Nr. 38 und d, Erfurt, Nürnbry, handwerks, Drected, berg. und ob zoll eutschlands und Defter Reichsverband les deut erlin, ferinnen, Erfurt. Vertretern hat sich der vorbehalten. cr. und Elsbeth Weic eses Buch schildert, wie on einer ganz anderen aren. Hörten wir bisher olitischen Experimenten Schilderung einen tiefen es sowjetrussischen Menfjahresplan weitgehend g des Buches ist start was die Verfasser vom bt wenig Grund zu freu Experimentes. Die Verugunsten des Kollettios e eine stumpfe refignie agenden dee des Fünf stische Bedarfswirtschaft Bedürfnisse des Volkes die Kapitel„ Das täg er das Alltagsleben im eses Buch. Glaube an Deutschland. n Georg Müller, Mün von Interesse sein, im den wirtschaftlichen und s Amerikaners zu hören. and positive Vorschläge politischen Gesundung zu enartig, fast phantastisch smonarchie. Die VorBelebung der deutschen Wenn manche Probleme itaners angesehen und Deutet dieses Buch schon eil für die besten deutPreise verteilt werden. ". Monatlich ein Heft . 60 prächtigen& T serlag Heinrich Beenter d, Dichtungen und Er gediegener Unterhaltung alte berühmte Zeitschrift Unsere Leser erhalten obeheft für 30 Pig. allerlei Vorbereitungen. mmer herauskommende bt Ihnen wertvolle An itung, besonders inbezug Kyffhäuser", heißt die fo Wissenswerte unterrichtet. reifarbiger Umschlag mit fklärenden Text. Das 32 hen durch die Reisebüros e. V. Wernigerode, Poft rgeleit, Gießen. hen Behörden wie ZEIGEN ZEIGEN KARTEN SEN stoff Union Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Je daktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 14. Jahrg. Bolitische Rundschau. ( Gießener Tageblatt) Die deutsche Abordnung mit Reichsaußenminister Dr. Curius an der Spige ist am Himmelfahrtstage in Genf eingetroffen. Im Reichsjustizministerium schweben zurzeit Verhandlungen iber eine Reform und Verschärfung der Gesetzbestimmungen gegen Bertspionage im Rahmen des Wettbewerbsgesetzes. Binnen fürester Frist dürfte mit einer entsprechenden Novelle an den Reichs: ag zu rechnen fein. Der Preußische Landtag nahm am Mittwoch in namentlicher Schlußabstimmung den Haushalt für 1930 mit 230 gegen 167 Stimmen an und vertagte sich dann bis zum 8. Juni, um sich dann mit dem Kirchenvertrag zu beschäftigen. Der italienische Außenminister Grandi beabsichtigt, in Genf inen Antrag einzubringen, der eine erneute Prüfung des Zollvaffenstillstandsabkommens fordert. Bon französischer Seite in Gens verlautet, daß Briand und Benesch bei den bevorstehenden Ratsverhandlungen trotz des eindeutig wirtschaftlichen Charakters der deutsch- österreichischen ZollInion verlangen werden, daß die Frage vom politischen Standpunkt aus behandelt wird. Außenminister Briand hat einem am Himmelfahrtstage in Baris stattgefundenen Ministerrat sein Rüdtrittsgesuch unter: breitet, fich auf lebhafte Einwirkungen des Staatspräsidenten und des Ministerrats hin aber bereit erklärt, noch nach Genf zu gehen. Die Wahl Doumers wird von der polnischen Presse mit Schadenfreude über die Niederlage Briands aufgenommen, denn Briand gilt als der Apostel der Verständigung mit Deutschland. Der spanische Ministerrat hat beschlossen, das gesamte Privateigentum König Alfons zu enteignen. In Washington wurde der bisher geheimgehaltene Mobililierungsplan des amerikanischen Generalstabes veröffentlicht, demzufolge die amerikanische Armee im Kriegsfalle auf eine Gejamtstärke von 11 Millionen gebracht werden fann. Vor dem Schöffengericht Berlin- Mitte fand ein Nachspiel zum Boltsbegehren statt. Dr. Hugenberg war angeklagt, 1929 den damaligen Reichsinnenminister Severing beleidigt zu haben. Sugenberg wurde wegen Beleidigung zu 500 M. Geldstrafe verurteilt. Hauptmann a. D. Stennes, der bekanntlich mit einem Teil der SA, von der Hitler- Bewegung abgefallen ist, teilt mit, daß der Oberreichsanwalt gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen hochverrats eingeleitet habe. Die Reichsleitung der NSDAP. teilt mit: Die Pressemit teilung, wonach die NSDAP. das Drechsel- Palais in München läuflich erworben haben soll, entspricht nicht den Tatsachen. Mit Rücksicht auf die schlechte Wirtschaftslage hat sich der Zehenverband, wie er mitteilt, gezwungen gesehen, das Lohnblommen zum 30. Juni 1931 zu kündigen, Unter großer Beteiligung wurde am Freitag mittag die Internationale Luftfahrtausstellung in Stocholm eröffnet. Unter den ausländischen Gästen befindet sich der deutsche Atlantitflieger DOR Gronau. Der Präsident von Megito hat eine Finanznottonferenz einberufen, deren Aufgabe es ist, die Finanzkrise zu lösen, die durch bas Fallen des Silberpesos hervorgerufen worden ist. Die Verschärfung der Einwanderungsbestimmungen für die Bereinigten Staaten hat zur Folge gehabt, daß die Einwanderung nach Nord- Amerika während der letzten 8 Monate um rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurüdgegangen ist. Das Internationale Olympische Komitee in Genf hat auf Grund einer Anfrage bei den im Komitee vertretenen Ländern mit großer Mehrheit beschlossen, die 11. Olympischen Spiele im Jahre 1936 in Berlin stattfinden zu lassen. Die Europa Kommission tagt. Genf. Am Freitag mittag wurde die Europafommission von Briand eröffnet. Der französische Außenminister gab zunächst einen furzen Ueberblick über die bisherigen Arbeiten des Komitees, um dann in eine sehr allgemein gehaltene Sezierung der gegenwärtigen Wirtschaftslage Europas überzugehen. Nach Briand sprach Henderson mit dem offensichtlichen Beeben, die nach der Versailler Niederlage etwas zweifelhafte Genfer Stellung Briands zu stützen und Briand eine Art Vertrauenserklärung des Völkerbundes zu verschaffen. Briand dankte Henderson für seine Worte, die ihm eine tiefe Befriedigung gegeben hätten. Inzwischen wurden die privaten Besprechungen zwischen den Außenministern fortgesetzt. Am Donnerstag bis spät in die Nacht inein waren Bundeskanzler Dr. Schober und Dr. Schüller vom offerreichischen Außenamt bei Dr. Curtius. Es wurde dabei nochmals bis in die Einzelheiten das gemeinsame Vorgehen beprochen. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 16. Mai 1931 wiederum in erster Linie die Zollunionsfrage berührt wurde. Am Vormittag besuchte dann der italienische Außenminister Grandi Dr. Curtius. Der erwähnte italienische Antrag, so scheint es, stellt nur ein Teilprogramm einer großen italienischen Initiative in der Angelegenheit der europäischen Zollprobleme dar. Grandi wird dieses italienische Projekt wohl schon in der Europakommission aufrollen. Man gibt sich in deutschen Kreisen feinem Zweifel darüber hin, daß die italienische Einstellung zu dem deutsch- österreichischen Zollprojekt sehr erheblich von ihrer ursprünglich reservierten Haltung abrüdt und sich mehr und mehr auf die Seite des Stärkeren, das heißt, der Zollunionsgegner, neigt. Zum mindesten erwartet man keinerlei Unterstützung mehr von italienischer Seite. Was den italienischen Vorschlag betrifft, die Handelskon= Dention sofort in Kraft treten zu lassen, ist festzustellen, daß diefer Gedanke zunächst keineswegs dem deutsch- österreichischen Standpunkt widerspricht. Man rechnet übrigens in deutschen Kreisen damit, daß eine neue Wirtschaftskonferenz kaum über die alten Gegensätze hinwegkommen wird, und daß damit der Beweis für das Gesunde und Berechtigte der deutsch- österreichiden Selbsthilfe erbracht würde. Am Freitag früh war Dr. Curtius bei Henderson, wobei Präsidentenwahl in Frankreich. Versailles. Die Präsidentenwahl am Mittwoch hat mit einer Riesensensation geendet. Im ersten Wahlgang erhielt Briand nur 401 Stimmen. Doumer dagegen 442 Stimmen. Da teiner der Kandidaten die Mehrheit erreicht hatte, fand ein zweiter Wahlgang statt. Briand zeg seine Kandidatur zurüd und Doumer ging glatt durchs Ziel. Dieser Ausgang bedeutet einen schweren Schlag für Briand. Pressestimmen. Die unerwartete Niederlage Briands bei der französischen Präsidentenwahl hat naturgemäß auch in der Berliner Presse ein lebhaftes Echo, je nach der politischen Einstellung, gefunden. Im folgenden einige ausschlußreiche Zitate: Die„ Germania", ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 39 Deutsche Handwerkspolitik. Im Rahmen der von der Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie und dem österreichischen Kuratorium für Wirtschaftlichkeit in Wien gehaltenen Vortragsreihe sprach am 24. April Herr Generalsekretär Dr. Meusch, geschäftsführen des Präsidialmitglied des Reichsverbandes des deutschen Handwerks und des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages über das Thema: ,, Deutsche Handwerkspolitik, mit besonderer Berücksichtigung der Gewerbeförderung und Rationalisierung". Der Vortragende sprach zunächst mit herzlichen Worten