Nr. 65 Schiffahrtsgesellschaft erfall wurde am Freitag hrtsgesellschaft verübt. Die ben 12 000 Marf von der fier ins Gesicht und gaben Der Täter fonnten mit dem nden Auto, das später von Lucht ergreifen; ein driller Von den beiden anderen cher. er Zeit. Soeben erscheint Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. fe. 3m Spiegel des alten 44. Hahrg. er unserer Zeit"( Berlag W. 30), das unter den es eine besondere Stellung raphie Raabes, sondern eine Wirkung in unserer Zeit. Dadurch, daß es jeden Lejer oßen Unbekannten des deut e, bringt.( Preis broschiert Lungenleiden u. a., ihre Bolitische Rundschau. Frankreich hat von den Reparationsleistungen durchweg 52 Prozent erhalten. Das ist die Beteiligungsziffer, die ihm an allen Reparationen zugesprochen ist. Der Lombardsah der Reichsbant ist mit Wirkung vom 19. August ab um 3 v. 5. auf 12 v. 5. ermäßigt worden. Der Dis erzmuskelschwäche, Aderver tontjag ist unverändert mit 10 v. H. beibehalten worden. tige Verlängerung des 100- Millionen- Dollar- Rediskont- Krevites liegt noch keine Entscheidung der Zentralbanken Englands, Frankreichs, Ameritas und BJ3. vor. Ueber die gleichfalls von Deutschland verlangte sechsmona. med. Felix Walzer. Preis Hannover. Werden infolge ungen an das Herz Anjor Fähigkeit desselben überstei An langfristigen Auslandsanleihen hat die deutsche öffent: man allgemein als„ Herzliche und private Wirtschaft seit der Stabilisierung insgesamt Budh schildert der bekannte etwa 9 Milliarden RM. aufgenommen. rjájiedenen Untersuchungs ihrlichen Herzschwäche, geht tzkranken am bekömmlichsten Praxis oft mit Erfolg er erheilung führen sollen. ne allgemein verständliche des Arbeitsrechts von Rid rg, Vorsitzender beim A RM., geb. 1,75 RM. Ver urg 11, Rödingsmarkt 75.teressiert. Ein Buch, das in edem Nichijuristen leicht ver olche Fragen des Arbeits Tage praktisch werden. monatliche, vierzehntägige, iftündliche Lohn- und Ge Verordnung zur Sicherung 5. Juni 1931, sind in dem nnenstraße 181, erschienen. e Tabelle der vier Lohn nland. Die erstau Württemberg und Ho al- und Thermalquellen begünstigt. Den Erholungs unter obengenanntem Titel mit einer Uebersichtstarte Schwabenlandes ausgestattet en Einsendung von 8 Pfg. tenlos erhältlich vom Ver llern in Stuttgart- Haupt an Klein in Gießen stoff Union er zur se fährt? 1500.- bis RM 300.en von RM 600.- bis RM 10.Falle für Teilnehmer RM sie die Leipziger Herbst be die Namen der Firmen, die Formular, das kostenlos bei ezeichneten Geschäften und bel aufsstellen erhältlich ist. Wer die alt die Prämien. esse 1931: 3. September nstigungen und vorteil utscheinhefte durch das pzig C1, Markt 4 hen Vertreter Die Veröffentlichung der Verordnung über die Verlängerung der Steueramnestie zugleich mit den Durchführungsbestimmungen erfolgt voraussichtlich am Mittwoch. Die Beratungen des Reichskabinetts am Montag abend, die der schwierigen Lage der Gemeindefinanzen galten, waren mehr informativer Natur. Es sind noch keine bestimmten Beschlüsse gefaßt worden. Man hat lediglich die Vorschläge des Deutschen Städtetages durchgesprochen. Am Montag begannen im Reichsarbeitsministerium die Berhandlungen zwischen Vertretern der kommunalen Arbeitgeber und der kommunalen Arbeitnehmer, um eine Einigung über die Angleichung der Löhne der Gemeindearbeiter an die Reichsarbeiter herbeizuführen. Im Finanzministerium ist man bereits mit den Vorarbeiten für den Reichshaushalt für das nächste Jahr beschäftigt. Man nimmt jedoch an, daß der Staatsvoranschlag erst im November dem Reichstag zugehen wird. Die Verhandlungen über die Wiedereröffnung der Börse, die im preußischen Handelsministerium geführt wurden, haben zu dem Ergebnis geführt, daß mit der Wiedereröffnung der Börsen am 20. August nicht gerechnet werden kann. In würdiger Form fand am Montagnachmittag die Trauer: feier der Berliner Schußpolizei zu Ehren der beiden am Sonntag, den 9. August 1931, von fommunistischen Mördern erschossenen Polizeihauptleute Lent und Anlauf statt. Der ungarische Ministerpräsident Graf Bethlen wird Ende nächster Woche nach Genf reisen, um mit den anläßlich der Völkerbundstagung dort versammelten ausländischen Staatsmännern Verhandlungen über die finanzielle und wirtschaftliche Lage Ungarns zu führen. Nach einer Mitteilung der Telegraphen- Agentur der Sowjetunion aus Schanghai ist südlich der Provinz Schanghai ein Auftand gegen die Nanking- Regierung ausgebrochen. Der General Gongufu hat sich zum Oberbefehlshaber der Provinz Schansi aufgeschwungen. Eine Wiederaufnahme der Gehorsamsverweigerung gegen die indische Regierung dürfte nach Ansicht gut unterrichteter politischer Kreise in Bombay in Kürze zu erwarten sein. Ueber die Delfelder von Teras ist vom Gouverneur Sterling das Kriegsrecht verhängt worden, da die Lage infolge des erbitterten Konfliktes zwischen Staat und Delproduzenten über eine zeitweise Einschränkung der Produktion zur Stabilisierung der Preise sehr ernst geworden ist. Der Staat Ohio( USA.) wird von einer schweren Finanzfrise heimgesucht, die den ganzen Handel lahmzulegen droht. Vor allem hat dazu die am Montag erfolgte Schließung vieler Großbanken in Toledo beigetragen, die ein Kapital von 100 Millionen Dollar repräsentieren. Die Zahl der Todesopfer der Eisenbahnkatastrophe von Leoben hat sich von zwölf auf vierzehn erhöht. Die deutsche Fliegerin Marga von Egdorf ist am Dienstag früh in ihrem Junkers- Kleinflugzeug zu einem Fluge über Königsberg, Moslau und Sibirien nach Tokio ausgestiegen. Die Südamerikafahrt des Luftschiffes„ Graf Zeppelin" ist um drei Tage verschoben worden. Sie findet jetzt am 29. August statt. Ein Aufruf Hitlers an das Zentrum. Die Pressestelle der Reichsleitung der NSDAP. veröffentlicht im Völkischen Beobachter" einen längeren Artikel unter der Ueberschrift ,, Wahrheit und Klarheit", der in verhältnismäßig abgewogenen Worten an das Verantwortungsbewußtsein des Zentrums appelliert, sich dem ,, Volkswillen" nicht zu verschließen, der die Sozialdemokratie spätestens im Mai nächsten Jahres bündnisunfähig machen werde und die Regierung davon überzeugen müsse, daß die Spekulation auf ein Abebben der nationalsozialistischen Sturmflut fehlgeschlagen sei. Es würde also, so wird weiter ausgeführt, lediglich der Ausdruck einer Notwendigkeit sein, wenn die Zentrumsregierung Brüning, wie man behaupte, ihre Fühler nach rechts ausstrede, um das Terrain nach dieser Richtung hin zu sondieren. Wir Nationalsozialisten, heißt es danach weiter, können es uns leisten, die Problematik der Situation offen anzuzeigen und in aller Ruhe zu betrachten, ohne fürchten zu müssen, daß es uns als ein Annäherungsversuch ausgelegt wird. zu dem wir nicht die geringste Veranlassung haben. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 19. August 1931 Denn, wenn die Regierung Brüning etwa der Meinung sein sollte, daß der Ausgang des Volksentscheids einen psychologisch günstigen Zeitpunkt darstellt, um uns goldene Brüden zu bauen zum Eintritt in ein ,, Konzentrationstabinett", auf das wir feinen unserer Stärke entsprechenden Einfluß haben, um der deutschen Politit et lich die Wendung zu geben, die das ganz Bolf erwartet, dann würde sie die Lage falsch einschätzen. Die Voraussetzungen, die die NSDAP. an eine Regierungsbildung knüpft, und die sie von einer Regierung im Reiche fordern muß, an der sie führend beteiligt ist sind, bekannt. Die Kundgebung schließt:„ Alle politisch denkenden Köpfe im Zentrum werden sich wohl darüber einig sein, daß ohne die starken und vorwärtsdrängenden Kräfte, die sich heute leidenschaftlich zur Nationalsozialistischen Pariei bekennen, eine Wiederaufrichtung und Erneuerung der Nation undenkbar ist." Verlängerung von 5 Milliarden kurzfristiger Kredite. Basel, Der Bankausschuß hat die Verlängerung der furzfristigen Kredite an Deutschland, die hier jetzt mit mindestens fünf Milliarden Mark beziffert werden, um sechs Monate be= schlossen. Obwohl noch einige Einzelheiten ungeklärt geblieben sind, so hofft man doch, daß sehr schnell eine endgültige Einigung zustandekommen wird. 289 Millionen RM. Ausfuhrüberschuß. Die Einfuhr im Juli beträgt 538 Mill, RM.( von den ausgewiesenen 563 Mill. RM. sind rund 25 Mill. RM. als Ueberhöhung infolge der Lagerabrechnungen für bereits in vorangegangenen Monaten eingeführte Waren abzusehen). Gegenüber dem Vormonat ergibt sich demnach im Juli ein tatsächlicher Einfuhrrückgang um 69 Mill. Reichsmart, von dem etwa 40 Mill. RM. auf die Rohstoffe entfallen. Die Ausfuhr ist von 713 Mill. Reichsmart auf 792 Mill. RM. im Juli gestiegen; außerdem sind im Juli Reparations- Sachlieferungen im Werte von 35 Mill. RM.( Juni 33 Mill. RM.) ausgeführt worden. 