Nr. 13 ngen Triebe nicht zu etationsprozeifen ge Anhäufeln stets eine ach 2 bis drei Tagen. iger Methode vorge ne etwa 2 bis 3 Wo muß das Ader: bezw. en; ebenso wichtig ist ung während der gan t näher eingegangen de ist Chinesisch, da then gesprochen wird. r Stelle erit Englijd Russisch auben sollte, 120 veresem Erdteil die weit bezeichnen sie als jiijche, Englische( 47 zöfifche( 39,8 Mill.). bergänge nicht durch 15,6 Millionen Einer. Fernsprecher beris, Berlin und Rom wport ein Mensch geing statt, alle 17 Miren, alle 51 Minuten t. -Almanach 1931 SW. 11- zeigt vor ingt eingangs einige Durchbruch des deut jante Buchausschnitte erscheint joeben auf eue Publikation, die Tufen dürfte.( Ber-albmonatsschrift für Reifen. Wir findes blinden Dichters ', den Beitrag eines s" im Schwarzwald. ele geben dem Lejer 1 noch ein Jahr zu Hadebeils J. 3., in s Edzidjal gestaltet. Englischen Fastnachts rartikel in der neue as Heft". Ueberhaupt hen des Faschings. te Monatszeitschrift cheint in seiner Fe Diese Nummer bringt der Wankbahn, von Allgäu. Interessench den Verlag Mün von einem richtigen fönnen sich dieses Verneueste Nummer der die Faschingsnummer, eigentliche Karnevalsemeinde mastiert geht, Klein in Gießen. Union und Pad beit rgibt dolfzell Bodensee, eßfach 5. Herrenschuh D.R.p. und Lad, mit ie, zum Sen 4.90 din. mit Größenangabe. Hohepforte 22. g schwer verjilberte garnitur Klingen, fehr schönes, ufter, fabritneu, mit lefchen, ganz bedeutend M 180.- bar fabritjeitig ten unter G. 3. 2723 an elle dieser Zeitung. Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder Rüdlendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. - Bolitische Rundschau. Das Reichskabinett ist am Dienstag nachmittag zusammengetreten, um sich erneut mit den Agrarmaßnahmen zu befassen, die der Reichsernährungsminister Schiele bereits in Form eines Gejegentwurfes ausgearbeitet hat. Die von der Reichsregierung eingesetzte Kommission zur Be> ratung des Arbeitslosenproblems hat Professor Dr. Röpfe- Marburg als Mitglied hinzugewählt. Professor Röpke hat die Wahl angenommen. Die Tatsache, daß entgegen den ursprünglich gegebenen Versprechungen der Entwurf des Osthilfegesetzes nur einige GrenzStreifen Niederschlesiens in die Hilfsmaßnahmen einbezieht, an tatt die gesamte Provinz, hat in Breslau und Niederschlesien einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Nach einer amtlichen Mitteilung sind die Verhandlungen über die Veräußerung der Forderungen, die das Reich an die Reichsversicherungsanstalt aus dem Verkauf von Reichsbahn. vorzugsaftien hat, abgeschlossen. Die vom Völkerbund einberufene Landwirtschaftskonferenz wird am nächsten Montag in den Räumen des Quai d'Orsay zuJammentreten. Sie wird unter dem Vorsitz Briands stehen. Der Dortmunder Polizeipräsident hat für den gesamten Stadtbezirk Dortmund ein allgemeines Umzugs- und Versammlungsverbot unter freiem Himmel erlassen. In einer Versammlung in Kiel übte der deutschnationale Frattionsvorsitzende, Oberfohren, scharfe Kritik an der Politik des Kabinetts Brüning. Er verlangte im Namen der DNVP. die Auflösung des Reichstages. Der ,, Württembergische Staatsanzeiger" veröffentlicht eine Berordnung des württembergischen Kultusministeriums über die Aufrechterhaltung der Schulzucht, die die parteipolitische Be= tätigung der Schüler untersagt. Verboten wird jede partei: politische Betätigung in der Schule, bei Hochschulveranstaltungen oder bei Veranstaltungen der Schüler sowie die Zugehörigkeit der Schüler zu den Jugendgruppen politischer Vereinigungen. Eine Bezirkskonferenz der auf dem Boden der russischen Gottlosenbewegung arbeitenden proletarischen Freidenferbewegung wurde in Nürnberg polizeilich aufgehoben. Zur Verhinderung weiterer Entlassungen von Arbeitern und Angestellten ist in der Berliner Metallindustrie zwischen Unternehmern und Gewerkschaften die Fünftage- Woche abgeschlossen worden. Der englische Schazkanzler Snowden hat einen Plan zum Ausgleich des englischen Haushalts ausgearbeitet, der scharfe Einsparungen und auch neue Steuern vorsieht. Da die Lebenshaltungsrichtzahl in England nur noch 52 v. H. über der Vorkriegshöhe beträgt, besteht der Finanzminister Snowden darauf, daß die Teuerungszulagen der Beamten bestimmungsgemäß herabgesetzt werden. Sie stehen zurzeit noch auf einer Höhe von 65 v. H. Hierdurch sollen 3 Millionen Pfund eingespart werden. Bei den finnischen Präsidentschaftswahlen ist Svinhufvud im dritten Wahlgang mit 151 von insgesamt 300 Wahlmännertimmen zum Präsidenten gewählt worden. Für Stahlberg wur: den 149 Stimmen abgegeben. Sanchez Guerra hat nach Scheitern seines Versuches, ein neues Kabinett zu bilden, dem König geraten, die Kabinettsbildung Melquiades Alvarez, dem Führer der Konstitutionalisten, zu übertragen. Spanien steht allem Anschein nach am Vorabend ernster Ereignisse. Die monarchistisch gesonnene Generalität soll einen Staatsstreich zur Rettung der Monarchie planen. In Madrid tam es am Sonntag zwischen der Polizei und Republikanern zu Zusammenstößen, in deren Verlauf die Polizei wiederholt mit der blanken Waffe gegen die Demonstranten vor: ging. Auf den Solowegkischen Inseln im Nördlichen Eismeer be: finden sich augenblicklich 480 Geistliche im Gefängnis, weil sie gegen die ungesetzliche Verhaftung des Bischofs Skowronski protestiert hatten. Die Frankfurter Große Straffammer sprach den Generaldirektor der bereits 1924 in Konkurs geratenen Rheinlandbank in Wiesbaden, Rechtsanwalt Wevers, ehedem Bürgermeister von Worms, von der Anklage der handelsrechtlichen Untreue und des Betrugs frei. Die Reichspost gibt eine neue Briefmarke im Werte von vier Pfennigen heraus, die für Drucksachen bis zu 20 Gramm vom 1. März an gilt. Die Marke ist hellblau, zeigt das Bildnis des Reichspräsidenten. Die südslawische Königin Maria ist in Bukarest an schwarzen Blattern erkrankt. Für Revision der Reparationen. Tokio, 17. Febr. In einer Rede erklärte der japanische Finanzminister Jnouye, daß die Wirtschaftskrise in Europa und der ganzen Welt nicht anders behoben werden könne, als durch Revision der deutschen Reparationsverpflichtungen. Die deutschen Reparationszahlungen ständen in engster Verbindung mit der Anhäufung des Goldes in Amerika. Die amerikanische Wirtschaft müsse dieses Gold möglichst schnell wieder in Umlauf bringen, um die Weltwirtschaftskrise zu beheben. Der Finanzminister ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 18. Februar 1931 betonte, daß ein Abkommen zwischen den unmittelbar interessierten Mächten unbedingt notwendig sei, um die Wirtschaftskrise überhaupt überwinden zu können. Auch die japanische Wirtschaft sei von dieser Krise betroffen und an ihrer Lösung im allgemeinen Interesse beteiligt. Auch die Wirtschaftspartei für das Volksbegehren in Preußen. Die Fraktion der Wirtschaftspartei des Preußischen Landtags teilt ihre Zustimmung zu dem Volksbegehren des Stahlhelms mit. Sie trete für das Volksbegehren schon deshalb mit Nachdruck ein, weil sie als erste Fraktion des Preußischen Landtags mehrfach Anträge auf Auflösung des Landtags eingebracht habe. Die Partei stehe demnach restlos hinter dem Volksbegehren. 