97r. 74. neftic. ränkung der Sten gebenden Schwierig hen Handwerks den Erbschaftssteuer un mit einzubeziehen und Finanzamter möglich eclaffen. Die Au teuern ist unterdejen rhebung ägen. itteilt, waren die in Steuerrüdftände fe erforderlich, um wie ■. Von verschiedenen Sung des Reichsbant Maßnahmen aufzu Hinblick auf die Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdbung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Politische Rundschau. Der Böllerbundsrat wird voraussichtlich Ende dieser Woche jammentreten, um über die Beschwerde des Deutſchen Bolkst. Die Finanzämtar unbes in Oberschlesien wegen der polnischen Terrorakte zu verDer Finanzausschuß des Völlerbundes hat die Durchführung weitgehender Sparmaßnahmen als Voraussetzung für eine Anleihe an Desterreich gefordert. Die österreichische Regierung verlangt einen Kredit in Höhe von 250 Millionen Schilling. ung der Stundungsundeln. Flichtigen Rüdficht a mmen zu zeigen. Aud Steuerrückstände von eFinanzamter unni ehung eines Verzugs inverschuldet nur um zu entnehmen, daß gstens zu einem Sel en Umjages. fin Dezember 1930 stener befreit worden, erfreien Umfaßes in Do.- R.-M. nid erstmalig für folde getätigt werden. In se Bestimmung dahin bei denen der Stener ndet, die vom 1. Juli erfrei sind, wenn i Do.-R.-M. nicht einem mit dem 31. Maßgebend für She des Umfages im Totverordnung vom mfaß den Ausschlag mungen werden den ie ihren Hauptumfas , daß in diem Zei schritten wird, obwohl ter der 5000- RM en kleinen Landhand ndwirtschaft auch hrt wurden, erst nach Härte hat der Reichs eichsfinanzminifter ge g der Durchführung cr. nd Wintermode bring Teueste Heft der„, Ele rischer Zeichnungen un euen Modelle bringt Krankheiten heilen im 6. Jahrgang ersche acht" verwiesen, di inverständliche Abhand Der Reichsrat erledigte eine Reihe fleiner Vorlagen, da: unter auch eine Aenderung der Arzneimittelkosten im Sinne der in der letzten Notverordnung vorgesehenen Preissenkung. der Reichsrat empfahl auch eine Einbeziehung der Arzneimittel: industrie und des Großhandels in die Preissenkung. Unter den Finanzierungsprojekten für die Arbeitsbeschaffung, die gegenwärtig von der Reichsregierung erwogen werden, befindet sich auch der Plan einer steuerfreien Reichsbahnanleihe. Präsident Bartels hat den Aeltestenrat des Preußischen Landtages auf Dienstag, den 22. d. M., 16 Uhr, zu einer Sigung anberufen. Es soll dann über den von den Deutschnationalen unterstützten Antrag der Kommunisten entschieden werden, der die Einberufung des Landtages verlangt. In der Donnerstag- Sigung des Badischen Landtags wurden gewählt der bisherige Kultusminister Dr. Schmitt zum Justizninister, der bisherige Fraktionsführer des Zentrums Dr. Baumgartner zum Kultusminister und Minister Dr. Schmitt zum staatspräsidenten. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 19. September 1931 mehr an die Ausarbeitung der zweiten großen Notverordnung begeben, die die Fragen der Arbeitslosensiedlung, der Sanierung der Arbeitslosenversicherung, die Probleme der Hauszins: und Umsatzsteuer und die Frage der Besoldungsordnung für die Be= amten in sich schließt. In diesem Zusammenhang wird dann auch die Frage der evtl. Verlängerung des Etatsjahres 1931 behandelt werden. Für das Arbeitsbeschaffungsprogramm scheint jetzt in den zuständigen Ressorts hauptsächlich ein Vorschlag im Vordergrund der Erwägungen zu stehen, der vorsieht, eine steuerfreie Reichs: bahnanleihe zu emittieren, deren Bedingungen ausdrücklich dazu bestimmt sein sollen, dem deutschen Kapital, das ins Ausland ge= flüchtet ist, einen Anreiz zur Rückkehr zu geben. Es handelt sich bei diesem Plan wohlgemerkt vorläufig lediglich um ein Projekt, das in den zuständigen Ministerien ventiliert wird. Der Plan einer steuerfreien Reichsbahnanleihe im Zusammenhang mit der Kapitalflucht muß vorderhand jedenfalls schärfste Bedenken aus lösen. Wenn das Reichskabinett sich zu diesem oder einem ähnlich gearbeiteten Projekt entschließen sollte, dann wäre zum mindesten soviel sicher, daß die Reichsregierung ihre durch die Kapitalflucht- Notverordnung eingeleiteten Bemühungen als restlos gescheitert ansieht, und auf der anderen Seite würde durch einen solchen Plan automatisch der Wert früherer oder kommender Notverordnungen über die Kapitalflucht herabgemindert werden. Der Reichspräsident Löbe wird am nächsten Dienstag vom Reichskanzler empfangen werden. Bei dieser Unterredung wird es sich darum handeln, das Programm für den Beginn der Reichstagsverhandlungen am 13. Oktober festzulegen. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 75 Die Wirtschaftslage im Handwerk. - Betrachten wir die Katastrophe in unserer Wirtschaft, so werden wir finden, daß von ihr am meisten diejenigen Betriebe betroffen werden, die für unsere moderne Wirtschaftsentwicklung vorbildlich waren, aämlich die Gebilde des Großkapitalismus wie dies die der Groß- Industrie und der Banken; trotz aller Nöte muß man anerkennen hat der gewerbliche Mittelstand in geringerem Maße gelitten. Diese Erscheinung ist darauf zurückzuführen, daß die Nachteile einer unnatürlichen Entwicklung zu übergroßen, oft nur in Zeiten guter Konjunktur rentablen Drga nisationen gerade in Krisenzeiten besonders scharf hervortreten. Fehler, die die Kapitäne der Wirtschaft machen, wiegen zudem weit schwerer, als wenn die fehlerhafte Disposition in einem Handwerksbetriebe erfolgt. An Fehlern und Sünden der Wirtschaftskapitäne hat es wahrlich nicht gefehlt: ich denke z. B. nur an die geradezu ungehemmte Rationalisierung und Typisierung, die großen Kapitalbedarf erforderte, aber zugleich Menschen brotlos machte. Die Ersparnisse an Produktionskosten werden durch die Erwerbslosenfürsorge mehr als aufgezehrt! Was das Handwerk dagegen anlangt, so blieb es trotz allem Fortschritt in seiner Entwicklung in normalen Bahnen; die Rationalisierung erfolgte nur, soweit sie mit dem Betriebe und dessen Demgemäß kann finanziellen Möglichkeiten vereinbar war.- das Handwerk sich auch leichter umstellen wie verkleinern; seine Betriebe brauchen nicht mit einem hohen laufenden Verwaltungsaufwand zu rechnen. Das Auge des Meisters wirkt Wunder! Alles dies ist umso erfreulicher und um so höher zu veranDer nationalsozialistische Minister a. D. Dr. Franzen hat sein Reichstarif der Gemeindearbeiter verlängert. schlagen, als von den Notverordnungen unser Handwerk wie Reichstagsmandat niedergelegt. An dessen Stelle tritt Schmiedemeister Hans Kummerfeldt in den Reichstag ein. Die Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei ist auf Mittwoch, den 23. September, vormittags zu einer Sigung nach hamburg einberufen worden. Der Reichsparteiausschuß der Deutschen Zentrumspartei ist Ju einer Sigung am 25. Oftober nach Berlin einberufen worden. Alle österreichischen Heimwehrführer sind wieder auf freien fuß gesezt worden. Der Heimwehrführer Pfriemer hat sich nicht nach Italien begeben, sondern befindet sich nach wie vor in Marburg an der Drau, auf südslawischem Gebiet. Der Erste Lord der Admiralität, Sir Austen Chamberlain, flärte während der Debatte im englischen Unterhause über die Sorkommnisse bei der Atlantikflotte, daß eine Bestrafung der Mannschaften, die den Dienst verweigerten, nicht beabsichtigt sei. Der lettländische Flottenadmiral Graf Keyserling ist seines Amtes enthoben worden. Das Kriegsgericht in Santiago de Chile hat gegen sechs Unteroffiziere der Kriegsmarine, welche an der letzten Meuterei lervorragend beteiligt waren, Todesurteile gefällt. Das spanische Parlament hat nach einer Rede des Sozia isten Araquistain mit 170 gegen 152 Stimmen beschlossen, Sparien zu einer ,, Arbeiterrepublik" zu erklären. Vor dem Schnellschöffengericht beim Amtsgericht Charlot tenburg begann am Freitag der Prozeß gegen 34 Personen, die Im vergangenen Samstag anläßlich der Kurfürstendammder Gesundheitspfle kawalle festgenommen worden waren. Boft 66 Pfg. Vom Ber Klein in Gießen. r Mundruhe und nach den Aromatifieren des Atems 7 Chlorodont- Mundwaffe Köln 931/32 Rechtswissenschaft Semester) und Philo Handelslehrerftudium. November. Die Ein Nov. einicht. Das Bor täts- Sefretariat gegen Sorto) bezogen werden. Die bisherigen Nachforschungen nach den Eisenbahn- Attenfätern von Torbagy haben keinen Erfolg gehabt. ,, Graf Zeppelin" ist in der Nacht zum Freitag unter Führung 1on Kapitän Lehmann zu seiner zweiten diesjährigen Südemeritafahrt aufgestiegen. Zwei neue Notverordnungen angekündigt. Bankenaufsicht und Teile der Aktienrechtsreform. Berlin. Es ist bestimmt damit zu rechnen, daß die Notverrdnung über die Bankenaufsicht am Sonnabend mittag veröf= fentlicht wird. Gleichzeitig wird eine zweite Notverordnung herauskommen, die die wichtigsten Teile der Aktienrechtsreform enthalten wird. Die weniger vordringlichen Probleme der Aftienrechtsreform sollen der normalen Gesetzgebung über das Barlament vorbehalten bleiben. Das Reichskabinett hielt am Einj.