Nr. 21 zunächst quer zur Hel fafer. Dabei hält man Bild 4 von Zeit zu Zeit etwas rbeit etwas Zeit nehmen, nn zu verteilen. Chen ist, dann ist er nad en und kann, wenn nötig, Ist auch dieser trocken, jorgjam getrocknet. G chonend behandelt werden. übliche Weise gebobnert. nstrich eine bedeutend län ßboden ist eine Zierde der Een. Die Ausgabe ist ge llte man feinen häßlichen hnung dulden. her. nd. Anweisungen zur et iften und Versandabteilun bbildungen, Mt. 6,30. Ver vorliegende Buch wendet = ill sie anleiten, ihrem Ge liedern und damit ,, mehr in 17 Kapiteln die Re Einrichtung eines solchen Versandabteilung ist ein ng, mit der das Geschäft in Zeiten der Depression er auch manchem tüchtigen he selbständig zu machen. Seit etwas mehr als zw Vertrages, gibt es wiede er Papst wieder weltliche à del Vaticano wird je bringt die neueste Num esse( Nr. 15) einen inter am Tag des Buches 1931", Der neuesten Nummer det Diese Nummer hat aub gsreichen, unterhaltenden t nun einmal( tatistija darüber in der ne Euer den Junggesellen zu lder, Artikel und Novel e, die Sie wissen müssen Einblide vermitteln. Die aben. 5. Burgeleit, Gießen. 1 e S -t. Giessen 5 und 2526 gesucht! Buch- und Zeitungs- Druckerei alle arbeitslosen Herre A. Bezirken. Näheres dur Ben, Güdanlage 21. Feinmech- Meist steme Schreibmaschinen inen in Kauf und Miete Telephon Nr. 37 stoff Union Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Sedaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder RüdJandung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. - Politische Rundschau. Die Gerüchte über eine geplante Anleihe des Reiches wer den von unterrichteter Seite als völlig aus der Luft gegriffen bezeichnet. Der Leiter der Abteilung Voltsbegehren beim Bundesamt des Stahlhelms hat dem Reichskanzler die größten Fälle der Behinderung des Boltsbegehrens durch die Behörden übermittelt und den Schuß der verfassungsmäßigen Vollsabstimmung er: beten. Der Reichskanzler wird erst am 23. April von seinem Oster: urlaub nach Berlin zurüdkehren. Reichsinnenminister Dr. Wirth ist Montag vom Papst in längerer Privataudienz empfangen worden und hat anschließend dem Kardinalstaatssekretär Pacelli einen Besuch abgestattet. In den Verhandlungen über das Flottenablommen zwischen England, Frankreich und Italien sind neue Schwierigkeiten entstanden, so daß mit einer Verzögerung der Wiederaufnahme der Besprechungen gerechnet wird. Zu der Erkrankung des deutschen Botschafters in London, von Neurath, wird von zuständiger Stelle betont, daß es sich nicht um eine ,, diplomatische Krankheit", sondern um eine tatsächliche Erkrankung handele. Am 12. April jährte sich der Tag, da vor drei Jahren das Flugzeug Bremen zum Ozeanflug aufstieg. Der Senat hat den Zufahrtsweg zum Flughafen Bremen Hünefeld- Straße be= nannt. Der nationalsozialistische Reichstagsabgeordnete Dr. Goeb= bels wurde am Dienstag vom Schöffengericht Berlin- Mitte wegen Aufforderung zum Ungehorsam gegen das Uniformverbot tuf Grund des§ 110 des Reichsstrafgesetzbuches zu zweihundert Mark Geldstrafe, eventuell zu zwanzig Tagen Gefängnis und vegen Beleidigung des Polizeivizepräsidenten Dr. Weiß zu 1500 Mark Geldstrafe oder fünfzehn Tagen Gefängnis verurteilt. Das Schössengericht in Kassel verurteilte den nationaljozialistischen Reichstagsabgeordneten Gottfried Feder wegen Bergehens gegen das Republikschutzgesetz zu einem Monat Gefängnis. Montag abend wurden in Chemnitz drei Fußgänger, von denen einer das Stahlhelm- Abzeichen trug, von 70 uniformier= ten Roten. Frontkämpfern mit den Worten:„ Das ist auch so tin Mörder!" überfallen und schwer mishandelt. Als ein leberfallfommando eintras, flüchteten die Kommunisten. Von ken Tätern konnte keiner ermittelt werden. Durch ein neues Dekret der Sowjetregierung wird der bis: herige Patentschutz für technische Erfindungen zwar formal noch aufrechterhalten, aber praktisch illusorisch gemacht. Das berührt sowohl inländische, als auch ausländische Interessen. Der Oberpräsident der Provinz- Hessen- Nassau hat das Ver: bot des Tragens einheitlicher Parteiuniformen oder Bundesfleidung der NSDAP. sowie deren Unter-, Hilfs- und Nebenorganisationen auf Grund des§ 8 der Verordnung des Reichspräsidenten für den Umfang der Provinz Hessen- Nassau verordnet. Keine Arbeitsdienstpflicht. Berlin. In der kommen Woche wird die wutachterkommission ihr neues Gutachten fertigstellen. In diesem Gutachten wird zur Frage der Arbeitsdienstpflicht und der produktiven Erwerbslosenfürsorge Stellung genommen. Bisher ist allerdings erst eine Einigung in der Frage der Arbeitsdienstpflicht zustande gekommen, während die abschließenden Beratungen über die produktive Erwerbslosenfürsorge in diesen Tagen stattfinden. Nach gründlicher Untersuchung ist die Brauns- Kommission dabei zur Ansicht gelangt, daß die Arbeitsdienstpflicht als gesetzliche Raßnahme abgelehnt werden müsse, weil, und dabei schließt sich die Kommission dem Standpunkt des Reichsarbeitsministeriums an, die Einführung einer gesetzlichen Arbeitsdienstpflicht in finanzieller Hinsicht untragbar sei. Zollabkommen auf der Ratstagung. Genf. Die Note der englischen Regierung an den Generaltretär des Völkerbundes, in der ersucht wird, das deutschterreichische Zollabkommen auf die Tagesordnung der Maitegung des Völkerbundsrates zu setzen, ist auf die Tagesord mung des Völkerbundsrates gesetzt worden. Italien stimmt dem Schritt Englands zu. Rom. Die Haltung Italiens zum deutsch- österreichischen 30llprojekt ist nun soweit entschieden, daß die faszistische Regiering beschlossen hat, die Prüfung der Tragweite und Rückwirfang des Paktes dem Völkerbundsrat in seiner Maisaison zu übertragen. Italien ist somit mit England solidarisch. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Mittwoch, den 15. April 1931 Paris. Briands Gegenoffensive. Ueber die französischen Vorbereitungen für Genf wird amtlicherseits strengstes Stillschweigen gewahrt. Wie in politischen Kreisen verlautet, wird sich die Tätigkeit des Außenministeriums in folgender Richtung entwickeln: 1. Mobilisierung der östlichen„ ,, Vasallenstaaten", 2. Vorbereitung eines allgemeinen Vorzugs- Zollsystems zugunsten Desterreichs und 3. Schaffung einer wirtschaftlichen Donau- Föderation. Die Pläne setzen eine Verständigung mit England voraus. Briand wird zweifellos alle Anstrengungen machen, um sich zu behaupten. Desterreich fündigt das Zollabkommen mit der Tschechoslowakei. Wien. Desterreich hat sich nunmehr entschlossen, die Han delsvertragsverhandlungen mit der Tschechoslowakei durch die schon seit längerer Zeit geplante Kündigung des im Jahre 1927 abgeschlossenen Zusatzabkommens zu beschleunigen. Die Kündigung wird am 15. April erfolgen, so daß die Aenderung des Zolltarifs bereits für den Monat Juli eintritt. Ende der Monarchie in Spanien. Madrid, 14. April. König Alfons hat abgedankt. Nach Mitteilung des Republikanerführers Maranon hatte der König zunächst die Absicht, die Krone dem Kronprinzen zu übertragen. Das wurde aber von 3 amora abgelehnt, und der König entschloß sich darauf, von allen dahingehenden Forderungen abzusehen und unter folgenden Bedingungen die Krone niederzulegen: 1. Spanien mit allen Ehren verlassen zu dürfen; 2. daß ihm Gelegenheit geboten werde, sein Privatvermögen zu liquidieren und darüber zu disponieren; 3. daß seine Abreise unter militärischen Ehrenbezeugungen erfolgen wird. In Regierungskreisen rechnet man damit, daß die königliche Familie heute abend noch im Sonderzug nach Paris abreisen wird. Aus dem hessischen Landtag. Darmstadt. Jm hessischen Landtag begann die Etatsberatung. Präsident Delp teilt bei Sigungseröffnung mit, daß der Abg. Dr. Wolf aus der Volksrechtpartei ausgetreten sei und vorläufig fraktionslos bleibe. Dr. Wolf wird sich der Deutschnationalen Partei anschließen. Der Präsident teilt mit, daß nach der Hauptdebatte sofort die Beratung des Kulturetats be= ginnen werde und zwar der Titel ,, Pädagogisches Institut", wozu die Deutsche Volkspartei den Antrag gestellt hat, daß die Mittel für die Pädagogischen Institute nur unter der Voraussetzung bewilligt werden, daß an dem bisherigen Zustand nichts geändert wird. Wie sehr die Frage des Pädagogischen Instituts und alle aus ihr sich ergebenden Folgerungen die Gemüter bewegt, beweist die Etatsrede des Zentrumsabgeordneten Hoffmann, der sich sehr eingehend mit ihr befaßt. Er behauptet, daß die etwaige Verlegung des Pädagogischen Instituts von Darmstadt nach Mainz weder eine katholische noch eine Zentrumsangelegenheit, auch kein Gegenstand des Kuhhandels zwischen einzelnen Koalitionsparteien sei. Dr. Leuchtgens( Land( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabait. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 30 Gesammelte Kapitalkraft. Der Prozeß der Kapitalfonzentration schreitet unaufhalt= sam fort. Auch 1930 ist er nicht zum Stillstand gekommen. Weniger an der Oberfläche wirtschaftlichen Geschehens gelegen, in unserer an Sorgen und Nöten überreichen Zeit auch weniger beachtet, kommt diesem Vorgang doch wesentliche Bedeutung zu. Riesige Kapitalmassen haben sich im Laufe der letzten Jahre unter einheitlicher Leitung zusammengeballt. Zahl und durchschnittliche Kapitalkaufkraft der Großunternehmen sind bis in die jüngste Zeit hinein gewachsen. Mag man nun in dieser Erscheinung ein international gültiges Grundgesetz des heuti= gen Wirtschaftssystems überhaupt erblicken, oder ihre Wurzeln vor allem in besonders gelagerten Wirtschaftsverhältnissen Deutschlands suchen unbestreitbar ist jedenfalls: von diesem Konzentrationsprozeß strahlen vielfältige Auswirkungen auf das Gefüge unserer Volkswirtschaft aus. Besonders deutlich wird die wachsende Kapitalzusammenballung bei den Aktiengesellschaften. Ueberblickt man die Entwicklung im letzten Jahrfünft, so zeigt sich eine geradezu charakteristische Doppelbewegung: die Zahl der Aktiengesellschaften nimmt von Jahr zu Jahr ab; ihr gesamtes Nominalkapital hingegen steigt mit der gleichen Regelmäßigkeit. Ende 1925 gab es in Deutschland 13 010 Aktiengesellschaften; Ende 1929: 11 344; Ende 1930: 10 970. Das gesamte Nominalfapital dieser Gesellschaften stieg in der gleichen Zeitspanne von 19,1 Milliarden, über 23,7 auf 24,2 Milliarden. Das bedeutet also: das Durch= schnittskapital der deutschen Aktiengesellschaften hat sich in fünf Jahren um rund die Hälfte erhöht. Das Bild rundet sich ab, wenn man die Entwicklung der kleinen( mit einem Kapital unter 500 000 Mt.), der mittelgroßen ( von 500 000 bis unter 5 Millionen Mt.) und der großen Gesellschaften( 5 Millionen Mk. und darüber) gesondert betrachtet. Die kleinen Gesellschaften verminderten sich sowohl der Anzahl wie dem Kapital nach. Die mittelgroßen Gesellschaften haben ebenfalls Einbußen zu verzeichnen. Zugenommen hingegen haben die großen Aktiengesellschaften. Um das an Hand einiger Ziffern zu beleuchten: Ende 1927 entfielen auf die kleinen Gesellschaften noch 5 Prozent des gesamten Kapitals aller Aktiengesellschaften, Ende 1930 hingegen nur noch 4 Prozent. Bei den mittelgroßen Gesellschaften ist ein entsprechender Rüdgang von 27 auf 23 Prozent eingetreten. Und der Anteil der großen Gesellschaften hat sich von 68 auf 73 Prozent erhöht. Mit aller Deutlichkeit zeigt sich also, welche beträchtlichen Fortschritte die Konzentration des Kapitals und der Unterneh men in den letzten Jahren gemacht hat. Mit elementarer Gewalt hat sie sich in den meisten Gewerbezweigen durchgesetzt, in Bergbau und Schwerindustrie sowohl wie in den verarbeitenden Industriegruppen, im Bankbetrieb sowohl wie im Verkehrswesen. Zahlreiche Gesellschaften geringerer Kapitalfraft mußten das Feld räumen, oder ihre Selbständigkeit aufgeben u. sich miteinander verschmelzen. Große Gesellschaften wiederum haben andere in sich aufgenommen, bilden mit ihnen zusammen Riesenunternehmen von weitem Aktionsbereich und großer Stoßfraft. Gewaltige Wirtschaftskörper sind auf diese Weise entstanden. In Deutschland arbeiten zurzeit nicht weniger als 30 Aktiengesellschaften mit einem Kapital von mehr als 100 Millionen Mark. bund) äußert sich als Erster eingehend zum Etat. Er rechnet Um die neue Regierung in Thüringen. es der Regierung als Verdienst an, daß ihr der Ausgleich des Etats gelungen sei, hat aber Bedenken, ob die Steuereingänge auch wirklich so hoch sein werden, wie sie etatsmäßig vorgesehen sind. Für die Deutsche Volkspartei spricht sodann Abg. Dr. Keller. Er sieht in dem Budgetausgleich einen Augenblidserfolg, von dem er fürchtet, daß er nur papierene Auswirkung haben wird. Gerüchtweise verlautet, daß auch in Hessen das Ende der Weimarer Koalition bevorstehe. Die Demokraten sollen beschlossen haben, aus der Regierung auszutreten bezw. gegen den Etat zu stimmen. Grund: die geplante Verlegung des Pädagogischen Instituis von Darmstadt nach Mainz, eine Angelegenheit, die für den demokratischen Fraktionsvorsitzenden Reiber als Obmann des Hessischen Lehrervereins eine Kabinettsfrage ist. Dr. Sahm Oberbürgermeister von Berlin. Berlin. Die Berliner Stadtverordnetenversammlung nahm gestern die Wahl des Oberbürgermeisters, zweier Bürgermeister, vier besoldeter Stadträte und sechs unbesoldeter Magistratsmitglieder vor. Bei der Abstimmung wurden insgesamt 222 Stimmzettel abgegeben, davon 13 unbeschrieben, so daß 209 gültige übrig blieben. Die absolute Mehrheit betrug 105. Dr. Sahm erhielt 110 Stimmen, der Kommunist Pied 52, der Deutschnationale Steiniger 46 und der Deutschnationale Springfeld 1 Stimme. Anschließend wurde der bisherige Stadtsyndifus Dr. Lange( SPD.) zum ersten, Dr. Elsaß.( Staatspartei) zum zweiten Bürgermeister, Asch- Frankfurt a. M.( SPD.) zum Stadttämmerer mit 106 bezw. 112 und 101 Stimmen gewählt Die Deutschnationalen und die Nationalsozialisten nahmen an diesen Wahlen nicht mehr teil. 51 Stimmen in jeder Wahl fielen auf die fommunistischen Kandidaten. Weimar. Die von der Landvolkpartei, der Wirtschaftspartei und der Deutschen Volkspartei im Thüringer Landtag vorgeschlagene Liste zur Ergänzung der Regierung mit den Landtagsabgeordneten Döbrich und Krause wurde gegen 19 Stimmen der Deutschen Volkspartei, der Landvolkpartei und der Wirtschaftspartei mit 29 Stimmen der Nationalsozialisten, Deutschnationalen, Rommunisten und Sozialdemokraten bei Stimmenthaltung des Vertreters der Staatspartei abgelehnt. Darauf wurde von den Nationalsozialisten ein Antrag auf Wiederwahl der ausgeschiedenen nationalsozialistischen Regierungsmitglieder Dr. Frid, Staatsrat Dr. Marschler und Staatsrat Kiel gestellt Auch dieser Antrag wurde abgelehnt. Nach der Abstimmung faßte der Aeltestenrat den Beschluß, als Verhandlungsführer für weitere Versuche zur Ergänzung der Regierung den Fraks tionsführer der DVP., Abgeordneten Dr. Wizmann, zu bestellen. Ein preuß. Landrat beschimpft die Frontsoldaten. Der Landesverband Westmark des Stahlhelm hat durch Telegramme an Innenminister Severing und den Regierungspräsidenten die sofortige Suspendierung des Landrats Halls= mann Schwelm gefordert. Begründet wird diese Forderung damit, daß Hausmann am Sonntag in öffentlicher Versammlung erklärt habe, der deutsche Frontsoldat habe Heldenmut nur dann gezeigt und wäre nur dann zum Angriff vorgegangen, ,, wenn er besoffen wie ein Schwein gewesen sei." Unter der Notverordnung. Berlin. Durch den Polizeipräsidenten von Berlin ist der ,, Deutsche Vorwärts" für drei Monate verboten worden, weil in dem Artikel Fort mit Grch- Preußen" und der ,, Kampf für unsere Freiheit" eine Beschimpfung und Verächtlichmachung der republikanischen Staatsform enthalten sei. Mittwoch, den 15. April 1931. Bor neuen Notverordnungen? Der Reichstag ist am 26. März d. Js. bis zum 13. Oktober d. Js. vertagt worden und hat, nachdem er den Haushalt für das kommende Etatsjahr verabschiedet hatte, der Reichsregierung- und zwar ausdrücklich nur der gegenwärtig im Amt befindlichen Reichsregierung eine Art von Sparermächtigung mit auf den Weg gegeben. Danach wird die Reichsregierung ermächtigt, sofern im Laufe des Rechnungsjahres Mehrausgaben oder Mindereinnahmen gegenüber den Ansätzen im Reichshaushaltsplan zu erwarten sind, Ausgaben des ordentlichen Haushalts bis zur Gesamthöhe der Mehrausgaben oder Mindereinnahmen abzusetzen. Die Ermächtigung erstreckt sich nicht auf die Etatsansätze, die auf gesetzlich festgelegten Ansprüchen beruhen". Danach wären also wenigstens die Rechtsansprüche gesichert sollte man meinen. Der Herr Reichsfinanzminister hat jedoch am Tage darauf den Pressevertretern gegenüber geäußert, soweit die Regierung durch die Ermächti= gung nicht in der Lage sei, besondere Ersparnisse zu machen, tönne ihr niemand verbieten, im Wege der Notverordnung auf Grund des Artikels 48 weitere Veränderungen am Etat vorzunehmen. Man wird also in den nächsten Monaten noch auf allerhand Ueberraschungen gefaßt sein können und auf der Hut sein müssen. Lokales. Aus der neuen Praxis der Versorgungsbehörden. 1. Bei der zur Zeit von den Versorgungsämtern durchgeführten Nachprüfung der Versorgungsaften der Empfänger von Witwen- und Waisenbeihilfe tönnen Hinterbliebenen von Leichtbeschädigten die bereits bewilligten Beihilfen ganz oder zum Teil belassen werden, solange ein besonderer Notstand noch anzuerkennen ist. Hierbei ist besonders beachtlich, daß diese Bezüge der Hinterbliebenen( Beihilfen, Zuwendungen) zusammen die Bezüge des Verstorbenen nicht übersteigen dürfen. War dies bisher der Fall, so können sie auch dann herabgesetzt, entzogen oder umgewandelt werden, wenn sich die wirtschaftlichen Verhältnisse der Hinterbliebenen nicht geändert haben. Wird die bisher gewährte ,, Beihilfe" in eine Zuwendung" umgewandelt, was neben Hinterbliebenenbezügen aus anderen Quellen stets geschieht, so ist neben der Zuwendung die Bewilligung einer Zusatzrente nicht zulässig. 2. Waisenrente über das 18. Lebensjahr hinaus infolge körperlicher oder geistiger Gebrechen(§ 41 Abs. 3 RVG.) wird nicht mehr gewährt, wenn die Waise sich trotz ihrer Gebrechlichfeit selbst unterhalten kann. Tritt eine solche Waise ins Be= rufsleben ein und erwirbt sie ihren Unterhalt selbst, so wird eine wesentliche Aenderung der Verhältnisse im Sinne des§ 57 Abs. 1 RVG, auch dann als vorliegend erachtet, wenn der Zustand der Gebrechlichkeit sich nicht geändert hat. Das gleiche gilt, wenn eine Waise sich verheiratet hat und trotz ihrer Gebrechlichfeit die Obliegenheiten einer Hausfrau erfüllt. In derartigen Fällen wird die bisher gezahlte Rente entzogen. 