97r. 73 gen, wenn fie feine Herr Ministerial ragen der Verteilung virken hat und dabe teinnützigen" objektis n" Gesellschaft führt, Bestreben haben muß, eiten, d. h. in diesem Gießener Zeitung Vergünstigungen daktionsschluß früh 8 Uhr.- Direktor, wie behauptet villigung öffentlicher ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Für Aufbewahrung oder RüdIndung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. hen, feiner Gee. Jahrg. was zum vollen Ver aldemokratische Land einer Baugenossen tor befördert und den s Wohlfahrtsministe Ho. mittel. im Gebiet der wein renzenden großen deut ende Kraft des edlen weiß man den Wein enschaften wegen wohl er dürfte es vorgekom Bestimmung wurde, zu löschen. Und auch ch mit seinem berühm in erhebliche Schwie r Wein in bedauern agen in einem kleine Derwandt worden, zu mes Drtes zu vernich Politische Rundschau. Der Reichspräsident, die Reichsregierung und die Wohlfahrtsverbände haben einen Aufruf zur Winterhilfe erlassen. Das Reichsfinanzministerium gibt bekannt, daß die Steueronneftiefrist auf jeden Fall bis zum 15. Oktober allgemein verlingert wird. Das gilt auch für die Abgabe der Vermögensellärung 1931, sowie für die Anzeige von ausländischen Fa= milienstiftungen und Beteiligungen. Reichspräsident von Hindenburg empfing gestern mittag den anzösischen Botschafter de Margerie zur Entgegennahme seines Abberufungsschreibens. Die im August des Vorjahres vom Memelgebiet eingereichte Bejchwerde beim Völkerbund ist nur in einigen Punkten in der Eeptembertagung des Genfer Rates zur Erledigung gekommen. In allen wichtigen Angelegenheiten ist es noch zu keiner EntJeidung gekommen. Die zuständigen Stellen fast jämlicher europäischen Staaten haben beschlossen, auf einer wahrscheinlich in Amsterdam stattfindenden gemeinsamen Konferenz über die zu ergreifenden Abwehrmaßnahmen gegen Terrorakte und Anschläge im Eisenbahnverkehr zu beraten. Die Verhandlungen des deutsch- russischen Schlichtungsaus: Sanz einfach! In dem weigen, um seine Beuſſes werden am Donnerstag in Berlin beginnen. n innersten Empfinden ein Brand aus. Das Darüber viel Aufhebens e, durch heimtückischen zu legen. Vergebens Elementes Herr bald und der kleine führt, war infolge sgetrocknet. In die ie Bewohner des ge Schritt. Sie schloffen fäffer an, di in den mpf gegen das te sich auch hier dem es, des Feuers Herr ntergang zu bewahren. t. muß. Von Dr. T n. Preis 1,25 itnehmer und Arbeits des Arbeitsrechts ver uristische Sprache joie dem Heft verzichtet Die Schrift an Klarheit Die tommunistische Fraktion des Preußischen Landtages hat einen Antrag auf sofortige Aufhebung der preußischen Notverordnung eingebracht. Der Vorstand des Landesverbandes der höheren Beamten reußens hat gegen die soeben veröffentlichte Notverordnung der Staatsregierung Stellung genommen und angekündigt, daß er eine Entscheidung über die Rechtsgültigkeit der getroffenen Maßnahmen im ordentlichen Rechtswege herbeiführen werde. Jm Braunschweigischen Landtag wurde am Dienstag der nationalsozialistische Ministerkandidat, Regierungsrat Klagges, mit 20 gegen 19 Stimmen gewählt. Bei der SPD.- Kundgebung im Berliner Sportpalast wurden her Personen festgenommen. Elf Personen, darunter drei Polizeibeamte, wurden verletzt. Dr. Pfriemer ist mit seiner Frau, einem Sohn und mehreren Emigranten in Marburg( Südslawien) eingetroffen und wurde Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 16. September 1931 wärtigen Situation füge der Welt unberechenbaren Schaden zu, und es sei dringend notwendig, daß diese Ungewißheit beseitigt werde. Sie seien der Ansicht, daß nur eine vier- oder fünfjährige Befreiung der Welt von den Kriegslasten Hilfe bringen könne, und sie fordern, daß entsprechende Schritte sofort getan werden, ohne den Zusammentritt des Kongresses abzuwarten. 3weifellos, fügt der Berichterstatter hinzu, gibt es Mitglieder der Regierung, die mit den Bankiers übereinstimmen. Es sei aber noch feineswegs gewiß, ob Präsident Hoover schon überzeugt worden sei. Die Argumente, die die Bankiers in Washington vorgetragen haben, sind nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische. Sie haben nämlich in Washington wisseit lassen, daß nur ein vier- oder fünfjähriges Moratorium den Hintergrund für eine französische- deutsche Annäherung abgegeben könne, die ernstlich gewünscht werde. USA. zahlt 18 Millionen dollars. Der französische Protest erledigt. Washington. Das Staatsdepartement gibt bekannt, Amerika werde sofort 18 Millionen Dollars als 2. amerikanische Freigaberate an Deutschland auszahlen, die Deutschland durch die gemischte amerikanische Schiedskommission zugesprochen sind. Gleichzeitig verzichtet Amerika auf die Enziehung der 9 Millionen Dollars, die Amerika zugesprochen wurden. Damit ist der französische Protest gegen die Zahlung von 9 Mill. Doll. von Deutschland an Amerika erledigt, die Amerika ursprünglich zum Ausgleich der Hälfte der an Deutschland zu entrichtenden Zahlung verwenden sollte. Frankreichs Vertreter stehen auf dem Standpunkt, daß es sich bei der deutschen Zahlung um eine Regierungsschuld handele, die unter das Hoovermoratorium falle. Schwerer tommunistischer Ueberfall auf Nationalsozialisten. Berlin. Ein schwerer kommunistischer Ueberfall auf Nationalsozialisten erfolgte am Dienstag in den ersten Nachmittags= stunden in Schöneberg. Bei dem Vorfall, in dessen Verlauf von den Kommunisten auch einige Schüsse abgegeben wurden, erlitten sieben Nationalsozialisten Verletzungen, davon wurden drei schwer verwundet. un den jugoslawischen Behörden zur Weiterreise nach Laibach Wie steht es um die Reichsfinanzen? afgefordert. Das englische Notstandsgesetz, das die Regierung zur Herausgabe von Notverordnungen auf die Dauer von einem Monat ernichtigt, ist vom Unterhaus in zweiter Lesung mit 310 gegen 53 Stimmen angenommen worden. Der Führer der englischen Arbeiter- Partei, Henderson, be= zeichnet in einer Fraktionssigung die Abhaltung von Neuwahlen in Oktober als höchst unwahrscheinlich. Die Flottenbesprechungen zwischen Frankreich und Italien find seit zwei Tagen wieder mit großer Aktivität aufgenommen worden. Zwischen den beiden Unterhändlern Massigli und Rosso nwalt Dr. A. Mar: findet ein reger Rotenwechsel statt. 1. 50 RM. In der volls Ueber Rody und Johannsen, die Sonntag nach 9 Uhr vor: vird hier von autora mittags ihren Ost- Westflug nach Newyork angetreten hatten, er Ehe, Nichtigkeit un liegt zur Stunde, Dienstag, 17 Uhr, noch keinerlei Nachricht bei Errecht und Ehescheidun den Uebersee- Nachrichtenbureaus über eine Landung auf amerijagt, was jeder wie anischem Boden vor, Derttausende könnten a Wilting Unterseeboot„ Nautilus" erreichte die Höhe der warten heute noch ajel Senjant( Nord- Norwegen) und nahm Kurs auf Harstad. e gesamte Einfuhr Ben Friedrich Karl, ist in Flatow in der Grenzmark einem Ge: fw. im Werte von 7 bunichlage erlegen. Prinz Friedrich Leopold von Preußen, ein Sohn des Prinuf diesen Ländereien Die deutsche Handelsbilanz für August schließt mit einem Land, das im Entstehusfuhrüberschuß von 322 Mill. RM.( Juli 254 Mill. RM.) ab. der Münchner Jlluftrie Bilderaufjak Klein in Gießen. orwärtsstrebende k.Belohnung kostenlos durch: & Co.' Berlin SW LL Amerifas Bankwelt für 5- Jahr- Schuldenfeiertag. London, 15. September. Der Washingtoner Berichterstatter ,, Times" fündigt an, daß in den nächsten Wochen oder schon den nächsten Tagen in Amerika eine Entwicklung der Frage dr Tribute und Schulden von weitreichender Bedeutung eintreten werden. Es werde sich dann nämlich entscheiden, ob der Nie zuvor sind die Aufgaben der Finanzpolitik schwieriger gewesen als in diesem Jahre. Auf der Einnahme- sowohl wie auf der Ausgabeseite der öffentlichen Finanzwirtschaft sind wiederholt außerordentlich tief einschneidende Maßnahmen notwendig geworden, um dem Ansturm der allgemeinen Wirtschaftskrise zu begegnen und drohende Gefahren zu bannen. Erinnert sei vor allem an die Vorkehrungen, die im Juli ds. Js. getroffen wurden, um die akute Notlage der öffentlichen Kassen sie war eine Folge der Kredit- und Zahlungsmittelschwierigkeiten und der bekannterweise völlig unbegründeten Angstpsychose in weiten Teilen unseres Volkes zu beheben. Sie haben insgesamt ihre Wirkung nicht verfehlt. - Wie wird sich nun die Finanzlage des Reiches weiter entwideln? Diese Frage ist von allgemeinem und aktuellstem Interesse. Einige Anhaltspunkte für ihre Beantwortung sind heute bereits gegeben. Man wird dabei insbesondere von der Feststellung auszugehen haben: der Reichsetat 1931 ist bereits unter Beachtung großer Sparsamkeit aufgestellt worden. Er schließt im ordent lichen Haushalt in der auf Grund der Notverordnung vom 5. Juni ds. Js. berichtigten Fassung in Ausgabe und Einnahme mit einem Betrage von rund 10,3 Milliarden RM. ab. Das sind über 1 Milliarde weniger als im Vorjahre. Dieser Abbau der Ausgaben wurde erzielt, obwohl an zusätzlichen Lasten infolge der Arbeitslosigkeit rund 445 Millionen RM. eingesetzt werden mußten. 