- Abil ber die endgültige Faſſung der Notverordnung über BantenInstitut Boltz- mena Wer verfau jein Saus evtl. mit Geschäft o fonftig. Anwesen fin oder Umgebung? Angebote dirett Befizerunt. V.47a Verlag d.„ Vermitt u. Vert.- Zentrale Frankfurt a. Goetheplay 22 aufsicht und Aktien rechtsreform wird am Sonnabend vormittag furz vor Veröffentlichung der Verordnungen stattfinden. Reichskanzler Dr. Brüning wurde am Freitag vormittag Dom Reichspräsidenten empfangen. Es ist als sicher anzunehmen, daß bei diesem Empfang der Reichskanzler den Reichspräsidenten iber den Fortgang der gesamten wirtschafts- und finanzpolitischen Beratungen im Reichskabinett unterrichtet hat. Die obenerwähnten Notverordnungen liegen dem Reichspräsidenten in ihren Grundzügen bereits zur Stellungnahme vor. Nach Beendigung der Arbeiten des Reichskabinetts an den Berordnungen über die Bankenaussicht und die Attienrechtsreform wird das Reichskabinett in der nächsten Woche sich nunDie Verhandlungen des Gesamtverbandes mit dem Reichsverband kommunaler und anderer öffentlicher Arbeitgeberverbände Deutschlands haben, dem ,, Vorwärts" zufolge, das Ergebnis gehabt, daß die Reichsmanteltarifverträge der Gemeindearbeiter und Straßenbahner bis zum 31. März 1932 verlängert werden. Von diesen Verträgen werden rund 300 000 Gemeindearbeiter betroffen. Demnächst Stratosphärenflug? Berlin, 18. Sept. Das in Gemeinschaft mit der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Berlin- Adlershof und der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft von den Junkers- Flugzeugwerken in Dessau gebaute Stratosphärenflugzeug ist jetzt fertiggestellt. Dieses erste Stratosphärenflugzeug der Welt stellt ein fliegendes Höhenlaboratorium dar. Es ist noch kein Verfehrsflugzeug. Mit ihm wird es möglich sein, den planmäßigen Verkehrsstratosphärenflug vorzubereiten. Wie verlautet, ist mit dem ersten Start möglicherweise noch im September zu rechnen. Beim Flug wird sich das Flugzeug als riesiges fliegendes Dreied mit einer Breite von 28 Metern präsentieren. Die Flügelenden sind noch weit mehr zugespitzt als bei der Großtype D 2000. Der Arbeitsraum, die sogenannte Unterdruckammer, bietet für zwei Piloten Platz. zur Ein jeder tue seine Pflicht! Die freie Wohlfahrtspflege in Deutschland hat aufgerufen Winterhilfe! Auch wir wollen helfen. Die Verbände der freien Wohlfahrtspflege in Hessen werden wie im vorigen Jahr, aber um der größeren Not willen noch verstärkt im ganzen Hessenland sammeln und Hilfe für die Notleidenden vermitteln. Wir wenden uns an alle, die irgend helfen können, ohne Unterschied der Konfession, der politischen Anschauung, des Standes oder Berufs, und bitten Sie herzlich: Helft, seid bereit ein Opfer zu bringen für die, deren Not noch größer ist als die Eure. Die Durchführung der Sammlung erfolgt durch Ausschüsse, die für die einzelnen Kreise oder größeren Städte gebildet sind. Landesverband der Inneren Mission in Hessen, Caritasverband für die Diözese Mainz, Landesverband für die Israelitische Wohlfahrtspflege in Hessen und Hessen- Nassau, Hessisches Rotes Kreuz( Landesverein u. Alice- Frauenverein) Landesausschuß für Arbeiterwohlfahrt und Jugendpflege in Hessen, Christliche Arbeiterhilfe, Landesausschuß Hessen, Deutscher Fünfter Wohlfahrtverband, Bezirk Hessen. An die hessische Bevölkerung! Schwer lastet die Not auf unserem Hessenland. Alle haben die Bitte gelesen, mit der der Herr Reichspräsident und die Reichsregierung sich an alle Deutschen wenden. Auch die Hessische Regierung erhofft von dem gemeinsamen Wirten der Vereinigungen freier Liebestätigkeit Linderung schlimmster Not. Laßt das Vertrauen von Mensch zu Mensch wieder lebendig werden. Helft einander! Die„ Winterhilfe" zeigt den Weg dazu. Darmstadt, den 16. September 1931. Das Hessische Gesamtministerium. Adelung, Kirnberger. Leuschner. Korell. der gesamte gewerbliche Mittelstand in überaus hohem Maße betroffen wird. Ich denke nur an die zu geringe Rücksichtnahme auf seine Geldbedürfnisse bei den Banksperren wie aber auch an die hohen Steuerzuschläge bei rückständigen Steuern in Verbindung mit deren überaus scharfen Beitreibung. Wie ich in einem im Deutschen Handwerksblatt( Jahrg. 31 S. 198) erschienenen Artikel ,, Handwerk und Schuldnernot" ausgeführt hatte, fühlt sich ein großer Teil des Handwerks immer noch aus m. E. falschen Prestigegründen viel zu sehr lediglich als Unternehmer und Gläubiger. Dies ist selbst für normale Zeiten schon nicht mehr angängig, in Katastrophenzeiten wie den gegenwärtigen, müssen wir aber allen falschen Ehrgeiz aufgeben und dürfen daher auch nicht einseitig Gläubigerinteressen folgen. Das Handwerk ist tatsächlich gegenwärtig zu einem großen Teil mit Schulden, auch rückständigen Steuern belastet. Diese Schulden drücken schwer, zumal bei der Kreditknappheit, dem schlechten Eingang der Außenstände, wie der Steigerung des Goldwerts. Demgemäß bedarf aber das Problem der Schuldenabdeckung wie aber auch das weitere, daß nämlich große Kreise des Handwerks nicht durch die Schulden erdrückt werden, der ernstesten Beachtung und zwar auch seitens der Reichsregierung. Denn immer müssen wir uns vor Augen halten, daß trotz aller Not der Gegenwart die Zukunft nie außer acht gelassen werden sollte. Denn einerseits darf die Henne, die die goldenen Eier legt, nicht abgeschlachtet werden, zum andern aber ist der Aufbau weit schwieriger als das Niederreißen. Dies namentlich, wenn es sich um selbständige Existenzen handelt! Zu alledem ist zu beachten, daß Zwangsvollstreckungen, wenn sie jetzt vorgenommen werden, nie zu einem befriedigenden Ergebnis führen. Was bei Versteigerungen an Erlös nach Abzug der Kosten herauskommt, ist minimal und steht kaum im Verhältnis zu dem Schaden, den unser Volk durch die Verschlenderung der versteigerten Sachen, wie aber vor allem ourch Vernichtung oder schwerste Schädigung selbständiger Existenzen erleidet. Wenn nun in dem Reichsjustizministerium ein Referentenentwurf ausgearbeitet ist, durch den Verschärfungen der Zwangsvollstreckungen in die Wege geleitet werden sollen, so mag dies angesichts vielfacher fraudulöser Handlungen auf Schuldnerseite gewiß gerechtfertigt sein; so z. B. bei einem Einschreiten gegen Mißbräuche des Rechtsinstituts der Sicherungsübereignung. Andererseits sollte aber diese Gelegenheit benutzt werden, um Reformen in dec Zivilprozeßordnung vorzunehmen, die den Schutz des Schuldners vor wirtschaftlicher Vernichtung wegen geringfügiger Forderungen verhüten. Einige von ihnen halte ich für derart vordringlich, daß ihre Aufnahme in eine Notverordnung dringendst erwünscht wäre. Dies gilt z. B. für eine Erweite rung des Kreises der nichtpfändbaren Sachen in Handwerks betrieben. Insbesondere genügt, wie ich in meinem vorerwähnten Artikel im Deutschen Handwerksblatt im Näheren ausgeführt habe, die Vorschrift des§ 811 Ziffer 5 bei weitem nicht. Diese Vorschrift mag vielleicht den kleineren Verhältnissen im Handwerk früher einmal entsprochen haben, sie trägt aber der fort schreitenden Entwicklung keine Rechnung; es gibt auch ein Großhandwerk! Eine Minderung der Kreditfähigkeit des Handwerks ist nicht zu befürchten; die Gläubiger wissen schon ohnehin, wie wenig bei Versteigerungen herauskommt! Im übrigen würde es vielleicht recht gut sein, wenn im Handwerk anstelle des Cachkredites der persönliche Kredit, die Persönlichkeit des Darlehnsnehmers weit mehr als jetzt in den Vordergrund treten würde. Wie ich schon ausgeführt habe, sind die Ergebnisse aus den Zwangsversteigerungen in finanzieller Hinsicht geradezu kataStrophal. Hier muß Abhilfe geschaffen werden. Nach§ 812 3PD. sollen ,, Gegenstände, welche zum gewöhnlichen Hausrat Nr. 75 Samstag, den 19 Samstag, den 19. September 1931. gehören und im Haushalt des Schuldners gebraucht werden, nicht gepfändet werden, wenn ohne weiteres ersichtlich ist, daß durch deren Verwertung nur ein Erlös erzielt werden würde, der zu dem Wert außer allem Verhältnis sieht." Diese Vorschrift muß zugunsten der Schuldner ganz wesentlich erweitert werden; hieran ist gerade der gewerbliche Mittelstand in höchstem Maße interessiert. Denn es schadet dem Handwerksmeister in seiner ganzen sozialen Stellung, wenn man ihn fast kahl pfändet! Auch durch übermäßig hohe Zinsen derf dem Schuldner die Abtragung seiner Rückstände nicht geradezu unmöglich gemacht werden. Wenn der Diskontsaz der Reichsbank sich in solch außerordentlicher Höhe bewegt, wie dies jetzt der Fall ist und in den nächsten Zeiten sein wird, so mag dieser im Auslandsverkehr, für die Beziehungen zwischen Banken und den