Str. 9 alien angewandt wetl Bege des 3wedipatens te Sonstigen Zweden, be en, zu verschaffen. n tonnten, find neuerding meistens in der Form 1, welche die Anschaffu obilen und anderen bema hrung ermöglichen wolla en besteht also lediglich in Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins. Haus. Gedanke des Zwedipaten daktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd esen 3wedspartassen vi ibernommen, worden, alle ferdung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44 Jahrg. g etwaiger hemmender schriften. Hierin liegt abe ölferung drohende weite Bausparkassen wenig na außerdem häufig in de ündet sein dürften, um iegenden polizeilichen g) zu entziehen, sei erial über sieben derartig Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 14. November 1931 Morgen Wahltag in Hessen. Heisen im Mittelpunkt des innerpolitischen Interesses. Es ist lein Zweifel darüber, daß man den Hessen- Wahlen im übrigen Deutschen Reich und auch teilweise im Ausland mit einer gpannten Aufmerksamkeit entgegensieht. Das tommt in der auf Wunſch gerne zur Gutschen Preſſe unverhohlen zum Ausbrud. Man beschäftigt sich der fehrt, sondern bringt die Hessenwahlen in engste Verbindung mit der Reichspolitik. Ueberall werden die Wahlen vom dert nicht nur mit der Frage, ob ein rotes Hessen wie: parkassen konnten wir ihnen angewandte Spji äftsführung oder gegen b echtig sind. Es wird& nehmungen nur gegründe 15. November als entscheidend für die Frage der Volksmehrheit and Meinung betrachtet. Von dem Ausfall der Wahlen hängt die Zusammensetzung Borteile zu verschaffen. Under künftigen Regierung ab. Es stehen für Hessen nicht nur us diesen Zwedsparkasse Millionenbeträge aus dem Steueraufkommen und wirtschaftliche Fragen erster Ordnung auf dem Spiele, sondern auch die Art des wenden, halten wir es iber die Bausparkassen 11. mäßheit des§ 112 Abja ung der privaten Verfi rtassen vom 6. Juni 18 ssen den Vorschriften Bege des Zwedsparens be zum Erwerb beweglide Reichswirtschaftsministerin gabe mit lebhaftem Inte es aber im Augenblid e sei, neben den inzwis n auch noch sonstige Ze Die Angelegenheit solle a Bauwirtschaft Munde. nde", Nr. 13, 193 ajelhorst, wo die vom gsbau- A.- G. Groß- Berin und ein Zimmer mit B von 32 bis 35 RM. be fer Mietzins liegt um etm Johnungen sonst gefordert Raum koftet 24 RM.2 sten Endes dadurch erreid r Auftragserteilung an e. Man hatte sich sofort vandt". Die einzelnen billiger als die Gener Politische Rundschau. Unter Führung des Regimentskommandeurs Oberst von Roos wird eine Abordnung des 3. Kgl. Ungarischen InfanterieRegiments Stuhlweißenburg in Berlin eintreffen, um dem Reichspräsidenten die Inhaberschaft dieses Regiments anzubieten. Die Reichsregierung veröffentlicht eine 7. Durchführungshessischen Einflusses auf die Reichsinnenpolitit, wie z. B. Reichsreform. In vielen solcher politischen Fragen wird der hessische Wahlausgang von entscheidender Bedeutung sein. Es tann somit dem gesamten deutschen Volke nicht gleichgültig sein, wie die hessische Regierung sich zusammensetzen wird. Das hessische Volk muß sich darüber im flaren sein, daß es am morgigen Sonntag nicht nur den hessischen Landtag, sondern mit ihm auch die neue hessische Regierung wählt. Wenn an dem Ansehen Hessens außerhalb seiner Grenzen und an einer ernsthaften Aufbauarbeit zum Wohle des engeren und des großen deutschen Vaterlandes gelegen ist, wer das Vertrauen in die ruhige Entwidlung Hessens nicht enttäuschen will, der muß morgen pflichtgemäß und unter allen Umständen wählen. Der Rat der Stadt Konstantinopel hat eine Verordnung erlassen, nach der ein Autoführerschein hinfort nur noch an verheiratete Männer erteilt werden darf. Der Nobelpreis für Chemie für 1931 wurde am Donnerstagabend den deutschen Forschern Professor Bosch und Generaldirektor Bergius zugesprochen. Verbot aller Demonstrationen ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 91 Jetzt ist's genug. Trotz des am letzten Sonnabend verbreiteten Dementis bleibt in der Deffentlichkeit, aber auch in gut informierten wirtschaftspolitischen Kreisen der Eindruck bestehen, daß führende Persönlichkeiten der Reichsregierung und auch einige, bisher inflationistischen Gedankengängen zuneigende ,, Interessentengrup pen" an dem Plan einer Zwangskonvertierung von Hypotheken und Pfandbriefzinsen festhalten. Es ist geradezu ungeheuerlich, mit welcher Leichtfertigkeit man solche Gedankengänge in die breite Deffentlichkeit gebracht hat. Und in der Atmosphäre des Mißtrauens ist es nicht verwunderlich, in welcher Form sofort der Markt auf das Diskutieren solcher Pläne reagierte. Man überlegte Wege einer zwangsweisen Zinsseßung und hat schon allein durch Andeutung entsprechender gesetzgeberischer Eingriffe z. B. das Kursniveau für 7-8prozentige Pfandbriefe derart herunterzuschlagen, daß für die etwaigen Neukäufer eine Effektivverzinsung von 15 bis 18 Prozent herauskommt, wäh rend gleichzeitig die Sparer neue Verluste erlitten und das ganze kreditwirtschaftliche Gebäude an einer seiner wichtigsten Stellen neue Keulenschläge empfangen hat. In einer Zeit, in der es m nichts anderes gehen darf, als alle wirtschaftspolitischen Maßnahmen auf Vertrauensstärkung zu richten, glauben der Regierung angehörende Persönlichkeiten es verantworten zu können, eine neue Vertrauenserschütterung größten Umfanges durch sehr törichte Gedankenspielerei direkt provozieren zu dürfen. Wir haben genug, übergenug von solcher Wirtschaftspolitik! Wir stordnung zur Notverordnung über den Verkehr mit Devisen. und Versammlungen unter freiem Himmel. verbitten es uns, daß man mit solcher Projektmacherei die letzten Die deutsche Regierung wird voraussichtlich am Montag oder Dienstag der kommenden Woche die Einberufung des Sonderausschusses der B. J. Z. fordern, womit die offizielle neue Reparations: und Schuldendebatte ins Rollen gebracht würde. Auf der Länderkonferenz am Dienstag der kommenden Woche, zu der sich die Innenminister der deutschen Länder in Serlin versammeln werden, wird man in erster Linie über die notwendigen Maßnahmen sprechen, die man zur Abwehr des immer stärker um sich greifenden kommunistischen Mordterrors 31 treffen haben wird. Einer amtlichen Mitteilung zufolge haben die beiden Aushüsse für Produktionskosten und Preise und für die Fragen des Zinses und Kredits des Wirtschaftsbeirates ihre GeneralausSprache zu Ende geführt. Die Reichsregierung wird nunmehr die Formulierung von Leitsägen über die Gestaltung des Wirthaftsprogramms vorbereiten. Der Desterreichisch- Deutsche Volksbund Wien hat an den Borsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Senats der Vereinigten Staaten von Nordamerika, Borah, ein Schreiben ge= nichtet, in dem aus Anlaß des Jahrestags der Republik daran erinnert wird, daß im Jahre 1918 die deutsch- österreichische Nationalversammlung den Beschluß faßte:„ Deutsch- Desterreich ist iebe" mit ihren schmudlo ein Bestandteil der Deutschen Republit." toolles Eingeständnis aus her. ift für Gesundheitspfleg Die deutsch- französischen Vorverhandlungen zeichnen sich gegenwärtig dadurch aus, daß eine neue leichte Versteifung der Berhandlunglungen eingetreten ist, nachdem zunächst wenigstens der Weg des Verfahrens geklärt schien. Schuld daran mag die Zuspigung der französischen Kammerdebatte tragen. Auf der für nächste Woche nach Paris einberufenen Tagung usgeber Dr. med Fehlan des Bölkerbundsrates zur weiteren Behandlung des mand: 2,20 Pfg. Hausarzt- Betshurischen Konflikts wird Deutschland durch den Gesandten z. D. 1. Aus dem Novemberbe ittel. Das warme, schwe I. von Mutius vertreten werden. Im Lohnstreit der Deutschen Reichsbahngesellschaft ist von der Schlichterkammer ein Schiedsspruch gefällt worden, nach Auf Grund des Artikels 123, Absatz 2 der Reichsverfassung und zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung, hat der hessische Minister des Innern im gesamten Gebiet des Volkesstaates Hessen vom 15. November 1931 an einschließlich bis auf weiteres alle politischen Versammlungen unter freiem Himmel, Demonstrationen, Aufzüge usw. verboten. Für Frankreichs Wiederaufbau? Keine internationale Reparationsdebatte wurde bisher ge= führt, ohne daß die Franzosen nicht ihren Anspruch auf die Zahlungen Deutschlands, hergeleitet aus der Tatsache der zerstörten Gebiete, in den Vordergrund gerückt hätten. Auch in letzter Zeit haben sie nicht darauf verzichtet, zu diesem altbewährten Argument zu greifen, als zu einer von der Weltöffentlichkeit wirksamen Waffe aus dem Arsenal ihrer politischen Propaganda. Wieder konnte man in Teilen der französischen Presse lesen: Frankreich, das vom Kriege am schwersten betrof= fene Land, brauche die deutschen Reparationszahlungen zum Wiederaufbau seiner verwüsteten Gebiete. Die Kosten dieses Wiederaufbaus seien heute noch nicht bestritten, Deutschland habe seine Aufgabe, das zerstörte Land wieder herzustellen, noch nicht erfüllt. Entspricht diese Behauptung wirklich den Tatsachen? Eine objektive Betrachtung der Dinge lehrt, daß die französische Argumentation unhaltbar ist. Zwei Ziffern nur braucht man zu vergleichen, um das zu beweisen: die Gesamtaufwendungen Frankreichs für den Wiederaufbau seiner zerstörten Ge: biete und den Anteil