3. Nach§ 50 RVG. fann Hinterbliebenenrente auch schon vor der Todeserklärung eines Verschollenen gewährt werden, wenn das Ableben des Verschollenen mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist. Wird der Tod zur Gewißheit, so ist die Todes= erklärung beim zuständigen Amtsgericht zu beantragen. Von dem dann vom Gericht festgesetzten Todestag läuft die zweijährige Frist(§ 54) für die Anmeldung des Anspruchs auf Hin= terbliebenenrente. Diese muß dann stets erneut beantragt wer= den, wenn auch bereits Verschollenheitsrente nach§ 50 RVG. als Kannbezug gewährt worden ist. Unterbleibt die rechtzeitige Antragstellung, so tann eine nach§ 50 bereits gewährte Versor= gung bei Versäumnis der Anmeldefrist ohne Anerkennung eines Rechtsanspruchs weitergewährt werden. ,, Gießener Zeitung" * Dienststunden des Polizeiamts. Die Dienststunden des Polizeiamts für den Publikumsverkehr ab 15. April lfd. Js. find von 7½ Uhr bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr. Samstags von 7 bis 12 Uhr. Für Samstag- Nachmittags ist in der Zeit von 16% bis 17 Uhr ein Eildienst eingeführt, bei dem aber nur Anträge, die unaufschiebbar sind, erledigt werden können. Auf Elternrente besteht kein Anspruch, wenn Kriegsverschollene erst nach dem 31. März 1930 für tot erklärt werden oder wenn bei früherer Todeserklärung der Anspruch erst nach dem 31. März 1930 erhoben wird. Wird bereits Elternversorgung auf Grund des§ 50 gewährt, so lann sie für die Dauer der Bedürf= tigkeit weitergewährt werden. Ist noch keine Versorgung ge= währt worden, so gilt die Frist als versäumt(§ 49 RVG.). Zwei Soldatenherzen. Erzählung von Balthasar Grimm, Babenhausen( Hessen). * Meldepflicht bei Wohnungswechsel. Die Vermieter von Wohnungen werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie verpflichtet sind, von dem Ein- und Auszug der Mieter binnen acht Tagen dem Polizei- Meldeamt Anzeige zu erstatten. Zu diesen Anzeigen sind auch die Mieter verpflichtet, sofern nicht die An- und Abmeldung durch den Vermieter erfolgt ist. * Die Fortbildungsschulpflicht in Hessen. Nach den Vorschriften des hessischen Schulgesetzes sind alle jungen Leute beiderlei Geschlechts nach Erfüllung ihrer achtjährigen Schulpflicht zum dreijährigen Besuch der Fortbildungs- und Berufsschule verpflichtet, wenn sie nicht eine staatlich anerkannte andere Schule besuchen. * Verwaltung der Gießener Universitätskliniken. Die Ersparnismaßnahmen der hessischen Regierung haben bei den GieBener Universitätskliniken zu Organisationsänderungen geführt. Für die human- medizinischen Kliniken ist mit Wirkung vom 1. April 1931 ab eine Gesamtverwaltung unter der Bezeichnung ,, Verwaltung der Universitätskliniken" eingerichtet, die im Verwaltungsgebäude in Gießen, Klinikstraße 32, untergebracht ist. Die Gesamtverwaltung nimmt die bisherigen Verwaltungen der medizinischen Poliklinik, der chirurgischen und Ohrenklinik, der Augen- und Kinderklinik, der Nervenklinik sowie des physiologischen Instituts nebst den in dem Institutsgebäude weiter untergebrachten Instituten auf. Alle Anschriften sind nunmehr an ,, die Verwaltung der Universitätskliniken" in Gießen zu richten. Telephonanruf einstweilen unter Nr. 3173. * Reichsbahnbeförderung. Zum Reichsbahnsekretär wurde der Reichsbahnassistent, Herr Gustav Steffans, befördert. * Stadttheater. Heute abend:„ Die Welt, in der man sich langweilt" von Pailleron, mit Frau Auguste Prasch- Greven berg als Gast. Freitag, zum letzten Male Oskar Wildes ,, Lady Windermeeres Fächer". * Verein Rudersport 1913. Heute abend, 8.30 Uhr, hält der Verein auf dem Bootshaus seine Monatsversammlung ab. * Verband ehem. 118er und deren Formationen am 3. Mai ds. Js. in Worms. Auf diesem Verbandstag werden vor allem die Denkmals- Fragen besprochen. Zur Tagung spielt die Reichswehrkapelle J. R. 15 Gießen. * Straßensperrung( mitgeteilt vom Oberh. Automobil- Club E. V. A. v. D.). Die Sperrung der Ortsdurchfahrt KleinLinden im Zuge der Straße Gießen- Weylar wird am 15. April 1931 aufgehoben. * Straßensperre. Wegen Vornahme von Walzarbeiten ist die Georg Philipp Gailstraße bis auf weiteres für den gesamten Fahrverkehr polizeilich gesperrt. * ,, Nezlarten" bei der Reichsbahn? Die Reichsbahn prüft, einer Anregung der Reichsvereinigung der Reisenden und Vertreter im GDA. zufolge, die Frage der Einführung von sogenannten ,, Netzkarten". Für bestimmte Stredennetze mit etwa 5000 bis 7000 Stredentilometern sollen Monatskarten geschaf= fen werden, die zur beliebigen Hin- und Herfahrt innerhalb des Stredennetzes berechtigen und für die 3. Klasse 100 RM. kosten sollen. Die Karten werden ohne Einschränkung allgemein ausgegeben. ,, Krieg, Krieg," ertönte es durch Deutschlands Gauen. Voll Begeisterung und nach alter Soldatenehre griff jeder zu den Waffen, um dem Rufe des Vaterlandes Folge zu leisten. Go zogen sie auch aus, aus dem kleinen Dörfchen D., um die Ehre Deutschlands zu verteidigen. Selbst die beiden Söhne der feindlichen Nachbarn, des Jörgen Sohn Seppel und des Hofbauers Willy, eilten zu der Fahne. War es auch ein schwerer Abschied, es mußte sein, galt es doch um die Freiheit, um Sein oder Nichtsein. So fuhren dann beide am zweiten Mobilmachungstage nach ihrem Truppenteile. Aber die göttliche Vorsehung wollte es anders. Bis jetzt hatten die beiden jungen Leute sich weder eines Blides gewürdigt, noch ein freundliches Wort mit einander gewechselt, vielleicht einmal Scheltworte. Doch was geschah? Beide rückten zu einem Regiment ein, und so sollte es auch geschehen, daß sie in Reih und Glied standen in einer Korporalschaft. Aber im Kriege hat man manches fertig gebracht und viele Menschen sind sich näher gekommen, höheren und niederen Standes, sie alle haben sich liebgewonnen, haben Trost in treuer Kameradschaft gefunden. So sollte es auch diesen beiden feindlich gesinnten Kameraden ergehen. Schon nach einigen Tagen konnte Seppel diesem Unsinn nicht mehr widerstehen; er faßte den Entschluß, seinem feindlichen Nachbarn Willy zuerst in die Augen zu schauen und die ersten trauten heimatlichen Worte mit ihm zu tauschen. Da traf er ihn gerade auf dem Hausflur und zufällig ganz allein. Das ist der richtige Augenblid, aber was sollst du sagen, was sollen die ersten Worte sein? Nun Willy." lang es heraus ,,, bist du auch da, da haben wir ja Glück gehabt, daß wir beisammen sind, da können wir auch manchmal unsere Heimatlichen Gedanken austauschen und hier in Rat und Tat beistehen." Willy war nicht gefaßt auf dieses zutrauliche Anreden. Sein Atem stodte, er fonnte feine Worte finden, aber eins fonnte er sagen: Lieber Seppel, ein schwerer Stein ist von meinem Herzen, Gott sei es gedankt, daß du den Weg zur Einigkeit zwischen uns beiden gefunden hast." urarmten sich und schworen sich unverbrüchliche Treue auf Leben und Tod. Zwei echte Soldatenherzen schauten sich in die Augen. So vergingen denn einige Tage, fie arbeiteten miteinander, wo es ging, auch wurde so manches Stückchen Wurst und Brot miteinander verzehrt. Es schmeckte dem Seppel nicht mehr, wenn der Willy nicht dabei war, oder umgekehrt. Eines Abends saßen beide wieder in trauter Weise beisammen, da sprach der Seppel: Hör mal, Willy, was würden deine Eltern sagen, Beide * Dienstleistung der Beamten bei Wahlen. Das Gesamtministerium hat sich der Stellungnahme des Hessischen Städtetages angeschlossen, wonach auch die Beamten und Angestellten der staatlichen Behörden ihre Dienste bei öffentlichen Wahlen unentgellich zur Verfügung zu stellen haben. Verstopfung ist eine Qual, darum raten wir Ihnen, abends vor dem Schlafengehen zwei Herber Kerne zu nehmen. Dieses prompt wirkende Mittel erhalten Sie in Apotheken( 1,75 RM.). wenn sie wüßten, daß wir so einig sind und jetzt sogar zwei treue Kameraden?" Nr. 30 * Arbeitslose Akademiker. Die Zeitung ,, Der Deutsche" berichtet über eine Ende vorigen Jahres veranstaltete Zählung zum Zwecke der Feststellung, wie sich die Arbeitslosen in Deutschland auf die einzelnen Berufe verteilen. In dieser Zusammenstellung wird die Zahl der arbeitslosen Akademiker mit etwa 50 000 angegeben. * Starke Zunnahme der Wohlfahrtserwerbslosen. Die Zahl der in den Landkreisen unterstützten Wohlfahrtserwerbslosen hat auch im Februar 1931 wiederum zugenommen. In den deutschen Landkreisen wurden am 28. Februar 1931 342 000 laufend unterstützte Wohlfahrtserwerblose festgestellt. Gegenüber dem Stande vom 31. Januar 1931( 325 000) bedeutet dies eine Steigerung um 5,2 Prozent. ,, Ach," sprach Willy, laß sie sagen und denken, was sie wollen. Hier unter uns muß Einigkeit sein und zu Hause wird sie sich auch noch finden. Hör einmal, Seppel, jetzt will ich dir auch einen Vorschlag machen, vielleicht stimmst du bei: Wir schreiben beide nach Hause, daß wir in einer Korporalschaft wären, nebeneinander schliefen und aufeinander angewiesen wären." Schön ausgedacht, Willy, ich