Nr. 64. rtag in Koblenz. ichshanneraufmarsch in Fällen. An verschiedenen Der nationalsozialistische us den Fenstern hingen, zum Sonntag versuchten Fahnen zu beseitigen. Bei Jungstahlhelmer einen ebensgefährliche Lungenäufern wurden Fenster Täter fassen konnte. Jn bannerleute in die Woh weiß- rote Fahne zu ent n daran gehindert. ngitoffunglüd. nete fich bei den West n Reinsdorf ein Explo zwei Arbeiter tödlich. und drei leiter verlegt. das Unglüd nicht beein 1 Berlin. 5 Karl- Liebknecht- Hauses, s Sonntags ein schweres der Polizei. Die Kom gegen 21 Uhr zusammen it Inschriften:„ Für jeden Polizei mit dem Gummi urden plötzlich auf sie aus ■. Die Polizei erwiderte Die zahlreiche Schwerver Polizei sind die Polizei sse getötet worden. Schwer ch. nen Eisenbahnzug. doch wurde auf der Strede und Bonadel, auf einen hlag verübt. Von bisher Feldstein auf die Gleise ge des Zuges schob den Stein wurde. Personen tamen für Diamond. chtigte amerikanische Ban ebes eines Altoholjchantes foholgefetz zu vier Jahren e verurteilt worden. et. tsschrift für das Gi gegeben von Leo F erteljährlich 3 RM., G Berlag, Berlin- Lichterfelde berühmte Schädelstätte, die Des„ Erdball" sowohl bild glanzvoller Artikel über unterrichtet uns über den ehre. Geographische Ge von Schmitthenner, und n Steinen führen uns it wirtschaftliche Denken des Don der Sowjetrepublit der von Amerikanern Auffäge, die unsere verle 7. Eine vieltausendjährige Rob. Pfaff Giesberg folgt. en Abhandlungen über Uvea reich und schönbebilderte finden Sie in der neuen it einmal die Geschichte des em umfangreichen altueller teht diesmal ein bemerkens en Meister der Plastit. Di all zu haben. affe haben vor drei Monate bis heute aus ihnen gewor Wort und Bild ein inter Illustrierten Preffe( Nr. 33) Zeichnungen Eduard Thong's ung durch seine Heimat Gat tian Klein in Gießen beurteilte Tiebuch De Jahr ist jetzt zu Mitgliedsbeiträgen, ir Bundes- und Ver itungen, für Veran usw. mengezählt, die End ezogen. gen enthoben. idanlage 21 Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus Redaktionsschluß früh 8 Uhr. - Für Aufbewahrung oder Rüdendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Politische Rundschau. Der Berliner Besuch von Briand und Laval wird nunmehr doch erst im September nach der Genser Tagung stattfinden. Die südslawische Regierung hat gestern das amerikanische Staatsdepartement offiziell davon unterrichtet, daß die südlawische Regierung das Hoovermoratorium ablehne. Das Reichswirtschaftsministerium hat eine weitere Ergänzung der Richtlinien für die Devisenbewirtschaftung den Landesfinanzämtern zugeleitet. Die Verhandlungen, die im Reichsarbeitsministerium über die Neufestsetzung der kommunalen Arbeiterlöhne auf Grund der Notverordnung von 5. Juni 1931 geführt werden, sind noch nicht abgeschlossen. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 15. August 1931 Kommunistische Drohbriefe. Der bei den Unruhen am Bülowplatz verletzte Oberwachtmeister Willich, der sich zurzeit im Staatskrankenhaus befindet, hat, einer Meldung des Berliner Lokalanzeigers zufolge, einen Drohbrief erhalten, in dem es heißt: ,, Es hat sich herausgestellt, daß das Kaliber 6,35 für Dich nicht genügt. Wenn Du heraustommst, werden wir Dich mit 9 mm empfangen! Eine Probe anbei." Dem Briefe war eine 9- mm- Revolverpatrone beigefügt. Der Reviervorsteher vom Polizeirevier 62 in der Pappelallee 85, Hauptmann Schmedes, hat ebenfalls von kommunistischer Seite Drohbriefe erhalten. Bei den gestern in Weißensee verhafteten 7 Kommunisten hat man Aufzeichnungen gefunden, die den Plan zur Ermordung des Oberleutnants Böker enthüllen. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lofal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Plaz vorschriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholung Rabatt Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung Nummer 65 Finanz- und Wirtschaftskrise und gewerblicher Mittelstand. Der Deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag und der Reichsverband des deutschen Handwerks haben unterm 24. Juli ds. Js. dem Reichskanzler nachstehende Eingabe unterbreitet: Die nunmehr zum Ausbruch gekommene Finanz- und Wirtschaftskrise in Deutschland hat eine Reihe von Maßnahmen der Reichsregierung erfordert, die sehr erhebliche Eingriffe in das Wirtschaftsleben bedeuten. Wir sind weit davon entfernt, die Notwendigkeit dieser Maßnahmen zu bestreiten. Wir haben seit Jahren bei den Kundgebungen unserer Körperschaften den Standpunkt vertreten, daß alles darangesetzt werden Wie wir hören, sind Verhandlungen im Gange, die darauf Statt deutscher Erzeugnisse- Auslandsware? muß, um eine Gesundung der deutschen staatlichen und wirthinzielen, durch Vermittlung der Gemeinschaftsgruppe Deutscher Hypothekenbanken im Einvernehmen mit der Deutschen Girozentrale eine langfristige Konsolidierung der kurzfristigen Kommunalschulden vorzunehmen. Wie die Telegraphen- Union aus zuverlässiger Quelle er: fährt, beläuft sich die gesamte deutsche kurzfristige Verschuldung auf 7 Milliarden Mark. Im Juni d. J. ist zum ersten Male seit der Markstabilisierung der bis dahin ständig gewachsene Einlagenbestand der deutichen Sparkassen zurückgegangen und zwar um 152,2 auf 11 073,6 Millionen Reichsmart. In der Nacht zum Freitag tam es in Jhehoe zu blutigen Zusammenstößen zwischen Reichsbannerangehörigen und Natio: nalsozialisten. Die ,, Rheinisch- Westfälische Zeitung" ist durch Verfügung des Oberpräsidenten der Rheinprovinz für 14 Tage, und zwar vom 12. bis 26. August, wegen eines Volksentscheids- Aufrufes, der im Inseratenteil veröffentlicht wurde, verboten worden. Der Haushaltsausschuß des Thüringer Landtages stimmte bei Enthaltung der Kommunisten mit allen übrigen Stimmen der Regierungsvorlage für die Uebernahme einer Bürgschaft für einen den thüringischen Sparkassen und Kommunal- KreditInstituten zu gewährenden Reichstredit von 12 Millionen RM. zu. Der für den 2. bis 4. Eeptember ds. Js. nach Jena einbe= rufene deutsche evangelische Pfarrertag ist wegen der augenblicklichen schweren Wirtschaftslage soeben abgesagt worden. Er findet in diesem Jahre nicht statt. Die Christlich- Nationale Volkspartei ist am Donnerstagnach: mittag zu ihrem diesjährigen Parteitag zusammengetreten. Die revolutionäre Bewegung in Kuba greift immer weiter um sich, auch in der bisher nicht erfaßten Provinz Orient. Andauernde Regenstürme, Wolkenbrüche und Fluten haben sich in China zu einer der schwersten Naturkatastrophen, die das Land je heimgesucht haben, entwickelt und Tausende von Todes: opfern gefordert. Das Erdbeben in Tibet hat bis nach Nordindien seine Aus: läufer gesandt. In Turkestan ist die Stadt Jarkand zu zwei Dritteln zerstört, die Zahl der Toten geht über tausend. Die Zahl der Todesopfer der Einsturzkatastrophe in Lyon hat sich auf 10 erhöht. Der deutsche Flieger v. Gronau, der am Donnerstag in Reikjavik aufgestiegen war, ist in Scoresbysund glatt gelandet. Reichsfabinett und Banken. Berlin. Gestern fand eine Ministerbesprechung statt, in der alle mit den Banken zusammenhängenden Fragen erörtert wurden. Reichskanzler Dr. Brüning hatt in seiner letzten Rundfunkrede angekündigt, daß auf diesem Gebiete sowohl sachliche wie personelle Aenderungen bevorständen. Es handelt sich, wie verlautet, im wesentlichen um Personaländerungen im Vorstand der Dresdner Bank, während die Möglichkeit eines Wechsels in der Leitung der Danatbank weniger wahrscheinlich ist. Es steht zu erwarten, daß sich das Reich durch Entsendung eigener Vertreter zum mindesten für die Dauer der Interessenahme des Reiches an diesen Banten einen ständigen Einfluß auf die Kreditpolitik dieser Institute sichert. Mit großer Spannung sieht man der Entscheidung des Kabinetts entgegen, namentlich in der Richtung, ob über diese Kontrolle der beidengenannten Banken hinaus eine allgemeine Aufsicht aller deutschen Kreditinstitute durchgeführt werden wird. Befriedigende Steuereingänge. Infolge der Stockung des Zahlungsverkehrs im Juli waren bei den Finanzämtern ganz wesentliche Mindereinnahmen an Steuern zu beobachten, die sich insgesamt auf 180 Millionen RM. beliefen. Wie aus Berlin mitgeteilt wird, sind aber bereits in den ersten Augusttagen erhebliche Teile dieser Steuerrückstände nachgeliefert worden. Im übrigen ist, so weit es sich bis jetzt überblicken läßt, der Steuereingang im August nicht nur normal, sondern es ist auch ein stärkeres Hereinfließen von Steuern als sonst im August zu beobachten. Natürlich ist die Ursache für diese Erscheinung die Notverordnung, die säumigen Steuerzahlern mit empfindlichen Zuschlägen droht, wenn sie nicht pünktlich ihren Steuerverpflichtungen nachkommen. Der preußische Wohlfahrtsminister Dr. Hirtsiefer stellte in einer Rundfunkrede fest, daß Deutschland im vergangenen Jahr für über 500 Millionen Obst und Gartenerzeugnisse und für über 7 Millionen Eier, Butter und Käse aus dem Ausland eingeführt hat. Der Minister betonte die Notwendigkeit, durch Besiedlung des flachen Landes, insbesondere im Osten, in der Form von Wirtschaftsheimstätten und Kleinbauernstellen diese Erzeugnisse im eigenen Land zu gewinnen, um damit hunderttausenden Erwerbslosen Arbeit und Brot zu geben. Soll jedoch eine stärkere Ausnutzung des deutschen Innenmarktes erfolgen, müssen die Käufer es sich endlich abgewöhnen, immer nach der Auslandsware zu schielen. In einer Zeit, da es deutsches Obst in Menge gibt, braucht man nicht nach ausländischer Ware zu greifen. Sonst haben die deutschen Obstbauern das Nachsehen. Die Einfuhr von Wein und Most belief sich in en ersten vier Monaten dieses Jahres wieder auf 11,1 Millionen Mark trotz der Losung: Deutsche, trinkt deutschen Wein!" Dahinter blieb die Einfuhr an Bier mit 1,019 Millionen RM. und an Branntwein und Sprit aller Art mit 719 000 RM. immerhin etwas zurüd.