seinen Dank für die Einladung aus und fügte die Grüße der deutschen Spitzenvertretungen des Handwerks an. Man freue sich, durch die Gemeinschaftsarbeit im Handwerk zwischen Desterreich und dem Deutschen Reiche neuere innere Verbindungen zu schaffen, was gerade jetzt ein Erfordernis der Zeit sei. Berufs stand und Wirtschaft des Handwerks seien hüben und drüben gewillt und befähigt, solche Verbindungen herzustellen. Beide haben das eine Ziel, in allem Wandel des wirtschaftlichen und sozialen Geschehens dem Handwerk eine Stätte zu bereiten, an der es seine ureigene Aufgabe mit den nach Zeit und Drt gegebenen Mitteln erfüllen kann. Zweifellos unterliege das Handwerk wie jeder andere Wirtschaftszweig einer tiefgehenden Umstellung und Entwicklung. Es sei aber nicht zulässig, anzunehmen, daß das Handwerk seine Eigenart aufgebe, wenn es sich den Erfordernissen der Neuzeit anpasse. Das Handwerk von heute sei ein anderes als das ein entscheidendes Merkmal damals wie heute die Eigenart des Handwerks bestimme: dies sei das grundsägliche Ueberwiegen der menschlichen über die mechanische Arbeitsleistung und die allseitige Beherrschung des Arbeitsvorganges durch die im Betriebe beschäftigten Personen. Die Wirtschaftswissenschaft verkenne im allgemeinen das Wesen und die Bedeutung des Handwerks, woran zweifellos der Mangel brauchbarer statistischer Unterlagen zum Teil die Schuld trage. Es sei zu hoffen, daß es auf Grund der neu angelegten Handwerksrolle binnen kurzem möglich sei, eine zuverlässige Berufs- und Wirtschaftsstatistik des Handwerks zu schaffen. Voraussichtlich würde sie die staatliche Handwerkspolitik rechtfertigen, die sowohl in Desterreich wie im Deutschen Reich von einer anderen Auffassung als die Wirtschaftswissenschaft ausgegangen sei und mit dem Grundsaz der konservierenden Heilmethoden allem Anschein nach Recht behalten habe. Ihre größte Leistung beruhe auf der Schaffung der öffentlich- rechtlichen Handwerksorganisation und auf der Regelung der Berufsausbildung. das dem Reichskanzler nahestehende Organ, schreibt unter ande: rem:„ Woher diese Wandlung? Hat die allzu redselige Pro- Handwerk um die Mitte des vorigen Jahrhunderts, wenn auch paganda der Linken für den Friedensfreund und Paneuropäer Briand abkühlend auf die Schwankenden gewirkt, oder konnte man sich Briand zwar als Außenminister oder Ministerpräsident vorstellen, nicht aber als Staatspräsidenten? In Frankreich wacht man eifersüchtig darüber, daß die höchste Stelle des Staates nicht ihren repräsentativen Charakter verliert und daß die politischen Entscheidungen ausschließlich bem Parlament und nur dem Parlement überlassen bleiben. Wird Briand aus seiner Niederlage Konsequenzen ziehen? So wenig wir auch im einzelnen mit der Außenpolitit Briands einig gehen, so würden wir es doch für bedauerlich halten, wenn die starke staatspolitische Taifraft Mannes aus den fünftigen Diskussiodieſes nen über den europäischen Frieden ausgeschlossen würde." Die„ Deutsche Allgemeine Zeitung" sagt:„ Das Ereignis dieser Wahl ist nicht ihr positives Ergebnis, sondern die Niederlage Briands. Wie ist sie möglich? Dreierlei ist denkbar: entweder der große Rechner Briand hat sich über seine eigene Chance getäuscht, oder er ist getäuscht wor den oder schließlich: er war sich zwar bewußt, daß seine Aussich ten zweifelhaft seien, glaubte aber, die unsicheren Aussichten an der Präsidentschaft den ebenso unsicheren Aussichten vorziehen zu müssen, das Außenministerium noch verwalten zu können." Der Vorwärts" vertritt folgende Meinung:„ Die französische Nationalversammlung ist gestern bei der Wahl des Präsidenten der Republik durchgefallen. Vor ihr stand die Möglichkeit, sich durch die Wahl Briands am französischen Volk und an Europa ein hiſtorisches Verdienst zu erwerben. Sie ist dieser Möglichkeit aus dem Wege gegangen und hat Briands Gegner, Herrn Doumer, an die Spitze der Republik gestellt. Der Sieg Briands wäre ein Sieg der internationalen Friedenspolitik gewesen, der Sieg Doumers ist ein Sieg der Internationale des Nationalismus." Und dann heißt es bezeichnenderweise weiter:„ Es ist das Echo der deutschen Hitlerwahlen am 14. September 1930 und des Nationalistenlärms, der sich um das Problem der österreichischdeutschen Zollunion erhoben hat." Die„ Vossische Zeitung" meint:„ Ob Doumer oder Doumerque, der Unterschied ist gering. Nicht die Wahl Deumers hat Bedeutung für die Weltpolitik, sondern die Niederlage Briands. Wird in Zukunft der französischen Politik das Gegengewicht der Autorität Briands fehlen, die sich immer wieder in offener Feldschlacht durchsetzte und jetzt versagte, im Dunkel der geheimen Wahl, die den unsiche= ren Kantonisten es so beqeum macht, sich für die widerliche Gefolgschaft zu revanchieren, die dieser einsame, skeptische, unheimliche Mann immer wieder erzwang? Hätte er( Briand) die verlorene Kandidatur nicht übernommen, so hätte sein gebeugter Rüden noch auf Jahre hinaus ungeschwächt die Last schwerer Gorge zu tragen vermocht, nicht nur um sein Vaterland, sondern, man darf es glauben, wenn auch die praktische Ver- um die Retwirklichung weit hinter dem Wollen zurückblieb tung Europas." Und schließlich noch die„ Deutsche Zeitung". Sie sagt: Wäre Frankreich das friedlievende und verständi gungsbereite, mit dem unsere Erfüllungspolitik seit dem Einzug Stresemanns in das Auswärti e Amt rechnen zu können geglaubt hat, so wäre Briand zum Staatspräsidenten gewählt worden. Daß er nicht gewählt wurde, bedeutet für ihn nach den Mäßchen, mit denen er seine Kandidatur vorbereitete und schließlich ankündigte, eine vernichtende persönliche und eine nicht minder vernichtende politische Niederlage." Nach einem Ueberblick über die deutsche Handwerksorgani fation, wie sie auf der Grundlage der Reichsgewerbeordnung, insbesondere der Novellen von 1897, 1922 und 1929 sich gestaltet hat, berührte der Redner die grundlegenden Probleme der modernen Handwerkspolitik. Als solche seien die Formung der Berufsstandsidee und die Pflege des Rationalisierungsgedanfens anzusehen. Praktisch habe das Handwerk den Berufsstandsgedanken insofern zu verwirklichen gesucht, als es kurz nach dem Kriege den Reichsverband des deutschen Handwerks gegründet und Entwürfe zu einer Reichshandwerksordnung geschaffen habe. Während es gelungen sei, im Reichsverband des deutschen Handwerks das ganze deutsche Handwerk zu einer geschlos senen Einheit zusammenzuführen und aus verschiedenen wirtschaftlichen Kräftegruppen eine deutlich umgrenzte Handwerkswirtschaft zu schaffen, damit auch den Berufsstand des Handwerks selbst zu bestimmen, habe die Reichshandwerksordnung unverdientermaßen unter ihrer Entstehungsgeschichte gelitten. Ihr Grundgedanke sei die berufsständische Selbstverwaltung, die zunächst im Berufsfach, darüber hinaus im Berufsstand die Interessen des Einzelbetriebes mit den Interessen der Berufsgenossen und der Volksgesamtheit auszugleichen habe, ohne daß das wirtschaftliche Selbstbestimmungsrecht des einzelnen Betriebes grundfäßlich angetastet werden solle. Berufsständische Solidarität trete dem Grundsatz des Klassenkampfes gegenüber. Mit diesem Leitgedanken habe sich der Reichsverband des deutschen Handwerks bisher ziemlich vereinsamt befunden, vielleicht deshalb, weil man ihm eine gewisse Verwandtschaft mit dem Gedanken der Planwirtschaft nahe lege. Dies sei indessen abwegig, wohl aber fühle sich das Handwerk berufen, ein Beispiel für die Neuordnung der Wirtschaftsauffassung auf berufsständischer Grundlage zu geben, indem es seine Standesangehörigen zu pflichtbe wußter Gemeinschaftsarbeit im eigenen Stand und am Wohle der Gesamtheit zu erziehen gewillt sei. Auch der Rationalisierungsgedanke, der mit der Berufsstandsidee eng zusammenhänge, und von Bucerius seine erste Prägung erfahren habe, sei mißverstanden worden. Bei der Rationalisierung im Handwerk sei nicht an den Ersatz der menschlichen Arbeitskraft durch maschinelle Vorrichtungen zu denken, vielmehr an die planmäßige Hebung der Wirtschaftlichkeit des Handwerksbetriebes. Die technisch- maschinelle Rationalisierung des Handwerks finde an dem Ueberwiegen der menschlichen über die maschinelle Arbeitsleistung ihre natürliche Grenze. Deshalb müsse man aber doch alle Mittel anwenden, die Technik und planmäßige Drdnung zur wirtschaftlichen Geftaltung des Betriebes bereitstellen. Allerdings sei hierbei viel Samstag, den 16. Mai 1931. Erziehungsarbeit im Handwerk zu leisten, aber der bisher erreichte Erfolg gebe doch zu der Hoffnung Anlaß, daß zum mindesten die Mehrzahl der leistungsfähigen Handwerksunterneh mungen sehr wohl der Rationalisierung in diesem Sinne zugänglich seien. Nach den Feststellungen