Frankreichs an den deutschen Reparationen. Was zunächst die Kosten des Wiederaufbaus betrifft, so hat Frankreich seine Gesamtaufwendungen selbst mit rund 100 Milliarden Franken, also 16,7 Milliarden RM. angegeben. Dieser Summe steht der Betrag der Reparationen gegenBelt verfolgt mit gespannt welchem mit Wirkung vom 8. November 1931 die Grundlöhne über, den Frankreich seit 1918 erhalten hat. Die Berechnungen e", die immer wieder gu malig fündbar zum 31. März 1932. mpf des Dreihundert- Milli schöpfend behandelt, widm na. cian Klein in Gießen chen d Behörden wie NZEIGEN ZEIGEN KARTEN SSEN um 4% Prozent gesenkt werden. Diese Lohnregelung ist erstDie ursprünglich für den 16. November anberaumten Parteienverhandlungen über Lohn- und Arbeitszeit in der Nordwestgruppe sind auf den 19. November anberaumt worden. Die zuständigen preußischen Ministerien haben der Bank für Industrieobligationen die im Rahmen des Osthilfeprogramms vorgesehene Genehmigung zur Ausgabe von mit 7 Prozent verzinslichen Schuldverschreibungen im Gesamtbetrage von 100 Millionen Reichsmart erteilt. In der Nacht zum Freitag haben Kommunisten in Grüna bei Chemnitz Nationalsozialisten, die von einer Versammlung heimlehrten, aus Revolvern beschossen und bei einer sofort einsetzenden Razzia auch gegen die Polizei mehrere Schüsse abgefeuert. Unter den fünf durch Schüsse verlegten Personen befinden sich auch drei Kommunisten, die in der Dunkelheit von ihren Parteigenossen angeschossen worden sind. Die Wochenbilanz der Bank von Frankreich vom 30. Oktober bis 6. November weist die stärkste je beobachtete Goldzufuhr nach Frankreich auf. Der Goldbestand der Bank ist um fast 3 Milliarden Franken auf 67 580 Millionen angeschwollen. Der Vertreter Chinas, Dr. Sze, hat den Präsidenten des Sölkerbundsrats, Briand, dringend ersucht, sofort bei der ja= panischen Regierung vorstellig zu werden, weil infolge der ggressiven Haltung Japans schwere Kämpfe in der Mandshurei zu befürchten seien. Im Zusammenhang mit der überaus gespannten Finanzlage lat die finnische Regierung beschlossen, die großen staatlichen Setriebe, die staatlichen Forsten und Bergwerke in Aktiengesellhaften umzuwandeln. 45 v. H. der Attien sollen auf den freien Markt gebracht werden. Ein ur über die Gesamthöhe der deutschen Leistungen seit Kriegsende gegen allerdings zum Teil erheblich auseinander. sprüngliche, von dem verstorbenen deutschen Gelehrten Lujo Brentano zusammengefaßte Aufstellung ergibt für die Leistun= gen bis 1923 den Betrag von 55 Milliarden RM. Berechnungen von neutraler Seite, z. B. die des Instituts of Economics in Washington, ergeben für die Leistungen Deutschlands bis zum Ruhreinbruch die Summe von rund 25 Milliarden RM. Der bekannte englische Nationalökonom Keynes fommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Halten wir uns an die relativ ungünstige amerikanische Berechnung und lassen wir die Ziffer von 25 Milliarden bis zum Ruhreinbruch gelten, schlagen wir den Erlös Frankreichs und Belgiens aus der Ruhrepisode in Höhe von nur einer Milliarde hinzu, ferner 8 Milliarden aus der Laufzeit des Dawes- Planes und schließlich etwa 3 Milliarden unter dem Youngplan bis zum Inkrafttreten des Hoover- Schonjahres, so ergibt sich als unterste Grenze der Schäzung ein Ge: samtbetrag der deutschen Leistungen von rund 37 Milliarden RM. Von dieser Summe hat Frankreich nach dem Verteilungsschlüssel 52 Prozent, also etwas mehr als die Hälfte, empfangen. Ihm sind an Reparationonen demnach insgesamt etwa 18% Milliarden RM. zugeflossen. Um es in klaren Ziffern gegenüberzustellen: Frankreich hat nach seinen eigenen Angaben 16,7 Milliarden RM. für den Wiederaufbau seiner zerstörten Gebiete aufgewendet; es hat an deutschen Reparationszahlungen mindestens 18% Milliarden RM. erhalten. Was Frankreich also an Kosten für den Wiederaufbau aufgewendet hat, ist ihm aus deutschen Vermögenswerten ersetzt worden. Mit gutem Gewissen kann man jogar sagen, daß Frankreich darüber hinaus Beträge erhalten hat, die sich um die Höhe von etwa 2 Milliarden RM. bewegen. unterKraftpfeiler unseres volkswirtschaftlichen Bestandes miniert. Die deutsche Wirtschaft will und darf nicht weiterhin das Experimentierobjekt eines ,, Klubs für wirtschaftspolitische Versuche" bleiben. Das erwerbstätige Bürgertum hat wahrlich Geduld und nochmals Geduld gezeigt und Vertrauen über Vertrauen dieser Reichsregierung in oftmals erschreckender Gorg losigkeit und Urteilslosigkeit entgegengebracht. Jetzt ober Schluß damit! Die Eristenz von Staat und Wirtschaft ist zu gefährdet, als daß es die verantwortungsbewußten Kreise des deutschen Volkes weiter mitansehen dürften, wie das Notwendige zur Rettung ungetan bleibt, während Tag für Tag mit neuen Unzulänglichkeiten an der Wirtschaft herumexperimentiert und damit die Not vergrößert wird. Immer deutlicher erweist sich die Richtigkeit des in der Gemeinschaftskundgebung der deutschen Wirtschaftsverbände vom 29. September 1931 aufgestellten Leitsazes, daß die deutsche Wirtschafspolitik sich klar entscheiden muß: kollektive oder freie Wirtschaft. Wir verkennen keinen Augenblick, wie sehr Vorkommnisse, wie Favag, Nordwolle, Danatbank, Schultheiß usw., in der Deffentlichkeit eine Diffamierung der freien Wirtschaft, ein Bejahen der Notwendigkeit erhöhten Staatseinflusses auf die Wirtschaft erleichtert haben. Aber liegt nicht gerade in dem Zusammenbruch solcher Konzern- und Finanzierungsgebilde, die sich im Interesse einer Rentensicherung, einer Risikolosigkeit der kreuz und quergeflochtenen Anteile der Großaktionäre glaubten von den Gesetzen des Marktes loslösen zu können, ein Beweis dafür, daß sich über die regulierenden ordnenden Geseze von Angebot und Nachfrage kapitalistische Machtgruppen ebensowenig hinwegsetzen können, wie irgendwelche staatskapitalistischen oder sonstwie unterbauten kollektivistischen Versuche? Ist nicht das Beispiel der amerikanischen Wirtschaftskrise geradezu der klassische Beweis dafür, daß die freie Wirtschaft einer inneren Drdnung unterworfen ist, die nicht ausgeschaltet werden darf, auch nicht durch die stärkste Konzentration wirtschaftlicher Kräfte ausgeschaltet werden kann, soll nicht Anarchie und Not die volksund weltwirtschaftliche Arbeitsteilung zerfeßen? Man stelle die Voraussetzungen für freies wirtschaftliches Schaffen wieder her, man arbeite an der Ausschaltung alles dessen, was in den freien die WirtAusgleich von Angebot und Nachfrage eingreift, schaft wird gesunden, die soziale Not wird überwindbar werden. Das ganze Elend in Deutschland und in der Welt ist dadurch entstanden, daß man die kapitalistischen Grundsäße ignoriert und die automatische Regulative des freien Handels weitgehend außer Kraft gesetzt hat! Mit der Parole: 3inssenkung" hat die Regierung zweifellos neuen Zwiespalt und neue Gegensäßlichkeiten in die Reihen der Wirtschaft getragen. Der ,, Gesetz entwurf gegen das Zugabewesen" dient der gleichen Tendenz, die einheitliche wirtschaftspolitische Front des erwerbstätigen Bürgertums, wie sie als wirtschaftspolitische Willenskundgebung von 7 bis 8 Millionen Bürgern der Reichsregierung in dem Wirtschaftsmanifest vom 29. September entgegentrat, zu zermürben. Ginge es um die taktische Aufgabe: Wie halte ich auch weiterhin das erwerbstätige Bürgertum von einer Auswir fung seines wirtschaftspolitischen Wollens auf die nächsten gesetzgeberischen Entscheidungen fern und wie erhalte ich die Möglichkeit, die Wirtschaft auch weiterhin als Objekt der politischen Taktik mißbrauchen zu können?", so wäre der Reichsregierung die größte Anerkennung für ein sehr geschicktes Taktieren nicht zu versagen. Aber- es geht um das Leben von Volk und Wirtschaft! Und da es keinen anderen Weg aus der Not dieſer Zeit gibt, als den der Wiederherstellung der Elastizität des volkswirtschaftlichen Körpers, als die weitestgehende Befreiung der Wirtschaft von den unzähligen Bindungen gesetzlicher und daran Eamstag, den 14. November 1931. anschließender zwangsläufiger, vermeintlich freiwilliger Art, wie sie das letzte Jahrzehnt geschaffen hat, darf es für die Reichsregierung, darf es auch für den Wirtschaftsbeirat in diesen Tagen nur eine Aufgabe geben: die Richtlinien für den Abbau der Bindungen, für die Wiederherstellung freier Marktwirtschaft aufzustellen! Man hat dem Wirtschaftsbeirat viele Aufgaben seitens der Reichsregierung gestellt. Man hat ihm aber keine klare Stellungnahme zu der Frage abverlangt: freie Marktwirt schaft oder Beibehaltung( was zwangsläufig dauernder Ausdehnung gleichzusetzen ist) des staatlichen Einflusses auf die Wirtschaft. Was hat es für einen Sinn, finanztechnische Regularien für die Verlängerung der Stillhaltung, sozialpolitische Kompromißformulierungen über Tarifrecht und Schlichtungs wesen auszuarbeiten, wenn diese klare Entscheidung umgangen wird und damit jede Voraussetzung dafür, das heutige unfagbare Mißtrauen, die Erstarrung und Versackung des Unternehmergeistes zu überwinden. Man folge den Vorschlägen des Wirtschaftsmanifestes der Verbände und sofort wird ein Aufatmen durch die Wirtschaft gehen, sofort wird Mut und Unter,, Gießener Zeitung" menstößen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten. Auf dem Nachhausewege wurden