Nr. 47 joziale, brutale Steuer ollen, dann müssen fie der Kleinhausbesitzer igung der alle Volks uer. Ob sie das tun Quernte! und damit eine große esonders für das fris Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. tsache, daß das Rehwild Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdgerne in Wiesen und endung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 14. Jahrg. ähe des Waldes liegen, iefer hat. Solange die fam ja auch ab und zu mit der Einbürgerung nglüdten Stüde außer Tein in der Kreisstadt der Ortsgruppe Oden mähte Rehlize im vet= viele mögen außerdem en sein! Nicht nur der schwer verletzten Reh indet, sondern auch das m Jungen greift jedem, Fühlt, ans Herz. hwild nicht, aber für die rordentlicher Bedeutung den die Gemeinde und Deshalb hat der Hessische andes gewandt und hat, Sinn der Landwirtschaft rch die Gemeindeverwal macht werden möge, daß nen Wiesen, letztere doch neidens, kreuz und quer Wild daraus vertrieben Beauftragte erreichbar des Verscheuchens gerne vor qualvollem Leiden Mt. En. Die ,, Woche" bringt on den Azteken stammt Spanier im 16. Jahrben und Geheimnisse der r nichts miteinander zu sich sehr interessant ist. En ,, Woche". Sie bekom shefte". Monatlich ein mit ca. 60 prächtigen Mt. Berlag Scintig reude verfolgt man, wie seine besondere Art imgestaltet. So bringt das D. Todestages von Stein fers, bringt ferner einen und Bismard und rüdt Arndt" diesen geistigen lles Licht. Auch jüngster mlich der Gründung der te vor 75 Jahren. Daß Mutter nicht vergessen ist, das Heft Im übrigen sollten von dem Angebot Pig. Portoersatz zu fen ese schöne und wertvolle zu lernen. eleit, Gießen. chen Behörden wie ZEIGEN ZEIGEN KARTEN SEN stoff Union Volitische Rundschau. Die Besprechungen, die der Reichskanzler im Laufe des Mentagmittags und abends in Gegenwart des Reichsbankpräsidenten mit den Fraktionsvorständen aller Parteien mit Ausnahme der Kommunisten hatte, führten zu keiner Klärung der innenpolitischen Situation, da die Verhandlungen mit den Sozialdemokraten in Gegensatz zu den anderen Besprechungen nicht den gewünschten Erfolg hatten. Zwischen dem Reichskanzler und den Gewerkschaften sand am Montag eine mehrstündige sehr offene Aussprache über die Retverordnung statt, in der die Gewerkschaften ihre Bedenken jum Ausdrud brachten. Einer Meldung des„ Sunday Expreß" zufolge soll Ende letzter Woche ein nicht offizielles Abkommen zwischen amerikanischen Banken zustandegekommen sein, fein weiteres Geld aus Deutschland herauszuziehen. In Ueberlingen fand der Parteitag der Deutschen Staats: partei statt. Reichsfinanzminister Dr. Dietrich wurde das Vertrauen ausgesprochen. Der Führer des deutschen Landvolks( Chr.- Nat. Bauernund Landvollpartei), der thüringische Abgeordnete Ernst HöferSt. Bernhard, der zur Erholung nach einer schweren Kopfgrippe in Konstanz am Bodensee weilte, ist plötzlich gestorben. ( Gießener Tageblatt) Der Gauleiter der NSDAP. für Schleswig- Holstein, Landtagsabgeordneter Lohse, wurde in seiner Wohnung festgenommen. Die Lohnverhandlungen zwischen Zechenverband und Bergarbeiter- Verbänden wurden nach kurzer Dauer ergebnislos abgebrochen, da die grundsäglichen Meinungsverschiedenheiten über die, angesichts der Gesamtlage des Ruhrbergbaues notwendigen Maßnahmen eine Annäherung nicht erwarten lassen. Die Fortsetzung der Verhandlungen wird baldmöglichst unter dem Vorsitz des Schlichters erfolgen. In der Dienstagsigung des Anhaltischen Landtages brachten die Kommunisten einen Antrag auf Streichung der Minister: ehälter ein. Die Nationalsozialisten beantragten die Kürzung der Ministergehälter auf 1000 RM. Der Vertreter der Deutschen Volkspartei erklärte, gegen das Ministerium und gegen den Staatshaushalt zu stimmen. Die Entscheidung liegt bei den Deutschnationalen. Die Abstimmung über den Antrag er: folgt am Freitag. Der deutsche Botschafter in Paris, v. Hoesch, hat am Montag abend das Beileid der Reichsregierung zur Schiffskatastrophe von St. Nazzaire zum Ausdrud gebracht. Der deutsche Gesandte in Athen, Herr von Kardoff, hat einen längeren Urlaub zur Wiederherstellung seiner Gesundheit angetreten und dürfte voraussichtlich nach Beendigung dieses Urlaubs nicht mehr nach Athen zurückkehren. Die deutsche Antwort auf die polnische Beschwerdenote we: gen des Breslauer Stahlhelmtages ist in Warschau überreicht worden. Unter dem Vorsitz des Bundeskanzlers Dr. Ender hat der österreichische Ministerrat nach kurzer Beratung den Rücktritt der Regierung beschlossen. Der Generalrat der Oesterreichischen Nationalbank hat die Erhöhung des Diskontsages von 6 auf 7% Prozent beschlossen und sich auch mit weitgehenden Vorschlägen zur Sicherung der Währung und zur Vermeidung weiterer Devisenabzüge befaßt. In USA. ist beabsichtigt, für den Herbst einen IndustrieKongres einzuberufen, um das Gleichgewicht zwischen Produktion und Verbrauch wieder herzustellen. Ministerpräsident MacDonald hat die Arbeiterfraktion da= hin unterrichtet, daß der abgeänderte liberale Zusagantrag zum Landsteuerreformgesetz vorbehaltlich der Einzelheiten annehmbar sei. Damit scheinen die Schwierigkeiten des Kabinetts MacDonald überwunden zu sein. Im Staatsbudget der Tschechoslowakei für 1932 find um= Bereits jetzt gingen fangreiche Sparmaßnahmen vorgesehen. den einzelnen Resserts vom Finanzministerium Vorschläge weitgehender Einschränkungen mit dem Hinweis darauf zu, daß das neue Budget um nicht weniger als 500 Mill. Tschechenkronen vermindert werden soll. In der Hultschiner Gemeinde Kravarn, wo kürzlich die Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 17. Juni 1931 ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Playvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabait. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 48 Einberufung des Reichstages abgelehnt. Das Handwerk zur Notverordnung. Der Dienstag war wieder einmal einer jener aufregenden Tage in unserem parlamentarischen Betriebe, die kennzeichnend find für das parteipolitische durcheinander und die parlamentarische ziellosigkeit im Deutschen Reiche. Nach stundenlangem erhigtem Ringen in den Fraktionszimmern der einzelnen Parteien, namentlich bei der Deutschen Volkspartei und den Sozialdemokraten, ist unter größter Nervorsität in allen politischen Lagern um 12.30 Uhr der Aeltestenrat zusammengetreten, um seine Entscheidung über den Antrag der Nationalsozialisten, der Deutschnationalen und der Kommunisten auf Einberufung des Reichstages zu treffen. Auf den Verhandlungen lastete der Drud der Reichsregierung, die erklärt hatte, daß sie sofort zurücktreten würde, wenn der Aeltestenrat die Einberufung beschließe. Der Aeltestenrat hat das nicht getan. Mit den Stimmen des Zentrums, der Bayerischen Volkspartei, der Staatspartei, der Deutschen Volkspartei, des Christlich- sozialen Volksdienstes und der Sozialdemokratie wurde vielmehr die Einberufung des Reichs: tages abgelehnt. Für die Einberufung stimmten die Nationalsozialisten, die Deutschnationalen, die Kommunisten, die Wirtschaftspartei und das Landvolk. Die Ablehnung der Abänderungsanträge wurde festgestellt auf Grund der Tatsache, daß die Mandatszahl jener Parteien, die sich für die Einberufung aussprachen, nicht die Hälfte der Reichstagssite, nämlich 289, erreicht, sondern nur 265 Stimmen Nationalsozialisten 107, Kommunisten 77, Deutschnationale 41, Wirtschaftspartei 22 und Landvolk 18. Mit diesem Beschluß des Aeltestenrates ist aber die Krisis noch nicht endgültig beschworen, denn die Sozialdemokraten haben nunmehr die Einberufung des Haushaltausschusses be= antragt, um hier die Notverordnung zu beraten und entspre chende Abänderungen zu beschließen. Auf diesen Antrag folgte aber sofort zur allgemeinen Ueberraschung die Erklärung des Staatssekretärs Dr. Pünder, daß das Kabinett Brüning auch dann zurücktreten werde, wenn der Haushaltausschuß zusammentomme, um über die Notverordnung zu beraten. Schwierigkeiten bei der letzten Reparationszahlung. Berlin. Wie in politischen Kreisen verlautet, war die diesmalige Reparationszahlung des Reiches an die Bank für internationalen Zahlungsausgleich, die bekanntlich monatlich er= folgt, infolge der bekannten starken Devisenabzüge der letzten Tage mit erheblichen Schwierigkeiten verknüpft. Dennoch ge= lang es der Reichsbank, wenn auch nur unter großer Mühe, die fälligen Zahlungen pünktlich zu leisten. Diese Zahlungen sind bekanntlich nach dem neuen Plan nicht in Reichsmark, sondern in Devisen auszuführen. Brüning über die Notverordnung. Hildesheim. Im Rahmen der Zentrumstagung sprach Sonntag Reichskanzler Dr. Brüning vor katholischen Arbeitern über den Inhalt der neuen Notverordnung. Gerade den Arbeitern gegenüber gelte es, erklärte