350 Millionen Defizit in Preußen. In preußischen Regierungsfreisen rechnet man, der ,, D. A. 3." zufolge, für 1931 mit einem Gesamtfehlbetrag für den ordentlichen Etat in Höhe von 350 Millionen. Im preußischen Finanzministerium werden gegenwärtig neue Vorschläge für, wie es heißt, drakonische Sparmaßregeln ausgearbeitet. Diätenkürzung in Preußen. Berlin. Die preußische Regierung hat entsprechend ihrer früheren Ankündigung beschlossen, mit Wirkung vom 1. September an die Tagegelder für Dienstreisen von Beamten und die Uebernachtungsgelder um 10 Prozent zu kürzen. Ausgenommen von der Kürzung sind nur die den Beamten zu erstattenden Auslagen wie Fahrkosten und ähnliche Nebenkosten. Schwierige Finanzlage der Vereinigten Staaten. Washington. Die Staatseinnahmen haben in den Vereinig ten Staaten starke Einbußen zu verzeichnen. Allein die internen Einnahmen haben einen Rückgang von 600 Mill. Dollar aufzu= weisen. Die Gesamteinnahmen in dem am 30. Juni 1931 zu Ende gegangenen Rechnungsjahr betragen zufolge einer vorläufigen Verlautbarung des Schahamtes 2,428 Millionen Dollar. Die Einkommensteuer erreichte nur 1,860 Millionen Dollar, was einen Rüdstand von rund 550 Millionen Dollar bedeutet. Todesdrohungen gegen die Polizei. In der Suarezstraße in Charlottenburg haben unbekannte Täter auf den Fahrdamm folgende Aufschrift gemalt: ,, Schupos, schießt nicht! RFB. schießt wieder. Für jeden erschossenen Arbeiter 10 Schupos." von den Tätern fehlt bisher jede Spur. Die demoralisierenden Vergleiche. Eine bezeichnende Illustration zu den Mißständen, die das augenblickliche Vergleichswesen herbeigeführt hat, ist ein Brief, den die ,, Textil- Zeitung" vom 14. 7. mit Recht ,, niedriger hängt". Es handelt sich um ein Antwortschreiben eines Textilhändlers auf einen dringenden Mahnbrief seines Lieferanten. Das Antwortschreiben lautet: ,, Jhr Mahnschreiben habe ich erhalten. Ich teile Ihnen mit, daß ich im Hinblid auf die gegenwärtige Kriese gar nicht daran denke, voll zu bezahlen. Wenn Sie einverstanden sind, daß ich mir 60 Prozent abziehe von der Rechnung, sende ich Ihnen den Betrag sofort bar ein. Wenn nicht, tut es mir leid. Voll zu bezahlen, wäre Wahnsinn in einer Zeit, da nur um Eröffnung des Vergleichsverfah: rens gerichtlich angesucht werden muß, um von der Zahlungspflicht von 60 Prozent entbunden zu werden. Alsdann brauche ich auch nur ratenweise einzuzahlen. Da wäre es doch wirklich Wahnsinn, wollte man sofort und bar bezahlen." Die nötige Antwort wird der Briefschreiber wohl erhalten haben, aber wichtiger ist es, daß auch für die Zukunft die nötigen Konsequenzen gezogen werden, und daß die Gläubigerschaft dafür sorgt, daß nicht kritiklos jedem Vergleichsangebot zugestimmt wird, damit der Behauptung, man brauche nur um Eröffnung des Vergleichsverfahrens nachzusuchen, um 60 Prozent seiner Verpflichtungen mechanisch entbunden zu werden, der Boden entzogen wird. Don ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholung Rabatt Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung Nummer 66 Das Handwerk zur Finanz und Wirtschaftskrise. Die Vorstände des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages und des Reichsverbandes des deutschen Handwerks traten am 5. August in Hannover unter dem Vorsitz von Präsi dent Stadtrat Pflugmacher- Magdeburg zusammen, um zur derzeitigen Wirtschaftslage Etellung zu nehmen. Die Beratun gen wurden eingeleitet mit einem eingehenden Bericht von Generalsekretär Dr. Meusch- Hannover, an den sich eine lebhafte Aussprache anschloß. Die Stellungnahme der Vorstände läßt sich wie folgt zusammenfassen: Die Wiederherstellung des Zahlungsverkehrs wurde lebhaft begrüßt, insbesondere auch, daß nach der Ankündigung des Reichskanzlers in seiner Rundfunkrede vom 4. August die letzten Bindungen für die Sparkassen in kürzester Frist fallen werden. In der Aussprache wurde auch ausführlich auf die Wirkungen der Notverordnungen über die Regelung des Zahlungsverkehrs auf die Lieferungs- und Zahlungsbedingungen des Handwerks im Verkehr mit den Lieferanten und der Kundschaft eingegangen und in Aussicht genommen, soweit durch die inzwischen erfolgte Lockerung eine Wiederherstellung der früheren Bedingungen noch nicht eingetreten ist, mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft und der Reichsregierung erneut hierüber zu verhandeln. Es wurde ferner betont, daß sich die für die Kreditversorgung der Wirt schaft in Frage kommenden Institute wieder in erster Linie den Aufgaben zuwenden sollen, die von ihnen in der Vorkriegszeit durchgeführt wurden, daß also die Sparkassen sich in erster Linie der Pflege des Realkredits wieder widmeten. Maßnahmen, die von einer inflatorischen Wirkung begleitet sein könnten, wurden grundsätzlich abgelehnt. Zu der Frage der hohen Verzugszuschläge für Steuerrückstände sind Verhandlungen mit dem kleinere Reichsfinanzministerium in Aussicht genommen, um rückständige Steuerbeträge von den hohen Zuschlägen zu befreien. Hinsichtlich der für die Wiederherstellung des Vertrauens zu ergreifenden Maßnahmen auf weite Sicht wurde Bezug genommen auf die von den handwerkerlichen Spitzenverbänden gefaßte Entschließung vom 8. November 1930. Diese Entschließung legt ausführlich dar, daß die wirtschaftliche und poli tische Lage des deutschen Volkes eine endliche grundsätzliche Wandlung der bisherigen Methoden der deutschen Finanz- und Sozialpolitik in ihrer Wirkung auf die deutsche Wirtschaft dringend erfordert. Durch entschlossene und zielbewußte Zusam menfassung aller Kräfte muß die Steigerung der Produktivität der Gesamtwirtschaft erstrebt werden, die zur endgültigen Befreiung des deutschen Volkes durch Arbeit und Leistung unerläßlich ist. Dabei ist der Bedeutung der auf verantwortungsbewußten Persönlichkeiten beruhenden Wirtschaftsführung des gewerblichen Mittelstandes für die Gesamtwirtschaft und Volksgemeinschaft weit mehr als bisher Rechnung zu tragen. Für den notwendigen Umbau im Innern muß die dringend erforderliche Verwaltungsreform endlich ihrer Verwirklichung entgegengeführt werden. Auf wirtschaftspolitischem Gebiet ist jeder überflüssige Zwang für die Wirtschaft zu beseitigen und ihr für die Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit größtmöglichste Freiheit zu geben. Insbesondere wurde die baldige Aufhebung der Wohnungszwangswirtschaft für unerläßlich bezeichnet. Be stehende Bindungen für Preise und Löhne find gleichfalls einer ernsten Ueberprüfung zu unterziehen. Die zu führende Cozialpolitik darf an der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft nicht achtlos vorübergehen. Die Steuerpolitik muß auf eine gerechte Lastenverteilung Rücksicht nehmen und darf die Möglichkeit zur Kapitalbildung nicht unterbinden. Mit der Neuregelung des Finanzausgleichs darf keine Verschiebung der Lasten zu ungunsten des gewerblichen Mittelstandes verbunden werden, vielmehr muß feine Durchführung von einem wesentlichen Lastenabbau begleitet sein. Es wurde beschlossen, zu dieser Frage eine ausführliche Denkschrift auszuarbeiten, bei der die übrigen mittelständischen Gruppen zur Mitarbeit herangezogen werden sollen. Die Vorstände des Kammertages und Reichsverbandes wiesen auch darauf hin, daß die Reparationslasten angesichts der inzwischen eingetretenen Entwicklung völlig untragbar geworden sind. Auch hier läßt sich eine durchgreifende Revision der außenpolitischen Bindungen nicht länger mehr aufschieben. Die Vorstände bedauerten lebhaft, daß in dieser Zeit, die ein Zusammenstehen aller Wirtschaftsgruppen gebietet, der Reichslandbund beabsichtigt, durch die Verpflichtung seiner Mitglieder zur Einhaltung von Mindestpreisen zum Schaden des Handwerks und der übrigen Volksteile den freien Wettbewerb auszuschalten. Diese mangelnde Rücksicht auf die Schicksalsver bundenheit aller Wirtschaftsstände wirft die Frage auf, ob die durch hohe Zölle bislang erfolgte Subventionierung der Landwirtschaft weiterhin aufrecht erhalten werden kann. Der von den Spißenvertretungen des Handwerks dem Reichskanzler unterbreiteten Bitte, bei allen Maßnahmen, die in der Reichsregierung für die Ueberwindung der Wirtschaftsfrise vorbereitet werden, einen sachverständigen Vertrauensmann der mittelständigen Wirtschaft zu beteiligen, wurde zugestimmt. Nach Rückkehr des Reichskanzlers von seiner Romreise wird diesem die Auffassung des Berufsstandes zur Lage in mündlicher Aussprache noch einmal ausführlich dargelegt werden. Mittwoch, den 19. August 1931. 