97r. 46 die auf dem Anhänger n, wurden durch die erletzt. Es ist dies der holfen. Eilzug 63 wurde geftem hofs Bronzell bei Fulde füdlicherweise wurde de ens zertrümmert. Eine nchen gesichert. Cat beschloß in einer ge 50 000 Mart als Zuju mit dem Glaspalast ver Gießener Zeitung Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewahrung oder Rüdendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. roffenen Künſtler berei 14. Jahrg. unmehr fichergestellt wor en Pinakothek abgehalten Diese Erjagausitellung i muses im Norden Berlins von drei jungen Leuten nd feiner Altenmappe, die Bullan, in verschiedenen Stadt ungen gekommen. Horden smittelgeschäfte und Wa ein und plünderten die zu tun. Der Präsident warnt regelmäßig Dor Nolitische Rundschau. Amtlich wird mitgeteilt: Der Herr Reichspräsident empfing Freitag nachmittag den Reichskanzler Dr. Brüning zum Vortrag iber die Reise nach Chequers und zu einer Besprechung über die innenpolitische Lage. ( Gießener Tageblatt) Der Zentralausschuß der Reichsbank ist für heute zu einer Sigung einberufen worden. Wie man in Banttreisen vermutet, soll es sich um die Frage einer Diskonterhöhung handeln. Die Reichsbank hat gestern rund 8,8 Millionen Dollar Gold aus ihrem Newyorker Depot verkauft. Zur Erleichterung der Situation hat die größte amerikanische Notenbank, die Federal Reserve Bank of Newyork, heute den Anlauf von Martdevisen porgenommen. f Nationalsozialisten. Nach einer Aussehen erregenden Aeußerung des Reichszum Dienstag ereigneten arbeitsministers Stegerwald hat der Reichskanzler erklärt, daß teilen planmäßige Ueber im Falle einer Rüdwirkung in der Tributfrage oder einer unzialisten. So fielen etne befriedigenden Entwicklung der Hauszinssteuer eine Erhöhung 6 Nationalsozialisten mit urden mehr oder minder alsozialist wurde vor eine gt, jedoch glücklicherweise Schüsse. ntag hier stattgefunden es zu einem Zusammens d Kommunisten. Dabei es mehrere Schüsse abge wurde eine Person, nad Fersonen getötet und zehn he und Schüsse mehr oder er. auer. Gleichnisse Jeju C. Bertelsmann, Ver nes Schauen erfullt d Bauer in seinen Zeid Erbauung dienen möchte, ngeliums hinzugefügt. In uralten Gebärden der Quer, Zorn und Haf, ihre Eine Bildermappe, nigh für das evangelische Haus an Klein in Gießen nds 8 Uhr agengasse) aus und men und potheken ASSE ale für Hessen Gießen der Umsatzsteuer geplant sei. Die offiziöse Korrespondenz der Bayr. Volkspartei nimmt in einer Besprechung der Notverordnung sehr scharf gegen deren einzelnen Bestimmungen Stellung. Die Reichstagfraktion der Bayerischen Volkspartei hat be: schlossen, eine Abänderung der Notverordnung zu fordern. Auch der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund hat in einer Entschließung die Abänderung der Notverordnung verlangt. Der Gesamtvorstand der Wirtschaftspartei fordert in einer einstimmig angenommenen Entschließung die sofortige EinBerufung des Reichstages und die Aufhebung der Notverordnung sowie die sofortige Aufrollung des Reparationsproblems mit dem Ziele der Einstellung sämtlicher Tributleistungen. Nach einer Meldung eines sozialdemokratischen Blattes joll sich der Reichskanzler unter gewissen Voraussetzungen mit ciner Beratung der Rotverordnung im Ausschuß einverstanden cetlärt haben. Nach dem Bericht der Reichsanstalt für Arbeitslosenversiche rung wurden am 31. Mai 4 067 000 Arbeitslose gezählt. In ter zweiten Maihälfte hat die Arbeitslosigkeit sich um 144 000 verringert. Die wirtschaftliche Lage, die sich für Deutschland aus der Notverordnung und den Besprechungen in Chequers ergibt, findet in Paris taube Ohren. Die Reaktion der französischen Presse beweist, daß Frankreich nichts begreift und nichts be: greifen will. In einem halbamtlich römischen Bericht wird der Plan befürwortet, daß die Tributgläubiger Deutschlands sich für eine Streichung der Differenz zwischen Kriegsschulden und Tributen aussprechen mögen. Im Hauptausschuß des Preußischen Landtages wurde der evangelische Kirchenvertrag bei Stimmenthaltung der Sozialdemokraten gegen die Stimmen der Kommunisten angenommen. Einer Berliner Blättermeldung zufolge sollen Berhandlungen über einen Zusammenschluß der Volkskonservativen, der Staatspartei und der Deutschen Volkspartei eingeleitet worden jein. Zwischen dem Reich und der Reichsbank sind Besprechungen über die Aufnahme eines neuen Ueberbrückungskredits in Höhe on 250 Millionen auf mehrere Monate durch das Reich eröffnet worden. Der Vorstand des Kyffhäuserbundes erhebt gegen die Zulasfung des Remarque- Films für geschlossene Veranstaltungen schärfsten Einspruch. Der am 17. Mai neugewählte Oldenburgische Landtag wählte in seiner ersten Sigung den nationalsozialistischen Kandidaten Sichler mit 34 von 48 abgegebenen Stimmen zum PräFidenten. Frankreich hat Oesterreich seine Finanzhilfe angeboten, wenn die Wiener Regierung auf die Zollunion verzichtet und weitere Zusicherungen volkswirtschaftlicher Natur macht. Die italienische Regierung hat dem Vatikan ihre Antwort zu der Beschwerdenote des Papstes über die Ausschreitungen gegen die katholische Aktion übermittelt, in der die Regierung ihrerseits Protest gegen die Verlegung des Konkordats durd; den Vatikan erhebt. Nach Pariser Meldungen sollen Reichskanzler Dr. Brüning und Reichsaußenminister Dr. Curtius eine Reise nach Pais planen, um die in Chequers stattgefundene Aussprache fortzusetzen. In London gilt es für wahrscheinlich, daß der Besuch Mac Donalds und Hendersons in Berlin nicht vor August, aber noch Dor der Septembertagung des Völkerbundsrates erfolgen wird. Der amerikanische Schazsekretär Mellon hat sich am Mittwoch auf der„ Mauritania" nach Europa eingeschifft. Aus Washington wird gemeldet, daß die ,, Europareise" des Staatssekretärs Stimson feineswegs mit einer neu einzuberufenden Reparationskonferenz in Verbindung stehe. Der ehemalige amerikanische Botschafter in Berlin, Houghton, erklärte sich für die Revision des Youngplans und wandte sich dagegen, daß Deutschland die Zahlung einer phantastischen Summe angefordert werde, die jenseits aller Zahlungsmöglichkeiten liege. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 13. Juni 1931 Zwei Möglichkeiten für Brüning. Mit der am Freitagvormittag erfolgten Abreise des Reichsfanzlers nach Neudeck zum Reichspräsidenten ist sozusagen eine furze Atempause in dem innerpolitischen Durcheinander entstanden. Der letzte Trumps, der ausgespielt wurde, war der Entschluß der Deutschen Volkspartei in später Nachistunde vom Donnerstag auf Freitag, sich für die Einberufung des Reichstages einzusetzen. Wenn der Reichsaußenminister Dr. Curtius die Sitzung der Reichstagsfraktion unter Leitung Dingeldens frühzeitig verließ und sich an der Abstimmung nicht mehr be= teiligte, so ist das ein Zeichen, daß eigentlich das Tischtuch zwischen Curtius und seiner Partei so gut wie zerschnitten ist. Wie liegen nun die Dinge zur Zeit? Der Kanzler ist in Neudeck, die Parteien verhalten sich abwartend. Der Vorhang über dem nächsten Att unseres sehr temperamentvoll gespielten innerpolitischen Dramas wird sich erst am Dienstag heben, wenn der Aeltestenausschuß des Reichstags zu seiner entscheidenden Sitzung zusammenkommt. Hier wird um die Frage gestritten: Reichstagseinberufung oder nicht? Der Kanzler hat nach seiner Rückkehr nach Berlin Besprechungen mit den Fraktionsführern vorgesehen, und er wird die entsprechenden Vollmachten des Reichspräsidenten in seiner Mappe feinen Zweifel darüber aufkommen lassen, was er zu tun gedenkt, wenn wirklich eine Mehrheit für die Reichstagseinberufung zustandekommt. Herr Brüning fann zweierlei machen: erstens er erklärt seinen Rücktritt, was aber lediglich als eine Geste rein formaler Natur angesehen werden muß, da seine sofortige Wiederernennung durch Hern von Hindenburg fraglos ist, oder er löst den Reichstag sofort auf, ehe überhaupt das Plenum zum Zusammentritt fommt. Wenn es zur Reichstagsauflösung kommt, gewinnt die Regierung immerhin etwa acht Wochen Zeit, bis nach den Wahlen einschließlich der sich anschließenden Pause, bevor das Plenum zur Arbeit zusammenzutreten in der Lage ist. Daß es sich bei der ganzen Beurteilung der augenblicklichen innerpolitischen Verhältnisse um Kombinationen handelt, muß zugestanden werden. Einer Auffassung aber glauben wir doch als irrig entgegentreten zu müssen, nämlich der, daß der Reichskanzler unter dem Eindruck des Ansturmes der Parteien amtsmüde ge= worden sei und man unter Umständen mit seinem Rücktritt rechnen müsse. Brüning hat die Aufrollung der Tributfrage in Chequers in die Wege geleitet, ein Wechsel auf dem Posten des Reichs= kanzlers würde unsere Schwierigkeiten nur vermehren. Außerdem ist nicht anzunehmen, daß Brüning, der alte Feldsoldat, in diesem Augenblick desertieren und die Dinge treiben lassen wird. Es könnte uns nicht Schlimmeres begegnen, als gerade jetzt den Kampf um eine Nachfolgerschaft Brünings in die Wege zu leiten. Auch die Umbildung des Kabinetts steht jetzt noch in weitem Felde. Brüning hält an seinen Mitarbeitern fest und wird Mit sich kaum von diesem Standpunkt abdrängen lassen. Spannung sieht die Oeffentlichkeit der bereits angekündigten Rede des Kanzlers auf dem Zentrumsparteitag in Hildesheim entgegen. Man rechnet damit, daß er seine Rede nicht nur für seine Parteigenossen bestimmt hat, sondern daß sie auch einen Appell an das gesamte deutsche Volk enthalten werde. ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 47 Ermäßigungsmöglichkeiten bei der hess. Sondergebäudesteuer für das Rechnungsjahr 1931. Die Hessische amtliche Pressestelle zu Darmstadt, Rheinstraße 15,( Tel. 2596), teilt darüber unterm 11. Juni 1931 folgendes mit: Folgende Befreiungs- und Ermäßigungsmöglichkeiten bestehen, wie das Finanzministerium mitteilt, bei der hessischen Sondergebäudesteuer für das Rechnungsjahr 1931: 1. Nach Art. 2 Abs. 2 SGG.: Herabsetzung des Steuerwertes auf das Zwanzigfache der Friedensmiete, falls die Friedensmiete weniger als 5 v. H. des Friedenswertes beträgt. Nur in den Fällen, in denen die Friedensmiete nur durch Schäßung festgesetzt wird, darf sie nicht mit weniger als 3 v. H. des Friedenswertes angenommen werden. 2. ,, Art. 4": Steuerbefreiung: a) Für Gebäude und Gebäudeteile, die im Eigentum öffentlicher Körperschaften stehen und für öffentliche oder für gemeinnügige, mildtätige, ethische oder religiöse Zwecke benutt werden: b) für Gebäude und Gebäudeteile, die im Eigentum inländischer Personenvereinigungen und Vermögensmassen stehen, sofern diese unmittelbar und ausschließlich gemeinnüßigen, mildtätigen, ethischen oder religiösen Zwecken dienen, und vorausge setzt, daß der Grundbesitz für diese Zwecke benutzt wird; c) sofern nicht schon a oder b Anwendung finden: für Gebäude oder Gebäudeteile, die im Eigentum des Reiches, des Staates, der hessischen Provinzen, Kreise, Gemeinden, der evangelischen und katholischen Kirche, der rechtsfähigen Religionsgesellschaften sowie der überwiegend für die Gemeindeangehö rigen bestimmten gemeinnützigen Anstalten und Stiftungen stehen und die unmittelbar dem öffentlichen Dienst, dem öffentlichen Gottesdienst, der öffentl. Totenbestattung, dem öffent lichen Unterricht und der geistigen Fortbildung, der Armen-, Kranken- und Waisenpflege, der Strafrechtspflege und der Fürsorge für Besserungsbedürftige dienen. Die Voraussetzungen für die Steuerbefreiung nach Buchstabe a- c sind nicht gegeben, soweit der Grundbesitz Wohnzwecken oder werbenden Zwecken dient. 3. Nach Art. 5 SGG.: a) Herabsetzung des Steuerwertes auf die Hälfte bei Neubauten oder durch Umbau oder Einbau neu geschaffenen Gebäudeteilen, falls sie nach dem 1. Juli 1918 bezugsfertig hergestellt und zu ihrer Erstellung Beihilfen aus öffentlichen Mitteln gewährt worden sind; b) Steuerbefreiung der unter a genannten Gebäude oder Gebäudeteile, falls entweder Beihilfen aus öffentlichen Mitteln nicht gewährt worden sind oder falls über das gewährte Baudarlehen erst nach dem 13. Februar 1924 verfügt werden konnte. 4. ,, Art 6 Abs. 1a": Steuerbefreiung für Einfamilienhäuser mit einer Wohnfläche von nicht mehr als 70 Quadrat meter, die bis zum 1. Juli 1918 einschließlich bezugsfertig hergestellt, zu diesem Zeitpunkt nicht oder mit nicht mehr als 20 v. H. des Friedenswertes belastet waren und die ausschließlich vom Eigentümer und seiner Familie bewohnt werden. Die Bedingung wegen des Flächeninhalts gilt als erfüllt, wenn der Friedenswert den Wert von 4000 Mk. nicht übersteigt. 5. ,, Art. 6 Abs. 1b": Herabsetzung der staatlichen und Überall Proteste gegen die Notverordnung. Fommunalen Steuer um ihres Normalbetrags, sofern die Tagung der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer. Mainz. In den Tagen vom 9. bis 11. Juni hielt der Gesamtvorstand der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer in Mainz seine Hauptvorstandssitung ab. Die Beratungen be= schäftigten sich u, a. mit Etats- und Laufbahnfragen, Dienſtdauervorschriften, Tarifverhandlungen und sonstigen Berufs= fragen. In einer einstimmig angenommenen Entschließung wird gegen die neue Notverordnung der Reichsregierung schärfster Widerspruch erhoben, da sie überspannt und unsozial sei. Gewerkschaftsring lehnt die Notrerordnung ab und fordert ihre sofortige Revision! Der Vorstand des Gewerkschaftsringes lehnt die Notverordnung der Reichsregierung vom 5. Juni 1931 ab, da sie in einseitiger und unsozialer Weise von den Arbeitnehmern unerträgliche Opfer fordert, ohne daß auch nur annähernd die leistungsstarken Schichten unseres Volkes zu gleichen Lasten verpflichtet sind. Deshalb wird der Gewerkschaftsring die Revision der Notverordnung fordern und beauftragt seinen wirtschafts- und sozialpolitischen Ausschuß, seine Revisionsforderung durch eine fritische Stellungnahme im einzelnen zu begründen, die in den nächsten Tagen der Reichsregierung überreicht werden soll. Kursrückgänge an der Börse! Die Berliner Börse eröffnete am Freitag bei weiteren umfangreichen Liquidationsverkäufen des Auslandes und des Publikums angesichts der Zuspigung der innerpolitischen Lage in matter Verfassung und 3 bis 6 v. H. unter den Vortags= fursen. Die Reichsbank hatte am Devisenmarkt ihren schwersten Tag zu bestehen. Die Anforderungen gingen weitaus über das bisherige Maß hinaus. Man schätzt die Abgaben der Reichsbank auf 50 Millionen Reichsmark, doch dürfte dieser Betrag eher zu niedrig gegriffen sein. Belastung eines Einfamilienhauses am 1. Juli 1918 mehr als 20 v. H. des Friedenswertes betragen hat und die übrigen unter 4 genannten Voraussetzungen erfüllt sind. I 6. Nach Art. 7 Abs. 1 SGG.: Bei vor dem 14. Februar 1924 eingetragenen privatrechtlichen wertbeständigen Lasten gemäß der Verordnung über die Eintragung von Hypotheken in ausländischer Währung vom 13. Februar 1920 oder dem Gesetz über wertbeständige Hypotheken vom 23. Juni 1923: Auf Antrag Erstattung der Steuer in Höhe des Geldbetrags, der dem Wert der aus der Last sich ergebenden Ifd. Geldverpflichtung ent spricht. Das Gleiche gilt für die aus der Umwandlung einer schweizerischen Goldhypothek entstandenen Frankengrundschulden. 7. ,, Art. 7 Abs. 3": Herabsehung der staatlichen und kommunalen Steuer, wenn das Grundstück am 31. Dezember 1918 entweder unbelastet oder mit nicht mehr als 30 v. H. des Friedenswertes dinglich privatrechtlich belastet war. Die Höhe der Steuerermäßigung ist von dem Grad der Belastung( unbe lastet, Belastung bis zu 10 v. H., bis zu 20 v. H., bis zu 30 b. H.) abhängig. In Ansehung der Belastungsgrenze werden diejenigen Goldmarkbeträge auf Antrag berücksichtigt, die nach dem 31. Dezember 1918 auf den Goldmarkbetrag der an diesem Tage bestandenen privatrechtlich- dinglichen Last abgetragen worden sind, soweit die Abtragung mehr als 25 v. H. des Goldmarkbetrags der Last am 31. Dezember 1918 beträgt. 8. ,, Art. 9 Abs. 1": Ermäßigung der Steuer, soweit sie auf die Wohnzwecken dienenden Grundstück steile entfällt, a) um 40 v. H. wenn der ungekürzte Friedenswert ( vergl. Ziffer 1) für alle von dem Stenerpflichtigen zu versteuernden Gebände zusammen höchstens 4000 Mark beträgt, b) um 20 v. H., wenn der gesamte ungekürzte Friedenswert wie bei a mehr als 4000 Mark, aber höchstens 6000 M. beträgt. Samstag, den 13. Juni 1931 Bei Ermittelung dieser Wertgrenzen sind die gewerblichen| Zwecken dienenden Grundstücksteile nicht zu berücksichtigen, falls der ungekürzte Gesamtfriedenswert( siehe Nr. 1) den Be trag von 12 000 Mark nicht übersteigt. Die vorstehenden Steuerermäßigungen treten nur dann ein, wenn nicht nach anderen Vorschriften des Gesetzes eine weiter gehende Steuerermäßigung zulässig ist. 9. Nach Art. 9 Abs. 2 GGG.: Ermäßigung der Steuer in Höhe der Mehraufwendung für Zinsen für eine mehr als 25prozentige Aufwertung einer am 31. Dezember 1918 be standenen Hypothek( Restkaufgeldforderung pp.) gegenüber der Zinsaufwendung für eine 25prozentige Aufwertung. 