des Enquete Ausschusses von 1926 bis 1930 zähle die deutsche Handwerkswirtschaft etwa 1,3 Millionen Betriebe, 1,5 Millionen Gesellen, 0,7 Millionen Lehrlinge, 100 000 Angestellte, etwa 200 000 mithelfende Familienangehörige. Der Jahresumsatz der Handwerkswirtschaft ist für 1928 auf etwa 20 Milliarden RM. geschätzt, der Wert der verarbeiteten Roh- und Werkstoffe auf 10-12 Milliarden Reichsmark, die Lohnsummen auf rund 3 Milliarden RM., mehrere hunderttausende Elektromotoren stellen eine Kraftleistung von rund 2 Millionen PS dar. In rund 11 000 Zwangsinnungen seien 740 000 Handwerker vereinigt, daneben hätten rund 6000 freie Innungen etwa 200 000 Mitglieder. Außerhalb der Handwerkswirtschaft arbeiten in der Industrie, im Handel und Verkehr und in technischen Laufbahnen etwa zwei Millionen unselbständige Handwerker. Aus diesen Ziffern er hellt die Bedeutung des Handwerks innerhalb der Volkswirtschaft und sie gibt die rein äußerliche Begründung für die berufsstandspolitischen Ziele des Handwerks ab. Nach einem Ueberblick über das Bildungswesen und seine Pflege im Deutschen Reich durch die Handwerksorganisationen und die staatlichen Einrichtungen betonte der Vortragende die Bedeutung der österreichischen Arbeit als Vorbild für die deutsche. Schon die vor 3 Jahrzehnten viel erörterten Trimbornschen Anträge zur Gewerbeförderung haben versucht, die österreichischen Verhältnisse für Preußen und Deutschland nugbar zu machen. Die wirtschaftlichen Maßnahmen der Gewerbeförderung, insbesondere das Genossenschaftswesen, seien im Deutschen Reich nicht von dem gleichen Erfolg begleitet gewesen, wie die didaktische Gewerbeförderung. Das sei um so bedauerlicher, als es kein anderes Mittel als den wirtschaftlichen Zusammenschluß des Handwerks gebe, um die Brücke zwischen der kartellierten Wirtschaft und der individuellen Privatwirtschaft zu schlagen. Die Entwicklung der Volkswirtschaft zur Weltwirtschaft und damit auch die Kartellierung der einzelnen Wirtschaftszweige sei nicht aufzuhalten, das Handwerk müsse dem Vorgang unbedingt Rechnung tragen. Hieran mitzuarbeiten, sei eine besondere Aufgabe des Deutschen Handwerksinstituts( Hannover), das daneben auch be= stimmte Gebiete der Gewerbeförderung zu pflegen hat. Das im Jahre 1928 gegründete Deutsche Handwerksinstitut vereinigt in sich drei ältere Institute, die zur Pflege der Betriebswirtschaft, der Handwerkskultur und der wissenschaftlichen Behandlung der Handwerkerpolitik kurz nach dem Kriege gegründet waren. Die Tätigkeit des Deutschen Handwerksinstituts ist in drei große Gruppen zu gliedern: die Forschung, die Lehre und die Propaganda. Es verfügt im Deutschen Reiche über 18 Bezirksstellen und pflegt enge Gemeinschaft mit dem Gewerbeförderungsdienst im Bundesministerium für Handel und Verkehr und den Gewerbeförderungsinstituten in Desterreich. Der Redner sprach kraft ausdrücklichen Auftrages den österreichischen Kreisen den wärmsten Dank des Deutschen Handwerksinstituts und des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages für die Anbahnung und Durchführung dieser Gemeinschaftsarbeit aus. Der Herr Bundesminister Heinl habe bereits 1926 die Verbindung dadurch eingeleitet, daß er den technischen Referenten des Gewerbeförderungsinstituts, Herrn Dr. Bandat, nach Karlsruhe zur Information entsandt habe. Späterhin hat sich auch organisatorisch die Gemeinschaftsarbeit weiter entwickelt und seit dem Vorjahre ist sie auf alle österreichischen Stellen ausgedehnt worden. In einer für den 11. und 12. Mai ds. Js. in Han nover vorgesehenen gemeinschaftlichen Tagung der österreichischen Stellen und des Deutschen Handwerksinstituts solle diese Gemeinschaftsarbeit einen besonderen Ausdruck finden. Zum Schlusse seiner Ausführungen betonte der Vortra gende, daß das Arbeitsethos mit der fortschreitenden Mechanisierung im Volksleben in einem erschreckenden Umfange verloren gegangen sei. Es wiederzugewinnen, sei eine der wichtigsten Aufgaben, die das Deutsche Handwerksinstitut durchzuführen gedenke. So wenig wie Werner Sombart, glaube der Redner an den Untergang des Handwerks und die auf Persönlichkeiten beruhende Privatwirtschaft, wenn ihnen beiden die ethische Grundlage bewahrt bleibe. Der Umstellungs- und Läuterungsprozeß müsse durchgeführt werden, sei aber nicht nur ein VorZum Heimgang von Christian Scholz. „ Gießener Zeitung" gang technischer Art, sondern vielmehr stark beeinflußt von thi schen und kulturellen Gründen, berufsständischer Verpflichtung des Einzelnen gegenüber seinem Stande und der Verpflichtung gegenüber der Volksgemeinschaft. RH. Der französische Wirtschaftsplan. Paris. Das Gegenprojekt, das Frankreich in Genf zur Beratung des deutsch- österreichischen Zollunionsplanes corlegen wird, rechtfertigt die Erwartungen nicht, die in den letzten Tagen in der französischen Presse erweckt worden sind. Wenn auch die Mehrzahl der Pariser Blätter das, was allenfalls zugunsten Desterreichs zu geschehen hätte, noch ziemlich im unklaren lassen, so geht doch aus den übrigen hervor, daß der französische Plan kaum imstande ist, eine Aenderung und Verbesserung der Verhältnisse in Europa herbeizuführen. Dieser Plan zerfällt nach Meldungen des ,, Matin" in drei Teile. Im landwirtschaftlichen Teil erklärt er sich für Vorzugszölle zugunsten des Getreideabsatzes aus Zentral- und Osteuropa. Diese Preferenzzölle sollen eine teilweise Aufhebung der Meistbegünstigungsklausel bringer. Der Verkauf des zentral- und osteuropäischen Getreides soll in einem zentralen Verfaufsbureau durchgeführt werden. Eine Kommission soll die Kontingente und Preferenzen festsetzen. Lokales. Sonntagsgedanken. Nr. 39 Zwischen blühender Sträuchern am Rain haben die wilden Kirschbäume ihre weißen Sträuße aufgesteckt und im Busch singen die Vögel zwischen den Fliederbäumen nichts als ihre Hochzeitslieder. Und in all dieser Pracht wollen Menschen noch das Leben suchen. Wie Blinde tappen sie durch den göttlichen Freudens garten und werden nicht des Frühlingswunders gewahr. Sie meinen, dos Leben könne nicht in der Stille sein und suchen es lieber auf dem lauten Jahrmarkt der Menschen, wo an der Schmeichelsprache der Lüge sich nur eitle Fratten und Narren berauschen. Goht in die große Stille dieses heiligen Domes ein und ihr hört die Laute des Lebens. Wie ein Aushimen wird es durch eure Seele gehen. O wie schon der Fliedes ist, und der weiße Blütenbaum und die farbenbunte Wiese und das Hochgeitslied der Vögel. Wer dieses Frühlingswunder sisht, der hat auch das Leben gefunden und dem ist alles wertlos geworden, was auf dem großen Jahrmarkt der Menschen angepriesen wird. Gamstag, den ㄓ Schulfeiern feit dem Tode des An allen helijche Minifteriums für Tage eine Schulfe hervorragenden Gegenwartsbedeu vorgehoben wird. jem Tage aus. * Anerkennu ichaftliche Studiu hejifchen Kultus anderen Ländern zur Ablegung de Zigarettenv Durchführungsver mit der Ordnung folche bekanntlich 9 Stüd und da Runderlag foll do ftätten nach Lade werden. Er blei night alle Zigaret den päteren Gent bellion Wie war es doch einmal, als die Kanonen dröhnten und die Granaten zischten. Nur eines schrie noch in uns, die Sehnsucht nach dem Leben. Wo fein Gras mehr war und fein Baum mehr stand, nur die Erde aufgewühlt war von Winen und Granaten, da wollten wir noch einmal eine blühende Welt von weitem und leben. Und nie waren wir dankbarer unserem Auch im industriellen Teil des Entwurfes ist eine weitgehende Regelung der Produktion und der Verkaufsmöglich- ſehen keiten vorgesehen. Die bestehenden Kartelle sollen ausgebaut, neue sollen gegründet werden. Die Kartellierung soll Stahl, elektrisches Rohmaterial, Kohlen, chemische Produkte, Automobile, Textilien, Wolle usw. umfassen. In wirtschaftlicher Hinsicht sollen die Zölle zum Schutze gegen das Dumping aufrecht erhalten bleiben, können aber innerhalb der Kartellgrenzen herabgesetzt und sogar zurückerstattet werden. Dieser dritte Teil des Wirtschaftsprogrammes soll nicht sofort in Kraft treten, aber es wird darauf hingewiesen, daß ja auch die deutsch- österreichische Zollunion zu ihrer Darchführung mehrere Jahre in Anspruch nehmen würde. Aus Kreisen der hessischen Wirtschaft wird uns geschrieben: Ganz so, wie es seiner vornehmen, jedem äußeren Schein abholden Art entsprach, hat Christian Scholz, der Vorsitzende des Hessischen Industrie- und Handelskammertages, von dieser Welt Abschied genommen: Seine Beisetzung in Mainz hat unter dem Ausschluß einer größeren Oeffentlichkeit stattgefunden, außer den engsten Angehörigen war nur eine erwählte Schar von Freunden erschienen, die dem teuren Heimgegangenen das letzte Geleit gaben. So war es denn nicht möglich, alle die Empfindungen