Nr. 30 Jedenfalls liegen hier eine lichen Einsparungen nach der ein Stranfheitsherd. lichkeit ein Feind aller Arant meln sich tausende verschiedene ein willkommener Nährboden Bohnung tragen wir mit den it Krankheitserreger von der Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder Rüdbere Fußbodenpflege eine Forsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. in tadelloser, fügenfreier Fuß sauber halten. Rißen und aubtes Hol; find eine Brut 44. Jahrg. tadellos in Dronung ist, läßt auber halten, selbst wenn der inigt wird. Denn man wischt großen Teil doch nur in die er wieder trocken geworden ist, lustig emporwirbelt. Er wird heiten. Deshalb sollen Fugen hter, abgetretener Fußboden ge Bücher. Monatshefte". Monatlich ein Seiten mit ca. 60 3. T. farbigen erlag Heinrich Beenten in Ber bringt einen Aufsatz der Kron tag der Kaiserin Auguste Bit die Kronprinzessin schlicht und die ihre mütterliche Freundin als eine echt deutsche Mutter e war. Unveröffentlichte Bil des früheren Kaisers zur Ver Raiserin Augusta- Vittoria- Gar erbezimmer in Doorn. Weitere bringt die fröhliche Plauderei e Schaufenster zeigen die glei neueste Nummer der Elegan Da gibt es die entzüdendsten end im Kurort. n Versailles bis zum Young: burg. Verlag Gerhard 5 RM. Ganzleinen 6,50 RM.jeinen hervorragenden Kriegs ter mehr. Sein letztes Wert, at eine Auflage von 130 000 Deutschland in Ketten" schillachkriegszeit von Versailles Wert lieft fich wie ein( onrauhe Wirklichkeit. Kampfes unserer Gegner lands werden eingehend be ämpfe nach außen und im eidenschaftlicher Sprache vor e in diesem Drama handeln 5 Buch, mit Spaa beginnend Rapp- Putsch, Inflation, Rampf ung- Plan und wie die Leidens: vorläufig letzten Periode der wachenden deutschen Nationalis iche Buch, indem es die einzel Jahrzehnts lebendig gestalte Bolitische Rundschau. Reichspräsident von Hindenburg empfing den neuernannten japanischen Botschafter Yukichi Obata zur Entgegennahme sei: mes Beglaubigungsschreibens. Der Reichspräsident empfing heute den neuernannten deutShen Gesandten in Wien, Dr. Rieth. Der Reichsrat ist für Dienstag, den 21. April, 12 Uhr, zu einer Bolligung einberufen worden. Auf der Tagesordnung Flehen fleinere Vorlagen. Die Brauns- Kommission hat ihre Beratungen über das Problem der Arbeitsdienstpflicht noch nicht beendet. Sie wird wahrscheinlich zu dem Ergebnis kommen, daß sie die Dienstlicht selbst ablehnt, dagegen einen Versuch mit einem freiwilligen Arbeitdienst befürwortet. In Berliner unterrichteten Kreisen rechnet man nicht mehr amit, daß die Notverordnung zur Regelung des Arbeitsmarktes und zur Reform der Sozialversicherung vor Mitte Mai erscheimen wird. Der Parteiführer der Deutschen Vollspartei, Dingeldey, at in einem Telegramm an den Reichskanzler nachdrücklichst Einspruch gegen die Uebergriffe der preußischen Polizei erhoben nd mit politischen Komplikationen gedroht. Zu den Gerüchten, daß ein Abbau der Renten für Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene beabsichtigt sei, verlautet, daß ein derartiger Plan nicht besteht. Das Reichsarbeitsminiterium bemüht sich vielmehr energisch darum, daß bei den notwendigen Abstrichen, die am Etat vorgenommen werden müssen, Die Summe, die bisher für die Kriegsbeschädigten und Kriegerbinterbliebenen zur Verfügung stand, unter keinen Umständen gefürzt wird. Die ,, Linden- Gedächtnishalle für die im Weltkrieg Gefalle= wen" am Brandenburger Tor in Berlin wird am 17. Mai eröff= vet. Der Reichspräsident wird neben den Vertretern der Reichs= ind Staatsregierung und der Reichswehr der Feier beiwohnen. Der Berliner ameralanische Botschafter Sadett fährt gegen Ende dieses Monats nach den Vereinigten Staaten. Botschafter Eadett hat mit Rücksicht auf seine Reise nach Amerika, wo er eingehende Besprechungen mit den Washingtoner Regierungsstellen haben wird, den Reichskanzler schon vor einiger Zeit um eine Unterredung gebeten, um sich ein genaues Bild über die Auffassung der deutschen Regierung zu den verschiedenen schwezenden Problemen zu schaffen. Wegen Verstoßes gegen die Notverordnung des Reichspräsi Enten vom 28. März 1931 wurden die nationalsozialistischen Blätter„ Der Illustrierte Beobachter" und die„ Schleswig- Hol: jateinische Tageszeitung" verboten. Wie die Wirtschaftspartei mitteilt, ist der preußische Landräfte bloßlegt, in die Zukunft tagsabgeordnete Dannenberg aus der Wirtschaftspartei ausge: Aufgabe stellt, von seinen Ket glossen worden. Bekanntlich ist das Ausschlußverfahren gegen V.: G. Burgeleit, Gießen. hlagebuch für alle! on in einem Bande: das vollkom Dannenberg im Zusammenhang mit den Vorwürfen des Abg. Colosser gegen den Parteiführer Drewig eingeleitet worden. In einer sozialdemokratischen Versammlung im Berliner Eportpalast erklärte der preußische Ministerpräsident Braun, die Breußenwahlen würden stattfinden, nicht wenn Hitler und der Stahlhelm, sondern wenn die preußische Regierung es wolle. Sämtliche bürgerlichen Kreistagsmitglieder des Kreistages Schwelm haben am Mittwochabend telegraphisch vom Preußijhen Staatsministerium die sofortige Abberufung des Landrats Sausmann gefordert. Der Thüringische Landtag wird bereits am nächsten Mittder vorzuschlagenden Minderheitsregierung 50000 Artikel. 4000 Bilder und och zur Regierungswahl zusammentreten, denn über die ZuHandlich Jedermann verständlich immenſegung t umsonst in allen Buchhandlungen herricht nunmehr Klarheit, und nur die Personenfrage scheint in Freiburg im Breisgau auptvertreter gesucht. ahrener Acquisiteur, der mit 3 zuverlässigen Leuten planzig in Stadt und Umgebung unsere konkurrenzloje, gute, gefragte Spezialfache arbeitet, elt laufend hoh. Barverdienst. gebote mit Erfolg- Unterlagen an AFADIE, MÜNCHEN 8. erlangt beim Einkauf nur ceutiche Waren! och einige Schwierigkeiten zu bereiten. Auf einen dritten Mi: wifter soll nun doch verzichtet werden. Die neue Regierung wird sich aus drei Landbündlern, zwei Wirtschaftsparteilern und zwei Volksparteilern zusammensetzen. In gut unterrichteten Pariser Kreisen spricht man zurzeit Bavon, daß Briands Verhandlungen mit den Vertretern Polens nnd der Mächte der Kleinen Entente über die Fertigstellung nes Gegenplanes gegen das deutsch- österreichische Zollabkomnen vor dem erfolgreichen Abschluß ständen. In der Nacht zum 19. April wird in Frankreich die Sommerzeit durch Vorrücken der Uhren um eine Stunde wieder eingeführt. Doch Fortführung ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 18. April 1931 Programm offizielle, zweiseitige Verhandlungen noch gar nicht begonnen haben, also auch natürlich nicht etwa unterbrochen werden können, wie das aus dem Wortlaut der französischen Meldung zunächst irrtümlich gefolgert werden könnte. Die bisherige Weiterverfolgung der Wiener Vereinbarungen waren vielmehr programmgemäß auf die technischen Vorbereitungen fünftiger Vertragsverhandlungen in den beiderseitigen Ministerien be= schränkt. Sprengstoffdiebstähle der KPD. Berlin. In der letzten Zeit häufen sich Sprengstoffdiebstähle in Sprengstoffabriken und Bergwerken des Westens. Die eingeleiteten Ermittlungen führten zur Festnahme mehrerer Perjonen, die Mitglieder der Kommunistischen Partei sind. Die weiteren Ermittelungen ergaben, daß der gestohlene Sprengstoff von Mitgliedern der KPD. nach Berlin geleitet und hier von Parteigängern in Empfang genommen worden war. Es gelang, einen bestimmten Personenkreis festzustellen, der ebenfalls sich aus Mitgliedern der KPD. zusammensetzt und sich neben dem Weitertransport des gestohlenen Sprengstoffes mit der Herstellung von Sprengkörpern befaßt hat. Verschiedene Hauptbeteiligte haben bereits Geständnisse abgelegt. 218 Mill. Rmf. Ausfuhrüberschuß im März. Berlin. Die tatsächliche Einfuhr im März beträgt 694 Millionen RM.