Nr. 5 Sieber: und Traumbile n sich seine Lippen wieder Reine Mutter tommt!" verheirateten Kameraden und seine Kinder vor f men, schlaft ihr jüß, tomm e Streifbilder des Lebens nehmer; vor dem Fein Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. 1 waren es nicht vorübe und mußte seiner Mutin nden. Und Schwester D feine treubesorgte Mutte Bild davon machen? D erzens mit seiner Mutte genden Kameraden tonnia iderstehen, Tränen rollta ig strahlten seine Auge Rutter! Aber wie ruhte e Augen schaute er ihr umipielte seinen Mund bahn angelangt. Langjan nde zurück und drüdte c Stuß. Seinem Vater muth d gestorben sei, übermitte Diten nicht so schnell nat er begaben sich Bater un tilles Gebet war ihr le Sorte lauteten:„ Mein Go Beggang schaute die Mutte Die Worte aus der Grabes I!" szinssteuer! Der Hausfrauen. nvereine Groß- Berlins rauen" auf der Bau- A ittag mit dem Aussprade zum Wohnungsbau". en, Mitglied des RWR Serbandes Deutscher Hans rem Vortrage auch mit be einer Frage, die nach ih ngeht, sondern auch die A fe nicht zerschlagen, sonder den. Es sei daher auch de e Hanszinssteuer so schnell haffung von Umbaumög halten und Handwerkern geben. ther. chen Often. jährige Gründungstag der rübergegangen, die der of en Ritterordens ihre Gab Deutschtum hat man de ferung bis auf einen fleina chäftigt sich mit dem hifto eichsellandes ein Auffah, de Monatshefte", Carl Lang von Thorn bis Danzig" nenden Monatsschrift 3 it dem Abdrud des Rome rt Siddmaf. Der übrige wie immer, ausgezei - Politische Rundschau. Reichspräsident von Hindenburg wird programmäßig heute jein Gut Neuded verlassen und nach Berlin zurüdfehren. Botschafter v. Hoesch unterrichtete am Sonntag spät abends den französischen Ministerpräsidenten Laval über den Ernst der Lage in Deutschland. Der Verwaltungsrat der BJ3. hat sich in einem amtlichen Bericht zur Mitwirkung an der finanziellen Unterstügung Deutschlands in Zusammenarbeit mit den Zentralbanken bereit ertlärt. Der Verwaltungsrat hat den Präsidenten ermächtigt, den der Reichsbank fürzlich gewährten Rediskontkredit zu verlängern. Die BJZ. verhandelte am Montag auch über die Garan= tiefrage und schloß sich dem französischen Standpunkt an. Jm Auslande werden die Vorgänge in Deutschland mit Spannung verfolgt. Nach Washingtoner Berichten widmet Hoover Deutschland ungeteilte Aufmerksamkeit. Paris zeigt nach wie vor Zurüdhaltung. Macdonald hat im Unterhaus eine Aeußerung abgelehnt. Drud und Berlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Bostschedtonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 15. Juli 1931 Nerven behalten! Berlin. Die Vorgänge bei der Danatbank haben augenblicklich in der Bevölkerung große Beunruhigung hervorgerufen und in verstärktem Maße werden heute bei den Depositenkassen Geldabhebungen vorgenommen. Von Großbankkreisen wird darauf hingewiesen, daß die Banken durchaus in der Lage sind, die normalen Geldmittelbedürfnisse zu befriedigen. Wenn darüber hinaus aber unvernünftiger Weise in größerem Maßstabe Angstabhebungen erfolgen, so sei keine Bank in der Lage, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Dieses umso weniger zu einer Zeit, da durch verschärfte Destriktionsmaßnahmen der Reichsbank die Banken ohnehin in ihrer Liquidität stark beengt wurden. Jeder Depoſitär und jeder Sparkassengläubiger müsse sich vernünftigerweise sagen, daß er für seine Depositen keine Zinsen verlan gen könne, wenn die Bankinstitute diese Depositen in ihren Kassen zur jederzeitigen Abziehung bereithalten sollten. Die Unvernunft des großen Publikums wird also dazu führen, daß die Banken die Auszahlung von Geldern, die nicht notwendig sind, einstellen. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platz Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Nummer 56 Landwirtschaft und Handwerk. Von Friedrich Derlien Hannover, Vorsitzender des Reichsverbandes des deutschen Handwerks. Der Vorsitzende des Reichsverbandes des deutschen Handwerks schrieb aus Anlaß der soeben in Hannover stattgehabten Großen Landwirtschaftlichen Ausstellung nachstehenden Aufsatz für die große deutsche Tagespresse: Landwirtschaft und Handwerk sind seit alters her auf das engste miteinander verbunden. Das ländliche Handwerk arbeitet fast nur für den Bedarf der Landwirtschaft. Hingewiesen sei hier auf die Sattler, Schmiede, Stellmacher usw., deren wirtschaftliche Lage wohl der der Landwirtschaft gleichgesetzt wer den kann. Andere Gruppen wieder wie Müller, Bäcker, Schlachter usw. treten uns als Abnehmer landwirtschaftlicher Erzeugnisse entgegen. Zu dieser wechselseitigen wirtschaftlichen Verbundenheit kommt noch hinzu, daß ein großer Teil der Handwerker auf dem Lande selbst im Nebenberuf Landwirtschaft betreibt. Der Ausschuß zur Untersuchung der Erzeugungs- und Absatzbedingungen der deutschen Wirtschaft schätzt die Zahl der Handwerksmeister, die nebenberuflich in der Landwirtschaft tätig Die Reichsbank ist am Montag zu einer schärferer til der amerikanische Anteil am Rediskontkredit, auf etwa 350 000, was einem Viertel der Gesamtzahl der tion in der Form geschritten, daß eine Abgabe von Devisen nur bei sofortiger Barbezahlung in Reichsmart erfolgt. Die Reichsbant fonnte im Laufe des Tages jogar verschiedentlich Devisen hereinnehmen. Die Berliner Banken sind übereingekommen, die Restriktionsmaßnahme, wie sie am Montag bei Auszahlungen ange= wandt wurde, einheitlich und in demselben Maße beizubehalten. Der Berliner Polizeipräsident Grzesinski hat seinen Urlaub abgebrochen. Die Rüdkehr des Polizeipräsidenten hängt mit der Entwicklung der allgemeinen Lage zusammen. Dr. Edener teilte mit, daß er angesichts des außerordentlichen Ernstes der Lage Deutschlands die Fahrt nach England mit dem Luftschiff„ Graf Zeppelin" vom Fahrtenprogramm ab= gejetzt hat. Die Fahrt soll zu einem geeigneteren Zeitpunkt er: folgen. Der Vorstand der Deutschen Studentenschaft hat mit Rücksicht auf die derzeitige wirtschaftliche und allgemeinpolitische Lage den für Donnerstag angesetzten 14. Deutschen Studententag in Graz verschoben. Er hat für Ende der Woche den Hauptausschuß ber Deutschen Studentenschaft nach Berlin einberufen. Die Danatbant in Schwierigkeiten. Die Darmstädter und Nationalbank hat mitgeteilt, daß sie genötigt am geſchloſſen Reichsregierung hat die Darmstädter und Nationalbank zu folgender Erklärung ermächtigt: Die Reichsregierung wird auf Grund einer im Laufe des Montags ergehenden Notverordnung des Herrn Reichspräsidenten durch volle Garantieleistung für alle Einlagen für eine ruhige Abwicklung der Geschäfte der Danatbank Sorge tragen. Mit Rücksicht auf die Bedeutung der eingetretenen Zahlungseiden großen Filmpreis stodung ist den Banken die Anregung gegeben worden, den Ver or allem die fünftigen Fil lossteuern, tönnen an ein klicht wurde, sehen, wie m Woche" überall für 50 bedingungen beim Reichstar K.W.) Fassadenfarben Rid Prüfung( R.A.L. 840, Se Preis 50 Pf.). Das nschaftsarbeit zwischen Farba Tenschaft. rgeleit, Gießen. assen an die Giesser Südanlage 21. hbinderei. schriften. Verbände tehr mit Effekten und Devisen am Montag und Dienstag einzustellen. Wie wir erfahren, bleiben auf eine Verordnung des preußischen Handelsministers am Montag und Dienstag die Börsen geschlossen. Es ist anzunehmen, daß die gleichen Maßnahmen auch von den übrigen deutschen Ländern getroffen werden. 2 Banffeiertage beschlossen. Berlin. Auf Grund einer Verordnung des Reichspräsiden= ten vom Montag hat die Reichsregierung angeordnet, daß alle Banken, Sparkassen und anderen Kreditinstitute mit Ausnahme der Reichsbank Dienstag und Mittwoch dieser Woche geschlossen bleiben. Die Reichsregierung und die berufenen Vertreter der Banten und Sparkassen werden im Verlauf dieser zwei Tage die nötigen Maßnahmen und Vorbereitungen treffen, damit am Donnerstag die zur Weiterführung der Wirtschaft und zur Bewirkung der Gehalts- und Lohnzahlungen erforderlichen Mittel bereitgestellt werden. Die Wertpapierbörsen bleiben voraussichtlich bis Ende der Woche geschlossen. um drei Monate verlängert. Newyork. Der Vollzugsausschuß der Federal Reservebank Newyork hat am Dienstag nachmittag beschlossen, seinen 25 Millionen Dollar betragenden Anteil an dem 100- Millionen- Dollar. Rediskontkredit für die Reichsbank um drei Monate zu ver längern. Geldbeschaffung auf Umwegen. Basel. An den schweizerischen Börsen fanden heute starke Obligationenverkäufe bei sinkenden Kursen statt. In Zürich dauerte es eine Stunde, bis die Obligationslesung erledigt war. Ferner sind bei schweizerischen Banken erhebliche Abzüge von deutscher Seite festzustellen, als Folge der Bankfeiertage in Deutschland. Es scheint, daß Geld flüssig gemacht wird zur Befriedigung der dringenden Ansprüche. Steuern müssen bezahlt werden. Berlin, Amtlich wird mitgeteilt: Die bestehenden wirtschaftlichen Verhältnisse haben in gewissem Umfange zu einer Stockung der Steuerzahlungen geführt. Eine derartige Stockung muß im Interesse der Allgemeinheit mit allen Mitteln be= fämpft werden. Gerade in Zeiten, wie den gegenwärtigen ist besonderer Wert darauf zu legen, daß jeder seinen steuerlichen Verpflichtungen pünktlich nachkommt. Gehen die geschuldeten Steuern nicht pünktlich ein, so wird, wie bisher, mit Einziehung im Nachnahmeverfahren, Mahnung und Beitreibung vorgegangen werden. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß auch trotz der beiden Bankfeiertage Steuerüberweisungen jederzeit vorgenommen werden können. Das gilt auch für die Inhaber von Konten bei der Darmstädter und Nationalbank. Einberufung des Reichstags? selbständigen Meister entspricht. Nach den Ergebnissen der Betriebszählung vom Jahre 1925 sind drei Viertel der Schmiede im Nebenberuf Landwirte und ebenso sind fast alle Stellmacher auch Landwirte. Bei den Fleischern ist es noch die Hälfte, die neben dem Schlachtereibetriebe auch noch die Landwirtschaft ausübt. und Die gewerblichen und landwirtschaftlichen KleinMittelbetriebe bleiben weiter in ihrer gleichgearteten kulturellen, sittlichen und sozialen Bedeutung für die gesunde Struktur eines jeden Staatswesens von ausschlaggebendem Wert. Ihre Aufgaben gegenüber Staat und Volk sind die aleichen. Mit Liebe und Sorgfalt hängt der Bauer an der erarbeiteten Scholle. Auch der Handwerksmeister ist voll Stolz und Freude über seinen Betrieb, dessen Erhaltung und Freiheit ihm am Herzen liegt. Beide Berufsstände stellen über den Gewinn des Alltags und über die Schwere ihrer Arbeit den hohen ideellen Wert ihrer Selbständigkeit. Die an die Ausübung des landwirtschaftlichen und handwerklichen Berufs gestellten Anforderungen erziehen zu tüchtigen Persönlichkeiten. Die Bodenständigkeit in Handwerk und Landwirtschaft fördert das Gefühl der Verbundenheit mit der Heimat und bedingt einen guten konservativen Geist, dem gewaltsame Umsturzpläne fern liegen. Landwirtschaft und Handwerk finden sich wieder in ihrer gemeinsamen vermittelnden Rolle des Ausgleichs und der Versöhnung zwi schen dem mächtigen Großkapital und der ebenfalls machtpolitisch nicht zu unterschäßenden Masse der abhängigen Lohnarbeiter zusammen. Sie sind so Grundpfeiler des inneren Friedens und geordneter Verhältnisse. Den Wert und die Bedeutung von Landwirtschaft und Handwerk erkennt die Reichsverfassung an, indem Artikel 164 festlegt, daß der selbständige Mittelstand in Landwirtschaft, Gewerbe und Handel in Gesetzgebung und Verwaltung zu fördern und vor Ueberlastung und Auffangung zu schüßen ist. Es muß somit als eine ernste Aufgabe der Gesetzgebung betrachtet werden, in allen ihren Maßnahmen der Erhaltung von Handwerk und Landwirtschaft Rechnung zu tragen. Einseitige ge= Reichs- setzgeberische Maßnahmen müssen sich früher oder später zum Nachteil dieser oder jener Gruppe auswirken. Gesetze dürfen grundsätzlich nur erlassen werden, nachdem vorher in ausreichender Vorbereitung und nach eingehender Prüfung ihre Auswirfung auf alle Kreise der Wirtschaft berücksichtigt und bei dem vorliegenden Widerstreit der verschiedenen Interessen ein billiger Ausgleich gefunden wurde. Berlin. Die beiden radikalen Parteien, die Kommunisten und die Nationalsozialisten, haben die Einberufung des tages verlangt. Es ist bereits für die nächsten Tage die Einberufung des Aeltestenrats zu erwarten. Ob aber das Reichstags= plenum selbst zusammentreten wird, hängt nicht zuletzt von der Stellungnahme der Sozialdemokraten ab. Dem Vorgehen der Flügelparteien hat sich nunmehr auch die Deutschnationale Partei angeschlossen. Zerfall der Wirtschaftspartei. Frankfurt a. M. Die Wahlkreis- Konferenz der Wirtschaftspartei von Hessen- Nassau, die unter dem Vorsitz des Landtagsabgeordneten Dr. Rohde in Frankfurt a. M. am Sonntag tagte, hat beschlossen, aus der Reichspartei des Deutschen Mittelstandes ( Wirtschaftspartei) auszuschneiden und sich mit dem Wahlkreis Koblenz- Trier für solidarisch zu erklären. Die sächsischen Wahlfreise der Partei haben sich ebenfalls mit dem von Hessen- Nassau solidarisch erklärt. Wie die Landwirtschaft leidet auch das Handwerk unter den vielen nachteiligen Folgen einer verkehrten Wirtschafts-, und Sozialpolitik der letzten Jahre. Die steuerliche Last hat eine Höhe erreicht, die den Ertrag der Betriebe in Frage stellt und Lust und Liebe zu ihrer Weiterführung mindert. Auch die sozialen Abgaben haben auf die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft keine Rücksicht genommen. Eine verbrauchshemmende steuerliche Mehrbelastung in den gegenwärtigen Zeiten einer stark geschwundenen Konsumkraft zeigt nur zu bald, daß dem Herauswirtschaften hoher Beträge Grenzen gesetzt sind, Grenzen, die unsere Steuerpolitik bereits achtlos überschritten hat. Ebenso kann auch eine soziale Fürsorge, deren Notwendigkeit an Die Verordnung über die Bankfeiertage auch auf die der Völkische Beobachter" 3 Wochen verboten. ich anerkannt wird ,,, im luftleeren Raum" nicht mehr betrieben Wechselordnung und das Scheckgesetz ausgedehnt. Die Reichsregierung hat am Dienstag nachmittag eine zweite Durchführungsverordnung zur Verordnung über die Bankseiertage erlassen, in der bestimmt wird, daß die Bankfeiertage auch als gesetzliche Feiertage im Sinne der Wechselordnung und des Schedgesetzes anzusehen sind, so daß demgemäß Wechselproteste, die an Bankfeiertagen aufgenommen werden, keine Gültigkeit haben. Arbeitslosenunterstüßung wird gezahlt. Berlin. Wie die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung mitteilt, werden die Bankfeiertage keinen Einfluß auf die Auszahlung der Arbeitslosen- und Krisenunterstützungen ausüben, da die Reichsanstalt in Bankverbin= bung vor allem mit der Reichsbank steht. München. Einem Ersuchen des Reichsministers des Innern entsprechend, wurde der in München erscheinende ,, Völkische Beobachter" in seiner Bayern- und Reichsausgabe von der Polizeidirektion München auf drei Wochen verboten. Erzbischof Söderblom*. Stockholm. Der schwedische Erzbischof Dr. Söderblom ist in Upsala gestorben. Dr. Söderblom ist 65 Jahre alt geworden. Er war eine der hervorragendsten Persönlichkeiten des ganzen skandinavischen Nordens. Erst im vorigen Jahre wurde er mit dem Friedens- Nobel- Preis ausgezeichnet. Besonders ist er be= fannt geworden durch die große von ihm eingeleitete Annäherung zur Zusammenarbeit der christlichen Konfessionen. Hierdurch hat er sich Weltruhm erworben. werden. Auf beiden Gebieten fordert Landwirtschaft und Handwerk dringende Erleichterung. Handwerk und Landwirtschaft sind sich weiter darüber einig, daß auch die so notwendige Reichsreform an Haupt und Gliedern und ebenso die so notwendige Neuregelung der Reparationsverpflichtungen nicht länger mehr hinausgeschoben werden dürfen. Der gesamte Verwaltungsapparat ist auf das durch den Zwang zur Sparsamkeit gebotene Maß, das zugleich dem technischen Fortschritt der letzten Jahrzehnte entspricht, herabzusehen. Auch eine durchgreifende Revision der außenpolitischen Bindungen muß folgen, denn die Belastung aus dem YoungPlan übersteigt die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Die Reichsregierung muß an dieses Problem um so eher herangehen, als durch das Absinken der Weltmarktpreise eine Erhöhung der deutschen Reparationszahlungen um 20 Prozent ein Mittwoch, den Mittwoch, den 15. Juli 1931 getreten ist. Nicht mehr oder minder utopische Pläne bringen unsere Wirtschaft wieder in Gang, sondern nur ernste und durchgreifende Reformen auf steuerlichem und sozialem Gebiet sowie auf dem Gebiete der Verwaltung und schließlich noch auf eine gerechte tragbare Lösung des Reparationsproblems. Handwerk und Landwirtschaft vertreten auch die gleiche Auffassung über die Förderung einer gesunden Landbevölkerung und über die notwendig werdende Eindämmung einer zu weit gehenden Landflucht. So erblickt die Landwirtschaft in der Erhaltung und in dem Schutz der durch lebensfähige Landgemeinden und Landkreise bodenständigen Kultur für einen möglichst großen Teil des Gesamtvolkes eine wesentliche Voraussetzung zu einer gesunden wirtschaftlichen, sozialen, staatlichen und kulturellen Fortentwicklung, wie denn auch andererseits das Handwerk das Ideal zukünftiger Tage nicht in der Schaffung von Klein- und Riesenstädten, sondern in der Erhaltung von gesunden, lebenskräftigen Mittelstädten sieht, weil diese der Entfaltung deutscher Kultur am günstigsten sind. Die gezeigte wirtschaftliche Verbundenheit und die gleichen Anschauungen über die wichtigsten Fragen unserer Gesetzgebung sollten bei Handwerk und Landwirtschaft eine ständige gemeinsame Arbeit zur Folge haben. Voraussetzung hierfür ist naturgemäß, daß beide Berufsstände einander gleichberechtigte Anerkennung zollen und einander die freie selbständige Berufsaus übung nicht beschneiden. Wie der Handwerker selbst, so sollte auch der Landwirt bei der Eindeckung seines täglichen Bedarfs an den Einkauf beim Handwerksmeister denken. Bei der Preispolitik des Handwerks darf der Bauer nicht übersehen, daß das Handwerk sowohl bei seiner Preisbildung wie bei seiner Lohnbildung zu den im Wirtschaftsprozeß abhängigen Schichten gehört. Das Handwerk allein kann für die Folgen einer steuerlichen und sozialen Ueberbelastung der Produktion nicht verantwortlich gemacht werden und ebensowenig für Preise der vor dem Handwerk in der Reihe der Gütererzeugung stehenden Wirtschaftskreise, an die es selbst gebunden ist. ,, Gießener Zeitung" als Landesverband beigetreten. Dadurch ist eine weitere, wichtige Grundlage geschaffen für die Angleichung der deutschösterreichischen Rechtsverhältnisse durch gleichmäßige Entwidbung der in Oesterreich ebenso wie in Deutschland nach den bisherigen Erprobungen voll bewährten Rechtspfleger- Einrich