der Kanzler, klar zu machen, daß diese Maßnahmen nicht deshalb getroffen worden seien, um die Lebenshaltung der Arbeiter zurückzuschrauben oder um die Sozialversicherung abzubauen. Es gehe aber um die Frage des Weiterbestandes des ganzen Volkes, und darum sei es, den Boden zu bereiten, auf dem der Weg zur Senkung der Lasten gefunden wird. Wenn wir gesunden wollen, müssen Opfer gebracht werden, und zwar von allen Schichten der Bevölkerung ohne Unterschied der Berufsgruppen. Pensionsfürzungsgesetz geplant. Berlin. Auf eine Anfrage des Generalsekretärs der deutschen Zentrumsfraktion Dr. Vodel, warum man zwar die Renten der Kriegsbeschädigten, nicht aber die hohen Pensionen gekürzt habe, antwortete Dr. Stegerwald, ein PensionstürzungsDer Vorstand des Reichsverbandes des deutschen Handwerks und das Präsidium des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages traten in Hannover zusammen, um zur zweiten Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen vom 5. d. Mts. Stellung zu nehmen. Diese Stellungnahme ist folgende: Mit großer Enttäuschung muß das Handwerk feststellen, daß die von der Reichsregierung wiederholt gegebenen Zusicherungen steuerliche Erleichterungen vorzunehmen, nicht nur nicht gehalten, sondern wiederum der darniederliegenden Wirtschaft neue Steuern aufgebürdet wurden. Diese neue Belastung, ganz gleich an welcher Stelle sie auftritt, wird anstatt zu der so notwendigen Belebung der Wirtschaft zu einer katastrophalen Verschlechterung führen. Mit neuen Steuern Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen, hält das Handwerk für ausgeschlossen, wie es auch jede Subventionspolitik als schädlich betrachtet. Zur Gesundung der Wirtschaft bleibt eine grundsätzliche Abkehr von den bisheri gen Methoden unserer Wirtschafts- und Finanzpolitik unbedingt notwendig. Die Aenderungen zur Arbeitslosenhilfe genügen nicht, um in durchgreifender Weise und auf die Dauer eine Gesundung der Arbeitslosenversicherung zu gewährleisten. Das Handwerk for dert nach wie vor eine Zusammenlegung der Krisenfürsorge uno der Wohlfahrtserwerbslosenfürsorge, eine stärkere Berücksichti gung der Bedürftigkeit und eine Sonderregelung für Saisonarbeiter. Zur Einführung der 40 Stundenwoche verweist das Handwerk auf seine wiederholt vorgetragenen Bedenken. Die beabsichtigte Verkürzung der Arbeitszeit wird nur eine weitere Ausdehnung der im Handwerk so drückend empfundenen Schwarzarbeit mit sich bringen; gegen diese bringt die Notverordnung dem Handwerk keinen Schutz. Die Lockerung des Nachtbackverbots für Brotfabriken in Großstädten bedeutet einen sozialen und kulturellen Rückschritt, dazu eine schwere, auf einseitigen Maßnah men beruhende Schädigung des Bäckerhandwerks. Die Notverordnung geht an den Bestimmungen der Reichsverfassung in Artikel 164, wonach der Mittelstand in Gesetzgebung und Verwaltung zu schüßen ist, achtlos vorüber. Die Hauptlast der neuen Opfer fällt wieder auf den Mittelstand. Umso schmerzlicher vermißt das Handwerk in der Notverordnung Bestimmungen über eine Einschränkung der immer noch bestehenden Zwangswirtschaft im Wohnungswesen und über eine Zurückdrängung der wirtschaftlichen Betätigung der öffentlichen Hand. Der Reichsverband des deutschen Handwerks bedauert weiter auf das lebhafteste, daß die Reichsregierung ohne vorherige Fühlungnahme mit den Spizenverbänden des Handwerks Be stimmungen über das Drdnungsstrafrecht der Innungen in die Notverordnung aufgenommen hat. Er sieht darin eine Unter stützung der in der Deffentlichkeit erhobenen Angriffe auf die Preispolitik des Handwerks, die umso weniger berechtigt ist, als die Innungen des Handwerks wiederholt ihre Bereitwilligkeit erklärt haben, jede Einschränkung der freien Selbstbestimmung des einzelnen Handwerksbetriebes in der Preisgestaltung zu vermeiden. Tatsächlich sind in sehr beachtlichem Umfange vom Handwerk Preissenkungen vorgenommen worden. Trotz dieser Beschwerde über die seiner Meinung nach unberechtigte Einbeziehung der Innungen in die Notverordnung wird der Reichsverband des deutschen Handwerks an der Aufstellung der in Kapitel 8 vorgesehenen Richtlinien mitwirken, unter der ausdrücklichen Vorausseßung, daß hierbei die berechtigten Interessen des Handwerks Berücksichtigung finden und die Reichsregierung in entsprechender Weise auch Einfluß auf die sonstigen für die handwerkliche Preisbildung wichtigen Faktoren nimmt. Erfolgreiche Rückkehr zur freien gesetz liege gegenwärtig dem Reichstag vor. Seine Verabsche Wohnungswirtschaft in anderen Ländern. dung sei aber noch ungewiß, weil eine Zweidrittelmehrheit dafür erforderlich sei. Alle zuständigen Stellen seien übereinstimmend der Auffassung, daß ein Sondergesetz zur Kürzung der hohen Pensionen, das gegen die Reichsverfassung verstoße, vom Bei Reichsgericht als rechtsungültig erklärt werden würde. solcher Sachlage habe in der Notverordnung nicht eine Kürzung der Pensionen erfolgen können. Wann folgt Deutschland nach? In der Deutschen Handelswarte", Nürnberg, lesen wir: „ Zu den hauptsächlichen Hemmnissen einer gesunden wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland gehört die staatliche Reglementierung der Wohnungswirtschaft. Kein wahrheitsliebender Kenner der Auswirkungen dieser Reglementierung auf Deutschen mit großer Stimmenmehrheit aus dem Wahlkampf der Rüstungsstand der Vereinigten Staaten. Die Unkosten der Hausbewirtschaftung, auf den Bedarf des hervorgingen, wurde ein deutscher Nationalsozialist zum Bürgermeister gewählt. Die Tschechen gaben bei der Wahl leere Stimmzettel ab. Nach dem Bericht der Städtischen Schulbehörde in Newyork ist der Unterricht in der deutschen Sprache in der letzten Zeit viermal so start wie der französische Unterricht gewachsen, so daß die Erwartung gerechtfertigt erscheint, daß das Deutsche an die Spitze des fremdsprachlichen Unterrichts in den städtischen Schulen tritt. In der Stadthalle zu Hannover wurde die Hundertjahr: seier der Technischen Hochschule Hannover festlich begangen. Washington. Die amerikanische Regierung hat dem Völterbundssekretariat eine Aufstellung über den Rüstungsstand der Vereinigten Staaten zu Lande, zu Wasser und in der Luft zugehen lassen. Am 30. Juni 1930 hat nach dieser Ausstellung die Landarmee 13 000 Offiziere und 139 957 Mann, und die Marine 10 420 Offiziere und 109 886 Mann gezählt. Die Gesamttonnage der Kriegsmarine betrug 1 251 480 Tonnen, davon 523 800 Tonnen Panzerfreuzer( 18 an der Zahl), 91 300 Tonnen Flugzeugmutterschiffe, 206 700 Tonnen große Kreuzer, 75 900 Tonnen fleine Kreuzer, 273 360 Tonnen Zerstörer( 29 davon sind mehr als 16 Jahre alt) und 80 680 Tonnen Unterseeboote. Staatsäckels, die Häuserpreise und das verderbenbringende Wohnungselend in den Großstädten kann noch deren ungeheure Kostspieligkeit leugnen. Bei dieser offenkundigen Sachlage suchen die Befürworter der staatlichen Bewirtschaftung ihren Standpunkt zu rechtfertigen mit der Behauptung, die Wiederzulassung der freien Wohnungsmiete und der freien Mietzinsbildung in absehbarer Zeit würde zu einer für die deutsche Volkswirtschaft unerträglichen Steigerung des Wohnungsmietpreises führen. Wie sicher wir uns auf eine solche Behauptung stützen können, bezeugen die Erfahrungen in anderen europäischen Ländern. Mittwoch, den 17. Juni 1931 - Geit vor einigen Jahren die Schweizer Bundesregierung in ihrem Lande wieder die freie Mietzinsbildung zugelassen hat, ist die Folge gewesen, daß die Mietpreise anfangs um einige Hundertteile anstiegen, dann aber haben heruntergesetzt werden müssen, und zwar unter die Höhe der vorherigen staatlich festgesetzten Mieten. Nun hat in dem zu Ende gegangenen Jahr auch die Regierung Italiens die Wohnung wieder der natürlichen Auswirkung des Angebots und der Nachfrage überlaffen. Sie hat dies, richtig die Bedürfnisse voraussehend, erst nach einer Periode regen, durch Kreditverbilligung und Steuerermäßigung erleichterten Wohnungsbauens und nach dem Ablauf einer bestimmten, angemessenen langen Frist zur Vorbereitung verfügt. So hat sich kaum eine Spanne zwischen den Preisen für alte und neue Wohnungen bilden können und die allgemeinen Mietpreise sind in Italien heute nicht irgendwie fühlbar höher als vor dem Krieg. Diese vollen Erfolge sollten doch die führenden Vertreter der zuständigen Instanzen nachdenklich stimmen, zum ernstlichen Studium des italienischen Durchführungsplanes und endlich zur unvoreingenommenen Nachprüfung des tatsächlichen Wohnungsbedarfs in Deutschland veranlassen. Es liegen doch aufschlußreiche statistische Nachweise vor, aus denen sichere Schlußfolgerungen gezogen werden können. Schon die Wohnungszählung i. J. 1927 hat zu der überraschenden Feststellung geführt, daß Der Uebel