( im Vormonat 605), die Ausfuhr 822 Millionen RM.( im Vormonat 733), so daß ein tatsächlicher Ausfuhrüberschuß von rund 218 Millionen Reichsmart gegen 128 Mill. RM. im Februar ergibt. Einschließlich der Reparationsjachlieferungen übersteigt der Wert der im Ausland abgesetzten Waren die Einfuhr um rund 263 Millionen RM. An der Steigerung der Ausfuhr sind sämtl. Warengruppen beteiligt, bei Fertigwaren( plus 71 Mill. RM.) und bei Rohstoffen und halbfertigen Waren ( plus 12 Millionen RM.) Die Zunahme der Fertigwarenaussuhr verteilt sich auf die Mehrzahl der Fertigwarengruppen. Eine glänzende Rechtfertigung des Volfsbehrens. Berlin. In den Reihen der preußischen Regierungstoalition sind zurzeit Erwägungen darüber im Gange, ob es sich nicht empfiehlt, ohne Rüdsicht auf den Ausgang des Volksbegehrens und des später folgenden Volksentscheides den preußischen Landtag noch im Laufe des Sommers aufzulösen und Neuwahlen zu veranstalten. Von gut unterrichteter Seite wird versichert, daß sich die Erörterung.n in der letzten Zeit bereits zu konkreten Vorschlägen verdichtet haben, die darauf hinausliefen, etwa im September oder Oktober Landtagsneuwahlen stattfinden zu Lassen. Stahlhelm gegen Preußenregierung. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Plag vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabait. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 31 Bausparkassen unter Staatsaufsicht. Der Reichstag hat den Entwurf eines Gesetzes zur Aenderung des Gesetzes über die privaten Versicherungsunternehmen verabschiedet. Dieses Gesetz bringt neben rein versicherungstechnischen Aenderungen des bestehenden Gefeßes einen neuen Abschnitt VI a, in welchem unter der Ueberschrift: ,, Bausparkassen" wesentliche Aenderungen geschaffen werden. Nach Kriegsende haben die Bausparkassen in Deutschland unter dem Einfluß der Wohnungsnot und der zunehmenden Knappheit von Baukapital Eingang gefunden. Man schätzt die Zahl der gegenwärtig tätigen Bausparkassen auf etwa 300. Die Gründungstätigkeit ist bis in die jüngste Zeit hinein rührig geblieben: den bereits bestehenden Unternehmungen schließen sich immer neue Kassen an. Es handelt sich stets um den Zusam menschluß von Sparern, die alle den gleichen Zweck verfolgen, aus den von ihnen in ihrer Gesamtheit aufgebrachten Beträgen Darlehen, sei es zu Bauzwecken, sei es zur Ablösung bestehender Grundbuchlasten zu erhalten. Dieses ,, kollektive Bausparen" hat von jeher Gefahren gezeitigt. Die Erfüllbarkeit der Ansprüche des einzelnen Sparers ist stets nur dann gegeben, wenn die Sparbeträge der übrigen Sparer sowie die Tilgungsund andere Zahlungen auf die bereits zugeteilten Darlehen regelmäßig und pünktlich eingehen. Tritt in diesen Eingängen ein größerer Ausfall ein, so ist, wenn nicht beträchtliches Eigenkapital vorhanden oder eine namhafte Rücklage gebildet ist, die Einhaltung des ganzen Geschäftsplans gefährdet. Aber nicht nur von solchen äußerlichen Momenten ist die Beteiligung an den Bausparkassen bedroht; die Art der Geschäftsabwicklung bringt es mit sich, daß nur ein sorgfältigst durchgerechneter, alle Eventualitäten berücksichtigender Wirtschaftsplan den Beteiligten die Gewähr gibt, daß Ausfälle vermieden werden. Jede Ueberschätzung der wirtschaftlichen, jede Fehlkalkulation bei den rechnerischen Unterlagen des Geschäftsplans läßt die Gefahr erheblichster Verluste unmittelbar entstehen. Der einzelne Bausparer ist grundsäglich weder in der Lage, noch auch fähig, die Einrichtungen seiner Bausparkasse und ihren Geschäftsplan zu würdigen und sich ein eigenes Urteil über die Korrektheit des ganzen Unternehmens zu bilden. Selbst wenn ihm dies auch gelingen sollte, wird er nur in den seltensten Fällen irgendwel chen Einfluß auf die Gestaltung und die einwandfreie Durchführung des Geschäftsplans gewinnen. Da an seiner Durch führung nicht nur die einzelnen Bausparer, sondern in der Regel zahllose Unternehmungen beteiligt und von der Leistungsfähigkeit der Kasse abhängig sind, wirken sich Mißhelligkeiten nur zu leicht zu Katastrophen aus und betreffen Außenstehende, die in den Namen und das Geschäftsgebaren der betreffenden Bausparkasse zu Unrecht Vertrauen setten. Die Entwicklung des Bausparkassenwesens in dem vergangenen Jahre hat ja leider zu Genüge gezeigt, wie unmittelbar alle diese Gefahren gegeben find. Es sind Bausparkassen gegründet worden, deren Geschäftsplan die schwersten Mängel aufwies und die dann von vornherein zur Erfüllung ihrer häufig unter maßloser Uebertreibung der Vorteile des kollektiven Bausparens sowie unter stärkster Werbeausnüßung der bestehenden Wohnungsnot und Kapitalknappheit in Aussicht gestellten Leistungen nicht in der Lage waren. Bei einzelnen Kassen ist es gelungen, eine breitere, wirtschaftlich gesündere Geschäftsbasis zu finden, wobei ernsthafteste Arbeit und altruistisches Denken diejenigen Fehler zur Abstellung brachten, die sich im Anfangsstadium des Bausparkassenwesens zeigten. Dafür treten aber immer neue Bausparkassen auf, denen jegliches Eigenkapital fehlt oder deren Geschäftsplan zwangsläufig zu einem Mißerfolg führen muß, und deren Versprechungen an die große Masse der Interessenten angesichts ihres zweifelhaften Fundus nur zu oft als irreführende und unlautere Werbungsaktionen angesprochen werden müssen. Durch die Tagespresse gingen letthin einige Beispiele, die erkennen lassen, in welcher Weise gelegentlich mit den Interessen von Wohnungssuchenden und Bauliebhabern umgesprungen wird. Es ist auch bei den Bausparkassen große Geldknappheit wiederholt feststellbar gewesen; begreiflich bei der Vielheit von Das Reichsinnenministerium hat bekanntgegeben, daß es die Beschwerde des Stahlhelm gegen das Verbot seines Presseorgans an den 4. Senat des Reichsgerichts geleitet habe. Eine Entscheidung des Reichsinnenministeriums sei deshalb nicht möglich gewesen, weil das Verbot mit einem Verstoß gegen das Republikschutzgesetz begründet war. Es sind aber, wie wir hören, Verhandlungen im Gange, die darauf hinzielen, daß der Streifall durch ein Kompromiß beigelegt wird. Wie der Sozialdemokratische Pressedienst wissen will, soll dieses Kompromiß auf der Basis zustande kommen, daß der Stahlhelm die in seinem Artike! vorgebrachten Angriffe gegen die preußische Regierung abschwächt. Auf Grund dieser Erklärung soll dann das Verbot der Stahlhelm- Zeitung wieder aufgehoben werden. Es verlautet, daß die Vermittlungsaktion mit Kenntnis oder sogar auf Initiative des Reichspräsidenten hin erfolgt sein soll. Würde sie Erfolg haben, so hätte sich der 4. Senat des Reichsgerichts mit der Beschwerde kaum noch zu befassen. Soviel man hört, lehnt aber der Stahlhelm ab, zurückzuneh- Neugründungen in der jüngsten Zeit. Die von den Sparern men, was er nicht zurückzunehmen braucht. Kein förmlicher Thronverzicht. Die Vermutungen und Gerüchte, daß König Alfons XIII. von Spanien feinen staatsrechtlich gültigen Verzicht auf Thron, Krone und Erbfolge ausgesprochen habe, verdichtet sich zur Gewißheit. König Alfons und seine Familie sind vor der Wucht der Tatsachen zurückgewichen und außer Landes gegangen, ohne die: sen Akt juristisch irgendwie zu qualifizieren. Alfons XIII. rechnet offenbar mit der Möglichkeit, daß sich die republikanische der deutsch österreichischen Zollverhandlungen. Begeisterung, die nach den Gemeindewahlen ausgebrochen ist, Berlin. Die verbreitete und inhaltlich von Wien bestätigte Savasmeldung, wonach Oesterreich die formelle Versicherung abgegeben habe, die Verhandlungen über den deutsch- österreichischen Sollunionsplan würden bis zu der demnächstigen Genfer Prüfung usgesetzt, ist zur Vermeidung von Mißverständnissen dahin zu ergänzen, daß entsprechend dem seinerzeit in Wien