kapitalistischen Großunternehmungen gelten, er darf aber nicht dem gewöhnlichen Schuldner gegenüber ohne weiteres zur Anwendung kommen. Dies geschah auch in Vorkriegszeiten nicht, in denen nach§ 288 B.G.B. grundsäßlich nur 4% zu zahlen waren, auch wenn der Reichsbankdiskont ein weit höherer war. In den vorstehenden Ausführungen sind nur wenige, aber wohl die aktuellsten Probleme angeschnitten worden, deren befriedigende Lösung für den Wiederaufbau des gewerblichen Mit telstandes von vitalster Bedeutung ist. So schwer die Gegenwart auch ist der kommende Winter mag vielleicht schwerer sein als alle, die wir seither erlebt haben auch für uns wird das alte Sprichwort gelten: Auf Regen folgt Sonnenschein". Ist dies aber demnächst der Fall dann muß auch das deutsche Handwerk wieder stark dastehen können, um seinen Pflichten gegen das deutsche Volk genügen zu können. Kinderelend in - Deutschland. Von einem Kinderelend in Rußland weiß alle Welt, und wenn sie deshalb die Sowjetregierung anklagt, so hat sie Recht damit. Aber es würde von verhängnisvoller Blindheit zeugen, wenn man darüber an der Tatsache vorüberginge, daß wir auch in Deutschland ein Kinderelend haben. Besonders in den Großstädten herrschen Zustände, die gebieterisch nach Abhilfe schreien. So haben z. B. 47 Prozent der Berliner Schulkinder kein Belt für sich allein, sondern müssen ihre Schlafstätten mit anderen teilen. Rund 8800 Schulkinder in Berlin sind erwerbstätig, die allermeisten von ihnen 3 Stunden und länger täglich, in Laufstellen, in der Hauswirtschaft, ja, sogar entgegen den gesetzlichen Bestimmungen in Fabriken. Was das bedeutet, geht aus der Feststellung der Schulärzte hervor, daß fast ein Sechſtel aller erwerbstätigen Kinder körperlichen, geistigen und ſittlichen Schaden genommen hat. Weiter: nach ärztlichem Urteil sind 30 Prozent aller Berliner Gemeindeschulkinder unterernährt. Durch Stichproben wurde festgestellt, daß täglich fast 50 000 Kinder nüchtern und ohne Frühstück zur Schule kommen. Eine andere Seite deutschen Kinderelends: in Köln wurden vor einigen Wochen 7 schulpflichtige Mädchen bis zu 13 Jahren entdeckt, die der gewerbsmäßigen Prostitution nachgehen! Von was soll man hier reden? Sittliche Verwahrlosung? Oder Not? Oder Verführung? Jedenfalls, es tut sich hier ein Abgrund auf, vor dem man nicht die Augen schließen darf. Zwar haben wir keine vagabundierenden heimatlosen Kinder wie Rußland, und doch heißt es auch bei uns ,, Kinder in Not"! Und das bedeutet gleichzeitig: ,, Zukunft in Not"! Was ist der deutsche Hausbesitz wert? „ Gießener Zeitung" mühte, seinen Besitz zu halten, schlugen viele Ausländer andere Wege ein. Sie nahmen eine Hypothek nach der anderen auf ihre deutschen Grundstücke, nahmen das Geld zu sich ins Ausland und ließen die Häuser verfallen und verkommen. Und als dann keiner mehr etwas auf die Grundstücke lich, vergaßen sie den Fiskus zu befriedigen und ließen es zur Zwangsverstei gerung komiffen. Ihr Schäfchen hatten sie im Trockenen, betrogen waren die Hypothekengläubiger lose, verkommene und unrentable Haus mochte sich der ,, Kuckuck" scheren. Als in der Inflationszeit ausländisches Geld lockte, der Hausbesitz keinen Pfifferling einbrachte und unser Währungselend den Grundbesitzer verzweifeln ließ, kamen Ausländer aus aller Herren Länder und klimperten mit ihrem Gold in der Tasche. Viele Hausbesiger ließen sich verleiten und verkauf ten ihre Häuser, die ihnen gelinde ausgedrückt nichts einbrachten, für damals so kostbare Devisen. Die Deflation, die Rentenmark, machte dem ein Ende. Und nun erst merkte der deutsche Hausverkäufer, daß und wie er betrogen war. Der und um das wertSelbst wenn dieser unsolide Weg nicht von allen aus: ländischen Hausbesitzern gegangen wurde, ſo iſt heute jeder Ausländer bemüht, seinen deutschen Hausbesit so schnell wie möglich abzustoßen, denn der deutsche Hausbesitz ist nichts mehr wert! Vor uns liegen die vier Ausgaben des„ Grundeigentum" Berlin vom 26. Juli, 2., 9. und 16. August 1931. Ans diesen vier Heften seien die amtlichen Berliner Zwangsversteige rungstermine für Grundstücke einmal einer näheren Untersuchung unterzogen. Von insgesamt in diesem einen Monat veröffentlichten amtlichen 251 Zwangsversteigerungsterminen betreffen folgende 28 Termine ausländische Hausbesizer. Man beachte dabei, daß die Mehrzahl dieser Ausländer aus z. 3t. sehr valutaschwachen Ländern zu Hause ist. Es handelt sich um folgende Ausländer: Cladowski aus Sosnowice( Polen), Dr. Karvaly aus Wien, Mandl aus Wien, Szumikow& Ruttmann aus Reval ( Estland), Levy u. Livijn aus London, Hassan aus Wie: 1, England aus Petrikan( Polen), Shakatroff aus London, Korngold aus Krakau( Polen), Schakaroff u. Poteliachow aus Konstantinopel, Weidlinger aus Budapest, Bor aus Manchester, Raths aus Simmern( Luxemburg), Busnelli aus Gossen saß( Desterreich), Deutsch aus Budapest, Blatt aus Szczeko cing( Polen), Schimmerling aus Timisoara( Rumänien), Dlbort aus Villach( Desterreich), Fischer aus Oberlangenau ( Tschechoslow.), Bruder aus Andris( Desterreich), Sandberg & Griffel aus Krakau( Polen), Feichtinger aus Wien, nochmals Sandberg& Griffel, Kräuter aus Lemberg( Polen), Schlechter aus Riga, Hirß aus Warschau, zweimal Feldmann aus Wien. I I Das sind der Zahl nach 11 Prozent aller angesetzten Zwangsversteigerungen. Der Nußungswert dieser 28 bon Ausländern im Stich gelassenen Grundstücke beträgt lt. Angaben 400 575 RM.; durchschnittlich für das Grundstück mithin 14 300 RM. im Jahr Man sieht, die schlechtesten Häuser hatten die Herren Ausländer nicht im Besitz und troßdem haben sie ihren Besitz doch nicht behalten wohl der andauernden Zwangswirtschaft und der enorm gestiegenen Steuern wegen. Lehrreich ist es auch, an Hand derselben Unterlagen einmal zu prüfen, aus welchen Kreisen die restlichen 223 Zwangs versteigerungen kommen. Es verteilen sich diese. untersuchten Fälle wie folgt: 71 auf Kaufleute, Fabrikanten, Direktoren 51 auf Bau, Boden-, Siedlungsgenossenschaf ten, offene Handelsgesellsch., G. m. b. H. 37 auf Frauen, Witwen usw. 29 auf Handwerker, Gewerbetreibende, Angestellte und Arbeiter 17 auf freie Berufe 11 auf Beamte 7 sind ohne Angabe 223 = 32% = 23% = 17% = 13% - 7% = 5% 3% 100% Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Der ganze Widersinn unserer heutigen Zeit wird durch sie erhellt und ohne jeden weiteren Kommentar verständlich. ( Schluß folgt.) Ihnen Mitteilung machen, daß ich seit dem Gebrauch Ihrer Zahnpaste ,, Chlorodont" nicht nur reine, weiße Zähne besige, sondern auch den bei mir sonst üblichen Mundgeruch verloren habe. Ich werde Ihr Chlorodont aufs beste empfehlen." gez. E. G., Mainz.- Man verlange nur die echte Chlorodont- Bahnpaste. Tube 54 Wf. und 90 Pf., und weise jeden Ersatz dafür zurüd. Ausländer aber lachte sich ins Fäustchen und freute sich feines Gegen üblen Mundgeruch will nicht verfäumen, billigen Hausbesitzes. Nicht lange allerdings, denn der Steuerund Abgabenfeldzug des halbsozialistischen Staates verschonte auch ihn nicht und überhäufte ihn mit Geld und nochmals Geldanforderungen aller Art. Während aber der solide deutsche Hausbesitzer sich unter Entbehrungen und Sorgen be Die Darmstädter Herbsttagung der deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft. des Außenhandels beweise, daß die Ausfuhr nicht genügt, sondern daß der Binnenmarkt gepflegt werden muß. Sei auch eine Lösung von der Weltwirtschaft bei unserem Rohstoffbedarf nicht möglich, so müsse Deutschland doch die Einfuhren auf ein Min dejtmaz beschränken. Direktor Konrad- Berlin behandelte speziell ,, Die Verwertung der diesjährigen deutschen Getreideernte un Es gibt Mensche lacht oder ob Sorgen schaften". Er wies darauf darauf hin, daß der Absatz von Rog: Aber die Zahl diese ter besonderer Berücksichtigung der Mitwirkung der Genossen len fie Milde aus, fi gen und Weizen ohne Schwierigkeiten vor sich gehen sollte, wenn tauh gemacht und h die bisherige Getreidepolitik beibehalten wird. Leid oder Betrübnis Auf der Herbsttagung der Deutschen Landwirtschafts- Gesell. ben am liebsten ihre mit einer Versammlung der Pferdezucht- Abteilung unter dem Nachbar besser geht Vorsitz von Oberlandstallmeister v. Wendstern- Redefin fortge. Leid ihres Nächsten aus fremden setzt. Dr. Dender- Darmstadt sprach über„ Die Pferdezucht in chen aber noch sehr gegenwärtigen Zuchtrichtungen in den verschiedenen weſtdeute Bunge alle, die ihr schen Zuchtgebieten gab. In der von Geheimrat Falke- Leipzig Wie viel Lieb Auch wenn wir Worten noch Güte ip Welt, wenn jeder in geleiteten Versammlung der Aderbau- Abteilung erörterte Dr. jezt in diejer schwer Roemer Erbesbüdesheim die Möglichkeiten der Verbesse wir jeden Tag und rung der Bodenbearbeitung im bäuerlichen Betrieb". 