( Nach ,, Wirtschaft und Statistik", 2. Mai- Heft.) Wie hoch ist unser Geldumlauf? Die Maßnahmen des Reiches haben ihr Ziel nicht verfehlt: der Weg aus dem Engpaß der Zahlungsmittelschwierigkeiten ist gebahnt, der Strom des Geldes ist wieder ins Fließen gebracht. Nun gilt es, dafür Sorge zu tragen, das Vertrauen in die Zufunft unseres Wirtschaftslebens zu stärken und auf die Dauer zu festigen. Vertrauen ist der Wegbereiter jedes wirtschaftlichen Aufstiegs. Es ist daher von größter Bedeutung, daß Ruhe und Selbstbesinnung im deutschen Volk wiederkehren. Die völlig unbegründete Furcht vor einer Geldentwertung, diese Furcht vor eingebildeten Inflationsgefahren, ist abgeklungen. Was not tut, ist, der Wiederkehr einer solchen Massenangſt vorzubeugen. * Feste, zuverlässige Dämme insbesondere die Organisation der Reichsbank, ihre vollständige Trennung von den Staatsfinanzen, die strengen Vorschriften über die Notenausgabe, die scharfen Abwehrmittel der Diskont- und Kreditpolitik - der Reichsbank machen eine Ueberschwemmung der deutschen Volkswirtschaft mit Zahlungsmitteln ein für allemal unmög= lich. Der Umlauf an Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zeigt heute grundsätzlich das gewohnte Bild. Ja, er ist sogar kleiner als etwa vor ein oder zwei Jahren. Am 31. Juli 1931 belief sich der Umlauf an Reichsbanknoten auf 4,45 Milliarden Reichsmart, der an Rentenbankscheinen auf 0,42 Milliarden RM. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres betrug er 4,63 bezw. 0,44 Milliarden RM., Ende Juli 1929 4,72 bezw. 0,43 Milliarden RM. * In diesem Zusammenhang ist eine Berechnung von aktuel lem Interesse, die neuerdings vom Institut für Konjunkturforschung angestellt worden ist. Es hat den Geldumlauf( Noten und Münzen) in verschiedenen Ländern der Welt jeweils auf den Kopf der Bevölkerung umgelegt. Das Ziffernbild enthüllt bemerkenswerte Unterschiede im Geldumlauf der einzelnen der Geldumlauf Länder. Jm Durchschnitt des Jahres 1929- war damals in Deutschland höher als im Durchschnitt dieses Jahresbetrug der Umlauf an Noten und Münzen in Deutschland 93 RM. je Kopf der Bevölkerung. In anderen vergleichbare Ländern war er wesentlich höher. In Frankreich z. B. belief er sich auf 262 RM., in der Schweiz auf 251, in den Niederlanden auf 215, in England auf 206, in den Vereinigten Staaten auf 165 RM. Diese Unterschiede sind zum Teil eine Folge der verschiedenen Zahlungsgewohnheiten in den einzelnen Ländern. In Deutschland hatte man sich durch jahrelange Uebung an bargeldlosen Verkehr gewöhnt. Nicht unbedingt benötige Gelder ließ man auf den Konten bei Banken, Spartassen, Genossenschaften oder auf den Postscheckkonten stehen. Es steht zu hoffen, daß das deutsche Volk zu diesen guten Grundjätzen im Zahlungsverkehr wieder zurückkehrt. Damit werden nicht nur die letzten Reste der unheilvollen Krise vom Juli 1931 ausgeräumt sein; auch der Wiederkehr der Massenpanik werden unübersteigbare Dämme der Vernunft und der Besonnenheit entgegengestellt sein. schaftlichen Verhältnisse unter äußerster Anspannung der eigenen Kräfte des deutschen Volkes zu erreichen Wir waren immer der Ansicht, daß nur auf dieser Grundlage auch eine den Lebensbedürfnissen des deutschen Volkes gerecht werdende Verständigung mit dem Ausland zu erreichen sein würde. Wir gestatten uns, als Beleg hierfür auf die Beschlüsse zu verweisen, die letztmalig gelegentlich der ersten Notverordnung durch die Vorstände des Kammertages und Reichsverbandes gefaßt worden sind. Hier heißt es: ,, Die wirtschaftliche und politische Lage des Volkes erfordert dringend eine endliche grundsätzliche Wandlung der bisherigen Methoden der deutschen Finanz- und Sozialpolitik in ihrer Wirkung auf die deutsche Wirtschaft. Durch entschlossene und zielbewußte Zusammenfassung aller Kräfte muß die Steigerung der Produktivität der Gesamtwirtschaft erstrebt werden, die zur endgültigen Befreiung des deutschen Volkes durch Arbeit und Leistung unerläßlich ist. Dabei ist der Bedeutung der auf verantwortungsbewußten Persönlichkeiten beruhenden Wirtschaftsführung des gewerblichen Mittelstandes für die Gesamtwirtschaft und Volksgemeinschaft weit mehr als bisher Rechnung zu tragen." Wir brauchen die stärkste Entfaltung der produktiven Kräfte des Volkes und den bewußten Willen zur wirtschaftlichen Gesundung, und daraus müssen die innerpolitischen Folgerungen gezogen werden. Die Hemmungen, die einer Entwick lung der produktiven Kräfte bisher gegenüberstehen, müssen beseitigt werden. Wir brauchen eine Steuerpolitik, welche die Kapitalbildung fördert und nicht auf Kosten der Substanz und des Unternehmerwillens geht. Wir brauchen eine Sozialpolitik, die die Wirtschaft nicht weiter einengt und belastet. Wir brau chen eine Preis- und Lohnpolitik, in allen Wirtschaftszweigen, die der notwendigen Kapitalbildung gerecht wird und die Stei gerung der Reallöhne und der Kaufkraft zuläßt. Wir brauchen vor allem in dem Gefühl der Masse, in der öffentlichen Meinung des Volkes eine Rehabilitierung des Erwerbsstrebens und der wirtschaftlichen Leistung, eine gerechtere Bewertung der Jnitiative des persönlich schaffenden Unternehmers, einen Rückstoß gegen übertriebene großwirtschaftliche und ganz oder halbsozialistische Kräfte und Anschauungen, welche die Produktivität, den Leistungswillen und das Erfolgstreben hemmen. Der Wille, alle Wege offen zu legen und alle Kräfte zu entwickeln, die zur Gesundung und Erstarkung der Wirtschaft führen, muß dem ganzen Volksbewußtsein und seinen politischen Vertretungen eingehämmert werden. Wenn wir solchergestalt die Notwendigkeit einer straffen und zielbewußten Führung durch die Reichsregierung anerkennen und wenn wir zugeben, daß eine Ueberwindung der Krise ohne Opfer durch alle Teile des Volkes nicht zu erreichen ist, so halten wir uns doch für verpflichtet, darauf hinzuweisen, daß die beson deren Verhältnisse des gewerblichen Mittelstandes mehr als bis her bei den zu treffenden Maßnahmen berücksichtigt werden müssen. In dem letzten Jahrzehnt ist der gewerbliche Mittelstand in einer Weise geschwächt worden, die vom staatspolitischen Standpunkt aus außerordentlich zu bedauern ist. Wir sind der Meinung, daß die Ueberwindung der jetzigen Wirtschaftskrise sehr viel leichter wäre, wenn die breite Schicht des gewerblichen Mittelstandes in seiner früheren Leistungsfähigkeit heute noch vorhanden sein würde und einen großen Teil ihrer Auswirkung auffangen und ausgleichen könnte. Wir halten es aber zum mindesten für unbedingt erforderlich, dafür zu sorgen, daß nicht etwa durch die Maßnahmen zur lleberwindung der wirtschaftlichen und finanziellen Krise eine weitere Zertrümmerung des Mittelstandes erfolgt. Wir haben die Befürchtung, daß bei all' den Maßnahmen, die zurzeit erwogen und durchgeführt werden, allzu stark die Rücksichtnahme auf die Großwirtschaft und auf die Arbeitnehmerschaft ausschlaggebend ist und daß hinter diesen Einflüssen die notwendige Echonung des gewerblichen Mittelstandes zurücktritt. Es kommt hinzu, daß durch die Ausschaltung des Parlaments, über deren Zweckmäßigkeit und Unzweckmäßigkeit wir unfererseits nicht zu befinden haben, uns die Möglichkeit genommen ist, für unsere berufsständischen Bemühungen parlamenta rische Hilfe zu gewinnen Die Möglichkeit einer unmittelbaren Einflußnahme auf die Reichsregierung ist uns nicht in dem Maße gegeben wie anderen Berufsgruppen des deutschen Volkes. Wir wollen dabei die Einrichtung des Reichskommissars für das Samstag, den 15. August 1931. ,, Gießener Zeitung" und mehr in diesen Schichten Plas gegriffen hat. Dem Herrn Reichskanzler unterbreiten wir daher in unLokales. Nr. 61 Samstag, den and Erholungspla gen, die Mitteleu Erholungsorte an befannten genug Die meisten Bäd Lage und landid gärtnerijdje Kun Hehenden Kuran Jeder wird serer ernſten