uten überraschten die Dor ern die Gebäude einstürzte cht das nadte Leben zetter e Lohngelder in Höhe vo He bringen wollten, murder Männerkleidung überfallen Den Revolver auf die Br Später wurde die Männe Dent, Die Räuber enttamer Gießener Zeitung ( Gießener Tageblatt) Erscheint Mittwochs und Samstags Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. am Donnerstag namities Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdßlich eines starten Sturmes Dergehenden Gewitters ein Des ,, St. Philbert". hen Vergnügungsdampfes burger Bergungsdampfer gehoben worden. In den evon einer diden Schlamm echs Leichen entdedt. m Avus- Rennen, Sfür Mercedes- Benz geftal gangenen Sonntag, das mi rreiß- Probe des Jahres an endung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 44. Jahrg. Politische Rundschau. Der Reichspräsident hat am Montag die bereits angekündigte Berordnung zur Aenderung der Pressenotverordnung ergehen laffen. racciola durchfuhr di jährlich- wie allDie Verfassungsfeier der Reichsregierung fand um 12 Uhr im Plenarjaal des Reichstages statt. übrigens seit Februar zum Der Reichsratsausschuß ist am Mittwoch zusammengetreten und hat einen längeren Bericht des Reichsaußenministers Dr. Curtius über die Besprechungen in Paris, London und Rom entgegenjigen Mercebes- Beng 65%) ttel von 186 Kilometer un riten Male wieder mjubelter Sieger durch das Runde mit 195 Kilometer Ometer langen Geraden wur schen Tempo in einem Aus t beim„ Großen Preis" qui greford Freiburg, die beide emselben Wagen gewonnen Dritte war ein SSA- Wagen steuert. Im Kampf gege 8, gegen modernste Spezid he Fahrer hat die führen Ehren ferienmäßigen Spo hrer Ueberlegenheit erbra icher. ein Zeichen ber Zeit find sse, die während der Wirk Die neue Boche st wieder für Sie in der m noch recht viel Inters en preußischen Rönigsstadt ihren Straßen, Häusern, ber auch in Haltung un erichterstatter der ,, Mind mitte aus dem Leben euesten Rummer( Nr. ralien, einen Bildbericht über er Paganstämme und Bilder Georgen in Berlin, und unfere ie noch manches andere finden " ian Klein in Gießen. m Giessen tel ten alle ätsens Tert. 25 und 2526 Buch- und Zeitungs- Druckerei eter Wer verfa uflichen fein Saus Sauger, evtl. mit Geschäft ce npreis unt. sonstig. Anwesen e Verdienst- oder Umgebung? S Angebote direlt Befizerunt. V.43 benbranche Verlag d. Verme Ige haben, u. Verf.- Zentra t. hulte, Zeitung. Frankfurt a. M. Goetheplats 22 nnstoff Union genommen. Reichstanzler Dr. Brüning und Reichsaußenminister Dr. Curtius trafen am Montag morgen von ihrer Romreise mit dem jahrplanmäßigen D- Zug wieder ein. Mit ihnen zusammen er: folgte die Ankunft des italienischen Botschafters Exzellenz Orseni Baroni. Die Reichsregierung hat am Montag das Agrement für den neuen französischen Botschafter in Berlin François Poncet erteilt. Die weiche Hand des preußischen Innenministers und seines Paladins und Parteigenossen, des Berliner Polizeipräsidenten Grzesinski gegenüber dem wohlorganisierten tommunistischen Mörderpad hat in allen, an der Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung interessierten Kreisen der Reichshauptstadt Bestürzung und Erregung hervorgerufen. Die Stillhalteverhandlungen der ausländischen Bankengläubiger nicht nur in London, sondern an den anderen großen Geldplätzen stehen, unmittelbar vor dem Abschluß. Der auf Mittwoch angesezte neue Termin in dem bekannten Prozeß Hugenberg- Braun ist aufgeschoben worden und die weitere Berhandlung, wie verlautet, für Anfang September in AusFicht genommen worden. Der Berliner ,, Angriff" will von durchaus vertrauenswürdiger Seite erfahren, daß gegen den in Gollnow inhaftierten ehe= maligen Reichswehrleutnant Scheringer ein neues Hochverrats= erfahren eingeleitet worden sei. Die„ Morning Post" schreibt, daß man nirgends mehr als in Der City von London den unheilvollen Einfluß der Reparations: and Kriegsschuldenzahlungen auf die Stabilität der Märkte sowohl in politischer als auch in finanzieller Hinsicht erkenne. Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M. Donnerstag, den 13. August 1931 Die revolutionäre Bewegung in Kuba scheint sich weiter auszubreiten. Trotz der von der Regierung verhängten Zensur tref= sen doch vereinzelte Nachrichten über die gesteigerte Aktivität der Revolutionäre ein. Auf den Schnellzug Basel- Frankfurt( M.)- Berlin, der am Samstag um 10 Uhr 22 nachts auf dem Anhalter Bahnhof eintreffen sollte, wurde um 9 Uhr 45 nachts, furz nach der Station Jüterbog, ein Sprengstoffanschlag verübt. Im Beisein von 100 000 Besuchern aus allen Teilen des Landes fand durch Frau Hoover, der Gattin des Präsidenten, die Taufe der ,, Acron", des neuen Riesenluftschiffes der amerikanischen Marine, statt. Der Volksentscheid in Preußen. Bei dem Volksentscheid auf Auflösung des Preußischen Landtages am Sonntag wurden in ganz Preußen von 26 553 837 Stimmberechtigten nach den vorläufigen amtlichen Zählungen rund 9 793 603 Stimmen mit Ja, 389 244 mit Nein und 243 329 ungültige Stimmen abgegeben. Die Beteiligung an der Abstimmung war in den meisten Wahlkreisen verhältnismäßig schwach. Ueber 50 Prozent der Wahlbeteiligten haben mit Ja gestimmt in den Wahlkreisen Ostpreußen, Pommern, Merseburg und Frankfurt a. d. Oder, annähernd 50 Prozent in Schleswig- Holstein und Osthannover. In den übrigen Wahlkreisen sind die Ja- Stimmen unter 50 Prozent geblieben, und zwar am stärksten in den westlichen Provinzen Preußens. Der Volksentscheid ist somit als gescheitert anzusehen. Der Stahlhelm wird das Abstimmungsergebnis anfechten. Das Bundesamt des„ Stahlhelm" erläßt eine Rundgebung, in der es heißt: Der Volksentscheid hat einen ,, Der Kampf geht weiter. moralischen Erfolg der nationalen Front gebracht. Fast 10 Millionen deutsche Männer und Frauen haben sich trotz stärksten Terrors des Gegners, trog stärkster Beeinflussung der Bevölkerung durch die preußische Regierung zum Gedanken des nationalen Selbstwillens, zur Idee der deutschen Freiheit befannt. Unsere Front ist weiter gewachsen. 3,6 Millionen stimmten für den Young- Volksentscheid, 5,9 Millionen beim Landtagsvolksbegehren, rund 10 Millionen stimmten jetzt beim Voltsentscheid für unsere Forderung und das, obgleich die Kommunisten entgegen der Patole ihrer Parteileitung fast nirgends zur Urne gegangen sind. Auf 8,8 Millionen Wähler stützt sich heute noch die zurzeit amtierende preußische Regierung. Daß sie dem Willen der Volksmehrheit nicht mehr entspricht, ist damit eindeutig erwiesen, denn über eine Million Wähler mehr steht heute gegen sie als damals für sie." Es wird sodann erklärt, daß der Stahlhelm das Abstimmungsergebnis wegen der besonderen Umstände, unter denen es zustande gekommen ist, aus staatsrechtlichen Gründen anfechten wird. Einigung über die Durchführung des Hooverplanes. London, 11. 8. Die Londoner Sachverständigenverhandlun gen über die praktische Durchführung des Hoover- Planes sind heute durch Unterzeichnung eines Berichtes und eines Protokolls abgeschlossen worden. Das Protokoll wurde von allen beteiligten Regierungen mit Ausnahme Südslawiens unterzeichnet. Das praktische Ergebnis der Vereinbarungen ist eine Entlastung Deutschlands während des Hoover- Jahres von: 1,59 Milliarden RM. Dieser Betrag wird bis zum 1. Juli 1932 zinslos aufgeschoben und von diesem Zeitpunkt ab in zehn gleichmäßigen Jahresraten unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 3 Prozent zurückgezahlt. Während des Hoover- Jahres werden unverändert weiter gezahlt: Der Dienst der Dawes- und der Younganleihe sowie die Zahlungen an die Vereinigten Staaten hinsicht lich der Urteile der Mixed Claims- Commission für die amerikanischen Entschädigungsansprüche und die Zahlungen aus dem deutsch- belgischen Markabkommen, zusammen etwa 200 Millionen Reichsmark. Disfontienfung auf 10 Prozent. Der Zentralausschuß der Reichsbank hat in seiner DienstagSizung mit Wirkung vom 12. August den Wechseldiskont von 15 auf 10 und den Lombardsatz von 20 auf 15 Prozent herabgesetzt. Diese Ermäßigung des Reichsbantdiskonts entspricht den Erwartungen. Nachdem die Wiederaufnahme des Zahlungsverkehrs bei den Banken und Sparkassen statt einer erwarteten Ausweitung des Notenumlaufes sogar eine Rückbildung gebracht hat, ist es notwendig geworden, die letzte Diskonterhöhung so schnell wie möglich wieder rückgängig zu machen. Der Krisendiskont von 15 Prozent hat seine Schuldigkeit erfüllt, er hat zweifellos die Normalisierung des Zahlungsverkehrs beschleunigt. Gegenwärtiger Stand der Kriegsopferverordnung. Der Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen der Kriegerkameradschaft„ Sassia" zu Darmstadt, arbeitet in engster Fühlungnahme mit seiner Spitzenorganisation, dem Deutschen Reichsfriegerbund ,, Kyffhäuser" Berlin, um bei der Reichsregierung die Milderung der Härten der Notverordnung zu erwirken. Die Kriegerkameradschaft Hassia" teilt uns nachstehendes mit: Die Erfahrungen zweier Monate sind ausreichend gewesen, um die Lasten, welche die neue Notverordnung vom 5. 6. 