3 wei Probleme sind es nun, die für die zukünftige Entwicklung des Reichshaushalts von entscheidender Bedeutung sind. Werden die im Haushaltsplan auf rund 9 Milliar den RM. geschätzten Einnahmen an Steuern und Zöllen auch tatsächlich eingehen? Und weiter: wird die Ausgabewirtschaft des Reiches nicht durch besondere Notstände und weitere Auswirkungen der Krise stärker betroffen, als es im Haushaltseines leichtverläuft, b Präsident der einstimmigen Forderung der Bankiers nachgibt plan angenommen wurde? Es ist sicherlich nicht von der Hand ushaltartitels allerorts vertreter und die Verlängerung des Hooverjahres auf vier bis fünf Jahre don jetzt ankündigen werde, oder ob er an seiner bisherigen Abht festhalten werde, bis zum Zusammentritt des Kongresses in Dezember zu warten. Der Berichterstatter gibt zu, daß über Klarheit herrscht. Hoover würde an sich vorziehen, noch etwa sechs Ronate zu warten, aber immer deutlicher werde ihm von seinen Ratgebern flargemacht, daß die Welt so lange nicht mehr wariter Verdienst, Verlauf die persönlichen Ansichten des Präsidenten Hoover noch keinerlei Verkauf an Private g nterſtützung euß, Metallwaren, Straße der Republit Svertretung In allen Plätzen, Herres bilien- u. Berficherungs intommen. Anstellungs Zentrale, Offerten un an die Geschäftsstelle die ge Alquifitente bevor Sießen, Sudanlage 21 ten tönne. Nach dieser Meldung ist die Stimmung unter den leitenden amerikanischen Bankiers völlig einmütig. Diese haben in der legten Zeit zahlreiche Besuche in Washington gemacht und dort mit Regierungsfreisen fonferiert. Sie haben den Präsidenten hoover aufgefordert, daß ohne weiteren Verlust von Zeit die Ankündigung des 22. Juni dahin abgeändert werden sollte, daß der Vorschlag eines vier: bis fünfjährigen Moratoriums für alle Kriegszahlungen gemacht werde. Die Ungewißheit der gegenzu weisen, daß im Vergleich zum Haushaltsplan möglicherweise Mindereinnahmen und Mehrausgaben eintreten können. Demgegenüber ist jedoch zu berücksichtigen, daß das Reich bereits seit Juli ds. Js. seine sächlichen Ausgaben aufs schärfste gedrosselt hat, daß dadurch ein Teil der im Etat eingestellten Ausgabemittel endgültig eingespart werden und damit der Dedung etwaiger Ausfälle dienen kann. Außerdem wird nach den bisherigen Ankündigungen der Reichsregierung ein weiteres Sparprogramm für das Reich vorbereitet. Schließlich stehen dem Reich noch in diesem Jahre die im Haushaltsplan noch nicht berüdsichtigen Einsparungen bei den Reparationen zur Verfügung eine Folge des Hoover- Planes. Sie belaufen sich für die Zeit vom 1. Juli 1931 bis 31. März 1932 ohne Berücksichtigung der bei der Reichsbahn eingetretenen Erleichterungen auf rund 700 Millionen RM. Jm ganzen gesehen wird also der Reichshaushalt, sofern nicht ganz besonders ungünstige Verhältnisse eintreten, mit keinem Fehlbetrag abschließen. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 74 Der Abgrund von Versailles. Anläßlich einer in Luxemburg erfolgten internationalen Zusammenkunft hielt Reichsbantpräsident Dr. Luther eine einbrudsvolle Rede über die die Weltwirtschaft zerstörenden Folgen des Versailler Diktats. Er führte u a. aus: Die Tributleistungen, die Deutschland durch das Versailler Diktat und spätere Abmachungen auferlegt wurden, stören die Geld und Wirtschaftsordnung, weil sie feine wirtschaftlich be= gründete, sondern politische Zahlungen sind. Diese Ueberzeu gung gewinnt unter Kundigen immer mehr an Boden und jetzt sich durch. Da aber aus Gründen, die außerhalb der Tatsachenlogik liegen, diese Folgerung nicht gern gezogen wird, so sucht man ihr auszuweichen. Man sagt, Deutschland kann unter der Tributlast nicht so schwer leiden, denn von im ganzen etwa 28 Milliarden, die es für öffentliche Zwede, einschließlich der sozialen Aufwendungen, ausgibt, entfallen auf die Tributleistungen nur etwa 2 Milliarden. Oft wird dann noch hinzugefügt, daß die auf den Kopf bezogene Steuerbelastung in Deutschland nicht größer sei, als in Frankreich oder sogar unzweifelhaft niedriger als in Großbritannien Wie abwegig eine solche Berechnung der Steuerlast ist, wird jedem klar werden, der sich zum Beispiel vorstellt, daß ein Staat in dem Villenvorort einer Großstadt, wo hauptsächlich wohlhabende Leute wohnen, auf den Kopf berechnet, nur dieselben Steuern einnehmen würde, wie in einem Bauerndorf auf armseligem Boden. In solchem Falle würde jedermann von der Ungerechtigkeit des Staates sprechen und verlangen, daß eine andere Verteilung der Steuerlasten erfolge. Es liegt nahe, für eine vergleichende Betrachtung mit Deutschland hauptsächlich Großbritannien heranzuziehen, weil beide Länder unter einer besonders großen Erwerbslosigkeit leiden. In Großbritannien macht der Einkommensteuerbetrag aus den Einkommen von über 50 000 Reichsmart mehr als 70 Prozent der gesamten Einkommensteuer der Einzelpersonen aus. In Deutschland sind es dagegen nur 20 Prozent. Die Unterschiede in der Schichtung der Einkommen werden auch dadurch deutlich, daß Großbritannien und Amerika infolge des Vorhandenseins einer breiten Schicht mittlerer und hoher Einkommen in der Lage sind, die unteren Einkommenschichten völlig von der Einkommensteuer freizuhalten Deutschland hingegen kann auf die Besteuerung dieser Schichten nicht verzich ten, wenn ein ausreichender Steuertrag erzielt werden soll. In Großbritannien ist ein verheirateter Steuerpflichtiger mit zwei Kindern, dessen Einkommen ganz aus Einkommen von Arbeitsertrag besteht, bis zu einem 8040 RM. einkommensteuerfrei. In Deutschland dagegen muß derselbe Steuerpflich tige im Jahre allein an Einkommensteuer 443 Reichsmark zahlen. In Amerika ist ein verheirateter Steuerpflichtiger mit zwei Kindern, wenn sein Einkommen ganz aus Arbeitsertrag besteht, bis zu einem Einkommen von 18 000 RM. einkommensteuerfrei. In Deutschland muß der gleiche Steuerpflichtige an Einkommensteuer 1690 RM. zahlen Um die dem deutschen Volke durch die Tributleistungen erwachsene Belastung zutreffend beurteilen zu können, muß man sich vergegenwärtigen, in welchem Umfange das deutsche Volksvermögen durch den Krieg und seine Folgeerscheinungen vernichtet worden ist, und welchen hohen Teil infolgedessen die Tributleistungen von der Erwerbstraft der Nation beanspruchen. Die bisher von Deutschland aufgebrachten Tributleistungen und die sonstigen Kapitalvernichtungen ohne Gebietsverluste werden schon jetzt auf mehr als die Hälfte des deutschen Volksvermögens berechnet. Die durchschnittliche jährliche Kapitalbildung in Deutschland ist als Zuwachs des Voltsvermögens so unzureichend, daß sie für die natürliche Wachstumsentwidlung und die Erfüllung der Auslandsverpflichtungen auf feinen Fall auch nur annähernd genügt. Der Anteil des gesamten Volkseinkommens aus Kapitalvermögen betrug in Deutschland vor dem Kriege 13 Prozent, jetzt ist er auf 4 Prozent bis 5 Prozent gesunken. Die Zahl der Millionäre ist von 15 500 vor dem Kriege auf 2500 zurüdgegangen. Die letzte Zahl stammt aus dem Jahre 1927. Sie hat sich seitdem noch erheblich vermindert. Während in Deutschland nur 29 Steuerfälle eine Erbschaft von über eine Million Reichsmart aufweisen, hat Großbritannien 58 solcher Steuerfälle mit je einer Erbschaft von mehr als 10 Millionen Reichsmart. In alledem drückt sich der zwischen dem verarmten deutschen Volke und andern Völkern bestehende Unterschied aus Letztere haben große Kapitalbestände, mit deren Hilfe sie die Zeit der Not überstehen tönnen. In Deutschland fehlen diese Bestände. Die zwei Milliarden Tributleistungen Deutschlands gewinnen also ein ganz anderes Gesicht. Was für Rückschritte sind nach dem Kriege unter der Losung Aufbau einer neuen Welt" gemacht worden? Ich will nur von der Wirtschaft sprechen. Vor dem Kriege gab es in Europa 13 verschiedene Währungen, jetzt gibt es in Europa deren 27. Die Zollgrenzen in Europa betrugen vor dem Kriege rund 8000 Kilometer, jetzt betragen sie mehr als 20 000 Kilometer. Diese Zurüddrängung des Warenaustausches führt zu einer seiner Zollpolitik ist Deutschland, da es die Tributleistungen zu Stoffwechselerkrankung der Weltwirtschaft. Am unfreiesten in erfüllen hat; es kann seine Ausfuhr in dieser schutzöllnerischen Welt nicht entsprechend steigern und muß deshalb alles tun, um seine Einfuhr herabzusehen. Der Gedanke eines Zollwaffenstillstandes ist aber nicht an Deutschland gescheitert. Der politisch, also fünftlich bewegte Geldbetrag der Tributleistungen fließt auch nicht etwa in Form von Kapital in die Weltwirtschaft zurüd, sondern wird zu einem großen Teil aufgestaut. Dieses ist das jetzt überall erörterte Problem der verkehrten Goldverteilung auf der Erde". Aus diesem Umstand tam Reichsbankpräsident Dr. Luther auch in einer auf dem Presseabend der Leipziger Messe gehaltenen Rede über die Wirtschaftskrise und ihre Behebung" zu sprechen: ,, Daß die Tributleistungen Deutschlands, die als politische Zahlungen die Welt durchlaufen, den wirtschaftlichen Organis mus der Welt immer mehr untergraben, wird von den Sachver ständigen des Wirtschaftslebens in steigendem Maße erkannt. Nr. 74. Mittwoch, den 16 Mittwoch, den 16. September 1931. Das Geld, das Deutschland in Form von Tributen zahlt, läuft bergauf. Kein wirtschaftliches Gefälle lenkt es, sondern ein politisches Pumpwerk drückt es in eine wirtschaftlich verkehrte Richtung: auf dem politischen Berg angekommen, läuft es nicht wieder bergab. Politische Umstände halten es als Stauwehre zurück und verhindern, daß es als befruchtendes Kapital sich wieder verteilt." Die von dem deutschen Reichsbankpräsidenten gekennzeichnete Goldaufstauung tritt besonders durch die Steigerung des Goldbestandes der Bank von Frankreich zutage. Der Goldbe stand dieser Bank betrug am 28 Juli 1928. am 4. Januar 1929 am 3. Januar 1930 am 2. Januar 1931 am 13 Februar 1931. 