aufgestellten als ein Strohfeuer erweist. Tatsächlich besteht theoretisch die Möglichkeit, daß die Wahlen zur Nationalversammlung eine monarchistische Mehrheit ergeben. Wie groß oder wie klein die Wahrscheinlichkeit dieser Berechnung ist, darüber ist schwer zu prophezeien. Alles wird von den Maßnahmen der vorläufigen Regierung, vieles von der Haltung der Armee abhängen. eingehenden Mitteln reichen oft gerade nur zur Deckung der Propaganda und Verwaltungskosten aus. Für die Zuteilung an die Bausparer bleibt dann nichts übrig, und diejenigen, denen statutenmäßig schon nach Zahlung von vier bis sechs Monatsraten Baukapitalien zugesagt waren, müssen sich ad infinitum weiter gedulden. Es ist deshalb schon seit längerer Zeit die nachdrückliche Forderung an die Regierung gestellt worden, Maßnahmen zu treffen, die das Bausparkassenwesen einer Staatsaufsicht einordnen. Von verschiedenen Seiten waren der Regierung Anregungen hierzu unterbreitet worden, die darauf hinausliefen, sowohl eine gewerbepolizeiliche Regelung als auch eine Regelung des materiellen Bausparrechts zu treffen. Die Bausparbewegung ist nach Ansicht der Regierung aber noch zu sehr in Fluß, als daß dabei auf der einen Seite die Gefahr einer unvollständigen, auf der anderen Seite die Gefahr einer die weitere Entwicklung hemmenden Regelung des materiellen Bausparrechts vermieden werden könnte. Deshalb hat die Regierung insbesondere davon Samstag, den 18. April 1931. abgesehen, die Vorschläge des Reichswirtschaftsrates zu verwerten, die dieser zum Bausparwesen gemacht hatte. Das Gesetz will vielmehr durch Einführung der Staatsaufsicht die gewerbepolizeiliche Seite hervorkehren und mit ihr die Erlaubnispflicht für die Bausparkassen schaffen. Die Aufsichtsführung wird dem Reichsaufsichtsamt für Privatversicherung zugewiesen, in dessen Geschäftsbereich sich die neue Zuständigkeit nach Ansicht der Regierung zwanglos eingliedern läßt. Dem Reichsaufsichtsamt wird die Aufsicht über sämtliche privaten Bausparkassen zugerbiesen. Es sollen ihm also, abweichend von der für die privaten Versicherungsunternehmungen getroffenen Regelung, auch die Bausparkassen unterstehen, deren Geschäftsbereich sich auf das Gebiet eines Landes beschränkt. Die Regierung hielt eine Beaufsichtigung sämtlicher Bausparkassen durch eine Aufsichtsbehörde vor allem deshalb für notwendig, weil bei der weitgehenden Unsicherheit, die zurzeit noch in wesentlichen Fragen des Bausparwesens besteht, eine Klärung dieser Frage und eine Ausmerzung schädlicher Erscheinungen nur von einer einheitlichen Verwaltungsführung erwarte. werden kann. Außerdem dürfte es manchen Ländern schwer fallen, Kräfte zu finden und zur Verfügung zu stellen, die über die für die Beaufsichtigung dieser neuen Kreditinstitute erforderliche Sachkunde verfügen. Man wird diesen Gedankengängen folgen können. Die Bei der Ausgestaltung der Aufsicht lehnt sich das Gesetz aufs engste an das für die privaten Versicherungsunternehmungen bestehende System einer materiellen Beaufsichtigung an. Aufsicht soll sich nicht lediglich in formaler Richtung betätigen, indem sie die Einhaltung der durch Gesetz und Saßungen gegebenen Bestimmungen überwacht; sie soll vielmehr durch Prüfungen und Entscheidungen materieller Art das Entstehen sol: cher Anstalten verhindern, welche von vornherein des Vertrauens unwürdig erscheinen. Aufsicht soll bei allen zugelassenen Anstalten fortdauernd den gesamten Geschäftsbetrieb im Auge behalten und darüber wachen, daß von dem genehmigten Geschäftsplan nicht abgewichen wird und daß in der Geschäftsführung nicht etwa Mißstände Plaz greifen, welche die Beteiligten ge= fährden und aus einem zu gemeinnütziger Wirksamkeit bestimm ten Institut ein gemeingefährliches machen würden. Die Regierung erwartet nicht, daß mit dem neuen Gesetz mit einem Schlage alle Mißstände beseitigt werden; sie hofft aber, daß es durch ständige Beobachtung durch das Reichsaufsichtsamt und durch unmittelbare Einwirkung auf die Bausparkassen bald gelingen wird, die ganze noch stark in der Entwicklung begrif fene Bewegung in gesunde Bahnen zu lenken. Das Gesetz selbst bringt zunächst die Konzessionspflicht für Bausparkassen. Bei Stellung des Antrages auf Erlaubniserteilung muß der Geschäftsplan eingereicht und dabei als dessen Bestandteil der Gesellschaftsvertrag oder die Sazung sowie die allgemeinen Spar- und Darlehnsbedingungen vorgelegt werden. Die Erlaubnis ist unabhängig von dem Nachweis eines Bedürfnisses. Sie gilt ohne Zeiteinschränkung und für das ganze Reichsgebiet. Die Erlaubnis wird nur versagt, wenn der Geschäftsplan den gesetzlichen Vorschriften widerspricht oder mit einem sittenwidrigen Geschäftsbetrieb zu rechnen wäre. Es besteht ein grundsätzliches Verbot, einen Bausparer gegen andere Bausparer zu benachteiligen. Jede Aenderung des Geschäftsplans ist genehmungspflichtig. Rechnungslegung und Pflichtprüfung werden in gleicher Weise vorgenommen wie bei den Versicherungsunternehmungen. Ebenso sind die Aufgaben und Befugnisse der Aufsichtsbehörde bei den Bausparkassen den Versicherungsunternehmungen gleich geregelt. Insbesondere hat nur die Aufsichtsbehörde das Recht, die Eröffnung des Konkurses zu beantragen. Die Aufsichtsbehörde entscheidet ferner, daß und in welchem Sinne Vorschriften, die für Unternehmungen einer bestimmten Rechtsform erlassen sind, auch auf Unternehmungen einer anderen Rechtsform angewendet werden. Ueberfüllung der Hochschulen, Ursache und Abhilfe. DKGB. Die Frage der Bekämpfung der geradezu rettungslos erscheinenden Ueberfüllung aller gehobenen Bildungswege ist eine der für unsere Zukunft wichtigsten Fragen. Je schneller Hilfe wird, desto besser, denn bis Ostern 1934 stoßen noch ungeschwächte Massen aus den Vorkriegsgeburtenjahrgängen ins Studium vor. Abhilfe sind wir schuldig der Idee der Hochschule, die heruntergekommen ist, der Zukunft des Volkes, die im Führernachwuchs bedroht ist, und den ungezählten Eltern, die ihr Letztes an die Zukunft ihrer Kinder setzen mit dem Erfolg, daß diese am Schlusse vor dem leeren Raum der beruflichen Unverwendbarkeit stehen. Freilich, schnelle Erfolge fann man nicht gut erwarten, denn das Unheil beginnt ja schon früh mit der übermäßigen Aufnahme in die höheren Schulen. Die Massen sind auf ihrer Bildungsbahn in Bewegung, und es gehören starke Kräfte dazu, sie abzuleiten. Für einzelne Berufe, besonders Lehrberufe, wird in wachsendem Maße mit Hilfe einer behördlich angeordneten Einengung des Studienzugangs Abhilfe versucht. Das ist insofern bedenklich, als dann die Nichtzugelassenen, das sind natürlich die durchschnittlich weniger Tüchtigen, anderen Berufen zuströmen, die, äußerlich gesehen, als freie Berufe nicht eigentlich stellenmäßig begrenzt sind, die aber darum doch nicht aussichtsvoller sind. Denn man kann die Zahl der Aerzte und Anwälte nicht beliebig vermehren, ohne diese Berufsgruppen insgesamt und in sehr vielen ihrer Glieder aufs schwerste zu schädigen. Besonders schlimm ist es, und ein Unheil für den Stand nicht nur, sondern fürs Volk, daß mit der einströmenden Masse die Qualität sinft. In dem sozialwissenschaftlichen Teile der ,, Aerztlichen Mitteilungen"( Nr. 5 und 7, 1931) hat Stadtschulrat Dr. Harinade, Dresden, das Problem der allgemeinen Einschränkung des Studienzugangs behandelt. H. tritt für eine eingreifende Umgestaltung der Reifeprüfung ein, um zu erreichen, daß die Zahl der Abiturienten, die allein beim männlichen Geschlecht in wenigen Jahrzehnten von 1 Prozent auf 4 Prozent des zugehörigen Geburtenjahrgangs gestiegen ist, wesentlich zurückzuschrauben, etwa 1½ Prozent des zugehörigen Geburtsjahrgangs. Er will das ,, Gießener Zeitung" Der Geschäftsbetrieb darf nur Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien oder Gesellschaften mit beschränkter Haftung erlaubt werden. Wenn nach dem Geschäftsplan die Interessen der Bausparer nicht hinreichend gewahrt sind oder durch die eingereichten technischen Geschäfts unterlagen die Erfüllbarkeit der sich aus den Bausparverträgen ergebenden Verpflichtungen nicht genügend gesichert ist, darf die Erlaubnis versagt werden. Die Aufsichtsbehörde ist weiter befugt, anzuordnen, bis wann zurzeit bestehende Bausparkassen sich auf die obigen Rechtsformen umzustellen haben. Besondere Bestimmungen gelten über den Inhalt des Geschäftsplans einer Bausparkasse. Danach hat der Geschäftsplan den Zweck, die Einrichtung der Bausparkasse und das räum muß ferner die Tarife unter Hervorhebung der längsten und der liche Gebiet des beabsichtigten Geschäftsbetriebes anzugeben. Er kürzesten Wartezeit vollständig darlegen; er muß Angaben darüber enthalten, welche Grundsätze bei den Berechnungen angewendet werden, ob und wie die Leistungen der Bausparer und der Bausparkasse zu verzinsen sind, ob und inwieweit gruppenmäßige Zusammenfassungen der Bausparer in Betracht kom men können. Der Geschäftsplan muß endlich genaue Angaben darüber enthalten, wie die Verwaltungskosten abzudecken sind, wie die Rücklagen gebildet und auf welchem Wege und mit welcher Sicherung Darlehen aufzunehmen sind. Bei jeder Bausparkasse wird ein Vertrauensmann bestellt, der darüber zu wachen hat, daß die Baudarlehen dem GeschäftsReichsaufsichtsamt kann dem Vertrauensmann weitere Aufgaben plan entsprechend den Interessenten zugeteilt werden. Das übertragen; es kann seine Bestellung jederzeit widerrufen. Dem Vertrauensmann steht das Recht zu, die Bücher und Geschäftspapiere der Bausparkasse jederzeit einzusehen. In besonderen Fällen kann das Reichsaufsichtsamt anordnen, daß statt eines Vertrauensmannes ein von der Gesamtheit der Bausparer aus stehender Ausschuß bestellt wird. Bei dem Reichsaufsichtsamt ihrer Mitte zu wählender, aus mindestens drei Mitgliedern be= selbst wird ein aus Sachverständigen des Bausparwesens bestehender Beirat der Bausparkassen gebildet. Bausparkassen, die am 31. Dezember 1929 nach den Vorschriften des Gesetzes über Depot und Depositengeschäfte zum geschäftsmäßigen Betrieb solcher Geschäfte berechtigt waren, bedürfen keiner Erlaubnis. Sie haben lediglich binnen einem Monat nach dem Inkrafttreten des neuen Gesezes dem Reichsaufsichtsamt den Geschäftsplan einzureichen. Bausparkassen, die in der Zeit vom 1. Januar 1930 bis zum Inkrafttreten des Gesetzes den Geschäftsbetrieb begonnen haben, können bis zur Entscheidung des Reichsaufsichtsamtes über einen Erlaubnisantrag den Geschäftsbetrieb fortsetzen, sie müssen aber den Antrag selbst binnen einem Monat nach Inkrafttreten des Gesetzes einreichen. Sonstige Einzelheiten des neuen Gesezes brauchen an dieser Stelle nicht wiedergegeben zu werden. Abschließend sei lediglich noch darauf hingewiesen, daß strenge Strafvorschriften auf eine Vermeidung der vielen bisher zutage getretenen Mißstände hinarbeiten. Mit Gefängnis oder mit Geldstrafe werden Vorstandsmitglieder, persönlich haftende Gesellschafter, Geschäftsführer, Liquidatoren oder Bevollmächtigte einer Bausparkasse bestraft, wenn sie zum Nachteil eines oder mehrerer Bausparer bei der Zuteilung von Baudarlehen vom Geschäftsplan abweichen. Die gleiche Strafe trifft denjenigen, der als Vertrauensmann oder als Mitglied eines Ausschusses bei einer Bausparkasse zum Nachteil eines oder mehrerer Bausparer tätig ist. Das neue Gesetz tritt am 1. Oktober 1931 in Kraft. ( Aus den Mitteilungen des Hansa- Bundes für Gewerbe, Handel und Industrie".) Abitur, das bisher ziemlich ausschließlich Angelegenheit der einzelnen Schule war, in einen gebundenen und einen freien Teil zerlegen. Die gebundene Prüfung soll mit ihren Feststellungen früh beginnen, vielleicht schon in der Unterprima. Diese Prüfung soll ermöglichen, daß schon vor der eigentlichen und gewohnten Reifeprüfung so etwas wie eine einheitliche Rangordnung ermöglicht wird; einheitlich, das heißt über die Grenzen der Schule und des Ortes hinaus nach möglichst einheitlichen Aufgaben und Wertungen. Solche Rangordnung ermöglicht erst ein starkes und gerechtes Aussieben. Hartnade hat nachgewiesen, daß rein auslesemäßig dieSchülerqualitäten nach Schule und Ort durchschnittlich ungeheuer verschieden sind. Manche Schüler erschwingen das Abitur, die an Schulen mit anderem Schülerniveau nie dazu gekommen wären. Es ist also nur gerecht, wenn die Minusauslese von ganz unterschiedlicher Stärke an den einzelnen Schulen eines Bezirks ist. H. will das, was an Einheitlichkeit der Prüfung für die Sextaaufnahme in Dresden mit dem Erfolg starker Eindämmung erreicht worden ist, möglichst allgemein auf das Abitur angewendet wissen. Die differentielle Psychologie stellt zusammen mit einem richtig ermittelten Urteil über die Schulbewährung die Mittel, dazu durchaus zur Verfügung, wie Vorversuche über die Ermittlung des geisti= gen Bildes der Primaner in Dresden zweifelsfrei ergeben haben. Dabei soll ein Abitur in der gewohnten Form als freier Prüfungsteil erhalten bleiben. Es wäre dringend zu wünschen, daß die deutschen Unterrichtsverwaltungen diesen Vorschlägen nachsträflich und verantwortungslos handeln. gingen. Die Dinge treiben lassen, ohne etwas zu tun, heißt Maxels Schuleinführung. Zum ersten Male in der Schule! Dem fleinen Marel pochte die Brust. ,, Nun", sprach der Vater, sag' mal, Junge, hast du denn alles auch gewußt?" ,, Und wie!" rief Mag mit freud'gem Eifer und gab dem Vater einen Kuß.„ Es war so schön, daß ich dir alles, mein Vati, gleich erzählen muß. Das erste, was mir sehr gefallen, das war die Schule. Welch ein Haus! Viel Knaben und viel Mädchen gingen mit ihren Büchern ein und aus. Kommunale Bautätigkeit. Nr. 31. Der frühere Frankfurter Stadtbaumeister May, der zurzeit die Sowjets mit seinen Ideen beglückt, hatte am Play seiner früheren Tätigkeit ein Steckenpferd. Das war die Groß siedlung ,, Goldstein", in der 8000 Wohnungen mit einem Kostenaufwand von 120 Millionen Mark errichtet werden sollten. Natürlich mit flachen Dächern, damit Platz für die furter Stadtverwaltung allerdings, daß bei den heutigen Ver Hypotheken vorhanden war. Ende 1929 erkannte die Frank hältnissen dieses riesige Bauvorhaben nicht durchzuführen sei. Der Plan wurde also fallen gelassen und die Vorarbeiten ein gestellt. Jeder Mensch wird nun annehmen, damit feien keine größeren Ausgaben verbunden gewesen. Aber die Vorarbeiten waren schon reichlich teuer geworden. Wie nämlich aus dem Geschäftsbericht dieser Gartenstadtsiedlung ersichtlich ist, hat die Gesellschaft allein für persönliche und fachliche Aufwendungen für das Bauvorhaben ,, Goldstein" 125 757 Mark ausgegeben. Außerdem wurde für 21 350 Mark Mobilar angeschafft, so daß also allein die Vorarbeiten der Siedlung ,, Goldstein" eine Ausgabe von insgesamt 147 107 Mark verursacht haben. Was hätte man alles für diese Summe schon bauen können, wenn die Herren Vorarbeiter etwas weniger großzügig gewirt schaftet hätten!! Entschließung der Hess. Evangel. Vereinigung zur Frage des Pädagogischen Instituts. Die Hessische Evangelische Vereinigung( Friedberger Kon ferenz) zu ihrer, aus allen Kreisen des Landes zahlreich beschid ten Hauptversammlung in Frankfurt versammelt, nahm mit Be fremden und Bedauern Kenntnis davon, daß trotz der mannig fachen und verschiedenseitigen wohlbegründeten und ernstlich vorgebrachten Einsprüche gegen die Aufhebung des Pädagogischen Institutes zu Darmstadt und dessen Zusammenlegung mit dem Institut in Mainz die Durchführung dieser Maßnahme nunmehr durch Verfügung des Ministeriums für Kultus und Bildungs wesen auf dem Verwaltungswege angebahnt sind. Indem