40 000 Unterschriften für das Voltsbegehren in Preußen. Das Bundesamt des Stahlhelms hat, wie aus Berlin ge= meldet wird, am Dienstag dem preußischen Innenminister die amtlichen Listen mit den Unterschriften übergeben und so die Bedingung erfüllt, die der preußische Innenminister Severing für die Zulassung des Volksbegehrens auf Auflösung des Preußischen Landtags gestellt hat. Da bis zu den letzten Stunden immer neue Listen mit Namensunterschriften eintrafen, hat die Zahl der Unterschriften bereits etwa das Doppelte von dem erreicht, wie es die Bestimmung vorschreibt. Es haben sich in wenigen Tagen etwa 40 000 Personen eingeschrieben. Da die Unterschriften nur in zwei Landesverbänden gesammelt worden sind, bedeutet dies einen beachtlichen Erfolg für den Stahlhelm, zumal die Einzeichnung in amtliche Listen erfolgte, wobei jede einzelne Unterschrift beglaubigt werden mußte. Blutige Kommunistendemonstrationen in Marburg. Am Montag abend kam es in Marburg a. d. L. in einer nationalsozialistischen Versammlung zu schweren Zusammenstößen. Im Saal anwesende Kommunisten machten solchen Lärm, daß der Redner nicht zu Worte kommen konnte. Es entstand eine große Schlägerei, bei der Messer und Stuhlbeine als Waffe dienten. Die Polizei entfernte die Kommunisten aus dem Saal. Diese zogen lärmend durch die Stadt, drangen in eine Erwerbslosenspeiseanstalt ein und holten die Erwerbslosen heraus. Zwei Schwer und acht Leichtverletzte, darunter eine Frau, wurden festgestellt. Erhöhte Arbeitslosigkeit in Italien. Rom, 17. Februar. Die Zahl der Erwerbslosen ist im Januar von 642 169 auf 721 776 gestiegen, wovon 180 494 Erwerbslosenunterstützung bezogen. Die Arbeitslosigkeit hat hauptsächlich in der Landwirtschaft und im Baugewerbe zugenommen. Wie gewirtschaftet wurde: 209 000 RM. Steuergelder für die Dienstwohnung eines Landrats. Merseburg. In die Methoden sozialdemokratischer Verwaltungskunst und Finanzwirtschaft gewährten die Mitte Februar vor dem Kreistag des Landkreises Merseburg stattgefundenen Rechnungslegungen über einen 1928 begonnenen und im Jahre 1930 zu Ende geführten Neubau eines Kreishauses mit angeschlossener Dienstwohnung für den damaligen sozialisti schen Landrat Guske( heute Vizepräsident in Koblenz) einen geradezu erschütternden Einblic. In dem Prüfungsbericht über diesen Luxusbau sind einige Angaben, deren Einzelheiten auch im sozialdemokratischen Lager selbst mit Staunen betrachtet werden dürften; Gegenüber dem ersten Voranschlag von rund 830 000 RM. für den Kreishausneubau sei bereits bei der endgültigen Vorlage im April 1928 eine fast hundertprozentige Ueberschreitung fest= zustellen gewesen. Damals sei ausdrücklich beschlossen worden, daß die Summe von 1 250 000 RM. feinesfalls überschritten werden dürfe. Bei der endgültigen Abrechnung habe sich jedoch nunmehr eine Gesamtkostensumme für den Kreishausneubau von 1567 300 RM. ergeben: das bedeute eine abermalige Ueberschreitung um 315 000 RM. Die ursprünglich mit 109 000 RM. eingesezte Dienstwohnung des Landrats habe allein 209 000 RM. zu ihrer Durchführung erfordert. Davon seien aufgewendet u. a. für einen Wintergarten mit Veranda 11 000 RM., für die Anlage des Gartens 30 000 RM.( und zwar 7000 RM. für Pflanzen aus dem Zöschener Alpengarten!), für Beleuchtungskörper und Gardinen rund 11 500 RM. Die Wohnung des Landrats müsse als zu groß bezeichnet werden und als vollkommen unwirtschaftlich. Vieles sei bei dem Bau geschaffen worden, was man als Luxus bezeichnen müsse. Auf Kleinigkeiten wolle man nicht eingehen, doch könne den verantwortlichen Stellen der Vorwurf nicht erspart werden, daß man hätte sparsamer wirtschaften können, denn selbst in guten Jahren seien derartige Ausgaben nicht zu vertreten. Zur Untersuchung der Angelegenheit wurde auf deutschnationalen Antrag hin eine Kommission eingesetzt, die festzustel= len hat, wodurch die Ueberschreitungen erfolgt sind und wer dafür verantwortlich ist. Der Kreistag wird dann die notwendigen Schritte gegen die Verantwortlichen einleiten. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 14 Wirtschaftskrise und Handelspolitik. Von Dr. E. Raemisch Krefeld. Immer wieder wird die Ansicht vertreten, daß die Wirtschaftskrise vornehmlich auf den Rückgang der Kaufkraft der Landwirtschaft zurückzuführen sei und daß insbesondere auch die Ursachen der gegenwärtigen Wirtschaftsstörung in der Agrarfrise zu suchen sind. Das trifft zweifellos nicht zu. Man weiß doch heute zur Genüge, daß die industrielle Krise gar nicht ursächlich eine Absatzkrise( d. h. hervorgerufen durch eine Absatzverminderung), sondern vor allem eine Kostenfrise ist, die ihre letzte Ursache wiederum in den politischen Ereignissen des vergangenen Jahrzehnts und in den sozialpolitischen Maßnahmen, mit ihrer Kapitalfehlleitung, im Gefolge hat. Richtig ist also, daß wir eine industrielle und eine landwirtschaftliche Krise nebeneinander haben und die eine nicht die Folge der anderen ist. Damit ist auch erwiesen, daß nur durch die Hebung der Lage beider Wirtschaftszweige zugleich, der Landwirtschaft und der Industrie, eine Beseitigung der Gesamtkrise möglich ist. Und aus der Tatsache dieses Nebeneinanders beider Krisenfomplexe ergibt sich ferner, daß es nicht im Gesamtinteresse der deutschen Volkswirtschaft liegt, die Lage der Landwirtschaft zu heben mit Maßnahmen, die eine Verschärfung der industriellen Krise zur Folge haben müssen, daß vielmehr beide Wirtschaftszweige vornehmlich sich selbst die Vorbedingungen für einen Wiederaufstieg schaffen müssen. Damit ist nun ganz deutlich geworden, daß es das Pferd von hinten aufzäumen hieße, wenn man die Krise allein von der Preisseite her und nur als eine Frage des Absatumfanges ansehen wollte. Die Lösung ist vielmehr in erster Linie eine Kostenfrage. Die industriellen Kreise in Deutschland haben diese Situation denn auch in vollem Umfange erkannt und die deutsche Industrie ist deshalb im Begriff, die praktischen Konsequenzen aus dieser Erkenntnis zu ziehen. Sie hat bereits in vielen Fällen den zu großen Produktionsapparat verkleinert und das Zuviel als Vermögensverlust abgeschrieben, damit es nicht mehr die Kosten erhöht. Sie ist bestrebt, der technischen Rationalisierung eine Vereinfachung und Verbesserung der Organisation und der kaufmännischen Verwaltung folgen zu lassen. Und sie hat schließlich die Senkung der absoluten Höhe der einzelnen Kosten energisch in Angriff genommen. Obwohl es sich hier um für weite Kreise unseres Volkes sehr harte Maßnahmen handelt, haben vor allem auch Arbeiter und Angestellte ihnen Verständnis entgegenge bracht, zweifellos nur, weil sie einen besseren Weg nicht sahen. Die deutsche Landwirtschaft dagegen glaubt andere Wege gehen zu können und gehen zu müssen. Die in diesen Tagen erneut erhobene Forderung teils neuer, teils höherer Zölle, und der Einfuhrkontingentierung auf den verschiedensten Spezialgebieten, das Verlangen des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft,„ Verhandlungen zur Lösung lästiger Zollbindungen" aufzunehmen, dies alles zeigt, daß man sich in landwirtschaftlichen Kreisen eine Besserung vor allem von der Preisund Marktseite her verspricht. Es muß angesichts dieser Einstellung der deutschen Landwirtschaft immer wieder auf die nachteiligen Folgen einer solchen Wandlung unserer Handelspolitik hingewiesen werden. Welche Wirkung schon allein die scheinbar harmloseste der geforderten Maßnahmen, die„ Lösung lästiger Zollbindungen", auf dem Verhandlungswege hat, haben wir sehr drastisch erlebt, als im vergangenen Jahr Verhandlungen dieser Art über den Butterzoll mit Finnland geführt wurden. Solche Vereinbarun gen sind fast immer notwendigerweise mit Nachteilen für andere mit uns in Handelsbeziehungen stehende Staaten verbunden und es bedarf nur der Kenntnis dieser bestehenden zwischenstaatlichen Wirtschaftsverflechtung, um einzusehen, daß diese anderen Staaten sich gegen eine solche Benachteiligung zur Wehr setzen werden. Der Fall Finnland hat uns außerdem leider den prattischen Beweis dafür erbracht. Jn Dänemark und Holland, den hauptsächlich von der Vereinbarung mit Finnland betroffenen Staaten, entstand eine Boykottbewegung gegen deutsche Erzeugnisse. Unsere Ausfuhr nach diesen Ländern besteht aber in erster Linie aus industriellen Produkten, und so tam es, daß die deutsche Industrie von den Maßnahmen betroffen wurde, die zugunsten der deutschen Landwirtschaft ergriffen und dem Sinne nach gegen die ausländische Konkurrenz gerichtet waren. Jm Endergebnis nicht anders ist es, wenn tatsächlich die Kündigung der Handelsverträge mit den in Frage kommenden Staaten erfolgt, mit dem Ziel, einen erhöhten Zollschutz für deutsche landwirtschaftliche Erzeugnisse durchzusetzen. Handelsverträge werden immer Kompromisse zwischen den Ansprüchen der fremden und denen der deutschen Wirtschaft sein. Andere als wirtschaftliche Mittel haben wir Deutsche nicht, um unseren Wünschen Geltung zu verschaffen. Im Gegenteil, unsere Position ist insofern ungünstiger als die der anderen, als wir nicht nur ausführen müssen, um unseren Bedarf an fremden Gütern bezahlen zu können, sondern vor allem auch, um unsere politischen Schuldverpflichtungen einzulösen. Deshalb werden wir höhere Zölle