1931 zahlreichen Bevölkerungsfreisen auferlegt, jedem einzelnen deutlich zu machen. Besonders hart sind die Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen von dem Leistungsabbau der Versorgung durch die Notverordnung betroffen. Es ist jetzt schon festzustellen, daß die Einsparungen im Versorgungshaushalt des Reiches durch den erfolgten Leistungsabbau der Versorgung größer sind als der Voranschlag angenommen hatte. Das Verlangen der Versorgungsberechtigten, baldigst eine Milderung der rigorosen Sparmaßnahmen herbeizuführen, erscheint deshalb durchaus gerechtfertigt. Wie wir hören, hat der Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen des Deutschen Reichsfriegerbundes ,, Kyffhäuser" an die Reichsregierung aus diesem Grunde eine Eingabe gerichtet, in der es u. a. heißt: Es ist bereits zu übersehen, daß der Sparertrag der neuen versorgungsrechtlichen Vorschriften die veranschlagte Summe weit überschreitet. Im Hinblick hierauf müssen wir es aufs tiefste bedauern, daß nicht alsbald eine Milderung des Leistungsabbaues durchgeführt worden ist, nachdem auch amtlich zum Ausdrud gebracht wurde, daß mit den Maßnahmen der Notverordnung die Grenze dessen erreicht ist, was dem deutschen Volke in allen seinen Bevölkerungsschichten auferlegt werden kann. Außerdem handelt es sich hier um den Teil der Bevölkerung, der durch Hingabe von Leben und Gesundheit in schwerster Zeit die größten Opfer für die Allgemeinheit bereits gebracht hat. An die Stelle einer Milderung des Leistungsabbaues der Versorgung, die mit Recht hätte erwartet werden dürfen, ist durch einen Erlaß des Reichsarbeitsministeriums noch eine erhebliche Verschärfung eingetreten, indem sämtliche Kannleistungen der Versorgung, die nach der Entwicklung der Gesetzgebung einen bedeutsamen Anteil an der Durchführung der Versorgung der Kriegsopfer haben, auf das rigoroseste unterbunden worden sind. Durch diesen Erlaß ist die als untragbar erkannte Beschränkung der Versorgung durch die Notverordnung noch weiter gesteigert worden. Jm vollen Bewußtsein der Verantwortung, welche die gegenwärtige Gesamtlage jedem Einzelnen auferlegt, halten wir uns für berechtigt und verpflichtet, die Aufhebung der die Versorgungsansprüche geradezu vernichtenden Ruhensvorschriften, die erhöhte Berüdsichtigung sozialer Gesichtspunkte bei den Rentenkürzungen und die Befristung des gesamten Leistungsabbaues sowie die sofortige Aufhebung des erwähnten ministeriellen Erlasses zu fordern. Wir stellen diese Forderung aus moralischen, sozialen und politischen Gründen. Die im Kampfe um die wirtschaftliche Selbstbehauptung schwächeren Kriegsbeschädigten und erdrückt, wenn ihnen nicht sofort und wirksam geholfen wird. Kriegerhinterbliebenen werden von den ihnen auferlegten Lasten ( Neueste Nachrichten) Anzeigenpreise: Die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz Bei Wiederholung Rabatt. vorschriften ohne Verbindlichkeit. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung Nummer 64 Wie Deutschland betrogen wurde. In das furchtbare Elend des Weltkrieges drangen die Botschaften, die Präsident Wilson in seiner Eigenschaft als Oberhaupt der Vereinigten Staaten von Nordamerita am 4. Dezem ber 1917, am 8. Januar 1918 und 11. Februar 1918 erließ, wie erlösende Hoffnungsstrahlen In diesen Botschaften erklärte Wilson, daß das deutsche Volt den Krieg nicht gewollt oder verschuldet habe; ein gerechter Friede solle dem Krieg folgen; es jolle teine Annegionen, teine Kontributionen, feine Strafentschädigungen geben. Es solle auch ein absolut unparteiischer Ausgleich aller tolonialen Ansprüche erfolgen In der Botschaft vom 11. Februar 1918 gab Wilson seine 14 Friedensbedingungen betannt, die nebst den in vorhergegangenen Botschaften gemachten Zusagen in völkerrechtlich bindender Form von den kämpfenden Mächten am 5. November 1918 als Friedensgrundlage angenommen wurden. Was aus dieser Friedensgrundlage gemacht wurde, verraten folgende Ausstellungen. Die Abteilungen I und II umfassen die bis zum 31. Dezember 1922 erfolgten Reparationsleistungen. Barzahlungen Abteilung I. 54 Millionen Tons Kohlen und Kots Nebenerzeugnisse( Benzol, Teer, Ammoniak) Farbstoffe und pharmazeutische Erzeugnisse Lebende Tiere( über 770 000). Landwirtschaftliche Maschinen aller Art Material und Maschinen zur Wiederherstellung der kriegsverwüsteten Gebiete Bücher und Gemälde für Belgien, besonders die Universität Löwen See- und Flußfahrzeuge über 3750 000 B.R.T. Lokomotiven und Eisenbahnen Motoren, Loren und sonstige Wagen Abgeliefertes Kriegsmaterial( Schrott) Sonderzahlungen an Großbritannien unter dem Reparation Recovery Act Nichtmilitärische Vorräte, die den Alliierten an der Westfront überlassen werden mußten Abgetretene private Unterseekabel Abgetretene Sicherheiten Private und staatliche Bergwerke, an Frankreich abgetreten Staatliche Grundstüde und Gebäude in den abgetretenen Landgebieten Uebernommene Schulden in den abgetretenen Gebieten Abgetretene deutsche Ansprüche gegen seine früheren Verbündeten Deutsches Privateigentum in den Vereinigten Staaten, welches auf Grund des Versailler Vertrages der Liquidation verfiel. Staatliche Unterseekabel Abteilung II. Gol> mart In Eupen und Malmedy abgetretene Besitzungen Maschinen, Schiffe, Eisenbahnmaterial, Vieh u. a Nebenzahlungen für Einquartierungen, Kasernen, Flughallen, Soldatenausrüstung usw.( die rei nen Bejagungskosten sind an anderer Stelle aufgeführt) Golomart 1 780 016 456 2 424 400 000 43 000 000 200 000 000 274 194 000 31 040 000 290 686 794 13 758 585 4 753 441 068 1 927 943 774 115 673 853 200 000 000 163 160 182 1891 150 380 77 800 000 392 642 671 1 017 126 890 5 032 106 032 644 414 415 8 600 000 000 11 740 000 000 41 612 555 100 Golomart 1 609 700 150 000 000 446 250 000 895 000 000 94 000 000 Unkosten der Interalliierten Kommission Abgetretene Kriegsschiffe( außer der Scapa- FlowFlotte) und Marineeinrichtung in Tsingtau 1417 000 000 Den Alliierten überlassene nichtmilitärische Vor1 050 000 000 räte an der Ostfront Ausländische Schulden deutscher Untertanen, die in Gold durch die Clearing Offices beglichen wurden Verschiedene Zahlungen an elsaẞ- lothringische Gemeinden, Kosten der Grenzregulierung usw. Sofomart 615 000 000 685 895 000 5 354 754 700 Die Zahlen der Abteilungen I u. Il hat der Deutsche FichteBund bereits im Jahre 1923 durch ein Flugblatt veröffentlicht, das in deutscher, englischer und spanischer Sprache heraustam und in Hunderttausenden von Stüden im In- und Auslande verbreitet wurde. Als Quelle diente die im gleichen Jahre in englischer Sprache erschienene Broschüre What Germany has paid under the treaty of Versailles", deren Verfasser der weithin geachtete Nationalötonom Professor Lujo Brentano war. Abteilung III. Während der Zeit des Ruhreinbruchs geleistete Zahlungen( an die Mächte, die nicht am Ruhreinbruch beteiligt waren) Frankreichs Gewinne aus dem Ruhreinbruch( nach Poincarés Angaben in der Kammersizung vom 12. Juni 1929 1,5 Milliarden Francs berechnet nach dem Kurse vom 1. September 1924) rund Hauptkosten der Besatzung( für die gesamte Dauer der Besatzung) Abteilung IV. Gofomart An den Reparationsagenten nach dem Dawes plan( in der Zeit vom 1 September 1924 bis 31. August 1929 gezahlt) Vor dem Inkrafttreten des Youngplans gestrichene Schulden Polens für übernommenes preußisches Staatsvermögen nach der Schätzung der Reparationstommissionen vom 7. 3. 1922 Sonderzahlungsverpflichtung an Belgien( vor Jnfrafttreten des Youngplanes erzwungen) Abteilung V. Golomart Im ersten Youngplanjahr( 1 Sept. 1929 bis bis 31. August 1930) rund Am 7. November 1930 an das Nordamerikanische Schazamt( außerhalb des Youngplans) ( Solbmart 835 000 000 340 000 000 7 312 174 000 8 487 174 000 Golomart 7 840 000 000 2 504 342 000 300 000 000 10 644 342 000 Golomart 2 000 000 000 3 169 700 000 Goldmart 5 169 700 000 Insgesamt ergeben die Abteilungen I bis V die Riesenjumme von 71 268 525 800,- Goldmart. Donnerstag, den 13. August 1931. Abteilung VI. Erzwungene Landabtretungen. Wilson hatte feierlich verkündet, und die Alliierten hatten diese Bedingungen angenommen, daß über Völker und Menschen nicht verfügt werden solle, als ob sie Figuren in einem Brettspiel seien. Wie wurde dieser Bedingung entsprochen? Rund 70 600 Quadratkilometer Land mußte Deutschland opfern. Der Polnische Korridor wurde geschaffen. Rund 10 Millionen Deutsche kamen unter die Fremdherrschaft Die gesamten deutschen Kolonien mit einem Flächenraum von rund drei Millionen Quadratkilometern wurden Deutschland abgenommen. Von englischer Seite wurde der Wert dieser Kolonien auf 136 000 Millionen Goldmark berechnet mit den abgetretenen Grenzgebieten verlor Deutschland auch ungeheure Mengen an Bodenschätzen. Bon all diesen Werten wurde Deutschland keinen Pfennig aut= geschrieben. Abteilung VII. Lastkonto der alliierten Mächte. Wohl ist ein Teil des Wertes des beschlagnahmten deutschen Privateigentums zurüderſtattet worden, aber diese Tatsache erschüttert die folgenden Feststellungen nicht: Der erste Betrug: Im Gegensatz zu Wilsons Zusagen bedeuteten die Waffenstillstandsbedingungen die Einleitung der deutschen Ausplünderung. Der zweite Betrug: Im Gegensatz zu Wilsons Erklärung wurde Deutschland durch das Versailler Diktat die Schuld am Weltfriege zugeschoben und die Versklavung Deutschlands fest= gelegt. Der dritte Betrug: Freies Selbst bestimmungsrecht der Völker war verheißen worden. Deutschlands Grenzen wurden zer= stückelt, die ganze Provinz Ostpreußen durch die Schaffung des Polnischen Korridors vom Mutterland abgeschnürt. 