tungen. Auch das Handwerk hat den bislang gebrachten zollpolitischen Maßnahmen zum Schuße der Landwirtschaft nicht widersprochen. Es weiß aus eigener Erfahrung sehr wohl, daß auf die Dauer eine fehlende Rentabilität die Betriebe dem Untergang zuführen muß. Selbst die Zweige des Lebensmittelhandwerks sind der Agrarschußpolitik der Reichsregierung nicht entgegengetreten, obwohl die Preisgestaltung der von ihnen verarbeiteten Rohstoffe davon in einer Weise getroffen wird, die sich notwendig in einer Erhöhung der Preise ihrer eigenen Erzeugnisse auswirken mußte. Wenn dann aber Brotpreiserhö hungen die Folge sind, so liegt deren Ausgangspunkt eben bei den als erforderlich erachteten Schußzöllen, was nicht übersehen werden darf. Das Bäckerhandwerk ist, wie alle übrigen handwerkerlichen Gruppen, an der Gestaltung eines für die geschwäch te Kaufkraft günstig liegenden Preisniveaus recht lebhaft intereffiert. Erfahren aber die Brotpreise aus den erwähnten Gründen eine Steigerung, dann ist es verkehrt, etwa den Druck nach Preissenkung nach der Seite zu lenken, die aus der Erhöhung keinerlei Nugen zieht. Hier sollte sowohl die Landwirtschaft wie auch die gesamte Verbraucherschaft die Zusammenhänge nicht verkennen. Das Handwerk ist wohl noch nie Gegner zollund handelspolitischer Forderungen gewesen, die für den Bestand einer gesicherten Landwirtschaft unerläßlich sind. Auf allen Gebieten sollten beide Berufsstände einander das richtige Verständnis entgegenbringen, denn eine gesunde Wirtschaft braucht immer den freien Bauer auf eigener Scholle und den selbstän digen Meister in freier Werkstatt. Zusammenschluß der deutschen und österreichischen Rechtspfleger. Die Gewerkschaft der oberen Justizbeamten Desterreichs ist dem Bund Deutscher Justizamtmänner, der Standesvertretung der Rechtspfleger und Urkundsbeamten Deutschlands, Auf der Straße" nach Samborz. Lokales. * Hessische Personalnachrichten. Erledigt sind: die Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Wetterfeld, Kreis Schotten( Dienstwohnung vorhanden und frei); die Lehrerſtelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Olfen, Kreis Erbach i. O.( Dienstwohnung ist vorhanden.) * Von der Universität. Dr. med. Günther Anton, der sich für das Fach der inneren Medizin zu habilitieren wünscht, wird Donnerstag, den 16. Juli, 18 Uhr in der Kleinen Aula, Ludwigstraße 23, über das Thema: ,, Wirkungsmechanismus und Anwendungsformen des Insulins" eine Probevorlesung halten. * Studentenschaft. Der Vorstand der Deutschen Studentenschaft hat nach einem telegraphischen Eigenbericht der„ Hessischen Akademischen Rundschau" den für Donnerstag nach Graz einberufenen 14. Deutschen Studententag mit Rücksicht auf die kritische politische und wirtschaftliche Lage einstweilen verschoben. Er hat den Hauptausschuß zur Stellungnahme über die derzeitige Lage für kommenden Donnerstag, den 16. Juli, abends, nach Berlin einberufen. Die Straße" nach Samborz ist ein ganz gewöhnlicher Feldweg, der von Dorf und Gut Miszewo östlich nach Samborz führt. Man findet beide Dörfer auf dem Blatt Posen, Bres lau, Oppeln, Plod, Piotrkow, herausgegeben von der Kartographischen Abteilung des Stellvertretenden Generalstabs der Armee 1914, Maßstab 1: 300 000, und zwar etwa 10 Kilometer östlich von Plock, das an der Weichsel liegt, und nördlich von Glupno. * Beschädigung des Wetterhäuschens in der Südanlage. Die Täter, die in der Nacht vom 5. zum 6. 7. 31 das Wetterhäuschen in der Südanlage beschädigten, fonnten nunmehr ermittelt werden. Es handelt sich um die Studenten Hermann Rinne und Werner Geitner, die bei dem Korps„ Silvania“ angehören. Es steht einwandfrei fest, daß weitere Personen nicht an der Zerstörung teilgenommen haben. Es ist der 4. Juli 1915, ein Sonntag. Wir die 5. Korporalschaft der 2. Komp. des 2. Landst.- Inf.- Batls. Darmstadt liegen in einem Bauernhause, das nicht weit von dem Herrenhause des Gutes Miszewo etwas gedeckt in einer Mulde steht. Dieser Mulde folgt ein Bächlein, das im Winter und auch noch im April recht munter ist. Bei Slupno vereinigt es sich mit einem anderen Wasserlauf und gewinnt dann in westlicher Richtung die Weichsel. * Weihe des Hindenburg- Hauses. Anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Studentenhilfe Gießen e. V. fand die offizielle Eröffnung des neuerbauten„ Hindenburg- Hauses" der Studentenschaft der Universität Gießen mit einer schlichten Feier statt. Staatspräsident Dr. Adelung und Ministerialdirektor Dr. Löh lein, die ihr Erscheinen zugesagt hatten, waren am Kommen leider verhindert. Der 1. Vorsitzende der Studentenhilfe und der= zeitige Rektor der Universität, Magnifizenz Prof. Dr. Eger, gab in seiner Festrede einen gedrängten Ueberblick über die großen Aufgaben und Schwierigkeiten, die die 1921 gegründete Studentenhilfe sich gestellt und überwunden hat, und dankte allen denen, die an dem Wert mitgeholfen haben, besonders auch dem Hess. Staatspräsidenten. Namens der Gießener Hochschulgesellschaft überbrachte Syndikus Dr. Meesmann, für die Stadt Gießen und den Oberbürgermeister, die dem Werke großes Wohlwollen und Unterstützung angedeihen ließen, Bürgermeister Dr. Hamm, für die Universität Errettor Prof. Dr. Brüggemann die Wünsche und Grüße an die Studentenhilfe. * Nr. 56 Buzbach- Hochweisel ist vom Abzweig nach Hausen vom 16. Juli ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Niederweisel- Ostheim und umgekehrt. Die Ortsdurchfahrt Schlitz im Zuge der Straße Schlitz- Lauterbach ist vom 20. Juli ds. Js. ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Salzschlirf Angersbach. Die Provinzialstraße Alsfeld- Lauterbach( Abtlg. Brauerschwend- Neumaar) ist vom 25. Juli 1931 ab für jeg Spartassentag fällt 1931 aus. Der für 1931 vorgesehene Sparkassentag fällt mit Rücksicht auf die schwierige allgemeinwirtschaftliche Lage aus. Dafür findet am 28. September- am 28. 9. 1881 ist der erste Sparkassenverband in Deutschland ge= gründet worden- in Berlin eine gemeinsame Tagung der Vorstände des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes und seiner Mitgliederverbände statt. Der Russe achtet nicht die Sonntagsruhe. Von morgens 4.30 Uhr bis 6 Uhr sendet er uns in der Form von Granaten und Schrapnells die üblichen Grüße. Schon die ersten Schrapnells weden uns. Mein Schlafnachbar, Landsturmmann Leonhard Daum aus Ober- Klingen, bekommt es etwas mit der Angst. Er springt auf und sucht in Strümpfen und mit den Stiefeln in der Hand nach einer sicheren Unterkunft. Die Schrapnellkugeln hören wir deutlich vom Dache unseres Häuschens rollen. Bald sieht aber auch unser Kamerad ein, daß es in unserer Bauernstube verhältnismäßig immer noch am sichersten ist, weil nichts in der Nähe mehr Sicherheit bieten kann, und er kehrt zurüd. Wir stellen jetzt erst fest, daß er in der Eile meine Stiefe erwischt hatte Der Tag fängt gut an! Abends rückt unser Zug wieder in die Stellung. Bald erzählt man sich, der Baum, der an der Straße" nach Samborz ( nach Osten) steht, solle nach Einbruch der Dunkelheit gesprengt werden. Wir werden nämlich seit Wochen von den Russen fortwährend durch einzelne Schüsse beunruhigt und auch ge= schädigt. Der russische Scharfschütze, den die Kameraden den Anton" nennen, tann seinen erhöhten Stand nur in jenem Baume haben, der am Wege nach Samborz fast unmittelbar vor der russischen Feldwache steht. Er muß also beseitigt werden, damit unsere Verluste aufhören. * Begnadigt. Das hessische Gesamtministerium hat den Landwirt Lehr aus Altenstadt zu lebenslänglichem Zuchthaus Am Samstag lichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Hergersdorf- Wallen glatt die westdeut Die Provinzialstraße Großen- Linden- Leihgestern ist in Sejuch am Samst rod. der Nacht vom 18. auf 19. Juli für jeglichen Verkehr gesperrt Umleitung über Gießen oder Langgöns. non 4000 3ujchau Die Organija nie als gut zu ben die Bahn- u * Pilzberatungsstellen und Pilzvergiftungen. Der beste ten Rüppel und Schutz vor Vergiftungen ist die Prüfung der gesammelten oder erständlich, daß d gekauften Pilze durch einen botanischen Sachverständigen. Die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde( Darmstadt) ist in der Lage, Pilzsachverständige und Beratungsstellen in allen Landestei len Deutschlands nachzuweisen. kei dem Die diesen Kämpfer dürften witte Rugelitogen: Kilo Sammerwerfen: 6 110 Meter Hürder 16,6 Gef * Hessische Landesstelle für Pilz- und Hausschwamm- Be: Sochiprung: Kraat ratung. Die Not der Zeit äußert sich unter vielem anderen jo: 200 Meter: Schaur fern, wie sich auch holzzerstörende Pilze in unseren Häusern sistus; Kilo- VfL mehr oder weniger unangenehm bemerkbar machen, weil meist 5000 Meter: Gerha wohl durch eine wesentliche Erhöhung der Pilzvergiftungs3: f seit Jahrzehnten( 1914) keine größeren Reparaturen vorgenom men werden konnten. Die seit 1919 in Darmstadt bestehende öffentliche Pilz- Beratungsstelle übt ihre gemeinnützige Tätig feit im Rahmen der obengenannten Stelle in der Stadtknaben schule, Ballonplatz 1, zu Darmstadt aus. Geleitet wird dieser Beratungsdienst durch das Mykologische Institut der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde. Die Beratungsstunden finden Montag und Donnerstag von 3-6 Uhr statt. Die Auskünfte sind tostenlos. An den übrigen Tagen ist der Leiter durch Fernruf Schaaf- 1900 6 4 mal 100 Meter: Behntampi: Jung den 4755 erreichbar. Auswärtige Ratsuchende wollen ihr Print schlecht. fungsmaterial als Warenprobe einsenden. * Verhindere Erkältung. Ein Gramm Verhinderung ist ebenso viel wert, wie ein Pfund Heilung, und ist auch viel Ei Sammerwerfen burg fonnte hier 14 6. 