zum Ausdruck zu bringen, die weiteste Kreise unserer Heimat bei dem allzu frühen Hinscheiden dieses in jeder Beziehung vortrefflichen Mannes beseelen. Es ist daher ein Gebot der Dankbarkeit, daß gerade auch aus den Kreisen der Hessischen Wirtschaft, die Christian Scholz besonders nahe stan= den, nochmals ein Wort des Abschieds gesagt wird, das bisher ungesagt bleiben mußte. Russisch deutscher Radiofrieg. Moskau. Der letzte durch den Deutschland- Sender verbreitete Vortrag über die Lage in Rußland hat in Moskau große Emporung hervorgerufen. Die deutsche Sektion der Komintern hat beschlossen, den Kommunisten Wilhelm Pied zu veranlassen, über die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse in Deutschland in deutscher Sprache zu sprechen. Die Rede soll son sämtlichen Rundfunksendern der Sowjetunion verbreitet werden. Ferner ist beschlossen worden, den Deutschland- Sender in Königswusterhausen durch sowjetrussische Abwehrsender zu stören.. Italien streicht seine Minderheiten. Das Verhalten Italiens gegen seine Minderheiten, beson ders gegen die Deutschen in Südtirol, but schon oft Anlaß zu herber Kritik. Italien hat sich jetzt durch ein ebenso einfaches wie bewundernswürdiges" Mattel seine Minderheiten sozusa gen vom Halse geschafft. Die Zählungsbogen bei der letztem Volkszählung am 2 April gaben nicht mehr die Möglichkeit einer Eintragung der Nationalität. Minderheiten: menden anscheinend nicht mehr geduldet. Die hessische Wirtschaft und damit unser Hessenland, verlieren in Christian Scholz einen Mann, dessen überragende Bedeutung gemäß dem vornehmen Wesen des Entschlafenen öffentlich nicht annähernd so in die Erscheinung getreten iſt, wie dies dem Wesen des Mannes und seines Lebenswerkes entsprochen hätte. Was Christian Scholz vor allem auszeich nete, war die hohe Lauterkeit seiner Gesinnung, sein stets gerecht abwägendes Urteil, seine außerordentliche Kunst der Menschenbehandlung, die ihn zu einem Meister der Führung schwieriger Geschäfte und verwickelter Verhandlungen werden ließ. Gar oft war es zu erleben, daß Fragen, in denen die Meinun gen sich schroff gegenüber standen, durch die überlegene Führerpersönlichkeit Christian Scholzens zu einem guten Ende geführt werden konnten, das einen gerechten Ausgleich der in Frage Spanien wird radikaler. Der Ministerrat beschloß die Beschlagnahme des sämtlichen noch faßbaren Privateigentums des Königs. Alle antlichen Stellen und Bankiers sind verpflichtet, etwaige Guthaben, Depots usw. an das Finanzministerium auszuliefern. Gleichzeitig er hielten sämtliche spanischen konsularen Auslandsvertretungen Anweisungen, keine Verkaufsverträge des Königs, die sich auf sein in Spanien liegendes Vermögen beziehen, notariell zu be glaubigen. Der Nationalversammlung bleibe es vorbehalten, über die endgültige Verwendung des beschlagnahmten Gutes zu bestimmen. Der Ministerrat beschloß weiter, die 2000 Gemeinden, deren letztes Wahlergebnis angefochten worden ist, am 31. Mai neu wählen zu lassen. Die neue Maßnahme ist lediglich gegen die Monarchisten gerichtet. Bis zu den Wahlen werden in den stritti= gen Gemeinden, die monarchistische Mehrheiten oder starke mo narchistische Minderheiten haben, die republikanisch- sozialistischen Ausschüsse die Geschäfte weiterführen. kommenden Interessen darstellte. Und so hinterläßt Christian Scholz, der allzu früh non uns gegangen ist, eine Lücke, die auszufüllen kaum möglich sein wird. Alle diejenigen, die im Bereiche der vielfältigen und umfangreichen Beziehungen leben, die Christian Scholz mit der wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Gestaltung in unserer Heimat und unserem Vaterlande verbanden, stehen tiefbewegt an seiner Bahre, in echter Trauer um einen deutschen Mann im edelsten Sinne des Wortes, und mit dem Gefühl unauslöschlicher Dankbarkeit für ein reiches, uneigennütiges, von einer idealen Auffassung der Dinge getragenes, zum leuch tenden Vorbild geeignetes Wirken im Dienste der Allgemeinheit. Bade in Luft. Von Stadtmedizinalrat Dr. Marloth- Leipzig. Herrgott als an jenen Tagen, da die Hölle schwieg und wir mit ten in der Zerstörung einen noch blühenden Kirschbaum sahen. Nie haben wir so inbrünstig selig dann das Leben gegrüßt und dem gedankt, der es uns wieder gegeben hat. Der Sonntagsschreiber. Exzellenz Klingelhöser †. Generalleutnant 3. D. a. D. Exzellenz Friedrich W. A. Klingelhöfer, der letzte Festungsfommandant von Mainz wäh rend des Weltkrieges, ist hier im 82. Lebensjahre einem Herzschlag erlegen. Seine hohen militärischen Eigenschaften und seine Offenherzigkeit und Anteilnahme haben ihm, der ein Sohn des Hessenlandes war, eine grote Beliebtheit bei der Bürgerschaft eingebracht. wie * Ein rechtskräftiges Todesurteil. Der 21jährige Landwirt Wilh. Lehr aus Altenstadt, der anfangs Januar bei Ortenberg das Dienstmädchen Martha Peppel ermordet hatte, wurde seinerzeit berichtet- am 21. April vom hiesigen Schwurgericht zum Tode verurteilt. Gegen den Urteilsspruch legte Lehr vor etwa 14 Tagen Berufung ein, die er aber dieser Tage wieder zurückgenommen hat. Damit ist das Todesurteil rechtsträftig geworden. Das Hessische Ministerium hat unmehr zu entscheiden, ob es von seinem Begnadigungsrecht Gebrauch machen will. Die Luft, die auch dem Aermsten jeder Zeit zur Verfügung steht, wird immer noch viel zu wenig für die Erhöhung der Gesundheit ausgenutzt. Welche moderne Mutter 3. B. läßt ihre Kleinkinder 10 Minuten vor dem Schlafengehen ohne Sachen, die größeren bis zur Hüfte frei, in der Stube herumtollen, um sie abzuhärten! Das Tageslicht mit seiner Ausstrahlung und schon die Zimmerluft an sich wirkt bereits günstig auf die Hautatmung ein. Ist doch die Hautatmung ebenso unentbehrlich für die Gesundheit des Menschen, wie die Lungenatmung. Deshalb ist auch das Barfußgehen so überaus gesund. Haben wir beim Luftbad noch Sonne zur Verfügung, so werden der Hautstoffwechsel und damit die gesamten Körpersäfte besonders angeregt. Der große Vorteil regelmäßig durchgeführter Luftbäder besteht in der Abhärtung der Haut und ihrer Organe. Die meisten Menschen stellen sich unter Abhärtung nicht das vor, was * Kleiderdieästähle. In den letzten Tagen find in verschie denen Schulen Langfinger tätig geweseny, die sich an der Gar derobe der Schüler und Schülerinnen vergriffen. Die Polizei untersucht die Sache. * Autounfall. Auf der Fahrt nach Marburg verunaliide in Marburg der mit 12 Personen von der Kapelle Seitz besetzte Kraftwagen. Jufolge Versagens der Umhalteeinrichtung lief in der Steigung der schwere Wagen rüdwärts und rannte gegen eine Mauer, die schwer beschädigt wurdez. Es wurde niemand Derletzt. * Regelung des Verkehrs auf dem Wochenmarkt. Nach§ 1 der Polizeiverordnung, betreffend die Regaling des Verkehrs auf dem Wochenmarktplah in Gießen, vom 25. März 1929, ist das Befahren des Wochenmarktplates während der Marktzeit mit Fahrzeugen aller Art, einschl. Kinder und Handwagen, sowie das Reiten, Viehtreiben und Mitführen von Fahrrädern verboten. Wochenmarlt ist am Dienstag, Donnerstag und Samstag jeder Woche. Jst einer dieser Tage ein gesetzlicher Feiertag, so gilt der vorhergehende Werktag als Markttag. In der Zeit vom 1. April bis 30. September beginnt der Wochen markt um 7 Uhr und endet um 13 Uhr und in der Zeit vom 1. Oktober bis 31. März um 8 Uhr und endet um 14 Uhr. Es wurden wiederholt Beobachtungen gemacht, daß trotz Aufstellen von Sperrschildern Handwagen und Fahrräder vom Publikum auf den Wochenmarktplatz mitgeführt werden. Das Polizeiami weist nochmals auf das Verbot hin und sind die Polizeibeam ten angewiesen, auf die Einhaltung dieser Bestimmung zu achten eigentlich der Abhärtungsprozeß bedeutet. Jn bezw. dicht unter der Haut sind zahllose Kleine und Kleinste Nervenfasern: und Blutgefäße, die mit einander in Verbindung stehen und in Harmonie treten durch wechselnde Erweiterung der Blutgefäß chen, die in die Nervensubstanz eindringen. Es wird dadur eine fräftige Hautversorgung hervorgerufen, die mit den Haut drüsen wie mit dem Stoffwechsel des Körpers in Verbindung tritt. Man fann sich vorstellen, daß je mehr Luftbäder genom men werden, die in Zukunft nicht nur im Sommer zum Tages bedürfnis gehören werden, um so bedeutungsvoller die Wider standsfähigkeit des Körpers werden muß. Und das ist für's künftige Leben, besonders des Jungvolfes, von größter Wichtig feit. Von dieser Abhärtung und Widerstandsfähigkeit hängt be fanntlich im späteren Leben in Krankheitstagen oft alles ab ob eine schwere Erkrankung überstanden werden kann. Vor allem werden durch die Luftbäder die Abgehärteten den Vorteil haben. sich nicht so leicht zu erfälten. Sie werden gegen schwere Folge zustände, wie