10 Millionen Deutsche unter die Fremdherrschaft gebracht. Desterreich wurde der Anschluß an Deutschland untersagt. Die brutale Entrechtung der deutschen Minderheiten in Polen und in der Tschechoslowakei die massenhafte Unterdrükfung der deutschen Schulen und die Unterdrückung der deutschen Sprache sogar im Religionsunterricht sowie der Terror bei Wahlen sind eine zum Himmel schreiende Vergewaltigung des anerkannten Selbstbestimmungsrechts der Völker. Der vierte Betrug: Allgemeine Abiüstung war versprochen. Deutschland wurde zur Abrüstung gezwungen Die Gegner aber rüsteten nicht ab, sondern auf Ein Jahrzehnt nach Friedensschluß( am 3. November 1930) schrieb der Pariser „ Figaro": Die ganze Abrüstungsdebaite ist und bleibt der größte Schwindel der neueren Zeit Der fünfte Betrug: Im Gegensatz zu den 4 Friedensbedingungen Wilsons wurde Deutschland zum Ersatz aller Kriegsschäden verurteilt. Bei der Errechnung der Schadenforderun gen haben Deutschlands Gegner, vielleicht mit Ausnahme Englands, ihren tatsächlichen Schaden ins Ungeheure übertrieben.( Näheres hierüber bringt das Fichtebund- Flugblatt Nr. 53.) Der sechste Betrug: Von den unter Abteilung I aufgeführten Leistungen in Höhe von 41 612 555 100 Goldmark wurden Deutschland nur 7 940 426 000 Mark gutgeschrieben. Der siebente Betrug: Die unter Abteilung II angegebenen Werte in Höhe von 5 354 754 700 Goldmark wurden überhaupt nicht gutgeschrieben also ganz unterschlagen Der achte Betrug: Bei der Aufstellung des Dawesplans wurden auch noch die oben genannten Gutschriften einfach als Luft behandelt. Außerdem wurde Deutschlands Zahlungspflicht, die nach früheren Abmachungen bis zum Jahre 1950 gelten sollte, bis zum Jahre 1961 verlängert. Der neunte Betrug: Deutschland sollte nur den Kriegsschaden wieder gutmachen. Fünf Jahre nach dem Waffenstillstand war das zerstörte französische Gebiet, abgesehen von kleineren Flächen wertloseren Bodens, der mit Absicht für den Frem denverkehr zerstört erhalten wurde, wieder aufgebaut. Frankreich verwendet einen großen Teil der deutschen Zahlungen für die Verstärkung seiner Heeresmacht Der zehnte Betrug: Bei der Aufstellung des Youngplans wurden wiederum die im Rahmen des Dawesplans erfolgten deutschen Zahlungen in Höhe von 7840 Millionen Goldmark als Luft behandelt und Deutschlands Tributschuld nunmehr auf 116 000 Millionen Goldmark ,, errechnet". Außerdem wurde die deutsche Zahlungspflicht wiederum um 27 Jahre, also bis zum Jahre 1988 verlängert. In Summa. Deutsche Tirbute( Abteilung I bis V) Wert der Deutschland geraubten Kolonien Golomarf 71 268 525 800 136 000 000 000 Golbmart 207 268 525 800 Der Mittelstürmer von Hollywood. Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 14. Fortsetzung. Allerdings waren es revolutionäre Methoden, und es galt, viele alte Jdeen über Bord zu werfen, aber Sam Hollister war viel zu vernünftig. Hollister war in der klassischen Fußballtradition des eng lischen Kombinationsspiels erzogen worden. Sowohl er als auch Kanonier Sage hatten den Hollywood- Spielern diesen Stil beigebracht und bei ihren 3öglingen zur höchsten Vollendung gebracht. Sie waren durch ihr Dreiinnenspiel außerordentlich erfolgreich, weil sie ihre Methode nicht übertrieben. Bei dem Spiel gegen Girnsley wurde ihr System zum erstenmal über Bord geworfen. Die Sportjournalisten des ganzen Landes prophezeiten, daß die rasche Girnslen- Verteidigung mit Den feingesponnenen Manövern des Klubs ohne Anhänger" sehr bald fertig werden würde. Doch lange bevor diese Stribifare ihre Ansicht zu Papier gebracht hatten, war Hollisters Plan fertig. ,, Wir müssen sie mit ihren eigenen Waffen schlagen," sagte er. Weite, raumgewinnende Vorleger und dann rennen, das ist jetzt erforderlich!" So drillte Hollister seine Leute auf die Kid- und Rushtaktik, die ihre Gegner immer anwendeten. Nachdem dies geschehen war, gab er mit Hilfe Ben Warriners, der die Schwäche und Stärke eines jeden Berufsfußballers in England kannte, furze Beschreibungen der Mitglieder der Girnsley- Mannschaft und Hinweise auf ihre besonderen Eigenarten. Bis zu dem Tage, an welchem die Elf die Reise nach Girnsley antrat, arbeitete er mit seinen Leuten und wurde nicht müde, ihnen aus dem großen Schatz seiner Erfahrung immer neue Einzelheiten zu vermitteln. Jetzt seid ihr in der besten Form, die ich bei euch erreichen fann," sagte er schließlich. Am Samstag habt ihr nichts anderes zu tun, als an das zu denken, was ich euch gesagt habe!" 2. Als Außenseiter zum Wettspiel. Erst als seine Gefährten sich zu einem Spiel Solo Whist niedergelassen hatten, um die Monotonie der langen, uninter essanten Eisenbahnfahrt zu unterbrechen, zog Marr den Brief aus der Tasche, der im letzten Augenblick vor seiner Abreise angekommen war: ,, Mein lieber Dick! Jch bilde mir ein, daß Sie ein ganz fleines bißchen besorgt um mich sind, weil ich schon über eine Woche nichts mehr habe von mir hören lassen. Es ist wirklich nicht meine Schuld; unter anderen Umständen wäre ich vielleicht in der Lage gewesen, die fleine Erkältung bald zu über= stehen, jetzt aber seit der Abschaffung des Stopford- Regiments sind die Zustände hier etwas schwierig, und die kleine Erfältung hat sich zu einer Influenza entwickelt. Jetzt geht es mir schon besser, und dies ist die erste Gelegen,, Gießener Zeitung" Von den abgeführten Tributwerten sind also rund 66 000 Millionen Goldmark als Luft behandelt worden. Die Kolonien aber hofft man mit Hilfe des Mandatssystems dauernd einzusaden, ohne auch nur einen Pfennig dafür zu bezahlen. Durch Deutschlands bisherige Tribute sind die Schäden des Krieges längst wieder gutgemacht. Nichtsdestoweniger foll auf Menschenalter hinaus Jahr für Jahr ein Tribut von rund 2000 Millionen Goldmark aus dem verarmten deutschen Volke herausgepreßt werden. Aber damit noch nicht genug. Frankreich hat ungeheure Mengen von Gold aufgekauft und hält sie fest. Dadurch hat es eine Steigerung des Goldwertes um rund 15 Prozent erreicht. Dieses hatte zur Folge. daß der Wert des auferlegten Jahrestributs sich schon im ersten Youngplanjahr um 300 Millionen Goldmark erhöhte. Der Vater des Youngplans, Owen D. Young, hat vor den Studenten der amerikanischen Universität von California eine Rede gehalten, die unter dem Titel ,, America ist too rich, to be loved" als Broschüre veröffentlicht wurde Der Fridericus" gibt in seiner Nummer 44 aus dieser Rede eine Stelle wieder, die in der Uebersetzung lautet: ,, Diejenigen Länder, die an dem neuen Plan beteiligt sind, haben ihre gesamte Verschuldung an die Vereinigten Staaten zusammengerechnet und ungefähr fünfzig Prozent noch hinzugefügt, als sie die Summe festsetzten, die Deutschland bezahlen soll. Jedes dieser Länder hatte gegen die Last seiner Verschuldung gegenüber den Vereinigten Staaten Einspruch erhoben, und dieses sogar trotz der günstigsten Zahlungsbedingungen und dennoch haben alle diese Länder angenommen, daß Deutschland die Bürde von ihnen allen tragen kann und dazu noch einen Aufschlag von 50%." Könnte man die Jahres tributsumme in 3ehnmarkscheinen der Länge nach nebeneinanderlegen, dann ergäbe sich eine Wegstrecke von drei Viertel des Erdumfanges Ein Schnellzug müßte mit 100 Kilometer Stundengeschwindigkeit über zwölf Tage und zwölf Nächte ununterbrochen dahinrasen, um diese Strede zu durcheilen. Die Wirtschaftsführer fast der ganzen Welt haben den Zusammenhang zwischen den Deutschland aufgezwungenen Reparationen und dem ungeheuren Steigen der Arbeitslosigkeit erkannt. Nur die Politiker verschließen sich mit Absicht dieser nüchternen Erkenntnis. Insbesondere sind es die französischen Politiker, die von dem deutschen Michel erwarten, daß er bei den weiteren Versuchen, ihm das Fell über die Ohren zu ziehen, nicht nur stillhält, sondern auch fernerhin guten Willen" zeigt. Versailles muß fallen! ( Obiger Aufsatz wurde zur Verfügung gestellt vom Deutschen Fichte- Bund e. V., gegründet im Januar 1914. Reichsbund für den Kampf gegen Versailles Hamburg 36, Colonnaden 47.) Erschreckende Zahlen aus der amtlichen Unfallstatistik. Rückgang der Unfälle in der Industrie. In dem Organ der Ruhr- Handelskammern ,, Ruhr und Rhein" veröffentlicht F. Holtermann, Essen, an Hand der soeven erschienenen amtlichen Unfallstatistik für das Jahr 1929 einen beachtenswerten Artikel, dem wir folgendes entnehmen: Wenn trotz der günstigen Entwicklung der Unfallziffern bei den gewerblichen Berufsgenossenschaften die Gesamtzahl der Unfälle gestiegen ist, so ist dies im wesentlichen auf die starke Zunahme der Verkehrsunfälle zurückzuführen. In den Jahren 1926 1929 betrug die Gesamtzahl der tödlich verunglückten Personen 23 475, 24 943, 26 403, 27 679; auf 100 000 Einwohner berechnet ist die Verhältnisziffer in dem Zeitraum von 1926 bis 1929 von 37,2 auf 43,3 gestiegen. Die neuerliche starke Zu nahme der tödlichen Verunglüdungen ist zum weitaus größten Teil durch die rasche Ausdehnung des Kraftverkehrs verursacht. Im Jahre 1929 fielen dem