schlimmstes: die Hauszinssteuer. In der bekannten Fachzeitschrift:„ Der Konfektionär" ( Berlin) schreibt Peter Molitor, Düren, u. a.: „ Gießener Zeitung" Lokales. * Weiter steigende Ziffern der Wohlfahrtserwerbslojen in den hessischen Gebieten. Von Ende Februar bis Ende April stieg die Zahl der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen in Hessen- Nassau von 45 395 auf 46 772, in Hessen von 24 139 auf 24 977. * Ueberseeische Auswanderung aus Hessen. Die Auswan derung nimmt rapid ab. Jm ersten Vierteljahr 1931 wanderten aus Hessen nur noch 33 Personen aus gegen 132 im ersten | Vierteljahr 1930. Jm April verließen noch 16 Hessen Deutschland gegen 58 in derselben 3Zeit des Vorjahres. ,, Wohl keine Steuer hat es jemals gegeben, welche so ungerecht ist und meist nur heute sehr arme Menschen betrifft, dies ist die Hauszinssteuer. Diese Hauszinssteuer hat die meisten Hausbesitzer an den Bettelstab gebracht, da doch die allermeisten Hausbesiger nicht die Einkommen haben, um diese ungeheure Steuer zu zahlen. Mit demselben Recht, mit dem man von dem Hausbesitzer die Hauszinssteuer verlangt, mit demselben Recht kann man auch jeden Stand, Beruf und Vermögen so hoch besteuern, auch denjenigen Beamten, welche diese Steuer eingeführt haben, müßte man das ganze Gehalt fortsteuern, damit aber auch nichts mehr übrigblieb fürs Leben, denn so geht es heute den Hausbesitzern durch die ganz ungerechte Hauszins steuer. Es ist höchste Zeit, daß diese Steuer verschwindet, und es wäre sehr angebracht, wenn hierfür immer wieder in den Fachschriften und Zeitungen eingetreten würde." „ Im Hauptberuf: Steuerzahler...“ Ein bezeichnender Brief. Eine westfälische Firma fragte, wie der ,, Berliner LokalAnzeiger" in Nr. 191 mitzuteilen weiß, bei einer Berliner Fir ma an, ob sie keinen Preisnachlaß geben könnte. Der bisher gegebene sei ihr zu gering. Die Berliner Firma gab darauf fol gende Antwort: ,, Weitere Preisermäßigungen erfolgen nach Herabsetzung der von uns zu entrichtenden Umsaß- und Einkommensteuer, der Zuschläge auf die Einkommensteuer, Vermögens- und Gewerbeertragssteuer für Berlin, Gebäude-, Hauszins, Lohnsummen und Kirchensteuer, Steuer nach dem Aufbringungsgesetz, Krankenkassen-, Arbeitslosen, Invaliden- und Angestelltenversicherungsbeiträge, Berufsschulbeiträge, Beiträge zur Berufsgenossenschaft und allen sonstigen Abgaben. Hochachtungsvoll X. X.( im Hauptberuf Steuerzahler und im Nebenberuf Fabrik für... Gegenstände, Berlin.)" Auch der Hausbesizer könnte seinen Mietern mit dem reinsten Gewissen eine solche Antwort zuteil werden lassen. Hinaus aus der Stadt. * Erhöhung der Zuckersteuer. Mit Wirkung von 16. Juni ist die Zuckersteuer auf 21 Mk. für 100 Kilogramm erhöht worden.( Rüben- und Stärkezuder, der sich am 16. Juni im freien Verkehr befand, unterliegt einer Nachsteuer, die für 100 Kilogramm 10,50 Mt. beträgt. Von der Nachsteuer befreit sind Mengen bis 100 Kg. Formblätter für die Anmeldung von nachsteuerpflichtigem Zucker, die bis 23. Juni 1931 zu erfolgen hat, werden von den Zollstellen unentgeltlich abgegeben. Du bist Erde, Mensch. Göttliche Kraft hat dich aus Erde hervorgebracht. Zeuger allen Lebens ist der Geist, die Kraft im AII. Die Erde ist deines Leibes Mutter, die dich nährt und erhält, die dir alles bietet, was du zu deines Leibes Notdurft gebrauchst, Nahrung, Kleidung und Wohnung, sowie tausend Freuden und die Fülle des Schönen. Dafür verlangt sie Liebe und Treue. Es ist nichts Sichtbares auf Erden, das nicht aus ihr hervorgegangen wäre. * Hessischer Schutzverein für entlassene Gefangene e. V. Die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung des Schutzvereins findet am Mittwoch, dem 1. Juli 1930, vormittags 10.30 Uhr, im Rathaus der Bürgermeisterei zu Groß- Gerau statt. * 12. Bundestag des Hessischen Beamtenbundes E. V. Der Hessische Beamtenbund E. V.( Spitzenorganisation von 10 000 hessischen Staatsbeamten, Polizeibeamten und Lehrern) versammelt seine Vertreter zum zwölften Bundestag in Jugen heim a. d. B. am tommenden Sonntag. Angesichts der scharfen Angriffe auf die materielle und rechtliche Stellung des Berufsbeamtentums und angesichts der neuesten Notverordnung der Reichsregierung kommt dem diesjährigen Bundestag eine besondere Bedeutung zu. Die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse erfordert Arbeit. Dein Leib und dein Geist brauchen die Arbeit, die Tätigkeit zu ihrer Entwicklung und Gesunderhaltung. Des Menschen natürliche Bestimmung ist es, durch Arbeit der Mutter Erde das abzugewinnen und, wenn nötig, in Gebrauchszustand zu versetzen, was er zur Befriedigung seiner Bedürfnisse verlangt. Das ist natürliches, ist harmonisches und gesundes Leben, das sich durch Arbeit selbst gewinnt, was es braucht, Leben, das in seiner Abhängigleit und Verbundenheit mit der Scholle und seiner, wenn auch nicht immer ein- und weitgehenden, so doch abgerundeten Kenntnis der Zusammenhänge, des Werdens und Seins, die Liebe zur Scholle, zur Heimat, zum Vaterland wedt, täglich nährt und erhält! * Vom Schöffengericht. Im vorigen Jahre wurden in den Kreisen Büdingen und Friedberg zahlreiche Einbrüche in Jagdhäuser verübt, ohne daß es damals gelang, den Täter ausfindig zu machen. Jetzt hatte sich eine Bande wegen eines Jagdhauseinbruches bei Blofeld( Kreis Büdingen) vor dem hiesigen Schöffengericht zu verantworten. Einer der Täter, der auch noch rüdfälliger Einbrecher ist, erhielt für den Jagdhauseinbruch ein Jahr Zuchthaus. Sein Komplize, ein Melker, erhielt acht Monate Gefängnis, während dessen Geliebte, die an der Geschichte teilgenommen hatte, für drei Monate ins Gefängnis wandert. Aber der Geist ist rege und der Leib begehrlich. Rastlos strebt der Geist die Rätse! der Natur zu lösen. Er vertausendfacht das menschliche Auge und dringt in ungeahnte Weiten. An nie geschaute Gestirne hängt er die Leiter seiner forschenden Gedanken. Das Maß des Wissens mehrt sich von Tag zu Tag. Neue Erkenntnisse, neue scheinbare Wahrheiten, neues Schöne tauchen auf. Was gestern noch als unumstößlich wahr und schön galt, wird morgen verworfen. Weiter und weiter zieht der Geist, suchend, forschend, scheinbar hebend und fördernd und- irrend seine Kreise. Kultur und vergißt, ja verweigert den Dank und den Tribut, den er der Mutter Erde schuldet. Doch, irret euch richt, sie rächt sich. Nr. 48 * Deutscher Liedertag. Am Sonntag, dem 28. Juni d. J. veranstalten die dem Deutschen Sängerbund angeschlossenen Vereine wiederum überall in Stadt und Land öffentliche Singstunden und Konzerte im Freien. Zwed des ,, Deutschen Liedertages" ist die Förderung der deutschen Volksliedpflege und das Bestreben, das Volkslied wieder unter das Volk zu bringen. * Die öffentliche Bausparkasse für den Vollsstaat Hessen hatte für Freitag abend zu einer öffentlichen Versammlung in den ,, Postkeller" eingeladen. Der Vortragende, Herr Hägert, schilderte die Vorzüge des kollektiven Bausparens besonders durch die öffentlichen Spartassen, die unter Ausschaltung jedes neuen, großen Verwaltungsapparates die größtmöglichste Sicherheit gewährleisten, da diese öffentlichen Kassen mit all ihren Rückversicherungen für diese Gelder haften. Der Redner behandelte dann die finanztechnische Seite, Zahlungsmodus und Höhe und Art der Zuteilung des Baugeldes. Die Erörterung einiger Spezialfragen fand im Anschluß hieran durch Herrn Direktor Seipp Darmstadt statt, der auch auf Fragen aus dem Publikum bereitwilligst Auskunft gab. In einem früheren Schriftsatz sprach ich von dem Zug der deutschen Bevölkerung vom Lande zur Stadt, von dem Osten nach dem Westen. Er setzte in verstärktem Maße in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts ein und hatte stets steigende Tendenz. Nachfolgend eine kleine Uebersicht über die Bevölkerungsverhältnisse getrennt nach Stadt- und Landbewohnern zu verschie= denen Zeiten. In Landgemeinden Es wohnten 1875 1900 1925 61 v. Hv 46 v. 5. 36 v. 5. An Klein und Mittelstädten 33 v. H. 38 v. 5. 37 v. H. Sn Großstädten ( über 100000 Einwohner) 6 v. 5. 