Mitglieder der SA. und der SG. von Kommunisten überfallen. Dabei wurde ein SS- Mann getötet und sechs SS: bezw. SA- Leute schwer verlegt. Unter dem dringenden Verdacht, die Schüsse, die den SS- Mann töteten, abgegeben zu haben, wurde der kommunistische Führer verhaftet. Jeden Tag kommunistische Ueberfälle auf Nationalsozialisten. Fast jeden Tag ein oder einige Nationalsozialisten blutig verletzt oder gar zu Tode gemartert. Schon längst hatte man den Eindruck, daß die Kommunisten solche Zusammenstöße absichtlich verursachten, daß so etwas wie ein latenter Bürgerkrieg zwischen Nationalsozialisten und Kommunister besteht. Die Regierungen werden mit größter Wachsamkeit dafür sorgen müssen, daß den Kommunisten ihr verbrecherisches Handwerk gelegt wird, andernfalls wird das Gefühl der Unsicherheit derart überhand nehmen, daß man sich nicht wundern darf, wenn die Gegner der Kommunisten zur Selbsthilfe schreiten. nehmungslust, Risikobereitschaft und Arbeitsfreude zurückzu Scharfe Absage der NSDAP. an das Zentrum. kehren, sofort wird die soziale Not sich mildern, sofort wird im Ausland eine Atmosphäre des Vertrauens entstehen, die das ganze Problem der Umwandlung der kurzfristigen in langfristige Kredite, des Abbaues der Reparationen, der künftigen Weltwirtschaftspolitik unter ganz neue, aufbaufreudige, aufbaubereite Gesichtspunkte stellen wird. Das ist das, was wir von der Negierung erwarten. Niemand unter den Politikern in Deutschland darf sich darüber im Zweifel sein, daß die Geduld des erwerbstätigen Bürgertums restlos erschöpft ist. Nicht Interessen des Unternehmertums, nicht Interessen der Wirtschaft im engeren Sinne die Existenz des Staates und des Volkes schlechthin erheischen gebieterisch ein eindeutiges, von Optimismus getragenes Bekenntnis zur freien Marktwirtschaft und eine Wirtschaftspolitik, die solchem Bekenntnis entspricht. Wird die letzte Stunde zur Einkehr und zur Neuorientierung versäumt, so wird der Fluch kommender Generationen diejenigen treffen, die heute an falschen Wegen und unzulänglichen Methoden festhalten. Blanmäßige Kommunistenüberfälle. In Lugau im Erzgebirge haben Mittwochabend mehrere hundert Kommunisten eine Nationalsozialistenversammlung planmäßig überfallen und einen 22 Jahre alten Nationalsozialisten aus Neuwiese erstochen. Weiter wurden fünfzehn Nationalsozialisten durch Dolchstiche und Schläge verletzt, fünf darunter sehr schwer. Auch in Chemnitz haben die Kommunisten am Mittwochabend eine nationalsozialistische Versammlung im Gasthof Chemnitz- Bernsdorf, an der 350 Nationalsozialisten teilnahmen, planmäßig überfallen. Die Polizei nahm eine energische Säube= rungsaktion mit dem Gummiknüppel vor und sorgte auch spä= ter für den ungehinderten Abmarsch der Nationalsozialisten. Zusammenstöße in Worms. Am Dienstagabend veranstalteten die Nationalsozialisten eine Versammlung im Zelt auf der Jahnwiese. Nach Schluß der Versammlung kam es in der Stadt an verschiedenen Stellen zu Zusammenstößen. Einem Trupp Nationalsozialisten wurde eine mitgeführte SA.- Fahne entrissen. Hierbei wurde am Obermarkt ein Versammlungsbesucher durch einen Schlag mit einer Flasche am Kopf verletzt. In der Nähe des Gasthauses ,, Zur Post" wurde scharf geschossen. Gegen 4 Uhr wurden drei Einwohner von Biblis auf dem Nachhauseweg in der Mainzer Straße von einem größeren Trupp Anhänger der KPD. überfallen und mißhandelt. Der eine der Mißhandelten hat einen Stich in den Unterleib und eine Verletzung am Kopf erhalten und mußte in das städtische Krankenhaus eingeliefert werden. Eine Abteilung SA.- Leute zog durch die Mähgasse, wo sich das Büro der KPD. befindet. In der Nähe dieses Hauses fam es zwischen dieser Abteilung und Kommunisten zu einer Schlägerei. Die Streitenden wurden durch das Eingreifen der Polizei zerstreut. Die sofort angestellten Ermittlungen der Kriminal= polizeit führten zur Festnahme von mehreren jungen Kommunisten, die dringend verdächtig sind, den Einwohner aus Biblis zusammengeschlagen zu haben. Bei dem Verletzten besteht Lebensgefahr. Zu der bevorstehenden Landtagswahl in Hessen am Sonntag veröffentlicht die Pressestelle der Reichsleitung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei einen Aufruf, aus dem hervorgeht, daß das Schwergewicht des nationalsozialistischen Wahlkampfes in Hessen vor allem sich auch gegen das Zentrum richtet, daß die Nationalsozialisten hoffen, dort erstmals auch in die Zentrumsfront einbrechen zu können. Diese Wahl werde charakteristisch sein für den Fortschritt in der politischen Kräftegruppierung, die überall in Deutschland unter nationalsozialistischer Führung zur Entscheidung aufmarschiere. Mit gleicher Schärfe richtet sich deshalb der nationalsozialistische Stoß gegen jede Partei, die den Marxismus stüßt, toleriert und ihm nicht offen den Kampf ansagt. An dieser klaren Grundhaltung nationalsozialistischer Innenpolitik würden sich nunmehr die Geister scheiden. Mit deutlicher Spike gegen das Zentrum heißt es dann wörtlich: ,, Wer sich in diese unsere Kampffront eingliedert, ist als Bundesgenosse willkommen; wer sich ihr versagt, ist unser Feind. Wir messen nicht nach Worten, sondern nach Taten. Wer nicht für uns, ist wider uns. Wer sich auf die Schienen legt, der wird überfahren. Wer nicht im Guten will, der muß im Bösen daran glauben. Nach dieser eindeutigen Formel werden wir auch im hessischen Wahlkampf handeln. Das Zentrum hat sich auf die Seite des Marxismus geschlagen und darum wird es mit ihm geschlagen. Das ist unsere Parole!" Der Artikel schließt mit äußerst scharfen Angriffen gegen das Zentrum, welches sich nicht scheue, sogar das Priesterkleid in seinen politischen Kampf hineinzuzerren", welches es dahin gebracht habe, daß einem Manne wie dem Stadtrat Gmeinder, einem treuen Sohne der Kirche, das Begräbnis verweigert wurde, weil er Nationalsozialist war, und welches in abgrundtiefem politischem Haß die nationalsozialistischen Freiheitskämpfer noch über das Grab hinaus als ,, öffentliche Sünder" verfolgen lasse. Wenn das Zentrum so wenig Ehrfurcht und Achtung vor dem Gebiet christlich- religiösen Lebens empfinde, daß es die Kirche zum Mittel des politischen Kampfes herabwürdige, wenn es andererseits nicht jenes Mindestmaß von Verantwortungsgefühl vor der Nation aufzubringen vermöge, um sich endlich aus der verhängnisvollen Gemeinschaft mit dem voltszerstörenden Marxismus zu lösen, dann verdiene es kein anderes Schicksal, als jenes, das die nationalsozialistische Volksbewegung dem Marxismus bereiten werde. Gleiche Brüder, gleiche Kappen! Aus dem hessischen Wahlkampf. Darmstadt, 13. Nov. Die große öffentliche Wahlversammlung der Nationalsozialistischen Arbeiter- Partei heute abend hier, war von mehr als 30 000 Personen besucht. Adolf Hitler sprach über dasselbe Thema„ Volk ohne Raum", wie er in Mainz und Gießen auch gesprochen hat. Die Versammlung nahm auch hier einen glatten Verlauf. Die ausgeschaltete Wirtschaftspartei. In einer Delegiertenversammlung des Wahlkreises Hessen der Reichspartei des deutschen Mittelstandes( Wirtschaftspartei), die in Frankfurt stattfand, wurde Stellung zu den hessischen Am Mittwoch kam es in Neumünster zu schweren Zusam- Landtagswahlen genommen. Dabei wurde, wie mitgeteilt wird, General Carl von Clausewitz. Zu seinem 100. Todestage am 16. November 1931. Das Jahr 1831 führte den furchtlosen Reichsfreiherrn vom Stein von dieser Erde, es fällte den genialen Gneisenau und es nahm am 16. November noch zuletzt einen der größten militärischen Denker aller Zeiten in die Schar seiner Toten auf: den General Karl von Clausewitz. Freilich, volkstümlich wie Blücher und Gneisenau, wie Stein und Scharnhorst, ist Clausewitz nie geworden! Nur wenige seiner Zeitgenossen haben seine Bedeutung erkannt; er ist der stille Wegbereiter unseres Moltke gewesen, der seine Werke gründlich durchgearbeitet und die Wahrheit seiner Lehren erfannt hatte. ,, Wenn ein Sachverständiger"- so meint Clausewitz sein halbes Leben darauf verwendet, einen dunklen Gegenstand überall aufzuklären, so wird er wohl weiter tommen als derjenige, welcher in furzer Zeit damit vertraut sein will. Daß also nicht jeder von neuem aufzuräumen und sich durchzu= arbeiten brauche, sondern die Sache geordnet und gelichtet finde, dazu ist die Theorie vorhanden. Sie soll den Geist des tünftigen Führers im Kriege erziehen, oder vielmehr ihn bei seiner Selbsterziehung leiten, nicht aber ihn auf das Schlachtfeld begleiten. So wie ein weiser Erzieher die Geistesentwidelung eines Jünglings lenkt und leitet, ohne ihn darum das ganze Leben hindurch am Gängelband zu führen." In diesem Sinne ist Clausewitz der Erzieher Moltkes ge= wesen. Gerade Clausewitz hat uns gelehrt, daß die Tat hoch über dem Gedanken steht, das die eigentliche Schwierigkeit in der Ausführung liegt, und darum kann die Betrachtung, daß Moltke ein Schüler Clausewitz' und der Vollender seiner Lehren war, dem Ruhm Molttes nicht Abbruch tun! Clausewitz seinerseits ist wieder ein Jünger Scharnhorsts gewesen. Gneisenau hat in Erkenntnis der Bedeutung des stillen Clausewitz einst an diesen geschrieben: ,, Sie waren sein( Scharnhorsts) Johannes, ich nur sein Petrus, doch bin ich ihm nie untreu geworden, wie jener seinem Herrn und Meister." Scharnhorst hatte den Wert des jungen Clausewitz einst erkannt und sich seiner angenommen. Das Eingreifen Scharn horsts war für Clausewitz die Schicksalswende. Er hat ihn zum hervorragenden Generalstabs- Offizier erzogen, er hat seinem Geiste Weg und Ziel gewiesen und ihm die entscheidende Haltung und Richtung gegeben. Es ist ganz wörtlich zu nehmen, wenn Clausewitz seinen großen Lehrer Scharnhorst als den Vater und Freund seines Geistes" bezeichnet.