1931 auf der ter hinter dem deu Kugelitoßen: Berring- Gronau kilo vom VfL. Kilo die Bezirksn irrungen er t Hochsprung: beffen Preußen K ben Bezirksmeister 10 000 Meter: beiden Vertreter hardt 1900 Gie nad 6 km., auf. und Titel unangef 100 Meter: 3 der hervorragender 200 Meter- La Breuken Kajjel h billiger. Verhindere Erkältung! Wenn du fühlst, daß sie tom men will, oder wenn ein anderer sie im Hause hat, und du sicher bist, daß sie sich nächstens dir zuwenden wird, beuge bei Zeit vor. Wenn früher jemand mit einer Erkältung nach Hause kam, fo Holte die Hausmutter schnell einige Zitronen herbei und machte eine richtige starke Zitronen- Limonade. Sie wußte nicht, warum Zitronen gut gegen Erkältung sind, aber sie wußte, daß sie es sind, und das altbewährte Heilmittel tat seine gute Wirkung. Heute aber hat man eine wissenschaftliche Begründung dafür gefunden. Die Aerzte sagen uns, daß es nicht nur gut ist, eine heiße Limonade zu nehmen, ehe man ins Bett steigt, weil diese schweißtreibend wirkt und somit den Körper von giftigen Stof: fen reinigt, sondern daß man auch mehrmals am Tage eine solche Limonade trinken sollte. Der Grund dafür ist, daß Zitronen eine alfalische Wirkung auf den Körper ausüben. Mehr und mehr bekommt man dafür Verständnis, daß Zitronen und Apfelsinen, trotz ihres säuerlichen Geschmads, doch schließlich eine alkalische Wirkung ausüben und das beste Mittel bilden, das alfalische Gleichgewicht des Körpers zu erhalten. Medizinische Autoritäten behaupten, daß bei einer jeden Erkältung ein Ueberfluß von Säure vorhanden ist, der durch ein Sinfen des altali: schen Gleichgewichts verursacht wurde und daß die Herstellung dieses Gleichgewichts die schnellste und wirkungsvollste Art zur Behebung einer Erkältung ist. begnadigt. Bekanntlich hatte Lehr feine Geliebte, die 19jährige Zur Gesichts- Bräunung Maria Peppel, ermordet und war deshalb vom hiesigen Schwurgericht zum Tode verurteilt worden. Die Sprengung selbst sollen Pioniere ausführen. Sie solI aus Rastatt sein. Je ein Halbzug unserer 2. und 3. Kompanie, zusammen 32 Mann, mit den nötigen Gruppenführern, haben das Unternehmen zu deden. Der 1. und 2. Zug unserer Kompanie stellen je eine Gruppe. Unteroffizier Nidels( aus Seeheim) und Landsturmmann Strauß( aus Oberrad) melden sich freiwillig. Die übrigen Teilnehmer werden ausgelost. Bei dem Auslosen deutet Unteroffizier Molitor( aus Lorsch) auf den Mann, Unteroffizier Ridels, der uns den Rüden zukehrt, entscheidet mit Ja oder Nein. Ich bin der letzte Mann, der die Zahl 16 voll macht. * Straßensperrung, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E, V.( A. v. D.), Gießen. Die Provinzialstraße Wir rücken auf den freien Platz vor dem Herrenhause des Gutes Miszewo. Die Pioniere zeigen uns an einem dicen Baume, wie sie an dem todgeweihten Baume vor Samborz das Sprengmittel anbringen wollen. Wir bekommen noch die nötigen Verhaltungsmaßregeln mitgeteilt. Zwei Gruppen decken die Pioniere rechts, zwei links. Die Pioniere selbst gehen auf der Straße vor. Alles hat liegen zu bleiben, bis die Sprengung erfolgt ist, und dann zu versuchen, möglichst rasch wieder unseren Graben zu erreichen. Wir rüden nach der Belehrung wieder in die Stellung. Um 10 Uhr ist die Dunkelheit so weit vorgeschritten, daß das Unternehmen beginnen kann. Wir überklettern die Brustwehr des Grabens und durchschreiten zunächst die 15 Meter Stoppelfeld, die der besseren Sicht wegen durch Abmähen des Roggens vor unserer Stellung geschaffen worden sind. In dem noch stehenden Roggen zerreißt unsere Schützenkette. Unteroffizier Nickels schickt mich etwas nach links, nach den abgekom menen Kameraden zu sehen. Unverrichteter Dinge tehre ich zurüd. Nach dem Durchschreiten des Kornfeldes kommen wir an einen flachen Graben, der das bestellte Feld von einem großen Brachader trennt. Wir machen darin einige Augenblice Halt und beobachten. Da bringt Unteroffizier Vierheller von Hauptmann Künzel, der den Vorstoß auch mitmacht, den Befehl, weiter vorzugehen. Im Vorgehen sehen wir rechts von uns dunkle Gestalten in gebüdter Haltung vorhuschen. Es sind die Pioniere. Endlich sind wir genügend weit vor. Wir legen uns hin. Ringsum herrscht tiefe Stille! Es ist sternhelle Nacht. Der Mond ist nicht zu sehen. Wir haben ja heute lezztes Viertel. Der Brachacker ist mit Kamillen besiedelt. Wir blicken nach dem Baume halbrechts vor uns, auf den wir es abgesehen haben. Sein Geschick muß sich jeden Augenblick erfüllen! Da sprühen vorn am Baume einige Funken. Gleich darauf springen die Pioniere auch schon zurüd, und es folgt ein gewaltiger Schlag. Der Baum hebt sich etwas und legt sich dann auf die Seite. Der Russe kann bis dahin nichts gemerkt haben Er verhält sich im ersten Augenblick noch vollständig ruhig. Offenbar ist er nicht wenig verdugt, daß es so unvermittelt vor seiner Feldwache kracht. Bald aber hat er sich erholt, und es bricht ein wütendes Schnellfeuer los. Wir sind längst aufgesprun= gen und eilen über das Brachfeld unserem Graben zu. Wir perzichten darauf, uns durch Hinlegen zu decken, so lange wir laufen können. Ich lange wieder an dem flachen Graben an, der den Brachacker vom Kornfeld scheidet. Unmittelbar vor mir springt ein Kamerad in die hohen Halme. Ich benutze die von ihm getretene Bahn. In dem Getreidefeld ist das Laufen außerordentlich erschwert. Die Halme verwideln sich in den Gewehrriemen, obwohl ich ihn feit an den Schaft drücke. Bald wirft sich mein Vorläufer, außer Atem, der Länge nach hin Ich mache noch wenige Schritte und liege neben ihm. Der Russe feuert in unverminderter Stärke. Fürchtet er vielleicht einen weiteren Angriff von unserer Seite? Wir stellen uns, da wir uns noch nie gesehen haben und uns in der Dunkelheit Sch. aber auch zur Bräunung des ganzen Körpers bet Sonnen bädern verwende man die reizmildernde und fühlende Creme Leodorfettfret in roter Padung; fetthaltig in blauer Badung,-Tube 60 Pf. und 1 M Wirksam unterstützt durch Leodor Edelseife Stüd 60 Pf. 3u haben in allen Chlorodont- Berlaufsstellen. auch nicht erkennen tönnen, in fliegender Hast vor Jeder nennt rasch seinen Namen, Heimatort uĭw. Neben mir liegt Landsturmmann Hillebrand aus Bensheim( 3. Komp.). Wir wissen ja nicht, ob wir beide aus diesem Feuer herauskommen. Mein Gefährte drängt auf möglichst rasches Erreichen unseres Gra bens. Ich schlage vor, das Abflauen des russischen Feuers ab zuwarten. Unsere Leute schießen ja nicht, weil sie wissen, daß noch nicht alle zurück sind. Der Russe aber schießt ziemlich hoch, wie wir feststellen können Da macht mein Nebenmann Anstalten sich zu erheben Ein paar Geschosse, die in diesem Augenblid unmittelbar an uns vorbeigehen, veranlassen Hille brand, sich wieder zu mir zu legen. Nach einiger Zeit macht der Russe eine kleine Feuerpause. Sofort stehen wir auf und laufen weiter. Die Aufregung und das Verwideln der Halme in den Gewehrriemen zwingen uns aber bald, uns wieder hin zuwerfen. Wir kennen nicht genau die Richtung, die wir zu verfolgen haben. Um aber den Russen nicht vor die Gewehre zu laufen, halten wir uns möglichst rechts, denn von links her hören wir ihr Feuer. Nach mehreren Sprüngen in der schwü len Abendluft lichtet sich endlich, endlich das Kornfeld! Wit sind unmittelbar vor dem abgemähten Streifen, müssen also bald an unserem Graben sein. Wir rufen nach dem Graben hin: Hier Darmstadt!" Ein Kamerad antwortet uns, näher zu kommen. Er steht mit einem zweiten Mann am haufen" Posten. Wir sind ziemlich weit, von unserer Abmarsch stelle aus gerechnet, nach Nordwesten abgekommen! Nach einer fnappen Viertelstunde es ist bald 12 Uhr- gehen wir mit ihm zurüd Stein Außer uns zweien war auch noch Unteroffizier Jakob( 3. Komp.) vermißt gemeldet. Er hatte sich noch mehr verirrt und fam erst um 3 Uhr im ersten Morgengrauen zurück. Der Kirch turm von Miszewo wies ihm die Richtung. let weggefom wie beim Vorlau 400 Meter: G Student in Mar Den Zeit von 48 eutschen Hochsch 800 Meter: ährigen Meister zufamen durch 3 1500 Meter: Dat die Gieges unjeres Bezir Rajjel, Mel belegten die P noch guten Ze von den Bezir 5000 Meter des 10 000 M Der Mi Ein ,, Wo bleibt Ich habe ih In der Ka die vom Geschäft orgeht! Auf ein Sen wird schon Brenlods Worte in jeinen Mannic bei einem Begräf Die Verjamm langs des Spielf batten fie fich at prangen. Von d Wollen wir hollister düsteren Jekt find u Jungens," Spielern stand, machen, deshalb mit mübjam unte den Abjak seines Die Hollywoo Doll an. In ihre Πεδετταίώμης, δε Der Hollister, den ihnen stand, jchien Er schien sich zu und heitete seine Was Warr gann er. Jd h immer sehr gut Twarten war, ur Bazen schuldig." Eine lautloj ruppe der Zuhö ang aus. Wie ihr wi en Lage," fuhr e Rechnungen Klub vorgescholen geben. Es mußte wie ich haben scho Thr wißt aud Edhulben geriet. Prachtigen Manni uns jhulden. Ja, s jel bit gut genug Bugball gejpielt!" Kamerad Hillebrand lernte ich auch bei Tage kennen, als ich Neujahr 1916 in die 3. Kompagnie versetzt wurde. Er war da Angehöriger meiner