Nr. 56 he im großen Bogen um eten Lesestoff, an den sich von dem ersparten I verforge fich ganz na liothet. Mer besondere erujes liegen, oder Lieb: geben. nge ausspinnen. Jedem n der Alltäglichkeit von aber mit einiger Ueber: td wenn die Ferien zu Ferienreisen bleiben werErholung finden, wenn nd guten Willens, sie zu it eifen? Berlin, d eifrig dafür geworben, der geschmort, oder sonst dererseits wird mit Einhingewiesen, daß rohes der noch ernsteren Vernlaß geben könne. Hengit esen, sich durchaus wider nicht anders zu helfen, auf den Genuß frischen, Ilfommen verzichten. Das Frisches Obst müssen nur Körperverfassung wegen en ist. Das aber ist glüd: von Volksgenossen. Alle enuß wirklich nicht vereinfache, überall mögliche fichtsmaßregel anwenden. gewöhnen, tein unge hes Abspülen mit Wasser Bu Hause und an Otten, ung steht, begegnet dieje issen, es sei denn der nicht daß einmal gewaschenes It wie ungewaschenes, and gebrachtes Obst auch voll er dieser in Sparsamfeit leinen Schwierigkeit lägt 1, ohne die Gemütlichkeit Wo Obst ungewaschen gleichzeitig entsprechende ht weitbauchige Trink et und ausreichend, daß em Verzehren sein Ob Anordnung können de entlich zum Tafelschmu fich meist ein Brunnen jen, die es erlaubt, das en. Auf Ausflügen oder s Obst fann evt. vor der sprechend verpadt werden. en allerfeltenjten Fällen eder mit nach Hause ge sist hier nicht groß. J stes vor dem Genuß not Bange machen gilt nicht!" I e Jeleit, Gießen. Giessen 5 und 2526 Buch und Zeitungs- Druckerei haus Tausch oo, Verkauf Gehalt Sportwagen 8/40 PS 46 Siger geg. fleinen Wagen 12 Siger). C Gieß 3tg., Sudanlage 1.2882 an die Grp. ber jeden sitellen arg, stoff Union Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdjendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Rolitische Rundschau. Die Regierung beabsichtigt, im Laufe der nächsten Woche burch Notverordnung eine Reform des Attienrechts vorzunehmen. Die Regierung hat eine neue Notverordnung gegen politische Ausschreitungen erlassen, die Veröffentlichungen der Presse zum Gegenstand hat. Die Mitteilungen, daß die Reichsregierung einen Wirtschaftskommissar mit weitgehenden Kontrollbefugnissen über verschiedene Zweige der privaten Wirtschaft ernannt habe oder zu ernennen beabsichtige, treffen in keiner Weise zu. Von Montag ab dürfen Auszahlungen von Sparkonten bis 3u 20 Mart täglich erfolgen. Der Ueberweisungsverkehr im großen Rahmen wird auf täglich 2000 Mart, im engeren Kreis der Banken auf 15 000 Mark erweitert. Die Auswirkungen der deutschen Krise machen sich selbst in den Randstaaten bemerkbar. Infolge des Ansturmes der Einleger auf die Libauer Banken hat sich die lettländische Regie: rung nach dem Muster der Reichsregierung zur Uebernahme der Garantie für Einlagen und Guthaben gezwungen gesehen. Die deutschen Selbsthilfemaßnahmen haben in Frankreich größte Ueberraschung hervorgerufen. Paris glaubt immer noch, dah Deutschland seine politischen Forderungen akzeptieren würde. Die italienische Presse spricht sich im Hinblick auf die Vor: gänge in Deutschland für bedingungslose Zusammenarbeit aller europäischen Staaten aus. In allen Kreisen Englands hört man Worte aufrichtiger Anerkennung für die Nüchternheit, mit der das deutsche Volk die schweren Prüfungen der letzten Tage bestanden habe. Die Brüder Karl und Heinz Lahusen, die bisherigen Leiter der Nordwolle A.-G., sind wegen Kontursverbrechens und Betrugs verhaftet worden. In einer Unterredung mit dem Reuterbüro erklärte Adolf Hitler, daß als die letzte und schwerste Folge der jetzigen Lage in Deutschland das bolschewistische Chaos drohe. Die internationale Sachverständigenkonferenz, die sich mit der technischen Durchführung des Hooverplans beschäftigen soll, ist zusammengetreten. In einer Reihe von deutschen Städten, so in Karlsruhe, Frankfurt, Darmstadt, Schwerte und Dresden, kam es am Mittwoch zu Erwerbslosenausschreitungen und Zusammenstößen zwi= schen Polizei und Kommunisten. Es gab mehrere Verletzte. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. In der Nacht zum Freitag fam es in Gelsenkirchen zu schwe ren Ausschreitungen. Im Schutze der Dunkelheit wurden über 40 Geschäfte geplündert. Die Führer der einzelnen Fraktionen des Lippischen Landtags haben das Landtagspräsidium ersucht, angesichts der ernsten politischen Lage im Reich und ihrer Auswirkungen auf Lippe, jofort den Lippischen Landtag einzuberufen. Für die Stadt Rudolstadt ist vom thüringischen Innenministerium ein Zwangsetat aufgestellt worden, der neben starDrud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 18. Juli 1931 Notverordnung gegen Kapitalflucht kommt. Der Reichskanzler legt großen Wert darauf, vor seiner Abreise nach Paris die neuen Notverordnungen fertigzustellen. So erklärt es sich, daß in der Nacht zum Freitag und am Freitag= vormittag die Verhandlungen bei den zuständigen Stellen in beschleunigtem Tempo fortgeführt wurden. Man rechnet dementsprechend noch im Laufe des Freitags mit der Bekanntgabe einer Notverordnung zur Bekämpfung der Kapitalflucht, ferner mit weiteren Durchführungsbestimmungen zur Devisennot: verordnung und schließlich mit einer Neuregelung des Zahlungsverkehrs nach Ablauf der Bankfeiertage, also in der tommenden Woche. Ueber den Inhalt der neuen Verordnungen lassen sich insofern bislang nur kurze Angaben machen, als z. B. bei der Verordnung über Kapitalflucht verschiedene Entwürfe zur Beratung standen, von denen jedoch, wenn nicht alle Anzeichen trügen, die radikaleren Vorschläge Verwirklichung finden werden. Jedenfalls besteht in Regierungskreisen die Absicht, durch sehr weitgehende Verordnungen etwaigen For derungen des Auslandes zuvorzukommen. Die erwarteten weiteren Durchführungsbestimmungen zur Devisennotverordnung sollen die Kapitalfluchtverordnung wesentlich ergänzen. Besonders die von maßgebenden Stellen be= fürwortete Deklarationspflicht für alle Devisenbestände liegt in dieser Richtung. Ob auch die Verordnung über die Regelung des Zahlungsverkehrs nach Ablauf der Bankfeiertage, also ab Montag, noch im Verlaufe des Freitags erwartet werden kann, iſt fraglich. Da sich der Verkehr bei den Banken namentlich am Freitag sehr ruhig abgewidelt hat, hofft man, die bisherigen Bestimmungen etwas auflodern zu können. Letzte Kabinettsjigung vor Paris. Das Reichskabinett ist, wie aus Berlin gemeldet wird, am Freitag um 17.30 Uhr zu einer letzten Kabinettsberatung vor Paris zusammengetreten, in der die Vollmachten für die am Sonnabend beginnenden Pariser Verhandlungen fertiggestellt wurden. Die deutsche Delegation verließ sodann um 22 Uhr Berlin und wird am Sonnabend 14 Uhr in Paris eintreffen. Bereits um 16 Uhr finden die ersten Beratungen statt, zunächst nur mit den französischen Partnern, und erst am Sonntagvormittag werden die Verhandlungen in erweitertem Kreise, d. h. unter Teilnahme des amerikanischen Staatssekretärs Stimson und des englischen Außenministers Henderson, wieder aufgenom men werden. Henderson wird sodann vermutlich am Sonntagmittag nach London fahren, um die Londoner Siebenmächtekonferenz vorzubereiten. Am Montagvormittag wird dann die deutsche Delegation die Reise nach London antreten. Bereits am Montag um 18 Uhr beginnt sodann die große Konferenz. fer Ausgabenbeschränkung eine Erhöhung fast aller Gebühren Vorläufig feine Einberufung des Reichstages. und die Festsetzung der Bürgersteuer auf 350 Prozent vorsicht. Alle Aufzüge und Versammlungen unter freiem Himmel find auch im Regierungsbezirk Koblenz bis auf weiteres verboten. Der fommunistische Reichstagsabgeordnete A. Krzikalla aus Laurahütte, der bei Ausschreitungen festgenommen wurde, iſt Dom Schnellrichter zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Wegen Vergehens gegen die Notverordnung vom 28. März 1931 wurde der kommunistische Landtagsabgeordnete BöningHeidelberg vom Schnellrichter zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht I hat gegen das freisprechende Urteil des Schöffengerichts Berlin- Mitte im Prozez gegen den braunschweigischen Staatsminister Dr. Franzen Berufung eingelegt. Der ,, Angriff", die Zeitung Göbbels, ist wegen des Artikels Gegen NSDAP und Stahlhelm" auf acht Tage verboten worden. Der Redakteur des nationalsozialistischen ,, Frankfurter Bolts: Blatts" wurde wegen Beleidigung der Landräte von Biedenkopf und Weglar zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt. Das Flugzeug Justice for Hungary", das auf Harbour Grace zum Ozeanflug nach Budapest gestartet war, landete am Donnerstag abend etwa 50 Kilometer vor Budapest bei Bicske, nachdem der Benzinvorrat ausgegangen war. Bei der Landung wurde der Propeller leicht beschädigt. Die Piloten blieben un= Tersehrt. Vizekanzler a. D. Geheimrat Friedrich von Bayer ist am Dienstag abend gegen 19 Uhr nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 84 Jahren gestorben. Regierungsrat Dr. Kuchen, der das gesamte Volksschulwesen im Reg.