16 v. H. 27 v. 5. Für die folgende Zeit stehen amtliche Zahlen nicht zur Verfü gung. Es läßt sich jedoch mit Bestimmuheit annehmen, daß die Entwidelung in den Jahren wirtschaftlicher Scheinblüte, 1926 bis 1928, die gleiche Tendenz hatte. Zur Gesichts- Bräunung aber auch zur Bräunung des ganzen Rörpers bei Sonnenbädern verwende man die zeizmildernde und fühlende Leodor Fett- Creme. Tube 60 Pf. und 1 Mt. Wirisam unterflüßt durch Leodor Edelfeife Stüd 50 Pf. 3u haben in allen Chlorodont- Verlaufsstellen. * Photographischer Wettbewerb. Zum fünften Male gibt der Hessische Verkehrsverband einen illustrierten Hessen= kalender heraus und ruft zu einem Lichtbilderwettbewerb hiermit auf. Die Aufnahmen sollen in der Größe von 9 mal 12 oder 13 mal 18 sein, möglichst Hochformat und auf Glanzpapier unaufgezogen geliefert werden. Die Bilder sind im verschlosse nen Umschlag, mit einem Kennwort versehen, innerhalb 14 Ta gen an den Hessischen Verkehrsverband in Darmstadt einzusenden. Aus Nah und Fern. Homberg. Der Lahntal- Sängerbund feiert hier vom 4. bis 6. Juli sein 37. Bundesfest, verbunden mit einem Wertungssingen. Der Gesangverein Frauenlob" feiert gleichzeitig sein 75jähriges Bestehen. Von 33 Vereinen mit mehr als 1500 Sängern liegen bis jetzt schon Anmeldungen vor. Mittwoch, den Göttingen BC Sport Hermannia Horas Niederzweh SpV. Wehl SpVgg. 190 Flenjungen VfB Gieße Butzbach G Schotten Leun-Wirbelau 1 Flenjungen Wagenborn Wehl. Spor Well Spor 1900 Gießen Aglar 1. Jg Butzbach 1900 Gießen VB. Gießer Bistirchen 1900 Gießen Wegl. Spor 1900 Gießen 1900 Gießen Wiejed 1. S Wiejed 2. G Steinbach Lohnberg E Butzbach Ga Liga- Alaffe FC. Großen Gr.- Bujed Friedberg. Die historische Kommission für den Volksstaat Hessen tagte hier unter dem Vorsitz von Ministerio direktor Dr. Urstadt- Darmstadt. Staatspräsident Dr. Adelung. der der Tagung beiwohnen wollte, war im letzten Augenblid verhin dert. Den Beratungen wohnten eine große Anzahl verdienter Förderer der Altertumsforschungen im Hessenlande bei. Mainz. Am Montagvormittag stieß im Bahnhof Aurin gen- Medenbach ein Personenzug auf einen haltenden Güterug. Dabei wurden ungefähr 30 Personen verletzt. Die Strede wurde rorläufig gesperrt und der Betrieb durch Pendelverkehr aufrecht erhalten. Mainz. Der Ehrenschwimmwart des Mombacher Schwimmklubs, der über 50 Jahre alte Nikolaus Lenges, hat am Sonntag im Freibad auf der Ingelheimer Aue einem jungen Mädchen das Leben gerettet. In vollen Kleidern sprang er dem mit dem Tode ringenden Mädchen nach und entriß es den Fluten. Er hat bereits 37 Menschenleben gerettet. Darmstadt. Generalmusikdirektor Dr. Böhm verabschiedete sich Montag abend in einer Festvorstellung der„ Meistersinger" im Hessischen Landestheater. Dem Scheidenden wurden leb hafte Abschiedsovationen dargebracht. Darmstadt. Auf Grund der Ausschreitungen der letzten Tage hat der Polizeipräsident bis auf weiteres alle Veranstal tungen der KPD. verboten. Marburg. Am Sonntag fand hier der hess. Katholikentag für die Dekanate Frizlar, Marburg und Fulda statt. Der Höhepunkt der Feier war eine Pontifikalmesse des Bischofs von Fulda. Herborn. Eine schwere Bluttat wurde in dem Kreisorte Heisterberg verübt. Dort gerieten zwei Burschen wegen eines Mädchens in Streit, der schließlich dazu führte, daß der eine einen Eichenknüppel nahm und mit diesem seinem Gegner derart heftig auf den Kopf schlug, daß die Schädeldede zertrümmert wurde. Der Tod trat auf der Stelle ein. Der Täter will in Notwehr gehandelt haben. Er wurde von der Landjägerei verhaftet. Andernach. In der Nacht auf Sonntag entstand in den Vereinigten Möbelwerken Großfeuer, dem ein über 200 Quadratmeter großer Gebäudekomplex zum Opfer fiel. Die alten Fabrikgebäude sind völlig niedergebrannt. Der Brandschaden wird auf 100 000 bis 150 000 Mark geschätzt. Die Gründe dieser Bevölkerungsbewegung sind in den wirt| teihader. Was nottut, erkennt man nicht. Indifferente Unschaftlichen Verhältnissen zu suchen. Deutsche Forschungen, Erfindungen und Rührigkeit hatten Erfolg. Deutschlands industrielle Erzeugnisse wurden im Ausland begehrt. Es war für mich vor dem Kriege eine angenehme Ueberraschung in Rumänien, überall deutsche Ware anzutreffen. Die Industrie entwickelte sich in vorher nicht ge= ahntem Maße. Geld tam ins Land. Wir wurden wohlhabend Die Zahl derjenigen, die nicht mehr arbeiteten und sich dem Wohlleben hingaben, wuchs. Die Entwidelung vom Agrarzum Industriestaat schreitet mit Riesenschritten fort, immer mehr Arbeitskräfte fordernd, die dem Land entzogen werden Die Städte wachsen wie Pilze, nicht wie dauerhafte Eichen. Leicht, viel leichter als auf dem Lande war der Erwerb für die in den freudereichen Städten zusammengeballten Massen. In demselben Tempo wie die Wirtschaft sich entwidelt, wachsen auch die Lebensbedürfnisse. Nicht lebensnotwendige, ja verwerfliche Dinge werden Lebensbedürfnis, immer neue Anforderungen hervorrufend. Die Verfeinerung der Lebenshaltung Zivilisation macht rasche Fortschritte. Aber das Tempo ist krankhaft rasch. In den unteren Schichten halten Kultur und Zivilisation vielfach nicht gleichen Schritt und dissonieren. Bei ausgezeichneten wirtschaftlichen Verhältnissen im allgemei= nen zeigen sich zunehmende Verweichlichung, Jahzucht, Mangel an Opferfreudigkeit, Degeneration. Der förperliche, geistige und sittliche Zerfall sind in vollem Gang schon zur Zeit, da man noch an Aufstieg glaubte. Der furchtbare Krieg fommt mit seinem für Deutschland so verhängnisvollem Ausgang. Er und die nachfolgende Revolution bringen die bereits vorhandenen aber niedergehalte nen schlechten Eigenschaften zur vollen Entfaltung. Die deutsche Wirtschaft erleidet großen Schaden durch den Verlust von Auslandsmärkten, deutschen Gebietes und deutscher Kolonien. Noch einmal schießt in ter Inflationszeit eine geile Blüte auf, die nach Wiederbefestigung der Währung rasch zerfällt. Andere Staaten gehen zur Industriealisierung über, die deutsche Wirtschaft erneut gefährdend. Um konkurrenzfähig zu bleiben, sieht man sich zu einer sehr ungesunden Rationalisierung genötigt, umso mehr, als an der Tarifierung der Gehälter und Arbeitslöhne, die zur vollen Bezahlung auch der mangelhaften Leistungen verpflichtet, zunächst nicht gerüttelt werden durfte. Arbeitende Hände werden in Masse entbehrlich und dem zersetzenden Müßiggang überantwortet. Die Zahl der zur EntTajjung tommenden Angestellten und Arbeiter wächst von Tag zu Tag, weitere Verminderung der Kauftraft und damit weitere Verschlechterung der Wirtschaftslage herbeiführend. Die sozia Ten Einrichtungen aller Art werden von vielen schändlich mißbraucht. Die Regierungen und Gemeinden wissen nicht mehr, wo sie die Mittel zur Lösung der allernotwendigsten Aufgaben hernehmen sollen. Furchtbar drüden die Lasten, die eine schändliche Lüge uns aufgebürdet hat. Not und Elend, die 3wietracht und Bruderhaß gebären, allerwegen. Ueberall zersetzender Parverantwortliche, Leute, denen in ihrer einseitigen Einstellung für Sonderinteressen jede Kenntnis der Grundlagen der Volks wohlfahrt und jeder Sinn für Gemeinwohl abgeht, spielen sich als Führer auf und verstehen es, sich mit bestechenden Schlagworten bei der politisch unmündigen Masse Gefolgschaft zu ver schaffen. In der Not greift man zu den wahnwitzigsten Dingen. Der Deutsche sieht in dem Deutschen seinen ängsten Feind, während ihm der Ausländer meuchlings die Schlinge um den Hals legt. Deutsche Volksgenossen bekämpfen sich täglich im wahren Sinne des Wortes bis aufs Messer. Babel die Erde hat sich gerächt. Wie kommen wir aus diesem Dilemma heraus? Wie ist das deutsche Volk zu retten? Wir haben aus Vorstehendem ersehen, daß die Wurzel allen Uebels in der Wirtschaft zu suchen ist, in der durch die Industrialisierung hervorgerufenen Bevölkerungsbewegung, in der Zus sammenballung der Menschen und in der naturabgekehrten Spe zialisierung des Lebens, des heute größten Teils der deutschen Bevölkerung mit all den üblen Begleiterscheinungen. Ein Uebel fann für die Dauer nur dann beseitigt werden, wenn es bei der Wurzel gefaßt wird. Vorübergehende, durch ErschlieBung neuer Absatzmöglichkeiten herbeigeführte Besserungen fönnen auf die Dauer nicht helfen. Der Zeitpunkt dürfte nicht allzu fern sein, da alle Völker der Erde ihren Bedarf an industriellen Erzeugnissen im eigenen Lande deden. Dann wird sich die Ausfuhr nur noch auf solche Dinge beschränken, die der andere aus klimatischen oder geologischen Gründen nicht besitzt und es wird alsdann dasjenige Land am stärksten benachteiligt sein, das am dichtesten bevölkert ist. Eine Verarmung von einem bis jetzt nicht gekannten Ausmaß und vermehrte Gährungen im Volk, verbunden mit großen Gefahren für den Bestand des Reiches sind die unausbleiblichen Folgen. Es tann sich heute nicht mehr um die Rettung der Industrie und der Städte handeln, es handelt sich vielmehr um die Rettung von Volk und Reich. Klasse VB. Gießen BB. Gießen B- Klasse: VB. Gießen VB. Gießen Dutenhofen Volk und Reich müssen gerettet werden und sollten auch Industrie und Städte darüber zugrunde gehen. Weder von Organisationen noch von Tarifverträgen, weder von Handelsverträgen noch von Völlerbundspakten haben wir Rettung zu erwarten. Nur die Schaffung von Raum und die Bodenstän digmachung des Ueberflusses an Arbeitsträften und die als: baldige Einleitung einer rüdläufigen Bevöllerungsbewegung fönnen uns retten. Unsere Kolonien müssen uns unter allen Umständen wieder werden und der Ueberfluß der Städte an Menschen muß in Kolonien und auf dem Lande angesiedelt werden. Darum muß das Gebot der Stunde lauten: Sinaus aus der Stadt, zurück zur Natur, zurück zum einfachen, bescheidenen und darum gesunden, zufriedenen und glücklichen Leben." J. Haußner. Bobenhausen VB. Gießen Dutenhofen 1. Sieger C- Klasse Grünberg Ruppertent Laubach 2. Weidartshe Grünberg 2 Geilshaufer Geilshause Geilshause Weidartsh Grünberg Grünberg Meidarts Weidarts Laubach Laubach Am Schluß: Gr hain punt 1. Gieg: 2. Gieg: Germ, Ma Feudingen Breidenstein Wommelsh Gladenbach VFB.