Lungenentzündung, oder besonders chronische tarche des Halses und der Luftröhre, weit eher gefeit sein. Diele Aussichten sollen jedem verständigen Menschen zu denken geben Es wird dies auch allen um so leichter fallen, als die Luftbädet in der Tat bei jedem, gesunden Menschen Freudegefühl aus lösen und wohltuend auf das Gemüt wirken. Jeder kennt das a sich selbst, wenn er die Möglichkeit hat, sich der beengenden Klei dung zu entledigen zur Bestrahlung der Haut, ob im Bade, w am Seestrande, ob im Gebirge, ob unter der künstlichen Höhen sonne oder vor allem auch zu Hause. Da das Luftbad außer den förperlichen Vorteilen für's ganze Leben auch seelische Werte schafft, die jedem Menschen wohltun und Nutzen bringen, so wid man jede Gelegenheit wahrnehmen, sich ein kurzes Luftbad gönnen. * * Bidigt ist an der Solksschul frei( Dreizimmer * Universitä hält morgen früh perjität einen Un Stadttheat ftellung das histo A Sagmann zur Militär- S Uhr werden auf hiefigen 1. Bata Divisions- Aussche 1931 zum Austra * Landespar Sonntag findet Shneider, Kl. K ses Hessen statt. des Vorstandes, Landtagswahlen * Selische S Jeit 1925 über chem Zahlenmat einen interessant meinden. Insge mehr als 20 000 Großstadt, d. h Mit 130 915 G 1930) ift Main Landeshauptita Worms it m Gießen m 10 000 bis 20 Bingen, Neu und Bensheim bis 10 000 Ein in Oberhessen * Genehmi Volksstaat He pferdemarktes Der Minister d F Der Wil Ein Intellett ipi vielen anderen ziehung und Ihr in der Fußballm ordentlichen Ru haben. Bevor n hnen einen Po bieten. Wie als 3weiundzw Gerade das beijällig. Ich find. Und die ind Jhre Schube und Ihre famoje ger Sie spielen; Sie zweifellos unterhagen Sie tet für einen F in Betracht zich beim Fußball, fi von allen f effe jeiner Geju So, das ist Ihnen, daß Sie Sie meintwegen nicht ein Wort Johnny Bel fidh im Stuhl zu Mann, welchem er bieten fonnte Jhweiß wi Mart, aber im ich bin Ihnen Entiguldig unterbrach ihn Sig auf wie e es. danten. nam Rain haben die ufgeſtedt und im Bush fi Samstag, den 16. Mai 1931. * Schulfeiern für Freiherr vom Stein. Am 29. Juni sind seit dem Tode des Freiherrn vom Stein 100 Jahre vergangen. An allen hessischen Schulen soll nach einer Anordnung des Ministeriums für Kultus und Bildungswesen- an diesem Tage eine Schulfeier stattfinden, in der die Persönlichkeit dieses hervorragenden Mannes gewürdigt und seine geschichtliche und Gegenwartsbedeutung im Sinne der Erziehung zum Staat hervorgehoben wird. Der Unterricht in den Schulen fällt an diesem Tage aus. * Anerkennung der Ersagreifeprüfung für das landwirt: schaftliche Studium in Hessen. Gemäß einer Verfügung des hessischen Kultusministeriums berechtigt die in Preußen und anderen Ländern eingeführte Erfahreifeprüfung auch in Hessen zur Ablegung der landwirtschaftlichen Diplomprüfung. men nichts als ihre Ho ollen Menschen noch das L durch den göttlichen Fre ühlingswunders gewah der Stille sein und fu it der Menschen, wo an nr eitle Fraden und Re ille dieses heiligen Domes 5. Wie ein Aufaimen win schon der Fliedes ist, und b enbunte Wiese und das Frühlingswunder sicht, der m ist alles wertlos gewo -er Menschen angepriesen i Die Kaninen dröhnteft und ie noch in uns, die Schni mehr war und lein Baum me Dar von Whinen und Granate e blühende Welt von weit aren wir dankbarer unjet Die Hölle schwieg und wir m blühenden Kirschbaum fah dann das Leben gegrüßt egeben hat. Fr Sonntagshreiber gelhöjer f. Exzellenz Friedrich W Emmandant von Mainz 82. Bebensjahre einem He ilitärischen Eigenschaften u nahme haben ihm, der große Beliebtheit bei der B teil. Der 21jährige Landw nfangs Januar bei Ortenbe ermordet hatte, wurde- il vom hiesigen Schwurgeri Urteilspruch legte Lehr e er aber dieser Tage wil s Todesurteil rechtsträftig hat unmehr zu entscheid cht Gebrauch machen will hten Tagen find in verj eweseny, die sich an der 6 ten veegriffen. Die Boli nach Marburg verumali Don der Kapelle Seits befe der Umhalteeinrichtung en rüdwärts und rannte geg t wurde. Es wurde niena dem Wochenmarkt. Nah S die Regalung des Verlet Teßen, vom 25. März 1929, plages während der Math chl. Kinder und Handwag nd Mitführen von Fahrid Dienstag, Donnerstag er dieser Tage ein gejekic nde Werktag als Martting September beginnt der Wo 13 Uhr und in der Zeit Uhr und endet um 14 Uhr en gemacht, daß troz Auft und Fahrräder vom Publit führt werden. Das Polizi hin und sind die Polizeite ang dieser Bestimmung zu ab bedentet. In bezw, dicht e und Kleinste Nervenfajern in Verbindung stehen un nde Erweiterung der Blu 3 eindringen. Es wird da ervorgerufen, die mit den fel des Körpers in Berbin daß je mehr Luftbäder ge cht nur im Sommer zum Te fo bedeutungsvoller die verden muß. Und das ist Jungvolfes, von größter Widerstandsfähigkeit häng in Krantheitstagen oft alles erstanden werden kann. Vor Sie werden gegen schwere ng, oder besonders dronijd tröhre, weit eher gefeit fein digen Menschen zu denten p Abgehärteten den Vorteil b o leichter fallen, als die Lu den Menschen Freudegefühl bemüt wirken. Jeder fennt Steit hat, fich der beengenden ahlung der Haut, ob im Ba Haufe. Da das Luftbad auf e, ob unter der fünftlichen ganze Leben auch feelifde hltun und Nutzen bringen, ehmen, fich ein furzes Luft * Zigarettenverkauf in Schantstätten. Nach der TabaksteuerDurchführungsverordnung vom Dezember 1930 in Verbindung mit der Ordnung über den Einzelverkauf von Zigaretten dürfen solche bekanntlich vom 1. März 1931 an nur in Padungen zu 9 Stüd und darüber verkauft werden. Nach einem neuen Runderlaß soll dadurch der Verkauf von Zigaretten in Schankstätten nach Ladenschluß oder an Sonntagen nicht unterbunden werden. Er bleibt vielmehr an Gäste zulässig, auch wenn sie nicht alle Zigaretten gleich am Ort rauchen, sondern einige für den späteren Genuß mitnehmen. Dasselbe gilt auch für Trinkhallen. * Erledigt ist eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Alten- Bused. Wohnung wird in Kürze frei( Dreizimmerwohnung). * Universitätsgottesdienst. Herr Professor Dr. Cordier hält morgen früh, um 11% Uhr, in der Neuen Aula der Universität einen Universitätsgottesdienst ab. * Stadttheater. Morgen, 7 Uhr, tommt als Fremdenvorstellung das historische Schauspiel„ Haus Rothschild" von Hans Saßmann zur Aufführung. * Militär- Sportkämpfe. Von morgen nachmittag ab 23 Uhr werden auf dem Universitäts- Sportplatz Wettkämpfe des hiesigen 1. Bataillons des Inf.- Regts. 15, verbunden mit den Divisions- Ausscheidungskämpfen für die Heeresmeisterschaften 1931 zum Austrag kommen. Am * Landesparteitag der Hessischen Wirtschaftspartei. Sonntag findet in Frankfurt a. M. im Restaurant Brauerei Schneider, Kl. Kornmarkt 19, ein Parteitag des 33. Wahlkreises Hessen statt. Zur Verhandlung gelangt u. a. der Bericht des Vorstandes, Kassenbericht, Vorstandswahl, die hessischen Landtagswahlen und die Realsteuererhöhungen. * Hessische Städtestatistik. Die erste Zahlenveröffentlichung seit 1925 über Bevölkerungsstruktur in Hessen( mit umfangreichem Zahlenmaterial über Bevölkerungsbewegung usw.) bietet einen interessanten Ueberblick über die Größe der hessischen Gemeinden. Insgesamt gibt es in Hessen fünf Gemeinden, in denen mehr als 20 000 Menschen leben. Mainz ist die einzige hessische Großstadt, d. h. Gemeinde mit mehr als 100 000 Einwohnern. Mit 130 915 Einwohnern( nach dem Stande vom 1. Januar 1930) ist Mainz zugleich Hessens größte Stadt. Es folgen die Landeshauptstadt mit 89 465, Offenbach mit 79 362 Einwohnern. Worms ist mit 47 015 Einwohnern die größte rheinhessische, Gießen mit 33 600 die größte oberhessische Stadt. Ueber 10 000 bis 20 000 Einwohner haben sechs Gemeinden, nämlich Bingen, Neu- Isenburg, Lampertheim, Friedberg, Viernheim und Bensheim. Schließlich gibt es 24 Gemeinden mit über 5000 bis 10 000 Einwohnern. Nämlich 16 in Starkenburg und je vier in Oberhessen und Rheinhessen. * Genehmigte Lotterien. Der Minister des Innern hat im Volksstaat Hessen gestattet: Ausspielung anläßlich des Herbstpferdemarktes 1931 in Gießen, Ziehungstermin: 1. Oftober 1931. Der Minister des Innern hat für das Gebiet des Volksstaates ,, Gießener Zeitung" Hessen die Erlaubnis erteilt: Dem Freien deutschen Hochstift ( Frankfurter Goethe- Museum), Frankfurt a. M., zur Sammlung von Geldspenden durch Werbeschreiben, Aufrufe in Zeitungen und Zeitschriften und Haussammlungen zur Erhaltung des Goethehauses, Fortführung seiner Sammlungen usw. bis zum 30. Juni 1932. * Der Zuchtvichauftrieb auf den 6 Jungviehweiden des Landwirtschaftskammer- Ausschusses für Oberhessen ist in diesen Tagen erfolgt, nachdem das günstige Maiwetter mit seinen Gewitterregen einen guten Graswuchs im Gefolge hatte. Der GeDiesmal samtauftrieb beträgt 109 Fohlen und 1134 Rinder. wurden auch Rinder des schwarzbunten Niederungsviehes zuge= lassen und auf der Weide Lauterbach untergebracht. Die Beschickung der einzelnen Weiden ist folgende: Tiergarten bei Hungen: 38 Fohlen, 106 Rinder; Wernings bei Gedern: 30 Fohlen, 66 Rinder; Warthof bei Grünberg: 18 Fohlen und 67 Rinder; Mustergut Selgenhof bei Ulrichstein: 15 Rinder. * Ehemalige 117er. Die Wiedersehensfeier des Inf.