Korporalschaft. Wir hatten vom 5. Juli ab vor unserem russischen Anton" Ruhe. Wir hatten zweifellos seinen Standpunkt" vernichtet. Als nun am 14. Juli 1915 im Osten der allgemeine Vormarsch begann, wurde ich nochmals an das Ereignis vom 4. Juli erinnert. Wir zo gen die Straße nach Samborz. Der entwurzelte Baum lag noch an seiner Stelle. An einer Seite des Stammes waren Bau flammern eingeschlagen, die das Besteigen des Baumes sehr erleichterten. Es führte von dem Baume aus auch ein Laus graben nach der russischen Stellung, die etwa 40 Meter zurüd lag. Wir hatten nun die Gewißheit, daß wir uns in jenem Baume an der Samborzer Straße nicht getäuscht hatten. Det Baum war nicht so harmlos, wie er aus der Ferne aussah Beschießen half nichts, da mußte er schon gestürzt werden. Unteroffizier Nickels hatte sich bei der Sache das Eiserne Kreuz 2. Klasse verdient, das ihm am 4. August ausgehändigt wurde. Landsturmmann Strauß und ich wurden am 6. über zählige Gefreite. Joh. Georg Jost. Jorgenerfüllte Gef Was die Zu mand jagen. Das um den Klub DO Bejagt habe, die Bublifum hier w jebem Totalen Nr. 3 ig nach Hausen vom 16. E. Umleitung über Riebe Die Ortsdurchfahrt Schlit hist vom 20. Juli ds. 35. in Imleitung über Salihliri Alsfeld- Lauterbach( Ab 25. Juli 1931 ab für j n- Linden- Leihgestern ist in jeglichen Verkehr gespe Mittwoch, den 15. Juli 1931 ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Die Westdeutschen Meisterschaften in Kassel. über Hergersdorf- Wale glatt die westdeutschen Meisterschaften in Kassel ab. öns. Bilzvergiftungen. Der be üfung der gesammelten o ischen Sachverständigen. ( Darmstadt) ist in der Lage sitellen in allen Landeste Am Samstag und Sonntag widelten sich reibungslos und War der Besuch am Samstag auch nur ipärlich, so war die Anwesenheit Don 4000 Zuschauern am Haupttampftag für Kasseler Verhältnisse als gut zu bezeichnen. Die Organisation, die hauptsächlich in den Händen der Herren Rüppel und Beuermann- Kajjel lag, war tadellos, desglei= hen die Bahn- und Plazverhältnisse. Es ist natürlich selbstverständlich, daß die Rolle, die unsere Leichtathleten im Bezirk bei diesen Kämpfen spielten, eine nur untergeordnete war, trotzdem dürften wir aber mit dem Erreichten zufrieden sein. Die Liste der siegreichen Hessen- Hannoveraner. Kugelstoßen: Kilo- VfL. Wetzlar 2. Plaz mit 12,85 Meter. Hammerwerfen: Gary- Kurhessen- Marburg 2. Platz 37,74 Meter Bilz und Hausschwamm- Hochsprung: Kraaz- Hessen Preußen- Kassel 2. Platz mit 1,75 mtr. fich unter vielem anderen j hung der Pilzvergiftungs 200 Meter: Schaurig- Hessen Preußen Kassel 3. Platz in 12,4 Set. 110 Meter Hürden: Sabottta- Hess. Preuß. Kassel 3. Platz in 16,6 Sef. Pilze in unseren Häuser Distus: Kilo- VfL. Wetzlar 2. Platz mit 40,53 Meter Semerkbar machen, weil mei eren Reparaturen vorgenom 919 in Darmstadt bestehend St ihre gemeinnützige Täti n Stelle in der Stadtfnaber t aus. Geleitet wird diese gische Institut der Deutsche eratungsstunden finden Mon r statt. Die Ausfünfte fin ist der Leiter durch Fernet jenden. 5000 Meter: Gerhardt- 1900 Gießen 3. Platz in 16: 08,4 Min. Schaaf- 1900 Gießen 4. Platz in 16: 08,6 Min. 4 mal 100 Meter: Hessen Preußen Kassel 5. Play in 43,8 Gef. Zehntampf: Jung- 1900 Gießen 6. Play mit 5068,61 Punkte. Einiges über die Wettkämpfe. Samstag: Hammerwerfen: Der alte Kämpe Gary Kurhessen Marburg fonnte hier mit 37,74 Meter( 40,01 Meter warf er am 14 6. 1931 auf den Gaumeisterschaften in Marburg) nur zweiter hinter dem deutschen Heeresmeister Grimm- Paderborn werden. Kugelstoßen: Die Leistungen waren in dieser Konkurrenz fuchende wollen ihr Pri recht schlecht. Mit 13,42 Meter blieb der vorjährige Meister Werring- Gronau wiederum Sieger. Den 2. Platz belegte kilo vom VfL. Wetzlar mit 12,85 Meter. Bekanntlich hat Kilo die Bezirksmeisterschaft in diesem Jahre mit 13,40 Meter errungen er tann also noch mehr. n Gramm Verhinderung i Heilung, und ist auch vi Wenn du fühlst, daß sie kor Ee im Hause hat, und du fic den wird, beuge bei Zeit Erkältung nach Hause fam, Zitronen herbei und mate Cade. Sie wußte nicht, mun d, aber sie wußte, daß fie es ittel tat seine gute Wirkung. fchaftliche Begründung dafür daß es nicht nur gut ist, eine an ins Bett steigt, weil diese Körper von giftigen Stof 5 mehrmals am Tage eine Grund dafür ist, daß ZitroRörper ausüben. Mehr und nonis, daß Zitronen un schmads, doch schließlich s beste Mittel bilden, d Szu erhalten. Medizinijhe er jeden Erkältung ein leber durch ein Sinken des altali urde und daß die Herstellung und wirkungsvollste Art zu Bunung Sh aber augu Bräunung des ganzen Rörpers bel Sonnen e und fühlende Treme Leodorer Badung,-Tube 60 Pf. und 1 M fe Stild 60 Pf. Zu haben in alle egender Haft vor Jeder nenn Hochsprung: Hier wurde unser Bezirksmeister KraatzSessen Preußen Kassel durch Stechen mit seiner Leistung von den Bezirksmeisterschaften( 1,75 Meter) 2. Sieger. 10 000 Meter: 5 Kämpfer traten auf die Bahn. Unsere beiden Vertreter Walpert Kurhessen Kassel und Ger= hardt 1900 Gießen gaben, der erste nach 4 Km., der andere nach 6 Km., auf. Kilp, der vorjährige Meister, brachte Sieg und Titel unangefochten an sich. Sonntag. 100 Meter: Jonath- Bochum machte dieses Rennen sicher in der hervorragenden Zeit von 10,5 Set., genau so riß er den Sieg im 200 Meter- Lauf an sich, Hendrig und Schaurig- Hessen Preußen Kassel hinter sich lassend. Schaurig war beim Start schlecht weggekommen und lief eine Zehntelsekunde schlechter wie beim Vorlauf. 400 Meter: Ein schönes Feld: Möller( Kölner BC.). z. 3t. Student in Marburg, siegte einwandfrei in der hervorragenden Zeit von 48,8 Set. vor Bergmann( Duisburg) und dem deutschen Hochschulmeister Hoeke- Köln. 800 Meter: Ein geschlossenes Feld, geführt von dem vor jährigen Meister Lefébre- Düsseldorf. Nr 2, 3 und 4 liefen fast zufamen durch Ziel. 1500 Meter: Hier holte sich ein zukünftiger OlympiafandiDat die Siegespalme. 3: 58,8 war feine Zeit! Die Vertreter unseres Bezirks: Christoph- Göttingen, Eisfeldt- Kurh. Kassel, Mellenbach Göttingen und Pauk stadt- Kassel belegten die Plätze 5, 6, 7 und 8. Christoph in der immerhin noch guten Zeit von 4:12 Min. Er verbesserte seine Leistung von den Bezirksmeisterschaften damit um 8 Gef. Des 5000 Meter: Auch diese Meisterschaft holte sich der Meister 10 000 Meter= Laufes vom Vortage, Kilp- Düsseldorf. Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 15. Fortsetzung. , Wo bleibt nur Warriner?" fragte eine Stimme. " Ich habe ihn schon gesucht. Wo ist er?" fragte Marr. " In der Kanzlei mit Hollister und sämtlichen Direktoren, die vom Geschäft abkommen konnten. Gott weiß, was da drüben Ben wird schon dazu sehen, daß uns kein Unrecht geschieht!" peim( 3. Komp). Wir i Wrenlods Worte bezeugten ein unerschütterlich festes Vertrauen in seinen Mannschaftsführer. jw. Neben mir liegt Land vorgeht! Auf eins fönnen wir uns auf jeden Fall verlassen: Feuer herauskommen. Mei ashes Erreichen unjeres Grc uen des russischen Feuers ab ja nicht, weil sie wijen, ca I Russe aber schießi ziemlid Da macht mein Nebenman paar Geschoffe, die in diejen Dorbeigehen, veranlassen Sille gen. Nach einiger Zeit mad e. Sofort stehen wir auf un Wollen wir nicht hinaus an die Luft? Wir sehen aus wie bei einem Begräbnis!" sagte Bennie, der Linksinnen. Die Versammlung verpflanzte sich auf die Sihreihe, die Längs des Spielfeldes unterhalb der Tribüne dahinlief. Kaum Hatten sie sich aber niedergelassen, als sie sofort wieder aufsprangen. Von der Kanzlei her sahen sie Ben Warriner und Hollister düsteren Antlitzes auf sich zukommen. Jetzt sind wir geliefert!" sagte Tranfield grimmig. " Jungens," sagte der Spielführer, als das Paar vor den nd das Verwideln der Salm Spielern stand, Mr. Hollister hat euch eine Mitteilung zu ns aber bald, uns wieder hin machen, deshalb ist er hierhergekommen." Warriner setzte sich nau die Richtung, die wir Ruffen nicht vor die Gewehr chst rechts, denn von lints be mit mühsam unterdrückter Bewegung auf die Bank und grub den Absatz seines Schuhes in den Erdboden. reren Sprüngen in der jih voll an. In ihren Augen und in ihren Gesichtern malte sich endlich das Kornfeld! W mähten Streifen, müssen all Die Hollywood- Spieler sahen ihren Manager erwartungsLeberraschung, denn vor ihnen stand ein neuer Hollister, nicht Der Hollister, den sie gekannt hatten. Der Mann, der da vor Wir rufen nach dem Graber ihnen stand, schien zögernd, nervös, um nicht zu sagen, schüchtern. amerad antwortet uns, nähe Er schien sich zu fürchten, den Spielern ins Gesicht zu sehen, zweiten Mann am Stein und heftete seinen Blick auf die obersten Sitze der Tribüne. ch weit, von unserer Abmari ften abgekommen! Nach eine Sald 12 Uhr gehen wir mi noch Unteroffizier Jatob atte sich noch mehr veritt und rgengrauen zurüd. Der Kirb e Richtung. ich auch bei Tage fennen, als " Was Warriner euch gesagt hat, ist richtig, Jungens," be gann er. Ich habe euch eine Mitteilung zu machen. Wir sind immer sehr gut miteinander ausgekommen, so gut es eben zu erwarten war, und was ich euch jetzt sage, bin ich euch gewissermaßen schuldig." Eine lautlose Stille lagerte sich plötzlich über die kleine Gruppe der Zuhörer, und ihre Gesichter drückten höchste Erwar tung aus. Wie ihr wißt, befindet sich der Klub in einer sehr schwieriSchaaf 1900 Gießen blieb ihm 3% Km. scharf