für unsere landwirtschaftlichen Produkte nur in dem Maße bekommen, als wir auf den bereits gegebenen 3ollschutz unserer Industrie verzichten. Daß aber schon das gegenwärtige deutsche Handelsvertragssystem sich nicht durch einen ausreichenden Zollschutz der Industrie auszeichnet, ist weit und breit bekannt. Schon jetzt ist der Inlandsabsatz bei vielen Unternehmungen nicht gewinnbringend, Mittwo Mittwoch, den 18. Februar 1931. ja oft nur zu Preisen möglich, die unter den Gesamtgestehungsfoften liegen, und die Außenhandelszahlen des vergangenen Jahres zeigen auf vielen Gebieten, insbesondere bei der Textilund Montan- Industrie, ein weiteres Anwachsen der fremdländischen Einfuhr nach Deutschland. Niedrigere Industriezölle zum Ausgleich höherer Landwirtschaftszölle und Lösung lästiger Zollbindungen" mit Abwehrmaßnahmen der damit indirekt getroffenen Staaten, würden die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie schmälern, ihren Absatzradius einengen. Das bedeutet geringere Erwerbsmöglichkeit, also Senkung der Kaufkraft für viele, von der Industrie abhängige Verbraucher. Und das wiederum wird sich in erster Linie in einer Verringerung des Konsums landwirtschaftlicher Produkte auswirken, also wieder die Landwirtschaft treffen, der geholfen werden sollte. Wenn man sich diesen ewigen Kreislauf besieht, könnte man auf den Gedanken kommen, es gäbe keine Möglichkeit, die Lage der Landwirtschaft zu bessern. Dem ist aber nicht so. Nicht das Ziel ist unerreichbar, sondern der Weg ist falsch, der beschritten werden soll. Der richtige Weg heißt auch für die Landwirtschaft: Kostensenkung, und zwar auf allen Gebieten von der Erzeugung bis zum Absatz. Selbsthilfe also, nicht im Sinne des Kampfes gegen andere Wirtschaftszweige, sondern durch rationellere Wirtschaft in Erzeugung und Absatz! Was auf diesem Gebiete noch getan werden kann, und zwar gerade bei der bäuerlichen Veredelungswirtschaft, die in diesen Tagen besonders lauten Anspruch auf zollpolitische Besserung erhebt, zeigen z. B. die Verhältnisse in der Geflügel- und Eierwirtschaft. Deutschland hat hinsichtlich seines Klimas und seiner Bodenverhältnisse wesentlich günstigere Voraussetzungen für die Eierproduktion als Dänemark und Holland, die seine Haupteierlieferanten sind. Wir führen noch immer fast 3 Milliarden Eier im Werte von annähernd 300 Millionen Mark ein, das sind je fünf selbsterzeugte und drei eingeführte Eier. Aber das ist keineswegs die Folge zu niedrigen Zollschutzes. Die folgenden Angaben liefern dafür den Beweis. Die jährliche Legeleistung der Hennen beträgt in Dänemark und Holland 150 Eier, bei uns dagegen nur 80. Gewinnbringend ist die Eierwirtschaft erst von etwa 120 Eiern pro Henne an. Der Unterschied ist darauf zurückzuführen, daß die beiden fremden Staaten sich auf die Zucht einiger weniger Hühnerrassen beschränken, die für sie am geeignetsten sind. In Deutschland dagegen haben wir die leider auf so vielen Gebieten übliche ungeheure Mannigfaltigkeit. Man braucht nur darauf zu achten, um das durch die eigenen Augen bestätigt zu finden. Holland hat durch zweckentsprechende züchterische Maßnahmen, rationelle Fütterung und scharfe Kontrolle eine Normalisierung und Standardisierung seiner Eierproduktion erreicht. In Deutschland werden von 5 Milliarden Gesamterzeugung erst 150 Millionen, das sind 3 Prozent, mit dem einheitlichen Stempel ,, Deutsches Frischei" versehen, auf den Markt gebracht. Daneben gibt es zurzeit in Berlin etwa 50 verschiedene Eierstempel. Dieser Vergleich mit den Konkurrenzländern läßt die Behauptung zu, daß es uns überhaupt nicht durch einen höheren Zollschutz, sondern nur durch Verbesserung der Produktionsverhältnisse, der Qualität der Erzeugnisse und der Organisation ihres Absatzes gelingen wird, vorwärts zu kommen. Diesem Beispiel der deutschen Eierwirtschaft stehen ähnliche, die Butter, die Forst- und die Weinwirtschaft betreffend, zur Seite. Sie im einzelnen darzustellen, würde nur eine Wiederholung der sich aus dem Beispiel über die Eierwirtschaft ergebenden grundsätzlichen Erkenntnis bedeuten: Es gibt auch bei der Landwirtschaft die Möglichkeit der Selbsthilfe durch Sentung der Gesamtgestehungskosten und durch Hebung der Orga= nisation. Die hier angestellten Ueberlegungen führen zu dem Ergebnis, daß von der Verwirklichung der handelspolitischen Forde= rungen der Landwirtschaft nicht eine allgemeine Besserung der Von Frühlingskleidern. Es ist etwas Eigenes um die suggestive Kraft, die von Namen ausgeht und unsere Vorstellungswelt sofort in ganz be stimmter Weise beherrscht. Namen wie Frühling, Riviera, lösen eine ganze Reihe der lockendsten Illusionen aus. Vergessen sind graue Wintertage und trübe Kälte, gleich glauben wir wieder an tiefe Himmelsbläue und unerhörte Sonnenfülle. Selbst dann, wenn wir nicht die Möglichkeit haben, jene gesegnete Küste aufzusuchen, selbst dann vermag uns die lebendige Vorstellung von so viel Schönheit mit Freude und Dank zu erfüllen. Tausendmal sind sie geschildert worden, die föstlichen Orte dort unten, die überall da, wo die Randfelsen nur ein wenig Raum gaben, schon vor Jahrhunderten entstanden, ihre bewegte Geschichte haben und zum lockendsten Reiseziel für alle Welt wur den. - Die Kleider, die sich dort behaupten, dort sich durchsetzen, ergeben den wesentlichsten Einschlag unserer Sommermode. Aber man glaube nicht, daß jene Rivierafleider so besonders luxuriös seien, sie sind von den Abendkleidern natürlich abgesehen wieder von jener so taktvollen Einfachheit, die die Mode unserer Tageskleider so bestechend hübsch erscheinen läßt. Die Kleider haben durch den Gürtel, der vielfach ein wenig über der natürlichen Taillenschlußlinie liegt, einen ganz neuen Stil. Sie sind nicht länger als bisher, wirken aber länger und die anschließende hohe Gürtellinie läßt sogar etwas Hüstrundung in Erscheinung treten. Sehr beliebt sind Passen, und bei einem besonders lieben Kleidchen aus dunkelbraunem Samt steigt eine Passenteilung von den Seitennähten, unmittelbar unter dem Armausschnitt schräg zum runden Halsausschnitt auf, unter dem runden Berthenfragen verschwindend. Denken Sie sich dazu eine gerade, verbreiterte Achsel und einen mit engem Armausschnitt eingesetzten Aermel, der bis zum Ellenbogen eng ist, dann aber in einem weiten Glockenvolant endet, dazu einen durch Godets erweiterten schlichten Rock so haben Sie eines der erfolgreichsten Modelle. Originell ein anderes Kleidchen, auch aus Samt, in einem sehr schönen Dunkelblau mit lindfarbenem Crêpe de Chine- Oberteil zusammengearbeitet. Von berückender Schlichtheit. Den blusenartigen Oberteil mit engen Aermeln ergänzen übereinandergreifende, miederartige Leibchenteile, mit denen die Aermelmanschetten harmonieren. Die Aus „ Gießener Zeitung" Lage unserer Volkswirtschaft und auf längere Sicht auch nicht eine Sanierung der Landwirtschaft selbst mit günstiger Rückwirkung auf die anderen Wirtschaftszweige erwartet werden fann. 800 000 aus Arbeitslosigkeit hilfsbedürftige Personen in der Fürsorge der Landkreise. Während in den Städten seit dem 31. August 1930 die Wohlfahrtserwerbslosen um 34 Prozent gestiegen sind, beträgt diese Steigerung in den Landkreisen 67 Prozent. Es ist daher durchaus erklärlich, daß die in den Mittelpunkt der öffentlichen Dis= fussion gerückte Frage der Neuregelung der Wohlfahrtserwerbslosenfürsorge die finanzielle Lage sämtlicher Gemeinden und Gemeindeverbänden auf das engste berührt. Der Landkreistag vertritt den Standpunkt, daß die bisher bestehende Dreiteilung der Arbeitslosenhilfe( Versicherung, Krisenfürsorge, Wohlfahrtserwerbslosenfürsorge) in Zukunft nicht mehr bestehen bleiben kann. Vielmehr muß das Reich, wie auch immer die Reform der Erwerbslosenfürsorge gestaltet sein wird, Träger dieser Maßnahmen sein. Gegenüber dem Vorschlage von städtischer Seite, den Kommunen 25 Prozent der Kosten, wie es auch im Antrage Breitscheid vorgesehen ist, aufzuerlegen, muß mit allem Nachdrud erklärt werden, daß eine solche Kostenlast angesichts der schwächeren Finanzen und der wesentlich ungünstiger gearteten Steuergrundlage sowohl für die Landkreise, wie auch für ländliche Kommunen, untragbar ist. Lokales. Aschermittwoch. Und