- LeibRegts. Großh. Nr. 117, sowie seiner Ersatz- und Kriegsformatio= nen( 1. und 2. Ers.- Batl. 117, Res. I. Regt. 222, Landwehr 93, 94, Inf. Regt. 186, 358, 390, 625, Musketenbatl. I. u. II., Armierung 108, 116 und 134) findet in den Tagen vom 30. Mai bis 1. Juni 1931 zum ersten Male in der alten Garnisonstadt Mainz statt. Anmeldung an den Kameraden A. Reith, Mainz, Obere Zahlbacherstraße 68. * Preisausschreiben, Plakatwettbewerb. Der Festausschuß für das 11. Deutsche Sängerbundesfest 1932 in Frankfurt a. M. veranstaltet einen allgemeinen Wettbewerb für die Erlangung eines Plakat- Entwurfes. Zur Teilnahme berechtigt sind alle in Deutschland und Desterreich lebenden Bewerber deutscher Zunge. An Preisen stehen insgesamt Mr. 2700.- zur Verfügung, die wie folgt verteilt werden sollen: 1. Preis Mt. 1000.-, 2. Preis Mr. 700., 3. Preis Mt. 500.-, 4. Preis Mt. 500.-. Der Festausschuß behält sich vor, außerdem von sich aus gegebenenfalls einen weiteren Entwurf für Mr. 500.- auszuwählen. Ausführliche Exemplare der Bedingungen sind auf der Geschäftsstelle in Frankfurt a. M., Platz der Republik 47( Haus Offenbach) erhältlich. Aus Nah und Fern. Klein- Linden. Bei Wasserleitungsarbeiten in dem Brandweg stürzte der 2,5 Meter tiefe Graben, der die Kanalrohre aufnehmen sollte, ein und begrub den arbeitslosen Schreinergesellen Heinrich Klein. Mehrere Arbeiter gruben eine halbe Stunde, bis sie den Bewußtlosen zutage förderten, wo er bald wieder zur Besinnung fam. Bellersheim. Hier stürzte das anderthalb Jahre alte Töchterchen eines Landwirts beim Spielen in einen Topf mit heißem Wasser und verbrühte sich dabei so schwer, daß es an seinen schweren Wunden verstarb. Butzbach. Von einem Auto angefahren wurde zwischen hier und Nieder- Weisel die Tochter des Schmiedemeisters Ruppel aus Nieder- Weisel. Das Mädchen, das sich mit dem Fahrrad auf dem Heimweg befand, wurde zur Seite geschleudert. Neben einem Beinbruch erlitt es erhebliche Verletzungen. Rodenberg. Vom Tode des Ertrinkens gerettet wurde ein sechs Jahre alter Junge in Rodenberg. Er war beim Spielen auf der Wetterbrüde in das hochgehende Flüßchen gefallen und wurde mit fortgerissen. Der Primaner Adolf Herrnbrodt sprang dem Knaben nach und brachte ihn in Sicherheit. Bad Nauheim, Der Bund für Bibel und Bekenntnis hält hier am 17. und 18. Mai eine Arbeitstagung ab, bei der Generalsuperintendent D. Zöllner( Düsseldorf) über„ Die Stellung der Kirche in den wirtschaftlichen Nöten unserer Zeit" und über„ Die Kirche im Kampf" sprechen wird. Nr. 39 Bad Nauheim. In Bad Nauheim, das für Pfingsten für viele ein besonders lockendes Reiseziel ist, werden über die Feiertage vom 23. bis einschließlich 27. Mai 1931 Pfingstturkarten zum Preise von 5 RM. ausgegeben. Diese Karten berechtigen zum freien Besuch des Kurhauses und der Konzerte des staatlichen Kurorchesters, ferner auch zur Benutzung der Kurmittel für die angegebene Zeit gegen Entrichtung der hierfür besonders festgesetzten Gebühren. Bad Nauheim. Während der Hauptkurzeit tritt eine Ermäßigung der Kurtage von 10 Prozent ein auf die Hauptfurfarte zum vollen Preis und auf die innerhalb der ersten Stufe ermäßigte Hauptburkarte. Nidda. In dem Dorfe Wallernshausen brachte die Kuh eines Landwirtes ein Kalb mit 7 Beinen zur Welt. Das kleine Tier ist trotz der Mißgestalt schon 14 Tage alt und befindet sich in guter Entwicklung. Lauterbach. Delan und Oberpfarrer Schlösser fonte am 13. Mai auf eine 25jährige Amtstätigkeit in der Stadt Lauterbach zurückblicken. Bilbel. Die hiesige Volkshaus G. m. b. H., eine sozialdemo fratische Gründung, ist in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Die sozialdemokratische Mehrheit des Gemeinderats hat nun beschlossen, das Voikshaus in das Eigentum der Gemeinde zu übernehmen und die Wirtschaftlichkeit des Betriebs durch den Einbau von Bädern mit Vilbeler Heilwasser, die etwa 80 000 Mark kosten würden, herzustellen oder mindestens zu verbessern. Der Bürgerverein Vilbel, der diese gewagten Pläne ablehnt, rechnet aber in einem Flugblatt auch für die Folge mit jährlich 35 000 Mark Ausgaben und höchstens 8000 Mark( Pacht) Einnahmen. Er fürchtet, daß zu den 50 000 Mart, die die Gemeinde durch Sicherheitsleistung für die dritte Hypothek in das Unternehmen gesteckt hat, im Laufe der Jahre noch mancher Betrag in dieser Höhe tommen wird. Seine Vertreter stimmten deshalb im Gemeinderat gegen die Uebernahme des Volkshauses auf die Gemeinde. Darmstadt. Vor dem Bezirksschöffengericht hatte sich ein 23jähriger Student aus Frankfurt wegen Zweikampf mit tödlichem Ausgang zu verantworten. Er erhielt 5 Monate Festungshaft, von denen drei Monate nach Verbüßung von zwei Monaten mit Bewährungsfrist erlassen werden sollen. Worms. In einer startbesuchten Protestversammlung des Hausbesitzervereins im oberen Saal der„, 12 Apostel", in der der Hauptredner des Abends, Bürgermeister a. D. Buxbau ms Darmstadt, sowie Schöpp- Mainz gegen die steuerliche Bes lastung des Haus- und Grundbesitzes Einspruch erhoben, kam es bei dem Auftreten des dritten Redners des Abends, Weiser Offenbach, der schwere Angriffe gegen die Regierung und das Parlament richtete, zu einer Verwarnung des Redners durch die Polizei. Da der Redner jedoch in seinen Angriffen fortfuhr, wurde die Versammlung aufgelöst und das Notruf tommando herbeigeholt. Die Schupoleute wurden mit einem unerhörten Tumult empfangen. Zu Ausschreitungen fam es indessen nicht. Auf der Straße tam es zu kleinen Ansammlungen. Schlüchtern. Daß selbst Justitia nicht mehr sicher vor Langfingern ist, beweist der trasse Fall eines nächtlichen Einbruches in das hiesige Amtsgericht. Aus einem Behältnis wurden 50 RM, in bar gestohlen, Kostenmarken in Höhe von 150 RM. verschmähten die Diebe, die mittels einer dem Amtsrichter ges hörigen Leiter in das Dienstgebäude eingestiegen waren, Schlüchtern. Die Kreisbauernschaft Schlüchtern veranstaltet am 13. Juni gemeinsam mit dem Kurhessischen Bauernverein Salmünster eine Kreistierschau in Schlüchtern, Nassau. Am 16. und 17. Mai findet hier die Hauptverfammlung des Gesamttaunusklubs statt. Dabei erfolgt die Aufführung eines von Herrn Hans Hermann gedichteten Heimatfestspiels. Für Raucher: Chlorodont- Zahnpaste Verlangen Sie nur echt Chlorodont und weisen Sie jeden Ersatz dafür zurück. Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 2. Fortsetzung. Intellekt spielt im Berufsspielertum dieselbe Rolle wie in vielen anderen Berufszweigen, und ein Mann von Ihrer Erziehung und Ihrem Auftreten tönnte sich rasch zu einer Stellung in der Fußballwelt emporarbeiten. Besonders mit dem außer ordentlichen Ruf, den Sie sich in Orfort bereits erworben haben. Bevor noch Ihre Spieljahre vorbei wären, würde man Ihnen einen Posten als Sekretär oder Leiter eines Klubs an= bieten. Wie als sind Sie eigentlich, Marr?" ,, Zweiundzwanzig." , Gerade das richtige Alter," sagte der alte JInternationale beifällig. Ich weiß, daß Sie durch und durch gesund gesund find. Und die anderen Qualifikationen, die Sie mitbringen, sind Ihre Schußgewalt mit beiden Füßen, Ihr Spielverständnis und Ihre famose Balltechnik. Sie werden besser werden, je länger Sie spielen; überdies haben Sie eine sympathische Art, welche Sie zweifellos beim Publikum populär machen wird. unterschätzen Sie ja nicht! Popularität beim Publikum bedeutet für einen Fußballer das halbe Spiel. Wenn ich das alles in Betracht ziehe, so prophezeihe ich Ihnen eine gute Zukunft beim Fußball, vorausgesetzt, daß Sie willensstart genug sind, sich von allen fernzuhalten, was ein junger Mann im Interesse seiner Gesundheit meiden soll. Das So, das ist alles, was ich Ihnen sagen wollte, und ich danke Ihnen, daß Sie mir zugehört haben, lieber Marr. Jetzt plazen Sie meintwegen mit Ihrer Entrüstung heraus, ich nehme doch nicht ein Wort von dem zurüd, was ich gesagt habe!" Johnny Bell warf den Stummel seiner Zigarre weg, lehnte sich im Stuhl zurück und blickte erwartungsvoll auf den jungen Mann, welchem er seine Meinung nach eben den besten Rat, den er bieten konnte, gegeben hatte. Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll, Johnny, antwortete Marr, aber ich bin durchaus nicht entrüstet. Im Gegenteil, ich bin Ihnen sehr dankbar ,, Entschuldigen Sie mich nur eine Sefunde, Mister Marr," unterbrach ihn der alte Internationale, schnellte von seinem Siz auf wie ein Springteufelchen und eilte davon, um einen spöttisch dreinschauenden, sehr elegant, wenn auch nicht mit besonderem Geschmad gefleideten Mann anzureden, welcher eben im Begriffe war, das Restaurant zu verlassen. Marr beobachtete das Paar neugierig. Er sah, daß Johnny Bell eifrig auf den Mann einsprach und dabei wiederholt in die Richtung des Tisches wies, an welchem er saß. Der Fremde zeigte nicht viel Enthusiasmus, schließlich aber ließ er sich von Bell bewegen, zu Marrs Tisch zu kommen. ,, Marr," sagte der alte Internationale, hier stelle ich Ihnen Mr. Millington, den Leiter des Kensington- Klubs, vor. Ich war so frei, ihm mitzuteilen, daß Sie sich freuen würden, für seine Mannschaft spielen zu können." Die Worte waren von einem Blid begleitet, welcher deutlich sagte:„ Ueberlasse nur alles mir; ich weiß besser als du, was ich zu sagen habe." ,, Es tut mir unendlich leid, Mr. Marr," näselte der Neuantömmling ,,, aber obgleich ich Ihnen für Ihr gütiges Angebot zu Dank verpflichtet bin, ist es mir doch nicht flar, wie wir von Ihren werten Diensten Gebrauch machen könnten. Wir haben eine so große Auswahl von Spielern der besten Klasse, daß ich wirklich bedauern muß ,, Es liegt absolut fein Anlaß zum Bedauern vor," antwor tete Marr ebenso gelangweilt, näselnd und von oben herab wie der andere. Mein Freund Bell muß mich vorhin mißverstanden haben; ich sagte ihm nur, ich würde gern für eine englische Ligamannschaft spielen, aber ich habe nie vom Kensington- Klub gesprochen. Ich glaube nämlich nicht, daß Ihre Stürmerreihe eraft genug arbeitet." Der zynische Ausdrud im Gesicht des Angeredeten machte einem Ausdrud unverhüllter Wut Play. Brüst wandte er sich zum Gehen. ,, Das hat die Sache entschieden, Johnny!" rief Richard Marr, als die zwei wieder allein saßen. Ich will Berufsspieler werden, wenn auch nur, um diesem eingebildeten Burschen seine Beleidigungen heimzuzahlen. Ich bin nicht ärgerlich, weil er mich nicht aufnehmen wollte; die Art, wie er es mir sagte, hat mich wild gemacht!" Aus Ihnen wird der richtige Fußballspieler!" sagte der alte Internationale, indem er sich vergnügt die Hände rieb. ,, Das ist der richtige Geist!" nn Meyer- Naſſau Tube 54 Pf. große Tube 90 Pf. Ein Versuch. Der Trambahnwagen hielt, und ein junger Mann mit einer großen Ledertasche, wie sie Fußballer gewöhnlich benutzen, blickte suchend umher. Ein breiter, mit Schlade gepflasterter Seitenweg lenkte seine Aufmerksamkeit auf den mächtigen, amphitheatralischen Bau, der jenseits der Straße emporragte. Das Herz des Beschauers schlug bei diesem Anblick höher; er wußte, daß er an seinem Bestimmungsort angelangt war. Eine Minute später blickte Richard Marr hinab auf die ausgedehnte grüne Rasenfläche, auf der eine Anzahl junger Leute in Fußballdreß sich auf ein Tor einschoß. Das Aufspringen des Balles auf dem wundervoll gepflegten Rasen, der in dieser Entfernung wie grüner Samt schimmerte, die Resonanz des Balles, wenn der Fuß eines Spielers ihn richtig traf, faszinierten und entzückten den Beobachter. Er vergaß seinen Rummer und alle seine Sorgen und gab sich ganz dem unend lichen Zauber des Spiels hin. Während er begeistert zujah, wie der Linksaußen den Ball knapp vor der Edlinie halbhoch und präzise zenterte, daß er wie eine Schwalbe im Fluge leicht über das Tor streifte, vergaß er für einen Augenblick die Mission, die ihn auf den Spielplatz des Fußballklubs Hollywood geführt hatte. Der Ball traf die Querstange und schnellte zurück ins Feld, wo ihn einer der Verteidiger erhaschte und mit wuchtigem Tritt aus dem Spielfeld hinausschoß. Er sauste gerade auf Marr zu, und dieser hob instinktiv ein wenig den rechten Fuß. Eine taum mertbare Bewegung, und der Ball war gestoppt. Einige Augenblide tummelte er ihn spielerisch herum, schleuderte ihn in die Höhe, fing ihn mit dem Spann feines Fußes, um ihn schließlich mit sicherem Schuß ins Spielfeld zurückzubefördern. Als er seinen Handkoffer, den er während des turzen Intermezzos niedergestellt hatte, wieder aufheben wollte, bemerkte er, daß die Hollywood- Spieler ihn neugierig betrachteten. Ein bedrohlich klingendes Brummen hinter seinem Rüden bewog ihn, sich rasch umzudrehen. Ein älterer Mann von etwa fünfzig Jahren, mit scharfen, flugen Augen im wettergebräunten Gesicht, stand vor ihm und musterte ihn von Kopf bis zu den Füßen in einer Art, die an Freimut nichts zu wünschen übrig ließ. Fortsetzung folgt. Nr. 39 Samstag, den 16. Mai 1931. Kassel. Mittwoch nacht wurden in der Holländischen Straße etwa 20 Angehörige des Stahlhelms, die aus einer Gründungsversammlung in Obervellmar tamen, von 50 bis 80 Kommunisten überfallen, die die Stahlhelmer mit Steinen bewarfen und mit Zaunlatten und Stöcken auf sie einschlugen. Hierbei wurden sieben Stahlhelmer verletzt, unter ihnen einer tödlich und einer schwer. Dessau. Angesichts der Nichtwahl von Briand zum Präsidenten Frankreichs ist eine Voraussage interessant, die der be= tannte Hellseher Erit Hanussen in der vergangenen Woche in Dessau in öffentlicher Sigung gemacht hat. Er erklärte auf eine Anfrage, Briand werde nicht Präsident von Frankreich, er werde noch vor der Wahl von seiner Kandidatur zurücktreten. * - Der beste Kaffee Brasiliens deutsches Erzeugnis. DAJ. Aus Sao Paulo wird dem Deutschen Auslands- Institut geschrieben: Merkwürdigerweise wird in der Hauptstadt des größten Kaffeeſtaates der Welt, Sao Paulo, von je darüber ge= flagt, daß das dort zum Verkaufe und Ausschank kommende Produkt nicht auf der Höhe ist. Es wird vielfach gefälscht oder es werden minderwertigere Sorten, als sie nach dem Ausland gehen, im Staate selbst verwandt. Vor einiger Zeit veranstaltete nun das Ackerbausekretariat durch ihre Fachsektion eine Untersuchung des in Sao Paulo auf den Markt gelangenden gerösteten und gemahlenen Kaffees, und dabei stellte sich heraus, daß allein eine Firma ein Produkt lieferte, das vollständig allen Anforderungen entsprach und als ausgezeichnet klassifiziert werden konnte. Die Firma Kannenberg u. Cie., die von cinem aus Hamburg stam= menden jungen Kaufmann, der dort im Kaffeegeschäft tätig war, erst vor einigen Jahren in Sao Paulo begründet wurde. Was die Fliege erzählt. Ich bin nur eine Fliege, ein Kleinwinziges Atom in dieser großen Welt, aber ich habe doch viel Vergnügen von meinem Dasein. Ich bin eine„ Sausfliege" und manche nennen mich sogar die„ Typhus- Fliege", weil ich mich oft dort ergehe, wo Typhus- Keime in Hülle und Fülle vorhanden sind. Der erste Name ist mir lieber, denn er täuscht die Leute, und sie versuchen dann nicht, mich los zu werden. Nennen sie mich aber die Typhus- Fliege, so halten sie mich in gewisser Weise für diese Krankheit verantwortlich. Wie es mich amüsiert, wenn die Leute meine Gewohnheiten studieren, mich beobachten, wenn ich esse und schlafe! Ich schlafe immer mit offenen Augen, denn man weiß nie, was geschieht, wenn man schläft. Das Leben einer Fliege ist verhältnismäßig furz, und wir können nicht viel Zeit durch Schlafen verlieren. Im Frühling und Sommer vermehren wir uns stark und man sollte meinen, daß die Menschen uns dann töten, wenn wir ihnen lästig fallen. Das tun sie aber nicht. Sobald wir zahlreich genug sind, um sie zu belästigen, taufen sie starke Drahtnetze und befestigen sie vor Fenstern und Türen. Auf diese Weise schließen sie sich ein und lassen uns draußen, wo wir die vollſte Freiheit genießen. Augenscheinlich fürchten sie uns. Es macht aber viel Spaß, ins Haus zu schlüpfen, wenn die Tür einen Augenblic offen steht, und ein Bad im Milchtopf zu nehmen oder einen Spaziergang über die Butter zu machen. Eigentlich müßte man annehmen, daß uns die Menschen, wenn wir ihnen so verhaßt sind, einschließen oder unsere Kinder in ihren Kinderstuben töten. Sie wissen, daß wir unsere Kind heit in Misthaufen, Mülleimern und an ähnlichen Stellen verMAN SCHREIBT HEUTE AUF OLYMPIAI Industrie, Handel und Behörden kennen und schätzen die Vorzüge unserer Olympia SCHREIBMASCHINEN und BUCHUNGSMASCHINEN mit ,, SALDOMAT" Erleichterte Zahlungsbedingen Schreibmaschinen mietweise Europa Schreibmaschinen A. G FRANKFURT a. M. Friedensstr. 2 12 Ffm. Tel. Hansa 27326 Vertreterbesuch unverbindlich - Erfinder Vorwärtsstrebende ,, Gießener Zeitung" bringen, aber die meisten versuchen es nicht, unserem Wachstum und zukünftigen Glüd etwas in den Weg zu legen. Ich finde das rücksichtsvoll von den Menschen, denn wir brauchen solche Nahrung, um leben zu können. Ist sie vor uns geschützt oder wird sie uns entzogen, so müssen wir bald zugrunde gehen. Anstatt nun unsere Nachkommenschaft hier zu vernichten, versuchen die Menschen uns durch Schläge zu töten, gewöhnlich, wenn wir den größten Teil unserer Eier gelegt haben und bereit sind, wegzusterben. Ist das nicht lächerlich von diesen intelligenten, menschlichen Wesen? Neue Bücher. Was würde ihre Wie Fragen, die heute bei der Was waren uns unsere Kolonien? dergewinnung heute bedeuten? Wirtschaftskrise immer lauter gestellt werden.