28,9 Milliarden Fr. 32,7(+ 3,8) 42,4(+ 9,7) " 53,7(+ 11,3) 55,7(+2,0) " " " Im Zeitraum von knapp drei Jahren ist der Goldbestand der Bank von Frankreich um über 26 Milliarden Frank gestiegen. Wie groß allein die im Jahre 1930 eingetretene Steigerung ist, geht aus der Tatsache hervor, daß die im gleichen Jahre erzielte Goldproduktion der ganzen Welt erheblich hinter der Steigerung des Goldbestandes der Bank von Frankreich zurüdblieb. Am Anfang des Jahres 1931 betrug der Goldbestand der deutschen Reichsbank 2,60 Milliarden RM., Goldbestand der Bank von England 2,88 Milliarden RM. Man hat berechnet, daß vom Goldbestand der ganzen Welt Nordamerika über 37,9 Prozent und Frankreich über 16 Prozent verfügt. Es entfallen auf Grund der Goldbestände in Frankreich 40 Dollar in Gold, in Nordamerika 32 Dollar in Gold auf den Kopf der Bevölkerung. Im Verhältnis zu seiner Bevölkerung ist Frankreich also tatsächlich das goldreichste Land der Erde. Durch die ungeheure Goldansammlung in der Bank von Frankreich ist in den kapitalarmen Ländern, insbesondere in Deutschland, eine große Werterhöhung des Goldes eingetreten, die ohne weiteres eine Steigerung des Wertes der Tributlasten mit sich brachte. Gegen eine solche Benachteiligung war Deutschland durch den Dawesplan geschützt. Frankreich hat es verhindert, daß die betr. Bestimmung in den Youngplan übernommen wurde. Dadurch hat es erreicht, daß der Wert der Deutschland durch den Youngplan auferlegten Tributleistungen sich schon im zweiten Jahre seines Bestehens um fast 30 Prozent erhöhte. Schon bei der Festsetzung des Dawesplans wurde Deutschland dadurch betrogen, daß die von ihm bis dahin aufgebrachten Tributleistungen in feiner Weise gutgeschrieben wurden. Als dann die Youngplantribute festgesetzt wurden, ließ man die unter dem Dawesplan geleisteten Tribute wiederum einfach un ter den Tisch fallen, obwohl sie rund 8 Milliarden Reichsmark, einschließlich der Nebenleistungen sogar über 10 Milliarden Reichsmart, betragen hatten. Näheres hierüber bringen die Fichtebund- Flugblätter Nr. 53 und 391. Insgesamt sind von Weiterer Anschlag einer Terrorgruppe. D- Zug Budapest- Wien in einen Abgrund gestürzt. Auf der Bahnstrecke zwischen Budapest und Wien kam es am Sonnabend bei Bia Torbagy, etwa 20 Kilometer von Budapest entfernt, zu einer schweren Eisenbahnkatastrophe. Als der D- Zug Budapest- Wien- Passau Köln einen Viadukt passierte und die Lokomotive sowie die beiden vordersten Wagen bereits über den Viadukt hinweg waren, stürzte dieser ein und begrub vie übrigen sechs Wagen unter seinen Trümmern. Von dem Zug stürzten insgesamt sechs Wagen unter den Trümmern des gesprengten Diadukts 30 Meter tief. Dem Verbrechen fielen 25 Menschenleben zum Opfer. Mehrere Reisende wurden schwer verletzt. Man fand einen Brief, in dem stand: ,, Da die kapitalistische Gesellschaftsordnung uns keine Arbeit zu verschaffen vermag, so verschaffen wir uns selbst welche." Unglaubliche Mißstände in der Arbeitslosen- Fürsorge. Einem Brief von Dr. Roland Schupp. München, entnehmen wir folgendes: „ Gießener Zeitung" Deutschland bis Ende des Jahres 1930 an Tributen über 70 Milliarden Reichsmark in Gold und Sachwerten erpreßt worden. Aus dem durch den Krieg aufs äußerste erschöpften und durch die Inflation und den Ausverkauf zu Grunde gerichteten Deutschland wurden dann noch auf Grund des Dawesplans und des Youngplans einschließlich der Nebenleistungen rund 15 Milliarden Goldmark herausgepreßt. Was für Folgen hat das gehabt? Das früher im Wohlstand lebende deutsche Sechzigmillionenvolk hat über vier Millionen Arbeitslose zu ernähren. Es war Abnehmer und Verbraucher von ungeheuren Warenmengen, die aus aller Herren Länder bezogen wurden. In den Büchern, insbesondere der englischen und amerikanischen Fabrikanten und Exporteure, fehlen heute die früher von Deutschland gezahlten Summen. Von den dem Auslande früher durch Eisenbahn- und Schiffsfrachten aus Deutschland zugeflossenen Summen ganz zu schweigen. Wieviel Schiffe infolge mangelnder Frach ten aufgelegt, wie viele Fabriken stillgelegt, wie viele Kontore und Kaushäuser geschlossen werden mußten, läßt die Tatsache ahnen, daß Großbritannien 2½ Millionen, Nordamerika sogar rund 7 Millionen Arbeitslose hat Der ungeheure Rückgang der Wirtschaft belastet die Staatstassen fast aller Länder aufs schwerste. Der Haushalt Nordameritas schloß im zweiten Youngplanjahre bereits mit einem Einnahmeausfall von rund einer Milliarde Dollar. Die Vereinigten Staaten haben also in diesem Jahr doppelt so viel an Werten eingebüßt, als die gesamten Tributgläubiger in dem gleichen Zeitraum aus Deutschland herausgepreßt hatten. Einen neuen Beitrag zu dem Thema„ Mißstände in der Arbeitslosenunterstützung" liefert der Bericht eines Münchener Firmeninhabers, der infolge der geringen Geschäftstätigkeit im Interesse der Weiterbeschäftigung seines Werkstattpersonals, schon vor Monaten zur Einführung der dreitägigen Arbeitswoche übergegangen ist. Die von ihm beschäftigten Kurzarbeiter erhalten für diese drei Arbeitstage den brancheüblichen Tariflohn und beziehen für die übrige Zeit vom Arbeitsamt Erwerbslosenunterstützung. Außerdem wird den Arbeitern, soweit sie verheiratet sind, von der Stadtverwaltung für ihre Wohnungen die Mietzinssteuer zur Hälfte erlassen. Wieviel muß das englische Volk für seine 2½ Millionen Arbeitslose zahlen? Wieviel müssen alle anderen Länder, selbst die, die nicht am Kriege teilgenommen haben, für den gleichen 3wed aufbringen? Sie alle werden durch den fortschreitenden Rüdgang der Wirtschaft an den Rand des Abgrun= des gebracht. Der Abgrund ist durch das Versailler Diktat geschaffen. Er bedroht den Wohlstand aller Völker. Diese Erfenntnis hat sich in Großbritannien und den Vereinigten Staaten, wie auch in anderen Ländern bereits Bahn gebrochen. Nur Frankreich läßt jeden Beweis eines guten Willens fehlen. Es sabotiert jogar planmäßig alle Anstrengungen hervorragender Staatsmänner der Völker, eine Aenderung herbeizuführen. Diese Tatsache zeigte sich wieder beim Hoover- Plan, der in seiner ursprünglichen Form für Deutschland und die Welt eine Atempause bedeutet hätte. Frankreich setzte als einziges Land diesem Plan nicht nur schärfsten Widerstand entgegen, sondern stellte sogar wiederum neue politische Forderungen auf und machte damit Hoovers Grundgedanken zunichte. Zur Erledigung eines hereingenommenen größeren Auftrages beabsichtigte der Firmeninhaber, vorübergehend wieder zur Vollbeschäftigung der Werkstättenarbeiter überzugehen und teilte dies seinen Leuten mit. Darauf erschien ein Abgeord= neter derselben, der den Firmeninhaber bat, von einer Wiedereinführung der 48- Stunden- Arbeitswoche abzusehen. Zur Begründung wies er darauf hin, daß sich seine Kollegen bei der augenblicklichen Arbeitszeit- und Lohnregelung finanziell bes= ser ständen, da es für sie einträglicher sei, den halben Arbeitswochenlohn zuzüglich der Erwerbslosenunterstützung und der Mietzinssteuerermäßigung zu beziehen, statt die volle Woche zu arbeiten. Es gibt aber keinen Ausweg: nur wenn die Völker der Vernunft zum Siege verhelfen. können sie Handel und Wandel wieder zum Blühen bringen. Wie dieser Vorfall beweist, wird die Arbeitslosenunterstützung auch jetzt noch in Zeiten der größten Wirtschaftsnot nach Grundsätzen gehandhabt, die deren erstrebtes Ziel gerade in ihr Gegenteil verkehrt. Wirtschaftlich gesehen, stellt es jedenfalls ein Unding dar, daß einem Kurzarbeiter zu den vorhandenen Unterstützungssätzen noch besondere Vergünstigungen gewährt werden, die ihm mehr einbringen, als ein normaler Wochenarbeitslohn ausmacht. Es ist klar, daß auf diese Weise nicht gerade der Arbeitswille und die Arbeitsfreudigkeit an= gefacht und erhöht werden. Versailles muß fallen! ( Abgabe obigen Aufsazes als Flugblatt unentgeltlich durch den Deutschen Fichte- Bund e. V., Reichsbund für den Kampf gegen Versailles, Hamburg 36, Colonnaden 47 Weitere Flugblätter stehen ebenfalls in mehreren Sprachen zur Verfügung.) öffentliches Interesse daran besteht, wie die an uns ergangenen Anfragen zeigen, weisen wir darauf hin, daß das vom letzten Landeskirchentag beschlossene Kirchengesetz über die Erhaltung und Pflege der kirchlichen Ordnungen bestimmt, daß die kirchliche Bestattung grundsätzlich von der evangelischen Kirche all ihren Gliedern gewährt wird. Jeden, der zur Kirche gehören will, muß demnach die Kirche an all ihren Segnungen teil haben lassen, ohne daß wegen der politischen Parteizugehörigkeit oder aus anderen Gründen ein Unterschied gemacht werden fonnte. Das Kirchengesetz bestimmt ferner, daß auch nicht zur evangelischen Kirche gehörigen Christen die Bestattung gewährt werden kann, wenn sie diesen von ihrer Kirche aus konfessionen Gründen versagt wurde. Für die evangelischen Hinterblie= benen eines Verstorbenen, der der evangelischen Kirche nicht angehört hat, oder aus ihr ausgetreten ist, kann auf Wunsch der Hinterbliebenen an einem auf die Bestattung folgenden Tage eine besondere häusliche Andacht stattfinden. In allen anderen besonderen Fällen hat sich das Landeskirchenamt die Entscheidung vorbehalten. Zur Frage der