11,9 Milliarden Schulden der Landwirtschaft. Die Deutsche Rentenbank- Kreditanstalt veröffentlicht ihren Jahresbericht über die Kreditlage der Landwirtschaft. Danach bestehen 11,9 milliarden RM. landwirtschaftliche Schulden, und 55 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe des Reiches arbeiten mit Verlust. Zur Notlage der hessischen Landwirtschaft. Veranlaßt durch den Preissturz auf der Frankfurter Getreidebörse und die schwierige Geldbeschaffung hat die Hessische Landwirtschaftskammer nachstehendes Telegramm nach Berlin gerichtet: ,, An den Herrn Reichskanzler, Berlin. In Anlehnung an die von dem Herrn Reichskanzler in seiner Rundfunkrede gemachten Ausführungen bitten wir im Namen der hessischen Landwirtschaft um sofortige Maßnahmen gegen die Zerrüttung des Getreidemarktes, da ausreichende Getreidepreise Voraussetzung für Fortführung der landwirtschaftlichen Betriebe und die Aufrechterhaltung der Zinszahlung für erſtstellige Hypothefen ist. In noch viel größerem Ausmaß als im Vorjahr besteht die Gefahr, daß die Landwirtschaft zur Zeit der Ernte ihr Getreide zu Schleuderpreisen abgeben muß, was den Zusammenbruch vieler landwirtschaftlicher Betriebe bedeutet, ohne auf der anderen Seite für die Allgemeinheit von Nutzen zu sein. Die Gewährung ausreichender Mittel für die Ernbefinanzierung ist mindestens so wichtig für das deutsche Wirtschaftsleben wie die Bereitstellung von Reichsmitteln für Großbanken, die auch wir für notwendig erachten. Ein Zusammenbruch der Landwirtschaft macht die notwendigen Selbsthilfemaßnahmen Deutschlands unmöglich und gefährdet unser ganzes Staatswesen. Wir bitten deshalb den Herrn Reichskanzler ganz ergebenst, durchgreifende Maßnahmen für unsere Landwirtschaft treffen zu wollen. Landwirtschaftskammer für Hessen. Hensel, Vorsitzender. Weiterhin hat die Landwirtschaftskammer in einer längeren Eingabe an den Herrn Reichsernährungsminister und die maßgeblichen Stellen in Hessen ausführlich die derzeitigen schwierigen Verhältnisse in der hessischen Landwirtschaft dargelegt und schleunigst Maßnahmen zur Ueberwindung der Notlage gefordert, insbesondere Bereitstellung ausreichender Mittel für die Erntefinanzierung, Erlaß eines Teilmoratoriums, Heraussetzung des Vermahlungszwanges auf 97 Prozent, sowie sofortige Maßnahmen zur Sicherung der Verwertung der übrigen Erzeugnisse der Landwirtschaft, insbesondere auch Obst, Gemüse und Wein. Ueberschwemmungs- Katastrophe. Darmstadt, 18. August. Dienstag nachmittag ging über Darmstadt und dem vorderen Odenwald ein schweres Unwetter nieder. Besonders die Täler des vorderen Odenwaldes wurden durch die niedergehenden Wassermassen in fürchterlicher Weise heimgesucht. Bereits gegen 6 Uhr wurden aus dem oberen Modau- Tal Meldungen über bevorstehendes Hochwasser an die unteren Gebiete weitergegeben. Gegen 6 Uhr war die Modau an der ersten Niederungsstufe bei Niederramstadt schon über die Ufer getreten und der Bach zu einem reißenden Fluß angeschwollen. Er führte bereits Fruchigarben, Feldfrüchte, Hausgeräte usw. aus den höhergelegenen Gegenden mit sich. Die Häuser der Salbend standen bald unter Wasser, und die Wohnungen und Ställe wurden geräumt sowie alles Hab und Gut soweit wie möglich in Sicherheit gebracht. In Niederramstadt wurde der Verkehr über die Hauptstraße gesperrt, da die Gefahr eines Einsturzes der Brücke bestand. Auch in Eberstadt hat die Modau, die hier noch durch Zuflüsse aus dem Waschenbachtal verstärkt wurde, größeren Schaden angerichtet. Die Autostraße Darmstadt- Heidel berg ist unpassierbar; der Verkehr mußte umgeleitet werden. Ueberall mußten die Feuerwehr und freiwillige Hilfskräfte eingesetzt werden; auch die Polizei in Darmstadt ist zur Unterstützung angefordert worden. Menschenleben sind nicht zu Schaden gekommen. Auch das Vieh konnte größtenteils gerettet werden, da das Unwetter lange vor Einbruch der Dunkelheit niederging. Der schwere Hagelschlag hat das auf den Feldern noch lagernde Ge= treide völlig vernichtet, das Obst von den Bäumen geschlagen und Aeste und Zweige geknickt. Teilweise wurden die Kartoffeln aus dem Boden gewaschen. Am Abend wurde noch ein weiteres Steigen des Wassers gemeldet. Bismarck im Felde. 1866! Am 3. Juli waren es fünfundsechzig Jahre, seitdem bei Königgrät der preußische Major der Landwehr- Kavallerie und Minister- Präsident Graf Otto v. Bismard seinen föniglichen Herrn aus dem Granatfeuer bei Königgräzz geführt hat. Seitdem gibt es die ,, historischen Granaten von Königgrät". Ueber die persönlichen Erlebnisse in dem Kriege 1870-71 hat er in seinen wundervollen Feldzugsbriefen an seine Gattin berichtet; die Zahl seiner Briefe aus dem Jahre 1866 ist naturgemäß erheblich fleiner, wie es der Kürze des Feldzuges ent= spricht. Wenn wir uns ein richtiges Bild von Bismards Teilnahme machen wollen, müssen wir die Erinnerungen seiner Zeitgenossen und seiner treuen Mitarbeiter Keudell und Abeken heranziehen. In den Juni- Wochen des Jahres 1866 versammelten sich in den frühen Abendstunden im Auswärtigen Amte häufig die Generale von Roon, Moltke, Gustav von Alvensleben und Trescow, mitunter auch die übrigen Minister. Nie hat so volltommene Harmonie zwischen Bismard und seinen Kollegen, sowie mit den Generalen geherrscht, als in diesen Tagen der Siegeshoffnungen", erzählt Robert v Keudell. Auch seine Beziehun= gen zu dem um fünfzehn Jahre älteren Generalstabschef, dem General v. Moltke, waren die denkbar besten In den„ Gedanken und Erinnerungen" erzählt Bismard uns von der Juni- Nacht, in der er Moltke zu sich bittet, um zu erfahren, ob der Aufbruch des Heeres vierundzwanzig Stunden früher angeordnet werden fönnte. Ergänzend berichtet Keudell, daß er am 14. Juni abends gegen 10 Uhr von Bismard zu Moltke geschickt worden sei. Es war nämlich in Aussicht genommen, den benachbarten mittelstaatlichen Regierungen 48 Stunden Ueberlegungsfrist zu ge= währen und die Truppen erst am 17. Juni einrüden zu lassen. Am 14. Juni nachmittags hatte der furhessische Thronfolger, der in Berlin weilte, Bismard gegenüber geäußert: ,, er glaube, daß die hessische Dynastie" unter dem Schuße von achthunderttausend österreichischen Bajonetten" wohl sicherer geborgen sein werde, als durch Anlehnung an Preußen." Bismard nahm an, daß der hessische Thronfolger diese überraschende Ziffer von dem König Georg V. von Hannover er fahren habe, hatte doch der Stiefbruder des Königs, der öfterreidische General Prinz Carl von Solms- Braunfels wenige „ Gießener Zeitung" Lokales. Kirmesfeste. Kirmes ist ein Wort, das Dörfler und Städter gleich das Wasser im Munde zusammenlaufen läßt. Es begreift alle irdischen, weltlichen Freuden in reichlichstem Maße genossen in sich, Schmausen, Trinken, Tanzen, Spielen und auch Rauchen. Die Kirmes ist das Hauptfest der ländlichen Bevölkerung, und mag man sie nach den verschiedenen Dialekten Kirchweih, Kirchmeß, Kirmse oder Kermst nennen, der Zweck ist überall gleich, nämlich der, sich zu erfreuen an allen möglichen Genüssen. Sie ist ein unentbehrliches charakteristisches Zeichen des vollen gabenspendenden Herbstes und fällt überall in die Zeit der Ernte. Die schwere Arbeit ist vorbei, nun schmeckt die Freude doppelt gut. Außer dem Essen ist die Kirmes auf dem Lande das Besuchsfest in großem Stile, da sich die Verwandten, die sonst einander das ganze Jahr nicht sehen, einmal versammeln, aber auch alle möglichen Bekannten stellen sich ein, und selbst der vornehme Professor aus der Stadt kann zur Kirmes, ohne seiner Würde Abbruch zu tun, dem primitiven Bauernhof seinen Eßbesuch abstatten, das Kirmesschwein und die Türme von Kuchen auf dem Tisch vertilgen helfen, und selbst der strengste Mathematikus scheut sich nicht, zur Kirmes die ansehnlichsten Größen mit Gaumen und Magen zu messen. Freilich kommen die Städter sehr oft mit allen Tanten, Basen, Muhmen, Nichten, Neffen angerüdt, daß dann beim Abmarsch, ein jeder mit einem Päckchen Kuchen in der Hand, die reine Munitionskolonne fertig ist. Jeder findet auch zur Kirmes sein Spezialvergnügen. Die Jugend tanzt selbst in bigottesten Gegenden, wo selbst der Tanz verpönt ist, aufs Ausgelassenste. In Oberbayern darf die übliche Schlußrauferei und beim wendischen Bauer das unvermeidliche Stätchen nicht fehlen. Dieser geht zur Kirmes aus der Kirche in die Schänke, wo er oft beim Spiel noch am nächsten Morgen anzutreffen ist. Ganz mannigfach sind die Gebräuche, die man in den verschiedenen Gegenden mit diesem Hauptfeste verbunden hat. Jm Hessischen werden an vielen Orten die Mädchen vor der Kirmse öffentlich versteigert und der Ertrag zu einem gemeinsamen Schmause verwendet. Der Käufer muß natürlich sein Mädchen zum Tanze führen. Dieses darf aber vorher mit keinem anderen Burschen sprechen und tanzen. Im Schwarzwald muß der Bauer sein Gesinde bewirten, mancherorts auch samt der Bäuerin bedienen. Oftmals ist mit der Kirchweih ein Jahrmarkt verbunden, wie die Koburger Zwiebelfirmes, auf der hauptsächlich Früchte und Massen von Süßholz feilgehalten werden. In Niederhessen gibts einen