und wohlverständlichen Gorge um die Aufrechter Besucht deutsche Bäder und Sommerfrischen Handwerk und das Kleingewerbe gewiß nicht herabsetzen: sie ist| samung genommen wird, das in den letzten 10 Jahren mehr für die Zeit einer ordentlichen Gesetzgebung ausreichend. Für die jetzige und die nächste Zeit kann dieses Amt bei aller Anerkennung persönlicher Leistungen nicht als genügend angesehen werden, um dem gewerblichen Mittelstand gegenüber dem direk ten Einfluß der Großwirtschaft und der Arbeitnehmerschaft Geltung zu verschaffen. Die Reichsregierung beabsichtigt nach Pressenachrichten die Bestellung eines Reichskommissars für Finanzen und Wirtschaft. Die Namen, die im Zusammenhang hiermit in der Presse ge nannt werden, lassen erkennen, daß dieser Kommissar wiederum aus den Kreisen der Großwirtschaft entnommen werden wird Um so notwendiger erscheint uns die Herbeiführung einer un mittelbaren Fühlungnahme von Handwerk und Gewerbe mit der Reichsregierung. Wir halten es in diesen Ausnahmezeiten für eine staatspolitische Notwendigkeit, daß dem gewerblichen Mit telstand das bittere Gefühl der Vernachlässigung und Vereinhaltung der Wirtschaft des gewerblichen Mittelstandes die dringende Bitte, darauf bedacht zu sein, daß bei allen Maßnahmen, die in der Reichsregierung für die lleberwindung der Wirtschaftskrise vorbereitet werden, ein sachverständiger Ver trauensmann der mittelständischen Wirtschaft beteiligt wird. Der Mörder des Kölner Stahlhelmführers ermittelt. Köln, 13. Aug. Die Ermittlungen nach dem Mörder des Gaugeschäftsführers des Stahlhelms in Köln, der in der Nacht zum Sonntag vor seiner Haustür durch einen Pistolenschuß ge= tötet wurde, haben Erfolg gehabt. Als Täter kommt der der fommunistischen Partei angehörende 29jährige Arbeiter Theodor Dürwerde aus dem Martinsfeld in Köln in Frage. Wie die Franzosen im Ruhrgebiet hausten. Wie schwer sich die Vertreter der, grande nation" dazu verstehen können, mit Deutschland auf dem Fuße der Gleichberechti= gung zu verhandeln, haben uns die Ereignisse der letzten Wochen wieder einmal gezeigt. Gerade in diesen Tagen, in denen Frankreich in der hohen Politik eine so große Rolle spielt, ist nun durch den Verlag Reimar Hobbing in Berlin der Schlußband des Werkes von Dr. Spethmann„ 3wölf Jahre Ruhrbergbau" der Oeffentlichkeit übergeben worden, der traurige Erinnerungen wachruft an die ungeheuren Gewaltiaten, mit denen die französische Regierung und ihre Soldateska während der Besetzung des Ruhrgebietes versucht haben, französischen Herr== schaftsgelüsten Geltung zu verschaffen. Einige an den Sachlieserungen fehlende Telegrafenstangen und Ladungen Kohle muzten den Anlaß zu dem Raubzug hergeben. In über 500 fotografischen Originalaufnahmen wird hier in einem unvergleichlichen Dokumentenmaterial gezeigt, wie es während des Ruhrkampfes auf deutschem Boden hergegangen ist. Wir sehen die französischen Truppen einmarschieren, lernen ihre militärische Ausrüstung, ihre Ausbildung, ihre Paraden und Demonstrationen kennen und auch ihr Verhalten außerhalb des Dienstes bis zum Abmarsch Ende Juli 1925. Dann folgen Aufnahmen, die die Vertreibung der Polizei darstellen und namentlich den Kampf um die Eisenbahn. Das Hausen der Besakungsmächte in den Schulen, ihr Vernichtungswille auf Zechen und Eisenwerken wie an zahlreichen anderen Stätten wird von vielen weiteren Bildern belegt. Von Besetzungen und Absperrungen erzählen andere Fotografien. Besonders ergreifend sind jene, die von Verhaftungen, Verurteilungen und Einterferungen berichten und die uns Tote als Opfer der Einbruchsmächte vorführen. Viel ist in den letzten Wochen in der Presse um das Für un Wider der Notverordnung betreffend die Gebühr für Auslands reisen hin und her diskutiert worden. Darüber sollte man abe mag man nun die Notverordnung begrüßen oder ablehnen eine Tatsache nicht vergessen, die rein innerlich sicher wohl eine großen Teil unserer so auslandsreisefreudigen Volksgenosse nicht unerheblich von seiner Neigung, das Ausland zur Erholun aufzusuchen, kuriert haben wird. Niemals nämlich wurden di Deutschen, die sich in der zweiten Hälfte des Juli zur Kur außer halb Deutschlands aufhielten, schmerzvoller an die Zusammen hänge mit ihrem Vaterlande erinnert, als gerade damals, al ihren niemand mehr im Ausland die Reichsmart abnehme wollte und sie fluchtartig nach hier zurückkehren mußten. Auch Unerfreuliches auf deutscher Seite wird nicht verschwiegen, namentlich gewinnt man auf deutscher Seite einen Einblic in das Vorgehen separatistischer Elemente. Die französische Propaganda mit all ihrem Raffinement zeigte sich in Flugblättern und Verordnungen gegen die deutsche Regierung und gegen den passiven Widerstand, gegen Wirtschaftsführung und Arbeitertum und namentlich auch gegen die deutsche Reichseisenbahn. Ebenso wird die deutsche Gegenpropaganda behandelt, die jeder= zeit französischen Zugriffen ausgesetzt war. Das Werk führt besser, als Worte es vermögen, noch einmal den Ruhrkampf allen jenen, die ihn an Ort und Stelle durchgemad haben, vor Augen, und denen, die ihn nur vom Hörensagen kennen, wird er zum Erlebnis. Französische Lastkraftwagen vor dem Kaufhaus in Dortmund zum Abtransport von gewaltsam beschlagnahmten Teppichen und Klubmöbeln er das gesellschaf nehme Behaglid fuchen. Die deu Besucher im wei jtarter Abbau de Bei dieser Gelegenheit erfuhr man auch, welch hoher Pro zentsatz an Deutschen sich in den Badeorten der westlichen Grens länder damals aufhielt. Unter solchen Umständen tann es faun verwunderlich erscheinen, wenn die Statistik berichtet, daß von der reiselustigen Deutschen jedes Jahr 400 Millionen Reichsmart in Ausland getragen werden. Zweifellos stellt das ein volkswin schaftliches Menetekel dar. Berpflegung zu einer Rur ermög Möge fich nu eriter Linie feine jujuchen. Und wenn man einmal näher den Gründen nachgeht, di bislang so oft den Deutschen zur Bevorzugung und Wahl aus ländischer Kurorte für seine Erholung bewogen haben, so entded man, daß es, von einem gewissen dem Deutschen ja eigenen Hang fürs Romantische abgesehen, zumeist Gründe waren, die einer gewissen Voreingenommenheit fürs Ausland auf der einer Seite und gewissen Vorurteilen gegen die einheimischen Bäder auf der anderen Seite entsprachen. Da ist es einmal oft de Reiz, sich später im Bekanntenkreise damit groß tun zu fönnen überhaupt im Ausland, insonderheit vielleicht in einem als be sonders mondän geltenden Bad gewesen zu sein, während dob der Bekanntenfreis ,, aus Deutschland nicht herausgekommen ist. Arbeitsunf bei Reparaturar hobe rüdlings a unglüdte in die * Dienstjubil felretar Karl Ro Tätigkeit für die Landesarb amt helfen( Bez bas bisher in der Frankfurt a. M. fangsgebäude de * Warnung einzelne Freimo jendungen nur oftmals nur Str Abitempeln in t verständlich ist tändig entwerte abgelöst worden fendungen zu be Borauslegung, d Fällen werden Botanstalten, di enidedt; gegen behörde die de berhängt. * Die Bahr fach ist noch nic farte das Inne besteht. Eine n -woran hier Bahnsteigtarte den Handgepä Da ist es zum anderen das in seiner Auswirkung viel schlim mere Vorurteil, daß manche Krankheiten nur in ausländischen Bädern zu heilen seien. Das ist ein fundamentaler Irrtum Deutschland verfügt über einen solchen Reichtum an mineralischer Quellen verschiedensten Charakters, sowie an Heilbädern jegliche Art, daß es zumal in dieser Jahreszeit für jede dentban Krankheit Heilungsmöglichkeit in Deutschland gibt und kaum eit Kranker genötigt ist, in ein ausländisches Bad zu gehen, un Heilung zu finden. Dabei berüdsichtige man, daß gerade die deutsche Bäderwissenschaft in der internationalen Bäderwissen schaft mit den allerersten Platz einnimmt. Heute ist der Wirtschaftsbetrieb der deutschen Bäder und speziell auch der großen deutschen Bäder anf derart soziale Grundlage aufgebaut, daß eine Kur für jeden, auch den Minder bemittelten, möglich ist. Heute kommen die Höchstentfaltung de Bädertechnik, die bauliche Großzügigkeit, die Fülle von Unter haltungsmöglichkeiten, sowie auch die landschaftlichen und gärt nerischen Schönheiten der deutschen Bäder auch den breitesten Volkskreisen zugute. Viel ist in den letzten Jahren im Intere je der Bäderwirtschaft und Bäderwissenschaft von den deutschen Bädern unternommen worden. Umfangreiche Ausbauten, Neu einrichtungen und Modernisierungen sind vorgenommen, eine wesentliche Reihe von Forschungsinstituten sind errichtet und de medizinischen Wissenschaft dienlich gemacht worden. Und all dick Neubauten und Neuinvestierungen, die mit ihrem technischen und baukünstlerischen Komfort vielen ausländischen Bädern weit vorauseilen, hat man trots der Schwierigkeit der Nachkriegs jahre unternommen, weil man glaubte, es dem Publikum schuldig zu sein. Daher sollte es für den Deutschen angesichts der schweren