kirchlichen Beerdigung. Der Hessische Evangelische Preßverband schreibt: Es sind an uns in letzter Zeit verschiedentlich Anfragen ergangen, wie sich die evangelische Kirche bei der kirchlichen Beerdigung von Angehörigen politischer Parteien verhalte. Den Anlaß dazu gab die Tatsache, daß die katholische Kirche in Darmstadt dem Führer einer politischen Partei, der mit großer öffentlicher Feierlichkeit beerdigt wurde, die kirchliche Beerdigung versagte, wegen seiner Zugehörigkeit zu dieser Partei. Da ein Die Darmstädter Herbsttagung Lokales. Jedes Ding hat tausend Seiten! Es gibt Leute, die sind verwundert oder gar aufgebracht, wenn wir ihnen nicht zustimmen. Ihrer Meinung nach wollen wir es nicht einsehen, daß sich eine Sache so und so verhält; fie vergessen ganz, daß wir die Sache von einem anderen Stan punkte aus betrachten. Niemand aber hat das Recht, zu be haupten, sein Standpunkt wäre unbedingt der richtige. Ergeb FC. Odersha Helfen Kajjel Boruffia Ful SC. 03 Raffe Verein Gehen wir um einen Berg herum, so wechselt sein Bild viele tausend Mal. Auf der einen Seite zeigt er vielleicht steile Schroffen und Felswände, auf der entgegengesetzten sanft au steigende Waldlehnen. Der, der den Berg nur von hinten sich, hat dieselbe Standpunktsberechtigung wie der, der ihn von vom Borussia Fulda sieht. Uebrigens, wo ist ,, vorn" Und wie seltsam nimmt sih der Berg erst aus, wenn wir ihn von oben betrachten! We wechselt sein Aussehen vom Morgen zum Abend, vom Tage zur Nacht! Wenn doch jeder an dieses Gleichnis denken würde, bevor er mit der Faust auf den Tisch schlägt und schreit: ,, Du bist im Unrecht!" Landgerichtsdirektor i. R. Bücking †. Germania Marburg 5.6.03 Staffel Beffen 09 Staffel Aurheffen Staffel BBA.- Marburg 8. f. B. Gießen Germania Fulda Unerwartet ist der Landgerichtsdirektor i. R. Wilhelm Büding im 76. Lebensjahre verstorben. Büding gehörte einer althessischen Familie an, er war ein Kind unserer Stadt, studierte in Gießen, Heidelberg, Berlin und Leipzig und trat 1881 in den Hessischen Justizdienst ein. U. a. war er Amtsanwalt in unserer Stadt, Friedberg und Bingen, dann Amtsrichter, Staatsanwalt, Landrichter und Landgerichtsrat in Mainz, zuletzt vom 1. J muar 1900 bis Anfang November 1910 Landgerichtsdirektor in Gießen. Er war allezeit eine Zierde des Richterstandes. Als Vorsitzender des Oberhessischen Kunstvereins von Anfang 193 bis März 1931 er wurde bei seinem Rücktritt zum Ehren vorsitzenden dieses Vereins ernannt hat er für die Hessisce Kunst und für die Künstlerschaft in Hessen sehr eifrig und segens reich gewirkt. Weiter hat er als Mitglied des hessischen Finany gerichts und als Mitglied der erweiterten Brandversicherungs fammer seine Kraft der Allgemeinheit gewidmet. der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft. Die diesjährige Herbsttagung der Deutschen LandwirtschaftsGesellschaft hat seit Sonntag in Darmstadt mit zahlreichen Arbeitssitzungen der Ausschüsse und Sonderausschüsse ihren Anfang genommen. Es hat sich dabei neben der letzten Vorberei= tung der öffentlichen Versammlungen und neben der Erledigung der laufenden Arbeiten in erster Linie um die Festlegung der Einzelheiten für die nächstjährige große landwirtschaftliche Wanderausstellung in Mannheim( 31. Mai bis 5. Juni 1932) gehandelt. Wie die ganze Arbeit der Deutschen LandwirtschaftsGesellschaft dem Fortschritt der landwirtschaftlichen Erzeugung auf all den verschiedenen Sondergebieten der vielfältigen deutschen Betriebe im Erfahrungsaustausch zwischen Theorie und Praxis und zwischen Verbrauchern und Erzeugern seit nun bald 50 Jahren gilt, so zog sich auch durch die Ausschußsitzungen wie ein roter Faden der Leistungsgedanke. Sehr günstig hat sich das Kontrollvereinswesen entwickelt. Die Zahl der Vereine ist über 3000 gestiegen, der durchschnittliche Jahresmilchertrag der Kontrollkuh auf 3795 kg gegenüber einer Durchschnittsleistung aller deutschen Kühe von 2220 kg.- Jm übrigen beschäftigten sich die Ausschüsse vorwiegend mit den für Südwestdeutschland wichtigen Spezialkulturen. Am Dienstag haben die öffentlichen Versammlung mit den Beratungen der Dünger- Abteilung unter dem Vorsitz von Rittergutsbesitzer Schurig- Zeestow begonnen. In einer Versaminlung zur Förderung der Hauswirtschaft unter dem Vorsitz von * Auswirkung der Sparmaßnahmen in Hessen. Der hessisce Minister für Kultus und Bildungswesen hat in einem Rund schreiben an die Kreis- und Stadtschulämter, sowie an die Di rektionen der höheren Schulen in Hessen darauf hingewiesen, daß im Hinblick auf die schwierige Lage des Landes im Res nungsjahr 1932 Kredite für die heimatkundlichen Arbeitsg meinschaften und die Fortbildung der Lehrer und Lehrerinnen nicht zur Verfügung gestellt werden können. * Auszahlung des Gnadenvierteljahres. Nach den Vor schriften der Reichsbesoldungsordnung steht den Hinterbliebenen von Beamten und Ruheständlern das Recht auf Auszahlung des Gehaltes des Verstorbenen auf die Dauer von drei Monaten zu. Der Reichsfinanzminister hat zum Zwecke der Streckung der Kassenmittel angeordnet, daß das Gnadenvierteljahr anstatt bisher in einer Summe, in sechs Halbmonatsraten ausgezahlt wird. Das erste Sechstel kann an die Hinterbliebenen unmittel bar nach dem Todesfall gezahlt werden. Die nach dem Tode fälligen Dienstbezüge des Sterbemonats stehen den Erben zu. * Neuer hessischer Dolmetscher für die spanische und latel nische Sprache. Das Gesamtministerium hat am 9. September 1931 mit Wirkung vom gleichen Tage die Dienstverrichtungen eines beeidigten Uebersetzers und Dolmetschers für die spanisce Sprache und eines beeidigten Uebersetzers für die lateinische Sprache für die gesamte hessische Staatsverwaltung dem Sta dienrat Dr. Anton Stiefenhofer in Darmstadt, Heidenreis straße 27, übertragen. * Unglücksfall eines Kindes mit tödlicher Folge. Der etwa 10 Jahre alte Sohn des Arztes Dr. Wilhelm Klein in der Neuen Bäue wurde am Montag mittag von einem schweren Unglücksfall betroffen. Das Kind war auf einen Kastanienbaum geklettert, wo es bei der Bewegung auf den Zweigen de Halt verlor und aus ansehnlicher Höhe auf den Bürgerstein herabstürzte. Der bedauernswerte Junge erlitte bei dem harte Aufschlag schwere Schädelverletzungen und eine Gehirnerschi terung und wurde in ernstem Zustande in die Chirurgische Klin gebracht, wo er den erlittenen Verletzungen erlegen ist. Odershausen horas FC. Großalm Tura Kajjel 23 Spielo. Göttin Hermannia K 1900 Gießen Frohnhausen Buzbach SC. Weklar Burgjolms Aplar- Löb Weilburg Arborn 1.9 Alsfeld Alsfeld 2. Lauterbach 1 Lauterbach 2 Lauterbach 3 Blitzenrod 1. Salzichlirf Alsfeld Jgd. Salzichlirf Ja 6 Stodhausen Biskirchen Braunfels Burgjolms 2. 1900 Gießen 2 SpV. Wetzlar Lollar- Bu Daubringen Garbenteich Grünberg LaubachSajjelbach Merenberg Obershausen Waldhausen Laubuseichba Wirbelau Braunfels 2 Bistirchen 2 Niederbiel Niederbiel Oberbiel 2. Wetzlar 4.Schwalbach Burgjolms 3 Wetzlar 3. Werdorf Bieber 1900 Gießen D Lich- Wiej 1900 Gießen Lollar 2. Daubringen 2 Grünberg 2. Laubach 2. Flenjungen Ehringshausen Villingen BiB. Gießen BiB. Gießen VIB. Gießen Evangelischer Kirchengemeindetag. Die hessische Landes gruppe des Deutschen Evangelischen Gemeindetages veranstalte zu Bingen am Sonntag, den 4. Oktober, einen Kirchengemeinde Jugend: tag. Er wird eröffnet durch einen Festgottesdienst. Herr Obet firchenrat Zentgraf hält die Festpredigt. Her Oberkirchenrat Dr Horre hält einen Vortrag über ,, Kirchengemeinde und bürgerlice Gemeinde". Nachmittags findet eine Gemeindetagung statt, in der Pfarrer Röhricht einen Vortrag über„ Gegenwartsfragen und Gegenwartsaufgaben der evangelischen Kirche" halten wi * Pilz- Ausstellung unserer wichtigsten eßbaren und giftige Schwämme im Gewerbemuseum in Darmstadt am Sonntag, den Stizze v Der Proviant 16 Römer mit heiserer 10rwärts Erichöpft und Augen. Seit zwei ungsboot unterwegs 20. und Montag, den 21. September. Bei rechtzeitiger Vo inten und schauten anmeldung wird für sachkundige Führung, insbesondere fix Schulen gesorgt. * Freizeit. Der Verein evangel. Lehrer und Lehrerinne ten sie alle, war i Segler Falte" geten Hessens" hält in den Herbstferien eine Freizeit vom 26. Gepten hajt nur diejes eine ber bis 3. Oktober ds. Js. im Erholungsheim ,, Waldesruh" Auerbach a. d. Bergstraße. Die Vormittage sind jeweils m Vorträgen und Besprechungen ausgefüllt; die Nachmittage fin der Erholung gewidmet. Der Gesamtpreis für die ganze Fre piant, den man nod fen tönnen, war sehr fünf Tage, die noch treicht wurde, das Jens, der Steu Frau Burg- Görg wurde über„ Umstellung des ländlichen Haus- zeit beträgt 24 RM. Anmeldungen an die Leitung des Elande des Bootes au haltes ohne Geldkosten" gesprochen. Die Versammlung der Schweinezucht- Abteilung beschäftigte sich unter dem Vorsitz von Dekonomierat Hoffmann Hofgüll mit der Schauordnung und dem Preisausschreiben für die Wanderausstellung in Mannheim 1932. Auch in der Versammlung der Geräte- Abteilung, die Oberamtmann Görg- Preußlig leitete, stand die Beratung für die Mannheimer Wanderausstellung im Vordergrund, und zwar außer der Schauordnung das Preisausschreiben für die Hauptprüfung von mehrreihigen Kartoffelbearbeitungsgeräten. Die Vorträge waren auf die besonderen technischen Interessen der kleineren Betriebe eingestellt. Am Donnerstag und Freitag finden in Darmstadt im Rahmen der Herbsttagung der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft zahlreiche weitere öffentliche Versammlungen statt, in denen vorwiegend agrartechnische und wirtschaftliche Fragen der bäuerlichen Betriebe Südwestdeutschlands erörtert werden. Am Freitag vormittag findet die abschließende Hauptversammlung statt. holungsheimes, Waldesruh". * Gesellschaft für Volksbildung. Die Gesellschaft für Volks 3wei sind zu vi Jens war der usiprach. Seine R bildung veranstaltet vom 2. bis 5. Oktober in Berlin- Dahleurden hart, und in im Harnad- Haus der Kaiser- Wilhelm- Gesellschaft zur Förderu der Wissenschaften ihre 61. Hauptversammlung. Mit der T gung wird die Feier des 60jährigen Bestehens der Gesellscha verbunden. * Lichtbildvortrag. Die Bezirksgruppe Gießen des Volks bundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hält am Donnerstag, da 17. September, abends 8.15 Uhr, im großen Hörsaal der Un versität einen Lichtbildervortrag, in dem Herr Franz Bauer j über seine Erfahrungen mit eigenen Aufnahmen über Kriege friedhöfe spricht. Gießener Eisverein e. V. Die Rollschuhabende beginne wieder am Mittwoch, den 16. September, in der Volkshalle. * Straßensperrungsnachricht, mitgeteilt vom Oberhessisch Automobil- Club E. V.