Nr. 12 für den Kreis Bü reuungen feststellen, ür die Einkommen, - und Klauenjeuche Februar d. J. fest St stattfinden. Der angekündigten UmVogelsberg. Bau befindliche Bo Wächtersbach- Biritei shain) ermöglicht es meinde Wüjtwillroth bereits mit der Her Derden. urde wegen Beleidi schaft, Korell, Klage t wurde ein BelzgeCert. Die Einbrecher ungefähr 6000 RM. angjährige verdienst rbandes, Kaufmann Geburtstag begeben. die 50 000. LeicaFilchner, esterwalds macht sich e bemerkbar. Durch Bersted hervorgelodt neindevorstandes ent mtliche KrifenunterBoche einen Tag für - erhielt ein junger elder einschlug. Er ommunaltajie ist in en. Der verantwort rden. -legt. mit 15 Kindern be liche Kinder erlitten were, daß sie ins mußten. nes D- Zuges. cht entgleiste von dem Basel bei der Durch wagen und der nachnicht verletzt. D 4 Die Ursache der Ent verhaftet, die zum unterschlagen hatten. Toving 150 Zweigstel mt 500 Franc. esucht! Millionen Drachmen mt ist ein Andre in Rußland, ingenieur Liebhardt, von der Sowjetregieich erhielt Liebhardt eichnung erfolgte für Art Kohlenförderung enwagen fönnen entzu werden. d diese bunten Bilderolzschnittmeisters, auf digen Sitten und Geeue Heft der Woche" uffazz viele dieser BilKlein in Gießen DIO rtrieb uns. gn. such. wir and rührigen VERTRETER z Giessen u. chrom. Angars. VerhältReferenz. an O G. M. B. H, eurbüro, urt a. M. rauenhof. Glefien Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Bolitische Rundschau. Der Finanz- Ausschuß des Hessischen Landtages beschäftigte fich sehr ausführlich mit der Verlegung des Darmstädter Pädagogischen Institutes nach Mainz. Der Reichstag hat am Donnerstag im Verlaufe der Abstimmungen zum Etat des Auswärtigen Amtes eine EntschlieBung angenommen, in der die Regierung aufgefordert wird, baldmöglichst in Verhandlungen über eine Revision des Young plans mit den beteiligten Mächten einzutreten, und alle inner politischen Maßnahmen zu treffen, die für den Erfolg nötig find. neu= Der Reichspräsident empfing am Donnerstag den ernannten polnischen Gesandten Wysocki zur Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens. An dem Empfang nahm der Reichsminister des Auswärtigen, Dr. Curtius, teil. Reichskanzler Dr. Brüning empfing am Donnerstag eine Bertretung des Vorstandes des Reichsbundes der Kinderreichen. Es Reichskanzler Dr. Brüning hatte Besprechungen mit den Führern der Landvolkpartei und der Sozialdemokraten. wird damit gerechnet, daß der Reichstag nach Erledigung der Bordringlichen Aufgaben etwa Ende März bis in den späten Herbst vertagt wird. In einer am Donnerstag im Berliner Rundfunk gehaltenen Rede über die politische Lage übte Reichsminister Dr. Wirth scharfe Kritik an dem politischen Radikalismus und fündigte einen energischen Kampf an. Bei der 2. Lesung des Haushalts des Reichswirtschaftsministeriums im Reichstag gab Staatssekretär Dr. Trendelenburg Erklärungen über die deutsche Wirtschaftspolitik ab. Anläßlich des neunten Krönungstages des Papstes waren am Donnerstagabend eine Reihe von führenden Persönlichkeiten aus staatlichen und diplomatischen Kreisen Gäste des Nuntius Orsenigo. Es waren u. a. anwesend Reichspräsident von Hin denburg, Reichskanzler Brüning, Reichsaußenminister Curtius, die Botschafter von England, Italien, Frankreich und Amerika, Ministerpräsident Braun und Reichspostminister Schätzl. Reichsminister des Auswärtigen, Minister Curtius, hat einen kurzen Erholungsurlaub angetreten, den er im Harz verbringen wird. Abgeordneter Dr. Otto Wiemer, Vizepräsident des Preußischen Landtages, der der Deutschen Volkspartei angehört, ist am Mittwoch plötzlich gestorben. Vor dem Kriege war er Mitglied des Reichstages von 1898 an bis zum Jahre 1918. Wie der Verlag J. F. Lehmann- München mitteilt, ist das Buch Gottfried Zarnows,„ Gefesselte Justiz", in der inzwischen fertiggedruckten vierten durchgesehenen Ausgabe, in der die beanstandeten Stellen weggelassen waren, am 7. Februar vom Generalstaatsanwalt I in Berlin wieder freigegeben worden. Der ,, Matin" benutzt den soeben erschienenen dritten Band der Memoiren Bülows, um daraus neuerlich die Kriegsschuld Deutschlands durch sein Verhalten gegenüber Oesterreich in d Tagen der Kriegserklärung nachzuweisen. Zur Beilegung des Lohnkonfliktes in der deutschen Holzindustrie, der in einigen Teilen des Reiches zu Arbeitsniederlegungen und Aussperrungen geführt hat, finden gegenwärtig unter Vorsitz von Ministerialrat Dr. Mewes Vermittlungsver: handlungen zwischen den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerparteien statt. Die englische Regierung hat Frankreich, Deutschland und Bolen Vorschläge zur Herabsetzung der Zolltarife gemacht. In Leobschütz wurden ein 25jähriger Pole aus Kattowitz und ein 28jähriger Deutscher aus Gleiwig, die einen Reichswehrsoldaten in Leobschüz veranlagt hatten, ihnen wichtige militärische Dokumente zu übergeben, verhaftet. Die Nanting- Regierung will, wie der chinesische Finanzminister T. V. Soong erklärte, in nächster Zeit die Goldwährung einführen. Der Hafeneingang von Veracruz ist durch den Lloyddampfer ,, Münster", der bei der Einfahrt im Schlamm auflief, beinahe völlig gesperrt. Zwölf jugendliche türkische Kommunisten beiderlei Geschlechts wurden vom Gericht wegen Verschwörung gegen den Staat zu Gefängnisstrafen von einem bis zu zwei Jahren verurteilt. Die Sommerpause des Reichstags. Berlin. Reichskanzler Dr. Brüning empfing Donnerstag die Führer mehrerer Parteien. Mit der Landvolkpartei wurde in erster Linie über das Osthilfegesetz gesprochen, das das Kabinett am Samstag beschäftigen soll. Die Besprechungen mit den Führern der Sozialdemokraten erstreckten sich auf die gesamte parlamentarische Lage. Man rechnet damit, daß der Reichstag sich nach Erledigung der ihm in seiner Wintertagung gestellten Aufgaben, insbesondere nach Verabschiedung des Etats, also voraussichtlich Ende März, bis in den späten Herbst vertagen werde, wobei dem Präsidenten allerdings die Ermächtigung erteilt würde, ihn im Bedarfsfalle auch früher einzuberufen. Die lange Sommerpause würde dann von der Regierung vor allem für die Ausarbeitung der nötigen Reformentwürfe für die Arbeitslosenversicherung, die Knappschaftsversicherung und andere durch die Finanzlage erforderlich gewordenen Vorlagen benutzt werden. ( Gießener Tageblatt) Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 14. Februar 1931 Arbeitszeitfürzung zur Entlastung des Arbeitsmarktes. Dem Reichstag ist vom Freiheitlich- nationalen Gewerkschaftsring der Entwurf eines Arbeitszeit- Notgesetzes zur Entlastung des Arbeitsmarktes zugegangen. Nach diesem soll das Reichsarbeitsministerium die regelmäßige werktätige Arbeitszeit auf eine fürzere Zeit als acht Stunden täglich begrenzen können. An Stelle einer Verkürzung der werftätigen Arbeitszeit oder in Verbindung damit soll auch eine Verkürzung der Arbeitswoche auf weniger als sechs Tage möglich werden. Die Verordnungen selbst sollen für bestimmte Erwerbszweige ergehen, nachdem der vorläufige Reichswirtschaftsrat und der Verwaltungsrat der Reichsanstalt sür Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung gehört worden sind. Die Arbeitgeber der Betriebszweige, für die eine Arbeitszeitfürzung angeordnet worden ist, sollen verpflichtet sein, entsprechend der Arbeitszeitverkürzung durch Neueinstellung von Arbeitskräften die Belegschaft zu vergrößern. Eine Verkürzung der Arbeitszeit soll nicht erfolgen, wenn volks= wirtschaftliche oder zwingende Gründe dem entgegenstehen oder durch sie eine Entlastung des Arbeitsmarktes nicht herbeigeführt| werden würde. Ende Januar 4,9 Millionen Arbeitslose. Nach dem Bericht der Reichsanstalt war in der zweiten Hälfte des Januar das Absinken des Beschäftigungsgrades er= heblich langsamer als im Winter vorher. Während zwischen Anfang und Mitte Januar die Zahl der von den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen noch um rund 381 000 zugenommen hatte, hat sich der Stand von Mitte bis Ende Januar nur mehr um rund 129 000 erhöht. Im Vergleiche hiermit ist die Zunahme der Belastung der beiden versicherungsmäßigen Unterstützungseinrichtungen zwischen den beiden letzten Stichtagen noch stärker gewesen. Sie betrug rund 228 000. In der Arbeitslosenversicherung allein wurden am 31. Januar rund 2 555 000, in der Krisenfürsorge rund 811 000 Hauptunterstützungsempfänger gezählt. Von der Zunahme entfallen rund 156 000 auf die Arbeitslosenversicherung, rund 72 000 auf die Krisenfürsorge. Die Zahl der Arbeitslosen wurde am 31. Janwar bei den Arbeitsämtern mit rund 4 894 000 ermittelt. Die Zunahme gegenüber Mitte Januar beläuft sich auf rund 129 000 oder 2,7 Prozent. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 13 Völker in Waffen. Zwölf Jahre sind seit Kriegsende vergangen, sechsmal hat der vorbereitende Abrüstungsausschuß des Völkerbundes getagt, in Wort und Schrift wurde diskutiert und geplant und doch ist das Abrüstungsproblem, diese Schicksalsfrage Europas, heute noch einer Lösung sehr fern. Das Ringen um allgemeine Rüstungsbeschränkung geht weiler; binnen Jahresfrist, auf der Abrüstungskonferenz, soll es in sein entscheidendes Stadium treten. Bis zu einer wirklichen Abrüstung ist jedoch- wie ein Blick auf den Rüstungsstand der Nationen zu Anfang dieses Jahres beweist ein sehr weiter Weg. Noch starren die Völfer Europas in Waffen! Die finanziellen Aufwendungen für die Landrüstung sind geradezu gewaltig. Eine ganze Reihe von europäischen Staaten gibt mehr als ein Fünftel des gesamten Staatshaushalts allein für Heereszwede aus. Polen( 31 Prozent) und Frankreich ( 27 Prozent) sind als erste zu nennen; auch Spanien, Portugal, Rumänien, Jugoslawien, ja selbst so kleine Länder wie Litauen und Lettland gehören in diese Gruppe. Ueberaus groß sind ferner die Unterschiede in der Heeresstärke. Von Sowjet- Rußland abgesehen, das außerhalb des Völkerbundes steht und mit seinen 154 Mill. Einwohnern die größte Armee besitzt( Friedensstärke 1,2, Kriegsstärke 6,0 Mill.), marschiert Frankreich unbestritten an erster Stelle. Es hält bei einem Bevölkerungsstande von 41 Mill. Einwohnern nicht weniger als 656 000 Mann ständig in Waffen. Das etwas größere italienische Volk verfügt über ein Friedensheer von 388 000 Mann. Um aus der Fülle des Materials noch einige Beispiele aus unserer nächsten Nachbarschaft herauszugreifen: Belgien( 8 Mill. Einwohner) hält sich ein Friedensheer von 66 000 Mann, die Tschechoslowakei ( 14,6 Mill. Einwohner) ein solches von 14 000 Mann, Polen ( 30% Mill. Einwohner) eines von 299 000 Mann. Inmitten dieser stark bewaffneten Länder liegt Deutschland ,,, das Herz Europas", in strategisch besonders ungünstiger Lage. Seine Einwohnerzahl ist so groß wie die Frankreichs, Belgiens und der Tschechoslowakei zusammengenommen. Seine Reichswehr von 100 000 Mann erreicht demgegenüber zahlenmäßig noch nicht einmal ein Achtel der Friedensheere dieser drei Länder. Die riesige Kluft zeigt sich aber erst in ganzer Ausdehnung, wenn man auch die voraussichtlichen Kriegsstärken berücksichtigt, und zwar Frankreichs mit 4%, Belgiens mit 0,6, Polens mit 3,2 und die der Tschechoslowakei mit 1,3 Mill. Mann. Etwa jeder neunte Franzose, jeder neunte Pole, jeder elfte Tschechoslowake, Der Stahlbelm hat die 20000 schon zusammen. jeder dreizehnte Belgier würde im Kriege Soldat ſein. DeutschBerlin. Der ,, Stahlhelm" gibt bekannt, daß die Sammlung der 20 000 Unterschriften für das Volksbegehren auf Auflösung des preußischen Landtages heute beendet sein wird. Die gesammelten Listen, die bekanntlich nur innerhalb der Landesverbände Groß- Berlins und Brandenburgs aufgelegt worden sind, gehen unmittelbar darauf dem Bundesamt des„ Stahlhelm" zu. Dann werde der neue Antrag auf Auflösung des preußischen Landtages spätestens zu Anfang der kommenden Woche gestellt werden. Die„ Gottlosen- Internationale" in verkappter Gestalt. Trotz aller Proteste und im Widerspruch zu den ausweichenden Antworten amtlicher Stellen wird nun doch die GottlosenZentrale in Berlin errichtet werden. Zwar nicht in offizieller russischer Aufmachung, aber als Zentrale der kommunistischen Opposition innerhalb des Freidenkerverbandes. Diese Opposition baute ihre Zentrale, die Internationale proletarischer Freidenker", in Berlin nach dem Muster der Moskauer Stellen auf. Kein Zweifel, daß sie ihre Direktiven und finanziellen Unterstützungen von Moskau bezieht, denn sie ist organisatorisch durchaus von dem russischen Gottlosen- Verband beherrscht. Die Wühlarbeit gegen Staat und Kirche wird unter dem Schutz der Immunität kommunistischer Reichstagsabgeordneter betrieben. Und die Behörden versichern, daß sie gegen diese verkappte bolschewistische Aktion im Herzen Deutschlands machtlos ſeien. Steuerliche Belastung der Landwirtschaft in Hessen. Die amtliche Hessische Pressestelle teilt uns mit: In einigen hessischen Zeitungen ist gelegentlich einer Besprechung einem vom Statistischen Reichsamt herausgegebenen Einzelschrift über die Besteuerung der Landwirtschaft in tendenziöser Weise die Behauptung aufgestellt, daß Hessen von allen Ländern die größte Steuerbelastung der Landwirtschaft habe. Es sind dabei Durchschnittszahlen mitgeteilt, von denen in der angezogenen Veröffentlichung ausdrücklich gesagt ist, daß sie zu einem Vergleich von Wirtschaftsgebiet zu Wirtschaftsgebiet nicht brauchbar seien. Es darf überhaupt bezweifelt werden, ob die Unterlagen der Veröffentlichung ausreichend sind, um allgemeine Schlüsse daraus zu ziehen. Jm ganzen sind von 1 950 114 Betrieben im Reich 859 Betriebe untersucht, in Hessen von 83 822 Betrieben 21. Da von den ausgesuchten Betrieben der kleinste 5 Hektar umfaßt, während der weitaus größte Teil aller hessischen Betriebe eine we sentlich geringere Größe aufweist, so wird schon daraus ersichtlich, wie wenig stichhaltig die Schlußfolgerungen aus den aus= gewählten Betrieben auf die Gesamtheit der hessischen Betriebe sind. Eine andere Auswahl von Betrieben hätte auch einen anderen Durchschnitt ergeben. land hingegen wäre zu seiner Verteidigung auch im Ernstfalle nur auf 100 000 Mann angewiesen. Noch krasser sind die Unterschiede in der Ausrüstung der Heere. In der Mehrzahl der Länder hat man alle technischen Fortschritte für die Stärkung der Heereskraft nutzbar gemacht, die technischen Kampfmittel gewaltig vermehrt. Deutschland jedoch steht weit, unverhältnismäßig weit zurück. Nicht nur hinter anderen Großmächten, auch hinter kleineren Völkern. Einige Beispiele: unsere Verteidigungsmittel beschränken sich auf 22 schwere Geschütze; Belgien hat deren 271, Frankreich 1 200( ohne Bestände der Festungen), Polen 414, die Tschechoslowakei 412. Wir haben keine Kampfwagen, keine Militärflugzeuge. Das fleine Belgien be= sitzt demgegenüber 65 Tanks und 234 Flugzeuge. Frankreich verfügt sogar über 1800 moderne Tanks( ohne älteres Material) und im Kriegsfalle über nicht weniger als 2500 Militärflugzeuge, Polen über 320 Tanks und etwa 1000 Flugzeuge, die Tschechoslowakei über 60-100 Tanks und 850 Flugzeuge. Solche Beispiele ließen sich beliebig vermehren. Bei der Ausrüstung mit Maschinengewehren, leichten Geschützen, Reservematerial und im Festungsbau überall die gleiche, abgrundtiefe Unterlegenheit Deutschlands. Ein auf die Dauer unerträgliches, unhaltbares System! Organisationstagungen und öffentliche Kundgebungen der Deutschen Staatspartei in Hessen. Am Samstag, dem 28. 2., nachmittags, findet für die Provinz Starkenburg in Darmstadt und am Sonntag, dem 1. 