danke dir bestens für diesen Vorschlag, so wird es gemacht." * Rückgang der hessischen Auswanderung in 1930. Jm vergangenen Jahre sind 37 000 Deutsche ausgewandert, etwa ein Viertel weniger als 1929. Auch die hessische Auswanderung hat ganz erheblich nachgelassen. Sie fiel in Hessen- Nassau von 1440 auf 1165 und in Hessen von 709 auf 492. * Abänderung der Fischschonzeit in Hessen. Das hessische Gesamtministerium hat in einer Verordnung die Ausführungs: verordnung des Gesetzes über die Ausübung und den Schutz der Fischerei geändert. Danach wird die Frühjahrsschonzeit vom 20. April bis 31. Mai eines jeden Jahres beide Tage eingeschlossen) festgesetzt. So vergingen noch einige Tage harter Arbeit und nun wurden Vorbereitungen getroffen für den Abmarsch an die Front, um mit dem Feinde die Klinge zu freuzen. Auch zu Hause schienen sie sich eines Besseren belehrt zu haben, denn aus ihren Briefen konnte man erfahren, daß wieder freundschaftliche Beziehungen das alte Uebel auslösten. An Paketen beiderseits fehlte es auch nicht, und so konnten beide Kameraden ihrem leiblichen Wohl Genugtuung erweisen. Es schmedte beiden immer besser, wenn sie aus den schriftlichen Beilagen erfuhren, daß der alte Störenfried Hader immer mehr aus beiden Häusern entfloh. So nahte denn der Tag, wo es hieß, Abschied nehmen von der deutschen Scholle, die Heimat verlassen, zeigen, daß wir die Kraft und Vaterlandsstolz besitzen, dem Feinde die Stirne zu bieten. Wie tlang doch das Lied:„ Ich hatt einen Kameraden"; wahrlich zwei gute und treue Kameraden nur der Heldentod auf dem Schlachtfelde konnte sie trennen. Aus Nah und Fern. Daubringen. Mit dem Fahrrad gestürzt und schwer ver letzt ist der Förster Christian Braun von hier. Straßenpaj: santen fanden ihn zwischen Lollar und Friedelhausen in schwer verletztem Zustande liegen. Er wurde der Klinik zugeführt. Lauterbach. Die Eröffnung des Betriebs der neu errichte ten Jugendherberge fand am vergangenen Samstag statt, wäh rend die feierliche Einweihung auf den 3. Mai festgesetzt wurde. Zu dieser Feier haben Vertreter des Kultusministeriums, der Stadtverwaltung und des Jugendherbergsverbandes ihr Erschei nen zugesagt. Schon einige Tage tobte die Schlacht, mehrmals hatten wir den Feind in hartnädigen Kämpfen zurüdgeschlagen, aber immer wieder stürmte der Feind mit neuen Sturmwellen heran. So geschah es, daß wir unsere Truppen etwas zurückziehen mußten. Obgleich das Regiment, dem Seppel und Willy zugeteilt war, fämpfte wie ein Löwe, konnte die Stellung doch nicht gehalten werden. Der kleine Abschnitt mußte vorübergehend dem Feinde überlassen werden, bis wieder neue Truppen zur Verstärkung kamen, die den Feind in Schach hielten und ihn wieder zurückschlugen. Wölfersheim. In Wölfersheim fanden unter dem Vorsik des Kreisdirektors Rechthien- Friedberg Verhandlungen auf Grund der Stillegungsverordnung wegen der beabsichtigten Teilstillegung der Hefrag statt. Es waren außer den Vertretern der beteiligten Behörden anwesend: Provinzialdirektor Graef für die Provinz Oberhessen, Oberregierungsrat Rizzel für das Kreisamt Gießen und mehrere Gewerkschaftsvertreter unter Führung des Reichstagsabgeordneten Beder- Herborn vom Bergarbeiterverband. Für die Betriebsleitung begründete Miniſte rialrat Windisch unter Ueberreichung eines eingehenden Zah lenmaterials die wirtschaftliche Notwendigkeit der Stillegung An die angemeldete Teilstillegung müsse sich leider zum 1. Juli die völlige Stillegung des ganzen Werkes schließen. Aber wo war Willy, sein treuer Kamerad, geblieben? Dort lag er am Boden und rief Seppel um Hilfe. Seppel war sich der Gefahr bewußt, trotzdem raffte er seine Geistesgegenwart zusammen, sprang todesverachtend hin, nahm seinen Kameraden auf den Rüden und stürmte eiligst aus dem Feuerbereich, jeiner Kompanie nach. Nach einem angestrengten Marsch war Willy vor dem ungestümem Feinde gerettet und fonnte ihm fein Unheil mehr zugefügt werden. Eine Kugel hatte ihm das rechte Limburg. Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald weilt seit einigen Tagen zur Erholung auf Schloß Schaumburg. Am legten Sonntag besuchte der Minister die Stadt Limburg und nahm an der Kommunionfeier im Dom teil. Koblenz. Am Samstag früh brach in dem Hauptlagerhaus einer hiesigen Möbelfabrik aus bisher unbekannter Ursache ein Feuer aus, das auch die angrenzenden Gebäude einer Automobilfabrik ernsthaft bedrohte. Die Berufsfeuerwehr rüdte mit allen Löschzügen an die Brandstelle, sah aber bei der riesigen Ausdehnung des Flammenmeeres keine Möglichkeit, das ent fesselte Element zu bekämpfen. Es mußten deshalb sogar die dienstfreien Mannschaften der Berufsfeuerwehr und ein großer Teil der Freiwilligen Feuerwehr aufgeboten werden, die sich lediglich darauf beschränkten, die angrenzenden Gebäude, ins besondere das Automobilunternehmen und das Kesselhaus vot den Flammen zu schützen. Nach eifrigen Bemühungen gelang es schließlich, den Flammenherd abzuriegeln. Jedoch war nicht zu vermeiden, daß das gesamte Dach- und das Obergeschoß des Möbellagerhauses eingeäschert wurden. In den Räumlichkeiten befanden sich 500 fertige Zimmereinrichtungen, die ebenfalls restlos den Flammen zum Opfer fielen. Bein zerschmettert. Nun wurde er in das Feldlazarett eingeliefert, wo er die erste Pflege erhielt. Vorläufig fonnte Seppel von seinem Kameraden keine Nach richt erhalten. Aber immer wieder war Seppel einer der Todes mutigsten in der Kompanie; mit Feuereiser stand er stets in den ersten Reihen, auch bei Patrouillengängen war er sehr weit blickend und in der Orientierung leicht begreiflich, was ihm das Eiserne Kreuz 2. RI. einbrachte. Selbst seine Kameraden in der Kompanie achteten ihn sehr wegen seines unerschrockenen Kampjesmutes. So empfing er eines Tages Nachricht von seinem Kame raden Willy. Boll freudiger Erregung las er, daß es ihm besser gehe, dank der guten Pflege, er aber nicht mehr imstande sei, mit ihm und den anderen Kameraden Deutschlands Ehre verteidigen zu können, da der Knöchel zerschossen sei und das Bein steif werde. Aber eins dante ich Dir, mein treuer Kame rad: Du hast dein Leben für mich eingesetzt, hast in größter Not und Gefahr mir mein Leben gerettet, was id, Dir, so wahr Gott lebt, ewig danken werde. Darum bitte ich den lieben Gott, möge Dich beschützen in jeder Not und Gefahr, daß Du wieder gesund in die Heimat zurückkehren werdest." Mittwoch, den Ergeb FV. Odersh Hermannia BC. Sport F Helfen Hersfe Göttingen 05 1900 Gießen FV. Breiden FV. Wallau Lauterbach Horas Meljungen Tura Kaffel Friglar- C Hellen Preuß BIR. Butzba Gladenbach FeudingenDillenburg 1900 Gießen Ettingshauje Großen- Bufe Steinberg Buzbach 2. Bieber- Daubringen 6 Ehringshause Merenberg Obershausen Büblingshau Merenberg Obershaujen Tiefenbach 2 Kreisipi Ligallajfe: Wetzl. Spr. A- Klasse: Holzhausen Stodhausen Burgholms Oberbiel- B- Klasse: Tiefenbach Holzhausen Oberndorf 1 Waldgirmes 1900 Gießen Blasbach Buzzbach 1. Holzhausen Handball: 1900 Gießen BiL. Weklar Pol.Spv. B 1900 Gießen Pol. Sp. Weitdeu In der Grupp Teilnahme an der Borden: in den W Neuendorf und Al durch zwei Siege de Raffeler Konturrent Die Gruppe dr Bielefeld und Mei Fortuna Düsseldor Am 12. April fand Duisburg trafen verein aufeinander und bleiben dadurd Das schwerste Spiel diesem Tage müssen übertreten; ein zw und Meidericher S Die Zwijgjenrur aus der Vorrunde in Elberfeld: Schm 6: 2( 3: 1) und in M- Gladbach: R rade 7: 1( 1: 1) Rheine und Sterf men und Rheydt an Blikturniere fon eine größere Anzah ebenjo da ausgetrag Nähe ihrer Wohni Gelegenheit haben. nover eine ganze M Dillgebiet, im Mari reiche Vereine von muß natürlich mögli einander, aber imm lo daß ihnen die Ei Verbände erhebliche im großen ganzen a Für dieje wäre die turniers ein bequem und auch zur Auffü Teilnehmer natürli Interejsen wächst. Es dauerte nicht mehr lange, so fonnte Seppel einen vier zehntägigen Urlaub antreten in die Heimat zu Eltern und Schwester. Er hätte weinen können vor Freude. Denn was jah er, auch Willy stand mit dem Krüdstock freudestrahlend an dem Bahnhof, um seinen Kameraden zu empfangen. Es war rührend diesen Augenblick mit anzusehen. Auch mit doppelter Freude fehrte Seppel in die Heimat, da er wußte, daß Friede und Freude ihn empfangen, statt Hader und Neid. Nur zu schnell verflossen die Tage der Urlaubszeit. Jetzt mußte Seppel wieder zurück zu jeinem Regiment, um der Pflicht als Verteidiger seiner deutschen Scholle wieder gerecht zu werden. Aber die Dankbarkeit Willys war kein Rausch der Freundschaft, sondern was er geschworen hatte, das hielt er auch, es war die Treue eines edlen Soldaten herzens. Ja die Bitte:„ Gott möge dich beschützen", hat si bewahrheitet. Obgleich Seppel durchhalten mußte bis zu Ende des Krieges und so manchem Kameraden in Not und Gejaht zur Seite stand, schwebte der Schutzengel Gottes über ihm. So fonnte er heimkehren mit dem Bewußtsein, seine Pflicht als Soldat für das deutsche Vaterland getan zu haben. Aber was sollte er zu Hause noch erfahren? Willy, der doch schon längere Zeit wieder zu Hause war, hatte sich in Seppels Schwesterchen Derliebt. Die blondlockige Liesel hatte es ihm angetan. wurde die Heimkehr und Verlobungsfeier ein Fest des Friedens der ehemals feindlichen Nachbarn. 