3wed und anderen Mensch aller acerbaulichen Maßnahmen sei Herstellung und Erhaltung gütiges Wort findet der Bodengare. Ueber„ Stand und Entwicklung des Zucker wir davon doch jed rübenbaues in den mittel- und kleinbäuerlichen Betrieben Süd. Ein gutes Wort wi deutschlands" berichtete Ministerialrat Bae uer- Darmstadt hütte ſchon einen Er wies darauf hin, daß nach der neuen Kontingentierung aufgebracht, wo Unfried einen Rübenbauer im Durchschnitt nur 0,42 Hektar entfallen, also der süddeutsche Rübenbau vorwiegend in Kleinbetrieben erfolge. Besondere Beachtung fand die gemeinsame Versamm lung der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde und der Allgemeinen Tierzucht- Abteilung. Ministerialrat Dr. Niklas- Mün chen behandelte ,, Deutschlands Höhenrinderzucht mit besonderer Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse". Das Zucht ziel der in Mittel- und Süddeutschland gehaltenen Rinder schläge sei davon bestimmt, daß das Rind in erster Linie zu: Bewältigung der Gespannarbeit verwendet werden muß. Dazu müsse aber auch auf genügende Fleischleistung und befriedigende Milchleistung geachtet werden. Daran schloß sich eine Vorfüh rung von Lichtbildern wilder verwandter Arten und fremd ländischer Rassen unserer Haustiere, die von Geheimrat Heb Berlin erläutert wurden. Professor Dr. Ernst- München er örterte dann ,, Tagesfragen aus dem Gebiet der Aufzuchtkrank heiten", die jährlich einen Verlust von einer halben Milliarde herbeiführen. Bayern, Württemberg, Baden, Hessen und Sachsen für das ganze Reich bei der Deckung des amtlichen und halbamtlichen Textilbedarfs ein Beimischungszwang für deutsche Schafwolle entsprechend einem Beschluß des Reichstags von 1929 gefordert wird. Die Versammlung der Betriebs- Abteilung beschäftigte sich unter dem Vorsitz von Rittergutsbesitzer Wrede- Lützlow mit der Frage ,, Welche Wirtschaftsänderungen erfordern die derzeitigen Verhältnisse von den süd- und westdeutschen Bauernbetrieben? Professor Dr. Ries- Bornim bezweifelte, ob es unter den heuti gen Verhältnissen möglich ist, dem Bauernbetrieb durch Wirt schaftsänderungen eine genügende Rente zu sichern. Landes oekonomierat Foß- Ludwigsburg hob hervor, daß der süddeutsche Bauernbetrieb ebenso wie die anderen Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland unter den Wirtschaftsverhältnissen leide und der kleinste Landwirt müsse erfolgversprechende Anderungen durch führen. Als letzte der großen Abteilungsversammlungen schio sich die Obst- und Weinbau- Abteilung unter Leitung von Lan desoekonomierat Ehatt- Trier an. Gutsbesitzer Secretan- Hohenau behandelte die ,, Sortenwahl im Obstbau nach betriebswirtschaft lichen Gesichtspunkten". Die richtige Sortenwahl sei die Haupt bedingung für einen gewinnbringenden Obstbau. Vom allge meinen Gesichtspunkt aus muß der Inlandsmarkt das ganze Jahr hindurch reichlich mit Inlandserzeugnissen versehen wer den, um jede Einfuhr auszuschalten.„ Die Umstellung des Weinbaues auf Pfropfreben in Hessen" erörterte Oberstudien direktor Fuhr- Oppenheim. 118. Hauptversammlung. Am Freitag fand die Darmstädter Herbsttagung ihren A schluß mit der 118. Hauptversammlung. Der Vizepräsident fir den Gau 7 der D. L. G., Kammerherr v. Keudell Wolfs brunnen, eröffnete die Hauptversammlung mit einem Rüdbli würde, dann gäbe e Neid, Ausbeutung unterdrüden und je den, dann würde au Umgebung tommen. gütige Menschen w Я des Sejfischer Seit Jahren be Innere Mission an bisher geringem jedhswöchentliche So Breifen vermittelte, bindung mit den E ferem Umfange K porgerüdten Somme Offenbach, Worms Groß- Gerau 47 Mä aufenthalte in der Lauterbach, Schotte größtenteils bäuer fchädigung auf. W doch geschah dies fahrungen,( owohl nommen hatten, al Kindererholungsfü ihre finanzielle L Einschränkungen v * Zunahme d Boltsstaat Hessen si schen Landesstatisti erkannten, bei den erwerbslosen von 27 gestiegen. Von dies größeren Städte( ge * Das hejjijahe nanzminister hat im nern und unter Zust schen Landtag den Das Gesetz zerfällt Umfang des Naturic dürftiger Tier- und Edmudreifig; 3. Na des Landschaftsbilde gebiete für freileben 23 Ich befize ei Manche fonderbar fie fagten oder to zeichnet. Alle find dari genommen habe. S Derfennbar. Supe gefchriebenen Stoff Grades war zu lö auf die wohlgelungene diesjährige Wanderausstellung in Han nover. Jetzt handele es sich vorwiegend um die Abſakförderung und bei der derzeitigen Wirtschaftslage gehe es nicht mehr wei ter ohne verständnisvolle Staatshilfe und ohne Mitwirkung den Verbraucher. Es sei unverantwortlich, Auslandsware zu tav fen, wenn gleichwertige einheimische Ware preiswürdig pot handen ist. Würde alles Erforderliche zur Erhaltung der Landwirtschaft getan, so könne sie der Ed- und Grundpfeiler für die fünftige Freiheit des unterdrückten deutschen Volkes werden. Der hessische Wirtschaftsminister Korell erwiderte darauf Er wünsche die Förderung und Sicherung der Landwirtschaft.. Nach Begrüßungsworten des hessischen Kammerpräsidenten Hensel berichtete Dekonomierat Wiese über die Wander ausstellung Hannover. Bei den Ergänzungswahlen zum Pro fidium wurden Rittergutsbesitzer v. Oppen- Dannenwalde un Graf Moy- Bayern zu Vizepräsidenten gewählt. Für die Durc führung der nächsten Wanderausstellungen wurden beschlosser die Ausstellung 1932 entsprechend den bisherigen Vorbereitungen in Mannheim durchzuführen. Die Ausstellung 1933 soll na Berlin gelegt werden. Die Herbsttagung 1932 ist für Danzi in Aussicht genommen worden. Daran schloß sich ein Vortra des Generaldirektors der Landwirtschaftskammer für Hessen. Dekonomierat Dr. Hamann- Darmstadt, über„ Stand un Entwicklung der landwirtschaftlichen Verhältnisse in Hesse: innerhalb der letzten fünfundzwanzig Jahre". Obwohl de landwirtschaftliche Besitz in Hessen vorwiegend in bäuerliche: Händen ist, habe die hessische Landwirtschaft in den letzten fün undzwanzig Jahren die Forschungsergebnisse der Landwir schaftswissenschaft und die Erfahrungen der praktischen Land wirtschaft für ihre Interessen nutzbar gemacht. Nach den Rüd schlägen in der Kriegs- und Nachkriegszeit habe Hessen eine Er tragssteigerung erreicht, die erheblich über dem Reichsdurd schnitt liegt. Besonders gelte das für die Viehzucht. So weit: Besondere Beachtung fand wieder die öffentliche Versamm- die hessische Milchwirtschaft Spitzenleistungen auf. Im Obit lung zur Förderung des landwirtschaftlichen Absazwesens unter und Gemüsebau werde seit Jahren eine planmäßige Sortenaus dem Vorsitz von Rittergutsbesitzer Wrede- Lützow. Regierungs- wahl, Schädlingsbekämpfung, Standartisierung und Absatzförde: präsident z. D. Frhr. v. Braun- Berlin beantwortete die Frage: rung durchgeführt. Das gleiche gelte für den Weinbau. De ,, Wie können die Genossenschaften zur besseren Verwertung der außerordentlichen Entwicklung des Genossenschaftswesens ent landwirtschaftlichen Erzeugnisse beitragen?" Die Schrumpfungspräche ein hochstehendes landwirtschaftliches Bildungswesen. Die Verhandlungen der Herbsttagung der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft in Darmstadt wurden am Mittwoch mit einer öffentlichen Versammlung„ Zur Förderung der Landarbeit“ unter Professor Seedorf- Göttingen fortgesetzt. Das Thema ,, Arbeitswirtschaftliche Fingerzeige für die süd- und westdeutschen Bauern und Winzer unter besonderer Berücksichtigung der Flurbereinigung" war besonders auf die örtlichen Verhältnisse zugeschnitten. Die Versammlung der Kolonial- Abteilung gestaltete sich unter dem Vorsitz von Geheimrat G. A. Schmidt zu einer wirkungsvollen Kundgebung der Kolonialfreunde. Den Hauptvortrag hielt Dr. Arthur Dir- Berlin über ,, Die Notwendigkeit von Kolonialbesitz für die deutsche Wirtschaft, insbesondere die Landwirtschaft". In der Versammlung der Saat: zucht- Abteilung sprach Professor Dr. Sessous Gießen über ,, Saatguterzeugung und Saatgutwechsel in Hessen". Die Erzeugung sei von der Landwirtschaftskammer mit zahlreichen Saatbaustellen dezentralisiert. Da in Hessen der Anteil der Kleinbetriebe nach Zahl und Fläche überwiegt, spiele der Saatgutwechsel im allgemeinen noch nicht die Rolle, die ihm zukommen müßte. Den ,, Aderfutterbau in Südwestdeutschland" behandelte Dr. Finger Darmstadt. Die Versammlung der Schaafzucht- Abteilung, unter dem Vorsitz von Präsident VogelsangEbersbach, beschäftigte sich an Hand der Berichterstattung von Prof. Dr. Gärtner- Jena mit Richtlinien über Schafleistungsprüfungen in Schafzüchtervereinigungen". Zur wirtschaftlichen Lage faßte die Versammlung einen Beschluß, in dem wegen der zunehmenden Unverkäuflichkeit der deutschen Wolle nach dem Vorbild von Frankreich und nach den erfolgreichen Versuchen in In der Versammlung der Rinderzucht- Abteilung wurde unter Vorsitz von Geheimrat Vogel- München