Wirtschaftslage der deutschen Bäder eine Ehrenfrage sein, diese durch seinen Besuch zu unterstützen, das Geld der deutschen Wirts schaft zugutekommen zu lassen und nicht ins Ausland zu tragen Und bietet Deutschland nicht genügend Auswahl an Bäden Deutsche Staatsmänner und Feldherrn waltung für den Bund oder das Reid; zu behalten. Dieser im Kampfe um Elsaß- Lothringen! Am 9. Juni waren sechzig Jahre verstrichen, seitdem das Reichsgesetz erging, durch welches Elsaß- Lothringen mit dem Deutschen Reiche als Reichsland" vereinigt wurde. Eine nahezu tausendjährige Entwicklung schien damals ihren gerechten Abschluß gefunden zu haben, als Elsaß und Lothringen zum Reiche zurüdkehrten. Der Diktat- Friede von Versailles am 28. Juli 1919 hat uns der ,, Reichslande" wieder beraubt Möglich ist dies Ergebnis nur deshalb gewesen, weil Amerika und England mit Frankreich zusammen für dieses Ziel gefämpft haben. Hatte doch Wilson den erstaunlichen, von geschichtlicher Ueberlieferung unbe schwerten Satz aufgestellt: Das Unrecht, daß Frankreich im Kriege 1871 von Preußen in Bezug auf Elsaß- Lothringen angetan wurde, das Unrecht, welches den Weltfrieden während nahezu 50 Jahren in Frage gestellt hat, sollte wieder gutgemacht werden, damit der Friede im Interesse aller wieder sichergestellt werden fann." Wilson stellte sich damit an Frankreichs Seite und machte sich Frankreichs Forderung ausdrüdlich zu eigen, nachdem England sich bereits durc; Geheimvertrag verpflichtet hatte, solange für diese Forderung einzutreten und zu kämpfen, als Frankreich sie selbst aufrecht erhalte. Wie anders war Englands Stellungnahme im Jahre 1870 gewesen. Die ,, Daily News" erinnerte schon am 20. August 1870 daran, daß Ludwig XIV. das Elsaß geraubt habe und schrieb: wieder herauszugeben, dasselbe vielmehr unter deutscher Ver Absicht hatte Bismard auch bereits vor Schan in der Preise Ausdruck gegeben, indem die ,, Norddeutsche Allgemeine Zeitung" am 31. August 1870 in seinem. Auftrag schrieb: Verjährung mag den Diebstahl decken, aber sie beseitigt nicht die Berechtigung, das Land zurückzuerobern" Am 8. September 1870 flang es aus„ Daily News" noch deutlicher: ..Frankreich hat sich stets in deutsche Verhältnisse gemischt Alle seine Staatsmänner, Legiti nisten und Orleanisten, Imperialisten und Republikaner waren gleich eifersüchtig auf die deutsche Einheit und gierig nach deutschem Boden. Ein Krieg für den Rhein war stets volkstümlich." ,, Was wir brauchen, ist Erhöhung der Sicherheit deutscher Grenzen. Letztere aber ist nur erreichbar durch Verwandlung der beiden uns bedrohendam Festungen in Bollwarke zu un serem Schutz: Straßburg und Meg müssen aus französischen Aggressiv- Festungen zu deutschen Dejenjiv Plätzen werden." Damit wiederholte Bismard nur die Forderung, die nach Waterloo Wilhelm von Humboldt bei der Verhandlungen um den zweiten Pariser Fristen vom 20. November 1815 erhoben hatte: Englands größter Historiker Thomas Carlyle- verkün dete mit der ganzen Macht seines großen Namens in der Times": ,, Seit vierhundert Jahren hat keine Nation so böswillige Nachbarn gehabt wie die Deutschen an den Franzosen, die unverschämt, raubgierig, unersättlich, unversöhnlich aufgetreten sind und stets bereit waren, zum Angriff zu schreiten. Deutschland hat während all dieser Zeit Frankreichs Uebergriffe und Anmaßungen erduldet. Wenn es aber heute, da es Sieger iſt, nicht aus der Lage Nutzen zöge und sich nicht eine Grenze sicherte, die ihm in der Zukunft den Frieden verbürgt, so würde es nach meiner Ueberzeugung sehr töricht handeln." ..Die Sicherheit Europas muß die Basis, des Friedens werden Eine andere Verteilung der Kräfte ist das einzige Mttel, Europa vor neuen Gefahren wahrhaft zu beschützen Man muß den an Frankreich stoßenden Mächten eine gesicherte Grenze verschaffen, indem man ihnen zu ihrer Verteidigung die festen Plätze gibt, deren sich Frankreich, seit es sie besitzt, als Angriffspforten bedient hat." mit den Landsleuten im Norden( den Preußen) wird das Rheinische Voit zur gemeinsamen Ziele gehen Was ve schieden ist in beiden, nach des Himmels verschiedenster At und der Abweichung der Stämme, wird sich mischen und aus helfen und wechselseitig zu einem starken Ganzen sich ergänzen Acht Tage nach der Schlacht bei Waterloo schrieb Preußens genialer Feldherr Neidhardt von Gneisenau aus Chatillon ju Sambre unterm 22. Juni 1815 an den Staatskanzler Fürsta Hardenberg: Aber diese Forderung fand keine Verwirklichung. Englands ganzes Interesse gipselte damals in der Schaffung eines Aufmarid gebietes" gegen Frankreich in tünftigen Kriegen, das durch einen starten Festungsgürtel gegen Frankreich geschützt werden sollte. Dazu war die Befreiung Brabants und Flanderns von der französischen Vorherrschaft erforderlich. Deshalb sorgte der Herzog von Wellington während Besetzung der Niederlande für die Ausbesserung des alten Festungsgürtels, der die Niederlande zwei Jahrhunderte vor dem eroberungssächtigen Nachbarn geschützt hatte. Desterreichs äußerste Forderung gipfelte im Jahre 1815 in der Schleifung der Straßburger Festungswerke. Schon gleich nach Sedan hat Bismard, wie Kronprinz Friedrich Wilhelm in seiner Tagebuch- Aufzeichnung vom 3. Septem= ber berichtet, erklärt", daß er den Plan habe, das Elsaß nicht Damals tauchte der Plan auf, einen Pufferstaat" zwischen Deutschland und Frankreich zu bilden. Zum Herrscher dieses Staates war der ruhinvolle erste Bezwinger des Korsen, der Löwe von Aspern", Erzherzog Karl von Desterreich, ausersehen. Aber sein ewig auf ihn neidischer und mißtrauischer älterer Bruder, der Kaiser Franz, und der allmächtige Premier- Minister der Coalition gegen Napoleon", der Fürst Metternich, standen diesem Plan ablehnend gegenüber. So ließ Erzherzog Karl seine Forderung, daß die Zitadelle Deutschlands in deutsche Hand zu= rüdfehren müsse, wieder fallen. Auch der Reichsfreiherr vom Stein, der den Zaren für die Rückverlegung der Grenze auf den Vegesen- Kamm zu gewinnen suchte, sand bei diesem kein Gehör. Im Rheinischen Merkur" erhob Goerres damals seine Stimme: ,, Die Elsässer sind und hören uns von Gott und Rechts wegen, darum sollen wir nicht gegen unjer eigen Fleisch sprechen, sondern warten, bis ein gutes Edidial uns mit Ehren zu ihnen, und sie ohne Sünde zu uns führe Hand in Hand Reisende oder * Unerwi ,, Es gibt in der Geschichte keine entscheidendere Schlad als die von Belle- Alliance, entscheidend sowohl durch die Wi tung auf dem Schlachtfeld selbst, als durch die moralische Wir fung. Wäre sie verloren, was würde aus der Coalition web den mit allen ihren Kongreß- Erinnerungen? Es erregt in der Armee die höchste Indignation, zu erjahren, daß die verbünd ten Mächte einen Vertrag mit den Bourbons geschlossen haben worin ihnen sogleich die Verwaltung der eroberten Länd übergeben wird. Man sagt sogar, es sei ihnen die Unverseh heit Frankreichs gewährleistet! Das Schicksal des Vaterla des liegt in Jhren Händen, verehrter Fürst! Jetzt ist der M ment gekommen, wo dessen Schidjal und Sicherheit auf di Dauer gegründet werden kann. Wehe allen, wenn diese einzi Gelegenheit nicht ergriffen wird, um die Niederlande, Pre ßen und Deutschland zu sichern auf ewige Zeiten! Die fran zösischen Festungslinien gegen die Niederlande müssen dieja Staate gegeben werden; die Festung und das Land Luge burg, sowie die Festung Mainz müssen uns verbleiben. Festungen der Mosel und des Rheins müssen Frankreich nommen werden und alles Land, dessen Flüsse sich in di Maas ergießen!" und Bildung tionen der Kreis- und denten hing denlegion in der Vortrage Bildern mal werbsloje Le werde. Weit chemalige Fre helischen Sch habe, nach W Darmstadt für Das Po Arteidigen tet der in die berjtändigen." Arndt schri Frantre nidit eher vor alten Grenze nen haben. dert jeder chr Auch der K triot, der später burg und die mil glühender cerlangte die R band der deuts am Rhein erbli aber es war ih Eton heimfebre Auch Württ Jaes mit der Auf tein Alpen bis zu Staaten beut Bogejen für In Englan Auch der Reichsfreiherr vom Stein verlangte die Festu. Mainz für Desterreich oder Preußen, denn„ Mainz“ ist de Schlüssel Deutschlands und besonders Norddeutschlands, da ma von da aus das Land zwischen Main und Saale überzieht. verderblichen Folgen, welche die Herstellung der für Frantre günstigen Angriffslinie gegen das übrige Europa haben wir lassen sich nur dadurch vermeiden, daß man die Grenzen ver dert, den Nachbarn die für die Verteidigung notwendigen Pun gibt und Frankreich diejenigen nimmt, die Ausfall- und griffs- Pforten find. Es wird nicht schwer sein, diese Puntie finden, welche Frankreich die Leichtigkeit nehmen, seine Nachba zu stören, und diesen Nachbarstaaten eine vollkommene nde wenigstens eine größere Sicherheit gegen Einbrüche in ihr G biet verschaffen würden! Die Kriegsgeschichte Belgiens 