3., nachmittags, für die Provinz Rheinhessen in Mainz je eine Organisationstagung der Staatspartei statt. Auf beiden Veranstaltungen wird Dr. Theodor Heuß, M. d. R. und Mitglied des geschäftsführenden Reichsparteivorstandes sprechen. Im Anschluß an diese Tagungen finden voraussichtlich am Samstag abend in Darmstadt und am Montag, dem 2. 3., abends, in Mainz öffentliche Kundgebungen der Staatspartei statt. Auch in Oberhessen sollen demnächst ähnliche Veranstaltungen stattfinden. Frankreichs Arbeitslosigkeit. Paris. Im Verlaufe der letzten Parlamentsdebatten über die Arbeitslosigkeit fragte der Führer der Sozialdemokraten, Leon Blum, den Arbeitsminister nach dem wahren Stande der Arbeitslosigkeit. Nach offiziellen Ziffern gebe es nur 50 000 Arbeitslose, in Wirklichkeit betrage die Zahl der gänzlich Arbeitslosen 450 000 und der teilweise Arbeitslosen eine Million. Der Minister entgegnete, daß nach seinen Informationen 90 000 Arbeiter vollkommen und 200 000 teilweise arbeitslos seien. Das sozialdemokratische Parteiorgan beharrt heute auf den von Leon Blum angegebenen Ziffern. Samstag, den 14. Februar 1931. Arbeitszwang in Sowjetrußland. Warschau. Wie die Warschauer Blätter aus Leningrad berichten, veröffentlicht die ,, Krasnaja Gazeta" die Instruktionen über den Arbeitszwang, die auf Antrag der Kommissare für Arbeit und Landwirtschaft erlassen wurden. Danach soll allgemeiner Arbeitszwang in folgenden Fällen angeordnet werden: Bei Erntearbeiten, bei Waldrodungen für den Exportbedarf, bei der Holzflößerei, beim Straßenbau und bei Naturkatastrophen. Die Mobilisierung der Bevölkerung zur Arbeit ist von den Landesbehörden zu verfügen. In erster Linie sollen zu solchen Arbeiten Kulaken und derjenige Teil der städtischen Bevölke rung, der keine politischen Sonderrechte genießt, herangezogen werden. Für die Desertion von der Arbeitsstätte sind schwere Strafen vorgesehen. Schulverhältnisse in Sowjetrußland. Vor wenigen Monaten meldete Sowjetrußland der ganzen Welt die offizielle Einführung des Schulzwanges. Wie man jetzt erfährt, sind weder annähernd genügend Lehrer, noch Schulen vorhanden, um alle Kinder erfassen zu können. Wohl aber kann der offizielle Schulzwang als gefährliche Waffe dort angewandt werden, um Kinder, die bisher sorgsam von den Eltern dem entsittlichenden Einfluß der Sowjetschule ferngehalten wurden, unter diesen Einfluß zu bringen. Die„ Deutsche Zentralzeitung" weist auf eine ganze Reihe von Pressenachrichten hin, die dartun, daß im ganzen Schulwesen eine für westeuropäische Verhältnisse beispiellose Desorganisation eingerissen ist. Es fehlt an Heizmaterial, es fehlt namentlich an Bichern, der bauliche Zustand der Schulen ist schlecht, so daß oft mitten im Winter Ausbesserungsarbeiten vorgenommen werden müssen. Nicht selten beginnt der Unterricht nach den Ferien mit großen Verspätungen, die bis zu einem Vierteljahr dauern. Die Versorgung mit Lehrbüchern ist so schlecht, daß im ganzen auf vier Kinder ein Buch kommt. Von Hesten und Schreibpapier spricht man gar nicht mehr. Kanada verbietet die Einfuhr russischer Kohle. Ottawa. Am Donnerstag wurde amtlich bekanntgegeben, daß Kanada die Einfuhr vussischer Kohle untersagen wird. Von nichtamtlicher Seite verlautet, daß der kanadische Premierminister Bennett mit seinem kürzlichen Besuch in Washington u. a. den Zweck verfolgte, ein gemeinsames Vorgehen der Vereinigten Staaten und Kanadas gegenüber der Gefährdung des Handels beider Länder durch die Sowjets zustande zu bringen. Die Vereinigten Staaten haben die Einfuhr russischen Holzes verboten. Amerika will die Einreise weiter beschränken. Die nachfolgende Mitteilung des Newyorker Mitarbeiters des Deutschen Auslands- Instituts zeigt deutlich, wie stark die Frage der Einwanderungsbeschränkung in den U. S. A. erörtert wird. Es handelt sich vorläufig nur um Beschlüsse des zuständigen Ausschusses und nicht etwa schon um eine endgültige Neufestsetzung der Quoten. Der Einwanderungsausschuß des Repräsentantenhauses in Washington hat eine Vorlage angenommen, welche die Einwanderung aus Quotenländern um 90 Prozent einschränkt und des weiteren bestimmt, daß die Zahl der Einwanderer aus Nicht- Quotenländern Mexiko und Kanada höchstens 10 Prozent der Einwanderung des letzten Rechnungsjahres betragen darf; diese Einschränkung soll für zwei Jahre gültig sein. Der Bundeskommissar für Einwanderung, Hull, erklärte, daß die Zahl der Einwanderer für den Monat Dezember 1930 zwar noch nicht festgestellt sei, daß sie aber voraussichtlich weniger als 6000 betragen dürfte, d. h. weniger als im Januar 1918, als infolge des Weltkrieges der überseeische Dampferverkehr mehr oder weniger stockte. Mit diesen Ziffern vergleiche man die Einwandererzahl von 184 886 im Mai des Jahres 1907! Tatsächlich ist die Rückwanderung heutzutage bedeutend größer als die Zuwanderung, wenn man die in den Vereinigten Staa ten lebenden Ausländer hinzurechnet, die besuchsweise in ihre alte Heimat zurückkehren. Studenten sollen wandern! Von Prof. Dr. Jaed- Marburg. Der Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen läßt es sich angelegen sein, das Wandern der Studenten zu fördern. Grundsätzlich stehen die Jugendherbergen auch den Studenten offen, und zwar zu den gleichen Bedingungen wie der übrigen Jugend. Studenten sollen wandern. Sie sollen nicht zehn Semester lang hinter ihren Büchern hocken, sie sollen aber auch nicht ihre Freiheit in den Kneipen verbringen, sie sollen hinaus in Berg und Wald. Es ist den Studenten eine große Freiheit gegeben. Wenn man so will, ist ihnen auch viel Freizeit gegeben. Dem jungen Angestellten und dem jungen Arbeiter mangelt beides und sie können nur unter großen Schwierigkeiten ihre Fahrtenpläne durchführen. Anders der Student. Er ist Herr über seine Zeit, Herr über die Einteilung seiner Studienarbeit im Semester und in den Ferien. Es lassen sich in der Semesterzeit stets einige Sonntage und zuweilen auch der Sonnabend für Wanderungen freimachen. In den Ferien wird sich eine mehrtägige Wande= rung zwanglos einschalten lassen, wenn der Student nicht ge= zwungen ist. seinen Unterhalt durch Werkarbeit zu verdienen. Man mag einwenden, daß Studienfahrten aller Art ohnedies schon den Hochschüler hinausbringen. Der Biologe, der Geograph, der Geologe veranstalten„ Exkursionen", für den heimatkundlichen, den geschichtlichen und den kunstgeschichtlichen Unterricht werden Ausflüge der verschiedensten Art veranstaltet. Die Juristen und Mediziner haben ihre Besichtigungsfahrten. Es fragt sich nur, ob diese Unternehmungen in unserem Sinne als , Wanderungen" gewertet werden können. Das hängt von dem Dozenten ab, der sie durchführt. Doppelt wertvoll, wenn er etwas von echtem Wandergeist verspüren läßt. Darüber hinaus aber sollen die Studenten selbst eine Wanderbewegung schaffen. So wie sie verantwortlich sind für die Gestaltung der Studienarbeit am Hochschulort selbst, so sind sie ,, Gießener Zeitung" Lokales. Sonntagsgedanten. ,, Es ist nichts schwerer zu ertragen, als eine Reihe schöner Tage." So sagt das Sprichwort und es ist wahr. Wie in der Natur sich Sonnenschein und Regen ablöst, so wechseln auch im Leben der Menschen die schönen Stunden mit den Tagen der Trübsal. So ist es im großen Haushaltsplan Gottes festgelegt und so war es früher und so wird es bleiben. Unser Herrgott wird wissen, warum er diesen Wechsel bestimmt hat und wir Menschen sehen es selbst ein, daß es gut ist, daß diese Schöpferhand nicht alle Tage gleich gemacht hat. es Tage der Trübsal sollen auch Tage der Läuterung sein. So müssen wir sie hinnehmen, wenn ein Segen ihnen folgen soll. Wir dürfen solche Stunden nicht nur von der äußeren Seite ansehen, sondern wir müssen hineindringen in diese unliebsamen Dinge und wir werden gar oft selbst bekennen müssen, daß die Heimsuchung nicht ohne unsere Schuld gekommen ist. Aber auch wenn dir ein Trauernder begegnet, mußt du zeigen, daß du sein Mitbruder bist. Dann geh' zu ihm hin und schau', daß du sein Leid lindern und ihm helfen kannst. So will es der, der das Gebot der Nächstenliebe uns gab.