( A. v. D.), Gießen. Die Sperrung a der Straße Lindheim Düdelsheim ist wieder aufgehoben. Kapitän Römer Fugen liegenden Re Ich bin der eine wer will der zweite Jens hob abweh Sie müssen bei Studer Sage und id heimat wartet." Hage, der stets ieber feinen Bruder Rettungsanzügen. hr habt wirt Tagle, noch ein wen Jens warf einer hüttelte er den blo Ar Antwort gab: 9 Es wäre unger ür uns alle aufgeb anter uns, der tein Reiner meldete 3. nd Seiten! ert oder gar aufgeb Ter Meinung nach dhe jo und so verhält on einem anderen E er hat das Recht, zu dingt der richtige. so wechselt sein Bild zeigt er vielleicht tgegengejezten janit Berg nur von hinten wie der, der ihn von d wie seltsam nimmt on oben betrachten!! zum Abend, vom nis denten würde, b und schreit:„ Du bist R. Büding 7. direttor i. R. Wil en. Büding gehörte e ind unserer Stadt, studie ipzig und trat 1881 in er Amtsanwalt in uni Imtsrichter, Staatsan Mainz, zuletzt vom 1. 10 Landgerichtsdirekto des Richterstandes. vereins von Anfang em Rüdtritt zum E hat er für die he sen sehr eifrig und fege lied des hessischen Fin terten Brandversicheru t gewidmet. en in Hessen. Der he esen hat in einem lämter, sowie an die Seljen darauf hingewi Cage des Landes im S imatkundlichen Arbeits Lehrer und Lehrerim fönnen. eljahres. Nach den& steht den Hinterblieben as Recht auf Auszah Dauer von drei Mond Zwede der Stredung Snadenvierteljahr an Smonatsraten ausgez Sinterbliebenen unmit Dent. Die nach dem ts stehen den Erben die spanische und um hat am 9. Septem ge die Dienstverrichtu Imetschers für die spani fehers für die lateini atsverwaltung dem& Darmstadt, Heidenre ödlicher Folge. Der d . Wilhelm Klein in ittag von einem schme war auf einen Raftar gung auf den Zweigen Höhe auf den Bürger unge erlitte bei dem he n und eine Gehirner e in die Chirurgische K kungen erlegen ist. tag. Die hessische Lan Gemeindetages veranite Der, einen Kirchengemei estgottesdienst. Herr D gt. Her Oberkirchenrat Jengemeinde und bürgerl e Gemeindetagung statt g über„ Gegenwartsfre lischen Kirche" halten tigsten eßbaren und gift Darmstadt am Sonntag, er. Bei rechtzeitiger Führung, insbesondere el, Lehrer und Lehrerin me Freizeit vom 26. Sept lungsheim Waldesrub ormittage sind jeweils efüllt; die Nachmittage mtpreis für die ganze n an die Leitung des Die Gesellschaft für Oftober in Berlin- Da n- Gesellschaft zur Förder erfammlung. Mit der n Bestehens der Gefell sgruppe Gießen des Je hält am Donnerstag m großen Hörsaal der dem Herr Franz Baue Aufnahmen über Krie e Rollschuhabende begin amber, in der Boltshalle itgeteilt vom Oberbe Gießen. Die Sperrung m ist wieder aufgehobe Mittwoch, den 16. September 1931. Fußball. ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport Ergebnisse aus dem Bezirk. FC. Odershausen Kurhessen Kassel 3: 4( 2: 2) VfB. Gießen 6: 0( 2: 0) Kurhessen Marburg 3: 1( 2: 1) Spiele gew. Lunent. verl. Tore Punkte Sport und und Spiel. VfB. Gießen 2. VfB.-K. Marburg 2. 1: 0( 0: 0) Wetzi. SpV. 1. 1900 Gießen 1. 3: 4( 1: 2) Weyl. Sp.V. 2.- 1900 Gießen 2. 1: 1( 1: 1) Buzzbach 2.- Friedberg 2. 0: 2 Wehl. SpV. 1. Sch. 1900 Gießen 1. Sch. 1: 1( 1: 1) Weyl. SpV. 2. Sch.- 1900 Gießen 2. Schüler 0: 0 Burgjolms Sch. Nauborn Sch. 1: 0 Hartenrod 1. Marbach 1. - - Gau Marburg. Cölbe 1. 4: 3( P.) Kirchhain 1. 1: 3( P.) Wommelshausen 2: 3 Wetter 3: 1( 1: 0) Frankenberg 2: 2 Spedswinkel 1. 3: 1 Edelshausen 1. Buchenau 1. 3: 1( 3: 0) Caldern 1. Friedensdorf 1. 2: 1( 2: 0) Cappel 1. Niederwalgern 1. 4: 1( 3: 1) v. N. abgebr. Germania 2. Odershausen 2. 1: 5 Hessen Kassel Borussia Fulda - FV. Horas 6: 1( 3: 0) SC. 03 Kassel Verein Borussia Fulda B 3 0 0 22: 3 6: 0 Germania Marburg 3 3 0 0 16: 6 6: 0 Breidenstein Dreihausen Sarnau S. E. 03 Kassel Hessen 09 Kassel 3 2 0 1 12: 3 4: 2 Gemünden 1. 3 2 0 1 13: 5 4: 2 Sturhessen Kassel 2 1 0 1 4: 8 2: 2 BfBK.- Marburg 3 1 0 2 4:12 2: 4 V. f. B. Gießen 3 1 0 2 4:14 2: 4 Germania Fulda 1 0 0 1 1: 3 0: 2 Steinperf 1. Odershausen 2 0 0 2 3:12 0: 4 Feudingen 2. Horas 3 0 0 3 2:11 0: 6 Hesselbach 1. Laasphe 1. Dautphe 1. Friedensdorf 2. Kombach 1. Cölbe 2.Michelbach 1. Bürgeln 2. FC. Großalmerode Spielv. Kassel 3: 2( 1: 0) Lura Kassel Sport Kassel 1: 2( 1: 1) Spielv. Göttingen Hermannia Kassel FC. 05 Einbed 4: 2( 1: 1) Sp. Sp. Northeim 4: 3( 4: 1) 1900 Gießen Dillenburg 2: 0( 1: 0) Frohnhausen Bottenhorn 2: 1( 1: 1) Butzbach Breidenbach 2: 2( 0: 1) SC. Wetzlar FV. Wallau 2: 3( 2: 2) Burgjolms Steindorf 2: 0( 1: 0) Aplar Löhnberg L. n. angetr. Weilburg Bissenberg 4: 1( 1: 1) Arborn 1. Beilstein 1. 3: 4( 2: 3) Gau Fulda Alsfeld Neuhof 2: 0 Alsfeld 2. Hopfgarten 1. 2: 2 Lauterbach 1. Schlüchtern 1. 1: 1 Landenhausen 1. 5: 1( 0: 0) Bernshausen 1. 2: 7( 1: 3) Schlitz 1. 6: 3 Salzschlirf Rothenkirchen 4: 2 Blizenrod Jgd. 2: 1 Lauterbach 2. Lauterbach 3. Blitzenrod 1. Alsfeld Jgd. Salzschlirf Jgd. Stodhausen Biskirchen Braunfels Lauterbach Jgd. 4: 0 Gau Gießen- Wezlar. Burgsolms 2. 1900 Gießen 2.Hirschhausen 1: 2( 1: 2) Niedershausen 1: 0( 0: 0) Holzhausen 2: 3( 1: 3) Nauborn 1: 4( 1: 3) Oberbiel 0: 1( 0: 1) SpV. Wetzlar 2. Aẞlar 2. 6: 0( 3: 0) Lollar- Butzbach 2. 4: 0( 2: 0) Daubringen Steinberg 2: 2( 0: 0) Garbenteich Leihgestern 4: 3( 3: 0) Grünberg Großen- Bused 2: 5( 1: 1)( 6.) Laubach Quedborn 7: 3( 2: 1) Hasselbach Merenberg 2: 3( 2: 5) Merenberg 2. Obershausen Allendorf 5: 0( 2: 0) Odersbach 1: 6( 0: 3) Waldhausen Niedershausen 2. 0: 0 Laubuseschbach Weinbach 6: 1( 2: 1) Wirbelau Hirschhausen 2. 3: 3( 1: 1) Braunfels 2. Biskirchen 2. Niederbiel Niederbiel Oberbiel 2. Wetzlar 4. Schwalbach Burgsolms 3. Wetzlar 3. Holzhausen 2. 3: 1( 2: 1) Tiefenbach 5: 1( 3: 0) Stodhausen 2. 1: 2( 1: 1) Stodhausen 2. 1: 2( 1: 1) Bonbaden 1: 1( 0: 1) Oberndorf 1: 3( 0: 2) Albshausen 2: 4( 1: 2) Nauborn 2. 5: 4( 3: 2) Schwalbach 2. 6: 0( 3: 0) Werdorf Waldgirmes 4: 0( 1: 0) Bieber Dutenhofen 3: 2( 2: 2) 1900 Gießen 3. - Heuchelheim H. n. angetr Lich Wiesed 0: 1( 0: 1) 1900 Gießen 4. Großen- Bused 2. 7: 0( 1: 0). Lollar 2. Leihgestern 2. 3: 2( 1: 2) Daubringen 2. Grünberg 2. Laubach 2. Steinberg 2. 3: 2( 0: 2) Ruppertsburg 0: 2( 0: 2) Wetterfeld 4: 2( 3: 1) Flenjungen Bobenhausen ausgefallen Ehringshausen 2. SC. Wetzlar 2. W. n. angetr. Ettingshausen 4: 3( 0: 2) Villingen VfB. Gießen 2. VfB. Gießen 3. Jugend: VfB. Gießen 1. Hermannstein 1. 3: 1( 3: 0)( 6.) Hermannstein 2. 4: 0( 2: 0)( G.) VFB.-K. Marburg 4: 0( 1: 0) Seemannstreue. Stizze von Hanns Kappler, Görlitz. Der Proviant geht zur Neige, Jungens", sagte Kapitän Römer mit heiserer Stimme. Wir kommen auch nur langsam vorwärts Erschöpft und entmutigt ließen die Matrosen die Ruder sinken und schauten einander ratlos in die bangblickenden Augen. Seit zwei Tagen waren sie nun in dem großen Rettungsboot unterwegs nach der Küste, und dieses Boot, das wußten sie alle, war überfüllt. In einer Sturmnacht war der Segler ,, Falte" gefentert und so rasch gesunken, daß die Mannschaft nur dieses eine Boot zu Wasser lassen konnte. Der Propiant, den man noch in letzter Minute in das Boot hatte werfen fönnen, war sehr gering gewesen, so daß man für drei oder fünf Tage, die noch vergehen konnten, ehe das rettende Land erreicht wurde, das Schlimmste befürchten mußte. Jens, der Steuermann, flopfte seine Tabalspfeife am Rande des Bootes aus. 3wei sind zu viel im Boot, Käpt'n-!" Jens war der erste, der diese furchtbare Wahrheit offen aussprach. Seine Kameraden zudten zusammen, ihre Gesichter wurden hart, und in die Augen tam ein seltsam starrer Ausdruck. Kapitän Römer starrte bleichen Gesichts auf die zu seinen Füßen liegenden Rettungsanzüge. Ich bin der eine, Jungens," sprach er mit dumpfer Stimme, ,, wer will der zweite sein?" Jens hob abwehrend die Hand. " Sie müssen bei Ihrer Mannschaft bleiben, Kapt'n! Mein Bruder Hage und ich sind die einzigen, auf die niemand in der Heimat wartet." Hage, der stets wenig Worte zu machen pflegte und dafür lieber seinen Bruder sprechen ließ. hantierte bereits mit den Rettungsanzügen. " Ihr habt wirklich niemand daheim, der euch nahesteht?" fragte, noch ein wenig ungläubig. Kapitän Römer. Jens warf einen forschenden Blid zu Hage hinüber, dann schüttelte er den blondhaarigen Kopf und lachte sogar, als er zur Antwort gab: ,, Nich' mal' ne Braut, Käpt'n!" ,, Es wäre ungerecht, begann Römer von neuem ,,, euch beide für uns alle aufgeben zu wollen. Ist nicht noch ein anderer unter uns, der teine Angehörigen besitzt?" Keiner meldete sich, sie alle erwarten zu Haus Weib und Obereisenhausen Germania 3. 