10 Deutschlands bezeichnet uns die obere Maas bei Dinant, Na mat usw. sowie den Ober- Rhein als die schwächsten Punkte dies Kriegsschauplatzes. Die Verteidigung der oberen Maas erford daher die Abtretung der Festungen Maubeuge, Givet, Philip ville an Belgien, die Abtretung einer Linie von Thionvile ( Diedenhofen), Saarlouis auf Straßburg würde den Ober- Ret lands Wideritan Bar Alexander französischen Ki he Diplon Napoleon, nicht ie Sehnsucht n ande unerfüllt Mit bittere Jang des zweit on war im urch jeine Bol Traume die E Als er- 1842 zum eriter bag in der gan Slabt franzo ten. Er habe d einem franzö njer und muß Er hat es Berjailles das Jhschließ Stegemann: Genera deln durch ies. Mr. und Sommerfriidhen Samstag, den 15. August 1931. und Erholungsplätzen, die oft in den schönsten Lardschaften lie= gen, die Mitteleuropa hat? Unser Vaterland zählt Bäder und Erholungsorte an der See, in dem schönen, lange noch nicht genug bekannten Mittelgebirge, sowie auch hoch in den Bergen. Die meisten Bäder weisen eine unvergleichliche Schönheit der Lage und landschaftlichen Umgebung auf, gesteigert durch die gärtnerische Kunst der meist herrlichen und unvergleichlich dastehenden Kuranlagen. in der Presse um das Für nd die Gebühr für Auslans Den. Darüber sollte man ab ng begrüßen oder ablehnen in innerlich sicher wohl eine Steijefreudigen Volksgeno ng, das Ausland zur Erbola Niemals nämlich wurden älfte des Juli zur Kur ause merzvoller an die Zusamme nert, als gerade damals, a die Reichsmart abnehm zurückkehren mußten. man auch, welch hoher deorten der westlichen Gren den Umständen fann es fa Statistik berichtet, daß von d 400 Millionen Reichsmart is ellos stellt das ein Dolfswi er den Gründen nachgeht, Bevorzugung und Wahl a ng bewogen haben, jo entde en dem Deutschen ja eigenen - zumeist Gründe waren, Et fürs Ausland auf der ein egen die einheimischen Bäu n. Da ist es einmal oft se damit groß lun zu fönne eit vielleicht in einem als ewejen zu sein, während d and nicht herausgekommen i seiner Auswirkung viel schli mtheiten nur in ausländi ein fundamentaler Jr then Reichtum an minerali , sowie an Heilbädern jegli ahreszeit für jede denti Deutschland gibt und fami ländisches Bad zu gehen, um sichtige man, daß gerade de internationalen Bäderwijen nimmt. b der deutschen Bäder urd Bäder auf derart fojial c für jeden, auch den Minder nen die Höchstentfaltung de gleit, die Fülle von Unte e landschaftlichen und g Bäder auch den bride letzten Jahren im 3 jenschaft von den de mfangreiche Ausbauten, ngen sind vorgenommen, instituten find errichtet und de gemacht worden. Und all dice en, die mit ihrem tednijd len ausländischen Fädern wel Schwierigkeit der Nachtrieg bte, es dem Publikum fdub g utschen angesichts der jeweren er eine Ehrenfrage sein, di das Geld der deutschen Witz nicht ins Ausland zu trage genügend Auswahl an Bade Den( den Preußen) wird d men Ziele gehen Was s Himmels verschiedenster me, wird sich mischen und a n starten Ganzen fich ergänzet ei Waterloo schrieb Preuje Gneisenau aus Chatillon an den Staatskanzler Für te teine entscheidendere Glo tscheidend sowohl durch die Dit, als durch die moralijde s würde aus der Coalition Erinnerungen? Es erregt in , zu erfahren, daß die verbin den Bourbons gefchlofen hab waltung der eroberten Lan es jei ihnen die Unverjet gar, -Das Schidjal des Batel erehrter Fürst! Jetzt ist der Schidjal und Sicherheit auf Wehe allen, wenn diefe einza ird, um die Niederlande, n auf ewige Zeiten! Die j die Niederlande müssen die Festung und das Land Lup inz müffen uns verbleiben. s Rheins müssen Frantreid Land, dessen Flüsse ich in Dom Stein verlangte die Fe reußen, denn„ Mains" ift nders Norddeutschlands, da n Main und Gaale überzieht e Herstellung der für Frant Jeder wird in Deutschland das ihm Zusagende finden, mag er das gesellschaftliche Leben der großen Bäder, mag er die vornehme Behaglichkeit, die idyllische Stille fleinerer Kurorte suchen. Die deutschen Bäder sind der wirtschaftlichen Lage der Besucher im weitesten Maße entgegengekommen. Ueberall ist cin starker Abbau der Kurtare sowie der Kosten für Unterkunft und Verpflegung zu bemerken; furzum es wird jedem die Vornahme einer Kur ermöglicht. Möge sich nun auch der Deutsche darauf besinnen, daß es in erster Linie seine Pflicht ist, die Bäder seines Heimatlandes aufzusuchen. % * Arbeitsunfall. Am Freitag stürzte ein Dachsdedergeselle bei Reparaturarbeiten in der Johannisstraße aus vier Meter Höhe rüdlings ab. Mit schwerem Schädelbruch wurde der Verunglückte in die Chirurgische Klinik eingeliefert. * Dienstjubiläum. Mit dem morgigen Tage fann Herr Postsekretär Karl Rohrbach von hier das Jubiläum seiner 40jährigen Tätigkeit für die Reichspost feiern. * Landesarbeitsamt Hessen umgezogen. Das Landesarbeitsamt Hessen( Bezirk Hessen und Hessen- Nassau) in Frankfurt- M., das bisher in der Moltke- Allee 22-24 untergebracht war, ist nach Frankfurt a. M.- Süd, Gartenstraße 140, in das neue Verwaltungsgebäude der Ortskrankenkasse umgezogen. * Warnung der Reichspost. Es kommt ab und zu vor, daß einzelne Freimarken auf den mit der Post beförderten Briefsendungen nur geringfügige oder schwache Entwertungszeichen, oftmals nur Striche oder schwärzliche Fleden tragen, weil sie beim Abstempeln in der Eile nicht voll getroffen worden sind. Selbstverständlich ist es verboten und auch straffällig, solche unvoll ständig entwertete Freimarken, nachdem sie von den Umschlägen abgelöst worden sind, nochmals zur Freimachung anderer Postsendungen zu benutzen. Trotzdem geschieht dies in der falschen Voraussetzung, der Betrug würde nicht gemerkt. In den meisten Fällen werden diese Gebührenhinterziehungen aber bei den Postanstalten, die angewiesen sind, hierauf besonders zu achten, entdedt; gegen die Absender wird dann von der oberen Postbehörde die dafür in dem Postgesetz vorgesehene Geldstrafe verhängt. * Die Bahnsteigfarte berechtigt zum Betreten der Züge. Vielfach ist noch nicht bekannt, daß das Verbot, mit einer Bahnsteigfarte das Innere eines Eisenbahnwagens zu betreten, nicht mehr besteht. Eine neuere Tarifbestimmung vom 6. April 1929 erlaubt woran hiermit erinnert sei das Betreten der Züge mit Bahnsteigtarten unter der Voraussetzung, daß für einen Reisenden Handgepäck in den Wagen geschafft wird oder hilfsbedürftige Reisende oder Frauen untergebracht werden. - * Unerwünschte Vorträge. Der hessische Minister für Kultus und Bildungswesen hat in einem Rundschreiben an die Direktionen der höheren Schulen und der Fachschulen, sowie an die Kreis und Stadtschulämter auf eine Verfügung des Staatspräsi denten hingewiesen, wonach Vorträge über die französische Fremdenlegion in Schulen allerart unerwünscht sind, selbst dann, wenn der Vortragende seine Erlebnisse in der Legion in abschredenden Bildern malt. Die Besucher seien erfahrungsgemäß junge, cr= werbslose Leute, bei denen sehr leicht die Abenteurerlust gewedt werde. Weiter weist der Kultusminister darauf hin, daß der ehemalige Fremdenlegionär Heinrich Wolf, der in letzter Zeit in hessischen Schulen Vorträge über die Fremdenlegion gehalten habe, nach Mitteilungen des hessischen Landeskriminalamtes Darmstadt für derartige Vorträge nicht geeignet sei. * Das Postschedamt hält den Sturm aus. Die dringendste verteidigen-man fönnte sich selbst über die Schleifung mehre= rer der in dieser letteren Linie liegenden zahlreichen Plätze verständigen." Arndt schrieb an Gneisenau ,, Frankreich muß geschwächt werden und Deutschland wird nicht eher vor ihm sicher sein, als bis wir das Elsaß und unsere alten Grenzen an den Vogesen und Ardennen wieder gewon- das for= nen haben. Das Elsaß und Lothringen und Met dert jeder chrliche teutsche Mann und das kann er fordern!" Auch der Kronprinz Ludwig von Bayern, der deutsche Patriot, der später dem deutschen Volke die, Walhalla" bei Regensburg und die„ Befreiungshalle" bei Kelheim gewidmet hat, trat mit glühender Begeisterung für die nationale Einheit ein und verlangte die Rüdkehr Straßburgs und des Elsasses an den Ver band der deutschen Völker. In der französischen Vorherrschaft am Rhein erblickte er das Grundübel der europäischen Politit, aber es war ihm nicht beschieden, das Elsaß in den deutschen Schoß heimkehren zu sehen! Auch Württembergs König forderte die Rückgabe des Eljasses mit der flaren Begründung: ,, Auf keinem Punkte der Grenzen Frankreichs von den Alpen bis zur Nordsee sind die Bollwerke der angrenzenden Staaten deutlicher durch die Natur abgezeichnet, als durch die Vogesen für die süddeutschen Staaten." An Englands und Desterreichs passiver Haltung und an Rußlands Widerstand scheiterten alle diese berechtigten Forderungen. Zar Alexander erblickte schon damals in dem wiederhergestellten französischen Königreich der Bourbonen einen Helier, und die russische Diplomatie vertrat