die Hessische Evangelische Vereinigung sich demgegenüber die von verschiedenen Seiten an zuständiger Stelle und in der Oeffent lichkeit erhobenen Einwände zu eigen macht, spricht sie gegen die Aufhebung des Darmstädter Institutes schärfsten Protest aus und fordert ihre Mitglieder und alle Evangelischen wie andere Kreise des Landes auf, für die Belassung des Pädagogischen Instituts in Darmstadt in Verbindung mit der Technischen Hoch schule auf das tatkräftigste einzutreten. Aus der Gottlosenbewegung. Die Beziehungen der deutschen Freidenkerverbände zu den russischen Gottlosen werden immer deutlicher. Eine Entschlie schließung des 4. Kongresses JInternationaler proletarischer Frei denker ruft offen zu einer Vereinigung aller proletarischen Frei denker in der Welt zum Zwed verstärkten Austausches von Er fahrungen und gegenseitiger Hilfe auf. Das Zentralbüro der russischen Gottlosen stellt fest, daß die Gottlosenbewegung nun mehr in 26 Ländern im Gange ist. Freidenkerkreise in Dresden haben um die Genehmigung ersucht, eine Delegation nach Archangelsk zu senden, um die Gottlosenarbeit dort kennen zu lernen. Freidenkerkreise aus Leipzig haben die Methoden de Gottlosen in Kiew, Odessa und anderen Orten studiert. Auch österreichische Freidenker haben in gleicher Weise Studienfahrten nach Rußland unternommen. Immer weiße Zähne „ Ich möchte Ihnen mit feilen, daß wir Icon über 15 Jahre die Zahn paste Chlorodont be nußen. Noch nie hat sie uns enttäuscht! Wir hatten immer weiße Rähne und einen angenehmen Geschmad im Munde, umsomehr, da wir schon längere Zeit das Chlorodont- Mundwasser benußen. Auch benutzt die ganze Familie nur Chlorodont Zahnbürsten." gez. C. Chudoba, Fr.....- Man verlange nur die echte Chlorodont- Zahnpaste, Tube 54 Pf. und 90 Pf., und weise jeden Ersatz dafür zurüd. Bald saßen wir in einer Stube auf einer schrecklich langen Bank. Die liebe Mutti war sehr müde und seufzte leise: ,, Gott sei Dank!" Viel and're kamen noch ins Zimmer und blickten mich ver wundert an. Ein Junge mußte sogar weinen. Nein, wie ein Bub' nur weinen kann! Bald kam der Lehrer zu uns allen, gab uns die Hand und war sehr lieb; wir mußten uns're Namen nennen, die er auf einen Zettel schrieb. Ich sagte laut:„ Ich bin der Marel, sonst aber nennt man mich auch Schmidt. Mein Vati tut mit Aalen handeln, und meine Mutti handelt mit." Samstag, den Wenn im M wenn in Buidh Blumen ihre Re unbefannte Hand tommt wie auf I den die Abendg drunten tönt nu der Fröjdhe und Und dann ist Ru Der Lehrer mußte tüchtig lachen. Die andern haben auch gelacht sogar die Damen. Nicht wahr, Vati, das habe ic famos gemacht? Nun meinte der Herr Lehrer weiter: ,, Du bist recht aufs gewedt, mein Sohn?" Da schrie ich laut:„ Ich kann auch singen! Ich sing' fogat die Holzauktion!" Da klopfte er mir auf die Schulter. ,, Mir scheint, du hast Talente, Kind? Gewiß bis du so flug geworden, weil flug auch deine Eltern sind?" „ Ja!" schrie ich laut. ,, Mein Vati heißt auch ,, der schlaue Aal" im ganzen Haus. Und erst die Mutti! Die kann heren! Die steckt die Zähne rein und raus! Auch reich ist die Mutti. Manchmal bringt sie sogar' nen zweiten Vati mit. Wir heißen bei uns alle anders. Mein Vater Lehmann. Und ich Schmidt." Da mußten sie noch lauter lachen und sahen mich ganz lustig Nur Mutti stieß mich mit dem Fuße, als hätte ich nicht recht getan. an. Bald war die Klasse aufgeschrieben. Der Lehrer sprach:„ Habt frohen Mut! Und tommt recht pünktlich in die Schule. Wir Lehrer meinen's mit euch guf." Dann sind wir wieder fortgegangen. Nur Mutti kaufte noch für mich beim Zuckerbäder eine Tüte, die dreimal größer war als ich." Otto Promber. Evangelischer Filmtongreß in Kassel. Vom 3. bis 5. Mai wird der erste evangelische Filmtongres in Kassel abgehalten werden. Ufa- Theater eröffnet. Es wird mit einer Matinee im Auch der Me fengehen. Aber der Arbeit bracht leicht ist es abe Abendfrieden stö folange nicht aud was in Unordnu Ort, was tagsüb was deine Geele Schöne bereit f Blume fich zum jedem Morgen, Tag begrüßen. Wenn du fo alles so flein u farmte. Und am frijch wie eine B Dunit und Lärm Wenn du da taucht deine Seel gebadet von alle hätte sie nie die auch der Tag ei leiblichen Augen Wenn die D sich genügend au richt in der Schu Jujofern ist Schu viel wichtiger, a Viele Kinde ganze Generatio Lebens. Wer m werden wird, die men! Vielleicht vielleicht, wenn f ten Zeit angehö tige Angelegenhe und auf neuen auch die Zujam Auch für die Lehrer an Ste denken, daß die werden sie ent Alle, Lehrer die Erziehung ein nur um die Erler Bildung des inn Geele. k Gießener Stadtrat in öffen 1931 beraten. * Ledigenzuidh auf hin, daß die A 1. Dezember 1930 der ledigen Arbei außer Kraft treter das ganze Rechnu schlag beträgt bei maligen Einnahm 1931 also 11 v. 5. Der einmaligen E Ledigenzuschlag w K autätigkeit. Stadtbaumeister Map, a deen beglückt, hatte am fenpferd. Das war die G 00 Wohnungen mit onen Mark errichtet we Dächern, damit Platz für Ende 1929 erkannte die F gs, daß bei den heutigen& Saben nicht durchzuführen assen und die Vorarbeiten annehmen, damit feien to wefen. Aber die Vorarbe rden. Wie nämlich aus Otsiedlung ersichtlich ist, hat e und fachliche Aufwendung ausgege Mark 125757 Mark Mobilar angeschafft, der Siedlung ,, Goldstein" 7 י Mark verursacht hal Summe schon bauen fon Das weniger großzügig gen Evangel. Vereinigung gogijchen Instituts. Sereinigung( Friedberger k en des Landes zahlreich bej urt verjammelt, nahm mit = davon, daß trotz der man vohlbegründeten und ern e Aufhebung des Pädagogis jen Zusammenlegung mit ang dieser Maßnahme numme ns für Kultus und Bildun eangebahnt sind. Indem 1g sich demgegenüber die er Stelle und in der Defe eigen macht, spricht sie ge Snstitutes schärften Protest alle Evangelischen wie ank Belassung des Pädagogij dung mit der Technischen h eten. senbewegung. en Freidenkerverbände zu d er deutlicher. Eine Entid nationaler proletarischer gung aller proletarischen rstärkten Austausches von auf. Das Zentralbüro die Gottlosenbewegung Freidenkerkreise in Dres ucht, eine Delegation lojenarbeit dort tenne g haben die Methoden Deren Orten studiert. Aud gleicher Weise Studienfah hne Ich möchte Ihnen feilen, daß wir über 15 Jahre die J pajte Chlorodont Bir hatten immer weiße Bahne msomehr, da wir schon längere Auch benutzt die ganze Familie ba, Fr..... Man verlange 4 Pf. und 90 Pf., und weije j be auf einer schredlich lan müde und seufzte leiſe: ,, 6 Zimmer und blidten mich sogar weinen. Nein, wie allen, gab uns die Hand re Namen nennen, die er aut:„ Ich bin der Marel, idt. Mein Vati tut mit ndelt mit." achen. Die andern haben d Ticht wahr, Bati, das habe er weiter: ,, Du bist recht n auch singen! Jch jing' ja Schulter. nte, Kind? Gewiß bis d Deine Eltern find?" in Vati heißt auch der sch it die Mutti! Die fann be raus! Auch reich ist die M zweiten Bati mit. Wir be er Lehmann. Und ich Schm achen und jahen mich ganz dem Fuße, als hätte ich eschrieben. frohen Mut! Und tommt Lehrer meinen's mit euch gegangen. it mich beim Zuderbäder Otto Promb als ich." anfongres in Kaffel. er erste evangelische Filmle Es wird mit einer Matine Samstag, den 18. April 1931. Lokales. Sonntagsgedanken. Wenn im Westen die Sonne sinkt und der Tag sich neigt, wenn in Busch und Wald die Vöglein schlafen gehen und die Blumen ihre Kelche schließen, wenn oben am Himmelszelt eine unbekannte Hand ein Lichtlein nach dem anderen anzündet, dann fommt wie auf leichten Schwingen Gottes Frieden über die Erde, den die Abendgloden dann in jede Hütte tragen. Jm Tale drunten tönt nur noch aus Teichen und Tümpeln der Baẞton der Frösche und wie feines Geigen zirpen die Grillen dazwischen. Und dann ist Ruhe, und aller Lärm des Tages hat aufgehört. Auch