die Schauordnung und das Preisausschreiben für die nächstjährige Mannheimer Wanderausstellung beschlossen. Dann gab Professor Dr. Kraemer Gießen einen historischen Ueberblick über„ Die Vogelsberger einst und jetzt". Er zeigte die Entwicklung aus dem primitiven alten Landvieh zu der heutigen hochstehenden Kulturrasse und lehnte die oft unbedachten Kreuzungen mit allen möglichen fremden Rassen ab. Die Reinzucht müsse gewahrt bleiben, um zur höheren Wertung der Abstammung und zur Pflege hervorragender Blutlinien zu kommen. Ueber ,, Das Zuchtziel in der deutschen Fleckviehzucht" sprach Tierzuchtdirektor Herold- Passau. Geheimrat Hansen- Berlin leitete die Versammlung der Futter- Abteilung. Prof. Dr. Dünger- Riel sprach über„ Die Bedeutung der Kraftfuttermittel in der Gegenwart". Die Kartoffelverwertung unter besonderer Berücksichtigung der mittel- und kleinbäuerlichen Verhältnisse" behandelte Dr. Kummer- Berlin. war feiner von de war zu überlegen. Sprichwort gall's bewiesen. Einmal nur Bult und sagte: Was für einen, S einen." Pohlmann to er von neuem. Stunde lang und Nach der Sch Jahren blieb ich i angefchraubten Na Bohlmann war, d „ was aufgab". nidte er und ha Ich gab ihm ihn unterm Arm mit dem leeren Shilbe lehe, ift e Blatte, meint bu ich vollgeschrieben. sfuhr nicht genügt, Den muß. Sei aud rem Rohstoffbedarf Einfuhren auf ein Berlin behandelte jpe tichen Getreideernte itwirtung der Geno daß der Abfah von or fich gehen sollte, en wird. en Landwirtschafts- 6 tungen am Donnets cht- Abteilung unter Bendstern- Redefin for ber ,, Die Pferdezubi Enen Ueberblid über verschiedenen weite Geheimrat Falle- Le Abteilung erörterte glichkeiten der Verb erlichen Betrieb". 3 eritellung und Erhalt Entwicklung des 3 Euerlichen Betrieben E t Baeuer Darmi en Kontingentierung r 0,42 Settar entfal egend in Kleinbetrie ie gemeinjame Verja htungstunde und der erialrat Dr. Nillasinderzucht mit besond erhältnisse". Das 3 and gehaltenen Rin Rind in erster Linie endet werden muß. 2 eistung und befriedig schloß sich eine Vor ndter Arten und f die von Geheimrat Dr. Ernst- München Gebiet der Aufzuchttra einer halben Milfie Ibteilung beschäftigte r Wrede- Lüzlow mil erfordern die derzeitig tschen Bauernbetriebe ob es unter den he ternbetrieb durch te zu sichern. Land vor, daß der süddeut Landwirtschaftsbetri rhältnissen leide und Sende Anderungen du ingsversammlungen unter Leitung von besitzer Secretan- Hohen u nach betriebswirti Sortenwahl sei die Hau n Obstbau. Vom all nlandsmarkt das ga zeugnissen versehen ,, Die Umstellung " erörterte Oberstudio mlung. r Herbsttagung ihren! Der Vizepräsident rr D. Keudell- Wa lung mit einem Rid anderausstellung in nd um die Absatzförder e gehe es nicht mehr und ohne Mitwirkung h, Auslandsware zu Ware preiswürdig e zur Erhaltung der L und Grundpfeiler für deutschen Volkes we orell erwiderte bar Jerung der Landwirti jchen Kammerpräsiden Jiefe über die Wan änzungswahlen zum Oppen- Dannenwalde gewählt. Für die ungen wurden beschlo bisherigen Vorbereitung Ausstellung 1933 foll agung 1932 ist für D Can schloß sich ein Bo chaftskammer für e mstadt, über Stand n Verhältnisse in s zig Jahre". Obwohl vorwiegend in bäuerli rtschaft in den letzten f ergebnisse der Land gen der praktischen gemacht. Nach den gszeit habe Heffen eine ch über dem Reichs r die Viehzucht. So Ceistungen auf. 3m ne planmäßige Gorte certifierung und Abfa e für den Weinbau S Genossenschaftswefens aftliches Bildungsw Samstag, den 19. September 1931. Lokales. Sonntagsgedanken. Es gibt Menschen, die immer gütig sind, ob ihnen die Sonne lacht oder ob Sorgenlast sie drüdt; auf Schritt und Tritt strahlen sie Milde aus, sie wissen überall zu helfen in Wort und Tat. Aber die Zahl dieser Gütigen ist klein. Die Zeit hat so viele rauh gemacht und hart und herzlos. Sie können Menschen in Leid oder Betrübnis sehen, ohne Mitleid zu haben. Sie würden am liebsten ihren Mitmenschen die Luft noch vorenthalten, wenn es in ihrer Macht stünde; sie ärgern sich, wenn es ihrem Nachbar besser geht und freuen sich oft noch, wenn sie von einem Leid ihres Nächsten erfahren. In der Regel sind solche Menschen aber noch sehr empfindlich, ja feinfühlig gegenüber jedem Wort aus fremdem Munde; sie selbst aber verwunden mit ihrer Zunge alle, die ihr böses Wort erreicht. Wie viel Liebe und Güte könnten wir spenden, gerade jetzt in dieser schweren Zeit. Ohne Mühe und Opfer könnten wir jeden Tag und jede Stunde ein ,, Vergelts Gott" sammeln und anderen Menschen einen Strahl der Sonne bringen. Ein gütiges Wort findet auch heute noch einen guten Ort. Schenken wir davon doch jedem, den das Leben in unsere Nähe führt. Ein gutes Wort wird weiter getragen und hat in der ärmsten Hütte schon einen Niedergedrückten aufgerichtet, Friede dorthin gebracht, wo Unfrieden war. Auch wenn wir streng sein müssen, kann aus warnenden Worten noch Güte sprechen. O wir schön wäre es doch auf dieser Welt, wenn jeder in seinem Kreise mit Liebe und Güte wirken würde, dann gäbe es viel weniger Zank und Streit, Haß und Neid, Ausbeutung und Betrug. Wenn wir jede üble Laune unterdrüden und jedem Wort Spitze und Schärfe nehmen würden, dann würde auch bald ein anderer Geist in den Kreis deiner Umgebung kommen. Schau nur einmal hin, welche Wunder oft gütige Menschen wirken können. Der Sontagsschreiber. Kindererholungsfürsorge. des Hessischen Landesvereins für Innere Mission. Seit Jahren beteiligt sich der Hessische Landesverein für Innere Mission an der Kindererholungsfürsorge. Während er bisher in geringem Umfange erholungsbedürftigen Kindern sechswöchentliche Solbäderkuren in Bad- Nauheim zu ermäßigten Preisen vermittelte, führte er in diesem Jahre erstmalig in Verbindung mit den Evangelischen Kreiswohlfahrtsdiensten in gröBerem Umfange Kindererholungsturen durch. Trotz der schon vorgerüdten Sommerzeit gelang es, aus den Städten Darmstadt, Offenbach, Worms und Gießen, und aus den Kreisen Alzey und Groß- Gerau 47 Mädchen und 37 Buben für 4 Wochen Erholungsaufenthalte in den Kreisen Bensheim, Dieburg, Heppenheim, Lauterbach, Schotten und Alzey zu vermitteln. Die Familien, größtenteils bäuerliche, nahmen die Kinder ohne jegliche Entschädigung auf. Wohl halfen die Kinder in Haus und Feld, jedoch geschah dies aus freiem Antrieb. Die gesammelten Erfahrungen, sowohl auf seiten der Familien, die Kinder aufge= nommen hatten, als auch bei den Kindern, ermuntern, diese Art Kindererholungsfürsorge zu pflegen, zumal die Kommunen durch ihre finanzielle Lage gezwungen sind, auch auf diesem Gebiete Einschränkungen vorzunehmen. * Zunahme der Wohlfahrtserwerbslosen in Hessen. Im Volksstaat Hessen sind nach den neuesten Ermittlungen des Hessischen Landesstatistischen Amts die von den Arbeitsämtern an= erkannten, bei den Bezirksfürsorgestellen gezählten Wohlfahrtserwerbslosen von 27 007 im Vormonat auf 28 095 am 31. Auguſt gestiegen. Von dieser Zahl entfallen 17 048 allein auf die fünf größeren Städte( gegenüber 16 629 im Vormonat). * Das hessische Naturschutzgesetz kommt. Der hessische Finanzminister hat im Einvernehmen mit dem Minister des Innern und unter Zustimmung des Gesamtministeriums dem hessi= schen Landtag den Entwurf eines Naturschutzgesetzes vorgelegt. Das Gesetz zerfällt in folgende Abschnitte: A. Gegenstand und Umfang des Naturschutzes: 1. Schutz seltener und schonungsbedürftiger Tier- und Pflanzenarten; 2. Bestimmungen über Schmudreisig; 3. Naturdenkmäler und deren Umgebung; Schutz des Landschaftsbildes; 5. Naturschutzgebiete; 6. Sonstige Schutzgebiete für freilebende Tiere. B. Gemeinsame Vorschriften für Lächerlich? Von Frik Müller- Partenkirchen. Ich besige einen Aftendeckel; der ist überschrieben:„ Räuze". Manche sonderbaren Käuze haben meinen Weg gefreuzt: Was fie sagten oder taten, hab' ich unter diesem Aftendeckel aufgezeichnet. Alle sind darin geblieben, bis auf einen, den ich wieder rausgenommen habe. Ich lernte ihn schon auf der Schule kennen. Es war feiner von den allerersten. Aber seine Tüchtigkeit war unverkennbar. Zuverlässiger als er hat keiner den jeweils vorgeschriebenen Stoff bewältigt. Die und jene Gleichung zweiten Grades war zu lösen. Pöhlmann löste sie. Dies und das Kapitel war zu übersetzen. Pöhlmann hat es übersetzt. Dies und jenes Sprichwort galt's im Aufsatz zu beweisen. Pöhlmann hat's bewiesen. Einmal nur hat er versagt. Ein Aushilfslehrer stand am Pult und sagte:„ Schreibt in dieser Stunde einen Auffah." „ Irgend,, Was für einen, Herr Professor?" sagte Böhlmann. einen." - Pöhlmann fonnte es nicht fassen.„ Thema, bitte?" bohrte er von neuem. Selber wählen!" Pöhlmann wählte eine Stunde lang und- gab ein weißes Blatt ab. Nach der Schule war er mir entschwunden. Erst nach vielen Jahren blieb ich in dem Hause, wo ich wohnte, vor einem eben angeschraubten Namensschilde stehen: Böhlmann. Ob das jener Pöhlmann war, der Da ging die Tür auf.