auf den Fersen als Zweiter, fiel dann aber ab, mußte Obelode- Wissen an sich vorbeigehen lassen und wurde im Ziel noch von seinem Klubfameraden Gerhardt 1900 Gießen auf den 4. Platz gedrängt. Die Hürdenläufe: Hier gab es keine besonderen Leistungen Bei der furzen Hürdenstrecke, die der talentierte Pollmann von Düsseldorf 99 in 15,7 Gef. gewann, ist allerdings zu berücksich= tigen, daß die Differenz zwischen den Hürden nicht stimmte. Diesem Fehler, über den alle Teilnehmer Klage führten, fiel auch Saboitka- Hessen- Preußen Kassel zum Opfer, der sicher für mehr als 16,6 Set. gut ist. 4 mal 100 Meter: Die Staffel des T. u. S. Bochum mit Menje, Schumacher, Borchmeyer und Jonath war, wie voraus: zusehen, wenn alles klappte, nicht zu schlagen. Und es klappte! Die Bochumer liefen mit 41,8 Sef. eine feine Zeit heraus. Im Endkampf war unser Bezirk durch die Hessen- Preußen Kassel vertreten, sie tamen als letzte durchs Ziel, aber immerhin noch in der für unsere Verhältnisse guten Zeit von 43,8 Sef Weitsprung: Es währte lange, bis Mölle auf die Siebenmeterweite fam. Immerhin übersprang er zweimal die Marke mit 7,07 und dem siegreichen Sprung von 7,29 Meter. Distuswerfen: Hoffmeister lag lange zurüd und Kilo Spiel. Nr. 56 4 mal 100 Meter: 1. Tus Bochum 41,8, 2. KBC. Köln 42,2, 3. Duisburg 99 42,4, 4 Düsseldorf 99 43,4, 5. Hessen PreuBen Rajjel 43,8 Gef. Zur Nachahmung empfohlen! In welchem Geiste sollen Sportlämpfer und Zuschauer ,, antreten"? Zwischen den beiden nordischen Ländern Dänemark und Schweden besteht seit jeher bei Begegnungen der Nationalteams hizigste Fußball- Rivalität. Auch bei der letzten Begegnung in Schweden, welche in Stockholm zum Austrag fam, hatten zahlreiche dänische Schlachtenbummler ihre Mannschaft begleitet. Auf dem schönen Stadion leuchtet links die schwedische, rechts die dänische Flagge. Vor dem Spielanfange marschiert unerwartet eine Deputation mit der großen Inschrift„ Die dänischen Brüder grüßen Schweden" quer durchs Spielfeld. Vor der Stadionabteilung, in der die Dänen beieinander saßen, befestigte eine andere Abordnung die in großen Buchstaben deutlich leserliche Inschrift:„ Hier kommt der muntre Hauf von dänischen Passagieren Bis wir den Humor verlieren, muß schon allerlei passieren." VfL. Wetzlar hatte die besten Aussichten, einen ersten Sieg für Rechtsanwalt und Notar Peters Gießen 60 Jahre. Hessen- Hannover zu erringen. Erst mit dem letzten Wurf erreichte Hoffmeister die Meisterschaft, Kilo mit nur 49 cm hinter sich lassend. Wäre unserem Vertreter ein Wurf geglückt wie bei Bezirksmeisterschaften von 41,63 Meter, hätte Hoffmeister diesesmal das Nachsehen gehabt. Ergebnisse: Sonnabend: 10 000 Meter: 1. Kilp- Düsseldorf 32,24,8; 2. Obelode( Wissen) 33,07,4 Kugelstoßen: 1. Werring( Gronau) 13,42, 2. Kilo( Wetzlar) 12,85, 3. Lemperle( Marienburg) 12,83. Hammerwerfen: 1. Grimm( Paderborn) 42.02, 2. Gary( Marburg) 37,74, 3. Goitsch( Duisburg) 36,85. Hochsprung: 1. Busch( Köln) 1,80 Meter, 2. Kraatz( Kassel) 1,75 Meter, 3 Elsen( Köln) 1,75 Meter. Sonntag. 100 Meter: 1. Jonath( Tus Bochum) 10,5, 2. Hendrix( SchwarzRot Aachen) 10.8, 3. Kremer( KBC. Köln) 11. 200 Meter: 1. Jonath( Tus Bochum) 21,4, 2. Hendrix( SchwarzRot Aachen) 22, 3. Schaurig( Hessen Preußen Kassel) 22,4. 400 Meter: 1 Nöller( KBC Köln) 48,8, 2. Bergmann( T. u. Sv. 99 Duisburg) 49. 3. Hode( Univ. Köln) 49,1. 800 Meter: 1 Lefébre( Sp. Cl. 99 Düsseldorf) 1,56,4, 2. Cornelius( Tus Bochum) 1,57. 1500 Meter: 1. Schaumburg( Pol SV. Oberhausen) 3,58,8, 2 Dresen( DSC. Düsseldorf) 4,07,4. 110 Meter Hürden: 1. Pollmann( Sp. Cl. 99 Düsseldorf) 15,7, 2 Stödmann( T. u. Sp 99 Duisburg) 15,8, 3. Sobattka ( Hessen Preußen Kassel 16,6. 400 Meter Hürden: 1. Kürten( Sp. Cl. 99 Düsseldorf) 56.2, 2. Runter( Preußen Krefeld) 56,2, Handbreite zurüd, 3. Esjer( Sp Cl. 99 Köln) 56,3. Weitsprung: 1. Mölle( KBC. Köln) 7,29 Meter. 2. Kring( T. 1. S. 99 Duisburg) 7,04, 3. Lehmann( Sp. V. 1912 Büdeburg) 6,81 Distus: 1. Hoffmeister( Sp. C. 08 Münster) 41,02 Meter, 2. Kilo ( VfL. Wetzlar) 40,53, 3. Goitsch( Pol. SV. Duisburg- Hamborn) 39,64. Stabhoch: 1 Born( Pol. SV. Bochum) 3,60 Meter, 2. Bünte ( VfB. Detmold) 3,50. 5000 Meter: 1. Kilo( Sp. Cl. 99 Düsseldorf) 15,31,5, 2. Obe= lode( VfB. Wissen) 15,58,4, 3. Gerhardt( 1900 Gießen) 16,08,4. 4. Schaaf( 1900 Gießen) 16,08,6 Speer: 1. Mekdorf( Dortmund 95) 59 Meter, 2. Vögelin( Münſter 08 56,73, 3. Klamma( Tus Bochum) 52,90. spärlichen Besuchermengen, die wir die ganze Saison aufzuweisen hatten. Ihr kennt mich gut genug, um zu wissen, daß ich nie viele Worte mache. Im modernen Fußball darf man nicht weich und die Stimme sentimental sein. Aber glaubt mir, Jungens" des Sprechers zitterte ein wenig ,, daß kein Ereignis in meiner Fußballkarriere- und ich bin jetzt über dreißig Jahre dabei mich so tief gerührt hat wie diese Affäre." Hollister hielt inne, rüdte feinen steifen Hut weiter nach hinten, richtete seinen Blick auf die Gesichter seiner Zuhörer und fuhr dann fort: In wenigen Wochen kommt wieder der Pokal zur Austragung Ich habe große Erwartungen daran geknüpft. Wenn wir im Cup gut abgeschnitten hätten, hätte selbst diese Stadt mehr Interesse an uns genommen, und unsere Spieler hätten endlich den verdienten Besuch. Wir haben die besten Anlagen zu einer erfolgreichen Pokalmannschaft. Und da tommt uns diese Frage dazwischen!" Wieder machte der Manager eine Pause, als ob er darüber nachdenken wollte, wie er sich am besten ausdrüden könne. ,, Nun tomme ich zu der Mitteilung, die ich euch machen wollte. Es handelt sich um eure Zukunft, Jungens! Die Direk toren und ich, wir wollen nicht, daß ihr unter den Verhältnissen zu Schaden fommt. Wir wissen, daß der Zusammenbruch des Klubs nicht eure Schuld ist, sondern wir sind uns vollkommen darüber klar, daß ihr eurerseits diese Saison alles getan habt, um den Klub durch hervorragende Leistungen vorwärts zu brin gen. Ihr wißt wahrscheinlich auch schon, daß die Stadt voller Fußballtaperer ist, die die besten Klubs des Landes vertreten. Diese Leute werden jetzt bald am Geschäft sein; Hollywoods Unglüd ist für sie ein Gewinn, und sie werden die seltene Gelegenheit benutzen. Nun hört! Ich bin vom Direktorium des Hollywood- Klubs autorisiert, euch mitzuteilen, daß jeder von euch, der einem anderen Klub beitreten will, von uns sofort freigegeben wird." Ein Gemurmel des Erstaunens ging durch die Reihe der aufhorchenden Spieler. Hollister gebot mit erhobener Hand Ruhe und fuhr fort: „ Jhr müßt diese Entscheidung richtig auffassen. Es ist zwar wahr, daß die Ablösesummen, die der Klub für euch bekommen fönnte, uns in die Lage versehen würden, unsere sämtlichen Schulden zu bezahlen. Aber nicht deshalb machen wir euch diese Konzession. Die Direktoren wollen euch durch diese Entscheidung ihre Anerkennung für die treuen Dienste ausdrücken, die ihr dem Klub geleistet habt. Nur noch ein Wort, dann bin ich ju Ende: heute abend findet im Rathaussaal eine öffentliche Ver sammlung statt, welche über das Schicksal des Klubs entscheiden wird. Ich denke, ihr werdet dabei nicht fehlen wollen." pagnie verfekt wurde. Er war gen Lage," fuhr Hollister fort.„ Der Mann, der uns bis nun aljchaft. Wir hatten vom Die Rechnungen bezahlt hat und überhaupt das Geld für den ,, Anton" Rube. Wir hatter Klub vorgeschossen hat, will nun plöglich fein Geld mehr hervernichtet. Als nun am 14 geben. Es mußte einmal so kommen, und die Direktoren ebenso eine Vormarsch begann, wurd wie ich haben schon seit einiger Zeit so etwas erwartet. Der entwurzelte Baum lag not Schulden geriet. Weil die Einwohner dieser Stadt unserer ite des Stammes waren Bar prächtigen Mannschaft die Unterstützung versagt haben, die sie 5 Besteigen des Baumes felt uns schulden. Ja, Jungens, ich muß es euch sagen, obgleich ihr schwer geworden ist. om 4. Juli erinnert. Wir m Baume aus auch ein La Jhr wißt auch, wie es gekommen ist, daß der Klub in es jelbst gut genug wißt, ihr habt dieses Jahr verdammt guten Fußball gespielt!" Ein wehmütiges Lächeln huschte über das Was die Zukunft Hollywoods sein wird, kann heute niemand sagen. Das Direktorium wird alles tun, was möglich ist, um den Klub vor der Auflösung zu retten, aber, wie ich schon gesagt habe, die Aussichten sind die denkbar schlechtesten. Das Bublikum hier will uns scheinbar nicht, sonst hätten wir doch bei jedem lokalen Wettspiel 30 000 oder mehr Zuschauer statt der vigheit, daß wir uns in jene orgenerfüllte Gesicht des Klub- Managers, bevor er fortfuhr. ang, die etwa 40 Meter zur je nicht getauscht hatten. D vie er aus der Ferne ausi ich bei der Sache das Eiler und ich wurden am 6 übe er schon gestürzt werden. m am 4. Auguft ausgehandi Job Georg Jo Gebeugten Hauptes ging Hollister in seine Kanzlei zurück. Er sah aus wie ein Mann, dem die Bürde seiner Sorgen zu Einige Sekunden herrschte tiefe Stille, dann sprang einer der Burschen impulsiv auf. Hol's der Henker!" rief Finnegan mit vor Bewegung erstidter Stimme.