gehen, bis zur Halbzeit fonnte W. noch einmal den Ball einsenden. Nach der Halbzeit wurde Offdilln zunächst be= drängt, welches für W. zum Verhängnis wurde, denn Offdillns Sturm war flinter als Weidelbachs Verteidigung, und so konnte D. in der 75. Minute das erste Tor für sich buchen. In der letzten Minute erhielt O. noch einen Elfmeter, welcher auch unhaltbar eingesandt wurde. Humor. Der Bettler. ,, Wenn Sie sich eine Mark verdienen wollen, dann gehen Sie in den Hof und helfen dem Mädchen Holz haden." ,, Könnte ich es erst mal sehen?" Das Holz?" ..Ach nein, das Mädchen!" Schlagfertig. Sergeant: Was würden Sie tun, wenn das Kommando täme: Freiwillige vor!-?" Refrut:„ Ich würde rasch zur Seite treten, damit die Freiwilligen vorbei fönnten." Buen Humor. Mittwoch, den 20. Mai 1931 Lokales. * Der Hessische Beamtenbund gegen weitere Gehaltstürzung. Das Landeskartell Hessen des Deutschen Beamtenbundes veranstaltete in Schotten eine Vertreterversammlung. Nach den Beratungen der einzelnen Fachgruppen sprach der Vorsitzende Dr. Claß über die Lage der deutschen Beamtenschaft, wobei er sich energisch gegen eine etwaige weitere Kürzung der Gehälter und den Wegfall der Kinderzuschläge oder die Heranziehung der Beamtenschaft zur Arbeitslosenversicherung aus= sprach. An den Vortrag schloß sich eine rege Aussprache. Grunderwerbssteuerüberleitung auf die Finanzämter. Der Präsident des hessischen Landesfinanzamtes hat auf Grund der Reichsabgabenordnung bestimmt, daß die gemäß Verordnung vom 8. Juni 1924 den hessischen Amtsgerichten und Notaren als Hilfsstellen der Finanzamter obliegenden Geschäfte bei der Verwaltung der Grunderwerbssteuer mit Wirkung vom 1. Juli 1931 ab auf die Finanzämter übertragen werden. * Fernsprechrechnungen. Es empfiehlt sich, während der Sommerreise zur Bermeidung von Unzuträglichkeiten, die bei nicht rechtzeitiger Bezahlung der Fernsprechrechnungen entstehen können, die Bezahlung der Fernsprechrechnung einem Familienangehörigen, Angestellten usw. zu übertragen oder Nachsendung der Rechnung beim Fernſprechamt zu beantragen. Es genügt aber auch, einen ausreichenden Betrag zur Deckung der bis zur Rückkehr fällig werdenden Fernsprechgebühren auf das Postscheckkonto des Fernsprechamts einzuzahlen. Auf dem Abschnitt der Postanweisung oder Zahlkarte gibt man die Vermittlungsstelle und Nummer seines Anschlusses an. ,, Gießener Zeitung" 15 bis 20 Prozent, Kurzarbeit bezw. Arbeitszeitverkürzung einen wesentlichen Teil ihres bisherigen Einkommens verloren haben. * Ermäßigung der Fleischbeschaugebühren in Hessen. Der Minister des Innern hat mit sofortiger Wirkung die Gebühren für die Ausführung der Trichinenschau wie folgt festgesetzt: für das Fleisch eines ganzen oder halben Tieres 0,85 Mt., für einzelne Fleischstücke( Schinken, Spedstüde usw.) je 0,45 Mt. * Politischer Ueberfall. In der Nachi zum Montag wurde ein im Seltersweg stehender Nationalsozialist von mehreren Kommunisten überfallen und mißhandelt. Der Ueberfallene flüchtete in die Gastwirtschaft Soldan. Kurze Zeit darauf ba= men die Kommunisten nach und verlangien von dem Wirt Bier, das ihnen dieser wegen ihrer Betrunkenheit verweigerte. Die Kommunisten schlugen nun die Möbel und die Einrichtungsgegenstände der Wirtschaft in Trümmer. Der Wirt alarmierte das Ueberfallkommando, worauf die Täter die Flucht ergriffen. Es gelang aber, vier von ihnen zu verhaften. Sie werden dem Schnellrichter vorgeführt werden. * Die Jubelgabe ist lohnsteuerpflichtig. Zur EinkommenSteuer hat der Reichsfinanzhof wieder ein neues Urteil getroffen. Ein größerer Geldbetrag, der einem Angestellten als Jubelgabe vom Arbeitgeber geschenkt wird, ist regelmäßig eine nachträgliche Vergütung für die langjährigen Dienste und im Sinne des Einkommensteuergesetzes steuerpflichtiger Arbeitslohn. * Die Fahrpreisvergünstigungen. Ueber die Fahrpreisermä= Bigungen, die die Reichsbahn gewährt, ist eine Zusammenstellung der Hauptverwaltung mitgeteilt worden. Der Tarif sieht für Wanderer und Reisende drei Fälle vor: Gesellschaftsfahrten, Gesellschaftssonderzüge und Lösung von Sonntagsrückfahrkarten. Personen, die sich zu einer gemeinsamen Fahrt zusammenschließen, sind berechtigt für Gesellschaftsfahrten. Die Ermäßigung wird gewährt, wenn der Fahrpreis für 15 Erwachsene bezahlt wird. Sie beträgt 25 Prozent bis zu 50 Personen und 33% Prozent darüber. 