- Bez. Kassel neuzeitlich umgestaltet hat, ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Von morgen ab wird bei Grenzübertritten für jeden Paz eine Gebühr von 100 Mark erhoben. Der englische Ministerbesuch aufgeschoben. Berlin. Der Besuch des englischen Ministerpräsidenten Macdonald und des Außenministers Henderson in Berlin, der für Freitag vorgesehen war, ist mit Rücksicht auf die MinisterKonferenz, die am Montagnachmittag in London zusammentreten soll, bis auf weiteres verschoben worden. Der Aeltestenrat des Reichstages lehnte am Freitag die Anträge auf Einberufung des Reichstages zum 20. Juli gegen die Stimmen der Antragsteller( Deutschnationale, Nationalsozialisten und Kommunisten) und der drei Dissidenten vom Landvolk ab. Er beschloß aber auf Antrag der Oppositionsparteien, am Donnerstag, dem 23. Juli erneut zusammenzutreten und nochmal. zur Frage einer Einberufung des Reichstages Stellung zu nehmen. Das Durcheinander in der Wirtschaftspartei. Berlin. Zu den Auseinandersetzungen in der Wirtschaftspartei wird offiziell mitgeteilt: Die in der Oeffentlichkeit verbreiteten Meldungen, nach welchen der Wahlkreis Hessen- Nassau aus der Wirtschaftspartei ausgetreten ist, entsprechen nicht, den Tatsachen. Das Gremium, das diesen Beschluß faßte, war nicht satzungsgemäß besetzt; die angeblichen Beschlüsse sind daher ungültig. In einer sofort einberufenen sagungsmäßigen Wahlfreisversammlung ist dieser Sachverhalt festgestellt worden. Der Wahlkreis hat einen neuen Vorsitzenden gewählt und steht hinter der Parteileitung. Unrichtig sind ferner die Mitteilungen, nach welchen sich die sächsischen Wahlkreise der sogenannten Opposition des aus der Partei ausgeschlossenen Abgeordneten v. Detten angeschlossen haben sollen. Wie wir noch hören, hat an Stelle des Landtagsabgeordneten Dr. Rhode jetzt der Reichstagsabgeordnete Ruhl die Leitung des Wahlkreises Hessen- Nassau der Wirtschaftspartei übernommen. Erhöhung des Reichsbankdiskonts. Berlin. Von der Reichsbank wird folgendes Kommuniqué verbreitet: Ab Mittwoch ist die Gold- und Devisendeckung der Reichs: bank unter 40 v. 5. gesunken. Die gesetzlich erforderliche Ermächtigung des Generalrates ist hierfür eingeholt worden. Die Reichsbank hält es nicht für richtig, mit der Erhöhung des Distontsatzes zu warten, bis die im Paragraph 29 des Bankgesetzes angegebenen Voraussetzungen vorliegen, sondern sie hat in Vorausnahme dieser Verpflichtung bereits mit Wirkung vom 16. Juli d. J. ab den Diskont auf 10 v. H. erhöht. Gleich zeitig ist der Lombardsatz auf 15 v. 5. festgesetzt worden. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Plaz Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Nummer 57 Gebt die Hauszinssteuer zur Beschäftigung der Handwerker frei! Noch einmal das Thema: Gelder, die Wunder wirken könnten. In Nr. 290 der ,, Kölnischen Volkszeitung" vom 22. Juni 1931 finden wir unter der Ueberschrift: ,, Gibt es noch Möglichkeiten der Arbeitsbeschaffung" einen Artikel, der sich mit der Arbeitsbeschaffung durch Erlaß der Hauszinssteuer für Reparaturen am Althausbesitz beschäftigt. Die Darlegungen des uns unbekannten Verfassers zeigen mit unserem in mehreren Artikeln der Mittelrheinischen Volkszeitung" vertretenen Vorschlag über dieses Problem eine frappierende Uebereinstimmung. Wir finden dadurch unsere Auffassung, daß die von uns vorgeschlagene Lösung von weite ren Kreisen für durchführbar gehalten wird, bestätigt. Umso mehr bedauern wir, daß von Seiten des Hess. Finanzministers dieser Frage bisher noch nicht näher getreten wurde. Jedenfalls ist uns bisher noch keine Mitteilung zugegangen, daß von zuständiger Stelle in dieser Richtung etwas unternommen wurde. Im Hinblick auf die Bedeutung, die der Arbeitsbeschaffung für den bevorstehenden Winter zukommt, möchten wir die Darlegungen der ,, Kölnischen Volkszeitung" zu dem von uns angeschnittenen Problem im folgenden auch unseren Lesern zugängig machen. Nach einer Einleitung über die besondere Berücksichtigung des Baugewerbes in der letzten Notverordnung heißt es in der ,, KV.": Durch Zwangswirtschaft, Wohnungsgesetzgebung und Notverordnung sind drei Gruppen des Hausbesißes entstanden, der steuerlich aufs äußerste belastete Altbesitz, der steuerlich min der belastete Neuhausbesitz und der nach Inkrafttreten der Notverordnung gänzlich unbesteuerte Neubesitz, der berücksich tigt werden muß, wenn er auch nach Zahl und Bedeutung gering ist. Da nun sowohl der belastete wie der steuerlich unbelastete Neuhausbesitz für eine Belebung der Bauwirtschaft aus den angegebenen Gründen nicht mehr in Frage kommen, muß geprüft werden, wie man dem Altbesitz die Möglichkeit geben könne, sich zu erneuern und instandzusetzen. Diese Frage ist um so wichtiger, als eine ordnungsmäßige Instandsetzung des Althausbesitzes seit Ausbruch des Krieges, also seit 17 Jahren, von verschwindenden Ausnahmen abgesehen, nicht mehr stattgefunden hat. leber die Verwahrlosung, besser gesagt den zwangsläufigen und unvermeidlichen Verfall dieser Häuser, ist schon soviel geschrieben worden, daß sich jedes weitere Wort erübrigt. Da es sich aber das zeigt schon das Steueraufkommen des Althausbesitzes hier um ganz gewaltige Werte handelt, die auf dem Spiele stehen, muß das Problem herausgestellt werden, um so mehr, als hier eine Möglichkeit vorliegt, der Bauwirtschaft Notarbeit zu verschaffen. Volkswirtschaftlich gesehen könnte solche Notarbeit der Instandsetzung des Althausbesitzes in gewissem Umfange als Ersatz der fehlenden Neubautätigkeit gelten und sich fördersam auswirken. Eine andere Möglichkeit, die Bamvirtschaft wenn nicht anzukurbeln, so doch wenigstens über Wasser zu halten, gibt es zurzeit nicht. Die Hauseigentümer sind nun nicht in der Lage, aus den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, die ihnen aus Mieten nach Abzug aller Steuern und Zinsen verbleiben, die Kosten dieser Wiederherstellungsarbeiten zu bestreiten. Ein Durch schnittsbeispiel, das beliebig vermehrt werden kann, möge dies erläutern. Eine herrschaftliche Stockwerkswohnung in Köln, im sog. besseren Wohnviertel, mit sieben Zimmern, Küche usw. erbrachte eine Friedensmiete von 150 M.; die heutige gesetzliche Miete beträgt 200 M.; die Wohnung war bewohnt von 1914 bis heute. Nach Kündigung des Altmieters bietet der neue Mieter 170 M., verlangt aber vollständige Ueberholung der Wohnung. Da der auf die Miete entfallende Steueranteil 110 Mark beträgt, wozu noch Betriebsunkosten und Aufwertungszinsen kommen, ist dem Hausbesitzer die Instandsetzung unmöglich. Denn die Kosten hierfür betragen 2500 M. Keineswegs ist dies ein vereinzelter Fall; ähnlich wie dieser sind Hunderttausende im ganzen Reich gelagert. Welche Fülle von Arbeit läge vor, welche Masse Erwerbsloser könnte beschäftigt werden, vor allem aus dem Baugewerbe und den übrigen Schlüsselgewerben, wenn man ernsthaft an die Instandsetzung der Altwohnungen heranginge und staatlicherseits für die nötige Erleichterung durch entsprechende gesetzliche Bestimmungen forgte. Es liegt zwar eine Ministerialverordnung vor, des Inhalts, daß Hauseigentümer, die sich auf dem freien Geldmarkt Mittel zur Instandsetzung ihrer Häuser verschaffen, Anspruch darauf haben, daß ihnen die Hauszinssteuer um die Zinsbeträge dieser Hypotheken gekürzt werde. Doch dürfte auch mit Hilfe dieser Verordnung eine spürbare Belebung der Bauwirtschaft nicht möglich sein. Was läßt sich also tun? Es wäre angebracht, jedem Hauseigentümer, der durch Vorlage von Rechnungen nachweist, daß er Instandsegungsarbeiten über einen gewissen und nicht zu gering zu bemessenden Prozentsatz der Friedensmiete hinaus hat Samstag, den 18. Juli 1931. ausführen lassen, die Hauszinssteuer des laufenden Steuerjahres um den Betrag der gemachten Aufwendungen zu kürzen. D. H. jede Aufwendung für sog. Schönheitsreparaturen, Erneuerungen, Modernisierungen und Umbauten müßte von dem schuldigen Hauszinssteuerbetrag des Jahres abziehbar sein. Man könnte nun fragen, ob sich ein solches Verlangen bei der Geldnot der öffentlichen Hand rechtfertigen lasse. Dazu ist folgendes zu sagen: die Mittel des Staates und der Gemeinden gehen gegenwärtig zu einem erheblichen Teil in die Erwerbslosenfürsorge. Alles, was geeignet ist, die Zahl der Arbeitslosen herabzusehen, hilft dem Staat und den Gemeinden aus der Finanznot. Gewährt man dem Hausbesitz und damit auch dem Schlüsselgewerbe der Bauwirtschaft die Möglichkeit, Instandsegungsarbeiten durchzuführen, Umbauten anzufangen und die überalterten und verwahrlosten Häuser in Ordnung zu bringen, dann wird eine beträchtliche Zahl von Erwerbslosen verschwinden. Dazu gehören aber, um dies zu erreichen, durchgreifende Erleichterungen in der Art, wie sie hier vorgeschlagen werden. Die öffentliche Hand wird sich schon deshalb nicht schlechter dabei stehen, weil ihr aus dem Verdienst bisher Gr werbsloser beträchtliche Steuergelder zufließen. Das zeitweilige Minderaufkommen an Hauszinsstener dürfte, wenn die Bauwirtschaft mit Instandsetzungsarbeiten über Wasser gehalten wird, durch erhöhte Einkommensteuereingänge wettgemacht werden.