der Mensch hat sein Tagwerk vollbracht und will schla= sengehen. Aber manches Leid und manche Sorge, die der Tag der Arbeit brachte, lastet noch schwer auf seinem Herzen. Vielleicht ist es aber auch ein Unrecht oder eine Sünde, die den Abendfrieden stört. Und deshalb sollst du nicht schlafengehen, solange nicht auch in deinem Herzen Ruhe oder irgend noch et was in Unordnung ist. Stelle alles wieder an seinen rechten Drt, was tagsüber vielleicht in Unordnung fam, entferne noch, was deine Seele unrein machen könnte und lege alles Gute und Schöne bereit für den nächsten Morgen. Wie eine taufrische Blume sich zum Lichte erhebt, so wird dann deine Seele an jedem Morgen, den Gott dir gibt, ohne Schatten den neuen Tag begrüßen. Wenn du so deinen Abend aber dich kommen läßt, dann wird alles so klein und nichtig, was dich während des Tages um= lärmte. Und am Morgen dann ist es dir, als stündest du taufrisch wie eine Blume auf hohem Berge, weit über dem trüben Dunst und Lärm des gestrigen Tages. Wenn du dann aus dem Traumland der Nacht erwachst, so taucht deine Seele wie aus einem stillen, tiefen See empor, reingebadet von allem Gestern und Vorgestern, frisch und frei, als hätte sie nie die Last des Lebens getragen. Dann wird aber auch der Tag einst hell und klar sein, aus dessen Nacht deine leiblichen Augen nie mehr zur Sonne sich öffnen werden. Der Sonntagsschreiber. Ein neues Schuljahr. Wenn die Ostertage vorüber sind und Lehrer und Kinder sich genügend ausgeruht und gestärkt haben, fängt der Unterricht in der Schule wieder art. Ein ganzes Schuljahr fängt an. Insofern ist Schulbeginn nach Ostern eine ganz besondere Sache, viel wichtiger, als wenn sonst Ferien zu Ende sind. Viele Kinder kommen zum ersten Male in die Schule. Eine ganze Generation steht an einem wichigen Wendepunkt ihres Lebens. Wer weiß, was einmal aus all diesen Sechsjährigen werden wird, die jetzt mit Tornister und Mappe zur Schule kommen! Vielleicht werden sie es weiter bringen als wir selbst, vielleicht, wenn sie erwachsen sind, einer glücklicheren und besse= ren Zeit angehören. Auch für die anderen ist Schulbeginn natürlich eine wichtige Angelegenheit. Sie müssen sich in neuen Klassenräumen und auf neuen Korridoren zurechtfinden. Vielleicht hat sich auch die Zusammensetzung der Klasse geändert. Oft sind neue Lehrer an Stelle der alten getreten. Viele werden auch daran denken, daß dieses Schuljahr das letzte für sie ist. Nächste Ostern werden sie entlassen. Alle, Lehrer, Kinder und Eltern aber müssen wissen, daß die Erziehung eine große, heilige Sache ist, bei der es sich nicht nur um die Erlernung von Fertigkeiten handelt, sondern um die Bildung des inneren Menschen, seines Charakters, ja seiner Seele. * Gießener Stadtrat. Am kommenden Freitag wird der Stadtrat in öffentlicher Sitzung den Voranschlag für das Jahr 1931 beraten. * Ledigenzuschlag. Das Reichsfinanzministerium weist darauf hin, daß die Arbeitgeber auf Grund der Notverordnung vom 1. Dezember 1930 verpflichtet sind, den Zuschlag zur Lohnsteuer der ledigen Arbeitnehmer, der ursprünglich am 31. März 1931 außer Kraft treten sollte, bis zum 31. März 1932 also für das ganze Rechnungsjahr 1931 weiter zu erheben. Der Zuschlag beträgt bei Tantiemen, Gratifikationen und anderen einmaligen Einnahmen 1 v. H., die gesamte Lohnsteuer ab 1. April 1931 also 11 v. H.( nicht mehr wie seither 1 v. H. von 60 v. H.) der einmaligen Einnahmen. Bei den laufenden Bezügen ist der Ledigenzuschlag wie bisher zu berechnen. K „ Gießener Zeitung" Entfettungs- Kuren im Frühling sind sehr empfehlenswert, weil der Körper gerade jetzt eine befondere Neigung zur Stoffausscheidung besitzt. Nehmen Sie früh, mittags und abends 2-3 Toluba Kerne, die Sie in Apotheken erhalten. * Rüdgang der Maul- und Klauenseuche. Während in der letzten Berichtswoche die Maul- und Klauenseuche eine stärkere Zunahme aufwies, ist inzwischen die Seuche stark zurückgegangen. Am 1. April waren nur noch 10 Gehöfte verseucht, davon 3 neu. * Genehmigte Lotterien in Hessen. Der Minister des Innern hat gestattet: Ausspielung anläßlich des Prämienmarktes 1931 in Gedern, Vertriebsgebiet Volksstaat Hessen, Ziehungstermin 19. Mai 1931; Ausspielung anläßlich des Zuchtviehmarktes 1931 in Hähnlein, Vertriebsgebiet Volksstaat Hessen, Zie hungstermin 11. Juli 1931; Ausspielung zur Unterſtützung bedürftiger Familien der katholischen Kirchengemeinde Arheilgen, Vertriebsgebiet Gemeinde Arheilgen, Ziehungstermin 12. Mai 1931. Ferner im Wege des Loseaustauschverkehrs: Geldlotterie des Badischen Schwarzwaldvereins und des Landesvereins Badische Heimat, E. V., Freiburg, Vertriebsgebiet Volksstaat Hes= fen. Der Minister hat ferner für das Gebiet des Volksstaates Hessen die Erlaubnis erteilt: Der Heilsarmee, Abteilung für besondere finanzielle Angelegenheiten, Berlin, zur Sammlung von Geldspenden durch Versand von Werbeschreiben und durch mündliche Werbung zugunsten ihrer inländischen Wohlfahrtsbestrebungen bis zum 31. Dezember 1931. * Löhne der Pugfrauen in staatlichen Betrieben. Die Stundenlöhne der in staatlichen Betrieben beschäftigten, über 24 Jahre alten Putzfrauen werden wie folgt festgesetzt: 1. in Darmstadt, Mainz, Offenbach a. M., Worms, Gonsenheim und Rüsselsheim auf 62 Pfg., 2. in Alzey, Bingen, Lampertheim und Langen auf 59 Pfg., in Gießen, Friedberg, Bad Nauheim und Butzbach auf 52 Pfg., 4. in Bensheim, Heppenheim und den übrigen Orten auf 50 Pfg. Die Löhne der Putzfrauen unter 24 Jahren vermindern sich in jedem Jahr um einen Pfennig pro Stunde. Arbeiterinnen unter 20 Jahren erhalten für jedes Jahr des Altersunterschieds einen um 3 Pfg. geringeren Stundenlohn als die über 20 Jahre alten ledigen Angehörigen ihrer Lohngruppe. Die Hausstands- und Kinderzulagen und die übrigen Sonderbestimmungen gelten unverändert weiter. * Stadttheater. Morgen früh Hans- Sachs- Morgenfeier ( 4. Tag des Kammerspielzyklus). Nachmittags und abends Gastspiel der Jazzkapelle ,, Weintrauts Syncopators". * Eine Annehmlichkeit für Reisende ist, daß entsprechend einem Vorschlag der Ständigen Tarifkommission, voraussichtlich vom 1. Mai an die wiederholte Abfertigung von Reisegepäck auf die gleiche Fahrkarte zugelassen werden wird. Nach den bisherigen Tarifbestimmungen durfte auf eine Fahrkarte Reisegepäck nur einmal abgefertigt werden. Namentlich für die Geschäftsreisenden, die unterwegs häufig ihre Tour unterbrechen, das Gepäd aber weitergesandt haben wollen, werden hierdurch bisher vorgekommene Schwierigkeiten beseitigt. Boltsrecht- Partei. Die Partei ladet zu Montag abend in das Kath. Vereinshaus zu einer öffentlichen Versammlung ein. Es spricht Prof. Dr. Bauer- Stuttgart über„ Volksrecht- Kampf für Arbeit und Brot". * Berein ehem. 118er. Heute abend hält der Verein pünktlich um 8 Uhr, im ,, Postkeller" seine Generalversammlung ab. * Die evangelischen Rundfunkfeiern sollen ihren landschaftlichen Charakter behalten. Als Beschluß des letzten Landestirchentages ist dem Südwestdeutschen Rundfunk in Frankfurt a. M. folgendes übermittelt worden:„ Der Landeskirchentag als die geordnete Vertretung der evangelischen Landeskirche in HessenKassel legt Wert darauf, daß die evangelischen Rundfunkmorgenfeiern landschaftlichen Charakter behalten. Der Landeskirchentag wendet sich deshalb gegen jeden Versuch, die Rundfunkmorgenfeiern für den Südwestdeutschen und den Süddeutschen Rundfunk dergestalt zusammenzulegen, daß die Landeskirche HessenKassel mit höchstens 3-4 Morgenfeiern beteiligt sein wird. Die bisherige Gliederung des Rundfunks nach dem Volkstum muß aufrecht erhalten werden." Was würden wohl, so fragt der Evangelische Presseverband, unsere hessischen Landsleute dazu sagen, wenn eine Rundfunkfeier, etwa von Stuttgart aus, im schwäbigen Dialekt uns angeboten würde? Nr. 31. Aus Nah und Fern. Lauterbach. Eine Bezirks Eierverwertungsgenossenschaft wurde in unserer Stadt gegründet und zum Direktor Lehrer i. R. Meŋer gewählt. Neun Genossenschaften und sechs Vereine, sowie sechs Einzelmitglieder erklärten ihren Beitritt. Buzzbach. Nach langwierigen Verhandlungen zwischen der Autoverkehrsgesellschaft Butzbach, den beteiligten Gemeinden und der Deutschen Reichspost ist jetzt der gesamte Autoverkehr auf den Strecken Butzbach Niederkleen- Hochelheim- GroßenLinden und Butzbach- Nieder- Weisel- Hoch- Weifel- Ziegenberg auf die Reichspost übergegangen, die auch Sonntags regelmäßige Fahrten eingelegt hat. Friedberg. Die hier ansässige Fabrik für photographische Papiere, Trapp& Münch A.