-K. M Feudingen Wommelsha Kirchhain 1. Colbe Dernbach ViB.-K. Ma Sommertsha Mellnau 1. Wehrda 2. Hommertsha Feudingen 2 Jugendipieltag in Wallau 1.Nieder- Eisen N.-E. du Breidenbach Biedenkopf Wallau 2.Wallau 1. Dillenburg Offenbach Frohnhausen Herborn Donsbach 1. Haiger 1. Ballersbach Dillenburg 2 Ballersbach Dillenburg Hitzenhain Donsbach Ja Hertha B6 52.18 Jm Kölner St Renichen einen En lebt, der bis zur eil erit in diejer en Halbzeit des Tegen und ging aud Dem Wedjel hielt Minuten des Ran Deutschlands dritter aten, an. Aber d riffe blieben erfol unde zu einer Re Edfuppbaje alles Dei Treffern Sie bejeren Nerven ba im Spiele. untag, dem 28. Juni Sängerbund angeschlo und Land öffentliche E wed des Deutschen Lice en Boltsliedpflege und er das Volk zu bringen. .3um fünften Male en illustrierten Hesse inem Lichtbilderwettbewe in der Größe von 9 mal Format und auf Glangpap Bilder sind im verjál versehen, innerhalb 14 and in Darmstadt eingui nd Fern. bund feiert hier vom 4. nden mit einem Wertung lob" feiert gleichzeitig je reinen mit mehr als 15 eldungen vor. mission für den Volksite it von Ministerio dirett ident Dr. Adelung. der de ■ letzten Augenblid verhin ne große Anzahl verdiente im Hessenlande bei. stieß im Bahnhof Aurin einen haltenden Güter verletzt. Die Strede mun b durch Pendelverkehr a t des Mombacher Schwims itolaus Lenges, hat a elheimer Aue einem jung pollen Kleidern sprang chen nach und entriß es de henleben gerettet. or Dr. Böhm verabschiede stellung der„ Meistersinger t. Scheidenden wurden le Ausschreitungen der letter uf weiteres alle Veranita hier der hejs. Katholifent g und Fulda statt. D ontifilalmesse des Bijo wurde in dem Kreisorte bei Burschen wegen eines azu führte, daß der ein Diefem feinem Gegner der die Schädeldede zertrüm Stelle ein. Der Täter will wurde von der Landjägerei Sonntag entstand in der er, dem ein über 200 Que zum Opfer fiel. Die alte ebrannt. Der Brandschade geschätzt. an nicht. Indifferente Un hrer einseitigen Einstellung der Grundlagen der Volls meinwohl abgeht, spielen fi ich mit bestechenden Schlag Masse Gefolgschaft zu ver den wahnwitzigsten Dingen 1 feinen ängsten Feind, wat die Schlinge um den Hals pfen fich täglich im wahre Babel -die Erde ha Dilemma heraus? etten? rjehen, daß die Wurzel aller st, in der durch die Industri rungsbewegung, in der 3 n der- naturabgelehrten Ep größten Teils der deutschen Begleiterscheinungen. Gin Mittwoch, den 17. Juni 1931 Ergebnisse: „ Gießener Zeitung" Surnen, Sport und Spiel. Göttingen Spielv.- Kassel- Fürth 0: 5( 0: 2) BC. Sport Kassel Spielv. Kassel 0: 4( 0: 3) Hermannia Kassel SV. Wilhelmshöhe 5: 3( 1: 0) Horas Polizei Holzminden 5: 1( 3: 1) Niederzwehren FC. Grone 3: 3( 0: 2) Gau Gießen- Weylar: SpV. Wetzlar Rot- Weiß Frankfurt 2: 6( 0: 1) Sa. SpVgg. 1900 Gießen VR. Butzbach 1: 1 Sa. Flenjungen- Müde VfB. Gießen 3. 5.2 Ga. VfB. Gießen Germania Bieber 1: 2( 1: 0) Butzbach Odstadt 3: 4 Schotten Grünberg 5: 0( 1: 0) Leun Stockhausen 0: 6( 0: 4) Wirbelau 1.- Löhnberg 2. 3: 5( 1: 3) Flensungen VB. 3. 5: 2( Ga.) Watzenborn- Steinberg 2. Wehl. Sportverein 3. Wehl. Sportverein 4. Leihgestern 2. 5: 2( 0: 2) Schwalbach 5: 3 Oberndorf 2. 10: 5 Eintracht Frankfurt 1. Jgd. 0: 8 Aẞlar 1. Jgd. VFB. Gießen 1. Jgd. 3: 0 Butzbach Jgd. 1900 Gießen 1. Jgd. Leihgestern Jgd. 3: 2 1900 Gießen 2. Jgd. Ettingshausen 1. Jgd. 1: 1 Klein- Linden Jgd. 1: 0 Stockhausen Jgd. 3: 3 Dutenhofen 1. Jgd. 3: 0( 3: 0). Buzzbach Sch. 4: 0( 2: 0) Ga. VB. Gießen Schüler 2: 1( 0: 1)( Ga.) Wetzl. SpV. Sch. 0: 3 VB. Gießen 1. Schüler 4: 0 BB. Gießen 2. Sch. 2: 1 VB. Gießen 2. Jgd. Biskirchen Jgd. 1900 Gießen 3. Jgd. Wetzl. Sportv. Sch. 1900 Gießen Sch. 1900 Gießen Sch. Wieseck 1. Sch. Wiejed 2. Sch. Steinbach Schül. Löhnberg Sch. Butzbach Sch. Liga- Klaffe Watzenborn- Steinberg Sch. 0: 4 Weilburg Sch., 11: 4 Leihgestern Sch. 3: 4 Pokalspiele in Flensungen FC. Großen Bused 1. Gr.- Bused P. Sieger A- Klasse VB. Gießen PokalelfViB. Gießen P. Sieger. B- Klasse: BB. Gießen Pokalelf Laubach 1: 0 Geilshausen 1. 1: 0 Dutenhofen 1. 3: 0 ViB. Gießen Pokalelf- Bobenhausen 1. 1: 0 Dutenhofen 1. Nieder- Ohmen 1. 2: 1 Bobenhausen Nieder- Ohmen 1. 2: 0 VfB. Gießen Pokalelf Nieder- Ohmen 1. 3: 0 Dutenhofen Bobenhausen 1: 0 C- Klasse 1. Sieger VfB. Gießen Grünberg 2.- Weidartshain 1. 1: 1 Ruppertenrod 1.-• Stangenrod 1. 1: 0 Laubach 2.- Geilshausen 2. 1: 1 Weidartshein 1. Stangenrod 1. 1: 0 Grünberg 2. Geilshausen 2. Geilshausen 2. Ruppertenrod 1. 1: 0 Grünberg 2. 1: 0 Ruppertenrod 1. 1: 1 Geilshausen 2. Stangenrod 1. 1: 0 Weidartshein 1. Laubach 2. 0: 0 Grünberg 2. Stangenrod 1. 1: 0 Grünberg 2. Laubach 2. 0: 0 Weidartshain 1. Ruppertenrod 1. 0: 0 Weidartshain 1. Geilshausen 2. 0: 0 Laubach 1.- Ruppertenrod 1. 1: 0 Laubach 2. Stangenrod 1: 0 Am Schluß: Grünberg Laubach Geilshausen hain punktgleich, es wurde geloſt: 1. Sieg: Grünberg 2. Sieg: Laubach. Gau Marburg. - Germ, Marburg Tura Kassel 2: 2( 0: 2) Feudingen Wallau 0: 3( 0: 2) Breidenstein 1.- Wiesenbach 1. 3: 2( 1: 0) Wommelshausen 1.— Sechshelden 1. 3: 1( 1: 1) Gladenbach Erdhausen 5: 2( Ga.) VFB.-K. Marburg 2. Leidenhofen 5: 4 Feudingen 2. Mornshausen a. G. 1. 2: 2 Wommelshausen 2. Altenvers 7: 2 Kirchhain 1. Cappel 1. 7: 5( 3: 2) Colbe Friedensdorf 5: 1 Dernbach Steinperf 2: 4( 1: 4) VfB.-K. Marburg 3. Wetter 2. 3: 3 Hommertshausen- Wolfgruben 1. 4: 3( 3: 2) Mellnau 1.- Gemünden 1. 2: 7 Wehrda 2. Oberrosphe 4: 3 WeidartsHommertshausen 2. Wolfgruben 2. 0: 0 Feudingen 2. Jgd. Mornshausen a. S. 1. Jgd. 5: 1 Jugendspieltag in Wallau: beseitigt werden, wenn es übergehende, durch Erschlie eigeführte Befferungen fön Der Zeitpunkt dürfte nicht Der Erde ihren Bedarf a n Lande deden. Dann with Dinge beschränken, die de gischen Gründen nicht beji i am stärksten benachteiligt ist. Eine Verarmung vo usmaß und vermehrte Gab coßen Gefahren für den Be eiblichen Folgen. n die Rettung der Industrie t fich vielmehr um die Ret tei werden und sollten aud grunde gehen. Weder von Cragen, weder von Handels ften haben wir Rettung Raum und die Bodenstän Arbeitsträjten und die als igen Bevöllerungsbewegung nter allen Umständen wiede te an Menschen muß in belt werden. Stunde lauten: üd zur Natur, zurüd rum gefunden, zufriedene J. Saußner Wallau 1. Buchenau 1. 0: 0 Nieder- Eisenhausen 1. Laasphe 1. 1: 1( 1: 1) N.-E. durch Los Sieger. Breidenbach Gönnern 1: 0( 0: 0, 0: 0) Buchenau 2. 0: 2 Biedenkopf 2. Wallau 2. Hesselbach 1. 0: 2 Wallau 1. Dillenburg Offenbach Feudingen 1. 2: 0 Gau Dill. Spy. Struthütten 5: 5( 1: 3) Löhnberg 2: 5( 1: 2) Frohnhausen Offdilln 1: 3 Herborn Burbach 2: 3 Donsbach 1. Bischoffen 1. 3: 1( 2: 0) Haiger 1. Langenhahn 1: 2 Ballersbach 1. Dillenburg 2. Ballersbach 2. Dillenburg Jgd. Hirzenhain Jgd. Donsbach Jgd. Eisemroth 1. 8: 1 Wiejed 1. 8: 0 Eisemroth 2. 6: 0 Wissenbach Jgd. 3: 1 Weidelbach Jgd. 3: 1 Bischoffen Jgd. 1: 1 Hertha BSC. wieder deutscher Meister. SV. 1860 München unterliegt 2: 3( 2: 1). Jm Kölner Stadion haben am Sonntag nachmittag 55 000 Menschen einen Endkampf um die Deutsche Fußballmeisterschaft erlebt, der bis zur letzten Minute außerordentlich spannend war, weil erst in dieser Schlußminute die Entscheidung fiel. Süddeutschlands dritter Vertreter, München 1860, zeigte in der er= ten Halbzeit des Kampfes ein technisch feines Spiel, war überlegen und ging auch mit einer 2: 1- Führung in die Pause. Nach dem Wechsel hielt die Ueberlegenheit der Bayern, die in 70 Minuten des Kampfes die einwandfrei bessere Mannschaft Doren, an. Aber die Bayern hatten kein Glück mehr, ihre Anriffe blieben erfolglos und so kam es in der letzten Vierteltunde zu einer Reaktion. Der Berliner Meister setzte in dieser Schlußphase alles auf eine Karte, und es gelang ihm auch, mit wei Treffern Sieg und Meisterschaft an sich zu reißen. Die besseren Nerven hatten entschieden und ein wenig Glück war auch im Spiele. Aus Gießen und Umgegend. Germania Bieber- BfB. 08 Gießen 2: 1( 0: 1) Im letzten Spiel vor der Sperre zeigten die VFB.er nochmals recht ansprechende Leistungen. Mif Germania Bieber hatte man einen guten Griff getan, denn die Main- Mannschaft zeigte einen tadellosen Fußball. Jedoch vergaß der Sturm das Schießen. VfB. vermochte bald nach Beginn durch Feuster mit 1: 0 in Führung zu gehen. Das Spiel wurde von den Gästen in ständiger leichter Ueberlegenheit durchgeführt. Sie famen öfters in be= drohliche Nähe des VfB.