10. ,, Art. 9 Abs. 3": Ermäßigung der auf gewerblich genuste Räume entfallenden Steuer, wenn der Eigentümer diese Räume in Wohnungen umgewandelt hat. Die Ermäßigung erfolgt in dem Verhältnis, in welchem die Friedensmiete dieser Räume durch die Umwandlung gesunken ist. 11. ,, Art. 9 Abs. 4a": Ermäßigung der Steuer, insoweit Mieträume ohne Verschulden des Eigentümers länger als einen Monat leer stehen. 12. ,, Art. 9 Abs. 4b": Ermäßigung der Steuer, inso weit die Einziehung der Miete dem Eigentümer nach Lage der Cache nicht möglich ist und die Unmöglichkeit glaubhaft gemacht wird. 13. ,, Art. 9 Abs. 4c": Ermäßigung der Steuer, insoweit gewerblich genutzte Räume durch Betriebseinschränkungen oder ungünstigen Geschäftsgang nicht nur vorübergehend erheblich geringer ausgenutzt werden als in der Vorkriegszeit. „ Gießener Zeitung" sern, deren Friedensmiete mehr als 5 v. H. des Friedenswerts beträgt( Art. 13a des Gesetzes) in den Fällen, in denen die Existenz der davon betroffenen Hauseigentümer erschwert oder gefährdet wird, durch teilweise oder vollständige Außerhebungsegung der Steuer erhöhung nach Lage des Einzelfalles. 14. Nach Art. 10 Abs. 1 SGG.: Bei teilweise gewerblichen Zwecken dienenden Gebäuden: Berechnung der Steuer nach einem Steuersatz von 127,5 Rpf.( anstatt 160,75 Rpf.), falls der Gesamtfriedenswert 12 000 M. nicht übersteigt und der Wert der nicht gewerblichen Zwecken dienenden Teile nicht mehr als 7000 M. beträgt. 20. Nach Art. 15 GGG.: Unterstützung durch die Für forgeverbände in den Fällen, in denen die Erhebung der Steuer aus Gründen, die nicht in dem Steuergegenstand liegen( persönlich ungünstige Verhältnisse), eine besondere Härte bedeuten 15. ,, Art. 10 Abs. 2": Bei nicht vermieteten Eigenhäufern( Einfamilienhäusern) im Friedenswert von über 7000 M., aber nicht mehr als 10 000 M.: Berechnung der Steuer nach einem Steuersatz von 127,5 Rpf.( anstatt 160,65 Rpf.), falls der Steuerpflichtige für 1929 nicht mehr als 100 RM. Einkommensteuer zu zahlen hatte und der Grundsteuerwert( Vorkriegswert) seines sonstigen Grundvermögens am 1. April 1931 nicht mehr als 10 000 M. betragen hat. würde. Dasselbe gilt auch für Mieter und sonstige Nutzungsbe rechtigte, die dauernd oder vorübergehend die Miete, soweit sie durch die Sondergebäudesteuer bedingt ist, nicht tragen und eine entsprechende Wohnungsänderung nicht vornehmen können. Reichsstädtebund- Tagung. Der Gesamtvorstand und Hauptausschuß des Reichsstädte= bundes tritt am 27. d. M. in Mainz zu einer Tagung zusammen, die unter der Leitung des Bundesvorsitzenden Oberbürgermeister Dr. Belian- Eylenburg stehen wird. Der Präsident des Preußischen Oberverwaltungsgerichts und Staatsminister a. D. Dr. Drews- Berlin wird auf der Tagung eine Gedenkrede auf den Freiherrn vom Stein halten. 16. Auf Grund des Artikels 12 EGG.: Ermäßigung der staatlichen Sondergebäudesteuer auf Antrag um zwei Drittel des Betrags, den der Steuerpflichtige nachweisbar als jährliche Verzinsung und Tilgung solcher Hypotheken aufwendet, die für notwendig gewordene laufende oder große Instandsetzungen auf: genommen sind( Reparaturhypotheken). Der Antrag ist bis zum Ablauf der Einspruchsfrist gegen den endgültigen Steuerbescheid zu stellen. Die deutsche Auswanderung 1930 nach Berufen und Zielländern. Lokales. Kinderunfälle. Nr. 47 Samstag, den 1 befindliche Perjon trogdem erleben w lich zur Schau get felbstverständlichsten Feindieligkeit und Kraftwagens gegen jtämend sein müßt Gus, daß man der tleinen und fleinste bringt, welche Gen digende Kraft in e nijchen Zeitalter m geflärt werden, we eines Kraftwagens Seteiligten durch d rufen werden könne trieb muß wachgeru tungsbewußtjein da Leichtsinn, Spielerei Nedereien gefährdet Es ist wohl als Das Statistische Reichsamt meldet in seiner Uebersicht der tödlichen Verunglückungen im Deutschen Reich im letzten Berichtsjahr wörtlich:„ Die Verunglückung von Schulkindern im Alter von 5 bis 15 Jahren dürften zumeist beim Spielen, insbesondere auf der Straße zutragen. Die häufigste Verun glückungsart in diesem Alter ist dementsprechend Tod durch Ueberfahren. Ihm erlagen im Jahre 1928 550 Knaben und 222 Mädchen, das sind mehr als ein Drittel aller verunglüc ten Schulkinder( 2099). Dem Verkehr mit Kraftfahrzeugen fielen allein 622 Kinder zum Opfer." Die deutsche Auswanderung 1930 weist gegen das Vorjahr nicht nur in der gesunkenen Gesamtzahl, sondern auch in dem Anteil der Berufe und Zielländer beachtenswerte Aenderungen auf. Hinsichtlich der Berufe ist die Beteiligung der Landwirtschaft von 21,48 auf 22,18 Prozent gestiegen. Ebenso stieg der Anteil der freien Berufe von 1,95 auf 2,65 Prozent, des Gesundheitswesens von 1,98 auf 2,25 Prozent; die Gruppe ohne Berufe und Berufsangabe" von 12,6 auf 16,41 Prozent. Gefallen dagegen ist der Anteil der Industrieangehörigen von 29,63 auf 27, 94, von Handel und Verkehr von 14,34 auf 13,72 Brozent, häusliche Dienste und Erwerbstätigkeit ohne feste Stellung von 15,6 auf 12,96 Prozent. 17. Auf Grund des Artikels 12 SGG.: Falls Reparaturkosten nicht schon nach Ziffer 16 zu berücksichtigen sind( Reparatur hypothek!); Ermäßigung der staatlichen Sonder gebäudesteuer, wenn in der Zeit vom 1. April 1929 bis 31. März 1932 nachweisbar für laufende oder große Instandsetzungen mehr als 75 v. H. der einjährigen Friedensmiete aufgewendet werden. Die Ermäßigung beträgt zwei Drittel der Mehraufwendung, jedoch nicht mehr, als die Erhöhung der staatlichen Sondergebäudesteuer nach Art. 13a des Gesetzes( Erhöhung der Steuer, wenn die Friedensmiete mehr als 5 v. H. des Friedenswertes beträgt) ausmacht. Antragstellung wie bei Nr. 16. 18. Auf Grund des Artikels 12 GGG.: Berechnung der Steuer auf der Grundlage einer fiktiven Friedensmiete, die aus der gegenwärtig tatsächlich vereinbarten Miete abzuleiten ist, wenn diese geringer ist als die auf der Grundlage der Friedens miete sich errechnende gesetzliche Miete; eine aus anderen, auch gesetzlichen Gründen etwa zugebilligte Steuerermäßigung ist aufzurechnen. Antragstellung wie bei Nr. 16. 19. Auf Grund des Artikels 12 CGG.: Abschwächung der Erhöhung der Sondergebäudesteuer von denjenigen Häu Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 8. Fortsetzung. Diese an sich schon hohen Zahlen, die nur die tödlichen Unfälle betreffen, und die von den mit Verkrüppelungen, Verlust von Gliedmaßen, schweren und leichten Verletzungen verbundenen Unfällen vielleicht um das Zehnfache übertroffen werden, scheinen sich in der letzten Zeit noch mehr zu steigern. Eine Statistik über die vergangenen neun Monate meldete kürzlich, daß nur in Berlin durch den Verkehr 53,6 Prozent Kinder mehr tödlich verunglückten als in den entsprechenden Monaten des Vorjahres. Fast 700 Kinder erlitten schwere Verlegungen durch Verkehrsunfälle! Was die 3ielländer betrifft, so sank trotz einer gesteigerten kontinentalen Auswanderung, die leider bisher in Deutschland statistisch noch nicht erfaßt wird, die Uebersee- Auswanderung nach europäischen Ländern von 0,60 auf 0,53 Prozent. Außerdem sank nur der prozentuale Anteil der Vereinigten Staaten von 77,05 auf 67,61 Prozent. Gestiegen ist er dagegen bei allen übrigen Ländern, u. zwar bei Britisch- Nordamerika von 9,34 auf 12,34 Prozent, bei Mittelamerita einschließlich Mexiko und Westindien von 0,27 auf 0,40 Prozent, bei Brasilien von 2,25 auf 3,15 Prozent, bei Argentinien von 5,76 auf 7,91 Prozent, bei dem übrigen Südamerika von 1,13 auf 2,38 Prozent, bei Afrika von 0,71 auf 3,56 Prozent, bei Asien von 0,07 auf 0,08 Prozent, bei Australien von 0,1 auf 1,15 Prozent. Aus dem Briefe Margery Kirkbys war klar zu ersehen, daß sie der Ansicht war, er spiele noch immer als Amateur. Wahrscheinlich hatte sie von seinem Schicksal nichts erfahren; ein junges Mädchen, dessen Hauptinteresse dem Sport galt, las die Finanzrubriken der Zeitungen wahrscheinlich nicht. Was sollte er tun? Er fonnte den Brief nicht unbeantwortet lassen, und da er in derselben Stadt wohnte, würde er früher oder später die Einladung des jungen Mädchens akzeptieren müssen. Andererseits mußte er einsehen, daß es für einen Profi nicht anging, mit jungen Damen der besten Gesellschaft Umgang zu haben und sie dadurch zu