( Vgl. Linnebach Clausewitz Persönlichkeit" in Wissen und Wehr. Jhrg. 1930. S. 304.) Karl v. Clausewitz ist am 1. Juni 1780 zu Burg bei Magdeburg geboren, wo sein Vater, ein im Siebenjährigen Kriege schwerverwundeter preußischer Offizier die bescheidene Stellung eines föniglichen Acciseneinnehmers versah. Der Großvater war evangelischer Geistlicher und Professor der Theologie in Halle, der Urgroßvater Pfarrer in einem Dorfe bei Leipzig gewesen. Nr. 91. Camstag, den 14 der Entrüstung Ausdruck gegeben, daß der Wahlvorschlag der Wirtschaftspartei ,, ohne jeden Rechtsgrund von dem Wahlpri fungsausschuß zurüdgewiesen" worden sei. Es wurde beschlossen, den Parteianhängern zu empfehlen, jene Parteien zu unter stützen, die den Marxismus bekämpfen und sich für die Bildung dringend ersucht werden, der Wahlurne nicht fern zu bleiben. Auch der Plan einer Rechtsregierung einsetzen. Die Anhänger der Partei sollen idhaften mit Arbeit Erst zwölf Jahre alt trat Clausewitz als Junker bei dem Infanterieregiment ,, Prinz Ferdinand" zu Potsdam ein. Bereits im Frühjahr 1793 nahm er an der Belagerung und Eroberung von Mainz teil. Als fünfzehnjähriger Leutnant tehrte Clause= wig in seine neue Garnison Neu- Ruppin zurück. Für den leb haften militärischen Ehrgeiz des jungen Offiziers war es ein großes Ereignis, als er im Herbst 1801 nach Ablegung einer Prüfung zum Besuche der Kriegsschule für Offiziere in Berlin einberufen wurde. Die Leitung dieser Schule hatte der bis dahin in hannoverschen Diensten stehende Oberstleutnant Scharn= horst übernommen. Scharnhorst.erteilte an der von ihm geleiteten Schule den größten Teil des Unterrichts selbst: Strategie, Taktit, Generalstabsdienst und Artillerie Er nahm sich, wie schon erzählt, des talentvollen Clausewitz mit besonderer Güte an und war ihm behilflich, die Bildungslüden auszufüllen, durch welche anfänglich die glüdliche Durchführung des akademischen Stu diums gefährdet erschien. Am Schluß des zweijährigen Kursus hat Schornhorst den jungen Offizier als den besten seiner Schüler bezeichnet und seine richtige Beurteilung der Dinge, seine be= scheidene und gefällige Darstellung, sowie seine gründlichen Kenntnisse der Mathematik und der Kriegswissenschaft" rühmend hervorgehoben. Schon vor Beendigung des Kriegsschul- Kommandos wurde Clausewitz dem ihm gleichalterigen Prinzen August von Preußen als persönlicher Adjutant zugeteilt. Diese neue Stellung führte ihn an den föniglichen Hof, gab ihm Gelegenheit, Dawes zur Tagung des Völkerbundsrats entsandt. Washington. Da man in Regierungskreisen eine Verschär fung des mandschurischen Konfliktes und Weiterungen innerhalb der nächsten vierzehn Tage befürchtet, hat Staatssekretär Stim son den amerikanischen Botschafter in London, Dawes, angewies sen, sich während der nächsten Tagung des Völkerbundsrates, die am 16. November beginnt, nach Paris zu begeben. Bedenken. Die Dr geben und bestimmt in deffen Bezirk der des Arbeitsmarktes wenn fie fonft nicht liegen der übrigen erhalten. Diefe Bef daß in dem betreff Betriebsrat, Arbeit im regelmäßigen 23 entlassen wird oder erdnung foll nur erl legschaft nicht in gro und die während der Das tommunistische Volksbegehren in Sachsen zugelassen Die Kommunistische Partei Sachsens hat mehr als 1000 Unterschriften von Stimmberechtigten für ihren Antrag auf 3u lassung eines Voltsbegehrens über die Auflösung des Landtagschaft, ohne Berück beigebracht. Damit hat sie die gesetzliche Voraussetzung für die Zulassung des Volksbegehrens erfüllt, so daß dem Antrag stattgegeben ist. Das Gesamtministerium hat die Zulassung des Volksbegehrens beschlossen und die Eintragungsfrist auf die Zeit vom 2. bis 15. Dezember 1931 festgesetzt. * Zeichen der Zeit. nicht wesentlich gerin der legten Zeit. D des fonft zuständigen Bestimmungen zur S anftalt für Arbeit erlaffen. Nach dies werferlichen Betriebe Betriebsrat haben, nehmer beschäftigen. größten Schwi scher, wirtscha Hinsicht gegenüb amit verbundenen wieder ausgleichen. gewiffe Zeit zum Ei Schneidemühl. In einem verhältnismäßig furzen Zeitraum wurden im Kreis Deutsch- Krone insgesamt 8242 Morgen zwangs versteigert. Das Rittergut Hohenstein, 1680 Morgen groß, wurde vom Neuen Brandenburgischen Kreditinstitut in Berlin erwor ben. Der Zwangsversteigerung verfielen ferner das 3000 Mor gen große Rittergut Petnick und die 2400 Morgen umfassenden Güter Marienhof und Tannenhof. Bauernnot. Bom Dache weht die schwarze Fahne. Stettin. Am Mittwoch sollte bei einem Rittergutsbesitzer in Maulin( Kreis Pyrik) eine Zwangsversteigerung stattfinden. Vom Dache des Wohnhauses wehte die schwarze Fahne. Aus den umliegenden Dörfern waren die Bauern herbeigeeilt, um dem beliebten Berufskollegen ihre Anteilnahme zu zeigen. Die Ver steigerung wurde aufgehoben, weil Arbeiter und Bauern eine drohende Haltung einnahmen. Nach Absingen des Deutschland liedes zerstreute sich die Menge. 4 Kein Schaufenster wird erleuchtet. Zu einem eigenartigen Protest sieht sich der gewerbliche Mittelstand in Weimar veranlaßt. Einzelhandelsverband, Ge werbeverein, Handwerkerbund, Gastwirtsverein und Hotelierverband beschweren sich darüber, daß sich die Weimarer Stadtver waltung nicht zu einer Strompreissentung für die ge werblichen Abnehmer verstehen will, obwohl die Produktions fosten sich erheblich vermindert hätten. Die Verbände greifen nunmehr, da alle ihre bisherigen Vorstellungen erfolglos geblieben sind, zur Selbsthilfe. Zwischen dem 15. und 29. November soll in Weimar kein Schaufenster erleuchtet sein, jede Lichtreklame soll während dieser Zeit unterbleiben und an feinem Gasthaus wird man draußen ein Licht anstecken. Es dürfte also während der Abendstunden etwas dunkel in Weimar sein. Herabsetzung der Lohnpfändungsgrenze. Der Reichsverband des deutschen Handwerks hat sich mit einer gemeinsamen Eingabe mit den übrigen Spitzenverbänden der Wirtschaft an den Reichskanzler gewandt, um eine Herab segung der Lohnpfändungsgrenze auf mindestens 150 RM. monatlich durch Notverordnung zu fordern. Neben sachlichen Gründen spricht auch der Umstand für eine Neuregelung, daß Sie seit Februar 1928 geltende gesetzliche Regelung am 31. De zember 1931 abläuft. Wenn demnach die unter den heutigen Wirtschafts- und Lohnverhältnissen völlig unhaltbare, weil überhöhte Lohnpfändungsgrenze nicht noch weiter in Kraft blei ben soll, wäre eine schleunige geseßliche Bestimmung notwendig, um rechtzeitig den Schuldnern Gelegenheit zu geben, sich wäh rend einer angemessenen Frist bis zum Inkrafttreten der neuen jeder qualifizierte 2 fest werden. Dieses Geld, da die volle ingestellten Arbeitsk Wirkungsvoll Bereitstellun Arbeiten kosten abe Länder und die Gem in einer Zeit und in und dessen einzige gr ein Kapitalmangel, d bedingte? Rein Rapi tal vom Ausland, da mehr befigt. Darum Kommission ohne jed der Hereinnahme vo riet, das zu tragbare i mjomehr erwa Arbeiten erledigen g es in jedem Haush rung der Arbeitslof Gedankengänge, die jahr dieses Jahres werks mit notwendi praktische Winterhil Die Dritte N Erwerbslosigkeit die Kleinsiedlung in der friegemeinden( vo tillung von Kleinga ap. II). Ganz un Teil der Notverord ie wirtschaftlichen über alles der ang er Stadt strömte, ho etreten. Daß hierbei Derd, der ja auch i uropäischer Währu ne ausfchlaggebende Der Siedlungsgedan Regelung( am 1. Januar 1932) auf die veränderten Bestim Belfes eine starke Zu mungen einzustellen. alle leitenden und maßgebenden Persönlichkeiten im Staate fennen zu lernen, und übte frühzeitig die Fähigkeit der Menschen Beurteilung, die später einen so hervorragenden Teil seines Wesens ausmachen sollte. Diese Stellung hat ihn auch mit der vortrefflichen Frau zusammengeführt die seine Lebensgefährtin werden sollte: mit der Gräfin Marie von Brühl Clausewit hat in seiner Ehe immer das vornehmste Glüd seines Lebens gesehen; seine Frau ist es gewesen, die nach dem Tode ihres Gatten aus seiner genauen Bekanntschaft mit seinem schriftstel lerischen Lebenswert die Berechtigung geschöpft hat, es heraus zugeben. Sie hat ihren Gatten nur um fünf Jahre überlebt. Nach dem Tode ihres Mannes wurde sie Eizieherin des am 18. Oftober 1831 geborenen Prinzen Friedrich Wilhelm. Im Mar mor- Palais zu Potsdam hat sie 1832 die Vorrede zum Haupt werf ihres heimgegangenen Gatten geschrieben und darin am Schluß die Hoffnung ausgesprochen, daß der kleine Prinz der einst das Buch lesen und durch dasselbe zu Taten begeistert wer den möge, ähnlich der glorreichen Siege der Vergangenheit. Es mutet uns an wie eine Prophezeiung, denn es war ,, unser Frig", der fünftige Führer der Heere im deutschen Einigungskriege, den sie damals auf ihren Armen halten durfte. rung. Im Mitte 1 den Nachrichten ü In die Spike schrieb Alle vorurteilsloje Jabre 1806 beobach ei