„ Wir wollen den alten Burschen hoch leben lassen! Er hat es um uns verdient." Mechanisch stimmte Did Marr mit in die brausenden Hochrufe ein. Er war im Augenblid so benommen, daß ihm faum zum Bewußtsein fam, was sich soeben ereignet hatte. Es war jedenfalls ein wunderbares Ereignis für den junEs bedeutet heute keine Seltenheit, daß jemand auf 60 Jahre seines Daseins zurückblicken kann; aber- daß jemand in diesem immerhin schon betagten Alter mit der ganzen Kraft seiner Persönlichkeit sich für unsere schöne Sportsache einsetzt und mit Leib und Seele an ihr hängt, ist eine nicht alltägliche Erscheinung, die hervorgehoben zu werden verdient. Schon in seinen Jugendjahren widmete sich Herr Rechtsanwalt Peters dem Sport. Er liebte die Athletik und war ein Meister auf dem Gebiete des Ringens und des Kraftsportes. In Dankbarkeit an jene Lebensfreude, die ihm die körperliche Betätigung brachte, sah er seine vornehmste Aufgabe in der Erziehung und Ertüchtigung unserer Jugend Er ist nie gern in das Licht der Oeffentlichkeit getreten; still und bescheiden, aber in zäher, unverdrossener Arbeit hat er sich stets für die Belange des Sportes und seiner Ideale eingesetzt. Es gibt teine Vorstandssitung seines Vereins, in der er nicht anwesend ist und seinen von Erfahrungen gereiften Rat zur Verfügung stellt. So ist er uns Jungen nicht nur ein treuer Berater, sondern auch ein leuchtendes Vorbild: bescheiden, gewissenhaft, selbstlos und treu. So ist es erklärlich, daß nicht nur sein Verein, sondern auch wir hoffen, daß er uns allen als eifriger Förderer unserer Sportbewegung noch lange ers halten bleibt. Ein herzliches Glüd auf zum 60. Geburtstag! Vivant sequentes! G. Sport und Ernährung. Obwohl man in Deutschland in steigendem Maße den ver schiedensten Gebieten des Sportes große Beachtung schenkt, wird auf die richtige Ernährung des Sportlers im allgemeinen nicht allzu großer Wert gelegt. Für das Training und Hochtraining ist eine individuelle Ernährung unerläßlich. Der Sportler muß reichlich, jedoch keinesfalls übermäßig Nahrung zu sich nehmen. Flüssigkeiten, in großen Mengen genossen, sind während des Trainings nur störend. Achtet der Sportler allezeit auf eine gesundheitliche Lebensweise, so ergibt sich für ihn erst das tadellofe Zusammenarbeiten von Herz und Lunge, Muskeln, Gelenken, Sehnen und den Organen, die im Hochtraining allesamt als Wegbereiter zu hervorragenden sportlichen Leistungen anzusehen sind. Der Durchschnittsmensch sollte jedoch niemals vergessen, daß sein Körper erst herangebildet werden muß, und daß eine unsinnige, schädliche Ernährung nicht nur schlechte Sportresultate zeitigt, sondern zu Erkrankungen des Organismus führt. gen Mann. Nichts, was er bis nun erlebt hatte, tonnte sich mit dem Gefühlsausbruch dieser Spieler vergleichen. Er war stolzer als je, zu ihnen zu gehören. Wie immer ging er auch heute mit Ben Warriner nach Hause. Beim Ausgangstor sahen die beiden einen unordentlich aussehenden jungen Mann, dessen Augen vor Aufregung hinter den dicken Brillengläsern glizerten. Er lief auf sie zu und faẞte den Hollywood- Spielführer beim Arm. Gib die Hoffnung nicht auf, Ben," sagte er.„ Die halbe Stadt wird heute abend bei der Versammlung sein, das verspreche ich dir!" Er drückte noch einmal aufmunternd Bens Hand und eilte davon. Jimmy Dunster vom Abendblatt," erklärte Warriner lafonisch.„ Er hat mehr für den Klub getan, als mancher bezahlte Funktionär tun würde. Ich glaube, der überlebt es nicht, wenn Hollywood untergeht!" ,, Wie sind die Aussichten, Ben." ,, Schlecht! Es tut mir leid, es sagen zu müssen, aber es ist die nadie Wahrheit. Soviel ich gehört habe, wollen die Direktoren heute abend in der Versammlung an die Stadt appellieren; aber was fann das helfen. Wenn die Stadt wirklich Interesse an dem Klub hätte, dann wäre es nicht so weit gekommen. Jetzt, fürchte ich, wird es zu spät sein," fügte der alte Internationale bitter hinzu. Es ist nicht so sehr meinetwegen," fuhr Warriner fort. Ich habe dir ja erzählt, daß ich fünfzehn Jahre bei Midchester City gespielt habe, und ich glaubte, daß ich mit dem Fußball fertig wäre, als ich mein kleines Hotel faufte und mich in Hollywood niederließ. Nur durch einen Zufall fing ich wieder an zu spielen. Ich stehe am Ende, die meisten von euch, Jungens, aber erst am Anfang. Deshalb haben die Direktoren mit echtem Sportgeist beschlossen, euch keine Hindernisse in den Weg zu legen, wenn ihr eure Freigabe verlangt." Ich glaube aber, daß die Direktoren in ihrer Rücksichtnahme auf die Spieler selbst benachteiligt werden. Es ist ja nicht ausgeschlossen, daß der Klub noch durch irgendein Wunder gerettet wird. Was tönnten die Direktoren dann tun, wenn die ganze Mannschaft andere Engagements angenommen hat? Das wäre doch sehr unangenehm." ,, Sie würden, so gut es geht, weiterarbeiten müssen, vermute ich," sagte der Internationale und fügte nach einigen Gefunden hinzu:„ Ich glaube eigentlich nicht, daß alle von unseren Burschen von dem eingeräumten Recht Gebrauch machen werden." Nach diesen Worten trennten sich die Freunde, und Marr, der in einen vorüberfahrenden Straßenbahnwagen sprang, war in furzer Zeit zu Hause. In der Tür trat ihm seine Hauswirtin zitternd und erregt entgegen. sie. In ihrem Zimmer wartet jemand, Mr. Marr," flüsterte Er fam vor einer Stunde und sagte, er müsse auf Sie warten, weil er Ihnen etwas Wichtiges mitzuteilen hat. Er hat einen roten Schnurrbart und sieht aus wie ein Detektiv, nur besser angezogen. Ach, Mr. Marr, hoffentlich haben Sie ridits angestellt!" jagte die gute Geele mit zitternder Stimme. ,, Nein, Mrs. Cor, ich habe wirklich nichts angestellt," sagte der Fußballer und flopfte seiner Wirtin beruhigend auf den Rüden. Und obwohl ich niemals wette, würde ich gern einen Schilling riskieren, daß der Herr, der auf mich wartet, fein Detektiv ist. Versprechen Sie mir, sich nicht mehr um mich zu Fortsegung folgt. jorgen!" Mittwoch, den 15. Juli 1931 Aus Nah und Fern. Klein- Linden. Ein rücksichtsloser Autofahrer streifte beim Ueberholen in der Weklarerstraße ein Pferd des Mühlengespanns Weigel von der Sorgenmühle bei Allendorf. Dabei wurde dem Tiere die Haut am Hinterschenkel aufgerissen, so daß es zusammenstürzte. Der Fahrer suchte in der Dunkelheit zu entkommen, doch konnte seine Wagennummer festgestellt werden. Später gelang es auch, den Autolenker zu ermitteln. Er wurde noch in der gleichen Nacht im Straßengraben bei Garbenheim aufgefunden. An dem Wagen, der zertrümmert war, hingen noch die Hautfehen. Der Fahrer selbst hatte schwere Brustverlegungen erlitten. Hausen. Am 1. August 1931 tritt der Kommunalforſtwart Heinrich Mad auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten in den Ruhestand. Lich. Hier geriet der Schafherdenbesitzer Eß aus Dornassenheim in einer Kurve mit seinem Auto in den Straßengraben. Das Auto überschlug sich und begrub den Fahrer und seine Frau unter sich. Die Insassen eines vorüberfahrenden Wagens be= freiten die Verunglückten, von denen die Frau schwere Verlegungen davontrug. Das Auto mußte abgeschleppt werden. Ettingshausen. Der frühere Gemeinderechner des Dorfes wurde wegen schwerer Amtsunterschlagung zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte nahezu RM. 4000,- unterschlagen. Schotten. Unter dem Protektorat des Großherzogs Ernst Ludwig hält hier der Verein für deutsche Schäferhunde aus Anlaß des 10jährigen Bestehens seines Landesverbandes Hessen, bezw. Rhein- Main, am 29. und 30. August ein ,, Hessisches Jubiläumspreishüten" ab, für das zahlreiche Preise von Privaten und Behörden zur Verfügung gestellt wurden. Lauterbach. In der zwischen Jlbeshausen und Hochwaldhausen gelegenen Zeilmühle brach Großfeuer aus, das sich in außerordentlich kurzer Zeit auf den Mühlenbetrieb, das Wohnhaus und die Stallungen ausdehnte. Die Mühle mit Wohnhaus und Stallungen wurde eingeäschert. Die Hausbewohner fonnten nur das nackte Leben in Sicherheit bringen. Friedberg. Auf dem Bahnhof wurde beim Ausladen von Schienen der Bahnunterhaltungsarbeiter Kari Bender aus Friedberg tödlich verletzt. Der Verunglückte hinterläßt Frau und vier Kinder. ,, Gießener Zeitung" Sonst zeigt der Jagdkalender noch viel schwarze Felder 3war beginnt am 16. Juli die Schußzeit für Enten und Sumpfschnepfen, indessen ist dabei mit großer Vorsicht zu verfahren, und geringe Schose sind unbedingt zu schonen. Ganz besonders gilt dies auch für die Mutterente, die leicht daran kenntlich ist, daß sie vor dem Hund schnell aufgeht, aber bald wieder einfällt. Wird sie vorzeitig abgeschossen, dann gehen die jungen Enten, die der Führung unbedingt bedürfen, gewöhnlich zu= grunde. Darmstadt. Das Postauto der Linie Darmstadt- Oppenheim stieß bei Berkach mit einem Lastauto zusammen. Das Lastauto fuhr in starkem Tempo dem Postwagen in die Flanke, wobei der Chauffeur schwer verletzt wurde und in bewußtlosem Zustand abtransportiert werden mußte. Mehrere Fahrgäste des Postautos erlitten Verletzungen. Marburg. 58. Gauturnfest des Gaues Hessen. Zum fünften Male wird in den Tagen vom 18. bis 19. Juli Marburg an der Lahn die Hessenturner zur Durchführung eines Gaufestes empfangen. Jagdkalender für Juli in Hessen. Auf streunende Hunde und Katzen ist besonderes Augenmerk zu richten, die an dem jungen Wild bedeutenden Schaden anrichten. Ferien zu Hause. Nr. 56 Sachen halte man weit von sich und gehe im großen Bogen um sie herum. Man beforge sich geeigneten Lesestoff, an den man sonst so leicht nicht kommt, taufe sich von dem ersparten Reisegeld ein lange ersehntes Buch oder versorge sich ganz nach Laune und Geschmad in einer Leisbibliothek. Wer besondere Interessen hat, die außerhalb seines Berufes liegen, oder Liebhabereien, soll sich ungestört diesen hingeben. Man kann diese Gedanken noch lange ausspinnen. Jedem ist es nicht gegeben, das Alltägliche in der Alltäglichkeit von sich zu werfen, manch einer kann es aber mit einiger Ueber= legung und gutem Willen lernen, und wenn die Ferien zu Hause auch immer nur ein Ersatz für Ferienreisen bleiben werden, auch in ihnen können wir genügend Erholung finden, wenn wir anspruchslos und zufrieden sind und guten Willens, sie zu suchen. Von Med.