48 Stunden vorher muß eine derartige Reise angemeldet werden. Für die Stellung eines Sonderzuges sind bei Benutzung der 1. Klasse 100 ganze Fahrkarten zu lösen, 2. Klasse 200, 3. Klasse 300. Der Preis wird um 40 Prozent ermäßigt. In jedem Falle müssen aber für die ganze Sonderzugstrede 200 Mt. bezahlt werden. Acht Tage vor der Fahrt ist der Antrag zu stellen. Die Sonntagsrückfahrkarten, die eine Vergünstigung von 33% Prozent bieten, gelten jetzt auch zur Rückfahrt am Samstag. Außerdem ist persuchsweise gestattet worden, sie an einzelnen Wochentagen bei großen Veranstaltungen mit eintägiger Dauer auszugeben. * Schutz des Waldes. Das hessische Ministerium für Kultus und Bildungswesen empfiehlt der Lehrerschaft auch in diesem Jahre alle Bestrebungen zur Erhaltung der Waldschönheit durch Belehrung und Aufklärung der Schuljugend zu fördern und zu unterstützen. * Preisausschreiben über Fragen des Wanderns. Der Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen erläßt soeben zwei Preisausschreiben, die auch über den Kreis seiner Mitglieder und Freunde hinaus Beachtung finden dürften. Es werden einmal Vorschläge zu der Frage ,, Wie bringen wir die nichtorganisierte Jugend ans Wandern?" und zum anderen Kurzgeschichten über Jugendwandern und Jugendherbergen erbeten. Die besten Einsendungen sollen preisgekrönt werden. Es stehen Preise im Gesamtwert von 800 Mark zur Verfügung. * Blumenschmud- Wettbewerb. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein wird auch in diesem Jahr einen BlumenschmuckWettbewerb zur Durchführung bringen. Anmeldungen sind bis zum 5. Juni an den Verkehrsverein zu richten. * Kriegsbeschädigtenversorgung und Wehrwille. Die Kriegerkameradschaft ,, Sassia", Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen, Provinzialgeschäftsstelle Oberhessen, Gießen, Lindenplatz 1, bittet uns, Nachstehendes bekannt zu geben: Der, Gesamtvorstand des Deutschen Reichskriegerbundes ,, Kyffhäuser" hat in seiner Sigurg am 17. Mai ds. Js. auf dem Kyffhäuser eine Entschließung angenommen, in der er sich die Besorgnisse und Wünsche der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen zu eigen macht. In der Entschließung heißt es u. a.:,,Weitere Einschränkungen auf dem Gebiete der Versorgung oder gar ein Abbau der Leistungen bestehender Ansprüche würden auch geeignet sein, die Erhaltung oder Erwedung des Wehrwillens und der Wehrfreudigkeit im deutschen Volke zu beeinträchtigen. Sie wären aber auch aus staatspolitischen Gründen im Interesse des Reichs und der von ihm zu vertretenden Gerechtigkeit zu bedauern. Der Vorstand des ㄓ Nr. 40 Großen- Bused. Die während der Inflationszeit erbaute ehemalige Ladfabrik ging in den Besitz von Rinn& Cloos, Heuchelheim, über. Es wird mit einer Beschäftigung von hundert Arbeitern gerechnet. Dieser Besitzwechsel wird für unsere Gemeinde von großer Bedeutung sein. Zweds Hebung der Schönheiten des Schiffenberges beabsichtigt die Heimatvereinigung Schiffenberg unter Leitung von Oberforstmeister Nikolaus die Aufstellung von Ruhebänken, Fällen von einigen Bäumen zur Ermöglichung eines besseren Ausblicks, Neufassung des altertümlichen Brunnens u. a. m. Ein Schiffenbergfest mit der Aufführung eines Festspiels von Heimatdichter Gg. Heß soll im Monat August auf dem Schiffenberg stattfinden. Deutschen Reichstriegerbundes„ Kyffhäuser" hält es deshalb für seine Pflicht, erneut die verantwortlichen Stellen auf die einschneidenden Folgen eines Versorgungsabbaues hinzuweisen und dringend zu