„ Die Woche" hat sie aufgegriffen und beantwortet. Jeder, der an den großen Fragen der Gegenwart Anteil nimmt, muß die mit wertvollen Bildern ausgestattete Kolonial- Sondernummer der„ Woche" lesen. Sie ist für 50 Pfg. überall zu haben. Fragen deutscher Auswanderung. Das soeben zu den Jahgart erschienene zweite Maiheft der Halbmonatsschrift ,, Der Auslandsdeutsche" bringt mehrere Aufsätze zur Geschichte und zur Problematik der deutschen Auswanderung. Das Heft kann auch einzeln zum Preise von RM. 1.- vom Deutschen Auslands- Insti= tut in Stuttgart( Charlottenplatz 1) bezogen werden. Wissenschaftler haben ausgerechnet, daß die Nachkommen- resversammlungen des Deutschen Auslands- Instituts in Stutt schaft eines einzigen Fliegenpaares in der Hochsaison ungefähr 195 312 000 000 000 beträgt. Wenn nun ein pflichtgetreuer Bürger die Gesundheit seiner Gemeinde durch Fliegenvertilgung heben wollte, wenn er eine unzerbrechliche Fliegenklappe und einen nie ermüdenden Arm hätte und durchschnittlich vierundzwanzig Stunden am Tage jede zehn Sekunden eine Fliege töten würde, so fame er genau auf 8640 Fliegen. In 6 MilTionen Jahren hätte er somit die letzte Brut vertilgt, aber viele andere Fliegengenerationen würden natürlich in der Zeit gelebt haben und gestorben sein. Hätte der Mensch die Brut dieses einen Fliegenpaares vernichtet*), er hätte sich viel Mühe gespart und mehr Nutzen gebracht. Wehe uns Fliegen, wenn die Menschen nach der Vorschrift handelten: Die erste Fliege vor den heißen Tagen, Die mußt Du unbedingt erschlagen! Sie fitzt und putzt sich für den Freier Und legt dann wohl Millionen Eier. Und jedes Ei bringt eine Fliege, Uns Plag' und Schaden zur Genüge! *) Merkblatt zur Fliegenbekämpfung zum Preise von RM. 0,03 pro Stück erhältlich durch den Reichsausschuß für hygienische Volksbelehrung, Berlin NW 6, Luisenplatz 2-4. 10000 Mk.Belohnung Einj.- Abitur Näheres kostenlos durch: F. Erdmann& Co.' Berlin SW 11. Hamburger Kaffee Importhaus bietet eine bohe Provision und festes Gehalt bei Bewährung rührigen Personen jeden Standes f. Übernahme v. Verteilungsstellen. Julius F. C. Martens, Hamburg, Rosenstraße 11. Liefere frei Haus natürliches MineralFlasche wasser mit Kohlensäure verstärkt, dia große Einheitsflasche nur 16 Pig., 12 Pig., Probeflasche gratis. Großabnehmer billiger. Melchior, Mineralw.- Vertrieb Groß- Karben in Hess. Institut Boltz- menau, Thür. Albin Klein Giessen Vom einfachen Handzettel bis zu den umfangreichsten Katalogen werden alle Drucksachen in Qualitätsausführung schnellstens und preiswert geliefert. 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Jeder über dem Durchschnitt stehende kaufmännische Angestellte findet des öfteren Gelegenheit, über wirtschaftliche Fragen zu sprechen und vor seinem Chef oder sonst in Kreisen von Berufsfollegen zu wirtschaftlichen Erscheinungen Stellung zu nehmen. Was dieses Selbststudienwerk neben den eigentlichen Hochschulen für eine Mission erfüllt und erst recht in der Zukunft zu erfüllen hat, das wird überall da zum Ausdrud kommen müssen, wo man hinfort von deutscher Kulturgeschichte spricht! Uns erfüllt es mit einem gewissen Stolz, daß wir von Anfang an das Erscheinen mit Interesse verfolgt und unsere Leser von Zeit zu Zeit auf dieses wertvolle Werk hingewiesen haben, von dem der Industrie- Verlag Spaeth u. Linde, Berlin W 10, Genthinerstr. 42, gegen Voreinsendung der Portokosten von 30 Pfg. jedem Interessenten die Probelektion„ Cr 3" fostenlos liefert. Was jeder von der Bresse wissen muß. Von Hauptschriftleiter Gg. Friedel. Verlag Wilh. Stollfuß in Bonn. Preis RM. 1.-. ( P.Sch.Kto. 76 183 Köln). Das neue uns vorliegende Bändchen der Sammlung„ Silf dir selbst" ist ein Hilfsbüchlein nicht nur für diejenigen, welche mit der Presse in Verbindung stehen, bezw. mit ihr in Verbindung treten wollen, sondern für jedermann, der sich für die Presse interessiert. Der sachkundige Verfasser hat sich von praktischen Gesichtspunkten leiten lassen, und jedermann sei die Schrift empfohlen. Pflege und ernähre dein Kind richtig. Von Kinderarzt San Rat Dr. M. Wollenweber, Verlag von Wilh. Stollfuß, Bonn. Mt. 0,75. In gemeinverständlicher Weise werden hier Ratschläge von autoritativer Stelle für die so hochwichtige Frage von Pflege und Ernährung im ersten Lebensalter gegeben. Das Büchlein wird schäzenswerte Dienste leisten und die Ratschläge, befolgt von den Müttern, werden großen Segen bringen. Krankenpflege. Ueber Pflege und Ernährung der Kranken ( von Apotheker J. Roderols)) bringt der Verlag With. Stollfuk in Bonn ein kleines Schriftchen in der Sammlung„ Hilf dir selbst" heraus. Preis Mt. 0,75. Eine überaus volkstümliche Schrift, die nicht nur über die richtige Ernährung der Kranken, sondern auch über alles Wissenswerte der Krantenpflege, wichtige Ratschläge erteilt. Verantwortlich: J. V.: G. Burgeleit, Gießen. Städte- Preisrätsel! Wer kennt Deutschland? Nerlbi, Gruhbam, Zeilgip Nüchmen, Rohvanne. In den obenstehenden Worten sind die Namen von 5 deutschen Großstädten- 1 deutsche Hauptstadt, 1 Hansastadt, le 1 im Freistaat Sachsen, in Bayern und Hannover in verstellter Buchstabenfolge enthalten. Wer errät die richtigen Namen? Es handelt sich nur um Großstädte mit über 300000 Einwohnern. Wir veröffentlichen dieses Preisausschreiben, um unser neues großes Illustriertes Konversations- Lexikon" in jedem deutschen Hause einzuführen. Jeder Löser erhält ein Vierteljahr hindurch als Von unserm Prämie ..Jillustrierten Konversations- Lexikon" vollständig gratis 13 Wochenlieferungen= 1 Band von 832 Seiten mit über 15000 Artikeln, 3160 Abbildungen im Text und auf 160 ganz- und 17 halbseitigen Bildertafeln, ferner etwa 30 Seiten z. T. mehrfarbige Karten u. 52 Selten Tabellen. Die Lieferung erfolgt vollständig umsonst und ohne irgendwelche Verpflichtung. Wir berechnen nur die Portokosten in Höhe von 13 X 15 Pfg.= 1.95 RMk. Lieferung erfolgt nur durch die Post. Irgendwelche weitere Verpflichtungen übernimmt der Einsender nicht. Ein gediegenes, erstklassiges und ausführliches Konversations- Lexikon ist das schönste Geschenk für jedermann und für Hunderttausende ein Wunsch, dessen Erfüllung bisher an den sehr hohen Kosten derartiger Weike scheiterte. Durch unser Preisausschreiben wollen wir jedem die Anschaffung ermöglichen und rechnen auf tatkräftige Weiterempfehlung unseres Lexikons, wofür wir noch hohe Prämien aussetzen. Verlag Wilhelm Hartung Leipzig S 3, Kochstraße 28 An den Verlag Wilhelm Hartung, Leipzig S3, Kochstraße 28 Deutliche Schrift erbeten! Die Städtenamen sind: 1. 3. 4. 2 5. Ich bitte um Gratiszusendung der angekündigten lexikonpramie. Außer den Portospesen habe ich nichts zu bezahlen. Name u. Beruf Adresse: Das Rätsel stand in der Zeitung: Erscheint Bezugspreis 2,40 Settionsfchluß früh 8 bung nicht verlangt 4. Jahrg. Solitifd Son zuverlässiger B ngierung durch die No erierung und einen 2 In einer amtlichen ang belannt, daß eine Lungen des Europa- Aus pluie Regierung bie Bux am 18. Mai, Berhandlungen des Eur Ja Danzig fanden bei es zu zahlreichen tionalfozialisten find Wahl ist eine Zuna ezialisten und eine aligen Stimmen zu In einer Preffebejp bis der bisherigen Paghlands und Defter fei lediglich ein Auff Das Prager In Brieffendungen, die mi en heimatbundes" ve Art werden dürfen. Nach einer Genfer nah Paris zurüd Seris stattfindenden 2 jein Rüdtrittsgesuch Der Genfer Kontro hundsanleihe hat der henweisungen dur tant Defterreich wi Se Gerüchte, nad haben soll, weg reten, entbehren i Die Sowjetregier die jowjetjeindliche gelegt. Der sowjetrussi Rede vor dem Euro tines allgemeinen trages angeregt. Der Spanische M Madrid aufgehoben. Der spanische M Storia den Rat geg the politische Tätig haufhin hat der B Die Unruhen bei Menschenopfer zen follen vierzig weden fein. Die Polizei in Lu Reichswehrangehö Ben Nachrichtendien he, geheim zu halte Jn Hannover w gen fommunistischer Landtagst Bei den Landtags ir die einzelnen Par Deathe Boltsparte Sozialdemokraten Staatspartei Rationalfozialisten Kommunisten Birhaftspartei Bamboolt Chriftl.- Soz. Bolts Zentrum Ceuticnationale Site Wepand Die Nationalfozi Stimmen ihr eigentli ten Mehrheit im L nationalen zufammen Eituation im neuen Do ungefähr 24 Abged Den Bartei etwa 24 beriteben. 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