kompromittieren. Aber Angesichts solcher Zahlen nützt es nichts, auf die bösen Zeiten, auf die Autos und die Polizei zu schimpfen, vielmehr iit hier nur Selbsthilfe der Eltern und der Schule erfolgversprechend. In den Schulen arbeitet bereits die unter der bewährten Leitung von Herrn Rektor Hauer stehende Schulverkehrswacht, der eigentlich sämtliche Schulen des Deutschen Reiches angeschlossen sein sollten, in vorbildlicher Weise. auch die Eltern müssen zur Vermeidung von Unfällen erheblich mehr beitragen, als dies bisher geschieht. Besonders muß in siesem Zusammenhang auf eine große Gefahr hingewiesen werden, der sich wohl die meisten nicht bewußt werden: Die Erziehung zur Autofeindschaft! Die absoluten Zahlen der Auswanderung nach den ver schiedenen Reisezielen lassen stärker die Abnahme der Gesamtauswanderung erkennen, es wanderten aus: nach Europa 198 ( im Vorjahre 293), nach den Vereinigten Staaten von Amerika 25 073( 37 457), Britisch- Nordamerika 4575( 4538), Argentinien 2933( 2799), Brasilien 1167( 1238), übriges Südamerika 881 ( 548), Afrika 1322( 347), Australien 57( 46), Asien 29( 34). Er fämpfte einen schweren Entschluß mit sich. Zwei Stimmen fämpften in ihm um die Oberhand. Die eine sagte ihm, daß er ein Narr wäre, die Gelegenheit, eine angenehme Bekanntschaft fortzusetzen und zu pflegen, vorbeigehen zu lassen. Die andere Stimme warnte ihn davor, eine Freundschaft anzunehmen, die ihm offenbar in einer falschen Voraussetzung angeboten worden war. Schließlich entschloß er sich, seine geänderten Verhältnisse in einem Antwortschreiben klarzulegen und es dann dem Mädchen zu überlassen, zu handeln, wie ihr beliebte. Nachdem er zu diesem Entschluß gekommen war, wandte er sich dem Briese zu und fand, daß Margery Kirkby vergessen hatte, ihre Adresse auf den Brief zu setzen. Sie hatte auf einem gewöhnlichen Bogen Briefpapier geschrieben, lediglich mit der Datumangabe ,, Dienstag". Kaffee wird ins Meer geschüttet. Rio de Janeiro. Die Kaffeepflanzer machen jetzt ihre Drohungen wahr und wehren sich gegen den Drud auf die Kaffee= preise durch Vernichtung der lagernden Kaffeevorräte. In Uebereinstimmung mit ihrem ,, Verteidigungsplan" sind bereits 4500 Säde Kaffee ins Meer geschüttet worden. Es sollen aber noch weitere 40 000 Stüd in nächster Zeit auf die gleiche Weise vernichtet werden. ftige Umstellung un unbedingt notwendig einem ganzen Gebie lehrung und Aufklä riemals in früherer badet worden, in Fl in denen die Sport Schritte machten. Un Todeszahlen an Eri Im Intereffe i Eltern aus diesem auch auf dem Gebi folge zu erzielen. Alle Menschen, die nicht selbst Auto fahren, pflegen mit Selbstverständlichkeit über die Autoraserei, über das Hupen, über den Bezingestant, über die Staubplage zu schimpfen, und sie bedenken dabei nicht, daß ihre Kinder unbewußt diese Feind seligkeit gegen das mit Motor betriebene Fahrzeug in sich aufnehmen. Daraus erwächst, besonders bei den Jungen mit zunehmendem Alter, ganz ausgesprochen natürlich in den Rüpeljahren, eine gewisse Freude daran, die Kraftfahrer zu ärgern. An sich reizt ja jedes Verbot besonders die Jugend zur Uebertretung. Und auch die Verkehrsregeln sind für die allermeisten jugendlichen Radfahrer und Fußgänger nur dazu da, um mög: lichst geschickt übertreten oder umgangen zu werden. Einfügung in die heutzutage in der Großstadt sowie auf der Landstraße unumgänglich notwendige Verkehrsdisziplin erscheint den halbwüchsigen Jugendlichen als lächerliche und überflüssige Unterordnung unter einen unerträglichen Zwang. Alle diese Gefühle werden durch die Erwachsenen noch bestärkt, wenn der Jugendliche aus dem Munde der Eltern oder anderer Cowacyje ner bei jeder ingendwie möglichen Gelegenheit Schelten und Schimpfen über die Kraftwagen und Kraftfahrer hört. Es fehlt das Gefühl dafür, daß der Fahrdamm jeder Straße den Fahrzeugen gehört, die das Recht darauf haben, in den gesetzlich zugelassenen Grenzen dort auch schnell zu fahren. das erstemal als bezahlter Spieler vor die Oeffentlichkeit treten sollte, um so nervöser wurde er. Seine innere Unruhe wurde noch gesteigert. als am fritischen Tage ein Herr, von dem man ihm schon vorher gesagt hatte, daß er der Vorsitzende des Klubdirektoriums sei, im Ankleideraum auf ihn zuschritt und ihn prüfend beobachtete, als er den roten Dreß anlegte. den er, wie er sich innerlich geschworen hatte, in Ehren tragen wollte. So war es also nichts mit dem Antworten. Und darum verlor Marr auch feine weitere Zeit mit nutzlosen Erwägungen. Wenn die Gelegenheit zu Erklärungen kommen würde, wollte er sie nützen. Vorläufig konzentrierte er seine Gedanken auf das wichtige Ligaspiel mit den Wanderers, welches für den fommenden Samstag auf dem Hollywood- Platz ausgelost war. Er wußte, daß er für dieses Spiel aufgestellt werden sollte und daß alle Augen auf ihn gerichtet sein würden. Diesmal sollte es eine wirkliche Probe für den Ernstfall bedeuten, von seinem Erfolg würde seine Zukunft als Berufsspieler zum Großteil abhängen. Das war tlar, denn erstens fagte ihm das sein eigener Verstand, und zweitens hatte auch Ben Warriner eine diesbezügliche Bemerkung gemacht. Ich habe viel Gutes vom Manager über Sie gehört," sagte der Direktor. Es ist hauptsächlich seiner guten Meinung zu= zuschreiben, daß wir das große Risiko auf uns nehmen, Sie in diesem wichtigen Spiel aufzustellen. Schau'n Sie dazu, daß Sie uns nicht im Stich lassen, mein Junge!" ,, Keine Sorge wegen Samstag, mein Junge! Du mußt bloß zeigen, was in dir steckt, und alles ist in schönster Ordnung. Ich werde dich jedenfalls das ganze Spiel ordentlich mit Bällen füttern." Je näher der schicksalsschwere Tag rüdte, an dem Marr ..Ich will mein Bestes tun!" Marr hatte das Gefühl, daß diese Antwort notwendig war. Die wenigen Worte, welche der Direktor an ihn gerichtet hatte, zeigten ihm so klar wie nichts zuvor den Unterschied zwischen früher und jetzt, wo er bezahlter Spieler war. Diese Leute zahlten ihm ein Gehalt für seine Leistung und waren entschlossen, darauf zu sehen, daß er sich das Geld auch redlich verdiene. 25 Jahre Hei 25 Jahre, seit der gründet worden ist. Pfarrer in Seppent Ihm zur Seite stand Erfenntnis durchdru fonie neue Wege ge ählt heute 160 Schr Arbeit stehen. Sein figen evangelischen dem bildet er Pf feiner staatlich aner Wenn früher in den geruhsam- gemächlichen Zeiten ein übermütiger Bengel einen Schneeball nach dem Kutscher eines Wagens warf und ihn mitten ins Gesicht traf, so war das ein ganz amüsanter Dummerjungenstreich. Wenn heute ein Schneehall oder ein Stein einen Autolenker trifft, so kann dadurch das Leben von zahlreichen Personen aufs höchste gefährdet sein. Ein fahrlässiges oder böswilliges Außerachtlassen der Verkehrsregeln durch einen Fußgänger oder Radfahrer fann eine ganze Reihe von Fahrzeugen mit ihren Insassen und in der Nähe | Hollywoodspieler in sich aufgenommen. Bis zum letzten Atemzug", hieß das Motto des Klubs, was das Schicksal auch immer bringen mochte. Wenn der Klub zum Sterben verurteilt war, dann lag der Grund sicher nicht bei den jungen, roten Rämpen, sondern bei der Stadt, deren Namen der Klub trug. Hollywood betrat das Feld immer mit diesem Bewußtsein in der Brust. So war es auch heute gegen die Wanderer, und nie mand war entschlossener als Richard Marr. Jetzt dachte Marr auch nicht mehr an sich selbst, sondern nur an den Klub, dem er diente so früh hatte der traditionelle Geist der Mannschaft von ihm Besiz ergriffen. Dann aber schwand das letzte Angstgefühl, welches er bis run gehabt hatte. Mangel an Selbstvertrauen durfte er in seiner Lage nicht hochkommen lassen. Er hatte früher nie daran gelitten, und es war absolut kein Grund vorhanden, jetzt mutlos zu sein. Der Geist eines Starken wird nur gestärkt, wenn er weiß, daß ein schwerer Kampf seiner harrt. So war es jetzt bei Richard Marr. Der Entschluß, zu spielen, wie er vorher nie ge= spielt hatte, ließ jeden Nerv in seinem Körper vor Erwartung zittern. Schon um seiner Selbstachtung willen mußte dieser Nachmittag ein Erfolg sondergleichen sein. Die Wanderer waren als eine zähe und gefürchtete Elf bekannt, abgleich sie nur zur zweiten Ligaklasse gehörten, und da heute ein bekannter Amateurspieler für die heimischen Farben antreten sollte, waren die Fußballenthusiasten Hollywoods vollzählig zur Stelle. Als die beiden Mannschaften das Spielfeld betraten, füllten