„ Tröstet die Kleinmütigen, stehet den Schwachen bei, habet Geduld mit allen!" Morgen schon vielleicht kann die Trübsal wieder zu dir kommen. Dann schauen wir nach jeder helfenden Hand und jedes liebe Wort aus dem Munde des Nächsten wirkt wir Balsam auf brennende Wunden. Seit der ersten Menschensünde trägt die Erde gar viele Dornen und Disteln und jedem Menschen ist so viel Leid und Mühsal und Not auf seine zeitliche Wanderschaft mitgegeben, daß er jeden Tag und jede Stunde daran erinnert wird. Nicht immer nur die Dornen sollen wir aber sehen, sondern der Schöpfer hat ja auch Blumen über die Erde gestreut. Auch für den ärmsten Menschen gibt es noch immer zahllose innere und äußere Freuden, die ihm über viel Mühsal und Beschwerden hinweghelfen. Freilich hat der Schöpfer uns das Glück nicht in den Schoß geworfen, sondern in viele andere Dinge dieser Welt hineinversteckt, daß wir es unter Arbeit und Mühen nur zeitweise finden können. Der Sonntagsschreiber. Wie wurde am 14. September 1930 in Hessen gewählt? Die Ergebnisse der Reichstagswahl vom 14. September haben durch ihre parteipolitisch bedeutsamen Aenderungen ein überragendes Interesse für jeden, der am politischen Geschehen Anteil nimmt. Nachdem kürzlich eine erste Auswertung vorgenommen wurde, ist der Wunsch laut geworden, daß darüber hinaus eine jeden Wahlbezirk umfassende Aufzählung gegeben würde. Wie bei den früheren Wahlen wurde deswegen auch über die Septemberwahlen vom Hessischen Staatsverlag eine auch die kleinste Ortschaft berücksichtigende Broschüre herausge geben. Die Parteikreise, Wahlvorstände, Gemeinden und der weite Kreis der Interessenten seien auf diese Neuerscheinung hingewiesen, die auch durch ihre objektive Auswertung und die Kurven der Parteibewegung beobachtenden Zusammenfassungen ein unentbehrliches Hilfs- und Anschauungsmittel ist. Der Preis der Broschüre, die soeben im Hessischen Staatsverlag, Darmstadt, Rheinstraße 15, erschien, ist 1,50 RM. Die Säuglingsschwester. Seit kurzem sind die Bestimmungen für die Ausbildung der Säuglings- und Kleinkinderpflegerinnen für ganz Deutschland vereinheitlicht worden. Damit ist die in einem deutschen Staate erworbene Anerkennung für das ganze deutsche Reich gültig. Es werden jetzt zwei getrennte Berufsarten unterschie= den: 1. Die staatlich anerkannte Säuglings- und Kleinkinderpflegerin für die Pflege in der Familie, die eine einjährige Ausbildung in einer staatlich anerkannten Pflegeschule absolviert. 2. Die staatlich anerkannte Säuglings- und Kleinkinderschwester( Säuglings- und Kleinkinderfrankenpflegerin) für die Pflege des Kleinkindes, die zwei Jahre lang in einer staatlich auch verpflichtet, alle Möglichkeiten im weiteren Rahmen auszuschöpfen, die ihnen geboten werden. Studienaufgaben, die auf den von Dozenten veranstalteten Lehrwanderungen gestellt wer= den, können die Studenten auf eigener Unternehmung vielfältig ergänzen. Sie müssen nur hinausziehen und die Augen offen halten. Und wenn sie die drei bis vier Hochschulen, die sie im Laufe des Studiums besuchen, als Standort ansehen, von wo aus sie planmäßig die Umgebung durchstreifen, so werden sie eine feste Anschauung von Land und Leuten, Wirtschaft und Lebensformen erwerben. Manchmal kommen die Studenten ins Ausland, und kennen noch nicht einmal ihre deutsche Heimat. Das ist nicht gut. Viel wird heute gesprochen von der Verpflichtung des deutschen Studenten, während der Studienzeit außer wissenschaftlicher Bildung planmäßige förperliche Uebungen zu pflegen. Neben Turnen und Sport rechnen wir auch das Wandern zu den Leibesübungen. Nicht als ob wir es betreiben wollten wie einen Wettkampf oder um Höchstleistungen zu erzielen. Richtige Wanderung ist gesunde, starkmachende und frischerhaltende Leibesübung im besten Sinn. Darüber hinaus ist während der Wanderung oder auf der Rast Gelegenheit, Schwimmen, Rudern und andere Körperübungen in vielfältiger Form draußen im freien Gelände zu treiben. Das Wandern gehört mit zu den Zielen der körperlichen Erziehung, deren Durchführung gerade aus den Kreisen der Studentenschaft im letzten Jahrzehnt mit Nachdruck immer wieder gefordert wurde. Doch nicht nur deshalb sollen die Studenten wandern. Es ist das studentische Leben häufig stark auf einseitige AbschlieBung gegen andere Lebenskreise eingestellt. Das mag seinen Vorteil haben, aber es darf nicht zum Kastengeist verengen. Da hilft das Wandern. Auf der Landstraße lernt der Student nicht nur Land sondern auch Leute kennen; in der Jugendherberge findet er sich mit dem Kaufmann und dem Arbeiter an einem Tisch. Hier findet er die Volksgemeinschaft, die er erlebt haben muß, wenn er ihr Führer werden soll. Deshalb sollen Studenten wandern. Nr. 13 anerkannten Schwesternschule ausgebildet wird. Im ersten Unterrichtsjahr entspricht die Ausbildung der der Pflegerin. Eine besondere Ausbildung erfolgt dann in der Pflege des franken Säuglings und Kleinkindes, sowie in der Mütter, Säuglings- und Kleinkinderfürsorge. Voraussetzung für die Zulassung ist abgeschlossene Volksschulbildung. Von den Berufen des sogenannten„ ärztlichen Hilfspersonals" ist der der Säuglingsschwester bisher der einzige, der im Deutschen Reich einheitlich geregelt ist. Die Reinigung der Bürgersteige bei Schnee und Eis haben in letzter Zeit zu berechtigten Klagen Anlaß gegeben. Das Polizeiamt macht darauf aufmerksam, daß nach§ 3 der Polizeiverordnung, betreffend die Reinigung der Straßen und das Wegschaffen des Mülls in der Stadt Gießen vom 15. April 1929, den Grundstüdseigentümern die Pflicht zur Reinigung der Bürgersteige obliegt. Die allgemein verbreitete Ansicht, daß der Grundstückseigentümer oder der zur Reinigung der Bürgersteige Verpflichtete erst durch einen Polizeibeamten hierzu aufgefordert werden muß, ist nicht richtig. Der über Nacht gefallene Schnee ist bis spätestens um 9 Uhr wegzuräumen. Ist wegen andauerndem starkem Schneefall die ständige Freihaltung nicht möglich, so muß die Abräumung in der Zeit von 9 bis 18 Uhr mindestens alle 5 Stunden einmal erfolgen. Sofern auf den Bürgersteigen Glatteis, eine gefährlich zu be= gehende Schneedede, Schnee- oder Eisbuckel sich gebildet haben, oder die Bürgersteige sonstwie schwer zu begehen sind, müssen sie in einer Breite von mindestens einem Meter mit Sand, Kies, Asche oder sonst geeignetem Streumaterial ausgiebig be streut werden. Diese Verpflichtung erstreckt sich in der Zeit von 7 bis 19 Uhr. Die Polizeibeamten sind angewiesen, auf die Einhaltung genannter Polizeiverordnung strengstens zu achten. 