-G., wird ihre Pforten schließen. Der Stillegungsantrag ist bereits bei der Behörde eingereicht. Spätestens am 1. Juli d. J. soll das Friedberger Unternehmen der Mimosa in Dresden angegliedert sein. Steuerliche Belastung usw. soll in erheblichem Maße zur Beschleunigung der Stillegung des Betriebes beigetragen haben. Vor dem Kriege waren Trapp& Münch in ihrer Branche führend. Darmstadt. Staatspräsident Dr. Adelung hat anläßlich der Wiederkehr des Todestages des Darmstädter Segelfliegers Johann Nehring zur Förderung des deutschen Segelfluges einen künstlerisch gestalteten Wanderpreis als Nehring- Gedächtnispreis gestiftet und der Rhön- Rossittengesellschaft zur Verfügung gestellt. Der Preis soll alljährlich am Todestage Nehrings für die beste Segelflugleistung des Jahres vergeben werden. Frankfurt. Der für den 26. April in Aussicht genommene Zeppelinbesuch in Frankfurt ist seitens der Friedrichshafener Werft auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden. Frankfurt a. M. Am Mittwoch wurde am Westhafen die Leiche eines 51 Jahre alten Gärtners aus der Eichwaldstraße, der seit drei Wochen vermißt wurde, aus dem Main geländet. Der Mann war seit zwei Jahren arbeitslos und wurde von seiner Frau unterhalten. Seine Bemühungen, wieder Arbeit zu finden, waren erfolglos. Aus Gram darüber hat er den Tod im Main gesucht. Weinheim. Hier tagte der Hauptausschuß des Odenwuldflubs. Die Verhandlungen standen unter Leitung des Oberbürgermeisters Mueller. Die Kassenlage des Verbandes ist sehr gut. Rüdesheim. 3000 Zentner Holzkohlen, die hier lagerten, wurden Montag ein Raub der Flammen. Kassel. Der 48 Jahre alte Kaufmann Hans Henschke hat sich Mittwoch in seiner Wohnung in der Wilhelmshöher Allee gemeinsam mit seiner Ehefrau vergiftet. Henschke befand sich in leitender Stellung in einem größeren Betrieb in Kassel, wurde aber in der vorigen Woche mit verschiedenen anderen Kollegen abgebaut. Da erfürchtete, als älterer Angestellter keine Stellung mehr zu bekommen, hat er mit seiner Frau gemeinsam sich das Leben genommen. Köln. Bei der ersten feierlichen Immatrikulation im Sommer- Semester 1931 an der Universität Köln am Donnerstag, dem 16. April, begrüßte der Rektor der Universität, Professor Dr. phil. J. Kroll, die zahlreich erschienenen neuen Studierenden. Angesichts der Ueberfüllung aller akademischen Berufe warnte der Rektor dringend vor dem Zustrom ungeeigneter Elemente zu den Universitäten. Er sprach sodann über den Sinn und die verpflichtende Bedeutung des Begriffes des civis academicus. * Um Glaube und Heimat. Die historischen Vorgänge, die im allgemein bekannten Schönherrschen Drama ,, Glaube und Heimat" zugrundeliegen, jähren sich 1931 zum 200. Male. Am 28. bis 30. Juni 1731 erließ der Salzburger Erzbischof Firmian das Emigrationspatent, das 30 000 evangelische Salzburger um ihres Glaubens willen aus der Heimat wies. Die evangelische Gemeinde Salzburg rüstet sich zu einer Gedächtnisfeier, bei der namhafte Persönlichkeiten der deutschen und österreichischen evangelischen Kirchen sprechen. Druckarbeiten Kiefert Albin Klein, Giessen. billigst Warten Sie nicht, bis es zu spät ist! Jedes Jahr müssen zahlreiche Familienväter von der Lebensversicherung abgelehnt werden, oder sie können nur zu erschwerten Bedingungen abschließen, weil sie nicht mehr ganz gesund sind. Auch Ihnen könnte eine plötzliche Krankheit diese Vorsorge für alle Zukunft unmöglich machen. Verschaffen Sie also sich und Ihrer Familie die Vorteile einer Lebensversicherung rechtzeitig jetzt solange Sie gesund sind. - Schieben Sie es nicht länger auffragen Sie einen Versicherungs- Fachmann! Samstag, den 18. April 1931. Neue Hoffnungen am Hypothekenmarkt. Die Gründung der Internationalen Bodenkreditbank in Basel hat in den an der Realkreditwirtschaft interessierten Kreisen eine zuversichtliche Stimmung in bezug auf die weitere Entwicklung der Lage am Hypothekenmarkt ausgelöst. Wenn auch unmittelbare Wirkungen der Errichtung des neuen Instituts noch nicht eingetreten sein können, eröffnet sich immerhin die Aussicht, daß durch die Schaffung dieser nenen Absatzmöglich keit für Hypothekenpfanobriefe eine Erleichterung der Marktlage in nicht zu ferner Zeit bemerkbar wird, zumal, da die neue Bank ihre erste Emission, in Höhe von 25 Millionen Schweizer Franken alsbalo an den Markt bringen wird, und kaum ein Zweifel darüber besteht, daß das internationale Kapital diese Werte schnell aufnehmen wird. Tritt danach eine größere Verflüssigung des Hypothekenmarktes ein, und bleibt die Möglich keit des Absatzes weiterer Pfandbriefe an das internationale Institut erhalten, so kann auch mit einer alsbaldigen Verbilligung des Hypothekenkredits mit ziemlicher Bestimmtheit gerechnet werden; und dies ist ja neben der Schaffung einer Absazorga uisation das Hauptziel der neuen Gründung. Nachdem die Schaffung der neuen Bank so schnell und programmäßig gelungen ist, dürfte auch an dem Eintritt der weiteren daran geknüpften Erwartungen kaum zu zweifeln sein. Inzwischen hat sich auch bereits, abgesehen von dieser künftigen Entwicklungsmöglichkeit am Hypothekenmarkt, ein gewisser Wandel zum Besseren vollzogen. Die Hypothekenban ken, namentlich die süddeutschen, sind zum größten Teil wieder mit Angeboten von Darlehnskapital am Markte, und die Sätze halten sich für gute Großstadtobjekte etwa bei 8 Prozent und etwa 95 Auszahlung, was bei fünfjähriger Laufzeit der Darlehen allerdings noch immer eine Effektivverzinsung von etwas über 9 Prozent ausmacht. Ein wenig billiger ist Versicherungsgeld angeboten, hauptsächlich von mittleren Versicherungsgesellschaften in der Provinz. Dagegen sind die Sparkassen noch nicht wieder für das Hypothekengeschäft in größerem Maße flüssig, ebensowenig die anderen in Betracht kommenden Geldgeber. Immerhin findet das zu Umschuldungszwecken an den Markt kommende Beleihungsmaterial aus den Großstädten ziemlich glatt Aufnahme, während allerdings in den kleineren und Mittelstädten die Hypothekennot noch ziemlich unvermindert anhält. Hier müssen die örtlichen Drganisationen aushelfen, soweit sie dazu in der Lage sind. Der bevorstehende Apriltermin wird auf der einen Seite möglicherweise weitere Kündigungen von Aufwertungshypothe ken bringen, andererseits kann er aber als Anlagetermin sich auch günstig auf den Pfandbriefmarkt und damit auf das Hypothekengeldangebot auswirken. Für pessimistische Urteile über den Ausgang des Umschuldungsprozesses der Auswertungshypotheken ist jedenfalls einstweilen kein Anlaß gegeben. Sollten größere Erschwerungen der Abwicklung eintreten, so wäre immer DEUTSCHE BANK UND DISCONTO- GESELLSCHAFT Bilanz am 31. Dezember 1930 Aktiva Kasse, fremde Geldsorten und fällige Zins- und Dividendenscheine....... 84 634 575,92 Guthaben bei Noten- und Abrechnungsbanken 881 162,78 Wechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen... Nostroguthaben bei Banken und Banktirmen...... Reports und Lombards gegen börsengängige Wertpapiere.... Vorschüsse auf verfrachtete oder eingelagerte Waren Eigene Wertpapiere....... Beteiligungen an Gemeinschafts- Geschäften. Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfirmen....... Schuldner in laufender Rechnung. Langfristige Dollar- Vorschüsse. Bankgebäude. Sonstiger Grundbesitz Mobilien...... Aktienkapital... RM 208 515 738 70 938 720 488 82 321 702 744 80 90 057 369 60 699 370 075 03 50 000 000 75 000 000 37 500 000 2 292 817 2 3 16 104 453 000 93 500 000 12 000 000 RM 4 923 633 631 11 Passiva 285 000 000,- davon in eigenem Besitz 35 000 000,- 142 500 000, 17 500 000. Allgemeine Reserve Besondere Reserve Gläubiger. Akzepte..... 6% Dollar- Darlehn, fällig 1. 9. 1932.. Unerhobene Dividende. Dr. Georg von Siemens- Wohlfahrtsfond. 3 467 812,20 David Hansemann- Wohlfahrts ond Sonstige Wohlfahrtsstiftungen..... RM 250 000 000 160 000 000 4 136 731 064 90 245 356 811 51 105 000 000 184 463 36 2 045 000,- 85 408,17 5 598 220 37 20 369 371 58 Übergangsposten der eigenen Stellen untereinander Zur Verteilung verbleibender Überschuß. 370 749 30 RM 4923 633 681 11 Gewinn- und Verlustrechnung am 31. Dez. 1930 Handlungs- Unkosten. Soll RM 18 201 684 64 Steuern und Abgaben Wohlfahrtseinrichtungen, Pensionen und Abfindungen, sowie Versicherungsbeiträge für die Beamten Abschreibung auf Mobilien Zur Verteilung verbleibender Überschuß. 134 389 894126 15 911 149 45 339 773 07 20 389 371 58 189 231 873Vortrag aus 1929 RM Haben RM 2 895 038 53 88 173 742,45 Zinsen und Wechsel Gebühren Sorten und Zinsscheine. Dauernde Beteiligungen Abschreibungen auf Wertpapiere........... 6 101 547,10 115 829 065,24 1592 706,77 2 079 472,61 207 674 987,07 meinschafts- Geschäfte. 15 236 605,50 21 888 152,60 Abschrelbungen auf GeUnion 必 186 336 834 47 RM 189 231 873 | ,, Gießener Zeitung" noch die Möglichkeit vorhanden, daß die Aufwertungsstellen durch allgemeine Anweisung zu einem weitgehenden Entgegenkommen angehalten würden. Schenkung eines Grundstücks an einen Dritten. Kein unittlicher Vertrag. - Dr. Fr. den Der Händler X. hatte mit seiner zweiten Ehefrau in Ehescheidung gelegen. Eine Aussöhnung in diesem Prozeß war nur dadurch möglich gewesen, daß er mit seiner Frau ein gemeinschaftliches Testament errichtete, in dem sich die Ehegatten gegenseitig als Erben einsetzten. Dieses Testament reute Händler, so daß er sein Grundstück an seine Tochter aus erster Ghe, die damals noch nicht mündig war und durch einen Pfleger vertreten wurde, unter gewissen Bedingungen lebensläng liches Wohnrecht für ihn usw. verschenkte und aufließ. Dem Pfleger war dabei bekannt, welchen Zweck X. mit der Schenkung verfolgte. Zwischen der Erwerberin des Grundstücks und ihrem Vater kam es später zu Streitigkeiten, die dazu führten, daß X. mit der Klage Rückauflassung des Grundstücks forderte, und zwar mit der Begründung, daß das gesamte Rechtsgeschäft in Hinblick auf seinen Zweck ,, sittenwidrig" und damit nichtig sei. Gleich den Vorinstanzen verneint das Reichsgericht die Auffassung des Klägers, daß der Schenkungsvertrag sittenwidrig und nichtig sei. Aus den reichsgerichtlichen Entschei dungsgründen hierzu: Richtig st zwar, daß der Kläger, wenn er den Vertrag nur abgeschlossen hat, um das gemeinschaftliche Testament wirkungslos, also die Anwartschaft seiner Fran auf das Grundstück zunichte zu machen, aus sittenwvidrigen Motiven gehandelt hat. Liegt aber nichts anderes vor, als daß seine Tochter und ihr Pfleger diese Motive gekannt und selbst nur das erlaubte eigene Interesse an dem Vertrag verfolgt haben, so genügt das nicht, um den Vertrag, der keinen unsittlichen Inhalt hat, als sittlich verwerflich erscheinen zu lassen. ( IV 467/30. 7. 7. 1930.) Das Nachschlagebuch tiber alles- für alle! Der Kleine Herder ist ein Lexikon in einem Bande: das vollkommenste und brauchbarste. Über 50000 Artikel. 4000 Bilder und Karten. Gründlich. Praktisch. Handlich. Jedermann verständlich. 30 Mark. Teilzahlungen. 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" Nr. 31. G Die neue ,, An den spanischen Korkeichen vorbei zu den sibirischen Moorbirken, dann durch den Kaukasus und dann... ,, Woche" ladet mit vielen farbigen Bildern zu einer Reise durch die Pflanzenherrlichkeit aus fünf Erdteilen ein. Hundert Jahre Fremdenlegion. In dieser Zeit haben Tausende von Deutschen unter den Fahnen Frankreichs in Afrika ge= fämpft, für Frankreichs Ruhm und Größe. Ueber die Fremden= legion bringt die neueste Nummer der Münchener Illustrierten Presse( Nr. 16) einen sehr interessanten Bilderaufsatz. Das Gelbe Gartenbuch. Von Elly Petersen. Ein Buch vom ertragreichen Gartenbau. 400 S., mit 7 farb. Tafeln und 125 Zeichnungen von Kunstmaler C. O. Petersen. Verlag Knorr u. Hirth G. m. b. H., München. Geh. 5. RM., Leinen 7.RM.- ,, Wie ohne Gärtner jedermann/ Sein Gartenland be= bauen kann", ist sein Leitspruch. Es ist von einer Frau ge= schrieben, die nach langen Jahren des Versuchens und des Mißlingens sich selbst mit einfachen Mitteln und bei größter Wirtschaftlichkeit einen ertragreichen Garten geschaffen hat. Sie teilt hier alle ihre Erfahrungen langer, arbeitsreicher Jahre mit, aber nicht trocken und lehrhaft, sondern anschaulich und lebhaft, aus vollem Herzen und so einfach und klar, daß das Lesen und Lernen eine Unterhaltung und das Arbeiten danach einfach eine Freude ist. Der alten Wohnung ein neues Gesicht. Von O. Schmidt. Mit über 100 Abbildungen und 4 Plänen. 80 S. Kartoniert. Erschienen in der Reihe„ Neue- Hauswirtschaft- Bücher". RM. 4.80. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. Eine neue Wohnung im Neubau mit neuen Möbeln neuzeitlich einzurichten, ist sofern man Geld hat nicht schwer, aber einer alten Wohnung im alten Haus ein neues Gesicht zu geben und noch dazu mit wenig Geld das ist ein großes Kunststück. Dazu wird dieses Buch helfen. Der Verfasser zeigt in fröhlichem Plau= derton an Hand zahlreicher Abbildungen, wie man's macht und was es loftet. Geschäftstnisse im heutigen Konkurrenzlampf. Von J. Jver= sen Füssen. 21. bis 30. Taus. RM. 2.60, geb. RM. 3.30. Orga= nisator- Verlag A.-G., Leipzig 80. Man kann viel sparen, wenn man dieses Buch mit seinen Erfahrungen und Belehrungen gelesen hat, das Ernstes und Heiteres, Moralisches und Unmora= lisches aus der langjährigen Praxis eines der bekanntesten Geschäftsberater veröffentlicht. Es verdient deshalb weiteste Verbreitung. Schriftleitung: J. V.: G. Burgeleit, Gießen. MAN SCHREIBT HEUTE AUF OLYMPIAI Industrie, Handel und Behörden kennen und schätzen die Vorzüge unserer Olympia SCHREIB MASCHINEN und Erscheint Bezugspreis 2,40 Redaktionsschluß früh 8 endung nicht verlang 44. Jahrg. Nolitija Wie die Bundesleit erige Zählung der Unte fang des Preußischen Jahl von rund 5,2 Min Das Boltsbegehren ist Der 4. Straffenat d Sejchwerde des Stahlhe Stahlhelm" mit der M auer auf die Zeit bis Jm Prager Außen wischen der tschechoslo Keich in der Frage des Jm polnischen Auf lefumente des deutid hen Außenminister 3 Roltte ausgetauscht. Nach den legten S Chriftlich- Sozialen im iften 15 und der natio Bige. Der Agrarausschuß bie allgemeine Aussprac ernationalen Agrarkre Ministerpräsident Brandsch ins rumänisch gelegenheiten der Min Der Kommandant Radeira hat den Auf estellt andernfalls er beginnen würde. In Palästina macht Men Jtalien wegen an Die Araber ford König Alfons von angekommen. Wäh wn 50 Deteffiven Europa Schreibmaschinen A. G. FRANKFURT a. M. Die fomme Sir Eric Drummo rifft am Donnerstag, wird er im Berlin ußenminister Dr. Curt ting eingehende Bespre Tagung des Völkerbun Diese Besprechunge tbundstagung in Gen efonderer politischer thnische Fragen, die m Zusammenhang stehe he Fragen besprochen reffiert ist. 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