in feinen Forme Eitelteit gemischtes übersehen, daß der die Maschine noch f ihten Dienst noch le Zur Zeit der Fran die bitteren Worte Rie bat es eine Drud, den eine ande mit hag und Feind beit, diejen Narrenjt gen, während er ein Bis zum Jahre 18 eralitab und Gehilfe ringen, dem späteren Brinzen Friedrich der Denichaften. Wie viele andere, ebung Preußens gege ige Dienite. Als Lommenden Drei Be jage mich lost tettung durch die S bag ein Volt nichts Burde feines Dajei tropien verteidigen etfallen, teinem höh Die Braut des jugendlichen Clausewitz gehörte als Hofdame der Königin- Mutter zu dem Lebensfreise, über den die Königin Luise ihren Zauber breitete. Die Prinzessin Wilhelm von Breußen, die Schwägerin König Friedrich Wilhelms III., und die Prinzessin Luise, spätere Fürstin Radziwill, die Schwester der Prinzen Louis Ferdinand und August, waren mit der jungen Grajin in aufrichtiger Freundschaft verbunden. Auch der Reichs freiherr vom Stein erfreute sie durch seine Freundschaft, auf die sie immer besonders stolz war. Die Kriegszeiten und die trauri gen wirtschaftlichen Verhältnisse nötigten die beiden Liebenden noch fünf Jahre zu warten, ehe sie heiraten konnten. Den Feldzug des Jahres 1806 machte Clausewitz an der Seite des tapferen Prinzen August, der ein Grenadier- Bataillon führte, mit: am 28. Oftober geriet er mit dem Prinzen bei dem heldenmütigen Versuch, sich mit dem Bataillon der schmachvollen Kapitulation bei Prenzlau durch einen Durchbruch zu entziehen, in Kriegsgefangenschaft. Nach der Rüdkehr aus der Gefangen schaft wurde Clausewitz der Gehilfe Scharnhorsts. Ueber die Ur sachen der preußischen Niederlage legte er seine Gedanken nieder und beteuere der We eit, die fich der Ge halte, was Furcht un güdlich fühlen würd eit und Würde des finden" Sein Ausscheiden gnisvoll für ihn. Berjahren gegen ihn g Nr. g der Wahlvorschlag grund von dem Wabl jei. Es wurde bejchla jene Parteien zu unt und fich für die Bil Inhänger der Partei jo e nicht fern zu bleiben. rbundsrats entjandi Cungsfreisen eine Beri nd Weiterungen innerb hat Staatssekretär Sti London, Dawes, angen des Bölterbundsrates, s zu begeben. n in Sachsen zugelafe jens hat mehr als 10 für ihren Antrag auf 3 e Auflösung des Landi iche Voraussetzung für , so daß dem Antrag it n hat die Zulassung ntragungsfrist auf die 3 est. Beit. nismäßig furzen Zeitra jamt 8242 Morgen zwang 1680 Morgen groß, wuth tinstitut in Berlin erm elen ferner das 3000 M 2400 Morgen umfassend warze Fahne. einem Rittergutsbefizer sversteigerung stattfinde schwarze Fahne. Aus ern herbeigeeilt, um d ahme zu zeigen. Die B Irbeiter und Bauern ein Abfingen des Deutschland erleuchtet. sieht sich der gewerbli Einzelhandelsverband, G rtsverein und Hotelieron die Weimarer Stadtve eissentung für die g obwohl die Produktions Die Verbände grefur lungen erfolglos geblieben 15. und 29. November jo Stet sein, jede Lichtrella und an feinem Gajtha n. Es dürfte also währe Seimar fein. Tändungsgrenze. en Handwerks hat sich m Eamstag, den 14. November 1931. ,, Gießener Zeitung" Das Problem der Arbeitslosigkeit. Schluß. Auch der Plan nach periodischer Auswechslung der Beleg schaften mit Arbeitslosen( Krümper- System) begegnet großen Bedenken. Die Dritte Notverordnung versucht diesen Weg zu gehen und bestimmt, daß der Vorsitzende des Landesarbeitsamts, in dessen Bezirk der betreffende Betrieb liegt, zweck's Entlastung des Arbeitsmarktes anordnen kann, daß die Ausgeschiedenen, auch wenn sie sonst nicht als arbeitslos anzusehen wären, beim Vorliegen der übrigen Voraussetzungen Arbeitslosenunterstügung erhalten. Diese Bestimmung knüpft jedoch an die Voraussetzung daß in dem betreffenden Betriebe eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat, Arbeiterrat oder Angestelltenrat besteht, nach der im regelmäßigen Wechsel ein Teil der Belegschaft vorübergehend entlassen wird oder vorübergehend die Arbeit aussetzt. Die An ordnung soll nur erlassen werden, wenn der Wechsel in der Be legschaft nicht in größeren als monatlichen Zeitabschnitten erfolgt und die während der Regelung im Betriebe arbeitende Beleg schaft, ohne Berücksichtigung des jeweils ausgeschiedenen Teils, nicht wesentlich geringer ist als die durchschnittliche Belegschaft der letzten Zeit. Die Höhe der Unterstützung darf die Hälfte des sonst zuständigen Betrages nicht übersteigen. Die näheren Bestimmungen zur Durchführung kann der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung erlassen. Nach diesen Bestimmungen kommen von den handwerkerlichen Betrieben nur die in Frage, welche einen besonderen Betriebsrat haben, d. h. in der Regel mindestens 20 Arbeit nehmer beschäftigen. Diesem Krümper- System stehen aber die größten Schwierigkeiten in betriebstechni scher, wirtschaftlicher und lohnpolitischer Hinsicht gegenüber Auch für große Betriebe werden die damit verbundenen Nachteile nur allzu leicht etwaige Vorteile pieder ausgleichen. Jeder neu eingestellte Arbeiter braucht eine gewisse Zeit zum Eingewöhnen und nicht jeder, vor allem nicht jeder qualifizierte Arbeiter, kann durch einen Erwerbslosen ersetzt werden. Dieses Eingewöhnen koster aber dem Unternehmer Geld, da die volle Leistungsfähigkeit seines Betriebes mit neu eingestellten Arbeitskräften nicht so rasch; crreicht werden kann. Wirkungsvoll läßt sich die Arbeitslosigkeit nur durch die Bereitstellung von Arbeit bekämpfen. Diese Arbeiten kosten aber Geld. Woher soll nun das Reich, die Länder und die Gemeinden zu solchen Plänen das Geld nehmen in einer Zeit und in einem Lande, das kein Kapital mehr hat und dessen einzige große Krankheit doch der Kapitalmangel ist, ein Kapitalmangel, den die völlige Zerstörang des Kapitalmarktes bedingte? Kein Kapital vom Innern des Landes und kein Kapital vom Ausland, das Vertrauen zur deutschen Wirtschaft nicht mehr besitzt. Darum mußte auch das Gutachten der Brauns Kommission ohne jede praktische Auswirkung bleiben, da es zu der Hereinnahme von Auslandskapital für Arbeitsbeschaffung riet, das zu tragbaren Bedingungen aber einfach nicht erhältlich ift. Umsomehr erwächst jedem Einzelnen die Pflicht, notwendige Arbeiten erledigen zu lassen. Kleine und kleinste Aufträge gibt es in jedem Haushalt. Ihre Vergebung wird eine Verminderung der Arbeitslosigkeit ermöglichen. Es sind das die gleichen Gedankengänge, die die Reichs- Handwerks- Woche vom Früh jahr dieses Jahres propagierte. Die Beauftragung des Handwerks mit notwendigen Reparaturen und Arbeiten ist zudem praktische Winterhilfe. zurzeit die vorstädtische Kleinsiedlung( Stadtrandsiedlung). Die Notverordnung vom 6. Oktober sieht vor, daß ein besonderer Reichskommissar hierzu bestellt wird. Nach den bislang bekannt gewordenen Plänen der Reichsregierung sollen hierzu einfachste Siedlungshäuser( Holzblockhäuser mit 2-3 Zimmern) errichtet werden, denen Land in einem Umfange von 2-4 Morgen bei gegeben wird. Die Kosten werden auf 2000 RM. für den Bau und auf weitere 500 NM. für die Einrichtung geschätzt. Diese Siedlung soll dem städtischen Lohnarbeiter nebenberuflich den Anbau von Gemüse, Kartoffeln, Obst und das Halten von Kleinvieh ermöglichen. Für Berlin wird z. B. daran gedacht, etiva 20-25 000 Siedler am Rande der Stadt anzusetzen. Ins gesamt rechnet man mit der Ansiedlung von 100 000 Arbeits losen. Die Siedlungshäuser sollen in der Hauptsache von den Arbeitslosen selbst errichtet werden, die gleichfalls auch das Gelände erschließen sollen. So sehr wir den Wert dieser Siedlungen zu schäßen wissen, wird die Bereitstellung der finanziellen Mittel nicht ganz ohne Schwierigkeiten vor sich gehen. Einen greifbaren Erfolg wird außerdem erst die Zeit bringen können, wenn es gelingen sollte, über die angegebene Zahl hinaus größere Massen Arbeitsloser seßhaft zu machen. Daß nur geeignete Erwerbslose in Frage kommen, unterliegt keinem Zweifel und jeder Ansiedler wird sich auch darüber klar sein müssen, daß er erst nach harter Arbeit wird ernten können. Dringend geboten erscheint es uns auch, bei der Durchführung der ganzen Siedlungen das Handwerk einzu schalten. Nur fachmännische Arbeit gewährt die Dauer der Bauten und vermeidet nußlose Anlage öffentlicher Mittel. Bedauerlich bleibt, daß die Dritte Notverordnung sich zu einer wesentlichen Senkung der Hauszinssteuer nicht aufraffen konnte. Eine Ermäßigung um 20% ab 1. April 1932 in allen Steuerstufen genügt nicht, um der Wirtschaft durch die Ermöglichung der Vornahme dringender Hausreparaturen einen merklichen Auftrieb zu geben. Die schwere Last der Arbeitslosigkeit wird nur eine von innen herauskommende Gesundung der Wirtschaft vermindern können. Voraussetzung hierzu geben alle Maßnahmen der Reichsregierung, die zu einem vernünftigen Lohn und Preisniveau beitragen. So wird die Starrheit der Tarife beseitigt werden müssen, die mit der gegenwärtigen Notlage nicht mehr zu vereinbaren ist. Arbeitsgerichtsurteile, die bei Lohnstreitigkeiten wörtlich feststellen ,,, daß es nicht darauf ankommt, ob übertragene Arbeiten vollkommen oder unvollkommen erledigt werden, denn nicht der Erfolg der geleisteten Arbeiten sei für die Eingruppierung in eine Reichstarifklasse ausschlaggebend, sondern allein die Tätigkeit, die ausgeübt werde", müssen der Vergangenheit