1. Breidenbach 2. 1: 1 Lirfeld 1. 9: 2( 3: 1) Banje 1. 1: 2 Wallau 2 5: 1 Niederlaasphe 0: 6 Hommertshausen 1. 2: 4 Holzhausen 1. 3: 2 Mornshausen a. D. 1. 1: 8 Schönstadt 1. 0: 5 Sterzhausen 1. 1: 9 Cappel 2. 2: 1 VB.-K. 3. 3: 2 Holzhausen b Kirchh. 1. Dreihausen 2. 1: 3 Leidenhofen 1. Bortshausen 1. 4: 2 Wiejenbach 2. Wallau 3. 6: 0 Frohnhausen( Gladb.) 1. Holzhausen 4: 1( 4: 0) Steinperf 2. Günterod 1. 3: 2( 2: 1) Schweinsberg 1. Niederofleiden 1. 7: 2 Oberrosphe 1. Münchhausen 1. 2: 3 Willersdorf 1. Frankenberg 2. 0: 3 Gladenbach Sintershausen 2: 3( 1: 1) Germ. Marburg 2. Jgd. Cappel 1. Jgd. 0: 1( 0: 0) 1900 Gießen- Dillenburg 2: 0( 1: 0). Unter der viel zu lagen Leitung des Schiri GrünewaldAlsfeld nahm das so fair begonnene Spiel nach und nach Formen an, die man unter immerhin befreundeten Mannschaften nicht erwartet hatte. Je ein Spieler von jeder Partei mußte das Feld verlassen. Im übrigen merite man, daß die Plazmannschaft die größere Routine und das bessere Feldspiel aufwies und bei etwas besserem rechten Sturmflügel mehr Tore erzielen mußte. Sonst konnte man mit der Mannschaft zufrieden sein. Bei den Gästen, die ganz famose Außenstürmer aufweisen, fehlt es eigentlich nur an einem flachen Kombinationsspiel. So lange ihnen dieses fehlt, werden sie stets im Nachteil bleiben. Zum Spiel selbst: Die erste Halbzeit gehörte ganz den Giehenern. Das einzige Tor stammte von Wilhelmi, der einen von Heilmann zugeschobenen Ball unhaltbar einsandte. Nach der Pause wurde wenigstens auf dem ganzen Spielfelde gekämpft, die Ueberlegenheit der Platzmannschaft hielt aber an. Eine Flanke von Best wurde wiederum von Wilhelmi zum 2. und letzten Tor dieses Spieles eingelenkt. Aus dem Hinterland. Sp.V. Breidenstein Wommelshausen 2: 3. Nach ausgeglichenem Spiel fonnten die Gäste als die Glücklicheren die beiden Punkte mit nach Hause nehmen. Die Breidensteiner lieferten ihrem Gegner ein vollständig ebenbürtiges Spiel, waren nur vor dem Tor zu unentschlossen. Bis zum Schlußpfiff stand der Sieg der Gäste noch auf wadeligen Beinen, jeden Augenblic schien der Ausgleich zu kommen, doch die Hintermannschaft von Wommelshausen war sehr auf dem Posten. Unsere Bezirksklassen- Vertreter Breidenbach und Wallau weilten auswärts. Breidenbach holte sich nach mäßigem Spiel in Buzzbach den ersten Punkt. 2: 2 endete das Treffen, das wenig Reize hatte. Wallau setzte seinen Siegeszug fort und holte sich in WeylarNiedergirmes einen verdienten 3: 2- Sieg. Die Leistungen der Wallauer Mannschaft waren diesmal allerdings nicht besonders, was zum großen Teil wohl auch auf den ungewohnten fleinen Platz zurückzuführen ist. Nur Schwarz 1., Bonader 1. und Bonader 2. zeigten Meisterleistungen und haben diese 3 auch den größten Anteil an dem Erfolg. Wallau vermasselte einen Elfmeter und vor dem leeren Tor stehend, verstand es der Linksaußen, nicht einzuschieben. Bei Wallau machte sich das Fehlen des Zenters und Mittelläufers, die beide an Verletzungen labo,, oh" rieren, stark bemerkbar. Günterod 1. 3: 2( 2: 1) Steinperf 1.—- Lirfeld 1. 9: 2( 3: 1). Steinperf 2. Das Spiel der ersten Mannschaften war in der Halbzeit schon entschieden. In dem Steinperfer Getriebe gab es feine Kind, die sie ein halbes Jahr nicht mehr gesehen hatten. Wenige Tage noch, dann waren sie wieder unter ihren Lieben. Sollten sie also jetzt, kurz vor dem langersehnten Ziel, das Boot verlassen? Dann gab es, das wußten alle, feine Hoffnung mehr! Inzwischen waren Jens und Hage in die Rettungsanzüge geschlüpft. Alles in Ordnung, Kapt'n!" meldete Jens, und seine Stimme flang nicht anders als sonst. Römer umarmte schweren Herzens die beiden Opfermutigen und schämte sich nicht der Tränen, die über sein Gesicht rannen. Händedrüden mit den Kameraden, aufmunternde, auch wißige Zurufe, die unter hervorbrechendem Schluchzen den beiden ein letztes Mal zugerufen wurden, dann standen Jens und Hage auf dem Bootsrand. Ein lettes Winken nach rüdwärts, und kurz darauf schlugen die Wellen des Ozeans über ihnen zusammen Ohne das Kommando ihres Kapitäns abzuwarten, griffen die Matrosen zu den Riemen und das Boot schoß nun erleichtert vorwärts. Keiner unter der Mannschaft getraute sich, seinen Nebenmann anzuschauen, jeder der wetterharten Seeleute bemühte sich, den Schmerz, der das Wasser in die Augen treiben wollte, zu verbergen und zu unterdrücken. Nach einer halben Stunde, als längst nichts mehr von den Zurüdgebliebenen zu sehen war, ließen die Matrosen wieder das Boot treiben; sie zogen mit scheuen Gesten ihre Mühen ab und hielten sie, den Kopf in stillem Gebet gesenkt, in den schwieligen Händen. Und wenn es auch bei dem einen oder anderen fein Bitten zu Gott sein mochte, da war es doch ein aus tiefstem Herzen kommender Wunsch für Jens und Hage, der Wunsch, daß ein Wunder eintreten möge Nach einigen Minuten ging es dann wieder mit ungeſtümer Kraft der Küste zu; den die Herzen drängten der Heimat entgegen, wenn auch die Gedanken noch immer bei den zwei opferbereiten Männern, die ihr Leben für das der Kameraden eingesetzt hatten, waren. Drei Tage später erreichte die Mannschaft den Hafen. Jubelnd wurden sie von ihren Angehörigen, die sich um sie gebangt hatten, empfangen Als sich die Menge am Kai verlaufen hatte, stand einsam ein altes Mütterchen noch lange und starrte verlorenen Blides in das leere Rettungsboot, das dort unten, mit einer Kette an der Kaimauer befestigt, leicht auf den Wellen schaufelte. - und meine Jungens?" murmelten die Lippen des Mütterchens. Mein Jens und mein Hage? Wo blieben diese beiden Nr. 74. Hemmungen, so daß der Lirfelder Angriff an der Steinperfer Läuferreihe zerschellte. So war es möglich, daß ein schöner Torsegen geerntet wurde. Der Torhüter von Lixdorf war an der Niederlage schuldlos. Dreihausen 1.- Wetter 1. 3: 1( 1: 0) Das Spiel wurde mit gutem Tempo begonnen, doch dauerte es einige Zeit, bis sich beide Mannschaften in der Kombination gefunden hatten. In der 32. Minute verwandelte Dreihausen die 2. Ecke durch Kopfball zum ersten Treffer für seine Farben. Die Gästemannschaft suchte den Ausgleich bis Halbzeit noch herbeizuführen, doch vergebens. Nach Wechsel zeigten sich die Bewegungsspieler aus Wetter leicht überlegen, doch fehlten die Torschützen. In der 29. Minute erzielte Dreihausen durch scharfen Schuß den 2. Treffer. Das Spiel war gleichwertig. In der 35. Minute gab es einen Handelfmeter für Wetter, den der Dreihäuser Torhüter hielt. Drei Minuten später sandte der LA. nach schönem Durchbruch das Leder zum 3. Tor in das Gästeheiligtum. Die 40. Minute brachte den Gästen durch Kopfball den Ehrentreffer, und mit dem Ergebnis 3: 1 endete das Spiel. Schiri Eidam- Cappel war dem Spiel ein guter und gerechter Leiter. Aus Friedensdorf. Friedensdorf 1. Mannschaft weilte zum Verbandsspiel in Caldern( siehe an anderer Stelle). Friedensdorf 2. Mannschaft fonnte auf eigenem Plazze die 2. Garnitur von Holzhausen bei Gladb. mit 3: 2 Toren besiegen und damit die ersten Punkte erringen. Am kommenden Sonntag, den 20. September, finden in Friedensdorf Pokalspiele statt, gespielt wird in drei Klassen: A, B und C- Klasse. Um rege Beteiligung der Vereine wird 5. 5. gebeten. Caldern 1. Friedensdorf 1. Ein Spiel zwei gleichwertiger Mannschaften, die ihr Möglichstes taten, das Spiel für ihren Verein zu gewinnen. Das tnappe Resultat 2: 1 für Caldern zeigt auch die Gleiwertigkeit der Gegner. Caldern wählte zunächst den Wind zum Bundesgenossen und führte bei Halbzeit 2: 0 durch seinen Halblinken und Mittelstürmer. Fiedensdorf hatte wohl Torchancen genug, der Tormann von Caldern hielt aber alles. In der zweiten Halbzeit kam Friedensdorf durch einen placiert geschossenen Elfmeter zum verdienten Ehrentreffer. Der Schiri Heuser leitete in anerkannt einwandfreier Weise. Edelshausen 1.- Buchenau 1. 3: 1( 3: 0). Die erste Mannschaft von Buchenau weilte in Eckelshausen, um das fällige Verbandsspiel auszutragen, und mußte Sieg und Punkte in Edelshausen lassen. Ueber den Spielverlauf ist nicht viel zu sagen. Beide Mannschaften führten fein überzeugendes Spiel vor. Trotzdem Edelshausen während des Spieles teilweise leicht überlegen spielte, blieb es doch weit unter den in den letzten Sonntagen gezeigten Leistungen zurück. Frohnhausen 1. Holzhausen 1. 4: 1( 4: 0). Grünberg 2. Am Sonntag empfing der Neuling Wacker" die 1. Mannschaft von Holzhausen zum fälligen Verbandsspiel. Das Spiel war von beiden Mannschaften sehr schnell unruhig und brachte in den ersten 20 Minuten feine Entscheidung. In der 24. Min. ging F. durch R. in Führung. Schon in den nächsten 15 Min. konnte F. durch seinen Halblinken noch drei weitere Tore erzielen. Grünberg 1. Großen- Bused 1. 2: 5( 1: 1)( 6.) Ruppertsburg 1. 0: 2( 0: 2)( B.). Endlich war das schon vor zwei Jahren vom G.-V. be= stimmte Spiel zustande gekommen. Gr.