heute Demastierung.. Nun sind die Säle vom Club, der ,, Liebigshöhe", des Café Leib, vom Schütz und Hindenburg, der Kaffeehäuser verödet. In der Turnhalle sind nicht mehr Bierbacchanale und es werden bald die politischen Abende wieder Besitz von ihr ergreifen. Der Unterschied ist freilich nicht immer gar so groß, Mastenfest oder politische Abende manchmal kaum zu unterscheiden. es ist An diesem Morgen gleicht Gießen einem Nachtlokal am Vormittag. Was nächstens Rot und Gold und Glanz und Jazz ist im Tageslicht ist's ein Haufen müden Plunders, verstaubte Plüschfauteuils, verwelkte Tischblumen, Kelchgläser, die einen Sprung haben, zerplatzte Luftballons: Nachtgespenster, die am Tage modern. Papierschlangen flattern an den verschneiten Bäumen der Anlagen. Bunte Fetzen, die über Nacht ihren Sinn verloren haben. Gestern war solche Serpentine noch ein paar Meter Leben, die sie einander zugeworfen haben. Nun treten die Reinemacher in Betrieb, die den bunten Rest von Feßen, Bändern und Papier zusammenschaufeln. Es gibt viel Arbeit heute: wegzufegen, was von den Illusionen und vom Glanz der Fastnacht übrig blieb. Nächte sind um, die schrill waren, obwohl sie nicht geklungen haben, Bälle, die trüber Glanz und geborgter Schein einander Repräsentation vormachten, Begegnungen routt> nierter Leidenschaften mit Bügelfalten. Freude am Sparen. Vor kurzem hat der Reichsfinanzminister im Zusammenhang mit der Erhöhung der Freigrenze bei der Vermögensteuer den Satz geprägt: ,, Wir wollen den kleinen Leuten wieder die Freude am Sparen geben". Freude am Sparen zu schaffen ist bei der heutigen schwierigen Wirtschaft notwendiger, freilich auch schwieriger denn je. Es ist daher nur zu begrüßen, wenn auch die obersten Regierungsbehörden einer verstärkten Sparförderung ihr Augenmerk zuwenden. Das Ausland geht nach dieser Richtung mit gutem Beispiel voran. Als Anfang Januar in England schnitte sind meist spit, von einer Spitzenberthe, einem rundgeschnittenen Crêpe de Chine- Kragenvolant mit Lochstickerei oder einem zierlich bestickten Georgette volant betont. Rosa, richtiges Babyrosa, hat als Garniturfarbe das über> trieben viel angewandte Türkisblau abgelöst, aber Hellblau ist als Kleider- und vor allem als Blusenfarbe sehr beliebt. Daß Pastellblau und Pastellrosa eine vielleicht süßliche, aber sehr jugendliche, amüsante Kombination ist, läßt sich angesichts mehrerer solcher reizender Sommerkleidchen aus Georgette und Chiffon nicht leugnen. Haut- und Pfirsichtöne, Korallenfarbe, viel blaue Nuancen, auch gelblich- grüne Töne sind vertreten gelb muß besonders erwähnt werden, das ebensogut zu Weiß, wie zu Blau und auch zu Orange steht, dem man neuerdings wieder begegnet. Daß die Bluse, die leichte, duftige, garnierte Bluse wieder da ist, begrüßen wir alle mit großer Freude. Nichts ermöglicht uns, so viel Abwechslung in unsere Erscheinung zu bringen, wie sie. Auch sie haben oft Passen, leicht drapierte, eingearbeitete Latzteile, neue Kragenformen und sind vielfach durchgehend sein plissiert. Von den Röcken ist nicht allzu viel zu sagen sie sind noch immer fein plissiert oder ganz schlicht mit der unvermeidlichen Gehfalte. Neuartig sind die Samtreserven. Fr. Gr. Schlaflose Nächte. Von Geh.- Rat Dr. Bruno Schaefer Berlin- Charlottenburg. Wie wohltätig und heilsam der Schlaf ist, das weiß am besten, wer an Schlaflosigkeit leidet. Viele schlafen deswegen nicht, weil sie am Tage sich zu wenig bewegt haben, so daß sie gar nicht richtig müde werden konnten. Sie haben den Tag über herumgesessen, zwischendurch auch etwas schlafend geruht, und es fehlt ihnen daher der Hauptanreiz zum Schlafen in der Nacht, die richtige Müdigkeit. Wer den Tag über nur sitzende Beschäftigung hat, der sollte nicht versäumen, sich wenigstens für eine kurze Zeit im Freien zu ergehen und während des Tages öfters einmal einige Leibesübungen vorzunehmen. Die schlimmsten Feinde des ruhigen Schlafes sind aber Kummer und Sorge und der Kaufmann, der sich nicht in gewagte Spekulationen einlassen will, hat recht, wenn er das damit begründet, daß er mehr Wert darauf legt, gut zu schlafen, Nr. 14 die erste Milliarde der„ Nationalen Sparkassenscheine“ überschritten wurde, benutzte der Prinz of Wales die Gelegenheit, um in längeren Ausführungen die Bedeutung dieses Sparerfolges gebührend zu unterstreichen. Er hob hervor, daß die gewaltige Summe aus kleinsten Beträgen, teilweise durch Zeichnung von Pfennigbeträgen, zusammengeflossen sei und daß mit dem Sparbetrag die gesamte englische öffentliche Schuld der Vorfriegszeit hätte abgedeckt werden können. Anläßlich des letzten Weltspartags feierte in Jtalien Mussolini die Ziele und Erfolge der Spartätigkeit. Daß Amerika in der systematischen Unterrichtung der Oeffentlichkeit und der Schulen über die Vorteile einer planmäßigen Wirtschaftsführung sehr rege ist und hierbei die Unterstützung seiner Behörden findet, ist bekannt. Da Sparen nun einmal in Deutschland mit den Sparkassen auf das engste verbunden ist, dürfte in diesem Zusammenhang eine Pressestimme über die Bedeutung der Sparkassen von Interesse sein. In einer großen westdeutschen Zeitung war vor einiger Zeit zu lesen: ,, Die Stellung der Sparkassen in der Volkswirtschaft des Landes ist von Jahr zu Jahr in der Nachkriegszeit, als die Kapitalbasis der Wirtschaft erheblich verengt war, mit einer Stetigkeit gestiegen, daß der in produktive Kanäle wieder aus= fließende Inhalt ihrer Sammelbecken von kleinen und kleinsten Ersparnissen zu einer immer mehr sich ausweitenden Belebung und Stützung der Privatwirtschaft, vor allem der mittelständischen, also vornehmlich von Kleingewerbe und Handwerk und Landwirtschaft, beigetragen hat." Vor Jahresfrist hat der preußische Wohlfahrtsminister die sehr verdienstliche Hilfe der Sparkassen für den Wohnungsbau hervorgehoben und erklärt, daß sie hierbei bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gegangen sind. In der gleichen Landtagssitzung wurde von anderer Seite gesagt:„ Die Förderung des Wohnungsbaues in den letzten Jahren wird ein Ruhmesblatt der Geschichte der deutschen Sparkassen bleiben“. Diese Urteile über die Verwendung der Spargelder sind angetan, bei jedem wirtschaftlich Denkenden die Freude am Sparen zu erhöhen. * Tod auf der Jagd. Ein tragischer Jagdunfall ereignete sich am Samstag im Distrikt Elchersbach( Kreis Schotten). Beim Nachstellen einer Wildsau stürzte ein Forststudent in eine vom Schnee bedeckte Bodenvertiefung. Dabei entlud sich sein Gewehr und traf den einige Schritte vor ihm gehenden Jagdpächter und Restaurateur Peter Gaub von hier, Rest. ,, Bayerischer Hof". Die Kugel drang durch den Rücken in die Brust und verursachte tödliche Verlegungen, denen der Getroffene alsbald erlag. * Kauft Wohlfahrtsbriefmarken! Der Verkauf von Wohlfahrtsbriefmarken dauert noch bis zum 28. Februar d. J. * Sigung des Kreisausschusses. Am Samstag, dem 21. Februar, 9 Uhr, findet im Kreisamt, Landgraf- Philipp- Plah, eine öffentliche Kreisausschußßigung statt. Tagesordnung: 1. Einspruch gegen den Gemeinderatsbeschluß wegen Aufwertung des Eintaufsgeldes in Wagenborn- Steinberg. 2. Einspruch gegen den Gemeinderatsbeschluß wegen Auswertung des Einkaufsgeldes in Nieder- Bessingen. * Neuer deutsch- belgischer Expreßgutverkehr. Am 1. März 1931 tritt ein neuer Tarif für den deutsch- belgischen Expreßgutverkehr in Kraft, der die durchgehende Abfertigung von Expreßgut zwischen Deutschland und Belgien über die Grenzpunkte Aachen- Süd Hergenrath und Aachen- Raeren ermöglicht. * Aus dem Stadttheater. Bei gewöhnlichen Preisen wird heute, Mittwoch, abend, Anfang 8 Uhr, die Komödie in 4 Atten ,, Marius ahoi!"