den Standpunkt, daß man gegen Napoleon, nicht gegen Frankreich Krieg geführt habe! So blieb die Sehnsucht nach der Heimkehr Elsaß- Lothringens zum Mutterlande unerfüllt. Als er Mit bitterer Enttäuschung ist von ganz Deutschland der Ausgang des zweiten Pariser Friedens aufgenommen worden. Aber ichon war im gleichen Jahre der Mann geboren worden, der durch seine Politik, gestützt auf das siegreiche deutsche Heer diesem Traume die Erfüllung bringen sollte: Bismard! im Jahre ein junger Mann von 27 Jahren 1842 zum ersten Male nach Straßburg fam, da schmerzte es ihn, daß in der ganz deutschen und auch noch ganz deutsch sprechenden Stadt französisches Militär und französische Beamte wirtschafte ten. Er habe damals, so hat er viele Jahre nachher erzählt, zu seinem französischen Reisegefährten gesagt:„ Dieses Land war unser und muß wieder unser werden." Das übrige Europe haben wi en, daß man die Grenzen ver Jerteidigung notwendigen P nimmt, die Ausfall und icht schwer fein, dieje Punt ichtigteit nehmen, feine Rad staaten eine vollkommene jeit gegen Einbrüche in ihr Kriegsgeschichte Belgiens obere Maas bei Dinant, Na s die schwächsten Punkte di gung der oberen Maas erford Jen Maubeuge, Givel, Philip ng einer Linie von Thion trazburg würde den OberEr hat es erfüllt uns aber hat der Gewalt- Frieden von Versailles das alte deutsche Land wieder geraubt! Ich schließe mit den Worten unseres großen Historikers Stegemann: ,, Generationen gehen durch helle Tage, Generationen wandeln durch Nacht und Dämmerung, das liegt im Auf- und Ab ,, Gießener Zeitung" wirtschaftliche Sorge besteht augenblicklich darin, den stockenden Zahlungsverkehr wieder in Gang zu bringen. Dabei wird viel fach übersehen, daß der innerdeutsche Zahlungsverkehr der Post genau so arbeitet wie in normalen Zeiten. Wir erhalten unsere Bostanweisungsgelder ebenso pünktlich ausgezahlt wie immer, und der Postscheckverkehr widelt sich ohne jede Hemmungen ab. Man kann nach wie vor über sein Postschecguthaben durch bargeldlose Ueberweisungen, durch Zahlungsanweisungen und durch bare Abhebungen restlos und ohne Einschränkungen verfügen. Vaterländische Pflicht ist es jetzt, da der Goldstock, die eigentliche Unterlage unseres gesamten Zahlungsverkehrs, durch Zurückziehung der Auslandsgelder so verkürzt ist, möglichst wenig mit Stückgeld und Banknoten zu zahlen, sondern im weitesten Umfange durch Anschluß an den Postscheckverkehr zur bargeldlosen Zahlungsform überzugehen. * Einziehung der Zeitungsbezugsgelder durch die Briefträger. Die Einziehung der Zeitungsbezugsgelder von den Postbeziehern erfolgt durch die Briefträger in der Zeit vom 15. bis 22. d. M. Zur Förderung des Einziehungsgeschäftes werden die Bezieher gebeten, die Beträge bereitzuhalten. Dies liegt nicht nur im Interesse der Post, sondern auch der Bezieher selbst; denn unpünktliche Bezahlungen hat Stockungen in der Lieferung der Zeitung zur Folge. * Ersparnisse bei Bauvorhaben. Die Beibringung amilicher Lagepläne fann von der Baupolizei erlassen werden, wenn es sich um Bauvorhaben von untergeordneter Bedeutung handelt, bei denen die Kosten der Anfertigung eines amtlichen Lageplanes in feinem Verhältnis zur Bausumme stehen und nach Lage der Baustelle ein öffentliches Interesse an einer amtlichen Grenzfest= stellung nicht vorliegt. Ob letzteres vorliegt, ist im Benehmen mit dem Vermessungsamt festzustellen. * Hessisches Rotes Kreuz. Im Kindererholungsheim des Hessischen Roten Kreuzes in Bingenheim( Oberhessen) sind für die am 22. August dieses Jahres beginnende Mädchenkur, zu der Mädchen im Alter von 6-14 Jahren Aufnahme finden, noch einige Plätze frei. Anmeldungen haben baldigst bei der Geschäftsstelle des Alice- Frauenvereins zu erfolgen, wo auch die Die Kur erforderlichen Aufnahmeformulare zu erhalten sind. tosten betragen 3 RM. täglich, also 90 RM. für die 30 Tage dauernde Kur. Im Bedürftigkeitsfalle tann vom Hessischen Roten Kreuz ein Zuschuß bis zu 45 RM. gewährt werden. Entsprechende Anträge sind bei der Anmeldung mündlich oder schriftlich zu stellen. Auch für die vom 26. September bis 26. Oftober stattfindende letzte Knabenkur, zu der Knaben im Alter von 6-10 Jahren aufgenommen werden können, sind noch Anmeldungen möglich. Diese Kur fällt in die Zeit der Hessischen Herbstferien. * Die Bootshausstraße gesperrt. Wegen der 11. Herbstregatta des Lahnregattaverbandes wird die Bootshausstraße zwischen dem Bootshaus der Gießener Rudergesellschaft und der Wißmarer Straße( Bahnunterführung) am Sonntag, den 30. Auguſt 1931 von 14 bis 19 Uhr für den Durchgangsverkehr polizeilich gesperrt. * Aus dem Stadttheater. Das Lustspiel ,, Meine Cousine aus Warschau", von Verneuil, wird am morgigen Sonntag, Anfang abends 8 Uhr, unter Mitwirkung der Berliner Bühnenfünstler Lottina Baart, Greta Rose- Reinhardt, E. L. Franken und Kurt Unser, als 9. Vorstellung im Sommer- Abonnement, gegeben. * Schützenverein. Das für den 16. und 17. August vom Schützenverein vorgesehene große Preisschießen ist wegen der ungünstigen Wirtschaftsverhältnisse abgesagt worden. * Geflügel- und Vogelzuchtverein 1897 e. V. Die JahresHauptversammlung ist am Sonntag, den 16. August, nachmittags 3 Uhr, im Hotel Hopfeld. * Sonderzüge mit Fahrpreisetmäßigung zur Leipziger Herbstmesse. Anläßlich der Leipziger Herbstmesse 1931 werden wieder Sonderzüge mit Fahrpreisermäßigung verfehren.( Fahrpreisermäßigung wird auch für die Rückfahrt in allen fahrplanmäßigen Zügen gewährt, wenn die Rückfahrkarte gleichzeitig mit der der geschichtlichen Wellenbewegung begründet, aber keine Generation weiß, ob sie die letzte ihres Volkes ist Schon im Glauben an die Beharrung, im Willen zur Tat liegt die Zufunft beschlossen, und da der Kampf um der Rhein nicht aus: gefämpft ist, nicht ausgefämpft sein tann, so ist auch dem deutschen Volke, das am Rheine haftet, die Zukunft vorbehal= ten, Metamorphose, Wandlung ist alles. Geschichte ist Bewegung, Glaube ist Aufschwung!" Di, Ludwig Roth. Einst und jetzt im Straßenverkehr. Der von Pferden gezogene Wagen war die erste Erscheinung im ,, Schnellverfehr" der Straße. Uebertraf die Schnelligkeit des rollenden Wagens auch die„ Schnelligkeit" des zu Fuß gehenden Bürgers, so war ein Warnungszeichen insofern nicht von nöten, als die Hufeisen der Pferde und die Eisenreifen der Wagenräder Lärm genug machten, um den Fußgänger zu warnen. Ein ,, Se"= Ruf der Wagenführer genügte in besonders gefährlichen Situationen, um die Gefahr abzuwenden und ein besonderes Warnungszeichen wäre im Straßenverkehr nicht erforderlich gewesen, hätte nicht die auf Schienen laufende Pferdebahn sich von den Stößen des Knüppelpflasters befreit. Die Pferdebahn machte nur durch das Trappeln der Pferde auf ihr Nahen aufmerksam und man mußte einen Ersay für das Geräusch rollender Räder haben, auf das das Ohr des Fußgängers nun einmal eingestellt war. Man fand diesen Ausgleich einerseits in einer vom Wagenführer zu betätigenden Glode, anderteils in den bis dahin nur bei Schlittenpferden üblichen Schellen. Ehe ein Ausgleich zwischen den in ihrer Existenz bedrohten Droschfentutschern und der für billiges Geld jahrenden Pferdebahn geschaffen werden konnte, trat ein neues Verkehrsmittel in die Erscheinung, das Fahrrad. Bei ihm entfiel nicht nur das Geräusch der rollenden Räder, sondern auch das Hufgetrappel und man stand diesem neuen Ding mit Mißtrauen und Verdruß gegenüber. Die Altvorderen waren zu sehr Ohrenmenschen geworden als daß sie an dieses geisterhaft dahinrauschende Gefährt sich ohne weiteres hätten gewöhnen fönnen, und die Radfahrer mußten irgendein Warnungssignal suchen, um Zusammenstöße mit den auf ihr Ohr sich verlassenden Fußgänger zu vermeiden. Zuerst ahmten sie die Eisenbahn nach und begannen zu pfeifen, sobald ein Fußgänger ihnen in die Quere fam, alsdann bedienten sie sich der bei der Pferdebahn üblichen Glode. Die Polizei entschied sich schließlich für das Glodengeläute, und um ein Geräusch reicher, strömte" der Verkehr dahin. Kaum aber hatte man sich an das flinke Fahrrad gewöhnt, erschien etwas Neues im Straßenbilde: der pferdelose Wagen. Mit der Herrschaft des Radfahrers als schnellster Mann der Straße war es vorbei, aber auch mit dem beliebten MittagsNr. 