- Bused spielte etwas zerfahren, so daß fast in der ganzen ersten Halbzeit Grünberg leicht überlegen war. In der 11. Minute fam Grünberg zur 1: 0- Führung mußte sich aber schon 2 Minuten später den Ausgleich gefallen lassen. Bis Halbzeit sah man ein schönes, faires Spiel, aber Erfolge gab es auf beiden Seiten nicht mehr. In der 59. Minute gingen wiederum die Schwarz- Weißen in Führung( 2: 1). Hierauf folgte ein Elfmeter, der Grünberg aus der Führung brachte( 2: 2). Der weitere Verlauf fonnte nicht mehr überzeugen, Entgleisungen in Punkto Sportlichkeit gab es auf beiden Seiten. Bei Grünberg wollte nichts mehr flappen und so schossen die Gäste das 3., 4. und 5. Tor für ihre Farben. Nicht unerwähnt soll außerdem bleiben, daß Grünberg reichlich Ersatz in seinen Reihen hatte. Vorher trug die 2. Mannschaft das Verbandsspiel gegen Ruppertsburg aus und mußte sich 0: 2 geschlagen bekennen. Steinberg 1. 2: 2( 0: 0). Am Sonntag weilte Steinberg mit 2 Mannschaften und vielen Anhängern in Daubringen. Daubringen 1. Nach Beendigung des Treffens der 2. Mannschaften, welches Daubringen mit 3: 2 für sich entscheiden konnte, betraten die 1. Mannschaften den Plaz. Daubringen geht, begünstigt durch Rüdenwind, zum Angriff über und kann leicht drüden. Der Gästetorwart bekommt Arbeit und entledigt sich derselben sehr sicher. Allmählich macht Steinberg sich frei. Das Spiel wird offen. Süben und drüben müssen die Torhüter die Angriffe Niemand war, der Antwort geben fonnte. Aber das leere Boot dort unten war ein stummer Künder von Opfermut, Heldentum und Seemannstreue Etwas mehr Höflichkeit! Uns wird geschrieben: ,, Niemals ist dieser Mahnruf besser angebracht als zu einer Zeit schwerer wirtschaftlicher Krisen, wie es die jetzige ist. Gerade weil es in dieser Zeit so schwer ist, höflich zu sein! Auf den Eisen- und Straßenbahnen fann man oft beobachten, wie Invaliden, alten und gebrechlichen Leuten nicht sofort ein Sitz angeboten wird; ja, es gibt sogar Eltern, die noch ihr Kind vom Aufstehen mit den Worten: Bleib' nur sizzen; für dich ist ja auch bezahlt!" zurückhalten, wie es Schreiber dieser Zeilen einmal erlebte. Bei starkem Verkehr auf der Straße kann es leicht mal vorkommen, daß einer den andern, ohne es zu wollen, anrempelt; in einem solchen Falle ist ein:„ Verzeihen Sie" durchaus angebracht. Gern gibt ein höflicher Mensch über irgend eine Dertlichkeit Auskunft, findet es aber recht ungeschliffen, wenn darauf der Fragende, ohne ein Dankeswort für nötig zu halten, einfach davonrennt. Wie sehr die Mahnung, höflich zu sein und etwas Humor zu haben, angebracht ist, sieht man, wenn man die gegenseitigen Beschimpfungen von zwei Radfahrern hört, die aufeinanderplatten und doch gewöhnlich beide schuld find! Vor allem Kinder sollen zur Höflichkeit( auch gegenüber mißliebigen Hausbewohnern!) erzogen werden und zwar ebenso nachdrücklich in der Schule wie im Elternhause. Ein liebes, frohes„ Guten Morgen, Vater!"- ,, Gute Nacht, Mutter!" ist nicht überall zu hören; ein Morgen- und Abendgruß fällt oft bei Ehegatten und Geschwistern ganz weg oder geht in ein unverständliches Murmeln über. Auch häßliche Gewohnheiten, wie Rülpsen, offenes Gähnen, Spuden und dergl. sind keinesfalls Zeichen der Rücksichtnahme, Bildung, Höflichfeit." Wir können diesen Ausführungen nur beipflichten. Mittwoch, den 16. September 1931. stoppen. Halbzeit 0: 0. Nach Seitenwechsel bekommt Steinberg den Wind als Bundsgenossen; die Angriffe werden gefährlicher. Bei Abwehr eines Torschusses gibts Handelsmeter. Dieser wird sicher zum Führungstor verwandelt. Bald danach fann Steinberg zum 2. Treffer einsenden. Daubringen fällt ermüdet ab. Kurz vor Schluß erzielt Daubringen durch gut getretenen Edball einen Treffer. Die Spieler, angefeuert durch die Zuschauer, raffen sich zum Endspurt auf und können, was niemand gehofft, 1 Min. vor Schluß einen schlecht abgewehrten Ball zum Aus= gleich einsenden. Aus Lollar. Die Sportabteilung Lollar hatte am 13. als Verbandsspielgegner die 2. von Buzbach und die 2. von Leihgestern. Beide Spiele verliefen für Lollar siegreich. Die erste Mannschaft gewann trot vieler Pechschüsse mit 4: 0 und die 2. trotz 2 Selbsttoren mit 3: 2. Schiri Tränkner- Gießen wie gewohnt: recht gut. Aus Burgsolms. Burgjolms trauert um einen seiner Besten, seinen Sports: tameraden Herbert Meyer- Westfeld. Die Fahne flattert auf Halbmast, als die 3. Mannschaft gegen Nauborn 2. zum Spiel antritt. Ein äußerst eifriges, mitunter humoristisches Spiel entwickelt sich, bei dem B. als glüdlicher Sieger hervorgeht. Die 2. Mannschaft, in Trauer, betritt den Play. Nauborn, eifrig und schnell, kann das 1. Tor erzielen. Ein Elfmeter bringt B. den Ausgleich. Die Hintermannschaft von B. ist heute auf ihrem Posten, fann aber nach der Pause die Niederlage nicht mehr verhindern. Anschließend betraten die beiden Liganeulinge Burgsolms und Steindorf das Feld. Es entwickelte sich sofort ein schnelles Tempo, bei dem B. etwas mehr vom Spiel hatte. Burgsolms drückt und kann eine Flanke zum 1. Tor verwandeln. Steindorf kann an dem Resultat bis zur Pause nichts mehr ändern. Nach der Pause zunächst verteiltes Spiel. Steindorf gibt zeit,, Gießener Zeitung" 75 kg Sprengstoff gestohlen. Dortmund, 15. September. Als Steinbrucharbeiter des Ze= mentwerkes Westfalen in Geseke( Westfalen) am Montag mor= gen ihre Arbeit beginnen wollten, bemerkten sie, daß die Tür des Sprengstofflagers gewaltsam geöffnet worden war. Aus dem Lager waren drei Kisten mit insgesamt 75 kg Donarit und 435 Aluminium- Sprengkapseln Nr. 8 entwendet worden. In den U. S. A. ist über ein Zehntel der Bevölkerung im Ausland geboren. Aus Newyork wird dem Deutschen Auslands- Institut be richtet: In den Vereinigten Staaten sind, wie aus der soeben veröffentlichten Statistik über die Volkszählung im Jahre 1930 hervorgeht, fast 11 Prozent der Bevölkerung im Ausland geboren; es gab zur Zeit der Zählung 13 366 407 im Ausland geborene Personen, das sind genau 10,9 Prozent der Gesamteinwohnerschaft. Von den im Ausland Geborenen waren 7 859 193 oder 58,8 Prozent naturalisierte Bürger und weitere 1 246 621 oder 9,3 Prozent hatten nachweislich die Absicht erklärt, das Bürgerrecht zu erwerben. Vier Fünftel der im Ausland Geborenen haben sich in Städten niedergelassen, d. h. in Ortschaften und Plähen mit mehr als 2500 Einwohnern. 10 726 859 Personen, die im Ausland geboren waren, sitzen in Städten, während die auf dem Lande lebende Bevölkerung nur 1 084 087 im Ausland geborene Personen umfaßt. weilig den Ton an, aber ein Erfolg bleibt aus. Zum Schluß Für Instandsetzung von Altwohnungen. übernimmt B. nochmals die Führung und der Halbrechte tann cine Vorlage eintöpfen. Bei diesem Stand ertönt der Schlußpfiff. Schiri Voltmar leitete gut. Von der Oberlahn. Die größte Sensation des Sonntages war der verdiente 5: 0- Sieg der 2. Mannschaft des VFB. 1930 Merenberg über die 1. Mannschaft des Turnverein Allendorf. Merenbergs Elf war den Gästen in jeder Hinsicht klar überlegen und stand ihr Sieg nie in Frage. Merenbergs 1. Elf war Gast bei dem Turnverein Hasselbach. Obwohl die Mannschaft mit Ersatz antreten mußte, konnte auch sie einen sicheren 8: 2- Sieg erringen. Odersbach fertigte die 1. Mannschaft des Turnvereins Obershausen mit 6: 1 Toren ziemlich sicher ab und setzte sich durch diesen Sieg an die Spitze der Tabelle. Eine weitere Ueberraschung gab es in Waldhausen, wo die 2. Mannschaft des Sportvereins Niedershausen den Platzbesitzern ein Unentschieden abrang und somit einen wertvollen Punkt mit nach Hause nehmen konnte. ,, eh" Arborn 1.- Beilstein 1. 3: 4( 2: 3). Am Sonntag weilte Beilstein zum fälligen Verbandsspiel in Arborn. Vom Anpfiff an entwickelte sich ein scharfer Kampf. Arborn konnte gleich einsenden, doch glich Beilstein bald wieder aus. Bis Halbzeit konnte Beilstein 3: 2 in Führung gehen und durch einen weiteren Treffer Sieg und Punkte sicherstellen. Die siegessicheren Arborner fonnten zwar noch einmal einsenden und das Resultat auf 4: 3 erhöhen, aber an dem Sieg der Beilsteiner war nichts mehr zu ändern. Schiedsrichter Lommler- Hörbach leitete das Spiel gut. Aus Nah und Fern. Lich. Nachdem erst vor einigen Monaten die Hochzeit der ältesten Tochter des Fürsten und der Fürstin Reinhard zu SolmsHohensolms- Lich mit dem Fürsten von Bentheim zu Steinfurth stattgefunden hat, wird am 24. September die jüngste Tochter des Fürstenpaares, die Prinzessin Maria- Anna, sich mit dem Burggrafen und Grafen Christoph zu Dohna- Schlobitten vermählen. Schotten. Aus Anlaß seines 50jährigen Bestehens hat sich der hiesige Zweigverein des Vogelsberger Höhen- Clubs ent= schlossen, seinen im Weltkriege gefallenen Wanderbrüdern ein schlichtes Ehrenmal im Schottener Wald zu errichten. Das Mal wird am Sonntag bereits seine Weihe erhalten. Friedberg. Im 76. Lebensjahre ist der langjährige Lehrer und Kantor der Israelitischen Religionsgemeinde in Friedberg Heinrich Ehrmann, gestorben. Vilbel. Die hessische Wanderausstellung ,, Gesundheitspflege und soziale Fürsorge" hat ihre Tätigkeit in Oberhessen aufge nommen. Die Ausstellung wurde am Samstag, den 5. September, im Volkshaus zu Vilbel eröffnet. Der Besuch der Ausstellung und der Vorträge ist als voller Erfolg zu verbuchen. Sämtliche Vorträge waren stets bis zum letzten Platz gefül! t Die Ausstellung wird anschließend in Bad Nauheim und Friedberg gezeigt. 