會 * Universitäts- Gottesdienst. Morgen früh um 11% Uhr findet in der neuen Aula ein Universitäts- Gottesdienst statt. Professor D. Bertram hält die Predigt. * Die Arbeitsgemeinschaft Winterhilfe 1930-31 für den Kreis Gießen wendet sich erneut an alle Bevölkerungsfreise, zur Linderung der entsetzlichen Not in vielen Familien unserer engeren Heimat zu geben, was sich nur entbehren läßt. Es werden in den kommenden Wochen Geld und Naturalien von Haus zu Haus gesammelt. Keiner entziehe sich dem Hilferuf der Aermsten. * Aufgehoben. Das am 29. Januar 1931 erlassene Verbot öffentlicher Auf- und Umzüge, sowie Ansammlungen in der Ludwigstraße zwischen Garten- und Bleichstraße, der Bismardstraße und Goethestraße zwischen Löber- und Stephanstraße ist wieder aufgehoben worden. * Beförderungen bei der Reichswehr. Der Kommandeur unserer Bataillons, Major Kleppte wurde mit Wirkung ab 1. Februar zum Oberstleutnant befördert. Ebenfalls mit Wirfung ab 1. Februar wurde Oberleutnant Scheuerpflug zum Hauptmann befördert. * Gerichtspersonalien. Zum geschäftsleitenden Oberjustizinspektor am hiesigen Amtsgericht wurde Oberjustiz inspektor Ludwig Steller vom Amtsgericht Vilbel ernannt. Juſtizinspektor Wilhelm Stetter vom hiesigen Landgericht wurde an das Amtsgericht Wald- Michelbach als geschäftsleitender Justizinspektor versetzt. Oberjustizsekretär Wilhelm Hardt- Butzbach wurde in gleicher Eigenschaft an das hiesige Landgericht versetzt. * Das Schuljahr. Nach einer Anordnung des hessischen Ministeriums für Kultus und Bildungswesen schließt in Hessen für sämtliche öffentlichen Schulen mit Rücksicht auf den diesjährigen frühen Ostertermin das Schuljahr am Samstag, dem 28. März. Die Osterferien dauern drei Wochen. Das neue Schuljahr beginnt mit dem Vollunterricht am Dienstag, dem 21. April. * Vermietung der neuen Marktlauben. Die Stadt teilt mit, daß Anträge auf Mietung eines Standes in den neuen Marktlauben bis 20. Februar auf dem Stadthaus abgegeben werden müssen. Die neuen Marktlauben sind freigegeben für sämtliche Marktartikel, außer Fleisch- und Wurstwaren, Fischen und Kartoffeln. Humor. Zum Schaden den Spott. ,, Wenn Sie mich nicht erhören, Fräulein Rosa, verliere ich noch den Verstand!" ,, Tun Sie das lieber nicht. Gerade Geringfügigkeiten finden sich schwer wieder!" Auch ein Grund. ,, Verzeihen Sie, meine Damen, wenn wir Ihnen folgen, aber bei der schlechten Straßenbeleuchtung müssen wir uns an Ihre blendenden Erscheinungen halten." Schwierige Frage. Karl ist zum ersten Male bei dem Onkel auf dem Lande. Er geht mit seinem Vater auf die Weide und sieht dort eine richtige lebende Kuh und erfährt auch, daß die komischen Dinger auf dem Kopje Hörner sind. Plötzlich brummt die Kuh. Darauf Karl: ,, Mit welchem Horn hat die Kuh nun geblasen, Papa?" Etwas Ueberraschendes. Frau A.:,,Morgen hat mein Mann seinen Geburtstag, und ich bin in großer Verlegenheit, was ich ihm schenken soll. Wozu würden Sie mir raten? Jrgend etwas Ueberraschendes natürlich." Herr B.:,,Wie wäre es, wenn Sie ihm mal das letzte Wort ließen?" Auch ein Jagdresultat. A.:„ Ah, da sind Sie ja wieder, Herr von Mayer! Na, wie war denn die Jagd? Haben Sie etwas erlegt?" Mayer:„ Ja, 50 Mark Sirafe, weil ich meinen Jagdschein nicht bei mir gehabt hab'." Mitleid. ,, Warum macht denn Fräulein Lisa bloß immer die Augen zu, wenn sie singt?" ,, Sie hat ein weiches Herz und kann keinen Menschen leiden sehen." Samstag, Links wirte imm beim Holzfa bemerkbar * Stadt denvorstellun Konze Aula wird mit einem Am Flügel * Der abend in de Waffe Feldartilleri Die Anmeld ftädtischen V fefttages en D. Gallwig n rede in der * Der alle diejenig nung für tr dies beim je Gomm Jugendkunde 1931 einen Biphopathol Lehrgang ist leiterinnen, bestimmt. Ende Juli. Zeugnis aus Inftitut für Greiffentiau A Breis einem fünfti ten, stellt der 1. Oftober 1 eine fünftige dabei geprüf find. Das Wundt in Ti Linden in Don 2500 R Umständen beit zugejp Sprach verein einen weiter Mitteilung Der Fa hid werde Beleuchtun Stimmungst geringen K Stoffe Verm barkeit einer den darf. ein in den daran, mit wie es die dert. Das Knäuel Luf Katastropher beschworen, Hunderten verursacht. werden und große Veran Fichtsmaßreg 3u beachten nur flamme entzundbare Bejucher zu zu gefährde K. Nr. 13 t wird. Im ersten g der der Pflegerin n in der Pflege des wie in der Mütter, ausjehung für die Zu ng. Von den Berufen Is" ist der der Säug 1 Deutschen Reich ein gersteige zu berechtigten Klagen arauf aufmerksam, daß End die Reinigung der in der Stadt Gießen tümern die Pflicht zur allgemein verbreitete der der zur Reinigung einen Polizeibeamten cht richtig. Der über um 9 Uhr wegzuräu: Schneefall die ständige bräumung in der Zeit unden einmal erfolgen. eine gefährlich zu be del sich gebildet haben, begehen sind, müssen em Meter mit Sand, material ausgiebig be edt sich in der Zeit von d angewiesen, auf die strengstens zu achten. früh um 11% Uhr itäts- Gottesdienst statt. ilfe 1930-31 für den Bevölkerungskreise, zur elen Familien unserer entbehren läßt. Es und Naturalien von iehe sich dem Hilferuf Samstag, den 14. Februar 1931. * Linksfahren ist eine Angewohnheit, die sich viele Land wirte immer noch nicht abgewöhnen können und macht sich beim Holzfahren wieder als ein erhebliches Verkehrshindernis bemerkbar. * Stadttheater. Morgen abend 27 Uhr fommt als Fremdenvorstellung nochmals ,, Robert und Bertram" zur Aufführung. * Konzertverein. Jm Konzert morgen nachmittag in der Aula wird als Solistin die bekannte Altistin Eva Liebenberg mit einem wundervollen, klassischen Liederprogramm aufwarten. Am Flügel begleitet Dr. Temesvary. * Der Kavallerie- Verein lädt seine Mitglieder für heute abend in den ,, Hessischen Hof" zur Jahreshauptversammlung ein. * Waffensonntag der Feldartilleristen. Der Waffentag der Feldartilleristen wird am 10. Mai ds. Js. in Kassel stattfinden. Die Anmeldung von Quartieren hat schon befriedigend beim städtischen Verkehrsamt eingesetzt. Das Programm des Hauptfesttages enthält u. a. die Fahnenweihe der Elfer; General v. Gallwitz nimmt die Parade ab und wird am Abend die Festrede in der Stadthalle halten. * Der Tierschutzverein fordert in seiner Februarzeitschrift alle diejenigen, die Dienstboten oder Fuhrleute zweds Belohnung für treue Tierpflege in Vorschlag zu bringen haben, auf, dies beim jeweiligen Ortsvertreter zu tun. 1931 erlassene Verbot Insammlungen in der chstraße, der Bismard1- und Stephanstraße r. Der Kommandeur urde mit Wirkung ab Ebenfalls mit Wirant Scheuerpflug itsleitenden Oberjustiz Oberjuftizinspektor Ludannt.- Juftizinfpeffor ht wurde an das Amtsleitender Justizinspektor ardt- Buzbach wurde in ericht versetzt. rdnung des hessischen esen schließt in Hessen Rücksicht auf den dies hr am Samstag, dem i Wochen. Das neue cht am Dienstag, dem Der * Sommerkurse. Das Mainzer Institut für Psychologie, Jugendkunde und Heilpädagogik veranstaltet im Sommersemester 1931 einen einsemestrigen Ausbildungsgang in Psychologie, Psychopathologie, Heilpädagogik und Anstaltserziehung. Lehrgang ist in erster Linie für Kindergärtnerinnen, Jugendleiterinnen, Fürsorgeschwestern, Beamte von Jugendämtern usw. bestimmt. Der Kursus beginnt Ende April und dauert bis Ende Juli. Ueber den erfolgreichen Besuch wird am Schluß ein Zeugnis ausgestellt. Anfragen sind zu richten an das Mainzer Institut für Psychologie, Jugendkunde und Heilpädagogik, Mainz, Greiffentlaustraße 2. Anmeldung bis zum 15. März erbeten. 1. Die Stadt teilt mit, s in den neuen Markthaus abgegeben werden reigegeben für sämtliche Saren, Fischen und KarSpott. ulein Roja, verliere ich e Geringfügigkeiten finnn wir Ihnen folgen, ng müssen wir uns an ,, Gießener Zeitung" Karneval im Rundfunt. Es ist sicher in diesem Jahr manchem von denen, welche in die Fastnachtszeit ihr ganzes Bedürfnis nach Frohsinn hineinzulegen gewohnt sind, schwer, die gewohnte Heiterkeit aufzubringen. Aber gerade in schweren Zeiten ist der Ausweg in die Heiterkeit besonders tief berechtigt. Und in die letzten Tage vor Aschermittwoch drängen die Karnevalsfreunde auch dies mal noch möglichst viele Nummern ihres Scherzprogramms hinein. So auch der Rundfunk, der am Montag, den 16., von Frankfurt, ein vierstündiges Karnevalskonzert mit allen möglichen Einlagen bringt. Freiburg bringt eine kleine Parodie auf die Vorträge, die die Orchesterinstrumente behandeln, Stutt gart eine ganze Reihe von Scherzen über den Sprachunterricht, die Autorenstunde, den Zeitbericht, die Sportberichte usw. * Preisausschreiben des Deutschen Sprachvereins. Um einem fünftigen Verdeutschungsbuch für Philosophie vorzuarbeiten, stellt der Deutsche Sprachverein folgende Preisaufgabe bis 1. Oktober 1932: Es soll eine Geschichte der Bemühungen um eine künftige deutsche philosophische Fachsprache gegeben und dabei geprüft werden, welche ihrer Ergebnisse noch fruchtbar sind. Das Preisrichteramt hat übernommen: Prof. Mar Wundt in Tübingen, Prof. Alfred Göze in Gießen, Dr. Walter Linden in Dölau bei Halle. Vorgesehen sind ein erster Preis von 2500 RM. und ein zweiter Preis von 1000 RM.; unter Umständen kann auch ein Gesamtpreis von 3500 RM. einer Arbeit zugesprochen werden. Außerdem hat ein Mitglied des Sprachvereins, das ungenannt bleiben will, den Preisrichtern einen weiteren Betrag von 5000 RM. zur Verfügung gestellt. Papier als Ausschmückungsmaterial. Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Schadenverhütung e. V., München. Aus Nah und Fern. Allendorf( Lahn). In einer Versammlung des Gewerbevereins hielt Geschäftsführer Kirchner- Gießen einen Vortrag über ,, Der Kampf des Handwerks um seine Existenz". Der Vortrag löste eine rege Debatte aus und fand viel Anklang. Steinbach. Das Bild des Reichspräsidenten mit eigener Unterschrift, sowie das des ehemaligen Großherzogs, wurden dem letzten Alt- Veteranen von 1870/71 unseres Ortes, Herrn Balthaser Müller, zum 85. Geburtstag überreicht. Lich. Der sogenannte Fastnachtsmarkt( Schaf, Schweineund Krämermarkt) wird am Montag, den 16. Februar, hier abgehalten. Bad Nauheim. Bis zum 12. Februar 1931 betrug der Gesamtbesuch 951 Gäste, darunter 29 Ausländer. Anwesend am 12. Februar 1931: 514 Gäste. Nr. 13 Mainz. Am Donnerstag abend nach Schluß einer nationalsozialistischen Versammlung in der Stadthalle wurden auf dem Bahnhof auswärtige Nationalsozialisten von einer Anzahl Kom munisten überfallen. Unter den Ueberfallenen befanden sich auch zwei Kriminalbeamte in Zivil aus Mainz, die sich zu erkennen gaben. Hierauf wurden die Beamten angegriffen und von der Menge beschimpft. Als einer der Beamten zu Boden geworfen wurde, gab er aus seiner Dienstwaffe einen Schuß ab und flüchtete dann in ein nahes Haus. Er versuchte die Tür zu schließen, wurde aber von der nachdrängenden Menge daran gehindert. Er gab einen Schuß ab, der einen der Angreifer tödlich am Kopfe verletzte. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er zwei Stunden später starb. Die Polizei fonnte nur mit großer Mühe die Ordnung wiederherstellen. Steinheim. Aufgescheucht durch Straßenmusikanten ging das Gespann eines Bauern durch und raste in eine spielende Kinderschar. Alle bis auf ein dreijähriges Kind konnten noch schnell zur Seite springen. Dieses tam unter das Gefährt und erlitt sehr ernste Verletzungen. Friedberg. Der Gau Wetterau im hessischen Sängerbund hielt hier unter dem Vorsitz des Lehrers Schenk eine Gauvor= standssitzung ab, die sich u. a. auch mit der Mitgliedsstatistik des D.S.B. befaßte. Gemeldet werden vom Gau in drei Bezirken 50 Vereine mit 1500 Sängern. Tod eines Schwarzfahrers unter dem Zuge. Bingen. Ein junger Bäder aus Ingelheim, der ohne Karte im Zuge gefahren war, wollte sich auf dem hiesigen Bahnhof heimlich entfernen. Dabei wurde er von einem anderen Zuge überfahren und so schwer verletzt, daß er nach einer Stune starb. Friedberg. Unter dem Vorsitz von Bürgermeister GoyHeldenbergen fand hier eine Versammlung des Bürgermeistervereins des Kreises Friedberg statt. Ueber den ,, Hessischen Unfallversicherungsverband für Städte und Gemeinden" sprach Goldbrunn- Darmstadt. Die Versammlung bemängelte die neuen verschärften Richtlinien der Girozentrale, durch welche besonders die Gemeinden in eine schwierige Lage fämen, die Notstandsarbeiten in Angriff genommen oder größere Wohlfahrtslasten zu tragen hätten. Der Fasching nähert sich seinem Höhepunkte. Mit viel Geschick werden die Lokale durch Verkleidung der Wände, Säulen, Beleuchtungskörper usw. oder mit Guirlanden und Fähnchen stimmungsvoll geschmückt. Erfahrungsgemäß finden dabei der geringen Kosten halber bunte Papiere und Pappe oder billige Stoffe Verwendung, die aber wegen ihrer leichten Verbrenn barkeit einen Gefahrenherd darstellen, der nicht unterschätzt wer= den darf. Bei Musik und Tanz steigern sich die Menschen hinein in den lustigen Faschingstrubel und niemand mehr denkt daran, mit Zündholz und Rauchwerk so vorsichtig umzugehen, wie es die erhöhte Feuersgefahr einer solchen Umgebung erfor dert. Das achtlos nach dem Anzünden einer Zigarette in einen Knäuel Luftschlangen geworfene Zündholz hat schon oft schwere Katastrophen, wie wir sie bis in die jüngste Zeit kennen, heraufbeschworen, oder kleinere Brandfälle, die sich im Fasching zu Hunderten ereignen und nur nicht öffentlich bekannt werden, verursacht. Mit diesem Leichtsinn der Besucher muß gerechnet werden und dieser Umstand macht es den Veranstaltern, die eine große Verantwortung tragen, zu Gebot und Pflicht, alle Vorsichtsmaßregeln bei der baulichen Herstellung von Dekorationen zu beachten und dadurch Brandschäden vorzubeugen. Es sollen nur flammensicheres Papier, das es im Handel gibt, und schwer entzündbare Stoffe verwendet werden, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten und deren Leben oder Gesundheit nicht zu gefährden. Willofs. Der Landwirt Georg Hildenbrand erlegte das sechste Wildschwein, einen schweren Keiler, im Gewicht von 172 Pfund. Worms. Der Inhaber der Wirtschaft zum goldenen Anker", Böcher, hat am Donnerstag seine Ehefrau ermordet und sich dann selbst ums Leben gebracht. Der Täter hat die Tat anscheinend in geistiger Umnachtung begangen. Das Ehepaar hinterläßt einen elfjährigen Jungen und zwei Mädchen von 2% und 7 Jahren. Bad- Salzhausen. Durch Einbruch eines früheren Stollens ergossen sich aus dem Bergwerksteich Wassermassen, die allerhand Schaden an Gebäuden und auf den Wiesen anrichteten. Frankfurt a. M. Die Stadtverordnetenversammlung, in der Oberbürgermeister Landmann den Haushaltplan für 1931 vorlegen sollte, begann mit kommunistischen Sprechchören. Als der 1. Vorsitzende mitteilte, daß der nationalsozialistische Stadtverordnete Dr. Schade für drei Sigungen ausgeschlossen sei, verließen dessen Parteifreunde lärmend den Saal. Die Kommu nisten unterbrachen Landmann ständig mit den Rufen: ,, Landmann verschwinde, Landmann, tritt ab!" Erst als der Vorsitzende die gesamte fommunistische Fraktion aus dem Saale entfernen ließ, fonnte der Oberbürgermeister seine Rede halten. Der ausgeglichene Haushaltplan sieht im Ordinarium an RM. Einnahmen und Ausgaben 161 401 560 Dor gegen 155 677 000 RM. im vorigen Jahr. Rüsselsheim, Durch einen Gruppen- Lebensversicherungsvertrag, den die Adam Opel A.-G. mit der Phönix A.-G. ab= geschlossen hat, ist die gesamte volljährige Belegschaft einschließlich der Beamten mit 12,4 Millionen RM. versichert worden. Opel teilt die Kosten der Versicherung mit seinen Angestellten und Arbeitern derart, daß die von diesen zu zahlenden Prämienanteile verschwindend gering sind. Darmstadt. Der hessische Innenminister hat Fräulein Hilde Korell Darmstadt, welche am 27. Februar 1927 in NiederIngelheim mehrere Kinder aus der Gefahr des Gastodes gerettet hat, in Würdigung dieses entschlossenen Verhaltens die Anerkennung der hessischen Regierung ausgesprochen. Große Unterschlagungen bei einer Kirchentasse. Frankfurt a. M. Der Vorsitzende des Kirchensteuerausschusses der Evangelischen Landeskirche in Frankfurt, Fabrikant Friedrich Nagel, hat der Landeskirchenkasse 130 000 RM. unterschlagen und diese Summe, wie er angibt, in seinem Geschäft verwandt. Nagel betreibt eine Fabrik, war aber durch die wirtschaftliche Lage in immer größere Not geraten. Im tirchlichen Leben Frankfurts spielte Nagel eine große Rolle. Darmstadt. Nach dreitägiger Verhandlung wurde am Freitag abend gegen den Bankier Guthmann und den Prokuristen des Bankhauses Nauheim& Co. das Urteil gefällt. Guthmann wurde wegen Verbrechens nach§§ 10 und 11 des Depotgesetzes, unvollkommener Aufstellung der Bilanzen