an siebentausend Zuschauer die Tribünen; für Hollywood schon eine Rekordziffer. Schon nach wenigen Minuten war es llar, daß es einen harten Kampf geben würde. Die Wanderer, die viele Jahre hindurch Fußballgeschichte gemacht hatten, waren in der letzten Saison in die zweite Klasse abgestiegen, und sie kämpften mit übermenschlicher Anstrengung, um ihre alte Stellung wieder zu erobern. Augenblicklich figurierten sie als Dritte in der Tabelle, mit einem Vorsprung von zwei Punkten vor ihren heutigen Gegnern. Dieser Vorsprung, hatie die heimische Mannschaft sich geschworen, mußte beim Schlußpfiff eingeholt sein. Obgleich Marr erst einige Tage mit seinen neuen Kameraden zusammen war, hatte er doch schon den Kampfgeist der Da beide Seiten mit grimmiger Entschlossenheit auf Sieg spielten, wurde nicht viel Rüdsicht erwartet. Es mußte dem früheren Amateur zustatten kommen, daß er achtzig Kilo fester Knochen u. Muskel besaß u. sie in die Waagschale werfen fonnte. Nach wenigen Minuten wußte er, daß er jedes Gramm Gewicht, das er hatte, gut gebrauchen würde. Bartley, der Mittelstürmer der Wanderer, hatte mit Hohn und Verachtung von den glänzenden Taten gelesen, die Hollywood von dem bekannten Amateur erwartete, und er war entschlossen, die Propheten ins Unrecht zu setzen! Ein rücksichtslojer, roher Tadler, ein Mann, stärker als irgendeiner seiner Elf, fonnte er bei rüdsichtsloser Anwendung seiner Kraft jeden Gegner vom Ball drängen. gule. Sejfischer Jug und Bildungswesen fiche Jugendiag hen Schulen am Unterrichts zu Der preußischen Staats Dorragenden Verd werden. Bon der F dem hiesigen Fl üben fünf Schüler, zwei Maschinen zu Friedberg und Flie Gulflüge. * Straßensperre it der Eichgärtent nördlichen Querweg auf weiteres für F * Um die Fah Der Angestellten. U Statistischen Feststellu tm ichon im Jahre 300 Mt., bezogen, die Salb ihres Wohnort Reihsbahnhauptverm Es gelang ihm das erstemal, denn Marr hatte sich in jenen ersten Minuten des Spiels noch nicht seiner Umgebung an passen können. Das Resultat war, daß er beim ersten Durchbruch plötzlich durch einen furchtbaren Rempler zur Seite ge= schleudert und halb besinnungslos zu Boden gelegt wurde. Das sprang, aber es war nicht Furcht, die diese Blässe verursachte, Gesicht des Stürmers war leichenblaß, als er rasch wieder aufsondern Schmerz. Aber, obgleich sein Körper schwer havariert war, sein Kampfgeist brannte feuriger denn je zuvor. Schiedsrichter jah ihn fragend an und hielt die Pfeife halb ant die Lippen, aber der junge Mittelstürmer schüttelte den Kopf und schoß davon, um an einem Angriff teilzunehmen, der, yon Hollywoods rechtem Läufer ausgehend, durch den Rechtsaußen erfolgreich nach vorne getragen wurde. Einige Sekunden spä ter bekamen die erregten Zuschauer die erste Kostprobe von der Qualität des jungen Fußballrekruten. Obgleich Marr mit un heimlicher Schnelligkeit vorwärts raste, gelang es ihm durch einen fühnen Luftsprung, den Flankenball, welcher von der rechten Seite hergeflogen fam, mit dem Kopf zu erreichen und im Sturz noch mit Wucht und Präzision gegen das Tor zu töpfen. Brousender Beifall peitschte durch die Luft. Als Marr wieder auf den Beinen stand, gelite es tausendfach über das Feld:„ Ede!" Nur mit knapper Not hatte der Tormann der Wanderer das Geschoß zur Ecke drehen können. Die Ede wurde fnapp verschossen, aber der Appetit der Menge war nun gereizt. Fortsetzung folgt. Salle Eine wahre hier Rundfunt Fräulein, bei nichts mehr hören." Einen Augenbl Die Zentrale ver Eine aufgeregte Ja, hören Sie überhaupt nichts as zulassen. Ich Abteilung." dodh verlangen, mit meinen einja bjekt, jeitdem di tager hat, höre ich n dauerndes Gefra eriaiden, damit der Dari ich Sie zu Hier ist Bernh Stod Seit wann tritt Ja, das tann i es zum erstenmal ton jeit einem halbe Berzeihung, nod Seranjch auf und wie Geitern abend w ie... na... C5 Dari ich Sie bit beobachten und uns 1 und 2 Uhr vorge gaben zu machen, da nen hinjahiden?" 3. 2. Nr. 4 in feiner Uebersicht der en Reich im letzten Se ng von Schulkindern in meift beim Spielen, ins Die häufigste Verun ementsprechend Tob dut Ce 1928 550 Knaben un Drittel aller verunglü mit Kraftfahrzeugen fi die nur die tödlicher it Vertrüppelungen, Ve eichten Verletzungen ve as Zehnfache übertroffe it noch mehr zu steiger neun Monate meldet en Verkehr 53,6 Prozen Is in den entsprechender nder erlitten schwere Ver es nichts, auf die bösen ei zu schimpfen, vielmeh nd der Schule erfolgver bereits die unter der be Hauer stehende Schulver hulen des Deutschen Rei orbildlicher Weise. Aber ng von Unfällen erheblic Hieht. Besonders mug in Gefahr hingewiesen wer bewußt werden: Die E Auto fahren, pflegen mit aserei, über das Hupen bplage zu schimpfen, und der unbewußt diese Feind Sene Fahrzeug in sich auf bei den Jungen mit 3 ■ natürlich in den Rüpel ie Kraftfahrer zu ärgern rs die Jugend zur Uebersind für die allermeisten er nur dazu da, um mög en zu werden. Einfügung owie auf der Landstraße siplin erscheint den halb und überflüssige Unter Bwang. Alle diefe Ge och bestärkt, wenn der oder anderer Erwache elegenheit Schelten und Kraftfahrer hört. Es damm jeder Straße den auf haben, in den geje nell zu fahren. Tächlichen Zeiten ein über dem Kutscher eines Wa cht traf, so war das ein Wenn heute ein Schnee trifft, so kann dadurch das höchste gefährdet sein. Gin achtlassen der Verkehrs Ladfahrer fann eine ganze faffen und in der Nähe ,, Bis zum letzten Atem das Schichal auch immer Sterben verurteilt war, den jungen, roten Räm men der Klub trug. Holly iefem Bewußtsein in der die Wanderer, und nie Marr. Jetzt dachte Mart nur an den Klub, dem tionelle Geist der MannEntschlossenheit auf Sieg erwartet. Es mußte dem Samstag, den 13. Juni 1931 befindliche Personen in die allergrößte Gefahr bringen. Und trotzdem erleben wir noch allenthalben eine geradezu offensichtlich zur Schau getragene Gleichgültigkeit den primitivsten und selbstverständlichsten Verkehrsregeln gegenüber, ja geradezu eine Feindseligkeit und Gehässigkeit jedem Besitzer oder Fahrer eines Kraftwagens gegenüber, wie sie eigentlich für unsere Zeit beschämend sein müßte. Es kommt also letzten Endes darauf hinaus, daß man der Jugend, jedem Alter angepaßt, schon bei den fleinen und kleinsten Kindern beginnend, ein Gefühl dafür beibringt, welche Gewalt in einem Motor, welche schwer zu bändigende Kraft in einem Kraftfahrzeug stedt. In unserem technischen Zeitalter müssen auch Kinder vollständig darüber aufgeklärt werden, welche Verantwortung der Mann am Steuer eines Kraftwagens hat und welche Gefahren und Folgen für alle Beteiligten durch den Unfall eines Kraftfahrzeuges hervorge rufen werden können. Nicht nur der eigene Selbsterhaltungstrieb muß wachgerufen werden, sondern auch das Verantwortungsbewußtsein dafür, daß vollkommen Unbeteiligte durch Leichtsinn, Spielereien, Unüberlegtheiten oder gar beabsichtigte Nedereien gefährdet werden können. Es ist wohl als sicher zu erwarten, daß eine derartige geistige Umstellung und Neueinstellung, wie sie für unsere Zeit unbedingt notwendig ist, viel erreichen kann. Wir haben auf einem ganzen Gebiet einen Beweis dafür, wieviel durch Belehrung und Aufklärung erzielt worden ist. Es ist wohl sicher ricmals in früheren Jahren und Jahrzehnten soviel frei gebadet worden, in Flüssen und Seen, wie in den letzten Jahren, in denen die Sport- und Wochenendbewegung ungeheure Fortschritte machten. Und trotzdem gehen in den letzten Jahren die Todeszahlen an Ertrinken ständig zurück! Im Interesse ihrer Kinder und ihrer selbst sollten alle Eltern aus diesem Beispiel lernend das ihre dazu beitragen, auch auf dem Gebiet der Kinder- Verkehrs- Unfälle solche Erfolge zu erzielen. Dr. T. Th. * 25 Jahre Hessischer Diakonieverein. Am 13. Juni sind es 25 Jahre, seit der Hessische Diakonieverein in Darmstadt ge= gründet worden ist. Die Seele der Gründung war der damalige Pfarrer in Heppenheim( Bergstraße) D. Johannes Guyot. Ihm zur Seite standen viele Männer und Frauen, die von der Erkenntnis durchdrungen waren, daß in der evangelischen Diafonie neue Wege gesucht werden mußten. Der Diakonieverein zählt heute 160 Schwestern, von denen die meisten in hessischer Arbeit stehen. Sein Ziel ist, die hessischen Gemeinden mit tüchtigen evangelischen Gemeindeschwestern zu versorgen. Außerdem bildet er Pfarrgehilfen und Fürsorgerinnen aus seiner staatlich anerkannten Wohlfahrts- und Pfarrgehilfinnenschule. in * Hessischer Jugendtag. Der hessische Minister für Kultus und Bildungswesen hat angeordnet, daß in diesem Jahre der hessische Jugendiag, wie in den Vorjahren, von allen öffentlichen Schulen am 24. d. M.