feierlichen Um- und Einzug zu Pferde mit allerhand Bekleidung; an anderen Orten geht der Zug mit Musik von Haus zu Haus, und die Beteiligten erhalten allerlei Eßwaren, oder ein feister Hammel wird von der Weide geholt und zum allgemeinen Besten versteigert. Wettkämpfe, Hahnschlagen, Sackhüpfen und andere Kurzweil wird getrieben, aber überall ist die Kapitalfrage das Essen. Ursprünglich ist die Kirchweih ein ernstes firchliches Fest und seine Anfänge gehen bis ins 9. Jahrhundert zurück Wohl wegen der günstigen Zeit hat sich es immer verweltlicht, obgleich alte Volksfeste und Gebräuche mehr verschwinden. Die Kirmes behält ihre ungeschwächte Herrschaft und Schnaderhüpfel hat Recht: Und ist das Kirchlein noch so klein, Des Jahres muß einmal Kirmes sein. * * Ernennung. Der Vortragende Rat Ministerialrat Ferdinand Pennrich zu Darmstadt wurde mit Wirkung vom 1. Dezember 1931 an zum Präsidenten des Oberversicherungsamts Darmstadt ernannt. * In den Ruhestand tritt: Der Präsident des Oberversicherungsamtes zu Darmstadt Ernst Krug von Nidda auf Grund desselben Gesetzes tritt in den Ruhestand Amtsgerichtsdirektor beim Amtsgericht Butzbach Rudolf Sellheim. * Der Vermißte als Leiche geländet. Am Montag abend wurde der als vermißt gemeldete Kanzleiassistent Wilhelm Sommerlad in der Nähe der Militärbadeanstalt als Leiche aus der Lahn gezogen. * Falsche Zehnmarkscheine. In letzter Zeit mehrt sich der Umlauf von falschen Zehnmarkscheinen und zwar handelt es sich um Falschscheine, die eine große Aehnlichkeit mit echten Scheinen aufweisen. Zu erkennen sind die Falschscheine daran, daß sich das Papier etwas glatter als das der echten Scheine anfühlt, der Tage vorher am Hannoverschen Hoje geweilt, um seinen föniglichen Stiefbruder völlig für Oesterreich zu gewinnen. Bismard hielt demnach eine Sinnesänderung des Königs von Hannover, des Kurfürsten von Hessen- Kassel. des Großherzogs von HessenDarmstadt und des Herzogs von Nassau für unwahrscheinlich. Gegenüber dem vollständig gerüsteten Königreich Sachsen aber erschien die lange Ueberlegungsfrist vollends als eine Verschwendung kostbarer Zeit Infolgedessen wurde Keudell beauftragt, bei Moltte anzufragen, ob es nach der Stellung unserer Truppen möglich wäre, die Einmärsche schon am 16 Juni früh, statt am 17. beginnen zu lassen. Moltke hatte die Gewohnheit, sich früh zur Ruhe zu begeben und war schon halb entkleidet, als Keudell kam Trotzdem empfing er den Sendboten Bismards sofort, bejahte tie gestellte Frage, legte schnell die Uniform an und fuhr mit zu Bismard, um das Nähere zu besprechen. Der Einmarsch erfolgte am 16 Juni früh; der Krieg war do' Am 14. Juni vormittags hatte Bismard, der das Ergebnis der an diesem Tage beim Bundestage zu Frankfurt a. M. stattfindenden Abstimmung voraussah, schwere Zweifel über den Ausgang des bevorstehenden Kampfes um die Vorherrschaft in Deutschland. Da schlug er die Bibel auf, sein erster Blid fiel auf die Worte des 9. Psalms( Vers 3-51. „ Ich freue mich und bin fröhlich in Dir und lobe Deinen Namen, Du Allerhöchster daß Du meine Feinde hinter sich getrieben hajt; sie sind gefallen und umgekommen vor Dir. Denn Du führest mein Recht und meine Sache aus, Du sizest auf dem Stuhle, ein rechte Richter." Das glücklich überstandene Attentat Cohen- Blinds gegen Bismard vom 7. Mai, wo er durch ein wahres Wunder dem Tode entgangen war, und der Bibelspruch am Tage der Kriegserklärung, erzeugten eine gehobene Stimmung Bismards. Mehrmals hatten seine Mitarbeiter den Eindruck. daß er sich jetzt ols Gottes auserwähltes Rüstzeug" fühlte, um seinem Vaterlande Segen zu bringen Ausgesprochen hat er das aber nicht, nur seiner Gattin hat er den aufgeschlagenen Bibelspruch, der ihn und sie tröstete, mitgeteilt. Am 30. Juni fand die Abreise des Großen Hauptquartiers" aus Berlin statt. Am Abend vorher brachten dichtgedrängte Menschenmassen vor dem königlichen Palais begeisterte Ovationen dar und zu ähnlichen Kundgebungen zog die Menge dann vor das Auswärtige Amt, we Bismard aus dem Fenster eine Ansprache hielt! Vor vier Jahren hatte man ihn köpfen wollen, Nr. 66. runde Kontrollstempel auf der Vorderseite schlecht ausgeprägt und die untere rechte Nasenhälfte des Kopfes bedeutend breiter, einem Auswuchs ähnlich ist. Auch ist die Schattierung an der rechten Nasenseite und um das Auge bedeutend stärker gezeichnet. * Weiterer Erlaß von Rundfunkgebühren. Nach einer neueren Verfügung des Reichspostministers können schon seit dem 1. August die Rundfunkgebühren auf Antrag auch solchen aus der Krisenfürsorge ausgesteuerten kriegsbeschädigten Arbeitslosen jedesmal für den Monat erlassen werden, die zwar keine Wohlfahrts unterstützung erhalten, deren Bedürftigkeit jedoch durch die Gewährung der Zusatzrente anerkannt ist. Erkrankte Krisen- und Wohlfahrtsempfänger, die Krankengeld beziehen, erhalten gleichfalls Vergünstigung. Die Befreiungsanträge müj sen bis zum 25. des vorhergehenden Monats gestellt sein. * Die Hühnerjagd. Der Hessische Jagdklub Darmstadt teilt uns mit, daß laut Bekanntmachung des Herrn Ministers des Innern vom 14. ds. Mts. der Aufgang der Hühnerjagd für ganz Hessen auf Montag, den 24. August, festgesetzt wurde. * Ortskrankenkasse Gießen Stadt. Auf Dienstag, den 25. August, abends 8.30 Uhr, ist eine Ausschußsizung angesetzt, deren Tagesordnung Satzungsänderungen und die Dienstordnung behandelt. * Vogelsberger Höhen- Klub. Für kommenden Samstag und Sonntag ist eine außerplanmäßige 1% tägige Vogelsberg- Wanderung geplant, wozu Anmeldungen bis Donnerstag an Mitglied Faber( Marktplatz) abzugeben sind. * Verwertet das Fallobst! Das in diesem Jahre sehr reichliche Fallobst muß mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse unter allen Umständen restlos für die menschliche Ernährung Verwen dung finden. Die Verwertungsmöglichkeit des Fallobstes ist be kanntlich eine vielseitige. Besonders wichtig und zweckmäßig ist die Bereitung von Apfelmus, Marmelade und Gelee; gerade die beiden letzteren bilden eine sehr schmackhafte und gesunde Dauerware, die in keinem Haushalt fehlen dürfte, zumal jie hohen Nährwert besitzt. Ein Adressenwettbewerb der Leipziger Messe. Wer heute gute Ratschläge gibt, wie man Geld verdienen fann, der wird wohl bei allen Leuten Gehör finden. Das Leip ziger Meßamt hat einen interessanten Adressenwettbewerb mit 824 Geldprämien ausgeschrieben, die sich zwischen 10 u. 1500.RM. bewegen und im günstigsten Falle 2250.- RM. erbringen können. Jeder kann sich an ihm beteiligen. Die gestellte Aufgabe ist denkbar einfach. Man geht in die Waren- und Kaufhäuser, in Basare und in die Spezialgeschäfte, die Haushaltgeräte, Porzellan und Glaswaren, Eisenwaren, Tertilwaren, kunstgewerbliche Erzeugnisse, Schmuckwaren, Uhren, Papier- und Schreibwaren, Verpackungen und Reklame, Möbel, Spielwaren, Sportartikel u. Sportbekleidung, Musikinstrumente, Radio, elektrischen Bedarf, Beleuchtungskörper, Drogen, Parfümerien, Süßwaren verkaufen oder in Baugeschäfte, Installations: geschäfte usw., in alle Großhandlungen und schließlich in gewerb liche Betriebe mit maschinellem Antrieb und fragt, ob die Ge schäftsinhaber oder ihr Einkaufspersonal die Leipziger Herbstmesse 1931, die vom 30. August bis 3. September stattfindet, besuchen, um dort die letzten Neuheiten und besonders preiswerten Artikel einzukaufen. Einfacher kann eine Ausgabe wohl nicht ges stellt werden. Man braucht keine schweren Rätsel zu lösen und im Konversationslexikon nachzuschlagen, um gänzlich unbekannte Flüsse, Berge oder Städte zu suchen, sondern man besucht zuerst diejenigen Geschäfte, in denen man regelmäßig fauft und erfun digt sich, ob der Geschäftsinhaber nach Leipzig fährt. Man kann den Kreis ganz beliebig erweitern und so tagtäglich das Verzeichnis der nach Leipzig fahrenden Geschäftsleute bequem er gänzen. Alle Firmen, die nach Leipzig fahren, schreibt man mit genauer Firmenbezeichnung und Anschrift auf eine Liste, die man kostenfrei bei den durch Plakataushang gekennzeichneten Geschäf ten und bei den Meßabzeichen- Verkaufsstellen des Leipziger Meßamts erhalten kann. Auf diesen Listen sind auch alle Einzelheiten des Adressenwettbewerbes angegeben. Zur Gesichts- Bräunung aber auch zur Bräunung des ganzen Körpers bet Sonnen bädern verwende man die reizmildernde und fühlende Creme Leodor fettfret in roter Badung; fetthaltig in blauer Badung,- Tube 60 Pf. und 1 M Wirlsam unterstützt durch Leodor- Edelseife Stüd 50 Pf. 3u haben in allen Chlorodont- Verlaufsstellen. por acht Wochen hatte man auf ihn geschossen, heute jubelte ihm das Volk zu! Dankbar forderte er zu einem Hoch auf den König und auf die siegreichen Kämpfer von Turnau und Hühnerwasser ( 26. Juni), Nachod( 27 Juni), Stalik und Münchengrätz( 28. Juni), Schweinschädel und Gitschin( 29. Juni) auf! Bismard hatte für den Fall einer Mobilmachung des Auss wärtigen Amts" seinen Vetter, den Rittmeister Graf Karl son Bismard- Bohlen mit der Lösung dieser Aufgabe betraut. Dieser beschaffte drei 2spännige offene Wagen, in denen der Minister, Geheimrat Abelen, Herr v. Keudell und Rittmeister Bismard- Boh len, sowie zwei Chiffrier- Beamte Platz finden sollten. Außerdem waren die notwendigen Reitpferde besorgt, denen Bismard felbit sein besonderes Augenmerk zuwandte Am 30. Juni abends traf der König mit dem Hauptquartier In Reichenberg ein. Die Stadt von 28 00 Einwohnern beher bergte 1800 österreichische Gefangene und war nur von 500 preußischen Trainsoldaten mit alten Karabinern besetzt. Bise mard erzählt: Mittwoch, den 19. Ergebni ба VFB. GießenWetzl. SpV Wiesbaden- Do SC. Wehlar- N Niedershausen Bissenberg Löhnberg- H Nauborn Sotalipiele: Bo Hermannitein SchwalbachSerbandsjpiele: Garbenteich 1.