( Entnommen der ,, Mittelrhein. Volkszeitung".) A. K. - Wochenrückblick. Am Montag tam die bisher latente deutsche Deflationskrise zum Ausbruch. Nachdem es Reichsbankpräsident Dr. Luther nicht gelungen war, auf seinen eiligen Reisen nach London und Paris die für Deutschland notwendigen Kredite zu erlangen und das Reichskabinett am Samstag und Sonntag in Permamenz getagt hatte, blieb der Reichsbank nur der eine Ausweg offen, eine rigorose Kreditsperre vorzunehmen. Außerdem war die Danatbank, die schon durch Kreditkündigungen des Auslandes annähernd eine Milliarde Mark verloren, aber auch durch innerdeutsche Verluste man erinnere sich an den Zusammenbruch der Norddeutschen Wollkämmerei, die FavagAffäre u. a. geschwächt worden war, gezwungen, ihre Schalter zu schließen. Trotzdem das Reich die volle Garantie für alle Einlagen der Danatbank übernommen hatte, fam es am Montag zu einem Ansturm auf die deutschen Banken und Sparkassen; infolgedessen konnte diese Institute nur beschränkte Beträge auszahlen. Um einem Weitergreifen der Panik vorzubeugen, erklärte die Regierung für Dienstag und Mittwoch Bankfeiertage, die Börsen blieben während der ganzen Woche geschlossen. Noch hatte die Reichsregierung Hoffnung, daß die Tagung der B. J. 3. in Basel Hilfe für Deutschland ergeben werde, jedoch wurden nur leere Versprechungen abgegeben. Jetzt blieb Deutschland nur die Selbsthilfe übrig, wenn es sich nicht den politischen Forderungen Frankreichs unterwerfen wollte. Zuerst tauchte der Plan auf, die Rentenmark wieder einzuführen. Schließlich tam man dahin, die Golddeckung der deutschen Währung unter 40 Prozent sinken zu lassen, der Disfontsatz der Reichsbank wurde gleichzeitig auf 10 Prozent, der Lombardsatz auf 15 Prozent erhöht. Die Reichsregierung erließ eine Notverordnung über den Devisenhandel. Am Donnerstag wurden die Kreditinstitute für Zahlungen von Löhnen, Steuern usw. wieder geöffnet, der volle Zahlungsverkehr setzt erst am kommenden Montag wieder ein. Erste Hilfe! Wo jeder sofort zugreifen muß! DKGS. Jm allgemeinen wird in jedem Kursus für erste Hilfe, in jedem Buch, in jeder Broschüre und auch in den meisten vernünftigen Zeitungsartikeln über dieses Thema darauf hingewiesen, daß man durch unsachgemäße und falsch angewandte erste Hilfeleistungen einem Verunglüdten unter Umständen mehr schaden als nützen kann. Infolgedessen sollen Menschen, die nichts von der Sache verstehen, lieber die Hände davon lassen und einen Sanitäter oder einen Menschen, der in den Dingen der ersten Hilfe Bescheid weiß, herbei holen. Am besten ist es, sofort stets den nächsten Arzt zu benachrichtigen oder womöglich den Verletzten zum Arzt zu bringen. Eine zweite, immer wieder mit Recht betonte und in den Vordergrund gestellte Mahnung im Unterricht über erste Hilfe: Ruhe bewahren! Lieber ein paar Minuten lang überlegen, sich genau orientieren, was vorgefallen ist, welche Körperstellen verletzt sind, wie der Verunglückte am besten gelagert wird, wie man ihm seine Schmerzen lindert, wie und wo man ihn anzufassen hat als daß man durch ein paar gut gemeinte, aber völlig verfehlte Handgriffe ihm Schaden zufügt, Schmerzen be= reitet und dadurch das Uebel verschlimmert. Nur in zwei Ausnahmefällen gelten diese Mahnungen nicht. Zunächst bei dem nicht gerade seltenen Fall, daß Mörtel, Kalk oder Säure in die Augen eines Menschen gespritzt sind. Dies tommt nicht nur bei Arbeitern vor, sondern auch leider gar nicht selten bei spielenden Kindern, die sich der großen Gefahr, in der sie schweben, natürlich ganz und gar nicht bewußt sind. Während man im allgemeinen bei Augenverletzungen natürlich ganz besonders vorsichtig mit seiner wohlmeinenden Hilfe sein soll( am besten das verletzte Auge oder noch besser beide Augen einfach verbinden und damit ruhigstellen, den Kranken sofort zum Arzt oder Augenarzt bringen!), muß man bei Mörtel-, Kalt oder Säurespritzern im Auge sofort selbst eingreifen. Diese Notwendigkeit ist dadurch begründet, daß Mörtel, Kalk und ebenso jede Säure die zarten Gewebe des Auges sofort ätzen und schwerste Zerstörungen anrichten. Daher muß mit allergrößter Beschleunigung sofort für restlose Beseitigung dieser gefährlichen Stoffe aus den Augen gesorgt werden. Die Zentralstelle für Unfallverhütung beim Verband der Deutschen Berufsgenossenschaften hat für derartige Unfälle im Arbeitsleben kurz präzise Richtlinien herausgegeben, die ohne weiteres für den Alltag übernommen werden können: ,, Das übliche Kühlen des Auges durch Auflegen nasser Tü„ Gießener Zeitung" Gleichzeitig sind für die Zukunft scharfe Bestimmungen gegen die Kapitalflucht erlassen. Weiterhin muß jeder Deutsche, der zu seinem Vergnügen über die Grenze reist, in Zukunft 100 Mark für jeden Paß bezahlen. Der sog. kleine Grenzverkehr wird davon nicht betroffen. Die Bemühungen der Reichsregierung zur Bekämpfung der inneren Krise sind tatsächlich bewundernswert. Die Krise war nicht nur auf Deutschland beschränkt geblie ben. Ungarn mußte drei Bantfeiertage erklären, in Lettland wurden Banken geschlossen, furz, kaum ein Staat in Mitteleuropa blieb verschont. Selbst der Kurs des englischen Pfundes wurde durch französische Geldabzüge stark erschüttert. Nicht zuletzt darauf ist es zurückzuführen, daß nach der Besprechung Stimson- Briand- Henderson Brüning und Curtius zu einer sofortigen Besprechung nach Paris eingeladen wurden, damit Deutschland und Frankreich gemeinsam an eine Bekämpfung der Krise herangehen können. Dem Geschick der deutschen Minister liegt es anheim, für Deutschland die günstigsten Bedingungen ohne Eingehen auf politische Forderungen Frankreichs zu erreichen. Franzen freigesprochen. ―er. Berlin. In dem Prozeß gegen den Staatsminister Dr. Franzen verkündigte das Schöffengericht Berlin- Mitte unter Vorsiz des Amtsgerichtsrats Dr. Herzfeld folgendes Urteil: Der Angeklagte wird auf Kosten der Staatskasse freigesprochen. Der Freispruch des Angeklagten erfolgte mangels Beweises. Wachsender Fehlbetrag in Preußen. Wie der Demokratische Zeitungsdienst" meldet, hat der preußische Finanzminister an die preußischen Ressorts Richtlinien herausgehen lassen, in denen mitgefeilt wird, daß die Rechnung des ordentlichen Haushalts Preußens für das Rechnungsjahr 1930 voraussichtlich mit einem Fehlbetrag von 121 Millionen abschließen wird. Für 1931 folgt ein Fehlbetrag von 227 Mil: lionen, so daß man in das Jahr 1932 mit einem Gesamtfehlbetrag von 348 Millionen für den ordentlichen Haushalt des Landes eintreten wird. Arbeitsunterbrechung bei dem Kölner Ford- Werk. Infolge der augenblicklichen wirtschaftlichen Lage hat sich die Leitung des Kölner Ford- Werkes veranlaßt gesehen, eine Arbeitsunterbrechung von einigen Tagen für diejenigen- Belegschaften eintreten zu lassen, die unmittelbar mit der Herstellung von Wagen beschäftigt ist. Deutschamerikanische Arbeitslosenhilfe. " Unter dem Vorsitz des Präsidenten Viktor F. Ridder, dem Herausgeber der Newyorker Staatszeitung, fand Anfang Juni eine Vollversammlung der Deutschamerikanischen Konferenz" in Newyork statt. Sie gab Aufschluß über die weitreichenden Maßnahmen und Leistungen dieser Organisation auf dem Gebiet der Fürsorge für die zahlreichen arbeitslosen Landsleute. Angesichts der noch immer vorherrschenden großen Not soll das bisher so erfolgreiche Hilfswerk fortgesetzt werden. Es han= delt sich dabei in erster Linie um Ueberlassung von Kleidung, Kohlen, Eßwaren und Geld, in Einzelfällen auch um die Be schaffung von Arbeit. Die Einrichtung einer ständigen StelTenvermittlung wurde angeregt. Insgesamt wurden bisher von der deutschamerikanischen Konferenz über 4500 Personen unterstützt. Etwa 60 Personen sprechen täglich um Hilfe vor. Die cher oder Zubringen von Wasser mittels der Hand ist bei der= artigen Verätzungen als durchaus schädlich streng verboten! Es sollen dagegen die Spritzer sofort aus dem Auge entfernt werden: Irgendein Gefäß( Tasse, Kanne, Flasche oder der= gleichen) wird schnell gereinigt und mit sauberem Wasser gefüllt. Der Verletzte wird zu ebener Erde hingelegt. Sodann Iniet ein Mitarbeiter zur Seite des Verletzten nieder und öffnet die Lidspalte des kalk-( mörtel-) oder säurehaltigen Auges in der Weise, daß er den Daumen der einen Hand auf das Unterlid, den Daumen der oberen Hand auf das Oberlid legt und nun das Oberlid kräftig nach oben, das Unterlied kräftig nach unten zieht. Ist das auf diese Weise geöffnete und offen zu haltende Auge gießt ein anderer Mitarbeiter aus dem inzwischen herbeigeholten Gefäß Wasser in einem dünnen Strahle aus einer Höhe von 10 bis 20 Zentimeter, und zwar so lange, bis keine Kalk-( Mörtel-) oder Säureteile im Auge mehr vorhanden sind. Nachdem dies geschehen ist, werden beide Augen- auch das unverletzte! zugebunden( mit Verbandpäckchen, Taschentuch, Halstuch) und der Kranke schnell zum Arzt, möglichst zum Augenarzt, gebracht!" Nr. 57 Dauer der Arbeitslosigkeit beträgt bei Familienvätern durch schnittlich