65. Sonderzugfahrkarte gelöst wird.) Die Züge werden wiederum aus D- Zug- Wagen zusammengestellt und führen einen Speisewagen. Baldige Lösung der Sonderzugfahrkarten ist dringend zu empfehlen, da die Nachfrage stets sehr groß ist. Normale Fahrkarten gelten nicht für die LM- Züge. Wegen aller näheren Auskünfte und Sonderzugfahrkartenkauf wende man sich an die im heutigen Inserat des Leipziger Mesamts genannien Stellen. Herbsttagung der D.L.G. Darmstadt 1931. Die Herbsttagung der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft vom 13. bis 18. September, mit der die D.L.G. auf ihrer Wanderung durch die deutschen Gaue diesmal in Darmstadt halt macht, beschäftigt sich in ihren 17 öffentlichen Versammlungen mit brennenden Tagesfragen und hierbei hauptsächlich auch mit der Landwirtschaft im Rhein- Main- Gebiet und in Hessen. Die allgemeine Tierzucht- Abteilung der Gesellschaft, deren Versamm lung mit der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Züchtungsfunde verbunden ist, stellt die deutsche Höhenrinderzucht in den Vordergrund auf Grund der wirtschaftlichen Verhältnisse. Die, Obst- und Weinbau- Abteilung erörtert neben der Sortenwahl im Obstbau die Umstellung des Weinbaues auf Pfropfreben in Hessen. Ebenso behandelt die Saatzucht- Abteilung die Entwicklung des Zuckerrübenbaues in den mittel- und kleinbäuerlichen Betrieben. Auch im übrigen ist dafür Sorge getragen, daß die bäuerlichen Verhältnisse in Süd- und Mitteldeutschland im Rah men der Verhandlungen in erster Reihe stehen. Aus Nah und Fern. Der Bürgermeister stempelt. In einem kleinen Dörschen Oberhessens mit etwa 100 Seelen ist der Bürgermeister in die Zahl der Erwerbslosenempfän ger getreten. Er ist von Beruf Handwerker, doch ohne Erwerb. Sein Bürgermeistergehalt ist verschwindend klein, so daß sein Einkommen zur Ernährung der starken Familie nicht ausreicht. Heuchelheim. Morgen und übermorgen findet hier die befannte Heuchelheimer Kirmes statt. Grünberg. Drei Bewerber, Metzgermeister Karl Böß, Fabrifant Karl Repp u. Bahnassistent Ernst Schellhaas, die sämtlich dem Gemeinderat angehören, sind für die Wahl eines Beigeordneten vorhanden, die am 30. August stattfinden soll. Nidda. In Unterwiddersheim fand man in einem Bache einen 78jährigen Mann tot im Wasser liegend auf. Der Greis ist vermutlich von dem steilen Ufer ins Wasser gestürzt. Büdingen. Der hiesige Zweigverein des Vogelsberger Höhenclubs begeht am Sonntag, den 16. August, die Feier sei= nes 50. Stiftungsfestes. An dem gleichen Tage findet eine Gedenkfeier der V.- H.- C.- Jugend für den kürzlich verstorbenen Jugendobmann Professor Georg Bender- Frankfurt a. M. statt, wobei Konrektor Wilhelm Doerffler- Frankfurt a. M. die Gedächtnisrede halten und ein Streichquartett des Frankfurter V.- H.- C.- Hausorchesters mitwirken. Schwickertshausen. Hier wurde eine mit der Heu- und Getreideernte angefüllte Scheune durch Feuer vollständig vernichtet. Schotten. Eine Polizeiverordnung, die der zunehmenden Verschandelung des Landschaftsbildes durch Reklameschilder entgegenwirken soll, hat das hiesige Kreisamt erlassen. Offenbach a. M. Donnerstag mittag stieß in der Biebererstraße ein Motorradfahrer aus Zellhausen mit einem Auto zusammen. Der Motorradfahrer wurde so schwer verletzt, daß er auf dem Transport zum Krankenhaus gestorben ist. Ich will nicht versäumen, daß ich seit dem Gebrauch Ihrer Zahnpaste ,, Chlorodont" nicht nur reine, weiße 3ähne befize, sondern auch den bei mir sonst üblichen Mundgeruch verloren habe. Ich werde 3hr Chlorodont aufs beste empfehlen." gez. E. G., Mainz.- Man verlange nur die echte Chlorodont Zahnpaste. Tube 54 Bf. und 90 Pf., und weise jeden Ersatz dafür zurüd. Gegen üblen Mundgeruch men Mitteilung au magen, schläfchen der Fußgänger auf dem Fahrdamm, Der Radfahrer ristierte bei einem Zusammenstoß zuviel, als daß er mutwillig den Fußgänger angefahren haben würde, aber das Automobil war stärker, als der gehende Mensch, und um die Gefahr zu bannen, erfand man den Trompetenton der Hupe als Warnung. Man hatte nun drei Arten akustischer Warnungsmittel und zwar den Ruf des Kutschers, den Glodenton von Straßenbahn und Radfahrer und den Trompetenton der Kraftwagen, aber bald stellte es sich heraus, daß die Akustik allein nicht mehr zur Sicherheit im Straßenverkehr genügte. Aus den Ohrenmenschen mußten Augenmenschen gemacht werden und in stummer Sprache mußte man den Strom des Verkehrs regeln, um die Benutzer der Straße voreinander zu schützen. Es entstand eine Verkehrsvolapük gewaltigsten Ausmaßes. Pfeile, Richtungsweiser, Lichtsignale, Verkehrstürme erstanden und inmitten der Brandung machte der Schutzpolizist seine Freiübungen zum Heile der fahrenden und gehenden Großstadtmenschen. Zum Akustischen war das Optische gefommen und mit Ohr und Auge haben die modernen Verkehrstinder im Strudel des Verkehrs sich zurechtzufinden. Für den Uneingeweihten hat diese Sprache etwas verwirrendes, aber dem Eingeweihten ist alles vertraut und ohne Gefahr bewegt er sich auf der Straße. Er tennt die Richtungsweiser und Pfeile, er kennt die Zeichen für Einbahnstraßen, verbotene Straßen usw. er weiß die Lichtsignale zu deuten und fennt die Bedeutung der Armbewegungen des Schußmannes. Zu den Straßenkennzeichen und den Richtungsweisern der Kraftwagen ist ein neues 3eichen getreten. Es ist der bei den Blinden bekannte gelbe Kreis mit den drei Punkten, der behördlicherseits auch für die Gehörlosen und Schwerhörigen als Erkennungszeichen freigegeben worden ist. Der Bund deutscher Radfahrer hat dieses Abzeichen für gehörlose und schwerhörige Radfahrer in Emaille herstellen lassen, um diese Radfahrer vot den Gefahren der Straße zu schützen. Das Schild wird unter dem Sattel, für alle dem gehörlosen Radfahrer folgenden Straßenbenutzer sichtbar angebracht und macht mit seinen leuchtenden Farben darauf aufmerksam, daß bei dem mit diesem Schilde gefennzeichneten Radfahrer ein akustisches Signal unwirksam ist. Jst der taube Radfahrer durch diese Schilder geschützt, so hat er sich inbezug auf andere optische und akustische Warnungszeichen dem Verkehr anzupassen. Der Umstand, daß selbst in einer Weltstadt wie Berlin Radfahrerunfälle verschwindend gering sind, zeigt, wie der Radfahrer dem modernen Verkehr sich eingefügt hat. Bedenkt man, daß es in Deutschland rund 13 Millionen Radfahrer und Radjahrerinnen jedes Alters gibt und vergleicht man mit dieser Zahl die Unfallstatistik, dann wird man er fennen, ein wie sicheres Fahrzeug das fleine, flinke Fahrrad ist, wenn der Fahrer dem Verkehrsstrom sic einfügt und alle Zeichen beachtet, die seine Sicherheit und die der anderen hüten und bewahren sollen. Camstag, den 15. august 1931. Darmstadt. Nach der amtlichen Statistik über die Maulund Klauenjeuche vom 1. August ist die Seuche weiter zurüdgegangen. Es waren noch verseucht in Hessen 3 Gemeinden mit 15 Gehöften( davon 2 neu). Verseucht waren noch im Kreise Bensheim 1 Gemeinde mit 4 Gehösten( 2 neu), Dieburg 1 Gemeinde mit 4 Gehöften, Friedberg 1 Gemeinde mit 5 Gehöften. Darmstadt. Graf Kuno von Hardenberg, der Chef der Haus- und Vermögensverwaltung des ehemaligen Großherzogs von Hessen, wurde am 13. August 60 Jahre alt. Der Tätigkeit des Grafen verdankt Darmstadt die Einrichtung des Jagdmuseums Kranichstein und die Gründung des Schloßmuseums. Auch bei der Gründung der Gesellschaft für freie Philosophie war Graf Gardenberg führend beteiligt. Lampertheim. Im Hause seines Meisters geriet ein 18 Jahre alter Meggergehilfe, als er seine Hände in einem Wasserbeden hatte, mit der Starkstromleitung in Berührung und wurde auf der Stelle getötet. Vertretertag deutscher Krankenkassen. Mainz. Am Freitag trat in Mainz der Vertretertag des Hauptverbandes deutscher Krankenkassen zusammen. Etwa 300 Delegierte aus allen Teilen des Reiches nehmen an den Beratungen, die bis zum Sonntag dauern, teil. Da in diesem Jahre der Deutsche Krankenkassentag auf Wunsch des Reichsarbeitsministers wegen der allgemeinen Notlage nicht stattfindet, kommt diesem Vertretertag erhöhte Bedeutung zu. Bingen a. Rh. Anläßlich einer in Bingen stattgefundenen Vorstandssitzung des Bismard- Nationalvereins e. V. wurde beschlossen, den vierten Deutschen Bismardtag wie vorgesehen, am 12. September in Bingen stattfinden zu lassen. Wetzlar. Im Anschluß an die Verfassungsfeier des Reichsbanners am Dienstag fam es beim Abmarsch zu einer schweren Schlägerei zwischen Reichsbannerleuten und Rechtstreifen, wobei ein Angehöriger einer Rechtsorganisation einen tiefen Messer= stich in den Rücken(!) erhielt und in das Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Nur der größten Anstrengung der Polizei gelang es, die Ruhe wieder herzustellen. Wezlar. Beim Kurkonzert in Bad Flinsberg wurde ein Angestellter einer hiesigen Genossenschaft, der 25 000 Marf unterschlagen hatte, verhaftet. In seinem Besitz befanden sich noch etwa 11 000 Mark. Weilburg a. d. L. Auf der Schiefergrube Langhede bei Weilmünster( Hintertaunus) ereignete sich ein schweres Einsturzunglück, bei dem ein 23jähriger Knappe getötet und ein zweiter Knappe schwer verletzt wurde. Außerdem wurden mehrere Knappen leicht verletzt. Kurz nachdem etwa zehn Knappen in den Stollen zur Tagesarbeit eingefahren waren, lösten sich unter lautem Krachen etwa 40 Kubikmeter Gesteinsmassen los, durch die zwei Knappen verschüttet wurden. Verzweiflungstat eines Siechen. Niederschelden. Der Invalide Friedrich Kolb