„ Der bin ich," nichte er und schaute drein wie damals, wenn der Lehrer uns ,, was aufgab". Ich gab ihm nichts auf. Da wurde er unsicher. Ich nahm ihn unterm Arm und scherzte:„ Weißt du noch die Aufsatzstunde mit dem leeren Blatte wie ich aus deinem Titel auf dem ,, Bei dem leeren Schilde sehe, ist es nicht dabei geblieben?" Blatte, meinst du? Nein, die dreißig Jahresblätter seither hab' ich vollgeschrieben."„ Nach Dittat?" fuhr's mir heraus. - ,, Gießener Zeitung" den Naturschutz. C. Straf- und Schlußbestimmungen. Das Ge setz wird voraussichtlich noch von dem gegenwärtigen Landtag behandelt. * Herbst- Pferdemarkt in Gießen. Am 30. September findet der Gießener Herbst- Pferdemarkt statt, mit dem wieder eine Prämiierung verbunden sein wird. Ueber 2000 Mr. stehen als Geldpreise zur Verfügung. Der Landwirtschaftskammerausschuß für die Provinz Oberhessen hat 300 Mt., der Hessische Landespferdezuchtverein 100 Mt. für die Prämiierung gestiftet. * Der Hessische Hauptverein des Evangel. Bundes teilt mit, daß die bekanntgegebenen provinziellen Mitglieder- und Abgeordneten- Versammlungen aus technischen Gründen verlegt werden mußten. Sie finden nunmehr statt am 1. Oktober in Mainz, am 2. Oktober in Gießen und am 4. Oftober in Darmstadt. * Aus dem Stadttheater. Als letzte Vorstellung im Sommer- Abonnement wird am morgigen Sonntag, den 20. September, das Schauspiel„ Alt- Heidelberg" von Meyer- Förster, unter der Spielleitung von Karl Vold, bei gewöhnlichen Sommerpreisen gegeben. Anfang 7 Uhr. * Haushaltungskurse für Mädchen. Der Verband der evangelischen weiblichen Jugend in Hessen will in seinem Erholungsheim Orbishöhe in Zwingenberg zwei sechswöchentliche Haushaltungskurse veranstalten, von denen der erste vom 1. November bis 15. Dezember 1931, der zweite vom 15. Januar bis 1. März 1932 laufen soll. Der Preis für Wohnung, Verpflegung und Lehrgeld beträgt wöchentlich nur RM. 15.-. Anfragen an Frl. Elisabeth Bahlburg in Zwingenberg( Hessen), Erholungsheim Orbishöhe. Absage der Berliner Reichsschulmusikwoche. Infolge der wachsenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten wird die für die Zeit vom 5.- 10. Oktober d. J. geplante Reichsschuimusikwoche verschoben. Gesundheitswesen. Ein neues Nährmittel für Zuckerkrante. Wie man aus der von Noordenschen Klinik hört, ist endlich ein zuderartiger Stoff gefunden worden, der auch vom Zuderfranken vertragen wird. Mit dem heute vor 10 Jahren von den amerikanischen Forschern Banting und Best in Toronto entdeckten Insulin fonnte man zwar das fehlende Hormon der Lauchspeicheldrüse ersetzen; aber ein Zuderersatzmittel, das der Diabetiker ohne die Gefahr einer Krankheitsverschlimmerung zu sich nehmen fönnte, gab es bisher nicht. Dabei hatte er doch geradezu einen Heißhunger nach den verbotenen füßen Speisen. Diese neue zuckerähnliche Substanz soll süß schmecken und ist, was die Hauptsache bedeutet, für den Diabetiker genau so nahrhaft wie für den Gesunden der gewöhnliche Zuder. Einem wie groß Bedürfnis dieser neue Zucker für den Diabetiker, der den Namen Sionon trägt, entgegenfam, beweist der Umstand, daß, als einmal die ärztliche Wissenschaft den Wert dieses Präparates erfannt und es dem Patienten vermittelt hatte, dieser Sionon als Zuckerersatz für alle möglichen Speisen verwandte( Kuchen, Lessert, Süßspeisen). Jetzt gibt es auch Sionon- Pralinen und Sionon- Schokolade. Der Diabetiker darf sich also die Genüsse, die er bisher so schmerzlich entbehren mußte, gefahrlos wieder erlauben. Sind Sie grippefest? Seitdem gegen Kriegsende und in der ersten Nachfriegszeit die Crippeepidemie, von Spanien fommend, ihre Opfer forderte und mit jenen heftigen Erscheinungen auftrat, die vorher kaum befannt waren, sind wir in feinem der folgenden nassen Winter und Frühjahre ganz von ihr verschont geblieben. Wahrscheinlich ist die Lurchseuchung der Bevölkerung so stark, die Zahl der Bazillenträger so groß, daß sich hierdurch das jährlich neue Aufflammen erklärt. Die Zahl der Grippefälle hat gegen früher nicht abgenommen, aber die Art der Erkrankung ist milder geworden. Seltener sind lebensbedrohende Komplikationen, seltener sind vor allem die seinerzeit so gefürchteten Nachfrankheiten wie die sogenannte Grippe- Schlafsucht, die zu traurigen nervösen und seelischen Störungen geführt hat. Heute hat die Grippe mehr den Charakter einer Berufsleben und Wohlbefinden störenden Erkältungskrankheit, die manchmal mit fieberhaften Erscheinungen auftritt und dann Bettruhe erfordert. Dennoch ist die Infektionsgefahr eine so große denn jeder Raum, in dem mehrere Menschen zusammen sind, beherbergt die Erreger in Reinkultur daß allgemein vorbeugende Maßnahmen nötig sind. Hierzu eignen sich in erster Linie die Panflavin- Pastillen, die man langsam im Munde zergehen lassen soll und deren bazillentötende Wirkung jehr nachhaltig ist. Er wurde rot:„ Ich bin nun einmal so. Ich brauche jemand über mir, der sagt: Das wird gemacht. Unter uns, Verehrter: Die bereit sind, über sich Gesetze aufzuhängen, sind die schlech ,, Ich weiß es," sagte ich ernst, das Gerüst des testen nicht." Das schöne Deutschland - DAS ALTE DOMKAPITEL SCHLOSS IN ALLENSTEIN. " Staates sind sie, ohne sie bricht er zusammen." Sage mal, rätst du du warst doch unser bester Rechner in der Klasse mir, mein Leben zu versichern?" ,, Ein wenig spät. Doch nie zu spät für jemand, der es ernst meint, von den Seinen Kummer Frau und Kinder, eine Mutter, abzuhalten. Du hast eine Schwester- ja, das waren alle." ,, Alle? Hast du dich Nr. 75. Aus Nah und Fern. Wiesed. Herr Karl Dorfeld, Besitzer der„ Karlsruhe", fonnte gestern in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag feiern. Langgöns. Morgen feiert unsere evangelische Kirchengemeinde ihr 400. Reformationsjubiläum. Aus diesem Anlaß findet ein Festgottesdienst, ein Festspiel und ein Gemeindeabend im neuen Gemeindehaus statt. Kirchgöns. Unsere Gemeinde hat sich entschlossen, ein Kriegerdenkmal zu Ehren ihrer im Weltkriege gefallenen Söhne zu errichten. Es soll auf dem nach der Hauptstraße zu gelegenen Teile des Schulhofes erstellt werden. Grünberg. Für die zweite Beigeordnetenwahl wurde nur ein Wahlvorschlag auf den Namen des Metzgermeisters Karl Böß abgegeben, wodurch dieser als gewählt gilt. Melsungen. Wildernde Hunde überfielen nachts eine Schafherde und töteten ca. 15 der wertvollen Tiere. Bad Nauheim. Das Verkehrsamt der Kurverwaltung teilt mit, daß bis zum 17. Sept. 1931 der Gesamtbesuch 28 154 Gäste betrug, darunter waren 5067 Ausländer. Anwesend sind z. 3t. 2633 Gäste. Niederofleiden. Die noch vor einigen Tagen geplante und vom hessischen Ministerium für Arbeit und Wirtschaft bereits genehmigte Stillegung des großen Steinbruchsbetriebs der Mitteldeutschen Hartsteinindustrie fonnte verhütet werden, da dem Betrieb in den letzten Tagen aus dem Arbeitsbeschaffungspro= gramm der Reichsbahn Aufträge auf Steinlieferungen erteilt werden konnten. Der Betrieb wird daher bis auf weiteres in der bisherigen Weise fortgeführt. Schotten. Für das qualitativ sehr hochstehende Vogelsberger Rotvieh findet hier heute und morgen, veranstaltet durch den Kreisrinderzuchtverein, eine Bezirkstierschau statt, mit der eine Prämiierung der gemeldeten etwa 100 Tiere verbunden sein wird. Tumulte in der Stadtverordnetenversammlung. Offenbach a. M. In der letzten Stadtverordnetenversamm lung fam es zu Tumulten auf der Tribüne, so daß sich der Oberbürgermeister schließlich veranlaßt sah, die Tribüne räumen zu lassen. Mainz. Der Vorstand des Deutschen Weinbauverbandes hat nunmehr endgültig beschlossen, seine Geschäftsstelle von Karlsruhe nach Mainz zu verlegen. Die Uebersiedlung erfolgt zum 1. April 1932. Worms. Am Mittwoch abend stellte die Polizei im sogenannten ,, Wäldchen" bei Worms die Anwesenheit von etwa 100 Mitgliedern der K.P.D. fest, die Bewegungsübungen nach Kommando und Pfeifensignale ausführten. Die Polizei nahm eine Durchsuchung aller Beteiligten vor; wer sich nicht einwandfrei ausweisen konnte, wurde sistiert. Wetzlar. Diebe drangen nachts in die Jugendherberge ein. Am folgenden Morgen mußten die Herbergsgäste, Studenten und Schüler, feststellen, daß ihre, in einem Nebenraum abgelegte Kleidung, restlos verschwunden war. Bahnbau Haiger- Breitscheid. Haiger. Um nochmals die Rentabilitätsmöglichkeiten des schon lange geplanten Bahnbaues Haiger- Breitscheid zu prüfen, sind gegenwärtig entsprechende Erhebungen im Gange, daraus fann auf eine baldige Inangriffnahme der Bauarbeiten aber nicht geschlossen werden, so sehr im Interesse der Arbeitsbeschaf= fung für das große Heer der Arbeitslosen im Dillbezirk eine baldige Aufnahme der Bauarbeiten zu wünschen ist. Biedenkopf. Ein junger Mann geriet mit der Hand in die Kreissäge. Dem Unglüdlichen wurde die Hand völlig abgerissen. Frankfurt. Ein 20jähriges Mädchen ließ sich Donnerstag durch einen von Limburg kommenden Personenzug überfahren. Die Personalien der Toten konnten noch nicht festgestellt werden. Aschaffenburg. Hier sind außerordentlich niedrige Obstpreise zu verzeichnen. Erstklassiges Tafelobst wurde bereits zu 2 RM. per Zentner angeboten. Ein siebenbürgisches Dorf abgebrannt. Bukarest, 18. 