- Tores, in dem Vödler eine ganz glän= zende Partie lieferte. Er vereitelte manche sichere Torchance der Gäste. Das Spiel der VsB.er litt sehr unter dem Nachlassen des Mittelläufers, der Sturm hing deshalb zu weit hinten. VfB. fonnte bis furz vor Schluß dem ungestümen Vordringen der Gäste standhalten, dann mußte Vöckler jedoch kapitulieren. Der Schiedsrichter ließ einige Minuten länger spielen und Bieber fam zum Siegestreffer. Die Gäste, die sehr starke mainische Liga darstellen, haben den Sieg verdient. Anerkannt werden muß der Eifer und die Ausdauer, mit der VfB. tämpfte. Die 3. Mannschaft nahm am Pokalturnier in Flensungen teil. Sie gewann die Pokale der A- u. B- Klasse. Jugendspiele. Die 1. Jugend verlor in Aßlar, nicht tomplett antretend, 0: 3, während die 2. Jugend auf dem Waldsportplatz gegen die 1. Jugend von Kl.- Linden mit 1: 0 sicherer Sieger blieb. Die beiden Schülermannschaften fämpften unglücklich. Die erste verlor 0: 4 und die zweite 1: 2 gegen die gleichen von Wieseck. 1900 Gießen Buzbach 1: 1. Am Samstag abend lieferten sich die Ligamannschaften beider Vereine ein wenig schönes Spiel, sowohl technisch wie moralisch. Wenig schön war es, daß die Spieler dem Schiedsrichter Tegner. Veranlassung gaben, 4 von ihnen, je 2 von jeder Partei, wegen grober Unsportlichkeiten vom Platz zu stellen. Ein schlechter Abgang für die Saison 1930-31. Die Playmannschaft spielte wieder einmal in bunt zusammengewürfelter Mannschaft gegen einen zähen Gegner, der Schnelligkeit mit Wucht verband und unbedingt siegen wollte. So langte es bei den 1900ern nur zu einem Unentschieden. 1900 Gießen 1. Jgd. Eintracht Fim. A I Jgd. 0: 8( 0: 3). Mit so einer Niederlage hatte 1900 1. Jgd. nicht gerechnet, wer aber Zeuge des Spieles war, dem ist sie leicht verständlich Der Gast fam mit einer Mannschaft, die den Hiesigen im Durchschnittsalter und rein förperlich um ein Bedeutendes im voraus war; dazu tommt natürlich vor allem das reifere Fußballspiel. Man merkte den Gästen an, daß sie unter einem guten Trainer stehen. Ein Mann war so gut wie der andere und die ganze Mannschaft vorzüglich eingespielt. Es flappte bei ihnen alles wie am Schnürchen, 1900 fam dadurch aus dem Konzept, zeigte nicht ganz die sonst gewohnten Leistungen und hatte von Anfang bis Ende, trotz stärkster Gegenwehr, nicht viel zu bestellen. Trotz alledem aber war es ein Propaganda- und Lehrspiel, wie es schöner wohl noch nicht hier von Jugendlichen gezeigt wurde. Fair von Anfang bis Ende, ohne jeglichen Laut, so daß der Schiri ein leichtes Amt hatte. Den Siesigen ist es besonders anzuerkennen, daß sie bis zum Schluß den Mut nicht verloren, immer wieder versuchten sie das Resultat zu verbes= sern, doch alle Kunst nutzte nichts. 1900 Gießen 2. Jgd. Ettingshausen 1. Jgd. 1: 1( 0: 0). Ein Spiel der verpaßten Gelegenheiten. 1900 war technisch besser, doch sein Sturm oft so eigensinnig und unüberlegt, daß dadurch die schönsten Chancen vermasselt wurden. 1900 Gießen 3. Jgd. Dutenhofen 1. Jgd. 3: 0( 3: 0). Der Gast besitzt noch nicht die nötige Spielerfahrung, um sich erfolgreich durchzusetzen. Auf Grund seines Eifers hätte er das Ehrentor verdient gehabt. 1900 Gießen B- Schüler BfB. Schüler 2: 1( 0: 1)( Sa.) 3wei zusammengewürfelte Mannschaften, die weiter nichts zeigten als einen enormen Siegeswillen. Viele waren mehr mit dem Mund dabei, wie mit den Füßen. 1900 gewann verdient wegen des etwas besseren Zusammenspiels. 1900 Gießen A- Schüler SV. Weglar Schüler 0: 3. Der Gast war technisch besser und viel eifriger und hat verdient gewonnen. Seine gute Verteidigung und Tormann verhüteten jeden Erfolg der 1900er. Diese zeigten ein sehr schlechtes Zusammenspiel und müssen vor allem erst einmal lernen, den Ball zu stoppen. - Nr. 48 Gießen. Am Sonntag morgen begannen bei herrlichem Wetter die Pokalspiele. 14 Mannschaften hatten sich eingefunden. Gespielt wurde in 4 Klassen, und zwar Liga, A-, B- und C- Klasse. Für die Ligaklasse hatten sich nur 2 Gegner gemeldet: GroBen- Bused und Laubach. Nach einem Spiel, das 1: 0 für Gr.Bused ausging, blieb Gr.- Buseck Pokalsieger. In der A- Klasse standen sich ebenfalls nur zwei Gegner gegenüber: Geilshau sen 1. VFB. Gießen 3. Nach einem schönen, fairen Kampf, der 1: 0 für VfB. Gießen endete, erhielt VFB. Gießen 3. den Pokal. Für die B- Klasse hatten sich vier Bewerber gemeldet: Bobenhausen, Dutenhofen, Fußballabtl. des TV. Niederohmen und VfB. Gießen 3. Den Pokal errang VFB. Gießen 3., nachdem sie alle Spiele gewonnen hatte. Um den Pokal in der C- Klasse tämpften Grünberg 2., Geilshausen, Laubach 2., Stan genrod 1., Weidartshain 1. und Ruppertenrod 1. Am Schlusse der Spiele standen 4 Mannschaften mit 7 Punkten an der Spitze. Durch Los erhielt Grünberg 2.( die auch verdient auf dem Felde gewonnen hatte) den Pokal. Den anderen Mannschaften mußten Punkte zugesprochen werden, weil Ruppertenrod einen nichtspielberechtigten Spieler mitwirken ließ. In sämtlichen Klassen erhielten die 2. Sieger je ein Diplom. Die Spiele wurden in der Zeit von vormittags 9 Uhr bis abends 7.30 Uhr, mit einer Unterbrechung von 2 Stunden Mittagspause durchgeführt. Den beiden Schiedsrichtern Sped hard und Böcher für ihre Mühe und Aufopferung mußten sie doch insgesamt 23 Spiele leiten besonderen Dank. Ebenso gebührt der Vereinsleitung unter ihrem rührigen Vorsitzenden, Herrn Biedenkapp, Lob für die Durchführung des Sportfestes und ein ganz besonderes Lob dem FC. Flensungen für die gastfreundliche Aufnahme der Spieler, Schiedsrichter und des WSV.- Vertreters. Alle Spiele wurden fair und anständig durchgeführt. HI. Leichtathletik. Gießen BfB. 08 in Kassel. Bei den reichsoffenen Wettkämpfen des C. T. Kassel, die vor 4000 Zuschauern unter Teilnahme mehrerer deutscher Meister vor sich gingen, konnten die BfB.er vorzüglich abschneiden. 3 erste, 2 zweite und 2 dritte Siege fonnten sie nach Gießen mitnehmen. Besondere Erwähnung verdienen Steines und Müller. Steines erreichte im Stabhochsprung 3,43 m und Müller lief 200 m in 22,9 Sef. Nachstehend die Ergebnisse der Konkurrenzen, an denen VfB.er beteiligt waren: Klasse 1: Distus: 1. Gugel- VfB. Gießen 39,60 m; 2. Junghenn5. Pr. Kassel 39 m; 3. Schade- ASC. Göttingen 38,45 m. Kugelstoßen: 1. Mohl- VfB. Gießen 12,65 m; 2. SchraderStabhoch Marburg 12,25 m; 3. Kalbe- Corbach 11,94 m.- Sprung: 1. Wegener- Halle( Deutscher Meister) 3,68 m( a. K. 3,88 m); 2. Jante- CT. Kassel 3,48 m; 3. Steines- VfB. Gießen 3,43 m. Klasse 2: 200 m: 1. Röller- CT. Kassel 22,8 Sef.; 2. MüllerDis VfB. Gießen 22,9 Get.; 3. Lohre- Kaffel 23,1 Get. fus: 1. Gugel- VfB. Gießen 37,39 m; 2. Mohl- VfB. Gießen 35,81 m; 3. Kropf- CT. Kassel 33,88 m. 1500 m: 1. Eis feld Kurh. Kaffel 4: 22,9 Min.; 2. Paudstadt- H. Pr. Kassel 4: 31,9 Min.; 3. Grölz- VfB. Gießen 4: 33,5 Min. SpVg. 1900 Gießen in Kassel. Einen sehr beachtlichen zweiten Platz belegte Schaaf: 1900 hinter dem deutschen Meister Kohn- Berlin im 5000 m- Lauf mit nur 3 Zehntel Sefunde schlechter. Die Zwischenzeiten waren 1500 m 4,32 Min., 3000 m 9,22 Min. Schaaf erwies sich besonders im Endspurt als ein sehr zäher und schneller Sprinter, und er dürfte bei den WSB.- Meisterschaften über 5000 m zu den besten Hoffnungen berechtigen. In der Jugendklasse, die mit vielversprechenden Leistungen aufwartete, konnte Gräf- 1900 die 50- m- Grenze im Speerwurf überschreiten. Die 1000 m lief Baumstieger- 1900 unter 2,50 Min. und Koch- 1900 wurde mit 11,6 Sef.(!!) nur Dritter. Die Ergebnisse über vorgenannte Konkurrenzen: Klasse 1: 5000 m: 1. Rohn- Teut. Berlin 15: 51,0 Min.; 2. Schaaf- 1900 Gießen 15: 51,3 Min; 3. Schenhing- H. Pr. Rajjel 15: 52,0 Min. Jugend: 100 m: Woelf- Hannover 11,2 Sef.; 2. Knappe 5. Br. Kassel 11,5 Set.; 3. Roch- 1900 Gießen 11,6 Set. 1000 m: 1. Baumstieger- 1900 Gießen 2: 46,0 Min.; 2. Assomacher- CT. Kassel 2: 50,8 Min.; 3. Rambold- H. Pr. Kassel 2: 51,4 Min. Speerwerfen: 1. Gräf- 1900 Gießen 51,6 m; 2. Dorst- H. Pr. Kajjel 48,15 m; 3. Kermer- H. Pr. Kassel 45,80 m. Leihgestern 2. 5: 2( 0: 2) Wagenborn- Steinberg 2. Am Sonntag trafen sich die obengenannten Mannschaften in Wagenborn- Steinberg. Beide Mannschaften waren in guter Aufstellung. In der ersten Halbzeit war das Spiel sehr verteilt und die Einheimischen mußten sich zweimal beugen. Aber nach dem Wechsel stellte der Plazbesizer um und es fonnten in regelmäßigen Abständen für die Einheimischen fünf Tore erzielt werden. W.