- Rat Dr. Weber- Waldkirch( Baden). Die Not der Zeit wird viele Menschen in diesem Jahre zwingen, auf die sonst geplante und nur sehr erwünschte Erholungsreise zu verzichten. Man kann das, auch ohne gleichzeitig auf Erholung verzichten zu müssen, man muß nur täglich überlegen, wie man dies Ziel erreicht. Und schon diese Ueberlegung, die ganz reizvoll sein kann und die einem sonst im Alltagsleben ferne liegt, ist ein gewisser Faktor der Erholung. Es sind andere Gedanken, als die, die uns sonst beschäftigen, und alles, was anders ist, als gewöhnlich, dient unsern Zweden. Zunächst die Finanzverhältnisse: wir müssen uns bewußt sein, daß wir durch die unterlassene Reise viel sparen und können daher unsere Finanzlage von einem anderen Gesichtspunkt aus ansehen, als gewöhnlich. Wir können uns einen Bruchteil der Reisekosten für das Urlaubsleben zu Hause zurückstellen und uns dafür manches leisten, was wir uns sonst nicht gönnen: dann und wann ein Mittag- oder Abendessen auswärts, hin und wieder auch einige Delikatessen bei den häuslichen Mahl= zeiten oder eine Zulage zum ersten Frühstück, denn auf Reisen spielt ja für die meisten das bessere Essen eine Hauptrolle. Dann das tägliche Spazierengehen und Ruhen in der Natur. In kleinen Städten hat man dies leichter, als in großen, aber auch in großen ist überall Gelegenheit dazu ge= boten, man muß sie nur zu finden wissen. Diese Spaziergänge, die zu Entdeckungsreisen werden können, müssen sich von den gewöhnlichen Sonntagsnachmittagsspaziergängen unterscheiden. Besonders genußreich sind sie, wenn wir sie Vormittags machen und an Wochentagen, weil wir das am wenigsten gewöhnt sind. Es kann dann immer noch genug Zeit bleiben, um für das Mit tagessen zu sorgen, oder es bleibt abwechselnd ein Familienmit= glied zu Hause. Dann eine gediegene Nachmittagsruhe, wie man sie sich sonst an Wochentagen auch nicht leisten kann. Aber immer muß man sich vergegenwärtigen, daß man eigentlich auf Reisen ist, und vieles, was man sonst zu Hause tun würde, auf Reisen aber einfach liegen läßt, muß auch jetzt ungetan bleiben. Deshalb wird auch eine gewisse Vorbereitung auf die Reise daheim nötig sein, damit Kleider, Wäsche und aller Bedarf vorhanden ist, ohne uns unliebsame Arbeit zu machen. Wenn es sein muß, fann man einmal einige Stüde auswärts waschen lassen, wie man es in der Sommerfrische auch tun würde, man muß nur immer wieder den guten Willen zur Bequemlichkeit und Faulheit haben, selbst wenn man sich dazu zwingen muß. ( Mitgeteilt vom Hess. Jagdklub e. V. Darmstadt.) Rot und Damhirsche werden mit dem Aufbau ihres Kopfschmuckes im Laufe des Monats fertig. Gegen Ende beginnen sie zu fegen. Obwohl in Hessen teine Schonzeit ist, wird der meidgerechte Jäger noch Hahn in Ruh" lassen, denn noch braucht es Zeit, bis Geweih und Schaufel in der Farbe einwindfrei werden. Die Brunst des Rehwildes, die Blattzeit, beginnt mit der zweiten Hälfte des Monats und bringt dem Jäger große Freuden. Man hüte sich, mit dem Blatten allzu früh anzufangen cder Mißbrauch mit dem Blattinstrument zu treiben, denn bald ist ein Revier ,, perblattet" und dann reagiert kein Bock mehr, selbst auf die zärteste Musik. Wie soll man Obst essen? Von H. Klepp- Berlin. Erschei Bezugspreis Redaktionsschluß fri endung nicht verl 44. Jabeg Voliti Die Regierung burd Notverordnung Die Regierung h Ausfahreitungen erla Gegenstand hat. Die Mitteilunge chaftstommijjar mi verschiedene Zweige ju ernennen beabsich Bon Montag ab 20 Mart täglid großen Rahmen wir Von den verschiedensten Seiten wird eifrig dafür geworben, Obst möglich frisch und nicht gekocht oder geschmort, oder sonst mit Feuer zubereitet zu genießen. Andererseits wird mit Eintritt der Obstzeit auch wieder darauf hingewiesen, daß rohes Obst oft zu Magenverstimmungen oder noch ernsteren Ver= dauungs- und Stoffwechselstörungen Anlaß geben könne. Aengstliche Gemüter wissen sich gegenüber diesen, sich durchaus widersprechenden Angaben und Wirrungen nicht anders zu helfen, als daß sie wenn auch ungern auf den Genuß frischen, nicht besonders zubereiteten Obstes vollkommen verzichten. Das ist aber unnütze Ueberängstlichkeit. Frisches Obst müssen nur diejenigen meiden, denen des ihrer Körperverfassung wegen vom Arzte ausdrüdlich verboten worden ist. Das aber ist glücklicherweise nur eine kleine Anzahl von Volksgenossen. Alle anderen brauchen sich den Frischobstgenuß wirklich nicht verfümmern zu lassen, wenn sie nur eine einfache, überall mögliche und durchaus nicht lästige kleine Vorsichtsmaßregel anwenden. Man muß sich nämlich nur daran gewöhnen, kein ungewaschenes Obst zu essen. Einfaches Abspülen mit Wasser genügt hier schon zur Reinigung. Zu Hause und an Orten, wo Frischwasser jederzeit zur Verfügung steht, begegnet diese Reinigung natürlich keinerlei Hindernissen, es sei denn der nicht unberechtigte Einwand der Hausfrau, daß einmal gewaschenes Obst sich nicht so gut und so lange hält wie ungewaschenes, und daß deshalb gewaschen auf den Tisch gebrachtes Obst auch vollständig verzehrt werden müsse. Aber dieser in Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit wurzelnden, kleinen Schwierigkeit läßt sich auf die einfachste Weise begegnen, ohne die Gemütlichkeit einer Tafelrunde zu beeinträchtigen. Wo Obst ungewaschen auf den Tisch gebracht wird, stelle man gleichzeitig entsprechende Gefäße mit reinem Wasser auf. Recht weitbauchige Trinkgläser oder Glasschalen sind hier geeignet und ausreichend, daß sich jeder Obstesser unmittelbar vor dem Verzehren sein Obst selbst abspülen kann. Bei geschickter Anordnung können der artige Spülgefäße sogar nicht unwesentlich zum Tafelschmud beitragen. Auf Ausflügen aber wird sich meist ein Brunnen oder eine Wasserzapfstelle finden lassen, die es erlaubt, das Obst kurz vor dem Genuß abzuspülen. Auf Ausflügen oder Reisen zum Verzehr mitgenommenes Obst fann evt. vor der Mitnahme gewaschen und dann entsprechend verpackt werden. Erfahrungsgemäß werden nur in den allerseltensten Fällen derartig mitgenommene Eßwaren wieder mit nach Hause ge= bracht, also die Gefahr des Verderbens ist hier nicht groß. Jm übrigen gilt das Waschen des Obstes vor dem Genuß vorbie die alte Volksweisheit: Bange machen gilt nicht!" An Regentagen ist man zu Hause überhaupt besser aufge= hoben als auf Reisen, und man wird sich freuen, an solchen Tagen die gewohnte häusliche Bequemlichkeit um sich zu haben, ebenso wie man sich jeden Abend freuen kann, in sein eigenes Bett zu kommen, von dem man weiß, daß es lang und breit genug ist. Die Gewöhnung an ein fremdes Bett kostet manchen empfindsamen Reisenden einige schlaflose Nächte. Die Unterhaltung und der Zeitvertreib muß natürlich auch ein ganz anderer sein, als gewöhnlich. Alle beruflichen An unsere Sparer! Die Tatsache, daß die Darmstädter- und Nationalbant ihre Schalter vorläufig schließen mußte, hat naturgemäß unter den Einlegern auch der anderen Geldinstitute, namentlich der öffentlichen Sparkassen, Beunruhigung hervorgerufen. Ausgehend von der Voraussetzung, daß auch die Einlagen bei den Sparkassen ge= fährdet seien, setzte heute ein allgemeiner Ansturm von Einlegern auch auf unser Institut ein, der jeder ver: nünftigen Grundlage entbehrte. Wir sahen uns daher veranlaßt, die vorhandenen Barmittel zu rationieren, um jedem unserer Einleger einen Betrag auszahlen zu können. Wir erklären ausdrücklich, daß wir als öffentliches Institut an den Vorgängen bei der Darmstädter- und Na tionalbant nicht beteiligt sind und daß Deckung für unsere Einlagen in der ge= setzlich vorgeschriebenen Form zur Verfügung steht. Selbstverständlich ist es unmöglich, alle ausgeliehenen Gelder plötzlich zu kündigen, eine Maßnahme, die weiteste Kreise in der Wirtschaft namentlich im Mittelstand und Kleingewerbe in Mitleidenschaft ziehen würde. Wir erwarten daher von unseren Einlegern, daß sie uns das seither erwiesene Vertrauen auch weiter bewahren, zumal keinerlei Gefahr für die Einlagen besteht. Wir werden alles tun, um die allgemeine Krise in einer Form, die den Wünschen unserer Einleger in weitgehendstem Maße entspricht, zu überwinden, müssen selbstverständlich aber auch die Erwartung aussprechen, daß von seiten der Einleger alles getan wird, um eine reibungslose Abwidlung des Verkehrs zu gewährleisten, und daß vor allem Abhebungen, die nicht unbedingt zur Bestreitung der nötigsten Ausgaben vorgenommen werden müssen, unter: bleiben. Gießen, den 13. Juli 1931. Union Bezirkssparkasse Gießen. Heízí Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken ausgefekt Verantwortlich: G. Burgeleit, Gießen. Albin Klein Gies sen Vom einfachen Handzettel bis zu den umfangreichsten Katalogen werden alle Drucksachen in Qualitätsausführung schnellstens und preiswert geliefert. 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