Verkehr mit Kraftfahrzeugen im Deutschen Reich 5 867 Perfonen zum Opfer, das sind 904 Personen mehr als im Vorjahr. In den letzten Jahren haben die Unfälle mit Krafträdern in besonders starkem Maße zugenommen, ihre Zahl war im Jahre 1929 3% mal größer als im Jthre 1926, während die Zahl der mit oder durch Kraftwagen verunglückten Personen immerhin nur um% der Zahl von 1926 angestiegen ist. Auf einen gleichen Bestand von 1000 Kraftwagen famen: im Jahre 1929 nur noch 6,7 tödlich Verunklüdte heit, die sich mir bietet, um Ihnen zu schreiben. Ich habe beim Doktor sehr schmeicheln und bitten müssen, damit er den Brief mitnimmt und für mich aufgab. Hoffentlich erreicht er Sie noch vor Ihrer Abreise nach Girnsley. Mein Brief soll Ihnen Kampffreudigkeit geben Sie wissen, wie ich das meine. Ich glaube, meine Erfältung hat mich ein wenig phantastisch gemacht, aber ich glaube wirklich, daß Größeres von dem Girnsley- Kampf abhängt als das Gewinnen eines gewöhnlichen Fußballwettspiels. Es ist eher, wie wenn Kreuzfahrer zur Schlacht ziehen. Sie können sich nicht vorstellen, wie ich um Hollywoods Sieg bete, wie ich mich nach der Nachricht sehne, daß Hollywood gewon nen oder wenigstens unentschieden gespielt hat. Ein Sieg wäre die beste, die nachdrücklichste Antwort für unsere Feinde. Mein Herz, wird speziell bei Ihnen sein, Did. In meiner Phantasie leben wir beide in einem anderen, längst vergangenen Zeitalter, und Sie, mein tapferer Ritter, ziehen todesmutig in die Schlucht, um eine, edle Frau an ihren Feinden zu rächen. Daß Sie Ihr Bestes tun werden, das weiß ich, Did, und das es Ihr Fuß sein möge, der das entscheidende Tor schießt, das wünscht von ganzem Herzen Ihre aufrichtige Freundin Margery Kirkby." Did stedte den Brief mit liebevoller Sorgfalt in die Tasche und lehnte sich in seinem Sitz zurüd. Auf seinem Gesicht lag ein Lächeln ein glückliches und etwas sehnsüchtiges Lächeln, und er versant in tiefes Nachdenken. Es mochte wohl nicht bloß phantastisch, sondern auch absurd erscheinen, die waderen Bur schen um ihn herum, die sich eben darüber stritten, ab Finnegan das Herzas oder den Pikkönig hätte ausspielen müssen, mit den alten Kreuzrittern zu vergleichen. und aber doch, er hatte verstanden, er wußte, warum Margery diesen absonderlichen Vergleich gebraucht hatte. Sie hatte recht es hing viel Größeres von diesem Wettspiel ab als ein Gewinn, welcher in jeder Zeitung des Landes abgedruckt werden würde. Hollywood war ein Fußballdavid, bedroht von zahlreichen Feinden und gestützt von wenigen, menn auch treuen, verläßlichen Freunden. Doch wußte Marr, daß die Männer, die Hollywoods verachtete Farben trugen, am nächsten Tage mit einem Kampfgeist sondergleichen in den Kampf ziehen würden, mit einer Opferfreudigkeit, die ihnen selbst vielleicht nicht zum Bewußtsein fam. Der Tag begann mit Wind und Regen. Aus dem Regenschauer wurde ein stundenlanger feiner Sprühregen, der nicht aufzuhören drohte. Sam Hollister blickte aus dem Fenster seines Hotelzimmers auf die Straße, schüttelte den Kopf und knurrie: Die Halunfen werden schön lachen, wenn es so weiter regnet. Heiliger Michael! Der Platz wird wie ein Sumpf aussehen!" Jimmy Dunster, der nicht nur als Fußballreporter, sondern auch als menschgewordener Sonnenstrahl die Mannschaft be= gleitete, gestattete sich einen der bei ihm so seltenen Augenblicke der Niedergeschlagenheit. ..Ueber diesem Klub lastet ein düsteres Schicksal," sagte er. Nr. 64. Donnerstag gegenüber 7,6 und 7,9 auf 1000 in den Jahren 1928 und 1927. Dagegen hat Die Zahl der durch Krafträder herbeigeführten tödlichen Verletzungen fast doppelt so start zugenommen wie der Bestand an Krafträdern. Während im Jahre 1926 auf 1000 Krafträder nur erst 19 tödliche Verunglückungen entfieien, ist diese Zahl neuerdings auf 3,5 auf 1000 angestiegen. Die Zahl der sonstigen tödliche Verkehrsunfälle ist im Gegensatz zu der starken Zunahme der Verunglückungen im Kraftverkehr- im Jahre 1926 etwas zu rückgegangen, sie betrug 3 737 gegenüber 3 832 im Vorjahr. Be sonders auffallend ist die starke Zunahme der Verunglüdunger jugendlicher Personen mit Krafträdern. Sie famen durch der Verkehr und den Sport mit Krafträdern im Jahre 1929 allein 229 15- bis 30jährige, dagegen immer hin nur 154 30- bis 60jährige Männer mehr zu Tode als im Jahre 1928. Auch unter den Kindern forderte die weitere Ausdehnung des Kraftver fehrs wieder 128 Opfer mehr als im Vorjahre. Bei den 5- bis 15jährigen Knaben ist außerdem die Zahl der Ertrunkenen un 77 gestiegen. Fast im Jahre anschei der in Form auch der Reid Fülle von S dhaften ande forden in die Den Rei Bei der Schon lan nach dem imp ten die herrli Zustande. Das wenngleich die Spielhälfte gleich war dag waren. Denn die eigentlich Das soll die Erfreulicherweise ist im Gegensatz zu der Zunahme der Ver tehrsunfälle bei den gewerblichen Berufen eine weitere A nahme der Unfälle zu verzeichnen. Die amtlichen Feststellungen können z. T. schon durch die von den Berufsgenossenschaften mitgeteilten Zahlen für das Jahr 1930 ergänzt werden. Hütten- und Walzwerk- Berufsgenossenschaft( Sitz Essen) betrug die Zahl der tödlichen Unfälle, auf 1000 Versicherte berechnet, in den Jahren 1928-29-30: 0,920, 0,735, 0,690 und die Zahl der entschädigungspflichtigen Unfälle 9,00, 7,92, 8,47( 1913: 13,89). Die Unfallziffer ist im Oberbergamtsbezirk Dortmund bei den tödlichen Unfällen, auf 1000 Beschäftigte berechnet, im Viertel jahresdurchschnitt von 0,721 im Jahre 1925( dieses Jahr war für den Ruhrbergbau ein wahres Unglüdsjahr) und 0,573 im Zeitraum von 1901 bis 1910 auf 0,507 im Vierteljahresdurc schnitt 1923 0,469 im Vierteljahresdurchschnitt 1930 zurüdgegangen. In Berlin verunglüdten 1929 tödlich 1877 Personen( 43,4). Die Zahl der tödlichen Unfälle in der Reichshauptstadt ist hier nach nicht unwesentlich größer als die Zahl der tödlichen Un fälle, die der ganze deutsche Bergbau im Jahre 1929( 1647) L beklagen hatte. Was sagt die deutsche Arbeiterjugend über ihre Eltern? aus nicht schmi Spiele den Ve fehlten auf de brudsvollen L momente, die felbit gestaltet Erfolg; denn liefert. Die Beziehung de eine gute Be nische, ebenm Neben m zulänglichkeit täuschten Ha Unerfahrenhe eine Lüde in Ganz pra Gafte zum be mert 2. im 3u die Vorarbeit davonging un heraufbeschwo ausgezeichnete Den Angriffen der anfangs in der Nach der nens auf und Ein der ersten Hal liche Spielar frog allem d Eine Umfrage unter 2 100 Berliner Berufsschülern, die fast durchweg aus Arbeiterkreisen stammen, gibt einen interessanten Einblick in das Familienleben des deutschen Arbeiters. Teil der Befragten lehnt entschieden das Autoritätsverhältnis zu den Eltern ab: Sie finden daheim nicht, was sie suchen, und vertauschen darum das Elternhaus mit einem Kreis von Gleichgesinnten. Ursache dessen ist oft die Ueberlastung der Eltern, sodaß sie sich ihren Kindern nicht widmen können, wie es nötig wäre. Die meisten aber schildern mit Wärme und Begeisterung den neuen Geist in der Arbeiterfamille: die innige Freundschaft zwischen Eltern und Kindern. Stimmen in niger Dankbarkeit und Verbundenheit zeigen, daß auch das heutige Familienleben noch viel Köstliches in sich bitgt. Evangelische Arbeiterinnenbewegung in Deutschland. Neben den bekannten evangelischen Arbeitervereinen gibt es auch eine im Aufstieg begriffene evangelische Arbeiterinnen bewegung. Dem Gesamtverband evangelischer Arbeiterinenver eine Deutschlands gehören 150 Vereine mit 10 745 Mitgliedern an. Im Jahre 1930 ist die Bewegung um 9 Vereine gewachsen. Eine rege Tätigkeit entfaltete der Verband auf dem Gebiet der Schulungsarbeit. Besondere Kurse dienten der Umschulung arbeitsloser junger: Mädchen. Aber wenn die Dinge scheinbar am schlimmsten stehen, trif eine Wendung zum Besseren ein. Aber", stimmte er zu, währen er einen besorgten Blick auf die Spieler warf, die eben ih Frühstück einnahmen, der Regen gefällt mir auch nicht." Diese Meinung fand bei der ganzen Mannschaft ungeteilten Beifall, als sie um zwei Uhr nachmittags den Girnsley- Plat einer genauen Besichtigung unterzogen. Der Regen, welcher jeit sechs Uhr morgens ununterbrochen niederfiel, hatte den Plat buchstäblich in einen Schlammhausen verwandelt, und bei jedem Schritt versant man mehrere Zoll tief in dem aufgeschwemmten Boden. Obwohl das Spiel erst in mehr als einer Stunde beginnen sollte, strömten bereits dichte Massen von Girnsley- Anhängern auf den Play, mit schwarz- weißen Abzeichen, mit Holzratschen und fleinen Blechtrompeten ausgerüstet, auf denen sie ein nich sehr wohlfingendes, dafür aber um so färmenderes Konzert veranstalteten. Um den Regen fümmerten sie sich wenig, ebenso wenig um die Stadtpolizei, welche sich ohne Erfolg bemühte, Ordnung in die Massen zu bringen. ,, Ein feines Publikum, meiner Geel!" grinste Pat Finne gan. Ich glaube, es ist der gefährlichste Mob in ganz England. Soffentlich haben wir heute einen energischen Schiedsrichte der sich nicht irritieren läßt. Er wird gleich da sein und uns wie üblich, zu wissen geben, daß er keine Unregelmäßigkeiten dulden wird." Zwanzig Minuten vor drei aber, als die Mannschaften bereits auf das Spielfeld gehen mußten, war der Herr mit ter Pfeife noch