- Steinberg war in der zweiten Halbzeit überlegen. Die Schülermannschaft trug in Steinbach ein Gesellschafts- 000000000000000 spiel aus. Sie konnten bis zur Halbzeit nach schönem Spiel 2: 0 in Führung gehen. Nach der Pause sah man schöne Einzelleiſtungen der W.- Steinberger und es tonnte das Reſultat auf Für alle kleinen Bestellungen 4: 0 für die Gäste gestellt werden. Es war somit der erste Sieg für die kleinen Teutonen, obwohl sie schon zwei Spiele ausgetragen haben gegen Wiesed und zweimal unentschieden spielten. Aus Großen- Bused. Am 7. Juni ds. Js. feierte der FC. 1926 sein fünfjähriges Bestehen, verbunden mit einem Blikturnier. Gute Vorarbeit ließ einen würdigen Verlauf dieses Tages vermuten. In dieser Hinsicht wurde man auch nicht enttäuscht. Vormittags, kurz nach 8 Uhr, begannen die Spiele um die Pokale in der A- und B- Klasse. Sieben Mannschaften hatten der Einladung Folge geleistet, während vier weitere Mannschaften, die ihre Teilnahme zugesagt hatten, ausblieben. Alle Spiele widelten sich flott ab und wurden auch fair ausgetragen. Zur schnelleren AbDa= widelung hatte man einen zweiten Sportplatz errichtet. durch wurde es ermöglicht, daß alle Spiele bis 12 Uhr mittags beendet waren. B- Klassen- Sieger wurde die junge Fußballabteilung des T.-V. Wiesed; A- Klassen- Sieger die erste Mannschaft des SC. Dreihausen. Nach der Mittagspause wurden zunächst die sich am Feste beteiligenden Vereine empfangen. Ge gen 2,30 Uhr passierte dann ein stattlicher Festzug mit zwei Musikkapellen die Ortsstraßen. Anschließend fand die BegrüBungsansprache durch den 1. Vorsitzenden des FC. statt, in der dieser mit kurzen Worten die Vereinsgeschichte ausführte. Für treue Vereinszugehörigkeit wurde den Mitgründern des FC.. eine Ehrenurkunde überreicht. Sodann sprach Herr Spurt, Butzbach, als Vertreter des Gaues, der in fernigen Worten auf Dann verbrachte man die Bedeutung des Sportes hinwies. noch einige recht vergnügte Stunden im Kreise der Festteilnehmer, wobei anwesende Gesangvereine für gute Abwechslung sorgten. Es war ein Werbetag im wahrsten Sinne des Wortes, bei dem nur der Wettergott etwas freundlicher hätte sein können. Vergangenen Sonntag folgte die 1. Mannschaft einer Einladung des FC. 1927 Flensungen zu seinem Sportfest. Tapfer schlugen sich die Spieler des FC., indem sie in der Ligaklasse die Teutonen aus Laubach knapp 1: 0 schlagen fonnten und somit einen wertvollen Pokal mit nach Hause orachten. Sportfest in Flenjungen. Das Fest wurde durch ein Propagandaspiel BfB. Gießen 3. gegen Flenjungen 1. am Samstag abend eröffnet. Das Spiel selbst wurde sehr fair durchgeführt und endete 5: 2 für VfB. müssen die Beträge gleich mit der Bestellung eingesandt werden. Das tann am allerbesten, allerbilligsten und allersichersten bei Verwendung des Postschecks geschehen, indem mit Ueberweisung des fleinen Betrages durch Postscheck gleich auf dem für den Lieferanten bestimmten Postscheck- Abschnitt die betr. Bestellung aufgeschrieben werden kann. Die gewünschte Ware usw. braucht dann bei Einhaltung dieses Geschäftsweges nicht unter Nachnahme versandt zu werden. = Die Besteller sparen also das Porto der BestellPostkarte oder-Briefes und das Porto der Nachnahme zusammen mindestens 38 Pfg., ganz abgesehen von den später entstehenden Unkosten, wenn durch irgend einen Umstand das Bezahlen der Rechnung unterblieben ist. Ein Postscheckkonto follte jedermann haben. Mit demselben spart man viel Borto und umständliche Zahlungsweise. Kleine Bestellungen werden ohne Vorauszah= lungen nur per Nachnahme ausgeführt. Zeitungsverlag Albin Klein, Gießen RELEASE Mittwoch, den 17. Juni 1931 Verhalten bei Gewitter und Kurzschluß.| ,, Aus der Wolke ohne Wahl zuckt der Strahl!"( Schiller.) So viele Menschen werden alljährlich noch vom Blizz erschlagen! Fast alle diese Todesfälle könnte man durch Befolgung nachstehender Vorsichtsmaßregeln unbedingt verhüten: Sucht bei einem Gewitter nie Schuß unter einem Baum, auch nicht in einer Hütte. Lieber naß bis auf die Haut, als vom Blizz erschlagen werden. Meidet Waldes- und Ufer= ränder! Traget Metallgeräte nicht auf der Schulter, eine Sense z. B. dann in der Hand mit der Spitze nach unten. Wenn Blitz und Donner rasch aufeinander folgen, so legt im Freien Metallgeräte weg und euch weit entfernt davon flach auf den Boden. Vermeidet Menschen- und Viehansamm lungen, zu Hause auch die Nähe größerer Metallmassen wie Defen, Gas, Wasser und Stromleitungen. Löscht bei starkem Gewitter in einzelstehenden Gebäuden das Feuer, vermeidet Durchzug und laßt eine Glühlampe brennen. Verhütung von Paniken. Schlägt der Blitz in ein Schul haus, so kann er, wenn dieses keinen Blizableiter hat, leicht zünden. Es entsteht dabei, wenn das Holz des Dachstuhls oder der Schulbänke Feuer fängt, ein erstickender Qualm. Eine Berqualmung des Treppenhauses kann auch entstehen, wenn in einem Wohnraum über dem Schullokal ein Brand ausbricht. Auf den Schreckensruf: Feuer!" drängt sich dann alles dem Ausgang zu, und so kann leicht eine Panik entstehen. Ein solcher Massenschreck ist das schlimmste, was man sich denken kann. Dabei sind in der Höllenangst schon viele Menschen, besonders Frauen und Kinder, totgetreten worden. Zur Vermeidung einer Panik vergewissere man sich, wie dies ja auch Vorschrift ist, ob sich die Türen in Schulen, Kirchen, Kinos und Versammlungsräumen jeder Art nach au außen öffnen.( Ebenso vergewissere man sich beim Uebernachten in einem größeren, älteren Gasthaus, ob man bei einem etwaigen Brand einen sicheren Ausgang ohne Verqualmung des Treppenhauses finden kann, so daß man nicht in einer Mausefalle sigt!) In den Schulen übe man alljährlich den in der ,, Deutschen Feuerschußwoche" vorgeschriebenen ,, Feueralarm" ein. Brennt es dann einmal in einem Schulhaus, dann ertönt statt des alle lähmenden Schreckensrufes ,, Feuer!" das allen wohlbekannte Alarmzeichen. Dadurch elektrisiert, verlassen die Schüler rasch und wohlgeordnet lautlos ihre Klassen; in wenigen Minuten ist das ganze Schulhaus geräumt, und jede Panik wird so vermieden!( Hätte sich z. B. bei dem großen Kirchenbrand in Rumänien die Kirchentüre nach außen öffnen lassen und wären die künstlichen Blumen am Altar vorsorglich impräg: niert gewesen, dann wären die 140 Menschen nicht in hilfloser Verzweiflung entsetzlich verbrannt!) Elektrische Apparate. Berührt keine blanken Drähte von elektrischen Leitungen, selbst wenn sie auf die Erde gefallen sind. Ihr würdet sofort getötet werden. Laßt elektrische Anlagen nur von Fachleuten gewissenhaft herstellen und die Leitungsdrähte( auch die alten) in Panzerrohr verlegen. Feuchte Räume, wie Waschküchen, Ställe erfordern eine besondere orgfalt. Vermeidet alle Beschädigungen freier Leitungsdrähte, wie Knickung, Durchscheuern, Durchtreten, Durchrosten. Wenn ein Nagel, ja schon eine Stecknadel zwischen die Drähe geschlagen wird oder die Isolierung mangelhaft geworden ist, kann der Strom dort leicht von einem Draht zum andern überspringen, und' es entsteht so ein Kurzschluß. Auch durch überhängende Wäsche oder sonstige Fahrlässigkeiten kann Kurzschluß entstehen. Bei gewissenhafter Anlage und Behandlung kommt jedoch selten ein Kurzschluß vor, obwohl man ihn häufig fälschlich für alle möglichen Brände verantwortlich macht. Ist in einer Leitung Feuer ausgebrochen, so macht man die Leitung durch Herausschrauben der Sicherungen spannungslos, löscht dann den Brand mit Wasser( was vorher nichts nüßt!) und ruft sofort die Feuerwehr und einen Fachmann. Ist eine Sicherung durchgebrannt, so ruft, wenn ihr nicht ganz sicher seid, einen Fachmann. Das eigene Flicken von Sicherun gen ist feuergefährlich und strafbar. Bewegliche Leitungsschnüre für elektrische Bügeleisen, Staubsauger, Heizkissen, Heizsonnen und Kocher sollten nicht länger als nötig sein. Benützt derartige Apparate nur mit selbst tätiger Abstellung. Brennt Glühbirnen nicht mit ,, Gießener Zeitung" Papier oder Stoff umhüllt, auch nicht in der Nähe von Zel-| luloid. Stellt bei längerem Verreisen den Strom durch Herausschrauben der Sicherungen ab.