50 Wieviele Verein bestreiten? Sind e ein Endspiel, aljo zu 90 Minuten, wennn Minuten rechnet. jpiele; der fünfte T trägt mit einem der weite Sieger der Endspiel mit dem G Spiele lajien jich al einfacher ist es bei i Vorrunde teil; zwe aus, wärend der D erit wieder ins En Der Zwischenrunde; i Nr. 3 Beitung„ Der Deutsche res veranstaltete 3abl Die Arbeitslojen in Deut Ten. In dieser Zusamme osen Akademiker mit et hrtserwerbslojen. Die 3 en Wohlfahrtserwerbslo um zugenommen. In d 28. Februar 1931 342 erblose festgestellt. Gege 931( 325 000) bedeutet bi nderung in 1930. Jm ve e ausgewandert, etwa e Die hessische Auswander e fiel in Hessen- Nassau 09 auf 492. t in Hessen. Das hei rordnung die Ausführung Ausübung und den G ird die Frühjahrsschon den Jahres beide Tage ei nd Fern. d gestürzt und schwer ve un von hier. Straßenp ind Friedelhausen in sch rde der Klinik zugeführt 5 Betriebs der neu errid genen Samstag statt, mi Den 3. Mai fejtgejekt wuth es Kultusministeriums, bergsverbandes ihr Erid fanden unter dem Vor berg Verhandlungen a wegen der beabsichtigt varen außer den Vertrete : Provinzialdirektor Gra gierungsrat Rizel für ewerkschaftsvertreter un Beder- Herborn vom B eitung begründete Mini g eines eingehenden 3 wendigkeit der Stillegun üsse sich leider zum 1.3 Berkes schließen. Dr. Stegerwald weilt Loß Schaumburg. Am le Stadt Limburg und nab Sh in dem Hauptlardaus r unbekannter Urjade eir den Gebäude einer Aute Berufsfeuerwehr rüdte mi , sah aber bei der riesig eine Möglichkeit, das en s mußten deshalb sogar ifsfeuerwehr und ein gro aufgeboten werden, die angrenzenden Gebäude, it nen und das Kesselhaus rigen Bemühungen gelang riegeln. Jedoch war nicht und das Obergeschoß des 11. In den Räumlichte reinrichtungen, die ebenj fielen. ielt. er in das Feldlazarett ein Teinem Kameraden feine Twat Geppel einer der Tol Feuereifer stand er stets uillengängen war er jehr leicht begreiflich, was ihm Selbst seine Kameraden in wegen seines unerfchrode Nachricht von seinem Re cregung las er, daß es? e, er aber nicht mehr imita Kameraden Deutschlands Rnöchel zerschoffen sei und te ich Dir, mein treuer Re eingesetzt, hajt in größter ftet, was ich Dir, jo wahr bitte ich den lieben Gott t und Gefahr, daß Du wi en werdest." , jo fonnte Geppel einen an die Heimat zu Eltern Ten vor Freude. Denn was rüdstod freudeftrahlend an zu empfangen. Es war rüh Auch mit doppelter r wußte, daß Friede und Neid. 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Tura Kassel- Sportfreunde Kassel 0: 1( 0: 0)( V.) Frizlar Corbach 1: 3( 1: 1( V.) Hessen Preußen Kassel VfR. Rassel 1: 3( 0: 1)( V.) VfR. Butzbach Odstadt 1: 0( 0: 0) Gladenbach SC. Weylar- Niedergirmes 2: 5 Feudingen Frankenberg 7: 1( V.) Dillenburg Herborn 8: 0( V.) Gau Gießen Wetzlar. 1900 Gießen 2. VfB. Gießen 2. 0: 7( 0: 3)( V.) Ettingshausen Daubringen 0: 3( V.) Geilshausen 8: 2 Großen- Bused Steinberg Leihgestern 2: 1( 2: 1) Buzzbach 2. Odstadt 2. 2: 0 Bieber Garbenteich 0: 7 Daubringen 2. Wiesed 2. 3: 3( 1: 1) Ehringshausen 2. Wetzl. SpV. 3. 4: 1( 3: 1) Merenberg Niedershausen 0: 2 Obershausen 1. Allendorf 1. 0: 5 Büblingshausen 2.- Wetzl. SpB. 4. 2: 0( 0: 0) Merenberg 2.- Niedershausen 2. 1: 3 Obershausen 2. Allendorf 2. 1: 0 Tiefenbach 2. Laubuseschbach 3: 5 Ligaklasse: Kreisspiele um die Hindenburg- Plakette: Wetzl. SpV. 2. A- Klasse: Ehringshausen 2: 1( 1: 0) Bissenberg 2: 2( 0: 2) Holzhausen Stockhausen Biskirchen 0: 0 Burgsolms Oberbiel Steindorf 2: 1 Büblingshausen 2: 2 B- Klasse: Tiefenbach Holzhausen 2. Oberndorf 1. Waldgirmes Niederbiel 3: 1( 1: 0) Leun 1., ausgefallen Nauborn 2. 0: 1 Dutenhofen 2: 6 1900 Gießen 1. Jgd. Blasbach Jgd. Butzbach 1. Jgd. Holzhausen Jgd. Handball: 1900 Gießen 1. VfL. Wetzlar 1. Pol.SpV. Butzbach 1900 Gießen 2. Wetzl. SpV. 1. Jgd. 4: 0( 0: 0) Ulm Jgd. 3: 1 1900 Gießen 2. Jgd. 2: 0( 0: 0) Edingen Jgd. 3: 0( 1: 0) TV. Wetzlar- Niedergirmes 5: 6( 5: 4) MTV. Gießen 4: 7( 3: 4) TV. Gr. Bused 1. 9: 4 TV. Wetzlar- Niedergirmes 13: 3 TV. Pohlgöns 1: 2 Pol. SpV. Butzbach 2. Westdeutsche Fußballmeisterschaft. Runde der Meister. In der Gruppe zwei ist nun auch der zweite Platz, der zur Teilnahme an der Endrunde der Gruppe drei berechtigt, besetzt worden: in den Wiederholungsspielen von SC. 03 Kassel, FB. Neuendorf und Alemannia Aachen hat sich der letzte Verein durch zwei Siege den Platz erobert; am 12. April schlug er den Kasseler Konkurrenten in Hamm mit 3: 2( 1: 0) aus dem Felde. Die Gruppe drei umfaßt also folgende vier Vereine: VfB. Bielefeld und Meidericher Spielverein aus Gruppe 1 sowie Fortuna Düsseldorf und Alemannia Aachen aus Gruppe 2. Am 12. April sand schon ein Spiel dieser Gruppe statt: in Duisburg trafen Fortuna Düsseldorf und Meidericher Spielverein aufeinander; die ersteren wurden mit 4: 1( 0: 0) Sieger und bleiben dadurch weiterhin Anwärter auf die Meisterwürde. Das schwerste Spiel steht ihnen wohl am 19. April bevor; an diesem Tage müssen sie in Bochum dem VfB. Bielefeld gegenübertreten; ein zweites Treffen zwischen Alemannia Aachen und Meidericher Spielverein steigt gleichzeitig in Aachen. Runde der Zweiten. Die Zwischenrunde am 12. April zwischen den vier Siegern aus der Vorrunde brachte hohe und torreiche Resultate: in Elberfeld: Schwarz- Weiß Barmen gegen Borussia Rheine 6: 2( 3: 1) und in M.- Gladbach: Rheydter Spielverein gegen Spielogg. Sterf rade 7: 1( 1: 1); Rheine und Sterkrade sind also ausgeschieden, während Barmen und Rheydt am 19. April in Neuß das Endspiel austragen. Blikturnier. Blizturniere können natürlich nicht nur in einer Stadt, die eine größere Anzahl von Vereinen beherbergt, sondern auch ebenjo da ausgetragen werden, wo die Teilnehmer infolge der Nähe ihrer Wohnsize schnell und billig zusammenzukommen Gelegenheit haben. Solche Orte gibt es im Bezirk Hessen- Hannover eine ganze Menge, speziell auch im Lahnkreis, z. B. im Dillgebiet, im Marburger Hinterland usw. Dort sizzen zahlreiche Vereine von entweder gleicher Spielstärke eine solche muß natürlich möglichst vorhanden sein ziemlich dicht beieinander, aber immerhin in einer gewissen Abgeschiedenheit, so daß ihnen die Einladung von Vereinen anderer Kreise und Verbände erhebliche finanzielle Opfer auferlegt und sie daher im großen ganzen auf den Verkehr unter sich angewiesen sind. Für diese wäre die gelegentliche Veranstaltung eines Blitzturniers ein bequemer Faktor zum Vergleich der Spielbultur und auch zur Auffüllung der Klassen. Da mit der Zahl der Teilnehmer natürlich auch der Besuch der parteigängerischen Interessen wächst. Wieviele Vereine sollen nun zweckmäßig ein Blikturnier bestreiten? Sind es vier, dann gibt es zwei Vorspiele und ein Endspiel, also zusammen drei Spiele; diese beansprüchen etwa 90 Minuten, wennn man auf ein Spiel mit Pausen rund 30 Minuten rechnet. Bei fünf Teilnehmern gibt es zwei Vorspiele; der fünfte Verein, der durch Losziehung spielfrei war, trägt mit einem der beiden Sieger die Zwischenrunde aus; der zweite Sieger der Vorrunde bleibt( durch Losziehung) für das Endspiel mit dem Sieger aus der Zwischenrunde frei; die vier Spiele lassen sich also in etwa 120 Minuten erledigen. Etwas einfacher ist es bei sechs Teilnehmern: hier nehmen alle an der Vorrunde teil; zwei Sieger tragen das Zwischenrundenspiel aus, wärend der Dritte( durch Losziehung) spielfrei ist und erst wieder ins Endspiel eingreift, nämlich gegen den Sieger der Zwischenrunde; im ganzen gibt es also fünf Spiele mit einer Streife durch den Bezirk. Während die Nordgruppe der Bezirksliga alle Spiele erledigt hat, so daß dort die Tabelle die definitive Reihenfolge angeben bann, ist die Südgruppe noch rückständig. Durch den 0: 3( 0: 1)-Ausgang des Spieles FV. Odershausen Borussia Fulda stehen nunmehr Borussia Fulda mit 23: 9 Punkten bei 42:16 Toren und Sport Kassel mit 23: 9 Punkten bei 46:24 Toren an der Spitze. Ein Entscheidungsjpiel um die Gruppenmeisterschaft dürfte aber( entgegen Kasseler Zeitungsmeldungen) nicht mehr nötig sein, weil die beiden Vereine bereits am 1. März in Göttingen diese Frage entschieden haben( bekanntlich mit 5: 0 zugunsten von Fulda); höchstens fönnte Fulda sich noch zu einem Rückspiel bereit erklären. In der Mittelgruppe herrscht aber noch keine Klarheit über die Placierung: an vierter Stelle steht Germania Fulda mit 15:17 Punkten, dann folgen Spielverein Kassel, Hermannia Kassel und VfB. Gießen mit je 14:18 Punkten; falls nun etwa drei Vereine zum Abstieg verurteilt werden sollten, muß einer von den drei punktegleichen daran glauben, so daß Entscheidungsspiele nötig werden. Spielverein und Hermannia hatten bereits am 1. März 1: 1( 0: 0) gespielt, doch war das Spiel vom Schiedsrichter furz vor Schlußzeit wegen Unwetters abgebrochen worden; die beiden Parteien hatten damals erklärt, daß sie auf Wiederholung verzichteten; als aber VfB. Gießen am 22. 