ersuchen, von Kürzungsmaßnahmen, namentlich wenn diese ungleichmäßig die Kriegsopfer allein betreffen sollten, Abstand zu nehmen." Schotten. Nach Operation einer zu weit vorgeschrittenen Blinddarmerkrankung verstarb der Leiter der hiesigen Realschule, Studiendirektor Hertsch, im 58. Lebensjahre. Der Verstorbene, der seit zwanzig Jahren als Leiter der Realschule in segensreicher Weise gewirkt hat, verlor im Weltkrieg durch eine Verwundung die Sehkraft beider Augen. Trotzdem blieb ihm auf seinen Wunsch die Leitung der Realschule, die er mit ungeheurer Willenskraft und größter Hingabe vorbildlich ausübte. Weit über seinen Wirkungskreis hinaus wird man ihm auch in der Provinz Oberhessen ein ehrendes Andenken be= wahren. * Stadttheater. Heute abend letztes Gastspiel von Auguste Prasch- Grevenberg in dem Schauspiel ,, Haus Rothschild". Morgen gleichfalls zum letzten Male als Schüler- und Fremdenvorstellung ,, Die Jungfrau von Orleans". * Einziehung der Zeitungsbezugsgelder durch die Brief= träger. Die Einziehung der Zeitungsbezugsgelder von den Postbeziehern erfolgt durch die Briefträger in der Zeit vom 15. bis 22. ds, Mts. Zur Förderung des Einziehungsgeschäfts werden die Bezieher gebeten, die Beträge bereitzuhalten. Dies liegt nicht nur im Interesse der Post, sondern auch der Bezieher selbst; denn unpünktliche Bezahlung hat Stodungen in der Lieferung der Zeitung zur Folge. * Der Gewerkschaftsbund der Angestellten für Herabsegung der Kirchensteuer. Der Gewerkschaftsbund der Angestellten, GDA., ist an das Reichsfinanzministerium mit dem Ersuchen herangetreten. auf die zuständigen Kirchenstellen dahingehend einzuwirken, daß bei der zur Zeit erfolgenden Neufestsetzung der Kirchensteuer für das Jahr 1931 nicht vom vollen, sondern von einem um mindestens 25 Prozent gesenkten lohnsteuerpflichtigen Einkommen ausgegangen wird. Begründet wird diese Eingabe mit der Forderung der Mitglieder, die durch Gehaltstürzung um Die schöne Galathée. - Brüderlein fein. Rüsselsheim. Die Leitung der Opelwerke teilt mit, daß be absichtigt sei, wegen Rüdgang des Absatzes von Kraftwagen Mitte Mai 1169 Arbeiter zu entlassen. Man will jetzt durch eine wöchentliche Kurzarbeit von fünf Tagen die Zahl der zu entlassenden Arbeiter auf 500 beschränken. Bensheim a. d. B. Während eines Ausfluges nach dem Borstein bei Reichenbach, an dem der 41jährige Tüncher Lorenz Eichheimer teilnahm, erklomm dieser den dort befindlichen be= trächtlich hohen Quarzfelsen ,, Borstein", stürzte ab und verletzte sich tödlich. Die gestrige Aufführung im Stadttheater stand auf einem sehr beachtlichen Niveau. Das Alt- Wiener Singspiel ,, Brüderlein fein" erregte das helle Entzücken des Publikums. Die Darsteller, vor allem Heinrich Hub und Metha Liebermann vom Stadttheater Mainz, ernteten verdienten Beifall. Fellingshausen. Auf einer steil abfallenden Straße verlor das 21jährige Dienstmädchen Bernhard die Gewalt über ihr Fahrrad und rannte gegen ein Haus. Das Mädchen erlitt dabei einen Schädelbruch, an dessen Folgen es starb. Braunfels. Am 17. Mai konnte Bürgermeister Ziegler auf ein 25jähriges Amtsjubiläum zurückblicken. Unter seiner Amtstätigkeit hat sich Braunfels sehr gut entwidelt und auch als Badestadt einige Bekanntschaft erreicht. Fulda. auf dem Kasernenhof des hiesigen FeldartillerieRegiments Nr. 8 fand am Sonntag unter ungeheurer Betei= ligung die feierliche Enthüllung eines Denkmals für die Ge= fallenen des ehemaligen rheinischen Fußartillerieregiments Nr. 8 statt. Hörter. Die schon seit einiger Zeit im Umlauf befindlichen Gerüchte über erhebliche Veruntreuungen bei der Commerz- und Privatbank in Hörter haben nun durch die Verhaftung der bei= den Direktoren Peters und Heinemann der genannten Bank feste Form erhalten. Auch der im vorigen Jahr versetzte Direktor Sommer und der Stadtrat von Hörter Thedid, wurden verhaftet. Die Untersuchungen ergaben, daß durch verschiedene Kreditüberziehungen, falsche