( Werden statt Sicherungen die jetzt in der Elektrotechnik eingeführten kleinen Selbstschalter verwendet, so kann nach Abschaltung des Kurzschlusses durch den Selbstschalter nunmehr durch einfaches Wiedereinschalten des Gelbstschalters die Anlage sofort erneut betriebsfähig gemacht werden. Nanik bei Bränden. DKGS. Es gibt Fälle, in denen wir beinahe mit Selbstverständlichkeit auf ein Versagen der natürlichen unbewußten Abwehrkräfte und auf völlige Ausschaltung jeglicher Vernunft und Verstandsarbeit rechnen müssen: Cowie große Menschenansammlungen in wirkliche oder vermeintliche Gefahr geraten, erhebt sich drohend das Gespenst der Panik. Zum Glück sind ja große Brandkatastrophen in öffentlichen Räumen, seien es Gastwirtsbetriebe, Festfäle oder Versammlungslokale, feien es Theater, Kinos oder Konzerthallen, verschwindend selten. Trotzdem aber kommt man von der Verpflichtung nicht los, auch für diese seltenen Fälle vorbereitend möglichst weitgehende Vorbeugungsmaßnahmen zu propagieren. Denn kommt es erst einmal unter Hunderten oder gar Tausenden von Menschen zu einer Panik, so sind zahlreiche, in unmenschlichster Weise buchstäblich zerquetschte und zertrampelte, qualvoll zu Tode gemarterte Dpfer unvermeidlich. Menschenmassen unterliegen je größer sie sind, um so leichter jeglicher Massensuggestion. So überträgt sich die ganze ,, Atmosphäre" eines Milieus, die in der Luft schwebende Stimmung, die stürmische Heiterkeit oder die weihevolle Ruhe einer Zuhörerschaft mit beinahe zwingender Notwendigkeit auf jeden Einzelnen. Und wenn nun plötzlich von ungefähr aus irgendeiner Ecke des womöglich noch verdunkelten Taales ein gellender Schrei kommt ,, Fener, Feuer!", wenn sekundenlang lähmendes Entsetzen die noch eben höchst vergnügten oder andächtig lauschenden Massen packt, wenn auf einmal ein Schreien, Kreischen und Schimpfen losbricht, Wimmern und Heulen die Luft erfüllt, wenn wildes Durcheinander tobt, alles kopf- und sinnlos hin und her rennt, die unmöglichsten Rettungswege gesucht und die vorhandenen durch rücksichtslos zusammengepreßte Menschenballen verstopft werden, dann schwindet scheinbar in diesen vernunftbegabten Einzelwesen der Masse jeder Unterschied zwischen Mensch und Tier. Ueberlegt man, wie nach menschlichem Ermessen dem Ausbruch einer Panik vorgebeugt werden kann, so muß man sich in erster Linie an die verantwortlichen Leiter derartiger Versammlungslokale und Vergnügungsstätten wenden. Beleuchtete Notausgänge, deutliche, auch für die aufgeregten Massen leicht sichtbare Wegweiser zu den Nettungsmöglichkeiten sind unbedingte Vorausseßung. Sodann strengste Instruktion des gesamten Personals! Es lassen sich natürlich keine allgemeingültigen Regeln aufstellen, jedem Einzelfall, in jedem Theater oder Kino, in jedem Restaurant oder Saal werden die Verhältnisse anders liegen. Wichtig ist aber, daß die verantwortlichen Inhaber, Direktoren oder Geschäftsführer sich für ihren Betrieb die Mög= lichkeit von Feuersgefahr mit allen Einzelheiten und bis in die legten Konsequenzen einmal durchdenken, daß sie vor allen Din gen die Möglichkeit, ja sogar die Wahrscheinlichkeit des Ausbruches einer Panik in Rechnung stellen. Und darum müssen alle Angestellten, die überhaupt irgendwie in Betracht kommen, für solch einen Fall ihre fest umrissenen Aufgaben haben. Erstes Erfordernis: Licht, viel Licht, soviel Licht wie irgend möglich! Wenn möglich Musik! Auf keinen Fall Merkenlassen irgendwelcher Erregung oder Angst, also kein Schreien, Gestikulieren und Winken, keine langen Volksreden! Kurze Befehle in knapper Form, wenn irgend möglich, die ganze Sache harmlos, ja geradezu lächerlich darstellen, Wize machen! Und jeder einzelne, in der von der Panik erfaßten Masse Eingeklemmte, scheinbar Machtlose und Hilflose muß selbst die ehernste Ruhe bewahren, nicht schreien und toben, nicht klagen und weinen. Besonders Aufgeregte aus der Masse herausgreifen und sie beruhigen! Nicht schimpfen, sondern vernünftig zureden, gegebenenfalls sogar festhalten. Durch Wecken und Anfeuern des Verantwortungsbewußtseins möglichst viele von dem Gedanken an die eigene Gefährdung ablenken, so daß sie sich der Sämtliche Drucksachen HAUSHALTUNGS- BÜCHER VERLOBUNGSANZEIGEN GRATULATIONSKARTEN liefert immer schnell, gut und preiswert für Familien, Vereine und Behörden wie STERBFALLANZEIGEN GEBURTS- ANZEIGEN EINLADUNGSKARTEN ALBIN KLEIN GIESSEN Union Heizi + Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken Nr. 48 So kann durch Kinder, der Alten und besonders aufgeregter Frauen, womöglich der Dhnmächtigen und Verlegten annehmen! richtiges Eingreifen einiger weniger Beherzter unter Umständen eine Panik unter Hunderten oder Tausenden vermieden oder im Keime erstickt werden. Freilich wird die momentane Entschlußkraft, die kaltblütige Ruhe hierbei die Hauptsache zu leisten haben. Aber hat man sich einmal rechtzeitig vorher solch eine Möglichkeit des Panikausbruches genauestens durchdacht und überlegt, so wird die reaktionsmäßig verlaufende Einstellung auf solche Augenblicke der Gefahr eher und leichter erfolgen. Dr. C. Th. Können Pachtverträge auf ewige Zeiten abgeschlossen werden? Die Inhaberin einer Fleischerei hatte ihrem ältesten Sohn ihr Geschäft ,, auf ewige Zeit" verpachtet und sich dabei das Wohnrecht in dem Geschäftshause ausbedungen. Aber bald kam es zu argen Auftritten zwischen der Mutter und ihrem Cohn. Letzterer wies die Mutter aus der Wohnung und rief sogar die Polizei gegen sie zur Hilfe. Ein anderes Mal hatte er einen Streit mit seinem jüngeren Bruder, und als die Mutter dazwischentrat, versetzte der Sohn ihr einen Stoß, daß sie stürzte und ohnmächtig liegen blieb, ohne daß ihr Sohn sich weiter um sie kümmerte. Schließlich strengte die Frau gegen den Sohn eine Klage an, mit der sie den ,, auf ewige Zeit" abgeschlossenen Pachtvertrag fristlos kündigte. Bei ihrem Verlangen stützte sich die Klägerin auf Irrtum bei Abschluß des Vertrages, auf arglistige Täuschung und auf den groben Undank, den ihr Cohn ihr gegenüber an den Tag gelegt habe. Besonders betonte die Klägerin, daß es Pachtverträge auf ewige Zeit unmöglich gebe, und daß schon aus diesem Grunde ihre Kündigung gerechtfertigt sei. Die Vorinstanzen hatten die Klage abgewiesen, da sie der Meinung waren, daß der Pachtvertrag, da er ,, auf ewige Zeit" abgeschlossen wurde, nicht gekündigt werden könne. Das Reichsgericht hat sich dahin ausgesprochen, daß das Gesetz eine Abmachung, wie die in Rede stehende, keineswegs verbiete. Indessen sei der Revision der Klägerin gegen das ihr ungünstige Urteil aus einem anderen Grunde Folge zu geben. Der Vorderrichter hat nicht geprüft so heißt es in den Gründen ob das Verhalten des beklagten Sohnes der Mutter nicht einen hinreichenden Grund zur fristlosen Kündigung des Vertrages gab. Die Parteien wohnten in demselben Hause, der Sohn hatte das Geschäft von seiner Mutter unter besonders günsti gen Bedingungen gepachtet. Jedenfalls erforderte das enge Zusammenleben der Parteien ein gutes Einvernehmen, und der höchste Gerichtshof hat sich schon früher dahin ausgesprochen, daß, wenn in einem solchen Fall ein notwendiges Zusammenwirken durch das feindselige Verhalten des einen Teils unmög lich gemacht wird, der andere Teil zur sofortigen Kündigung berechtigt ist. Instandhaltung eines Drahtzauns zwischen zwei Grundstücken. Frage: In meinem Hause ist der Drahtzaun auf dem ersten Hof völlig entzwei. Dieser Zaun trennt mein Grundstück von dem danebenliegenden Nachbargrundstück. Wie ich gehört habe, ist der Hausbesitzer, zu dessen linker Hand der Zaun liegt( in diesem Falle also mein Nachbar), verpflichtet, denselben instand zu halten. In meiner Eigenschaft als Mitglied des Grundbesitzervereins frage ich hiermit höfl. an, ob dies seine Richtigkeit hat. Erschei Bezugspreis Sedaktionsschluß frü Indung nicht verlo 44. Jahrg Der Reichspräji dent der franzöjijo kines Amtsantritts franzöfifche Präsiden Macdonald und hen Regierung end ichtlich am 17. Jul Säfte der Reichsregi Der ameritani fhtlich am 21. Jul in Berlin eintreffe Die Verhandlu tredits von 250 Mi Antwort: Der Eigentümer eines Grundstücks oder Gartens ist verpflichtet, den Zaun rechter Hand- vom Eintritt in den Haupteingang gesehen zu bauen und zu unterhalten. Wenn ein zur linken Hand neu anbauender Nachbar seinen Hof oder Garten durch einen Zaun abschließen will, so muß er zwar den bereits vorhandenen Zaun seines Nachbars zur Unterhaltung übernehmen, ist aber nicht verpflichtet, diesem die Kosten der ersten Anlage zu vergüten. Der Quer- oder Rückzaun muß von beiden gegeneinander stoßenden Nachbarn Es stützt gemeinschaftlich angelegt und unterhalten werden. sich diese Vorschrift auf Teil I, achter Titel,§§ 162, 165 bis 167 des Preußischen Allgemeinen Landrechts. Verantwortlich: G. Burgeleit, Gießen. Sehr billig Aus bes. Gründen ca. 16 Rianos 3. T. erjift. Weltmarfen neu u. gebraucht z. günst. Bed. z. verkauf. Eiloff unt. F. U. 422 od. Adresse a. d. Zei tungsstelle abgeben. FLECHTEN! Herr E. H. Schöpplisdorf schreibt uns: ,, Unterzeichneter bezeugt, dass ich durch Sie von den lästigen Flechten, an welchen ich 10 Jahre gelitten habe, in 8 Tagen geheilt worden bin." Auskunft kostenlos und vertraulich! Schreiben Sie uns sofort! 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