3. gegen Odershausen gewann und mit jenen punktegleich wurde, waren sie doch mit einer Wiederholung einverstanden, die am 12. April stattfand und nochmals 1: 1 endigte, so daß also, wie gesagt, nun immer noch drei Vereine punktegleich sind. In der 1. Bezirksklasse sollten am 12. April bereits die Spiele der vier Gruppenmeister um die Meisterschaft der Klasse beginnen; sie mußten jedoch abgesagt werden, da zurzeit erſt zwei Gruppenmeister definitiv feststehen: Germania Marburg in der Gruppe Lahn und Polizei Holzminden in der Gruppe Südhannover. In der Gruppe Kassel streiten sich noch Spvgg. Niederzwehren, V. Melsungen und Tura Kassel um die Plätze. In der Gruppe Fulda war FV. Horas schon zum Meister erklärt worden und zwar auf Grund des tampflos gegen VfL. Lauterbach gewonnenen letzten Spieles; nach einer Entscheidung der Spruchkammer auf die Proteste von SB. Neuhof( der nur einen Punkt hinter FV. Horas zurückliegt) und VfL. Lauterbach muß das Spiel Lauterbach Horas nun aber ordnungsmäßig ausgetragen werden, so daß damit erst der Meister ermittelt wird( falls das Spiel nicht unentschieden endet!) Aus Gießen und Umgegend. 1900 Gießen Liga Wegl. Sportv. Liga 2: 3( 1: 1). Das technisch bessere Spiel zeigte unbedingt die Plazmannschaft in diesem letzten Verbandsspiel der 1. Bezirksklasse der Gruppe Lahn. Der Sieg der Wetzlarer war reichlich glücklich. Ihre hohe Spielweise verband sich mit einem tommentwidrigen Körperspiel, das leider von Habicht- Dillenburg nicht von Anfang an mit der nötigen Schärfe unterbunden wurde. Nach dem Anpfiff setzte sich Wetzlar einige Augenblicke vor das Gießener Tor und zwang Zeiler zu Proben seines ganzen Könnens, um die Lage zu klären. Nach verteiltem Spiel, in dem die Gießener technisch besser waren, fam 1900 in der 18. Spielminute durch Freistoß von der Elfmeter- Marke zum Führungstor. Es war ein Foul- Elfmeter, den der Weklarer Tormann verschuldet hatte und den Henrich( 1900) unhaltbar in die linke Torecke sette. Mit Elan ging der Kampf weiter, und schon in der 25. Minute fiel der Ausgleich. Müller im 1900er Tor wehrte schlecht ab, und aus dem Gewühl vor dem Tor schob Wünsch( HR.) von Wetzlar leicht ein. Müller ließ sich eine Minute später gleichfalls zu einem Foul hinreißen, hieli aber den verhängten Elfmeter wenigstens. Das Spiel ging im flottesten Tempo weiter. Wetzlar jammelte noch eine Reihe von Eden, Erfolge blieben aber auf beiden Seiten aus. Nach der Pause legten beide Vereine schnellstes Tempo vor. Schiri Habicht mußte viel pfeifen. Einem Freistoß, getreten von Adelberger, nahm Belser in der 51. Minute auf und schoß zum 2: 1 für Gießen ein. Nach 10 Minuten ließ der Eifer nach. Die schwache Viertelstunde für Gießen brach an. Wetzlar holte in der 59., 70. und 78. Minute drei Eden heraus, und 1 Minute später rappelte das Ausgleichstor, getreten von Volkmar, im Gießener Tor. Die Nervosität im und ums Spielfeld wuchs. Zeiler fiel in der 81. Minute aus der Rolle, den verhängten Elfmeter- Freistoß verwandelte Wetzlar zum Siegestor. Trotz vieler Chancen blieb der Playmannschaft, die Adelberger durch Herausstellung verloren hatte, jeder Erfolg versagt. Mit 3: 2 Schöne weiße Zähne erleben, Ihnen " meine größte Anerfennung und vollste Zufriedenheit über die Chlorodont- 3ahnpaste" zu übermitteln. Ich gebrauche Chlorodont" schon seit Jahren und werde ob meiner schönen weißen Zähne oft beneidet, die ich letzten Endes nur durch den täglichen Gebrauch Ihrer ,, Chlorodont- Zahnpaste" erreicht habe." C. Reichelt, Sch..../ Saalfreis.- Man verlange nur die echte Chlorodont- Zahnpaste, Tube 54 Pf. und 90 Pf., und weise jeden Ersatz dafür zurüd. Gesamtdauer von etwa 150 Minuten. Haben sich sieben Teilnehmer eingefunden, so bleibt einer für die Zwischenrunde frei, während die sechs anderen drei Vorspiele austragen; die drei Sieger derselben und der spielfreie siebente Verein bestreiten die Zwischenrunde in zwei Spielen, und schließlich die zwei Sieger aus dieser das Endspiel unter sich, so daß im ganzen sechs Spiele mit etwa 180 Minuten Dauer erforderlich sind." Am bequemsten ist die Durchführung eines Turniers mit acht Teilnehmern, denn dabei werden vier Vorspiele, zwei Zwischenspiele und ein Endspiel ohne spielfreie Mannschaften ausgetragen, was eine Spieldauer von etwa 210 Minuten erfordert. Nun darf aber ein Blitturnier nicht zu kurz und auch nicht zu lang sein; im ersteren Falle ersetzt es keine andere ähnliche Veranstaltung, und im anderen Falle ermüdet es. Am praftischsten ist daher wohl die Teilnahme von fünf oder sechs Vereinen, da dann die Aufmerksamkeit des Publikums zwei oder zweieinhalb Stunden in Anspruch genommen wird, also eine Zeit, die die meisten Fußballfreunde an jedem Spieltag sowieso auf dem Sportplay zubringen. Bei fünf Teilnehmern ist sowohl in der Vorrunde als auch in der Zwischenrunde eine Mannschaft spielfrei, bei sechs Teilnehmern nur einmal ein Verein in der Zwischenrunde; einen Vorteil für die Vereine bietet also der erste Fall, gerechter aber ist der andere, so daß man diesen ( also eine Teilnahme von sechs Vereinen) empfehlen kann, wenn irgendwo ein Blizturnier veranstaltet werden soll; legteres wird wohl nicht ausbleiben, da die Einrichtung immer mehr Anhänger und Verbreitung findet. Ueber ihre Beurteilung schreibt ein Sportblatt: ,, Man tann über sie( d. s. die Blitturniere) und ihren sportlichen Wert geteilter Meinung sein Nicht aus irgendwelchen jportlichen Erwägungen heraus veranstaltet man seit einer Weile in ganz Fußball- Deutschland die Blizturniere. Man verspricht sich da= von eine Belebung des Geschäfts, eine Erhöhung der Einnahmen Daß mit der Einführung dieser Neuerung überall die in letzter Zeit eingetretene Flucht der Zuschauer einge" Nr. 30 für Wetzlar pfiff Schiri Habicht das Spiel ab. Kritik: Die Gäste stellten eine schnelle, kampfeiirige Mannschaft, die kawm Lücken aufwies. Der ganzen Elf fehlt allerdings das Flachpiel und im Kampfeseifer manchmal die Selbstbeherrschung. Besonders gefallen konnte die Verteidigung und der Mittelläufer. Auf der Gegenseite ging bei dieser Spielweise das systemvolle Kombinationsspiel bald in die Brüche und damit gab sich die Mannschaft in die Hände des Gegners. Vortreff= Der Schiedsliches leistete wieder Zeiler und die Läuferreihe. richter leitete zu großzügig.( Abseits!) Das Spiel nahm dadurch Formen an, die man lieber nicht gesehen hätte. 1900 Gießen 2.- VfB. Gießen 2, 0: 7( 0: 3). Meisterschaftsspiel! Trotzdem es sich um ein Vormittagsspiel handelte, war der Besuch gut. Die Zuschauer wurden allerdings reichlich enttäuscht. Es war ein Spiel mit Klassenunterschied. 1900 stellte, trotzdem es wußte, worum es ging, eine bunt zusammengewürfelte Mannschaft, die jegliches Zusammenspiel vermissen ließ und nicht einmal bemüht war, durch gesteigerten Eifer ihre Schwächen auszugleichen. Der VfB. konnte im Gegensatz dazu durch schnelles und flüssiges Spiel gefallen, und hat verdient gegen einen solchen Gegner in dieser Höhe gewonnen. 1900 legte zunächst 2 Eden ohne Erfolg vor. In der 17. Minute brachte Wagner, der HR. der Gäste, seine Mannschaft in Führung dadurch, daß er einen Freistoß, erteilt wegen falschem Einwurf, aufnahm und unhaltbar in die linke Torede einsandte. Nach überlegenem Feldspiel war es Adler( LA.) von den VfB.ern, der an der untätigen 1900er Hintermannschaft und dem zu lange im Tore zögernden Bree vorbei zum 2: 0 ein sandte. Nur 1 Minute später saß das 3. Tor. Schmidt gab präzisiert zum HR. Bree lief aus seinem Heiligtum, und der Ball rollte ins leere Tor. 1900 rappelte sich wieder etwas auf Es langt aber wieder nur zu einer Ede. Nach der Pause dauerte die Ueberlegenheit der Gäste an, wenn die PlazmarnAber schaft sich zunächst auch wieder etwas zusammennayn. der hilflose Sturm fonnte feine der vorhandenen Chancen ausnutzen. Mit der 70. Minute begann der VfB. wieder ganz die Oberhand zu gewinnen. Böcher( RA.) ging im Alleingang durch und erhöhte auf 4: 0. In der 75. Minute fonnte Wagner ( HR) im Gewühl vor dem 1900er Tor den Ball zum 5. Tor einschieben. Wieder 4 Minuten später brauste Schmidt( Ms.) von den Gästen ab. Muhi neben ihm her. Bree warf sich, es half nichts. Das Spiel stand 6: 0. Auf dieselbe Weise erhöhte Schmidt 4 Minuten vor Schluß die Platzverteidigung war wieder mal nicht zur Stelle auf 7: 0. Der Schiri EidamCappel konnte bis auf Kleinigkeiten gefallen. 1900 Gießen 1. Jgd. SB, Wezlar 1. Jgd. 4: 0( 0: 0), Die Gäste aus Wetzlar versuchten durch äußerst hartes und wuchtiges Spiel Fehlendes zu ersetzen, fonnten aber den Hiesigen nie gefährlich, werden. In der 1. Halbzeit vermochten die W. durch ihren großen Eifer das Spiel noch einigermaßen offen zu halten, ihrem sehr guten Schlußmann verdanken sie es, daß teine Tore fielen. Doch in der 2. Halbzeit konnte eine oft auch noch so zahlreiche Verteidigung die Niederlage nicht verhindern. Der Gegner fam kaum über die Mittellinie und wurde in seinem Strafraum zusammengedrängt. FC. Großen- Bused Geilshausen 8: 2 Die Ligamannschaft des FC. 1926 Großen- Bused schlug am Sonntag die erste Mannschaft des Sportvereins Geilshausen, Untergruppe Grünberg, mit 8: 2 Toren, obwohl Geilshausen zuerst in Führung ging. Das Spiel war von seiten Geilshausen mit ziemlicher Härte durchgeführt, doch ist diese Schwäche in den Anfängen zu suchen. Mit der Zeit wird sich bei dieser sympathischen Mannschaft auch noch dieser Uebelstand beseitigen lassen. Die taktische sowie auch die technische Ueberlegenheit der jungen Busecker Ligisten machte sich deutlich bemerkbar, man sah wieder schöne Kombinationszüge, verteiltes Feldspiel, gutes Verstehen und vor allen Dingen saubere Abwehrarbeiten der Verteidiger Melior- Pfeifer und des vorzüglichen Torhüters Albach. W.