( 3um goldenen Anker) von Marcel Pagnol gegeben. * Der Deutsche Liedertag 1931. Nachdem gegen den Beschluß des Gesamtausschusses des Deutschen Sängerbundes keine Einwendungen erfolgt sind, ist nunmehr die Veranstaltung des Deutschen Liedertages 1931 auf den letzten Sonntag im Juni festgesetzt worden. Bezirksli GROGGE B Sport Ka BB- K. D Boruffia Heffen- He Spielvere Hermanni Germanic V. f. B. C Odersha 60 Ru Verei 6.03 Kurhessen Großalme SG. 05 6 Geffen 09 SV. 05 6 Spvgg. G FC. Gro We V Germania als gut zu essen. Leider ist gerade bei großem Kummer der Schlaf ,, der Balsam tranker Seelen" besonders schwer in seiner vollen Wirksamkeit zu erzielen, ebenso wie bei förperlichen Schmerzen und bei Fieber. Hier wird am besten der Arzt helfen und in den meisten Fällen zu einem passenden Schlafmittel greifen müssen. Wichtig zu wissen ist es auch, daß man bei Neigung zur Schlaflosigkeit weder starken Kaffee noch starken Tee vor der Schlafenszeit trinken soll. Diese Getränke benutzt man ja auch besonders dann, wenn man aus ingendeinem Grunde sich des nachts wachhalten muß. Viele werden ärgerlich und verstimmt, wenn sie lange nicht einschlafen können. Sie sollen sich dann bemühen, die schönsten Erinnerungen ihres Lebens sich zurüdzurufen und genau zu überdenken, und so den Zug der Gedanken in das richtige Geleise zu schieben. Die sogenannten nervösen Menschen sind auch in der Nacht nervös und häufig schlaflos. Sind sie endlich eingeschlafen, dann stört sie das geringste Geräusch wieder aus dem Schlaf. Hören sie eine benachbarte Turmuhr schlagen, dann stört sie nicht nur das Geräusch an sich, sondern es entsteht auch schon die Angst vor dem nächsten Schlagen, es entsteht die sogenannte ,, Erwartungs- Neurose". Sind sie besonders ängstlich, auf ihr Wohl bedacht, dann ärgern sie sich auch darüber, daß die Turm uhr ihnen anzeigt, daß sie schon wieder eine zu lange Zeit schlaflos zugebracht haben und fürchten sich vor dem Ermüdungsgefühl am nächsten Tage. Im allgemeinen wird man daran Festhalten müssen, daß das Abhalten aller Sinnesreizungen den Eintritt des Schlafes und sein gutes Fortbestehen begünstigt. Dazu gehört auch, daß das vorher gut gelüftete Schlafzimmer ausreichend verdunkelt wird. Bei vielen ist nach dem Zubettgehen das Spiel der Gedanken noch sehr erregt, und es fallen ihnen immer neue Ge sichtspunkte für ihre Unternehmungen der nächsten Zeit ein. Es verschafft dann eine große Erleichterung, wenn man ein sogenanntes Nacht- Notizbuch leicht erreichbar neben dem Bett liegen hat, in welches man die neuen Gedanken kurz einschreibt. Es fällt dann die Angst weg, sie schnell wieder zu vergessen. Daß man stets im Interesse eines ungestörten Schlafes einen scharfen Kampf gegen eventuelle Insekten führen muß, ist selbstverständlich. Letztere fühlen sich am behaglichsten unter den großen, schweren, weichen Oberbetten, die unhygienisch sind, und durch Wärmeſtauung, Schweißerzeugung und mangelnde Sautabdunstung zu Schlafstörern werden können. Wallau 1900 Gien Breidenba Sp. V. W Wiefenbad Frohnhau Fim He Ge We Aßl Lau Bie Ger Dre G Bre Obe Mi Eln Бор Ste Ni Bo Ho Rie Nie Jugend: Laa Bie Mi Ged Ged We 39 AR La 190 M Besuchen der Berlin Halle St VER Nr. 14 partafienfcheine" über Wales die Gelegenheit, tung dieses Sparerfol hervor, daß die gewal Tweise durch Zeichnung sei und daß mit dem ntliche Schuld der Bor 1. Anläßlich des letzten i die Ziele und Erfolge er fyftematischen Unter Sulen über die Vorteile ehr rege ist und hierbei t, ist bekannt. and mit den Sparkassen diesem Zusammenhang r Spartajien von Inter Beitung war vor einiger der Volkswirtschaft des Tachkriegszeit, als die rengt war, mit einer De Kanäle wieder aus On fleinen und fleinften ausweitenden Belebung Mittwoch, den 18. Februar 1931. „ Gießener Zeitung" Surnen, Sport und Spiel. Es geht dem Ende zu. Fußball. Ergebnisse aus dem Bezirk. Bezirksliga und Bezirksklassen: Sport Kassel Hermannia Kassel 3: 2( 1: 1) 35:36 13:15 19:33 13:19 25:42 12:18 10 19:38 6:22 Niedershausen Biskirchen 3: 2( 1: 0) Nauborn- Steindorf 2: 7 - Steinberg 2: 5( 2: 1) Geilshausen 3: 5( 2: 1) G. Steinbach Grünberg Bissenberg 2. Stodhausen 1. 1900 Gießen 4. Niederbiel 1. 5: 1 G. Wetzl. SpV. 3. 3: 2 6. Bieber 1., 1900 n. angetr. Nidda 1. 6: 1 Flensungen 1. 1: 2 Azlar 1.- Butzbach 1. 2: 1( 1: 1). Aus Gießen und Umgegend. VfB. Gießen Borussia Fulda 1: 8( 1: 3). VfB. Gießen Borussia Fulda 1: 8( 1: 4) Jugend: Odershausen Hersfeld 2: 3( 1: 3) Spielverein Kassel Verein Germania Fulda 3: 1( 1: 1) 1900 Gießen 1. Spiele gem. unent. verl. Tore Punkte 1900 Gießen 3. Sport Kassel BfB- K. Marburg Borussia Fulda 16 10 3 3 46:24 23: 9 16 10 2 4 46:36 22:10 14 9 1 4 35:14 19: 9 Hessen- Hersfeld 16 5 5 6 24:33 15:17 Spielverein Stassel 15 6 1 8 44:36 13:17 Hermannia Kassel 14 5 3 6 Germania Fulda 16 6 1 9 V. f. B. Gießen 15 5 2 8 Ockershausen 14 2 2 03 Kassel 1: 3( 1: 0) Spiele gew. unent. verl. C. 03 Kassel 13 10 2 1 Kurhessen- Kassel 13 8 2 3 Großalmerode 14 7 4 3 ind angetan, bei jedem Sparen zu erhöhen. n wird ein Ruhmesblatt bleiben". Diese Urteile SC. 05 Göttingen 11 7 5 Tore Punkte 64:22 22: 4 52:23 18: 8 24:26 18:10 52:23 16:12 Hessen 09 Kassel 13 6 6 32:34 13:13 SV. 05 Einbed 14 4 9 23:48 9:19 12 3 7 13 0 11 22:46 8:16 16:65 2:24 allem der mittelständi erbe und Handwerk und Wohlfahrtsminister die für den Wohnungsbau erbei bis an die Grenze In der gleichen Land: esagt: Die Förderung er Jagdunfall ereignete ( Kreis Schotten). Beim orststudent in eine vom entlud sich sein Gewehr Senden Jagdpächter und ,, Bayerischer Hof". Die ust und verursachte tödalsbald erlag. er Verkauf von Wohl8. Februar d. J. Samstag, dem 21. Fe graf- Philipp- Play, eine gesordnung: 1. Einspruch n Aufwertung des Ein 2. Einspruch gegen den des Einkaufsgeldes in werlehr. Am 1. März -belgischen Exprebout bfertigung von Expreß - über die Grenzpunkte Raeren ermöglicht, wöhnlichen Preisen wird Die Komödie in 4 Aften von Marcel Pagnol ge achdem gegen den Be hen Gängerbundes teine r die Veranstaltung des hten Sonntag im Juni ei großem Kummer der onders schwer in feiner o wie bei förperlichen m besten der Arzt helfen passenden Schlafmittel es auch, daß man bei en Kaffee noch starken Diese Getränke benutt man aus irgendeinem Viele werden ärger nicht einschlajen tönnen. ften Erinnerungen ihres überdenken, und so den eise zu schieben. sind auch in der Nacht ie endlich eingeschlafen, wieder aus dem Schlaf schlagen, dann stört sie n es entsteht auch schon s entsteht die sogenannte anders ängstlich, auf ihr darüber, daß die Turm eine zu lange Zeit fchlaf or dem Ermüdungsgefühl Festhalten müssen, daz Den Eintritt des Schlafes Dazu gehört auch, daß er ausreichend verdunkelt gehen das Spiel der Ge ihnen immer neue Ge = der nächsten Zeit ein erung, wenn man ein fo ichbar neben dem Bett Sedanten kurz einfchreibt I wieder zu vergessen. ngestörten Schlafes einen en führen muß, ist selbi behaglichsten unter den die unhygienisch find Jeugung und mangelnde en fönnen. Göttingen SC. 05 Kurhessen Kassel- Spielv. Göttingen 9: 0( 5: 0) Verein Spvgg. Göttingen FC. Grone 21122 Frohnhausen, F. n. angetreten. verl. Tore Punkte Wetzlarer SpV. Verein - Spiele gew. unent. Germania Marburg Wallau 11 7 3 1 29:12 17: 5 12 5 6 1 33:22 16: 8 1900 Gießen 10 6 0 4 27:24 12: 8 Breidenbach 12 6 1 5 35:33 13:11 Sp. V. Wetzlar Wiesenbach 11 4 1 6 12 3 2 7 31:27 12 2 1 9 12:31 15:23 9:13 8:16 5:19 Frohnhausen Ffm.- Fechenheim 03 1900 Gießen 7: 0( 1: 0) G. Hessen 09 Kassel BV. 06 Kassel 5: 1( 5: 0) G. Warburg Niederzwehren 1: 1 Sportfreunde Kassel Frizlar 4: 0 Sp. u. Sp. Northeim VfB. Northeim 3: 1( 1: 0) Germ. Osterode Blau- Weiß Göttingen 2: 4( 2: 1) Weilburg Löhnberg 2: 1 Aßlar Butzbach 3: 0( 2: 0) Laubach Ehringshausen 3: 3 Biedenkopf Germania 2. Dreihausen Hartenrod Gladenbach 2: 4( 1: 3) Gau Marburg. Cappel 1. 10: 1 Marburg 2. 9: 2( 2: 1) Endbach ausgef., f. 5. verl. Erdhausen Niederwalgern 5: 3( 3: 2) Spedswinkel VfB.-K. Marburg 2. 0: 4( 0: 2) Odershausen 2. Kirchhain 1. ausgef. Sarnau- Bürgeln 6: 4( 0: 3) Breidenstein 1. Wallau 2. 1: 3 Obereisenhausen Lixfeld 9: 6 Michelbach Friedensdorf 2: 8( 2: 5) Elnhausen Caldern 1:11( 1: 5) Goßfelden Wolfgruben 2: 5( 2: 2) Sterzhausen Mornshausen 1: 1 Niederofleiden 2.-- Allendorf 2. 4: 2 Bortshausen Dreihausen 2. 1: 5 Hommertshausen Niederdieten Niederlaasphe Jugend: Laasphe Biedenkopf Michelbach Sechshelden 1. Frechenhausen, F. n. angetr. Steinperf 3: 3 Hirzenhain 5: 6( 3: 3) G. Breidenbach 3: 5 Sechshelden 2. Weilburg 2. Aplar 2. Laubach 2. Wallau 7: 1( 3: 1) Friedensdorf 0: 3( 0: 2) Gau DilI. Oberroßbach 1. 5: 6( 5: 4) G. Oberroßbach 2. 6: 4( 0: 2) G. Gau Gießen- Weglar. Löhnberg 2. 2: 9 Butzbach 2. 5: 1( 1: 0) Ehringshausen 2. 