9. Die kleine Ortschaft Sarmizegetusa in dem siebenbürgischen Komitat Hunyad ist durch eine Feuersbrunst zerstört worden. Dem Brande fielen 35 Gebäude zum Opfer. Der Schaden beträgt viele Millionen Lei. ,, Nicht so sehr. Wich haben andre: Gute nicht selber?" Freunde haben mir geraten, einen Teil Erspartes in ihr Unter" Ich weiß, nehmen reinzuſteden, und nun weiß ich nicht Böhlmann: Lasse dich versichern." Natürlich tat er dann das andre: er war einer von den vielen, die erst fragen, wenn sie alles unterschrieben haben. Ebenso natürlich hat er dann dies Geld verloren: die Freunde hatten ihn hereingelegt. Später tat's ihm ein Erfinder an. Ich erfuhr's erst, als er mich befragte:„ Meinst du nicht, ich hätte besser dich versichert, ja, das meine ich."„ Ich wußte ja, du bist ein guter Rechner, also dann das nächste Mal." Das nächste Mal die Erfindung war inzwischen längst ,, erledigt" ließ er sich in Aftien ein. Goldsichere" natürlich „ Lieber Pöhl und ,, mit ungeheuren Chancen", wie er sagte. mann," sagte ich, eins oder's andere beides miteinander gibt es nicht du bist auf dem Holzweg." Ich bekam dann wörtlich recht: Die Aftien, aus Holzpapier gefertigt, wurden wieder was sie waren: Holz. Klagend, jammernd fam er angezogen:„ Dreimal hab' ich nun das Thema selbst gewählt ,, Lieber Pöhlmann, Themen selber wählen darf nur eine Handvoll Menschen: Führer. Wir sollten uns be scheiden, unsre Arbeit schlicht zu tun und uns von Leuten, die ihr Fach verstehen, führen nicht verführen zu lassen." Lebensversicherung sei's nicht zu ,, Also meinst du, zu einer Wohin Spät?" fagte er zaghaft.. 3u was gutem ist es nie zu spät fomm, ich begleite dich." du bist doch kein Agent?" ,, Ein Agent des gefunden Menschenverstandes, und im übrigen dein alter Kamerad „ Ist es- jetzt fomm." nicht ein ?" jetzt noch „ Lächerlich war es- wenig lächerlich zum drittenmal, Böhlmann: fomm!" Er fam wirklich, ward versichert und zwei Jahre später raffte ihn ein Unfall fort. Die Seinen haben unsere letzte Disfussion erfahren. Wenn ich ihnen später dann und wann begegnete, haben wir uns zugelächelt: Lächerlich? Samstag, den 19. September 1931. Steuerliche Hilfe für Unwettergeschädigte. Die Hessische Handwerkskammer hat bei den in Frage kommenden Regierungsstellen darum nachgesucht, daß den Handwerkern in den Unwettergebieten die gleichen Erleichterun gen zugebilligt werden, wie sie für die Landwirtschaft vorgesehen sind. Der hessische Finanzminister hat hierauf folgende Ant. wort erteilt: ., Meine vorläufigen Anordnungen über die Entrichtung der Landessteuern von Landwirten sind in der ausge sprochenen Absicht getroffen, Zeit für eine genauere Schadenfeststellung zu gewinnen. Da der Staat nicht auf längere Zeit auf jegliche Steuereinnahmen verzichten kann, verbietet sich die Ausdehnung der allgemeinen Stundungsanordnungen auf solche Steuerpflichtige, die nicht im Hauptberuf die Landwirtschaft betreiben. Andererseits bleibt es aber jedem Steuerpflichtigen unbenommen, Einzelantrag auf Steuerstundung bei dem zuständ. Finanzamt bei Vorliegen hinreichender Gründe zu stellen. Ich möchte annehmen, daß die für die Landwirtschaft getroffenen Anordnungen mittelbar auch dem ländlichen Handwerk zu gut kommen, insofern, als den Landwirten, da sie nunmehr von dem Druck der sofortigen Steuerzahlungen entlastet sind, eher Mittel zur Verfügung stehen, um ihre Handwerkerrechnungen bezahlen zu können." Tilly Dor Werben ( Bur Erinnerung an den 8./9. Juli 1681.) Die Einnahme und Zerstörung Magdeburgs im Mai 1631 war für den Schwedenkönig Gustav Adolf ein so schwerer Schlag gewesen, daß er glaubte, sich deswegen vor der Deffentlichkeit in einer besonderen Flugschrift verteidigen zu müssen. Andererfeits verkannte auch der Sieger Tilly nicht die Nachteile, die ihm aus der Zerstörung der reichen und mit ungeheuren Borräten versehenen Stadt für die Verpflegung seiner eigenen Truppen erwachsen mußten. Dazu kam, daß Gustav Adolf, gestützt auf die brandenburgische Festung Spandau, die sich ihm am 10. Juni geöffnet hatte, bedrohlich nach Süden vorrückte und bei Werben am rechten Elbeufer unweit der Havelmündung ein festes Lager beziehen konnte, das ihm zwischen Elbe und Ostsee, Havel und Spree eine gewaltige, fast unbezwingliche Stellung bot. Um nun nicht seinen hart erkauften Stützpunkt Magdeburg plötzlich wieder preisgeb.n zu müssen, sah sich Tilly zur Einstellung seines Vormarsches nach Süden und zur Angriffs= Tillys Wagenburg vor Werben. ( Nach einem zeitgenössischen Stich.) schwenkung gegen die Schweden gezwungen. Anfang Juli kam er vor dem Lager Werben an, und hier war es, wo ihm an Abend des 8. Juli eine Zigeunerin warnte, den Schwedenkönic anzugreifen, wenn er nicht selbst seinen Stern der Unbesiegbarkeit zerstören wolle. Tilly hielt die Zigeunerin für eine im Schweden. solde stehende Spionin, verhöhnte sie und ließ sie überdies aus peitschen. Dann erteilte er für den folgenden Tag den Besch zum Angriff, der mit einer schweren Niederlage für die Kaiser lichen endete, so daß Tilly eine Rettung seiner Truppen nur nod in einer sofortigen Loslösung von dem gegnerischen Lagu sah Aber die Warnung der Zigeunerin begann sich furchtbar zi erfüllen: der Niederlage von Werben folgte die Katastrophe vor Breitenfeld am 17. September, die Tillys Feldherrnruhm ver nichtete wie sie den Gustav Adolfs strahlend emportrug, und e foigte die Niederlage am Lech mit der schweren Verwuncung Tillns. der er dann zu Ingolstadt am 4. April 1632 erlag Generalvertreter für neuartigen und leichtverkäuflichen 20 jähriges Mädel, aus g. Familie, erfahr. in sämtl. Hausarbeit, fitcht Stelle, gl. welch. Art. Ang. u. G. 3.2951 Elektrobesen und Staubsauger, an unf. Geschäftsstelle. deutsches Fabrikat, höchster Ratenpreis unt. RM 100, unübertroffene Verdienstchancen sofort gesucht Herren, die in der Privatkundenbranche Einj.- Abitur Institut Boltz- Ilmenau, Thur. Erfahrungen und Verkaufserfolge haben, ber 1000 bewerben sich an: Verkaufsdirektor H. J. Schulte, per Adr. Geschäftsstelle dieser Zeitung. Für den Vertrieb eines leichtverkäufl. bill. patentierten Haushaltartikels allerorts Grundverkäufliche stücke m. Jenauen Bez schreibungen u. vollstand. Adressen fostenlos v. Eigene Scholle, Berlin SW. 68. 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Nach dem Schälen folgt das Tiefpflügen; letzteres hat für Roggen und Weizen zeitig zu geschehen, damit sich das Land noch gut saden kann, sonst Gefahr des Auswinterns. Gerade hier werden oft schwere Fehler gemacht, die der Landwirt dann bitter büßen muß. Je leistungsfähiger die auszusäende Saat ist, desto besser wird die Düngung ausgenützt und desto mehr muß der Pflanzenernährung Rechnung getragen werden. Stickstoff, Phos= phorsäure und Kali, evtl. als Volldünger in Form von Nitrophosta in einem einzigen Arbeitsgang gegeben, wirken sich günstig, sowohl in Qualität als auch Quantität der anzubauenden Frucht aus. Bei den beiden letztgenannten Nährstoffen ist keinerlei Auswachsungsgefahr vorhanden, anders liegen die Verhältnisse beim Stickstoff. Eine Stidstoffdüngung in großen Mengen kommt nach den Erfahrungen der Praxis und besonders nach den wissenschaftlichen Ergebnissen von Professor Dr. Schneidewind nur in Frage auf tiefgründigen, besseren und schweren Bodenarten und zwar hier speziell für Weizen, wo dieser leicht befällt; hierbei verdienen besonders ammoniakhaltige Dünger den Vorzug. Auf allen leichteren Böden, besonders solchen mit ungünstigen Witterungsverhältnissen, darf eine Stickstoffherbstdüngung nur in kleiner Menge erfolgen( Kalkoder Natronsalpeter) und auch nur dann, wenn es notwendig ist, die Pflanzen für den kommenden Winter zu kräftigen. Der Stickstoff muß dann im kommenden Jahre zu Beginn der Vegetation gegeben werden. Der Fehler, der hierbei gemacht wird, ist stets der, daß die Düngemittel auf diesen Boden im Frühjahr zu spät verabfolgt werden, so daß sich dann Verbrennungs( Verdurstungs-) erscheinungen beim Getreide beim Eintreten der Trockenheit bemerkbar machen können. Umstellung der sommerlichen Viehhaltung auf Weidegang. Von Dr. P. Lieb, Landwirtschaftslehrer u. Tierzuchtinspektor. Die Verfütterung von Kraftfutter an Milchtiere wird für viele