war seit langem dem Sicchtum verfollen. Gestern legte er eine Scheibenbüchse auf den Tisch, richtete die Mündung gegen sich und zog mit einer Gardinenschnur den Hahn ab. Der Schuß ging dent alten Mann in den Hals und tötete ihn. Erst erschossen, dann erhängt. Frankfurt a. M. In der Gartenhütte seines Kleingartens auf dem Flughafengelände hat ein 72jähriger Fuhrmann aus der Koblenzerstraße sich mit einem Gewehr eine Kugel in den Kopf geschossen und sich dann aufgehängt. Neben der Leiche wurde ein Zettel gefunden mit der Ausschrift: ,, Gestern war der Todestag meiner Matter, heute ist mein Todestag!" Frankfurt a. M. Mit sofortiger Wirkung hat der Regierungspräsident den nationalsozialistischen Stadtrat Kramer vom Amt suspendiert und das förmliche Disziplinarverfahren mit dem Ziel der Amtsentlassung gegen ihn eingeleitet. Union ,, Gießener Zeitung" Frankfurt a. M. Am Donnerstag abend gegen 11 Uhr blieben die auf der Strede Frankfurt- Bad Homburg verkehrenden Straßenbahnzüge auf freiem Feld liegen, da der Strom der Tausendvoltleitung plöglich versagte Zwischen Obereschbach und Untereschbach war die Stromzuführung der Oberleitung zerstört und die an einem Mast angebrachte Gerätestarge etwa 20 Meter weit ins Feld geworfen worden. Die Fahrgäste konnten erst mit großer Verspätung ihr Ziel erreichen. Nach Ansicht der zuständigen Stellen muß die Ausschaltung des Stromes von sachkundiger Hand vorgenommen worden sein, da sich ein Laie kaum an die gefährliche Hochspannungsleitung heranwagen dürfte. Marburg. Das Erweiterte Schöffengericht aus Marburg verhandelte in Wenkbach gegen den Schrankenwärter Konrad Weber, der am 5. Juni 1931 den Tod der Eheleute Ludwig Scherer dadurch verursacht hatte, daß er die Eisenbahnschranke vor dem Herannahen eines Eisenbahnzuges nicht rechtzeitig schloß. Das Gericht erkannte gegen Weber wegen fahrlässiger Tötung und Eisenbahntransportgefährdung auf eine Gefängnisstrafe von 4 Monaten. Marburg. Auf der schwierigen Rheinstrecke am Loreleifelsen ist am Donnerstag vormittag ein mit einem alten, weißbärtigen Paddler besetztes in der gegenwärtig starken Strömung des Rheins gekentert. Es handelt sich bei dem verunglückten Paddler um den Stadtrat a. D. Frizz Engel aus Marburg. Marburg. Beim Obstpflüden im Garten seines Vaters stürzte ein Student von einem Baum. Er zog sich schwere innere Verletzungen zu, denen er erlag. Schwierige Lage des Kasseler Hotelgewerbes. Kassel. Die Hotelbesitzer- Vereinigung von Kassel und Umgebung hat beschlossen, einen großen Teil der Fremdenbetten vorläufig ganz aus dem Verkehr zu ziehen. Zunächst werden in den nächsten Tagen zehn der größten Hotels in Kassel ihre Betriebe insofern vereinfachen, als sie ganze Etagen schließen und das in diesen Etagen bis jetzt beschäftigte Personal an Zimmermädchen, Zimmerfellnern und Bedienungspersonal entlassen. Die einschneidenden Maßnahmen wurden notwendig, da die hohen Belastungen des Hotelgewerbes an Steuern, besonders an der Hauszinssteuer, nicht mehr aufzubringen sind. Ein Kraftwagen vom Zuge überfahren. Hersfeld. In der Nacht zum Donnerstag wurde an einem Bahnübergang kurz vor dem Bahnhof Hersfeld ein Personenfraftwagen von einem Güterzug überfahren. Von den Insassen war eine Frau sofort tot. Ein Mann wurde mit schweren Verletzungen in das Krankenhaus gebracht. Er ist noch nicht vernehmungsfähig. Die Ursache des Unglücks ist nach Ansicht der Reichsbahn darin zu suchen, daß der Schrankenwärter die Schranke zu spät geschlossen hat. Duisburg. Ein schweres Autounglüd ereignete sich in der Donnerstag- Nacht in Duisburg. An der Oberbürgermeister- KarlLehr- Brücke werden Reparaturarbeiten ausgeführt. In der Nacht fuhr ein Auto einer Duisburger Fahrschule, in dem sich vier Herren befanden, in der Richtung nach Duisburg. Der Führer des Wagens muß wohl die geschlossene Schranke an der Brücke nicht bemerkt haben, denn das Auto fuhr in schneller Fahrt hindurch und stürzte hinter der Schranke in den Hafen, da dieser Brückenteil während der Reparaturarbeiten hochgezogen war. Das Auto mit den Insassen versank in den Fluten, und ehe Hilfe herangeschafft werden konnte, waren sämtliche vier Personen ertrunken. Eisenbahnanschlag in Hamburg. Hamburg. Beim Dammthorbahnhof errichteten unbekannie, durch die Flucht entkommene Männer eine aus gebündelten Zaunlatten bestehende und mit einem Stein auf dem Ferngleis befestigte Barrikade. Nur durch die Aufmerksamkeit des Zugführers eines Güterzuges konnte ein größeres Unglück verhütet werden. Heizi Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken SteuerErsparnis bringt das Reichssteuer Kassebuch RIECK ReichssteuerKassebuch D.R.G.M. mit Spezialeindruck für jedes Gewerbe, für jedes Geschäft, für freie Berufe, Agenturen, für Vereine, Verbände etc. Zu beziehen vom Herausgeber: ALBIN KLEIN GIESSEN Fernsprecher Nr.2525, Súdanlage 21 Nr. 65. Raubüberfall auf die Boten einer Schiffahrtsgesellschaft. Hamburg. Ein dreister Raubüberfall wurde am Freitag mittag auf zwei Boten einer Schiffahrtsgesellschaft verübt. Die Räuber warfen den Boten, die soeben 12 000 Mark von der Bant geholt hatten, gemahlenen Pfeffer ins Gesicht und gaben außerdem Schüsse auf sie ab. Zwei der Täter konnten mit dem geraubten Gelde in einem bereitstehenden Auto, das später von der Polizei gefunden wurde, die Flucht ergreifen; ein dritter Täter konnte festgenommen werden. Von den beiden anderen fehlt jede Spur. - Neue Bücher. Wilhelm Raabe als Scher unserer Zeit. Soeben erscheint ein neues Werk von Prof. Wilh. Fehse.„ Im Spiegel des alten Proteus Wilhelm Raabe als Seher unserer Zeit"( Verlag Deutsche Rundschau GmbH., Berlin W. 30), das unter den Schriften zum 100. Geburtstag Raabes eine besondere Stellung einnimmt; es ist nicht eine neue Biographie Raabes, sondern eine Deutung seines Schaffens und seiner Wirkung in unserer Zeit. Besonderen Wert hat Fehses Werk dadurch, daß es jeden Leser in lebendigste Beziehung zu dem ,, großen Unbekannten des deutschen Schrifttums", Wilhelm Raabe, bringt.( Preis broschiert M. 3.80, gebunden M. 4,60). Die Herzschwäche infolge von Herzmuskelschwäche, Aderver fung, Fettleibigkeit, Nierenleiden, Lungenleiden u. a., ihre Symptome und Heilung. Von Dr. med. Felix Walzer. Preis 2, RM. Bruno Wilkens Verlag, Hannover. Werden infolge von Krankheiten oder Ueberanstrengungen an das Herz Anfor derungen gestellt, die die Leistungsfähigkeit desselben überstei= gen, so entstehen Schädigungen, die man allgemein als„ Herzschwäche" bezeichnet. In seinem Buch schildert der bekannte Herzspezialist verständlich die verschiedenen Untersuchungsmethoden zur Erkennung der gefährlichen Herzschwäche, geht darauf ein, welche Nahrung den Herzkranken am bekömmlichsten ist und zeigt während einer langen Praxis oft mit Erfolg erprobte Behandlungen, die zur Dauerheilung führen sollen. Arbeitsrecht des Alltags. Eine allgemein verständliche Darstellung der wichtigsten Fragen des Arbeitsrechts von Rich ter Dr. jur Herbert Loewinberg, Vorsitzender beim Ar beitsgericht in Hamburg. Geh. 1, RM., geb. 1,75 RM. Verlag R. Himmelheber& Co., Hamburg 11, Rödingsmarkt 75. Jeder ist heute am Arbeitsrecht interessiert. Ein Buch, das in fnapper Form und in einer auch jedem Nichijuristen leicht ver ständlichen Ausdrucksweise über solche Fragen des Arbeitsrechts Auskunft gibt, wie sie alle Tage praktisch werden. Krisen- Lohnsteuertabellen für monatliche, vierzehntägige, wöchentliche und tägliche bezw. zweistündliche Lohn- und Ge haltszahlung auf Grund der neuen Verordnung zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen, vom 5. Juni 1931, sind in dem Verlag E. Meier, Berlin N. 54, Brunnenstraße 181, erschienen. Der Preis beträgt 1,- RM. für jede Tabelle der vier Lohn zahlungsperioden. Erich Bezugspreis Redaktionsschluß i endung nicht ve 14. Jahr Volit Frankreich hat Brozent erhalten. allen Reparatione Der Lombard Auguft ab um 3 v tonijas ist unverä Ueber die gle fige Berlängerun Dites liegt noch fe Frankreichs, Amer An langfristig lige und private etwa 9 Milliarde Die Veröffen Der Steueramneft ajolgi vorausfid Die Beratun der schwierigen L informativer Nat gjakt worden. W Städtetages durch Am Montag Berhandlungen 3 geber und der fo über die Angleich Reichsarbeiter he Jm Finanzmi für den Reichsha nimmt jedoch an Dem Reichstag zu Die Verhan Heilbäder im schönen Schwabenland. Die erstaunliche Mannigfaltigkeit der Grundgebirge in Württemberg und Hohen zollern hat die Bildung von Mineral- und Thermalquellen in diesem Lande in höchstem Grade begünstigt. Den Erholungssuchenden und Aerzten wird die unter obengenanntem Titel neu erschienene Schrift, welche auch mit einer Uebersichtskarte und 30 Bildern aus Bädern des Schwabenlandes ausgestattet ist, willkommen sein. Sie ist gegen Einsendung von 8 Pfg. 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