nicht im Ankleideraum der Hollywood- Leute erschie nen, und so zogen sie, geführt von Ben Warriner, in den Kampi ohne den Schiedsrichter gesehen zu haben. Als der pfeift, steher Vi 1900 But We Nied Weil Daub Wekl Stein Naub Garbe Tiefer Geils Lollar Wetzla Wezla 11. August 19 1900 6 Leihgef 1900 G 1900 6 ViB. G Jugend: ViB. Steind ViB. C 1900 G Büblin VfB.C VfB. Bligturnier i Wallau Wiesent Biedent Wallau Breiden Biedent Wallau Wiefenb Breiden Wallau Bligturnier in Weiden Womme Womme Weiden Breiden Edelsh Wallau Laaiphe Ein gellender Schrei, der zwanzigtausend Rothäuten auf den Kriegspfad Ehre gemacht hätte, begrüßte sie. Es lag gleichzeitig eine Drohung und eine Herausforderung darin. So mögen die Bürger des alten Rom gebrüllt haben, wenn eine Partie beson ders stattlicher Christen in die Arena geführt wurde, um de Löwen vorgeworfen zu werden. Das war der weithin berüchtigt Gionsley- Potalfriegsruf, und sein moralischer Erfolg war Girre len ein bis zwei Tore wert, je nach der Nervenstärke des G ners. Das gellende Geschrei verstummte auch nicht einen Me ment, sondern hielt während des ganzen Spiels an. Wild scho mend sprang es um den Platz herum wie ein lebendiges Rauk tier. Als Darke, der Spielführer und Mittelläufer der einhein schen Mannschaft, das Los gewonnen und so den Vorteil des schwachen Windes für Girnsley gesichert hatte, schwoll das Ge brüll der Menge orfanartig an. ..Ruhig spielen und sich nicht provozieren lassen! Die ruhige ren Nerven gewinnen heute!" Shorty Warriner, mit aufgefrempelten Hemdsärmeln und einem grimmig entschlossenen Ausdrud im sonst so freundlichen Gesicht, gab seinen Kameraden diesen Rat mit, als sie ihre Stellungen einnahmen. Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung erkannte er die Gefahren, die dieses Wettspiel bringen mußte. Fortsetzung folgt. German Odersh VIB. K Garnau Niedern Nr. in den Jahren 1928 und äder herbeigeführten to pelt jo start zugenommen an Krafträdern. 1000 Krafträder nur eti en, ist diese Zahl neuetb Sie Zahl der sonstigen tödli at zu der starten Zunahme T- im Jahre 1926 etwas genüber 3 832 im Vorjahr Zunahme der Verunglüdu Frädern. Sie tamen durg) fträdern im Jahre 1929 c immer hin nur 154 30 bis 1s im Jahre 1928. Auch n te Ausdehnung des Kraf im Vorjahre. Bei den 5 die Zahl der Ertruntenen enjah zu der Zunahme der en Berufen eine weitere 1. Die amtlichen Feststellun den Berufsgenossenschaften n 1930 ergänzt werden. Bei nossenschaft( Sitz Essen) bet auf 1000 Versicherte bered 0,735, 0,690 und die Zahl 9,00, 7,92, 8,47( 1913: 13 Jamtsbezirk Dortmund bei chäftigte berechnet, im Vier Jahre 1925( dieses Jahr es Unglüdsjahr) und 0,573 i uf 0,507 im Vierteljahresh hresdurchschnitt 1930 uri 29 tödlich 1877 Personen( in der Reichshauptstadt ist als die Zahl der tödlichen gbau im Jahre 1929( 164 che Arbeiterjugend Eltern? Berliner Berufsschülern, die f mmen, gibt einen interesante des deutschen Arbeiters. G den das Autoritätsverhält daheim nicht, was fie fuche nhaus mit einem Kreis v i oft die Ueberlaffung d En nicht widmen fönner Er schildern mit Wär der Arbeiterfamille: und Kindern. 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Wild f herum wie ein lebendiges Ra er und Mittelläufer der einhe ewonnen und so den Vorteil en gesichert hatte, schwoll das b ht provozieren lassen! Die rubi fgefrempelten Hemdsärmeln Ausdrud im sonst so freundli en diefen Rat mit, als fie einer jahrzehntelangen Erfahr dieses Wettspiel bringen mute Sung folgt. Donnerstag, den 13. August 1931. ,, Gießener Zeitung" Turnen, Sport und Fußball tritt in seine Rechte. Fast im ganzen Lahn-. Dill- Gebiet haben es in diesem Jahre anscheinend die Fußballmannschaften besonders eilig, wieder in Form zu kommen, denn das vergangene Wochenende, wie - in Hessen- brachte bereits eine auch der Reichsverfassungstag Fülle von Spielen, darunter solche mit den spielstärksten Mannschaften anderer Landesverbände. Es geht also mit vollen Attorden in die neue Fußballzeit hinein. Den Reigen eröffnet in Gießen der BfB. mit dem VfR. Fürth. Schon lange vor Beginn des Spieles hasteten die Menschen nach dem imposanten Waldsportplatz. Ueber 1000 Personen füllten die herrliche Sportanlage. Der Platz befand sich in gutem Zustande. Das Spiel war ein Werbespiel ersten Ranges, wenngleich die beiden Mannschatfen besonders in der zweiten Spielhälfte in feinem rechten Verhältnis standen. Zu un gleich war das Können der Rivalen, die im Grunde gar keine waren. Denn nur die Gästemannschaft besaß jene Qualitäten, die eigentlich in einem solchen Treffen gefordert werden müssen. Das soll die Verdienste und Mühen der tapferen VfB.er durchaus nicht schmälern! Man soll aber nicht vergessen, daß derartige Spiele den Verein nach außen hin repräsentieren müssen! Dazu fehlten auf der Seite der Heimischen zu sehr die großen, eindrucksvollen Leistungen. Es gab aber außerst wertvolle Kampfmomente, die das Publikum ständig im Bann hielt. Die Fürther selbst gestalteten dieses Spiel nur zahlenmäßig zu einem großen Erfolg; denn die Gießener haben schon weit bessere Spiele ge= liefert. Die Gäste waren natürlich in technischer wie taktischer Beziehung den Grün- Weißen weit voraus und erteilten ihnen eine gute Belehrung. Was die Fürther zeigten, war die harmonische, ebenmäßige Linie der gesamten Arbeit. Neben manch glänzender Leistung der VB.er standen Unzulänglichkeiten im Sturm und in der Läuferreihe. Dort enttäuschten Haupt und Knauß; letzterem merfte man noch seine Unerfahrenheit in solch schweren Spielen an. Es klaffte zu oft eine Lücke in der Angriffsfront. Ganz prächtige Sachen gab der linke Flügel im Sturm der Gäste zum besten und es war ein Genuß, Wolf, Schönlein, Emmert 2. im Zusammenspiel zu sehen. Drei Tore tamen allein auf die Vorarbeit des Lintsaußen Wolf, der ungestüm mit dem Ball davonging und unzählige Gefahrenmomente für die Gießener heraufbeschwor und hier leistete Bingel, Kreß 1. und Balser eine ausgezeichnete Abwehrarbeit. Die Gäste- Hintermannschaft war den Angriffen des Gegners stets gewachsen, wenngleich Schwender anfangs manchen Fehler machte. Ueberhaupt war in der ersten Spielhälfte ein ausgeglichenes Spiel. Nach der Pause zogen die Gäste alle Register ihres Könnens auf und die VsB.er waren ermüdet von dem scharfen Tempo der ersten Halbzeit, doch auch jetzt noch waren Hingabe und ritterliche Spielart den Unterlegenen eigen und damit haben sie sich trotz allem doch ehrenvoll geschlagen! Wie die Fürther gewannen. Als der übrigens gute Schiedsrichter Dörr- Grünberg anpfeift, stehen die Mannschaften: Ergebnisse aus dem Bezirk. Gau Gießen Weglar: VFB. Gießen VFR. Fürth 1: 7( 1: 2) Ga. VFB. Weidenau VB. Gießen 0: 3( 0: 2) Weklarer Sp. VB. Kurh. Marburg 0: 4( 0: 2) 1900 Gießen Wiesbaden- Dotzenheim 1: 1( 1: 1) Butzbach Ehringshausen 2: 4 Niedergirmes Dillenburg 4: 7 Weilburg 1900 Gießen 2. 6: 1( 2: 0) Daubringen VFB. Gießen 2. 5: 5( 2: 2) Wetzlarer SpV. 2. Steinbach 1. 9: 0 Steinberg 1. Lollar 1. 3: 0 Nawborn 1. Niedergirmes 2. 3: 4. Garbenteich 1.-1900 Gießen Lehrm. 3: 5( 1: 3) Bissenberg 1: 5( 0: 3) Tiefenbach Geilshausen 1.- Daubringen 2. 11: 0( 6: 0) Lollar 2. 1900 Gießen 4. 5: 2( 4: 0) Wetzlarer SpV. 3. Dutenhofen 1. 3: 3( 2: 3) Weklarer SpV. 4. Garbenheim 1. 2: 5 11. August 1931: 1900 Gießen Liga- Leihgestern WFB. 1900 Gießen Lehrm. 1900 Gießen A. H. VfB. Gießen A. H. Jugend: VFB. Gießen 1. 1 Alsfeld Liga 2: 4( 2: 1) Gießen 2. 8: 4 Wiesed 1. 9: 1 Schiri- Vgg. Gießen 1: 2( 0: 0) Steinberg 1. 0:10 Lollar 1. 9: 1 Steindorf 1.- Wetzl. SpV. 1. 5: 1 VFB. Gießen 2. 1900 Gießen 3. Büblingshausen 1. VfB. Gießen Sch. VfB. Gießen Sch. 1900 Gießen 2. 1: 2( 0: 1) abgebrochen Lich 1. 2: 4 Wetzl. SpV. 2. 3: 0 Lollar Sch. 1: 1 Steinberg Sch. 0: 1( 11. 8.) Gau Marburg. Bligturnier in Wallau: Wallau Biedenkopf 0: 0 Wiesenbach- Feudingen 0: 0 Biedenkopf Breidenbach 1: 0 Wallau Feudingen 1: 1 Breidenbach Wiesenbach 1: 0 Biedenkopf Feudingen 1: 1 Wallau Breidenbach 3: 0 Wiesenbach Biedenkopf 3: 0 Breidenbach Feudingen 0: 0 Wallau Wiesenbach 0: 1 Bligturnier in Erdhausen. Weidenhausen Gladenbach 1: 1 Wommelshausen Erdhausen 0: 1 Wommelshausen Weidenhausen 1: 0 Weidenhausen Erdhausen 0: 5 Pokalspiele in Edelshausen: Breidenstein Banfe 1: 2 Edelshausen Banje 4: 1 Wallau 3. Dautphe 1. 5: 1 Laasphe Niederlaasphe 4: 4 Germania Marburg VB. Friedberg 4: 5( 3: 2) Odershausen 1.- Germania Marburg 2. 3: 1 VfB. Kurh. Marburg 2.- Allendorf 2: 0 Sarnau 1.- Wetter 1. 4: 1 Niederwalgern 1.- Oderhausen 2. 0: 6 V.f.B.: Balser Bingel Kre 1. Leuthäuser Knauß Post Lehrmund Haupt Bährenfänger Wlodarek Schmidt Teufel Wolf Schönlein Ditterich Emmert 2. Stemmer Emmert 1. Ebersberger V.f.R.: Schwender Förster Hirsch Die Gießener haben Anstoß und drücken einige Minuten und eine gute Flanke von Schmidt bringt Gefahr für die Gäste, doch in letter Minute fann Hirsch den Ball noch abfangen. Dann geht es einige Minuten vor Balfers Heiligtum heiß her. In der 10. Minute gibt es einen präzisen Edball von Wolf, den Ditterich zum ersten Tor für Fürth einköpft. 1: 0. Die VfB.er greifen nun mächtig an. In der 13. Minute die erste Ecke für VB., die ins Aus geht. Die 15. Minute bringt im Anschluß an einen gut gegebenen Edball von Schmidt wieder den Ausgleich durch Leuthäuser. 