1:14 1900 Gießen 2. Hermannstein 1. 5: 3 G. Auf dem VfB.- Waldsportplatz tam am Sonntag der mit großer Spannung erwartete Punttekampf gegen Fulda zum Austrag. Die Borussen konnten die auf sie gesetzten Hoffnungen ihrer zahlreich miterschienenen Anhänger erfüllen, die Gießener verdient schlagen und damit wieder einen Schritt der HessischHannoverschen Meisterschaft näherkommen. Das Waldstadion befand sich gerade nicht in dem spielfähigsten Zustande, da es mehr einer wenn auch nicht starken Schneefläche glich, die die Spieler leicht ins Rutschen brachte. Das Treffen hatte eine sehr große Anziehungskraft ausgeübt, die durch die ansehnliche Zahl von etwa 1000 Zuschauern bekräftigt wurde. Diese sahen eine enttäuschende Gesamtleistung der Grün- Weißen, bei denen außer Lehrmund und Henrichs fast niemand den Erwar tungen entsprach, während Borussia, besonders in der zweiten Spielhälfte, ein gutes Teil besser war und einen durchaus ver= dienten Sieg landete. Vor der Pause kamen die Gäste zu drei Toren, von denen zwei Tore vermieden werden konnten, während Haupt für seine Farben einen sehr schönen Ehrentreffer erzielte. In der zweiten Halbzeit erzielten die Borussen dann noch fünf Tore. Schiedsrichter Herzog Kassel war dem Treffen nicht jederzeit gewachsen, hatte allerdings bei dem zeitweise scharfen Spiel der beiden Mannschaften öfters keinen leichten Stand. Wie die Tore fielen Bereits in der dritten Minute bamen die Gäste zu einem überraschenden Führungstreffer. Nagel Diehl- Rinderknecht fombinierten und schossen und im Handumdrehen landete der schon abgelenkte Ball im Netz. Bei den Heimischen fehlte noch der Zusammenhang und Balser im Tor fonnte nicht zufriedenstellen. Dann kam die Playzelf eine Zeitlang zum Wort, aber es fehlte nach dem einheitlichen Angriff der kurz entschlossene Schuß aufs Tor. Hier fielen besonders Mattern und Haupt aus. Es fiel dann in der 30. Minute das zweite Tor für Fulda nach einer vorausgegangenen klaren Abseitsstellung. Es raffte sich nun die Plazelf auf und einige gute Kombinations- Durchbrüche gefährdeten das Fuldaer Tor mehrmals, bis Haupt nach einer Vorlage Lehrmunds den verdienten Ehrentreffer schoß. In der 43. Minute hatten die Gäste eine sichere Torgelegenheit, die übereilt verschossen wurde. Doch eine Minute später erzielen diese das dritte Tor, das Halbzeitresultat herstellend. Nach der Pause schien es, als würden die Grün- Weißen ein Tor aufholen, doch Mattern hebt. allein ca. vier Meter den Ball übers Nez. vor dem Fuldaer Heiligtum stehend Der Fuldaer Angriff wird nun besser. In der 53. Minute erzielen sie das 4. Tor. Es drüden vom Mittelanstoß weg die Gießener, doch ein ungenaues 3uspiel verdarb alles. Die Spielweise nimmt eine harte Note an und so tommt es, nachdem Kreß von einem Gastspieler recht unsportlich angegangen war beim Zweikampf um den Ball dieser sich revanchierte und natürlich den Plak verlassen mußte. Das war in der 63. Minute. Nun war der Widerstand gebrochen und schon in der 65. Minute erzielte Fulda sein 5. Tor. Das Spiel wird recht einseitig und verliert an Interesse. Vereinzelte Vorstöße von drei, manchmal auch vier Gießener Stürmern, die an der Fuldaer Hintermannschaft scheitern, bringen etwas Abwechslung. Im übrigen ist es ein Abwehrkampf, der in den letzten 10 Minuten auch gebrochen wird. Die Gäste erzielen in der 79, das 6., in der 83. das 7. und in der 88. Minute das 8. Tor. So endete das Treffen mit der unerwartet hohen Niederlage. Kljr. 03 Fechenheim SpVgg. 1900 Gießen 7: 0( 1: 0) Obwohl man wußte, daß die Gießener einen schweren Gang nach Frankfurt hatten, hatte doch niemand mit einem so hohen Sieg der Platzherren gerechnet, zumal das vorausgegangene Spiel in Gießen 3: 3 ausgegangen war. Doch der Fasching wirkte sich bei den Blau- Weißen besonders aus und konnten sie sich gegenüber dem weitaus reiferen Spiel des Gegners nie richtig entwickeln. Dazu kam noch, daß Langsdorf, Adelberger und Schneider nicht mit bei der Partie waren und die Ersatzleute auch Ersatz waren, besonders der Ersatz- Mittel- Läufer. War die erste Spielhälfte noch völlig offen, so wurden die Gießener in der zweiten Halbzeit in die Defensive gedrängt und als gar innerhalb von 10 Minuten es drei Tore für Fechenheim gab, war der Wiederstand ganz gebrochen. Die 1900er MERCEDES- BENZ Besuchen Sie unsere Stände bel der Berliner Automobilausstellung! Halle Stand 1, Halle II Stand 203 Nr. 14 beschränkten sich auf die Verteidigung und Brambach hatte alle Hände voll zu tun. Die Fechenheimer bamen dann noch zu drei Treffern. Bei den Siegern war der Sturm in besonders guter Form. Bei den 1900ern waren der Tormann, der eine Unzahl von Schüssen zu halten hatte und trotz des 7: 0 nicht schlecht spielte, sowie die beiden Verteidiger die besten Leute. Steinbach 1. Steinberg tomb. 2: 5( 2: 1). Am vergangenen Sonntag weilte die 1. Mannschaft komb. und auch nur mit neun Mann in Steinberg und trug ein Freundschaftsspiel aus. In diesem Spiel stellten die flinken Teutonen, hauptsächlich aber der Mittelläufer und der Tormann, ihr Können unter Beweis. In der ersten Halbzeit war das Spiel verteilt. Dagegen in der zweiten Halbzeit waren die Gäste tonangebend und es fielen in regelmäßigen Abständen noch vier Tore. Grünberg 1. Geilshausen 1. 3: 5( 2: 1). Letzten Sonntag trug die 1. Mannschaft von Geilshausen nach langer Pause ein Gesellschaftsspiel gegen Grünbergs 1. in Grünberg aus. Geilshausen schoß das erste Tor, aber Grünberg, in der 1. Halbzeit etwas überlegen, stellte das Resultat bis Halbzeit auf 2: 1. Nach Seitenwechsel war Geilshausen, trotzdem es mit Ersay spielte, tonangebend. Geilshausen war noch viermal erfolgreich, während Grünbeng nur noch ein Tor erzielte. Der Plaz war start eingeschneit. Schiri Keil leitete korrekt. Der DFB. tagt in Berlin. Der Vorstand des Deutschen Fußball- Bundes setzte sich am Wochenende in Berlin an den Beratungstisch, um einige dringende Angelegenheiten zu erledigen. Die wichtigste Maßnahme, die getroffen wurde, war die Beseitigung der Folgen, die durch das scharfe Vorgehen des Westdeutschen Spielverbandes durch die Affäre Schalke 04 entstanden sind. Auf Antrag des Westdeutschen Spielverbandes machte der Bundesvorstand von seinem Recht der Begnadigung Gebrauch und amnestierte die damals ausgeschlossenen Spieler. Einige Schalker und verschiedene Spieler anderer Vereine wurden sofort freigegeben, die Begnadigung der übrigen erfolgt je nach dem Grad ihrer nachgewiesenen Verstöße, abgestuft bis zum 1. Juni 1933, der auch für die schwersten Sünder der Tag der Erlösung ist. Ein weiterer Punkt der umfangreichen Tagesordnung war die Weiterberatung des Profistatut- Entwurfes. Mit nur unwesentlichen Veränderungen gegen die bereits bekannte Fassung ist der Entwurf jetzt abgeschlossen. Er wird sagungsgemäß dem nächsten Bundestag zur Beschlußfassung unterbreitet werden. Der vom 21. bis 23. Mai in Berlin tagende Fifa- Kongreß, dessen Abschluß am Pfingstsonntag das Länderspiel Deutschland gegen Desterreich bildet, soll vom Bund würdig und den gegenwärtigen Verhältnissen entsprechend sparsam ausgerüstet wer den. Ueber die Mannschaftsaufstellung zum Länderkampf Frankreich gegen Deutschland am 15. März in Paris ist sich der Spielausschuß noch nicht im Flaren. Die Mannschaft soll möglichst einige Tage vor dem Spiel im süddeutschen Verbandsheim zusammengezogen werden, um gemeinschaftlich zu trainieren. Einen breiten Raum in der Verhandlung nahm der Fall Hertha BSC., wobei es sich bekanntlich um Doppelverkauf von Eintrittskarten handelt. Der Dispositionsfonds für den Jugendausschuß wurde auf insgesamt 45 000 RM. erhöht. In den Landesverbänden sollen Kurse zur Heranbildung jugendlicher Führer und zur Beschäftigung geeigneter Erwerbsloser durchgeführt werden. Für diesen 3wed wurden vorerst 11 500 RM. bestimmt. Süddeutsche Fußballmeisterschaft. Runde der Meister: Wormatia Worms Bayern München 2: 3( 1: 4) Union Bödingen Karlsruher FV. 4: 3( 2: 1) FC. Pirmasens Eintracht Frankfurt 3: 6( 1: 2) Runde der Zweiten und Dritten. VFR. Fürth FV. Rastatt 3: 3( 2: 1) Stuttgarter Riders Schwaben Augsburg 3: 2( 1: 0) Phönix Ludwigshafen 1. FC. Jdar 6: 1( 4: 1) FV. Saarbrüden SpV. Wiesbaden 