( Schiri Fli Grünberg 1.Ettingshausen ViB. Gießen 3. Lich 1.- Nied Lollar 2.- D Ulrichstein 1.Gesellschaftsspiele: Weglar SpV. 2 Geilshausen 1. Lollar Leide Weklar SpV. 3 Weklar Spv. 4 Tiefenbach 1. H Schwalbach 2. VfB. Gießen A. Jugend: 1900 Gießen 2. ViB. Gießen to 1900 Gießen 3. Garbenteich Gd 1900 Gießen S BfB. Gießen 2 Nidda Buz Nauborn Sch. Sanball MTV. Gießen Tusp. Butzbach TV. Heuchelhein TV. 1846 Gieße TV. Wetzlar 2. TV. Lüzellind TV. Großen- L Tuip. Butzbach TV. Treis TV. Niedergirn TV. Wetzlar MTV. Gießen Tufp. Butzbach VfB.-K. Marb BB- K. Marb Odershaujen Allendorf 1. Germania M Breidenbach Mornshausen Edelshausen Rüddingshause Edelshaujen 2 VB.-K. Marb Mornshausen Blageinweihung in C Ertsdorf 1. Neustadt 1.Kirchhain 1.Spedswinkel 1. Offdilln 1.- 2 Dillenburg 2. Sinn 1.- Lang Ebersbach 1. Ebersbach 2. Allendorf 1.- 2 Nanzenbach Niederscheld Sinn Jgd. Haiger Jgd. tem Schlosse des Graf it ein stattliches Schl en Jahren in Gastein Sagdherrn in seinen Sismard und Gehein jarüd, um dienstliche 2 6raj Bismard- Bohlen Sismard der Gattin Die ganze Reise onnien gestern, wenn atten, den König und Am folgenden Ta Gitjhin, Abeten erzäh heut früh sieben 2 Uhr waren wir hi Sting Friedrich Karl Am Abend dieses öniggrätz- schrieb Auf dem Schlad ferden, Waffen Uni n. Ich habe bisher Foldaten zu sehen bet Dann tommt die leten: ,, Schide mir dur Etüd jedesmal; alle 2 Und in seinem nä rachtigen Truppen: Unsere Leute sin lgiam, gejittet mit Lager, wenig Schlaf, lle, tein Blündern un jien verschimmeltes E 5ottesfurcht im gemein lles nicht jein!" Selten ist in jo tu ,, Einige Meilen von uns lag die sächsische Reiterei Diese fonnte in einer Nacht Reichenberg erreichen und das ganze Hauptquartier mit Seiner Majestät aufheben Daß wir in Reis chenberg Quartier hatten, war telegrafisch publiziert worden. erlaubte mir, den König hierauf aufmerksam zu machen, und in folge dieser Anregung wurde befohlen, daß die Trainsoldaten sich einzeln und unauffällig nach dem Schloß begeben sollten, wo der König Quartier genommen hatte Die Militars waren über diese meine Einmischung empfindlich und, um ihnen zu beweisen, daß ich um meine Sicherheit nicht besorgt sei, verließ ich das Schloß, wohin mich Seine Majestät befohlen hatte. und behielt mein Quartier in der Stadt." Geheimrat Abeken ergänzt diesen Bericht: Abends um 11.30 Uhr fam Keudell, um mir zu sagen, er gehe noch auf den Bahnhof, um zu sorgen, daß die Pferde ge fattel: blieben, weil der Minister sehr ängstlich sei, daß ein Handstreich vom Feinde versucht werden möchte, um den König aufzuheben. Wenn Alarm geblasen werde, müsse der Kasten mit den wichtigen Aften sofort aufs Schloß gebracht werden." Auch der Generaladjutant des Königs, General von Boyen, berichtet:„ Unsere Stellung hier in der Nacht war recht exponiert. Man jing gestern an, das einzusehen und machte nun allerhand Vorkehrungen" Am folgenden Tage, dem 1. Juni, ging es von Reichenberg, lten, herrlichen Armee 870-71 jo hatfiei Felde unibejiegt! Gitschin war das lief in einer Boden Rachis um ein Uhr tr einer Blend- Laterne a Str. te ichlecht ausgep pfes bedeutend brei Schattierung an tend stärker gezei bühren. Na Cets fönnen jon f Antrag auch jolt gsbeschädigten Arbe werden, die zwar le Bedürftigkeit je erfannt ist. Erfte Krankengeld bezie Befreiungsantragen cats gestellt sein. goflub Darmstadt errn Ministers des Hühnerjagd für ejezt wurde. Tuf Dienstag, den Bigung angejekt, de Die Dienstordnung i mmenden Samstag u gige VogelsbergDonnerstag an Mitg iesem Jahre sehr rei Zeitverhältnisse un Ernährung Ver t des Fallobites it h tig und zweckmäßig i de und Gelee; ge madhafte und gef hlen dürfte, zumal i ipziger Messe. e man Geld verdi hör finden. Das dressenwettbewerb vischen 10- u, 150 250.- RM. erbring ach. Man geht in tie die Spezialgeb Swaren, Eisenwam Schmudwaren, Uha nd Reklame, Möld g, Musikinstrument Der, Drogen, Pari häfte, Installations chließlich in gewerb nd fragt, ob die Die Leipziger f September state besonders preisn Aufgabe wohl ni en Rätsel zu lösen um gänzlich unbefann dern man befucht zue Imäßig kauft und erfun Leipzig fährt. 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Nauborn Bonbaden 3: 0( 1: 0) Hermannstein Oberndorf 4: 2( 1: 1) Schwalbach Braunfels 5: 2( 3: 1) Verbandsspiele: Garbenteich 1. Steinbach G. 2: 0( abgebr.) ( Schiri Flick nicht erschienen!) Grünberg 1. Villingen 1. 2: 1( 1: 1) Ettingshausen 1. Quedborn 1. 6: 2( 3: 1) VfB. Gießen 3. Wiesed 1. 7: 2( 6: 0) Lich 1. Nieder- Weisel 1. 0: 1( 0: 0) Lollar 2. Daubringen 2. 7: 4 Ulrichstein 1.- Flensungen 1. 6: 1( 4: 0) Gesellschaftsspiele: Weylar SpV. 2. 1900 Gießen 2. 8: 5 Geilshausen 1.— Großen- Bused 1. 2: 5( 0: 3) Lollar Leidenhofen 8: 2 Wetzlar SpV. 3. 1900 Gießen 3.( Lehrm.) 6: 0( 2: 0) Wetzlar SpV. 4. 1900 Gießen 4. 1: 4( 0: 2) Tiefenbach 1. Holzhausen 2. 9: 1( 3: 1) Schwalbach 2,- Braunfels 2. 0: 2 VfB. Gießen A.-H. Wiesed komb. 1: 5 Sa. Jugend: 1900 Gießen 2. Klein Linden 1. 3: 1( 2: 1) BiB. Gießen fomb. Dutenhofen 2: 2 1900 Gießen 3.Garbenteich Sch. Leihgestern 1. 0: 3 VfB. Gießen Sch. 7: 0 1900 Gießen Sch. Klein Linden Sch. 0: 1 VfB. Gießen 2. Sch. Wieseck Sch. 1: 1 Nidda Butzbach 1: 2 Nauborn Sch. Butzbach Sch. 1: 0 Hanball- Ergebnisse vom 16. 8. 1931. 1. Meisterklasse. MTV. Gießen Tusp. Butzbach TV. Heuchelheim TV. 1846 Gießen Polizei Butzbach 7: 4( 2: 1) 1900 Gießen 1. 5: 1( 4: 0) TV. Wetzlar 2. TV. Lüzellinden TV. Großen- Linden Tusp. Butzbach 2. TV. Großen- Bused 2: 8( 5: 0) TG. Friedberg 1: 8( 1: 4) A.- klasse. TV. Münchholzhausen 4: 4( 3: 1) TV. Niedermörlen 2: 4( 2: 1) TV. Pohlgöns 4: 7( 1: 3) Polizei Buzzbach 2. 4: 7( 2: 4) TV. Treis- VfL. Wetzlar 2. 3: 4( 0: 4) Jugendklasse. TV. Niedergirmes VfL. Wezlar( VfL. nicht angetreten) TV. Wetzlar TV. Lich 12: 0( 2: 0) MTV. Gießen Tusp. Butzbach TV. Großen- Linden 8: 0( 2: 0) TG. Friedberg 4: 6( 2: 3) Gau Marburg. VFB.-K. Marburg Germania Marburg 1: 1( 1: 1) Mi. VB.-K. Marburg Sport Kassel 1: 3( 0: 1) Odershausen Wallau 2: 3 Allendorf 1.- VfB.-K. Marburg 2. 5: 0 Germania Marburg 2.- Odershausen 2. 9: 4 Breidenbach 2. Mornshausen Edelshausen 1. Rüddingshausen Buchenau 1. 5: 3( 2: 1) Feudingen 2. 3: 4( 2: 1) Caldern 1. 8: 1( 2: 1) - Dreihausen 4: 4( 2: 1) Edelshausen 2. Kombach 1. 6: 1( 3: 1) ViB.-K. Marburg 3.- Cappel 2. 6: 2 Mornshausen Jgd. Feudingen 2. Jgd. 2: 2( 1: 0). Blazeinweihung in Ertsdorf: Erksdorf 1. Homberg 1. 4: 2 Neustadt 1. Holzhausen 1. 1: 1 Kirchhain 1. Bürgeln 1. 4: 1 - Spedswinkel 1.— Momberg 1. 6: 2 Gau Dill. Offdilln 1. Wissenbach 1. 3: 5 Dillenburg 2.- Manderbach 1. 4: 2( 2: 0) Sinn 1.- Langenaubach 1. 8: 1 Ebersbach 1.- Rittershausen 1. 0: 0 Ebersbach 2. Rittershausen 2. 6: 2 Allendorf 1. Würgendorf 1. 