1: 1. Weiter drücken die Plazzbesizer. Erzielen in der 19. Minute die dritte und in der 29. Minute die vierte Ede. Dann aber zieht der Gästesturm vor des Gegners Tor und Balser muß viel eingreifen. Kurz vor der Pause fällt noch das zweite Tor durch Teufel. 2: 1. Fürth greift nach der Pause weiter. Die 48. Minute bringt die 2. Ede für die Gäste. In der 49. Minute hält Balser einen Bombenschuß von Emmert 2. In der 50. Minute schießt Teufel das dritte Tor für seine Mannschaft. 3: 1. Eine Minute nach dem Mittelanstoß gibt es die 3. Ede für VFR., die recht gefährlich aussah, doch Kreß bringt mit großartigem Schuß das Leder nach vorne und Bährenfänger geht mit dem Ball durch. Man glaubt schon an ein Tor, da- ins Aus! Die Grün- Weißen reißen sich etwas zusammen, Schmidt läuft die Linie entlang, flantt, aber der Ball wird von Förster zur 5. Ecke für VfB. gelenkt, die wieder ins Aus geht. In der 65. Minute verschießt Enumert 2. einen Elfmeter. In der 67. Minute schießt derselbe das vierte Tor. 4: 1. Der Rest der Spielzeit steht nun ganz im Zeichen der Gäste. Die 75. Minute bringt durch einen weiteren Elfmeter durch Schönlein das fünfte Tor für sie. 5: 1. Schmidt, Wlodarek und Bährenfänger versuchen nochmals einen Durchbruch, aber die Verteidigung stoppt ihn und wieder stehen die Gäste vorm VfB.- Tor. In der 81. Minute stellt Emmert 2. das Resultat auf 6: 1. Derselbe Torschütze drückt auch aus drei Meter Entfernung noch ein weiteres Tor ins Netz, das Endresultat herstellend. 7: 1. Ein wirklich gutes Spiel ist aus, das für die Grün- Weißen ein Lehrspiel für die bald beginnenden Verbandsspiele sein dürfte und sie auf eine harte Probe gestellt hat. Dreihausen 2. Rüddingshausen 3: 3 Buchenau Cappel 1. 1: 1( 0: 0) Friedensdorf Cölbe 3: 2( 1: 0) Bortshausen Ebsdorf 5: 3( 3: 1) Oderhausen tomb. Haddamshausen 7: 1 Lohra 1. Wetter 3. Jugend: Sarnau 1.Erdhausen 2. 0: 4 VB. Kurh. Marburg 3. 2: 2 Germ. Marb. 1. 2: 0 Frankenberg 1.- VFB. Kurh. Marburg 1. 0: 4 Cappel 1. Ebsdorf 1. 4: 0 Sinn Gau Dill. Ballersbach 8: 2 Bischoffen 1.- Offenbach 1. 0: 8( 0: 3) Borussia Fulda Hessen Hersfeld Germania Fulda Blitzenrod Lauterbach 2. SC. 03 Kassel Gau Fulda VR. Fürth 1: 4( 1: 2) Hessen 09- Kassel 3: 3 Neuhof 7: 1( 2: 0) Salzschlirf 6: 1 Hessen 09 Kassel Landenhausen 5: 2( 4: 1) Gau Kassel: Kurhessen Kassel 2: 1( 2: 0) Sa. Tura Kassel 2: 2( 2: 1) Sa. Sport Kassel-SC. 03 Kassel 4: 0( 2: 0) Kurh. Kassel SV. Kassel 4: 4( 2: 3) Tura Kassel Hermannia Kassel 2: 8( 0: 2) Hessen Preußen Kassel Niederzwehren 6: 0( 5: 0) BV. 06 Kassel VfR. Lichtenau 4: 5( 2: 2) Aus Gießen und Umgegend. Kj. 1900 Gießen Wiesbaden- Dogheim 1: 1( 1: 1). Die Blau- Weißen eröffneten ihre Spielsaison mit verhält= nismäßig schwachen Leistungen. Heftiger, falter Wind und die fleine Besucherzahl drückte auf den Kampfgeist. War das Spiel in der ersten Halbzeit noch einigermaßen flott und flüssig, so wurde es nach der Pause immer weniger reizvoll. Das soll auch fein Vorwurf gegen die einheimische Mannschaft sein ihr Gegner war wirklich nicht besser. Mit dem Wind im Rücken setzten sich die Gäste in der ersten Spielhälfte im Feld der Einheimischen fest. Diese zogen ihre Läuferreihe ein wenig zurüd und konnten bis auf eine vermasselte Sache in der 18. Minute ihr Netz frei halten. Um diese Zeit fonnte Wiesbaden aus dem Gedränge im Strafraum heraus 1: 0 in Führung gehen. 20 Minuten später allerdings war die Scharte wieder ausgemerzt und die Partie durch Best wieder remis gestellt. Bei diesem Resultat blieb es. Der Ausgang des Spieles ist gerecht und wenig schmeichelhaft für die beiderseitigen Stürmerreihen, die ungezählte ,, Chancen" ausließ. Die Gießener waren noch nicht komplett angetreten. Man vermißte Adelberger und Heilmann, auch Zeiler und Wilhelmi, die noch gesperrt sind, waren zu ersetzen. Müller im Tor und die Verteidigung waren gut, die Läuferreihe flappte bis auf den Amerikaner Schad, der erst wieder ein wenig Fuß fassen muß. Im Sturm waren die Fehler am größten. Durchschlagskraft und energischer Torschuß müssen noch kommen. Der Gegner war gleichwertig. Ein wenig eifriger, zeigte er nur Durchschnittsleistungen. Nur der Mittelläufer verdient besonders Erwähnung und Lob. Schiri Böcher- Gießen war wie immer gut. VfB. Gießen Liga VfB. Weidenau Liga 3: 0. Das vorzügliche Abschneiden der VfB.er in Weidenau am Spiel. 490 Nr. 64. vergangenen Sonntag fam unerwartet, zumal am Tage vorher Die Ligaelf ihre Kräfte gegen VFR. Fürth fast restlos verausgabt hatte. In der Mannschaft gegen Weidenau fehlten Knaus and Haupt, die durch Hetzel und Feuster ersetzt wurden. Die Ligaelf des VfB. Weidenau tam gegen das technisch reifere Spiel des Namensvetters aus Gießen nicht auf. Bärenfänger schoß 2 bildhübsche Tore, denen Schmidt auf Rechtsaußen das 3. folgen ließ. In der Verteidigung überraschte Hetzel, wäh rend Feuster im Sturm das technisch beste Spiel lieferte. Auch Fehling auf Linksaußen hatte einen guten Tag. Der 3: 0 Sieg gegen die spielstarten Weidenauer gereicht dem VfB. 08 zur Ehre. Das in der Sperre konsequent durchgeführte Training zeigt Erfolge. Aus Lollar. In Lollar standen sich am Sonntag Lollars 2. M. und 1900 4. M. gegenüber. Lollar schoß in der ersten Halbzeit 4 Tore und nach dem Wechsel noch 1 Tor. Bei Lollar schied nach der Halbzeit ein Spieler infolge Verletzung und ein weiterer aus nicht ersichtlichem Grunde aus, so daß Gießen 2 Tore aufholen konnte. Beide Torwächter und Mittelläufer gut, und ebenso der rechte Verteidiger von Lollar. Die 1. M. trat zu einem fälligen Rüdspiel in Steinberg an und verlor 3: 0. Sie mußte das Spiel ohne eigentlichen Tormann und weiteren 2 Mann Ersatz bestreiten. Der Spieler, welcher im Tor stand, entledigte sich seiner Aufgabe mit viel Geschick und hielt unter anderem einen Elfmeter. Der Sturm von L. zeigte sich vor dem Tore zu unentschlossen, so daß keine Tore fielen. Die 1. Jugend und 1. Schüler weilten in Gießen bei dem VFB. Die Jugend verlor 9: 1. Sie spielte mit mehreren neuen Leuten, dadurch fehlte jede Zusammenarbeit. Die Schüler spielten 1: 1. BfB. Gießen 2. Daubringen 1. 5: 5. Am vergangenen Sonntag standen sich die obigen Mannschaften, die in der letzten Verbandsspielserie manchen harten Strauß ausgefochten haben, im Kampf. VfB. hatte Mühe, ein Unentschieden herauszuholen. Kurz vor Schluß stand das Tref= fen noch 5: 3 für Daubringen, nachdem man in die 2. Halbzeit mit 2: 2 gegangen war. Das Spiel nahm mitunter scharfe Formen an. VIB. Gießen A. H. Steinberg 1. 0:10( 0: 8). Die A.H.- Mannschaft spielte am Verfassungstag auf dem Waldsportplatz gegen die 1. Mannschaft von Steinberg. Sie hatte sich etwas zuviel vorgenommen und verlor 0:10. Trotzdem war das Spiel nicht einseitig, in der 2. Halbzeit tamen die Steinberger nur zu 2 Toren. Der Schiedsrichter leitete das Spiel im Sitzen, was störend wirkte.(!) Geilshausen 1. Daubringen 2. 11: 0( 6: 0). Am Sonntag weilte Daubringen als Gast in Geilshausen. Daubringen hatte feinen Gegner unterschätzt und spielte mit 8 Mann. Aber Geilshausen war von Anfang bis zu Ende überlegen und gewann das Spiel verdient. Leihgestern 1. VfB. Gießen 2. 8: 4. Dieses Spiel fand am Verfassungstag statt. VfB. focht einen unglüdlichen Kampf und verlor in dieser Höhe unverdient. Jugendspiele des VfB. Gießen. VfB. 1. Jugend- Lollar 1. Jugend 9: 1. VfB. 2. Jugend Gießen 1900 2. Jugend 1: 2 abgebr. VFB. 1. Schüler 1. Schüler Lollar 1: 1. Im Spiel gegen Lollar zeigte sich die 1. Jugend vom VB. 08 von der besten Seite. Sie spielte gegen die körperlich stärkere Lollarer Elf technisch einwandfrei und gewann in dieser Höhe verdient. Den Schülern fiel es schwer, sich gegen die förperlich stärkeren Gegner durchzusetzen. VB. 1. Schüler-1. Schüler Steinberg 0: 1. Weilburg 1. 1900 Gießen 2. 6: 1( 2: 0). 1900 hatte das Pech, im 1. Spiel mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft auf eine der 3. 3t. besten Mannschaften der 2. Bez.Klasse zu treffen. Weilburg hat es zu einer Form gebracht, die noch von feiner Mannschaft dieser Klasse erreicht wurde. 