sechs Monate. Bisher konnten insgesamt 284 Ar beitsstellen vermittelt werden. Die Erhaltung und Pflege der firchlichen Ordnung. Camstag, den 1 Das Wort„ G jeden fiebenten To jhiedenen Klang. da sind welche, Glajergeflirr und ein Sonntag& Sell und rein Bejonders jenen, Raubigen Straßen Neue Bestimmungen für die hessische Landeskirche. Das Verordnungsblatt der Hessischen Landeskirche veröf fentlicht das neue Kirchengesetz, das der Landeskirchentag nach langen Verhandlungen im April dieses Jahres beschlossen hat. Es ist für die Oeffentlichkeit von besonderer Bedeutung, so das wir es etwas ausführlicher behandeln müssen. Das Gesetz geht, wie§ 1 besagt, von der Tatsache aus, das die Kirche die Pflicht hat, ihren Gliedern mit dem Evangelium zu dienen und sie der Gemeinschaft des Glaubens und der Liebe zuzuführen. Daraus ergibt sich für die Glieder die Pflicht, auch den zur Erhaltung und Förderung solcher Gemeinschaft un erläßlichen äußeren Ordnungen die Treue zu bewahren: di Ehen trauen, die Kinder taufen und christlich erziehen und die Toten kirchlich beerdigen zu lassen. Besonderer Regelung bedarf die Vornahme kirchlicher Hand lungen an solchen, die der evangelischen Kirche nicht angehören. Nach dem Gesetz dürfen die Ehen zwischen Angehörigen der evan gelischen Kirche und solchen anderer christlicher Religionsgemein schaften nur dann kirchlich getraut werden, wenn evangelische Kindererziehung versprochen wird. Bei Ehen zwischen Angehö rigen der evangelischen Kirche und Personen, die einer nicht christlichen oder keiner Religionsgemeinschaft angehören, ist die Trauung zu versagen. Ausnahmen unterliegen der Genehmi gung des Landeskirchenamts. Die Taufe eines Kindes nicht evangelischer Eltern kann ge währt werden, wenn evangelische Erziehung versprochen und durch evangelische Paten gewährleistet wird. Die kirchliche Bestattung wird grundsätzlich nur Gliedern der evangelischen Kirche gewährt, Christen anderen Bekennt nisses nur, wenn diesen von ihrer Kirche die kirchliche Beerdi gung um deswillen versagt wird, weil sie ihre Ehe mit evan gelischer Trauung begonnen oder mit evangelischer Kinder erziehung geführt haben. Weil die Beerdigung aber auch ein Akt der Trostspendung ist, kann auf Wunsch der evangelischen Angehörigen von Nichtchristen eine häusliche Feier am Tag nach der Beerdigung stattfinden. Die Konfirmation ist nur Kindern zu gewähren, die getauft sind, evangelischen Religions- und Konfirmandenunterricht be sucht haben und ihren kirchlichen Pflichten als Konfirmanden nachgekommen sind. Auch Kinder nicht evangelischer Eltern sind hiervon nicht ausgenommen, wenn diese erklären, daß sie die Verpflichtung ihrer Kinder anerkennen und ihre Erfüllung un terstützen. Bei der Beratung des Gesetzes im Landeskirchentag wurde von allen Seiten betont, daß es sich hier nur um eine äußere Bindung an die Kirche handeln könne, die die viel wichtigere innere Bindung an das Evangelium zur Voraussetzung haben müsse. Für die Gemeindeglieder wird die Herausgabe einer ,, Le bensordnung" geplant, die ihnen die Pflichten gegenüber der Kirche verdeutlichen und in der auch einiges über die Teilnahme am hl. Abendmahl gesagt werden soll. Dieses Gesetz konnte nur zustandekommen, weil der Wille zur Kirche in allen Gruppen des Landeskirchentages den Ausschlag gab. und lichtarmen das Wort„ Sonnta Blumen und Wal träumen mit dem und Wald, vom Vater oder Mutte Gottes Garten. A Manches Kind in umjonit den Traum Mütter dort gewor einen Sonntag un identen. Jekt, wo der tenden Kinderhänd der Großitädte woh reinen Gottesfuft von der nicht nur Sonntag bringt. Bitte: Wer eines auf," so sprach ei fer sich abwechseln, und es muß in der Zwischenzeit alles getan werden, um nach Möglichkeit sofort einen Arzt herbeizuholen, zumal dieser durch entsprechende Einspritzungen von herzbelebenden Mitteln die Wirkungen der künstlichen Atmung unterstützer und so den elektrischen Scheintod erfolgreich bekämpfen kann. Speiseeis und Volksgesundheit. DKGS. Zehn Pfennige tostet die Eiswaffel, zwanzig die Portion!" Wer, und besonders welches Kinderherz könnte an heißen Sommertagen diesem Lockruf widerstehen? Zweifellos ist Speiseeis für Jung und Alt ein angenehmes und, wenigstens für kurze Zeit, auch abkühlendes Genußmittel; allein wer Schädigungen seiner Gesundheit vermeiden will, der wird gut tung, beim Eisgenuß gewisse Vorsichtsmaßregeln nicht außer Acht zu lassen. Es soll vor allem langsam und in kleinen Bissen verzehrt werden. Jẞt man es zu rasch und in erhitztem Zustande, dann leiden unsere Zähne und die plötzliche Abkühlung im Körper innern kann zur Ursache für manchen schmerzhaften Magen- ode Darmkatarrh werden. Das schärfe man besonders den Kindern ein, die sich oft heimlich vom Eiswagen eine Waffel holen und diese dann, weil sie fürchten, gesehen zu werden oder das Eis könne zu rasch zerschmelzen, voll Hast auf offener Straße her: unterschlingen. Der zweite Fall, in dem sofort zugegriffen werden muß, ist der Scheintod durch elektrischen Schlag. Nachdem der Strom ausgeschaltet oder der Verletzte von der auch dem Helfer Gefahr bringenden Stelle der Starkstromleitung entfernt ist, muß unverzüglich künstliche Atmung einsehen. Es darf auch nicht eine Minute oder Sekunde damit gezögert werden. Also in solchem Falle nicht wie bei Gasvergiftungen erst die Fenster öffnen oder den Bewußtlosen transportieren oder bequemer lagern, Zunge herausholen oder ähnliches, nicht erst Arzt oder sonstige Helfer benachrichtigen, nicht auf Sauerstoff- oder sonstige Wiederbelebungsapparate warten, nicht erst Sanitätskolonne oder sonstige Transportmöglichkeiten herbeirufen, sondern ohne Verzögerung sofort mit der künstlichen Atmung beginnen. Seitlichlegen des Kopfes verhindet das Zurüdgleiten der Zunge und die Verstopfung der Atmungswege. Es ist erwiesen, daß bei elektrischem Scheintod auch nur ein kurzes Hinauszögern dieser Hilfsmaßnahmen das definitive Ableben zur Folge haben kann. Andererseits kann sofort einsetzende Hilfe auch scheinbar völlig Leblose wieder zu selbständiger Atmung und Herztätigkeit bringen und damit lebensrettend wirken. Gleichzeitig sei aber darauf verwiesen, daß diese Wiederbelebungsversuche durch künstliche Atmung nötigenfalls stundenlang fortgesetzt werden müssen. Es sind Fälle bekannt geworden, in denen noch nach zwei und drei Stunden die ersten Anzeichen wiedererwachenden Lebens auftraten. Selbstverständlich müssen in solchen Fällen die Hel-| Umsicht. Auch bei der Auswahl des Eisverkäufers ist eine gewisse Vorsicht am Plazze. Man kaufe Speiseeis nur von solchen Händ lern, bei denen peinliche Sauberkeit herrscht. Diese ist besonders wichtig auch bei der Zubereitung des Eises. Zwar bestehen da für strenge polizeiliche Vorschriften, aber fast in jedem Jahre kommen trotzdem Fälle vor, in denen nach Genuß von Speise: eis Erkrankungen an Paratyphus, Typhus und Ruhr auftreten Manche Hausfrau, die im Besitze einer eigenen Eismaschin ist, sucht auch durch selbsthergestelltes Eis ihre Familie zu er freuen. Wichtig dabei ist, daß man stets nur frisches, einwand freies Material zur Eisherstellung verwendet. Unter keinen Umständen darf Speiseeis, das am Tage der Herstellung nicht aufgegessen wurde, über Nacht aufbewahrt werden. Taut näm lich in der Zimmerwärme die Eismasse auf, so tritt leicht, ähr lich wie beim Fleisch und anderen Nahrungsmitteln, unter dem Einfluß der Wärme Gärung und Zersetzung durch allerlei Bak terien auf, die auch beim Wiedergefrieren nicht zugrunde gehen Darum auch im Haushalt stets nur frisch bereitetes Eis essen! Im übrigen ist selbstverständlich beim Eisgenuß übertriebene Furcht nicht am Platze, wohl aber ein bißchen Vorsicht und Dr. K. jahler iſt. Die letzte N laftungen die fogen Die Arbeitge Lohnzahlungen nac ftener mit in Abzu für die Lohnsteuer an das Finanzam bat ebenso wie bei wifchen dem 1. u Mts, bei Lohnza Monats, späteste Krifenlohnsteuer fellt. Bei der 2 auf den nächsten überweisungen an Arbeitgeber, die Finanzamt entri den Monats ei Arbeitnehmern Lohnsteuer und Erstmali alle Lohnzahlu Der W Ein Wenn Sie will ich es Ihne gegen Leute, die ragen, seit einn und mir dann Nun, ich m dableibt," lachte Wie Sie i fröhliche Stimm Mann, welcher angesprochen hatt Allerdings, Sie gar nicht eri macht haben, M legenheiten geho Sehr richtig legen durch Did Namen erfahren Sind Sie lächelnd, der si Wirtin erinnert Ehre Jhres Be Tajch beendet seh Ich denke n wort. Und ich hierhergelommen beite Mannschaft antworten, hörer beugte fich in je storben und beg leid, denn ihr Bom gejchaftlic fchließlich die s mich. Ich habe spielen gesehen laffen, um Sie Berufsfußballer an; aber das f bei Hampton V larite Mittelstür fich noch niemal Ihnen bin ich f gewejen bin, die Aber um m Jhnen die Maxin balb fünf Jahre uns bleiben. Ja Ihnen das bejte erwarten tann. haben, einen be Weife, wie der A Das Spielfeld if fameraden find Leute, die auf d habe mich inzwi Der Vorteil eine Anitog zu erreg Und an m chversich Dr. 5 bei