6: 1 Nanzenbach Niederscheld Sinn Jgd. Haiger Jgd. Lixfeld 0: 5 Offenbach 1: 2 Dillenburg 1. Jgd. 0: 1( 0: 0) Dillenburg 2. Jgd. 0: 4 dem Schlosse des Grafen Clam- Gallas, weiter nach Sichrow. ,, Es ist ein stattliches Schloß des Fürsten Rohan, den wir in früheren Jahren in Gastein, wo er auch Besizungen hat, als gastlichen Jagdherrn in seinen Gems- Revieren fennen gelernt hatten." Bismard und Geheimrat Abeken legten den Weg im Wagen urück, um dienstliche Angelegenheiten zu besprechen; Keudell und Graf Bismard- Bohlen folgten zu Pferde Am 1. Juli ichreibt Bismard der Gattin „ Die ganze Reise war eine gefährliche Die Desterreicher fonnten gestern, wenn sie von Leitmeriz her Kavallerie geschickt hätten, den König und uns alle aufheben Hitze furchtbar." Am folgenden Tage, den 2 Juli ging der Marsch nach Gitschin. Abeken erzählt Seut früh sieben Uhr verließen wir Schloß Sichrow, um 12 Uhr waren wir hier Kurz vor dem Orte fam der Sieger Prinz Friedrich Karl uns auf dem Schlachtfelde entgegen." Am Abend dieses 2. Juli, es war der Vorabend von Königgrätz schrieb Bismard nach Hause: Auf dem Schlachtfelde lag alles noch voll von Leichen, Pferden, Waffen Unsere Siege sind viel größer, als wir glaub ten. Ich habe bisher mehr österreiche. Gefangene als preußische Soldaten zu sehen bekonamen Dann tommt die Sorge um die Soldaten und die Verwundeten: ,, Schicke mir durch den Kurier immer Cigarren, zu tausend Stüd jedesmal; alle Verwundeten sprechen mich darum an." Und in seinem nächsten Brief klingt das hohe Lied unserer prächtigen Truppen: Unsere Leute sind zum Küssen jeder so todesmutig, ruhig, olgsam, gesittet mit leerem Magen, nassen Kleidern, nassem Lager, wenig Schlaf, abfallende Stiefelsohlen, freundlich gegen alle, kein Plündern und Sengen, bezahlen, was sie können und sen verschimmeltes Brod Es muß doch ein tiefer Fond von Gottesfurcht im gemeinen Mann bei uns fizen, sonst könnte das alles nicht sein!" Selten ist in jo fkurzen treffenden Worten das Lob unserer alten, herrlichen Armee gesungen worden! So hat sie sich 1866, 1870-71' so hat sie sich im Weltkriege bewährt! Im Felde unbesiegt! Gitschin war das letzte Quartier vor Königgräk! Keudell lief in einer Bodenkammer auf den Dielen des Fußbodens. Nachts um ein Uhr trat der Hofmarschall, Graf Perponcher mit iner Blend- Laterne an Keudell heran und sagte. ,, Gießener Zeitung" Sport und Spiel. Aus dem übrigen Bezirk: Kurh. Kassel Hermannia Kassel 3: 2( 1: 0) Sa. Blau- Weiß Göttingen SC. Weende 2: 3 Sa. Spielverein Kassel- SC. 03 Kassel 5: 4( 2: 1) Hessen 09 Kassel Groß- Almerode 1: 0( 0: 0) BV. 06 Kassel 4: 2( 3: 2) Lura Kassel VIR. Lichtenau Hermannia Kassel 4: 3 05 Göttingen Germania Fulda 1: 4( 1: 3) Borussia Fulda FV. Horas 4: 3( 1: 1) SV. Niederzwehren FV. Melsungen 2: 3( 1: 2) Arolsen Wilhelmshöhe 1: 4( 1: 2) Glänzende Leichtathletiksiege der SpVgg. 1900 Gießen. Gerhardt gewinnt den nationalen 25- Km.- Lauf ,, Quer durch Dortmund" in der ausgezeichneten Zeit von 1: 25,40 Std. vor dem Turnermeister Sehr- Dulfen. Die Gelegenheit, seine gute Form unter Beweis zu stellen, nahm Gerhardt am vergangenen Sonntag ausgezeichnet wahr. Unter 46 Teilnehmern wurde er mit fast 3 Minuten Vorsprung Sieger des 25- Km.- Laufs des Dortmunder Athl.- Clubs. Sehr als 3weiter brauchte 1: 28,34 Std. Dann folgten Jädel( Saarbrüden) 1: 31,26 Std., Billing ( Bielefeld) und Berger( Essen). Weil( 1900) springt in Diez( Lahn) 1,75 Meter hoch und 6,40 Meter weit! Die wenigen zu den Oranien- Rampfspielen des VfB. Diez entsandten Spielvereinigungsleute schlugen sich äußerst tapfer. Erfolgreichster Mann war Weil mit den angegebenen Leistungen, die natürlich seinen Sieg nie gefährdeten. Ein weiterer schöner Sieg wurde in der 4 mal 100- Meter- Staffel ( Aufstellung: Dr. Guyot, Weil, Geist, Schickedanz) errungen. Auf äußerst mangelhafter Bahn siegte die Mannschaft in 45,9 Sef. sicher vor Sportcl. Höhr und Borussia Fulda. Die 5000 Meter ließ sich Schaaf( 1900) in 17: 12,8 m nicht entgehen. Jm 200- m Lauf, Klasse 2, wurde Geist knapper 3weiter hinter Schlau, VfB. Diez, während Weil über 100 Meter, Klasse 3, in 11,9 Sef. den dritten Platz belegte. Auch die Frauenabteilung zeigte beachtliche Leistungen. So wurde Frl. Pauline Richtberg mit 1,35 Meter durch Stechen Dritte im Hochsprung; Frl. Nicel sicherte sich im Kugelstoßen, hinter Frl. Wendels, Kölner BC., den zweiten Plaz ( 7,88 Meter). Auch in der 4 mal 100- Meter- Staffel mußten die Gießener dem Kölner BC. den Vortritt lassen. Die Veranstaltung hatte wiederum, insbesondere aus dem Rheingebiet, eine gute Besetzung aufzuweisen. Aus Gießen und Umgegend. VfB. Gießen Liga Frohnhausen Liga 8: 1 Die Ligamannschaft des VFB. löste am vergangenen Sonntag eine alte Rückspielverpflichtung gegen Frohnhausen ein. Sie bewies wiederum ihre gute Form und schlug die Gäste mit 8: 1 aus dem Felde. Der Sturm der Grün- Weißen zeigte unter Bärenfängers Führung eine Schußfreudigkeit wie nie zuvor. Trotz der klaren technischen und taktischen Ueberlegenheit der VfB.er war das Spiel beileibe nicht einseitig. Die Gäste lieferten namentlich in der 2. Spielhälfte einen starken Widerstand und zeigten ein gefälliges Kombinationsspiel, was ihnen das verdiente Ehrentor einbrachte. Die vom VfB.- Sturm erzielten Treffer fielen auf flüssige, mit Wucht und Schnelligkeit vorgetra= gene Kombination des Sturmes, der in seiner Gesamtheit ein Lob verdiente. Eifrig schaffte Kreß I. in der Läuferreihe. Die im Spiel vom VfB. gezeigten Leistungen lassen für die kommenden Verbandsspiele zwar noch keine Schlüsse ziehen, aber doch sollte man mit Zuversicht den Kämpfen entgegensehen wollen. BfB. Gießen 3. TV. Wieseck 1. 7: 2. Die Dritte des VfB. Gießen brachte ihr erstes Verbandsspiel mit einem hohen Sieg unter Dach und Fach. Das Spiel, das ruhig und fair durchgeführt wurde, sah zumeist die VB.er im Vorteil. Bis zur Pause führte VfB, 6: 0. In der zweiten Hälfte machte sich Wiesed frei und erzielte 2 Gegentreffer, denen VfB. nur noch einen entgegensezen konnte. VfB. war technisch überlegen, jedoch ließen sich die Gäste nicht entmutigen und leisteten tapferen Widerstand. Der Schiedsrichter leitete einwandfrei. Die A.- H.- Mannschaft des VfB. spielte am Samstagabend gegen eine fombinierte Mannschaft von Wieseck und verlor, mit nur 8 Mann spielend, 1: 5. Aus Lollar. Lollar weilte am Sonntag in Leidenhofen mit zwei Mannschaften als Gast. Die Lehrmannschaft spielte gegen die 2. Leidenhofens und gewann 3: 1.- Dann betraten die beiden ersten Mannschaften den Platz. Beide Mannschaften waren sich zunächst gleichwertig und konnte Lollar bis zur Pause mit 3: 1 in Führung gehen. Nach dem Wechse! liefert Lollar die bessere Partie, und Leidenhofen fiel starf ab, so kam das Endresultat von 8: 2 zustande.- Nach diesem Spiel standen sich Lollars 2. und Daubringens 2. zum ersten fälligen Verbandsspiel gegenüber, welches Lollar mit 7: 4 gewinnen fonnte. ,, Heute früh soll bei Horsit, etwa zwei Meilen von hier, ein Gefecht sein. Der König fährt mit ganz fleinem Gefolge um 5 Uhr dahin ab, die Pferde gehen um 4 Uhr voraus. Ich überlasse Ihnen ganz, ob Sie das dem Minister melden wollen oder nicht." Um 5 Uhr fuhr Bismard in einem Halbverded im Gefolge des Königs los Neben ihm saß sein Vetter Bismard- Bohlen; Keudell hatte auf dem Bod neben dem Kutscher Platz genommen. Beim Dorfe Dub wurden um 8 Uhr die Pferde bestiegen. Nebel lag über dem Bistrikthal, dem Wald und den unteren Höhen; aber durch den Nebel leuchteten Feuerblige einer langen Reihe von Geschützen der Desterreicher Bismard ritt an Moltte heran: , Wissen Sie, wie lang das Handtuch ist, dessen Zipfel wir hier gefaßt haben?" Nein" sagte Moltke- genau wissen wir es nicht; nur, daß es wenigstens drei Corps sind vielleicht ist es die ganze österreichische Armee." In dem Augenblic flog eine Granate heran und fiel etwa 25 Schritt vor dem König nieder, ohne zu plazen. Die Heftigfeit des Gefechts, das Gewehr und Geschüßfeuer nahm beständig zu. Der König beobachtete das Wogen der Schlacht, gespannt schauten alle nach Osten, ob die Armee des Kronprinzen sich bemerkbar mache Unweit des Kriegsherrn, welchen Moltke, Roon und Alvensleben umgaben, hielt Kismard auf einem riesengroßen Fuchs. Wie er im grauen Mantel hodharigerichtet dasaß und die großen Augen unter dem Stahlhelm glänzten, gab er ein wunderbares Bild" erzählt Keudell. das mich an findliche Vorstellungen von Riesen aus der nordischen Urzeit erinnerte." Fast genau auf die von ihm angegebene Stunde brachte der herrliche Angriff des Kronprinzen die Entscheidung. Ein unbeschreibliches Gefühl der Befreiung von schwerem Drud machte ich bemerkbar., Gott sei Dant," sagte mancher leise vor sich hin Der König auf seiner prächtigen Trakehner Stute Veranda, die seitdem den Namen ,, Sadowa" führte, setzte sich an die Spige der Kavallerie- Brigade des Herzogs von Medlenburg: ein begeisternder Anblid. Quer vor dem Walde von Charbusik ritt der König im Trabe durch ein Kleefeld; hier geriet er in schwerstes Granatfeuer. Zehn Kürassiere und fünfzehn Pferde stürzten in unmittelbarer Nähe des Königs zusammen. Die Granaten umschwirrten den Herrn in unangenehmster Nähe". Ettingshausen 1. Quedborn 1, 6: 2( 3: 1) Nr. 66. Zum ersten Verbandsspiel im neuen Spieljahr trafen obige Mannschaften aufeinander. Man merkte beiden Mannschaften an, daß sie während der Spielsperre viel zu wenig trainiert haben. Die Plazzelf war technisch besser als der Gegner und hatte auch den besseren Sturm zur Stelle, welcher den Hauptanteil am Siege hat. Kurz vor dem Spielende mußte der Schiedsrichter zwei Spieler, von jeder Partei einen, des Feldes verweisen. Schiedsrichter Hohmann, 1900 Gießen, amtierte gut. Grünberg 1. Villingen 1. 