2: 2( 2: 1) VfL. Nedarau Union Niederrad 2: 3( 1: 1). Nürnberg- Fürth schlagen Köln 2: 0. Die 15 000 Zuschauer erlebten einen glüdlichen Sieg der Süddeutschen, die ohne allen Grund eine unnötig harte Note in das Spiel brachten und damit beim Publikum lebhaften Unwillen erregt. Nicht ganz schuldlos an den Entgleisungen der Bei verteiltem Gäste war der unzulängliche Schiedsrichter. Spiele kamen die Süddeutschen nach 15 Minuten durch Schmidt zum Führungstreffer; derselbe Spieler schoß drei Minuten vor Schluß das zweite Tor. Sportliches Allerlei. vor am Sonntag Europas größtes Stispringen wurde 20 000 Zuschauern in Oberhof durchgeführt. Der Norweger Birger Ruud zeigte die besten Leistungen. endete 1: 2. - Der Fußball- Länderkampf Frankreich Tschechoslowakei Die argentinische Fußballelf des Club de Gymnasia y Esgrima siegte in München über 1860 mit 4: 0. an der Spitze des Fortschritts! Unser Fabrikationsprogramm für 1931 enthält folgende Neuerungen: Bedeutende Fortschritte im Getriebebau durch OriginalSpar- und Schnellgang mit Vacuumschaltung Namhafte Preisermäßigungen bei unseren Typen Stuttgart 260 und Mannheim Neues, sehr preiswertes Selbstfahrer- Cabriolet für unsere Typen Stuttgart und Mannheim Neues zweisitz. Modell Typ Mannheim in Sportausführung mit kurzem, sehr niedrigem Fahrgestell u. 3,7- Ltr.- Motor ,, Großer Mercedes" Achtzylinder mit und ohne Kompressor 150/200 PS Mit jeder unserer Typen bieten wir höchsten Wert zum günstigsten Preis. Es kosten z. B. 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Freilich schlägt diese Freude oft in das Gegenteil um, wenn man die Grasnarben der Sportplätze betrachtet, wie sie in Wirklichkeit aussehen. Anstatt sattem Grün herrscht ein bedrückendes Grau, überall bliden kahle Stellen durch, notdürftig verdeckt, wie auf dem Kopf eines angejahrten Lebemanns; die Stelle des seichten Grases nehmen häẞ= liche, harte Unträuter, wie Hirtentäschchen, Wegwarte usw. ein, bei trockenem Wetter begleiten Staubwolfen die Spieler, und wenn der Boden feucht ist, rutschen sie auf den kahlen Stellen rettungslos dahin. Solche Sportplätze, die in anderen Ländern, z. B. England, viel seltener sind, sind nicht nur dem Naturfreund, sondern vor allem dem Sportsfreund ein Greuel. Freilich, wir sind ein armes Volk wie soll hier Abhilfe geschaffen werden, deren Kosten die verfügbaren Mittel der Vereine oder Städte nicht übersteigt? Einige furze Hinweise mögen hier fördernd wirken. Selbstverständlich ist bei der Anlage des Platzes die Auswahl der richtigen Grassorte wichtig, die widerstandsfähig u. dicht sein soll. Die landwirtschaftl. Schulen und andere Wirtschaftsberatungsstellen gehen den genannten Vereinen hier gerne fostenlos zur Hand. Da die Plätze oft auf einem Grund angelegt werden müssen, der nicht den genügenden Humus zum Gedeihen der Gräser enthält, muß manchmal Humus zugeführt werden, meist genügt allerdings eine fräftige Düngung, die überhaupt zum Gedeihen eines guten Rasens unerläßlich ist. Man gibt einen Volldünger, am besten Amsupta( 7+ 8+ 12), der alle nötigen Bestandteile im richtigen Verhältnis enthält und zugleich die wertvolle Eigenschaft hat, mißliebige Unkräuter zu unterdrücken. Diese Düngung muß jedes Jahr im zeitigen Frühjahr wiederholt werden und zwar gibt man je 10 000 qm 3 bis 4 Doppelzentner obengenannten Düngesalzes. Mögen diese kurzen Winke beitragen, den Vereinen usw., die Inhaber von Sportplätzen sind und denen zumeist die nötige landwirtschaftlich- gärtnerische Erfahrung fehlt, ihre Aufgabe zu erleichtern. Die Mühe und der geringe Aufwand zur wirklichen Pflege der Sportplätze lohnen sich insofern, als ein gut gehaltener Sportplatz Grundbedingung für jede sportliche Ausbildung und damit für jede Höchstleistung iſt. Vorsicht! Die Grippe geht um! ,, Gießener Zeitung" Aus Nah und Fern. Großen- Linden. Umfangreiche Dammbefestigungsarbeiten werden gegenwärtig auf der Main- Weser- Bahn zwischen hier und Klein- Linden ausgeführt. An dieser Stelle werden schon seit mehreren Jahren kleine Erdbefestigungen festgestellt. Man sucht die Dammrutschgefahr durch Einbau von tiefen Rigolen, die man in den hohen Damm treibt, zu beseitigen. Lich. Am Montag fand hier der sog. Fastnachts- Schweine-, Schaf und Krämermarkt statt. Zum Auftrieb gelangten 280 Ferkel, 34 Schafe und 11 Lämmer. Der Markt war gut besucht und brachte reges Geschäftstreiben. 6 Wochen alte Ferkel kosteten 14-15 RM., 8 Wochen alte 17-18 RM. und 10 Wochen alte 20-25 RM. Es verblieb ein geringer Ueberstand. Büdingen. In der letzten Sitzung des Büdinger Gemeinderats gaben die sozialdemokratischen Gemeinderatsmitglieder eine schriftliche Erklärung ab, nach welcher sie ihre Mitarbeiter im Gemeinderat für die Folge ablehnen und in den Gemeinderatssitzungen nicht mehr erscheinen wollen, solange ihren Wünschen auf Vertretung in den Kommissionen nicht entsprochen werde. Mainz. Am Freitag, dem 27. ds. Mts., findet hier eine Mitgliederversammlung des Provinzialverbandes Rheinhessen des Hessischen Landgemeindetages statt. Von Dr. med. Curt Kay se r- Berlin- Wilmersdorf. In vielen Orten des Reiches ist in den letzten Wochen eine stärkere Häufung fieberhafter Erkältungskrankheiten aufgetreten, die man gemeinhin mit dem Namen„ Grippe" zu bezeichnen pflegt. Ob alle diese Erkrankungen im streng- wissenschaftlichen Sinne den Namen„ Grippe" verdienen, muß dahingestellt bleiben. Sie sind aber sämtlich gekennzeichnet durch das plötzliche Einsetzen von Schnupfen, Husten, mehr oder minder hohem Fieber, Gliederschmerzen usw. Wenn auch die große Mehrzahl der bisherigen Erkrankungen anscheinend leichterer Natur iſt, so läßt sich doch von einer solchen grippeartigen Erkrankung nur in den seltensten Fällen voraussehen, welchen Verlauf sie nehmen wird. Gerade die Grippe ist ausgezeichnet durch die Neigung zu Rüdfällen, die oft schwerer sind als die Ersterkrankung. Ferner schließen sich an die Grippe nicht selten verschiedene Nachfrankheiten an. Hierher gehören Stirnhöhlenkatarrhe, Mittelohrentzündung, Herzerkrankungen und Nierenleiden. Von ganz besonderer Bedeutung ist die Tatsache, daß ruhende oder bisher nicht in die Erscheinung getretene tuberkulöse Lungenspitzenerkrankungen nicht selten durch die Grippe von neuem entfacht werden oder erstmals in Erscheinung treten. Daher ist es notwendig, jeder, insbesondere mit Temperaturerhöhung ein hergehenden, grippeartigen Erkrankung, die notwendige Beachtung zu schenken und vor allem so rasch wie möglich einen Arzt zu Rate zu ziehen. Diese Mahnung sei mit besonderem Nachdruck ausgesprochen; denn es ist falsche Sparsamkeit, etwa wegen der Gebühr für Krankenschein und Apotheke, eine Grippeerkrankung zu verschleppen und womöglich dann wochenlange Krankheit und Arbeitslosigkeit in Kauf nehmen zu müssen. Monsheim( Rhh.) Ein junger Mann ist nach Unterschlagung einer größeren Summe der frei- protestantischen Kirche flüchtig gegangen. Er ließ sich im Auto nach Koblenz fahren und dürfte von da das Weite gesucht haben. Weglar. Durch ein schweres Schadenfeuer wurden in der Nacht zum Sonntag in der optischen und mechanischen Fabrik von Hensoldt& Söhnen bedeutende Sachwerte vernichtet. Die Feuerwehr konnte mit ihren Motorspritzen wohl bald des Brandes Herr werden, doch wurden die erheblichen Warenvorräte durch das Feuer teilweise zerstört und teilweise in den Glasspannun gen derart verzogen, daß die einzelnen Objekte wertlos geworden sind. Die Behandlung des Kranken wird naturgemäß ausschließlich der Arzt zu leiten haben, gegen die Weiterverbreitung der Krankheit aber kann der Einzelne sich und seine Umgebung wirksam schützen durch Beachtung der wichtigsten Grundregeln der vorbeugenden Gesundheitspflege: Vor allem vermeide man allzu nahe Berührung mit dem Kranken und halte auf Armes länge Abstand von ihm. Ferner sorge man dafür, daß der Kranke beim Husten und Niesen das Gesicht abwendet oder ein Taschentuch vor den Mund hält. Ganz besonders wichtig ist diese Maßnahme überall da, wo eine größere Anzahl von scheinbar gesunden oder leicht kranken Menschen sich zusammenfindet, 3. B. in den öffentlichen Verkehrsmitteln, Straßenbahn, Stadtbahn, Untergrundbahn usw., ferner in Theatern, Kinos