( Johannistag) unter Aussetzung des Unterrichts zu begehen ist. Bei den Ansprachen soll des preußischen Staatsmannes Freiherrn vom Stein und seiner hervorragenden Verdienste um das deutsche Vaterland gedacht werden. * Von der Flugschule. Die Eröffnung des Schulbetriebs auf dem hiesigen Flugplatz hat nunmehr begonnen. Gegenwärtig üben fünf Schüler, darunter auch eine Dame. Den Schülern stehen zwei Maschinen zur Verfügung. Auch eine Fliegergruppe aus Friedberg und Flieger aus Wetzlar veranstalten hier regelmäßige Schulflüge. * Straßensperre. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten ist der Eichgärtenweg von der Wolfstraße bis zum nächsten nördlichen Querweg von Dienstag, den 9. Juni 1931 ab bis auf weiteres für Fahrzeuge aller Art polizeilich gesperrt. * Um die Fahrpreisvergünstigung für Einzelurlaubsreisen der Angestellten. Um den Angestellten, von denen nach einer statistischen Feststellung des Gewerkschaftsbundes der Angestellten schon im Jahre 1929 75 Prozent nur ein Monatsgehalt bis 300 Mt., bezogen, die Möglichkeit zu geben, ihren Urlaub außerhalb ihres Wohnortes zu verbringen, hat der GDA. an die Reichsbahnhauptverwaltung in Berlin das Ersuchen gerichtet, Hallo, bei mir frachts! Eine wahre„ Runofunt"-Plauderei am Telephon ,, Hier Rundfunk." ,, Fräulein, bei mir kracht's dauernd, ich kann überhaupt nichts mehr hören." ,, Einen Augenblick bitte, ich verbinde mit der zuständigen daß er achtzig Kilo fefter Abteilung." Waagschale werfen fonnte er jedes Gramm Gewicht Bartley, der Mittelstür und Verachtung von den wood von dem bekannten Sloffen, die Propheten ins roher Tadler, ein Mann, nnte er bei rüdichtstojer er vom Ball drängen. 1 Marr hatte sich in jenen cht seiner Umgebung an Daß er beim ersten Durd n Rempler zur Seite ge Boden gelegt wurde. Das als er rash wieder auf Le diese Blässe verursachte 1 Körper fawer havariert ger denn je zuvor. Det d hielt die Pfeife halb an ürmer schüttelte den Kopf riff teilzunehmen, der, pon id, durch den Rechtsaußen De. Einige Gefunden spä Obgleich Marr mit un ie erste Kostprobe von der te, gelang es ihm durch enball, welcher von der em Kopf zu erreichen und gifion gegen das Tor ju Durch die Luft. Als Mart ees tausendfach über das t hatte der Tormann der 7 fönnen. Die Ede wurde r Menge war nun gereist gt. Die Zentrale verbindet mit der Funkhilfe". Eine aufgeregte Stimme ertönt: ,, Ja, hören Sie mal, bei mir kracht's dauernd, hören kann ich überhaupt nichts mehr. Das ist ja unglaublich, daß Sie so etwas zulassen. Ich bezahle meine zwei Mark und dafür kann ich doch verlangen, daß ich auch richtig höre. Früher, da hatte ich mit meinen einfachen Detektor- Apparat Lautsprecherempfang und jetzt, seitdem die Frau Meyer den Fön und den Staubjauger hat, höre ich mit meinem Dreiröhren- Apparat nur noch ein dauerndes Gefrache. Sie müssen unbedingt mal jemand berschicken, damit der Frau das verboten wird. ,, Darf ich Sie zunächst um Ihre genaue Adresse bitten?" „ Hier ist Bernhard Müller, Rollenstraße 17, Hinterhaus, 1. Stod." ,, Seit wann tritt die Störung auf?" Ja, das kann ich nicht genau sagen. Gestern abend habe ich es zum erstenmal gehört, aber meine Frau sagt, das ginge hon seit einem halben Jahre dauernd so." ,, Verzeihung, noch eine Frage zu welcher Zeit tritt das Geräusch auf und wie hört es sich ungefähr an?" wie ,, Gestern abend war es um 19 Uhr und anhören tut es sich ... na... es ist halt ein dauerndes Gefrache." ,, Darf ich Sie bitten, die Störungen noch ein Paar Tage zu beobachten und uns nach der an jedem Samstagmittag zwischen 1 und 2 Uhr vorgeführten Störungsschallplatte genaue Angaben zu machen, damit wir nicht einen Funkhelfer umsonst zu Ihnen hinschicken?" „ Gießener Zeitung" Helft uns helfen! ROTKREUZTAG Jede Zahl ein Menschenschicksal. Wenn wir zum Rotkreuzsonntag am 14. Juni unser Scherflein spenden, um das Werk des Deutschen Roten Kreuzes stützen zu helfen, dann drängt sich uns wohl auch die Frage auf, worin dieses Werk im einzelnen bestehen mag. Das Rote Kreuz liefert uns zwar in seinen Tätigkeitsberichten das Material. Aber finden wir dort nicht nur Zahlen, aus denen wir uns fein lebendiges Bild von der wirklichen Tätigkeit dieser großen Organisation machen können? Auf den ersten Blick scheint es so. Fangen wir aber erst einmal an, uns in diese Zahlen zu vertiefen, sie in inneren 3usammenhang zu bringen mit dem, was uns täglich an Not und Krankheit begegnet, dann gewinnen die toten Zahlen plötzlich Leben und beginnen zu uns zu sprechen. Wir lesen von 417 Krankenhäusern, Säuglings- und Mütterheimen, Erholungsheimen für Kinder und Erwachsene, Altersheimen mit über 19 000 Betten. Jedes dieser Betten ist belegt mit einem kranken oder erholungs-, pflege- und erzie= hungsbedürftigen Menschen. Jeder von diesen hat sein eigenes Schicksal, mit dem das Schicksal vieler anderer eng verbunden iſt. Sein Krantsein, seine Bedürftigkeit irgendwelcher Art bedeutet sicher eine Sorge, vielleicht ein großes Unglück für die Seinen; von seiner Wiederherstellung hängt nicht nur sein eigenes Glüd, oft auch das Wohl u. Bestehen seiner Familie ab. den Angestellten eine Fahrpreisvergünstigung für ihre Urlaubsreisen zu bewilligen. In der Eingabe wird darauf hingewiesen, es könne feinem Zweifel unterliegeen, daß eine Vergünstigung von 20 Prozent für die Einzelurlaubsreisen für Angestellte eher zu einer Vermehrung als zu einer Verminderung der Einnahmen der Reichsbahn führen würde. Zahlreiche Angestellte würden durch eine Fahrpreisverminderung erst in den Stand gesetzt und veranlaßt, eine Urlaubsreise zu unternehmen. * Ab 1. Juli wieder Zigaretten- Einzelverkauf. Die Er fahrungen, die das Reichsfinanzministerium mit dem Verbot des Einzelverkaufs von Zigaretten gemacht hat( eine Mindereinnahme an Steuern von mehreren hundert Millionen war Die Folge dieser Maßnahme) haben dazu geführt, daß ab 1. Juli ,, Nein, nein, das gibt's ja gar nicht, ich bezahle mein Geld und dafür will ich auch was haben. Wenn Sie mir nicht helfen wollen, dann melde ich mein Radio ab und beschwere mich außerdem noch." ,, Gut, ich werde Ihnen in den nächsten Tagen einen Funkhelfer hinschicken." Eine Antwort erfolgte nicht mehr. Der Hörer wird dröh= nend eingehängt. Nachstehend der Bericht des Funkhelfers, der die Beschwerde bearbeitete: 1. Besuch am 12. März. Niemand zu Hause angetroffen. 2. Besuch am 13. März. Zu der angegebenen Zeit traten feine Störungen auf. Nach Angabe der Frau Müller treten die Krachgeräusche nur bei feuchtem Wetter und starkem Wind auf. Die Antennenanlage nachsehen; die Ableitung aus isoliertem Draht liegt auf dem Regenkändel. Isolation des Drahtes ist infolge der Witterungseinflüsse brüchig geworden. Bei Andrücken an den Kändel entstehen an dieser Stelle durch Berührung zwischen Ableitung und der geerdeten Regenrinne die angegebenen Krachgeräusche. Dem Beschwerdeführer wurde aufgegeben, seine Anlage richtig verlegen zu lassen, der Empfang ist sonst gut. Hätte der Teilnehmer vor seiner Beschwerde( die der Wirklichkeit entnommen ist) seine Anlage richtig nachgesehen, so wäre die Jnanspruchnahme der Funkhilfe gar nicht nötig ge= wesen. Gleichzeitig wären auch keine unnötigen Kosten verursacht worden. Der Prozentjag solcher Störungen ist im Verhältnis zu den wirklichen Störungen außerordentlich groß. Fast 30 Prozent. Es ist verständlich, daß manch anderer Teilnehmer, der durch irgend eine elektrische Einrichtung tatsächlich gestört wird, warten muß und dann natürlich ungeduldig wird. Andererseits ist aber auch zu bedenken, daß der Funkhelfer kein Angestellter der Rundfunk- Gesellschaft ist, sondern seine Nr. 47 2341 Gemeindekrantenpflegestationen mit der mehrfachen Anzahl von Gemeindeschwestern unterhält das Rote Kreuz: jede von ihnen betreut, pflegt, berät, kleidet, speist einen großen Kreis Kranker, Alter, Bedürftiger und bringt ihnen und sei es auch nur eine halbe Stunde am Tage, ein wenig Sonnen schein in ihr trübes Leben. In 124 Fürsorgestellen wird ein großer Kreis von Männern, Frauen und Kindern, die von der Tuberkulose ergriffen oder durch sie gefährdet sind, durch alle erdenklichen Maßnah men und Methoden der Teilung zugeführt oder von Ansteckung geschützt. 