Familienvätern bu fonnten insgesamt 284 und Bilege Ordnung. hessische Landeskirche. effischen Landestirche vet s der Landeskirchentag Dieses Jahres beschloffen Sesonderer Bedeutung, fo eln müssen: t, von der Tatsache aus, iedern mit dem Evangeli des Glaubens und der Li die Glieder die Pflicht, a ng solcher Gemeinschaft ie Treue zu bewahren: nd christlich erziehen und d en. Samstag, den 18. Juli 1931. Lokales. Sonntagsgedanken. Das Wort„ Sonhtag", das uns aus dem Strome der Zeit jeden siebenten Tag entgegenrauscht, hat für die Menschen verschiedenen Klang. Jener hört Sonntagsgloden, Orgelklang; da sind welche, die den Sonntag nur mit Wirtshauslärm, Gläsergeklirr und Spiel verbinden können und dort wieder ist ein Sonntag Freitag für alles. Hell und rein klingt noch dem Kinde der Name ,, Sonntag". Besonders jenen, die die ganze Woche verdämmert haben in staubigen Straßenzügen der Stadt, in dumpfen Erdgeschossen und lichtarmen Höfen der starrgrauen Mietsfasernen und denen das Wort„ Sonntag" ein Sehnsuchtsrufen ist nach Sonne, nach Blumen und Wald, nach Gottes großem Erdengarten. Sie träumen mit dem Sonntag vom blauen Himmel, von Wiese und Wald, vom Singen und Wandern, von einer gütigen Vater oder Mutterhand, die da herumzeigt über alle Pracht in Gottes Garten. Aber die Zeit ist hart und das Leben teuer. Manches Kind in den Hinterhäusern der Städte träumt heute e Vornahme firchlicher Har umsonst den Traum vom Sonntag. Arm sind viele Väter und schen Kirche nicht angehöre Dischen Angehörigen der ev christlicher Religionsgemein werden, wenn evangelij Bei Ehen zwischen Angeh Personen, die einer nig meinschaft angehören, ist d n unterliegen der Genehm evangelischer Eltern fann g Erziehung versprochen un stet wird. grundsätzlich nur Gliede Christen anderen Belen Kirche die kirchliche Beet weil sie ihre Ehe mit en mit evangelischer Kim e Beerdigung aber auch uf Wunsch der evangelij ne häusliche Feier am Dern zu gewähren, die gelovit Konfirmandenunterricht be Pflichten als Konfirmander icht evangelischer Eltern find diese erklären, daß sie di en und ihre Erfüllung w m Landestirchentag wu hier nur um eine ne, die die viel wid zur Voraussetzung -die Herausgabe einer die Pflichten gegenüber der heiniges über die Teilnahme foll ndekommen, weil der Wille Landeskirchentages den Aus der Zwischenzeit alles ge -rt einen Arzt herbeizub insprigungen von herzbelebe inftlichen Atmung unterstü erfolgreich bekämpfen fam lfsgesundheit. et die Eiswaffel, zwanzig Jelches Kinderherz tönnte a uf widerstehen? Zweifellos angenehmes und, wenigites = Genußmittel; allein ermeiden will, der wird gil htsmaßregeln nicht außer nd in kleinen Bissen verzeb in erhitztem Zustande, dan hliche Abkühlung im Körpe en schmerzhaften Magen o eman besonders den Kinder Dagen eine Waffel holen und hen zu werden oder das G Haft auf offener Straße h Eisvertäufers ift eine gewis peiseeis nur von solchen Hän it herrscht. Diese ist befondes des Eises. Zwar bestehen en, aber fast in jedem Jahre enen nach Genuß von Spei Typhus und Ruhr auftreter ige einer eigenen Eismaschine Ites Eis ihre Familie zu e an stets nur frisches, einwan ng verwendet. Unter tein m Tage der Herstellung ni fbewahrt werden. Taut na smaffe auf, so tritt leicht, ab Nahrungsmitteln, unter de 3erfetzung durch allerlei Ba efrieren nicht zugrunde gebe ur frisch bereitetes Eis effe beim Eisgenuß übertrieben ber ein bißchen Vorfight un Dr. R Mütter dort geworden und können ihren Kleinen oft nicht mehr einen Sonntag unter Gottes Blumen, Faltern und Vöglein schenken. Jetzt, wo der Sommer ins Land zieht, schaut auf die bittenden Kinderhändchen, ihr, die ihr fern der rauchenden Schlote der Großstädte wohnt! Schenkt jenen Kinderseelen, die nach der reinen Gottesluft lechzen, ein paar Wochen goldener Ferienzeit, von der nicht nur der siebente, sondern jeder Morgen einen Sonntag bringt. Deffnet Herzen und Hände und höret die Bitte: Wer eines dieser Kleinen aufnimmt, der nimmt mich auf," so sprach einst der, der für solche Taten der beste Lohnzahler ist. Der Sonntagsschreiber. * Krisensteuer. Die letzte Notverordnung brachte neben anderen Neubelastungen die sogenannte Krisensteuer. Die Arbeitgeber müssen darauf achten, daß sie bei allen Lohnzahlungen nach Ende Juni diese Stener neben der Lohnsteuer mit in Abzug bringen. Sie haften dem Reich ebenso wie für die Lohnsteuer auch für die Krisenlohnsteuer. Die Abführung an das Finanzamt durch Lohnstenermarken oder Ueberweisung hat ebenso wie bei der Lohnsteuer zu erfolgen, bei Lohnzahlungen zwischen dem 1. und 15. eines Monats, spätestens am 20. ds. Mts., bei Lohnzahlungen zwischen dem 16. und dem Ende eines Monats, spätestens am 5. des folgenden Monats. Für die Krisenlohnsteuer werden besondere Steuermarken nicht hergestellt. Bei der Verwendung von Marken erfolgt Abrundung auf den nächsten durch 5 teilbaren Pfennigbetrag. Bei Bar überweisungen an das Finanzamt findet keine Abrundung statt. Arbeitgeber, die die Lohnsteuer durch Barüberweisung an das Finanzamt entrichten, müssen spätestens bis zum 5. des folgenden Monats eine Anmeldung jeweils abgeben über die ihren Arbeitnehmern insgesamt einbehaltenen Steuern, getrennt nach Lohnsteuer und Krisensteuer. Erstmalige Einbehaltung der Krisenlohnstener erfolgt für alle Lohnzahlungen bezw. Gehälter oder Vergütungen, die für Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 15. Fortsetzung. ,, Wenn Sie glauben, daß alles ist, wie es sein soll, dann will ich es Ihnen versprechen. Ich habe bloß so viel Mißtrauen gegen Leute, die gut angezogen sind und einen roten Schnurrbart tragen, seit einmal so einer bei mir einen Monat gewohnt hat und mir dann mit der Miete durchgegangen ist!" Nun, ich will schon sehen, daß dieser nicht einen Monat dableibt," lachte Marr und betrat sein Zimmer. Wie Sie sehen, habe ich Sie doch erwischt," sagte eine fröhliche Stimme, und von einem Lehnstuhl erhob sich der Mann, welcher Did am selben Morgen beim Hollywood- Platz angesprochen hatte. ,, Allerdings, das sehe ich," antwortete Marr.„ Ich will Sie gar nicht erst fragen, wie Sie meine Adresse ausfindig gemacht haben, Mr. Moorfield; ich vermute, solche fleine Angelegenheiten gehören zu Ihren Berufspflichten, eh?" ,, Sehr richtig," lachte der berühmte Kaperer, gar nicht verlegen durch Dids Bemerkung. Aber wie haben Sie meinen Namen erfahren?" Sind Sie nicht eine nationale Berühmtheit?" fragte Did lächelnd, der sich in diesem Augenblick an die Angst seiner Wirtin erinnerte. Aber Scherz beiseite, was verschafft mir die Ehre Ihres Besuches?" fügte er hinzu, da er das Interview rasch beendet sehen wollte. „ Ich denke nicht daran, zu scherzen," war die prompte Antwort. Und ich will Ihnen auch gleich verraten, warum ich hierhergekommen bin. Ich will Sie für Hampton Villa', die beste Mannschaft in diesem Lande, engagieren! Bevor Sie mir antworten, hören Sie mich an," fuhr der Bewerber fort und beugte sich in seinem Sessel vor. Der Hollywood- Klub ist gestorben und begraben, wie Sie wissen. Es tut mir persönlich leid, denn ihr habt eine Anzahl prachtvoller Burschen gehabt. Vom geschäftlichen Standpunkt jedoch und Geschäft ist ja - freue ich schließlich die Hauptsache im Leben, nicht wahr? mich. Ich habe Sie vorigen Sonnabend gegen die Wanderer spielen gesehen und war sofort entschlossen, nichts unversucht zu lassen, um Sie für Hampton Villa zu engagieren. Warum Sie Berufsfußballer geworden sind, geht mich und niemanden etwas an; aber das fann ich schwören, wenn Sie nur einige Wochen bei Hampton Villa gespielt haben werden, sind Sie der popu lärste Mittelstürmer im Lande! Man sagt, daß Joe Moorfield sich noch niemals in einem Fußballer getäuscht hat, und bei Ihnen bin ich sicherer, als ich es bei irgendeinem der Spieler gewesen bin, die ich je engagiert habe. wir zahlen Aber um weiter vom Geschäft zu sprechen Ihnen die Maximalgage von neun Pfund pro Woche und innerhalb fünf Jahren eine Renumeration, wenn Sie so lange bei uns bleiben. Ich habe die Zustimmung der Direktoren dazu, Ihnen das beste Angebot zu machen, das ein junger Spieler erwarten kann. Hampton Villa hat, wie Sie vielleicht gehört haben, einen besonders guten Ruf betreffend der Art und Weise, wie der Klub seine Spieler behandelt. Dazu kommt noch der Vorteil eines zwar kritischen, aber sehr guten Publikums. Das Spielfeld ist das beste im ganzen Lande, und Ihre Klub= fameraden sind durchweg Gentlemen. Wir engagieren nur Leute, die auf diese Bezeichnung Anspruch erheben können. Ich habe mich inzwischen nach Ihrem, Leumund, wenn ich so, ohne Anstoß zu erregen, sagen darf, erfundigt." ,, und an mir ist nichts auszusetzen?" fragte Marr. Ich versichere Ihnen, Mr. Marr, daß Sie in jeder Be. ,, Gießener Zeitung" die Zeit nach dem 30. Juni gewährt werden. Die Krisenlohnsteuer wird berechnet vom vollen Bruttoarbeitslohn, ohne Abzug der lohnsteuerfreien Beträge. Zum Arbeitslohn gehören auch Entschädigungen, die einem Arbeitnehmer als Ersatz für entgehende