1900 stand dieser harten und gut eingespielten Mannschaft ziemlich machtlos gegenüber. Trotzdem hätten die Gäste mehr erreichen fönnen, wenn nicht der Sturm und hier insbesondere die techte Seite alles versiebt hätte. Insbesondere in Ballaufnahme und Stellungsspiel waren die Stürmer direkt hilflos. Durch dieses Manko war die Läuferreihe natürlich überlastet, wurde aber ihrer Aufgabe doch gerecht. Die Verteidigung im Abschlag gut; Stellungsspiel schwach. Der Torhüter war sehr gut. Bei Weilburg tamen r. Verteidiger, Mittelläufer und halb rechts nicht ganz an die anderen heran. Die Platherren spielten etwas hart für ein Gesellschaftsspiel, was aber mehr auf die reichlich großzügige Leistung des Schiedsrichters zurückzuführen ist. Leichtathletik. Ein beachtliches Ereignis in Frankenberg. Ein schneller Entschluß war immer eine der besonderen sportlichen Eigenschaften des SV. Hessen 1911 Frankenberg. So auch jetzt. Eine 400- Meter- Aschenbahn, die dem Verein wie der ganzen Stadt Frankenberg zur Ehre gereicht, ist trotz der Notzeit geschaffen worden und umrahmt nunmehr den Sportplay. Vom Bauentschluß bis zur Einweihung 9 Wochen- das ist etwas. So fonnte am 9. August die feierliche Einweihung dieser Sportanlage, die Hessen- Hannovers Leichtathleten mit Freude begrüßen und die dem Platzverein neue Kräfte zuführen wird, vor sich gehen. Vereine der D.S.B. und der D.T. des Gaues Marburg leiteten den Tag mit friedlichem Wettkampf ein. Zur Mittagszeit sprach dann Pfarrer Böhme in trefflicher, eindrucksvoller Weise über das Thema ,, Vaterland- Volksgemeinschaft Sportverein", unter besonderer Würdigung des sportlichen Ereignisses. Es folgten: Ein eraftes Reigenfahren des Radfahrervereins 1896 Frankenberg, sowie als Hauptveranstaltung, nach schönem Aufmarsch der Teilnehmer und herzlicher Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Herrn Dietrich sen., der Leichtathletik- Klubkampf zwischen SB. Hessen 11 Frankenberg, der Sp. 1900 Gießen und dem Sportverein Münden. den GieBen nach spannendem, leider etwas durch Regen beeinträchtigtem Kampf mit 96% Punkten, vor Frankenberg mit 58 und Münden mit 48 Punkten, für sich entscheiden konnte. Auch der westdeutsche Zweite, Kilo, VfL, Wetzlar, war an wesend. Seine Leistung: Kugel 12,45 Meter, Diskus 44,20 Meter. Gary, VsB. Kurhessen Marburg, leistete: Kugel 12,30 Meter, Distus 36,90 Meter. Dann klang der sportliche Teil in einem Jugendspiel aus. Der Abend vereinte alle Festteilnehmer noch einmal im Vereinsheim des SV. Hessen. woselbst der Athletik- Sachbearbeiter des Gau Marburg nod) Gelegenheit nahm, darauf hinzuweisen, daß der Sportverein Hessen Frankenberg, der immer bestrebt ge= wesen sei, dem Großen und Ganzen zu dienen, die Unterstügung weitester Kreise verdiene. Gesunde weiße Zähne: Chlorodont Zahnpaste Tube 54 Pf. und 90 Pf. R. Donnerstag, den 13. August 1931. Lokales. * Die hessischen Büchnerpreisträger 1931. Die Wahl der Preisträger für den diesjährigen Georg- Büchner- Preis ist auf den Kunstmaler Alexander Posch und den Komponisten Hans Simon, beide in Darmstadt, gefallen. * Beim Baden in der Lahn crtrunken. Der acht Jahre alte Josef Klein von hier, der in der Lahn badete und dabei an einer jeichten Stelle den Fluß durchwaten wollte, wurde vom Wasser plöglich abgetrieben und geriet in die Strömung, wo er ertrant, ehe ihm Hilfe gebracht werden konnte. Erst am nächsten Tage fonnte die Leiche des Kindes geborgen werden. * Betriebsunfall. Stalpiert wurde ein Lehrling, der bei Schlosser Kunz in der Lehre steht. Der Junge geriet mit ſei= nem Haarschopf in die Bohrmaschine. Ein furchtbarer Schrei rief den Meister herbei, und Kopshaut und Haarschopf hingen in der Spindel der Maschine. Der Lehrling wurde in die Klinik verbracht. * Paratyphus. In den Gemeinden Lützel- Linden und Hochelheim sind drei Fälle von Paratyphus festgestellt worden. * Gießen Berlin in 2½ Stunden. Chefpilot Maier, der Leiter der Fliegerschule im Gießener Flughafen, flog am Sonntag auf seinem Klemm- Eindeder mit dem Grafen Solms- Laubach als Beobachter in 2 Stunden 36 Min. von Gießen nach Berlin, um von dort aus am Deutschlandflug 1931 teilzunehmen. * Am 15. August ist zu zahlen( teine Schonfrist): a) Vermögenssteuer in Höhe eines Viertels der im letzten Steuerbescheid festgestellten Steuersumme.( Gilt nicht für Landwirte. Diese haben am 15. November zwei Viertel zu zahlen.) b) Aufbringungsumlage 1. Rate des Steuerjahres 1931.( Vorläufig ist ein gleicher Betrag wie am 15. Februar 1931 zu zahlen.) * Steuerfreiheit Aufwandsentschädigungen. Aufwandsentschädigungen, die besonders vertraglich vereinbart sind und 7 Prozent der laufenden Bezüge nicht überschreiten, sind steuerfrei. von ,, Gießener Zeitung" lings fest in der Hand hatten. Die Fallschirmabspringer Resc Würzburg und Wiegmaier- Braunfels zeigten darauf ihre hals= -brecherische Kunst und landeten glücklich. Zum Schluß folgte programmäßig die angefündigte gemischte Staffel, die allerdings nicht restlos zur Ausführung gelangte. Alles in allem eine Veranstaltung, deren Besuch sich lohnte. * Rundfunt. Am 13. ds. Mts., heute, wird auf den Berliner Sender ein Dreigespräch übernommen: ,, Kann man jetzt noch in einen Kurort reisen?" Die Sprecher sind: Der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Bäderverbandes( E. V.), Herr Dr. Heß- Wiesbaden, der Generalsekretär der Balneologischen Gesellschaft, Herr Dr. Max Hirsch- Berlin, und der Chefredakteur der Reisebeilage der ,, Vossischen Zeitung", Herr Hartmuth Merlefer- Berlin. * Vom Stadttheater. Am Sonntag gelangt das Lustspiel ,, Meine Kousine aus Warschau" von Verneuil als 9. Vorstellung durch ein Ensemble Berliner Bühnenkünstler zur Aufführung. * Befreiung von der Angestelltenversicherung. Bei Versorgungsanwärtern im Sinne der Anstellungsgrundsätze von 1922, die im unmittelbaren Dienst der Reichsverkehrsverwaltung oder überwiegend für deren Rechnung beschäftigt werden, darf nach einem Erlaß des Reichsverkehrsministers in der Folge Anwartschaft nach dem Angestelltenversicherungsgesetz als ge= währleistet angenommen werden, wenn sie bei einer der Behörden, die in den Grundsätzen stehen, für eine Beamtenstelle vorgemerkt sind. Die Beteiligten werden jetzt darauf hingewiesen, daß die Möglichkeit der freiwilligen Fortsetzung des Ver= Den Befreiungsanträgen der sicherungsverhältnisses besteht. in Frage kommenden Anwärter soll entsprochen werden. * ,, Die Finanzämter auf der Geldsuche", so betitelte sich eine Notiz in unserer Zeitung vom 11. Juli 1931( Nr. 55) auf der 3. Seite. Wie uns dazu von authentischer Stelle mitgeteilt wird, wird in dieser Notiz vor falschen Voraussetzungen ausgegangen. Der fragl. Steuerschuldner zahlte eine größere Steuerschuld erst, nachdem die Gelder durch den Vollstreckungsbeamten angefordert waren, direkt an das Finanzamt und zwar ohne die Zwangsvollstredungskosten. Die Kosten des Gerichtsvollziehers wurden dann später, zusammen mit einem Pfennigrest an Steuern, natürlich nochmals angefordert. Wegen der lächerlichen rückständigen das sei zur Rehabilitierung der 4 Pfg. Steuern selbst, ist also der ganze nicht billige AppaReichssteuerbeamtenschaft gesagt- rat nicht in Bewegung gesetzt worden. - * Straßensperrung( mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V. A. v. D. Gießen). Die Provinzialstraßenstrede Vaitshain Grebenhain im Zuge der Straße Lauterbach- Ortenberg wird vom 17. August 1931 ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Crainfeld. Die nächste * Schweinezählung am 1. September 1931. Schweinezählung und Erhebung der nicht beschaupflichtigen Hausschlachtungen vom 1. Juni 1931 bis 31. August 1931 im Reiche ist zum 1. September 1931 angeordnet worden. Umfang entspricht dem der letzten Zählung. Der * V. H. C. Der Vogelsberger Höhenklub hält am Freitag abend bei Hopfeld seine fällige Monatsversammlung ab. * Trinkt kein Wasser auf Gurken! Daß diese Mahnung befolgt werden sollte, wenn man sich keine ernsten Folgen zuziehen will, zeigt ein neuerlicher Vorfall in Traunstein ( Bayern). Hier hatte ein 42 Jahre alter Mietautofahrer nach dem Genuß von Gurken Wasser getrunken. Bald darauf er= frankte er, und auch eine sofort vorgenommene Operation konnte den Mann nicht mehr retten. Eine hinzugekommene Herzschwäche führte den Tod herbei. Aus Rab und Fern. Lich. Ein Auto mit drei Insassen verunglückte am Montag abend auf der Straße Buzzbach- Lich. Der Fahrer fam vom Fahrdamm auf den Sandweg und verlor die Herrschaft über den Wagen. Der Wagen wurde dabei herumgeschleudert und der im Fond sitzende Mayer Bing wurde so schwer verletzt, daß er später in der Gießener Klinik verstarb. * Bezahlt Eure Rechnungen! Der Einzelhandel ist durch die katastrophale Geldkrise in große Not geraten. Seit Wochen gehen infolge der Zurückhaltung der Kundschaft die Außenstände fast gar nicht ein. So darf es nicht weiter gehen, wenn nicht zahllose Existenzen des Einzelhandels, dessen Betriebsmittel aufs äußerste angespannt sind, zugrunde gerichtet werden nachdem der freie Zahlungs- und sollen. Darum ist es jetzt ernste Ueberweisungsverkehr wieder aufgenommen worden ist Pflicht eines jeden, seine Rechnungen umgehend zu bezahlen, denn nur dann kann der Kaufmann die dringend notwendigen Gelder für die Bezahlung seiner Angestellten und Lieferanten, für Steuern, Miete, Abdeckung seiner Bankkredite usw. aufbringen. Der Einzelhandel richtet daher an das Publikum die nachdrücklichste Bitte, umgehend die außenstehenden Rechnungen zu begleichen, um auf diese Weise unserer gesamten Wirtschaft aus ihrer schweren Bedrängnis zu helfen. Grünberg. Beim Baden im Merlauerteich ertrant am Sonntag nachmittag der 16jährige Sch. Gehringer. Die Leiche konnte später geborgen werden. Flugtag. Am Sonntag fand bei erträglichem Wetter vor fast 2000 Menschen auf dem Flugplak das überaus spannende Programm des diesjährigen Flugtages seine Abwickelung. Vier Flugzeuge führten die hohe Schule" der Flugkunst vor, ihre Führer Maier, Moog, Sachsenberg und Diedrichs bewiesen, daß sie ihre Luftvögel selbst bei den waghalsigen Loopings und RolAlsfeld. Der zurzeit in Deutschland auf Urlaub weilende deutsche Botschafter in London, Freiherr v. Neurath, besuchte am Freitag nebst Gemahlin und Tochter unsere Stadt und besichtigte die Sehenswürdigkeiten von