Kundenbücher und andere Fälschungen die Bank ganz erheblich geschädigt wurde. Zudem kommt noch eine bare Unterschlagung von annähernd 160 000 Mart, so daß sich die gesamte Summe der von den Direktoren und dem Stadtrat verübten Unterschlagungen auf 300 000 Mart beläuft. Dem Vernehmen nach sollen auch führende Persönlichkeiten der Stadt und des Kreises mit diesen Unterschlagungen in Zusammenhang stehen. Auch verschiedene größere Firmen werden verdächtigt, die Unterschlagungen gefördert zu haben. Die ernste Stimmung, welche im Grunde die ,, Schöne Galathée" durchweht, war gänzlich zugunsten des Komischen verwischt worden. Ueber die starke Modernisierung, welche die Oper bei dieser Aufführung erfahren hatte, läßt sich streiten; festgestellt sei jedoch, daß sie dem Publikum in dieser Form gefiel. Metha Liebermann stellte die Statue, die sich in eine moderne Frau verwandelt, lebenswahr dar, entzückend war der Ganymed Hertha Greffs, auch Heinrich Hub als Mydas, und Kurt Richter boten gute Leistungen. Der stürmische Beifall war nicht zuletzt auch der feurigen Mufit Suppés zuzuschreiben. Aus Nah und Fern. Klein- Linden. Am Sonntag nachmittag stürzte ein 30jähriger Mann schwer mit seinem Fahrrad. Ernstlich verletzt wurde der Unglückliche in die Chirurgische Klinik nach Gießen geschafft. Bad Nauheim. Unter den vielen in unserem Bade Heilung Suchenden befand sich in den letzten Wochen auch der Herzog Ulrich von Württemberg. Der Herzog ist nach dem Gebrauch der Kur nunmehr wieder abgereist. Müssen Sie etwas drucken lassen sei es für Familie, Beruf, Stand, Amt, Geschäft oder Organisation dann wenden Sie sich bitte an die Verlagsdruckerei Albin Klein in Giessen Fernsprecher 2525. vorm. Wilhelm Keller, gegr. 1783 Südanlage 21. Setzmaschinen-, Stereotypie- und Rotationsbetrieb, eigene Buchbinderei. Spezialität: Druck, Verlag und Einführung von Verbandszeitschriften. Über 1000 verschiedene Formulare für Behörden. Geschäfte. Verbände und Vereine ständig am Lager. Düsseldorf. In Düsseldorf wird am Pfingstsamstag, dem 23. Mai das Schlageter- Denkmal auf der Golzheimer Heide eingeweiht werden, an der Stätte, an der am 26. Mai 1923 Albert Leo Schlageter von den Franzosen erschossen wurde. Neue Bücher. Dr. Erschein Bezugspreis 2 Redaktionsschluß früh Jendung nicht verlan 44. Jahrg. Politif Der Reichspräside Jeinem 85. Geburtstag mittelt. Die Behandlung, Bollunion und insbes in Genf zuteil geword anlagt, den Rüdtritt lands aus dem Böller auch andere Berliner Der neue panisch m Donnerstag vom feines Beglaubigungs In der Reichsta Korjig des Reichsta mit den Führern der vereinheitlichungsgeje Das neueste Heft des Heimatdienst" bringt von Schulze- Pfaelzer, dem bekannten Biographen Hindenburgs, eine Bilanz der bisher abgelaufenen sechs Jahre der Reichspräsiden= tenschaft. Es ist immer wieder ergreifend, zu lesen, welch ge= waltige Leistungen Hindenburg für die Sicherung des deutschen Voltes vollbracht hat. Eine Vorschau auf Genf zeigt übersichtlich, was auf der Tagesordnung der soeben beginnenden Ver handlungen steht und deutet das etwaige Ergebnis an. Einige weitere interessante Aufsätze machen das Heft außerordentlich begehrenswert. ,, Welche Rolle spielt die Frau als Käuferin und Konsumentin?" Diese interessante Frage wird in der neuesten Nummer der Zeitschrift der Frau„ Das Heft" ausführlich beantwortet. Die Leserin findet außerdem heitere und ernste Bilder, eine lustige Preisaufgabe und die besonders reizenden sommerlichen Butteridmoden. Auf der Piazza Mercanti in Mailand findet noch heute jeden Mittwoch und Sonnabend nachmittag unter freiem Himmel die Getreidebörse statt. Wer italienisches Leben von heute sehen will, findet in der neuesten Nummer der Münchner Jllustrierten Presse( Nr. 21) eine interessante Bildreportage über das Ge= triebe auf diesem Platz. Verantwortlich: J. V.: G. Burgeleit, Gießen. 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