Einnahmen usw. gewährt werden. Auch einmalige Einnahmen gehören hierzu, wofür ein besonderer Tarif maßgebend ist. Wer lohnsteuerfrei ist, ist auch krisenlohnsteuerfrei. Die Krisenlohnsteuer beträgt 1 v. H. des Bruttoarbeitslohns( ohne Abzug), wenn letzterer 300 RM. im Monat ( bezo. 140 RM. für 14 Tage, bezw. 70 RM. für die Woche, bezw. 11,60 RM. für den vollen Arbeitstag) nicht übersteigt. Sie beträgt 1,5 v. H., wenn der Bruttoarbeitslohn 400 RM. im Monat( bezw. 186 RM. für 14 Tage, bezw. 93 RM für die Woche, bezw. 15,40, RM. für den vollen Arbeitstag) nicht übersteigt. Si: beträgt 2 v. H., wenn der Bruttoarbeitslohn 500 RM. im Monat( bezw. 232 RM. für 14 Tage, bezw. 116 RM. für die Woche bezw. 19,40 RM. für den vollen Arbeitstag) nicht übersteigt. Bei höheren Bezügen erhöht sich auch der Steuersatz. Zur Berechnung der Krisenlohnsteuer ist der Bruttoarbeitslohn wie folgt abzurunden: Bei monatlicher Zahlung auf den nächsten durch 5 teilbaren Reichsmarkbetrag, bei Zahlung für 2 Wochen auf den nächsten durch zwei teilbaren Reichsmarkbetrag, bei Wochenlohnzahlung auf den nächsten vollen Reichsmarkbetrag, bei Tagelöhnen auf den nächsten durch 20 teilbaren Pfennigbetrag. Die Krisensteuer der Gewerbetreibenden selbst und aller veranlagten Steuerpflichtigen erfolgt durch Veranlagung auf der Grundlage des im Jahre 1931 bezogenen Einkommens. Da die Steuer erst am 1. 7. d. Js. wirksam wird, wird nur die Hälfte des im nächsten Frühjahr zu veranlagenden Einkommens berechnet. Am 1. 10. 31 ist erstmals eine Vorauszahlung zu leisten auf der Grundlage eines jeden veranlagten Steuerpflich tigen noch zugehenden Vorauszahlungsbescheides. * Schalteröffnung der Danatbank. Die Darmstädter und Nationalbank hat ab Freitag mit der Auszahlung von Löhnen und Gehältern begonnen, arbeitet also zur Zeit wieder auf der gleichen Basis wie die übrigen Banken. Besonderen Beschränkungen unterliegt nur der Ueberweisungsverkehr. Die Sichtung der Debitoren kann natürlich nur allmählich durchgeführt werden. * Reichsbahn nimmt Danaticheds. Wie wir hören, nimmt die Reichsbahn dort, wo es bisher üblich war, z. B. bei der Bezahlung von Frachten, auch Danatschecs in Zahlung. * Kraftverkehr. Von Montag, den 20. ab, fährt die Kraftpost von Gießen nach Hochelheim statt bisher um 19.10 Uhr bereits um 17.30 Uhr am Bahnhof in Gießen ab und wird über Nr. 57. ist zahlreichen Bewohnern der von der Kraftpost berührten Orte Rechnung getragen. Da der Postkraftwagen von Gießen und Großen- Linden Bahnhof um 18.30 Uhr in Groß- Rechtenbach an tommt und um 18.40 Uhr wieder nach Hochelheim zurüdfährt, ist ein erwünschter Anschluß in Groß- Rechtenbach an die um 18.32 Uhr von Wetzlar und um 18.40 Uhr wieder dahin abfahrende Kraftpost hergestellt. * Bom Polizeiamt. Zum Polizeidirektor ist der Leiter un= seres Polizeiamts, Regierungsrat Wolf, vom Minister des Innern ernannt worden. * Verunglückt. Mittwoch abend gingen dem 18 Jahre alten Dienstknecht Siegfried Werner, der bei Landwirt Herold beschäffigt war, beim Heimfahren eines Wagens mit Stroh, die Pferde durch. Dabei stürzte der junge Mensch so unglücklich von dem hochbeladenen Wagen, daß er einen Halswirbelbruch davontrug und kurz darauf verstarb. * Den Tod gesucht. Am Mittwoch beging hier eine etwa 50 Jahre alte Frau auf furchtbare Weise Selbstmord. Sie schnitt sich die Puls- und Schlagadern durch, außerdem brachte sie sich mit dem Messer noch einen schweren Stich in die Brust in die Herzgegend bei. Der Tod der lebensmüden Frau trat durch Verblutung ein. Der Grund zu der Tat dürfte darin zu suchen sein, daß die schon seit längerer Zeit nervenfranke Frau infolge der jüngsten Ereignisse auf dem Geldmarkt um ihre Ersparnisse höchst besorgt war und ferner befürchtete, daß man sie einer Heilanstalt zuführen würde. * Aus dem Stadttheater. Am kommenden Dienstag, den 21. Juli, ist ein weiteres Gastspiel der Sommerspielzeit mit Berliner Bühnenkünstlern. Zur Aufführung kommt das Lustspiel„ Helene fann doch nichts dafür" mit der bekannten Tänzerin Katta Sterna in der Hauptrolle. * Liebig- Museum. Am morgigen Sonntag vormittag findet die Einweihung des Pharmazeutischen Laboratoriums und eine Zusammenkunft der Verwandten von Justus Liebig, verbunden mit einer Mitglieder- Versammlung und Ausstellung und zwei öffentlichen Vorträgen von Geh. Med.- Rat Prof. Dr. Sommer und Prof. Brand, statt. * Leichtathletische Wettkämpfe. Am morgigen Sonntag finden die 10. Nationalen der Spielvereinigung 1900 auf dem Trieb statt, die eine sehr gute Besetzung erhalten haben, so daß recht spannende Kämpfe zu erwarten sind. * Obst- und Gartenbauverein. Unter Führung von Herra Schultheis von Steinfurth findet am kommenden Sonntag eine Besichtigung der Steinfurther Rosenfelder statt. Abfahrt 6.35 Uhr nach Bad Nauheim. * 1. Reichskurzschrift- Gesellschaft E. V. Auf der„ Hardt" ist am Samstag, den 18. Juli ein Vereinsabend zu Ehren der Sieger vom Verbandstag. * Gesangverein Heiterkeit. In der Stadt Weylar" findet heute, Samstag, abend die Generalversammlung statt. Klein- Linden, Lüzellinden, Großen- Linden Bahnhof, Hörnsheim Gegen üblen Mundgeruch Shnen Mitteilung zu machen, und Hochelheim bis nach Groß- Rechtenbach durchgeführt, woselbst Anschluß an die von und nach Weklar verkehrende Kraftpost besteht. In Großen- Linden erreicht die Kraftpost Anschluß an die um 17.43 und 18 Uhr von Gießen und Frankfurt a. M. ankommenden Züge. Mit der Früherlegung der Verkehrszeiten ziehung eine Zierde für Hampton Villa sein werden. Ich habe einen Kontratt in der Tasche." ,, Bemühen Sie sich nicht, Mr. Moorfield. Ich danke Ihnen für alle Artigkeiten, die Sie mir gesagt haben, aber ich werde nicht unterschreiben." ,, Was? Für Hampton Villa nicht," staunte der Werber, als ob er seinen eigenen Ohren nicht trauen tönnte. ,, Warum nicht?" ,, Weil ich bei Hollywood bleibe." Aber die Mannschaft geht doch auseinander. Wie die Dinge jetzt stehen, existiert sie in einer Woche nicht mehr!" Das mag sein, Mr. Moorfield, aber ich bleibe bis zum Ende! Ich wäre ein schöner Lump, wenn ich den Klub jetzt, wo er im Unglüd steckt, verlassen wollte. Wenn Hollywood wirklich aufgehört hat zu existieren, dann wird es mich freuen, Ihr Angebot zu erwägen, aber für jetzt kann ich Ihnen nur, Nein' sagen. Sie werden mich sicher verstehen." Mr. Moorfield, der Kaperer, dem Sentimentalität fremd war, strich seinen langen Schnurrbart und streckte dann dem jungen Mann die Hand entgegen. Jch sollte es eigentlich nicht sagen," antwortete er ,,, aber ich bewundere Sie, daß Sie so denken, Mr. Marr. Ich sehe, daß Ihr Entschluß feststeht, und so will ich Sie jetzt nicht mehr drängen. Aber ich bitte um Ihr Versprechen, daß Sie Hampton Villa beitreten, wenn Hollywood aufgelöst wird." ,, Gewiß! Das will ich Ihnen versprechen!" ,, Gut, es bleibt also vorläufig dabei. Hier"- er zog eine Brieftasche heraus ,, ist Name und Adresse unseres Klubsekretärs. Ich schreibe ihm noch heute ausführlich und mache ihm Mitteilung von unserer Unterredung und Ihrem Versprechen. Wenn Hollywood liquidiert, werden Sie ihm telegraphieren, ja?" " Ja, aber ich sage es Ihnen offen, so sehr ich die Ehre zu schätzen weiß, für Hampton Villa zu spielen, ich würde ein solches Telegramm nur mit schwerem Herzen absenden. Es wäre eine Sporttragödie, wenn man meinen Klub untergehen ließe." ,, So, so!" murmelte der Kaperer, dessen Gedanken scheinbar bereits anderwo waren. Ich dachte eben daran, daß mit Ihnen in der Mitte Hampton Villa sich glatt in das Cupfinale durcharbeiten müßte!" Der Hollywood- Spieler lächelte. ,, So! Und Hollywood?" fragte er. „ Ausgeschlossen!" entschied der andere.„ Nun, Sie haben jedenfalls meine Karte. Ich muß jetzt fort, bin morgen in Glasgow fällig." ,, Wirklich ausgeschlossen," antwortete Marr, als er sich von seinem Gast verabschiedete. Nun, wir werden ja sehen." Der Kaperer beugte sich zu ihm und flüsterte ihm ins Ohr: ,, Nehmen Sie meinen Tip. Wenn Sie heuer noch eine Cupmedaille tragen wollen, dann kommen Sie so rasch als möglich zu Hampton Villa. Es ist in diesem Jahre die beste Pokalmannschaft im Lande. ,, Sie vergessen Hollywood!" lachte Marr und schloß die Tür hinter seinem Besucher. 9 Eine stürmische Versammlung und ihr Ergebnis. Den Nachmittag verbrachte Did auf den Hügeln, welche die Stadt in weitem Bogen umranden, und kam zwar ermüdet, aber geistig erfrischt wieder nach Hollywood zurück. Ungeduld verzehrte ihn; er fühlte, er würde kaum imstande sein, bis zum nächsten Morgen auf das Ergebnis der Versammlung zu warten, die über das Schicksal seines Klubs entscheiden sollte. Sobald er Margery nach dem Kino nach Hause gebracht haben würde, wollte er sich bei Ben aufhalten und sich nach Neuigkeiten erfundigen. Ich will nicht verfäumen, daß ich seit dem Gebrauch Ihrer Zahnpaste, Chlorodont" nicht nur reine, weiße Zähne befige, sondern auch den bei mir sonst üblichen Mundgeruch verloren habe. Ich werde Ihr Chlorodont aufs befte empfehlen." gez. E. G., Mainz.