2: 1( 1: 1). Der Neuling in der 1. Gauklasse, Villingen, weilte zum 1. Verbandsspiel in 1931-32 in Grünberg und lag bald in Führung. Bei dem Platzverein entstand durch das Ausscheiden des verletzten Halblinken eine große Lücke, die aber durch bessere Technik ausgeglichen wurde. Bis Halbzeit errangen sie ein Unentschieden. In der 2. Hälfte kamen die Schwarz- Weißen noch mehr in Form und lagen, froß der nur 10 Mann, fast dauernd vor Villingens Tor, allein zu Erfolgen kam es nur noch einmal. Geilshausen Großen- Bused 2: 5( 0: 3). Großen- Bused löste bei dem Sp.V. 1928 Geilshausen eine Rüdspielverpflichtung ein und siegte verdient 5: 2( 3: 0). Jm Feldspiel und auch technisch war Großen- Bused überlegen. Aus Nauborn. Mit Bonbaden 1. gegen Nauborn 1. hat das erste Spiel um die Meisterschaft begonnen. Die Gäste, Neuling im W.S.V., zeigten ihre Hauptstärke in der Verteidigung. Hervorragend war der Tormann. Bei der übrigen Mannschaft zeigten sich jedoch Mängel technischer Art. Das Spiel fonnte für die Gäste nie gewonnen werden, da Nauborns Elf tattisch und technisch reiser war. Ergebnis 3: 0( 1: 0) für Nauborn. Bissenberg 1.- Stockhausen 1. 5: 0( 4: 0). Im ersten Verbands- Pokal- Spiel lieferten sich die beiden Mannschaften einen harten aber fairen Kampf. Das Resulta: ist dem Spielverlauf entsprechend etwas zu hoch ausgefallen, denn der schwache Sth. Sturm konnte die Torchancen, die beson ders in der 2. Halbzeit vorhanden waren, nicht verwerten, sonst mußten zum mindesten zwei Tore für Sth. erzielt werden. Die Bbg. Mannschaft zeigte das technisch, bessere Spiel und ist in ihrer Gesamtheit und Zusammenarbeit harmonischer als Sth. Einen Bissenberger Spieler hervorzuheben, hieße die anderen zurücksetzen. Der Tormann der Sth. Mannschaft war an den Toren schuldlos. Tiefenbach Holzhausen 2. 9: 1( 3: 1). Zum Entscheidungsspiel der Gruppe 5 der HindenburgPlakettenspiele trafen sich am Sonntag obige Mannschaften. Nach dem vorher niedergegangenen Regen begann um 4.30 Uhr das Spiel unter Leitung des korrekten Schiri Kreiling= Gießen. Die förperlich stärkere Mannschaft von Holzhausen konnte gegen die technisch besseren T. nichts erreichen und so ging das Spiel mit einem hohen 9: 1- Sieg des Platzvereins aus. Die neuen Fußballregeln in Kraft. Mit der neuen Fußball- Saison treten auch die von der internationalen Regel- Kommission beschlossenen Aenderungen in Kraft. Regelwidriges Einwerfen bei Ausbällen wird nicht mehr durch Freistoß geahndet, sondern der Einwurf wird der Gegenpartei zugesprochen. Ferner darf der Torhüter nunmehr den Ball vier statt wie bisher zwei Schritte tragen, ohne daß der Ball den Boden derührt haben muß. DFB.- Vorstand tagt in München. Die erste Tagung des Vorstandes des Deutschen FußballBundes in der neuen Spielzeit findet am 22. August in München statt. In erster Linie wird auf dieser Sigung vorberet= tende Arbeit für den am 10. und 11. Oktober in Bonn angesetzten Bundestag geleistet werden. Alpenvereins- Tagung 1931. Die Leitung des in Baden bei Wien stattfindenden Alpenvereins- Kongresses( 3.- 6. September) hat infolge der überragenden Bedeutung des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins für den alpenländischen Verkehr bei der Generaldirektion der österreichischen Bundesbahnen ein besonderes Entgegenfommen gefunden. Auf Grund des Erlasses werden sämtlichen in Baden eintreffenden Festteilnehmern Legitimationen ausgehändigt, die zur Lösung von halben Fahrkarten auf dem gesamten Liniennetz in jeder Klasse, auf Personen- und D- Zügen, in der Zeit vom 3.- 23. September berechtigen. Die Begünstigung erstreckt sich sowohl auf in- als auch ausländische Festteilnehmer. Bismard ersuchte Roon und Alpensleben, dem Könige die große Gefahr vorzustellen Beide aber lehnten ab mit den Worten: Der König fann reiten, wo er will." Da galoppierte Bismard schnell heran und sagte: ,, Wenn Eure Majestät hier einen Schuß erhielten, wäre ja die ganze Siegesfreude dahin; bitte inständigst. dieses Feld zu verlassen." Nach einigem Zögern folgt der König. Er hat die„, historischen Granaten von Königgräz" in gutem Gedächtnis behalten. Am 20. September 1866 schrieb er dem Landwehr- KavallerieMajor von Bismard: ..Jch; will, am heutigen Einzugstage besonders dessen geDenken, daß Sie mir überall das Herz und den Sinn eines Soldaten gezeigt haben. Ich will, oaß Sie Meiner Armee dauernd angehören sollen und befördere Sie hierdurch zum Generalmajor, wobei ich Sie gleichzeitig damit Sie die bei Königgrätz getragenen Farben nicht ablegen zum Chef des 7. schweren Landwehr- Reiter- Regiments ernenne." Bei dem Ritt über das Schlachtfeld am Abend der Schlacht, sagte Moltke zum König ,, Ew. Majestät haben nicht nur die Schlacht, sondern den Feldzug gewonnen." Bismard aber fügte hinzu: ., Die Streitfrage ist nun entschieden jetzt gilt es, die alte Freundschaft mit Desterreich wieder zu gewinnen." Welche Fernsicht! Welche weitgehende Berechnung! Ueber vier Jahre später, an einem fühlen September- Morgen, werden, fern im Westen, im Maasthale, dichte Nebel wallen wie hier im Tale der Bistriz. Auf der Höhe von Frénois wird wieder der Nordland- Riese" neben seinem König stehen und auf das gigantische Ringen harren das sich ihrem Blid enthüllen soll. Dort lämpft der Sachsen- Kronprinz Albert, der heute noch mit zäher Tapferkeit auf Oesterreichs Seite ficht, gegen die Armee des dritten Napoleon, dort ringen Bayern, Hessen, Thüringer, Nassauer, Alldeutschlands Söhne unter des Kronprinzen Friedrich Wilhelms Führung für des Voterlandes Einheit und Größe gegen Frankreichs schlachtgewohnte Truppen. Am Abend des denkwürdigen Tages sinkt das Kaiserreich der Bonaparte ins Grab; im fernen Kyffhäuser aber wedt der Zwerg den schlafenden Barbarossa, ihm fündend. daß seine Stunde gekommen ist. Mittwoch, den 19. August 1931. Aus Nab und Fern. Klein- Linden. Die Beigeordnetenwahl, Stichwahl zwischen Jakob Hofmann und Friedrich Schimmel, am vergangenen Sonn tag hat folgendes Ergebnis: Schimmel 512 Stimmen, Hofmann 432 Stimmen und 17 Stimmen waren ungültig. Die Wahlbeteiligung betrug 72 Prozent. Leihgestern. Die am Sonntag hier stattgefundene Stichwahl für die Wahl des Beigeordneten hatte eine 89prozentige Beteiligung der Stimmberechtigten, mit dem Ergebnis, daß der Kandidat der ,, Freien Bürgerlichen", Wilhelm Seipp 6., mit 547 Stimmen zum Beigeordneten gewählt wurde. Der Kandidat des Bauernbundes, Georg Waldschmidt, erhielt 484 Stimmen. Großen- Linden. Bei einem Brand am Montag in dem Konfektionsladen des Schneidermeisters Heinrich Leidig fielen große Bestände an Herrenbekleidungsstücken, im Werte von mehreren tausend Mark, dem Feuer zum Opfer. Schotten. Das Wiener Institut für Radiumforschung hat Quellwasser, das hier in der Nähe des Hauses Luginsland entnommen wurde und nach Wien zur wissenschaftlichen Begutachtung gesandt worden war, weil man wiederholt radiumhaltiges Wasser dort vorgefunden haben will, als radiumhaltig bezeichnet. Da auch die Luft in der Umgebung radiumhaltig sein soll, er= wägt man, in welcher Weise das Radiumvorkommen ausgewertet werden könnte. Schotten. Der Tierschutzverein für Hessen hält hier am 9. September seine 50. Jubiläums- Hauptversammlung ab. Gedern. Bei einem Gewitter schlug der Blizz in das Grundstück des Landwirts Ludwig Becker in Schönhausen ein und setzte die mit der Frucht- und Heuernte gefüllte Scheune, so wie die Stallungen in Brand. Scheune und Stallungen wurden ein Raub der Flammen. Offenbach a. M. Während eines heftigen Gewitters suchten zwei Frauen unter einem Baum Schuh. Plötzlich schlug der Blizz in den Baum ein. Die beiden Frauen wurden gelähmt. Ein ,, Braunes Haus" in Darmstadt. Wie der„ Hessenhammer" mitteilt, haben die Nationalsozia listen jetzt auch in Darmstadt ein ,, Braunes Haus". Die Villa des Rechtsanwalts Dr. Neuschäffer an der Ede der Frankfurter Straße wurde ihnen zu diesem Zwed vermietet. Das Haus wurde Erich Joohst- Heim, nach jenem jungen Manne aus Lorsch benannt, der eines der ersten Opfer der Nationalsozialistischen Partei in Hessen war. Das Rätsel um Heinz v. Lacum. Bingen. Zu dem rätselhaften Autobrand bei Dobel bei Herrenalb, dem der Fabrikant Heinz v. Lacum aus Bingen zum Opfer gefallen sein soll, wird weiter berichtet, daß die Leiche von der Staatsanwaltschaft erneut beschlagnahmt wurde, nach dem sie inzwischen zur Einäscherung freigegeben worden war. Krofdorf( Kr. Wetzlar). In Krofdorf spielten mehrere Schulkinder auf dem Bürgersteig, als zwei Autos kreuzten. Der eine Kraftwagen stieß beim Ausweichen gegen den Bürgersteig und fuhr in die Kinderschar hinein. Ein Knabe wurde so schwer verletzt, daß er in die Gießener Klinik verbracht werden mußte, drei weitere Kinder erlitten leichtere Verletzungen. Lüzellinden. Der 24jährige geistestranke Landwirtssohn