775 Säuglingsfürsorge- und Mütterberatungsstellen beobachten das gesunde Aufwachsen von Tausenden und Abertausenden von Säuglingen, sorgen dafür, daß die Säuglingssterb lichkeit immer mehr abnimmt und ein gesundes Geschlecht heranwächst. Gegen 700 Krippen, Kindergärten und Horte nehmen arbeitenden Müttern und zerrissenen Familien die Sorge und Erziehung ihrer Kinder für viele Stunden des Tages ab und holen die Kinder aus engen, ungesunden Wohnungen in lichte, luftige Räume, wo sie unter anderen Kindern fröhlich sein können und richtige Ernährung, Kleidung und Pflege finden. Ueber 110 000 Mitglieder der Sanitätskolonnen haben im vergangenen Jahre in nahezu einer Million von Fällen erste Hilfe geleistet. Für eine Million von Menschen ist bei einem plötzlich eingetretenen Notstand: Unfall, Krankheit, Todesgefahr ein Helfer und Retter schnell zur Hand gewesen. Nicht mit Zahlen auszudrücken sind all die Fälle, in denen noch außerdem Hilfs- und Ratbedürftige das Rote Kreuz, seine Mitgliedsvereine, Männer- und Frauenvereine, und deren Einrichtungen in Anspruch nehmen. Nicht, daß durch die Mittel und Einrichtungen und die arbeitenden Mitglieder des Roten Kreuzes das Schicksal jedes Menschen, der sich in ingend einer Notlage an sie wendet, immer ausschlaggebend beeinflußt werden könnte: aber ein schnel les Zugreifen, ein guter Rat, ein praktischer Fingerzeig, ein gewiesener Weg, eine nützliche Auskunft, ein geduldiges Zuhören, ein freundliches Ausreden lassen, ein herzlich mitfühlendes Wort können neben der materiellen Hilfe manchem Menschenschicksal einen neuen Antrieb und eine Wendung zum Gu ten geben. So gewinnen die Zahlen, die uns in der Tätigkeit des Roten Kreuzes entgegentreten, Leben; denn jede von ihnen umfaßt ein Menschenschicksal! Vielleicht befanden unter den Menschenschidsalen, die von der hilfsdienenden Hand des Roten Kreuzes Linderung und glückliche Wendung erfuhren, wir uns selbst; vielleicht werden wir uns darunter befinden. Der Rotekreuztag mahnt daher Dank. Es ist nur ein geringer Dant, wenn wir ihn durch eine Spende in die Sammlung zum Rotkreuztag abstatten. Die Sammlung zum Rotkreuztage ist amtlich genehmigt. Vermöge der ausgebreiteten ehrenamtlichen Tätigkeit in den Rotkreuzvereinen wird der Ertrag der Sammlung restlos den Einrichtungen des Roten Kreuzes und damit unmittelbar den Hilfsbedürftigen zugute kommen. Zigaretten bis zum Preise von 6 Pfg. pro Stüd wieder einzeln verkauft werden können. Auf Grund von Besprechungen der Zigarettenindustrie mit dem Reichsfinanzministerium wird da Normalsystem aufgehoben. Man kann also ab 1. Juli Zigaretten zum Preise von 3%, 4, 5 und 6 Pfg. pro Stüd wieder einzeln taufen. Die teueren Zigaretten dagegen dürfen wie bisher nur in Padungen verkauft werden. * Wer sich auswärts trauen lassen will, muß wohl darauf ochten, daß nicht nur seine standesamtlichen, sondern auch die firchlichen Papiere in Ordnung sind. Das Landeskirchenamt hat in einem Ausschreiben an die Pfarrämter die Bestimmungen über die kirchlichen Handlungen an Auswärtigen erneut eingeschärft. Darnach dürfen Amtshandlungen an einem nicht freie Zeit für diese Tätigkeit zur Verfügung stellt. Es wäre also dankenswert, wenn die Hörer darauf Rücksicht nehmen würden. Darum empfehlen wir den Hörern folgendes: zeidet ein Teilnehmer unter Störungen, so ist zunächst unbedingt bie eigene Anlage nachzusehen. Ist dies geschehen und bleibt die | Störung bestehen, dann soll der betreffende das Auftreten der= selben einige Tage beobachten, sich die Zeiten notieren und inhand der von der Störungsschallplatte wiedergegebenen Störungsgeräusche versuchen, die Störungsursache zu ermitteln. 3wedmäßig wird er sich auch bei den benachbarten Rundfunkteilnehmern erfundigen, ob dort dieselben Störungen auftreten, um so eine Einkreisung des Störherdes zu ermöglichen. Vielfach kann auf diese Art und Weise der Störer ermittelt werden, ohne die Funkhilfe in Anspruch zu nehmen. Ist dies nicht mög= lich, dann soll der Teilnehmer an die betreffende örtliche Funthilfe schreiben, und zwar mit genauer Angabe, seit welcher Zeit die Störung auftritt, zu welcher Stunde, und was er nach der Störungsschallplatte als Ursache vermutet. Durch diese wenigen Angaben wird dem damit beauftragten Funkhelfer viel Mühe gespart, und die Ermittlung der Störung fann bedeutend schneller erfolgen, als wenn der Funkhelfer sich diese Angaben selbst zusammensuchen muß. Aus dem Angeführten geht hervor, daß es im Interesse jeden Teilnehmers liegt, bei Beschwerden, die am besten schriftlich erfolgen, mit möglichst genauen Angaben der Funkhilfe an die Hand zu gehen. Funkhilfen bestehen in allen größeren Orten des Gendebezirks des Südwestfunts, und zwar bei den Postanstalten, an die auch die Beschwerden zu richten sind. Sollte eine Funkhilfe nicht bestehen, so wendet sich der Hörer am zwedmäßigsten schriftlich an die ,, Bezirksfunthilfe des Südwestfunts, Frankfurt-M., Eschersheimer Landstraße 33". Wenn die Hörer diese wenigen Hinweise beachten, wird ihnen am schnellsten und sichersten geholfen. Samstag, den 13. Juni 1931 zur Pfarrei des beanspruchten Pfarrers gehörenden Evange= lischen nur vorgenommen werden, wenn der Dimissorialschein des zuständigen Pfarrers vorliegt. Auch für das Uebergreifen in außerhessisches Gebiet gilt das gleiche. Schwierigkeiten fön= nen mitunter wegen der Kürze der Zeit bei Beerdigung und Feuerbestattungen eintreten, für die die gleichen Bestimmungen gelten. Man besorge sich darum stets rechtzeitig die nötigen Ausweise. * Wohin steuern wir? Der Kampf gegen den Kulturbolschewismus ist eine dringende Aufgabe, die nur gelöst werden kann, wenn alle verantwortungsbewußten Kreise sich daran beteiligen. Ein wirksames Hilfsmittel ist dabei ein Flugblatt, das unter dem Titel der Ueberschrift erschienen ist. Es eignet sich gleicherweise für die Auseinandersetzung von Mann zu Mann, als auch zur Massenverbreitung. Es ist herausgegeben vom Evangelischen Bund und kann von dessen Landesgeschäftsstelle, Darmstadt, Schwanenstraße 29, in kleineren Mengen fostenlos bezogen werden. Aus Nah und Fern. Bad Nauheim. Das Verkehrsamt der Kurverwaltung teilt mit, daß bis zum 11. Juni 1931 der Gesamtbesuch 13 087 Gäte betrug, darunter 1952 Ausländer; anwesend waren am 11. Juni 4887 Gäste. Friedberg. In Oberroßbach v. d. H. ist der Gastwirt und Aepfelweinfelterer Heinrich Engel( genannt Gudes) gestorben, eine bei allen Taunusfreunden bekannte und beliebte Persönlichkeit. Vilbel. Der Vilbeler Markt findet am 16., 17., 18. und 22. August d. J. statt. Verbunden mit dem Markt ist ein gro= ßer Flugtag mit Passagier- und Schaufliegen. Am ersten Marktlage findet eine Rathausillumination statt. In der Turnhalle soll eine Mineralwasserausstellung veranstaltet werden. Schotten. Die Freiw. Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz in Oberhessen veranstalteten hier eine gut besuchte Führertagung unter Leitung des Provinzialinspektors Sanitätsrats Dr. HahnBad Nauheim. Fabrikant Willi Frankl- Offenbach a. M. hielt einen Lichtbildervortrag über Gas- und Wasserrettungsdienst und Wiederbelebung. Kolonnenführer Krayz- Gießen sprach über die Haftpflicht- und Unfallbestimmungen, und Geheimrat von Hahn über die Tätigkeit des Roten Kreuzes in Hessen. Die Hauptversammlung des Hessischen Landesvereins vom Roten Kreuz wird am 18. Oktober in Gießen stattfinden. Hirzenhain. Nach schwerer Krankheit ist gestern im 72. Lebensjahre der langjährige Bürgermeister und Lehrer a. D. Heinrich Hensel hierselbst verstorben. Der Entschlafene war durch ein jahrzehntelanges Wirken um die Aufwärtsentwicklung der hessischen und der deutschen Bienenzucht außerordentlich verdienter Imferführer, der sich nicht nur in Hessen, sondern auch weit darüber hinaus größter Wertschätzung und autoritativer Geltung in Bienenzuchtfragen erfreute. Darmstadt. Landtagsabg. Steffan( Oppenheim) wurde in der Berufungsinstanz wegen Körperverlegung zu 600 Mark Geldbuße verurteilt. Steffan hatte bekanntlich einen Metzgerburschen infolge politischer Meinungsverschiedenheiten geschlagen und schwer verletzt. Mainz. Vom 20. bis zum 24. Juni wird Mainz GutenbergFesttage veranstalten. Zu diesen ,, Rosentagen am Rhein", die ein Volksfest und ein Kulturfest zu gleicher Zeit sein werden, wird ein Gutenberg- Festspiel ,, Johanniswunder" zur Ausführung kommen. Daneben sind Konzerte und Reigenspiele im Rosengarten, Auffahrten der Wassersportvereine, abendliche Uferbeleuchtungen u. a. m. vorgesehen. Den wissenschaftlichen Kern der GutenbergFesttage bildet die Generalversammlung der Gutenberg- Gesellschaft am 21. Juni. Mainz. Der flüchtige Defraudant Klok, der die Stadtkasse um 43 000 Mark geschädigt hatte, hat sich nunmehr der Staatsanwaltschaft in Mainz gestellt. Kloz hatte sich inzwischen in Kanada aufgehalten. Mainz. Zum Präsidenten der Industrie- und Handelstammer wurde an Stelle des verstorbenen Christian Scholz der Vorsitzende der Vereinigung der Arbeitgeberverbände am Mittelrhein, Fabrikant Ludwig Meyer- Mainz, einstimmig gewählt. Sehr billig Vertreter und Aus bes. Gründen| ca. 16 Vianos 3. 