angehören. Für das Handwerk bleibt hier das Ziel weder ein zu hohes, noch ein zu niedriges Lohnniveau, sondern ein gerechter Stand der Löhne, der Möglichkeiten zur Kapitalbildung gibt und eine ausreichende Kaufkraft zu steigender Bedarfsbefriedigung sichert. Für eine angemessene Gestaltung der Preise muß die Beseitigung aller vorliegenden Bindungen Sorge tragen. Auch die öffentliche Hand hat mit ihrer eigenen Preisgestaltung diesem Ziele zu dienen. Ihre Mitwirkung darf sich nicht auf eine Forderung nach Preisermäßigung für die private Wirtschaft beschränken, während sie selbst mit hartDie Dritte Notverordnung will nun zur Minderung der Erwerbslosigkeit die landwirtschaftliche Siedlung sowie die Kleinsiedlung in der Umgebung von Städten und größeren In- näckiger Ausdauer die eigenen Gebühren, Tarife, Steuern usw. übrigen Spitzenverbande duſtriegemeinden( vorstädtische Kleinsiedlung) und die Bereit gewandt, um eine Haftellung von Kleingärten für Erwerbslose gefördert wissen( 4. Teil der Notverordnung, Wohnungs- und Siedlungswesen, uf mindestens 150 R fordern. Neben fachlich für eine Neuregelung, d liche Regelung am 31. nach die unter den heutign völlig unhaltbare, w noch weiter in Kraft bl Kap. II). Ganz unverkennbar hat die Flucht vom Lande durch die wirtschaftlichen Verhältnisse ein Ende erreicht. Während früher alles der angenehmeren Arbeitsbedingungen wegen nach der Stadt strömte, haben gar viele jezt den Rückweg wieder angetreten. Daß hierbei der Drang des Menschen nach dem eigenen hoch hält. La stensenkung ist der Weg, den auch die öffentliche Wirtschaft gehen muß, ein Weg, den uns auch der Sturz des Pfundkurses zur Aufrechterhaltung der aktiven Handelsbilanz mit zwingender Notwendigkeit vorschreibt. Selbst eine Legion von Notverordnungen bleibt Behelf und Probleme werden nicht gelöst, wenn man sie mit Stillschweigen umgeht. Dr. Br. Herd, der ja auch in Zeiten großer Not und schwankender Immer weiße Zähne möchte Ihnen mitteilen, he Bestimmung notwendig europäischer Währungen seinen ,, Goldeswert" nicht einbüßt, genheit zu geben, fich ma m Inkrafttreten der neu eine ausschlaggebende Rolle mitspielt, ist gar nicht zu bestreiten. Der Siedlungsgedanke besitzt eben in den breiten Massen des uf die veränderten Besti Volkes eine starke Zugkraft und verdient darum tatkräftige För Bersönlichkeiten im Staat die Fähigkeit der Menje Dervorragenden Teil feines llung hat ihn auch mit be die feine Lebensgefährtin rie von Brühl Claujem ehmite Glüd feines Lebens die nach dem Tode ihres chaft mit seinem schriftite g geschöpft hat, es heraus um fünf Jahre überle e fie Erzieherin des am 18 iedrich Wilhelm. Im Mar 32 die Vorrede zum Haup geschrieben und darin on daß der kleine Prinz der be zu Taten begeistert ege der Vergangenheit. denn es war ,, unjer Fri utschen Einigungstriege, durfte. derung. Im Mittelpunkt der ganzen Siedlungsfrage steht in den ,, Nachrichten über Preußen in seiner großen Katastrophe". An die Spike schrieb er die Sätze: Alle vorurteilslosen Männer, welche Preußen vor und im Jahre 1806 beobachtet, haben von ihm das Urteil gefällt, es ei in seinen Formen untergegangen. Ein unmäßiges, mit Eitelkeit gemischtes Vertrauen auf diese Formen ließ es ganz übersehen, daß der Geist daraus entwichen war. Man hörte die Maschine noch flappern und so fragte niemand, ob sie auch ihren Dienst noch leiste." Zur Zeit der Franzosenherrschaft er die bitteren Worte: im Jahre 1808- schrieb Nie hat es eine Nation gegeben, welche den unmittelbaren Druck, den eine andere gegen sie ausübt, anders erwidert als mit Haß und Feindschaft! Nur wir haben diese Afterweisheit, diesen Narrenstolz, der sich einbildet, eine Krone zu tragen, während er eine Sflaventette schleppt." Bis zum Jahre 1812 arbeitete Clausewitz als Major im Generalstab und Gehilfe Scharnhorsts; außerdem gab er dem Kronprinzen, dem späteren König Friedrich Wilhelm IV. und dem Brinzen Friedrich der Niederlande Unterricht in den Kriegsbissenschaften. jewig gehörte als Hojdam reise, über den die Königi Prinzessin Wilhelm edrich Wilhelms III., und adziwill, die Schweiter qust, waren mit der jung perbunden. Auch der Reid feine Freundschaft, auf ligten die beiden Liebenber jeiraten fonnten. Kriegszeiten und die tran machte Clausewit an b Der ein Grenadier- Bataill er mit dem Prinzen bei de Bataillon der fhmadpole en Durchbruch zu entziehen Rüdtehr aus der Gefangen Scharnhorsts. Ueber die gte er feine Gedanten nie Wie viele andere, verzweifelte auch Clausewitz an der Erebung Preußens gegen den Korsen und trat im Jahre 1812 in ussische Dienste. Als Rechtfertigung schrieb Clausewitz seine lammenden ,, Drei Bekenntnisse" in denen es heißt: Ich sage mich los von der leichtsinnigen Hoffnung einer Ertettung durch die Hand des Zufalls! Ich glaube und bekenne, daß ein Volt nichts höher zu achten hat als Freiheit und die Würde seines Daseins, daß es diese mit dem letzten Blutstropfen verteidigen soll daß es feine heiligeren Pflichten zu erfüllen, feinem höheren Gesetze zu gehorchen hat! Ich erkläre und beteuere der Welt und Nachwelt, daß ich die falsche Klugheit, die sich der Gefahr entziehen will, für das Verderblichste halte, was Furcht und Angst einflößen tönnen, daß ich mich glüdlich fühlen würde, einst in dem herrlichen Kampf um Freiheit und Würde des Vaterlandes einen glorreichen Untergang zu finden." Sein Ausscheiden aus dem preußischen Dienst wurde verängnisvoll für ihn. In Preußen wurde ein friegsgerichtliches Berfahren gegen ihn geführt und sein Vermögen konfisziert. Er baß wir schon über 15 Jahre die Zahnpaste Chlorodont be nußen. Noch nie hat sie uns enttäuscht! Wir hatten immer weiße Zähne und einen angenehmen Geschmad im Munde, umsomehr, da wir schon längere Zeit das Chlorodont- Mundwasser benußen. Auch benutzt die ganze Familie nur Chlorodont- Zahnbürsten". gez. C. Chudoba, Fr.... Man verlange nur die echte Chlorodont- Bahnpaste, Tube 54 Pf. u. 90 Pf., u. weise jeden Erfaz dafür zurüd. tröstete sich mit dem Gedanken, daß es ihm leichter sein werde, ., ein ehrenvolles Unglüd zu tragen, während so viele andere sich in ein schmachvolles fügen". Den Russischen Feldzug gegen Frankreich im Jahre 1812 machte er als Oberst und Quartiermeister des russischen Kavallerie- Generals Bahlen, später beim Heere des Fürsten von WittEr vertrat den Plan, daß Napoleon ,, an den genstein mit. großen Dimensionen des Russischen Reiches zugrunde gehen müſſe". Und er hat mit seiner Ansicht Recht behalten. Mit der Konvention von Tauroggen ist sein Name auf immer verknüpft: am Morgen des 30. Dezember 1812 traf York, begleitet von seinem Adjutanten Major Sendlig und seinem Generalstabs= chef Oberst Röder, in der Mühle zu Poscherun bei Tauroggen mit dem russischen General Diebitsch, in dessen Begleitung sich Clausewit befand und Graf Friedrich Dohna,- alle Anwesen= Dort wurde die zusammen. den waren geborene Preußen denkwürdige Konvention geschlossen, in der sich York verpflichtete mit seinen Truppen zweds Abwartens weiterer Befehle seines Königs in eine neutrale Stellung zwischen Memel und Tilsit zurüdzugehen. Für das befreite Ostpreußen arbeitete Clausewit das Gesetz zur Bildung der ostpreußischen Landwehr im Sinne Scharnhorsts aus. Seine Versuche, nach Abschluß des Bündnisses zwischen Preußen und Rußland, wieder in preußische Dienste zu treten, schlugen fehl. Nur als tommandierter russischer Offizier durfte Clausewitz an dem Frühjahrs- Feldzug 1813 im Stabe Blüchers teilnehmen. Auch später lehnte der König ein Gesuch Gneisenaus, der sich Clausewitz als Gehilfen erbeten hatte, ab. Clausewit mußte das preußische Hauptquartier verlassen. Abseits vom Schauplatze der großen Entscheidungen machte er den Herbst- Feldzug 1813 und den Feldzug 1814 als General- Quartiermeister des Korps Wallmoden mit, das nur die Rolle eines Beobachtungs- Korps spielte Endlich nach dem ersten Pariser Frieden vom 30. Mai 1814wurde Clausewig wieder in preußische Dienste übernommen. Im Feldzuge 1815 war er Generalstabschef des preußischen Korps Thielmann. Nach dem Friedensschluß wurde er Generalstabschef des Rheinischen Armee- Korps in Koblenz, dessen Komman dierender General Gneisenau war Zwischen Koblenz und dem nahen Nassau bestand in den Zeiten, wo der Reichsfreiherr vom Stein dort anwesend war, ein reger Verkehr Von 1818 bis 1830 Lofales. Sonntagsgedanken. Nr. 91. Ahnungslos gehen wir täglich an einem Feind des Lebens vorüber. Es ist der graue Alltag. Vielle sind ihm schon erlegen, und seine Fangarme streden sich gerade heute in dieser düsteren Zeit nach den Menschen. Da tlagen viele, daß es nicht ihre Schuld sei, wenn sie sich diesem Feinde ergeben müssen. Heute ist es freilich zu einer Lebenskunst geworden, den Alltag zu bezwingen. Wer aber die Kraft dazu aufbringt, dem scheint am Sonntag dann die Sonne und dem wird sie dann Freudenspenderin. Hart und schwer und rauh ist heute der Alltag. Er hat den Menschen zur Maschine gemacht und sein Gleichtakt überstimmt oft alle Regungen der Herzen und der Seelen. Und doch wartet jeder Tag und jede Zeit, wie ein leeres Gefäß darauf, daß wir es füllen. Auch der Alltag. Du mußt tiefer in den Alltag sehen. Denn auch Großes und Wertvolles kann in ihm entdeckt werden. Im Alltag