- Man verlange nur die echte Chlorodont- Bahnpaste, Tube 54 Pf. und 90 Pf., und weise jeden Ersatz dafür zurüd. Das Schicksal des Hollywood- Klubs!" gellte die schrille Stimme eines Zeitungsjungen an sein Ohr, gerade als er vor seiner Tür stand. ,, Hier, Junge, gib her!" ,, Eine Schande, diese Hollywood- Geschichte! Was, Herr? Und so erstklassige Leute, wie da sind!" ,, Du hast recht, es ist eine Schande," antwortete Marr und öffnete das Blatt. Sofort fiel sein Auge auf die Spalte„ Letzte Nachrichten", und er las: ,, Es sind Anzeichen dafür vorhanden, daß die Versammlung, welche heute abend im Rathaus stattfindet, um über das Schicksal unseres hervorragenden, aber vom Mißgeschid verfolgten Fußballklubs zu entscheiden, sich sehr aufregend gestalten wird. Gewisse Informationen, die wir knapp nach Redaktionsschluß erhalten haben, zwingen uns zu der Annahme, daß eine rachsüchtige Gruppe in dieser Stadt existiert, die entschlossen ist, den Klub, welcher der Stadt so viel Ruhm gebracht hat, mit allen erdenklichen Mitteln umzubringen. Es ist daher Pflicht eines jeden Sportsmannes, heute abend anwesend zu sein, um diesem verbrecherischen Einfluß zu steuern. Wir haben die Ueberzeugung, daß unser Appell nicht ungehört verhallen wird." Marr zerdrückte das Blatt in der Faust und schritt rasch weiter. Er fühlte, sein Platz war heute abend im Rathaussaal bei seinen Kameraden. Er konnte unmöglich statt dessen im Kino sitzen und die lächerlichen Vorgänge auf der Leinwand bestaunen. Plötzlich wurde er aus seinen Gedanken aufgescheucht, denn Margery Kirkby stand vor ihm, und das entzückende Gesichtchen lächelte ihm aus der Pelzumrahmung entgegen. Mr. Marr, Sie müssen mir heute einen sehr, sehr großen Gefallen erweisen," bat das Mädchen, nachdem sie sich begrüßt hatten. ,, Die größte Freude, die ich im Leben haben kann, finde ich darin, Ihren Befehlen gehorchen zu dürfen, Miß Kirkby," antwortete ihr Kavalier. ,, Sie sind ja schon genau so wie die schrecklichen Männer, über die man in den Sonntagszeitungen liest!" schalt Margery. Aber ernstlich, Mr...." ,, Did," fiel Marr ein. Did, ich wünsche, daß Sie mich heute abend irgendwohin führen und dort auf mich aufpassen!" ,, Natürlich! Sie haben doch nicht vergessen," sagte der Fußballer etwas überrascht, ohne es sich merken zu lassen, daß wir verabredet haben, heute ins Kino zu gehen? Dort will ich schon mein Bestes tun, um Sie gegen die wilden Cowboys zu verteidigen." Did" das Mädchen sprach den Vornamen diesmal ohne Zögern Sie sind aber dumm! Natürlich habe ich nicht vergessen! Aber wer wird denn an einem solchen Abend ins Kino gehen wollen?" ,, Dann darf ich mir wohl die höfliche Frage gestatten, wohin Sie gehen wollen, Margery?" Das Mädchen quittierte die Kühnheit mit einem schelmischen Lächeln und antwortete dann: Zur Versammlung, natürlich! Glauben Sie, daß ich dort fehlen will? Da, sehen Sie einmal." Sie hielt ihm ein Flugblatt hin, auf dem in dicken Lettern stand: Sportsleute! Erscheint heute abend um acht Uhr vollzählig im Rathaus! Eure Anwesenheit ist notwendig! Fortsetzung folgt. Samstag, den 18. Juli 1931. Aus Nah und Fern. Heuchelheim b. Gießen. Für das Rechnungsjahr 1931 liegt auf der Bürgermeisterei der Voranschlag der Gemeinde bis zum 23. Juli 1931 zur Einsicht offen. Die Erhebung einer Umlage ist von der Gemeinde beschlossen worden, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. Rödgen b. Gießen. Der Gemeinde- Voranschlag für das Rechnungsjahr 1931 liegt bis zum 22. Juli ds. Js. auf der Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Grünberg. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde der Bau eines Schwimmbades im„ Sildmann" beschlossen. Die Kosten sollen etwa 26 000 RM. betragen. Zum Bauleiter wurde Architekt Jäger von Quedborn bestimmt. Bad Nauheim. Das Verkehrsamt der Kurverwaltung teilt mit, daß bis zum 16. Juli 1931 der Gesamtbesuch 19 522 Gäste betrug, darunter 3353 Ausländer. Anwesend waren am 16. Juli 4526 Gäste. Vom Vogelsberg. Eine Gedenkfeier für Vater Bender will die gesamte V. H.- C.- Jugend am 16. August in Büdingen abhalten, wo Vater Bender den sonstigen Teil seiner Jugend verlebt hat. Das Fürsorgeamt in Frankfurt a. M. hat dem Vater- Bender- Heim auf der Herchenhainer Höhe ein Geschenk von 500 Mark überwiesen. Schotten. Der Tierschutzverein für Hessen wird seine 50. ordentliche Hauptversammlung am 9. September hier in Schot= Evangelische Jugendarbeit im hintern Vogelsberg. Daß evangelische Jugendarbeit auch in ganz ländlichen Gemeinden möglich ist, bewies ein Jugendtreffen in Romrod, zu dem etwa 750 junge Menschen aus den Nachbarorten gefomDas Treffen stand unter der Leitung des Landjugendpfarrers v. d. Au. Schulrat Hassinger- Darmstadt überbrachte die Grüße des hessischen Kultusministers. men waren. Büdingen. In den hiesigen vor einiger Zeit in Liquidation gegangenen, nunmehr der Firma Wemhöner aus Pr.- Oldendorf gehörigen ,, Oberhessischen Obstwerken" wird nach mehrjährigem Stillstand in aller Kürze der Betrieb wieder aufgenommen. Für den einheimischen Arbeitsmarkt verspricht man sich hiervon eine wesentliche Erleichterung. Groß- Gerau. Am Donnerstag mittag kam es an der Nebenstelle des Arbeitsamtes zwischen einem Nationalsozialisten und einigen Kommunisten zu einem harten Wortwechsel mit Schlägerei, in dessen Verlauf ein Nationalsozialiſt vier Schüsse abgab. Dabei wurde ein Kommunist von hier getötet, einer schwer und einer leicht verletzt. Der Nationalsozialist wurde festgenommen. Neustadt( Odenwald). Im Alter von 96 Jahren ist hier dieser Tage der älteste Lehrer Hessens, Lehrer i. R. Pullmann, verstorben. Nieder- Ingelheim. Ein Radfahrer überfuhr hier eine ältere Frau, die bewußtlos zu Boden stürzte und eine schwere Gehirnerschütterung erlitt. Der Mann kümmerte sich nicht um die Ver= letzte und fuhr weiter. Die Polizei konnte jedoch seine Personalien feststellen. Bingen. Bisher noch unbekannte Täter brachen nachts in die St.- Martinskirche ein und raubten sämtliche Opferstöcke aus. Wetzlar. Ein furchtbares Autounglüd hat sich Mittwoch abend 6 Uhr in dem benachbarten Burgsolms ereignet. An dem Ortsausgang nach Oberndorf wird die Straße durch die Bahnlinie Wetzlar Grävenwiesbach geschnitten; der Uebergang ist nicht geschützt. Das Auto des Bauunternehmers Demmer aus Philippstein bei Braunfels, das mit fünf Personen besetzt war, wurde von einem in Richtung Wetzlar fahrenden Güterzug er= faßt, 150 Meter bis auf eine über den Solmsbach führende Eisenbahnbrücke mitgeschleift und vollkommen zertrümmert. Der Bauunternehmer, seine Frau und zwei erwachsene Töchter wurden regelrecht totgequetscht. Eine weitere Tochter wurde schwer verletzt; an ihrem Aufkommen wird gezweifelt. Landleute, die auf dem Felde arbeiteten, sahen das Unheil kommen und versuchten durch Winken und Zeichengeben das Zugpersonal rechtzeitig zu verständigen, doch war es bereits zu spät. Bad Münster a. St. Eine Dame, die sich in einem Gesellschaftsauto auf einer Rundreise durch deutsche Bäder befand, verlor auf dem Autoparkplatz ihre Handtasche mit 30 000 Mark. Der Wächter Deutschler fand die Handtasche und lieferte sie auf dem Fundbüro ab. Die Dame gab dem ehrlichen Finder den Finderlohn von 50 Pfennigen. ,, Gießener Zeitung" Krebsfürsorge. Von Dr. med. A. de Bary, Frankfurt a. M. DKGS. Durch die vor einigen Monaten erfolgte Gründung eines Reichsausschusses für die Krebsbekämpfung ist das Krebsproblem dem öffentlichen Interesse näher gebracht worden. Der Gedanke, die Fortschritte der Wissenschaft durch organisa= torische Zusammenfassung der zu Gebote stehenden Hilfsmittel den Krebskranken möglichst früh und möglichst ausgiebig zu= gänglich zu machen, ist begrüßenswert. Bei den Bemühungen um die Erreichung dieses Zieles ist die Meinung aufgekommen, daß dazu eine Fürsorgeorganisation in der Art der Fürsorge für Tuberkulose, Geschlechtskranke, Trinker o. Ae. zweckdienlich sei. Diese Meinung ist nicht richtig. Die Krebserkrankung unterscheidet sich von anderen Erkrankungen in zwei wesentlichen Punkten. Sie ist einmal im Frühstadium schwer, oft gar nicht erkennbar, und sie ist ferner nicht übertragbar wie die Infektionskrantheiten. Damit d. h. mit der Schwererkennbarkeit und der Nichtübertragbarkeit entfallen die hauptsächlichsten Voraussetzungen einer Fürsorge durch Laien. Die Krebskrankheit gehört sozusagen ausschließlich in die Hand des Arztes, der allein befugt und befähigt ist, das Krebsleiden zu diagnostizieren und zu behandeln. Auch die weitere Ueberwachung des Behand lungserfolges ist Sache des Arztes, dem dann wohl eine Hilfs= fraft in Gestalt einer Fürsorgerin zur Seite treten kann, um den aus der Behandlung entlassenen Kranken zur Kontrolle des Erfolges durch den Arzt anzuhalten, welch letzterer aber die Entscheidung über alle weiteren Maßnahmen behalten muß. Mit Rücksicht auf diese Umstände hat man mit Recht die für den Ausschuß anfangs gewählte Bezeichnung ,, Krebsfürsorge" in ,, Krebsbekämpfung" umgewandelt, denn die