Alsfeld. Nr. 64. Zwischenfälle beim Reichsbannertag in Koblenz. Im Zusammenhang mit dem Reichsbanneraufmarsch in Koblenz, kam es mehrfach zu Zwischenfällen. An verschiedenen Stellen, an denen schwarz- weiß- rote oder nationalsozialistische Fahnen anläßlich des Volksentscheids aus den Fenstern hingen, tam es zu Schlägereien. In der Nacht zum Sonntag versuchten Reichsbannerleute verschiedentlich, die Fahnen zu beseitigen. Bei einem dieser Zusammenstöße erlitt ein Jungstahlhelmer einen Messerstich in den Rücken. Er trug eine lebensgefährliche Lungenverletzung davon. In verschiedenen Häusern wurden Fensterscheiben eingeworfen, ohne daß man die Täter fassen konnte. In der Straße Vier- Türme drangen Reichsbannerleute in die Wohnung einer Frau ein, um eine schwarz- weiß- rote Fahne zu ent= fernen. Sie wurden von Polizeibeamten daran gehindert. Darmstadt. Der Verfassungstag hatte infolge des andauernden Regenwetters am Vormittag geringen Zuspruch gefunden. Vormittags 10 Uhr nahm das hessische Polizeikorps auf dem Marineplatz Parade- Ausstellung vor den Regierungsmitgliedern und Minister Leuschner hielt eine Ansprache, wobei verschiedene Ernennungen bekannt gegeben wurden. Daran schloß sich ein Festakt im Saalbau. Groß- Zimmern. Der Rechner des Raiffeisenvereins, der Unterschlagungen gemacht hatte, wurde nunmehr verhaftet. Höchst i. Odw. Die Beigeordnetenwahl brachte dem Bürgertum einen über alle Erwartungen weit hinausgehenden Erfolg. Bei einer Wahlbeteiligung von ca. 90 Prozent erhielten der bürgerliche Kandidat 871 Stimmen, der Kandidat der SPD. 413 Stimmen und der kommunistische Kandidat 57 Stimmen. Todesopfer bei einem Sprengstoffunglück. Wittenberg. Montag früh ereignete sich bei den Westfälisch- anhaltischen Sprengstoffwerken in Reinsdorf ein Explosionsunglüd. Dabei verunglüdten zwei Arbeiter tödlich. Außerdem wurde ein Arbeiter schwer und drei leiter verletzt. Der Betrieb des Werkes wird durch das Unglüd nicht beeinträchtigt. Blutiger Sonntag in Berlin. Auf dem Bülowplak, der Stätte des Karl- Liebknecht- Hauses, entspann sich in den Abendstunden des Sonntags ein schweres Feuergefecht zwischen Kommunisten und der Polizei. Die Kommunisten hatten sich in großen Mengen gegen 21 Uhr zusammengerottet und beschmierten die Häuser mit Inschriften: ,, Für jeden Kommunisten zwei Polizisten!" Als die Polizei mit dem Gummifnüppel den Platz zu räumen begann, wurden plötzlich auf sie aus zahlreichen Häusern Schüsse abgegeben. Die Polizei erwiderte das Feuer. Ein toter Kommunist sowie zahlreiche Schwerverletzte wurden festgestellt. Auf seiten der Polizei sind die Polizeihauptleute Lenk und Anlau durch Schüsse getötet worden. Schwer verletzt wurde Oberwachtmeister Willich. Gernsheim. Der Gemeinderat faßte den Beschluß, die Stadtverwaltung zu beauftragen, alle Einwohner, die sich an politischen Ausschreitungen, gleich von welcher Partei, beteiligen und die bei der Gemeinde in Arbeit stehen oder von ihr unterstützt werden, sofort zu entlassen bezw. ihnen die Unterstützung zu entziehen.( 3ur Nachahmung empfohlen!) Generalvertreter Eini.- Abitur für neuartigen und leichtverkäuflichen Elektrobesen und Staubsauger, deutsches Fabrikat, höchster Ratenpreis unt. RM 100, unübertroffene Verdienstchancen sofort gesucht Herren, die in der Privatkundenbranche Erfahrungen und Verkaufserfolge haben, bewerben sich an: Verkaufsdirektor H. J. Schulte, per Adr. Geschäftsstelle dieser Zeitung. Bitte ausschneiden! Möblierte Zimmmer mit guter, voller Verpflegung, pro Tag 4, Mart, einschließl. aller Nebenabgaben. P. Müller, Bad Nauheim, Schnurstraße 27. Institut Boltz- Ilmenau, Thür Bis 800 Mark Im Kraftwagen verbrannt. Wieder ein Anschlag auf einen Eisenbahnzug. Glogau. In der Nacht zum Mittwoch wurde auf der Strecke Züllichau- Glogau, zwischen Pontopp und Bonadel, auf einen Personenzug ein verbrecherischer Anschlag verübt. Von bisher unbekannten Tätern war ein großer Feldstein auf die Gleise gewälzt worden. Die schwere Maschine des Zuges schob den Stein beiseite, so daß ein Unglück verhütet wurde. Personen tamen nicht zu Schaden. Bingen. Am Dienstag nachmittag traf hier die Nachricht ein, daß unweit Baden- Badens ein in Bingen beheimateter Personenkraftwagen in einer sehr furvenreichen Strede mitsamt dem Insassen verbrannt aufgefunden worden war. Aus dem Kenn zeichen des Wagens ergab sich, daß es sich um den Kraftwagen des Vertreters einer Autofirma, Herrn Georg Heinz v. Lakum handelt. Herr von Latum ist am Sonnabend abend mit diesem Wagen, der sein Eigentum ist, allein in Bingen abgefahren. Auf welche Ursache das Unglück zurückzuführen ist, konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Monats- Verdienst Marburg. Der Senat der Universität hat den Fabrikanten Dr. med. H. c., Dr. phil. h. c. Ernst Leitz zum Ehrensenator ernannt. Heidelberg. Der Filialleiter eines Konsumvereins unterschlug 15 000 RM. Genossenschaftsgelder. Das Gericht verurteilte ihn zu 1½ Jahren Gefängnis. Es werd. eine Anzahl ütcht. Personen ges., gleich welchen Berufes od. Geschlechtes. Sehr günst.Gelegenh.f.solch. d. sich selbständ.machen woll. Auch als Hauptoder Nebenverdienst. Tauernde u. angenehme Tätigk. Kein Reis. Angebote unt. Beilage eines mit der genau en Adresse versehenen Briefumschl.( frankieren ist freigestellt) an Chemische Fabrik Stierli, Haltingen ( Amt Lörrach). Vier Jahre Gefängnis für Diamond. Newyork. Jack Diamond, der berüchtigte amerikanische Ban denführer, ist wegen unerlaubten Betriebes eines Alkoholschankes und dauernden Vergehens gegen das Alkoholgesetz zu vier Jahren Gefängnis und 11 000 Dollar Geldstrafe verurteilt worden. Neue Bücher. „ Der Erdball". Illustrierte Monatsschrift für das Gebiet der Länder- und Völkerkunde, herausgegeben von Leo Frobe nius, 5. Jahrgang. Heft 7. Preis vierteljährlich 3 RM., Ein zelheft 1,25 RM. Hugo Bermühler Verlag, Berlin- Lichterfelde. Erschei Bezugspreis raftionsschluß fru dung nicht verl 4. Jahrg Politij Der Berliner B oferit im Septem Die fübilawische Staatsdepartement wie Regierung de Das Reichswirt ung der Richtlinie Desfinanzamtern zug Die Berhandlun Die Majeftichung de Hetverordnung vom bgcjchlojjen. Wie wir höre zielen, durch Ve apothekenbanken irale eine langf malichulden vor Wie die Teleg hrt, beläuft sich d Das moderne Hallstadt hat eine berühmte Schädelstätte, die uns Dr. Morton im neuesten Heft des„ Erdball" sowohl bildlich wie textlich näherbringt. Ein glanzvoller Artikel über Buddha von Prof. Heinrich Zimmer unterrichtet uns über den großen Religionsstifter und seine Lehre.„ Geographische Ge= danken zur chinesischen Kulturkrise" von Schmitthenner, und ,, Chinesisches Leben im Roman" von Steinen führen uns in Wort und Bild in das geistige und wirtschaftliche Denken des Chinesen ein. Von Dagestan, das von der Sowjetrepublik mo dern kultiviert wird, und Honolulu, der von Amerikanern zivi lisierten Südseeinsel, handeln zwei Aufsätze, die unsere verkehrEine vieltausendjährige ten Weltanschauungen kennzeichnen. Geschichte der Sklaverei von Dr. Rob. Pfaff- Giesberg folgt. Eine Reise von weiteren interessanten Abhandlungen über Uvea und Florida vervollständigen das reich und schönbebilderte Heft. Das Urbild aller Bänkellieder finden Sie in der neuen ,, Woche", die als lustige Wissenschaft einmal die Geschichte des Bänkelsangs aufzeichnet. Neben dem umfangreichen aktuellen Bildmaterial und vielem anderen steht diesmal ein bemerkens werter Aussatz über Georg Kolbe, den Meister der Plastik. Die neue ,, Woche" ist für 50 Pfg. überall zu haben. Acht junge Mädchen einer Klasse haben vor drei Monaten das Abiturium gemacht. Was ist bis heute aus ihnen gewor den? Diese Frage beantwortet in Wort und Bild ein inter essanter Aufsatz in der Münchener Illustrierten Presse( Nr. 33). Sehr hübsch sind auch weiter die Zeichnungen Eduard Thöny's, die gelegentlich auf einer Wanderung durch seine Heimat Süd tirol machte. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Das von vielen Vereins- und Verbands- Rechnern als ganz vorzüglich beurteilte Universal- Verbands- und Vereinskassebuch von mir ausgearbeitet wird in jeder gewünschten Stärke geliefert. Die Anschaffung für das kommende Jahr ist jetzt zu empfehlen. Der Rechner weiß zu jeder Minute, was er eingenommen hat an Mitgliedsbeiträgen, Eintrittsgeldern, von Veranstaltungen usw. usw. und was er ausgegeben hat für Bundes- und Ver bandsbeiträge, für allgemeine Verwaltung, für Reisespesen, für sonstige Vergütungen, für Veranstaltungen, für Anschaffungen, Reparaturen, für Unterstützungen, Steuern usw. usw. Am Jahresschluß genügt der Abschlußstrich, die einzelnen Spalten zusammengezählt, die Endzahlen der Ausgabespalten von denen der Einnahmespalten oder umgekehrt abgezogen. 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Reichstanzl antrede angefün Die perionelle Ae verlautet, im wej der Dresdner Bar Der Leitung der erwarten, daß treter um mind Reifes an diejen Nitpolitik diejer Mit großer Minetts entgegen ontrolle der be afficht aller deu Beir Infolge der ei den Finanz Steuern zu beo 3. beliefen. teits in den eri riditande nachge bis jeht überbli Tur normal, jon Steuern als jon Urjache für diej Steuerzahlern night pünktlich