zeigt sich die Größe und die Kraft des Menschen. Wer mit der Arbeit, mit den Nöten dieser Zeit und mit den vielen Sorgen, wer mit Schmerz und Leid die Woche über ringen muß und trotzdem oben bleibt, wer durch den Eisenschlag der Hämmer und den Lärm der Maschinen noch den feinen Klang der Herzenssaiten hört, für den kann der Alltag nicht zum Feinde werden. Wenn du noch Brot hast zum Essen, einen Ofen, der dich wärmt, wenn du noch einen Freund hast, der dir Halt verleiht, dann flage nicht über die Schwere dieser Zeit. Denn so viele Tausend haben alles das heute verloren. Auch wenn du ringen mußt und dich wehren, wenn der Alltag deine ganze Kraft erfordert, und wenn du da dann. Sieger bleibst über ihn, dann erscheint dir das Große und Gute desselben und du kannst dich freuen über den Sieg. In endlosen Zügen ziehen die langen grauen Alltage an deinem Leben vorüber. Wenn wir sie zum wahren Werktag machen, dankbar sind für jede Arbeit und jedes verdiente Brot, wenn wir nie den Morgen beklagen, der Müh' und Arbeit gibt, dann haben wir nach sechs harten Arbeitstagen ehrlich verdient unseren Sonntag. Der Sonntagsschreiber. Die Landtagswahl am 15. November wird im ganzen Hessenland einheitlich durchgeführt. Es sind amtliche Stimmzettel herausgegeben. Der Wähler hat eine Partei deutlich fennbar zu machen. Stimmzettel, die Zweifel über die gewählte Partei offen lassen, sind ungültig. Die Wahlzeit ist auf 9 Uhr vormittags bis 18 Uhr( 6 Uhr nachmittags) festgesetzt. Es wird sich empfehlen, schon in den Vormittagsstunden seiner Wahlpflicht zu genügen. Dr. Göbbels in Gießen. Wieder einmal war gestern ganz Gießen auf den Beinen: Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei hatte zu einer zweiten Massenfundgebung in der Volfshalle einberufen, wo der bekannte Reichstagsabgeordnete Dr. Göbbels sprach. Schon um die 6. Nachmittagsstunde hatten sich die ersten Volkshallen= besucher eingefunden, um einen günstigen Platz zu ersitzen. Bis gegen 8 Uhr füllte sich die Voltshalle: 7000 Personen mögen es gewesen sein. Die NSDAP.- Kapelle spielt alte deutsche Märsche, dann rüden in 3ivil GS., SA.- und Hitler- Jugend unter be= geisterten Zurufen ein und unter ungeheurem Jubel betritt furz vor 9 Uhr Dr. Göbbels die Bühne. Blumen werden ihm von einem Hitler- Mädchen überreicht und schon eröffnet der Kreisleiter Graf Solms zu Laubach die letzte Versammlung der Partei vor den Wahlen. Der Versammlungsleiter fommt auf die unsaubere Wahlpropaganda der Sozialdemokratie zu sprechen, die zurzeit von diesen in der„ Oberhess. Volkszeitung" und durch Flugblätter getrieben wird. Er stellt fest, daß alles, was dort über die NSDAP. bezüglich einer Liste über Gießener Bürger und ,, eine Nacht der langen Messer" gesagt wird, Lügen sind. Gegen solche Schmutzereien gibt es nur eins: die Treue zu Adolf Hitler. Es folgte ein Gedenken an Peter Gemeinder, und dann tritt unter stürmischen Heilrufen Dr. Göbbels im dunklen Anzug vor das Mikrophon, um in zweistündiger Rede das Wollen des Nationalsozialismus darzulegen. Er erklärte, oft von großem Beifall unterbrochen, u. a.: Niemand kann sagen, was die Zukunft uns bringt, doch war Clausewitz Direktor der Allgemeinen Kriegsschule in Berlin. Jm Jahre 1830 wurde Clausewig zum Inspekteur der 2. Artillerie- Inspektion in Breslau ernannt. Da brach im Juli 1830 in Paris die Revolution aus; ein Krieg mit Frankreich drohte. Zum Oberbefehlshaber der preußischen Truppen war vom König der Generalfeldmarschall Graf Gneisenau ausersehen, sein Stabschef wurde Clausewitz, Scharnhorsts begabtester Schüler". Seine damals niedergeschriebenen Pläne für die Kriegführung gegen Frankreich waren wie Generalleutnant von Caemmerer sagt ,, ein echter Vorläufer der Untersuchungen, durch welche Moltte später so oft die rechten Wege für schwierige Lagen gefunden hat." 3um Kriege gegen Frankreich fam es nicht; aber gegen die aufständischen Polen wurden vier Grenz- Korps mobilisiert, deren Oberbefehl Gneisenau übernahm: sein Generalstabschef wat Clausewit. Am 23. August 1831 starb Gneisenau an der Cholera, am 16. November erlag sein Generalstabschef derselben Krankheit. Erst nach seinem Tode wurden seine Werte über Krieg und Kriegführung" in zehn Bänden herausgegeben. In dem Jahre, da wir den 100. Todestag des Reichsfreiherrn Dom Stein und des genialen Gneisenau in ehrender Erinnerung begangen haben, wollen wir auch dieses glühenden Patrioten gedenten, des größten militärischen Denters vor Moltke. Clausewig's ganze Pflichttreue und Opferbereitschaft offenbart sich in seinem Wort: ,, Es ist mein Stolz, dem Vaterlande zu dienen, und mein doppelter Stolz unter demütigenden Bedingungen." UniversalReichsiteuer- Kassebuch mehrfach gefeßlich geschützt Albin Klein Gießen Samstag, den 14. November 1931. was bis jetzt eingetreten ist, haben wir vorausgesagt. Die Annahme des Youngplans und des Dawespaktes haben der deutschen Wirtschaft größte Belastungen gebracht und es trat ein Verfallprozeß ein. Die Schuld trägt das System der Regierung. Und schon die letzte Reichstagswahl läßt deutlich erkennen, daß das Volk diese Politik nicht mehr mitmachen will. Und diese Opposition, die entstand, hat man nun durch Notverordnungen eingeengt. Doch je mehr man den Radikalismus zum Schweigen bringt, um so größer wird die Katastrophe. Radikaler noch denkt das Volf, ein gelinder Abglanz ist es, was wir sagen, aber man läßt uns ja gar nicht in die Regierung. Doch diese Macht wollen wir uns erobern auf dem legalen Weg. Es ist der gedankenloseste Vorwurf, den man uns macht, daß wir nach Ministersesseln strebten; wenn wir das wollten, müßten wir Sozialdemokraten sein. Doch die Opposition nimmt nach altem Recht für sich in Anspruch zu kritisieren. Das Streitobjekt dabei ist die politische Macht. Man sollte diese nur der Opposition geben, denn wäre jetzt die beste Möglichkeit gegeben, der Welt zu sagen, daß wir z. B. keine Tributlasten mehr zahlen können. Darum der Kampf darum. Der Kurs der Regierung ist unrichtig. Ueber die drei Ziele der Regierung Brüning: ,, Die Finanzen sanieren; den inneren Frieden erhalten; die Außenpolitik aktivieren, referierte Dr. Göbbels dann in längeren Ausführungen, von denen besonders festgehalten seien: es Was hat Brüning saniert? Bei der Uebernahme der Regierung hatten wir 1,5 bis 2 Milliarden Schulden, nach 1% Jahren waren diese auf 3 Milliarden angewachsen. Die Steuerkraft des Volkes ist bis zum Aeußersten in Anspruch genommen. In 13 Jahren hat man die deutsche Vermögenssubstanz aufgebraucht. Den Bauer vertreibt man von Haus und Hof. Die deutsche Wirtschaft gleicht einer Ruine. Das sind die Folgen der Tributpolitik. Er zitiert folgende Gleichung:„ Die Operation ist ge= lungen, doch der Patient ist gestorben." Dazu kommt noch, daß es nun in Deutschland kein wirtschaftliches Vertrauen mehr gibt. Wir stehen in der Katastrophe und das Volk schluckt sie, trotzdem das Leben des Volkes von allen Seiten bedroht ist. Aber eine Regierung, die nicht getragen ist vom Volf, fann nicht regieren, denn das Vertrauenskapital, was man ihr gegeben hat, ist fort. Die Folge ist der Bürgerkrieg, den wir heute schon haben, denn täglich werden von Kommunisten Nationalsozialisten ermordet, selbst Polizeioffiziere, und man findet deren Mörder nicht. Ein solches System ist reif zum Sturz. Kein Zweiglein rührt sich, wenn ein Nationalsozialist sich auf der Straße in seinem Blute liegt, aber wenn einem anderen die Wange nur gerißt wird, schreit die ganze Presse von Newyork bis Wien. Doch die Gefahr ist die internationale Weltrevolution. Unser Kampf gilt dem Bolschewismus und so müssen auch wir ein revolutionäres Volk sein. Wundert es da, wenn der Nationalsozialismus so wächst? Wir sind ein politisches Phänomen der Leidenschaft und wir sind da, weil wir da sein müssen wegen der Volfsverzweiflung: Deutschlands Schicksal zu wenden. Patrioten haben wir aus den deutschen Volksgenossen gemacht. Gäbe es dies nicht, so wäre der Bolschewismus hier. Wir haben bewiesen, daß nicht alle Deutsche unter den Ruinen liegen und dieser Marsch ist nicht mehr aufzuhalten, wenn gleich haufenweise Tote von uns an der Straße liegen. So werden wir auch am Sonntag in Hessen siegen.