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Mit Beginn der neuen Spielzeit kann das Mainzer Stadttheater auf ein 100jähriges Bestehen zurückblicken. Es ist beabsichtigt, ein ganzes Jubiläumsjahr zu schaffen. Da gleichzeitig das Goethejahr ist, werden vor allem Goethewerke zur Aufführung kommen. Bingen. In Bingen findet am 12. September der vierte Deutsche Bismardtag des Vereins zur Errichtung eines Bismard- Nationaldenkmals e. V. statt. Marburg. Hier ereignete sich am Donnerstag abend ein schwerer Verkehrsunfall. Ein hiesiger Geschäftsmann fuhr mit seinem Auto in rasender Fahrt so dicht an einem unter einer brennenden Straßenlaterne stehenden Auto vorbei, daß er drei an ihm mit Beseitigung einer Panne beschäftigte Personen umriß und etwa 20 Meter mitschleifte. Nach kurzem Halten fuhr der rasende Autofahrer weiter, ohne sich um seine Opfer zu bümmern, die 3. T. sehr schwer verletzt wurden. Wie festgestellt wurde, ist der Führer des rasenden Autos betrunken gewesen. Marburg. Beim Fensterputzen stürzte die Frau des SattTermeisters Böker aus beträchtlicher Höhe ab. Mit schweren Verletzungen brachte man sie in die Klinik. Schlüchtern. Wie der Magistrat bekannt gibt, haben die Stadtväter beschlossen, das Mieteinigungsamt für die Stadt Schlüchtern ab 15. Juni d. J. aufzuheben. Die Geschäfte des Amtes sind dem Amtsgericht Schlüchtern übertragen worden. Alles um eine Mark! Neu- Ulm. Durch Militär entstand einem Landwirt in Leibi ein Flurschaden, den er mit zehn Mark veranschlagte. Von der Behörde wurde seine Forderung in Höhe von neun Mark als berechtigt anerkannt. Wegen der strittigen zehnten Mark begab sich nun eine mehrköpfige Kommission an Ort und Stelle zur Schadenfeststellung, ohne daß man dabei bedachte, daß die Tagesgelder der Kommissionsmitglieder ein Vielfaches des strittigen Betrages ausmachten. Wohnungssteuer unsozial! Sozialdemokratie verlangt Aenderung der Hauszinssteuer. Unter diesen Schlagzeilen lesen wir im ,, Vorwärts" vom 24. April 1931: ,, Die Hauszinssteuer ist längst nicht mehr Aufwertungssteuer. Durch Erhöhung der Altmieten um 20 Prozent der Friedensmiete ist sie eine unsoziale Wohnungssteuer geworden. Die Steuer ist roh. Sie macht keinen Unterschied zwischen dem Großmiethaus als Profitquelle und dem Kleinhaus zur Deckung des eigenen Wohnbedarfs. Durch diesen Mangel fördert sie den Verfall der Kleinhäuser und steigert damit die Wohnungsnot. Den im Einkommen beschränkten Mieter belastet die Steuer aber unsozial. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion beantragte deshalb im Reichstag am 4. Dezember 1930, das Gesetz über die Geldentwertungssteuer bei bebauten Grundstücken dahin zu ändern: Von der Zahlung der Steuer sind befreit: Die Kleinhausbesitzer, deren Eigenhaus nur einen Friedenswert bis zu 5000 M. betragen hat. Arbeitslose für die Dauer der Arbeitslosigkeit, wenn diese länger als dreizehn Wochen dauert. Krisen-, Fürsorgeempfänger, Sozialrentner und rentenberechtigte Kriegsbeschädigte. Der Antrag ist am 23 März dem zuständigen Steuerausschuß überwiesen worden. Es ist erfreulich, daß auch die Sozialdemokraten endlich anHeizi Kein Rauch, kein Ruß, keine Schlacken Nr. 47 erkennen, daß die Hauszinssteuer eine unsoziale, brutale Steuer ist. Wenn sie aber konsequent sein wollen, dann müssen sie nicht nur für eine Milderung zugunsten der Kleinhausbesitzer eintreten, sondern für die baldige Beseitigung der alle Volksschichten schwer belastenden Hauszinssteuer. Db sie das tun werden?! Achtung bei der Heuernte! Die Zeit der Heuernte naht heran und damit eine große Gefahr für das junge Wild ganz besonders für das frisch gesetzte Rehwild. Es ist eine bekannte Tatsache, daß das Rehwild namentlich in den heißen Sommertagen gerne in Wiesen und Kleeädern Einstand nimmt, die in der Nähe des Waldes liegen, weil es dort mehr Ruhe vor dem Ungeziefer hat. Solange die Heuernte mit der Sense betrieben wurde, kam ja auch ab und zu ein Vermähen des Jungwildes vor, aber mit der Einbürgerung der Mähmaschine ist die Zahl der verunglückten Stüde außer= ordentlich gestiegen. So sind z. B. allein in der Kreisstadt Erbach i. Odw. dem dortigen Vorsitzenden der Ortsgruppe Odenwald des Hess. Jagdklubs über 20 vermähte Rehkizze im vergangenen Jahre gemeldet worden. Wie viele mögen außerdem auf die gleiche Weise zu Grunde gegangen sein! Nicht nur der grauenvolle Anblick eines noch lebenden schwer verletzten Rehfizzes, das sich in heftigen Schmerzen windet, sondern auch das vergebliche Rufen der Mutter nach ihrem Jungen greift jedem, der für die Natur und ihre Geschöpfe fühlt, ans Herz. Irgendwie verwertbar ist junges Rehwild nicht, aber für die Zukunft des Rehbestandes ist es von außerordentlicher Bedeutung und damit auch für den Wert der Jagd, den die Gemeinde und der weidgerechte Jäger erhalten will. Deshalb hat der Hessische Jagdklub sich an die Kreisämter des Landes gewandt und hat, im Vertrauen auf den tierfreundlichen Sinn der Landwirtschaft treibenden Bevölkerung, gebeten, daß durch die Gemeindeverwaltungen auf ortsübliche Weise bekannt gemacht werden möge, daß von den Besitzern der in der Nähe gelegenen Wiesen, letztere doch unmittelbar vor dem Beginn des Schneidens, kreuz und quer unter Sayeuchen durchgegangen und das Wild daraus vertrieben wird. Wo der Jagdpächter oder dessen Beauftragte erreichbar sind, werden diese natürlich die Arbeit des Verscheuchens gerne übernehmen. So wird manches Stüd vor qualvollem Leiden bewahrt werden. Neue Bücher. Es ist schon alles einmal dagewesen. Die ,, Woche" bringt eine geschichtliche Bildreportage, die von den Azteken stammt und die Einnahme Merikes durch die Spanier im 16. Jahrhundert darstellt. Geheimnisse der Farben und Geheimnisse der Schweinezucht. Zwei Themen, die zwar nichts miteinander zu tun haben, von denen aber jedes für sich sehr interessant ist. Und so gibt es noch vieles in der neuen ,, Woche". Sie bekommen sie überall für 50 Pfennig. ,, Der Türmer Deutsche Monatshefte". Monatlich ein Heft im Umfange von über 100 Seiten mit ca. 60 prächtigen 3. T. farbigen Bildern. Preis nur 1,50 Mt. Verlag Heinrich Beenken in Berlin SW. 19. Mit Freude verfolgt man, wie ,, Der Türmer/ Deutsche Monatshefte" seine besondere Art immer zielbewußter und vielseitiger ausgestaltet. So bringt das Juni- Heft zunächst aus Anlaß des 100. Todestages von Stein eine Würdigung dieses Freiheitskämpfers, bringi ferner einen interessanten Vergleich zwischen Stein und Bismard und rüdt weiter in einem Aufsatz„ Der junge Arndt" diesen geistigen Mitkämpfer und Freund Steins in helles Licht. Auch jüngster Vergangenheit gedenkt das Hest, nämlich der Gründung der eben wiedererstehenden deutschen Flotte vor 75 Jahren. Daß auch der 400. Todestag von Luthers Mutter nicht vergessen ist, sei der Zeitschrift besonders gedankt. Im übrigen ist das Heft reich an Bildaufsätzen. Unsere Leser sollten von dem Angebot des Verlages, ein Probeheft gegen 30 Pfg. Portoersatz zu sen= den, Gebrauch machen, um einmal diese schöne und wertvolle deutsche illustrierte Zeitschrift kennen zu lernen. Verantwortlich: G. Burgeleit, Gießen. Sämtliche Drucksachen HAUSHALTUNGS- BÜCHER VERLOBUNGSANZEIGEN GRATULATIONSKARTEN liefert immer schnell, gut und preiswert für Familien, Vereine und Behörden wie STERBFALLANZEIGEN GEBURTS- ANZEIGEN EINLADUNGSKARTEN ALBIN KLEIN GIESSEN Union Billigster und bequemster Brennstoff Briketts Union Erschein Bezugspreis 2 Sedaktionsschluß früh Indung nicht verlan 44. Sobro. 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