usw. Häufiges Händewaschen, zumal nach irgend welcher Berührung mit dem Kranken oder den von ihm benutzten Gegenständen wird sonst noch geeignet sein, der Weiterverbreitung der Krankheit wirksam zu begegnen. Weglar. Am Sonntag ist in Wetzlar ein Schulstreik ausge= brochen, der etwa 600 Kinder umfaßt. Eine stark besuchte Elternversammlung hatte vor acht Tagen an die Regierung in Koblenz ein Ultimatum gestellt, das am Samstag ablief. Die Regierung hatte sich nicht für zuständig erklärt, sondern die Angelegenheit an die Stadtverwaltung verwiesen. Um die Stadtverwaltung nun zu veranlassen, bessere Unterkunftsräume in dem ehemaligen Franziskanerkloster zu schaffen, ist am Montag die Elternschaft geschlossen in den Streit getreten. Herborn. Die in Sinn abgehaltene Bundestagung der Vereinigung ehemaliger 88er hat beschlossen, das Ehrenmal für die Gefallenen des Regiments in Mainz zur Aufstellung gelangen zu lassen. Felssturz im Moseltal. Trier. In der Nähe von Stadt Bredimus an der Mosel fand ein schwerer Felssturz statt, der die Weinberge der Stadt völlig verwüstete. Große Felsblöde rollten an und in die Mosel. Ein Auto wurde von den Felsmassen noch gestreift. Die Regierung beabsichtigt umfangreiche Maßnahmen gegen weitere Fels= stürze. Dillenburg. Die Schneeverwehungen auf dem Westerwald haben im Laufe der letzten Tage einen Grad erreicht, der den Verkehr auf den Hauptstraßen fast völlig unterbunden hat. Die Landjägermeisterei Driedorf erläßt eine Warnung an sämtliche Kraftfahrer, auf ihren Fahrten den hohen Westerwald zu be= rühren. Auf der Strecke Roth- Driedorf- Rennerod- Westerburg ist die Hauptverkehrsstraße unpassierbar. Kaiserslautern, 17. Febr. Der Möbelfabrikant Kommerzien rat August Christmann wurde das Opfer eines Unglücksfalles. Als er eines der Fenster im sechsten Stock des neuen Postamtes nachmessen wollte, stürzte er auf die Straße hinab; er starb auf dem Transport ins Krankenhaus. Weil er nicht zum Maskenball gehen durfte. Frankfurt a. M., 17. Februar. Als ein Kaufmann seinem 23jährigen Sohne es abschlug, ihm Geld zum Besuche eines Maskenballes zu geben, vergiftete sich der junge Mann aus Aerger in der Küche mit Leuchtgas. Frankfurt a. M. Die Universität zählt rund 4500 Studierende. Am stäksten besetzt ist die Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fakultät mit 1428 Studierenden. Bier Meter Schnee. Belgrad. Die Schneefälle in Südslawien haben zur Verfehrseinstellung auf zahlreichen Streden geführt. Die größte Schneemenge ist in Montenegro gefallen. Auf der Straße von Bari liegt der Schnee bis vier Meter hoch. Deutscher Dampfer rettet englischen aus Seenot. London. Der deutsche Dampfer ,, Seefalfe" ist am Sonntag mit dem in Cardiff beheimateten Dampfer Swiftway" im Schlepptau in Queenstown eingetroffen. Die ,, Swiftway" hatte Las Palmas am 31. Januar verlassen, um nach Limerid zu gehen. Am Donnerstag wurde bei grober See das Steuergetriebe des Dampfers beschädigt, so daß er hilflos auf den Wellen umhertrieb und Notrufe aussandte. Er wurde vom deutschen Dampfer ,, Seefalfe" ins Schlepptau genommen. Der Sturm war jedoch so stark, daß das Tau zweimal riß und zweimal ausgebessert werden mußte. Als die beiden Dampfer in Queenstown eintrafen, waren die Lebensmittel auf der ,, Swiftway" zu Ende. Gelnhausen. Am Samstag fand im hiesigen Kreishaussaale die diesjährige staatsbürgerliche Bildungstagung der Reichszentrale für Heimatdienst, Landesabteilung Hessen, statt. Die Tagesordnung brachte u. a. ein Referat von Dr. F. König ( Gießen):„ Deutsches Volk und deutscher Staat"( Auf dem Wege nach Mitteleuropa). Gersfeld( Röhn), 17. Februar. Ein großes Schadenfeuer zerstörte in dem Rhöndorfe Liebhards fünf der größten Gehöfte mit Scheunen, Stallungen, Erntevorräten und landwirtschaftlichen Maschinen. Der Schaden wird auf 150 000 RM. beziffert. Neue Bücher. Der Abschluß der Reichsarchiv- Schriftenfolge„ Schlachten des Weltkrieges". Die Katastrophe des 8. August 1918, von Major a. D. Thilo v. Bose und Rittmeister a. D. Herrmann. 202 S. mit 1 Tafel Abbildung, reichhaltigem Buchschmuck, fünf Textskizzen, 2 Anlagen Kriegsgliederung und 3 mehrfarbigen Karten im Anhang.( Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O.) 1. Auflage 1930, Band 36. Halbleinenband 4,20 RM.; Halblederband 7,- RM. Das Reichsarchiv hat als Abschluß seiner großen Schriftenfolge ,, Schlachten des Weltkrieges" nun= mehr den letzten Band unter dem Titel„ Die Katastrophe des 8. August 1918" der Oeffentlichkeit übergeben. In neun Jahren, von 1921 bis 1930, erschienen 36 Schlachtendarstellungen. Den inneren Zusammenhang der gewaltigen Geschehnisse des Weltfrieges vorzuführen, die Einzeltaten deutscher Männer vor Vergessenheit bewahren zu helfen und den gefallenen Helden des Krieges das verdiente Denkmal zu setzen, das war die Aufgabe, die sich das Reichsarchiv 1921 stellte. Man darf dem Reichs= archiv bestätigen, daß es diese Ziele erreicht hat. Der jetzt vorliegende letzte Band„ Die Katastrophe des 8. August 1918" ist von Major v. Bose mit der ihm eigenen Gründlichkeit und Objektivität gestaltet worden. Er gibt der Folge einen würdigen Abschluß. Würdig allerdings nur, was die schriftstellerische Leistung betrifft. Inhaltlich führt er in die dunkelste Zeit des deutschen Ringens. Der ,, dies ater" des deutschen Westheeres! Dem Feinde gelingt die Ueberraschung der deutschen 2. Armee östlich Amiens. Bose untersucht die Ursachen Antwerpen und St. Quentin August 1914- das waren die ersten Bände der Schriftfolge gewesen. Jetzt die Katastrophe im August 1918! Vier Jahre liegen dazwischen. In diesen vier Jahren wachsender Not, fortgesetzter steigender Entbehrungen vollzog sich die Wandlung. Könnte es anders sein, daß die Masse der Streiter einem Großangriff nicht mehr gewachsen war? Man schlägt den Band Douaumont, den Band Flandern, den Band Somme auf. Vier Jahre solchen Heldentums hiernach war auch das Erliegen am 9. August 1918 ehrenvoll! Neue Bergarbeiter- Entlassungen im Ruhrgebiet. Nach einer Mitteilung der Vereinigten Stahlwerke hat sich die Bergwerksverwaltung Gelsenkirchen der Vereinigten Stahlwerke infolge des weiterhin rüdgängigen Koksabsatzes und infolge der Unmöglichkeit, die angewachsenen Kokslager zu räumen, gezwungen gesehen, die Kokserzeugung weitgehend einzuschrän= fen und infolge hiervon die Kohlenförderung ihrer Zechen in erheblichem Maße weiter herabzusetzen. Die Bergwerksverwaltung Gelsenkirchen hat daher weitere Kündigungen und Entlas= sungen von insgesamt 2110 Arbeitern und Angestellten bei den zuständigen Stellen zum 15. März beantragt. Müssen Sie etwas drucken lassen sei es für Familie, Beruf, Stand, Amt, Geschäft oder Organisation dann wenden Sie sich bitte an die Verlagsdruckerei Albin Klein in Giessen Fernsprecher 2525. vorm. Wilhelm Keller, gegr. 1783 Südanlage 21. Setzmaschinen-, Stereotypie- und Rotationsbetrieb, eigene Buchbinderei. Spezialität: Druck, Verlag und Einführung von Verbandszeitschriften. Über 1000 verschiedene Formulare für Behörden. Geschäfte. Verbände und Vereine ständig am Lager. 1 Ehe Sie Auto fahren lernen, informieren Sie sich in der ,, Autoschule der Eleganten Welt" über alles Wissenswerte. Sie brauchen zu diesem Zweck nur die soeben erschienene neueste Nummer zu lesen, die Ihnen alle benötigten Auskünfte gibt und die Ihnen sagt, wie man ein geschickter und steuergerechter Selbstfahrer wird. Ein König als Journalist. König Ferdinand von Bulgarien, ein eifriger Wissenschaftler und Forschungsreisender, hat Afrika nach allen Richtungen durchquert und hat seine Reise- Erlebnisse in buntfarbigen Schilderungen niedergelegt. Die Woche", die aktuelle illustrierte Zeitschrift, ist in der Lage, seinen Artikel Afrikanische Tage und Nächte" und viele seltene Photos dazu, in ihrem neuesten Heft zu veröffentlichen. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Erstklassige Existenz Adressenschreiben bei ein. monatl. Einkommen von RM 600.vergibt noch und mehr wird tüch tem Landreisenden f.d Werben v.Abonn.f Zeitschr. M. A. John, Erfurt 841 1. m. Abonnentenversich. geboten. Bewerbungen unt V.E. 2758 an Postschließt. 6, Braunschweig. 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