und falschen Auskünf= ten, zu zwei Jahren drei Monaten Gefängnis abzüglich einem Jahr zwei Monaten Untersuchungshaft, der Prokurist zu 500 RM. Geldstrafe, verurteilt. Schönborn/ Nassau. Ein angeschossener Keiler überfiel einen Wegewärter, der mit einem Beil die Straßengräben von Dornen und Holz säuberte. Nach langem verzweifelten Kampf konnte der Angegriffene das wütende Tier durch einen Beilschlag niederStrecken. Hormone Die Wissenschaft Titus Perlen wirken auf schreitet fort! Hier ein neues Präparat, das zum ersten Male auf Grund präziser wissenschaftlicher Experimente und Forschung wirklichen. aufgebaut, einen Verjüngungs- und Heilwert bei vorzeitigem Altern( sexuelle Neurasthenie), nervösen Depressionszuständen usw. hat und sich sowohl im Tierexperiment wie beim Menschen in jahrelangen klinischen Prüfungen bewährt hat. ,, TitusPerlen" sind das Ergebnis der letzten Forschungen aus dem Berliner Sexualwissenschaftlichen Institut der Dr. Magnus- Hirschfeld- Stiftung ,, Titus- Perlen" haben und das ist ihr grosser Erfolg 3 Angriffspunkte zur Einwirkung auf den Hormon- Apparat, und zwar: 1. Die Inkretdrüsen, 2. die Organe, 3. das vegative Nervensystem. Es ist also ein Kombinationspräparat, das alle Möglichkeiten medikamentöser Potenzsteigerung berücksichtigt, seien diese Störungen psychischer, nervöser oder innersekretorischer Art. Daher wirk. ,, Titus- Perlen" meist auch da, wo andere Mittel versagten. ,, Titus-Perlen" stehen unter ständiger klinischer Kontrolle des Instituts für Sexualwissenschaft Berlin. Die wissenschaftliche Abhandlung, die Sie sofort kostenlos verschlossen erhalten, zeigt Ihnen, durch zahlreiche Illustrationen dargestellt, alle Ursachen, die zur Schwäche führen. Versand: Friedr.- Wilhelmstädt. Apoth., Berlin NW, Luisenstr. 19. Original- Packung Titus- Perlen" 100 Stck. für Männer RM. 9.80, für Frauen RM. 10.80. Zu haben in allen Apotheken Onkel auf dem Lande. eide und sieht dort eine ich, daß die komischen f Karl: nun geblasen, Papa?" des. seinen Geburtstag, und ihm schenken soll. Wozu Ueberraschendes natür ihm mal das letzte Wort Itat, Herr von Mager! Na, etwas erlegt?" l ich meinen Jagdschein bloß immer die Augen nn keinen Menschen lei K. Einkommen und Auskommen. Für die Dauer werden Sie nur dann gut auskommen, wenn Sie Ihr Einkommen richtig einteilen und dabei auch an die Zukunft und unerwartete Möglichkeiten denken. Es braucht gar nicht viel zu sein, was Sie dafür zurücklegen- nur muß es regelmäßig geschehen und sicher angelegt werden. Am zweckmäßigsten sorgen Sie für die eigene Zukunft und für die Ihrer Angehörigen, wenn Sie regelmäßig einen Teil Ihres Einkommens für eine Lebensversicherung einzahlen. Die Beiträge sind umso niedriger, je eher Sie abschließen! Samstag, den 14. Februar 1931. Haiger. In der benachbarten Gemeinde Wilnsdorf ist der Posten des Bürgermeisters neu ausgeschrieben worden. Am Schlusse der Meldefrist lagen 180 Bewerbungen vor. Kassel. In der Holländischen Straße stürzte ein 75jähriger Invalide infolge gänzlicher Schwäche bewußtlos zusammen. Der Greis, der ohne Angehörige ist, war völlig verwahrlost und grauenhaft abgemagert; man verbrachte ihn in das Karls= hospital. Kassel. Kunstflugmeister Gerhard Fieseler ist von der französischen Gesellschaft für die Entwicklung der Luftfahrt von Anfang Juni bis Mitte Juli verpflichtet worden, um in sechs französischen Großstädten mit den besten französischen Kunstfliegern in Wettbewerb zu treten. Kassel. Antonius Raab, der Gründer der Raab- Katzensteinwerke, ist aus Amerika zurückgekehrt, um zu beweisen, daß er sich keine Unredlichkeiten hat zuschulden kommen lassen. Göttingen. Alt- Oberbürgermeister Dr. Georg Calsow ist Donnerstag abend nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 73% Jahren verschieden. Bremen. Das Schulschiff ,, Bremen", das sich auf der Reise von der Ostküste Südamerikas befindet, hatte am Donnerstag in der Nähe von Dover eine Kollision mit dem Dampfer ,, Depute Abel Ferry". Dabei hat das Schulschiff ,, Bremen" einige Ueberwasserschäden davongetragen, setzte jedoch seine Reise fort und wird für Freitag abend unter Assistenz eines Schleppdampfers auf der Reede von Vlissingen erwartet. Die Besatzung ist unversehrt. Zwingli- Gedächtnis. In diesem Jahr wird in der Schweiz die 400. Wiederkehr des Todestags des Reformators Huldreich Zwingli begangen werden, der in den Kämpfen zwischen den reformierten und den ,, Gießener Zeitung" in Europa ein internationales Zusammenwirken in der Elektrizitätswirtschaft anbahnt, von den Fjorden Norwegens bis zu den Tälern der Alpen. Die Verwertung der Wasserkräfte ist jedoch nur erst ein Kapitel aus dem großen Buche der technischen Aufgaben fünftiger Generationen. Nicht minder vielseitig wie die Kraftgewinnung ist die Verwendung der Naturkräfte. Höchst interessant sind die automatischen Maschinen, die für zahlreiche Industrien konstruiert worden sind, und etwas Besonderes wiederum sind die Maschinenwerkzeuge, die dem Handwerk eine technische Renaissance und damit die Existenzmöglichkeit neben der Großindustrie auch in der Zukunft sichern. Die unerhörten Fortschritte der Technik sind vielleicht für das Schicksal der Menschheit entscheidender als alle politischen Debatten. In den Maschinen schlägt das Herz unserer Epoche, und nirgendwo fühlt man sich dem Zeitgeiste näher als beim Besuche der berühmten internationalen Parade aller Zweige der Technik, der Leipziger Technischen Messe. In den hohen Hallen des Ausstellungsgeländes sind in langen Reihen die neuesten Typen der Kraftmaschinen, der Werkzeugmaschinen, der Textilmaschinen, der Transportanlagen, der Elektromaschinen aufgebaut, sämtlich in vollem Betrieb, ein grandioses, unvergleichliches Bild. Und immer erscheint Neues und Besseres, und eine Erfindung übertrumpft die andere. Schon heute rüsten sich die Maschinenbauer und Elektrotechniker für die nächste Leipziger Frühjahrsmesse, die am 1. März 1931 beginnt, um auf Hunderten von Musterständen ihre Erzeugnisse auszustellen. Aufs neue wird man auf der Messe im Takte der Maschinen, im Sausen der Räder die große Melodie unserer Zeit vernehmen, das Lied vom Triumphe der menschlichen Arbeit und Intelligenz. Und 420 Millionen PS warten noch auf uns! beim alten Glauben verbliebenen Kantonen auf dem Schlacht- Winke für den Anbau von Frühfartoffeln. feld bei Kappel den Tod erlitt. Hunderte von Bergleuten lebendig eingeschlossen. Beting, 12. Februar. Die Lage der durch die Bergwerksexplosion in Fushan in der Mandschurei eingeschlossenen Bergarbeiter wird immer bedrohlicher. Nach neueren Meldungen sind in dem Bergwerk immer noch Hunderte von Bergleuten lebendig eingeschlossen, ohne daß es trotz eifriger Rettungsarbei ten gelungen wäre, zu ihnen zu gelangen. Wieviel Bergleute bei dem Unglück getötet worden sind, läßt sich noch nicht sagen. Die Rache der Unterwelt. St. Louis. Eine furchtbare Bluttat, ohne Zweifel ein Racheakt der Unterwelt, spielte sich in einer hiesigen Bar ab. Eine Bande von Berufsverbrechern stürmte in das Lokal und drang in das Hinterzimmer ein, wo ein gewisser William Goebbels und zwei Frauen saßen. Die Eindringlinge riefen: ,, Hände hoch!", feuerten aber, noch bevor die Ueberfallenen dem Befehle nachkommen konnten, aus ihren Pistolen eine Salve ab. beiden Frauen wurden durch die Brust geschossen und starben nach wenigen Minuten, auch Goebbels wird kaum mit dem Leben davonkommen. Ein Bruder Goebbels wurde erst vor wenigen Tagen von einer„ Hinrichtungskommission" der Unterwelt durch Schüsse ermordet. 