500 000- Mart- Prämie nach Offenbach gefallen. Offenbach a. M. 1000 Mark und die Prämie von 500 000 Mark der 5. Klasse der Preußisch- Süddeutschen Klassenlotterie fielen auf Los Nr. 272 902 in die Staatliche Lotterieeinnahme Kaufmann in Offenbach. Die glücklichen Gewinner sind Leute, die das Geld gebrauchen können. Das Los wird in Offen bach, Bieber, Dietzenbach, Oberrad und Griesheim gespielt. Der Preußische Minister für Volkswohlfahrt hat sich im Einvernehmen mit dem Preußischen Finanzminister im Interesse der Erhaltung des Altwohnraumbestandes in einem neuen Erlaß vom 28. Juli 1931 unter Aufhebung seines Runderlasses vom 14. April d. J. damit einverstanden erklärt, daß die Gemeinden im Rechnungsjahr 1931 aus dem ihnen zufließenden Anteil an dem zur Förderung der Bautätigkeit bestimmten Hauszinssteueraufkommen einen Teilbetrag für die Instandsetzung von Altwohnungen verwenden, der aber über 15 Prozent jenes Anteils nicht hinausgehen darf. Falls in einzelnen Gemeinden ein ganz besonders dringendes Bedürfnis nach Erhöhung des Anteils von 15 Prozent bestehen sollte und das verbleibende örtliche Haus zinssteueraufkommen aus Mangel an ersten Hypotheken oder aus anderen Gründen für Neubauzwecke keine volle Verwendung findet, sind dem Minister entsprechende Anträge mit ausführ licher Darlegung der Verhältnisse wie bisher vorzulegen. Dabei, ist das voraussichtliche Hauszinssteueraufkommen, soweit es für die Bautätigkeit bestimmt ist, anzugeben. Die Bestimmungen bezüglich der Inanspruchnahme eines Anteils bis zu 5 Prozent der den Gemeinden aus dem staatlichen Wohnungsfürsorgefonds zufließenden Beträge für die Instand sehung von Altwohnungen werden durch den vorstehenden Erlaß nicht berührt. Bekämpfung der Schwarzarbeit im Handwerk und Kleingewerbe. Der preußische Minister für Handel und Gewerbe richtete unterm 22. August ds. Is. nachstehenden Erlaß an die Regierungspräsidenten: Nach§35 Abs. 5 der GD. ist der Betrieb des Gewerbes als Bauunternehmer und Bauleiter sowie einzelner Zweige des Baugewerbes zu untersagen, wenn Tatsachen vorliegen, welche die Unzuverlässigkeit des Gewerbetreibenden dartun. Diese Vorschrift gilt nicht nur für Maurer, Zimmerer und Steinmetze, sondern auch für andere Gewerbetreibende, deren Mitwirkung bei Herstellung und Instand sezung von Bauten in Frage kommt, insbesondere für Installateure, Dachdecker, Maler, Bautischler, Bauschlosser u. dgl. Da darüber geklagt wird, daß sich vielfach ungeeignete Personen mit der Ausführung von Bauarbeiten befassen, insbesondere dann, wenn es sich um sogenannte Schwarzarbeit handelt, ersuche ich Sie, die Drtspolizeibehörden anzuweisen, die in Frage kommenden Gewerbetrei benden sorgfältig zu beobachten, neu eröffnete Betriebe und namentlich Schwarzarbeiten aller Art zu überwachen, Klagen über Unzuverlässigkeit solcher Unternehmer nachzugehen und gegebenen Falles wegen Untersagung des Gewerbebetriebes das Erforderliche zu veranlassen. Ich mache dabei auf die Ziffern 10 und 60 der Ausführungsanweisung zur Gewerbeordnung vom 1 Mai 1904( HMBI. S. 123) und die Erlasse vom 26. Februar 1907( HMBI. S. 50) und 16. November 1911( HMBI. S. 423) besonders aufmerksam. Enge Zusammenarbeit der Polizei- und Verwaltungsbehörden mit den geseglichen Körperschaften des Handwerks ist gerade auf diesem Gebiete durchaus notwendig. Dieser Erlaß ist auf eine Eingabe zurückzuführen, die der Reichsverband des deutschen Handwerks an den preußischen Minister für Handel und Gewerbe sandte. Müssen Sie etwas drucken lassen sei es für Familie, Beruf, Stand, Amt, Geschäft oder Organisation dann wenden Sie sich bitte an die Verlagsdruckerei Albin Klein in Giessen Fernsprecher 2525. vorm. Wilhelm Keller, gegr. 1783 Südanlage 21. Setzmaschinen-, Stereotypie- und Rotationsbetrieb, eigene Buchbinderei. Spezialität: Druck, Verlag und Einführung von Verbandszeitschriften. Über 1000 verschiedene Formulare für Behörden. Geschäfte, Verbände und Vereine ständig am Lager. Steuern. Ausdehnung der Steueramnestic. Nr. 74. Unter Hinweis auf die durch die Beschränkung der Steueramnestie auf einzelne Steuerarten sich ergebenden Schwierigkeiten hatte der Reichsverband des deutschen Handwerks den Reichsminister der Finanzen gebeten, die Erbschaftssteuer und Umsatzsteuer gleichfalls in die Amnestie mit einzubeziehen und hierzu eine allgemeine Verfügung an die Finanzämter möglichst lange vor Ablauf der gestellten Frist zu erlassen. Die Aus dehnung der Amnestie auf die gesamten Stenern ist unterdessen erfolgt. Erleichterungen bei der Erhebung von Steuerverzugszuschlägen. die in Wie das Reichsfinanzministerium mitteilt, waren der Notverordnung vom 20. Juli über Steuerrückstände festgesezten Zinssäße und Verzugszuschläge erforderlich, um wieder pünktliche Steuerzahlungen zu erreichen. Von verschiedenen Seiten ist mit Rücksicht auf die Herabsetzung des Reichsbankdiskonts angeregt worden, die getroffenen Maßnahmen aufzu= Ericheint Bezugspreis 2,40 oattionsschluß früh 8 Dung nicht verlangte H. Jahrg. Politifch Der Böllerbundstat heben. Die Aufhebung kommt jedoch im Hinblick auf die Fiammentreten, um übe nanzlage des Reiches noch nicht in Betracht. Die Finanzämter sind aber angewiesen worden, bei Festsetzung der Stundungszinsen auf die wirtschaftliche Lage des Pflichtigen Rücksicht zu nehmen und soweit erforderlich Entgegenkommen zu zeigen. Auch bei Festsetzung der Verzugszuschläge für Steuerrückstände von 5 v. H. für den halben Monat sollen die Finanzämter unnö tige Härten vermeiden und von der Festsetzung eines Verzugszuschlages dann absehen, wenn die Frist unverschuldet nur um ein Geringes überschritten wird. Aus dieser amtlichen Mitteilung ist zu entnehmen, daß den Vorstellungen des Handwerks wenigstens zu einem Teil Rechnung getragen wurde. Zur Berechnung des steuerfreien Umsatzes. Durch die Notverordnung vom 1. Dezember 1930 sind diejenigen Unternehmen von der Umsatzsteuer befreit worden, deren Gesamtumsatz einschließlich des steuerfreien Umsaßes im Steuerabschnitte den Betrag von 5 000.- R.-M. nicht übersteigt. Die Befreiungsvorschrift gilt erstmalig für solche Umsätze, die nach dem 30. Juni 1931 getätigt werden. den In Durchführungsbestimmungen wird diese Bestimmung dahin erläutert, daß bei allen Steuerpflichtigen, bei denen der Steuerabschnitt nicht mit dem 30. Juni 1931 endet, die vom 1. Juli 1931 ab erfolgenden Umfäße umsatzsteuerfrei sind, wenn sie einen entsprechenden Teilbetrag von 5 000.- R.-Mk. nicht übersteigen, z. B. 2 500.- R.-Mk. bei einem mit dem 31. Dezember 1931 endenden Steuerabschnitt. Maßgebend für eine etwaige Befreiung bleibt somit die Höhe des Umsatzes im zweiten Halbjahr, während nach der Notverordnung vom 1. Dezember 1930 der gesamte Jahresumsatz den Ausschlag geben soll. Diese Durchführungsbestimmungen werden den jenigen Steuerpflichtigen nicht gerecht, die ihren Hauptumfat im zweiten Halbjahr 1931 haben, derart, daß in diesem Zeit raum der Betrag von 2500 жM. überschritten wird, obwohl der Gesamtumsas im Jahre 1931 unter der 5000- RM. Grenze bleibt. Das ist z. B. bei vielen kleinen Landhandwerkern der Fall, da bekanntlich die Landwirtschaft auch für Arbeiten, die im ersten Halbjahre ausgeführt wurden, erst nachy der Ernte zu zahlen pflegt. Unter Hinweis auf diese vorliegende Härte hat der Reichsverband des deutschen Handwerks den Reichsfinanzminister gebeten, alsbald eine entsprechende Aenderung der Durchführungsbestimmungen zu erlassen. Neue Bücher. hades in Oberschlejien andeln. Der Finanzausichuz veitgehender Sparmagn ee an Defterreich ge elangt einen Kredit i Der Reichsrat erled mler auch eine Aende e in der legten Not Da Reichstat empfahl d natrie und des Großh Unter den Finanzier i gegenwärtig von de de fich auch der Blan Bräjident Bartels Landtages auf Dienstag uberufen. Es soll da wirftügten Antrag der Einberufung des L In der Donnerstag gewählt der bisherige minifter, der bisherige Beriner zum Kultusmi Beatspräsidenten, Der nationalsoziali Reihstagsmandat nied meister Hans Kummeri Die Reichstagsfra Mittwoch, den 23. Sep hamburg einberufen Der Reichsparteia einer Sigung am 25 Alle österreichische Juh gejezt worden. Der Heimwehrjäh begeben, sondern befin Frau, auf füdslawisch Der Erste Lord de eflärte während der Borfommnisse bei der Bannschaften, die den Der lettländische Wollen Sie wissen was die Herbst- und Wintermode bringt? Dann lesen Sie das soeben erschienene neueste Heft der„ Ele= teroffiziere der Krieg ganten Welt", das an Hand künstlerischer Zeichnungen und photographischer Aufnahmen die ersten neuen Modelle bringt. ,, Krankheiten verhüten ist besser als Krankheiten heilen." Es sei zu diesem Zwecke auf die bereits im 6. Jahrgang erscheinende Zeitschrift„ Gesundheitswacht" verwiesen, die illustriert monatlich wertvolle und gemeinverständliche Abhandlungen und Winke über alle Fragen der Gesundheitspflege bringt. Preis vierteljährlich durch die Post 66 Pfg. Vom Verlag 75 Pfg. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Gegen üblen Mundgeruch, nach längerer Mundruhe und nach dem Rauchen benute man zum Desodorieren und Aromatisieren des Atems cine Spülung mit dem herrlich erfrischenden Chlorodont- Mundwasser. Flasche 1.- Mr. Universität Köln Winter Semester 1931| 32 Wirtschafts- u. 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