landwirtschaftliche Betriebe aus rein finanziellen Gründen für den kommenden Winter nicht, oder aber nur in geringen Maßstabe, in Frage kommen. Die Menge der zur Verfügung stehenden Rauhfuttermittel aus dem ersten Schnitt ist meiji recht befriediegend, die Qualität des zweiten Heuschnittes läßt allerdings durch die ungünstige Herbstwitterung vielfach zu wünschen übrig. Das Futterstroh ist durch andauernden Regen während der Getreideernte fast durchweg für Fütterungszwecke unbrauchbar. Um die Futtervorräte zu schonen, bezw. mit der Winterfütte= rung möglichst spät zu beginnen, ist dem Viehhalter dringendst zu raten, sein Vich möglichst lange auf Weide zu geben. Wo der Weidegang noch nicht eingeführt ist, muß das Vieh jetzt hinaus auf Weide bezw. auf die abgemähten Wiesen, die meist noch recht guten Bestand aufweisen. Dabei hat sich, wie auch in den Vorjahren, immer wieder gezeigt, daß mit Stickstoff gedüngtes Grünland, also Wiesen und Weiden, gerade jetzt im Herbst, wo das Pflanzenwachstum sonst nachläßt, ein noch freudiges Wachstum zeigt und recht gehaltvolles, besonders eiweißreiches Futter liefert, welches die Milchbildung außerordentlich günstig beeinflußt. Eine gute Wiese oder Weide muß auch im Herbst und Winter grün und nicht grau aussehen. Solchem Grünland fehlt es an genügend Stidstoff, den zu geben, im Verlauf des Sommers verabsäumt wurde. In der landwirtschaftlichen Praxis noch verhältnismäßig wenig eingeführt ist die Herbstdüngung des Grünlandes, besonders mit leichtlöslichem Stidstoff, wie wir ihn im Kaltfalpeter und auch in Nitrophosta vorfinden. Versuche haben ergeben, daß gerade die Stickstoffdüngung in den Spätsommer- Monaten dazu beiträgt, frühzeitig Grünfutter zu erzeugen. Dadurch wird die Pflanze befähigt, Kraftreserven in Heizi Nr. 75. ihren unterirdischen Pflanzenorganen abzulagern, die ein frühzeitiges Austreiben gewährleisten. Frühes Grünfutter jedoch bedeutet eigen erzeugtes Eiweiß und auch Entlastung an Kraftfuttermitteln in dieser schweren Zeit. Neue Bücher. „ Hessenland". Monatsschrift für Landes- und Volkskunde, Kunst und Literatur Hessens in Verbindung mit Fachberatern, herausgegeben von Dr. C. Hizeroth, Verlag N. G. Elwert in Marburg( Lahn). Heft 8 bringt mehrere Aufsätze über Eschwege und über Wolfhagen, das seine 700- Jahrfeier begehen konnte. Aus dem sonstigen Inhalt sei erwähnt, dex. Artikel von K. von Baumbach über Kirmesgebräuche in Oberhessen und die Würdigung des verstorbenen ehemaligen Oberbürgermeisters von Marburg, Ludwig Schüler. Heft 9 bringt vor allem den Vortrag von H. Möbius über Geschichte und Aufgabe der Vorgeschichtsforschung im ehemaligen Kurhessen. Die Lebensschicksale des ,, Wolgadeutschen" Joh. H. Fuchs werden zu Ende geführt. Dr. Becker würdigt die Vortragsreihe ,, Südwestdeutschland" als Kultur- und Wirtschaftseinheit. Weitere Beiträge vervollständigen den Inhalt. - Eine originelle Jdee. H. R. Berndorf arbeitet an einer neuen Idee. Er schreibt Dumas' Romane neu feine Bearbei tung, sondern ganz neuerzählt für uns Menschen von heute. Der erste Roman ,, Der Reiter am Kreuzweg"( Verlag Died& Co., Stuttgart) benutt Motive aus Dumas ,, Denkwürdigkeiten eines Arztes" und ist besonders reich an Erlebnissen und Spannung. Der Roman erscheint Anfang Oktober. So kämpft die Kriminalpolizei! Der Stuttgarter Polizeipräsident Klaiber schrieb soeben das Vorwort zum neuen Buche ,, Mord und Totschlag. Die Polizei greift ein" von Dr. jur. Curt Elwenspoek, dem bekannten Chronisten des Schinderhannes. Das Buch( Verlag Died& Co., Stuttgart) zeigt an Sand unzähliger praktischer Fälle aus den Akten der großen Kriminalzentren zum erstenmal für weitere Kreise den Kampf der Kriminalpolizei mit dem Verbrechertum, wie er wirklich ist. Es erscheint Anfang Oktober. Eine schöne deutsche Kunstzeitschrift. Mit einem imposanten Eröffnungsheft beginnt der neue Jahrgang der bekannten Münchener Monatsschrift Die Kunst", Verlag F. Bruckmann A.G. München. Das glänzend ausgestattete Oftoberheft, das jederFreund der Künste und schöner Dinge mit hohem Genuß durchblättern wird, zeigt uns in vorzüglichen Abbildungen Werke der Malerei und Plastik aus dem Folkwang- Museum in Essen. Unter den Plastikern erfährt das Schaffen des Bildhauers Johannes Knubel eine ausführlichere Würdigung. Eine Bildauslese führt uns in die Lübecker Ausstellung ,, Die Ostsee im Bilde der Gegenwart" ein. Ferner sind neue Wohnhausbauten, Räume, Möbel und Hausrat, Beleuchtungskörper, die Blume im Raum, Tafelgeschirr und Gläser, Gartenkunst, neue Tapeten usw. reich vertreten. Insgesamt enthält das Heft 75 große Bilder und Kunstbeilagen mit interessantem beschreibendem Text; es ist durch jede Buchhandlung erhältlich. - Freunde aus aller Welt, so nennt Felix Salten seinen neuesten Roman es ist der Roman eines zooligischen Gartens. Mit nicht zu überbietender Einfühlungskraft hat er hier das Leben der Tiere, Glück und Leid der Vierbeiner aus aller Welt geschildert. Felix Saltens neuer Roman erscheint in der ,, Süddeutschen Sonntagspost". Die Woche" telephoniert mit Chikago. Das neue Heft bringt ein ebenso amüsantes wie ausschlußreiches Telephongespräch mit dem Ozeanflieger Wolfgang von Gronau, der über Grönlands Gletscherwelt jetzt wieder nach Chikago flog. Jm gleichen Heft beginnt die Artikel- Reihe:„ Als Spez" in Rußland". - Unsere Zeit strebt nach Höchstleistungen, nach Rekorden im gesamten internationalen Wettbewerb dem wirtschaftlichen, geistigen, sportlichen. Dies hat eine neue auf exafter Grundlage beruhende Wissenschaft entstehen lassen, die man als Leis stungskunde bezeichnen kann. Eine solche Stätte der Forschung befindet sich in München. Ueber dieses Institut bringt die neueste Nummer der„, Münchener Illustrierten Presse"( Nr. 28) einen sehr interessanten Aufsatz. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Das von vielen Vereins- und Verbands- Rechnern als ganz vorzüglich beurteilte Universal- Verbands- und Vereinskassebuch von mir ausgearbeitet wird in jeder gewünschten Stärke geliefert. Die Anschaffung für das kommende Jahr ist jetzt zu empfehlen. Der Rechner weiß zu jeder Minute, was er eingenommen hat an Mitgliedsbeiträgen, Eintrittsgeldern, von Veranstaltungen usw. usw. und was er ausgegeben hat für Bundes- und Berbandsbeiträge, für allgemeine Verwaltung, für Reisespesen, für sonstige Vergütungen, für Beranstaltungen, für Anschaffungen, Reparaturen, für Unterstützungen, Steuern usw. usw. Am Jahresschluß genügt der Abschlußstrich, die einzelnen Spalten zusammengezählt, die Endzahlen der Ausgabespalten von denen der Einnahmespalten oder umgekehrt abgezogen. Das ist eine Arbeit von nur wenigen minuten und der Rechner ist allen mühseligen und zeitraubenden Sonderaufstellungen enthoben. Geschäftsbücherverlag Albin Klein, Gießen, Südanlage 21 Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken Union Union Billigster und bequemster Brennstoff Briketts Ericheint Bezugspreis 2,40 sedaktionsschluß früh& adung nicht verlang 44. Jahrg. Nolitifa Der Reichspräsiden fanzöfifchen Botschafte fenes Beglaubigungssch Da Herren der Umgebu St. von Bülow teil, Am Dienstagvormi nag den Reichstagsprä Forbereitung der parla 3 diefer Unterredung mie vorgesehen, am 13. Im Wirtschaftsauss gliche Aufrellung des Denproblems durch den Collijn statt. Der Bölkerbundsro getreten, um über den um Eingreifen in den handeln, Auf die Einladung Beratungen über de jahres teilzunehme wn anderen, in der E de Kürze der Frist es b treter nach Genf zu ent Die türkische Regio Folterbundsausschuß zu trilzunehmen. Zum Ve Bern ernannt, Bei der Finanzabt Dienstag die Mitteilu und Italien die Za nollen, Der hessische Mir heffen- Bauer" auf die Der Landesparteit den hefjischen Landtag Dr. Adelung und In Die jächsische Reg digte Sparnotverordn Der Aeltestentat pitige Einberufung d Die Aenderungen tner Schnittbreite vo Rinichnitt und andere norden. Die Aenderut Die Verhandlungen in Ruhrbergbau sind b Die Bereinigten e Sitte, haben einen Stil Drahtstraße gestellt be zum 6. Oftober gebe Nach den neuesten Sinister am Sonntago pa Dienstagvormittag Am Montag wurde 3hnet, durch das die Srozent, jene der höher zt werden. In offiziellen Kreis Grojbritannien in Ser hen, ohne daß sich sehr Staaten ergeben w Die Imperialbant Prozent erhöht. De Auguft in Kraft. Die Stadt Tidjan- ti nischen Truppen erob Aus Bergen wird ge rottet oder verjentt we rüdjahren tönne. Das Motorboot, usflug von Bortum atte, foll auf der Rüdf Die deutschen Ozea tugiesischer Begleiter af offenem Ozean con fgefunden und lebend Franzöfifche Baris, 22, Septemb Briands nach Berli e Devise dieses Bejuch the Wirtschaftszufan apital- Deutsche Ar alammenarbeit auf w cit franzöfifchen Kapit 21 würde, foll vorerit Peder Länder besproche