2420 Millionen PS Die warten auf die technische Erschließung. Von den insgesamt 454 Millionen PS an Wasserkräften, die nach einer amerikanischen Berechnung auf der ganzen Erde vorhanden sind, sind bisher erst 34 Millionen PS für produktive Zwecke erschlossen worden. Selbst in einem industriell und fulturell so hoch entwickelten Lande wie Deutschland ist heute erst wenig mehr als die Hälfte der verfügbaren Wasserkräfte ausgebaut. Die gigantische Aufgabe, noch 420 Millionen PS Wasserkräfte in der Welt zum nützlichen Dienste für die Menschheit heranzuziehen, diese Aufgabe ist ein deutlicher Hinweis auf die gewaltige Entfaltung, die der modernen Technik noch bevorsteht. Mächtige Turbogeneratoren werden die Wasserkräfte einfangen und in elektrischen Strom verwandeln, riesige Anlagen den Strom in die Ferne schaffen, und Millionen von Arbeitsund Werkzeugmaschinen, Apparaten und Beleuchtungskörpern werden sich in das Stromnetz einschalten. Heute ist das noch ein Zukunftsbild; aber schon in der Gegenwart sehen wir wie sich Union Von Dr. P. Lieb, Landwirtschaftslehrer u. Wirischaftsberater. Die Qualität der Kartoffel läßt in diesem Jahre viel zu wünschen übrig. Die ungünstige Witterung der zweiten Hälfte des Sommers brachte eine Kartoffel mit der denkbar schlechtesten Haltbarkeit hervor; nicht nur der Landwirt, sondern vor allen Dingen die Hausfrau in der Stadt bekommen diese Tatsache am Geldbeutel bitter zu spüren. Der Ruf und die Sehnsucht nach dem Genuß von Frühkartoffeln wird sich in diesem Jahre besonders früh geltend machen. Deutschlands jährliche Einfuhr an Frühkartoffein beträgt über 30 Millionen Mart, diese Summen gehen natürlich unserem Wirtschaftskörper verloren. Der deutsche Landwirt und auch der Kleingartenbesitzer haben es bislang zu wenig verstanden, sich auf den Anbau von Frühkartoffeln, der noch immer recht lohnend ist, zu verlegen. Selbstverständlich muß das Saatgut einwandfrei sein, man wähle möglichst frebsfeste Sorten, z. B. Paulsens Juli, Richters Goldperle, Kaiserkrone, Thieles Magdeburger Blaue usw. Eine große Rolle für eine frühzeitige Ernte spielt das Vorfeimen des Saatgutes. Große kostspielige Einrichtungen dazu, wie sie vielerorts angeboten werden, können sich die wenigsten leisten. Sehr bewährt hat sich nachfolgendes Verfahren: Man nehme etwa 6 bis 7 cm hohe Aufsatzkistchen, deren Boden man 2 bis 3 cm hoch mit Moostorfmull bedeckt. Letzterer wird mit der Nährsalzlösung eines Volldüngers leicht angefeuchtet. Alsdann werden die Saatkartoffeln nebeneinander aufgestellt, Augen nach oben. Die Kistchen bringt man dann an einen hellen, luf= tigen, kühlen und vor allen Dingen frostfreien Ort. Nach dem Hervorbrechen der Keime bedeckt man die Kartoffeln etwa 2 bis 3 cm mit Torfmull, der wiederum mit einer schwachen Nährsalzlösung durchtränkt wird. Alsdann überläßt man die also beschickten Kästchen sich selbst; erst etwa vier Wochen vor dem eigentlichen Pflanzen wird der Torfmull leicht angefeuchtet, am besten mit abgestandenem Wasser. Zu große Feuchtigkeit ist zu vermeiden, da sonst leicht Fäulnisgefahr besteht. Das Auspflanzen der so gekeimten Kartoffeln erfolgt stets mit der Hand- Vorsicht!, da die bereits gebildeten Triebe leicht abbrechen. Das erste Anhäufeln hat nach etwa 14 Tagen zu geschehen; die Handhacke kann leicht Schädigungen an der Kartoffel hervorrufen; ein Anhäufeln mit dem Pflug ist deshalb zweckmäßiger. Nachdem die Kartoffelstauden eine Höhe von etwa 8 bis 10 cm erreicht haben, folgt die zweite Anhäufelung. Diese Heizi Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken NWK WoLe NWK Schweisswolle läuft nicht ein und filzt nicht BE UNDER Unsere Methode der BruchHeilung Nr. 13 erfolgt am besten umschichtig, damit die jungen Triebe nicht zu stark mit Erde bedeckt und in ihren Vegetationsprozessen ge= stört werden. Man läßt deshalb beim Anhäufeln stets eine Reihe aus und behäufelt diese dann erst nach 2 bis drei Tagen. Durch diese Behandlung des nach obiger Methode vorgefeimten Kartoffelsaatgutes erzielt man eine etwa 2 bis 3 Wochen frühere Ernte. Selbstverständlich muß das Acker- bezw. Gartenland vorher richtig bearbeitet werden; ebenso wichtig ist die Regelung der richtigen Pflanzenernährung während der ganzen Vegetationsperiode, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll. Wissen Sie schon? Die verbreitetste Sprache unserer Erde ist Chinesisch, da diese von annähernd 400 Millionen Menschen gesprochen wird. Dann folgt Indisch( 260 Mill.), an dritter Stelle erst Englisch ( 170 Mill.), 80 Mill. Menschen sprechen Russisch. In Europa gibt es, was man nicht glauben sollte, 120 verschiedene Sprachen. Die deutsche ist in diesem Erdteil die weit verbreitetste, denn 81 Millionen Menschen bezeichnen sie als ihre Muttersprache. Dann folgt das Russische, Englische( 47 Mill.), Jtalienische( 40,8 Mill.) und Französische( 39,8 Mill.). In Deutschland sind 40 000 Bahnübergänge nicht durch Schranken gesichert. Newyork hat nach der letzten Statistik 5,6 Millionen Ein= wohner, darunter 2 Millionen Ausländer. Fernsprecher be= sitzt diese Riesenstadt mehr als London, Paris, Berlin und Rom zusammen. Alle 6 Minuten wird in Newyork ein Mensch geboren, alle 13 Minuten findet eine Trauung statt, alle 17 Minuten wird ein Mensch vom Auto überfahren, alle 51 Minuten wird ein neues Haus errichtet. Neue Bücher. Bücherverzeichnis. Der Frundsberg- Almanach 1931 Frundsberg- Verlag, G. m. b. H., Berlin SW. 11-- zeigt vor allem eine wohltuende Einheit. Er bringt eingangs einige Worte von Franz Schauwecker, die auf den Durchbruch des deutschen Seelentums hinweisen. Recht interessante Buchausschnitte schließen sich an. ,, Deutsche Lande". Unter diesem Titel erscheint soeben auf dem Gebiet der Heimatzeitschriften eine neue Publikation, die in weiten Kreisen großes Interesse hervorrufen dürfte.( Verlag ,, Deutsche Lande", Berlin S. 42). Halbmonatsschrift für Heimatkunde, Heimatkultur, Wandern und Reisen. Wir finden u. a. einen hochinteressanten Artikel des blinden Dichiers Oskar Baum ,, Wie ich Deutschland fühle", den Beitrag eines Engländers über den„ Zauber des Elztales" im Schwarzwald. Praktische Winke über Reisen und Reiseziele geben dem Leser Anregung und Ratschläge. ,, und erst 19 Jahre alt". Sie haben noch ein Jahr zu leben." Lesen Sie den neuen Roman in Hadebeils J. 3., in dem Anselm Goth spannend ein ungeheures Schicksal gestaltet. Jeden Dienstag nou für 20 Pfg. ,, Der Pfannkuchenfuß". Ueber diesen altenglischen Fastnachtsbrauch erzählt in lustiger Weise ein Bilderartikel in der neue= sten Nummer der Zeitschrift der Frau„ Das Heft". Ueberhaupt steht diese ganze Nummer unter dem Zeichen des Faschings. „ Das Bayerische Hochland", illustrierte Monatszeitschrift für Fremdenverkehr und Wintersport, erscheint in seiner Februarnummer in einem neuen Gewande. Diese Nummer bringt diesmal selten schöne Bilder von Tegernsee, der Wankbahn, von Schliersee, Immenstadt und Sonthofen im Allgäu. Interessenten erhalten Probenummern kostenlos durch den Verlag München NW. 2, Sofienstraße 5. Haben Sie schon einmal Aufnahmen von einem richtigen Atelierfest in Schwabing gesehen? Sie können sich dieses Vergnügen verschaffen, wenn Sie sich die neueste Nummer der Münchener Illustrierten Presse( Nr. 7), die Faschingsnummer, ansehen. Der unsinnige Donnerstag, der eigentliche Karnevals= tag in Mittenwald, bei dem die ganze Gemeinde maskiert geht, wird auf zwei weiteren Seiten behandelt. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Union. Union Billigster und bequemster Brennstoff Briketis Hermes nach längst anerkannten, aber allgemein immer noch stark vernachlässigten Grundsätzen, hat gute Heilerfolge aufzuweisen, wo andere Heilmittel versagten. Patente im In- und Auslande. Referenzen, Auskunft pp. brieflich fostenlos gegen doppeltes Rückporto. Unser Vertrauensarzt erwartet Sie zui Untersuchung und genauesten Unterweisung in der Sprechstunde: Jeder Verbands- u. 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