- Steinberg 1. Leihgestern 1. 2: 1( 2: 1). Mit Spannung erwartete man das große Treffen der oben bezeichneten Gegner auf dem neuen Sportplay in WagenbornSteinberg bei der neuen Mühle. Zu diesem Spiel hatten sich über 1000 Zuschauer eingefunden, für ländliche Verhältnisse eine gewiß stattliche Anzahl, vielleicht hat wohl auch das schöne Wetter etwas dazu beigetragen. Sogar der Fußballsachberater, Herr Henkel aus Gießen, war da.( Der ist immer dort, wo was los ist. D. Red.) Vor dem Spiel begrüßte er die beiden Mannschaften recht herzlichst und legte ihnen nahe, durch faires, anständiges Spiel den Fußballsport zu heben und sich die Gympathien der Zuschauer zu erhalten. Puntt 3 Uhr gab der Schiri den Ball frei. Es entwickelte sich gleich zu Anfang auf beiden Seiten ein lebhaftes Spiel. Dem großen Eifer und wuchtigen Spiel der Gäste setzte der Platzbefizer ein schönes flaches Zuspiel und Schußfreudigkeit entgegen. Schon nach wenigen Minuten fonnte Steinberg durch eine schöne Leistung des Mittelstürmers in Führung gehen. Ein grober Fehler der Platzmannschaft brachte sofort den Ausgleich. In der 13. Minute verwandelte der Lintsaußen eine schöne Vorlage zum Siegestreffer. Die zweite Hälfte zeigte beiderseits schöne Leistungen, doch scheiterten alle Ausgleichsbemühungen der Gäste an dem standhaften Schlußtrio der Playbesizer. Schiri Philipp, Gr.- Bused war dem Spiele stets gewadsen. dämmt oder vielleicht sogar ganz ausgeschaltet wird, ist oben bereits angedeutet und doch gewiß keine schlechte Begleiterschei nung; aber auch den sportlichen Wert der Veranstaltungen darf man nicht so ohne weiteres gering schätzen oder ganz ableugnen, wie es stellenweise schon geschehen ist. Die Spiele gehen doch, auch wenn sie gekürzt sind, um Sieg oder Niederlage; jede Mannschaft wird daher wohl soviel Ehrgeiz besitzen, das bes= sere Ende für sich zu erzielen und diesen Ehrgeiz in Taten umsezen. Was sich sonst also lang und breit über 90 Minuten hinzieht, wird bei jedem Spiel eines Blikturniers auf 20( oder 25) Minuten eingeschränkt. Die Teilnahme an einem solchen Spiel bedeutet demnach für den Spieler die Konzentration seiner förperlichen Leistungsfähigkeit und geistigen Schulung auf eine verhältnismäßig fleine Zeitspanne und der Besuch für den Zuschauer eine fortgesetzte Steigerung seines Interesses und seiner Spannung bis zum Abpfiff des Endspiels. Beide Auswir fungen aber stellen doch einen sportlichen Wert dar: die Spieler lernen aus den gekürzten Spielen für ihre Normalspiele, und das Publikum wird davon abgehalten, dem Fußballsport den Rüden zu kehren( weil ihm die gewöhnlichen Darbietungen der Vereine nicht mehr zusagen!). Länderspiel Deutschland Holland. Der Spielausschuß des Deutschen Fußball- Bundes wird am 19. April gelegentlich des Pokalendspiels in Dresden zusammenkommen und hier die Mannschaft für das Länderspiel in Amsterdam bekanntgeben. Das Länderspiel wird von dem Schiedsrichter Bergquist Schweden geleitet und beginnt um 2.30 Uhr nachmittags Amsterdamer Zeit. Eine Uebertragung des Länderspiels ist seitens des Westdeutschen Rundfunks vorgesehen. Die Expedition wird von den Herren Gottfried Hinze- Duisburg und Hans Hädice- Halle geleitet, außerdem werden die Herren W. Knehe- Duisburg vom Bundes- Spielausschuß und der Bundesgeschäftsführer Dr. Xandry an der Reise teilnehmen. Nr. 30 Mittwoch, den 15. April 1931. Butzbach 1. Jgd. 1900 Gießen 2. Jgd. 2: 0( 0: 0) Die zweite Jugend von 1900 weilte zum Pflichtrüchspiel in Buzzbach. Mit 10 Mann traf sie dort auf einen Gegner, der vor allem seine überlegene Körperkraft ins Gewicht warf. Die schwächeren 1900er kämpften trotzdem bis zum Schluß fair und unverdrossen. In der ersten Halbzeit hielten sie so gut stand und ließen den Gegner zu feinem Erfolg kommen. Als in der zweiten Halbzeit zwei Spieler verletzt wurden, nützte aller Eifer und alle Aufopferung nichts mehr. Butzbach setzte sich in Gießens Hälfte fest und konnte von den vielen wuchtigen Angriffen zwei mit Erfolg abschließen. V. Handball. Gießen 1900 1. TV. Weglar- N.- Girmes 1. 5: 6. Gießen 1900 2. TV. Weglar- N.- Girmes 2. 13: 3. Nachdem 1900s erste Mannschaft am ersten Feiertag in Niedergirmes knapp( 108) und dabei auch etwas unglüdlich, verloren hatte, sah man dem Rückspiel der beiden Gaumeister ( DT. und DSB.) mit Interesse entgegen. Die Gleichwertigkeit beider Mannschaften wurde nun auch diesmal unter Beweis gestellt. Da sich beide Gegner einer fairen Spielweise befleißigten, stand das Treffen in wohltuendem Gegensatz zu dem roraufgegangenen Fußball- Verbandsspiel. Die Führung wechselte andauernd; schließlich behielt die Turnerschaft, nachdem die Seiten noch mit 5: 4 für 1900 gewechselt worden waren, mit 6: 5 das bessere Ende für sich. Größeres Stehvermögen und besseres Zusammenspiel in der zweiten Spielhälfte waren ausschlag gebend. Bei 1900 war der Mittelläufer noch nicht wieder auf gewohnter Höhe, auch war das eigensinnige Spiel einzelner Stürmer zu bemängeln. Eine sehr ansprechende Partie lieferte die zweite Mannschaft. Sie verstand sich in allen Reihen sehr gut und ist auch technisch auf der Höhe. Schiri Weber( Pol. Butzbach) sehr gut. Ein origineller Fall. ,, Gießener Zeitung" Abgesehen davon, daß die Behauptung der Konsumvereine, ihr Inder entspreche in seinen Grundlagen und seinem Aufbau dem amtlichen Ernährungsinder, bisher nicht nachge wiesen wird, müssen vor allem gegen die von ihnen vorgenom mit Recht bezweifelt werden darf. Jedenfalls liegen hier eine Unzahl an Möglichkeiten zu wirklichen Einsparungen nach der positiven Seite hin vor. menen rücklaufenden Preisermittlungen für die Jahre 1925 Schlechter Fußboden ist ein Krankheitsherd. bis 1930 die stärksten Bedenken geäußert werden. Gegen die Uebertragung des Fußball- Länderspiels Deutschland- Frankreich am 15. März in Paris durch die„ Norag" hatte sich jetzt der Norddeutsche Sportverband eingesetzt. Er begründet fein Ersuchen damit, daß die an diesem Tage ihre Meisterschaftsspiele durchführenden Vereine in Norddeutschland eine geldliche Einbuße von schätzungsweise 6-10 000 Mark erleiden würden, weil es verständlich sei, daß die Fußballinteressenten sich lieber den Funkbericht über den ersten Länderkampf beider Nationen anhören, als selbst auf verschiedenen Fußballplätzen gegen Eintrittsgeld zu erscheinen. Ob die Beschwerde Erfolg gehabt hat, entzieht sich unserer Kenntnis. Die Konsumvereine haben offenbar die Preise für die vergangenen Jahre auf Grund früherer Preislisten ermittelt. Gegen die Preisermittlung auf Grund von Preislisten ist jedoch einzuwenden, daß die tatsächlich geforderten Preise mit den Listenpreisen keineswegs immer übereinstimmen. Darans ergibt sich schon, daß die Preise für den Konsumvereinsinder nicht auf die gleiche Art und Weise wie bei dem amtlichen Ermittlungsverfahren festgestellt worden sind. Die Deutsche Sportbehörde für Leichtathletik hielt in München ihre Wahlversammlung ab und beschloß dort, ihren Namen wie folgt abzuändern: Deutsche Sportbehörde für Leichtathletik, Handball und Sommerspiele"." Der Konsumvereinsinder ergibt die für die Konsumvereine selbst wohl nicht angenehme Tatsache, daß für 1926 und für den Januar 1931 die Konsumvereinswaren teurer als beim selbständigen Einzelhandel gewesen sind. Der Konsumvereinsinder ist auf das Jahr 1925, dessen Preisstand= 100 gesetzt ist, aufgebaut. Rechnet man dementsprechend den amtlichen Ernährungsinder ebenfalls auf das Jahre 1925 um, so kommt man zu folgenden Zahlen: Ernährungsinder aintlicher fonsumgenossen schaftlicher IOO Durchschnitt 1925 147,8 1913 100 1925= 100 100 1926 144,8 97,7 1927 151,9 102,8 99,1 101,5 1928 152,3 103,0 102,2 1929 154,5 104,5 1930 142,9 96,7 133,5 90,3 102,0 95,4 90,5 Der deutsche Sport hat noch immer schwere Olympiasorgen. Wer Tüchtige Sportler sind da, aber Geld und Zeit nicht. friegt so ohne weiteres für 10 Wochen Urlaub. Je mehr in der deutschen Presse diese Frage erörtert wird, desto mehr Skeptiker finden sich. Der Einwand, daß wir zu arm sind und das ruhig der Welt zeigen sollen, ist an und für sich berechtigt, es fragt sich bloß, ob ein Fernbleiben wirklich das Gegenteil bewirken und der Welt, die unsere Leistungsfähigkeit fennt, wirklich zeigen würde, daß wir arm sind. Wie leicht könnten da andere Urteile um sich greifen, die unserem Ruf und Ansehen weniger günstig sind. Die Deutsche Sportbehörde steht schon mit fertigen Plänen da. Sie hat die Beschichung der Olympischen Spiele 1932 als notwendig erachtet. Eine deutsche Auswahlmannschaft wird zunächst durch eine erste Sichtung in Sammeltursen herausgestellt, und durch bestmögliche Förderung glaubt man, diese Auswahlmannschaft zu einer wirklichen Kerntruppe verkleinern zu können, wobei Kämpfe gegen das Ausland die notwendige Härte und Rennerfahrung schaffen sollen. Angesichts der schweren wirtschaftlichen Lage hat das Hochschulamt für Leibesübungen in Deutschland beschlossen, von der Durchführung der Akademischen Olympia 1931 abzusehen, um jedoch alle Kräfte daran zu setzen, dieses Fest im Jahre 1932 in Innsbruc zu veranstalten. Januar Wir wissen längst, daß Reinlichkeit ein Feind aller Krankheitskeime ist. Im Staub tummeln sich tausende verschiedene Krankheitskeime, und Schmuß ist ein willkommener Nährboden für alle Bazillen. In unsere Wohnung tragen wir mit den Schuhen viel Schmuß und damit Krankheitserreger von der Straße heim. Darum ist eine peinlich saubere Fußbodenpflege eine Forderung der Hygiene. Aber nur ein tadelloser, fugenfreier Fußboden läßt sich wirklich gründlich sauber halten. Rißen und Spalten sowie farbfreies, aufgerauhtes Holz sind eine Brutstätte der Bakterien. 