Krebsfrage ist eben noch auf lange Sicht keine fürsorgerische, sondern eine ärztliche Angelegenheit. Auch die sonst bei der Fürsorge gebräuchlichen Beratungsstellen kommen beim Krebs nicht in Betracht. Die Beratungsstelle für den Krebskranken ist das Sprechzimmer des Arztes, dessen Kenntnisse über diese Krankheit in der Ausbildung und durch Fortbildung erweitert und vertieft werden müssen. Koblenz. Die für die Zeit vom 24. bis 27. Juli d. J. in Koblenz vorgesehene 9. Tagung des Reichsverbandes deutscher Sanitäterkolonnen und verwandter Männervereinigungen vom Roten Kreuz findet wegen der schweren Not der Zeit nicht statt. Aufruf! Zu Arbeit, Brot und Existenz auf eigener Scholle Für den Reichsausschuß bleiben dabei noch wichtige Aufgaben vor sorgenden Charakters zu erfüllen. Da die Aussichten für die Heilung eines Krebses um so besser sind, je früher das Leiden erkannt wird, muß der Ausschuß für eine geschickte und eindrucksvolle Aufklärung der Bevölkerung sorgen, um eine frühzeitige Befragung des Arztes bei Auftreten verdächtiger Symptome zu veranlassen. Allerdings muß dabei vermieden werden, daß bei ängstlichen Menschen eine unbegründete Krebsfurcht gezüchtet wird. Ferner muß der irrigen Meinung begeg= net werden, als sei in der Strahlenbehandlung das Allheilmittel für den Krebs gefunden. So erfreulich die Fortschritte der Strahlenbehandlung beim Krebs auch sind, in der Mehrzahl der Fälle kann die Bestrahlung die Operation nicht ersetzen. Da gegen kann sie in der Nachbehandlung den Erfolg der Operation sichern helfen, und nach der heutigen Meinung der Aerzte ist der beste Erfolg durch zweckmäßige Kombination von Operation und Bestrahlung zu erzielen. Da die Hilfsmittel zur Strahlenbehandlung( Radium, Röntgen- Großapparate) sehr teuer sind, wird der Ausschuß eine zweckmäßige Verteilung dieser Einrichtungen vorzunehmen haben. Auch wird er bezw. die in ihm vereinigten Vertreter der Aerzteschaft, der Wohlfahrtspflege und der Sozialversiche rung die Wege finden müssen, die dem behandelnden Arzte bei auftauchendem Verdacht auf Krebs die nötig erscheinenden feineren diagnostischen Hilfsmittel( Röntgenaufnahmen, Blutuntersuchungen) leicht zugänglich machen. Ferner wären angesichts der noch stets langen Dauer der Behandlung Möglichkeit zu schaffen, daß der Kranke auch über die 26. Woche hinaus im Genuß der Krankenversicherung bleiben kann. Es ergibt sich somit, daß für die Krebsbekämpfung wesentlich andere organisatorische Forderungen zu erfüllen sind, als bei der sonstigen Fürsorge. Bein Krebs gehen die fürsorgerischen Maßnahmen im Einzelfalle durch die Hand des Arztes und die Organe des Reichsausschusses haben nur eine geringe unmittelbare Berührung mit dem Kranken. Ihnen fällt es zu, die strategischen Probleme zu lösen, die Krebsbekämpfung die Erfüllung des eigentlichen Wesens seines Berufes, neben der eigentlichen Behandlung seinen Kranken fürsorgerisch betreuen zu können. Kreuzotterbisse. Nr. 57. Man findet sie namentlich im Heidekraut und Moos und auch unter Heidelbeersträuchern. Beerensammler und Leute, die be rufsmäßig Wald und Wiese außerhalb der Wege durchstreifen müssen, laufen somit am meisten Gefahr, gebissen zu werden Ein fester Lederstiefel schützt im allgemeinen genügend vor dem Biß. Wer sich auf derartiges Schuhzeug nicht verlassen kann oder der strumpflosen Mode huldigt, sei also beim Betreten von Wald und Wiese außerhalb der festen Wege etwas vorsichtig. In der warmen Jahreszeit tritt auch in einzelnen Gegenden Deutschlands die Gefahr des Schlangenbisses etwas in den Vordergrund. In der Hauptsache kommt nur die Kreuzotter in Betracht. Die Kreuzotter bevorzugt Heide- und Moorgegenden. 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Jahrg Voliti Die Londoner mittag im Amtsrau Unterhaus bis in di greifbaren Ergebnis Jm großen Sigu gannen die öffentlich Internationalen Ger Der geplanten deutich Mit Rüdfight au in den legten zwei V Was der Stalldung für die Düngung des Ackerlandes bedeutet, ist der Kompost für die Düngung der Wiesen und Weiden, und nicht zuletzt des Gartens. Der Komposthausen wird vielfach, und zwar mit vollem Recht, die Sparbüchse des Landwirts und Gartenbesitzers genannt. Neben den für das Pflanzenwachstum notwendigen Nährstoffen, wie Stichstoff, Phosphorsäure, Kali und Kalk, führt er dem Boden den Hums zu, der für das Gedeihen der Pflanzen unerläßlich ist. Bei der Anlage des Komposthaufens werden noch viele Feh ler gemacht. Er soll eine Höhe von 60 bis 80 Zentimeter nicht überschreiten und soll im Jahre 1- bis 2mal umgestochen werden. Zur Verbesserung des Gehaltes des Komposthausens am Humus bringen wir recht viel Torfmull dazwischen, ferner Hühner, Tauben-, Ziegen- und Kaninchendünger und nicht zu vergessen den wertvollen Abortdünger. Um ein Versidern der Nährstoffe zu vermeiden, empfiehlt sich zur Unterlage des Kompoſthaufens eine 5-10 Zentimeter hohe Schicht von Torfmull. Unkrautsamen und Quecken sollen nicht auf den Komposthaufer gebracht werden, da sie von dort wieder auf das Kulturland verschleppt werden und weiter vegetieren. In Gegenden, wo der Gartenbesitzer sehr schwer Stallmist oder solchen nur zu unerschwinglich hohen Preisen bekommt, läßt sich der für die Pflanzen notwendige Humus im Gartenlande sehr leicht durch Untergraben von Torfmull ersetzen, natürlich müssen dann die noch fehlenden Nährstoffe durch entsprechende Kunstdüngergaben dem Boden einverleibt werden. Jetzt im Hochsommer findet sich für die Verwendung des tierischen Düngers wenig Gelegenheit. Vielfach wird er von der Dunggrube oder direkt aus den Ställen auf ein Stüd Land gefahren, dort auf Haufen gesetzt und mit Erde mehr oder weniger stark bedeckt. Verluste an Nährstoffen, besonders Stickstoff, sind hier nicht zu vermeiden. Um diesen Verlusten wirksam entgegenzutreten, empfiehlt sich ein, Vermischen des Düngers mit Torfmull, und zwar im Verhältnis 3: 1.- Da der Stall dung in gegenwärtiger Jahreszeit besonders billig ist, hat der Gartenbesitzer schon heute Gelegenheit, sich durch genanntes Verfahren für das kommende Erntejahr einen billigen und brauchbaren Kompostdünger zu beschaffen. Das Verwischen des Komposthaufens mit gemahlenem Kalt hat sich in der Praxis recht bewährt und darf auf keinen Fall vergessen werden. Neue Bücher. über Zuschläge für Die Reichsregier reifetage von 100 eben fönne, Am Montag a peilenden Minifter Nordwolle zur Spr In den Komm kutlich der Stimmu rieder, der durch der rigeführt wurde. ,, Büchlein zur Mutter- und Säuglingspflege" von Prof. Dr. med. Martin Vogel. 56 S. Preis 30 Pf. Deutscher Verlag für Volkswohlfahrt GmbH.( Verlag des deutschen Hygiene Museums) Dresden A 1.- Besonders zu begrüßen ist ein An hang, der die wichtigsten gesetzlichen Vorschriften zum Schuße von Mutter und Kind enthält. Sch. Mein Schred ein Fleck! Ueber Beklederungs- Konjunt tur und ihre Bekämpfung weiß die neue ,, Woche ebenso vieíe interessante Einzelheiten, wie über das große Autorennen, das demnächst auf dem Nürburg- Ring ausgefahren wird, und über die Auflösung des türkischen Harems. Die Eröffnung des großen Negerstadions in Johannisburg, Südafrika, brachte zum ersten Male sportliche Wettkämpfe zwi schen Schwarzen und Weißen und zeigte damit, daß die engen Beziehungen zwischen Sport und Politik berufen sind, dem Neger- Problem Afrikas eine neue Wendung zu geben. Die neueste Nummer der Münchener Illustrierten Presse( Nr. 29) bringt hierüber einen großen Aussatz„ ,, Sport in Schwarz- Weiß". Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Müssen Sie etwas drucken lassen sei es für Familie, Beruf, Stand, Amt, Geschäft oder Organisation dann wenden Sie sich bitte an die Verlagsdruckerei Albin Klein in Giessen Fernsprecher 2525. vorm. Wilhelm Keller, gegr. 1783 Südanlage 21. Setzmaschinen-, Stereotypie- und Rotationsbetrieb, eigene Buchbinderei. Spezialität: Druck, Verlag und Einführung von Verbandszeitschriften. Über 1000 verschiedene Formulare für Behörden. Geschäfte, Verbände und Vereine ständig am Lager. Die franzöfifche kerbundes in Genf der franzöfifchen Reg Die ägyptische F Reichspräsident jeinen Besuch in D Nach dem Ausn die Dedung der No 15,8 Prozent gegen Die Sowjet- Un uhme der Mark Jn Sevilla u ochen. Montagnachm tärilugzeug notge Am Montag der Hochverrats minister Beret. Am 1. Juli verleihungsinhal Die Ausfuhr 1931 beträgt 131 gleichen Zeit des Dollar( im Vor Der deutsche hen Kultusmini Beileid der vere Der Ober- Pr tricheinende Zeitu ausgesprochen. drei Monate verb der London, 21. ner Konferenz, di wurde, wurde vor gemein erwartet der deutschen Fin hräntie man fic Sofort nach G Staatsjefretär St Darstellung der Er intereffierte fi eigentlich die 3 urjacht hätten. Jm weiteren dem Problem de aljo tatsächlich f Art von Abkomm jern zusteuern m Geldern aus De binden. Die Fr ebenfalls bereits Finanzminister d Macdonald und allgemeiner Erw Stügungsattion Es wird bet bieligen amerikan laffen. Der an wird fich voraus 1. Es hand fannten langiri