Lenz griff seinen 65jährigen Vater, der die Sense schärfte mit dem Stallbesen an und schlug ihm von hinten unvermutet mehrmals auf den Kopf, daß der Mann schwerverletzt zusammenbrach. Wetzlar. Lebensgefährlich verletzt wurde ein Arbeiter, der in einer Tongrube bei Holzhausen mit Erdarbeiten beschäftigt war. Eine hohe Tonwand stürzte plötzlich herab und begrub den Unglücklichen, der mit schweren Rüdenverlegungen in lebensgefährlichem Zustande in das Krankenhaus eingeliefert werden mußte. ,, Gießener Zeitung" Herborn. Nach einer Bekanntmachung im Amtsblatt der evangelischen Landeskirche in Nassau soll mit Rücksicht auf die ungeheure Not großer Teile unseres Volkes und die zur Zeit unübersichtliche Lage von einer Einberufung des neugewählten Landeskirchentage: für Nassau vorläufig abgesehen werden. Gelnhausen, Beim Spar- und Darlehenskassenverein im benachbarten Hailer( Genossenschaft Raiffeisen) sind Unregelmäßigfeiten ausgedeckt worden, deren Höhe noch nicht genau feststeht. Spigeltätigkeit in einer Höchster Fabrik. Frankfurt a. M. In der Höchster Armaturen- und Maschinenfabrik von Breuer in Höchst vermißte man eine Anzahl Originalzeichnungen, die aus der übernommenen Fabrik von Geiger stammten. Man vermutete, daß von Angestellten Werkspionage getrieben wurde. Ein Fabrikangestellter, ein friegsbeschädigter Ingenieur, dem im Januar auf Ende Juni gekündigt worden war, und der danach strebte, eine neue Stelle zu erlangen, kam mit einem von der Firma eingesetzten Spitzel anfangs Juni in Korrespondenz, deren Charakter eine Anzeige wegen Diebstahls von Zeichnungen und Werkspionage bewirkte. Abbau bei der Kasseler städtischen Verwaltung. Kassel. Der Magistrat der Stadt Kassel ist mit der Aufstellung eines Notetats beschäftigt, der vom 1. Oftober ab gültig sein soll. Um ihn zu verwirklichen, hat die Stadtverwaltung beschlossen, eine große Anzahl Angestellter und Beamter abzubauen, besonders in den Zweigen der Bauverwaltung und des Jugendamtes. Zunächst werden 50 Angestellte von diesen Kündigungen betroffen. Versuchtes Eisenbahnattentat in der Oberpfalz. Weiden( Oberpfalz). Auf die beiden Gleise der Eisenbahnbrüde zwischen Wernberg und Luhe auf der Strede Regensburg -Hof haben bisher nicht ermittelte Verbrecher in der Nacht Schwellen gelegt, um die dort verkehrenden stark besetzten Nachtschnellzüge zum Entgleisen zu bringen. Ein die Stelle passierender Eilgüterzug zertrümmerte eine Schwelle und schob eine andere zur Seite. Der Lokomotivführer erstattete Meldung, worauf die Strede abgesucht wurde. Dabei wurde auf dem Gegengleis ebenfalls eine Schwelle gefunden. Bombenanschlag auf einen saarländischen Gemeindebeamten Dillingen. In das Treppenhaus des Leiters der Wohl= fahrtsabteilung der Gemeindeverwaltung, wurde eine Sprengbombe geworfen, die mit donnerähnlichem Knall explodierte. Es wurde erheblicher Schaden angerichtet, aber niemand verletzt.' Es scheint sich um einen Racheaft zu handeln. Schüsse auf Berliner Reichsbantbeamte. Berlin. Auf die Reichsbanknebenstelle in Berlin- Schöneberg ( Innsbruder Straße 33) wurde, am Dienstag mittag furz vor 12 Uhr von zwei maskierten und bewaffneten Banditen ein Feuerüberfall auf die Kassenschalter der Bank unternommen. Die Räuber hatten ausgefundschaftet, daß am Dienstag vormittag ein Geldtransport von der Zentrale der Reichsbank zu der Schöneberger Filiale unterwegs war. Als zwei Beamte das Geld eben abgeliefert hatten, erfolgte der Ueberfall. Die Banditen feuerten sofort auf die hinter dem Schalter befindlichen Beamten. Ein Geldzähler wurde von einem Schuß in den Bauch getroffen. Zwischen einem der Räuber und dem Kassierer entwickelte sich ein Kampf. Ehe jedoch die in den übrigen Abteilungen beschäftigten Personen eingreisen konnten, hatten die Räuber das vorgefundene Geld nach den bisherigen Feststellungen sind ihnen etwa 20 000 Mark in die Hände gefallen zusammengerafft und das Gebäude wieder verlassen und entfamen. Besoldungskürzung in Berlin. Berlin. Der Oberbürgermeister von Berlin hat mit Wirfung vom 1. Oktober die Besoldungskürzung der Beamten und Angestellten verfügt und zwar bis zum 31. Dezember 1931 nicht mehr als 5 v. H. und vom 1. Januar 1932 bis 31. März 1932 ... weisst Du, wer zur Leipziger Messe fährt? Adressenwettbewerb 5 Deutschlandprämien von RM 1500.- bis RM 300.819 Länder- und Städteprämien von RM 600.- bis RM 10.Höchstbetrag Im günstigsten Falle für Teilnehmer In Jeder soll teilnehmen! M RM Frage die Geschäftsinhaber, ob sie die Leipziger Herbstmesse besuchen. Schreibe die Namen der Firmen, die zur Messe fahren, auf ein Formular, das kostenlos bel den durch Plakataushang bezeichneten Geschäften und bei den unten genannten Vorverkaufsstellen erhältlich ist. Wer die meisten Adressen bringt, erhält die Prämien. Leipziger Herbstmesse 1931: vom 30. August bis 3. September Auskünfte über Vergünstigungen und vorteilhafte Verpflegungs- Gutscheinhefte durch das Leipziger Messamt, Leipzig C1, Markt 4 oder den Ehrenamtlichen Vertreter, Herrn Hermann Fuhr, i. Fa. J. H. Fuhr, Gießen, Sonnenstr. 25, Tel. 2454; d. Ind. u. Handelskammer Gießen f. d. Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach, Gießen, Lonystr. 7, Tel. 3647; d. Llondreisebüro August Bechmann, Vertretg. d. Nordd. Lloyd, Kassel, Kölnischestr. 16, u. Herrn Joseph Zahner, Vertretg. d. Nordd. Lloyd, Fulda, Karlstr. 11. Billige Fahrt im Sonderzug! ( D- Zug mit Speisewagen) mit Fahrpreisermäßigung. L. M. 3 Abfahrt Sonnabend, d. 29. 8. Fulda ab 17.09, L. M 67 Abfahrt Sonnabend, den 29. 8. Kassel ab 14.56. Rüdfahrt tägl. bis einschl. 12. 9. mit jed. belieb. 3uge( auch D- 3ug). Vorvert. d. Fahrkarten, soweit d. beschränkte Vorrat reicht: b. Herrn Joseph Zahner, Fulda, u. Herrn August Pechmann, Kajjel. Meßabzeichen beim ehrenamtl. Vertreter in Gießen, Herrn Joseph Zahner in Fulda und Herrn August Pechmann in Kajjel. Nr. 66. nicht mehr als 7 v. H. der bisher zuständigen besoldungsplanmäßigen Bezüge( ohne Berücksichtigung der reichsrechtlich angeordneten allgemeinen Kürzungen). Die über den Betrag von 7 v. H. hinausgehende Herabsetzung soll erst am 1. April 1932 in Kraft treten. Brandenburger Lebensversicherungs- A.- G. Berlin- Schöneberg. In der am 8. August 1931 stattgefundenen Generalversamm lung wurde die vorgelegte Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 1930 einstimmig genehmigt. Durch das Zusammengehen mit der Deutschen Krankenversiche rungs- A.- G. ist der Versicherungsbestand erheblich gestiegen, er betrug Ende des Jahres 1930 rd. 53 000 000 RM. Die Aktiven der Gesellschaft erfuhren im Geschäftsjahr eine erhebliche Steigerung. Der Gewinn beträgt 95 970,73 RM. Hiervon er= halten die Aktionäre wie im Vorjahre 4 Prozent Dividende, die Versicherten rund 80 000 RM., der Rest wurde dem gesetzlichen Reservefonds zugefügt. Neue Bücher. Heilung von Gallen- und Nierensteinleiden. Von Dr. med. Behr. Preis 2 RM. Bruno Wilkens Verlag in Hannover. Man ersieht aus dem sehr verständlichen Buch, wie eingehend sich der bekannte Verfasser auf Grund jahrelanger Erfahrungen während der Praxis mit diesem Krankheitsgebiet befaßt hat. Dem Patienten werden wertvolle Verhaltungsmaßregeln gegeben und oft erprobte Wege gezeigt, die zur Vorbeugung und Heilung führen. Billige Unterkunfts- und Verpflegungspreise im schönen Schwabenland. Daß Deutsche Kurorte, Bäder, Sommerfrischen und Städte für den Fremden und Erholungsbedürftigen vielfach billiger sind als ausländische und mit diesen wohl konkurrieren können, ist wiederholt nachgewiesen worden. 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Es regnet Daily Herald" glaubt a urations: und Kriegsich Stimson nach Washingt it der November oder Evening Times" brin den Augenminister Send Menntnis zur Revision amenschluß der Länder Der Direktor des Inte ift in Berlin eingetro informatorischen Zwed stanzler und dem Rei Der Jahresbericht der Bereichs ergibt seit 192 Sezent, im vergangene 635 000 Mitglieder. Er spanische Justizmi bie der Verkauf und der Kirchen und der de untersagt wird. Madrid läuft das( Aufstandes, Abd el ert war, entfommen Banier in Maroflo vo Reichsiteuere 268,8 Millionen Berlin. Im Monat J aus den Besitz un mart, aus den Zöllen Teidsmart, zufammen mmen im Juli 1931 e in der Presse veröff gegenüber Juli 1930 368,8 Millionen Reichs n Teil auf die Banten ading des Zahlungs- u en. Im übrigen wirte Verzugszinjen jetzt lauten deshalb die G ad Nauheim. Das V ag bis zum 20. Auguf darunter waren 456 August 1931 3951 Gäste Rotverordnun Berlin. Nachdem sich di rung entschlossen hab Ben Partei abzusehen, haltenmen fommunijtijάζει mmungen entgegenzutr Joten, voraussichtlich in erordnung ergehen, die the Partei richtet, eht noch nicht unterbr Anjang nächster Wod