1931 Um nicht durch eigene Berechnungen die These besonderer Billigkeit zerstören zu müssen, haben deshalb die Konsumvereine ihren Index ebenso wie den amtlichen Index auf das Jahr 1926 als Ausgangspunkt umgerechnet. Auf diese Weise kommt nämlich in der Darstellung nicht zum Ausdruck, daß die Konsumvereinspreise im Jahre 1926( wie aus obiger Tabelle hervorgeht) über denen des Einzelhandels gelegen haben. Auf grund solcher Berechnungsmethode ist es auch nicht mehr schwer, für die folgenden Jahre niedrigere Preise bei den Konsumvereinen festzustellen als im Einzelhandel. Im übrigen kommen auch die eigenen Berechnungen der Konsumvereine zu dem Ergebnis, daß in den letzten Jahren die Preislage bei den Konsumvereinen und beim selbständigen Einzelhandel ungefähr gleich gewesen ist.( Pressestelle der Hauptgemeinschaft.) Das Deutsche Hochschulamt für Leibesübungen, Sizz Karlsruhe, hat beschlossen, im Jahre 1931 von der Veranstaltung der deutsch- akademischen Olympia wegen der schweren wirtschaftlichen Verhältnisse abzusehen. * Ungarns National- Fußballelf wird voraussichtlich im Juni ds. Js. in Mitteldeutschland gegen mitteldeutsche Auswahlmannschaften antreten. Ein einbringliches Geschäft. Wenn der Fußboden nicht tadellos in Ordnung ist, läßt sich das Zimmer nicht richtig sauber halten, selbst wenn der Boden jeden Tag gründlich gereinigt wird. Denn man wischt und scheuert den Schmutz zum großen Teil doch nur in die Dielenrißen, aus denen er, wenn er wieder trocken geworden ist, bei jeder Bewegung im Zimmer lustig emporwirbelt. Er wird eingeatmet und überträgt Krankheiten. Deshalb sollen Fugen und Ritzen gekittet und ein schlechter, abgetretener Fußboden gestrichen werden. Vor nicht allzu langer Zeit hat der Preußische Justizminister im Einvernehmen mit dem Minister für Volkswohlfahrt wegen des Abbaus der Mieteinigungsämter der allgemeinen Forderung, die Aufgaben der Mieteinigungsämter den Amtsgerichten zu übertragen, insofern stattgegeben, soweit der Rückgang der Geschäfte der Mieteinigungsämter deren Aufrechterhaltung nicht mehr rechtfertigt. Auf Antrag der Gemeinden, bezw. der Gemeindeverbände kann also die Uebertragung der Geschäfte der Mieteinigungsämter auf die Amtsgerichte durch die Aufsichtsbehörde beantragt werden. Neue Bücher. ,, Der Türmer Deutsche Monatshefte". Monatlich ein Heft im Umfange von über 100 Seiten mit ca. 60 3. T. farbigen Bildern. Preis nur 1,50 Mt. Verlag Heinrich Beenken in Berlin SW. 19. Das April- Hest bringt einen Aufsatz der Kronprinzessin Cecilie zum 10. Todestag der Kaiserin Auguste Viktoria. Als deutsche Frau schreibt die Kronprinzessin schlicht und einfach über die letzte Kaiserin, die ihre mütterliche Freundin geworden war. Sie schildert sie als eine echt deutsche Mutter, die der Mittelpunkt der Familie war. Unveröffentlichte Bilder, welche die zweite Gemahlin des früheren Kaisers zur Verfügung gestellt hat, zeigen den Kaiserin Augusta- Viktoria- Garten und das rührend einfache Sterbezimmer in Doorn. Weitere Erinnerung an vergangene Tage bringt die fröhliche Plauderei ,, Erzieher Deutsches Heer". Ein Fall dieser Art hat sich nun vor kurzem in der Stadt N. zugetragen, der deswegen in heutiger Zeit besonders pikant dadurch erscheint, weil hier wiederum einmal eindeutig nicht nur die Ueberflüssigkeit des Mieteinigungsamtes dargelegt wor den ist, sondern weil darüber hinaus auch als erwiesen anzusehen ist, daß die Mieteinigungsämter eine recht kostspielige Institution der Nachkriegszeit darstellen. So hat das Mieteinigungsamt der Stadt N. für seinen ersten Vorsitzenden eine nette und beachtenswerte Einnahmequelle geschaffen, die für das Jahr mit 760 RM. dotiert wurde. Nun ist man auch dort angesichts der Notzeit Kauft man im Konjumverein billiger? einmal ans Rechnen gegangen und hat eine Art Bilanz der Der falsche Ernährungsindex der Konsumvereine. Bekanntlich ist es den Konsumvereinen bisher nicht gelungen, zu beweisen, daß ihre Preise stärker gesunken sind, als beim selbständigen Einzelhandel. Um scheinbar genaue Beweise für die Billigkeit der Konsumvereine zu erlangen, sind sie jetzt dazu übergegangen, einen ,, Konsumvereinsindex" zu schaffen, den sie dem amtlichen Ernährungsinder gegenüber stellen. Das Ergebnis des Vergleichs der beiden Indices ergibt( dem Zweck entsprechend), daß die Preise der Konsum vereine seit 1926 unter denen des Einzelhandel gelegen haben. Diese Berechnungen der Konsumvereine, für deren Verbreitung viel Mühe verwandt wird, sind infolge mannigfacher Fehler geeignet, die Deffentlichkeit irrezuführen. Tätigkeit des Herrn Vorsitzenden im letzten Jahre gemacht. Und so hat man denn festgestellt, daß im letzten Jahre nur vier Sitzungen stattgefunden haben, in denen insgesamt 26 Streitfälle zu erledigen waren. Der Vorsitzende hat demnach Frühling im Modesalon! Die Schaufenster zeigen die gleichen verlockenden Dinge wie die neueste Nummer der ,, Eleganten Welt", die soeben erscheint. Da gibt es die entzückendsten Abendkleider für den Sommerabend im Kurort. Deutschland in Ketten. Von Versailles bis zum YoungPlan. Eriche Bezugspreis altionsjchluß fr ung nicht verl 4.Jahrg Soliti Reidspräjident unidhen Botscha Beglaubigungs Der Reichspräj Gejandten in Der Reichsrat Bolligung e en fleinere Bor Die Brauns- K oblem der Arbei riheinlich zu Von Werner Beumelburg. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. D. Kart. 5 RM. Ganzleinen 6,50 RM.- Werner Beumelburg ist uns aus seinen hervorragenden Kriegsschilderungen längst kein Unbekannter mehr. Sein letztes Werk, ,, Sperrfeuer um Deutschland", hat eine Auflage von 130 000 Exemplare erreicht. In seinem Deutschland in Ketten" schildert er unseren Leidensweg der Nachkriegszeit von Versailles bis zum Young- Plan. Auch dieses Werk liest sich wie ein span nender Roman und ist doch harte, rauhe Wirklichkeit. Alle Phasen dieses zähen, hartnäckigen Kampfes unserer Gegner gegen eine Wiedergenesung Deutschlands werden eingehend behandelt, Deutschlands erbitterte Kämpfe nach außen und im Innern werden dem Leser in leidenschaftlicher Sprache vor Augen geführt und mit ihnen die in diesem Drama handelnden Persönlichkeiten. So geht das Buch, mit Spaa beginnend, über Versailles, Locarno, Genf, Kapp- Putsch, Inflation, Kampf der Hochfinanz, Dawes- Plan, Young- Plan und wie die Leidensstationen alle heißen, bis zur vorläufig letzten Periode der Weltwirtschaftskrise und dem erwachenden deutschen Nationalis= So weist dieses vortreffliche Buch, indem es die einzelnen Abschnitte des vergangenen Jahrzehnts lebendig gestaltet und die großen, beengenden Kräfte bloßlegt, in die Zukunft hinein, die Deutschland vor die Aufgabe stellt, von seinen Ketten frei zu werden. für jede Sitzung die ansehnliche Summe von 190 RM. oder für jede Verhandlungssache den immerhin in heutiger Zeit mitzunehmenden, schönen, runden Betrag von 30 RM. er halten. Angesichts dieser Belastung hat nun die Stadtverwaltung N. das vernünftigste getan, was jeder verantwortliche Kommunalpolitiker schon längst getan hätte, und kurzerhand die Aufhebung des Mieteinigungsamtes beantragt und seine Angliederung an das zuständige Amtsgericht gefordert. Der vorliegende Fall dürfte kein Einzelfall sein. Wieviel Mieteinigungsämter mögen noch existieren, deren Daseinsberechtigung Müssen Sie etwas drucken lassen sei es für Familie, Beruf, Stand, Amt, Geschäft oder Organisation dann wenden Sie sich bitte an die Verlagsdruckerei Albin Klein in Giessen Fernsprecher 2525. vorm. Wilhelm Keller, gegr. 1783 Südanlage 21. Setzmaschinen-, Stereotypie- und Rotationsbetrieb, eigene Buchbinderei. Spezialität: Druck, Verlag und Einführung von Verbandszeitschriften. Über 1000 verschiedene Formulare für Behörden. Geschäfte, Verbände und Vereine ständig am Lager. mus. Schriftleitung: J. V.: G. Burgeleit, Gießen. Das Nachschlagebuch tiber alles- für alle! Der Kleine Herder ist ein Lexikon in einem Bande: das vollkom menste und brauchbarste. Über 50000 Artikel. 4000 Bilder und Karten Gründlich. Praktisch. 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