( Ungeheurer Beifall!) Ich rede für mein Volk, nicht für eine Klasse, ich verschmähe es, mich unter die Interessenhaufen zu stellen. Wir wollen den Widerstandswillen aufrichten und unsere Bewegung ist eine Erziehungsschule zum nationalen Bewußtsein und man wird an uns die Schicksals= frage richten: ,, Wo ist Deutschland?" Die Antwort wird lauten ,, Am Erwachen!" Den Ausführungen folgten minutenlange Beifallsstürme. Der Kreisleiter Graf Solms zu Laubach dankte Herrn Dr. Göbbels für seine hervorragende Rede, und mit dem Absingen des Horst- Wessel- Liedes schloß die große nationalsozialistische KundKljr. gebung. * Von der Universität. Ernannt wurde am 5. November der Oberforstmeister Prof. Dr. Gustav Baader aus Darmstadt, mit Wirkung vom 1. November 1931 an, zum ordentlichen Professor der Forstwissenschaft an der Landesuniversität. * Forstpersonalie. Versetzt wurde am 5. November der Förster Karl Diehl zu Jügesheim in gleicher Diensteigenschaft in die Försterei Ober- Widdersheim, Forstamt Nidda. * Evangelisch- kirchliche Nachrichten. Durch die Kirchenregierung wurde dem Pfarrer Fritz Marguth zu Seeheim die evangelische Pfarrstelle zu Beedenkirchen, Dekanat Zwingenberg, übertragen. * Wahlversammlung. Samstag, den 14. November, abends 8.30 Uhr, spricht in der Turnhalle am Oswaldsgarten in einer Versammlung des Christlich- sozialen Volksdienstes Reichstags= abgeordneter Prof. D. Strathmann über ,, Der Weg aus der Not unseres Volkes". ,, Gießener Zeitung" * Gießener Konzertverein. In der Aula der Universität findet am morgigen Sonntag das„ Quendling- Quarett" mit Prof. Dreisbach statt. * Deutschnationaler Handlungsgehilfen- Verein. Am heutigen Samstag abend spricht im Heim( Lonnstraße) Herr stud. phil. Szczech über ,, Unsere Heimat in vor und frühgeschichtlicher Zeit". * Künstliche Augen werden demnächst in Gießen durch Vertreter der Firma F. Ad. Müller Söhne, Anstalt für künstliche Augen, in Wiesbaden, in Anwesenheit der Patienten nach der Natur angefertigt und eingepaßt. Näheres siehe heutiges Inserat. Aus Rah und Fern. Butzbach. Acht Listen zur Stadtratswahl für nächsten Sonntag sind eingereicht, und zwar je eine von der SPD., KPD., NSDAP., Zentrum, ferner eine Bürgerliste, eine Mittelstandsliste und zwei unparteiliche Listen. Bad Nauheim. Bis zum 12. November betrug der Gesamtbesuch 30 572 Gäste, darunter 5294 Ausländer. Anwesend waren an diesem Tage 678 Gäste. Friedberg. Der älteste Lehrer Oberhessens, Ferdinand Weiz, vollendet heute sein 90. Lebensjahr. Er ist Ehrenmit glied des hessischen Landeslehrervereins. Vom Vogelsberg. Die Jagdpreise stehen jetzt unter Friedenspreis. Das zeigt sich bei fast allen Neuverpachtungen. Die Pachtpreise für die Nachkriegszeit werden vielfach im Vergleichsverfahren zwischen Gemeinden und Pächtern herabgesetzt. Grünberg. Auf der Landstraße vom Tod ereilt wurde der 75jährige Gemeindeschäfer Fr. Schreiner aus Quedborn. Ein Schlaganfall hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Eichelsdorf. Die Weihe des Gefallenen- Ehrenmals für die 42 Söhne unseres Vogelsbergdorfes fand am Sonntag im Beisein der Einwohnerschaft und mehrerer Kriegervereine der Umgegend statt. Grossveinemachen PARTEN N/ BUCH. Hilf mit! Rund um Schotten 1932. Der Deutsche Motorradfahrer- Verband hat in seiner Tagung in Dresden das große Motorradrennen ,, Rund um Schotten 1932" auf den 5. Juni 1932 festgesetzt. Die organisatorische Durchführung obliegt dem Motorradklub Schotten. Schotten. Rund 150 Morgen neue Hutweide- Melioratio= nen wurden im abgelaufenen Wirtschaftsjahr ausgeführt, da= von in sechs Gemeinden des Kreises Lauterbach 84 Morgen, in zwei Gemarkungen des Kreises Schotten rund 28 Morgen und auf dem Versuchsgut Selgenhof 36 Morgen. Alsfeld. Bei Kiertorf wurden zwei Jagdhauseinbrecher von einem Förster festgenommen. Die Verhafteten haben eine große Anzahl solcher Einbrüche auf dem Kerbholz. Bingen. Der Vorstand des Carnevalvereins Bingen hai beschlossen, von einer Durchführung der karnevalistischen Veranstaltungen im kommenden Jahr abzusehen. Biedenkopf. Hier wird seit längerer Zeit der Bau eines Alters- und Siechenheimes betrieben. Dem dafür bestimmten Fonds wurden bisher rund 13 000 RM. zugeführt. Der Bau soll erst begonnen werden, wenn die Finanzierung voll sicher= gestellt ist. Biedenkopf. Die hiesige Handelsschule wird ihre Pforten schließen. Die Schule hat einen dermaßen geringen Schülerbestand, daß ein weiterer Unterricht sich nicht mehr rentiert. Dillenburg. Die Vorstände der Zwangsinnungen für das Bädergewerbe, Dachdecker, Friseure, Maler, Tüncher und Ladie rer, Schlosser, Spengler und Installateure und Wagner, haben beschlossen, eine gemeinsame Jnungskrankenkasse zu errichten. Müssen Sie etwas drucken lassen sei es für Familie, Beruf, Stand, Amt, Geschäft oder Organisation dann wenden Sie sich bitte an die Verlagsdruckerei Albin Klein in Giessen Fernsprecher 2525. vorm. Wilhelm Keller, gegr. 1783 Südanlage 21. Setzmaschinen-, Stereotypie- und Rotationsbetrieb, eigene Buchbinderei. Spezialität: Druck, Verlag und Einführung von Verbandszeitschriften. Über 1000 verschiedene Formulare für Behörden. Geschäfte, Verbände und Vereine ständig am Lager. Nr. 91. Der Wohnungsbau in den deutschen Ländern Länder in den Jahren 1929 und 1930. Neu erstellte Woh Von 100 Wohnungen wurden erstellt von davon mit nungen öffentl. Jahr in Wohn gebäuden Mitteln öffentliche Körper schatten gemeinn. Bauverei nigungen privaten Bau herren 137 7,9 43,7 8,3 48,4 38,0 53,7 5,7 33,9 60,4 785 80: 6 20,2 36,5 43,3 21,9 37,4 40,7 15,0 21,0 64,0 7503 9,2 15,6 75,2 8275 10,4 21,2 68,4 8,2 21,3 70,5 9,4 22,8 67,8 14,4 19,0 66,6 Erschein Bezugspreis 2 Redaktionsschluß frü endung nicht verla 14 Jahrg. Preußen 1930 201 877 164 872 1929 197 859 160 573 Bayern 1930 25884 14277 1929 28 49215 860 8,7 30,7 60,6 Sachsen 1930 22587 19 470 1929 27 043 23 2: 4 Württemberg 1930 11 710 1929 11 354 Baden 1930 9 408 1929 11 352 11 023 Thüringen Hessen.. Uebrige Länder 1930 4 479 2438 1929 4 994 30.1 1930 50581 3 461 1929 7235 12,1 22,5 65,4 15,1 18,0 66,9 1930 1929 24 293 23 941 21 569 21 464 5,5 35,8 58,7 5 289 5,2 39,4 55,4 Deutsches Reich 1930 305 296 1929 312 270 242 378 247 997 8,9 39,8 51,3 9,6 34,9 55,5 gegangen. Um die Rundfunkstörungen. Dem Reichsverband des deutschen Handwerks und dem Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertag sind in der letzten Zeit in der Frage der Rundfunkstörungen zahlreiche Beschwerden aus den Kreisen seiner Mitgliedskörperschaften zuDas Handwerk ist an dieser Frage in zweifacher Hinsicht interessiert sowohl als Lieferant von Rundfunkanlagen wie auch als Betriebsinhaber, gegen die wiederholt wegen Rundfunkstörungen vorgegangen wurde. Das Handwerk kann kein Interesse daran haben, daß der Ausdehnung des Rundfunkverkehrs Schwierigkeiten bereitet werden. Auf der anderen Seite aber muß das Vorgehen gegen Besitzer von rundfunkstörenden elektrischen Apparaten und Motoren sich ohne allen Zweifel im Rahmen des wirtschaftlich Zuträglichen bewegen. Grundsäglich wird es daher das Handwerk begrüßen können, wenn es gelingt, vorkommende Beschwerdefälle durch geeignetes Zusammenwirken aller beteiligten Stellen zu beseitigen. Zu die sem Zweck hat der Reichspostminister im Herbst des Jahres 1929 einen Ausschuß für Rundfunkstörungen gebildet, in dem bislang das Handwerk nicht vertreten war. Mit Rücksicht auf seine Bedeutung hat sich der Deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag an den Reichspostminister gewandt mit der Bitte, einen Vertreter des Handwerks in den Ausschuß für Rundfunkstörungen zu berufen. Als Vertreter des Handwerks wird Schlosserobermeister Volkmann, Berlin- Lichtenberg, in Vorschlag gebracht. Der Reichspostminister hat nach seiner Mitteilung vom 29. Oktober diesen Vorschlag an den Vorsitzenden des Uusschusses für Rundfunkstörungen, Staatssekretär a. D. Dr. Bredow weitergegeben mit der Bitte, die Zuwahl des vorge schlagenen Vertreters in den Ausschuß für Rundfunkstörungen herbeizuführen. Neue Bücher. Deutsch- französische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Schiffahrt, wie sie der französische Ministerpräsident bei seinem Berliner Besuch u. a. vorschlug, erscheint bedenklich. Das zeigt der Leitaufsatz des Novemberhefts der„ See"( 3eitschrift des Deutschen Flotten- Vereins, Berlin, Matthäifirstr. 13. In dem Aufsatz ,, Der Glaube an den Sieg ,, werden neue englische Aeußerungen über die Wirksamkeit des U- Bootkrieges mitgeteilt. Die enge Verbundenheit zwischen Schiffahrt und Luftfahrt kommt in dem Aufsatz ,, Flugwetterdienst auf dem Ozean" zum Ausdrud. Was gibt es Neues aus Afrita? Die Münchner Jlln strierte Presse" beginnt in der neuesten Nummer( Nr. 46) mit der Veröffentlichung der photographischen Ausbeute der letzten Expedition des bekannten Afritaforschers Hugo Adolf Bernazzki. Diese Forschungsreise galt der wissenschaftlichen Erfundung von Portugiesisch- Guinea an der Westküste Afrikas. Mit neuen Kleid- und Mantelmodellen und neuen Gesellschaftstänzen macht Sie das soeben erschienene neueste Heft der ,, Eleganten" bekannt. 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Di Sozialdemokraten Zentrum Kommunisten Kommunistische Beatiche Vallspa Staatspartei Radikale Demol Chriftlich- joziale Bollerechtpartei Selfisches Landv Deutschnationale Sezialistische Ar Nationalsozialist Die Wahlen in labt: die Weimarer ößten deutschen Ein gierte, ist aufgeflo impfer dieser Koal hon nach dem Ergeb i unmöglich gewo mr durchgesetzt, daß Die Konfer Berlin. Am Dien ie angekündigte Ka ander unter dem V jammen. Sämtliche hienen, unter an Braunschweig). Die es Reichsinnenminist fnficht über die Be useinanderjekte. Do Gloffen ist, die Dist teitester Basis zu fi einer einleitenden Re Die politischen Terror on Adolf Hitler zug und den Landesregi La führte Groe Die schweren Gef varlig bedroht find, e he Bufammenfajiung mehr, je bedrohlich gilt, den Staat gege waltjame Auseinande itslos zu unterdrü Derordnungen des He Es muß bei all Seteftigteit waltet Ich möchte in di ai einige Ereignisse Bapaden unbedingt Linie die Terroratte, Politischen Gegnern, Ciner Kulturschande i S erforderlich, daß Deitere folche Terror ift, der Täter ha barten Bestrafung zu Begriffen werden. Es